Rollenspiel in Zeiten der Barriere
Zwischen den Lagern und Gleiche
Die Siedlung Drakia # 3

25.05.2002 00:19#1
Kiina Die Siedlung Drakia #3
Sie stand neben ihm und fühlte sich auf einmal klein und bedeutungslos. Als diese beiden Wachen sie angesprochen hatten, wäre sie am liebsten in den nächsten Schatten eines Baumes oder Hauses gekrochen und hätte sich still verhalten. Die Stadt war ohne Zweifel schön, zumindest das, was sie im schwachen Schein der Laternen und des Mondes hatte sehen können, aber es machte ihr auch ein wenig Angst. Sie schob es darauf zurück, dass hier so viele Männer aus dem alten Lager waren.

Jetzt entspannte sie sich wieder ein wenig. Gnat und sie waren von der Straße runter und in einem ziemlich großem Haus, wahrscheinlich das Größte hier, eingekehrt. Im Gegensatz zu der Hütte im Sumpf war das hier purer Luxus. Schwere Teppische an den Wänden. Vorhänge aus dunklem roten Brokat an den Fenstern. Hohe Kerzenständer und etliche Fackeln zauberten schöne Lichteffekte an die Wände, ließen die Waffen und Dekorationen jedoch ein wenig furchteinflößend wirken. Ihre Schritte hallten leise in dem Flur wieder, den sie gerade entlanggingen und Kiina hatte noch kein wort gesprochen, sondern nur teils erstaunt und teils angstvoll alles betrachtet.

Gnat hielt ihr eine Tür auf und Kiina trat zögernd in den Raum. Das erste, was ihr sofort ins Auge stach, war die riesige Tafel. Schweres dunkles Holz und dazu Stühle mit hohen Lehnen und einem gepolstertem Sitzbereich. Kiina blieb mitten im Raum stehen und sah sich weiter um. Gnat schien mehr und mehr amüsiert über sie und sie spürte auch, dass er sich endlich Zuhause fühlte. Sie gönnte es ihm, aber zum anderen bereitete es ihr auch einen Stich im Herzen. wo war sie denn Zuhause? Im Amazonenlager, wo sie seit Wochen nicht mehr gewesen war? Eigentlich nicht, denn sie war auch vorher nicht lange dort gewesen und zeitig in den sumpf aufgebrochen, um Jagd zu meistern. Dann begegnete sie Gnat und Frost, als sie ins Amazonenlager wollte.

Gnat deutete einladend auf einen Stuhl und Kiina ließ sich nieder. Ihr Blick streifte über weitere prachtvolle Teppiche, Waffen und dergleichen an den Wänden. Gnat riß sie aus den Gedanken "Nicht weglaufen, ich bin gleich wieder da." Und schon war er verschwunden. Die Amazone saß nun alleine in dem Raum, dessen Fackeln bizarre Schatten an die Wand warfen. Sie wurde ein wenig ärgerlich auf Gnat, dass er sie hier so alleine sitzen ließ. Sie wurde jedoch gleich wieder versöhnlich gestimmt, als er mit zwei Tellern bewaffnet wieder eintrat und einen reich gefüllten vor ihr auf dem Tisch platzierte. Erst jetzt spürte sie das zaghafte Kneifen in der Magengegend. Dankbar machte sie sich über den Teller her.

Nachdem sie ordentlich gespeißt hatten, saßen sie noch kurze Zeit an dem Tisch. Kiina hatte noch immer kein wort gesprochen und Gnat schien zu respektieren, dass sie lieber schweigen wollte. Auch er sprach kein Wort sondern saß nur da und beobachtete sie. Er schien sich wohl etliche Gedanken zu machen und auch zu spüren, dass sie sich hier ein wenig fehl am Platze vorkam. Endlich unterbrach er das Schweigen und fragte nach, ob sie müde sei und sich lieber hinlegen wollte? Schließlich war der Weg hierher nicht leicht gewesen und auch sonst waren sie beide ja nicht die auf dem Höhepunkt der Gesundheit. Die Amazone nickte eingeschüchtert mit dem Kopf und Gnat erhob sich.

Freundschaftlich reichte er ihr seine Hand und zog sie wieder auf die große Tür zu. Als die Tür hinter ihnen zufiel, gab es ein gespentisches Geräusch und Kiina drückte unbewußt fester seine Hand. Sie wandten sich nun einer Treppe zu und erklommen den Absatz zur ersten Etage. Hier war der Flur mit einem schmalen langen Teppisch ausgelegt und mehrere Portraits zierten die Wände. Nachdem sie ein paar Schritte, die vom Teppich gedämpft wurden, getätigt hatten, nahm Gnat eine der Fackeln aus dem Halter an der Wand und blieb vor einer Tür stehen. "Hier ist ein Zimmer, dass du für dich beanspruchen kannst. Mein Zimmer liegt zwei Türen weiter da vorne. Er deutete auf eine andere Tür. "Wenn irgendetwas sein sollte oder du etwas brauchst, so scheue nicht, bei mir anzuklopfen, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit." Er schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln und öffnete dann die Tür zu ihrem Zimmer.

Die Kerzen waren nun entzündet und Kiina betrachtete die Einrichtung des Zimmers. Ein großes Bett dominierte es. An der einen Wand stand eine Komode und vor dem Bett war ein kleines gepolstertes Sofa. An den großen Fenstern waren wieder Brokatvorhänge angebracht, die Gnat nun zugezogen hatte. Eine kleine Tür führte in ein separates Badezimmer. Kiina war erstaunt. Ihre Finger glitten über das Holz des Bettes und der Komode. Sie setzte sich auf die weißen Laken des Bettes und schaute sich weiter um. Gnat war noch immer ein wenig amüsiert, aber schien er sich auch ein wenig Sorgen zu machen, ob sie sich hier wohlfühlen würde. Das würde sie sich in diesem Zimmer sicher., aber in dieser Stadt allgemein? Das wußte sie selber noch nicht.

"Denk an meine Worte. Brauchst du noch etwas? Ansonsten wünsche ich dir eine angenehme Nacht und werde nun auch mein Zimmer aufsuchen." Gnat hatte sich vor ihr hingekniet und seine Worte mit einem eindringlichen Blick untermalt. Die junge Frau konnte immer noch nur nicken und brachte kein Wort hervor. Der hohe Gardist stand mit einem Seufzen auf und verließ leise das Zimmer, nicht ohne ihr noch eine gute Nacht gewünscht zu haben. Kiina ließ sie nach hinten auf das Bett fallen und verschränkte die Arme unter dem Kopf. Tausend Gedanken schoßen ihr durch den Kopf, aber sie würde sich nicht mehr jetzt daran machen, da Ordnung und Sinn reinzubringen.

Sie streifte die Stiefel ab, die sie zwischenzeitlich wieder angezogen hatte und ließ die Rüstung auf das kleine Sofa vor dem Bett sinken. Mit einem Seufzer krabbelte sie unter die einladende Decke und zog diese bis zum Kinn hoch. Noch schnell die Kerzen ausgepustet und die Augen geschlossen und schon kurze Zeit später schlief die Amazone tief und fest, wovon die regelmässigen Atemzüge überzeugten.



25.05.2002 13:31#2
~~=Chris=~~ Chris kam in Drakia an. mit den Brettern, die er von der Schäune hatte, ging er los. Einen Lehren bauplatz hatte der Schatten auch schon gefunden. Der Laden sollte groß und Prachtvoll werden, besser als im NL obwohl dies Schwer zu toppen war. Mit der Baugenehmigung von Aulando, dem Herrscher des Imperiums, und einem großem Stück Pergament fing Chris an den Laden den Er bauen wollte zu Zeichen. Der Laden sollte Groß sein, er sollte betten und eine kleine Taverne haben, er sollte einfach gut aussehen.

Der Plan war fertig, genau so sollte der Laden eines Tages mal aussehen: Der Plan des Ladens
Wunderschön stellte sich dies vor und begann, einige Materialien einzusammeln und den Boden mit hilfe seiner Schaufel auszuheben, damit der Laden eine gute Standfestigkeit hatte und ihn nicht jedem kleinen Windstoß in sich zusammen fallen würde.



25.05.2002 20:22#3
Burath "Wir sind froh das ihr gesund zurückgekehrt seid" "Nunja vollkommen gesund würde ich es nicht nennen aber meine Reise verlief sehr zufriedenstellend." "Es wurde gemunkelt das ihr in Begleitung hier angekommen seid?" "Das entspricht der Wahrheit. Ja es stimmt, ich bin mit Begleitung hier erschienen." "Wer ist es wenn man fragen darf?" "Fragt lieber nicht zuviel und tragt diesen Umstand nicht zu sehr nach draußen. Es gibt gewisse Dinge die sich etwas unangenehm gestalten könnten aber das will ich verhindern. Ich hoffe ihr versteht das. Wenn nicht ... nunja diese Umgebung ist gefährlich. Habt ihr verstanden?!" "Ja." "Das freut mich." "Während eurer Abwesenheit ist nichts viel passiert. Wir haben eine Höhle von Skeletten gesäubert. Wir gehen davon aus das es noch immer Überreste des Krieges waren." "Dies ist durchaus möglich. Außerdem ein Grund weshalb ich hier bin. Gab es Verluste?" "Nein. Ein paar Verletzte aber nichts weiter ernstes. Euch stehen noch immer dreizehn Mann in voller Monktur zur Verfügung." "Sehr erfreulich. Wurden weitere Nester ausgemacht?" "Ja. Sie stehen unter ständiger Beobachtung. Ein Entkommen gibt es für sie nicht allerdings haben unsere Späher festegestellt, dass sie zahlenmäßig unseren Kämpfern weit überlegen sind. Ich hoffe sie werden keinen Angriff wagen" "Ach wirklich? Ich denke nicht das sie versuchen werden uns anzugreifen. In den Höhlen haben sie sich verschanzt. Doch draußen sind sie Bolzenfutter. Nicht einer ihrer Knochen würde diese Stadt je erreichen. Ich denke es eilt nicht. Wenn die Zeit gekommen ist werde ich Unterstützung anfordern und wir schaffen dieses kleine Problem beiseite. Gab es sonst Vorfälle?" "Eigentlich nicht. Lediglich die Buddler haben einen Teil ihrer Arbeit niedergelegt. Das Holz für die Boote vergammelt aber die Ebenen für den Weintraubenanbau sind ausgehoben. Nahrung gibt es reichlich." "Hmm ich hatte gehofft es würde noch besser vorrankommen aber das ist wohl auch meine Schuld. Richtet den Gardisten aus das im Laufe der nächsten Woche die Aufgaben neu verteilt werden und ich wieder jede Hand arbeiten sehen will." "Jawohl ich werde es ausrichten." "Ich wusste das ich mich auf euch verlassen kann. Eine Bitte hätte ich noch. Lasst den Wirt zwei ordentliche Mahlzeiten herrichten und diese im Speisesaal auftischen. Danach sorgt bitte dafür das ich für die nächsten Tage hier im Haus ungestört bin. Mein Gast, ihr werdet sich bald feststellen wer es ist, soll sich hier überall frei bewegen dürfen. Hmm wenn ich es mir so überlege. Sie soll von zwei Schatten unbemerkt beobachtet werden wenn sie dieses Haus allein verlässt. Ich möchte nicht das ihr etwas zustößt. Bei den vielen Buddlern weiss man nie." "Verständlich. Ich werde mich darum kümmern. Gibt es noch etwas?" Nein fürs erste wird das wohl ausreichen. Erledigt nun hurtig eure Aufgaben"

Ein erfreutes Nicken des jungen Mannes dann verschwand dieser in den dunklen Gängen des Rathauses. Schon bald war das
Hallen der Schritte verstummt und der hohe Gardist setzte seinen Weg zum Arbeitszimmer fort. Ein Lächeln lag in seinem Gesicht. Ja dieser junge Gardist, Jean mit Name, war schon ein nützlicher und vertrauenswürdiger Geselle. Wenn das nur bei allen so leicht wäre. Knarrend öffnete sich die schwere Holztür und gab den Weg zum Zimmer frei. Alles war noch so wie vor einigen Wochen wo Gnat die Siedlung verlassen hatte. Die Kerzen auf den Ständern waren runtergebrannt, der massive Schreibtisch war überhäuft mit allen möglichen Unterlagen und Papieren. Die Schreibtinte war vertrocknet und nichts als eine schwarze Kruste war davon in der Schale zurückgeblieben. Der Mann schritt weiter über den roten Teppich. Das Fenster zum Balkon war immer noch einen Spalt geöffnet und ließ den frischen, nach Meer riechenden, Wind hinein. Im Nebenzimmer sah es nicht anders aus. Einzig und allein das Bett wurde letzte Nacht benutzt.
Klirrend fielen die Waffen und langsam auch die einzelnen Rüstungsteile zu Boden. Die Hosen und Hemden folgten kurz darauf. Der Kleiderschrank öffnete sich und Gnat durchforstete ihn langsam und gründlich. Eine dunkel gefärbte Lederhose kam zum Vorschein, ein schwarzes Seidenhemd und ein paar saubere Kampfstiefel ebenso. Der feine Stoff legte sich geschmeidig um die Haut des Gardisten. Als letztes kam noch ein schwarzer Ledergürtel mit silberner Schnalle und das Breitschwert das an diesem befestigt wurde. Nach gründlicher Betrachtung im Spiegel, der nur unweit vom Bett stand, gab der junge Mann ein zufriedenes Brummen von sich und verließ sein Zimmer. Wieder hallten sein Schritte durch den von Fackeln beleuchteten Gang bis er vor einer Tür zum Stehen kam und anklopfte ...



25.05.2002 20:46#4
Kiina Leise summte sie vor sich hin, als sie da so in der Wanne saß und sich ein wenig Schaum auf der Nase platzierte. Sie pustete ihn jedoch gleich wieder fort und der kleine Haufen aus Luftblasen, die in allen Farben schimmerten, schwebte sachte zu Boden. Zufrieden rekelte sich die Amazone in dem warmen Wasser und schloß die Augen. Sie hatte schon lange kein Vollbad mehr genommen. Das gesamte Badezimmer war nun in einem leichten Nebel eingehüllt und ein netter Duft wand sich durch die Luft.

Das Klopfen an der Tür hatte sie gar nicht vernommen, da sie selbige zum Badezimmer nur einen Spaltbreit geöffnet hatte. Sie hatte noch immer die Augen geschlossen und summte, als sie ihren Namen vernahm. Vor Schreck tauchte sie ungewollt unter und kam prustend wieder an die Oberfläche. Gnat stand unüberhörbar in ihrem Zimmer. Er mußte wohl angeklopft haben und sie hatte nicht reagiert, woraufhin er das Zimmer betreten hatte. Kiina schaute sich hastig um und erspähte ein großes Badetuch. Das war ja schonmal was.

"Moment, ich bin im Badezimmer. Wehe du kommst rein." Ihre Stimme klang belustigt gedroht, aber sie wußte genau, dass er nicht ins Badezimmer kommen würde. Sie stand auf und kletterte aus der Wanne heraus. Mit schnellen Handgriffen hatte sie sich in das Tuch gehüllt und mit einem weiteren kleineren drückte sie nun ihre Haare etwas aus. Aber schon erkannte sie das nächste Problem. Ihre Rüstung lag noch immer im Zimmer auf dem kleinen Sofa und etwas anderes hatte sie nicht. Kiina stand fluchend im Badezimmer.
Dann schritt sie zu Tür, streckte die Hand durch den Spalt und meinte "Reichst du mir bitte mal meine Rüstung und hör auf zu lachen." Sie hatte diesen unterdrückten Lacher von ihm sehr wohl gehört, als er sie so fluchen gehört hatte. Er reichte ihr die Rüstung, die daraufhin blitzschnell durch den Spalt verschwand, bevor die Tür vor seiner Nase zuflog. Hastig warf sie sich ihre Sachen über und versuchte die Haare mit einem Kamm zu bändigen, der dort im Badezimmer zu finden war. Als alles zu ihrer Zufriedenheit saß, paßte und duftete, öffnete sie die Tür zum Badezimmer und trat hinaus.
Ihr Blick fiel auf Gnat, der es sich derweil auf dem Sofa bequem gemacht hatte und sie noch immer belustigt anschaute. "Hallo erstmal. Wie hast du geschlafen und was macht deine Wunde?" Kiina war siedenheiß aufgefallen, dass das Bett absolut chaotisch aussah und nun werkelte sie nebenbei noch schnell an dem Laken und dem Bettzeug herum.



25.05.2002 21:47#5
Burath Noch immer hallte das Lachen durch den ganzen Raum und kam nur langsam zum Verstummen. Als sich der Gardist beruhigt und ordentliche Haltung auf dem Sofa eingenommen hatte blickte er grinsend hinauf zur Amazone. Einen guten Tag wünsche ich. Habt ihr gut geschlafen? Es zwingt euch keiner zur Eile junge Frau Er lachte erneut kurz auf und wurde dann wieder etwas ernster. Mir geht es den Umständen entsprechend sehr gut und wie ich sehe dir ebenfalls. Das freut mich Leicht murrend zog Kiina die Bettdecke zurecht und baute sich dann in voller Größe vor dem Gardisten auf. Nunja unten im Speisesaal müsste für uns etwas zu essen stehen. verkündete er kleinlaut. Nunja und während wir essen kannst du mir gerne mitteilen was du heute tun möchtest. Er stand auf und schritt langsam zur Tür. Darf ich bitten? Gnat öffnete die Tür deutete freundlich auf den Gang.


25.05.2002 22:06#6
Kiina Kiina verließ hoch erhobenen Hauptes das Zimmer und trat auf den Gang hinaus. Die Fackeln zauberten noch immer einen umheimlichen Schatten an die Wände und die Portraits guckten wie immer steif von dem Leinen herab. Gnat schloß die Tür hinter sich und schritt dann an ihr vorbei den Gang entlang bis zur Treppe. Dort schaute er sich noch einmal kurz um, ob sie auch hinter ihm war und war er auch schon dabei, die Treppe hinabzusteigen.

Kiina folgte ihm auf den Fuß, denn sie kannte sich hier noch nicht aus und hätte nicht gewußt, wo langgehen. Sie schritten wieder auf den Raum zu, wo sie schon gestern Nacht noch gespeißt hatten und Gnat hielt ihr wieder die Tür auf. Die Amazone huschte hindurch und setzte sich gleich an den Tisch. Ihr Blick wanderte über die leckeren Sachen und sie steckte sich erstmal eine Kirsche in den Mund. Während Gnat sich setzte, sprudelte die Amazone schon los, nachdem sie geschluckt hatte. "Was ich heute tun möchte? Hm ... gute Frage. Ich habe nicht die geringste Ahnung. Du bist hier zu hause nicht ich." Sie grinste und griff sich die nächste Kirsche, die mit einem leisen Plopp vom Stiel im Mund verschwand.

"In Ordnung, essen wir erstmal." Gnat griff nun auch zu und schon bald war der Raum vom Klirren des Besteckes erfüllt. Hind und wieder sagte einer von beiden was, aber die meiste Zeit waren sie mit Kauen beschäftigt. Ein Gardist trat in den Raum und schaute erstaunt auf die Amazone. Er fing sich jedoch schnell wieder, als einen mahnenden Blick von Gnat auffing. Die beiden schienen wohl schon über sie gesprochen zu haben. Der Gardist fragte, ob noch Wünsche seien und Kiina schüttelte eingeschüchtert den Kopf. Auch Gnat verneinte und so empfahl sich der Gardist wieder.

Kiina fühlte sich nun wieder etwas unwohl. Sie hatte ganz vergessen, wie viele Gardisten, Schatten und dergleichen doch hier in Drakia waren. Sie fragte sich, ob es überhaupt eine so gute Idee wäre, wenn sie das Haus verlassen würde. Alleine würde sie es vorläufig mit Sicherheit nicht tun, zumindest solange nicht, wie sie hier noch alle Blicke auf sich ziehen würde. Sie schaute an sich herunter. Mit dieser Rüstung würde sie alle Blicke der Männer auf sich ziehen, die fiel doch schon sehr auf. Eine typische Amazonenrüstung eben.


25.05.2002 22:24#7
~~=Chris=~~ Chris der Schatten hatte nun endlich die ganzen Bretter zu sammen und hat auch schon das Fundament für den Laden ausgehoben. Eine dreckige arbeit war das, wenn immer wieder kleine Fleischwanzen aus der Erde gekrochen kamen. Chris rührte eine komische Masse aus Sand, Lehm und Wasser zusammen, das ergab einen Brei, mit welchem Chris die Bretter die er von der Schaune und von Aulando bekommen hatte fest zu machen. Außen setzte er nun die Bretter, alle an den Rand des Loches, doch bevor Chris das getan hatte, ist er mit dem Brei, welcher ganz Braun war einmal um die Stelle gegangen und es an die seite Gestrichen. Als die Bretter dann saßen, wartete der Schatten etwas und sah sich das treiben in Drakia an. Es schien nicht viel los zu sein, doch einige Kopfe, sah man am Fenster, welche neugierig herraussahen.

Eine Zeit später, hohlte Chris Steine. Dazu hatte er einen Korb und ging in einen kleinen Steinbruch, welcher nicht weit von Drakia entfernt war. Das ganze tragen der Steine, war hart aber Chris freute sich, da er erstens seinen Körper wieder in Schuss und zweitens einen Laden bauen konnte, welcher ihm gehörte. Die Stunden vergingen und die Steine wurden mehr und mehr immer wieder wenn Chris ohne oberteil ganz durchgeschwitzt mit seinem Waschbrettbau kam, staunten die Frauen, die aus den Fenstern sahen, nicht schlecht. Der Schatten hohlte ein Bier herraus und setzte sich in den Schatten, der heißen Mittagssonne und Erfrischte sich mit einem Bier.

Der Schatten machte sich wieder an die Arbeit und holte seine Schaufel und verteilte im Fundament die Steine, bis der Boden ziemlich gleichmäßig war. Dann nahm Chris den Restlichen lehm den er zuvor aus dem Boden ausgehoben hatte und auch den Sand und Mischte es wieder mit Wasser an. Ganz viel von dieser Masse machte er und goß es dann über die Steine, welche immernoch lose am Boden lagen. Die Masse sollte die Steine aneinander halten und den Boden schön eben formen, damit die Hütte auch gerade wurde. Masse über masse, Kippte Chris über die Steine und Strich mit einem Brett darüber.

Zeit verging und der Boden stand schon fasst. Der Grundriss wurde gelegt, nur in der Mitte war es tiefer, da dort ein Keller hinkommen sollte. Alleine konnte er das zwar schaffen, würde aber dann schon ewig lange brauchen. Irgendjemand musste ihm helfen.
Der Schatten machte weiter, er hohlte Nägel und einen Hammer und baute den Türramen, welchen er dann gleich bei so einer Art treppe hinbaute. Wenn man rausgehen würde, sah man dann ein altes Haus, wo Leute raus sahen.


25.05.2002 22:42#8
Alonso Alonso betrat nach längerem wiedermal Drakia. Er sah sich erst mal um, reges Treiben war im Gange, Buddler liefen herum, Schatten beobachteten die Lage und Gardisten trieben ihr Schutzgeld ein. Es war ein gutes Gefühl zu Hause zu sein. Sein erstes Ziel war der Waffenladen.

El war gerade dabei ein Schwert zu verkaufen. Alonso ging gleich zu ihm hinüber und begrüßte ihn freundlich. Danach wendete er sich glaich einem wartenden Schatten zu und verkaufte ihm einen Langbogen und die dazugehörigen Pfeile. Der Laden lief sauschlecht, so hatte sich Alonso das nicht vorgestellt, er war zwar froh, dass El damals auf seinen Vorschlag einging, aber in den letzten Wochen war sowohl Don-Esteban, der eine Spitzhacke kaufen wollte, als auch Nienor, die mehrere tausend Erz für ein sehr gutes Schwert ausgeben wollte, unverrichteter Dinge wieder abgezogen, weil keine Sau anwesend war. Der Don hatte zwar einen Zettel mit einer Nachricht an der Ladentür befestigt, aber dieser wurde hartnäckig ignoriert. Und Nienor hatte sich ihr exklusives Schwert bei Aulando, dem Schmied des Sumpfes zusammen mit einem Dolch für insgesamt 4500 Erz herstellen lassen. Das Geld hätte sicher auch El SiEsTa gebrauichen können.
Alonso legte seine Schattenrüstung ab und schlüpfte in etwas bequemeres, es war eine Schwarze Hose, die an einigen Stellen mit Leder verstärkt war und eine Weste die auch nur minimalen Schutz bat, aber in der Stadt schwebte er nicht gerade in grosser Gefahr.

Als Alonso so durch die Gassen Drakia's schlendert, erblickte er plötzlich ein bekanntes Gesicht, es war Chris der anscheinend damit beschäftigt war eine Hütte oder soetwas in der Art zu errichten.

=Alonso= "Hey Chris alter Kumpel wie gehts?"
=Chris= "Gut und dir mein Freund?"
=Alonso= "Naja, man lebt! Was machst du da, und kann ich dir irgendwie behilflich sein?"



25.05.2002 23:47#9
Burath Genüsslich ließ Gnat sich die Speisen auf der Zunge zergehen. Noch warmes frisch gebackenes Brot, geräucherter Schinken und frisches Obst fanden den Weg in seinen Gaumen und erfüllten diesen mit wahrer Freude. Immer wieder warfen sich die beiden flüchtige Blicke zu die in einem Lächeln endeten. Solch ein Essen hatten beide schon lange nicht mehr genossen deswegen war jeder Biss wertvoll und geschah ohne Hast. Als Gnat fertig war schob er seinen Teller weiter in die Mitte der langen Tafel und lehnte sich zurück in den gepolsterten Sessel. Lust auf einen kleinen Spaziergang? fragte er plötzlich. Kiina nickte. Ihr Gesichtsausdruck enthielt etwas sorgvolles denn nun müsste sie wohl oder übel die sicheren Räumlichkeiten verlassen und sich nach draußen zu den vielen Männern wagen.

Langsam erhoben sich beide von ihren Plätzen und schritten über den kalten Marmorboden in die Eingangshalle und von dort aus nach draußen. Die pralle Sonne strahlte ihnen entgegen und ein warmes Lüftchen wehte um ihre Ohren. Der salzige Geruch und das Rauschen des Meeres drang ihnen in Ohren und Nase. Gnat atmete einmal tief durch und sog die frische Luft tief in seine Lungen. Die zwei wachhabenden Gardisten vor der Tür namen Haltung an und nickten zur Begrüßung. Gnat tat es ihnen gleich und schritt dann die Treppenstufen hinab auf den Vorplatz des Rathauses. Reges Treiben herrschte auf den Strassen. Buddler und Schatten standen in jeder Ecke, unterhielten sich oder schleppen Dinge durch die Gegend. Der Gardist und die Amazone erweckten zu dieser Tageszeit keine große Aufmerksamkeit.

Gnat nickte mit seinem Kopf in Richtung des Kais und führte Kiina langsam die Strasse entlang. Bei jedem Schritt musste er sie anschieben denn sie wurde zunehmend langsamer und war kurz davor in die schützenden Räumlichkeiten des Rathauses zu flüchten. Die vielen Männer verursachten in ihr ein unersättliche Panik die nur noch auf den Ausbruch wartete. Schweissperlen standen auf dem Gesicht der jungen Frau und ihre Hände zitterten. Gnat schüttelte nur den Kopf. Was hatte Gomez da nur angestellt. Vorsichtig zog er sie in eine kleine, unbelebte Gasse und ließ seine Hände vorsichtig auf ihren Schultern nieder. Atme ruhig durch. Versuche dich zu entspannen. Keiner hier wird dir etwas tun. Er versuchte zu lächeln und streichelte ihr vorsichtig über die Wange. Nur langsam beruhigte sie sich wieder und blickte ihn mit kalten Augen an. Los komm die paar Meter schaffen wir noch.

Nun liefen sie weiter die Strasse entlang und hatten bald darauf den fast menschenleeren Kai erreicht. Kiina atmete erleichtert auf und starrte in das glasklare schäumende Wasser. Gnat lächelte ihr freudig entgegen. Komm lass uns ein Stück am Strand entlang gehen Der feine Kieselstein knirschte unter ihren Stiefeln als sie sich langsam auf den Weg machten und sich immer weiter von dem Ort entfernten ...



26.05.2002 00:15#10
Kiina Kiina hatte sich mittlerweile wieder beruhigt. Hier am Strand war so weit war das Auge reichte nicht ein Mann, na gut einer. Aber der war ihr auch willkommener als der gesamte Rest. Sie zog ihre Stiefel aus und lief barfuß durch den von der Sonne erwärmten Sand. Ein kühler Windhauch strich ihr über das erhitzte Gesicht und die Haare wehten empört auf. Hin und wieder lagen ein paar Muscheln im Sand herum, aber Kiina schenkte denen nicht weiter Beachtung. Ihr Blick hing an dem tiefklaren Wasser.

Gnat und Kiina ließen sich im Sand nieder und schauten auf das Meer hinaus. Die salzige Luft tat der Amazone ganz gut und sie fühlte sich erfrischt und sorgenfrei. Mit den Fingern fuhr sie durch den Sand und ließ ihn zwischen den Fingern wieder zu Boden rieseln. Dann legte sie sich auf den Rücken und schaute in den Himmel hinein. "Ich falle dir wirklich nicht zur Last?" Ihre Worte hatten Gnat aus seinen Gedanken gerissen und er schaute sie nun überrascht an.
"Ich meine ja nur. Ich niste mich bei dir ein, halte dich von der Arbeit ab und mache nur Ärger beziehungsweise schaffe Probleme. Im Moment mußt du doch so gesehen ständig ein Auge auf mich werfen, damit mir nichts passiert oder ich keinen Blödsinn mache." Gnat schaute immer noch überrascht und Kiina hatte nun den Kopf zu ihm gedreht. Ihr rotbraunes Haar stand im krassen Kontrast zu dem hellen Sand und ihre Augen strahlten in einem dunklen Grün zu ihm auf.
Kiina machte sich so ihre Gedanken. Sie war sicherlich nicht leicht zu handhaben, dass würde selbst Gnat zugeben müssen, der bis jetzt eine Engelsgeduld aufgebracht hatte. Insgeheim fürchtete sie sich davor, dass er irgendwann diese Geduld verlieren würde und sie zum Teufel jagte. Richtig vorstellen wollte und konnte sie sich das zwar nicht. Aber unmöglich war bekannterweise gar nichts. Und dann war da auch noch sein Ruf. Sobald bekannt würde, dass er eine Amazone beherbergte, würde sich die Gerüchteküche doch sicherlich an regem Interesse erfreuen. Kiina hatte sich nun auf die Seite gelegt, den Kopf mit einem Arm abgestützt und schaute ihn weiterhin an, wie er dort saß und überlegte, was er nun antworten würde.



26.05.2002 01:09#11
Burath Ruhig und gelassen fuhr der Gardist mit seinen Fingern durch den feinen Sand und zeichnete gelegentlich sinnlose Formen in den weichen Boden. Immer wieder blickte er zur Amazone und ließ seinen Blick auf ihr haften. Du bist mir keine Last Er lachte. Nein wirklich nicht. Du machst mir weder Ärger noch Probleme. Meine Leute haben heute bereits ihre ersten Anweisungen erhalten und der Schreibkram kann warten. Gomez ist die Siedlung hier egal deswegen ist das kein Problem weiter. Von den Briefen, die ich ihm schreibe, liest er keinen einzigen denke ich. Du erfreust mich mit deiner Gesellschaft Er zwinkerte ihr zu. Mal ein anderes schönes Gesicht. Nicht immer die selben Leute und der selbe Tagesablauf. Mit einem Lächeln auf den Lippen ließ er sich rückwärts in den Sand fallen. Endlich mal etwas anderes als dieser monotone Beruf oder die ständigen Kämpfe ..


26.05.2002 01:47#12
Kiina Kiina lächelte ihm nun zu. In Ordnung, dieser Punkt war nun geklärt. An einer Stelle war sie nur leicht rot angelaufen. Er hatte gemeint, mal ein anderes schönes Gesicht. Die Amazone war nicht eitel und als schön hatte sie sich eigentlich noch nie gesehen. Bei dem Namen 'Gomez' hatte sich ihr Blick für kurze Zeit verfinstert. Ihr war das Bild wieder vor dem inneren Auge erschienen, als er die Hand gegen sie erhoben hatte und zuschlug. Kiina wußte allerdings nicht mehr was sie damals wieder verbockt hatte. Sie wußte nur, dass sie häufig etwas angestellt hatte und auch dementsprechend häufig in den Genuß dieser Behandlung gekommen war.

Aber solche Methoden war sie ja auch schon vorher gewohnt gewesen, bis sie dem ein Ende gesetzt hatte, wie denen von Gomez durch ihre Flucht. Gedankenverloren strich die junge Frau mit den Fingerspitzen über den Sand. Feine Rillen zeichneten sich ab, als der Sand nachgab und die Flucht zur Seite ergriff. Kiina genoß die bereits zweite Freiheit die sie erlangt hatte. Soweit man hier in der Barriere von Freiheit sprechen konnte.

Sie seufzte und schaute dann wieder zu Gnat herüber, der noch immer lächelte. Er gab ihr mit einem fragenden Kopfnicken zu verstehen, ob sie bereit war wieder aufzustehen und vielleicht langsam wieder zum Ort zu gehen. Kiina erhob sich nur wortlos und klopfte sich den Sand von der Rüstung. Gnat kam näher an sie herangetreten und half ihr vorsichtig beim Rücken und den Haaren. Dann wandten sie sich wieder auf den Weg zurück. Keiner sagte im Moment ein Wort. Kiina fiel dann plötzlich etwas ein. Hatte er nicht gesagt, Gomez wäre die Stadt egal? Ihr Gesicht erhellte sich ein wenig, da das hieße, er würde sich auch nicht hierher begeben.

Ein nachdenkliches hhmm kam über ihre Lippen und dann lächelte sie wieder und ihre Augen glänzten gewohnt frech. Spielerisch kickte sie eine Muschel fort und meinte dann "So mein Fremdenführer. Was tun wir denn jetzt? Streng mal deine kleinen grauen Gehirnzellen an oder sind die schon eingestaubt?" Gnat blieb stehen und schaute sie merkwürdig an. Kiina entwich ein 'ohoh' und schon war sie mehrere Schritte von ihm fort rückwärts gewichen. Gnat stemmte die Hände in die Hüften und Kiina wandte sich nun ganz herum und begann zu rennen.


26.05.2002 15:32#13
Burath Na warte du kleines Biest entfuhr es dem Gardisten mit gespielter Verärgerung. Sand wurde in alle Richtungen gechleudert und die Luft gehüllt in ein gelblichen Nebel als sich auch Gnat in Bewegung setzte und die Verfolgung aufnahm. Meter vor sich sah er die Umrisse der Amazone und glaubte ein ständiges Lachen zu hören. Mittlerweile hatte sich auch sein finsterer Gesichtausdruck in einen fröhlich aufgeheiterten verwandelt und ließ kein Platz mehr für Feindseeligkeit. Weit rannten sie über den weichen Boden, an den hellen Felsklippen vorbei und immer in Begleitung des vor sich hin schäumenden und rauschenden Meeres.
Warte nur du entkommst mir nicht rief Gnat immer fort zur Amazone die darauf mit einem lauten Lachen antwortete. Sein Puls raste. Schweissperlen standen ihm auf derStirn und die Sonne brannte ungehindert auf die beiden herab. Er hatte arge Mühe bei dem Tempo mitzuhalten. Diese Frauen waren wirklich verdammt schnell doch er nahm seine letzten Kraftreserven zusammen und legte einen Sprint hin worauf die Amazone plötzlich ein erstauntes Gesicht zog.

Und es machte sich bezahlt. Nach vielen weiteren erschöpfenden Metern hatte er die junge kichernde Frau in Griffweite und nutzte seine Gelegenheit. Seine Arme umfassten im Laufen ihre Hüften doch statt anzuhalten drehte er lediglich die Richtung in die sie liefen. Jetzt hielten sie genau auf das bläulich schimmernde Wasser zu. Ein schriller Schrei, begleitet vom neckischen Lachen des Gardisten, erfüllte die hitzige Luft dann spritzte Wasser auf und die beiden verschwanden unter der blauen Meeresoberfläche.



26.05.2002 16:03#14
Kiina Das Wasser war eiskalt und die Kälte zog durch ihren Körper wie tausend Nadelstiche. Kiina bekam Panik. Es gab da eine klitzekleine Kleinigkeit, die Gnat nicht wußte. Sie war nicht die beste Schwimmerin. Im Sumpf war das kein Problem gewesen, dort war das Wasser nicht allzu tief gewesen oder es waren Pflanzen und dergleichen in greifbarer Nähe. Aber hier käme sie gegen die Strömung nicht an. Ihr Herz raste und sie begann Wasser zu schlucken.
In der Amazone erwachte ein Wille, sie kämpfte sich dem Licht entgegen und durchbrach endlich die Wasseroberfläche. Sofort füllten sich ihre Lungen wieder mit dem so bitter benötigtem Sauerstoff und sie begann zu husten. Gnat war in unmittelbarer Nähe und hielt sich grinsend über Wasser. Kiina kämpfte sich zu ihm durch und schlang die Arme um seinen Hals, worauf Gnat ein wenig erstaunt schaute. Kiina's Herz raste und das Pochen dröhnte in ihren Ohren.
Als sie sich schließlich ein wenig beruhigt hatte, flüsterte sie dem Gardisten ins Ohr "Tu das nie wieder." Ihre Stimme zitterte und er schien endlich zu begreifen. Er zog sie an den Strand zurück, wo Kiina sich erschöpft in den Sand fallen ließ. Gnat setzte an, was zu sagen, aber sie winkte ab und er verstummte. Nach einer kleinen Weile begann sie zu sprechen "Schon in Ordnung. Du konntest es nicht wissen, also mach dir keine Vorwürfe. Ich bin nicht die beste Schwimmerin, aber es ist ja noch gut gegangen."

Sie schaute ihn an und lächelte zaghaft, denn er machte ein Gesicht, als wäre er der Erschaffer jeglichen Unheils. So schuldbewußt hatte sie ihn noch nie dreinschauen sehen. Sie stand mit wackeligen Beinen auf und zog Gnat schließlich auch an einer Hand hoch "Na komm, jetzt sind wir quitt. Das war eine effektvolle Lektion gewesen." Jetzt grinste sie schon fast wieder.



26.05.2002 17:28#15
Burath Gnat sah sie etwas mitleidig an und richtete sich auf. Seine Kleidung und auch die der Amazone waren vom salzigen Meerwasser durchnässt und klebten eng an der Haut. Ebenso eine dünne und kratzige Sandschicht. Still lächelnd stand er vor ihr. Dass sie kaum schwimmen konnte hatte er nicht gewusst und beinahe wäre es schief gegangen. Wieder einmal führte solch ein Eregnis die beiden näher zueinander als ihnen vielleicht lieb zu sein schien. Doch grinsten sie sich nur an und Gnat sah leicht verlegen auf den weichen Boden.

Ja jetzt sind wir quitt. Er lächelte und sah wieder zu ihr auf. Glitzernde Wassertropfen perlten Kiina über die Wange und ihre grünen Augen funkelten. Das lange braune Haar fiel etwas ungeordnet über die Schultern und ein zartes Lächeln betonte ihre knallroten Lippen. Gnat wollte seine Blicke schon gar nicht mehr von ihr lösen doch berfreite er sich nach einer Weile aus den verführerischen Fängen. Ich glaube wir könnten langsam zurückgehen und uns trockene Kleidung anziehen. Nicht das du dich noch erkältest wegen mir..


26.05.2002 17:45#16
Kiina Na bitte, er lächelte wieder und Kiina war froh, dass jetzt wieder alles in Ordnung war. Wie leicht hätte sie das wieder zu einem Streit ausarten lassen können. Aber der gute Wille war einfach stärker gewesen, als ihr Temperament. Gemächlich schlenderten sie nun wieder der Stadt entgegen und Kiina begann plötzlich zu Lachen.

Gnat schaute sie verwundert an und Kiina versuchte sich zu beruhigen und ihm zu erklären, warum sie lachte, aber das meiste ging unter. "Ich hab mir gerade versucht vorzu..." Weiter kam sie vorerst gar nicht. Mittlerweile mußte sie sich schon die Lachtränen aus den Augenwinkeln wischen. Auch Gnat begann nun zu schmunzeln, obwohl er nicht wußte, warum eigentlich. "Entschuldige, Moment." Sie atmete tief ein und aus, schaute ihn dann an und begann wieder zu lachen. Der Gedanke war zu komisch.

Endlich hatte sie sich soweit beruhigt, dass sie stockend erklären konnte "Ich habe mir versu ... cht vorzustellen, wie das aussähe, wenn wir beide ... mit einer Erkältung im Bett lägen." Gnat grinste noch immer, zog nun aber abschätzend eine Augenbraue empor, als wenn er nur darauf warten würde, dass da wieder etwas freches rüberkam. "Ja, stell dir das doch mal vor. Sie packen uns beide in ein Zimmer, dick eingewickelt jeder in einem Bett, nicht fähig uns zu bewegen. Unsere Nasen machen jede Tomate neidisch, wir niesen und wünschen uns Gesundheit in einem regelmässigen Takt. du mußt wieder niesen und der nasse Lappen von deiner Stirn hüpft dir auf die Augen, aber du bist so eingewickelt in die Decke, dass du ihn nicht fortnehmen kannst. Stell dir doch mal vor, wie du mekkern würdest."

Kiina lachte nun wieder und schaute ihn an. Dann wurde sie vorsorglich wieder ein wenig schneller als er und drehte sich nach etwas Abstand um. Sie ging nun rückwärts und schaute weiter zu ihm herüber, bereit wieder loszulaufen um nicht nochmal im Wasser zu landen. Er lachte nun auch und seine Augen strahlten sie an. Dieser Gesichtsausdruck gefiel ihr wesentlich besser, als der mitleidige und die Amazone fühlte sich wieder rundum wohl.



26.05.2002 20:06#17
Burath Gnat lachte lauthals los als er versuchte sich die ganze Sache bildlich vorzustellen. Oh Gott wie müsste es nur für einen Außenstehenden aussehen wenn ein Gardist und eine Amazone eingemummt und mit roter Nase im Bett lagen. Nur mit Mühe konnte er sich auf den Beinen halten und verhindern sich gänzlich auf dem Boden zu kugeln.
Nur langsam beruhigte sich der Gardist und konnte hastig etwas Luft in seine Lungen ziehen um nicht zu ersticken.

Er schüttelte sich kurz um den langsam getrockneten Sand von seiner Kleidung loszuwerden und befreite auch seine kurzen Haare von den feinen hellen Körnern. Das Wasser färbte sich langsam rötlich schimmernd und die Sonne verschwand nach und nach vom Horizont. Der blaue Himmel verdunkelte sich langsam und die Fackeln im Ort wurden entzündet. Ein wunderschönes Bild hier in einiger Entfernung.
Hehe naja ich stelle mir das schon lustig vor. Vielleicht bekommen wir ja einmal die Möglichkeit dies auszutesten. Was meinst du? Gehen wir so langsam zurück? Von meinem Zimmer aus können wir den Sonnenuntergang auch vom Balkon aus betrachten. Sollte man einmal gesehen haben. Und mach dir keine Sorgen. Wir werden den schnellsten Weg ins Rathaus nehmen und uns nicht lange auf der Strasse aufahlten. Die meisten Bewohner müssten sich aber auch schon in die Hütte oder das Wirtshaus verzogen haben. Das schaffen wir schon Er zwinkerte freundlich als Antwort auf Kiinas angestrengtes Nicken und schon zogen sie los, den Pfad gezeichnet von Fußabdrücken im Sand geradewegs auf Drakia zu.


26.05.2002 20:23#18
Kiina Sie bogen auf die Hauptstraße von Drakia ein und Kiina stellte wirklich fest, dass die meisten wohl schon im Wirtshaus oder zu Hause waren. Hin und wieder begegneten sie wem, aber die schienen nicht wirklich viel Interesse an den Tag zu legen und so lief Kiina wesentlich beruhigter als noch Stunden zuvor neben Gnat her.

Er hielt, was er versprochen hatte. Sie waren auf dem schnellsten Wege zum Rathaus gelangt und die Amazone erklomm erleichtert die Stufen. Ein wenig knarrend fiel die Tür hinter dem Gardisten zu und er ging ihr vorraus die Treppe hinauf. Vor der Tür zu seinen Gemächern hielt er inne, öffnete die Tür und bat sie einzutreten. Wartend stand sie im Raum herum und schaute zu, wie er zum Balkon schritt, die Tür zu jenem öffnete und ihr deutete, hinaus zu treten.
Der Anblick war umwerfend. Er hatte wirklich nicht zuviel versprochen. Sie konnte auf das Meer hinaussehen, indem gerade die Sonne versank. Der Himmel und das Wasser strahlten leicht rötlich. Kiina stand da und schlang die Arme um sich selber, als ein kühler Windhauch an ihr vorbeistrich. Keiner von beiden sprach ein Wort, sondern sie schauten nur auf den Anblick der sich ihnen dort am Himmel bot. Die Amazone hätte hier stundenlang stehen und vor sich hinträumen können.


27.05.2002 22:32#19
Burath Nur das gedämpfte Auftreten der Stiefel unterbrach die Stille, als auch der Gardist auf den Balkon trat. Gnat kannte den Ausblick zwar schon, aber er fesselte den Gardisten jedesmal aufs Neue. Sein Blick fiel seitlich auf Kiina, die dort stand und auf deren Gesicht sich die Farben des Himmels niederlegten. Ihre Haare wehten leicht auf im Wind und sie hatte die Arme um sich geschlungen. Es ertönte ein leises Klicken, als sich der Verschluß seines Umhanges löste und der schwarze Stoff von seinen Schultern glitt. Gedankenverloren legte er der Amazone den Umhang über die Schultern. Kiina drehte den Kopf zu ihm herum und bedankte sich mit einem Lächeln. Sie hatte sich schon längst wieder dem Ausblick zugewandt, aber Gnats Blick hing noch immer an ihr. Erinnerungen keimten auf und er riß sich schließlich von dem Anblick los. Mit einem Schritt war er direkt neben der jungen Frau und seine Hände legten sich um die Streben der Brüstung. Vereinzelt ertönte das Kreischen einer Möwe, aber ansonsten herrschte Stille. Der Gardist hätte schwören können, daß man seinen Herzschlag hören würde, wenn man nur leise genug war und sich konzentrierte. Immer tiefer versank die Sonne im Meer und schien mit dem Wasser davongetragen zu werden. Sie standen schon eine ganze Weile dort und als von der rötlichen Scheibe nichts mehr zu sehen war, als die letzten Verfärbungen am Firmament, wandte sich der Mann zu seiner netten Gesellschaft herum. Hast du Hunger? Dann würde ich vorschlagen, daß wir mal etwas zu uns nehmen. Damit hatte er die Stille nun unterbrochen und auch die Amazone erwachte aus ihren Gedanken. Sie nickte und betrat vor ihm wieder das eigentlich Zimmer. Gnat schloß die Tür zum Balkon, schritt an ihr vorbei und hielt ihr die Tür auf. Schweigend liefen sie nebeneinander den Flur entlang auf den Treppenabsatz zu.



28.05.2002 17:40#20
Kiina Kiina war immer noch ganz hin und weg von dem Anblick und lief mehr abwesend als aufmerksam neben ihm her. Erst als sie im Speisezimmer angelangt waren und sie die Köstlichkeiten erspähte, fand sie gedanklich langsam wieder in das Hier und Jetzt zurück.

Allerhand Dinge waren ihr durch den Kopf gegangen, über die sie später nochmals genauer nachdenken mußte, aber nun galt es erstmal dem Klagen ihres Magens entgegen zu arbeiten. Sie kaute an ein bißchen Moleratfleisch herum und betrachtete, allerdings schon wieder im Gedanken versunken, einen der Wandteppiche.

Gnat erzählte nebenbei munter irgendwas und Kiina sah, wie sich sein Mund bewegte und auch Wortfetzen drangen zu ihr durch, aber so richtig Zuhören tat sie nicht. "Kiina? Kiiiiinaaaaa?" Gnat schaute mit hochgezogener Augenbraue zu ihr herüber. "Entschuldige bitte, was hast du gesagt?" Sie spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg.

Der Gardist fragte nach, ob es ihr nicht gut ginge und Kiina meinte, es wäre wohl besser, wenn sie sich ein wenig hinlegen würde. Er nickte verständnisvoll aber besorgt und betonte nochmals, dass sie immer um Hilfe bitten könne, wenn sie etwas auf dem Herzen hätte. Mit einem zaghaften Lächeln auf den Lippen nickte sie und verließ den Raum hastig. Auf ihrem Zimmer angelangt, ließ sie sich auf das Bett fallen und fixierte einen imaginären Punkt an der Decke.


29.05.2002 17:29#21
Burath "Was gibt es?""Nunja ich wollte euch nur davon unterrichten, dass die Buddler begonnen haben die in das Gestein gehauenen Ebenen langsam mit Erde aufzuschütten damit die Bepflanzung beginnen kann. Außerdem hat sich einer der Schatten als wahres Genie erwiesen. Er legte uns ein paar Pläne vor wie wir effizentere Schiffe für den Fischfang bauen könnten. Ich habe ihm gleich den Auftrag erteilt, sein geplantes Werk zu beginnen und habe ihm ein paar der Buddler zur Seite gestellt." "Sehr gut. Das Holz vergammelt beinahe deswegen ist es gut wenn sich endlich mal wieder jemand darum kümmert. Falls dieser Bottsbauer etwas braucht, so soll er es haben. Gibt es sonst Probleme?" "Nein eigentlich nicht. Obwohl. Der Wirt des Gasthaues wird etwas unverschämt. Seine Preise steigen stetig und dadurch sinkt die Moral unserer Arbeiter. Sollten wir dagegen etwas unternehmen?" "Hmm. Eigentlich ist es jedem frei überlassen wie er seinen Handel durchführt. Doch in dem Falle könnte uns dies in leichte Schwierigkeiten bringen. Wir haben hier nicht die Mittel dazu genügend Druck auf die Buddler auszuüben und ein Aufstand wäre mir alles andere als willkommen. Vielleicht solltet ihr einmal mit diesem Mann ... reden." "Hehe ja das werde ich übernehmen" "Sehr schön. Wenn das alles war so lasst mich allein und macht euch wieder an die Arbeit. Achso und noch etwas. Ich will das die Gardisten wieder mit den Übungen beginnen. Nicht das sie noch einrosten." "Auch darum werde ich mich kümmern"

Die eiskalt blauen Augen verfolgten den Weg des jungen Gardisten bis dieser die Tür hinter sich schloss. Langsam erhob sich Gnat von seinem breiten Stuhl hinter dem Schreibtisch und ging auf einen der wallnussbraunen Schränke zu die die Schattenseite des Zimmers zierten. Die elegant verzierte Tür tat sich auf und vor ihm eröffnete sich ein riesigies Arsenal an Edelgetränken jeder Art. Seine Wahl fiel heute auf eine sehr markante Flasche. Wein aus der Blütezeit dieser Siedlung. Ein erfreutes Lächeln stand auf seinen Lippen als Gnat mit der Flasche in der Hand zum Tisch schritt, ein poliertes Glas zwischen die Finger klemmte und seinen Weg zur Terasse fortsetzte.

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Es war gegen Abend als in der Küche, die gleich neben dem riesigen Speisesaal lag, ein lautes Scheppern ertönte und durch die ganzen, ausgestorben wirkendenden, Gänge hallte. "Verdammt" fauchte Gnat und betrachtete die metallische Kanne aus der sich eine leicht grünliche Flüssigkeit über dem gekachelten Küchenboden verteilte. Hastig schüttelte er die heißen Tropfen von seiner Hand und tauchte diese anschließend in einen Bottich mit kaltem Wasser. Glücklicherweise hatte er einen Teil des Tees schon vorher in ein Gefäß gefüllt und konnte sich so ein erneutes Aufkochen sparen. Für die Küche war Gnat wahrlich nicht geboren. Doch was tat man nicht alles für seine Gäste. Mit der Zeit gewann er doch etwas Spass an der Sache. Brot und Fleisch, Obst und der noch heiße Tee wanderten auf ein Tablett und dieses kurz darauf auf Gnats Arme. Fröhlich pfeifend verließ er die Küche, schritt durch die dunklen Gänge und kam vor der Tür zu Kiinas Zimmer zum Stehen. Vorsichtig klopfte er an...


29.05.2002 18:20#22
Kiina Kiina hatte den ganzen Tag lang dieses Zimmer nicht verlassen. Gnat hatte noch nicht nach ihr gesehen, also wird er wohl seiner Arbeit nachgegangen sein. Wahrscheinlich hatte sie ihm sogar einen Gefallen getan, sich heute nicht zu zeigen. Sie stand am Fenster, gegen die Wand gelehnt, die Kante des Vorhanges zwischen den Fingern und den Blick nach draußen gerichtet.

Ein leises Klopfen riß sie aus den Gedanken und brachte sie dazu, ihre Augen der Tür zuzuwenden. Es konnte nur einer sein, Gnat. Niemand sonst würde an ihrer Tür klopfen. Sie stemmte sich langsam von der Wand ab und ging auf die Tür zu. Sie wollte ihn bitten, sie wieder alleine zu lassen, die Worte formten sich bereits in ihrem Kopf. Kiinas Hand umschloß den Türgriff und wenige Sekunden später schaute sie in sein Gesicht. Die sorgfältig gewählten Worte wollten ihre Kehle hinaufsteigen, als sie das Tablett erblickte.

Die Worte blieben ihr im Halse stecken wie ein unangenehmer Kloß. Sie traute sich nicht, ihn abzuweisen. Ein weiterer Blick auf das Tablett und sie wußte auch warum. Er hatte sich selber in die Küche gestellt. Für die Augen einer Witwe war das mehr als offensichtlich. Der Gardist hatte sich reichlich Mühe gegeben und als er nun das Tablett auf den kleinen Tisch nahe dem Fenster und dem Sofa abstellte, sah sie auch die kleinen roten Punkte an seiner Hand. Ein Schmunzeln huschte über ihre Lippen. Da war der Tee wohl wiederspenstiger gewesen, als es Gnat lieb war.

Obwohl sie heute nicht bei Laune war und obwohl sie ihn hatte abweisen wollen, fühlte sie sich bereits ein Stück befreiter. Es war ein schönes Gefühl zu wissen, dass es jemanden gab, dem man etwas bedeutete und dieser jemand einem gerne eine Freude machen würde. Kiina ließ sich auf das Sofa nieder und lächelte ihm zu. "Dankeschön, da hat sich aber jemand viel Mühe gegeben."
Gnat winkte ab, als wäre das selbstverständlich. Während er zwei Tassen mit der dampfenden Flüssigkeit füllte, nahm sie die kleine Decke von der Lehne des Sofas und wickelte sich darin ein. Gerade so, dass noch ihre Hände hervorschauten. Sie nahm die Tasse entgegen, hob sie näher an die Lippen heran und ließ den warmen Dampf um ihr Gesicht streichen. Zum Trinken war er noch zu heiß und so wurde die Oberfläche der Flüssigkeit erstmal durch einen vorsichtigen Hauch ihres Atems in Aufruhr versetzt.



29.05.2002 20:13#23
Burath Etwas bedrückendes lag in der Luft. Wie ein unsichtbares Spinnennetz das sich mit jedem vergehenden Augenblick ein Stück fester zusammenzog. Die Luft war erstickend heiß. Unsicher ließ Gnat sich an der mit Bildern geschmückten Wand nieder und hantierte etwas unbeholfen mit der heißen Tasse vor sich hin dampfenden Tees. Immer wieder suchten seine Blicke die von Kiina. Doch waren sie so anders. Ein Bild von Einsamkeit und Traurigkeit. Noch nie hatte er sie so gesehen. Was wohl in ihr vorgehen mochte? Gnat versuchte zu schweigen, sich einzig und allein auf den Tee zu konzentrieren und nicht irgendwann unangenehme Fragen zu stellen. So saßen sie da und schwiegen. Spielerisch tippelte Gnat mit seinen Fingern auf dem weißen Porzelan der Tasse. Doch irgendwann konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Kiina ... was bedrückt dich? entglitt es ihm leise und zaghaft. Die Worte waren noch nicht einmal verstummt und schon bereute er es sie überhaupt ausgesprochen zu haben.



29.05.2002 20:28#24
Kiina Ihre Fingerspitzen fuhren am Rand der Tasse immer und immer wieder im Kreis herum. Sie saßen nur da und sprachen nicht, aber es kam ihr nicht ungewöhnlich vor, im Gegenteil, es war ihr nichtmal richtig bewußt. Umso erstaunter war sie über seine Frage. Mit großen Augen schaute sie ihn an, als wolle sie eine Gegenfrage stellen.

"Mich? Eigentlich nichts wirklich, aber irgendwie auch doch. Ich sollte mich freuen, hier zu sein. Drakia is herrlich, aber etwas läßt mich das alles hier nicht genießen. Und ich weiß nicht was ..." Genau das war der Hacken an der Sache, über den sie schon so lange vor sich hingrübelte. In ihrem Kopf herrschte Leere, aber auch wieder nicht. Genügend Gedanken eilten in ihrem Kopf herum, aber sobald sie sich ernsthaft fragte, was denn der Grund ist, verblaßten diese Gedanken und Schwärze regierte.

Kiina schenkte Gnat ein Lächeln, das eher einen gequälten Eindruck machte. Schnell griff sie sich einen Apfel und drehte ihn in der Hand. "Erzähl mir etwas von dir." Sie zog die Beine auf das Sofa und wickelte sie ebenfalls in die Decke ein. Um keine weiteren Fragen beantworten zu müssen, biß sie endlich in den Apfel, auch wenn der Hunger sie nicht gerade dazu trieb. Kauend schaute sie zu dem Gardisten an ihrer Seite und wartete, was er ihr erzählen würde, wenn er überhaupt wollte.



29.05.2002 21:32#25
Burath Das beklemmende Schweigen war gebrochen und ein vorsichtiges Lächeln huschte über Gnats Gesicht. Doch sollte er ihr von seiner Vergangenheit erzählen? Vom Leid? Dem Schmerz? Er wollte es vergangen machen und vergessen. Still und leise in seinem Gedächtnis begraben doch plagte ihn immer öfter diese Qual. Vielleicht war es ein guter Augenblick um sich den Schmerz von der Seele zu reden. Und lieber das als diese endlos wirkende Stille. Er seufzte kurz, nahm eine bequemere Haltung ein und begann zu erzählen.

"Es passierte an einem lauen Sommerabend. Die Sonne verschwand in einer rötlich schimmernden Glut vom Firmament. Die Vögel zwitscherten und die saftig grünen Blätter des Waldes wiegten sich im zarten Wind. Ich zog einen Lastkarren vom Einkauf in Khorenis. Viele Stunden vergingen bis ich die Wälder meiner Heimat erreichte. Die Anstregung nagte an meinen Knochen doch die Freude auf mein zu Hause trieb mich immer weiter. Ich hatte eine wunderschöne Frau und einen prachtvollen Sohn. Ich war wunschlos glücklich und mehr als stolz. Wir hatten nicht viel mehr als ein kleines Haus im Wald. Abgeschottet von den vielen Menschen der Stadt. Doch die Ruhe und Schönheit der Natur war einzigartig und brachte soviel Freude in mein Herz. Ich war ein einfacher Mann der sein Geld mit Anbau von Getreide auf den Feldern verdiente. Es war nicht viel doch es reichte.

Endlich erreichte ich mein Ziel und wurde herzlich von meiner Familie empfangen. Wir luden die Waren aus und genossen des Rest des Abends bei einem solchen Sonnenuntergang wie ich ihn dir gestern zeigte. Als die Dunkelheit hereinbrach gingen wir ins Haus, brachten meinen Sohn zu Bett und ich saß allein mit meiner Frau im Wohnzimmer. Ein starker Wind zog auf. Draußen stürmte es und die Äste der Bäume schlugen beängstigend gegen die Wände. Doch plötzlich wurde die Tür aufgestoßen. Ein junger Mann stürmte hinein. Sein Äußeres bekleidet durch einfache Lumpen aber zwei Schwerter ragten über seiner Schulter empor. Ein teuflisches Grinsen lag auf seinen Lippen. Ich werde es nie vergessen. Er war nicht allein. Von draußen hörte man auf einmal viele Männerstimmen, Gelächter und Geschrei. Ich sprang auf um meine Frau zu verteidigen. Doch ich war machtlos. Nicht nur wegen dieser Übermacht. Nein, ich hatte kein Schwert und wusste zu dieser Zeit auch nicht damit umzugehen. Ich stürmte blind auf meinen Feind. Es war ein kurzer Kampf. Schnell lag ich auf dem Boden. Konnte mich nicht mehr bewegen und der Schmerz trübte meine Sinne. Immer wieder versuchte ich mich aufzurichten ... vergeblich.

Man trat auf mich ein, spuckte auf mich und lachte mich aus. Tränen und Blut schossen in meine Augen während man mich fesselte. Ich musste mit ansehen wie meine Frau gequält und vergewaltigt wurde. Man ersparte mir nicht diese Qual. Während sich einer mit meiner Frau vergnügte hielt mich ein anderer bei Besinnung. Ich wollte sterben doch erfüllte man mir diesen Wunsch nicht" Mit jedem Wort bebte seine Stimme immer stärker. Seine Hände waren zu Fäusten geballt. Doch er zwang sich und erzählte schwer atmend weiter. "Als sich genügend Männer befriedigt hatten schnitt man ihr die Kehle durch. Ihre leeren Augen starrten mich an. Es war als stäche ein Dolch in mein Herz. Ich schrie. Doch ihnen war es nicht genug. Sie gingen hinauf, zerrten meinen Sohn hinunter und töteten auch ihn vor meinen Augen. Ich weinte wie ein kleines Kind, versuchte mich loszureißen doch es ging nicht. Erst jetzt kam die Erlösung. Ich wurde ohnmächtig.

Man ließ mich mit Absicht am Leben. Als ich erwachte fand ich mich vor meinem brennenden Heim nieder. Das Knistern des Feuers drang in mein Ohr und ließ mich jedes Mal schmerzerfüllt zusammenzucken. Dieser Abend sollte mich auf ewig quälen. Ich war so machtlos. Meine Gedanken konzentrierten sich nur noch auf Rache. Lange lag ich im dunklen Wald, fror und zitterte am ganzen Körper. Die Tränen und das Blut hatten mein Gesicht verklebt. Wieder wurde ich ohnmächtig. Am nächsten Tag wurde ich von einer Patroullie der königlichen Armee geweckt. Man nahm mich gegen meinen Willen mit und verhinderte so das ich mir selbst das Leben nahm. Damals war ich wütend und hätte jeden einzelnen Soldaten umbringen können. Doch jetzt bin ich ihnen dankbar. Ich wurde trainiert. Man lehrte mich im Umgang mit dem Schwert und andere Kampftechnicken. Ich übte wie ein Besessener in der Hoffnung irgendwann meine Rache zu bekommen.
Und so war es. Eines Tages, ich hielt Wache an der Barriere und beobachtete die neuen Gefangenen, glaubte ich meinen Augen nicht mehr zu trauen. Der Anführer der Bande, der Mann dessen teuflisches Grinsen ich nie vergass und nie vergessen werde, stand vor mir. Ich ließ meinem Hass freien Lauf und schlug ihn zusammen. Es war ein Kampf Mann gegen Mann bei dem wir beide in die Barriere stürzten. Als wir unten ankamen ... brach ich ihm das Genick."



29.05.2002 22:58#26
Kiina Jetzt war es wieder gänzlisch still im Raum. Der Tee war erkaltet, kein Dampf stieg mehr empor, aber das realisierte Kiina nicht im Geringsten. Ihr Blick hing an seiner Erscheinung, wie er dasaß und auf seine noch immer geballten Fäuste schaute. Die Amazone wußte nicht, was sie tun oder gar sagen sollte. Jedes Wort schien ihr unangebracht zu sein. Kiina riß sich von dem Anblick los und spürte, wie selbst ihre Hände zitterten. So leise wie möglich stellte sie die Tasse auf den Tisch und legte den halb aufgegessenen Apfel, der mittlerweile schon ein wenig angelaufen war daneben.

Gnat bebte noch immer und sein Gesicht war von unbändiger Wut und gleichzeitiger Trauer schwer gezeichnet. Kiina kam sich hilflos vor. Gerne hätte sie ihm etwas aufmunterndes, beruhigendes oder einfach nur tröstliches gesagt, aber kein Wort kam über ihre Lippen und selbst wenn sie fähig gewesen wäre zu sprechen, so hätte sie nicht gewußt, welche Worte sie wie hätte wählen sollen. Die junge Frau schaute zum geöffneten Fenster hinüber. Draußen erstrahlten abermillionen kleine silberne Punkte den Himmel und der Vorhang bewegte sich leicht im Windzug. Zaghaft stand sie auf und schloß das Fenster. Als sie wieder zum Sofa zurückgekehrt war, beschloß sie, irgendetwas zu tun. Es fiel ihr jedoch nichts besseres ein, als sachte eine seiner Hände zu ergreifen. Es schien, als wache Gnat aus einem Alptraum auf. er zuckte leicht zusammen, aber seine Angespanntheit ließ sogleich nach. Kiina zwang sich zu einem tröstenden Lächeln.

Nachdem er sich wieder ein wenig beruhigt hatte, keimte in Kiina das Bedürfnis auf, es ihm gleich zu tun. Sie hatte noch keiner Menschenseele hier mehr als die Worte 'Ich brachte meinen Mann um' zuteil werden lassen. Niemand kannte die ganze Geschichte, nicht einmal ihre Gefährtinnen im Lager. Selbst wenn sie häufig unbeschwert und fröhlich wirkte, ließ sie doch niemanden wirklich an ihrem Leben und ihrer Vergangenheit teilhaben und nun wußte sie auch den Grund, der an ihr nagte. Ausgerechnet der Gardist stand ihr jetzt schon näher als sonst irgendeine Person hier im Lager überhaupt. Nachdem sie diese Erkenntnis erstmal annähernd verdaut hatte, brach sie leise das Schweigen.

"Du hast mir deine Vergangenheit offenbart, dann möchte ich es dir nun gleichtun." Sie hielt inne und überlegte, wo sie am besten ansetzen könne. Nach einer ihr schier endlosen Zeitspanne sprach sie weiter "Ich war glücklich. An meiner Seite stand der Mann, den ich liebte und dem ich mein Leben ohne zu zögern in die Hände gelegt hätte. Wir bewohnten ein winziges Häuschen in der Stadt. Nichts Besonderes, sondern eher eine dieser heruntergekommenen kleinen Schuppen, die aus einem Raum und einem kleinen Nebenzimmer bestanden. Es war nicht viel, was wir besaßen, aber wir waren nicht anspruchsvoll, sondern waren zufrieden mit dem, was wir uns erarbeitet hatten. Mein Mann hatte eine schlecht bezahlte Arbeit in der Nähe, aber das Geschäft lief schlecht und so entließ man ihn.

Anfangs wagten wir noch zu hoffen, machten unsere kostbarsten Güter zu Geld, aber selbst das war bald bis aufs Äußerste ausgeschöpft und die Armut machte sich gänzlich in unserem bescheidenen Heime breit. Meinen Mann quälten die Selbstvorwürfe, denn so sehr er auch suchte und sich bemühte, gab ihm doch niemand Arbeit. Warum, erfuhr ich erst zu einem späteren Zeitpunkt. Er blieb oft bis spät in die Nacht fort und ich dachte, er bemühe sich weiter, aber dem war nicht so. Die Abendstunden widmeten er seinen alten Kumpanen in dem Wirtshaus. Ich war ja so naiv gewesen. Kiina atmete tief ein und aus und heftete ihr Augenmerk auf ein Bild an der Wand. Sie versuchte sich einzureden, dass Gnat nicht neben ihr säße, sondern dass sie zu sich selber sprach.
"Immer häufiger kam er volltrunken nach Hause und erwartete Mitleid, Trost und Zärtlichkeit von mir, die ich ihm in diesem Zustand nicht geben wollte. Streit wurde schnell zur Tagesordnung und eines Nachts schlug er das erste Mal zu. Ich war zu betäubt gewesen, um mich zu wehren. Aber er zeigte Reue und bat wie ein getretener Hund um Verzeihung. Ich währte sie ihm und das nicht nur einmal. Was hätte ich auch schon groß tun können? Meine Eltern waren gegen die Heirat gewesen, also konnte ich von ihnen keinen Beistand erwarten. In meiner ohmnächtigen Wehrlosigkeit ließ ich es immer und immer wieder zu. Die Schläge häuften sich und wurden brutaler.

Nicht selten stand ich mitten in der Nacht am Wasserbottich und wusch mir das Blut aus dem geschundenen Gesicht. Ich ging kaum noch vor die Türe, aus Scham vor meinen Nachbarn, aber natürlich wurde trotzdem geredet und das blieb ihm auch nicht vorenthalten. Seine Aggresion stieg für mich ins Unerträgliche. Ich war ein nervliches Wrack und stumpfte gefühlsmässig ab. Bis ich schließlich gar nichts mehr für ihn empfand, weder Haß noch Liebe. Aber eines Nachts brachen sämtliche unterdrückten Gefühle aus mir heraus. Er war wieder volltrunken nach Hause gekommen, hatte mich gepackt und erwartete Zärtlichkeit. Als ich nicht so reagierte, wie er es sich gewünscht hätte, begann er mich zu schlagen. Ich lag bereits am Boden aber das hinderte ihn nicht."

Vor Kiinas Augen verschwamm das Bild. Ihre Stimme zitterte mittlerweile und erweckte den Eindruck, als würde sie sogleich zerbrechen. Gnat rührte sich nicht und die junge Frau ergriff kaum hörbar wieder das Wort. "Ich wußte, wenn nicht etwas geschehen würde, hätte er mich halbtot geprügelt. Also ergriff ich die Initiative. Er hatte sich derweil über mich gekniet, so dass seine Knie zu meiner Seite auf dem Boden auflagen und hielt mit einer Hand meine Arme fest, während die andere ihrem Werk nachging. Ich nahm all meine Kraft zusammen, riß einen Arm los und ehe er reagieren konnte, hatte meine Faust seine empfindlichste Körperstelle getroffen. Schwer atmend und fluchen ließ er sich zur Seite fallen. Ich ergriff die Chance und rappelte mich benommen auf. Ich weiß heute nicht mehr, woher ich die Kraft genommen hatte.

Mein einziger Gedanke galt meinem Leben. Es ging alles so schnell. Neben dem Abwaschbottich lag diese Messer, nachdem ich zielstrebig griff und es schützend vor mich hielt. Kaum hatte ich mich wieder umgewandt, da kam er auch schon wutschnaubend auf mich zugelaufen, aber er sah die Waffe zu spät. Ich werde nie dieses merkwürdige Gefühl vergessen, als Waffe auf Fleisch traf. Das wame Blut lief über meine Hände und in meiner Panik stieß ich ihn von mir fort. Das Messer noch immer in meiner Hand. Er preßte seine Handfläche nun geschockt auf die Wunde am Bauch und drehte mir den Rücken zu, um fortzuwanken. Mit wackeligen Beinen schritt ich hinterher und stach ihm das Messer in den Rücken.
Vor meinen Augen fiel er zu Boden und blieb regungslos liegen. Ich wankte nun völlig erschöpft und geschockt der Türe entgegen, wobei ich eine Menge an Lärm erzeugte, indem ich Stühle und der dergleichen umstieß. Zudem hatte ich angefangen zu schreien, als mir das ganze Blut an meiner Kleidung und an meinen Händen bewußt wurde. Ich öfnete die Tür und nahm noch einige Gestalten davor wahr, bevor ich zusammenbrach. Ich erwachte im Kerker, wo ich nicht allzu lange blieb. Man schaffte mich heraus, säuberte mich, gab mir ein neues Kleid und brachte mich so dann zur Barriere. Wenig später schon weilte ich an Gomez' Seite."

Kiina hatte geendet und die Tränen liefen ihr nun heiß die Wange hinab. Ihre Vorstellungskraft hatte sie den Abend überdeutlich noch einmal durchleben lassen. Jede Kleinigkeit war vor ihrem inneren Auge abgelaufen, als stünde sie selber in dem Moment wieder in dem Raum, vor ihr die Leiche ihres Mannes, der durch ihre Hände sein Leben ließ.



30.05.2002 21:24#27
Burath Ihre Haut wurde aschfahl. Ihr Unterlippe begann zu beben und ihre Augen füllten sich mit Tränen, in denen sich das Flackern des Feuers des Kamins spiegelte. Kiina starrte in die Leere. Ihre Augen waren feucht. Beim Ausatmen stöhnte sie unfreiwillig. Ihr qualvoller Blick entsetzte ihn. Diese Qual hatte er ausgelöst. Sie legte sich die Hand auf den Mund während ihr die Tränen über die Wangen liefen. Mit geschlossenen Augen stieß sie einen schwachen Klagelaut aus. Gnat bekam eine Gänsehaut. "Ich war so allein .. und voller Angst", weinend rang sie nach Luft. Verzweifelt legte Gnat ihr die Hände auf die Schulter und versuchte sie zu beruhigen.

Sie weinte, von Krämpfen geschüttelt, weiter, rang nach Luft. Ihre Augen standen offen, nahmen ihn jedoch nicht wahr. Kiina. Wir hatten beide eine quälende Vergangenheit. Doch wir müssen stärker sein als sie." Sie begann wieder ruhig zu atmen. Ihre Augen nahmen sein Gesicht wieder wahr. Erleichtert entspannten sich ihre Züge, als sie ihn erkannte, und sie weinte einfach. Kiina lehnte sich bei ihm an und umklammerte ihn wie ein Felsen im Sturzbach. Er drückte sie vorsichtig an sich, und sie konnte sich an seiner Schulter ausweinen, während er ihr beruhigend zuredete. Er zog die Decke wieder über sie und wickelte sie ein, so gut es ging.

Das Feuer verlieh dem Inneren des Raumes einen warmen, roten Schein und in der Stille erschien er wie ein sicherer Zufluchtsort. Die Art, wie sie sich an ihn klammerte, verriet ihm, wie lange sie niemand so gehalten und getröstet hatte. Gnat spürte ihren Blick als er den nächsten Scheit nachlegte. Funken stoben mit dem Rauch in die Höhe. Er wandte den Blick vom Feuer ab und sah sie an. "Es tut mir leid ..", flüsterte er.



30.05.2002 21:46#28
Kiina Kiina wischte sich über die feuchten Augen und stand dann langsam auf. Noch während sie zum Badezimmer ging meinte sie beruhigend zu Gnat "Dich trifft keine Schuld, es war meine eigenen Entscheidung, davon zu berichten. Und irgendwann hätte ich es mir einmal von der Seele reden müssen, sonst hätte es mich aufgefressen."
Die Tür zum Badezimmer fiel hinter ihr ins Schloß. Das kalte Wasser, was durch ihre Finger rann und sich seinen Weg über ihr Gesicht suchte, weckten wieder ein wenig die Lebensgeister in ihr. Ein Blick in den Spiegel und sie hatte auch wieder etwas Farbe angenommen.

Kiina zögerte, wieder den eigentlichen Raum zu betreten, indem Gnat nun saß. Es war ihr ein wenig peinlich, wie sie sich so hilflos an seiner Schulter ausgeweint hatte. Zaghaft legte sich ihre Hand um die Türklinke. Sie überwand sich, die Tür zu öffnen und aus dem Badezimmer zu treten. Früher oder später würde sie so oder so wieder herauskommen müssen und sie konnte ihn da ja schließlich nicht den ganzen Abend sitzen lassen. Mit einem Lächeln auf den Lippen ließ sie sich wieder neben ihm nieder und wickelte sich in die wärmende Decke.
Das Feuer im Kamin versprühte ein wohliges Licht und das leise Knistern des vertrockneten Holzes zauberte eine angenehme Atmosphäre im Raum. An sich ein schöner Abend, wenn nicht die beiden Geschichten gewesen wären. Kiina nahm sich die erneut gefüllte Teetasse wieder zur Hand.



31.05.2002 11:32#29
Kra`Shak Nun war es wieder so weit. Der Buddler betrat zu hunderstenmal heute schon wieder die Stadt Drakia. Gut Stadt war ein wenig übertroeben doch das war ihm doch eigentlich ziemlcih egal. Er begab sich also wie schon zum öffteren an deiesem Tag zu seiner Hütte und wartete dort bis er sienen Freund erblickte. Es sollte nun endgültig sein jedenfalls für heute das er sich nciht mehr von seinem Geschäfft weg bewegen will. Die Sonne war ja schon bereits langsam sich am herrab senken und wollte gerade den Boden berühren. Da erreichte der Buddler sie Laden und schaute auf dei Eingangstüre. Dieses Sprang auf und Mara´Shak kam ihn entgegen.



31.05.2002 11:36#30
Mara´Shak Noch ein letztes mal schute sich Mara`Shak an was er n diesem Tage alles geleistet hatte. Er begut achtete alle di Rbeit und hörte dann ein Klopfen vor der Türe. Er öffnete sie und Kra´Shak kam herrein.
Der Buddler schuate alles was seine Aushilfe gemacht hatte Prüfend an und nickt.
"Du darfts nun machen was du willst ich passen nun auf den LAden auf damit wir ihn eröffnen können.Morden natürlich!"
So mit verlies Mara´Shak den Laden und verlies Drakia.



31.05.2002 20:18#31
Kra`Shak Nun stand der Buddler alleine in seinem noch sehr schönen leeren Laden. Morgen wird der Laden eröffnet und es wird hoffentlich die Kasse klingeln. Der Buddler machte noch alles so ordentlich wie irgendwie möglich und. Machte sich auch dann selber ins Bett da er morgen früh raus will.Und den Laden eröffnen will!


01.06.2002 18:26#32
Graven Graven kam nun in Drakia an. Es war ganz nett hier, doch er hatte keine Zeit um sich über die schönen Ausblicke auf die Kolonie zu erfreuen. Dacher beschloss er sofort, nach Kra Shak zu fragen, der angeblich hier in der Nähe einen Laden führen sollte.
Er sah sich ein wenig um und fand auch schon einen Schürfer, es interessierte ihn zwar sehr, wie der nach Drakia gekommen sein mag, aber da Graven wichtigeres zu tun hatte, kümmerte er sich nicht darum und fragte ihn:“Hey du, kannst du mir sagen, wo Kra Shak hier seinen Laden führt?“
„Oh, hallo, ja, der ist gleich dort hinten, ist nicht weit von hier, er steht dort den ganzen Tag und handelt mit den anderen.“
„Gut danke.“
Dann folgte er dem Weg, der ihn auch vor den Stand brachte, den Kra Shak aufgebaut hatte.
„Hallo, mein Name ist Mara Shak. Ich betreibe den Laden hier mit meinem Vorgesetzten Kra Shak. Kann ich euch in irgendeiner Weise behilflich sein?“ „Ja, ich suche Kra Shak, ist er vielleicht irgendwo in der Nähe?“ „Natürlich, ich werde ihn für euch holen gehen. Wartet bitte einen Augenblick hier, ich bin sofort mit meinem Meister zurück.“
„Schon gut, beeil dich.“
Als der Kleine verschwunden war, erblickte Graven eine hübsche junge Dame. Sie kehrte gerade den Boden vor dem Stand zusammen und sah sehr müde aus. „Guten Tag, hübsche Frau. Ihr seht ja ziemlich fertig aus, warum legt ihr euch nicht ein wenig hin und entspannt euch?“
„Guten Tag der Herr, ich darf mich nicht ausruhn, es liegt noch eine Menge Arbeit vor mir und mein Gebieter hat mir befohlen, dass ich den ganzen Boden vor dem Laden aufzukehren habe. Bis heute Abend. Dann muss ich noch innen den Boden aufwischen.“
„Das ist doch unmöglich, so was nennt man Sklavenarbeit, wer ist denn euer „Gebieter“, ihr redet ja über ihn, als würdet ihr ihm gehören. Los, nennt mir seinen Namen.“
„Es ist Mara Shak. Er ist bestimmt nicht der berühmteste und stärkste Buddler in der Kolonie, aber er ist immerhin mein Gebieter. Er hat mich hier aufgenommen und ich bekomme Essen und hab ein Dach über dem Kopf.“
Inzwischen kamen Kra Shak und Mara Shak aus dem Laden.
„Sei gegrüßt alter Freund. Ich sehe dir ergeht es ja prächtig. Bist ja immerhin schon Schatten geworden. Wie macht sich die Arbeit in der Taverne? Bekommst du immer noch so wenig Lohn von Clay?“
„Hallo, Kra Shak. Hab dich ja auch ne Ewigkeit nicht mehr gesehn. Naja, das Schattendasein hat auch seine Nachteile, aber das mehr seine Vorteile. Der Job in der Taverne verläuft gut, wir haben inzwischen einen neuen Barden und eine Tänzerin. Kannst ja mal vorbeischaun wenn du willst.“
„Ehrlich gesagt, hab ich eine Menge zu tun, aber ich werde sehn, ob ich den Laden mal einige Tage lang Mara Shak überlassen kann. Er ist immerhin mein bester Mann.“
„Schön. Also, ich bin vorbeigekommen, um mit dir über den Kauf eines neuen Schwertes zu reden.“
„Gut, komm herein, ich werde dir zeigen, was ich alles da hab.“ Graven und Kra Shak betraten den Laden und setzten sich.



01.06.2002 19:18#33
Kra`Shak Die beiden alten Freunde saßen nun in der Gemütlichen Stube von Kra`Shaks Laden.
"Ich muss dich leider enttauschen Graven aber ich hab leider nicht viele Zeit denn heute Abend ist hier eine Buddler Jagd nach Scavenger. Na ja noch bin ich nicht Schatten und muss aj auch mal etwas Abenteur erleben also kurz und gut was kann ich für dich tuen?"
"Nun ja ich sucher ne gute Waffe am besten etwas besonders und nicht nur ein einfaches grobes Schwert."
"Hmm meine beste Waffe die ich im moment da hab ist hier diese..." Der Buddler stand auf und ging zur Ladenthele beugte sich drüber und kramte etwas das in ein Tuch eingewickelt war hervor. Langsam rollte der Buddler das Tuch ahb und eine Wunderschöne KLinge kam zum vorschein.
"Is mein bestes Stück hab ich auch nur einmal da. Es hiest Siegbringer. Ich aknn es dir aber nicht so ohne weiteres verkaufen. Da es besonders gut geschliffen ist. Ich bin mir auch noch nicht mal sooo sicher ob ein Schatten diese Waffe überhaupt haben darf weil sie soll angeblich schärfer sein als ein Gardeschwert."
Die Augen des Schatten weiteten sich auf und er nickte!
"Die muss ich haben! Bitte verkauf sie mir!"
"Na gut 1500 Erz"
"BITTE??? Hey ich bin ein alter Freund von dir!"
"Ja deshalb ja nur 1500 sie kostet normalerweise noch mehr." "Na gut 800 und dann bekommst du ncoh etwas anderes von mir ja?" "Mh was denn?"
"Ich hab noch Scavengerfleisch Zähne sowie Wolfsfelle dabei." "Ja Wolfsfell kann ich gut gebrauchen na gut sagen wir. 900 Erz die Wolfsfell die Zähne sowei das Scavengerfleisch für den Siegbringer?"
Der Schatten schaute den Buddler noch etwas ratsam an und antwortete dann...


01.06.2002 19:35#34
Graven "Hmm, ok, mir solls recht sein. Hab kein Problem damit. Ich nehms. Aber was ich noch mit dir bereden wollte. Du weißt doch, das Mara Shak seine "eigene Dienerin" hat, ich find eher, dass das Sklavenarbeit ist, was er sie machen lässt. Da wollt ich fragen, ob ich sie dir nicht abkaufen könnte." "Nunja, ich weiß das nicht so ganz, Mara Shak meinte, er hätte sie einmal im Wald gefunden und sie wär freiwillig mit ihm mitgegangen."
"Aber sie hat was besseres verdient, glaub mir. Ich werd mal mit dem kleinen Sklaventreiber reden."
"Gut, mach das. Ich wart inzwischen auf dich."
Graven suchte nun schnell Mara Shak auf und redete mit ihm. Der Junge schien etwas ängstlich nach dem Gespräch und Graven ging mit einem Grinsen davon. Als er dann zu Kra Shak ging, verabschiedete er sich von ihm und nahm die Junge Frau mit sich. Sie war erschrocken und wusste nicht was mit ihr geschah, doch Graven erklärte ihr dann alles auf dem Rückweg.
"Sag mal Mara Shak, worüber hast du mit Graven gesprochen?" "Oh man, der Typ ist wirklich verrückt, kommt Meister, lasst uns in den Laden gehn, dort erklär ich euch dann alles..."



01.06.2002 19:45#35
Mara´Shak Mara Shak ging mit sienem Meister in den LAden und erzählte ihn was er von Graven erfahren hatte!

Der meinte tatsächlich ich wäre ein Sklaventreiber. Er meinte ich hätte kein recht das Mädchen zu behalten und ich sollte es zurück geben. Ich wollte sie natürlcih nicht direkt ab geben aber hätte ich es nicht getan dann wollte er mir den Schädel ein Schlagen

Der Budder schuttelte den Kopf und schlug seinem Mitarbeiter auf die Schulter und sagte...



01.06.2002 19:49#36
Kra`Shak Lass gut sein. Der ist schon Schatten ja er ist schon ein bissle weiter als ich. Noch solltest du auf ihn hören du bist ja noch nicht einmal Buddler also hör besser auf die höher Gestellten sonst könnte das in die Hose gehen. Ich muss im übringen heute noch weg. Ich hatte mir die Eröffnung etwas erfolgreicher vor gestellt aber das kommt vileicht noch! Du bleibst jetzt jedenfalls hier und räumst auf morgen bin ich wieder da. Denke ich jedenfalls also biss dann.
Der Buddler nahm sein Schwert und verlies den LAden so wie auch die Siedlung Drakia!



02.06.2002 02:48#37
Don-Esteban Eine kleine Karawane des Schreckens kam in die Siedlung. Ein Skelett mit drohend erhobener Axt, zwei weitere Skelette hinter Karren und am Ende einer dieser Schwarzmagier, der den Weg mit einem Lichtzauber erhellte. Vor der Schenke machte der Zug halt. Viele Leute hatten den aufzug sowieso nicht gesehen, da es mitten in der Nacht war. Die Skelette entluden Kisten aus den Karren und trugen sie ins Wirtshaus, voran der Don, der drinne schon mit dem Wirt verhandelte. Nach einem kurzen Wortwechsel begab sich der Don nach oben, auf ein Zimmer. Die Skelettkrieger mit den Kisten folgten ihm. Sie stellten die Kisten im Zimmer ab und sich dann vor die Tür, die Schwerter kampfbereit. In der Mitte das Skelett mit der Axt. so verharrten sie die restliche Nacht.



02.06.2002 14:36#38
Don-Esteban Am nächsten Morgen machte sich die selbe kleine Karawane wieder auf, um vom Wirtshaus zum Gebäudes des Statthalters zu gelangen. Ob es die selben skelette waren, war nicht zu erkennen, eventuell hatte der Don neue beschworen. Einige Leute auf den Straßen blieben erschreckt stehen, als der Schwarzmagier mit seinen Kreaturen des Wegs kam. Kurze Zeit später standen die Skelette vor dem Rathaus, luden die Kisten ab und folgtem ihrem Herrn und Meister ins Innere. Die Wachen ließen sie mit einem Knurren passieren. Wahrscheinlich hätten sie viel lieber den Skeletten mit ihren Schwertern eins übergezogen.
Nach ein paar Türen und diversen Fluren standen Don-Esteban und seine kleine Truppe vor Gnat, dem Statthalter. "Ich bin gekommen, um den Vertrag zu unterzeichnen und die Forderungen des Alten Lagers zu begleichen. In diesen Kisten befinden sich 10.000 Erz. Macht damit, was ihr wollt. Baut Drakia aus, liefert es an den König, was auch immer." Der Don wartete, bis gnat den Vertragstext gefunden hatte und las ihn sich dann noch einmal durch. "Uneingeschränkte Nutzungsrechte für mich? Gut.
In Kriegszeiten eine Besatzung? Auch gut.
Regelmäßige Inspektionen zur Überprüfung der Verteidigungssicherheit? Sicher, sicher.
Mein Beistand bei der Verteidigung Drakias? Ist in Ordnung."
Der Don sah kurz auf. "Ich möchte hierbei nur noch einmal betonen, daß es nicht um einen Vertrag mit dem Zirkel geht, sondern daß ich als Privatperson diesen Vertrag unterzeichne." Er las weiter.
"Der Turm oberhalb der Siedlung geht für den Preis von 10.000 Erz in das Eigentum Don-Estebans über." Zufrieden nickte der Don und gab den Vertrag dann an Gnat zurück. "Wenn noch irgendetwas offen sein sollte, sagt es jetzt." Er setzte sich auf den ihm angebotenen Stuhl und wartete ab. Er hatte keine Eile.


02.06.2002 15:09#39
Burath Auch Gnat ließ sich auf dem breiten Stuhl aus Eichenholz nieder und vergrub sein Gesicht in Nachdenklichkeit. Immer wieder wanderten seine Blicke über die feinen Gesichtszüge des Magiers und dessen dunkle und bedrohlich wirkende Robe. Ein fein poliertes Glas wanderte über die spiegelnde Tischoberfläche auf den Magier zu und füllte sich kurz darauf mit dem besten Wein den Gnat zur Zeit auf Lager hatte. Er selbst gönnte sich einen ausgiebigen Schluck und und sah dann wieder in das Gesicht des Dons. Ein zaghaftes Lächeln wanderte über das Gesicht des Gardisten. "Nunja es freut mich nun etwas Gesellschaft hier zu haben. Ich glaube dich nicht noch einmal an den Pakt erinnern zu müssen, den wir nach unserer Reise in die Unterwelt geschlossen haben. Ich hoffe du hälst ihn genauso in Ehren wie ich es tue."

Ein ausdrucksloses Nicken als Antwort folgte. Gnat nahm es so hin. Anders hatte er den Magier nur selten erlebt. Ständig bedacht seinem Gegenüber nicht mehr als das nötigste mitzuteilen. "Also die Bedingungen sind in Ordnung und Gomez wird sich über das Erz sicher freuen" Gnat schmunzelte bei dem Gedanken das dieser es nie bekommen würde. "Wenn du etwas brauchst, so wende dich nur an mich. Das Rathaus wird für dich immer offen stehen. Vielleicht werden sich Gelegenheiten ergeben, in denen wir zusammenarbeiten können. Du wirst nur damit leben müssen, dass dir die Bewohner Drakias etwas misstrauisch gegenüberstehen. Aber solange nichts weiter schlimmes passiert dürfte auch das kein Problem sein." Gnat genoss den letzten Tropfen und stellte das leere Glas zurück auf den Tisch. "Wie geht es eigentlich der Magierin Meditate? Hat sie alles gut überstanden? " wechselte er plötzlich das Thema. Diese Frage brannte ihm schon ewig auf der Seele und dementsprechend sorgenvoll war sein kühler Blick umschleiert.


02.06.2002 15:25#40
Kra`Shak Der Buddler betrat wieder die kleien aber feine Sidlung mit dem Namen Drakia. Seine Gedanken war hin und her gerissen. Es war nicht all zu schlecht hier aber er wusste auch nit ob es sich wirklich lohnt weitet hin den Laden zu betreiben. Er ging mit diesen Gedanken im Kopf langsam und zwar sehr langsam zu seiner Hütte. Mara´Shak empfing ihn da er gerade vor der Laden Türe stand und am Kehren war.

KraShak=Guten Tag Mara na. Ich nehme mal an es gab nichts neues hier?
MaraShak=Ha ne nicht wiklich. Hier geschieht dohc nie etwas. Oder nur äusserst selten. Und wie war die Jagd?

KraShak= Gut gut. Ich bin müde und leg mich etwas hin. Pass du weiter auf den Laden auf!

Der Buddler klopfte seinem Freund auf dein Schulter und ging dann hoch in die 2 Etage seines Ladens und legte sich aufs Ohr!



02.06.2002 16:11#41
Don-Esteban Als der Don den Namen meditate hörte, gruben sich Sorgenfalten in seine Stirn. "Sie ist verschunden, durch den Spiegel. Ich hab versucht, sie zu heilen, aber ohne Erfolg. Jetzt liegt ihr Schicksal in Beliars Händen. Ob und wann wir sie wiedersehen werden, weiß nicht einmal ich. Doch ich hoffe es sehr. Sie fehlt dem Zirkel... Diese verdammte Herrin." Solcherlei Gefühlsausbrüche hatte sich der Don schon lange nicht mehr geleistet. Deshalb schaute auch Gnat erstaunt auf.
"Ja, der Pakt. Natürlich vergesse ich den nicht." wechselte der Magier das Thema. "Und daß mich die Leute ängstlich anschauen, ist gut so, das ist ein Zeichen von Respekt." Er lächelte dünn. Dann der nächste Themenwechsel. "Ich werde den Turm etwas umbauen lassen. Schwarzmagier haben etwas andere Lebensumstände, als Gardisten, wenn Ihr versteht. Ich hätte gerne ein paar Buddler als Arbeitskräfte. Ich werde sie entlohnen. Ich brauche Steinmetze, Arbeiter, die im Steinbruch für mich arbeiten und Zimmerleute. Falls es geeignete Leute geben sollte, schickt sie mir in einer Woche zum Turm."
Der Don stand auf und ordnete seine Robe. "Achja, wundert Euch nicht, wenn im Turm seltsame Dinge zu sehen sind. Ich werde ab und zu einen Lehrling bei mir haben. Doch ich denke, es wird nichts schlimmes passieren, ich habe alles im Griff." Mit deisen Worten grif er sich den Vertrag und die auf dem Tisch strehende Feder, tunkte sie ins Tintenfaß und unterschrieb schwungvoll mit seinem Namen. Auf seine Fähigkeit des Schreibens war er schon immer stolz gewesen. Wer von den Gefangenen hier konnte das schon? Nicht viele.
Er verabschiedete sich von dem Statthalter, mit einem Wink seiner Hand zerfielen die Skelette zu Staub, den sicher irgendein Angestellter wegzukehren hatte. Die Kisten voller Erz ließ er stehen, in den Schlössern steckten die Schlüssel dazu. Erhobenen Hauptes schritt er aus dem Raum, nickte Gnat nocheinmal kurz und bestimmt, doch freundlich zu und verließ dann das Gebäude und auch den Ort. Unterwegs warf er nocheinmal einen Blick auf den Turm, der hoch über Drakia schwarz vor sich hin brütete. Dunkel, leer, geheimnisvoll.



02.06.2002 17:16#42
Kiina Kiina hatte auf der Fensterbank am geöffneten Fenster gesessen und nach draußen geschaut. Es war früher Abend, die Sonne schien längst nicht mehr so stark und es war eine angenehme Brise zu spüren. Der Amazone überkam ein richtiges Bedürfnis, dort unten ein wenig spazieren zu gehen. Aber alleine.
Mit diesem Gedanken und leise summend befestigte sie ihr Schwert am Gürtel und verließ dann ihr Zimmer. Auf dem Flur schaute sie sich kurz um, aber er lag wie ausgestorben da. Kein Geräusch weit und breit und so machte sie sich auf zur Treppe. Unten angekommen schaute sie sich erneut um, aber auch hier war niemand zu sehen und so öffnete sie zögernd die schwere Außentür.

Helles Sonnenlicht strahlte ihr entgegen und auf der Straße war auch noch ein wenig was los. Nicht viel, aber ein paar Schatten und dergleichen standen dort, gingen oder redeten miteinander. Augen zu und durch dachte sie bei sich, ließ die Tür zufallen und schritt die Treppe hinab. Sie hatte die Aufmerksamkeit zweier Schatten erregt, die sich langsam in Bewegung setzten, als ihnen klar wurde, dass die Amazone alleine durch Drakia wandern wollte. Kiina bemerkte es nicht und schlug eine kleine Nebenstraße ein.

Nachdem sie dort eine kleine Weile weitergegangen war, hier in der Gasse war sie noch keinem begegnet, drehte sie sich um und erspähte die beiden Schatten. Zwischen der Amazone und den beiden Männern war ein guter Abstand. Deutlich konnte sie die beiden nicht erkennen und der Abstand verringerte sich auch nicht. Die Schatten hatten sich ihrem Schritt angepaßt. Kiina überkam ein ungutes Gefühl. Vielleicht war es keine so gute Idee gewesen alleine fortzugehen.

Sie überlegte hin und her und weiter vorne sah sie eine weitere kleine Abzweigung. Die kam wie gerufen. Kiina bog ab, ohne sich umzusehen. Diese Gasse war nicht sehr lang und endete wieder auf einer großeren, aber direkt neben ihr ging eine kleine Sackgasse ab, wo diverse Kisten und Fäßer am Ende gestapelt waren. Die Amazone kletterte dahinter und lugte durch einen kleinen Spalt hindurch.

Wortfetzen drangen an ihr Ohr, als die beiden näherkamen. Worte wie 'wohin war sie' und 'Spur verloren'. Aber dann auch noch andere wie 'Stadthalter' und 'wird Ärger geben'. Das machte ihr nun Sorgen. Allerhand gedanken gingen ihr durch den Kopf und sie kam zu der Annahme, dass Gnat nun Ärger erhalten würde. Sie konnte ja nicht wissen, dass er die Order gegeben hatte, dass zwei Schatten ihr auf Schritt und Tritt folgen sollten, sobald sie das Haus alleine verließ.
Kiina dachte nicht darüber nach, wie die Schatten einem hohen Gardisten Ärger bereiten wollten. Sie dachte eher vielmehr daran ihn zu warnen. Also wartete sie, bis die Stimmen sich entfernt hatten, bevor sie aus dem Versteck herauskam und den Weg zurückging. Sie schaute sich mehrmals um, aber dieses Mal wurde sie nicht verfolgt und sie konnte das Rathaus auch bereits sehen.
Sie riß die Tür auf, rannte die Treppe hinauf während die schwere Eingangstür krachend ins Schloß fiel. Nun gut, das gesamte Rathaus würde nun wissen, dass jemand eingekehrt war, aber daran störte sie sich momentan gar nicht. Sie klopfte an Gnats Türe an, aber nichts rührte sich. Geduldig klopfte sie nochmals, aber auch diesmal keine Reaktion. Kurz nachgedacht und dann wieder die Treppe hinab, zum diesem großen Raum.

Sie klopfte an und ein 'herein' ertönte. Zaghaft öffnete sie die Tür. Erst jetzt wurde ihr bewußt, dass sie nicht wußte, wie sie es erklären sollte, aber das brauchte sie auch nicht. Ihr Blick wanderte im Raum umher und sie schaute in drei Männergesichter. die beiden Schatten standen regungslos dort und schauten teilnahmslos auf die Amazone, während Gnat sie mit den Worten empfing "Hallo kleine Ausreißerin. Wie war dein Spaziergang?" Kiina begegnete seinem leicht spöttischem Blick und Wut stieg in ihr auf. So war das also gewesen. Jetzt war ihr alles klar und sie wußte nicht genau, was sie nun sagen oder tun sollte.
Auf eine Handbewegung Gnats hin verließen die beiden Schatten den Raum und der hohe Gardist deutete ihr, sich doch zu setzen. Sein spöttischer Blick war bei dem Anblick ihres Gesichtsausdruckes gewichen. Kiina fühlte sich hintergegangen und dachte, dass Gnat ihr wohl nicht vertraute, was sich nur zu deutlich in ihrem Gesicht lesen ließ. Sie nahm stumm Platz und beantwortete dann seine Frage "Oh danke, den Umständen entsprechend." Mit zusammengepreßten Lippen schaute sie den Gardisten an.



02.06.2002 17:58#43
Burath Gnat wollte ein amüsiertes Grinsen auflegen doch ließ er es als er den Blick der Amazone fing und sah wie sich ihre Wangen gefährlich rot färbten als das Blut durch ihre Adern schoss. Kurz fuhr er sich mit den Fingern durch die kurzgeschnittenen Haare und schritt dann gemächlich zum Fenster. Ohne Ziel glitten seine Blicke über den Strand, den Kai und die belebten Strassen des Ortes. Schweigen lag in der Luft, ebenso die Hitze des Zornes.
"Du bist sauer. Habe ich recht?" brach er das Schweigen und bekam prompt ein kurzes Brummen als Antwort. Noch immer aus dem Fenster schauend um den Blicken von Kiina zu entgehen fuhr er fort.
"Ich kann es dir nicht verdenken. Du glaubst jetzt sicher ich habe dich hintergangen, würde dir nicht vertrauen oder sonst irgendetwas. Doch lass dir eines gesagt sein.

Ich meinte, kurz bevor wir den Ort hier erreichten, dass dir keine Gefahr drohen würde und das ich auf dich achtgeben würde. So ist es auch. Aber es entspricht nicht ganz der Wahrheit. Selbst die Schönheit dieses Ortes ist nicht durch den Charakter der Menschen geformt. Diese stinkenden Buddler haben keine Ehre, sie haben nichts zu verlieren und sind dadurch unberechenbar. Man muss aufpassen. Allein sind sie schwach. Doch ein Aufstand ist selbst für uns Gardisten verherrend.

Es sind ganz normale Männer die unterdrückt und durch gewisse Mittel bei Laune gehalten werden. Doch wie gesagt, es sind Männer. Und diese haben ein Bedürfnis, dass man hier in der Barriere nicht zu stillen vermag. Deswegen hätte es gut sein können, dass doch einmal welche auf dumme Gedanken kommen. Die Schatten sind da schon anders. Sie haben etwas erreicht, sind zwar Einzelgänger aber sie haben einen Hauch Ehre gewonnen. Sie würden sich nicht einfach so ihren persönlichen Gefühlen oder Bedürfnissen ergeben. Vertrauen kann man ihnen nicht, doch sind sie klug genug und wissen wie sie am besten ihren Nutzen aus den Umständen ziehen können.

Um nochmal auf die Buddler zurückzukommen. Was denkst du geht bei einem solchen im Kopf umher wenn er eine einzele Frau auf der Strasse sieht? Du glaubst gar nicht wie schnell sich kleine Gruppen von ihnen gefunden haben, mit einem ganz bestimmten Ziel, dass ich jetzt nicht näher erläutern muss, denke ich. Einzig und allein aus diesem Grund haben die Schatten den Auftrag bekommen, dich zu beobachten wenn du alleine das Haus verlässt. Sie töten gut, schnell und lautlos. Du wärst in Sicherheit und die Buddler beiseite geschafft ohne das jemand etwas davon bemerkt."

Der bereits strenge Klang in seiner Stimme nahm noch etwas zu als er sich zu ihr umdrehte. "Sie waren nicht hinter dir her um dich auszuspionieren .. sondern um dich zu beschützen."



02.06.2002 18:39#44
Kiina Kiina saß noch immer dort, den Blick auf die glänzende Oberfläche des Tisches geheftet. Nichts an ihr rührte sich. Sie blinzelte nicht einmal mit den Augen. Erst einmal hatte sie ihn in diesem Tonfall sprechen gehört. Kurz vor der Ausführung des Planes im Sumpf. Dort hatte er ihr mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass sie ja auf sich achten sollte.

Aber der jetzige Klang seiner Stimme hatte trotzdem noch etwas anderes. Die Strenge ließ sie erstarren, abblocken, darauf warten, dass er sich wieder beruhigen würde. Doch vernahm sie da auch Ungeduld und Vorwurf? Ungeduld darüber, dass sie erneut seine Geduld auf die Probe stellte? Und Vorwurf deswegen, weil sie ihm nicht vertraute oder seine Gedanken und dergleichen immer wieder hinterfragte?

Die Amazone spannte sich unweigerlich auf dem Stuhl an, den Blick auf den Tisch geheftet. Anscheinend konnte man mit ihr wohl nicht reden, sonst hätte er sie über diesen Umstand in Kenntnis setzen können und sie hätte es nicht so erfahren müssen. Sie hob den Blick und begegnete seinem, der ebenso streng war, wie seine Worte geklungen hatten. Schuldgefühle machten sich in ihr breit, aber auch ihr verletztes Ich kämpfte sich gleichzeitig nach oben.

Unter anderen Umständen wäre sie nun wortlos aufgestanden und hätte den Raum verlassen, wenn nicht sogar gleich die Stadt an sich. Wer wollte schon gerne als wandelndes Sicherheitsrisiko an einem Ort bleiben? Doch etwas hielt sie, verhinderte, dass sie es einfach tat. Dabei wäre es ein Leichtes, da sie glaubte, dass er sie in seinem jetzigen Gemütszustand nicht aufhalten würde. Dafür war auch er in irgendeiner Weise sicherlich zu verletzt. Stattdessen preßte sie ein paar Worte zwischen den Lippen hervor. "Ja, ich verstehe. Es kommt nicht wieder vor."



02.06.2002 20:23#45
Gotrek Gotrek kam in Drakia an und musterte die Gegend zuerst ein wenig. Ein Schatten bemerkte ihn und ging auf ihn zu:"Du scheinst neu hier zu sein,der Schatten musterte Gotrek,"du bist ein Frischling,eh? Dann viel Spass hier! Warte ich hole mal jemanden der dir ein Haus zeigt indem du wohnen kannst."Der Schatten winkte einen Buddler herbei."Der wird dir helfen ein Haus zu finden in dem du wohen kannst."Der Schatten ging zu dem Buddler und klärte ihn auf, danach ging er wieder weg zu anderen Schatten. Der Buddler kam zu Gotrek und sagte:"So neu hier was? Komm mit ich führ dich rum."

Gotrek und der Buddler gingen zu verschiedenen Häusern und anderen Geschäften. Nach einiger Zeit kamen sie an einem Haus an das direkt neben dem Waffenladen stand. Der Buddler drehte sich um und sagte:"So hier kannst du wohnen da wohne ich übrigens auch. Im Waffengeschäft wohnt übrigens ALonso der hilft dir bestimmt mal weiter wenn du was wissen wilst. Ansonsten kann ich dir nur noch "Viel Spass" in Drakia wünschen.Geh rein und such dir ein leeres Zimmer. Ich hau dann ab, Tschau!"Der Buddler drehte sich um und machte sich auf den Weg um irgendwo seine Freunde zu treffen.

Gotrek aber ging in das Haus und suchte sich ein leeres Zimmer. Ein Bett, eine Truhe und ein Tsch mit Stühlen stande im Zimmer."Hier könnte es mir gefallen!"sagte Gotrek mit einem lächeln auf dem Mund. Er packte seine Sachen aus und beschloss sich erstmal hinzulegen und zu schafen. Gotrek zog sich aus, schloß die Zür und legte sich hin um sich endlich auszuruhen. Es dauerte eine weile, aber dann schlief Gotrek ein, endlich nach diesem Tag


02.06.2002 20:24#46
Kra`Shak Der Buddler lag in seinem Bett in tiefen Träumen.Als auf einmal es an der Türe Klopfte und Mara`Shak herrein tragt. Der Freund des Buddlers hielt einen Brief in der Hand.

Meister meister! Schuen sie mal hier sie sollen ins alte Lager kommen. Hier das hat ein Gardist eben für sie abgegeben!

Der Buddler öffnete langsam die Augen und drehte sich um. Dann als er den Schriftzug Beförderung las war er sofort hell wach. Der Buddler sah sich den Brief kurz an und begann dann zu Tanzen.

ICH WERDE SCHATTEN ICH WERDE SCHATTEN....NEIN FALSCH ICH BIN SCHATTEN!!!!!!!!!! Ich muss sofort ins alte Alger und mir meine neue Rüstung holen. Ja. Mara Shak kümmere du dich um den Alden ich bin bald weider da.

Wie ein Schattenläufer rannte der BUddler wieder einmal aus Drakia raus und dann zum Alten Lager!



02.06.2002 20:35#47
Burath Der kühle und strenge Blick wandelte sich mit einem Male in einen tadelnden aber trozdem freundlichen zugleich. Langsam trat er weg vom Fenster, widmete dem Meer noch einen kurzen Blick, und ging dann langsam um Kiina herum die noch immer auf dem Stuhl saß und auf die Tischoberfläche starrte. "Ich werde dir nichts vorschreiben Kiina." meinte er ruhig. "Dazu habe ich nicht das Recht und will es auch gar nicht. Ich bin nicht Gomez." Plötzlich musste er lachen. "Nein ich wollte nur sichergehen. Was du tust ist immer noch dir überlassen.
Vielleicht war es auch meine Schuld. Hätte ich dich vorher eingeweiht wäre es jetzt gar nicht erst dazu gekommen. Ich wollte nur nicht, dass du dich irgendwie unwohl oder in Gefahr fühlst. Deswegen habe ich auch nichts gesagt. Aber nungut. Es ist ja nichts passiert .. und wäre es vielleicht auch nicht. Aber man weiss nie... Ich denke wir können uns wieder vertragen was meinst du?" Mittlerweile stand er hinter dem Schreibtisch und trommelte etwas unruhig mit seinen Fingern auf dessen Oberfläche.



02.06.2002 20:50#48
Kiina Kiina schaute auf seinen trommelnden Finger, die seine Nervösität mehr als deutlich verrieten. Aber warum war er so ungeduldig und nervös? Sie hatte sich doch gar nicht zur Wehr gesetzt und es auch nicht ansatzweise versucht, obwohl die Versuchung groß war. Sie zwang sich zu einem normal klingendem 'in Ordnung', aber ihre Stimme zitterte trotzdem ein wenig.

Aber nicht, wegen der soeben erhaltenen Erklärung oder dem Geschehenem, sondern wegen etwas anderem und diese Erkenntnis traf sie wie ein Faustschlag mitten in den Magen, der sich nun zusammen zukrümmen schien. Ihr Mund war trocken und in der Kehle hatte ein großer Kloß sein neues Heim gefunden. Kiina wollte das nicht glauben, nicht akzeptieren, aber jede Faser ihres Körpers sprach eine andere Sprache. Wie gerne würde sie sich nun mit Amazonengebräu betäuben.
"Hast du etwas zu Trinken da? Meine Kehle ist ganz trocken." leise kam die Bitte über ihre Lippen und sie wagte noch immer nicht, ihn direkt anzusehen, auch aus Angst, es stünde ihr ins Gesicht geschrieben. Das war natürlich reine Einbildung. Gnat würde ihren momentanen Gemütszustand eher auf die Gesamtsituation hier und jetzt zurückführen. Sie begann mit ihren Fingern auf ihrem Schoß zu spielen und wartete darauf, dass er sich rührte, beziehungsweise mit dem Trommeln aufhörte oder etwas sagte.



02.06.2002 21:39#49
Burath Ein stilles Nicken und Gnat schritt langsam zum Schrank wo die Getränke lagerten. Kiina atmete erleichtert auf. Keine weiteren Fragen, keinerlei Anspielungen obwohl Gnat das plötzlich so merkwürdige Verhalten der Frau nicht entgangen war. Er selbst war sich plötzlich unsicher. Es war so anders als sonst. Vieles hatte sich in so kurzer Zeit verändert und doch war alles noch so gleich. Gnat schüttelte nur den Kopf und wusste selbst nicht so richtig was los war. Ihm wurde heisskalt und er bekam eine Gänsehaut.

Zwei Gläser verteilten sich auf der spiegelnden Oberfläche des Tisches und füllten sich kurz darauf mit einer rötlichen
Flüssigkeit. Schleifend glitt das eine zu Kiina, das andere landete in seinen Händen. Gnat wollte etwas sagen. Konnte es aber nicht und versuchte diesen Umstand mit einem kräftigen Schluck des Weines zu vertuschen. "Verdammt" fluchte er innerlich und blickte ein wenig unsicher drein.



02.06.2002 22:08#50
Kiina Kiina nahm dankend das Glas entgegen und wenig später war es bereits zur Hälfte geleert. Die Flüssigkeit rann ihr erleichternd die Kehle hinab und sie fühlte sich schon ein wenig besser. Der Gedanke gefiel ihr noch immer nicht, aber er versetzte sie nicht mehr in so großem Schrecken. Zweifel, Bedenken und dergleichen begannen zu sprießen, verwirrten sie mehr und mehr.
Sie hob auch endlich den Blick vom Tisch und wie magisch angezogen schaute sie zu Gnat, der in Gedanken versunken und nervös wirkend langsam im Raum auf und ab ging. Er sah sie nicht an, aber unverkennbar brannte etwas auf seinen Lippen, nur konnte er anscheinend nicht die richtigen Worte finden, oder aber er hätte gerne etwas gesagt, aber wußte nicht, was.

Auch sie hätte gerne die Spannung und das Schweigen, das sich wie ein kalter Schleier über den Raum und ihre Gemüter gelegt hatte, brechen. Angestrengt versuchte sie einen halbwegs sinnvollen Satz in ihrem Kopf zu bilden, aber es gab nur heilloses durcheinander, bis auf einen Satz, der sich vor ihrem inneren Auge nahezu einbrannte. Aber solche Worte würde sie sicherlich nicht über die Lippen bekommen.

Das Schweigen wurde noch drückender und beklemmender. Einzig der gedämpfte Schritt von Gnat zeugte von Anwesenden. Kiina verlagerte ihre Aufmerksamkeit schließlich auf das Knistern des Holzes im Kamin, dass sie wieder ein wenig ruhiger werden ließ, ganz so, als flüstert es ihr leise Worte in das Ohr. Sie wollte nun irgend etwas sagen und sprach auch bereits das erste Wort aus. Im selben Moment wie Gnat. Beide verstummten wieder, sahen sich an und Gnat deutete ihr, dass sie doch zuerst reden sollte, während sie ihm dasselbe zu verstehen gab.

Er ließ nicht locker, ganz so, als käme es ihm gerade recht, dass sie das Wort ergreifen wollte und er nichts sagen mußte, zumindest vorläufig nicht. Also sprach sie leise "In Ordnung, vergessen wir die Sache und widmen uns angenehmeren Dingen zu. Ich habe Hunger." Gnats Haltung entspannte sich zusehends und ein erleichteter Ausdruck trat in seine Augen, welcher von einem zaghaften Lächeln begleitet wurde. Kiina stand auf und verließ das Zimmer durch die vom Gardisten offengehaltenen Tür, hinaus auf den Flur.
Schweigend liefen sie nebeneinander her zum Raum, wo sie schon mehrmals gespeißt hatten. Es lag noch immer eine gewisse Anspannung in der Luft. Die Amazone ließ sich auf einem der bequemen Stühle nieder und stellte das Glas und den Wein auf den Tisch, beides hatte sie vorsorglich mitgenommen. Gnat stellte sein Glas ebenfalls auf den Tisch an dem Platz ihr gegenüber und verließ kurzzeitig den Raum. Wenig später als er traf das Mahl ein.



02.06.2002 23:05#51
Kra`Shak Auf den Weg nach Drakia ist wie immer nicht allzu viel geschehen. Es dauerte nicht allzu lange da erreichte der Schtten die kleine Sidlung.Er sah sich um und bemerkt daas sich nichts geändert hatte.
Nur sein Äusseres hatte sich verändert. So 100 Prozentig konnteer es noch immer nicht
fassen.

Langsam ging KraShak die Gassen entlang zu seiner kleinen Hütte zurück.Na gut sie war ja schon nicht mehr klein nun war es ja das Haus einens Schattens also sollte man schon einmal erfurcht haben. Er klopfte an die Türe des Ladens und MaraShak
öffnete ihm die Türe.

Nah wie ist es denn gelaufen? fragte ihn sein Kollege. Doch KraShak zeigte nur uf seine neue Rüstung und meinte: Gut. Es ist bestens gelaufen nun bin ich Schatten und ich kann es selber noch nciht so kanns glauben. ich gehe mich nun nieder egen! Nacht. Der Ehemalige Buddler klopfte seinem Freund auf die Schulter,
so wie er es jedesmal tat, und ging die Treppen zu den Gemächern hinauf!


03.06.2002 00:55#52
Burath Schweigend saß er da und schlang gierig das Brot und Fleisch hinunter. Doch nichts von diesen köstlichen Speisen schmeckte ihm so richtig. Alles wirkte zäh und wie ein trockenes Stück Holz. Selbst der so köstliche Wein konnte dem keine Befriedigung bringen. Doch er aß nicht weil er Hunger hatte. Nein diesen hatte er ganz und gar nicht. Ihm war mehr schlecht. Doch er brauchte etwas um sich abzulenken. Flüchtige Blicke zu Kiina die den seinen auszuweichen versuchte und ebenfalls mehr wiederwillig auf dem Brot herumkaute.

Es zerfraß ihn von innen. Seine Hände zitterten und kleine glitzernde Schweissperlen rannen ihm über die glatte Stirn. Was war bloss los? Er wusste es doch versuchte er seine Gedanken immer wieder in einem Schluck Wein hinunterzuspülen. Es ging nicht. Seine Blicke wanderten immer wieder zu ihr, suchten sie. Ihre funkelnd grünen Augen, ihre knallroten Lippen. In seinem Kopf herrschte heilloses Durcheinander.
Ihm war heiss und kalt. Er fror doch fühlte er sich gleichzeitig wie in einem Lavakessel.

Oh Stern, so golden du auch scheinest, bringst mir Schmerz in meine Seele. Bist so nah und doch so ferne, werd dich nicht erreichen, obwohl du strahlest in des Atems Nähe.

Er fasste sich an die erhitzte Stirn und lehnte sich weit zurück auf die Lehne des Stuhles. Er schloss die Augen. Sein Gesicht war wie versteinert. Erinnerungen schossen wie Blitze durch seinen Kopf. Seine tote Frau, sein Sohn. Alles glitt quälend langsam an ihm vorbei. Ihm wurde immer schlechter. Die Bilder wirkten so lebendig und kamen bedrohlich nahe auf ihn zu. Immer näher und näher. Unaufhaltsam bahnten sie sich ihren Weg in sein Gedächtnis. "Bitte verzeih mir" schrie er stumm in seine Gedanken.

Ruckartig sprang er auf. Seine Blicke fanden wieder die von Kiina. Er neigte sein Haupt und versuchte so ihrer Verwunderung zu entgehen. "Bitte verzeih. Ich weiss nicht was in mich gefahren ist" gab er leise Antwort und räumte beläufig das Geschirr zusammen. Viel zu schnell hatte er dies geschafft. So empfand er. Kiina half ihm, doch ebenfalls schweigend und in die Leere starrend.

Langsam näherte er sich ihr. "So ich glaube wir sollten schlafen gehen. Es ist spät" meinte er leise, fast flüsternd. Ein stummes Nicken als Antwort. Immer unruhiger wurde er. Seine Knie wurden weich und drohten nachzugeben. Er atmete ihren Atem, spürte ihre Nähe und wurde gefangen. Gefangen in einem Käfig aus Feuer der ihn zu verbrennen drohte. Wieder suchten seine Blicke die ihren. Doch diesmal fingen sie sich und ließen nicht mehr voneinander ab. Schweigend standen sie nebeneinander und sahen sich an. Plötzlich ergriff er ihre schweissnasse, zitternde Hand. "Kiina .. ich ..." Wieder schwieg er. Ein Kloss steckte in seinem Hals und drohte ihn zu ersticken. Er brachte kein Wort mehr hervor.


03.06.2002 01:18#53
Kiina Seine Hand war ebenso feucht wie die ihre und pure Hilflosigkeit und Verzweiflung ergossen sich aus seinen Augen. sie spürte, dass ihn etwas bedrängte und er es irgendwie nicht verarbeiten konnte. Überhaupt war sein Verhalten heute merkwürdig. Aber war sie denn wie immer? Nein, auch sie benahm sich komisch. So kam es ihr zumindest vor.

Sie standen dort und schauten sich an, oder besser gesagt, sie fesselten sich gegenseitig mit ihren Blicken. Keiner konnte in diesem Moment etwas anderes ansehen oder auch nur die leiseste Bewegung tätigen. Zu gerne hätte sie gewußt, was er versuchte zu sagen, aber sie drängte nicht, wollte ihn nicht durch Fragen zu etwas zwingen. Es mußte etwas wichtiges sein, wenn es ihn so aus der Bahn warf und er sollte es von alleine tun.

Kiina schluckte und glaubte, dieses Schlucken sei durch den gesamten Raum zu vernehmen. Abrupt zerriß sie den unsichtbaren Faden zwischen sich und wandte den Blick ab. Leise meinte sie "Laß uns gehen. Es ist spät und ich glaube, wir sind beide heute ein wenig neben der Spur." Und ich habe heute bei Donnra genug erlebt. Das fügte sie im Gedanken noch hinzu. Gnat schien nicht sonderlich erleichtert zu sein. Er nickte nur stumm und sie verließen den Raum, stiegen in gleichmässig eintönigen Schritten die Treppe empor.

Vor der Zimmertür der Amazone stoppte sie und schaute nochmals leicht zu Gnat empor. Wieder dieses beänstigende Schweigen und das Festhalten mit den Blicken, bis es durch die Worte der jungen Frau unterbrochen wurde "Ich wünsche dir eine gute Nacht. Bis Morgen." Dann wandte sie sich herum und betrat das Zimmer. Leise schloß sie die Tür und war mit wenigen Schritten am Bett angelangt, ließ sich erschöpft darauf niedersinken.

Unheimlich viele Gedanken strömten plötzlich von allen Seiten auf sie ein. Diese Worte in ihrem Kopf, die nur sie verstand, machten ihr Angst. Aber auch Bilder zwangen sich dazwischen, welche wiederrum ein Lächeln auf ihre Lippen zauberte, das solange währte, wie das Bild, bevor es durch einen Gedanken erlosch. Sie rief sich zur Vernunft und schloß die Augen. Morgen würde sicherlich alles wieder ganz anders aussehen. Aber sicher war sie sich in dem Punkt ganz und gar nicht.



03.06.2002 02:24#54
Burath Etwas niedergeschlagen und fertig erreichte Gnat sein Zimmer, betrat es und ließ sich gleich an der Tür auf dem Boden nieder. Er zog die Beine angewinkelt an seinen Körper, umschlung diese mit seinen Armen und platzierte seinen Kopf darauf. Er murmelte leise ein paar scharfe Worte. Noch immer war ihm kalt und der Schweiss stand auf seiner erhitzten Haut. Er war kurz davor, laut aufzuschreien und jedem eine Tracht Prügel zukommen zu lassen, der ihm in diesem Moment vor die Augen trat. Doch es kam keiner. Leider.

Er hatte verloren. Nie hatte er einen Kampf gescheut. Immer hatte er den Mut und stand diesem mit einem Lächeln gegenüber, doch diesmal hatte er versagt. Bei einem Kampf gegen sich selbst. Es war ein mieses Gefühl, dass sich durch seine Glieder fraß und ihn zusammenzucken ließ. Ratlosigkeit machte sich breit. Und immer wieder dieser Schmerz. Er schluckte ihn hinunter. Langsam schlossen sich seine Augen und er fiel in einen traumlosen Schlaf...



03.06.2002 14:52#55
Gotrek Gotrek wachte aus seinem tiefen Schlaf wieder auf. Zuerst blieb er noch ein wenig liegen und überlegte ob er nicht doch in das Alte Lager ziehen sollte und hier mal zwischendurch hingehen würde. Schließlich endschloss er sich dazu ins Alte Lager zu iehen da er dort schon ein paar Buddler und einen Schatten kannte. Gotrek packte seine Sachen zusammen und ging nach draußen.

Er ging zu dem Schatten den er gestern getroffen hatte und sagte das er doch ins Alte Lager zieht aber sein Zimmer behalten wollte."Natürlich das ist kein problem wir machen ein Schild vor die Tür und dann zieht da kein anderer rein." "Danke für den gefallen tschüss",Gotrek rannte los und und der Schatten fügte noch:"Der kann sich auch nicht endscheiden!"hinzu.



03.06.2002 16:30#56
Kiina Kiina erwachte mit einem leichten Kopfschmerz. Lange hatte sie geschlafen, denn die Nachmittagssonne kämpfte sich bereits sachte durch die Vorhänge am Fenster. Im Zimmer war es stickig und Kiina stand auf, ging zum Fenster und riß es erleichtert auf. Die warmen Sonnenstrahlen schienen ihr ins Gesicht und eine Brise kühlte die Haut sogleich wieder ab. An sich ein herrlicher Tag, wenn da nicht ein Schatten auf sie gelastet hätte.

Der gestrige Abend. Das war der Schatten, der sie sogleich eingeholt hatte, nachdem sie erwacht war. Sie schaute noch immer hinaus. Wo war denn nur ihr Humor und ihre gute Laune geblieben? So konnte das doch nicht weitergehen. Irgendetwas mußte sie sich mal wieder einfallen lassen, um ihn wieder lachen zu hören. Und schon wieder war sie im Gedanken bei ihm. Es war zum Verrückt werden.

Nachdem sich die Amazone angekleidet hatte, beugte sie sich aus dem Fenster und schaute in die Tiefe. Wenn sie dort herunterfiel war das sicherlich nicht so angenehm, aber sie hatte nicht die geringste Lust, die offizielle Tür zu nutzen. Ihre beiden Wachhunde konnte sie bei dem was sie vorhatte wahrlich nicht gebrauchen. Die Sprüche konnte sie sich ersparen. Kiinas Blick wanderte an dem Baum empor, der neben dem Fenster in die Höhe ragte.

Geschickt kletterte die Amazone auf die Fensterbank und hangelte sich in den Baum hinein. Dieser fand es weniger lustig und begann bedenklich hin und her zu schwanken. Kiina schlug sich die Hand vor dem Mund, dabei konnte man ja seekrank werden. Langsam machte sie sich an den Abstieg, der sich schwerer bewerkstelligen ließ, als anfangs angenommen. Komisch, als sie gerade noch geschaut hatte, war da definitv ein Ast gewesen, der wohl lieber den Rücktritt angetreten hatte, denn der Fuß der Amazone tastete weniger erfolgreich die Luft ab.

Mit einem leisen Aufschrei gings dann auch abwärts, allerdings nicht so weit, wie sie schon befürchtet hatte. Ein etwas kräftigerer Ast verhinderte den unsanften Aufprall auf der Erde. Irgendwie hatte sie ihn zu fassen kriegen können, aber halten würde schon schwer werden. Sie schaute nach unten und begann leise zu pfeiffen. Ma schaun, wie lange sie das aushielt. Nicht lange, sie spürte schon, wie ihre Finger langsam vom Holz abglitten und der Aufprall nicht mehr weit war. Nun gut, der Boden war auch nicht mehr weit, sie würde wahrscheinlich mit nem blauen Fleck davonkommen.

Und dann gings wirklich die letzten Meter abwärts. Kiina landete unsanft im Gras. Mit klopfendem Herzen ließ sie sich auf den Hintern fallen und streckte die Beine von sich. Nichts schien irgendwie gebrochen zu sein, aber ihre linke Wange brannte ein wenig. Zaghaft fuhr sie mit dem Finger über die Stelle und zuckte zurück. Sie hatte sich einen Kratzer zugezogen. Murrend begann sie nun die kleinen Ästchen, Zweige und Käfer aus den Haaren zu ziehen.


03.06.2002 18:14#57
artho artho trat ein. Drinnen waren viele Leute, aber niemand, den er kannte.Kennst du hier irgendjamanden? fragte artho haiopei. Er fragte sich, woher die ganzen fremden wohl kommen würden, und ob ihm hier jemand einen bogen verkaufen und ihm das bogenschießen beibringen könnte. er hoffte es, wusste aber nicht, was hier in drakia für preise galten, er hatte eben nur 100 Erz. aber dachte er: das wird schon für eine übernachtung reichen... morgen jage ich dann und abends mache ich mich auf den heimweg.



03.06.2002 18:35#58
haiopei Haiopei und Artho betraten die Siedlung Drakia einige Leute hatte er schon einmal im Alten Lager gesehen aber es waren auch Leute dabei die er noch nie in seinem Leben gesehen hatte er hoffte das er dort einige Leute sehen würde die mit ihm jagen gehen würden damit er mit reicher Beute wieder in Alte Lager zurückkehren könnte um möglichst viel an Brach verkaufen zu können den er sparte für eine gut Waffe aber er hatte noch nicht so viel Erz zusammen.
Wo sollen wir als erstes hin Artho? fragte haiopei. Artho ging ins Wirtshaus sich etwas ausruhen aber haiopei lief wieter durch die Siedlung und sah sich alles genau aber Kra Shak war leider nicht anzutreffen schade dachte er vieleicht sehe ich ihn ja morgen mal gucken haiopei hatte langsam auch durst bekommen und ging in das Wirtshaus dort setzte er sich neben Artho und trank mit ihm ein Bier.



03.06.2002 19:51#59
Burath Ein lautes Lachen dröhnte von oben herab und drang durch die süßlich riechende, warme Luft bis an Kiinas Ohr. Erschrocken sah sie hoch zur Quelle des Geräusches, zum Balkon wo Gnat gemütlich gelehnt an der Wand stand und grinsend auf sie hinabschaute. Plötzlich lief sie rot an und starrte auf den Boden. Ihr war der ganze Auftritt mehr als peinlich doch Gnat lachte beherzt. Nicht aus reiner Bosheit sondern wegen dem Bild einer Amazone mit unfreiwillig Grünzeug im Haar. Bestimmt wäre sie wütend aufgesprungen und davongelaufen doch schien es ihr wichtiger zu sein, den Gardisten lachen zu sehen. So lächelte auch sie leicht verlegen in seine Richtung.

Gnat wirbelte herum und betrat mit zügigen Schritten sein Zimmer, rannte beinahe durch die Gänge des Rathauses wobei sich das Hallen der Schritte schon fast wie Donner anhörte und bog, nachdem er die Treppen hinter sich gelassen hatte, nach links ab in die Eingangshalle wo er anschließend direkt auf die Eingangstür zusteuerte. Beinahe geblendet von den goldenen Strahlen der Sonne, die sich in voller Schönheit vor ihm auftat, hielt er schützend seine Hand über die Stirn und suchte nach dem kürzesten Weg zu dem kleinen, grasbewachsenen Fleck auf dem sich Kiina niedergelassen hatte. Verdutzt sahen ihm die wachhabenden Gardisten hinterher als er über das Geländer sprang und hinter der Hausecke verschwand.
Noch immer vor Freude strahlend kam er zum Stehen und ließ sich neben Kiina auf dem saftig grünen Gras nieder. "Ohne Abenteuer kannst du auch nicht leben was?" Er lachte erneut auf und begutachtete ihre naturverzierte Haarpracht durch seine funkelnd blauen Augen. Vorsichtig begann Gnat beim Entfernen der Blätter und Zweige zu helfen. Er genoss es in ihrer Nähe zu sein, spürte abermals ihren Atem auf seiner Haut und die angenehme Wärme die sie ausstrahlte. Doch plötzlich wurde Gnat auf etwas aufmerksam. Ein kleiner Kratzer auf ihrer Wange, verdeckt durch eine braune Haarsträhne. Behutsam berührte einer seiner Finger ihr Kinn und drehte den Kopf langsam etwas schräg sodass er einen besseren Blick auf die Wunde hatte.

Nur wiederwillig ließ Kiina dies über sich ergehen doch ahnte sie bereits, dass es wohl keinen Sinn machen würde sich gegen den Gardisten zu wehren. "Bis du sonst irgendwie verletzt?" fragte er ruhig aber dennoch aufmunternd und mit einem freundlichen und warmen Lächeln im Gesicht.



03.06.2002 20:15#60
Kiina Kiina hatte amüsiert mit den Fäusten auf den Boden gehauen. Es war ihr peinlich gewesen, dass Gnat ihren unfreiwilligen Absturz mitverfolgt hatte, aber sie freute sich, dass er wieder lachte und auch ihr huschte ein erleichtertes Lächeln über das Gesicht. Leicht verwundert schaute sie auf, als er wie vom Teufel persönlich gejagt um die Ecke geschossen kam. Meine Güte, der konnte ja richtig schnell werden.

Kiina war noch immer dabei, kleine Wesen mit Beinen und sonstiges aus dem Haar zu zupfen und war mehr als dankbar, als Gnat Hand anlegte. Den Kratzer auf ihrer Wange hatte sie schon fast vollständig vergessen, bis der Gardist sie wieder darauf aufmerksam machte. Sein Finger ruhte noch immer an ihrem Kinn und sie ließ es geschehen. Es war ihr nicht einmal unangenehm, im Gegenteil. Ein angenehmer Schauer lief ihr über den Rücken und sie lächelte, als sie antwortete "Nein, ich glaube ansonsten ist alles in Ordnung. Meine Beine funktionieren noch, die Arme ebenso und der Hintern tut mächtig weh.

Sie schmunzelte, während er weiter den Kratzer begutachtete, obwohl sie das Gefühl bekam, dass er nicht nur diese kleine Wunde anschaute, sondern vielmehr seinen Blick über ihr gesamtes Gesicht schweigen ließ. Sie wurde leicht rot. "Und ja, du hast Recht. Ich kann nicht ohne Abenteuer. Bis jetzt habe ich ständig irgendwelchen Unsinn angestellt. Sei es aus Versehen oder aus Absicht. Meist jedoch ersteres. Es gibt auch ungeschickte Amazonen" sprach sie mit einem kleinen Funkeln in den Augen.

"Mach dir um die kleine Wunde keine sorgen, ich habe schon schlimmere überlebt." Die Wunde an der Schulter war gut verheilt, nur noch zwei kleine Narben schlossen darauf, dass dort scharfe Krallen gewütet hatten und von dem Schnitt auf dem Oberschenkel sah man kaum noch etwas, nur einen etwas helleren, ziemlich dünnen Streifen, wenn man genau hinsah und wußte, wo man suchen mußte.
"Was machen wir denn heute? Ich wollte ja eigentlich mal etwas Üben, damit ich in Form bleibe, aber das Training in Klettern habe ich ja nun schon alleine absolviert." Konnte er nicht endlich ihr Kinn loslassen? Nicht, dass es sie gestört hätte, aber seine Blicke, die noch immer über ihr Gesicht schweiften machten sie nervös.



03.06.2002 21:23#61
Kra`Shak Der Schaten hatte den kannsen Tag und auch die ganze Nacht im Bett gelegen und geschlafen. Wann wird er denn jemals wieder die Zeit dazu haben ein mal richtig auszuschlafen. Er selber wusste nicht genauc was noch alles auf ihn zu kommen sollte oder wird. Daoch das kratze ihn nicht viel.

Er wurde sehr spät abends wach und konnte natürlich nicht mehr schlafen. Er entschloss sich einen Spät spaziergang zu machen. Er wusch sich das Gesicht und ging die Trepe zum Laden hinunter. Dort fiehl sein erster Blick auf einen Zettel. Mit der Überschrifft: DANKE

Lieber KraShak,
dies ist ein Abschieds Briefvon mir ich war zwar nicht so lange bei dir aber die Zeit wo ich bei dir war war eine erlebnis reiche gewesen. Vieleicht sehen wir uns eines Tages mal wieder. CIh habe beschlossen meine eigenen Wege zu gehen und mich ein wenig auf eigen Beinen zu Bewegen. Danke für alles
MaraShak

Der Schatten konnte es einfach nicht verweigern oder unterdrücken! Es schossen ihn Tränen in die Augen. Er steckte den Brief weg unt setzte sich auf einen Stuhl nieder.



03.06.2002 23:31#62
haiopei Haiopei hatte nun genug Zeit im Wirtshaus verbracht und Artho war schon längst schlafen gegangen aber haiopei hatte noch ein bisschen mit dem Wirt geredet und etwas gegesen er beschloss Kra Shak zu suchen da er sich einen Ring kaufen wollte weil seine Buddlerhose ihm nicht genug schutz bot er fragte ein paar leute ob sie ihn kennen würden doch die meisten waren zu betrunken um zu Antworten. Also lief er durch Drakia un suchte nach Kra Shak´s Laden nach einger Zeit fand er diesen auch er ging an die Tür und klopfte kurz darauf machte Kra Shak die Tür auf. Hallo Kra Shak ich bins haiopei ich würde gerne einen Ring der Verteidigung bei dir kaufen ich habe gehört das du auch mit solchen waren handelst mach mal ein Angebot ich kann dir 20 gebratene Fleischkeulen, 225 Erz, 2 Krallen und 1 Zahn anbieten das müsste doch reichen der oder was sagst du? Haiopei wartete auf Kra Shaks Antwort hoffentlich würde es genügen da er nicht viel mehr hatte aber er wollte diesen Ring unbedingt haben damit er mehr schutz hat den die Buddlerhose war zwar gut aber nicht perfekt.



03.06.2002 23:52#63
Kra`Shak Der Schatten hatte sich gerade noch von dem Brief von seinem Freund erholt als es schon an der Türe klopfte. Es war zwar schon spät aber KraShak hatte ja genug geschlafen. Er öffnete die Türe und so gleich kam ihm ein bekanntes Gesicht entgegen. Es war Haiopei ein Freunden er bei der Scavangerjagd kennen gelernt hatte.

Oh! Hallo Haiopei, womit kann ich dir helfen.

Der Buddler machte KraShak ein gutes und sehr verlockendes Angebot.
Du weist ja das der Ring sehr sehr Wertvoll ist..Ne?...Na gut weil du es bist ich mach das aber nur eineinzigesmal. Ich geh aber nicht nochmal runter wenn du nochmal etwas kaufst hab ja nichst zu Verschenken!

Der Schatten ging hinter die Ladentheke und suchte sich etwas aus den Schubladen herraus. Er fand das was er suchte und übergab dem Buddler den Ring und er nahm seine Ware entgegen.



04.06.2002 00:07#64
haiopei Danke Kra´Shak das du mit dem Preis runtergegangen bist aber ich hatte nunmal nicht viel mehr ich hoffe dieser Ring wird mir viel Schutz bieten da ich desöfteren jage und man nie genug verteidigung haben kann werde ich ihn gut brauchen können.
Haiopei zog den Magischen Ring an er fühlte sich sofort anderes als ob er eine Unsichtbare Rüstung trug zusammen mit der schweren Buddlerhose die er von Brach bekommen hatte brachte es ihm einen ordentlichen Schutz gegen Waffen er wäre am liebsten sofort jagen aber er war zu müde und er wollte nachts nicht alleine jagen gehen.
Er verabschiedete sich von Kra´Shak und ging wieder in Wirtshaus um sich ein Zimmer zu mieten er nahm eines der kleinsten Zimmer da er nicht mehr so viel Erz hatte. Dann legte er sich schlafen. Heute war ein ereignisreicher Tag dachte er sich als er im Bett lag. Er dachte noch viel über den heutigen Tag nach und auch darüber was er wohl morgen als erste tuen würde und schlief dabei ein..


04.06.2002 17:15#65
Burath "Entschuldige" Erst jetzt merkte Gnat, dass sein Finger noch immer Kiinas Kinn berührte und seine Blicke an ihrem Gesicht klebten.
Blut schoss auf einmal durch die Adern seiner Wangen und färbten diese peinlich rot. Kiina lachte leise. Ihren Blicken ausweichend suchte er mit seinen Augen das Meer, wie es angenehm vor sich hinrauschte und die blaue Oberfläche im Schein der am Firmament strahlenden Sonne glitzerte.

Mehrere Vögel flugen im Schwarm über die Siedlung hinweg, zwitscherten laut und zauberten ihm wieder ein Lächeln ins Gesicht. Ein wundervoller Tag. "Etwas Übung? Keine schlechte Idee." Er strahlte und auch Kiinas Augen gewannen plötzlich ein erwartungsvolles Funkeln. "Dann gehen wir mal"
...

Im weichen Sand zeichneten sich feine Spuren ab die ein Stück aus der Siedlung herausführten und bei einem schattigen Plätzchen, direkt an der Felswand, ihr Ende fanden. Dort hatten sich Kiina und Gnat niedergelassen. Er, am das helle Gestein lehnend, sog die frische Meeresluft in seine Lungen und betrachtete still vergnügt, wie Kiina, auf einem Stein sitzend, ihr Kurzchwert betrachtete.
Er begann zu erzählen "Der eleganteste Kampf ist immer noch der mit dem Einhänder. Es gibt kaum eine schnellere und tödlichere Waffe. Eine ausgewogenere Mischung aus Durchschlagskraft und Geschwindigkeit findest du bei keiner anderen. Doch diese Vorteile muss man sich erst einmal zu nutze machen. Wir Männer haben vielleicht den Vorteil, etwas kräftiger zu sein. Sind dafür aber nicht so schnell wie ihr.

Das man einen Einhänder nur in einer Hand trägt, brauche ich dir wohl nicht mehr zu erzählen." Er lachte "Verharre nie in einer
Position, sondern greife immer aus der Bewegung an. Nutze den Schwung. Die Klinge hälst du am besten seitlich zum Boden. Aus dieser Position kannst du einen schnellen ersten Angriff beginnen, oder wenn nötig eine Parade. Für beide Fälle gilt, dass du das Schwert in der ersten Bewegung diagonal nach oben ziehst. Als Anschluss darauf, während die Klinge noch nach links oben gestreckt ist, könnte man eine volle Drehung versuchen, in der du dich etwas nach hinten fallen lässt, drehst und mit einem abschließenden Schritt wieder den nötigen Stand bekommst.

Diese muss aber schnell beendet sein, sonst könnte dein Gegner dir einen Hieb in den Rücken verpassen und der Kampf wäre schneller beendet als gut ist. Also du wirbelst herum, führst dabei das Schwert wieder auf Bauchhöhe und stößt es, während dem stabilisierenden Schritt, in des Gegners Brust, falls dieser nicht rechtzeitig pariert.

Naja. Du wirst selbst merken, dass man mit der Zeit seinen eigenen Stil entwickelt. Das wichtigste ist nur, dass ein fließender Ablauf von Bewegung und Schlag erfolgt. Drehungen, Rollen und Sprünge sind dabei keine schlechte Variante um schnell seine Postion zu ändern und den Gegner so in Schwierigkeiten zu bringen. Du wirst selbst Kombinationen finden, die für dich am besten geeignet sind. Doch entwickelt man diese nur durch ständige Übung. Ich denke .. wir versuchen es einfach mal. " Er zwinkerte ihr zu und zog den silbern blitzenden Stahl blank..



04.06.2002 18:16#66
Kiina Klang ja theorethisch ganz einfach und doch effektvoll. Praktisch sah es aber ein wenig anders aus. Wütend ließ sie die Faust in den Sand prallen, als sie zum wer weiß wievieltem Male wieder einmal mit dem Hosenboden um Sand gelandet war. Frustriert schaute sie zu dem Gardisten auf, der sich köstlichst amüsierte. Es war aber auch zum Verrückt werden. So ungeschickt konnte sie doch wirklich nicht sein.

Was ihr fehlte, war die treibende Kraft. Dieser Wille, der ihren Arm mitsamt den Schwert leiten würde. Gnat schien das nach einer geraumen Zeit ebenfalls zu merken und änderte seine Taktik. Sein Gesichtsausdruck hätte jeden zu Eis erstarren lassen. Seine Augen blickten geringschätzig auf die Amazone am Boden nieder. Kiina war verwirrt. Sie wußte nicht, wie sie das nun deuten sollte. Der Gardist stemmte die Hände in die Hüfte und stellte sich direkt vor sie. "Du kannst aber auch rein gar nichts. Ich glaube es hat keinen Sinn, mit dir diese Zeit hier zu vergeuden. Da habe ich wirklich weit mehr zu tun."
Die Amazone war geschockt. Ein Schauer lief ihr über den Rücken und der Magen verkrampfte sich schmerzhaft. Seine Worte hallten kalt und gefühllos in ihren Ohren wieder und wieder. Kiina wäre am liebsten aufgestanden und fortgegangen, aber etwas anderes rührte sich in ihr, drängte nach oben und breitete sich in ihr aus. Wut. Es kroch ihr durch den gesamten Körper und sie schloß die Hand fester um den Schwertknauf. Sie stand langsam auf, ihr Blick hatte sich verändert und versprühte wieder dieses, für Männer gewohnte, Feuer.
In ihren Fingern kribbelte es. Gnat und Kiina schauten sich feindseelig an. Sie hatte nicht geahnt, dass sie dem Mann gegenüber trotzdem noch so eine Wut entgegenbringen konnte. Es erschreckte sie beinahe ein wenig, wie schnell die Kaltblütigkeit der Amazonen wieder in ihr durchgebrochen war. Die aufgebrachte junge Frau setzte zum erneuten Angriff an und sämtliche Emotionen, die sie nun anstachelten verlagerten sich in diesen Hieb. Hart traf der Stahl der Schwerter aufeinander und trennte sich sogleich wieder.

Immer wieder setzte sie dem Gardisten nach und Gnat wehrte sie dennoch mühelos ab. Gelegentlich ließ er kleine Sticheleien verlauten, die Kiina zur Kenntnis nahm und sofort umsetzte. Sie hatte bis jetzt noch kein Wort gesprochen, aber ihr Blick sprach mehr als tausend Bände. Anfangs schlug sie nur blind vor Wut zu, was sie selber zwar ziemlich schaffte, aber für Gnat kein Problem war. Kiina erkannte schnell, dass sie so nicht weiterkam. Sie versuchte, ihre Wut zu zügeln und effektiver einzusetzen, was nur langsam gelang.

Aber es gelang schließlich. Kiina ließ sich nicht mehr von ihrer Wut kontrollieren sondern sie herrschte nun über selbige, gab immer wieder ein wenig davon frei, was sich auf ihren Schlag oder das Manöver allgmein auswirkte. Die von Gnat erklärte Übung glitt ihr mittlerweile nahezu präzise von der Hand, nur hin und wieder verschätzte sie sich leicht. Schweißperlen schimmerten auf ihrem Gesicht und liefen an den Schläfen hinab. Kiina wischte sie mit dem Handrücken fort und ließ nicht locker.

Wieder setzte sie zum Angriff an. Von links schnellte ihr Schwert mit einem 'wusch' auf den Gardisten zu und ging dann in das Klirren von aufeinandertreffendem Metall über. Gnat drängte sie immer weiter zurück, was Kiina aber erst bemerkte, als sie den kalten Stein der Felswand in ihrem Rücken spürte. Sie saß in der Falle. Ihre Gedanken überschlugen sich, denn sie wußte nicht, wie sie aus dieser Lage wieder entkommen sollte. Gnat schlug zu und Kiina wurde aus den Gedanken gerissen, aber zu spät.

Das Schwert glitt ihr aus der Hand und fiel in den Sand. Die Klinge des Gardisten drückte sich leicht mit der flachen Seite an ihre Kehle. Gnat stand nun direkt vor ihr und schaute sie an, sein Atem streifte ihr Gesicht. "Ich glaube, ich muß dir deinen Fehler nicht erklären, oder?" Kiinas Wut war nun Angst gewichen, denn noch immer herrschte dieser kalte Ausdruck in seinen Augen, als er nun mit dem Gesicht wenige Zentimeter vor dem ihren verharrte, mit dem freien Arm an der Felswand abgestützt.



04.06.2002 20:20#67
Burath Gnat blickte kühl in die grün funkelnden Augen der Amazone, sah wie sie leicht zitterte und der kalte Stahl beängstigend an ihrem Hals klebte. Ruhig ging sein Atem, in gleichmäßigen Zügen verließ die warme Luft seinen Mund und vermischte sich mit der von Kiina. So nahe standen sie beieinander. Die Nasenspitzen berührten sich beinahe.
Noch immer blickte er in ihre Augen. Wieder hatte sie ihn gefangen, zu einem Opfer werden lassen. Er wollte sich nicht von ihren Blicken lösen, konnte es nicht. Adrenalin schoss durch sein Blut. Sein Puls und sein Atem gewannen an Intensität, wurden immer hastiger und aufgeregter. Unfreiwillig spannte sich jeder Muskel in seinem Körper.

Selbst das kühle und im Schatten liegende Gestein schaffte dem keine Abhilfe. Ein paar wenige Schweißperlen liefen ihm über die erhitzte Stirn. Sein Herz pochte so laut, dass man es vermutlich auch in Drakia hören konnte. Doch es war ihm egal. Er genoss den Moment, den Augenblick voller Schönheit und Aufregung. Es gab kein zurück. Zärtlich berührten seine Lippen die ihren.
Es war nur ein kurzer Augenblick doch wirkte dieser allein für ihn wie eine Ewigkeit. Eine Ewigkeit, in der er gern verblieben wäre. Ein Moment, voller Schönheit und Freude, der allerdings viel zu schnell der Vergangenheit angehörte. Langsam ließ er von ihr ab, blickte Kiina lange in die Augen und lächelte. Schweigend wandte Gnat sich ab und stapfte durch den feinen Sand direkt dem rauschenden Meer entgegen. Sein schwarzer Umhang wehte sacht im Wind...



04.06.2002 20:40#68
Kiina Kiina stand reglos da und sah ihm nach. Hatte sie das gerade geträumt oder war es real gewesen? Zitternd hob sich eine Hand und der Zeigefinger strich über ihre Lippen. Nein, es war real gewesen. Ihre Beine fühlten sich an, als würden sie jeden Moment nachgeben und sie war immer noch nicht fähig, sich zu rühren.
Ein Lächeln huschte nun zaghaft über ihre Lippen. Das Gefühl, was sich nun in ihr ausbreitete, war wunderschön. Sie akzeptierte es und wehrte sich nicht dagegen. Sämtliche Bedenken waren mit einem Schlag fortgewischt worden. Endlich schaffte sie es, sich von dem kalten Gestein abzustoßen und ging mit wackeligen Beinen auf ihr Schwert zu. Ein leises schabendes Geräusch und die funkelnde Klinge war in die Dunkelheit der Scheide eingetaucht.

Langsam folgte sie ihm zum Meer, wo er sich im Sand niedergelassen hatte und stumm den Wellen zusah, wie sie sich an Land kämpften, um dann sogleich wieder fortgetragen zu werden. Deutlich zeichnete sich die Grenze zwischen dem hellen Sand und dem feuchten ab. Die Amazone ließ sich neben ihm niedersinken und lächelte ihm zu. Sie entdeckte eine kleine Muschel, nahm sie in die Hand und warf sie spielerisch gegen seine Brust "Tu das nie wieder. Was fällt dir ein, mich derart zu überrumpeln?" ein ziemlich freches Grinsen hatte nun das Lächeln abgelöst.



04.06.2002 20:57#69
Kra`Shak Da hatte der Schatten aber einen Guten Tausch gemacht. Er sah sich seine neue erhaltene Ware gut an und war zufrieden. Nun räumte er seinen in die Regale seines kleinen aber immer noch recht feinen Laden. Kramte das Erz in seine Versteckte kammer unter der Ladentheke und stand nun wieder eine Zeit lang in der absoluten stille des Raumes. Er stand einige Zeit da und er mekrt wie seine Gedanke eine richtung ein Schlugen die ihm nicht gefiehlen. Seine Gedanken richteten sich wieder zurück zur Zeit als MaraShak noch in seinem Laden half. Immer und immer wieder schossen ihm diese erinnerungen durch seinen Kopf. Er konnte fast schon hören wie sein Freund die Treppe runter kommt und ihm ansprechen will.

Genau so schnell wie diese Gedanke kamen wollte sie KraShak auch wieder abschütteln. Er musste sich nun endlich mal wieder erholen. Doch dann bemerkte er das er ja gar nichts zu tuen hatte. Er musste noch einmal ein Abenteuer haben. er war nun Schatten aber es kam ihm so vor als ob sich an seinem Leben nicht soviel geändert hätte. Da kam ihn ein guter einfall. Er vergass all den Trübsinn in seinen Kopf und verlies den Raum und lies seine Stille auch hinter sich.

Er wird durch die Kolonie wandern und dann alles entdecken was es zu entdecken gibt. Mal sehen wer könnte den mitkommen. Er ging gedanklich alle Leute die er aus der Kolonie kannte durch und entschloss sich als erstes zu Haopei zu gehen!


04.06.2002 21:17#70
Burath Rücklings ließ sich Gnat in das weiche Sandbett fallen und blieb herzlich lachend liegen. Lange dauerte es bis dieses Lachen verstummt war, denn es war von solcher Freude gewesen, die er bisher nur selten genießen konnte. Er schloss die Augen, strich sanft mit seinen Armen über den Sand und lauschte den lieblichen Geräuschen des Meeres. Er schwelgte in Erinnerungen, ließ langsam und genussvoll die Zeit an sich vorübergehen wo er Kiina das erste mal getroffen hatte. Manchmal nahm das Leben schon komische Wendungen. So unglaublich sie auch zu sein schienen. Er schmunzelte.

Durch das freche und nicht ganz geräuschlose Grinsen wurde er aus seinen Gedanken gerissen und richtete sich zur Hälfte auf. Kiina strahlte ihm entgegen und versuchte immer wieder etwas Sand in seine Richtung zu schippen. "Hey du..." Wieder lachte Gnat. "Nunja.. an deiner Stelle wäre ich mir da nicht ganz so sicher." Er ließ etwas Wasser einer Welle auf seine Hände gleiten und spritzte dieses, begleitet durch ein nun ebenfalls freches Grinsen, der Amazone entgegen.


04.06.2002 21:45#71
Kiina Sie hatte die Augen zusammengekniffen und die Nase kraus gezogen, als er mit dem Wasser herumspritzte. "Ahja, interessant. Na das wollen wir doch mal sehen." Sie nahm die Fingerspitzen voll mit Schlamm und wischte sie an seinen Wangen ab. Überrascht schaute er sie an und sie musterte ihn mit schiefgelegtem Kopf "Das steht dir."

In windeseile war sie auf den Beinen und machte sich in Richtung Rathaus davon. Gnat hatte sich den Schlamm mittlerweile aus dem Gesicht gewaschen und die Verfolgung aufgenommen. Kiina rannte mit erheblichem Vorsprung auf den Baum zu, packte den niedrigsten Ast und zog sich mit aller Kraft darauf. Flink hatte sie den nächsten erklommen und war nun schon ein mehrere Köpfe über ihm. Der Gardist stand mit den Händen in die Hüften gestemmt da und sprach irgendwelche Drohungen in ihre Richtung aus, von denen sie allerdings nichts verstand, vor Lachen.
Sie schaute wieder hinunter und sah nichts außer den saftigen grünen Rasen. Gnat war fort. Kiina sah sich suchend um, aber nirgends war etwas von ihm zu sehen. War das zuviel gewesen? Hastig kletterte sie den Baum weiter hinauf, den Blick auf ihr offenes Zimmerfenster gerichtet. Der Abstand wurde geringer und sie bekam das Sims zu packen. Mutig ließ sie den Stamm des Baumes los und zog sich durch das Fenster. Erschrocken sprang sie einen Schritt zurück und kam auf dem Sofa zu sitzen. Neben dem Fenster an die Wand gelehnt stand Gnat mit verschränkten Armen.



04.06.2002 23:04#72
Burath .. und lachte laut los als er das erschrockene Gesicht von Kiina erblickte. So einfach wurde man ihn nicht los. Doch Gnat war sich beinahe sicher das Kiina das auch gar nicht wollte. Noch immer funkelten ihre Augen und ein breites Grinsen erstrahlte auf ihrem Gesicht als sie sich vom Schrecken erholt hatte. "Da scheint wohl jemand gerne auf Bäumen rumzuklettern?" Gnat grinste künstlich finster. Schwungvoll drückte er sich von der Wand ab und ging langsam auf die Frau zu. Mit jedem näherkommenden Schritt wurden ihre Augen größer doch das Grinsen blieb.

"Was denkst du macht man am besten mit solchen Ausreißern?!" Sie zuckte mit den Schultern, zog ein gespielt ängstliches Gesicht und drückte sich immer weiter in die weichen Kissen. "Ich denke da kommt mir eine Idee" Mit einem Satz sprang er nach vorne und landete neben der Amazone auf dem Sofa. Plötzlich kreischte sie überrascht auf doch war es bereits zu spät. Der Gardist nutze die Gelegenheit und begann sie unter den Armen und über dem Bauch zu kitzeln. Sie lachte, ruderte wild mit den Armen und strampelte wie ein kleines Kind. Doch Gnat kannte keine Gnade. Bei jedem ihrer vergeblichen Versuche sich zu befreien legte er noch etwas zu. Sein Grinsen wurde immer breiter und die Freude stieg ins Unermessliche.



04.06.2002 23:21#73
Kiina Gnat ließ ihr kurz Zeit und Kiina rang verzweifelt nach Luft. Das grenzte ja schon fast an Folter. Sie versuchte vergeblich seine Hände zu packen, aber er war kräftiger und entzog sie jedesmal aufs Neue. Kiinas Kraft schwand mehr und mehr und letztendlich konnte sie sich gar nicht mehr wehren. Sie sank erschöpft gegen den Gardisten, der endlich Erbarmen zeigte und von ihr abließ. Ihr Brustkorb hob sich und senkte sich schnell. Das Gesicht der Amazone war gerötet, aber sie strahlte.

"Dir ist jawohl klar, dass es Rache bedeutet?" Gnat überlegte kurz und meinte dann nur "Ist mir klar." Er schmunzelte. die Amazone spürte nun die Erschöpfung, die sie überkam. Erst das Training, dann das Klettern und nun noch das Lachen. Sie war vollkommen ausgelaugt und sank auf seinen Schoß. Sie beruhigte sich langsam wieder und seufzte zufrieden. "Wie wäre es mit etwas Essbarem? aber ich fürchte, du müßtest mich nach unten tragen, ich kann keinen Schritt mehr tätigen." theatralisch ließ sie die Arme zur Seite fallen und schaute gespielt gequält zu Gnat hoch, der schon wieder lauthals lachte.



05.06.2002 00:23#74
Burath "Du hattest heute einen sehr anstrengenden Tag hinter dir und da will ich mal nicht so sein" Der Blick des Gardisten wurde sanftmütig. Das erfreute Zwinkern der Amazone brachte auch ihm ein Lächeln auf die Lippen und schon hatte er sie auf seinen Armen. Mit dem eingeknickten Bein drückte er sich vom Sofa und schlenderte langsam der Türe entgegen. Dort stand er plötzlich vor einem Problem. Ohne seine Hände könnte sich das Öffnen dieser kleinen hölzernen Wand als schwierig erweisen. Kiina lachte kurz auf und half ihm indem sie mit einer Hand den Türgriff erhaschte, diesen ausreichend weit hinunterdrücke und somit den Durchgang freilegte. Gnat bedanke sich mit einem knappen Nicken und setzte seinen Weg durch die düsteren und kalt wirkenden Gänge fort.
Nach wenigen Minuten hatten sie ihr Ziel erreicht, den Speisesaal. Zufrieden stellte Gnat fest, dass die Plätze aufgeräumt waren und jemand etwas Essbares dagelassen hatte. Kerzen loderten auf den Ständern in jeder Ecke des Raumes und tauchten diesen in einen warmen orangen Schein. "Da wären wir" verkündete er flüsternd und ließ die Amazone vorsichtig von seinen Armen. Schnell saßen sie am Tisch und hatten ihre Teller mit allerlei Feinem gefüllt. Ohne Hast aßen sie und warfen sich gelegentlich erfreute Blicke zu. "Was machen wir morgen?, fragte Gnat in die Stille hinein und biss einmal kräftig in einen saftig grünen Apfel.


05.06.2002 00:38#75
haiopei Haiopei hatte sich nach dem aufstehen direkt in die Taverne gesetzt und dort noch ein Bier getrunken und sich mit ein paar leuten untergalten es war interesant ihnen zuzuhören sie erzählten vieleicht sachen z.B. von einem Krieg gegen die Untoten und davon das es angeblich noch Untote in einem Turm am Meer geben würde sie nannten ihn Nebelturm.
Haiopei war sehr erstaund als er das alles hörte er hörte bei den Geschichten genau zu denn sie waren sehr spannend er konnte sich garnicht vorstellen das diese sachen alle in der Barriere passiert sind schließlich ist diese ja nicht sonderlich groß.
Er unterhielt sich noch viel mit den Buddlern und Schatten denn sie erzähleten viele Neuigkeiten und Gerüchte die sehr interesant waren aber die Gespräche wurden unterbrochen als ein Schatten in das Wirtshaus gestürmt kahm und sagte: Das Alte Lager ist von einem Troll angegriffen wurden wir konnten ihn aber zum Glück erlegen bevor er etwas schlimmes anrichten konnte es sind nur ein paar Gardisten verletzt aber die erholen sich schnell wieder im ganzen Wirtshaus herrschte einen kurzen moment totale still niemand sagte etwas bis einer der der Wirt das wort erhob So jungs das Wirtshaus macht bald zu also wenn ihr noch ein Bier wollt dann bestellt es jetzt sofort fing alles an laut über den Trollangriff zu sprechen alle spekulierten warum der Troll woll ins Alte Lager gekommen war. Haiopei wurde langsam müde und wollte gerade auf sein Zimmer schlafen gehen als er Kra Shak das Wirtshaus betreten sah sofort ging er zu ihm um ihn die neuigkeit von dem Trollangriff zu erzählen Hallo Kra Shak hast du schon gehört das Alte Lager ist von einem Troll angegriffen wurden aber es wurden nur ein paar Gardisten verletzt aber die erholen sich warscheinlich schnell es sind ja harte Burschen er war gespannt ob Kra Shak es schon wusste Ja das weiss ich schon es hat sich wie ein lauffeuer verbreitet aber wollen wir nicht weiter davon reden bis wir genaueres wissen. Haiopei freute sich schon darauf bald wieder ins Alte Lager zurückkehren zu können und dort mehr über den Trollangriff zu erfaheren er stellte sich vor wie tapfer die Gardisten wohl gekämpft haben aber dann wurde sein Traum von Kra Shak unterbrochen. Sag mal haiopei hättest du lust mit mir und vieleicht noch mit ein paar anderen die Kolonie zu erkunden? wir würden bei der erkundung bestimmt nützliche sachen finden die wir dann verkaufen können ich habe gehört das es in der Kolonie viele Molerat höhlen gibt und in denen ist eigentlich immer was versteckt also was sagst du? kommst du mit? Haiopei dachte nicht lange nach denn so etwas wollte er schon immer mal machen auch wenn es gefährlich ist.
Ja klar, ich würde gerne mitkommen es macht bestimmt Spaß mit dir die Kolonie zu erkunden wir sollten die Gefährlichen Gebiete aber meiden da wir selbst wenn noch ein paar leute mit kommen nicht stark genug für ein Rudel Snapper oder ähnliches wären und davon gibt es in der Kolonie ja nicht gerade wenige. Naja ein bisschen Risiko ist ja immer da.
Haiopei freute sich schon auf die Erkundung vieleicht würde er mit etwas Glück einen Waffe finden einer der Schatten sagte er hätte seinen Bogen in einer Molerat Höhle gefunden haiopei hoffte das er auch so viel Glück haben würde. So ich bin müde Kra Shak wir können das ja auch morgen besprechen da habe ich wieder Zeit als bis dann Die beiden verabschiedeten sich voneinander und haiopei ging in sein Zimmer schlafen.



05.06.2002 13:54#76
Kiina Kiina hatte sich die Schüssel mit den geliebten Kirschen näher herangezogen und ließ in regelmässigen Abständen eine der tiefdunkelroten kleinen Dinger in ihrem Mund verschwinden. Es war bereits sehr spät geworden und sie wollte nicht mehr darüber nachdenken, was sie wohl Morgen tun könnten. Nach einer Weile verließen sie den Speisesaal und begaben sich zur Ruhe ...

***

Kiina reckte und streckte sich ausgiebig. Ein Schaumbad wäre jetzt sicherlich etwas feines. Die Amazone tappte mit nackten Füßen ins Badezimmer und machte sich die Wanne zurecht. Zufrieden stieg sie in das warme Wasser und entspannte sich. Der Duft von diversen Kräutern zog sich durch den gesamten Raum. Die Amazone schloß die Augen und döste ein wenig vor sich hin.

Erst, als sie schon ganz aufgeschwemmte Finger hatte, stieg sie aus dem Wasser, dass nur noch lauwarm war. Sie wickelte sich in eines der großen, dicken Tücher und griff nach dem Kamm. In mühsamer Kleinarbeit kämpfte sie sich Strähne für Strähne durch das nasse Haar. Bis sie selber mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden war. Irgendjemand war so umsichtig gewesen und hatte im Badezimmer ein Band zurechtgelegt.

Hier dachte doch tatsächlich jemand mit. Wenn sie nur mal etwas bequemeres als die Rüstung hätte, aber was anderes war nicht in ihrem Bestiz und selbst die gehörte nichtmal wirklich ihr. Nur der Dolch war ihr Eigentum gewesen, aber der lag nun im Sumpfladen zum Verkauf. Kiina band sich die Haare straf zu einem Zopf zusammen und setzte sich dann, immer noch in das Handtuch gewickelt, auf das Sofa und schaute zum Fenster hinaus.



05.06.2002 17:54#77
artho Artho betrat Drakia. Er ging geradewegs zum Wirtshaus, wo er Haiopei treffen sollte. Er trat ein. An der Theke saß haiopei. Artho: Hey, haiopei, hier ist erst einmal das Schwert, das ich dir von Brach mitbringen sollte. Lass uns gleich aufbrechen. Wir müssen noch ein paar Scavenger bekommen, bevor es dunkel ist. Haiopei und Artho gingen aus dem Wirtshaus.



05.06.2002 18:09#78
haiopei Haiopei war spät aufgestanden und hatte sich sofort wieder in Wirtshaus gestezt da er dort auf Artho warten sollte denn er wollte ihm noch ein Grobes Schwert von Brach mitbringen und später wollten sie zusammen Jagen gehen da sie wieder Erz brauchten und wieder lust dazu hatten. Haiopei unterhielt sich wie am Vortag mit den Buddlern und Schatten über die neusten Gerüchte gegen Mittag kahm dann auch endlich Artho auf den er schon gewartet hatte. Hallo Artho ich habe auf dich gewartet also hast du das Grobe Schwert für mich? Artho gab ihm ein in Stoff gewickeltes Schwert Hier ist es hoffentlich ist es das richtige Haiopei wickelte es aus dem Stoff und sah es sich an es war ein frisch geschmidetes Grobes Schwert es wies keinerlei spuren von Kämpfen oder ähnlichen darauf so wollte er es haben Ja es ist das richtige danke das du es mir mitgebracht hast. Ich werde es aber erst bei dem Einhand-training heute abend benutzen heute gehe ich noch mit der Axt jagen sie reicht auch für den ein oder andern Scavenger aus. Ok ich bin bereit du auch? von mir aus können wir jagen gehen. Haiopei war schon sehr lange nicht mehr jagen deswegen freute er sich schon sehr darauf. Ich bin auch bereit haiopei also dann kanns ja losgehen Die beiden gingen aus der Siedlung hinaus und waren schon sehr gespannt was es hier wohl für Tiere geben würde denn sie hatten gehört das es hier Goblins und ähnliches geben soll.


05.06.2002 18:17#79
Yerodin Atemlos kam Pulze in Drakia an, doch Zeit zum Luft holen hatte er nicht, auch Drakia konnte er sich nicht genauer anschauen, er war ja nicht sinnlos hier. Wohin soll ich gehen?. Er entschloss sich in einer der Tavernen umzuhören und tatsächlich bemerkte er einen Anschlag:
"1h Training am späten Nachmittag vor dem Rathaus"
Verdammt, hoffentlich hat das noch nicht angefangen. Er rannte wieder los und versuchte den stechenden Schmerz in seiner Brust zu ignorieren...


05.06.2002 18:25#80
haiopei Haiopei hatte nicht sehr viel jagen können da er nicht so viel Zeit hatte er rannte zurück nach Drakia dort angekommen sofort zum Rathaus denn dort sollte das Einhantraining anfangen bei dem er hoffentlich ein Meister des Einhändigen Schwertkampfes werden würde. Als er dort angekommen war sah er auch schon Pulz3dr!V3r dort stehen er stellte sich neben ihn und unterhielt sich ein bisschen über das Einhandtraining. Er hoffte das Gnat bald kommen würde damit er loslegen konnte.



05.06.2002 18:35#81
Yerodin Erleichtert endlich Gesellschaft zu haben wandte sich Pulze and haiopei: Ich hoffe das geht bald los... Was benutzt du denn für ein Schwert?. Denkst du das wir unsere eingenen benutzen dürfen oder einheitswaffen bekommen? Ach und noch was, du hast keine Chance gegen michDen letzten Satz sagte er mit einem breiten Grinsen auf den Lippen



05.06.2002 18:44#82
haiopei Ich habe gehört das uns die Waffen gestellt werden aber ich bin mir nicht sicher wenn nicht dann benutze ich ein Grobes Schwer oder eine Axt aber ist auch egal da ich dich sowieso fertig machen werde Haiopei lachte als er dies sagte Er freute sich schon sehr auf das Training denn dort könnte er auch mal sehen wie stark er im gegensatz zu den anderen Buddlern war die auch Einhand lernen wollen.
Hoffentlich kommt Gnat bald ich will endlich anfangen es ist nämlich langweilig hier einfach so rumzusitzen.



05.06.2002 18:48#83
Burath Durch die zarten Sonnenstrahlen, die goldig schimmernd durch das Fenster schienen und etwas Wärme auf seine Haut brachten, wurde Gnat geweckt und richtete sich verschlafen in seinem breiten Bett auf. Gähnend rieb er sich die Augen, blickte einem kurz zu allen Seiten
und stieg dann schwungvoll aus den Kissen. Kurz streckte und dehnte er seine Arme und Beine, ging ins Bad und genoss das frische, glasklare Wasser wie es langsam über seine erhitzte Haut perlte. Nachdem er sich ausgiebig gereinigt hatte, schritt er zurück in sein Gemach auf den Ständer zu, welcher Rüstung und Waffen beherbergte.
Fein poliert schimmerten die Stahlplatten im Licht der hereinkommenden Sonne und reflektierten kleine Lichtpunkte üball an Wand und Decke. Ohne Hast begann Gnat, seinen schützenden Panzer anzulegen.

Viele Minuten waren vergangen bis er die letzte Schnüre zusammengebunden und die Waffen, so wie den weiten schwarzen Umhang angelegt hatte. Ein zufriedenes Lächeln umspielte seine Lippen als Gnat die schwere Holztür hinter sich ins Schloss fallen ließ und langsam durch die kalten Gänge des Rathauses schritt. Als er an Kiinas Tür vorbeikam hielt er kurz inne und lauschte. Alles ruhig und friedlich. Vielleicht schlief sie noch? Er wollte sie lieber nicht wecken und die Gelegenheit nutzen, ein paar Dinge mit den Gardisten abzuklären und setzte so seinen Weg fort. Schon bald hatte Gnat das Rathaus verlassen, stand nun auf den Treppen und grüßte seine roten Kameraden mit einem kurzen knappen Nicken. Wachsam glitten seine kühlen Blicke über die Häuser und dem kleinen Platz vor ihm. Doch was war das? Mehrere Gestalten, Buddler und Schatten, kamen plötzlich auf ihn zu. Was sie wohl wollten?



05.06.2002 18:55#84
Yerodin "Hey du, bist du der auf den wir warten?? Du siehst wie ein starker Kämpfer aus und dein Schwert lässt auf einen 1händer schließen. Wir warten auf den Lehrmeister für den Einhändigen Schwertkampf



05.06.2002 19:08#85
Burath Gnat hatte eine Miene aus Stein aufgesetzt und betrachtete die beiden Gestalten von Kopf bis Fuss. Doch es waren nicht die einzigen, im Hintergrund warteten noch mehr von ihnen. Wieso kamen auf einmal soviele Leute nach Drakia und wollten im Kampf unterrichtet werden?
Gnat schüttelte kurz den Kopf. "Zügle dich mal lieber im Umgangston mein Kleiner sonst liegst du schneller am Boden als du deinen Einhänder überhaupt gezogen hast." Seine tief blauen Augen funkelten. Er rümpfte die Nase. Ein etwas abartiger Geruch zog von den Buddlergestalten ausgehend herauf. Buddler eben. "Einen Lehrmeister also sucht ihr? Nennt mit einen guten Grund wieso ich euch ausbilden soll" Gnat sah etwas abfällig auf die klein wirkende Gestalt herab und legte ein dreckiges Grinsen auf.



05.06.2002 19:12#86
Yerodin Um das Alte Lager zu verteidigen zum Beispiel. Vor kurzer Zeit hat ein Troll das alte Lager heimgesucht. Der Kampf war zum Glück schnell vorbei, was der guten Präsenz der Gardisten zurückzuführen ist. Ich will meinen Beitrag zum Schutze aber auch beitragen
Ich habe auch gehört das eine Arena im AL aufgemacht wird, dort möchte ich dann mitkämpfen



05.06.2002 19:18#87
haiopei Guten Tag ich würde gerne Einhand bei euch meistern weil ich dann besser Tiere jagen kann und besser für das Alte Lager kämpfen kann auch wenn ich erst ein Buddler bin werde ich das Alte Lager trotzdem immer versuchen zu beschützten da es mein Zuhause ist und mir sehr viel daran liegt und um so stärker ich bin um so besser kann ich helfen
Haiopei hoffte das dies als Begründung reicht denn er würde gerne Meister im Einhändigen Schwertkampf werden und das Alte Lager wenn es sein muss bis aufs letzte zu Verteidigen und Natürlich wollte er auch mehr Tiere erlegen können und somit mehr Erz verdienen zu können.



05.06.2002 19:46#88
Kra`Shak "Mist das Schwert Training! Ich muss mich beeilein." Diese Gedanken schossen dem Schatten auf einmal durch den Kopf als er gerad dabei war die letzten dinge in seinem Laden um zu kramen! KraShak rannte aus seinem Laden und suchte nach Gnat. Er kannt eihn nur vom sehen da er ja öffters hier in Drakia ist. Nach eingem hin und her fand er ihn schließlich auch. Und ging zu ihn in und sagte: "Mit dem Laden gabs noch ein paar Probleme ich hoffe ich hba nicht zuviel verpasst?"
[OT: Sorry ging nicht füher musst noch was sehr wichtiges erledigen!]


05.06.2002 20:02#89
~~=Chris=~~ Chris kam angelaufen. Er sah in der Ferne auch schon Gnat und musste sich deswegen beeilen, da er umbedingt, das Training machen wollte. Die Schritte wurden immer länger und Chris gelangte aquf den Vorplatz von Drakia. Chris hörte auch zu laufen und ging auf den hohen Gardisten zu, als würde er eine Menge Stolz besitzen.
Hallo Gnat, Ich melde mich hiermit für das Training, um die ein Hand Waffen zu meistern. Ich habe gehört das Training beginnt heute hier, deswegen bin Ich da.


05.06.2002 20:10#90
Graven Graven war in Drakia angekommen. Es wunderte ihn immerwieder, wie hübsch doch diese Siedlung war. Aber für Begutachtung hatte er jetzt keine Zeit, darum musste er Gnat, einen der hochen Gardisten aufsuchen. Jetzt ging er durch die Gassen und kam an eine Ecke. Von dort aus sah er, wie sich einige Buddler und Schatten vor einem rießigen wunderschönen Haus. Man konnte nicht sehr gut erkennen, um welche Person sie sich da versammelt hatten, aber da ja auch Schatten dabei waren, musste es jemand wichtiges sein, oder sie wollten etwas wichtiges von der Person. So beschloss Graven, sich die Sache mal etwas genauer anzusehn. Er rannte schnell zu der Stelle und musste feststellen, dass die Person in der Mitte ein Gardist war.
"Gnat?!"
Der hoche Gardist sah sich um, wer ihn da angesprochen hatte. Dann schweifte sein Blick in die Augen von Graven.
"Ja, was ist? Wer bist du?"
"Mein Name ist Graven, ich habe mich auch für das Training hier beworben. Man sagte mir, dass jeder der bei dir trainieren will, sich etwas einfallen lassen muss, um dich von seinem Vorhaben zu überzeugen. Ist das richig?" "Ja, ist es. Hast du etwa was dagegen?"
"Nein. Wirklich nicht."
Dann quetschte Graven sich durch die Menge, um nächer bei Gnat zu sein, und um mit ihm sprechen zu können.
"Also, ich möchte bei dir Einhand meistern, um mich auch im Nahkampf gegen die Bestien besser wehren zu können. Außerdem ist es mir wichtig, nicht immer gegen andere Schatten zu verlieren und schon gar nicht gegen Banditen oder Novizen. Ich möchte nämlich ein Vorbild für unser Lager sein und nicht im Kampf verlieren, sodass die anderen mich auslachen und meinen, das Alte Lager hätte nur Flaschen bei sich aufgenommen. Ich möchte für mein Lager als gutes Beispiel vorangehn, sodass sich viele uns anschließen und nicht im Sumpflager verdrecken oder ihr Leben als Bandit lassen, nur weil sie eine zu schwere Aufgabe bekommen haben, um im Neuen Lager aufgenommen zu werden. Ich möchte für mein Lager stehn und beweisen, dass es das beste und mächtigste ist, dass die Kolonie jemals gesehn hat."
Dann sah er Gnat an, und wartete nur noch auf dessen Antwort ...


05.06.2002 20:29#91
Burath Gnat ging auf etwas Abstand als plötzlich die ganzen Buddler und Schatten auf ihn zukamen um ihn mit Argumenten belagerten. Immer wieder war das Gleiche herauszuhören "Das Alte Lager besser verteidigen" und so weiter uns so fort. Gnat schmunzelte bei dem Gedanken, dass er selbst einmal so war und jede Gelegenheit nutzte um sich bei Gomez leuten einzuschleimen. Mit Erfolg. Doch vielleicht war ja wirklich der ein oder andere brauchbare Kämpfer und dieser Menschenansammlung. Man konnte ja nie wissen. Er blickte sie noch einmal alle eindringlich an.

"Nungut also ihr wollt das ich euch trainiere? Ihr wollt schwitzen, leiden und häufig der Ohnmacht nahe sein? Ich verspreche euch eines. Das Training wird hart. Für einige für euch vielleicht zu hart. Deswegen gleich vorneweg. Wer nicht glaubt, dass er dies überstehen wird der soll lieber gleich verschwinden und sich hinter seinen Freunden verstecken" Gnat lachte dröhnend. "Für alle die es versuchen wollen. Ihr werdet in diesen Tagen zusammen wohnen, zusammen essen, zusammen aufwachen und zusammen schlafen gehen. Üben natürlich auch. Dort oben.." Gnat deutete mit seiner Hand auf eines der Häuser, das etwas abseits des Ortes lag. ".. wird eurer Lager sein. Richtet euch zusammen ein. Ihr könnt es euch gleich anschauen gehen. Als nächstes werdet ihr eure Waffen und Rüstung ablegen. Ihr bekommt Ausrüstung von mir. Ich werde die Sachen oben im Haus vorbeibringen und eure abholen lassen. So nun macht euch auf den Weg und betrachtet euer neues Wohnheim." Gnat grinste immer breiter und sah den vielen Männern hinterher als sie langsam den Pfad hinaufschritten.
Er wandte sich den beiden wachhabenden Gardisten zu. "Im Keller des Rathauses findet ihr im Waffenlager zwanzig Buddlerzüchte und Buddlerklamotten. meine neuen .. Schüler ... sollen in den nächsten Tagen lediglich das tragen. Ihre eigenen Sachen nehmt ihr mit und lagert sie unten im Waffenlager ein. " Nun lachten auch die Garidisten und machten sich sogleich an die Arbeit ...


05.06.2002 20:40#92
~~=Chris=~~ Der Schatten kapierte nicht, was das sollte, warum sollten sie ihre Waffen und Rüstungen ablegen. Chris war nicht ganz wohl zu Mute, als er die Gardisten fies lachen hörte. Trotzdem, machte sich Chris mit den anderen Auf den Weg nach oben, zu dieser Hütte. Der Weg sah leicht aus, doch schon bei den ersten höhen Anstiegen, merkten manche Buddler, was man für eine Kraft haben muss, um einmal in die Reihen von Gomez Leuten aufgenommen zu werden.

Der Aufgang wurde steiler und die Gruppe kam nicht so gut vorran, da fast jeder mit dem Steinigen Pass zu kämpfen hatte. Bis auch die Schatten, die das Training schon gewohnt sind. Chris freute sich schon auf das Training, das er von dem hohen Gardisten bekommen würde. Zu Schwitzen, zu Trainieren und das Schwert noch besser führen zu können als sonst. Der Weg ging nun in Nasses Graß über, das selbst für die Schatten nicht das leichteste zu gehen war. Wenn man ausgerutscht ist, dann ist man gleich 10 Meter bergab gerutscht. Chris hatte schon Angst, das es tote gäbe, doch dann dachte er sich auch, das ihn Gnat nicht hier hoch geschickt hat, um uns zu Töten, sondern um einigkeit und stärke zu beweisen.
Wieder Rutschte ein Buddler aus, Knallte mit dem Kinn auf einen Stein auf, er fing an zu rutsch, doch befor er schneller werden konnte, fasste ihn Chris an der Hand und zog ihn wieder hinauf. Chris schwor sich, bei dem Gardisten, keinen schlechten eindruck zu hinterlassen und Arbeitete als wäre hier eine Team gemeinschft vorhanden.



05.06.2002 20:42#93
Kra`Shak Auch wenn dem Schatten das alles nicht so ganz in Kram passte was ihm da der Gardist auftrug aber ihm blieb wohl keine andere Wahl. Er musste ja dann wohl machen was er wollte schließlich war er es ja der besser mit seiner Waffe umgehen wollte. Aber das er seine noch so neue Schattenrüstung abgenommen bekommen sollte passte ihm noch weniger und seinen Siegbringer auch…na toll.
KraShak knurrte noch etwas vor sich hin als er den Chris zu der Hütte in den etwas am Rand von Drakia folgte!



05.06.2002 20:50#94
Alonso Alonso kam in Drakia an, er hatte gehört, dass Gnat, der Gardeführer Drakia's, Leute im Einhandkampf trainieren will.
Das wollte er sich natürlich nicht entgehen lassen. Alonso trainierte nun schon seit einiger Zeit und hatte beachtliche Fortschritte gemacht, sein Umgang mit der Klinge war beinahe perfekt und auch physisch war er in topform.
Gnat hatte ihn ja vor einiger Zeit damit beauftragt so schnell wie möglich einer der besten Einhandkämpfer zu werden, doch seine Abschlussprüfung konnte Alonso bis jetzt noch nicht ablegen. Seinen Auftrag würde Alonso also nun bald ablegen können.

Die anderen Auszubildenden, waren schon eingetroffen und wärmten sich auf. Graven einer der Schatten sprach gerade mit Gnat und bat ihn, ihn zu trainieren. Alonso sah, dass Gnat noch etwas beschäftigt war und ging dann erst mal zur Schmiede.
Dort legte er seinen Bogen in die Truhe und schloss ab, doch was war das? Etwas bewegte sich in der Dunkelheit, Alonso zog langsam sein Schwert aus der Scheide, Alonso trat näher an die Gestalt heran, doch sie schien sich nicht mehr zu bewegen. Alonso holte zum Schlag aus, doch kurz bevor die Klinge ihr Ziel traf stoppte er, es war nur El's heißgeliebtes Haustier.

=Alonso= "Verdammtes Vieh, das ist jetzt schon das zweite mal, dass ich dich fast erschlagen hätte. Na, husch, husch, ab ins Körbchen!"
Als Alonso sein Schwert betrachtete fiel ihm auf, wie verdreckt und abgestumpft es schon war, mit diesem alten Ding wollte er nicht zum Training erscheinen, aslo ging er in den Keller um nachzusehen, was El dort unten so eingelagert hatte. Ein Schwert stach Alonso sofort in die Augen, es war ein Breitschwert schön verziert. Alonso nahm es und befestigte es an seinem Gürtel. Er würde El bei der nächsten Gelegenheit fragen, ob er es behalten durfte, aber jetzt musste er zum Training.

Als Alonso wieder zum Trainingsplatz lam waren die Schatten und Buddler gerade dabei zu gehen, Alonso lief schnell hinterher. Unter den Schatten und Gardisten war auch Chris er lief zu ihm und nach einem kurzen Gespräch hatte Alonso alles erfahren, was er wissen musste und folgte den anderen einen rutschigen Hang hinauf.
Sie kamen nun in der für sie vorgesehenen Siedlung an und wurden sofort in die Waffenkammer geschickt, dort holten sich die kampfschüler ihre Waffen und Kleidung ab.
Die Klamotten stanken und die Schwerter waren der letzte Dreck, mit nur einem Schlag konnte Alonso diese Dinger mit seinem Breitschwert zerhauen.
Die Schüler legten all ihre Waffen, Gegenstände und Rüstungen ab und bekamen dafür Kampfkleidung bestehend aus einer Buddlerhose und einem alten Hemd, beides bot nicht gerade viel Schutz.
Was wollte Gnat nur mit dem bezwecken?
Nach dem alle neu ausgestattet waren mussten sie sich in einer Reihe auf dem Übungsplatz aufstellen. Gnat postierte sich vor ihnen und musterte erst mal die gesammte Truppe.



05.06.2002 20:57#95
haiopei Haiopei war es ziemlich egal ob das er seine Rüstung und sein Schwert ablegen sollte die hauptsache war das er Einhänder meistern konnte er würde alles dafür tuen um ein besserer Kämpfer zu werden und freute sich schon darauf bis aufs äuserste zu Trainieren auch wenn es ihn all seine Kraft kosten würde er war fest entschlossen das er es schaffen würde.



05.06.2002 21:10#96
Burath Ein zufriedenes Grinsen huschte über das Gesicht des Gardisten als er sich vor den in der Reihe stehenden Männern aufbaute. Im Hintergrund, bei dem Haus wo sie die nächsten Tage nächtigen würden, erkannte er, wie zwei seiner Gardisten die Rüstungen und Schwerter nach und nach ins Rathaus trugen. "Also gut wie es scheint seid ihr jetzt bereit. Egal ob ihr das erste Mal diese Waffe in der Hand haltet, oder ob ihr im Begriff seid den Umgang mit dieser zu meistern. Das Schwert ist nicht eure Waffe! Sondern der Kopf" Er tippte sich an die Stirn und verlieh den letzten Worten noch etwas mehr Nachdruck. "Wenn ihr diesen nicht zum Denken gebraucht und blind eure Schläge tut, so seid ihr ein leichtes und bald totes Ziel. Überdenkt jeden eurer Schritte. Gründlich aber schnell gut genug und handelt nicht blind oder überstürzt. Weiterhin ist für euch Männer wichtig, das ihr genug Kraft in den Armen und Kondition habt. Der Kampf mit dem Einhänder passiert in ständiger Bewegung. Ich will hier keinen auf einem Fleck stehen sehen. Macht Sprünge, Rollen, duckt euch oder sonst irgendetwas.. nur bewegt euch! Ihr seid somit schwerer zu treffen und der Gegner gerät in arge Bedrängnis. Alles verstanden soweit?" Jeder in der Reihe nickte. "Gut" brüllte Gnbat beinahe um das Gemurmel zu übetönen. "Also werden wir als erstes etwas für Kraft und Kondition tun" Er grinste dreckig. "Also schneller Lauf hier die Pfade der Felsklippen entlang aber dalli und zack zack sonst mach ich euch Beine. Ich will hier bei jedem den Schweiss auf der Stirn sehen! Und wer schwächelt, landet von ganz oben im kalten Meer also auf gehts" Schon setzte sich der Trupp in Reihe in Bewegung. Vorne liefen zwei Gardisten, dann jeweils hintereinander die Buddler und Schatten und abschließend Gnat. Sie rannten die schmalen Wege das Gestein hinauf, sprangen über Steine und andere Hindernisse. Von vorne war ein lautes Schnaufen und erschöpftes Stöhnen zu vernehmen. Gnat konnte sich ein lauthalsiges Auflachen nur schwer verkneifen als er noch etwas an Tempo zulegte und die anderen antrieb...



05.06.2002 21:18#97
~~=Chris=~~ Der Schatten konnte nun wieder schneller und besser laufen, da er nur eine Buddlerhose anhatte, schneller ging es immernoch, als alle andern liefen, bis auf Alonso, welcher an der Seite von Chris lief. Der Lauf ist für manche Buddler wirklich anstrengend, aber auch die Schatten hatten nicht ganz die Kondition, da sie ein paar Sumpfkraut Joints zu viel geraucht hatten.

Hepp, der nächste Stein über den Chris und Alonso gemeinsam sprangen. Das einzige, was sie davon abhielt, war die Drohung, von Gnat, welche mit dem lächeln von zwei Gardisten gefolgt war. Wer würde schon gerne von 30 Metern eine klippe hinabgeworfen werden? Chris nicht und das selbe dachte er von Alonso, welcher auch das Tempo gut mithalten konnte. Die beiden Schatten, liefen den Steinigen Pfad schneller hinauf, als alle andern und naja, sie wussten wie man Energie Spart, das hatten sie bei Jagen gelernt.......



05.06.2002 21:21#98
haiopei Haiopei und Kra Shak liefen nebeneinander so schwer wird der lauf schon nicht werden dachten sie doch nach einer weil wurde es immer anstrengender es war schwer das Tempo zu halten wer jetzt keinen eisernen Willen hatte konnte es nicht lange durchhalten das Gefühl in den Beinen wurde immer schlimmer der schweis Tropfte von den Leuten runter einigen sahen so aus als ob sie es nicht mehr lange aushalten könnten und jeden moment zusammenbrechen würden doch dann rannte Gnat schneller um alle anzutreiben er war nicht wirklich ausser Atem und grinste alle hämisch an er wollte sie anscheinend leiden sehen haiopei konzentrierte sich nur noch auf den Weg und darauf das er dies alles nur aus einem Grund machte um ein Meisters des Einhänders zu werden und das würde er schaffen egal wie. Er versuchte an nichts anderes zu denken denn sonst würde er nicht mehr lange durchhalten und warscheinlich zusammenbrechen.


05.06.2002 21:37#99
Alonso Alonso war beeindruckt, Chris hielt ziehmlich gut mit. Er und Alonso setzten sich langsam aber sicher von den anderen ab. Alonso machte das nun schon seit Monaten. Er war noch ganz frisch in die Kolonie geworfen worden, als Gnat ihn das erste mal auf diese verdammten Klippen hetzte, seitdem hatte er eine beachtliche Kondition aufgebaut.

Das mehr krachte etwar 40 Meter unter ihnen gegen die Klippen, diese Naturkräfte würden einfach alles zermalmen, wäre nicht so gut jetzt da runter zu fallen. Der Boden war recht schlammig es war schwer schnell vorwärts zu kommen. Chris begann nun zu schnaufen und bei Alonso würde es nicht viel länger dauern. Alonso hatte sich immer geärgert, dass ihm bei seiner Endprüfung immer was dazwischen kam, aber jetzt machte sich das harte Training bezahlt.
Dieses Training würde Alonso packen, er fühlte es, allein das Ziel vor Augen, bald Gardist zu werden und seinen Auftrag zu beenden ließ ihn durchhalten. Den gleichen Ergeiz sah Alonso in Chris' Augen, der Schatten kämpfte verbissen mitzuhalten, sein Atmen wurde immer lauter, doch bald sollten sie es geschafft haben.

Chris und Alonso waren nun so weit vom Verfolgerfeld entfernt, dass sie sie kaum noch sehen konnten, mur das laute Schnaufen der Buddler und das Lachen Gnat's waren wohl kilometerweit zu hören.



05.06.2002 21:45#100
~~=Chris=~~ Chris schnaufte schon ganz schön und hoffte, das er nicht auch noch seitenstechen bekommen wird. Alonso fing nun auch an, zu schnaufen und war auch schon fast am Boden, doch immerwieder war die Lache der Gardisten und von Gnat zu höhren und Alonso genau wie Chris, hatten Lust versagende Schatten zu sein. Chris hohlte zwei Wasser aus seiner Hose und gab eine Alonso. Nicht Trinken, Spül dir den Mund aus und Schütt es über den Kopf! sagte Chris als beide kurz vor dem Aufgeben waren. Das Feld kam nicht nach, aber das Lachen der Gardisten war zu höhren. Es war ein grausames Lachen, welches Furcht enthielt.

Die Beiden Schatten liefen nun wieder auf einem Steinweg, welcher aber nicht Hart sondern eher zum einsinken war. wenn man nicht schnell läuft kommt man da nicht drüber, dachte sich Chris, als er éinen Fuß vor den anderen dort rein setzte.
Schneller schneller, sonst schaffens wir nicht!
Chris feuerte Alonso an, schneller zu laufen, was dieser dann auch tat, beide liefen keuchend aber trotzdem nicht Tempo nachlassend dahin.


05.06.2002 21:53#101
Kiina Die Amazone hatte sich mittlerweile in ihre Rüstung gequält. Eine andere Wahl hatte sie nicht und mit einem Badetuch bekleidet konnte sie wohl kaum durch die Gegend laufen. Zumindest nicht hier, im Amazonenlager würde das keinen stören. Kiina bekam ein wenig Heimweh. Schon lange hatte sie nichts von ihren Kameradinnen gehört, geschweige denn eine gesehen. Tag ein, Tag aus nur Männer. Mißmutig legte sie das Handtuch sorgsam wieder zusammen.

Leise hallten ihre Stiefel durch die Gänge des Rathauses. Gnat war nicht zu sehen und so begab sie sich zum ersten Mal allein in den Speisesaal. Sie erwischte Jean, so hieß er doch, wenn sie sich Recht entsinnte, und bat ihn um ein paar Kirschen. Mehr wollte sie vorerst nicht. Jean klärte sie dann auch darüber auf, was der hohe Gardist momentan trieb. Das würde sie sich doch einmal anschauen gehen.

Kiina nahm die kleine Schüssel mit den Kirschen und trat zur Haupttür hinaus. Sie schaute in die Dämmerung aber es schien alles völlig normal. Sollten die nicht hier auf dem Platz sein? Die Amazone zuckte mit den Schultern und ließ sich auf den Stufen nieder. Sie begegnete den Blicken zweier Schatten, die argwöhnisch herübersahen. Ach, die beiden kannte sie doch?

Kiina fauchte ihnen entgegen und steckte sich eine Kirsche in den Mund. Die Schatten wandten sich schnell ab, als sie bemerkten, dass die junge Frau da verweilen würde. Schon besser, denn sie wollte nicht unbedingt die ganze Zeit beobachtete werden. In einem hohen Bogen spuckte die Amazone den Kern aus und verharrte der Dinge, die da kommen würden.



05.06.2002 22:13#102
Burath Langsam geschah der Wechsel zwischen Tag und Nacht. Die letzten Sonnestrahlen glitzerten auf der spiegelnden Wasseroberfläche des Meeres und der gleißend helle Feuerball verschwand langsam aber sicher vom Horizont. Der Mond begann die Macht an sich zu reißen und die ersten Sterne funkelten im klaren Nachthimmel. Das Schnaufen der
Männer war selbst in einiger Entfernung zu hören. Einige Stunden waren mittlerweile vergangen und die ersten Buddler schienen am Ende ihrer Kräfte und drohten langsam aber sicher die Last ihres Körpers nicht mehr selbst tragen zu können. Selbst Gnat hatte sein Lachen nun etwas zurückgestellt und sparte so seine letzten Kraftreserven.

Auf den letzten Metern legten alle noch einmal einen Zahn zu und sprinteten den felsigen Pfad hinab, genau auf den Kai zu wo sie keuchend zum Stehen kamen. Gnat wischte sich ein paar wenige Schweissperlen von der Stirn und war erfreut über den schwachen kühlen Wind der seiner erhitzten Haut ein kleines bisschen Abkühlung verschaffte. Schnell hatte er sich wieder gefasst und ein finsteres Lächeln auf den Lippen. "So das war ja schonmal ganz ordentlich aber noch lange nicht genug. Seht es als kleinen Einstieg denn morgen geht es richtig los." Gnat brüllte vor Lachen als er ihre entsetzten Gesichter sah. Plötzlich war alles still, nur noch das Rauschen des Meeres dröhnte im Hintergund.
"Also eurer Tagesplan wird wie folgt aussehen. Bevor die ersten Sonnenstrahlen am Himmel erscheinen werdet ihr von zwei Gardisten geweckt und werdet den gesammten Vormittag rennen und andere Kraftübungen machen. Zum Mittag lasse ich euch etwas Essbares zukommen. Danach geht es weiter. Ich und die Gardisten werden euch in Kampftechnik üben. Wir bilden dann zwei Gruppen. Die eine, wo unsere Anfänger langsam an diese Waffe herangeführt werden, und die andere wo die geübten Kämpfer ihr wissen vertiefen können. Ich werde tatkräftige Unterstützung von meinen Kameraden erhalten. Und seid gewarnt, sie sind kein bisschen gnädiger als ich. Dafür aber sehr spendabel mit Strafen also fügt euch lieber ihren Wünschen.

Und jetzt geht gefälligst baden. Ihr stinkt ja erbärmlich." verkündete er laut und begann einen nach dem anderen, mit Hilfe der zwei anderen Gardisten, in das kalte Wasser des Meeres zu befördern. Die Gardisten standen an der Kaimauer und lachten sich beinahe zu Tode als sie die vielen Männer im Wasser strampeln sahen. "So der Abend gehört jetzt euch. Vielleicht solltet ihr in eurem neuen Heim schlafen gehen. Ihr werdet die Ruhe brauchen.", und schon trat er selbst den Heimweg an. Unterwegs bekam er ein Tuch überreicht, nahm es dankend entgegen und fuhr sich damit kurz durch die schweißglänzenden Haare. Er freute sich bereits auf die Wanne mit eiskaltem Wasser die oben in seinem Zimmer auf ihn wartete.

Dann hatte Gnat auch schon die Treppen zum Rathaus erreicht. Ein mehr als erfreutes Lächeln erstrahlte plötztlich in seinem Gesicht als er Kiina dort stehen sah. "Einen guten Abend wünsche ich.."



05.06.2002 22:38#103
Graven Alle wuschen sich. Einige der Buddler wären schon fast ertrunken, da sie sich nicht länger im Wasser halten konnten und ihre Kräfte schon beinahe am Ende waren. Es war kaum vorstellbar, wie anstrengend dieser Pfad war und wie mühsam man ihn hinter sich bringen konnte. Es sah vielleicht einfach aus, aber niemand hat wirklich eine Ahnung davon, wie anstrenged es wirklich ist. Das Training war genauso, wie Graven es sich vorgestellt hatte. Was hätte man denn sonst vom Gardeführer erwarten sollen? Jedoch war dies kein Training, dass jeder der Lehrmeister seine Schüler erleiden lassen lies. Gnat wusste genau, wie er es anzugehn hatte und er hätte bestimmt nicht seine Schüler umsonst solches Leiden aufbringen lassen.
Es war hart, jedoch nicht unmöglich. Der Weg, den die Schüler zu laufen hatten, war lang. Sie mussten jeden der Steine überspringen und da sie beaufsichtig wurden, konnten sie auch nicht schummeln und einen auslassen, indem sie an ihm vorbeirennen.
Nun mussten sie alle in ihre Zimmer. Sie trockneten sich, und machten sich dann auf den Weg. Graven legte sich dann in sein Bett und dachte über den heutigen Tag nochmals nach ...



05.06.2002 22:41#104
Kiina Kiina spuckte schnell den Stein aus, den sie noch im Mund hatte und schenkte Gnat ein warmes Lächeln. "Guten Abend. Hast du deine Männer ordentlich geschunden?" Der Gardist sah erschöpft aus und sicherlich sehnte sich sein durchnäßter Körper regelrecht nach einem ausgiebigen Bad. Auf sein Gesicht legte sich ein verheißungsvolles Lächeln. Die armen Männer würden heute abend also mehr tot als lebendig in ihre Betten fallen.

Die Amazone folgte ihm ins kühle dämmrige Licht des Rathauses. Gnat erklomm die Treppen, während Kiina Jean aufsuchte. Sie bat ihn etwas Essbares für den Stadhalter herzurichten und wartete so lange, bis er mit einem Tablett wieder erschien. Dankbar hatte sie es ihm abgenommen und machte sich nun langsam daran, die Treppe ebenfalls emporzusteigen. An der Tür zu Gnats Gemächern klopfte sie kurz an, aber sie vernahm nichts. Vorsichtig öffnete sie die Tür und trat ein. Aus dem Badezimmer war das Geräusch von Wasser zu hören. Gut, er war also mittlerweile in der Wanne.

Die Amazone ließ sich auf das Sofa sinken, nachdem sie das Tablett auf dem kleinen Tisch abgestellt hatte. Im Zimmer wich das Licht bereits der Dunkelheit. Es wäre wohl besser, sie würde mal den Kamin entfachen. Gesagt, getan. Die kleine Flamme fraß sich in das trockene Holz und gewann schon bald an intensität. Kiina nahm sich einen längeren dünnen Stock und entzündete das Ende. Schützend die Hand vor der kleinen Flamme ging sie zu den Kerzen und ließ sie ihrem Zweck angedeihen.

Der Raum wurde nun von dem leisen Knistern aus dem Kamin und dem schwachen Schein der Kerzen durchflutet. Zufrieden ließ sie sich wieder auf dem Sofa nieder und legte sich seitlich darauf, die Beine angewinkelt, vor dem Sofa die Stiefel aufgestellt. Gnat ließ sich Zeit, er wußte ja nicht, dass sie hier wartete und das beruhigende Knistern des Feuers tat sein übriges. Die Amazone war eingenickt.

Sie träumte, Gnat würde neben ihr auf dem Sofa sitzen, über sie gebeugt und sachte mit dem Handrücken über ihre Wange streichend. Erst als sie die Augen aufschlug und ihn wirklich über sie gebeugt sah, wußte sie, dass es kein Traum gewesen war. Er war in eine schlichte Hose und einem schwarzen Seidenhemd gekleidet und duftete nach irgendeinem Badezusatz. Kiina richtete sich langsam auf und rieb sich über die Augen.



06.06.2002 00:14#105
Kra`Shak Unglaublich Wasser, echtes Wasser. Der Schatten rannte in nur in seiner Unterhose auf das Meer zu. Der erste Kontakt mit dem Wasser war wie eine neue Geburt. Dieses rennen war wirklich nicht ohne, doch der Schatten wollte sich nicht anmerken lassen das auch er ziemlich geschafft war. Schließlich will er ja als halbwegs gutes Vorbild vor den anderen stehen. Einige der Buddler lagen wie Tote im Wasser einige wenige waren noch ziemlich gut dabei. Bei denen die noch gut wach waren war auch Haiopei. Er ist die ganze Zeit bei KraShak mitgelaufen und er lief immer weit vorne. Nun begann der Schatten noch einige Bahnen durchs Meer zu schwimmen auch Haiopei war bei ihm.

Haiopei: „Was meinst du wird das Training morgen noch härter als das Einlaufen von heute?“
KraShak: „Ich weis nicht, dem Gnat trau ich alles zu. Er ist irgendwie komisch. Er hat zwar irgendwas Sympathisches aber auch wieder nicht…er ist halt komisch. Aber egal das packen wir auch!“
Haiopei: „Ja du hast recht komm wir gehen nun ins Bett ich bin doch ziemlich geschafft!“
KraShak: Gut lass uns zurück zum Strand schwimmen…!“

Die beiden schwammen zurück zum Strand und zogen sich wieder die Buddler Klamotten an. Dies war bei Haiopei nichts besonders doch KraShak hatte direkt wieder ein paar alter Erinnerungen. Doch daran hielt er sich nun nicht auf. Die beiden gingen die Felsen hoch zum Schlafplatz und legten sich nieder zu einem wohl verdienten schlaf!



23.06.2002 20:21#106
Alaerie Die Siedlung Drakia #3

seiten 6 bis 9 fehlen



23.06.2002 20:33#107
Alaerie Die Siedlung Drakia #3, Danke Cifer!
Seite 8

Alonso
=Alonso= "Was hatten diese verdammten Sadisten denn jetzt schon wieder vor?"
Dachte sich Alonso, als sie die Schüler ins kalte Meerwasser trieben.
=Gardist= "So ihr Würmer, jetzt sehen wir mal was für harte Hunde ihr seid! Hahaha! Ab ins kühle Nass und eine Kette bilden!"

Die Schüler befolgten die, etwas absurde, Anordnung der Gardisten und hüpften ins Wasser. Jeder der Schüler fragte sich was sie nun machen sollten und sie sollten auch schon bald die Antwort darauf erhalten.

=Gardist= "So ihr werdet jetzt für 3-4 Stunden regungslos im Wasser stehen. Wenn irgendjemand Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Aktion hegt, will ich ihm nur sagen, dies ist ein Abhärtungstraining, hier trennt sich die Spreu vom Weizen! Diejenigen, die dieses Training überstehen habens hinter sich, denn das ist das absolut härteste was dieses Training zu bieten hat. Also Leute strengt euch ein bißchen an, viele werden es trotzdem nicht schaffen! Hahaha!"
Die Schüler standen bis zur Hüfte im eiskalten Wasser, die Wellen peitschten die geschundenen Körper wieder und wieder, dies alles wäre nicht so schlimm, doch die Kälte gab schon zu Beginn vielen den Rest. Die Gruppe bestand aus zirka 25 Leuten, die Seite an Seite im Wasser standen, doch bis Ende dieser Folter sollte sich diese Zahl noch weit verringern.

Pulz3dr!V3r
Diese Kälte machte Pulze fertig, und man konnte auch an den Gesichtern der anderen entweder das blanke Entsetzen oder einfach nur eine bläuliche Färbung erkennen. Der erste Buddler war schon umgekippt, ein Schwächling der es nichtmal eine halbe Stunde aushalten konnte. Verächtlich dachte Pulze darüber nach, als ihn eine hohe Welle umpustete, er konnte sich zwar gerade noch halten aber nun fing die Kälte schon wieder an seinen Körper zu durchzucken. Die Klamotten brannten schon fast auf der Haut, so irrsinnig war diese Kälte. Noch dazu verließ die kleine Trainingsgruppe nun auch noch die Sonne, deren Strahlen wenigstens ein kleines bischen Wärme brachten. Pulze bewegte sich gerade so wenig, das die Gardisten es nicht bemerkten, viel helfen tat das zwar nichts, es war aber besser als gar nichts.
Fluchend überlegte Pulze ob es das ganze wert war...

Gnat
Lustlos und ablehnend betrachtete Gnat die köstlichen Speisen so wie sie vor ihm standen. Der angenehme und zarte Bratenduft stieg ihm in die Nase doch brachte er mehr Übelkeit als Appetit. Nur Frost ließ sich das Angebot nicht entgehen und langte nach den ersten Hemmungen
kräftig zu. Gnat lächelte still als er den dunklen Krieger essen sah doch hüllte sich sein Gesichtsausdruck sogleich wieder in Trauer als er Kiina, die ihr Gesicht verbarg und den Kopf auf dem Tisch stützte, sah. Er glaubte Tränen ihre Wange hinabrinnen zu sehen und bekam die
erschreckende Bestätigung als eine davon auf die nussbraunen Tischplatte platschte. Gnat fing einen streng fragenden Blick von Lümmel und senkte nur sein Haupt.

Ein lautes Quietschen hallte durch den großen Raum als Gnat seinen Stuhl näher zu dem vom Kiina schob. Zaghaft flüsterte er ihr zu "Kiina du musst etwas essen sonst wirst du zu schwach. Bitte iss etwas." Erst jetzt merkte er, dass er mit seiner Zurückhaltung dabei nicht gerade hilfreich war. Lehnte er die Speisen doch selbst ab und das bestimmt aus ähnlichen Gründen. Er seufzte kurz und fuhr mit seiner Hand dann doch zu einem der Teller, ergriff ein Stück Schinken und stopfte es sich mit einer flotten Bewegung in den Mund.
Nur schwer konnte er die dabei ziehende Grimasse durch ein gespieltes und mehr gequält aussehendes Lächeln verbergen. Genauso schwer fiel es ihm den Inhalt in seinem Magen zu behalten doch zwang er sich mit aller Kraft und diesmal mit Erfolg. Vorsichtig legte Gnat eine Hand auf Kiinas Schulter und lächelte ihr warm entgegen. "Es ist vorbei" flüsterte er leise...

Kiina
Kiina ließ den Blick über die Speißen huschen und Übelkeit machte sich breit. Der Hunger war groß, aber sie konnte sich trotzdem nicht durchringen, auch nur einen Happen zu Essen. Selbst die Schale mit den Kirschen, die direkt vor ihr stand, ließ sie völlig kalt, obwohl sie die doch so gerne aß.
Frost hatte nun auch inne gehalten und schaute sie bittend an. Gnat redete auf sie ein und versuchte ein Vorbild zu sein, aber sie spürte, dass er auch nicht sonderlich viel Appetit hatte. Aber sie hatten ja Recht, wenn sie nichts zu sich nehmen würde, würde sie das mehr und mehr schwächen. Und eine Diät hatte sie nun nicht gerade nötig und wäre in der momentanen Situation auch wenig ratsam.
Sie wischte sich vorsichtig kurz über die Augen, sorgsam darauf bedacht, nicht an die Wunde an der Wange zu geraten und griff sich ein Stückchen Brot. Eine Weile hielt sie es einfach nur in der Hand und starrte darauf. Ihr Magen wehrte sich dagegen, auch wenn er gleichzeitig danach verlangte. Schließlich rang sie sich durch und biß ein klein wenig davon ab. Sie schluckte schwer, als sie das Brot herunterwürgte, aber die beiden Männer schienen beruhigt und widmeten sich nun auch wieder ihren Tellern.

Frost langte wieder ordentlich zu, während Gnat noch immer mit sich ringen mußte, aber auch er hatte wohl eingesehen, dass ein Hungerstreik nichts bringen würde. Kiina zog sich das Schälchen mit den Kirschen noch näher. Die Verführung obsiegte und sie steckte sich eine der dunkelroten Früchte in den Mund. Gnat lächelte ihr zu und sie kaute genüßlich auf der Frucht herum.
Superluemmel
Es war schon einige Zeit her, dass Frost gut gegessen hatte. Und irgendwer musste doch ein gutes Vorbild machen. Er benutzte das Stilett um ein kleineres Stück vom Schweinsbraten in handliche Stücke zu zerlegen und benutzte dann das Werkzeug um selbige in seinen Mund zu befördern.
Schließlich brach er sich noch ein Stück Brot ab und spülte mit einem kräftigem Schluck aus dem Wasserkrug nach. Natürlich ließ er auf dem Teller noch ein paar Fleischstücke und Gemüse zurück. Als er sein Mahl beendet hatte, musste er feststellen, dass kein Hund anwesend war. Also musste die Tischdecke als Serviette herhalten.
Währenddessen hatte der Krieger mit Wohlwollen festgestellt, dass nun auch Kiina und Gnat endlich zu speisen begonnen hatten. Wenn die beiden während seiner Abwesenheit immer nur so wenig gegessen hatten, würde es ihn kaum wundern, wenn sie jede Sekunde von den Knochen fallen würden.

haiopei
Haiopei und Kra Shak wurde immer kälter sie wussten nicht ob sie es durchhalten würden aber sie wollten es schaffen sie zweifelten nicht daran das es dies hier wert ist sie wollten Einhänder Meistern egal wie. Hauptsache sie würden es schaffen und das hatten sich beide fest vorgenommen der eiserne Wille wärmte sie ein bisschen sie standen reglos im Wasser und dachten nur über ihr Ziel nach es war nun schon die hälfte der Zeit vergangen nur noch ein mal so lange und sie hatten es geschafft der gedanke lies ihre Körper wärmer werden bald ist es vorbei dachten sie.....

Gnat
Nachdem sich der Gardist nun doch überwinden und sättigen konnte schob er seinen Teller zurück und lehnte sich weit nach hinten um einmal ausgiebig zu gähnen. Ein freundliches Lächeln lag auf seinen Lippen denn auch Kiina hatte nun unter Anstrengung etwas gegessen und wirkte bereits um einiges gestärkter als zuvor. Auch Frost wirkte sichtlich zufrieden. Doch die Müdigkeit und Anstrengung der letzten Nacht nagte an Gnats Körper. Die Augen wurden mit jeder Minute schwerer und nur unter größter Mühe konnte er sie offenhalten. Auf der Stelle hätte er seinen Geist hier im Sitzen der Traumwelt übergeben können. Kiina schien es nicht anders zu gehen.

"Ich denke wir sollten uns nun alle schlafen legen." brach Gnat die Stille."Frost du musst verstehen. Kiina und ich hatten eine sehr lange und anstrengende Nacht. Etwas anderes als Ruhe können wir momentan nicht gebrauchen. Auch wenn du lieber den Wald oder schlichtere Räumlichkeiten bevorzugst würde ich dich einladen, hier im Haus oben in einem der Gästezimmer zu übernachten. Wir sind hier doch recht sicher würde ich meinen. Glaube mir Frost, niemand betritt unbeobachtet diesen Ort und nur die wenigstens Feinde werden auch nur einen Schritt in die Siedlung setzen. Wir müssten also einigemaßen ruhig schlafen können. Also was meinst du? Gnat erhob sich langsam von seinem Stuhl und stützte sich auf dessen Lehne denn die Kraft in seinen Beinen schwand beträchtlich. Trozdem ließ er sich nicht nehmen Kiina die Hand hinzuhalten um ihr aufzuhelfen.

Superluemmel
Auch Frost hatte sich nun von seinem Stuhl erhoben. Wie Gnat schon richtig vermutet hatte, behagte dem Krieger der Gedanke nicht besonders, hier zu übernachten. Irgendwie hatte sich Frosts Lebensstil in der Zeit in der er schon in der Barriere festsaß, gewaltig geändert. Ob diese Änderung positiver oder negativer Natur war, konnte er schlecht sagen. Auf jeden Fall bevorzugte er nun einen sehr viel einfacheren Lebensstil.
"Natürlich kann ich verstehen, dass ihr Ruhe benötigt. Auch werde ich euer Angebot, die Nacht hier zu verbringen kaum abschlagen. Ich danke euch für eure Gastfreundschaft. Ich wünsche euch eine ruhige und vor allem erholsame Nacht." Nach diesen Worten wurde Frost von einem Schatten auf das Gästezimmer begleitet. Nachdem der Krieger die Tür hinter sich geschlossen hatte, sah er sich aufmerksam in dem Zimmer um. Vorsichtshalber schloß er die Tür mit dem Schlüssel ab, welchen er dann auch abzog.
An Komfort mangelte es dem Zimmer bestimmt nicht. Die Polster des Bettes waren mit echten Daunen gestopft und die Wand mit Holz vertäfelt. Zudem bot das Fenster einen schönen Ausblick auf den Hafen.
Frost löste den Mantel von seinen Schultern und bedachte das Bett noch einmal mit einem prüfendem Blick. Kurz darauf stopfte er den Mantel und das kopfkissen unter die Bettdecke. Nachdem Frost die Kerze auf dem Nachttisch gelöscht hatte, streckte er sich unter dem Fenster aus. Die Scheide des Eisbrechers ruhte auf seiner Brust, seine Linke hatte sich um den Griff geschmiegt. Der Krieger atmete noch einmal erleichtert aus, dann schloß er die Augen.

Alonso
=Alonso= "Diese verdammte Kälte! Wie lange muss ich das denn noch aushalten?"
Dachte sich Alonso als er zitternd in den Fluten stand und einen nach dem anderen gehen sah. Das war das absolut härteste, was Alonso jemals durchgemacht hatte. Alonso trainierte schon zu lange, um jetzt unter den Augen dieser Gardisten zusammen zu brechen. Es war jetzt schon dunkel geworden, von der Sonne ging keine Wärme mehr aus, die Kleidung war vollgesogen mit Salzwasser und die Wellen schlugen unerbittlich auf die Schüler ein.

Es war jetzt nur noch zirka eine halbe Stunde, wenigstens zeigten diese sadistischen Gardisten einen kleinen Funken Mitgefühl und gaben den Schülern in einem halbstündigen Takt die Zeit durch, viele waren schon ausgeschieden, von den 25, die ins Wasser gedrängt wurden waren nur noch 7 über. Im Laufe des Trainings erfuhr Alonso auch ihre Namen, es waren: Kra'shak, Haiopei, Billebob, Graven, Pulzdriver, Chris und Alonso selbst. Diese 7 waren die Härtesten der Härtesten, denn eines war klar, so kurz vorm Ziel würde niemand mehr aufgeben. Gnat's Einhandschule würde wieder 7 Meisterkämpfer in die Kolonie hinausschicken, es war nur noch eine Frage der Zeit.

[ot] Falls ich irgendjemanden vergessen habe sagt es mir, ich werde ihn/sie dann sofort editieren! Ich hoffe es gefällt euch allen, dass ich euch als die Elite der Kampfschule bezeichne! [/ot]

~~=Chris=~~
Das Wasser war mehr als nur kalt und die Füße wurden immer schwerer, doch man konnte nicht einknicken, da die Füße schon fast aus Eis waren. Chris nickte zu einem Gardist und desser sagte, bewegt euch etwas. Alonso und Chris überlegten sich vieleicht ob sie mit den anderen nicht etwas zum aufwärmen machen sollten. Wenn man bedenkt, das der ganze Körper Eiskalt wird und man sterben könnte, war dies keine schlechte Idee. Chris stellte sich zu den anderen hin und sah sie an.

Nun, da euer Körper genau wie meiner und Alonsos total abgekühlt ist, sollten wir ihn auch etwas wieder Aufwärmen.

Du andern sahen sich an, doch sie wussten nicht, was sie davon halten sollten, sich in einem kalten Meer warm zu machen. Doch als die beiden Schatten Chris und Alonso damit begannen, machten die anderen auch mit. Der Körper wurde durch das schlagen mit den Fäusten wieder Warm und überhaupt das Bewegen lockerte die Muskeln wieder auf.

Der Tag war vorbeit und die Gradisten, staunten, wie alle aussahen. Nicht mit Frostbeulen, sondern mit Schwitzenden Gesichtern, gingen sie hinauf zu ihrer Hütte. Einiges Gestuschel hörte man schon noch, von den Gardisten, doch im großen und ganzen konnten sich alle über das was sie heute geleistet haben freuen. Die Gruppe ging in ihre Hütte.........

Alonso
Nun hatten sich die 7 ihren Respekt bei den Gardisten verdient, doch Alonso wurde immernoch von den Gardisten gemustert, es war ihnen nicht geheuer, dass ein kleiner Schatten so aufmüpfig sein konnte. Alonso musste wohl erst Gardist werden, bevor sie ihm vertrauten. Seinen Respekt hatte er sich schon vor dem Abhärtungstraining verdient. Die Gardisten nahmen ihn zwar härter ran, doch hatten sie auch Respekt vor ihm.

Alonso trat an Chris heran:

=Alonso= "Wir haben es geschafft, mein Freund. Nur noch wenige Tage und wir sind im Umgang mit Einhandwaffen wahre Meister. In den letzten paar Tagen, werden wir wohl nur noch unserer Technik den letzten Schliff verpassen. Nach dem Training müssen wir unbedingt feiern, was meinst du? Bist du dabei?"
Kiina
Kiina stand nun ebenfalls auf, nachdem sie Gnats Hand ergriffen hatte und wünschte Frost noch eine angenehme Nachtruhe. Auf wackeligen Beinen verließ sie mit dem hohen Gardisten den Speisesaal. Gnat mußte sie stützen, als sie die Treppe erklommen. Er öffnete die Tür und ließ sie in ihr gewohntes Zimmer eintreten. Ein Lächeln huschte über ihre Lippen als sie das Bett erspähte und das kleine Sofa.

Gnat ließ sich auf dem Sofa nieder. So schnell würde er die Amazone nicht aus den Augen lassen. Kiina schritt unterdessen in das angrenzende Badezimmer. Ihr graute vor dem Anblick des Spiegelbildes, aber da mußte sie nun durch. Langsam schritt sie näher und schaute in die mit Rändern unterlaufenen, leicht geröteten Augen ihres Spiegelbildes. An dem aufgeplatzen Kratzer an der Wange hatte sich eine Kruste gebildet, ebenso an dem Schnitt am Hals. Unterhalb der Wunden hatten sich getrocknete Rinnsaale aus Blut festgesetzt.

Sie nahm ein Tuch zur Hand und wischte sich vorsichtig das Blut aus dem Gesicht, genauestens darauf achtend, nicht an die Wunden selber zu gelangen. Nach einer Weile ließ sie davon ab. Jetzt sah sie schon etwas gepflegter aus. Müde machte sie sich daran, die Rüstung abzulegen. Am Rockteil fehlte nun ein großes Stückchen Stoff und auch an der Schulter war sie leicht defekt. Allerdings war das noch von der Torengh ein Andenken. Allerdings hatte sich das Leder im oberen Bereich mit Blut getränkt.

Auch wenn sie noch so viel daran herumwaschen würde, das ginge nicht mehr raus. Frustriert ließ sie die Rüstung auf den Boden sinken und wickelte sich in ein großes Tuch. Sie verließ das Badezimmer und trat in den eigentlichen Schlafraum. Gnat lag auf dem Sofa und war zwischenzeitlich eingenickt. Verdenken konnte sie es ihm nicht, hielt sie die Augen selber nur noch mühsam offen. Sie schlich leise an das Sofa heran und nahm die Decke zur Hand. Vorsichtig deckte sie den Gardisten zu und hauchte ihm noch einen Kuß auf die Stirn, bevor sie selber ins Bett fiel und einschlief.

Pulz3dr!V3r
Diesmal schienen die Gardisten gnädig zu sein. Nach dem übermäßig harten Training von gestern blieb der obligatorische Weltuntergang an diesem Morgen aus. Pulze's innere Uhr weckte ihn dennoch als die Sonne sich gerade langsam hinter dem Horizont hervorgequälte.
Er ließ nochmal die Bilder des gestrigen Abends vor seinen inneren Augen passieren. Da waren also diese 6 anderen Schüler, die außer ihm durchgehalten haben, von denen er nur eine handvoll kannte, er nahm sich aber vor den ein oder anderen noch in ein Gespräch zu verwickeln, um mehr über sie zu erfahren. Pulze blickte sich in diesem trostlosen Haus um, in dem sie einquartiert wurden um am Tag die Gardisten, bzw. ihre sadistischen Quälereien zu überstehen. Kein besonders schöner Anblick murmelte er vor sich hin.
Pulze besorgte sich noch eine weitere Decke und legte sich nochmal hin. Er hoffte noch ein wenig Schlaf zu finden...

Superluemmel
Ein Kitzeln an der Nasenspitze weckte den ruhig daliegenden Krieger. Langsam schlug er die Augen auf und setzte sich dann aufrecht hin. Ein prüfender Blick in den Raum zeigte ihm, dass noch alles genauso vorlag wie gestern vor dem Einschlafen. Gut.
Frost stemmte sich in die Höhe und schnallte seine Schwertscheide wieder auf dem Rücken fest. Dann holte er den Mantel unter der Bettdecke hervor und schlüpfte hinein. Schließlich wandte er sich zur Tür, kramte den Schlüssel hervor und verließ das Zimmer.
Auf dem Gang angekommen, steckte Frost den Schlüssel wieder in das für ihn vorgesehene Loch und wandte sich dann um um sich in die Eingangshalle zu begeben.

Kiina
Kiina erwachte spät, aber ausgeruht. Die Müdigkeit war aus ihren Knochen gewichen, nur die Schmerzen an der Wange und am Hals waren geblieben, aber die würden auch noch vergehen. Ihr Blick glitt zum Sofa, aber es war leer. Gnat stand am Fenster und schaute hinaus. Er hatte noch nicht bemerkt, dass sie erwacht war.

Leise setzte die Amazone einen Fuß auf die Erde und stand auf, die Decke fest um sich geschlungen. Sie wollte schnell in das Badezimmer huschen, als vom Fenster her eine Stimme erklang "Guten Morgen, Kiina. Hast du gut geschlafen?" Er stand noch immer dort und sah hinaus. Sie wünschte ebenfalls einen guten Morgen und beantwortete die Frage, dann schlich sie weiter in das Badezimmer.
Wenig später stand sie vollständig bekleidet in der Rüstung vor ihm. Die Haare mit einem Band locker zusammengebunden. Er lächelte sie an und meinte dann "Ich werde heute in das alte Lager gehen, meinst du, du bringst es über dich und kommst mit mir?" Er sprach nicht aus, dass er sie auf alle Fälle nicht alleine ließe, sondern sie dann in die Obhut eines Gardisten gäbe, höchstwahrscheinlich Jean.

"Ich werde dich jedenfalls nicht so mitnehmen. Ich denke ein Umhang mit Kapuze, der dich vollständig einhüllt, sollte genügen. Du brauchst keine Angst haben, an meiner Seite wird dir nichts passieren. So kannst du dich dann selber von der Verfassung des Barones überzeugen." Kiina dachte nach, der Gedanke gefiel ihr nicht wirklich, aber vielleicht war es besser so. Sie nickte nur stumm und beide machten sich dann daran, dass Zimmer zu verlassen.

Schwer hallten die Stiefel über die Treppe, als die beiden Gestalten sich auf dem weg in den Speisesaal befanden. Bevor sie aufbrechen würden, wäre ein Frühstück doch wohl ratsam. In der Eingangshalle stießen sie auf Frost. Er musterte Kiina und befand ihr Erscheinungsbild heute wohl für besser, als gestern noch, denn er lächelte ihr zu und begrüßte die beiden dann. Gemeinsam schritten sie weiter in den Speisesaal.

Billebob
Billebob schoss aus dem Schlaf hervor. Er wusste nicht warum, aber irgendwas hatte ihn blitzartig vom Schlaf abgehalten. Naja, jetzt war er ja schonmal wach. Er ließ das grausame Training des gestrigen Tages vor seinen Augen vorbei ziehen. Nur sieben von fünfundzwanzig hatten es überstanden, und er war heilfroh, dass er dazu gehörte. Wahrscheinlich hatte er es nur nur durch Chris` Idee ausgehalten. Was war das Härteste, was er jemals erlebt hatte. Es war fast noch Nacht. Nur wenige seiner sechs Zimmergenossen waren schon wach. Die Gardisten würden auch erst in etwa einer Stinde kommen. Er sah, wei sich Pulze wieder zu deckte. Und er entschied, dass es für ihn auch das Beste sei, einfach weiterzuschlafen, und sich von den unglaublichen Strapazen von gestern zu erholen.

Berne
Berne kam über die Ebene nach Drakia gelaufen. Der Marsch durch das Gebirge war hart, aber auch diesen Meisterte der Zimmermann. Am Ortseingang angekommen schaute sich Berne die Beschreibung von Brach an. Wo war nochmal der Laden? Ach genau da... Langsam schlenderte er nun durch die Straße die direkt zum Rathaus führte. Dort war auch gleich eine Schmide in der nähe des Ladens. Das war doch praktisch. berne brauchte des öfteren mal Metall beschläge die würde er also auch hier bekommen.

An dem Haus angekomme begutachtete er als erstes alles:

Plan des Ladens


1. Eigenes Zimmer
2. Abstellkammer, Lager, Schlafmöglichkeit für einen Lehrling oder Gesellen. 3. Eingang, kleiner Laden mit Theke und regalen
4. Wohnraum und zusätzlicher Arbeitsraum mit großen Ofen
5. Nebenbau, Tischlerwerkstadt. Aus Holz mit einem schrägen Dach.
Das Haus selber hatte einen Hohen Dachstuhl, vielleicht könnte man diesen wenn nötig noch einmal ausbauen. Der Laden selbst war sehr klein gehalten. Er bestand nur aus der Tür, einer Theke und einigen regalen in denen man einige Dinge Lagern könnte. Der nebenbau ähnelte einer kleinen Scheune in die er seine Werkstadt bauen würde. Außerdem war das Tor so groß gehalten das er dort ebenfalls gut ein Schiff bauen konnte. Es war perfekt für ihn geschaffen. Nun machte er nur noch schnell ein Schild. Diese trug die Aufschrift: Bernes kleiner Laden.
Drinnen im Haus machte er derweil die spuren des Vorgängers weg und sorgte dafür das morgen die Geräte ihren richtigen Platz bekamen...

~~=Chris=~~
Es war noch fast Nacht, doch Chris weckte Alonso auf und sie zogen sich an. Einen kleinen Rucksack nahmen sie mit, wo sie ihr Trainingszeug drin hatten und etwas zu Essen und zu Trinken. Die beiden Schatten gingen ganz leise aus der Hütte und Schlichen sich zu den hohlen bei der Bucht hinunter. Erstmal sollte was gegesen werden, schlug Chris vor, damit sie später das harte Trainig wieder überstehen würden. Das Gestern war schon ein ganz schön hartes Training, den Wellen und dem kaltem Wasser zu trotzen, doch sie schaften es.
Sie Asen sich nur etwas wohl an und packten dann ihre Sachen etwas zusammen und versteckten sie in der Höhle. Die Schatten zogen ihre Stiefel und und liefen den Strand hinunter mit etlichen Sprints und einigen anderen Dingen, wie unter dem Laufen eine Flugrolle machen oder soetwas. Dies war zwar kein Problem, doch auch das kostete Kraft. Chris zog plötzlich aus seiner Tasche zwei Leinen Säcke und Füllte sich mit Sand. Mit den gewichten liefen die beiden Schatten wieder den Strand hinauf.......

Alonso
Es war unglaublich, in kürzester Zeit war Alonso zu einem muskelbepackten Mann geworden. Als er, vor noch nicht allzulanger Zeit, in die Kolonie geworfen wurde, war er noch ein Junge ohne erfahrung, sportlich, doch noch nicht so durchtrainiert.

Cris und er waren am Strand, um noch etwas zu trainieren und sich für das eigentliche Training vor zu bereiten. Alonso dachte nach, was wäre wohl die Belohnung, für den Abschluss seiner Aufgabe? Erz? Eine Waffe? Naja, Alonso war auf jeden Fall gespannt.

Chris und Alonso packten sich die Säcke auf den Rücken und liefen den Strand entlang. Sie hatten sich viel zu erzählen und Chris begann damit.
Gnat
Wortlos betraten die drei den Speisesaal und ließen sich auf den weich gepolsterten Sesseln nieder. Die Kerzen knisterten und warfen einen angenehm warmen und beruhigenden Schein an die mit Teppichen behangenen Wände. Wie immer war der Tisch bereits gedeckt mit funkelndem Besteck und allerlei wohlig duftenden Speisen. Gnat brummte zufrieden. Auf Jean war Verlass. Heute könnte er wieder mit Genuss zulangen ohne das sich sein Magen mit jedem Biss schmerzlich zusammenziehen würde. Hoffte er zumindest.

Nach und nach leerten sich die Teller und das Lächeln auf den Gesichtern wurde zunehmend größer. Nur Kiina wirkte etwas abwesend. Gnat glaubte zu wissen warum. Stand doch ein Besuch im alten Lager bevor. Für sie die Höhle des Löwen und das aus gutem Grund. Doch ergab sich so vielleicht die Möglichkeit, dass sie sich mit dem Baron gutstellen könnte und so dem Rachefeldzug der Gardisten früher oder später nicht zum Opfer fallen würde. Gnat hatte starke Bedenken doch noch größer war seine Sorge was mit ihr passieren würde, wenn er einmal nicht bei ihr war und sie auf die roten Krieger treffen würde.

"Du musst uns nun entschuldigen Frost. Kiina und ich werden gleich in das alte Lager aufbrechen denn dort gibt es ein paar Dinge zu erledigen. Du kannst uns begleiten oder wartest hier. Das Haus und das Zimmer stehen dir zur Verfügung. Ich denke ich kann dir vertrauen und muss keine Wache aufstellen." Gnat zwinkerte freundlich zu Lümmel doch zog dieser ein fragliches Gesicht als er hörte, das Kiina in das alte Lager sollte. "Ich kann deine Sorge verstehen und auch ich nehme sie nur ungern dort mit hin. Doch in meiner Anwesenheit wird ihr nichts passieren. Es gibt vielleicht einen Weg um den Baron von ihrer Unschuld zu überzeugen und ihr Leben somit weniger gefährlich zu gestalten. Es wird nicht leicht doch will ich es versuchen." Noch immer war der Blick des schwarzen Kriegers äußerst misstrauisch doch ließ Gnat dieses Mal keinen Raum für Diskussion. "Wir sehen uns dann noch einmal in der Halle"

Nun wandte Gnat sich lächelnd an Kiina. "Ich denke wir sollten nun etwas zum Anziehen für dich finden meinst du nicht?" und schon verschwanden die beiden aus dem Speisesaal....

~~=Chris=~~
Tja, jetzt schwitzen wir hier schon fast in der Nacht und naja, wir werden immer Stärker. Findest auch hhmm.

Die beiden Schatten grinsten und Chris hatte ein unangenehmes Gefühl gehabt, als er einen Banditen Traf, iregedwie fühlte Chris das hier nichts mit rechten dingen zu gehen konnte. Gnat drillte sie, als wären sie Bluthunde und sollten ihre Beute hetzen um sie dann zu zerfleischen. Chris dachte auch Gnat fühlte es, doch behielt es im Gardistenkreise.

Hey Alonso ist es dir auch schon aufgefallen, dass sie Gnat benimmt, als würde er das nicht aus gefallen machen, sondern das das Training wichtig ist, da er uns so drillt, was meist du? Ich denke da stimmt etwas nicht, mit dem NL, da ist mir schon seit ein paar Tagen etwas aufegafallen, doch ich dachte das war nur einbildung, doch anscheinend hatte Ich recht.

Alonso sah Chris an und sprach.....

Billebob
Billebob wachte wieder auf. Und diesmal wusste er, was ihn vom Schllaf abgehalten hatte: Der Hunger. Er hatte nichts mehr zu Essen. Aber er brauchte was, um die nächsten Tage zu übertshen. Und er war zu Stolz um andere Leute anzubetteln.
Er stieg leise aus dem und schnappte sich sein Schwert. Er dürfte keine Laute von sich geben. Es waren schon einige Betten leer. Vielleicht andere Schüler, die die selbe Absicht gehabt haben. Er öffnete die Tür schlich schnell hinaus, und zog erstmal eine tiefe Lunge frische Luft in sich hinein. Er wollte unbemerkt an den Gardisten vorbeikommen, um nicht in allzu große Gespräche verwickelt zu werden.

Er musste sich jetzt ein wenig beeilen, damit nicht auffiel, dass er verschwunden war. Und jetzt war er auch schon vor den Toren Drakias, in der freien Wildnis, Zwischen Den Lagern...

Kiina
Kiina nickte und schritt nun mit Gnat die Treppe empor. Wenn sie an den bevorstehenden Besuch im alten Lager dachte, wurde ihr mulmig zumute. Aber da mußte sie nun durch, ansonsten wäre sie täglich in Gefahr. Sie erreichten das Zimmer von Gnat und er ließ sie eintreten. Während der Gardist seinen Kleiderschrank durchforstete, stand sie etwas hilflos im Zimmer herum.
Endlich schien er das Richtige gefunden zu haben. Gnat hielt ihr einen schwarzen langen Umhang hin, der eine Kapuze hatte. Sie legte ihn sich um, schloß die Schnalle am Hals und stülpte sich die Kapuze über. Da sie die Haare nach hintern zusammengebunden hatte, war davon nichts mehr zu sehen. Sie hielt den Umhang nun so geschlossen, das man nicht mehr erkennen konnte, ob männlein oder weiblein darunter versteckt war. Der hohe Gardist lächelte sie an und schien zufrieden.
Beide verließen nun das Rathaus. Kiina hatte den Umhang im Moment noch locker fallen, die Kapuze jedoch noch immer tief ins Gesicht gezogen. Das bedrückende Gefühl wurde stärker, aber ein Zurück gab es jetzt nicht mehr. Gemächlich ließen sie Drakia hinter sich und steuerten das alte Lager an.

Alonso
=Alonso= "Du hast recht, man spürt förmlich die Spannung, wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, die führen was im Schilde! Naja, sollte es zu einem Krieg kommen, wären wir ja gut gewappnet und die Gardisten passen schon auf uns auf!"
=Chris= "Ja hast recht! Ich hab schon von mehreren Überfällen auf Konvois und Bürger von Drakia und dem Alten Lager gehört."

Die beiden Schatten waren nun schon weit von Drakia entfernt und wollten gerade umdrehen, als sie hinter sich plötzlich ein Geräusch hörten. Chris und Alonso dachten sich nichts dabei und gingen weiter, als plötlich...
Billebob
Eine seltsame Ruhe lag über dem Dorf. Billebob lief mit seinen sechs neu erbeutetem Fleischkeulen wieder zum Haus der Schüler. Er war froh sich weider in sein Bett legen zu können, und sich von der nächtlichen Aktion erholen zu können. Die Kratzer des Scavengers brannten auf seiner Haut. Er legte sich nun wieder ins Bett. Er war zwar noch hungrig, aber das würde sich erübrigen, wenn er aufgewacht war, und sich sein Frühstück gebraten hatte, das würde nach langer Zeit nun wieder groß ausfallen.
Es waren immer noch ein Paar Betten leer. Er war jetzt zu schwach, um sein Essen jetzt schon zuzubereiten. Aber jetzt wollte er erstmal schlafen...
rest fehlt



24.06.2002 00:34#108
Alaerie Seite 9, Danke Cifer!
Seite 9

~~=Chris=~~
....eine Harpie auf die beiden Schatten zuflog. Die beiden Schatten, hatten nur ihre Buddlerzüchte, was nicht gerade viel Vorteil versprach. Chris hatte noch seinen Dolch dabei, mit welchen er schon viel durchgemacht hatte. Die beiden Schatten rollten sich auf verschiedene Seiten und griffen dann an, Alonso sprang nach oben und schlug dem Ungetier die Buddlerzucht in den Flügel, welches plötzlich absankt und am Boden weiter rannte und nun auf Chris los ging. Chris warf Alonso seinen Dolch zu und gab ein Zeichen, wann Alonso das Biest abstechen sollte. Der Schatten Chris, rollte sich zur Seite und schleuderte das Schwert auf das Monster, welches durch die wucht zu boden gerissen wurde.
Alonso stürtze sich auf das Biest und Stack den Dolch in den Kopf, somit das Biest auch gleich Tod war. Nur noch die letzten zuckungen, gab das Ungetüm von sich, doch dann war schluss. Chris legte es auf sein Gewicht und die beiden liefen schnellst möglich zurück um den Gardisten, ihren tollen fang zu zeigen.......

Alonso
Die Gardisten waren schwer beeindruckt, da hatten zwei so Buddler tatsächlich eine Harpie erlegt.

=Bloodwyn= "Nicht schlecht, für zwei so Maden. Wenn ich ihr wäre, was ich Innos sei Dank nicht bin, würd ich mir die Fangzähne und noch ein paar andere Körperteile behalten. Aber jetzt ab, macht euch wieder ans Training!" =Alonso= "Okay Chef!"

Chris und Alonso machten sich wieder ans Trainieren, das ganze Training über mussten sie lachen, als sie zu einander sahen, ein kleiner Ausflug, eine Begegnung mit einer Harpie und das Lob der Gardisten, der Tag fing ja gut an. Wie würde er wohl enden?

~~=Chris=~~
Die beiden Schatten, waren stolz auf sich, das war das erste veih von der Sorte, das Chris sah, aber er hatte von den Biestern schon mal gehört. Die beiden Schatten, warteten auf die anderen um das Trainig endlich voll anzufangen. Alle schliefen heute etwas länger, doch Alonso und Chris machten auch ne Pause......
Alonso
Alonso hatte vor, das Vieh zu skelettieren und es über den Waffenladen zu hängen, das würde sicher geil aussehen, doch zuerst musste er noch Chris fragen, es war ja auch sein Fang.

Die anderen 5 Schüler kamen nun auch halbtot aus ihren Schlafräumen gekrochen und begannen sich aufzustellen. Die ersten schwangen ihre Schwerter, ohne zu wissen, was die beiden Schatten heute vollbracht haben.
Aber die zwei waren nicht gerade die Typen die rumprotzten, auch wenn es die Schüler beeindrucken würde.

Heute brannte die Sonne, die Schüler waren total verschwitzt, aber das Meer war ja ganz in der Nähe.


Superluemmel
Kurz nachdem Gnat und Kiina das Rathaus verlassen und einige Zeit bevor es jemand bemerkt hatte, war Frost schon wieder in den Straßen von Drakia verschwunden.
Dem Krieger behagte der Gedanke, die beiden einfach so ganz alleine ins alte Lager ziehen zu lassen, nicht besonders, aber er hielt es vorerst für besser, wenn er sie dabei allein ließ.
So stand er einige Zeit alleine am Hafenbecken des Städtchens und starrte sowohl in die Ferne wie auch in die Leere. Irgendwie war auf dieser Welt kein Platz für jemanden wie Frost....
Der Gildenlose seufzte und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die ihm der Wind in selbiges geblasen hatte. Was sollte er nur tun.... Frost hatte vor gut drei Jahren alles verloren was ihm jemals etwas bedeutet hatte. Nun war er nicht mehr als ein Schatten seiner selbst, ein halber Ritter ohne Dienstherren, ohne eigene Behausung, ohne seine geliebte Familie. Selbst seinen eigenen Körper hatte er verloren. Mit wütendem Blick und voller Abscheu sah er auf die Handfläche seiner Rechten. Zornerfüllt ballte er sie plötzlich zur Faust und drehte sich abrupt um.
Doch war da nicht etwas am Horizont gewesen, ein mächtiger Schatten direkt auf den dunklen Wassern? Bevor Frost die Erscheinung fixieren konnte, war sie auch schon wieder verschwunden. Seltsam....
Frost verwarf die Gedanken die er gerade hegte und wandte sich nun vollends um. Sein Mantel peitschte im Wind von einer Seite zur anderen, als der Krieger den Strand entlangschritt. Nach kurzem beschleunigte Frost seine Schritte, bis er schließlich gen Norden rannte....

Billebob
Das Training war heute nicht so hart, stellte Billebob fest. Zumindest dachte er das, denn bei dem was er und die Anderen Schüler alles erlebt hatten, war das ja verständlich. Trotzdem wahren es immer wieder unermüdliche Schwertübungen. Bis jeder in der Gruppe die Übung beherrschte. Dann bekamen sie eine neue Aktion beigebracht. Er war glücklich als einer der Sadisten schrie:"Macht ´ne Pause, ihr Flaschen." Er konnte sich nun endlich sein Fleisch braten, wozu er an diesem Morgen nicht gekommen war. Er ging zu einer kleinen Feuerstelle, vor dem Haus, in dem die Schüler schliefen. Dort lag eine oft benutzte Pfanne. Diese nahm er und legte alles Fleisch, was er hatte hinein. Nach einer weile über dem Feuer war alles knusprig gebraten, und manches auch schon verkohlt. Er nahm einen großen Bissen, und legte die restlichen Keulen zurück. Gebraten würden sie sich länger halten als roh. Er behielt seine angebissene Keule, und nagte noch alle Reste ab. Er hatte grade noch Zeit, sich sein Gesicht abzuwaschen, als wieder einer der Ausbilder rief:"Los weiter. Das wird ja sonst nie was, mit euch Waschlappen."
Und alle gingen wieder an das Training. Es standen jetzt erstmal Kraftübungen an...

Berne
Am Nachmittag war die Lieferung vom Alten Lager gekommen. Alle Werkzeuge und Werkbänke von Berne waren nun eingetroffen und wurden im Haus aufegestellt. Der kleine Nebenbau reichte alleine garnicht aus, also musste er den Wohnraum auch noch etwas mit einziehen. Vielleicht sollte er sich demnächst wieder einen Lehrling zulegen der ihm bei der Arbeit helfen würde. Die Lager waren leer, Berne müsste einiges Arbeiten um sie wieder zu füllen. Die Arbeiter von Brach installierten noch alles so wie er es haben wollte und bauten auch noch die regale in dem Lagerraum wieder ordentlich an. Der Vorgänger Kra'Shak hatte den Laden zwar verlassen aber nunja... Nicht nach den Vorstellungen von Berne. Der weite Holzstuhl faszinierte den Händler noch am Meisten und vielleicht würde er ja irgendwann dazu kommen seine Zimmermanns Fähigkeiten weiter auszubauen. Seinen Schreibtisch... wo würde er diesen hinstellen? Hmmm das war persöhnliches eigentum und das kam mit seinen Büchern in sein Zimmer. Ebenfalls sein Schreib Material. Er würde sich noch einen Schreibtisch in die Wohnstube bauen. Wobei die Wohnstube schon bald wie ien zweites Arbeitszimmer aussah. Einige Gerätschaften standen dort, nunja er würde sie auch noch umräumen vielleicht könnte man durch mehr regale im Schuppen alle Geräte dort unterbringen... In Gedanken begann der Kaufmann und Handwerker einen Plan aufzustellen. Er setzte sich mit einem Stift und einem Zeichenblock vor das Feuer in seiner Stube, lehnte sich zurück in seinen Sessel und begann zu denken während draußen das komplett neue Schild aufgehängt war:
Bernes kleiner Laden
das sich im Wind schauckeln lies...

Billebob
Das Training hatte Billebob erschöpft. Und er vermutete, dass es seinen Mittrainierenden auch so ging.
Nach dem Training wollte er sich auch mal wieder baden, und tat dies auch gleich im Meer. Das Wasser war erfrischend kühl, und wusch ihm den Schweiß vom Gesicht.
Als er fertig war, trocknete er sich so gut es ging ab, und schlenderte zurück zu der Schlafhütte. Dort machte er sich erstmal was zu Essen. Er merkte, dass das Training deutlich einfacher wurde. Wen er verglich, wie stark die Strapazen des ertsen Tages, und die von Heute waren, konnte er den Unterschied fast fühlen.
Er war auch nicht mehr so schnell erschöpft, wie am Anfang, trotzdem war das Training immernoch hart, und verlangte ihm einiges ab.
Er hoffte, das es später bei seinem neuen Beruf nicht so sein würde. Aber jetzt saß er erstmal mit den Anderen am Lagerfeuer, und ließ sich seine Scavengerkeulen schmecken.

Graven
Das Krafttraining hatte somit auch für diesen Tag begonnen. Es ging aber diesmal ans Eingemachte. Den Pfad, den die Schüler normalerweise zu laufen hatten, mussten sie jetzt Partnerweise mächtige Felsbrocken hinaufschleppen. Es war eine der anstrengesten Arbeiten, die Graven in seinem Leben jemals zu erledigen hatte. Die Gardisten machten sich aus ihnen jeden Spaß und grinsten nur gemein. Während Graven mit Kra Shak einen der Felsen trug, sah er einen der Gardisten an, wie dieser grinste und sich zu Tode lachte. Er dachte sich, falls er auch mal zum Gardisten wird, dass er sich an diesem Typen bestimmt rächen würde. Die andern all das ertragen zu lassen, war ja eine Sache, aber sich darüber auch noch halbtod lachen, war in Gravens Augen zu viel des Guten. Das Tagestrainig war schnell vorbei, doch diesmal hatten die Gardisten die Kräfte der Schatten und Buddler mächtig ausgenutzt. Die Abkühlung, die sie an diesem Abend im See hatten, tat ihnen besser als jemals zuvor. Es war schnell Abend geworden alle machten sich auf den Weg in ihre Betten. Graven konnte heute nicht mehr an die Geschehnisse des Tages denken, und darum schlief er ein, bevor er sich noch bedecken konnte...

~~=Chris=~~
Der Schatten lag im Bett und mit ihm auch noch die Nacht und die Müdigkeit, die er hatte, da er gestern seinen Körper einiges abverlangt hat. Der Schatten wollte nicht aufstehen, doch auch die Gardisten waren schon wach und er wollte keinen Ärger mit der Garde bekommen, daher stand er freiwillig auf. Er reckte sich in alle richtungen und zog seine Sachen an, welche er von den Gardisten bekommen hatte. Er ging aus der Hütte und atmete die Frische Nebelluft tief ein. Frische Luft tat ihm wirklich gut und er wurde durch die Feuchte Luft schnell wach. Die Sonnenstrahlen drangen kaum durch die dichte Nebelwannt.
Der Schatten stieg hinab nach Drakia um dort ein wenig herrum zu laufen.Kein Mensch war noch auf der Straße und doch war es einfach schön mal wieder alleine zu sein. Die Fensterläden waren alle noch geschlossen. Der Schatten ging wieder hinauf zu der Hütte. Der aufstieg ist einfach härter als der abstieg gewesen, dachte sich Chris als er die ersten Meter aufstieg. Der Aufstieg in Gras wurde härter, als er erwartet hatte, da er zuvor einfach nur runtergerutscht ist. Das Gras war mehr als nur Glatt. Glatt wie Molertfett, kam Chris aber doch noch nach oben, zu der Hütte.

Pulz3dr!V3r
Die ersten Stunden des Trainings waren schon wieder vorbei, und bisher kümmerten sich die Gardisten besonders um das eigentliche Ziel, den Schwertkampf. Pulze hatte diese Gardisten noch nicht so erlebt, sie hielten sich mt ihren Kommentaren zurück und ein paar von ihnen gaben den Schülern sogar Tipps. Er hatte wirklich Respekt vor ihnen denn sie beherrschten ihr Handwerk, bei einem Schaukampf zwischen zwei der Gardisten blieb ihm wahrlich die Spucke weg: Solch schnelle Hiebe und Stiche hatte er noch nie gesehen, auch die Kondition und das Durchhaltevermögen überraschte ihn. Als der Kampf dann schließlich zu Ende war nahm sich Pulze noch ein wenig mehr zusammen, denn auch er wollte einmal so gut kämpfen können, sei es bloß um sich das ein oder andere Problem hier in der Barriere vom Leib zu halten. Er schüttelte den Kopf um unnötige Gedanken zu bannen und konzentrierte sich wieder auf das Training...
Billebob
Nach der kurzen Mittagspause ging das Training für die 7 übriggebliebenen Schatten und Buddler weiter. Erstmal waren wieder die Kraftübungen dran. Diese waren heute besonders schwer, und die Gardisten schienen einen großen Gefallen am Leid der Schüler zu empfinden. Anschließend wurden wieder die Schwertübungen von gestern wiederholt. Nur das die Schüler sie schneller ausführen sollten. Das gelang allen auch nach einer Weile. Sie lernten jetzt auch ein Paar neue Hiebtechniken, welche allerdings schwerer zu verstehn und auszuführen waren. Die Gardisten waren keine guten Beispiele bei diesen neuen Übungen, denn bei ihnen waren die Bewgunsabläufe schneller. Billebob beherrschte diese Technik nicht allzugut. Die Schüler durften nun eine Pause einlegen. Endlich konnte er sich wieder mal ausruhen, und einen Happen zu sich nehmen...

Kra`Shak
KraShak hatte langsame echt das Gefühl das das Training ihm zu einem Muskelmonster machen würde. Zwar sind die Tage von grundauf immer vom selben ablauf her geplant aber das macht nichts er merkte wie sich sein Körper so langsam veränderte. Er wurde stählern. Doch selber wäre ihm das nicht auf gefallen. Es war an erst an einem Morgen als die beiden, der Schatten und sein Buddler Freun Heiopai, wieder jagen waren...

Haiopei: Hmm ich fühle mich heute echt gut. Ich bin dafür das wir heute mal etwas anderes ausprobieren und nicht nur ein paar langweilige Scavanger platt machen. Los wir stürmen dort vorne die Wiese! Dort sind 3 Waran die machen wir platt.

KraShak: Das ist es ja woll. Endlich mal etwas anderes als immer nur dooofe Scavanger. Ich bin abei los auf sie mit gebrull!

Die beiden Freunde zogen ihre Schwerter aus den Halterungen an ihrem Gürtle und warteten was die drie Tiere machten.
Diese blieben regungslos auf der Wiese liegen und liesen sich die Sonne auf dem Rücken strahlen. Sie bemerkten unsere Freunde nicht. Beide schlichen sich immer näher an ihre Opfer herran. Als sie nur noch knapp ein paar Meter von den beiden entfernt war. Schoss von einen der Viecher der Kopf hoch. Erschrocken traten die beiden einen Schritt zurück!

KraShak: Nun gut also ... damit haben sie uns wohl bemerkt! Haiopei: Hähähäh ja hmm. Dann mal los.

Der eine Waran hat die anderen beiden ebenfalls aus dem Schalf gerissen, nun waren sie alle auf den beinen und starrten die beiden Kampflustigen an.
KraShak: Muhaha!! Los auf sie!

Ein wenig zu übermütig rannte der Schatten mit seinem Schwert auf die Tiere zu. Zwar war Heiopai noch nicht wirklich bereit aber er rannte direkt hinterher. Nun kam was kommen musste, der übermütige Schattn hatte sich zu unvorsichtig in die Schlacht gestürtz und er war im null komma nichts umzingelt. Denn aus aiener nicht weit entfernte höhle kamen noch weitere Warane gerannt. Nun kam der Auftrit des naja "Superbuddlers" er bekam Angst um seinen Freund der wie ein kleines Kind rum Schrie!

KraShak: Los Heiopai mach schon!

Der Schatten wehrte mit seinem Schwert mehr oder weniger geschickt die angriffe der Warane ab. Der Superbuddler rannte ebenfalls mitten ins gertümmel und machte ein paar Geschickte schläge mit Drehungen rollen und allem was sie schon gelernt hatten. Und auch der Schatten der sich nun aus der Umzinglung befreit hatte. Sie schlugen alle sage und schreibe 6 Warane in Grund und Boden!
Graven
[ot]@Kra Shak
Du kannst nicht einfach während dem Training Warane jagen gehn.[/ot]
Den Vormittag hatte Graven wieder am Felsentragen verbracht. Er konnte diesen Tag das Mittagessen kaum mehr erwarten und war so hungrig wie nie zuvor. Es gab gebratene Molerats und Bohnen. Obwohl dies nicht gerade eine Feinkost war, schmeckte es ihm auf eine besondere Art gut. Er konnte dies zwar selbst nicht verstehn, jedoch interessierte es ihn auch nicht und er aß einfach weiter.
Dann, nachdem alle fertig waren, kamen zwei der Gardisten und riefen die Schüler zum Training. Es hieß wieder ran an die Arbeit und so standen alle, noch immer vom Felsenschleppen ermüdet, langsam von ihren Sesseln und machten sich auf den Weg zum Strand.

Unterwegs gingen sie in einer Gruppe und Kra Shak schlenderte neben Graven. "Hey Graven."
"Ja? Was gibts denn?"
"Weißt du eigentlich, wann das Training zu Ende ist. Gnat und seine dreckigen Gardisten lassen uns hier ja zu Tode arbeiten. Dieses Felsentragen geht mir auch schon langsam auf den Geist."
"Hehe, Geduld mein lieber Freund. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher in der Annahme, jedoch geh ich mal davon aus, dass dies nur der Anfang war. Es kommen bestimmt noch härtere zu erfüllende Aufgaben für uns und wenn ich du wär, würde ich nicht hoffen, dass es bald vorbei ist. Die werden uns noch ne Zeit lang schuften lassen. Das kannst du mir glauben."
"Hmm, ich weiß nicht. Ich hab zwar auch schon bemerkt, dass wir Fortschritte gemacht haben, jedoch hab ich keinen Plan, was noch alles kommen wird." "Geduld mein Freund, nur Geduld"

Und so kamen sie dann auch nach einiger Zeit am Strand an.
Einer der Gardisten stellte sich vor die schon aufgestellte Reihe und begann eine kurze Rede:"So Jungs! Heute kommt mal etwas anderes dran, als nur Technik üben. Ihr habt in den letzten Tagen eure Kraft enorm gesteigert und ich denke mir mal, dass es an der Zeit ist, euch noch ein Wenig unter Druck zu setzen. Dort im Sand sind genung Stein-Schwerter für alle. Diese Schwerter sind sehr schwer und wenn ihr euch erstmal angewöhnt habt, sie zu halten, werdet ihr merken, wie leicht es euch dann erst mit eurer jetztigen Waffe fallen wird. Los, jeder nimmt sich erstmal so ein Ding und dann teilt euch wieder in die beiden Gruppen. Abmarsch!"

Lautes Geschrei kam aus der Reihe. Keiner konnte wirklich verstehen, wozu all diese Sachen. Doch es konnte sich keiner von ihnen dem Befehl des Gardisten wiedersetzen und so nahm sich dann auch jeder von ihnen eines der Schwerter. Keiner war stark genung, es in einer Hand zu halten, sondern jeder einzelne hielt es mit beiden Händen. Dies fiel dem Gardisten sofort auf und so fing er gleich darauf an zu schreien:"Hey, was soll denn das? Sind wir hier beim Zweihandtraining oder was? Ihr sollt die verfluchte Waffe mit nur einer Hand tragen. Wer es nicht schafft, kann sofort seine Sachen packen und von hier verschwinden! Los!!!"

Daraufhin gab sich jeder Mühe, sein Schwert mit nur einer Hand zu halten. Es war schwer und darum konnte es auch keiner oben halten, sondern lies es einfach nach unten hängen.

"Hehe, sehr gut. Wirklich gut. Ich bin erstaunt, ihr habt ja wirklich Muckis bekommen. Nun, im Lehrplan des heutigen Tages steht, dass jeder von euch sein Stein-Schwert bis Sonnenuntergang mindestens oberhalb der Gürtellinie halten muss, bis die Sanduhr abgelaufen ist. Wir werden euch jetzt alleine lassen. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir wieder da und werden euch prüfen. Ich werde euch hier eine der Sanduhren da lassen, damit ihr üben könnt. Falls es einer von euch nicht schafft, wird er morgen das doppelte an Felsen tragen dürfen. Ich hoffe ich habe mich klar ausgedrückt."
Es herrschte Stille.
"HAB ICH MICH KLAR AUSGEDRÜCKT!?!?!", schrie der Gardist plötzlich. "Jawohl!", riefen alle gemeinsam und der Gardist ging von dannen.
DAnn machten sich alle an die Arbeit und versuchten ihr Schwert möglichst hoch in die Luft zu bekommen.
Kra Shak, haio und noch einer der Buddler erspähten einige Warane. Da die Gardisten nicht da waren, besprache sich die drei und machten sich auf den Weg, um gegen die Tiere zu kämpfen. Die anderen sahen ihnen nur nach und riefen ihnen nach, es sei zu gefährlich. Doch keiner wollte sie wirklich aufhalten und falls die Drei wirklich in Gefahr geraten würden, würden ihnen die andren zur Hilfe eilen.

Der Kampf gegen die Warane hatte nun angefangen und anfangs taten sich Kra Shak und haio ziemlich leicht, doch als sie bemerkten, dass noch einige weitere Biester kamen, ging es ihnen an den Kragen. Der Kampf war spannend und die ersten Warane lagen auch schon am Boden. Es wurden immer mehr und Alonso, Graven und Chris wollten den Dreien schon zur Hilfe eilen, als der Kampf auch schon vorbei war.

Die Drei kamen prahlend und stolz zurück und Chris meinte nur darauf:"Idioten, was glaubt ihr was die Gardisten aus euch gemacht hätten, wenn ihr den Kampf verloren hättet?! Macht sowas nie wieder, hab ihr mich verstanden?" "Ach komm schon, wir wollten doch nur mal unsern Spaß haben. Kommt aber nicht mehr vor. Versprochen.", antwortete Kra Shak.
Chris war darauf beruhigt und das Training ging nun weiter. Alle halfen sich gegenseitig, damit keiner von ihnen morgen zu leiden hätte und es machten auch schon manche von ihnen Fortschritte. So verging der NAchmittag und langsam neigte sich die Sonne ihrem Untergang zu ...

Pulz3dr!V3r
OT OT bitte in der jeweiligen Hintergrundfarbe einfärben, das es den Lesefluss nicht stört. Thx (entweder [*color=black] oder [*color=333333])
Der Gardist trat auf Pulze zu: "Wer bist du, was tust du hier?". Der Buddler wunderte sich, da er doch schon seit über einer Woche in Drakia trainierte. Das bullige Gesicht des Gardisten kam ihm bekannt vor, doch auch nach einer kurzen Überlegung fiel ihm nichts näheres ein.
"Was ist nun? Rede ich mit einer Wand? Kannst du überhaupt sprechen?" Die Stimme des Gardisten wurde lauter, man konnte die Anspannung fühlen. Pulze blickte sich um; Wo war er? Eine dunkle Nebelsuppe lag über dem bemoosten Boden. In weiter Ferne konnte er einen Turm erkennen, doch weitere Details blieben ihm verborgen. Ihn überkam ein unheimliches Gefühl und es pocherte nurnoch diese eine Frage in seinem Schädel: Wo bin ich??
Der Garidst brüllte plötzlich los: "Was meinst du was ich..." Pulze unterbrach ihn schnell. "Tut mir leid, ich wollte dich nicht verärgern. Wo bin ich hier? Was tust du hier?"
Der strenge Blick des Gardisten verwandelte sich in ein ungläubiges Staunen: "Wenn du meinst mich verarschen zu können bist du an den falschen geraten" Er drehte sich um und verschwand in der unendlichen Dunkelheit, der Nebel verschlang ihn.
Ein markerschütterndes Kreischen ließ ihn herumzucken. Drei schwarze Schatten näherten sich von der Turmspitze, einen genauen Blick später bemerkte er die Flügelschläge der diabolischen Kreaturen. Die Kreaturen hatten menschliche Gesichter, aber auch Flügel. Ein weiteres Mal stoßen sie diesen Schrei aus und ein weiteres Mal gruselte Pulze sich davor. Er zog sein Schwert und erinnerte sich an die Anleitungen der Gardisten. Das Schwert in einer Hand halten, einen Fuß vorstellen, den Angriff des Gegners abwarten, blocken und zurückschlagen. Plötzlich schoss eine der Kreaturen kanpp über seinem Kopf vorbei und hinterließ eine blutige Schramme auf seiner Schulter. Die anderen Viecher nutzten die Unachtsamkeit von ihm und stürzten sich auf ihn. Ihn überkam eine fürchterliche Angst als er die Gesichter erkennen konnte, es waren die der Gardisten.
Ein weiteres Mal tönte ein lauter Schrei in seinem Ohr, diesmal jedoch ein menschlicher. Es war der übliche Weckruf der Gardisten, der ihn wieder zurück in die reale Welt beförderte. Schweißgebadet schoss er hoch, sofort war er hellwach. Hals über Kopf stürzte er dem Wasserbottich im Haus entgegen um sich zu waschen. Noch nie war Pulze so schnell heraus aus dem Haus um mit dem 'Frühsport' zu beginnen...

Kiina
Vor der erschöpften Amazone tauchten endlich die ersten Häuser Drakias auf. Sie war den Weg zum Teil gerannt, zum Teil schnellen Schrittes gegangen. Schweiß rann ihr die Schläfen hinab, der Puls raste, ihre Hände zitterten vor Anstrengung. Die Schmerzen in ihrer Seite ignorierte sie fast völlig, als sie sich erneut in Bewegung setzte und schließlich die Stufen zum Rathaus fast hochstolperte.
Sie riß die Türe auf, blieb in der Eingangshallte stehen und rief immer wieder nach Jean.
Zuerst tat sich nichts, doch dann streckte er endlich den Kopf zu einer Tür hinaus. Die Amazone rang nach Luft und hatte sich nach vorne gebeugt. Stockend berichtete sie Jean, wie sie Frost gefunden hatten.
Der Gardist machte sich sogleich ans Werk. Wenig säter standen zwei Schatten vor ihm, die mit dem Auftrag entsandt wurden, dem Gardeführer entgegen zu gehen. Jean und Kiina, die sich mittlerweile wieder beruhigt hatte, erklommen nun die erste Etage und bereiteten ein Zimmer vor.
Eine Schale mit frischem Wasser, saubere Tücher und allerhand anderes wurde zusammengetragen und bereit gestellt.
Jetzt mußten sie nur noch auf die Ankunft der 4 Männer warten. Jean verließ das Zimmer wieder, mit der Andeutung, etwas Essbares zuzubereiten lassen. Kiina stand derweil am Fenster und schaute auf die Straße hinab.

Gnat
Der Schweiß strömte sein Gesicht hinab wie ein Sturzbach. Die Schritte wurden immer schwerer und kürzer. Es war kaum noch die Kraft die Gnat immer weiter zwang sondern einzig und allein der Wille seinem Freund zu helfen. Schritt für Schritt arbeitete er sich durch das Gras, kämpfte mit jedem Atemzug und versuchte das Stechen in der Lunge zu ignorieren. Das Silber seiner Rüstung war schon lange keines mehr. Mittlerweile war sie überzogen vom roten Blut des schwarzen Kriegers.

Ein plötzliches Rascheln aus dem Gebüsch brachte wieder Leben in seine trüben Augen. Die Umrisse zweier näherkommenden Gestalten waren erkennbar doch konnte Gnat sie in der Dunkeltheit nicht sofort identifizieren. Vorsichtig hielt er inne und ging etwas in die Knie um im Notfall den Verletzten schnell ablegen und zur Verteidigung übergehen zu können. Doch erleichtert atmete Gnat auf als er die Rüstungen der beiden Schatten erkannte. "Wir werden euch helfen" riefen sie nur in die Nacht hinein und hieften Frost aus den verkrampften Armen des Gardisten.

Erschöpft ging dieser in die Knie und erkannte nur verschwommen wie sich die Umrisse wieder entfernten. Erst jetzt sah er auch die vielen Lichter der Siedlung die durch die düsteren Bäume schienen. Mit letzter Kraft rappelte er sich auf und orientierte sich nur noch an den vielen kleinen Punkten...
"Macht euch keine Sorgen wir werden uns mit größter Mühe um ihn kümmern doch Ruhe ist jetzt mit das Wichtigiste für ihn. Wir werden die Wunden nähen und behandeln. Ihr selbst seid jetzt zu geschafft
um ihm noch eine Hilfe zu sein" sprach der Schatten beruhigend zu dem schweißgebadeten Gardisten der mit strenger Miene vor der Tür zu Lümmels Gemach stand. "Ich muss ..." Er neigte sein Haupt. "Ihr habt recht" "Unten im Speisesaal steht etwas Essbares für euch bereit. Geht euch ausruhen" fügte der Schatten noch hinzu und verschwand dann im Zimmer.

"Viel Glück alter Freund" rief Gnat noch hinterher und wandte sich dann der Amazone zu. "Ich denke wir sollten uns wirklich stärken gehen" meinte er mitleidig und legte beruhigend seine Hand um ihre Hüfte. "Er wird es schaffen ... da bin ich mir ganz sicher"

Kiina
Kiina hatte mit sorgenvoller Miene zugesehen, wie die beiden Schatten Frost in das Zimmer trugen und dann die Tür schloßen.
Sie wurde aus den Gedanken gerissen, als sich Gnats Arm um ihre Hüfte legte. Ein stummes Nicken und die beiden stiegen die Treppe hinab. Jean hatte nicht an Mühe gescheut. Allerhand Leckereien standen fertig serviert auf der Tafel und luden ein, sich zu setzen.
Kiinas Magen schlug abrupt Alarm. Die ganze Zeit hatte sie nicht daran gedacht, etwas Essbares zu sich zu nehmen.
Beide setzten sich an den Tisch und griffen zu. Während die Amazone aß, dachte sie über die letzten Tage nach. Viel war pasiert und die Müdigkeit ließ wand sich nun langsam durch ihren Körper.

Gnat
Bestimmt zwei Stunden saßen sie, schwiegen und schoben gelegentlich etwas Essen in ihre Münder. Immer wieder musste Gnat sich zwingen die Augen zu öffnen und nicht gleich hier und jetzt einzuschlafen. Doch er wollte schon beinahe aufgeben denn nicht einmal zum Sprechen hatte er noch genügend Kraft. So saß er einfach da und musste immerfort an seinen verletzten Freund denken. Langsam glitt sein Blick hinüber zu Kiina, die er beinahe vergessen hatte, und er erkannte das sie auf die Arme gestützt eingenickt war.

Leise lächelte Gnat und entlockte seinem Körper die letzten Kraftreserven als er sich erhob und sie langsam durch die Gänge in ihr Zimmer trug, wobei er selbst fast der Ohnmacht nahe war. Einsam hallten die schweren Schritte durch den finsteren Gang bis auch sie nach vielen Minuten endlich verstummt waren und der Gardist ihr Gemach erreicht hatte.

Vorsichtig legte er Kiina in die seidigen Kissen, strich ihr kurz durch das Haar und verließ darauf das Zimmer um sein eigenes aufzusuchen. Dort angekommen lösten sich knallend einige Schnallen und der mächtige Panzer wurde über seinen Oberkörper gezogen. Nach und nach entfernten sich auch Beinplatten, Plattenschürz und der Rest der Kleidung. Ein kaltes Bad wartete bereits auf ihn.

...

Frisch gereiningt und gewaschen, nach Kräutern riechend und sauber gekleidet in einfache Sachen verließ er abermals sein Zimmer um wieder das der Amazone aufzusuchen. Als Gnat es betrat bemerkte er sofort den sanften Schein der wenigen lodernen Kerzen und die wohlige Wärme nach diesem mehr als erfrischenden Wasserbad. Kiina war wohl selbst noch einmal aufgestanden denn das Bett war leer aber aus dem Badezimmer trat das Gräusch von plätscherndem Wasser. Erschöpft ließ sich der Krieger auf dem Sofa nieder, zog sich die Stoffdecke über den Bauch und starrte noch eine Weile an die Zimmerdecke wo Schatten und das Licht der Kerzen einen freudigen Tanz vollführten ...

rest fehlt



24.06.2002 01:16#109
Alaerie Seite 10
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von Kiina
Das Tuch in ihrer Hand war warm. Geräuschvoll tauchte es in die Schüssel mit dem kalten Wasser. Leicht wrang Kiina es aus und schritt dann zurück zum Bett. Sorgenfalten zeichneten sich auf ihrer Stirn ab, denn Frost war mittlerweile dem Fieber verfallen. Vorsichtig sank das Tuch auf seiner Stirn nieder. Kleine Schweißperlen ließen seine Haut schimmern und die Amazone wischte mit einem anderen Tuch vorsichtig über die Haut.

Der Gildenlose warf hin und wieder den Kopf von einer Seite auf die andere und murmelte unverständliche Worte. Leise drangen die Worte der jungen Frau an sein Ohr, die ihn beruhigen sollten, aber sie schien nicht zu ihm durchzudringen. Es hatte nahezu den Anschein, als weile er ganz woanders. "Nein ...... fort! Orks ......" mehr konnte sie nicht verstehen, aber es reichte. Sachte ergriff sie seine Hand und sogleich schloß seine sich fast schmerzhaft verkrampft um die ihre. Die Amazone sagte kein Wort und hielt still.

Eine kleine Ewigkeit schien es gedauert zu haben, bis sich der Atem Frosts beruhigt hatte und er anscheinend traumlos schlief. Kiina ließ die Hand los, die nun locker in der ihren lag und stand auf. Gnat war auf dem Sessel eingenickt. Lächelnd schritt sie näher, nahm eine Decke und legte sie über den hohen Gardisten. Sanft strich ihr Handrücken an seiner Wange entlang, bevor sie sich auf dem Sofa niederließ. Ein paar Stunden Schlaf nur, mehr verlangte sie im Moment ja gar nicht.





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von Kra'Shak
Das Training wurde immer uninteressanter. Er betan sogar richtig langweilig zu werden. Zwar gab es immer wieder ein paar Dinge die neu waren aber im Großen und Ganzen hatte sich aber nicht viel geändert. Doch es gab eine Sache die hatte sich wohl geändert und diese Sache hatte auch einen ganz wichtigen Teil von KraShaks leben verändert.

Es begann an einem Morgen wie jeder andere auch im Lager der Lehrlinge. KraShak und sein Freund Haiopei waren wie jeden Morgen runter zum Meer gerannt und waren gerade dabei sich zu waschen. Als sie sich nach dem allmorgendlichen Waschgang wieder in Richtung zu seinem Laden und wollten da wieder ihr Frühstück zu sich nehmen wie auch jeden Morgen. Doch heute war es anders, als die beiden Freunde zum Landen gingen war auf der Türe ein Zettel gehangt auf dem Folgendes stand:

KraShak
Ich muss dir mitteilen dass der Laden von nun an nicht mehr unter deiner Aufsicht ist. Ab heute wird der Laden von Berne beaufsichtigt. Ich werde dir auch einen Grund nennen warum. Da du anfangs sehr skeptisch gegenüber des Ladens warst war ich mir nicht so sicher ob das auch so gut und effektiv wäre wenn du weiter hin den Laden leiten würdest deshalb hat nun Berne die Aufsicht über ihn. Aber ich bin gerne Bereit dir auf Anfrage einen Neuen Beruf zu zuteilen.

Bis dann Brach

Der Schatten musste sich erst einmal setzen und sagte erst einmal nichts er dachte darüber nach was er nun ohne den Laden machen würde. Aber dennoch hatte er keine Zeit Trübseil zu blasen denn die Gardisten riefen schon wieder fürs Training!





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von Superluemmel
Das Erste was Frost auffiel als er erwachte, war die Abwesenheit des Nebels, der die letzten Tage über um seinen Geist gelegen hatte. Das erste Mal seit seiner Verwundung konnte er wieder klar denken.
Frosts erste Gedanken galten seinem Schwert und seiner Rüstung. Gehetzt sah er sich in dem kleinen Raum um und er war sichtlbar erleichtert, als er seine Ausrüstung auf einem Stuhl sorgfältig zusammengelegt sah. Der Eisbrecher ruhte in seiner Scheide an der Wand.
Sofort stemmte sich der Krieger hoch und versuchte aufzustehen. Als er seinen linken Arm hob, musste er bedrückt feststellen, dass er keinen Fieberträumen zum Opfer gefallen war. Irgendetwas stimmte nicht mit dem Arm. Er reagierte nicht einmal mehr halb so schnell wie zuvor und die Bewegungen waren bestenfalls noch als träge zu bezeichnen.
Mühsam schwang der Gildenlose die Beine aus dem Bett. Ein dumpfes Pochen in seiner rechten Wade zeugte von der Wunde des Splitters, den er dort herausgerissen hatte. Aber der Schmerz war durchaus zu ertragen, und so versuchte Frost, sich vollends aufzurichten.
Da er so lange gelegen hatte, überkam ihn auch wie erwartet sofort ein heftiges Schwindelgefühl und der Krieger musste sich an der Lehne des Stuhls festhalten, um nicht hinzufallen. Nach ein paar Sekunden legte sich der Schwindelanfall wieder und Frost traute sich, mit unsicheren Schritten zu seiner Ausrüstung hinüberzugehen.
Die dunkle Lederkleidung war schnell angezogen, aber die Rüstung erwies sich als etwas komplizierter anzulegen, da Frost in der Linken kaum Gefühl hatte und so immer wieder an den Schnallen abrutschte. Doch nach einiger Zeit war auch dieses Unterfangen geglückt und kurz darauf fühlte der Krieger auch wieder das vertraute Gewicht des Eisbrechers an seinem Rücken. Doch irgendwie kam ihm seine Ausrüstung heute so schwer vor.... Schließlich streifte der Gildenlose auch noch den Mantel über und wandte sich dann zur Tür. Erst jetzt fiel ihm auf, dass Kiina schlafend auf dem Sofa lag. Hatte sie die ganze Zeit über ihn gewacht? Frost rechnete ihr diesen Dienst hoch an. Um die Amazone nicht aufzuwecken, ging Frost so leise es ging zu der Tür und stand dann auch kurz darauf auf dem Gang. Langsam und vorsichtig begab er sich zur Treppe wobei er sich an der Wand abstützte um auf Nummer sicher zu gehen.




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von Gnat
"Den Schwung mehr ausnutzen!"; "Noch mehr in die Knie!" brüllte Gnat als er durch die Reihen der trainierenden Buddler und Schatten schritt. Die Sonne brannte ohne Gnade auf sie herab und der Schweiß perlte glitzernd über rotangelaufene Gesichter. Nicht ein kühler Windzug wurde ihnen geschenkt sondern es dominierte nur die pralle Hitze. Das Geklirr von aufeinanderschlagendem Stahl dröhnte in seinen Ohren und spannte die Muskeln voller Befriedigung unter den schweren Platten der Rüstung. "Beweg deinen fetten Arsch!"
Ein wundervoller Tag.

"Genug erstmal" beendete Gnat die Übungen mit verschränkten Armen vor der Menschansammlung stehend. Keuchend und nach Luft ringend hielten die Kämpfer inne, stützten sich auf ihre Knie und sahen mit feuchtem Blick hinauf zum silbern funkelnden Gardisten.
"In den letzten Tagen wurdet ihr unterrichtet. Ihr habt etwas für eure Stärke, Kondition und Technik getan. Wie ich sehe haben die meisten von euch gute Fortschritte gemacht. Doch heute ist es der letzte Tag, an dem wir Gardisten euch trainieren werden. Ab jetzt wird jeder seine Fähigkeiten im Kampf selbst verbessern müssen. Wir haben euch die Grundlagen gelehrt, alles andere muss sich jeder selbst beibringen.

Wie ich bereits zum Anfang des Trainings erwähnte wird jeder mit der Zeit einen eigenen Kampfstil entwickeln. Der eine legt mehr Wert auf die Kraft des Schlags, der andere mehr auf schnellere Bewegungen. Ihr werdet eigene Kombinationen finden die für euch am besten geeignet sind. Doch das auch nur wenn ihr ständig übt und eure Fähigkeiten immer wieder unter Beweis stellt. Man lernt nie aus. Die Grundlagen habt ihr jetzt. Macht etwas daraus!"
Leise klirrten die Ketten unter der schweren Fratze des Brustpanzers als sich seine Brust ruhig wölbte und senkte. Gelassen
fixierte Gnat jeden einzelnen der Männer und betrachtete ihn einmal gründlich von oben bis unten. ein zaghaftes Lächeln umspielte seine Lippen. "Ihr habt es fast geschafft Jungs. Doch verlange ich noch etwas zum Ende. Erst dann könnt ihr die Ausbildung als abgeschlossen betrachten.

Unsere Späher haben mehrere Höhlen ausgemacht wo sich kleine Resttruppen der Untotenarmee versteckt halten. Sie sind zersplittert und stellen für eine Gruppe keine große Gefahr mehr da. Doch ganz ungefährlich sind auch sie nicht. Sie sind nicht sonderlich stark, halten nicht sehr viel aus doch das Gefährliche an ihnen ist ihre Anzahl. Sie kennen weder Furcht noch Erschöpfung. Sind also ein ernstzunehmender Gegner.

Wenn ihr südlich den Strand entlangzieht werdet ihr auf eine solche Höhle treffen. Eure Aufgabe besteht darin sie von diesem Ungeziefer zu befreien." Plötzlich herrschte absolute Stille. Nur das Platschen des Wassers als es gegen die Kaimauer donnerte brachte etwas Leben in da Schweigen. Gnat lächelte finster. "Wer das befolgt, was wir euch gelehrt haben, der wird überleben. Zusammen könnt ihr es schaffen doch wird es nicht leicht für euch.

Ihr zieht jetzt los und kommt erst wieder wenn jeder Knochen der Skelette zerböselt den kalten Höhlenboden schmückt. Dann wird ein unbewaffneter Gardist die Höhle betreten. Kommt er wieder heraus, so habt ihr eure Sache gut gemacht. Wenn nicht dann .... naja werdet ihr schon sehen. Ich will euch jetzt nicht allen Mut nehmen. Oben in der Barracke liegt eure Ausrüstung die euch die Gardisten am ersten Tag abgenommen haben. Ich denke ihr werdet sie brauchen. Also los los worauf wartet ihr?"





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von Chris
Chris lief mit der Gruppe nach oben in die Barracke. Die Rüstungen waren wieder wie neu und auch die Waffen, welche sie am ersten Tag abgelegt hatten, lagen auch auf ihren Betten. Der Schatten zog sich sein Kettenhemd an und auch seine Lederschuhe, die mit einer Schicht Stahl verbessert waren. Die Rüstung war wieder ungewohnt und schränkte ihn für die ersten Minuten ein. In der Barracke war es ziemlich still, alle hatten Angst, was würde passieren wenn die Untoten Armee über sie herfiel und sie alle Tod sein werden? Der Schatten zog nun die Schattenhose an und auch die andere Rüstung, über seinen Torso. Alle waren fertig und stellten sich vor der Hütte auf. Der Schatten Steckte sein Schwert in den Halfter und stellte sich auch drausen auf. Alle Mann standen nun in einem Kreis, der Schweiß lief ihnen hinunter und die Angst machte sich breit, den Mut verloren sie, aber es könnte eine neue Bedrohung für ganze Barriere sein.

Die Gruppen teilten sich in Chris Alonso und Graven gingen miteinander und so machte sich der Rest auf den Weg. Der Abstieg ging sehr schnell und die Truppe lief am Strand entlang mit einem Gefühl von leere. Die ersten höhlen sahen die beiden Gruppen. Alonso tauschte mit Kra´Shak, welcher nun mit der Chris Gruppe mitging, damit die Gruppen gleich Stark waren...........





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von Haiopei
Haiopei ging in die Hütte und zog sich seine Schwere Buddlerhose an, nahm sein Schwert und stellte sich vor die Hütte. Sie teilten sich in 2 Gruppen auf haiopei war mit Pulze und Alonso in einer Gruppe er schien der einzige zu sein der zwar Angst hatte aber sich auch ein bisschen freute das er endlich einmal sein können unter beweis stellen konnte. Als sie alle fertig waren gingen sie los Alonso ging vor da er sich dort besser auskannte sie gingen etwa eine halbe Stunde dann sahen sie auch schon eine Höhle.
Das ist die Höhle mal sehen was uns bevorsteht sagte Alonso sie gingen langsam zur Höhle aber auserhalb war nichts zu sehen also gingen sie in die Höhle um die Untoten zu zerstören.....





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von Haiopei
Haiopei und die anderen betraten die Höhle es war dort sehr Dunkel man konnte fast nichts erkennen jeder nahm sich einen Ast vom Boden mit damit sie wenigstens etwas hatten was einer Fackel ähnlich war sie gingen etwa 20m weit in die Höhle hinein dann hörten sie ein klappern alle zogen gleichzeitig ihre Schwerter sie warteten einen Moment doch es schien wohl nur falscher alarm gewesen zu sein. Sie gingen ein paar Meter und hörten diese klappern wieder diesmal dachten sie sich nichts dabei und gingen mit gezogenen Waffen weiter in die Höhle hinein.

Dann hörten sie etwas was sich so ähnlich wie schritte anhörte sie blieben stehen und waren bereit zu Kämpfen die Fackeln halfen nicht mehr sehr viel da jetzt in der Höhle völlige Dunkelheit herrschte die nicht einnmal das Feuer erhellen konnte, aufeinmal kahmen ein paar Skellete aus dem Dunkeln heraus sofort schlugen haiopei und die anderen auf sie ein doch die Skellete konnten gut ausweichen und daher trafen sie sie nur selten er ging im gedanken noch ein mal die Tipps von Gnat und den Gardisten durch er er sollte jeden schritt des Gegner beachten und sich auf nichts anderes mehr konzentrieren.
Er versuchte sich auf die Bewegungen des Skelletes einzustellen und schlug zu er traf es eine Rippe brach aus dem Untoten heraus der Buddler holte noch einmal aus und schlug dem Skellet noch eine Rippe, dann holte er aus und schlug so fest zu wie er konnte zu er traf die Wirbelsäule und das Skellet viel in seine Einzelteile ausseinander. Die anderen hatten nun auch ein paar Skellete zu Boden gebracht also gingen sie weiter sie mussten nicht lange gehen da kahmen schon wieder ein paar dieser höllenkreaturen auf sie zu die sie aber schnell zu Boden brachten da sie jetzt warm geworden waren sie gingen immer tiefer in die höhle hinein und sie wussten nicht was sie noch alles erwarten würde........





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von Chris
Der Schatten ging die nächsten 50 Meter weiter den Strand mit der Gruppe entlang. Die Rüstungen zitterten als man die ersten Knochen von drausen hörte. Der Schatten zündete sich einen Sumpfkrautstengel an. Er rauchte diesen mit den anderen noch in ruhe fertig. Kra`Shak zündete die Fackel an und gab sie Chris, welcher als führer vorran ging. Die höhle ist nicht gerade klein, aber die Truppe, fühlte sich sicher, da sie ihre Rüstungen und ihre Schwerter wieder hatten. Die Fackel erlosch schön langsam. die Truppe stand wieder im Dunkeln. Chris hohlte eine Fackel aus seinem Sack, als er diese Angemacht hatte und aufstand, stand ein Skellet Krieger vor ihm, welcher gerade seinen Schurhacken auszog, doch Kra`Shak stürmte nach voren und hielt sein Schwert unter den herrunter Rasenden Schurhacken, Chris ließ die Fackel am Boden liegen und zog auch sein Schwert. Die drei schlugen auf den Skellet Krieger ein und sie merkten, das sie sich verbsessert haben. Die schläge waren Kraftvoll und schwunghafter, so schlugen sie das Skellet in ihre einzellteile. Chris hatte gemerkt, das es so nicht ging, sie mussten eine andere Lichtquelle finden, da eine Fackel nicht so lange brannte.

Nach einigen Stunden und einigen Knorpeln und Knochen am Boden, war die Gruppe schon einen Gang komplett abgegegagen, doch es gab auch immer wieder neben höhlen, welche sie bissher vermieden. Je höher sie die höhle hinauf gingen, desto heller wurde es. ganz oben, fanden sie einen Skelletmagier, welcher schon einen Feuerball auf die Grupper schleuderte..........




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von Haiopei
Die Gruppe ging immer weiter in die Höhle hinein sie mussten sich noch gegen einige Skellete behaupten sie gingen immer weiter bis sie am Ende der Höhle angekommen waren sie dachten sie hätten es geschafft doch als sie sich umdrehten standen 5 Skellete hinter ihnen und sie waren nur zu dritt sie machten sich bereit für den vieleicht letzten Kampf ihres lebens und und rannten auf die Skellete zu haiopei schlug einem Skellet den rechten Arm ab doch es kämpfte weiter als ob nichts geschehen wäre.

Haiopei passte einen Moment nicht auf und ein Skellet hätte ihn fast getroffen doch Pulze brachte es in der letzten Sekunde zu Boden Alonso kämpfte auch mit 2 skelleten aufeinmal doch er schien damit nicht sonderlich Probleme zu haben er schlug sie beide kaputt so das die Knochen fast nur noch staub waren. Es war ein harter Kampf doch sie hatten ihn bestanden sie suchten noch einmal die ganze Höhle und nahmen die Schürhaken und die Rostigen Schwerter der Skellete mit bevor sie wieder zurück zu Gnat gingen um ihm zu sagen das sie es erledigt hatten. Sie waren schon gespannt darauf ob der Gardist wieder aus der Höhle kommen würde.





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von Gnat
Regungslos stand Gnat am Kai und blickte gedankenverloren auf das tosende Meer. Es glitzerte nicht mehr im klaren Blau wie eigentlich sonst immer sondern wandelte sich mit einem Male in düsteres Grau. Hohe Wellen schlugen gegen die hölzerne Mauer und ergossen feinen Regen über ihn. Etwas beunruhigte den Gardisten. Er wusste nicht was es sein könnte doch lag Gefahr in der Luft. Nie hatte sein Instinkt ihn getäuscht. Doch was könnte es sein? Sorgenfalten zogen sich über die glatte Stirn und in seinen Augen lag ein erwartungsvolles Funkeln. Erst als sein Blick etwas abschweifte entdeckte er mehrere Schemen die langsam den Strand entlang auf ihn zukamen.

"Die kleinen Dreckfresser haben es wirklich geschafft. Eine weitere Höhle ist sauber" verkündete der Gardist dreckig grinsend als er in Reichweite des Gardeführers kam. "Nichts als Knochensplitter zieren den Höhlenboden. Sie haben ihre Sache gut gemacht." fügte er noch hinzu und ging hinter seinem Vorgesetzten in Stellung. "Sehr erfreulich" murmelte Gnat ohne den Blick auf den roten Krieger zu richten.

Erst nach einer weiteren lang andauernden Betrachtung des Meeres stemmte er die Arme gegen die Hüften und wandte sich den Trainierenden zu. "Okay aufgepasst. Ihr habt die Ausbildung nun abgeschlossen. Einige von euch noch nicht entgültig aber sie wissen nun zumindest wie man eine Klinge richtig hält. Ihr besitzt nun das Wissen und das Können um Gefahren entgegenzutreten. Übt ständig weiter und verbessert euch. Nur so könnt ihr wirklich gute Kämpfer werden. So nun verzieht euch"

Grinsend wandte Gnat sich ab und ignorierte die Freudensschreie der Männer. "Zwei der Jungs haben sich ziemlich gut gemacht. Vielleicht sogar mehr als das." Von dem Gardisten wurde Gnat aus den Gedanken gerissen. Interessiert sah er sich zu ihm um. "Wie meinst du das?" "Naja der eine hat Jim im Kampf, ganz knapp aber immerhin, besiegt und der andere hat auch Geschick bewiesen. Würden sich vielleicht gar nicht schlecht machen als Gardisten." "Sehr interessant. Schick sie mal zu mir"

Bereits wenige Minunten später kam der Gardist mit Chris und Alonso im Schlepptau zurück. "Das sind die beiden." Eiskalt besah Gnat die beiden Männer von oben bis unten. Lange mussten sie sich dieser Betrachtung unterziehen lassen doch dann brach Gnat das Schweigen. "Wie heißt ihr beide denn? Ich habe gehört ihr habt euch sehr gut gemacht beim Training. Was wollt ihr denn in der Zukunft einmal erreichen?" Etwas warmes lag in seinem Tonfall und sein Blick wurde zutraulich. Es war nicht mehr das Bild des harten und kalten Gardisten sondern mehr das eines Kameraden.





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von Chris
Chris stellte sich mit seinem Schwert zu Boden vor den hohen Gardisten und sagte seinen Namen. Alonso und Chris wussten nicht, was nun passieren würde, aber die wärme in der Stimme des hohen Gardisten und das lächeln, der Gardisten, gab den beiden Schatten wieder Mut. Beide Sprachen ihren Wunsch aus, beide wollen Gardisten werden, doch was würde nun geschehen?
Gnat fragte nochmals, was wollt ihr werden.

Die beiden Schatten schauten auf und sagten: Wir wollen Gardisten dienen, Gomez vor dem Abschaum der Barriere Schützen und unser Leben für das Alte Lager Gomez und die Feuermagier opfern.

Gnat grinste.........





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von Gnat
Gnat musste kurz lachen. War er doch früher nicht anders als diese beiden Jungen. Sein Blick wurde wieder streng und ernst. Genau wie sein Tonfall.
"Ahja Gardisten wollt ihr also werden. Erstmal gibt es da ein paar Dinge die jedem neuem Gardisten gesagt werden müssen. Passt gut auf denn ich sage sie nur ein mal. Bisher habt ihr euch meist allein durchgeschlagen, aber damit ist nun Schluss. Meine Jungs halten zusammen. Die Gardisten beschützen die Erzbarone das Erz das Lager und die Mine. Die Buddler schürfen das Erz aber wir passen auf das sie nicht von den Crawlern gefressen werden. Die Barone verhandeln mit dem König aber wir decken ihren Arsch dabei. Wir stehen Tag und Nacht in der Mine. Wir stehen Tag und Nacht an den Toren des Lagers und passen auf das alle ruhig schlafen können. Als wir hier angefangen haben da waren wir Freiwild. Aber wir haben uns behauptet. Wir alle haben hart dafür gearbeitet, um diese Leben aufzubauen. Ich erwarte nur eins von meinen Jungs: Dass sie zusammen halten! Dann werden wir das alle behalten können dann überleben wir. Alles andere werdet ihr schon mit der Zeit rausbekommen. Haltet euch bereit und helft gerade da wo Not am Mann ist oder irgendwas zu erledigen ist."
Gnat selbst war gerührt als er diese Worte ausgesprochen hatte den genau mit diesen wurde auch er aufgenommen und würde sie nie vergessen. "Wenn ihr denkt das ihr bereit seid so betrachtet euch hiermit aufgenommen in die Reihen der Gardisten." Er zwinkerte den beiden freundlich zu und wartete die Antwort.




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von Haiopei
Haiopei und die anderen freuten sich sie hatten es geschafft das harte Training hatte sich wirklich gelohnt sie waren jetzt Meister im umgang mit dem Einhndschwert und sie freuten sich schon darauf wieder jagen zu gehen und ihre Fähigkeit noch mehr zu steigern.
Ihre Schwerter fühlten sich leichter an und sie konnten sich wesentlich schneller schwingen als vorher.
Haiopei beschloss noch heute in das Alte Lager zurückzukehren er wollte auf den Weg dort hin noch ein bisschen jagen um zu testen wie gut er sich gesteigert hat. Die anderen waren noch miteinander am reden und sich am freuen aber haiopei machte sich auf zum Alten Lager er trat durch das Tor hinaus in die Wildnis.





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von Chris
Der Schatten steckte gerürt sein Schwert in den Halfter und sah den hohen Gardisten an. Was sollte Chris jetzt sagen? Er konnte nicht, sein wunsch seit dem er ins alte Lager gekommen ist, ist in erfüllung gegangen. Die Buddler gingen wieder nach zwei harten Wochen ins AL, aber Chris und Alonso, waren einfach begeistert. Chris streckte die Hand aus und Schüttelte sie Gnat, welcher freundlich grinste.
Ich werde die Worte von dir in meinem Herzen behalten und den Baronen den Hintern denken, ihnen helfen wann immer es nötig ist und auch das Lager werde ich mit den anderen Gardisten gut behüten.
Chris wartete nun auf die Worte von Gnat........





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von Gnat
"Sehr gut dann heiße ich euch nochmals willkommen in der Garde. Am Anfang werdet ihr euch noch etwas eingewöhnen müssen aber ich denke die anderen, also eure Kameraden, werden euch da behilflich sein. Nicht wahr?" Lächelnd sah Gnat zu dem anderen Gardisten
der nun auch einem breiten Grinsen verfallen war. "Klar doch. Willkommen in der Garde Jungs"

"Ihr seht hier in der Garde habt ihr viele Freunde die euch nicht hängenlassen und in schwierigen Stunden zu Seite stehen. Doch dafür ist euer freies Leben jetzt vorbei. Ihr unternehmt nichts mehr auf eigene Faust. Auch als Gardist lebt man in dieser Barriere nicht ganz ungefährlich. Vergesst das nicht. Jonsen hier wird euch nun ins alte Lager begleiten. Dort sprecht ihr noch einmal Thorus und begebt euch dann zu Scatty dem Händler. Er wird euch beiden ein Gardeschwert und eine leichte Gardistenrüstung aushändigen. Tragt beides in Ehren.

Schaut euch auch in Ruhe in der Kaserne um, sucht euch ein Bett und ruht euch aus. Morgen gehts los. Ihr werdet den Vormittag auf dem Hof mit den anderen trainieren und nachmittags am Tor Wache stehen. Thorus wird euch schon einteilen. So dann wartet nicht länger. Ich wünsche euch viel Glück!




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von Kaszan Toras
Die Wolken über Drakia hingen tief im Land, wahrscheinlich kam ein Sturm auf das kleine Städtchen zu. Doch welcher Natur dieser Sturm letztendlich war, würde sich noch zeigen.
Am Horizont zeichnete sich ein dunkler Schemen von der grauen Masse der Wolkenberge ab, welcher sich schnell dem Hafen Drakia's näherte. Schon bald konnte man erkennen, dass es sich bei dem Schemen um einen monströsen Koloß von Schiff handelte, eine seltsame mast-und segellose Konstruktion, die aber dennoch eine beachtliche Geschwindigkeit erreichte.
"Alle Mann auf Gefechtsstation!", brüllte Kaszan Toras, der General der Armee von Gorthar. Beinahe augenblicklich verwandelte sich das Treiben auf dem Schiffsdeck in einen wahren Bienenstock, als sechzig Soldaten sich daran machten, ihre Positionen einzunehmen. Stolz sah Kaszan zu, wie seine Männer das Schlachtschiff in Rekordzeit kampfbereit machten.
"Kapitän Kortmann, Kurs beibehalten und in vierhundert Metern Entfernung zum Hafen stoppen."
"Jawohl General!", kam sogleich die Bestätigung.
Die Sturmbringer raste weiterhin mit Höchstgeschwindigkeit über die Wellen, direkt auf das kleine Hafenstädtchen von Khorinis zu. Sicherlich war das riesige Flaggschiff inzwischen bemerkt worden, doch Kaszan legte keinen Wert auf einen Überraschungsangriff. Dieses Mal würde er sich nicht auf einen Nahkampf einlassen. Wenn sich die Häftlinge widersetzten, sollten sie die ganze Macht des Schiffes zu spüren bekommen.
Wie befohlen nahm die Sturmbringer bald Fahrt zurück und kam schließlich gänzlich zum Stillstand.
"Geschütze bereit machen zum Feuern! Wartet auf meinen Befehl! Brandladungen werden nur auf meinen ausdrücklichen Befehl hin abgefeuert!" Während Kaszan auf die Vordertrutz eilte dachte er daran, wie das Lager im Sumpf beinahe niedergebrannt worden wäre, weil zwei Soldaten Brandsätze abgefeuert hatten. Nur Kortmanns schneller Reaktion war es zu verdanken, dass es nicht zu einem Inferno gekommen war.
Inzwischen war Kaszan bis zu einem der Fronttorsionsgeschütze vorgedrungen. Auf seinen Befehl hin beeilte sich einer der Richtschützen, ihm Pergament sowie Schreibzeug zu bringen. Nach seiner Rückkehr machte sich der General sofort daran, mit seiner geschwungenen Handschrift eine Botschaft auf das Pergament zu bannen. Dieses überreichte er wieder dem Schützen, welcher das Pergament an eine der Metallkugeln band und dann mit Hilfe eines weiteren Soldaten das Torsionsgeschütz lud.
"Auf den großen Platz hinter dem Kai zielen und feuern!", lautete Kaszan's Befehl. Sogleich machten sich die beiden Soldaten daran, das Geschütz genau auszurichten. Dann feuerte das Geschütz mit einem lauten Klacken seine Last gen Drakia. Die Kugel beschrieb eine saubere Parabelbahn und senkte sich dann dem Zielort entgegen. Die Steinplatten wurden teilweise zertrümmert, als die schwere Metallkugel auf dem Steinpflaster aufschlug und sich in den Erdboden bohrte. Jetzt blieb erstmal abzuwarten, wie die Sträflinge reagieren würden.




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von Berne
Berne war in seiner Werkstadt und arbeitete ein einem "schnellen Handelsschiff" für Gnat. Der Stadthalter hatte es vor 3 Tagen bei Berne bestellt und bis jetzt stand das Gerüst eigentlich schon fast. Es war einige Arbeit so ein Schiff zu konztruieren und dann auch zu bauen. Vor allem wurde dieses Schiff als eine Art Geschenk an den Stadthalter hergestellt. Nur die Materialien musste jener zu Berne bringen, es war auch schon fast alles angekommen unter anderem auch ein haufen eisen beschläge... Hinter der Halle in der sich die Werkstadt befand lag ein großer Baum der später den Mast bilden würde. Ein schöner großer Baum den man naütrlich auch heraus nehmen kann... Ein wunsch von Gnat.
Bis nun der rohbau soweit erstmal "trocknen" würde machte sich Berne an die Arbeit und fertigte das Ruder und die Pinne... Auch das Schwert war schon angefangen worden.

Plötzlich rannte einer der Fischer durch die kleine Hafenstadt und schrie: "Ein großes Schiff vor dem Hafen! Und es schießt auf uns..." Berne ging noch mit seinem Werkzeug aus der Werkhalle hinaus und rannte dann selbst in richtung Hafen, sein Laden war schließlich in einer der beiden kleinen Seitengassen von Drakia. Er wollte sehen was das für ein großes Schiff sein sollte....




der rest fehlt



24.06.2002 01:18#110
Alaerie Seite 11 teilweise, Danke Cifer!
Seite 11 teilweise

Berne
Berne stand inzwischen nicht weit von dem Hohen Gardisten Gnat und einem General der Königlichen bzw hier wohl er Herzöglichen Armee entfernt. Juhu endlich kommt jemand aus der Außenwelt zu uns! In diesem Loch war es ja wohl kaum mehr auszuhalten... Der Händler wollte am liebsten wieder in die Stadt zurück aus der er mit Brach verschleppt wurde. Ach wie schön vielleicht würden sich die Verbrecher hier drinnen endlich dem Herzog unterwerfen...
Vielleicht würde Berne dann auch wieder einen Laden in der Stadt des Herzogs haben dürfen. Fantastisch! Insgeheim schmiedete er schon wieder Pläne und träumte...

Tak
Nach einigen Tagen erreichten Tak und die Söldner endlich wieder eine menschliche Siedlung - Drakia.
"Hoffendlich gib es keinen Krieg... Verhaltet euch friedlich, auch wenn ihr dumm angemacht werdet!" wandte sich Tak an die Soldaten, kurz bevor sie Drakia betraten.
Sie wanderten ein paar Minuten durch das Lager. Aber hier war irgend etwas los. Niemand, kein Gardist, kein Schatten schien sich für sie zu interessieren, obwohl die Soldaten von Drakia alle kampfbereit zu sein schienen. Und man konnte fast keine Buddler entdecken...
"Geht zurück zum Tor und wartet, ich werde mich hier mal umsehen!" wandte sich Tak an die Söldner, die sich daraufhin zurückzogen.
Tak hingegen wanderte weiter durch das Lager, all seine Sinne waren geschärft und seine Hand ruhte auf dem Griff seines Schwertes.
Als Tak den Strand erreichte entdeckte er einige Gardisten, unter anderem einen mit der schweren Rüstung der Hohen Gardisten. Und er sah einige seltsame Typen in glänzenden, prächtigen Harnischen. Die sahen fast aus wie beim Karnevall... Tak bezweifelte, das diese schweren Rüstungen einem genügend Bewegungsfreiheit ließen, aber das brachte ihn jetzt nicht so recht weiter. Der Typ in der Karnevallsrüstung quatschte mit dem Hohen Gardisten, worüber konnte Tak durch die Entfernung aber nicht hören. Doch die Lage schien angespannt zu sein...
Gnat
Gnat war am Rande der Verzweiflung. Doch zeigte er das nicht nach außen. Sein Äußeres zeugte noch immer von Ruhe und Gelassenheit. Was sollte er tun? Länger hinauszögern konnte er das Unvermeidliche nicht, riskierte schon viel zu sehr das Drakia dem Erdboden gleichgemacht werden würde. Er wandelte auf einen schmalen Pfad der
in die Irre zu führen schien. Gnat brauchte Zeit .. doch würde er sie so nicht bekommen.

"Mir bleibt nichts anderes übrig als eure Forderungen zu akzeptieren. Ein sinnloses Abschlachten meiner Leute werde ich nicht zulassen" verkündete er mit starker Entschlossenheit in der Stimme und funkelte den General aus kalt blauen Augen an.

Kaszan Toras
Eigentlich hatte Kaszan schon gar nicht mehr mit einem Entgegenkommen des Statthalters gerechnet. Umso mehr freute es ihn, dass der Mann doch noch die Aussichtslosigkeit der Lage begriffen hatte.
"Es freut mich zu hören dass ihr keiner der Leute seid, die ihre Männer leichtfertig opfern. Es hat keinen Sinn unnötig Blut zu vergießen. Ich bin mir sicher, dass sowohl meine wie auch eure Leute eure Entscheidung zu schätzen wissen werden. Doch ich glaube ihr werdet verstehen wenn mir euer Wort als Absicherung nicht ausreicht. Aus diesem Grund werde ich mein Schiff als Operationsbasis im Hafen stationieren. Ihr werdet weiterhin euren Posten als Statthalter dieses Städtchens bekleiden, doch jegliche Entscheidungen werden vorerst von mir abgesegnet werden. Zudem verhänge ich das Kriegsrecht über diese Stadt. Niemanden ist es gestattet die Stadt zu verlassen, wer sich dennoch weigern sollte, wird mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden. Wer nach Einbruch der Dunkelheit ohne Genehmigung auf den Straßen erwischt wird, muss die Folgen tragen."
Kaszan machte eine eindeutige Geste und kurz darauf nahm die auf Feuerposition wartende Sturmbringer an Fahrt auf und näherte sich dem Hafen.
der rest fehlt

BITTE: schreibt zusammenfassungen für die fehlenden seiten und schickt sie mit angabe der seiten in meinem posts an don-esteban@t-online.de damit er sie dann in den entsprechenden post reineditieren kann. DANKE!



24.06.2002 01:20#111
Alaerie Der Rest
Seite 11

Gnat
"Ich werde es meinen Leuten bekanntgeben. Nun entschuldigt mich" Mit geballten Fäusten musste der Stadthalter die Niederlage ertragen und wandte sich vor Zorn rot angelaufen ab. Die Wut stieg ihm zu Kopf doch versuchte er sich abzulenken. Nur so könnte er die Menschen der Stadt durch diese Krise führen. "Kommt mit" murmelte er den anderen beiden zu und schon stapften die drei durch den weichen Sand der Siedlung entgegen.

"Passt auf. Die Siedlung gilt momentan als besetzt durch den Herzog Talron. Wir sind mehr als in der Unterzahl und haben nicht die geringste Möglichkeit etwas zu unternehmen. Wir werden warten müssen.
Mit der Zeit fällt mir vielleicht etwas ein. Eure Aufgabe wird es sein dafür zu sorgen, dass die anderen Bewohner ruhig bleiben und es zu keinen Opfern kommt. Riegelt die Zugangswege ab und verhaltet euch ruhig. Lasst es zu keinen direkten Auseinandersetzungen kommen. Wir würden nur den Kürzeren ziehen. Das wärs fürs erste. Es ist eine schwierige Situation aber wir werden sie meistern .. so wie wir es bisher immer getan haben. Sich blind in den Kampf zu stürzen würde nur unser aller Tod bedeuten und gebracht hätte er rein gar nichts."
Ein leises Raunen ging durch die Kriegeransammlung doch schienen sich alle einig das eine passive Stellung momentan eher von Vorteil wäre.
Ein kurzes Nicken von jedem und schon trennte sich die Gruppe. Jeder wusste was zu tun war. Gnat schlenderte zurück zum Rathaus, kletterte die Treppen empor doch ließ er es sich nicht nehmen noch einmal einen Blick auf den Kai zu werfen in dessen Nähe das Schiff geankert war.
Einige Männer hatten den Strand erreicht und verteilten sich in der ganzen Siedlung. Nur unter Qualen konnte Gnat mit ansehen wie langsam die Kontrolle aus seinen Fingern glitt.

Leise hallten die schweren Schritte des Gardisten durch die verlassenen und düsteren Gänge des Rathauses. In einer schattigen Ecke ließ er sich nieder und rutschte die Wand hinab. Er zog die Knie bis an seinen Körper heran und legte seinen Kopf darauf. Lange schwieg er ohne sich auch nur einmal aufzurichten. Er war ratlos...

Kaszan Toras
Der Licht der aufgehenden Sonne tauchte den Morgenhimmel in einen sanften, rötlichen Schein. Der Sturm letzte Nacht war vorübergezogen und nur noch wenige Wolken bedeckten den Himmel. Die Sonnenstrahlen fielen flach auf das sich kräuselnde Wasser des Fjordes, brachen sich mehrfach und wurden dann in verschiedene Richtungen reflektiert.
Drakia hatte den Sturm überstanden. Doch so richtig zum Leben wollte das Städtchen nicht erwachen. Kaum jemand zeigte sich auf den Straßen, nur ab und zu marschierte eine Patrouille über das Pflaster. Im Hafenbecken lag ein gewaltiger Koloß vor einem Schiff in Bereitschaft, das Monstrum wartete geradezu darauf, im Ernstfall zuzuschlagen.
Mit aufgeklappten Helmvisier schritt General Kaszan Toras über das Deck der Sturmbringer. Die salzige Luft des Meerwassers tat gut so früh am Morgen. Zwanzig seiner Soldaten waren im Ort stationiert worden, die restlichen vierzig verblieben an Deck des Schiffes, wo sie rund um die Uhr die Geschütze warteten und in höchster Alarmbereitschaft waren. Falls wirklich jemand so verrückt sein sollte, zu versuchen Drakia zurückzuerobern, würde er kaum noch Zeit haben, seinen Fehler zu erkennen. Die Sturmbringer hatte optimale Schusslinie auf den gesamten Ort und das umliegende Gelände. Die Torsionsgeschütze verfügten über eine effektive Feuerreichweite von ungefähr fünfhudnert Metern. Und falls es wirklich jemand schaffen sollte, bis auf Bogenschussweite an das Schiff heranzukommen würden die montierten Repetierarmbrüste Bolzen sprechen lassen. Aber Kaszan glaubte nicht wirklich daran, angegriffen zu werden. Nicht einmal die Sträflinge konnten so verrückt sein.



24.06.2002 14:31#112
Kra`Shak Ja aus hat es sich mit der ganzen Trainerei, die Einhänderschwert Ausbildung hat KraShak sehr viel stärker gemacht. Seine Ausdauer seine Kraft und seine Geschicklichkeit mit Umgang der Einhänderwaffen ist deutlich besser geworden. Nun stand er vor dem Ausgang der Siedlung und schaute sich selber auf seine Hände und war stolz auf sich! Nun hatte er aber noch ein kleines anderes Problem zu lösen!

Seine Hütte, nun war es nicht mehr seine er musste sich um schauen nach einer neuen. Er entschloss sich ins Alte Alger zu gehen. Dort würde er schon eine Hütte finden und auch das Lager war genau das wo er hin musste um einen Schritt weiter in seine Zukunft zu gehen! Er hatte sich während des Trainings schon seine Gedanken gemacht!. Er wusste genau in welche Richtung er sein Leben bewegen will.

Feuermagier sein Traum, eines Tages wenn er die Magie des Feuers Unterkontrolle hat dann könnte er vielleicht einen weg raus aus diesem Riesen Gefängnis finden. Dieser Weg würde einem Gardisten immer verwehrt bleiben! Doch der Weg zu einem Feuermagier ist lang und schwer. Seine Gedanken wanderten immer und immer wieder um dieses Thema. Er verliest mitten in diesen Gedanken Drakia!


25.06.2002 20:13#113
Kaszan Toras Es wurde schon langsam dunkel und Juwan wartete vergeblich darauf, dass die Zeit schneller ablief damit endlich seine Wachablösung kam und er zur Sturmbringer zurückkehren konnte. Glücklicherweise war es nach der Kapitulation des Statthalters zu keinen weiteren Gefechten gekommen. Die Bwohner Drakias schienen erkannt zu haben dass es keinen Sinn machte, sich gegen den Herzog aufzulehnen. Juwan begrüßte diese Einstellung. Obwohl er ein Soldat war sehnte er sich nicht unbedingt nach einem Kampf. Immerhin hatte auch er eine Familie zu versorgen und was nutzte schon ein toter Vater?
Eine Bewegung in der Gasse zu seiner Rechten erweckte seine Aufmerksamkeit. Da wollte doch tatsächlich einer dieser Typen in den roten Rüstungen Drakia verlassen. War der Typ taub oder hatte er einfach nur geschlafen als bekanntgegeben wurde dass Drakia unter Kriegsrecht stand? Na der konnte was erleben....
Mit grimmigen Gesichtsausdruck und der Hand am Schwertgriff marschierte Juwan auf den Kerl (Kra'Shak) zu und packte ihn hart an der Schulter. "Hör mal Freundchen, wo denkst du wo du da so einfach hingehst? Hast du nicht mitbekommen dass die Stadt unter Kriegsrecht steht? NIEMAND VERLÄSST DIE STADT OHNE DIE AUSDRÜCKLICHE ERLAUBNIS DES GENERALS!!! Und nun mach das du ganz schnell wieder in die Stadt zurückkommst. Zu deinem Glück habe ich heute einen guten Tag und lasse dich laufen. Aber ich merk mir dein Gesicht. Wenn ich dich noch einmal erwischen sollte oder zu hören bekomme dass du Ärger gemacht hast, kannst du was erleben! Und jetzt hau schleunigst ab bevor ich es mir anders überlege."



25.06.2002 22:54#114
Tak Auf, ab, auf, ab...
Taks Stiefel knirschten im Kies des Weges, das rötliche Licht der untergehenden Sonne spiegelte sich in seiner Rüstung. Er schritt auf und ab, hin und her, unermüdlich, ohne Unterbrechung. Tak ließ das gewaltige Schiff, das dort am Hafen vor Anker lag nicht aus den Augen. Wer war dieser verdammte General, der hier einfach hineinspazierte und die Siedlung besetzte? Was wollte er hier? Und wo zur Hölle kam dieser Typ her...?
Der Gildenlose hielt inne, das ganze Hin - und Hergelaufe brachte ja doch nichts. Vor allem würde es nicht die Ausgangssperre entfernen, die dieser fremde General verhängt hatte... Aber mit welchem Recht? Seit wann konnte einfach jemand hier reinspazieren und und ungestraft die Siedlung des Alten Lagers besetzen?
"Ich hasse diese verdammten adeligen Schmarotzer..." grummelte Tak vor sich hin. Er war hier in Drakia, die Söldner waren draußen, na toll. Zusammen hätten sie vielleicht hier raus gekonnt, aber allein hatte Tak keine guten Chancen. Er kannte sich in Drakia nicht aus und wusste daher nicht, ob es Wege gab, über die man die Siedlung unbemerkt verlassen konnte.
Taks Hand wanderte zum Griff seines Katanas, sein Blick hingegen zu dem herzöglichen Soldaten, der knapp fünf Meter entfernt herumstand und nichts zu tun hatte als dumm in der Gegend herumzuglotzen.
Langsam ging Tak auf den Soldaten zu, mit etwas Mühe gelang es ihm, seine Hand vom Schwertgriff fernzuhalten. So ein toter Soldat wäre nicht gut fürs Image... "He!" sprach er den Kämpfer an. "Was zur Hölle wollt ihr überhaupt hier...?"


26.06.2002 15:02#115
Kaszan Toras Das durfte doch nicht wahr sein. Warum erwischte es nur immer Juwan? Warum waren die Einwohner der Siedlung zu taub um mitzubekommen dass Drakia von der herzöglichen Armee eingenommen worden war? Aber leider war es ja Juwans Pflicht diese Hinterwäldler aufzuklären auch wenn er jetzt am liebsten mit einem kühlen Bier am Kartentisch gesessen wäre. Also verdrehte er nur die Augen und seufzte. "Also gut", begann er mit deutlich gereiztem Tonfall, "jetzt nochmal für die ganz Langsamen zum Mitschreiben. Dieser Ort HIER", er deutete mit einer Geste auf das Städtchen, "wurde von UNS, der Armee des Herzogs von Gorthar, eingenommen. NIEMAND verlässt die Stadt OHNE die ausdrückliche Erlaubnis unseres Generals, Kaszan Toras. Solange keiner Probleme macht wird auch nichts weiter geschehen. Also geht jetzt am besten nach Hause und verhaltet euch ruhig." Vieleicht sollte Juwan wirklich einmal Kaszan wegen einer Solderhöhung ansprechen. Für solche geistigen Grausamkeiten musste doch etwas rauszuschlagen sein....



26.06.2002 16:11#116
Tak Tak grinste, es machte doch immer wieder Spaß Leute zu nerven... "Das hab ich schon irgendwie verstanden. Mich interessiert eher, was ihr damit bezweckt. Wollt ihr die Kolonie in einen blutigen Krieg stürzen oder was? Sobald das Alte Lager von dieser Aktion erfährt gibts ein Gemetzel. Strategisch ziemlich unklug von eurem General sich hier einzunisten, nicht einmal die Gardisten hat er entwaffnet. Das zeugt nicht gerade von einem brillianten Geist..."
Tak bedachte den Soldaten, der etwas verärgert aussah, mit einem kühlen, überlegenen Läheln.
"Wenn dieser komische Herzog von dem du da redest die Kolonie beherrschen will, braucht er etwas mehr als ein paar Soldaten. Falls sich die Lager zusammentun bekäme er wohl ernsthafte Probleme, falls der König nicht Verstärkung schickt - was er wohl kaum tun wird, denn einerseits will wohl niemand von den königlihen Soldaten freiwillig in die Barriere - es sei denn, die Typen sind totale Vollidioten - und außerdem werden sie im Krieg gegen die Orks wohl eher benötigt.
Vielleicht irre ich mich ja, und ihr habt genügend Leute um die Barriere zu erobern, aber der dafür nötige Krieg würde sich lange hinziehen. Und während dieser Zeit bekommt der König kein Erz mehr - wenn er Pech hat, kommen die großen bösen Orks...
Was ihr hier veranstaltet ist sinnlos, eure Aktion ist vollkommen falsch geplant und dadurch schon jetzt so gut wie zum Scheitern verurteilt. Ihr hättet den Überraschungseffekt auf eurer Seite haben können, aber ihr habt ihn an ein kleines, unbedeutendes Städchen verschenkt. So wird das nichts. Sag deinem General, er soll mal Nachhilfe in Strategie nehmen. Und jetzt entschuldige mich, ich hab noch zu tun..."
Ohne auf irgend eine Reaktion zu warten entfernte sich Tak in Richtung Strand. Es war schon fast dunkel, aber die Silouette des Schiffes war noch immer gut zu erkennen. Ziemlich großer Pott.
Der Gildenlose kickte einen kleinn Stein vor sich her (immerhin war Deutschland im Finale gegen Brasilien) und schlenderte wieder zurück in den Ort. Nicht gerade viel los hier, nur die Wachen liefen herum.
Tak sah sich um, ein paar Läden gab es, ansonsten nicht viel besonderes zu entdecken. Langsam mache sich der Gildenlose auf die Suche nach einem Gasthaus, er würde wohl die Nacht hier vrbringen müssen...
Kriegsrecht, was für ein Unsinn. Hier in der Kolonie herrschte doch eigendlich immer Kriegsrecht - sofern man überhaupt von 'Recht' sprechen konnte...


26.06.2002 16:23#117
Kaszan Toras Juwan schaute dem kleinen Kriminellen belustigt hinterher. Hatte er sogar doch noch etwas Amüsantes für seinen Stress zu hören bekommen. Da wollte dieser unnütze Sträfling doch tatsächlich behaupten, mehr von Strategie als General Kaszan Toras zu verstehen. Vor allem wusste dieser Witzbold nichts von der Hauptarmee Gorthars. Der würde schon noch sein blaues Wunder erleben wenn plötzlich die beiden Schwesternschiffe der Sturmbringer in Sicht kämen. Mit bedeutend besserer Laune als zuvor wandte sich Juwan wieder seinem Posten zu....


26.06.2002 18:52#118
Graven Graven war über die letzten Tage völlig ausgelaugt. Er hätte sich niemals vorstellen können, wie hart so ein Training sein könnte, doch Gnat hat all seine Vorstellung weit hinaus gesprengt.

Graven packte nun seine Sachen und verabschiedete sich noch von den anderen. Er musste nun ins Alte Lager zurück um dort beim Aufbau und bei Konvoi, der hoffentlich noch nicht gestartet ist, mithelfen. Schnell verließ er das Gasthaus, indem er noch einiges gegessen hatte und machte sich in Richtung des Lagers auf. Die Sonne schien schon unterzugehen und die Wolken verfärbten sich auch schon rot. Langsam neigten sich die Schatten der Bäume und Berge in die Sicht der Sonne. Die Tiere verkrochen sich schon in ihren Höhlen und nur noch die Wölfe und Scavenger, welche immer im Freien schliefen, waren im Wald zu sehn. Graven schlenderte langsam dahin, seine Beine taten ihm jetzt schon weh, da ihn das Training sehr angestrengt hatte, doch er konnte es einfach nicht lassen. Er musste nun in den Wald laufen und gegen diese Wölfe kämpfen. Es war, als wäre ihm dies angeboren, und da Graven die Jagd liebte, musste er diese Gelegenheit zu einer erfolgreichen Wolfsjagd nutzen.

Schnell lief er zum Waldrand und verschantzte sich hinter einem Baum. Die nächste Möglichkeit unentdeckt zu bleiben war ein großer Felsen, der auch in der Nähe des Rudels stand. Nun schleichte er zu diesem und kniete auf den Boden. Dann nahm er seinen Bogen in die Hände und spannte ihn mit einem der neuen Pfeile, die er bei Kra Shak gekauft hatte.

"Mist. Ich kann doch nicht einfach so die neuen Pfeile für die paar Wölfe verbrauchen. Hmm...", er überlegte einer Zeit lang und sah sich dann gezwungen, das Rudel mit seinem Schwert außeinander zu nehmen. "Gut, dann geh ichs mal an, ich hoff das Training hat sich ausgezahlt."

Jetzt legte er seinen Bogen wieder um und zog langsam die Klinge aus ihrer Scheide hervor. Er sah das Schwert kurz an und stand auf. Dann spähte er noch am Rand des Felsens, um sicher zu gehen, dass das Rudel noch da ist. Nun ging er hervor und gleich darauf bemerkten ihn die Wölfe. "Na los ihr Biester, kommt her." Die Wölfe kreisten ihn ein und knurrten und fletschten die Zähne. Dann griff ihn einer von ihnen von der Seite an und Graven schlug zu. Er bemerkte, dass der Schlag schnell und präzise von ihm durchgeführt wurde und das, obwohl er garnicht mal so zuschlagen wollte. Als gleich darauf die anderen auf Graven zuliefen, konnte er allen ausweichen und somit unbeschadet davonkommen. Ja, es machte ihm schon richtig Spaß, blitzschnell und nochdazu gewollt auszuweichen und dann auch noch mit Schlägen, die fast unmenschlich waren, zuzuschlagen. Das Rudel war kein Problem. Graven war zwar schon etwas müde, doch das hinderte ihn nicht daran, einen Wolf nach dem anderen abzumetzeln. Einige Minuten später lagen alle Tiere am Boden und Graven steckte sein Schwert wieder ein. Er holte seinen Dolch aus der Tasche und nahm den Wölfen ihre Felle ab. Danach versuchte er sich zu orientieren und fand dann auch wieder den Weg zum Lager.
"So, ich sollte mich vielleicht etwas beeilen, wer weiß wie weit die anderen schon sind.", sagte er zu sich und begann zu rennen. Stolz, das Rudel auf diese Art erledigt zu haben, machte er sich auf den Weg.



27.06.2002 19:37#119
Kiina Kiina tat etwas, was sie selten tat. Sie lief durch die Straßen von Drakia, allerdings nicht ohne ihre 'Aufpasser', zwei Schatten, die ihr in gebührendem Abstand folgten. Mittlerweile fand sie das schon gar nicht mehr so schlimm. Man gewöhnt sich einfach daran. Die Sonne hatte längst nicht mehr soviel Kraft wie noch Stunden zuvor. Momentan herrschten annehmbare Temperaturen.
Von Gnat hatte sie erfahren, was hier gerade vor sich ging, nicht ohne ermahnt zu werden, auf sich Acht zu geben. Die Amazone achtete strickt darauf, den Männern des Fremden nicht zu Nahe zu kommen. Sie wollte nicht unbedingt austesten, wie 'freundlich' diese Männer werden konnten. Sobald sie einen von ihnen erspähte, machte sie einen großen Bogen darum oder schlug eine andere Richtung ein.

Während sie so über die Ereignisse der letzten Zeit nachdachte, ihre Rüstung war mittlerweile in Drakia eingetroffen und nun auch noch diese Besetzung, kam ihr wieder einer dieser Fremden entgegen. Schon nahezu automatisch änderte sie die Richtung und bog in eine Seitengasse ein, was sich sogleich leider als Fehler herausstellte.

Ein kräftiger Arm packte sie unsanft am linken Arm und hielt die Amazone fest. Kiina erschrak, schaute entsetzt in das Gesicht des Fremden und bevor sie überhaupt wußte, was sie tat, hatte sie ihren Dolch in der Hand und der Fremde eine hübsche Schnittwunde an seinem Arm. Der Mann begann etliche Flüche zu brüllen und packte die Frau nun fester.

Kurzerhand entwaffente er sie und hielt ihr drohend den Dolch an den Hals, den Blick auf die beiden Schatten gerichtet, die ebenfalls die Gasse erreicht hatten und die gezogenen Schwerter eingriffsbereit vor sich hielten. Kiina hielt die Luft an, während der Fremde nun auch Verstärkung erhalten hatte. Hinter den beiden Schatten standen drei weitere Männer mit gezogenen Waffen und ihre beiden 'Aufpasser' steckten in Erkenntnis der Überzahl des Gegeners die Waffen fort.


27.06.2002 21:21#120
Kaszan Toras "Waffen runter, allesamt!", rief Juwan in die Gasse hinein. Die beiden Kerle in den roten Rüstungen kamen der Aufforderung sofort nach, aber Harkadon schien sich nicht angesprochen zu fühlen.
"Hey Hark, was machst du denn da für einen Blödsinn? Steck die Waffe weg!" "Dieses Miststück hat mich angegriffen!", kam die Antwort des Angesprochenen zurück ohne dass dieser irgendwelche Anstalten machte, den Dolch vom Hals der Frau zu nehmen.
"Komm halt her und schau's dir an!"
Juwan zeigte seinem anderem Begleiter mit einer Geste dass er auf die beiden Roten aufpassen sollte und näherte sich dann Harkadon. Tatsächlich, der Mann blutete aus einer Schnittwunde am Unterarm. Juwans Miene verfinsterte sich. Trotzdem sagte er nach ein paar Sekunden in ruhigem Tonfall : "Komm schon Hark, nimm die Waffe weg. Ich glaube nicht dass sie sich mit uns dreien anlegen wird."
Harkadon sah Juwan unsicher an, aber dann zog er schließlich den Dolch weg, ließ die Frau jedoch immer noch nicht los. Juwan wandte sich an die Angreiferin. "Ich denke ihr seid uns einer Erklärung schuldig. Warum habt ihr Hark angegriffen?"



27.06.2002 21:37#121
Kiina Die Amazone funkelte von einem Mann zum anderen. Da war sie ja mal wieder richtig schön in den Schlamassel geraten und kein Gnat in der Nähe, der sie da herausholt. Jetzt war guter Rat teuer. Wenn sie aufmüpfig werden würde, wollte sie lieber nicht wissen, was geschehen wird.
Immer noch huschte ihr eiskalter Blick von einem zum anderen und ihre Stimme stand im Tonfall betreffend den Augen in nichts nach, als sie sprach "Dieses Monster von Mann" sie spie den Ausdruck förmlich heraus, "hat es gewagt mich anzufassen. Dafür bekam er die Revanche."
Sie schenkte dem Typen ein ironisches Lächeln und eine Sekunde später zog ein kräftiger Schmerz durch ihre Wange. Das war zuviel gewesen. Kiina funkelte diesen Hark nun finster an und im nächsten Moment kollidierte ihr Knie mit seinen Lendenbereich.
Keuchend ging der Mann zu Boden und die Amazone wurde erneut, an beiden Armen, gepackt. Mit einem befriedigenden Ausdruck in den Augen schaute sie auf den sich vor Schmerz windenden Mann am Boden.



27.06.2002 22:17#122
Kaszan Toras Verdammt was sollte das? Den Beiden war ja kaum noch zu helfen. Blitzschnell griff Juwan zu, verdrehte der aggressiven Frau die Arme auf den Rücken und zwang sie in die Knie. Mit einem Strick band er ihr die Hände auf dem Rücken zusammen und half dann Harkadon, der sich immer noch seine Kronjuwelen hielt, auf. Dieser wollte gleich wieder auf die Frau losgehen, doch Juwan packte ihn hart und stieß ihn zurück.
"Verdammt nochmal, es reicht! Wir sind nicht hier um Zivilisten zusammenzuschlagen! Und erst recht keine Frauen!"
Einen Moment lang sah es tatsächlich so aus als wollte Harkadon sich trotzdem wieder auf die Frau stürzen. Doch dann fing der Zorn in seinen Augen an zu flackern und er sah schließlich betreten zu Boden. Schließlich sprach Juwan weiter.
"Was sie angeht", meinte er mit einer Kopfbewegung auf die Frau, "Ich würde vorschlagen dass wir sie zum General bringen. Soll er entscheiden was mit ihr geschehen soll. Hark, du kommst auch mit. Kaszan hat sicher auch mit dir etwas zu bereden. Und ihr beide könnt verschwinden", endete er mit einer Geste zu den beiden Roten. Diese leisteten der Aufforderung dann auch gleich Folge. Die vier Soldaten nahmen die Frau in ihre Mitte und marschierten dann in Richtung der Sturmbringer davon.



27.06.2002 22:48#123
Kiina Kiina machte sich schwer und wurde von den Männern schon nahezu auf den Kai zugeschleift. So einfach würde eine Amazone es ihnen nicht machen, das schwor sie sich.
Immer wieder wandte sie den Kopf herum und schaute ob nicht doch noch irgendwie der Schopf von Gnat zu sehen war. Da war aber nichts. Verzweifelung machte sich breit. Näher kam das kleine Boot und keine Hilfe in Sicht.
Unsanft landete auf sie auf dem Holz und schaute gen dem riesigen Schiff, dass etwas entfernt vor Anker lag ...



27.06.2002 23:09#124
Kaszan Toras Juwan verdrehte die Augen und hätte beinahe geseufzt. Warum machte die Kleine immer noch Zicken? Die schien wirklich auf Ärger aus zu sein. Trotzdem wurde sie von den Soldaten unbarmherzig weitergezogen.
Schließlich erreichten die vier Soldaten das kleine Beiboot, drückten die Frau auf eine der Sitzbänke und setzten dann Kurs auf die Sturmbringer. Da das gewaltige Schiff nur ungefähr ein Dutzend Meter Abstand vom Kai hielt, hatten sie das Flaggschiff auch gleich erreicht.
Juwan half seinen Kameraden, die Frau auf das Deck zu heben und zog sie dann in Richtung Achertrutz davon.
"Wenn Kaszan etwas von mir will, ich bin erstmal im Gemeinschaftsraum", verabschiedete sich Harkadon. Juwan nickte ihm zu und ging dann weiter. An der Trutz angelangt stieß er die Tür auf und schubste die Frau dann weiter einen Gang entlang und eine Treppe hinauf. Vor einer Tür an der rechten Seite des oberen Flures stoppte er sie und klopfte an. Nach einem deutlichen "Herein" öffnete Juwan die Tür und zog die Frau dann in den Raum.
Kaszan Toras saß an seinem Schreibtisch und war in ein paar Unterlagen vertieft. Als die beiden eintraten sah er von seiner Arbeit auf und legte die Schreibfeder zur Seite. Juwan nahm sofort Haltung an.
"Was gibt es?", begann Kaszan das Gespräch.
"Diese Frau hier hat Harkadon mit einem Dolch attackiert und ihm selbst als ich eingegriffen habe noch einmal nachgesetzt."
Kaszan runzelte die Stirn und betrachtete die Frau eingehend. Eisiger Zorn spiegelte sich in ihren Augen wieder. Schließlich ergriff der General wieder das Wort.
"Bindet sie los", befahl er Juwan. Dieser stellte den Befehl erst gar nicht in Frage und tat wie ihm befohlen. Kaszan wandte sich erneut an ihn. "Lasst uns erstmal alleine. Wenn ich euch oder Harkadon brauchen sollte komm ich runter. Ihr werdet wahrscheinlich im Gemeinschaftsraum aufzufinden sein?" "Ja, General", kam prompt die Antwort.
"Gut. Wegtreten."
Kaszan wartete bis Juwan die Tür hinter sich geschlossen hatte, dann wandte er sich an die Frau.
"Setzt euch doch erstmal", meinte er mit einem warmen Lächeln.


27.06.2002 23:19#125
Kiina Sie traute der Sache nicht. Eisig wanderte ihr Blick durch den Raum, musterte die Einrichtung, prägte sich Details ein. Einen definitiven Fluchtweg gab es nicht. Ein einziges großes rundes Fenster ließ Tageslicht, beziehungsweise nun schon das seichte Mondlicht in den Raum fallen. Allerdings lag das Fenster direkt hinter dem Schreibtisch an dem dieser fremde Mann saß.
Das war also nicht der geeignete Fluchtweg und etwas anderes ließ sich nicht ausmachen. Kiina blieb mit ihrem kaltem Blick an dem Mann haften, der dort hinter dem schweren Schreibtisch saß. Vor ihm lagen eine Menge Pergamente und Karten. Komisch aussehende Gerätschaften standen ebenfalls herum. Die Amazone rieb sich die Handgelenke. Männer hatten aber auch gar kein Spürsinn für das weibliche Geschlecht. Rote Striemen zierten nun die dünnen Handgelenke der jungen Frau und das hob ihre Stimmung nicht gerade.

Kaszan Toras deutete auf einen Stuhl direkt vor dem Schreibtisch und lächelte sie an. Kiina zögerte. Dieser Mensch sah momentan eigentlich nicht sehr furcheinflößend oder gar ärgerlich aus, aber trotzdem Vorsicht war besser als Unachtsamkeit, das wußte sie aus Erfahrung.
Die Amazone tat zögerlich einen Schritt vor und zog sich dann den Stuhl etwas fort vom Schreibtisch. Mit verschränkten Armen ließ sie sich darauf nieder und bedachte ihren Gegenüber mit einem Blick, der jeden Eisgolem neidisch gemacht hätte.



27.06.2002 23:27#126
Kaszan Toras Kaszan Toras schichtete die Unterlagen neu und legte sie dann in eine Schublade des Schreibtisches. Die mussten erstmal warten. Dann sah er wieder zu seinem Gast auf.
"Nun, wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt bin ich der General dieser kleinen Streitmacht, Kaszan Toras. Ihr habt also einen meiner Männer attackiert? Und anscheinend auch noch gleich Harkadon.... Der Mann neigt zu Überreaktionen. Aber er ist verflucht schnell und hat eigentlich das Herz am rechten Fleck. Doch warum habt ihr ihn angegriffen? Gab es dazu einen Anlass?"
Der Blick des Generals wurde bohrend. Er suchte in den Augen der jungen Frau nach irgendeiner Regung, etwas dass ihm mehr verraten konnte.


28.06.2002 00:26#127
Kiina Ihr Blick blieb fest. Sie kannte diesen forschenden Blick. Er gierte förmlich nach einer Regung ihrerseits. Sie versuchte standzuhalten, war sich aber nicht sicher, ob sie das durchhalten würde.
Es ärgerte sie ein wenig, dass er überhaupt erst fragte, ob es einen Anlaß gegeben hatte. Sah sie wirklich so aus, als würde sie gleich jedem Mann tätlich angreifen?
"Es gab durchaus einen Anlaß." Ohne eine Anteilnahme erfüllte ihre Stimme den Raum. "Euer Mann hat mich angefaßt und ich mag es nicht sonderlich von Männern festgehalten zu werden. Er hat lediglich meine natürliche Reaktion auf diesen Umstand zu spüren bekommen. Außerdem lasse ich mich schon gar nicht von einem Mann schlagen."
Nun war sie dahin, die Beherrschtheit. Purer Haß sprach nun aus der leisen Stimme.



28.06.2002 14:07#128
Kaszan Toras Für einen kurzen Moment loderte der Zorn in den Augen der jungen Frau auf. Hatte Kaszan da einen wunden Punkt angesprochen? Der General legte die Stirn in Falten und lehnte sich in seinem Sessel zurück. Ruhig stützte seine Ellenbogen auf die Armlehnen und legte die Fingerkuppen aneinender. Dann sprach er in neutralem Ton weiter.
"Ihr schlitzt also grundsätzlich jeden Mann der euch berührt mit eurem Dolch auf. Und Harkadon hat euch also geschlagen? War das vor oder nachdem ihr ihn angegriffen habt?"



28.06.2002 14:19#129
Kiina Schnell hatte sie sich besonnen und nun wieder den eisigen Blick. Immer noch saß sie mit verschränkten Armen auf dem Stuhl und dachte nicht im Geringsten daran, mal ein freundlicheres Gesicht zu machen.
"Er faßte mich an, ich verletzte ihn. Dann kamen Ihre Männer und ich sagte, was gewesen war. Daraufhin schlug er mich und ich habe Revanche geübt. Der 'Gute' kann seine Familienplanung nun vergessen."
Wieder huschte kurz dieser befriedigte Ausdruck auf ihr Gesicht, bevor aber auch dieser wieder wich.
Kiina tippte sich mit den Fingern auf den Arm herum. Wie lange wollte er sie denn hier noch ausfragen. Sie fühlte sich auf einem Schiff voller Männer und ohne Gnat oder vielleicht noch Frost in der Nähe nicht sonderlich wohl. "Was habt Ihr eigentlich mit Drakia vor? Ich mag es eigentlich nicht, wenn mein zweites Zuhause irgendwie unter die Kontrolle Fremder gerät und ich noch mehr unbekannte Männer um mich habe.
Die Buddler, Schatten und Gardisten würden es nie wagen, mich anzurühren. Das wäre das Gleiche, als würden sie sich gegen den Stadthalter stellen."


28.06.2002 14:39#130
Kaszan Toras Kaszans rechte Augenbraue rutschte ein Stück nach oben. Der Statthalter? Das waren ja doch durchaus interessante Informationen. Vieleicht ließ sich dieses Wissen ja noch irgendwann gebrauchen.
"Ich habe gar nichts mit der Stadt vor. Ich habe sie lediglich wieder in die rechtmäßige Herrschaft des Königs eingegliedert."
Der General schob seinen Stuhl zurück, stand auf und schlenderte mit hinter dem Rücken verschränkten Händen zum Fenster. Sein Blick wanderte über die dunklen Wasser des Fjordes und blieb schließlich irgendwo am Horizont hängen. Ohne sich herumzudrehen sprach er schließlich weiter.
"Doch meine militärischen Angelegenheiten tun eigentlich sowieso nichts zur Sache. Sagt mir lieber was ich jetzt mit euch tun soll."



28.06.2002 14:59#131
Kiina Woher sollte sie das wissen? Am liebsten würde sie natürlich wieder zurück ins Rathaus, aber das würde der Typ sicherlich nicht zulassen.
Sie dachte nach, darüber, was er mit der Frage bezwecken wollte. Seit wann durften sich Gefangene denn ihre Strafen selber aussuchen? War ganz was Neues. "Das müßt Ihr wissen. Ich denke, ich wäre Euch da nicht wirklich eine große Hilfe."
Sie bohrte sich mit ihrem Blick weiter in den Rücken dieses Generals. Dieser Mann zeigte bis jetzt noch keinerlei Schwäche im Gegensatz zu ihr. Die Amazone hätte sich am liebsten mal wieder selber geohrfeigt.
Das Schiff schaukelte sachte vor sich hin. Es schien, als würde ein Sturm oder zumindest ein Unwetter aufkommen. Kiina wollte lieber von diesem Kahn herunter, bevor es noch viel schlimmer schaukeln würde.
Nervös wippte sie mit dem übergeschlagenen Fuß.



28.06.2002 15:08#132
Kaszan Toras Kaszan blieb weiterhin am Fenster stehen und starrte in die Leere. "Nun, ihr habt einen Soldaten der herzöglichen Armee attackiert und verletzt. Um den restlichen Einwohnern deutlich zu machen dass ich ein solches Vergehen nicht dulden kann, müsste ich euch auspeitschen oder hinrichten lassen." Plötzlich drehte sich der General mit einem Ruck herum und starrte der Frau ohne einen Muskel zu verziehen in die Augen.
"Habt ihr noch etwas zu eurer Verteidigung zu sagen?"



28.06.2002 15:41#133
Kiina "Nein, ich habe nichts mehr zu sagen. Wenn ich nun eine Strafe erhalte, dann soll es so sein. Ich habe schon häufig gelitten, von daher überrascht mich Eure Aussage weniger."
Ein wenig flau im Magen war ihr schon. Auspeitschen lassen würde sie ja überstehen, sie war weit schlimmeres gewohnt, das Hinrichten störte sie ein wenig. Aber wenn er das so wollte, dann sollte er das halt tun. Die Amazone stand auf, den Blick nicht abgewandt und genauso beherrscht wie schon zuvor. Wartend verharrte sie vor dem Stuhl. Sollte er eine Entscheidung treffen.



28.06.2002 16:00#134
Kaszan Toras Mit weiterhin steinerner Miene beobachtete Kaszan jede Bewegung seines Gastes, jedes noch so undeutliche Wimpernzucken. Auch entging ihm nicht, dass für einen kurzen Moment die Fassade der Frau bröckelte, etwas wie Schrecken in ihren Blick trat. Nach ein paar Sekunden die ewig im Raum zu hängen schienen drehte er sich wieder zum Fenster herum und lachte humorlos.
"Aber warum sollte ich das tun?", fragte er.
"Wenn ich euch hinrichten lasse, werden mich die Einwohner Drakias nur noch mehr hassen als sie es ohnehin schon tun. Und was für einen Nutzen hätte ich davon? Ich bin keiner dieser ehrlosen Barbaren. Gut, ihr habt einen meiner Männer verletzt. Doch anscheinend handelte es sich dabei ja um eine Instinktreaktion."


28.06.2002 16:43#135
Kiina "Die Männer in Drakia, es sind 99%, würden sie nicht hassen, sondern eher fürchten. Ich bin eine Amazone, mich hassen die Männer und ich hasse sie. Für die Leute Drakias wäre ich kein großer Verlust und ihr hättet Euer Mahnmal." Das war glatt gelogen. Gnat würde alles daran zu setzen, sie zu rächen. Aber das brauchte dieser Fremde ja nicht wissen.
"Was gedenkt Ihr sonst zu tun? Seid Ihr zu barmherzig, werden die Männer Drakias Euch bald nicht mehr respektieren, beziehungsweise sich gegen Euch auflehnen." Sie kannte die Rotröcke. Wenn die Gilde Innos' herausfinden sollte, dass der General nicht so hart war, wie er tat, würde Kaszan Toras die Konsequenzen tragen müssen, wie sie selbst sie schon getragen hatte.
Gnat würde sie sicher schon vermissen, wenn er nicht sogar schon wußte, wo sie steckte. Die beiden Schatten hatten sicherlich unverzüglich Bericht erstattet. In diesem Moment wünschte sie sich ihre 'Aufpasser' geradezu an die Seite.


28.06.2002 16:56#136
Kaszan Toras Wieder lachte Kaszan Toras luslos auf.
"Ihr seid also eine "Amazone", hm? Das heißt wenn ich euch hinrichten würde hätte ich zwar vieleicht nicht die Stadt gegen mich, dafür aber einen Haufen marodierender Frauen. Zudem glaube ich kaum, dass ich die Einwohner Drakias so schnell gegen mich erheben würden. Die Sturmbringer liegt nahezu unangreifbar auf dem Wasser und ihr solltet ihre Feuerkraft nicht unterschätzen. Solange ihr nicht mit Katapulten oder ähnlichem schweren Gerät anrückt droht ihr kaum eine Gefahr. Und selbst wenn, ich hätte genug Zeit mich noch zurückzuziehen. Und respektiert werde ich hier wohl kaum. Die Leute fürchten sich eher vor mir, obwohl sie eigentlich keinen Grund haben solange sie uns nicht angreifen. Nein, ich werde euch nicht hinrichten auch wenn ihr es scheinbar sogar darauf anlegt."
Kaszan näherte sich seinem Gast bis auf ein paar Meter. Als er weitersprach war seine Stimme genauso ruhig wie zuvor, nur war ein seltsamer Ausdruck in seine Augen getreten.
"Ihr seid noch jung. Warum setzt ihr euer Leben so leichtfertig aufs Spiel?"


28.06.2002 17:11#137
Kiina Die Frage war doch leicht. Wußte dieser Mann denn überhaupt nicht, was die Amazonen hier in der Barriere schon alles durchgemacht haben? "Habt Ihr eine Ahnung davon, was die jetzigen Amazonen hier in der Barriere schon alles erlebt haben? Ich meine, bevor sie Amazonen wurden? Das Leben hier war nie ein Zuckerschlecken und wird es auch nie werden. Ein Teil der Frauen sind sogar unschuldig hier. Getauscht, mißbraucht, geflohen." Kiina trat ein wenig zurück, fort von diesem Mann. "Und im Kampf gegen die Amazonen werden die Gardisten und Schatten Euch sicherlich liebend gerne zur Seite stehen."
Immer noch hatte sie ihre Arme verschränkt und stand nun ungeduldig im Raum herum.



28.06.2002 17:17#138
Kaszan Toras Toras' Augen blitzten auf.
"Und wer sagt euch", sagte er lauernd, "Dass ich gegen euch kämpfen will? Ich wüsste nicht was ihr mir getan habt, außer dass ihr einen meiner Männer angeritzt habt. Doch ist das ein Grund, leichtfertig über Dutzende von Menschenleben zu urteilen?"



28.06.2002 17:33#139
Kiina Worauf wollte dieser Mann nun eigentlich hinaus? Kiina wurde zusehends nervöser.
"Hier wäre es kein Grund. Nicht solange ich Euren Mann nicht getötet hätte. Mir würde lediglich eine unangenehme Zeit im Kerker drohen. Und solange es nicht ein Kerker der Garde ist, ist es mir sogar egal.
Ihr wart es doch, der von Auspeitschen und Hinrichten sprach, nicht ich. Ich bin nicht darauf aus unnütz Menschenleben zu opfern, außer es wären Rotröcke." Kiina ließ sich unaufgefordert wieder auf dem Stuhl nieder. Das hier schien ja noch etwas länger zu dauern und die gesamte Zeit stehen war auch nicht das optimalste. Wer weiß, was noch käme?



28.06.2002 17:56#140
Kaszan Toras Der Ton in dem die Frau über die Roten sprach gefiel Kaszan nicht. "Ihr solltet wirklich nicht so belanglos über das Leben anderer Menschen urteilen. Selbst euer größter Feind hat ein Leben und vieleicht hängt ja zumindest dieser an ihm. Haben eure Feinde nicht auch ein Recht zu Leben?" Kaszan wandte sich um und schritt um den Schreibtisch herum. Nachdem er sich auf dem Sessel niedergelassen hatte wühlte er ein wenig in einer Schublade herum. "Auf jeden Fall werdet ihr nicht durch meine Hand sterben. Und einsperren werde ich euch auch nicht. Allerdings werde ich euch im Auge behalten. Falls mir noch einmal so etwas zu Ohren kommen sollte, werdet ihr sicher nicht mehr ohne Strafe davonkommen. Ihr könnt gehen. Mein Adjutant Ferion wartet vor der Tür. Er wird euch zurück in die Stadt bringen."



28.06.2002 18:03#141
Kiina "Der Tod ist für diese Männer noch viel zu gnädig. Sie gaben uns Frauen eine lebenslange seelische Last, die wir bewältigen müssen, während sie ihren Spaß hatten. Was bevorzugt Ihr? Einen schnellen Tod oder lebenslange seelische Qualen?"
Kiina stand auf ohne auf die Antwort zu warten. So schnell wie möglich von hier fort.
Sie hatte die Hand schon zum Türknauf ausgestreckt als sie nochmals sprach ohne sich umzuwenden "Ich werde dasselbe erneut tun, sollte einer ihrer Männer mich nochmals berühren und ich werde es nicht bereuen."
Ihre Hand schloß sie nun um den Knauf und sie öffnete die Tür.


28.06.2002 18:13#142
Kaszan Toras Selbst nachdem sich die Tür wieder geschlossen hatte, starrte Kaszan noch einige Zeit auf den Punkt an dem die Frau vor wenigen Augenblicken noch gestanden hatte. Diese Frau war wirklich verbittert. Der General hoffte für sie dass sie eines Tages vieleicht doch noch einsah, dass das Leben auch noch andere Seiten zu zeigen hatte. Irgendwann, nach mehreren Minuten schüttelte er den Kopf und holte wieder die Unterlagen hervor, die er vor dem Eintreffen der Frau studiert hatte.

Ferion begleitete den Gast die Treppen hinunter und aus der Achtertrutz hinaus zum Beiboot. Nachdem die Frau im Boot Platz genommen hatte (sie wollte sich beim Einsteigen nicht einmal helfen lassen), ruderte er mit kräftigen Schlägen auf den Strand zu.



28.06.2002 19:39#143
Superluemmel Frost hatte sich in den letzten Tagen wieder fast vollkommen erholt. Nur sein linker Arm machte ihm nach wie vor Probleme. Er fühlte sich absolut leblos an und er hatte immer noch Probleme, ihn richtig zu bewegen. Doch im Moment hatte er andere Sorgen.
Wo steckte nur schon wieder Kiina? Frost hatte sie den ganzen Tag noch nicht gesehen und sie war im Rathaus nirgends aufzufinden. Also hatte er sich schließlich dazu entschlossen, sie in den Straßen von Drakia zu suchen. Doch mittlerweile hatte der Krieger sämtliche Gassen abgeklappert und immer noch keine Spur von der Amazone. Sie musste doch irgendwo sein! Und die Amazone konnte den Ort ja schlecht verlassen haben, da diese Soldaten alles abgeriegelt hatten. Diese Kerle gefielen Frost nicht. Sie waren äußerst wachsam und einer von ihnen hatte den Krieger auch schon einmal angehalten und gefragt warum er hier so herumstreunte. Doch nach ein paar Worten hatte er von ihm abgelassen. Trotzdem, so lange diese Typen die Stadt besetzt hielten konnte der Krieger den Ort nur schwerlich verlassen.
Ein brutales Brennen in seinem linken Arm brachte Frost auf andere Gedanken. Der Schmerz war so schlimm dass er beinahe auf der Stelle zusammengebrochen wäre. Doch er schaffte es noch, in einen schattigen Hauseingang zu taumeln. Und der Schmerz nahm immer noch zu. Frosts Rechte verkrampfte sich um seinen Arm und das Bewusstsein des Kriegers wurde langsam aber sicher an den Rand der Ohnmacht getrieben. Woher kam diese Pein?!
Frost verdrehte die Augen und biss die Zähne zusammen um nicht aufzustöhnen und die Aufmerksamkeit einer der Patrouillen auf sich zu ziehen. Lange hielt er das nicht mehr aus....
Dann war der Schmerz von einer Sekunde auf die andere weg; wie Asche von einem Windstoß davongetragen. Dafür setzte nun ein seltsames, leeres Gefühl in Frosts Arm ein. Hastig krempelte der Krieger den Ärmel seines Mantels zurück und sah sich seinen Arm an.
Die Haut war unnatürlich blass, dafür hatten sich an einigen Stellen dunkle Flecken gebildet. Als Frosts Rechte die Haut berührte, war sie kalt wie Eis. Doch er konnte den Arm immer noch bewegen, wenn auch langsam und träge. Was war nur mit ihm los?



28.06.2002 20:25#144
Die Hand Gottes Kra'Shak und Graven sahen sich an. Wie bei Innos' Bart waren sie hierhergekommen. Oder waren sie überhaupt weggegangen? Komisch, die Erinnerung schien zu verblassen. Sie waren also in Drakia und konnten nicht ohne weiteres von hier verschwinden.



28.06.2002 21:39#145
Superluemmel Inzwischen hatte sich der Mantel der Nacht über die Straßen von Drakia gelegt. Die Nachtluft war kühl und feucht und ein frischer Wind trieb milchige Nebelschwaden durch die Gassen. Ab und zu fiel der flackernde Schein einer Fackel auf eine Häuserwand und vertrieb für ein paar Momente die Schatten. In einer dieser Gassen war das rasche Trippeln einer Ratte zu hören, die durch die Dunkelheit huschte. Dann wurde der Nebel von einem schwarzen Schemen zerrissen. Einen Sekundenbruchteil später war jedoch nichts mehr zu sehen. Frost tastete sich langsam in den Schatten vorwärts und drückte sich dabei flach an die Wand. An der Hausecke angelangt schoss er blitzschnell nach vorne um um die Ecke zu spähen, dann verschmolz er wieder mit der Dunkelheit. Der Weg zum Rathaus war frei, bis auf einen dieser Soldaten der vom Kai aus freien Blick auf den Platz hatte. Geduldig kauerte Frost in den Schatten. Wenn sich der Kerl wegdrehte würde seine Chance kommen.
Das Geräusch von schweren Stiefeln auf dem Holz des Kais drang an Frosts Ohren. Ein zweiter Soldat näherte sich aus der Richtung des Kriegsschiffes. Sogleich wendete sich ersterer um den Neuankömmling zu begrüßen.
Diese Gelegenheit würde sich nicht zweimal bieten. Mit hochgeschlagener Kapuze und den linken Arm dicht an den Körper gepresst huschte Frost durch die Schatten auf die Tür des Rathauses zu. Er drückte seine Hand fest gegen die Türklinke und zog dann vorsichtig die Tür auf um sich dann schnell durch den sich öffnenden Spalt zu zwängen.



28.06.2002 23:26#146
Graven -------------unrealer post--------------



29.06.2002 13:38#147
Tak Tak saß auf einer Bank vor einer Hütte, die anscheinend leer stand - vielleicht konnte der Besitzer auch einfach nicht in die Stadt hinbein, weil diese herzöglichen Typen ihn nicht hineinlassen wollten - und beobachtete das Treiben auf den Straßen. Es war nicht gerade viel los, die Lage hatte sich in den letzten Tagen etwas entspannt, von 'Normalzustand' konnte man logischrweise trotzdem nicht reden.
Der Gildenlose erhob sich langsam, die Sonne spiegelte sich in seiner Rüstung. Er ging durch den Ort, wie er es schon so oft getan hatte in den letzten Tagen und tat das selbe wie sonst auch: Er langweilte sich. Es wurde langsam Zeit, dass das Alte Lager anrückte oder was auch immer, jedenfalls gab es hier nicht gerade viel zu tun für Tak. Er hatte nach möglichen Fluchtwegen Ausschau gehalten, aber viel gab es nicht. Man könnte es höchstens über das Meer versuchen, und auch das wäre nicht gerade ungefährlich.
Es blieb also zunächst nichts anderes übrig als zu warten.



01.07.2002 14:57#148
Kra`Shak Nichts absolut nichts…seine Erinnerungen waren weg. Er stand nun da und wusste nicht was los war. Er war ganz ofensichtlich in Drakia doch was fehlte ihm nun… eine große Lücke in seinem Gedächtnis machte sich breit. Unbehagen und ein wenig Angst überkam ihm. Er war wieder in Drakia, was ist hier los. Er versuchte sich an die letzten Tage zu erinnern. Aber ihm fiel nichts aber wirklich rein gar nichts ein was passiert sein könnte. Er dachte noch einmal in ruhe nach. Neben ihm stand Graven der genaus so verdutz aus den Augen blickte er sagte ncihts. Während er nach dachte schritt er zu einer Bank an der Straße, Graven lies er dort stehen, er wohl noch nicht an zu sprechen! Der Schatten überlegt noch einmal genau. Ja das letzte was er wusste war die Ausbildung im Einhänder Waffen, aber danach. nichts mehr. Er hatte aber keine Wahl er war in Drakia und ihr war echt was los. Aber was? Er musste es heraus finden! Es wurde ihm ganz schnell klar dass hier nicht nur ein kleiner Aufstand war oder ein kleines anderes Problem vorlag. Hier musst etwas passiert sein das das ganze Dörfchen komplett von der Außenwelt abgeschlossen hatte. Der Schatten stand von der Bank auf, auf der er sich gerade erst gesetzt hatte und ging die Straße entlang zum Eingang von Drakai. Als er diese nach ein paar Minuten erreicht war er keines Wegs überrascht, zwar hätte dies der Fall sein sollen aber er war es nicht. Die Tore der Siedlung waren verschlossen. Doch immer noch quälten sich die Fragen durch seinen Kopf was wohl hier los sei. Er drehte sich von der Türe weg und machte keinerlei anstallten sich auch nur irgendwie zu bemühen um aus der Siedlung zu entkommen. Er machte sich auf dem weg in eine ganz andere Richtung des Städtchens, in Richtung Hafen. Der Hafen war genau auf der anderen Seite von Drakia, er schritt gemächlich die Straßen entlang und achtete dabei auf alles was nur im kleinsten Sonderbar sein könnte. Eines fiel ihm direkt auf, die Straßen waren leer gefegt. Es war so als ob er die einzige Person in der Stadt war, wieder einmal kam dem Schatten ein unbehagliches Gefühl auf. Was währe wenn er alleine hier ist…nein so etwas kann nicht s ein. KraShak merkte wie langsam die Pferde mit ihm durch gingen. Was für idiotische Gedanken er hatte. Er ging immer weiter in Richtung Hafen, er beschleunigte sein Tempo in der Hoffung hier auf Antworten zu stoßen. Doch leider war genau das Gegenteil der Fall, er konnte von weitem ein Schiff am Hafen stehen sehen. Ein Schiff hier, wieder schossen ihm 100 Fragen auf einmal durch den Kopf. Was ist hier los, eine Frage die er nun schon langsam selber nicht mehr hören konnte doch der drang auf die Antwort war zu groß. Er musste sie einfach kenne. So rannte er weiter in Richtung Schiff welches am Hafen gut und duetlich zu sehen war!


01.07.2002 15:18#149
Kra`Shak SORRY MEIN FEHLER BITTE LÖSCHEN!!!!!!



01.07.2002 18:54#150
Superluemmel Schon Ewigkeiten saß Frost in seinem Zimmer im Rathaus auf dem Bett und starrte, den Kopf schwer auf seine Rechte gestützt auf die Schwertscheide des Eisbrechers. Mit einem Male fuhr wieder Leben in den reglos dasitzenden Krieger und er stand mit einem Ruck auf.
Zorn loderte in Frosts Augen als er auf seinen nutzlosen linken Arm starrte. Wer hatte ihn dazu verdammt, so leiden zu müssen? Wütend ballte er die Hände zu Fäusten. Seine Linke reagierte dabei deutlich langsamer als die andere. Mit finsterer Miene befestigte er die Schwertscheide an seinem Waffengurt und wandte sich dann in Richtung Tür.
Doch bevor er die Hand nach dem Türknopf ausstrecken konnte, spürte er ein seltsames Kribbeln in seinem linken Arm. Nicht schon wieder.... Plötzlich fingen die Fingerspitzen seiner Linken an wie Feuer zu brennen. Kleine schwarze Pusteln begannen sich auf der bleichen Haut zu bilden. Diese flossen langsam auseinander und bedeckten bald die gesamte Hand, wobei sich der Schmerz in der selben Geschwindigkeit ausbreitete.
Mittlerweile war die Pein so schlimm, dass Frost stöhnend auf die Knie sank, seine Rechte verkrampfte sich um den höllisch brennenden Arm, die Finger gruben sich in das seltsam weiche und kalte Fleisch.
Inzwischen war die gesamte Haut bis zum Ellenbogen hin schwarz angelaufen. Dann explodierte urplötzlich ein ungeheurer Schmerz in Frosts Schädel und er schrie in Agonie auf. Der Krieger krümmte sich auf dem Boden und umklammerte wimmernd seinen Arm, wünschte sich dass die Schmerzen endlich nachlassen würden. Doch sein Wunsch wurde nicht erfüllt. Risse bildeten sich in der Haut seiner linken Hand, das ganze Fleisch schien brüchig und spröde wie Kohle zu werden. Warum hörte es nicht endlich auf!!!
Ein Windstoß fegte durch das offene Fenster und den dahinterliegenden Raum. Wie Asche wurde die Haut der Hand davongewirbelt, blieb wie schwarzer Staub auf dem Holzboden des Zimmers liegen.
Der Schmerz ließ langsam nach. Am ganzen Körper zitternd ließ Frost endlich seinen Arm los. Doch was er dann erblickte, schockte ihn zutiefst. Nahezu die gesamte Haut und das Fleisch seines Armes hatten sich aufgelöst, waren aschengleich im ganzen Zimmer verteilt worden. Darunter war die weißen, blanken Knochen freigelegt worden. Der komplette Arm war skelettiert, nur noch ansatzweise zeugten ein paar schwarze Haut- oder Fleischreste davon, dass der Arm jemals mehr als ein paar Knochen gewesen war.
Wozu war er nur verdammt? War er überhaupt noch ein Mensch? Oder nur noch ein Zombie, dazu verdammt ewig in einem langsam verfallendem Körper zu hausen? Wenn jemand seine Schreie gehört hatte und ihn so sehen würde.... Vieleicht würde man ihn ja für einen Untoten halten und versuchen, ihn zu töten! Gehetzt sah sich Frost in dem Gästezimmer um. Ein Tuch das über einem Stuhl hing erweckte seine Aufmerksamkeit. Schnell griff Frost nach dem Tuch und wickelte es sich um den Arm. Dann zog er sein Schwert, hob die Panzerplatte die seinen Oberschenkel bedeckte etwas an und ritzte sich leicht ins Bein. Sofort presste er das Tuch auf die Wunde, damit es so aussah als ob er sich mit dem Schwert verletzt hatte. Hier kam ihm seine Rüstung sehr gelegen, denn sie fing unverzüglich damit an, das Blut in sich aufzusaugen, sodass kein Tropfen unter der Panzerplatte hervorsickern konnte.



02.07.2002 13:03#151
Kra`Shak Der Schatten erreichte den Hafen und lies keinen Seiner blicke von dem riesen großen aber nicht weniger Prunkvollem Schiff das nun schon seit einer ewigkeit bei der Küste vor Anger lag. Langsam und herfürchtig schritt KraShak auf das Schiff zu. Immer noch im ungewissen was hier eigetlich los ist Kopfschüttelnt und mit immer größer werdenden verwirrung setze er sich auf den Rand der Staße und lies keine Sekunde das Schiff aus den Augen.
Links von ihm verliesen gerade zwei Buddler ein Haus, das ist das erste mal das der Schatten hier in Dakia Menschen zu sehen bekam. Er nutze die gelegenheit und ging auf sie zu. Er musste wissen was los ist und das war seine Chance...


02.07.2002 14:31#152
Burath Leise knisternd warfen die vielen Kerzen einen sanft goldenen Schein in das abgedunkelte Zimmer und füllten es mit Wärme. Doch selbst diese Wärme vermochte es nicht dem Frösteln des Gardisten Einhalt zu gebieten. Gedankenverloren und in die Finsternis starrend saß er weit zurückgelehnt auf seinem Stuhl hinter dem Schreibtisch und murmelte ein paar unverständliche Worte in die bedrückende Stille nur um seine Niedergeschlahenheit zu unterdrücken und sich selbst von seinen eigenen Gedanken abzulenken.

Was sollte er tun? Hatte er nicht in den letzten Tagen alles verloren? Seine neue Heimat? Die Kontrolle? Die wenige Macht die ihm zustand? Verzweifelt suchte er einen Weg zur Lösung doch lag dieser für ihn in unerreichbarer Ferne. Was sollte er tun? Sich dem Willen des Generals beugen und darauf warten das noch mehr gegnerische Truppen sein Fleckchen Land besetzten und vielleicht noch mehr als das? Was wollte der Herzog? Das Land das von Gefangenen besiedelt wird? Gnat konnte es nicht glauben. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis ein teuflischer Krieg ausbrechen würde.

Doch mit einem Male schoss es ihm wie ein Blitz durch den Kopf. Schweissperlen rannen über seine Stirn und seine Hände begannen aufgeregt zu zittern. Hastig nahm er Schreibfeder und ein Stück Pergamant zur Hand. Nur noch das Knistern der Kerzen und Kratzen der Feder erklangen im Raum. Ansonsten totale Stille.




02.07.2002 15:29#153
Graven Graven hatte es kaum fassen können, dass Drakia ausgerechnet nach seinem Einhandtraining von diesem dreckigen Herzog übernommen worden war. Nun wusste Graven nicht, was er als nächstes zu tun hatte. Er konnte sich zwar in Drakia frei bewegen, aber leider auch nur in Drakia und die Ausgänge waren alle strengstens bewacht. Es wäre unmöglich gewesen, hier unbemerkt wieder rauszukommen. Doch Graven wollte dies nicht so einfach hinnehmen. Darum beschloss er, seine Freund die ebenfalls nach dem Training in Drakia zurückgeblieben sind, aufzusuchen um mit ihnen einen Ausbruchsplan zu schmieden.

Als erstes Ziel sah er die Kneipe, wo sich bestimmt einige der Schatten vom Training eingenistet haben um dort ihre Zeit zu verbringen. Angekommen sah Graven sich erstmals um. Sie war fast leer. Er hätte sich sowas zwar erwartet, jedoch das der Wirt die einzige Person war, die vom Eingang aus zu sehen ist, verwunderte Graven ein wenig. So ging er zu jenem hin und begann eine Unterhaltung. Von jenem Wirt holte sich Graven die Information, das Kra Shak der einzige Schatten war, der nach dem Training noch in Drakia geblieben ist. Alle anderen waren schon weg. "Und wo kann ich ihn finden?", fragte Graven nach. "Ich glaube er wollte sich zum Hafen aufmachen, hab aber keinen blassen schimmer, wozu." "Gut, danke. Ich werd mich auch mal auf den Weg machen und ihn aufsuchen. Vielleicht komm ich ja nochmal vorbei. Bis dann." So war Gravens nächstes Ziel der Hafen, wo er hoffentlich Kra Shak auffinden könnte, mit dem er dann diese Stadt verlassen kann.



02.07.2002 16:17#154
Kra`Shak KraShak: Endlich eine Menschenseele, ich war schon total aufgeregt ich dachte es gäbe hier keine anderen Menschen mehr. Bitte kannst du mich aufklären. KraShak schaute den Buddler an und wartete auf eine antwort. Doch dieser drehte sich ohne ein Wort zu sagen um und ging den Weg entlang. Bis er bald in eine Wohnung verschwand. Der Schatten stand noch mindestens eine Minute da und starrte auf das Haus in das der Buddler gegangen war. Er schüttelte den Kopf und sprach zu sich selber.
KraShak: Was ist denn bitte hier los kann mich verdammt noch mal jemand aufklären…
Der Schatten merkte wie Zorn in ihm aufstieg, er kam sich so hilflos vor so absolut klein. Er würde sich am liebsten in ein Mauseloch verkriechen. Doch diese Gefühle verschwanden urplötzlich als am anderen Ende der Straße ein weiterer Schatten auftauchte. Es war Graven, der hatte KraShak ganz vergessen. Er rannte auf ihn zu und keuschen fragte er ihn:
KraShak: Graven, kannst du mir sagen was hier los ist? Ich werde hier noch bekloppt, ich hab nicht den Funken einer Ahnung was hier abgeht…Kannst du mir helfen?



02.07.2002 16:34#155
Burath Das kratzende Geräusch der Feder verstummte und erleichtert lehnte sich der Stadthalter wieder zurück in den Sessel, das Stück Papier in den Händen haltend. Im Schein der Kerzen funkelten seine kalt blauen Augen energisch und der Drang etwas zu unternehmen erfüllte ihn. Den ersten Schritt könnte er bereits mit diesem Stück Pergament tun. Die Botschaft an das alte Lager. Doch wie sollte er sie aus Drakia schmuggeln? Er kannte nur eine Person die das schaffen könnte doch war diese bereits vor einigen Tagen verschwunden.

Gnat vergrub sein Gesicht in Nachdenklichkeit. Weit konnte Frost in seinem Zustand nicht gekommen sein und das würde er auch selbst gewusst haben. Er musste noch hier sein. Dem hohen Gardisten blieb keine andere Möglichkeit. Er musste den schwarzen Krieger finden und schon knarzte der Stuhl, Metall klirrte, als sich sein Körper in Bewegung setzte. Einsam hallten die Schritte über den kalten und düsteren Marmorboden bis auch sie wieder verstummten und der Stadthalter vor der Tür des Gästezimmers zum stehen kam. Vorsichtig klopfte er an...



02.07.2002 16:52#156
Superluemmel Ein Klopfen an der Zimmertür riß Frost aus seinem Zustand irgendwo zwischen wachen und schlafen. Sofort hetzte der Blick des Kriegers durch das Zimmer. Wer konnte das sein?
Langsam erhob sich Frost von seinem Platz und näherte sich der Tür. Sein linker Arm wurde noch immer von dem leicht blutigen Tuch verdeckt. Sollte er überhaupt öffnen? Vieleicht würde der Besuch ja einfach wieder verschwinden wenn er nichts weiter unternahm.
Doch schließlich entschloß er sich dennoch die Türe zu öffnen. Es wäre mehr als verdächtig wenn er die ganze Zeit über die Gesellschaft anderer Menschen mied. Als die Türe aufschwang stand Frost direkt dem Statthalter von Drakia gegenüber. Der Krieger zwang sich zu einem Lächeln und begrüßte seinen Freund. "Ah, Gnat! Seid gegrüßt alter Waffengefährte. Welch Ehre eure Gesellschaft genießen zu dürfen. Immerhin ist in letzter Zeit ja so einiges geschehen."


02.07.2002 17:11#157
Burath Zaghaft lächelnd betrat der Gardist in seiner silbern funkelnden Rüstung das Zimmer und erwiederte in aller Freundlichkeit den Gruß. Nicht nur weil er einem Freund gegenüberstand sondern weil er nun auch die Person gefunden hatte die er suchte. Doch langsam entglitt ihm das Lächeln als Gnat das Zimmer unter genauere Betrachtung nahm.

Noch immer war es abgedunkelt und düster, es roch stark nach Schweiss und er war sich mehr als eindeutig sicher das Lümmel dieses Zimmer für längere Zeit nicht verlassen hatte. Sogleich wollte er ihn fragen was los sei und wie es ihm ginge, doch brannte ihm sein eigentliches Anliegen zu sehr auf der Seele.
"Seid mir gegrüßt mein Freund. Ja es ist sehr viel geschehen in letzter Zeit. Doch leider nichts gutes. Ihr habt sicher mitbekommen das unsere Siedlung besetzt wurde und momentan nicht von mir geführt wird. Leider sind mir die Hände gebunden und ein Entkommen ist unmöglich.

Deswegen wende ich mich mit einer Bitte an euch. Ihr seid ein Mann der Nacht, ein Schatten der sich lautlos und unbemerkt beinahe überall bewegen kann. Die Ausgänge der Siedlung sind streng bewacht und es gibt kaum ein Durchkommen. Doch hoffe ich das ihr dazu in der Lage seid und einen meiner Schatten hinausbringen könntet damit dieser eine Botschaft überbringen kann. Die Zeiten sind schwer und ihr noch sehr angeschlagen doch sehe ich leider keinen anderen Weg" Gnat verstummte ...



02.07.2002 17:12#158
Yerodin Pulze verdrehte die Augen, er konnte die Tage, an denen er in dieser verdammten Siedlung eingesperrt war nicht mehr zählen. Niemand wusste was zu tun war und die unbekannten Soldaten hielten sich bedeckt, so dass Pulze nichts anderes übrig blieb als zu warten.

Die letzten Tage verbrachte er auf einer Bank nahe des Rathauses, etwas anderes blieb ihm nicht. Was hätte er tun sollen? Sich eine Hütte klauen? So tief war er noch nicht gesunken, also beharrte er auf diesem unsäglich harten Holzhaufen. Die Kneipe war längst nicht mehr so brechend voll wie in den 'guten' Zeiten und die Konversationen beschränkten sich auf ein Minimum.

Pulze wollte hier raus, endlich wieder zurück ins Alte Lager, wer weiß wie es sich entwickelt hatte. Während er grübelte wer ihm helfen könne, schlenderte er in Richtung Rathaus; vielleicht hing dort ja irgendwo ein Aushang wo etwas zu erfahren war...



02.07.2002 17:24#159
Superluemmel "Es geht mir gut", meinte Frost bestimmt. Anscheinend hatte Gnat bisher noch nichts bemerkt. Und das kam Frost auch ganz gelegen.
"Drakia mag zwar vieleicht abgeriegelt worden sein, doch es gibt fast immer einen Weg. Und wir ihr wisst lasse ich mich nicht so leicht aufhalten. Ich werde euch helfen, mein Freund. Doch wisset dass ich es für euch und die Kolonie tue und nicht für das alte Lager oder einen dieser Erzbarone. Ich werde mich niemals dem Befehl eines Anderen beugen solange dieser nicht direkt vom König kommt. Zeigt mir den Mann den ich aus der Stadt bringen soll und ich werde ihn ihn im Notfall sogar aus der Barriere schmuggeln."



02.07.2002 17:49#160
Burath Der Krieger atmete erleichtert auf und ein Funkeln erstrahlte in seinen Augen. "Ich wusste das ich mich auf euch verlassen kann Frost. Nun dann will ich gleich einen geeigneten Schatten suchen
und in dieser Zeit könnt ihr euch vorbereiten. Wir treffen uns dann unten in der Eingangshalle sobald ihr fertig seid." Gnat warf dem schwarzen Kämpfer noch ein erfreutes Lächeln zu dann war er auch schon im finsteren Gang verschwunden.
Nicht schnell genug hatte der Gardist das Rathaus verlassen und fand sich auf den Treppen wieder. Der Puls pochte in seinen Ohren, sein Atem ging hastig und vereinzelte Schweißperlen kullerten über die glatte Stirn. Sogleich verlangsamte Gnat auch seine Bewegungen denn Auffallen war das letzte was seinem Willen entsprach. Suchend blickte er über das helle Gestein des Vorplatzes, die grauen Hauswände und ziegelroten Dächer. Alles war still und nur vereinzelt huschten Buddler und Schatten an ihm vorbei. Spannung lag eindeutig in der Luft.
Der Stadthalter brauchte nicht lange und hatte schon bald eine Person gesichtet.(Pulz3dr!V3r) Mit versteinertem Gesicht und verschränkten Armen bewegte er sich auf diese zu. Leise flüsternd aber verständlich gab Gnat ihm zu verstehen "Ich gebe euch die Möglichkeit Drakia zu verlassen doch dafür müsst ihr etwas für mich tun. Wenn ihr das Risiko auf euch nehmen wollt so folgt mir" Schon machte sich der hohe Gardist wieder auf den Weg in die verlassene Eingangshalle des Rathauses...



02.07.2002 18:16#161
Yerodin Seine Augen blitzten auf. Was hat er gesagt? Noch vor wenigen Minuten hatte er keine Hoffnung mehr und jetzt tritt ihm diese Gestalt entgegen. Pulze erinnerte sich; das war sein Lehrmeister!
Er blickte sich auf dem leeren Platz um. Nichts, eine solche bedrückende leere hatte er noch nicht gesehen, am ehesten erinnerte sie ihn jedoch an die Zelle in der er festgehalten wurde bevor er in die Barrriere geworfen wurde. Die Nebelschwaden die um diese Zeit schon die Gassen säumten verschluckten die Häuser, die einzigen vernehmbaren Geräusche waren das Klackern der Gardistenrüstung und einige grölende Laute die aus Richtung Taverne kamen. Die fremden Soldaten werden diese Trunkenblode schon züchtigen. dachte Pulze.
Der Schatten zögerte keinen Augenblick und folgte dem Gardisten. Es war schon seltsam, obwohl er schon einige Zeit hier war kannte er doch nur einen Bruchteil von Drakia, selbst das Rathaus hatte er noch nie vorher betreten. Er schaute sich kurz um und bemerkte eine dunkle Gestalt die Treppe hinunterhuschen, als er bemerkte, dass sein Führer auf diese zuschritt wurde ihm langsam klar was passieren würde...



02.07.2002 18:42#162
Burath Leuchtende Punkte wurden von der silbernen Rüstung an die Wände reflektiert und ergaben ein Bild das einem Sternenhimmel gleichkam
als die schweren Kampfstiefel auf dem spiegelglatten Marmorboden polterten und sich im festen Schritt den Weg bahnten. In einer schattigen Ecke trafen sich die drei Gestalten.

Mit ernstem Ton begann der hohe Gardist zu sprechen. "Mein Freund hier wird dich aus Drakia bringen." Gnat deutete mit einer kurzen Geste auf Frost der in einen dunklen Umhang gehüllt an die Wand gelehnt stand und ruhig mit einem Fuß wippte. Das Gesicht war tief durch die Kapuze verdeckt. Unter dem Schatten konnte man sein Gesicht nur erahnen. "Die einzige Bedingung die ich dir dafür stelle ist, dass du diesen Brief hier auf schnellstem Wege zu dem Erzbaron Gor Na Drak bringst. Wirst du das Risiko auf dich nehmen und meine Botschaft an ihn überbringen?"

Unsicher nickte der junge Mann. Die Aufregung konnte man deutlich an seinem Gesichtsausdruck und den glitzernden Schweißperlen erkennen. Gnat musste leicht schmunzeln und brauchte sich das Grinsen Frosts nur bildhaft vorzustellen. "So sei es. Nehmt den Brief nun an euch und wartet nicht länger."
Spielerisch zog der Stadthalter die Schriftrolle aus seinem Gürtel und übergab sie dem Boten. "Es ist mehr als wichtig das dieser Brief den Baron erreicht. Er darf unter keinen Umständen verlorengehen!" sprach Gnat noch einmal und sah mit funkelnden Augen zu der etwas kleineren Gestalt hinüber. "Nun bleibt mir nicht mehr als euch viel Glück zu wünschen"



02.07.2002 18:54#163
Yerodin Der Schatten nahm die Rolle entgegen und betrachtete das Papier. Was mag daran so wichtig sein? Pulze konnte wetten das es um den Zustand, in dem sich Drakia befand, ging.
Er versuchte einen Blick auf das Gesicht seines Begleiters zu erhaschen, hatte aber kein Glück. Die Aufregung stieg in Pulze hoch, er sollte Drakia verlassen, den obersten Erzbaron kennenlernen und ihm eine Schriftrolle von höchster Wichtigkeit überbringen. Das war kaum zu glauben, ihn übermannte fast sein Glücksgefühl...
Die Gestalt wirkte bedrohlich und unheimlich, aber was bleib ihm übrig als ihm zu folgen. Die beiden verließen das Rathaus und sein Begleiter setzte sich sofort vor ihn, Pulze wurde klar das er wohl auf dieser 'Mission' nichts zu sagen hatte, aber eigentlich war das auch gut so. Er schritt der schwarzen Gestalt hinterher, die sich lautlos und geschickt durch die Gassen bewegte...


02.07.2002 19:47#164
Superluemmel Milchig weißer Nebel bedeckte die Straßen von Drakia wie ein feuchtes Tuch. Nur ab und zu glitt ein schwacher Luftzug durch die Gassen und zerriß für ein paar Sekunden den Nebelvorhang. Immer wieder war ein leises Trippeln zu hören, wenn ein kleiner Nager auf eiligen Pfötchen über das Kopfsteinpflaster huschte. Der Schein einer Fackel verscheuchte die Schatten an einer Hauswand, als ein patrouillirender Soldat durch die stillen Straßen schritt. Kaum war er vorüber, da erwachte auch schon die Dunkelheit in einem der Hauseingänge zum Leben und der von einer Kapuze verhüllte Kopf eines Mannes schob sich für einen Augenblick aus der Deckung hervor, spähte zuerst nach links, dann schnell nach rechts. Kurz darauf spien die Schatten einen schwarzgekleideten Mann aus, der in geduckter Haltung zur anderen Straßenseite eilte und dort fast vollständig vom Nebel verschluckt wurde.
Der Mann machte eine schnelle Handbewegung mit der Rechten, dann löste sich ein zweiter Schatten aus der Dunkelheit des Hauseingangs und folgte dem Beispiel des ersten. Einen Moment später waren die beiden Gestalten schon wieder in der Nacht verschwunden.
Im Schatten eines weiteren Hauseingangs hielt Frost seinen Begleiter abermals an.
"Jetzt kommt der schwierige Teil", raunte der Krieger dem Schatten zu. Seine Stimme war nicht mehr als das Flüstern des Windes.
"Wie ihr sehen könnt haben die Soldaten alle Ausgänge der Siedlung mit Fackeln abgesteckt damit ihre Sicht in der Nacht nicht allzu sehr beeinträchtigt wird. Alles was sich in den Schein der Fackeln zeigt wird niedergeschossen. Im Moment haben wir keine Möglichkeit da durch zu kommen."
Frost bemerkte den fragenden Gesichtsausdruck seines Begleiters. Bevor dieser jedoch nachfragen konnte, fuhr der Krieger ebenso leise fort. "Ich brauche eure Hilfe für ein Ablenkungsmanöver. Dieses Haus hier ist soweit ich weiß unbewohnt. Falls hier doch noch jemand hausen sollte, wird er euch wohl kaum Probleme bereiten, denn wir sitzen im Moment alle im selben Boot. Also, wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, müssen die Fackeln gelöscht werden, sonst kommen wir hier nie raus. Es reicht wenn ich ein paar der Fackeln lösche. Doch ich komme niemals bis zu ihnen bevor mich die Wachen entdecken. An dieser Stelle kommt ihr ins Spiel."
Frost kramte mit der Rechten in einer seiner Manteltaschen, dann brachte er einen kleinen Beutel ans Licht. Frost wusste selbst nicht mehr so genau, warum er die Münzen des Reiches aufgehoben hatte, wahrscheinlich für den Fall dass er irgendwann einmal aus dieser Kolonie verschwinden konnte. Doch jetzt konnten sie sich durchaus als nützlich erweisen.
"Hier, nehmt diese Münzen. Ihr werdet nun in das Obergeschoß des Hauses gehen und euch am offenen Fenster postieren. Wenn ihr einen stärkeren Windstoß verspürt, lasst ihr den Beutel aus dem Fenster fallen. Wenn nun eine Wache kommen sollte, werdet ihr sie in ein Gespräch verwickeln. Lasst euch eine Ausrede einfallen, warum euch der Beutel heruntergefallen ist. Ich brauche nur ein paar Sekunden. Während die Wache abgelenkt ist, werde ich zu den Fackeln schleichen und sie löschen. Ich werde so viele ausknipsen wie ich kann, aber erwartet nicht zu viel. Sobald die Wache zu ihrem Posten zurückkehren will, müsst ihr euch laut genug verabschieden, damit ich mich rechtzeitig zurückziehen kann. Nachdem die Wache wieder zurückgeht, benutzt ihr den Hintereingang des Hauses und kriecht durch die Schneise aus gelöschten Fackeln. Dreht euch nicht um, ihr werdet keine Zeit haben. Falls ihr versagen solltet sind wir wahrscheinlich beide tot. Möge Innos euren Weg erleuchten." Mit diesen Worten verschmolz Frost wieder mit den Schatten und tastete sich vorsichtig an der Hauswand entlang, immer darauf bedacht, dem Fackelschein nicht zu nahe zu kommen. Nach einigen Metern blieb er stehen und wartete auf das Signal. Ein leichter Windhauch streifte Frosts Wange und ließ kurzzeitig die Flammen der Fackeln auflodern. Der Fackelschein flackerte. Plötzlich ertönte ein lautes Klimpern auf dem Asphalt der Straße. Angespannt beobachtete Frost den wachhabenden Soldaten. Anscheinend wusste dieser nicht so recht was er tun sollte. Doch schließlich entschloß er sich doch, dem Geräusch auf den Grund zu gehen.
Das war die Gelegenheit für Frost. Lautlos huschte er zu einer nahen Fackel. Blitzschnell zog er eine feuchte Decke aus der Tasche hervor und legte diese über die Fackel. Mit einem leisen Zischen erlosch die Flamme. "Heda, ist da wer?" konnte der Gildenlose den Soldaten hören. Doch anscheinend war die Frage nicht an Frost gerichtet, denn er konnte aus dem Augenwinkel beobachten, wie die Wache ein kleines Stück in die Straße hinein ging. Dann blieb sie stehen und bückte sich.
"Nanu, was ist denn das...," murmelte sie.
Frost ließ sich nicht weiter ablenken und eilte zur nächsten Fackel. Auch diese starb mit einem erstickten Zischen. Jetzt schnell die nächste. Nun konnte der Krieger auch die Stimme des Schattens hören, der versuchte den Soldaten abzulenken. Währenddessen hauchten weitere Fackeln ihr Leben aus. Langsam wurde es kritisch, Frost musste aufpassen dass er nicht zu nahe an den nächsten Wachtposten kam, sonst war er geliefert.
Wieder drang die Stimme seines Begleiters durch die Nacht, dieses Mal jedoch deutlich lauter. Frost beeilte sich, sich auf den Boden zu werfen und zur rettenden Hauswand zu robben.
"Ah, verfluchter Wind...", hörte er die Wache schnauben. Ein kurzer Blick zur Seite zeigte ihm, dass der Soldat sich mit einer Fackel in der Hand aufmachte, die erloschenen Fackeln wieder zu entzünden.
Doch den Augen des Kriegers entging nicht, wie ein dunkler Schemen robbend in die Nacht entschwand. Frost wünschte dem Schatten Glück. Dann verschwand auch er selbst wieder in der Dunkelheit.

Eine gute halbe Stunde später erreichte Frost das Rathaus. Nach einem sicherndem Blick verschwand er im Inneren des Gebäudes. Der Krieger fand Gnat im Speisesaal auf einem der Stühle sitzend über sein Abendmahl gebeugt. Erst als sich Frost bis auf wenige Meter genähert hatte, wurde er bemerkt.
"Euer Schatten hat Drakia verlassen. Jetzt liegt es an ihm, eure Botschaft weiterzuleiten."



03.07.2002 01:16#165
Burath "Wir können nur hoffen das er erfolgreich ist" entgegnete der junge Mann dessen Stirn stark durch Sorgenfalten verunstaltet war und keinen schönen Anblick mehr bot. "So setzt euch zu mir und bedient euch. Mit ist es gerade nicht sehr nach essen und der Appetitt ist mir vergangen. Zu groß ist die Sorge mein Freund. Wie leicht es doch für euch ist. Ihr habt keinen für den ihr Verantwortung übernehmen müsst und keinen der euch Anweisungen erteilen kann. Ihr seid ein freier Mann und könnt beinahe tun und lassen was ihr wollt. Welch ein Leben muss das sein ..." Mit jedem folgenden Wort verfiel sein Tonfall dem Schwärmerischen und ähnelte einem verzweifelten Ruf nach Freiheit. Doch würde er diese nie bekommen, oder erst wenn er starb.

So saßen sie, aßen und sprachen im warmen Schein der vielen Fackeln und nur in diesem Augenblick konnte Gnat seine Sorgen kurzzeitig vergessen. Sogar ein zaghaftes Lächeln fand den Weg in sein Gesicht
doch verharrte es dort nicht lange. Schon kurz darauf wurde die Ruhe von zwei nahenden Gestalten im Türrahmen gestört. Hastig winkten und gestikulierten sie, versuchten den Stadthalter zu locken und ihm schlechte Nachricht zu überbringen.

Mit einem Raunen und murrischen Geräusch erhob sich der Gardist vom breiten Stuhl, legte seinen Umhang zurecht und ging langsam den beiden Kriegern entgegen. Schon ihre Gesichter konnten nichts gutes verheißen. Das Zittern ihrer Stimmen, die Schweißperlen auf den Stirnen und die weit aufgerissenen Augen. Gnat macht sich auf das Schlimmste gefasst und legte seine Rechte über den Schwertknauf des Einhänders der am Gürtel hing, gegen den Stahl des Plattenschürzes prallte und dabei ein ehrfürchtiges Scheppern verursachte das laut über den kalten Boden hallte.

Beinahe flüsternd begann der eine. "Wir haben versagt. Die Amazone ist in Gefangenschaft geraten als sie sich mit einem der Wachposten anlegte und wurde auf des Gegners Schiff gebracht. Wir konnten nicht rechtzeitig eingreifen." Schon während der Schatten die letzten Worte sprach senkten sich beide Köpfe und die Augen suchten ziellos den Boden ab. Wütend schlug Gnat die Fäuste zusammen. Metall klirrte.
Warum waren diese Kerle immer so feige wenn es darum ging die Verantwortung zu übernehmen? Wie lange Kiina jetzt wohl schon auf dem Schiff war?
Voller Zorn schlug der Stadthalter die beiden armseelig wirkenden Gestalten zu Boden, hechtete über sie hinweg und hatte nur noch eines im Sinn. Er musste ihr helfen, irgendwie auch wenn dies gar unmöglich zu sein schien. Vielleicht konnte er sie freikaufen? Sie im Kampf Mann gegen Mann zurückgewinnen? Seine Gedanken überschlugen sich und verursachten nichts weiter als einen pulsierenden Kopfschmerz der ihn fast zum Schreien brachte.

Nicht lange dauerte es und er schnupperte kalte Nachtluft, spürte den frischen Wind auf seiner erhitzten Haut und sah die Sterne wie ein Meer aus Edelsteinen auf sich herablscheinen. Nicht den langen Weg die Treppe hinab nahm er, viel schneller war der Sprung über die steinerne Abgrenzung getan und er auf dem Vorplatz. Alles ignorierend sprintete Gnat in Richtung Strand, vorbei an tänzelnden Schatten, knisternden Fackeln und verdutzt dreinschauenden Wachen.
Eine Wolke aus Staub und Kiesel wirbelte um ihn herauf als er vor den schäumenden Wellen zum stehen kam, suchend das Meer überschaute und seinen Blick an den schwarzen Koloss von Schiff fesselte. Doch zu seiner Überraschung bewegte sich ein Schemen, von der Sturmbringer kommend, auf ihn zu. Den Geräuschen der eintauchenden Paddel und gegen Holz schlagenden Wellen nach zu urteilen konnte es sich nur im ein Beiboot handeln. Sofort wurden seine Kämpferinstinkte aktiv. Der Blutrausch stand abermals vor dem Erwachen.

Doch hielt er sich zurück. Etwas hinderte ihn daran in Raserei auszubrechen. Vielleicht die Erinnerung an die sanften und zugleich ernstegemeinten Worte des ehemaligen Gardeführers und Freunes die ihm jetzt einen kalten Schauer über den Rücken jagten und ihn beinahe in ein Gefühl der Ratlosigkeit trieben? Selbst wenn er nicht sofort zu verstehen vermochte was ihn daran hinderte sich dem Kampf zu stellen war er insgeheim dafür sehr dankbar. Wie gebannt und voller Hoffnung starrte der Krieger auf den kleinen schwarzen Fleck der nach und nach immer näher kam...



03.07.2002 15:57#166
Tak Tak legte den Lappen bei Seite und hob sein Schwert in die Höhe. Zufrieden beobachtete der Gildenlose, wie sich das Licht der Fackel an der Hüttenwan in der Klinge spiegelte.
Wie oft hatte er seine waffen und seine Rüstung jetzt in den letzten Tagen poliert? Er wusste es nicht. Hier gab es schlicht und einfach nichts zu tun, garnichts.
"Diese verfluchten herzöglichen Soldaten, verrecken sollen sie, diese verdammten Idioten..."
Fluchend erhob sich Tak und trat aus 'seiner' Hütte nach draußen. Ein kühler, vom Meer kommender Wind ließ ihn im ersten Moment frösteln. Der Himel war wolkenverhangen, es würde wohl jeden Augenblick anfangen zu regnen. Gelangweilt schlenderte Tak zu einem Baum. Als der Gildenlose ungefähr zwanzig Meter von der Pflanze entfernt stand, zog er blitzschnell eines der Wurfmesser heraus und schleuderte es in Richtung Stamm. Anschließend betrachtete er das Ergebnis und kratzte sich am Kopf. Es war nicht gerade das herausgekommen, was er sich gewünscht hatte. Tak hatte den Stamm zwar getroffen, allerdings nicht besonders stark. Die Verwundung, die dieser Wurf hervorgerufen hätte, wäre nicht besonders groß gewesen.

Hoffendlich war zumindest das Üben mit Wurfmessern nicht verboten...


03.07.2002 16:02#167
Graven Nachdem Graven Kra Shak die Situation erklärt hatte, schmiedeten sich die beiden einen Ausbruchsplan. Es war schon später Nachmittag und Nachts mussten sich alle in ihren Hütten aufhalten, da dies eine der Anweisungen des Herzogs waren. "So, ich schlage vor, wir warten mal ab, bis es dunkel wird. Es sieht so aus, als ob sich ein Nebel über das Wasser niederlässt. Darum werden wir versuchen, auch übers Meer Drakia zu verlassen. Wir umschwimmen einfach die großen Felsen und dann sind wir endlich wieder frei. Ich hoffe es gelingt uns, denn wenn nicht, möcht ich erst garnicht daran denken, was uns danach bevorsteht." "Moment mal, du willst tatsächlich durch das Wasser?! ... Bist du jetzt völlig übergeschnappt?" "Reg dich mal ab, ja. Sonst haben wir keine andere Wahl. Der Ausgang wird bewacht, als ob er das einzige Weib der Welt wäre. Wir müssen es versuchen!" "Nun gut, wie du meinst. Lass uns abwarten."

So machten es die beiden dann auch. Sie warteten in der Nähe des Hafens ab und beobachteten dabei unauffällig die Soldaten, die hier patroullierten. Es wurde langsam kühler und wie von Graven erwartet legte sich ein Nebel über das Ufer. Es wurde immer nebliger. Lag wohl am recht hohen Temperatursturz nach Sonnenuntergang. Die Soldaten zündeten überall Fackeln an. "So, lass uns gehn. Hast du auch all deine Sachen dabei?", fragte Graven nach. "Ja, hab ich, ich bin breit. Verschwinden wir." Dann sahen sie sich nochmals um, ob sie auch niemand sah und huschten hinter der Bootswerft von Berne entlang. Dort versteckten sie sich zwischen ein paar Stapeln mit Brettern. "Ich werde ein paar Schilfhalme suchen, damit können wir unter Wasser wegtauchen, ohne gesehen zu werden." Graven tat, wie er gesagt hatte und kurz darauf schwammen sie ins kühle Nass. Das leise Plätschern beim eintauchen verschluckte der immer dicker werdende Nebel. Sie waren zwar nicht ganz unbemerkt, da einige der sich am Schiff befindenden Söldner fragten, wocher die Geräusche kamen, die ihre kleine Tauchtour entstehen ließ, da jedoch der Nebel dick genug war, dass man nicht bis zum Wasser sehen konnte, entkamen die Beiden auch.

Kra Shak schmeckte das alles gar nicht, aber was blieb ihnen übrig? Das würden sie diesem General noch heimzahlen. So machten sich die beiden auf den Weg, um Drakia endgültig zu verlassen. Nur zwei sich bewegende Schilfrohre waren alles, was man hätte sehen können, wenn... tja wenn es nicht so neblig gewesen wäre. Langsam verblassten die Lichtpunkte im Nebel, die von den Fackeln herrührten. Doch die Beiden sahen das natürlich nicht. Unter der Wasseroberfläche bewegten sie sich mühsam von Drakia fort.



03.07.2002 21:18#168
Kiina Das kleine Boot näherte sich endlich langsam dem Ufer. Kiina hatte sich nichtmal in das Boot hinenhelfen lassen und saß nun mit dem größtmöglichsten Abstand zu dem fremden Mann darin.
Eine Gestalt am Kai erweckte ihre Aufmerksamkeit. Je näher sie der Anlegestelle kamen, desto sicherer wurde sie sich. Dort stand Gnat und schaute dem Boot entgegen.
Erleichterung machte sich in der jungen Frau breit und sie hoffte, gleich wieder in Sicherheit zu sein und sich wieder geborgen zu fühlen.

Mit einem Ruck kam das Boot an der Anlegestelle zum Stillstand und Gnat, der mittlerweile nähergetreten war, reichte der Amazone seine Hand um ihr aus dem Boot zu helfen.
Erleichtert griff sie danach und ließ sich aus dem wackeligen Holzding herausziehen. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlang sie die Arme um Gnats Taile und drückte den hohen Gardisten an sich.
Leise wechselten sie ein paar Worte und schritten dann, ohne dem Mann in dem Boot noch eines Blickes zu würdigen, vom Kai fort.



03.07.2002 21:20#169
Superluemmel Nachdem Gnat aus dem Zimmer gestürmt war, hatte sich Frost zurück auf sein Zimmer begeben. Noch immer war das Fenster geöffnet und die kühle Nachtluft drang angenehm in seine Lungen. Mit einem Seufzer ließ sich der Krieger auf dem Bett nieder.
Er hätter verschwinden können, gestern in der Nacht. Doch irgendetwas hielt ihn noch in Drakia. Und vieleicht würde seine Hilfe ja noch benötigt werden. Und was hätte er tun sollen, wenn er aus der Siedlung gekommen wäre? Im Moment war ihm die ruhige Lage in Drakia sogar ganz recht, da stellte niemand unnütze Fragen. Frost warf einen diebischen Blick zu der Tür und vergewisserte sich, dass sie auch wirklich geschlossen war. Dann löste er schnell das Tuch von seinem Arm. Sogleich schimmerte auch schon wieder der weiße Knochen im schwachen Licht der Kerzen. Sogleich schäumte unbändige Wut in Frost auf. Liebend gerne wäre er jetzt aufgesprungen und hätte einem dieser Soldaten auf der Straße den Hals umgedreht. Doch er konnte sowieso nichts an seiner Lage ändern. So ballte er in hilfloser Resignation die Hände zu Fäusten. Seine beinerne Hand folgte dem Beispiel der Rechten deutlich später. Frost hatte absolut kein Gefühl mehr in dem Arm, konnte ihn aber anscheinend noch bewegen.
Was geschah nur mit ihm? Würde sich dieser unheimliche Prozeß weiter fortsetzen? Was würde geschehen wenn auch sein Kopf befallen wurde? Verwandelte er sich langsam in einen willen- und gefühlslosen Zombie der nach dem Fleisch der Lebenden gierte?



04.07.2002 14:13#170
Tak Entgeistert betrachtete Tak die Blutlache auf dem Tisch seiner Hütte. Seine Augen wanderten jedoch bald weiter zu den Überresten des Hasen, von dem das Blut stammte.
"Wunderbar, jetzt seziere ich schon Hasen... Verdammte Ausgangssperre..." Grummelnd nahm der Gildenlose eine Feder und ein Stück Pergament zur Hand und begann, das Innenleben des Hasen akribisch genau aufzuzeichnen. Er betrachtete kurz den toten Körper den Tieres, und nur eine Sekunde lang lag ein etwas seltsamer Ausdruck in seinen Augen. Wenn er doch nur einen Menschen hier liegen hätte, dann wäre alles doch viel interessanter...


10.07.2002 20:51#171
Superluemmel Das Gesicht unter der Kapuze verborgen stand Frost halb in den Schatten in der Nähe des Kais. Rauschend brachen sich die Wellen an dem Strand, nur um dann wieder in den Fjord zurückzuschwappen.
Viel war in letzter Zeit nicht losgewesen. Die Einwohner der Siedlung hatten wohl zu viel Angst vor den Besetzern, und blieben deshalb fast ständig in ihren Wohnungen. Doch dummerweise schienen die Soldaten trotz der Ruhe nicht weniger wachsam zu werden.
Langsam glitt Frosts Blick über die dunklen Wogen des Fjordes, bis er schließlich an dem stählernen Rumpf des Kriegsschiffes hängenblieb. Bedrohlich ragte der hohe Kiel über der Wasseroberfläche auf, die Geschütze starrten allesamt in Richtung Drakia.
Irgendwo musste es doch eine Schwachstelle in diesem Monstrum geben. Frost war bisher noch keinem Gegner begegnet, der keinen wunden Punkt besaß. Doch irgendwann war anscheinend immer das erste Mal. Innerlich verfluchte der Krieger den General der Besatzungstruppen. Erst in diesem verdammten Gefängnis eingesperrt und dann auch noch feindliche Soldaten vor der Nase....


10.07.2002 21:03#172
Kaszan Toras Ein leises Lied vor sich hinsummend ging Juwan seinen Patrouillenweg ab. Der Soldat genoss die Ruhe und dankte den Göttern dafür, dass die Sträflinge intelligent genug waren, keinen Widerstand zu leisten.
So war alles in bester Ordnung. Juwan bekam seinen Sold und musste dafür nur ein paar Mal Wache stehen oder wie jetzt die Straßen überwachen. So ließ es sich leben. Manchmal fragte er sich, warum er sich nicht schon längst zur Ruhe gesetzt hatte. Die Bezahlung war zwar nicht schlecht, aber dafür lauerte ständig die Gefahr eines vorzeitigen Todes auf dem Schlachtfeld.
Gerade in solchen Augenblicken wie dem jetzigen, wenn gerade mal nicht das Adrenalin des Kampfrausches durch seine Adern schoß, wünschte sich Juwan bei seiner Frau und seiner Familie. Vieleicht sollte er nach dieser Mission wirklich den Dienst beenden.
In Gedanken verloren bog der Soldat um eine Hausecke und marschierte dann über den Platz vor dem Kai. Wieder niemand zu sehen. Naja, Juwan sollte es Recht sein.
Moment, da stand doch jemand in den Schatten. Schnell durchforstete Juwan sein Gedächtnis. Der hatte doch vorhin schon da gestanden und auf die Sturmbringer gestarrt.Und was verbirgt er da unter dem Tuch? Das sollte er sich näher anschauen....
Mit zügigen Schritten ging Juwan auf den Mann zu. Äußerst verdächtig der Kerl, mit seinem schwarzen Mantel und dann auch noch halb im Schatten.... "Heda," rief er der Gestalt zu, "Gebt euch zu erkennen!"



10.07.2002 21:10#173
Superluemmel Ein lauter Ruf lenkte Frosts Gedanken von dem gewaltigen Kriegsschiff weg. Aus dem Augenwinkel konnte er erkennen, wie einer der Soldaten auf ihn zukam. Verdammt, das hatte ihm gerade noch gefehlt. Wenn der Kerl jetzt von seinem Arm Wind bekam....Er brauchte einen Plan.
Also drehte sich Frost langsam herum und begann die Straße herunterzuwandern, so als ob er gar nicht kapiert hätte dass er gemeint war.
Hinter ihm wurden die Schritte lauter. Dem Krieger lief es eiskalt den Rücken herunter. Jetzt hatte er echte Probleme. Seine Gedanken fingen an zu rasen, blitzschnell ging Frost seine Möglichkeiten durch.



10.07.2002 21:16#174
Kaszan Toras Wollte der Kerl ihn verarschen? Da schlenderte er doch einfach so davon als ob nichts gewesen wäre. Aber so schnell gab Juwan nicht klein bei. "Hey, ihr da im schwarzen Mantel! Bleibt sofort stehen und nehmt die Kapuze runter! Was habt ihr zu verbergen?"
Der Mann machte immer noch keine Anstalten stehen zu bleiben. Na warte, der konnte was erleben.
"Ich habe gesagt ihr sollt stehen bleiben", grunzte Juwan während er seine Schritte beschleunigte und stetig aufschloß.
Schnell ergriff er den Kerl an der Schulter und riß ihn hart herum. "So Freundchen, wenn du jetzt keine verdammt gute Ausrede parat hast, gibt es mächtig Ärger."



10.07.2002 21:33#175
Superluemmel Naja, den Versuch war es wert gewesen. Jetzt hieß es ruhig bleiben.... Ohne jegliche Spur von Hast musterte Frost den Soldaten. Nicht unbedingt der Größte von der Statur, aber sagte ja nichts aus. Frost versuchte eine verblüffte Miene aufzusetzen.
"Ach entschuldigt, ich wusste nicht dass ihr mich gemeint habt. Also, was wollt..."
"Lasst das dumme Gerede und spart euch die Unschuldsmiene", wurde er grob unterbrochen. "Ich habe euch schon vorhin hier stehen sehen. Was interessiert euch so an dem Schiff? Seid ihr ein Spion oder gar ein Saboteur?" Verdammt, jetzt musste ein anderer Plan her. Immernoch völlig gelassen erwiderte der Gildenlose :
"Wo denkt ihr denn hin? Wieso sollte ich denn euer Schiff sabotieren wollen? Zudem würde ich ja nicht einmal bis aufs Deck kommen."
Erst nachdem er ausgesprochen hatte, fiel Frost auf dass sein Kommentar ein Fehler gewesen war. In den Augen des Soldaten blitzte es triumphirend auf. "Aha, ihr gebt also zu dass ihr euch überlegt habt, wie ihr am Besten auf das Schiff kommt?", folgerte der Soldat.
"Nein, ich habe jediglich..."
"Was versteckt ihr da unter der Decke?!", kam sofort die nächste Frage. Der Soldat griff nach der Decke die Frosts linken Arm bedeckte und riß sie bevor der Krieger reagieren konnte herunter. Die Augen des Mannes weiteten sich vor Schrecken, als sie den blanken Knochen erblickten.
"Das ist...", stotterte er verdutzt.
Doch die Zeit die der Soldat brauchte um sich wieder zu fassen, reichte selbst Frosts linker Hand um den Mann am Hals zu packen und ohne große Mühe hochzuheben. Der Soldat keuchte, griff sich mit beiden Händen an den Hals und strampelte wie wild mit den Beinen, als er plötzlich keine Luft mehr bekam. Dann schleuderte ihn Frost hart auf das Pflaster, wo er sich zweimal überschlug und dann um Luft ringend liegen blieb. Frost sah sich gehetzt um. Ein paar weitere Soldaten waren aufmerksam geworden und kamen mit den Waffen in den Händen auf ihn zugelaufen. Jetzt hatte er wirklich Ärger.


10.07.2002 22:02#176
Burath Doch wollte es das Schicksal wieder einmal anders und brachte noch zwei Gestalten hinzu. Zwei Menschen die den Ärger und die Gefahr des schwarzen Kriegers teilen sollten. Nur unweit vom Kai entfernt kamen diese herbeigelaufen, nichtsahnend doch vom plötzlich aufkeimenden Lärm von der Neugier gepackt. Laut toste das Meer, brachte schäumende Wellen an den weiten Strand doch war dies nichts, gegen das Klirren und Scheppern der Rüstungen welche aus allen Richtungen auf diesen einen Punkt zugelaufen kamen.

Schabend fuhr der kalte und feingeschliffene Stahl aus der fein verzierten Scheide und brachte ein helles Funkeln in die Schwärze der Nacht. Dröhend schepperten die Kampfstiefel über das Steinpflaster der Straße, Ketten klirrten und ein wütendes Brummen ließen die bereits eingetroffenen Soldaten zurückschrecken.

Krachend landeten zwei der Männer auf dem Boden und welzten sich im Dreck. Der hohe Gardist schoss vorran, hinter ihm eine etwas zierlichere Gestalt welche sich beinahe tänzelnd hinter ihm bewegte und elegant an den Soldaten des Generals vorbeiglitt.

Schnaubend kam Gnat zum Stehen, postierte sich kampfbereiter Haltung neben Frost und ließ seine Blicke über den Kreis der Gegner gleiten.
Nur beiläufig bemerkte er, wie Kiina vor den beiden Kriegern geduckte Haltung einnahm und ihr Schwert seiltich vor die Beine der beiden gestreckt hielt. "Du glaubst doch nicht etwa, dass ich dich alleine in den Kampf ziehen lasse" sprach Gnat zu Frost ohne den Blick von seinem Gegner abzuwenden, mit einem lüsternen Lächeln im Gesicht...



10.07.2002 22:25#177
Superluemmel Verdammt, dass hatte Frost jetzt gerade noch gefehlt. Jetzt steckten auch noch Gnat und Kiina mit in der Sache. Mit einem klirrenden Geräusch kam der Eisbrecher frei und fand festen Halt in Frosts rechter Hand. "Gnat, ich glaube es war keine so gute Idee von euch, sich hier einzumischen. Jetzt bekommen wir alle Probleme.", zischte er zwischen zusammengepressten Zähnen hervor.
Mittlerweile waren die hallenden Geräusche von schweren Stiefeln auf dem Asphalt lauter geworden. Während Frost noch immer nach einer Fluchtmöglichkeit Ausschau hielt, bemerkte er wie sich zwei weitere Soldaten von rechts näherten. Inzwischen kamen auf jeden der drei Gefährten zwei Soldaten. Nicht gerade gute Aussichten.
Inzwischen hatte sich der Soldat der Frost aufgehalten hatte wieder aufgerappelt. Mit gezogenem Schwert stand er hinter zweien seiner Kameraden. "Legt auf der Stelle die Waffen nieder und ergebt euch! Oder widersetzt euch und sterbt!
Mit einem Blick auf Kiina fügte er hinzu : "Euch kenne ich doch schon. Dieses Mal wird der General bestimmt nicht noch einmal so gnädig sein!" "Verflucht, wir haben keine Chance gegen so viele! Wir müssen hier weg!" Ohne weiter zu zögern fuhr Frost herum und stürmte auf eine schmale Gasse zu.


10.07.2002 22:43#178
Kiina Kiina sah Frost davonstürmen und Gnat warf ihr einen verheißungsvollen Blick zu, bevor auch er die Flucht ergriff. Die Amazone wandte sich herum und wollte den beiden Männern folgen, als ein kräftiger Arm sie packte.
Der Kopf der zierlichen Amazone schwang herum und fixierte kalt den Mann. Schabend glitt der Dolch aus der Scheide in ihre freie Hand und Sekunden später hatte der Mann eine Wunde am Arm.

Kiina rannte. Ihre Füße trugen sie von Angst getrieben durch die engen Gassen. Von Gnat und Frost war keine Spur. Sie hatte die beiden aus den Augen verloren. Panik bereitete sich in der Amazone aus, ergriff von ihrem Verstand Besitz. Sie hatte die Übersicht verloren und wußte nicht, wo sie war. Ihre Flucht endetete in einer Sackgasse.



10.07.2002 23:01#179
Superluemmel Eine knöcherne Hand packte Kiina unsanft an der Schulter und zog sie nach hinten. Als sie daraufhin herumfuhr, stand Frost wie aus dem Erdboden gewachsen vor ihr und hob beschwichtigend die Hand.
"Seid leise und folgt mir. Ich habe einen Weg gefunden wie wir erstmal hier weg kommen."
Mit der gespenstischen Linken deutete der Krieger auf eine ziemlich angerostete Leiter, die hinter einem Kistenstapel in die Tiefe führte. Ohne lange zu zögern stieg die Amazone die Leiter hinunter und verschwand in der Dunkelheit. Frost drückte sich schnell in die Nische in der sich die Leiter befand und zerrte dann die Kisten vor den Eingang. Dann beeilte er sich, dem Beispiel Kiinas zu folgen.
"Sie sind dort vorne rein!", konnte er einen Soldaten rufen hören. Bei den letzten paar Sprossen ließ sich der Krieger einfach fallen. Die Luft war feucht hier unten, und es war ständig das Tropfen von Wasser zu hören. Ein schmaler Kanal war fast vollständig mit Wasser gefüllt. Schimmernde Lichtreflexionen spiegelten sich an den gewölbten Wänden wieder, als sich das Licht einer einsamen Fackel auf der Wasseroberfläche brach. "Ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass Drakia eine Kanalisation hat", meinte Frost flüsternd.
"Könnte es sein, dass die Siedlung ursprünglich mehr war als nur eine kleine Ansammlung von Häusern?"



10.07.2002 23:28#180
Burath Ein einfaches Schulterzucken des hohen Gardisten sollte als Antwort genügen. Wusste er bisher doch selbst nichts von dieser Kanalisation und war deshalb umso mehr erstaunt. "Tja meine Siedlung ist immer wieder für eine Überraschung gut" meinte Gnat zwinkernd als er die Armbrust über seine Schulter hob und klackend ein Bolzen einrastete. "Auf unsere Freunde da oben warten sollten wir trotzdem nicht." fügte er noch hinzu und deutete mit seinem Kopf in einen der Gänge. "In der Richtung müsste das Rathaus liegen."
Sogleich setzten sie sich in Bewegung, rannten den schmalen Pfad am Rande des grünbraunen Wassers entlang und bogen nach Rechts in einen der Nebenkanäle abseits vom Hauptschacht. Kurz hielt der Gardist inne, lauschte den Geräuschen des plätschernden Wassers und konnte daraus noch weitere entnehmen. Schritte und Stimmen hallten durch die verschmutzten und feuchten Gänge. Die Verfolger hatten bereits aufgeholt.

Sofort ging es weiter über das feuchte und glitschige Gestein. Erst jetzt bemerkte Gnat den abartigen Gestank welcher durch diese Gewölbe zog. Sein Magen zog sich schlagartig zusammen und ihm wurde speiübel. Doch auch dies war schnell vergessen als mehrere tänzelnde Schatten im schwachen Schein der Fackeln immer näher kamen.

"Verdammt" entfuhr es dem Gardeführer, als seine Hand einen rostigen Gitterstab umklammerte. Der Weg vor den drein war versperrt...



10.07.2002 23:42#181
Kaszan Toras Der Tag hatte so gut angefangen. Und dann war dieser seltsame Kerl mit dem Knochenarm mitsamt seiner Kumpanen angekommen und hatte alles verdorben. Zudem durfte Juwan jetzt auch noch durch die Kloake rennen....
Der Schein der Fackeln erhellte die Dunkelheit der Kanalisation. So konnte der Suchtrupp wenigstens sehen, wo er hintrat. Dummerweise verzweigten sich die Kanäle in mehrere Gänge. Also teilten sich die Soldaten schnell in kleinere Gruppen auf und hetzten dann weiter durch das Zwielicht.
Ab und zu glaubte Juwan ein rasches Huschen zu hören. Wahrscheinlich nur irgendwelche Ratten....
"Wenn ihr diesen Kerl mit dem Knochenarm seht, schießt sofort. Der Typ kann gar kein Mensch sein", befahl Juwan dem Rest seines Trupps.
Als die Gruppe um eine weitere Ecke bog, rief Soron, der Soldat an der Spitze des Trupps plötzlich :
"Da sind sie! Feuer eröffnen!"
Und tatsächlich, da standen die drei Flüchtigen, genau vor einem Gitter, welches den weiteren Weg versperrte.
Juwan spannte sofort seine Armbrust und legte einen Bolzen ein. Die drei Sträflinge hatte bereits ihre Waffen gezogen, doch lag eine Distanz von mindestens zehn Metern zwischen ihnen und dem Suchtrupp.
Fest presste Juwan den Schaft der Armbrust gegen seine Schulter, zielte genau auf die Brust des Mannes mit dem schwarzen Mantel. Für einen kurzen Moment trafen sich die Blicke der beiden Männer. Juwan konnte ein kurzes Aublitzen in den Augen der Gestalt erkennen.
Dann drückte er ab.



10.07.2002 23:58#182
Kiina Die nächsten Sekunden liefen wie in Zeitlupe ab. Kiina wandte sich herum, blickte erneut diesem Juwan ins Gesicht, der noch ein paar Meter entfernt stand. Sie konnte nicht deutlich erkennen, was er dort in den Händen hielt, aber als er anlegte und zielte, wurde auch ihr es klar.

Frost stand nahezu ungeschützt vor Gnat und Kiina, das Geschoß würde ihn auf alle Fälle treffen. Bevor die Amazone überhaupt realisierte, was sie tat, warf sie sich mit ihrem gesamten Körpergewicht gegen Frost. Während beide Gestalten schwer seufzend zu Boden, in das muffige Wasser, stürzten, spürte Kiina, wie dicht neben ihrem Gesicht der Pfeil entlangsurrte und durch das Gitter in der Dunkelheit verschwand.

Ihr Herz pochte, der Puls raste. Frost und die Amazone lagen in dem stinkenden Wasser, aber sie lebten noch. Aber wie lange noch? Die restlichen Männer Toras' waren schon alamiert und unterwegs. Die Schritte waren in dem Gewässer nicht zu überhören. "Verflucht! Hört auf zu schießen!" brüllte Kiina dem Mann entegen. Wie war noch gleich sein Name gewesen, Juwan?

Kiina drückte weiter beharrlich den Gildenlosen mit ihrem Gewicht nacht unten. Es wäre ein leichtes für Frost, sie einfach von sich zu stoßen. Aber anscheinend stand ihm nicht wirklich der Sinn danach, Futter für die Pfeile einer Armbrust zu werden. Kiinas Hand ertastete Knochen. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. War Frost etwa so stark verletzt oder lagen hier die Reste eines Wesens verstreut? Sehen konnte sie nichts, die Knochen lagen unter Wasser, undurchschaubares, ekelerregendes Wasser.

Momentan beherrschte ein Gedanke ihren Verstand. Wenn Frost wirklich verletzt war, so war sie ihm schuldig, ihn zu schützen. Hatte er doch selber schon einmal ihr das Leben gerettet. Um genau zu sein eigentlich schon zweimal. Kiina konnte Gnat nicht erspähen und großartig bewegen wollte sie sich auch nicht.


11.07.2002 14:31#183
Superluemmel Das übel riechende Wasser brachte Frosts Magen augenblicklich dazu, wie wild Salti zu schlagen. Doch irgendwie gelang es dem Krieger, seinen Mageninhalt bei sich zu lassen. Sie mussten hier weg. Doch dieses verfluchte Gitter blockierte den Weg und der Rückweg wurde von den herzöglichen Soldaten blockiert. Und in dieser Brühe konnte man absolut nichts erkennen. Zudem hatte Frost bei dem Sturz vollkommen die Orientierung verloren, er wusste nicht mehr wo oben und unten war.
Eine Hand tastete nach seinem linken Arm und bekam den Knochen zu fassen. Frost spürte die Berührung zwar nicht, aber dafür konnte er die Hand sehen. Gut, also musste dort schonmal oben sein.
Blind griff Frost vor sich und spürte das rostige Metall des Gitters unter den Fingern seiner Rechten. So schnell er konnte packte er auch mit der Linken zu. Dann versuchte er mit aller Kraft die Gitterstäbe auseinander zu zwängen. Es ging erstaunlicherweise sogar leichter als er gedacht hatte. Langsam bogen sich die Eisenstäbe auseinander, bis schließlich ein kleines Loch entstanden war.
Frost ergriff mit der Rechten Kiinas Arm und tauchte dann durch die entstandene Bresche hindurch, wobei er die Amazone einfach hinter sich her zog. Keuchend durchbrach der Kopf des Gildenlosen die Wasseroberfläche auf der anderen Seite des Gitters. Sofort wurden wieder Rufe laut und Frost konnte das Knarren der Armbrustsehnen hören.
"Gnat, taucht unter dem Gitter durch!"
Schon im nächsten Moment war Frost schon wieder in der brackigen Brühe verschwunden.



11.07.2002 17:38#184
Burath KLACK Ein kurzer Ruck fuhr durch den Oberkörper des Gardisten als sein Finger den kleinen Abzug der Armbrust betätigte und er die Bahn des tödlichen Geschosses mit hastigen Blicken verfolgen konnte.
Doch verfehlte er wieder sein Ziel, genau wie die Soldaten auf der anderen Seite. Klirrend prallten die Geschosse gegen die Wände und ein andauerndens Geräusch von zerbarstendem Holz drang an sein Ohr. Dieses Geräusch vermischte sich mit den hastigen Rufen einer Person die hinter den Gitterstäben die grünlich schimmernde Wasseroberfläche durchbrach und sogleich auch ihn zum Abtauchen zu überreden versuchte.

Voll und ganz hatte sich der Gardist auf seine Gegner konzentriert und so kam es, dass er die Rufe des schwarzen Kriegers und fetzenweise wahrnehmen konnte. Doch dies reichte. Ohne länger nachzudenken ließ er sich nach hinten in die Brühe fallen und war schon kurz darauf unter der grünen Wasseroberfläche verschwunden. Hastig tasteten seine Finger nach der Möglichkeit diese Barriere zu durchdringen und nicht lange dauerte es, bis er diese gefunden hatte. Mit letzter verbleibender Kraft zog er sich durch das Loch und hatte kurz darauf die rettende Seite erreicht...



11.07.2002 20:03#185
Superluemmel Ein Bolzen zischte haarscharf an Frosts Ohr vorbei und versank mit einem leisen Platschen in der dunklen Brühe. Dieses Argument veranlasste den Krieger dazu, abermals hastig in das stinkende Wasser abzutauchen. Hoffentlich bekam er diesen Gestank jemals wieder los.
Prustend kam er wieder an die Oberfläche. Das Geräusch von weiteren Bolzen, die an den Steinwänden zerbarsten drang an seine Ohren. Doch nur wenige Schritt vor dem Gildenlosen beschrieb der Gang eine scharfe Kurve nach rechts. Noch einmal nahm Frost seine verbleibende Kraft zusammen und schwamm schneller. Scheppernd krachte ein Armbrustbolzen zu seiner Linken in den Stein und zersplitterte beim Aufprall. Ein scharfkantiger Splitter riß ein wenig Haut von Frosts Wange, dann hatte der Krieger die Sicherheit der Gangbiegung erreicht. Hastig zog er sich auf den schmalen Laufsteg an der Seite des Ganges hinauf und half dann seinen beiden Gefährten, aufs Trockene zu gelangen. Erleichtert stellte Frost fest, dass keiner der Beiden verletzt war.
Sofort rannten die drei den Gang hinab. Schon nach wenigen Schritten zeichnete sich eine weitere Gangecke im Zwielicht ab.
Ohne abzubremsen raste Frost um die Ecke.
Und knallte mitten in einen verdutzten Soldaten des Herzogs. Der Soldat war mindesten genauso überrascht wie Frost und seine Gefährten, doch sein Begleiter reagierte blitzschnell und rammte sein Schwert in Frosts Magengrube.
Der Gildenlose taumelte durch den harten Stoß nach hinten und stieß gegen Kiina, aber glücklicherweise war die Schwertklinge genau auf eine der Dämonenpanzerplatten gestoßen und war von dieser abgefangen worden. Mittlerweile hatten sich alle Kämpfer wieder gefasst und bereiteten sich auf den bevorstehenden Kampf vor.



12.07.2002 17:07#186
Tak Hastig sammelte Tak seine Aufzeichnungen (er hatte sich in den letzten Tagen vor allem mit der Entwicklung von Fliegenmaden in Kadavern beschäftigt) zusammen und machte seine Waffen bereit. Dem Geschrei draußen nach zu urteilen hatte das Alte Lager oder sonstwer endlich etwas gegen diese eingebildeten herzöglichen Besatzungstruppen unternommen. Wurde auch Zeit...
Falls es jetzt aber gefährlich wurde wollte Tak vorbreitet sein. Er machte seine Rüstung kampfbereit und befestigte seine Waffen am Gürtel. Ein letzter prüfender Blick... Fertig.

Taks Hand ruhte auf dem Griff seines Schwertes als er zur Tür seiner Hütte ging. Langsam öffnete er sie ein wenig und spähte hinaus. Er konnte nicht viel erkennen, aber eine direkte Bedrohung für ihn schien es im Moment nicht zu geben. Der Gildenlose ging wieder in die Hütte zurück und setzte sich auf einen Schemel, sein Schwert legte er vor sich auf den Tisch. Er hatte nicht vor, sich in Kampfhandlungen einzumischen, aber man konnte nie vorsichtig genug sein.
Fast bewegungslos saß er nun in seiner Hütte und lauschte. Die Gräusche dauerten an, kamen aber nicht näher. Zumindest noch nicht.



12.07.2002 20:10#187
Kiina Die Amazone fiel nach hinten in Gnats Arme. Glücklicherweise hatte er hinter ihr gestanden und den Sturz abgefangen, ansonsten wäre sie wohl abermals in der Bracke gelandet.
Kiina zog ihr Schwert und auch Gnat machte sich kampfbereit. Soweit die Amazone das hier unten erkennen konnte, loderte richtiger Kampfwille in seinen Augen auf.
Frost hatte endlich seinen Eisbrecher in der Hand und die Schlacht konnte beginnen. Drei Leute gegen zwei. Eigentlich ein unfaires Verhältnis, aber in Anbetracht der Tatsache, dass man Kiina durchaus als halbe Portion sehen konnte, doch wieder halbwegs ausgeglichen.
Das erste Geräusch von Stahl auf Stahl erklang. Frost war zum Angriff übergegangen. Gnat hatte sich bereits den zweiten Mann zur Brust genommen und Kiina achtete darauf, ob noch mehr Männer angelaufen kämen. Immer wieder blickte sie hinter sich und an den Kämpfenden vorbei. Dann zwang ein Schwerthieb sie, zur Seite auszuweichen. Die Amazone prallte schmerzhaft und mit einem Seufzer gegen die Wand.
Gnat rächte diesen Hieb sogleich und brachte dem Mann eine tiefe Schnittwunde am Arm bei.
Aus den Augenwinkeln vernahm Kiina eine Bewegung. Ihr Schwert surrte durch die Luft und traf den verduzten Mann direkt am Oberschenkel. Er hatte nicht damit gerechnet, dass sie ihn noch rechtzeitig bemerken würde. Kiina hatte nun einen betrachtlichen Vorteil, zumindest war sie wendiger als dieser Mann nun. Mit zusammengekniffenen Lippen und loderndem Hass in den Augen setzte er zum Angriff an.
Kiina wich dem Hieb galant aus und erwiederte ebenso schlagkräftig. Der Mann konnte gerade noch aus der Bahn springen und kam schwankend auf seinem Verletzten Bein auf. Ein Schmerzensseufzer und er ging in die Knie. Kiina versetzte ihm eiskalt den Gnadenstoß und wandte sich dann an Gnat und Frost, die ihre beiden Kontrahenten auch mittlerweile außer Gefecht gesetzt hatten. Mit einem Blick auf den toten Mann meinte sie nur trocken "Jetzt werde ich fliehen müssen. Sollte sich dieses hier herumsprechen, hätte ich in Drakia keine ruhige Minute mehr." ein gequälter Ausdruck trat in ihre Augen und die Worte waren letztlich nicht mehr als ein Flüstern gewesen.



13.07.2002 11:28#188
Superluemmel Wimmernd lag der Soldat vor Frosts Füßen und umklammerte seine Hand. Dem Geräusch nach zu urteilen, welches ertönte als Frost mit seiner Linken zugedrückt hatte, mussten sämtliche Knochen in der Hand gesplittert sein. Der Gildenlose selbst stand einfach nur da und starrte auf den blutbedeckten Knochen seiner linken Hand.
Wie aus großer Entfernung drang Kiinas Stimme an Frosts Ohr. Wie in Trance drehte er sich zu der Amazone herum und sah ihr in die Augen. Mit tonloser Stimme antwortete er schließlich.
"Wir werden einen Weg finden, der uns hier heraus führt. Immerhin können sich diese Kanäle ja nicht ewig hinziehen. Aber wir sol-"
Ein Klacken ertönte und dann traf etwas Frost mit brutaler Wucht an der Schulter und schleuderte ihn zu Boden. Hart kam der Krieger auf den Steinfliesen auf und ein Keuchen entrann seiner Kehle als ihm die Luft aus der Lunge gepresst wurde. Klappernd polterte ein Armbrustbolzen zu Boden. Ein pochender Schmerz in Frosts Schulter verriet ihm, dass der Bolzen auf seine Rüstung getroffen sein musste. Die Soldaten hatten sie eingeholt.
Bevor ihm der nächste Bolzen den Rest geben konnte, zog Frost die Beine an und rollte sich nach hinten weg. Am Ende der Bewegung kam er wieder auf die Beine, fuhr herum und sprintete dann den Gang hinab, den Kopf zwischen die Schultern gezogen.
"Gnat, Kiina, LAUFT!!!"



13.07.2002 12:29#189
Kiina Kiina nahm die Beine in die Hand und lief hinter Frost her. Sie konnte nicht nachsehen, ob Gnat folgte, sie hoffte es nur.
Wie Hasen schlugen sie sich mal nach rechts und dann wieder nach links, dich gefolgt von den Armbrustbolzen die an den steinernen Wänden zerschellten. Kiina bekam langsam Seitenstiche, aber bloß nicht stehenbleiben. Frost stoppte plötzlich und schlug dann wieder eine andere Richtung ein. Als er an Kiina vorbei war, sah sie auch warum. Da waren erneut Männer von Toras. Die Amazone folgte seinem Beispiel und wäre beinahe mit Gnat zusammengestoßen, der dicht hinter ihr geblieben war.
Sie mußten bald einen Ausgang finden, ansonsten hätte die Armee sie eingekreist. Die Amazone wußte nämlich nicht im geringsten, wo sie waren und hatte eher das Gefühl, dass sie im Kreis liefen.
Laut hallten die Stiefel über die Steine und durch das Wasser, immer wieder verieten sie die Position der Flüchtigen.
Frost lief gerade zielstrebig an einer Abbiegung vorbei und Kiina wollte folgen, aber sie wandte dennoch kurz den Kopf in die Abbiegung. Da war Tageslicht. Kiina stieß einen Pfiff aus und Frost wandte sich herum. Sie deutete auf den Tunnel neben sich und verschwand auch schon darin. Gnat folgte ihr etwas verwirrt, aber als er das Tageslicht erspähte, wurde auch er schneller.
Ein Gitter trennte die kleine Gruppe von dem kleinen Rohr, dass etwas über dem Fjord zu enden schien.
Durchpassen würden sie, soviel stand fest, aber wie das Gitter beseitigen? Kiina schaute am Rand des Gitters auf und ab, dann zog sie ihren Dolch und machte sich an den Halterungen zu schaffen.
Sie vernahm schon wieder Schritte, jene schienen aber noch etwas entfernt zu sein. Der erste Bolzen, der das Gitter hielt fiel zu Boden. Auch Gnat machte sich nun mit einem Dolch an den Halterungen zu schaffen und wenig später rollten sie das Gitter an die Seite und einer nach dem anderen zwängte sich durch das enge Rohr.
Keine Sekunde zu früh, denn abermals prallte ein Bolzen an die Wand. Kiina hatte das Ende des Rohres erreicht und fiel in das Wasser des Fjords. Keuchend und nach Luft schnappend kam sie wieder an die Wasseroberfläche. Warum konnte sie auch nicht schwimmen?



13.07.2002 13:01#190
Superluemmel Der dunkle Krieger bückte sich und wollte sich gerade in das Rohr zwängen, als er plötzlich eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahrnahm. Instinktiv ließ er sich nach hinten fallen und entging so knapp dem Bolzen, der auf seinen Kopf gezielt war. Noch im Fallen streckte er den rechten Arm aus und rollte sich über ihn ab um gleich wieder auf die Beine zu kommen.
Frosts Kopf ruckte zur Seite und er fixierte den neuen Angreifer. Das Gesicht des Mannes wurde von dem Helmvisier verdeckt, aber Frost konnte deutlich die vor Zorn lodernden Augen erkennen. Mit einem Fuß in dem Trittbügel begann der Soldat die Armbrust erneut zu laden. Die Verzierungen auf dem Brustpanzer ließen Frost sofort wissen : Das war der General der fremden Truppen.
Der Gildenlose zögerte. Wenn er jetzt durch das Rohr kriechen würde, bot er ein leichtes Ziel. Also entschloß sich Frost für seine letzte Möglichkeit. Seine Linke kam vor und packte einen der Metallstäbe, die aus dem Rohr gebrochen worden waren. Dann rammte der Krieger den Stab wuchtig in die Rohröffnung und bog ihn zusätzlich ein wenig um. Der Metallbolzen verhakte sich und würde sich nicht mehr so leicht entfernen lassen. Das sollte Gnat und Kiina genug Zeit verschaffen, möglichst weit weg zu kommen.
Frost warf abermals einen raschen Blick zu dem Armbrustschützen. Und blickte genau in den drohend erhobenen Schaft der Armbrust, die auf sein Gesicht gerichtet war. Frost erstarrte. Die Blicke der beiden Männer trafen sich. Die Augen des Generals waren kaum mehr als schmale Schlitze und Frost konnte den Haß schon beinahe spüren.
"Jetzt werdet ihr bezahlen!", fauchte der General. Und drückte ab. Frosts Herz schien stehen zu bleiben. Das Klacken des Abzugbügels hallte in seinen Ohren, er sah genau wie der Bolzen nach vorne katapultiert wurde, glaubte das Sirren hören zu können, mit dem das Geschoß auf ihn zuraste. Irgendjemand schien die Zeit anzuhalten, Millisekunden dehnten sich zu Ewigkeiten. Frost drehte den Körper wie in Zeitlupe zur Seite und stieß sich mit aller Kraft vom Boden ab.
Krachend schlug der Armbrustbolzen in die Steinwand ein und sprengte kleinere Brocken heraus. Frost vollführte einen kompletten Salto rückwärts, kam dann hart auf der anderen Seite des schmalen Kanals auf und ging in die Knie. In den Augen des Generals spiegelte sich die Überraschung wieder. Doch wurde sie schon wieder von eiskaltem Zorn verdrängt.
"So leicht entkommt ihr mir nicht!", drohte er.
"Kommt doch und holt mich!", knurrte Frost zurück.
Dann fuhr er herum und hetzte den Gang hinab, warf sich förmlich um die nächste Gangbiegung. Jetzt hatte er ein wirkliches Problem. Er war auf sich allein gestellt und hatte auch noch den General des Herzogs auf den Fersen. Hoffentlich ging es Gnat und Kiina wenigstens gut....



13.07.2002 13:41#191
Kaszan Toras Heißer Zorn flammte durch Kaszans Adern und brachte sein Herzschlag zum Rasen. Diese Bastarde....So leicht würden sie ihm nicht entkommen. Und ihr Tod würde sicher nicht besonders angenehm werden.
Einer seiner Männer war tot, getötet durch einen Stich in den Hals. Die Lage eines weiteren war ungewiss und Gorek würde seine rechte Hand nie wieder benutzen können. Falls er die Verletzung überhaupt überlebte. Diese Sträflinge würden bezahlen....
Toras war sich sicher gewesen, den Kerl mit der Skeletthand in der Falle zu haben. Doch mit einer so schnellen Reaktion hatte er nicht gerechnet. Wütend schmiss Kaszan die Armbrust von sich und stürmte der dunklen Gestalt hinterher. Im Laufen glitt der Kristallfluch aus der Scheide. Wenn Toras diese Waffe zog, würde Blut fließen.
Vielfach brachen sich die Reflexionen der Fackeln in den unzähligen Kristallsplittern, welche die Klinge des Schwertes bildeten. Wieder verschwand der wehende Mantel des Mannes hinter einer Gangbiegung. Doch als Kaszan ihm nachsetzte, war die Gestalt verschwunden. Gehetzt wanderten die Blicke des Generals über die Gangwände. Und blieben an einem Stiefel hängen, der sich gerade in ein Rohr an der Decke verziehen wollte.
Blitzschnell sprang Kaszan nach vorne und packte zu. Ein Schatten löste sich aus dem Rohr und fiel zu Boden. Die Hand mit dem Kristallfluch zuckte nach oben, dann stieben Funken aus dem Stein, als die Klinge nur Steinsplitter zermalmte. Die schwarze Gestalt hatte sich mit einer schnellen Rolle in Sicherheit gebracht und stand nun mit gezogener Waffe ein paar Meter vor dem General. Die Waffe des Mannes schimmerte in dem schwarzen Licht wie ein für alle Ewigkeiten erstarrter Eiszapfen. Ihre Spitze war drohend auf Kaszans Gesicht gerichtet.
Langsam wich der Mann zurück. Kaszan folgte jedem seiner Schritte, die Waffe schlagbereit vor sich haltend.
"Ich weiß nicht wer oder was ihr seid, Fremder, aber seid euch sicher, dass ihr diesen Ort nicht mehr lebend verlassen werdet."
"Für jemanden der sonst nur in der Sicherheit seines Schiffes sitzt, nehmt ihr den Mund reichlich voll", meinte die schwarzgekleidete Gestalt. Während sie sprach wanderten die eisig blauen Augen von einer Seite zur anderen. "Sucht ihr schon wieder nach einem Fluchtweg? Spart euch die Mühe. Die einzige Rettung vor mir ist der Tod!"
"Ich fürchte den Tod nicht", spottete der dunkle Krieger zurück. Gleichzeitig kam die linke Hand des Mannes zum Vorschein und Kaszan konnte blanken Knochen erkennen. Ein eisiger Schauer lief dem General den Rücken herunter. Wer war dieser Mann?
"Wie ihr sehen könnt", fuhr der Fremde fort, "Ist der Tod schon längst ein Teil von mir."
"Ich habe keine Ahnung mit welch unheiliger Magie ihr euch umgebt, aber auch sie wird euch nicht retten können. Doch bevor ich euch töte, sagt mir wenigstens euren Namen. Ich will ja schließlich wissen, wer meine Leute verstümmelt!" "Ihr meint wohl eher, durch wessen Hand ihr sterben werdet!" Mit einer schnellen Handbewegung rutschte die Kapuze vom Kopf des Mannes. Langes, silberweißes Haar und ein vom Wetter gezeichnetes Gesicht kamen darunter zum Vorschein. "Mein Name ist Frost. Merkt euch diesen Namen, damit ihr wisst wer euch bezwungen hat, wenn ihr in Beliars Reich einkehrt. Und mit wem habe ich die Ehre?"
Die Stimme des Mannes troff nur so vor Hohn, aber Kaszan ließ sich nicht reizen. Frost...dieser Name sagte ihm etwas.
"Frost sagt ihr? Erstaunlich wie tief ein ehemaliger Hauptmann des Königs sinken kann. Richtet Beliar einen schönen Gruß von Kaszan Toras aus!" Toras konnte sehen, wie die Mundwinkel Frosts kurz zuckten. "Was wisst ihr schon von meinem Leben. Aber wenn ich mir ansehe, was für Speichellecker der König in seiner Armee duldet, dann frage ich mich warum ich überhaupt jemals der Armee beigetreten bin!"
Die letzten Worte hatte Frost geschrien und war dabei mit erhobener Waffe nach vorne gesprungen. Ein Funkenregen sprühte auf, als seine Klinge auf den Kristallfluch traf und durch die schnelle Rotation der Kristallsplitter zurückgeworfen wurde.
Doch als Kaszan selbst seine Waffe schwang, war der Krieger schon wieder zurückgesprungen. Anscheinend verließ sich der Mann mehr auf seine Beweglichkeit als auf seine Verteidigung.
Ein harter Schlag traf den General in der Seite seines Brustpanzers. Adrenalin brandete durch seine Adern und steigerte seinen Zorn. Mit wütenden Hieben verschaffte er sich Luft und setzte seinem Gegner nach.
Wieder wurden die dunklen Kanäle kurzzeitig von dem Stieben von Funken erhellt. Kaszan holte weit aus und der Kristallfluch schoß in einer halbkreisartigen Bewegung auf Frost zu.
Wie erwartet versuchte dieser, mit einer schnellen Seitwärtsdrehung auszuweichen. Kaszans Linke schnellte vor und kollidierte wuchtig mit Frosts Gesicht. Die Skeletthand kam erstaunlich langsam hoch und tastete nach der blutenden Nase. Gleichzeitig taumelte der Krieger nach hinten und gegen die Wand, an der er benommen nach unten sank.
Der General setzte nach und hob abermals seine Waffe.



13.07.2002 14:17#192
Superluemmel Blut strömte über Frosts Gesicht und er schmeckte den vertrauten, kupferartigen Geschmack im Mund. Zudem dröhnte sein Schädel als ob ein wütender Schmied beschlossen hätte, ihn kurzerhand als Amboß zu missbrauchen. Dann sah der Krieger einen Schatten über sich aufragen. Die hell schimmernde Klinge seines Kontrahenten hob sich zu einem letzten, entscheidenden Schlag. Frosts Bein schnellte vor und trat dem General wuchtig vors Schienbein, gleichzeitig warf er sich zur Seite.
Dann explodierte Frosts rechte Gesichtshälfte in einem Meer aus Schmerz, als die sirrende Klinge seinen Schädel zwar nicht spaltete, aber dafür die Kristallsplitter seine Haut bis auf die Knochen wegfetzten. Frost schrie vor Schmerz auf und krachte abermals zu Boden. Blut behinderte seine Sicht und er spürte wie der warme rote Lebenssaft an seinem Gesicht herunterlief. Schon nach wenigen Sekunden hatte sich der komplette Boden unte rdem Krieger rot gefärbt.
Gierig sog Frosts Rüstung das Blut in sich auf, schon lange hatte sie kein solches Fest mehr erlebt. Ein seltsames, kribbelndes Gefühl lief durch Frosts Körper. Neue Kraft durchströmte den Krieger, doch diese hatte ihren Preis. Stöhnend stemmte sich Frost erneut in die Höhe und wirbelte blitzartig herum. Funkensprühend trafen die Schwerter aufeinander, der Eisbrecher fuhr kreischend an der anderen Klinge herab.
Der Gildenlose konnte die Anstrengung des Generals durch die beiden Waffen hindurch spüren, die Schwerter vibrierten unter den Kräften der beiden Kämpfer als beide versuchten, die andere Klinge wegzudrücken.
Frosts Blick bohrte sich in den Kaszans, langsam verengten sich die Augen des Generals, die Adern traten wie Würmer an den Schläfen hervor. Dann griff Frost auch noch mit seiner unheimlichen, linken Hand nach dem Griff seines Schwertes.
Plötzlich gab der Widerstand nach, die Waffe des Generals löste sich aus seinen Händen und fiel klirrend wenige Meter entfernt auf den Boden. Frosts Linke schwang kraftvoll und langsam nach oben und raste auf das verblüffte Gesicht des Generals zu.
Ein lauter Schrei ertönte, dann landete der Helm verbeult auf dem Boden und Kaszan Toras taumelte mit beiden Händen vorm Gesicht nach hinten. Frost schwang sein Schwert schwungvoll nach links, sprang gleichzeitig nach vorne und schlug dann aus der Drehung heraus zu.
Der General wurde nach hinten geschleudert und rutschte noch einen guten Meter weiter über den Steinboden. Frost wollte nachsetzen, aber dann hörte er laute Rufe durch den Gang hallen.
Gehetzt sah er sich um, dann fand sein Blick abermals die Rohröffnung durch die er schon zuvor verschwinden wollte. Schnell steckte er den Eisbrecher zurück in die Scheide, dann hetzte er zu dem Rohr, welches aus der Decke ragte. Kraftvoll stieß sich Frost vom Boden weg, seine Linke krallte in eine Rille zwischen den Steinen. So schnell es mit seinem lahmen Arm ging, zog sich der Krieger nach oben und presste die Beine gegen die andere Seite der Rohrwand. Dann begann er, wie in einem Kamin nach oben zu steigen.

Nach einer schieren Ewigkeit zog sich Frost voller Schmerzen und blutverschmiert aus dem Rohr an das Tageslicht. Erschöpft ließ er sich zu Boden fallen, mitten in das Gebüsch welches den Rohreingang verdeckte. Was würde er jetzt darum geben, in Ruhe schlafen zu können....



14.07.2002 20:52#193
Kaszan Toras Mit schmerzenden Rippen stieg Kaszan Toras aus dem Beiboot und ging an Deck der Sturmbringer. Mühsam schleppte er sich zur Achtertrutz, wobei er sich schwer auf Juwan stützte. Die Treppe die zu seiner Kajüte hinauf führte kam ihm heute länger vor wie die gesamte Fahrt von Gorthar nach Khorinis. Als er endlich in seinem Zimmer angekommen war, ließ sich Kaszan mit einem Seufzer in seinen Sessel fallen. Mit einer Hand löste der General die Schnallen, die den stählernen Brustpanzer zusammen hielten. Der Hieb des dunklen Kriegers hatte das Metall glatt gespalten, war aber glücklicherweise nicht weiter durchgedrungen. "Bringt das zu jemandem, der es reparieren kann", meinte Kaszan und drückte Juwan den Brustpanzer in die Hand. Mit einem leisen Stöhnen fügte er noch hinzu :
"Und bringt am Besten gleich noch den Medicus mit. Ich glaube ich habe mir ein paar Rippen gebrochen."
Juwan nickte nur hastig und wollte dann gehen, doch Kaszan hielt ihn noch einmal zurück.
"Und schnappt diese Bastarde. Derjenige der mir Frosts Kopf bringt, bekommt den doppelten Sold."
Toras' Stellvertreter runzelte die Stirn.
"General, wenn wir eine Hetzjagd veranstalten, vernachlässigen wir gleichzeitig die Verteidigung der Sturmbringer! Wir können es nicht riskieren, dass wir das Schiff verlieren! Stellt eure persönliche Rache nicht vor unsere Mission." Kaszans Miene verfinsterte sich mit jedem von Juwans Worten. Doch schließlich begriff er, dass Juwan Recht hatte.
"Entschuldigt, der Mantel des Zorns verschleierte mein Urteilsvermögen. Versetzt die Männer in erhöhte Alarmbereitschaft. Ich glaube nicht dass sich diese Kerle noch in der Siedlung aufhalten, aber wir müssen jederzeit mit einem Angriff rechnen. Und sichert die Kanalisation ab. Wir wollen ja schließlich nicht, dass die Ratten aus ihren Löchern kriechen."
"Jawohl General!", kam sofort die Bestätigung. Dann drehte sich Juwan herum und verließ Kaszans Zimmer.
Wieder wogte eine Welle des Schmerzes durch Kaszans Seite. Frost würde für seine Verbrechen bezahlen, dass schwor Toras. Irgendwann würde er ihn festnageln, und dann war die Rache sein.



16.07.2002 13:58#194
Dumak Über den Himmel trieben Wolken, gehetzt von Sturmwinden. Über der Ebene wehte lediglich eine sanfte Brise, die das hohe Gras unregelmäßig bewegte. Dumak konnte das nur recht sein. So wurden seine Bewegungen im Grasmeer besser verschleiert. Er hatte Drakia gefunden. So groß war die Barriere denn doch nicht. Ein dunkler Turm ragte weit sichtbar aus der Ebene empor. Er stand auf einer hohen, meerumspülten Klippe und direkt daneben lag Drakia. Der Turm war wohl eben der Turm, den der Magier erwähnt hatte.

Rund um den Taleinschnitt, in den sich die Häuser des Örtchens duckten, patroullierten Soldaten in dunklen Rüstungen. Dumak hatte sich hindurchgeschlichen, bis zur Kante des Felsens, um ungehindert ins Tal zu schauen. Auch im Ort standen überall die Männer des Herzogs herum oder gingen langsam durch die Straßen. Personen in normaler Kleidung waren nicht zu sehen. Bestand denn die Einwoherschaft nur noch aus Soldaten? Hatten sie etwa die Bewohner alle umgebracht? Da war bestimmt ne Menge an Wertsachen zusammengekommen. Stimmen näherten sich. Dumak drückte sich tiefer ins Gras. Ganz flach lag er da.

"... gehen. Hast du gehört, was unten in der Stadt geschehen ist? Ein Krieger soll den General verletzt haben."
"Ja, ich weiß. In irgendwelchen modrigen Gängen unter der Stadt. Ich sage dir, hier wartet noch so manche Überraschung auf dich."
"Ja und das mit Gorek ist auch schlimm. Seine Hand soll für immer hinüber sein - ein Krüppel. Hoffentlich zahlt der Herzog das Wehrgeld für ihn. Hier willst du auch eine?"

"Spinnst du? Wenn das einer sieht, daß wir diese Glimmstengel paffen, sind wir dran. Es heißt, die vernebeln den Geist."
"Ach komm, hab dich nicht so. Das ist rechtmäßige Kriegsbeute, hab sie einem der Typen aus dem Ort abgenommen, damit er weitergehen durfte. Die schmecken..." Den Rest wehte der Wind fort.

Puh, sie waren vorbei. Das war ja interessant. Anscheinend gabs Ärger in dem Nest. Und Bewohner schien es auch noch zu geben. Dumak beschloß, daß er genug gesehen hatte. Er schaute sich noch das Schiff an, das ein Stückchen vor dem Hafenkai im Meer lag. Es strotzte nur so vor Waffen und Panzerungen. Komischerweise enthielt es keine Masten und Segel. Wie bewegte es sich fort? Dumak schlich sich zurück.

Jetzt kam der gefährliche Teil, vorbei an der Postenkette. Dabei mußte er einem der Posten ganz nahe kommen. In seinem Rücken vorbei. Der Mann schaute unentwegt in die Ebene hinein. Wenn er sich jetzt nur nicht umdrehte. So nah kam Dumak ihm, daß er sogar das Wappen auf seinem Waffenrock erkennen konnte. Ein silberner Schwan auf blauem Untergrund schwimmend. Endlich war Dumak vorbei. Er robbte noch eine Strecke, biß dabei die Zähne zusammen, denn jedesmal, wenn er den rechten Arm aufstützte, durchzog ein stechender Schmerz seine Brust. Die linke Schulter war einigermaßen verheilt, nur noch einige blaue Flecken zeugten von der nächtlichen Begegnung mit den Kastellmauern. Als er außer Sichtweite der Wachen war, stand Dumak auf und machte sich auf den Weg zurück ins Kastell.


16.07.2002 19:48#195
Cole Charos hatte sich fast verirrt. Der Weg war nicht ganz so leicht zu finden, jedenfalls wenn man ihn das erste mal entlang Schritt. Von weitem sah er einen gewaltigen Turm und dann auch die einzelnen Gebäude von Drakia. Nach wenigen Minuten hatte Charos Drakia erriecht und ging in die Stadt. Doch was war das ? Es war niemand aus dem alten Lager zu sehen. Nur andere Männer in neutralen Rüstungen die er noch nie gesehen hatte. Was war geschehen ? Wieso wusste er nichts davon ? Die Männer sahen ihn schräg an, sagten jedoch nichts. Charos war sich sicher etwas furchtbar falsches zu tun, aber er ging immer tiefer in das kleine Städtchen hinein. Dann sah er einen Buddler der aus der Dunkelheit sprang und ihn leise ansprach. "Seid ihr verrückt hiererzukommen ? Drakia ist besetzt worden, von einem General. Keine Ahnung wie der heisst. Ihr müsst uns helfen. Bitte." Die letzen worte klangen wie ein Flehen. "Kümmert euch selber um eure Problem!" sagte Charos grob und laut, sodass man es im Umkreis von zehn Schritt höhren konnte. Dann schlug er den Buddler ins Gesicht und ging weiter. Er konnte diese Penner aus dem alten Lager einfach nicht ausstehen. Doch er wollte nun umbedingt wissen was hier genau loswar. Drakia wurde also besetzt. Schön und gut. Aber warum ? Die Antwort würde ihm sicher nicht zufliegen. Charos ging auf eine der Wachen zu und sprach sie an. "Ich grüße euch. Dürfte ich erfahren was hier geschehen ist?" Er setze ein lockeres Lächeln auf und wartete eine Antwort ab.



16.07.2002 20:09#196
Kaszan Toras Beinahe hätte sich Juwan auf die Stirn geschlagen. Es konnte doch schlecht sein, dass einer der Sträflinge nach all den Wochen immer noch nicht kapiert hatte, das Drakia als besetzt galt. Doch dann bemerkte er, dass der Kerl vor ihm eine andere Rüstung als die sonstigen Bewohner trug. Misstrauisch beäugte er den Fremden.
"Falls ihr es noch nicht erfahren haben solltet, Drakia steht unter Kriegsrecht. Niemand verlässt ohne Erlaubnis des Generals die Stadt. Doch erklärt mir, wie kommt es, dass ich euch hier noch nie gesehen habe?"



16.07.2002 20:17#197
Cole "Das ist nicht so schnell erklärt. Nachdem die Kolonie mit der Barriere erschaffen wurde übernahmen die Heftlinge die Kontrolle und es bildeten sich mehrer Lager. Das alte Lager, wozu auch Drakia gehört, dann das Neue lager und das Sumpflager. Später kamen noch einige dazu doch das ist jetzt irrelvant. Ich stamme aus dem Neuen Lager. Wir sind die Feinde des Alten und bekämpfen es wo wir können. Deswegen stört mich die jetzige Situation auch nicht. Und der Grund warum ich noch nichts von der Besetzung gehört habe ist der das das Alte Lager sicher nicht stolz auf die Tatsache ist, ihr kleines Städtchen Drakia verloren zu haben." Charos machte eine kurze Pause um der Wache Zeit zu lassen das Gehörte zu verarbeiten. Dann fuhr er fort. "Ich bin das erste mal hier in Drakia und wollte eigenlich nur mal vorbeischauen um zu sehen was die Leute hier so treiben. Wie es scheint komme ich ungünstig. Was wird denn jetzt geschehen?"


16.07.2002 20:26#198
Kaszan Toras Juwan blinzelte verwirrt. Was erzählte ihm der Kerl da von lauter Lagern? Bekriegten sich die Sträflinge etwa untereinander? Umso besser, dann würde es umso leichter werden, die Minen einzunehmen, wenn die Hauptstreitmacht zum Einsatz kam.
"Nun, wie ihr bereits richtig erkannt habt, ist der Zeitpunkt reichlich schlecht für einen Besuch. Verlassen werdet ihr die Siedlung nicht ohne die Erlaubnis des Generals. Und ich glaube kaum, dass er sie euch erteilen wird. Macht bloß keinen Ärger, davon hatten wir bereits genug."
Wie war der Kerl eigentlich an den Wachen vorbei gekommen? Juwan würde wohl mal ein ernstes Wörtchen mit den Verantwortlichen besprechen müssen....


16.07.2002 20:32#199
Cole "Macht euch keine Sorgen. Es liegt mir fern euch Ärger zu bereiten. Mich würde jedoch interessieren wer der General ist. Ich war früher im krieg und habe viele Leute kennengelernt. Wenn er einen so hohen Rang hat dann habe ich sicher schon von ihm gehört." Charos erinnerte sich an seinen Heeresführer fer im Krieg gefallen war und viele andere gute Männer mit ihm. Oft hatte er sich mit seinen Vorgesetzen unterhalten und so viele Namen gehört. Er war sehr neugierig wer sich dahinter verbarg. Vielmher aber interressiert ihn die Frage wie er in die Barriere gekommen war. Doch von dieser Wache würde er sicher keine Antwort erhalten. Charos würde die nächsten Tage hier verbringen müssen, und das störte ihn nicht. Aber wenn sich bis dahin die Situation nicht geändert hat würde er das Neue Lager informieren müssen und gegenfalls Schritt einleiten. Wie diese aussahen wusste er selbst noch nicht. Der Soldat sagte es ihm, was Charos zimlich überraschte. Danach veschwand Charos ohne ein wort zu sagen in der Dunkelheit. Er wollte noch ein bisschen mehr herausfinden.



17.07.2002 19:49#200
Tak Die Wachen waren zimlich aufmerksam in der letzten Zeit. Viel zu aufmrksam für Tak Geschmack, denn so langsam hatte er keine Lust mehr in Drakia zu bleiben. Was sollte er hier? Der Hasenkadaver war inzwischen so weit verwet, das man keine weiteren Untesuchungen mhr an ihm durchführen konnte. Und bis der nächste Hase so unvorsichtig war, in Taks Nähe zu hoppeln, würde es wohl noch etwas dauern.
Also wurde es langsam Zeit aus Drakia zu verschwinden.

Drei Wachen am Tor. Das wurde wohl nix. Es sei denn...
Taks Blick schweifte zu einem abseits stehenden Wächter, knapp außerhalb des Blickfeldes der Torwachen. Ja, so sollte es klappen...
Der Gildenlose verschwand in seiner Hütte und kam wenig später mit einem Strick und einer Kerze wieder heraus.
Tak ging nun zu dem dünnen Bäumchen, das neben dem Wächter stand. Wärend der Soldat ihn verwundert beobachtete, begann Tak in aller Seelenruhe, das Bäumchen nach unten zu biegen und mit dem Strick an einem Busch am Boden zu befestigen, so dass man es als Katapult verwenen konnte, wenn man den Strick durchtrennte. Als er damit fertig war, war der Soldat an der Reihe. Dessen Gesichtsausdruck war mit der Zeit immer fragender geworden, abr das würde in Kürze sowieso niemanden mehr interessieren.
"He, du..." sprach Tag den Wächter an. Als dieser sich dem Gildenlosen zuwandte, flog ihm Taks Faust ins Gesicht. Ehe der Soldat irgendwie reagieren konnte, betätigte Tak den kleinen Hebel am Unterarm seiner Rüstung. Zwei Stahlklauen schossen mit einem metallihen Klicken heraus und bohrten sich ins Gesicht des Soldaten, der fast auf der Stelle tot war.
Tak fing den leblosen Körper auf und legte ihn sanft auf den Boden um verräterische Geräusche zu vermeiden. Tak blickte sich hektisch um, wenn ihn jetzt jemand sah war er geliefert... Aber niemand hatte ihn bemerkt, ein Glück. Ausbruchsplan Teil Drei. Tak zog sein Schwert und hieb dem Toten den Kopf ab. Zum Glück hatte noch nimand die Splatter - Effekte aus dem Forum entfernt... Den Kopf samt Helm legte der Gildenlose in eine Astgabelung des Bäumchens. Anschließend stellte er die Kerze unter den Strick und entzündete sie. Sobald der Strick reißen würde, würde der Baum hochschnellen und den Kopf des unglücklichen Wächters genu vor die Füße der Torwachen schleudern, zumindest theoretisch. Wenn die ihre Posten verließen um nachzusehen, sollte der Weg igendlich frei sein.
Tak blickte sich noch einmal kurz um. Er war noch immer nicht bemerkt worden, gut. Unauffällig schlich der Gildenlose sich nun so nah an das Tor heran wie möglich und wartete...

Ein kurzes Rashln ertönte, als der Strick riss und das Bäumchen in die Höhe schnellte. Ein silbriges Etwas seglte durch die Luft und landete scheppernd genau dort wo es hin sollte. Und auch die Torwahen hielten sich exakt an den Plan. Sie rissen nach einr Schrecksekune die Waffen heraus, einer rannte in Richtung Hauptquartier der Besatzer und brüllte Alarm, die Anderen sahen nach ihrem toten Kameraden. Das Tor war frei.

Jetzt musste alles schnell gehen. Tak hechtete fast aus seiner Dckung hervor und sprintete in Richtung Ausgang...
"ALAAAAARM, DA WILL EINER FLIEHEEEEEN!!!!!!!" Wenige Sekunden später hörte Tak, wie er von einigen Soldaten verfolgt wurde, das Geschepper ihrer Rüstungen musste man ja noch im Alten Lager wahrnehen können...
Eben diese Rüstungen waren der goße Nachteil der herzöglichn Soldaten bei dieser Verfolgunsjagt - sie waren einfach zu schwer. Sie hatten keine Chance, den Taks Vorsprung einzuholen. Der Gildenloe grinste hämisch, als die Rufe der Soldaten hinter ihm immer leiser wurden.

Trotz allem waren die herzöglichen Krieger ausdauernd, Tak geriet langsam aus der Puste. Zu seinem Glück aber erreichte er hinter einem Hügel ein kleines Zeltlager - die zwölf Söldner, mit denen er hergekommen war! Ohne auf die Krieger aus dem Neuen Lager zu achten verschwand Tak im erstbesten Zelt. Die herzöglichen Soldaten erreichten das Lager wenig später ebenfalls...


17.07.2002 20:03#201
Kaszan Toras "Das ist eine Falle!", brüllte Rankarn und riß die Armbrust nach oben. Ein kurzes Klacken ertönte, dann schoß der Bolzen als silbriger Schemen auf einen der Söldner zu. Einen Augenblick später schrie der Mann auf und sank zu Boden, als der Armbrustbolzen tief in seinem Oberschenkel eindrang und steckenblieb. Kurz darauf kippte ein weiterer Söldner von zwei Bolzen getroffen um und blieb reglos liegen.
"Borven, Fredor, nach links und weiterfeuern! Kortos, Leskan und Orenor nach rechts ausfallen und in die Flanke des Feindes!"
Weitere Bolzen zischten von dem Hügel herab um Tod und Verderben unter den überraschten Söldnern zu säen. Falls die Sträflinge versuchen sollten, den Hügel zu stürmen, würden sie brutale Verluste hinnehmen müssen.
"Ergebt euch oder sterbt!", schrie Rankarn. Die herzöglichen Soldaten hörten einen Moment lang auf, zu feuern um die Reaktionen abzupassen.


17.07.2002 21:03#202
Tak Flagg wusste zuerst gar nicht, was überhaupt los war, als ihm und seinen Leuten plötzlich die Bolzen um die Ohren flogen. Reflexmäßig riss der Kieger sine schwere Zweihandaxt vom Rücken und warf sich hinter einen Felsbrocken um den Geschossen der herzöglichen Soldaten zu entgehen. Anschließend nahm er seinn Bogen zur Hand und schoß zurück, allerdings ohne viel Erfolg. Er war eben doch eher ein Nahkämpfer. Ganz im Gegensatz zu seinem Bruder Randall, dessen Pfeil einen der Angreifer in die linke Schulter traf, dicht über das Herz. Fast im Sekunentakt ließ der Söldner die Pfeile von der Sehne seines Sturmbogens schnellen...
Inzwischen hatten die Söldner mitbekommn was los war und sammelten sich in der Mitte ihres Zeltlagers, wo sie sich hinter Felsen und umgestoßenen Tischen einigelten und die Angreifer unter Beschuss nahmen. Nach fünf minuten erbitterten Kampfes lagen schon wieder zwei herzögliche Soldaten und ein Söldner verletzt am Boden. Niemand bemerkte wärend des Gemtzels den Mann, der aus einem der Zelte gekrochen kam und sich schleunigst in Richtung Wald aus dem Staub machte - Tak.
Flagg blickte um sich. Er wusste nicht einmal, wer die Angreifer überhaupt waren, geschweige denn was sie wollten. Dieses sinnlose Schlachten musste beendet werden - zumindest so lange, bis er und seine Leute wussten, warum sie hier sterben sollten.
"AUFHÖREN! FEUER EINSTELLEN! SOFORT!" brüllte der Söldnrführer, das Sirren der Bolzen und Pfeile verstummte. Flagg kam hinter seiner Deckung hervor, aber er war jderzeit bereit, sie wieder aufzusuchen und den Kampf fortzusetzen. Allerdings hoffte er, das es nicht dazu kam.
"Wer seid ihr? Was wollt ihr? Und warum zur Hölle greift ihr uns an?" rief er dem zu, der anscheinend der Boss der Angreifer war.



17.07.2002 21:10#203
Kaszan Toras Rankarn erhob sich auf ein Knie, behielt den Sprecher aber im Visier seiner Armbrust.
"Lasst sofort die Waffen fallen und ergebt euch! Ich zähle bis Zehn, wenn dann noch einer von euch seine Waffe in der Hand hält, wird er niedergeschossen! Eins!"
Nichts rührte sich....



17.07.2002 21:25#204
Tak Die Söldnr blickten fragend zu Flagg. Er wiederum blickte nur hasserfüllt zu Rankarn. Als dieser bei fünf angelangt war, warf Flagg seinen Bogen auf die Erde.
"Tut was sagt!" rief er den anderen Söldnern zu. Wiederwillig gehorchten sie, blieben dabei aber in Deckung. Und falls es sein musste, konnten sie ihre Bögen recht schnell wieder an sich nehmen.
Flagg starrte den herzöglichen Soldaten weiterhin böse an. Wenn Blickte töten könnten...
"So, jetzt sagt uns endlich wer ihr seid und was ihr wollt!"


17.07.2002 21:29#205
Kaszan Toras Noch immer rührte sich die Armbrust in Rankarns Händen kein Stück, das Gesicht des vermutlichen Anführers blieb genau im Visier.
"Im Namen des Herzogs von Gorthar nehme ich euch und eure Männer fest. Kommt mit erhobenen Händen den Hügel herauf. Und versucht keine Tricks, falls auch nur einer zu schnell blinzelt, drücke ich ab!"



17.07.2002 21:41#206
Tak Flagg bewegte sich kein Stück. Er blieb vollkommen ruhig und blickte den feindlichen Soldaten mit steinerner Miene an.
"Ich weiß nichts von so einem Herzog, und selbst wenn es ihn gäbe würde ich seinen Befehlen niemals Floge leisten, auch wenn dies meinen Tod bedeuten sollte. Ich habe über zwanzig Jahre lang für seinesgleichen gekämpft, und wofür? Nur damit ich für ein Verbrechen, das ich nicht beging, in diese verfluchte Barriere geworfen wurde! Nein Jungchen, so nicht. Nicht mit mir. Sag mir, wer du bist und warum du uns angegiffen hast. Vorher geht garnichts." Flagg bedachte den Soldaten mit einem kühlen, geringschätzenden Blick. Mit solchen Aufschneidern war er noch immer fertig geworden. Und diesmal kam noch der Hass auf die Adeligen hinzu...



18.07.2002 12:55#207
Cole Charos wanderte in Drakia umher und redete mit einigen aus dem alten Lager. Sonderbarerweise waren sie recht freundlich so ihm, was wahrscheinlich an den gegenwertigen Umständen lag. Sie hatten angst, das war verständlich. Er stelle sich vor wie er sich fühlen würde wenn fremde Soldaten eines so hohen und geschätzen General wie Kaszan Toras den Außenposten besetzen würden. Ja der Außenposten, er musste umbedingt mal wieder da vorbei. In letzer Zeit war er von ihm zimlich vernachlässigt worden.
Die Informationen die aus dem Gespräch mit dem Soldaten gestern hervorgegangen waren, waren überraus interessant. Charos hätte niemals gedacht den General zu kennen. Er erinnerte sich zurück an den Kampf von Tyree. Sein Trupp war stark dezimiert. Trotzdem wurde er abgezogen um einen wichtigen Pass zu verperren. Ein überraus wichtiger Pass, wären die Orks damals durchgedrungen wäre nichts mehr zwischen ihnen und der nächsten großen Stadt mit über 500.000 Einwohnern gewesen. Dann war Kaszan Toras gekommen und hatte eine große Rede vor dem demoralisierten Haufen, denn mehr was er nicht, Soldaten gehalten und aus ihm einen kampfbereiten Trupp gemacht der für sein Land sterben würden. Und sie hatten es tatsächlich geschafft, dank der hilfe dieses Generals.
Charos empfand tiefste Bewunderung für diesen Mann. Umso schwerer viel ihm zu glauben was hier geschah. Was bezweckte er damit ? Warum griff er Sträfling an. Und vorallen, wie war er hierhergekommen ? Er würde doch kaum freiwillig in die Kolonie gekommen sein. Doch kam ihm ein Gedanke. Er hatte gehört das die Barriere, bei dem Versuch sie zu sprengen, erweitert wurde. Nun möglicherweise war der General mit seinem Schiff durch den Fjord gefahren als es passiert ist und wurde dadurch eingeschlossen. Das würde vieles erklären, aber nicht alles. Er selbst wäre auch nicht erfreut wegen eines dummen Fehler von Sträflingen für immer eingesperrt zu sein. Aber was hätte er denn davon wenn er die Kolonie für sich beanspruchte ? Die Antwort lag auf der Hand. Der König brauchte viel Erz für den Krieg und da die Erzminen in der Hand der Sträflinge war bekam er nicht grade viel, wahrscheinlich nicht einmal genug um den krieg für sich zu entscheiden. Jedenfalls nicht so viel wie er bekommen könnte wenn sie unter seiner Kontrolle wären. Würde Toras versuchen die Erzminen unter Kontrolle zu bringen um so dem König ein geregeltees Erzeinkommen zu sichern ? Doch er hatte sich doch sicherlich nicht deswegen in die Barriere einschließen lassen. Wenn es unabsichtlich passiert ist und Toras Loyalität zu weit geht das er selbst jetzt noch alles daran legt seinen König zu unterstützen, das wäre eine unglaublich Noble Geste. Fragen über Fragen. Doch wo bekam er die Antworten her ? Vieleicht sollte er ein Gespräch mit Toras suchen. Doch würde er Antworten erhalten ?


18.07.2002 14:06#208
Mohammed Vorsichtig und nahezu lautlos bewegte sich der Buddler an den Felswänden entlang um Drakia herum. Nichts erinnerte hier an einen idyllischen Aussenposten des Alten Lagers. Übrall schienen die Soldaten des Besetzers ihre Runden zu laufen. Doch Mohammed würde dieser Bedrohung den herben Verlust für das Alte Lager heimzuzahlen wissen. Wie eine Rattenplage zogen sich die am Blau ihrer Rüstungen zu erkennenden Soldaten durch die Strassen Drakias. Behutsam wanderten Mohammeds Augen hin und her. Nachdem er eine Zeit lang aufmerksam die Umgebung gemustert hatte, entdeckte er sein potentielles Opfer. Unachtsam ging einer der Soldaten weit abseits von den anderen seinem dringendstem Bedürfnis nach. Diese Chance wollte der Buddler auf keinen Fall ungenutzt verstreichen lassen. Behende und lautlos huschte er über den Boden und zog sein Schwert aus dem Schaft. Kurz bevor Mohammed ihn erreichte hatte, drehte der Soldat sich verwundert um. Mit weit aufgerissenen Augen erblickte er die Quelle von der die gehörten Geräusche ausgegangen waren. In letzter Sekunde hechtete der Soldat zur Seite und zog sein Schwert. Kaum hatte er die Deckung oben, prallten die Klingen beider Kontrahenten auch schon hart aufeinander. Immer abwechselnd übernahm einer der beiden die Oberhand. Kombination für Kombination setzte Mohammed seinem Gegner alles entgegen, was er sich in den letzten Wochen so hart antrainiert hatte. Immer geschickter ließ Mohammed sein Schwert aus allen denkbaren Richtungen und den Soldaten zupreschte, der mehr und mehr in die Defensive ging. Doch plötzlich machte der Buddler einen kleinen Fehler und verlor somit die Kontrolle über den Kampf. Immer mehr wurde er von dem Soldaten zurückgedrängt. Hilflos probierte er sich den Schwüngen seines Gegners zu erwehren, während sich auf seiner Stirn immer mehr Schweißperlen bildeten. Plötzlich passierte es und der Buddler verlor nach einer harten Attacke sein Schwert. Keuchend und angsterfüllt blickte er auf den grinsenden Besetzer. Sein harter Puls schmerzte in der Brust, als der Soldat sein Schwert zu einer letzten Attacke erhob. Mohammed schloss die Augen, vernahm jedoch plötzlich einen kurzen Aufschrei, der in einem Gurgeln erstarb. Als er seine Lider wieder aufschlug, sah er den Soldaten auf dem Boden liegen. Blut rann aus seinem Hals und eine riesige Lache bildete sich. Als Mohammed den Schock überwunden und seinen Blick von dem Toten nach oben wandern ließ, erblickte er Spawn, der ihm mit einem freudige Gesichtsausdruck die Hand entgegenstreckte.
Mohammed hiefte sich hoch und begrüsste seinen Freund mit gedämpften Tonfall. Man, musstest du mich hier so lange warten lassen. In deiner Hütte warst du nicht und da bin ich alleine losgezogen. Das war vielleicht knapp... Mohammed beruhigte seinen Aten.
Tja, ich war morgens kurz in den Wald gegangen, um mir ein paar Krallen und Felle zu erjagen. Ich bin zu Zeit etwas knapp bei Kasse. Als ich dann wieder zurückkehrte, warst du leider schon weg. Die Erklärung hatte ich kurze Zeit darauf entdeckt und bin natürlich schnellstmöglich hierher gekommen. Ich kann dich hier ja schließlich nicht alleine ganz Drakia säubern lassen. Ich brauch auch noch etwas Erz. Scherzte der Kumpel aus dem Alten Lager. Den verstecken wir am besten dort hinten in der Felsspalte. Einen brauchen wir noch.. Jedenfalls nehme an, dass du mir hilfst.
Klar, gar keine Frage. Also dann mal los, bevor hier noch jemand Alarm schlägt. Nach einer Weile war die Leiche versteckt, doch anstatt sich ein weiteres Opfer zu suchen, beschlossen die Buddler lieber zu warten. Irgendwann würde hier schon jemand nach dem Vermissten suchen.



18.07.2002 14:26#209
Kra`Shak KraShak wusste nicht wie langer er nun schon hier in einem kleinen Versteck hier an Drakia saß und abwartete. Er war einfach nicht so super mutig um heraus zu gehen und sich zurück ins alte Lager zu verdrücken. Er schaute den ganzen Tag immer wieder auf den Eingang der Siedlung in der es nur so von Soldaten wimmelte. Doch es kam die einzig wahre Chance! Er saß wie schon seit den letzten Tagen hier in seinem Versteck mit den Svacangerfleisch das er noch dabei hatte und schaute wieder einmal zum Haupteingang der Siedlung. Als er plötzlich einen Schatten an der Seite der Siedlung vorbei schleichen sah. Erst konnte er nicht erkennen wer oder was es war doch dann erkannte er in einem Sonnestrahl ein bekanntes gesiecht. Es war Mohammed. Was machte er da? Er schlich sich an einem Soldaten heran der Wache stand. Er wollte ihn doch wohl nicht angreifen? Nun hielt KraShak nichts mehr in seinem Versteck er rannte ziemlich deckungslos und absolut ohne Überlegung auf die beiden zu. Er hielt die ganze Zeit Blickkontakt zu Mohammed! Dieser war aber gerade dabei den Kampf in dem er den Soldaten verwickelt hatte zu verlieren. KraShak würde zu spät komme die Entfernung zu den beiden war einfach zu hoch. Zu spät der Buddler verlor sein Schwert welches in hohem Bogen über die Wiese flog. Mohammed flog auf den Boden. Nun ist es aus für ihn dachte sich der Schatten. Als noch eine weitere Person wie aus dem nichts das Schlachtfeld betrat und den Soldaten mit einem gezielten stich von hinten nieder streckte. Keuchend erreichte er die beiden und erkannte Spwan bei Moahmmed. Doch nun hatte die drei ein Problem. Als KraShak quer über die Wiese gerannt ist muss er wohl gesehen worden sein. Denn plötzlich kamen 2 Wachen auf die 3 zu.



18.07.2002 15:34#210
Mohammed Glücklicherweise schlugen dank ihrer Überheblichkeit keinen Alarm sondern schnellten nur mit weit emporgehobenen Waffen auf das Trio zu. Mohammed hatte sich kaum von den Strapazen der letzten Begegnung mit einem der Soldaten erholt und da kam auch schon die nächste Auseinandersetzung auf ihn zu. Aber jetzt, da Spawn und Mohammed auch noch ein Schatten beistand, würden sie die Kampf hoffentlich für sich entscheiden können. Allen voran lief Kra`Shak auf das Soldatenpack zu. Knapp hinter ihm blieb Mohammed. Spawn entfernte sich von der Gruppe, um den Soldaten schnellstmöglich wieder in den Rücken fallen zu können. Und einem lauten knallen trafen die Klingen der Schwerter wieder aufeinander. Kra`Shak und Mohammed konzentrierten sich bestmöglich und attackierten ihre Gegner mit einem Hagel aus Schläge und Schwüngen. Die bis aufs Blut verfeindeten Parteien lieferten sich einen erbitterten Kampf. Keiner schien einen Fehler zu machen, doch Mohammed und Kra`Shak ging langsam aber sicher die Puste aus. Immer mehr hatten sie damit zu kämpfen die ausgefeilten Kombinationen ihrer Angreifer abzuwehren. Bevor das Schlimmste passierte eilte Spawn seinen Freunden zur Hilfe und streckte die Soldaten mit zwei gezielten rechts links Kombination nieder. Doch nun war der Rest ihrer Sorte bestimmt alarmiert und es würde nicht lange dauern, bis die drei gefasst wären. Schnell nahmen sie sich der leblosen Körper an und zerrten sie unter Kra`Shaks Führung zu einem Versteck in einiger Entfernung zu Drakia.
Oh, man... Hast mich das erschrekt. Freut mich, das du nun auch noch zu uns gestossen. Ohne dich wären unsere Chancen erheblich niedriger gewesen. Vor allem weil du schon Schatten bist., flüsterte Mohammed.
Ein herzliches hallo auch von mir!, keuchte Spawn.
Grüsst euch.. Man ist das lange her, seit wir uns das letzte Mal zu Gesicht bekommen haben. Was hat euch eigentlich hier her verschlagen? Ich hab mich meinerseits schon lange hier in mein Versteck zurückgezogen. Alleine wollte ich die Rückreise nicht antreten. Zu groß war mir die Gefahr, dass ich entdeckt und getötet werde...
Was du noch nicht weisst, Kra`Shak... Don-Esteban, der Priester und das Oberhaupt vom Kastell zahlt für jeden Soldaten von hier, den man ihm überbringt, ob nun tot oder lebendig, 500 Erz. Das war uns die Gefahren hier wert. Aber so wie die Lage aussieht ist, verziehen wir uns am besten so schnell wie möglich und zwar mit den Söldnern. Aber vorher räumen wir sie noch schnell aus. Alles was wir nicht gebrauchen können, bleibt hier. entgegnete wiederum Spawn. Kra`Shak verstand und nickte zustimmend. Doch das hab und Gut der Söldner beschränkte sich nur auf etwas Erz und einer Ansammlung von unbrauchbaren Münzen. Aber man wusste ja nie. Vielleicht würden sie ihnen ja irgendwann einmal von Nutzen sein... Möglichst schnell und unauffällig entfernten sich die Kopfgeldjäger aus ihrem Versteck und schafften es tatsächlich aus Drakia heraus wieder in freies Gebiet zu entkommen.



18.07.2002 19:25#211
Cole Charos ging immer noch in Drakia umher und überlegte was er tun konnte. Was wäre, wenn er einen der Soldaten in seine Gewalt brächte. Zwar war Drakia die Sache des Alten Lagers und ging ihn nichts an. Ja eigentlich konnte er sich über die Besetzung freuen, weil dadurch die Erzbarone geschwächt wurden, doch konnten dieser Herzog und sein General genausogut Alagarus angreifen und Drakia als Ausgangsbasis dafür nutzen. Ein Gefangener, den man ausquetschen konnte, war also nicht verkehrt. So reifte ein verwegener Plan im Kopf des Banditen.
Schnell schlich er zum Stadtrand und suchte die Gegend ab. Fast nur zweier Trupps. Das ist schlecht. Mit einem würde er fertig werden, mit zweien nicht. Charos schlich näher, sodass er nur noch 20 Schritt von einem Paar entfernt war. Was sollte er jetzt tun ? Da fiel ihm was ein. Er griff zu einem Stein und warf ihn einige Schritt entfernt auf ein Haus. Sofort fuhren die beiden Soldaten herum.
"Was war das ?" flüsterte der eine. "Warte hier, ich geh nachsehen." Ein Soldat entfernte sich und Charos schlich unbemerkt von hinten an den anderne heran. Er hatte sein Schwert gezogen und legte es dem unaufmerksamen Soldaten an die Kehle.

"Ein Laut und du bist tod" flüsterte er ihm zu und zerrte ihn weg. Er wollte so schnell wie möglich aus Drakia raus. Die beiden Soldaten hatten ein Stück des Stadtrandes gesichert. Charos versuchte, die entstandene Lücke zu sichern. Doch die Wachen standen in gestaffelten Reihen und veränderten ständig ihren Aufenthaltsort. Jeder ging seine festgesetzte Route entlang. Wie ein Uhrwerk griffen die Zahnräder der patroullierenden Söldner ineinander, so daß keine Lücke blieb. Deshalb kam der Bandit mit seiner Beute nicht weit. "Heda, stehengeblieben." Rief es ihm entgegen. Jetzt wurden auch andere auf ihn aufmerksam. Von überall her kamen Wachen an und umkreisten Charos. Dessen einziges Pfand war der Soldat in seienr Gewalt. Sollte er ihn als Schutzschild benutzen oder sollte er aufgeben. Fieberhaft überlegte Charos, während sich der Ring der herzoglichen Söldner um ihn immer enger zog.



18.07.2002 20:01#212
Kaszan Toras Plötzlich flog die Türe auf und Juwan kam vollkommen verschwitzt und außer Atem in Kaszans Büro gestürmt. Der General schrak sofort hoch und sprang auf, als er nur mühsam unterdrückte Wut in Juwans Gesicht erkennen konnte. "Juwan, was ist los?"
"Unsere drei Rekruten sind tot. Diese Bastarde haben ihnen einen Hinterhalt gestellt und diese Kindsköpfe waren tatsächlich dumm genug, blindlings hinein zu tappen. Kein Alarm geschlagen, gar nichts. Und ihre Leichen wurden anscheinend auch mitgenommen. Außer einer ganzen Menge Blut konnten wir nichts finden." Kaszan wäre beinahe wieder auf den Stuhl gefallen.
"WAS?! TOT? ALLE DREI?!! Bei Innos, WIE konnte so etwas passieren?!" Juwan verzog das Gesicht.
"Sie waren anscheinend in Zivil unterwegs und wollten sich mal etwas genauer in der Siedlung umsehen. Und dann sind sie mitten in den Hinterhalt gerannt..." Der Stellvertreter des Generals sah betreten zu Boden.
"Und damit nicht genug", fuhr er leise fort, "Irgendjemand hat Feron den Kopf abgeschlagen und ist dann geflohen. Rankarn ist sofort mit ein paar anderen hinterher und ist dabei auf einen Haufen von Banditen gestoßen. Mehr weiß ich noch nicht."
Die schwere Eichenholzplatte des Schreibtisches erzitterte unter einem Donnerschlag, als Kaszans Faust auf sie krachte.
"VERDAMMT!", brüllte er mindestens ebenso laut. Dann wanderte er unruhig in dem Raum umher und versuchte sich zu abzuregen. Alle drei Rekruten tot.... Verflucht, die Knaben hatten noch ihr ganzes Leben vor sich, sie hätten es weit bringen können. Wenn er die Bastarde finden sollte, die für das verantwortlich waren, würde die Sturmbringer mal wieder Futter bekommen.
Kaszan blieb stehen, atmete tief ein und schloß die Augen. Dann sprach er mit ruhiger Stimme.
"Die Patrouillen am Stadtrand werden zurückgezogen. Niemand wird dort mehr patrouilliren, es werden Wachtposten zu jeweils mindestens drei Mann aufgestellt. Wenn sich etwas bewegen sollte, wird sofort geschossen, Fragen kann man immer noch später stellen. Die Patrouillen werden nur noch in der Stadt Wache schieben, hier gilt das Gleiche. Wenn jemand auffällt wird er niedergeschossen, danach wird gefragt. Die Sturmbringer muss rund um die Uhr feuerbereit sein. Und hol Rankarn zurück. Achja, falls einer der Einwohner sich gegen den Herzog erheben sollte, werden zwei weitere exekutiert." Kaszan drehte sich herum und starrte aus dem Fenster.
"Mich widert dieser Ort an. Genauso wie diese Befehle. Doch sie haben es nicht anders gewollt. Ich habe nicht den ersten Streich geführt...." Juwan wurde bleich. Doch er wagte es nicht, zu widersprechen. Er wusste was der General fühlte, es ging ihm selbst nicht besser. Diese Schweine würden bezahlen, früher oder später....



18.07.2002 20:15#213
Kaszan Toras "Entweder ihr legt sofort die Waffen nieder oder ihr habt einen Bolzen im Gesicht! Ich lasse nicht mit mir handeln!"
Keiner der Soldaten auf dem Hügel bewegte sich. Und allesamt hatten ihre Armbrüste auf die Banditen gerichtet. Bei einer falschen Bewegung würde es ein Gemetzel geben.
"Also? Langsam schläft mir der Finger ein."
Rankarn hörte Schritte näherkommen. Doch trotzdem behielt er den Söldner im Visier. Hinter ihm ertönten leise Stimmen. Dann war es für ein paar Sekunden leise.
"Rankarn, ein Befehl vom General", flüsterte Domur zu seiner Rechten. "Wir sollen sofort in die Stadt zurückkehren!"
Rankarn nickte nur zur Bestätigung. Dann wandte er sich wieder dem Söldner zu. "Wie ich gerade erfahren habe, sollen wir zurückkehren. Für euch heißt das, dass ihr noch genau drei Sekunden zum Leben habt, wenn ihr euch nicht sofort ergebt. Eins,..."
Zwei weitere Soldaten hatten auf den Söldnerhaufen angelegt.


18.07.2002 20:28#214
Cole Was sollte er nun tun ? Er war verloren. Warum war er so naiv gewesen zu glauben es wäre so einfach einen ausgebildeten Soldaten zu entführen. Er könnte sich selbst in den Arsch treten. Schon sechs Soldaten hatten ihn umzingelt. Er hatte keine Wahl. "Ich gebe auf" sagte er laut und schmiss das Schwert zu Boden. Gleichzeitig trat er einen Schritt von dem soldaten weg den er grade noch bedroht hatte und hob die Arme. Was würde jetzt mit ihm geschehen ?


18.07.2002 20:32#215
Tak Flagg behielt den feindlichen Soldaten genau im Auge. Anscheinend hatte er gerade eine wichtige Botschaft, viellicht einen Befehl erhalten. Und jetz fing der Kerl schon wieder an zu zählen...
Anscheinend war der Soldat zu fanatisch um vernünftig zu sein. Flagg hatte diese unangenhme Erfahrung schon oft machen müssen - Leute wie der Krieger, der ihn gerade bedrohte, rannten blind für Leute in den Tod, die auf die Interessen ihrer Untergebenen keine Rücksiht nahmen. Und währen sie in den Tod rannten jubelten sie noch...
"Nun gut, wie ich sehe ist bei dir nichts zu erreichen. Ich will nicht, das es hier zu einm unnötigen Blutbad kommt - im Gegensatz zu dir wie es aussieht. Wir ergeben uns."
Flagg blickte dem Soldaten kühl in die Augen. Hoffendlich stellte der Typ jetzt keinen Mist an...



18.07.2002 20:49#216
Kaszan Toras Sofort wurde Charos zu Boden gedrückt, als sich sieben Soldaten gleichzeitig auf ihn stürzten. Einer der Soldaten band seine Hände grob auf dem Rücken zusammen. "Bringt ihn ins Rathaus, im Keller sind ein paar Zellen. Falls er Probleme macht, bringt ihn um."
Kurz nach diesen Worten bekam Charos einen harten Stoß in den Rücken, dann wurde er abgeführt.

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"Los", befahl Rankarn, woraufhin Fredor, Kortos und Orenor den Hügel hinab rannten, wobei sie von den restlichen Soldaten gedeckt wurden. Kortos trennte die Sehnen der Bögen durch, während die anderen beiden die Söldner fesselten. Als alle sauber verschnürt waren, befahl Rankarn den Rückzug. "Jetzt aber nichts wie zurück zur Stadt. Im Rathaus müsste noch etwas Platz für diesen Abschaum sein."
Die Söldner vor sich hertreibend, marschierte der Trupp zurück in Richtung Stadt.



18.07.2002 20:59#217
Cole Unsanft trieben ihn die Soldaten in richtung Stattmitte. Nun er hatte es nicht anderes verdient. Bald waren sie am Ratshaus angekommen. Und jetzt ? Würden sie ihn jetzt in den Kerker stecken ? Na toll. Hoffentlich würde er nicht zu lange da sein. Er hatte nie vorgehabt einem der Soldaten etwas zu tun. Er hätte es wahrscheinlich nicht einmal gekommt. Und dafür würde er im Kerker landen, während irgendso dumme Penner aus dem Alten lager frei rumlaufen. Die haben drei Männer getötet und dafür kassiert, von diesem Don- Esteban. Und er hatte nur versucht mir einem von ihm zu reden und ...
"Los geh da rein!" sagte ihm einer der Soldaten. Charos ging in das Gebäude.


18.07.2002 21:07#218
Tak "Verdammt, was hast du dir dabei gedacht?" raunte Randall seinem Bruder zu. "Wir hätten sie fertig machn können, diese eingebildeten Schwachköpfe... Und jetzt?" "Wir hätten sie nicht fertig machen können ohne dabei drauf zu gehen, Randall. Finde dich damit ab, dass wir diese Schlacht verlohren haben. Aber nicht den Krieg... Sie sind nicht einfach so zu unserem Lager gekommen. Ich glaube, jemand ist aus Drakia geflohen. Wenn das stimmt, wird es nicht lange dauern bis die ganze Kolonie weiß was hier vorgeht. Unsere Zeit wird kommen, Randall. Verlass dich darauf..."
Randalls Miene war so finster wie die Hölle selbst, unbändiger Hass loderte in ihm auf. Flagg hatte Recht, ihre Zeit würde kommen - und dann würde er es genißen, einen dieser verhassten herzöglichen Soldaten nach dem Anderen aufzuschlitzen...



19.07.2002 11:44#219
Cole Langsam bekam er in Sachen Kerker eine Routine. Erst bei den Amazonnen und jetzt hier in Drakia. Wobei gesagt werden muss das das hier kein richtiger Kerker war, sondern eher ein Raum im Keller der mit einer massiven Tür versehen wurde. Bei den Amazonen hat das viel schlimmer ausgesehen. Nun er würde schon was aus der Situation machen. Ersteinmal schaute er sich um und überprüfte die Zelle nach Schwachstellen. Wie erwartet fand er keine. Die Erzbarone waren wohl ein bisschen paranoid dachte Charos und lachte in sich hinein.

Drakia war besetzt, wie lustig. Wenn sich das erst mal im Neuen Lager rumgesprochen haben würde würden die Banditen und Söldner gar nicht mehr aus dem Lachen herauskommen. Charos schritt zur Tür und schaute zwischen den drei massvien Eisenstangen hindurch, die in der Tür eingelassen waren. Was er sah erheiterte seine Laune etwas. Den Mann kannte er doch. Das war doch Flagg, unglaublich ihn hier wiederzutreffen. Was machte er hier ? Vermutlich dasselbe wie er. "Hey Flagg!" rief er zu den paar Söldnern rüber. Flagg blickte auf." Hey seid ihr es Charos?" fragte er erleichtert. "Schön wenn man erkannt wird. Was habt ihr hier zu suchen?" fragte Charos neugierig. "Nun ... das ist doch egal" antortete Flagg vorsichtg.

Anscheind war es ihm unangenhem darüber zu sprechen, charos ließ das Thema ruhen. "Eben. wichtig ist das wir hier sind, und noch wichtiger ist die Frage wie wir hier rauskommen." Flagg schaute zu den anderen Söldnern, dann wieder zu Charos. "Wir arbeiten drann, abe wir haben noch keine Schwachstelle gefunden die wir uns zu nutzen machen könten. Außer vieleicht der das sie keine Wachen aufgestellt haben. Entweder sie glauben die Zellen seien sicher oder sie brauchen jeden Mann da draußen."

Charos überlegte kurz. "Ich würde auf letzteres Tippen. Die Soldaten scheinen ein paar Probleme zu haben, sie brauche alle Leute um die Stadt unter Kontrolle zu behalten und gleichzeitig nicht in Gefahr zu raten weitere Männer zu verlieren. Wir werden also vorerst ein wenig Zeit haben uns etwas zu überlegen. Charos und Flagg zogen sich wieder in ihre Zellen zurück und dachten nach ...


19.07.2002 20:18#220
Cole Charos hatte sie ganze Zeit in der Ecke gesessen und überlegt. Ebenso Flagg. Doch keinem war etwas eingefallen was ihnen weiterhelfen könnte. Die Lage schien aussichtslos, doch noch war nicht allertage abend. Irgendwie würden sie es schon rausschaffen. Charos stellte sich an die Tür und lauschte. Er hörte zwei Soldaten sprechen, das mussten wohl die beiden Wachen sein die oben abgestellt waren. Zusammen mit dieser verdammten Tür das einzige was zwischen ihm und der Freiheit lag.

Wieder begann er ein Gespräch mit Flagg. "Hey Flagg! Ist euch etwas eingefallen ?" Der Söldner schüttelte den Kopf."Noch nicht. Aber wir werden uns etwas einfallen lassen. Bis heute abend haben wir sicher etwas gefunde was und zur Freiheit verhelfen wird." Charos nickte und zog sich zurück um weiter zu grüblen. Er verwarf einen plan nach dem anderen ...



19.07.2002 21:43#221
Tak Flagg ging in seiner Zelle hin und her. Seit Stunden übrlegte er jetzt, aber ihm fiel nichts ein. Ausgerechnet jetzt gingen ihm di Ideen aus... Die Türen waren zu stabil als das man sie irgendwie hätte einschlagen können. Allerdings liefen davor keine Wächtr herum, die wurden wohl im Ort gebraucht. Aber wie...genu! Das war die Lösung! Wäre nicht die Decke zu niedrig gewesen, wäre lagg jetzt wahrscheinlich in die luft gesprungen und hätte 'Heureka' gerufen. So beschränkte er sich allerdings auf ein "Hey Charos, ich hab nen Plan der klappen dürfte..."
Der Stadthalter von Alagarus war auch sofort ganz Ohr.
"Pass auf, Charos... Ist dir schon mal aufgefallen, das der Wärter, der uns das Essen bringt, stets allein ist? Ich werde versuchen, ihn zu überwältigen, sobald er das nächste Mal hier auftaucht. Anschließend schnappt sich einer von uns die Rüstung und versucht, auf diese Weise getarnt aus der Stadt zu verschwinden... Das wirst wohl du sein. Leider können wir nicht alle von hier verschwinden, aber wenn es dir gelingt, ins Neue Lager zu gelangen, solltest du alles Nötige arrangieren können..."



19.07.2002 22:30#222
Cole "Eine klasse Idee, so können wir es machen." Warum war er nicht selber darauf gekommen ? Diese Schwachstelle war doch nun so offensichtlich. Aber egal, hauptsache sie hatten einen plan. Der Mangel an Soldaten würde ihm zur Freiheit verhelfen. Er konnte unmöglich zwei oder mehr soldaten mit der Bewachung beauftragen, da draußen brauchten sie jetzt jeden Mann. Es war schon spät und sie hatten immer noch kein Essen bekommen, entweder der Mann kam sehr bald oder garnicht. Das glück war auf ihrer Seite. Der mann kam langsam die Treppen runtergestolpert und ging zuerst zu Charos Zelle.

Der Wächter machte die Tür auf und stellte das Essen auf den Boden. Charos blieb ganz ruhig stehen und wartete bis der Mann sie Zelle wieder verlassen hatte. Der Soldat sah anscheind keine Gefahr in einem unbewaffneten Mann. Dann ging dieser zu der anderen Zelle in der Flagg saß. Auch hier ging er genauso vor. Als er sich umwandte und gehen wollte rief charos "Hey das Essen ist beschissen, ich will gefälligts was besseres" und schmiss das Essen durch die Gitterstäbe. "Halts Maul, sonst bekommst du gar nichts mehr!" brüllte der Soldat zurück. Flagg nutze due Geglegenheit und sprang den Soldaten von hinten an. Seine jahrelange Erfahrung als Söldner machten es ihm nicht schwer den Mann zu überwältigen. Mit einem gezielten Schlag in den Nacken raubte er ihm sein Bewusstsein und ließ ihn lautlos zu Boden gleiten. "Geschafft" sagte Flagg. "Das war schon fast zu leicht" fügte er hinzu während er die Schlüssen für die Zellen raussuchte. Dann ging Flagg schnell zu charos Zelle und schloß sie auf. "Danke mein Freund. Ich werde Hilfe holen und euch hierrausholen." Sofort machte sich Charos daran die Kleidung des Soldaten, leider keine Rüstung, anzuziehen. Dann ging er nach oben.

Zwei soldaten standen am Eingang Wache. Wie sollte er dadurch kommen ? Charos dämpfte seine Stimme und ging gebückt auf die Tür zu. "Man mein Magen. Habe wohl was falsches gegessen." Er krümmte sich nochmehr als er zwischen den Wachen hindurch ging. Ein raues Rachen ertönte hinter ihm. "Ja das Essen hier in diesem Kloake ist nicht das beste!" Charos ging weiter und blieb nach 30 Schritt hinter einer Hausecke stehen. Jetzt musste er nur noch ungesehen die Stadt verlassen. Er setze seinen Weg zum Stadtrand fort. Er konnte schon den Wald sehen als eine laute Stimme due Stille brach. "Hey wir dürfen nicht allein zum Stadtrand. Und schon gar nicht alleine! Befehl vom General!"

Charos blieb stehen und überlegte blitzschnell was er machen konnte. Ihm fiel nichts ein. Verdammt, was bleib ihm anderes über.Er rannte los, so schnell ihn seine Beine trugen rannte er auf den Wald zu, imme weiter, selbst als er ihn schon erreicht hatte blieb er nicht stehen. Wer weiß ob sie ihn verfolgten. Charos hätte im diesen Gelände einen Vorteil weil er damit Vertraut war. Doch nichts tat sich. Er rannte weiter und blieb erst stehen als er vor den toren des Neuen Lagers stand. Dort sackte er zusammen und rang nach luft. Erst eine dann zwei Minuten saß er da auf dem Boden. Dann stand er auf und ging weiter ...


20.07.2002 11:04#223
Tak Flagg wartete. Es ging ihm gehörig gegen den Strich, das er nichts anderes tun konnte, aber er musste warten. Seine Zelle war von Charos wieder abgeschlossen worden, in Charos Zelle lag der Kerkermeister. Sein Hals war merkwürdig verdreht, seine Augen starrten leer an die Wand. Genickbruch...
Der Söldner musste nicht lange warten, bis er die schweren Schritte zweier Soldaten hörte, die die Treppe herunterkamen. Im gegensatz zum Kerkermeister waren beide bewaffnet und trugen die schweren herzöglichen Kriegsrüstungen. Sie öffneten eine Zelle nach der Andren, um den Inhalt zu überprüfen. Auch bi Flagg klickte bld der Schlüssel im Schloss, ein von einem Helm geschützter Kopf lugte in die Zelle, und gleich darauf schlug der Soldat die Tür wieder zu. Jetzt war Charos' Zelle an der Reihe...
"Aha." war das Einzige, was der herzögliche Soldat zunächst von sich gab.


20.07.2002 12:53#224
Kaszan Toras Juwan kniete neben dem toten Soldaten nieder und drehte ihn herum. Die gebrochenen Augen des Mannes starrten an ihm vorbei in die Leere. Harwos war noch jung gewesen...jetzt war er tot, umgebracht von diesen gewissenlosen Bastarden. Heißer Zorn überkam den Stellvertreter des Generals und er ballte hilflos die Hand zur Faust. Jemand würde für dieses Verbrechen teuer bezahlen....
Ruckartig stand Juwan auf und drehte sich herum. Sein haßerfüllter Blick bohrte sich in den des Söldneranführers. Wenn Blicke töten könnten, gäbe es jetzt schon im Vorraus einen Toten. Als Juwan sprach, bebte seine Stimme vor mühsam unterdrückter Wut.
"Das war euer letzter Fehler. Fesselt sie und bringt diese Mörder raus auf den Platz."
Auf einen Wink Juwans hin öffneten vier Soldaten die Zellentüren, fesselten die Söldner und zerrten sie dann hinaus ins Freie. Toras würde über diesen Vorfall sicher nicht erfreut sein.



20.07.2002 13:04#225
Tak Flagg betrachtete Drakia. Überall Soldaten. Herzögliche Soldaten... Wie er sie hasste, diese ganze Brut.
Er und seine Leute wurden auf den Platz in der Mitte der Stadt gebracht. Es war kühl heute, ein rauher Wind wehte von der See her durch den Ort. Flagg wartete, sein kalter Blick wanderte hinüber zu dem riesigen Krigsschiff, das im Hafen vor Anker lag. Wahscheinlih waren die herzöglihen Typen damit angekommen.
Allerdings brachte ihn das jetzt auch nicht viel weiter. Er konnte wieder nur warten...



20.07.2002 13:16#226
Kaszan Toras Kaszan Toras stieg aus dem Beiboot, welches gerade am Kai angelegt hatte. Mit Rankarn an seiner Seite schritt er auf die kleine Ansammlung von Soldaten und Söldnern zu. Die Wut stand dem General ins Gesicht geschrieben, man konnte die Hitze die von ihm ausging schon beinahe spüren.
Ein paar Meter vor den Söldnern blieb Kaszan stehen und legte seine Rechte auf den Schwertgriff.
"Ihr habt euch eines Verbrechens dem Herzog gegenüber schuldig gemacht", sprach er trotz seines Zornes ruhig zu den Söldnern.
"Durch eure Hilfe konnte ein gesuchter Mörder aus der Siedlung fliehen und damit seiner gerechten Strafe entkommen. Damit habt ihr euch mitschuldig gemacht. Doch ich ließ euch am Leben."
Kaszans Augen funkelten kalt wie Saphire.
"Und wie dankt ihr mir meine Gnade? Indem ihr meine Männer hinterrücks ermordet!"
Der General hielt kurz inne und beruhigte seinen Atem. Dann sprach er weiter, seine Miene schien wie aus Stein gehauen.
"Eure Vergehen müssen bestraft werden. Hiermit verurteile ich euch als ausführender Arm des Gesetzes in Khorinis zum Tode. Habt ihr noch ein letztes Wort zu sagen?"



20.07.2002 15:47#227
Tak "Oh, der große General läßt sich dazu herab, mit Gefangenen zu reden..." Mit kaltem Blick musterte Flagg den Anführer der Besatzungstruppen. "Mein lieber Herr General, es begann alles damit, das wir von euren Leuten ohne Vorwarnung und ohne ersichtlichen Grund angegriffen wurden. Der Mörder, den ihr wohl verfolgt habt, konnte nur deswegen entkommen, WEIL ihr uns angegriffen habt. Tja, euer Mörder wusste anscheinend genau, wie er mit euch umgehen musste..."
Ein spöttisches Lächeln umspielte kurz die Lippen des Söldners, kurz darauf wurde er wieder ernst.
"Ihr habt vier meiner Leute zum Teil schwer verletzt und uns dann in den Kerker gebracht. Aber ihr hattet noch einen weiteren Gefangenen - Charos. ER tötete euren Kerkermeister und floh aus Drakia... Aber er ist keiner von meinen Leuten. Also, BigBoss, WO ist unsere Schuld...?"



20.07.2002 16:04#228
Kaszan Toras Noch immer zeigte sich keine Regung in dem Gesicht des Generals. Die Beleidigung prallte ohne Wirkung an ihm ab. Das Einzige was der Söldnerführer mit seiner provokanten Art erreichte, war die Bestätigung von Kaszans Meinung, dass dieser Abschaum es nicht wert war, am Leben gelassen zu werden.
"Ihr sagt, dieser "Charos" gehört nicht zu euch. Doch warum trägt er dann die selbe Rüstung wie ihr? Erklärt mir das bitte.
Und wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr mich doch sicher auch darüber aufklären, warum der Flüchhtling so genau wusste wo sich euer Lager befand und warum er dort Zuflucht suchte! Versucht nicht, mir etwas vorzumachen, die Schreie der Toten verlangen nach Vergeltung!"



20.07.2002 18:48#229
Tak Der General war verdammt stur. Irgendwie genau das, as Flagg erwartet hatte. Diese Soldaten, ob nun herzöglich oder königlich oder sonstwie, waren doch alle gleich...wertlos.
"Nun, dieser Charos gehörte zum selben Lager wie wir, das stimmt. Aber er hat seinen Ausbruch selbst geplant und durchgeführt, weder ich noch einer meiner Leute hatte damit etwas zu tun.
Und was euren Mörder betrifft - durchaus möglich, dass er zufällig zu unserem Lager kam. Was spricht dagegen? Wir hatten uns schließlich nicht versteckt oder soetwas.
Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass einer von uns in irgendwelche Morde verstrickt war, General. Ich kenne das Gesetz, dessen Arm zu sein Ihr behauptet, nur zu gut - und ich weiß, dass eine Hinrichtung von 12 Männern ohne Grund GEGEN das Gesetz ist. Wenn ihr aber meint, damit König, Volk und Vaterland einen Dienst zu erweisen, bitte. Ich kann Euch nicht daran hindern."


20.07.2002 19:33#230
Kaszan Toras Kaszans Antwort bestand aus einem hämischen Lachen. Als er sich wieder gefangen hatte, griff er an seinen Schwertgurt und riss den Kristallfluch aus der Scheide. Langsam ging der General auf den Söldnerführer zu, die schimmernde Waffe fest in der Hand. Die Klinge aus irrsinnig schnell rotierenden Kristallsplittern näherte sich der Kehle des Söldners bis auf wenige Millimeter. Der Mann versuchte seinen Hals aus der Gefahrenzone zu bringen, indem er ihn weit nach hinten bog, doch die Waffe folgte unaufhaltsam seiner Bewegung. Die Klinge schwebte so nah vor der Kehle des Söldners, sodaß dieser den Luftzug der Kristallrotation spüren konnte.
"Ich glaube ihr versteht den Ernst eurer Lage nicht so recht," zischte Kaszan zwischen zusammengepressten Zähnen hervor.
"Ich bin das Gesetz! Und ich bin durchaus dazu berechtigt, selbst eine Ganze Stadt zu schleifen, sollte sich diese dem Herzog oder dem König widersetzen!" Wahrscheinlich war dieser Abschaum sogar zu dumm zum sterben. Aber die Augen des Mannes huschten immer wieder zwischen Kaszans Gesicht und der tödlichen Schwertspitze hin und her. Anscheinend war der Söldner doch nicht so sehr auf Beliars Reich vorbereitet, wie er vorgab.
"Doch ich gebe euch eine Chance, eure Unschuld zu beweisen. Holt mir denjenigen, der für den Mord verantwortlich ist! Ihr dürft zwei eurer Männer losschicken, diesen Abschaum aufzuspüren und mit lebend zu bringen, ihr und der Rest bleibt hier in meiner Gefangenschaft. Ich gebe euren Männern zwei Tage Zeit, meinen Auftrag auszuführen, wenn sie bis dahin nicht zurück sind, werde ich Gerechtigkeit walten lassen."



20.07.2002 20:51#231
Tak Flagg war sichtlich überrascht. Soetwas hatte er nicht erwartet. Besonders helle schien der General ja nicht zu sein...
"In Ordnung. Ich schicke Randall und Harold."
Die beiden Söldner nickten, woraufhin die herzöglichen Soldaten ihnen die Fesseln abnahmen und sie zum Stadttor brachten. Flagg un die Anderen wurden unterdessen recht unsanft wieder in ihre Zellen befördert.

Flagg saß in seinem Gefängnis und lief auf und ab. Wenn sie Charos hier herbrachtn, wäre das sein Tod. Aber der Söldner wusste, das Charos wahrscheinlich nie hier aufkreuzen würde, dafür kannte er seinen Bruder zu gut. Randall würde sich etwas ausdenken... er MUSSTE sich etwas ausdenken...


23.07.2002 13:13#232
Kaszan Toras Schabend glitt der Kristallfluch aus dem Körper des letzten Söldners. Ein paar Funken stoben auf, als die rotierenden Kristallsplitter durch die Rüstung des Mannes schnitten und dann sirrend ins Freie kamen. Als Kaszan die Klinge zurückzog, wurde das Steinpflaster leicht rot gesprenkelt, als die Blutstropfen durch die schnelle Kreisbewegung von den Kristallen geschleudert wurden. Mit einem Ruck verschwand die Klinge in Kaszans Schwertscheide, dann blickte der General auf.
Totenstille hing über dem Platz vor Drakias Rathaus. Die anwesenden Soldaten sahen entweder in eine andere Richtung oder auf den Boden, nur nicht zu dem guten Dutzend toter Söldner, die regeungslos auf dem Platz lagen. Kaszan hatte den beiden Söldnern zwei Tage Zeit gegeben. Zwei tage um ihre Kameraden zu retten. Doch die Beiden hatten sich anscheinend lieber aus dem Staub gemacht, hatten ihre Kameraden dem sicheren Tod ausgeliefert. Kein Wunder bei diesen ehrlosen Bastarden.
Der General sah auf und wandte sich an Juwan, der schweigend neben ihm stand. "Schafft diese Söldner aus der Stadt und nehmt ein paar Stangen mit. Dann spießt die Leichen als Warnung vor der Stadt auf."
Juwan sah Kaszan unsicher an.
"Meint ihr, dass das richtig war?"
Kaszan Toras drehte sich um und starrte auf das Meer hinaus. "Ich weiß es nicht. Ich wollte es nicht tun, ich habe den Söldner ein, nein sogar zwei Angebote gemacht, sie am Leben zu lassen und sie treten es mit Füßen. Ich habe diese Hinrichtung nicht gewollt...."
Abermals sah Kaszan diesen seltsamen Ausdruck in Juwans Augen. "Aber wird es dadurch besser?", fragte er leise.
Der General schloß die Augen und schüttelte langsam den Kopf. "Nein Juwan. Sicherlich nicht."



01.08.2002 15:39#233
Cain Es war früh am Morgen als NeoN Drakia schon von Weitem sah. Die Tor waren zu und oben standen Wachen. Bein genaueren hinsehen sah er aber, dass es keie Wachen des Alten Lager wahren sonder grimmig dreinblickene ander. Er machte mit einem Mulmigem gefühl im Magen kert um im Alten Lager zu fragen, was dort los sei...



03.08.2002 18:08#234
Die Schatten Drakia. Hmmm lauschiges Plätzchen, klein und überschaubar. Nachdenklich rieb sich Ruben sein stoppeliges Kinn. Von hier aus, zwischen den kleinen Ästen eines Feldbusches hatte der Schatten einen relativ guten Blick auf das Dörfchen. Alles schien ruhig, nur wenige Menschen bewegten sich in der beginnenden Dämmerung durch die Straßen. Nicht mehr lange, und auch der letzte Rest des tageslichts würde verschwinden. Viele der Besatzer würden sich dann zu Bett begeben, die Nachtwache bestand meistens aus einem kleinen Trupp mehr oder minder schlecht gelaunter Krieger, Ruben hatte in den Jahren seiner Gefangenschaft in der Kolonie genug Zeit und Muße gehabt, die Gardisten im Alten Lager zu beobachten. Für einen gewandten Dieb war die Nacht die beste Zeit des Tages. Sorgfältig lockerte der ältere Mann seinen langen Kampfdolch in der leicht verschlissenen Lederscheide. Ohne Zweifel würde er die Klinge heute noch brauchen, vielleicht sogar mehr als einmal.

Noch einmal spähte der Schatten zur Siedlung hinüber, dann wandte er sich um, musterte die restlichen Mitglieder der kleinen Truppe. Um seine vier kameraden machte er sich keine Sorgen, er kannte jeden Einzelnen persönlich, alles erfahrene Leute, die ihr Handwerk auch verstanden. Diese Amazone jedoch bereitete ihm Magenschmerzen. Was hatte sich Bullit dabei gedacht sie mitzunehmen? RUben hätte ihr schon bei ihrer ersten begegnung am liebsten die kehle durchgeschnitten, nicht weil er sie hasste, sondern einfach nur der Sicherheit wegen. Die Frau war ein unnötiges Risiko. Trotzdem, befehl war befehl. Und wer weiß, diesem Großmaul Jarl hatte sie gezeigt, wo der hammer hing... vielleicht konnte sie wirklich nochmal nützlich sein. "Haltet euch bereit. Ihr kennt den Plan, ich will dass niemand allein da raus geht. Ein einziger Mucks und wir sind alle tot. Wir brechen auf, wenn der Mond seinen Zenit überschritten hat. Ruht euch also aus, schlaft von mir aus ein wenig, wir müssen unsere Kräfte beisammen haben wenn es losgeht."
Rubens Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, leise, doch die einzelnen Silben waren deutlich ausformuliert und deshalb problemlos zu verstehen. Der Schatten wusste wie man sich nahezu lautlos unterhielt. Zufrieden drehte er sich wieder herum, versuchte zwischen den kitzelden Blättern in eine halbwegs bequeme Lage zu rustschen, lehnte seinen Kopf an einen etwas dickeren Ast und schloss die Augen. Hier, nahe der Waldgrenze waren sie völlig sicher, und bis zur Nacht würde noch die ein oder andere Stund evergehen. Sie konnten nur warten.


03.08.2002 21:30#235
Die Schatten Dunkelheit hatte sich einem schwarzen Teppich gleich über die kleine Hafensiedlung Drakia gelegt, Hügel, Wälder und Wiesen waren zu konturlosen, fisteren Flecken mutiert, die kleine Verbindungsstraße verlor sich nur wenige Meter ausserhalb des lückenlosen Fackelringes in der Schwärze. Deutlich beleuchteten die flackernden Lichtquellen das Terrain in unmittelbarer Nähe der Holzpfähle, an denen sie angebracht waren, spiegelten sich auf den stählernen Rüstungen der Wachtposten.

Und was das für Rüstungen waren. Ruben spähte vorsichtig zwischen den langen Grashalmen hervor, wagte es seinen Kopf um einige Zentimeter zu heben. Die schweren Plattenpanzer gaben den in regelmäßigen Abständen postierten Ringwachen ein bedrohliches Aussehen, komplett in das glänzende Metall gehüllt machten die Krieger einen nahezu unbesiegbaren Eindruck. Und er sollte sich an diesen Kolossen vorbeischleichen? Innerlich fluchte der Schatten lautstark auf, doch ausser einem zornigen Blitzen in den braunen Pupullen war dem Mitglied des Alten Lagers nichts von seiner Ungehaltenheit anzumerken. Die Sache würde kompliziert werden, aber Ruben wäre nicht von Bullit für diese Mission erwählt worden, würde er die Gefahr scheuen. Seine Ehre als Meisterdieb verlangte von ihm dass er auch diesen Auftrag ausführte und seine ganz speziellen Zielobjekte aus der Stadt in den Wald brachte.

Der Plan war simpel. Schon vor einigen Stunden hatte die kleine Truppe ihr Buschversteck verlassen und sich dem hell erleuchteten Ring aus Fackeln genähert. Gewissenhaft hatten sich seine Kollegen aufgefächert und waren an günstigen Positionen in Lauerstellung gegangen. Ihre Stellung war so gewählt dass sie zwei der RIngwachen optimal im Blick hatten und sie auch bequem erreichen könnten, doch da ein jeder das Bedürfnis verspürte weiterzuleben verharrten sie an Ort und Stele. Wieder wurde die Geduld der Männer und auch die der Frau auf die Probe gestellt. Seit Stunden lagen sie im mittelhohen Gras und harrten einer Chance. Obwohl RUben schon mehrmals das Bedürfnis verspürt hatte herzhaft zu gähnen riss sich der Schatten zusammen, sein Körper blieb in Lauerstellung, kalt und beruhigend vertraut umklammerte er seinen Kampfdolch, hielt die Klinge sorgsam zwischen den Grashalmen verborgen und betete zu Innos um ein Ereignis.

Seine Bitte wurde erhört.
Der schwache Wind wehte Fetzen eines kurzen Gesprächs herüber, eine der Wachen wollte offensichtlich ihren Posten verlassen um auszutreten. Binnen Sekundenbruchteilen war Ruben hellwach. Sein Körper spannte sich, die rauhen Finger schlossen sich fetser um den lederumwickelten Griff seiner Assassinenwaffe. Reglos beobachtete er wie der Krieger sich in Bewegung setzte und aus dem Fackelschein heraustrat. Die Dunkelheit verschluckte ihn, doch die Augen des Schattzens hatten sich an die schlechten Lichtverhältnisse gewöhnt, deutlich konnte er den finsteren Schemen durch das lockere Buschwerk stapfen sehen. Auch Ruben verließ seine Stellung. Lautlos wieselte der hagere Mann dem Koloss hinterher, stets darauf bedacht ausserhalb dessen Blickfeld zu bleiben. Die verräterische Dolchklinge war von einem Stofflappen bedeckt, ein Aufblinken der Waffe war also ausgeschlossen.

Summend kam der krieger zum Stillstand, hantierte eifrig am Hüftschutz seiner Rüstung. Ruben war inzwischen sehr nahe, im gegensatz zu dem gepanzerten Mann entgingen seinen wachsamen Augen die übrigen schattenhaften Gestalten nicht. Lautlos bildeten sie einen Halbkreis hinter seinem Rücken, zogen die Zange langsam enger. Etwas plätscherte mit schwachem Druck in das feuchte Gras, Ruben grinste in die Dunkelheit. Wenigstens würde sich der arme Tropf nicht vor Schreck in die Hose pissen. Vorsichtig wagte sich der Meisterdieb bis auf wenige Zentimeter heran, seine rechte Hand wurde unendlich langsam erhoben, näherte sich lautlos dem stählernen Rückenpanzer. Ruben hatte seine Angriffszone bereits ausgemacht, ein schneller Blick versicherte ihm der Hilfe seiner Kameraden, dann drückte er dem ahnungslosen Krieger seinen Dolch an den Hals. Er hatte richtig gesehen, zwischen der Halskrause und dem Vollhelm war ein etwa zentimeterbreites Stück gänzlich ungeschützt, der Schatten spürte wie die Klinge seines Dolchens auf weiche Haut anstatt harten Stahls traf. Bevor sein Opfer auch nur überrascht aufzucken konnte war Ruben heran, presste der Wache die freie Hand auf den Mund.

"Keinen Ton du Penner oder ich schlitz dich auf. Wenn du leben willst gehst du jetzt langsam auf die Knie und streckst deine Hände fein zu beiden Seiten vom Körper."



03.08.2002 21:45#236
Kaszan Toras Sorvan erstarrte binnen weniger Millisekunden zur Salzsäule, als er den kalten Stahl an seiner Kehle spürte. Die Gedanken des Soldaten überschlugen sich. Wie würde General Toras in einer solchen Situation reagieren?
Wahrscheinlich würde er dem hinterhältigen Angreifer die Hand abbeißen um dann seine berühmte Klinge sprechen zu lassen. Oder er würde sein Leben geben, um den Rest der Einheit zu alarmieren.
Doch Sorvan war nicht der General und auch kein Held. Verdammt, er hatte eine Familie, die er ernähren musste.... Ganz langsam, um den Mann hinter sich nicht mit einer hastigen Bewegung zu reizen, ging er auf die Knie und streckte die Arme aus. Seine einzige Hoffnung bestand darin, dass Harkadon sein Fehlen bemerkte und die richtigen Schlüsse zog. In spätestens einer Minute würde der Rest der Einheit Bescheid wissen und dann würde es Geschosse hageln....


03.08.2002 21:55#237
Die Schatten Na also es klappte! Innerlich atmete Ruben erleichtert auf. Trotzdem konnten sie sich keine Verschnaufpause erlauben. Die übrigen Wachen waren sicher nicht völlig verblödet, Eile war angesagt. Der Schatten drückte dem Krieger seinen Dolch etwas fester an den Hals.

"So du mieser Bastard, du hast eine Minute um deine Rüstung loszuwerden. Brauchst du zu lange, bring ich dich um. Bewegst du dich flasch, bring ich dich um. Machst du lärm, bring ich dich um. Die Zeit läuft Freundchen."


03.08.2002 22:02#238
Kaszan Toras Eine Minute? Das war genau die Zeit die Harkadon brauchen würde um die anderen zu alarmieren. Also hob Sorvan langsam die Hände an den Kopf um den Helm abzulegen, dann machte er das Selbe mit den Arm- und Beinschienen. Zuletzt fiel der Brustpanzer mit einem leisen Rascheln in das Gras. Gleich müsste der Alarmruf kommen....



03.08.2002 22:17#239
Die Schatten Irgendwas gefiel Ruben nicht an der Art wie dieser Sohn eines Hundes seinen Panzer ablegte. Er machte es irgendwie zu....selbstsicher. Die Erkenntnis durchfuhr ihn wie ein Blitz. So ein Mist, diese Kerle hatten sicher Zeiten abgesprochen nach deren Ablauf der Alarm geschlagen wurde. Der Schatten stieß seinem Opfer schmerzhaft mit dem Knie in die Rippen.
"Du Penner wirst jetzt auf der Stelle den namen deines Kollegen rufen und ihm ausrichten dass du noch einige Minuten brauchst! Einen falschen Ton und deine Qualen werden zur Legende werden, das verspreche ich dir."



03.08.2002 22:25#240
Kaszan Toras An dem zornerfüllten Blick, den ihm der dunkel gekleidete Mann zuwarf, konnte Sorvan erkennen, dass es wenig Sinn machte, abzustreiten dass Harkadon von seinem Wegbleiben wusste.
"Hark, ich brauch noch etwas länger!", brüllte der Soldat in die Richtung des Fackelscheins.
"Ich geb dir eine Minute!", hallte die Antwort durch die Nacht. "Ist klar, ich werd mich beeilen!", erwiderte Sorvan.
Hoffentlich hielt sich Harkadon an seine Worte.



03.08.2002 22:53#241
Die Schatten Eine Minute, verdammt! Wütend bwegte Ruben seine Dolchhand zur Seite, mit Genugtuung spürte er wie die scharfe Klinge die Haut der Wache ritzte. Der Schatten hob den Kopf und blickte seine Kollegen an. Diese hatten den Ernst der Situation begriffen, während der ältere Meisterdieb sein Opfer unter Kontrolle behielt griffen die Männer mit fliegenden Fingern nach den im Gras liegenden Rüstungsplatten. Trotz der Eile gingen die Diebe überlegt und sorgfältig vor, Platte um Platte wurde angelegt, mit Zufriedenheit registrierte Ruben dass seine Jungs gut aufgepasst hatten als diese Ratte sich ihres Panzers entledigt hatte. Der Vorgang wurde nun rückwärts wiederholt, wenige Momente später verschwand der zottige Kopf eines Schattens unter dem massigen Stahlhelm der Wache, das Visier wurde heruntergeschoben und der Waffengurt angelegt. Durch ein Nicken gab der frischgebackene Krieger seine bereitschaft zu verstehen. Ruben wandte sich wieder seinem Gefangenen zu.

"Wenn ich dich anstoße wirst du fluchen und bekanntgeben dass dein Helm nicht mehr in Ordnung ist. Das Visier lässt sich nicht öffnen. Du wirst ihm sagen dass aber alles in ordnung ist und du den Schaden nach Wachschluss behebst. Ausserdem sagst du dass du jetzt zurückkommst."

Der Meisterdieb wartete einige Sekunden um dem armen Tropf Gelegenheit zu geben sich ein paar Sätze zurechzulegen, dann nickte er seinem gepanzerten Kollegen zu. Dieser ließ sich scheppernd ins Gras fallen, nur um sich sofort wieder schwerfällig aufzurappeln. Die Lärmentwicklung war dabei recht ansehnlich. Ruben stieß seinem Opfer abermals das Knie in die Seite, bereit seinen Dolch im Notfall zu gebrauchen. Bis jetzt hatte dieser Wicht sich als kooperativ gezeigt, doch wer wusste schon was er wirklich vorhatte?



03.08.2002 23:06#242
Kaszan Toras "Verdammt, das verfluchte Visier hat sich verklemmt! Na da wird sich Gartask aber freuen wenn er wieder Arbeit bekommt....", fluchte Sorvan in die Dunkelheit hinein.
"Dann leg halt schnell den Helm ab und hau mal kräftig gegen das Visier! Mit Gewalt geht notfalls alles!"



03.08.2002 23:12#243
Die Schatten Verdammt an was für Mistkerle war er hier geraten! Ruben verdrehte die Augen und nickte seinem Schattenkollegen zu. Dieser nahm den Helm ab und hämmerte einmal kräftig gegen das Visier. Dem hohlen Scheppern nach zu urteilen war der helm nun wirklich nicht mehr voll in Ordnung.

"Ich denke du weißt was du zu sagen hast, Ratte. Du hast das Visier jetzt erst recht beschädigt und wartest bis Wachschluss, du willst keinen Ärger mit... na mit deinem Anführer halt. Rede du Wurm, los."



03.08.2002 23:21#244
Kaszan Toras "Vergiss es! Jetzt isses vollkommen verklemmt....Ich werd ihn Gartask zum reparieren bringen, ich will keinen Ärger mit Toras."
"Alles klar, aber pass auf dass du die Ratten noch sehen kannst!", lachte Harkadon zurück.
"Jetzt kommt gleich die Ablösung, dann kannst du ja den Helm abgeben."


03.08.2002 23:49#245
Die Schatten Der Schatten setzte den Helm wieder auf seinen Schädel und stapfte langsam zur Fackel hinüber. Ruben blickte seinem knieenden Opfer noch einmal in die Augen. "Danke mein Junge. Ich werde dich vorerst am Leben lassen, mein Freund hier bleibt aber bei dir. Sollten wir durch irgendetwas enttarnt werden, wirst du sterben, nur damit du Bescheid weißt. Wir sehen uns."

Ruben nickte seinem Kameraden knapp zu, dann machte er sich zusammen mit den verbleibenden zwei Schatten und der Amazone auf den Weg durch das Gras. Geduldig wartete der kleine Trupp bis ihr gepanzerter Spion seinen Posten eingenommen hatte. Die andere Wache schien ihr verdammtes Maul endlich zu halten, sehr gut. Ruben hoffte diesen Typen irgendwann schlafend in seiner Koje vorzufinden. Für diesen Stress verdiente er eine Belohnung. Minuten verstrichen, es wurde wieder still um die Fackelpfähle. Die Männer wahatten ihre Aufmerksamkeit wohl endlich wieder der Finsternis zugewandt. Sehr gut. Ruben versicherte sich ein letztes Mal dass niemand in ihre Richtign sah, dann wieselte der Meisterdieb in Windeseile durch den tödlichen Lichtkreis, vorbei an seinem Kollegen bis in den rettenden Häuserschatten. Schnell presste Ruben seinen Leib an den kalten Stein, wartete ungeduldig auf das Eintreffen seiner Kameraden. Zu seiner großen Erleichterung gesellten sie sich nur wenige Sekunden später zu ihm. Na also, sie waren drin. Um ihr Glück nicht herauszufordern sahen die vier Menschen zu, dass sie möglichst viel Abstand zwischen sich und den Fackelring brachten. Sie kannten sich in Drakia nicht sonderlich gut aus, lediglich Bors, einer der beiden anderen Schatten war ein paarmal hier gewesen. Ruben blickte sich aufmerksam um, immer wieder hielten sie an, lauschten hielten Ausschau. Sie wussten wonach sie suchten. Hoffentlich fanden sie ihr Ziel, bevor die Wachen sie fanden....



04.08.2002 12:08#246
Die Schatten Lautlos glitt der Dietrich in das leicht rostige Türschloss des massiven Fachwerkhauses. In der Dunkelheit machte selbst dieses einfache Gebäude einen bedrohlichen, surrealen Eindruck, ein finsterer Schemen, zusammengekauert, ein schlafender Riese, wehe dem, der ihn weckte.

Ruben spannte die Muskeln seines Unterarmes, langsam bewegten die geschickten Finger das metallene Diebeswerkzeug in der kleinen Öffnung. Klick.
Leise schob RUben die Holztür einen spaltbreit auf. Der angrenzende Raum lag in fast absoluter Finsternis, allein durch die kleinen Ritzen der geschlossenen Fensterläden drang der güldene Lichtschein naher Wachfackeln. Schnell und lautlos betraten die vier Menschen das Haus, das Schloss rastete klickend ein und RUben gestattete sich ein befreiendes Aufatmen. Hier waren sie vorerst in Sicherheit.
"Psst. Hey. Ist hier jemand? Wacht auf ihr Schlafmützen, wir sind vom Alten Lager."

Einige Sekunden passierte garnichts, dann flammte der Docht einer kleinen Öllampe auf, tauchte den kleinen Raum in ihr schwaches Dämmerlicht. Ruben musste gegen seinen Willen lächeln als er sich umblickte. Fünf Schatten standen in den Ecken des Zimmers, allesamt hatten sie ihre langen Kampfdolche blankgezogen. Hätte der Meisterdieb sich nicht zu erkennen gegeben wären er und seine Jungs jetzt wohl Futter für die Ratten. Die bewohner Drakias erkannten schnell dass Ruben nicht gelogen hatte. Sofort wurden die messer weggesteckt und Hände geschüttelt.
"Die Barone schicken euch? Mensch, endlich, ich dachte schon wir müssten hier versauern. Wie können wir euch helfen? Eure Truppe erscheint uns doch ein wenig schwach."

Ohne Eile rückte Ruben sich einen Stuhl zurecht und ließ sich auf dessen hölzerne Sitzfläche sinken. Der Schatten lächelte in die Runde. "Hört zu, es gibt einen Plan wie wir hier alle wieder rauskommen. Ich brauche dazu aber eure Hilfe. Also gut, passt auf..."

Ruben berichtete.



04.08.2002 13:18#247
Die Schatten Leer und ruhig lagen die schmalen Gassen der kleinen hafensiedlung in der Finsternis der Nacht. Friedlich schlummerten ihre Bewohner in den einfachen Steinhäusern, sammelten Kräfte für einen neuen Tag unter dem Oberbefehl der Besatzermacht. Taten sie das? Diese nacht unterschied sich grundlegend von allen vorherigen Mondperioden. Viele der steinernen Gebäude beherbergten keine schlafenden Menschen mehr, ihre Bewohner hatten das warme Bett verlassen, waren in der konturlosen Schwärze der Häusernischen und Straßenecken untergetaucht. Die stille EInsamkeit Drakias täuschte, abseits der zuckenden Fackeln bewegte sich die Dunkelheit. Ruben hatte ganze Arbeit geleistet. Binnen einer guten halben Stunde war die kleine Vierergruppe auf stolze 15 Menschen angewachsen, weit aufgefächert streunten die Männer durch die Gassen der Siedlung. Organisiert waren sie in zwei Gruppen, eine umfasste sieben, die andere acht der diebischen Anhänger des Alten Lagers. Die in Drakia ansässigen Schatten hatten berichtet dass die Stadtwachen immer in Dreiertrupps unterwegs war, ein jeder Verband hatte spezifische Straßen abzugehen, an einigen über die Stadt verteilten Kontrollpunkten trafen sich die Gruppen zum gegenseitigen Rapport.
Ein vernünftiges System, doch trotzdem anfällig für Störungen, wie Ruben fand. Regungslos kauerte der Schatten hinter einem kleinen haufen alter Holzkisten, der frische Geruch des nahen Wasser stieg ihm in die Nase, belebte Körper und Geist gleichermaßen, vertrieb die tödliche Müdigkeit aus seinen Gliedern. Das Dasein als Dieb war schon eine merkwürdige Mischung aus gähender Langeweile und extremer Eile, von einer Sekunde auf die nächste konnte stundenlanges Warten ein Ende haben, jede Sekunde war kostbar, eine falsche Bewegung das sichere Verderben. Ruben liebte diesen Wechsel, die ruckartige Pulsbeschleunigung, das Herzklopfen, die absolute Beherrschung von Körper und Geist. Bis jetzt war ihm das Glück hold geblieben, sie waren in der Stadt, hatten ihre Truppe erfolgreich aufgestockt und ein geeignetes Opfer gefunden. Mehrmals waren die drei Wachen bereits an den im Versteck liegenden Schatten vorbeimarschiert ohne dass der Meisterdieb das Zeichen zum Eingriff gegeben hatte. Aufmerksam hatte er die Männer beobachtet, sich den Zeitabstand gemerkt, in dem sie den Ort des Hinterhalts passierten. Bald würde es wieder soweit sein. Ruben hob die Hand an den Mund und blies zwischen den Fingern hindurch. Ein leiser Pfeifton war das Ergebnis seiner Mühen. Ein Schemen löste sich aus dem Schatten, sein gang war plötzlich wankend, leise murmelte der offensichtlich betrunkene Schatten vor sich hin, stützte sich schwer gegen die Hauswand, versuchte das Gleichgewicht zu halten. Ruben grinste in die Finsternis. Perfekt.



04.08.2002 13:46#248
Kaszan Toras "Heda, was ist los?!", rief Feron zu der dunkel gekleideten Gestalt, die sich gerade noch an der Hauswand zu halten schien.
"Nehm die Hände hoch an die Wand, so dass ich sie gut sehen kann! Und keine falsche Bewegung!"
Scharrend glitten die Schwerter der drei Soldaten aus den Scheiden. Dann näherten sie sich langsam der Gestalt, wobei jeder eine andere Richtung absicherte.
Mit der Linken packte Feron den Mann hart an der Schulter, riß ihn herum und presste ihn an die Wand.
"So du kleiner Dreckfresser", fauchte er, "Niemand und damit meine ich auch wirklich niemand hat sich nach Einbruch der Dunkelheit auf der Straße herumzutreiben, und schon gar nicht so eine stinkende Fleischwanze wie du! Als Belohnung gibt es eine Gratisunterkunft in einer gemütlichen Zelle!"
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Ungeniert gähnte Harkadon vor sich hin. Dieses Wachestehen konnte mit der Zeit echt langweilig werden. Der Soldat drehte ein wenig den Kopf, sodass er einen Blick hinter sich werfen konnte. Was er sah, besserte seine Laune doch etwas auf. Endlich kam die erwartete Wachablösung.
"Na endlich, ich warte hier schon seit genau zwei Stunden auf dich!", begrüßte Harkadon seinen Kameraden.
"Du schiebst gerademal seit zwei Stunden Wache, Hark", grinste sein Gegenüber, "Ist irgendwas vorgefallen?"
"Nein, alles ruhig. Wie immer halt. Wenn du mich fragst, könnten wir die Wachen längst sein lassen."
"Befehl ist Befehl. Du weißt was mit unseren Rekruten passiert ist", wurde Harkadon ermahnt.
"Ach komm schon, diese Grünschnäbel", schnaubte er zurück. "Ich weiß gar nicht was sich General Toras dabei gedacht hat, diese halben Kinder mitzunehmen." "Auch du warst mal jung, Hark. Ich hoff mal dass diese Schweine für ihre Verbrechen bezahlen werden."
"Nicht nur du, Lorwen. Ich mach mich dann mal auf den Weg, ich wünsch dir viel Spass beim Sternchenzählen", zwinkerte Harkadon zum Abschied. "Jaja, und pass du mal auf, dass dich Kaszan nur nüchtern erwischt", lachte Lorwen.
Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht marschierte Harkadon in Richtung Sorvan. Der arme Kerl könnte etwas Unterstützung gebrauchen, wenn er den Helm zur Reperatur brachte. Doch als er sich dem Posten näherte, horchte er auf. "Hey, Sorvan, was ist denn mit deinem Helm los, mach doch das blöde Visier auf, sonst bekommst du noch 'nen Hitzschlag da drinnen", meinte die zweite Wachablösung.



04.08.2002 14:07#249
Die Schatten "hmmm?...Was ist los...ich bin doch eben erst aufgestanden...und außerdem isses doch noch garnischt dunkel..."

Der Schatten hatte offensichtlich Mühe seine Zunge unter Kontrolle zu halten, schwerfällig und undeutlich kamen die Worte über seine Lippen. Trotzdem versuchte er den Anweisungen der Wachen Folge zu leisten, nur schienen ihm seine eigenen Füße dabei im Wege zu stehen, so dass der arme Tropf an der Wand entlang zu Boden knallte.

"Aua...warum schlagt ihr mich denn..." nuschelte der Mann während er sich hilflos auf dem Boden herumrollte. Die Wachen ließen sich offensichtlich nicht davon beeindrucken und packten den betrunkenen Dieb hart am Kragen um ihn auf die Beine zu ziehen. Als die Männer ihre Köpfe hoben spürten sie den kalten Kuss langer Kampfdolche an ihren Kehlen. Lautlos hatten sich die restlichen Schatten angepirscht, während ihr sabbelnder Kollege sie ablenkte und so die leisen Geräusche der Schuhsohlen auf dem Asphalt übertönte. Wieder war Ruben der Sprecher, sein Messer drückte an die Kehle des vorlauten Wachmanns. "Runter mit den Waffen, lasst den Mann los, und dann schön langsam in den Häuserschatten. Ein Mucks und ihr geht drauf, eine falsche Bewegung und eure Köpfe rollen durch den Dreck."


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"Sorvan" hustete lautstark unter seinem Helm. Mit einer Handbewegung bedeutete er seiner Wachablösung kurz zu warten bis sich der Anfall gelegt hatte, dann blickte er seinem gegenüber durch die schmalen Schlitze des Visiers ins gesicht. Seine Stimme war krächzend und undeutlich.
"Dieses verdammte Visier hat sich verklemmt als ich pissen war." Wieder musste Sorvan sich räuspern.
"Ich werd das Ding zur Reparatur geben, mach dir keine Sorgen. Verdammt, was ist mit meinem Hals los, ich glaub ich werd langsam krank. Muss vielleicht mal mit Toras reden...naja, mal sehen. Viel Spaß beim Langweilen."

Fareth hob noch einmal grüßend die Hand und schiuckte sich an zu gehen. Schweiß perlte von seiner Stirn, lief über das Gesicht des Schattens. Es war unglaublich heiß unter diesem Metallhelm, zudem machte die aufsteigende Panik es nicht einfacher einen klaren Kopf zu behalten. In dieser Blechdose würde Fareth keinen Kampf überleben, das metall war viel zu schwer für schnelle Bewegungen. Er musste weg, zwischen den Häusern verschwinden, diese Rüstung loswerden, und das so schnell wie möglich. So ruhig wie möglich setzte er einen Fuß vor den anderen und begann sich zu entfernen.



04.08.2002 14:18#250
Kaszan Toras Mit einem lauten Klirren landeten drei Schwerter auf dem Pflaster, als die Soldaten ihre Waffen einfach losließen. Von leise hatte niemand etwas gesagt. Die Schatten schauten sich alarmiert um. Feron musste grinsen. Wahrscheinlich war jetzt der ganze Haufen wach. Doch der Soldat dachte nicht daran, die Schatten weiter zu reizen, und so folgte er ihren Anweisungen.
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Harkadon runzelte die Stirn. Da stimmte doch was nicht. Warum wartete Sorvan nicht auf ihn? Mit eiligen Schritten marschierte er hinter seinem seltsamen Kameraden her. Leise glitt sein Schwert zwischen den Fingern aus der Scheide. Als er nur noch einen Meter von dem vermeintlichen Sorvan entfernt war, sprach er mit lauter Stimme.
"so Freundchen, jetzt drehst du dich ganz langsam um und nimmst den Helm ab! Eine falsche Bewegung und ich helf dir mit meinem Schwert nach!"


04.08.2002 14:35#251
Die Schatten Mann diese Rüstung war schwer! Ruben fluchte gedämpft im Inneren seines Helmes, trieb den gefesselten "Schatten" vor sich mit seinem Breitschwert zur Eile an. Drei Soldaten führten vier Gefangene durch die nächtlichen Straßen Drakias. Den miesen Dieben waren Stoffsäcke über die Köpfe gezogen worden, offensichtlich wollten die Wachen kein Risiko eingehen. Selbstverständlich war der tatsächliche Grund ein ganz anderer, zumal es sich bei den gepanzerten Recken nicht um wirkliche Stadtwächter handelte. Eilig hatten Rubens Männer sich die Rüstungen angelegt, die überrumpelten Besatzer waren in die verdreckten Schattenkluften gesteckt worden und stolperten nun vor ihren Peinigern durch die Siedlung. Deutlich hatte RUben ihnen ihr Schicksal mitgeteilt, sollte mehr als ein schmerzvolles Aufstöhnen unter ihren Säcken hervordringen. Der Schatten scherzte keinesfalls. Hier ging es ums nackte Überleben. Zügig stapfte der kleine Trupp zurück zu ihrem Einstiegspunkt, doch schon dutzende Meter davor erspähten sie einen Soldaten mit geschlossenem Visier. Er wurde angehalten, sein Hintermann hatte das Schwert blankgezogen. Wieder musste Ruben fluchen. heute lief auch wirklich alles schief. Mit seiner eigenen Waffe trieb er die Gefangenen erneut an, zusammen mit seinen beiden Kollegen näherten sie sich dem Fackelring. Innerlich dankte der Meisterdieb Innos für diese Stahlhelme, sie verdeckten einen Großteil des Gesichts. Die Chance unbehelligt zu bleiben war mehr als nur groß. Inzwischen hatte sich die Gruppe ihrem verkleideten Kumpanen und dessen Peiniger bis auf Rufweite genähert. Ruben hob grüßend die Hand.
"Heda ihr Beiden! Was macht ihr da?!"



04.08.2002 14:47#252
Kaszan Toras Was war denn da los? Was machte die Patrouille hier draußen? Noch immer mit drohend erhobenem Schwert antwortete Harkadon.
"Dieser Typ hier verhält sich etwas seltsam." Mißtrauisch beäugte Harkadon die Neuankömmlinge.
"Sagt mal, was macht ihr eigentlich hier draußen? Toras hat doch ausdrücklichen Befehl gegeben, dass Patrouillen nur innerhalb der Stadt Wache schieben! Und zum Gefängnis geht es in die andere Richtung."
Was bildete sich dieser Kerl eigentlich ein, ihn mit geschlossenen Visier anzulabern? Harkadon spürte wie ihm das Blut in den Kopf stieg, sich sein Puls beschleunigte.
"Und mach verdammt nochmal das Visier auf, wenn ich mit dir rede!!! Das gilt auch für euch!", schnauzte er den Rest der Truppe an.
Wieder zu dem Kerl der ihn angesprochen hatte meinte er : "Du da, wie ist dein Name?"
Dann fiel sein Blick auf den angehaltenen "Sorvan".
"Nehm jetzt sofort den Helm runter, oder ich schlag ihn dir mitsamt deinem dreckigen Schädel ab!!!"



04.08.2002 15:27#253
Die Schatten Gelassen schob Ruben sein Helmvisier nach oben, blickte diesen seltsamen Wachmann offensichtlich irritiert an. Auch seine Kameraden öffneten ihre Helme.
"Mein Name ist Feron und ich bin auf Befehl von Toras hier draußen. Diese Schatten wurden auf frischer Tat dabei ertappt wie sie sich aufs Schiff schleichen wollten. Ich soll die Angelegenheit regeln...du verstehst."
Ruben blickte dem Großmaul ins Gesicht.
"Und so sprichst du nicht nochmal mit mir. Was ist dein Problem? Wenn wir hier herumlaufen haben wir schon unsere Gründe. Seh ich so aus als wäre ich dir Rechenschaft für meine Taten schuldig oder wie?

Der getarnte Schatten zog ein Gesicht als müsste er überlegen. "Naja, ich werd dieses Verhalten mal nicht melden. Wir sind wahrscheinlich alle etwas gereizt.
Der Kopf des Meisterdiebes drehte sich in Richtung der Wache mit dem beschädigten Visier.
"Und jetzt mach was er sagt."

Dem Angesprochenen blieb nichts anderes übrig als dem befehl nachzukommen. Langsam nahm er den Helm vom Kopf und blickte seinem Kameraden in die Augen. Ruben verzog keine Miene, offensichtlich kannte er den Mann nicht näher. Während die beiden anderen "Wachen" dem Enthelmten den Weg verstellten wandte sich der gepanzerte Schattenführer an Harkadon.
"Nun?"



04.08.2002 15:39#254
Kaszan Toras Was erlaubte sich dieser Kerl? Harkadon hob drohend die geballte Faust und reckte kampfeslustig das Kinn nach vorn.
"Mein lieber Freund, wenn du noch einmal SO mit deinem direkten Vorgesetzten redest, dann kannst du dein mickriges Leben wieder als Bauer verbringen! Ich merk mir dein Gesicht, und glaub nicht, dass ich Toras nicht von diesem Zwischenfall berichten werde! Und jetzt macht dass ihr aus meinem Blickfeld verschwindet und diesen Müll rausbringt. Danach erstattet ihr sofort beim General Bericht."
Dann drehte sich Harkadon herum und brüllte zu den Wachtposten. "Wir haben hier eine Ratte! Passt auf ob sich noch mehr rumtreiben, ich schlag währenddessen Alarm!"
Dann führte er den enttarnten Spion mit dem Schwert in Rücken ab.


04.08.2002 15:50#255
Die Schatten Ruben blickte seinen "Vorgesetzten" ernst an und wartete bis dieser geendet hatte. Mit einem"Jawohl." beendete er die kleine Konversation und setzte sich sofort wieder in Bewegung. Innerlich jubilierte der Schatten. Das klappte doch hervorragend. Unbehelligt schritt der kleine Trupp mitsamt ihren blinden Gefangen durch den Ring aus Fackeln, hinein in die Dunkelheit. Sicherheitshalber stapften sie ein gutes Stück weiter als unbedingt notwenig, bis ihre Bewegungen pötzlich gehetzt wurden. Ohne Gnade trieben sie ihre Gefangenen durch das gras in Richtung Waldrand, trotz der schweren Rüstungen legten sie ein strammes Tempo an den Tag, denn sie hatten keine Zeit zu verlieren. Die überwältigte Ringwache war mittlerweile schon abgeführt worden, zumindest vermutete Ruben etwas Entsprechendes denn der zurückgebliebene Schatten schloss sich ihnen nicht an. Endlich erreichten sie die ersten spärlichen Buschreiehen. Nicht mehr lange, und sie konnten sich ausruhen...



04.08.2002 16:35#256
Kaszan Toras Das Licht der Schreibtischkerze brach sich auf der Oberfläche der dunkelbraunen, klaren Flüssigkeit, welche in einem Glas in der Hand von General Kaszan Toras schimmerte und verlieh ihr einen seltsamen, rostähnlichen Farbton. Nachdenklich wog Kaszan das Glas in der Hand, die Flüssigkeit schwankte von einer Seite zur anderen. Dann hob er das Glas an die Lippen und leerte es mit einem kräftigen Schluck. Mit dem charakteristischen Brennen von Alkohol rann das Getränk seine Kehle hinunter und hinterließ einen leicht bitteren Geschmack in seinem Mundraum.
Zeitgleich mit dem Pochen der Türe wurde das Glas wieder auf der Eichenholzplatte des Tisches abgestellt. Kaszan blickte von der Karte vor sich auf und zur Tür.
"Herein."
Die Tür öffnete sich und Harkadon Kartor trat ein. Genau einen halben Meter vor dem Schreibtisch blieb der hünenhafte Krieger stehen, den Helm unter dem Arm geklemmt. Der General ließ die Karte in einer Schublade des Schreibtisches verschwinden.
"Was gibt es Harkadon? Irgendwelche Vorfälle während der Wache?" "Ja, General. Ich habe einen Spion entlarvt, der sich mit Sorvans Rüstung verkleidet in die Stadt schleichen wollte. Von Sorvan fehlt jegliche Spur." So spät am Abend und schon wieder schlechte Neuigkeiten.... "Was habt ihr mit dem Spion gemacht?"
"Er sitzt im Moment im Kerker. Soll ich ihn zu den anderen Ratten schicken?" Kaszan schüttelte entschieden den Kopf.
"Nein. Bringt ihn auf die Sturmbringer. Vieleicht erweist er sich noch als nützlich. War sonst noch etwas?"
"Ein Patrouillenführer hat sich im Gespräch mit mir gewaltig im Ton vergriffen. Sein Name ist Feron."
Der General konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Wer sich da wohl als erstes im Ton vergriffen hatte? Doch der Name des Mannes ließ ihn aufhorchen.
"Feron sagt ihr? Das ist ungewöhnlich. Ich kenne ihn als einen gewissenhaften Soldaten, der seine Vorgesetzten respektiert. Auf jeden Fall hab ich noch nie etwas Schlechtes über ihn gehört."
In diesem Moment flog die Tür auf und Toras' Stellvertreter kam in den Raum gestürzt.
"Kaszan, eine unserer Patrouillen ist verschwunden!"
Kaszan sprang von seinem Sessel auf.
"Was?! Wie heißt der Truppenführer?"
"Feron", kam sofort die Antwort zurück.
Harkadons und Kaszans Blicke trafen sich. Beide wussten was das bedeutete. "Was hat das zu bedeuten?", hakte Juwan nach.
"Feron sagte mir, dass er ein paar Schatten exekutieren solle, den Befehl habe er von euch!", meinte Harkadon zu Toras gewandt.
Kaszan wurde es leicht schwindelig.
"Holt sofort den Gefangenen aus dem Kerker und schlagt Alarm. Alle Männer sollen sich zum Hafen zurückziehen, es wird Feindkontakt erwartet." Harkadon und Juwan nickten nur, dann stürmten sie aus dem Zimmer. Kaszan machte sich bereit, dem Feind entgegenzutreten.



08.08.2002 22:21#257
Kaszan Toras Das Holz der Sturmbringer knarrte hörbar, als sich das gewaltige Schiff leicht zur Seite neigte und dabei erstaunlich schnell wendete. Aus dem Augenwinkel konnte Kaszan erkennen, wie Kapitän Kortmann das Steuerrad nach vorne drückte. Kurz darauf beschleunigte das Flaggschiff und raste nach wenigen Sekunden gen Horizont davon.
"General, warum überlasst ihr dem Feind einfach so ohne weiteres die Siedlung?" Kaszans Stellevertreter war neben ihn getreten und sah ihn verwirrt an. Ohne den Blick von den wogenden Wellen zu nehmen, antwortete Toras. "Drakia ist für uns von keinem Nutzen mehr. Wir wissen ja inzwischen, wo sich die Erzminen befinden. Die Siedlung liegt zu weit im Süden um strategischen Nutzen zu bieten. Das Gebirge verhindert ein koordiniertes Weiterziehen bis zu den Minen. Und zudem hält mich nichts mehr an dieses verfluchte Kaff." Juwan schien immer noch nicht vollkommen überzeugt zu sein, aber er stellte keine weiteren Fragen.
Nachdem er die Nachricht erhalten hatte, dass Feron und seine Patrouille tot waren, hatte Kaszan sofort den Befehl gegeben, die gefangenen Schatten ins Wasser werfen zu lassen. Sie hatten keine zwei Minuten überlebt. Toras bereute diesen Befehl nicht. Viel mehr fürchtete er den Moment in naher Zukunft, in dem er einer Witwe beibringen musste, dass ihr Mann nicht mehr zurückkommen würde. Der General seufzte schwer. Endlich ging es wieder gen Heimat. Ob Juwan eines Tages die Nachricht überbringen würde, dass er selbst im Kampfe gefallen war, weit abseits seiner Familie? Wie würde es dann weitergehen? Schnell verbannte Kaszan diese Gedanken aus seinem Denken. Er hatte keinen Platz für Sentimentalitäten....



11.08.2002 00:45#258
-Die Schatten- Whistler näherte sich der Siedlung Drakia. Zusammen mit Sly hatte er aufmerksam die Gegend erkundet. Sein Kollege war nun ins Gebirge zurückgekehrt um Bericht zu erstatten.

Alleine schlich Whistler durch die Gegend, die durch die Abenddämmerung schon im Schatten lag. Langsam ging er auf das nächstgelegene Haus zu. Nur ein Gedanke beherrschte ihn: Herausfinden, ob Drakia frei ist! Das große Schiff hatte er davonsegeln gesehen. Nun hoffte er, dass der General seine ganzen Truppen mitgenommen hatte. Warum er jetzt auf einmal den Schwanz einzog, war dem Schatten völlig unklar und eigentlich auch gleichgültig. Seine Mission lag darin, dem Anführer des 2. Trupps Jackal Bericht zu erstatten und nicht über irgendwelche Beweggründe zu philosophieren, egal wie unverständlich sie waren.
Die Siedlung war wie leergeräumt, man konnte aber eine laute Stimme hören, sie kam vom Marktplatz. Als Whistler um die Ecke lugte, erkannte er, dass die Bürger von Drakia eine Versammlung abzuhalten schienen. Langsam schritt er auf die Menschenansammlung zu. Gefahr schien nicht mehr zu drohen.

...und deswegen ist es um so wichtiger, dass wir jetzt alle zusammenhalten und die Siedlung zusammen wieder aufbauen. Ich werde sogleich jemanden los....Nanu? Wer bist du denn? Kommst du aus dem Alten Lager?

Whistler nickte. Der Mann kam auf ihn zu und unterhielt sich mit ihm. Viel Zeit zum Reden gab es nicht, auch wenn es viel zu sagen gab. Letztendlich bekam der Schatten noch eine Liste in die Hand gedrückt und sollte so schnell wie nur möglich im Alten Lager Bescheid geben. Nur mit der geschickten Unterstützung durch neue Leute und Ausrüstung war es möglich Drakia wieder aufzubauen. Und keiner der Anwohner schien daran zu zweifeln, dass man die Siedlung wieder aufbaun werde. Sie alle waren so voller Ehrgeiz. Auf dem Zettel stand auch noch eine Liste der Todesopfer und ein kleiner Bericht über die Geschehnisse.
Nachdem er sich noch ein Bild von der Situation in der Stadt gemacht hatte, war es nun allerhöchste Zeit sich auf den Weg zu machen - auf den Weg ins Gebirge.


08.09.2002 15:49#259
Die Amazonen Die Amazonen ritten in Drakia ein und begaben sich sofort zum Kommandanten, der ihnen genau zuhörte. Dann stand er auf und sagte den Frauen, dass sie doch bitte zu Berne gehen sollten. Der hätte Boote vorrätig, die sie bestimmt brauchen würden. Er würde inzwischen alles mobilisieren, was Beine hat und sur Werft schicken. Der habgierigen General würden sie schon auf die Finger klopfen.
Die Amazonen ließen sich den Weg beschreiben und ritten weiter zur Bootswerft.


08.09.2002 15:49#260
Berne Berne war in Drakia, die Geschäfte gingen recht gut. Seine Schiffe verkauften sich eigentlich nicht so gut aber er konnte immer wieder schiffe ausbessern das brachte auch Erz in die Taschen des Tischlers.

Außerdem wurden Armbrüste immer gerne gekauft. Seine Kleidungsstücke waren auch sehr beliebt...

Im moment war er in der Werft beschäftigt, dort lagen bereits 3 Schiffe. Zwei Schnelle Handelsschiffe und ein Großes Handelsschiff bereit zum Verkauf.


08.09.2002 15:59#261
Berne Einige Amazonen kamen bei der Bootswerft von Berne an und erklärten ihm die Situation und von einer Entdeckung einer Amazone auf der anderen Seite des Fjords.
Sie brauchten die 3 Schiffe von Berne die im Moment startbereit im Hafen vor der Werft lagen.
Es war für einen guten Zweck also würde der Tischler wohl kaum etwas dagegen haben können, und die schiffe sollten ja auch wohlbehalten zurück kommen... So stimmte Berne zu und übergab den Frauen die Schiffe.

Diese legten sofrt sammt einigen Gardisten ab...

Schon bald waren sie kaum noch zu sehen.



23.09.2002 18:21#262
Dumak Eine einsame Gestalt näherte sich diesem einsamen, gottverlassenem Nest. Das passte ja. "Meine Güte!" Selbst Dumak war erschüttert. Hier war ja überhaupt nicht das mindeste los. Nachdem er schon die ganze Nacht alleine durch das Gebirge und die Ebene gelaufen war - ein nicht ungefährliches Unterfangen, daß Dumak nur aufgrund seiner Fähigkeit zum Leisetreten gewagt hatte, war hier auch nicht mehr los, als auf der bisherigen Reise.

Langsam und etwas enttäuscht trottete Dumak den Weg aus der Ebene in den Ort hinunter. Ein einzelner Mann lehnte an einer Hauswand. Seine Kleidung war einfach aber leidlich sauber. Die Hütte dahinter sah ebenfalls recht ordentlich aus. Aber trotzdem arm. "Kennst du Berne, den Händler?"
Der Mann bejahte.
"Gut, sag mir, wo finde ich ihn."
Eine kurze Wegbeschreibung entrann dem Mund des Gefragten. Naja, zu verfehlen war sein Laden nicht. Die paar Häuser, aus denen der Ort bestand. Da mußte man schon ne echte Blindschleiche sein, um sich zu verlaufen. Mit einem halbwegs freundlichen Nicken verabschiedete sich Dumak von seinem Informanten.
Die Straße war plötzlich gepflastert. Allerdings wuchs zwischen den Steinen Gras und Unkraut. Der Weg war nicht oft begangen, so daß sich hier das Grünzeug ausbreitete. Nach kurzem Marsch erreichte er dann tatsächlich den Laden Bernes. Ein buntes Schild prangte über dem Haus. Das mußte es sein. Der Dieb trat ein. Ein Mann kramte gerade in irgendwelchen Bündeln. "Ich suche Berne. Ich komme aus dem Alten Lager", fügte Dumak noch sicherheitshalber hinzu. Immerhin stand dieser Flecken unter der Verwaltung der Erzbarone. Vielleicht machte das ja Eindruck.



23.09.2002 18:50#263
Berne "Soso, aus dem Alten Lager? Berne steht vor Euch. Was darfs denn sein?" Der Händler verschnürte den Ballen und richtete sich auf. "Wollt Ihr eine Waffe kaufen. In der Ebene treiben sich viele Bestien herum, müßt Ihr wissen. Oder vielleicht etwas anzuziehen. Eure Kleidung könnte schon noch die eine oder andere Verbesserung gebrauchen, wenn ich mir diese Bemerkung einmal erlauben dürfte. Oder ab..."



23.09.2002 19:06#264
Dumak "Nein dürft Ihr nicht", schnitt ihm Dumak das Wort ab. Das war Berufskleidung. Einem unauffälligen Buddler fiel es nunmal leichter, unerkannt zu bleiben, falls eine brenzlige situation auftrat. Aber woher sollte der das wissen? "Ich komme wegen etwas anderem. Hier, dieses Päckchen voller Pläne und Anweisungen." Er legte den verschnürten Packen auf einen Tisch in der Nähe. "Vom Oberhaupt der Schwarzmagier persönlich." Diese Worte sollten die Bedeutung unterstreichen. "Es geht um seinen Turm. Der da oben über den Klippen. Das sind alles Pläne zu seinem Umbau. Ich soll sie ausführen. Und Ihr werdet mir dabei helfen."


23.09.2002 19:12#265
Berne "Ich? Wie kommt Ihr denn da drauf? Ich hab hier mein Geschäft. Das ist genug." Berne machte keinerlei Anstalten, sich die Pläne anzuschauen. Wozu auch. Sollte sich dich ein anderer damit befassen. "Wenn Ihr entschuldigt, ich habe zu arbeiten." Der Händler wollte sich entfernen.



23.09.2002 19:16#266
Dumak Doch Dumak packte ihn blitzschnell am Kragen. "Hast du nachts schonmal davon geträumt, von einem Steingolem zwischen den Fingern zerquetscht zu werden? Ganz langsam? Nein. Tja, dann hast du sicher keine Vorstellung davon, was ein Dämonenbeschwörer mit dir macht, wenn du ihn verärgert hast." Dumak lockerte den Griff. "Also ich gebe dir hier noch eine zweite Chance, deine Meinung zu ändern. Und hatte ich schon erwähnt, daß es sich um ein Geschäft für Euch handelt? Ihr übernehmt natürlich die Lieferung der Baumaterialien, die Leitung über die Arbeitskräfte, deren Rekrutierung und Bezahlung und so weiter. Ich denke, auf die Art und Weise wird eine Menge Erz in Eure Truhen fließen. Also, seid Ihr nun interessiert?" Der Dieb ließ ganz los.



23.09.2002 19:37#267
Berne Berne atmete schneller. Die Drohungen des Buddlers hatten ihn nicht sonderlich beeindruckt. Doch was er über die Möglichkeiten für ein Geschäft gesagt hatte, war sehr interessant gewesen. "Ja warum habt Ihr das denn nicht gleich gesagt? Das ändert doch die ganze Lage kolossal. Laßt mich nur einen kurzen Blick in die Papiere werfen." Berne stürzte sich förmlich auf das verschnürte Paket, erbrach das Siegel und wickelte es aus. Darinnen fanden sich tatsächlich jede Menge an säuberlich auf Pergament gezeichnete Pläne, Briefe, Anweisungen, Listen.
Alles war anscheinend bis ins Detail ausgetüftelt. Der Turm sollte komplett umgebaut werden. Außenwandungen mit Granit. Innen neue Zwischendecken. Obenauf zwei Türmchen. Eins für den Magier selber, das zweite für die Wachen des Alten Lagers. Innen sollte ein Teil der Treppen entfernt werden. Stattdessen sollte ein Aufzug installiert werden, der wie in manchen Bergwerken durch Sklaven angetrieben wurde. In der Kolonie wurden für derlei Sachen gefangene Orks genommen...

"Geht für heute ins Gasthaus gegenüber. Wohnt dort auf meine Rechnung. Berne zahlt. Morgen kommt wieder her, dann geht es los mit den Arbeiten. Ich werde bis dahin die Kosten ausgerechnet haben und angefangen haben, alles in die Wege zu leiten. Euer Schwarzmagier wird zufrieden sein." (Und ich auch, dachte sich der Händler, als er an den möglichen Gewinn dachte.) Schnell raffte er noch die Papiere zusammen und begleitete Dumak dann hinaus. Ein seltsamer Kerl war das ja, der hatte irgendetwas beunruhigendes an sich. Vielleicht dieser unstete Fuchsblick, mit dem er alles und jeden abzuschätzen pflegte.


23.09.2002 19:51#268
Dumak Der Dieb zuckte mit den Schultern und ließ sich von Berne hinausbringen. Erz überzeugte die Leute doch immer wieder. Dumak kannte das. Auch er war von Erz überzeugt. Am überzeugtesten war er immer dann, wenn das Erz in seiner Truhe landete. Ob bei diesem Job noch etwas für ihn raussprang, wußte er noch nicht. Na wenigstens hatte er mal Drakia kennengelernt. Man wußte nie, wozu sowas gut war. Neugierig schlich Dumak zum Gasthaus. Berne wollte also für ihn zahlen. Das konnte demnach nur ein schöner Abend werden.



24.09.2002 23:32#269
Dumak Und es war tatsächlich ein schöner Abend. Naja, so schön, wie ein Abend in einem halbleeren Wirtshaus so werden konnte. Die wenigen Gäste blieben irgendwie seltsam stumm, als ob sie nichts zu bereden hatten. Dumak ging in Richtung der Theke und sprach den Wirt, eine eher hagere Gestalt an: "Ich brauche ein Zimemr, möglichst ein gutes und fürs Erste etwas zu essen und ein Bier."
Der Wirt schaute skeptisch. Naja, Dumak sah auch recht zerlumpt aus. Die Berufskleidung..."Kannst du denn auch bezahlen?"
"Ja, Berne, der Händler zahlt für mich. Das ist doch nicht etwa ein Problem?" Dumak hob die Augenbrauen.
"Nein, nein", beeilte sich der Wirt zu versichern. Er würde doch keinen Kunden verscheuchen, für den jemand mit festem Einkommen und einem gewissen Vermögen aufkam. "Euer Essen kommt sofort. Das Bier auch. Und Zimmer sind genug frei. Auch gute."

Dumak wars zufrieden und suchte sich einen der leeren Tische aus. Der in der Ecke neben der Tür war genau richtig. Schnell an der Tür, falls was war und ne Wand im Rücken. Man konnte nie wissen. Er schob sich auf die Holzbank und musterte die restlichen Gäste. Einfache Leute. Bauern, Handwerker. Von den Leuten des Alten Lagers war nichts zu sehen. Eine Gruppe von Gästen sah verstohlen zu ihm rüber. Endlich löste sich einer von ihnen und kam herüber. Inzwischen war der Wirt mit Fleisch, Brot und Käse sowie dem Bier gekommen.
Dumak schnitt sich große Stücke von dem Braten und schob sie in den Mund. Mit einladender Geste forderte er seinen Gegenüber zum setzen auf. "Was gibts denn?" fragte er sogleich, nachdem er den Happen mit einem Schluck Bier runtergespült hatte. Der Mann fing an zu reden, er sprach langsam. "Wir haben gehört, daß Ihr wegen des Turmes gekommen seid."
Teufel auch, woher wußten die denn das schon wieder? Hier schien sich ja alles sehr schnell rumzusprechen. Eigentlich kein Wunder. In dem Nest war ja auch sonst nichts los. Da stürzte man sich sicher auf jedes Gerücht.
Achja, da war noch ein Kunde im Laden bei Brach gewesen. Er hatte allerdings bald den Laden verlassen. "Ja, bin ich. Ein Schwarzmagier, ein hohes Tier hat den Turm gekauft und will dort wohnen. Ich bereite alles für ihn vor." Nicht ohne Stolz gab Dumak bekamnnt, daß er für einen Schwarzmagier arbeitete. Das würde den Leuten sicher Respekt einflößen. Vor Schwarzmagiern hatten alle Respekt. Die schnippelten an Toten rum und schlimmeres, war die landläufige Meinung. Und wer weiß, vielleicht stimmte das ja auch.

"Naja, in dem Turm war schon lange keiner mehr", fuhr der Mann fort. "Ja, und? Jetzt kommt halt wieder jemand." Wenn der doch nur endlich zum Kern kommen würde.
"Und weil dort lange keiner mehr war, haben sich dort ein paar Harpyien eingenistet. In einem großen Riß im Mauerwerk. Ich wollte Euch nur warnen. Manchmal kommen sie in den Ort und stehlen unser Vieh."

Ah, das war es also. Die Harpyien sollten verschwinden. "Also ob sich dieser Hohepriester darum kümmern wird, weiß ich nicht. Ich denke, daß wird eher ein Problem für Berne sein, der wird die Bauarbeiten überwachen. Der hat dann auch Arbeit für euch."
Das Gespräch war beendet. Der Mann war gnädig entlassen und zog wieder ab und der Buddler, der von seinem neuen Schattendasein noch nichts wußte, spachtelte fleißig weiter, bis die Platte leer war und der Humpen bis zum Grund geleert.
Dann verzog er sich auf das Zimmer, das der Wirt ihm gezeigt hatte. Als erstes schloß er von innen ab, nachdem der Wirt weg war. Es war wirklich ein recht ordentliches Zimmer. Zwar einfach, doch sauber. Vor dem Bett mit strohgefüllter Matratze lag ein Fell als Vorleger. Sogar ein Kamin war vorhanden. Hier ließ es sich wohnen. Dumak packte seine wenigen Habseligkeiten, die er mit auf die Reise genommen hatte, in eine der bereitstehenden Truhen und wusch sich in der auf dem Tisch stehenden Zinkschüssel mit lauwarmem Wasser. Ein Handtuch lag auch da. Danach ließ er sich auf dem Bett nieder und war bald eingeschlafen.


24.09.2002 23:35#270
Berne Während es sich Dumak im Gasthaus des Ortes auf Bernes Kosten gut gehen ließ, lag dieser schon im Bett und rechnete in Gedanken den durch die Leitung der Bauarbeiten zu erwartenden Gewinn durch. Gewinn durchrechnen war gut. Das machte schöne Träume. Verluste durchrechnen war schlecht. Davon bekam Berne imemr Albträume. Heute träumte Berne nur von schönen Sachen.



25.09.2002 21:04#271
Dumak Die Nacht blieb ruhig, kein unpassendes Geräusch störte Dumaks leichten Schlaf. Irgendwo im Ort bellten ein paar Hunde, ansonsten blieb alles ruhig. Anderntags ließ sich der Schatten in spe ein deftiges Frühstück vom Wirt im ansonsten leeren Schankraum bringen. Als Krönung bestellte er sich eine Karaffe Wein. Der lange hagere Wirt schaute nicht schlecht.

"Wein? Natürlich. Ich hab sehr guten Roten da. Lieferung vom alten Lager. Steht schon ne Weile hier rum. Hier wird nur Gerstensaft getrunken, müßt Ihr wissen. Wein wollen die Leute nicht haben." Er zog die Mundwinkel nach unten und schüttelte langsam mit dem Kopf. So als ob er es unsäglich bedauern würde Wann ging er denn nun endlich und holte den Wein?
"Ja, schön, und könntest du nun bitte den Wein holen." Ein gewisser Unterton in der Stimme des Diebes sorgte dafür, daß der Wirt schnell davon eilte.
Bald hielt Dumak ein Glas in der Hand, in dem sich auf wunderschöne Art das Licht im Wein brach und in den faszinierendsten Facetten erschien. Mit jedem Schwenken des Glases veränderten sich die Lichtspiele. Er driftete in Gedanken in längst vergangene Zeiten ab.

Dumak hielt ein Glas mit Wein und sah sich die funkelnden Lichtreflexe am Kristall des Glases an, die sich mit jeder Bewegung der Hand veränderten. Ein Tisch. Kostbares Geschirr, Schüsseln voller aufwendiger Speisen. Karaffen mit teurem Wein. Dumak in maßgeschneiderten Kleidern. Er führte das Leben eines reichen Edelherren. Der ganze Reichtum war zwar nur zusammengestohlen, aber waren all die Adeligen, die das Land aussaugten, nicht auch nur Diebe?
Diebe mit der Legitimation durch Adelstitel zwar, doch trotzdem nur Diebe. Zugegeben, sie hatten es geschafft. Sie wurden nicht gefangen und verurteilt. Dies mußte er noch hinbekommen. Doch einstweilen nahm sich Dumak einfach das, was ihm seiner Meinung nach zustand, selber. Gegenüber an der Tafel saßen zwei junge Dinger, gekleidet in kostbare Gewänder. Er hatte sie bezahlt, den Tag mit ihm zu verbringen. Es hatte ihn ein Lächeln gekostet und einige Kupfermünzen. Mehr nicht.

Sie stammten aus dem teuersten Haus. Es führte nur die besten Mädchen. Von draußen drang neben dem Lärm des Marktes das Sonnenlicht hinein. Dumak stand auf und schloß die Fenster, Sie hatten Glas, bunte Butzenscheiben. Er wohnte im besten Haus der Stadt. Gegenüber des Königspalastes. Mit Geld konnte man sich alles leisten. Die beiden Käuflichen an der Tafel kicherten leise, als sich Dumak plötzlich umdrehte und sie ansah. Er lächelte gespielt natürlich, so wie immer...

Dumak schwenkte sein Glas mit Wein, dann trank er es aus. Dies war die Realität. Er war ein armer Schlucker. In einem riesigen Freiluftgefängnis. Das Essen war beendet. Er schob die Überreste weg und schälte sich hinter dem Tisch vor. "Dein Wein war in Ordnung." Dann verließ er den Gasthof und ging hinüber zu Bernes Laden.



25.09.2002 21:41#272
Berne Berne sah auf. "Ah, da seid Ihr ja. Ich bin alles genau durchgegangen. Wollt Ihr die Einzelheiten wissen?" Als Dumak abwinkte, nickte er kurz. "Gut, gut, also nur die grobe Fassung. Dann hört. Ich werde in den nächsten Tagen hier im Ort ein paar Arbeiter anwerben. Sie werden Holz zurechthauen und ein Gerüst um den Turm bauen. Andere Arbeiter werden derweil am Fuß der Klippen den schwarzen Granit heraushauen. Der Plan sieht vor, den Turm mit schwarzem Granit zu verkleiden."

Berne zeigte auf eine ausgerollte Zeichnung, die einen detaillierten Schnitt durch den Turm zeigte. "Die oberste Etage wird abgetragen werden und dann wird sich der Turm gabeln. Es werden zwei kleinere Türme aufgesetzt werden. Einer mit einer Haube, der andere mit einer Beobachtungsplattform. Im Inneren wird auch alles verändert. Besonders..."



25.09.2002 21:49#273
Dumak "Langweile mich nicht mit den Details", schnitt ihm Dumak das Wort ab. "Ich hab mich umgehört. Im Turm haben sich Harpyien eingenistet." Bernes Blick war zu entnehmen, daß ihm das neu war. "Die Leute sagen, diese Viecher stehlen ihre Haustiere. Sie wollen, daß sie vertrieben, getötet, was weiß ich werden. Hast du dir darüber schon Gedanken gemacht? Sag mal, war dieser Turm in letzter Zeit überhaupt in Benutzung? Sieht nicht so aus. Wer hat sich überhaupt um Drakia gekümmert. Scheint so, daß hier einiges im Argen liegt. Der Turm nicht besetzt, der Ort scheinbar ohne Verwaltung. Was geht hier eigentlich ab?"


25.09.2002 21:58#274
Berne Berne war etwas konsterniert. "Öhm, naja, also... so viel zu verwalten ist hier ja nicht. Früher gab es einen Gardisten, der hat hier alles geführt und war vom Alten Lager abkommandiert worden, um die Ordnung aufrecht zu erhalten." Der Händler wischte sich mit einem karierten Taschentuch über die Stirn. Die Nachricht von den Harpyien hatte ihn doch beunruhigt. "Harpyien sagt Ihr? Das ist mir wirklich neu. Ich hab davon noch nichts gehört, aber ich gehe auch selten unter die Leute, wißt Ihr, sie kommen zu mir." Er kam wieder auf das neue Hauptproblem zurück. "Die Harpyien könnten ein Problem werden. Vielleicht sollten wir Jäger anheuern."



25.09.2002 22:10#275
Dumak "Jäger? Wo soll ich denn jetzt auf die Schnelle Jäger herbekommen. Ich werd mich morgen mal selber im Turm umsehen. Vielleicht sind sie ja schon wieder weg." Nunja, die Hoffnung war gering. "Kümmere du dich nur um die Ausführung der Pläne, um den Rest kümmere ich mich. Ich werd mich jetzt im Ort umsehen. Morgen schau ich mir den Turm und diese Harpyien an. Und danach kannst du mit den Bauarbeiten anfangen. Das finanzielle ist alles geklärt? Also das mit der Bezahlung deiner Arbeit durch den Hohepriester und dann noch mit der Bezahlung meiner Wirtshausrechnung durch dich?" Berne beeilte, sich zu versichern, daß dies alles geklärt war. Zufrieden verließ Dumak den Laden und ging, sich den Ort anzuschauen.



26.09.2002 23:16#276
blutfeuer es war schon dunkel als das boot am hafen anlegte. still war es hier. kein schiff lag vor anker, auch in der stadt konnte man kaum lichter sehen. ob die drei den weg zu berne finden würden? keiner von ihnen wusste, wo der typ wohnte. sie zündeten sich laternen an und begannen, das hafenviertel zu erkunden.


26.09.2002 23:36#277
Berne berne wollte gerade abschließen als drei leute zur tür hereinplatzten.
"guten abend die herren, achne, da ist ja auch eine dame dabei. was kann ich für euch tun?"



26.09.2002 23:37#278
blutfeuer "wir haben grad deinen laden gefunden. einer im wirtshaus hat ihn uns gewiesen. du hast doch boote oder? große boote mit wenig tiefgang?"



26.09.2002 23:39#279
Berne "ich glaub, da seid ihr einem gerücht aufgesessen. ich handle zwar mit booten, aber alles was ich hatte, haben die leute für den feldzug gegen irgendeinen toras gebraucht. ich habe nichts, was ich euch bieten kann. tut mir leid."


26.09.2002 23:43#280
blutfeuer "verdammter mist, ich hätte wirklich ein gutes boot gebraucht und war mir so sicher, hier fündig zu werden. ich will mit booten einen flachen fluss hinauf und hatte gehofft, bei euch das passende zu finden. naja, kann man nix machen, dann werden wir uns mal wieder verziehen. gegenüber in dem gasthaus wird man ja wohl schlafen können, oder?"

der händler kam eilfertig hinter seinem ladentisch hervor und öffnete den dreien die tür.



26.09.2002 23:46#281
Berne "kann ich euch nicht mit anderen dingen aushelfen? ich hab zum beispiel wunderbare netze zum fischfang oder pfeilspitzen für euren bogen! so etwas braucht man doch immer!"

im selben moment verhielt berne mitten in seiner rede. diese dame sah doch wie eine professionelle jägerin aus. die kleidung, der bogen? war das nicht die gelegenheit, das problem mit dem turm zu lösen?

"sagt mal, junge frau, seid ihr jägerin? mir scheint, ihr versteht eure handwerk, auf jeden fall seht ihr so aus!"



26.09.2002 23:47#282
blutfeuer "klar bin ich jägerin. aber ich habe weder zeit noch lust noch pfeile, wenn ihr auf irgendwas anspielt. ich bin sogar DIE jägerin!"



26.09.2002 23:51#283
Berne "das trifft sich doch prächtig. ich habe eine echte herausforderung für eine jägerin. wir haben hier einen turm, den ich schnellstens von einigen lästigen harpyien befreit haben muss. das ist doch sicher eine leichte übung für euch. pfeile könnt ihr dafür von mir umsonst beziehen und wenn ihr die aufgabe bewältigt habt, dann könnt ihr in meinem laden herumstöbern. sicher findet ihr irgendetwas, das euch eine angemessene belohnung wäre. mir wäre damit gedient und euch ja möglicherweise auch. drüben im gasthaus sitzt ein gewisser dumak, der unbedingt einen jäger braucht, damit er ihn von diesen lästigen viechern befreit."



27.09.2002 00:54#284
blutfeuer die amazone stieß die beiden novicen an und schupste sie in richtung kneipe quer über den platz.

dort öffnete sich die tür schon bevor sie da waren und sie stießen mit einem zusammen, der im gleichen moment raus wollte.

"kannst du nicht gucken!" fauchte die amazone. dann klopfte sie sich die sachen ab, der typ sah irgenwie keimig aus. so etwas zerloddertes hatte sie schon lange nicht mehr gesehen.

"läßt du mich mal durch? ich suche einen gentlemen mit namen dumak."


27.09.2002 01:15#285
Dumak Den ganzen Tag hatte dumak in der Taverne rumgehockt. Vormittags war er im Ort unterwegs gewesen. Doch da war nichts los. Es gab zwar eine Schmiede mit angeschlossener Bogenwerkstatt, doch dort war alles verrammelt und vernagelt. Am Hafenkai war auch nichts los. Still lagen die Lagerhäuser da. Dort gab es sogar noch eine zweite Kneipe, die früher wohl vor allem von Seeleuten besucht wurde. Seit Drakia innerhalb der Barriere lag, war es dann auch aus damit.
Irgendwie ein trostloser Ort. Eine Ansammlung von Hütten und Häusern, die sich eng aneinander lehnten, wohl aus Angst, sonst verloren zu gehen. Morgen würde er im sogenannten Ratshaus vorbeischauen. Er würde wohl Berne mitschleifen müssen. Der mußte ihm die Bücher und Urkunden vorlesen. Überhaupt: Berne, der wollte doch Jäger anheuern. Etwas Gedächtnisauffrischung half ihm sicher. Und so beschloß der dieb, ihm einen kurzen Besuch abzustatten und nochmal auf die Dringlichkeit des Auftrages hinzuweisen.

Kaum durch die Tür des Gasthofes gegangen, stieß er audch schon mit eienr Frau in Rüstung zusammen. Eine Amazone? Dumak schaute säuerlich auf die Frau. Sie wirkte recht selbstbewußt. Und frech. Das waren die besten Opfer. Die, die sich selbst für die tollsten hielten. Die kamen nie auf den Gedanken, daß sie einer bestehlen könnte. "Dumak also? Was willst du denn von ihm? Vielleicht kenne ich ihn ja." Den Weg durch die Tür gab er allerdings nicht frei.


27.09.2002 01:48#286
blutfeuer "wenn du ihn kennst, dann sag schon, wo ich ihn finde. wenn du mir den weg zeigst, kannst du dir auch gern ein stück erz verdienen. ich seh schon, dass du das gebrauchen könntest."

blutfeuer wich einen kleinen schritt zurück. irgendwas an dem buddler war seltsam. er sah aus wie ein vagabund, er roch aber nicht so. er roch gar nicht so!

die jägerin hatte nicht umsonst alle sinne geschärft. dieser mann war nicht echt. unauffällig wanderte ihre hand zum ironia-dolch.

"ich würde dir raten, keine falschen gedanken in deinen kopf zu lassen. irgendwie habe ich das gefühl, als könnte ich dich kennen, obwohl ich dein gesicht noch nie gesehen habe. wer bist du?"



27.09.2002 01:58#287
Dumak "Oh, ich bin nur ein Buddler. Unwichtig. Darf ich fragen, was du von Dumak willst? So könnte es schneller gehen, ihn zu überzeugen, mit dir zu reden, wenn du verstehst." Er bleckte die Zähne als er lächelte. Ein berechnendes Lächeln. Den Eingang gab er immmernoch nicht frei. Doch die amazone drängelte auch nicht. Nur die Hand war an ihren Gürtel gefahren, dort wo ein verzierter Dolch hing. "Nanana, keine Angst, ich tu dir nichts. Würd ich mir gar nicht wagen." Das Lächeln wurde zu einem Grinsen. Sie war ja ganz passabel bewaffnet. Und konnte vermutlich auch gut mit diesen Waffen umgehen. Ein Gedanke schoß Dumak durch den Kopf. Falls dieses seltsame Gespräch hier bald ein Ende fand, könnte sie doch...


27.09.2002 02:28#288
blutfeuer das war ein dieb!

blitzartig kam ihr die erkenntnis, ihresgleichen erkannte sie doch schnell genug um auf der hut zu sein. er tastete mit allen sinnen seine chancen ab. aber er hatte mit sicherheit nicht damit gerechnet, dass sich in dieser selbstbewussten amazone auch die erinnerung einer kleinen diebin befand, die sie einst gewesen.
blutfeuer war jetzt ganz locker. der junge konnte sie nicht mehr überraschen, die hand konnte sie vom dolch nehmen. diebe brauchten keine waffen zur abwehr, nur eine schnelle hand und ein rechtes wort im rechten moment.
"du musst mir nichts vormachen. ich erkenne meinesgleichen unter hunderten. halt deine hände in zaum und wir können durchaus freunde werden. wenn du es nicht schaffst, deine hände zu bändigen, könnte unsere nette begegnung übel ausgehen. lass es uns einfach so bereden, dass wir jede aggressiviät gegeneinander fahren lassen, bis ich diese jagd auf die lächerlichen harpyien beendet habe. ich suche nichts weiter als diesen dumak. du sagst mir wo er ist und dann geht jeder seiner wege und du kannst deiner leidenschaft wieder fröhnen. mich hat es nur zufällig in deine kreise verschlagen. ich kann sie schnell wieder verlassen. dann kannst du tun, was du willst, aber ich will die nacht nicht tatenlos vergeuden. dieser berne braucht eine jägerin, hier ist eine. also zeig mir, wo dumak ist."



27.09.2002 02:55#289
Dumak Aha, das wars also! Das die Amazone glaubte, er sei ein langweiliger Taschendieb, kränkte ihn nicht im mindesten. Sollte sie ruhig. Er besorgte sich seinen Unterhalt auf elegantere Art und Weise. Ob sie schonmal etwas von Schutzgeld gehört hatte? Schweigegeld? Spitzeldiensten? Auftragsmord? Aber wenigstens Menschenhandel kannte sie sicher. Sonst wäre sie ja nicht in der Barriere gelandet. "Ich bin Dumak. Verzeih, daß ich mißtrauisch war, aber man trifft nachts nicht so oft eine bewaffnete Amazone, die man nicht kennt und die justament zu einem selbst will. Laß uns am besten direkt losgehen"
Er zeigte auf die Straße. "Es geht um den Turm da oben." Dumak wies auf den drohend über dem Ort thronenden Turm, der sich schwarz vom durch den Mond erhellten Himmel voll schnell ziehender, dünner Wolkenschleier abhob. "Ich weiß, es ist ungewöhnlich, nachts auf Entdeckungstour zu gehen. Doch ich hab nicht viel Zeit, deshalb muß es jetzt sein. Vielleicht sind Harpyien ja auch nachts besonders gut zu jagen. Das mußt du wissen. Alle Beute, die du durch die Jagd machst, sei dein. Das ist die Bezahlung, die ich dir anbieten kann. Du hast doch Ahnung von der Harpyienjagd, oder?" Nur nochmal sicherheitshalber nachgefragt.


27.09.2002 03:10#290
blutfeuer blutfeuer war amüsiert. das war ja mal eine lustige begegnung mit einem vertreter ihrer alten zunft. mit dem musste man später mal ausführlicher reden. jetzt ging es erst mal in diesen seltsamen turm mit den harpyien. ein bisschen ungewöhnlich, so eine jagd mitten in der nacht, aber das war eben mal was anderes. blutfeuer legte wieder ein zweierpaar pfeile in ihre hand und spannte den bogen nach.

harpyien waren ja langsam ihr lieblingswild.

das war ein steiler und ansrengender weg bis zu dem turm und als sie vor ihm standen, war blutfeuer doch reichlich skeptisch geworden. wie sollte man so eine aufgabe im dunklen bewältigen?

die fackeln und laternen warfen ein licht, das dei realität verzerrt und flackernd wieder gab. man konnte sich auf nichts einstellen, kein schatten war echt, das licht raubte einem die sinne für die dunkelheit, man lieferte sich den bestien förmlich dekoriert mit licht. das war keine lösung.
"macht das licht aus. ich sehe genug. ich habe ohren, augen und eine nase. das sollte reichen. wer sich nicht traut bleibt einfach zurück. wenn ihr mitkommt, dann haltet die schwerter bereit.



27.09.2002 03:33#291
Dumak Dumak nahm eine der Fackeln, die er eben angezündet hatte, aus der Halterung. "Ich mach doch hier nicht Licht, ums gleich wieder auszumachen", brummte er. "Ich will jedenfalls nicht von den Treppenstiegen fliegen." Sie standen in der eingangshalle des Turmes. Sie nahm das gesamte rund ein. Weit hinten stieß eine steile Treppe aus Holz durch die Decke. Das war der Aufgang. "Kommt, dort müssen wir entlang. Die Harpyien sollen irgendwo weiter oben durch einen Spalt im Mauerwerk in das Gemäuer eingedrungen sein. Wir müssen sie vertreiben und den Spalt erstmal verschließen."

Die Stiege knarkste, als Dumak seinen Fuß darauf setzte. Hinter ihm folgte dichtauf die Amazone und am Schluß die beiden Novizen. "Wie heißt du eigentlich?" Beiläufig kam die Frage, während Dumak vorsichtig vorausleuchtend einen Fuß nach dem anderen auf die schon leicht morschen Treppenstufen setzte. Hier war wohl schon lange keiner mehr gewesen. Früher sollten hier Gardisten und Schatten Wache geschoben haben. Nun, daß mußte lange her sein. Sie hatten den ersten Stock erreicht.

Zu hören war nichts, außer das Geräusch des eigenen Atems, der den Lungen entwich und ein gelegentliches Knarksen, wenn einer der Besucher auf eine lockere Bohle trat. Die Fackel, die Dumak in den Händen hielt, warf ihre unheimlich flackernden Schatten an die Wände. In unregelmäßigen Abständen lag zusammengesunkenes Gerümpel auf dem Boden. Zerbrochene Kisten, ein umgeworfener Tisch, Stoffetzen, Dreck, Gerümpel eben. Ein paar Schritte weiter begann die Stiege ins nächste Stockwerk. Dumak begann, sie zu erklimmen.


27.09.2002 03:53#292
blutfeuer jetzt reichte es blutfeuer. sie riss dem dieb die fackel aus der hand und löschte sie im staub der stiege aus. als der sich aufregen wollte, rammte sie ihm den ellenbogen inden magen und zischte "halt jetzt den mund und aufgepasst!"

so eine jagd bei nacht hatte ihre eigenen gesetze. blutfeuer ging vorsichtig stufe um stufe höher. von oben malte das mondlicht, dass durch die fensterlosen öffnungen fiel, helle striche auf die stiege, die abgelöst wurden von streifen kohlschwarzer nacht. blutfeuer hob den arm und versuchte ihre mitstreiter zurückzuhalten und auf jeden fall dazu anzuhalten, viel leiser zu laufen.
und dann kam dieses erbarmungslose kreischen!

im nächsten moment hatte blutfeuer zwei pfeile in die richung gefeuert und ein dumpfer aufprall zeigte, dass sie wohl irgendwohin getroffen hatte.
im nächsten moment war von vorn ein flügelschlagen und kreischen zu hören, dass einem die haare zu berge stehen konnten. sicher wären die novicen und dieser dieb auch sofort geflohen, aber die überlegene ruhe der amazone machte ihen mut. alle fassten ihre schwerter fester und ließen sie über ihren häuptern kreisen.
da die geflügelten weiber in der nacht auch ein bisschen wahllos angriffen, waren die chancen durchaus gleichmäßig verteilt. die harpyien griffen blindlings an und die helden schlugen blindlings zu.

es war trotzdem ein ungleicher kampf. die harpyien waren blind bei nacht und die helden waren eindeutig in der überzahl. die ruine bot auch nicht genug verstecke, dass die harpyien den angreifern etwas entgegen zu setzen gehabt hätten. jede der geflügelten damen war nach kurzem angriff verletzt und da die harpyien nicht ohne intelligenz waren, flohen sie nach einiger zeit und suchten das weite.



27.09.2002 04:28#293
Dumak Dumak hätte ja gerne am Kampf teilgenommen, doch leider hatte ihm die ihm namentlich immernoch unbekannte Amazone ihren verdammt spitzen und harten Ellenbogen in den Magen gebohrt. So blieb ihm nur noch übrig, leise vor sich hin zu röcheln und im dunkeln auf den Boden zu sinken. "Argh..." Der Kampf war ebenso heftig wie kurz. Ein wildes Hin- und Hergeflatter. Pfeile zischten, die Novizen holten klirrend ihre Schwerter aus den Scheiden, man sah sie im Mondlicht glänzen.

Dumak hatte ja keine solche Waffe. Außerdem lag er noch auf dem Boden und suchte nach Luft. Einmal streifte ihn die Schwinge einer Harpyie und ganz nah an seinem Ohr ertönte das schaurige Krächzen, doch dann war der Spuk auf einmal vorbei. Die Harpyien hatten sich verzogen. Der Turm war wieder unbewohnt und leer. "Kann ich jetzt mal meine Fackel wiederhaben?", brachte er unter Husten hervor. Die Amazone reichte sie ihm.

Der Dieb vergaß seine Atemprobleme bei dem Konzentration erfordernden Versuch, mit Stahl, Feuerstein und Zunder die Fackel wieder zum Brennen zu bringen. Bald war das auch geschafft. Jetzt sah man einige Federn herumliegen. Ganze Harpyien allerdings nicht. Doch Dumak sah noch etwas ganz anderes. Die amazone wühlte schon unverdrossen in irgendwelchen Kisten. "He, Finger weg, das ist das Eigentum von Don-Esteban." Er hielt kurz inne. "Moment, hab ich eben gesagt? Ach, scheißdrauf. Was hast du so gefunden? Laß mir gefälligst auch noch was übrig!"



27.09.2002 04:37#294
blutfeuer "also ich denk mal, dein auftraggeber hat bekommen, was er wollte. hat er was von truhen und wandschränken gesagt? na also. blutfeuer untersucht nur den tatort. das ist ganz normale routine. könnte sich ja noch was bösartiges verstecken."

blutfeuer wuchtete den deckel einer besonders schweren truhe hoch. also richtig wertvolle sachen fanden sich hier nicht. in einer truhe fanden sich seltsame vorrichtungen aus stahl, die möglicherweise als nahkampfwaffen für die hände gedacht waren, aber irgendwie doch zu groß waren. trotzdem steckte blutfeuer sie in ihren sack.

aber dann erregte etwas ihre aufmerksamkeit, dass in einer kisten neben einem verfallenen kamin stand. das waren ... das waren ... ja, das waren eindeutig flammenden steine. zum glück hatte dieser dumak sich gerade in den nebenraum verzogen. so konnte blutfeuer ihren rucksack füllen und nach einer aufforderung steckten die novicen auch die restlichen steine ein.

dieser schatz war so bedeutend, dass der andere dieb ruhig seine taschen mit solchem tand wie gold, silber und münzen füllen konnte. blutfeuer war wieder einmal reich geworden. diese jagd hatte sich wirklich gelohnt.


27.09.2002 05:02#295
Dumak Ah, blutfeuer also. Gut zu wissen. Dumak leuchtete mit seiner Fackel das ganze Stockwerk aus, fand einen Riß im Mauerwerk, durch den die Harpyien eingedrungen waren. Mit ein paar Brettern und einer alten Truhe verschloß er den Spalt notdürftig. Das sollte reichen, bis die Bauarbeiten begannen. Danach war eh Sense mit ungebetenen Gästen. "Was hast du so gefunden?", rief er aus einem Nebenraum zu der sich selbst blutfeuer nennenden Amazone hinüber. "Ich hab hier den Spalt verschlossen. Laß uns gehen."

Die Amazone schien keine Einwände zu haben. So stiefelte die kleine Gruppe die steilen Treppen wieder hinunter und verließ den Turm. Mit Dumak und seiner Fackel an der Spitze liefen sie wieder hinunter zum Ort, wo sich die Amazone und ihre Novizenbegleitung dem Dieb anschlossen und mit ins Gasthaus kamen, um dort die restliche Nacht zu verbringen. Irgendetwas schweres mußte in den Truhen gewesen sein, sie schleppten alle an Säcken voller... Dinge eben. Während Dumak sich in sein Zimmer trollte, verhandelte die Amazone noch mit dem lauthals herausgerufenem Wirt über den von ihr angemessen gehaltenen Preis für drei Zimmer. Irgendwann war unten Ruhe, blutfeuer hatte den Wirt wohl von ihren Vorstellungen überzeugt.



27.09.2002 09:01#296
blutfeuer da kein boot bei berne zu holen war, durchstöberte blutfeuer am morgen das ganze geschäft nach brauchbaren dingen. immerhin hatte der händler ihr zugesagt, dass sie sich etwas aussuchen könne. blitfeuer entschied sich für einige kräftige seile und haken, die man in die wand einschlagen konnte nebst dazugehörigem werkzeug. auch zwei kostbare laternen erbat sie sich und schleppte das ganze dann zum hafen.

zur herkunft der flammenden steine konnte er ihr nichts sagen. er wusste nur, dass man diese dinger kohlen nannte und dass sie kostbar wie gold waren.
das reichte blutfeuer, die vom wert ihres fundes durchaus überzeugt war. sie verstaute alles im boot und verließ dann mit ihren kameraden das verlassene städtchen drakia auf dem weg zum amazonenlager.



27.09.2002 19:50#297
Dumak Und wieder ein neuer Tag. Und nichts hatte sich verändert... Dumak stiefelte die knarksende Treppe hinunter und bestellte sich wieder beim Wirt das übliche Frühstück mit Wein. "Berne zahlt." Dieser Standardsatz öffnete beim Gastwirt alle Speisekammertüren, Truhendeckel und Zapfhähne. Der Dieb hatte seine Sachen gepackt. Er wollte heute noch zurück ins Alte Lager, nach dem Rechten sehen. Das verlassene Rathaus mit seinen Büchern und Listen zur Verwaltung mußte warten. Dumak konnte sie sowieso nicht lesen.

Stattdessen schaute er nochmal kurz bei Berne vorbei, der schon wieder tief über die Pläne gebeugt war. Daneben lagen Rechnungen über Arbeitslöhne und Baumaterial. "Wie ich sehe, bist du mit dem Auftrag beschäftigt. Gut so. Ich hoffe für dich, es läuft alles nach Plan. Ich war gestern mit einer Jägerin im Turm, wir haben die Harpyien vertrieben und das Loch abgedichtet, durch das sie in das Innere des Turms gekommen sind. Du kannst die Jäger, die du zweifellos schon herangeholt hast, also wieder wegschicken. Ihre Bezahlung ist deine Sache." Daß es vor allem blutfeuer war, die die Harpyien Mores gelehrt hatte, verschwieg er großzügig.

"Ich werde dich leider für ein paar Tage allein lassen müssen, ich hoffe, du bist mit der Verantwortung für das alles nicht überlastet." Berne nickte nur abwesend. Er rechnete wohl schon wieder seinen Gewinn zusammen. Dumak zuckte mit den Schultern, verließ wortlos den Laden und wandte sich nach Norden. Er mußte nach seinen Reichtümern schauen. Es sah ganz so aus, als ob er noch länger in Drakia zu tun hätte. Also mußten seine Habseligkeiten auch nach Drakia. Die konnte er einfach nicht zu lange unbeaufsichtigt lassen.

Leerstehende Häuser gab es hier genug. Und das waren nicht solche windschiefen Hütten, wie im alten Lager. Dumak würde sich eine ordentliche aussuchen. Leider war nicht viel los in diesem Kaff. Vielleicht änderte sich das durch das Südland. Dort, auf der anderen Seite des Fjordes, sollte eine große Stadt sein. Vielleicht brachte der Verkehr dorthin etwas Belebung. Wie hielt es Berne nur in diesem toten Nest aus? Naja, ehrlich gesagt - Dumak wars egal. Er ließ Drakia hinter sich.



02.10.2002 23:11#298
Yerodin Der Schattenführer betrat in der tiefen Nacht das Siedlungsgebiet von Drakia, mit seinem Schüler im Schlepptau. Der Buddler hatte einige Mühe mit dem zügigen Gang seines Lehrers mitzuhalten, sein Gepäck war schließlich um einiges schwerer. Der harte Marsch durch die Berge hatte allerdings auch Spuren an Yerodin hinterlassen. Er fühlte sich bei weitem nicht mehr so frisch wie bei ihrer Abreise. Verständlicherweise.

Der Blick des Schattens schweifte über die Silhouette der Siedlung. Lange war es her seit er das letzte mal hier war. Einiges war in der zwischenzeit passiert. Der grausame Kaszan Toras hatte hier gewütet, zwar war kein Schaden entstanden, dennoch ärgerte es Yerodin das eine Truppe dahergelaufener Soldaten so einfach diese ehemals stolze Siedlung einnehmen konnte. Es regte sich weniger als vorher und so mancher Laden war ausgstorben, von einem Schmied fehlte beispielsweise jede Spur.

Yerodin und sein Schüler streiften nun durch die Straßen um ein brauchbares Wohnhaus zu finden, das nicht belegt war. Es erwieß sich als leichter als angenommen und schon bald fanden sie eine Hütte die ihnen zusagte. Sie war klar in zwei Bereiche abgegliedert und in der nähe des Rathausplatzes, auf dem Yerodin einen Teil seines Trainings abhalten wollte. Die beiden streiften überglücklich ihr Gepäck ab, der Schatten holte zwei Flaschen Bier hervor, öffnete sie und reichte sie seinem Lehrling. An diesem Abend würde nicht mehr viel abgehen...



03.10.2002 16:47#299
RonY RonY erwachte erst spät am nächsten Tag er erhob sich , streckte sich und schaute sich nach was zu Essen um . Ein paar EßbareSachen lagen noch im Beutel und wurden gleich verspeist.
Aus einem anderem Teil des Hauses ertönte ein Schnarchen was darauf hinwies das der Meister immer noch Schlief .
Ich lass den erstmal Pennen dachte Rony So kann er mich wenigstens nicht Ärgern und ich hab Zeit mir in Ruhe den Ort anzusehen Also nahm RonY sein Schwert und seinen Beutel und verließ Leise das Haus .

Irgendwie machte der Ort einen Trostlosen Eindruck nur wenige Leute Schienen sich hier aufzuhalten was dazu führte das ein Grossteil der Leerstehenden Hütten bei Licht betrachtet ziemlich verwahrlost aussahen . Aber immerhin gab es eine Taverne sowie einen Laden die noch ausschauten als ob sie noch einen Besitzer hatten .
Nach einer Weile begegnete RonY einem Einheimischen , der ihn Misstrauisch ansah und auf das freundliche Hallo Schöner Tag Heute nicht nur mit einem Hrmpf antworte und einfach weiterging
Ziemlich kurz angebunden , wenigstens Grüßen hätte der können dachte RonY , dann viel ihm ein was Yerodin ihm über eine kürzliche Besetzung des Ortes erzählt hatte Naja Ok , verständlich das sie Fremden gegenüber etwas seltsam sind egal.....

RonY setzte seinen Rundgang fort und erreichte schließlich das Meer , soviel Wasser hatte er noch Gesehen also betrachtete er Staunend die Wellen die Irgendwie beruhigend auf ihn wirkten , in ihrer Gleichmässigkeit und dem Rauschen , also setzte sich RonY auf einen Stein kramte aus seinem Beutel ein halbes Brot hervor und betrachte daraufrum kauend Faszieniert die schier unendliche Blaue Fläche



03.10.2002 21:22#300
Yerodin Auch diesen Abend wurde es wieder spät. Yerodin wollte sichergehen das sein Schüler sich nach dem endgültigen Abschluss des Trainings auch wirklich seiner Fähigkeiten bewusst war. Von mal zu mal strengte es den Schatten mehr an seinen Gehilfen niederzuringen. Auch dieses mal schaffte er es erst durch eine schlagkräftige 3-Schlag-Kombo. Dies wird das letzte Manöver sein das ich ihm beibringen werde.
Den heutigen Abend verbrachten die beiden in der Taverne, die doch ein paar wenige Besucher hatte. Der Wirt schein sichtlich gelangweilt zu sein als Yerodin zwei Bier und ein deftiges Abendessen orderte.

Dem Schatten war mittlerweile klar das es mit diesem Ort nicht mehr so weitergehen konnte. Irgendwie mussten die Leute doch Interesse haben. Besonders wunderte den Schatten das die geräumige Schmiede leerstand und der große Hochofen nurnoch zum grillen von Scavengern benutzt wurde. Auch die geräumigen Hütten luden zum verweilen an, sogar einen Gemischtwarenladen hatte die Siedlung. Wie Yerodin erstaunt feststellte war der Inhaber sogar in der Lage kleinere Boote herzustellen. Nur zu gerne hätte er gewusst was auf der anderen Seite dieser großen Ansammlung von Wasser war. Der schatten konnte nicht feststellen ob es sich um ein Meer, einen See oder gar einen großen Fluss handelte.

Alles klar Meister? mit diesen Worten riss ihn sein Schüler wieder in die Realität zurück. Sollen wir nicht solangsam mal wieder gehen? Yerodin blickte sich um. Die Taverne war leer. Die Zeche hab ich schon bezahlt, wir können uns verziehen.
Also schön, lass uns aufbrechen. Morgen abend müssen wir wieder zurück ins Lager, in den nächsten Tagen gibt es einiges zu tun, lass dich überraschen und ruh dich aus!



04.10.2002 09:28#301
Mohammed Inzwischen schien wieder Frieden in die Siedlung eingekehrt zu sein. Schatten kamen ihrer Pflicht nach un bewachten nahezu jeden Winkel des kleinen Aussenpostens oder zogen ziellos durch die Staßen und waren somit nahezu allgegenwärtig. Die Buddler taten es ihnen gleich, schlenderten in Richtung Taverne oder unterhielten sich an einem der massiven Steinhäuser. Manche vegetierten auch einfach nur so vor sich hin und schienen auf die nächste Besetzung zu warten, die wieder etwas Abwechslung in ihren Tristen Alltagbringen würde. Also wo genau könnte Berne hier seinen Laden haben. Der Schatten überlegte scharf, kam jedoch nach einer Weile zu der Schlussfolgerung, dass das so ganz ohne Anhaltspunkte kaum Sinn machte.

Eine Antwort erhoffend wendete sich Mohammed an einen anscheinend hier ansessigen Buddler, der gesitesabwesend Bahnen mit einem Stock durch die Erde zog und so ürplötzlich aus seiner Gedankenwelt gerissen eine ganze Weile brauchte um die Frgae zu verarbeiten. Allerdings war die Antwort durchaus brauchbar gewesen und der Schatten tanzte einige Zeit später in Bernes Laden an. Dieser kam ihm sogleich entgegen.

"Ahh... Mohammed, nicht wahr?! Es ist ja schon Ewigkeiten her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Sprich, was führt dich in meinen bescheidenen Laden?" "Schön dich mal wieder zu treffen. Ich dachte mir, ich schau mir mal deinen neuen Laden an. Und wo ich schon hier bin, kann ich ja auch gleich mal so ein paar der alltäglichen Dinge, sprich, einen neuen, kleinen Jüttesack, ein paar Kerzen, einTrinkhorn sowie einen Schleifstein erstehen. Ich hoffe doch, dass du mir da weiterhelfen kannst?" Die Antwort Bernes ließ nicht lange auf sich warten: "Sicher doch. Natürlich kann ich das. Hab bitte einen Moment Geduld."
Der Verkäufer verschwand hurtig in die hinteren Ecke des Raumes, huschte danach in die vordere, danach in die Mitte und schließlich wieder zurück zum Schatten. "Hier sind die gewünschten alltäglichen Dinge. Das macht dann 70 Erz." Berne lächelte. "Flott und freundlich, wie immer.", Mohammed übergab ihm den geforderten Betrag und fuhr fort, "War mir eine Freude mit dir Geschäfte zu machen. Man sieht sich. Dann mach's mal gut!" Berne nickte nur freundlich und verabschiedete sich ebenfalls. Frohen Mutes Mutes verließ der Schatten nach getätigten Einkäufen Drakia wieder, dem Alten Lager entgegen.


04.10.2002 18:17#302
RonY Yerodin und RonY Trainierten den ganzen Vormittag ziemlich hart . RonY versuchte alles mögliche um wenigstens einmal zugewinnen , aber Yerodin war schneller und hatte viel mehr Erfahrung darin , weshalb er jeden Angriff , so verbissen und Geschickt er auch er auch vorgetragen war , abwehren konnte , ohne gross ins Schwitzen zu geraten . So ging das den Ganzen Vormittag lang und RonY war ziemlich depriemiert darüber das nix zu klappen schien ,deshalb war er auch froh als Yerodin meinte Sooo .....Mittag los wir gehen in die Taverne Essen
RonY folgte seinem Chef , erst jetzt merkte er wie Hungrig er Eigentlich war . In der Taverne angekommen bestellte Yerodin 2 tages gerichte und 2 Bier und meinte zum Wirt bezahlen tut er wobei er auf RonY zeigte der erstaunt aufblickte und dem Wirt die geforderte Summe mit Bedauern gab .

Nach dem Essen schaute RonY den Meister fragend an und Yerodin meinte So geh zu der Hütte , in der wir übernachtet haben hol unsere Sachen ich warte am Ortausgang auf dich wir gehen Zurück ins Alte Lager beeile dich aber ..... Gehorsam verließ er die Taverne , ging schnell zur Hütte packte alles Zusammen schaute noch mal ob er auch nichts vergessen hatten und Marschierte dann los richtung Ortsausgang wo yerodin schon ungeduldig wartete gemeinsam verließen sie den Ort



06.10.2002 00:48#303
Berne Die Arbeiten am Turm waren bis jetzt gut vorangekommen. Berne hatte eine gute Anzahl Männer gefunden, die gegen guten Lohn bereit waren, für ihn zu arbeiten. Den Turm mieden die Bewohner des Ortes normalerweise, aber für das Erz, daß er ihnen bot, drückten sie beide Augen zu und vergaßen die Gruselgeschichten, die man sich vom Turm erzählte. Bald war genug Holz da, so daß ein Gerüst gebaut werden konnte, das den Turm bald umhüllte.

Im Inneren waren alle Sachen hinausgeschafft worden, die sich darin befanden. Halbzerfallene Möbel, Truhen ohne Deckel und mit verrosteten Beschlägen. Verrottete Rüstungsteile, Wandbehänge, Teppichreste, Reste von Waffen, Schwerter und Messer. Alles wurde auf einen großen Haufen geworfen, der sich unweit der Turmbaustelle befand. Einmal kam ein Arbeiter zu Berne, der die Arbeiten überwachte und berichtete von einem seltsamen Holzdeckel im Erdgeschoß, der scheinbar in einen Keller führte.

Berne entschied, die Abdeckung so zu belassen, wie sie war. Schließlich sollte er nur den Turm selber umbauen und nicht noch irgendwelche Kellergewölbe erforschen. Mittlerweile waren alle Geschosse ausgeräumt und die Arbeiter begannen damit, das oberste Geschoß abzutragen und alles für den Neuaufbau der zwei Türme vorzubereiten, wie es in den Plänen eingezeichnet war. ein Turm für den Magier, ein Turm für die Wachen des alten Lagers.



07.10.2002 21:24#304
El SiEsTa El kam in der SIedlung an. Er war aus den Bergen, in die er sich zurück gezogen hatte, zurückgekerhrt. Er hatte einen Karren bei sich, beladen mit 6 Fässern. Sofort lief er auf die Schmiede und öffnete die Tür. Es war dunkel und es hingen überall Waffen an der Wand, wie früher. Er legte seine Schattenrüstung ab und das Schwert beiseite. Dann nam er aus dem Schmiedeofen eine Kohle und schrieb auf ein grosses Stück Holz:



Wieder eröffnung des Waffenladens!

und darunter:

25% auf alle Schwerter und Bögen

Dann legte er es bei Seite und machte die Fensterläden auf.



07.10.2002 21:33#305
El SiEsTa El zog seine Rüstung an, ging ie Falltüre hinab und schloss die Truhe auf. Er nahm das golden silbrige Schwert und schnallte es sich auf den Rücken. nam den Langbogen, den Wolf ihm vor langer Zeit gemacht hat, 15 Pfeile und 600 Erz mit. Dann ging er hinauf und schloss die schmiede ab und verliess die Siedlung.


09.10.2002 03:22#306
CiferXIV Früh am Morgen näherte sich CiferXIV der kleinen Hafensiedlung, die auch Drakia genannt wurde. Er war noch nie hier gewesen, hatte aber schon viel vom Außenposten des Alten Lagers gehört. Nun besichtigte er ihn selbst. Von einer großen Belagerung war nicht mehr viel zu sehen; die Anwohner gingen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach.

Immer wieder fragte der Hohe Gardist, ob er hier einen Kartenzeichner speziell für das neue Gebiet finden könne. Doch so jemanden gab es nicht. Viele Antworten liefen nur darauf hinaus, dass sich das gezeichnete Gebiet nördlich im Gebirge befinden müsse. Und genau dorthin sollte der nächte Ausflug gehen. Schließlich musste man ja irgendwo anfangen zu suchen.

CiferXIV hatte sich den Rest des Tages ausgeruht um früh morgens losmarschieren zu können. Doch noch am Abend passierte etwas Unerwartetes: Eine ihm wohl bekannte Gestallt näherte sich der Siedlung. Und als sie näher heranschritt, war deutlich zu sehen, dass es sich dabei um den Schatten Sly handelte.
Cifer: Mensch, was treibst du denn hier?
Sly: Hey, Cifer, das selbekönnte ich dich fragen.
Cifer: Na rate mal, ich jage immer noch meinem Schatz hinterhher. Und du? Hat dich das Jagdglück im alten Gebiet verlassen, dass du es hier versuchen musst? Sly: Genau so siehts aus. Ich habe es satt, dämliche Snapper über den haufen zu schießen. Doch hier hab ich auch noch keine spektakulären Monster getroffen. Cifer: Na, dann komm doch morgen mit! Ich gehe nach Norden, ins Gebirge. Alleine ist es irgendwie...langweilig.

Sly stimmte zu und legte sich auch früh schlafen um am folgenden Tag fit zu sein.



09.10.2002 22:56#307
El SiEsTa El kam mit den Scavs in Drakia an, sofort lief er zur scmiede und seilte die beiden an. Dann trat er ein, die Schatten sassen am Tisch und tranken Bier, El sagte ihnen sie sollen ihm Helfen alle Schwerter auf den Karren zu bringen. Die Schatten taten es und brachten alle Schwerter auf den Karren. El spannte die Scavenger an und die Schatten sassen auf. Langsam ging es voran doch El tippte mit einem Stück holz an die Rücken der beiden und sie begangen zügig zu laufen. Schon bald waren sie aus der Siedlung heraus und fuhren in die weite Ebene heraus!



10.10.2002 01:32#308
CiferXIV CiferXIV machte sich mit Sly auf den Weg.
Sie hatten die Karte dabei sowie die Anleitung zum Bau der Erzrüstung. Der Hohe Gardist hatte sich auch etwas Schreibzeug eingepackt um im Notfall Sly mit einer Nachricht losschicken zu können. Der Schatten durfte dafür einen Beutel mit Proviant für mehrere Tage tragen.

Den Bewohnen hatten sie gesagt, dass man in 2 Wochen allerspätestens wieder da sein wollte. Andernfalls sollte das Alte Lager informiert werden.


13.10.2002 12:11#309
El SiEsTa Jericho versuchte die Scavenger gerade zu halten doch das lief nichts so richtig, El und die anderen tranken immer weiter bis dann das Bier im Fass nicht mehr bis zum Stotzen reichte dann hoben sie es och und leerten es dem mit offenem Mund schlafenden Malakin ins Mund, dieser verschluckte sich und übergab sich über einen grossen stämmigen Mann, dieser packte ihn und hievte ihn in die Luft, El, Jericho und Ringo "der BLAUE" sprangen vom Wagen als sie sich vor lachen erholt hatten und strürzten sich auf den Mann, dieser war so überrascht, dass sie ihn zu Boden brachten und ihn auslachten, dann liefen sie den rest zur Schmiede und banden Die Scavenger an... Sie richteten sich in Els Ex- Laden ein und begannen mit den Reisschnapsfläschchen die Jericho und Malakin in der Bar auf dem See das NLs mitgenommen hatten. Das versprach ein lustiger Tag zu werden, als dann auch noch der Sumpfkrauthändler bei ihnen hereinsah und bald um 200 Erz reicher war war der Tag nahezu perfekt!



13.10.2002 23:20#310
Berne Am Turm
Berne war sauer. Da hatte er diesen nichtsnutzigen Arbeitern hundertmal gesagt, sie sollen die Bodenbretter der Gerüstetagen ordentlich festnageln. Aber nein, auf Berne hörte ja wieder keiner. Und jetzt war es eingetreten. Einer der Arbeiter war wegen einem losen Laufbrett hjoch oben am Turm vom Gerüst gefallen. Jetzt lag er mit gebrochenen Knochen in seinem Haus, und seine Frau mußte sich nicht nur um die Pflege kümmern, sondern auch noch zusehen, wo sie die Einnahmen fürs tägliche Leben herbekam.

Berne hatte ihr angeboten, für die Arbeiter auf der Baustelle als Marketenderin zu arbeiten. So hatte sie wenigstens einen geringen Verdienst. Ihr Mann würde wohl für immer ein Krüppel bleiben. Langsam fragte er sich sowieso, was er hier machte. Der vermeintliche Bauherr war noch nie aufgetaucht. Dieser Don-Esteban mochte ja vielleicht ein wichtiger Schwarzmagier sein, aber Berne hatte ehrlich gesagt noch nie was von dem gehört.

Kaufte den Turm, ließ ihn umbauen, schickte irgendwelches zwielichtiges Gesindel (Dumak war Berne noch in schlechter Erinnerung) und hielt es nicht für nötig, selber mal nach dem rechten zu schauen. Als Entschädigung für all den Ärger, den Berne bis jetzt gehabt hatte, hatte sich der Händler alle paar Tage etwas Erz mehr auf der Rechnung gutgeschrieben. Unannehmlichkeiten hatte er jedenfalls zur Genüge. Nicht nur, daß er sein Geschäft wegen dauernder Fragen der Arbeiter vernachlässigen mußte, jetzt redeten auch schon die Leute hinter seinem Rücken.
Er wußte, was sie tuschelten, oh ja! Er sei von diesem Schwarzmagier durch finstere Zauber gefügig gemacht worden und wer weiß, ob seine Ware nicht auch durch einen bösen Zauber verdorben sei. Zum Glück glaubten das nur die dümmsten unter den KLeuten, und die waren glücklicherweise auch die ärmsten, so daß er auf sie als Kunden leichten Herzens verzichten konnte. Doch die Baustelle an sich raubtre ihm schon genug Geduld. Ständig kam jemand an und fragte, wie er dies oder das machen sollte.

Wie die Fenster aussehen sollten, ob die Treppen mit Geländer versehen werden sollten, wo Material blieb, das nicht genug Helfer da waren und jetzt zu allem Überfluß noch dieser Unfall. Die Turmbaustelle war schon mächtig ins Gerede gekommen, es war gar von dem Fluch des Turmes die Rede. Berne gab nichts auf solches Gerede. Für ihn hatte Erz mehr Relevanz, als irgendwelche Flüche. Oder anders gesagt: Wer genug bezahlte, dem versicherte er auch, daß Flüche sehr real seinen, wenn derjenige es denn gerne glauben wollte. Zum Glück waren die Arbeiten fast beendet.

Die beiden auf den Rumpf neu aufgesetzten Türme waren fast fertig, bei einem fehlten noch die Zinnen, beim anderen das Dach aus schwarzen Schieferplatten. Natürlich gab es wieder Probleme mit der Lieferung. Die Steinmetzen wurden nicht fertig mit dem Spalten der Schieferplatten. Berne faßte sich wieder mal an den Kopf und seufzte. Wahrscheinlich hatte er an der Stelle schon Hornhaut, denn Unglücksbotschaft folgte der nächsten und so hatte er genügend Gelegenheit, sich an den Kopf zu fassen. Bald, ja bald würde dieser Bau fertig sein. Berne zählte die Tage, bis das Gerüst abgebaut wurde.



17.10.2002 23:55#311
CiferXIV Sly erreichte Drakia im Laufschritt. Seine Augen schwenkten durch die Siedlung und sogleich fiel ihnen eine kleine Kneipe in den Blick.

Sly: Ein Wasser und die Information, wo ich hier einen Händler finde, oder jemand der Rüstungen herstellt!
Wirt: Hier. Du bist nicht oft hier. Ich kenn dich jedenfalls nicht. Und du solltest Berne aufsuchen.
Sly: In Ordnung, wo find ich ihn? Und was macht das?
Wirt: Berne ist gerade oben am Turm auf der Klippe. Und das macht dann 12 Erz. Sly griff in den Erzbeutel, nahm eine Hand voll und legte einen Erzhaufen auf den Tisch.
Sly: Stimmt so. Ich muss jetzt weiter. Machs gut.

Eilig hastete der Schatten den Weg entlang und machte sich auf den Weg zum Turm. Dort fiel ihm auch gleich jemand auf, der gut ein Händler sein könnte. Sly sprach ihn spontan an.

Sly: Hey, ich suche Berne. Kannst du mir vielleicht weiterhelfen?


18.10.2002 00:56#312
Berne "Berne? Das bin ich. Was kann ich für dich tun?" Der Schatten berichtete ihm von seinem Anliegen. "Ah gut, laß uns in meinen Laden gehen. Dort kann ich dir meine Waren zeigen." Auf dem Weg dorthin plauderte er munter weiter. Berne war froh, daß mal jemand kam, der ihn von diesem Turm ablenkte und obendrein noch bereit war, viel €rz auszugeben. "Ich sag ja immer, daß die Leute auch mehr aufs Aussehen achten sollen.

Ein Kettenhemd ist ja gut und schön, aber was nützt es, wenn sich hinterher keiner an den Träger erinenrt, weil er vollkommen nach nullachtfuffzehn aussah." Sly nickte abwesend und ließ sich weiter berieseln. Berne fuhr ungerührt fort. "Mit einem von meinen Kettenhemden passiert das garantiert nicht. Da sagen die Leute, wenn man fragt: 'Kennt ihr noch diesen Drachentöter?' dann 'Ah, das war doch dieser gutaussehende Bursche in dem schicken Kettenhemd. Meine Tochter schwärmt ja heimlich immernoch von dem.'

Siehst du, dafür zahlt man doch gerne. Außerdem sind meine Kettenhemden, die mir mein Handelspartner liefert, erste Qualität." Mittlerweile waren sie im Laden angekommen. Berne schloß auf und sie traten ein. Der Händler führte den Kunden in einen Nebenraum, in dem Holztorsos standen, die mit Kettenhemden verschiedener Machart bekleidet waren. "Also ich empfehle meinen Kunden ja immer Kettenhemden mit V-Ausschnitt. Die wirken einfach vorteilhafter.
Und damit der Schutz auch optimal ist, sollte es natürlich ein langärmeliges Hemd sein, der Aufpreis macht sich durchaus bezahlt, wenn man nur daran denkt, daß mir der Kunde dann hinterher noch die Hand schütteln kann, weil ich ihm ein langärmeliges Kettenhemd verkauft habe. Wie oft hört man, daß unvorsichtigen Abenteurern der Arm abgehackt wird. Und das nur, weil sie nicht das nötige €rz in ein langärmeliges Kettenhemd investieren wollten.

Und schon ist die Schwerthand weg und man ist arbeitslos, weil man nichts anderes gelernt hat." Sly wollte nur noch schnell weg. Er zeigte auf das erstbeste Kettenhemd und meinte, daß er dies kaufen wolle. "Ah, eine gute Wahl. Das ist das beste. Macht dann 1200 €rz. Bei Barzahlung bekommst du 3 Prozent Skonto. Das wären dann 1164 €rz", sagte Berne mit bewundernswerter Schnelligkeit.

Wenn es um €rz ging, machte ihm keiner so schnell etwas vor. "Soll ich es hübsch einpacken? In Geschenkpapier?" Er zog einen lustig mit bunten Schattenläufern bedruckten Bogen Pergament hervor, doch Sly winkte mit Entsetzen in den Augen ab und bezahlte schnell. Er griff sich das Kettenhemnd und verließ stehenden Fußes den Laden.



18.10.2002 13:32#313
-Die Schatten- Sly konnte nur noch mit dem Kopf schütteln, als er Bernes Laden verlassen hatte.
Wie konnte so eine Person nur überleben in der Barriere? Aber anscheinend waren die ganzen Leute hier in Drakia so blöd, dass sie auf sein Gelaber hörten und ihn zum reichen Mann machen.

Nun denn, der Schatten hatte es eilig. Das Kettenhemd wurde schnell im Rucksack verstaut. Es hatte dennoch sehr gute Qualität. Das Aussehen war ihm eigentlich piepegal, da Stone es sowieso öffnen müsste um es in die Erzrüstung einzuarbeiten. Und der Preis war auch in Ordnung, er hätte eigentlich mit mehr gerechnet. Zum Glück kann man sagen, denn Sly hätte dem Händler wohl alles gegeben was der wollte, damit endlich das Geschwafel aufhört.
Und während er sich so viele unnötige Gedanken machte, war er schon längst wieder auf dem Weg ins Gebirge...



09.11.2002 20:19#314
Berne Ein Ruf ertönte. Der Arbeiter, der oben am Turm die Spitze aufsetzte, schien etwas entdeckt zu haben. Aufgeregt rannte ein anderer, unten am Boden, zu Berne, der die letzten Arbeiten am Turmbau koordinierte. Wochenlang hatte er hier ausharren müssen, um diesen vermaledeiten Turm zu renovieren und der Herr Schwarzmagier hatte sich nicht auch nur einmal hier blicken lassen.
"Was ist diesmal? Wieder einer abgestürzt?" Berne hatte sich langsam dran gewöhnt, daß ihn nur schlechte Nachrichten erreichten.
"Nein, nein, das nicht. Aber der Kergol, der Arbeiter oben an der Turmspitze, hat eine große Staubwolke entdeckt. In der Ebene vor dem Gebirge." Der Mann holte Atem.
"Ja und? Wird wohl eine Windböe gewesen sein." Berne war einerseits erleichtert, daß es nur sowas harmloses war, andererseits verärgert, daß die Leute jetzt schon wegen jedem Windstoß zu ihm kamen.

"Wir denken alle, daß es sich um einen großen Haufen Leute handeln muß. Banditen, eine Armee oder so etwas." Mittlerweile hatte die Lunge des Arbeiters ihren Protest wegen zu hoher Beanspruchnung wieder beendet. "Eine Armee? Hier? Greift uns etwa jemand an? Meine Güte, bei Innos, dann sollten wir uns alle schnell im Turm verschanzen. Wie weit sind sie weg?" Der Mann machte auf Berne einen ernsthaften Eindruc, so als wüßte er, wovon er sprach.

"Ich fürchte, sie könnten in wenigen Minuten hier sein. Während wir hier sprechen, kommen sie sicher immer näher, falls wir denn das Ziel sind. Wir haben jedenfalls keine Zeit mehr, in den Ort zu laufen und dort Alarm zu schlagen. Die Schatten dort müssen sehen, wo sie bleiben. Wir sollten uns jetzt schnellstens in den Turm zurückziehen."
Berne mußte ihm zustimmen. Schnell waren alle zusammengerufen, die an der Baustelle arbeiteten.

Zum Glück war der Turm so gut wie fertig, nur innen mußte noch das eine oder andere getan werden. Die Verteidigungsanlagen dagegen waren schon seit einer Weile fertig. Um den Turm herum war ein tiefer Graben ausgehoben worden, dessen senkrechte Wände durch aufeinandergeschichtete, zurechtgehauene Felssteine gestützt wurden. Rings außerhalb um den Graben befand sich noch ein gepflasterter Bereich. Eine kurze Zugbrücke, so hoch wie die in eine Nische eingelassene Eingangstür, sicherte den ebenerdigen Eingang.
Bald waren alle Arbeiter und Berne selber hinter den Mauern des Turmes verschwunden und die Brücke wurde von innen hochgezogen. Jetzt kam ein einer der besonderen Einfälle beim Umbau des Turmes zum Vorschein. Die Unterseite der Zugbrücke war mit denselben Steinen verkleidet, aus denen die Außebnhülle des Turmes bestand. Und jetzt, da die Brücke komplett hochgezogen war, konnte man nichtmal mehr erkennen, wo sich denn nun der Eingang befand.
Die Brücke passte sich perfekt in den Turm ein. Keine Ritze, die auffiel, keine Kettenlöcher, aus denen die Ketten herausschauten. Und durch die Pflasterung rings um den Turm konnte man auch nicht anhand irgendwelcher Wegspuren sagen, wo es hineinging.

Von außen vollkommen verlassen lag der Turm da.



09.11.2002 20:22#315
Die Orks Die Umrisse des Ziels der Orkarmee tauchten in der Ferne auf: Drakia. Der Wachturm ragte über dem kleinen Städtchen in die Höhe, aber viel helfen würde er auch nicht – denn während das Alte Lager voll Kampfbereit war, hatte niemand den kleinen Außenposten gewarnt....
„Alle in Angriffsposition!“ brüllte Col’Ka, Bewegung kam in die Armee. Die Trupps teilten sich auf, das Donnern der Kriegstrommeln erfüllte mit einem sich ständig wiederholenden, monotonen Rhythmus die Luft. Bald stand die Schlachtreihe der Orks...
Doch der Aufmarsch war nicht unbemerkt geblieben. Die Gardisten hatten das Tor geschlossen und begaben sich eilig auf Gefechtsposition, luden ihre Armbrüste und erwarteten den Angriff mit grimmiger Entschlossenheit. Selbst einige Schatten begaben sich auf die Mauer und begannen, mit ihren weitreichenden Bögen auf die Orks zu schießen, was allerdings noch keinen Effekt hatte. Die Buddler versuchten größtenteils über das Meer zu entkommen, einige verschanzten sich im Wachturm. Insgesamt entstand allerdings ziemliches Chaos in Drakia, was dazu führte, dass die Verteidigungsposten noch nicht optimal besetzt waren, als der Angriff begann...
Kar’Kashor schoss einen Feuerpfeil in die Luft, die Trommeln schwiegen. Langsam setzte sich das Heer der Orks in Bewegung, die Krieger verfielen aber bald in Laufschritt. Die Späher mit den großen hölzernen Schilden liefen voran. Als die Orks nah genug waren, entfesselten die Gardisten einen wahren Bolzenhagel auf die Angreifer. Allerdings bewährten sich die Schilde der Späher, nur wenige der Geschosse fanden ihr Ziel...
Jetzt schlug die Stunde der Schamanen. Knochenpfeile schossen auf die Gardisten zu, viele der Verteidiger Drakias sackten mit diesen unnatürlichen Stacheln in ihren Kehlen zu Boden. Einige der Schatten und Gardisten wurden von Panik ergriffen und flohen...
In der Mitte der Angriffsarmee stürmte die Ramme auf das Tor des Lagers zu. Schildspäher liefen vorne weg, dennoch wurde einer der Rammenträger von einem Bolzen ausgeschaltet. Sofort aber nahm ein anderer Krieger dessen Position ein...
Krachend traf die Stahlspitze des Kriegsgerätes auf das Tor und riss es aus den Angeln. Ein Schatten wurde unter dem umstürzenden Torflügel begraben, die Orks ließen die Ramme fallen und zogen ihre Waffen. Die Menschen schossen ein letztes Mal und fällten einige der Angreifer, bevor die Orks die Wehrgänge stürmten und ein blutiger Nahkampf begann...

Zufrieden beobachteten Orn’Kalos, Rusakor, Col’Ka und Kar’Kashor, wie die Orkkrieger ins innere der Stadt eindrangen. Sie waren den Gardisten Drakias weit überlegen, der Kampf dürfte schnell entschieden sein. Schon bald stieg der Rauch von in Brand gesetzten Hütten gen Himmel, die wilden Kriegsschreie der Orks mischten sich mit Waffengeklirr und den panischen Rufen der hoffnungslos unterlegenen Menschen...
Es war ein Gemetzel.



09.11.2002 20:33#316
Yenai Lange waren Yenai und die beiden anderen Schatten schon den Spuren der Orks gefolgt, als sie bemerkten, wohin die Grünhäute wollten. Leider merkten sie es erst, als sie dir brennende Siedlung Drakia sahen, und da war es schon zu spät. Hier konnte auch die gesamte Garde nichts mehr retten, Drakia war verloren, wie schon so oft in der Vorzeit. Merkwürdig, dass alle immer diesen Außenposten angriffen, es schien Feinde geradezu anzuziehen...

Nun hieß es jedoch, so schnell wie möglich Bericht zu erstatten, die Erzbarone würden sicher nicht erfreut sein. In der Hoffnung, die Barone würden ihn am Leben lassen, wenn sie ihre Wutanfälle kriegten, hasteten die Schatten in Richtung Altes Lager. Yenai fragte sich wie immer, warum das immer ihm, dem besten Kämpfer der BArriere passieren musste. Das nächste Mal würde er einfach in diese Siedlung gehen und alle Orks töten, doch heute hatte er keine Lust dazu




09.11.2002 20:53#317
Die Orks Langsam schritt Orn'Kalos ins Städchen. Der Kampf war schnell und blutig gewesen, die Verteidiger hatten keine Chance gehabt. Die Orks waren jetzt damit beschäftigt, nach Beute zu suchen und Dinge kaputtzumachen. Einige Hütten brannten schon, und dieses Feuer würde sich bald weiter ausbreiten - wenn es niemand löschte, was recht unwahrscheinlich war, da es niemanden mehr gab der löschen konnte, würde Drakia nach einer Weile nur noch ein Haufen Asche sein... Ein Späher kam angelaufen und sprach den Hohepriester an:
"Der Turm ist ziemlich dicht. Men kann nicht einmal erkennen, wo der Eingang ist. Allerdings scheinen sich keine Soldaten darin aufzuhalten, mit etwas Zeit könnten wir ihn einnehmen..."
Orn'Kalos winkte ab.
"Mich interessiert der Turm nicht. Wenn keine Soldaten drin sind, kann er mir gestohlen bleiben. Hmm... Hack ein paar von diesen herumliegenden Pennern hier die Köpfe ab und steck sie auf Pfähle rings um den Turm. Das sollte reichen." Der Späher nickte und machte sich an die Arbeit, wärend Orn'Kaols die Befehlshaber der Armee aufsuchte. Wenig später begannen die Orks, sich wieder zu versammeln.
Der Hohepriester rief Col'Ka und Kar'Kashor zu sich.
"Ihr wisst, was zu tun ist?" fragte er, beide nickten...



Eine Stunde später verließ die Orkarmee Drakia. Der Außenposten des Alten Lagers war eine Ansammlung brennender Gebäude und aufgespießter Leichen - wer nicht von den Orks getötet worden war, war entweder über das Meer geflohen oder hatte sich im Turm verschanzt...
Vor Drakia teilte sich das Heer in zwei etwa gleich große Abteilungen, die beide eigenen Zielen entgegenmarschierten. Der Krieg hatte begonnen - und er war noch lange nicht vorbei...



09.11.2002 22:10#318
TheRock Rock und Belairs Son waren den Orks wohl nicht imer vorraus gerannt sie wollten Drakia warnen.. kamen aber zu spät.. Die beiden streiften durch die zerstörte Stadt.. doch als sie keine Überlebenden mehr fanden.. da kam ihnen eine Idee...

Hei Rock, jetzt wo keiner mehr hier ist könne wir doch etwas mitnehmen.. natürlich nur um uns damit gut gegen die Orks verteidigen zu können.. vielleicht könne wir helfen.
Das war eine gute Idee..
Das ist gut, sucht euch eine Waffe, damit sollte uns am meisten geholfen sein..nehm auch Erz und derartiges mit.. vielleicht müssen wir uns noch einkleiden für einen Kampf

Rock traute seinen Augen nicht.. ein Schwert.. ein schlichtes glattes Schwert.. so eins wie er es sich hätte anfertigen lassen.. für eventuelle Zwischenfälle nahm Rock noch etwas Erz mit, was er eben fand..



09.11.2002 22:16#319
Beliars_Son Sie waren zu spät, Drakia war vernichtet. Ein Bild des Todes eröffnete sich ihnen. Doch... Son spürte... keine... ...Angst.
Er spürte... Nichts.
Er hatte das Bedürfnis, dies alles auszunutzen.
Seine Gier übermannt ihn, er holte Yuyevon aus seinem Rucksack und lies diesen nun neben sich herlaufen. Jetzt würde sich der Rucksack, der keinen Boden zu haben schien, der den ihm die Dämonen aus dem Kastell gegeben hatten auszahlen. Rock und Son stopften alles, was Irgendwie wertvoll aussah in den Rucksack. Ein Besonders schönes Amulett hängte sich Son sofort um den Hals. Außerdem fanden sie jede Menge Erz. Son besaß kein eigens Schwert, sondern nur ein geliehenes von Maximus. Also beschloss er, sich ein verziertes Schwert eines Gardisten zu nehmen. Ein glänzender Ring hatte es Yuyevon angetan, deswegen nahm Son auch diesen für ihn mit.



09.11.2002 22:24#320
TheRock Rock hatte eigentlich schon mit seinem Schwert ausgesorgt.. aber eine innere Macht befahl ihm sich noch mehr einzustecken.. Rock fand Erz..viel Erz.. Die beiden fanden eine Vielzahl von Ringen, Amuletten und auch eine Menge Rüstungsteile.. Rock nachm sich nur einen Armschutz, solch einen welcher den ganzen Arm mit einem goldenen Metall schütz..und ein Kettenhemd..obwohl das für ihn als Magier mit einem Schutzarmulet eher nicht sinnvoll war, aber hauptsache Rock hatte es.. außerdem sah man dies nicht unter seiner Robe.. Son, kannst du den Rucksack noch tragen?? oder wird der nicht schwerer?? Rock fand sie hatten genug und sollten irgend jemaden waren, nur wen??


09.11.2002 22:35#321
Beliars_Son Auch Son zog sich ein Kettenhemd und zwei Armrüstungsplatten, unter seine Robe.
"Der Rucksack, er ist von den Dämonen im Kastell, ich glaube er wird niemals voll, nur ich denke wir haben genug, wenn wir erwischt werden, wird das sicher nicht angenehm für uns. Hier halt das mal bitte..."

Son stopfte eine größere Rüstungsplatte in den Rucksack, während Rock iden Rucksack hielt.

"Wir sollten unsere Freunde warnen. Das Kastell ist magisch und daher kann es sich selbst schützen, doch fast alle waren auf dem Fest im Neuen Lager. Wir müssen zu ihnen. "

Dem stimmte Rock zu. So verließen Rock, Son und Yuyevon das gefallene Drakia und wanderten in Richtung Norden, zum Neuen Lager.



12.11.2002 00:30#322
Berne Berne und seine Leute kamen nun endlich wieder aus dem Turm hervor. Die Orks waren anscheinend endgültig weg. Langsam wurde die getarnte Zugbrücke heruntergelassen. Hervor kamen die verstörten Arbeiter und der jammernde Berne, der vor allem um seine Waren bangte. Familie hatte er nicht. Betreten sahen sidch die Leute um und entdeckten die grausigen Köpfe, die rings um den Turm auf Pfähle gespießt waren.

Stumm liefen die Arbeiter zur Klippe, um über den Rand zu schauen. In manchen regte sich noch etwas Hoffung, doch die wurde nun auch zerstölrt. Der Ort war total eingeäschert. Die Orks hatten ganze Arbeit geleistet. Zwischen den Trümmern lagen vereinzelt Leichen. Die meisten der Arbeiter brachen einfach zusammen und gaben ihrem Kummer ungehemmt Ausdruck. Ein paar ganz abgehärtete liefen den Weg zum Ort hinunter, um sich direkt zwischen den rauchenden Trümmern umzusehen.

Manch einer von ihnen fand seine Familie hingemordet von den Orkhorden. Verstümmelt und verbrannt lagen die stummen Zeugen des Überfalls im OPrt verstreut. Wie gelähmt machten sich die wenigen Überlebenden daran, zuerst die Leichen zu begraben, und dann Notunterkünfte zu bauen, denn nicht alle konnten im Turm bleiben, der Platz reichte auf Dauer nicht aus. Der kleine Friedhof des Ortes wuchs an diesem Tag um ein vielfaches.

Doch gab es auch Hoffnung. Am Abend kamen über das Meer einige Boote, in denen geflüchtete Bewohner saßen und auch die Familie von manch einem der Arbeiter war dabei. Drakia war zerstört, aber noch lebten einige der Einwohner. Durch die Verstärkung wurden die Notzelte schnell aufgebaut und bald brannten Feuer, an denen die traumatisierten Einwohner saßen und mit ihrem Schicksal haderten. Es wurde diskutiert, was nun geschehen sollte.

"Schicken wir einen Boten an die Erzbarone. Sie müssen uns helfen!", meinte einer. Doch ein anderer lehnte gleich ab: "Ach, die haben doch mit sich selbst genug zu tun. Wir sollten uns lieber an diesen Schwarzmagier halten." Doch auch das rief Protest hervor. "Der hat sich doch noch nie hier blicken lassen, seit ihm der Turm gehört."
"Aber irgendwas muß doch geschehen!" Doch einigen konnten sie sich nicht.
Berne suchte in seinem abgebrannten Haus nach Überresten seiner Besitztümer. Viel war nicht geblieben. Vor allem hatte er kein Erz, um sich Nahrung zu kaufen. Und Nahrung war wohl das größte Problem. Er würde morgen überlegen, was zu tun sei. Heute war er einfach zu fertig. Er bekam noch mit, wie die Männer einige Wachen aufstellten, dann war er in einem der Zelte weggedämmert. Die flackernden Flammen des Lagerfeuers, die von außen unheimliche Schatten an die Zeltwand warfen, bemerkte er gar nicht mehr.



12.11.2002 23:22#323
Berne Die Stadt glich eher einem Schlachtfeld als einer ehemaligen, zivilisierten Anlage.
Völlig überrannt von den Orks stand kein Stein mehr auf dem anderen, wenigstens die Leichen waren begraben und die brennenden Hütten endlich gelöscht. Einige Buddler und einfache Leute hatten sich herumliegende Waffen und Rüstungsteile zusammengesucht und schoben Wache, eine Reaktion aus Verzweiflung.
Die Erzbarone aus dem großen alten Lager interessierte Drakia wohl nicht mehr, eine Art Selbstmiliz hat sich gegründet und ein neuer Keim der Unterschicht war entstanden.

Berne stand auf seiner ehemaligen Werkbank und betrachtete das Übel im Keller, doch ober ihm ging die Arbeit schon lange los.
Man baute den Laden wieder auf, Berne konnte die Arbeiter zwar nicht zahlen aber sie halfen mit weil sie sonst keine Möglichkeiten sahen.
Viele trauten sich nicht einmal ins alte Lager zurückzukehren da sie Angst hatten von Orks überfallen zu werden, wer wusste schon ob das alte Lager überhaupt noch existierte ?
So erstickten die Menschen ihre Sorgen in Arbeit, ständig mit der Angst im Rücken das ein paar hungrige Orks zurückkommen könnten und ihr Gemetzel fortsetzen.



13.11.2002 20:23#324
Der Inquisitor Nach einem längeren Fußmarsch erreichte Dorrien die Siedlung Drakia - oder besser gesagt ihre Überreste. Der Inquisitor lies seinen Blick über die Ansammlung von Ruinen und notdürftigen Unterkünften schweifen. Er kannte den Anblick solcher Siedlungen - nur dass bisher nie Orks, sondern eher seine Berufskollegen für die Verwüstungen verantwortlich waren. Nur zu gut erinnerte er sich daran, wie er einmal den Inquisitor Duron begleitet hatte - innerhalb von zwei Wochen hatte der verrückte Hexenjäger drei Dörfer in Schutt und Asche gelegt, die Begründungen dafür wurden von Dorf zu Dorf abstruser. Als er dann das vierte Dorf hatte einäschern wollen, war Duron von einem erzürnten Bauern mit einer Schaufel erschlagen worden...
Aber jetzt war nicht die richtige Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen. Es gab viel zu tun. Entschlossen begab sich Dorrien in die Siedlung, wo er sofort stürmisch begrüßt wurde - er war immerhin der erste, der Drakia seit dem Beginn des Wiederaufbaus besuchte. Die Überlebenden des Angriffes löcherten ihn mit Fragen - ob das Alte Lager noch stehe, ob die Erzbarone Hilfe schicken würden, ob ein erneuter Überfall der Orks zu befürchten sei und so weiter. Dorrien beantwortete die Fragen so gut er konnte, anschließend informierte er sich über die Situation in Drakia und darüber, was er tun könnte.
Etwas später verließ er Drakia wieder, um zusammen mit zwei anderen einige Tiere zu jagen und Nahrung heranzuschaffen...



15.11.2002 23:10#325
Don-Esteban Spät in der Nacht kam eine dunkle Gestalt in ebenso dunkler Robe in den Ort oder in das, was im Moment noch davon übrig war. Zum Glück verhüllte die Dunkelheit das Schlimmste. Schwarz ragte der Turm gegen den grauen Nachthimmel auf. Hierhin zog es den Wanderer, bei dem es sich um keinen anderen als um Don-Esteban handelte. Der Turm sah unbeschädigt aus. Doch die Zugbrücke am Eingang war unten. Mit finsterem Gesicht ging der Magier hinein, entzündete das magische Licht und ließ sich den Weg ab jetzt beleuchten. Er fand niemanden vor. Der Turm war leer, verlassen. Doch war alles unbeschädigt. Seltsam. Gab es am Ende überhaupt keinen Überfall. Der Magier beschloß, die Zugbrücke hochzuziehen und sich ein Nachtlager in seinem Turm zu suchen. Morgen bei Tageslicht würde er sich den Ort anschauen. Heute bei Nacht war es jedenfalls ruhig in Drakia.


17.11.2002 13:45#326
Der Inquisitor "Und?" fragte Dorrien den Buddler Grotz, der wärend der Nacht Wache gehalten hatte.
"Nichts besonderes." meinte dieser, "Ich bin Hundemüde. Viel Spaß beim Wache schieben..."
Dorrien nickte und blickte Grotz kurz hinterher. Auf dem Rücken des Buddlers hing eine provisorische Armbrust. Berne hatte einige dieser Waffen aus den geringen Mitteln, die ihm zur Verfügung standen, zusammengeschustert und sie an diejenigen Buddler der 'Drakia - Miliz' verteilt, die einigermaßen damit umgehen konnten. Dorrien gehörte allerdings nicht dazu...
Der Inqisitor setzte sich auf den Boden und ließ seinen Blick in die Ferne schweifen. Die Erzbarone hatten noch immer nichts getan. Anscheinend hatten sie Drakia fallengelassen. Doch die überlebende Bevölkerung wollte ihr Städtchen nicht einfach so azfgeben - Tag und Nacht arbeiteten sie am Wiederaufbau. Zwei Hütten waren bereits neu errichtet worden, man hatte damit begonnen, eine provisorische Pallisade zur Verteidigung aufzubauen. Diejenigen, die einigermaßen mit Waffen umgehen konnten, hatten sich in der Drakia - Miliz zusammengefunden, so auch Dorrien.
Sie Leute sorgten selbst für Nahrung, indem sie auf Jagd gingen und Früchte im Wald sammelten, einer der Buddler fing Fische.
Im Falle eines Angriffes würde die gesamte Bevölkerung sich im Turm verbarrikadieren, es waren Notfallpläne ausgearbeitet und einstudiert worden... "Dorrien!"
Der Inquisitor drehte sich erschrocken um. Pete, ein Milizionär, der eigendlich Turmwache hätte, stand schwer Atmend vor ihm.
"Der Turm...ist zu. Die Zugbrücke, jemand hat sie hochgezogen. Aber es kann niemand von uns gewesen sein, es sind alle da..."
Der Inquisitor runzelte die Stirn. War etwa jemand in das Lager eingedrungen? "Ich komme..." rief er. Mit einem schabenden Geräusch glitt der Todeswächter aus der Scheide, die Klinge glänzte im Licht der Mittagssonne...
Die halbe Miliz hatte sich bereits vor dem Turm versammelt, immerhin 7 Leute, wärend die Übrigen die Stadt so gut es ging absicherten. Mit gezogenen Schwertern und geladenen Armbrüsten warteten die Kämpfer von Drakia auf das, was da kommen sollte.
Wahrscheinlich würde es überhaupt nicht so schlimm sein, aber lieber übervorsichtig als tot...



17.11.2002 14:21#327
Don-Esteban Der Magier hörte Lärm von unten. Schnell erstieg er den Turm, um auf die Zinnen zu gelangen. Ein Blick über dem Rand zeigte ihm, daß einige Männer vor dem Turm standen, allerdings nicht vor dem Eingang - was auch kein Wunder war, der Eingang war durch die hochgezogene Zugbrücke, die so selbst Teil der Mauer wurde, nicht sichtbar. Es schien sich um einige Einwohner von Drakia zu handeln. Acvhja, richtig, der Ort sollte ja überfallen worden sein. Ein zweiter Blick in die andere Richtung zeigte dem Schwarzmagier, daß dies sogar stimmte.
Die Orks hatten ganze Arbeit geleistet. Der komplette Ort war eingeäschert worden. Zwei neu aussehende Hütten standen inmitten des verbrannten Bodens. Dort wuselten auch einige Menschen herum, klein wie Ameisen von hier oben. Doch zuerst mußte er die Leute vor seinem Turm beruhigen. Schnell (so schnell, wie es einem Hohepriester anstand, wenn er nicht hektisch wirken wollte) überwand er alle Treppen, die ihn vom Boden trennten, bewunderte nebenbei die schöne Handwerkskunst, die ein unbekannter Zimmermann daran geleistet hatte und beschloß, Berne nach allem zu fragen, was den Turm betraf.

Dann stand er auch schon unten und ließ die kleine Zugbrücke herab. Die Milizen waren, vom Geräusch alarmiert, alle um den Turm herumgelaufen und hielten jetzt ihre Armbrüste und Schwerter auf den unbekannten Feind gerichtet. "Haltet ein", rief der Don, als er sah, wie acht Waffen auf ihn gerichtet wurden. "Mein Name ist Don-Esteban, Hohepriester der Schwarzmagier und Besitzer dieses Turms, der scheinbar als einzigstes den Überfall heil überstanden hat. Also nehmt die Waffen runter, es droht keine Gefahr von mir. Erzählt lieber, was passiert ist."


17.11.2002 14:45#328
Der Inquisitor Ein Schwarzmagier, na toll... Dorrien presste die Zähne zusammen, seine Augen verengten sich zu schlitzen...
"Angriff auf mein Zeichen!" zischte er. Die umstehenden Milizionäre hoben ihre Schwerter...
...und steckten sie weg. Mit aufgerissenen Augen starrte der Inquisitor auf Pete, der den Schwarzmagier freundschaftlich begrüßte und begann ihm vom Orküberfall zu ezählen. Wie war das möglich? Was war in die Leute gefahren? Der Ketzer da war wahrscheinlich schuld an dem Angriff gewesen, und sie taten so als wäre er ihr Freund...?
Die Verwunderung Dorriens verwandelte sich langsam in Wut, und diese in Enttäuschung, da er nichts tun konnte. Endlich steckte auch er seine Waffe weg und verschwand, wobei er irgend etwas von wegen "unmöglich" und "Scheiterhaufen" vor sich hin nuschelte...



17.11.2002 17:33#329
Don-Esteban Die Männer waren die Überlebenden des Überfalls, die sich jetzt selber bewaffnet hatten und auf Streife gingen. Schnell war erzählt, daß sich alle Arbeiter und Berne selber im Turm eingeschlossen hatten, als sich die Orks näherten. So waren sie dem Tode entronnen. Der Magier hörte schweigend alles an, was die Männer zu erzählen hatten und begleitete sie dann nach unten in den Ort. Die gröbsten Trümmer waren schon zu Haufen gestapelt und bereit zum Abfackeln. Was noch brauchbar war, wurde abseits gelagert. Alle waren der Meinung, daß sie weitermachen und die Siedlung wieder neu aufbauen wollten. Der Magier sicherte die Hilfe des Kastells zu, falls etwas benötigt werden würde. Vor allem Erz zur Bezahlung des Wiederaufbaus würde das Kastell vorübergehend zur Verfügung stellen. Die Mienen der Leute hellten sich bei dieser Nachricht auf.


17.11.2002 18:47#330
Der Inquisitor Dorrien spielte gerade mit einer Fackel herum, als Pete angelaufen kam und ihm die freudige Botschaft überbrachte.
"Das Kastell wird den Wiederaufbau finanzieren! Wir werden Drakia neu errichten!"
Der Inquisitor brummte nur. Damit waren sie verlohren, jetzt begaben sie sich schon in die Klauen dieses verfluchten Kastells. Aber die Leute schienen alle glücklich zu seinen...
In hohem Bogen warf er die Fackel auf einen der Schutthaufen. Nach ein paar Minuten fing das Holz endlich Feuer und begann, die unbrauchbaren Balken zu verzehren.
"Weißt du Pete, ich habe so gewisse Erfahrungen mit Dämonenbeschwörern... Da wo ich herkomme, läge dieser Don jetzt dort auf dem brennenden Hozstapel. Warum vertraut ihr ihm?"
Die Flammen schlugen immer Höher, die Hitze wurde fast unerträglich. Dennoch blieb der Inquisitor dort stehen wo er stand und starrte ins Feuer. Pete hingegen trat einen Schritt zurück, bevor er antwortete.
"Die Schwarzmagier sind nicht wirklich böse. Nur manchmal etwas seltsam. Und so lange sie in ihrem Kastell bleiben und nicht mit der Eroberung der Kolonie beginnen, sehe ich keinen Grund, warum wir ihnen misstrauen sollen..." "Das ist es ja eben!" fauchte Dorrien. "Sie HABEN schon längst mit der Eroberung der Kolonie begonnen! Nur seht ihr es nicht. Sie unterwandern uns. Sie strecken ihre schmutzigen Finger überall hin, langsam aber sicher richten sie uns zu Grunde. Ist es wahr das dem Don dieser Turm gehört?"
Pete nickte. Überrascht starrte er Dorrien an, so hatte er ihn noch nie erlebt. In der Stimme des Inquisitors schwang Hass, unbändiger Hass, mit... "Da hast du's!" knurrte Dorrien leise. "Der Turm, die einzige Verteidigungsanlage Drakias, gehört ihm. Dem Kastell, nicht dem Alten Lager. Beliar, nicht Innos. Ich frage mich was dem Kastell noch alles gehört..." "Das Wirtshaus 'Zum Schattenläufer' gehört auch dem Don!" platzte Pete unvorsichtigerweise raus. Dorrien nickte nur.
"Du siehst was ich meine?" fragte er, "Den ZuXlern gehört das halbe Alte Lager, die Bruderschaft demoralisiert uns mit ihrem Sumpfkraut und die Typen aus dem Neuen Lager überfallen unsere Konvois. Wenn das so weitergeht werden wir bald von diesem ganzen Häretiker - Pack überrannt..."
"Öhm, Dorrien, jetzt übertreibst du aber..." meldtete sich Pete vorsichtig zu Wort, aber der Inquisitor winkte nur ab.
"Geh, du hast Turmwache..." meinte er in einem müden Tonfall, er hörte sich an wie ein Feldherr, dessen Truppen kurz vor einer vernichtenden Niederlage standen.
Pete schüttelte nur den Kopf und machte sich dann auf den Weg zum Turm, wenig später ging auch Dorrien wieder auf seinen Posten zurück. Die Flammen hinter ihm schlugen mittlerweile fast zehn Meter in die Höhe. Wenn sich doch nur dieser Schwarzmagier in den Flammen befände...
Aber was noch nicht war könnte ja noch werden.



17.11.2002 20:50#331
Thorus Die Drei durchschreiteten die Nacht,ohne auch nur einmal angegriffen worde zu sein. Nach einem langen Fußmarsch konnten sie schon Gebäude Drakia's erkennen.Zerstörte Gebäude. Von weitem konnte man nur noch einen einzigen Turm emporragen sehen. Dieses musste das Eigentum des Schwarzmagiers sein, der der eigentliche Grund des Besuchs bei Drakia ist.Als sie durch die Stadt gingen sahen sie sich um und sahen all die zerstörten Gebäude. Aus den aufgeregten Gesprächen der Einwohner Drakia konnte man heraushören,das das das Werk der Orks gewesen sei. Sie bahnten sich weiter ihren Weg durch die Strassen um an das einzig noch intakte Gebäude zu kommen.Dort angekommen sahen sie von weitem einen hageren Mann in imposanter Robe gekleidet, der sich grade unterhielt. Das musste der Don sein...Don-Esteban.Sie gingen unbeirrt auf ihn zu um ihm ihre Anliegen aufzuzählen.Thorus war schon sehr gespannt wie der oberste der Kastellmagier sich gab...



17.11.2002 21:10#332
Don-Esteban Der Magier drehte sich um und erblickte die Ankömmlinge. Sie fielen ihm sofort auf. Zur Miliz von Drakia konnten sie nicht gehören. Dazu waren sie zu gut bewaffnet. Dann erkannte er das Gesicht von Dumak. "Ah, mein verlängerter Arm in der Kolonie." Er lächelte hintergründig. "Und da haben wir ja auch Nienor, die tapfere Söldnerin. Dich habe ich lange nicht mehr gesehen. Was bewog dich dazu, gemeinsam mit zwie Leuten aus dem alten Lager zusammen zu wandern?" Doch dann sah er sich den dritten der Gruppe näher an. Das mußte ein hohes Tier des Lagers sein.

"Eurer Rüstung entnehme ich, daß ihr einen hohen Rang innerhalb der Hierarchie des Lagers einnehmt. Seid ihr der Abgesandte des Lagers, der nach dem Außenposten schauen soll? Bisher hat sich außer einem, wie mir die Leute sagten, recht seltsamen Buddler noch niemand aus eurem Lager hier blicken lassen, seit dem Überfall der Orkarmee sind schon einige Tage vergangen. Ist das alte Lager nicht mehr an Drakia interessiert?"



17.11.2002 21:40#333
Thorus "Das habt ihr richtig erkannt,Magier. Ich bin der Gardeführer des alten Lagers.Ich weiss das ihr der oberste Schwarzmagier des Kastells seit.Ich freue mich eure Bekanntschaft zu machen.Das alte Lager ist schon noch interessiert an dieser Siedlung doch es müssen erst Mittel besorgt und besprochen werden was zu tun ist.Nunja, nun aber zu dem warum ich euch aufsuche.Bei einem meiner letzten Streifzüge durch die Kolonie,habe ich in dem Schiffwrack diesen verosteten Dolch gefunden. Er löst bei mir in der Hand unbehagen aus und auf seiner Klinge sind noch Runen zu erkennen.Ihr genießt hohes Ansehen und seit bekannt für euer grenzenloses Wissen über alte Schriften und Artefakte.Ich wollte euch fragen ob dieser Dolch,eine normale Stichwaffe ist oder ob hinter diesem Auschlachtwerkeug was anderes steckt.Wenn ihr euch dem Dolch annehmen würdet, wäre das ausgesprochen freundlich von euch.Dumak und Nienor hatten auch eine Bitte an euch aber darüber weiss ich nichts näheres,das werden sie euch selbst erzählen."


17.11.2002 22:02#334
Don-Esteban Der Schwarzmagier ließ sich den dolch zeigen. Um die Runen, von denen Thorus gesprochen hate, zu entdecken, hielt er ihn leicht schräg gegen das Licht eines Feuers, das die Bewohner hier entzündet hatten, um sich daran in den kalten Herbstnächten zu wärmen. Schwach blitzten die Runen auf, als das Licht die erhabenen Stellen des Griffes erleuchtete. "Fürwahr, auch ich spüre, daß von diesem Dolch etwas Seltsames ausgeht. Eine unnatürliche innere Wärme. Doch näheres kann ich erst nach einer eingehenden Untersuchung des Stückes sagen." Er gab dem Gardistenführer seinen Dolch zurück und wandte sich an Nienor. "Nun, was ist dein Grund, mich aufzusuchen?"



17.11.2002 22:03#335
Nienor Nienor trat vor. Ihr geheimnisvolles Kästchen hatte sie unterdessen aus ihrer Tasche gekramt. "Hier, das habe ich im Schlamm des Sees im Neuen Lager gefunden. Ich kann es nicht öffnen. Vielleicht ist es auf magische Weise verschlossen." Sie hielt ihm ihr Fundstück, das sie nun schon einige Monate mit sich führte, hin und der Magier nahm es vorsichtig in die Hände. Das Feuer verwandelte die elfenbeinernen Wände in rötliche Reliefs.



17.11.2002 22:03#336
Don-Esteban Rotflackernde Figuren waren auf den Seitenwänden des Kästchens eingraviert. Es war ein kostbarer Fund. Der Magier untersuchte das Kästchen von allen Seiten und gab ein, zwei Male einen ausruf des Erstaunens von sich. "Ebenso wie der dolch eine kostbare Arbeit, Sicher sehr wertvoll. Es scheint nicht unbedingt magisch verschlossen zu sein. Vielleicht kann nur eine bestimmte Person das Kästchen öffnen oder nur Personen mit besonderen Eigenschaften. Ich werde es mir morgen ansehen." Er gab das Kästchen zurück. "Und Dumak, was willst du von mir? Etwa Belohnung für deine Dienste?" Das breite Grinsen des Diebes war Bestätigung genug für den Magier.



17.11.2002 22:20#337
Thorus Nachdem auch Nienor ihre Bitte vorgetragen hatte,gähnte Dumak leise. Thorus hatte dieses mitbekommen und sagte:

"Ich glaube ich spreche nicht nur für mich wenn ich sage, das es schon spät ist und es jetzt der richtige Zeitpunkt wäre ins Bett zu gehen.Morgen früh sieht alles anders aus,ausgeschlafen betrachtet man die Dinge anders."
Das sich alle gegenseitig zustimmende Blicke zuwarfen,war es beschlossene Sache.Fehlte für Dumak,Nienor und Thorus nurnoch ein Platz zum schlafen.Gütiger Weise hatte der Schwarzmagier den Dreien einen Schlafplatz im Turm angeboten,was sie auch dankend annahmen.Sie gingen Alle in den Turm um zu nächtigen und den morgigen Tag frisch zu beginnen.



17.11.2002 23:20#338
Harald Der Priester hatte Drakia erreicht. Rauchwolken von erloschenen Feuern wehten ihm entgegen. Zerstörte Hütten links und rechts. Ein wahrlich tostloser Anblick. Was war hier geschehen.? Einzig ein Turm ragte so ziemlich unbeschadet aus dem Trümmerfeld hervor. Nun, das musste dann wohl das Ziel des Priesters sein. Immer auf der Hut und jederzeit mit unannehmlichkeiten rechnend ging der Priester auf den Turm zu. Schlieslich hatte er so etwas wie einen Eingang errreicht und der Priester trat ein.



18.11.2002 02:09#339
Harald Das innerliche des Turmes wirkte wesentlich grösser, als es von aussen den Anschein nehmen liess. Irgendwie erinnerte dieser Turm den Priester an das Kastell. Er sah sich um, entdeckte aber im Moment niemanden. Nun gut, er war froh erstmal hier zu sein. Gegenüber des Eingangs befand sich ein Tisch, den der Magier aufsuchte und daran Platz nahm. Irgendwer würde sich schon melden. Harald beschloss hier zu warten.



18.11.2002 02:25#340
Sonnenwende Sonnenwende betrat den Turm und sämtliche Anspannung fiel erstmal von ihr ab. Sie fühlte sich endlich wieder ein bischen sicherer ( was doch so ein paar Mauern schon ausmachten ). Sie schaute sich um und zu ihrer grossen Freude sah sie an einem gegenüberliegenden Tisch einen alten Bekannten sitzen. Der Priester aus dem Kastell, sein Name war Harald. Sie war sehr froh ihn hier zu treffen und rasch setzte sie sich zu ihm. Der Magier schien genauso erfreut zu sein, jedenfalls meinte sie es seinem Gesichtsausdruck entnehmen zu können. "Hallo Magier" sagte sie zu ihm, "ich freue mich ausserordentlich euch zu sehen". Erwartungsvoll sah sie den Magier an, was hatte der zu berichten?.


18.11.2002 02:46#341
Harald Harald sass nun am Tisch und wartete. Was er vermisste, war ein Dämon der ihn bediente. Na ja, nicht überall ging es so zu wie im Kastell. Während er so seinen Gedanken nachging, öffnete sich die Tür und eine Person trat herein. Harald nahm erst gar keine Notiz von ihr, aber dann war die Neugierde doch grösser. Zu seiner völligen Überraschung und grosser Freude erkannte er das Mädchen, welches er vor einiger Zeit schon einmal im Kastell getroffen hatte.
Sonnenwende. An diesen Namen konnte er sich noch ganz genau erinnern. Sie hatte ihn auch schon bemerkt und kam sofort zu ihm an den Tisch.
Zwar hatte er ihr eine Nachricht zukommen lassen, aber er hatte nicht gedacht, das sie sich an ihn erinnern würde und sie dieser Nachricht folgt. Irgendwie fühlte er sich zu ihr hingezogen und irgendwie hatte er das Gefühl, sie hier in Drakia zu brauchen. Aber das sprach er im Moment nicht an. Sie unterhielten sich über Beliar und die Welt. Ein angenehmes Gespräch.



19.11.2002 22:37#342
Don-Esteban Die Nacht war, wie zu erwarten, ruhig gewesen. Nur ein paar fliegende und ab und an kreischende Schatten störten die Nachtruhe ab und an, doch der Don wußte nicht, ob jemand außer ihm dies überhaupt bemerkt hatte. Vielleicht entsprang dies auch nur irgendwelchen wirren Träumen. Manchmal suchten ihn diese seltsamen Träume heim, nicht direkt Albträume, doch schon sehr speziell. Er wußte nur nicht, wem genau er sich anvertrauen könnte. Er kannte keinen in der Barriere, der damit umgehen konnte und den eventuell darin verborgenen Sinn erkannte.
So verdrängte er die Gedanken an die unheimlichen Schatten, die um den Turm flogen und wandte sich irdischerem zu. Vor allem interessierte ihn das Kästchen Nienors. Zu dem Dolch des Gardeführers konnte er im Moment gar nichts sagen, nichteinmal die Runen auf dem Griff kamen ihm bekannt vor. Irgendetwas Unheiliges ging von dieser Waffe aus, als er sie gestern Abend in die Hand genommen hatte. Doch vorerst untersuchte er das elfenbeinerne Kistchen der Söldnerin.

"Im Schlamm, sagst du?" Nienor nickte. "Wie mag es da wohl hingekommen sein." Er drehte und wendete es hin und her. "Es ist tatsächlich auf gewisse Art magisch verschlossen. Zum Glück nicht auf üblichem Wege, sondern anders. Es scheint, daß derjenige, der dies getan hat, wollte, daß jeder Magier den Deckel wieder öffnen kann - und nur Magier. Siehst du?" Der Deckel klappte auf.



19.11.2002 22:38#343
Nienor "Wie... Wie habt ihr das gemacht?" Nienor war echt erstaunt. "Tagelang hab ich daran herumgefummelt und Ihr, Ihr schafft das in einem Augenblick." Die Söldnerin konnte es gar nicht fassen. Das WAR Zauberei. "Ist es nur irgendein Trick oder steckt da mehr dahinter?" Mißtrauisch nahm sie das geöffnete Kistchen aus den Händen des Schwarzmagiers und sah hinein. Was mochte wohl da drin sein, so gut verschlossen all die Zeit?



19.11.2002 22:48#344
Dumak Jetzt wurde es interessant. "Zeig her, was is da drin." Wie der Magier die Kiste geöffnet hatte, war ihm schnurz, wahrscheinlich steckte da wieder so ein fauler Zauber hinter. Viel interessanter war doch, was drin war, immerhin hatte sich jemand viel Mühe gegeben, beim Verschließen des Kästchens. Schnell hatte der Dieb die Kiste an sich gerafft, ehe Protest kommen konnte. Er wühlte neugierig drin rum und überhörte den gerade aufkommenden Protest von Nienor. "Och, nur ein versiegelter Brief." Die Enttäuschung war ihm deutlich anzumerken. Jetzt war die Kiste wieder uninteressant, er gab sie zurück.



19.11.2002 22:57#345
Thorus Als Dumak das Kästchen zurückgab und alle wie gespannt auf den versiegelten Brief starrten und einen Moment lang nichts geschah meinte Thorus:

"Vielleicht kommt mal einer auf die Idee ihn aufzumachen...?"

Da Nienor das Kästchen gefunden hatte fühlte sie sich angesprochen,sie ergriff die Initiative und brach das Siegel...



19.11.2002 23:09#346
Mohammed Keuchend, japsend, röchelnd, nach Luft schnappend und nicht weniger nach Atem ringend, erreichte der Sprinter, der sich ab jetzt nur noch der rote Blitz nennen würde, Drakia. Ein bisschen demoliert sah es hier aus.. Irgendwas war da doch mit Orks gewesen. Doch Mohammed kam jetzt nicht darauf, was. Diese könnten eigentlich auch bald mal Bekanntschaft mit seinem geliebten Schwert "Feuerschneide" machen. Aus seinem Augenwinkel vernahm er plötzlich aus dem Augenwinkel einige Lichtstrahlen, die sich aus den Fenstern des Wachturmes heraus bis zu ihm durchgekämpft hatten. Da hier weit und breit keine Gestalt in einer Kutte oder zumindest etwas ähnlichem herum lief, würde er sich den Turm mal genauer ansehen.

Drinnen angekommen stockte ihm der Atem. Denn dort drinnen sah er einen hohen Gardisten, mit seiner stark gepanzerten, prunkvollen Rüstung. Doch es war nicht einfach nur ein hoher Gardist unter wenigen. Es war Thorus! Der, der seine Gruppe bei der großen Schlacht gegen Toras geführt hatte. Welch Ehre! Dann war da noch der... Mohammed schluckte... Schwarzmaier, eine Mohammed noch unbekannte Dame, die nach neuem Lager aussah (soetwas roch ein Gardist auf 500 Meter gegen den Wind) und noch ein zwielichtig dreinblickender Schatten. Mohammed "befeuchete" seine Hände etwas mit Spucke und strich seine Haare lässig nach hinten. Dann rückte er seine Rüstung etwas zurecht und begab sich schließlich zu dem hohen Gardisten und was sich noch so um ihn herum tummelte.
"Ich bitte vielmals um Verzeihung, wenn ich hier so unangemeldet herein platze, aber die Skelette am Tor Kastells haben mich hier her verwiesen, wenn ich das Orberhaupt des Zirkels anzutreffen zu erhoffe. ", Mohammed richtete seinen blick auf den erhabenen Hohepriester, "Denn ich hatte Euch vor einigen Wochen einen Ring übelassen, den Ihr für mich, nach einer angemessenen Bezahlung, identifizieren solltet..."



19.11.2002 23:20#347
Don-Esteban Doch die Söldnerin gab das Schriftstück, dessen Wachs seltsamerweise wie Staub zerbröselt war, als ob es wußte, das es nun nicht mehr vonnöten sei, an den Magier weiter, da die Nachricht in einer Schrift geschrieben war, die sie nicht kannte. Vielleicht wußte ja Don-Esteban etwas mit anzufangen. Und in der Tat, der Magier kannte die Schrift. "Ungewöhnlich, diese Schriftzweichen werden heutzutage kaum noch verwendet." Daß sie auch früher nur für gefährliche, unheilige Dinge verwendet wurde, erwähnte er lieber nicht.

"Der Text besagt - ursprünglich in Versen - folgendes", ließ er sich nach einer ganzen Weile vernehmen. "In einem Ort, eingekeilt zwischen steilen Klippenwänden, südlich des Tals der Minen, am Ufer eines Meeresarms steht ein Turm. Von dort führt ein Eingang in tiefe Höhlen, voll mit..." Er suchte nach einer Entsprechnung für das letzte Wort. "Voller Dinge...nützlicher Sachen..." Er überlegte. "Schätze!" Das war es, Schätze. Während in den Augen aller das Schatzfieber aufflammte, trat ein Gardist in den Turm und sprach den Gardeführer an und erzählte dann von dem Ring. Der Don suchte in den Taschen seiner Robe... die waren tief... sehr tief. Die Suche könnte sich einige Minuten hinziehen.


19.11.2002 23:30#348
Thorus "N'abend Mohammed.Ich staune dich hier zu Treffen.Was machst du hier?

Mohammed wechselte kurz ein paar Worte mit Dem Schwarzmagier und wandt sich dann Thorus zu und erklärte ihm das er vor einiger Zeit einen Ring gefunden hatte der indentifiziert werden musste. Und er hatte tief in den Erzbeutel greifen musste um dieses zu erreichen. NAchdem alle Unklarheiten geklärt waren drehten sich beide zu Don-Esteban,der mit Schweissperlen verziertem Gesicht immernoch eifrig in seinen Taschen nach dem Ring suchte.



19.11.2002 23:54#349
Der Inquisitor "Siehst du das? SIEHST DU DAS?????" brüllte Dorrien den verwundert dreinschauenden Pete an und deutete dabei auf den Turm.
"Die Penner kommen hier her wie die Fliegen zur Scheiße und setzen sich in den Turm, als würde er ein Wirtshaus sein! Kein einziger von denen wohnt hier! Alles nur wegen dieser verfluchten Schwarzmagier! ALLES!! WAAAAAAA!!!!" Der aufgebrachte Inquisitor schleuderte den Hammer, mit dem er bis eben noch an einer Hütte herumgeklopft hatte, ein beachtliches Stück in Richtung Turm. "Heeee, reg dich ab... Die Erzbarone haben Drakia anscheinend fallengelassen, die interessieren sich nur noch für den Turm, wenn überhaupt..." "Das ist es ja eben!" schrie Dorrien und riss mit einer blitzartigen Bewegung sein Schwert aus der Scheide. Pete sprang erschrocken einen Schritt zurück, als Dorrien ihn böse anfunkelte...
"Du steckst wohl mit den Magiern unter einer Decke, hm?" fragte der Hexenjäger in einem ruigen, gönnerhaften Ton. Er lächelte, doch der Glanz in seinen Augen strafte ihn lügen.
"Machst mit diesen Häretikern gemeinsame Sache, was? Was geben sie dir dafür, dass du mit ihnen zusammenarbeitest?"
Dorrien ging langsam auf Pete zu, die Klinge des Todeswächters glänzte unheilvoll im kalten Mondlicht. Verunsichert wich Pete zurück... "Dorrien, lass das! Steck das Schwert weg! Du bist wohl verrückt geworden...!" "Ich bin nicht verrückt. Nur Pflichtbewusst. Ich bin Inquisitor, Pete. Es ist mein Job, Abschaum wie dich zu beseitigen..."
Entsetzt starrte Pete seinen 'Freund' an. Starrte auf die tödliche Klinge des Schwertes, die sich langsam hob um ihn mit einem einzigen Schlag zu töten. Starrte in Dorriens ruhiges und zu gleich doch vom Wahnsinn entstelltes Antlitz...
"Stirb, Ketzer..." flüsterte der Inquisitor kaum hörbar, aber laut genug das Pete es verstehen konnte. Pete versuchte zu fliehen, stolperte aber und stürzte hin. Langsam, aber doch zu schnell zum Ausweichen, senkte sich Dorriens Klinge. Der Hexenäger entblößte die Zähne zu einem diabolischen, fanatischen Grinsen...
"ES REICHT! WEG DA! LEG DAS SCHWERT WEG, ABER SOFORT!"
Ein kräftiger Arm riss Dorrien von seiner Beute weg. Wenig später krachte Squigs Faust gegen das Kinn des Inquisitors, er taumelte zurück und ließ das Schwert fallen. Einige andere Buddler halfen Pete auf.
"Er.....er....ist verrückt....wollte mich töten...." stammelte dieser, aber eigendlich war das überflüssig. Sie wussten es alle. Zunächst hatte es ausgesehen wie ein normaler Streit, aber als Dorrien Pete dann hatte erstechen wollen war Schluss mit lustig.

Der Inquisitor stand mit dem Rücken an der Wand einer Hütte und beobachtete die Anderen mit finsteren Blicken, sie warfen ihm nicht weniger finstere Blicke zurück. Was das sollte, wollten sie wissen. Was er sich dabei gedacht habe, fragten sie. Ob er denn wahnsinnig sei, verrückt.
"Ihr habt doch alle keine Ahnung!"
Dorrien lächelte böse...



20.11.2002 00:00#350
Don-Esteban Während unten im Ort ein Buddler einen anderen fast umbrachte, fand der Schwarzmagier den Ring, von dem Mohammed sprach, tatsächlich in den Tiefen seienr Taschen. Irgendwann einmal hatte er sich tatsächlich erfolgreich darüber den Kopf zerbrochen, was es mit dem auf sich hatte. Nachdem er seinen Kopf damals wieder zusammengesetzt hatte, war klar gewesen, daß dies einer der Gegenstände war, die... "Geschicklichkeit und auch die Körperkräfte erhöhen sich durch deinen Ring, sofern du ihn überstreifst. Du wirst es merken, es durchströmt dich augenblicklich ein, wie soll ich es nennen, lebendiges Gefühl, als ob man Berge versetzen könnte.

Dieses Schmuckstück ist einigermaßen wertvoll. Ich selbst könnte etwas vergleichbares nur mit großem Zeitaufwand und mit teurem Material herstellen. Also hüte ihn gut oder verkauf ihn vorteilhaft." Damit gab er dem Gardisten den Ring wieder, der durch die Wochen in der Robentasche blitzeblank geputzt worden war. Er funkelte im spärlichen Licht der Fackeln, die in den Wandhalterungen steckten, und bei deren Anblick sich wie immer niemand fragte, wer die denn alle immer anzündete.

"Doch wo du gerade hier bist und auch noch so eienn vorteilhaften Ring dein Eigen nennst, wie wäre es, wnen du uns auf einer kleinen Schatzsuche begleitest?" Die anderen wollten gerade Protest erheben, immerhin schmälerte ein zusätzlicher Teilnehmer ihren zu erwartenden Gewinn, da gab er zu bedenken, "Daß bei Schätzen für gewöhnlich Monster lauern, wissen wir ja alle. Da ist ein zusätzlicher Schwertarm nur recht."

Ein plötzliches Geräusch, wie von einem weggerückten Tisch, ließ die Gruppe herumfahren. Ins Licht der Fackeln trat der Hohepriester Harald. "Was tust du denn hier? Dich hab ich lange nicht mehr gesehen. Schön, dich unter den Lebenden zu wissen. Anscheinend besteht unsere Gruppe fast nur aus geübten Kämpfern und Magiern, so daß nichts schief gehen kann." Bei dem Wörtchen fast schielte er auffällig unauffällig zu Dumak, dem das nicht entging.



20.11.2002 00:09#351
Harald Langsam aber sicher merkte der Priester, das Sonnenwende und er hier wohl am falschen Platz warteten. Hier rührte sich nichts und es würde bestimmt auch niemand kommen. Sein Gedanke war, den Turm näher zu untersuchen. Vielleicht, oder warum auch nicht, gab es hier irgendwelche Geheimgänge. Das wäre für den Priester nun wirklich nichts überraschendes. "Folge mir" sagte er zu Sonnenwende.

Dann erhob er sich und fing an die Mauern und den Fussboden des Turmes genauer zu untersuchen. Ganz unauffällig und nahezu perfekt versteckt, sah er plötzlich eine Nische, die zweifellos tiefer in den Turm führte. Ohne zu zögern stieg der Magier hinunter. Plötzlich vernahm er Stimmen und er folgte diesem Geräusch. Nach einer kurzen Zeit - die Stimmen wurden lauter - entdeckte er eine Gruppe Menschen.

Eine der Stimmen kam ihm irgendwie bekannt vor. Jetzt wusste er warum. Sie gehörte dem Hohepriester Don-Esteban. Seine Schritte beschleunigten und rasch hatte er den Magus erreicht. Er nickte dem höchsten Magier in der Barriere freundlich zu. "Es freut mich euch zu sehen, und wie ich sehe, denke ich, das ihr meine Hilfe gebrauchen könnt. Nun denn, ich bin euer Mann."


20.11.2002 00:22#352
Sonnenwende Sonnenwende hatte sich ebenfalls erhoben und sah auf den suchenden Priester. Verdammt, was wollten sie hier überhaupt, der Schwarzmagier hatte ihr nichts weiter erzählt. Sie hatte irgendwie ein beklemmendes Gefühl in der Brust. Dieser zerstörte Ort, dieser seltsame Turm machten ihr Angst. Egal, sie hielt sich direkt hinter dem Magier und ihre Hand umklammerte das Schwert bis an die Schmerzgrenze. In seiner Gegenwart fühlte sie sich zumindest ein wenig sicher.


20.11.2002 00:25#353
Thorus Thorus sah den Don an, und fragte ihn wie man in die besagte Höhle mit dem Schatz kommen kann und wo der Eingang liege. Der Don laß sich den Brief nochmal gründlich durch.....


"Das ist es!!!Schaut doch mal,Klippen,Tal der Minen und so,der Eingang befindet sich irgendwo hier im Turm. "


Thorus,sah einmal im Turm umher und fragte dann aber:

"Und wo soll der sein?Im Keller?"


-"Du sagst das so Scherzhaft,aber es könnte durch aus sein.Man müsste eigehend nach einem Eingang suchen.Lasst uns in den unteren Teil des Turms gehen Freunde.Sehen wir uns da um."

Die Gruppe ging die schier unendlichlange Wendeltreppe hinunter in den Keller des Turms.Thorus sah sich um und erblickte im Schein der Kerzen die der Magier mit fingerschnipsen anbekam,nur dicke Bücher über Schwarze Magie und dunkle Rituale zum beschwören von Dämonen.Jeder nahm sich eine andere Ecke des Kellers vor. Doch diser war so riesig das es etliche Minuten dauerte bis man Thorus rufen hörte:

"Hey kommt mal her ich glaube ich habe was entdeckt"

Als die Gruppe um den knieenden Thorus versammelt war fing er an zu eläutern was er hier sah...

"Schaut auch diese Bodensteine an,sie heben sich von der Helligkeit von den anderen ab,diese scheinen neuer zu sein.Aber wenn es tatsächlich die Tür ist...wie bekommt man sie auf?

Dumak tapste mit seinem Fuß jeden Einzelnen Stein ab.Sie saßen alle fest.Thorus versuchte mit seinem Dolch hinter einem Stein zu hebeln...nichts! Dann kam ihm aber die Idee das das Kästchen magisch versiegelt war,warum dann nicht auch dieser Eingang?

"Schwarzmagier,ist es möglich das dieser Eingang auch magisch versiegelt ist?"


20.11.2002 01:09#354
Don-Esteban Der Angesprochene sah sich die Stelle an. "Ja, möglich ist vieles. Hoffen wir, daß hier ebenfalls keine echte magische Versiegelung stattgefunden hat." Er kniete sich hin, um wie die andren vor ihm die Bodensteine zu betrachten, die der Gardeführer entdeckt hatte. Doch noch ehe er irgendwelche magischen Rituale starten konnte, sprang Dumak hinzu und unterbrach ihn ohne jeden Respekt.


20.11.2002 01:09#355
Dumak "Wartet, ich will noch etwas probieren." Er schnappte sich eine Fackel und hielt sie über die Ritzen zwischen den Steinen. Die Flamme begann zu flackern. Ein Luftzug strömte durch die Fugen. "Hier ist tatsächlich ein Hohlraum hinter." Mit einem Messer, daß ganz unerwartet in der Hand des Diebes auftauchte, fuhr er durch die Fugen und blieb tatsächlich nach eienr Weile an etwas hängen. "Ha!" meinte er triumphierend. "Wußt ichs doch, keine Magie, eine ganz normale getarnte Falltür. Ich wette, es gibt auch irgendeinen Hebel dafür." Jeder begann, die Wände abzusuchen, ob nicht vielleicht ein verdächtiger Hebel herausragen würde oder ein Stein, der irgendwie fehl am Platze wäre, doch nichts fand sich.



20.11.2002 01:20#356
Nienor Auch Nienor suchte mit. so war sie wenigstens abgelenkt von dem Gedanken, hier mit einigen Leuten des Alten Laghers zusammen in einem fremden Keller rumzulungern. Das behagte ihr nämlich gar nicht. Ratlos, weil auch sie nichts gefunden hatte, was der Lösung des Problems dienen könnte, lehnte sie sich an eine Fackelhalterung - und schrie auf. Die Fackel gab nach, sie war ein Stückchen eingeklappt.

Mit einem Ächtzen gab die Falltür nach und klappte nach unten. Dröhnend schglug sie gegen eine Wand und gab eine ins Dunkel führende Treppe frei. Nienor hatte sich schon wieder gefaßt. "Da ist unser Eingang. Gehen wir los." Einer nach dem anderen stieg die Treppe hinab, die ins Ungewisse führte. Verbarg sich dort unten nur eine weitere miefige Kelleretage oder gab es mehr zu entdecken?


01.12.2002 00:59#357
Don-Esteban Im Turm des Schwarzmagiers
Die Abenteurer waren alle mehr oder weniger heil wieder am Ausgangspunkt ihrer Reise angelangt. Jetzt gönnten sie sich im Turm des Schwarzmagiers eine ruhige Nacht, um für den morgigen Tag gerüstet zu sein. Nur unterbrochen von einem gelegentlichen Hustenanfall des Don schlief die Gruppe in den Gästezimmern in den unteren Etagen des Turmes den Schlaf der gerechten. Draußen, von niemandem bemerkt, hatten sich wieder die von blutfeuer und Dumak vor nicht allzulanger Zeit vertriebenen Harpyien breitgemacht. Sie hatten doch tatsächlich im Turmdach eine Lücke entdeckt und dort einen Unterschlupf gefunden.



01.12.2002 14:51#358
Don-Esteban Im Turm des Schwarzmagiers
Nach einer für die mittlerweile Unruhe gewohnten Abenteurer ungewöhnlich ruhigen Nacht, in der nur der Wind um das Gemäuer pfiff und ab und zu das Kreischen der Harpyien zu hören war, ansonsten aber nichts passierte, was der Erwähnung wert gewesen wäre, rappelten sich die glücklich dem Tod von der Schippe Gesprungenen auf, um sich in ihre Lager zu begeben. Besonders der Meister der Schwarzmagier hatte es verdächtig eilig. Ohne seinen Verletzungen mehr als die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, machte er sich daran, für die Reise auszurüsten.
In einer der Truhen in einem seiner eigenen Gästezimmer fand er seltsamerweise eine Robe, die zwar von einfacher Machart, doch ohne Zweifel besser als seine jetzige Bekleidung war, die aus einem langen, bunt mit mystischen Symbolen bestickten Tuch bestand. Mit bunten Tüchern bekleidet durch die Gegend zu laufen stand dem Oberhaupt der Dämonenbeschwörer nicht an. Soviel stand fest. So machte er sich denn, nachdem er sich vom Rest der Gruppe verabschiedet hatte, sie aber trotzdem zwar mit Höflichkeit, doch umso bestimmter vor den Turm gesetzt und diesen verschlossen hatte, auf, um gen Kastell zu wandern.

Er genoß die Schritte auf dem Erdboden. Keine Höhlenwände zwangen ihm die Richtung auf, in die er zu gehen hatte. Keine Decke versperrte die Sicht auf den Himmel, an dem zwar nach wie vor die blau schimmernde Barriere hing, doch der trotzdem ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit gab. Als sich der Magier weit draußen irgendwo auf der Ebene befand, legte er sich auf den Rücken, breitete die Arme aus und starrte in den Himmel.

Er schaute den sich ständig verändernden Mustern der magischen Kuppel zu und bewunderte dieses Meisterwerk der Magie. Schade nur, daß es dazu diente, ihn einzusperren. Er erhob sich wieder, raffte die einfache, schwarze Robe zusammen und setzte seinen Weg vort. Vor ihm lag das Gebirge, daß es zu durchqueren galt. Einige Hustenanfälle später würde er wieder im Kastell sein. Nur ein paar schnell überwundene Bergketten trennten ihn noch davon.



01.12.2002 16:31#359
Harald Verdutzt und nachdenklich sah der Rest der Gruppe dem Don hinterher. Er, dessen Leben gestern noch im wahrsten Sinne des Wortes an einem seidenen Faden hing, zog von dannen, so als ob nichts geschehen war. Nun ja, dieser großartige Magier war einfach nicht zu durchschauen.

Für den Priester nahte nun auch die Stunde des Aufbruchs. Er blickte allen Gruppenmitgliedern nocheinmal tief in die Augen. Jeder von ihnen wusste, das sie sich tapfer geschlagen hatten und sie in diesem höllischen Kampf füreinander da gewesen waren. Er nickte ihnen anerkennend zu. Er würde das ganz gewiss nicht vergessen.

Dann brach auch der Priester auf. Nur Sonnenwende, die ihn noch ein Stück begleiten wollte, folgte ihm. Ihre Siluetten wurden immer kleiner, bis sie schliesslich am Horizont völlig verschwanden.



01.12.2002 22:19#360
Nienor Nun, da sich die Gruppe auflöste, manch einer schon weg war, sah Nienor den Dieb von der Seite an. "Du schuldest mir noch was." Sie war nicht gewillt, auf das von Dumak im Augenblick höchster Not gegebene Versprechen zu verzichten und erinnerte ihn deshalb gerne daran. "Außerdem ist mir kalt. Gehen wir?" Tatsächlich pfiff der Wind um die Klippe, auf der der Turm in den Himmel ragte. Unten im durch den Einschnitt gebildeten Tal standen die ersten neu erbauten Hütten. Drakia entstand aus der Asche wieder neu.

Vom Alten Lager war offensichtlich niemand gekommen, um sich des Ortes anzunehmen. Der Gardechef und sein Kumpan machten auch keine Anstalten, irgendetwas für den Ort tun zu wollen. Nienor wars egal. In ein freies Drakia kehrte sie um so lieber zurück. Die Rotröcke hier hatten ihr nie gefallen. Vielleicht blühte der Ort auch auf, unter eigener Verwaltung. Ein weiterer Windstoß, der von der See her wehte, zerzauste ihr das Haar und ließ ihren einzigartigen Bogen mit einem Pling gegen die Rüstung klimpern. "Kommst du nun?"


01.12.2002 23:27#361
Dumak Shit, jetzt fing sie auch noch damit an. "Hör mal. Ich bin grad nicht flüssig..." Mit einer eindeutigen Geste wischte sie seine Ausweichversuche beiseite. "Na gut. Warum nicht. Ein paar Krüge von Sadors Gesöff könnte ich schon vertragen. Auch, wenns mich arm machen wird. Eines Tages werd ich dich dafür ausrauben und an die Erzbarone verkaufen", fügte er grimmig hinzu.
Doch Nienor wußte, daß er dies nicht wirklich ernst gemeint hatte. Scheinbar hatte sie gute Laune, denn sie versprach, nichts allzuteures zu wählen. Mittlerweile war es dunkel geworden. Der Wind hatte an Heftigkeit zugenommen, hinter ihnen lag der dunkle Turm, der seinen noch dunkleren Schatten auf die ziemlich verloren vor ihm stehenden Menschen warf. Der Mond machte den sich über den Klippen erhebenden Turm zu einem gewaltigen Gnomon, der bei wolkenlosem Himmel stehts die Zeit anzeigte.

"Ja, is ja gut, ich komm ja schon." Beeilte sich Dumak zu versichern und lief ein paar Schritte, um die Söldnerin, die sich mit einem sehr knappen und unterkühlten Gruß von den Gardisten verabschiedet hatte und dann sofort zielstrebig losgegangen war, einzuholen. Hinter ihm ragte der nachts noch düsterer wirkende Turm des Magiers in die Dunkelheit und schien die schnell über den Nachthimmel zu ziehenden Wolken mit seiner Spitze aufzureißen.
Wenn man eine Weile hinschaute, sah es so aus, als ob das Gebäude umfiel. Aber das war nur eine Täuschung. Der Turm war erst neu aufgebaut worden. Er würde noch Ewigkeiten stehen bleiben. Bald verschluckte das hohe Gras des Sommers, das hier noch vertrocknet im Wind schwankte, die beiden Reisenden. Sie strebten nach Norden, um morgen den Schattenläufer zu erreichen. Das einzigste Gasthaus der Barriere, in dem sich die Angehörigen der verschiedenen Lager gemeinsam trafen.
Und das auch noch halbwegs friedlich. Meistens zumindest. Wenn nicht, dann war einer der besseren Abende, an denen was los war. Dumak grinste beim Gedanken daran. Das hatte er schon viel zu lange nicht mehr getan. Vor allem nicht mehr, als er erfahren hatte, daß diese dämliche Morazith nicht mal einen Schatz besaß. So ein dummes Vieh. Schon allein deswegen mußte sie umgebracht werden. Was Nienor dann ja auch getan hatte.

Und zwar mit seiner Hilfe. Mit stolzgeschwellter Brust ging der Schatten neben der Söldnerin her. Zwei Leute aus unterschiedlichen Lagern und doch kamen sie seltsamerweise friedlich miteinander aus. Wenn Dumak es sich genau überlegte, war Nienor eine der wenigen Personen, die er wenigstens einigermaßen respektierte. Zumindest bis zu einem gewissen Maße. Zum Schuß war ja doch jeder sich selbst der Nächste. Und bei Dumak war schnell Schluß.



02.12.2002 00:21#362
Mohammed Auch machte sich erschöpft, aber um einige interresante Erfahrungen reicher, auf den Rückweg zu seinem Lager. So was wiederwärtiges wie die Morazith hatte er wirklich selsten gesehen. Doch es war ein, mehr oder weniger schmerzvoller Spass gewesen, ihr eine Lektion zu erteilen. Hätte er am Anfang gewusst, was dort unten an Gefahren auf ihn gelauert hätte, er wäre wieder mit der Gruppe dort hinunter gegangen. So hatte er doch wieder neue Menschen kennen und schätzen gelernt. Ein komisches Gefühl beschlich ihn, als er sich aus Drakia hinausbegab. Er konnte sich jedoch nicht erklären, warum. Irgendwas bahnte sich hier in der Barriere an.

Nur was? Das gleiche Gefühl hatte er an dem Morgen des Tages gehabt, als er beim Plündern der königlichen Kutsche geschnappt und zum Aufenthalt in der Barriere verurteilt wurde. Doch wahrscheinlich kam das auch nur von den vielen gefährlichen Kämpfen, die er in den letzten Tagen erlebt hatte. Wenn er wieder in einer Hütte war und in seinem Bett zur Ruhe kommen würde, würde sich das alles sicher schon wieder geben. Ein paar Scavangerkeulen wollten auch weider gegrillt werden...



02.12.2002 11:28#363
Thorus Thorus ging mit Mohammed in Richtung altes Lager. Die letzten Tage waren mehr als anstrengend,doch er sah es als sehr intensives Training an. Diese Erfahrung hatte ihm gezeigt, das die aus dem neuen Lager keine schlechten Kämpfer waren. Das musste er sich leider selbst eingestehen. Nienor war eine gute Hilfe,was aber nicht heissen sollte das er jetzt mit dem neuen Lager gut stand. Auf dem Weg ins alte Lager machte er sich weitere Gedanken, was nun passiert wäre wenn sich nicht rechtzeitig den Don gefunden...nicht auszudenken.Aber sie hatten es ja geschafft. Und bei den Gedanken sah er bereits die Torwachen die mit einem verschmitzem Grinsen Thorus begrüßten und nach seiner Reise fragten."Später vielleicht..."und er ging ins Erzbaronenhaus.



13.12.2002 17:42#364
Der Inquisitor Mit einigen Scavengerkeulen im Gepäck kam Dorrien in Drakia an, Pete lief hinter ihm her - auch er hatte Fleisch bei sich. Der Außenposten war inzwischen so weit wieder aufgebaut worden, dass alle eine Unterkunft hatten, auch Berne hatte schon wieder mit der Herstellung guter Armbrüste begonnen. Die Miliz von Drakia hatte sich inzwischen mit Lederrüstungen ausgestattet, die zwar meist recht provisorisch waren, aber immernoch besseren Schutz boten als gar keine Rüstung. Auch Dorrien trug eine solche Rüstung, hergestellt von einem Typen namens Brad aus den Häuten einiger Lurker.
Die beiden Jäger brachten das Fleisch in die Hütte, in der die Vorräte gelagert wurden. Obwohl die Ernährung zum Leben reichte, war sie doch recht eintönig - Fleisch und Früchte, eben das, was die Jäger in der Wildnis auftreiben konnten...
Aus dem Alten Lager hatte sich noch immer niemand gemeldet. Die Bürger Drakias hatte beschlossen, einen Boten ins Alte Lager zu schicken, falls dies nicht seinerseits einen schickte, was ja offensichtlich der Fall war. Und wie der Zufall so wollte, war Dorrien für diese Aufgabe ausgewählt worden...
Kurze Zeit, nachdem das Fleisch verstaut war, stiefelte der Inquisitor los. Bald darauf war er im Wald verschwunden, auf dem Weg ins Alte Lager...


28.12.2002 17:53#365
Der Inquisitor Der wachhabende Drakia - Milizionär begrüßte Dorrien mit einem Kopfnicken, als dieser Drakia erreichte. Wenig später waren auch ein paar andere da, erst einmal hieß es also Neuigkeiten berichten.
Der Inquisitor erzählte vom Einsturz der Alten Mine, dass das Alte Lager geschlossen worden war und von der missglückten Besetzung der freien Mine. Im Gegenzug erfuhr er, was es in Drakia so neues gab: Nix. Nun gut, immerhin war der Aufbau weiter fortgeschritten, man konnte Drakia schon fast wieder ein Dörfchen nennen...



05.01.2003 02:47#366
Nienor Dunkelheit umarmte die Berge, die in der Ferne lagen und Drakia vor kalten Nordwinden beschützten. Das Klima war hier wirklich relativ mild. Schnee lag keiner. So wurde die Ebene auch nicht vom zurückgeworfenen Mondlicht erhellt. Nienor fand den Weg trotzdem. Sie kannte ihn. Das hohe Gras des somemrs war schon lange vertrocknet und von den Herbststürmen geknickt worden.
So hatten Snapper und Scavanger keinen Schutz mehr vor den Blicken anderer, was beide veranlaßte, im Winter ihr Dasein in den geschützten Gebirgstälern zu fristen. Erst wenn wieder Futter da war, kamen die Scavanger wieder hervor. Und die Snapper, ihre Jäger, folgten ihnen. Das hohe, im wind wogende Gras des neuen Jahres würde ihnen dann Deckung beim anpirschen an die beute geben. Doch jetzt war von alledem nichts zu erahnen.

Es war Winter und vor der einsamen Wanderin lag Drakia, das Nest, das vor wenigen Monaten von den Orks fast ausgelöscht worden war. Soweit sie wußte, hatten die Bewohner beschlossen, ihren Ort wieder aufzubauen. Jetzt, als sie näher kam, sah sie, daß sie zusätzlich damit begonnen hatten, eine Mauer um den Ort zu bauen. Dieser Wall zog sich über beide Hänge, schloß das Tal ein, indem der Ort lag und endete an den Ufern des Meeres.

Nur ein Tor durchbrach die begonnene Ummauerung. Doch das konnte man erst bei Tageslicht erkennen. Der Turm des Schwarzmagiers stand allerdings immernoch knapp außerhalb der Mauern. Er war nicht mit einbezogen worden in den Verteidigungswall. Nur ein paar Schritte waren zwischen der angefangenen Mauer und dem Turm. Die Bewohner hatten sich wohl nicht getraut, ihn anzutasten. Und noch war die Mauer an vielen Stellen so niedrig, daß man einfach so drüberspringen konnte.

Die Kosten eines Mauerbaus waren nicht unbeträchtlich. Woher nahmen die Einwohner das Geld dafür? Nienor, beschloß, nachzufragen. Die Hauptstraße oder lieber -gasse war menschenleer, als sie den Ort durch das erwähnte To, bzw. die Torbaustelle betrat. Irgendwo bellte ein Hund. Hier und da brannte noch Licht in den Hütten. Obwohl schon wieder eine Anzahl an mehr oder weniger ordentlichen Häusern stand, sah man noch jede Menge Baulücken, die vom Orküberfall herrührten.

Doch auch eine Taverne stand schon wieder. Nienor steuerte darauf zu. Sie öffnete die Tür. Zu ihrer Überraschung war hier richtig was los. Anscheinend wurde der Fall der Barriere gefeiert. Ein Musikant, der auf einem Dudelsack, der eher eine Art große Quäke war, eine einfache, fröhliche Melodie spielte, war der Mittelpunkt des Hauses. Um ihn herum tanzten einige Paare einen der in der Gegend üblichen Bauerntänze. Nienor arbeitete sich zum Wirt vor.
"Habt Ihr ein Zimmer frei?"
"Waaas? Es ist so laut hier? Ob ich ein Zipperlein habe? Achso, ein Zimmer. Ja, oben, das Zweite links. Was zu essen? Ja, kommt sofort. Ja, auch ein Bier." Nienor suchte sich einen Tisch in einer ruhigeren Ecke. Anscheinend ging es den Leuten hier gar nicht allzuschlecht. Durch den Fall der Barriere waren sie nun auch nicht mehr vom Rest der Welt abgeschnitten und die Lage am Meer war für den Handel sicher auch nicht ohne Vorteile.

Man würde sehen, ob die Orks wiederkamen oder den Ort nun in Ruhe ließen. Der Wirt kam und brachte Nienor einen Teller mit dampfendem Fleisch und einen großen Krug voller Bier. Die Kämpferin biß herzhaft zu. Nachdem sie kurze Zeit später gesättigt war, ließ sie die Feiernden alleine und machte sich auf in ihr Zimmer. Nachdem sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte, ertönte der Lärm nur noch sehr gedämpft.

Müde ließ sie sich auf das mit einer strohgefüllten Matratze belegte Bettgestell fallen, nachdem sie ihre Rüstung abgeschnallt hatte. Die Druckstellen schmerzten leicht, aber das war schon normal geworden. Sie dachte an die Zukunft. Was würde sie jetzt tun? Nienor wußte es nicht. In der Barriere war man vor allem damit beschäftigt gewesen, zu überleben. Es war dumm von ihr gewesen, damals vor so langer Zeit einfach hineinzuspringen. Doch jetzt war sie wieder frei. Und wußte nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollte. So ging es sicher vielen der ehemaligen Gefangenen. Gnade Innos den Bewohnern von Khorinis, war ihr letzter Gedanke, bevor sie einschlief.



06.01.2003 00:54#367
Nienor am nächsten Tag machte sich Nienor auf, um im halbwegs wiederaufgebauten Rathaus nachzufragen, ob es vielleicht Bedarf an Helfern gab. Der Ort brauchte sicher jede Hand, die eine Waffe führen konnte. In einem einigermaßen intakten Zimmer saß ein Mann hinter einem großen Tisch und studierte Papiere.
"Innos zum Gruß." Nienor trat ein.
"Ja, was gibts?" Der Mann tat geschäftig.
"Nun, um es geradeheraus zu sagen: ich bin in diesen Ort gekommen und habe mich gefragt, ob Ihr hier noch ein Schwert gebrauchen könntet. Daß die Verteidigung verbessert werden muß, wißt Ihr ja selbst, wie unschwer am Bau der Mauer zu sehen ist."

"Mhm, was könnt Ihr denn?" Der Mann sah Nienor von oben bis unten an. Die blitzende Rüstung, das prächtige Schwert und der große Bogen auf dem Rücken überzeugten ihn anscheinend, denn er sagte "Scheinbar seid Ihr recht geübt im Umgang mit euren Waffen. Ich gebe Euch bis auf Weiteres den Befehl über die Bürgermiliz hier. Trainiert sie und zeigt den Leuten, was sie wissen müssen." Er wandete sich wieder seinen Papieren zu. "Achso, Sold gibts keinen. Aber Ihr könnt Euch auf Kosten des Ortes im Gasthaus einquartieren. Und falls mal Geld da ist, wird Euch ein Haus gestellt."

Obwohl er anscheinend keine Zustimmung zu erwarten schien, antwortete sie ihm "Ich werde meinen Posten morgen antreten. Entschuldigt mich." Sie verließ den Raum. Kurz vor dem Hinausgehen fiel ihr noch etwas ein. "Wie lautet Euer Name?" "Ich bin Romuald, der Bürgermeister." Stolz klang es, wie er das Wort Bürgermeister aussprach. Die Leute hatten jetzt also ihren eigenen Bürgermeister.



07.01.2003 01:17#368
Don-Esteban Ein Fischerboot lief in den kleinen Hafen des Örtchens ein. Darinnen zwei Leute, Tumar, der Besitzer des Bootes und ein Passagier. Bei ihm handelte es sich um keinen anderen, als Don-Esteban, seines Zeichens Schwarzmagier. Eine seltsame Bootsfahrt war den jetzigen Ereignissen vorausgegangen.

An den sturmgepeitschten Küsten war das kleine Boot ein ums andere Mal fast gekentert, wilde Brecher kamen gleichzeitig von allen Seiten, hatte es manchmal den Anschein gehabt und die beiden Insassen des Bootes wurden immer wieder durchnässt. Die Winterkälte tat ein übriges, um aus der Fahrt keinen Spaziergang zu machen. Doch die letzten Stunden waren sie, nach passieren des Kaps in ruhigeren Gewässern gesegelt und nun lag die Hafenmauer Drakias direkt vor ihnen.

"Bugspriet und Reusenklappe, was war denn hier los?" Tumar, der Fischer, war echt erstaunt. "Scheinbar hat hier vor einiger Zeit ein Angriff stattgefunden. Der halbe Ort ist ja weg."
"Kennst du Drakia denn?"
"Ja klar, früher war ich öfter mal hier, das war immer ein lauschiges Fischerdorf. Doch irgendwann hat es die Barriere geschluckt. Aber die ist ja jetzt weg. Waren das die Sträflinge?"

"Nein, die Orks." Don-Esteban sah sich um. "Ah, sie bauen eine Mauer. Ein weiser Entschluß in diesen Zeiten." Weiter links sah man, wie die Mauer in eine Mole überging, die in einem Turm endete. Aber alles war nur an den Grundmauern zu erkennen. Mehr war noch nicht errichtet worden. Wie auch? Drakia war ausgeraubt und niedergebrannt worden. Es war arm.

"Dein Auftrag ist erledigt. Ich brauche dich nicht weiter." Der Magier stieg aus dem Boot aus, nickte Tumar noch einmal zu und lief dann in Richtung des ehemaligen Rathauses. Doch der Fischer hatte das Boot vertäut und sprang auch an Land "Ich schau mich mal noch ein bisschen um. Dann hab ich meinen Kumpels was zu erzählen."
Dem Don wars egal. "Die Kneipe ist dort vorne. Da hörst du sicher den neuesten Klatsch und Tratsch. Ich hab jetzt anderes zu tun. Gehab dich wohl."
Er steuerte ohne einen weiteren Blick für den Fischer zu haben das Rathaus an und trat ein. Tumar wars egal, er war schon auf halbem Wege zum Gasthof. Im Rathaus selbst sah es noch recht wüst aus. Doch ein freigeräumter Gang führte zu einem Zimmer, in dem hinter einem großen Tisch voller Papiere ein Mann saß. Als ein Schatten auf ihn fiel, sah er auf. "Was kann ich für Euch tun." Auch, wenn die Robe des Magiers von der Seereise durchnäßt war, so war doch noch immer zu erkennen, daß er mehr als nur irgendein Landstreicher war.

"Bist du hier der Verwalter?"
"Ich bin der Bürgermeister", sagte er stolz, "mein Name ist Romuald. Ihr seid doch dieser... Schwarzmagier?" Er betonte das letzte Wort auffallend, nachdem er vorher eine Kunstpause eingelegt hatte. "Ich meine, der mit dem Turm, nicht wahr?"
Wie immer ging der Don gar nicht auf die Frage des anderen ein, wenn er wie jetzt selbst etwas wissen wollte. Komischerweise klappte diese Taktik recht häufig. "Ah, gut Romuald. Wie ich sehe, baut ihr eine Mauer um den Ort. Eine durchaus vernünftige Entscheidung. Doch erlaube mir die Frage. Wie bezahlt Drakia dies?"

Romuald kratzte sich am glatt rasierten Kinn. "Tja, in der Tat, das ist eine schwierige Frage. Die Wahrheit ist: Wir haben alles Geld zusammengekratzt und sind damit so weit wie bisher gekommen. Das meiste bauen wir auch mit unseren eigenen Händen. Vielleicht bringt der Handel mit Gorthar, unserem südlichen Nachbarn bald wieder etwas ein. Wenn nur nicht die Orks hier im Fjord kreuzen würden. Neulich wurde in der Ferne eine ihrer Sklavengaleeren gesehen."
Schweigend hatte der Magier den Ausführungen des Bürgermeisters gelauscht. "Ah, verstehe", sagte er dann, als dieser endete, "ihr braucht also Geld. Ich könnte Drakia mit Erz unterstützen. Aus der Zeit der Barriere habe ich noch diverse Vorräte. Jetzt dürfte es zwar nicht mehr den Wert erreichen, den es vorher hatte, da die Magie aus ihm geflohen ist, doch ihr könnt es auf eigene Rechnung verkaufen. Vielleicht macht ihr einen guten Preis dafür. Es handelt sich um 10 Kisten. Abholbar in meinem Turm."

Er wandte sich zum gehen um, doch dann fiel ihm noch etwas ein. "Und über die Integration meines Turmes in den Verteidigungsring Drakias müssen wir auch noch mal reden. Aber das später." Mit einem leichten Kopfnicken zeigte der Magier das Ende des Gesprächs und sein Gehen an. Dann verließ er das Rathaus und suchte sich den Weg zu seinem Turm, wo er diese Nacht verbringen wollte. Morgen würde er über den südlichen Pass ins Minental zurückkehren und seine Nachforschungen nach meditate beginnen.




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