Rollenspiel in Zeiten der Barriere
Das Kastell des ZuX
Das Kastell des ZuX # 13

24.09.2002 02:26#1
tor zum kastell Das Kastell des ZuX # 13
der weg war mühsam, und nun schau!
dort auf dem höchstem fels zu sehn,
die hohe burg, der finstre bau.
bleib vor dem dunklen tore stehn

__________an der hohen felsenwand
__________der alte turm und das kastell
__________leuchten weithin übers land
__________flieh nun wandrer, laufe schnell

gehoben wie von geisterhand
schmiegen sich der leichen glieder
hoch an des kastelltor's wand
und ließen sich für immer nieder

__________genagelt an des tores holz
__________weit die arme ausgebreitet
__________künden sie vom hohen stolz
__________der des kastelles willen leitet

märtyrern gleich ans kreuz gebunden
sank auf die brust ihr kopf herab
mit efeu war der fuß umwunden
des eingangs bogen war ihr grab

__________an jedem flügel einer hing
__________brüder noch im tod sie waren
__________'ne krähe sich ein auge fing
__________bald kamen sie in ganzen scharen

die haut in fetzen hing vom schädel
gebleichte knochen überall
ehdem der körper stark und edel
so war der tod sein tiefer fall

__________das fleisch verdorrt und abgenagt
__________skelette hell im mondenschein
__________dies mahl den raben wohl behagt
__________hier mußte keiner hungrig sein

die schädel blank im mondenschein,
die knochen hell im lichte leuchten
der anblick fährt durch mark und bein
betrachtern sie lebendig deuchten.

__________als warnung an den wandersmann
__________war'n die toten auserkoren
__________kam er nur als narr hier an
__________nichts er hatte hier verloren

so sollte es nun jedem geh'n
der hierher kam aus übermut
vor diesem tor blieb jeder steh'n
hier war man besser auf der hut.

__________in demut kam man zum kastell
__________um zu bitten, nicht zu fordern
__________nur, wes geist war klar und hell
__________konnt' hoffen, beliar zu ordern.

war die hilfe erst gewährt
war sie ein versprechen
und dies gelübde nie verjährt
sonst würds das tore rächen.



24.09.2002 02:41#2
PropheT In den Tiefen der Katakomben
Eine mächtige Welle aus Energie, die jenseits der menschlichen Erfassens lag, durchdrang die Körper der Magier und paralysierte sie in einer Stasis aus Pein und unbegreiflicher Furcht, die sich bis aufs Mark der Gefährten fraß.
Unfähig sich zu bewegen und von einer manipulativen Angst beseelt, die einen dunklen Schleier der Desorientierung über den Geist der Magier verbreitete, wanden sie sich in unvorstellbaren Schmerzen auf dem glatten Steinboden.
PropheTs Körper schienen Flammen des Schmerzes zu verzehren. Immer weiter breitete sich das unheilvolle Feuer, fußaufwärts in Richtung Torso, aus.
Die letzte Möglichkeit dem Tod und dem Vergessen zu entgehen, lag in seinem Katana, das festumklammert in seiner rechten Hand verharrte. Unter einem schmerzverzerrtem Aufschrei, sammelte Prophet seine letzten Energiereserven, bäumte sich auf und schleuderte sein Schwert in Richtung des funkelnden Blaus................



24.09.2002 02:45#3
Machina Mortis In den Tiefen der Katakomben
......der gefaltete Stahl bohrte sich tief in das gläserne Herz der Maschine. Unter einem dumpfen Knirschen bröckelten vereinzelt hauchfeine Glassplitter auf den Steinboden.
Der Körper der Maschine fing an zu beben, unter zitternden Bewegungen schlug das Schwert in rotierende Bahnen aus.
Energieentladungen zogen in Form von feinen Blitzen an der Klinge des Katanas entlang. In den schneeweißen Augen des mit Metallplättchen überzogenen Gesicht, stachen langsam blutüberfüllte Adern in Richtung der Iris.
Die einst wachsamen Blicke der organischen Maschine starrten nun orientierungslos und verloren im Raum umher.
Die Maschine fing immer stärker an zu beben und die Mechanik schien sich langsam von ihren organischen Komponenten zu lösen.
Schrauben und Schienen brach unaufhaltsam aus dem rosigen Fleisch. Knochen zerbarsten und bohrten sich von ihnen durch den Torso. Fetzen aus Organischem und Metall sprengten sich unter enormen Druck vom Korpus ab und wurden in die Weiten der Halle geschleudert.

Immer mehr Energie floß aus dem blauen Glasherz und ergoß sich mit vernichtender Kraft über die Oberfläche der Maschine.
Das Fleisch fing an zu Kochen, Blasen bildeten sich unter Abfallen von immer größeren Bronzeplatten und platzen unter eine blutigen Fontäne auf. In der Halle legte sich bald ein beißender Geruch von verkohlten , organischen Überresten nieder. Muskelfasern verschmolzen mit den darüberliegenden Bronzestücken und brannten einen Ausdruck der Lähmung und der Hilflosigkeit in das Angesicht der Maschine und vom nächsten Augenblick zum anderen , riß der Torso unter ein ohrenbetäubenden Explosion auf.

Was die Magier nun erblickten, ließ sie vor Erstaunen versteinern. Die Blicke richteten sich nun auf die riesige klaffende Wunde, hinter der ein blaues Flimmern lag, das sich unter seltsamen Geräuschen gen Decke erhob.
Wenn man sich das Spektakel näher ansah, so schien es , konnte man in dem blauen, aufsteigenden Nebel, Schemen von Gesichtern erkennen und die seltsamen Geräusche sollten sich als Stimmen entpuppen.

Regungslos prangte die Maschine an ihrem selbsterwählten Kreuz- die Lider waren nun geschlossen und Rinnsale aus Blut bahnten sich ihren Weg durch die verkohlten Gesichtsfurchen......die Maschine war erloschen.



24.09.2002 05:25#4
tor zum kastell Auf einem Turm des Kastells...
„Wie? Fallen lassen?“ Der Wasserspeier hatte gerade angefangen den Baal näher zu untersuchen. Gleich nach dem er herausgefunden hatte wo oben war, entdeckte er auch die Vorderseite. Dort war ein Gesicht mit Mund, Augen, Nase und Ohren. Nur mit Haaren sah es knapp aus. Zu sprechen hat er noch nicht angefangen. Auch die Augen waren zu.

Von unten kam schon wieder ein Schrei: „Las ihn endlich los!“ - „OK, dabei ist mir doch immer so langweilig...“

Der Wasserspeier lies Champ los. Der Baal rutschte rasant die Mauer herab, bis zur nächsten Statue. Die ihn professionell ihn etwas fing, das wir in - Ermangelung eines passenderen Wortes - Klaue nennen wollen.



24.09.2002 09:13#5
tor zum kastell "kannst du dir vorstellen, wie das da runterkommt? oder wird das das nächste gerippe?"

"durchaus möglich, es ist ziemlich dekorativ. ich weiß, dass die hüterin so was liebt. sie hat so eine makabre vorliebe für solcherart raumschmuck. immerhin sind wir auch ihr opfer. wir könnten friedlich in einem dunklen grab liegen, dabei dienen wir hier als torwächter."

"die vorstellung hat was! der da oben als gerippe am wasserspeier! der könnte dann schon von weitem sehen, wer sich dem kastell nähert und könnte die leute sogar rufen. er könnte auch wie ein wetterhahn die tageszeit verkünden."
"also im moment ist er ja noch nicht tot, wenn ich das richtig sehe. ich würd sagen, er zappelt noch."

"das wird sich aber schnell ändern. der wasserspeier wird ihn nicht mehr fortlassen. und den rest erledigen dann die raben."

"wird er, wenn er tot ist auch mit uns reden können?"

"ganz sicher. wir sind wächter einer magischen kastells und meditate wird sich die chance nicht entgehen lassen. du kennst doch ihre morbiden vorlieben."
"stimmt, die ist ja verrückter als wir. aber sie ist im moment nicht da."
"das macht nichts. bis dahin ist der kerl mumifiziert. sie wird das sicher entzückend finden, unser neues maskottchen am wasserspeier."
"wollen wir ihm was vorsingen? damit die zeit bis zum ableben nicht so langweilig wird?"

"du kommst ja auf ideen. meinst du, dass ihm das gefällt?"

"na klar, jeder mag lieder."

"aber nicht, wenn du sie singst, das ist selbst für ein gerippe wie mich folter. meeeeditate, hol mich hier weg. ich bin ein rechtschaffender torwächter, aber doch kein folteropfer. und das sogar nach dem tod!"



24.09.2002 09:16#6
tor zum kastell "siehst du die fahne dort im wind?
das ist ein baal mein banges kind
ein baal, der zappte sich durch land
bis seine fahrt ein ende fand

gebeine leuchten jetzt am turm
sie flattern hell im wintersturm
und wenn der sturm die knochen packt
hört man das klappern und es knackt."

"das war ja eine spitzenleistung. wenn die hüterin wieder da ist, verlange ich meine ablösung. und wenn sie nicht will, dann verliere ich meine gebeine. dann entspreche ich nicht mehr ihrem schönheitsempfinden und sie wird mich austauschen.



24.09.2002 09:17#7
blutfeuer blutfeuer stapfte missmutig durch das kastell. sie hatte noch nie das kastell so menschenleer gesehen. kein dämon und kein dämonenbeschwörer hatte sich sehen gelassen, es war ganz still. mit einiger mühe hatte sie dann doch ihr gästezimmer gefunden.

eingentlich war sie ja der festen überzeugung gewesen, dass sich ihr zimmer beim letzten mal auf der linken seite des ganges befand, aber nun war es auf der rechten. eigentlich konnte ihr das auch egal sein, hatte das kastell eben mal wieder aufgeräumt und seine zimmer neu geordnet. das machte es manchmal, davon hatte blutfeuer schon gehört.

nach einer kurzen nacht mache sie sich nochmals auf die suche nach der hüterin. irgendwer musste doch da sein? zum glück funktionierte wenigstens das refektorium. sie setzte sich an einen der tische und stellte sich ein ausgiebiges frühstück vor und wenige sekunden später stand es vor ihr. mal sehn, ob sich nach dem frühstück jemand finden ließe.



24.09.2002 11:36#8
Champ nach einer furchtbar unangenehmen nacht, über die er mit sicherheit niemals mit einer menschenseele jemals reden würde, hatte der baal wieder genügend magische energie gesammelt, um zaubern zu können. dummerweise war ihm der beutel mit all seinen runen heruntergefallen, während er zappelnd am wasserspeier hing. er konnte ihn zwar von hier oben sehen, aber das nützte ihm hier oben garnichts. wenn ihm nicht schnell was vernünftiges einfiel, entdeckte ihn doch noch irgendjemand in dieser höchst peinlichen situation.
da kam ihm der rettende gedanke. die spruchrollen waren ja in seiner robe in einer tasche. vorsichtig angelte er mit einer hand in seinen taschen und zog eine rolle nach der anderen heraus, bis er die richtige in der hand hielt. sah aus, als hätte er noch diese eine einzige teleportrolle zum zux. war zwar totale verschwendung, sich diese paar meter zu teleportieren, aber was sollte er machen ?
kurze zeit später stand er auf dem pentagramm in der eingangshalle und überprüfte den zustand seiner robe. die war zum glück noch heil. sicher wäre jetzt auch die garantie von diego dafür abgelaufen gewesen. schnell, aber ohne zu rennen lief champ zum ausgangstor des kastells, um seine draussen liegenden runen zu holen. ohne die fühlte er sich irgendwie nackt und wehrlos.
mit einem gewaltigem ruck, der noch aus der wut über die missglückte teleportation der letzten nacht herrührte, stieß der baal die eine seitentür des tores auf, so dass sie an die kastellmauer knallte.
ein seltsames knirschen, ein kurzes klappern alter gebeine und eins der gerippe lag in einzelteilen auf dem boden. der baal kümmerte sich nicht darum sondern lief die alten mauern des kastells entlang, die augen auf den boden gerichtet um seinen beutel mit den runen zu finden.
erst nach einer ganzen weile des suchens fand er ihn zwischen einigen wild wachsenden sträuchern und hob ihn auf. jetzt war er hungrig, und was lag näher als die kostenlose kantine der schwarzmagier ?



24.09.2002 14:04#9
blutfeuer blutfeuer hatte noch lange nicht fertig gegessen, als auf einmal der Baal Champ durch die tür kam.

"he, was machst du denn hier? hast du dich auch hier ins kastell gezappt? ich bin hierher, weil ich einen der schwarzmagier suche, damit sie dem general und dem admiral helfen. aber ich finde niemanden. hier ist es so unheimlich still. wenn das essen hier nicht auf meinem tisch erschienen wäre, würde ich denken, ich hab mich in eine andere dimension teleportiert. so still hab ich das kastell noch nie gesehen."



24.09.2002 14:46#10
Champ champ setzte sich zu blutfeuer und bediente sich von dem essen, dass bf bereits bestellt hatte. beim kauen sagte er zu ihr:
"Ja sicher hab ich mich herteleportiert. Musst ich ja, der Admiral wollte wohl keine Zuschauer."
dann lauschte er ein wenig. stimmte, aus dem kastell war kein geräusch zu hören. nur wenn man ganz genau hinhörte, war ein leises schnarchen von asmodean zu hören.
"Du hast recht, es ist verdächtig still hier. Wir sollten uns vielleicht mal umsehen. Wenn wir Glück haben, finden wir sogar ein paar wertvolle Sachen, die keiner mehr braucht. So eine Gelegenheit sollten wir uns nicht entgehen lassen. Aber lass mich zuerst noch etwas essen, ok ?"



24.09.2002 15:19#11
blutfeuer "kannst du dir nicht allein was kommen lassen? das ist mein essen! ich hab nicht die absicht dir was abzugeben."

blutfeuer umschloss ihren teller mit ihren armen und blitzte den baal finster an.

"du musst dir doch nur was wünschen, dann macht es zauber-zauber und das essen steht auf dem tisch, als ob es echt wäre. woraus diese dämonen allerdings das essen machen, werden sie dir nicht verraten. wünsch dir doch mal was ganz exotisches! wirst sehen, die servieren dir, was du willst. und du kannst mir doch nicht erzählen, dass die die zutaten alle vorrätig haben. ich denk mal, sie stellen alles aus spinnen, asseln und ein bisschen hexerei her. mir macht das ja nix aus, ich bin harte kost gewohnt, aber ob dein magen mit dem chitinpanzer von feuerkäfern fertig wird wage ich sehr zu bezweifeln. du machst mir eher den eindruck, ziemlich empfindlich zu sein."

blutfeuers augen begannen gefährlich zu funkeln. sie hatte gerade bemerkt, dass dem baal dieses gespräch irgendwie auf den magen schlug. und das gefiel ihr außerordentlich. in der wunde konnte man doch ruhig noch ein bisschen herumstochern.



24.09.2002 15:30#12
Champ ganz plötzlich hatte champ keinerlei hunger mehr. das bisschen, was er bereits im mund hatte, schluckte er zwar noch hinunter, unterliess es jedoch, etwas neues zu bestellen. der rauch von einem traumruf reichte sicher auch, um den magen von den informationen blutfeuers abzulenken. genüsslich zündete er sich einen an und stieß die qualmwolke in richtung blutfeuer wieder aus. er überlegte einen winzig kleinen augenblick, ob er nicht nach lilly rufen sollte. die wollte blutfeuer auch mal kennen lernen.
aber das war im moment keine gute idee und er lies es bleiben. "Iss du dann eben alleine. Ich werd mich dann schon mal alleine hier umkucken."


24.09.2002 15:43#13
blutfeuer "achwas, so war das ja nun auch nicht gemeint. ich kann dich doch nicht allein hier rumlaufen lassen. dafür ist dieser alte bau einfach zu gefährlich. hast du für mich einen klitzekleinen traumruf? ich hab schon so lange nicht mehr geraucht."

champ kramte eine weile in seiner tasche und reichte ihr dann einen halbzerdrückten, aus dem die hälfte des tabaks schon rausgerieselt war. wieder warf ihm blutfeuer einen ihrer finster-funkel-blicke zu, der sich erst verflüchtigte als sie die ersten züge hinter sich hatte.

eine weile saßen die beiden und rauchten schweigend vor sich hin. dann erhoben sie sich und gingen auf die suche. zuerst war die bibliothek dran, in der es stockfinster war. hier saß mit sicherheit derzei niemand, sonst wäre wenigstens eine der seltsamen blauen lampen an.

dann durchsuchten sie alle anderen zugänglichen räume im erdgeschoss und ließen auch den hof nicht aus. nirgends war eine lebende seele zu sehen. an der tür zu den kellerräumen verharrten sie kurz und gingen dann einige stufen nach unten. hier war es ja noch unheimlicher als oben. im keller wehte ein undefinierbarer wind, der die fackeln schnell zum erlöschen brachte. und als aus der tiefe unter ihnen ein unheimliches fernes heulen zu hören war, verließen die beiden fluchtartig wieder den keller.

"wollen wir es mal ein stockwerk höher versuchen? meditate hat es zwar mal ausdrücklich verboten, da hoch zu kommen, aber ungewöhnliche situationen verlangen nach ungewöhnlichen mitteln. ich würd es einfach riskieren. machst du mit?"



24.09.2002 18:26#14
GlutaeusMaximus Derweil unter dem Kastell in Vagnards Turm...
Die Ghoule verloren ihr kollektives Bewusstsein. Sie waren nur noch einzelne Kämpfer. Ihre geistigen Fähigkeiten lagen nun unter denen eines Molerats. Unkoordiniert griffen die Monster alles an was sich in ihre Nähe bewegte und so mussten sich die Schwarzmagier nur an den Rand stellen und einzelne Gegner abwehren. Die Ghoule metzelten sich selber nieder. Und ohne ihre erstaunlichen Regenerationsfähigkeiten waren sie schwache Gegner...

Die Schwarzmagier warteten am Rande der Halle auf das Ende der sinnlosen Schlacht. Als der letzte Ghoul zuckend zu Boden fiel durchsuchte Maximus das Schlachtfeld nach überlebenden Gegnern . Doch die Ghoule waren alle tot. Die Quelle ihrer Lebensenergie war versiegt...

Die Gruppe suchte sich ein von Leichen freies Eck und schlug dort ein kleines Lager auf. Es war Zeit, neue Kräfte zu sammeln für den letzten Schritt der Mission. Das Ziel war nah...



24.09.2002 20:55#15
Champ Im Kastell (auf Schatzsuche *g*)
"Klar, ich bin dabei. Geh du vor, du kennst dich hier besser aus" mit einem zwinkern in den augen schob champ blutfeuer mit einer hand vor sich her, die treppe rauf. insgeheim hielt er aber seine teleportrune griffbereit, sicher ist sicher. falls es hier fallen gab im kastell, und damit musste man rechnen, reichte es ja wohl, wenn blutfeuer alleine hinein geriet. und falls er doch mit in eine fallgrube oder ähnliches geraten sollte, würde er sich teleportieren.
blutfeuer war also doch ganz nützlich.



24.09.2002 21:20#16
Zavalon Keuchend setzte sich Zavalon in den kleinen Kreis der SChwarzmagier. Er hatte Pech gehabt und befand sich den Kampf über in der Mitte, von Ghoulen umzingelt. Nun wischte er sich sein Blut aus dem Gesicht. Dann packte er seine Essensration aus und biss in ein Stück Molerat. Sein Schwert war blutverschmiert... Zavalon fand diese Farbe schön, besonders auf Schwertern, nur war das getrocknete so schwer wegzukriegen. Langsam begann er sein Schwert zu putzen


24.09.2002 23:30#17
blutfeuer schritt für schritt ging die jägerin die stufen hinauf, alle sinne aufs äußerste geschärft. hier war der gegner nicht ein waran oder ein troll, hier ging es gegen dämonen und ihre gemeinen tricks.

immer wieder hielt sie die hand hoch, wenn champ lieber warten sollte, aber die treppe passierten sie ohne probleme. nun erstreckte sich links und rechts ein langer spärlich beleuchteter gang, der lediglich von den steinernen skulpturen bewacht schien, die sich in den vielen nischen befanden. auch die alten ölschinken sahen irgendwie merkwürdig aus. ob sie den beiden hinterherblickten? auf jeden fall wurde blutfeuer das gefühl nicht los, dass sie beobachtet wurden.

blutfeuer konnte sich noch an den weg zu meditate erinnern und hoffte ihn in wenigen schritten zurück legen zu können. also ließ sie für einen moment jede vorsicht außer acht, denn bei ihrem letzten besuch, war hier auch alles ganz harmlos gewesen.

"komm schnell, gleich die nächste tür ist es. aber beweg dich ein bisschen, damit uns die dämonen nicht am a**** kriegen."

noch während sie sprach und sich dabei halb zu dem champ umgedreht hatte, spürte sie plötzlich, dass der boden unter ihren füßen sich auflöste.
aaaaahh! blutfeuer stürzte ins bodenlose.

das letzte was sie noch sehen konnte, war das entsetzte gesicht des baals.


24.09.2002 23:54#18
PropheT Katakomben........
Der Geruch von Tod lag in der Luft und hatte den Magier dazu veranlaßt seinen Schlaf auf das Nötigste zu reduzieren. Achtungslos stieg der Magier die gefallenen Gegner und schritt in Richtung der Maschine.

Die Tränen aus Blut waren mittlerweile geronnen und eine dicke Kruste Blut versiegelte die Lieder der Maschine.
Die Feinde waren besiegt, das Ziel in greifbarer Nähe doch der Weg dorthin schien sich der Gruppe nicht zu offenbaren.

Mißmutig betrachtete der Priester die verkohlten Überreste, in Erwartung, ein Zeichen für ihr Weiterkommen zu entdecken.



25.09.2002 00:16#19
Champ schon sehr schnell hatte champ sich von dem schreck erholt. eigentlich hatte er auch genau das erwartet. vorsichtig bewegt er sich an das loch, in dem blutfeuer verschwunden war und blickte hinab. leider war durch die dunkelheit dort unten nichts zu erkennen.
auch ein zauber brachte kein echtes licht in die angelegenheit. tja, machs gut blutfeuer, dachte er so bei sich und warf ihr einen traumruf hinterher. vielleicht war er ihr dort unten nützlich. und wenn es nur zum vertreiben der langeweile war.
was sagte die amazone eben noch ? gleich das nächste zimmer. vorsichtig setzte der baal einen fuss vor den anderen und lief so um das frisch entstandene loch herum. hoffentlich gab der boden nicht noch einmal nach. kurz darauf stand champ vor der von einem der dämonen frisch reparierten zimmertür, von der er annahm, dass es meditates war. er trat ins leere zimmer und sah sich um. so ein wundervoll eingerichtetet zimmer hatte er in seinem ganzen leben noch nicht gesehen.
seine aufmerksamkeit fiel schon sehr bald auf ein großes bett, dass von allen vier seiten mit tüchern umgeben war. das ding musste mit sicherheit unglaublich weich und bequem sein. der verlockung, nach wochen endlich mal wieder in einem richtigen bett zu schlafen war einfach zu groß, also zog er sich seine schuhe aus und legte sich hinein.
es war genau so, wie er es sich vorgestellt hatte. er streckte arme und beine weit auseinander und lies seinen ganzen körper langsam entspannen.


25.09.2002 00:16#20
GlutaeusMaximus Erholt wachte Maximus auf und das erste was er bemerkte, war der widerliche Geruch in der Luft. Er rümpfte die Nase und erhob sich. Langsam stieg er über die Massen von Leichen. Er hatte nicht erwartet, das es so weit unten solche Mengen von Fliegen gab... In Horden schwirrten sie von den toten Überresten des Kampfes auf...

Der Hohepriester stellte sich neben PropheT und sprach:

„Und wie geht’s weiter? Hast du noch keine Lösung in deinen Aufzeichnungen gefunden? Und wo ist eigentlich der Blutdämon? Er wäre uns gestern eine große Hilfe gewesen...“



25.09.2002 00:33#21
PropheT "Der Weg muß hinter dieser verdammten Maschine liegen. Ich sehe momentan sonst keine andere Möglichkeit" antwortete der Magier an Maximus gerichtet und zog ein Bündel aus Pergamenten aus seiner Robe.

Nach einigen wutentbrannten Fußtritten in Richtung Maschine und einigen Falten mehr auf PropheTs Stirn, wandte sich der Priester an Maximus:
"Hmm.......ich denke, daß uns vielleicht diese Passage weiterhelfen könnte - Wenn das letzte was menschlich, eingebettet in Metall, erlöschen ist, wird das, was Namenlos ist, hinter die Fenster der Seele blicken und die letzte Pforte öffnen- Das sind die letzten Aufzeichnungen, mehr geben die Schriften nicht preis."



25.09.2002 00:52#22
blutfeuer mit einer ungeheuren atemberaubenden geschwindigkeit raste blutfeuer durch irgendeine dunkle röhre. immer wieder prallte sie gegen eine wand, was ihr sicher ziemliche blaue flecken bescheren würde. irgendwann folgte dann von oben auch noch ein traumruf, aber ein grund zur freude war das in dieser situation sicher nicht.

da hatte das kastell sie also in einer falle gefangen und sicher würde sie jetzt irgendwo bei dem blöden gott der dämonenbeschwörer landen. ein gutes hatte die sache allerdings doch. im ersten moment hatte sie noch befürchtet, dass champ auch ein opfer der falle geworden wäre, dann wäre er mit sicherheit irgendwann auf ihrem kopf gelandet und das wär sicher nicht angenehm gewesen. dieser baal war schon um einiges schwerer und würde sich dem erdmittelpunkt schneller annähern.

aber so schloss blutfeuer nach einer weile die augen. aufhalten konnte sie die rutschparty eh nicht und sich über den eigenen tod aufregen, wenn man noch nicht mal tot war, brachte auch nicht wirklich was.

und dann platschte sie in irgendein wasser. das kam so unerwartet, dass sie vor schreck erst mal eine ordentliche portion wasser schluckte und entsetzt die augen aufriss. um sie herum war sprudelndes helles wasser, das wild herumwirbelten. nach einer endlos scheinenden zeitspanne erreichte blutfeuer die wasseroberfläche und schaute sich um. sie war irgendwo am fuß des berges zum kastell, nass., durchkühlt, mit etlichen blauen flecken - aber lebendig und durchaus noch tatendurstig.

blutfeuer schwamm ans ufer und legte sich ins gras um sich erst mal zu erholen. dann schlief sie vor erschöpfung ein.



25.09.2002 02:02#23
GlutaeusMaximus „Dann lasst uns mal die Rückseite dieses Gerätes untersuchen!“ Maximus kletterte voraus. Jetzt wo die Maschine tot war befürchtete er auch keine Entladungen der seltsamen Energie mehr. PropheT kletterte dicht hinter ihm her. Vorsichtig wichen die Priester dem getrockneten Blut und dem verbrannten Fleisch aus... Die Magier erreichten den höchsten Punkt der Maschine und erspähten einen blanke schwarze Wand, mehr nicht.

„Blutdämon erscheine!!!“ befahl Maximus und der Diener erschien direkt über ihm. „Ihr wisst wie es hier weitergeht, also betätigt den geheimen Mechanismus, der hier irgendwo verborgen liegen muss!“

„ICH MAG ES NICHT WIE IHR MIR BEFEHLE ERTEILT!!!“

Doch er gehorchte, dem Dämon war klar was er für seinen wahren Herren tun musste und welche Rolle diese Sterblichen zu spielen hatten... Der Dämon schwebte auf den toten Kopf der Maschine zu und drückte seinen Klauen in die beiden nun blinden Augen.

Mit einem lautem Knirschen öffnete sich ein dünnen Gang, der direkt hinter dem einstigen Kopf dieses Apparates begann. Der Gang war nur drei Fuß breit und sieben hoch. Auch er war aus dem gleichen schwarzen Gestein, doch fehlten hier jegliche Verzierungen.

Maximus rief den Rest der Gruppe, der mühselig die Maschine erklomm. Zavalon trat dabei einmal ein loses Stück Metall und schlug mit dem Gesicht gegen die Überreste des Apparates. Zum Glück wurde sein Aufprall etwas durch einen großen Batzen Blut gefedert. Zavalon hatte die Farbe, die ihm an seinem Schwert so gut gefiel jetzt im Gesicht und an der Robe...

Die Gruppe stieg hinab und betrat hintereinander den schmalen Gang...


25.09.2002 02:23#24
PropheT Der Gang mündete in einem kreisrunden, kleinen Raum, in dessen Mitte eine flache, ebenfalls runde Erhebung lag.

Die Oberfläche war mit einer eigenartigen, wabenden Masse überzogen, deren graublaues Flimmern, zitternde Schatten an die Wände warf.

Wie auch der passierte Gang, war der Raum völlig schmucklos.
Die letzte Hürde zu Vagnard übergehend, tauche ein Magier nach dem anderen in das pulsierende Blaugrau.



25.09.2002 03:53#25
PropheT Die Gruppe manifestierte sich in eine schwachbeleuchteten Kammer wieder. Die Umrisse wurden nur geringfügig von den spärlich verteilten Fackeln abgezeichnet.

In der Mitte des Raums konnte der Priester die Konturen einer Gestalt erkennen, die regungslos auf einem pechschwarzen Thron saß, der mit den Schatten der Kammer zu verschmelzen schien.

Langsam erhob sich nun die Gestalt und die einst dunkelgrauen Schemen wurden in ein flackerndes Rot getaucht, je näher sich die Figur auf die, im Schein der Fackeln verharrenden Magier, zubewegte.

Einige Schritte vor den Gefährten hielt die Gestalt inne.



25.09.2002 03:58#26
Vagnard Was seit zahlreichen Dekaden fernab der menschlichen Aufmerksamkeit in den Tiefen dieses steinernen Labyrinths verborgen lag, sollte nun von einer Handvoll Diener der dunklen Künste der Magie, aus dem staubigen und finsteren Verließ, ans Tageslicht befördert werden.

Die Zeit der Demütigung und des Vergessens hatte für Vagnard ein unverhofftes und überraschendes Ende gefunden.

Die Gestalt, die sich vor den Schwarzmagiern auftat, umgab ein unheimliche, charismatische Aura, hinter der eine unbeschreibliche Macht und Energie innewohnen zu schien.
Die hochgewachsene Gestalt blickte mit eindringlichen und glanzerfüllten Augen in die Runde der Dämonenbeschwörer.

Eine schwere, prunkvoll verzierte Robe kleidete Vagnards Körper. Rarer und teurer Stoffe bildeten fremde Muster, die die Robe säumten. Die Stoffränder wurden mit rotem Plattgold gehalten und auf der faltenversehenen Stirn, deren Furchen längst vergessene Geschichte und Wissen wiederspiegelte, prangte das Herzstück seiner Macht, ein mit dunklen Edelsteinen versehener Stirnreif, dessen Inneres in einem mysteriösen Grün aufleuchtete.

Mit einer echobehafteten und tiefen Stimme wandte sich Vagnard an die Gefährten des Zirkels:

„ Endlich hat die Demütigung ein Ende gefunden.....es ist eine Schande, daß sich meine Essenz in diese schwachen, aus Fleisch und Knochen erschaffenen Wirtskörper einnisten muß, um unter den lebenden zu wandeln. Meine Amulette haben also ihre Wirkung nicht verfehlt und nach all den Jahren ihre Gläubigen gefunden. Ihr hattet die Ehre aus eurem belanglosen, menschlichen Leben zu treten und Teil der Prophezeiung zu werden. Nach Aeonen des Wartens und der Schmach kann ich nun endlich die goldenen Tore öffnen und das Angestrebte zu Ende führen.....................endlich werden den Namenlosen ihren rechtmäßigen Platz einnehmen und sich von diesem erbärmlichen Joch der Menschheit befreien und sie nach ihrem Abbild neu erschaffen........kommt meine Jünger, wir blicken einer neuen, erleuchteten Ära der Vollkommenheit entgegen...zu lange haben wir schon gewartet."

Eingenommen durch die unheimliche Präsenz des Warlocks, lauschte die Gruppe gespannt den Worten Vagnards.



26.09.2002 00:12#27
tor zum kastell sein pendant antwortete nicht mehr. die sonne war auf- und untergegangen, aber das gerippe auf dem anderen torflügel antwortete nicht mehr.
das eine gerippe war verunsichert und musste sich neu orientieren. es sah nicht, aber es wusste, dass wölfe die zerstreuten gebeine in den wald geschleppt hatten. es war allein.

in all den monden hatte es seinen partner immer und immer wieder verflucht. aber jetzt, wo es allein war, fühlte es sich schrecklich einsam. das gerippe beschloss zu verstummen. es war nun schon so endlos lange tot, da konnte es sich auch endlich wirklich für alle zeiten in sich zurück ziehen. es war einsam und sehr traurig.



27.09.2002 01:25#28
Champ wie lange hatte der baal in diesem wunderbaren bett jetzt geschlafen ? den ganzen tag sicherlich, so kam es ihm zumindest vor.
und was für wunderbar seltsame träume er hatte. die schienen aus einem unerfindlichen grund aus den vorhängen des bettes zu kommen. ganz verstehen würde champ es wohl niemals, warum und wie das gehen konnte. und es war auch egal, er wollte eigentlich nur weiter träumen. und damit er dabei nicht gestört wurde, stand er vom bett auf und versiegelte die tür magisch. so würde mit sicherheit die nächste zeit nicht mal der eigentliche besitzer des zimmers hier herein kommen können und ihn beim träumen stören können. danach legte er sich bauchwärts wieder ins bett und genoss die stille, während er sanft einschlief



27.09.2002 01:36#29
GlutaeusMaximus Tief in den Katakomben...
In Ehrfurcht verbeugten sich die Magier vor ihrem Meister. Mit ihm zusammen würden sie endlich das zu Ende führen können, wofür sie kämpften. Bald würde ihnen sich keiner mehr entgegenstellen können. Der Sieg war auf ihrer Seite und die einzigen potentiellen Widersacher waren in der Unterwelt...
Vagnard erschuf ein magisches Portal, durch das alle Schwarzmagier schritten. Ihnen folgten Vagnard und der Blutdämon. Das bläulich flimmernde Portal brachte die ganze Gruppe direkt in die Einganshalle des Kastells. Da sie nicht wusste, ob doch Widersacher im Kastell weilten zogen alle ihre Waffen und durchsuchten die Gänge. Doch in dem alten Gemäuer zeigte sich keine Lebwesen...
Alei, Zavalon und Rock holten in der Küche reichlich Nahrungsmittel und Getränke. Während der Rest der Gruppe voraus in den dritten Stock ging. Alls auch die Jungmagier im dritten Stock ankamen gab es einen Festschmaus zu Ehren des großen Meisters. Dann wurden Wachen eingeteilt und die restlichen Magier legten sich in ihre Betten... Vagnard hatte kein Bedürfnis nach Schlaf, er lies sich noch ein paar Bücher aus der Bibliothek holen...



27.09.2002 13:15#30
meditate in meditates zimmer kochte die luft. eine unerträgliche hitze schien das zimmer schmelzen zu wollen. dann erschien ein farbiges prisma, dessen regenbogenfarben auf einen punkt fokussierten. immer schneller drehten sich die farben umeinander. dabei erfüllte ein hoher sehr heller ton den raum, der glas zum springen bringen könnte.

das schauspiel wurde von einem gewaltigen donnerschlag beendet. und plötzlich stand der spiegel wieder da als wäre nie etwas geschehen.

der ungebetene gast in meditates bett hatte alles mit großen augen beobachtet.
und dann traten auf einmal alle magier nach und nach durch den spiegel, zuerst don-esteban gefolgt von meditate, harald und nathano. zuletzt erschien ein skelett mit einem gerippe auf den armen.

wenige sekunden später stand auch die kore im zimmer und entließ aus ihrem schleier der magier olirie.



27.09.2002 13:23#31
Champ was war das denn nun schon wieder ?
eigentlich sollte champ doch in ruhe schlafen können, dachte er zumindest. und nun stande ein paar zuxler im zimmer, gerade so, als hätte die hölle sie ausgespuckt.
das war dem baal zuviel lärm. er griff sich das wunderbar weiche kopfkissen vom bett und teleportierte sich ins sumpflager. dort hoffte er, seinen schlaf in ruhe fortführen zu können.
was er dabei total vergessen hatte, die tür war noch immer magisch versiegelt.


27.09.2002 13:46#32
meditate meditate sah sich im zimmer um. was war das eben in ihrem bett gewesen? war das der baal champ? und jetzt hatte er sich wegteleportiert? seltsam. wie kam der in ihr zimmer? was waren das für seltsame vorgänge?

meditate bat die anderen sie einen moment allein zu lassen und die anderen gingen zur tür. nur kam niemand heraus. die tür ließ sich nicht öffnen. lediglich das gerippe mit dem toten scabaeus lief einfach durch die wand.
ratlos sahen die magier sich an. die tür war magisch versiegelt. es gab kein entkommen.



27.09.2002 13:51#33
Harald Der Magier kramte in seinen Taschen und holte plötzlich eine Rune hervor.
"Meditate, das ist eine Teleportrune zum Sumpf. Dies magische Versieglung hat eindeutig dieser Sumpfmagier angebracht. Flieg ihm einfach hinterher und hol ihn zurück. Allein kommen wir hier nicht zurück. Du kannst sie behalten. Sie steht ohnehin eher dir zu. Wenn du irgendwann noch eine besorgen kannst, kannst du sie mir ja zurück geben."



27.09.2002 13:52#34
meditate "danke harald. dann macht es euch mal so gut es geht gemütlich. ich bring den baal wieder mit, tot oder lebendig."

meditate befestigte die rune an ihrem stab und umfasste sie mit der hand. nach wenigen sekunden war sie verschwunden.



27.09.2002 16:43#35
asmodean Der Baal Asmodean unterbrach seine Lektionen. Er hörte eine Stimme. Die Stimme des Schläfers. Sie ruft ihn. Ruft ihn heim.

Kehre zurück an die Stätte meiner Heiligkeit. Dein Platz ist bei mir. Bleibe an meiner Seite, so wie es dein Bruder hundder auch vorzieht sich in meienm Licht zu baden!

Asmodean liess das gehörte in seinem Kopf nachhallen, dann nickte er. Er nahm die Teleportationsrune undschaute sich noch einmal um, hier in den Übungsraum. Dann aktivierte er sie und verschwand um zeitgleich im Sumpf aufzutauchen.
Dort stieg er gemessenen Schrittes die Stufen zum Tempel empor und verschwand darin.



27.09.2002 16:44#36
Champ champ erschien per teleport auf dem pentagramm des kastell und lief ohne sich großartig umzusehen in die oberen etagen zu meditates zimmer. aus einiger entfernung lies er die wirkung der magischen versiegelung der tür verschwinden und begab sich daraufhin gleich wieder zurück nach unten. er hatte noch immer hunger und wollte im kastell essen. als er sich dann aber an die worte von blutfeuer erinnerte, überlegte er es sich wieder anders und teleportierte sich zurück ins sumpflager



27.09.2002 17:01#37
meditate der champ hatte es aber eilig. die hüterin hatte sich gerade erst manifestiert, da sah sie schon, wie champ sich wieder auflöste. na ihr sollte es egal sein. sie hätte zwar gern mal wieder mit ihm ein bisschen über alte und neue zeiten gequatscht, aber im moment gabs sowieso wichtigere sachen.

als sie ihr zimmer erreichte, kamen ihr die anderen mageir schon entgegen.
"don bitte, richte dich etwas her, es gibt arbeit für uns."
meditate unterrichtete den don von dem seltsamen verhalten der anderen magier und bat ihn, nachher mit ihr im refektorium zu speisen. da könnte man weiter sehen.

der don nickte und verschwand in seinem zimmer. meditate ging eine runde durchs kastell und ließ sich vom schattendämon bericht erstatten. vor allem die sache mit dem gerippe am tor war ärgerlich.

vielleicht sollte man ...? ihr war eine idee durch den kopf geschossen, die einer gewissen komik nicht entbehrte. scabaeus als torwächter? sicher hätte ihm das gefallen. er war immer für so verrückte sachen gewesen. sie musste das mal mit dem don besprechen.



27.09.2002 22:28#38
Don-Esteban Er war zu Hause. Ein unbändiges Glücksgefühl durchströmte den Körper des Don. Er an sich herab und erblickte sich danach selbst im Spiegel. Jetzt war klar, was die höchste Priorität hatte. Sofort eilte er aus dem Zimmer der Magierin und suchte sein eigenes auf. Noch unterwegs erteilte er einem Dämon Anweisungen zur Bereitstellung eines Bades. Im Zimmer angekommen entledigte er sich seiner vollkommen verschmutzten und eingerissenen Robe, die überdies mit Blut befleckt war.

Das Bad war in einem großen Zuber schon bereitet. Die Dämonen waren schnell wie eh und je. Die Robe rutschte über die Schultern zurück und fiel zu Boden. Ein heimlicher Beobachter hätte gesehen, daß der Rücken des Meisters vollkommen mit seltsamen ineinander verschlungenen Linien bedeckt war, die geheimnisvolle Symbole bildeten und nachdem sie lange genug in das Auge verwirrenden Windungen zu verschiedenen mystischen Bildern zusammengelaufen waren, auf die Arme und Beine auswichen und endlich am Handrücken und an der Ferse ausliefen.
Wie ein System aus Blutbahnen liefen die tief eintätowierten blauen Linien über die Haut und halfen, den Fluß der Magie zu bündeln und zu verstärken. Tief tauchte der Don in das heiße Wasser ein, ließ sich dann, als seine Haut brannte, ein weiches Tuch reichen und trocknete sich. Neue Kleidung lag schon bereit. Darunter eine kostbare Robe, geschneidert aus den edelsten Seidenstoffen, bestickt mit den seltensten Materialien, besetzt mit den kostbarsten Pelzen, verziert mit Gold und Perlen.

Wie es sich für das Oberhaupt der Schwarzmagier von Myrthana gehörte. Die Haare waren noch vom Dampf gesättigt. Mit einem Elfenbeinkamm bändigte der Schwarzmagier seine weiße Mähne. Bald sah er wieder aus, wie vorher. Höchstens die Gesichtszüge waren etwas hagerer gewordeen, die Nase noch raubvogelartiger, die Augenbrauen noch buschiger und der Blick noch finsterer. Mit einer unwirschen Bewegung raffte er seine Robe zusammen und verließ sein Zimmer. Um die Überreste des Bades würden sich die Dämonen kümmern.



27.09.2002 22:36#39
meditate meditate hatte im refektorium auf den don gewartet und als er jetzt den raum betrat, legte sich ein strahlen über ihr ansonsten sehr müdes gesicht.
"wir müssen etwas tun. am besten sofort. lass uns hochgehn. sie haben sich im dritten stockwerk verschanzt. ich hoffe, wir kommen rein. sie haben immer sehr sorgfältig verschlossen. jedenfalls am anfang, aber sie wurden auch immer hoffärtiger. dachten zuletzt sicher, sie hätten alles in der hand. lass uns losgehn. ich will endlich wissen, was da los ist."



27.09.2002 22:38#40
GlutaeusMaximus Maximus hatte sich von den Strapazen der Reise erholt und verließ nun den dritten Stock um im Refektorium zu speisen. Schon nach der Tür spürte er eine seltsame Veränderung im Kastell. Es war wärmer, lebendiger geworden... Der Hohepriester sah sich sorgfältig um und bewegte sich lautlos vorwärts. An jeder Ecke lauschte er und spähte vorsichtig, bevor er weiterging.
Im Erdgeschoss erreichte er bald das Refektorium, doch dort hörte er altbekannte Stimmen und das Klappern von Besteck. Jemand aß im Refektorium...
Maximus konzentrierte sich und schlich lautlos auf allen Vieren um ein Eck. Dann sah er vorsichtig auf und erspähte Don und Meditate an einem Tisch. Beide waren wohlauf und diskutierten lebhaft. Jetzt mussten sie sich beeilen, damit der Plan nicht scheitert. Vielleicht wussten die beiden noch nichts...
Der Hohepriester bewegte sich im Schatten eines Tisches vorwärts und kroch ganz in der Nähe der beiden unter einen Tisch. Die dicke Tischdecke verbarg ihn komplett. Und so harrte er bewegungslos und lauschte dem Gespräch.


27.09.2002 22:55#41
Don-Esteban Noch nie hatte der Magier so gut gegessen, schien es ihm. Genüsslich schnitt er sich Stück um Stück von der gesottenen Keule ab, probierte die Pasteten und die Süßspeisen, trank den teuren Wein, kostete von der Suppe. "Weißt du, daß ich in der Unterwelt keinen Bissen gegessen habe", sagte er zu meditate. "Doch ich habe danach auch kein Verlangen gespürt. Es muß abgestellt gewesen sein. Doch jetzt ist es wieder da. Mit aller Macht." Er steckte seine Gabel in ein weiteres Stück ebenso saftigen wie zarten Fleisches und ließ es im Mund verschwinden. Schnell noch einen Schluck Wein zum Spülen.

"Sag mir, meditate, was ist genau mit den restlichen Bewohnern des Kastells passiert? Fühlst du es auch? Es ist irgendwie kalt. Kälter als sonst. Nicht von der Temperatur. Doch vom Fühlen her. Was ist nur in die Magier gefahren? Hast du irgendwelche Vermutungen?" Die Sorgen und Probleme, die sich im Moment vor ihm auftürmten, hinderten den Don nicht daran, seinen Wein zu genießen. Den besten Wein der Barriere fand man hier im Kastell und das war dem Magier durchaus bewußt.



27.09.2002 22:58#42
PropheT Mit seltsamen Vorahnungen hatte sich Maximus in die unteren Etagen begeben, um nach dem Rechten zu sehen.

Währenddessen hatten sich die Magier auf die Turmspitze des alten Kastells begeben, um die goldenen Pforten für die Ankunft der namenlosen Gottheiten zu öffnen.

Der Warlock stand am Rande der Brüstung und blickte bedächtig über die nachtverhangenen Ebenen der Kolonie. Anscheinend sahen seine Augen mehr, als es die der Menschen vermochten.

Mit einem kalten Lächeln drehte er sich um und wandte sich an seine Jünger......


27.09.2002 23:03#43
meditate meditate erzählte dem don wie alles angefangen hatte. wie der alkoholkonsum zunahm, wie diese seltsamen verwandlungen immer stärker wurden, wie sie das kastell bestahlen, wie sie sich verschanzten im 3. stock, wie prophet versucht hatte, sie umzubringen.

"sie haben es sogar geschafft, die oberen räume für die schattendämonen zu sperren. ich habe keine informationen mehr bekommen. ich weiß mir nur einen rat. wir müssen sie überlisten und in ketten legen. dann musst du reinigungsrituale mit ihnen durchführen. irgendetwas bösartiges hat von ihnen besitz ergriffen. das müssen wir austreiben.

wenn wir es nicht schaffen, dann müssen wir sie aus dem kastell verstoßen oder zu beliar in sein reich verbannen. so geht es jedenfalls nicht weiter. lass uns gehn. ich will versuchen, sie in ihrem nest aufzustöbern."

die magierin erhob sich und stieß den stuhl energisch hinter sich.
"ich hoffe immer noch, es ist nicht zu spät. beliar wird es nicht zulassen, dass uns jemand die macht über das kastell nimmt. lass uns gehn."


27.09.2002 23:07#44
GlutaeusMaximus Der Hohepriester hatte genug gehört. Schnell verschwand er so lautlos, wie er aufgetaucht war und fing an zu rennen, sobald er im ersten Stock war. Im Laufschritt und ziemlich außer Atem erreichte er die magisch versiegelte Tür im dritten Stock. Mit einer raschen Handbewegung öffnete er die Tür und rannte weiter.

Schnaufend fand er PropheT und die anderen Magier auf der Spitze des Turms. Alle blickten erwartungsvoll zu Vagnard hin. Der Blutdämon schwebte dich hinter ihm...



28.09.2002 00:37#45
meditate der don und meditate gingen möglichst lautlos die treppe zu den oberen stockwerken empor. immer wenn sie einen neuen treppenabsatz erreichten, flammten die fackeln dort von allein auf. und die luft wurde immer kälter.
inzwischen bildeten sich schon weiße dampfwolken vor ihren mündern. die beiden magier sahen sich fragend an.



28.09.2002 00:37#46
Don-Esteban "Das ist ungewöhnlich. Diese seltsame Kälte." Vorsichtig erklommen sie die Stufen, duie neuen Stiefel des Magiers verursachten kein Geräusch, im Gegensatz zu ihren Vorgängern hatten sie keine eisenbeschlagenen Sohlen, so daß er lautlos die Treppen hinaufstieg. Bald war es so kalt, daß er sich enger in seine Robe hüllte. Sie mußten dem Zentrum des Bösen, daß versuchte, die Macht über das Kastell zu übernehmen, schon recht nahe gekommen sein. Der Atem der beiden wurde immer wieder als Dampfwolke sichtbar und schon begannen sich Eiskristalle in den Augenbrauen des Don festzusetzen. Immer weiter tasteten sie sich vorwärts, sich fast als Eindringlinge im Kastell fühlend, daß doch ihr zu Hause war. Niemals würden sie es freiwillig einer fremden Macht überlassen.



28.09.2002 00:40#47
Blutdämon Der Blutdämon zog auf unerklärliche Weise die komplette Aufmerksamkeit auf sich. Er hatte nichts gesagt, sich auch nicht gerührt. Doch er wollte etwas sagen und das genügte um den Magier das Signal zu geben sich umzudrehen und ihm die ganze Aufmerksamkeit zu widmen. Nicht das es nötig gewesen wäre, aber wie gesagt waren gelungene Auftritte die Spezialität des Dämons.

SIE KOMMEN HOCH, IHR SOLLTET EUCH BEEILEN. DON UND MEDITATE SIND GLEICH IM DRITTEN STOCKWERK.

Die Jungmagier zuckten wieder, als sich die Stimme schmerzhaft direkt in den Kopf bohrte. Vagnard und die beiden Priester schienen jenseits solcher Empfindungen zu sein.

Der Dämon hatte gesprochen, die Aufmerksamkeit wandte sich wieder Vagnard zu.


28.09.2002 00:43#48
Vagnard " Die Zeit ist endlich gekommen meine Jünger, lange genug wurde dieser Planet von wurmartigen Parasiten bevölkert, dich sich in ihre unwissenden Belanglosigkeit, als Krönung der Schöpfung sahen.
Schon lange suchen meine Götter nach einem Weg die Dimensionsschwelle in diesen entlegenen Teil der Galaxie zu überschreiten.
Kriege herrschten in ihrer Welt, die schon älter sind, als die Geburt Eurer Planeten und Welten. Einst waren die Namenlosen die Herrscher über unzählige Galaxien, bis sie von einer jüngeren Rasse in diesen Teil des Universums zurückgedrängt wurden.
Eure Welt mündet direkt an einem Nexus zu den Grenzen der besetzten Galaxien, deswegen ist dieser von unwürdigen Parasiten verseuchte Planet von immenser, strategischer Wichtigkeit für meine Meister !“

Vagnards Worte endeten in einer Vollkommenen Stille. Hörte man doch hier und da noch die Geräusche des Waldes, die durch die Kolonie drangen, so waren diese in jener pechschwarzen Nacht verstummt.

Einzig und Alleine ein rotleuchtender Pulsar erschien am finsteren Himmelszelt, der das Licht der anderen Sterne zu verschlucken schien.
Dort prangte nun das, was Vagnard mit kaltem Lächeln erwartet hatte- ein unheilvoller Pilger der Welten und der Zeiten, der das Schicksal der Menschen besiegeln sollte.

Der Stirnreif, das Gleichnis Vagnards fremder und mysteriöser Macht, fing an in einem hellen Grün aufzuleuchten, ein furchteinflößendes Grün, das sich nun sich über die ganze Turmspitze ergoß.

Hoch am Firmament fing die Luft an zu zittern, der Pulsar leuchtete nun ebenfalls in einem blutigen Rot auf.
Ein hauchfeiner Strahl löste sich von dem Himmelskörper und mündete in den Kristallen des Stirnreifs.
Der Strahl fing kreisförmig an sich an zu dehnen und bildete eine pulsierendes Becken aus dunklem Gold.

Die Mauern des Kastells fingen an zu zittern und ihre Form zu ändern. Ein Welle aus Kälte und Dunkelheit legte sich über das alte Gestein............


28.09.2002 00:47#49
PropheT Das Ritual hatte begonnen. Mit einem fanatischen Leuchten in den Augen, blickten die beiden Priester in das aufbrechende Dimensionstor, um ihre neuen Herren und Meister zu empfangen und in eine neue Ära der Menschheit einzutauchen. Die Welt um sie herum hatte keinen Platz mehr in ihrem Geist.

Ölige, schattenhafte Tentakeln stachen aus der pulsierende Masse und bahnten sich unaufhaltsam ihren Weg in diese neue, junge Welt.



28.09.2002 00:51#50
meditate die tür zum dritten stockwerk stand einen spaltbreit offen und durch diesen spalt drang ein kaltes grünes licht, das die magier zwang, einen moment ihre augen zu schließen.

doch dieses licht konnten die geschlossenen lider nicht aufhalten. es drang wie eine lanze in das hirn. gleichzeitig erreichte die kälte einen punkt, an dem ihnen das blut in den adern gefror.

"schnell don, sprich etwas, das uns die kraft gibt, der kälte zu widerstehen, sonst erreichen wir den turm nicht. sie sind auf dem turm!"



28.09.2002 00:52#51
Don-Esteban Das ließ sich der Don natürlich nicht zweimal sagen. Schnell tippte er sich an die im Gürtel befestigten Ruinen und beschwor schwarzes Licht auf die umliegenden Wände, welche daraufhin leicht zu glühen begannen und Wärme abstrahlten. Dies vertreib die Kälte für eine kurze Weile.



28.09.2002 00:54#52
GlutaeusMaximus Die seltsame, Äonen alte Magie hatte ihre Fühler ausgestreckt und nach den Amuletten der Schwarzmagier gegriffen. Schwarze Linien aus purer Magie verbanden die Amulette der Magier mit dem Dimensionstor.

Der Hohepriester hörte Schritte hinter sich. Jemand kam die Treppe herauf. Schnell griff er nach seinem Zauberstab und beschwor einen Steingolem. Dieser rannte sofort und ohne Rücksicht auf Verluste, die Treppe herab um dabei jeden mitzureißen, der ihm in die Quere kam.



28.09.2002 00:55#53
meditate als meditate das gepolter hörte und sah dass ein steingolem die treppe herunter kam, beschwor sie blitzschnell ein skelett.

"leg dich vor seine füße."

die magier pressten sich eng an die wand und das skelett befolgte den befehl. der golem konnte nicht mehr bremsen und da ein steingolem ein etwas schwerfälliges wesen ist, stürzte er über das skelett und begann die treppe unkontrolliert herabzustürzen. dabei zerschellte er schon auf den ersten stufen und eine gewaltige steinlawine polterte die wunderschönen treppen des kastells herunter, große teile der stufen und des geländers mit sich reißend.
die magier warteten die weitere entwicklung nicht ab, sondern stürzten entschlossen auf das dach.



28.09.2002 00:57#54
Don-Esteban Allerdings warf Don-Esteban noch einen verzweifeltebn blick auf die von dem stürzenden Golem verursachten Schäden. "Maximus, gib mir meine Architektur wieder." Dabei stieß er sich den Kopf an einem Türrahmen. Nach dieser historischen Remineszenz konnte es endlich weitergehen. Schnell folgte er meditate aufs Dach und war bereit für den heroischen Endkampf, der die Kuppel der Barriere magisch zum Leuchten bringen würde.



28.09.2002 04:32#55
GlutaeusMaximus Ein lautes Krachen deutet daraufhin, das der Steingolem etwas erwischt hatte. Hämisches Grinsen zeigte sich in seinem Gesicht. Doch die Schritte kamen immer näher. Noch immer vernahm der Hohepriester die Schrittgeräusche... Zumindest eine Person hatte den Angriff überstanden.

Schnell drehte er sich um und lud Beliars Hauch auf. Immer mehr Magie sammelte sich an der Spitze seines Zauberstabs und wartete darauf, dass sich ein Gesicht am Treppenende zeigte. Zusätzliche Energie floss durch seinen Körper. Das Portal war fast geöffnet. Das Ritual näherte sich seinem Ende. Die Luft war so voller Magie das sie flimmerte...

Dann tauchte der Kopf von Meditate und auf Maximus lies der aufgestauten Energie freien Lauf. Ein großer schwarzer Ball löste sich von seiner Hand und flog blitzschnell auf die Hüterin zu.



28.09.2002 06:30#56
meditate bei beliar, das war sein hauch. aber sie war auch seine hüterin. er würde sie nicht töten

"beliaaaar, hiiilf"

meditate schrie in ihrer verzweiflung laut auf.

und dann traf die schwarze kugel auf. das feuer umbrandete sie und hüllte die magierin vollends ein. dann erlosch es.

meditate stand mit geschlossenen augen da. was war passiert? sie hatte auf den tod gewartet und war völlig unversehrt? sie sah an sich herunter und entdeckte erstaunt, dass sich in dem kristall, den sie immer noch um den hals trug, ein schwarzes brodelndes feuer befand. hatte der kristall den hauch des beliar eingefangen? so musste es wohl sein.

triumphierend ging sie auf die abtrünnigen magier zu.



28.09.2002 20:55#57
PropheT Der Priester hatte sich von dem Lärm, der aus dem Treppenhaus in Richtung Dachebene quoll, von dem Ritual gelöst.

Als er sich umdreht, blickte er in die Augen der Hüterin. Ein eiskaltes und hämisches Grinsen zeichnete sich auf den Lippen des Magiers ab. Ein glänzender, haßerfüllter Ausdruck lag in den Augen des Priesters.

„......ich hoffte, du seiest von den Feuern des Unterreichs verschluckt worden. Nun gut, dann wirst du eben den Stahl meines Schwertes zu spüren bekommen........ich werde nun endgültig deine Präsenz aus meinen Memoiren streichen....stirb!“ brüllte PropheT mit einem wutentbrannten Tonfall in seiner Stimme und setzte mit gezogenem Schwert zu einem Sprung, in Richtung Meditate an.



28.09.2002 21:01#58
Don-Esteban Doch mitten im Sprung war der selbe auch schon wieder beendet. Ein Feuerdämon hatte sich plötzlich zwischen meditate und Prophet materialisiert. Zufrieden streckte der Don seine Finger und ließ die Knochen knacken. Der Dämon war wirklich gut gelungen. Mit einer Pranke hielt er das Schwert und den daran hängenden Prophet fest, dann nieste er leicht und der Priester löste sich von seinem Schwert, um unsanft auf dem Boden aufzuschlagen. Das Schwert viel klirrend zu Boden und Prophet rappelte sich wieder auf. Der Dämon schwebte immernoch schützend vor der Magierin. Hinter ihr stand der Don, der diesem Ungetüm seinen Willen aufzwängte. PropheT hatte mittlerweile seine Fassung wiedererlangt und musterte den Dämonen und die Magierin dahinter.


28.09.2002 21:02#59
PropheT .....PropheTs Augenmerk fiel auf den Feuerdämonen. Sein Zorn ging in eine Blinde Raserei auf. Das Amulett um seinen Hals, fing an zu glühen und zu pulsieren. Ein flimmernder Schatten umgab nun die Aura des Priesters und die Augen des Schwarzmagiers füllten sich mit einer tiefschwarzem, öligen Masse. Seine Finger verformten sich, zogen sich im weiter in die Lange und mündeten in langen, spitzen Tentakeln, die auf den Feuerdämon zuschnellten.
Die Stränge bohrte sich tief in den Körper des Dämonen und rissen ihn, in wenige Augenblicken, in Stücke.

Selbstzufrieden gellte ein kühles Lachen in Richtung Don, doch zu seinem Entsetzen, bemerkte er, daß die Hüterin ihren schützenden Platz verlassen hatte.............



28.09.2002 21:05#60
meditate ein seltsames licht umfing die menschen auf diesem höchsten punkt des kastells. dieses seltsame eiskalte licht, das dem tor weit über dem turm des kastells entströmte und ungehindert durch die barriere brach, wurde reflektiert von dem stein in dem stirnreif des fremden magiers und brach sich tausendfach an den umliegenden mauerrändern des turms.

wie ein grünes prisma sandte es sein licht und meditate spürte, dass diese kälte, die aus dem dimensionstor strömte, die kälte eines fremden todes war. wenn ihr nicht sofort etwas einfiel, würde die welt an eine andere welt fallen.
plötzlich nahm sie an sich selbst ein eigenartiges blitzen wahr. war auch hier der kristall der schlüssel zum erfolg? das licht schien sich in ihrem kristall zu sammeln. vielleicht konnte sie es ja auf die gleiche weise unschädlich machen wie den mächtigen hauch des beliar?

es schien, als würde sich das licht in dem kristall bündeln. wo es vorhin schwarz gebrodelt hatte, wirbelten jetzt grüne lichter. der kristall schien alles grün in sich hinein zu saugen und leuchtete mit jedem moment stärker. dann begann er plötzlich zu vibrieren.

meditate riss sich das geschliffene artefakt vom hals und hielt es in beiden händen weit von sich. und auf einmal wusste sie es: es würde funktionieren.
sie hob den nun in einem hellen grün leuchtenden kristall hoch über ihren kopf in das grüne licht das der fremde magier aussandte. immer stärker vibrierte der kristall, immer mehr von dem licht sog er in sich hinein. meditate begann selbst mit dem kristall zu vibrieren und als sie es nicht mehr auszuhalten vermeinte, brach sich plötzlich aus dem winzigen, vormals klaren kristall ein grüner pfeil seine bahn.

der grüne lichtpfeil durchquerte in blitzesschnelle die entfernung zwischen der magierin und dem fremden hexer und bohrte sich in den stein in seinem stirnband.


28.09.2002 21:06#61
Vagnard Zu spät erkannte der Hexenmeister die Präsenz der Hüterin. Als er seine Blicke von der goldenen Pforte abgewandt hatte und sich zu seinen Jünger umdrehte, sah er in ein gleißendes, grünes Licht und bevor er realisieren konnte, was zwischenzeitlich geschehen war, bohrte sich ein gebündelter Lichtstrahl in die Stirn Vagnard.
Schmerzerfüllt verfluchte er die Hüterin und den Tag, an dem er dem unwürdigen Joch der Menschen, dieses uralte Wissen anvertraute, um seine Meister in diese Welt wieder auferstehen zu lassen.

„Verflucht sei Euer stinkendes und im Verfall begriffenes Fleisch und Euer armseliger Geist..............wenn die Zeit Euch schon längst vergessen hat, werden wir zurückkehren........Ihr bemitleidenswerten Narren habt nicht im geringsten erfaßt, womit Ihr es zu tun habt....unvollkommen und unwissend werdet ihr als ein belangloses Überbleibsel des Universums enden..............“ sprach der Warlock mit einer verzerrten und hallenden Stimme.

Die Kristalle in seinem Reif fingen unter dem Druck des Lichtstrahl langsam an Risse zu bilden und zu zerbersten.
Vereinzelt lösten sich kleine Kristallstücke aus der Fassung des Reifs und fielen auf den Steinboden des Turmplateaus.
Das Grün, das aus dem Kristall der Hüterin auf den Hexer getroffen war, überzog Stück für Stück den Körper Vagnards und hielt ihn in einem Feuer aus flackernden, züngelnden, grünen Feuer gefangen, das ihn langsam zu verzehren schien.
Der Reif fing an, sich unter der enormen Hitze zu verformen und zersprang am Hinterkopf des dunklen Magiers.
Ein lautes Klirre von Metall, das auf den rauhen Steinboden fiel, beendete Vagnards Existenz im Diesseits.

Aus den gesprungenen Kristallen erhob sich ein unförmiges, schattenhaftes Wesen, dessen Schrecken für den normalen menschlichen Verstand nicht greifbar war. Tentakeln umschlungen die seltsame Gestalt und zogen sie in das pulsierende Tor zurück.
Die Dimensionspforte fiel in sich zusammen und das rote Glühen des Pulsars erlosch.
Nach und nach stachen wieder vereinzelt Sternenlichter durch das Himmelszelt, doch die Nacht war verstummt und lag in vollkommener Stille. Der Wirtskörper der fremden Macht, zeigte nun sein wirkliches, von Jahrhunderten gezeichnetes Aussehen.
Ein undefinierbarer Überrest aus faulenden Knochen und verwestem Fleisch säumte den Boden der Turmspitze und im nächsten Augenblick zerfielen auch diese Überbleibsel zu Staub und wurden von eine aufkommenden Windböe, die aus den kalten Bergregionen über das Tal zog, in das Dunkel der Nacht getragen.
Der Körper Vagnards hatte nun endlich seine Ruhe gefunden und die unwirklich erscheinenden Ereignisse, glichen einem Erwachen aus einem unliebsamen Alptraum.


28.09.2002 21:07#62
PropheT Das Amulett um PropheTs Hals fing an zu glühen und zu dampfen bis es schließlich in einem Nichts verpuffte. Der Geruch von verbranntem Fleisch schwängerte die kühle Luft der Nacht.

Blut rann aus den Augen und den Mundwinkeln des Priesters und noch bevor er erkannte, was mit ihm die letzten Wochen und Monate geschehen war, fiel er auf seine Knie und sackte bewußtlos in sich zusammen...



28.09.2002 21:09#63
GlutaeusMaximus Auch die anderen Magier standen orientierungslos da. Aus den Roben von Zavalon, Alei, Rock und Maximus stieg grüner Rauch auf. Die Amulette verbrannten auf der Haut und teilweise mit der Haut. Die fünf Magier würden noch lange Narben auf der Brust tragen.

Während die anderen Vier schon zu Boden gegangen waren taumelte Maximus noch vorwärts. Irgendwie schaffte der Priester es sich auf den Beinen zu halten. Meditate und Don stoppten ihn nicht, als er an ihnen vorbei die Treppe runter wankte. In seinem Kopf herrschte absolutes Chaos. Der Hohepriester zweifelte seinen Geisteszustand, die Wirklichkeit und seine Erinnerungen an. Er hörte auf irgendwelchen Gedanken und Eindrücken wert zuzumessen. Nichts machte mehr Sinn...

Trotz alledem erreichte Maximus sein Zimmer im zweiten Stock und schaffte es auch irgendwie seinen Rucksack zu packen. Er packte Proviant und ein paar Kleinigkeiten ein. Dann überprüfte er noch mal ob er Schwert und Zauberstab noch hatte und verließ sein Zimmer und das Kastell...



29.09.2002 01:48#64
meditate meditate hatte sich plötzlich in dieser dunklen schwarzen wolke aus asche und staub befunden und war wie blind die treppe hinuntergetaumelt. sie hatte trotz des wahnsinnigen entsetzens, dass sie erfasst hatte mitbekommen, dass sich ein tor geschlossen hatte, dass der spuk vorbei war.

nun war nur zu hoffen, dass auch ihre magierkollegen wieder ganz normal würden und sie sich endlich wieder den wichtigen dingen zuwenden konnten.
aber zuerst musste sie in ihr zimmer und schlafen. die strapazen der unterwelt und dieses seltsamen rituals hatten sie total erschöpft. vorsichtig hangelte sie sich durch das zerstörte treppenhaus und war froh als sie ihr zimmer öffnen konnte. mit einem tiefen seufzer warf sie sich auf ihr wundervolles bett. dann schmiss sie ihre robe von sich und kuschelte sich in ihre kissen.
irgendwas war anders, irgendwas fehlte. ja - ein kissen! der zu hilfe gerufene schattendämon bedauerte, das hätte wohl der baal mitgenommen. sicher weil es in seinem tempel nichts vergleichbares gab.

auf die frage, ob er diesen vorfall als diebstahl betrachten solle mit allen konsequenzen für den baal, verneinte meditate. der hatte das kissen sicher nur versehntlich mitgenommen. sicher hatte er das für einen schlafteddy oder ähnliches gehalten.

meditate beauftragte den dämonen noch, sich des treppenhauses anzunehmen und dann sank sie in einen langen traumlosen schlaf.



29.09.2002 18:33#65
Don-Esteban Der Meister sah, daß die Gefahr abgewendet war, raffte seine Robe und folgte der Hüterin ins Innere des Kastells. Hier gab es nichts mehr zu tun. Die verführten Magier wachten alle aus einer Art Trance auf, wozu sicher auch der plötzliche Schmerz des verglühenden Amuletts auf der Haut beitrug. Don-Esteban überließ die Magier sich selbst und suchte sich wieder einen Weg nach unten. Sein Ziel war sein versiegeltes Labor. Da der Umschlag mit den Anweisungen aus seinem Zimemr verschwunden war, nahm er an, daß die Dinge in Drakia zum besten standen. Jetzt galt es, die Habseligkeiten des Labors zusammenzuräumen und zum Umzug fertig zu machen, bzw. machen zu lassen. Für soetwas waren die Dämonen da.
Nebenbei beschloß Don-Esteban, die Hüterin zu bitten, ihn in der Kunst der Heilung zu unterweisen. Die blutende Wunde am Ohr, die hoffentlich nur seine letzte Robe und nicht sein Gehör ruiniert hatte, war ihm nur zu gut in Erinnerung. Sowas mußte in Zukunft verhindert werden. Durch den plötzlichen Abgang, herbeigeführt durch die Kore, hatte er nichteinmal Zeit gehabt, das nötigste mitzunehmen. Nie wieder wollte er so abhängig von den Umständen sein.
Mit diesen Gedanken erreichte er sein Labor, betätigte den geheimen Verschlußmechanismus und hob danach die magische Versiegelung auf. Die Tür schwang auf. Dunkelheit. Der Magier beschwor eine Lichtkugel. Staub lag auf den Tischen und in den Regalen. Ruhige Schatten, die sich je nach Position des Lichts änderten, gaben dem Labor einen noch verlasseneren Anstrich. Das Labor hatte Zeit. Die Bibliothek rief. Auch etwas, was er vermisst hatte, wühlen in den Beständen der Bibliothek. Er verschloß das Labor wieder sorgfältig - die Dinge darin waren nicht für Uneingeweihte gedacht.



29.09.2002 21:31#66
Tomekk Die vier Templer, die die Trage trugen, erreichten endlich das Kastell und kamen an die Tür. Leise öffnete sie sich und ließ sie ein. Hinter ihnen schloss sie sich wieder und ein Dämon kam zu ihnen. "Ihr müßt eine Gabe in die Schale geben" Der Dämon zeigte auf eine Schale neben der Tür, während die Templer sich die Hände an den Kopf pressten, denn die Stimme des Dämonen brannte wie Feuer in ihren Köpfen.

Doch daran hatte niemand gedacht. Eine Gabe? Aber was denn? Sie durchwühlten ihre Taschen und brachten alles zu Tage, was darin verborgen lag. Zu guter Letzt hatten sie, nachdem sie auch die Taschen des Templerführers geleert hatten, 36 Traumruf und 96 Erzbrocken zusammen. Mehr hatten sie nicht, und so mußte das genügen.

Einer von ihnen legte alles zusammen in die Schale und wand sich danach wieder an den Dämonen. "Wir brauchen einen Heiler für Tomekk. Er ist schwer verletzt." Daraufhin entfernte sich der Dämon wieder.



29.09.2002 21:46#67
meditate meditate wurde von einem dämon geweckt, der unbeweglich neben ihrem bett schwebte. sie zu wecken, würde ein dämon nicht so einfach wagen, auf jeden fall nicht für irgend einen dahergelaufenen aus dem sumpf.

trotzdem hatte die magierin gemerkt, dass irgendwas in ihrem zimmer war. eigentlich wollte sie ja mindestens ein woche durchschlafen, aber jetzt hieß es wohl pause machen.

sie schlug also die augen auf und erfuhr, dass ihre heilkünste gebraucht wurden. schnell warf sie sich ein tuch über, denn zu ihrem erstaunen lag noch keine neue robe bereit. auf dem stuhl lag nur noch der seltsame kristall, der jetzt wieder in aller unschuld rein wie wasser aussah.

meditate eilte die treppe hinunter und sah unten schon die templer mit einem der ihren auf der trage.

"bringt ihn hinter mir her. ich seh schon was los ist."

sie ließ den templer in einen krankenraum bringen und schickte dann die anderen aus dem zimmer. dann untersuchte sie schnell und möglichst schonend, was von tomekk noch übrig war.

"he, kannst du mich hören? du musst ein paar tage hierbleiben. ich kann nicht alles auf einmal heilen. das geht nur schrittweise."

meditate ging in ihr labor und kam kurz darauf mit den verscheidensten tiegelchen und fläschchen wieder. dann begann sie mit hilfe zweier dämonen die wunden zu säubern und die erforderlichen heilsubstanzen aufzutragen.
"sei froh, dass es nur körperliche wunden sind. bösartige dämonen können dir noch ganz anders schaden. schäden im kopf sind wesentlich schwerer zu beheben. trotzdem gut, dass man dich so schnell hergebracht hat. wer weiß, ob du die nacht überlebt hättest."

nach einiger zeit sah der patient so aus, wie sie es sich vorgestellt hatte. zum schluss bekam er noch einen schlummertrunk und als tomekk schnell und nun auch schmerzlos hinwegdämmrte, verließ die hüterin wieder das zimmer. am bett blieb ein dämon als wache zurück.



29.09.2002 23:09#68
Don-Esteban Die Bibliothek lag seltsam still da. Kein Magier befand sich in ihr, niemand las in den Büchern, um sein Wissen zu vergrößern, seinen Horizont zu erweitern. Scheinbar hatte sich in den letzten Wochen, in denen die verführten Magier das Regime im Kastell übernommen hatten, ein seltsamer Schlendrian eingeschlichen. Morgen würde er olirie prüfen und den unter merkwürdigen Umständen ins Kastell gekommenen Alei als Lehrling aufnehmen. Entschlossen klappte er ein Buch zu, indem er oberflächlich geblättert hatte und eine Schicht Staub wurde aufgewirbelt.

Von einem Hustenreiz geschüttelt verließ er die Bibliothek und widmete sich noch einer speziellen Aufgabe. Schon in der Unterwelt war ihm ein Skelett, das wiederum von einem beschworenen Skelett getragen wurde, aufgefallen. Es handelte sich um einen Magier, Scabaeus, in der Unterwelt gestorben und bis auf die Knochen abgenagt. Seine letzte Ruhe sollten die Knochen nun am Kastelltor finden. Das Skelett folgte mit den Knochen dem Magier, der es heranwinkte.
Es hatte seit der Rückkehr der Gruppe aus der Unterwelt hier in der Eingangshalle gewartet. Jetzt war die Zeit gekommen, um den Auftrag zu beenden. Verwaist lag ein Torflügel da, das Skelett am anderen Flügel war stumm. Der Magier beschwor einen Steingolem, der höher hinauf reichte, als das von der Hüterin beschworene Skelett. Der Golem pappte die Überreste des Magiers mit ein paar gezielten Prankenhieben hoch oben an das Tor, das fast in neuem Glanz zu erstrahlen schien, jetzt, da es wieder vollständig war.



30.09.2002 00:19#69
olirie Endlich wieder im Kastell, ein Glücksgefühl durchströmte Olirie. Er war nicht mehr in der Unterwelt, die ihm nicht behagte, nein, er war wieder daheim im Kastell. Doch nun verspürte er auch wieder stärker Gefühle, wie Hunger und Müdigkeit. In der Unterwelt waren sie nicht so stark, dafür allerdings nun um so stärker. Desshalbging der Magier erstmal in Richtung Refektorium, um das Gefühl des Hungers zu stillen.

Im Refektorium setzte Olirie sich an einen Tisch, der vom Mond erhellt wurde. Draußen konnte man im Mondlicht die Wälder der Kolonie erblicken, die schauerliche Schatten warfen. Auf die Frage hin, was er essen wolle, dachte er sich nur, Egal, Hauptsache viel, schmackhaft und ohne Wolf. Der Dämon verstand, die Gedanken und brachte kurz darauf eine große PlatteScavengerrücken mit Salat und einer däftigen Fleischsoße. dazu trank er ein Glas Rotwein. Es war eine recht große Portion, doch Olirie aß das Tablett trotzdem leer. Gutgesättigt stand er nun von seinem Platz auf und machte sich auf den Weg in sein Zimmer, um der Stillung des anderen Bedürfnisses nachzugehen und sich auszuruhen.
In seinem Zimmer legte Olirie das Schwert ab , zog die Robe aus und legte sich in sein Bett, wo er auch schnell einschlief.



30.09.2002 22:29#70
Don-Esteban Nachdem das Kastelltor wieder den gewohnten Anblick bot, verschwanden die beschworenen Kreaturen und und der Don ging zufrieden ins Innere des Kastells. Die Bibliothek war noch einen weiteren Besuch wert. Mit geübten Handgriffen reinigte er seinen Arbeitsplatz vom Staub und sah sich die Bücher durch, die hier seit Monaten lagen. Unter anderem ein Exemplar der "renovatii studentus", ein Lehrwerk von eher zweifelhaftem Ruhm, daß sich mit den neuesten Betrafungsmethoden bei ungehorsamen Schülern beschäftigte.

Der Don stellte es unter der Rubrik Kuriositäten ab und erinnerte sich in diesem Zusammenhang dunkel daran, daß er doch noch Schüler der Magie hatte, zwei an der Zahl. Wie um seinem Gedächtnis auf die sprünge zu helfen, kam plötzlich der eine durch die Tür. olirie, einer derjenigen, die sich in der Unterwelt auf die Suche nach ihm begeben hatten. "Ah, sehr gut. Ich vermute, du hast in den vergangenen Wochen und Monaten muß ich fast sagen, genügend Gelegenheit gehabt, deine magischen Fähigkeiten zu vervollkommnen?

Ich denke, wir sollten nun zur Prüfung schreiten, insofern du bereit bist." Noch während er dies sagte, gesellte sich der nächste hinzu. Nathano, sein zweiter Student. "Gut, daß ich dich treffe. Ich schlug gerade olirie vor, ihn jetzt zu prüfen, bist du auch zum Abschluß deiner Lehrzeit, die nun lange genug gedauert haben dürfte, bereit?" Das sah ganz danach aus, als ob es heute eine Doppelprüfung geben würde.



30.09.2002 22:50#71
olirie Etwas überrascht schaute Olirie Don-Esteban an. Er war gerade erst aufgestanden und dann wollte er ihn schon prüfen? Aber eigendlich war es ja auch der beste Moment, denn der Magier war nun ausgeschlafen. Und im grunde hatte er auch nichts dagegen, dann hatte er es wenigstens geschafft und könnte endlich Magie wirken. Desshalb bejahte er auch die Frage des Lehrmeisters, welcher über die Antwort zufrieden zu sein schien.



30.09.2002 23:10#72
{-NaThAnO-} Seit der Rückkehr aus der Unterwelt hatte Nathano sich einfach nur etwas Ruhe gegönnt und bemühte sich nichts schlechtes zu denken. Irgendwann in den letzten Tagen schien es einen Wechsel im Kastell gegeben zu haben, den der Hohe Schwarzmagier aber nicht einordnen konnte. Verwirrt hatte er einen Dämonen um Rat gefragt, der ihm zu seinem Vergnügen berichtete, dass die böse Macht, die einige Magier hier im Kastell erfasst hatte, gebannt war. Nun war also wieder alles normal - ZuXnormal...

In frischer Robe und auf hochglanz poliertem Gladius Morti verließ Nathano an diesem Abend sein Gemach und machte sich auf in das Refektorium. Auf dem Weg sah er Olirie, der in die Bibliothek ging. Da der Hunger Nathano´s nicht der größte war, beschloss er Olirie einen Besuch abzustatten und sich mal wieder zu unterhalten. Als der hohe Schwarzmagier und Einhandmeister die Bibliothek betrat, sah er unerwartet Don-Esteban und Olirie miteinender sprechen und gesellte sich zu ihnen. Das war das erste mal seit langem, dass Nathano mit dem Meister sprach.

"Natürlich bin ich bereit! Ich freue mich darauf, mich vor Euren geschulten Augen profilieren zu dürfen!" Nathano zwinkerte Olirie zu und die drei machten sich auf den Weg zu den Übungsräumen.



30.09.2002 23:20#73
Don-Esteban Dort angekommen, begann auch ohne Verzug die Prüfung. "Es ist recht dunkel hier drin. olirie wird uns etwas Licht machen, nehm ich an." Der Don wandte sich an Nathano. "während und dein Mitstudent mit einer unvergleichlichen lichtshow überraschen wird, kannst du ja ein paar Skelette beschwören, die vielleicht eine szene aus Schwanensee tanzen. Natürlich kanns auch etwas anderes sein. Eine Polka vielleicht?" Die Tür schloß sich und die drei Magier waren von Dunkelheit umgeben.

"Ihr dürft beginnen", ließ sich der Don in gnädigem Tonfall vernehmen. Seine Stimem kam aus einer Ecke, in der eine geheime Tür verborgen war. Dank dieser überaus sinnvollen Einrichtung hatten bei magischen Prüfungsunfällen die wichtigen Lehrmeister immer überlebt, was man von den weniger wichtigen Studenten dagegen leider nicht in dem Maße behaupten konnte. Doch in der letzten Zeit war es kaum noch zu solchen Unfällen gekommen. Das lag wohl an den fortschrittliochen Lehrmethoden, die mehr auf Eigenverantwortung, als auf die Vorgaben dieser ominösen "renovatii studentus" setzte.



30.09.2002 23:38#74
olirie Olirie war sich etwas unsicher, war doch, als er mit Zavalon den Lichtzauber geübt hatte, alles schief gegangen, was schief gehen konnte. Angespannt nahm der Magier die Rune und begann mit seinem Werk, er sollte eine Lichtkugel beschwören, die also auch gut aussieht und nicht nur Licht von sich gab. Über Olirie bildete sich langsam eine Kugel, die mit der Zeit immer meht licht spendete. Nach einiger Zeit begann sie auch, sich etwas im Kreise zu drehen. Der Magier verlagerte die Magische Energie in ihr so, dass sie an einigen Stellen heller wurde und an anderen nicht so hell, das hatte acuh zu folge, dass die Kugel nun in mehreren Farben erstrhlte, Blau, dort, wo wenig Energie war, weiß dort, wo normal viel Energie war und gelb dort, wo viel Energie war. Dann hatte er es geschafft, eiine sich drehende, blau, weiß und gelbe Kugel erstrahlte über Oliries Kopf. Dieser schaute zufrieden über sein Werk drein.


30.09.2002 23:52#75
{-NaThAnO-} Nathano war sichtlich überrascht, wie Olirie das hinbekommen hatte, freute sich aber für ihn. Dann wollte er dem Don mal zeigen, wie gut sein Rhytmusgefühl war. Er nahm sich grinsend die passende Rune und beschwor erst einmal mit übertriebenen Hand und Körperbewegungen drei Skelette. Aber keine gewöhnlichen Skelette. Eines hatte ein Multi-Instrument aufgesetzt, auf dem es nun einen tadellosen Foxtrott spielte. Sofort fingen die enderen beiden Skelette an, einen Disco-Foxtrott zu tanzen, der dem Don doch tatsächlich ein Grinsen auf die Lippen zauberte. Nathano stellte drei Stühle in eine Reihe vor das Spektakel und vorderte den Don und Olirie auf, sich zu setzen. Das war eine Prüfung der besonderen Art!



01.10.2002 00:07#76
Don-Esteban Doch den Don hielt es nicht lange auf dem Sitz. Zuerst fing er an, mit den Füßen zu wippen, dann wippte sein ganzer Körper. Zum Schluß hielt er nicht mehr an sich und griff selber zur Beschwören-Rune. Zuerst entstand nur etwas Nebel, der durch die Discokugel bunt beleuchtet wurde und im Raum waberte. Das sah klasse aus. Doch bald erhob sich der Nebel vom Boden und verdichtete sich zu etwas anderem. Der Don hatte einen Feuerdämonen erschaffen. "Sing", lautete der Befehl des Magiers an ihn.



01.10.2002 00:07#77
Feuerdämon Der Feuerdämon, gerade erst auf diese überaus materielle Ebene gerufen, wußte nicht, wie ihm geschah. Plötzlich entrangen sich seiner Kehle seltsamee Laute. Die Menschen nannten es Lied. Seine Stimme stieg und fiel, das war wohl eine Melodie. Er sang:

"Uh uh uh uh stayin' alive, stayin' alive
ah ah ah ah stayin' alive, stayin' alive
stayin' alaaaaaaaaaaaaaaaive."



01.10.2002 00:13#78
Don-Esteban Im Hintergund stapften die drei im übrigen sehr sauber von Nathano beschworenen Skelette im Takt eine kesse Sohle aufs Parkett. Einer zupfte am Bass ein mitreißendes Solo. Dabei wurden sie in wechselnden Farben durch oliries rotierende Lichtkugel beleuchtet. Eine irre Atmosphäre. Vielleicht sollten sie auf Tournee durch die Barriere gehen. Doch irgendwann war die schönste Vorstellung vorbei. Der Gesang verstummte und der talentierte Dämon wurde wieder in seine Welt entlassen. Der don hielt inne, räusperte sich und sagte: "Das hier ist nie passiert, verstanden?"

Er strich sich die Robe glatt und fuhr fort mit der Prüfung. "Beendet bitte die gegenwärtigen Zauber. Von olirie hätte ich jetzt gerne ein Skelett gesehen, das dann du, Nathano, mittels schwarzer Flut fachgerecht zerlegst, wie es sich für einen richtigen Schwarzmagier gehört." So, die nächste Aufgabe stand. Der Don war gespannt, wie sich die beiden jetzt schlagen würden.



01.10.2002 00:22#79
olirie Olirie nahm sich die entsprechende Rune und ging in Gedanken nochmal die Anweisungen aus den Büchern durch. Etwas verunsichert, doch immernoch ermutigt über das kurz zuvor geschehene begann er den Zauber zu wirken. Eine Staubwolke bildete sich, sie wuchs immer mehr an. Als sie an ihrem Höhepunkt zu sein schien, begann sie sich nach innen zu verkleinern. Der Staub setzte sich zu Knochen zusammen, diese fielen wiederrum aufeinander, was ein Klapperndes Geräusch ergab. Als sich die Staubwolke vollends zu Knochen gebildet hatte, stand ein Skelett im Raum. Schweißperlen liefen Olirie über die Stirn und ein Gefühl der Erleichterung durchfloß ihn. Er hatte es geschabbt, er hatte ein Skelett beschworen. Es hatte zwar einige Zeit gedauert, doch dafür war es auch komplett.



01.10.2002 00:44#80
{-NaThAnO-} So schlimm wie alle behaupteten war dieser Don gar nicht. Zumindest hatte er Sinn für Humor und Dämonen, die wirklich gut singen konnten... Eigentlich war es schade, dass Don-Esteban so schnell wieder auf Ernst geschwenkt war, aber was sollte es. Nathano nahm die passende Rune zur Hand und befestigte sie am Gürtel. Angespannt konzentrierte der hohe Schwarzmagier die Energie zwischen seinen zu einer Kugel geformten Hand. Kleine Blitze zuckten immer wieder zwischen Nathanos fingern und schließlich entlud sich die ganze Kraft auf das Skelett. Die Ganze Kraft? Nein. Eine Hälfte der Kraft ging auf das Skelett nieder, die andere schleuderte Nathano geradewegs gegen die Wand. Und damit nicht genug. Die Schwarze Flut ließ den Oberkörper des Skeletts zerschellen, aber die Beine standen noch. Das hatte so den Effekt, dass die beiden Beine ziellos durch den Raum gingen und irgendwann, als sie an den Don stießen, umkiptten und verschwanden. Verlegen schaute Nathano zum Don auf. "Verdammt!"


01.10.2002 01:08#81
Don-Esteban Der Don registrierte die gegen ihn stoßenden Beine mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Ich denke, ich kann auf weitere Demonstrationen eurersetas verzichten. Ihr habt beide gezeigt, daß ihr die Magie ähm... beherrscht. Auf den theoretischen Teil der Prüfung kann ich hier verzichten, da ihr durch euren Einsatz bei meiner Rückholung gezeigt habt, daß ihr wißt, was es bedeutet, Beliar zu dienen. Ihr habt hiermit beide eure Prüfung bestanden." Er bückte sich und hob etwas auf, was zu dem Feuerdämonen gehören mußte.

"Mhm, eine seltene Flügelschuppe. Wenn du willst, mache ich dir ein Amulett daraus. Vielleicht eins, das den Gedanken Flügel verleiht, also die Geisteskraft erhöht. Möglich ist vieles... Überleg es dir." Die Prüfung war beendet und die drei Magier verließen den Raum, der schon so viele seltsame Dinge gesehen hatte. Manche davon sollten lieber ungesehen bleiben. Leise summte der Don ein "stayin' alive", als er in den Gängen verschwand.



01.10.2002 13:43#82
{-NaThAnO-} Diese Prüfung würde Nathano wohl niemals vergessen. Nur wenigen war es wohl geboten, den Don einmal so ausgelassen zu erleben. Natürlich konnte er verstehen, dass der Don sein Image in der Öffentlichkeit nicht durch Gerüchte, welche von Nathano und Olirie verbreitet hätten können, beschmutzen wollte. Also beließ es Nathano mit einem Schmunzeln dabei, als er den Don in den Gängen verschwinden sah.

Das war schon ein schönes Gefühl die ganzen Runen am Gürtel zu tragen. Sie durchfluteten den Körper mit atemberaubender Energie, dunkler Energie. Nun war Nathano also ein voll ausgebildeter Magier. Mit funkenden Augen sah sich Nathano die Schuppe des Dämonenflüges an. Sie war gewissermaßen schön, doch der hohe Schwarzmagier wusste noch nicht so recht, was er damit anfangen sollte. Dafür war ja auch noch Zeit.

Nathano lud Olirie zur Feier der Nacht und der bestandenen Prüfung zu einem Glas Sekt ein, so wie es Nathano bisher immer pflegte, etwas zu feiern. Olirie stimmte ein und die beiden verbrachten noch die restliche Nacht im Refektorium und erzählten über geschehenes, kommendes und die Gegenwart. Das war seit langer Zeit die schönste und befreienste Nacht, die der hohe Schwarzmagier und Einhandmeister erleben durfte.



01.10.2002 21:31#83
meditate meditate hatte den ganzen vormittag im labor gearbeitet und verschiedene ingredienzien bereitgestellt. don-esteban wollte bei ihr in die lehre gehen um die heilkunst zu erlernen.

das war schon ein seltsames gefühl, wenn ihr gönner und förderer nun auf einmal von ihrem wissen profitieren wollte, aber ihre entwicklung war in den vergangenen monden doch in unterschiedliche richtungen gegangen.
während der don sich in immer seltsamere experimente verstrickte, hatte meditate konsequent uralte kenntnisse ihrer vorfahren wieder in ihr gedächtnis geholt und sich die schätze der bibliothek in bezug auf pflanzen und mineralien angeeignet.

einige der schlichteren schriften hatte sie dem don schon auf seinen arbeitstisch in der bibliothek gelegt und bereitete ihm nun den tisch für die ersten experimente vor. das bedenkliche bei don war, dass man irgendwie seinen spieltrieb in den ruhezustand versetzen musste. wildes herumexperimentieren mit den bestandteilen von pflanzen und lösungen von mineralien konnte unvorhersehbare folgen haben.

aber warum war die hüterin alchemistin? sie würde zur not auch mittelchen haben, diesen magier friedlich zu stimmen und seinen ruhelosen geist für eine weile zu zähmen.

zuerst sollte er jedenfalls mit kamille, pfefferminze und anderen harmlosen sachen experimentieren. und wenn er es schaffte, dizipliniert an sich zu arbeiten, konnte man zu anderen sachen übergehen.

meditate verschloss sorgfältig die tür, in der hand diverse nützliche heilmittel und ging zunächst nach dem verletzten tomekk sehn, den sie zur pflege in die hände dienstbarer niederer dämonen gegeben hatte.



01.10.2002 23:08#84
Mohammed Keuchend kam Mohammed vor dem Tor des Kastells zum stehen. "Lasst mich rein, ihr ehrwürdigen, skelettierten Personen. Ich will meinen Ring identifizieren und werde ausserdem von einigen mir nicht gerade freundlich gesinnten Orks verfolgt. Also macht schon, schnell!" Stiess er in einem Atemzug hervor, während sich die Gruppe von Orks unter ihrem Kampfgebrüll stetig näherte. Hoffentlich würde sich das massive Tor noch hinter seinem Rücken schliessen, bevor in diesem die Waffen seiner blutrünstigen Verfolger steckten.



01.10.2002 23:16#85
Don-Esteban Nach den Aufregungen des letzten Kampfes und den ungewohnten Entspannungen der letzten Prüfung begab sich der Don nun wieder in seinen Lieblingsraum, die Bibliothek. Oder war das Labor sein Lieblingsraum? Oder das Refektorium? Er konnte sich nicht entscheiden. Während er versuchte, einen alten Abzählreim auf die Reihe zu kriegen, der ihm bei der Auswahl seines Lieblingsplatztes (die Esche im Innenhof und der Haudh-en-Istarwen gehörten auch dazu) behilflich sein sollte.

Plötzlich bemerkte er auf seinem Arbeitsplatz einen neuen Haufen Bücher. Interessiert blätterte er darin herum. Es handelte sich ausnahmslos um Werke der Heilkunst. Die Lehre bei meditate hatte also angefangen, anders konnte er sich das auftauchen dieser Bücher nicht vorstellen. Bald schon war er vertieft in die Geheimnisse der Zubereitung heilsamer Kräutertees, in die Darlegung neuester Trends in der Mustermode von Verbänden und in eine gelehrte Diskussion um die optimale Pillengröße.



01.10.2002 23:22#86
tor zum kastell Das erste Skelett ließ sich vernehmen. "Schau an, schau an, wir haben Besuch. Nenne er uns doch bitte zuerst seinen vollständigen Namen, seine Anschrift, sein Alter, den Mädchennamen seiner Mutter, gebe er uns erschöpfend Auskunft über seinen Vermögensstand und dies alles in dreifacher Ausfertigung."
Das rief das zweite Skelett auf den Plan. "Moooment, ich weiß ja nicht, was du früher warst (wahrscheinlich Buchhalter) aber hier geht das so nicht. Ich hätte ja gerne ein paar nette Witze gerissen aber jetzt hast du mir die Lust verdorben."

Und damit schwang das Tor auf und der Schatten trat ins Innere des Kastells ein.


01.10.2002 23:39#87
meditate tomekk ging es eindeutig schon besser. nachdem die tiefsten wunden versorgt waren, heilte jetzt alles von innen nach außen. das war sehr wichtig, denn nichts war schädlicher, als einen kranken herd mit gesunder haut zu bedecken.
danach wusch sich meditate sorgfältig die hände und ging in die bibliothek in der sicherheit, ihren schüler dort vorzufinden.

"ah, mein lieber don. du liest also schon? das hatte ich mir eigentlich schon gedacht. die heilkunst kommt deinen intentionen ein wohltäter der menschheit zu sein, sicher sehr entgegen."

meditate musste sich große mühe geben, nicht zu grienen.

"aber bevor wir anfangen, solltest du diese hübschen grundlagenwerke kennen. vor allem dieses. ich glaube, damit wirst du ein paar probleme haben. aber du packst das schon, wenn du dir große mühe gibst."

meditate zog ganz unten aus dem stapel ein dickes weißes buch, dass sie ihm ganz obenauf knallte. "Hygiene und Sauberkeit" war der titel.

"Wenn du diese Regeln nicht beachtest, so kannst du die krankenbesuche bei deinen patienten in der unterwelt machen.
also bitte, wenn wir uns den kranken nähern, musst du bei verwundungen ein paar minimalforderungen beherzigen: gründliches händewaschen, handschuhe, ein weißes kittelchen und ein haarschutz.

ich weiß, dass du dich sicherlich albern finden wirst, aber ich muss darauf bestehen.

du kannst jetzt gern mal mit mir mitkommen. ich habe im labor ein paar sachen herausgesucht, die du dir ansehen kannst."

meditate ging voran und der don folgte ihr. am labor entriegelte sie die tür und trat ein.



01.10.2002 23:43#88
Mohammed Gerade noch rechtzeitig schloss sich das mächtige Flügeltor wieder, was vier donnernde "Rumms" Laute, gefolgt von vier erbosten Brüllern bestätigten. Sichtlich erleichtert darüber den Orks in letzter Sekunde entkommen zu sein, betrat Mohammed japsend das alte Kastell. Mit grossen Augen betrachtete er alles, dass er schon einmal gesehen hatte, ihm jedoch wieder wie neu vorkam, während er sich von den Strapazen erholte. Etwas geheimnisvoles, undefinierbares schien hier in der Luft zu liegen und wie eine Aura alles und jeden hier drinnen zu umgeben. Die Schritte des Schattens hallten laut in der großen Eingangshalle wieder, als er sie mit einem flauen Gefühl im Magen entlangschritt.
Plötzlich bemerkte er etwas in seinem Augenwinkel und fuhr erschrocken herum. Wie aus dem Nichts stand auf einmal einer der vielen Magiere neben ihm. Mohammed erstarrte. Denn dieser eine der vielen war kein geringerer als Don-Esteban, Oberhaupt des Zux. Die ehrfurchtgebietende Person, deren harter, durchbohrender Blick, der schier unendlich grosses Wissen auszusagen schien, jedoch auch wieder verspielt wirkte, passte perfekt in das unwirkliche, von Wiedersprüchen geprägte Bild des Kastells. Mohammed fühlte sich nur zu leicht durchschaubar, was zunehmed Unbehagen in ihm weckte. Dieser seltsame Ort mit all seinen Phänomenen war wahrlich nicht sein Gefilde und so wollte er sich von hier so schnell wie nur irgend möglich wieder zurückziehen zu können.

Nur was sollte er blos sagen, mit einem Klos im Hals? Richtig, nichts...


01.10.2002 23:54#89
Don-Esteban Während sich der Don von seiner gestrengen Lehrmeisterin in Richtung des Labors schleifen ließ, bemerkte er, als er die Eingangshalle passierte, einen verschüchterten Besucher, der, wnen er eine Mütze gehabt hätte, diese sicherlich in den Händen gehalten hätte, sie gedreht hätte und den Blick verschämt auf den Boden gerichtet hätte. Doch er hatte keine Mütze. Da der Don nicht wissen konnte, wann er wieder die Möglichkeit besitzen würde, mit anderen Leuten zu reden (bei der Hüterin wußte man nie), nahm er freudig die Gelegenheit wahr, mit anderen Menschen zu reden, solange sie sich noch bot. "Was kann ich für dich tun?", lautete dann auch die Frage des Magiers an den Besucher.


02.10.2002 00:10#90
Mohammed Oh Gott, er hatte gesprochen... ER!!! Mohammed überlegte fieberhaft nach einer Antwort. "Also, ich bin Mohammed, aus dem Alten Lager und ich war schon mal hier." Stille und diesmal ein verständniloser Blick des Magiers. So wurde das doch nie was.

Der Schatten setzte wieder an und versuchte etwas mehr Selbstvertrauen in die Sache zu bringen: "Ähm.. Nun ja. Das zu meiner Person. Ich grüsse Euch, Don-Esteban. Es ist mir eine Ehre euch wiederzusehen. Der Grund meines Besuches, der Euch hoffentlich nicht all zu ungelegen kommt, ist dieser Ring hier, den ich vor einiger Zeit in einem verlassenen Minengang gefunden habe. Immer wenn ich ihn mir über den Finger streifte, durchflutete meinen Körper, wenn auch nur kurz, ein unbeschreibbares Gefühl. Da erinnerte ich mich daran, wie mir mal jemand erzählt hatte, dass es Rige gibt, die die Fähigkeiten oder die Verteidigung des Trägers verbessern.. Aber was erzähle ich da? Ihr wisst das sicher schon seit Ewigkeiten. Jedenfalls habe ich gehört, das Ihr die Weisheit besitzt, diese zu identfizieren. Und da ich mir nicht sicher bin, ob mein Ring mir wirklich von Nutzen oder nur Dekoration ist, wollte ich euch darum bitten mir darüber Klarheit zu verschaffen."

Niedergekniet und mit auf dem Boden gerichtetem Blick wartete der Buddler auf eine Antwort. Gewohnheitssache... Er stand wieder auf und wartete weiter.


02.10.2002 01:06#91
meditate die hüterin hatte sich im labor umgedreht und wollte gerade mit einer umfänglichen erklärung beginnen, als sie bemerkte, dass der don ihr gar nicht gefolgt war. so verschloss sie die tür wieder und ging nach ihm suchen. nach dem plötzlichen verschwinden des dons vor einigen wochen, die die qualvolle suche in der unterwelt nach sich zog, war die hüterin misstrauisch geworden. diesen seltsamen schwarzmagier durfte man nicht aus den augen lassen.
und da stand er schon in der eingangshalle. beim näherkommen hörte die hüterin den rest des gespräches und schlussfolgerte sofort, dass der don wieder einmal abgelenkt werden würde. also trat sie plötzlich dazu und nahm mit einer blitzschnellen bewegung den ring an sich.

"werter schatten, der don wird sich deines ringes annehmen, aber nicht heute und nicht in den nächsten sieben tagen. danach kannst du ihn hier wieder abholen und der meister wird dir eine expertise zu dem ring geben, sofern du eine angemessene gabe in die opferschale legst.

jetzt aber kann er dir nicht helfen, denn auf ihn wartet eine andere aufgabe, die keinen aufschub duldet. komm in einer woche wieder, dann wird dir geholfen.
wie ich sah, verfolgten dich einige größere feinde. du darfst in einem der gästezimmer nächtigen und du darfst in das refektorium um dort zu speisen. berücksichtige das bitte bei deiner spende, die du auch in einer woche mitbringen kannst. und nun gehab dich wohl."

die beiden magier ließen den verdutzten mohammed stehen und verschwanden jetzt endgültig in dem alchemielabor der heilerin.

"lieber don, bevor ich mich meinen eigenen studien widme, empfehle ich diese kräuter deiner aufmerksamkeit. zu jeder dieser tiegel gibt es eine uralte birkenrindenschriftrolle. es sind rezepturen für verschiedene tees, die verschiedene wirkungen im körper auslösen. ich denke, du hast damit eine weile zu tun. morgen bekommst du eine neue aufgabe."

damit verließ die hüterin das labor und ließ don-esteban mit den teesorten und rezepturen allein.



02.10.2002 03:45#92
Mohammed Was hätte der Schatten in Gegenwart zweier solch hochrangigen Magier schon sagen sollen ausser... nichts? Manchmal hasste er sich für seine Höflichkeit und übertriebene Ehrfurcht. Protestieren hätte er sollen! Zwar war sie eine bedeutende Magierin gewesen, doch auch ein Schatten hatte seine Rechte. Oder galt hier etwa das Recht des Stärkeren? Weshalb hatte der Don ihr die Situation nicht Einfach erklärt und den Ring schnell noch identifiziert? Sowas wäre für einen Hohepriester wie ihn mit einem schier unerschöpflichen Erfahrungsschatz und seinem Kennerblick doch höchstens eine Sache von fünf Minuten gewesen. Fragen die sich der Schatten stellte, während er von einem friedfertigen Dämon, durch einen langen, säulengesprickten Gang, zum Refektorium geführt wurde.
Jawohl, von einem Dämon. Einem Dämon der dem zahlenden Gast des Kastells alles notwendige erklärte. Telepatisch natürlich. Mohammed war wahrscheinlich einfach zu erfolgsverwöhnt gewesen. Es konnte wohl nicht immer alles ablaufen, wie er sich es im Vorraus ausgemalt hatte. Leider. Hier zu übernachten hatte er eigentlich nicht vorgehabt. Aber möglicherweise waren die Orks ja wirklich nachtragend und würden ihm wohlmöglich auflauern um seinen Kopf so lange Gegen die Tore des Kastells zu hämmern, bis einer von beiden zuerst nachgab. Aber ein zweites Mal hier an diesen Ort zu kommen, danach stand ihm nun überhaupt nicht der Sinn. Weder heute noch irgendwann. Aber nein, eine höchst wichtige Aufgabe duldet mal wieder keinen Aufschub. Wie immer.

Was das wohl gewesen sein mag? Nicht Identifizieren eines Rings? Sein Ring, der war jetzt erst mal weg. So Na herrlich, es lief mal wieder alles nach Plan. Plötzlich mussten die Gedanken des Schattens einer telepatischen Nachricht Dämons weichen, die verlauten ließ, dass er sich nun zu Tische begeben solle. Die Zubereitung und Servierung dauere nicht länger als ein Gedankschlag. Kurz, es erschiene alles auf dem Tisch, an was der Schatten nur denken würde. Jedoch sollte er dabei auch immer an seinen Vorrat an Erz denken. Eine Opferschale ließe nicht mit sich feilschen. Sollte ihm recht sein. Vor kurzem erst, hatte er einen Beutel Erz entdeckt und heute um die 100 Brocken mitgenommen. Das müsste für ein ausgiebiges Mahl wohl noch reichen.

Ausserdem machten schlechte Neuigkeiten immer Hungrig, insofern sie nicht in Angst umschlugen. Die hatte der Schatten komischer Weise schon nicht mehr so richtig. Trotzdem war es keine Art einem ehrlichen Schatten einfach seinen Ring... Nun ja, jetzt war es wohl ratsam mal wieder seinen Magen aufzufüllen. Der arme war schon total verstimmt von dem ganzen Stress. Der Schatten ließ sich auf einer Holzbank nieder, streckte die Hände aus, formte eine Schale aus ihnen und dachte an eine frische Scavangerkeule vom Grill. Kurz darauf jaulte der Schatten wehleidig auf und katapultierte einige glühende Kohlestücke aus seinen Händen. Wimmernd blies er auf die entstehenden Brandblasen an seinen Handflächen.

Verflucht, wieso musste nur alles so kompliziert sein? Neues Spiel, neues Glück. Diesmal dachte Mohammed zuerst an einen Teller. "Plopp" viel prompt ein Teller auf den Tisch. Gar nicht mal so übel. Den Dreh hatte man recht schnell raus. Einige Zeit später nagte er genüsslich an der Resten einer Fleischkeule und beendete sein Mahl, bestehend aus drei Scavangerkeulen, 2 Moleratsteaks und einem Glas Bier frisch gezapft vom Fass. Die ZuX'ler lebten bestimmt nicht schlecht hier. Aber was das wieder kosten würde... Wohlgenährt verließ der Schatten und begab sich anhand der Beschreibung des Dämons zur Opferschale. Interessant... Er legte einen Erzbrocken hinein. Nichts geschah. Kein Verschwinden in der Wand, rein gar nichts.

Na gut, was hielte sie den 20 Erz? -Nichts. Na dann eben 30. -Wieder nichts. Wenn's sein muss dann eben auch noch 50. -Schon wieder keine Reaktion. Das Mohammed mehr als nur sehr zuwieder. Die Schale ging höchstwahrscheinlich aus Prinzip erst bei dreistelligen Zahlen in die Wand hinein. Diese Halsabschneider! Ein kritischer Blick zu seiner Rechten, dann zu Linken und da man hier ja nie wusste auch noch über sich. Niemand in Sichtweite. Der Schatten übte leichten Druck auf die Schale aus. -Nichts passierte. Er holte Luft, trat einen Schritt zurück, schnellte wieder nach vorne und prallte mit voller Wucht gegen die Schale und drückte so beherzt er nur konnte. -Nichts. Er file auf die Knie und flehte, erzählte von seiner Frau und seinen 11 Kindern in seiner 5m² Hütte. Jedoch passierte abermals nichts.

Entnervt ließ der Schatten 30 weitere Erzbrocken in die Opferschale prasseln und siehe da, sie verschwand in der Wand und kam ohne Inhalt wieder zum Vorschein. Mohammed schüttelte den Kopf. Hier war doch nichts mehr Realitätsbezogen. Alles total durchgeknallt. Das war ja nicht zum Aushalten. Und das schon nach ein paar Stunden. Das einzige was er jetzt noch wollte war schlafen. Müde und erschöpft schlenderte der Schatten durch die langen Gänge mit allerlei Verzierungen und unidentifiezierbaren Gravierungen an den Wänden sowie ihren edlen Marmorplatten, die blitzten als seien sie erst gestern gelegt worden, bis er den Dämon wiederfand, der ihn auch sogleich zu seinem nächtlichen Gemach leiten würde.
In diesem angekommen achtete Mohammed nicht mehr im geringsten auf zahlreiche kleine Statuetten, die zu Dekoration über einige aufwendig geschnitzte Holztische verteilt standen, sondern file gleich in seinen lang ersehnten Schlaf, der hoffentlich nicht zu früh von irgendjemand oder irgendetwas mitten in der Nacht unerwartet unterbrochen werden würde. Aber darüber könnte er sich auch morgen früh noch Gedanken machen...



02.10.2002 09:24#93
TheRock Mit seltsamen Rücken und Kopfschmerzen, mal abgesehen von denen auf seiner Brust wachte Rock auf...
als er ein Auge öffnete merkte er dass er auf dem Dach des Kastell lag,Man, wie komme ich denn hier hin??
So langsam dämmerte es ihm, und er machte sich schlaftrunken auf den Weg in sein Zimmer..
Dort angekommen ließ er sich aufs Bett fallen und zog umständlich seine Robe aus....
Dann erst bemerkte er die Narbe auf seiner Brust...
und schlief ein.



02.10.2002 14:29#94
meditate die magierin hatte in den vergangenen nächten ihre vorräte an heilmitteln und giften beträchtlich aufgestockt, so dass alle tiegel, töpfe und krüge wieder gut gefüllt waren. der nächste krieg konnte kommen. oder lieber doch nicht. irgendwie hatte sie das gefühl, dass sie ein bisschen mehr mit raffinierten giften herumexperimentieren sollte. nur einfach umfallen und tot sein war genauso langweilig wie gelähmt werden. vielleicht könnte sie da mal ein bisschen kreativer werden.

meditate ging noch in das schreibzimmer und überprüfte, ob noch ausreichend material zur schriftrollenherstellung vorhanden war. sie hatte die aufgabe zwar von harald übernommen, aber sie musste sich langsam mal mit der ganzen sache befassen.

außerdem wartete noch der brunnen im hof mit seinem geheimnis auf eine untersuchung.

vorerst war es aber erst mal zeit für ein paar stunden schlaf. meditate befahl aber erst mal einen dämonen zu sich, der ihr wieder ein neues weiches kissen beschaffen musste.

nachdem wieder alles komplett war, zog meditate die vorhänge zu und ließ sich in das reich der träume fallen.



02.10.2002 16:12#95
Mohammed Gähnend wachte Mohammed morgens wieder auf, drehte sich zur, seine Glieder streckend zur Seite und knallte auf den Boden. Na wunderbar fing der heutige Tag wieder. Wieder auf 180 rieb sich der Schatten die Nase kämpfte sich auf die Beine. Verdammt, was besseres als so eine Pritsche war für ihn also nicht vorhanden gewesen. Aber was half es sich weiter aufzuregen? Immerhin lebte er noch, was aufgrund seines längeren Aufenthaltes im Kastell ja schon fast an ein Wunder grenzte. Angestrengt seufzend setzte er sich auf die Pritsche und dachte nach, was es nun als erstes zu tuen galt. Am besten wohl das, was er schon die ganze Zeit hatte tun wollen. Gehen. Mohammed hing sich seine Tragetasche und setzte sie sogleich auch wieder ab.

Seinen Proviant, den hatte er ja ganz vergessen. Etwas Brot, Käse und ein Bier. Was brauchte man mehr, für einen guten Start in den Tag? Vielleicht noch die Gewissheit nicht im Kastell zu sein, aber wer würde denn gleich nach den Sternen greifen? Genüsslich biss der Schatten ein Stück von dem Käse ab und stopfte noch einen Fetzten Brot hinterher. Jetzt galt es aufzupassen. Bei falschem Zubeissen hätte der Schatten einen Happen Käse sowie einen Fetzen Brot weniger und wer auch immer hier das Kastell so blitzend sauber hielt einen, kaum durchgekauten Brocken Arbeit mehr. Doch es klappte, auch wenn sich ein Teil des Essens in die Nase verabschiedete und einem kräftigen Nieser in einen alten Stoffflicken, vorsorglich aus der Tasche gezogen, befördert wurde.

Des Rest seines Mahles nahm er dann doch etwas gediegener zu sich und spülte die letzten Krümel mit einer köstlichen Flasche Bier, wie man sie höchstwahrscheinlich nur im Alten Lager erhalten konnte, herunter. Zufrieden rieb er sich den Bauch, auch wenn der Bauch wegen der darüber liegenden Schattenrüstung herzlich wenig mitbekam. Das musste einfach sein und machte einen gleich viel zufriedener. Bauch reiben gehörte zu einem guten Mahl wie er ins Alte Lager und nicht diesen seltsamen, unberechenbaren Ort voller dunkler Magie... Nachdem er sich mit dem Handrücken über den Mund gefahren war setzte er sich schlussendlich in Bewegung, Richtung Ausgang.

Ach, wie freute er sich schon wieder an seinem Marktplatz auf de Holzbank zu sitzen und sich bei einem Stengel Sumpfkraut oder einem ähnlich beruhigendem Genussmittel an den noch beruhigenderen Lauteklängen eines Spielers, wahrscheinlich wieder Agrahan, zu erfreuen. Ja, dafür lebte er und nicht irgendeine unwirkliche Welt voller Mysterien. Gleichmäßig hallte sein Schritt die langen Gänge entlang. Er ließ seien Blick über die vielen eleganten, dunkelroten Vorhänge mit hübschen Saum wandern, welche von Säule zu Säule gespannt waren und der Symmetrie der Gänge den letzten schliff gaben. Zwar waren symmetrische Gänge hübsch anzusehen, doch war er jetzt schon wieder. Ein Stoßseufzer entglitt Mohammed's Mund.

Nicht schon wieder ein ungewollt verlängerter Aufenthalt... Plötzlich erreichte ein Windstoss seinen Rücken, ließ seine Haare aufwehen. In aller Seelenruhe drehte er sich um und erblickte wie erwatet einen Dämon. "Hab ich's mir doch gedacht, das du hier noch angefalattert kommen würdest. Woher du gewusst hast, wo ich bin, will ich erst gar nicht wissen. Bringe mich bitte nur zum Ausgang aus dem Kastell. Wenn möglich nicht zu irgendeinem, der am Ende noch in die Unterwelt führt oder dergleichen, sondern zum selben, durch den ich diesen verfl... äh.. veredelt, vollendeten Bau der Magie auch betreten habe."
Wortlos, im Falle des Dämons telepathielos, begab er sich vor den Schatten und führte ihn ohne Umwege bis in die mächtige Eingangshalle an deren Front das riesige, erhabene Tor des Kastells darüber entschied, wer hier ein- und ausging. Also eingehen würde der Schatten hier drinne bestimmt, wenn das Tor sich nicht bald öffnen und ihm Auslass gewähren würde. Doch nachdem er seinen vollständigen Namen, seine Anschrift, sein Alter, den Mädchennamen seiner Mutter genannt hatte und Auskunft über seinen Vermögensstand gegeben hatte, in dreifacher Ausführung versteht sich und dazu noch einige .. Witze .. mehr ertragen als aufmerksam vernommen hatte durfte er nach einem erzwungenem Lachen wieder nach draussen.
Sonnenstrahlen brachen durch den sich auftuenden Spalt und hüllten den glücklichen Schatten wieder in ihr helles Gewand. Endlich!!! Orks die mordlüstern auf ihn warteten, schmale Bergpfade, die aufgrund von angriffslustigen Harpyen den Tod bedeuten konnten und sonstige unangenehme Gefahren die wohlmöglich auf ihn lauern könnten waren ihm egal. Hauptsache raus aus diesem .. nein, der Name würde jetzt erst mal mindestens für eine Woche aus Mohammeds Gedankenwelt verbannt werden. Und schon schloss sich das Tor hinter dem Rücken Mohammed's auch wieder.



02.10.2002 16:14#96
Tak Das Kastell. Tak entsorgte seine Voodoo - Puupe noch fachgerecht im Restmüll - Container und ging dann zum Tor des Kastells.
"Gute Nacht, meine Herren!" begrüßte der Jäger die beiden Skelette (musste auch ein langweiliger Job sein, Tag und Nacht nur rumzuhängen).
"Was dagegen wenn ich reinkomme?"



02.10.2002 16:47#97
tor zum kastell "Wir haben durchaus etwas dagegen, wenn du hier eintreten willst. auf Geheiß der Hüterin haben wir dich, Tak zu fragen, was dein Begeht ist und ob du vorhast, der Hüterin oder einem anderen Mitglied des Zirkles Schaden zuzufügen oder dich ungebührlich zu benehmen.

Außerdem hast du wegen flegelhaften Verhaltens Bilbliotheksverbot. Deine Gaben in der Gabenschale werden allgemein als zu schäbig erachtet. du wirst also nicht mehr verköstigt.

Hast du immer noch Lust, reinzukommen?"



02.10.2002 17:02#98
Tak Tak kratzte sich kurz am Hinterkopf.
"Wer wird den gleich böse sein... Natürlich werde ich eure Magier heil lassen, eure Dämonen auch und alles was man sonst noch kaputt machen könnte... Was die Gaben anbelangt - ich hab bisher noch nie was in eure Schale gelegt, also woher wollt ihr wissen, dass sie zu schäbig sind? Das Essen - nun ja, ich hab mich mit Proviant eingedeckt. Was das Biblotheksverbot anbelangt, weiß ich zwar nicht so recht, was das soll, aber das wird schon. Wenn ich jetzt rein dürfte..."


02.10.2002 21:39#99
tor zum kastell Das andere Gerippe legte den Kopf vorsichtig auf die Seite, sehr vorsichig, denn er wusste noch nicht, dass aus irgend einem Grund die Knochen zusammenhielten - von ganz allein.

"Ach nun lass ihn doch rein. Er wird einfach alles, was er bei sich hat in die Opferschale legen."

"Alles? Ach du meine Güte. Stell dir vor, wie das aussieht. Lass ihm wenigstens die Kleidung!"

"Nur die Unterhosen! Du hast doch gehört, er hat noch nie was gespendet!"
"Meine Güte, die armen Magier! Die bekommen doch einen Schock fürs Leben. Du siehst doch, dass er nur Haut und Knochen ist. Der ist bestimmt kein appetitlicher Anblick!"

"Ich glaub, das macht den Magiern nicht so viel. Immerhin gehen sie mit Dämonen um, die sind auch nicht gerade appetitlich."

"Naja, ich weiß nicht. Ein Dämon ist doch aber irgendwie ein ganzer Kerl. Willst du das von dem auch begaupten?"

"Nicht wirklich. Deshalb sollten wir Mitleid haben."

"Ok, haben wir Mitleid. Tritt ein - aber leg alles ab, was dein ist, bis auf die Unterhose!"

"Die armen Magier! Arme Meditate!"

Die Tür öffnete sich sehr laut knarrend. Der Gildenlose dürfte eintreten wenn er wollte.



03.10.2002 00:14#100
MaxPayneTopGun Er stand also davor . Vor einem Kastell .Rechts und Links war je ein Skellet zu sehen . Er trat näher und klopfte ... dann war er sich ubsicher was er getan hatte . Er trat zurück , aus Furcht , irgendetwas schreckliches zu erleben . Es war dunkel geworden , schien es ihm . War es wirklich dunkel ? Oder kam es ih mnur so vor ? Dann plötzlich ...



03.10.2002 01:30#101
meditate meditate kam aus ihrem zimmer und setzte sich mal wieder in die küche zum frühstück. hier hatte sie lange nicht gesessen und irgendwie schien sich der küchendämon zu freuen, meditate mal wieder zu sehen. er gab sich besondere mühe mit dem essen, wirbelte die gewürze durch die luft und ließ die küchengeräte nur so tanzen.

dabei warf er immer wieder prüfende blicke auf die hüterin, als erwarte er dringend ihren beifall. sollte er haben. meditate freute sich und klatschte.
erst als ihm ein omelett statt in der pfanne auf dem kopf landete, brach meditate in übermütiges lachen aus. das beendete die vorführung rasch und das antlitz des küchendämonen bekam wieder das übliche grimmige aussehen.
nach dem frühstück ging die hüterin wieder zu tomekk, der zusehends genas.
"du kannst morgen aufstehen. genieße die sonnigen herbsttage in unserem hof. es ist jetzt sehr schön da. wenn du von dort in die barriere schaust, wirst du sehn, wie die bäume ihr schönstes kleid anlegen."

meditate ging dann zum übungslabor, in dem sie don-esteban gestern zurückgelassen hatte. sie war dabei auf das schlimmste gefasst.


03.10.2002 01:42#102
tor zum kastell - „Ja wer ist denn das?“ sprach das linke Skelett.

Ryon zuckte zusammen und schaute erstaunt auf den sprechenden Türschmuck. Während er noch überlegte ob er sich das nur eingebildet hatte ertönte die Antwort von rechts.

- „Na ja, sieht mir ganz nach Frischfleisch aus.“

- „Du meinst wirklich das ist ein neuer?“

- „Na ich denke schon, zu den Blauen oder Roten gehört er nicht und nach einem Kiffer sieht er mir auch nicht aus. Und um alleine rumzulaufen ist er wohl zu schwach...“

- „Du meinst wir sollen ihn reinlassen?“

Ryon folgte dem Gespräch gebannt. Nur am Rande begriff er, das es hier um seine Zukunft ging, so fasziniert war er.

- „Na ja, aus dem wird schon noch was, lassen wir ihn passieren!“
Mit einem lautem Knarren öffneten sich die beiden Tore des Kastells. Ryon schritt in die Einganshalle. Von hinten hörte er noch ein Stimme rufen:
- „Aber lang nichts an und geh nirgends rein! Es wird dich schon jemand empfangen.“



03.10.2002 01:45#103
Don-Esteban Enttäuscht sah der Don dem in den Händen der Magierin verschwindenen Ring hinterher. Das wäre doch eine schöne Abwechslung gewesen, endlich mal wieder ein paar Experimente zu machen. Aber leider gönnte ihm die Hüterin keine Abwechslung vom lernen. So hatte sich der Don mit einem bedauernden Schulterzucken von Mohammed abgewandt und von meditate in das Übungslabor schleifen lassen. Hier warteten komischerweise verschiedene Teesorten auf ihn. Mit einem neuerlichen Schulterzucken machte er sich daran, Tee zu kochen.

"Wie wärs mit einem Harald'schen Kräutertee? Dazu schütte ich dieverse Tees zusammen, runde das Ganze mit Hagebutte ab und stelle mit kochendem Wasser einen leckeren Aufguß her. Der ist übrigens auch zum Inhalieren geeignet. Durch die Kombination verschiedener Kräuter ist dieser Tee sehr wirkungsvoll. Er beseitigt Verstopfung und Durchfall gleichermaßen, ist gegen durch Blutrausch verursachten Jähzorn und gegen die Antriebslosigkeit hervorrufende Blutarmut gut. Willst du auch ein Schlückchen?", fragte er seine Lehrmeisterin, als er sich etwas von dem fertigen Tee eingoß.



03.10.2002 01:55#104
meditate meditate ging gerade durch die eingangshalle als sie einen jungen mann eintreten sah, der sich ängstlich und total verschüchtert im raum umsah.
da der küchendämon sie fröhlich gestimmt hatte, trat sie auf den fremden ungewohnt freundlich und kein bisschen hoheitsvoll zu und fragte ihn nach seinem begehr.

erfreut hörte sie, dass sich wieder ein freiwilliger gefunden hatte, der sich mit der magie beliars beschäftigen wollte.

"dann heiße ich dich erst einmal willkommen. ein dämon wird dir ein gästezimmer zuweisen und wird dir auch die bibliothek zeigen. du wirst dich erst einmal mit einigen grundlegenden regeln vertraut machen müssen. schlafe aber erst mal in ruhe. wenn beliar mit deiner wahl einverstanden ist, wirst du morgen wieder in deinem bett aufwachen. erkennt beliar allerdings etwas falsches an dir, wirst du nicht mehr bei uns erwachen.

ich hoffe, du hast dir deine entscheidung gut überlegt."

meditate übergab den jungen mann in die obhut eines dämonen, der ihn sofort in eines der zimmer brachte. meditate aber ging nun endlich in das übungslabor.


03.10.2002 02:09#105
meditate meditate öffnete die tür zum labor und das erste was sie vernahm, war dass der don vor sich hinredete und sich mit einer imaginären zweiten person unterhielt. vorsichtig trat sie näher und suchten den augenkontakt zu ihrem schüler.
"don, kann ich etwas für dich tun?"

der don blickte auf und starrte sie verwirrt an. dann ließ er seinen blick wieder in eine andere dunkle ecke des raumes gleiten und meditate sah eine flüchtige bewegung. da war jemand gewesen! aber jetzt verflüchtigte sich das dunkel in der nische und beide konnten dort nichts mehr erkennen. der don schüttelte den kopf und bot ihr einen kräutertee an, den er den rezepturen entnommen hatte.

vorsichtig roch meditate an dem getränk und analysierte schnell und fachgerecht die zutaten. das konnte man durchaus als gelungen bezeichnen. dann ging sie zum tisch und roch auch an den anderen mischungen, die der don bereitet hatte. vorsichtig ließ sie die blättchen durch ihre fingerspitzen rieseln und prüfte alle zutaten gewissentlich.

"das hast du erstaunlich gut hinbekommen. du musst dir nur immer vor augen halten, dass auch tees durchaus nicht nur harmlos sein können. die falsche oder auch nur die andere zusammensetzung kann verheerende folgen haben."
dabei war sie bei der prüfung einer mischung auf einmal stutzig geworden. der don hatte noch versucht, das tütchen unauffällig in seiner tasche verschwinden zu lassen.

"kann das sein, dass ich hier gerade etwas gesehen habe, dass du ganz gewiss nicht versehentlich gemischt hast? schierling ist wirklich nicht zu verkennen. also don, ich muss mich schon sehr wundern. giftzubereitungen werden wir erst später behandeln. hast du etwa davon getrunken?"

der don schüttelte den kopf, aber er tat das eine spur zu beflissen, als dass die magierin ihm das abnehmen konnte.

"don, ich bitte dich, das zeug ist höchst gefährlich. ich hab es dir gegeben, weil ich glaube, dass du verantwortungsvoll mit diesen dingen umgehst. die mischung löst hallizunationen und angstzustände aus. hast du derartiges bemerkt?"

meditate verschloss das tütchen in einem wandschrank und stellte neue ingredienzien auf den tisch.

"das dient jetzt zur herstellung von heilsalben. befasse dich heute bitte damit. und bitte - keine experimente mehr. du willst etwas lernen und eine prüfung bestehen. also bitte, tu mir den gefallen!"

damit verließ die magierin wieder das labor, um sich in den nächsten stunden mit der herstellung von schriftrollen zu befassen.



03.10.2002 14:50#106
olirie Staub wirbelte auf und wurde von Olirie eingeatmet. Er musste niesen, dabei wachte er auf. Er war durch sein eigenes Niesen aufgewacht. Der Magier schaute schlaftrunken auf. Er saß im Refektorium. Doch was war geschehen? Das letzte an das er sich erinnern konnte, war, dass Nathano und er die Prüfung bestanden hatten und danach hierher kamen, um etwas zu feiern. Dabei schlief Olirie scheinbar ein. Und von Nathano war im Refektorium keine Spur zu sehen.
Olirie verspürte etwas Hunger und ließ sich, wo er doch schon hier war, gleich Brot und Schinken bringen. Und dazu ein Glas kaltes Wasser. Schon bald erschien das gewünschte vor ihm auf dem tisch und der Magier begann, es auch zu verspeisen.

Als er aufgegessen hatte, wischte sich Olirie den Mund ab und ließ abtischen. Dann erhob er sich von seinem Stuhl und verließ das Refektorium.
Er kam in seinem Zimmer an und wechselte sein altes Schwert gegen das neue aus, er wollte sich jetzt endlich mal an dieses gewöhnen und ging zu diesem Zweck in einenen Übungsraum und trainierte mit dem neuen Schwert.



03.10.2002 19:18#107
Tak Tak stand vor der Opferschale und überlegte. Sein Rüstung würde er garantiert nicht opfern, egal was die beiden überarbeiteten Skelette am Tor quasselten... Aber vielleicht etwas Erz. Erz kam immer gut an. Der Gildenlose griff in seine Tasche und holte einen Lederbeutel heraus, der mit genau 200 Erzbrocken gefüllt war. Er betrachtete den Beutel kurz. Nur Erz... Irgendwie schien ihm das zu einfallslos.
Der Jäger zog einen Dolch hervor, der bis vor kurzem noch einem grotharianischen Soldaten gehört hatte. Gute Qualität, aber Tak hatte nicht so recht Verwendung für die Waffe. Vielleicht konnten die Schwarzmagier - oder wer auch immer die Spenden bekam - den Dolch ja gebrauchen. 200 Erz und der Dolch - das sollte eigendlich reichen...
Tak legte den Beutel mit dem Erz und die Waffe in die Schale. Und tatsächlich, kurze Zeit später verschwand die Spende.
'Na also...' dachte Tak und sah sich etwas genauer in der Eingangshalle um. Allerdings konnte er nichts weiter ungewöhnliches entdecken. Hatte er eigendlich auch nicht erwartet.
Somit setzte der Jäger seinen Weg fort und betrat schließlich die Bibliothek und begann, sich die Regale anzusehen. Recht bald entdeckte er ein interesantes Buch - Tod und Untod, geschrieben von einem gewissen Melchior. Der Jäger zog es heraus und setzte sich an einen der Tische in der Bibliothek. Wenig später war er in die Lektüre vertieft, ab und zu huschte ein undefinierbares Grinsen über die Lippen des Gildenlosen...



03.10.2002 20:30#108
olirie Olirie hatte lange mit diesem Schwert geübt, doch nun hatte er sich an die Klinge gewöhnt. Er steckte die Waffe ein, wischte sich den Schweiß aus dem Gesicht und verließ nun den Übungsraum in Richtung Refektorium.
Im Refektorium besorgte der Magier sich ein Glas mit gekühltem Wasser, welches er an einem etwas abgelegeneren Tisch langsam austrank. Als es leer war, stand er auf und ging langsamen Schrittes in den Innenhof.

In dem Innenhof, setzte Olirie sich unter die Esche und genoß die Abendsonnne und die abkühlende Luft. Er atmete seit einigen Tagen das erste mal wieder solch frische, Luft der Natur. er hatte diesen Moment lange genossen, doch nun zog es ihn fort, wieder in das Kastell, zur Bibliothek.

In der Bibliothek ging Olirie zu den Regalen und sagte laut und deutlich den Begriff, Seefahrt. Daraufhin fielen einige Bücher aus den Regalen, von denen der Magier nun eins aussuchen konnte. Er wählte eine Reisebeschreibung eines einfachen Matrosen auf hoher See. Er nahm das Buch an sich und sagte dann, Zurück. Alle anderen Bücher flogen zurück in die Regale. Da erst bemerkte Olirie Tak, der interessiert in einem Buch las. Der Magier setzte sich zu ihm in einen weichen Sessel und grüßte ihn, Guten Tag.



03.10.2002 20:40#109
Tak Tak blickte etwas überrascht auf. Er musste kurz nachdenken, wer der Magier war, der ihn angesprochen hatte, aber schließlich fiel es ihm wieder ein. "Abend, Olirie... Wie läufts so?"
Tak hörte dem Magier allerdings nicht zu als er antwortete. Stattdessen dachte er kurz nach - er hatte in dem Buch ein wirklich interessantes Kapitel gefunden, es beschäftigte sich mit der Erschaffung Untoter. Vielleicht sollte man das ja mal ausprobieren. Dafür wäre so ein Schwarzmagier ganz nützlich... "Sag mal... Gibt's hier im Kastell vielleicht eine Übernachtungsmöglichkeit?" fragte Tak sein gegenüber schließlich.



03.10.2002 20:57#110
olirie Olirie erzählte gerade munter, was er so in den letzten Tagen erlebt hatte, als er merkte, dass Tak ihm gar nicht zuhörte. Nicht gerade erfreut über diese Tatsache, hörte er auf, zu erzählen und schaute skeptisch zu dem Gildenlosen hinüber. Als dieser ihn fragte, ob er im Kastell nächtigen könne, antwortete der Magier, Es gibt Gästezimmer im Kastell, doch die sind ausschließlich für diejenigen, die eine ausreichend große Spende in die Schale gelegt haben. Ich weiß nicht, wieviel du gespendet hast und ich kann auch nicht beurteilen, ob sie groß genug war allerdings wissen die Dämonen das, wenn die Spende ausreichend war, werden sie dich auch zu einem Gästezimmer geleiten. Ein Dämon materialisierte sich, scheinbar hatte er das Gespräch mit verfolgt, er führte tak aus der Bibliothek herraus, das Buch lies der Gildenlose unter Protest in dem Raum.
Olirie verfolgte das geschehen und wandte sich dann in Ruhe seinem Buch zu.


03.10.2002 23:49#111
MaxPayneTopGun Der junge Möchtegernmagier hatte seine erste Nacht im Kastell überstanden und war somit wohl zumindest nicht untalentiert. Beliar hatte ihn wohl aufgenommen, denn das Kastell hatte ihn nicht ausgespuckt. Als er den Dämonen sah, war ihm fast das Herz stehen geblieben. Dann hörte er seine Stimme . Sein Kopf dröhnte so stark , das er gar nichts verstand . Er fiel fast um , doch er konnte sich noch halten . Er folgte einfach dem Dämonen . Wenn er wirklich hierbleiben würde , müsste er sich an die Dämonen gewöhnen . Er folgte dem Dämonen und ging in das Zimmer , das ihm der Dämon zeigte . Hier würde er zunächst bleiben . Er schloß die Tür und fiel auf das Bett .
Obwohl er nicht wirklich müde war , schlief er sofort ein .



04.10.2002 03:07#112
Don-Esteban Mhm, jetzt ging es also ans Salbenmachen. Eine schöne Feuchtigkeitscreme hatte dem Don schon immer gefehlt. Damals zu Gildenlosenzeiten hatte er besonders im Winter, wenn die Luft so trocken war, immer spöde Haut an den Händen und im Gesicht gehabt. Jetzt im beheizten Kastell war das zwar nicht mehr so dringend aber vielleicht brauichten es andere Gildenlose. Also machte er sich ans Werk, vermischte Vaseline als Grundstoff mit etwas Minzenextrakt, damit es gut roch. Jetzt kamen noch die eigentlichen Wirkstoffe hinzu.

Dabei waren Dinge wie getrocknete und zermahlene Kamillenblüten, Schierlingsextr... halt nein, der nicht. Aber dafür Mohnblütensaft und noch einige der herumstehenden Ingedenzien. Alels gut vermischen. Fertig. Gespannt brobierte der don das Ergebnis an eienr unauffälligen Stelle am Handrücken aus und wartete auf das Ergebnis. Die Handcreme schien ziemlich schlecht einzuziehen. Die Konsistenz war doch eher schmierig. Moment, vielleicht... wenn man die teuren Zutaten wegließ... ja, genau, das war eine exzellente Wagenschmiere. Stolz auf seine Leistung beschloß der Magier, daß es heute genug mit dem lernen sei.



04.10.2002 13:36#113
Tak Taks Schreibfeder fuhr kratzend über ein Blatt Papier, als sich der Jäger mal wieder Notizen machte, bevor er die Seite umblätterte. Er hatte die ganze Nacht über dem Buch gesessen (nachdem er sein Zeug im Gästezimmer abgelegt hatte, war er sofort wieder in die Bibliothek gekommen), gelesen und ab und zu besonders interessante Dinge notiert.
Seine Umwelt nahm der Gildenlose fast nicht wahr, eigendlich nicht gerade typisch für Tak...



04.10.2002 14:07#114
meditate die magierin hatte die ganze nacht an neuen schriftrollen gesessen. bevor sie sich aber zu bett begab, wollte sie noch einmal nach dem verwundeten tomekk sehen.

vorher ging sie ihren schüler holen, der gerade mit mehreren salbenproben vor einem spiegel stand und deren wirkung kritisch überprüfte.

"kommst du mit mir? ich denke, wir sollten uns jetzt den heilungsvorgang bei hieb-, stich- und schneidverletzungen ansehen. im regelfall sind das für einen heiler leicht korrigierbare dinge. es sind auch die art verletzungen, mit denen du am meisten zu tun bekommen wirst. meistens ist das kindrkram. so lange keine inneren organe verletzt werden oder etwas total abgetrennt wird, so lange wirst du das leicht bewältigen. das kann alles ein heiler der ersten erfahrungsstufe. leider hab ich zur zeit nur den einen fall hier im kastell, aber wenn ich wieder von einem verletzten höre, dann werde ich dich ab jetzt dazu holen."
meditate nahm den don mit zu tomekk und erklärte ihm geduldig und anschaulich, wie verschiedene wunden zu behandeln seien.

nachdem sie tomekk von allen verbänden befreit hatten und die wunden gemeinsacm gereinigt hatten, verabschiedete sich meditate.

"du kannst ihn jetzt wieder versorgen und verbinden. ich hab ihm ein schmerzstillendes mittel gegeben, damit er deine übungen überlebt. tu dir also keinen zwang an. ich leg dir auf den tisch in der bibliothek die bücher zur herstellung von allgemeinen heiltränken. damit solltest du dich in den nächsten tagen beschäftigen, bevor wir uns diffizileren problemen zuwenden. diese heiltränke werden überall in der barriere verkauft. sie dienen einer schnelleren wundheilung und liefern bei den verletzungen durch schwert und dolch ganz passabel ergebnisse."

meditate verließ das krankenzimmer, nicht ohne einen bedauernden blick auf den armen tomekk zu werfen. aber was nutzte es - für die wissenschaft musste jeder opfer bringen.



04.10.2002 15:51#115
Sazabi Endlich erreichten die beiden Brüder den Fuß des Berges und begannen mit dem Aufstieg. Der Pfad war steil, kaum zu glauben dass die Magier, die hier wohnten, immer hier hoch kraxelten. Die mussten ja ziemlich fit sein. Mehrmals wankten sie vor Erschöpfung, doch schließlich hatten sie es geschafft. Sie standen vor einem Tor, geschmückt mit zwei hübschen Skeletten. Eins davon sah frisch aus. Sazabi betrachtete es interessiert.




04.10.2002 16:11#116
tor zum kastell Plötzlich sprach das Skelett, das Sazabi gerade untersuchte, ihn an: „Finger weg, ich gaffe dich doch auch nicht ewig an. Das gehört sich nicht!“ Erschrocken fuhr der Magielehrling zusammen. „Ja, früher, als mein Kollege noch neben mir hing, da hatten die Neuen noch Respekt vor uns, aber heute...Ich werde langsam alt und bröckelig, wie soll man da noch einen furchteinflößenden Eindruck machen? Dass wir gerade an der Wetterseite hängen, ist natürlich auch nicht schön. Immer nur Regen, Wind und Hagel. Da werden die Knochen natürlich schnell morsch.“, erwiderte das andere Gerippe. „Ich will euch ja nicht stören,“, begann Sazabi, „aber es wäre wirklich sehr freundlich von euch, wenn ihr uns einlassen könntet.“

Beide Skelette musterten ihn. „Hmm, wieso sollten wir dich einlassen? Gib uns ein Geschenk oder so etwas, dann könnten wir es uns überlegen.“ Bevor sein Bruder ihn aufhalten konnte, hatte Inachos dem älteren Skelett den etwas losen Unterarmknochen abgepflückt und überreichte ihn dem anderen. „Wie wäre es damit? Ein Ersatzteil, falls es euch je an Knochen mangeln sollte.“ Das Skelett war’s zufrieden und der rechte Torflügel schwang auf. Der linke allerdings blieb verschlossen, denn dessen Wächter war äußerst ungehalten über den ‚Diebstahl’. Sazabi war das alles furchtbar peinlich. Er entschuldigte sich in aller Ausführlichkeit bei dem ‚Bestohlenen’ und versprach, einen noch viel besseren Knochen, als es jemals gesehen hatte, herbei zu schaffen. Schließlich hatte der Magielehrling den Untoten überredet, sie vorerst ins Kastell zu lassen, allerdings unter der Auflage, innerhalb von einem Monat einen neuen Knochen heran zu schaffen.




04.10.2002 17:30#117
Don-Esteban Er sollte also diesem Kranken helfen. Na toll, was so alles zur Heilung dazugehörte. Irgendwelche aus ihren Wunden übelriechenden und durch Bettlägerigkeit auch nicht gerade appetitlich ausschauenden Kranken in den Wunden rumstochern? Hoffentlich war diese Lehre bald zu Ende. Der als Templerführer bezeichnete stöhnte leise vor sich hin. "Ruhe bitte. Ich muß mich konzentrieren. Ich lerne nämlich gerade, wie man Kranke heilt. Also bitte nicht so laut."

Doch der Templer hörte einfach nicht auf den Don. Der war sicher irgendwie krank im Kopf. Vielleicht lag ja da das eigentliche Problem. Der Magier erinnerte sich an die interessanten Muster, die fachgerecht gewickelte Binden ergaben. Das war die Chance, um die beste Wickeltechnik mal wirklich ausführlich auszuprobieren. Schnell lief er in die Bibliothek, um sich die benötigten Bücher auszuborgen. In ihnen lesend kam er wieder zurück. Ein Muster hatte es ihm besonders angetan.
Beherzt nahm er den Kopf des stöhnenden Kranken hoch und begann, mit einer weißen Binde, ebendiesen einzuwickeln. Natürlich ließ er ein paar Löcher zum Atmen frei. Alles andere hätte die Gleichmäßigkeit des perfekten Musters gestört, auf das Tomekk wirklich stolz sein konnte. Niemand anders in der Barriere hatte jemals einen so wunderschönen Kopfverband besessen. Jetzt blieben nur noch die anderen Wunden übrig.

Aber wozu gab es die Töpfchen mit Salben, die neben dem Bett des nun dank Kopfverband dumpf klingenden Templers standen. Jetzt kam entgültig der Experimentator im Don durch. Er beschloß, jede Salbe an einer anderen Wunde auszuprobieren, und dann die beobachteten Ergebnisse genau zu protokollieren. Gesagt getan, bald war er mit den Vorbereitungen fertig und wartete gespannt auf die ersten Reaktionen. Komischerweise wurden die dumpfen Laute unter dem Kopfverband immer lauter. Seltsam.



04.10.2002 17:46#118
Tomekk Tomekk erwachte langsam aus der Ohnmacht, die ihn umfangen hatte. Sein Körper schmerzte und um ihn herum war es duster. Doch wo war er hier? Seine letzte Erinnerung war, wie er, vom Dämonen besiegt, zu Boden gegangen war, und gedacht hatte, dass dies nun sein Ende wäre. Doch dem war wohl nicht so. Wahrscheinlich hatte der Magier ihn gefangen genommen und wollte ihn nun foltern. Und wirklich, er merkte, dass er geknebelt war und seine Augen verbunden waren.
Er spürte, wie jemand an seinen Wunden arbeitete, woraufhin manche weniger stark schmerzten, jedoch andere wild zu brennen begannen, als hätte man ihm Säure auf die Haut gekippt. Nun bestand kein Zweifel. Raistlin hatte ihn verschleppt und führte nun seine verabscheuungswürdigen Experimente an ihm durch, bis er daran sterben würde, oder noch schlimmer, sich den Tod wünschen würde.
Die Schmerzen wurden immer schrecklicher, und Tomekk versuchte zu schreien, was der Knebel allerdings nicht zuließ. Dann, vom Schmerz überwältigt, umfing ihn wieder die dunkle Leere der Bewußtlosigkeit.



04.10.2002 17:58#119
meditate meditate hatte erst kurz geschlafen, als ein dämon neben ihrem bett erschien und ihr mitteilte, dass es besser wäre, wenn sie hinunter kommen würde. es wären wichtige gäste gekommen.

"wichtig? was kann so wichtig sein, mich meines schlafes zu berauben."
der dämon antwortete darauf natürlich nicht. er hatte schon lange begriffen, dass derartige fragen polemischer natur waren und keiner antwort bedurften. diese seltsame art der menschen, miteinander zu kommunizieren barg für dämonen etliche fallen, aber ein erfahrener schattendämon kannte sich natürlich aus.
meditate zog sich eine beonders majestätische robe an und schritt mit hocherhobenen kopf die treppe hinunter. dann aber begann ihr blick spitz zu werden. dort standen nur ein paar einfache fremdlinge! keine gesandten der anderen lagerherrscher und auch keiner der anderen hohen magier - ganz normale typen mit erheblich beschmutzter kleidung, die nicht gerade einen gepflegten eindruck machten.

meditates laune sank auf den nullpunkt. warum bei beliar hatte der dämon gemeint, die beiden wären irgendwie wichtig?

"warum stört ihr die ruhe des kastells. redet unumwunden und kurz, ich bin in eile."



04.10.2002 20:19#120
Sazabi Sehr freundlich, diese Dame. Das konnte ja heiter werden hier. „Ich hatte mir eine etwas freundlichere Begrüßung erhofft, auch wenn ihr es eilig habt. Jedenfalls nimmt man sich in meiner Heimat Zeit für Fremde ist nicht derart kurz angebunden. Nichtsdestotrotz scheint mir dieser Ort der einzige Platz in der Kolonie zu sein, wo man weder von Sträflingen belästigt wird noch ständig Dreck und Gestank aushalten muss. Mein Bruder und ich interessieren uns für die schwarzen Künste und sind auf der Suche nach einem Ort, wo wir uns ungestört den Studien der Magie widmen können, da wurde uns euer Kastell empfohlen. Wir haben beide studiert und waren bereits in Lehre bei einem Magier, der dann leider exekutiert wurde.“

Während er sprach, musterte Sazabi bewundernd die reich verzierten Wände der Eingangshalle und die große steinerne Dämonstatue, die eine Schale in den Händen hielt. „Der Architekt dieses Bauwerkes war zweifellos äußerst begabt. Ich muss sagen, ich bin sehr beeindruckt. Ich hätte nicht gedacht, in dieser Kolonie etwas derartiges vorzufinden. Doch zurück zu Thema. Alles was wir vorerst brauchen, ist ein Quartier für die Nacht.“ Er versuchte, nicht allzu hochmütig zu schauen, man könnte ihn sonst für arrogant halten, und wartete auf die Reaktion der Dame. Sie war doch nicht etwa verärgert über seine Kritik an ihrem Verhalten? Aus ihrem Gesicht ließ sich nichts schließen




04.10.2002 20:47#121
meditate "das ist ja schön, dass ihr von euch denkt, dass ihr in unseren zirkel gehört, aber die entscheidung darüber fällt ganz gewiss nicht ihr.

wer seid ihr überhaupt? nennt mir eure namen. ich bin die hüterin des kastells, die jeden, der sich unbotmäßig verhält, dieses gemäuers verweist."
um ihre drohenden worte zu untermauern. ließ meditate hinter sich zwei gewaltige schattendämonen aus dem nichts erscheinen. aus den kostbaren reliefs der wände loderten auf einmal flammen und wanden sich schlangen. von der decke fielen skorpione und spinnen und der erdboden verwandelte sich in ein meer von käfern.
endlich einmal konnte meditate auf der tastatur des grauens spielen. erstmalig waren hier menschen aufgetaucht, denen furcht und respekt fehlte. während man sonst die besucher eher beruhigen musste, wollte sie diese stolzen neulinge beeindrucken.

sie verlieh ihrer stimme durch einen zarten zauber einen wohltönenden hall und ließ sich von den unsichtbaren dienstbaren geistern ein stück in die höhe heben. jetzt sah es so auch, als würde sie über dem boden schweben und sah auf diese weise auf die beiden hinab.

"sazabi und inachos, wenn ihr die füße in diese heiligen hallen setzt, dann werft euch vor den thron in den staub der gezeiten."

damit verschwand meditate und hinterließ einen schattendämon, der von der erde bis zur decke reichte.



04.10.2002 21:03#122
Schattendämon der schattendämon dröhnte in die köpfe der beiden neulinge, dass es ihnen fast das hirn aus den ohren drückte:

"folgt mir"

dann schwebte er davon bis zum thronsaal. dort verharrte er.


04.10.2002 21:48#123
MaxPayneTopGun 5.Ryon
Als Ryon aufwachte war es schon beinahe Nacht . Man hat er lange geschlafen . Doch nun bemerkte er , dass sein Magen knurrte . Er wünschte zu essen und so erschien das Gewünschte. Er aß wirklich schnell alles auf, denn er hatte seit langem nicht mehr so großen Hunger gehabt . Ryon schaute kurz aus dem Fenster . Die Sterne leuchteten sehr hell . Nun ja , er hatte wohl nichts mehr anderes zu tun , als zu schlafen . Er legte sich hin und schlief ein . Er war überhaupt nicht müde , aber er hatte nichts anderes zu tun . Also schlief er ein ...


04.10.2002 21:52#124
Inachos Inachos hielt sich noch immer die Ohren zu. Was war das für ein Schmerz ?! Wie aus dem nichts gekommen mit der Stimme dieses Dämons, und verklang nun langsam nachdem eben dieser verstummt war. Das der Dämon nichtmal den Mund bewegt hat nahm Inachos garnicht richtig war. Ein kurzer Blick hinüber zu Sazabi verriet ihm, das dieser den selben Schmerz verspührt hatte. Etwas unsicher ging er hinter dem Dämon her - Sazabi tat das schließlich auch und der hate ihn ja seid sie hier sind eigentlich die ganze Zeit bevormundet. Sazabi dachte noch darüber nach wieso diese merkwürdige Dame nach ihren Namen fragte und sie im gleichne Atemzug noch nannte. Langsam und selbstsicher trat er vor den Dämon ohne einen Blick in den Trohnsaal zu werfen.
"Und jetzt ?" Erwartungsvoll sah Inachos an dem Dämon hoch.



04.10.2002 22:08#125
Schattendämon "in den staub vor der hüterin"

der dämon legte noch etwas an intensität zu.



04.10.2002 22:21#126
Bran Drago rannte weiter bis zum Kastell. Dort trat er durch ein altes aber sehr hohes Tor. Ein Dämon kam ihm entgegen und blieb wartend vor ihm stehen.
Drago: "Ich suche Meditate oder Don-Esteban. Ich muss sie sprechen." Dämon: "Dann warte am besten da hinten links in der Bibilothek. Ich werde sie benachrichtigen."

Drago legte 20 Erz in die Schale des Dämonen am Eingang und verschwand dann in der Bibilothek. Hier waren viele Karten und Bücher. Drago lehnte sich an die Wand und verschnaufte erst einmal. Er war glücklich, dass er es bis hier geschafft hatte



04.10.2002 22:29#127
olirie Mit einem Schmunzeln hatte Olirie zugesehen, wie Tak wieder in die Bibliothek kam und in seinem Buch weiterlas. Dann wandte sich der Magier wieder seinem eigenem Buch zu. Er hätte bei weitem nicht gedacht, dass man so viel auf See erleben könnte. Er stellte sich das Wohnen und Arbeiten auf einem Schiff lebhaft vor. Morgends früh aufstehen, das Deck schrubben, dann noch in der Küche helfen, zu Mittag essen. Den ganzen Tag über die Befehle des Kapitäns ausführen. Abends ne Kleinigkeit essen. Dann mit den anderen Matrosen Lieder singen und dabei den Rum lieterweise in sich hineinkippen, bis man sich endlich vollkommen vollgesoffen wieder in ein provisorisches Bett legt. Das wär nichts für mich, das würde ich mit sicherheit keine Woche aushalten. Doch als Passagier dürfte solch eine Seefahrt doch um einiges angenehmer sein. Da kann man in Ruhe die Tiere des Meeres beobachten und ihr Verhalten studieren.

Nach einiger Zeit verspürte Olirie Hunger und beschloss, diesen auch zu bekämpfen. Er klappte sein Buch zu, legte es auf den Tisch und verließ die Bibliothek in Richtung Refektorium.

Im Refektorium setzte sich der Magier an einen kleinen Tisch und ließ sich einen viertel Molerat mit einer traumhaft cremigen Soße aus Höllenpilzen bringen. Dazu wünschte er sich noch ein Glas frischgepressten Saftes. Schon bald erschien das gewünschte vor ihm auf dem Tisch. Olirie nahm Messer und Gabel zur Hand und schnitt sich mundgerechte Stücke aus dem Braten heraus. Ab und zu nahm er einen Schluck Saft. Es schmeckte dem Magier wiedermal traumhaft.



04.10.2002 22:41#128
meditate meditate saß auf ihrem thron und blickte die beiden neuen quer durch den raum bedeutungsvoll an. das licht war so geschickt im raum verteilt, dass man von ihr eigentlich nur die augen sah. alles andere war ein schwarzer schatten, den man nicht genau einordnen konnte.

"ihr wollt also in den zirkel aufgenommen werden?"

die gewölbe gaben ihrer stimme die erforderliche wucht. sie brach sich in den kreuzgewölben und wurde hin und hergeworfen, was ein seltsames nachhallen hervorbrachte. das war ein wundervoller klang. warum war sie nicht schon früher darauf gekommen, besucher in diesem gewölbe zu empfangen. das war doch wirklich ihrer bedeutung angepasst.

noch nie hatte sie auf diesem thron gesessen, das sollte sich ab sofort ändern. der don konnte es sich abschminken, hier noch mal platz zu nehmen.
"dann werft euch vor mir nieder!"

die beiden neulinge guckten erst sehr skeptisch, aber angesichts der bedeutung ihres anliegens und des finster blickenden dämonen hinter sich, beschlossen sie erst mal gute miene zum bösen spiel zu machen. sie knieten sich betont langsam nieder und starrten die magierin trotzig an.

meditate hatte plötzlich keine lust mehr, das spiel weiter zu treiben. sie sprang von dem thron und lief zu den beiden hin. sie streckte ihnen die hände entgegen und sagte

"herzlich willkommen. der schattendämon wird euch ein zimmer zeigen. wir reden dann morgen weiter. vorher könnt ihr aber mit mir im refektorium speisen."
die beiden neuen blickten sich verständnislos an. mussten sie das verstehen? sie standen wortlos auf und folgten der hüterin.

diese wurde allerdings zwischendurch von etwas benachrichtigt.
"geht dem dämonen nach, ich komme gleich."



04.10.2002 22:48#129
Bran Nachdem meditate mit den Neulingen fertig war kam der Dämon zu ihr, den Drago beauftragt hatte, sie zu holen.

Magier: "Da draußen war ein Mitglied des Alten Lagers. Er wollte dich oder Esteban sprechen. Sein eisklarer Blick jagt einem Angst ein. Er wartet in der Bibilothek."

Meditate bedankte sich für die Auskunft und ging zur Bibilothek. Drinnen war es voll, eine Robe schleifte auf dem Boden und verursachte ein komisches Geräusch. Direkt links neben der Tür lehnte ein Mann. Er war ungefähr 30 Winter alt und hatte eine rote Rüstung an. Meditate kam auf ihn zu.

Medi: "Hast du nach mir geschickt? Ich bin meditate."
Drago: "Ja. Ich wollte dich fragen, ob du ins Alte Lager kommst. Es sind Arenakämpfe. Wir brauchen eine Heilerin. Im gegenzug bekommst du Teleportrunen, für dich und für deinen Schüler."



04.10.2002 22:56#130
meditate "zwei runen?"

die augen der magierin begannen vor vergnügen zu funkeln.

"ihr wisst, dass ich schon einmal ein turnier als heilerin betreut habe? ich mach das natürlich unentgeltlich. ich bringe allerdings meinen lehrling mit. es ist ein reichlich gedeckter tisch für einen schüler."

das war zwar ein unpassender vergleich, aber meditate musste unbedingst schnell die runen an sich bringen, bevor der mann aus dem alten lager das "unentgeltlich" wörtlich nehmen konnte.

also steckte sie die kostbaren stücke schnell ein und fragte dann
"und wann soll ich da sein?"



04.10.2002 23:04#131
Bran Drago: "Am siebten Tag dieser Woche solltest du da sein, also in zwei Tagen. Bringe deinen Lehrling ruhig mit. Und ich soll euch noch von Torrez sagen, dass ihr die Runen mit Bedacht benutzten sollt und sie nicht weitergeben solltet. Und ihr sollt euch mal wieder bei den Magiern von Innos melden. Ich gehe jetzt wieder. Ich erwarte euch in zwei Tagen."

Drago gab meditate die zwei runen, blickte meditate noch einmal an und ging dann aus dem Raum der Bilothek. Er blieb noch kurz stehen und dachte darüber nach, was er gesagt hatte. Dann ging er mit erhobener Brust aus dem Kastell. Die Türen hinter ihm Knarrten, als wollten sie den Ungebetenen Gast verabschieden. Drago machte sich wieder auf den Weg zum Alten Lager und kam dort mitten in der Nacht ohne jeden Zwischenfall auf dem Weg dorthin an.



04.10.2002 23:56#132
meditate meditate musste mühselig ein grinsen unterdrücken, zumindest so lange, bis der schatten aus dem kastell verschwunden war.

nun hatte sie bald alle runen komplett. wenn nur der mann aus dem neuen lager bald kam. immerhin hatte sie der frau das mit der abtreibung offensichtlich ausgeredet. sie war nie wieder gekommen. und die rune war fest vereinbart.
wenn der nicht kam, würde sie mal im neuen lager nachfragen, ob ihr väterchen seinen stall überhaupt noch im griff hatte.

meditate ging zurück ins refektorium. die zukünftigen magier mussten ja inzwischen vollkommen verwirrt sein. das sollte sie noch etwas schüren. respekt und unsicherheit waren durchaus wünschenswerte eigenschaften bei jungmagiern.
sie setzte sich an den tisch und fragte die jungen männer

"na? schon gewählt?"



05.10.2002 00:18#133
{-NaThAnO-} Dunkelheit umgab den hohen Schwarzmagier auf dem Weg durch die alten Gänge und Mauern des Kastells. Einzig und allein der Mondschimmer, welcher vereinzelt durch die hohen Fenster fiel, ließ den Magier in einem schaurigen Licht erscheinen. Die Arme in den Ärmeln der anderen Arme versunken und mit langsamen Gang näherte sich Nathano dem Refektorium. Allerdings ging er nicht auf dem direkten Wege dorthin, sondern durchstöberte noch ein wenig den Rest des Kastells, auf der Suche nach Neuem und Ungewöhnlichem. Doch dergleichen war nicht zu finden.

Am Refektorium angekommen, blieb der hohe Schwarzmagier und Einhandlehrmeister in der Tür stehen und schaute durch den Raum. Mit einer hochgezogenen Augenbraue nahm er zur Kenntnis, dass er wohl nicht allein seinen Mitternachtsschmaus zu sich nehmen würde. Olirie, Meditate und zwei Nathano unbekannte junge Männer saßen an den prachtvollen Holztischen. Auf einen Gruß von Olirie hin nickte Nathano langsam und ging zu Meditate hinüber.

"Seid gegrüßt, Hüterin. Wie ich sehe, haben wir zwei neue Bewohner? Ich würde Euch gerne ein paar Kreuter und Heiltränke zeigen, die ich vor einiger Zeit zu meinem Besitz hinzufügen durfte. Vielleicht interessiert Ihr euch ja dafür."
Nathano nahm nach einem kurzen Blick zu den beiden Männern neben Meditate platz.


05.10.2002 00:19#134
olirie Olirie hatte den Braten schon fast komplett verspeist, da kamen zwei ihm unbekannte junge Männer, die wahscheinlich neue Bewohner waren, in das Refektorium. Kurz nach ihnen betrat auch meditate den Raum und setzte sich zu ihenen. Dann kam auch Nathano in den Raum, der bei Oliries Gruß bedächtig nickte. Dann legte der Magier das Besteck nieder, er hatte den Braten genüsslich verspeist. So etwas gutes bekommt man nur im Kastell, sonst wahrscheinlich nirgends in der Barriere. Der Magier leerte noch sein Glas, bevor er dann aufstand und abdecken lies.

In der Bibliothek setzte Olirie sich wieder in den Sessel, nahm das Buch vom Tisch und las weiter. Diese Geschichte ist faszinierend, unglaublich, dass das eine Wahre Geschichte sein soll. Der Arme Matrose schuftet sich halb tot auf dem Schiff und wenn er wieder an Land ist, wird er von dem Schiffseigner wie Dreck behandelt, die Welt ist einfach ungerecht, das hat er nicht verdient, riskiert sein Leben für eine Person, die ihn dann hinterher auslacht und bespuckt. Der hart arbeitende wird verspottet von einem faulen reichen, der wahrscheinlich nie etwas selber gemacht hat, sondern es immer andere machen ließ. Nun ja, so ist eben leider die Welt. Obwohl der Magier schon längere Zeit ohne schlaf auskam, verspürte er noch keine Müdigkeit, dieser Zustand würde sich wahrscheinlich auch erst ändern, wenn er das Buch durchgelesen hätte. Es wat einfach viel zu faszinierend.



05.10.2002 00:54#135
meditate meditate erklärte den beiden jungen männern, dass sie nur einen wunsch denken mussten und unsichtbare geister würden für die erfüllung sorgen. machmal würden die speisen auf den tellern durch die luft schweben und sich manchmal aus der tischplatte schieben. mit den verschiedenen serviermöglichkeiten vertrieben sich die dämonen wohl die zeit.

dann speisten alle am tisch ausgiebig. die jungen männer erzählten von sich und ihrem leben außerhalb der barriere und meditate hörte aufmerksam zu. auch nathano, der sich mit an den tisch gesetzt hatte, stellte immer wieder zwischenfragen.

nach einer weile erklärte meditate den beiden noch, dass ein dämon ihnen ein zimmer zuweisen würde, in dem sie die ersten nächte verbringen würden. wenn sie die erste nacht überstanden hätten, wär das wie eine eignungsprüfung durch das kastell und beliar. damit könnten sie sich dann als lehrlinge aufgenommen fühlen.

dann folge meditate dem nathano, um seine schätze zu bewundern.


05.10.2002 01:10#136
{-NaThAnO-} Nach diesem netten Gespräch mit Inachos und Sazibi war die Hüterin Nathano auf sein Zimmer gefolgt. Dieser ließ zum ersten Mal einen anderen Menschen in sein Gemach, welches nicht gerade bäuerlich eingerichtet war. Ein großes Bett und ein Schrank prägten das Bild, welches man von der Tür aus zu sehen bekam. Erst wenn man in das Zimmer eintrat, entdeckte man das schön verarbeitete Schwertregal und Nathanos Truhe in der Ecke des Raumes. Nathano trat an die Truhe heran, nahm den Schutzzauber davon und schloss sie auf.

Neben reichtlich Schmuck, Fellen, Zähnen und anderen Dingen kramte Nathano eine kleinere Truhe hervor, in der sich die Heilkräuter und -tränke befanden. Die große Truhe wurde wieder verschlossen und versiegelt. Mit einem lächeln gab der hohe Schwarzmagier die kleine Truhe Meditate.

"Schaut nach! Nach meinen Recherchen sind dies ein paar der seltensten und besten Heilmittel, die es gibt. Gefunden habe ich sie in einer Höhle tief unter der Erde bei einem großen Schatz. Wenn Ihr interessiert seid, vermache ich sie Euch. Allerdings würde ich eine kleine Gegenleistung in Form von Erz sehr willkommen heißen. Was sagt Ihr?"



05.10.2002 01:24#137
meditate die heilerin erkannte auf einen blick, dass ihr hier eine sehr wertvolle gabe überlassen werden sollte

"aber ja, mein lieber freund. ich geb dir gern erz. ich denke mal, dass 300 eine angemessene belohnung sind. ich freu mich sehr, dass du an mich gedacht hast und diesen kleinen schatz nicht an den don verschleudert hast, der hätte zwar möglicherweise mehr gezahlt, aber was der damit angestellt hätte?"
die hüterin schüttelte den kopf und verdrehte die augen. man musste bei jeder gelegenheit dafür sorgen, dass die wirklich wertvollen sachen zuerst ihr vorgelegt würden. dieser don mit seinen morbiden vorlieben konnte durchaus auch gefährliche sachen aus ganz wundervollen zutaten herstellen.
sie bedankte sich bei nathano und versprach ihm, dass ein dämon ihm gleich das erz bringen würde. dann begab sie sich wieder in ihr labor. es war sicher interessant, vorher noch einmal ihrem schüler auf die finger zu sehen und bei tomekk korrigierend einzugreifen.

als dies geschehen war, verschwand sie für diese nacht im labor.


05.10.2002 01:26#138
Inachos Meditate ließ die beiden angehenden Kastellbewohner alleine - Sehr zur Freude von eben diesen. "Ein merkwürdiger Ort..." merkte Sazabi an. "Ein Ort voller Merkwürdigkeiten die erforscht werden wollen !" drehte Inachos den Satz um. "Und wir sollten gleich Morgen damit anfangen. Aber vorher würde ich gerne ein Bad nehmen, insofern das hier möglich ist. Gleich Morgen werde ich mal anfragen..."
Sazabi hörte ihm längst nicht mehr zu und war mi den Nachtisch beschäftigt. Inachos wollte jetzt auch mal diese Dämonen testen... Er wünschte sich einen Apfel, und tatsächlich erschien einige Momente später ein kleiner Teller mit einem perfektem Apfel - Genau so wie er sich ihn gewünscht hatte. Mit großen Augen betrachtete er den Apfel... Herzhaft biß er in den Apfel der so saftig war das beinahe sein ganzer Mund sich mit dem klebrig-süßem Zeug füllte... "Das ist ja..."

Fasziniert stand er auf - Er wollte nicht noch bis Morgen warten, sogleich machte er sich auf. "Ich komme gleich wieder - Nur ein paar Minuten !" versicherte er seinem Bruder. Schnellen Fußes suchte er die Eingangshalle auf... "Hatte ich hier nicht vorhin irgendwo eine Art Bücherei gesehen... ?" Interessiert sah er sich um...



05.10.2002 01:40#139
{-NaThAnO-} Nathano konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als Meditate über den Don redete. Sie hatte schon Recht mit der etwas schrägen Art des Don, aber was sollte man sagen? Der Don spiegelte wie kein anderer wieder, wie verspielt man doch sein konnte, hinter einer Fassade, die außenstehende zu großem Respect und Ehrfurcht brachte. Auch Nathano wusste am Anfang nicht, was er mit diesem Kerl anfangen sollte. Doch mit der Zeit gaben sich genügend Gelegenheiten, den Don kennenzulernen, nicht zuletzt vor ein paar Nächten bei dem hauseigenen Tanzclub im Übungsraum. Nathano musste lachen bei dem Gedanken. Ein schöner Abend ging zu Ende, als ein Dämon mit dem versprochenem Erz kam und Nathano sich nach Versiegelung der Tür mit einem rhytmischen "Stayin´ Alive" in sein Bett begab. Müde war er nicht, aber so ergab sich erst einmal Zeit zum Nachdenken und Gedankenordnen, die Nathano dringend benötigte.



05.10.2002 11:32#140
meditate die hüterin begab sich zu bett. vorher hatte sie dem armen tomekk trost und zuversicht gespendet und ihm schmerzstillende opiate verabreicht, damit er die übungen ihres schülers überleben konnte. bei der gelegenheit teilte sie ihm mit, dass sie ihn morgen zu einem turnier mitnehmen wolle.

"ich selbst wäre sicher nicht mehr in das alte lager zu so einem spaß-gemetzel zurückgekehrt, aber es gibt keine bessere gelegenheit als diese, sich in der heilung zu üben. wir werden also gemeinsam dort hingehen.

und lies die traktate über heiltränke, die ich dir in die bibliothek gelegt habe."

damit verschwand die heilerin in ihre gemächer.



05.10.2002 13:45#141
Zavalon Müde stand Zavalon auf, zog sich anund verließ sein Zimmer. Immer noch fühlte er den beißenden Schmerz der Brandwunde, die das Amulett hinterlassen hatte. Was war mit ihm passiert? Immer wieder hallte die Stimme seines "Meisters" in seinem Kopf wieder, die von den anderen Göttern ferner Galaxien erzählte und der Einschränkung durch den menschlichen Körper.

Nun aber betrat er das Refektorium.



05.10.2002 15:00#142
olirie Olirie klappte das Buch zu, er hatte es durchgelesen. Nun stand er auf und brachte es wieder an seinen Platz in dne Regalen. Dann wünschte er Tak noch Gute Nacht, obwohl es schon Tag war. Der Magier verließ die Bibliothek und ging zum Refektorium.

Im Refektorium wünschte sich Olirie eine Schüssel gefüllt mit dem verschiedensten Obst, welches in etwas Milch schwamm. Und prombt erschien auch das gewünschte vor ihm, nun machte er sich daran, diese nahrhafte Mahlzeit zu verspeisen. Als die Schüssel geleert war, verließ der Magier das Refektorium und ging zu seinem Zimmer.

In seinem Zimmer legte Olirie Schwert und Dolch ab und legte die Robe über einen Stuhl, dann begab er sich zu Bett und dachte noch etwas nach. Mit dem Buch habe ich scheinbar die richtige Wahl getroffen, es war eine faszinierende Geschichte, von der ich mich nur zum Essen losreißen konnte. So etwas findet man nicht alle Tage. Der Matrose hat bis zum Ende um sein Recht gekämpft, es aber nie erhalten. Wie gut, dass sein Sohn das Tagebuch veröffentlicht hatte und damit wahrscheinlich vielen Menschen die Augen geöffnet hatte. Mit diesen Gedanke schlief Olirie langsam ein.



05.10.2002 15:39#143
-Die Schatten- Der Schatten, den Drago geschickt hatte, trat durch das Tor. Es knarrte hinter ihm. Der Schatten fragte einen Schwarzmagier, wo es hier zur Bibilothek ginge. Der Magier zeigte dem Schatten den Weg. Gleich hinter einer kleinen Biegung sah der Schatten eine hohe Tür. Er trat hindurch. Einige Magier blickten auf. Dann begangen sie wieder zu lesen. Der Schatten heftete den Wisch an die Wand, den Drago ihm gegeben hatte. Dann trat er wieder aus der Bibilothek, ging aus dem Kastell und machte sich auf den Heimweg. Er freute sich schon über das Erz, das Drago ihm geben würde.



05.10.2002 16:30#144
Inachos Stundenlang war Inachos völlig begeistert durch die riesige Bibilothek gewirrt, hatte sowohl die Zeit alsauch den Sinn der wilden Rumrennerei vergessen und sah sich einfach nur die unendlich vielen Titel der Bücher an. Sein Finger war schon taub vom Bücher abfahren und er hatte sich noch nicht für ein einziges entscheiden können. Irgendwann fiel ihm auf wie unendlich Müde er plötzlich war - er erblickte einen Stuhl und ließ sich einfach in eben diesen hineinfallen - Ob sein Bruder noch in diesem seltsamen Saal auf ihn wartete ? In Gedanken versunken ließ sein Körper sich von, von den anstrengungen des Tages erschöpft, in den Sessel sinken und er schlief friedlich ein...



05.10.2002 17:50#145
Tak Tak klappte die Bücher (er hatte sich zwei weitere Bücher geholt, auf die im ersten Werk des öfteren verwiesen wurde: Delphan / 'Handbuch für Nekromanten' und Jacobus / 'Lexikon der lebenden Toten') zu und betrachtete seine Notizen. Sauber geschrieben hatte er ja nicht gerade. Um genau zu sein, es war die schlimmste Sauklaue, die der Gildenlose seit einigen Jahren zu Papier gebracht hatte - Tak brauchte fast eine viertel Stunde, um sein Geschreibsel zu decodieren...
Als er mit der Entschlüsselung seiner eigenen Schrift fertig war, las sich Tak seine dreizehn Seiten umfassenden Aufzeichnungen noch inmal durch und nickte zufrieden. Es war sehr unwahrscheinlich, dass er noch etwas vergessen hatte. Die Vorbereitungen für sein Experiment gingen in die zweite Phase... Er brauchte Schriftrollen. Schriftrollen, mit denen er Skelette beschwöhren konnte. Und welcher Ort in der Kolonie war wohl besser dazu geeignet, derartige Schriftrollen aufzutreiben, als das Kastell? Exakt, keiner. Der Gildenlose funkte einen Dämon an, der vor der Bibliothek herumschwebte und erfuhr von diesem, dass die Hüterin Meditate die Schriftgelehrte des ZuX sei. Auf die Frage, wie er denn die Dame erreichen könne, entgegnete der Dämon: "Warten!"
Tak überlegte kurz, ob er nicht einfach ins zweite Stockwerk spazieren sollte, kam dann aber zu dem Ergebnis, dass dies vielleiht keine allzu gute Idee sei und ging wider zurück in die Bibliothek. Irgendwann würde die Magierin schon hier auftauchen.



05.10.2002 21:15#146
meditate meditate kam aus ihrem zimmer und sah als erstes nach dem verwundeten tomekk. die verletzungen waren trotz der experimente von don-esteban zufriedenstellend verheilt. eigentlich konnte der templer das kastell schon wieder verlassen. der machte allerdings gar nicht den eindruck, als wäre ihm das wichtig. es schien fast so, als würde er die gastfreundschaft des kastells genießen.
meditate musste grinsen. sie konnte den templer gut verstehen. eine so gute küche wie die hiesige gab es auch in der barriere nicht noch einmal. also verabschiedete sie sich von tomekk.

"natürlich kannst du noch ein paar tage bleiben wenn du willst. quasi als wiedergutmachung für die dinge, die dir don angetan hat. lass dich ruhig noch ein bisschen verwöhnen. ich will mich trotzdem verabschieden. du weißt, wir schwarzmagier haben seltsame tagesabläufe. es ist gut möglich, dass wir uns verpassen. ich will dir nur glück auf deinem weg wünschen, wo immer er dich auch hinführt."

die hüterin lächelte dem templer noch einmal zu und ging dann durch die eingangshalle zur bibliothek. dort saß ein unbekannter besucher, den sie dennoch schon einige male hier im kastell gesehen hatte. der stand bei ihrem anblick auf und sah sie aufmerksam an.



05.10.2002 21:27#147
Tak Tak blickte kurz von seinen Notizen auf, als eine Magierin die Bibliothek betrat, und las dann weiter...eine Magierin?
Tatsächlich. Eine Magierin. Vielleicht war es ja Meditate. Die Chancen, dass es sich bei ihr um die Hüterin des Kastells handelte, standen jdenfalls nicht schlecht, Frauen waren nicht gerade häufig in der Kolonie. Und diejenigen, die es gab, steckten meist bei den Amazonen... Aber ich schweife schon wieder ab. Tak stand auf und sprach die Magierin an.
"Guten Abend. Seid Ihr Meditate, die Hüterin des Kastells und Schrifgelehrte hier?"
Sie nickte.
"Sehr gut..." meinte der Gildenlose. "Ich bin Tak. Und...ich benötige einige Schriftrollen für die Beschwöhrung von Skeletten. Für ein
paar...ähm...Experimente..."



05.10.2002 21:39#148
meditate "guten tag, fremder. dein wunsch ist ungewöhnlich. es kommen nicht oft gäste, die schriftrollen von uns haben wollen. die magie der dämonenbeschwörer ist seltsam und schwer zu bändigen. du kannst mit schriftrollen skelette beschwören, aber kannst du auch die befehle richtig formulieren? die skelette befolgen einen befehl, ganz egal wie du ihn formuierst. du kannst ihn nicht zurücknehmen und nicht ändern. diese tatsache schreckt die meisten leute ab.
wie viele willst du haben? und kannst du meinen preis zahlen?"


05.10.2002 21:46#149
Tak Tak nickte und dachte kurz nach. Aber nur kurz.
"Ja, eure Magie ist bestimmt vielen suspekt. Aber ich habe schon so einige...unnatürliche...Dinge gesehen, und ich kann recht gut mit solchen Dingen umgehen. Bilde ich mir zumindest ein. Nun gut, egal...
Ich benötige genau drei dieser Schriftrollen. Was willst du dafür?"


05.10.2002 21:56#150
meditate "du bist gildenlos oder? ich werde dir drei schriftrollen geben für einen auftrag.

jemand aus dem neuen lager hat schulden bei mir, die er nicht beglichen hat. ein gewisser charos schuldet mir eine teleportrune. die sollte ich als lohn für eine hilfeleistung bekommen. dieser mensch hat sich nie wieder sehen lassen. sorge dafür, dass ich die rune bekomme und als zins besorge mir eine zweite rune für don-esteban.

wenn du mir die beiden runen bringst, bekommst du die drei schriftrollen."
meditate sah den mann noch einmal abschätzend ein. der sah durchaus so aus, als könne er die magie beliars beherrschen. dem konnte man die schriftrollen sicher anvertrauen. mal sehn, ob er das mit den runen hinbekam.

dann ging die hüterin wieder nach ihrem schüler sehen.



05.10.2002 22:05#151
Tak Zwei Runen von Charos? Sollte eigendlich kein allzu großes Problem sein. Zufrieden schnappte sich Tak die Aufzeichnungen und verschwand in 'sein' Zimmer, kam aber nur eine halbe Minute später mit seinen restlichen Sachen wieder heraus.
Kurze Zeit später verließ der Gildenlose das Kastell und machte sich auf den Weg ins Neue Lager.



05.10.2002 23:00#152
Cole Charos kam mit keuchendem Atem im Kastell an und machte sich sofort auf um die Hüterin zu sprechen. Er wollte sich entschuligen das er so spät kam. Hoffentlich war sie nicht sauer auf ihn. Er teile einem Dämon sein Begehr mit und wartete dann ab.



05.10.2002 23:09#153
Tak Kurze Zeit nach Charos kam auch Tak wieder im Kastell an. Dieser Söldner hatte aber auch in ganz schönes Tempo vorgelegt... Tak hatte nicht erwartet, dass jemand so viel Angst vor iner Magierin haben könnte. Dabei schien sie doch ganz friedlich zu sein...
Aber vielleicht täuschte der Eindruck ja. Der Gildenlose stellte sich zu Charos und wartete ebenfalls.



05.10.2002 23:33#154
Inachos Inachos schlug die Augen auf, schloß sie kurz darauf jedoch wieder. Dieses Licht... Viel zu hell Er rieb sich die Augen und richtete sich dann auf. Langsam kam ihm die Ernnerung zurück - Die vielen Bücher, und er war doch so erschöpft. Er streckte sich - Sein Rücken schmerzte. Langsam ging er einige Schritte - Er war zu erschöpft gewesen weiter zu gucken, und jetzt wollte er lieber seinen Bruder aufsuchen. Einige Minuten ging er orientierungslos zwischen riesigen Bücherregalen umher - Endlich fand er den Ausgang.
Vorher kam im die Bibilothek nicht so riesig vor... Seltsam... Überhaupt war das ganze Kastell ein Merkwürdiger Ort. Überall waren Dämonen die man doch kaum bemerkte - In diesem Kastell waren mehr Bücher als der in seinem ganzen Leben gesehen hatte. Und diese seltsamen Schmerzen in seinem Kopf... Essen das aus der Tischplatte kam... Wir war das alles möglich ? Hatte er vielleicht noch garnicht alles gesehen ? Unzählige Fragen schoßen ihm durch den Kopf, doch er hatte auf keine eine Antwort. Diese würde er suchen sobald er etwas gegessen habe...
Er betrat den Raum indem er meinte zuvor gegessen zu haben - Und tatsächlich, das hier war das Refektorium. Langsam nahm er Platz und wünschte sich ein leckeres Essen zusammen. Wenige Momente später schwebte ein Teller in den Raum, mit duftendem Fleisch und frischem Salat. Das war so unwirklich und doch war es da... Der Teller senkte sich vor ihm auf den Tisch und Messer und Gabel erschienen aus dem Tisch. Daran musste er sich erst noch gewöhnen... Langsam begann er zu speisen und dachte nach, was sein werter Bruder wohl gerade treiben würde...



05.10.2002 23:49#155
olirie Als olirie erwachte, war es schon Abend, der Mond warf sein Licht durch das Fenster ind das Zimmer des Magiers. Dieser zog sich die Robe über und schnallte Dolch und Schwert fest. Dann bewegte er sich in Richtung Refektorium, um seinen Hunger zu stillen.

Im Refektorium setzte olirie sich an einen Tisch, in einer Ecke des Raumes. Dann wünschte er sich drei gebratene Moleratkeulen, dazu ein Bier. Schon bald erschien das Gewünschte vor ihm auf dem Tisch.
Nach dieser Sättigenden Mahlzeit ließ der Magier abtischen. Dann stand er von seinem Platz auf und verließ das Kastell, wieder zurück in die Richtung seines Zimmers.

In seinem Zimmer trug olirie einem Dämonen auf, ihm die Haare zu schneiden, denn er meinte, dass sie mal einen guten Schnitt nötig hatten. Der Magier setzte sich auf einen Stuhl und bald schon begann der Dämon mit seinem Werk. Die abgeschnittenen Haare rieselten nur so zu Erde, doch dort lag schon ein Tuch, welches sie auffing, dadurch musste der Boden nicht extra nachgefegt werden, sondern man konnte die Haare im Tuch einwickeln und schnell entsorgen. Nach getaner Arbeit wurde dies auch durchgeführt. Doch olirie beschloss, noch mehr für seine Körperhygiene zu tun und so ließ er ein Bad einlassen. Auch dies war schon bald getan und der Magier konnte in das Warme Wasser steigen.


06.10.2002 00:01#156
Don-Esteban Mißmutig schlurfte der Magier in die Bibliothek. Er sollte also Bücher lesen über Heiltränke. Und auf seinem Tisch lagen doch tatsächlich Bücher über Heiltränke. Na dann. Auf langweilige Lektüre vorbereitet, setzte er sich und begann lustlos in einem der bücher zu blättern. Irgendwo blieb er hängen. Moment, das war ja gar nicht so langweilig. Was da so alles stand. Was man so alles heilen konnte. Nicht nur allgemeines Unwohlsein, nein, auch Liebeskummer, Schwangerschaft und sogar Durst.

Don-Esteban staunte immer mehr. Selbst auf die Bedeutung der Farben wurde eingwegangen. Das nannte man suggestive Heilung. ein Beispiel: grüne Tränke wurden allgemein als besonders gesund angesehen, egal, was drin war. Deswegen waren Gifte auch bevorzugt grün. So wurden sie meist für harmlos und zusätzlich noch für gesund gehalten. Interessant. Leider ging der Autor nicht weiter auf die Gifte im allgemeinen und besonderen ein, aber der Don merkte sich den Verfasser der Schrift und beschloß, später noch einen genaue Recherche über von diesem Autor vorrätigen Werke in Auftrag zu geben.

Jetzt vertiefte er sich lieber weiter in die Geheimnisse der Herstellung profaner Heiltränke und erfuhr, daß die richtigen Zutaten nur ein Teil des Geheimnisses waren. Die magische Kraft eines Zauberers, ihm von seinem Gott verliehen, floß ebenfalls mit ein und gab dem Trank letztendlich seine Wirkung. Bei diesen Worten überlegte der Don, ob dann nicht auch gewöhnliches Wasser ausreichte, um jemanden zu heilen. Dies war die eigentliche Geburtstunde der Homöopathie. Später sollten noch viele dumme Leute durch den Genuß von reinem Wasser gesund werden. Doch fürs Erste vergaß der Don diesen Gedanken und las weiter.



06.10.2002 02:50#157
meditate als der dämon verkündete, dass der gildenlose von vorhin und einer aus dem neuen lager auf sie warten würden, frohlockte meditate innerlich. dennoch zwang sie sich zur ruhe. nur keine erregung erkennen lassen.

"zeig ihnen ein zimmer. ich werde mich morgen früh mit ihnen befassen."
sie hatte noch einiges vorzubereiten für das turnier am nächsten tage.


06.10.2002 12:09#158
meditate meditate belud drei beschworene skelette mit den notwendigen utensilien für die arenakämpfe und schickte sie schon vor ins Alte Lager. da sie damit rechnete, dass die dämlichen gardisten wieder mal nichts gepeilt bekommen würden, stattete sie sogar eines der skelette mit einer weißen fahne aus und ließ es mit einem brief in einer entfernung vorweg gehen.

nachdem die drei bepackten gestalten das kastell verlassen hatten, ging meditate in die bibliothek. dort sollten eigentlich die beiden männer von gestern warten. taten sie aber nicht und meditate musste sich bis ins refektorium bemühen, wo die beiden gerade bei einem üppigen morgenmahl saßen.

"oh charos, mein zögernder schuldner! und tak ist auch hier. ich bin entzückt. das ist ja wirklich eine prompte erledigung meines kleinen auftrages. du hast ihn doch erledigt?"



06.10.2002 12:15#159
Tak "Ich hoffe es für ihn..." knurrte Tak, und Charos nickte eifrig, wärend er die beiden Runen hervorholte.
Tak begann wirklich, sich zu fragen, was die Magierin mit säumigen Schuldnern anstellte - so hatte er Charos jedenfalls noch nie erlebt... Andererseits war das vor allem das Problem des Söldners. Tak sah zu, wie Meditate die beiden Runen begutachtete.
"Und?" fragte er schließlich.



06.10.2002 12:26#160
meditate "die runen sind in ordnung. du hast deine aufgabe erfüllt. damit hast du dir die drei rollen verdient. du kannst mit jeder rolle ein gerippe beschwören und ihm einen beliebigen befehl erteilen. achte auf deine wortwahl. das ist wichtig. und viel glück."

meditate ließ die runen in ihrer tasche verschwinden und verabschiedete den gildenlosen.

dann wandte sie sich an charos.

"das hat ja gedauert. wolltest du mich hintergehen?"



06.10.2002 12:26#161
Zavalon Zavalon wollte sich gerade auf den Weg ins alte Lager machen, um die Arenakämpfe zu manipu... ähh... verfolgen, als er ein paar Skelette auf dem Weg dahin sah, mit allen Utensilien für einen Kampf oder sowas. "Eskorte kann ich gut gebrauchen" dachte er sich und eilte den Untoten nach. Er brauchte Abwechslung, musste sich mal unters Volk mischen.



06.10.2002 12:30#162
Cole Charos lächelte die Hüterin entschuldigend an. " Ja verzeiht, aber es geriet in Vergessenheit. Der Tod von Manmouse hat mich zimlich mitgenommen und es mich vergessen lassen." Er warf Tak einen flehenden Blick zu. doch dieser wandte sich mit einem Grinsen und Augenzwinkern zum gehen. Ihm war wohl egal was mit Charos passierte, hauptsache er hat sein Gewinn. So war er schon immer, dieser schräge Vogel.



06.10.2002 12:38#163
meditate die worte von charos brachen alte wunden in meditate wieder auf, die gerade erst zu verheilen begannen.

"ich weiß vom tod meines väterchens. ich hab ihn in der unterwelt sprechen können. er wartet darauf, dass er vergessen wird. es ist unendlich traurig.
ich werde in den nächsten tagen einmal kommen und seine ruhestätte besichtigen. ich habe ja jetzt diese praktischen transportmittel."

meditate lächelte wieder schwach.

"was ist denn aus deiner freundin geworden? geht es ihr den umständen entsprechend gut? meine lehrstunde scheint ja erfolgreich gewesen zu sein, denn sie ist nicht wieder aufgetaucht."



06.10.2002 12:46#164
Cole Charos schrak auf. "Sie ist nicht mehr hier ? Ich dachte .... " Meditate sah ihn fragend. "Nein sie ist nicht mehr hier. Sie hat mich damals verlassen und seid dem war sie nicht mehr hier." Sie tauschten besorgte blicke. Er senke den Kopf und starrte zu Boden. Das konnte nicht sein, sie musste irgendwo sein. Doch wenn die so lange keiner mehr gesehen hat ... Sein blick wanderte wieder nach oben. Seine glasklaren Augen schauten in die Meditates. Trotz der dicken und warmen Rüstung zitterte er. Eine Leere machte sich in ihm breit. Hatte er sie auch noch verloren ? Erst seinen besten Feund und dann sie ? "Da .. das kann nicht sein. Ich ließ sie damals hier zurück. Sie muss noch hier sein. Bei Beliar sie MUSS!"


06.10.2002 12:47#165
Tak Gerade hatten sich die Torflügel hinter Tak geschlosen, als der Gildenlose aprupt stehen blieb. Irgend etwas hatte er vergessen. Irgend etwas, dass er noch benötigte, bevor er sein Experiment durchführen konnte...
Tak prüfte sein Gepäck, aber es war alles da. Seine Notitzen, die Spruchrollen... Eigendlich konnte es los gehen. Trotzdem, irgend etwas fehlte...
Schlagartig wurde Tak bewusst was er noch brauchte. Einen Toten! Ohne Tote gibts nunmal keine Untoten. Auch wenn vielleicht viele glaubten, die Schwarzmagier könnten aus Luft Untote erschafen, so wusste Tak, dass dem nicht so war. Die 'Skelette' der Magier waren eigendlich nichts anderes als reine magische Energie, die sich in Form eines Skelettes manifestierte - keine echten Untoten also. Natürlich konnten Schwarzmagier auch echte Untote erschaffen, nur war dies nicht ganz so einfach - und vor allem benöigte man vorher eben einen ganz Toten.
Doch wo sollte Tak einen Toten herbekommen? Nachdenklich ging der Jäger den Weg vom Berg hinunter. Aber... War da nicht so ein Arenakampf im Alten Lager? Vielleicht kam dabei ja jemand um - die Chance war zwar gering, aber sie bestand immerhin.
Tak machte sich also auf den weg ins Alte Lager, wärend er in seinem Kopf bestimmt zum hundertsten Mal den Ablauf seines Experimentes durchging...


06.10.2002 12:53#166
meditate "deine freundin ist nicht zu dir zurückgekehrt? seltsam. ich werde meine dämonen befragen. wir werden eine auskunft darüber erhalten, was mit ihr geschehen ist. sei ganz sicher. gib mir drei tage. ich muss jetzt leider zu arenakämpfen ins alte lager, aber ich kümmere mich um dein mädchen sobald ich zurück bin. komm in drei tagen wieder. bis dahin sollte ich bescheid wissen."

die magierin blickte charos beruhigend an. alledings war sie selbst nicht gerade beruhigt. was konnte da passiert sein?

sie verabscheidete sich von charos und ging in ihr zimmer um sich für die arenakämpfe fertig zu machen und den don zu wecken.



06.10.2002 12:58#167
Cole Charos war nun alles andere als beruhigt. Gedankenverloren verließ er das kastell, ohne auch nur ein einziges Wort zu sagen. Was konnte das passiert sein. War sie etwas tod ? War sie irgendwo verschollen ? War sie weggelaufen und hatte sich einen anderne Unterschlupf gesucht ? .. Immer mehr Fragen materten seinen Kopf. Doch auf keine wusste er eine Antwort. Drei lange Tage musste er auf Klarheit warten. Wie sollte er das schaffen? Was sollte er machen wenn sie nie mehr zurückkehert ? Wieder fragen... Kurz nachdem er das kstell verlasse hatte packte er sich an seinen Kopf und schrie so laut er konnte.



06.10.2002 13:40#168
meditate meditate ging zum zimmer des don und bat einen dämonen, den magier unverzüglich zu wecken, falls er schlafen sollte.

nach einiger zeit kam der dämon wieder und erklärte, dass der don ihm befohlen hätte, er solle der hüterin erklären, sie solle sich zum teufel scheren. er würde jetzt schlafen müssen, denn er hätte die ganze nacht experimentiert.
meditate wurde wütend und packte die türklinke und drückte sie mit einem ruck auf. die tür war unverschlossen und so stolperte sie unverhofft bis an das bett, auf dem der don ihr mit zornig funkelnden augen entgegenblickte.
"komm schon. wir müssen los. ich hab dir zum trost auch etwas mitgebracht. du kannst zu der rune in das alte lager jetzt auch eine rune für das neue lager an deinen gürtel heften. damit reduzieren sich die entfernungsmeilen innerhalb der barriere auf einen wimpernschlag."

meditate musste grinsen. der don sah aber auch zu seltsam aus in seinem langen nachthemd mit der zipfelmütze. sie hatte ja nicht gewusst, dass der don offensichtlich so empfindliche ohren hatte, dass er sie des nachts mit einer mütze schützen musste.

"bitte kleide dich schnell an. ich warte beim pentagramm auf dich."
damit verließ die hüterin das zimmer wieder.



06.10.2002 13:44#169
meditate wenige minuten später erschíen ein seltsam tatendurstig aussehender don in der eingangshalle und die beiden magier teleportierte sich nacheinander mit ausreichend sicherheitsabstand in das alte lager in das haus der feuermagier.


06.10.2002 14:56#170
olirie Olirie hatte das ausgiebige Bad wahrhaftig genossen, doch nun stieg er aus der Wanne und lies sie entfernen. Dann zog er sich die Robe wieder an und schnallte sich seinen Gürtel um. Dann verließ er sein Zimmer, um im Refektorium eine Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Im Refektorium setzte Olirie sich an einen zentral gelegenen Tisch und wünschte sich einen Snapperbraten und dazu ein Wasser. Bald schon erschien das gewünschte vor ihm auf dem Tisch und der Magier begann es zu verspeisen. Kurze Zeit später betrat auch Nathano das Refektorium und Olirie grüßte ihn herzlich Guten Tag, Nathano. Doch Nathano schien mehr auf die kurzen nassen Haare Oliries zu achten, als auf seine Worte.



06.10.2002 15:11#171
{-NaThAnO-} "Sagt, Olirie, habt ihr euch mit dem Gärtner angelegt? Oder war euch nach etwas luftigerem in der kalten Zeit des Jahres angenehmer?" Grinsend setzte sich Nathano zu Olirie und ließ sich ebenfalls etwas zu Essen geben. "Sind denn heute nicht diese Arenakämpfe? Im Prinzip hatte ich mit dem Gedanken überlegt, mich zu beteiligen, aber mir würde es nicht gefallen, mich vor einer solch großen Menschenmenge womöglich noch zu blamieren. Was haltet ihr stattdessen von einem kleinen Ausflug? Lange war ich nicht mehr außerhalb des Kastells. Die Bäume sollen in dieser Zeit des Jahres doch ihr schönstes Kleid tragen! Was sagt ihr?"


06.10.2002 15:23#172
olirie Ebenfalls grinsend sah Olirie Nathano an und antwortete, Ich hielt es nur für angebracht, sie etwas zu stutzen, sie erschienen mir doch etwas zu lang geworden in der letzten Zeit. Ja, ich glaub, diese Arenakämpfe sind heute, doch ein solches sinnloses gemetzel für die Freude anderer Leute wäre nichts für mich. Und erst recht nicht innerhalb der Arena als Kämpfer, da macht man sich ja nur zum Affen für die Zuschauer. Die schauen dann begierig zu, wie das Blut fließt und die Leichen weggeschafft werden. Doch so ein Spaziergang, wie du vorgeschlagen hast, wäre gar nicht so schlecht.



06.10.2002 15:33#173
{-NaThAnO-} Nathano war erfreut über Oliries Endscheidung. Gleich nach dem Essen steckten sich beide etwas Proviant ein und verließen das Refektorium in Richtung Eingangshalle. Nathano bat Olirie noch einen Augenblick zu warten, worauf er noch einmal in sein Gemach ging. Der Schrank wurde von der magischen Versiegelung gelöst und Nathano holte seinen Gürtel hervor und befestigte Gladius Morti daran. Mit einem letzten prüfendem Blick verschloss und versiegelte Nathano wieder Schrank und Tür und machte sich wieder auf in die Eingangshalle, wo Olirie noch auf ihn wartete. Mit einem Kopfnicken verließen sie das Kastell.



06.10.2002 16:33#174
Sazabi Sazabi richtete sich verschlafen auf und knallte sofort mit dem Kopf gegen eine Tischplatte. Leise fluchend rieb er sich den Kopf und schaute sich um. Wo war er hier? Und was machte er hier unter einem Tisch? Er musste wohl hier eingeschlafen sein. Das war ihm nun wirklich peinlich, schnell krabbelte er unter der Tischplatte hervor, nahm wieder eine würdevolle Haltung an und klopfte sich den Staub von den Kleidern. In einiger Entfernung sah ein Dämon zu ihm herüber. Wenn es ihm befremdlich vorkam, Fremde auf dem Boden kriechen zu sehen, dann ließ er es sich jedenfalls nicht anmerken. Ob diese Kreaturen überhaupt Gefühle wie Erstaunen kannten?

Er hatte nicht besonders viel Erfahrung im Umgang mit Dämonen, sein früherer Lehrmeister war der Ansicht gewesen, dass man als Lehrling nichts mit ihnen zu tun haben sollte. Immer noch gesättigt von dem reichlichen Mahl am Vortag (oder waren es wie gewesen? Er wusste es nicht), begab sich der Lehrling auf die Suche nach seinem Bruder. Wo der nur wieder steckte... Sazabi war wirklich ziemlich müde und satt, sonst hätte er wohl seinen Bruder bemerkt, der neben ihm an einem Tisch saß und nur für sein Essen Augen und Ohren hatteEr irrte durch die Gänge des Erdgeschosses, bis er in eine große Bibliothek kam. Um genau zu sein, war sie riesig, aber Sazabi war nicht leicht zu beeindrucken.

Vielleicht waren die Bücher ja alle schlecht geschrieben oder es stand nur Unsinn darin. Das war zwar nicht wahrscheinlich, konnte aber sein. Also beschloss er, erst einmal einige der Wälzer herauszupicken und sich etwas einzulesen. Bald schon saß er mit einem dicken Stapel Büchern vor sich auf einem Stuhl und versank in der spannenden Lektüre. An seinen Bruder verschwendete er keinen Gedanken mehr.




06.10.2002 20:39#175
XardasDiener Keuchend gingen XardasDiener und Kitiara die letzten Meter. Das Kastell war eindrucksvoll. Selbst der Scavenger von Kitiara machte große Augen. Wie ein riesiger Thron der aus schwarzen Gestein gebaut war borte sich das Gebäude in den Himmel. Selbst wenn XardasDiener noch kein Magier war, die Präsenz der Magie war an diesem Ort allgegenwärtig. Vorallem XardasDiener war beeindruckt von diesem Ort. Schließlich war er noch nie an so einem eindrucksvollen Ort gewesen. Ein leises pfeifen entwich aus seinem Mundwinkel. Kitiara schien zwar beeindruckt aber keinesweges so wie ihr Gefärte. "Sag kennst du diesen Ort schon? warst du schon einmal da?" fragte XardasDiener. "Nein aber viele andere Amazonen haben mir davon berichtet". XardasDiener wante sich wieder dam Kastell zu.
Genau vor ihnen lag das große Tor. Das Holz war zerkratzt und die Beschläge waren vermutlich uralt. Wie viele Jahre musste dieses Tor wohl schon exestieren? Wie viele Wanderer und Bewohner hatte es wohl schon gesehen? Selbst das Tor warf eine unglaubliche Menge von Magie ab. Selbst für einen Nichtmagier war diese zu erkennen. Eine kleiner Windhauch fegte über den Ort der den jungen Mann so sehr in Staunen versetzte. Jetzt bemerkte er die beiden Skelette die an der Tür aufgehängt waren. Eine Schauer jagte ihm über den Rücken. Nicht etwa weil er sich vor Skeletten fürchtete. Es war etwas anderes. Die Skelette schauten nicht ins leere, falls man überhaupt von schauen reden konnte - schließlich besaßen sie keine Augen mehr.
Sie schauten genau XardasDiener in die Augen. Aber wie konnten sie das? Sie waren doch tot. Vielleicht schon nach langer Zeit. Aber trotzdem sahen sie ihn. Womit war anscheinend gleichgültig.



06.10.2002 21:07#176
Don-Esteban Ein helles Licht und ein sirrends Geräusch in der Eingangshalle kündigten den Besuch eines Magiers an. Doch kam nicht irgendein Magier sondern das Oberhaupt des ZuX selbst. Er hatte genug von den Verletzten der Arenakämpfe, von ihren Schnitt und Schürfwunden. Jetzt beschloß er, noch ein paar Stunden bei leichter Lektüre in der Bibliothek zu verbringen. So begab er sich denn unverzüglich dorthin, nachdem er sich im Refektorium einen kleinen Imbiss gegönnt hatte und wählte ein Buch über historische Monsterbeschreibungen aus.



06.10.2002 21:29#177
Alei Alei saß in der Bibliothek und las sich - zum tausendsten Male, wie ihm vorkam - die Bücher über den ersten Grad der Magie Beliars durch, als der Don eintrat, sich ein Buch nahm und sich an einen Tisch setzte. Alei traute sich nicht sofort und tat so, als würde er in dem Buch weiterlesen, doch dann nahm er seinen Mut zusammen, klappte das Buch zu und erhob sich.

Langsam schritt er zum Tisch des Don hinüber und versuchte, dabei möglichst kein Aufsehen zu erregen, denn ihm war doch etwas flau im Magen, als er zum Oberhaupt des Zirkels hinüber schritt, dem Oberhaupt, dessen Labor er vor nicht allzu langer Zeit noch geplündert hatte, um dieses um die Ausbildung in den arkanen Künsten zu bitten. Wahrscheinlich wird er nein sagen, dachte er sich.
Alei erreichte den Tisch endlich und blieb etwas unsicher dort stehen. "Seid gegrüßt, Meister. Sagt, ich würde gerne in den arkanen Künsten unterwiesen werden. Wäre das möglich?"



06.10.2002 21:41#178
Don-Esteban Der Don sah auf. Irgendjemand warf einen Schatten auf sein Buch, so daß er nicht mehr lesen konnte. Es war dieser blasse junge Magier. Er wollte in der Magie unterrichtet werden? "Scheinbar fühlst du dich bereit dazu, sonst würdest du nicht fragen. Nungut, ich werde dir die Grundlagen der Magie Beliars zeigen. Aber wisse, das Studium dieser Magie ist nie beendet, es gibt immer noch neue Dinge zu entdecken, denn die Magie verschließt sich dem vollen Verständnis." Der Don legte sein Buch weg.

"Ich werde dir einige der wichtigsten Werke für Anfänger zusammensuchen und auf deinen Tisch legen. Die Ausbildung an sich wird folgendermaßen ablaufen: Jede Woche wirst du von mir einen neuen Spruch zum Studium vorgelegt bekommen. Erlerne jeden dieser Sprüche gut, dann wird die abschließende Prüfung auch nicht zu deinem Nachteil ablaufen. In der ersten Woche wirst du Zeit genug für zwei verschiedene Sprüche haben, denn diese beiden sind einfacher Natur. Es handelt sich um die Zauber Licht und Schattenflamme."

Der Don schritt davon, um die benötigten Bücher zu holen, die sich im Fahrtwind aufbauschende Robe mit einer bestimmenden Geste zusammenraffend. Bald war er hinter irgendwelchen Regalreihen verschwunden und ließ den jungen Magier zurück mit seinen Fragen.



06.10.2002 21:46#179
Alei Alei atmete auf. Entweder hatte der Don ihn nicht erkannt, oder er hatte nicht erfahren, wer ihn beraubt hatte. Auf die Erleichterung folgte die Freude, denn nun hatte er eines seiner höchsten Ziele in greifbarer Nähe. Er würde die Magie Beliars erlernen.

Es fiel ihm immer schwerer, seine Begeisterung zurück zu halten, und er wäre dem Don fast nachgelaufen. Nur der Gedanke, dass dies ein denkbar schlechtes Licht auf ihn geworfen hätte, hielt ihn zurück und ließ ihn an dem Tisch warten. Immer wieder sah er zu den Regalen, wo der Don verschwunden war, denn er konnte es gar nicht mehr erwarten, mit den Studien zu beginnen.

Oh ja, er würde ein guter Schüler sein. Er würde sein bestes geben...


06.10.2002 21:58#180
Don-Esteban Und dann kam auch der Magier schon wieder, den Arm voller Bücher wie dem Bestseller "lux et umbra" und die Fortsetzung "lux et lumen". Daneben noch einige andere Werke, deren Namen hier nur die Leser langweilen würden. "Hier sind einige Codices zu den zwei genannten Zaubern. Lies dir diese Folianten gut durch und nimm ihren Inhalt auf. Praktische Übungen sind unerläßlich für das Beherrschen dieser Sprüche. Dazu stehen dir mehrere magiegedämmte Übungsräume zur Verfügung."

Er packte dem verdutzten Alei die bücher in die Arme und sagte noch zum Schluß: "In einer Woche werde ich dir den nächsten Spruch zukommen lassen. Falls du Fragen hast oder Anschauungsunterricht brauchst, stehe ich fast jederzeit zur Verfügung. Nur zu, keine Scheu bei Fragen." Damit ließ er Alei mit seinen Büchern alleine. Studierende sollte man nicht ablenken.



06.10.2002 22:03#181
Alei Gesagt, getan. Alei verabschiedete sich noch kurz beim Don und dankte ihm, dann pflanzte er sich zurück an seinen Tisch und packte den Berg an Büchern und Folianten erstmal vor sich auf den Tisch. Doch wo wollte er anfangen? Lange rang der junge Magier um eine Entscheidung, bis er endlich das älteste und am meisten abgenutzte Buch des Stapels nahm und anfing zu lesen.

So las er die halbe Nacht lang, bis die Buchstaben vor seinen schmalen Augen begannen zu verschwimmen. Da nahm er die Bücher und ging auf sein Zimmer, wo er schon bald in tiefen Schlaf fiel.



07.10.2002 01:26#182
Zavalon AUch Zavalon Gelangte von den Arenakämpfen wieder ins Kastell, nur leider hatte er noch keine Teleportrunen und musste den beschwerlichen Weg zu Fuß zurücklegen. Erschöpft setzte er sich in die Bibliothek, redete kurz mit Don-Esteban über Magie Beliars und das weitere Training und las. Bevor er zu Bett ging, aß er ein wenig.



07.10.2002 01:46#183
meditate das pentagramm am eingang begann zu glühen und die hüterin erschien in dem dunkelroten leuchten. so war wenigstens nicht gleich zu erkennen, dass ihre robe über und über mit blut befleckt war. es war eine blutige angelegenheit in der arena gewesen.

"bis zum nächsten mal. dann kann das hoffentlich jemand anderer übernehmen. ich brauche unbedingt ein paar lehrlinge."

meditate ging noch zu cole, um die notwendigsten anordnungen zu treffen und wollte sich dann in ihr zimmer begeben. vorher hielt sie aber noch ein dämon auf, der sie unterrichtete, dass ein junger mann im kastell angekommen sei, dem man ein zimmer zugewiesen hätte. er wolle wohl eine weile bleiben.
"das ist gut. wie heißt der mann?"

"xardasdiener"

"das ist ein vielversprechender namen. ich werde morgen mit ihm reden."
die magierin ging in ihr zimmer und warf sich erschöpft aufs bett. das war ein anstrengender tag gewesen.



07.10.2002 15:58#184
meditate meditate hatte nur einige stunden geschlafen und war dann wieder in ihr labor gegangen, um neues material für don vorzubereiten. die kunst der heiltränkeherstellung sollte er perfekt beherrschen. meditate war in dieser beziehung so ehrgeizig wie pinglig.

in der ganzen barriere gab es nur noch zwei andere heiler. einer davon war champ, der ihres wissens keine lust hatte, irgendwen zu unterrichten und von adonis dem feuermagier hatte schon lange keiner mehr gehört. vielleicht hatte er sich ja bei einem seiner gefährlichen experimente selbst entzündet und war zu seinem gott aufgestiegen.

auf jeden fall sollten die heiler aus der schule der schwarzmagier die besten sein. das brachte es mit sich, dass der don eine besonders harte schule durchlaufen musste.

danach ging die magierin nach xardasdiener suchen. in welches zimmer hatten die dämonen den kerl denn gesteckt? der war ja nirgends zu finden?


07.10.2002 16:59#185
{-NaThAnO-} Schließlich hatten es die beiden Schwarzmagier geschafft, das Kastell zu erreichen. Das altbekannte Kastelltor mit den beiden Skeletten öffnete sich einladend und die Magier traten ein. Sie nahmen ihr Gepäck von dem Skelett und verabschiedeten sich in ihre Gemächer. Zwei harte Tage lagen hinter ihnen, doch es hatte sich gelohnt.

Nathano schmiss sein Zeug erst einmal in eine Ecke und ließ einen Dämon einen Bottich mit heißem Wasser füllen. Kurz darauf ließ sich der geschundene Schwarzmagier in das Wasser sinken und befahl dem Dämon eine neue Robe zu besorgen, oder zumindest die alte zu reinigen, da die alte doch schon wieder arg verschmutzt war. Als der Dämon mit einer neuen oder auch mit der gewaschenen, das konnte man nicht feststellen, Robe ankam, sie auf einen Stuhl legte und wieder verschwand, versiegelte Nathano seine Zimmertür und ließ es sich einfach nur gut gehen.



07.10.2002 17:16#186
XardasDiener Nachdem XardasDiener das Kastell betreten hatte blieb er erstmal in der Eingangshalle stehen. Sie war genauso wie er sich sie vorgestellt hatte. Alt aber gepflegt, mit einem besonderen Flair aber nicht unheimlich, kühl aber nicht unangenehm. Als er sich so umsah erschrak er plötzlich heftig. Ein Dämon war neben ihm Aufgetaucht.
"Oh hallo, entschuldigung ich wollte nicht so hereinplatzen." Nichts. Der Dämon bewegte sich nicht. Vielleicht war er gefährlich? "Weißt du ich möchte ein Schwarzmagier werden. Aus diesem Zweck kam ich her. Wieder nichts. Plötzlich streckte der Dämon seinen Arm aus. Er schien verstanden zu haben. Er deutete auf einen Seitengang. Dann setzte er sich in Bewegung. XardasDiener blieb ratlos stehen. Was wollte er?
War er vielleicht doch gefährlich? Schließlich entschied er sich dann doch ihm zu folgen. Der Dämon führte ihn zu einer Holztür. Er stieß sie auf und trat beiseite. XardasDiener betrat das Zimmer. Es war schön.
Es hatte ein großes Fenster und ein schönes Bett. Da er müde war von der langen Reise fiel er sofort erschöpft in den wohl verdienten Schlaf. Am nächstren Morgen wurde er von einem Klopfen geweckte. Überrascht sah er wie eine Frau ins Zimmer kam. Sie trug einen langen Schwarzen Umhang. Ihm wurde sofort klar. Das war einen Schwarzmagierin.
"Guten Morgen", ich bin XardasDiener.



07.10.2002 19:01#187
olirie Auch olirie begab sich zuerst auf sein Zimmer, wo er seine Sachen auf dem Tisch abstellte. Dann verließ er es wieder, um zum Refektorium zu gehen und dort etwas zu speisen.

Im Refektorium setzte er sich wieder an einen kleinen Tisch und wünschte sich zuert eine Schüssel warmes Wasser und ein kleines Handtuch. Bald schon erschien das gewünschte vor ihm und der Magier wusch sich gründlich die Hände und trocknete sie danach mit dem Handtuch wieder ab. Danach ließ er Handtuch und Schüssel wieder abräumen und wünschte sich einen mittelgroßen Moleratbraten und dazu einen Fruchtsaft. Nach sehr kurzer Zeit erschien das gewünschte und olirie begann zu speisen.
Als er wohl gesättigt das Besteck niederlegte, war der Teller und das Glas geleert. Der Magier ließ nun abtischen und verließ das Refektorium wieder zurück in Richtung seines Zimmers. Auf dem Weg dorthin trug er einem Dämonen auf, dort schonmal ein Bad vorzubereiten, denn nicht nur seine Robe wurde durch Staub und Crawlerblut befleckt, sondern auch sein Körper. Obwohl es für oliries geschmack etwas übertrieben war, so dicht hintereinander ein Bad zu nehmen, war es dennoch notwendig.



07.10.2002 20:24#188
Cole Cole erwachte in völliger Dunkelheit. Wo war er bloß? Mühsam versuchte er sich in Erinnerung zu rufen was gestern geschehen war. Und tatsächlich, dunkel erimerte er sich an den Kampf mit dem Erzbaron. Er hatte ihn verloren. Bedauerlicherweise. Aber es tröstete ihn das auch der Baron Schaden genommen hatte. Die nächste Zeit würde er wohl nicht mehr laufen können und seine Nase war sicherlich auch ein wenig verformt. Ein Grinsen schlich auf sein Gesicht als er an das Schmerzverzehrte Gesicht des Barons dachte.

Ein Teil seiner Kraft war über Nacht zurückgekert. Cole tastete die Wunde ab. Sie war gut verbunden und Schmerzte kaum noch. Sehr gut. Er setze sich hin und wartete bis sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Die Umrisse eines Raumes waren zu erkennen. Cole stand ganz auf und ging Richtung Tür. Ein grelles Licht blendete ihn als er sie öffnete. Die Gemäuer kamen ihm bekannt vor.
Ja er war im Kastell. Meditate musste ihn hat herbringen lassen nachdem er zusammen gebrochen war. Auf Schwarzmagier war verlass. Doch Cole wollte sich hier nicht länger aufhalten. Er zog seine Rüstung an die neben dem Bett lag und schnallte sich seinen Waffengurt um. Dann verließ er das Kastell.


07.10.2002 21:46#189
olirie In Oliries Zimmer stand die Wanne schon bereit, der Magier brauchte sich nur noch zu entkleiden und sich hinein zu setzen. Das tat er auch und bald schon waren der ganze staub und das Crawlerblut abgewaschen und schwammen nun im Wasser.

Nach einer erholsamen Zeit der Ruhe verließ der Magier die braune Brühe, welche sofort weggeschafft wurde und zog sich seine scheinbar von Staub und Blut gereinigte Robe über. Dann wollte er vorerst in Ruhe gelassen werden.
Olirie setzte sich nun an seinen Tisch und nahm sich das Erz vor, welches er nun begann zu zählen. Zuerst bildete er immer 100ter Haufen. Als alles Erz auf solchen Haufen war, schob er immer 10 zusammen und bildete damit 1000der Haufen. Zum Schluss brauchte er nur noch zu zählen, wie viele Haufen er hatte und musste die Zahl nur mal 1000 nehmen, schon hatte er das Ergebnis. Es waren insgesamt 5000 Brocken Erz, die auf 5 Haufen verteilt waren. Doch der Magier wollte sie der Ordnung wegen nicht einfach so in die Kiste schmeißen, also trug er einem Dämonen auf, ihm Säcke zu bringen.

Der Dämon brachte 10 Säcke, in die jeweils gut 1000 Erzbrocken passten. Olirie nahm 5 davon und ließ die restlichen wieder wegschaffen. Dann füllte er die fünf Haufen in die Säcke, ein Haufen in jeweils einen der Säcke. Nachdem er dies getan hatte, packte der Magier die pralgefüllten Säcke in seine Truhe. Gähnend zog er sich nun die Robe aus und begab sich zu Bett.



07.10.2002 22:11#190
{-NaThAnO-} Nach ein paar Stunden totaler Entspannung hatte sich Nathano aus dem heißen Wasser begeben und sich seine frische Robe angezogen. Es tat gut, wieder saubere Sachen zu tragen. Der hohe Schwarzmagier witmete sich nach der Entspannungkur seinen Errungenschaften. Als erstes waren da diese Schwerter. Schön verzierte Sebel, mit ca. 2 1/2 Ellen langen Klingen. Auf Wunsch Nathanos wurde von den Dämonen an der Wand über dem Schwertregal vier Schwerthalterungen angebracht, an denen er nach ausgieber Pflege der Säbel, sie würdevoll aufhängte. Auch Schwertern gebührte ein schönes Ende. Erst Recht bei solch schönen Exemplaren.
Als nächstes kam das Erz dran. Nathano wusste nicht, wie ihm geschah, als er dan ganzen Inhalt seines Rucksackes auf dem Tisch entleerte. Das war viel zu viel zum zählen, also beschwor er kurzerhand ein Skelett, welches für ihn diese Aufgabe übernehmen sollte und tat. In dieser Zeit ließ sich Nathano weiter neu einrichten. Eine weitere Truhe musste her, um das ganze Erz sicher verstauen zu können. Mit Einrichtung der von dem Kastell gesponsorten Kiste wurde auch das Skelett fertig. 2000 Erz konnten sich schon sehen lassen. Nathano ließ sich genau 23 Beutel bringen, in die je von dem Skelett 100 Erz gefüllt und schließlich in der Truhe verstaut wurden. Einen Beutel machte sich Nathano an seinem Gürtel fest, um auch immer liquil zu sein. Das war dann auch die letzte Aktion des Tages für ihn. Er legte Robe und Gürtel ab, verstaute selbiges, versiegelte die Tür und die neue Truhe und legte sich schlafen.


07.10.2002 23:57#191
MaxPayneTopGun Er wachte auf. Wie spät war es jetzt wie lange hatte er geschlafen. Plötzlich viel ihm ein das er etwas zu tun hatte ... außerdem hatte er einen Bärenhunger. Ich möchte speisen. sagte er. Dann dachte er nach. Es hörte sich an, als wäre er irgendein wichtiger König gewesen. Aber was sollte er sonst sagen? Sofort erschien was zu essen. Er aß schnell alles auf. Nun setzte er sich an seinen Tisch. Ein Stapel Bücher lag auf dem Tisch. Er nahm sich das erste. DAS KASTELL stand da drauf. Nun er schlug die erste Seite auf und fing an zu lesen. Jetzt hatte er ziemlich viel zu tun...



08.10.2002 12:58#192
meditate meditate hatte sich mit dem anwärter unterhalten. sie hatte ihm die erforderlichen informationen in sein zimmer gebracht und ihn angewiesen, vorerst sein zimmer nicht zu verlassen, bis er sich mit den gepflogenheiten und sitten der schwarzmagier vertraut gemacht hatte.

"natürlich kannst du zum essen ins refektorium gehen. dort musst du dir nur intensiv vorstellen, was du essen möchtest, dann wird das erscheinen. wenn du einen dämonen siehst, dann lass ihn in ruhe. wenn du ihn ansprichts, wirst du starke schmerzen erleiden. werd dir lieber erst mal darüber im klaren, ob dieser zirkel etwas für dich ist.

wir fordern von unseren mitgliederen strengsten einsatz und eine hohe disziplin bei der einhaltung unseres kodexes. ich werde dich zum beginn der nächsten woche prüfen, ob du unseren bestimmungen standhalten kannst."

dann verließ die magierin das zimmer und begab sich in einen anderen raum, in dem ein weiterer neuer kandidat wohnte.

"ich begrüße dich xardasdiener!

wie ich vernommen habe, hast du im amazonenlager bereits erste erfahrungen gesammelt mit dem leben in der barriere. vom schattendämon habe ich erfahren, dass in deinem kopf der willen zum schwarzmagier ziemlich latent ist. ich hoffe, du kannst die anforderungen erfüllen. du hast hier ausreichend literatur. ich werde dich zum beginn der nächsten woche prüfen, ob du die kriterien zur aufnahme in unseren zirkel erfüllst. bis dahin bleib hier im zimmer und lies. wenn du hunger hast, geh ins refektorium und wünsche dir, wonach dir ist. dann wird das entsprechende erscheinen. lauf vorerst nicht hier im kastell herum. ich will nicht, dass dir etwas zustößt."

jetzt musste sie noch die beiden brüder finden, die nicht in ihrem zimmer waren. das war ungewöhnlich, hatten neulinge im allgemeinen doch zuerst angst und hielten sich eher in den vorderen räumen auf.

eine möglichkeit war noch die bibiliothek. die suchte sie dann auch zuerst auf.


08.10.2002 13:23#193
Alei Alei las lange in den Büchern, die der Don ihm gegeben hatte und schlief nur wenig. Viel erfuhr er über die beiden Zauber des ersten Grades, und er prägte sich alles genau ein.

Dann, gegen Mittag des dritten Tages, schlug er die Bücher zu und erhob sich. Er fühlte sich bereit, die Zauber zu versuchen und wollte einen der Übungsräume aufsuchen. Er wußte zwar weder, wie diese Übungsräume funktionierten, noch wo sie waren, aber er würde halt nach ihnen suchen müßen.

Das Glück war mit ihm, denn gerade, als er die Bibliothek verlassen wollte, kam die Hüterin des Kastells hinein und er hätte sie fast umgerannt. "Verzeihung, ehrwürdige Hüterin. Sagt, könnt ihr mir sagen, wo ich die Übungsräume für die Magieschüler finde? Und wie diese funktionieren? Ich wäre euch sehr dankbar"


08.10.2002 13:42#194
meditate meditate konnte gerade noch bremsen, sonst wär sie gegen den schüler geprallt.
"natürlich kann ich dir den raum zeigen. bist du denn schon so weit?"
sie ging vor alei her und öffnete die tür zu einem der räume.
"der vorteil dieser räume ist, dass du hier ohne runen zaubern kannst. die magischen fähigkeiten sind hier hundertfach erhöht und werden von außen nicht beeinflusst. andererseits kann auch keine magie nach außen dringen. also hast du maximalen schutz. nur dich selbst kannst du nicht schützen, denn du befindest dich ja innerhalb des raumes.

also versuch deine neuen fähigkeiten. ich seh mal zu wenn du nichts dagegen hast."

meditate ging hinter eines der schutzschilder, die extra für zuschauer und lehrer aufgestellt waren und wartete auf das, was alei jetzt produzieren würde.


08.10.2002 13:52#195
Alei Alei betrat den Raum und schloß die Tür hinter sich, während Meditate hinter einen der Schilde ging und ihn aufmarksam beobachtete. Dann trat er in die Mitte des Raumes und rief sich alles ins Gedächtnis, was er in den letzten beiden Tagen gelernt hatte. Zunächst wollte er, ehrgeizig, wie er war, den schwereren der beiden Sprüche sprechen, die Schattenflamme.

Nun konzentrierte er sich vollkommen auf diesen Spruch und versuchte, die Magie in die richtigen Wege zu leiten. Doch so sehr er es auch versuchte, es klappte nicht. Er streckte die Hand aus, und die Flamme, die eigentlich aus seiner Hand geschossen kommen sollte, blieb kurze Zeit auf seiner Handfläche liegen und fiel dann wie ein Stein zu Boden.

Aber das war ja noch nicht so schlimm. Licht würde er sicher schon zaubern können. Wieder konzentrierte er sich und streckte die Hand aus, und wirklich, nach einer Weile erschien auf seiner Handfläche eine kleine weiße Lichtkugel, erhob sich und flog über ihn. Der Zauber schien geglückt, bis die weiße Kugel sich plötzlich rot färbte und Flammen aus ihr züngelten. Alei ging etwas zur Seite, doch die Kugel begann, ihn zu verfolgen.

Die Verfolgung ging durch den gesamten Raum, bis der junge Magier sich hinter einen der Schutzschilde rettete. Die Kugel flog gegen den Schutzschild und zerbarst in viele kleine Flammen, die nach und nach am Boden erloschen.
Er ging zu Meditate und wischte sich den Schweiß von der Stirn. "Das ist ja gerade nochmal gut gegangen", seufzte er.



08.10.2002 14:06#196
meditate "ich seh schon, mein junger freund. hier besteht noch großer übungsbedarf. es ist zwar zeimlich amüsant, deinen kreationen zuzusehen, aber es ist mir einfach zu gefährlich. ich überlass dich mal deinen eigenen magischen kräften."
die magierin grinste und musste an ihre eigenen ersten übungen denken. es war ihr auch nicht viel leichter gefallen, aber gelernt hatte es bislang noch jeder, der mit ganzem herzen dabei war.

sie ging abermals in die bibliothek und durchsuchte jeden gang. die beiden brüder waren nicht zu sehn. sie hatten doch hoffentlich noch nicht die geheimnisse der bibliothek entdeckt. das wäre fatal. sie waren noch nicht einmal lehrlinge!

es war nichts von den beiden zu sehen. also musste sie der sache auf den grund gehen. zuerst aber würde sie mal schnell ins alte lager verschwinden und den erzbaron vexx von seinen leiden befreien. sie packte schnell ein paar ihrer spezialpülverchen ein und teleportierte sich dann in den feuermagiertempel.


08.10.2002 14:13#197
Alei Alei nickte, als die Hüterin dies sprach. "Ja, ihr habt recht, ich habe noch viel zu lernen."
Niedergeschlagen ging er wieder in die Bibliothek und las weiter in den Büchern, die auf seinem Tisch lagen. Irgendetwas mußte er übersehen oder vergessen haben.
Zumindest war sein Wille nicht gebrochen, sondern gestärkt worden. Nach dem Motto "Jetzt erst recht" lernte er noch fleißiger wie zuvor und ließ sich durch nichts stören.



08.10.2002 14:30#198
Tomekk Tomekk verließ das Zimmer, das man ihm gegeben hatte, und ging durch die dunklen Gänge des Kastells in Richtung Tor, den es war Zeit, dem Kastell den Rücken zu kehren und ins Sumpflager zurückzukehren, wo man sich sicher Sorgen um ihn machte. Die Tage im Kastell waren für ihn schön gewesen, vor allem, nachdem er die Auswirkungen der Experimente des Dons nicht mehr am Körper spürte, doch irgendwann mußte auch das ein Ende haben.

Er hatte sich noch etwas von dem Moleratbraten eingepackt, den man hier im Refektorium bekam, denn es war zweifelsohne der beste, den man in der ganzen Kolonie finden konnte. Der war für die Templer, die ihn hierher gebracht hatten, quasi als Dank, denn sie hatten ihm das Leben gerettet.

Als Tomekk das Tor erreichte, legte er noch etwas Erz in die Gabeschale, welches sofort verschwand. Dann verließ er das Kastell und begab sich zurück in sein Lager.



08.10.2002 22:55#199
olirie Gut ausgeschlafen verließ olirie sein Bett und zog sich die Robe über. Dann schnallte er noch seinen Gürtel um und verließ nun sein Zimmer, um im Refektorium zu speisen.

Im Refektorium setzte der Magier sich an einen Tisch und wünschte sich eine Trollzunge. Er hatte bisher noch nie die Gelegenheit gehabt, etwas derartiges zu verspeisen und wußte daher auch nicht, wie sie schmecken würde. Doch probieren wollte er sie jetzt unbedingt. Olirie hoffte, dass der Küchendämon auch eine Trollzunge vorrätig hätte. Doch diese Sorge war unbegründet, denn nach kurzer Zeit erschien sie schon vor ihm auf dem Tisch. Allerdings hatte der Magier eines vergessen, er hatte sich nichts zu trinken gewünscht. Dies holte er jetzt aber nach und wünschte sich das am besten zu diesem Gericht passende Getränk. Schon bald erschien es. Es war Olirie total unbekannt und auch als er es probierte, konnte er nicht herrausfinden, was es genau war. Doch sowohl Trollzunge, als auch das unbekannte Getränk mundeten olirie sehr. Nachdem er alles aufgegessen hate, erhob er sich und verließ das Refektorium.



09.10.2002 01:38#200
meditate wieder begann das pentagramm am eingang zu glühen. in den roten steinen pulsierte ein dunkelrotes licht und begann mit hoher geschwindigkeit die linien entlang zu fahren. hin und wieder blitzte es blutrot auf und die ganze eingangshalle leuchtete in einem dunklen rot auf.

dann begann sich ein blasser umriss zu formen, der erst wie ein lichter nebel schien, aber bald an kontur gewann. dann materialisierte sich eine gestalt, die sich als die hüterin vervollkommnete.

meditate war wieder da.

zunächst ging sie in die küche und bat den küchendämonen um einen schnellen imbiss. sie saß noch immer gern hier und ließ sich von dem krokodilmaul schöne sachen zaubern. vor allem seine kunstvollen omelettes waren ein gedicht schon bei der zubereitung. einen niederen dämonen beauftragte sie, ihre tasche ins labor zu schaffen und dann bat sie einen schattendämonen zu sich. den befragte sie eindringlich nach den beiden brüdern und ihren gewohnheiten. der schattendämon bestand darauf, dass die beiden in der bibliothek waren und das schon seit zwei tagen. seither hätte man sie nicht mehr gesehen.
meditate wollte das selbst überprüfen und erhob sich.

"das beste ist, du folgst mir, ich werde nicht allein in die tiefsten tiefen der biblithek vorstoßen.

wenn sazabi und inachos schon so lange in der bibliothek waren, dann war etwas faul an der sache. diese bibliothek hatte schon sehr seltsame geheimnisse, von denen meditate ja auch schon einige zu sehen bekommen hatte. dieses mal beschloss sie, immer an der linken seite der regale entlang zu gehen. wenn alles gut ging, wurde sie ein konsequentes linksgehen irgendwann wieder zum eingang führen. und zur not konnte sie sich ja auch immer noch in die eingangshalle teleportieren. nur die beiden jungs können das nicht, was fatale folgen haben könnte.

meditate schritt immer vorwärts. wie zur bestätigung ließ sie ihre linke hand die buchrücken entlangstreichen. es war fast, als wolle sie auf diese weise die realität festhalten.

meditate wusste, dass diese bibliothek auch menschen und ihren geist verschlingen konnte.



09.10.2002 12:14#201
meditate der weg nahm kein ende. wie um sich zu vergewissern, dass sie sich noch in der bibliothek befand, ließ sie ab und zu den blick zurückschweifen und sah schließlich nur noch ganz in der ferne den lesesaal der ehrwürdigen einrichtung.

niemand, der die bibliothek betrat konnte deren räumliche ausdehnung ermessen, weil sie schlichtweg nicht zu sehen war. meditate hatte in einem der bücher über die bibliothek selbst gelesen, dass sie so groß war, wie das wissen der menschheit und der orks zusammen. eine kleine ahnung der größe hatte sie schon einmal erfassen können, als sie mit dem don in die tiefen vorgedrungen war, aber so weit wie heute war sie noch nie vorgedrungen.

nach weiteren stunden war sie wirklich ganz allein. es war, als hätte die bibliothek sie verschlungen und würde sie bald in eines der regale packen. außerdem wurde sie zunehmend schwächer. sie spürte, dass sie ihre füße nur noch vorwärts schleppte und dass jeder schritt zunehmend zur qual wurde. als sie dann anfing zu taumeln und stürzte, befragte sie den dämonen, was denn mit ihr los sei.



09.10.2002 12:16#202
Schattendämon "die bücher lesen dich aus! das ist doch ganz normal. wusstest du das nicht?"


09.10.2002 12:17#203
meditate meditate lag auf dem boden und keuchte

"was bedeutet das, sie lesen mich aus?"



09.10.2002 12:19#204
Schattendämon "nun, in dem moment, in dem du die buchrücken berührst, was du im übrigen bereits seit stunden machst, beginnt die bibliothek dir dein wissen abzuziehen. ich dachte, du wüßtest das!"



09.10.2002 12:23#205
meditate "erkläre dich bitte deutlicher, so dass ich das auch verstehe. was bedeutet das, die bibliothek zieht mir mein wissen ab? warum fühle ich mich so schwach?"
meditate betrachtete ihre fingerspitzen, an denen sich winzige rote punkte gebildet hatten.



09.10.2002 12:28#206
Schattendämon "das bedeutet, in dem moment, in dem du mit deinen fingern die buchrücken berührst, in dem moment beginnt die bibliothek dir all dein wissen abzusaugen. wenn die bibliothek alles hat, auch deine fähigkeit zu denken, dich zu bewegen, zu atmen und zu leben, in dem moment gehst du wohl ein in das reich unseres herrn.

so ganz genau weiß ich das aber nicht, denn kurz vor dem tod unterbricht wohl jeder die verbindung zur bibliothek, so dass im regelfall die leute auch weiterleben. vorerst jedenfalls. sie haben dann aber das wissen um nahrungsaufnahme und fortbewegung verloren und wo sie einmal herkamen, wissen sie auch nicht mehr. also sterben sie doch.

sieh doch mal vor dir!"



09.10.2002 12:30#207
meditate meditate erblickte unmittelbar vor sich, eine buchreihe weiter ein skelett, dass gerade dabei war, sich in staub aufzulösen. es hatte noch eine hand an einem der bücher in der unteren buchreihe, als wolle es auch sein letztes wissen noch der bibliothek übergeben.

"was bedeutet das? ist die bibliothek denn ein handelndes wesen? ein lebender organismus?"



09.10.2002 12:34#208
Schattendämon "ich weiß nicht, was die bibliothek ist. sie hat von beliar den auftrag, selbstständig ihr wissen über die lebenden zu erweiteren. am einfachsten geschieht das, indem sie über die berührungen der bücher das wissen der menschen abzapft. das ist so lange unschädlich, wie die menschen der bibliothek selbst wissen entnehmen. dann hebt sich das gegenseiteig auf. aber wenn ein mensch die bücher nur berührt, dann wird dieser vorgang eben einseitig. du wirst ausgelesen."



09.10.2002 12:35#209
meditate "das ist ja sehr interessant, vor allem weil der hüterin das noch nie jemand erzählt hat. sollte ich das nicht wissen?"



09.10.2002 12:35#210
Schattendämon "du hast nie gefragt!"



09.10.2002 12:45#211
meditate "oh mann, wir menschen sind nicht so programmiert, immer alles was wir wissen wollen in fragen zu packen. beim gespräch erwarte ich, dass du mitdenkst!"


09.10.2002 12:46#212
Schattendämon "es tut mir leid, ich kann nichts anderes. ich kann nur fragen beantworten."


09.10.2002 13:17#213
meditate "dann beantworte mir mal bitte die frage, wie ich jetzt wieder zu kräften komme, also mein altes wissen wieder bekomme!"



09.10.2002 13:18#214
Schattendämon "dein wissen steht jetzt in einem buch, dass sich gerade weiterschreibt. das musst du finden und lesen. dann bekommst du dein wissen wieder. allerdings ...."


09.10.2002 13:22#215
meditate "was soll - allerdings - heißen?"



09.10.2002 13:24#216
Schattendämon "du musst natürlich noch lesen können."



09.10.2002 13:27#217
meditate meditate durchfuhr ein heißer schreck. dann blickte sie am buchregal hoch - zum glück, es ging noch. auf jeden fall konnte sie die buchrücken noch entziffern. die frage war nur, ob sie auch noch die zusammenhänge begreifen konnte.
"wie finde ich mein buch?"



09.10.2002 13:28#218
Schattendämon "weißt du das nicht mehr? du musst rufen!"



09.10.2002 13:28#219
meditate "was soll ich rufen, meinen namen?"



09.10.2002 13:30#220
Schattendämon "ich weiß es nicht. ich denke schon. die logik und die lebensart der bibliothek gehört nicht zum wissen der dämonen. wir behüten sie nur. das ist unsere aufgabe. die bibliothek ist mehr als ein dämon. sie ist das mächtigste der wesen des beliar in dieser welt der lebenden."



09.10.2002 13:38#221
meditate meditate rief ihren namen und einige bücher kamen angeflogen, in denen etwas über sie stand. eine chronik vergangener zeiten, eine liste der mitglieder des ZuX, eine vorhersage auf künftige ereignisse aber kein buch, in dem sich ihr wissen befand. offensichtlich hatte sie nicht die richtigen worte ausgesprochen. der namen reichte offensichtlich nicht.

meditate versuchte es noch mit anderen sachen, aber nichts klappte.
"weißt du, wo die bücher stehen, in denen das leben aufgeschrieben wird und das wissen?"



09.10.2002 13:41#222
Schattendämon "wenn wir noch weiter in die tiefen der bibliothek vordringen, gibt es den bereich, in dem die bücher sich fortschreiben. willst du da hin?"


09.10.2002 13:46#223
meditate "dann bring mich hin, schnell. ich weiß zwar nicht mehr was ich in der bibliothek gesucht habe, aber ich weiß noch, dass ich etwas gesucht habe. also schnell, ich hab das gefühl, es ist irgendwie eilig."

der dämon packte die magierin und hob sie auf seine arme. dann flog er los. die regale sausten nur so an meditate vorbei, man konnte sie nur noch als flimmernden farbbalken erkennen. nach einer kleinen ewigkeit setzte der schattendämon sie wieder ab.



09.10.2002 13:49#224
Schattendämon "hier sind wir. das ist der neueste teil der bibliothek. den erreicht normalerweise kein lebendes wesen, weil niemand davon weiß, also auch niemand danach fragt. du bist das erste menschenwesen, das hier vor den büchern steht."


09.10.2002 13:54#225
meditate "hier entstehen also die neuesten bücher?"

meditate schaute sich um. ein leises wispern wie ein summen erfüllte den raum. die bücher in den regalen sahen hier auch anders aus. sie pulsierten und glommen in verschiedenen farben auf. meditate trat näher an das regal. auf den buchrücken standen unendlich viele namen. ein buch für jeden aus der barriere und weitere bücher für die einzelnen lager und die landschaften der barriere. enzyklopädien und nachschlagewerke.

meditate suchte zuallererst das buch mit dem eigenen namen. danach konnte man weiter sehen. es dauerte nicht lange und sie hatte es gefunden. sie wollte es aus dem regal ziehen, aber das buch schrie auf und schien sich förmlich am regal festzuklammern.

meditate musste all ihre kraft aufwenden. auch die anderen bücher begannen zu schreien, als sie versuchte eines der ihren aus dem regal zu ziehen.
"warum schreien sie und warum wehrt sich das buch so heftig?"


09.10.2002 13:57#226
Schattendämon "es will weiterschreiben. all diese bücher sind eine lebendige chronik des lebens. wenn du das buch herausziehst, unterbrichst du die geschichte. sie kann sich so lange nicht fortschreiben, so lange das buch nicht im regal ist. das hat auswirkungen auch auf alle anderen bücher, die irgendetwas mit dir zu tun haben. es denken doch leute an dich, handeln indem sie irgendeinen bezug zu irgendetwas herstellen, dass von dir beeinflusst wurde.

die tatsache, dass du das buch aus dem regal und damit aus seinem verbund genommen hast, hat fatale auswirkungen auf die gegenwart. nicht nur auf deine, sondern auch auf die vieler anderer lebender."



09.10.2002 14:04#227
meditate "dann sollte ich mich beeilen. damit das buch wieder an seinen platz kann."
die hüterin setzte sich hin und schlug das buch auf. im ersten moment schien ihr, als würden die buchstaben alle durcheinander wuseln. dann aber ordneten sie sich in reihen und meditate konnte lesen. zum glück ging das sehr schnell, denn im eigenen leben zu lesen dauert nicht so lange wie in einem normalen buch zu lesen. alles stand hier drin. die geschichte ihrer kindheit, unendlich viele sachen, die sie schon vergessen glaubte, all ihr wissen, all ihre kenntnisse und fähigkeiten waren hier aufgelistet.

meditate fühlte, sie sie an kraft gewann. einige stunden später konnte sie das buch wieder an seinen platz stellen. sie hatte ihr altes wissen und ihre fertigkeiten wieder erlesen.

die anderen bücher im regal jauchzten auf, als die lücke wieder geschlossen war und meditate hatte das gefühl, dass sie jetzt doppelt schnell wisperten, als wollten sie die verlorene zeit wieder aufholen.

"gibt es jetzt eine lücke, weil ich das buch entfernt hatte? in der erfassung der geschichte?"



09.10.2002 14:06#228
Schattendämon "ich glaube nicht. so lange du keine seite aus einem der bücher harausreißt, so lange ist die geschichte wohl vollständig. du siehst ja, die bibliothek versucht, die lücke zu schließen durch eine höhere schreibgeschwindigkeit."


09.10.2002 14:08#229
meditate das leuchtete ein. die hüterin sah sich die buchreihen aufmerksam an. die bücher schrieben sich also fort auch ohne dass sie die bücher berührte? weshalb hatten dann aber die berührungen so fatale folgen?

auch diese frage stellte sie dem shattendämon.



09.10.2002 14:11#230
Schattendämon "ich weiß auch nicht genau wie das ist. ich nehme an, die bücher schreiben normalerweise nur das, was ist. erst mit der berührung kann die bibliothek auch deine fähigkeiten, sinne und gedanken, träume und erinnerungen aufschreiben. diese sachen stehen nur von leuten in den büchern, die in verbindung mit dieser bibliohtek getreten sind. die saugt dieses gewaltige wissens-wesen dann aus."


09.10.2002 14:13#231
meditate "das leuchtet ein. meinst du, ich kann etwas über sazabis aufenthaltsort erfahren, wenn ich das buch mit seinem namen aus dem regal nehme und dort hineinsehe?"



09.10.2002 14:16#232
Schattendämon "ich denk schon. immerhin schreibt das buch doch seine geschichte. ich denk mal, du kannst sogar erkunden, an was er denkt, obwohl das natürlich nur geht, wenn er grad ein buch berührt."



09.10.2002 14:24#233
meditate meditate trat an das regal und rupfte gegen den erbitterten widerstand der bibliothek die beiden bücher von sazabi und inachos aus dem regal. dann setzte sie sich auf den boden und begann nachzuschlagen.



09.10.2002 22:09#234
Sazabi Sazabi wachte auf. Sein Schädel brummte, um es mal so ordinär auszudrücken. Außerdem schmerzte der Rücken entsetzlich. Er war wohl bei seiner spannenden Lektüre eingenickt...Diese Bibliothek war faszinierend. Der Lehrling wusste nicht, wie lange er nun schon durch die Gänge gestreift war und einfach nur gelesen und gestaunt hatte. Inzwischen wusste er sogar, dass er nur einen Begriff sagen musste, damit alle Bücher zu Thema aus den Regalen fielen und er sie nur noch aufsammeln musste. Die Regale schienen kein Ende zu finden und der Lehrling war immer weiter und weiter gegangen. Nun stand er vor einer Tür, hinter der eine Treppe nach unten führte. Neben ihm sah er Inachos, der ebenfalls die Stiege musterte.

Vielleicht ging es hier ja wieder in „bewohntes Gebiet“, wenn nicht, konnte er immerhin sein Wissen über das Kastell erweitern. Die Treppe sah so aus, als würde sie schon lange nicht mehr benutzt, das weckte Sazabis und vor allem Inachos Neugier. Vorsichtig prüfte Sazabi die Stufen auf ihre Belastbarkeit, bevor er darauf trat. Sie sahen nicht unbedingt vertrauenserweckend aus. Plötzlich durchdrang ihn ein schreckliches Gefühl, als würde jemand in sein innerstes blicken und darin lesen wie in einem offenen Buch.
Ihn schwindelte und eine würgende Angst griff nach ihm. Man würde über seine Jugend erfahren! Alles, was er versuchte zu vertuschen, würde ans Licht kommen! Wer war das nur? Wer schaute in seinen Kopf? Neben sich sah erundeutlich, wie Inachos anscheinend das Gleiche widerfuhr. Dann wurde es wieder besser. So schnell wie das Gefühl gekommen war, verschwand es auch wieder. Immer noch leicht benommen, setzten die Lehrlinge ihren Weg fort.



09.10.2002 22:29#235
MaxPayneTopGun So Ryon hatte genug gelesen . Jetzt hatte er erstmal hunger . Er ging aus seinem Zimmer und stieg die Treppe hinunter . Was sollte er bloß machen . Der Raum war so groß . Er sah einige Türen . Die Bibliothek , die Küche und das Refektorium . Und noch ein Raum . Das war wohl der Thronsaal . Er hatte viel über die Gemälde gelesen . Die würde er sich anschauen . Doch er müsste ja noch das Kastell erkunden . Es war so voller Überraschungen .

Jetzt erst merkte er wie sein Magen knurrte . War ja auch kein Wunder , er hatte zwei Tage lang nicht geschlafen und nichts gegessen . Also wird es wohl Zeit . Er schritt langsamen Schritts in das Refektorium . Als er dort ankam sah er einen langen Tisch . Er setzte sich auf einen Stuhl und bestellte sich ein paar Scavenger-Keuelen und etwas zu trinken ... bloß kein Alkohol . Alkohol und Sumpfkraut , wovon er im Gefängniss außerhalb der Barriere hörte , konnte er nicht ausstehen . Nun ja , Sumpfkraut hat er noch nie probiert , aber er rauchte sowieso nichts . Also bestellte er sich ein Glas Orangensaft , das er so gerne mochte . Ein Geist brachte es ihm und stellte es auf den Tisch . Das sah alles ziemlich lecker aus . Na dann Guten Appetit . sagte er sich selber und begann sofort zu essen ...



09.10.2002 23:01#236
MaxPayneTopGun Als er zu ende gegessen hat , stand er auf und ging raus . Nun hatte er vor den Thronsaal zu erkunden . Wie auch letztes mal ging er langsamen Schrittes durch den Vorraum in den Thronsaal . Dort waren ziemlich viele Gemälde und sehr schöne . Er würde nicht nach eher als nach 22 Stunden hier rauskommen . Die Gemälde waren einfach so schön . Auch wenn er lange nicht geschlafen hat , war er nicht müde . Als er noch außerhalb der Barriere war , hatte er manchmal wochenlang ohne Schlaf sudiert . Nun stand er ganz am Anfang des Saals und schaute sich das erste Gemälde an . Es war wunderbar . Mal sehen ob die anderen auch so sind ...


09.10.2002 23:24#237
Inachos Ganz langsam, Schritt für Schritt, stapften die beiden die Treppe herunter. Hier war in der Tat lange niemand mehr gewesen - Komischerweise brannten trotzdem Fackeln an den Wänden. Ein merkwürdiges Gemäuer, ohne Zweifel, aber interessant. Lange gingen sie einfach nur die Treppe herunter. An einigen Stellen war Der Fels bewachsen und man musste doch sehr drauf achten nicht auszurutschen. Die Wände schimmertne leicht feucht im glanz der Fackeln. Die beiden ließen ihre Augen schnell über das ihnen einsichtliche Gebiet gleiten, waren viel zu beschäftigt als das sie zwischendurch hätten reden können. Nur ihre tapsenden Schritte waren zu venrehmen, und hin und wieder entsandten Wassertropfen Melodien wenn sie auf dem Boden zerplatzten. Stetig kamen sie weiter nach unten, doch an dem Bild das sich ihnen bot änderte sich nichts... Kalte Mauern, knappe Stufen, feuchte Decken... Wie lange müssten sie diese Treppe denn noch verfolgen ?!

Inachos kam es so vor als würden sie garnicht weiterkommen, und seinem scharfem Auge war auch nicht entgangen das das Moos immer an derselben Stelle wuchs - Sollten sie am Ende im Kreis laufen ? Inachos begann schon zu schnaufen - Soviel laufen war er nicht gewohnt....



09.10.2002 23:58#238
meditate die magierin las in dem buch, dass sie gerade eine dunkle lange kellertreppe hinuntergingen. leider hatten die aufzeichnungen nicht präzise vermerkt, wo die treppe begann. klar war nur, irgendwo in der bibliothek. also musste man suchen. sicher irgendwo in der nähe des lesesaals. war sie nicht selbst einmal einem gang gefolgt, der sie an einem bodenlosen abgrund entlangführte? ohne licht und nur mit dem tastsinn war sie damals über den abgrund gelangt. sie kannte damals den lichtzauber noch nicht. und die fackeln waren damals plötzlich alle verschwunden. hoffentlich stellten die brüder sich geschickter an. sie hatte damals todesängste ausgestanden. sie musste ihnen schnell nach.
"schattendämon, bring mich wieder in den lesesaal zurück."

der dämon packte sie und trug sie wieder in windeseile die endlose entfernung zurück. meditate musste vor den flirrenden bücherregalen die augen schließen, sonst wär ihr wohl schlecht geworden.

als der dämon sie in dem lesesaal absetzte, beschloss meditate vor der suche erst eine kleinigkeit zu essen und ihren zauberstab zu holen. in den kellergeschossen des kastells sollte man auf alles gefasst sein.


10.10.2002 01:56#239
Don-Esteban Während meditate in der Bibliothek ungeahnte Dinge enthüllte, war der Don dabei, weitere Experimente mit den Stoffen anzustellen, die ihm die Hüterin zum üben dagelassen hatte. Er war auf die Idee gekommen, daß wenn man eine Heilsalbe verdünnte und sie verflüssigte, sie zu einem Heiltrank bzw. zu einem Trank für was auch immer machte. Um die Wirkungen der verschiedenen Tränke zu testen, die er bisher zusammengerührt hatte, beschloß der Magier, in seinem Labor ein paar Proben von inneren Organen zu entnehmen.

Denn dort befand sich immer ein kleiner aber feiner Vorrat an konservierten menschlichen Überresten, mit denen der Don über dunkle Kanäle, von denen der Leser hier gar nichts wissen will, beliefert wurde. Auf dem Weg zu seinen Laborräumen kam er auch an der Bibliothek vorbei, und beschloß, heimlich noch einmal reinzuschauen. Während die Dämonen olirie manchmal des Nachts in der Küche erwischt hatten, wie er in der Vorratskammer heimlich Schüsseln mit Süßspeisen und ähnliches leerte, galt die Leidenschaft des Meisters allein den Büchern.

Und er genehmigte sich ab uns an eine Stunde in der Bibliothek. So auch jetzt. Doch fiel ihm ein, daß er ja bis jetzt seinen neuen Studenten Zavalon noch nicht mit den üblichen Büchern versorgt hatte. Nachdem dies nachgeholt war, wunderte er sich nur noch kurz über diese unheimliche Leere und Stille, als ob die Bibliothek etwas ausbrüten würde, doch da dies nicht sein konnte, wie er glaubte, verließ der Magier die Bibliothek wieder, begab sich in sein Labor und holte sich Proben von verschiedenen menschlichen Innereien.
Zurück im Alchemielabor träufelte er von jedem bisher gemixten Trank etwas drauf. Mal sehen, bisher hatte er einen Trank, der Löcher mit grünlichen Rändern verursachte, einen Trank, der schwarze Flecken, aus denen lila Rauch aufstieg, hervorzauberte, einen Trank, der die Stelle, wo er mit der Probe in Berührung kam, zu einer breiigen Masse veränderte und einen Trank, der... Moment, das war der Wein, den sich der Don mitgebracht hatte. Mhm, Heiltränke herzustellen, war wohl doch schwieriger, als man glaubte.

Bis jetzt jedenfalls waren die Ergebnisse eher als Versuch möglichst spektakuläre Tötungsmethoden zu ermöglichen anzusehen. Gedankenverloren nahm er noch einen Schluck Wein... das war doch Wein? Der Don spürte, wie sich seine Kehle zusammenschnürte. Oh Gott, es ging mit ihm zu Ende. Moment, es schmeckte doch eigentlich ganz lecker. Es war Wein. Ein Glück.(Tja, Pech gehabt, ich lebe noch.) Im Hintergrund blubberten irgendwelche Reagenzien leise vor sich hin und wurden so zu nie gekannten neuen Tränken mit ungeahnten Wirkungen.


10.10.2002 15:35#240
meditate eigentlich wollte sich meditate gleich wieder auf die suche nach den brüdern machen, wurde aber von den beiden neuankömmlingen maxpayne und xardasdiener aufgehalten, die sie im refektorium an ihren tisch baten.

"habt ihr euch vertraut gemacht mit den besonderen bedingungen des kastells? dann beantwortet mir ein paar fragen und ich denke, wir können euch zu lehrlingen machen."

meditate befragte die beiden und stand nach einiger zeit zufrieden auf.
"ich werd mit don sprechen. ich denke, xardasdiener kann lehrling des zirkels werden, du maxpaynetopgune solltest noch weiter lesen. ich werde euch bescheid geben. ich weiß allerdings nicht, ob der don jetzt zeit hat, einen schüler aufzunehmen. immerhin lernt er grad selbst bei mir. geduldet euch etwas, ich werde das klären."

die magierin verschwand in richtung übrungslabor. mal sehn, ob ihr schüler das heilen der stufe 1 schon beherrschen würde.



10.10.2002 16:41#241
Don-Esteban Halleluhja! Das war doch mal was. Mitten im Raum verteilt lagen Knochenstücke von drei Skeletten. Ein paar Hände, Arme, verorengegangene Rippen. Der Rest der Knochen bildete zwei leidlich vollständige Gerippe, die sich gegenseitig einen Schädel, einen Oberschenkelknochen und zwei Schulterblätter zuwarfen. Vor dem Haufen kniete der Don und wühlte in den Splittern. Ab und an fand er zwei zusammengehörige Stücke und beschmierte die Bruchkanten mit einer stinkenden Paste.

Danach presste er sie kurz aufeinander und dann hielten die Teile wie von Zauberhand zusammen. (Wobei das "wie von Zauberhand" natürlich metaphorisch zu verstehen ist, denn es waren ja die Hände eines Zauberers). Bei seinen Experimenten mit den Heilsalben und Pasten in Verbindung mit übermäßigem Alkoholgenuß - es war nicht bei einem Krug Wein geblieben, sondern es lagen mehrere leere Krüge im Zimmer verteilt herum - hatte der Magier doch tatsächlich den Sekundenkleber erfunden.

Leider geriet diese Erfindung damals wieder rasch in Vergessenheit, da es noch keine Uhren gab, die so eine kleine Zeiteinheit wie Sekunden überhaupt anzeigen konnten. Außerdem hatten damals die Leute alle noch mehr Zeit, so daß sie lieber auf Minutenkleber zurückgriffen. Zurück zur Handlung. Anfangs hatte der Don versucht, mit den funktionierenden Heilsalben, die er mittlerweile neben den mit teilweise extremen Nebenwirkungen behafteten Ergebnissen auch hinbekommen hatte, selbst beschworene Skelette zu Heilen.

Allerdings war er da schon ziemlich betrunken, so daß er die genaue Abfolge seiner Gedanken nicht mehr ganz nachvollziehen konnte. Vielleicht hatte er auch gar nichts gedacht. Normalerweise hatten ein paar läppische Krüge Wein nicht solche verherrende Ausmaße auf die geistigen Fähigkeiten des Magiers, Sicher spielten die ungefiltert ins Zimmerinnere strömenden Dämpfe der noch immer vor sich hin kochenden Experimente eine nicht unerhebliche Rolle bei seinem jetzigen Zustand.

Jedenfalls war eins der Skelette kaputt und er baute es wieder zusammen. Mit dieser klebrigen Salbe, die sofort aushärtete. Als nächstes wollte er versuchen, ein geklebtes Bein gegen eins der Beine von einem der noch funktionierenden Knochenmänner auszutauschen. So könnte man die Lebensdauer von beschworenen Skeletten doch um ein Vielfaches erhöhen. Er wankte also zu einem der Skelette und riß ihm ohne Vorwarnung ein Bein ab, worauf das Skelett sofort auf den Boden fiel.

Aber ach, alle Versuche, das Ersatzbein zu befestigen, verliefen ergebnislos. Es schien keinen Weg zu geben, einmal entferntes wieder anzusetzen. Mit einer ärgerlichen Geste beendete er die Beschwörung und die Knochen zerfielen zu Staub, den ein ebenso mysteriöser wie zum Frösteln führender Luftzug mit sich fortführte. Nur die Knochen mit Klebekanten blieben unversehrt liegen. Beliar hielt wohl nichts vom neuen Sekundenkleber. Immer diese fortschrittsfeindlichen Götter. Oops, das hatte er jetzt nicht wirklich gedacht.

Nur keine Gotteslästerung. Einmal hatte er gesehen, was mit einem Leugner von Beliars Macht geschah. Er wurde skelettiert an ein Tor genagelt. Und schlimmer noch, der Don selber hatte das veranlaßt. Ein Grund mehr, sich lieber vor sich selbst zu fürchten. Wann tauchte eigentlich meditate wieder auf? Die Hüterin würde sicher ganz entzückt über die Fortschritte des Don sein und ihm sofort bestätigen, daß er ein begabter Heiler sei. Er schmiß das letzte geklebte Knochenfragment weg und suchte sich einen Stuhl in einer Ecke, um in ihm sitzend auf meditate zu warten.



10.10.2002 17:32#242
meditate fassungslos stand die magierin im raum und sah den vor sich hin schnarchenden magier prüfend an.

irgendwie roch es komisch in diesem raum und als meditate auf einmal mühe hatte, den zu ihren füßen schlummernden don zu erkennen, war es auch schon zu spät. mit einem kleinen seufzer sank sie über ihm zusammen und verfiel in einen nicht minder tiefen schlaf.

es war ein seltsames bild. der don lag hingestreckt mit traurigem blick in einem alten lehnstuhl, auf seinen knien die hüterin, die im fallen noch eine flehenden blick an ihren schüler verschwendet hatte, der sie in eine so seltsame stimmung versetzt hatte. vor dem sturz hatten sie die geöffneten arme des don bewahrt, die sie jetzt vor dem endgültigen sturz auf den boden bewahrten.
später würde man solche eindrucksvollen stellungen zu skulpturen und bildnissen verarbeiten, die man "pieta" nannte, wenngleich in fernen zeiten immer das weib den mann in seinen armen hielt.

ein vorbeischwebender niederer dämon räumte die überreste der experimente vom fußboden weg, kam aber nicht auf die idee den gefährlich vor sich hindampfenden topf vom feuer zu nehmen. woher sollte ein dämon auch kenntnis von giftigen dämpfen haben?



10.10.2002 20:33#243
MaxPayneTopGun Völlig entrüstet ging über diese Nachricht , noch kein Lehrling zu werden , saß er sich erstmal auf einen Stuhl und dacht nach . Was mag er wohl falsch gemacht haben . Diese Frage würde er so schnell nicht los werden . Nun würde er erstmal hier sitzenbleiben und darüber nachdenken . Die ganze Nacht sogar . Er würde das machen , obwohl er ganz genau wusste , dass er die Antwort nicht finden würde . Gab es denn hier nichts wo man seine Wut auslassen konnte ? Aber das war nicht seine Art . Er wollte Lehrling werden . Ok , als erstes müsste er ruhiger werden . Er kannte kein besseres Mittel dafür als meditieren . Er ging durch den Vorraum , die Treppe hoch und in sein Zimmer . Nachdem er die Tür abgeschloßen hat , setzte er sich aufs Bett und begann zu meditieren . Früher half ihm das immer ...



10.10.2002 20:47#244
Zavalon Zavalon saß nach einem ausführlichen Abendessen in der Bibliothek, nachdem er mit Freudenfestgestellt hatte, dass er endlich seine Lehre der Magie vollenden kann. Don-Esteban, sein Lehrmeister, hatte ihm alle Materialien bereitgelegt, um mit dem ersten Zauberspruch zu beginnen. Dieser gab einem Magier die Macht, eine Truhe oder Anderes magisch zu versiegeln, so dass es nur durch ihn oder durch 3 andere Magier die diesen Spruch beherrschten geöffnet werden konnte. Zavalon suchte sich einen Sessel aus und begann zu lesen. Mit weit aufgerissenen Augen las er sich die einzelnen Zeilen durch. Zwischenzeitlich holte er sich im Refektorium beim Krokrodilsmaul einen kleinen Imbiss und einen harten Kaffee.


10.10.2002 21:45#245
Alei Alei betrat sein Zimmer. Er war nicht oft hier, denn die meiste Zeit verbrachte er in der Bibliothek, weshalb ihm sein Zimmer noch immer nicht wirklich vertraut war und eher fremd auf ihn wirkte. Er ging zum Schrank und öffnete ihn. Nachdem er ein Buch hinaus genommen hatte, schloß er den Schrank wieder und wollte wieder gehen, als er stockte. Auf dem Tisch in der Ecke lag ein Stück seiner Vergangenheit, an die er sich immernoch nur bruschstückhaft erinnerte. Seine Harfe lag dort und schien noch so unversehrt und neu wie an dem Tag, wo er sie gekauft hatte.

Er nahm die Harfe zur Hand und spielte einen Ton darauf. Schon verzog er das Gesicht. Die Harfe war schlecht gestimmt, was ja auch kein Wunder war, denn sie hatte lange Zeit nur herumgelegen und war immer der feuchten Luft im Kastell ausgesetzt. Schon begann er, sie zu stimmen. Er wußte nicht, wie er es tat, aber er tat es wie von selbst, wie ein Mensch auch nichts bewußt tun muß, um zu atmen. Als er den Ton noch einmal spielte, floß er wie flüßiges Gold von der Saite zu seinem Ohr und ließ Freude in ihm aufsteigen. Der Barde in ihm war vielleicht vergessen, aber nicht tot.

Alei wollte die Harfe wieder auf den Tisch zurücklegen, doch dann überlegte er es sich anders und schob sie unter seine Robe. Von nun an würde er wieder üben und vielleicht würde ihm das seine Erinnerungen wiedergeben. Nun verließ er den Raum und begab sich wieder in die Bibliothek, um weiter die Bücher zu studieren.

Als er die Bibliothek betrat, streikten einen Moment seine Augen. Er hatte sich noch immer nicht an diesen ersten Moment gewöhnt, wenn man die Bibliothek betrat und von einem Moment auf den anderen die Wände auseinander schoßen und so den Raum gut 20 Mal so groß machten, wie er eigentlich war... oder sein konnte. Er schüttelte kurz den Kopf, um sich wieder in den Griff zu kriegen und setzte sich dann an seinen Tisch. Das Buch, dass er nun aus seinem Zimmer geholt hatte, war das letzte, dass er von den Büchern, die Don ihm gegeben hatte, noch nicht gelesen hatte. Hier drin mußte der Grund zu finden sein, weshalb seine Zauber immer misslangen.

Er hatte inzwischen schon mehrere Male wieder den Übungsraum aufgesucht. Es war ein Wunder, dass er bis jetzt ohne Verletzungen davon gekommen war, denn sein Lichtzauber wurde meist zum Feuerball, der ihn verfolgte, bis er gegen eine Wand flog, und sein Schattenflammezauber versengte ihm meist um ein Haar die Hand oder brannte ein Loch in seine Robe, statt seinen imaginären Feind zu treffen.
Inzwischen hatte sich Verzweiflung in Alei ausgebreitet, denn er sah schon vor Augen, wie er bei den Prüfungen jämmerlich versagen würde, wenn es so weiterging wie bisher. Und Versagen war für ihn das schlimmste. Nichts war schlimmer, als gewöhnlich zu sein. Natürlich, er war sicher alles andere als gewöhnlich, denn bis jetzt hatte er niemand anders gesehen, der weiße Haut und schwarze Fingernägel, Lippen und Narben hatte, doch das ließ ihn nur noch mehr an diesen Satz glauben. Und ein Versagen bei den Prüfungen war noch schlimmer als gewöhnlich zu sein. Dies würde für ihn bedeuten, dass seine, seiner Meinung nach, wahre Bestimmung ihm verwährt bleiben würde.

Er wollte das Buch sammt Tisch schon vor Wut in eine Ecke pfeffern, als er einen Absatz entdeckte, der für ihn hochinteressant war. Es ging um Barden, die die Magie anwenden wollten.

"Magieanwendende Barden

Barden, die versuchen, die arkanen Künst zu erlernen und anzuwenden stehen meist vor einem Problem. Denn ihre Liebe und Aufopferung für die Musik blockiert ihren Magiefluß immens. Oft kommt es so vor, dass Zauber dieser Menschen misslingen oder sich sogar ins Gegenteil verkehren. [...] Es ist also diesen Menschen abzuraten, die arkanen Künste auszuüben [...] Möglichkeiten für Barden, die arkanen Künste anzuwenden findet man im Werk >>Autiorum Arcanum<< [...]"
Nun schlug Aleis Herz höher und sofort ging er zu einem der Regale und nannte das Werk. Er hörte es knallen und da lag es auch auf dem Boden. Sofort hob er es auf und nahm es mit an seinen Platz, um es erst einmal von vorne bis hinten und noch einmal zurück durchzulesen.



11.10.2002 00:07#246
meditate meditate spürte ein seltsames flimmern hinter ihren augen und das kreuz schien wie durchgebrochen. sie versuchte sich zu bewegen und stürzte im nächsten moment auf den boden.

"was, bei beliar........"

entsetzt nahm sie wahr, dass der don sich bewegte und sie offensichtlich gerade eben von seinem schoß gefallen war und nun zu seinen füßen lag. entsetzt krabbelte sie so schnell sie konnte von im weg und richtete sich dann an der wand auf. trotz eines gräßlichen schwindelgefühls schaffte sie es ihre kleidung zu ordnen und ein gleichgültiges gesicht aufzusetzen.

dann schlug auch der don die augen auf.



11.10.2002 00:26#247
Don-Esteban Verschwommene Bilder tauchten vor dem Don auf. Benebelt versuchte er sich zu erinnern, wo er war und vor allem, was er war. Glücklicherweise fiel ihm bald die richtige Antwort ein. Man denke sich nur, er wäre zu der Überzeugung gelangt, er sei ein Schimpanse. Doch er erkannte sofort klar, wer er war, nämlich Beliar. Ne, Moment, das stimmte nicht. Nachdenklich stützte er den Kopf in eine Hand und grübelte in Gedanken nach seiner Identität. Don... Don-Esteban, Meister des ZuX. Richtig.

Das vor ihm war... meditate. Er war ihr Lehrling. Heilung. Heiltränke. Er sprang auf. "Ich habe einige wunderbare Tränke erfunden. Und nebenbei eine seltsame Paste, die alles zusammenzukleben scheint und zwar blitzschnell. Ich werde sie Paste-die-alles-blitzschnell-zusammenklebt nennen. Ein passender Name." Darüber konnte man allerdings geteilter Meinung sein. Der Magier redete weiter. "Außerdem habe ich versucht, aus Heilsalben durch Verdünnung Heiltränke herzustellen, allerdings ist mir dabei ein Mißgeschick passiert."
Er zeigte auf ein Loch in der Platte des Labortisches. "Dieser Trank war wohl zu stark. Er hat die Holzplatte weggeätzt. Aber ich hab das Problem gelöst." Er hatte einen Abfallbehälter unter das Loch gestellt, so daß das Loch einen Zweck erfüllte. "Weitere Versuchsreihen brachten mich dann auf das richtige Ergebnis. Ich habe einfach Wein destilliert und das Destillat mit einem Kräuterextrakt versehen. Leider muß ich bei den intensiven Selbstversuchen eingenickt sein. Es war halt alles sehr anstrengend."



11.10.2002 00:46#248
meditate "ich kann gut sehen, was du gemacht hast. deine phantasie ist mit dir durchgegangen. so geht das mit dir nicht weiter.

ich wusste ja, das es ein gefährliches unterfangen ist, dich auch noch in die geheimnisse der tränke und tinkturen einzuweihen, aber dass du schon in deiner lehrzeit anstelle hilfreicher rezepturen deine intelligenz darauf verwendest, lebensgefährliche drogen zu produzieren, hätte ich nicht von dir gedacht. du solltest dich schämen, deine lehrerin so zu hintergehen.

ich habe dir schlichte lehrbücher gegeben mit ganz harmlosen rezepten und hatte mich in der hoffnung gewiegt, dass du noch keinen schaden anrichten kannst, aber was machst du?

du bescherst deiner lehrerin einen höllentrip! du entwickelst eine säure, die die massivsten labortische in nichts auflöst! du erfindest salben, mit denen ich ... den frechen ... nicht mal so schlecht die idee ... hmmm ... na jedenfalls hast du nichts dazu getan, dass ich auch nur in erwägung ziehen kann, aus dir einen heiler zu machen.

welche patienten soll ich dir denn anvertrauen, wenn du es sogar schaffst, schon absolut toten gerippen die abenteuerlichsten wunden beizubringen."
meditate war irgendwie außer sich. einerseits bewunderte sie ihren schüler für seine kreativität, andererseits musste sie ihm erst mal die grundlagen vermitteln. neben all der lust an nekrophilen experimenten sollte don ja trotzdem heilen können.

plötzlich sah sie etwas über den boden flitzen. schnell war die magierin auf einen stuhl gesprungen und das herz klopfte bis in den hals.
meditate kannte zwar keine furcht vor dämonen, vor untoten, vor beliar und seinen kreaturen, aber sie hatte einen natürlichen todfeind. das waren spinnen in all ihren ausformungen. und das konnte sehr wohl eine spinne gewesen sein.
"mach das weg! guck nach, was das ist! ich komm hier nie mehr runter!"


11.10.2002 01:12#249
Don-Esteban "Du bleibst für immer da oben stehen? Soll ich den Dämonen bescheid sagen, daß sie dir zweimal am Tag was zu essen bringen sollen?" Der Don grinste trotz der für ihn betrüblichen Rede, die ihn doch ganz schön, wie er fand, zurückwarf. "Du kannst natürlich auch meinen selbst entwickelten Kräuterheiltrank ausprobieren, wenn du durstig bist." meditate funkelte ihn wütend an. "In Ordnung, ich kümmere mich drum. Das war sicher nur eine ganz harmlose Spinne, die hier verzweifelt nach dem Ausgang sucht."

Er kniete sich hin und lugte unter die nächststehenden Schränke, konnte aber nichts mehr entdecken. "Auf jeden Fall werde ich keine Spinnen für irgendwelche Heiltränke verwenden! Das widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Als Basis wirksamer medizinischer Präparate ist vor allem Alkohol geeignet. Das steht sogar in deinen Büchern." Der Don hatte sie alle gelesen. Das konnte meditate ruhig mal anerkennen. Jawohl! Auch unter dem letzten Schrank fand sich nichts, was man als Spinne bezeichnen konnte.

Dafür fauchte ihn eine schimmernde Eidechse an. Es war der Wächter aus dem Labor. Sicher war das Tier verärgert, weil es gesehen hatte, daß alles zusammengepackt war und das Labor bald verlassen werden sollte. Und jetzt suchte sich die auf den ersten Blick nur aus spitzen Knochen bestehende Eidechse (ob sie vielleicht untot war?) ein neues zu Hause. "Du kannst wieder runterkommen, es ist nur meine Wacheidechse. Oder Miniatur-Knochendrachen. Wie auch immer." Das Tier ließ sich unter dem Schrank hervorlocken und krabbelte auf die Schulter des Magiers.



11.10.2002 01:25#250
meditate die magierin stieg von dem schemel und war nun erst recht wütend. jetzt hatte don sie doch wirklich mit ihrer größten schwäche erwischt! das war äußerst fatal, machte sie unter umständen sogar erpressbar.

schon als kleines kind war ihr fast das herz stehen geblieben, wenn ihr irgendeines dieser achtbeinigen monster begegnet war. sie war dann bewegungsunfähig und erstarrte so lange, bis das tierchen seiner wege ging. wenn es das nicht tat, dann entlud sich die erstarrung im regelfall in einem lauten schreikrampf und unkoordinierten bewegungen.

alles hatte sie versucht, um diese schwäche abzulegen, alles war umsonst. spinnen waren auf der welt, um meditate in eine nervöses, hilfloses, heulendes bündel elend zu verwandeln. spinnen waren die strafe irgeneines ihr unbekannten gottes.

was hatte sie die dämonen gescheucht, die räume des kastells spinnenfrei zu halten und wie entsetzt war sie, als der schattendämon ihr eines tages erklärte, dass ds unterfangen völlig sinnlos sei, der spinnen würden auch alle legionen der unterwelt niemals herr werden.

meditate ging auf butterweichen beinen, die ihr fast den dienst verweigerten zur tür. sie musste sich vor schwäche fast an der klinke festhalten, ob von der vermeintlichen spinne verursacht oder von dem giftgas des don war völlig unerheblich.

meditate drehte sich noch einmal um und hauchte über die schultern
"du bist durchgefallen bevor du begonnen hast. du musst eine ehrenrunde drehen. ich werde dích zu passender zeit wieder prüfen."

die letzten worte waren kaum zu vernehmen als die magierin die tür hinter sich schloss und sich schnellstens in ihr gemach begab. das war einfach zu viel gewesen.



11.10.2002 01:37#251
Don-Esteban "Hast du das gehört?", sagte der Don zu der auf seiner Schulter hockenden Knocheneidechse. "Da hab ich sie eben gerettet, alle Bücher gelesen, die sie mir gegeben hat, mich tagelang mit neuen Rezepturen abgequält und zum Dank dafür läßt sie mich durchfallen. Das soll einer verstehen." Er räumte noch ein bisschen die ausgebreiteten Experimente zusammen und verließ dann den Raum, um auf sein Zimmer zu gehen und einmal richtig auszuschlafen.



11.10.2002 12:26#252
meditate meditate rief am frühen morgen den schattendämon zu sich und befahl ihm herumzufragen, ob sie jemand auf der suche nach den brüdern begleiten würde.
"ich will heute abend los. vorher sehe ich noch einmal nach, wo sie jetzt sind, da ihr schattendämonen ja offensichtlich in den kellern des kastells überhaupt keinen überblick habt. das ist übrigens mehr als seltsam. ich dachte immer, ihr seid kompetent und dämonen für jede lebenslage. offensichtlich habe ich mich geirrt. oder ihr habt angst, in den keller zu gehen!"

mit einer handbewegung schickte sie den schattendämonen weg und begab sich ins refektorium zum frühstück.



11.10.2002 23:06#253
olirie Lange war olirie ziellos durch das Kastell gewandert, bei einigen Bildern blieb er stehen und hat sie sich genauer angeschaut, andere hat er beim vorbeigehen beäugt. Am Ende kam er zu dem Schluss, dass er eigendlich gar nicht wusste, warum er das tat. Übermüdet und hungrig begab er sich zurück ins Refektorium, wo er sich an einen kleinen sauberen Tisch setzte und sich eine Snapperkeule und ein Glas Wasser wünschte. Sofort erschien das gewünschte und der Magier begann auch, es zu verspeisen. Nach diesem hungerstillendem Mahl ließ olirie wieder abräumen, erhob sich von seinem Platz und verließ das Refektorium, um in seinem Zimmer die Vorteile des regelmäßigen Schlafes zu nutzen.

In seinem Zimmer legte der Magier seinen Gürtel ab und zog die Robe aus, welhe er über einen Stuhl hängte, auf den er zuvor schon den Gürtel gelegt hatte. Dann begab olirie sich zu Bett und schlief auch kurze Zeit später ein. Allerdings ließ er sich vorher von den Dämonen noch ein bissel Konfekt und etwas von dem süßen Wein bringen.



12.10.2002 01:33#254
meditate meditate stand vor der tür in der bibliothek, die sie aus dem buch identifiziert hatte. der schattendämon weigerte sich beharrlich, sie in die kellergewölbe zu begleiten und meditate versuchte, mit all ihren künsten und tricks das große blaue ding dazu zu bewegen, sie doch nicht allein zu lassen. als der schattendämon kategorisch ablehnte mit dem hinweis, dass er das kastell behüten solle und die keller nicht das kastell seien, rief meditate auch noch andere dämonen herbei. aber nicht einmal die niederen, die sonst jede arbeit widerspruchslos erledigten, wollten ihr folgen.

wutschnaubend packte meditate ihren zauberstab und stieß die kleine verzierte tür mit dem fuß auf.

"ich möchte nicht wissen, was beliar mit euch macht, wenn ich nicht wieder kommen."

dann entzündete sie einen lichtzauber und begann die schmale treppe hinabzusteigen, in den bauch der erde - dorthin, wo sich noch nicht einmal die dämonen hin wagten.



12.10.2002 12:55#255
meditate dunkel und nass waren die wände, an die sich meditate stützte, während sie dem gang immer weiter in die tiefe folgte. über ihr hing nur zur beruhigung eine weiße lichtkugel, die die stufen in ein unnatürliches licht tauchte und zum einheimlichen eindruck dieses weges eher beitrug, als ihn zu mildern.
meditate fröstelte und sie schuf zu ihrer begleitung sich erst drei gerippe und als sie deren überdrüssig wurde, einen feuergolem, der wenigstens etwas wärme spendete. glücklicherweise gab es hier nichts brennbares, so dass der weg nur durch eine rußspur an der decke gekennzeichnet wurde. das konnte ja auch nichts schaden für spätere besuche.

sie erkannte den weg wieder. sie war ihn schon einmal gegangen auf der suche nach dem schlüssel für die unterwelt. damals hatte sie ihn in einem kahlen raum mit einem steinaltar gefunden. was mochte nur die brüder bewogen haben, sich bis hierhin vorzuwagen.

die magierin erreichte immer wieder treppenabsätze von denen wege abgabelten und immer wieder blieb sie zögernd stehen. wo mochten die beiden ahnungslosen entlanggegangen sein? sie entschied sich am dritten treppenabsatz jetzt abzubiegen. es war mehr ein gefühl als gewissheit. irgendwann mussten die brüder ja die treppe verlassen. immerhin verfügten sie über keinerlei magie, allenfalls über einen begrenzten fackelvorrat. und lebensmüde schienen ihr die brüder eigentlich nicht.

dem anschließenden schmalen gang folgte sie auch dann noch, als er so schmal wurde, dass sie nur noch mit eingezogener brust sich quer durchschieben konnte. die spuren im fels deuteten eindeutig darauf hin, dass hier trotzdem irgendwelche wesen entlanggegangen waren. und dass diese wesen sich sehr viel mühe gegeben hatten, den zugang so beschwerlich wie möglich zu machen. so verschwand plötzlich vor ihren augen der feuergolem in die tiefe und als meditate vorsichtig einen weiteren schritt machte, stand sie plötzlich vor einem bodenlosen abgrund. der feuergolem unter ihr stürzte immer noch – wahrscheinlich bis zum mittelpunkt der erde.

auf der anderen seite ging der gang allerdings eindeutig weiter.
hier konnten die beiden also doch wohl kaum entlanggegangen sein. als plötzlich die lichtkugel über ihr ihr leben auslöschte, wollte sich meditate schon umdrehen und zurückgehn, als sie auf der anderen seite der schlucht einen blassen lichtschimmer entdeckte. sie blieb stehen.



12.10.2002 13:48#256
meditate dieser lichtschimmer deutete ja nun doch darauf hin, dass auf der anderen seite jemand war oder etwas. die brüder?

meditate beschwor einen besonders starken lichtzauber und besah sich die wände und den beginn der schlucht ganz genau. und dann entdeckte sie plötzlich einen schwachen spiegelreflex mitten über dem bodenlosen abgrund. sollte? wie damals?
meditate fiel die unsichtbare brücke aus der unterwelt ein und die logische schlussfolgerung war, dass sie hier wieder auf solch eine konstruktion gestoßen war. nur wie sollte sie das sichtbar machen? meditate fingerte aus ihrer robe eine kleine phiole mit goldstaub. es war zwar schade um das kostbare gift, aber wenn es für einen guten zweck war, dann war es sicher nicht verschwendet. meditate hockte sich hin und tastete vorsichtig in der luft an der stelle, an der sich wohl die brücke befinden müsste. nichts – sie fasste immer nur ins leere. hastig begann sie, staub vom boden abzukratzen und als sie eine handvoll zusammen hatte, warf sie ihn in weitem bogen in die schlucht.
und richtig! etwa zwei fuß von ihr entfernt, traf der staub auf ein hindernis. und dort begann der weg. man musste also zuerst springen! wer das nicht wusste sondern immer vorwärts ging, würde gnadenlos in die tiefe stürzen. dort hinten aber begann der weg.



12.10.2002 14:11#257
meditate meditate lief ein paar schritte zurück. der abstand sollte zu überwinden sein. mit einem kräftigen satz überbrückte sie die falle und konnte von jetzt an eine verwinkelte kompliziert angelegte unsichtbare brücke entlanggehen. kenntlich machte sie sie, indem sie immer wieder etwas von ihrem goldstaub vor sich auf den boden pustete. so gelangte sie nach einiger zeit wohlbehalten auf der anderen seite an. hier sah sie noch einmal zurück und stellte erstaunt fest. dass von dieser seite die brücke in einem matten grau sehr gut zu erkennen war. der rückweg würde also keine mühen bereiten.

wenige schritte weiter hatte sie einen raum erreicht, der zu ihrem größten erstaunen auch wieder bücher enthielt. und in der mitte des raumes saßen die neuen lehrlinge und schliefen – jeder ein buch in der hand.



12.10.2002 14:37#258
meditate "was macht ihr denn hier! aufwachen!"

die magierin klatschte in die hände, aber die beiden rührten sich nicht. ja es schien, als würden sie nicht einmal etwas von ihrer anwesenheit bemerken. als meditate näher trat bemerkte sie, dass die beiden kaum atmeten. sofort fiel ihr ein, was sie über die bibliothek gerade erst gelernt hatte und nahm den beiden schnell die literatur aus den händen. offensichtlich im rechten augenblick. beide seufzten und bewegten sich plötzlich.

meditate hatte allerdings einen heftigen schlag verspürt bei der berührung der beiden bücher und ließ sie schnell fallen. im gleichen moment, in dem sie die bücher berührte, die sich noch in den händen der beiden brüder befanden, hatte sie einen blick in deren seelen machen können, der absolut grauenerregend war.
was war das? das war tödliche bosheit gewesen! oder war das nur eine scharade?
die magierin ließ sich auf einen stuhl sinken und sah die beiden an, die gerade irgendwie zu sich kamen.

"was ist das denn? was macht ihr hier eigentlich? ihr seid gerade angekommen und schafft schon unruhe! und nicht nur das, ihr dringt in bereiche vor, die euch ganz sicher noch nicht offen standen. hier unten bin noch nicht mal ich gewesen, geschweige denn irgendein anderer der jetzt lebenden magier. was hat euch nur bewogen ..."

meditate sah die beiden an, die sie nur aus unwissenden augen ansahen. offensichtlich wussten die beiden im moment nicht wirklich wo sie waren und würden ihr ganz sicher keine antworten geben können.

meditate schaute vorsichtig auf die beiden bücher, die sie den brüdern abgenommen hatte, ohne sie zu berühren. auf jedem buch stand etwas in einer schrift, die sie nicht kannte. es war aber gut möglich, dass es sich wieder um eine ähnliche magie handelte wie in der großen bibliothek, denn das eigenartige gefühl, dass sie beim berühren der bücher hatte, ließ auf irgend eine magie schließen.

meditate stand auf und besah sich die bücherregale. die beiden jungen männer ließ sie erst einmal sitzen und sinnlos vor sich hinstarren. so konnten sie wenigstens keinen schaden anrichten.

langsam schritt sie die reihen der bücher ab. überall auf den eher schlichten buchrücken fanden sich schriftzeichen, die sie nicht kannte. plötzlich aber stutzte sie. hier standen auch einige bücher, deren titel sie durchaus lesen konnte.

"almanach des bösen" ... "wörterbuch der finsternis" ... difficillimis temporibus rimae" ... "bibliotheca horreo" - seltsame bücher in alter und neuer sprache mit beunruhigenden titeln. alles, was meditate lesen konnte handelte von gespaltensein, von angst, von bosheit und von grauen. und ganz offensichtlich fanden sich hier auch wörterbücher zu der seltsamen alten sprache.


12.10.2002 15:11#259
Zavalon Zavalon grub mit schon fast geschlossenen Augen weiter in seinem Buch rum. Die letzten Tage hatte er kaum Schlaf gehabt, sondern mit Übereifer gelesen und auswendig gelernt. Wenn Zavalon dem Koch einen Besuch abstattete bekam er sofort seinen Kaffee und seinen Imbiss, Zeit für ein richtiges Essen nahm er sich nicht. Er sah sich um, auch Alei, ein Magier den er nur vom Sehen her kannte, hielt sich seit kurzem oft in der Bibliothek auf und lernte, obwohl er nun etwas angespannt aussah.

Zavalon wendete sich wieder sich selbst zu, nun wollte er den Zauber in der Praxis ausprobieren. Im Übungsraum schloss er die Tür hinter sich, nahm die Rune für "magisches Verschließen" in die Hand und konzentrierte sich voll und ganz auf auf die Tür, durch die er gekommen war.

Zavalon schloss die Augen, Schweissperlen bildeten sich auf seiner Haut. Mit einem mal war es geschafft, die Tür war verschlossen und nicht mehr aufzukriegen. Fröhlich lies er sich an die Wand sinken.

Aber irgendwas war an der Sache faul, nur was. Normalerweise müsste er doch ein unendliches Glücksgefühl verspüren, ja, denn Magie war die schönste Nebensache der Welt...

Zavalon beschloss nochmal in seinem Zimmer darüber nachzudenken, ging auf die Tür zu, drückte die Klinke herunter und...merkte das er festsaß. Sofort rannte er wieder zu den Runen, wollte sich konzentrieren, aber der Gedanke, dass er hierdrin vergammeln würde, lies ihn einfach nicht los. Das Öffnen scheiterte. Schreiend hämmerte er gegen die Tür, obwohl er wusste, dass alles Schalldicht war.



12.10.2002 15:37#260
Sazabi Ein heftiger Schmerz durchzuckte Sazabi, als meditate sein Buch wegnahm. Gleichzeitig stieg Wut in ihm auf: Die wollte sein Buch, sein Ein und Alles, seine Lebensgrundlage wegnehmen. Sie wollte darin lesen und seine Geheimnisse ausspionieren! Er wollte aufspringen und sie erwürgen, doch er konnte sich nicht bewegen. Im nächsten Moment war der Schmerz, nicht jedoch der Hass auf die Hüterin verflogen und er sank wieder in eine starre Haltung.
Sie blickte ihm in die Augen, doch Sazabi konnte das Verlangen, sie und seinen Bruder zu töten, hinter einem unschuldig-unwissenden Blick verbergen. Wie hatte sie nur hier hergefunden? Ein Teil in ihm freute sich, dass ihn endlich jemand aus dem Bann dieser abgrundtief bösen Umgebung befreit hatte, der andere, größere Teil jedoch wollte hier in der Bibliothek bleiben und die schrecklichen und dennoch fesselnden Bücher weiterlesen.

Er wusste, dass hier unten Macht verborgen war, Macht über Könige und einfache Leute. Hier war alles Böse, das von einem Sterblichen getan worden war, aufgezeichnet. Mit diesem Wissen konnte man den Ruf eines jeden Sterblichen ruinieren. Wer hier Herrscher war, konnte er bestimmen, welcher König gestürzt werden würde, ganz einfach indem er einige Dinge über ihn enthüllte, die einfach zu schrecklich waren, um ignoriert zu werden

Hier stand alles über Gomez’ Jugendsünden (5 dicke Bücher waren es). Wenn die Leute diese Dinge erfuhren, würde Gomez wohl schneller am nächsten Baum aufgeknüpft werden, als er
„Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitänsvertretungsmützenstoff“ sagen konnte. Sazabi konnte nicht einfach hier weg, er wollte die Macht behalten, ganz alleine. Die anderen mussten verschwinden! Nun ließ endlich die Starre nach und er konnte sich aufrichten. Wie war er überhaupt hier her gekommen? Sie waren einen Gang hinunter gegangen und dann war alles dunkel geworden, mehr wusste der Lehrling nicht mehr.

Eigentlich war es ja auch egal, jedenfalls hatte Beliar ihm diesen Ort gezeigt, und das konnte nur bedeuten, dass er der Auserwählte für diese Arbeit war. Gerade bestaunte meditate fasziniert diese Bücher des Bösen, er musste ihr nur das Schwert in den Rücken stoßen, es war ganz einfach. Doch er schaffte es nicht. Etwas hielt ihn zurück, vielleicht war es ihr besorgter Blick von vorher, Sazabi wusste es nicht. Mit einem Mal war ihm klar, dass er diese Bibliothek nie beherrschen durfte. Sie war eine Probe für seinen Willen und seinen Glauben an Beliar. Wenn er hier schwach würde und seinen Bruder und die Hüterin umbrachte, war er verloren. Bei der Aufnahme hatte der Lehrling geschworen, Beliar zu dienen und nicht, Beliars Diener umzubringen. Er durfte es nicht tun.
Widerstrebend steckte Sazabi das Schwert wieder weg und meinte mit gepresster Stimme: „Ich bin bereit, lasst uns gehen.“ Dieses Mal hatte er die Willensprobe bestanden, doch er wusste, dass die Bücher ihn immer anziehen würden und versuchen, ihn zu verderben. Es war wie mit allen Gaben Beliars: Man musste sie ihn Maßen nutzen, sonst zerbrach man daran. Vorerst war es wohl besser, etwas Abstand vom Einfluss der Schriften zu bekommen




12.10.2002 17:55#261
{-NaThAnO-} Schweißgebadet und mit klopfendem Herz wachte der hohe Schwarzmagier auf und saß senkrecht in seinem Bett. Was war das? Ein Albtraum? Aber es war so real gewesen... Nathano hatte den ganzen Unterweltgang mit Meditate und den anderen ein weiteres Mal durchgelebt, mit all seinen Schikanen und schrecklichen Erlebnissen. Was wollte Beliar damit? Wieso hatte er Nathano dieses Erlebnis noch einmal träumen lassen?

Die Erfahrung hatte gezeigt, dass Nathano immer nur Albträume bekam, wenn etwas schlimmes....oder auch nur irgend ein großes Ereignis bevor stand. Immernoch etwas zittrig stand der Einhandlehrmeister auf und fasste sich langsam. Schon wesentlich ruhiger bekleidete er sich und legte sich, einfach nur, um ihm etwas Sicherheit zu geben, seinen Gürtel an und befestigte Gladius Morti daran.
Einmal noch tief eingeatmet, verließ Nathano sein Zimmer und ging gemäßigten Schrittes und die Arme in den Ärmeln der des anderen Armes versunken in Richtung Refektorium. Auf diesem Weg konnte er nicht von diesem Traum, besser gesagt von dem Erlebten nicht ablassen. Alles schoss ihm wieder in den Kopf, die Prüfungen, die körperliche Anstrengung und die Wiese der Toten, auf der Meditate diesen Mann traf.

Ma...Ma...Manmouse, genau, so hieß dieser Kerl. Väterchen hatte Meditate ihn genannt, wohl bestannt eine Beziehung zwischen den Beiden, doch Nathano wusste nichts weiter darüber. Eigentlich würde es ihn schon interessieren, doch er wollte Meditate nicht mit diesem Gedanken weiter belasten. Man hatte gesehen, wie nahe ihr der Tod dieses Mannes gegangen war. Vielleicht würde Nathano etwas in der allwissenden Bibliothek darüber herausfinden, doch das eilte nicht. Zeit hatte der hohe Schwarzmagier nur zu viel in den letzten Tagen. Im Refektorium verwischte er diesen Gedanken und kömmerte sich erst einmal um das näher liegende "Problem": Nahrungsaufnahme!



13.10.2002 00:37#262
olirie Gut ausgeschlafen erwachte olirie in seinem Bett. Als er aufstand, fiel ihm sofort die neue Robe über seinem Stuhl in die Augen, doch das war nicht seine gewohnte Robe, nein, es war die Robe eines Schwarzmagiers. Scheinbar war olirie nun einer. Er zog die Robe über und griff nach dem Gürtel, der unter ihr liegen sollte, doch der Stuhl war leer. Der Gürtel war nicht mehr an der Stelle, wo olirie ihn abgelegt hatte. Für ihn kam nur eine Möglichkeit in Frage, er musste bei der Alten Robe sein. Sofort ließ er einen Dämon kommen und befragte ihn danach, dieser verschwand sofort, um nach dem Schwert zu suchen. In der Zwischenzeit wollte olirie im Refektorium etwas speisen.

Im Refektorium wünschte olirie sich einen dicken Moletatbraten mit einem Glas Wasser. Sofort erschien das gewünschte und er nahm das Besteck zur Hand und begann zu Essen. Dies tat er solange ruhig, bis ein Dämon kam und ihn benachrichtigte, dass der Gürtel gefunden wurde. Olirie begann schnell das restliche Essen herrunterzuschlingen und folgte dann dem Dämon.
Dieser führte ihn in die Eingangshalle, wo ein weiterer Dämon mit dem Gürtel stand. Sofort berreichte er ihn olirie und verschwand dann, ebenso wie der andere Dämon. Doch der Schwarzmagier bemerkte, dass der Gürtel etwas mitgenommen aussah. Es hingen auch noch Reste von Seifenlauge daran. Tief durchatment schnallte sich olirie den Gürtel um.



13.10.2002 00:56#263
Alei Alei verließ die Bibliothek mit einem Buch und seiner Harfe in den Händen. Er begab sich in den Innenhof, denn er fand, dass dies der richtige Ort war, um sich im Umgang mit der Harfe neu zu üben. Inzwischen war er sich sicher, dass seine frühere musikverbundene Art dafür verantwortlich war, dass er seine Zauber nicht hinbekam.

Er betrat den Innenhof und setzte sich dort auf eine kleine Bank, während er die Harfe neben sich legte und das Buch aufschlug. Eine Weile blätterte er darin, bis er ein Lied gefunden hatte, dass er versuchen wollte. Er sah sich die Noten und den Text eine Weile an und prägte sich alles ein, dann legte er das Buch zur Seite und nahm die Harfe zur Hand.

Zunächst spielte er einige Grundtöne an, doch das bereitete ihm schon Schwierigkeiten. Selbst die leichtesten Griffe auf der Harfe waren ihm fremd und fielen ihm schwer. Er legte die Harfe wieder weg, lehnte sich zurück und schloß die Augen. Die wenigen Töne, die er gespielt hatte, klangen noch immer in seinem Kopf nach und schienen sogar lauter zu werden.

Dann ging ein gleißendes Licht wie ein Blitz durch seine Gedanken. Bilder erschienen vor seinem Inneren Auge. Er fühlte, wie eine Tür tief in seiner Vergangenheit aufgestoßen wurde und wie aus ihr Bilder und Töne drangen. Er sah ein großes Lager, wie er es nach seinem Unfall nicht mehr gesehen hatte. Es waren viele Hütten in einer gigantischen Höhle. Eine große Menschenmenge stand am Ausgang der Höhle, direkt vor einer hohen Felswand. Dann ging das Bild weiter nach oben, und er sah, dass ein Mensch auf einem Plateau stand, dass oberhalb der Felswand war. Der Mann spielte Lieder auf einer Harfe und die Menschenmenge jubelte ihm zu und feierte ausgelassen. Es wurde viel getrunken und gegessen. Alei sah der Szene eine ganze Weile interessiert zu, ohne ihr eine wirkliche Bedeutung zumessen zu können. Doch der Musikant auf dem Plateau kam ihm bekannt vor. Dann traf es ihn aus heiterem Himmel: Der Barde war er selbst. Dann verblassten die Bilder...

Alei öffnete die Augen und setze sich wieder auf. Der junge Magier nahm das Buch und die Harfe und ging in sein Zimmer zurück. Dort warf er beides auf sein Bett und trat an den Spiegel. Eine Weile sah er hinein, doch so sehr er es auch versuchte, er konnte keine Gemeinsamkeiten mit dem Mann vom Plateau feststellen.
Enttäuscht ging er wieder zu seinem Bett und nahm die Harfe zur Hand. Wie von selbst bewegte sich seine Hand und spielte eine Melodie, die ihm bekannt vorkam. Dazu mischten sich nun Worte, die in ihm aufstiegen und ganz ohne sein Zutun über seine Lippen drangen.

"Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt
er stand auf allen Wegen
er winkte und er rief nach mir so laut
er sprach mein Leben sei verwirkt
ich sollt mich zu ihm legen
ein frühes Grab sei längst für mich gebaut
ein frühes Grab sei längst für mich gebaut

ich floh soweit das Land mich trug
soweit die Vögel fliegen
doch mir zur Seite spürte ich den Tod
sein Schatten folgte meiner Spur
ich sah ihn bei mir liegen
und seine Hände waren blutig rot
und seine Hände waren blutig rot

da wußte ich es weht der Wind
und Regen fällt hernieder
auch wenn schon längst kein Hahn mehr nach mir kräht
weil ich schon längst vergessen bin
singt man mir keine Lieder
nur Unkraut grünt und blüht auf jedem Feld
nur Unkraut grünt und blüht auf jedem Feld

ich hab heut Nacht vom Tod geträumt
es gibt kein ewig Leben
für Mensch und Tier und Halm und Strauch und Baum
... das war mein Traum"

Als das Lied geendet hatte, steckte er die Harfe wieder unter seine Robe. Ein Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab. Er konnte es wieder...


13.10.2002 01:27#264
meditate meditate sah nach inachos, der aber immer noch schlief oder was immer das für ein zustand war, in dem er sich befand.

"wir müssen unbedingt zurück nach oben. ich glaube echt nicht, dass das ein gesunder aufenthaltsraum für euch ist. hier gehts ja nicht mal mir sonderlich gut. kannst du laufen sazabi?"

meditate beschwor drei gerippe und eines warf sich den schlafenden möchtegernmagier über die schultern. als das zweite gleiches mit sazabi machen wollte, wehrte dieser unwillig ab.

meditate befahl dem dritten gerippe, zwei von den wörterbüchern aus dem regal zu nehmen und ihr im sicheren abstand hinterherzutragen. dann gings auf den rückweg. meditate ging voraus und ließ sich von sazabi erzählen, wie sie die schlucht überbrückt hatten und befragte ihn intensiv, wie sie beide denn auf die idee gekommen waren, die tür zu öffnen und in die tiefe zu steigen.
als sie an der schlucht oder falle oder was auch immer ankamen, berührte meditate eine kachel, die sie plötzlich in der wand entdeckte. daraufhin schob sich die von hier aus blaß grau schimmernde brücke zu einem ordentlichen geraden steg zusammen. die drei und die gerippe konnten die schlucht unbehelligt überschreiten. kaum setzten sie ihren fuß auf den fels der anderen seite, hörten sie ein rascheln hinter sich und die brücke war wieder so unsichtbar wie zuvor.
meditate drängte zur eile.

"los, beeilt euch. ich habe ein ungutes gefühl bei der sache. ich will mich mit don-esteban beraten und ihm die bücher zeigen.

nach einem längeren treppenaufstieg kamen die drei wieder in der normalen kastell-bibliothek an. meditate befahl dem gerippe den inachos in sein zimmer zu bringen und empfahl dem sazabi ein gleiches. dann ließ sie das gerippe die bücher auf einen tisch legen und begann den don zu suchen.



13.10.2002 02:09#265
Sazabi Erschöpft ließ sich Sazabi auf sein Bett fallen. Er hätte nicht gedacht, dass er sich je von Büchern beeinflussen lassen würde, aber es war Tatsache. Dieses Kastell bot ungeahnte Möglichkeiten...und ungeahnte Risiken. Jedoch war der Lehrling sich sicher, dass er ob seiner hohen Intelligenz und seiner magischen Begabung in Kürze zum Magier geweiht werden würde. Dann würde er vielleicht endlich lernen, wie man Kreaturen beschwor. Die Magier hier sahen als alltäglich an, was in der Außenwelt kaum ein Magier schaffte: Sie konnten Wesen aus anderen Dimensionen beschwören und kontrollieren. Er musste mehr über diese Wesen erfahren. Gleich morgen. Doch zuerst musste er schlafen, er war entsetzlich müde...



13.10.2002 02:46#266
meditate meditate ließ sich die seltsamen bücher von einem dämonen in ihr zimmer bringen, denn die wollte sie nun wirklich nicht in der bibliothek auf dem tisch liegen lassen, wie es sonst hier üblich war.

dannging sie zu einem kurzen besuch ins übungslabor und traf dort auf einen don, der sich kleinlaut und fleißig gab. meditate durchschaute ihn natürlich sofort, ließ sich aber nichts weiter anmerken.

"ich brauch dringend heilsalbe und heiltränke zum verkaufen. das sind doch wirklich einfache sachen. mix da mal ein paar. dann ist mir eine sehr interessante geschichte widerfahren, mit der ich dich aber erst konfrontieren will, wenn du deine erste prüfung geschafft hast. ich geb dir noch drei tage. dann bist du fällig."

meditate grinste und verließ dann das labor.

in ihrem zimmer stand sie eine ganze weile vor dem spiegel und betrachtete sich. das war schon ein seltsamer spiegel, dieses tor in die unterwelt. jedes mal wenn sie hineinsah war sie älter. so dokumentierte der spiegel den weg, den sie gehen musste bis zu dem tag, an dem sie für immer hindurch musste durch dieses tor. dann würde sie sicher ihr väterchen wieder sehen.

wo er jetzt wohl war? manmouse war immer so ein spöttischer mann gewesen, wenigstens in der zeit, in der er noch gesund war. und jetzt irrte er ziellos zwischen den toten umher auf der suche nach der ewigen ruhe. das konnte doch eigentlich nicht alles gewesen sein?

meditate legte ihre hände behutsam auf die spiegeloberfläche und hauchte einen kuss darauf.

"der ist für dich, manmouse."

dann löschte sie das licht und ging zu bett.



13.10.2002 14:20#267
Zavalon Zavalon hob erschöpft die Hand, suchte auf dem Boden liegend die Rune für magisches Verschließen, umschloss sie fest, konzentrierte sich voll und ganz auf die Tür und begann. Er steckte seine ganze geistige Kraft in diesen letzten Versuch, aus seinem eigenen Gefängnis auszubrechen. *Klack* Zavalon stand auf, was war geschehen? Er ging mit Angstschweiß zur Tür, nahm seinen ganzen Mut zusammen und drückte die Klinke runter... Die Tür ging auf. Endlich... Erschöpft ging er in die Bibliothek, begann zu lesen. Nach den ersten paar Zeilen schlief er ein.



13.10.2002 21:50#268
Alei Alei verließ sein Zimmer und begab sich zu den Übungsräumen. Heute wollte er versuchen, endlich einen der Zauber zu wirken. In den Büchern, die er gelesen hatte, stand, dass er es schaffen mußte, einen Zauber mit einem Lied in seinem Geiste zu verbinden, um den Zauber wirken zu können. Später würde er dann das Lied spielen müßen, um den Zauber zu wirken, oder, nach einiger Übung, würde er nur noch die ersten Töne des Liedes spielen müßen, damit es funktionierte.
Er hatte lange überlegt, welches Lied er mit dem Zauber Licht verbinden wollte, und dann hatte er sich endlich entschieden. Nun betrat er den Übungsraum und holte die Harfe hervor. Dann rief er sich jede Note des Liedes, danach jedes Wort und jede Geste des Zaubers ins Gedächtnis. Er schloß die Augen, und begann die Harfe zu spielen, während er die Worte sprach, die für die Verbindung von Musik und Zauber notwendig waren.

Nachdem er die Worte gesagt hatte, begann der Gesang und schallte in dem ansonsten leeren Raum wieder, wo ihn niemand außer ihm selbst hören konnte.
"Ich ziehe einsam meine Bahn,
so wie ein Stern am Firmament.
In meiner Seele lodert Wahn,
der wie ein Feuer in mir brennt.

Du dunkler Engel in der Nacht,
was hast du aus mir gemacht?
Ich kann dich nicht vergessen,
ich bin von dir besessen.

Kein andres Weib mein Aug' mehr sieht,
weil meiner Welt die Farbe fehlt.
Keine dein Bild in mir besiegt,
du bist das einzige, was zählt.

Du dunkler Engel in der Nacht,
was hast du aus mir gemacht?
Ich kann dich nicht vergessen,
ich bin von dir besessen.

Jetzt endlich hab ich dich erkannt,
ist auch die Schönheit deine Zier.
Und meine Seele ist verwandt,
dein Leib ist meiner eins mit dir.

Du dunkler Engel in der Nacht,
was hast du aus mir gemacht?
Ich kann dich nicht vergessen,
ich bin von dir besessen.

Ich lebe jetzt in dunkler Macht,
auch wenn ein neuer Tag erwacht,
bin ich schon längst in deinem Reich
und meine Knochen werden bleich.

Du dunkler Engel in der Nacht,
was hast du aus mir gemacht?
Ich kann dich nicht vergessen,
ich bin von dir besessen.

Ist auch kein Ende je gedacht,
durch des Teufels dunkle Macht,
du bist des Teufels dunkle Macht,
ich kann dich nicht vergessen.

Ich kann dich nicht vergessen,
ich bin von dir besessen."

Nachdem er das Lied beendet hatte und ausah, bemerkte er, dass eine kleine Lichtkugel über seinem Kopf schwebte. Der Zauber war geglückt.


14.10.2002 00:00#269
PropheT Das lidlose Auge der Nachte wachte über die dunkel gekleidete Gestalt, die regungslos auf dem kalten Steinboden lag.
Der Trabant verwandelte die Spitze des Turmes in eine silbernes Leuchtfeuer, das die nächtlichen Schatten in die entlegensten Nischen und Spalten zurücktrieb.
Ein kalter Windhauch, der durch die Bergregion peitschte, ließ PropheT aus seinem Delirium erwachen. Ein frostiger Mantel dieses frühherbstlichen Klimas umhüllte den Körper des Priesters.
Zitternd bäumte der Magier sich auf. Der ausgetrocknete Mund füllte sich alsbald wieder mit Flüssigkeit und die sich hervorwölbende Zunge verwandelte das geronnene Rot auf seinen Lippen in ein zähflüssige Masse, deren metallener Geschmack sich langsam im ganzen Mund ausbreitete.

Zwei kleine Schlitze blickten in ein silbernes, gleißendes Licht. Der Magie konnte nur verwaschene, graue Schemen erkennen, die an ihm vorbeizogen. Torkelnd griff PropheT nach Konturen, die er in diesem grauen Nebel ausmachen konnte und gelang, mit mehr Glück als Verstand, in das Treppenhaus des alten Turms.
Das dumpfe Geräusch von Holz unter seine Füßen, füllte den leeren Geist des Magiers wieder mit Gedankenfetzen.
Das Meiste der vorangegangen Ereignisse lag zwar weiterhin hinter einem dunklen Schleier verborgen, aber das hölzerne Klacken, ließ wenigstens den Orientierungssinn des Priesters wieder allmählich in seinen Geist zurückkehren. Nach einem mühseligen und langen Abstieg, erreichte PropheT endlich die dritte Etage.
Entkräftet schleifte er sich die rauhen Wände des Korridors entlang und stürzte nach einigen Metern in sein Zimmer.

Die grauen Waben verschwanden langsam und ein tiefes Schwarz legte sich über die Augen des Priesters............................



14.10.2002 22:23#270
olirie Olirie war in den Innenhof gegangen und hatte lange den Himmel angestarrt, ab und zu betrachtete er auch die üppige Vegetation der Umgebung, doch im Vergleich zu den Wundern des Himmels, empfand er sie als langweilig. Der Schwarzmagier sah zu, wie die Sonne hinter dem Horizont verschwand und sah auch, wie der Mond zur gleichen Zeit erschien. Ihm folgten die Sterne und ihnen der Hunger und die Müdigkeit. Diese Gefühle überfielen ihn schon fast unerwartet und so stand er auf und ging wieder zum Refektorium.

Im Refektorium wünschte er sich einen Moleratbraten und ein Glas Wasser. Sofort erschien das gewünschte und olirie konnte beginnen, zu speisen. Doch schon bald war der Teller geleert, ebenso wie das Glas. Doch der Magen des Schwarzmagiers war gefüllt. Gesättigt ließ olirie abräumen und verließ das Refektorium, um in sein Zimmer zu gehen.

In sweinem Zimmer legte olirie seinen Gürtel auf den Stuhl und hängte die Robe über die Lehne. Dann begab sich der Schwarzmagier zu Bett und bald schon, nach kurzer Zeit des nachdenkens, schlief er auch ein.



15.10.2002 00:03#271
Don-Esteban Jetzt war dem Don klar, wie das hier ablief. Die Hüterin wolte ihn, das Oberhaupt als billige Arbeitskraft für die Herstellung von Heiltränken und Wundsalben in Akkordarbeit mißbrauchen. Na wenns denn unbedingt nötig war, um bei ihr nicht durch die Prüfung zu rasseln. Dabei hatte er so viele interessante neue Sachen beim experimentieren entdeckt. Aber die wurden seiner Meinung nach von meditate gar nicht richtig gewürdigt. Überhaupt, war es nicht langsam Zeit, dem Heilen den Anschein des profanen zu nehmen und daraus eine vollkommen neue Art der Magie zu machen.

Es war doch noch so viel mehr möglich. Wenn er da nur an die Möglichkeiten des umgekehrten Heilens dachte. Man mußte nur die Kontrolle über die Lebenskraft des anderen erlangen. Lustlos mixte der Don die gewünschten Tränke. Der konservierte Schrei einer Eule hier, ein Haar aus dem Fell einer Blutfliege dort, noch eine Prise von den zermahlenen abgeschnittenen Fußnägeln einer Bachforelle und zur Abrundung und Dämpfung der Nebenwirkungen durfte eine Flaumfeder vom Schattenläufer nicht fehlen.*

Das alles schön köcheln lassen, den Dampf auffangen und inhalieren - das machte die welt so schön bunt. Danach den Sud abgießen, filtrieren und falls der Heiltrank von stärkerer Wirkung sein sollte, ihn ein oder zweimal destillieren. Zum Schluß noch etwas rote Lebensmittelfarbe hinein, dann verkaufte sich das Zeug besser. Während die Tränke so vor sich hin köchelten und eine leckere Dunstglocke sich im Zimmer ausbreitete und von der Decke der Dampf in Fäden nach unten tropfte, fiel dem Don doch glatt ein, daß er noch zwei Studenten hatte.
So verließ er die gute Laune verbreitende Hexenküche und begab sich in die Bibliothek. Schwankte er noch bei den ersten Schritten, so wurde er durch die kühle und geradezuu herbe Luft in den Gängen des Kastells fast sofort wieder ins hier und jetzt zurückgeholt, so daß er mit festem Schritt in die Bibliothek trat und mit sicherem Auge die richtigen Werke für seine Studenten griff, um sie auf deren Tische zu legen.

Da sich keiner der beiden bei ihm gemeldet hatte, ging er einfach davon aus, daß sie mit dem Stoff gut voankamen und somit keinerlei zusätzliche Übungsstunden, für die er natürlich auch bereit stand, benötigt wurden. Während sich Alei mit schwarzem Licht beschäftigen konnte, durfte Zavalon seine Kenntnisse über Beliars Hauch entscheidend erweitern, so daß am Ende dieser Woche beide jeweils einen neuen anwendungsbereiten Zauber zur Verfügung hatten. Nachdem dies erledigt war, verschwand der Don wieder im Alchemielabor und sog die wunderbare Luft dort tief in seine Lungen ein.


*Die hier angegebenen Zutaten sind als Metaphern zu verstehen. Das Originalrezept wird natürlich weiterhin geheimgehalten. Es kann glaubhaft versichert werden, daß dort vollkommen andere Dinge verwendet werden. Eigentlich ist es auch besser so, daß die niemand kennt. Das könnte sonst zum ersten Lebensmittelskandal der Barriere führen.



15.10.2002 00:49#272
Alei Alei verließ abermals sein Zimmer und begab sich in den Übungsraum. Heute wollte er endlich den Zauber Schattenflamme anwenden, ohne sich die Hände zu verbrennen. Er betrat den Übungsraum und verschloß die Tür, bevor er sich in die Mitte begab. Dann versank er wieder in tiefer Konzentration.
Nach einer Weile löste er die Konzentration ein wenig und holte die Harfe hervor. Die ersten Töne erklangen und erfüllten den Raum. Alei begann, den Zauber aufzusagen und danach setzte sein Gesang ein.

"Früher Morgen nach kalter Nacht,
noch immer saß sie mir in den Knochen.
Da spürte ich eine fremde Macht,
und mein Blut begann zu kochen.

Im Schatten tanzen Flammen.
Ich sah sie mit eigenen Augen.
Sie tanzten froh und kamen
zu mir. Ob meine Augen trogen?

Heiß spürte ich die Berührung
auf meinem Gesicht. Lang ist es her,
doch noch immer ist sie da, die Verwirrung,
als wenn es gestern gewesen wär’.

Im Schatten tanzen Flammen.
Ich sah sie mit eigenen Augen.
Sie tanzten froh und kamen
zu mir. Ob meine Augen trogen?

Am Ende war nur der Schmerz
Von Flammen. Ich rannte,
und glaubt mir, ich mache keinen Scherz,
davon, während ich am ganzen Leibe brannte.

Im Schatten tanzen Flammen.
Ich sah sie mit eigenen Augen.
Sie tanzten froh und kamen
zu mir. Ob meine Augen trogen?

Am nächsten Morgen, ein Häufchen Asche
lag auf der Erde und rauchte noch.
Daneben lag auf dem Boden eine Flasche,
darin die Nachricht: „Ich krieg dich doch!“

Im Schatten tanzen Flammen.
Ich sah sie mit eigenen Augen.
Sie tanzten froh und kamen,
ich wusste, dass meine Augen nicht trogen."
©2002 Tomekk

Nachdem das Lied endete, schoßen schwarze Flammen aus Aleis Hand, geradeaus auf die Wand und zerstoben, als sie die Mauer trafen. Alei nickte zufrieden und verließ den Übungsraum wieder.

Kurz darauf kam er in die Bibliothek. Er ging zu seinem Platz und fand dort neue Bücher vor. Der Don hatte ihm die Sachen für den nächsten Zauber bereit gelegt. Der Zauber hieß Schwarzes Licht und Alei versank schnell in den Büchern.


15.10.2002 21:59#273
olirie Schweißgebadet riß olirie seine Augen auf, er hatte sicherlich einen Alptraum, irgendetwas schlimmes hatte er geträumt, doch er erinnerte sich nicht mehr, was er geträumt hatte. Achselzuckend stieg er aus dem Bett und zog sich die Robe über. Dann schnallte er noch seinen Gürtel um und wollte gerade in richtung Refektorium gehen, als ihm auffiel, dass er eigendlich gar keinen Hunger hatte. Also entschied er sich um und ging zu einen der Übungsräume.
Als er den Raum betrat, zog er gleich sein Schwert und machte einige Trockenübungen. Dann trug er einem Dämonen auf, ihm etwas zu helfen, indem er gegen den Schwarzmagier kämpfte. Dies tat der Dämon auch, doch olirie war hoffnungslos unterlegen. Er schafft es gerade so mit Mühe, die Angiffe halbwegs abzuwehren, doch selber angreifen konnte überhaupt nicht. Er bekam nicht einmal die Gelegenheit dazu. Doch das störte ihn nicht sonderlich, dann konnte er wenigstens an seiner Verteidigung arbeiten. Zur Belohnung ließ er sich aus der Küche ein paar leckere Häppchen bringen. Es waren verschiedenste, einge waren mit Thunfisch, einige mit hatr gekochtem Ei, welches in Scheiben geschnitten wurde, einige waren mit geräuchertem Aal und einige mit Lachsfilet. Immerhin musste er als Gourmet an seinem Ruf arbeiten.



16.10.2002 21:31#274
Cole Der weiter Weg durch die Kälte zeigte negative Wirkung auf seine Stimmung. Doch er versuchte es nicht zu zeigen als er vor dem großen Tor stand. Da er vorhatte die umfangreiche Biblothek zu nutzen musste er wohl oder üble ein Opfer da bringen. Also kramte er 200 Erzbrocken aus der Tasche und übergab sie der steineren Figur. Glücklichweise verschwand es, er hatte nämlich nicht mehr bei sich. Unverzüglich setze er seinen Weg zur Bibliothek fort und ließ sich dort auf einen Stuhl nieder. Dann sprach er das Wort "Damast" aus und es fielen fünf Bücher aus dem Regal. Die sammelte er auf und ging zu einem der freien Tische. Enstpannt lehnte sich Cole zurück und nahm das erste Buch zur Hand.
Misstrauisch beäugte er den titel und ließ das buch sinken. Es handelte von einer alten Stadt die diesen Namen trug. Unbrauchbar. Beim nächsten Buch hatte er mehr Glück. Es handelte von der Schmiedekunst, ein großes Thema im Buch war Damast. Und so begann er zu lesen. Noch drei weitere Bücher warteten.


16.10.2002 23:00#275
GlutaeusMaximus Dunkler Rauch stieg aus dem Pentagramm in der Eingangshalle auf. Die Luft knisterte und Langsam wurden die Formen von Maximus sichtbar... Der Schwarzmagier stürzte sich auf einen sehr großen Kampfstab und ging direkt ins Refektorium.

„Einen Moleratbraten, Reis und Apfelsaft!“ rief er in die Leere des Raums. „Und sagt der Hüterin, dass ich sie sprechen muss!“

Es war scheinbar niemand da, der diese Befehle hörte. Doch nach wenigen Atemzügen stand der Braten samt Beilagen vor ihm. Maximus fing an zu Essen. Er hatte seit Wochen von kleinen Rationen leben müssen. Wäre sein Körper nicht in ein Kettenhemd und eine dicke Robe verpackt, würde der Magier erschreckend dürr wirken... Nur das Gesicht verriet, wie sparsam er sich hatte ernähren müssen...


16.10.2002 23:07#276
meditate meditate hatte schon eine weile im labor gearbeitet. morgen wollte sie dem don die erste prüfung abnehmen und da war noch einiges vorzubereiten. jetzt sollte es aber erst mal genug sein. sie verschloss sorgfältig die tür und ging ins refektorium. zu ihrer großen verwunderung saß das maximus. misstrauisch ging sie näher. seit der schrecklichen begegnung auf dem dach des turmes war sie lieber etwas vorsichtig. alei und zavalon waren ja wohl wieder normal, aber die waren längst nicht so mächtige magier wie prophet und maximus. beide hatte sie seit den vorkommnissen nicht mehr gesehen.

"ist alles in ordnung?" fragte sie vorsichtig, indem sie einen stuhl an den tisch zog.



16.10.2002 23:17#277
GlutaeusMaximus „Nein, es ist nicht alles in Ordnung.“ sprach der Hohepriester und schob sich noch einen Bissen Molerat in den Mund. Dann trank er einen Schluck Saft und sprach weiter: „Ich weiß nicht was genau es bedeuten soll, aber ich hatte eine Vision. Es war alles verschwommen und doppeldeutig...“ Maximus wischte sich den Mund mit dem Ärmel ab.

„Der Zirkel wird Zuwachs bekommen, aber keinen normalen. Es geht hier um einen wandelnden Toten. Oder so etwas Ähnliches. Vielleicht auch einen Widerauferstandenen. Wir werden ihn mit offenen Armen und ohne Misstrauen empfangen. Er wird den Körper wechseln, wie oft weiß ich nicht... Er wird nach Macht streben und auch Macht erlangen. Ob das positiv ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Das sind alles nur unzusammenhängende Informationen und ich weiß nicht wie ich sie deuten soll...“



16.10.2002 23:35#278
meditate "wie meinst du das? er wird nach macht streben? wir haben jede menge untote wesen in unserem kastell. was sollte mir daran angst machen? wir sind die dämonenbeschwörer. wir gebieten über dämonen, geister, und gerippe, haben unseren weg durch die unterwelt gefunden. also mal ehrlich - so schnell schreckt mich nichts."

die entdeckung der seltsamen bibliothek beschloss sie vorerst zu verschweigen. erst wollte sie sicher gehn, dass maximus wieder normal war.
"mach dir keine sorgen. ich denke, auch einen wiedergänger müssen wir nicht fürchten. wir gebieten über starke magien und haben mächtige helfer. übrigens, wo warst du die ganze zeit?"



16.10.2002 23:47#279
GlutaeusMaximus Maximus schüttelte den Kopf, sie glaubte ihm nicht...

„Wo ich war? Ich war unterwegs, ein paar Sachen sammeln...“
Er hob den Kampfstab auf, der neben ihm an die Bank gelehnt war und zeigte ihn der Magierin. „Nur leider kann ich damit noch nicht umgehen...“ Dann öffnete er die Robe etwas um ihr das Kettenhemd zu zeigen. „Und das hier. Und...“ Mit einem schnellen Griff hatte er den Giftdolch aus seinem linken Ärmel hervorgezogen. „...den hier.“

Er legte den Dolch auf den Tisch. „Damit kommen wir zum nächsten Problem. Das hier ist ein Giftdolch, aber ich habe kein Gift. Könnt ihr mir nicht zeigen wie man Gift herstellt?“



17.10.2002 00:05#280
meditate "du willst gifte herstellen? dazu musst du erst die heilung lernen. wir können das gern machen. ich könnte dich schon unterrichten. zuerst in der heilung bevor du dich mit alchemie beschäftigen kannst. anders herum funktioniert das nicht. und vorher muss ich noch feststellen, ob du die erforderliche reife hast. deine seltsamen eskapaden mit anderen mächten haben mir schon sehr zu denken gegeben. immerhin hattest du dich ein ganzes stück von beliar entfernt.
vorerst kann ich dir gift geben. ich hab schon ein paar nette sachen, aber heilung ist der erste schritt bevor du vergiftest. und nun zeig mir mal den stab."

meditate ergriff den und versuchte ihn um ihren körper zu wirbeln, wie sie das schon von magiern aus alten zeiten gesehen hatte. der stab war allerdings viel zu schwer. vielleicht sollte sie sich ja auch dazu entschließen, diese kunst mal zu lernen.



17.10.2002 00:16#281
GlutaeusMaximus „Hach von Beliar entfernt! Jetzt übertreib mal nicht. Von euch hab ich mich entfernt, nicht von Beliar. Und das ist alles Vergangenheit, ich hab nichts mehr damit zu tun.“

Der Schwarzmagier nahm den Stab wieder an sich.

„Gut, ich mache eine Ausbildung zum Heiler. Das wäre ganz praktisch, bei den andauernden Verletzungen die ich mir immer zu ziehe...“

Maximus reichte ihr den Dolch: „Was habt ihr denn an Giften auf Lager? Füllt mal etwas Einschläferndes rein, so für die Gewichtsklasse ausgewachsener Mensch bis Ork. Könnte sich als ganz praktisch erweisen...“



17.10.2002 00:58#282
meditate meditate nahm den dolch an sich und steckte ihn in ihre robe.
"ich werd schon was passendes finden. oder willst du lieber einen liebestrank?" bei dem gedanken an den hohen priester im liebesrausch musste sie wirklich an sich halten, nicht laut loszulachen.

"weißt du denn, wo prophet sich aufhält? ich würd zu gern wissen, wie es ihm geht."

die hüterin nahm sich noch einen krug voll wein mit und verschwand nach kurzem gruß wieder in ihrem labor.



17.10.2002 01:49#283
Cole Cole nahm das nächste Buch zur Hand das sich ganz seinem Thema widmete und mehrer hundert Seiten umfasste. Das würde ein harter Brocken. Er zwinkerte die Müdigkeit aus den Augen und begann zu lesen. Immer wieder lies seine Konzentration nach und er überlas wichtige Dinge. Nachdem er auf Seite dreiundzwanzig war vergrub er seine Gesicht in seiner Hand. Er war einfach zu müde. Es hatte keinen Sinn weiter die Bücher zu studieren, er schloß es und legte es zu den anderen. Dann lehnte er sich zurück und rückte ein wenig hin und her sodass er es bequem hatte. Nach kurzer Zeit schlief er ein und würde erst morgen früh wieder ansprechbar sein. Die letzen Tage und Nächte in der Schmiede hatten ihm sehr zu schaffen gemacht. Hoffentlicht störte es niemanden wenn er hier schlief, aber außer ihm war ja niemand da.



17.10.2002 04:19#284
GlutaeusMaximus Maximus sah der Hüterin nach. Eine sehr seltsame Frau. Wollte sie ihn in ihr Gemach locken, oder was sollte das Angebot des Liebestrankes. Er schüttelte den Kopf und aß den Rest seines, nun kalt gewordenen, Mahls.

Dann erhob er sich und ging in sein Zimmer. Dort verstaute er Kettenhemd und –hose in seiner Truhe und löste auch die Dolchscheide von seinem Unterarm. Ohne Dolch macht die keinen Sinn... Er zog die Robe wieder über und verschloss die Truhe magisch. Dann verlies der Hohepriester sein Zimmer um nach PropheT zu suchen.

In seinem Zimmer war der Priester nicht. Eine dünne Staubschicht und die Abwesenheit des charakteristischen Sumpfkrautgeruchs ließen schlimmste Befürchtungen zu. Maximus schloss die Zimmertüre wieder und ging an den Ort, an dem er PropheT zuletzt gesehen hatte: den Turm.

Die Schatten der Vergangenheit legten sich über seinen Geist als er durch das dritte Stockwerk und zum Turm ging. Er verdrängte die Erinnerungen und erklomm die letzte Stufen. Oben lag PropheT da, wo sie ihn zurückgelassen hatten. Keiner hatte sich um den Priester gekümmert. Das konnte er nicht überlebt haben, der Kampf musste Wochen her sein...

Maximus eilte auf seinen Freund zu und versuchte ihn wach zu rütteln. Doch PropheT regte sich nicht. Der Körper war kalt, aber nicht kalt genug für einen Toten. Der Hohepriester legte sein Ohr auf den Brustkorb und hörte ganz leise die Schläge des Herzens. Wieder rüttelte er seinen einstigen Gefährten, doch dieser blieb stumm.

Maximus hob den Priester auf seine Schulter und schleppte ihn nach unten in ein Krankenzimmer. Dann rannte er zu Meditates Zimmer und weckte die Heilerin. „PropheT ist fast tot, er wacht nicht mehr auf! Kümmert euch um ihn!!!“ Er zog die schlaftrunkene Schwarzmagierin in das Krankenzimmer. Erst als er sah, dass sie ihre Kräuter auspackte und sich um den Priester kümmerte ging er auf sein Zimmer. Maximus war todmüde. Die letzten Ereignisse hatten ihn geschwächt. Auf der Expedition hatte er kein einziges Mal ausschlafen können. Der Schwarzmagier hatte einiges an Schlaf nachzuholen...



17.10.2002 12:07#285
Cole Cole schrak auf und klammerte sich sofort an den Stuhl. Seine Träume waren nicht sehr angenehm gewesen, kein wunder, an diesem Ort. Die Sonne war schon längst aufgegangen, es musste schon Mittag sein. Er ärgerte sich über den Zustand kostbare Zeit verschenkt zu haben, aber er wusste auch das er so besser arbeiten konnte. Ausgeschlafen und mit frischer Energie ging er ans Werk. Wo war er doch gestern stehen geblieben ? Schell überflog er die ersten Seiten des umfangreichen Buches bis er die Stelle fand an der er gestern aufgehört hatte. Mit einem mittleschweren Seuftzer las er weiter. Diese Theorie war nicht grade das was ihm spaß machte, aber ohne diesen Wissen konnte er rein gar nichts machen. Also zwang er sich selbt weiter zu lesen. Die nächsten Stunden würde er noch hier verbringen.

Einige Zeit war vergangen als sich ein zunehmendes unangenehmeres Gefühl in seinem Magen breit machte. Man konnte es auch Hunger nennen. Verärgert über die Tatsache wieder eine Unterbrechung machen zu müssen, aber gleichzeitg dankbar von den Büchren los zu kommen stand er. Ein Schmerz durchfuhr seinen Knochen, es war nicht gut einen ganzen Tag auf einem Stuhl zu hocken, das wurde ihm spätestens jetzt bewusst. Sein Hunger trieb ihm ins Refektorium wo er eine beachtliche Menge Nahrung zu sich nahm. Er stopfte es regelrecht in sich hinein, denn er wollte so schnell wie möglich sein Werk vollenden und zurück ins Lager.
Nach der Engergiespenden Speise ging er unverzüglich zurück zur Bibliothek und schnappte sich sein buch um weiter zu lesen. Nach wenigen Minuten war er ganz darin versunken und nahm nichts mehr von seiner Umgebung war. Die Vorfreude über sein baldiges Können erleichterte es ihm ungemein.



17.10.2002 12:46#286
meditate meditate hatte den rest der nacht an prophets krankenbett verbracht. die körperlichen erkrankungen waren relativ leicht zu kurieren. die erfrierungen waren zwar bedenklich aber nicht lebensbedrohlich. schlimmer war der zustand des kopfes. irgendetwas war da schreicklich verwirrt. man musste da unbedingt etwas machen.

leider konnte man krankheiten des geistes immr erst heilen, wenn der körper wieder intakt war. also musste der kopf noch warten.

es war auf jeden fall höchste zeit gewesen, dass maximus des propheten gefunden hatte. meditate hatte zwar geahnt, dass mit prophet irgendetwas sein musste, aber die mordanschläge, die der magier immer wieder versucht hatte, hatten sie letztendlich doch davon abgehalten, nach ihm zu suchen.

wenn sie ihn allerdings jetzt so ansah, so hilflos und schutzbedürftig, fand sie ihre angst mal wieder völlig überflüssig.

"hab keine angst mein prophet, wir bekommen das sicher wieder hin."


17.10.2002 13:02#287
Cole Das Buch schnappte zu und Cole legte es zur Seite. Er hatte es geschafft. Das wichtigste wusste er nun. Oder besser so zimlich alles was es über diese Thema zu wissen gab. Der restliche Inhalt der bücher beschätigte sich mit speziellen Varianten die nicht so wichtig waren. Wieder erhob er sich mühsam aus dem Stuhl und brachte die Bücher zurück zum Regal und vertstaute sie dort. Da es nun keinen Grund mehr gab sich hier aufzuhalten verließ er das Kastell und machte sich auf den Heimweg.



17.10.2002 13:51#288
TheRock Rock fand sich in seinem Bett wieder, war er dort hin gegangen und eingeschlafen??
Er wusste es nicht mehr..
Man, wie lange habe ich jetzt geschlafen?
Das muss ja ne habe Ewigkeit gewesen sein..

Schlaftrunken wankte Rock zu einem Stuhl über den er seine Robe geworfen hatte, zog sie an steckte seinen Dolch ein und verließ sein Zimmer in Richtung Refekrorium..

Doch eins vergaß er, sein Zimmer befand sich im ersten Obergeschoss, und da er dachte noch in dem kleinen Zimmer im Erdgeschoss zu hausen fehlte ihm auf einmal der Boden unter den Füßen und er fiehl mit einem lauten Poltern die Treppe hinunter..

Unten angekommen blieb er einige Minuten regungslos liegen und erkundete innerlich seinen Körper nach Verletzungen, nachdem er festgestellt hatte dass er nur ein paar Schürfwunden und Blaue Flecke hatte setzte er seinen Weg Fort(die tun was ) und bestellte sich, im Refekrorium angekommen etwas essbares und ein Glas Wein..

Hmm.. ich könnte mir ja mal ein ein Schwert aneignen, Erz habe ich ja....obwohl..
Mit einer schnellen Bewegung war Rock aufgesprungen und aus dem Refektorium verschwunden..
Er rannte auf den erstbesten Dämon zu den er sah und fragte diesen nach dem Aufenthaltsort des Maxiums...
Ich werde sehen was ich machen kann, doch versprechen werde ich dir nichts!! Mit diesem dröhnen in Rocks Kopf verschwand der Dämon, warscheinlich um Maximus zu suchen.
Was Rock auch fröhlich feststellte war, dass sein Kopf nicht zu zerbersten schien und er nicht halb ohnmächtig wure, und dass obwohl er mit nem Dämon gesprochen hatte..
Man, der Tag könnte mir, wenn Maximus zu sprechen ist noch richtig gut gefallen..



17.10.2002 15:46#289
Zavalon Zwei Augen öffneten sich, the one and only Zavalon erwachte. Nach ziemlich langem Erholungsschlaf war er wieder voll dabei. Schnell die Robe übergezogen rannte er nach unten in den Speisesaal, holte sich sein übliches Paket und begann zu lesen, wie er magisches Verschließen besser verwenden und beherrschen konnte.



17.10.2002 20:51#290
GlutaeusMaximus Maximus hatte lange geschlafen. Langsam waren die Erschöpfung und die Kälte des Gletschers aus seinen Gliedern gewichen. Erholt wachte er auf und zog sich an.
Als der Schwarzmagier durch die Gänge Richtung Refektorium schritt wies in ein Dämon darauf hin, das in Rock sprechen wollte. Er traf den Magier im Refektorium an, wo di zwei in Ruhe zusammen speisten. Rock wollte sich ein Schwert besorgen und Maximus versprach ihm am Sonntag mitzukommen, um dem Magier auch etwas von der Kolonie zu zeigen.

Als er satt war dachte er an den Schattendämon und dieser manifestierte sich direkt vor ihm.

„Ich möchte eine Ausbildung im Stabkampf machen!“



17.10.2002 21:14#291
olirie Olirie hatte sich die Häppchen scmecken lassen. Doch das Problem war, dass immer eine spezielle Soße dabei war. Diese wurde von dem Küchendämonen scheinbar in übermaßen draufgekippt, denn der Schwarzmagier hatte arge Probleme, nicht zu klekern. Doch, dass seine Hände damit vollgeschmiert waren, ließ sich nicht vermeiden. Doch, da er sie auch nicht an seiner Robe abwischen wollte, ließ er sich schnell ein Schälchen Wasser bringen, in welchem er seine Hände abwusch. Da erst merkte er, dass er noch im Übungsraum war und gar nicht im Refektorium die Häppchen zu sich genommen hatte. Da olirie hier auch fertig war, wollte er den Raum nicht länger blockieren und verließ ihn.

Er war zu seinem Zimmer gegangen, wo er sich etwas ausruhen wollte. Doch als er es betrat, bemerkte er sehr schnell, dass sein Bett gar nicht bezogen war, also verließ er sein Zimmer wieder, um später nochmal zu kommen und dann den erholsamen Schlaf zu beanspruchen.

Der Schwarzmagier bschloos in das Refektorium zu gehen, wo er bald auch schon eintraf. Hier nahm er sich ein kleines Buch, mit ansprechendem Titel. Dann setzte er sich in einen Sessel und bgann zu lesen.



17.10.2002 22:42#292
Schattendämon Der Schattendämon schaute auf den Hohepriester herab. "Nun denn, Mensch, ich werde dich unterrichten, weil es meine Aufgabe ist, dem Kastell und seinen Bewohnern zu dienen. Soll die Ausbildung sofort beginnen?" Der Magier nickte. "Gut. Ich erwarte dich in der Übungshalle." Damit verschwand er wieder in einer Rauchwolke*. Wahrscheinlich war er der Meinung, daß Maximus den Weg dorthin schon kennen würde.




*Die Rauchwolke ist nicht zwingend notwendig. Es sieht nur bei der richtigen Beleuchtung dramatischer aus.



17.10.2002 22:51#293
GlutaeusMaximus Maximus genoss noch das aufregende Schauspiel und als das letzte Rauchwölkchen verpufft war ging er auf sein Zimmer um den Kampfstab zu holen. Er überlegte kurz, ob er den Kettenschutz anlegen sollte entschied sich dann aber dagegen. Er würde doch bei der ersten Übung keine Rüstung brauchen...

Dem Hohepriester war nicht ganz klar, welchen der zahlreichen Übungsräume der Dämon meinte, er ging einfach mal in einen der größeren rein und dort erwartete ihn auch schon der Schattendämon.



17.10.2002 23:03#294
Schattendämon In den Händen des Dämons materialisierte sich plötzlich ein einfacher Kampfstab, etwa sechs Fuß lang, ohne irgendwelche Auffälligkeiten. "In den ersten Tagen wirst du einen normalen Stab benutzen, erst wenn du bereit bist, kann dein eigener Kampfstab zum Einsatz kommen. Such dir einen Stab aus dem Waffenregal links von dir aus." Damit erschien neben dem Magier ein Waffenregal mit mehreren Kampfstäben, die allerdings alle gleich aussahen.

Rechts von ihm erschein plötzlich ein Tisch, darauf einige starke Heiltränke. Der Dämon sagte nichts dazu. Stattdessen fuhr er mit der Lehre fort. "Den Stabkampf wirklich zu beherrschen, ist eine schwierige Kunst. Ich werde meine Fähigkeiten so weit drosseln, daß du mit viel Übung eine Chance gegen mich hast. Jetzt wähle einen Stab und geh in Abwehrstellung. Das bedeutet, daß du mit beiden Händen den Stab umfaßt und ihn waagerecht auf Brusthöhe vor dich hältst. Ich werde dich auf dein Zeichen angreifen. Danach wirst du die Heiltränke benötigen, die auf dem Tisch stehen."



17.10.2002 23:03#295
meditate die hüterin war heute schon früh aufgestanden und hatte sofort nach prophet gesehen. dem ging es schon erheblich besser und er brauchte im moment erst mal nur schlaf. um alles andere würden sich die dämonen kümmern.
dann ging sie ins refektorium um nach den neuen lehrlingen des zux zu sehn, die sich ja vorwiegend im refektorium aufhielten und ihre ersten studien anstellten. diese bestanden erfahrungsgemäß nicht darin, die weisheiten und die ordnung der bibliothek zu erforschen, sondern herauszubekommen, ob es auch speisen und getränke gab, die im kastell nicht zu bekommen waren. vor allem den alkoholischen getränken wurde traditionell viel aufmerksamkeit gewidmet. immer wieder riefen sie die tollsten wünsche in den raum und warteten gespannt auf das ergebnis.

meditate kannte diese rituale schon und betrachtete die alkoholvergiftungen, die meist zwangsläufig folgten als initiationsriten.

und natürlich saßen sie da: xardasdiener, payne, inachos und sazabi. und sie sahen beileibe nicht so aus, als könne man schon mit ihrer ausbildung beginnen.
meditate sah auch olirie an einem der tische und da wurde sie denn doch ein bisschen ungehalten. saß der doch wirklich da mit einem teller voller häppchen und las in einem buch. die lektüre musste so spannend sein, dass er gar nicht mitbekam, dass die soße der häppchen stetig auf das buch tropfte.
meditate befahl unauffällig einen dämon herbei und mit seiner hilfe verwandelte sie die häppchen in einen salat aus käfern und spinnen. diese kerbtiere führte sich olirie nun zu und wurde erst aufmerksam, als eine besonders große assel sich mit all ihren beinchen dagegen wehrte, in oliries mund zu verschwinden.
das ergebnis war ein fliegender teller, ein spuckender olirie, eine sich schnell verziehende hüterin und erstaunte blicke aus den glasigen augen der lehrlinge.


17.10.2002 23:08#296
GlutaeusMaximus Der Hohepriester grinste am Anfang noch. Es schien als ob ihn der Schattendämon einschüchtern wollte. Als aber die Heiltränke auftauchten wurde ihm kurzzeitig mulmig. Er dachte an sein schönes Kettenhemd zurück, das jetzt oben in eine Truhe lag...

Wehmütig nahm der Schwarzmagier einen der einfachen Kampfstäbe aus dem Regal und stellte seinen dafür an den frei gewordenen Platz. Dann drehte er sich dem Schattendämon zu und befolgte die Anweisungen. Er kam sich etwas dämlich vor in dieser Verteidigungshaltung, aber es würde sich schon noch zeigen, was das bringt.



17.10.2002 23:30#297
Schattendämon "Fertig? Ich fange an." Und ohne noch eine allzulange Pause nach diesen Worten entstehen zu lassen, ließ der Dämon seinen Stab auf den von Maximus niedersausen. Die Wucht war so groß, daß er diesem fast aus den Händen gerissen wurde. Mühsam den Stab festhaltend und ohne Wissen über die richtige Verteidigungsstrategie war der Magier ein leichtes Ziel für den Dämonen. Eine Deckung war nicht wirklich vorhanden.

So traf sofort nach dem ersten Schlag ein Stoß mit einem Ende die Brust des Hohepriesters, ließ dort einige Rippen bedenklich kancken, und schleuderte ihn ein paar Fuß nach hinten. Dank seiner sehr guten Gleichgewichtskoordination blieb er aber noch auf den Beinen. Doch der Dämon setzte sofort nach. Maximus war durch seine Unerfahtrenheit im Umgang mit dem Kampfstab ein leichtes Ziel.
Der Dämon faßte den Stab an einem Ende und schwang ihn seitlich über seinen Kopf, um ihn dann unter dem von Maximus wieder in der befohlenen Abwehrstellung gehaltenen Stab drunterduch sausen zu lassen, direkt gegen das Schienenbein des Magiers, das mit einem hörbaren Knacken brach. Maximus knickte ein und stütze sich jetzt auf den Stab, um nicht zu fallen, doch der Dämon hielt nicht ein, sondern schlug ihm die Stütze weg, so daß er einfach in sich zusammenbrach.
Der Dämon holte ein letztes Mal aus, hoch über seinem als Kopf zu bezeichnenden Auswuchs, und ließ den Stecken auf Maximus herabsausen. Nur wenige fingerbreit über dessen Kopf stoppte er. "Tot." Dann nahm er den Kampfstab zurück und entfernte sich einige Schritt weit. "Heile dich jetzt mit den bereitgestellten Tränken. Du mußt als erstes lernen, einen Gegner abzuwehren. Denn ein Angriff kann nur aus einer guten Abwehr heraus erfolgen.

Um jedoch deine Abwehr gut genug sein zu lassen, mußt du zuerst deinen Stab blind beherrschen und zweitens noch genug Augenmerk auf die Taktiken des Gegners werfen können. Daraus ergibt sich dann eine erfolgreiche Abwehr aus der heraus ein Angriff erfolgen kann. Dies war Lektion Nummer eins. Beim nächsten mal wirst du den Umgang mit dem Stab verbessern lernen, ihn richtig benutzen lernen."


18.10.2002 02:07#298
meditate meditate betrat ihr zimmer und konnte gerade noch im aufflammenden licht der kerzen erkennen, dass sich im spiegel etwas bewegt hatte.

das war ungewöhnlich. noch nie hatte sich etwas aus der unterwelt so dicht an die pforte gewagt. die magierin packte ihren stab und trat vorsichtig näher.
dann erstarrte sie. dort stand manmouse und sah sie an. von der anderen seite des spiegels sah er in ihre welt. wie konnte das sein?

sie legte ihre hand auf die spiegeloberfläche und sah ihr väterchen lächelnd an. der legte daraufhin seine hand auf seiner seite des spiegels gegen ihre hand. leider war aber nur die kalte spiegelfläche auf der hand zu spüren.
"ich komm zu dir, kleinen moment."

meditate holte ihren ring und berührte mit ihm den spiegel. dann trat sie hindurch durch die pforte in die welt der toten.



18.10.2002 03:02#299
GlutaeusMaximus Der Dämon verschwand wieder in einer Rauchwolke und Maximus saß am Boden. Sein Atem ging schwer, die Brust schmerzte und knirschte eigenartig bei jedem Zug. Außerdem fiel ihm auf das sich die linke Brustseite hob wenn er einatmete und die rechte senkte. Beim Ausatmen war es genau umgekehrt. Ein interessantes Phänomen.

Dann untersuchte er seinen linken Fuß. Er hob die Robe und entdeckte einen zweiten „Knöchel“ eine Handbreit über dem ersten. An dieser Stelle machte der Fuß einen Knick nach innen. Der Schwarzmagier versuchte seinen Fuß wieder ausrichten. Unter extremen Schmerzen gelang im das dann auch. Dann stand er mit Hilfe des Tischs auf und stützte sich auf seinen Stab, den er wieder aus dem Regal nahm.

Dann setzte er sich auf den Tisch und nahm eine große Flasche Heiltrank. Die Flüssigkeit war noch warm und blubberte in der Flasche vor sich hin. Ein beißender Geruch stieg dem Schwarzmagier in die Nase. In kleinen Schlücken trank er die seltsame Flüssigkeit und die Wärme breitet sich über seinen Körper aus. Plötzlich knackte sein Brustkorb mehrmals und er konnte wieder leichter atmen. Beide Seiten hoben und senkten sich nun auch wieder synchron.
Dann knackte und knirschte sein Schienbein mehrmals als es sich langsam wieder in Normalposition brachte. Maximus wartete etwas und trat dann vorsichtig auf. Etwas schmerzte der Fuß noch, aber immerhin konnte er ihn benutzen.
Der Schwarzmagier hatte genug für heute und besuchte noch kurz PropheT, der schon etwas besser aussah. Dann ging er auf sein Zimmer und legte sich erschöpft hin...



18.10.2002 03:15#300
meditate meditate war wieder durch den spiegel getreten und setzte sich erst mal in einen sessel vor dem angenehm flackernden feuer. sie hielt den kristall an seiner kette ins licht und versuchte etwas in ihm zu erkennen. irgendwie hatte sie befürchtet, dass sie jetzt darin einen kleinen wütenden manmouse sehen würde, der zornig gegen seine gefängniswand trat.
aber der kristall zeigte nur eine weise färbung, die sich in seltsamen mustern verlor. meditate schaute nur und versuchte, in den bewegungen des rauches im kristall irgendetwas zu finden, was manmouse sein könnte.
unversehens schlief sie darüber ein.



18.10.2002 10:32#301
Myxir Myxirs Körper rumorte, seine Seele hatte man ihm genommen. Nur ein Behälter ohne Inhalt war er nun noch, ein körper ohne Sinn. Und doch fühlte Myxir etwas, er fühlte das Meditate etwas vorhatte, diese Hexe die ihm sein einzig wichtiges gestohlen hatte, sein Leben.
Myxir ahnte es, nein er wusste es. Eine körperlose Seele war eingetroffen, nein, niemals würde er sich für sowas hergeben. Doch blieb ihm eine andere Wahl? Nein, er war ein Gefangener dieser Verrückten und musste alles mitmachen. Sein entgültiges Ende war nahe, nur hoffen konnte er nun das seine Vermutung nie eintreffen würde...



18.10.2002 16:57#302
Samantha Es war ein mühsamer Weg hinauf zum Kastell. Dreimal schon hatte Samantha die falsche Abzweigung genommen und sich hoffnungslos verlaufen, bis sie wieder auf einen bekannten Punkt traf. Einmal wäre sie sogar fast dem Alten Lager in die Arme gerannt.

Jetzt aber hatte die hohe Novizin endlich den richtigen Pfad gefunden. Mit gemischten Gefühlen schritt sie auf den monströsen Bau zu, den sie das Kastell nannten. Sie hatte von den Dämonen gehört, die es dort geben sollte. Noch nie war sie solchen Wesen begegnet. Konnten sie Gedanken lesen? Oder noch schlimmeres?

Kurz stoppte Samantha und war schon dabei wieder umzukehren. Das Hörnchen auf ihrer Schulter zuckte ungeduldig mit dem buschigen Schwanz, als wolle es sie zum weitergehen antreiben.
Sollte sie wirklich da hineingehen?
Zögerlich schritt Samantha weiter und blieb dann vor dem großen Tor stehen. Die Gerippe links und rechts sahen nicht wirklich einladend aus. Nervös blieb die Novizin stehen und schaute zu dem großen tor hinauf, als sich quietschend die beiden Torflügel mit den Gerippen öffneten. Zögerlich stand Samantha da und starrte in die Dunkelheit, die sich vor ihr auftat.



18.10.2002 17:52#303
tor zum kastell "He Moment, wieso geht das Tor denn schon auf. Ich wollte doch noch diese Besucherin begrüßen." Das Skelett war sauer.

"Ach, halt den Mund, du hättest sie mit deinem hirnlosen Geschwafel nur wieder verscheucht", meinte das andere in griesgrämigem Tonfall. "Es ist doch immer das selbe mit dir."

"Oh man, wie bist du denn drauf? Darf ich dich höflichst darauf hinweisen, daß die Masse unseres Hirns sowohl einzeln als auch zusammengezählt die gleiche bleibt."

"Pah, während ich auch ohne Hirn denken kann, reichts bei dir nur noch fürs schwafeln. Ich weiß schon, warum wir beide hier hängen. Während ich die asngenehmen Gäste begrüßen darf, sorgst du dafür, daß alles anderen nach deinen Reden die Flucht ergreifen. Wenn du orkisch könntest, würdest du den Krieg durch labern gewinnen. Die würden alle wegrennen."

"Pöh. Alter Griesgram."

Das Tor schwang wieder zu, die Sumpflerin war hindurchgetreten. Da nun alles gesagt war, schwiegen sich die Skelette wieder an.



18.10.2002 18:08#304
Schattendämon Während die Hohe Novizin langsam in die von Schatten erfüllte Eingangshalle lief und dabei jeder ihrer Schritte in dem Gemäuer widerhallte, materialisierte sich in einem der zahlreichen Schatten der Schattendämon. Ob er seinen Namen daher hatte? Stil und geduldig wartete er darauf, daß die Besucherin ihn entdeckte. Wobei Geduld eigentlich nicht das richtige Wort ist. Emotionen waren dem Dämonen fremd. Er schwebte einfach an einem Ort, während Zeit verging.


18.10.2002 18:22#305
Samantha Als Samantha zwischen den knarzenden Torflügeln hindurchging, war ihr doch tatsächlich so als höre sie ein Flüstern. Schnell drehte sie sich herum. Aber da war niemand.
Eingehend musterte sie die beiden Gerippe, die klappernd an das hölzerne Tor genagelt waren. Hatten sie etwa...?

Die Atmosphäre hier mußte ihre Sinne vernebeln. Skelette konnten doch gar nicht sprechen, was ein Irrsinn. Trotzdem lief der Novizin ein kalter Schauer über den Rücken, als sie ihren Weg durch die dunkle Eingangshalle fortsetzte. Überall glaubte sie Schatten zu sehen, gespenstisch geradezu. Das Hörnchen auf ihrer Schulter war ebenfalls erstaunlich ruhig, die großen schwarzen Äuglein starrten erregt in die Dunkelheit und der kleine Kopf zuckte nervös hin und her. Samantha erging es nicht anders. Sie fühlte richtig wie sich jedes einzelne Härchen ihres Körper aufrichtete.

Immer wieder drehte sich die Novizin im Gehen herum. Eine Schande dass sie ihre Augen nicht überall sein konnten, sie spürte die Gefahr richtig im Nacken. Als sie sich wieder nach vorn drehte, hatte sich urplötzlich eine Art Dämon direkt vor der jungen Frau materialisiert. Erschrocken stieß Samantha einen hellen Schrei aus und hielt sich sogleich die Hand vor den Mund, um den verräterischen Laut zu unterdrücken. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie das Viech an.



18.10.2002 18:32#306
Schattendämon "Was ist dein Begehr, Fremde." Der Dämon hatte sich nicht bewegt. Seine Stimme materialisierte sich im Kopf der Sumpflerin und auch in dem des kleinen pelzigen Wesens auf ihrer Schulter. Jedenfalls zeigten beide die üblichen Reaktionen. Während die Frau sich instinktiv die Ohren zuhielt, es aber schnell wieder aufgab, weil es nichts half, huschte das Eichhörnchen hinter ihren Rücken, wohl, um sich dort irgendwo zu verstecken. Der Dämon schwieg wieder und wartete auf eine Antwort.



18.10.2002 18:47#307
Samantha Es dröhnte in ihrem Kopf. Er drohte zu platzen. Instinktiv drückte sich Samantha die Hände vor die Ohrmuscheln, aber die Stimme ließ sich nicht aussperren. Eigentlich war es auch keine Stimme, es war einfach ein äußerst unangenehmes Gefühl in ihrem Kopf. Aber sie konnte es zu ihrer eigenen Verwunderung verstehen. Da sprach jemand zu ihr. Dieses Wesen da etwa?

Wieder meldete sich der Instinkt der Novizin. Wegrennen. Rennen so schnell sie ihre Beine trugen. Dummerweise aber waren ihre Knie so wachsweich dass sie die Beine nicht vom Fleck bekam. Wieso tat dieses Wesen ihr nur so weh? Gab es hier denn keine normalen Menschen? Oder war das eine Art Prüfung? Auch eine Möglichkeit die Besucherzahl gering zu halten.

Samantha spürte wie das Hörnchen sich tief im Nacken unter ihre Rüstung verkrochen hatte. Spürte es ebenfalls dieses Dröhnen im Kopf? Beim Schläfer, wo war sie nur hineingeraten.

Wenn dies jedoch eine Prüfung war, dann mußte sie hindurch. Schließlich wollte sie etwas Bestimmtes. Ihr lag viel daran. Diese Magier galten im Sumpf sowieso als etwas verrückt, jetzt wußte Samantha wenigstens weshalb sie diesen Ruf hatten... wer hielt es schon mit solchen Wesen unter einem Dach aus.
Zum ersten Mal blickte die junge Frau den Dämon direkt an. Eine schönheit war er ja nicht gerade. Aber was erwartete man auch bei so einer Aura. Ob sie ihm sagen sollte dass sie Nathano den Einhandlehrer suchte? Würde das Wesen sie dann fressen?
DIe Novizin zögerte.



18.10.2002 18:58#308
Schattendämon Und da füllte auch schon wieder das Hirn der Besucherin mit der schmerzenden Essenz des Dämonen, die folgende Mitteilung enthielt: "Der Einhandlehrmeister des Zirkels ist im Moment mit seinen eigenen magischen Studien im fortgeschrittenen Stadium beschäftigt. Verbringe die Zeit bis zu seinem Erscheinen im Refektorium, das sich linkerhand von dir befindet. Dort kannst du bei den hilfreichen Geistern die für deine Spezies so wichtige Nahrung entgegennehmen." Der Dämon verstummte und verschwand auch gleich noch, so daß die hophe Novizin alleine in der Eingangshalle stand.



18.10.2002 19:14#309
Samantha Wieder dieses schmerzhafte Dröhnen. Samantha kniff die Augen zusammen und harrte so aus, bis der Dämon ich wieder auflöste.
Vorsichtig öffnete sie wieder ein Auge und ließ dann sogleich das andere folgen. Das Refektorium. Bloß, wo war das? Hilflos blickte sich die Novizin um, als ihr mit einem Mal bewußt wurde dass sie genau davorstand.

Verwirrt fuhr sich Samantha durch die Haare. Seltsam, irgendwas mußte ihr den Weg gedeutet haben. Sie wußte nicht wie ihr geschah als sie plötzlich vor dem großen Saal stand.
Mit einem Mal bemerkte sie wie hungrig sie war. Also trat sie erstmal ein und ließ sich etwas Essbares bringen.



18.10.2002 20:29#310
{-NaThAnO-} Mit ausgebreiteten Armen und einem lauten Gähnen erwachte der hohe Schwarzmagier aus einem mehr oder minder gesunden Schlaf. Mit einem Satz stand er vor seinem Bett und schaute aus dem Fenster. Viel war nicht zu erkennen zu dieser Zeit, weswegen dieser Anblick schnell wieder von Nathano losgelassen wurde und sich selbiger mit seiner Robe bekleidete. Diverse Waffen ließ er liegen, da wohl kaum feindlicher Widerstand im Kastell unter den Dämonen zu erwarten war.
Ungewöhnlich fröhlich machte sich der hohe Schwarzmagier und Einhandlehrmeister nach magischer Versiegelung seiner Zimmertür auf den Weg zum Refektorium. Nach dem Allabentlichen Spaziergang durch die diversen Gänge und Hallen des Kastells kam Nathano leise vor sich hinpfeifend, wenn auch nicht gerade in perfekter Tonlage, durch eine Tür in das Refektorium. Sofort fiel ihm eine doch äußerst ansehnliche junge Dame an einem der wuchtigen Holztische sitzend auf.
Nach etwas längerem Beäugen sah Nathano auch den etwas verschreckten Ausdruck, welcher sich im Gesicht dieser jungen Dame spiegelte. Nur zu gut konnte sich Nathano an seine Anfangszeit hier im Zirkel erinnern, seine ersten Begegnungen mit den Dämonen und den doch manchmal ziemlich schräg angehauchten Bewohnern des Kastells. So gut, wie Nathano an diesem Tag gelaunt war, setzte er sich zu der jungen Dame, um ihr zu zeigen, dass doch vielleicht noch ein paar "normale" Menschen hier anzufinden seinen.

Der Rüstung nach zu folgen kam sie aus dem Lager des Sumpfes. Mit diesen Leuten hatte Nathano schon des öfteren zu tun gehabt und eigentlich bis auf den etwas gewöhnungsbedürftigen Geruch, den die Sumpfler durch ihr gemeinschaftliches Laster hinterher zogen, nur gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. "Seid gegrüßt schöne Dame, wie steht es um Euer Wohlbefinden? Oh entschuldigt meine Unhöflichkeit! Man nennt mich Nathano. Habt ihr das ehrwürdige Kastell mit seinem reichen Wissen aus einem bestimmten Grund aufgesucht?" Nathano war klar, dass kein normaler Mensch freiwillig den anstrengenden Weg hinauf zu dem doch etwas unheimlich wirkenden kastell auf sich nahm, ohne einem bestimmten Verlangen nachzugehen, aber sein Hauptziel war es ja auch erst einmal, diese junge Dame etwas zu beruhigen.



18.10.2002 20:55#311
Samantha Samantha war wirklich nicht sonderlich wohl in ihrer Haut. Am Essen lag es sicher nicht, es war einfach köstlich, auch wenn man den Inhalt nicht genau definieren konnte. Was der jungen Novizin den Apetit verdarb, waren die vielen seltsamen Wesen, ihres Erachtens allesamt Dämonen. Der Küchendämon kam ihr ja noch einigermaßen freundlich vor, aber der Rest bereitete der Frau einfach nur Kopfschmerzen.

Umso überraschter war Samantha als sie einem normalen Menschen gegenüberstand. Er war ganz normal durch die tür hereingekommen, auch hatte er keine seltsamen Deformierungen und schien auch sonst recht menschlich. Nathano, natürlich, den hatte sie gesucht. Woher wußte dieses seltsame Gebäude das bloß? Spukte es immer zur rechten Zeit die rechten Wesen aus? Ein wirklich gespenstischer Kasten.
Samantha nickte dem Mann zu, so freundlich wie es in ihrer derzeitigen Verfassung nur ging.
"Ich grüße euch, Nathano", ihre Stimme wollte noch nicht so ganz. Energisch räusperte sie sich, "ihr seid Einhandlehrmeister? Ich bin nämlich wegen eben eures guten Rufes hierhergekommen um in den Genuß eurer hochgeschätzten ausbildung zu kommen."
Herrje, was gab sie da von sich. Konnte man in diesen Hallen nicht normal reden? Etwas irritiert blickte Samantha ihren Gegenüber an und wartete auf seine Reaktion.



18.10.2002 21:08#312
{-NaThAnO-} Nathano schmunzelte. Es war Samantha sichtlich anzusehen, dass sie sich zu dieser Sprache zwingen musste. Nathano besann sich auf seine Bäuerliche Vergangenheit und versuchte weniger geschwollen zu reden. Wahrscheinlich würde das auch Samanthas Wohlbefinden weiter gut tun. Aber was wollte diese Frau? Sie wollte eine Ausbildung im Einhand und das würde gleichzeitig bedeuten, dass Nathano wohl oder übel gegen sie kämpfen musste, gegen eine Frau! Nicht das Nathano das Können des Weiblichen Geschlechts misachten wollte, doch verstieß ein Kampf gegen eine Frau gegen jegliche ethischen Gesetze, die Nathano in seinem ganzen Leben lang schon eingebläut hatte bekommen. Aber ihm würde schon etwas einfallen... wie konnte er auch nur den Wunsch einer Dame widersprechen?
"Wie könnte ich einem Wunsch einer solch schönen Dame nur widersprechen? .....Ok, lassen wir das geschwollene! Ähm, willst du, ich darf doch du sagen?, nur eine Grundausbildung oder hast du schon Erfahrung im Einhandkampf?"


18.10.2002 21:30#313
meditate meditate erwachte mit starken schmerzen im nacken und musste sich erst orientieren. warum hatte sie im sessel geschlafen und nicht in ihrem bett? sie sah sich um. dann fiel ihr langsam wieder ein, was in der nacht vorgefallen war.

aber wo war die kette mit dem kristall. ein stechender schreck durchfuhr sie bis sie das funkelnde ding zu ihren füßen entdeckte. prüfend hob sie es gegen das licht. der kamin funkelte durch das glasprisma, in dem sich der weiße rauch verzogen hatte. jetzt war dort ganz eindeutig ein mensch zu erkennen. es war manmouse! man musste zwar ganz genau hinsehen, weil er so winzig war, aber er war es eindeutig. irgendwie hatte er gemerkt, dass die hüterin ihn ansah. er drehte sich zu ihr und betrachtete sie mit in die hüfte gestemmten armen, als wollte er sagen "nun mach hinne, mädchen!"

meditate musste grinsen. endlich einmal konnte er sie weder mit vorwürfen überschütten noch sie mit seinen weisheiten langweilen. er war einfach niedlich - ein entzückendes spielzeug. warum sollte sie ihn eigentlich wieder hergeben? er war doch dort ganz gut aufgehoben? sie konnte ihn durch die gegend tragen, dadurch würde er etwas von der welt sehn und an ihrem leben teilhaben und niemand konnte ihm etwas tun. niemand konnte ihm schmerz zufügen und niemand konnte ihn verletzen. die aussichten waren einfach absolut verführerisch.
sie musste sich das mal durch den kopf gehen lassen. sie stand schließlich nicht unter zeitdruck. ihr väterchen konnte sich nicht beschweren und diese lächerliche liebesgeschichte in seinem hohen alter konnte sich auch nicht wiederholen. eigentlich war alles perfekt.

und sie selbst hatte das gefühl, ihren besten ratgeber immer bei sich zu haben. sie konnte ihn jederzeit befragen. er konnte zwar nicht antworten, aber die antworten würde sie sich eben selbst denken.

meditate würde die sache mal dem don vortragen. mal sehn, was der dazu sagen würde. vorsichtshalber steckte sie die kette aber erst mal unter ihre robe und verließ dann ihr zimmer.



18.10.2002 21:33#314
Samantha "Ich habe bereits eine Ausbildung im Einhandkampf gehabt", erwiderte Samantha. Ihre Augen sprangen immer wieder von den wohlgeformten Gesichtszügen des Mannes zu den herumschwebenden Dämonen. Hatte man denn hier nie seine Ruhe? Außerdem kam es der Novizin so vor als bewegten sich die Wände. Sie hätte schwören können dass die eine Bücherwand hinten links vorhin noch ein ganzes Stück weiter vorn gestanden hatte..

"Ich möchte bei euch eine Meisterin werden", verkündete sie, "ich hoffe doch ihr bildet auch Leute, die nicht dem Zirkel angehören, aus, oder?"


18.10.2002 21:54#315
{-NaThAnO-} "Aber natürlich!" Nathano kam immernoch nicht aus dem Schmunzeln heraus, welches sich aus den Beobachtungen der Sumpflerin ergab. "Die Dämonen machen dir nichts. Im Gegenteil! Wenn du etwas wissen möchtest, frage sie ruhig. Allerdings sind ihre Antworten für Menschen, die das nicht jeden Tag miterleben, etwas.....unangenehm, wie du vielleicht schon feststellen konntest... Auch wenn keine Dämon für dich zu sehen ist, denke, oder wenn du willst rede einfach deine Frage und ein niederer Dämon wird sich sicherlich manifestieren, um dir Antwort zu geben.

Ja, falls du mich suchen solltest, sind wohl das Refektorium oder die Bibliothek die beiden Anlaufstellen, bei denen du mich am ehesten finden kannst. Wenn ich an beiden Orten nich anzufinden bin, hinterlasse mir einfach eine Nachricht bei einem Dämonen oder schriftlich. Ach und nochwas: Die oberen Stockwerte des Kastells darfst du nicht betreten, das würde wohl schmerzhaft, wenn nicht tödlich für dich enden..."

Die letzten Worte sprach Nathano mit gedämpter Stimme, er wollte ja nicht unnötig Angst verbreiten. Sofort sprach er auch in viel fröhlicherem Ton weiter. "Ansonsten fühl dich einfach wie zu Hause! Ich werde dir dein zimmer zeigen, in dem du während der Ausbildungszeit nächtigen kannst. Ansonsten steht dir das Refektorium zum Essen und der Innenhof zum Entspannen bereit. Ja, soweit ist das glaube ich alles...morgen können wir mit der Ausbildung beginnen."
Nathanos Kehle war trocken von dem ungewohnten Reden, woraufhin er erst einmal einen guten Schluck Bier zu sich nahm, welches er sich während dem Gespräch in Gedanken bestellt hatte. Erst jetzt bemerkte Nathano den kleinen Begleiter, den Samantha mitgebracht hatte. Ganz vorsichtig lunzte er hinter Samanthas Kopf hervor und begutachtete den hohen Schwarzmagier peinlich genau. Auf die langsam zu dem Tier hingeführte Hand Nathanos´ antwortete es unverfrohren mit einem Biss. "Höi, ich mach dir doch gar nichts!" Der Satz wurde allerdings mit einem Lächeln untermalt.



18.10.2002 22:12#316
GlutaeusMaximus Der Schwarzmagier erhob sich für eine weitere Lektion. Viel hatte er gestern nicht gelernt, nur dass er nichst konnte und heute besser seine Kettenhemd und die zugehörige Hose anziehen sollte. Er wollte nicht schon wieder mit gebrochenen Rippen daliegen.

Nachdem er sich angezogen hatte ging er kurz auf einen Bissen ins Refektorium und dann direkt in den Übungsraum von gestern. Er hatte wieder seinen Stab mitgebracht, glaubte aber nicht, dass er ihn nutzen darf...



18.10.2002 22:44#317
Schattendämon Der Schattendämon erwartete den Hohepriester schweigend. Nicht, daß seine Stimme dem Magier noch sonderlich viel ausmachte. Irgendwann gewöhnte man sich an die Kopfschmerzen und spürte sie kaum noch. "Heute wirst du etwas über deinen Stab lernen. Du wirst lernen, ihn richtig anzufassen. Dein Kampfstab ist nicht nur als großer Knüttel zu gebrauchen. Er ist viel mehr. Sehr gute unter euch menschlichen Kämpfern vollführen damit recht virtuose Manöver.
Bis dahin wird es für dich allerdings noch ein weiter Weg sein. Um diesen Weg zu beschreiten, mußt du deinen Kampfstab blind kennen. Du mußt wissen, wie seine Gewichtsverteilung ist, du mußt wissen, wie du ihn anfassen mußt, um bestimmte Bewegungen damit auszuführen und du mußt als erstes wissen, wie du ihn bewebst, ohne dich selbst zu verletzen. Ihr Menschen seid so zerbrechlich. Eure Arme sind schnell ausgekugelt, eure Finger so schnell zertrümmert.

Übe also, mit deinem Stab über den Kopf zu kreisen, übe auch, mit einem Griff den Mittelpunkt des Stabes zu fassen. Übe weiterhin, in der Bewegung an deinem Stab umzugreifen, so daß du ihn später einmal während des Ausweichens immer in der für dich am vorteilhaftesten Position halten kannst. Ich habe hier einen Hindernisparcour für dich erschaffen." Hinter dem Dämonen tauchte eine Art Gasse auf, wie sie für Spießrutenläufe unter den Armeen dieser Welt verwendet wurde. Beschworene Kreaturen warteten darauf, dem Hohepriester eins auszuwischen, während er auf einer unnatürlich langen Planke über einem sich plötzlich auftuenden Abgrund entlang laufen würde.

"Die Gegner, die du siehst, werden vor allem nach deinem Stab greifen, versuche, ihn durch die nach ihm grapschenden Klauen hindurchzumanövrieren. Erst, wenn du es schaffst, mit deinem Stab am anderen Ende anzukommen, bist du bereit, die ersten Kampftechniken zu erlernen. Beginne nun und durchlaufe den Kurs, bis deine Kraft und Konzentration nachläßt."



18.10.2002 23:19#318
GlutaeusMaximus Der Hohepriester sah sich den Parcour lange an bevor er den Stab in beide Hände nahm und darauf zu schritt. Bevor er in die Reichweite der Kreaturen kam übte Maximus trocken. Er lies seinen Stab um seinen ganzen Körper kreisen. Erst langsam und dann immer schneller.

Häufig schlug er sich dabei selber oder quetschte seine Finger ein, vor allem dann wenn der den Stab mit der linken Hand führte. Das war seine schwache Seite und er würde noch viel trainieren müssen bis sie nur annähernd an die rechte heranreichte.

Bald konnte er den Stab um die Hüfte und um die rechte Schulter kreisen lassen ohne die Kontrolle darüber zu verlieren. Doch links sah es wie immer schwere aus, er hatte das Ohr zweimal erwischt und knapp darüber tropfte eine kleine Platzwunde an der Schläfe.

Nun wechselte er den Stab von der einen Hand in die andere, immer schneller und mit größeren Abständen, bis er die Arme nicht weiter auseinander halten konnte. Das klappte ganz gut. Nur sieben Mal ist ihm der Stab entkommen. Jedes Mal hatte ihn der Schattendämon gefangen, ohne sich zu bewegen... Auch wenn der Stab gar nicht in seine Richtung flog. Maximus grübelte noch über dieses Phänomen nach, als er sich das dritte Mal gegen das linke Ohr schlug.

Langsam wurde es Zeit sich in den Parcour zu wagen. Maximus betrat die Planke und musste sofort eine Hand von rechts mit einem schnellen Schlag abwehren. Dann das gleiche von links, schnell drehte er sich raus. Und verpasste dem Gegner ein Schlag auf die Hand.

Umso weiter er fortschritt, umso enger wurde es. Andauernd musste er sich herauswinden, wobei ihm seine fast perfekte Körperbeherrschung sehr zu gute kam. Doch viel zu häufig machte der Stab nicht genau das, was Maximus sich dachte und schließlich nach drei vierteln der Strecke verlor er ihn an ein Skelett, das unvermutet von hinten danach gegriffen hatte...

Er gab auf und lief zurück, dort drückte ihm der Schattendämon seinen Stab wieder in die Hand. Maximus verschnaufte eine Weile und bediente sich an den Heiltränken, die der Dämon bereitgestellt hatte. Als er wieder zu Atem gekommen war und seine Schläfe auch nicht mehr tropfte startete er einen zweiten Versuch.

Diesmal konzentrierte er sich auf das, was er bei Frost gelernt hatte. Die Bewegungen jedes Gegners abzuschätzen und so zu reagieren bevor der Gegner sich bewegte. Mit voller Konzentration tänzelte er ein zweites Mal über die Planke. Diesmal war er auf fast jede Bewegung vorbereitet und die wenigen die er nicht erwatet hatte, konnte er noch parieren.

Kurz vor Schluss stürzte sich ein kleiner geflügelter Dämon von oben überraschen auf ihn. Maximus wehrte gerade eine Attacke von rechts ab und bemerkte die Gefahr von oben erst im letzten Moment. Statt den Stab in Sicherheit zu bringen rammte er ihn mit voller Wucht nach oben. Die Kraft des Schlags summierte sich mit der hohen Fluggeschwindigkeit und der Stab bohrte sich durch den Dämon. Dieser löste sich sofort auf und Maximus war wieder damit beschäftigt Attacken von beiden Seiten zu parieren. Erschöpft aber zufrieden erreichte er das Ende der Strecke und Setzte sich erstmal hin...



18.10.2002 23:29#319
Schattendämon Der Schattendämon schwebte heran. "Gut. Das kannst du so lange üben, wie du willst. Du kannst bei jedem Durchgang noch etwas neues lernen. Schätze deine Gegner ein und sei auch auf Unvorbereitetes vorbereitet. Dein Schleichtalent hilft dir dabei. Diese Übung ist für heute alles, was ich dir beibringe. Sie zu beherrschen, ist notwendig für die folgenden Stufen der Lehre, doch reine Übungssache. Dies war Lektion Nummer zwei. Beim nächsten Mal werde ich dir beibringen, wie du einfache Attacken abwehrst. Übe hier, solange du willst. Deine Gerner stehen dir in diesem Raum noch länger zur Verfügung. Die Heiltränke hast du ja schon gefunden." Der Dämon verschwand im Nichts, diesmal ohne Rauchwölkchen.



18.10.2002 23:31#320
MaxPayneTopGun 10 Tage sind nun vergangen und er hat immer noch meditiert. Jetzt stand er auf. Sein Geist war ganz rein und sein Körper fit. Er hatte keine Bedürfnisse. Er wusste auch nicht was er tun sollte. Er saß einfach auf dem Bett. Er dachte, wann er endlich Lehrling wird. Er schaute nach draußen. Es war sehr dunkel... Nacht. Er legte sich aufs Bett und dachte und dachte und dachte... worüber. Was die anderen Kastell-Bewohner jetzt wohl machen? Er fasste den Entschluß etwas zu schlafen, obwohl er sich so fit fühlter, dass er weitere 5 Tagen keinen Schlaf brauchen würde. Aber was sollte et jetzt machen... NICHTS. Das war es ja. Er war kein Lehrling und durfte das Kastell nicht verlassen. Das einzige was er tun könnte wäre etwas in der Bibliothe zu lesen. Aber jetzt erstmal würde er schlafen. Und es geschah auch, er schlief ein...



19.10.2002 02:03#321
meditate meditate wollte den don sprechen. sie wollte ihm ihren schatz im kristall zeigen und nebenbei die erste prüfung abnehmen. aber sie fand ihn nicht. er war weder im labor noch in seinem zimmer. auch die dämonen wussten offensichtlich keinen rat. also konnte der don nur außerhalb des kastells oder in den mysteriösen kellern sein.

das war mehr als ärgerlich, denn ihren kleinen eingefangenen talisman wollte sie doch unbedingt zuerst ihrem ältesten freund zeigen. so setzte sie sich in den hof unter die esche und hielt das glitzerding immer wieder vor ihre augen. sie betrachtete es bei jeder möglichen beleuchtung. dann hielt sie es schräg und freute sich wenn das mäuschen im kristall die wand herunterrutschte wie bei einer schlittenparty. sogar auf den kopf stellen konnte man den kristall, dann machte das mäuschen niedliche kabolzüberschläge.

selbstverständlich ging meditate vorsichtig mit ihrem väterchen um. sie wollte ihn ja nicht verletzen.

ob der kristall auch die wärme leiten würde, wenn sie ihn über eine kerzenflamme halten würde? vielleicht war ihrem väterchen ja kalt?

dieses lustige spielzeug würde sie wohl nicht mehr hergeben. eigentlich hatte manmouse es in ihrem kristall doch viel besser als im wirklichen leben. niemand konnte ihm böses und sie waren für immer beisammen. hatte er nicht mal gesagt, das er das gern hätte.

meditate ließ die kette mit dem kristall rotieren.

"ooops. oh tut mir leid, mein lieber, hab nicht dran gedacht, dass dir schwindlig werden könnte. ich hör ja schon auf."

meditate steckte den kristall wieder unter ihre robe und ging zurück ins gebäude.



19.10.2002 03:34#322
Inachos Inachos hatte Tagelang im Bett gelegen und geschlafen - Sien Bruder hatte das einfach wesentlich besser weggesteckt als er. Langsam schob er seine Lider hoch... Mit schwachem Druck presste er seinen Körper empor und drückte den weichen Untergrund leicht nach unten. Kurz darauf stellte er verwundert fest das er in einem Bett lag. Nachdem er sich angestrengt umgesehen hatte began er nachzudenken... Er musste mit seinem Bruder reden. Dieser hätte sicher Antworten auf all seine Fragen... Vorsichtig schob er seine noch leicht verschalfenen Glieder aus dem Bett und stellte fest das er entsätzlich viele Knochen hatte, indem er das unangenehme Knacken welches er beim strecken hörte und spührte zählte.

Er stieß eine Gähnen aus und wackelte unsicher aufs Fenster zu. Kurzerhand stieß er es auf, so kräftig das er beinahe selbst aus dem Fenster gefallen wäre. Nachdem er wieder halt gefunden hatte atmete er einige mal tief ein und aus.
Plötzlich meldete sich ein Genosse den er schon längst vergessen hatte - Sein Magne knurrte. Freudig dachte er an die herrlichen Speisen die man hier erhalten konnte, ja, gar so herrlich das es sich alleine wegen dem Essen lohnte hier zu sein. Doch was ihn viel mehr interessierte waren die Bücher...
Um genau zu sein, das Wissen das er sich aneignen könnte wenn er all diese Bücher lesen würde. Diese Barriere war eine kleine Welt für sich - Genauso wie das Kastell ebenfalls eine kleine Welt für sich war. Eine Welt in der er noch so viell lernen konnte... Voller freudiger Erwartung machte er sich auf in die Eingangshalle um sich ein leckeres Mahl zusammenzudenken...



19.10.2002 04:13#323
GlutaeusMaximus Maximus übte verbissen weiter. Er wollte diesen Parcours meistern... Er rannte über die Planke, er schlich sich lautlos darüber, lief die Strecke rückwärts entlang... Viele Rückschläge entmutigten ihn anfangs, doch nach vielen Durchläufen und noch mehr Heiltränken versuchte Maximus es mit geschlossenen Augen. Vorher band er sich ein Seil um den Körper, da er nicht wusste, wo dieser Abgrund hinführte.

Er prägte sich seine Gegner ein letztes Mal ein und schloss dann die Augen. Er reagierte auf jedes Geräusch, das er hörte, auf jeden einen Lufthauch, den er spürte. Ohne Taumeln und mit nur zwei Berührungen passierte er die Strecke. Dann rannte er sie mit offenen Augen schnell zurück und rollte sich die letzten paar Schritte ab. Den Stab warf er dafür drei Fuß voraus, um ich aus der Rolle hinaus wieder aufzuheben.

Als auch diese Aktion geglückt war, grinste der Hohepriester zufrieden und verlies den Raum. Genug geübt, Zeit fürs Essen dachte er sich und ging ins Refektorium. Dort traf er auf einen jungen Magier in der Lehrlingsrobe der sich eifrig mit einem Braten beschäftigte, als er seit Tagen nichts mehr bekommen hatte...

Maximus setzte sich zu ihm an den Tisch und bestellte scharf angemachte Scavengerkeulen mit Reis.

„Guten Abend, euch habe ich hier noch nicht gesehen. Ihr müsst ein neuer Lehrling sein. Seit wann weilt ihr in unseren Hallen?“



19.10.2002 04:27#324
Inachos Inachos zuckte innerlich zusammen - Er hatte so bedächtig gekaut das er den herranschreitenden Magier garnicht bemerkt hatte.
"Guten Abend..." War es denn Tatsächlich Abend ? Nachdem er diesem merkwürdigem Buch zum Opfer wurde hatte er noch keine Möglichkeit herauszufinden welcher Tag denn heute ist oder wie spät es sei. Überhaupt war der Mann in der eindrucksvollen Robe der erste mit dem er sprach.

Als er endlich fertig gekaut hatte antwortete er :
"Guten Abend wünsche ich auch euch. Recht habt ihr, ich bin ein Lehrling. Inachos lautet mein Name. Ich bin mit meinem Bruder, Sazabi, hier angekommen. Wann das genau war weiß ich leider nicht... Und um ehrlich zu sein, ich weiß so genau im Moment garnichts. Ich bin noch nicht allzu lang wach. Ich habe in einem Buch gelesen und dann... Dann bin ich in eine Art Schlaf gefallen. Ich weiß nichtmal genau wie ich aus dem Keller hier her gekommen bin."

Inachos bemerkte wie verrückt das klang, und er hoffte intensiv das dieser Magier ihn nicht für Wahnsinnig halten würde. Obwohl... Er lebt in einem Kastell das von Dämonen sauber gehalten wurde.

"Wie ist denn euer Name ?"



19.10.2002 04:47#325
GlutaeusMaximus „Mein Name ist Maximus. Ich bin Hohepriester der dunklen Mächte.“
Maximus legte seinen Kampfstab ab, während das Essen vor ihm auf dem Tisch auftauchte. Der Schwarzmagier nahm sich erstmal eine Scavengerkeule und tunkte sie in die scharfe Soße. Dann biss er große Stücke um sie genüsslich um Mund zu zermahlen. Die Soße tropfte ihm dabei am Kinn herab. Als der erste Hunger gestillt war wischte er sich den Mund mit dem Ärmel sauber und sprach weiter:
„Euere Geschichte klingt seltsam, aber das ist nicht die erste dieser Art, die ich im Kastell vernehme. Unsere Gemäuer sind voller Magie. Das Haus lebt. Einige dieser Zauber verstehen wir, ein paar wissen wir sogar zu nutzen. Doch vieles liegt noch immer weit hinter unserem Horizont.“

Maximus streckte die Hand aus und direkt davor am Tisch tauchte ein Glas kalter Apfelsaft auf. Der Schwarzmagier nahm es in die Hand und trank die Hälfte auf einmal leer. Dann wandte er sich wieder an den Lehrling:

„Wir hatten vor einiger Zeit Besuch einer riesigen Ratte. Sie hat einen Dämon getötet und wir haben dem Finder zuerst nicht geglaubt. Doch später stellte sich heraus was sich alles in unserem Keller verbarg. Diese Ratte war nicht alleine...“

Mit Schaudern dachte er an die Jagd nach der Ratte zurück, an den grünen Kristall der ihr die Machte verlieh... und wie dieser das Leben des Hohepriesters verändert hatte...



19.10.2002 07:59#326
meditate irgendwann war die hüterin zu einem kurzen nachtmahl ins refektorium gekommen und hatte die beiden aus ihrem gespräch gerissen.

"wollt ihr nicht endlich ins bett? vor allem du, maximus, solltest trotz aller heiltränke deinem körper auch die nötige regenration gönnen."
die beiden nickten und verzogen sich in ihre zimmer.

meditate legte sich später auch ins bett, nicht ohne ihrem väterchen eine gute nacht und schöne träume zu wünschen.



19.10.2002 10:07#327
Red_wolf Red_wolf wachte in seinen Zimmer auf. Er konnte sich nicht erinnern, was er hier tat. Er ging raus auf dem Flur und guckte sich um. Dann kam ihm ein Dämon entgegen.
Wolf fragte ihm: "Wo bin ich hier, ich kann mich nämlich nicht erinnern?" Der Dämon sagte zu ihm, daß er im Kastell sei. Wolf ging dann wieder auf sein Zimmer und überlegte.
Ganz langsam kam seine Erinnerung wieder. Das er ein Magier sei. "Ich wollte doch noch was machen, nur was??? ", überlegte Wolf sich. Dann ging er wieder auf dem Flur und ging zu Zavalons Tür, als er da war, klopfte er an Zavalons Tür aber nichts passierte. Dann wollte Red_wolf zum Einhandlehrer, aber er hatte vergessen wer das war. Also fragte er den Dämon wer es sei. Der Dämon zeigte auf Nathanos Tür
und sagte zur ihm: "Dahinten ist seine Tür, aber er ist nicht da. Soll ich ihm was ausrichten?"
"Nein, brauchst du nicht.", sagte Wolf zum Dämon. Dann ging Red_wolf in die Küche um sich einen kleinen Snack zu holen und schrieb für Zavalon ein Zettel:
Hi Zavalon hier ist Red_wolf.
Wenn du nachher Zeit hast dann komm doch mal in die Bücherei, ich halte mich da bis heute abend auf.

Als Wolf den Zettel geschrieben hatte schob er ihn unter Zavalons Tür und ging geradewegs in die Bücherei.



19.10.2002 10:51#328
Sazabi Sazabi wachte mit dem Gefühl auf, dass er etwas vergessen hatte. Er wusste noch nicht, was genau, deshalb beschloss er, etwas Frühsport zu treiben, indem er den steilen Weg, der zum Kastell führte, drei mal hoch und hinunter lief. Er wollte sich fit halten, obwohl er wusste, dass das unmöglich war, wenn man, wie er, 90% des Tages mit lesen und Essen verbrachte.

Als der Lehrling einige Zeit später erschöpft durch das Tor des Kastell schreiten wollte, knallten ihm die Skelette das Tor vor der Nase zu. Plötzlich fiel es ihm wieder ein: Der Armknochen, den er dem linken Skelett versprochen hatte! Er musste ihn dringend besorgen, sonst würde er hier wohl nicht mehr so schnell hineinkommen.

Er erbat eine letzte Frist bei den knochigen Torwachen und ging dann Inachos suchen. Sein Bruder war ja eigentlich mitschuldig, also würde er auch mit ihm suchen müssen. Sazabi musste sowieso mal wieder in eines der Lager, sein todschicker Hut war in den unterirdischen Gewölben der Kastells verloren gegangen.




19.10.2002 13:45#329
Samantha Raum und Zeit schienen still zu stehen. Irgendwann erwachte Samantha und starrte noch lange an die hohe Decke. Es war dunkel in dem Raum, wie immer. Man konnte nicht sagen ob es Tag oder Nacht war, die Novizin hatte jegliches Gefühl dafür verloren. Das machte ihr Angst.

Schnell richtete sie sich in dem Bett auf. Sie mußte aufstehen. Während Samantha sich in der Dämmerung anzog, bemerkte sie immer wieder einen der feinen Schwaden vorbeiziehen, die hier im Kastell allgegenwärtig waren. War man denn hier nirgendwo allein? Ertappt krallte sie sich schnell den Rest ihrer Rüstung und zog ihn über. Nicht dass noch einer dieser Dämonen ihr etwas abguckte.

Als diese Hürde genommen war, machte sich Samantha auf den Weg zum Refektorium. Ihr Magen meldete sich schon wieder. Scheinbar hatte sie einige Stunden geschlafen.
Das Hörnchen hatte sich nicht aus seinem Versteck hinter Samanthas Kopfkissen getraut, doch jetzt sprang es eilig hervor und erklomm die Novizin, um sich wieder in ihrer Rüstung zu verstecken. Das Kastell war eindeutig nicht der geeigneste Ort für ein abergläubisches Eichhörnchen.
Im Refektorium angekommen ließ sich Samantha ein saftiges Scavengersteak bringen. Ein ungewöhnliches Frühstück zwar, aber in Anbetracht der nichtvorhandenen Tageszeit störte das Samantha kaum.



19.10.2002 14:18#330
Inachos Inachos saß in seinem Zimmer vor einem kleinem Kamin und bewunderte die Schönheit des Feuers. Gebannt starrte er in die tanzendne Flammen wie sie einander umschlangen und wieder zuboden rißen, nur um danach wieder gen Himmel zu schnellen. Plötzlich sprang die Tür auf und Inachos zuckte zusammen - "Was war das ?!" Schnell drehte er sich in Richtung Tür und erblickte seinen Bruder.
"Sazbai ? Ich habe so viele Fragen - Gut dich endlich zu sehen !" Doch dieser ignorierte diesen Satz. "Komm mit... vorhin wäre ich beinahe nicht mehr ins Kastell gekommen, wir müssen dem Skelett endlich einen Knochen geben !"
Inachos erinnerte sich an seine törrichte Tat...
"Sicher, du hast recht... Wollen wir nicht vorher noch etwas essen ?" Sazabi dachte kurz nach und gab seinem Bruder dann zu verstehen, er solle ihm folgen, was dieser dann auch hurtig tat....



19.10.2002 14:31#331
PropheT Die vorangegangenen Ereignisse waren nicht spurlos über den Priester hinfortgefegt. Die körperlichen Gebrechen wichen schnell den Heilkünsten der Hüterin, aber sein Geist, so hatte es den Anschein, verweilte jenseits der Realität, oder was man im Allgemeinen als diese erachtete.

Anteilnahmslos kauerte PropheT auf seinem Krankenbett. Sein Blick lag starr auf dem Fenster, das die morgendlichen Sonnenstrahlen durch das gesprenkelte Glas fallen ließ. Die Realität verabschiedete sich langsam und die Welt zeichnete nun ihre eigenen, neuen Formen und Konturen, durch die glänzenden Augen des Schwarzmagiers ab..........


Vor dem Fenster tanzten nun kleine Irrlichter auf dem sich schlängelnden und zitternden Boden. Wagte man einen intensiveren Blick in Richtung der kleinen, tanzenden Lichter, so konnte man erkennen, wie sich langsam kleine Gesichter in dem gleißenden Licht abzeichneten. Anscheinend hielten die kleinen Kerle gerade eine Soiree ab.
Der Empfang galt, der mit kleinen goldenen Trompeten und Fanfaren an Ausdruck gewann, einem korpulenten Irrlicht mit einer fetttriefenden Schürze, auf der mit großen, roten Buchstaben stand „Praise the Chief“.
Unter tobendem Beifall schmiß der Koch Grillgut aus den erlesensten Fleischsorten in die in Trance verfallene Menge. Das Jahrtausend Barbecue konnte beginnen.
Der Koch, dem aufgrund seines Berufes auch das Amt des Vorkosters, als positiver Nebeneffekt innewohnte, verschlang ein Wurst nach der anderen und wuchs somit immens an.
Bald hatte er sich von seinen Untertanen abgehoben und setze mit seinem Kopf schon an der Bettkante an.
Immer größer würde der fette Koch und als er Auge in Augen mit dem Priester stand, streckte er seinen wulstigen Finger in Richtung PropheT und sprach: „Duuuuuuuuuuuu.......Unwürdiger, du hast die Grillkultur vernachlässigt, du verdammter unwürdiger Narr......Doch ich gebe dir noch eine letzte Chance, huldige dieser goldenen und saftigen Wurst.......Du weißt, was zu tun ist!“. Das lezte Wort verhallte in dem Raum und zeitgleich wurde der Koch und seine Untertanen vom wabenden Erdboden verschluckt.

„ Die goldene Wurst. Lange war sie verschollen, doch nun endlich ist sie MEIN.“ Murmelte der Priester freudig und verzehrte sie im Nächsten Augenblick. Getrieben vom tosendem Meeresrauschen, verließ der Schwarzmagier sein Krankenzimmer, um sich in neue, nie dagewesene und beispiellose Abenteuer zu stürzen .

Zuvor legte er sich aber noch einen alten, grauenbraunen Morgenmantel an, schlüpfte in seine polierten Dackellederhausschuhe, schnitt sich aus seiner Wasserpfeife zwei runde Glasscheiben und verband diese mit einem dünnen Metallgestell, das er unter seinem Bett gefunden hatte. Mitsamt „Lichschutzgläsern eingebettet in dünnes Metall“ und seinem Schwert, sollte er auf alle kommenden Überraschungen vorbereitet sein.

Entlang dem reißenden, grünen Fluß, den er über kleine Steine überquerte, die sich vom Flußbett ihren Weg an die Oberfläche bahnten, mündete der Verlauf des glitzernden Wassers im Refektorium.

„Willkommen Sire, was kann ich für Euch tun. Euch zu dienen wird mir eine Ehre sein. Eure Anwesenheit bringt mich in Verlegenheit. Sprecht o(h) großer Meister und gebt mir Tiernamen.“ Sprach ein Dämon in einem edlen Frack, der sich am Boden windend auf PropheT zubewegte.


„Ruhig Blut, mein werter, häßlicher Freund. Erhebt Euch oder wollt ihr an einem gar fürchterlichen Rückenleiden, am Zenit Eures Daseins, von Dannen ziehen. Ich bin PropheT, ein Prophet, ein Verkünder, das nichts wissende Allumfassende, der Hoshi, der dir Verborgenes verkündet, auch wenn du es nicht hören willst. Der Meister der inhaltsleeren und gepflegten Konversation, die oft an ihrem tiefsinnig Element der Kommunikation in ein falsches Licht gerückt wird. Ich bin PropheT, aber nenne mich einfach DEN PROPH.

Nun ich hätte gerne eine erfrischendes, alkoholisches Getränk. Einen „Weißen Russen“.
Der setzt sich wie folgt aus den kommenden Zutaten zusammen:

1 fingerbreit Kahlua


2 fingerbreit Vodka, ich bevorzugen den Glasklaren von meinem Freund Smirnoff aus dem Alten Lager


1 Schuß Milch
.............“

In Windeseile preschte der Dämon in die Küche und kam in wenigen Minuten mit dem gewünschten Objekt zurück.

„Hier, Sire....entschuldigt... PROPH, Eure Getränk.“

„Vielen Dank mein untersetzter, häßlicher Freund“ antwortete PROPH.

Der vorhin erwähnte Vorgang wiederholte sich ungefähr 29 mal, bis der Schwarzmagier koordinationslos aufstand und sich auf einer langen Holzbahn wiederfand, an dessen Ende seltsame, weiße Kegel standen.
Vor seinen Augen erblickte er eine rosarote Kugel, die mit drei Löchern versehen war und auf der gegenüberliegenden Seite, könnte man folgenden Schriftzug erkennen: „Eigentum von Jesus“.

Der PROPH wußte zwar nicht, wer Jesus war, aber instinktiv steckte er seine Finger in die Löcher, nahm Anlauf und warf die Kugel in Richtung Kegel. Der PROPH fand gefallen an dem Spiel und schleuderte eine Kugel nach der anderen gegen die Kegel.....................



Um die geistige Verfassung des Patienten war es wirklich nicht gut bestellt. Außenstehende konnten nur einen langhaarigen, vezottelten Priester, in einem alten Morgenmantel erkennen, der seine Augen hinter zwei dunklen, runden Glasscheiben versteckte und Schädel von gerade enthaupteten Skeletten, die er kurz zuvor beschworen hatte, in die Silberbesteck-Vitrinen des Refektoriums schleuderte.

Ein heftiges und ohrenbetäubendes Klirren von zerberstendem Glas und Metall raunte durch die Korridore des alten Kastells.



19.10.2002 14:35#332
Sazabi Die beiden Brüder machten sich auf den Weg in Richtung Altes Lager. Sie meldeten sich beim Schattendämon ab, der freundlicherweise nichts erwiderte, sondern es Stillschweigend zur Kenntnis nahm. Dies ersparte ihnen heftige Kopfschmerzen.
Den Skeletten am Tor versicherten sie, dass sie innerhalb kürzester Zeit mit einem Unterarmknochen, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte, zurück kommen würden. Sazabi und Inachos waren beide gut darin, geschwollen Reden zu halten, sodass sie die Torwächter völlig überzeugen konnten und eines sogar noch fragte, ob man ihm nicht noch ein Zehenknöchelchen ersetzen könne.

Die beiden Lehrlinge versprachen, danach Ausschau zu halten und schritten dann würdevoll den Berg hinab. Sie würden diesen Primitivlingen in den Lagern schon zeigen, was Würde und Anstand bedeutete. Und dieser Knochen war ja bei ihren Fähigkeiten auch kein Problem. Sazabi hatte schon viel schwierigere Aufgaben gelöst (was er stets gern und oft jedem, der es hören wollte, erzählte).



19.10.2002 14:46#333
Samantha Samantha zuckte unwillkürlich zusammen. Welch ein grausamer Ort zur Nahrungsaufnahme! Jetzt saß da doch tatsächlich so ein alter Kauz und schleuderte knorrige Schädel durch die Luft. Die Novizin konnte sich gerade noch so ducken um nicht von einem der toten Geschosse getroffen zu werden. War das ein Zeichen?

Es war ein Zeichen. Samantha biß immer größere Stücke von ihrem Scavengersteak ab und auch ihre Essgeschwindigkeit nahm rekordverdächtige Ausmaße an. Um nichts in der Welt wollte sie hier länger zubringen als nur nötig. Sie hoffte dass ihre Ausbildung bald vonstatten ging, lange hielt sie es sicher nicht mehr in diesem Kasten aus ohne selbst verrückt zu werden. Außerdem hatte ihre Ration Sumpfkraut schon beachtlich an Masse verloren. Die Beruhigung der Nerven war hier nötiger als irgendwo sonst.

Hastig schaute sie zu dem alten Zottelfreak hinter den dicken Brillengläsern hinüber. Er war eindeutig gefährlich, gab es hier denn keinen der ihn wieder einfing? Man mußte sich um den Kerl kümmern, ihn frei herumlaufen zu lassen war ja gemeingefährlich.
Eilig stopfte Samantha das Fleisch in sich hinein. Sie wollte keinesfalls das erste Opfer dieses wirren Kauzes werden.



19.10.2002 15:32#334
{-NaThAnO-} Ungewöhnlich früh erhob sich Nathano aus seinem Bett. Der Grund waren die anderen Schlafgewohnheiten der dieser "normalen" Menschen. Seit langem konnte er wieder einmal die Sonne beobchten, wie sie in den Innenhof schien und die schönen Blumen, vor allem die immergrüne Esche, in ein idyllisches Bild verwandelte. Hoch oben in der Luft zwei Raben, die Nathano schon seit Anfang seiner Zeit hier im Kastell beobachten konnte. Nur selten waren sie einmal nicht zu sehen.

Nathano warf sich in volle Kampfbekleidung. Erst die Robe, dann der prachtvolle Gürtel, welcher die Runen Nathanos´ beherbergte, und schließlich Gladius Morti, welches seinen Platz in der Schwertscheide des Gürtels einnahm. Ein letzter prüfender Blick noch in den Spiegel, mit anschließenden kleinen Schönheitskorrekturen, und der hohe Schwarzmagier und Einhandlehrmeister verließ nach magischer Versiegelung seiner Tür die oberen Stockwerke und begab sich auf den Weg zum Refektorium.

Im Refektorium angekommen, sich Nathano nach kurzem Schmunzeln über den Propheten zu Samantha, die aus für Nathano unerklärlichen Gründen aß, als ob es ihr letzter Tag sei... Ihr kleiner Begleiter verschwand nach dem ersten Blickkontakt so schnell er konnte wieder in Samantha´s Rüstung. Mit einem Lächeln setzte sich Nathano zu seiner Schülerin. "War die Nacht erträglich? Ich hoffe, Ihr habt euch gut erholt, es werden zwei anstrengende Wochen vor Euch liegen. Wenn Ihr wollt, können wir auch gleich anfangen, aber ich will nicht, dass Ihr Euch in Eile begebt!" Im selben Augenblick erschien ein Moleratbraten vor Nathano auf dem Tisch, welchen er auch sofort anfing zu sich zu nehmen.


19.10.2002 15:56#335
Samantha Kaum war das letzte Bisschen verputzt, da verschwand der Teller auch schon wieder vor der Novizin. Dabei wollte sie doch noch mit einem Stück Brot diese köstliche Sosse aufbrauchen... Naja dann eben nicht.

Nathano war neben ihr erschienen und begann einen lecker duftenden Braten zu verspeisen. Herrlich sah das aus, Samantha mußte sich wirklich beherrschen um sich nicht auf das knusprige Molerat zu stürzen. Aber sie sagte sich dass zuviel Essen nicht gerade der Figur förderlich sei und außerdem trainierte es sich mit vollem Magen auch nicht sonderlich gut. Also widerstand Samantha der Versuchung und leckte sich lediglich ein bisschen restlichen Scavengergeschmack von den Lippen.

"Ich würde gerne so bald wie möglich beginnen", verkündete sie. Keinen Tag länger blieb sie in diesem Irrenhaus. Wieder fiel ihr Blick auf den zotteligen Bademantelirren. Und sie dachte schon es gäbe nichts Schlimmeres als diese Dämonen..



19.10.2002 16:10#336
{-NaThAnO-} "Sehr schön, sehr schön..." Nathano schluckte seinen letzten Bissen für heute Morgen, den Rest des Essens verschwand auch sofort wieder im Tisch. "Dann folgt mir bitte!" Nach Säuberung seines Mundes machte Nathano eine einladende Handbewegung und verließ mit Samantha das Refektorium. Doch kurz blieb Nathano noch einmal in der Tür stehen und drehte sich um. "Ähm, PROPH, ich habe nichts dagegen, dass Ihr Euch ein bisschen Spaß gönnt, aber ich bin gespannt, wie die Hüterin auf dieses Chaos reagieren wird..." Mit einem Kopfschütteln ging Nathano weiter.

Nach kurzem Fußmarsch durch die verschiedenen Gänge des Kastells kamen Schülerin und Meister bei den Übungsräumen an. Nathano öffnete eine Tür, gebot Samantha Eintritt und schloss die Tür wieder hinter sich. "Nungut, werte Dame, dann zeigt einmal, was Ihr könnt! Greift mich an!" Nathano zog Gladius Morti und begab sich in Abwehrhaltung, bereit, auf den kommenden Angriff. Seine Mine verdunkelte sich um einiges. Es war kaum noch nettes in seinem Gesicht zu sehen, was auf vollste Konzentration schließen ließ.



19.10.2002 16:39#337
Samantha Die Hüterin? Eine herrische alte Schreckschraube? Samantha konnte sich diese Person schon bildlich vorstellen. Jemand also dem man lieber nicht im Dunkeln begegnen sollte. Dummerweise war es fast im ganzen Kastell dunkel, zumindest in den Räumen die Samantha bisher gesehen hatte.

Sie mußte ihre Gedanken unterbrechen. Vor ihr stand Nathano und sein Gesichtsausdruck sah nicht so aus als wolle er weiterplaudern. Es ging zur Sache.
Samantha räusperte sich und zog ihren Einhänder aus der Scheide. Das Geräusch war für das Hörnchen ein eindeutiges Zeichen, jetzt ging das schon wieder los. Eilig suchte es das Weite und verkroch sich auf einem Balken des Trainingsraumes. Alles war besser als die scharfte Klinge, mit der die Novizin da herumfuchtelte. Sogar ein Gespensterkasten wie dieser war nichts dagegen. Böse fauchte es einen herumschwirrenden Dämonen an und hoffte dann, dass die Frau bald fertig sein würde.

Samantha stellte sich indessen in Position. Ihr war durchaus bewußt dass der Lehrer wissen wollte, wie gut sie schon war. Also würde sie ihr bestes geben. Ihre Augen wurden schmäler. Konzentriert blickte Samantha ihrem Gegenüber direkt in die Augen und griff dann an.



19.10.2002 17:21#338
Red_wolf Zavalon schien nicht mehr zu kommen.
Also ging Red_wolf nach draußen in den Wald.
Shakuras hatte ihm dort im Wald mal ein sehr ruhiges Plätzen gezeigt.


19.10.2002 21:06#339
Red_wolf Als Red_wolf im Kastell angekommen war, ging er noch mal ins Refektorium und nahm sich eine Scavangerkeule
und biss immer kleine Stückchen ab und trank noch eine Flasche Wasser. Dann ging Wolf wieder in die Bioblethek
um sich wieder das Buch zu widmen das er heute angefangen hatte zu lesen.


19.10.2002 21:33#340
{-NaThAnO-} Jedes Mal hallte ein Klirren durch den Übungsraum, als die Klingen der beiden Schwerter aufeinander trafen und einen kleinen Funken erzeugten. Bei diesem Kampf hiel sich der einhandlehrmeister sehr in der Defensive, um erst einmal Technik und Geschick seiner Schülerin auszuloten. Sein Blick richtete sich während dem Kampf größtenteils auf die Schwertführung und Bewegung Samanthas´, weniger auf die klinge selbst, die vorerst eher weniger mühsam abgewehrt werden konnte. Doch das Ziel dieser Ausblildung war ja die Meisterung dieses Aspektes.
Nach ca einer halben Stunde dauerhaften Angreifens von Seiten Samanthas´ hatte der hohe Schwarzmagier genug gesehen und ging urplötzlich zum Angriff über. Die überraschte und mitlerweile etwas erschöpfte Samantha konnte nur noch wenig Widerstand bieten. Nach vier schnell hintereinander geführten Schlägen wandte Nathano einen kleinen Drick an, indem er Samanthas Führhand nahm, in Schlagrichtung zog, Samantha somit um 180° drehte und ihr von hinten im Körperkontakt die eigene Klinge an den Hals hielt.

"Nicht schlecht, nicht schlecht.... Doch währe es nicht schade ein solch schönes Gesicht zu verunstalten?" Nathano nahm die Klinge herunter, blieb aber hinter Samantha stehen und sprach in gedämpfter Stimme weiter. "Ich werde dafür sorgen, dass so etwas nie passieren wird. Für heute habe ich genug gesehen, morgen werden wir die Ausbildung fortsetzen. Ich werde Euch im Refektorium antreffen. Ich werde Euch den Weg zurück zu Eurem Gemach zeigen, folgt mir." Nathano drehte sich um und ging zur Tür des Übungsraumes, um der Dame die Passierung der Tür zu vereinfachen. Vor dem Gästezimmer verabschiedete sich der hohe Schwarzmagier mit einer leichten Verbeugung und verschwand dann in den verwinkelten Gängen des Kastells.



19.10.2002 22:56#341
olirie Olirie hatte das Buch durchgelesen und hatte sich eine interessante Seite gemerkt. Auf dieser stand das Rezept für eine Pilzsuppe. Dies klang so schmackhaft, dass olirie gerne mal die Suppe kosten würde. Also verlies er die Bibliothek und ging in Richtung Küche.

In der Küche legte der Schwarzmagier dem Küchendämonen das Rezept vor und dieser begann, es zu kochen. Er tat etwas Milch in einen Topf, gab Gewürze und Pilze dazu und einige andere Zutaten, von denen olirie nicht wusste, was es war. Dann war es zubereitet und er konnte kosten. Es war ein traumhafter Geschmack, nur leider war die Suppe scheinbar etwas heiß geraten. Doch da dieser Zustand nur von kurzfristiger Dauer war, konnte der Schwarzmagier bald schon eine perfekte Pilzsuppe essen. Dann hatte er den Teller geleert. Gut gesättigt rieb er sich den prallgefüllten Bauch. Er ging nun zu seinem Zimmer, in der Hoffnung, dass das Bett nun fertig bezogen sei.

Als olirie sein Zimmer betrat, machte sich ein kleines, zufriedenes Lächeln auf seinen Lippen breit. Das bett war fertig bezogen. Olirie legte den Gürtel und die Robe ab und legte sich dann in das Bett. Die Bettwäsche och frisch gewaschen und fühlte sich auch so an. Bald schlief er dann ein.



20.10.2002 01:40#342
stressi Stressi und Champ kamen den steilen Berg hinauf. Immer wieder verfluchte der hohe Baal den niederen ob dieser saublöden Idee, mitten in so einer kalten und unfreundlichen Jahreszeit so eine lange Wanderung zu machen. Der niedere Baal schaffte es nur, den großen bei Laune zu halten, indem er ihm immer wieder erzählte, dass er es ohnehin nicht schaffen würde. Das provozierte den Champ und er hielt eisern durch.
Jetzt standen sie vor dem Tor, das heißt, noch in gebührendem Abstand und der Champ zog wieder seine Mütze über.
Stressi grinste. Das versprach interessant zu werden.



20.10.2002 01:47#343
Champ der baal wollte doch mal sehen, ob die skelette, die hier die torwächter spielten, ihn sehen konnten, wenn er unter dieser wunderlichen mütze steckte. seltsam war dieses zauberding schon und würde gegen dämonen sicher nicht helfen. vielleicht aber konnte man die gerippe, die hier die torwächter spielten, ein bisschen ärgern.
trotzdem fiel ihm ein, dass er kein eintrittsgeld für das kastell mit hatte. Sagmal Stressi, hast du dir schon überlegt, was du in die komische Opferschale am Eingang werfen willst ?



20.10.2002 02:04#344
tor zum kastell "Oooooh, wir bekommen Besuch! Begrüße mal die beiden Herren, die uns so spät in der Nacht besuchen kommen. Kennst du die?"

"Bist du besoffen und siehst alles doppelt? Das ist doch nur ein mickriger Baal."



20.10.2002 02:09#345
stressi "he, zumindest eines sieht dich nicht."

Der Baal trat ein bisschen näher an die Gerippe heran.

"Guten Morgen, meine Herren. Ich begehre Einlass und wünsche die Hüterin zu sehen!"



20.10.2002 02:12#346
tor zum kastell "Du kannst ja rein, aber was ist mit deinem so schlecht sichtbaren Freund? Der darf natürlich nicht rein. Wer sich nicht zeigt, hat Böses vor."
"Sag mal, spinnst du? Da ist nur einer! Ich glaub, du brauchst ein Augenglas oder du musst endlich abgelöst werden. Du hängst entschieden zu lange hier."
"Und dir fehlt die Erfahrung, du Frischling. Ich sehe da etwas, dass wie ein Mensch aussieht, aber nicht zu sehen ist."



20.10.2002 02:13#347
Champ Hey, mit denen unterhält man sich doch nicht. Die sind doch tot. zum beweis seiner aussage hämmerte der baal mit einem kleinen stöckchen auf den köpfen der beiden skelette einen rhytmus, der ihm noch von der letzten nacht im ohr lag.
Komm, lass uns reingehen. Hier draussen wirds kalt.



20.10.2002 02:22#348
tor zum kastell "hast du das gesehn? jetzt hat uns etwas geschlagen, dass nach deiner vorstellung gar nicht existiert. ich wusste es. ich hab wieder mal recht gehabt. da versucht sich was unsichtbares einzuschleichen.

Schaaatendäääämoooon. Zu Hiiiiilfeeee!"

"Spinnst du? Das schaffen wir allein. Immerhin verfügen wir über 256 Knochen. Und du hast die auch noch mal. Damit werden wir sie ha wohl in die Flucht schlagen können. Aaaaattackkkke!!!"



20.10.2002 02:25#349
stressi "Ach du Scheiße, komm schnell. Wir müssen flüchten. Nimm die Mütze doch lieber ab, sonst kommen wir hier nie rein."

Diese blöden Gerippe begannen doch wirklich mit ihren Knochen nach ihnen zu werfen und das tat auch wirklich weh. Die trafen nämlich. Sie selbst wurden dabei zwar immer weniger, aber sie selbst würden auf diese Weise nie ins Kastell kommen.



20.10.2002 02:29#350
Champ champ hielt sich schützend die hände vors gesicht, als plötzlich die knochen durch die luft flogen.
Hey, was soll das denn jetzt ?
Stressi, einfach in Deckung gehen und auf keinen Fall die Knochen zurück werfen. Pass auf, die sind bald alle. Als ausgebildeter Heiler kann ich dir versichern, dass die Anzahl der menschlichen Knochen begrenzt ist. Dann haben wir auch wieder Ruhe.



20.10.2002 02:36#351
tor zum kastell "Na toll, und wo bekommen wir Ersatzmunition her? Meine Knochen sind gleich alle. Immerhin hab ich einen weniger als du!"

"Ach, Meditate wird das schon machen. Wir müssen sie nur fragen, di macht die Knochen wieder ran. Wo bleibt denn der blöde Schattendämon! Ich bin gleich weg!!!!!"



20.10.2002 02:51#352
Don-Esteban In dem Moment schwangen die Torflügel auf, was die Treffsicherheit der Würfe der Skelette beträchtlich verminderte. Der Don hatte den Lärm gehört und ließ es sich nicht mehmen, selbst nach dem rechten zu schauen. In Erwartung eines Angriffs der Orks, die es mal wieder auf die Schätze des Kastells abgesehen hatten oder vielleicht auch einfach nur betrunken waren und so auf seltsame Angriffspläne kamen, hatte er schon die Hand an der Beschwörungsrune, als er des tatsächlichen Urhebers des Lärms gewahr wurde.

"Was machst du hier für einen Lärm? Einer alleine und so ein Gezeter hier." Dann hielt er kurz inne. "Moment mal, bist du nicht derjenige, der mal wegen Tötung eines Dämons angeklagt wurde und nur wegen eines bedauerlichen Verfahrensfehlers freikam? Oder sowas in der Richtung? Was führt dich hierher zurück? Willst du etwa gestehen? Ich fürchte, dazu ist es zu spät. Gegen das Urteil kann leider keine Berufung eingelegt werden." Bemüht mitleidig* sah er den Sumpfler an. Hoffentlich war der jetzt nicht zu enttäuscht.



*In sowas hatte er nun wirklich keine Übung.



20.10.2002 02:51#353
meditate meditate hatte irgendwas gehört. schnell steckte sie den kristall wieder in ihre robe.

den ganzen abend hatte sie mit manmouse eine seltsame zwiesprache gehalten. seltsam deshalb, weil er keine chance hatte, das gespräch irgendwie mitzugestalten. der kleine manmouse saß völlig verzweifelt in dem kristall und lauschte den worten seiner riesigen tochter. er hatte den kopf in die arme gestützt und schüttelte nur hin und wieder den kopf. so hatte er sich das offensichtlich nicht vorgestellt.

es war aber für meditate eine wohltat. endlich konnte sie ihrem väterchen mal all das sagen, was sie ihm schon immer sagen wollte und er konnte sie nicht zuschütten mit seinen weisheiten. das war eine wirklich neue erfahrung - und eine angenehme dazu.

nun aber war irgendwie krach am tor zu hören. das war ungewöhnlich. normalerweise war das tor dick genug um jeglichen lärm abzuhalten. meditate ging in die vorhalle, in der don bereits mit dem radaubruder sprach.
sofort sah sie, dass die gerippe nur noch bruchstücke ihrer selbst waren. das musste sie sofort beenden.



20.10.2002 02:52#354
Champ als die fliegenden knochen langsam weniger wurden, stand der baal langsam wieder auf und wollte reingehen. da traf ihn dann doch noch einer der rippenknochen am kopf.
bei der gelegenheit rutschte die mütze von seinem kopf und er wurde wieder sichtbar.
champ nahm die mütze in seine hand und rieb sich die schmerzende stelle an seinem kahlen schädel.



20.10.2002 02:57#355
tor zum kastell "meditate, hilf uns. Wir brauchen unsere Gebeine wieder! Siehst du! Siehst du! Dort ist der Zweite. Ich wusste es!"

"jaja, hast Recht gehabt. Und? Kannst du dir davon was kaufen?"


20.10.2002 03:02#356
meditate meditate beschwor schnell zwei skelette, denen sie befahl, als ersatzteillager zu dienen, bezeihungsweise die nicht zerbrochenen teile der beiden torwächter wieder einzusammeln.

dann bat sie die beiden herein. das mit champ war schon eine seltsame geschichte. war das eben eine halluzination? oder war champ wirklich eben erst aufgetaucht aus dem nichts?

"kommt herein. und reizt meine torwächter nicht so. das ist doch kein benehmen. und vergesst nicht, die statue wartet auf ein präsent. wenn ihr nichts habt, dann lass ich für euch aber auch anschreiben."



20.10.2002 03:13#357
Champ bei diesen worten schaute champ stressi vorwurfsvoll an. er hatte es doch gewusst, dass es keine gute idee war, sich nicht zu teleportieren. das pentagramm lag hinter dem eingang, weit weg von dieser komischen opferschale Sagmal Meditate, muss man jetzt wirklich schon für das reine Betreten des Kastells bezahlen ? Ich wollte eigentlich nur einen Freundschaftsbesuch machen. Aber wenns nicht anders geht, schreib halt an.



20.10.2002 03:14#358
Don-Esteban Plötzlich war ein zweiter Besucher erschienen. Der mußte sich im Schatten rangeschlichen haben. Komischerweise handelte es sich um den Baal Champ, der eigentlich nicht dafür bekannt war, sich irgendwo ranschleichen zu müssen. Über diedes scheinbare Paradoxon nachgrübelnd vergaß er, weas er eigentlich sagen woltle. Um seine Verwirrung zu überspielen, meinte der Don schließlich "Laßt uns doch in den Hof gehen, ich wollte sowieso dahin. Außerdem wird so das Kastell nicht so eingeräuchert von euren Glimmstengeln.

Neulich hat sich einer der Gäste über die schönen gelben Gardinen gefreut. Der Haken war nur, die Gardinen waren mal weiß. Dachte ich zumindest." Unter derlei Austausch von merkwürdigen Begebenheiten, wo bei der Austausch doch recht einseitig war, erreichte die Gruppe dann doch noch den Innenhof, eh sich aus Versehen das Gehirn eines der Zuhörer von Durchzug auf Mithören umstellte. "So, hier kann Stressi auch in sich gehen und seine Taten beichten."


20.10.2002 03:25#359
stressi das war genau der ort, an den der baal wollte. begehrlich schielte er zu dem brunnen und in gedanken tauchte die wunderschöne nixe schon bei ihm auf. aber die beiden schwarmagier führten sie unter die esche auf die bank, die hier rings um den stamm führte.
irgendein besonders häßlicher dämon brachte etwas wein und richtige geschliffene gläser, ein tischchen und etwas gebäck. das sah beim schein der fackeln und des mondes richtig anheimelnd aus, auch wenn die temperaturen sich langsam den gletscherverhältnissen annäherten.

"sehr verehrte hüterin. wir waren auf einer gefährlichen expedition. ihr werdet von maximus sicher schon davon gehört haben. und von dieser expedition hab ich zwei dinge mitgebracht. eines davon möchte ich euch verehren."
stressi begann in seinem beutel zu wühlen.



20.10.2002 03:36#360
Hugin und Munin Mit einem Flügelrauschen schoß ein schwarzes mit Federn bedecktes Etwas vom Himmel, krallte sich wild flatternd, ohne daß der Baal noch etwas dagegen tun konnte, die Mütze, die er in den Händen hielt und stob davon. Hinter Champ erklang ein triumphierendes Gekrächtze. "Krah-krah" Während der erste Rabe mit seinem Beutestück die sichere Krone des Baumes erreicht hatte, freute sich der andere sichtbar über den gelungenen Coup und hüpfte mit ein paar lässigen Flügelschlägen über die Wiese und krächtze dabei wie zum Spott, eh er sich auch erhob und im Baum verschwand.

Eine Unsichtbarkeitsmütze war der perfekte Schutz für das Gelege nächstes Jahr. Kein Feind würde die Eier entdecken, wenn das Nest aus der
Unsichtbarkeitspudelmütze bestand. "Krah-krah" Die klugen Raben hatten sofort erkannt, was gut für sie war. Diese dummen Menschen konnten sowieso nicht damit umgehen. Jetzt wurde dieses Mützendings endlich dem richtigen Verwendungszweck zugeführt. "Krah-krah"



20.10.2002 03:45#361
Champ noch ehe der guru seine telekineserune hervorholen konnte, um die mütze magisch fest zu halten, waren die beiden geflügelten biester verschwunden. auch die richtung, in die sie sich aufgemacht hatte, war in der dunkelheit nicht zu erkennen.
resignierend packte champ seine rune wieder zurück.
"Mistviecher. Euch krieg ich noch, früher oder später."
rief er ihnen in seiner wut hinterher. das war jetzt der krönende abschluss des tages. warum war er auch hierher gekommen ?
er zündete sich einen tramruf an und genoss die beruhigende wirkung. ob sich dabei irgendwas verfärbte, wovon er nicht mal wusste, was es sein sollte, war ihm jetzt schnurzpiepegal



20.10.2002 03:57#362
meditate meditate war aufgesprungen und legte champ ihre hand auf die schulter. sie hatte durchaus gesehen, dass der baal sehr sauer war über den verlust.
"das war eine ganz häßliche mütze. ich kann dir gern eine neue aus unserer kleiderkammer kommen lassen. Ich kann gut verstehen, dass du etwas warmes auf dem kopf brauchst. übrigens könntest du dir auch haare zulegen. das würde auch wärmen."

damit war das thema für die magierin abgeschlossen und für champ offensichtlich auch. nach einigen zügen aus seinem glimmstengel nahm sein gesicht wieder das gewohnte zufriedene aussehen an. hinter sinnlosen sachen herzutrauern, war ganz offensichtlich nicht seine sache.

jetzt aber sag sie wíeder zu stressi hin, der bei der attacke der raben mächtig angefangen hatte zu grinsen. ihm gefiel offensichtlich aus irgend einem grunde, dass der baal seine mütze losgeworden war.

als er die blicke von meditate sag, wurde er aber wieder ernst.


20.10.2002 04:01#363
stressi Stressi entfaltete jetzt die Robe, die er gestern noch aufgebügelt hatte und hielt sie in die Höhe.

"als ich dieses wunderschöne Stück sah, war mir klar, dass das nur die würdigste aller Frauen in der Barriere besitzen kann und das seid zweifelsohne ihr."
Im Schein der Fackeln schimmerte der nachtblaue Stoff durch die eingewebten schwarzen Metallfäden wie ein dunkles Versprechen. Alle unter der Esche wurden vor Staunen ganz still. Selbst Stressi, der das Stück doch schon gefunden und so oft in der Hand gehalten hatte, war ganz ergriffen.



20.10.2002 04:08#364
Don-Esteban Die Robe funkelte im spärlichen Licht der Fackeln und der Sterne. Es sah fast aus, als sei auf ihrer Oberfläche ein eigener Sternenhimmel verteilt, der mit dem über den Köpfen der Anwesenden konkurrieren wollte. Selbst der Don hielt den Atem an. "Wo hast du die denn her?", wollte er von Stressi wissen. "Vielleicht könnte man dort die Roben für den gesamten Zirkel bestellen. Oder vielleicht reichts je erstmal, wenn nur die höheren Ränge so etwas bekommen. Die allerhöchsten Ränge..."



20.10.2002 04:10#365
meditate "oh stressi, das ist einfach wunderschön. damit hast du wirklich was gut bei mir. ihr seid jederzeit willkommen und ich werde von euch beiden nie wieder eine gabe verlangen. diese robe ist mit sicherheit unbezahlbar. sie ist das schönste, was ich jemals gesehen habe. außerdem spüre ich magie. ich werd noch feststellen, welcher art diese ist.

und was ist das für ein buch?"

meditate hatte das buch gesehen, dass stressi gerade auspackte und wollte es sich gern näher betrachten. das entzog ihr der baal aber schnell und bestimmt.


20.10.2002 04:15#366
stressi "nein, werte Lady, bitte nicht. Dieses Buch ist pure Magie und eindeutig für den Sumpf bestimmt. Ich bin sicher, ihr werdet das verstehen. Ich benötige nur eure Hilfe. Das Papier ist bei der Flucht durch einen Eiskanal leider sehr nass geworden und ich habe die Hoffnung, dass es hier im Kastell jemanden gibt, der das Buch heilen kann.
Ich muss das Buch meinem Tempel übergeben, weiß allerdings nicht, wie ich verhindern kann, dass die Seiten sich wellen. Könnt ihr mir helfen?"
Zu dem Don gewandt betonte er bedauernd:

"Dort wo wir die Robe herhaben, dort wird nie wieder ein Mensch seinen Fuß hinsetzen. Die Ruinen gibt es nicht mehr. Sie haben sich selbst zerstört. Es tut mir leid."



20.10.2002 04:29#367
Don-Esteban "Schade... sehr schade." Der Don machte ein enttäuschtes Gesicht und wandte sich dann dem Buch zu. "Sicher gibt es eine Möglichkeit, das Buch zu retten. Die Dämonen werden sich schon drum kümmern. Die haben ein Händchen für sowas." Er nahm das Buch dem Sumpfler einfach aus den Händen, ohne sich um den angedeuteten Protest zu kümmern. "Kommt mit, ich werde es gleich in die Wege leiten." (Und dabei gleich eine Abschrift in Auftrag geben.) Er stürmte in das Kastell zurück und drückte dem erstbesten Dämonen, der sich zufällig vor Schreck materialisierte, den Wälzer in die Hand.

"Trocknen! Aber ordentlich!" Damit war das erledigt. "Das Buch wird bald gebrauchsfertig sein und dabei wie neu aussehen. Solange seid ihr Gäste des Kastells." Und an meditate gerichtet: "Was pulst du dauernd so nervös an deiner Halskette herum. Vielleicht ist sie aus dem falschen Material. Ich hab gehört, daß manche Menschen auf bestimmte Metalle empfindlich reagieren. Bekommen Ausschlag und dergleichen mehr. Ich sollte vielleicht eine Heilsalbe dafür oder besser dagegen entwickeln."



20.10.2002 04:39#368
meditate meditate ließ schnell die kette unter ihrer robe verschwinden und beruhigte dann den unglücklich guckenden stressi

"mach dir keine sorgen. der don sieht zwar aus wie ein dieb, vielleicht ist er ja auch einer, aber ich werd schon aufpassen. du bekommst das buch in vielleicht zwei tagen - perfekt wieder hergerichtet - zurück.

ich würde euch vorschlagen, lasst euch hier bei uns verwöhnen. champ könnte das zimmer des ehemaligen botschafters benutzen. vielleicht inspiriert ihn dieses zimmer ja irgendwie. wir könnten einen neuen botschafter gebrauchen und dir stressi, geb ich ein zimmer direkt neben der küche. ich habe den eindruck, es kann dir nur gut tun, wenn du es nicht so weit hast.

und dir. mein lieber don und schüler, rate ich dringend dich hinzulegen. du wirst morgen all deine kraft brauchen, denn der tag der prüfung ist gekommen. ich werde dir drei aufgaben stellen. wenn du die zu meiner zufriedenheit löst, dann kannst du dich heiler nennen.

gute nacht meine herren. ich werde mich zurückziehen. ich sehe den morgen heraufziehn und den will ich nun wirklich nicht mehr im stehen erleben."
damit verabschiedete sich die magierin und verschwand über die treppe in ihr zimmer.



20.10.2002 12:12#369
Red_wolf Red_wolf hatte die ganze Nacht gelesen.
Er legte das Buch weg und ging in sein Zimmer und legte sich ein Augenblick hin.
Nach zwei Stunden ist er wieder aufgestanden, dann packte er sich ein bißchen Proviant ein.
Er wollte nämlich ins Alte Lager gehen.



20.10.2002 12:14#370
GlutaeusMaximus Der Hohepriester stand früh auf um weiter zu trainieren. Er betrat den Übungsraum und fand zu seiner Enttäuschung weder den Parcours, noch den Schattendämon vor. Doch nach einigen Augenblicken flimmerte es in der Luft und die Planke war wieder da. Um sie herum standen und schwebten zahlreiche Kreaturen. Einige davon sah Maximus zum ersten Mal. Vor und nach der Strecke tauchten nun zwei Tische mit Heiltränken auf. Und zu seiner Beunruhigung hatten mehrer Kreaturen Waffen in den „Händen“...

Er hatte diesmal seinen Kettenschutz angelegt und den Kampfstab dabei. Die dicke Robe hängte er über einen Stuhl. Dann trat er auf die Planke und musste sofort eine Dolchattacke von links abwehren, dann ein starker Axthieb von rechts, der den Schwarzmagier ins taumeln brachte.

Mit einem schnellen Schritt vorwärts bewegte er sich aus der Reichweite dieser Waffen, aber nur um jetzt von zwei Schwertern gleichzeitig angegriffen zu werden. Zum Glück kamen beide Schläge von oben und Maximus konnte sie gleichzeitig mit dem Stab abblocken.

Der nächste hieb kam sehr flach, nur einen Fuß über dem Boden und traf den Hohepriester gegen beide Schienbeine. Er sackte zusammen und saß auf der Planke wie auf einem Pferd, mit einem Bein links und einem rechts davon. Und die Waffe wurde schon wieder zum Schlag ausgeholt, schnell hob er den Stab und hielt ihn senkrecht um diese Attacke abzuwehren. Funken sprühten als Metall auf Metall traf.

Nach einem schnellen Blick in die Runde sprang der Magier elegant auf und bewegte sich weiter vorwärts. Zwei / drei Atemzüge blieb er unbehelligt, doch dann wurde er von zwei Knüppeln und einem Schwert gleichzeitig angegriffen. Er konzentrierte sich auf das Schwert, da es wohl den größten Schaden anrichten könnte und blockte erst danach die Knüppel. Einen erwischte er noch, doch der zweite kam durch seine Deckung und traf ihn hart an der rechten Schulter. Vor Schreck lies er fast den Stab fallen, im letzten Moment erwischte er ihn noch mit dem linken Fuß und trat die Waffe nach oben, um sie wieder zu ergreifen.
Während dieser Zeit war er leider ungedeckt und bezahlte dafür. Das Schwert traf ihn hart am rechten Oberschenkel, ohne den Kettenschutz hatte das eine tiefe Schnittwunde gegeben. Der zweite Knüppel schmetterte gegen die erhoben linke Hand, mit der er seinen Kopf schützen wollte. Mittel- und Zeigefinger brachen dabei. Nur mit den anderen drei Fingern hatte er links kein Gefühl für den Stab mehr.

Verzweifelt schaute er sich um und stellte fest, dass noch fast zwei Drittel der Strecke vor ihm lagen. Er schritt vorsichtig zurück und blockte dabei zwei weitere Hiebe ab. Dann erreichte er wieder die Stelle, an der er vorhin unbehelligt geblieben war. Er verschnaufte etwas und fällte eine Entscheidung.
Humpelnd und mit einer Hand die langsam anschwoll brach er den Parcours ab und kämpfte sich seinen Weg zurück. Dort nahm er eine große Flasche mit Heiltrank vom Tisch und setzte sich daneben auf den Boden. Jetzt wurde es Zeit dem Körper etwas Ruhe zu Regeneration zu gönnen.

Als der Heiltrank endlich wirkte und er auch alle Finger an der linken Hand wieder benutzen konnte verließ er den Raum für eine kleine Pause und betrat das Refektorium um zu frühstücken. Er gönnte sich ein scharf gewürztes Scavengeromelett und mehre Scheiben frisches Brot.



20.10.2002 15:45#371
{-NaThAnO-} Von den nicht mit einem Vorhang bedeckten Fenstern ausgehend wurde Nathano von den Sonnenstrahlen aus dem Schlaf gekitzelt. Irgendetwas musste er sich einfalen lassen, um nicht zu verschlafen, solange er diese Schülerin hatte. Mti schlaftrunkenen Augen kleidete sich der hohe Schwarzmagier ein Jedoch ließ er für heute sein Schwert im Regal stehen, da er es, solange nichts unerwartetes geschehe, nicht brauchen würde. Also machte er sich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt, dem Refektorium. Da Samantha jedoch noch nicht eingetroffen war, nahm Nathano erst einmal einen kleinen Morgenschmaus zu sich. Viel bewegen würde er sich heute sowieso nicht....



20.10.2002 15:57#372
Samantha Sobald sich der Einhandlehrmeister verabschiedet und sie vor ihrem Gästezimmer stehengelassen hatte, war Samantha in das Zimmerchen getreten und hatte sich die Rüstung vom Leib gerissen. Das Training war verdammt hart gewesen. Überall klebte die Kleidung an ihrem feuchten Körper. Ihr Haar hing ihr in Strähnen herab. Da war es ihr sogar egal ob eins von diesen Dämonenviechern herumwaberte, sie brauchte eine gründliche Ganzkörpgerreinigung.

Ein sorgsamer Dämon hatte ihr bereits einen Zuber mit Wasser hingestellt. Sehr aufmerksam. Wenn sie nicht 'redeten', waren diese unförmigen Gestalten doch recht nützlich. Ob sie sich nicht doch eine Unterart dieser Viecher beschaffen sollte? So ein stiller Dienerdämon mitten im Sumpf, das wär doch mal was. Nie wieder morgens früh raus zum Brunnen und Wasser holen. Wer weiß, vielleicht ließen sie sich auch dressieren. Samantha schmunzelte bei dem Gedanken.
Mit einem wohligen Seufzer stieg sie schließlich in den Badezuber und ließ sich hineinsinken in das mollig angewärmte Wasser.
Das Hörnchen beäugte die Aktion mit großer Sorgfalt. Der Seufzer der hohen Novizin hatte es ihm wohl angetan, denn mit einem Mal machte es einen Satz und sprang vom Wandregal aus direkt auf den Zuber zu. Mit einem Platsch landete das Eichhörnchen im Bottich und verschwand glucksend im Schaum.
"Waaah, du Mistviech, raus mit dir, geh weg, husch!", Samantha war erschrocken aufgesprungen, sodass das Wasser an den Rändern herausschwappte. Von dem Hörnchen waren nur noch Luftblasen zu sehen. Grummelnd griff die Novizin in den Schaum und zog ein tropfnasses Fellknäul heraus.
"Dummes Hörnchen", murmelte sie.
Samantha legte das nasse Bündel zum Trocknen auf ein Handtuch und stieg selbst wieder in das warme Bad.

Am nächsten Tag dann ging sie gleich frühs ins Refektorium, um sich erstmal für das anstehende Training zu stärken.



21.10.2002 11:27#373
Schattendämon Der Schattendämon hatte sich sehr sorgsam um das Buch dieses fremden Magiers gekümmert. Die Dämonen hatten im Allgemeinen keine andere Wahl als die Befehle der Schwarzmagier zu befolgen. Nur - was sollte er mit dem Befehl "...Und dabei gleich eine Abschrift ..." anfangen? Das Buch war eindeutig leer. Er hatte alle Seiten durchgesehen, aber die Seiten waren eindeutig alle leer. Dieses Buch besaß außerdem eine Magie, die er nicht kannte. Sie war ihm eindeutig fremd. Aber Befehl war Befehl. Also duplizierte er die leeren Seiten und sorgte dafür, dass sie den gleichen Einband bekamen wie das Original. Damit sollte der Meister eigentlich zufrieden sein.
Und der Baal konnte nicht meckern. Sein eigenes Buch war wieder wie neu.


21.10.2002 11:50#374
Red_wolf Im Kastell angekommen,machte Wolf sich auch gleich ans überlegen. Aber es wollte ihm nicht einfallen. Es waren jetzt auf einmal so viele fragen da:
Wo ist mein Bruder?
Wer ist mein Bruder?
Ob ich überhaupt ein Bruder habe?

Wolf weiß es nicht. Er legte sich dann erstmal in sein Zimmer um ein bißchen zu schlafen.



21.10.2002 12:00#375
stressi Nachdem Stressi aufgewacht war, ging er ins Refektorium um zu frühstücken. auf dem Weg dahin warf ihm ein Dämon sein Buch in die Hände und brüllte ihm in den Kopf, dass es fertig sei, der Befehl mithin ausgeführt.
Damit hatte sich der Zweck des Besuches hier im Kastell eigentlich erfüllt. Stressi wollte zurück. Er hatte Sehnsucht nach dem schönen gemütlichen Sumpf und nach Blutfeuer
Nun galt es, noch ein paar Leckereien einzustecken, mit denen er dann den Baal Hundder ködern konnte. Die feinen süßen und cremigen Cookies, die diese Dämonen hier im Kastell herstellten waren zum Beispiel unübertroffen. Also bestellte er davon erst mal und sah sich dann um.
Da saß doch diese Novicin aus dem Sumpf und stopfte Unmengen von Muffins in sich hinein. Mit ihr am Tisch saß dieses Hörnchen, das sie immer begleitete und half ihr beim Kuchenvertilgen.
Das merkwürdigste an der Sache war aber, dass die Novicin völlig nackt war! De saß am Tisch wie der Schläfer sie geschaffen hatte!
Stressi wusste nicht mehr, wo er hingucken sollte.
Also stopfte er alles was auf seinem Tisch erschien in einen Beutel und verschwand überstürzt.
Im Hof warf er noch einmal einen sehnsuchtsvollen Blick in den Brunnen aber darin zeigte sich nichts.
An den Gerippen am Tor sprintete er vorbei und hoffte, dass diese Hohlköpfe den vorfall vom vorvergangenen Tag schon vergessen hatten.
Auf jeden Fall war er ziemlich erleichtert, dass er das Kastell diesmal hinter sich lassen konnte.



21.10.2002 12:40#376
Samantha Samantha hatte an diesem Morgen einen überaus enormen Hunger. Sie konnte es sich selbst nicht erklären, aber diese leckeren Muffins blickten sie so verführerisch an, da konnte sie einfach nicht widerstehn. Ein Glück dass solche Sünden bei ihr nicht ansetzten. Da konnte sie ohne schlechtes Gewissen ruhig noch ein paar mehr vernaschen. Gierig stopfte sie Muffin Nummer zehn nach.

Etwas frisch war es heute im Refektorium. Der alte Kasten war wohl doch schon ziemlich marode. Da seine Bewohner jedoch ebenso zu sein schienen, merkte keiner außer der Novizin die Kälte. Was freute sie sich schon auf ihren warmen Sumpf.
Fröstelnd wanderte Samanthas Blick zwischen Muffinkrümeln und Dämonenschleiern durch den großen Raum. Zu ihrem Erstaunen entdeckte sie einen Baal aus dem Sumpf, der gerade sein Frühstück beendete und sie ziemlich schief anguckte. Samantha wunderte sich etwas, wandte sich aber dann wieder wichtigeren Dingen zu, nämlich diesem köstlichen Muffin Nummer elf, dass ihr so liebreizend zuflüsterte: Friß mich!

Was schaute der Kerl so blöd? Kam sie vom Mond? Wohl wieder einer, dem die tägliche Ration Kraut nicht bekam.
Samantha beobachtete noch aus den Augenwinkeln wie der Baal verschwand und konzentrierte sich dann wieder ausgiebig ihrem Frühstück.



21.10.2002 13:17#377
Alei Alei betrat das Refektorium und sah sich zunächst um. Allerlei merkwürdiges Volk war hier anzutreffen. Ein Baal aus dem Sumpf war hier, ein niederer Baal, der nun den Saal wieder verließ, eine nackte Novizin, ... Was?
Alei rieb sich die Augen und sah nochmal hin. Nein, die Novizin trug danach noch immer keine Kleidung. Dabei schien sie zu frieren.
Der Baal schien die ganze Zeit zu der Novizin rüber zu starren. Alei hatte dafür weniger Sinn und dachte etwas praktischer.
Er ging zu der Novizin hinüber und setzte sich neben sie.
"Ein schöner Morgen. Aber kaum so warm, als dass man sich ohne Kleider hierher setzen könnte. Friert ihr denn nicht?"



21.10.2002 13:31#378
Samantha Samantha schaute von Muffin Nummer fünfzehn auf und leckte sich die letzten Krümel von den Lippen. Da störte sie doch tatsächlich jemand beim Frühstück. Nunja, eigentlich war sie so langsam satt. Diese Köstlichkeiten waren doch nicht so leicht wie sie zuerst angenommen hatte. Wenn sie genau nachdachte, fühlte sie sich doch reichlich voll im Magen.

Der Mann, der sich jetzt neben Samantha setzte, schien ihr ziemlich normal. Was er jedoch von sich gab, war reichlich wirr.
"Ohne Kleidung? Ihr scherzt, mein Freund", erwiderte die hohe Novizin abtuend. Sie hielt es nicht mal für nötig an sich herunterzuschauen, sie wußte doch genau wie ihre schöne Novizinrüstung aussah. "Aber kühl ist es, da habt ihr recht." Der Teller mit den Muffin verschwand endlich. Samantha fühlte sich von einem Zwang erleichtert, endlich nicht mehr diese köstlichen Häufchen vor der Nase.


21.10.2002 13:54#379
Alei "Nein, nein, ich scherze nicht. Seht euch doch an. Ich würde mich so nicht in das Refektorium setzen. Schaut doch, der Baal dort starrt euch schon die ganze Zeit an. Geht lieber auf euer Zimmer und zieht euch etwas an", sagte Alei. Langsam war es ihm etwas peinlich. Hätte er doch bloss einen Dämonen geschickt, um ihr dies zu sagen.



21.10.2002 14:05#380
Samantha Samantha blickte den Kerl schief von der Seite an. Hatte er etwa heimlich ihre restlichen Sumpfkrautvorräte geplündert? Für unerfahrene bedeutete das Gras eine Vielzahl verwirrender Haluzinationen.
Aber seine Augen sahen ganz normal aus und auch sonst schien der Mann äußerst zurechnungsfähig.

Die Novizin überlegte. Sollte sie wirklich einen Blick wagen? Was, wenn er recht hatte?
Ganz langsam löste sie ihre Augen von Alei und begann an sich herabzublicken, schon in Erwartung ihre gewohnte Rüstung zu sehen...

"Aaaaaaaaaaaaaahhhhh!!", entsetzt stieß die junge Frau einen Schrei aus und wurde knallrot. Hilflos sprang sie auf. Sie stand da, splitternackt im Refektorium. Wie konnte das nur passieren!
Hilflos stammelte sie ein paar Worte, bevor sie dann geistesgegenwärtig an der langen Tischdecke robbte und sie sich um den bloßen Körper wickelte. Klirrend fielen Gläser und Teller zu Boden, die schweren Leuchter wurden umgerissen und vergossen das Wachs über die massive lange Tafel. Weiter hinten fing eine andere Tischdecke Feuer und loderte vor sich hin.

Samantha betrachtete verständnislos das Chaos, das sie angerichtet hatte. Hektisch drehte sie den Kopf umher, bis sie schließlich wie von der Tarantel gestochen in ihr Zimmer rannte, die Tür hinter sich zuknallte und sich heftig atmend von innen dagegenlehnte.



21.10.2002 14:16#381
Alei Alei blieb ruhig am Tisch sitzen, während bereits ein Dämon herbei kam und das Feuer löschte.
"Plötzlich hatte sie es so eilig." Er schaute auf die zerstörte Dekoration der Tafel. "Auf die paar Sekunden wäre es nun wirklich nicht mehr angekommen" Er schüttelte den Kopf, dann rief er den Küchendämonen herbei, um sich etwas zu essen zu bestellen.



21.10.2002 14:24#382
Red_wolf Wolf wachte auf und wusch sein Gesicht. Dann nahm er sein ganzes Erz aus seiner Truhe und machte sich auf ins Alte Lager um sein Schwert wieder von Fisk abzukaufen, denn Wolf hatte mal ganz dringend Erz gebraucht also hatte er sein Schwert an Fisk verkauft. Aber davor machte er noch einen kleinen zu Zavalons Tür und klopfte. Aber er machte nicht auf. Wolf dachte: "Wo steckte Zavalon bloß?"
Wolf ging dann durch das Tor nach draußen.



21.10.2002 14:27#383
Samantha Auf dem Weg hierher hatte sie die Tischdecke verloren. Heiß wurde ihr das klar, als sie da so an der Tür lehnte und vor ihr ein amüsiert gackerndes Hörnchen auf und ab hoppelte.

"Ihr steckt doch alle unter einer Decke!", rief die Novizin verzweifelt aus und begann das Tierchen mit einem Besen zu jagen. Immer noch vor sich hinschwatzend schlüpfte das Hörnchen durch einen Luftschacht und suchte das Weite.
Samantha wollte schon die Tür aufreißen und hinterstürmen, als ihr wieder ihre Aufmachung einfiel. Frustriert schleuderte sie den Besen in eine Ecke und begann sich die Rüstung anzuziehen. Sie lag noch fein säuberlich neben dem Badezuber, wo Samantha sich gestern ihrer entledigt hatte. Wie konnte sie sowas nur vergessen. Es war ja kein Geheimnis, dass die junge Novizin gerne mal unbekleidet nächtigte, aber gleich das Frühstück in solcher Aufmachung einzunehmen... kein Wunder dass der Baal so geschaut hatte.
Immer noch knallrot um die Nase kam Samantha eine halbe Ewigkeit später wieder aus ihrem Zimmerchen geschlüpft. Sie fühlte sich unwohl. Zwar war sie jetzt bekleidet, aber ihre Aktion würde sich sicher in nullkommanichts in der Barriere herumgesprochen haben. Wie peinlich.

Sie beschloß die Sache humorvoll anzugehen. Als wäre es das Normalste der Welt, nackt zu frühstücken, trat Samantha wieder in das Refektorium und hielt nach dem Einhandlehrer Ausschau.



21.10.2002 14:32#384
Alei Alei beendete sein Frühstück und wollte das Refektorium gerade verlassen, als die junge Novizin ihm wieder entgegen kam, diesmal sogar in Begleitung ihrer Rüstung. Alei sah sie erstaunt an und blieb stehen. "Ah, ist euch also doch kalt geworden." Er sah an ihr hinab und beäugte die Rüstung, die seiner Meinung nach nicht sonderlich schön aussah. Sie war braun und grün und so überhaupt nicht sein Fall. Nichts hätte ihn dazu bekommen, solch ein Ding anzuziehen.
Um seiner Abneigung Ausdruck zu verleihen, sagte er "Ohne Rüstung hast du mir besser gefallen", ohne daran zu denken, dass man dies auch anders auffassen konnte. Ja, Alei war schon etwas merkwürdig. Aber deshalb war er ja im Kastell...



21.10.2002 14:41#385
Samantha Kaum hatte der Magier den Satz zuende gesprochen, klatschte auch schon eine offene Handfläche auf seine linke Backe und ließ den sonst so standhaften Mann straucheln.

"Frechdachs!", quittierte Samantha die Backpfeiffe trocken und rauschte an Alei vorbei. Doch dann hielt sie unsicher inne. Was wollte sie hier eigentlich? Und wie hatte sie ausholen können? Vielleicht hatte der Mann das ganz anders gemeint.

Unwahrscheinlich, schob sie das Gewissen beiseite. Der Mann, der das nicht so gemeint wie sie es verstanden hatte, der mußte erst noch gebacken werden.
Kurz drehte sie sich nochmal um und musterte den Magier mit der grauen Backe.


21.10.2002 14:46#386
Alei Alei strauchelte kurz und rieb sich dann die Wange. Er sah der Novizin hinterher, als sie sich von ihm entfernte, dann aber stehen blieb und zurück blickte.
"Entschuldigt, ich wußte nicht, dass euch eure Rüstung so viel bedeutet" Er war noch nie von jemandem geschlagen worden, weil er ihre oder seine Rüstung "beleidigt" hatte.
Dem jungen Magier kam es glatt so vor, als würde die Novizin richtig an ihrer Rüstung hängen. Wieso war sie dann aber ohne sie frühstücken gegangen? Alei verstand nichts mehr.



21.10.2002 15:07#387
Samantha Samantha stieß die Luft aus und blickte den Magier lange an. Wollte er sich jetzt auch noch über sie lustig machen? Dieses Kastell behagte ihr immer weniger.

"In der Tat, meine Rüstung ist mir wichtig", erwiderte sie. Wieso war das Hörnchen nicht da? Wieso biß es dem frechen Kerl nicht einfach in diese neugierige spitze Nase? Auf niemanden mehr konnte man sich verlassen.
Mit schnellen Schritten stapfte die Novizin aus dem Refektorium. Sie hatte es sich anders überlegt, draußen im Innenhof konnte man bestimmt viel besser auf Nathano warten als hier im Speisesaal mit all den wirren Gestalten. Kurzerhand stürmte sie hinaus und setzte sich an den anmutigen Brunnen. Wenigstens das leise Plätschern schien beruhigend.



21.10.2002 15:16#388
Alei Alei zuckte mit den Schultern und wand sich ab. Menschen würde er wohl nie verstehen. Alei begab sich auf sein Zimmer und reinigte sich die Wange mit etws kühlem Wasser aus einem Eimer. Dann bagab er sich in den Innenhof, um seine Künste weiter zu üben.
Im Innenhof gab es eine lichtgeflutete Stelle, wo Alei sich immer hinbegab, um zu musizieren und zu singen.
Als er sie erreichte, setzte er sich auf ein kleines Mäuerchen und stimmte das Lied an, dass ihm gerade durch den Kopf ging.
Meistens wurden diese Lieder geprägt von Gegebenheiten, die er gerade erlebt hatte, und so war dieses Lied von der jungen Novizin geprägt, die ihn mit so viel Feuer geschlagen hatte, wie schon lange niemand mehr... aber er war auch schon lange nicht mehr geschlagen worden. Aber egal. Das Lied ging wie folgt:
"Dein Scheitel ist von Kupfer,
ein Kastanienbaum, der brennt,
glüht so heiß nicht wie dein Atem.
Feuer heißt dein Element,
und auf deinen weißen Schultern
schmilzt das Kupfer in der Glut.
Aus dem Innersten der Erde
stammt dein Name und dein Blut.

Ich bin so leicht entflammbar,
meine Haut ist aus Papier,
und der Rest von mir ist Zunder,
deine Flamme schlägt nach mir.
Deine Raubtieraugen glühen,
deine Hand verbrennt selbst Stein,
aufgelöst in tausend Funken
werd ich Rauch und Asche sein.

Herrin des Feuers, ich brenne,
das Feuer brennt lichterloh.
Herrin des Feuers, ich verbrenne
durch dich.

Einen Feuersalamander
hälst du dir als Wappentier.
Du bist Läuterung und Reinheit,
stehst für unstillbare Gier.
Aus den Haaren fallen Funken,
Schöneres hab ich nie gesehn.
Aufgelöst in Rauch und Asche
will ich brennend untergehn.

Herrin des Feuers, ich brenne,
das Feuer brennt lichterloh.
Herrin des Feuers, ich verbrenne
durch dich."



21.10.2002 15:54#389
Samantha Samantha genoß gerade so die schöne Ruhe im Innenhof dieses Irrenhauses, als da dieser Magier auftauchte und mit seiner knarzigen Stimme doch tatsächlich anfing schiefe Töne von sich zu geben.

Samantha wollte schon aufstehen, aber irgendwie war sie zu faul. So lauschte sie also widerwillig den Worten des Sängers und fragte sich, welche Bedeutung sie doch hatten.

Herrin des Feuers? Die Novizin betrachtete ihre Handflächen. Wäre doch bestimmt schön, wenn da jetzt heiße Funken heraussprühen würden. Zu ihrer Enttäuschung jedoch rührte sich nichts.
Ein Feuersalamander als Wappentier? Der Blick der Novizin wanderte zum rötlich gefärbten Fell des Hörnchens, das freudig an den Brunnenfiguren herumturnte.
Als der Magier geendet hatte, kehrte wieder Ruhe in den Innenhof. Trotz allem, ein schönes Lied. Die Novizin hing ihren Gedanken nach.



21.10.2002 16:21#390
meditate meditate zwang sich aus dem schlaf. heute hatte sie irgendetwas vor, dass zwingend erforderte, dass sie sich zu dieser unchristlichen zeit aus dem bett erheben musste.

nach dem üblichen morgenbad, an dem heute manmouse teilnehmen durfte (natürlich bedeckte sie den kristall mit einem handtuch), stand sie lange vor dem spiegel und betrachtete die kostbare robe, die ihr der sumpfbaal geschenkt hatte. bei näherer betrachtung stellte sie fest, dass das, was sie zunächst nur für ein stickmuster gehalten hatte, in wirklichkeit ein dichtes netzt aus metallfäden darstellte. dieses netz erzeugte ein energiefeld, dass sie bei gelegenheit noch näher untersuchen musste.

auf jeden fall würde sie die robe heute nicht tragen. das kostbare stück übergab sie einem dämonen, der es sorgsam aufbewahren sollte. dann ging sie nach unten um nach einem frühstück die prüfung für don-esteban vorzubereiten.


21.10.2002 16:33#391
meditate zunächst ging sie in das übungslabor, um die heiltränke, tinkturen und salben zu überprüfen.

das labor sah inzwischen genauso aus, wie es das eigene labor von don zu sein pflegte. nichts lag mehr an seinem platz. es herrschte das chaos der genies. oder gaben diese leute nur vor, dieses chaos zu pflegen, weil sie nichts auf die reihe bekamen? vielleicht waren seine bewundernswerten experimente mit den nie vorhersehbaren ergebnissen ja auch nur dieser unordnung geschuldet?
egal, darüber konnte sie sich später gedanken machen. vielleicht konnte das aufräumen und ordnen des labors ja bestandteil der zweiten prüfung zum heiler sein.

auf jeden fall standen hier wild durcheinander alle möglichen tränke, tinkturen und salben, die von meditate überhaupt nicht zugeordnet werden konnten. da der don offensichtlich noch schlief, legte sie ihm eine nachricht auf den tisch
"bringe deine heiltränke, salben und reagenzien auf den tisch in den innenhof und beschrifte sie ordentlich. ich werde sie heute prüfen. außerdem findest du dort auch deine weiteren prüfungsaufgaben."

dann begab sich die heilerin auf den hof



21.10.2002 17:24#392
Champ total verkatert stieg champ aus seinem bett. irgendwie hatte er schlcht geschlafen und total verrückte sachen von unbekleideten frauen beim frühstück geträumt.
er zog sich an und verliess asmodeans ehemalige unterkunft. frühstück liess er vorsichtshalber aus, wer weiss, was ihn im reflektorium erwartete.
er spazierte also in aller ruhe zum innenhof des kastells und zündete sich einen traumruf an.



21.10.2002 17:33#393
meditate draußen tauchte eine milde herbstsonne den mittag in ein zartes rotgoldenes licht und in diesem weichgezeichneten ambiente ließ meditate die dämonen einen groben holztisch aufbauen und jede menge aktive reagenzien aufstellen.
dann legte sie eine orange an eine in die auge fallende position und beauftragte einen schattendämonen, ihren auftrag an den schüler weiterzuleiten.
"diese exotische frucht ist ein zeichen für ein problem. bitte erkenne das problem und kreiere eine heilungsmethode, auf dass die welt dir zu füßen liege."

dann legte sie eine silbrige pflanze mit stachligen blättern und stielen an eine andere stelle auf den tisch und teilte dem dämonen mit, dass man diese pflanze silybum marianum nenne und der don daraus ein heilmittel herstellen möge, dass besonders im herbst von überragender bedeutung wäre.
die dritte aufgabe sei etwas komplizierter und die heilerin müsse dazu noch einmal das kastell verlassen. außerdem brauche sie unbedingt einen freiwilligen. der don möge sich einen menschen suchen. ein dämon oder die heilerin selbst seien dazu nicht zu gebrauchen, denn sie selbst würde benötigt, falls es zu komplikationen kommen würde. sie würde ihm den baal champ empfehlen. nach ihrer kenntnis des gurus und menschen champ würde er sich für das experiment mit freuden zur verfügung stellen.

nach diesen vorbereitungen verließ die heilerin das kastell gemeinsam mit einem gerippe, dass ihr bei der suche behilflich sein sollte.



21.10.2002 17:34#394
Don-Esteban Nachdem der Don trotz der im Labor wabernden einschläfernden Dämpfe endlich aufgewacht war, was durchaus als ungewöhnlich bezeichnet werden konnte (es waren schon einige hoffnungsvolle Talente in der Geschichte des Kastells auf mysteriöse Weise in ihren geheimen Laboren verschwunden und mit ihnen das Wissen um den Standort dieser Labore), fand er als erstes den Zettel, packte seine Salben (darunter mehrere noch unpatentierte Erfindungen mit neuartigen Wirkstoffen und noch neuartigeren Wirkungen) und machte sich dann, den Anweisungen entsprechend auf den Hof auf, den er auch ohne weitere Zwischenfälle wie kegelnde Priester oder futternde Magier erreichte.

Merkwürdigerweise stand mitten im Hof ein Tisch mit jeder Menge alchemistischem Krimskram herum. "Ah, wenigstens ans Essen wurde gedacht." Der Magier schnitt sich die Orange auf, aß sie Stück für Stück und war angenehm überrascht über die kleine Aufmerksamkeit. Um diese Jahreszeit eine Orange zu finden, war schon etwas besonderes. In dem Moment kam ein Dämon heran und gab dem Don die Worte "diese exotische frucht ist ein zeichen für ein problem. bitte erkenne das problem und kreiere eine heilungsmethode, auf dass die welt dir zu füßen liege." ins Ohr.

Sofort hörte er auf, zu kauen. Problem? Heilung? Das war irgendwie zu hoch für ihn. Orange... Orangenhaut? Die Welt zu füßen liegen? Zumindest lag ihm die weibliche Hälfte der Welt zu füßen, wenn er Orangenhaut ein für alle mal heilte. Aber was war jetzt das wirkliche Problem? Mangel an Orangen? Dann sollte man mehr Orangenhaine pflanzen, aber ob die hier im rauhen Klima Myrtanas dergleichen gedeihen würde? Solche Früchte kamen aus den südlichen Ländern, aber durch die Orks war der Handel fast zu Erliegen gekommen und es wurden sicher Unsummen dafür bezahlt.

Vermutete er jedenfalls. Nachrichten von außerhalb der Barriere waren selten und nicht nachprüfbar. Der letzte süße Geschmack der Orange zerging gerade auf der Zunge und das Problem mit der Orange war, daß das Problem nicht gefunden war. So wandte sich der Magier erstmal der zweiten Aufgabe zu. Diese war weitaus einfacher. Silybum marianum, Mariendistel, war eine uralte Heilpflanze bei Problemen mit der Leber. Auch gegen geringen Verstand sollte sie schon geholfen haben, allerdings nur im Zusammenhang mit einem bestimmten Giftpilz.
Unbedarften Leuten, die Sklavenbrot und Knollenblätterpilz verwechselt hatten, konnte so geholfen werden. Also machte er sich daran, die Wirkstoffe aus den Kapseln zu extrahieren, die Flüssigkeit mit den aufgefangenen Bestandteilen zu destillieren und das Ergebnis zu einem Trank zu verarbeiten. Bald war das geschafft. Jetzt mußte er sich für die dritte Aufgabe nach einem Freiwilligen umsehen. Da fiel sein aus zusammengekniffenen Augen umherschweifender Blick unversehens auf den die schönsten Qualmwolken paffenden Baal, der im Schatten der immergrünen Esche saß und sich die Sonne aufs Gesicht scheinen ließ.
Das war doch die richtige Versuchsperson. Für was auch immer. Die Aufgabe und die damit verbundenen Risiken kannte der Don ja ebensowenig, wie der Baal. Also konnte er ihm auch keine Angst einjagen. Wahrscheinlich handelte es sich sowieso um etwas ganz harmloses, wie Ausprobierer von Salben (dabei dachte der Magier flüchtig an seine Eigenkreationen, die die schönsten Löcher in alles mögliche gebrannt hatten). Oder sollte er den Geschmack von Heiltränken begutachten? Was war fruchtiger? Der schwache Heiltrank, der Himbeeren schmeckte oder das Hustenbonbon mit Eukalyptusgeschmack?



21.10.2002 17:44#395
meditate die magierin war soeben von ihrer wanderung wiedergekommen und hatte unter einsatz all ihrer kräfte gefunden, was sie gesucht hatte.

sie verschwand für kurze zeit in ihrem labor und brachte dann eine kleine dose mit einem pulver mit. damit betrat sie den hof, auf dem schon der don-esteban und champ warteten.

"du hast also einen freiwilligen gefunden? so möge er dieses pulver zu sich nehmen, dass ich soeben hergestellt habe, beobachte den probanden und teile mir deine diagnose mit und die erforderlichen schritte zu seiner heilung."
meditate setzte auf die bank unter der esche und besah sich den himmel. die toxische wirkung würde erst nach einer halben stunde einsetzen. zeit für einen kleinen imbiss und einen schluck des federweißen amazonenbräus, dass ihr ein dämon aus den schattenläufer geholt hatte.



21.10.2002 17:49#396
Champ champ schluckte ein weisses pulver, sonst nix
irgendwie wusste er, dass es heute ein verdammt mieser tag werden sollte. da konnte er auch dieses komische zeugs schlucken. irgendwo her kam ihm das pulver auch bekannt vor. in irgendeiner der vielen büchern, die er damals lesen musste um heiler zu werden, hatte er es gesehen.
aber hier im kastell fühlte er sich seltsamerweise sicher. hier wollte ihm sicher keiner ans leder.




21.10.2002 18:26#397
Don-Esteban "Ähm ja, ich wollte dich eigentlich gerade fragen, ob du mir als Versuchsperson behilflich bist, doch das hat sich ja schon geklärt", meinte der Don positiv überrascht. Der Baal war anscheinend ganz wild darauf, als Versuchsperson zu dienen. Komisch, beim Ruf, den das Kastell genoß. Sei's drum, dachte sich der Don."Achja, eins noch: nimm bitte nichts weiter zu dir, außer das Pulver und klares Wasser, sonst würden die Symptome möglicherweise verfälscht. Du darfst jetzt auch nichts rauchen." Warum er das jetzt sagte, wußte er auch nicht genau. Vielleicht, weil es gut klang. Um welche Symptome es sich handelte, wußte er auch noch nicht.



21.10.2002 18:38#398
Champ auf einmal spürte er ein en starken druck auf dem magen, als hätte er bei einem festmahl zu viel gegessen. das gefühl war unangenehm, aber nicht weiter schmerzhaft, also konnte man es ignorieren. am besten, man legte sich einen moment hin. nach einem üppigen mahl war das ja auch die beste hilfe, zumal ihm der don gesagt hatte, er dürfe nichts anderes zu sich nehmen als dieses pulver mit ein bisschen wasser. ein glimmstängel war jetzt zwar nicht zu bekommen, aber man konnte sich ja wenigstens vorstellen, wie es wäre.
champ dämmerte ein wenig ein.




21.10.2002 18:44#399
meditate meditate stellte fest, dass die wirkung einsetzte und bat einen dämonen zu berichten, was er sehen konnte.

dieser dämon hatte ihnen schon einmal wertvolle dienste geleistet als er bei myxir in den kopf gesehen hatte, während der schlief. die gleiche aufgabe bekam er jetzt auch.

"berichte ganz genau, was du erkennen kannst, damit don-esteban die richtige diagnose stellen kann."



21.10.2002 19:05#400
Champ als er wieder erwachte, hatte sich sein wahrnehmungsvermögen beträchtlich verändert.obwohl es eigentlich schon dunkel sein sollte, sah er seine umgebung in einer strahlenden Helligkeit. Die Umgebung sah aus, wie von einer strahlenden Sonne beleuchtet. alles erschien ihm plastisch, er sah nicht flächen und formen sondern perspektiven in drei dimensionen und haarscharfe linien. dabei empfand er ein ausgesprochenes glücksgefühl. unwillkürlich entfuhr im der satz : "das ist ja sonderbar ..., das ist ja sonderbar ..., das ist ja sonderbar ...., das ist ja sonderbar ..." er widerholte diese vier worte ungefähr hundert mal hintereinander, wobei er sich mit erstaunen selbst beobachtete und sich dabei dachte: warum sagst du das alles? im selben moment hatte er das auch schon ausgesprochen und löste damit den ersten satz ab. er wiederholte immer wieder: "warum sagst du das alles .. warum sagst du das alles ... warum sagst du das alles ... warum sagst du das alles"

als er mit der andauernden wortwiederholung nicht aufhören konnte, merkte champ, dass irgenwas nicht stimmen konnte. er stand auf und ging zum don:
"man wird mich für verrückt halten ... man wird mich für verrückt halten .... man wird mich für verrückt halten ... man wird mich für verrückt halten ..." er brauchte hilfe, also sagte er "hilf mir ... hilf mir ... hilf mir ... hilf mir ... hilf mir ..."

außerdem bemerkte champ nebenbei noch eine andere wirkung. er konnte plötzlich außerordentlich gut hören. er hörte durch die dicken wände des kastells den küchendämonen mit dem geschirr klappern und die leser in der bibliothek flüstern. ja er konnte sogar hören, wie ein dämon über die buchseiten von stressis buch strich und dabei auf die seiten pustete.




21.10.2002 19:21#401
meditate meditate war aufgestanden und beobachtete den baal und den don. würde er das herausbekommen?

wie sie feststellen musste, hatte er die problematik der orange nicht erkannt, aber wenn er das hier ordentlich machte, würde sie ihm den ersten heilerrang verleihen.



21.10.2002 19:37#402
Champ der himmel zeigte inzwischen nicht mehr die ersten sterne sondern geometrische farbige muster. die sterne sandten ihre strahlen, die sich mit den strahlen anderer sterne kreuzten und seltsame muster über den himmel webten. übrigens hatte jeder stern seine eigene farbe.

aus dieser architektur entstanden dann wundervolle säulenhallen, edelsteingeschmückte paläste von überirdischer harmonie und pracht. triumphwagen, gezogen von geflügelten fabelwesen, wie man sie nur aus der mythologie kennt, landschaften in märchenhaftem glanz.

er selbst löste sich vom körper und schwebte in diesenm reich der phantasie mit bildern von höchster wirklichkeit und tieferer bedeutung als in der profanen wirklichkeit. das unaussprechliche, die beantwortung aller fragen schien sich erschließen zu wollen. der farbenrausch erstreckte sich inzwischen auch auf alle anderen erscheinungen seiner umgebung. die wände das kastells gliederten sich in prismen von unglaublichem farbreichtum, ja sogar die gesichter von don und meditate zersprühten in ihre bestandteile und legten ihr innerstes in farbigen erscheinungen dar.



21.10.2002 19:59#403
meditate der dämon erzählte ja die seltsamsten sachen. meditate konnte sich ein grinsen nicht verkneifen



21.10.2002 20:03#404
Champ champ ging auf die hüterin zu und sah auf ihrer brust einen kristall, der von so unglaublicher farbintensität war, dass es für seine augen nicht zu ertragen schien. er tippte dieses kunstwerk an und die welt explodierte in farben. die farben waren aber nicht ungeordnet, sondern alle fein abgegrenzt durch exakte linien und eine höhere kontrolle, die ganz offensichtlich hoch über den dingen stand.

als er hinter die gesichter von don und meditate sehen konnte und sie sich wandelten vom mann zum weib und vom weib zum jüngling, wurde ihm klar, dass sein bisheriges leben eine aneinanderreihung von sinnlosen metaphern gewesen war. diese klare struktur und wirklichkeit, die sich ihm gerade eröffnete war es, was immer gefehlt hatte. und diese erkenntnis brachte ihn dazu, lebhaft hin und her zu fliegen, zu springen und zu tanzen. jedes gefühl für zeit und raum entschwand und wich einem gefühl von allmacht.

champ ein gott?



21.10.2002 20:27#405
Don-Esteban Erstaunt hatte der Don mit angesehen, welche Veränderung mit dem Ball vor sich ging. War er am Anfang noch ruhig und irgendwie zufrieden erscheinen, so tanzte er jetzt auf einmal wild umher und stieß seltsame Schreie aus. Anscheinend war er sehr glücklich. Ein komisches Zeug mußte das sein. Der Don räusperte sich. "Jetzt willst du sicher von mir wissen, was er da schönes geschluckt hat. Überlebt er das eigentlich? Wenn nicht, ein Platz am Tor wäre sicher frei für ihn. Ich nehme mal an, er hat irgendeinen Pilz mit halluzigener Wirkung gekostet.

Hast du dir das auch gut überlegt? Was ist, wenn das Sumpflager nachfragt? Irgendwann wollen die sicher ihren Baal wiederhaben. Was hast du ihm gegeben? Wahrscheinlich etwas Knollenblätterpilz. Deshalb sollte ich ja das Heilmittel dagegen brauen. Oder abwohl. was wäre, wenn ich versagt hätte? Du hast ihm etwas anderes kosten lassen. Etwas, wofür du ein eigenes Mittel hast. Den Symptomen nach zu urteilen trotzdem etwas pilziges. Vielleicht Narrenschwamm? So wie er sich benimmt." Mit zusammengezogenen Augenbrauen sah er meditate an und wartete auf die Antwort.



21.10.2002 20:31#406
meditate "nicht schlecht, mein lieber don. die diagnose war perfekt. und was schlägst du vor zu tun?"



21.10.2002 20:40#407
Don-Esteban "Was ich vorschlage? Mhm... vielleicht sollten wir gar nichts machen. Wolltest du nicht schon imemr mal den Baal wild gestikulierend durch den Innenhof des Kastells laufen sehen, dabei seltsame Sätze vor sich hersagend. Also ich find das wirklich faszinierend. Lassen wir ihn doch einfach in Ruhe. ausbüxen kann er hier nicht, sehen tut ihn auch keiner weiter und er scheint irgendwie glücklich zu sein, also warum sollten wir da etwas dran ändern. Irgendwann witrd die Wirkung nachlassen und er wird wieder zu sich kommen.

Dann geben wir ihm einen Traumruf und sagen ihm, es sei alles in Ordnung. Die jährliche Gesundheitsüberprüfung hätte bei ihm nichts ergeben." Der Don hoffte einfach, daß dies die richtige antwort sei, denn er brachte es nicht übers Herz, den Baal so schnöde aus seiner Traumwelt zu reißen. Die Härte der Barriere würde ihn noch früh genug mit ihrer ganzen Wucht wieder erreichen. Wobei die Wucht durch die netten Angestellten im Tempel schon ein wenig gemildert wurde, vermutete der Don still.



21.10.2002 21:09#408
meditate meditate trat zu champ und führte ihn vorsichtig vom rand der klippen, die in die wasserkaskaden führten weg.

"komm, mein gott, das ist nicht der richtige weg für dich. wir setzen uns jetzt alle unter die esche und beobachten die sterne."

zu dem don gewandt:

"das ist ein guter lösungsansatz. manchmal ist auch weniger mehr. ich bin sehr zufrieden mit dir. wenn auch das problem der orangenhaut wohl ungelöst bleibt. oder bekommst du das noch hin?

dies war übrigens wirklich ein narrenschwamm. er heißt psilocybe semilanceata, das ist ein spitzkegliger kahlkopf, sehr schwer zu finden und bei uns in der barriere sehr selten. aber du hast das ziemlich treffsicher herausgefunden.
deine tränke, salben und tinkturen seh ich mir später an. auf jeden fall können wir ab jetzt davon ausgehen, dass du ein heiler bist. die normalen gebrechen des einfachen volkes wirst du sicher behandeln.

wenn du magst, kannst du deine studien ab jetzt auf höherem niveau fortsetzen, damit du die anderen sachen auch heilen kannst. ich würd dir auch gleich eine erste aufgabe stellen: FANG DIESEN VERRÜCKTEN PROPHETEN EIN und lege ihm eine zwangsjacke an. die heilungskräfte, die dir der zweite heilkurs verleihen wird, richten sich vorwiegend gegen krankheiten des gehirns, der weiber und der herrschenden. das nehmen wir uns dann vor."



21.10.2002 21:19#409
Don-Esteban Hocherfreut nahm der Don das Ergebnis seiner Prüfung zur Kenntniss. Das war ja wunderbar. Naja, die Gebrechen der armen Leute waren ihm eher egal. Viel mehr faszinierten ihn die zukünftigen Aufgaben. Krankheiten des Gehirns, von Weibern und der Herrschenden hatte sie gesagt. Während das erste und ganz besonders das letzte eine interessante und vielversprechende Sache zu sein schien, war das zweite wohl eher als notwendiges Übel anzusehen. Aber was solls, dachte sich der frischgebackene Heiler. Vielleicht ist's ja mal zu was gut.
Damit verabschiedete er sich von meditate, winkte dem glücklichen Baal nochmal zu, der begeistert zurückwinkte und verschwand mit einem innerlichen Grinsen vonm Hof. Die nächste Aufgabe wartete auf ihn. PropheT... Zuletzt hatte er ihn beobachtet, wie er mit Totenköpfen kegelte. Das erinnerte ihn dunkel an sein eigenes Abenteuer in der Unterwelt. Also entweder, es mußte PropheT wirklich sehr langweilig sein oder steckte eine komplizierte Lösung hinter all dem. Nun, er würde es herausfinden.




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