Rollenspiel in Zeiten der Barriere
Das Kastell des ZuX
Das Kastell des ZuX # 11

23.06.2002 22:04#1
tor zum kastell Das Kastell des ZuX #11
gehoben wie von geisterhand
schmiegen sich der leichen glieder
hoch an des kastelltor's wand
und ließen sich für immer nieder

__________genagelt an des tores holz
__________weit die arme ausgebreitet
__________künden sie vom hohen stolz
__________der des kastelles willen leitet

märtyrern gleich ans kreuz gebunden
sank auf die brust ihr kopf herab
mit efeu war der fuß umwunden
des eingangs bogen war ihr grab

__________an jedem flügel einer hing
__________brüder noch im tod sie waren
__________'ne krähe sich ein auge fing
__________bald kamen sie in ganzen scharen

die haut in fetzen hing vom schädel
gebleichte knochen überall
ehdem der körper stark und edel
so war der tod sein tiefer fall

__________das fleisch verdorrt und abgenagt
__________skelette hell im mondenschein
__________dies mahl den raben wohl behagt
__________hier mußte keiner hungrig sein

die schädel blank im mondenschein,
die knochen hell im lichte leuchten
der anblick fährt durch mark und bein
betrachtern sie lebendig deuchten.

__________als warnung an den wandersmann
__________war'n die toten auserkoren
__________kam er nur als narr hier an
__________nichts er hatte hier verloren

so sollte es nun jedem geh'n
der hierher kam aus übermut
vor diesem tor blieb jeder steh'n
hier war man besser auf der hut.

__________in demut kam man zum kastell
__________um zu bitten, nicht zu fordern
__________nur, wes geist war klar und hell
__________konnt' hoffen, beliar zu ordern.

war die hilfe erst gewährt
war sie ein versprechen
und dies gelübde nie verjährt
sonst würds das tore rächen.



23.06.2002 22:11#2
Don-Esteban Interessiert hatte der Magier zugesehen, wie sich die Versuche seines Lehrlings, eine vernünftige Lichtkugel zu bekommen, immer mehr dem annäherten, was man sich unter dem Lichtzauber so landläufig vorstellte. Gegen Ende hin sah es schon ganz gut aus. "Ja, ich sehe, Ihr seid nicht unbegabt. Wenn ihr die Fähigkeiten, Magie zu wirken steigern wollt, hilft nur langes üben. Ich hab mir sagen lassen, es gäbe im Lager unten bei den Gardisten einen Feuermagier, der würde ständig zu Innos beten und glauben, daß dieser ihm die seine magischen Fähigkeiten dadurch erhöhen würde, aber das halte ich für ein Gerücht. Ich sehe den Weg zur Perfektion in der ständigen Vervollkommnung der eigenen Fähigkeiten durch Übung und der Erhöhung von Wissen."

Eine Pause unterbrach den Redefluß des Magiers, der sonst eher einer von der schweigsamen Sorte war. Doch die Magie konnte man nicht durch Schweigen vermitteln. "Jetzt kommen wir zur Schattenflamme. Hierbei achtet darauf, Euch auf die Zielrichtung des Spruches zu konzentrieren, sonst schießt die Schattenflamme unkontrolliert wie ein Pfeil, der seine Richtung ändert, kreuz und quer durch den Garten und trifft am Ende noch euch selbst - oder mich." Mit geübten Bewegungen beschwörte der Don ein einzelnes Skelett und befahl ihm, still zu stehen und sich nicht zu bewegen. "Hier habt Ihr Eure Zielscheibe. Ihr könnt beginnen." Sicherheitshalber begab er sich noch mit ein paar langen Schritten hinter Alaerie in Sicherheit.



23.06.2002 22:16#3
Don-Esteban Alaerie schrieb:
Die junge Magierin hatte konzentriert gelauscht und blickte skeptisch auf das Skelett. Es stand nur da, regungslos und wartete auf sein Schicksal. Sie holte die betreffende Rune hervor und rief sich die Worte aus dem Werk wieder in den Sinn. Sie versuchte es genau wie zuvor auch schon.

Die Rune in der geschlossenen Faust, die andere Hand leicht vorgestreckt, aber dieses Mal die Handfläche auf das Skelett gerichtet. Konzentriert schaute sie das Skelett an, bis ihre Gedanken nur noch um den Spruch kreisten. Dieses Kribbeln kroch langsam wieder in ihren Arm und tatsächlich schoß auch ein Pfeil aus schwarzem Feuer aus der Handfläche hervor.

Alaerie sah dem Pfeil nach, der allerdings nicht auf das Skelett zuraste wie gewünscht, sondern eher die Richtung änderte. Die junge Magierin sprang mit einem leisen Aufschrei zur Seite. Der Hohepriester hatte die Situation ebenfalls noch rechtzeitig erkannt, denn auch er rettete sich mit einem mehr oder weniger elegantem Sprung ins Blumenbeet. Der Pfeil hingegen prallte auf die Kastellmauer und das schwarze Feuer breitete sich kurz über eine gewisse Fläche aus, bevor es ganz erlosch.

Alaerie hatte die Hand vor den Mund geschlagen und schaute mehr als entschuldigend zum Don herüber, der sich eifrig den Dreck von der Robe klopfte. War das peinlich. Alaerie spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht kroch und wandte sich schnell wieder zum Skelett um. Nochmal ganz von vorne und bedacht. Wie schon zuvor stand die junge Magierin dort, nahm die Umgebung kaum wahr, die Gedanken um den Spruch kreisend.

Ein neuerlicher Pfeil entwich ihrer Handfläche. Er hatte schon die richtige Richtung, nur verfehlte er das Skelett und steuerte auf eine Marmorstatue zu, die sich leider nicht retten konnte. Aus dem weißen Marmor war nun Schwarzes geworden. Diesmal entwich ihr ein schlichtes 'ups'.

Der nächste Pfeil traf, zwar nicht schön mittig, sondern eher da, wo das Skelett vielleicht mal in einem wahren Leben ein Schienbein gehabt hätte und jetzt nur Knochen prangten. Diese wiederrum waren nun auch leicht verfärbt. Das Wesen rührte sich nicht und der jungen Frau stieg ein leicht beißender Geruch in die Nase.

Noch ein paar Mal ließ sie den Zauber wirken. Zweimal verfehlte er sein Ziel und suchte sich lieber angenehmere Ziele, wie Alaerie schien. Die Statue hatte nun gelitten, nicht zu vergessen die Kastellmauern, dann war einer glücklicherweise in dem kleinen Brunnen abgetaucht und der letzte Fehlschlag endete im Gras, wo nun auch eine verkockelte Stelle vom Mißgeschick erzählte. Immerhin hatte sie keine Bäume oder Sträucher getroffen.

Der letzte Pfeil traf nun wieder. Alaerie hatte sich angestrengt konzentriert und den Zauber losgelassen. Das schwarze Feuer breitete sich über das Skelett aus und es zerfiel. Erschöpft ließ sie die Hand mit der Rune sinken und wandte sich zum Don um, der immer noch in gebührendem Abstand und sprungbereit zu ihr stand. "Ich kann es nicht beurteilen, aber stolz bin ich schon ein wenig auf mich." Ein erschöpftes Lächeln trat auf ihre Lippen.



23.06.2002 22:17#4
Don-Esteban Leicht verkniffen schaute der Don an seiner Robe herunter. Naja, da hatten die Dämonen wenigstens mal wirklich was zu reinigen. Sonst war das doch bloß ein leeres Ritual. "Gut, ich sehe, mit entsprechnder Übung werdet Ihr es bald wirklich beherrschen und den Einfluß des Zufalls zurückdrängen können. Doch gehen wir jetzt lieber zurück. Ich bin recht zufrieden." Beide verließen den etwas ramponierten Hof, den die Dämonen sicher in kurzer Zeit wieder auf Vordermann bringen würden und verschwanden im Kastell. Don-Esteban versprach, Alaerie, daß er ihr noch die Werke für die Magie des Schwarzen Lichtes auf ihren Platz legen würde.

In der Bibliothek angekommen tat er dies auch. Darüber hinaus suchte er auch einige literarische Leckerbissen für PropheT heraus, der mit seinen Studien zu Beliars Hauch sicher schon längst fertig war und die dazugehörigen Bücher schon auswendig rezitieren konnte. Jetzt konnte er sich auf die Geheimnisse des Schattenbrandes stürzen, um sie zu enträtseln und den Spruch für sich nutzbar zu machen. Doch nachdem die Werke für die beiden Schüler herausgesucht waren, schaute Don-Esteban erstmal wieder nach blutfeuer.



23.06.2002 22:18#5
Don-Esteban Harald schrieb:
Der Priester hatte die ganze Nacht und den darauffolgenden Tag damit verbracht, die Magie Beliar auf Schriftrollen zu binden. Nun verlies er sein Labor und ging in das Refektorium um dort eine kleine Mahlzeit zu bekommen.
Er hatte es geschafft und die Spruchrollen lagen alle in seinem Labor. Aber bevor er sie verkaufen würde, musste er nochmal probieren, ob seine Beschwörung der Spruchrollen auch funktionieren würde. Das wollte Harald sich aber für den nächsten Tag aufbewahren. Jetzt speisste er zu Abend und anschliessend begab er sich auf sein Zimmer und schlief augenblicklich ein.



23.06.2002 22:21#6
PropheT PropheT setzte die beiden Frischverliebten in Refektorium und ließ sie von einem Küchendämon bewirten.

Währenddessen sputetete der Magier in sein Zimmer, schnappte sich Pinsel und Goldfarbe und begab sich wieder ins Refektorium.

Vorsichtig schlich sich der Magier mit dem, von Goldfarbe triefenden Pinsel an die fette und extrem häßliche Harpyie an, die den armen Fridolin immer noch mit voller Leidenschaft anhimmelte.

Hin und wieder verkeilte sich der Pinseln mit seinen robusten Haaren in den alten, hängenden Bauchfalten des übergewichtigen Wesens. Deshalb mußte PropheT immer wieder nachstreichen und die Arbeit hatte schon die Anzahl mehrere Stunden erreicht.
Nach einer weiteren mühseligen Stunde war er endlich mit seinem Anstrich fertig.

Erstaunlicherweise hatte die Harpyie, von einem immer wieder geäußerten Raunen abgesehen,das wohl eher positiv zu verstehen war, keine Schwierigkeiten gemacht.

Mit einem Augenzwinkern seitens PropheT, erhob sich der untote Diener und begab sich mit seinem Meister in Richtung Meditates Zimmer, dich gefolgt von der korpulenten Harpyie. Die schweren Schritte des Wesens hallten durch das ganze Kastell, dessen Geräusch einem Erdbeben glich.

In Meditates Zimmer angekommen berührte der Magier seinen Ring und öffnete die Schwelle zur Unterwelt.

Wie zuvor besprochen, sprang Fridolin, auf ein weiteres Augenzwinkern seines Meisters ,durch das Tor in heimische Gefilde.

Die Harpyie blickt entsetzt ihrem geliebten, magersüchtigen Freund hinterher und begab sich immer näher an den Spiegel.
Der Magier ließ diese Möglichkeit nicht verstreichen und schubste das dicke Wesen durch das Portal.

Mit einigen Sekunden Verzögerung, war ein lauter Knall zu hören, der die Oberfläche des Spiegels zum Kräuseln brachte. Mit einem kurzen Streichen über den Ring schloß PropheT das Portal wieder.

Der Magier hatte sein Bestmöglichstes getan, jetzt lag es an Meditate alleine einen Ausweg aus ihrem Martyrium zu finden.
PropheT betrachte noch eine geraume Zeit, mit einem sorgenerfüllten Ausdruck in seinem Gesicht, die Oberfläche jenes geheimnisvollen Spiegels.........


23.06.2002 22:21#7
Don-Esteban Zavalon schrieb:
Zavalon saß auf dem Hof, die Gitarre in der Hand, immer wieder Akkorde am üben und kleine Melodien am spielen. Sein Gefalllen an dem Instrument war immer mehr gestiegen und hatte nun schon einen fast fanatischen Grad erreicht. Eine kleine Schicht Hornhaut bildete sich auf den Kuppen der Finger. Nach einer Weile kam ein wenig Gesang zu der sanften Melodie.
Ich und meine Freunde, wir sind ein duftes Team, wir sind regelrechte Alkoholernichtungsmaschin'... Das klang nun ziemlich griechisch, aber man sollte das Lied schon selber gehört haben (Saufen)

Zavalon begab sich nachdem er sein Gehirn schon genug strapaziert hatte sich auf sein Zimmer, legte seine Gitarre ab und ging wieder in das Refektorium. Nachdem er sein Mahl beendet hatte, was die Grundlage für klares Denken bei Zavalon war, dachte er daran mal wieder seine Runen zu benutzen. Der Magus ging in einen der Übungsräume. Schnell baute sich zwischen seinen Händen eine leuchtende Kugel auf. Immer heller leuchteten die einzelnen Stränge der Magie. Seine ganze Kraft glitt in die Kugel. Der Raum war voller Licht, bevor er erschöpft das Licht wieder verschwinden lies und sich auf den Boden sinken lies. Nun folgten zur Übung mehrere Schattenflammen, welche immer wieder die Wand der antimagischen Räume berührten und zerschellten. Nun wurde ein Skelett beschworen, mit schwarzem Licht vollkommen bewegungsunfähig gemacht und mit einem schwarzen Pfeil zerstückelt. Die Reste der Gebeine kehrte Zavalon auf und entsorgte sie.
Seine Finger kitzelten wieder, schnell betrat er schnell sein Zimmer und kam wieder mit seiner Gitarre raus und verschwand auf dem Hof...




olirie schrieb:
Die Zimmerür öffnete sich und ein Dämon kam in den Raum. Er weckte Olirie und sagte zu ihm komm mit. Die Worte dröhnten in Olirie's Kopf und machten ihn dadurch hellwach. Schnell zog er sich an und folgte dem Dämon. Der Dämon führte Olirie in einen Saal, der prächtig war, er sah aus wie ein Thronsaal. Dann sagte der Dämon noch warte hier.Und bewegte sich dann weg. Olirie leistete der Anweiseung folge und wartete in dem Saal.




Alei schrieb:
Alei verließ sein Zimmer und stieg die Treppe hinab. Dann wand er sich in Richtung Refektorium, um etwas zu essen. Als er die Hallen betrat, ließ er sich an der Tafel nieder und bestellte sich etwas Fleisch und eine Suppe bei dem Dämonen, der angeflitzt kam. Nach dem der junge Lehrling gegessen hatte verließ er die Tafel und die Halle, um sich wieder seinen Studien zu widmen. Seine Schritte hallten wieder in den schmalen, kalten Gängen, deren Wände schmucklos waren.

Dann betrat er die Bibliothek, die das gesamte untere Stockwerk einnahm. Noch immer kam ihm das unheimlich vor, wußte er doch, was noch alles in diesem Stockwerk lag, wenn man sich nicht gerade in der Bibliothek befand. Aber mit der Zeit gewöhnte man sich an alles. Vor einem der großen Regale blieb er stehen, die mit unzähligen Büchern gefüllt waren, und dachte einen Moment nach. Dann sprach er "Erster Kreis der Magie Beliar's". Ein Buch bewegte sich etwas und fiel dann aus dem Regal.

Alei hob es auf und setzte sich dann an einen freien Tisch, um das Buch in sich aufzunehmen. Er war fest entschlossen, so bald wie möglich die dunklen Künste zu erlernen. Allgemein waren die arkanen Künste inzwischen der Hauptbestandteil seines Denkes geworden, und er widmete jede freie Minute seinen Studien. Nun war er bereits vertieft in die Lektüre und von Außen kaum noch ansprechbar.




Harald schrieb:
Der Priester unterbrach seine Studien. Er hatte einen Dämonen beauftragt, den Lehrling Olirie zu wecken und in den Thronsaal zu führen. Olirie hatte bewiesen, das er ein treuer Anhänger des Zirkel ist, und dafür sollte er heute eine Anerkennung bekommen. Harald verschränkte die Arme und schritt würdevoll in Richtung Thronsaal.





olirie schrieb:
Olirie schaute sich um, in diesem Saal war er nie zuvor gewesen. Was ich hier wohl soll, es gibt sicherlich einen guten Grund daür. Der Raum sah prächtig aus, auf dem schachbrettgemusterten Boden lagen Teppiche und die Wände waren verziert mit Wandtäfelungen aus schwarzem Holz, auf die Bilder eingeschnitzt waren. An einer Wand stand ein Thron. Im Raum standen einige geschnitzte Stühle. An einer Wand waren Fenster, deren Glas mit den Göttern verziert war. Dieser Saal sah sehr impulsant und eindrucksvoll aus.



23.06.2002 22:27#8
Don-Esteban Harald schrieb:
Harald hatte mittlerweile den Thronsaal erreicht. Unterwegs hatte er ein paar Dämonen gebeten ihn zu begleiten. Der Lehrling Olirie stand mitten im Saal und wurde von den Lichstrahlen der Mosaikfenster getroffen. Der Saal hatte eine anmutende Atmosphäre und war für das Ritual das der Priester vorhatte wie geschaffen.

Langsam schritt Harald auf Olirie zu und blieb vor ihm stehen. Die Dämonen bildeten einen Kreis um sie. Der Priester sah dem Lehrling fest in die Augen und dann sprach er:

Olirie, ihr habt eine lange Zeit bei uns im Kastell verbracht und wart bis zum heutigen Tag Lehrling in unserem ehrenwerten Zirkel. Durch eure Taten hier in der Barriere habt ihr bewiesen, das ihr nun soweit seit die Robe eines Magier zu tragen. Ich werde euch einen Eid ablegen lassen. Seid ihr bereit?
Der Priester sah dem Lehrling Olirie nach wie vor fest in die Augen.




olirie schrieb:
Olirie hörte den Worten des Mannes ihm gegenüber zu und antwortete dann: Ja, ich denke schon. Die festen Bliche des Mannes, die direkt in die Augen von Olirie schauten, beunruhigten ihn etwas und die Dämonen, die um ihn herum standen schauten ihn auch so seltsam an.





Harald schrieb:
Harald bemerkte, das der Nochlehrling sich in seiner Haut nicht ganz wohlfühlte. Innerlich musste der Priester etwas schmunzeln. Aber seine Würde und die stimmungsvolle Athmosphäre verbaten näturlich, diesen Gefühlen optischen Ausdruck zu verleihen. Das ist gut sagte er zu dem Lehrling.
Sprecht mir nun den Eid nach:

Im Namen Beliars, des allmächtigen Gottes der Dunkelheit,
Schwöre ich Olirie,
das ich dem Zirkel von nun an treu, ergeben und loyal dienen werde. Ich werde den Zirkel schützen, ihn ehren und mit meiner ganzen Kraft würdigen. Ich werde ein Diener des Kastells sein, bis ich einkehr in Beliars Reich, und die Quell des Lebens versiegt

Der Priester hatte diese Worte feierlich gesprochen und liess noch einen Augenblick der Ruhe walten. Dann nickte er Olirie aufmunternd zu den Eid zu sprechen.





olirie schrieb:
Olirie hatte genau zugehört und sich den Eid gemerkt. Nun wollte er veruchen, ihn nachzusprechen.
Im Namen Beliars, des allmächtigen Gottes der Dunkelheit,
Schwöre ich Olirie,
das ich dem Zirkel von nun an treu, ergeben und loyal dienen werde. Ich werde den Zirkel schützen, ihn ehren und mit meiner ganzen Kraft würdigen. Ich werde ein Diener des Kastells sein, bis ich einkehr in Beliars Reich, und die Quell des Lebens versiegt.

Nachdem Olirie diese Worte gesprochen hatte, blickte er erleichtert zu dem Mann ihm gegenüber.





Harald schrieb:
Harald hatte mit wohlwollen gehört, das der Magier olirie den Eid mit fester Stimme gesprochen hatte. Er gab nun einem der Dämonen ein Zeichen, der sofort heranschwebte und dem jungen und frischbeförderten Magier olirie die neue Robe aushändigte.

Herzlichen Glückwunsch Magier wandte sich der Priester noch einmal an olirie gehet nun hin und werdet ein wahrer Gläubiger Beliars.
Beliar möge mit euch sein.

Das Ritual war beendet und der Priester schritt würdevoll in Richtung Refektorium von dannen.





olirie schrieb:
Ein Dämon führte Olirie in sein neues Zimmer. Seine Sachen aus dem Gästezimmer lagen dort schon. Glücklich ging Olirie nun ins Refektorium, er hatte seit einiger Zeit nichts mehr gegessen.
Im Refektorium bestellte er sich eine geräucherte Forelle und dazu ein Weisbrot und einen Saft.





Red_Wolf:
Wolf wachte auf, er ging raus aus sein Zimmer und ging ein wenig an die frische Luft. Als er wieder rein kam, holte er sich was zu essen. Dann ging er in die Bücherei. Er schnappte sich irgend ein Buch und las darin.



23.06.2002 22:33#9
Don-Esteban Alaerie schrieb:
Als dunkler Schatten huschte die junge Magierin durch den Gang und stand schon bald vor den imposanten Türen der Bibliothek. Durch einen engen Spalt schlüpfte sie hinein und schaute auf ihren Platz. Der Don hatte Wort gehalten, dort lag das Werk zu 'Schwarzes Licht'. Gut gelaunt ließ sich Alaerie auf den Stuhl nieder und schlug das Buch auf.

Lange hatte sie zuvor in einem Trainingsraum geübt. 'Licht' machte ihr schon kaum noch Probleme, aber 'Schattenflamme' hatte es immer noch in sich. Mehr als einmal hatte sie erschreckt zur Seite springen müssen, um nicht von einem eigenen Pfeil erfaßt zu werden. Aber selbst das ließ mit der Zeit nach. Durchschnittlich liefen nur noch 2 von 8 Pfeilen Amok.

Leise raschelte die Seite, als die junge Frau diese umschlug, nur leider konnte sie sich nicht richtig konzentrieren. Ihre Gedanken schweiften ständig zu diesem Wesen, dass in den Gängen des Kastells sein Unwesen trieb. Sie brannte innerlich darauf, sich endlich diesem Wesen anzunehmen. Alleine würden Ahram und sie das allerdings nicht schaffen.

Sie blickte apathisch auf die Buchstaben, die sich dort schwarz auf weiß aneinanderreihten. Es ergab keinen Sinn, sie konnte die Sätze noch so oft durchlesen, es blieb nichts haften. Das Buch klappte mit einem dumpfen Geräusch zu und eine leichte Staubwolke entwich zwischen den vergilbten Seiten.




GlutaeusMaximus schrieb:
Maximus wachte auf, weil er es vor Hitze nicht mehr aushielt. In seinem Zimmer flimmerte die Luft schon. Es hatte auch Nachteile, immer nur tagsüber zu schlafen...

Er hatte den Fehler gemacht das Fenster aufzulassen... Das Einzige was ihn etwas kühlte war der Ring an seiner Hand. Er drückte sich das Stück aus dem Herzen eines Eisgolems an die Stirn um zumindest einen kühlen Kopf zu behalten. Dann zog der Priester die schwere Robe über den Kopf und bohrte mit dem Schwert ein paar unauffällige Belüftungslöcher in den weiten schwarzen Stoff.
Nachdem die Robe etwas präpariert war prüfte er noch vor dem Spiegel ob man durchsehen konnte und verlies das Zimmer um sich mal im Kastell umzusehen. Da es für ihn zu früh zum Frühstücken war ging er erst mal in die kühle Bibliothek.
Dort traf der Magier auf Alaerie gedankenverloren auf ihrem Platz saß. Er ging in einem weiten Bogen von vorne auf die Magier zu, der er wusste wie schreckhaft, sie beim Lesen reagierte, und sprach sie an.

„Guten Morgen verehrte Magierin. Wisst ihr, ob es Neuigkeiten über die Ratte im Kastell gibt? Ich mach mir da langsam Sorgen...“





Alaerie schrieb:
"Die gibt es wahrlich" Alaerie hatte noch nicht aufgeblickt, sie wußte wer vor ihr stand. "Seid mir gegrüßt, Maximus. Setzt euch doch derweil, während ich berichte." Sie sah ihn nun direkt an und deutete auf den Stuhl ihrem Antlitz gegenüber.

Maximus nahm Platz und schaute sie erwartungsvoll an. Nur wo sollte die junge Frau beginnen zu berichten? Ihre Stirn legte sich kurz in sorgenvolle Falten und dann spruddelten die Worte auch schon zwischen ihren Lippen hindurch. "Nunja, ich habe am Tage zuvor mit Ahram hier gesessen und ein Buch angesehen. Ich habe jetzt schon eine Ahnung, wie dieses Wesen aussieht."

Mit knappen Worten schilderte die Magierin dem Mann ihr gegenüber was in dem Buch abgebildet war. Maximus folgte interessiert und konzentriert den Worten, die zwischen den Lippen hervordrangen. Sie erwähnte die Krallen, das Fell, die bedrohlichen Reißzähne, der stechende und tödliche Blick des Wesens.
"Alleine werden Ahram und ich es aber nicht schaffen. Wir brauchen dringend Eure und die Hilfe weiterer Magier. Wärt Ihr bereit, Euch auf dieses Abenteuer einzulassen?" Nun war es an ihr, seinen Äußerungen zu lauschen. Insgeheim hoffte sie, er würde die Bitte nicht abschlagen.





GlutaeusMaximus schrieb:
„Ich bin bereit!“ sprach der Priester „Und ich bin mir sicher, dass auch Harald und Prophet mitkommen werden. Soweit ich weiß verweilen sie momentan beide im Kastell. Lasst uns am besten sofort losziehen. Seit ihr bereit?“
Alaerie nickte und die beiden Magier erhoben sich. Nacheinander klapperten sie die Zimmer der einzelnen Gefährten ab. Ahram wartete bereits angezogen hinter der Tür als sie klopften, der Wächter hatte scheinbar ein paar mehr Sinne... Harald dagegen schnarchte vor sich hin und wurde nur durch mehrmaliges Klopfen aus dem reich der Träume geholt. PropheT war zwar wacher, aber aus seinem Zimmer wabberten Dunstschwaden heraus... Maximus hielt die Luft an und winkte den Hohen Schwarzmagier vor die Tür.

Die Fünf zogen los. Vier Schwerter, die an den Gürteln blitzen und ein paar Klauen waren bereit für den Feind...





Alaerie schrieb:
Die Schritte der vier Diener Beliars und des Dämonenmenschen hallten durch die Gänge des Kastells. Nur Ahram wußte, wo es langging. Er bildete die Spitze des Trupps, dicht gefolgt von Maximus, der voller Tatendrang mit ausgreifenden Schritten hinterher eilte. Harald bildete die goldene Mitte, während PropheT und Alaerie sich am Schluß allerhand Nettigkeiten an den Kopf warfen.
Alaerie fuchtelte gerade mit den Händen nach PropheT, als sie unsanft auf Harald auflief und eine Entschuldigung murmelte. PropheT hingegen mußte sich krampfhaft ein Lachen verkneifen. Die Gruppe hatte gestoppt und Alaerie versuchte an den Männern vorbeizusehen, die ausnahmslos alle größer waren als sie. Als sie sich schließlich gebückt hindurchdrängelte sah sie auch warum. Vor ihnen tat sich ein dunkler Treppenabgang auf.

Ahram schritt vorneweg, überhaupt bildete sich nahezu die gleiche Reihenfolge wie schon zuvor. Maximus hatte eine Lichtkugel geformt, die mysteriöse Schatten an die Wand warf. Es roch feucht und modrig. Das Marmor der Gänge war kaltem nackten Stein gewichen. Die Steinstufen wiesen Trittmulden auf. Die junge Magierin bemerkte, wie sich die Männer ständig Spinnweben aus dem Gesicht zupften. Es hatte Vorteile klein zu sein dachte sie grinsend.
Immer tiefer drangen sie unter das Kastell, immer strenger wurde der Geruch von Feuchtigkeit und abgestandener Luft. Im Lichtschein konnte Alaerie allerhand Krabbeltierchen sehen, die sich in dunkle Ritzen entlang der kalten Wände flüchteten. Endlich hatten sie das Ende der Treppe erreicht. Ahram blieb stehen und schien konzentriert.





GlutaeusMaximus schrieb:
Der Dämonenmensch fing an zu schnüffeln und ging dann ganz langsam den Gang entlang. Maximus lies die Lichtkugel erlöschen und folgte ihm. Vorher sprach er noch zu den anderen Schwarzmagiern, die nicht so leise unterwegs waren, und trug ihnen auf, mit genügend Abstand zu folgen.

Endlich konnte der Priester das Wissen, das er bei Frost erworben hatte, einsetzen. Während zwanzig Schritte hinter ihnen zwei Lichtkugeln aufblitzen gewöhnten sich die Augen von Ahram und Maximus an die Dunkelheit.
Kleine Ratten quietschten aufgeregt und wuselten davon. Von den beiden Spähern war nichts mehr zu hören. Und auch der zweite Teil der Gruppe verhielt sich relativ ruhig. Alaerie und Prophet hatten endlich aufgehört herumzualbern...
Langsam kamen Ahram und Maximus am Ende des Ganges an. Vor ihnen öffnete sich ein großer Raum. Die Rückwände blieben im Schatten verborgen. Auch die Decke war soweit weg, dass sie unsichtbar blieb...

Der Dämonenmensch wandte sich nach links und der Priester schritt langsam nach rechts in den Raum hinein. Die Stille wurde nur ab und zu durch ein leises helles knacken unter ihren Füßen unterbrochen. Ahram bückte sich um nachzusehen was dort knackte. In seinen Klauen hielt er einen kleinen Knochen. Es war ein sehr altes Bruchstück, aber zumindest eins lies sich noch erkennen, von einem Menschen war dieser Knochen nicht...

Plötzlich vernahm Maximus ein Schnaufen vor sich. Schnell trat er einen Schritt zurück und legte die Hand auf den Zauberstab. Er spürte einen starken Lufthauch vor seinem Gesicht, als ob er gerade einem Schlag entgangen ist...
In dem Moment erreichten Prophet, Harald und Alaerie den Raum. Die Lichtkugeln enthüllten den Angreifer...





Harald schrieb:
Der Priester hatte einen Abstand zu den Vorrausgehenden gehalten. Sie kamen in einen Raum, der absolut finster war. Schon das alleine machte dem Priester ein unbehagliches Gefühl.

Maximus und der Jäger Ahram hatten den Raum bereits vorsichtig betreten. Es knarrte und knirschte überall. Soweit es Harald erkennen konnte, trennten sich die beiden um den linken und rechten Teil zu erforschen. Er trat näher in den Raum, da er verdächtige Geräusche vernahm. Ein undifinierbares Schnaufen weckte seine ganze Aufmerksamkeit. Sofort sprach der Priester einen Lichtzauber, um endlich etwas erkennen zu können.

Schemenhaft waren nun die Gestalten von Maximus und Ahram zu sehen. Aber auch etwas anderes war auszumachen. Eine Ratte? Wenn ja, ihre Siulette lies vermuten, das es sich ganz sicher nicht um das handelte, was sie suchten. Der Priester wartete erstmal ab.


Das war Seite eins komplett.



23.06.2002 22:41#10
Don-Esteban GlutaeusMaximus schrieb:
Die Helligkeit der beiden Lichtkugeln zeigte Maximus was ihm da gerade eine neue Rasur verpassen wollte. Vor ihm stand eine grauenerregende Ratte. Doch nach dem was ihm Alaerie erzählt hatte konnte das nicht die Monsterratte sein... zumindest nicht die, die sie jagen wollten.

Nichtsdestotrotz musste sie ihre Aufmerksamkeit diesem Gegner hier zuwenden. Das Monster war ca. zwei Fuß kleiner als Maximus aber dafür ungefähr dreimal so schwer als der Priester.

Die Ratte holte erneut aus und schlug mit ihrer schweren Pranke nach dem Magier. Er war gezwungen immer weiter rückwärts zu schreiten um nicht getroffen zu werden.

Maximus dachte schnell nach, wie er dem Gegner am besten Schaden zufügen könnte. Für einen Schattenbrand war die Ratte zu nahe dran und schwarze Flut war zu schwach... Um sich eine Verschnaufpause zu verschaffen lähmte er die Ratte kurzzeitig mit schwarzem Licht.

Die Verschnaufpause reichte ihm um genug Abstand zu gewinnen damit er sein Schwert ziehen konnte. Ahram, Prophet, Alaerie und Harald schlossen währenddessen zu Maximus auf und zückten die Waffen.

Die Ratte war schnell wieder in Bewegung, doch jetzt zögerte sie. Die fünf Gegner schienen ihr doch Respekt einzuflössen. Vor allem der Dämonenmensch in der Mitte der Menschlinge...

Das Tier hob drohend die Pranken und stieß einen hohen Schrei aus...




Harald schrieb:
Der Priester hatte die Szenerie beobachtet und sah, das der Priester Maximus zwar nicht in lebensbedrohliche, aber zumindest in eine bedrohliche Situation geraten war. Da Harald nicht in Sichtweite des Monsters war, hatte er Zeit einen entsprechenden Zauber zu wirken. Die Situation erschien nicht allzu gefährlich und ein beschwörtes Skelett würde sicherlich die Situation entschärfen. Der Priester sprach einen Spruch und Augenblicklich war das Skelett erschienen.




Skelett schrieb:
Das Skelett erschien, nachdem es sein Meister ihm befohlen hatte. Der Meister schickte es zum Kampf gegen eine Kreatur, die dem Skelett vollkommen egal war. Nur das Wort des Meiters zählte. Für es gab es nur den Auftrag, das Wesen unschädlich zu machen. Koste es was es wolle. So stürmte das Skelett völlig emotions- und hemmungslos auf das Monster los. Gegenwehr und Attacken spürte es überhaupt nicht. Dennoch war seine Kampfkraft nicht ausreichend, und nach kurzer Zeit musste sich das Skelett dem mächtigen Gegner beugen. Es verschwand ins Nirvana.





GlutaeusMaximus schrieb:
372 Der hohe Schrei von vorhin blieb nicht ohne Folgen. Zwei neue Ratten betraten den Raum. Eine von ihnen hatte ungefähr Maximus Größe. Die andere war um einiges kleiner. Es schien sich hier um Kinder zu handeln... Aggressive Kinder...

Alaerie zog ihr Schwert und ging zusammen mit Ahram auf die Riesenratte zu. Während die Einhandlehrmeisterin die Aufmerksamkeit des Tieres auf sich zog und mit ihrem Schwert die mächtigen Prankenhiebe abblockte umkreiste der Dämonenmensch den Gegner.

Prophet schleuderte der kleinen Ratte einen Schattenpfeil nach dem anderen entgegen. Und Maximus jagte ihr gleich noch zwei Schattenbrände auf den dreckigen Pelz. Das genügte die kleine Ratte fiel tot zu Boden.
Alaerie kämpfte weiterhin einen ergebnislosen Kampf mit der Riesenratte. Dadurch hatte Ahram aber Zeit sich hinter die Ratte zu stellen. Die Schwertkämpferin war langsam am Ende ihrer Kräfte als der Dämonenmensch in den Nacken des Monsters sprang. Er hatte die Klingen an seinen Unterarmen ausgefahren und rammte sie der Riesenratte von hinten in den Hals. Auf beiden Seiten spritzte dunkles Blut heraus. Alaerie konnte sich mit einem Hechtsprung zur Seite gerade noch aus der Fallbahn des massigen Körpers retten. Ahram saß triumphierend auf dem Rücken der Kreatur.

Zwischendurch hatte sich die erste Ratte von dem Angriff des Skeletts erholt und ging auf Harald zu...





Harald schrieb:
Das Skelett, das der Priester beschworen hatte, verlor diesen Kampf. Aber seine kontinuirliche und agressive Kampfesweise hatte das Monster doch geschwächt. Der Priester jedenfalls merkte, das der Gegner ihm gegenüber lange nicht mehr die Kraft und Agression besass. Nun war seine Zeit gekommen. Er beschwor den Spruch "schwarzes Licht". Das sollte für den angeschlagenen Gegner ausreichend langen. Der Spruch verliess die Hände des Priesters und explodierte förmlich beim Aufprall auf die angeblich starke Ratte. Ein letztes Aufbäumen und der letzte Lebenswille erlosch aus der Ratte.

Bei näherem hinsehen und der Begutachtung des Vieches, war sich der Priester sicher, das es nicht das Monster war, das sie jagten. Hoffentlich hatte die Hauptratte nicht zuviel Ableger oder Nachwuchs in der Zwischenzeit erhalten. Die Bewohner und Gäste des Kastells mussten geschützt werden. Im Moment konnte Harald aber keine weitere Gefahr entdecken, und so lehnte er sich an eine Wand, um etwas zu schlafen.





GlutaeusMaximus schrieb:
373 Auch seine Gefährten sammelten sich wieder. Alaerie lies sich gleich erschöpf neben Harald nieder und schlief auch gleich ein. Der Kampf mit der Ratte hatte die junge Magierin sehr erschöpft.

Ahram hatte mittlerweile eine Fackel von der Wand genommen und angezündet. Zusammen mit den beiden Lichtkugeln war es dadurch im Raum relativ hell geworden. Prophet, Ahram und Maximus durchsuchten noch den Saal, aber sie trafen auf keine weiteren Gegner mehr.

Da Maximus noch am muntersten war erklärte er sich bereit die erste Nachtwache zu übernehmen. Er nahm die Fackel von Ahram und entzündete alle anderen Fackeln die an der Mauer angebracht waren. Nur die Stelle an der die Gruppe ruhte ließ er aus.

So würde er kommende Feinde sofort sehen können und die Schlafenden gaben kein zu gutes Ziel ab. Prophet und Ahram hatte sich mittlerweile auch zur Ruhe gelegt.

Maximus rollte sich einen dicken Felsbrocken her und benutzte ihn als Stuhl. Während seine Gefährten hinter ihm an der Wand ruhten waren alle Sinne des Priesters auf Alarmbereitschaft...





Ahram schrieb:
Still kauerte Ahram in der konturlosen Schwärze einer der zahlreichen kleinen Wandnischen, das flackernde Zwielicht der wenigen Fackeln hatte hier keine Macht, völlige Finsternis umhüllte den Dämonenmenschen, versteckte ihn in einem Mantel aus purem Schatten. Seit Beginn seiner Wachschicht hatte der junge Wächter kein Glied gerührt, allein die hellen, eisblauen Pupillen bewegten sich in den dunklen Höhlen, schweiften eidigen Suchscheinwerfen gleich durch den Raum.

Die Nacht war ereignislos verlaufen, die Ratten schienen gemerkt zu haben, dass diese Gefährtengruppe besser in Fireden gelassen werden sollte - oder sie sammelten sich einfach an einem strategisch günstigeren Ort. Ahram wusste nicht, ob diese Monstren Intelligenz besaßen, doch er sprach ihnen zumindest eine gewisse tierische Tücke nicht ab. Die Mutterratte (Ahram beschloss sie so zu nennen) versteckte sich schon sehr lange hier unten, und bis vor Kurzem hatte sie es zustandegebracht, völlig unentdeckt ihr Unwesen zu treiben. War das nicht Beweis genug?

Ein leises, scharrendes Geräusch etönte aus der Finsternis des Raumes. Blitzschnell ruckte der Kopf des Exmagiers herum, die floureszierenden Pupillen hafteten sich auf einen am Boden liegenden schwarzen Schemen, welcher sich langsam und unter leichtem Gestöhne vom Boden erhob. Die Magier erwachten.
Acu Ahram erhob sich, seine steifen Gelenke knackten vernehmlich als er die Glieder streckte, ein bedrohlich klingendes Gähnen entwich der rauhen Dämonenkehle. Ohne Eile gesellte sich der junge Wächter zu seinen Gefährten, seine nackten Füße patschten über den schmutzigen Steinboden...




TheRock schrieb:
Rock erwachte vor den Toren des Kastells, er wusste nicht mehr wie er hierher gekommen war, das einzige an das er sich erinnerte war, dass er in die Barriere gestoßen wurde und dann beschlossen hatte wieder ein Zauberer zu werden, wie in seinem "früheren" Leben.

Er klopfte an das schwere Tor und hoffte er würde eingelassen werden..... Hallo, irgendjemand da?
Er hoffte der ZuX würde ihn aufnehmen, endlich wieder Magische Fähigkeiten haben......
Sie mussten ihn einfach einlassen, ihm ein Zimmer zuweisen und ihn unterrichten.

Mit diesen Gedanken wartete er vor dem Tor des gigantischen Kastells auf jemanden der ihn ins Leben des Kastells einwies, er hoffte er müsse nicht zu lange warten.





Alaerie schrieb:
Die junge Magierin erhob sich und gesellte sich zu Ahram. Sämtliche Knochen taten ihr weh. Diese Wesen waren wesentlich stärker, als sie vermutete hatte. Zum Glück war niemand verletzt worden.

Sie hatte keine Ahnung, was für eine Tageszeit vorherrschte, das war hier unten irrelevant. Kein Tageslicht drang in diese unheimlichen Katakomben, nur die Fackeln an den Wänden verströmten ein goldiges Licht. Ihr Magen rebellierte leicht, als sie die toten Kadaver der Monster erblickte. Der Hunger war nun Übelkeit gewichen. Die Blutlachen waren bereits angetrocknet
Die junge Frau ließ sich auf einem halbwegs sauberen Stückchen Boden nieder und versuchte krampfhaft die restliche Müdigkeit aus den Gliedern zu bekommen. Die anderen Gefährten begannen auch langsam, sich zu rühren.





Lord_Xardas - N schrieb:
Inzwischen hatten die drei "Gefährten" das Kastell erreicht, prachtvoll erhob sich langsam vor sich als diese den Weg auf den Berg hinauf schritten. Es war noch genauso wie früher, eigentlich hatte sich nichts geändert wie es aussah. Doch wer weiß... Nek schritt den beiden Banditen voraus und zeigte ihnen den Weg. Wahrscheinlich waren sie noch nie hier gewesen, geschweige denn weiter in der Bariere umhergekommen. Was dem Waldläufer wiederum irgendwie egal war, er hatte seine Aufgabe die er erfüllte und die zwei waren ja auch nette kerlchen. Nun hatten sie das Tor erreicht, dass letzte mal durchschritt Nek das Tor des Kastells ganz einfach durch die Bitte um einlass. Vielleicht würde es diesmal genauso gehen...
Nek: "Ihr wartet hier ich mache das schon."
Argos: "Ja geht in Ordnung... Hier ist es irgendwie unheimlich." Nek: "Und du wirst bald sehen warum es hier "irgendwie unheimlich ist"."
Der Gildenlose stellte sich vor das riesige Tor und schaute hinauf zu den Steinen in die anscheinend etwas eingemeisselt wurde, dann began er: Nek: "Tor zum Kastell! Wir bitten um einlass in die inneren Räume. Bei mir sind zwei Banditen aus dem Neuen Lager mit einer dringlichen Botschaft für den obersten Hohen Priester der Dunklen Mächte. Gewähre uns den Einlass." Neks Stimme war ruhig und gelassen aber auch irgendwie überzeugend. Schon nachdem er zuende gesprochen hatte öffnete sich das Tor und die drei konnten eintreten.
Nek: "So folgt mir. Und bleibt immer hinter mir..."
Sofort schlossen die gemeinten Banditen auf und folgten Nek in das Kastell. Wobei der Waldläufer auf die große Bibleothek zuhielt wo er damals auch den Don getroffen hatte. Und Bullit... achherje Bullit... Aber das war ein anderes Thema.
Nun setzte auch Nek seine Kaputze ab und musterte seine Umgebung, auf einen Magier oder ähnliches wartend...





Feuerdämon schrieb:
Aus dem Feuer Beliars erschaffen und von den mächtigen Schwarzmagier ins Diesseits gerufen, um ihnen zu dienen, materialisierte sich der Feurdämon in der Eingangnshalle.

Mit einem lauten Knarren öffnete sich das große Tor und mit einer tiefen und hallenden Stimme, bohrten sich die Gedanken der Feuerdämons in den Geist des jungen Pilgers:

"Wer stört dier Ruhe dieser erwürdigen und alten Hallen....sprecht, wer wagt es....."

Nachdem der junge Mann seine Geschichte erzählt hatte und um Aufnahme bat, geleitete ihn der Dämon in eines der Gäastezimmer und wandte sich dann wieder an den Pilger:" Vorerst wird Euch dieses Zimmer zugeteilt, wenn ihr euch bewährt habt, wird euch ein eigenes zugeteilt werden. Man wir Euch beobachten, haltet Euch zu Beginn von den Kellergewölben und den oberen Stockwerken fern. Das Refektorium und die Bibliothek stehen Euch frei. Bei weiteren Wunschen, wendet Euch einfach an die Dienstdämonen" mit diesen Worten verschwandt der Dämon wieder in einer roten Dunstwolke.





GlutaeusMaximus schrieb:
Prophet, Harald und Maximus richteten sich im Zeitlupentempo auf. Viele Gelenke knackten vor sich hin. Die dicken Magierroben waren zwar eine warme Decke gewesen in diesem kühlen Keller doch eine Matratze konnten sie beim besten Willen nicht ersetzen.

Maximus war die hellen strahlen der Abendsonne gewohnt, die ihn sonst immer weckte. Etwas desorientiert blickte er sich im Raum um. Vier Augepaare blickten zurück und langsam dämmerte es in seinem Kopf, Stück für Stück setzten sich die Ereignisse des Vortages wie mentale Puzzlestücke zusammen. Das alles geschah in wenigen Augenblicken...

Die Magier erhoben sich und rückten Waffen und Roben zurecht. Die Jäger durchsuchten die kleine Höhle und entdeckten außer dem Gang, durch den sie hereingekommen waren, drei weitere. Einer davon war zu niedrig für die Gruppe an den beiden anderen schnüffelte der Dämonenmensch gründlich. Er durchsuchte auch den Boden und die Wände nach Fellresten und ähnlichem.

Nach einer Weile hatte sich der Wächter für einen Gang entschieden. Nach einem kurzen Blick in die Runde ging Ahram los und bildete wieder mit Maximus die dunkle Vorhut. Der Rest des Trupps folgte ihnen mit genügend Abstand und zwei Lichtzaubern, die von PropheT und Harald beschworen wurden.
Der Gang führte weiter nach unten, der Boden war schlüpfrig und kleine Ratten huschten um ihre Füße. Nur schien dieser Weg etwas häufiger frequentiert zu sein. Kein einziges mal streiften irgendwelche Spinnweben die Gesichter der Vorhut, dafür fanden sie ab und zu dunkle Fellbüschel...





Lord_Xardas - N schrieb:
Vor dem Nek tauchte auf einmal ein Dämon auf der ihnen anscheinend behilflich sein wollte:
Dämon: "Was kann ich für euch tun, sterbliche?"
Nek: "Sei mir gegrüßt du Wesen von irgendwo anders. Wir haben..." Dämon: "Einen Brief ich weiß."
Nek: "Warum sage ich es dir dann noch wenn du alles weißt?" Dämon: "Weil du nicht weißt das ich alles weiß."
Nek: "Ich weiß... Raven komm her und gib dem kerlchen da das Teil er wird ihn schneller überbringen als wir."
Raven: "Ähm... aber..."
Nek: "Mach! Oder willst du den Dämon erzürnen?"
Raven: "Nein nein hier nimm ihn..."
Nek: "Wunderbar. Auf bald Dämonischer..."
Jetz fiel Nek nichts ein was passen würde, eigentlich schade. Aber machte nichts damit waren die drei fertig und konnten zurück ins Neue Lager. Wobei eigentlich...
Nek: "Einer von euch muss für mich ins Alte Lager gehen und dort etwas holen." Erwähnte Nek während er mal wieder den Banditen voraus den Berg hinab schritt...


23.06.2002 22:45#11
Don-Esteban Ahram schrieb:
Langsam drang die kleine Gruppe tiefer in das verwirrende System aus Gängen und Korridoren, Minuten wurden zu Stunden ohne dass sich das Bild der Umgebung sonderlich änderte. Alter Fels schein die Gefährten einschließen zu wollen, der mordrige Geruch des Todes war allgegenwärtig, beherrschte diesen längst vergessenen Ort wohl schon seit vielen Jahrzehnten.

Dies war auch der Grund, warum Ahram an einer der unzähligen Gangbiegungen urplötzlich anhielt. Die schwarzen Nasenflügel blähten sich, schnaubende Geräusche zeugten davon, dass der junge Wächter etwas witterte. Blau floureszierende Augen starrten in die Finsternis eines unscheinbaren Seitenganges. Auf den ersten Blick wirkte er nicht anders als die anderen Abzweigungen, doch es war der geruch, der den Dämonenmenschen aufmerksam gemacht hatte. Ein feiner Luftzug schien aus der Dunkelheit zu blasen, das Aroma nach Verwesung schien hier... frischer.
-Lasst uns hier entlang gehen - und haltet eure Waffen bereit.




TheRock schrieb:
Er konnte es kaum glauben, er war im Kastell und hatte chancen ein Magier zu werden, zumindest glaubte er dass.
Glücklich wie er war, streifte er durch das Kastell, sah verschiedene Leute, Dämonen und seltsame Wesen, die er noch nie in seinem Leben gesehen hat und versuche zu begreifen dass er ein Lehrling war.

Nach seiner langen Tour besuchte er die Bibliothek und versuchte sich ein Buch auszusuchen, doch er war von der Größe so beeindruckt, dass er erstmal nur umherstreifte und sich alles(oder so ziemlich alles) ansah. So, für heute habe ich genug gesehen.
Mit diesen Worten ging er zurück in sein Zimmer, überwältigt von dem Kastell und betrachtete eingehend die Verzierungen in seinem Zimmer bevor er in einen tiefen und ruhigen Schlaf fiel.
Für den nächsten Tag nahm er sich vor einen der Priester oder Magier aufzusuchen, um ein wenig über die Magie Beliars zu erfahren.





Alaerie schrieb:
Die Klinge des Schwert des Schatten entwich mit einem schabendem Geräusch der Scheide. Fest umklammerte die Hand der jungen Magierin den Schwertgriff. Die Handfläche wurde feucht und Alaerie selber leicht nervös. Der Gang wurde enger und die Luft roch strenger, so etwas wie frischluft schien hier unten mehr als rar zu sein.

Alaerie rümpfte die Nase. Ein ekelerregender Geruch stieg ihr in die Nase und wurde stärker, je weiter die Gruppe sich fortbewegte. Die Blicke der Einhandlehrmeisterin schweiften über die Wände, den Boden und nach vorne. Das Licht von Harald und PropheT ließ jedes Detail mehr als ihr lieb war deutlich sichtbar werden. Kleine Krabbeltiere und dicke Spinnen verschwanden zwischen Ritzen. Aber ihr fiel etwas auf. Je weiter sie kamen, desto weniger Tiere begegneten ihnen.

Und der Geruch wurde penetranter. Mittlerweile hielt sie sich schon die Nase zu. Auch die anderen rümpften mittlerweile die Nasen. Sie faßte instinktiv das Schwert fester. Ahram hatte nun einen leisen schleichenden Gang angenommen. Sie mußten anscheinend ganz in der Nähe von 'Etwas' sein. Langsam wurde ihr echt übel und sie glaubte, sich gleich übergeben zu müssen, als Ahram plötzlich stoppte und ihnen deutete ganz still zu sein.

Ahram streckte seine Nase in die Luft und sog den Gestank ein. Dann ging er ganz langsam weiter. Die restlichen vier Diener Beliars folgten ihm genauso langsam und möglichst geräuschlos. Schwärze tat sich vor ihnen auf und im Schein der Lichtkugeln blitzen mehrere Tieraugen auf. Sie schritten geradewegs in die Höhle des Löwen ...





Harald schrieb:
Harald ließ keine Sekunde den Blick von Ahram. Zwar roch auch der Priester diesen Gestank, aber bei Ahram war es, als hätte der Dämonenmensch eine besondere Witterung aufgenommen. Der Priester war der einzige des Trupps, der keine Nahkampfwaffe besaß. Ausgenommen von seinem Dolch, der aber in Anbetracht des zu erwarteten Gegner getrost als Zahnstocher gesehen werden konnte.
Zum ersten mal bemerkte der Magus, das die Eigenschaften eines Schwertes ganz sicher nicht zu unterschätzen war. Hier unten war es sehr eng und ein plötzlicher Angriff aus irgendeiner Nische konnte zur tödlichen Gefahr werden. Da blieb sicher kaum Zeit einen Zauber zu sprechen. Nun er würde sich für die Zukunft eine Nahkampfwaffe besorgen. Zukunft? Hatte der Trupp der Magier überhaupt noch eine Zukunft? Dem Priester fröstelte bei dem Gedanken und er widmete seine ganze Aufmerksamkeit wieder dem Dämonenmenschen.




Maximus schrieb:
Auch Maximus hatte sein Schwert gezogen und folgte dem Dämonenmenschen nahezu lautlos. Er hatte es schon längst aufgegeben aus dem Wirrwarr an penetranten Gerüchen eine einzelnen zu orten. Zum Glück hatte sie Ahram dabei, der konnte so etwas...

Der Gang wurde langsam immer größer und Insekten waren keine mehr zu sehen. Eine eigenartige schwüle Wärme lastete auf ihnen und verstärkte die aufkommende Übelkeit. Alle paar Schritte fanden sie kleine Fellbüschel und ab und zu auch Haufen von Knochen. Manche waren schon bis zu Unkenntlichkeit verrottet, andere schienen noch relativ frisch. Die Gruppe war sich nicht mehr sicher, ob hier nicht auch die Knochen von Menschen dabei waren.

Der Mut und die Motivation der Schwarzmagier waren mittlerweile auf einem Tiefpunkt angekommen. Der andauernde Gestank, die Knochenhaufen und dieses bedrohende Gefühl, das mittlerweile alle beschlichen hatte drückten die Stimmung.

Maximus tränten die Augen vom angestrengten Starremn in die Finsternis. Die andauende Anspannung zermürbte ihn. Fest hielt er das Schwert in der schweißnassen rechten Hand. Die linke lag auf dem Zauberstab, der eine beruhigende Wirkung auf ihn hatte.

Die Jagenden fühlten sich langsam wie Gejagte. Schon seit dem letzten Abend war kein normales Wort mehr gesprochen worden. Keine Spaß mehr vernommen worden. Nur noch geflüsterte Worte...





TheRock schrieb:
Als Rock an diesem Morgen erwachte, seine Kluft anlegte und durch die langen Gänge des Kastells ins Refektorium schländerte, bemerkte er, dass alle die er auf den Bildern an den Wänden sah eine Robe trugen, und wenn er sich nicht irrte, müsste er doch auch solch eine Robe bekommen.

Im Refektorium angekommen nahm er an einem der freien Tische platz und bestellte sich bei einem Dämon der sofort an seinem Tisch stand Scavanger Fleisch und einen Krug Wein.
Die Dämonen deckten innerhalb weniger Sekunden den Tisch und Rock überlegte sich zwischen einem Bissen seines Fleisches und einem tiefen Schluck seines Weines woher er eine Robe bekommen könnte, da er aber noch zu müde war um klar zu denken, beschloss er einfach nach dem Essen einen der Bewohner zu fragen.
Aus dem Refektorium ging er, sich immer links haltend, durch die Gänge auf der Suche nach jemandem den er fragen könnte.
Ihm fiel auf, dass die Wände mit großen prunkvollen Gemälden geschmückt waren, anscheinend erzählten manche von ihnen eine Geschichte, manche konnte er ohne Probleme "lesen", doch aus manchen wurde er einfach nicht schlau, zum Beispiel war da eins, sehr dunkel, mit.... könnten das Vampire sein??...bizarre Gestalten die für ihn unverständliche Gesten und Handlungen zeigten.... Naja, auch egal, schließlich war er ja nicht hier um sich Bilder anzugucken, sondern um eine Robe zu bekommen.

Mit diesem Gedanken drehte er sich wieder um und suchte weiter. Dann endlich sah er jemanden, er näherte sich und fragte vorsichtig: Ömmm können sie mir sagen wo ich eine Robe herbekomme??
Er sah als sich die Person umdrehte, dass er einen Dämonen angesprochen hat. Auch ergal.
Wenn dein Begehr ist eine Robe zu bekommen, warte hier!
Rock wurde fast schwarz vor Augen, er ging in die Knie und ihm schien sein Kopf zu platzen, er konnte sich die Ohren zuhalten wie er wollte, es brachte alles nichts.
Er nickte dem Dämon zu und dieser verschwand auf der Stelle den Gang hinunter. Diese Stimme in seinem Kopf.... er würde so schnell nicht wieder einen Dämonen ansprechen. Das war ja schlimmer als Folter.
Kurze Zeit später kam der Dämon zurück, überreichte ihm eine Robe und verschwand wieder.
Rock war glücklich, er hatte seine eigene Robe, nun fühlte er sich wie ein Mitglied des ZuX. Was ihm jedoch zu schaffen machte, waren seine Kopfschmerzen, so schnell er konnte lief er in den Innenhof des Kastells und hielt seinen Kopf in das kühle Wasser des kleinen Brunnens. Sein Kopf schmerzte nun nicht mehr so stark, aber er blieb trotzdem noch lange dort sitzen und kühlte seinen Schädel im kühlen Wasser.





Ahram schrieb:
Die monotonen Geräusche der über des Boden klackenden Magierschuhwerks, das leise Rascheln der schweren Kutten und die unregelmäßigen Atemzüge der Gefährten bildeten eine Geräuschkulisse, die den vorausschreitenden Dämonenmenschen langsam immer schläfriger machte. Zunehmend wurde es schwieriger, die Pupillen zu fixieren, die eintönigen Wände nach verräterischen Hinweisen abzusuchen, die Luft nach ungewöhnlichen Aromen zu filtern oder auch einfach nur auf tierische Laute zu achten. Inzwischen zweifelte Ahram schon an seiner Entscheidung, in diesen Seitengang einzubiegen. Was hatte er erwartet hier zu finden? Wieso sollte die Ratte hier auf die Menschen lauern? Dieser schmale Korridor würde sowieso viel zu klein für ihre massige Gestalt sein, im Kampf wäre sie völlig unterlegen. Das Beste würde sein, wenn Ahram nun...

Ein ohrenbetäubendes Krachen erschütterte den gesamten Gang, dicke Staubwolken pressten sich zwischen die gefährten, Gesteinssplitter aller Größen schossen durch die Luft, kollidierten geräuschvoll mit Wänden, Boden und Decke.
Der Kopf des jungen Wächters ruckte herum, doch es war zu spät. Eine gewaltige Kraft rammte mit unmenschlicher Wucht gegen den schuppigen Leib, drückte den massiven Brustkorb zusammen, presste sämtliche Luft aus den enormen Lungenflügeln. Schmerzen zuckten durch sämtliche Nervenstränge, setzten des gesamten Körper in Brand, peinvoll donnerte der Rücken des Exmagiers gegen die massive Steinwand des Korridors, in einem Infernos aus Schmutz und Fels wurde das Hindernis durchbrochen, einem schwarzen Geschoss gleich wurde der ehemalige Jäger in einen angrenzenden Raum geschleudert.

Der Aufprall auf dem harten Boden war fast noch schlimmer als die Kollision mit der Wand, Ahram fühlte sich als würde er jämmerlich zerquetscht werden, ein unglaubliches Gewicht drückte ihn schwer nach unten, drohte den Dämonenmenschen zu ersticken. Heiße, übelriechende Luft wurde Ahram ins Gesicht geblasen, der bestialische Gestank nach Verwesung hatte eine unmenschliche Intensität angenommen.

Der junge Wächter überlegte nicht, instinktiv spannten sich sämtliche Muskeln des schwarzen Leibes, scharfe Krallen bohrten sich in hartes Fleisch, dann wurde das gewichtige Etwas durch die Luft katapultiert, ein großer, schwarzer Schemen, einem Kometen gleich schlug er in der Raumecke ein, Ton, Knochen und Stein zersplitterte mit einer Geräuschentwicklung, welche die Trommelfelle erzittern ließ.

Langsam kam der Wächter wieder auf die beine, die mächtigen Sprunggelenke der beine knackten vernehmlich. Dicht hingen die dunklen Haare vor dem schwarzen Dämonenantlitz, allein die blauen Pupillen funkelten in der Finsternis der Kammer, ein bedrohliches Grollen drang zwischen den gefletschten Zahnreihen des Exmagiers hervor. Er wusste nicht, wie es um seine Gefährten bestellt war, doch er hatte keine Zeit, um nach ihnen zu sehen.

Sie waren gekommen, um die Ratte zu stellen, doch nun schien es, als wäre es dieses Wesen der Hölle, welches den besseren Plan ausgearbeitet hatte...




Nathano schrieb:
Scipio Cicero und Nathano kamen nach einem mehr oder weniger langen Fußmarsch am Kastell an. Es war ein schönes Gefühl für Nathano wieder von den beiden an dem Tor befestigten Leichen in seinem wundervollen Zu Hause empfangen zu werden. Mit Scipio sah das schon etwas anders aus, was Nathano zu einem leichten Schmunzeln bewegte. Mit einem leisen Knarren öffnete sich das Tor un die Beiden betraten das Kastell.

"Ich würde Euch empfehlen diese Nacht noch im Kastell zu verbringen, da die Nacht in der Kolonie schon fast begonnen hat und der Heimweg für euch sehr gefährlich wäre. Wo Euer Gästezimmer ist, wisst Ihr ja schon. Wenn Ihr etwas benötigt, sprecht einfach ein der Dämonen an. Sie werden Euch jeden Wunsch erfüllen, der in ihrer Macht steht. wir werden uns wohl in nächster Zeit nicht mehr sehen. Es war mir ein Vergnügen Euch einen Gefallen zu tun. Auf ein baldiges Wiedersehen!"

Mit diesen Worten wandte sich Nathano von Scipio und ging in das Refektorium. Es war schon eine Ewigkeit her gewesen, dass Nathano etwas gegessen hatte. So kam es ihm zumindest vor. An einem freien Tisch angekommen wurde Nathano auch schon sofort bedient und bekam seine Essen. Eine wahre Wohltat für Nathanos´ Magen, der nun auch aufhörte zu knurren.

Nach einigen Minuten und einem guten Schluck Wein führten Nathanos´ Füße ihn auch sofort in sein Zimmer. Zu groß war der Zeitraum zum letzten Schlaf des Schwarzmagiers gewesen, als dass er sich noch lange auf den Füßen halten konnte. Also legte Nathano in seinem Zimmer angekommen auch sofort alle Sachen ab und legte sich in das wunderbar weiche Bett. Sofort schlief er ein.


23.06.2002 22:51#12
Don-Esteban Die restlichen 4 Beiträge von Seite 2 fehlen.
Weiter gehts mit Seite drei.



23.06.2002 23:05#13
PropheT Zusammenfassung von Alaeries Post:

Alaerie hatte sich inzwischen wieder aufgerichtet und einen verbissen Kampf, gegen die von allen Seiten heranstürmenden Nachkommen der Dämonenratte, aufgenommen..........

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Nachdem sich PropheT vergewissert hatte, das Maximus keine ernsthaften physischen Schäden davongetragen hatte, bewegte er sich schnellen Schrittes an Alaeries Seite.

Der Raum war mit einem seltsamen und unwirklichen Licht behaftet. Das grünliche Schimmern stach dem Magier wie ein giftiger Dorn ins Auge.
Ein kühler und abgestandener Windhauch aus den fernen tiefen dieses Labyrinths, ließ den von Schweiß benetzten Körper des Magiers mit kaltem Erschauern zusammenzucken.

Das grünliche Schimmern schien in jede Pore des Schwarzmagiers einzudringen und ihm seine Energie aus dem Körpe zu entziehen.
Die feinen aufgewirbelten Staubpartikel hatten sich auf PropheTs Lippen abgesetzt und ließ ihm den bitteren und gallertartigen Schrecken dieser Wesen schmecken.

Ein modriger und faulender Geschmack setzt sich in PropheTs Mund ab und erfüllte den Magier mit einem unsäglichen Ekel.

Doch PropheT schluckte dieses aufkeimende Gefühl von Fäulnis, das seinen Körper zu befallen schien runter und unterstützte Alaerie mit einigen Schwerthieben gegen die nun aus allen Löchern und Schlupfwinkeln heranstürmenden Ratten.
Graue, mit dem Geruch des Todes behaftete Wellen aus unendliche erscheinendem Grau, übergossen sich über die Gruppe der Magier. PropheTs Schwert reflektierte das seltsame Licht und ein Schweif aus grünem Feuer, zerschnitt die statische und nach Verfall stinkende Luft.........................



23.06.2002 23:13#14
Alaerie Kaum nahm sie wahr, wie PropheT nun neben sie getreten war und ebenso verbissen mit dem Schwert gegen die Flut aus Leibern ankämpfte wie sie selber. Der Strom ließ langsam nach und Schweiß rann in Bächen am Körper der jungen Frau hinab. Ihre Arme schienen schon beinahe taub aber sie ließ sich keinen Fehler zuschulden kommen. Sämtliche Aufmerksamkeit und Konzentration lag bei den Untieren.

Ein stechender Schmerz zog plötzlich von beiden Schultern ihren Körper hinab. Tief krallte sich die Pranken des Tieres durch die Robe in das Fleisch darunter. Alaerie wurde durch die Kollision mit dem Tier nach vorne geschleudert, direkt auf die Wand zu. Geistesgegenwärtig machte sie einen Schritt vor und verhinderte so einen unsanften Aufprall an der Mauer. Mit beiden Armen drückte sie sich unter unbändiger Wut von der Wand ab und stieß mit aller Kraft, die sie aufweisen konnte gegen die Mauer in ihrem Rücken.

Das Geräusch von splitternden Knochen und das Jaulen der Ratte stachen wie Nadeln in ihr Ohr. Die Magierin spürte, wie heißes Blut ihren Hals hinabrann und sich der Griff durch die Krallen der Ratte lockerte. Der Aufprall hatte auch ihr mächtig Schmerzen zugefügt, aber die Wut ließ sie das vergessen, machte ihn unwichtig. Wie in Trance tat sie einen Schritt vor und spürte, wie der benommene Körper der Ratte von ihr glitt. Sie lag am Boden und zuckte jaulend vor Schmerz.

Nach einem weiteren Schritt hatte die Einhandlehrmeisterin wieder die Gewalt über ihr Schwert. Kalt wanderte ihr Blick über den Stahl bevor sie sich rasend schnell herumwandte und die Klinge mit einem Wutschrei in dem Körper der Ratte versengte, die es gewagt hatte, sie von hinten anzufallen. Heißes Blut spritze aus dem leblosen Körper und legte sich über die Hände der jungen Frau, als diese die Klinge wieder herauszog. Ein überragendes Gefühl strömte durch ihren Körper. Ja, sie genoß es, sie genoß es diese Biester zu töten und ihnen zu zeigen, wer hier die größere Macht war.

Angst, Schmerz, Panik, alles das war blankem Haß und reiner unverfälschter Wut gewichen. Eiskalt überlegt und konzentriert machte sie sich an ihr grausiges Werk und vernichtete eine Saat des Bösen nach der anderen. Ihre Umgebung existierte nicht mehr für sie. Für Alaerie gab es nur noch sie und die Ratten. Erst als PropheT den scheinbar letzen Abkömmling vernichtet hatte und Alaerie sachte am Ärmel berührte, schrak sie aus ihrem Zustand auf.
Der Schmerz kehrte mit aller Macht zurück, ließ sie taumeln. Die Umgebung begann zu verschwimmen und Tränen schoßen ihr in die Augen. Sie wollte sich den Schmerz herausschreien, aber kein Ton drang über ihre Lippen. Ihre Beine gaben nach und sie sank auf die Knie. Das Schwert fiel mit einem metallischem Laut auf den blutgetränkten Boden vor ihr. Ihr Oberkörper sank nach vorne und ein neuerlicher Schmerz stieg ihre Arme empor, als sie sich darauf stützte ...



23.06.2002 23:31#15
Don-Esteban olirie schrieb:
... Der Magier schaffte es einfach nicht. Er verzweifelte, war er nicht würdig, Magier zu sein? Lernte er nicht genug? War er etwa zu faul? Nein, das konnte nicht sein, er lernte deen Lichtzauber schon seit zwei Monaten, fast immer 20 Stunden pro tag, er war dürr wie ein Skelett und schlief fast nie. Daran konnte es warhaftig nicht liegen. Es musste etwas anderes sein. Er musste seinen Meister fragen, vielleicht könnte er ihm weiterhelfen. Also ging der Magier zu seinem Meister und fragte ihn: Meister, warum bekomme ich diesen verdammten Lichtzauber nicht hin? Der Meister antwortete darauf: Das musst du selber herrausfinden. Verwirrter als vorher ging der Magier zurück zu seinen Büchern. Er kannte sie schon alle auswendig. Da wollte er es mal mit einer einfachen Schriftrolle ausprobieren. Vielleicht würde er es ja damit schaffen. Mit einer Schriftrolle ging e in einen Übungsraum und lies den Zauber wirken. Zuerst sah alles ganz vielversprechend aus. Der Magier machte sich druck, dass er es unbedingt schaffen musste, Schweiß lief ihm von der Stirn und seine Hände fingen an zu zittern. Doch dann wurde die Kugel instabiel und zerfiel. Verzweifelt und wütend rannte er in die Wälder, wo er sich in eine Erdkule legte. Dort schlief er ein.
Nach einigen Tagen wachte er wieder auf und war ganz ruhig. Er ging zurück zu seinem Meister und bat ihn um Verzeihung für sein davonlaufen. Der sagte daraufhin: Das ist doch kein Problem, jeder will irgendwann mal irgendwas aufgeben, doch die Hauptsache ist, dass man es sich nochmal überlegt und eventuell auch wiederkommt, so wie du. Mit einem Lächeln auf den Lippen drehte sich der Meister zu seinem Schrank und holte eine Schriftrolle herraus, die er dann dem Magier gab.Hier nimm und zeige mir, wie du den Lichtzauber mit der Schriftrolle beherrschst. Der Magier sah seinen Meister erstaunt an und sagte dann: Aber ich habe es doch schonmal ausprobiert, es klappt einfach nicht, egal ob mt Schriftrolle oder Rune. Der Meister schmunzelte und antwortete dann: Ich weiß, aber probiers dennoch, denn wenn du nicht an dich selbst glaubst, wirst du es nie schaffen. Der Magier zuckte kurz mit den Schultern und probierte es dann, diesmal wesentlich gelassener als vorher. Und diesmal bildete sich eine richtige Lichtkugel, die nicht nach ein paar Sekunden zerfiel. Überglücklich umarmte der Magier seinen Meister, der dann aber noch sagte: So, mit der Schriftrolle schaffst du es jetzt, aber für die Rune must du noch etwas lernen. Geh jetzt erstmal in dein Bett ausgiebig schlafen. Der Magier gehorchte seinem Meister und legte sich in sein weiches Bett. ...

Kurz sah Olirie auf, es war nicht viel los in der Bibliothek. Dann legte er das Buch auf den Tisch vor ihm und sreckte sich erstmal. Nun konnte er weiterlesen, nächstes Kapitel.



24.06.2002 12:22#16
{-NaThAnO-} Ein lautes Stöhnen schallte durch Nathano´s Zimmer und den rest der oberen Etage. Der Schwarzmagier war aufgewacht und hatte sich langsam aufgerichtet. Er hätte nie gedacht, das sein Körper so viele Muskeln hätte, die man auchnoch spüren konnte. Die zwei Nächte unter freiem Himmel hatten ihre Spuren an Nathano´s Körper hinterlassen, welcher sich langsam humpelnd in das Refektorium begab.

Mit knackenden Gelenken setzte sich Nathano an einen freien Tisch und bekam auch sofort sein Frühstück gebracht. Die grellen Sonnenstrahlen fielen durch die Fenster des Refektoriums direkt auf Nathano´s Gesicht, welcher die Augen zusammenkniff. Draußen war eine ganz schöne Hitze, welche allerdings im Kastell nicht so sehr zu spüren war.

Auch im Innenhof, in den Sich Nathano nach dem Essen begab, herrschten wie in jeder Jahreszeit angenehme Temperaturen, die einluden sich einfach nur baumeln zu lassen und sich auszuruhen. Genau das hatte Nathano auch vor, legte sich auf die Bank unter der immergrünen Esche und genoss die Sonnenstrahlen, die vereinzelt durch die dichten Blätter der Esche vielen und Nathano´s Körper langsam angenehm erwärmten. Nichts konnte in diesem Moment Nathano diesen wunderschönen Tag vermiesen! Selbst der Muskelkater ließ langsam nach; Nathano fing leise an zu pfeifen und die Vögel begleiteten die Töne mit ihrem Gezwitscher....



24.06.2002 12:41#17
olirie Fertig, Olirie klappte das Buch zu und legte es auf den Tisch. Ein Dämon räumte es wieder in ein Regal und der Magier ging ins Refektorium.
Im Refektorium bestellte er sich wieder einen Wolfsbraten und dazu ein Glas Apfelsaft. Ein guriechender duft zog von der Küche her, kurz bevor ein Dämon das gewünschte brachte. Olirie begann den Wolf genüsslich zu verspeisen. Das Essen war wiedermal vorzüglich und Olirie war sehr zufrieden. Als er seine Mahlzeit verspeist hatte, machte er sich auf den Weg in den Innenhof.
Im Innenhof sah der Magier Nahthano auf der Bank unter der immergrünen Esche liegen und zusammen mit den Vögeln zu Pfeifen. Olirie ging langsam auf den Schwarzmagier zu und als er fst neben ihm stand, sagte der magier: Seid gegrüßt Nathano. Wie geht es euch?



24.06.2002 12:51#18
{-NaThAnO-} Ohne die Augen öffnen zu müssen wusste Nathano, wer da gerade neben ihm stand, er hatte Olirie an der Stimme erkannt und antwortete mit ruhiger Stimme. "Seid gegrüßt, Olirie! Mir geht es soweit sehr gut, wie könnte es mir auch an solch einem wunderschönen Tag schlecht gehen?"

Während dem Gespräch hatte Nathano langsam die Augen geöffnet und sich aufgesetzt. Erst jetzt entdeckte er die Magierrobe, die Olirie trug. "Wie ich sehe, seid Ihr jetzt ein wahrer Diener Beliars, sehr schön! Habt ihr einen bestimmten Grund mich aufzusuchen?"



24.06.2002 13:03#19
olirie Harald hatte sie mir verliehen. Eigendlich nicht so direkt, aber vielleicht könnten wir gemeinsam unsere Künste mit den Einhandschwert überprüfen. Der Magier machte eine kleine Pause und sprach dann weiter. Was haltet ihr von der Idee? Olirie hilt sich die Hand auf die Stirn, denn die Sonne blendete ihn etwas. Dann schaute er Nathano gespannt an.



24.06.2002 13:17#20
{-NaThAnO-} Ein Lächeln huschte über Nathano´s Lippen. Endlich hatte er jemanden gefunden, der mit ihm kämpfen wollte.
"Von mir aus können wir gerne etwas kämpfen, aber ich warne Euch: Ich werde aus Prinzip ohne Rücksicht kämpfen. Ich werde zwar versuchen Euch nicht zu verletzen, aber garantieren kann ich für nichts."

Amüsiert beobachtete Nathano den Gesichtsausdruck von Olirie, den er nicht mal mehr zu Wort kommen ließ. "Folgt mir!" sagte Nathano schnell zu Olirie und sie gingen zu den Übungsräumen. Angekommen zog Nathano sein Schwert. "Ach, und nehmt nicht so ernst, was ich eben im Innenhof gesagt habe! War nur ein Spaß. Ich werde mich Euch anpassen." Wieder sehr amüsiert beobachtete Nathano, wie Olirie eine erleichterte Grimasse zog, dann konnte es los gehen! "Ok, greift Ihr an!"



24.06.2002 14:16#21
olirie Olirie zog sein Schwert und umfasste es fest. Dann hob er es an und schlug auf Nathano zu. der wehrte den Schlag ab und stieß Olirie etwas zurück. Dann rannte der Schwarzmagier au den Magier zu und schlug in dessen richtung, doch Olirie wich aus und der Schlag ging ins leere. Der Magier griff von der Seite an, doch Nathano wehrte ab. Er hob sein Schwert und schlug rechts von der Seite zu, Olirie duckte sich schnell. Doch einige Seiner Harre wurden gekürzt und fielen zu boden. Der Magier rollte sich schnell zur Seite, denn Nathano's Schwert kam schon angesaust. Schnell stand der Magier wieder auf und schlug zurück, doch Nathano's Schwert stoppte den Schlag apprupt. Nun standen die beiden sich gegenüber, die Schwerter aneinandergedrückt, Olirie mit seiner schief geschnittenen Frisur war allerdings nicht stark genug und wurde von Nathano weggedrückt.



24.06.2002 14:54#22
{-NaThAnO-} "Du bist sehr flink, das muss ich dir lassen! Du musst aber noch an deiner Kraft arbeiten, die du in die Schläge hineinbringst. Du könntest es zu einem großen Schwertkämpfer schaffen!"

Schon etwas schneller schnaufend brachte sich Nathano mit einer Kreisbewegung seines Schwertes in der Hand wieder in Position. Dann ging er wieder zum Angriff über. Langsam versuchte Nathano das Tempo anzuziehen und die Schläge schneller kommen zu lassen. Olirie agierte sehr gut, man merkte ihm aber an, dass er nicht gerade die große Übung im Kampf hatte. Oft schaffte er es allerdings den Angriffen von Nathano geschickt auszuweichen und seinerseits einen Angriff zu starten. Allerdings war die um einiges höhere Erfahrung von Nathano deutlich zu spüren. Nun kam es zum finalen akt!
Nathano blockte einen Angriff von Olirie ab, täuschte einen Rechtsschlag an, drehte aber im letzten Moment ab und drehte sich um die eigene Achse, während er Olirie mit einem Tritt nach hinten auf den Oberkörper nach hinten Stieß. Im Kampf um Leben und Tot hätte Nathano sein Schwert nun in den Körper des zurücktaumelnden Oliries gestoßen, doch das war ja nicht der Fall. Olirie taumelte gegen die Wand und ließ sich dann langsam zu Boden gleiten. Auch Nathano warf sein Schwert zu Boden und setzte sich erstmal auf den Steinboden. Schwer atmend, aber mit einem Lächeln schauten sich die Beiden gleichzeitig an.
"Ich hatte noch nie solch einen Spaß am Kämpfen! Ihr seid wirklich nicht schlecht, ein schwerer Gegner! Lasst uns ins Refektorium gehen und etwas Trinken zu uns nehmen. Ich bin total fertig!"

Nathanon stand auf und half Olirie hoch.



24.06.2002 15:10#23
olirie Olirie lächelte und zog sich an Nathano's Hand hoch. Dann steckten beide ihre Schwerter ein und verließen den Übungsraum in Richtung Refektorium.
Im Refektorium ingen sie in richtung der Fenster und setzten sich dort an einen freien Tisch. Die Sonne schien durch das Fenster und erleuchtete den Tisch. Doch beide saßen so, dass sie nicht geblendet wurden. Olirie bestellte sich ein Vitaminreiches Fruchtsaftgetränk, möglichst kühl, aber nicht gefroren.


24.06.2002 15:27#24
{-NaThAnO-} Nathano bestellte sich seinerseits ein kühles Bier und zwei Handtücher für die schwitzenden Magier, welche auch schnell gebracht wurden. Erstmal wischte sich Nathano den Schweiß von der Stirn und trank einen großen Schluck aus seinem Hunken. Dann wandte er sich wieder an Olirie.
"Ich hätte Lust mal in einem der Seen hier in der Kolonie zu schwimmen, ich habe da einen schönen an einem Wasserfall entdeckt. Habt Ihr Lust mitzukommen?"


24.06.2002 15:43#25
olirie Olirie wischte sich ebenfalls den Schweiß ab und nahm einen großen Schluck von seinem Vitaminreichem Fruchtsaftgetränk. Er brauchte nicht lange zu überlegen und antwortete: Ja klar, ich komme gerne mit schwimmen. Der Magier lächelte, denn bei diesem Wetter war schwimmen genau das richtige um sich abzukühlen.


24.06.2002 15:54#26
Ahram Stechender Schmerz durchzuckte den zurückweichenden Körper, durchflutete die Nervenbahnen, überschwemmte die gesamte linke Schulterpartie des Dämonenmenschen mit heißer Pein. Bevor er auch nur die Chance auf eine Reaktion hatte wurde er hart vor die Brust gestoßen, die klauenbewehrten Füße verloren den Bodenhalt, für den Bruchteil einer Sekunde schien die Schwerkraft aufgehoben, die Gesetze der Physik verloren ihre Gültigkeit, Ahram spürte nichts, sein schuppiger Leib schien gewichtslos zu sein.

Die folgende Kollision mit der nahen Steinwand belehrte ihn eines Besseren. Wuchtig krachte die schwarze Gestalt gegen den Fels, rissen kleine Splitter aus dem brüchigen Mauerwerk, bremsten so den Flug des jungen Wächters auf sehr unsanfte Weise. Blitzartig entleerten sich die breiten Lungenflügel, das massige Skelettgerüst wurde aufs Äußerste belastet, doch die mächtigen Knochen schafften des die Kraft des Aufpralls zu kompensieren. Schwer schlug Ahram auf dem schmutzigen Boden auf, sein Atem ging stoßweise, wirbelte feine Staubpartikel in die trockene Luft. Bunte Flecken tanzten vor den blauen Pupillen, der animalische Kreislauf rebellierte, versuchte sich gegen das starke Pumpen des Herzmuskels aufzulehnen.

Das Blut rauschte und toste in Ahrams Ohren, schien gewaltig gegen die Trommelfelle zu branden, vermischte sich mit dem Geräusch schwerer, ledriger Schritte. Der Dämonenmensch brauchte nicht aufzublicken um zu wissen, dass sich sein Gegner näherte, der bestialische Gestank nach Verwesung umgab das Monstrum wie eine unsichtbare Hülle. Geifer troff aus dem weit geöffneten Maul, schon wurden die schrecklichen Klauen zu Schlag erhoben.

Auf diesen Moment hatte der junge Wächter nur gewartet, kurz nach seiner Bodenlandung hatten sich die scharfen Fußkrallen in die uralten Felsplatten gebohrt, die Sprungmuskeln waren bis zum Zerreißen gespannt, die gesamte Kraft der mächtigen Beinpartien entlud sich nun binnen eines Sekundenbruchteils, katapultierten den schwarzen Körper nach vorn, einem finsteren Geschoss gleich flog er seinem Ziel entgegen, die Zähne gefletscht, das Gesicht zu einer bizarren Grimasse der Wut verzogen.

Ein schreckliches gebrüll entwich der Kehle der Ratte als sich die langen Knochenklingen durch die Haut des Untiers bohrten, gnadenlos zerschnitten sie Fleisch, Muskeln und Adern, schabten an den mächtigen Knochenplatten der Höllenkreatur. Dunkles Blut quoll aus den neu geschaffenen Wunden, verklebte das zottige Fell des Monsters, strömte heiß und nass über den schuppigen Jägerleib. Das Wesen war verwundet, doch noch lange nicht besiegt. Der verkrümmte Körper spannte sich, entwickelte Kräfte jenseits des Menschenmöglichen, entfesselte sie unter ohrenbetäubendem Geschrei. Die Umklammerung des Exmagiers wurde fast spielerisch gebrochen, wieder flog der dunkle Leib durch die Luft, donnerte schwer in eine Ansammlung alter Tonkrüge, zerschmetterte sie unter seinem Gewicht. Durch den dichten Schleier aus Staub erkannte Ahram die Umrisse seines Feindes, beobachtete wie die Bestie kurz die frischen Schnittwunden befühlte. Schon jetzt, nach wenigen Sekunden, war die Blutung fast völlig gestoppt, die Adern geschlossen. Schon richtete sich die Aufmerksamkeit des Untiers wieder auf den jungen Wächter, die großen Augen blitzten bedrohlich und böse. Diese Bestie würde nicht ruhen bis sie den Dämonenmenschen zerschmettert hätte, was wirklich nur eine Frage der zeit sein würde, sollte nicht bald Hilfe von Außerhalb auftauchen...



24.06.2002 15:55#27
{-NaThAnO-} "Super, dann lasst uns gehen!"
Nathano und Olirie dranken schnell noch ihre Getränke aus, standen auf, gingen in die Vorhalle und aus dem sich leicht knarrenden Tor aus dem Kastell in Richtung des Sees, den Nathano vor längerer Zeit entdeckt hatte.


24.06.2002 17:03#28
{-NaThAnO-} Olirie konnte das Rennen klar für sich entscheiden. Die Schnelligkeit war nunmal eine von Olirie´s Stärken und da konnte Nathano nicht so leicht mithalten. Sehr gut gelaunt betraten die Beiden das Kastell, die Haare immernoch feucht von dem Wasser. Eine kühle Brise kam ihnen entgegen, als sich das Tor ausnahmsweise mal fast lautlos öffnete öffnete. Nathano musste nießen.

"Oh Mann, in diesem Kastell kann man sich einen ganz schönen Duft holen... Naja, war ein schöner Tag! Ich hoffe, wir können das mal wiederholen! Ich werde mich jetzt zur Ruhe legen. Auf Bald!"

Und mit diesen Worten ging Nathano nach oben in sein Gemach. Zum Glück hatte er die Fenster zu gelassen, sonst wäre jetzt eine sehr heiße Luft im Zimmer, doch stattdessen herrschle ein angenehm kühles Klima. Schwert und Gürtel gut verstaut und die Robe ausgezogen legte sich Nathano in sein weiches Bett. Müde, aber guten Mutes schlief er ein.



24.06.2002 18:00#29
olirie Olirie wünschte Nathano eine gute Nachtruhe und ging selber in Richtung Innenhof.

Im Innenhof lebte er sich aub den Boden und ließ die Sonne auf sich scheinen. Einie Fliegen, Bienen und Wespen flogen umher und einige ließen sich kurz auf dem Magier nieder, bis sie von seiner Hand vertrieben wurden. Wobei er bei den Bienen und Wespen schon vorsichtiger war, dass er nicht gestochen wurde. Fast wär Olirie so in der Sonne liegend eingedöst, da piekste ihn ewas an der Hand, eine Wespe hat ihn gestochen. Er riss die Augen auf und richtete sich auf, vor seinem Gesicht flog ein Schmetterling vorbei. Langsam stand der Magier auf. Er schaute noch etwas den Bienen bei ihrer Arbeit zu und fühlte dann seine Haare, sie waren getrocknet. Der Magier ging in einem großen Bogen durch den Innenhof und machte sich dann auf den Weg in sein Zimmer.

Unterwegs traf er einen Dämon, dem er auftrug, mit einer Schere in Olirie's Zimmer zu kommen.

In seinem Zimmer setzte er sich auf einen Stuhl und wartete auf den Dämon. Als der Dämon endlich erschien, bekam er die Aufgabe, Olirie die Haare zu schneiden, denn durch den Kampf mit Nathano waren sie an einigen Stellen kürzer als an den anderen. Der Dämon zögerte nicht lange und begann mit dem schneiden der Haare. Als er damit fertig war, holte er einen kleinen Handspiegel und gab ihn Olirie, der schaute sich seine Haare zufrieden an. Er gab den Spiegel dem Dämonen zurück und bedankte sich für den Haarschnitt bei ihm. Der Dämon steckte den Spiegel weg und kehrte die auf dem Boden liegenden Haare zusammen. Als er fertig war, verließ er das Zimmer. Olirie verließ ebenfalls das Zimmer und machte sich auf den Weg zum Refektorium.

Im Refekorium setzte sich der Magier an einen sonnigen Platz in der Nähe des Fensters und bestellte sich einen Wolfsbraten, dazu ein kühles Bier. In den Sonnenstrahlen, die durchs Fenster drangen konnte man etwas Staub in der Luft sehen, was eigendlich üblich war. Ein Dämon brachte das gewünschte und wünschte: Guten Appetit! Olirie bedankte sich und begann das Essen genüsslich zu verspeisen. Er trank noch den letzten Schluck Bie und war dann fertig. Doch von einem Dämonen ließ er sich noch eins bringen, mit dem er sich allerdings auf den Weg in den Innenhof machte.

Im Innenhof setzte der Magier sich auf die Bank unter der Esche. Einige Sonnenstrahlen drangen zwischen den Blättern hindurch. Olirie beobachtet das Treiben der fleißigen Bienen und nahm nebenbei immer wieder einen Schluck von dem gekühlten Bier. Einige Schmetterlinge flogen ebenfalls herum und einige Vögel ließen sich in der Esche nieder. Als er das Bier ausgetunken hatte, stand er auf und streckte sich etwas. Er bewegte sich gerade in Richtung seines Zimmers, als er über seine eigenen Füße stolperte und hinfiel. Lachend über sein Missgeschick stand der Magier wieder auf und setzte seinen Marsch fort.
In seinem Zimmer legte Olirie sein Schwert ab und ging zum Fenster. Die Sonne schien wundervoll und hatte das Zimmer während des Tages erwärmt. Der Magier zog seine Robe aus und legte sie über den Stuhl. Dann ging er ins Bett um etwas Schlaf zu bekommen. Schnell schlief er ein.



24.06.2002 19:18#30
Alaerie Den Blick schmerzerfüllt gen Boden gerichtet, die Arme zitternd von den Wogen aus purem Schmerz. Sie schaffte es nicht, sich aufzurichten. Langsam wandte sich der Kopf herum, stoßweise ging der Atem der jungen Magierin. Verschwommen nahm sie die Umriße von PropheT und Harald wahr. Die Gestalt am Boden mußte Maximus sein.

Die Arme wollten ihr nicht gehorchen. Ständig dachte sie daran, sich abzustoßen, aber sie reagierten einfach nicht. Am liebsten hätte sie sich einfach nur zur Seite fallen lassen. Fallen lassen, die Augen schließen und an nichts mehr denken, den Schmerz vergessen. Aber Teamgeist regte sich in ihr. Sie konnte die anderen nicht ihrem Schicksal völlig alleine überlassen.

Der soeben neugewonnene Kampfgeist stärkte sie ein wenig. Sie schaffte es, sich mit den Händen vom Boden zu lösen. Der Schmerz in ihren Schultern ließ kaum merklich nach, aber dafür zog er nicht mehr durch die Arme. Mit wackeligen Beinen und auf das Schwert gestützt, richtete sich die junge Frau wieder vollends auf. Noch immer drangen Kampfgeräusche aus dem Loch in der Wand und sie schritt nun langsam darauf zu. In diesem dunklem Loch war einer der Gefährten verschwunden und dieser würde Hilfe brauchen.

Kurz lehnte sie sich gegen die bröckelnde Mauer und schaute in die Dunkelheit. Ihr Griff um das Schwert wurde stärker. Die Riesenratte schien völlig von Ahram angetan zu sein. Die Beiden rangelten dort fröhlich miteinander. Aber nicht mehr lange, das schwor sich die Einhandlehrmeisterin. Die Schritte wurden sicherer, der Schmerz schon nahezu gewohnt. Wie schnell man sich doch an gewisse Dinge gewöhnte, die nicht zu ändern waren.

Splitter von Stein flog der jungen Frau entgegen und sie hob schützend die Hand vor Augen. Es dauerte eine kleine Weile, bevor sich ihre Augen an die Dunkelheit und den schwachen Lichtschein einer Lichtkugel der Magier gewöhnt hatten. Schemenhaft konnte sie nun die Ratte und Ahram erkennen. Einen Fehler durfte sie sich nun nicht erlauben. Das Schwert erhoben und den Blick fest wartete sie auf eine günstige Gelegenheit ...



25.06.2002 12:39#31
GlutaeusMaximus Dunkelheit...
Dunkelheit umgab den Magier. Bleierne Dunkelheit lastete auf seinem Körper und seinem Geist. Wie ein Schutzwall. Er wollte gar nicht auf die andere Seite. Dort erwarteten ihn unsäglich Schmerzen. Die ihre Fühler gleich den Wurzel starker Bäume langsam durch die Mauer bohrten. Und zusätzlich zu dem Schmerz war da auch die Ungewissheit wo er war und was mit seinen Gefährten passiert ist.
Das letzte an das sich sein müder Geist erinnerte war die Kollision mit einer riesigen Ratte, die ihm schwere Wunden am Rücken und am linken Bein zugefügt hatte. Danach war er gestürzt und unzählige Male zu Boden getrampelt worden. Sein frisch geheilter rechter Arm schien schon wieder gebrochen. Sein linkes Bein lag in einer Blutpfütze.

Warum hatten ihn seine Gefährten nicht zu einem Heiler gebracht oder zumindest in die Obhut der Dämonen? Warum lag er hier in der Dunkelheit auf dem Steinboden? Ging es ihnen noch schlechter? Waren sie eventuell schon tot und Maximus selber war von den grausamen Gegnern nur übersehen worden?
Schreie, unmenschliche Schrei durchdrangen die Mauer. Staub fand den weg in seine Nase. Mit einem kräftigen Husten fiel auch die Mauer der Dunkelheit von ihm ab. Er öffnete vorsichtig die Augen. Einsame Lichter flackerten in der Ferne. Blut floss in sein rechtes Auge und er schloss es wieder. Mit der gesunden Hand tastet er seinen Kopf ab und entdeckte eine weitere Verletzung über der rechten Schläfe, die aber zum Glück nur noch ein Rinnsaal von sich gab...

Das nächste was er mit dem einen Auge sah war Alaerie die verbissen mit einem Schwert in der Hand in einem Loch stand. Maximus war froh, dass er doch nicht der einzige Überlebende war. Er robbte auf die Öffnung zu. Das Loch in der Mauer sah ziemlich frisch aus. Die Magierin schien ihn nicht zu bemerken, sie war gebannt von dem, das hinter dem Loch lauerte. Mehr Staub drang durch die Öffnung und der Priester vernahm ein Krachen und Poltern.

Maximus hatte das Loch erreicht und schob sich neben Alaerie. Er entdeckte Ahram. Der Dämonenmensch war in fester Umklammerung mit der gewaltigsten Ratte, die Maximus je gesehen hatte. Die ganzen Monster, die die Gruppe bisher attackiert hatten waren nichts dagegen.

Der Priester langte an seinen Gürtel und fand nur seinen Zauberstab vor. Das Schwert musste irgendwo hinter ihm in Dreck liegen, aber er hatte eh keine Kraft mehr es zu führen. Mit links wäre es wirklich nutzlos...

Er zog den Zauberstab vom Gürtel, zielte auf die Riesenratte und lähmte das Monster mit dem Spruch Beliars Hauch. Schwarzer Nebel stieg aus dem Fell der Kreatur auf. Die Feuer der Hölle brannten in ihrem Körper und lähmten sie. Nur leider nicht lange genug. Während die Ratte wieder zu sich kam verlor Maximus ein weiteres Mal das Bewusstsein. Der anstrengende Spruch hatte ihm die letzten Kräfte geraubt.

Er schloss die Augen und war wieder von Dunkelheit umgeben...


25.06.2002 13:01#32
Alaerie Verwundert wanderte der Blick von Alaerie an ihre Seite zu Boden. Maximus war bereits wieder bewußtlos geworden, aber der Spruch mußte seiner gewesen sein. Die Ratte begann langsam sich wieder zu bewegen, aber der kurze Moment hatte Ahram gereicht, um zwischen sich und der Ratte einen Abstand zu bringen, zwar nur gering, aber besser als keinen.

Und der kurze Zeitraum, den die Ratte benötigte, um sich von dem Spruch zu erholen reichte nun wiederrum Alaerie um endlich einen Angriff zu wagen. Das Wesen war bestimmt zwei bis drei Köpfe größer als sie, aber dafür lag nun etwas anderes relativ ungedeckt genau vor der Einhandlehrmeisterin. Sie rammte der Ratte den silbernen Stahl ihres Schwertes direkt in den Brustbereich. Das nächste, was sie wahrnahm war ein unmenschlich höhes Gequicke und eine große Pranke, die von links direkt auf die junge Magierin zuschoß.
Alaerie bereitete sich schon innerlich auf die Kollision vor, aber nichts dergleichen geschah. Dafür vernahm sie nun Haralds Stimme, die ihr zubrüllte, entweder nochmals zuzustechen oder zur Seite zu treten. Alaerie umpackte den Schwertknauf und zog die Klinge mit einem schmerzhaften Ruck aus dem Körper des Unwesens. Dann taumelte sie mehrere Schritte zurück. Es war nun an Harald sein Bestes zu geben, Alaerie war zu schwach. Die junge Frau sank an einem Haufen Geröll zusammen.



25.06.2002 19:34#33
Ahram Undeutliche, verzerrte Laute drangen durch den Schleier aus Staub und Schmutz, verwischten die lähmenden Hände der lähmenden Bewusstlosigkeit. Erneut hoben sich die schwarzen Lider, blaue Pupillen funkelten trübe in die Finsternis, gewannen ihre Schärfe jedoch schnell zurück.

Ahram fühlte sich schrecklich. Verkrümmt lag er auf dem harten Boden ausgestreckt, halb vergraben unter hunderten kleiner Ton- und Felssplitter. Sein gesamter Körper schien aus Schmerz zu bestehen, hart und gnadenlos pulsierte er durch die hohlen Venen des Dämonenmenschen, setzte Fleisch und Organe in Brand. Um ihn herum herrschte das totale Chaos, Stein erzitterte, gewaltige, berstende Laute dröhnten durch den staubigen Raum, paarten sich mit dem wuterfüllten Gebrüll der mächtigen Rattenbestie. Lichterscheinungen zuckten vor den Augen des jungen Wächters umher, irgendetwas explodierte, dann fegte eine beträchtliche Druckwelle über den schuppigen Jägerleib hinweg, nahm einen Großteil der Scherben mit sich.

Langsam, unendlich langsam, kam Bewegung in die dunklen Gliedmaßen, fast widerwillig nahmen die gepeinigten Muskeln ihre Arbeit auf, die klauenbewehrten Zehen schabten über den schmutzigen Fels, Gelenke wurden gebeugt und wieder durchgestreckt, der Brustkorb blähte sich, dann stand Ahram auf seinen Füßen. Mit einer energischen Kopfbewegung wurde das lange, verfilzte Haar zurückgeworfen, ein flüchtiger Blick, dann hatte der Dämonenmensch die Situation realisiert.

Seine Gefährten waren in Gefahr, zusammengesunken zwischen den Überresten der zertrümmerten Wand konnten sie sich nicht mehr aus eigener Kraft wehren. Sofort erkannte der junge Wächter Alaeries Schwert zwischen den Felsbrocken liegen, schloss daraus das sie es war, die da bewusstlos im Staub lag. Schon stapfte der finstere Schemen der Ratte auf sie zu, ihr widerliches Schnaufen war deutlich zu hören, die Luft vor ihren breiten Nasenflügeln war in Bewegung, Ahram konnte fast schon den Triumph in ihrem kehligen Knurren hören, als die sehnigen Arme zum finalen Hieb gehoben wurden.

Der Dämonenmensch dachte nicht nach, sein Geist wurde in diesem Moment zurückversetzt, Bilder schossen mit blitzartiger Geschwindigkeit durch den kantigen Schädel. Bewegungen, Gefühle, Instinkte rasten durch die verwinkelten Hirnwindungen, durchbrachen mentale Barrieren wie eine Springflut die morschen Dorfdämme. Vergessenes Wissen kehrte zurück, verdrängte Erfahrungen sprudelten an die Oberfläche, übernahmen die Kontrolle über den schuppigen Leib. Schabend glitten die langen Knochenklingen aus den Hautlappen an Ellenbögen und Knien, Sprunggelenke knickten ein, entluden ihre Energie, katapultierten den Exmagier durch die heiße Luft.

Die Ratte bemerkte den von den Toten auferstandenen Gegner, ihr massiger Leib wirbelte herum, böse Augen blitzten in finsteren Höhlen, gewaltige Reißzähne schimmerten in dem geifernden maul des Monstrums. Doch es war zu spät, der Wächter war nicht mehr zu stoppen, wuchtig krachte er gegen den Feind, weißer Knochen bohrte sich in unheiliges Fleisch, alte Wunden wurden neu aufgerissen, warmes Blut plätscherte zu Boden. Das Monstrum schrie auf, taumelte zurück, schlaug wild mit seinen furchtbaren Klauen um sich. Diesmal konnte es den Dämonenmenschen nicht treffen, einem schwarzen Schatten gleich wich er den Attacken aus. In diesem Moment war er nicht Ahram, der junge Wächter. Die Art und Weise, in der die Knochenklingen durch die Luft glitten, war nicht die geschmeidige, doch letzendlich menschliche Art des Exmagiers, nein, eine solche Präzision war vorher allein zur Zeit des Jägers erreicht worden, in jenen schrecklichen Momenten, in denen das Tier durchbrach. Wieder und wieder schnitten die organischen Waffen durch zähes Muskelgewebe, das dunkle Dämonenherz arbeitete auf Hochtouren, pumpte Unmengen an Blut durch die geweiteten Venen.

Doch selbst jetzt hatte Ahram den Gegner noch lange nicht bezwungen. Die Ratte war eine Kreatur der Hölle, ein Geschöpf Beliars, erschaffen um zu töten. Und diesen Zweck wollte die Bestie auch erfüllen, ihre Anstrengungen, den lästigen Angreifer loszuwerden, hatten sie in eine wilde Raserei verfallen lassen, ihre Gliedmaßen zuckten durch die Luft, der lange Schwanz wurde einer Peitsche gleich gegen den Feind geschwungen, krachte immer wieder gegen Wände, Boden und Decke, riss gewaltige Steinsplitter aus dem uralten Verputz. Schuppige Haut riss unter der Einwirkung scharfer Klauen, kleine schwarze Panzerplatten flogen davon, vielen klickend zu Boden. Der Dämonenmensch bemerkte die Verletzung nicht einmal, das warme Blutaroma auf seiner Zunge stachelte ihn allerhöchstens zu neuem Kampfgeist an. Tief grub der junge Wächter seine Reißzähne in das widerliche FLeisch des Monsters, seine kraftvollen Kiefer trennten große Stücke des stinkenden Materials aus dem gigantischen Leib.

Doch die blinde Wut des Dämonenmenschen hatte ihren Preis. Ein peinvoller Schlag riss den Exmagier zu Boden, Schmerz explodierte in der kompletten linken Brustseite als der unförmige Rattenfuß einen guten Teil des stabilen Brustkorbes zerschmetterte, erneut verloren sämtliche Gliedmaßen den Halt, hilflos und ungebremst wurde Ahram durch den Raum geschleudert, prallte wuchtig gegen etwas Hartes, nur um dann haltlos über den Felsboden zu rollen. Blut lief ihm aus dem Mund, die schwarzen Augenlieder flatterten, die gequetschte Brust hob und senkte sich rasselnd. Nur noch trancehaft registrierte der Wächter, mit was er da kollidiert war, sah wie schwere Steinschenkel vor ihm auf den Boden setzten, sich stapfend ihren Weg in Richtung Ratte bahnten.

Ein Steingolem

Diese Feststellung war der letzte Gedanke, der durch Ahrams gequlälte Hirnwindung glitt, bevor sich endlich der barmherzige Teppich der Bewusstlosigkeit über ihn legte...



25.06.2002 20:39#34
olirie Das Surren einer Fliege weckte Olirie, sein Auge folgte ihr, bis sie auf seinem linken Arm sitzen blieb, mit dem rechten schlug der Magier zu und er hatte die Fliege erwischt. Nun stieg er aus seinem Bett und zug seine Robe an, dann befestigte er noch das Schwert an ihr und verließ sein Zimmer in Richtung Refektorium.

Im Refektorium setzte er sich an einen Tisch nahe des Fensters, zu essen bestellte er sich einen Wolfsbraten mit etwas Wein. Ein Duft von gebratenem Fleisch zog aus der Küche, kurz bevor ein Dämon das gewünschte brachte. Als Olirie aufgegessen hatte, wischte er sich mit einer Servirte den Mund ab und verließ das Refektorium in Richtung Ineenhof.

Im Innenhof setzte Olirie sich auf die Bank unter der immergrünen Esche und ließ sich einen humpen Bier bringen. Ein Dämon brachte das gewünschte und der Magier trank es, während er den Schmetterlingen und den Bienen zusah. Die Sonnenstrahlen drangen zwischen den Blättern der Esche hindurch und trafen auf Olirie, der dadurch gewärmt wurde. Wird bald dunkel, hmmm, ich geh gleich mal zu den See, den mir Nathano gezeigt hatte, mich würde mal interressieren, wie er im Mondschein aussieht. Olirie trank seinen Humpen aus verließ das Kastell in Richtung des Sees, in dem er gestern geschwommen war.



26.06.2002 00:10#35
olirie Olirie betrat das Kastell wieder,bepackt mit einem Waran, einem Wolf und einem Molerat. Aus seinem kleinen Ausflug zum See, wurde mehr oder weniger zwangsweise ein Jagdausflug. Mit etwas verzogener Mine ging der Magier in Richtung Refektorium. Nicht dass er ünglücklich über die erlegten Tiere wär, nein, er war sogar glücklich darüber, allerdings ist er ursprünglich losgezogen, um den Anblick des Mondes am See zu genießen.

Im Refektorium gab er die Tierreste dem Küchendämonen und sagte ihm, er solle daraus eine schöne Suppe kochen. Dann setzte er sich an einen Tisch in der Nähe des Fensters und legte die Felle, Krallen und Zähne auf diesen. Der Magier betrachtete den Mond eine Weile, bis ein Dämon das Essen brachte. Als Olirie die Suppe ausgelöffelt hatte, stand er auf, nahm seine Sachen und bewegte sich in Richtung seines Zimmers.

In seinem Zimmer legte er die Tierreste zu den anderen und ging dann in Richtung des Innenhofs.

Im Innenhof setzte er sich auf die Bank unter der Esche und ließ sich von einem Dämonen einen Topf Wasser und einen Lappen bringen. Als das gewünschte gebracht wurde, feuchtete Olirie den Lappen mit dem Wasser an und wischte das Tierblut von seinem Schwert. Nach dieser Tätigkeit steckte der Magier das Schwert wieder weg und schaute sich noch etwas den Mond an. Irgendwann entwich ihm ein gähnen und er stand von der Bank auf, streckte sich etwas und begab sich in sein Zimmer.

In seinem Zimmer legte Olirie sein Schwert ab und zog seine Robe aus. Müde legte er sich nun ins Bett und schlief ein.



26.06.2002 22:26#36
Steingolem Die schweren Füße trampeln auf dem Geröll herum. Gesteinsbrocken werden zermalen. Die Wände werfen das Echo hundertfach zurück. Die Halle bebt...
Harald hat zur Unterstützung einen Steingolem in den Kampf geschickt. Der Diener aus Granit stürmt ohne einen Gedanken zu verschwenden auf die Ratte. Das Monstrum lässt von Ahram ab und wendet sich der neuen Gefahr zu. Die schweren Pranken der Ratte schlagen gegen den steinernen Schädel des Golems. Eine Kreatur Beliars gegen eine andere...

Die Fellpranken finden keinen Halt, können keinen Schaden verursachen. Der Steingolem ist langsam aber resistent. Seine Steinfäuste werden in den Magen der Kreatur gerammt. Die Ratte quietscht hoch und versucht weiter dem Golem Schaden zuzufügen. Doch die eine Handspanne langen Krallen erweisen sich als nutzlos und schaben nur über die Steinhaut. Lautest Knacken verrät das Brechen von Knochen im inneren des Monsters und sorgt für einen neuen Hoffungsschimmer bei den Schwarzmagiern, die noch bei Bewusstsein sind.

Doch die Ratte hat nicht umsonst Jahrzehnte lang überlebt. Sie geht in die Hocke und nimmt Schläge gegen ihren massigen Schädel in Kauf. Mit aller verblieben Kraft stößt sie sich mit den Hinterbeinen ab und rammt ihren Oberkörper einem Geschoß gleich gegen den Gegner. Die linke Schulter des Monstrums bricht. Doch die Aktion war erfolgreich. Der Steingolem wird mehrere Schritte nach hinten geschoben und fällt dann mit einem lauten Poltern auf den Rücken.
Die Ratte hat sich eine Verschnaufpause verschafft. Die kleinen spitzen Augen durchsuchen den Raum fieberhaft nach einer Waffe. Mit der rechten Pranke greift die Ratte nach einer großen verrosteten Streitaxt die in einer Ecke liegt. Einer Waffe, die von den mächtigsten Kriegern mit zwei Händen geführt wird liegt locker in einer Pranke des Monsters. Wie eine Einhandwaffe schwingt sie die Axt und schlägt immerzu mit der stumpfen Seite auf den Schädel des Golems ein, der sich langsam aufrichtet.

Fassungslos beobachten Prophet, Harald und der mittlerweile wieder zu Bewusstsein gekommne Maximus, wie die Ratte den Steinschädel in tausend Trümmer zerschlägt...



26.06.2002 22:31#37
{-NaThAnO-} Irgendwie hatte es Nathano wirklich einmal geschafft zu einer "ZuX-typischen" Tageszeit aufzuwachen - und das war spät am Abend. Gut ausgeschlafen stand der Schwarzmagier auf, zog sich an, befestigte seinen Gürtel und an selbigen sein Schwert. Langsamen Schrittes und mit verschränkten Armen ging Nathano aus seinem Zimmer nach unten in die Bibliothek. Die braunen Augen des Magiers musterten die Buchrücken während er durch die langen von Regalen gebildeten Gänge der Bibliothek ging. Die Schritte hallten durch die ganze Bibliothek und das war auch das Einzige, was zu hören war. Durch die bläulich leuchtenden Lichtquellen verstärkt wirkte die ganze Bibliothek schon ziemlich mysteriös und für einen Außenstehenden vielleicht auch etwas unheimlich. Allerdings war das Nathano schon eine ganze Zeit lang gewohnt. Immerwieder hatte dieses Kastell ihn seit seiner Ankunft hier überrascht und auch fasziniert, aber das würde sich wohl nie ändern. Kaum glaubte man dieses Kastell einigermaßen gut zu kenn, erschien es am nächsten Tag schon wieder total fremd, aber genau das faszinierte Nathano an diesem Gebäude, das auch gleichzeitig sein Zu Hause war. Niemals würde er dieses zu Hause gegen ein anderes eintauschen wollen!

Mitlerweile hatte Nathano gestoppt. Er löste seine Arme aus der Verschränkung und nahm sich ein Buch aus dem Regal. Ein leichtes Pusten über den Einband des Buches löste den Staub und ließ den Einband zu erkennen. Ein schön verziertes Buch mit goldenen Spiralen an den Rändern und einem schwungvoll geschriebenen Titel, der allerdings nur schwer zu entziffern war. Langsam schritt Nathano mit dem Buch zu einem Sofa und machte es sich bequem. Es herrschte totale Stille in der Bibliothek, die nur hin und wieder durch das Umblättern einer Buchseite gebrochen wurde.



26.06.2002 23:20#38
olirie Der Arm jukte als Olirie aufstand, scheinbar hatte eine Mücke in seinem Zimmer gewütet und um sich gestochen. Der Magier stieg aus dem Bett und ging zum Fenster, der Mond stand hoch am himmel und erleuchtete mit seinem Licht die Barriere. Nach diesem Blick auf den Himmelskörper entfernte sich der junge Mann vom Fenster und zog seine Robe an. Dann befestigte er noch sein Schwert und verließ das Zimmer in Richtung Refektorium.

Im Refektorium setzte er sich wieder an einen Tisch am Fenster. Der Schein des Mondes erhellte den Raum auf eine ganz besondere weise, nicht so hell wie die Sonne, sondern etwas gedämpft.
Der Magier bestellte sich wieder einen Wolfsbraten und ein glas Wein. Während der Magier auf das Essen wartete, aß er ein Stück Brot, welches ein Dämon ihm auf wunsch sofort brachte.
Nach einiger Zeit zog ein wunderbarer Duft von der Küche herrüber, der Olirie das Wasser im Mund zusammen laufen ließ. Kurz nach beginn des geruchs kam auch schon ein Dämon mit dem Essen und servierte es.
Nach dem letzten Bissen war der Mann satt. Er trank noch den letzten Schluck Wein und stand dann von seinem Platz auf. Das Refektorium verließ er in Richtung Innenhof.

Im Innenhof legte er sich unter die Sterne und schaute diese sich eine Weile an. Heute sind die Sterne ja gut zu sehen, der Himmel ist aufgeklart, selbst die Kuppel scheint zu ruhen. Mit diesen Gedanken lag er dort noch eine ganze weile, bis er aufstand und zur Bibliothek ging.

In der Bibliothek sah er Nathano auf einem Sessel sitzend ein Buch lesen. Olirie selbst ging zu den Regalen und sagte laut: Sterne! Einige Bücher fielen aus den Regalen. Der Magier schate sie durch und eins klang ganz interressant, es war eine Geschichte über einen Einsiedler, der die Sterne studierte. Der junge Mann setzte sich ebenfalls auf einen der Sessel, schlug das Buch auf und begann darin zu lesen.



26.06.2002 23:39#39
PropheT Noch immer schien das unheilige und fluoreszierende Schimmern aus Grün, dem Magier die Energie zu entziehen.
Es hatte den Anschein, als ob die, nach Fäulnis und Tod stinkenden Wänden, eine namenlose und schreckliche Existenz innewohnen würde, dem es nach einem langem Schlaf, nach menschlicher Energie dürstete.

Der Magier stand wie paralysiert, etwas abseits seiner Gefährten, die ihre Aufopferung mit klaffenden Wunden und völliger Erschöpfung aufwiegen mußten. Die Lage war hoffnungslos, ihre letzte Zuversicht lag in einem Haufen von Geröll vor ihnen.
Die Kraftreserven der Riesenratte schienen unerschöpflich zu sein. Die Attacken und Anstrengungen der Magiergruppe waren nicht von Erfolg gekrönt. Zu leicht werhte die Dämonenratte die Bemühungen der Dömonenbeschwörer ab - unnatürlich und unbegreiflich schien die energiegeladene Präsenz dieses Tieres zu sein.

PropheT war sich sicher, daß jenes grünliche Schimmern, das von den feuchtwarmen wenden dieser Krypta ausging, etwas mit dem trostlosen und ausgelaugten Befinden seiner Gefährten und seiner selbst in Zusammenhang stand.
Es mußte eine Art nutzbringende Verbindung zwischen diesem Schimmern und dem dämonischen Wesen geben. Vielleicht eine Art Wächter aeonenalter Geheimnisse, dessen Hüter unermeßliche Kräfte zugeschrieben wurden.

Die Ratte hatte sich immer weiter hervorgewagt und bei näherer Betrachtung, wurde nun die Blickrichtung zu einer Gruppierung grün aufleuchtender Pylone freigelegt.

PropheT hatte nun endlich die Quelle dieser nie versiegenden Macht entdeckt. Mit den letzten Anstrengungen richtete sich der Magier auf, sputete in Richtung des flackernden Leuchtens, zog sein Schwert und holte mit einem letzten kraftvollen Schlag auf die Kristalle aus.

Heißer Atem schnaubte ihm in den Nacken und ein brennender Schmerz verbreitete sich über den ganzen Rücken des Magiers- Kristall und kalter Stahl trafen aufeinander, ein Funkenregen aus grünen Splittern wirbelte durch die Luft und im gleichen Augenblick katapultierte ein heftiger Peitschenschlag, der von einem tierischen Schrei begleitet wurde, den Magier in eine entgegengesetzte Seite des Raumes. Ein harter Aufprall beendete den Stoß unsanft und mit zusammengeschnürtem Brustkorb ringte der Magier nach Luft.....


27.06.2002 01:11#40
GlutaeusMaximus Der ganze Raum wurde von den fluoreszierenden Kristallsplittern in ein grünes Licht getaucht. Aus der Kehle der Ratte entwich ein Kreischen das bei den Schwarzmagiern Kopfschmerzen verursachte, die sogar die Reden des Schattendämons in den Schatten stellen...

In den grün erleuchteten Gesichtern von Maximus und Harald zeigte sich höchste Anspannung und Konzentration. Beide hatten die Hände auf den magischen Runen der dunklen Magie liegen. Ein Schattenbrand nach dem anderen wurde dem Rattendämon entgegen geschleudert. Das Monster wand sich schreiend und wurde immer schwächer. Vielerorts war das Fell schwarzen verbrannten Stücken Haut gewichen. Die Ratte spuckte Blut und sank zu Boden...

Prophet schlürfte vorsichtig auf das scheinbar tote Monstrum zu und hieb ihr mit seinem Schwert auf den Hals ein. Nach etlichen Schlägen viel der Schädel endlich zu Boden und die Ratte war hiermit ein für alle mal tot... Jetzt wo der Quell ihrer Kraft versiegt war würde sie nicht mehr heilen... Das Kastell war wieder in Sicherheit, der Keller war von einer großen Bedrohung befreit...
Maximus sammelte ein paar der größten dieser glimmernden Brocken auf. Insgesamt fand er sieben Faustgroße grüne Kristalle und wickelte sie in einen Fetzen seiner Robe.

Eine eigenartige Truppe war auf dem Weg nach oben. Die langen Kellergänge wurden von drei Lichtkugeln beleuchtet. Voraus marschiert PropheT, der Alaerie gestützt hat. Dahinter kommt Ahram, oder zumindest dass was von ihm übrig ist... Der verwundete Dämonenmensch wird von zwei Skeletten getragen, die Harald beschworen hatte. Das dritte Skelett stützt Maximus, dessen linkes Bein gebrochen ist...
Lange dauert die Wanderung durch die finsteren Gänge. Beschwerlich kämpfen sich die Magier vorwärts. Doch zum Glück ist der Rückweg ereignislos. Keine Ratte wagt es mehr sich den Schwarzmagiern in den Weg zu stellen.... Um einiges später erreicht die Truppe endlich das Erdgeschoß. Ahram und Maximus werden auf Krankenzimmer gebracht...



27.06.2002 12:54#41
{-NaThAnO-} Die Sonne war vor einigen Stunden schon aufgegangen und hatte die Bibliothek in ein leichtes Orange gehüllt, was nach dem entgültigen Aufgang aber in einfache Helle überging. Die Lampen der Bibliothek waren erloschen und luden sich nun wieder mit Sonnenlicht auf um es in der nächsten Nacht wieder von sich zu geben.

Nathano hatte das Buch zu Ende gelesen; einen einfachen Roman, zur Entspannung und für die eigene Kreativität. Langsam bewegte sich der Schwarzmagier aus dem Sofa und schritt aus der Bibliothek, ruhig und besonnen, die Arme wieder verschrenkt. Kurz bevor er die Schwelle zur Eingangshalle betrat, sagte er noch "Zurück!" und der Roman flog zurück an seinen Platz.

Von einem Dämon ließ er sich noch etwas zu Essen auf sein Zimmer bringen, bevor er sich schlafen legte. In seinem Zimmer angekommen, legte Nathano Runen und Schwert an seinen Platz. Dann kam auch schon das "Abendessen", welches er mit Genuss zu sich nahm. Der Dämon verschwand wieder mit dem leeren Teller. Nathano legte seine Robe ab und begab sich in sein Bett.



27.06.2002 14:14#42
olirie Olirie klappte das Buch zu, er hatte es durchgelesen und stand nun auf. Ein Dämon räumte es weg. Der Magier verließ die Bibliothek und bewegte sich in Richtung Refektorium.

Im Refektorium setzte er sich an einen Tisch in einer schattigen Ecke. Er bestellte sich etwas Schinken auf Brot und ein Glas Wasser. Nach sehr kurzer Zeit brachte ein Dämon das gewünschte. Olirie begann nun langsam zu essen und nebenbei trank er das Wasser.
Als er aufgegessen und ausgetrunken hatte, stand er auf, während ein Dämon den Tisch abräumte. Der junge Mann verließ den Raum in Richtung Innenhof.
Als er den Innenhof betrat, wurde er von der Sonn geblendet. Der Magier machte einen kurzen Spaziergang durch den Hof und verließ ihn dann um in sein Zimmer zu gehen.

In seinem Zimmer legte Olirie das Schwert ab und zog die Robe aus, dann legte er sich in sein Bett schlafen.



28.06.2002 14:09#43
Alaerie Nachdem der Trupp wieder das Erdgeschoß des Kastells erreicht hatte, wurden die Verletzten sogleich versorgt. Mittlerweile ging es Alaerie schon wesentlich besser, auch wenn es noch jedesmal ein wenig in der Schulter schmerzte.
Die Ruhe genießend hing sie nun wieder stundenlang über den Büchern und lernte eifrig den nächsten Spruch. Die Erkenntnis, dass Magie doch recht nützlich sein konnte, bei solchen Aktionen war recht schnell gefruchtet. Wie verbissen huschte ihr Blick über die schwarzen Buchstaben auf dem leicht vergilbten Papier.


28.06.2002 22:35#44
{-NaThAnO-} Schweißgebadet schrak Nathano hoch und saß senkrecht in seinem Bett, hastig atmend und einer Herzschlag-Frequenz, die einem Trommelwirbel gleichte. Wiedereinmal hatte ihn einer dieser schrecklichen Albträume heimgesucht und ihn seinem erholenden Schlaf geraubt. Mit leicht zittrigen Beinen bewegte sich Nathano an eine Wasserquelle und spritzte sich Wasser in das bleiche Gesicht. Langsam beruhigte sich der Atem und der Herzschlag, während er sich umzog und dann Gürtel und Schwert befestigte.

Immernoch leicht wacklig auf den Beinen begab sich der Schwarzmagier nach unten in das Refektorium, wo ihm ein Dämon den Sitzplatz zurecht schob. Anscheinend hatte sein Gesichtsausdruck doch mehr über Nathanos´ Nacht verraten, als ihm lieb war. Der Dämon brachte Nathano erstmal ein Glas Wasser, welches mit immernoch leicht zittriger Hand zum Mund geführt und mit einem Zug geleert wurde.
"Los, reiß dich zusammen!! Das war nur ein Traum, verdammt!!!" Solche und ähnliche Bemerkungen entwichen immerwieder aus Nathanos´ Mund.
Nach ein paar Minuten hatte sich das unbehagene Gefühl gelegt und Nathano ging in den Innenhof. Es war eine sternenklare Nacht und der volle Mond stand hoch am Himmel. Nathano legte Schwert und Gürtel ab und legte sich einfach nur in das Gras; der Blick gen Himmel gerichtet, die Gliedmaßen von sich gestreckt. Einzig und allein durch die mitlerweile sehr ruhige Atmung bewegte sich des Schwarzmagiers´ Körper, dessen Geist einfach nur der Stille horchte und in seine eigene Welt versank.



29.06.2002 15:40#45
{-NaThAnO-} Nathano hatte die Sonne aufgehen sehen, ein paar Vögel beobachtet und die warme Morgensonne genossen. Einige Stunden hatte er einfach nur da gelegen und nichts gemacht, doch irgendwann musste er einfach wieder etwas tun und ging in einen Übungsraum um etwas Krafttraining machen.

In den Mittagsstunden verließ der Schwarzmagier wieder den Übungsraum und nahm ein entspannendes Bad, welches einer der Dämonen für ihn bereitet hatte. Entspannt und guten Mutes verlief Nathanos´ weiterer Weg nach einem kurzen Zwischenstop im Refektorium in sein Zimmer. Zur mitlerweile gewohnten Zeit legte sich Nathano schlafen und hoffte auf einen erholsameren Schlaf, als es der letzte gewesen war.



30.06.2002 00:54#46
rachestahl müde und erschöpft kam rachestahl im zux an wohl der beste zustand für eine prüfung vielleicht hätte er sich lieber in der taverne die kante geben solln, aber nun wollte er doch endlich heilung erlernen. das blut der gardisten vom überfall auf die alte mine hatte er im nahen fluss von seinen händen gewaschen, doch an seiner robe konnte man so manchen felck noch erkennen.
mit dem üblichen knarren öffnete sich die alte tür und liess den wassermagier eintretten, das kastell schien bei nacht fast nocheinmal so bedrohlich für ihn wie sonst am tag. "schattendämon" er erhob zugleich seine stimme lange wollte er hier nicht bleiben müssen.



30.06.2002 01:03#47
Schattendämon Und er mußte auch nicht lange warten. Denn schon erhob sich drohend aus den Schatten der eingangshalle der dämon und bescherte ihm die üblichen kopfschmerzen mit seienr Stimme. "Was ist dein Begehr, Sterblicher? Bist du gekommen, um die Prüfung zum Heiler abzulegen?" Die Stimme in rachestahls Kopf verstummte und die Schmerzen verschwanden langsam.



30.06.2002 01:06#48
rachestahl "warum sollte ich sonst kommen" rachestahl fasste sich so kurz wie möglich den die stimme in seinem kopf schien wie immer seine wirkung nicht zu verfehlen. ein weiterer grund warum er das kastell nicht mochte...



30.06.2002 01:14#49
Schattendämon "Nun denn, so folge mir." ertönte die Stimme das Dämons.

Der Dämon führte rachestahl über mehrere Treppen und Gänge in ein großes Zimmer mit hoher Decke.
An einer Seite stand ein Tisch mit verschiedenen Phiolen, Gläsern, Fläschchen und Büchsen. Die Phiolen und Fläschchen enthielten verschiedene Ingredenzien. In den kleinen Büchsen befanden sich getrocknete Pflanzenteile, Blätter, Rinde, Blüten.

Die Tür schloß sich hinter rachestahl.

"Die Prüfung beginnt nun.

Meine erste Frage:
Was ist die Aufgabe eines Heilers?

Überlege gut und antworte weise."

Der Dämon wartete auf rachestahls Antwort.



30.06.2002 01:19#50
rachestahl "die aufgabe des heilers liegt darin denen zu helfen die hilfe brauchen, ob kamerad oder gar feind. ihnen helfen ihre schmerzen zu lindern gleich in jener form sie auftretten sollten. die aufgabe des heilers liegt aber genauso wie bei jedem anderen magier darin sich stehts zu verbessern um seine kunst zu perfektionieren und noch mehr menschen helfen zu können." rachestahl sah den dämon etwas besorgt an, er hatte die kapitel über die aufgaben wohl eher überflogen und sich gleich den praktischen dingen zugewand.



30.06.2002 01:23#51
Schattendämon "Gut geantwortet.

Nun die zweite Frage.

Angenommen, ein Mensch mit moralisch verwerflichem Lebenswandel, ein Räuber oder gar Mörder wird verletzt und bedarf deiner Hilfe. Wirst du dein Wissen benutzen, um ihm zu helfen oder wirst du dich von ihm abwenden?

Denke nach und prüfe dich selbst, ehe du antwortest."

Der Schattendämon wartete wiederum.



30.06.2002 01:29#52
rachestahl "ich dachte das hätte ich mit meiner ersten antwort schon beantwortet, ein heiler sollte jedem helfen ob freund oder feind. selbst wenn es mich persönlich sehr viel willenskraft kosten würde dies zutun, aber die geschichten über die alten magier die ich den bücher hier gelesen habe müssen mir die augen geöffnet haben. dieser eine magier der seinen schlimmsten feind heilte und dann durch dessen schwert starb, war so ergreifend das man die wahre bedeutung der gabe die man erhält erkennen kann."



30.06.2002 01:35#53
Schattendämon "Eine interessante Meinung. Die Frage gilt als richtig beantwortet.
Jetzt die letzte Frage, bevor wir zum praktischen Teil der Prüfung übergehen.
Sag mir, bist du Herr über Leben und Tod?

Überlege nocheinmal gründlich, bevor du antwortest.

Die Stimme des Dämons verstummte im Kopf des Magiers und die darauf folgende Stille benutzte rachestahl zum Nachdenken.



30.06.2002 01:38#54
rachestahl "ums mal so zu sagen nein, die götter lenken unsere bahnen sie gestallten unser schicksal nach ihrem willen. durch sie töten wir durch sie schenken wir neues leben" glaubte er wircklich an einen vorbeschriebenen weg, überden er selbst keine macht hatte.



30.06.2002 01:40#55
Schattendämon Und wieder ließ der Dämon seine dunkle Stimme ertönen und.

"Gut geantwortet, rachestahl."

Der Schattendämon schien zufrieden.

"Gehen wir nun zum praktischen Teil der Prüfung über. Zuerst möchte ich, daß du mir zeigst, wie gut du mit den Ingredenzien umgehen kannst, die du für Heiltränke brauchst, wie gut du die Magie beherrschst, die dazu nötig ist.
Der Tisch dort enthält alles, was du brauchst, um Heiltränke herzustellen und noch viel mehr.
Geh an den Tisch, der neben dir steht und stelle einen schwachen, einen mittelstarken und einen starken Heiltrank her.

Dies wird einige Zeit brauchen. Ich werde geduldig warten.
Wenn du fertig bist, gib mir die Heiltränke. Ich werde sie dann prüfen.
Nun beginne!"

Der Dämon schwebte in eine ecke des Raumes und wartete ohne eine Regung zu zeigen auf die Resultate, die rachestahl hervorbringen würde.


30.06.2002 01:48#56
rachestahl rachestahl schritt zum tisch hinüber, diese aufgabe wahr wohl der schwierigste teil der prüfung da es sich an jede einzelheit zu erinnern galt. jede einzelheit gab es zubedenken, er fühlte sich wie damals bei seinem alten meister im zaubertränke unterricht.

nach ein paar minuten blubberten die drei verschiedenen tränke in drei kleinen kesseln vor sich hin. wie fast immer bei seinen übungen brubbelte er irgendein nichtverständliches zeug vor sich hin, während er die temperatur versuchte einzuschätzen. wieder verging die zeit, dann stellte er dem dämon drei kleine proben hin. "hier kostet, ich kann versprechen gift ist es nicht" aber ob es heilden würde wusste er auch nicht, er hatte niemand freiwilliges gefunden der seine tränke hätte kosten können.



30.06.2002 01:55#57
Schattendämon Der Dämon nahm die Fläschchen von rachestahl nacheinander entgegen. Zuerst träufelte er sich die erste Probe in die Innenfläche einer Kralle.
So verfuhr er mit allen drei Flaschen. Dabei ging jedesmal, wenn die Flüssigkeit seine Hand traf, ein Leuchten von der Hand aus, bei allen drei Tränken unterschiedlich stark.

Danach wandte er sich erneut an seinen Schüler.

"Die Heiltränke, die du gemischt hast, sind unkonventionell, doch durchaus in Ordnung. Sie erfüllen die an sie gestellten Erwartungen.

Du hast deine Sache gut gemacht und die Prüfung zum Heiler bestanden. Nutze dieses Wissen doch mißbrauche es nicht. Du trägst eine große Verantwortung. Erweise dich dieser Verantwortung würdig. Ein Heiler muß mehr sehen, als nur die Oberfläche, er muß oft hinter die Gedanken der Menschen schauen, in ihre Herzen. Nur so wird er zu einem guten Heiler. Bedenke das.

Du darfst dich nun Heiler nennen.

Hast du noch irgendeine Frage an mich? Falls ja, werde ich sie dir umgehend beantworten. Falls nicht, dann wünsche ich dir Glück auf all deinen Wegen."
Die Stimme des Dämons verhallte.



30.06.2002 01:58#58
rachestahl "nein meine fragen haben sich somit erübrigt, ich würde mich aber freuen würden sich unsere wege bei belliars willen wieder kreuzen. lebt wohl" rachestahl drehte und machte sich auf den heimweg, sichtlich erleichtert nicht länger im kastell bleiben zu müssen.



30.06.2002 02:14#59
Schattendämon Der Schattendämon verschwand nach der Beendigung der Prüfung wieder dort, wo er hergekommen war. In den Schatten des Kastells. Er verschmolz geradezu mit ihnen.


01.07.2002 18:42#60
GlutaeusMaximus Nach langem Schlaf erwachte der Priester in einem der Krankenzimmer des Kastells. Sein ganzer Körper schmerzte. Die Wunde an seiner rechten Schläfe war so gut wie verheilt. Doch sein linkes Bein und sein rechter Arm waren noch immer gebrochen. Die Dämonen hatten ihn nur behelfsmäßig geschient. Maximus war klar, das er die Hilfe eines richtigen Heilers benötigte.

Er richtet sich auf und sah sich im lehren Zimmer um. Jemand hatte einen Krug mit Wasser und ein paar Äpfel auf den kleinen Tisch neben seinem Bett gelegt. Doch er hatte Appetit auf ein richtiges Essen. Auf einem Stuhl im Zimmer hing seine Robe, daneben lagen der Zauberstab und das Schwert am Boden.
Maximus streckte sich und konnte mit dem unversehrten Arm den Zauberstab erreichen. Er beschwor mit links drei Skelette. Das erste schickte er in die Küche, um dort ein umfangreiches Abendessen zu bestellen. Das zweite hatte den Auftrag ein paar Bücher aus der Bibliothek zu holen und Skelett Nummer drei sollte sich im Kastell umsehen, wer den alles anwesend war. Die drei Knochendiener verließen den Raum.

Der Schwarzmagier lehnte sich zurück und blickte aus dem Fenster, durch das ihn die Abendsonne anlächelte. Er musste seine Heilung unbedingt voranbringen. Er konnte nicht hier liegen und warten, bis ein Heiler zu ihm kam. Leider gab es in der Kolonie nicht so viele Heiler... Champ aus dem Sumpflager war auf einer Mission und von dem Feuermagier Adonis hatte er schon lange nichts mehr gehört...



01.07.2002 19:28#61
Alaerie Etwas pieckste sie unangenehm in die Wange. Die junge Magierin schlug die Augen auf und erkannte die Regale und Tische der Bibliothek. Vorsichtig hob sie den schmerzenden Kopf. Eine Ecke des Buches mußte sich die ganze Zeit in die Wange gedrückt haben. Murrend tastete sie die Druckstelle ab und klappte das Buch zu.
Dann kam ihr noch ein Gedanke. Sie ergriff die Feder vom Tisch und zog ein Blatt Pergament heran. Fein säuberlich begann sie zu schreiben:

Geehrter PropheT,

ich denke Ihr habt bei der Jagd auf die Ratte Euer Können unter Beweis gestellt.
Ohne die Hilfe Eures Schwertes wäre die Sache sicherlich anders verlaufen. Ihr dürft Euch nun Meister im Schwertkampf nennen, meinen Glückwunsch. Die verabredeten 200 Erz gebt mir, sobald Ihr gewillt dazu seid.
Auf bald,
Alaerie
Magierin und Einhandlehrmeisterin

Schwungvoll schrieb sie das letzte Wort zu Ende und steckte die Feder wieder in den dafür vorgesehenen Halter. Damit die Tinte nicht verschmiert pustete sie vorsichtig darüber und stand dann von ihrem Platz auf. Sie fand PropheTs Tisch recht schnell. So ein Chaos konnte nur dieser hinterlassen. Alaerie machte ein wenig Platz und legte das Schriftstück gut sichtbar dorthin.
Wenig später eilte sie die Treppe zu ihrem Gemach empor. Entschlossen öffnete sie die Tür und schritt zu dem kleinen Schrank. Mit einem Griff hatte sie ihre alte Rüstung aus dem obersten Fach gezogen. Fein säuberlich hängte sie die Robe über eine Stuhllehne und schlüpfte in die Rüstung. Es war ein ungewohntes Gefühl, das Sumpfhaileder wieder auf der Haut zu spüren. Lange hatte sie die Rüstung nicht mehr getragen gehabt.

Dolch und Schwert fanden einen genehmen Platz am Gürtel und die Haare wurden straff zurückgebunden. Einzig und allein die gewohnt lästige Strähne hing ihr noch ins Gesicht. Die Stiefel und die beiden Scheiden klimperten leise, als sie den Gang entlangschritt und dann die Treppe bewältigte. Knarrend schwang das Tor vor der Magierin auf und sie verließ das Kastell. Einfach nur ein wenig durch die Umgebung streifen und sehen, was sich getan hat, während sie die ganze Zeit über den Büchern gebrütet hatte.



01.07.2002 19:59#62
Zavalon Zavalon saß auf dem Hof und stimmte seine Gitarre. Fast jede freie Minute nahm er sein Instrument hervor und spielte einige Akkorde. Im Moment sang er ein ziemlich fröhliches Lied immer wieder. Oh a gade think twice, if a can touch ya body, i know that everybody...
Auch besuchte er oft die Übungsräume für Magie, um seine magischen Mächte zu verbessern. Schon stand nun ein Skelett vor ihm, was in der nächsten Sekunde von einer Schattenflamme in seine Einzelteile zerlegt wurde. Nun konnte man den Magier wieder speisend im Refektorium auffinden. Er aß eine Moleratkeule, ein wenig Beilagen und zum Schluss einen SChluck Reisschnaps, zur Verdauung. Er nahm seine Gitarre und setzte sich wieder in den Hof. Er übte ein wenig, bevor wieder sein Pioniergeist besitzt von seinem Kopf ergriff und ihn zu einem schnellen Aufbruch in den dunklen Wald zwang. Er packte sein Schwert, seinen Dolch und neben der Gitarre noch andere Utensilien wie z. B. Sumpfkraut ein und verließ mit seinem Stab das Kastell.



02.07.2002 02:21#63
PropheT Seit dem Abstieg in die Kellergewölbe und der erfolgreichen Vernichtung dieses dämonischen Monsters, waren milterweile schon einige Tage vergangen.
Ausgeruht kehrte PropheT aus dem Refektorim in die Bibliothek zurück und schlenderte an seinem Platz vorbei.

Während seiner Abwesenheit hatten sich eine enormer Berg an Notizen und meterhohen Bucherstapeln auf seinem Arbeitstisch eingefunden.
Der Magier verschob die Studien auf die kommenden Tage, denn jetzt wollte er erst einmal seinem verletzten Freund Maximus einen Besuch abstatten. Oben angekommen, klopfte der Magier und trat ein...........



02.07.2002 02:33#64
GlutaeusMaximus Doch das Zimmer war leer. So war der Hohe Schwarzmagier umsonst die hohe Treppe hinaufgeklettert. Als er wieder unten war und in das Krankenzimmer im Erdgeschoß eintrat, wo Maximus dann auch lag, war er schon ziemlich außer Atem. Denn vorher hatte er sieben andere Krankenzimmer abgeklappert.

Der Priester begrüßte seinen Freund erfreut und fing gleich an ihm von seinen ganzen Verletzungen zu erzählen. Dann zwang er PropheT mit der Hand über die gebrochen Knochen zu fahren um zu sehen, wie extrem das Bein und der Arm verletzt waren. Es schien Maximus war richtig stolz drauf...
Dann meinte der Kranke zum Gesunden:

„Was hältst du davon, mich zu einem Heiler zu bringen? Oder zumindest zu einem Barbier? Ich bin momentan etwas immobil und bedarf deiner tatkräftigen Unterstützung.“

Sprach er und zog noch mal das Nachthemd hoch um seinem Kollegen das gebrochene Bein vor die Nase zu halten.



02.07.2002 02:42#65
PropheT " ja natürlich helfe ich dir...aber nimm bitte dieses deformierte stück fleisch aus meinem gesicht....was willst du bei einem barbier, die beine hätte es zwar mal nötig rasiert und gebadet zu werden aber?.....und außerdem ,wie soll ich dich transportieren?

die einzige möglichkeit wäre dich zu tragen, aber das geht mir dann, bei aller liebe, über eine platonische männerfreundschaft weit hinaus." sprach der magier mit einem gleichsam entsetzten, wie auch fragenden gesichtsausdruck.


02.07.2002 02:50#66
GlutaeusMaximus Maximus zog sein Bein beleidigt wieder unter die Bettdecke. Dann befahl er PropheT:

„Mit dem Tragen fällt dir schon was ein. Denk mal ein Bisschen nach! Und jetzt reich mir mal meine Priesterrobe rüber und dreh dich dann um!“
Widerwillig reagierte PropheT und griff nach der Robe auf dem Stuhl. Mit einer schwungvollen Bewegung warf er das schwere Kleidungsstück über die Schulter, da er sich schon vor dem rübereichen umgedreht hatte...

Maximus hob den gesunden Arm schützend über den Kopf und hielt die Luft an. Nach einer halben Ewigkeit hatte sich der Priester dann auch mit dem festen Entschluss, bald die Robe zu wechseln, befreit. Tief atmete er die frische Luft ein, die durch das Fenster hereinströmte und zog sich dann rasch die Robe über den Kopf. Der kaputte Arm klemmte etwas im Ärmel und Maximus beschloss, dass ein freier Arm genügen muss...



02.07.2002 03:06#67
PropheT prophet war mittlerweile kurz eingenickt, als ihn maximus mit seinm zauberstab[aus holz] anstupfte und ihn aus seinen träumen rieß.
mürrisch hatte der magier die worte maximus´ vernommen und dachte nun fieberhaft über ein sicheres transportmittel nach, in dem er selbst auf ein minimum involviert sein wollte.

nach einigen überlegungen geisterte der name fridolin durch die wirrungen und irrungen des magiers verstand.

"aha, es wird an der zeit, daß dieses nutztlose skelett mal wieder eine existenzberechtigung bekommt......maximus, ich habe das perfekt transportmittel für dich!" den ersten teil des satztes murmelte prophet nachdenklich in seinen bart, während der restlich wortlaut mit einem breiten grinsen untermalt wurde.


02.07.2002 03:18#68
GlutaeusMaximus Maximus sah Prophet noch mal in das verschlafene Gesicht und dann beschloss er heute Nacht nichts mehr zu riskieren.

„Das ist ja wunderbar, dass du endlich eine Idee hast. Aber heute Nacht kann ich dir meinen wertvollen Körper nicht mehr anvertrauen. Du bist ja nicht mehr verkehrssicher. Lass uns den Krankentransport auf morgen verschieben.“
Prophet nickte, was aber auch daran liegen konnte, das er schon wieder eingeschlafen war... Maximus zog ihm noch eins mit dem Zauberstab (aus Holz) über die Rübe. Sofort war der Magier wieder bei Bewusstsein und guckte den Priester verwirrt an.

„Ab ins Bett mit dir, aber nicht hier!!! Such mich morgen auf, sobald du fit bist! Dann können wir den Krankentransport starten.“

PropheT erhob sich und ging taumelnd auf die Türe zu... Irgendwie erwischte er die Klinke und verschwand mit einem ungraziösen Ausfallschritt aus dem Sichtfeld von Maximus. Dieser schälte sich noch mehr oder weniger ästhetisch aus seiner Robe und gab selbige gleich zu Reinigung auf. Dann schloss er die Augen und war weg...



02.07.2002 19:40#69
Don-Esteban Finger trommelten auf den Tisch. Mit einer unwirschen Bewegung, die fast das Weinglas umkippte und mit entschlossener Miene stand Don-Esteban auf. Die Studien seiner Schüler zur Magie mußten jetzt möglichst rasch zu Ende gebracht werden. Mittlerweile waren schon wieder so viele Bitten an ihn heran getragen worden, daß er schon gar nicht mehr nachrechnete, auf wieviele Jahre im voraus er mit der Lehre beschäftigt wäre. Viel zu lange hatte er die Dinge schleifen lassen.

Ja, es war seine Schuld. Dies mußte der Magier sich eingestehen. Ab jetzt würde er mehr auf die Einhaltung des Lehrplanes achten. Eine großangelegte barrierenweite Studie hatte es an den Tag gebracht: Das Kastell war nur Mittelmaß, was die Lehrqualität anbelangte. Das galt es jetzt zu ändern. Der Don hielt eine kurze Konferenz zur Änderung des Lehrplanes in seinem Kopf ab und beschloß dann, in der Bibliothek die ersten Schritte einzuleiten, die in die richtige Richtung führen sollten.

Noch immer übernahm er die Auswahl des Stoffes am liebsten selbst, streifte durch die Gänge der Bibliothek, umgeben von hohen, drohend aufragenden Regalen, die einen fast mit der Macht ihres Wissens erschlagen wollten. Gedankenverloren suchte er die Lehrmittel zusammen, die er seinen Schülern angedacht hatte. Für Alaerie waren das die Werke über die einfacheren Beschwörungen, die ihr dazu verhelfen sollten, ein einzelnes Skelett zu beschwören und ihren Wünschen zu unterwerfen.

Bei PropheT sah die Sache schon etwas anders aus. Woran genau der im Moment herumlernte, war dem Don schleierhaft. Der Lehrmeister wählte deshalb mit kühnem Griff einen dicken Wälzer über die Einführung in die Techniken des höheren Beschwörens ein, packte noch ein paar dünne Bändchen mit Formeln dazu und brachte dann die beiden Stapel zu den entsprechenden Schreibtischen, um sie zu verteilen. Dazu schrieb er die üblichen Notizen und legte sie den Stapeln bei.
"Und demnächst ist Prüfung, hoffe ich. Mit dieser Verschleppung der Lernerei ist jetzt Schluß." Ein paar Dämonen, die der Don mit dem Kopieren wichtiger Lehrbücher beauftragt hatte und die eifrig an ihren Kopien kritzelten, schauten unwirsch auf, wer oder was sie hier störte, doch schrieben dann weiter. Für die kleine private Bibliothek, die der Magier in Drakia in seinem Turm aufbauen wollte, benötigte er wenigstens die wichtigsten Schriften der Beschwörerei. Und so schrieben etwa 10 Hilfsdämonen Tag und Nacht an den Kopien der Bücher, die der Don herausgesucht hatte.

Entschlossen verließ der Don die Bibliothek, um sich in seinem Labor blutfeuers weiterer Umgestaltung zuzuwenden. Diese war mittlerweile fast abgeschlossen. Doch eins machte ihm Sorgen. Das hübsche blondgelockte Gesicht, daß sich blutfeuer vorher herausgesucht hatte, würde wohl nicht herauskommen. Es zeichneten sich dunkle Haare ab. Und die Gesichtszüge schienen auch nicht so nett und lieb zu werden, wie sie es zuvor wünschte. Hoffentlich sprang sie ihm deswegen nicht an die Gurgel und verlangte Schadensersatz sowie Schmerzensgeld in Millionenhöhe. Mit einem guten Rechtsverdreher konnte das Kastell so schnell ruiniert werden.



02.07.2002 22:20#70
Skelett Fridolin
Pünklich auf die Minute materialisierte sich Fridolin in Maximus Zimmer. Das Skelett sah etwas gestreßt aus, die Ereignisse mit der liebesbedürftigen, korpulenten Harpyie lagen nur einige Wochen zurück.

Mit einem Räuspern wandte sich PropheTs Diener an Maximus:
"Mein Meister hat mir befohlen Euch zu einem Heiler zu transportieren. Er selbst wird in wenigen Minuten eintreffen. Nun einige Formalitäten: wie von jedem Passagier benötigen wir eine schriftliche Beglaubigung, die "ProheTs Travelling Assosiation" von jeder Verantwortung und Schadensersatzvorderungen entbindet. Weiterhin wird für das Benutzten der gekühlten Schnellimbisse, die sich hinter dem 3. Brustknochen befinden, eine zusätliche Gebühr erhoben und auch das Transportmittel anzusprechen ,ist während der Reise, von einigen Ausnahmen abgesehen, verboten."



02.07.2002 22:33#71
GlutaeusMaximus Maximus saß schon angezogen, geputzt und gestriegelt in seinem Bett. Er starrte verwirrt in das leere Knochengesicht. Irgendwie hatte er so etwas vermutet, als Prophet plötzlich von einer guten Idee sprach.

Naja, ich hab schon mehr überlebt! dachte sich der Magier und unterschrieb das seltsame Pergament. Obwohl am Fußende des Schriftstückes winzige Buchstaben waren, die der Magier ohne Hilfsmittel nicht entziffern konnte.
Dann kletterte Maximus auf die Schultern des Skeletts, wobei er sich mehrmals die verletzten Gliedmaßen anstieß, und wartet auf die Abfahrt...


02.07.2002 22:43#72
PropheT In der Eingangshalle traff er auf Maximus, der auf dem wenig freudig dreinblckenden Skelett saß.
PropheT sah schon ein lukratives Geschäft auf sich zukommen, das bis weit in die Zukunft reichen sollte.

"Ah, da bist du ja, seht gut...wir können die Reise beginnen, guter Sattel oder? ist aus echtem Leder und gepolstert." grinste der Magier Maximus an, in der Annahme seine überteuerten Preisanforderungen zu kaschieren.
Und so machte sich das seltsame Gespann auf zu Sador dem Wirt.


03.07.2002 03:18#73
GlutaeusMaximus Laut singend näherte sich ein seltsamer Trupp dem Kastell. Das Tor öffnete nur widerwillig, wohl weil die Sänger sonst noch länger davor feiern würden. Die Flasche Feuerlikör, die Sador Maximus als Medizin für seine Brüche verkauft hatte war schon halb leer.

Fridolin hatte mal wieder nichts abbekommen, aber die Schwarzmagier sahen keinen Sinn darin ein Skelett mit Alkohol zu versorgen. Gut, dass zumindest einer nüchtern war... Maximus saß noch immer auf den Schultern des Skeletts hatte sich am mittlerweile so arg an dem Schädel festgeklammert, dass Fridolin nichts mehr sehen konnte.

Aber das machte nichts, da PropheT kurzerhand den Arm um Fridolin legte und es in die richtige Richtung schob. Nicht ganz uneigennützig, da auch der Hohe Schwarzmagier einiges an Medizin getrunken hatte... Von den angeblich 14 Bier, die er im Schattenläufer getrunken hat, wollen wir mal gar nicht reden...
Fleißige Dämonen, die grad mit der Reinigung der Eingangshalle und des Refektoriums beschäftigt waren beschlossen plötzlich doch mal im Keller zu putzen, denn dort war es ruhiger...

Maximus stellte irgendwann fest, dass er noch nicht alt genug für die Lieder war, die PropheT gerade anstimmte und entschuldigte sich für diesen Abend. Fridolin schleppte zuerst Maximus auf sein Zimmer und kehrte dann zurück um den immer noch singenden PropheT abzuholen. Nach vier weiteren Liedern erreichten die beiden endlich das Zimmer und ein harter Arbeitstag ging für das Skelett zu Ende.



03.07.2002 15:01#74
TheRock Als Rock aufwachte, sich seine Robe anzog, sich mit kaltem Wasser durchs gesicht wusch und dann langsam ins Refektorium schlenderte sah er einen Dämon, vielleicht sogar der der ihn ins Kastell eingelassen hatte, und einen anderen, unbekannten Mann. Er fragte sich was der für ihn Fremde hier wohl tat, wollte aber auch nicht fragen, da er noch zu müde war. Also setzte er seinen Weg ins Refektorium fort und bestellte sich, dort angekommen, ein wenig Wein und einen Laib Brot und Honig, dass sollte eigentlich reichen.

Beim Frühstück realisierte er, dass er noch gar nicht wusste wie die Barriere zur Zeit aussah, denn die Umrisse die er kannte, waren noch von vor der Erweiterung der Barriere.

Also machte er sich auf den Weg in die Bibliothek um sich einmal die Karte anzusehen, denn es wäre absurt in einer beschränkten Welt zu leben und noch nicht einmal zu wissen wie groß diese überhaubt ist.

Auf dem Weg in die Bibliothek fiehl ihm wieder diese Bild auf, er wusste nicht wieso, aber irgendwie kam es ihm seltsam vor, immer wenn er das Refektorium verließ, sah er dieses Bild, er verweilte wieder einen Augenblick vor dem Bild und versuchte abermals einen Sinn hinein zu bekommen. Was ihm aber wieder nicht gelang.
Es schien irgend eine Geschichte mit einer Beschwörung oder etwas ähnlichem zu erzählen, doch ganz eindeutig war es für Rock nicht.

Er setzte seinen Weg fort, nach kurzer Zeit erreichte er die Bibliothek und trat ein, er sagte Karte der Kollonie
und ein Blatt Gelbliches Papier fiehl zu Boden, da es nur Papier war, musste er suchen weil Papier ja kein Geräusch macht.
Als er es in einem der vielen Gänge gefunden hat, nahm er es mit und setzte sich an einen Tisch. Er studierte die Karte eingehend und sah mit erstaunen dass es ja nun noch ein weiteres Lager gab, er fragte sich ob er erst mal alle Lager besuchen sollte, aber kam dann zu dem Schuss, dass er erst mal die anderen Bewohner des Kastells kennen lernen sollte.

Er legte die Karte wieder an ihren Platz zurück und dachte nach.... Ja, die anderen waren schon aus den Gewölben zurück, nur waren sie auch da?? Er hat gesehen wie Maximus aus dem Kastell verschwand mit einem Skelett unter sich, aber er wusste nicht ob dieser schon wieder zurück war.
Naja, er machte sich auf den weg und durchstreifte das Kastell, auf der Suche nach den übrigen Bewohnern...........



03.07.2002 21:01#75
Alaerie Die junge Magierin erreichte wieder das Kastell. Ihr Äußeres ließ arg zu Wünschen übrig. Die Haare hingen strähnig ins Gesicht und waren noch feucht. An ihren Stiefel hatte sich Schlamm festgesetzt und auch der Rest der Rüstung schaute aus, als hätte sich Alaerie in einer Schlammpfütze gewälzt.
Dementsprechend sah Alaeries Gesichtsausdruck auch aus. Von guter Laune oder übermässiger Fröhlichkeit fehlte jegliche Spur. Unschöne Fußabdrücke auf dem Boden hinterlassend bahnte sie sich ihren Weg durch die Vorhalle in die Bibliothek. Der Sinn stand ihr nun erstmal nach einem Bad und währenddessen nach einem Buch.

Auf ihrem Band über den zuletzt aufgetragenen Spruch lag breits ein neuer Wälzer. Interessiert schaute sie sich den Einband an. Das mußte der letzte Spruch der ersten Stufe sein. Alaerie griff sich beide Bücher mit den Fingerspitzen, hielt sie von sich fort und bahnte sich einen Weg zurück in die Vorhalle.

Etwas unbeholfen, ihr waren die Spuren jetzt erst aufgefallen, stapfte sie die Treppe empor. Das Öffnen der Zimmertür gestaltete sich als echtes Problem. Die Bücher konnte sie sich schlecht unter den Arm klemmen, also legte sie eines auf den Boden, öffnete die Tür, hob das Buch sachte wieder auf und trat ein.
Mit dem Allerwertesten drückte sie die Tür wieder zu, ließ die beiden Bücher vorsichtig auf das Bett fallen und machte sich mühsam daran, die verschmutzte Rüstung abzulegen. Unendlich erleichtert tappte sie bald mit nackten Füßen und den beiden Büchern ins Bad. Bald darauf ließen nur noch die Dunstschwaden aus dem Badezimmer auf die Anwesenheit der jungen Frau hinschließen.


03.07.2002 22:44#76
{-NaThAnO-} Schlaf! Langer, erholsamer Schlaf! Dieser wurde Nathano in den letzten Tagen zu Teil. Doch hatte dieser Schlaf wieder einmal wertvolle Zeit des Lebens von Nathano unweigerlich verstreichen lassen! Der Schwarzmagier hatte das Gefühl für Zeit völlig verloren, musste gar einen Dämonen fragen, wie lange er geschlafen hatte, welche Zeit in der Kolonie herrschte.

Nach Befestigung des Schwertes am Gürtel der Robe begab sich Nathano in das Refektorium und ließ sich sein übliches Frühstück bringen. Doch diesmal schien es einfach viel zu wenig für den ausgehungerten Mann, worauf dieser sich die doppelte Portiion bringen ließ. Beide Portionen wurden auch tasächlich ohne weiteres von Nathano gegessen.

Nathano´s Blick wanderte am eigenen Körper hinunter. Mager war er in den Tagen nicht gerade geworden, doch die Muskeln waren schon langsam zurück gegangen. Die logische Schllussfolgerung war, dass Nathano sich in einen Übungsraum zurückzog und trainierte. Nicht nur Kraft und Schwertkampf, sondern auch Magie, und wiedder einmal standen ihm ein paar hilfsbereite Dämonen zur Seite.


04.07.2002 13:42#77
{-NaThAnO-} Schweißgebadet, aber sich sichtlich wohler fühlend verließ Nathano den Übungsraum, gefolgt von ein paar Dämonen, die wieder ihrer Arbeit nachgingen. Die Sonne war gerade aufgegangen, die ersten Sonnenstrahlen fielen durch die Fenster. Nathano ließ sich etwas zu Essen auf sein Zimmer bringen, während er warmes Wasser in eine Wanne einließ und schließlich in das schöne warme Wasser begab. Die Robe hatte er vorher einem Dämonen zum Reinigen gegeben. Wohltuend ließ sich der Schwarzmagier immer tiefer in das Wasser gleiten, bis nurnoch der Kopf aus dem Wasser ragte.

Nach ca einer Stunde, die Nathano mehr oder weniger wach in dem Wasser gelegen hatte, ging er aus dem Wasser und aß sein Abendmahl. Die Robe schon von dem Dämon gereinigt legte er auf seinen Stuhl, Schwert und Gürtel wurden in einer Truhe verstaut. Die Vorhänge zu und die Tür geschlossen legte sich der Schwarzmagier in sein Bett und schlief ein.



06.07.2002 20:58#78
Don-Esteban Unruhig ging Don-Esteban in Richtung des magischen Übungsraumes, den er heute zum Prüfungsraum bestimmt hatte. Der Gildenbruder PropheT sollte heute die Prüfung zu den höheren Weihen ablegen, die sich in der Ausübung der komlizierteren Sprüche Beliars manifestierte. Hoffentlich hatte der Dämon, den der Don geschickt hatte, PropheT angetroffen und ihm die freudige Nachricht überbracht. PropheT war bestimmt ein fleißiger Student gewesen und hatte alles bis zur Perfektion geübt. Darum sah der Übungsraum auch so sauber aus, als ob er unbenutzt sei, es hatte einfach keinen der üblichen Unfälle gegeben beim Zaubern.



06.07.2002 21:15#79
PropheT Mit unbändiger Freude stolzierte der Schwarzmagier in magiedurchtränkten Übungsräume des Kastells. Der Magier hatte in den letzten Wochen so akribisch und unbermerkt seine Studien verfolgt, daß man davon ausgehen könnte, daß der Magier überhaupt nicht anwesend war, aber das war natürlich ein Finte seines beispiellos ausgearbeiteten Planes, in dem persönliche Interessen auf ein Minimum zurückgeschraubt wurden, um seinen Lehrmeister mit seinem Können positiv zu überraschen.

Inmitten des Raums traff er auf Don und wandte sich an seinen Lehrmeister:" Ich bin bereit, wir können mit der Prüfung anfangen."
Die Worte des Magier wurden mit einem tiefen Husten vollendet, das auf jene ungewöhnlich saubere Luft zurückzuführen war.



06.07.2002 21:26#80
Don-Esteban Und schon kam PropheT herein in den Raum und schien bereit zu sein für die Prüfung. auf eine diesbezügliche Frage antwortete er jedenfalls mit ja. "So laßt uns keine Zeit mit Nebensächlichkeiten vergeuden, sondern fangt am besten mit den Beschwörungen an. Zuerst hätte ich gerne einen Eisgolem, mir scheint, hier ist es recht warm." Oder drückte die Robe nur so? "Dem Golem befehlt, still zu stehen. Fangt an." Danach werde ich Euch weitere Aufgaben zuteil werden lassen.


06.07.2002 21:43#81
PropheT Der Magier bündelte die Energie in seinen Fingerspietzen und fixierte die selbigen auf einen Punkt am Boden.

Die Luft fing an zu knistern, ein kalter Sog manifestierte sich hin zum Inneren des Raumes.
Kleine Kristalle aus Eis wirbelten in dem Raum mit dem Abbild einer Windrose hin und her und mit einem lauten Zischen wurde die Masse der Kristalle immer dichter, bis sie einen imposanten Koloss aus
tödlicher Kälte geformt hatte.
Der Eisgolem stand nun direkt vor PropheT, um seine Befehle entgegenzunehmen.


06.07.2002 22:01#82
Don-Esteban "Ah... spürt Ihr es auch, diese angenehme Kühle. Manchmal hat es schon Vorteile, wenn man Dämonenbeschwörer ist, nicht wahr?" fragte er den Studenten. "Jetzt setzt euch erstmal und erzählt mir, was Euch dazu bewogen hat, ein Diener Beliars zu werden. Fandet Ihr die Machtfülle eines Dämonenbeschwörers so faszinierend oder war es mehr der Wunsch, sich auch die Welt des Todes untertan zu machen?" Der Don lehnte sich zurüpck und betrachtete den Golem. Der stand stujm und bewegungslos da und ließ die Luftfeuchtigkeit an sich kondensieren. Überall liefen dünne Rinnsale herunter und bildeten um die Füße des Golems kleine Pfützen. Der don wickelte etwas aus dünnen Pergament aus. Es waren ein paar Sandwiches. "Wollt Ihr auch? Entschuldigt, ich hab heut noch nicht viel gegessen. Vom Küchendämon, mit Putenfleisch, ganz zart." DEr Magier biß herzhaft hinein und kaute genüßlich. Es schien zu schmecken.



06.07.2002 22:33#83
PropheT Das ließ sich der Magier nicht zweimal sagen und griff beherzt zu. Zuvor hatte PropheT noch jeweils einen Bierkrug in die Pranken des Eisgolems gesteckt und bis diese gekühlt waren, hatten sich die beiden schon über Beliar und die Welt unterhalten.
Nach einigen langandauernden Schlücken aus dem Bierkrug, beantwortete der Dämonenbeschwörer die Frage seines Lehrmeisters.
"Ihr fragtet mich, was mich dazu bewogen hat...nun gut, diese unbändige und allesvernichtende Macht, hat mich schon von Klein auf faziniert...nur der Stärkere kann überleben, der Starke herrscht über den Schwachen. Angesichts dieser göttlichen und erleuchteten Macht, sind die armseeligen Menschen mit ihren trivialen Belangen doch nur kleine, dreckige Würmer. Wenn es nach mir ginge, würde ich sie alle, ausnahmslos, mit den dunklen Feuern Beliars verbrennen und ihre Seelen fressen....." ein wahnsinniges Funkeln verbreitete sich in PropheTs Augen und seine Pupillen glühten wie erhitzte Kohlen in einem gottlosen Feuer " ....ähm so sollte man natürlich nicht an die Sache herangehen. Man sollte die Macht, die man hat als Geschenk ansehen und sie für das Wohl der Menschheit einsetzten....genau". Schnell nahm der Magier noch einen Schluck aus seinem Krug und blickte unschuldig und unbeholfen gen Decke, wobei er rechts immer noch den Don im Blickwinkel hatte .



06.07.2002 22:49#84
Don-Esteban Zuerst meinte der don, daß es PropheT ernst mit seinen Worten meinte, doch dann kam er zu dem Schluß, das diese Antwort seinem ganz speziellem Humor entsprungen war. Er nahm sich das zweite Bier. "Nun denn. Der Dämonenbeschwörer zeichnet sich durch Bescheidenheit und Dienstbeflissenheit gegenüber Beliars Wünschen aus. Aber das wußtet Ihr natürlich. Ging ja auch aus Euren Worten hervor. Kommen wir zum nächsten praktischen Teil. Zerstört den Golem durch Anwendung beliebiger Sprüche beider Stufen. Ich werde die Qualität der ausgeführten Sprüche dann hinterher beurteilen." Der Don ging beiseite und überließ das Feld dem Magier.


06.07.2002 23:18#85
PropheT Mit einem großen Schluck leerte Prophet seinen Bierkrug und stellte sich dann wieder in die Mitte des Raumes.
Der Saft der Götter schoß wie ein reißender Fluß durch die Adern des PropheTen und beschenkte ihn mit eine unbeschreiblichen Macht geistiger Energie.
Tödliche Stille herrschte zwischen den alten Mauern und mit einer heftigen Energieentladung schoß der Schattenbrand auf den Eisgolem zu und versenkte ihn in einem schwarzen Feuer.

Nach der ersten Freude über diese Tat, spürte der Magier erst wie gewaltig sein Spruch aufgeladen war. Eine riesige Feuersbrunst kehrte an den Steinwand um und bahnte sich ihren Weg Richtung Prophet.
Ein heftiger Flammenstoß verbrannte die teure Maßanfertigung von Robe und zog Dons Tarnperücke in einen Umkehrsog in das Auge des Feuersturms. Dampfend und mit einem erzwungenen Lächeln richtete sich der Magier an seinen Lehrmeister....



06.07.2002 23:31#86
Don-Esteban Der kratzte sich peinlich berührt die zerstrubbelten Haare. "Naja, die Repräsentationspflicht... Perücke... die Haarpracht.. ähm, ja, kämmen." Schweigen.

Dann faßte er sich mit einem merklichen Räuspern. "Nungut, dann fangen wir lieber klein an. Feuert ein paar Schattenflammen auf die Pfützen auf der Stelle, an der der Golem bis eben stand, auf das sie verdampfen. Danach beschwört ein paar Skelette, die sollen sich um die Reste des Golems kümmern." betreten suchte der Don seine Zeremonienperücke und verstaute das verkokelte Stück in den Weiten seiner Kutte. Danach suchte er sich eine andere Ecke aus, als anfangs, da diese ja scheinbar nicht vor den Auswirkungen verunglückter Zauber geschützt hatte. Jetzt wartete er auf die Ausführungen PropheTs. Schattenflamme sollte einfach sein und zur Selbstbewußtseinssteigetrung dienen. Falls das nichts half, würde er einen Lichtzauber ausführen lassen.



06.07.2002 23:31#87
olirie Schnarchend lag Olirie in seinem Bett, es schien so, als wenn er ganze Wälder abholzen würde. Als er den Mund öffnete kletterte eine Spinne in selbigen. Mit einem husten wachte der Magier auf und spuckte das Tier aus. Dieses krabbelte nun über die Decke, von der es nun weggeschnippst wurde. Danach stieg der Magier aus dem Bett und zog sich seine Robe an und befestigte sein Schwert. Er hatte lange geschlafen und in der Zeit auch nichts gegessen, dementsprechend war er auch dünn. Hungrig machte Olirie sich nun auf den Weg ins Refektorium.
Im Refektorium setzte er sich an einen Tisch nahe dem Fenster und bestellte sich einen Wolfsbraten und ein Bier. lange brauchte der Magier nicht zu warten, denn bald schon kam ein Dämon von einem wunderbar, nach warmen Essen riechenden Duft begleitet herbei und servierte das Essen.
Als Olirie den Teller geleert hatte, war er immernoch sehr hungrig und bestellte sich das gleich nochmal, blos in einer größeren Menge. Bald darauf wurde auch dieses serviert und der Magier konnte sich sattessen.



06.07.2002 23:44#88
PropheT Die Robe konnte der Magier in die Tonne schmeißen. Der Magier hatte ja schon oft unter Drogeneinfluß gezaubert, aber Heute hätte es nicht sollen sein. Wahrscheinlich unterlief ihm dieser Fehler, weil er diesmal, unvorsichtigerweise, seien Standardpegel nicht erreicht hatte. PropheT wurde langsam alt, träge und nachlässig, was seine Gewohnheiten betraf.
Ein paar Schattenflammen hier und ein paar Schattenflammen da und die Pfützen waren verdampft.

Nun beschwor der Schwarzmagier eine Gruppe Skelette....



07.07.2002 00:02#89
3 Skelette Mit einem kurzen Augenzwinkern seitens des Magiers, schnellten die Skelette auf die Reste des Eisgolems zu und traten wie eine Horde Berserker aud die traurig anmutigenden Fußstümmel des Golems ein.

Erst ein lauter Pfiff ließ die Skelette innehalten.
Von dem Golem war nun nichts meht übrig und die Skelette kehrten gehorsam zu ihrem Meister zurück.



07.07.2002 00:11#90
Don-Esteban Mit Wohlwollen hatte der Magier zugesehen, wie PropheT mit den Zaubern umging. Das war ja schon ganz ansehnlich, recht souverän. "Gut, und nun nutzt beliebige Zauber der zweiten Stufe, um die Skelette wieder zu Staub zerfallen zu lassen. Beachtet dabei, daß die Zauber möglichst zielgerichtet gewirkt werden." Mit Unbehagen dachte er an die unerwarteten Folgen des Schattenbrandes und hoffte, daß der Zauber nicht mehr zum Einsatz käme. "Und beschränkt Euch nicht nur auf den Schattenbrand." fügte er sicherheitshalber noch hinzu, eher er sich wieder in eine scheinbar sichere Ecke zurückzog.



07.07.2002 00:20#91
PropheT Und wieder konzentrierte sich der Magier. Die Energie schoß wiederum in die Fingerspitzen des Magiers und entlud sich mit Beliars Hauch auf die Gruppierung der Skelette.

Der Zauber paralysierte die untoten Diener und versenkte sie in einem Meer aus schwarzen Flammen.
Der Zauber war geglückt, aber die Energiereserven des Schwarzmagiers neigten sich langsam dem Ende.



07.07.2002 00:32#92
Don-Esteban "Nun, ich bin zufrieden." Der don war aufgesprungen und kam heran. Vor ihm lagen ein paar Reste der Skelette, eben was Beliars Hauch noch übrig gelassen hatten. PropheT schien alles Zauber zu beherrschen, die die zweite Stufe ausmachten. Vom praktiwchen her gab es keinen Grundm, ihm die bestandene Prüfung zu verweigern. Wenn nur die seltame Antwort auf seine Frage vorhin nicht gewesen wäre, aber was solls, dachte sich der Don, und schonb die antwoert wieder auf den Humof des Magiers oder vielleicht hatte er auch nur schlecht hingehört und nur einen Teil der Antwort verstanden.

"Ich denke, ihr habt die Prüfung bestanden." sagte er deshalb zu PropheT. Er bückte sich und hob das Herz des Eisgolems auf. "Als Zeichen der bestandenen Prüfung werde ich Euch daraus ein Amulett herstellen. Die genaue Wirkung des Amuletts läßt sich noch festlegen." Und schon schüttelte er dem verdutzten PropheT die Hand. "Betrachtet Euch jetzt als vollwertigen Magier. Ihr beherrscht die Magie Beliars so wie es sein sollte." Den überdosierten Zauber am Anfang vergaß er dabei geflissentlich.



07.07.2002 00:47#93
PropheT Der Magier bedankte sich überschwenglich bei seinem Lehrmeister. "Ich werde meine Pflichten gewissenhaft erledigen" erwiderte der Magier stolz.
Zukünftig mußte PropheT etwas vorsichtiger mit seinen Aussagen sein. Der Don wäre ihm beinahe auf die Schliche gekommen und hätte seine finstereren Pläne durchkreuzt.

Aber der Tag wird kommen, an dem sich unsere Wege wieder kreuzen werden und dann wird sich entscheiden welchen Weg die Prophezeiung auserkoren hat.....


07.07.2002 12:22#94
TheRock Auf Rock's Weg durchs Kastell hat er mitbekommen
dass PropheT eine Prüfung ablegt oder vielleicht
auch schon abgelegt hat, er wusste ja nicht wie
alt die Information war, trotzdem wollte er PropheT
gratulieren, nur um mal mit jemandem gesprochen zu
haben, soweit er sich erinnern konnte hat er noch
mit keinem der Bewohner ein Wörtchen gewechselt,
das wollte er damit nachholen.

So ging er zu den Übungsräumen und wartete bis PropheT
rauskam, und tatsächlich, er war noch nicht zu spät,
eine Tür öffnete sich und Don-Esteban und PropheT kamen
heraus, Rock meinte einen seltsamen Gesichtsausdruck
auf PropheT's Gesicht gesehen zu haben, aber er
konnte sich auch täuschen.
"Seit gegrüßt Don und Prophet, ich kam gerade
vorbei und dachte mir ich könnte euch,PropheT,zu eurer doch hoffentlich bestandenen Prüfung gratulieren."
Rock schüttelte PropheT die Hand und wand sich an
den Don um etwas zu fragen:
"Erlaubt mir eine Frage, ich bin neu hier und
kenne mich noch nicht so sehr mit allem aus,
wäre es möglich dass auch ich eine solche
Prüfung ablege?? Um eine Lichtkugel zu erzeugen oder die schattenflamme zu verwenden??Oder bin ich
noch nicht so weit??
Ich wäre euch sehr verbunden über eine
Aufschlussreiche Antwort."

Nun wartete Rock, die Hände in den Ärmeln seiner Robe gespannt auf eine Antwort des Don.



07.07.2002 13:54#95
Alaerie Nach dem ausgiebigen Bad in der kleinen Holzwanne, ein paar Stunden Schlaf und etlichen Stunden über den Büchern, reckte und streckte sich die junge Frau nun ausgiebig und schlug das letzte Buch zu. Die Anweisungen konnte sie nun schon fast im Schlaf rauf- und runtersagen, allerdings wußte sie nicht, wie es in der Praxis aussehen würde.

Hoffentlich nicht so chaotisch wie bei dem letzten Training mit dem Don im Garten. Aber der Garten schaute mittlerweile wieder recht annehmbar aus, die Dämonen hatten ganze Arbeit geleistet.
Alaerie verdrängte die Gedanken erstmal und wollte sich ausgiebig ihrem knurrenden Magen widmen. Gähnend verließ sie ihr Zimmer und machte sich auf ins Refektorium.



07.07.2002 19:51#96
Don-Esteban Auf dem Gang trafen die beiden mehr oder weniger erschöpften Magier ein weiteres, noch recht neues Mitglied des Zirkels. Langsam füllte sich das Kastell mit immer neuen Mitgliedern. Der Don sah es mit Wohlgefallen. "Ihr nennt Euch TheRock, hab ich mir sagen lassen? Ein ungewöhnlicher Name. Nun, um in die Geheimnisse der Magie Beliars eingeweiht zu werden, solltet Ihr schon eine Weile hier Mitglied sein, um Euch mit den Gepflogenheiten des Zirkels vertraut zu machen.

Außerdem kann es nicht schaden, wenn Ihr das grundlegende Basiswissen, welches das Fundament bildet in der kastelleigenen Bibliothek zum eigenen Vorteil lest. Die Bibliothek ist eine der größten ihrer Art und der ganze Stolz des Zirkels." Der Don machte erstmal eine kurze Pause, um die Wirkung seiner ebenso salbungs- wie bedeutungsvollen Worte auf sich selbst und den Rest der Anwesenden wirken zu lassen, eh er weitersprach. "Wenn Ihr in der Bibliothek lesen wollt, ruft einfach den Begriff, zu dem es Euch nach Wissen dürstet, und schon flattern die Bücher aus den Regalen und ihr müßt sie nur noch einsammeln.
Manchmal kommen sie auch direkt auf den Schreibtisch gesegelt. Eingeordnet werden ausgelesene Bücher von den Dämonen des Kastells. Und solange Ihr die Werke mit Vorsicht und Respekt behandelt, wird die Bibliothek Euch Tag und Nacht zur Verfügung stehen." Der Hohepriester verabschiedete sich von dem Adepten mit den Worten: "Ich bin sicher, daß Ihr bei fleißigem Studium bald bereit seid, die Macht der Magie vor Augen geführt zu bekommen und sie sogar selbst zu beherrschen. Und jetzt gehabt Euch wohl, meine Zeit ist leider nur begrenzt." Mit einem kurzen Kopfnicken ging der Don an The Rock vorbei und verschwand kurz darauf im Dunkel des Ganges.



07.07.2002 20:14#97
Alaerie Den halbgeleerten Teller schob sie von sich. Und auch die dunkelroten Kirschen erweckten nicht so recht die Aufmerksamkeit der jungen Frau. Alaerie hing vielmehr mit ihren Gedanken an der bevorstehenden Prüfung. Rein theoretisch konnte sie jetzt jeden der Sprüche der ersten Stufe, aber praktisch hatte sie bis jetzt nur 'Licht' und 'Schattenflamme' praktiziert.

Sie stützte den Kopf auf eine Hand und spielte mit einer Kirsche herum. Innerlich machte sie sich schon auf das totale Desaster gefaßt. Ein amoklaufendes Skelett und ein bewegungsunfähiger Don. Alaerie seufzte und ließ die Kirsche wieder in die kleine Schüssel fallen. Es half ja alles nichts. Wenn sie die Prüfung bestehen wollte, sollte sie sich langsam auf die Suche nach dem Don machen. Lieber das Chaos gleich hinter sich bringen, als noch länger zu warten und die Furcht weiter zu schüren. Alaerie erhob sich mit einem flauen Gefühl in der Magengegend und verließ das Refektorium.



07.07.2002 20:37#98
Don-Esteban Dem Magier, der tiefsinnigen Gedanken nachhängend den Gang entlangschritt, kam wieder ein Mitglied des Zirkels entgegen. Heute war ja richtig was los. Beim Näherkommen erkannte er Alaerie und erinnerte sich daran, daß sie sich eigentlich jetzt schon lange genug mit dem rlernen der Magie beschäftigte. Ja richtig, es war ja für diese Tage die Prüfung angesetzt. "Seid mir gegrüßt. Befindet Ihr Euch zufällig auf dem Weg zur Prüfung, dann laßt mich Euch begleiten, ich denke, wir haben den selben Weg."

Und ohne eine Antwort abzuwarten, ging der Magier zuerst schweigend neben der jungen Frau her. "Fühlt Ihr Euch bereit für die Prüfung? Habt Ihr noch irgendwelche Fragen?" Er mußte kurz an die Ereignisse im Innenhof denken. Dort rettete ihn unter anderem Geistesgegenwart vor Schlimmerem. Doch ähnliche Probleme mit der Ausführung der als leicht beschriebenen Zauber hatte er am Anfang auch. Letztendlich war alles eine Übungssache und wenn das Wissen über die Magie und ihre anwendung vorhanden war, sollte es schon klappen.


07.07.2002 21:03#99
Alaerie Eigentlich hatte sie nicht wirklich Fragen und bereit fühlte sie sich schon gar nicht. Aber das würde sie sich wahrscheinlich in einer Woche auch noch nicht. Also schüttelte sie nur stumm den Kopf und schritt neben dem Hohepriester den Gang entlang.

Wie sehr sie doch Prüfungen haßte. Im Gedanken ging sie nochmals die gesamten Anweisungen durch. gut, soweit hatte sie alles richtig behalten. Blieb nur noch hoffen, dass es auch alles praktisch so klappte, wie sie es sich wünschte und der Don vielleicht auch. Er hatte bestimmt nicht die geringste Lust nochmals solch einen waghalsigen Sprung zu vollbringen.

Die beiden erreichten die Tür zu dem Übungsraum und traten ein. Alaerie stand nun im Raum und ließ den Blick überall hinwandern, nur nicht zum Don. Gespannt wartete sie auf Anweisungen und auf die runen, um endlich mit der Prüfung zu beginnen.



07.07.2002 21:32#100
Don-Esteban Gemeinsam erreichten sie den für die Prüfung auserkorenen Raum. Die Tür schloß sich und Stille umfing die beiden. Don-Esteban ging mit hallenden Schritten zu einem Wandfach, öffnete es und holte daraus ein komplettes Set an Runen des ersten Kreises heraus. Licht, Schattenflamme, schwarzes Licht und die Beschwörung eines Skelettes. All diese Runen überreichte er Alaerie. "Hier, dies werdet Ihr nun brauchen." Und weiter: "Licht und Schattenflamme haben wir ja schon praktiziert." (Den Vorfall dabei überspielte er mit bewundernswertem Gleichmut, so als ob er sich an nichts erinnern würde.)

"Ich möchte, daß Ihr mit dem schwersten und komplexesten Zauber beginnt. Am Anfang ist die magische Kraft noch am größten und deshalb wird dies wohl jetzt am besten gelingen. Darum beschwört mir ein Skelett, an dem Ihr nachher Eure Fähigkeiten bei den anderen Sprüchen demonstriert. Außerdem zeigt Ihr mir durch seine Zerstörung, daß Ihr die von Euch beschworenen Kreaturen nur als Diener anseht, die Eurem Willen jederzeit zu gehorchen haben. Und wenn ihre Zerstörung ansteht, so erledigt dies ohne mit der Wimper zu zucken." Der Magier zog sich zurück, um Alaerie Platz für ihre magischen Versuche zu geben.


07.07.2002 22:08#101
Alaerie Alaerie nahm die Runen entgegen, suchte sich die Richtige zum Beschwören des Skeletts heraus und steckte die anderen sicher fort. Sie hätte viel lieber mit was anderem angefangen, aber Don-Esteban hatte sicherlich recht, wenn er meinte, der schwerste Zauber zuerst.

Einmal tief Luft geholt, die Rune in der geschlossenen Faust und Konzentration auf den Zauber richten. Klang alles ganz einfach aber praktisch schwerer, als man glauben mag. Nach kurzer Zeit allerdings schon hatte sie sämntliche nebensächlichen Gedanken aus ihrem Kopf vertrieben und dachte nur noch an den Zauber.

'Na komm schon, ein kleines Skelett, mehr brauch ich doch gar nicht' das ging ihr gerade durch den Kopf, schien aber nicht die richtige Motivation zu sein, denn das Kribbeln in ihrem Arm war definitiv zu schwach und das gewünschte Wesen Beliars erschien partout nicht. Alaerie versuchte nicht nervös zu werden und sich von diesem Umstand nicht beirren zu lassen.

Sie versuchte sich nun mal anders zu motivieren und schon spürte sie, wie sich das Kribbeln erneut einstellte. Langsam gewöhnte sie sich daran, auch wenn es noch immer ein wenig unangenehm war. Erfreut blickte sie kurz danach auf ein Skelett, welches mitten im Raum stand und im nächsten Moment aber wieder zerfallen war. Das war ja echt motivierend.

Das konnte doch nicht so schwer sein. Wieder und wieder konzentrierte sie sich. Aber was gescheites kam nicht dabei heraus. Sachte schielte sie zum Don herüber, der an einer Wand gelehnt geduldig zuschaute. Wenn sie durchgefallen wäre, hätte er schon längst etwas gesagt, da war sie sich sicher. Also hieß es weitermachen.

Wenig später hatte sie auch wirklich wieder ein Skelett erschaffen, das mitten im Raum stand wie bestellt und nicht abgeholt. Aber ein Gutes hatte dieses Wesen nun an sich, es zerfiel nicht gleich wieder zu Staub. Erfreut schaute die junge Magierin auf das Skelett und dann zum Don, bis sie aus den Augenwinkeln eine Bewegung des Knochendieners registrierte.

Ihr Kopf wandte sich herum. Das freche Ding machte sich doch tatsächlich selbständig und lief in dem Raum auf und ab und dann direkt auf Don-Esteban zu. Dieser schaute etwas irritiert auf das Skelett und schritt nun an der Wand entlang, den Verfolger hartnäckig auf den Fersen. Alaerie hatte nicht die geringste Ahnung, warum das Wesen das nun tat. Sie hatte ihm eigentlich den Befehl gegeben, sich nicht zu rühren, aber anscheinend hatte das Wesen aus Knochen wohl die Ansicht, der Lehrmeister für Magie könne etwas Bewegung vertragen.

Peinlich berührt versuchte die junge Frau das Skelett zu befehligen, aber dieses schien sie nicht mal annähernd für voll zu erachten. Geduldig drehte der Don seine Runde und mit ihm das Skelett und Alaerie. Dann plötzlich blieb es endlich stehen, drehte sich zu der jungen Magierin herum und tat gar nichts mehr. Erleichtert wischte sich Alaerie den Schweiß von der Stirn.



07.07.2002 22:34#102
Don-Esteban Mit leicht irritiertem Blick auf das im Moment still stehende Skelett fragte der eben noch durch den Raum wandernde Don seine Schülerin "Was hat Euch eigentlich dazu bewogen, Euch den Dämonenbeschwörern anzuschließen, was erhofft Ihr Euch hier im Kastell?" War das jetzt eine Fangfrage oder nur so zur Auflockerung gedacht. Irgendwie war das nie wirklich klar. Das Skelett stand ruhig da, als ob es noch nie etwas anderes gemacht hatte. Später würde es hoffentlich möglichst effektvoll zerstört werden. "Achja, denkt immer daran, Beliar verleiht Macht, doch diese Macht ist auch mit einer gewissen Verantwortung verbunden."


07.07.2002 22:39#103
GlutaeusMaximus Maximus wachte zitternd auf. Verwirrt sah er sich im Raum um. Sein Arm schmerzte höllisch. Zumindest ging’s dem Bein besser. Aber die Schmerzen, er brauchte unbedingt etwas von der Medizin.

Er griff nach der Flasche die neben seinem Bett lag. Aber die war leider leer. Der Priester rief einen Dämon zu sich, der solle sofort zum Küchendämon und bei ihm eine Flasche Medizin holen. Nach einer Weile kehrte der Dämon mit leeren Händen zurück, es gab leider keinen Feuerlikör im Kastell.

Maximus fing an zu schreien:

„Was soll das? Ich bin krank, mein Arm tut weh. Und ihr bringt mir keine Medizin, auf euch blöde Dämonen ist echt kein Verlass!!!“

Bei den letzten Worten verlies der Dämon das Zimmer und lies Maximus alleine weiter schimpfen...

„Komm zurück! Du kannst mich hier nicht so liegen lassen!!!“
Die Schreie des Priesters hallten durch die Gänge...



07.07.2002 22:50#104
PropheT Der Priester hielt sich im Refektorium auf, um sich nach der anstrengenden Prüfung wieder etwas zu stärken, als ein leicht feminines Wimmern die Hallen des alten Kastells aus ihrem Totenschlaf weckte.

PropheT folgte dem Gräuschpegel und die Quelle dieses schrecklichen Wimmern, man konnte überrascht sein oder auch nicht, lag mit gebrochenen Gliedmassen im Krankenzimmern.

"Har.. ich hätte es mir ja fast denken können. Wieso schreist du das ganze verfluchte Kastell zusammen, ich hätte mich beinah an einem Fried Molerat mit Dip verschluckt.?" fragte der Prister, mit dem schon zum Ritual geworden Kopfschütteln, Maximus.



07.07.2002 22:58#105
GlutaeusMaximus Maximus sah dem Neuankömmling überrascht entgegen. Dabei vergaß er sogar das Schreien, welches eh schon zu einem Krächzen mutiert war.

Maximus wollte seinem Freund das Problem schildern, in dem er hier steckt. Doch aus seiner kehle kam nur noch ein heiseres Krächzen. Nach fünf Anläufen, die PropheT nur weiter verwirrten, griff er nach der Flasche und hielt sie in die Luft.

Dann drehte Maximus die Medizin symbolisch mehrmals um. Und deutet auf den Flaschenhals aus dem kein Tropfen mehr kam. Dann zeigte er mit den Fingern auf seinen Arm und versuchte ein möglichst schmerzerfülltes Gesicht zu machen.
Ob die Botschaft bei PropheT angekommen ist war dem Priester nicht ganz klar, die Miene des Schwarzmagiers zeigte zumindest kein Verständnis...


07.07.2002 23:04#106
{-NaThAnO-} Das Schwert am Gürtel der Robe befestigt verließ Nathano sein Zimmer. Die langsamen Schritte hallten in den langen Gängen des Kastells. Die Mauern ließen jedes noch so kleine Geräusch schallen, sodass man es, wenn man ruhig war bis in die kleinsten Gänge hören konnte. Doch meistens war man nicht so ruhig um die sehr niedrigen Frequenzen noch wahrzunehmen.

Nathano begab sich in die Küche, wo er sich von dem Krokodilsmaul eine Suppe geben ließ und ins Refektorium ging. Ungewohnt von Nathano, hatte er doch in letzter Zeit immer Moleratfleisch zu sich genommen. Allerdings hing dem Schwarzmagier auch das beste Essen irgendwann zu den Ohren ´raus. Ohne ein einziges Wort heute schon gesagt zu haben fing er an seine Suppe zu löffeln.


07.07.2002 23:04#107
Alaerie Alaerie lief erneut rot an. Irgendwie hatte sie den Eindruck, nicht zuletzt durch den Blick des Don, dass ihn diese Frage nun wirklich interessierte. Sie selber hatte sich auch schon gefragt, ob sie hier richtig war, denn wenn sie sich bis jetzt mal ihre Taten anschaute, so war mehr Chaos darin vorzufinden, als alles andere.

Eine ganze Weile überlegte sie hin und her und ließ dabei das vermaledeite Skelett nicht aus den Augen. Tja, was antwortete sie denn nun? Sie entschied sich zu einem Kommentar betreffend des letzten Satzes "Natürlich ist mir bewußt, dass ich eine gewisse Verantwortung trage und ich versuche dieser auch gerecht zu werden. Naja, mehr oder weniger." fügte sie noch leise hinzu.
"Ich weiß, dass nicht alles bei mir immer gleich auf anhieb funktioniert aber ich denke mal, dass trotzdem ein gewisses Potential vorhanden ist. Ich fühle mich hier im Kastell wohl und bin der Meinung, dass es einfach besser zu meinen charakterlichen Eigenschaften paßt. Erhoffen tu ich mir eigentlich nicht viel, nur ein Dach über dem Kopf und Menschen die mich so akzeptieren wie ich bin. Mehr wage ich mir nicht zu erhoffen, da es erstens anders kommt und zweitens als man denkt."

Klang das jetzt überzeugend? Mehr als das, was sie dachte, konnte sie schließlich nicht sagen und es entsprach der Wahrheit. Ungeduldig trat sie von einem Fuß auf den anderen.



07.07.2002 23:09#108
PropheT "Oh danke, aber ich habe in meinem Zimmer genug leere Weinflaschen liegen ,sehr nett von dir" erwiderte der Priester Maximus großzügiges und selbstloses Geschenk.


Anscheinend war das Ganze nur eine Finte und kein Geschenk zu seiner Beförderung. Nach einem kurzen Tränenausbruch und einer verbalen Biographie später, hatte PropheT die wiederholten Gesten des Priesters richtig gedeutet. "Verstehe, ja der Alkoholismus ist eine schwere Last.....dann gib mir mal das Geld, dein Geheimniss ist bei mir gut aufgehoben, keine Sorge." nickte der Priester verständnisvoll.



07.07.2002 23:17#109
GlutaeusMaximus Maximus versuchte zwanghaft seinem Kollegen klarzumachen, dass das Zittern und die Schmerzen von seiner Verletzung kamen und das Sador ihm gesagt hat er solle noch mehr Medizin holen, dann heilt es auch schneller.

Wahrscheinlich kam ungefähr ein drittel der Story auch bei PropheT an. Maximus war noch nie ein Experte der nonverbalen Kommunikation gewesen. Als PropheT das Erz erwähnte fing Maximus fast mit dem Schluchzen an. Er konnte nur den Kopf schütteln und mehrmals die Taschen seine Robe nach Außen krempeln.
Dadurch kamen zwar ein paar andere Sachen ans Tageslicht... - z.B. sieben komische grüne Steine, einen Pokal, neun Sätze Besteck, drei Kerzenleuchter, vier Stück Käse, ein Buch über Kampftechniken und viele Goldmünzen - aber kein Erz. Maximus konnte sich auch nicht mehr daran erinnern wo er den das andere Zeug her hatte.

Er blickte PropheT fragend an und versuchte dabei möglichst schmerzerfüllt und hilflos zu wirken.



07.07.2002 23:30#110
PropheT Die weinerlich Fraze seines Freundes hätte ihn beinahen dazu veranlaßt eine Benefizveranstaltung für Maximus zu organisieren, aber nach Mitternacht arbeitete der PropheT nicht mehr, seine Magensteine, die sich immer um diese Zeit meldeten, dämpften etwas seine Motivation für größere Taten.
"Leider kann ich dir finanziell auch nicht aushelfen, meine Monatsration Reisschnaps ist gestern eingetroffen.....aberich habe von einem Orakel gehört, das einem einen Wunsch erfüllt, wenn ihr Rätsel richtig beantwortet wird." erläuterte der Priester.



07.07.2002 23:33#111
olirie Vor Olirie stapelten sich schon einige Teller, die er geleert hatte. Soeben war einer dazu gekommen und der Magier lehnte sich gut gesätigt zurück. So viel hatte er noch nie auf einmal gegessen. Hmmm, ich glaub, ein Verdauungsspaziergang wäre jetzt genau das richtige für mich. Mit diesen Gedanken erhob er sich und verließ das Refektorium in Richtung Innenhof.
Im Innenhof wanderte er etwas ziellos umher und betrachtete die Pflanzen. Irgendwann blieb Olirie stehen und atmete die frische Luft tief ein. Er spürte regelrecht, wie sie seine Lungen füllte und die den Sauerstoff ins Blut abgaben, welcher seinen Körper durchströmte und seine Gedanken beflügelte. Der Magier beschloss, einen kleinen Verdauungsschlaf zu hlten und ging dafür in Richtun seines eigenen Zimmers.

In seinem Zimmer angelangt, legte er das Schwert ab un zog die Robe aus, dann legte er sich aufs Bett und schlief ein.



07.07.2002 23:39#112
GlutaeusMaximus Maximus wollte seinem Freund um den Hals fallen. Dieser trat schnell einen Schritt nach hinten und der Magier knallte auf den Boden. Dort blieb er auch gleich liegen, ihm war jetzt alles egal.

Er winkte PropheT von da unten aus zu. Versuchte ihm klar zu machen endlich zu diesem Orakel zu laufen. Aber der rührte sich nicht vom Fleck. Nachdem Prophet irgendwann kapiert hatte was der fuchtelnde Priester von ihm wollte musste er gestehen keine Ahnung zu haben wo dieses Orakel war. Und woher das Gerücht kommt, konnte er auch nicht mehr sagen.

Maximus besann sich auf seinen Arm und fing an zu heulen...



07.07.2002 23:42#113
{-NaThAnO-} Nach einem kleinen Glas Schnaps ging Nathano aus dem Refektorium. Eignetlich wollte er in den Innenhof, doch auf einmal wurde er durch einen Aufschrei, der eher klang, wie der Urschrei eines dämonischen Wesens, dass zu Beliar zurück geholt wurde, auf eines der Kramkenzimmer aufmerksam gemacht. Verwundert ging Nathano auf das Zimmer zu und öffnete die Tür leicht. Er entdeckte Maximus und PropheT. Obwohl ihm schien, als ob er doch eher stören würde, sprach er die Beiden an.
"Ähm, seidt Gegrüßt, edle Priester. Kann ich euch vielleicht helfen?"


07.07.2002 23:45#114
Don-Esteban Verwundert hatte der Magier den Worten gelauscht. "Warum so bescheiden? Die Karriere als Magier bietet noch viel mehr. Letztendlich werdet Ihr über andere befehlen könne, Ihr habt die Chance, zu einer gefragten Person aufzusteigen. Und das Kastell bietet mehr, asls nur ein Dach über dem Kopf. Das bekommt Ihr auch in einer Taverne. Hier lernt Ihr etwas über die Grundfesten, die die Welt zusammenhalten. Dies ist der Ort, an dem Fragen beantwortet werden, die man sich überall stellt und hier werden Fragen gestellt, die sich woanders keiner zu stellen traut."

Er räusperte sich kurz, ergriffen über die eigenen Worte. "Doch fahren wir fort. auf schwarzes Licht verzichte ich lieber, dann dazu sollte sich das Skelett bewegen, ansonsten ist der Effekt des Spruches ja nicht so schön zu beobachten. Doch im Moment bin ich ganz froh, daß das Skelett in Ruhe verharrt. Darum zerstört es mittels Schattenflamme, die Ihr ja beherrschen solltet." Und wieder verzog er sich in eine Ecke des Raumes, der Dinge harrend, die da kämen.


07.07.2002 23:59#115
PropheT "Sei gegrüßt junger Schwarzmagier, der kümerlichen Person dort auf dem Krankenbett kannst du wahscheinlich nicht mehr helfen...aber was führt dich hierher, was ist dein Begehr?" erwiderte der Priester.



08.07.2002 00:05#116
{-NaThAnO-} "Mich haben die Geräusche, die aus diesem Zimmer kamen, zu diesem Zimmer geführt. Sagtet Ihr da Orakel? Meint Ihr vielleicht die Sphinx? Die Sphinx ist ein Wesen, dass Euch nach einer Opfergabe und einem Rätsel fast jeden Wunsch erfüllen wird. Wenn Ihr in Begriff seid sie aufzusuchen, kann ich Euch helfen, ich war schon einmal bei ihr und sie hat mich reich belohnt!" Nathano schaute auf sein Schwert und den Talismann. Nur zu gut konnte er sich an die Sphinx erinnern. Dann schaute er wieder zu PropheT.



08.07.2002 00:11#117
PropheT "Ah, sehr gut, Ihr kommt wahrlich wie gerufen....dann laßt uns gleich aufbrechen!" antwortete PropheT.

Obwohl er wieder an seine Magensteine denken mußte, konnte er sein äußerst schwerverletzten Priesterkollegen diese Biite kaum abschlagen....


08.07.2002 00:18#118
{-NaThAnO-} Nathano machte die Tür hinter PropheT und sich zu, nachdem er noch ein kurzes "Gehabt Euch wohl" zu Maximus gerichtet sagte.
"OK, lasst uns losgehen! Viele Gegner sollten uns nicht begegnen. Scipio Cicero und ich haben das letzte Mal etwas aufgeräumt auf dem Weg..." Mit einem Grinsen in Nathano´s Gesicht verließen die Beiden das Kastell.


08.07.2002 00:22#119
Alaerie Eigentlich war Alaerie auch recht froh, dass das Knochenwesen noch immer stumm, still und äußerst unauffällig da so rumstand. Aber das sie den schönen Spruch nicht ausprobieren konnte, ärgerte sie ein wenig. Sie kramte also die Rune für den Spruch 'Schattenflamme' hervor und steckte die andere fort.
Wieder konzentrierte sie sich voll und ganz auf den Spruch und spürte auch ein Kribbeln, was aber schnell vergessen war. Ihr Blick glitt ungläubig auf das Skelett, beziehungsweise auf den Punkt, wo es gerade noch gestanden hatte. Denn da herrschte momentan gähnende Leere. Alaerie drehte sich einmal um die Achse und schaute dann auf ein Skelett, das lustlos im Kreis um sie herumwanderte.
Ein wenig ärgerlich steckte sie die Rune wieder fort und zog die für den Spruch 'Schwarzes Licht' hervor. Anscheinend wollte das Skelett die harte Tour und die junge Frau war recht willig, selbige ihm zuteil werden zu lassen. Entschlossen hielt sie die Rune fest und fixierte das Skelett, was gar nicht so leicht war, da sie sich ständig mit dem Wesen im Kreis drehen mußte.

Nach einer Weile kam sie aber zurecht und wirkte den Zauber. Erstaunlicherweise klappte es nicht auf Anhieb. Wie sollte es auch anders sein? Das Knochenwesen drehte weiter seine Runden. Nach mehrmaligen Versuchen allerdings funktionierte es mal. Das Skelett rührte sich nicht mehr und verharrte in einer recht merkwürdigen Position, schwarzes Feuer züngelte an den Knochen empor, was allerdings nicht viel Eindruck auf das Skelett machte, und ein abscheulicher Geruch machte sich breit.

Die Sachte mußte aber doch einen Hacken haben? So einfach konnte das doch nicht gewesen sein. Alaerie dachte aber nicht mehr lange darüber nach, sondern griff schnell nach der Rune für 'Schattenflamme' und konzentrierte sich auf diesen Spruch. Glücklicherweise hatte sie diesen Spruch ja schonmal in der Praxis erprobt und es klappte auch auf sofort. Der Don mußte also nicht fluchtartig den Raum verlassen oder dergleichen.

Erleichtert steckte die Alaerie die Rune fort, als das vermaleidete, aufmüpfige Skelett endlich zu Staub zerfallen war, allerdings nicht ohne aus der Starre wieder erwacht zu sein. Jedoch schien es sich zwischenzeitlich wieder an den Befehl erinnert zu haben, sich nicht zu rühren, was der jungen Magierin mehr als recht gewesen war. Nun schaute sie erwartungsvoll zu ihrem Lehrmeister. Hatte sie die Prüfung trotz der Katastrophen bestanden?



08.07.2002 01:58#120
Don-Esteban Der Don war echt beeindruckt, wie virtuos seine Schülerin die Runen wechselte, ohne einmal danebenzugreifen. Und letztendlich hatte sie ja auch die gestellte Aufgabe bewältigt. "Interessant, überaus interessant. Das Verhalten des Skelettes wäre durchaus würdig weiterer Nachforschungen gewesen." Anscheinend störte er sich gar nicht daran, daß das Skelett sich nicht ganz den Vorgaben entsprechend verhielt. "Die Prüfung habt Ihr natürlich bestanden. Glückwunsch. Die Sprüche beherrscht Ihr und Eure Bescheidenheit bezüglich Eurer Ziele im Zirkel ehrt Euch, aber ich glaube, daß Ihr irgendwann Eure wahre Bestimmung finden werdet. Die Runen behaltet, es seien Eure. Passt gut auf sie auf." Damit war die Prüfung beendet. Das war doch gar nicht so schwer.



08.07.2002 09:32#121
Ahram Langsam verebbte der Schmerz. Die roten Wellen der Pein zogen sich zurück, gaben den menschlichen Geist endlich aus ihrer qualvollen Umklammerung frei. Das Licht des Bewusstseins konnte nun endlich durch den dicken Vorhang aus heilsamen Schlaf dringen, das ruhende Wesen mit sanften Fingern wachkitzeln.
Ahram schlug die Augen auf. Eine Sekunde noch tanzte das letzte Bild der sterbenden Ratte auf den lange ungenutzten Netzhäuten, dann wurde auch dieses Relikt des Kampfes gelöscht, und der Exmagier konnte sich umsehen. Die Vorhänge seines Gemaches waren zurückgeschlagen, warmes Sonnenlich flutete das geräumige Zimmer, spiegelte sich in der metallenen Waschschüssel. Die Luft war frisch, der Wächter roch das würzige Aroma der nahen Gartengewächse, kleine Vögel zwitscherten ihr fröhliches jenseits der geöffneten Fenster.
Langsam richtete Ahram sich auf, immer darauf bedacht, den weichen Bettbezug nicht mit seinen Krallen zu zerreißen. Prüfend tasteteten die schwarzen Hände den schuppigen Körper entlang, drückten auf Brustkorb, Nierengegend und Oberschenkel. Kein Schmerz, nichteinmal ein leichtes Brennen zeugte von Verletzungen jedweder Art. Ahram war gesund, seine Brüche schienen geheilt, die Organe schienen vollständig betriebsfähig zu sein. Auch als der Dämonenmensch aufstand und sich ohne Eile ankleidete fühlte er sich weiterhin gut, das große Herz pumpte ruhig und kraftvoll, vermittelte seinem Herrn ein Gefühl von Sicherheit. Alles war in Ordnung.

Frohen Mutes verließ Ahram kurz darauf sein Gemach, wanderte durch die langen kastellkorridore. Er würde das Refektorium besuchen um etwas Nahrung zu sich zu nehmen, und dann... nun, es war ein schöner Tag, wer konnte schon wissen was er bringen würde.



08.07.2002 13:50#122
PropheT In der Eingangshalle angekommen, verabschiedete sich der Priester von Nathano und begab sich zugleich in Richtung Krankenzimmer.

Das, was er dort vorfand, brachte PropheT zusehends in Besorgnis und veranlaßte ihn wieder zu seinem fast schon obligatorischen Kopfschütteln.
Maximus, schlief fest, jenseits diese Welt und ihren Belangen, mit weit aufgerissenen Mund in seinem Krankenbett. Das Kissen war mittlerweile von einem scheinbar nie versickerndem Fluß aus Flüssigkeit, vollens durchnäßt und mit seinem armen schien er soetwas wie eine flauschig Kinderdecke mit Blumen und anderen bunten Mustern, fest zu umklammern.
"Es ist erschreckend, was der Alkohol mit einem Mann anrichten kann...unfaßbar, dermaßen tief traurig, einfach unbergreiflich..."
Der Priester konnte diesen Anblick nicht mehr ertragen, stellte den Feuerlikör neben das Bett und verließ mit Tränen in den Augen das Zimmer dieses unsagbaren Schreckens, um wieder auf seinigem zu Kräften zu kommen.



08.07.2002 17:51#123
Alei Alei hatte man in den letzten Tagen kaum gesehen, außer, man hielt sich lange in der Bibliothek auf. Er war seinen Studien verfallen und hatte die vergangenen Tage kaum die Bibliothek verlassen. Gegessen hatte er nur, wenn ihn jemand daran erinnerte, geschlafen hatte er nur, wenn es unumgänglich gewesen war. Das sah man ihm auch an. Dunkle Ringe lagen unter seinen Augen und sein Körper war dünner als sonst, aber trotzdem saß er noch immer dort und studierte ein Buch über das Wesen der Elementargolembeschwörung. Obwohl es noch eine Ewigkeit oder sogar länger dauern würde, bis er dieses Wissen auch verwenden konnte, eignete er es sich unermüdlich an.

Ein Dämon trat an ihn heran und erinnerte ihn daran, dass er mittlerweile wieder seit sechzehn Stunden nichts gegessen hatte, und so erhob er sich widerwillig und begab sich zum Refektorium. Dort angekommen ließ er sich nieder und bestellte sich zwei Scavengerkeulen und etwas Moleratfleisch. Kaum lag das Fleisch auf dem Teller vor ihm, begann er auch schon, es zu verschlingen. Anders konnte man es auch kaum nennen. Wäre in diesem Moment jemand fremdes in den Raum gekommen, er hätte gedacht, die Magier hätten nicht genug zu essen und der junge Mann mit der weißen Haut würde so schnell essen, damit es ihm niemand wegnehmen würde.

Doch in Wirklichkeit aß er so schnell, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. In der Bücherei standen noch viele Bücher, die er noch nicht gelesen hatte und aus denen er noch Wisen in sich aufnehmen konnte. Er betrat wieder die Bibliothek, die schlagartig das gesamte Erdgeschoß einnahm, und setze sich wieder an seinen Tisch, gähnte einmal ausgiebig, bevor er sich wieder über sein Buch beugte und seine Augen fast schon mechanisch von links nach rechts über die Seiten huschten, so schnell, dass man es sich fast nicht vorstellen konnte. Dabei war er regunglos, außer seinen Augen und ab und zu sein rechter Arm, wenn er eine Seite weiter blätterte. Wäre dies nicht gewesen und sein leichter Atem, den man hörte, wenn man genau darauf achtete, hätte man denken können, er wäre tot gewesen. Aber vielleicht war er das ja auch für diese Welt.



08.07.2002 17:54#124
Don-Esteban Am Tag nach der Prüfung fand der Don Muße, um dem verletzten Maximus einen Krankenbesuch abzustatten. Außerdem fehlten ihm noch ein paar Einzelheiten zum Ausgang des Abenteuers der Magier in den Kellersystemen des Kastells. War die Ratte eine größere Bedrohung oder war ihr Einfluß ein für alle Mal vorbei? Diese und ähnliche Fragen beschäftigten den Magier, als er schweigend durch die Gänge des Erdgeschosses wanderte, auf dem Weg in das Krankenzimmer. Natürlich wollte er sich auch über den Zustand von Maximus informieren.

Auf dem Weg an das Krankenlager dachte er auch daran, daß ihn aus Drakia beunruhigende Gerüchte erreicht hatten. Irgendeine unbekannte Macht schien den kleinen Ort eingenommen zu haben und hielt ihn jetzt besetzt. Er beschloß, einen der Magier hinunter ins Tal, zum alten Lager zu schicken auf das er mehr herausfinde und die Kunde von den Ereignissen auch das Ohr des Hohepriesters erreichen solle. Doch darum würde er sich später kümmern. Zuerst war Maximus dran.

Er hatte das Zimmer erreicht, trat nach einem Klopfen ein und fand den Gildenbruder schlafend im Bett liegend vor, jedenfalls sah es so aus. Leise setzte sich Don-Esteban auf einen im Zimmer stehenden Stuhl. Durch große Fenster viel das Licht aus dem Innenhof in den Raum und auch auf das Bett, indem der eingegipste Kranke lag. Irgendwer hatte ein Bein und einen Arm in eine gips- oder tonartige Masse verpackt, wohl um ihn ruhig zu stellen. Desweiteren fiel dem Don der starke Alkoholgeruch auf, der in Wolken das Zimmer durchzog.


08.07.2002 18:10#125
GlutaeusMaximus Maximus hörte Geräusche. Verwirrt wachte er auf. Ein Zittern ging durch seinen ganzen Körper. Sein Kopf tat weh. Sein Arm schmerzte. Fieberhaft sah er sich im Zimmer um und suchte nach seiner Medizin.

Dabei entdeckte er die ganzen Kleinteile, die er gestern aus seiner Tasche geschüttet hatte, den Don, der auf einem Stuhl saß, und die Flasche... Gepriesen sein PropheT, sein treuer Freund und Kollege. Maximus nahm sich die Flasche, öffnete sie und setze sie an den Mund.

Nebenbei bemerkte er, dass in der Flasche ungefähr ein Drittel fehlte. Da hatte PropheT scheinbar nicht gut genug mit der Sphinx verhandelt... Der Feuerlikör rann durch seinen Mund und die Kehle hinab. Die Speiseröhre schien eine gewisse Resistenz entwickelt zu haben, es brannte fast nicht mehr...
Dafür breitete sich aber sofort eine wohlige Wärme in seinem Körper aus. Maximus zitterte nicht mehr und die Schmerzen in seinem Arm ließen sofort nach. Nur der Kopf tat ihm noch weh, er nahm sicherheitshalber noch einen Schluck.
Dann viel ihm der Don wieder ein, der ja in seinem Zimmer saß. Er begrüßte den Hohepriester und fragte ihn:

„Habt ihr vielleicht eine leichte Aufgabe für mich, bei der ich etwas Erz verdienen kann? Ich hab für die Behandlung meiner schrecklichen Verletzungen mein ganzes Erz ausgeben müssen. Die Medizin ist so teuer. Ich werde aber, bis ich vollständig geheilt bin noch etwas von der Medizin brauchen, das hier reicht mir nicht.“

Maximus deutete auf die mittlerweile halbleere Flasche Medizin.


08.07.2002 18:24#126
Don-Esteban "Ihr braucht Erz? Die Kastellkasse wird es euch leihen. Doch geht damit sorgsam um." Dann winkte er ab. "Ich weiß, Medizin kann teuer sein. Wenn Ihr euch nützlich machen wollt, so kopiert ein paar Bücher für mich, ich bezahle dann Eure Medizin aus meiner Tasche." Dann fielen ihm die glitzernden Kristalle auf, die auf dem Boden herumlagen. Er nahm einen hoch und fragte den Verletzten: "Wißt Ihr, was das ist? Scheint eine interessante Sache zu sein, irgendeine Wirkung scheint von ihnen auszugehen. Es ist, als ob ich es fast spüren kann."


08.07.2002 18:33#127
GlutaeusMaximus „Ja das ist super. Ich leih mir was und sobald ich wieder gesund bin kann ich es durch Arbeit zurückerstatten. Könnt ihr mir mal 500 Erz aus der Kasse bringen lassen?“

Maximus starrte die Kristalle an, als ob er sie zum ersten Mal sah. Dann langsam dämmerte es. „Ach die Dinger. Die hab ich im Keller bei der Ratte gefunden. Haben ihr irgendwie die Macht gegeben. Könnt ihr daraus mal bitte Amuletts basteln?“ Die kann ich dann verkaufen... „Wäre echt spitze, aber bitte alle sieben Amuletts dann wieder zur mir bringen.“

Maximus lehnte sich zurück und nahm vorher noch einen Schluck aus der Medizinflasche. Bei dem Tempo würde sie maximal bis morgen Mittag reichen...


08.07.2002 18:41#128
Don-Esteban "Amulette? Nun, ich kann sehen, was sich machen läßt. Ich kann eine vorhandene magische Energie auch in Ringe oder ähnliches binden. Es müssen nicht Amulette sein, aber wenn ihr meint..." Der Don sah sich die Steine genau an, die er alle nacheinander aufgesammelt hatte. Ein grünliches Schimmern ging von ihnen aus. "Ich werde die Steine verschiedenen Versuchen aussetzen, um herauszufinden, was für eine Energie ihnen innewohnt." Der Magier schickte sich an, das Zimmer wieder zu verlassen, er strich seine Robe glatt und sagte nur noch: "Überlegt Euch das Angebot, Bücher zu kopieren. Es ist leichte Arbeit und ich würde die Kosten der Medizin übernehmen." Dann verließ er das Zimmer entgültig.


08.07.2002 21:03#129
Han Zo Mon Han Zo hatte es glücklicherweise ohne Zwischenfälle zum Kastell geschafft, und nun, da er davorstand, sah er erst was das Kastell für wirkliche Ausmaße annahm, und der etwas gespenstische Eindruck, den er dort unten schon gewonnen hatte bestätigte sich nun. Die Mauern waren dunkelgrau, das Tor aus maßivem, pechschwarzem Holz. Links und rechts an die beiden Flügel des Tores waren zwei Skelette an das Holz genagelt.

Naja, bin ich wenigstens mal wohlbehalten an diesem Ort angekommen. befand Han zufrieden. Doch wie kam er jetzt in den Innenraum. Das Tor war zu und es schien sich auch innen nichts zu rühren.

Naja, machen wirs mal auf die primitive Weise, mit Klopfen dachte sich der Sumpfler und trat vorsichtig vor das Eingangstor. Er ballte seine Hand zu einer Faust und klopfte kräftig.

Was willst du?? fragte eine tiefe, monotone Stimme. Han erschrak als die Stimme ertönte und machte erstmal einen Satz nach hinten.

Wer spricht da? fragte Han immernoch leicht verwirrt.

Ist doch egal wer hier mit dir spricht, hauptsache du sagst mal langsam was du willst! frotzelte das Eingangstor des Kastells.

Ich suche einen Magier names Don-Esteban, Cor Kalom schickt mich! beantwortete Han die Frage kurz und knapp wie man es von ihm gewohnt war.


08.07.2002 21:07#130
tor zum kastell "du willst zu don-esteban, fremder? warum sollte ich dir einlaß gewähren?" ließ sich das linke der beiden ans tor genagelten skelette vernehmen. seine worte wurden durch eine fragende geste der angenagelten arme untermauert. soweit es die nägel zuließen...

das andere skelett ließ sich vernehmen. "laß mich überlegen. soll er folgendes rätsel lösen:
wer es macht, der nennt es nicht,
wer es sucht, der kennt es nicht,
findet er's, wird's hinterdrein
nicht mehr, was es war, ihm sein."

"ich weiß es, ich weiß es." fiel ihm das erste skelett ins wort. "des rätsels lösung ist selbst ein rätsel."

"oooh, jetzt hast du mir die ganze pointe verdorben. aber warte, ich hab es irgendwie so in meinen knochen, daß sich der von dir gesuchte schwarzmagier gerade der eingangshalle nähert, darum werde ich dich... jetzt einlassen." sagte das rechte skelett zu han zo mon. im gleichen moment schwangen die torflügel mit einem knarren auf, die skelette mit sich nehmend und ein großes, dunkles loch erschien vor dem sumpfler. die schwärze schien geradezu nach ihm zu greifen und ihn hineinzuziehen. dies war der eingang ins kastell.



08.07.2002 21:24#131
Han Zo Mon Han schüttelte kaum wahrnehmbar den Kopf und grinste leicht, dann ging er langsam Schritt für Schritt in das Kastell, er sah sich immer wieder um, denn eines der Skelette hatte ja gesagt das der Magier sich der Einganshalle näherte. Und nach eben diesem Magier hielt der Bruder ausschau. Doch bei dem fahlen Licht konnte er nicht viel erkennen, und er hoffte den Magier noch rechtzeitig zu erblicken, um nicht ganz unbeholfen dazustehen wenn selbiger sich an ihn wenden würde...



08.07.2002 21:36#132
Don-Esteban Doch der Sumpfler mußte nicht lange warten. Don-Esteban näherte sich tatsächlich gerade der Eingangshalle, auf dem Weg in die Bibliothek, wo er seine neuen Lehrlinge mit der entsprechenden Literatur versorgen wollte. Doch in der Eingangshalle fiel ihm ein Besucher auf, der etwas orientierungslos herumstand. Da gerade kein Dämon zu sehen war und dieser den Besucher doch bloß an einen Magier weitergeleitet hätte, beschloß der Magier, den Gast selbst nach dem Grund seines Erscheinens zu fragen. "Willkommen im Kastell, was benötigt Ihr? Was ist euer Begehr?"



08.07.2002 21:44#133
Han Zo Mon Han fuhr herum, hatte ihn der Magier also dich überrascht. Er sah in das Gesicht eines mittelgroßen, schlanken Mannes, der eine dunkle Robe mit aufgestickten, fremdartigen Zeichen. Die langen, weißen Haare schauten an den Enden der Kapuze heraus. Das Gesicht war ausdruckslos und die Augen sahen ihn durchdringend an.
Ich komme im Auftrag von Cor Kalom. entgegnete Han auf die Frage des Magiers.Er wünscht Reagenzien von einem gewissen Magier namens Don-Esteban. zwang sich Han weiterzusprechen. Wo kann ich ihn finden? schloß er seine Stellungnahme ab und sah seinem Gegenüber tief in die Augen.



08.07.2002 21:59#134
Don-Esteban "Nun, er steht vor euch." Die Robe bewegte sich leicht, als der Magier die Arme aus den Ärmel nahm, wo er sie während des Laufens verstaut hatte. "Ihr benötigt also Phiolen mit alchemistischen Grundsubstanzen für Cor Kaloms Labor? Ich will nicht groß drumrumreden, habt Ihr Erz bei Euch? Ich kann ihm mit den wichtigsten Ingredenzien aushelfen, doch hat leider alles auf der Welt seinen Presi. Umsonst ist nur der Tod und selbst der kostet das Leben. Für 300 Erz packe ich Euch die wichtigsten Substanzen zusammen. Ihr könnt Euch solange im Refektorium von der erschöpfenden Wanderung erholen. Die Dämonen werden Euch etwas zu speisen bringen." Der Hohepriester machte sich auf den Weg in sein Labor. "Achja, den Speisesaal findet Ihr linkerhand, der Geruch wird Euch hinführen. Ich treffe Euch dann dort." Damit verschwand er im Schatten.



08.07.2002 22:06#135
Han Zo Mon Han nickte nur und folgte den Anweisungen des Magier. Der Geruch führte ihn tatsächlich in einen Saal, in dem Tische und Stühle standen. Han Zo setzte sich vorsichtig hin und sah sich aufmerksam um. Alles war hier sehr groß. Die Decke war hoch und alles war nur doch Kerzenlicht erhellt. Alles wirkte sehr magisch und mystriös. Han wartete auf besagte Dämonen die ihm etwas zu essen und zu trinken bringen sollten...



08.07.2002 22:23#136
Don-Esteban Nach kurzer Zeit kam der Magier schon wieder zurück und hielt einen Beutel in der Hand. "Hier habe ich das wichtigste zusammengepackt. Das sollte den Cor aus dem Schlimmsten heraushelfen." Gerade kamen ein paar Dämonen herein, die das übliche auf den Tisch stellten, kaltes Fleisch, frisches Brot und Rotwein. "Ich denke, für 300 Erz kann ich den Verlust dieser Substanzen verschmerzen. Habt Ihr soviel bei Euch? ansonsten wird der Sumpf eben für kurze Zeit in der Schuld des Kastells stehen."



08.07.2002 22:55#137
Han Zo Mon Han reichte dem Magier den Sack mit dem Erz. Dabei sagte er nichts. Don schaute in den Sack und zählte kurz durch.

Ok das sind 300. Damit sind diese Substanzen Kaloms. sagte er dann zufrieden und verschwand irgendwo in der Dunkelheit.

Han erhob sich und verließ das Kastell schleunigst in Richtung Sumpf, den Sack mit den Reagenzien wohl verstaut.



08.07.2002 23:11#138
Alei Alei schlug das Buch zu und ließ es einfach liegen, als er sich erhob. Er sah dem schweren Band nach, als dieser zurück zum Regal schwebte und sich dort wieder ordentlich einsortierte. Dann verließ er die Bibliothek und durchschritt den Gang. Er wollte etwas ausprobieren, was er gerade gelesen hatte und brauchte dafür ein Laboratorium, also betrat er das von Maximus, da dieser im Moment wohl nichts dagegen haben würde.

Hinter sich schloß er die Türen und begann, Reagenzien zusammen zu suchen. Diese stellte er auf einen kleinen Tisch, dann baute er eine Apparatur auf. Der junge Lehrling rief sich das Gelesene zunächst wieder ins Gedächtnis. Er wollte keinen Fehler machen. Dann begann er, Flüssigkeiten in die Apparatur zu füllen, bevor er drei Kerzen anzündete, die Teile der Glaskolben erhitzten. Am Ende kam eine leicht gelblich-durchsichtige Flüssigkeit heraus.

Nachdem er die Apparatur wieder abgebaut hatte, nahm er die Flasche mit der gewonnenen Flüssigkeit und verließ das Laboratorium wieder. Der Geruch der Flüssigkeit war scharf beissend, genau, wie er sein sollte, doch wie sollte er nun herausfinden, ob auch alles richtig gelaufen war? Vielleicht konnte ihm dabei einer der höheren Magier helfen. Er durchschritt schnell die Gänge, sein Herz schlug schnell und eine Flamme brannte in ihm. Hoffentlich hatte er alles richtig gemacht.

Er erreichte das Laboratorium des Magiers, doch Don Esteban war nicht dort. Dann würde er es später nochmal versuchen müßen. Er wollte sich auf den Weg zu seinem Zimmer machen, doch als er am Eingang zum Refektorium vorbeikam, sah er den Don, wie dieser dort saß. Alei betrat besagten Raum und schritt direkt auf den Don zu. Hoffentlich würde dieser ihm helfen. Als er bei ihm war, sprach er ihn erfürchtig an. "Seid gegrüßt, werter Don. Ich wollte einen Rat von euch einholen. Ich habe versucht, eine Reagenz zu erzeugen und weiß nicht, ob es mir gelungen ist." Er hielt die Flasche vor sich und sah den Magier fragend an. "Es sollte Königswasser werden, doch ich weiß nicht, wie ihr so etwas nachweißt."


08.07.2002 23:16#139
{-NaThAnO-} Nathano war nach der Ankunft mit PropheT im Kastell direkt in sein Zimmer gegangen. Komisch fand es Nathano schon, dass PropheT nur mit Alkohol von der Sphinx kam, doch er war ein Typ, der nicht viel fragte, also ließ er es dabei.
In der heutigen Nacht stand Nathano recht spät auf. Die Reise hatte ihn angestrengt, auch die Übernachtung im Freien war nicht gerade comfortabel.... Anscheinend war der Schwarzmagier aber auch schon ziemlich verwöhnt von den tollen Betten hier im Kastell!
Zügig zog er seine Robe an, befestigte Gürtel und Schwert und machte sich auf den Weg ins Refektorium. Dort angekommen sah er Don-Esteban, den er im Vorbeigehen grüßte, doch der Don hielt ihn auf....



08.07.2002 23:36#140
Don-Esteban Gerade prüfte Don-Esteban die Beschaffenheit des Gebräus in Aleis Fläschchen, als Nathano ins Refektorium kam. Das traf sich ja gut. Der Magier ließ die Phiole sinken und wandte sich seinem Mitbruder zu. "Wartet, ich hätte da einen kleinen Auftrag für Euch. In letzter Zeit häufen sich die Gerüchte, daß in der unter der Aufsicht des Alten Lagers stehenden Siedlung Drakia im Süden der Kolonie seltsame Ereignisse vor sich gehen, es wird von Krieg und Zerstörung berichtet. Ich bin um Sorge um den Turm in Drakia.

Es soll Euch nicht zum Nachteil gereichen, wenn Ihr für mich ins Alte Lager geht und dort einen der Erzbarone zu erreichen versucht. Übrigens habe ich gehört, Ihr haltet euch für bereit, die letzte Stufe der dunklen Magie zu erklimmen. Ich werde euch die entsprechenden Lehrwerke auf Euren Tisch in die Bibliothek legen." Mit der ihm eigenen Arroganz, über die sicher die anderen Beteiligten lächelten, nahm er an, daß Nathano den Auftrag ohne Widerworte ausführen würde und schon richtete sich sein Geist wieder auf die Flasche in seinen Händen
"Königswasser, sagtet Ihr? Das ließe sioch herausfinden, indem man ein kleines Stück des magischen Erzes hineingleiten läßt. Denn es steht geschrieben in den Schriften der alten Alchimisten, daß Aqua Regis selbst das edelste aller Metalle zum Verschwinden bringt und kein Rest davon übrigbleibt. So könnt Ihr es testen." Während dieser Worte schwenkte er den Glaskolben leicht im Kreis, so daß der Inhalt fast aus dem Glas schwapperte. Wohl eine kleine Ablenkung...


08.07.2002 23:52#141
{-NaThAnO-} "Ähm, ja, natürlich werde ich für Euch.....jaa.....ähm,...danke...." Irgendwie wusste Nathano nicht so recht, was er jetzt davon halten sollte, aber wie konnte er auch einem Hohepriester einen Wunsch absprechen? Auf den Fersen drehte er sich um und setzte sich an einen Tisch, an dem noch Brot gerichtet war. Komisch war dieser Don - komisch, aber faszinierend! Eine weile beobachtete Nathano den Hohepriester noch, wie er mit Alei redete, dieses Gefäß schwenkte. "Aber trotzdem noch ein Mensch - ein merkwürdiger, aber er ist einer!" murmelte Nathano vor sich hin, wobei er leicht grinsen musste, als er die Haare des Don betrachtete. "Bei dieser Prüfung wär ich gerne dabei gewesen, hehehe!"


09.07.2002 00:08#142
Alei Alei nickte. Was der Magier sagte, klang logisch. Aber wo sollte er das Erz hernehmen? Er konnte wohl schlecht in eine der Minen spazieren und es dort ausprobieren und selbst besaß er kein Erz. Solch eine weite Strecke wäre er auch nie mit dem Königswasser im Gepäck gelaufen, das war ihm viel zu gefährlich. "Wisst ihr, wo ich ein kleines Stück Erz herbekomme? Ich selbst habe leider keines, denn die Studien sind nicht sehr gewinnbringend" Er grinste.
Auch sein Hunger meldete sich nun, denn er hatte über seinem Experiment die Zeit mal wieder vergessen. Als ein Dämon gerade an ihm vorbeiflitzen wollte, bestellte Alei sich schnell etwas Brot und einen Kelch voll Wein. Dies schien eine komischen Mischung zu sein, doch der Lehrling hatte es sich inzwischen so angewöhnt, und der Mensch brach für gewöhlich nur schwer mit Angewohnheiten.


09.07.2002 00:37#143
Don-Esteban Auch der Don gönnte sich etwas zu essen. Für ihn durften es ein paar Pasteten sein, der beste Khoriner Südhang Rotwein und dazu feinstes Weißbrot und zartestes Moleratfleisch. Aber er aß nur wenig von allem. Sein Hunger war nicht existent und wurde vom Appetit vertreten, der bald befriedigt war. "Erz findet Ihr bei mir im Labor." beruhigte er den Lehrling zwischen zwei Bissen. Nachdem er das Mahl mit einem Schluck Wein hinuntergespült hatte und etwas gelangweilt die im schon längst bekannten Bilder an der Wand ihm gegenüber beobachtet hatte, dabei aber keinerlei Veränderung zum letzten Mal erkennen konnte, sagte er zu Alei: "Laßt uns Eure Mischung in meinem Labor testen. Ihr habt mich neugierig gemacht. Doch esst erst zu Ende, niemand soll hier im Kastell Hunger leiden." Nathano hatte er in diesem Moment schon wieder vergessen. Die Aussicht auf ein kleines Experiment in seinem Labor nahm seinen Geist in Beschlag.


09.07.2002 00:44#144
Alei Alei war begeistert. Nun würde er seine Arbeit überprüfen können, und das auch noch im wahrscheinlich am besten ausgestatteten Laboratorium der ganzen Kolonie. Mehr Glück konnte er sich kaum vorstellen. Er aß nun sehr schnell, aber er achtete darauf, nicht zu schlingen. Er wollte bei Don keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Zwischen den Bissen warf er immer wieder einen Blick zu der Flasche hinüber, um sicher zu gehen, dass das Königswasser noch da war und aß dann weiter. Das meiste spülte er mit dem Wein hinunter. Kauen war in diesem Moment zur Nebensache verkommen, er würde sich daran erinnern, wenn er Dons Labor wieder verlassen hätte.

Nach einer Weile schob er den Teller von sich, der auch direkt vom Tisch gehoben wurde und zusammen mit einem Dämonen savon flitzte in Richtung Küche. Einige Minuten später geschah das gleiche mit dem Weinglas. "Ich bin bereit", sagte er zu Don und erhob sich. Er wirkte nach Außen hin sehr ruhig, nur ein Glitzern in seinen Augen zeugte von seiner Aufregung.



09.07.2002 01:20#145
Don-Esteban "Gut, laßt uns gehen." Schnell erhob sich der Don und strich seine Robe glatt. Langsam hatte er sich angewöhnt, auf den korrekten Sitz derselben zu achten. Immerhin mußte er damit das Kastell bei Besuchern repräsentieren. Auch Alei erhob sich. Gemeinsam verließen sie das Refektorium, um das Labor zu erreichen. Unterwegs glitt der Blick des Hohepriesters an der goldenen Linie in Augenhöhe entlang. Ab und zu hing eins der seltsamen Bilder an der Wand.
Mit einem amüsiertem Lächeln dachte er an die Zeit vor über einem halben Jahr, wo er recht häufig als Besucher im Kastell weilte. Damals hatten ihm die dargestellten Dinge noch Kopfschmerzen beschert. Jetzt spürte er nichts dergleichen. Auch die Schmerzen, die die Dämonen bei Besuchern, die im Umgang mit ihnen ungeübt waren, verursachten, waren im Laufe der Zeit schwächer geworden. Nach kurzem Weg erreichten sie auch schon das Labor, das der Don durch eine bestimmte Reihenfolge komplizierter Bewegungen und Berührungen der Tür öffnete.

"Tretet ein. Linkerhand findet sich ein Labortisch, wo Ihr Eure Kreation testen könnt. Hier habt Ihr Euren Glaskolben wieder. Dort in dem Regal sollte alles stehen und liegen, was Ihr benötigen könntet, auch ein Häufchen Erz." Er zog sich zurück und ließ den nach ihm eingetretenen Alei den Vortritt bei der Bestimmung seines Gebräues. Manchmal machte es durchaus Spaß, einfach nur zuzuschauen. Und jetzt war eins von diesen Manchmalen. Der Don schnappte sich einen hölzernen Scherenstuhl und ließ sich darauf nieder.



09.07.2002 01:30#146
Alei Alei nahm den Glaskolben entgegen und begab sich dann zu dem Tisch, der ihm gewiesen wurde. Dort stellte er den Behälter vorsichtig ab und nahm eine Priese des Erzes. Vorsichtig ließ er ein bischen in die Flüssigkeit fallen und drückte den Kolben danach fast mit seiner Nase ein, um auch ja nichts zu verpassen. Das Erz sank in der Flüssigkeit zu Boden und blieb liegen. Enttäuscht wollte Alei den Kolben schon wieder vom Tisch nehmen, als plötzlich Luftblasen aufstiegen. Als er wieder genauer hinsah, konnte er sehen, dass sich das Erz langsam zersetzte, wobei sich ein Gas bildete, das nun auftstieg.

Aber das war ihm egal. Die Tatsache, dass die Flüssigkeit das Erz zersetzte, bestätigte, dass es Königswasser war, denn keine andere Flüssigkeit war dazu in der Lage. Alei wartete lächelnd, bis sich auch der Rest zersetzt hatte, dann verschloss er die Flasche sorgfältig, beschriftete sie und ging dann zu Don zurück. "Es hat funktioniert. Das Erz ist zersetzt worden, es ist also wirklich Königswasser" Seine Augen strahlten. "Ich danke euch, Don. Ich werde mich nun nach langer Zeit endlich wieder schlafen legen. Ich wünsche euch noch eine erfolgreiche Nacht."

Er verließ das Zimmer und begab sich sofort zu seinem Raum, wo er als erstes den Glaskolben in einen schweren Holzschrank stellte. Noch war dieser leer, doch schon bald würde er sich füllen. Und vielleicht würde er dann eines Tages ein eigenes Laboratorium haben. Er dachte diesen Gedanken noch weiter, als er sich ins Bett legte, doch bald verloren sich die Gedanken in einem tiefen Traum.


09.07.2002 01:44#147
GlutaeusMaximus Nachdem der Don mit den Steinen verschwunden ist hatte sich Maximus - natürlich erst nach einem kräftigen Schluck Medizin - zurückgelegt und ist wieder eingeschlafen.

Jetzt wachte er mit sehr starken Kopfschmerze auf und fühlte sich schrecklich. Er zitterte schon wieder. Schnell griff der Priester nach der Flasche neben seinem Bett. Sie fühlte sich erschreckend leicht an. Maximus genehmigte sich nur einen kleinen Schluck. Das Zittern war sofort weg, nur gegen die Kopfschmerzen musste er etwas tun...

Er stand auf und trat vorsichtig mit seinem linken Bein auf. Es ging gut. Maximus drehte ein paar Runden im Zimmer. Er fühlte keine Schmerzen. Die Behandlung von Sador und seine Medizin wirkten Wunder. Nur etwas Humpeln blieb noch, da der Verband recht straff saß. Maximus beschloss Sador aufzusuchen.
Er befestigte Zauberstab und Schwert an seinem Gürtel und verließ leise sein Zimmer. Dann ging er zur Kastellkasse, über der ein grimmiger Dämon Tag und Nacht Wache schob. Maximus nahm sich 500 Erz aus der Kiste und der Dämon notierte das in einem kleinen Buch.

Dann verließ er das Kastell um Sador aufzusuchen...



09.07.2002 02:51#148
PropheT Strände aus dunkler, grauer Asche mündeten in einem Meer aus tiefschwarzer Agonie und Verzweiflung.
Der heiße Aschesand legte sich wie ein zähe, ölige Maße um die Füße und blieb mit einem unnachgiebigen Brennen auf der fahlen Haut haften. Jeder Schritt, jede noch so geringfügige Bewegung vergrößerte die glühende Umklammerung dieses leblosen, dunklen Graus.
Der Himmel bildete den gleichen, trostlosen Anblick seines irdischen Gegenübers. Ein unwiderrufliches Spiegelbild eines von Dekadenz und Hochmut befallenen Landes.
Nur hier und dar wurde dieses graue Nichts durch ein feuerrotes Aufblitzen durchbrochen und der Horizont färbte sich in ein Farbenspiel aus Purpur und dunklem Gelb.
Der dunkle Regen aus kleinen, heißen Partikeln ließ die Luft flimmern, erzittern und entzog ihrer Umgebung den Sauerstoff und hinterließ eine erdrückendes und heißes Etwas, das die Lungen zu verätzen schien.
Langsam aber unaufhaltsam regnete die Asche auf ein Meer aus feinem gravitartigen Sand, der jeden Versuch von Vegetation und Leben im Keim erstickte. Ein Meer, das von trockenen, sandigen Flüssen von einem sich nie erschöpfenden, aufbrechenden , feuerroten Gletschern gespeist wurde. Unter einem schmerzerfüllten, leblosen Schrei verglühte der bleiche Körper und verteilte sich in kleine, dunkelgraue Partikel mit den Sandstürmen, die über dieses hoffnungslose und verdorrte Land peitschten und jeden Lebnesfunken aussaugten.


Der Augenblick war von unendlicher Schwärze erfüllt und der körperlose Geist schnellte durch Waben aus dunklem Nichts in einem zeit und materielosen Sog. Unverhofft endete die Reise in einem Inferno aus schwarzen Flammen, durch die zwei lidlose, und haßerfüllte Augen, gleichsam zweier glühende Kohlen, erhitzt in einem aeonenalten und unheiligen Feuer, durch die verlorene Seele mit eisigem Blick stachen.

Die Zyklen sind nun vollendet , erfülle deine Vorsehung ...ein grüner Stein wird dir den Weg weisen.

Atemlos und mit kaltem Schweiß benetzt wachte PropheT mitten in der Nacht in seinem von Mondschein durchflutendem Zimmer
auf.........................................



09.07.2002 03:49#149
GlutaeusMaximus Maximus betrat wieder seine Heimat. Leise schlich er sich durch das Kastell. Im Rucksack hatte er drei Flaschen der Spitzen-Medizin von Sador dabei. Bald würde es ihm wieder besser gehen. Er beherzigte den Rat des Barbiers und setzte sich ins Refektorium um zu speisen.

Der Magier nahm an einem Tisch in dem hintersten Eck des Refektoriums Platz und bestellte bei einem Dämon ein umfangreiches Abendessen mit Apfelsaft als Getränk. Kaum standen die Speisen auf dem Tisch verschlang der Priester sie wie ein Tier. Er hatte seit Tagen keine gescheite Nahrung mehr zu sich genommen und merkte wie Ausgehungert er war. Dazu trank er ca. drei Liter Apfelsaft.
Als er fertig war genehmigte sich der Magier noch die letzten Tropfen aus der alten Flasche Medizin. Ab jetzt waren die neuen Vorräte dran, mal sehen, wie lange die reichten...

Maximus ging leise auf sein Zimmer im zweiten Stock und verriegelte die Türe hinter sich magisch. Er legte den Zauberstab und eine der Flaschen neben sein Bett, den Rest der Sachen verstaute er in seiner Truhe, die ebenfalls magisch verschlossen wurde. Dann zog er die Robe aus und legte sich nach einem kleinen Schlummerschluck aus der Medizinflasche in sein Bett.



09.07.2002 04:00#150
Don-Esteban Tief in der Nacht hallten noch Schritte durch das düstere Kastell. Endlich konnte sich einer der Magier von den restlichen Pflichten losreißen, die das Leben in dieser Gemeinschaft mit sich brachte. Sein Ziel war die Bibliothek und es handelte sich um den Don, der aus seinem Labor noch einmal aufgebrochen war, um dem neuesten seiner Studenten, Nathano, noch die Bücher über die Magie hinzulegen, die er bis zur nächsten Woche lernen sollte.

Das betraf vor allem Beliars Hauch, den ebenso effektvollen, wie schwierigen Spruch, bei dem dem Don eine wohliger Schauer über den Rücken lief. War es nicht schön anzusehen, wie unterlegene Feinde bewegungsunfähig in einer Hölle aus schwarzem Feuer gefangen waren, aus der es kein Entkommen gab? Und man selbst saß in der ersten Reihe, um dies zu beobachten. Der Don war sich nicht sicher, ob ein von Beliars Hauch betroffener Gegner noch hörte, was der Magier zu ihm sagte. Vielleicht sollte man dies bei Gelegenheit herausfinden.
Doch jetzt griff er schon fast automatisch nach den gesuchten Bänden und legte sie Nathano auf den Tisch mit dem schriftlichen Hinweis, daß dies bitte bis zum Ende der Woche zu beherrschen sei, den Ort, an dem sich die magischen Übungsräume befanden, würde Nathano doch noch nicht vergessen habe. Noch die schwungvolle Unterschrift drunter. Fertig. Der Magier verließ die Bibliothek.


09.07.2002 14:01#151
GlutaeusMaximus Schon gegen Mittag erwachte der Priester in seinem Zimmer im zweiten Stock. Er fühlte sich schrecklich, aber nicht ganz so schlimm wie am letzten morgen. Maximus nahm einen Schluck aus der Medizinflasche und stand auf. Dann zog er die Robe an und öffnete die magisch verriegelte Truhe. Schwert und Zauberstab wurden am Gürtel befestigt und in die beiden Seitentaschen der Robe wurde je eine Flasche Medizin verstaut.

Dann verriegelte er die Truhe wieder und trat ans Fenster. Die grelle Sonne bereitete ihm Kopfschmerzen. Seine Augen taten weh und er zog sich lieber wieder in die Schatten des Kastells zurück. Mit einem unauffälligen Wink de rechten Hand öffnete er die Tür und spähte in den Flur hinaus. Niemand war in den Gängen zu sehen. Maximus verließ sein Zimmer, ohne dabei das versperren der Tür zu vergessen, und schlich durch die Gänge.

Der Magier drehte leise zwei Runden im Erdgeschoß ohne einer Menschenseele zu begegnen. Nur in der Bibliothek hörte er das leise Rascheln von Papier und machte einen großen Bogen um selbige. Dann ging er in die Küche um sich mit Nahrungsmitteln einzudecken. Schnell verschlang er sein Frühstück und trank dazu reichlich.

Dann bewegte er sich wieder durch die Gänge, auf das Labor des Dons zu. Dort an der Tür befestigte er einen kleinen Zettel mit krakeliger Handschrift:
Sind die Amulette bereits fertig gestellt?
Gruß
Maximus

Dann ging er in sein Labor und befestigte auch dort einen Zettel an der Tür. Diesmal hatte er sich weitaus mehr Mühe gegeben:

Labor von Maximus
Das Betreten des Labors ist nur mit
ausdrücklicher Genehmigung gestattet.
Zuwiderhandelnde werden bestraft!

Der Priester verriegelte die Türe hinter sich...



09.07.2002 22:40#152
Alaerie Fröhlich schritt die junge Magierin durch die Gänge und summte leise vor sich hin. Sie hatte tatsächlich die Prüfung bestanden und könnte jeden umarmen, der ihr begegnen würde. Was sie aber natürlich nicht tat. Schon gar nicht bei Fremden, da war sie ja eh skeptisch.

Immer wider fühlten ihre Finger nach den Runen, ob sie auch ja noch an ihren Plätzen waren. Aber sie waren so gut verstaut, dass eigentlich keine verloren gehen konnte. Mittlerweile tief in Gedanken versunken schritt sie weiter, bis sie plötzlich stehen blieb. Etwas beunruhigte sie.

Ihr Blick wandte sich suchend den Gang entlang. Ein leichtes Frösteln lief ihr den Rücken hinab. Kaum ein paar Meter entfernt stand eine Gestalt, umhüllt von Schleiern. Es waren nur Konturen auszumachen, die auf die Figur einer Frau schließen lassen konnten. Die Gestalt winkte sie zaghaft heran und Alaerie schritt magisch angezogen näher.



09.07.2002 23:06#153
kore "komm mein kind. wolltest du nicht eben noch jeden umarmen, den du triffst? ich hab es doch genau gespürt. ich habe dich beobachtet. du bist bereit. bereit für eine reise. DIE reise."

die statuenartige, blasse gestalt breitete ihre arme aus. alaerie blieb wie gebannt stehen. der schreck der unerwarteten begegnung lähmte sie.
die kore ließ ihre schleier wehen, die scheinbar eigenen gesetzen folgten und die magierin umhüllten. ihr wurde schwarz vor den augen. ein schwindel erfasste sie, dann wußte sie von nichts mehr.

die kore barg alaerie in ihren gewändern und so plötzlich, wie sie gekommen war, war sie auch wieder verschwunden.

der gang lag wieder in seiner ursprünglichen stille. nichts störte sie.


10.07.2002 01:49#154
Don-Esteban Und wieder erreichte der Don sein Labor. Moment, da lag ein zerknüllter Zettel. Nach dem Aufheben traten Furchen in die Stirn des Magiers. Was bei Beliar hatte das zu bedeuten. "Omeletts... fertig" las er. Ja und? Schön. Was ging es ihn an, ob irgendwelche Eierkuchen fertig waren. Das war doch eher ein Fall für den Küchendämon. Merkwürdig. Wenn nur die verdammte Handschrift nicht so krakelig gewesen wäre. Er betrat das Labor und vergaß den Zettel. Auf einem der Tische leuchteten ihn die sieben grünen Steine an.

Achja, deren Wirkung wollte er ja auch noch erforschen. Irgendwie fühlte er sich jetzt zu ausgelaugt, um noch großartige Forschungsreihen aufzustellen und Apparate zusammenzuschrauben. Das konnte doch noch warten. Immer dieser Streß. Die ganze Magielernerei und die Prüfungen, eigene Forschungen - blutfeuer summte auch in einem magischen Stasisfeld noch vor sich hin - Nachrichtenkoordinierung - was war eigentlich mit Drakia - Amulettebastelei schlauchte ihn manchmal.
Es war Zeit, daß er nach Drakia ging und sich in seinen Turm zurückzog, nur noch die Besucher empfing, die ihm genehm waren und ansonsten einfach nur Beliar möglichst nahe zu sein versuchte. Vielleicht würde er in die Sterne schauen. Es hieß, im Himmel sei das Geheimnis der Schöpfung und des Vergehens eingemeißelt auf alle Zeiten. Und nur ganz wenigen sei es vergönnt, in diesem Buch zu lesen und das Geheimnis zu lüften. Vielleicht würde er aber auch nur den Geschichten von Hugin und Munin lauschen, ganz oben auf dem Turm sitzend und über die Wasserfläche des Fjordes schauend.

Doch jetzt machte er sich erstmal wie mechanisch daran, den ersten Stein in eins der Standardamulette zu integrieren. Später einmal, wenn er viel Zeit hätte, würde er wunderschöne Gemmen erschaffen, die sanft leuchteten und auf geheimnisvolle Art und Weise das silberne Licht der Sterne in sich banden. Doch jetzt nahm er Amulett-Vorlage Nummer 12 (von denen hatte er die meisten) und presste den grünen Stein in die vorgesehene Fassung. Mittels der üblichen, nur dem Runenmagier bekannten Verrichtungen band er den Stein und seine Magie unauslöschlich in das Amulett und setzte dabei eine Kraft frei, deren Auswirkungen er zu diesem Zeitpunkt nicht im entferntesten erahnte.
Dieses erste Amulett war für Maximus. Der sah ihm schon neulich so überaus ungeduldig aus, als ob er es gar nicht erwarten könne, endlich sein anscheinend in Gedanken schon heißgeliebtes Amulett in den Händen zu halten. Eigenhändig legte der Magier dieses Amulett in eine Schatulle, nachdem er ihm noch eine Kette verpasst hatte und machte sich dann auf den Weg in Maximus' Labor. Doch dort war ein nicht zu übersehender Zettel angebracht, der den Don dazu überredete, die Schatulle mit dem Amulett vor die Tür zu stellen und wieder im Dunkel der Gänge zu verschwinden. Er wollte ja nicht bestraft werden. Nein, auf keinen Fall wollte er das.



10.07.2002 14:06#155
GlutaeusMaximus Ganz leise öffnete sich die Türe des Labors. Maximus spähte auf den Gang hinaus. Dann lauschte er aufmerksam, ob sich denn irgendetwas in der Nähe bewegt. Zufrieden lächelte der Priester und verließ sein Labor...

...und stolperte über eine Schatulle. Mit lautem Krachen knallte er an die gegenüberliegende Wand, nachdem er vier Schritte getorkelt war. Sein Schädel brummte schon wieder, zum Glück hatte er seine Medizin dabei.
Der Priester saß am Boden und genehmigte sich einen kräftigen Schluck aus der Medizinflasche. Dann nahm er die Ursache seines Sturzes mal näher in Augenschein. Es handelte sich um eine kleine schön verzierte Schatulle. Wenn er den Deckel nicht gerade zerbrochen hätte, hätte er das Teil bestimmt noch gut verkaufen können. Mist. Na ja, vielleicht ist ja etwas Wertvolles drin.
Maximus klappte vorsichtig den Deckel auf. In roten Samt eingebettet lag ein grün strahlendes Amulett in der Schatulle. Der Priester erkannte den Stein wieder, das musste einer der grünen Kristalle aus den Kellergewölben sein.
Der Magier streifte das Amulett über den Kopf. Ein angenehmes Gefühl rauschte durch seinen ganzen Körper. Er fühlte sich sofort besser. Seine Gedanken waren klar. Die täglichen Zweifel waren aus seinem Kopf verbannt. Klar wie ein reinster Alkohol waren seine Gedanken. Maximus wusste sofort was zu tun war.
Er schob das Amulett unter die Robe. Es war sehr knapp bemessen und lag eng an. Wenn er sich leicht nach vorne beugt, wird man es wohl sehen können... Das Metall, das eigentlich kühl sein sollte, strahlte eine angenehme Wärme aus...
Maximus sah sich um und stellte beruhigt fest, das ihn niemand beobachtet hatte. Er stand auf und strich die Robe glatt, dann ging der Priester ins Refektorium um zu speisen...



11.07.2002 02:48#156
PropheT Die Ereignisse der letzten Nacht hatten den Magier einiges an Energie geraubt, noch immer zerstreut und verwirrt, machte er sich auf ins Refektorium, um sich wieder auf die Beine zu kommen und seine Gedanken ruhen zu lassen.
Als er das Refektorium betrat, sah er am Fuße des langen und prunkvollen Speißetisches Maximus sitzen .
Je näher der Priester auf seinen Freund zuschritt, desto intensiver wurde jenes Gefühl, das ihn vor einigen Stunden in seinen momentanen Zustand versetzt hatte.
Eine seltsame Aura umgab seinen Gildenfreund, eine machtvolle Energie schien sich im unteren Halsbereich von Maximus zu manifestieren .
Irgend Etwas hatte sein Freund hinter seiner Robe verborgen, das ein menschliches Augen nicht zu erkennen vermochte.
Doch je näher PropheT dieser Quelle aus Energie kam, desto stärker wurde sein Handeln von einer fremden Macht geleitet.
Die Robe schien sich an dem besagten Punkt aufzulösen und hervor brach ein smaragdfarbener Stein, der wie ein pochendes Herz pulsierte und in einem fluoreszierende, grünen Licht aufleuchtete.

PropheTs Gesicht verwandelte sich in eine bleiche, totgleichen Fratze und seine Augen glühten und funkelnden, denen ein unheimlicher Glanz innewohnte- Augen, die von einer unmenschlichen und diabolischen Besessenheit gezeichnet waren. Eingenommen von dieser mächtigen Energie, packte PropheT Maximus am Kragen und zog ihn näher an sein Gesicht.
" Wo sind die anderen verdammten Kristalle......Sprich!" schrie eine tief Stimme, die von einem Zorn und Haß erfüllten Gesichtsausdruck an Nachdruck gewann.

Dem ersten Schreck folgte, ein hämisches Grinsen, das sich auf Maximus` Gesicht abzeichnete. Bereitwillig verriet ihm sein Freund den Aufenthaltsort der restlichen Kristalle.
Unsanft schmiß er Maximus in seinen Stuhl zurück und machte sich in Dons Laboratorium auf.

Zuvor sah er aber noch in seinem Zimmer vorbei, um die notwendigen Gegenstände für dieses Unternehmen zusammen zu suchen.

Eine Haarspange, die ihn an einen Tag am Flußufer mit schmerzhaften Ausgang mit Blutfeuer erinnerte, einen Bindfaden, einer Eierschachtel, einigen magischen Sprüchen und Schalterfunktionen später, hatte er das Schloß geknackt, das ihm den Weg zu Dons Laboratorium freilegte.

Obwohl es im Endeffekt sauberer und aufgeräumter als in seinem Zimmer aussah, durchzog das Laboratorium ein ekelerregender Geruch, der die Nasenschleimhäute zu zerfressen schien.
Da der Priester ab selbige , aufgrund seines ausschweifenden Krautkonsums, nicht mehr sein eigen nannte, ignorierte er diesen Gestank und machte sich an die Arbeit.
Vor jenem abgetrennten Bereich, hinter der sich seine kleine Blutfeuer befand, lag eine großer Arbeitstisch mit vielen mechanischen Geräten und Werkzeug, die man zu Schmuckherstellung benötigte.
Unter einem schwarzen Tuch wurde der Priester endlich fündig. Ein hellgrünes Aufschimmern zog PropheT wieder in seinen Bann . Langsam streckte er die Hand nach den leuchtenden Kristallen aus.
Fest griff der Priester zu, als plötzlich ein brennender und stechender Schmerz seine rechte Hand durchzog.
Das Mal auf seinem Handrücken fing in einem gelbroten Licht aufzuglühen, als ob sich irgend Etwas dieser Tat verwehren wollte.Der Griff schien sich zu lockern, aber ein unbändiger Drang, ließ PropheT unter schmerzvezerrtem Gesicht wieder fester zugreifen.

Nachdem der Priester die restlichen Kristalle unter seiner Robe verstaut hatte, legte er einen unverkennlichen , mit Gold verzierten Knopf mit dem Abbild eines Greifs, auf den Boden, verursachte noch etwas Unordnung, um es nach einem weniger zielgerichteten Einbruch aussehen zu lassen und stahl noch einige für ihn unbedeutende, aber mit weltlichem materiellem Wert behaftete Objekte und verließ das Labor.

Ein tiefes, siegessicheres und wahnsinniges Lachen raunte durch die alten Korridore des Kastells.......



11.07.2002 22:50#157
GlutaeusMaximus Der Priester verließ wie immer leise sein Zimmer und ging direkt zu dem von PropheT. Schon 10 Schritt vorher nahm er einen sehr eindeutigen Geruch war, der auf kräftigen Sumpfkrautverzehr hinwies. Maximus verabscheute Drogen, vor allem alles was stank.

Der Magier stieß die Tür auf, sein Kollege hatte sie unvorsichtigerweise nicht verriegelt... Die Tür knallte laut gegen die Wand. Maximus sah sich im Zimmer um, soweit es die beschränkte Sichtweite zuließ. PropheT lag noch immer im Bett und schnarchte.

Maximus riss das Fenster auf um wieder Luft zu bekommen und ging dann auf das Bett zu. Drei Atemzüge lang beobachtet er den schlafenden Magier dann schlug er ihm eine runter. Mit brennender Wange wachte der Priester auf...


12.07.2002 00:30#158
PropheT Mit einem lauten Knall und einer brennenden Backe wachte PropheT aus einem psychedelischen Traum mit braungebrannten Seenixen auf.

" ho..ähm..das wellenbrett muß erst noch gewachst werden und die hautschutzcreme bitte tiefer einreiben, mein schatz..ah sehr gut.........*ein fester Schlag läßt PropheT aufwachen* aua was machst du hier in meinem zimmer und wieso brennt meine Backe so?"
fragte der Priester seinen Freund Maximus noch im Halbschlaf befindlich.
Nach einem kräftigen Schluck Wein, richtete sich PropheT auf erwartete eine Erklärung von Maximus.



12.07.2002 00:41#159
GlutaeusMaximus Und die blieb ihm der Priester auch nicht schuldig: „Das war wegen gestern, du Trottel.“ Maximus hatte einen unerschütterlichen Hang zu Symmetrie und dieser zwang ihn der anderen Backe mit einem lauten Knall dieselbe Farbe zu geben.
„Warum hast du gestern nicht warten können? Don hätte die Amuletts schon noch angefertigt. Aber nein, du hattest es so eilig, das du die Steine gleich stehlen musstest. Jetzt haben wir die nutzlosen Steine, oder willst du dir die Dinge an die Brust nageln?“

Maximus sah empört auf PropheT mit seinen zwei roten Backen herab.
„Jetzt gib mir die Steine und dann denk dir mal ne Alternative aus. Ich kann nicht mehr zu Don gehen, ohne dich zu verraten...“



12.07.2002 00:56#160
PropheT "hey mal langsam, wenn der gute alte don die kristalle weiter erforscht hätte, wäre er auf ihr geheimniss gestoßen und dann hätte er sie wahrscheinlich für sich behalten.....unsere pläne hätten ein jähes gefunden"
erläuterete der priester an maximus gerichtet und fügte ergänzend hinzu:" danke mein freund, mein kiefer bleibt nicht mehr hängen und soweit ich gehört habe, soll es im amazonenlager eine kunstschmiedin geben. das problem wäre außer haus und gegen einen gewissen aufpreis wird dieser handel auch nicht über dieses lager hinweg verbreiten."



12.07.2002 01:06#161
GlutaeusMaximus „Nun gut, da muss ich euch Recht geben. Dann lasst uns diese Schmiedin mal aufsuchen.“ Maximus grübelte eine Weile, dann sprach er weiter: „da tuten sich aber zwei Probleme auf. Erstens liegt dieses Lager der Männerhasserinnen versteckt und zweitens können wir ihnen nichts anbieten. Wir sind immer noch pleite.“

Der Magier zog seine Medizinflasche aus der Manteltasche und nahm einen kräftigen Schluck. Die erste Flasche war bald leer, blieben noch zwei. „Diese Amazonen brauen doch die Medizin hier, oder?“ Der Priester hielt die Flasche hoch und nahm noch einen Schluck, bevor er sie in der Tasche verschwinden lies. „Dann kann ich gleich bei denen einkaufen... Sobald ich wieder Erz habe.“
Dann trat er auf PropheT zu und beugte sich drohend über ihn: „Und gebt mir jetzt endlich die Steine!“ Maximus streckte die Hand aus.



12.07.2002 01:28#162
PropheT Nur widerwillig zog der Magier die Kristalle aus seiner mittlerweile angezogenen Robe und reichte sie auf halben Weg Maximus.

Wieder glühte ein smaragdgrünes Funkel zwischen seinen Händen auf und ein brennender Blick bohrte sich in die Augen seines Gegenübers.
"Haha vergiß es, die gehören alle mir" schrie PropheT aus vollem Hals, während er die Kristalle zitternd aber dennoch mit aller Kraft umklammerte. Aber wiederrum fing sein Mal an zu brennen, lockerte seinen Griff und ließ ihn wieder zur Vernunft kommen.

"Na gut...hehe...nimm den Rest, aber dieser hier gehört mir" sprach er zu Maximus mit einem kalten Grinsen, übergab ihm die restlichen Kristalle und steckte einen wieder unter seine Robe.

Dann machten sich die beiden Dämonenbeschwörer in Richtung Amazonenlager und verließen das Kastell in eine tiefschwarze Nacht..........



12.07.2002 05:54#163
Harald Der Priester hatte seit Wochen sein Labor nicht mehr verlassen. Zu sehr war er mit der Herstellung der Schriftrollen beschäftigt gewesen. Er hatte getestet, umgeschrieben, wieder getestet und schließlich hatte er den Erfolg. Mittlerweile stapelten sich von jedem magischen Zauber Beliars ein Dutzend Spruchrollen in den Regalen des Priesters. Es wurde Zeit, das er sich mal wieder im Kastell, speziell im Refektorium sehen lassen würde.

Der Priester ging angemessenden Schrittes aus seinem Labor, und begab sich direkt in das Refektorium. Hier nahm er Platz und liess sich zur Feier des Tages eine köstliche Moleratplatte servieren. Während er die Speise zu sich nahm, fiel ihm auf, das er im Gegensatz zu sonst, der einzige Besucher im Refektorium war. Die ganze Athmosphäre im Kastell war irgendwie sehr merkwürdig. Hatte der Priester etwa irgend etwas verpasst, oder war während seiner längeren Abwesenheit etwas aussergewöhnliches geschehen?

Nun, Harald labte sich an seiner Mahlzeit und beschloss dann, sich etwas im Kastell umzuhören. Sicher hatten die Dämonen einiges zu erzählen. Vorher wollte er sich aber noch einmal unter die immergrüne Esche im Innenhof setzen und den beginnenden Sommertag geniessen....



12.07.2002 16:27#164
Ahram Majestätisch lag die silbenre Krone auf dem marmornen Podest. Der große Raum lag in absoluter Stille, allein das verhaltene Knistern der schlanken Holzfackeln sorgte für eine leise Geräuschkulisse, gewissenhaft zeichneten die kleinen Flammenzungen ihr waberndes Muster auf die unebenen Steinwände, tauchten die Halle in dämmriges Zwielicht. Doch die finstere Ruhe wurde gestört.
Ein Schatten huschte durch die Dunkelheit, schwarze Gliedmaßen schmiegten sich an den kalten Fels, verschmolzen fast vollständig mit den tanzenden Feldern aus Finsternis. Katzenhaft bewegte sich der Schemen durch den Raum, das leise Klicken scharfer Hornkrallen mischte sich zu dem feurigen Knistern, nur selten, doch beständig, so als hätte der schwarze Läufer seine Zehen nicht gut genug unter Kontrolle um es zu verhindern. Die ansonsten vollkommene Stille ließ die Geräusche wie ein mächtiges Paukenkonzert erscheinen. Trotzdem schien der Schatten das einzige lebende Wesen in diesem Raum zu sein.

Ahrams gesamter Körper befand sich in einem Zustand völliger Anspannung. Jeder Atemzug, jede Muskelzuckung unterlag strengster Kontrolle. Unendlich vosichtig pirschte der junge Wächter durch das Zwielicht, stets darauf bedacht, keinen Lärm zu verursachen. Die blauen Pupillen blitzten triumphierend auf, als sich der schuppige Dämonenkörper an den schlanken Marmorsockel schmiegte. Leise richtete Ahram sich aus seiner geduckten Haltung auf, fixierte das glänzende Schmuckstück auf dem dunkelblauen Samtkissen. Nur noch Zentimeter trennten ihn von der Krone, er musste sie ledigleich noch an sich nehmen. Die zu verkrampften Fäusten geballten Hände entspannten sich, klauenbewehte Finger tasteten nach vorn...

Etwas unglaublich Schweres traf Ahram mit der Wucht eines Rammbocks. Die gesamte linke Körperhälfte des Dämonenmenschen wurde zusammengepresst, die Füße hatten plötzlich keinen Kontakt mehr zum Boden, dann verwandelte sich der ruhige Raum in einen verwaschenen Wirbel aus Grau- und Rottönen. Hart krachte der junge Wächter gegen die kalte Felswand, kraftlos rutschte er an den Steinziegeln herab. Hinter dem wabernden Vorhang aus tanzenden Lichtpunkten erkannte Ahram die Umrisse eines gewaltigen Wesens. Er musste nicht länger überlegen, um zu wissen, wer da vor ihm stand. Aus gefühllosen Augen schaute der Dämon auf seinen "Schüler" herab, schon dröhnte die schmerzende Stimme im Kopf des Exmagiers.
DEINE BEWEGUNGEN WAREN VON GROßER LAUTSTÄRKE, STERBLICHER. EINEM ERFAHRENEN WÄCHTER IST ES EIN LEICHTES, DICH IN DER FINSTERNIS AUFZUSPÜREN. LERNE, DICH LAUTLOS ZU BEWEGEN, LERNE, DEINEN KÖRPER ZU KONTROLLIEREN. ERST DANN, WERDEN DIR DIE WEITEREN PRÜFUNGEN OFFENBAHRT WERDEN.

Verdammte Dämonen! Mussten sie immer so viel verlangen? Stöhnend kam Ahram auf die Füße, tastete mit schmerzverzogenem Gesicht seinen Brustkorb entlang. Wenigstens saßen die Knochen noch allesamt an ihrem Platz. Langsam humpelte der Dämonenmensch aus dem Raum, den Kopf gesenkt in der Gewissheit, versagt zu haben. Doch zwischen den zusammengekniffenen Augenlidern blitzte es kalt und bedrohlich. Diese Monster würden ihn noch kennenlernen, oh ja...


13.07.2002 00:42#165
{-NaThAnO-} Einige Tage intensiver Studien lagen hinter Nathano. Bis zu 20 Stunden am Stück hatte er studiert und studiert. Schnell wurde klar, dass es sich bei diesem Zauber um den anspruchvollsten aller Zauber handelte, den der Schwarzmagier bisher erlernen sollte, doch genau das spornte ihn an, immer weiter zu lernen, zu büffeln und doch noch ein wenig die Augen offen zu halten, um noch möglichst weit mit dem Studium voran zu kommen.

In dieser Nacht ertönte ein mehr oder weniger lauter Schlag die Bibliothek. Er kam von dem Buch aus, dass Nathano, welchem ein täufliches Grinsen im Gesicht lag, so eben zugeschlagen hatte.
"Endlich! Endlich ist es so weit!" Das war das Einzige, was Nathano von sich gab, während er sein Fäuste ballte und gleich darauf sich schnellen Schrittes den Übungsräumen näherte.

Als erstes war ein Gegner gefragt. Ein Skelett konnte diesen ziemlich gut verkörpern, also beschwor Nathano selbiges. Die Rune "Beliars Hauch" am Gürtel befestigt befahl der Schwarzmagier dem Skelett einfach nur hin und her zu laufen, welches den Befehl wie immer sofort ausführte. Nathano stand in einem festen Stand, die Hände wieder zu Fäusten geballt. Eine Formel entsprang aus seinem Mund, die Augen direkt auf das Skelett gerichtet. Immer wieder wiederholte er die Formel, fixierte das Skelett - nichts. Doch Nathano ließ sich nicht unterkriegen, er versuchte es noch einmal. Die Formel gesprochen, ballte er seine Fäuste so fest er konnte, sein Kopf lief erst leicht, dann immer mehr rot an, seine Pulsadern quollen an den Schläfen hervor, unermüdlich pumpte das Herz Blut in den Kopf des Schwarzmagiers. Ein lang hingezogener, aus tiefer Stimmlage ausgeholter Schrei ertönte in dem Übungsraum, und vielleicht auch im restlichen Ebene, und tatsächlich, das Skelett zitterte nur noch an einer Stelle das Raumes. Bewegungsunfähig, unfähig den Befehl des Meisters weiter auszuführen verbrannte das Skelett an Ort und Stelle.

Nathano viel auf die Knie und stützte sich mit den Armen vom Boden weg. Sein Atem ging in einem rasanten Tempo, der Herzschlag berühigte sich langsam wieder. Der Körper des Schwarzmagiers war völlig am Ende, doch er war überglücklich endlich den Zauber gewirkt zu haben. Er war sicherlich noch verbesserungsbedürftig, aber das würde sich mit der Zeit geben. Mit letzter Kraft stemmte sich Nathano hoch, legte die Rune ab und schleppte sich förmlich in sein Zimmer. Robe, Schwert und Gürtel abgelegt und verstaut legte er sich in sein Bett und viel in den wohlverdienten Schlaf.



13.07.2002 16:15#166
{-NaThAnO-} Nathano wachte auf, gut hatte er geschlafen. Er zog seine Robe an und befestigte Gürtel und Schwert. Sein Amulett legte er niemals ab, auch beim Schlafen nicht. Es gab ihm eine gewisse Sicherheit, Geborgenheit.
Es war an der Zeit für Nathano den Auftrag von Don-Esteban zu erledigen. Zu lange hatte er schon seinen Studien Vorrang gegeben und den Don immer weiter warten lassen. Nathano war extra um einiges früher aufgestanden, da er nicht wusste, ob denn im Alten Lager auch alle so nachtaktiv waren. Nach einem kurzen Stopp in der Küche verließ der Schwarzmagier auch schon das Kastell.


13.07.2002 17:14#167
{-NaThAnO-} Und nach einem mehr oder weniger kurzen Ausflug betrat Nathano wieder sein zu Hause. Er hatte einen Eindruck bekommen, wie das Alte lager, bzw. seine Oberhäupter so waren, und das war sicherlich nicht der aller beste Eindruck... Egal, der Auftrag war erledigt, jetzt musste er nurnoch den Don finden, doch diese Suche schien vergeblich. Letztendlich entschloss sich Nathano einen Zettel an des Don´s Labortür zu befestigen, auf dem zu finden war:
Geehrter Don-Esteban,
ich habe Euren Auftrag erledigt und folgendes herausfinden können: In Draika ist ein Herzog eingefallen und hält das Dorf besetzt. Er arbeitet wahscheinlich für den König und will die Mienen wieder unter dessen Kontrolle bringen. Die herzögliche Armee soll sehr stark und groß sein! So ein Erzbaron, dessen Name mir leider nicht zu Teil wurde. Ich hoffe, Ihr seid mit meiner Arbeit zufrieden!

Nathano

Der Name schwungvoll unter den Text gesetzt und fertig. Ein stolzes Gefühl durchdrang Nathano, der sich in das Refektorium begab.



13.07.2002 17:46#168
TheRock Als Rock durchs Kastell lief um sich alles genau anzugucken und die größe des Gemäuers zu erfahren erfragte er bei einem der Dämonen ob es irgendwas interessantes in den letzten Tagen gegeben habe, als Antwort kam nur der schier unerträgliche Schmerz in seinem Schädel und der Satz "Weiß nicht........geht dich nichts an!!"
Schwarze Punkte tanzten vor Rocks Augen und er wäre beinahe umgekippt, hätte er sich nicht an der Wand abgestützt.
Er bedankte sich nicht bei dem Dämon und ging in Richtung der Labore, da er vermutete den Don wegen einer Frage die er ihm stellen wollte dort anzutreffen. Dort angekommen sah er dass die Tür von Dons Labor nicht geschlossen war, er dachte Don wäre dann wohl in seinem Labor, und betrat es, was er aber sah war etas vollkommen anderes. Es sah nach einem Einbruch aus, und da er nicht wollte dass der Verdacht auf ihn fiehl weil er sich hier drin aufhielt, wollte er den Raum schnellst möglich wieder verlassen,vor der Tür jedoch auf dem Gang sah er zwei Dämonen die anscheinend sauber machten, dass hieß also er musste warten.
Die Dämonen waren erstaunlich schnell wieder verschwunden, und interessierten sich nicht für die Tür, da Rock sie vorsichtshalber zugedrückt hatte, was er aber nicht gesehen hatte als er die Tür schloss, es gab keine Klinke.
Er saß anscheinend fest, und konnte nur hoffen dass der Don bald zurück kam, oder ein anderer diese verfluchte Tür öffnen würde.

Dann hörte er jemanden etwas an der Tür machen und klopfte so stark er konnte dagegen und schrie:
"Hallo kann mich jemand hören?? Ich bin hier drin eingeschlossen!!" Doch vergeblich, entweder wurde er nicht gehört oder er hatte sich nur eingebildet dass da jemand war.

Und so wartete er.......
Immer wenn er etwa hörte hämmerte er wie ein bekloppter gegen die Tür um auf sich aufmeksam zu machen, aber da er nicht wusste ob überhaubt ein Ton seiner Bemühungen nach außen drang sah er sich etwas genauer in dem Labor um.


13.07.2002 18:06#169
Shadow-of-Death Die kleine Dreigruppe kam nach einem langen Fußmarsch endlich im Kastell an. Sie hatten die Reise ohne Probleme oder Zwischenfälle überstanden und standen nun endlich vor dem verzauberten Heim der Schwarzmagier. Alaerie hatte sich ja hierhin verzogen und Shadow glaubte auch gehört zu haben das Alei sich hier herumtriebe. Man könnte sie ja mal besuchen.

Shadow ging mit raschen Schritten auf das reich verzierte Tor zu. Es kannte ihn schon von seinem früheren Besuch wo er bei Meister Odin seine Einhandausbildung begonnen hatte. Demnächst würde er bei Talas vorbeischauen und sich den Meisterbrief aushändigen lassen. Dann wäre er stolzer Einhandmeister. Und mit seinem neuen Schwert auch noch sehr tödlich....

Shadow durchquerte die Eingangshalle und sah schon von weitem den Dämon der ihn das letzte Mal “begrüßt” hatte. Aber war es überhaupt der selbe Dämon? Für Shadow sahen die irgendwie alle gleich aus.

Plötzlich spürte er eine Wärme in seinem Kopf und gleich darauf die Stimme des Dämons:
”Willkommen Sterblicher. Ich spüre dein letzter Besuch hat dir gefallen da ich ein Gefühl in dir Spüre welches ihr Freude nennt. Welchen Zweck hat dein heutiger Besuch?”
“Ich habe dieses Buch hier gefunden. Es ist in einer für mich unverständlichen Sprache geschrieben und ich möchte es gerne übersetzt haben.”, antwortete Shadow wahrheitsgemäß da er wusste das der Dämon nur aus Anstand gefragt hatte warum er wäre. Er wusste es so oder so aus den Gedanken des Hohen Novizen.
Wieder konnte er die Stimme des Dämons in seinem Kopf spüren. “Nun gut. Wenn dies dein Wunsch ist sollst du ihn gewährt bekommen. Allerdings solltest du dem Kastell dafür etwas spenden. Lege deine Spende in die kleine Opferschale dort bei der steinernen Statue. Wenn das Kastell die Spende annimmt verschwindet sie. Wenn nicht solltest du mehr oder etwas anderes hier lassen. Falls du nicht gewillt bist diese spende zu geben bitte ich dich diesen Ort zu verlassen.”

Shadow nickte nur und ging dann auf die Statue zu. Was könnte er spenden? Mit einem Achselzucken holte er einen kleinen Beutel mit 200 Erzbrocken heraus und legte sie in die Opferschale. Das war alles was er im Moment dabei hatte. Vielleicht genügte es.

Plötzlich leuchtete der Beutel auf und verschwand. Doch gleich darauf erschien er wieder. Doch diesmal erheblich kleiner. Shadow schaute hinein und schätzte das noch 50 Erzbrocken im Beutel waren. Anscheinend wollte das Kastell ihn nicht vollkommen mittellos hier herumschicken. Mit schnellen Schritten ging er zurück zum Dämon und fragte?

”Und was jetzt?”
“Ich habe schon nach jemandem gerufen der deine Bitte erfüllen kann. Hab ein wenig Geduld.”

Shadow zuckte mit den Achseln und setzte sich zu Scattie und Artie auf eine Bank. Jetzt hieß es warten...



13.07.2002 18:18#170
GlutaeusMaximus Die beiden Priester hatten auf der Suche nach dem Amazonenlager die halbe Kolonie abgesucht. Mehrmals hatte Prophet behauptet es sei hinter der nächsten Baumgruppe, hinter der nächsten Kreuzung, hinter dem Hügel dort... Vielleicht lag das nur an dem übermäßigen Sumpfkrautkonsum des Priesters... wahrscheinlicher war aber das er langsam geistig labil wurde...
Maximus hatte ihn irgendwann angeschnauzt und war in Richtung Kastell aufgebrochen. Da PropheT ohne die Kristalle eh nichts erreichen konnte war er schimpfend hinterher gelaufen. Und so erreichten die beiden immer noch im Streit das Kastell. Maximus hatte vor Stress unterwegs eine halbe Flasche Medizin geleert.

Jetzt hatte er schon wieder Kopfschmerzen und ging sofort ins Refektorium um sich zu stärken. Unterwegs hörte er ein Klopfen aus Dons Labor und öffnete vorsichtig die Tür. Drinnen stand der verzweifelte Lehrling Rock. Er hatte es ernsthaft fertig gebracht sich selbst einzusperren. Maximus musste ein Lächeln unterdrücken. Leichter hätten sie es echt nicht haben können.
Er zückte seinen Zauberstab und zielte auf Rock. „Du rührst dich nicht vom Fleck! Was fällt dir ein so eine Verwüstung in dem Labor anzurichten?“
Verängstigt antwortet der Lehrling: „Ich hab den Don nur etwas fragen wollen, das war schon alles so kaputt.“

„Hahaha, das erzähl dem Don mal lieber selber!“

Der Priester winkte zwei Dämone herbei und trug ihnen auf Rock in eine Zelle zu schleppen und zu bewachen. Rock protestierte, als ihn die beiden Diener Beliars wegtrugen, aber Maximus meinte nur: „Ich werde später nach dir sehen, jetzt hab ich Hunger!“

Kurz nachdem sich der Magier gesetzt hatte erschien schon der nächste Dämon, aber dieser wollte nicht die Bestellung aufnehmen. Er teilte Maximus mit, das das Kastell Besucher hatte. Schickt sie ins Refektorium und lasst mir etwas zu essen bringen! trug der Priester dem Dämon auf.



13.07.2002 18:32#171
TheRock Mit einem lauten Knall flog die Tür ins Schloss und Rock gegen die Wand in seiner Zelle.
Völlig entsetzt saß Rock in seiner Zelle und überlegte was dass jetzt sollte, er war doch nur auf der Suche nach dem Don gewesen und schwups sitzt er im Knast, ganz toll.
In Zukunft würde er es sich bestimmt zwei mal überlgen einen nicht öffentlichen Raum zu betreten.

Völlig von der Rolle rannte Rock immer wieder gegen die Tür und versuchte sie aufzustemmen.
Dann wurde er jedoch von einem Dämon angeschnautzt es sein zu lassen und sank auf dem..... Bett konnte man das nicht nennen, zusammen, da dieser Dämon doch tatsächlich die gewaltigsten Kopfschmerzen verursachte die man sich vorstellen konnte.

Rock fragte sich ob das Absicht war, oder er nur so empfindlich war weil er in einer eher beschissenen Lage war und nicht mehr ganz bei sich war. Er kam dann zu dem Schluss abzuwarten was sich jetzt aus der Sache entwickelte und dann gegebenenfalls wenn er mehrere Tage hier sitzen sollte versuchen sollte auszubrechen.
Was er aber schon nach zwei Sekunden als aussichtslos ansah.


13.07.2002 18:36#172
Shadow-of-Death Plötzlich schwebte der Dämon der sich bis jetzt nicht von der Stelle bewegt hatte auf die drei zu die sich leise unterhielten.

Die Wärme nahm zu und die Stimme ertönte wieder in Shadows Schädel. ”Ihr sollt ins Refektorium kommen. Dort werdet ihr vom ehrwürdigen Priester Glutaeus Maximus empfangen. Er wird euch bei eurem Problem helfen. Verhaltet euch allerdings respektvoll ihm gegenüber.”, pulste der Dämon und wandte sich dann wieder um und flog auf seine frühere Position zurück.

Shadow wiederholte das gehörte für seine Freunde und zusammen gingen sie dann ins Refektorium. Dort sahen sie einen Magier beim essen. Shadow war ein bisschen Geschockt. Der Mann hatte keinerlei Essmanieren sondern schaufelte alles mit den Händen in sich hinein. Seine Robe wies schon ein paar kleinere Fettspritzer auf die von dem Braten kamen die er mit beiden Händen umklammert hielt und große Bissen mit den Zähnen herausriss. Und so was war ein Priester? Sehr merkwürdig....

Shadow führte die Gruppe zu dem Schwarzmagier und fragte höflich. “Seid ihr Glutaeus Maximus? Einer der Dämonen sagte uns das ihr dieses Buch hier übersetzten könntet. Ich habe es in einem alten Schiffswrack gefunden und frage mich was es bedeutet.

Von den anderen Dingen erzählte er besser noch nichts da er seinen Gegenüber ja noch gar nicht kannte. Die Gruppe setzte sich in einer Reihe vor den Schwarzmagier und wartete auf eine Antwort....



13.07.2002 18:48#173
GlutaeusMaximus Maximus wischte sich dem Mund mit dem Ärmel ab und sprach dann zu den Gästen:
„Ja der bin ich. Ein Buch übersetzen... Ja das kann ich machen. Aber zahlen müsst ihr dafür. Und jetzt sagt nicht ihr habt schon am Eingang gespendet. Das ist mir egal, dafür bekommt ihr was zu essen. Ich muss auch auf meine Unkosten kommen.“

Der Priester lehnte sich zurück und nahm einen großen Schluck aus der Medizinflasche. Dann spülte er die Reste noch mit Apfelsaft herunter und wandte sich wieder den Besuchern zu:

„Hundert Erz dürften genügen.“ Er nahm das Buch in die Hand und blätterte flüchtig durch. „Ja so schwer wird das nicht, hundert Erz sind akzeptabel. Und jetzt lasst mich arbeiten. Kommt wieder wenn es finster ist, dann bin ich fertig.“

Mit den Worten stand der Priester auf und ging direkt in die Bibliothek. Die entsetzten Gesichter der Sumpfler beachtete er nicht...



13.07.2002 18:49#174
TheRock Als die Kopfschmerzen langsam nachließen rappelte Rock sich wieder auf und tastete unter seiner Robe nach einem harten Gegenstand auf dem er für die kurze Zeit gelegen hatte, und siehe da, es war sein Dolch. Er musste ihn als er die Robe neu beommen hatte hineingelegt und dann vergessen haben. Mit einer Waffe waren seine Chancen hier raus zu kommen ein wenig größer, aber er wollte ja erstmal abwarten........

Da er die Zelle jetzt schon in und auswendig kannte ritzte er mit dem Dolch ein wenig an der Wand zu seiner rechten rum, verlor aber schnell das Interesse daran, und verlangte von einem Dämon was zu Essen und einen Krug voll Wein. Der Dämon bewegte sich erst nicht, er dachte schon der würde ihm jetzt nichts bringen, dann aber war der Dämon weg und kurze Zeit später wieder mit einem Tablet zur Stelle.

Da Rock ja nicht irgendwie unter Zeitdruck stand ließ er sich viel Zeit mit dem Essen, da er ja wenigstens dann etwas Beschäftigung hatte...........


13.07.2002 19:06#175
Shadow-of-Death Da war Shadow jetzt erst mal Baff. Ein geldgierige Magier ohne Tischmanieren. Das hatte er noch nie erlebt. Na gut. Wie viele Magier kannte er denn auch schon...

Bis es finster wurde war noch eine beträchtliche Zeit. Und Shadows Magen meldete sich auf einmal ziemlich deutlich. Also hieß es erst mal ordentlich essen. Er fragte die anderen was sie essen wollten und ging dann in die Küche. Dort trug er dem Küchendämon seine Bestellung auf. Es war eine reichliche Bestellung. Er selbst würde als Vorspeise ein Gericht namens Kefdedekaia nahmen. Das waren kleine Hackfleischbällchen in einer kräftigen, feurigen Soße. Als Hauptspeise kam dann sein Leibgericht dran. Moleratbraten, sauer eingelegt und im Römertopf zubereitet. Lecker. Als Nachspeise kam dann ein leckerer Pudding mit Früchten dran. Zum herunterspülen kam dann hatte er eine Karaffe Rotwein und Wasser bestellt.

Das würde ein Festessen und Shadow spürte schon die Vorfreude darauf in sich aufsteigen. Hoffentlich dauerte die Zubereitung nicht allzu lange....


13.07.2002 19:48#176
Scatty Auch Scatty, der sich aufgrund der beeindruckenden Eindrücke im Kastell erstmal zu keiner sprachlichen Äusserung durchringen konnte, verspürte einen mächtigen Hunger. Also folgte er Shadow und trug dem Dämon auch seine Bestellung auf.
Als Vorspeise bestellte er einen Antipasti-Teller, mit Tomaten, Mozarella, Oliven, Moleratspeck an Käsestückchen und Sardinenfilets. Als Hauptspeise wählte er gespickten Scavengerrücken mit grüner Salatbeilage und Fladenbrot, nur um dem Menü durch die Nachspeise, eine Art Pudding mit Karamelsoße, die Krone aufzusetzen. Wenn Dämonen ratlos blicken können, dann tat es nun dieser. Doch nach einer kurzen Erklärung seitens Scatty wusste das Wesen nun auch, was er wirklich wollte. Zu trinken bestellte der Barbier eine Flasch Feuerlikör.
Nun, da seine Bestellung aufgegeben war, gesellte er sich wieder zu Shadow und Artie.



13.07.2002 22:22#177
{-NaThAnO-} Das Gespräch zwischen Shadow und Maximus hatte Nathano schnell interessiert und ihn zum Lauschen verführt. In einer dunklen Ecke hatte er gesessen, mit einem Glas Rotwein, gerade so weit entfernt, dass er das Gespräch verstand. Dieser Shadow kam ihm bekannt vor. Irgendwann hatte er ihn schonmal hier im Kastell gesehen.

Nathano war nun so interessiert, dass er selbst auch gerne wüsste, was es mit dem Buch auf sich hatte. Der Schwarzmagier entschloss aber sich noch etwas zurück zu halten. Er war sehr vorsichtig mit Fremden, vor allem wenn sie so aussahen, wie diese drei und wenn sich etwas ergab, konnte er immernoch mal mit diesem Shadow sprechen. Nathano schenkte sich Rotwein nach und beobachtete weiter die Ankömmlinge.



13.07.2002 22:26#178
TheRock Nach etwas Bedekzeit die er ja jetzt hatte überlegte Rock was er wohl zu seiner Verteidigung sagen könnte, da er es ja wirklich nicht war, hmmm....... vielleicht gibt es ja einen Magier der einen Wahrheitstrank zusammenmixen konnte, dann könnte man ihm ja solch ein Getränk einflößen und alles würde sich klären, zumindest hoffte Rock so, denn sonst wüsste er nicht was zu tun.
Jetzt konnte er nur noch hoffen, aber da er immer noch etwas zu Essen hatte, dachte er den Gedanken was-denn-wohl-wär-wenn..nicht zu ende sondern ließ es sich schmecken, wenn man das unter diesen Umständen so nennen konnte.


13.07.2002 22:46#179
Shadow-of-Death Shadow war sich nicht sicher wie spät es war. Aber seine innere Uhr war für gewöhnlich doch ziemlich präzise. Auch waren sie vor ungefähr 5 Minuten mit ihrem Essen fertig geworden und der Hohe Novize begann sich zu langweilen. Artie war inzwischen wieder eingeschlafen und Scattie hatte scheinbar kein Interesse an einer Unterhaltung. Wahrscheinlich dachte er darüber nach was dem Buch stand.

Nun gut. Shadow stand mit einer ruckartigen Bewegung auf die Artie hochschrecken ließ. Mit einem Nicken bedeutete er den Beiden ihm zu folgen. Er hielt einen Dämon an und erkundigte sich nach dem Weg zum Zimmer von dem Priester Maximus. Dieser hatte wohl keinerlei Erbarmen mit dem Hohen Novizen wie der ihm bekannte Dämon und schickte seine Antwort zusammen mit einer Woge aus Schmerzen in sein Hirn. Anscheinend waren nicht alle Dämonen so nett und ließen nur ein angenehmes Wärmegefühl im Schädel zurück.

Shadow funkelte den Dämon böse, unterließ es aber irgendwelche bösartigen Gedanken zu haben. Irgendwie scheiße wenn diese Viecher Gedanken lesen können....

Dennoch hatte er nun die Wegbeschreibung und setzte sich mit Scattie und Artie im Schlepptau in Bewegung. Er rannte zwar nicht hatte aber dennoch einen schnellen Schritt drauf und so erreichten sie schon nach kurzer Zeit das Labor des Schwarzmagiers.

Shadow ballte die Hand zur Faust und hämmerte mehrmals gegen die Tür. Er war doch aufgeregter als er es sich eingestanden hatte. Die dumpfen Schläge halten wie Gewitterdonner durch die Flure und hinterließen ein seltsam beklemmendes Gefühl bei den drei Gefährten. Immerhin waren sie hier Gäste vielleicht sollte man hier nicht so laut machen? Gespannt warteten sie auf eine Antwort...


13.07.2002 22:59#180
GlutaeusMaximus Maximus hatte die letzten Stunden lesend in der Bibliothek verbracht. Er war fasziniert von dem Buch. Mit seiner krakeligen Handschrift hatte er Notizen auf einem Stück Pergament gemacht. Alles war arg unzusammenhängend und so chaotisch, dass es wohl nur der Priester selber verstehen konnte.

Er liest die letzte Seite durch und machte noch eine kleine Notiz auf dem Pergament. Dann klappte Maximus das Buch zu und verließ die Bibliothek. Vor seinem Labor traf er gleich auf die Sumpfler, die es nicht erwarten konnten. Für 100 Erz wollten die eine so prompte Bedienung... Unglaublich und das ohne Vorauskasse...

Maximus ging hin und drückte Shadow das Pergament und das Buch in die Hand und sprach: „Ich muss noch was erledigen, wartet mal kurz hier. Und holt schon mal das Erz raus!“

Dann ging er nach oben und holte von PropheT, der noch immer kiffend auf dem Bett lag, den Knopf mit dem Abbild eines Greifs. Mit dem Knopf in der Hand ging er in den Keller. Vor der Zelle von Rock winkte er die beiden Dämonen zur Seite und betrat das Verließ...



13.07.2002 23:03#181
TheRock Rock hörte Schritte auf sich zu kommen, da er sich doch überlegt hatte den nächst besten anzufallen zog er seinen Dolch, versteckte sich hinter der Tür und wartete darauf dass diese Person, wer auch immer das war, hineintrat um dann von ihm attakiert zu werden.

Kein geringerer als Maximus betrat die Zelle, wurde von Rock hinterrücks angegriffen, doch Maximus war zu schnell für Rocks' Angriff.....


13.07.2002 23:08#182
Scatty Scatty musste den Kopf schütteln. Von Magiern erzählte man sich, sie wären kultiviert, und nicht so vorschnell und... naja, unkonventionell. Aber was solls, schliesslich hatten sie nun was sie wollten. Voller Neugier nahm er das Pergament aus Shadows Händen und begann zu lesen...

Das heisst, er hätte es gelesen, wenn es auch nur irgend möglich gewesen wäre, aber diese Schrift, wenn man sie noch so nennen konnte, glich ja fast der auf der Schriftrolle und im Buch selbst. Der Barbier hoffte nur, dass Maximus wirklich etwas hatte lesen können, und ihnen nicht nur das Erz aus der Tasche ziehen wollte. Aber von diesem Gedanken kam er schnell wieder ab. Gut, dieser Magier mochte nicht typisch für seinen Berufsstand sein, aber ein Halunke war er sicherlich nicht, das hatte der Hohe Novize im Gespür.

Shadow wollte schon wieder sein Erz zusammenklauben, aber Scatty hielt ihn zurück. Er hatte schon die "Spende" für das Kastell entrichtet, diesmal würde der Barbier die Rechnung begleichen. Schnell waren 100 Erzbrocken in einen Beutel gefüllt. Diesen liess er nun auf seiner Handfläche in die luft hüpfen, voller Erwartung, dass der Magier endlich zurückkam.



13.07.2002 23:16#183
GlutaeusMaximus Maximus hatte die Schritte vernommen und beugte sich nach vorne. Der Dolch glitt ins Leere. Was erdreistet sich dieser verrückte Lehrling mich anzugreifen! ging es dem Priester durch den Kopf als ihn der Lehrling attackierte. Schnell hatte er den Zauberstab in der Hand und wirkte schwarzes Licht auf Rock.
Während dieser im schwarzen Licht gefangen war holte Maximus mit seinem Stab aus und schlug den Lehrling auf den Schädel. Rock erwachte aus der Lähmung und taumelte zwei Schritt rückwärts. Der Priester setzte ihm nach und schlug ein zweites Mal mit dem Stab zu.

Es war keine besonders gute Waffe und Maximus konnte mit ihr auch nicht richtig umgehen, und so war es ein leichtes für Rock auszuweichen. Er duckte sich und rammte den Dolch nach vorne. Diesmal war Maximus nicht so gewand, die kleine Waffe traf ihn in der Bauchgegend, doch die dicke Robe hielt diesen Stich mit Leichtigkeit ab.

Der Priester wirkte ein zweites Mal schwarzes Licht und schlug wieder mit seinem Stab zu. Das war zuviel für den Lehrling, er stürzte ohnmächtig zu Boden...
Maximus bückte sich über den ohnmächtigen Lehrling und sah nach hinten um zu kontrollieren ob die Dämonen seine Finger sehen konnten. Dann nähte er mit flinkem Finger den Knopf an die Robe und stand zufrieden auf. Nur wer genau suchte würde den Knopf finde, es bestand keine Gefahr, das der Lehrling in selbst entdeckte...

Er verließ die Zelle und ging wieder nach oben, jetzt musste er mal Erz verdienen gehen. Die beiden Dämonen bezogen wieder vor der Zelle Stellung. Die Drei Sumpfler standen noch immer vor dem Labor und hielten Buch und Pergament in den Händen. Den Gesichtsausdrücken konnte er entnehmen, dass sie nicht schlau draus wurden.

„Na, könnt ihr nicht lesen oder was?“



13.07.2002 23:24#184
Scatty Eine Augenbraue wanderte langsam Richtung nich vorhandenem Haaransatz. Das war Scatty´s Lieblingsgesichtsausdruck bei solchen Aussagen.

"Na, ich will ja nicht unhöflich erscheinen, aber wenn ihr meint, dass Nicht-Magier schon Runen lesen können..."
Ein leichtes Grinsen gesellte sich zu der hochgezogenen Augenbraue, verschwand aber sogleich wieder. Scatty wusste sehr wohl, wen er vor sich hatte. Einen mächtigen Magier der nicht zu unterschätzen war.

"Oder um es klar zu sagen: Nein, diese Schrift können wir nicht lesen. Wenn ihr uns freundlicherweise vorlesen, oder erklären könntet was ihr herausgefunden habt? Oder vielleicht nocheinmal jemandem geben, der sowohl eure Schrift als auch die unsere beherrscht?"
Wenn Scatty´s Gesichtausdruck jetzt nicht wieder eine geschäftige Ernsthaftigkeit angenommen hätte, könnte man meinen, er scherze mit Maximus herum. Doch das tat er beileibe nicht.
"Und sobald das geschehen ist, werdet ihr euer Erz bekommen, in Ordnung?"


13.07.2002 23:28#185
TheRock Rocks Kopf schmerzte, es war ihm doch tatsächlich nicht gelungen eine Geisel zu nehmen, oder zumindest Maximus zu verletzen um zu fliehen, nun saß er mit einer Beule und keinem Erfolg in der Zelle und konnte nur hoffen dass bald der Don kam, ihm würde er sicherlich alles erklären können.

Wie er da saß sah er ein dass es nicht das beste gewesen war Maximus anzugreifen, denn wenn er pech hatte würde er nun eine wichtige Person gegen sich haben, er konne nur hoffen dass er, wenn er frei gelassen würde, mit Maximus reden könnte um alles zu klären.
Und es könnte sein dass er nun noch länger in diesem Loch sitzen müsste nur wegen dieser...scheiße die er hier gebaut hat.

Ok Rock beruhig dich, es wird schon nicht so schlimm kommen
Und da seine Kopfschmerzen noch ziemlich stark waren beschloss er, den Kopf an die Kühle Wand gelehnt, ein wenig zu schlafen.



13.07.2002 23:35#186
GlutaeusMaximus „Vorlesen?“ der Magier grinste... dann bemerkte er aber den Erzbeutel in Scattys Hand und besann sich auf seine finanziellen Probleme. „OK, wenn ihr das nicht lesen könnt werde ich euch wohl helfen müssen.“

Dann nahm Maximus das Pergament in die Hand und begann zu erzählen:
„Das ist eine Art Tagebuch von jemand der in eine Höhle will. Auf der vorletzten Seite findet ihr eine Karte. Bei dem Symbol hier:“ Maximus schmierte eine Rune auf das Pergament. „Findet ihr die Höhle, falls ihr dumm genug seid dort hin zu wollen. Er war es auf jeden Fall. Der Typ ist in die Höhle eingedrungen um einen mächtigen Smaragd der Erkenntnis oder so zu holen. Doch leider hat der vorherige Besitzer einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Vor allem irgendwer namens Krayakin, scheint das Haustier des Exbesitzers zu sein... Auf der letzten beschrieben Seite erzählt er das er ach so mächtig ist uns es heute mit Krayakin aufnimmt... entweder er konnte danach nicht mehr schreiben oder er ist ganz futsch... zumindest endet das Buch mit diesem Eintrag. Und jetzt her mit dem Erz!“



13.07.2002 23:46#187
Shadow-of-Death Shadows Interesse war geweckt und er überhörte die Unfreundlichkeit des letzten Satzes einfach mal. Stattdessen nickte er Scattie nur zu das dieser dem Magier das Erz aushändigen sollte. Im letzten Moment besann er sich aber noch und hielt den Arm von Scattie fest.

”Moment mal. Das ist zwar alles schön und gut. Aber das sind alles nur Bruchstücke. Was sollen wir denn damit anfangen. Abgemacht war eigentlich eine vollständige Übersetzung. Das Erz gibt es nur wenn wir eine richtige Übersetzung haben. Da könnten sonst was für Fallen sein. Und da steht doch bestimmt auch weiteres über den Smaragd drin oder? Also ich warte.”

Langsam verlor Shadow seine eigentlich fast schon legendäre Beherrschtheit. Er hatte ziemlich viel wein getrunken und der hatte ihn ein wenig aufbrausend gemacht. Wütend funkelte er den Schwarzmagier an und wartet auf eine Erklärung...



13.07.2002 23:54#188
GlutaeusMaximus „Ihr erwartet von mir eine vollständige Übersetzung? Und dass für 100 Erz? Ihr spinnt. Gebt mir die 100 Erz und kommt morgen Abend wieder, dann sollt ihr eine komplette Übersetzung erhalten. Das macht dann aber weitere 100 Erz. Das ist mein letztes Angebot!“

Maximus sah die Sumpfler böse an. Dann riss er Scatty das Pergament aus der Hand und streckte die andere Hand nach dem Erzbeutel aus.



14.07.2002 00:05#189
Shadow-of-Death Keine Essmanieren und auch keine normalen Manieren der Typ. Shadow musste wirklich schwer an sich halten um dem eingebildeten Typen nicht den Kiefer zu brechen. Oder irgendeinen anderen Knochen...

”Nun gut. Das geht in Ordnung. Morgen verlange ich allerdings das das komplette Buch in leserlicher Schrift abgeschrieben ist. Ich will da keine Überraschungen erleben. Und wenn du versuchst zu kürzen oder irgendwas auszulassen und uns passiert dann was bist du dran. Verstanden?”

Shadow war schon sehr in Rage. Unter normalen Umständen würde er nicht einmal auf den Gedanken kommen jemandem zu drohen. Aber der Wein, zusammen mit seiner Müdigkeit und dem pochenden Schmerz seiner Armwunde riss an seinen Nerven und machte ihn aggressiv. Er brauchte dringend Schlaf.

Der riesige Faustkämpfer riss dem verdutzten Scattie das Erz aus der Hand und drückte es dem hochgewachsenen Schwarzmagier in die Hand. Dann bedeutete er Scattie und Artie, der von dem ganzen fast nichts mitbekommen hatte da er anscheinend im stehen schlief, ihm zu folgen und ließ den Priester des Zux einfach stehen.

Wenn Shadow morgen keine leserliche Kopie des Buches in Händen hielt konnte der Schwarzmagier aber was erleben. Shadow war wirklich stocksauer...


14.07.2002 00:08#190
GlutaeusMaximus Maximus nahm das Erz, brachte das Buch in die Bibliothek und legte es auf seinen Tisch. Dann ging er nach oben und holte PropheT ab. Der Priester trennte sich nur sehr ungern von seiner Neuerwerbung, einer Wasserpfeife. Aber Maximus konnte ihm klarmachen, das die Amulette Vorrang hatten. Die zwei Priester gingen nach unten und statteten dem Schatzhalter-Dämon noch einen Besuch ab. Maximus lieh sich weitere 500 Erz und der Dämon notierte alles in einem kleinen Buch.
Die beiden verließen das Kastell und gingen in Richtung Neues Lager. Noch mal wollte sich Maximus nicht von PropheT in die Irre führen lassen...
Die Nacht verschluckte die beiden Priester und mit ihnen das laute Gestreite...


14.07.2002 00:37#191
Scatty Wenn Scatty bei jeder unfreundlichen Bemerkung und Andeutung des Priesters den Kopf geschüttelt hätte, würde er wahrscheinlich morgen noch hier stehen und selbigen schütteln. Er konnte nur hoffen, dass nicht alle Schwarzmagier so eigenbrötlerisch, unfreundlich und ungehobelt waren. Aber andererseits kannte er Maximus nicht persönlich, wer weiss schon, was ihm vielleicht geschehen war...
Die Müdigkeit verdrängte jeglichen weiteren Gedanken aus Scatty´s Kopf. Er legte dem stürmisch dahinschreitenden, vor Wut kochenden Shadow die Hand auf die Schulter. "Hör mal, es bringt nichts, hier wie ein feuerspeiender Drache durch die Gegend zu rennen. Lass uns erstmal etwas schlafen, morgen sieht die Welt gleich anders aus,ok?" Ein Gähnen gab den Worten Nachdruck, und Shadow nickte nur knapp. Scatty ging zu einem der überall herumstehenden Dämonen und fragte ihn nach einem Zimmer. Die Kopfschmerzen, hatte er sich sagen lassen, die bei nur kurzen Gespräch entstanden, seien normal, und so nahm er sie in Kauf, als die Dreiergruppe dem Dämonen folgte. Er führte sie an eine Türe und liess sie dann wieder allein. Scatty öffnete die Pforte und trat ein. Etwas mager eingerichtet, aber es würde auf jeden Fall für eine Nacht reichen. Mit einem schon mehr geschnarchten als gesprochenen "Eine gute Nacht, meine Freunde." liess er sich in eins der drei Betten sinken und war sogleich ins Reich der Träume entschwunden...



14.07.2002 00:52#192
GlutaeusMaximus Schwarzer Rauch stieg in der Eingangshalle des Kastells von dem roten Pentagramm auf. Als er sich nach einer Weile wieder lichtete standen dort die beiden Priester PropheT und Maximus. Ersterer ging schlechtgelaunt auf sein Zimmer, er hatte etwas abgeben müssen, dass ihm scheinbar sehr wichtig war...
Maximus ging schnellen Schrittes in die Bibliothek. Er nahm einen kräftigen Schluck aus seiner Medizinflasche und begann mit der Übersetzung des Buchs. Diesmal versuchte er möglichst deutlich zu schreiben und übertrug das ganze gleich in ein neues Buch.

Die Geschichte fesselte ihn. Dieser Smaragd schien sehr mächtig zu sein... Maximus musste ihn besitzen, dazu konnte er die Hilfe der Sumpfler benötigen.... Ja, die würden ihm eine große Hilfe sein... Der Priester fing an die gefahren alle etwas zu untertreiben. Aus drei sechs Fuß großen Monstern wurden zwei vier Fuß große... und so weiter...

Maximus wollte sicherstellen, dass die Sumpfler nicht den Mut verlieren...


14.07.2002 11:02#193
GlutaeusMaximus Der Magier hatte die ganze Nacht durchgearbeitet. Todmüde aber zufrieden betrat er das Refektorium. In seinen Händen hielt er das original Tagebuch und eine leicht modifizierte Abschrift...

Gähnend setzte er sich an einen Tisch und legte die Bücher neben sich. Dann bestellte der Priester ein umfangreiches Frühstück und schlief beim Warten darauf fast sitzend ein. Nach einer Weile tauchte endlich ein Dämon mit dem gewünschten auf. Kleine Stücke Scavengerfleisch in der Pfanne angebraten und dann mit Käse überbacken...

Maximus bestellte sich noch etwas zu trinken und begann dann das Essen herunter zu schlingen. Dazu trank er reichlich eiskalten Apfelsaft und ab und zu einen kleinen Schluck Medizin...



14.07.2002 11:25#194
Shadow-of-Death Langsam erhob sich der große nackte Mann aus den weichen Betten. Er hatte gut geschlafen, auch wenn die Matratze seiner Meinung nach zu weich war. Da verweichlichte man doch. Schnell ging er zu einem Waschzuber und vollzog seine flüchtige Morgenwäsche. Dann zog er seine schwarze Lederbekleidung an und streifte sich seine schwere Novizenrüstung über. Er würde sie wohl mal ausbessern lassen müssen. Der Kampf gegen den Dämon war ziemlich schwierig gewesen und auch die Skelette hatten tiefe Kerben hineingerissen.
Shadow war ziemlich aufgeregt. Hatte der Magier wortgehallten und eine exakte Kopie erstellt? Hoffentlich. Shadow hatte keine Lust hier im Kastell ein großes Trara anzufangen. Vielleicht bekam er dann ja sogar Hausverbot.
Scattie und Artie schliefen noch und Shadow verspürte keine Lust sie zu wecken. Sollten die sich doch erst mal richtig ausruhen. Sie würden ihre Kräfte noch brauchen. Mit dem Magier würde er schon alleine fertig. Aber eins noch...
Shadow schritt zu Scatties Tasche und holte 50 Erz hervor. Zusammen mit seinen verbliebenen 50 Erz reichte das als Bezahlung für den Magier aus. Wenn der mehr verlangen würde konnte er was erleben. Shadow hatte vielleicht normalerweise eine Engelsgeduld aber wenn er etwas hasste dann war es Geldgier.
Leise entfernte sich Shadow selbst aus dem Raum. Seine Schritte machten keinerlei Geräusch und das leise schleifen der Tür war lauter als sein ruhiger Atem. Schlaf war wichtig. Und seine Freunde, vor allem Artie schienen ihn zu brauchen. Draußen beschleunigte er seine Schritte und lenkte sie in Richtung Refektorium.

Dort angekommen sah er schon den Schwarzmagier sitzen wie er müde an einem Stück Fleisch knabberte. Anscheinend hatte er die Nacht durchgearbeitet. Und auf dem Tisch vor ihm lagen zwei Bücher. Perfekt.

”Seid mir gegrüßt Priester des Zux. Ich sehe ihr seid mit der Übersetzung fertig geworden. Schön. Ihr habt euch euer Erz redlich verdient.”, sagte Shadow förmlich, knallte das Erz auf den Tisch und griff nach dem Buch und fing sofort an darin zu lesen.

Auf dem Einband stand groß in ordentlicher Handschrift:
Aufzeichnungen und Erfahrungen des Magiers Azarot II.
Königlicher Hofmagier und Vorsitzender des Magischen Zirkels von Zuratav


14.07.2002 11:39#195
GlutaeusMaximus „Guten Morgen.“ Sprach der Magier überraschend freundlich. Maximus öffnete den Sack und fing an mit seinen fettigen Fingern das Erz abzuzählen. Es waren genau hundert Stück. Er grinste zufrieden und verstaute den Beutel in seiner Robe.
Dann wandte er sich wieder an den Hohen Novizen, der noch immer in dem Buch versunken dasaß. „Ich habe beschlossen euch noch einen kleinen Gefallen zu tun. So als extra für die prompte Bezahlung. Ich werde euch, falls ihr diesen Smaragd sucht, was ich schwer annehmen möchte, auf die Suche begleiten.“
Maximus nahm den letzten Schluck aus dem Apfelsaftkrug und stand auf...


14.07.2002 11:57#196
Shadow-of-Death Die Worte drangen wie aus weiter Ferne an sein Ohr so versunken war er in das Buch. Shadow schaute verwirrt hoch. Woher plötzlich dieser Sinneswandel? Aber im Prinzip auch egal. Einen Schwarzmagier konnte man gut gebrauchen bei dem ganzen Gesocks was da rum schleichen sollte.

”Ist mir recht. Ich informier sie wenn wir uns entschieden haben.”, rief Shadow dem sich entfernenden Magier noch nach.

Irgendwie kam ihm dieser komische Kauz seltsam vor. Der hing ständig an so einer komischen Flasche. Und irgendwie wehte ständig ein leichter Alkoholhauch um ihn. Ob der noch zurechnungsfähig war? Man konnte es nur hoffen.
Shadow verspürte plötzlich einen großen Hunger in sich aufsteigen. Schnell bestellte er ein reichliches Frühstück bestehend aus Rührei mit Speck und Bratkartoffeln, geröstetem Brot einigen Käsesorten und dazu einen großen Krug frischer Milch. Das Getränk war ein Test. Er hatte schon lange keine frische Milch mehr getrunken und er wollte wissen ob das esse nun magisch war oder nicht.

Und tatsächlich. Der Dämon brachte ihm neben dem anderen bestellten zeug auch einen großen Krug frischer, sahniger Milch. Wahrscheinlich von Dämonenkühen dachte Shadow bei sich und fing an zu essen. Nebenbei las er immer weiter in dem aufgeschlagenen Buch. Wirklich interessant. Der Magier hatte recht. Diesen Smaragd durfte man sich nicht entgehen lassen. Aber wenn das alles stimmte würde er noch Verstärkung benötigen.

Einiges an Verstärkung. Vielleicht wollten sogar noch ein paar Schwarzmagier mitmachen. Dieser Silgata soll ja wirklich extrem mächtig gewesen sein. Da wird der bestimmt noch andere lohnende Dinge in dieser letzten Kammer haben. Aber dieser Krayakin machte Shadow doch Sorgen. Hier stand nichts darüber was das für ein Ding war. Und der Magier der dieses Buch geschrieben hatte, hatte sogar noch eine kleine Armee aus ausgebildeten und schwergepanzerten Soldaten dabei. Und trotzdem wurden sie vernichtet. Seltsam....



14.07.2002 12:25#197
GlutaeusMaximus Maximus war todmüde. Er schaute noch bei PropheT vorbei und legte diesem einen Zettel neben das Bett, da er vor sich hin schnarchte.

Heute Abend holen wir die Amulette bei Crowner ab. Weckt mich dann bitte, muss etwas Schlaf nachholen.

Gruß
GM

Dann fiel im noch etwas ein und mit seiner krakeligen Handschrift fügte der Priester eine Ergänzung hinzu:

Ach ja, habe Informationen über altes Artefakt. Scheint mächtig zu sein. Werde Sumpfler benutzen um es zu erhalten.

Dann ging er auf sein Zimmer und legte sich hin...



14.07.2002 12:42#198
TheRock Als Rock in seiner Zelle aufwachte hatte er gar keine Ahnung wie spät es war, er erwachte mit Kopfschmerzen die aber glücklicher weise schon nachgelassen hatten.
er erinnerte sich noch lebhaft an den Schlag auf seinen Kopf, doch nun ließ er sich erst mal von einem der Dämonen eine riesige Mahlzeit bringen und erkundigte sich bei dem Dämon ob Don schon wieder zurück sei, was aber nicht der Fall war.
So verspeiste Rock erstmal, noch langsamer als vorher die Scavangerbollen und trank dazu eine Karaffe des besten Weines den er seit langem getrunken hatte.
Wärend dem Essen überlegte er erstmal ob er sich für den Angriff auf Maximus bei selbigem entschuldigen sollte. Er entschied sich dazu erst noch aufzu essen und dann noch ein wenig zu schlafen.......



14.07.2002 13:15#199
{-NaThAnO-} Nathano wurde von Gerede geweckt und schrak auf. Er war hier im Refektorium eingeschlafen, der Alkohol hatte ihn anscheinend so müde gemacht, dass er es nicht einmal mehr in sein Zimmer geschafft hatte. Doch was Maximus mit Shadow da redete, verwunderte den Schwarzmagier doch sehr. Wieso wollte er den Sumpflern jetzt helfen? Da konnte doch ´was nicht stimmen. Maximus musste irgendetwas gefunden haben, was ihn interessierte, doch was? Diese Sache wurde immer interessanter, ein Blitzen erschien in Nathanos Augen.



14.07.2002 13:25#200
Scatty Müde Lider klappten langsam auf, gaben blinzelnde, aber ausgeruhte Augen frei, die den Raum absuchten. Jetz fiel es dem Barbier wieder ein. Sie hatten sich ja gestern ins Kastell aufgemacht, um das Buch übersetzen zu lassen. Und wie es aussah, war der Priester fertig geworden, denn nirgendwo im Raum konnte Scatty den anderen Hohen Novizen Shadow erblicken. Er liess es sich wahrscheinlich schon bei einem ausgedehnten Frühstück gut gehen.

Vorsichtig und bedächtig setzte er seine nackten Füße auf den Steinboden. Nachdem er eine halbe Minute darauf verwendete, voll und ganz zu erwachen, erhob er sich und schritt zu dem Stuhl, auf dem er seine Rüstung und seine Kleidung abgelegt hatte. Die kurze Hose und das Leinenhemd waren schnell übergestreift, die Rüstung saß auch fest. Er sah sich um. Artie schien noch zu schlafen, und er wollte ihn nicht wecken. So schlich er sich auf Zehenspitzen aus dem Zimmer und machte sich auf den Weg ins Refektorium, um seinen Magen zu füllen.
Dort angekommen erblickte er auch schon den kräftigen Shadow, der sich über ein ausgiebiges Frühstück hermachte und in einem aufgeschlagenen Buch las. Das musste es sein. Scatty rieb sich die Hände vor Neugier. Schnell war seine Bestellung aufgegeben, ein einfaches Frühstück, etwas Käse, Brot und Wurst. Dazu eine Karaffe mit Zitronenwasser. Nachdem der Küchendämon alles registriert hatte, begab sich der Barbier zu Shadow an den Tisch.

"Guten Morgen... oder sollte ich besser sagen guten Mittag?" Ein Schmunzeln lag auf des Barbiers Lippen. "Wie ich sehe, ist unser Freund fertig geworden... Glück für ihn, er hätte dich nicht wütend erleben wollen." Scatty kam wieder diese interessante Erfahrung mit dem Berserkerrausch ins Gedächtnis, als er gierig kauend den ersten Bissen Brot zu sich nahm.



14.07.2002 13:45#201
Shadow-of-Death Shadows Gedanken wanderten bei Scatties Worten ebenfalls unwillkürlich zu seinen Erinnerungen an den Berserkerrausch. Es war schon seltsam. Jetzt mit einigem Abstand konnte er sich an jedes Detail seines selbstmörderischen Angriffes erinnern. An die Verwundungen die er damals gar nicht registriert hatte, an das Blut welches ihm dann die Sicht versperrt hatte.

Trotzdem waren seine Verwundungen gar nichts gegen die schrecklichen Schläge gewesen die er ausgeteilt hatte. Er hatte sich kein einziges Mal verteidigt. Seine Schläge waren so schnell gekommen das die Skelette gar keine Chance gehabt hatten selbst zuzuschlagen. Und die ganze Zeit hatte er keine Angst um sein eigenes Leben gehabt. Normalerweise konnte ein Mensch nicht so kämpfen. Aber wenn er von sich aus in solch einen Rausch fallen könnte. Er musste mal darüber lesen....

”Ja. Der Magier ist fertig geworden. Und was in dem Buch steht ist wirklich interessant. Scheinbar war das Skelett was wir gefunden hatten der letzte Überlebende eines Suchtrupps gewesen. Die waren zusammen mit einem mächtigen Magier aufgebrochen um diesen Smaragd der Erkenntnis zu finden. Sie sind auch ziemlich weit gekommen. Am Ende wurden sie aber von etwas was sich Krayakin nennt vernichtet. Der Überlebende hatte sich dann wieder herausgeschlichen und wollte das Zeug hier wohl verstecken. War vielleicht der letzte Wunsch des Magiers oder so. Jedenfalls ist der arme Kerl dann an seinen Verletzungen verreckt. Das Schwert was ich hier hab gehörte dem Magier und sollte den Krayakin vernichten. Hat es aber anscheinend nicht gemacht. Was meinst du sollen wir da mal hingehen?”



14.07.2002 13:58#202
{-NaThAnO-} Reglos hatte Nathano das Gespräch zwischen den beiden Sumpflern gelauscht. Der Smaragd der Erkenntnis.... Das musste es sein, was Maximus so interessierte oder verschwieg er etwas? In letzter zeit verhielt er sich komisch, oft hing eine dicke Alkoholwolke um ihn herum und sein Benimm war Nathano auch nicht gewohnt. Nathano wusste nicht mehr, was er Maximus zutrauen konnte, er hatte sich so verändert! Wenn diese Sumpfler nicht aufpassten, konnte Maximus ihnen vielleicht etwas antun, oder sie hinterrücks.....

Das musste der Schwarzmagier verhindern! Kurzerhand entschloss er sich, sich den Beiden bekannt zu machen und ging auf sie zu.
"Seid gegrüßt, Sumpfler. Man nennt mich Nathano, ich bin Schwarzmagier im ehrwürdigen Zirkel. Ich muss gestehen, dass ich euren Gesprächen etwas gelauscht habe. Wenn ihr diesen Smaragd wirklich suchen wollt, würde ich euch gerne begleiten. Ich bin ein Meister des Einhand-Schwertkampfes und verfüge über die Magie Beliars der ersten Stufe, also wie ich denke eine Bereicherung für euch?"
Nathano hatte verschwiegen, was er über Maximus dachte. Er wollte ja keine Gerüchte verbreiten, die am Ende vielleicht sogar nicht wahr waren. Aber es war sicherer, wenn er mitkam.



14.07.2002 14:21#203
Shadow-of-Death Shadow schaute auf. Da hatte sie also ein Schwarzmagier belauscht. Shadow musterte den jungen Mann genauestens. Er trug die Robe eines Schwarzmagiers des Zux. Seine Schultern waren recht ordentlich er schien durchtrainiert zu sein. Langsam wanderten die kalten, schwarzen Augen Shadows zum Gesicht seines Gegenübers. Suchten den Blickkontakt zu den klaren blauen Augen. Shadow war ein guter Menschenkenner und erkannte sogleich das dieser Mann etwas verheimlichte.
Seine Haltung war ruhig und selbstbewusst. Mit verschränkten Armen stand er da und versuchte möglichst unnahbar zu wirken. Aber Shadow sah hinter die Fassade und versuchte zu enträtseln was dieser Mann noch wusste oder glaubte zu wissen.
Ach was das war doch paranoid. Die Kälte wisch aus Shadows Blick und machte wieder dem üblichen interessierten Glitzern Platz welches man für gewöhnlich darin erkennen konnte. Schließlich fing er an:

”Ihr wärt sicher eine Hilfe bei unserem Vorhaben. Doch was treibt euch uns so selbstlos zu helfen. Ihr müsst doch bestimmt begreifen das man diesen Smaragd dann nicht teilen kann. Was bedeutet das er so oder so dann dem Sumpf gehört. Mir kommt das schon suspekt vor das dieser Priester mit uns reisen will. Ist euch hier allen so langweilig das ihr Gefahren erleben müsst?”
Shadows Ton war vielleicht etwas unfreundlich, aber er misstraute diesen Schwarzmagiern irgendwie. Magie war ihm schon immer suspekt vorgekommen. Vor allem nach seinem Test mit Chaze....



14.07.2002 14:35#204
{-NaThAnO-} Dieser Shadow war klug. Wenn Nathano nicht aufpasste, würde er noch hinter den Gedanken von Nathano kommen, aber das wusste er gut zu verhindern. Er dachte nach und ein kurzer Moment der Stille herrschte im Refektorium. Keine Mine verzog er, antwortete dann aber mit ruhiger Stimme:
"Ihr müsst verstehen, wir Magier der dunklen Seite haben fast immer unsere Gründe. Allerdings meistens auch Gründe, die anderen Bewohnern der Kolonie eher nicht zu Ohren kommen sollten. Wir sind sehr misstrauisch, versteht Ihr? Entweder Ihr nehmt meine Hilfe an oder ihr lasst es. Es ist Eure Entscheidun!" Nathano´s Blick verfinsterte sich etwas, während er eine kurze Pause einlegte und kurz bevor Shadow antworten wollte, sagte er noch:
"Ich will Euch nur eines sagen: Es ist vielleicht besser für Euch, wenn ich mitkomme. ICH habe meine Gründe."



14.07.2002 14:46#205
Shadow-of-Death Gründe? was für Gründe könnte er haben? Shadow war sich nicht sicher. Aber so ein Schwarzmagier der auch noch gut mit dem Schwert war konnte wirklich nützlich sein. Schließlich entschied Shadow:
”In Ordnung. Ich denke ihr werdet uns eine große Hilfe sein. Vielleicht teilt ihr uns eure Gründe noch mit. Allerdings habt ihr keinerlei Anspruch auf den Smaragd. Laut diesem Buch sind dort aber andere Schätze die ihr euch dann aneignen könnt. Setzt euch doch und ich informiere euch näher.”
Der Schwarzmagier kam der Aufforderung nach und Shadow weihte ihn in das Geschehen ein. Er erzählte von Tomekks Quest und der Truhe. Er erwähnte auch die gefundenen Gegenstände und zeigte sie dem Magier auch nach dem er sich mehrmals umgeschaut hatte ob auch niemand zuschaute.

Das mit den Gegenständen war zwar etwas leichtsinnig, aber der Magier konnte ihnen nicht helfen wenn er nicht über alles Bescheid wusste.
”Was haltet ihr von dieser Teleportierrolle. Wohin führt sie?”


14.07.2002 15:04#206
{-NaThAnO-} "Hmm, lasst mich mal sehen. Solch eine Teleportierrolle habe ich noch nie gesehen! Sie gehört schonmal nicht zu irgendeinem Lager, also muss sie irgendwo anders hinführen....."
Nathano legte ein Pause ein, nahm das gute Stück in die Hand und schloss die Augen. "Das ist komisch! Ich verspüre keine magische Kraft in dieser Rune! Seltsam. Entweder sie ist beschädigt, oder.....sie funktioniert nur an einer bestimmten Stelle......"
Den letzten Satz sprach Nathano sehr leise und nachdenklich. Die Schriftrolle gab er Shadow zurück. Das war ja interessant. Wenn die letzte Möglichkeit wahr sein sollt, wo sollte sie dann funktionieren? Und wo fürte sie hin? Nathano war mit seinem Latein am Ende.
"Mehr kann ich Euch leider nicht zu dieser Schriftrolle sagen, tut mir Leid!"


14.07.2002 15:16#207
Shadow-of-Death Shadows Augen leuchteten. Hatte er es doch geahnt. Laut dem Buch war ja der Eingang zur Höhle wieder verschossen da so was wie eine Sicherung eingebaut war die den Zauber wieder aktivierte wenn man schon mal drin war und es dann wieder verlässt. Vielleicht konnte man nur mithilfe dieser Schriftrolle in die Höhle. Oder es war irgendetwas anderes. Aber das würden sie schon noch rausfinden.
Shadows Gedanken konzentrierten sich wieder auf die restlichen Gegenstände die vor ihnen lagen. Als nächstes kam das Amulett dran welches er gefunden hatte. Er hatte den Grünspan mittlerweile entfernt und es sogar poliert. Nun leuchtete es in ganzer Pracht golden und die Rune funkelte passend dazu in einem matten Silber.

Ich weiß nicht genau was dieses Amulett hier bedeuten soll. Vielleicht ist es ja auch nur zur Öffnung der Truhe gedacht gewesen. Trotzdem möchte ich das ihr es euch einmal anschaut.

Shadow hielt es dem Schwarzmagier hin der es in die Hand nahm und aufmerksam untersuchte. Er versuchte anscheinend wieder die Magie darin zu erfühlen und sagte schließlich....



14.07.2002 15:23#208
{-NaThAnO-} "Puh, schwierig! Es strahlt ähnliche Energie wie mein Amulett aus, welches mich vor Untoten warnt. Daher denke ich, dass es auch irgendwie eine Schutzfunktion beherbergt. Genaueres kann ich Euch dazu leider nicht sagen. Allerdings könnte ich Euch für dieses Amulett an Don-Esteban, unsren Runenmagier verweisen. Er ist ein weiser Mann und könnte Euch vielleicht mehr sagen!"
Nathano legte das schöne Amulett auf den Tisch. Es war schon erstaunlich, was dieser Shadow so alles gefunden hatte. Es würde sich bestimmt lohnen, mit ihm auf diese Reise zu gehen. Nathano gefiel dieser Gedanke immer besser.


14.07.2002 15:34#209
Alaerie Die noch etwas verwirrte Magierin trat aus dem Spiegel in dem Zimmer von einer gewissen meditate. Alaerie hatte keine Ahnung, wer diese meditate war, begegnet hatten sich die beiden noch nicht. Erschöpft und noch immer durcheinander schritt Alaerie auf die Türe zu.

An dem Ringfinger ihrer rechten Hand prangte der schlichte aber stilvolle Ring der kore. Zaghaft strich Alaerie darüber. Mit diesem Ring konnte sie nun also an den Ort zurückkehren, von dem sie gerade gekommen war. Wollte sie überhaupt nochmals dorthin zurück?

Da würde sie sich später Gedanken drüber machen. Momentan sehnte sie sich nur nach ihrem Bett. Endlich schlafen und ausruhen. Die Szenarios in der Unterwelt hatten ihr doch ganz schön zugesetzt. Alaerie trat aus der Tür und sah sich um. Nur wenige Fuß trennten sie von ihren eigenen Gemächern.

Die weißen Lacken und der vertraute Duft des Raumes wirkten beruhigend auf die junge Frau. Zufrieden kuschelte sie sich in die warme weiche Decke. Sie war wieder Zuhause und bei ihren Freunden. Kein Lug und Trug mehr, alles so, wie es vorher war. Alaerie schloß die Augen und sank in einen tiefen traumlosen Schlaf.


14.07.2002 15:34#210
Shadow-of-Death Zu einem Runenmagier gehen. Ja das wäre nicht schlecht. Der könnte Shadow bestimmt auch mehr über die Eigenschaften seines Schwertes sagen. Er würde ihn dann wohl mal aufsuchen....

Nun holte Shadow den riesigen Brillianten aus seiner Tasche. Er war sich nicht sicher wie der Magier darauf reagieren würde aber es war ein Versuch wert. Irgendwie hatte er das Gefühl das da etwas besonderes war.

”Nun. Wir werden diesen Don-Esteban zu gegebener Zeit aufsuchen. Nun aber zu einem nächsten Gegenstand. Diesen Brillianten. Irgendwie weiß ich nicht so richtig ob das einfach nur ein schatz ist oder ob er eine tiefere Bedeutung hat. Könnt ihr irgendwelche magische Energie darin spüren?”

Shadow gab dem Schwarzmagier den Stein in die Hand und wartete gespannt auf eine Antwort. Hoffentlich war das Teil nicht einfach nur ein großer Diamant. Damit konnte man hier echt nichts anfangen....



14.07.2002 15:42#211
{-NaThAnO-} Nathano schaute dieses Prachtexemplar von Brilliant mit funkelnden Augen an. Das musste ein Vermögen wert sein! Nichts destotrotz (??) wandte sich Nathano schnell von diesem Gedanken ab und versuchte die Magie dieses Gegenstandes zu erspüren. Nach einiger Zeit schaute Nathano wieder in Shadows Augen und sprach: "Dieser Edelstein beinhaltet Magie, das steht fest. Allerdings ist das eine Magie, die ich zuvor noch nie gespürt habe! Ich kann Euch leider nicht mehr darüber sagen. Aber ich kann Euch wieder zu Don-Esteban verweisen, der wird Euch die nötigen Antworten mit ziemlicher Sicherheit geben!"



14.07.2002 15:49#212
Alei Alei klappte das Buch zu, über dem er gesessen hatte. Es war ein Buch über Alchemie, denn nach seinem ersten Erfolg auf diesem Gebiet wollte er mehr darüber lernen. Er hatte zwar kein eigenes Labor, und wenn er ehrlich war, brauchte er auch nicht darauf zu hoffen, dass sich dies je änderte, aber sicherlich würde er Experimente in den Laboren der Anderen durchführen dürfen, wenn er sich erst einmal bewiesen hatte. Doch nun lag ein schwarzer Schatten um seine Augen. Er hatte die gesamte Nacht gelesen, das Wissen förmlich in sich aufgesogen, doch alles, was zurück geblieben war, war sein Körper, der sich nun leer und ausgelaugt anfühlte.

Er erhob sich, während das Buch langsam durch die Luft schwebte und sich seinen Platz im Regal suchte. Als er die Bibliothek verließ, schrumpfte diese zusammen und machte wieder Platz für die anderen Räume im Erdgeschoß, die es zuvor verdrängt hatte. Noch immer mußte er staunen, wenn er dies sah, auch wenn er sich langsam daran gewöhnte. Der menschliche Verstand war nicht so gebaut, zu verstehen, wie ein Raum unter vielen den Raum aller dieser Räume plötzlich ausfüllen konnte. Die beste und einfachste Erklärung, die er hierzu gelesen hatte, war, dass die Magie seltsame Wege hatte und ein Mensch sie wohl nie voll erfassen konnte. Damit fand er sich nicht ab, aber ändern konnte er daran bisher auch nichts.

Die kalten Gänge empfingen ihn mit ihrem flackernden Licht und einem verzerrten Wiederhall seiner Schritte. Die Steine um ihn herum waren schwarz, ab und zu hing ein Bild an der Wand. Diese Bilder verbesserten das Aussehen der Gänge jedoch keineswegs. Sie zeigten Dämonen, die direkt der Hölle entsprungen zu sein schienen und Orte, die Nahe der Hölle liegen mußten. Besucher des Kastells erschreckten diese Bilder, ihn belustigten sie nur noch. Doch nun ließ er sich keine Zeit, bei den Bildern halt zu machen, um sie zu betrachten, sondern schritt schnell an ihnen vorbei.

Der junge Lehrling betrat das Refektorium und ließ sich an einen freien Platz nieder. Ungewöhnlich viele Leute waren nun hier. Sonst, wenn er hierher zum essen kam, war er allein. Doch nun saßen zwei Männer aus dem Sumpf und ein anderer Schwarzmagier an der Tafel und unterhielten sich. Alei hatte sich etwas entfernt von ihnen gesetzt, denn ihre Unterhaltung würde ihn sicher nur langweilen. Als der Küchendämon bei ihm erschien, bestellte er sich etwas Wein und ein Gericht aus allen möglichen Köstlichkeiten, die das Königreich nur bot.
Aufgrund seiner ungewöhlichen Wünsche dauerte es auch entsprechend lange, bis er das Essen gebracht bekam. Das Essen war jedoch auch sehr gut und der Wein der beste, den man sich nur wünschen konnte. Alles in allem ein Essen für Könige und Fürsten. Er lächelte über die Ironie, dass ein Gefangener in der Kolonie im Moment wahrscheinlich besser speiste als der König selbst, während er einen weiteren Bissen nahm und diesen mit etwas Wein hinunter spülte. Doch auch das beste Mahl hatte einmal ein Ende und so erhob er sich, nachdem er den letzten Bissen gegessen und den letzten Schluck getrunken hatte, und verließ das Refektorium wieder, während der Küchendämon hinter ihm den Tisch abräumte.
Schnellen Schrittes begab er sich in die Bibliothek, um sich wieder den Studien zu widmen. Nachdem er das Buch über fortgeschrittene Alchemie vom Boden aufgelesen hatte, begab er sich zu seinem Tisch und begann zu lesen. Schon nach kurzer Zeit nahm er nichts mehr von seiner Außenwelt wahr und konzentrierte sich ganz auf das Gelesene.



14.07.2002 15:52#213
PropheT Ein heftiger Hustanfall rieß den Magier aus seinen Träumen. "Verdammt, ich werde langsam alt..." murmelte der Magier mürrisch vor sich hin, während er sich durch süßliche Rauchschwaden in Richtung Fenster kämpfte.
Nach einigen Minuten an der frischen Luft, folgte er den Anweisungen auf dem Zettel, der sich neben seinem Bett auf dem Boden befand und machte sich in Maximus Zimmer auf.

Von Kraut und Alkohol gezeichnete Blicke traffen wortlos aufeinander und mit einvernehmlichen Gesten, teleportierten sich die beiden Magier, etwas geistesabwsesend, ins neue Lager.



14.07.2002 15:58#214
Shadow-of-Death Also auch hierfür mussten sie zu diesem Don. Shadow musste sich mal erkundigen wer das war. Nun würden sie aber erst mal zum wichtigsten Teil kommen. Der magischen Keule.

Shadow beugte sich hinab um den in Leinentuch geschlagenen Gegenstand hoch zuholen und spürte plötzlich einen Widerstand in der Brustgegend. Stirnrunzelnd richtete er sich wieder auf und holte die beschriftete Metallplatte aus der Innentasche seiner Kleidung. Die hatte er ja ganz vergessen.
Das Schlosser Truhe hatte sich ja bei der Öffnung verflüssigt und sich zu dieser Platte neu geformt. Shadow hatte sie einfach so eingesteckt und sie dann aus seinen Gedanken vertrieben. Aber sie war bestimmt nicht ohne Bedeutung.
”Sagt ihr könnt ihr damit etwas anfangen? Sie bildete sich aus dem zerschmolzenen Schloss neu. Darauf sind Zeichen die ich nicht verstehe. Könnt ihr damit etwas anfangen?”

Shadow überreichte dem Magier nun die schwarze Metallplatte und wartete auf eine Antwort....



14.07.2002 16:06#215
{-NaThAnO-} "Zeigt her! Hmm, diese Schrift habe ich schonmal irgendwo gesehen. Ich versuche es mal zu übersetzen..."
Nathano murmelte Worte vor sich her, die keiner verstand und blickte mit gerunzelter Stirn auf diese Platte. Diese Schrift kannte Nathano, doch überaus viel verstand er nicht.
"Also, soweit ich es beurteilen kann, ist das ein nekromantisches Gedicht. Es geht in etwa so:
Ist ein Schlüssel ist ein Schloß.
Sei ein Magier hoch zu Roß.
Doch sollst in Demut du dich üben
Und die höchste Kunst der Menschen ausüben.
Die Kunst die sei mein ganzer Stolz
Soll ebnen dir den Weg zum Gold.
Das ist jetzt nicht wortwörtlich, aber so heist es in etwa. Die restlichen Zeichen dort kann ich nicht entziffern. Was mag das wohl heißen?" Nathano gab dem hohen Novizen seine Platte zurück.



14.07.2002 16:20#216
Shadow-of-Death Shadow dachte über das gehört nach. Ein Gedicht. Was war denn die höchste Kunst. Bestimmt war es ein Rätsel dem sie noch gegenüberstehen würden. Er würde sich Zeit nehmen darüber nachzudenken.

Nun kam aber endlich der wichtigste Gegenstand dran den sie gefunden hatten. Mit seinem langen Arm holte er die Keule vom Boden seiner Tasche und wickelte sie vor den Augen des Magiers aus. Beim Anblick der rotierenden Kristalle verlor der Schwarzmagier dann doch die Fassung und bekam große Augen.

”Dies hier haben wir in einem kleinen Versteck der Truhe gefunden. Wir sind uns nicht sicher was es seien soll. Aber es ist eindeutig magisch. Scattie hatte die Vermutung das es ein Schlüssel ist und ich stimme ihm zu. Was meint ihr? Was hat dieses Ding zu bedeuten?”

Shadow übergab dem Schwarzmagier vorsichtig das seltsame gerät und wartete bis dieser es untersucht hatte.



14.07.2002 16:32#217
{-NaThAnO-} Nathano nahm die Keule in die Hand und schloss die Augen. Doch kaum hatte er die Augen geschlossen, riss er sie weider auf, warf die Keule auf den Tisch, stand ruckartig auf und ging einen Schritt zurück, wobei der Stuhl umfiel. Der Schwarzmagier schaute dem erschrockenen Shadow tief in die Augen und sagte mit schwerem Atem:
"Diese Keule ist mächtig! ZU mächtig für meinen Geschmack! So weit ich es beurteilen kann, ist es eine Waffe, ich bin mir jedoch nicht sicher. Vielleicht ist sie gefährlich, man sollte sehr vorsichtig mit ihr umgehen!! Verwahrt diese Waffe gut und benutz sie nicht, auf keinen Fall dürft Ihr diese Waffe benutzen ohne weiteres über sie zu wissen!"
Nathano hob den Stuhl auf und setzte sich wieder an den Tisch, immernoch zitternd in Angesicht mit dieser mächtigen Macht trank er erstmal einen guten Schluck wasser. Mit ruhiger und gefasster Stimme sprach er dann weiter. "Benutzt sie nicht! Nicht ohne weitere Informationen. Es könnte verheerend sein!"


14.07.2002 16:34#218
RhS_Artifex In einem düsteren Tal befand sich ein Gruppe von Reisenden, alle sahen grimmig drein und äusserst entschlossen zu etwas, was sie vielleicht das Leben kosten könnte. Vor ihnen befand sich ein großes aus dem umgebenden Stein gehauenes Portal, das über und über mit Runen verziert war. Ein magische Aura umgab den Ort.
Ein Mann löste sich aus der Gruppe und hielt ein undefinierbares Etwas in seiner Hand. Nachdem er ein paar Worte sprach, entglitt dem Etwas ein gleissender Lichtblitz, bei dem alle eingemeißelten Runen wie wild aufleuchteten und mit kleineren Lichtblitzen konterten. Der Mann wurde von den Lichtblitzen getroffen und fiel in Ohnmacht.
Daraufhin löste sich ein weiterer Mann aus der Gruppe, dieser hielt eine Schriftrolle und einen Stab in der Hand. Mit dem Stab deutete er auf einiger Runen, welche hell aufleuchteten und in den Stein verschwanden. Nachdem er die Prozedur abgeschlossen hatte begann sich ein Riss im Stein zu bilden, der dann zu einem Torartigen Portal anschwoll. Ein Ruck ging durch die Gruppe und sie bewegte sich den Bewusstlosen mit sich schleppend auf jenes zu und traten hindurch.

Hoch ! Hoch mit dir ! Die letzten zwei Tage verschläfst du fast, nur bei der Besprechung und dem Gesräch mit dem Magier warst du voll da ! Was ist mit dir los ?
Mit diesen Gedanken plagte der Bruder sich aus dem weichen Bett des Kastells und zog sich an.
Was das wohl für ein Traum war ? Eine weitere Vision ?
In Gedanken versunken wanderte der Bruder mit knurrendem Magen durch das Kastell, bis er gegen ein stabiles Objekt auf seinem Weg prallte.
Das sogenannte "stabile Objekt" entpuppte sich als ein niederer Dämon des Kastells, der anfing sich zu bewegen.
- Was ist los, STERBLICHER ? HAST du denn keine Augen ? WAS willst du ? Einer Scmerzwelle raste durch die Gedanken des Bruders.
Was .... ? Wer da ? Woher .... ?
- Stöhn ! Auch noch ein absoluter Frischling ! NA denn. Das was du in Gedanken vernimmst bin ich, der Dämon vor dir !
"Oh, äh ja was ich wollte ? Na ja äh ich hab gerade Hunger und würde gerne wissen, wo ich was zu essen bekomm'. ", neugierig betrachtete Artifex den Dämonen.
- Der Esssaal, oder Aufenthaltssaal wir auch Refektorium genannt und befindet sich gleich dort um die Ecke.
Eine erneute Schmerzwelle raste durch Arties Schädel und der Bruder verzichtete auf eine Antwort.

Der Bruder begab sich nun ins Refektorium und erblickte gleich Scatty und Shadow an einem Tisch sitzend. Einer der Dämonen bot ihm an ein Mahl nach seinen Wünschen zu bringen. In Gedanken pulste der Bruder ihm, dass er eine zünftige Schweinshax'n mit Semmelknödel haben wollte.
"Guten Nachmittag meine Freunde, was ich gestern noch loswerden wollte, ist, dass mir der Magier nicht ganz geheuer vorkam. Er plant bei der ganzen Sachen etwas für sich ! Deshalb würde ich auch auch sagen, dass er in dem Buch wohl einige Sachen untertrieben hat und wir da mal ganz misstraurisch sein sollten, was da wirklich so beschrieben ist .... Falls ihr mir nicht glaubt, seh ich das auch ein, aber ich finde, besonders bei solchen Aktionen sollten wir vom schlimmsten ausgehen, wie wir ja auch bei unserem "kleinem" Abenteuer mit Tomekk bemerkt haben ... Wie auch immer, es ist nur eine Vermutung von mir !!" Mit diesen Woten ließ sich der Bruder am selben Tisch nieder und wartete sowohl auf einer Antwort, wie auf sein Mahl.



14.07.2002 16:59#219
Scatty Ein nervöser Ausdruck bildete sich auf Scatty´s Gesicht ab. Wenn dieser Schlüssel, oder was auch immer es war, selbst für einen Magier, noch dazu einen Diener Beliars, zu mächtig war... Langsam kamen ihm Zweifel, ob sie dieses Abenteuer überleben würden. Der Mann, der das Tagebuch geschrieben hatte, war im Besitz dieser "Waffe" gewesen, und selbst damit hatte er augenscheinlich den Krayakin nicht besiegen können. Vielleicht sollten sie sich doch lieber gute Unterstützung besorgen...

Als des Barbiers Blick auf den gerade eingetroffenen Artie traf, musste er schmunzeln. "Ähm, Artie..." Der Bruder schien nichts zu merken, und zwischen zwei Bissen schaute er auf. "Du hast... deine Rüstung falsch rum an." Artie blickte an sich herunter, registrierte es... und aß weiter. Gott, der Kerl musste hungrig sein.

Dann wandte er sich zu Nathano. "Sagt uns, kann uns Don-Esteban auch dabei helfen? Oder fürchtet ihr, dass selbst er nicht mächtig genug dafür ist?" Lange hatte Scatty den jungen Schwarzmagier gemustert in dem Gespräch, und er erschien ihm vom ersten Eindruck an weit vertrauensvoller als Maximus. Aber die Zeit würde alles zeigen.



14.07.2002 17:07#220
{-NaThAnO-} Nathano wandte sich an Scatty, überlegte noch einen Moment, dann sprach er. "Don-Esteban ist einer der mächtigsten Magier des Zirkels und ich glaube behaupten zu können, dass er soger DER mächtigste Magier ist. Ich kann nicht versprechen, ob er euch weiterhelfen kann, aber wenn es einer kann, dann er! Es wird schwierig sein ihn persönlich anzutreffen, er wurde schon seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen, aber vielleicht könnt ihr ihm eine Nachricht hinterlassen. Wenn ihr wollt, lege ich sie ihm an sein Labor oder sein Zimmer. Ihr dürft leider das obere Stockwerk nicht betreten und im Keller kann man sich schnell verlaufen..."



14.07.2002 17:14#221
Shadow-of-Death Shadow war leicht schockiert angesichts der Worte des aufgebachten Schwarzmagiers. Diese Keule war so mächtig das en Magier davor zurückschreckte? Das musste schon ziemlich viel Macht sein die da in diesem merkwürdigen Ding steckte. Aber wenn es eine Waffe war würde sie bestimmt helfen. Vielleicht war es ja eine Waffe gegen diesen Krayakin? Könnte ja sein.

Nun auf jeden Fall hatte Shadow jetzt die Antworten die er brauchte. Er würde aber wahrscheinlich noch einmal mit diesem Don-Esteban sprechen und ihn darauf ansprechen was Nathano nicht wusste.

Plötzlich kam Artie herein und sagte etwas davon das der Magier etwas in dem Buch verändert haben könnte. Wie kam der denn auf so was?

Scattie erwachte nun aus seiner Lethargie und fragte den Schwarzmagier über diesen Don-Esteban. Die Antwort kam dann auch treffend und Shadow reagierte.
”Es wäre schon besser wenn wir ihn persönlich treffen könnten. Eine Nachricht wäre nur als letzte Möglichkeit gedacht. Könnten wir ihm dann diese Dinge hier lassen damit er sie in Ruhe studieren kann? Das ergäbe für uns die Möglichkeit in den Sumpf zurück zu kehren da wir dort auch noch einiges zu erledigen haben.”

Shadow musterte den Schwarzmagier um irgendein Anzeichen von Habgier zu erkennen bei der Erwähnung der Aufbewahrung im Kastell...



14.07.2002 17:24#222
{-NaThAnO-} "Natürlich könnt ihr die Sachen hier lassen. Ich werde sie im Untergeschoss von Dämonen bewachen lassen. Da kommt dann niemand ´ran. Schaut nicht so skeptisch, dass bekommt Eurem freundlichen Gesicht nicht gut! Ich werde mich darum kümmern, dass der Don sich die Sachen mal anschaut."

Nathano schaute die Drei vertrauenswürdig und mit einem Lächeln im Gesicht an. Diese Sumpfler waren ihm sehr sympatisch. Auf keinen Fall wollte er sie betrügen.



14.07.2002 17:34#223
Scatty Selbst Shadow rang sich nun ein Lächeln ab. Und auch Scatty und Artie waren sich nun sicher, dass dieser Magier ihnen helfen wollte. Der Barbier ergriff das Wort.

"Sehr freundlich von euch, Nathano. Wir wissen das zu schätzen. Nun, hier sind die Sachen." Scatty packte die Artefakte wieder ein. Wohl hatte er bemerkt, dass auch Nathano noch etwas zu tun hatte, und er wollte ihn nicht länger aufhalten. Er übergab ihm die Tasche.

"Wir werden noch eine Nacht hierbleiben, vielleicht lässt sich Don-Esteban morgen blicken. Hoffe ich zumindest." Mit einem Zwinkern stand Scatty auf, und zog Shadow und Artie mit sich. Es war schon ziemlich spät geworden, die Erzählung und die Diskussion hatte geistige Kraft gekostet. Nun war dem Hohen Novizen schon wieder nach schlafen. "Also, wenn ihr uns entschuldigt. Wir sehen uns morgen... Freund." Sprachs und machte sich auf den Weg zu einem der herumschwebenden Dämonen, sie doch wieder auf ihr Zimmer zu führen. Dort angekommen unterhielten sich die Drei noch ein wenig, danach beschäftigten sie sich noch etwas, Shadow mit Krafttraining, Artie mit Schlafen und Scatty mit kunstvolle Rauchfiguren blasen, bis sie schliesslich alle drei zu Bett gingen.


14.07.2002 17:45#224
{-NaThAnO-} Nathano nickte, nahm die Sachen zu sich und verließ ebenfalls das Refektorium. Sein Ziel war das Kellergewölbe, wo er noch einige verlassene Räume gefunden hatte. Die Schritte hallten durch den Keller, mehrfaches Echo war zu hören, Fackeln erleuchteten den Weg. Angekommen betrat Nathano einen der verlassenen Räume. Kahl, ohne Einrichtungsgegenstände, feucht und dunkel war dieser Raum. Der Schwarzmagier legte die Sachen behutsam in eine Ecke und ging aus dem Raum. Dann holte er zwei Dämonen zu sich. Nathano wollte diese Keule auf gar keinen Fall außer Acht lassen.
"Ihr lasst hier niemanden, aber wirklich NIEMANDEN außer Don-Esteban und mir rein! Und wenn ihr das nicht macht, wird der Don bestimmt böse und das wollt ihr doch nicht, oder?"
Letzteres mochte zwar vielleicht nicht stimmen, aber Nathano wusste, dass die Dämonen größten Respekt vor dem Don hatten. Auf dem Weg nach oben befahl Nathano noch einem Dämon dem Don auszurichten, was es mit den Sachen auf sich hatte und dass er sie sich doch bitte bei Gelegenheit ´mal ansehen solle. Danach verschwand Nathano in sein Zimmer. Ein paar Kraftübungen noch, und dann ging es auch schon ungewöhnlicher Weise für den Schwarzmagier ins Bett.


15.07.2002 00:26#225
GlutaeusMaximus Jammernd erreichten die beiden Priester das Kastell. Beim Heimteleportieren hatten sich gewisse technische Schwierigkeiten gezeigt, an denen der Priester Maximus auf keinen Fall die Schuld trug. PropheT war wie fast immer anderer Meinung, aber er hatte auch noch nicht soviel Erfahrung mit der zweiten Stufe der Magie Beliars...

Der Hunger trieb beide Priester in das Refektorium und so argumentierten sie munter weiter, während die Dämonen auftischten. Maximus trank einen kleinen Schluck Medizin und machte sich dann über die Schattenläuferlenden her. PropheT blieb lieber beim guten alten Wein.

Das Hauptproblem in der Diskussion war die Beschaffung von Erz. Maximus hatte sich bereits mit 1000 Erz im Kastell verschuldet. Und er würde wohl noch mehr benötigen...

„Und du bezahlst jetzt endlich dein Amulett. Hundert Erz für den Stein und hundert Erz für die Einarbeitung! Ich kann nicht immer für dich aufkommen!“


15.07.2002 00:43#226
PropheT "Was 200 Erz....das decken wir einfach mit den Transportkosten zu Sador ab, die du mir bis Dato auch noch nicht erstattet hast" erwiderte der Priester gleichgültig.

"Aber wenn wir Erzbrauchen, sollten wir vielleicht Wertpapiere und Schuldscheine an unwissende Pilger verkaufen, unsere Vertriebsgesellschaften werden auf schon verstorbene Kolonisten überschrieben und falls sie ihr Erz zurückerstattet haben wollen, sollten sie eine gute Schaufel besitzen... har,har." sprach der Magier, der unheimlich begeistert von seinem Plan war, lachend.

Mit seine Scavengerkeule schmierte er noch einige Diagramme und Statistiken auf den Tisch, um Maximus seinen Plan graphisch noch zu verdeutlichen.


15.07.2002 00:55#227
GlutaeusMaximus „Transportkosten zu Sador? Wovon redest du? Bevor du mir nicht die Spesenrechnung zukommen lässt kann ich deine Bezahlung nicht in die Wege leiten. Und außerdem bin ich am selbigem Abend für deine Getränkerechnung aufgekommen, ein nicht unerheblicher Kostenpunkt.“

Maximus betrachtete die Zeichnungen auf dem Tisch. Der kiffende Priester hatte seltsame Hieroglyphen gemalt, die selbst Maximus fremd waren. Komische Kästchen mit sich gegenseitig überlagernden Zickzacklinien und seltsame Kreise, die in unterschiedlich große Kuchenstückchen unterteil waren. All das war mit lauter verschiedenen Zahlen bespickt, die teilweise proportional zur Größe der Kuchenstückchen waren, aber nur meistens...

Der Priester runzelte die Stirn. „Was haltet ihr euch mit so sinnlosem Aberglauben auf? Ich habe einen viel besseren Plan. Wir gehen jetzt durch die einzelnen Räume und sammeln jene Gegenstände, die nicht mehr benötigt werden. Dann suchen wir einen geeigneten Markt auf und geben diesen bisher nutzlosen Gegenständen einen neuen Besitzer.“

Ein leicht abgefahrenes Grinsen zeigte sich in dem Blick von Maximus, er war scheinbar nicht mehr ganz Herr seiner Sinne...

„Und nachher,“ sprach er, während er einen Schluck Medizin nahm, „nachher besuchen wir Sador und kaufen noch etwas Medizin.“



15.07.2002 01:10#228
PropheT "Wir könnten natürlich den Schatzdämonen aus dem Weg räumen und den Verdacht auf einen dieser neuen Lehrlinge fallen lassen....damit wären unsere Erzsorgen fürs erste gelöst." ein wahnsinniger und gläserner Blick begleitete seine Worte, die von einem ekelhaften, unmenschlichen Lachen vollendet wurde.
Ein seltsames Grinsen verbreitete sich auf Maximus' Gesicht und plötzlich ließ auch er sich von PropheTs Lachen ansteckten.

Ein vom Wahnsinn besessenes Donnern aus Stimmen, das aus den Mündern der beiden Priester quoll, hallte durch die tiefschwarze Nacht.



15.07.2002 01:44#229
GlutaeusMaximus Nach einer Weile verklang das böse Lachen... Der Wahnsinn wich langsam aus den beiden Gesichtern... Maximus Gesicht nahm wieder eine normale Form an, in den beiden dunklen Augen zeigte sich wieder ein kleiner Funke Verstand...
„Wir sollten vielleicht nicht ganz so voreilig agieren. Vorerst müssen wir uns um den einen eingebuchteten Lehrling kümmern. Langsam sollte der Don wiederkommen, ich hab mit Rock noch etwas vor...“

Maximus stand auf und winkte einen Dämon herbei um den Tisch abzuräumen.
„Nun folgt mir, mein treuer Gefährte.“ Sprach Maximus mit einem seltsamen Unterton in der Stimme...

Die beiden Priester zogen los. Im Labor von Maximus besorgten sie sich zwei Säcke und gingen dann das Labor des Dons. Vorsichtig sahen sie sich im Gang um und schlossen dann die Tür hinter sich.

Im Labor herrschte noch immer heilloses Chaos. Systematisch durchsuchten sie die Tische und Regale nach Wertgegenständen. Vorsichtig packten PropheT und Maximus Zutaten und diverse undefinierbare Flüssigkeiten in ihre Säcke. Auch alles was an Werkzeugen nicht irgendwo befestigt war wanderte in die Säcke.
PropheT sah nach kurz nach Blutfeuer. Fasziniert stand er vor dem Aquarium in dem die Gildenlose scheinbar komplett nackt herum schwamm. Zum Glück war sie nicht bei Bewusstsein und ihr blieb der Anblick des sabbernden Priesters erspart. Maximus hatte nicht so ein Glück, als er hinter den Wandschirm lief errötet er und zog seinen Kollegen schnell wieder vor die Wand.
Dann packten die beiden ihre Säcke und öffneten vorsichtig die Tür des Labors. In den Gängen war niemand unterwegs. Schnell schleppten sie die Beute in das Labor von Maximus und holten zwei neue Säcke...



15.07.2002 02:00#230
PropheT PropheT mußte sich erst einmal den Speichel von der Unterlippe wischen und auf halben Weg zum Laboratorium, wollte der Magier wieder umdrehen, aber Maximus konnte ihn wieder von der Wichtigkeit der Mission überzeugen.
Nachdem die Beiden neue Säcke geholt hatten, begaben sie sich wieder ins Refektorium.
PropheT steuerte sofort auf die Schränke mit dem Silberbesteck zu und räumte dies unter heftigem Klirren aus den Regalen in seinen Sack.
Maximus hingegen eilte auf den Speißetisch zu schnappte sich die vergoldeten Kerzenständer und alles, was noch nach materiellem Wert aussah.
Doch plötzlich hörten die beiden ein Geräusch aus der Küche....


15.07.2002 02:18#231
Alei Alei verließ gemächlich die Küche, in der er sich etwas mit den Dämonen unterhalten hatte. Mit Dämonen konnte man gut gespräche führen, doch sie fanden selten einen Gesprächspartner, denn bei anderen Menschen löste ihre Stimme starke Schmerzen aus. Nicht so bei Alei. Seit seinem "Unfall" in der Küche war er scheinbar immun gegen die Stimmen der Dämonen und hatte in ihnen interessante Gesprächspartner gefunden, denn diese waren alles andere als dumm. Nun verließ er dennoch die Küche, denn auch er wollte in dieser Nacht noch etwas Schlaf finden.

Er biss gerade von der Scavengerkeule ab, die ihm ein Dämon freundlicherweise mitgegeben hatte, als er stockte. Dort, im Refektorium, stand eine Gestalt in einer schwarzen Robe und schien fleißig damit beschäftigt zu sein, das kostbare Besteck des Zirkels in einem großen Beutel verschwinden zu lassen. Alei ließ vor lauter Überraschung die Kaule fallen und setzte zu einem Protest an.
"Hey, du kannst doch nicht einfach..." Weiter sollte er mit seinem Protest nicht mehr kommen.



15.07.2002 02:33#232
GlutaeusMaximus Denn Maximus hatte sich beim Erklingen der Schritte schnell in einen dunklen Winkel des Refektoriums zurückgezogen. Als Alei eintrat holte er mit seinem Zauberstab aus und schlug den Ahnungslosen Lehrling KO. Wie ein nasser Sack fiel er zu Boden. Maximus lachte hämisch.

„Protestieren wollte er. Uns Einhalt gebieten... Unglaublich. Büßen wird dieser junge Lehrling für seine Dummheit!!!“

Der Magier holte unauffällig ein Seil aus einem Lagerraum und schnürte den Lehrling auf eine Tischplatte. Alei lag mit dem Rücke auf dem Tisch, seine beiden Hände waren unter der Platte zusammengeschnürt. In den Mund hatte Maximus ihm die Scavengerkeule gestopft.

PropheT packte indessen die letzten silbernen Bestecke in den Sack. Mit schwerer Beute zogen die Schwarzmagier ein zweites Mal in das Labor von Maximus. Alles wurde in einem dunklen Eck hinter diversen Operrationstischen verstaut. Die zwei Priester verließen das Labor und Maximus murmelte eine Formel um die Türe seines Labors magisch zu verschließen.

Für heute hatten die zwei Magier genug gesammelt. Jetzt mussten sie nur noch einen Käufer dafür finden, aber dass wird bis morgen warten können... Immerhin berechnet der Schatzdämon keine Zinsen...

Zufrieden gingen beide auf ihre Zimmer. Der eine um noch einen kleinen Schluck zu trinken, bevor er ausschlief... Der andere um etwas zu meditieren...


15.07.2002 12:35#233
Shadow-of-Death Das Zimmer war ruhig und nur das leise Schnarchen seiner Bewohner verriet das es hier Leben gab. Die schweren, schwarzen Vorhängen schlossen das Sonnenlicht aus und hüllten das Zimmer in Dunkelheit. Nur einzelne kleine Lichtstrahlen schafften es durch Ritze und Spalten neben den Vorhängen zu schlüpfen, so das die Dunkelheit nicht so durchdringend war.

Das Zimmer war Viereckig und ziemlich groß. Neben den schon erwähnten Gardinen zierten Bilder mit merkwürdigen Wesen und alten Magiern den Raum. In der Mitte war ein großer Kronleuchter angebracht der voll mit frischen Kerzen bestückt war. Es gab sogar einen Kamin der aus gebranntem Lehm gebaut worden war. es war ein schönes Zimmer in dem zur Zeit drei Personen schliefen.
Im ersten Bett welches am nächsten zur Tür aufgestellt war lag der junge Barbier des Sumpfes Scattie der meisterliche Schwertkämpfer stolzer Hoher Novize. Seine Glatze und die Waffen die neben ihm auf einem Stuhl lagen schimmerten leicht im hereinfallenden Sonnenlicht und verbreiteten einen leichten Schein der das Zimmer weiter erhellte. Seine kräftige Gestalt wurde von der Decke verhüllt die er sich bis zum Kinn hochgezogen hatte und so umklammert hielt als wäre es ein Stofftier oder etwas ähnliches....

Das nächste Bett war belegt von Artiefex, dem großgewachsenen Bruder des Sumpfes. Dem Mann der den bösen Magier zum Rückzug gezwungen hatte. Ein junger, blonder Sumpfler der wahrscheinlich noch viel leisten würde. Im Moment hatte er aber nur seine Decke komplett heruntergestrampelt und lag mit ausgebreiteten Armen auf dem Bett so das er es komplett ausfüllte. Seiner Kehle entrang sich ein leises Schnarchen welches aber die anderen Sumpfler im Raum nicht groß störte...

Das dritte Bett gehörte zu Shadow. Dem ältesten der drei Freunde und Ladenbesitzer im Sumpf. Doch das Bett war leer. Die mächtige Gestalt des Hohen Novizen lag am Fußende des Bettes auf der Erde. Shadow hatte sich eine Decke genommen und sie auf dem Boden ausgebreitet da ihm die Matratze des Bettes zu weich erschienen war. Nun schlief er seelisch dahin. Sein gewaltiger Körper hatte sich zusammengezogen und instinktiv die Haltung eines Babys im Mutterleib angenommen. Die Decke unter der er lag hätte wahrscheinlich ansonsten auch gar nicht ausgereicht....

Plötzlich entfuhr der kehle des Faustkämpfers ein Grunzen und man konnte sehen wie sich die Muskelpakete an seinen Armen unter der Decke spannten. Seine Augenlider klappten auf und enthüllten zwei ausgeruhte, wachsame Augen die aber noch einen letzten Ausdruck von Verträumtheit erkennen ließen.
Lautlos erhob sich die riesige, nackte Gestalt zu voller Größe und ging zu seinen Kleidern. Schnell und leise schlüpfte der große Faustkämpfer in seine schwarze Lederhose, warf sich sein Baumwollhemd und sein schwarzes Lederwams über die Schulter und verschwand lautlos aus dem Zimmer. Sein, in einer schwarzen Scheide steckende, Schwert ließ er hier. Ebenso wie seine Hohe Novizenrüstung. Er wusste er würde sie hier nicht brauchen. Ein letzter Fackelschein erleuchtete das Zimmer und übergab es dann wieder dem unheimlichen Halbdunkel und den sich leise im Wind bewegenden Vorhängen. Leise grunzte Artie weiter vor sich hin, rührte sich aber sonst überhaupt nicht, während Scattie begann vor sich hinzubrummeln und durch einen starken Traum sich hin und her zu bewegen...



15.07.2002 23:22#234
Alei Alei zog und zerrte an seinen Fesseln, doch sie wollten nicht nachgeben, bis er schließlich aufgab. Er wußte nicht genau, was geschehen war, doch wenn er sich anstrengte, dann konnte er sich noch an einen stechenden Schmerz am Hinterkopf erinnern, dem die Dunkelheit gefolgt war. Als er sein Bewußtsein wiedergefunden hatte, war er hier festgebunden gewesen. Mitten auf einem Tisch im Refektorium lag er da, wahrscheinlich schon den ganzen Tag.

Und bei seinem Glück war den ganzen Tag auch niemand gekommen, um etwas zu essen. Natürlich nicht. Da half wohl nur noch eins. "Hilfe! Ich bin hier im Refektorium an einen tisch gefesselt! Hört mich denn niemand?" Wahrscheinlich würde er mitten im Refektorium verdursten. Welch Wink des Schicksals.


15.07.2002 23:28#235
GlutaeusMaximus Maximus war schon dreimal am Refektorium vorbeigeschlichen, aber bisher hatte Alei immer nur bewusstlos an die Decke gestarrt. Nun fing der Lehrling mit dem Hilfe-Schreien an. Der Priester lachte leise. Dann betrat er den Raum und ging auf den Tisch zu.

Alei lag noch immer auf dem Rücken, beide Hände waren unter dem Tisch zusammengebunden. Ein wahrhaft köstlicher Anblick. Vor allem der fettige Mund. Maximus wunderte sich, wie der Lehrling es geschafft hatte die Scavengerkeule aus dem Mund zu bekommen.

Mit seinem Schwert durchschlug er die Fesseln. Dann sprach er - natürlich äußerst geschockt und verwirrt - zu dem Lehrling: „Was ist mit euch passiert? Waren Diebe im Kastell? Wer hat euch gefesselt?



15.07.2002 23:35#236
Alei Alei rieb sich die Handgelenke, die von dem Seil wundgescheuert waren und sah dann Maximus an. "Ich danke dir. Ich dachte schon, mich würde niemand mehr finden." Doch bei Maximus' Worten fuhr ein Blitz durch Alei. "Genau, es waren Diebe", sprach er aufgeregt, denn nun erinnerte er sich wieder. "Ich sah einen von ihnen, wie er das Silberbesteck aus dem Schrank klaute. Ich wollte ihn aufhalten, doch ein anderer schlug mich von hinten nieder. Als ich aufwachte, war ich so gefesselt, wie ihr mich gefunden habt."

Alei ließ sich von einem Dämonen etwas Wasser bringen, denn sein Mund war sehr trocken nach der langen Zeit, die er bewegungsunfähig auf dem Tisch verbracht hatte. Schnell trank er das Wasser mit gierigen Schlucken und reichte dem Dämon danach das Glas zurück. "Entschuldigt mich, ich muß die Zeit wieder aufholen, die ich verloren habe. Ansonsten werde ich wohl nie ein großer Magier werden."


15.07.2002 23:47#237
GlutaeusMaximus Maximus hatte einen Gedankenblitz, ein recht rares Phänomen in letzter Zeit. Warum wusste er auch nicht so genau, es kann sein, dass es sich dabei um eine Nebenwirkung der Medizin handelt. Er nahm sich vor, beim nächsten Mal Sador darauf anzusprechen. Zurück zum Gedankenblitz:

„Ihr wollt die Magie Beliars studieren?“ - Alei nickte - „Da hab ich was für euch. Ich hab ein paar sehr seltene und mächtige Amulette aus den Kristallen anfertigen lassen. Die Kristalle haben der Monsterratte ihre unbeschreibbare Energie gegeben. Ich selbst trage ein solches Amulett und es gibt mir die geistige Klarheit und die Macht um effektiv Magie zu wirken.“
Maximus langte an seinen Hals und holte das Amulett aus dem Ausschnitt der Robe hervor. Der Kristall leuchtete grünlich.

„Normalerweise würde ich zweihundert Erz für ein solches Amulett verlangen. Aber da ihr ja mein Patient seid und ich mich deshalb etwas wie euer Stiefvater fühle bin ich bereit euch das Amulett für einhundertzwanzig Erz zu überlassen. Was haltet ihr davon?“



16.07.2002 00:00#238
Alei Alei sah sich das Amulett neugierig an. Seit seiner "Umwandlung", wie er es nannte, wollte er die Magie des dunklen Herrschers erlernen. Warum, wußte er selbst nicht so genau. Vielleicht lag es daran, dass er nichts von der restlichen Kolonie wußte, außer dem, was ihm von den Magiern erzählt worden war. Vielleich lag es auch an seinem neuen Erscheinungsbild, dass ihn augenscheinlich von allen anderen Menschen unterschied und das wohl jeder in der Barriere abstoßend finden mußte, außer den Magiern. Menschen hatten die Angewohnheit, Unbekanntes als schlecht zu definieren. Bei den Anhängern Beliars jedoch war dies anders. Bei ihnen weckte alles Fremde Neugier und Aufmerksamkeit.
Eigentlich war ihm jedoch auch egal, weshalb er dieses Interesse hegte. Viel wichtiger war, wie er es befriedigen konnte. Dieses Amulett bot eine gute Lösung hierfür. Mit viel Mühe löste der Lehrling seinen Blick von dem Amulett und sah Maximus unglücklich an. "Aber ich habe keine 120 Erz..."



16.07.2002 00:09#239
GlutaeusMaximus Maximus musste grinsen. Der Blick in den Augen des Lehrlings verriet genug. Er war dem Bann der Kristalle verfallen. Der Priester hatte so gut wie gewonnen.
„Macht euch keine Sorgen wegen der Bezahlung. Ihr bezahlt mir einfach wöchentlich zwanzig Erz. Sechs Wochen lang. Beginnend am nächsten Freitag. Bis dahin werdet ihr genug Erz verdienen können. Das ist doch ein gutes Angebot?“
Der Priester hielt Alei das Amulett vor den Kopf, bereit zum hereinschlüpfen...
„Nehmt das Amulett an, ihr werdet es nicht bereuen. Und bei der Finanzierung werde ich euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.“



16.07.2002 00:19#240
Alei Alei sah das Amulett an. 120 Erz... aber eigentlich sollte die Finanzierung doch kein Problem sein, wenn Maximus ihm half. Einen Moment zögerte er noch, dann nahm er das Amulett langsam in die Hände und legte es sich langsam um den Hals. Zunächst geschah nichts. Doch dann breitete sich in ihm etwas aus. Zuerst dachte er, es wäre die Macht, die das Amulett verlieh. Doch es war umgekehrt. Bosheit, Hinterlist und Argwohn hielten in seinen Gedanken Einzug und vergifteten diese. Alei wehrte sich mit aller Kraft, doch er hatte keine Chance. Sein Geist ging langsam unter, nur um nach kurzer Zeit entfremdet und boshaft zurückzukehren.
Alei lächelte. Hier im Kastell gab es viel zu holen. Es würde nicht schwer sein, das Erz für das Amulett zu besorgen. Worüber hatte er sich eigentlich sorgen gemacht? Der Lehrling fühlte sich so, als könne er alles schaffen. Und zumindest war er im Moment zu allem fähig. "So lass uns beginnen, meine Schulden bei dir zu begleichen" Seine Stimme war leise und gedämpft, aber trotzdem klar verständlich. Sie war wie eine unausgesprochene Morddrohung. Man mußte sie nicht wirklich hören, um zu verstehen, was sie sagen wollte.



16.07.2002 00:29#241
GlutaeusMaximus Ein böses Lachen entwich der Kehle des Priesters und schallte durch das Refektorium. Das musste er später Prophet berichten, der würde sich genauso freuen.

Dann wandte er sich wieder an Alei: „So gefällt mir das mein Junge.“ Das eigentlich Alei der alte war vergaß Maximus in diesem Moment... „Ihr seid auf dem richtigen Weg. Wir werden noch viel zusammenarbeiten können... Doch jetzt muss ich mich um andere Dinge kümmern.“

„Wir werden in den nächsten Tagen eine Lieferung in ein anderes Lager machen müssen. Wahrscheinlich das neue Lager... Wir haben ein paar Waren, die wir mit möglichst viel Gewinn verkaufen möchten... Wenn ihr bis dahin auch ein paar Waren sammeln könntet wärt ihr schon einen Teil euerer Schuld los...“
Maximus verabschiedete sich von dem Lehrling mit einem eindeutigen Zwinkern im Gesicht und ging direkt in die Bibliothek...



16.07.2002 00:57#242
Alei Alei grinste noch immer vor sich hin, als er das Refektorium verließ, um nach Beute zu suchen. Sein erstes Ziel war die Bibliothek. Hier ließ er Kerzenständer unter seiner Robe verschwinden, wann immer er sich sicher war, dass die Aufmerksamkeit des Schattendämonen gerade auf etwas anderes gelenkt war. Als er die Bibliothek wieder verließ hatte er fünf Kerzenständer aus Silber bei sich. Gar nicht schlecht für den Anfang. Der Lehrling brachte sie in sein Zimmer und verstaute sie dort gut in einem Sack.

Sein nächstes Ziel waren die Lagerräume. Hier lag immer Zeug herum, dass niemand brauchte und das auch niemand vermissen würde. Hier lag alles drunter und drüber. Lange war wohl nicht mehr aufgeräumt worden. Aber das sollte ihm nur Recht sein. Wie sollte man in diesem Durcheinander feststellen, dass etwas fehlte? Schnell steckte er einige Kräuter ein, die in einer Truhe aufbewahrt wurden, deren Deckel schon lange nicht mehr in den Angeln saß. Sogar Spruchrollen fand er hier. Keine sonderlich mächtigen oder wertvollen, aber immerhin. Zwei Lichtspruchrollen und eine Schlafspruchrolle fanden unter seiner Robe ihren Platz.

Mehr wollte er sich erst einmal nicht wagen. Dies würde für den Anfang auch genügen. Schnell begab er sich zurück in sein Zimmer, wobei er darauf achtete, dass ihn niemand sah. Als er dort war, warf er die Kräuter und die Rollen in den Sack und legte nach kurzem Überlegen auch die Flasche mit dem Königswasser hinein. Irgendein Dummkopf würde ihm sicher viel Erz dafür zahlen, wenn er es richtig anstellte. Dann legte er sich ins Bett. Morgen war auch noch ein Tag, und es gab noch viele Dinge im Kastell, die in seinem Sack Platz finden würden.


16.07.2002 01:09#243
Dumak Eine Gestalt näherte sich dem Kastell, das mittlerweile in tiefer Dunkelheit lag, ja geradezu Dunkelheit zu gebären schien. Seine schwarzen Mauern ragten in die Tiefe der Nacht und verschmolzen mit ihr. Dicke Wolken hatten sich über die Barriere gelegt. Nichtmal der Mond kam da hindurch. Dumak wars nur recht. Die Finsternis war schon immer seine Freundin gewesen. Und er wußte auch, warum sich manche davor fürchteten. Er war einer der Gründe dafür, wenn auch ein recht profaner.

Mit Geistern und bösen Wesen hatte er nichts zu tun, obwohl, beim Gedanken an böse Wesen stockten seine Gedanken. Er korrigierte sich. Mit Geistern hatte er nichts zu tun, aber mit bösen Wesen schon, er war ja in den Augen mancher auch ein böses Wesen gewesen. Zumindest in den Augen derer, die sich nach dem Verlassen eines dunklen Hofes oder einer schlecht beleuchteten Spelunke plötzlich leichter fühlten. Ja, das war schon ein lustiges Leben gewesen, damals in der Hauptstadt.

Urplötzlich ein stechender Schmerz. Dumak war gegen eine Mauer gerannt, die tiefschwarz mit der Nacht verschmolz. Er hatte das Kastell erreicht und war währenddessen in irgendwelche albernen Träumereien über seine Zeit vor der Barriere gefallen. Vorsichtig tastete er sich an der Wand entlang. So eine verdammte Scheiße. Jetzt taten ihm nicht nur seine gebrochenen Rippen weh, sondern auch noch die rechte Schulter. Verdammt! Tagelang hatte er sich vor Orks versteckt und dann an ihnen vorbeigeschlichen, Da war er hellwach gewesen und konzentriert. Und hier? Hier rannte er gegen eine Mauer. Er verfluchte sich innerlich. Nach einem Knick in der Mauer fand Dumak endlich den hohen Bogen des Tores. Er klopfte dröhnend gegen das Holz des Tores. "He! Jemand da?", rief er fragend in die dunkle Stille. Auf einmal wurde die Ruhe durch zwei seltsame Stimmen unterbrochen.



16.07.2002 01:10#244
tor zum kastell "sie an, sie an. wir haben besuch." meinte das eine skelett.
"oh, schau nur, er sieht ganz kränklich aus, vielleicht stirbt er ja bald und dann ersetzt er dich. das wäre schön." träumte der zweite knochenmann.
"was? du willst mich loswerden?" voller entrüstung kamen die worte von irgendwoher aus dem schädel.

"ja, du bist nämlich vollkommen langweilig. ich brauch mal wieder einen neuen gesprächspartner."

"ha! langweilig? du weißt ja gar nicht, was langeweile ist. wenn ich nicht glücklicherweise schon tot wäre, ich wäre schon längst vor langeweile gestorben, bei deinem nutzlosen redeschwall, du bist der wahre meister der langeweile."
"ja und du wirst es mit dem meister noch lange aushalten müssen. muahahaha." meckernd erklang das gelächter.

"oh."



16.07.2002 01:12#245
Dumak "He, was soll das? Laßt mich nicht mit diesen Irren allein. Laßt mich rein." Das war ja der reinste Psychoterror. Die beiden waren früher sicher Inquisitoren gewesen oder Folterknechte, die besten ihres Fachs. Doch Dumak mußte nicht länger mit den unheimlichen Gesellen aushalten, das Tor öffnete sich plötzlich und trennte die beiden Zankhähne fürs erste voneinander, indem es nach innen aufschwang und so den Weg für den Buddler freigab. Dumak trat ein und war wieder in Dunkelheit gefangen. Diesmal eine andere Art von Dunkelheit. Eine Gestalt kam auf ihn zu und er rief "Heda, könnt ihr mir helfen? Einen Heilttrank brauche ich. Schnell." Dumak wollte keine Zeit mit nutzlosem Gerede verschwenden. Rippen und Schulter taten weh.



16.07.2002 01:14#246
Don-Esteban Beim tiefsten Höllenpfuhl, warum nur mußte gerade immer, wenn der Don am Eingang vorbeikam, um in die Bibliothek zu gehen, Fremde auftauchen und ihn als Empfangasdame mißbrauchen? Dementsprechend klang auch seine Begrüßung: "Was wollt Ihr? Sagt schnell, meine Zeit ist kostbar und grundsätzlich zu knapp bemessen. Also sprecht." Erst jetzt sah der Magier, daß es sich um einen Buddler oder etwas ähnliches handeln mußte. Komischerweise stand er recht frech da, nicht so unterwürfig, die Mütze verlegen in der Hand hin und her drehend, wie die Buddler sonst.

Ein unsymphatischer Kerl, schien es, aufsässig und frech klang es, als er seine Bitte äußerte. Fast, als ob er damit rechnete, daß ihm unverzüglich geholfen werden würde. "Einen Heiltrank also? Den mußt du dir schon verdienen. Überleg dir, was du zu geben bereit bist, ich werde, um der Höflichkeit genüge zu tun, einen Trank aus meinem Labor holen gehen." Unwirsch dreht sich der Magier um und ließ den ungebetenen Gast in der Eingangshalle stehen. Am Labor angekommen öffnete er mit geübten Bewegungen und gemurmelten Worten die Tür und erbleichte vor Schreck, doch die Wut färbte sein Gesicht sogleich wieder rot.
Wer hatte dies verbrochen. Sein Labor! Sein ein und alles! Verwüstet, alles aus den Regalen gerissen und irgendwie wirkte es auch so leer. die Ursache dafür war schnell gefunden. Es fehlten wichtige Werkzeuge, wertvolle Apparaturen, seltene Bücher und auch gefährliche Essenzen. Wer hatte es gewagt, in das Labor des höchsten Magiers einzudringen? Wer hatte sich diese Ungeheuerlichkeit erlaubt? Auf dem Boden die Reste eines Experiments, zerstört und verstreut, Schimmel hatte sich gebildet. Eine dicke Schicht, die typische Färbung für ein bestimmtes Alter war deutlich zu sehen.

Wo waren die Steine? Die grünen Steine? Wie sollte er jetzt die restlichen sechs Amulette herstellen? Ein dämon kam heran und gab auf dem üblichen Wege eine Botschaft an den Don weiter. "Gut, ich werde nach ihm sehen. Wer fand ihn? PriopheT Ich werde wohl auch ihn befragen müssen." Der Dämon gab ihm außerdem einen Zettel. "Ah, Nathanos Erkundigungen." Er las schweigend die Botschaft des Magiers und steckte den Zettel dann ein. Schon wollte er den entweihten Raum verlassen, da fiel ihm ein glänzendes Ding auf. Er bückte sich. Ein Knopf, golden, mit einem Greifen drauf.

Mit den für magisches Versiegeln üblichwen Bewegungen und Sprüchen verschloß er das Labor. Wie konnte der dreiste dieb nur seinen bisherigen Schloßcode knacken? Es war zwar kein magisches versiegeln gewesen, doch funktionierte der Schließmechanismus bei einigen Räumen im Kastell mit Passworten und einer bestimmten Reihnefolge von Berührungen. Besonders die gefährlicheren Kammern waren so vor unerfahrenen Magiern gesichert. Zu ihrem eigenen Schutz. Auf dem Weg zurück kam dem Don eine Idee.

Es war Zeit, wieder jemanden für sich zu benutzen. Bei dem merkwürdigen Buddler angekommen, sagte er zu ihm. "Ich hab es mir anders überlegt. Du bekommst deinen Heiltrank. Doch zuerst mußt du etwas für mich tun. Geh nach Drakia und spioniere dort für mich. Finde heraus, wie es dort wirklich um die Sicherheit bestellt ist. Dort soll ein Herzog eingefallen sein und alles unter seine Kontrolle gebracht haben. Also schau es dir an und berichte mir dann, was du herausgefunden hast. Achte besonders auf den abseits stehenden Turm. Ich erwarte einen detaillierten Bericht, keine Ausflüchte. Ich könnte sonst sehr verärgert reagieren. Hast du mich verstanden? Sehr verärgert. Und das willst du nicht, glaube mir, das willst du ganz und gar nicht."

Die Hakennase des Don war ganz dicht am Gesicht des Buddlers angekommen. Merkwürdig, der roch weder nach Dreck, noch nach alkohol. Es schien wirklich kein normaler, harmloser, leicht zu durchschauender Buddler zu sein. Ein Grund mehr, mißtrauisch zu sein. "Zusätzlich bekommst du 200 Erz von mir, wenn du wieder auftauchst und mir Zeitung bringst." Der Don schätzte diesen Mann als geldgierig ein, das Funkeln in den Augen, daß hin und wieder aufblitzte, sprach eine deutliche Sprache.



16.07.2002 01:15#247
Dumak Dumak nickte. "Ich habe verstanden." Was sollte er auch sonst machen? Diese Magier waren ja noch raffgieriger, als er. Umsonst gabs hier wohl nichts. Und dauernd diese unheimlichen Schauer, die ihm über den Rücken krochen. Ob das wegen der Dämonen war? Gesehen hatte er zwar keinen aber man erzählte sich so Sachen. Also nach Drakia. Mit gebrochener Rippe und verstauchter Schulter.
"Ich werde hingehen und mir die Sache ansehen. Danach werde ich wiederkommen und Bericht erstatten", leierte Dumak herunter. Diesem Magier war nicht zu trauen, aber 200 Erz waren nicht zu verachten. "Wie wärs mit einem Vorsch..." Das Funkeln in den Augen des Schwarzgewandeten und die Zornesfalte senkrecht über der Nasenwurzel sprachen eine so deutliche Sprache, daß Dumak den Rest des Satzes verschluckte. "Ich gehe. Gehabt Euch wohl. Ich finde alleine raus." Damit verschwand Dumak. Das Tor ließ ihn ohne irgendwelche Spielchen passieren.


16.07.2002 01:16#248
Don-Esteban Don-Esteban wandte sich dem nächsten Problem zu. Der Einbrecher., TheRock. Der mußte neu im Kastell sein. Gehört hatte er noch nicht von ihm. Und dann schon ein derartiges Sakrileg begangen und das heiligste des Kastelloberhaupts besudelt. Das würde eine schlimme Nacht für den Missetäter werden. Und eine schöne für den Don... Er lächelte ein wenig, als er die Stufen zu den Gefangenenzellen hinunter ging und einen Dämonen nach TheRock fragte, der ihm sofort voran schwebte und ihn so zu der richtigen Zelle führte.
"Öffnen!" So geschah es. Der Hohepriester trat ein. In einer Ecke stand ein junger Mann. Ruhig, gefaßt. "Du bist also der Missetäter, der mein Labor verwüstet hat. Interessant. Ich glaube, ich werde mich heute Nacht intensiver mit dir beschäftigen." Don-Esteban lächelte. Dann ließ er sich einen Stuhl bringen und setzte sich, die Robe strich er glatt und achtete darauf, daß sie in ordentlichen Falten herabfiel. "Du bist also dabei erwischt worden, wie du das Labor verwüstet hast?"

Der Gefangene schüttelte den Kopf. "Nicht? Du mußt keine Angst haben. Ich verstehe das. Es war sicher eine Art innerer Drang. Ich werde dich davon heilen. Es wird vielleicht weh tun, aber am Ende wirst du mir dafür dankbar sein." Der Magier wirkte so freundlich, wie es nur ging. Er strahlte Zuversicht und Verständnis aus. Doch TheRock blieb in der Ecke stehen, scheu und stumm. "Wann bist du ins Labor eingebrochen. Jetzt sag es, du hast keine Strafe zu erwarten."

In einer Geste des Vertrauens öffnete der Don die Arme und schaute den Lehrling an. "Vor drei Tagen." Der Magier stutzte. "Vor drei Tagen? Nicht länger?" Das war schade. Enttäuscht packte der Don Beliars Hauch wieder weg. Er hatte den Gefangenen ein bisschen lähmen wollen, damit er ihn einer geneuen Leibesvisitation durch die Dämonen unterziehen könnte, doch leider schien das jetzt unnütz zu sein. Der Schimmel auf dem zerstörten Experiment war älter. Definitiv älter.

Die Färbung der Sporen zeigte es. Sie waren schon reif. Das würden sie nie in drei Tagen schaffen. Gedanken verloren spielte er mit dem Knopf in seienr Tasche. Der Knopf. Unauffällig musterte er die Robe des Lehrlings. Dort unten, etwas abseits von den restlichen Knöpfen war noch einer aufgenäht. "Wozu dient dieser Knopf?" fragte er interessiert. Der Gefangene zuckte mit den Schultern. "Ich weiß nicht, er ist mir bis jetzt nie aufgefallen." Das gleiche Motiv wie auf dem im Labor gefundenen.

Und doch ein anderes, als der Rest an der Robe. War der Lehrling nach der Verwüstung noch einmal zurückgekehrt? Tage später, dem Schimmel nach zu urteilen? Dies war höchst merkwürdig und auch eher unwahrscheinlich. "Du bist bis auf weiteres frei. Doch verlasse das Kastell nicht. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Beweis deiner Unschuld steht noch aus. Der deiner Schuld allerdings auch noch." Damit stand der Don auf, drehte sich um und verließ die Zelle. Die Tür blieb offen, der Gefangene konnte gehen. Vorläufig.


16.07.2002 01:48#249
GlutaeusMaximus Maximus war dem Don in den Keller gefolgt. Vorsichtig hatte er sich lautlos von Schatten zu Schatten bewegt. Die ganze Vernehmung hatte der Priester aus einem dunklen Eck belauscht. Gesehen hatte er nichts, aber das war auch nicht nötig...

Der Don ist nicht auf den Trick mit dem Knopf hereingefallen. Wir hätten das ganze besser vorbereiten sollen. So ein Mist. Aber für solche Gedanken war es zu spät. Maximus wartete still in seiner Ecke, bis der Don und dann eine Weile nach ihm der freie Rock durch die Gänge wanderten.

Maximus folgte ihnen mit genügend Abstand und schlich sich in den zweiten Stock. Dann ging der Priester auf das Zimmer von PropheT, um ihm Bericht zu erstatten. Das war nicht so leicht, PropheT war gerade in einer äußerst labilen Situation. Eine, aus der man ihn nur mit äußerster Geduld und viel Fingerspitzengefühl holen konnte. Ein einziger Fehler konnte tagelange Depressionen oder Wutausbrüche hervorrufen.

PropheT saß im Schneidersitz auf dem Tisch und hielt die Wasserpfeife fest umklammert. Der leere Blick wies auf eine stundenlange Vorarbeit hin. Maximus nahm ihm ganz vorsichtig die Wasserpfeife aus der Hand und stellte sie auf den Boden. Dann öffnete er die Fenster und fächerte PropheT frische Luft zu.
Dieser hatte indessen mit einem seltsamen Singsang begonnen. Fremdländische Formeln rauschten über seine Lippen und erzeugten in dem Kopf von Maximus eigenartige Bilder von Palmen, leicht bekleideten Frauen und Sand...
Der Priester musste sich und seinen Kollegen aus den Fängen dieser seltsamen Magie befreien. Mit letzter Willenskraft drückte er PropheT die Hand auf den Mund, so dass dieser verstummen musste. Die Ruhe sorgte für eine plötzliche Klarheit in Maximus Kopf. Er griff nach einem kleinen Wasserbottich und schüttete PropheT den Inhalt über den Kopf...



16.07.2002 02:00#250
PropheT "Ah, sei gegrüßt der Wellengang ist heute ziemlich hoch, schau mal, diese neue Pfeife hab ich von einem Novizen bekommen, dem ich einen meiner Schuldscheine verkauft habe, Glas so grün wie das Meer..schau doch"
erwiderte der Priester mit einm glasigen Blick und einem breiten Grinsen auf seinen Lippen, während er sich das Wasser aus dem Gesicht strich.
Noch immer blickte PropheT den Priester an und fragte sich warum Maximus keines diese Holzbretter dabei hatte, mit denen man über das Wasser gleiten konnte, welche der Magier er kürzlich im Innenhof entwickelt hatte. Er nannte das ganze kurz und schmerzlos einfach Wellenbrett© .



16.07.2002 15:00#251
asmodean Der Anblick des alten Gemäuers war wie so oft schlicht und ergreifend erhebend.Nichts konnte die Macht der Schwarzmagiere besser unterstreuichen,als die sich immer wieder verschieden zeigende Schaltstation der Dämonenbeschwörer. Schön wieder hier zu sein dachte sich der Botschafter und überquerte die Schwelle.Seine Schritte lenkte er ins Refektorium und der unvermeidlichen Nahrungsaufnahme zu fröhnen.Bei dieser Gelegenheit wollte er sich auf den neusten Stand bringen,was sich so alles getan hatte während seiner Abwesenheit.


16.07.2002 19:54#252
Zavalon Zavalon lag in seinem Zimmer auf dem Bett und... lag einfach nur so da. Langeweile übermannte seinen Körper, er wusste nicht was er tun solle. Er nahm seine Gitarre und setzte sich in den Hof des Kastells. Hinter den Blitzen der Barriere konnte man die rote untergehende Sonne erblicken. Er spielte eine sanfte ruhige Melodie. Er verharrte eine Weile auf die Weise, bis er auf einen anderen Gedanken kam. Er betrat einen der Übungsräume für Magie und packte seine Runen aus. Schnellformte er eine Schattenflamme und lies sie gegen die Wand krachen. Danach kam ein Skelett zum Vorschein, wurde kurz gelähmt und wieder zurück in Beliars reich gelassen. Diese Prozeduren wiederholte Zavalon einige Male, bis er sein Potenzial für diesen Tag erfüllt hatte.
Ein leichtes Hungergefühl machte sich in ihm breit, er hatte seit dem Frühstück nichts mehr zu sich genommen. Er lies sich im Refektorium eine Speise auftischen und begann zu essen. Dann ging er in sein Zimmer und machte ein paar Übungen, um seinen Körper in Form zu halten. Wie lange hatte er das ausgelassen? Er beschloss jetzt sch jeden Tag mindestens 2 Stunden seinem Körper zu widmen. Langsam zählte er die Liegestützen...



16.07.2002 21:57#253
Shadow-of-Death Shadow war schon den ganzen Tag auf den Beinen und trainierte seine Schwerttechnik im Garten des Kastells. Seine neue Klinge war ein perfekt ausbalanciertes und Rasiermesserscharfes Tötungswerkzeug welches seines gleichen suchte. Der Griff war wie geschaffen für Shadows große Pranken und trotzdem noch groß genug um eine weitere Hand hinzuzunehmen.

Die Klinge war zuvor von Shadow blankpoliert worden und glitzerte nun wie ein Diamant in der Sonne während sie mit irrsinniger Geschwindigkeit durch die Luft schnitt und silberne Streifen hinterließ. Die Klinge und der Kämpfer waren eine einzige Einheit....

Schließlich hörte Shadow auf als ihm plötzlich einfiel weswegen sie eigentlich in diesen Gemäuern weilten. Es war vielleicht mal Zeit nachzusehen ob dieser Don inzwischen erreichbar war...

Mit einer geschickten Bewegung schob der Hohe Novize sein Schwert in die hölzerne, schwarze Scheide und verließ seinen Übungsplatz. Schließlich blieb er auf einem Flur des Kastells stehen. Wo war dieser Don jetzt eigentlich? Müssten die Dämonen bestimmt wissen.

Gedacht getan und Shadow durchstreifte die Gänge auf der Suche nach einem Dämon. Da sah er auch schon einen auf sich zustreifen und pulste ihm eine Nachricht zu. Der Dämon hielt nicht einmal an sondern pulste Shadow in einer Welle aus sanfter Hitze seine Antwort zu. Dann war er auch schon vorbei und Shadow machte sich auf den Weg in die Bibliothek. Wo sollte ein Kastell Bewohner um die Uhrzeit auch sonst sein...

Shadow kam bei der Bibliothekstür an, atmete tief durch und trat dann ein. Im Raum selbst sah er dann auch schon eine Gestalt sitzen die nur den Don darstellen konnte. Der Magier hatte schlohweiße Haare die ganz im Gegensatz zu seinem braunen Teint standen. Scharfe stechende Augen musterten Shadow, ohne auch nur einmal zu blinzeln und die Hackennase vervollständigte den Eindruck eines Magiers. Wenn es einen Mann geben mochte der besser in das Klischee eines bösen Zauberers passte dann bestimmt nicht auf diesem Planeten....
Shadow trat mit festen Schritten an den Hohepriester heran und erhob seine Stimme:

”Seid gegrüßt ehrenwertes Oberhaupt des Zux. Ich bin ein Hoher Novize aus dem Sumpflager und habe eine Bitte an euch. Der Schwarzmagier Nathano hat für mich einige Gegenstände identifiziert, die ich in einem Schiffswrack gefunden habe welches von einem bösen untoten Magier heimgesucht worden war. Bei einigen von diesen Gegenständen war er sich aber nicht ganz über die Bedeutung sicher. Eine Art Keule soll sogar eine sehr starke Magie inne gehabt haben, die so stark war das Nathano sie wegschließen wollte damit sie nicht benutzt wird. Daher bitte ich euch nun sich diese Sachen einmal näher anzusehen. Laut Nathano sollen sie im Keller liegen und von einem Dämon bewacht sein. Wollt ihr mir diese Bitte erfüllen?”

Shadow hatte mit leicht gesenkter Stimme gesprochen um seine Demut zu demonstrieren. es ging ihm zwar leicht gegen den Strich hier den Unterwürfigen zu spielen, aber man sollte sich schon ein wenig an die Etikette halten. Immerhin stand er hier vor dem mächtigsten Magier des Kastells. Aber irgendwie musste es auch lustig wirken wenn hier ein Zwei-Meter-Kraftpaket hereinspaziert kommt und auf diese Art eine Bitte vortrug. Mal sehen wie der Magier reagierte....



16.07.2002 22:08#254
Scatty Der bleiche Mond trug ein paar seiner Strahlen durch das Fenster in die bequeme Kammer. Der Barbier hatte die Arme hinter dem Kopf verschränkt, lehnte mit dem Stuhl an der Wand und kaute auf einem Zahnstocher herum. Ein sehnsüchtiger Ausdruck lag in seinen Augen. Irgendwie fehlte ihm der Sumpf. Das war ja auch verständlich, dort hatte er die meisten Freunde, und auch seine Arbeit. Bei dem Gedanken an seinen Beruf ward ihm unangenehm zumute. Mein Gott, wie lange hatte er schon keine Köpfe mehr geschoren? Das musste mindestens ein oder zwei Monate her sein. Er spie den Zahnstocher aus dem Fenster und richtete sich auf. Sein Entschluss war gefallen. Er würde früher als alle anderen in den Sumpf zurückkehren, seine Kundschaft durfte und sollte nicht warten. Also machte sich der hohe Novize daran, sein Hab und Gut, das mit ihm auf die Reise gegangen war, zusammenzupacken.

Als er fertig war, überprüfte er das Gepäck nochmal, ob auch alles seine Richtigkeit hatte, und kramte dann seine beste Sonntagsschrift hervor, als er sich auf einem Pergament verewigte, das er für Shadow hinterlassen wollte. "Shadow,
mein Freund, ich hoffe es ist nicht allzu tragisch, wenn ich schon etwas früher zurückkehre. Der Sumpf fehlt mir ein wenig, ausserdem habe ich noch einer Arbeit nachzugehen. Der Don, Artie und du, ihr werdet das schon schaffen. Man sieht sich im Sumpf
Mit besten Grüssen
Scatty"
Nach Vollendung der Nachricht legte er den Zettel auf Shadow´s Bett. Daraufhin verliess er seine Kammer. Als er am Refektorium vorbeikam, überbrachte er dem Küchendämon noch, wie gut es geschmeckt hatte. Sicher, er konnte es wahrscheinlich nicht verstehen, aber Scatty war nunmal ein höflicher Mensch. Als auch dies erledigt war, schritt er endlich zur grossen Flügeltür, die ohne sein zutun aufschwang und den Weg in die Wildnis freigab. Und bald war Scatty nur noch ein dunkler Schatten unter dem bleichen Angesicht des Erdtrabanten.


16.07.2002 22:26#255
Don-Esteban "Geht mir aus dem Licht", wollte der Magier schon unwirsch von sich geben, als ihn der zwischen die Lichtquelle und ihn getretene ansprach. Don-Esteban sah auf. Und hörte sich an, was der Besucher, ein großer Muskelberg, der sicher schon vielen Leuten im Licht stand und dadurch womöglich wichtige Entdeckungen verhindert hatte, zu sagen hatte.b "Soso, magische Gegenstände, so stark, daß sie weggeschlossen wurden." Die konnten nur in einem Raum liegen. "Gut, folge mir, ich werde sie mir ansehen. Auch die Keule." Schnell und doch gemessen genug, um seiner würde keine Blöße zu geben, erhob sich der Schwarzmagier und ging voran.

Daß der Bittsteller ihm folgte, setzte er voraus. Die beiden verließen die Bibliothek und wandelten durch mehrere Gänge, kleine Hallen und Kreuzungen. Besucher waren meist verwirrt durch die Vielzahl an Gängen. Aber das Geheimnis der Orientierung bestand einfach in der Gewöhnung durch ihre tägliche Benutzung. Der Hohepriester bog hier und da in eine andere Richtung ab, doch verminderte er niemals das Tempo. Normalerweise führte er keine Besucher durch die Hallen des Kastells, doch hier bestand ein persönliches Interesse, die angeblich magischen Gegenstände konnten wichtige Dinge in sich bergen.

Das wissen darüber konnte von Vorteil sein. Für den Don. Für den Bittsteller vielleicht auch. Nach mehreren Richtungswechseln kamen sie an eine Treppe. Der Magier drehte sich um und seine Robe , die während des Laufens in ständiger Bewegung gewesen war, beruhigte sich und legte sich in Falten. "Hier geht es in den Keller. Normalerweise kommt hier kein Fremder hinunter, du aber wirst mich begleiten." Ohne auf Antwort zu warten, stieg er die Stufen hinab in die dunkle Schwärze.

Als das Licht vollends verschwand, beschwor er eine Lichtkugel, die ihm den Weg erhellte. Der Begleiter mußte folgen, wenn er nicht im Dunkel stehen bleiben wollte. Auch hier unten das gleiche Spiel. Abzweigungen, kleine Hallen, Kurven im Gang. Uneingeweihte waren hier wohl ohne Glück verloren. Man erzählte sich, daß im Kelelr ab und zu Magier verschwanden, weil sie den Rückweg vergessen hatten und bis zu ihrem Tode hier umherirrten. Doch der Don wußte, was er tat.
Bald kamen sie denn auch an eine Kammer, dessen Tür von einem Dämonen bewacht wurde. Der Dämon verschwand auf ein unverständliches Wort des Magiers hin und der Don öffnete die Tür. Die Lichtkugel erhellte einen kleinen Raum mit etlichem Gerümpel. Schwerter, Rüstungen, andere Waffen, undefinierbare Gegenstände. An den Wänden Regale mit ebensolchen Dingen. "Jetzt zeig mir deine Sachen, ich werde einen Blick drauf werfen." Geduldig wartete der Hohepriester darauf, daß der Krieger seine Beutestücke wieder fand.



16.07.2002 22:35#256
olirie Gestank zog durch den Raum und weckte Olirie, hastig schaute er sich nach der Geruchsquelle um und fand sie schon bald, er selbst war die Quelle des Gestanks. Doch da überfiel ihn schon der nächste Schock, er hat drastisch abgenommen und sah sogar schon fast ausgehungert aus. Der Magier wusste nichtmal, wie lange er überhaupt geschlafen hat. Nun stieg er erstmal aus dem Bett, doch er war so hungrig, dass er kaum noch stehen konnte. Doch er fällte eine Entscheidung, derart stinkend konnte er das Zimmer nicht verlassen, also lies er sich erstmal ein Bad von einem Dämonen vorbereiten.
Nach diesem Bad, zog er seine Robe an und machte sich auf den Weg ins Refektorium.

Im Refektorium ließ er sich auf einen Stuhl an einem kleinen Tisch in der Mitte des Raums fallen und bestellte sich von einem Dämon einen kompletten Wolf mit einer herzhaften Pilzsoße und einer Flasche Wein. Schon nach kurzer Zeit brachte der Dämon das Damfende Essen und schenkte etwas Wein in das Glas Olirie's. Dieser begann hastig die Mahlzeit zu verspeisen.



16.07.2002 22:43#257
Shadow-of-Death Shadow hätte sich schon nach den ersten acht Abbiegungen verirrt. Aber der Hohepriester schien zu wissen wo es lang ging und so folgte der Faustkämpfer seinem Führer ohne Fragen zu stellen. Nach einer halben Ewigkeit die sie durch die Gänge gelaufen waren, kamen wie endlich vor einer Tür mit einem Dämon an. Dieser verschwand auf ein Wort von Don-Esteban sofort und gab die Tür frei.
Nun verlangte der Hohepriester von Shadow das er seine Sachen aus diesem Chaos zusammen suchte. Na fein. Hoffentlich hatte Nathano das Zeug nicht allzu sehr versteckt. Shadow ging hinein und ließ seinen Blick schweifen. Nichts. Langsam ging der Hohe Novize weiter und musterte seine Umgebung. Mit einem Mal stieß ihm ein zusammen geschnürtes Paket in die Augen und Shadow erkannte seine Leinentücher wieder. War ja auch das Einzige hier was nicht schon Schimmel angesetzt hatte. Die sollten ruhig mal ein wenig ausmisten.
Shadow-of-Death verließ den Raum und zeigte dem Don die Sachen. Dieser nickte und forderte Shadow auf diejenigen zu zeigen die er näher untersucht haben wollte. Shadow überlegte kurz und fischte dann die Metallplatte aus dem Packen. Das Gedicht war ja schön und gut, aber er wollte auch näheres darüber erfahren was noch darauf stand....



16.07.2002 23:00#258
Don-Esteban Interessiert nahm der Magier die Metallplatte entgegen. "Das Gedicht kennst du schon? ...Schlüssel... Schloß ...Magier zu Roß. Und so weiter. Ah, die letzte Zeile. Das ist interessant." Unmerklich wurde das Licht heller, um die Zeichen auf der Platte besser sichtbar zu machen. "Diese Art der Schriftzeichen wird übrigens nur sehr selten angewandt. In der letzten Zeile steht etwas über die Tonhöhe beim Vortrag. Nehmet den Ton einer Königstrommel, erhöhet ihn um 5 Lagen und fallet beim Ende ab. Singet in Masse. Und so weiter. Die Zahlen sind leserlich in gewöhnlicher Schrift. Nur gut zwischen den fremden Zeichen versteckt.

Sie bezeichnen die Tonlage in den verschiedenen Zeilen. Du kannst ja noch einen Barden danach fragen. Und dann noch irgendetwas über die Wirkung beim singen. Tja, mehr steht nicht drauf. Was das Singen bewirkt, bleibt geheim. Womöglich, daß alle sich die Ohren zuhalten. Oder tot umfallen. Oder wahrscheinlich passiert auch gar nichts. Man müßte es ausprobieren." Er gab dem Krieger die Platte zurück. "Sag, wo hast du dies Stück her? Es ist ungewöhnlich, etwas derartiges hier in der Barriere zu finden."



16.07.2002 23:26#259
Shadow-of-Death Mmh. Tonlagen also. Das war interessant. Vielleicht hing das Gedicht und die Tonlagen zusammen. Darüber musste man nachdenken. Plötzlich stellte der Don ihm noch eine frage und Shadow antwortete Wahrheitsgetreu:

”Der Templerführer Tomekk hatte eine Truppe zusammen gestellt um einen magischen Trank zu finden der in einem Schiffswrack versteckt sein sollte. Diese Wracks waren jedoch der Wohnort eines bösen, untoten Magiers der die Gruppe mit duzenden Skeletten bedrohte. Er hatte auch einen Dämon der aber durch Scattie, das ist ein weiterer Sumpfler und mich ausgeschaltet werden konnte. Nachdem dann der Magier besiegt war habe ich eine magisch verschlossene Truhe gefunden die ich mit diesem Schwert hier und diesem Amulett öffnen konnte. Dort drin habe ich dann diese Gegenstände gefunden.”

Shadow zog sein Schwert und zeigte es dem Magier. Dann zog er das Amulett heraus während der Hohepriester das Schwert zwischen die weißen, feingliedrigen Finger nahm.



16.07.2002 23:42#260
Don-Esteban Interessiert nahm der Don das Schwert entgegen. Sofort fielen ihm Runen am Griff auf. Die schärfe der Klinge hingegen war iohm einerlei, das interessierte eher Krieger, nicht ihn. "Hmh, hast du das hier schon gesehen? Anthorische Runen. Ziemlich alt. Werden heute nicht mehr benutzt. Jetzt sehen sie so aus." Der Magier zeichnete die Runen mit der Schwertspitze in den Dreck des Fußbodens. "Das sind moderne Runen, die auf dem Schwert sind altertümlich." Jetzt erst vertiefte er sich in die eigentliche Übersetzung.

"Oh, Dämonen. Das Schwert scheint eine besondere Gabe zu haben. Es soll zum Sieg über Dämonen geschmiedet worden sein... zerpflügt den Panzer von Dämonen..." las er vor. "Interessant. Womöglich aus besonderem Material oder mit besonderen Mitteln geschmiedet. Vielleicht durch uralte, vergessene Kunst zu dem gemacht, was es ist." Er schnippte mit dem Finger an die Klinge, während er mit der anderen Hand das Schwert leicht am Griff baumeln ließ. Ein leises "pling" schwang durch den Raum und verstummte nur langsam.

"Mhm, keine Ahnung, wie Schwerter sonst klingen. Vergleich es einfach. Ein Kämpfer kennt sich da wohl besser aus." Der Magier gab das Schwert dem Besitzer zurück. "Scheint ja ein ergiebiger Fundort gewesen zu sein, dieses Schiff. Was ist noch in dem Leinentuch eingeschlagen?" Langsam war der Schwarzmagier doch neugierig geworden. So viele seltsame Dinge sah man nicht alle Tage auf einem Haufen. Neugierig trat er an das Paket heran, um auch ja nichts zu verpassen.


16.07.2002 23:44#261
{-NaThAnO-} Den letzten Tag hatte Nathano mit seinem üblichen Training mit den Dämonen verbracht. Diesaml hatte er aber noch einen Dämonen dazugeholt und trainierte somit mit vieren. Allerdings griffen immer höchstens zwei Dämonen gleichzeitig an und sie hatten wie immer den Befehl, ihren "Schwierigkeitslevel" an einen Menschen anzupassen. Gekämpft wurde mit Schwert und Magie. Eine Art Training, die Nathano mitlerweile zur Perfektion gebracht hatte. Sie war effektiv, sehr anstrengen, aber es machte dem Schwarzmagier persönlich irrsinnigen Spaß, sich immer und immerwieder an seine Grenzen zu treiben und mit der Zeit natürlich auch zu erweitern. Fittnes, physische, aber auch psyschiche Kraft wurde alles in einem Trainingsprogramm gesteigert.

In dieser Nacht wurde Nathano von dem reflektierenden Licht des Mondes geweckt. Die Vorhänge waren nicht zugezogen, das Fenster geschlossen. Mit einem Ruck stand der Schwarzmagier aus seinem Bett auf, zog seine Robe an, befestigte den Gürtel mit den Runen und das Schwert glitt in die Scheide selbigen. Mit angemessenem Schritt bewegte sich Nathano in das Refektorium, wo er Olirie entdeckte und ihm mit einem Lächeln zuwinkte. Zum Frühstück gab es diesmal nur eine Suppe für den Schwarzmagier, der sonnst eigentlich immer mehr Hunger verspürte.



16.07.2002 23:59#262
Shadow-of-Death Ein Schwert zum Sieg über Dämonen. Kein Wunder das er den Dämon so leicht hatte verstümmeln können. Die Klinge war durch das Handgelenk des Dämons gegangen als wäre es aus warmer Butter. Shadow grinste Angesichts dieser neuen Erkenntnis. Und er hatte schon gedacht das Dämonen prinzipiell so einfach zu besiegen waren. Nächstens sollte er wohl ein wenig mehr aufpassen und seine Fähigkeiten nicht so hoch einschätzen...

Nun gab Shadow das Amulett an den Don weiter. Nathano hatte ja schon gesagt das es ein Schutzzauber war der auf dem Amulett lastete. Aber welcher Art genau hatte er nicht erwähnt. Und solange er das nicht wusste, hatte Shadow sich das goldene Kleinod auch nicht umgehängt.

Das Amulett hatte die Form einer Münze war aber ungefähr so groß wie der Handteller eines normal gewachsenen Mannes. es war komplett aus Gold gefertigt und mit Silberdrähten verziert. Auf der Vorderseite war ein rötlichgraues Mineral eingefügt worden welches in Form einer Rune gestaltet worden war. Das ganze hing an einer silbernen feingliedrige Kette und baumelte nun vor dem Gesicht des Hohepriesters.

”Was sagt ihr zu diesem Amulett? Ich fand es bei der skelettierten Leiche bei der auch das Schwert lag. es half dabei das Schloss der Truhe zu öffnen welches sich dann in die Metallplatte verwandelte die ich euch vorhin gegeben hatte. Nathano sagte das ein Schutzzauber auf diesem Kleinod liegt den er allerdings nicht näher bestimmen konnte.”

Shadow übergab das goldene Schmuckstück an Don-Esteban und wartet auf eine Antwort...



17.07.2002 00:24#263
Don-Esteban Ein sehr geschmackvoll gearbeitetes Amulett. Es kam an die Kunstfertigkeit der Amazonenkönigin heran. Die Rune in seiner Mitte war perfekt eingepasst. Der Hersteller war ein Meister seines Fachs. "Die Rune hat den Lautwert Kolph. Das ist in der Herkunftssprache anthorisch das Wort für Luft oder Äther. Manchmal auch für Himmel und im übertragenen Sinne für Freiheit gebraucht. Freiheit in der Bewegung, Freiheit in der Entscheidung, zu gehen, wohin man will."
Der Magier bemerkte den etwas gelangweilten Blick des Besitzers des Amuletts. "Um näheres über die Wirkungsweise herauszufinden, muß ich nachher nochmal in der Bibliothek nachschlagen. Diese Runen wurden für verschiedene Zwecke benutzt. Eventuell gibt die Verzierung ein paar Hinweise." Er betrachtete sie. Rund um die Rune war ein schmales Band mit silbernen Ornamenten eingraviert. Es zeigte Delphine, die aus dem Wasser sprangen. Das Mineral, aus dem die eigentliche Rune geformt war, war dem Don im Moment unbekannt.

Er hätte es untersuchen müssen. Alchemistischen Reaktionen aussetzen müssen, doch sein Labor war im Moment ein einziger Trümmerhaufen. So blieben nur noch die Bücher der Bibliothekk. Diese hatten noch fast jedes Problem zu lösen vermocht. Mit einem innerlichen Seufzer dachte er an sein allerheiligstes, das so schrecklich entweiht worden war. Doch er lenkte sich damit ab, daß er es schöner und größer in Drakia wieder aufbauen würde. Wen nur dieser Buddler wiederkam und im Bericht erstattete. Der Don gab das Amulett zurück.


17.07.2002 00:42#264
Shadow-of-Death Shadow hörte den Worten des Hohepriesters aufmerksam zu. Dieser erzählte irgendwas über Freiheit und die Bedeutung der Rune. Normalerweise hätte Shadow so was interessant gefunden. Aber im Moment fehlte ihm für so was wirklich der Nerv. Daher wartete er bis der Magier zur Sache kam und war auch entsprechend enttäuscht keine sofortige Antwort zu bekommen.

Na ja. Der Mann konnte ja auch nicht alles wissen. Würde er halt noch ein wenig warten müssen auf die Antwort. Aber es gab ja noch mehr Sachen die er dem Don zeigen wollte. Nun kam der Brillant dran. Über den konnte Nathano ja gar nichts sagen, außer das er magisch war. Aber welche Magie wohnte diesem glitzernden Ding inne? Das war die Frage die es zu klären gab.

”Nun. Der vorletzte Gegenstand den ich euch zeigen will ist dieser Brillant. Nathano sagte das er magisch sei. Mehr konnte er allerdings nicht bestimmen. Könnt ihr mir sagen was diesem Edelstein für Magie innewohnt?”
Shadow hielt den Stein Don hin so das sich das Licht der magischen Kugel in ihm brach und er wie von einem inneren Feuer zu lodern schien. Er war wirklich von einem Meister geschliffen....



17.07.2002 01:11#265
Don-Esteban Mit einem Leuchten in den Augen sah der Don den Stein an. "Das ist ein Suchstein. Sieh her, er leuchtet im dunkeln." Er hielt seine Robe über den Stein und schon begann er zu leuchten. "Er kann außerdem Personen finden, wenn du ganz fest an sie denkst, führt er dich zu ihr. Doch dies verlangt große Konzentration. Früher haben Magier diese Steine benutzt und sie konnten bis in große Entfernungen bestimmte Personen ausfindig machen. Magier, weil sie die Gabe besitzen, sie sind besser dafür geeignet, sie haben eine höhere Konzentration. Der Suchstein läßt eine kleine Kugel aus Magie los und nur ein Magier kann sie wirklich verfolgen, bis zum Ziel.

Wenn du etwas bestimmtes finden willst, läßt der Stein alle Spuren im Umkreis seltsam aufleuchten. Es heißt, die Schergen von König Mortharis III. hätten solche Steine gehabt und damit jeden Dieb und Assassinen aufgespürt. Man findet auch Verstecke mit ihm, denn er läßt einen die Gefühle spüren, die beim verbergen offenlagen. Freude über den geheimen Besitz oder Angst, ihn zu verlieren." Er gab ihm den Stein wieder zurück. "Er ist sehr wertvoll, weil er selten zu finden ist. Heutzutage weiß niemand mehr, wie diese Steine einst hergestellt wurden."



17.07.2002 01:36#266
Shadow-of-Death Fasziniert hörte Shadow zu. Ein Suchstein. Der würde bestimmt sehr nützlich sein wenn sie erst mal in der Höhle waren. Und auch danach. Shadow stellte sich vor wie er damit auf die Jagd würde gehen können. Oder wenn mal jemand vermisst würde. Er würde ihn einfach finden können. Großartige Vorstellungen.
Aber fast noch mehr als von dem Stein war Shadow von dem Hohepriester fasziniert. Der Mann hatte ein geradezu gewaltiges Wissen gespeichert. Er hatte von einem Stein gewusst der seid Jahrhunderten nicht mehr hergestellt wurde und hatte auch noch einige Beispiele für seine Fähigkeiten gekannt. Wirklich erstaunlich. Shadow fragte sich was dieser Mann noch alles wusste.
Aber dazu später. Jetzt ging es erst mal um die merkwürdige magische Keule. Shadow erinnerte sich noch gut an den Schrecken den Nathano gezeichnet hatte als er die Keule untersuchen wollte. Eine äußerst starke magie soll darin enthalten sein. Shadow kannte sich mit Magie so gut wie gar nicht aus und behandelte die Keule daher mit großer Vorsicht.

Fast sanft befreite er den Stab von seiner Leinenhülle. Dann übergab er ihn dem Don der ihn aufmerksam betrachtete.

Der Stab war ca. einen Meter lang und am Griff knapp Handgelenk dick. Der Griff bestand aus Gold in das mit einem seltsamen rotbraunen Farbton Runen und merkwürdige Zeichen eingraviert war. Am Ende des Stabes befand sich ein Totenkopf aus Jade der von kleinen Zähnchen umrandet war.

Die Spitze des Stabes gab ihm die Form einer Keule, da sie aus einem dicken, eckigen Glasgefäß bestand in welchem Kristalle scheinbar planlos um eine sanfte Lichtquelle rotierten. Lichtquelle? Diese war Shadow vorher gar nicht aufgefallen. Wahrscheinlich lag das daran das er sie immer nur bei vollständiger Helligkeit untersucht hatte. Die Helligkeit die diese Lichtquelle ausstrahlte war ja nicht sehr groß...

Trotz dieser erklärenden Gedanken wuchs Shadows befremden über diese Keule. Vor allem da er wusste das sie gefährlich werden konnte. Nathano hatte gesagt das sie eine Waffe seien könnte. Eine magische Waffe....

Shadow riss sich zusammen und schaute weiter dem Don zu wie er über die Glaskapsel strich. An jeder Kante der Glaskapsel konnte man bronzene Stränge erkennen die die Kapsel anscheinend an Ort und stelle halten sollten. Außerdem war der Griff knapp unter der Kapsel mit Silberdrähten versetzt die bis zur Kapsel immer dichter wurden bis sie eine dichte Schicht bildeten.
Wirklich ein merkwürdiges Gerät...



17.07.2002 02:24#267
Don-Esteban Fasziniert strich der Magier über die Oberfläche des Stabes. Ihm war, als ob sich auf der Innenseite seiner Haut befindliche Haare aufstellen würden. Merkwürdig. Eine ungeheure Ansammlung von Magie. Sehr ungewöhnlich. "Dieser Stab ist mir nicht bekannt. Auch nicht, zu was er erschaffen wurde. Vielleicht ein Ventil für die Magie, die in ihm wohnt. Vielleicht ist diese Magie in ihm für irgendeinen besonderen Zweck dort gespeichert. So wie ein Schlüssel. Aber das ist nur eine Vermutung.

Ich kann dir wirklich nicht mehr über die Magie sagen. Nicht über ihren Ursprung und auch nicht über ihren Zweck." Er gab den Stab zurück. "Seltsame Sachen hast du da bei dir. Wertvoll und selten. Pass gut auf sie auf." Damit war die Vorführung beendet. Shadow packte sein Paket wieder zusammen und schulterte es, bereit zum Wiederaufsteig in die gastlicheren Gefilde des Kastells. Der Don führte ihn sicher wieder zur Treppe und nach oben. Dort schlugen die beiden wieder den Weg in die Bibliothek ein, denn der Don wollte noch wegen dem Amulett nachschlagen.

Nach kurzer Zeit hatte er auich ein Werk, daß er wohl schon vorher im Geist hatte, gefunden, wobei er die magische Suchfunktion nicht benutzte. "Hier haben wir es", rief er aus. "Das Amulett dient der Verlängerung des Atems, der Erhöhung der Kraft und allgemein der Vitalität." Mit einem "pluff" schlug er das Buch wieder zu und steckte es wieder zurück ins Regal. "Somit sollte alles fürs erste geklärt sein. Nur mit dem Stab kann ich leider nicht weiterhelfen. Trotzdem interessant...", murmelte er noch in sich hinein.



17.07.2002 02:34#268
Shadow-of-Death Mmh. Wenn selbst der Hohepriester nicht wusste was mit dem Stab war. Was sollte er denn dann damit machen? Am besten war er würde ihn aufheben. Wenn er in der Kiste lag war er bestimmt noch wichtig.

Zurück in der Bibliothek informierte in das Oberhaupt des Zux über die Wirkung des Amulettes. Damit konnte er also länger tauchen und auch rennen. Shadow hängte es sich nun um und verspürte wie seine Lungen sich plötzlich füllten. Sein Atem ging leicht und beschwingt und er hatte sich noch nie so frisch gefühlt. Irgendwie als wäre er unter Drogen.

Shadows Gedanken rasten plötzlich wieder zurück zu dem Smaragd. Dieser Don-Esteban wusste doch soviel. Vielleicht konnte er ihm auch mehr über den Smaragd sagen. Über seine Entstehung oder so. Shadow beschloss ihn zu fragen.
”Ehrenwerter Hohepriester. Bitte erlaubt mir noch eine Frage. Diese Gegenstände haben irgendetwas mit einem Gegenstand zu tun der Smaragd der Erkenntnis genannt wird. Wisst ihr vielleicht etwas darüber? Ich wäre euch sehr verbunden.”
Shadow hatte Mühe seine Stimme ruhig zu halten so schnell pulsierte plötzlich der Sauerstoff durch seine Adern. Dieses Amulett war wirklich ein tolles Teil...


17.07.2002 02:49#269
Don-Esteban "Der Smaragd der Erkenntnis? Ob ich davon gehört habe? Dieser smarad in Form eines Schädels wurde vor vielen Jahren als die furchtbarste Waffe überhaupt angesehen und viele Kriege wurden um seinen Besitz geführt. Ein gewisser Silgata soll den Stein dann in seinen Besitz bekommen haben - frag nicht wie. Jedenfalls hat er den Stein versteckt. Die Legenden erzählen von einem Labyrinth, in dem der Smaragd der Erkenntnis liegen soll.

Doch wo sich dies befindet, weiß keiner, einfach, weil die Zeit der Entstehung dieser Legende schon eine Ewigkeit her ist. Weiter wird erzählt, daß Silgata das Labyrinth mit hilfe von Magie verschloß und durch magische Kreaturen bewachen ließ bis in alle Ewigkeit. Mehr wurde über Silgata nicht bekannt. Es scheint, nach der Labyrinthgeschichte ist er verschwunden. Wohin, weiß kein Mensch. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen." Damit hatte der Don alles, was er wußte, dem Krieger erzählt. Zumindest alles, was unbedenklich war...


17.07.2002 03:04#270
Shadow-of-Death Interessant! Also hatte dieser Silgata den Krayakin hergeholt der in dem Buch erwähnt wurde. Dann waren diese Gegenstände bestimmt größtenteils von ihm. Kein Wunder das sie so mächtig waren. Shadow musste fast grinsen so sehr freute ihn sein Glück. Er würde diesen Smaragd suchen und finden. Dieser Krayakin würde ihn nicht aufhalten. Egal was er war.

Shadow verabschiedete sich höflich vom Don und ging dann auf sein Zimmer. Dort fand er das Bett von Scattie leer vor. Stattdessen lag ein Zettel auf seinem Kopfkissen auf dem der Barbier ihm mitteilte das er seiner Arbeit im Sumpf nachgehen musste. Schade. Hätte er nur ein wenig länger gewartet hätte er die Neuigkeiten ebenfalls mitbekommen. Er wäre bestimmt ganz aus dem Häuschen wenn er wüsste wozu die Dinge da sind. Und er hätte Shadow bei dem Rätsel auf der Metalltafel helfen können.
So musste Shadow halt alleine drauf kommen.

Langsam musste sich Shadow allerdings Gedanken machen wie er sich ausrüstete. Seine bisherige Bewaffnung war trotz seines neuen Schwertes noch ein wenig unzureichend. Vor allem hatte er zu wenige Wurfmesser. Und er wollte seine Idee noch verwirklichen. Aber dazu musste er in den Sumpf. Morgen würde er zurückreisen. Er hatte jetzt alles was er brauchte und ihn hielt nichts mehr an diesem Ort. Hoffentlich bekam er genug Novizen zusammen die ihn unterstützten. Vielleicht sogar einen Templer. Aber das war nicht sehr wahrscheinlich. Immerhin wollte er seine Mission nicht jedem Verraten. Auch wen es hier im Kastell schon jeder zu Wissen schien....

Müde zog sich Shadow nun aus und legte sich wieder neben das Bett auf die Erde. Er war es gewohnt so zu schlafen und war nicht so zu haben für Umstellungen. So schlief er immer noch am besten. Nicht auf solchen weichen Matratzen....


17.07.2002 16:13#271
Don-Esteban Nachdem der Sumpfler verschwunden war, wandte sich der Magier seinen Pflichten zu. Als erstes suchte er die nötigen Werke für Nathano heraus, der sich seit kurzer Zeit mit der Erweiterung seiner Magiekenntnisse befasste. Er empfahl ihm, sich über Schattenbrand zu informieren und ihn danach selbst in den Übungsräumen auszuprobieren. Diese Hinweise hinterließ der Don auf einem Zettel, den er unter den Bücherstapel auf dem Lesepult von Nathano klemmte.

Sein zweiter Student, olirie, war noch gänzlich unerfahren in der Anwendung der Magie. Für ihn war die Beschäftigung mit dem Lichtzauber am naheliegendsten. Sobald er sich mit den Schriften der alten Lehrmeister über die Herbeirufung von Licht auseinandergesetzt hatte, konnte olirie auch mit dem Erlernen von Schattenflamme beginnen. Dies sollte in sieben Tagen zu schaffen sein. Eine Notiz dazu wanderte auch unter diesen Bücherstapel. Gerade war der Magier fertig mit der Zusammenstellung der geeigneten Bücher, Folianten, Codizes und Schriftrollen, da tauchte ein ihm zwar bekannter, aber nichtdestotrotz unsympathischer Besucher auf.



17.07.2002 16:14#272
Dumak Dumak erreichte das Kastell mit rasselnden Lungen. Die Schmerzen waren stärker geworden. Die Überquerung des Bergzuges hatte ihm das Letzte abverlangt. Hoffentlich hielt dieser Schwarzmagier sein Wort. Wenn ihn doch nur nicht diese gesprächigen Knochengesellen am Tor noch aufhalten würden. Grimmigen Gesichts klopfte der Buddler an das große dunkle Tor. Selbst bei Tageslicht wirkte das Kastell schwarz und abweisend. Wer hierher kam, hatte sicher einen Grund dafür, der besser war, als einfach nur Neugier.

Seltsamerweise kam kein Ton von den Knochenmännern, stattdessen Schwang das Tor auf und die Torflügel krachten gegen die Wand des Kastells, so daß es laut im Durchgang nachhallte und die Knocken der Skelette wild durcheinander klapperten. Dumak trat ein. Von etwas weiter hinten drang ein Lichtschein zu ihm. Instinktiv folgte er dem Licht, um dessen Quelle zu betrachten und so landete er in der Bibliothek. Zufälligerweise landete er sogar beim richtigen Magier. Ohne große Umschweife begann er seinen Bericht:

"Seid gegrüßt. Ich habe Eure Aufgabe erfüllt. Drakia ist von Männern mit dunklen Rüstungen besetzt. Vor dem Hafen schwimmt ein seltsames Kriegsschiff ohne Masten und Segel, doch mit vielerlei Kriegsgerät auf Deck. In den Gassen des Nestes patroullieren diese Krieger und auch ringsum im Grasland der Ebene sind Posten aufgestellt. Ihr Wappen ist ein silberner Schwan auf blauem Grund. Auch der Turm ist besetzt von diesen Männern. Bekomme ich jetzt den Heiltrank? Herr, ich habe Schmerzen." Dumak versuchte, möglichst kläglich auszusehen, was ihm auch ganz gut gelang, da er wirklich recht mitgenommen wirkte.



17.07.2002 16:28#273
Don-Esteban "Ja, du bekommst deinen Heiltrank. Ich hole ihn sofort. Und auch die 200 Erz bekommst du." Der Don verschwand im Gewirr der Gänge. Da es im Moment keinen Heiler im Kastell gab, mußte er wohl oder übel auf die vorräte zurückgreifen, die sich in seinem Zimemr befanden. Hier standen gut verstaut noch sechs der einstigen zehn Heiltränke, die ihm orphelia vor fast einem Jahr mitgegeben hatte. Er dekantierte aus einer der Flaschen etwa ein drittel in eine kleinere Flasche und verschloß dann alles wieder sorgfältig.

Mit der kleinen Flasche betrat er nach einer Weile wieder die Bibliothek, wo es sich dieser Buddler schon gemütlich gemacht hatte, indem er sich in einen der gepolsterten Stühle flätzte und lustlos ein Buch durchblätterte. Wahrscheinlich suchte er nach Bildern, den Text konnte dieser ungebildete Bauer sowieso nicht verstehen. "Nimm deine Wurstfinger aus den Büchern. Die sind nichts für deinesgleichen. Hier, dein Heiltrank. Und die 200 Erz gebe ich dir gleich.
Du wirst eine Botschaft für mich ins Alte Lager bringen und dort an gut sichtbarer Stelle aufhängen. Marktplatz oder Arena. Da, wo es die meisten sehen werden. Oder warte, ich werde gleich ein paar Exemplare davon schreiben." Der Don setzte sich hin und begann, ein Pergamentblatt in deutlichen Buchstaben vollzuschreiben. Nachdem er fertig war, nahm er ein zweites Blatt und schreib dort das gleiche drauf. Diese beiden Blätter gab er dem Buddler und dazu fingerte er noch einen Beutel mit Erz aus einer der Taschen seiner Robe. "Hier, bring das an markanten Stellen an. Du kannst gehen."



17.07.2002 16:48#274
Dumak Dumak krallte sich den Trank und schluckte ihn in einem Rutsch herunter. Das tat gut. Es kribbelte etwas im Magen, doch fühlte es sich merkwürdig erleichtert an, als er die Flasche geleert hatte. Die Schmerzen verschwanden. Die Rippen taten nicht mehr weh und der pfeifende Atem verschwand. Dumak holte tief Luft. Ah, das tat gut. Nichts tat ihm weh, alle Schmerzen waren weg, auch die in der Schulter. Zufrieden strich er noch die 200 Erz ein und nahm die Blätter entgegen. "Danke für den Trank. Das war nötig. Ich werde die Nachricht weit sichtbar anbringen." Mit diesen Worten verabschiedete er sich und verließ das Kastell. Heiltränke konnten sie hier brauen, aber ansonsten...



17.07.2002 21:53#275
{-NaThAnO-} Nach dem Frühstück war Nathano letzte Nacht in die Bibliothek gegangen um eigentlich sein allgemeinwissen zu steigern. Was dort auf seinem Tisch lag, hielt ihn aber davon ab. Da lagen Werke über den Zauber Schattenbrand auf seinem Tisch mit einer Notiz von Don-Esteban. Nathano hatte also wieder etwas zum lernen, was ihn ganz und garnicht störte. Langsam setzte er sich an seinen Tisch, wischte den Staub von dem obersten Buch und schlug die erste Seite auf. Sofort hatte er sich in das Buch vertieft.

In dieser Nacht erwachte er mit Kopf- und Rückenschmerzen und richtete sich langsam auf. Wiedereinmal war er über einem seiner Bücher eingeschlafen. Er machte einfach zu wenig Pausen und das Anstrengen der Augen machte sehr müde. Allerdings war er somit auch mit dem ersten Buch fertig. Blieben noch weitere drei. Der Schwarzmagier hatte aber im Moment keine Lust sich weiter mit dem Zauber zu beschäftigen und ging nach einem Zwischenstop in der Küche mit einem Kaffee in den Innenhof.

Der Mond reflektierte am klaren Himmel die Sonnenstrahlen auf die Erde und tauchte den Innenhof in ein zauberhaftes Licht. Nathano setzte sich unter die immergrüne Esche und lauschte den Zirpen und Heuschrecken die die Ruhe der Nacht störten. Vereinzelt flog ein Vogel am Himmel und wenn er genau zwischen Mond und Innenhof flog, warf er einen Schatten in den Hof. Der Wind ließ die Blätter der Esche anfangen zu rascheln und zog über Nathano´s Arme hinweg, auf denen sich die kleinen Häärchen stellten. Alles in allem war es eine typische Nacht im Innenhof - einfach wunderschön! Kurzerhand entschloss sich Nathano auch schließlich hier draußen weiter zu studieren und holte seine Bücher. Um lesen zu können zauberte er eine dämmrige Lichtkugel über seinen Kopf, die gerade genug Licht lieferte, um die Buchstaben im Buch bequem entziffern zu können.


17.07.2002 22:08#276
Tak Die riesigen Torflügel schwangen geräuschlos auf, Tak betrat das Kastell. Um die Söldner machte er sich nur wenige Gedanken, die würden schon selbst da raus kommen. Und wenn nicht, so viel Erz, um Saleph zu entschäigen, hatte er auch noch.
Zunächst jedoch interessierte Tak sich mehr für das Refektorium. Das essen im Kastell war noch immer das beste, was man in der Kolonie bekommen konnte. Außerdem hatte er vor, in der Bibliothek ein wenig herumzustöbern, da gab es bestimmt noch einige interessante Bücher.
Tak sah sich kurz im refektorium um, stellte fest das sich nicht viel verändert hatte - gar nicht so selbstverständlich hier im Kastell - und setzte sich anschließend an den Tisch. Bald war auch das Essen da, und Drakia war vergessen...



17.07.2002 22:30#277
Shadow-of-Death Shadow überprüfte sorgfältig seine Ausrüstung. Er hatte den ganzen Tag überlegt wie er am besten seine, nun weitaus wertvolleren, Gegenstände verstaute. Nun machte er es einfach wie bei der Herreise. Er wickelte sie in Öltuch und dann noch mal in Leinentuch. Den Packen umwickelte er mit einem dünnen Seil und steckte ihn in seine Umhängetasche. Sein Schwert kam an seine Seite während seine Wurfmesser das Wehrgehänge zierten welches er quer über seine Brust zur Schau trug.

Artie war nun auch bereit und gut ausgeruht. Kein Wunder. Hatte er doch die meiste Zeit geschlafen oder wenigstens vor sich hingedöst. Shadow nickte ihm zu und gemeinsam machten sie sich auf durch die Fackelerleuchteten Gängen einen Weg zum Tor zu finden. Nach wenigen Minuten hatten sie es nun erreicht und sahen wie es ohne ihr zutun aufschwang.

Plötzlich nahm Shadow aus den Augenwinken eine ihm bekannte Gestalt war. Es war der weißhaarige Hohepriester des Zux. Don-Esteban persönlich. Er trug die selbe Robe wie schon gestern und ging gemessenen Schrittes auf die Beiden Sumpfler zu. Seine ganze Haltung strahlte Autorität und Arroganz aus die allerdings ganz und gar nicht unbegründet war sondern durch seine mächtige Magie und sein enormes Wissen vollkommen berechtigt war.

Was wollte er denn noch von den Sumpflern? Mussten sie vielleicht noch einmal zahlen? Der Don blieb vor ihnen stehen und sprach dann...



17.07.2002 22:49#278
Don-Esteban "Haltet kurz ein, eh ihr das Kastell verlasst. Ich hätte da einen Auftrag für euch. Nichts gefährliches", fügte er hinzu, als er die Mienen der beiden sah. "Es geht nur darum, diesen Zettel gut sichtbar für jeden im Sumpflager aufzuhängen. Ich zahle euch beiden 50 Erz dafür. Also was sagt ihr?" Er hielt das Blatt Pergament vor sich, um das es ging.



17.07.2002 23:06#279
Shadow-of-Death Shadow blickte skeptisch auf den Zettel und nahm ihn dann aus Dons Hand. Leise las er für sich während Artie neben ihm stand und ebenfalls mitlas.
Shadow war überrascht. Er hatte gar nichts davon gehört das Drakia besetzt war. Er hatte ja auch noch nicht allzu viel über Drakia selbst gehört. Vielleicht lohnte es sich mal hinzuschauen. Aber auf jeden Fall erst nachdem er den Smaragd gefunden hatte.

Shadow nickte und sagte dann zum Don:
”In Ordnung. Wir werden das für euch erledigen. Ich denke auch ich weiß schon wo ich es aufhänge. Wenn ich jetzt um das Erz bitten dürfte.

Der letzte Satz war zwar etwas unhöflich, aber Shadow hatte im Moment absolut kein Erz in der Tasche und solch ein Zustand war schon ein wenig unschön. Umso mehr wenn man daran gewohnt war einen kleinen Reichtum zu besitzen....


17.07.2002 23:14#280
Don-Esteban "Das Erz. Hier." Er ließ den Beutel in die Hand des Sumpflers gleiten und hoffte darauf, daß dieser seinen Auftrag ausführen würde. Dabei vertraute der Magier darauf, daß Erz in der Barriere wohl fast jedes Problem lösen konnte. "Ich hoffe, ich kann mich auf euch beide verlassen." Der lauernde Unterton dieser Frage verhieß nichts Gutes im Falle der Nichterledigung des Auftrags. doch als die beiden Sumpfler beteuerten, sie würden den Zettel ganz gewiss im Sumpf an eienr weithin sichtbaren Stelle aufhängen, gab der Don Ruhe und ließ die beiden ziehen.



17.07.2002 23:16#281
meditate sie war endlich wieder da. sie war gefallen und hatte sich dem fallen hingegeben und dann spürte sie, dass sie die augen öffnen konnte. sie stand regungslos in ihrem zimmer und genoss mit allen sinnen das wirkliche leben.
es war still im kastell, trotzdem konnte man den wind in den gängen und das rauschen in der krone der uralten esche erahnen. von irgendwoher drangen sogar die stimmen von vögeln durch die dicken mauern.

in den dunklen gängen zirpten einige grillen, die schon seit äonen die mauern des uralten gebäudes bewohnten. der eigenartige geruch des kastells, dieses empfinden von würde und alter, von bewährtem und bewahrtem, und uralten traditionen, erfüllte sie mit unglaublichem wohlgefühl.

meditate streichelte den kostbaren rahmen des spiegels, ihr tor zu beliars welt, sie ließ ihre blicke über die seltsamen traumvorhänge ihres bettes streifen, strich mit der hand über die kostbaren stoffe. nichts hatte ihr in der unterwelt so gefehlt, wie dieses hautgefühl. dieses feine empfinden der hände, das sich so schwer in worte kleiden läßt.

lange war sie fort gewesen. würde sie ihre alten gefährten wiederfinden? würde sich viel verändert haben? hatte sie sich selbst verändert? würden ihre gefährten das bemerken?

auf jeden fall hatte sie den festen willen, dem kastell ein anderes gepräge zu geben. beliar hatte ihr deutlich gezeigt, dass die dämonenbeschwörer sein pfand auf erden waren. sie selbst hatten sich dieser herausforderung bisher in keiner weise gestellt. sie hatten das leben als spiel gespielt, hatten mit ihrer, ihnen von beliar verliehenen macht herzlich wenig angefangen. ja, sie hatten beliar selbst beschämt, indem sie sich mit lächerlichen problemen befasste und um freundschaften bemühte, wo ihr ihre magie eigentlich macht vorgeschrieben hätte.

es würde ein ende haben müssen mit der beliebigkeit und dem in-den-tag-leben. ab jetzt ging es darum, die heimkehr des beliar vorzubereiten, ihm den weg zu ebnen. ihm seinen ihm zustehenden platz zu sichern, dem hatte sich jedes bedürfnis unterzuordnen.

sie waren die verbündeten und die vorhut des finsteren gottes und dieser aufgabe hatte sich das kastell endlich zu stellen.

meditate setzte sich in einen ihrer sessel und starrte in das feuer, dass bei ihrem erwachen im kamin zu brennen begonnen hatte.



17.07.2002 23:22#282
meditate so wie das feuer das holz verzehrte und es zu schwarzer kohle verglühte, so verbrannte sich jedes leben selbst. alle standen eines tages in beliars reich. am ende besiegte er sie alle, menschen, königreiche, völker und ganze kulturen. alle fielen irgendwann dem beliar in die hände.

sie musste unbedingt mit don-esteban über ihre erlebnisse sprechen. sie musste konsequenzen ziehen. sie war die hüterin, der don der oberste magier, der stellvertreter des finsteren gottes auf der erde, seine rechte hand. und wenn der don die rechte hand war, so war sie wohl seine linke. gemeinsam musste es ihnen gelingen, dem kastell ein anderes gepräge zu geben.

das kastell war die speerspitze, die vorhut. eines tages würde es als erste bastion ihres herrn aufragen über alle anderen länder. wenn der herr seinen platz einnahm unter den göttern. sicher sollte man auch geschickt verbindungen zu den anderen vertretern ihrer götter in der barriere knüpfen. sie würde boten zu den anderen lagern schicken und die höchsten magier zu sich bitten. sie würde sie befragen zu den zielen ihrer herren und den aufgaben seiner vertreter.
meditate war von ihrer neuen mission erfüllt. sie würde sich nicht mehr beirren lassen.

sie trat vor die tür. noch immer lag das kastell wie im schlaf. schon lange war die sonne hinter dem horizont verschwunden und die ersten sterne funkelten in dem dunklen samt der nacht. es war die zeit der dämonenbeschwörer, die zeit der kinder der nacht, die nun endlich kommen sollten, ihre hüterin zu begrüßen.


17.07.2002 23:30#283
Alei Heute war der große Tag. Alei hatte von einem Dämon in den frühen Morgenstunden eine Nachricht gebracht bekommen, in ihr stand, dass sie sich ins Neue Lager aufmachen würden, um ihre neu "erworbenen" Waren zu verkaufen. Der Magier rieb sich die Hände, packte seinen großen Sack voller Kräuter, Silber und anderer Dinge zusammen und verließ sein Zimmer, um die Anderen im Refektorium zu treffen. Sein Herz schlug ihm bis zum Halse, nicht nur, weil er endlich Erz besitzen würde, nein, Besitz war ihm nicht sonderlich wichtig. Aber es würde auch das erste Mal sein (soweit er sich erinnern konnte), dass er das Kastell verließ.

Wie würden die Menschen dort draußen auf sein Aussehen reagieren? Er berührte kurz das Amulett, dass er unter seiner Robe am Herzen trug. Die Berührung verlieh im Kraft und tränkte seine Gedanken mit neuer Bosheit. Nun wußte er, was er mit denen tun würde, die seiner Meinung nach nicht richtig reagierten. Mit einem verschlägenen Lächeln auf den Lippen betrat er das Refektorium und sah auch sofort Maximus, der dort schon wartete. Alei setzte sich zu ihm und sie unterhielten sich etwas, während sie auf den Dritten im Bunde warteten.


17.07.2002 23:45#284
Shadow-of-Death Das Gewicht des Erzes in der Hand des Hohen Novizen war ein wunderbares Gefühl. Shadow genoss es regelrecht wieder flüssig zu sein. Jetzt war er nicht mehr auf andere angewiesen wenn er sich was kaufen wollte. Wäre er zwar auch nicht gewesen wenn er erst zurück in den Sumpf kam und in seinen Laden konnte aber es war einafch ein besseres Gefühl...

Plötzlich bemerkte er wie Artie ihn fragend anschaute und Shadow gab ihm seufzend seine 50 Erz. Immerhin wollte er auch was davon haben. War ja auch gut für Shadow. Wenn der Don aus irgendeinem Grund unzufrieden war konnte er die Schuld einfach abwälzen...

Nun ging Shadow aber wirklich endlich los. Er wollte ja immerhin noch irgendwann im Sumpf ankommen. Ein Nicken zum Don und Shadow ging durch die aufschwingende Flügeltür des Kastells.

Draußen sah er sich kurz um und erkannte das ihnen keine Gefahr drohte. Er umfasste seine Umhängetasche mit einer Hand und schritt dann kräftig aus. Er würde schnell im Sumpf ankommen. Mal sehen wie es Lars ergangen war.....


17.07.2002 23:58#285
PropheT Nachdem selbst ein Kübel voller Wasser den Nekromanker aus seinen angenehmen Wahnvorstellungen reißen konnte, hatte der frustrierte Maximus sein Zimmer verlassen und ihm einen Zettel mit den wichtigsten Informationen hinterlassen.
Noch in der darauffolgenden Nacht, nach dem der Priester ausgiebigst seine neue Wasserpfeife eingeweiht hatte, erhielt er einen Botengang aus dem neuen Lager, betreffend einer Helerin, die damit einverstanden war, das Diebesgut anzunehmen und die Schwarzmagier zum Abendessen eingeladen hatte.

Das Erkennungszeichen war ihrerseits ausgehängte Wäsche und PropheT kam im Dunstkreis seine Pfeife auf die geniale Idee, einen gelben Hut mit roter Rose zu tragen, als Erkennungzeichen zu tragen.

Der Hunger führte ihn ins Refektorium, in dem er auf Maximus und Alei traf. Sogleich machten sie sich auf........



17.07.2002 23:58#286
Alei Nun betrat auch endlich Prophet das Refektorium und nickte ihnen zu. Maximus und Alei erhoben sich, nahmen ihre Säcke und warfen sie sich über die Schultern, bevor sie zusammen mit dem anderen Priester das Refektorium verließen.
Auf ihrem Weg durch die Gänge des Kastells wurden sie nicht behelligt. Das war auch gut so, denn ansonsten hätte ja jemand auf die Frage kommen können, was sie dort in den Säcken mit sich führten. Ohne auch nur einem Bewohner des Kastells über den Weg zu laufen erreichten sie das Tor des Kastells, welches sich auch bereitwillig für sie öffnete.

Als sie das Tor durchschritten hatten, schloß es sich wieder und die drei Männer traten ihren Weg ins Neue Lager an.



18.07.2002 00:13#287
olirie Mit einem sättigendem Gefühl trank Olirie den Letzten schlug Wein aus und sah auf das Wolfsskelett, das vor ihm auf dem Tisch lag. Nun stand er erstmal auf und verließ das Refektorium in Richtung Bibliothek, er hoffte, dort Nathano zu treffen.

Und tatsächlich, dort saß er an einem Tisch und las ein Buch. Olirie ging auf ihn zu, doch plötzlich blieb er stehen. An einem anderen Tisch sah er eine Nachricht für sich und las sie durch. Da stand, dass er anfangen sollte den Lichtzauber zu lernen. Also setzte er sich an den Tisch, nahm sich das entsprechende Buch und begann darin zu lesen.



18.07.2002 00:28#288
Schattendämon Der Schattendämon hatte den Magiern aufmerksam zugesehen. Schon seit einigen Tagen hatte er die drei beobachtet, wie sie die verschiedensten Dinge im Kastell zusammensuchten und in Säcken verstauten.Dem Schattendämon war es egal. Das waren Magier und ihnen hatte er zu gehorchen. Da ihm Besitz nichts bedeutete, waren ihm auch die Dinge egal. Das war Menschensache. Aber er beobachtete. Er wusste schon, dass die Hüterin wieder kommen würde, ja dass sie gerade wieder eingetroffen war. Und vielleicht würde sie die richtigen Fragen stellen? Der Schattendämon war für die diebischen Magier nicht zu sehen, denn er hatte sich nicht materialisiert. Er folgte ihnen als Schatten.

Vorher hatte er im Refektorium einen dunklen Gildenlosen gesehen, der sich einfach ein Essen bestellt hatte. Wir vor langen Zeiten war ihm auch ein Essen serviert worden, aber der Schattendämon hatte seinen ersten Bissen noch auf der Gabel in eine fette Raupe verwandelt und als Tak entsetzt auf seinen Teller sah, hatte sich das ganze Essen in eine wimmelnde Ansammlung von Asseln, Spinnen, Maden und Käfer verwandelt.

Dem Gast dröhnte der Schattendämon seine Botschaft ins Gehirn:
"Dämonen hören nur Dämonenbeschwörer. In unserem Refektorium kannst du nicht bedient werden. Wende dich an einen Magier und bitte ihn um eine Einladung."


18.07.2002 00:39#289
meditate meditate schritt die dunklen gänge entlang. am meisten zog es sie zu don-esteban, dem finsteren oberhaupt des zirkels. er würde am ehesten verstehen, was ihr widerfahren war. als sie vor seiner tür stand, öffnete der don plötzlich von innen.

"hast du mich kommen gehört? das kann doch nicht sein?"



18.07.2002 00:56#290
Don-Esteban Der Magier sah sie an und ein Lächeln umspielte seinen Mund. "Beliar verrät mir Dinge, die er anderen vorenthält", meinte er in geheimnisvollem Ton. "Leider muß ich für jede Erkenntnis ein Opfer bringen." Das lächeln verschwand. "Komm herein. Ja, ich habe dich erwartet. Endlich bist du zurück. Ich habe es imemr gewußt und deshalb auch nicht nach deinem Verschwinden getrauert. Mir war klar, daß du wiederkommen würdest. Und wie ich sehe, bist du wieder geheilt. Zumindest äußerlich."

Ein Blick auf die glatte, weiße Haut der Magierin genügte, um zu erkennen, daß die Spuren, die die Herrin zurückgelassen hatte, getilgt waren. Beliar hatte die Macht dazu. Keine Frage. "Erzähl, wie ist es dir ergangen. Doch setz dich erstmal." Er bot der Magierin einen gepolsterten Stuhl an und fuhr dann fort. "Was immer du seltsames erlebt hast, auch hier im Kastell gehen ungewöhnliche Dinge vor sich. In mein Labor wurde eingebrochen." Der Hohepriester setzte sich.

Und sah den Blick meditates. "Oh, keine Sorge, ich werde den Täter zur Rechenschaft ziehen. Und er wird sich wünschen, nie geboren zu sein. Wer die Ordnung Beliars nicht achtet, wird seine Magie kennenlernen. doch jetzt berichte." Er stand wieder auf und goß aus einer kristallenen Karaffe für beide dunklen Wein ein. Er verschloß das Gefäß und stellte es wieder weg, in einen hohen, verzierten Sekretär. der in einer Ecke stand. Dann setzte er sich entgültig zur zurückgekehrten meditate und ließ unauffällig seinen Blick auf ihr ruhen.

Ja, der Anblick hatte ihm gefehlt. Das gehörte zu den wenigen Dingen, die er nicht missen wollte. "Soll ich etwas zu essen bringen lassen?" Fast war Besorgnis in der Stimme des Don zu hören. "Du weißt ja, die Küche bietet alles, was der Gaumen begehrt. Ich habe hier leider nur wenig auf meinem Zimemr. Ich benutze es nur zum schlafen... hin und wieder und zum zurückgezogenen studieren." Er lehnte sich zufrieden zurück, zufrieden, weil meditate endlich wiederzurückgekehrt war. Das Kastell verlor etwas von seiner Leere.


18.07.2002 01:09#291
meditate meditate hielt das glas gegen das kerzenlicht. was für eine wunderschöne farbe. durch das licht wurde der rote farbton gebrochen und vervielfältigte sich auf dem tisch. "lass uns auf den hof gehen. ich muss endlich an die luft. begleitest du mich? ich werde erzählen."

als der don nickte, stand sie auf und beide machten sich auf den weg. essen konnte sie später noch. wichtiger war jetzt die wirkliche luft.
im hof angekommen, blieb meditate erst einmal stehen:

wie weich die luft war! wie wunderbar der sanfte wind in den haaren, der die haut kühlte und einem ständig neue gerüche zuführte. wenn man die hände öffnete, dann konnte man die luft förmlich spüren, man konnte sie anfassen, man konnte sie um die finger wickeln, man konnte die handflächen dem wind entgegenstellen und man konnte den wind mit den fingerspitzen kämmen.

meditate hatte förmlich sehen können, wie sich die uralte esche bei ihrem anblick straffte. als würde ein sommerregen auf den blättern niedergehen, war ein leises rauschen zu hören gewesen – vielleicht freute sich der gefährte vieler abendlicher gespräche und betrachtungen, dass seine beschützerin wieder da war.

der don und sie setzten sich ohne ein wort zu sagen. jetzt kam auch endlich dieses gefühl von heimat wieder. hier war sie zu hause und hier hatte sie ihre treuesten freunde. beinahe war sie versucht, die hand des don zu berühren, konnte sich aber rechtzeitig zurückhalten. solche intimen sympathiebekundungen waren im umgang der „alten“ dämonenbeschwörer unangebracht.



18.07.2002 01:16#292
Don-Esteban Auch der Hohepriester ließ sich nieder und genoß den milden Sommerabend. Aus der Baumkrone kamen die Raben herab und einer setzte sich wieder auf seine Schulter. Der andere tat das gleiche bei meditate. Leise krächzten sie sich irgendetwas zu. "Spürst du auch die Magie, die auf diesem Ort liegt? Gab es da, wo du warst, auch solch wunderbare Orte?" Er schloß die Augen, um den anderen Sinnen den Vortritt zu lassen.



18.07.2002 01:20#293
meditate "ich bin froh, wieder hier zu sein. es war verführerisch, es war interessant, es hat mich von meiner behinderung befreit, aber es war gleichzeitig auch schrecklich, bedrohlich und gab mir das gefühl der ohnmacht. kein sehr angenehmes gefühl, kann ich dir versichern."

meditate erzählte ausführlich alles was ihr seltsames begegnet war.
"weißt du was mir am meisten gefehlt hat? es war der wind, dieser zephyr, der der haut schmeichelt. ich konnte hören und reden, sehen und handeln, aber ich konnte eigentlich nicht fühlen. das war wirklich schrecklich.
es ist keine sehr angenehme welt, das reich unseres herrschers. und ich sehne mich nicht danach, dorthin zurück zu kehren. und ich werde alles dafür tun, nicht sobald für immer dort einzukehren.

trotzdem werden wir von ihm eines tages zur rechenschaft gezogen werden und wir sollte uns vorbereiten auf ein leben in einer ganz anderen dimension, mit den ganz anderen gefühlen und den ganz anderen empfindungen.

aber genug von meinem ausflug zu unserem herrn. du warst noch immer nicht bei ihm? die kore hat dich noch nicht zu sich gerufen? seltsam. gerade du, der du doch unser ältester magier bist, solltest doch schon lange dort gewesen sein. ich ahne schreckliches. sicher hat beliar besonderes mit dir vor."


18.07.2002 01:32#294
Don-Esteban "Ich habe keine Erklärung dafür." Er hatte wirklich keine Ahnung. "Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihr schon begegnen. Bis dahin werde ich abwarten. Abwarten müsen." Er verdrängte die Gedanken an die bevorstehende Prüfung, denn ohne einen Zeitpunkt zu wissen, hatte es keinen Sinn, sich darüber Gedanken zu machen.


18.07.2002 01:43#295
meditate die weiche nacht zog beide magier unter der esche in ihren bann.
unmerklich hatte sich der mond über das dach des kastells geschoben und versilberte jetzt den hof. über das uralte kopfsteinpflaster goss er sein licht, spiegelte sich in dem brunnen, so dass es schien, als würde aus dem brunnen ein zweiter mond mit dem zwilling am himmel wetteifern. langsam schob die riesige silberne scheibe die schatten im hof vor sich her, bis der ganze hof in silbernem glanz erstrahlte. so groß hatte sie den mond noch nie gesehen. noch nie hatte sie beobachten können, dass der mond solchen glanz über die landschaft warf. solche dinge wären in beliars reich nicht möglich, weil dort nichts nach anderen gesetzen verlief als nach denen des herrn. und beliar hatte für solch sinnlose sachen wie schönheit nichts übrig. er kannte den begriff der schönheit nur als mittel zum zweck.

die schönheit des mondlichts war völlig sinnlos. sie fand seinen sinn nur in sich.

als von der wasserzugewandten seite des kastells ein silbernes leuchten aufstieg, hatte das mondlicht seinen magie zur verzauberung des uralten gemäuers vollendet.

gleichzeitig brachten die wasserkaskaden, die den hof zur wasserseite hin säumten, in einem sanften rauschen innere töne zum klingen. die nächtliche landschaft verwandelte sich in eine geheimnisvolle nachtsymphonie.
meditate trat an das steil abfallende ufer und blickte in die wasserfälle hinab.

ein neugieriger wind strich um das kastell, der die wasserkaskaden von der seite traf. er zerstäubte das ganze wasser in feine wassertröpfchen, die jetzt in einem weißen schleier weit übers land zogen.

plötzlich sah sie etwas, dass sie noch niemal erblickt hatte.
da der helle mond sich in das wasserschauspiel am wasserfall warf, wurde sein licht von den myriaden von tröpfchen gebrochen.

als der mondlichteinfall seinen höhepunkt erreicht hatte, erstrahlte der völlig zerstäubte wasserfall plötzlich wie ein feuerwerk in den farben des regenbogens. einen moment später wölbte er sich dann und überspannte wie eine märchenbrücke die gesamten wasserkaskaden.

"ein mondbogen!
sieh dir das an!
das hab ich ja noch nie gesehen! so ein wunder!"

meditate schlug vor entzücken die hände vor das gesicht. wie konnte es so etwas schönes geben, einfach so, völlig unerwartet!

es war so ein kontrast zu der düsteren welt des beliar, diese welt des lebens, der unverhofften wunder. meditate war überwältigt.



18.07.2002 02:22#296
Don-Esteban Still sitzend genoß der Magier das Schauspiel. Für ihn war der Mond normal. In Beliars Welt gab es ihn anscheinend nicht. Selbst die beiden Raben krächzten laut auf. Plötzlich war das Schauspiel zu Ende. Das Licht verblaßte und der Bogen aus Licht brach in sich zusammen. Eine Wolke hatte sich vor den Mond geschoben. Und gleichzeitig grollte der Donner der am Himmel glitzernden Barriere. Eine ferne Drohung von Beliar? Nein, sicher nicht. Hier oben hatte er keine Macht, die Dämonenbeschwörer waren seine einzige Verbindung mit der Welt der Lebenden.

Hier herrschten andere Götter. Es war wohl nur Zufall. Hinter der Wolke lugte auch schon wieder das Licht der Sterne hervor. Durch die Barriere brach sich ihr Licht manchmal und sie funkelten wie geschliffene Edelsteine, die sich unablässig um sich selbst drehten. Die Sterne... auch ein Schauspiel, daß wohl nie seine Faszination einbüßen würde. Obwohl sie weit außerhalb Beliars Machtbereich lagen, so fragte sich der Don doch immer wieder, was ihr Lauf zu bedeuten hatte.



18.07.2002 02:37#297
meditate "ich beherrsche jetzt übrigens alle magischen sprüche, die beliar uns sterblichen geschenkt hat. und ich konnte mich plötzlich auch wieder auf meine heilkräfte besinnen. sogar die alchemistischen rezepturen sind wieder in meinem kopf. beliar hat nicht nur meinen körper geheilt, er hat mir auch die fähigkeiten wieder gegeben, die ich beim verschließen des unterwelttores hingeben musste.

ich fühle mich unglaublich stark. viel stärker als je zuvor"
meditate ging wieder zu der bank unter der esche. sie fand es angenehm, dass der rabe auf ihrer schulter ihr irgendetwas zuzuflüstern schien, auch wenn sie den vogel nicht verstehen konnte. allerdings war sie sich bei dem don gar nicht sicher, ob er in dem krächzen nicht etwas hörte. er sah so wissend aus.


18.07.2002 02:53#298
Don-Esteban Während er mit einem Ohr den Erzählungen des Raben lauschte, berichtete die Magier ihm von ihren wiedererstarkten Kräften, ja von der unerwarteten Steigerung ihrer Macht. "Tatsächlich? Hat dir Beliar die Gnade erwiesen, dich fertig auszubilden? Das ist wirklich bemerkenswert." Der Rabe hüpfte von der Schulter und landete auf dem Boden, wo er irgendetwas aus der Erde zu ziehen begann, wohl einen Wurm. Der Magier wandte seinen blick von ihm ab und sah meditate an.

Sie wirkte ruhiger, gefaßter, als ob sie große Dinge gesehen hatte. Und es schien, als hätte sie einen genaue Vorstellungen bekommen für das, was wichtig war und was nicht. Jedenfalls ließ sich das aus ihren Worten schließen. Dunkel fielen ihre Haare über die ebensodunkle Robe und umrahmten das helle Gesicht. Der komplette Gegensatz zum Don selbst. Die Bewegungen der Magierin verrieten Sicherheit und Bestimmtheit. Sie erwartete wohl keinen Zweifel an ihren Worten. Als Hüterin waren ebensolche ihr gegenüber auch nicht angebracht.


18.07.2002 03:18#299
meditate meditate erhob sich.

"wollten wir nicht etwas essen? ich möchte gern den küchendämonen wiedersehn. er war mir doch besonders ans herz gewachsen. willst du mitkommen?"


18.07.2002 03:27#300
Don-Esteban "Warum nicht." Der Magier stand auf und die Raben flogen mit einem mal in die Äste der Esche zurück. "Laß uns gehen. Ich habe heute auch noch nicht viel zu mir genommen." Gemeinsam verließen sie den Garten und gingen durch die Gänge des Kastells in Richtung des Refektoriums. Doch meditate wollte in die Küche. So verabschiedete sich der Don kurzerhand von ihr und setzte seinen Weg in den Speisesaal fort. Hier war um diese Zeit niemand zu finden. Alleine saß er da und schwenkte ein Glas leichten Weines, der in einer kunstvoll gestalteten Karaffe für jedermann zur freien Verfügung dastand.



18.07.2002 03:30#301
meditate meditate ging in die küche um eine alte gewohnheit wieder aufzunehmen: essen in der küche und dabei dem küchendämonen zusehen oder mit ihm reden.
meistens war das krokodilmaul eher schweigsam und meditate hatte sich angewöhnt, es nicht mit fragen zu nerven. in der ersten zeit ihre aufenthalts im kastell war der küchendämon ein ständiger quell von spaß und abenteuern gewesen, was sich aber geändert hatte, als meditate zur hüterin des kastells bestellt wurde. seither wurde sie sogar von diesem sehr streitbaren vertreter der dämonenzunft mit respekt behandelt.

meditate setzte sich und schon wenig später stand vor ihr, wonach sie sich am meisten gesehnt hatte, frisches obst und frischer salat.

"ist etwas neues im kastell geschehen? wie ist die zeit aus sicht der küche verlaufen?"

das krokodilmaul erzählte. von eigenartigen neuen gelüsten der magier und von den sachen, die er den neuen unter den kastellmagiern bereiten musste.
nach kurzer zeit sprang meditate auf. was sie eben gehört hatte, verdarb ihr gründlich den appetit.

"das kann ja wohl nicht wahr sein. und dich haben sie gezwungen, so etwas zuzubereiten? ich versichere dir, das kommt nie wieder vor. die entsprechenden vorkehrungen treffe ich, sobald ich den schurken sehe."

meditate verließ hochrot vor zorn die küche.



18.07.2002 03:39#302
meditate sie würde nicht eher ruhen, bis sie diesen burschen gefunden hatte.
und was sie so richtig wütend machte, war die tatsache, dass so etwas ein magier des zirkels werden wollte. was waren denn beliars vorstellungen bei dieser unglaublichen geschichte? wollte er sie prüfen oder provozieren? sie würde diesen wurm aus dem kastell schleudern - vom turm bis tief in das tal.
den schattendämonen wollte sie jetzt sehen, am besten umgehend.
meditate hatte noch nicht zu ende gedacht, da stand der dämon schon vor ihr.


18.07.2002 03:45#303
Schattendämon Natürlich wusste er schon, was die Hüterin ihn fragen wollte und er wies sie in die Bibliothek und an den Tisch, an dem Olieri seinen Studien nachging.
"Er ist es, der die Wölfe isst und ein Gerippe liegt noch im Refektorium"
Die Magierin befahl dem Dämonen ihr leibhaftig zu folgen und das Gerippe mitzubringen.



18.07.2002 03:58#304
meditate meditate lächelte sehr böse, als sie an den tisch des magieschülers olieri trat.

"du bist also von beliar dazu ausersehen worden, in unserem kastell magie zu lernen? vielleicht waren beliars pläne ja aber auch ganz andere? vielleicht wollte er ja, dass ich für dich einen besonders langen und qualvollen tod ersinne? vielleicht sollst du ja mein experimentierfeld werden? hast du das auch in erwägung gezogen, als du dich daran gemacht hast, die gefährten der hüterin zu deiner lieblingsspeise zu machen?"

meditate hob die hände und olieri war nicht mehr in der lage, sich zu bewegen. er konnte nicht einmal sprechen.

meditate ließ ihn durch die luft gleiten und verließ mit ihm die bibliothek. der junge magier war jetzt kreidebleich und hatte die bücher fallen gelassen, die sofort wieder ins regal zurückschwebten.

der flug des olieri wurde immer schneller, bis ihn die hüterin mit einer endgültigen geste an das innere kastelltor schmetterte. im selben moment nagelte sich der rippenteil des von ihm zuletzt verspeisten wolfes in die tür, so dass der magier im brustkorb des wolfes gefangen und unlösbar am kastelltor befestigt war.

"hier magst du hängen als mahnung an alle, die sich von den freunden der magierin ernähren möchten. ich werde morgen die wölfe bitten, sich deiner anzunehmen. vielleicht fällt mir aber noch etwas besseres ein."
meditate sah zum schattendämonen, der alle befehle ohne regung ausgeführt hatte.

"berichte mir weiter. ich möchte alles wissen. wer sind die anderen neuen magier? wie ist das befinden meiner alten freunde? wann wirst du mir endlich bestätigen, dass es keine größere heilerin als mich gibt?"



18.07.2002 04:16#305
Schattendämon "Die neuen Magier sind Alei, ein blasser Mensch, Alaerie, eine Schwertmeisterin, Rock, ein Schüler.
Über das Befinden deiner alten Freunde kann ich nichts sagen. Sie leben und gehen durch das Kastell. Essen und schlafen.
Es gibt immer einen größeren. Das solltest du wissen."

Der Dämon verstummte und wartete auf weitere Anweisungen der Magierin, doch diese kamen nicht. Sie drehte sich um und verschwand in den Gängen, den Dämonen zurücklassend.



18.07.2002 07:48#306
meditate meditate ging in ihr zimmer und versuchte es wieder einmal, mit dem normalen schlafen. es war auf jeden fall ungewohnt und sie warf sich unruhig hin und her, die vorhänge schickten ihr keinen traum und so setzte sie sich letzenndlich an den kamin und wärmte sich an einem plötzlich flackernden Feuer die beine.
sie bat den schattendämon, der sich darufhin in ihrem raum materailisierte.
"ich hab wohl die falschen fragen gestellt: erzähle, was diese magier machen, erzähle mir ihre tagesabläufe. vor allem interessiert mich diese neue frau. ist sie eine gefahr für mich? warum habe ich harald nicht gesehn? wo sind meximus und prophet?"

jetzt erzählte der dämon genauer, wie sie ins kastell aufgenommen wurden und auch ein bisschen von den seltsamen krankheiten, die die beiden letztgeannten heimgesucht hatten. auf nachfragen erzählte er, dass es einen feldzug gegen die monterratte gegeben hatte und dass einige magier gegenstände aus dem kastell geschafft hätten.



18.07.2002 07:57#307
Schattendämon Die Beweggründe dieser Magier sollte die Hüterin von den betreffenden Personen selbst erfragen.
Uns wurden solche spezifischen Einblicke in den menschlichen Geist leider versagt. Der Geist dieser beiden Priester der dunklen Mächte war zurzeit nicht erforschbar aus irgendwelchen Gründen. Die Gehirne befanden sich nicht in einem normalen Zustand. Wir spüren etwas, dass unbekannt ist, selbst uns.
Der Dämonenmensch Ahram ist aber wohlauf und er gewinnt zunehmend die Möglichkeit, seine Aufgabe zu erfüllen.

Und was Eure Aufgabe anbelangt, ich habe von unserem gemeinsamen Herrn die Aufgabe; Euch in der nächsten Nacht zu prüfen. Dann seid auch Ihr in der Lage Eure Aufgabe zu erfüllen.



18.07.2002 08:04#308
meditate "außerdem ist mir etwas aufgefallen: hier sind zu viele dämonen materialisiert. Ich wünsch nciht mehr, dass sich jedem Menschen die Dämonen von Angesicht zu Angesicht zeigen. Dir bleibt selbstverständlich die Entscheidung überlassen, wem du erscheinst oder nicht. Ansonsten wünsche ich, dass keinem Sterblichen, der nicht Magier ist, Dämonen von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Ich wünsche nicht, dass Dämonen weiterhin Menschen bedienen, die keine Dämonenbeschwörer sind - und das ohne Ausnahme.

Ach wart mal," warf die Hüterin schnell noch ein. "Ich lass eine Ausnahme zu: den Küchendämonen. er kann ein bisschen überwachen, wer sich da alles im Refektorium bedienen läßt und ungebetene Gäste erschrecken.
Und dann schick mir mal diesen Menschenfreund, der immer nur Wärme anstatt der Schmerzen in die Gehirne der Gäste schickt. Den sollte ich mir auch mal vorknöpfen. Die Fragesteller sollen schon ein bisschen leiden. Der Schmerz ist eine wichtige Bremse. Sonst würden sie ja wegen jeder kleinen Frag ankommen."


18.07.2002 08:07#309
Schattendämon der Schattendämon blinzelte kurz und der Menschenfreund erschien.
er war viel kleiner als die anderen Dämonen und hatte sogar menschenähnliche Gestalt angenommen. Die Flügel trübten den Eindruck allerdings ein wenig und auch die graue Haut war dem freundlichen Bild abträglich, aber sonst sah man es ihm sofort an, dass er anders war.



18.07.2002 08:16#310
meditate "du bist also der menschenfreund, der sich weigert, den leuten den schmerz ins gehirn zu schneiden. na gut, ich habe eine aufgabe für dich. erforsche in zukunft mit dem tor gemeinsam die motive der leute. wenn diese lauter sind und sie bezahlt haben, mögest du ihnen in einem begrenzten rahmen hilfreich sein. aber übertreib es bitte nicht. ich habe schon unbedacht einen freundlichen Dämonen für mein väterchen herbeigeordert. wir wollen doch nicht, dass der eindruck, dämonen seien schreckliche, von beliar selbst erschaffene wesen, verwischt wird.

außerdem sorgst du dafür, dass niemand, der nicht bezahlt hat, sich hier wohl fühlt. ab sofort wird darauf geachtet. unsere schätze sollte beständig zunehmen und nicht weniger werden. und wenn jetzt schon magier schätze entwenden, dann muss ich umso genauer darauf bestehen, dass der reichtum des kastells ständig gemehrt wird."

meditate ging als nächstes in die schatzkammer und orientierte sich. der dämon, der hier wächter war, war von einem sterblichen nicht zu bezwingen, wohl aber zu überlisten. erbost nahm sie zur kenntnis, dass maximus sich 1000 erz geborgt hatte und untersagte jede weitere herausgabe, egal welcher artefakte oder schätze an prophet, maximus und den neuen magier alei.

dann begab sie sich ins bett. hier war wirklich noch einiges zu klären.


18.07.2002 15:44#311
meditate meditate erwachte und freute sich wie ein kind, dass sie die sonne sehen konnte. die richtige sonne und nicht so eine illusion wie in der unterwelt.
sie sprang aus dem bett und eilte ans fenster. ganz weit öffnete sie es und atmete die wundervolle luft ganz tief ein.

dann warf sie schnell ihre robe über und sprang, immer zwei stufen nehmend, die treppe herunter. sie wollte in die küche.

der küchendämon stellte ihr frische eisgekühlte melone hin, pritzliges leichtes alkoholgespritztes fruchtwasser und duftigen streuselkuchen.
meditate war glücklich. jetzt müsste nur noch der schattendämon kommen, damit sie die lästige prüfung hinter sich bringen könnte.

so angestrengt sie aber beim essen auch an ihn dachte, er kam einfach nicht


18.07.2002 16:00#312
Schattendämon Doch er stand in diesem Augenblick hinter ihr.

"Was ist dein Begehr, Hüterin?"

Unbemerkt hatte er sich hinter ihr materialisiert und wartete nun auf anweisungen.



18.07.2002 16:06#313
meditate nun hatte sie grad den mund übervoll und versuchte es wieder mit der anstrengenden gedankenübertragung.

"hat auch keiner das wolffressermonster von der tür gekratzt? das nehm ich mir heut nacht vor. vorher kannst du dich davon überzeugen, dass ich besser als jeder andere mit giften, ähem heiltinkturen umgehen kann als jeder andere. ich kann wahlweise tote auferwecken und lebende zu tode bringen. das ist doch eine sehr schöne fähigeit und ich möchte sie zum nutzen der menschen hier in der barriere anwenden. also fang schon an. prüfe mich und verleih mit den titel.


18.07.2002 16:13#314
Schattendämon "Du hältst dich für bereit, die Prüfung zur Heilerin zu bestehen? Nun denn, dann sei es so. Folge mir in den Prüfungsraum, falls du dich von deiner Nahrungsaufnahme trennen kannst."

Der Dämon schwebte hinfort und verließ die Küche, um einen der Übungsräume für die Prüfung zu beanspruchen. meditate hatte zu folgen. Im Raum angekommen wartete er auf die Magierin, die sich zur Heilerin berufen fühlte und begann dan.

"Du bist bereit, Hüterin? Dann kommt hier die erste Aufgabe."
Eine bedauernswerte Gestalt erschien vor den Augen der Magierin. Ein sabberndes etwas, das verloren im Dreck hockte und mit der Hand sinnlose Zeichen in den Sand des Bodens malte.

"Heile ihn, nimm ihm seinen Schwachsinn."



18.07.2002 16:25#315
meditate meditate lächelte hochmütig und begann den kranken zu untersuchen. sie sah ihm in die augen und befühlte seine haut. dann zog die an der zunge und sah ihm weit in den hals.auch die ohren wurden einer gründlichen inspektion unterzogen und der kopf wurde von kundigen fingern ausgiebig abgetastet.

"red mit mir, du armer wurm. was hat ich hier in der hand?" meditate nahm einen der äpfel, die sie noch schnell in der küche in ihre robe gesteckt hatte und hielt dem armen den apfel hin.

dieser griff danach und biss herzhaft hinein. als der saft über sein kinn und seine backen floss, grinste er zufrieden und ließ laute äußersten wohlbehagens verlauten.

meditate betrachtete jetzt die wirren zeichnungen des wesens genauer. es waren planetenkonstellationen, die von wirren linien unterbrochen wurden, als würden götter dazwischen mit kometen spielen.

"das wesen bedarf keiner heilung. es befindet sich in einer welt, in der es glücklich ist. wir haben keinen zugang zu dieser welt, aber soll ich mir anmaßen zu sagen, meine welt wäre die bessere?

ich denke, wir sollten ihm sein glück lassen. sieh wie er strahlt. wann hab ich das letzte mal einen menschen gesehn, der sich so über einen apfel gefreut hat! wann hab ich überhaupt zuletzt einen menschen gesehn, der sich so gefreut hat?
das war keine aufgabe, das war ein scherz. mach weiter.



18.07.2002 16:38#316
Schattendämon "Diese Aufgabe gilt als nicht bestanden. Schwachsinn zu heilen gehört zum Können eines guten Heilers. Betrachtungen über menschliches Glück nicht."
Der angeblich Glückliche verschwand. Es tauchte ein neuer auf. Diesmal voller Wut. Er rackelte an den Gitterstäben seines Käfigs und brüllte seinen Hass auf alles laut hinaus. Trat gegen die Eisenstangen, spuckte und raufte sich das Haar. Dann brach er plötzlich von Krämpfen geschüttelt zusammen und Tränen flossen über sein Gesicht. Doch hielt dieser Zustand nicht lange an, sondern ging wieder in den ersteren über.

"Hier deine zweite Chance. Versuche, diesen Kranken zu heilen. Wenn du die Fähigkeiten einer Heilerin besitzt, dann kannst du es auch."


18.07.2002 16:50#317
meditate "nicht bestanden? mein lieber freund, ich glaube, du verscherzt es dir grad mit mir. das war ausgesucht weise und menschlich entschieden. aber das kannst du wohl nicht beurteilen. nagut, es war natürlich nur eine illusion. ich hab mich einen moment von meinen gefühlen hinreißen lassen. jetzt werd ich alles richtig machen.

meditate befahl zwei dämonen, den tobenden auf einer trage festzuschnallen. dann vertiefte sic sich wieder in eine untersuchung des körpers. besonders die dicken wutadern, die dem armen fast aus dem kopf platzten, hatten es ihr angetan.
allerding biss der unglückliche immer wieder nach ihr, so dass sie auch noch den kopf fixieren musst.

"ich benötige dazu etwas zeit. zorn ist nicht so leicht zu heilen, wie dummheit."

meditate setzte sich zu dem tobenden und legte ihm die hände auf den kopf. dabei summte sie mit geschlossenen augen eine einfache melodie vor sich hin. und tatsächlich wurde der tobende ruhig. das erste mal öffnete er seine augen richtig und sah seine heilerin an. er suchte in ihren augen wohl etwas aus einer vergessenen kindheit. meditate nahm ihren schwarzen stein von der kette und ließ ihn langsam vor dem kranken kreisen. nach kurzer zeit folgten seine augen dem stein und er fiel unmittelbar darauf in einen tiefen schlaf.
meditate holte feine werkzeuge und begann dem arglos schlafenden kleine löcher in die schädeldecke zu bohren. der schlafende regte sich nicht. dann legte meditate ihre hände auf die öffnungen und konzentrierte sich. sie wurde vor anstrengung ganz rot im gesciht, aber nach einiger zeit hatte sie es geschafft. aus den beiden öffnungen drang ein weißer nebel, der sich unter hohem kreischen in luft auflösten.

meditate ließ ihre hände noch eine weile über den wunden liegen, die sich schnell wieder schlossen. dann weckte sie den kranken. als er losgebunden war, setzte er sich auf und sah sich erstaunt um.

der satz "wo bin ich?" war ein deutliches zeichen der heilung.


18.07.2002 17:03#318
Schattendämon "Diese Aufgabe gilt als bestanden. Deine nächste Aufgabe wird es sein, mittels verschiedener Ingedenzien durch die vorgeschriebene Abfolge von Handlungen einen starken Heiltrank in der Weise zu verdünnen, daß er für sämtliche Bewohner der Barriere ausreichend ist. Dabei sollte von der ursprünglichen Wirkung noch geradeso etwas zu bemerken sein."

Der Dämon ließ einen Tisch mit einer Vielzahl von Fläschchen und Röhren, Tiegeln, Schalen und Behältnissen erscheinen. Dazu noch alle möglichen, bekannten und unbekannten Werkzeuge und ein volles Bord mit kleinen Glasgefäßen voller verschiedenfarbiger Zutaten.

"Dies sei den Laboratorium. du hast mehrere Stunden Zeit für diese komplizierte Aufgabe."

meditate begann.



18.07.2002 17:06#319
Kra`Shak Da waren sie nun. Das war also das Kastell. Zwar war KraShak schon einmal vor einiger Zeit dort gewesen aber es ist schon lange her. Die drei schauten sich an und legten die Leichen vor ihre Füße. Es war keine wirklich tolle Sache hier mit Leichen auf der Schulter quer durch die Kolonie zu wandern, doch nun hatten sie es ja geschafft. Sie standen vor dem gigantischen Eingangs Tor und warteten darauf dass etwas geschehen würde. Sie wussten nicht genau wie lange sie warten aber auf die Idee gegen die Türe zu klopfen kam anscheinend keiner. Langsam begann sich die Sonne gen Erdboden zu senken. Sie warteten weiter doch es geschah nichts. Was sie mit dem Erz machen würden war eigentlich klar. 3 Leichen 3 Personen jeder würde 500 Erz bekommen. Niemand hegte auch nur einen Zweifell daran das sie nicht doch übers Ohr gehauen werden könnten. So langsam wurde Mohammed ungeduldig.
Mohammed= Hmm und was nun sollen wir hier vergammeln?
KraShak= Keine Ahunng Spwan hast du eine Idee?
Kopfschüttelns schaute Spwan seine beiden Weggefährten an.
Spwan= Wie lange sollen wir denn noch hier stehen.
Der Buddler schritt auf die riesen Türe zu und klopfte dreimal kräftig. Nun hieß es wieder einmal warten das der Herr des Hauses die Türe wohl öffnen würde!


18.07.2002 17:13#320
tor zum kastell plötzlich ein meckerndes lachen.

"schau her, jetzt gehts uns an den kragen. man will uns austauschen."
"das liegt nur an dir. du hast die leute dauernd genervt. mit deinen langweiligen erzählungen."

"jetzt hör aber auf, du bist doch hier der märchenerzähler."
die beiden skelette, die an die flügel des tores genagelt waren, beachteten die besucher gar nicht mehr, stattdessen zankten sie sie sich wie immer.
das tor öffnete sich. doch die knochengesellen merkten es anscheinend gar nicht, sie stritten weiter.

die besucher konnten eintreten.



18.07.2002 17:24#321
Kra`Shak Dieser Ort wurde immer merkwürdiger. Nun begann die Skelett am Eingang auch noch zu reden. Was ist das hier bitte schön. Wieder einmal sahen sich die drei Freunde an. Das war heute wohl schon das tausendste Mal. Doch das was brachte es sich über dieses merkwürdige Gebäude zu streiten Hauptsche das Tor würde aufgehen. Und dies geschah auch. Mit einem lauten Krachen öffnete sich die Türe. Die drei Freunde lösten ihre Blicke von den Streitenden Skeletten und schulterten ihre 500 Erz wertvolle Leichen und traten in das Gebäude ein. Die drei Hobby Kopfgeldjäger traten ein. Sie betraten eine riesen große Halle, hinter sich shcloss sich das Eingangs Tor. Auf den Schatten und die beiden Buddler kam eine Person zu. Dessen Gesicht ihnen unbekannt war.


18.07.2002 17:37#322
Don-Esteban "Ah, wie ich sehe, hat mein Aufruf schon erste Erfolge gezeigt. Sehr gut." Er untersuchte die Leichen und erkannte das Wappen des Herzogs. "Legt sie hier hin, ich werde mich um sie kümern. Derweile hole ich eure Belohnung. drei mal 500 Erz." Er verschwand wieder und ließ die drei alleine in der dunklen Halle stehen. Doch nach einigen Minuten kam der Magier wieder zurück und händigte den drei Kämpfern die drei Beutel mit ihrer Belohnung aus. "Passt gut auf euren Reichtum auf. Und wenn es mal alle werden sollte, ihr wißt ja, wo es Nachschub gibt." Die drei Lebenden waren entlassen und der Don wandte sich den drei Leichen zu. Sich vorzustellen hatte er nicht für nötig gehalten. Sie bekamen ihr Erz, was wollten sie noch?



18.07.2002 18:40#323
Tak Tak betrachtete die Made auf seiner Gabel. Gebraten könnte man sie noch gbrauchen. Und dazu vielleicht etwas Ketchup.
Da aber erstens keine Möglichkeit bestand, die Made im Kastell zu braten, und zweitens das Ketchup noch nicht erfunden war, musste man sich von diesem Gedanken wohl erst einmal verabschieden.
Tak stand auf und verließ das Refektorium wieder. Sollte er in die Bibliothek gehen? Nein, jetzt nicht. Kurzentschlossen verließ der Gildenlose auch das Kastell selbst und machte sich auf den Weg ins Sumpflager.



18.07.2002 19:40#324
Don-Esteban Don-Esteban beschwor ein Skelett. Weißer Nebel tauchte aus dem Nichts auf und verdichtete sich. In kurzer Zeit formte er sich zu Knochen, die Gliedmaßen und Brustkorb bildeten. Zuletzt bekam der Schädel eine feste Form. Mit klappernden Knochen stand das Skelett vor dem Magier. "Laufe zum Neuen Lager und bring dort dieses Blatt Pergament hin. Dies sei dein Auftrag." Er steckte dem Skelett das zusammengerollte Blatt Pergament zwischen die Knochen. Der knochige Geselle stackste los.



18.07.2002 23:02#325
{-NaThAnO-} Nathano war gerade auf dem Weg von seinem Zimmer aus in die Bibliothek, um sich weiter mit seinen Studien zu beschäftigen. Doch was ihn da stoppte, ließ erstmal seine Kinnlade herunterfallen. Kein Ton kam aus seiner Kehle. Er stand einfach nur da, abwartend, was geschehen würde.



18.07.2002 23:10#326
kore "Willst feiner Knabe du mit mir gehn?
Meine Schleier sollen dich tragen schön.
Ich führe dich jetzt sofort von hier weg. Dein Herr erwartet dich und wird dich einer ganz besonderen Prüfung unterziehen. Du musst nichts mitnehmen, du wirst nichts vermissen.
Wenn du allerdings die Augen öffnest, bevor wir angekommen sind, bist du des Todes. Ich bringe dich jetzt in das Reich der Toten.
Nein, du kannst nicht ablehnen. Diese Einladung ist zwingend oder du bist des Todes."

Die Kore öffnete die Arme und der bewegungslos dastehende Nathano ließ es sich gefallen, dass die Kore ihn in die Arme schloss. Dann zeugte nur noch eine kleine weiße Wolke davon, dass hier eben etwas geschehen war.


18.07.2002 23:31#327
meditate meditate hatte stundenlang an den rezepturen gefeilt. zum überlegen hatte sie sogar einen spaziergang auf dem hof gemacht. auf dem rückweg warf sie einen blick auf ihren gefangenen, der noch immer unter dem wolfsskelett an der tür hing.

olirie hatte zuerst stundenlang nach den anderen magiern gerufen, aber es hatte ihn niemand wirklich bemerkt. das war seltsam, als wäre eine dunstglocke um ihn, die verhinderte, dass ihn jemand für etwas anderes hielt als ein ganz normales, ans tor genageltes skelett.

meditate bleib lange vor ihm stehen. der schattendämon hatte ganze arbeit geleistet. so konnte der möchtegernmagier langsam verhungern und würde irgendwann durch das wolfsgerippe rieseln.

doch irgendwie hatte sie das gefühl, dass das nicht ganz richtig sei. ihr herr hatte olirie ausgewählt. also musste ja wohl was an ihm dran sein. aber irgendwie musste sie ihn doch nachhaltig strafen.

dann kam ihr eine idee. sie sah den schattendämonen fragend an, aber der hatte schon verstanden und senkte zustimmend den kopf. er sah olirie fest in die augen und löste dann das skelett. olirie fiel zu boden. und zwar auf alle viere. sofort begann er zu knurren und vor den beiden an die wand zurückzuweichen. er fletschte auch die zähne und begann dann, sich die robe vom körper zu reißen - mit den zähnen. er hörte erst auf, als er völlig nackt war.
mit einem kopfnicken befahl meditate dem tor sich zu öffnen und mit einem aufheulen, raste olirie durch die sich öffnenden türflügel.
der schattendämon hatte olirie für einen tag eine wolfsseele geschenkt. er würde sich für einen wolf halten, jagen und gejagt werden wie ein wolf. dass er immer noch in seinem menschenkörper steckte, würde er erst in zur gleichen nachtstunde des folgetages merken.

die brüder von fenris würden ihn wohl aufnehmen und nach dieser erfahrung würde er wohl keine wölfe mehr jagen wollen.

meditate freute sich diebisch. sie hatte den magier angemessen bestraft und hatte ihn nicht getötet.

sie ging wieder zurück in den laborraum und bat den schattendämonen, ihr zu folgen. sie hätte die lösung inzwischen.



18.07.2002 23:59#328
meditate meditate stellte sich an den tisch und setzte der alchimistisch aktiven flüssigkeit eine ganz besondere komponente zu, die die oberflächenspannung der flüssigkeit nahezu aufhob. das war eine voraussetzung, dass sie sich so fein verteilen ließ.

"nichts gibt es in der welt, dass man nicht noch zerteilen kann. wenn es das staubkorn ist, dann gibt es noch die atome, die neutronen und es gibt eine aura und es gibt energie. es geht nichts verloren.

ich habe unendlich viele tinkturen gemischt, bis die flüssigkeit keine fühlbare oberflächenverbindung mehr hat. ich kann sie jetzt unendlich mischen - wirklich unendlich. nur weiß ich nicht, wieviele menschen jetzt in der barriere leben. aber nimm die flüssigkeit und gieße sie in den fluss. sie wird auch im meer noch nachzuweisen sein."

mediate sah den bläulich schimmernden schattendämonen von der seite an. eigentlich sah er eher aus wie ein dämon aus wasser und eis. wer war nur auf den namen schattendämon verfallen? so häßlich war er ja nun wirklich nicht.


19.07.2002 00:22#329
Schattendämon "ein guter Heiler weiß, wievielen Menschen er seine Dienste anbieten kann."
Der Dämon nahm sich die Flasche mit der Flüssigkeit und beäugte sie. Dann nahm er einen Schluck.

"Harmlos. So wie es sein sollte. Hierdurch wird kein Mensch krank. Wenn er daran glaubt, wird er gesund. Denn wisse. Das, was jemand glaubt, ist in manchen Fällen wichtiger, als das, was du weißt. Deine Medizin kann noch so stark sein. Manchmal hilft auch das Schwächste auf der Welt."

Der Schattendämon ließ die Flasche mit dem Resultat langer Arbeit einfach verschwinden.

"Und du mußt darauf gefaßt sein, manches nicht bewältigen zu können, hilflos vor Dingen zu stehen und kein Mittel zu wissen. Ihr Menschen seid nunmal schwach und klein. Eure Lebenskraft ist begrenzt. Du kannst ihnen helfen, doch du kannst sie nicht von den Toten zurückholen. Beachte dies und du hast deine Prüfung bestanden, bist somit eine voll ausgebildete Heilerin."

Hier verstummte der Dämon und wartete auf irgendetwas Unbekanntes.


19.07.2002 00:35#330
meditate wahnsinn. sie hatte es geschafft. sie war wieder imstande, ihre fähigkeiten einzusetzen aus der zeit vor der barriere. sie konnte wieder heilen und sie konnte sich wieder mit den wundersamen giften und ihren wirkungen beschäftigen.
meditate war so glücklich, dass sie dem wartenden schattendämonen unbedingt um den hals fallen musste.

das hätte sie aber lieber bleiben lassen sollen. bevor der dämon sie warnen konnte, erfuhr meditate auf schmerzhafte weise, warum der dämon schattendämon hieß. ihre arme glitten einfach durch ihn hindurch und durch den schwung der stürmischen umarmung, riss es sie von den füßen.

meditate versuchte sich noch zu fangen, konnte dem schwung aber nichts entgegensetzen, flog gegen den tisch mit den vielen fläschchen und tiegeln, die ihrerseits leider nicht aus schatten waren.

als meditate am boden ankam, saß sie gleich in einem riesenberg von scherben, essenzen, elexieren und wässerchen.

hilflos aber glücklich hob sie die arme und hoffte noch eine sekunde, dass der schattendämon ihr hochhelfen würde, aber der verzog sich schnell in sein immaterielles sein und ließ die großartige heilerin mit ihren scherben allein.


19.07.2002 00:53#331
meditate leicht humpelnd trat die heilerin ihren heimweg in ihr zimmer an. mit einer handbewegung schickte sie ein paar dämonen das chaos wegzuräumen.
sehr glücklich ließ sie sich in ihrem zimmer aufs bett fallen. jetzt würde sie auch anderen im kastell nicht nur heilung verschaffen, sondern auch andere in dieser kunst unterweisen können. das war ein schöner grund, heute nacht angenehme träume zu haben.



19.07.2002 08:40#332
meditate meditate erwachte zu ganz ungewöhnlicher stunde, wahrscheinlich, weil sie sich bis in den traum hinein über ihre erstarkten magischen fähigkeiten gefreut hatte.

vor allem, dass sie sich wieder der alchemie widmen konnte, machte sie wirklich glücklich. damit war sie einen großen schritt ihrem ziel näher gekommen, die macht beliars zumindest hier in der barriere wirkungsvoll auszuweiten.
meditate verfügte über ein großes arsenal an wirksamen giftrezepten. da sollte sich doch für jede gelegenheit das richtige finden.

zunächst aber musste sie zu harald und sich die schlüssel für das kastell wiederholen. zwar hatte sie noch keine tür gefunden, zu der einer der schlüssel passte, aber irgend einen tieferen sinn musste das schlüsselbund ja haben. früher oder später würde sie die lösung finden.

meditate ging zunächst zum zimmer ihres alten freundes und gefährten harald. dabei ließ sie sich wieder von einem der schattendämonen begleiten, der sie über die vorkommnisse im kastell und was man hier so erfahren hatte aus den anderen lagern unterrichten.

seit meditate hüterin war, war sie wohl die einzige, der sich die dämonen verständlich machen konnten, ohne dass sie kopfschmerzen davon bekam.
amüsiert und durchaus einverstanden war sie mit dem schmerz, den alle anderen beim kontakt mit dämonen verspürten. nur manchmal hatte sie das gefühl, dass dem don der kontakt mit dämonen in der letzten zeit auch keinen schmerz mehr bereitet hatte.

sie klopfte an die tür ihres vertreters und hoffte, dass er anwesend sei. wie von geisterhand öffnete sich die tür und sie konnte eintreten.
"ich grüße dich, mein freund. ich bin wieder da!".



19.07.2002 10:04#333
kore Die Kore materialisierte sich in dem Gang, in dem die magischen Übungsräume täglicher Aufenthaltsort der Magier waren.

Sie öffnete ihre Schleier und entließ den jungen Magier.

Dann ging sie in eine Wandnische und verwandelte sich wieder in die Statue, die dort schon seit Jahrhunderten zu stehen schien.

Nathano war wieder daheim.



19.07.2002 10:09#334
meditate harald freute sich, dass die Magierin wieder unversehrt und offenbar geheilt zurückgekommen war.

er lag zu dieser ungewöhnlichen stunde noch im bett. so nestelte er nur das schlüsselbund hervor, gab es meditate und bat sie, sich zu einem späteren zeitpunkt mit ihm zu unterhalten.

meditate lächelte verständnisvoll, nahm den schlüssel und verließ wieder das zimmer von dirty harry.



19.07.2002 13:48#335
meditate meditate wollte eine festtafel anläßlich ihrer wiederkehr. sie beauftragte den küchendämonen, ein kleines festmahl vorzubereiten um gegen mitternacht in der nacht vom sonntag auf montag die schwarzmagischen freunde einzuladen.
dann ging sie in die bibliothek um auch dort mal nach dem rechten zu sehen. dabei fiel ihr auf, dass auf den lesetischen die silbernen kerzenhalter fehlten. verwundert stellte fragte sie nach und einer der schattendämonen erzählte ihr, dass maximus und prophet, sowie ein ihr unbekannter jungmagier, einen sack voller kostbarkeiten aus dem kastell getragen hatten.

meditate wollte näheres wissen und suchte den schatzbehalter auf. der wies ihr die kassenbücher vor und so musste die hüterin entdecken, dass auch die kastellkasse schon ganz schön geplündert wurde.

meditate musste maximus zur rede stellen und den propheten. auch den neuen sollte sie mal genau unter die lupe nehmen. das kleine festmahl wäre sicher die richtige gelegenheit.



19.07.2002 16:12#336
Saleph Ein lautes erleichtetes Stöhnen war zu hören, als Saleph die große Eiskugel mit dem eingefrorenen Karpfen vor dem Tor des Kastells absetzte. Seine Arme schmerzten und die Füße taten vom viele Wandern weh. Saleph pochte am Tor des Kastells und rief:
Ich bin Saleph und bitte um Einlass.
Sicher würde jetzt gleich einer dieser Dämonen kommen, der seine Gedanken in Salephs Hirn brannte. Auf diese schmerzhafte Porzedur freute sich Saleph wenig, doch er musste unbedingt einen Schwarzmagier finden, der ihm beim Sezieren des Fisches helfen konnten.



19.07.2002 16:21#337
tor zum kastell "oh, schon wieder ein besucher. das ist ja ein kommen und gehen." begann das linke skelett.

"und er bringt sogar sein eigenes essen mit, um der kastellküche nicht zur last zu fallen. wie löblich."

meckerndes lachen erklang. "und vorsicht vor den gräten, es sind schon viele daran erstickt. vielleicht landest du ja dann auch am kastelltor."
"he, willst du mich schon wieder loswerden? du undankbarer knochenhaufen."
"pah, sieh dich doch an."

das tor schwang auf. dem besucher klangen noch die letzten sätze in den ohren, als er eintrat.



19.07.2002 16:27#338
Don-Esteban Der Schwarzmagier war gerade auf dem Weg in die Bibliothek, um nach dem Fortschritt der Dämonen zu sehen, die seine Bücher kopieren sollten, als er in der Eingangshalle aufgehalten wurde. "Bei Beliars Geist, warum trifft es immer mich?" murmelte der Magier leise zu sich selbst, als er den Besucher bemerkte, der auf ihn zugeeilt kam. "Was ist dein Begehr, sprich?" Komisch, er hatte sich schon ganz die Redeweise des Schattendämons angewöhnt. Dann sah er, daß es sich um einen Wassermagier handeln mußte, einen recht hohen.



19.07.2002 16:38#339
Saleph Saleph wurde eingelassen und ging auf Don-Esteban zu.
Magie zu Ehren grüßte Saleph und sprach gleich weiter Den Fisch hier habe ich gefangen, als ich am Stausee des Neuen Lagers saß und die Fisch beobachtete. Da fragte ich mich, wie diese Tiere unter Wasser atmen können. Also fing ich mir einen Fisch, konservierte ihn und nun wollte ich das Tier mit Hilfe eines Schwarzmagiers sezieren. Ich erhoffe mir davon herauszufinden, wie die Fische im Wasser atmen können. Wenn ich das herausgefunden habe, werde ich versuchen ein ähnliches Gerät zu bauen, damit ich dann auch unter Wasser atmen kann. Ich weiß es klingt verrückt, aber ich will einfach wise, wie es ist, unter Wasser zu atmen.



19.07.2002 17:02#340
Don-Esteban Diese Wassermagier waren merkwürdige Leute. Es hieß ja überall in der Kolonie, daß die Schwarzmagier seltsam seien, aber das hier übertraf dann doch alles bekannte um Längen. Beinahe hätte der Don ganz ungewohnt für einen ersten Magier laut losgelacht. "Ihr wollt also diesen Fisch dahingehend untersuchen, daß Ihr hinterher eine apparatur bauen könnt, die euch in der gleichen Weise, wie dieser Fisch mit Luft unter Wasser versorgt?" So etwas seltsames hatte er ja noch nie gehört.

Jedenfalls nicht seit dem verdrehten Raub der Kronjuwelen vor knapp 50 Jahren durch Calundo den Langfingrigen, der diese einem Räuber abnahm, und kein besseres Versteck für sie fand, als die Schatzkammer des Königs, wo er natürlich von den Wachen des Königs gefunden und später des Raubes verurteilt wurde. "Einige Weise sagen ja, wenn Ihr das Innerste eines Fisches verstehen wollt, setzt Euch an einen Teich und schaut ihm zu. Aber wir werden den Fisch sezieren und seine innere Beschaffenheit untersuchen. Kommt mit in mein Labor."
Er führte den Wassermagier hinfort. "Es ist etwas verwüstet, doch das sollte uns nicht stören", meinte er, als sie die Schwelle übertraten. "Dort ist ein freier Tisch, nehmt Euch die pasenden Werkzeuge von hier und fangt an." Er zeigte bei seinen worten auf die entsprechenden Gegenstände und ließ den Wassermagier gewähren. "Euer Name war Saleph?" "Wart Ihr nicht derjenige, der im Neuen Lager die Macht an sich gerissen hatte?" wollte er noch hinzufügen, konnte sich aber geradeso beherrschen. Es wußte ja niemand mehr davon. Scheinbar war er noch nicht vollständig geheilt, Der Don würde vorsichtig sein müssen.


19.07.2002 17:16#341
Saleph Ja, so schimpft man mich. antwortete Saleph während er mit hammer und Meißel den Fisch aus dem Eis klopfte. Das Eis ging nur sehr schwer zu Bruch, doch nach einer Weile war es vorbei und der Fisch lag brach und leblos auf dem Tisch. Ich habe keine Ahnung von Anatomie, wie wärs wenn ihr jetzt weitermacht bevor ich den Fisch falsch zerschneide?



19.07.2002 22:40#342
olirie Einige Wölfe trugen, begleitet von dem Rest des Rudels, den bewusstlosen Wolf hoch zum Kastell und legten ihn vor dessen Tor. Dann jaulten sie noch einmal kurz und setzten sich neben den Wolf, den sie nun vor vor Leuten beschützen wollten, die ihm etwas antun wollten.

Nach einiger Zeit entfernte sich noch ein Teil des Rudels und begab sich zurück zur Höhle. Der Rest blieb bei dem Wolf und hielt weiter Wache.


19.07.2002 22:52#343
Zavalon Schnell durchschritt Zavalon die Gänge des Kastells. Irgendwie hatte er sich völlig verlaufen und wusste überhaupt nicht mehr wo er sich im Moment befand. Gelegentlich hörte man leise Schmerzensschreie, wenn der Magier wieder mit dem Detektor Kopf eine Wand gefunden hatte, je nach Lautstärke der Schreie aus Holz oder Stein. Er setzte stöhnend seine Suche nach einem Ausweg aus diesem Labyrinth der Magie. Ein leises Rumpeln. Zavalon klappte nach vorne und schlug auf dem Boden auf. Ein Teppich hatte sich bemerkbar gemacht. Nach einer Weile stand er auf und blickte sich um. Er befand sich urplötzlich wieder vor seiner Zimmertür. Noch etwas konfus holte er seine Gitarre aus dem Schrank, ging diesmal ganz vorsichtig die Treppe hinunter, um nicht wie letztes Mal wieder mit Highspeed runterzukommen und setzte sich in den Thronsaal, der vor Kurzem erst entdeckt worden war.

Zavalon saß auf dem herrschaftlichen Sessel, hatte seine Füße hochgelegt und spielte erst langsame, dann immer schnellere Akkorde im Wechsel. Inzwischen wusste er schon gut mit den Saiten umzugehen, die erwünschte Melodie auf Anhieb erklingen zu lassen, zu hören wenn die Gitarre wieder gestimmt werden musste usw.. Kurz nachdem er begonnen hatte zu spielen sann es ihm nach etwas neuem. Von einem Moment zum anderen hatte ein kleiner Konflikt nach einem Geistesblitz im Gehirn Zavalons stattgefunden. Nun eilte er schnell auf sein Zimmer und kam mit einem schwarzen Weisen als "Inspiration" für neue kuriose Melodien wieder in den prunkvollen Raum zurück. Er nahm ein paar Züge und begann zu spielen.
Sofort nachdem er begonnen hatte schrie die Gitarre "Aua, das tut mir weh, zupf nicht so grob an mir herum, du Volltrottel." Erschrocken rieb sich Zavalon die Augen und blickte ein weiteres Mal auf die wütend blickende Fratze aus Holz. Er entschied sich vom Spielen abzulassen , nahm sich noch einen kleinen Imbiss aus der Küche mit und verschwand schon halb schlafend in seinem Zimmer.


20.07.2002 03:28#344
GlutaeusMaximus Langsam aber sicher, beziehungsweise sehr langsam und eigentlich nicht mehr so sicheren Schrittes erreichten die Schwarzmagier das Kastell. Die vergangenen Tage im Neuen Lager hatten den Dreien viel Alkohol und einen Batzen Erz beschert.

Alei, Prophet und Maximus verabschiedeten sich nun voneinander und gingen auf ihre Zimmer. Maximus wie immer mit einem Schlummertrunk zu Bett... Alei suchte den nächsten Dämon auf, um mal wieder ein Gespräch mit einem Gleichgesinnten zu führen... Und PropheT pflegte die Beziehnung mit seiner Wasserpfeife. Die tagelange Abwesenheit hatte das Glasinstrument sehr traurig gemacht, hinzu kam die Eifersucht auf gewissen Salzstreuer und Zitronen. Eine tragische Beziehung...

Gute Nacht dachte sich Maximus und schloß die rot/schwarz umrandeten Augen...


20.07.2002 16:41#345
Don-Esteban Derweil waren im Labor des Don, daß immernoch verwüstet dalag, zwei Magier am Werk, nämlich der Don selber und Saleph, der oberste Wassermagier. Der Don selber fing an, an dem Fisch rumzuschnibbeln, indem er begann, mit einem langen dünnen Messer, er nannte es Filet-Messer, den Fisch von unten aufzuschlitzen. Nach einem langen Schnitt qollen schon die ersten Innereien heraus. "Hier müßt Ihr aufpassen. Wenn die Gallenblase platzt, ist der Fisch im Eimer, das schmeckt dann nicht mehr."

Danach holte er die restlichen Innereien heraus. Schwimmblase, Magen und Darm und den ganzen Rest. "So, jetzt könnt Ihr ihn brutzeln." Als der Magier das verdutzte Gesicht des blau gewandeten Kollegen sah, kam er ins Grübeln. "Oh, wir wollten ja ganz was anderes. Mein Fehler." Dann schob er die Hand in den Fisch und hob ihn an. "Wenn ich die Finger so bewege, dann spricht der Fisch." Das Maul des Fisches klappte auf und zu. Saleph griff sich an den Kopf.
"Ähm ja, atmen tut er durch seine Kiemen. Das sind die Lappen hier links und rechts. Scheinbar filtert er damit Luft heraus. Es muß also Luft im Wasser sein. Ich stelle mir das so vor, daß es allerkleinste Bläschen sind, die der Fisch damit fängt. Mehr weiß ich auch nicht. Braten wir ihn jetzt?" Flatsch, der Fisch landete wieder auf dem Tisch voller Fischinnereien und ein paar Spritzer flogen durch den Raum, dem Boden entgegen.



20.07.2002 16:57#346
Saleph Ja, den Fisch könnt ihr braten, ich brauche allerdings noch einen Gehilfen. Hättet ihr jemanden, den ihr mir zur Verfügung stellen könntet? Der Don war wirklich etwas alber, aber er verstand seine Arbeit. Saleph sah die Innereien an.
Wartet, diese Luftblase hier brauche ich noch, und noch ein paar andere Sachen von dem Innereizeugs. Das Fleisch könnt ihr haben. Macht damit was ihr wollt, grillt es, bratet es, klatscht es jemandem, außer mir, ins Gesicht oder tut sonst etwas.



20.07.2002 17:04#347
Don-Esteban "Dann bekommt ihn der Küchendämon. Gehilfen sind leider zur Zeit keine da. Gabs eigentlich noch nie. Die Dämonen sind nur für das Kastell und seine Bewohner. Und nichtmal das immer...", meinte der Don noch. "Ich werde euch einfach selber assistieren. Fangt an."



20.07.2002 17:30#348
Alaerie Langsam reckte und streckte sich die Einhandlehrmeisterin. Lange hatte sie geschlafen. Noch etwas verschlafen rieb sie sich über die Augen und schwang dann die Beine aus dem Bett. Wie lange hatte sie denn überhaupt geruht? Das letzte, was ihr in den Sinn kam, war, dass sie aus der Unterwelt wiedergekommen war und sich dann schlafen gelegt hatte.

Wahrscheinlich hatte sie sicher nur eine Nacht geschlafen. Frohen Mutes zog sich Alaerie an und verließ ihr Zimmer. Erstmal etwas essen. Sie hatte das Gefühl, vollkommen ausgehungert zu sein. Alaerie betrat das Refektorium, ließ sich etwas bringen und setzte sich in eine Ecke an einen freien Tisch.



20.07.2002 18:35#349
Cole Charos kam endlich im Kastell an. Und sogleich sah er ein neues Problem. Wölfe, und zwar eine ganze Menge. Und als wenn das noch nicht schlimm genug wäre mussten sie umbedingt vor dem tor hocken. Doch er musste da rein. Also ging er weiter bis er sich auf drei Schritt den Tieren genähert hatte. Diese gaben ein tiefes drohenes Kurren von sich was Charos jedoch wenig beeindruckte. Langsam, ohne die Wölfe zu provozieren ging er durch das Tor. Sie waren nicht angriffslustig. Ein glück, denn sonst stände er jetzt nicht hier.
Das Kastell. Er war schon lange nicht mehr da gewesen. Das letze mal hatte er nach Informationen für Tak gesucht, damals war noch im Sumpf. Was sich seit dem alles geändert hat ... Charos vertrieb die Gedanken, er konnte sich jetzt nicht in ihnen verlieren. Es hab wichtigeres zu tun. Er suchte nach bekannten Gesichtern, fand jedoch keine. Das war natürlich nicht grade vorteilhaft. Es sprach einfach jemanden an der ihm nett erschien. "ich grüße euch. Ich bin Charos und komme aus dem Neuen Lager. Habt ihr irgendetwas neues über die Sache in Drakia erfahren ?"

Der Magier sah ihn schräg an. "Keine ahnung. Ich bin Nanthano. Aber ich weiß etwas anderes" sagte er geheimnisvoll." "So was denn ?" drängte Charos. Der Magier beäugte ihn misstrauisch. "Könnt ihr gut Kämpfen ? Wir könnten gute Männer gebrauchen." Charos überlegte kurz. "Wir ? Und wofür braucht ihr gute Männer ?" Nun war es charos der misstrauisch wurden. Der Magier seuftze. "Das erfahrt ihr alles später, wenn wir aufbrechen." Erneut überlegte charos. Er war hierhergekommen um Informationen über die Drakia Geschichte zu bekommen. Aber anderseits. Er hatte den Söldnern bescheid gesagt und war nur ein Mann von vielen. Sie würden ihn nicht brauchen wenn sie wirklich zurückschlagen wollten.
Nachdenklich betrachtete er den Magier. Würden etwas nur so merkwürdige Leute mitkommen ? Das spielte keine Rolle. "Ok. Warum nicht." sagte er schlichthin. Wenn ihm etwas nicht passte könnte er immer noch abhauen. Charos zog sich zurück und setze sich auf den boden um nachzudenken. Hoffentlich würde er nicht zu lange hier verweilen. Diese Magie die hier umging war ihm nicht ganz geheuer und bohrte in seinem Schädel. Verdammt warum musste er so überempfindlich gegenüber Magie sein. Er verschloss seinen Geist so gut es ging und wartete ab.


20.07.2002 18:47#350
Zombiebreaker ...Endlich erreichte Zombiebreaker das Tor zum Kastell. Er stellte sich davor und rief" Zombiebreaaker Bandit,Kartenzeichner und stellv Reislord des Neuen Lagers bittet um Einlass!"Auf einmal fing das linke Skellet zu reden:Hast du gehört stellv.Reislord ist er. Aber ja kein Reis im Kastell anpflanzen das haben die Schwarzmagier gar nicht gerne.Spöttisches lachen erklang als sich das Tor öffnete. Zombiebreaker trat ein und ging gleich zu ersten Schwarzmagier den er erblicken konnte:"Gibt es hier auch Fremdenzimmer? fragte Zombiebreaker den Schwarzmagier.ER erwiderte. Könnt ihr mich dort hinführen? Natürlich antwortete der Schwarzmagier.folgt mir einfach.
Zombiebreaker folgte ihm und sie blieben vor einem Zimmer stehen."Fühl dich wie zuhause"sagte der Schwarzmagier bevor er verschwand.Das Zimmer war sehr schön.Gleich ließ sich Zombiebreaker auf das Bett fallen.Die Reise war sehr anstrengend und er schlief auch sogleich ein.



20.07.2002 19:25#351
Shadow-of-Death Die große Gruppe hielt direkt auf das Kastell zu. Die Bogenschützen waren ausgeschwärmt und schützten die Flanken vor ungebetenen Gästen. Scattie und Artie machten sich gut als Truppenführer und bald hatten sich alle daran gewöhnt eine gewisse Disziplin aufrecht zu erhalten.

Da kam auch schon das Kastell in Sicht. Ein Raunen ging durch die Gruppe da die meisten dieses ehrwürdige Gemäuer noch nicht mal gesehen hatten. Viele blieben andächtig stehen und bestaunten die Ausmaße dieses Gebäudes. Andere gingen schnell weiter und wollten es sich näher ansehen. Shadow zuckte die Achseln angesichts der Reaktion der Novizen. Er hatte das Kastell schon oft genug gesehen und hatte sich daran gewöhnt.

Mit einem schrillen Pfiff machte er die Novizen auf sich Aufmerksam und bedeutete ihnen ihm zu folgen. Er wusste die Magier würden nicht gerade begeistert sein wenn er hier mit diesem ganzen Haufen anrückte. Daher würden sie in der Eingangshalle warten müssen. Und wenn sie Dummheiten machten. Wer konnte ihn denn da zur Verantwortung ziehen.

Aber Shadow dachte eigentlich schon das sich seine Sumpfgefährten benehmen konnten. Immerhin hatten sich die meisten von ihnen mit Sumpfkraut bei Kräften gehalten und schliefen schon fast im stehen. Doch Shadow wusste das sie wenn notwendig blitzschnell reagieren konnten und sehr gut kämpfen. Sie waren schon so an das Sumpfkraut gewöhnt das sie eigentlich nur noch Hi wurden wenn sie es wollten.

Shadow ging auf das Eingangstor zu und sah plötzlich einen ganzen Haufen von Wölfen davor sitzen. Mit lauter Stimme rief er:

”Nicht schießen. Die bewachen da irgendwas. Lasst sie in Ruhe und geht einzeln rein. Haltet so viel Abstand wie nur möglich.”

Ängstlich und mit erhobenen Händen, aber nicht mit gezogener Waffe wie Shadow befohlen hatte, ging ein Novize nach dem anderen rein. Als letztes war Shadow dran und trat in das Kastell. Drinnen sah er auch schon Nathano stehen und sprach ihn an. Ein tiefsinniges Gespräch über ihr Abenteuer begann....


20.07.2002 19:25#352
Saleph Saleph legte die Überreste des Fisches in einen Eimer, der mit Wasser gefüllt war. Den Kopf wollte der Magier näher untersuchen, also lies er selbigen noch auf dem Tisch liegen.
Hmm...ich denke ich komme alleine klar, vielen Dank für eure Hilfe Don-Esteban. Saleph drehte sich wieder zu dem Fisch. Mit einem Seziermesser schnitt er so gut es ging die Kiemen heraus. Am Anfang war der Eckel vor dem Kadaver noch recht groß. Diese Wirkung wurde vom beißenden Gestank unterstützt, die der Fisch mittlerweile verursachte. Saleph machte aber tapfer weiter und bald lagen die Kiemen, neben dem Kopf, auf dem Tisch. Die Kiemen hatten viele kleine rote fächerartige Plättchen, etwa so wie der Fächer auf dem Rücken eines Feuerwarans. Ein Plättchen wurde von Saleph herausgeschnitten und als er darauf drückte, spritzte etwas Blut heraus. Ungewöhnlich für so ein dünnes Organ. Der Magier hätte damit gerechnet, das es irgend ein Knorpel war. Die Oberfläche des Plättchens waren sehr porös, vielleicht wurde die winzigen Luftblässchen in den fast unsichtbaren Öffnungen eingefangen? Schnell merkte Saleph, das sich diese Organ nicht nachbauen lies. Vielleicht könnte man irgendwie eine Organtransplantation machen, aber das wollte Saleph auf keinen Fall. Er wollte etwas länger unter Wasser bleiben können und kein Mutant werden.


20.07.2002 19:44#353
Alaerie Alaerie verließ frisch gestärkt das Refektorium und wollte gerade auf die Bibliothek zuhalten, als sie die vielen Männer in der Eingangshalle des Kastells erspähte. Sie erkannte Shadow, der sich gerade angeregt mit einem Magier unterhielt.

Die junge Magierin schritt näher und grüßte etwas verwirrt. Eine kleine Weile folgte sie dem Gespräch der beiden, bevor sie höflich um Erklärung bat und auch eine erhielt. Ausführlich ließ sich Shadow über die geplante Reise aus und fragte schließlich, ob sie nicht auch Lust hätte, sich dem Trupp anzuschließen.
Alaerie überlegte nicht lange und willigte ein. Mit schnellen Schritten wandte sie sich der Treppe zu und verschwand im oberen Stockwerk. Es verging eine kleine Weile, bevor die Einhandlehrmeisterin in voller Rüstung, die beiden Schwerter an je einer Seite und den Dolch im Stiefel wieder zu den Männern trat. Was sie betraf, so war sie bereit zur Abreise.



20.07.2002 20:06#354
Zavalon Auch Zavalon hatte gerade sein großes Magenvolumen ausgefüllt und erspah in der Eingangshalle eine große Truppe. Er hatte vor einiger Zeit mit einem Sumpfler geredet, über eine Suche. Jetzt funkte es in seinem Kopf. Er winkte den Sumpflern usw. zu, stolperte in sein Zimmer, packte seine Runen, seine Gitarre und seinen Dolch ein, legte sein Schwert an und ging wieder in die Eingangshalle. ". Seid Gegrüßt. Wir können aufbrechen" Wie lange hatte er schon das Kastell nicht mehr verlassen?
seine Fingerspitzen kribbelten, endlich konnte er wieder kämpfen.


20.07.2002 20:33#355
Scatty Der hohe Novize und Gruppenführer stand an eine Säule gelehnt, und die grünen Schwaden, die der Krautstengel produzierte, entwichen kunstvoll aus seiner Nase. Er war zufrieden mit seiner neuen Aufgabe, und froh, dass ihm Shadow soviel Vertrauen entgegenbrachte. Der gemeinsame Kampf gegen den Dämon hatte ihre Freundschaft sehr gestählt, fast schien es, ein unzerreissbares Band wäre zwischen den beiden gespannt worden.

Sein Orcspalter war fest auf seinen Rücken geschnallt, der Griff im genau richtigen Winkel und in der genau richtigen Höhe, um das Ersatzschwert notfalls möglichst schnell griffbereit zu haben. Sein anderes Schwert, die mit einer geschwungenen Klinge ausgestattete Feuersbrunst baumelte locker an seiner Seite. Die Schwere Novizenrüstung war auf Hochglanz poliert. Naja, was man halt daran polieren konnte. Wenn er von dieser Reise zurückkam, würde er endlich seine Rüstung mit den Schuppen des Dämons verstärken lassen.

Apropos Stärkung. Scatty´s Trainingsstand war schon seit er aus dem Kastell zurückgekehrt war auf dem gleichen Stand. Ihm mochte nichts spektakuläreres, besseres gelingen als jetzt. Doch er wusste, dass seine Möglichkeiten noch lange nicht ausgereizt waren, nur hatte er nicht das nötige Wissen, sie richtig einzusetzen. Nach dieser Tour würde er einen Schleichlehrmeister aufsuchen, um sich diese Kunst beibringen zu lassen.

Da erblickten seine wachsamen Augen Alaerie. Gott, wie lange hatte er sie nun nicht mehr gesehen? Es war wirklich lange her.
"Ahh, wie ich sehe, begleitest du uns auch, Alaerie. Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen! Gut hast du dich gehalten, immer noch so anmutig wie früher." Sein Blick fiel auf die Schwerter. "Und immer noch so einen gute Kämpferin wie früher, meine Lehrerin. Wie ist es dir ergangen?" Der Hohe Novize entblösste seine trotz dem Krautgenuss noch weissen Zähne zu einem Grinsen.


20.07.2002 20:34#356
Cole Charos erhob sich aus der Ecke und stampfte auf die kleine, aber anwachsende Gruppe zu. "Guten abend. Ich habe gehört ihr sucht fähige Kämpfer." Ein mann, jemand aus dem Sumpf sprach ihn an. "Ja sicher. Gute Kämpfer sind immer gesucht. Wir haben folgendes vor ... " kurz schilderte der Sumpfler was sie vor haben und Charos nickte nachdem er geendet hatte. "Das gefällt mir. Ich werde euch begleiten." Charos war nun umso mehr froh zwei Waffen und eine gute rüstung mitgenommen zu haben. mit einer Axt, einem Schwert und seiner schweren Banditenrüstung war er besser ausgerüstet als die meisten anderen. Er war gespannt wie es losgehen würde.
Als nach wenigen Minuten niemand mehr hinzukam begann der sumpfler zu sprechen ...



20.07.2002 20:41#357
Tak Tak stand etwas abseits von den Anderen und überprüfte ein letztes Mal, ob auch alles so war, wie es sein sollte. Seine Waffen waren geschärft, die dunklen Metallplatten seiner Rüstung lagen so beieinander wie sie sollten. Der Jäger betätigte den kleinen Hebel am rechten Unterarm seiner Rüstung, sofort schossen die Stahlklauen heraus. Ein weiteres Mal drükte Tak den Hebel, die Klauen schnappten wieder ein. Anschließend überprüfte er noch en Mechanismus an seinem linken Arm, auch hier war alles in Ordnung.
Tak war bereit.



20.07.2002 20:42#358
Saleph Saleph hatte sich mittlerweile ein alkoholisches Getränk mit Kirsche, Schirmchen und Strohalm organisiert, um sein fast glühendes Gehirn abzukühlen. Aus langeweile blies Saleph durch den Strohhalm. Plötzlich hörte man ein Klirren und der Wodka Martini verteilte sich auf dem Boden. Saleph sprang auf und rief: Halleluja!!
Die Blubberbläschen in seinem Drink hatten ihn auf die Idee gebracht, unter Wasser mit einem Schlauch zu atmen!
Jetzt suchte er im ganzen Kastell jemanden, der ihm bei diesem Unterfangen assistieren könnte.



20.07.2002 20:51#359
Shadow-of-Death Shadow musste Lächeln. Die Nov.... Magierin, korrigierte er sich in Gedanken, war eine große Bereicherung für die Gruppe. Alle würden härter kämpfen um ihr zu imponieren. Wer wollte schon vor einer Frau als schlechter Kämpfer dastehen? Und scheinbar hatte Alaerie auch neue Waffen bekommen. Das neue Schwert sah ja wirklich gut aus.

Allerdings kam es wie Shadow sehr wohl wusste nicht auf das Aussehen an sondern auf die Beschaffenheit. War es sauber gefertigt oder hatte es einen kleinen Riss? War es gut geschärft? Diese Fragen gingen ihm durch den Kopf während er auf Maximus wartete.

Da kam der Magier auch schon und Shadow winkte ihn herbei. Der schlanke, hochgewachsene Priester des Zux lächelte ihn an. Aber das Lächeln erreichte nicht die seltsam getrübten Augen. Eine Alkoholfahne umgab ihn und hüllte ihn ein wie eine dunstige Aura. Er nickte kurz als Zeichen das er bereit war. Ein weiterer Bandit und ein Schwarzmagier hatten sich ihnen dann noch angeschlossen und Shadow fand das jetzt eigentlich keiner mehr fehlte. Sie waren fertig. So erhob er seine Stimme die wie ein Donner über das Stimmengewirr ging:
”Also liebe Sumpfler, Zuxler und unsere Freunde aus dem Neuen Lager. Wir wollen nun aufbrechen. Unser Ziel ist eine Höhle in den bergen. Vorläufigen Schätzungen zufolge sind wir ungefähr zwei Tage unterwegs. Daher sollen sich die neu hinzugekommenen bitte dicht bei meiner Truppe aufhalten. Scattie und Artie bilden mit ihren Gruppen die Flanken und sind auch Späher. Daher ist bei uns am sichersten. Also los geht es.”

Die Gruppe zog sich nun aus dem Kastell zurück. Die Wölfe teilten sich komischerweise bereitwillig als sie die Schwarzmagier sahen und ließen die Gruppe ohne zu knurren durch. Die Gruppe formierte sich schnell mit Shadow und seinem Trupp an der Spitze den beiden anderen Trupps an der Seite und die Bogenschützen wurden als Späher ausgesendet. Es ging ab in die Berge....


21.07.2002 00:53#360
Don-Esteban Don-Esteban hatte Saleph bei seinen seltsamen Untersuchungen noch etwas zugeschaut. Auf was für neumodische Ideen diese Wassermagier kamen. Wenn der Schöpfer gewollt hätte, daß Menschen unter Wasser gingen, hätte er ihnen Kiemen gegeben und keine Lungen. Vor den Wassermagiern mußte man sich in acht nehmen. Das waren sicher alles Gotteslästerer. Naja, ihr Gott war ja auch so eine zwielichtige Gestalt. Hielt die Waage und entschied dann über das Gleichgewicht. Sicher sehr manipulierbar das Ganze.

Der Don dachte sich seinen Teil und ging dann fort. An der Eingangshalle hörte er ein Jaulen und Winseln. "Verdammte Wölfe. Jetzt kommen die schon bis vors Kastell. Die ganze Barriere geht vor die Hunde. Oder besser vor die Wölfe?" Grimmigen Gesichts stieß er die Torflügel auf und wollte schon eine Schattenflamme, die sich gewaschen hatte (sozusagen eine saubere Schattenflamme) in die erwartete Meute dieser frechen Bastarde schleudern, als er zu seiner Überraschung den Magier olirie des Zirkels vorfand, der auf allen vieren vor ihm umherkrauchte und dauernd den Kopf hob und den Mond, der gerade über die Berge stieg, anjaulte.

"Was bei Beliars totbringendem Atem geht hier vor!" Er packte den abartig rumkrauchenden Magier am Kragen und schleifte ihn in das Kastell, die Torflügel hinter ihm fielen mit einem lauten "Rums", das noch lange in den dunklen Gängen nachhallte, ins Schloß. "Was in Beliars Namen ist mit Euch passiert?" Doch der Angesprochene winselte nur und versuchte, nach den Händen des Hohepriesters zu schnappen. "Aus!" Der Don schleifte den seltsam veränderten Magier in sein Labor und suchte dann fieberhaft nach einer bestimmten Flasche.

"Nein, das Tischbein ist kein Baum!" Er raufte sich die Haare. "Soll ich jetzt nach einer Leine suchen oder nach dem Gegenmittel?" Dann endlich, die Flasche. Er entkorkte sie mit einem "Plopp" und hielt sie olirie unter die Nase. Der begann sich zu schütteln und plötzlich sah er den Don an und sprang auf die Beine, klopfte sich den Dreck von der nichtmehr vorandenen Robe und wirkte irgendwie peinlich berührt. Der Hohepriester reichte ihm wortlos eine Ersatzrobe, die sich olirie sofort überstreifte.

"Jaja, ich sag nichts weiter. Und jetzt ab in die Bibliothek. Sucht Euch die Bücher zu folgenden Zaubern heraus. Am besten, Ihr sucht sowohl nach Schwarzes Licht und Skelett beschwören." olirie verschwand und der Don pflanzte sich in einen der herumstehenden Sessel. Irgendwie war mit den Nerven fertig. Ob es an seinen Essgewohnheiten lag? Er beschloß, ab jetzt auf Fleisch, daß ihm in letzter Zeit immer irgendwie unrein vorkam, zu verzichten und sich stattdessen vermehrt von pflanzlichen Dingen zu ernähren.



21.07.2002 01:33#361
olirie Das war Olirie ziemlich peinlich, als Wolf durch die gegend zu streifen, sowas ist ihm bisher noch nie passiert. Diese Frau hat ihm den mit Abstand schrecklichsten Tag in der Barriere beschert. Doch soviel wusste er, er würde nie wieder einen Wolf anrühren. Der Magier überlegte sich, ob er die Frau nicht doch besser fragen sollte, ob es noch irgendwelche Tiere gibt, zu denen sie eine "Beziehung" aufgebaut hat.

Leicht hinkend betrat Olirie nun die Bibliothek, ging zu den Regalen hinüber und sagte laut und deutlich Schwarzes Licht! Mehrere Bücher fielen aus den Regalen. Olirie durchsuchte die Bücher und sortierte die aus, deren Titel oder Beschreibung lehrreich klang.
Als er alle durchsucht hatte, nahm er die aussortierten beiseite und sagte wieder laut und deutlich Zurück! Und die Bücher, die der Magier nicht wollte flogen zurück in die Regale. Dann sagte er wieder laut und deutlich Skelett beschwören! Und wieder fielen mehrere Bücher aus den Regalen, die auch wieder von Olirie nach ihrer Tauglichkeit durchsucht wurden.
Als er damit fertig war, sagte er auch diesesmal laut und deulich Zurück! Und die nichtgewollten Bücher flogen zurück in die Regale. Dann nahm der Magier die ausgesuchten Bücher und trug sie zu seinem Tisch hin.
Nun wollte er in seinem letzten Buch weiterlesen, doch er fand es nicht auf dem Tisch, auch unter dem Tisch war es nicht. Also war es nicht vom Tisch gefallen. Da fiel es ihm wieder ein, als er unsanft aus der Bibliothek geschleppt wurde, ist ihm das Buch aus der Hand gefallen und zurück ins Regal geflogen. Also ging Olirie zurück zum Regal und sagte laut und deutlich den Titel des Buchen, dieses fiel aus dem Regal und der Magier hob es auf und brachte es zum Tisch hinüber, wo er sich hinsetzte und weiter las.



21.07.2002 14:12#362
Saleph Saleph ging aufgeregt hin und her.
Was brauche ich? Genau! Einen Schlauch...einen Schlauch...wo finde ich einen Schlauch? Und einen Gehilfen...einen Gehilfen...ich schau mal. Saleph stürmte aus dem Labor. Die Trauer und der Frust der letzten Tage war wie fortgeblasen. In den Korridoren fragte Saleph, mit einem sonderbarem Glanz in den Augen, jeden Schwarzmagier: Hey..hey du, hast du kurz Zeit? Die Schwarzmagier schüttelten immer verblüfft den Kopf. Wahrscheinlich hielten sie den Wassermagier für durchgescheppert. Vielleicht war er das auch etwas, das lag allerdings an der neuen Idee fürs Tauchen.
In der Bibliothek angekommen rief Saleph
Hallo, ich bräuchte mal Hilfe.
Im nächsten Augenblick knallten ihm 8 Bücher mit den Titeln "Hilfe für Hobbyköche", "Hilfe für geistig Gestörte" und weiteren, an den Kopf. Der Magier hielt sich die Birne und sagte: Warum passiert immer mir sowas? Dumme Scheiße! Wieder flogen ihm knapp ein dutzend Bücher entgegen. Die Titel gingen in die Richtung "Wie man dumme Scheiße kocht", "die dumme Scheiße des Orkhundes" und so weiter.
Hm..ich sag jetzt besser nichts mehr, dachte sich Saleph und ging auf Olirie zu.
Er flüsterte Hallo, ich bin Saleph und brauche deine Hilfe. Schnell riss der Magier die Arme hoch, aus Furcht vor den herumfliegenden Büchern. Hier ist es verdammt gefährlich hahaha.



21.07.2002 14:36#363
olirie Olirie schaute auf und sah vor sich einen Wassermagier stehen. Dann klappte er das Buch zu und legte es beiseite, er hatte es sowieso gerade durchgelesen. Nun stand er auf und reichte Saleph die Hand, Hallo, ich bin Olirie. Saleph griff die Hand und schüttelte sie. Gefährlich? Fragte der Magier verdutzt, Mir ist hier bisher noch nichts passiert, jedenfalls nichts, was mit Büchern zusammenhängt. Die kommen doch überwiegend nur, wenn man laut und deutlich etwas sagt, ich denke, hier sind wir weit genug von den Regalen entfernt, hier brauchen wir nicht zu flüstern. Lächelnd sah er hinüber zu den Bücherstapeln, die nun wieder zurück in die Regale flogen. Er schaute wieder zu dem Wassermagier und wies ihm einen Stuhl, der ganz in der Nähe stand. Saleph setzte sich auf diesen und Olirie setzte sich nun ebenfalls wieder auf seinen Stuhl. Dann erhob er wieder die Stimme und fragte, Ihr braucht Hilfe, wie kann ich euch helfen? Während er diese frage stellte, suchte er einen Zettel, wo er sich Notizen machen konnte. Als er ihn gefunden hatte, nahm er seine Feder zur Hand und war bereit, sich Notizen zu machen.



21.07.2002 19:30#364
asmodean Das üppige Mahl mit einem ordentlichen Sumpfkraut beschliessend, war der Botschafter mit sich undseiner Umwelt zufrieden.Lässig stand er auf und ging in Richtung Übungsräume.Dort angekommen, zog er die Sturmfaust-Rune hervor und betastete sie.Anschließend konzentrierte er sich und versuchte diese zu Aktivieren, doch nichts geschah. Etwas ratlos stand er da und liess die Rune wieder in seiner Robe verschwinden. Als er die Hand wieder hervorzog, hatte er die Windfaust Rune bereit. Eine kurze Phase der Konzentration und das bekannte freilassen der Energie und die magische Kugel sauste durch den Raum und schlug in der gegenüber liegenden Wand ein.Hm, anscheinend sind die Sprüche der zweiten Stufe doch schwieriger als ich dachte,.Ich sollte mich inder Bibliothek umsehen, ob ich darüber etwas finde. dachte sich der Baal.Steckte die Rune weg und verliess den Übungsraum um wenige Augenblicke später in der Bibliothek sich wiederzufinden.Buch der Sumpfmagie der zweiten Stufe! rief er in den Raum und das genannte schwebte herbei.Er nahm es entgegen und zog sich in einen der bequemen Sessel zurück.



21.07.2002 20:37#365
Superluemmel Der Regen war inzwischen abgeflaut und zwischen den tiefhängenden Wolken brachen vereinzelt die Strahlen der untergehenden Sonne hindurch. Dichter, weißer Nebel stieg aus dem Tal nach oben und verhinderte die Sicht auf die dort liegenden Lager. Ab und zu konnte man noch das leise Grollen eines Gewitters hören, das irgendwo in der Ferne wütete.
Ein leichter Windstoß brachte Bewegung in den milchigen Vorhang. Es schienen sich Schemen abzuzeichnen, Männer die ins Ungewisse stapften, Monster, die ihnen nachjagten, ohne das die Verfolgten es bemerkten. Geräusche wurden fast vollständig verschluckt, wenn ein Laut durch die weiße Wand aus Nebelschwaden drang, so wirkte er seltsam dumpf und unwirklich.
Einer der Schatten schien sich von den anderen zu lösen und auf das Kastell zuzuschweben. Die Konturen wurden langsam deutlicher, dann spie der Nebel tatsächlich eine Gestalt aus, schleuderte einen schwarzgekleideten Wanderer zurück in die Realität.
Langsam, so als hätte er sich noch nicht wieder an diese Welt gewöhnt, wanderte der Mann mit gesenktem Kopf auf die Tore des Kastells zu. Eine Hand war in den Tiefen der Manteltasche verschwunden, die andere war in der Dunkelheit des Ärmels kaum zu erkennen.
Als sich der Wanderer dem Kastelltor näherte, wurde die Dunkelheit von einem grellen Blitz zerrissen. Doch noch immer war das Gesicht des Mannes vollkommen durch die Schatten der Kapuze verborgen. Abermals fielen erste Regentropfen auf den schlammigen Weg, man konnte das zurückkommende Gewitter beinahe riechen. Ein Donnergrollen rollte über die Hügel heran und vermischte sich mit dem Klappern von Knochen, als die Skelette an den Torflügeln begannen, sich zu bewegen. Das furchterregende Grinsen der beiden Torwachen begrüßte den Wanderer.
"Sieh an, ein Fremder sucht Eintritt in die heiligen Hallen des Zirkels!", klapperte das linke Skelett.
"Doch wird er den Einlass auch gewährt bekommen?", fragte das Zweite. "Verschont mich mit euren Spielchen", erscholl ein leises Flüstern aus den Schatten unter der Kapuze, "Ich habe keine Zeit für Kindereien." Die beiden Knochenmänner klapperten vergnügt mit ihren Knochen. "Keine Zeit!"
"Keine Zeit!"
"Heutzutage hat keiner mehr Zeit für nichts." spottete das eine. "Doch wusstet ihr nicht, dass Beliar zuerst die Ungeduldigen in sein Reich befiehlt?" kicherte das andere.
Die Linke des Fremden löste sich aus der Manteltasche und glitt in einer wütenden Geste nach hinten. Das Licht eines weiteren Blitzes ließ eine beinerne Hand erkennen.
"Das mag wohl so sein!", fauchte der Mann, "Doch passt besser auf, wem ihr in Beliars Hallen begegnet! Und nun öffnet!"
"Wie ihr befehlt", antwortete der Chorus der Skelette.
Die Hand des Fremden zog sich in die Manteltasche zurück. Dann stapfte er durch das sich öffnende Tor in das Zwielicht des Kastellinneren. Hoffentlich war wenigstens der Don anwesend....



21.07.2002 21:41#366
Don-Esteban Immernoch saß der Hohepriester in seinem Labor, das verwüstet dalag. In einem Seitenarm des Raumes summte leise das magische Feld unter dem Blutfeuer dahindämmerte. Es war Zeit, das Experiment zu beenden. Don-Esteban raffte sich auf und ging langsam zu blutfeuer. Er hatte es schon gewußt, das Experiment war nicht so verlaufen, wie geplant. Statt netter blonder Locken und eines Gesichtes wie sie die Lieblinge der Erzbarone hatten, war aus blutfeuer eine schwarzhaarige Frau mit eher vorsichtig machenden Gesichtszügen geworden.
Besonders fielen die schwarzen Striche auf, die über beide Augen hinweg die Haut zierten. War "zieren" überhaupt der richtige Begriff dafür? Sie sah jetzt eher gefährlich aus, wie jemand, dem ein unbewaffneter Kerl nicht zu nahe treten sollte. Ob blutfeuer mit diesem Ergebnis zufrieden war? Der Don traute sich nicht, sie aufzuwecken. Er fürchtete sich ein bisschen vor dem Moment, in dem sie aufwachen würde. Also beließ er sie erst mal in diesem magischen Kraftfeld und an den ganzen Leitungen. Er musste sich erst was ausdenken, wie er sie mittels Fernübertragung aus sicherer Entfernung aufwecken konnte. Gesund schien sie jedenfalls zu sein. Ihr Atem ging zumindest regelmäßig.
Der Magier verschwand aus seinem Labor, die Tür blieb offen, etwas wertvolles zu entwenden gab es jetzt sowieso nicht mehr. Ihn zog es in den Garten, unter die Esche, wo ihn die Raben freudig mit einem Krächtzen begrüßten, als er ein paar Blätter mit der Hand wegfegte und sich dann auf die Bank setzte. Ganz nah kamen sie heran und mit sanften Lauten begannen sie, ihm vom Land des Glücks zu erzählen.

Zumindest behauptete er das immer hinterher, wenn ihm jemand fragte. Außenstehende hörten nur das typische Rabengekrächtz. Aber der Don behauptete felsenfest, daß wenn man ihnen ganz genau zuhörte, ihre Laute Sinn ergaben. Aber vielleicht driftete er beim Träumen auch nur in andere Welten ab. Magier waren eben seltsame Gestalten. Wenn er so überlegte, klang das, was ihm die Raben erzählten alles fast noch besser, als die Berichte von Beliars Reich und die Verlockungen großer Macht. So träumte sich der Don denn hinweg aus dieser Barriere voller kleinlicher Krämerseelen.



21.07.2002 22:25#367
Saleph Also fing der Wassermagier an Ich möchte unter Wasser atmen können. Darum bräuchte ich einen Schlauch und jemanden, der ihn oben festhält und mit einem Blasebalg Luft hineinpumpt.
Olirie sah Saleph skeptisch an.
Ja, ich weiß das es verrückt klingt, aber ich habe einmal in unserer Bibliothek von Schätzen auf dem Meeresgrund gehört. Vielleicht befindet sich ja einer im Stausee des Neuen Lagers?
Wenn du mir hilfst, werden wir teilen. Was hältst du davon? fragte Saleph Erwartungsvoll.
Hoffentlich machte der Schwarzmagier mit, denn Saleph traute den Banditen nicht. Wahrscheinlich würden sie ihm den Schlauch hinterher werfen und ihn dort unten verrecken lassen.
Ich kann doch sicher auf euch vertrauen? fragte der oberste Wassermagier sicherheitshalber.



21.07.2002 22:36#368
Superluemmel Die Hallen des Kastells kamen Frost heute seltsam leer und bedrückend vor. Tödliche Stille lag über den langen Gängen und hohen Hallen des Gemäuers und das spärliche Licht tat ein Übriges dazu, eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Der Krieger glaubte einen leichten Geruch von Verfall und Tod zu erkennen, der durch die verlassenen Korridore zog.
Ab und zu spielten die Schatten seinem Verstand Streiche, wenn sie zu zweifelhaften Leben erwachten und vor ihm zu fliehen schienen. Frost passte perfekt in dieses Szenario. Ein Teil von ihm war inzwischen genauso tot wie die Kreaturen der Diener Beliars.
Kurzzeitig hob der Schein einer Fackel den Mantel aus Schatten unter der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze etwas an und ließ blanken Knochen erkennen. Frost hasste sich für diese Verstümmelung, aber noch mehr hasste er den Mann, der ihm diese Pein angetan hatte. Kaszan Toras....
Unheilverkündend schwebte dieser Name über Drakia. Bedrohlich lag dort das gewaltige Kriegsschiff mit seiner tödlichen Bewaffnung vor Anker. Irgendwann würde Frost seine Rache bekommen, würde er seinen Tribut als Blutzoll einfordern.
Gedankenverloren schlenderte Frost durch die Gänge des Kastells, bis ihn sein Weg in den Innenhof führte. Eine Gestalt in der Robe der Schwarzmagier lenkte Frosts Aufmerksamkeit auf sich. Don-Esteban. Zwei Raben saßen nur wenige Spann vor ihm und ihr angeregtes Krächzen machte beinahe den Anschein, als würden sie sich mit dem Magier unterhalten.
Ein Hoffnungsschimmer keimte in dem dunklen Krieger auf. Leise und unauffällig wie immer schlich er sich an den Don heran. Einer der Raben sah plötzlich auf und folgte jeder seiner Bewegungen mit seinen dunklen, klugen Augen. Als Frost nur noch ein paar Meter von dem Hohepriester der dunklen Künste entfernt war, sprach er laut.
"Don, ihr müsst mir helfen. Ich weiß nicht an wen ich mich sonst hätte wenden sollen, ihr seid meine letzte Hoffnung!"
Die Stimme klang seltsam körperlos, schien einfach aus der Leere unter der Kapuze zu kommen.



21.07.2002 22:48#369
Don-Esteban Der Schwarzmagier öffnete die Augen. Die Raben flatterten hinfort. "Wer bei Beliars..." Er verstummte "Seid Ihr etwa...? Frost? Was bei den Strömen der Unterwelt ist mit Euch geschehen. Ist irgendetwas mit Eurem Körper nicht in Ordnung?" Dumme Frage. Nichts war mit seinem Körper in Ordnung. "Eine Abstoßungsrektion? Wie steht es um Eure Gesundheit? Habt Ihr noch die Kontrolle über Eure Glieder? Fallt Ihr ab und zu in Ohnmacht? Ich will nicht pietätlos klingen, aber fällt Euch hin und wieder eines Eurer Glieder ab?" Pietätlos? Er war Schwarzmagier, die kannten keine Pietät. "Folgt mir in mein Labor. Dort kann ich weitere Untersuchungen vornehmen." Und wie üblich ging er einfach los, ohne sich mit dem Warten auf Zustimmung zu befassen.



21.07.2002 23:07#370
Superluemmel Wortlos folgte Frost dem Magier in sein Labor. Im Vergleich zu den anderen Räumen war Dons Labor verbüffend gut beleuchtet und die Augen des Kriegers mussten sich erst eine zeitlang an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnen. Auf einer Liege im hinteren Teil des Raumes glaubte Frost einen Körper liegen zu sehen. Wahrscheinlich irgendeine Leiche, die der Schwarzmagier für seine seltsamen Experimente benutzte. Der Gildenlose wartete schon seit geraumer Zeit darauf, die ersten Zombies in den Kastellgängen anzutreffen. Während der Don in einem der unzähligen Regale herumwühlte, blieb Frost mitten in dem Raum stehen und zog die Kapuze zurück. Als sich der Don herumdrehte, grinste ihm die eine Hälfte eines Totenschädels entgegen. Man konnte richtiggehend Angst bekommen, in der Leere der Augenhöhle zu ertrinken. "Ich weiß nicht was mit mir geschieht. Begonnen hat es mit meinem Arm, als ich nur knapp einen Orkangriff überlebte. Vieleicht bin ich ja sogar schon damals gestorben..."
Zur Bestätigung zog der Krieger seine Hand aus der Manteltasche und krempelte den Ärmel etwas hoch. In dem flackernden Licht der Fackeln konnte man deutlich den bleichen Knochen sehen.
"Vor kurzem geriet ich dann mit dem General der Truppen in Drakia aneinander. Während dem Kampf verletzte er mich im Gesicht. Ihr seht selbst, was davon übrig geblieben ist."



21.07.2002 23:25#371
Don-Esteban "Unglaublich." So etwas hatte der Don noch nie gesehen. Eine Art lebende Leiche. Jeder andere wäre schon längst gestorben und verrottet. "Ich glaube, Beliar hält schützend Eure Hand über Euch. Sonst könntet Ihr so nicht überleben. Doch im Moment sieht es aus, als würdet Ihr Euch langsam Stück für Stück in eins seiner Wesen vewandeln - in ein Skelett." Vorsichtig begutachtete er die Wundränder genau. "Alles trocken, kein Blut zu sehen, alles ist abgebunden. Das kann nur Magie sein." Ratlos faßte sich der Magier an das Kinn. "Sagt, habt Ihr vorher, seit Ihr den neuen Körper bekommen habt, irgendetwas gefühlt, was in diese Richtung hindeuten könnte? Fühltet Ihr euch manchmal im falschen Körper gefangen?"



21.07.2002 23:30#372
olirie Zuerst war die Mine Oliries leicht verwundert und er sagte, Ich wollt unter Wasser atmen? Etwa so wie die Fische? Doch die Sache mit den Schätzen gefällt mir, wenn es sich lohnt bin ich dabei. Und vertrauen könnt ihr mir ruhig, ich lass euch schon nicht ersaufen, dann wären ja auch die Schätze verloren. Mit einem breiten Lächeln sah Olirie nun den Wassermagier an, der nun irgendwie erleichterter als vorher aussah.



21.07.2002 23:36#373
Superluemmel Frosts linker Mundwinkel zuckte kurz nach unten. Das Letzte was er im Moment nötig hatte, war die Verwandlung in einen Untoten. Verdammt, warum konnte Beliar nicht zuerst fragen, bevor er sich einen neuen Schützling aussuchte? "Wisst ihr, solch eine Frage ist schwer zu beantworten, da ich nicht allzu oft den Körper wechsle. Aber bis vor kurzem hatte ich keinerlei Probleme mit diesem Körper, erst seit der Verletzung ist der Arm lahm und ich habe kein Gefühl mehr in ihm."
Frost ballte beide Hände zu Fäusten, die linke brauchte deutlich länger. "Seht ihr? Der gesamte Arm ist wie tot. Ich kann ihn noch bewegen, doch ich spüre ihn nicht mehr! Doch er scheint gleichzeitig an Stärke dazugewonnen zu haben, ich kann Gegenstände heben, die ich sonst nicht von der Stelle hätte rühren können. Es kommt mir so vor, als ob sich dieser Körper dazu entschlossen hätte, zu sterben, aber mein Geist ihn nicht aufgeben will."


21.07.2002 23:59#374
Don-Esteban Tatsächlich. Nur langsam ballte sich die Faust des Knochenarmes. "Langsam und stark sagt Ihr? Wie ein Untoter." Unheilvoll klang das Wort. Und unheilvoll erschien auch die Vorstellung. "Ob ich eine Lösung finde, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall werde ich nachforschen, dies kann einige Tage dauern. Bis dahin fühlt Euch so frei und seid der Gast des Kastells, wenn Ihr wollt. Oder kommt in etwa fünf Tagen wieder. Ich werde mir etwas überlegen, um Euer Problem wenn nicht zu lösen, so doch zumindest abzumildern." Frost war entlassen und ging, in seinen Mantel gehüllt, aus dem Labor. Der Don sah ihm mit in Falten geworfener Stirn hinterher. In den Augenwinkeln fiel im auf einmal ein Glitzern auf. Irgendetwas helles, daß in einem der zertrümmerten Regale vor sich hin blinkte. Neugierig trat er näher.



22.07.2002 00:05#375
meditate meditate war im gang auf frost getroffen und hatte ihn herzlich in die arme geschlossen. aber er wirkte irgendwie traurig oder abwesend. auf die frage, was denn mit ihm sei, verwies er sie auf den don. der könne ihr alles erzählen. er müsse sich hinlegen.

meditate sah dem eilig davonlaufenden frost erstaunt nach und betrat das labor des don.

"was ist denn hier los? ist dir ein experiment entgleist?"



22.07.2002 00:13#376
Don-Esteban Gerade hatte der Don das funkelnde Ding in seiner Hand, da kam meditate herein und fragte nach entgleisten Experimenten. "Mir? Nein", fuhr der Magier herum und ließ den gefundenen Kristall in der Robe verschwinden. "Meine Experimente verlaufen alle nach Plan", erklärte er mit ernsthafter Stimme. "Nur manchmal passieren Dinge, die ein Experiment hinterher noch interessanter erscheinen lassen. Wie hier bei dieser jungen Frau, die hier schläft." Er wies auf die träumende blutfeuer. "Sie soltle eigentlich im Ergebnis des Versuchs helles, lockiges Haar und ein hübsches Gesicht erhalten. Nun ist es etwas anders gekommen, dies sind die üblichen Unwägbarkeiten, die die Forschung so interessant machen." Ob blutfeuer das auch so sah?



22.07.2002 00:21#377
meditate "naja, ich dachte ja nur, weil es hier so wüst aussieht."

meditate ging um das seltsame gerät herum, in dem blutfeuer hing. ziemlich übel. ein wirrer buschen langer schwarzer, sehr strähniger haare machte ihr gesicht allerdings nicht erkennbar und sonst ging es eigentlich. nur von blond konnte man nun wirklich nicht sprechen.

"also, ob sie dir das verzeiht? ich weiß ja nicht! das temperament von blutfeuer kennst du ja. am besten du verschwindest wenn sie aufwacht. ich werd dafür sorgen, dass die dämonen jeden warnen, der zufällig in der nähe sein sollte, damit alle die chance haben, sich rechtzeitig in sicherheit zu bringen.
aber sag mal, was hast du so schnell verschwinden lassen als ich hereinkam? du hast doch keine geheimnisse vor mir, oder?"



22.07.2002 00:28#378
Don-Esteban "Ach, blutfeuer wird sich schon damit anfreunden. Ansonsten bekommt sie eine Behandlung von mir, die sie zur ruhigsten Person der Barriere machen wird." Dann holte er den Kristall hervor, den er eben gefunden hatte. "Hier, ein merkwürdiger Kristall. Wie eine Art von Prisma, nur leuchtet das Licht nicht in allen möglichen Farben des Regenbogens. Sehr seltsam." Er zeigte ihn der Hüterin.



22.07.2002 00:32#379
meditate meditates augen wurden vor gier ganz schmal. dieser kristall war wunderschön und von einer magie erüllt, die sie auf einen blick gesehen hatte.
"gib ihn mir mal. ich möchte ihn mal in der hand halten."



22.07.2002 00:41#380
Don-Esteban Der Magier ließ den Kristall in die Hand der Hüterin gleiten. "Hier, schau ihn dir an. Ich hab ihn selbst erst eben gefunden. Er muß ganz hinten in einem der Regale gelegen haben, so daß er mir nie aufgefallen ist." Seine Stimme wurde nachdenklich. "Vor meienr Zeit stand dieser Raum lange leer, du mußt wissen, ich war seit langer Zeit der erste Magier, der damals in den Zirkel aufgenommen wurde. Wer weiß, wer diesen Raum vor mir benutzt hat."



22.07.2002 00:46#381
meditate meditate hörte ihrem alten freund gar nicht mehr zu. ihrem gesicht war gerade die blanke gier anzusehen. der kristall hatt in ihrer hand angefangen zu funkeln und zu leuchten und die hüterin schloss schnell die finger.
"den hab ich mal verloren. schön, dass du ihn wieder gefunden hast. er war mir ein teures andenken aus meiner wassermagierzeit. der kristall ist zu glas gewordenes wasser und gehört zu mir. deshalb hat er bei dir nicht geleuchtet."
meditate versteckte zur sicherheit ihre hände auch noch in den tiefen taschen ihrer robe.



22.07.2002 00:52#382
Don-Esteban Beim Anblick der schnell den Kristall wegsteckenden Magierin hob der Don die Augenbraue und sein Blick bekam etwas mißtrauisches. Aber er sagte nichts, außer "Gut, dann ist es ja fast ein bemerkenswerter Zufall, daß ich den Kristall gerade dann gefunden habe, als du hier reinkamst. Sonst hättest du ihn vielleicht gar nicht wieder bekommen." Es wunderte ihn nur, daß meditate ihren Kristall beim Don im Labor im hintersten Regal liegengelassen haben wollte. Doch möglich war alles. Wer wußte das besser, als ein Schwarzmagier und treuer Anhänger Beliars?



22.07.2002 00:56#383
meditate meditate fühlte den kristall in ihrer hand heiß werden. sicher verfügte er über eine besondere magie, warum hatte er sonst so eine überwältigende anziehungskraft auf sie gehabt. dumm war nur, dass sie den don anschwindeln musste. aber es war ja nur eine notlüge. irgendwann würde sie ihm das erklären mit dem unwahrscheinlichen verlangen, dass sie eben so plötzlich überkommen hatte.

"soll ich dir helfen, dein labor aufzuräumen?"



22.07.2002 01:06#384
Don-Esteban Der Don war überrascht von dem kühnen Abgebot. "Sollten wir das nicht lieber ein paar Dämonen erledigen lassen? Aber du hast recht, manche der Apparaturen sind zu wertvoll, als daß ich sie jemand anderem in die Hand geben kann. Darum laß uns anfangen. Zuerst sollten wir die Regale so weit von Krimskrams befreien, daß wir sie wieder an ihren Platz stellen können. Danach kann man ja das ganze Kleinzeug wieder Einräumen. Den Unrat, das Zerbrochene und den ganzen Rest fegen wir in die Mitte des Raumes." Der Hohepriester selber fing an, alles aus den umgeworfenen Regalen zu klauben.



22.07.2002 01:13#385
meditate meditate guckte etwas erstaunt. eigentlich war das mit dem aufräumen von ihr ja nur gekommen, um den don von dem kristall abzulenken. wie sollte sie denn jetzt mit einer hand aufräumen? die andere hielt doch den kristall und würde ihn auf keinen fall loslassen.

"ach mir fällt gerade etwas ein. ich muss unbedingt dem küchendämonen was auftragen. entschuldigst du mich einen augenblick? ich bin gleich wieder da!"
gleich war ein wunderbares wort. es legte einen einfach nicht richtig fest. gleich konnte man dehnen bis zum frühen morgen, wenn der don erschöpft ins bett sinken würde. vielleicht würde sie hier noch aufräumen. dieses chaos sollten sich mal die dämonen vornehmen und wenn der don der meinung war, sie wären zu ungeschickt, könnte er sich bei beliar ja ein paar spezialisten bestellen.


22.07.2002 01:23#386
Don-Esteban "Ja, geh man", meinte der Don nur. Komisch, erst bot sie sich an und dann lief sie weg. Naja, meditate war ja nicht die Hüterin seines Labors, sie war die Hüterin des Kastells. Und als solche unterstand ihr auch der Küchendämon. Also was soll's, fragte sich der Magier in Gedanken und machte weiter mit dem Aufräumen. Eigentlich eine unwürdige Arbeit für einen Hohepriester, doch so konnte er gleich seine Pläne für die Zukunft umsetzen. Darum arbeitete er ruhig weiter. Erstmals wurde ihm bewußt, daß seine Robe nicht für körperliche Arbeit geeignet war, sondern mehr für repräsentative Zwecke. Hoffentlich zerriß er sie sich beim Umherwuchten der Möbel nicht.



22.07.2002 01:29#387
meditate meditate schlich noch einmal an den regalen entlang, bevor sie ihre schritte am don vorbei zur tür lenkte. immerhin konnte es ja sein, dass noch was interessantes in den regalen lag.

irgendwie war es wie das wühlen in einer vollkommen verwahrlosten schatzkammer. irgendwas tolles fand sich immer. zum beispiel dieses eigenartige gerippe!
meditate griff danach, sprang aber schnell nach hinten und zog noch schneller ihre hand zurück.

"was ist denn das? das hat nach mir geschnappt! du solltest so gefährliche sachen aber besser einsperren. setz diese seltsame eidechse doch als wächter hinter deine türschwelle. dann passieren solche vandalenakte nicht mehr."
meditate hatte die nase voll vom herumsuchen und verschwand aus dons labor.


22.07.2002 01:40#388
Don-Esteban Fast war der Don belustigt über die Bekanntschaft der Magierin mit einem der merkwürdigen Dinge im Labor. "Vorsicht, bissig. Aber das hast du wohl schon selber gemerkt. Dies merkwürdige Wesen war schon hier, als ich zum ersten mal den Raum betrat. Aber es läßt einen in Ruhe, solange man es selbst in Ruhe läßt. Entweder ein verunglücktes Experiment eines meiner namenlosen Vorgänger, oder dies ist soetwas wie eine Ratte, nur die Version des Kastells - die Version Beliars sozusagen." Der Hohepriester beschloß, für heute Schluß zu machen und außerdem hatte er eine harte Nuß zu knacken. Frosts Zustand war im Moment unhaltbar. Der Don beschloß, Schluß zu machen und verließ das Labor bald nach meditate, um in irgendwelchen Gängen zu verschwinden und dort seinen geheimen Neigungen nachzugehen, von denen eigentlich keiner etwas wissen wollte.


22.07.2002 09:41#389
Saleph Ein breites Grinsen zeichnete sich auf Saleph's Gesicht ab. Und ich dachte, dass nur wir aus dem Neuen Lager so raubeinig sind. kurz grübelte Saleph, dann sprach er weiter, Ihr habt hier im Kastell doch sicher einen Schlauch? Einen Blasebalg befindet sich schon in meinem Besitz, sodass wir diesen nicht auch noch besorgen müssen.
Olirie wusste, wo Schläuche zu finden sind. Der Schwarzmagier lies Saleph in der Bibliothek zurück. Wenig später kam er mit zwei Schlauchrollen. Die Schläuche waren aus festen, eng gewebten und reißfesten Fäden. Von welcher Pflanze, oder von welchem Tier diese Fäden stammten, konnte Saleph beim besten Willen nicht sagen.
Hoffentlich taten sie ihren Zweck.
Perfekt Olirie. Jetzt können wir ja gehen.
Die beiden Magier gingen durch die Eingangshalle und wollten gerade das Kastell verlassen, als Olirie zu Saleph sagte, dass er an das Kastell eine Gabe als Tribut zahlen müsse.
Saleph machte ein erstauntes Gesicht. Er hatte doch gar nichts bei sich, wie sollte er da etwas bezahlen?
Saleph zog seinen linken Schuh aus, zog die Socke aus und legte selbige in die Schale. Es tat sich nichts. Eine Socke reicht wohl nicht, hm? Saleph zog den zweiten Schuh aus und legte auch die zweite Socke in die Schale. Es tat sich wieder nichts. Der oberste Wassermagier lieh sich von Olirie Feder, Tinte und Pergament und schrieb: Liebes Kastell, es wäre jetzt echt nett, wenn du meine Socken nehmen würdest, damit ich abhauen kann. Du bekommst sogar ein Autogramm von mir:
Saleph
Wieder tat sich nichts. Hey, mein Autogramm wird irgendwann ne Menge wert sein, überlegs dir. redete Saleph der Statue zu. Jetzt fällt mir nichts mehr ein, dachte sich Saleph und spielte mit ein paar Haaren. Genau! sagte Saleph leise und riss sich zwei Haare aus. Das tat zwar ganz schön weh, aber Salph wollte aus dem alten Gemäuer raus. Er legte die Haare in die Schale und siehe da, es passierte etwas. Das Pergament und die Haare verschwanden, während die Socken in Salephs Gesicht flogen.
Hey, so übel riechen meine Söckchen auch nicht. grummelte der junge Mann. Jetzt war es vollbracht und Saleph konnte das Kastell verlassen
Olirie und Saleph verliesen das Kastel. Ihr Ziel war der Stausee des neuen Lagers, wo sie ihre Tauchversuche durchführen wollten.



22.07.2002 18:38#390
Ahram Mit einem dunklen Grollen schlug Ahram das alte Buch zu, feine Staubpartikel tanzten durch die Luft, wurden von enttäuschten Schnauben des jungen Wächters in alle Richtungen verweht. Mit weit ausgreifenden Schritten verließ der Dämonenmensch die große Bibliothek, seine blauen Augen blitzten zwischen den zusammengekniffenen Lidern. Verdammt, wie sollte er bloß die Kunst des Schleichens lernen, wenn sämtliche Schriftstücke, die darüber berichten, auf einen unveränderten Menschenkörper ausgelegt sind!? Nirgends wird auf überlange Hornkrallen oder schabende Schuppenhaut hingewiesen, sämtliche Hinweise, Kniffe und Finten waren nutzlos für den verwandelten Exmagier.

Die ledrigen Dämonenlippen entblößten lange Reißzähne, als Ahram vor einer weißen Tonvase zum Stillstand kam. Er brauchte einen menschlichen Lehrer, bei Beliar! Die schuppige Hand zischte nach vorn, das fein geschwungene Gefäß zerbarst mit einem trockenen Krachen, kleine, scharfkantige Splitter regneten zu Boden. Mit weit aufgerissenen Augen starrte Ahram auf seine klauenbewehrte Pranke, nur sehr langsam wurde der Arm zurückgezogen. Was war das gerade gewesen? Wieso hatte er diese Vase zerschlagen? Seit wann gab er seinem Zorn so hemmungslos nach? Das war doch sonst nicht seine Art. Wurde er etwa von seiner Ausbildung...?

Ruckartig wandte der Wächter sich ab, schritt mit versteinerter Miene durch die stillen Korridore des Kastells. Seine Gefühlswelt war nun unbedeutend, es gab nur ein wichtiges Ziel: den Abschluss seiner Ausbildung. Schon jetzt konnte der Dämonenmensch die verlockende Stimme der Macht in seinem Schädel flüstern hören. Er WOLLTE ein Wächter werden, wollte alles dazu Nötige erlernen. Nie wieder würde er von seinen Feinden überwältigt werden, Niemand aus diesem Kastell würde durch seine Schuld Leid erfahren. Die Herrin war besiegt, doch an Gefahren mangelte es in dieser kriegerischen Welt leider nicht. Was auch immer kommen mochte, es würde an scharfen Knochenklingen und harter Schuppenhaut zerbrechen, das schwor sich des dunkle Mischwesen aus Mensch und Dämon, als es in den breiten Zugang des Refektoriums einbog. In diesen Sekunden war es kaum herauszufinden, welcher der widersprüchlichen Seelenteile wirklich der Beherrschende und welcher der Knecht war. War es der naive aber aufrichtige Mann - oder das heranwachsende docj nichtsdestotrotz machthungrige Biest...?


22.07.2002 19:06#391
Superluemmel Mit einem leisen Klacken öffnete sich die Tür eines der Gästezimmer und ein Schatten huschte auf den Gang hinaus. Ein kurzer, absichernder Blick zu beiden Seiten, dann schloß Frost die Zimmertür und ging lautlos den Korridor entlang. Er hatte schlecht oder besser gesagt, kaum geschlafen. Doch das war nichts Neues mehr für den Krieger, schon seit Wochen schlief er nur noch wenige Stunden und es wurden immer weniger. Frost hatte Angst vor dem Schlaf, Angst davor, am nächsten Morgen zu erwachen und ein weiteres Körperteil zu sehen, das sich inzwischen bis auf den Knochen aufgelöst hatte.
Auch mied er die anderen Kastellbewohner. Gestern als er Dons Labor verlassen hatte, war ihm doch tatsächlich Meditate begegnet. Doch so sehr er sich gefreut hatte, die Hüterin wohlauf zu sehen, so sehr schämte er sich, ihr in dieser kümmerlichen Gestalt gegenüber zu treten. Und so hatte er sich fluchtartig in das Gästezimmer zurückgezogen....
Der Kies unter seinen Stiefeln knirschte hörbar, als Frost in den Innenhof hinaustrat. Aus reiner Gewohnheit verlagerte er sein Gewicht gleichmäßiger als er weiterging, um keine weiteren, unnötigen Geräusche zu verursachen. Der Krieger steuerte zielstrebig auf eine schattige Ecke zu und ließ sich dort auf einer Bank nieder. Hier würde er vor ungewollten Besuchern in Sicherheit sein.


22.07.2002 21:48#392
blutfeuer blutfeuer schlug die augen auf. zuerst musste sie sich ein bisschen besinnen, wo sie überhaupt sei und wie sie in diese seltsame lage gekommen war.
nur ganz langsam drang in ihr bewusstsein, was sie vor ihrem langen schlaf gemacht hatte und was der sinn dieses aufenthaltes im kastell war. denn dass sie im kastell war, erkannte sie an den gewaltigen steinquadern der mauern und vor allem an den seltsamen Apparaturen, an denen sie angeschlossen war.
vorsichtig versuchte sie sich zu bewegen, stellt dann aber fest, dass eine ganze reihe von schnüren ihren körper in einer art kraftfeld fixierten und dass sogar schläuche in ihre arme und in ihre nase führten.

entsetzt fing sie an zu brüllen: "don-esteban, du verdammter geisterbeschwörer, mach mich von den widerlichen schnüren ab! prophet! meditate! eidechse! hilfe!!!!!!!!!!!!!!"



22.07.2002 21:51#393
blutfeuer blutfeuer schrie vergeblich. niemand schien sie zu hören oder es wollte ihr niemand zu hilfe kommen.

entsetzt und unglaublich wütend zog sie an den schnüren und nach einiger zeit hatte sie den ersten arm von seiner fessel befreit. energisch riss sie sich die schläuche heraus und streifte dann die fesseln ab.

da sie in einem kraftfeld gefangen war und die schnüre sie zusätzlich fixierten, fiel sie nicht sofort zu boden. aber da sie heftig strampelte, brachte sie auch das sie schützende kraftfeld ins wanken und fiel nach einiger zeit auf den boden.

"so ein mist. da fang ich mein neues leben gleich mit blauen flecken an."


22.07.2002 21:52#394
blutfeuer blutfeuer kroch gleich auf allen vieren aus der nähe des seziertisches und möglichst weit weg von dem ganzen zauberkram, den der don rings um sie angehäuft hatte.

"na hoffentlich hat sich das alles gelohnt. erst mal sehn, ob ich hier einen spiegel finde und mich mal angucken kann."

blutfeuer wühlte in dons labor auf der suche nach einem spiegel und kramte das unterste zuoberst. sie nahm kaum rücksicht auf die gerade wieder hergestellte ordnung des don. dort, wo er gerade wieder flüssigkeiten mit seltsamen aufschriften aufgereiht hatte, lagen nach blutfeuers umräumbemühungen knochen und schrauben, kristalle und gläser, möhren und königswasser, scavengerkeulen und seltsame bücher mit schriftzeichen, die aussahen wie zufällig draufgeworfen. andererseits hätte ein außenstehender kaum gemerkt, dass sich in dons labor etwas verändert hatte. denn das genie braucht keine ordnung, es braucht einen entwurf, einen genialen entwurf.



22.07.2002 21:55#395
blutfeuer blutfeuer half also den don auf seinem weg zur genialität, indem sie den rest ordnung vernichtete. einen spiegel fand sie allerdings nicht.
erst als sie in die allerletzten winkel seines labors vorstieß, entdeckte sie eine seltsame silberne scheibe, die entfernt an ein tablett eines bediensteten zum servieren von speisen erinnerte. dieser "spiegel" spendete zwar kein optimales abbild, aber grundsätzliches war durchaus zu erkennen.
und das was sie sah, brachte blutfeuer zum schreien. sie schrie so lange, bis sie sich im gesicht völlig rot gefärbt hatte und lange japsen musste, um überhaupt wieder zu luft zu kommen.

aus diesem spiegel hatte sie etwas schwarzhaariges angesehen. ein schwarzbewachsenes ungeheuer, häßlich wie die nacht und ganz und gar zum fürchten.

blutfeuer hatte in ihrem kopf das bild der blondgelockten schönheit fest eingebrannt und jetzt sah sie ein wesen an, dem lange schwarze haare wirr um den kopf standen, wie ein schwarzer heiligenschein. außerdem schien sie eine lange krumme nase zu haben und ein total schiefes kinn, gekrönt von einem mund, der von einem ohr zu eben diesem kinn ging.

blutfeuer schrie wieder. wo blieb dieser verdammte don! sie würde ihn umbringen.


22.07.2002 21:59#396
meditate meditate hatte die schreie vernommen und war ihnen sofort nachgegangen. sie beorderte einen der schattendämonen an ihre seite, immerhin konnte sie nicht wissen, was sich hier für gräßliche sachen während ihrer abwesenheit zugetragen hatten. dem don-esteban war vieles zuzutrauen.

sie hieß den dämonen, die tür zu dons labor zu öffenen und stand dann einer völlig fremden frau gegenüber, die aus irgend einem grunde in heller panik war und sich die seele aus dem leibe schrie.

"was ist denn hier los? wer seid ihr und warum schreit ihr so schrecklich. kann ich euch helfen? hat don-esteban euch etwas angetan? das kastell hilft den don-geschädigten schnell und unbürokratisch. sagt, um was geht es!"


22.07.2002 22:07#397
blutfeuer blutfeuer sah meditate entsetzt an. kein zeichen des erkennens in dem gesicht der magierin! blutfeuer schluchzte heftig.

"da siehst du es. nicht mal du erkennst mich, dabei kennst du mich schon so lange! ich bin blutfeuer und don hat mich einer schönheitsoperation unterzogen. und nun bin ich das resultat eines missglückten experiments!
ich bringe ihn um!"



22.07.2002 22:10#398
meditate meditate schaute das mädchen prüfend an. die stimme war unverkennbar blutfeuer und auch die art des ausdrucks. und wenn man ganz genau hinsah, dann erkannte man auch die zornigen augen, den frechen mund und die neugierige nase.
meditate fing an zu lachen.

"wie siehst du denn aus! vor allem, was hast du mit deinen haaren gemacht? das sieht ja schrecklich aus!"



22.07.2002 22:13#399
blutfeuer blutfeuer funkelte sie zornig an. "na toll, wie du mir mut machst. soll ich jetzt als kinderschreck weiterleben? oder mich in deine dämonenarmee einreihen? da würde ich sogar den gräßlichen schattendämonen an die wand spielen."
blutfeuer sah wirklich wütend aus. es war gut, dass der don gerade nicht da war, denn mit hoher wahrscheinlichkeit hätten den magier nicht einmal ein paar eiligst herbeibeschworene dämonen helfen können.




Wir bedanken uns bei den Sponsoren der Preise.





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