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Rollenspiel nach Fall der Barriere
Das Kastell des Zux
Das Kastell des ZuX # 26
| 25.01.2004 22:46 | #1 |
| tor zum kastell |
Das Kastell des ZuX # 26
Auf des Gebirges breit hinfließend kahlem höchstem Gipfel
erhebt sich, schwarz aufragend, aus gemauert’ kunstvoll Stein,ein Schloß, hoch droben über all der Wälder schwankend Wipfel.Eine Faust, die noch den Wolken droht, so scheint’s zu sein.
Doch schnell sie ziehen hin über das ragende Gemäuer,
nur Windes Stimme an des Giebels scharfem Grat gewetzt.
Und selbst der Sturm über die steingeschnitt’nen Ungeheuer,
Gargylen, Wyrme, zähnefletschend Drachen, ist entsetzt.
Regenfäden in der Luft, gemacht wie feinster Zwirne.
Millionen Tropfen auf der dunklen Mauer Stein hernieder
sinken, nein: sie schlagen auf die harten Felsenstirne
der Buckelquader, die vor Nässe glänzen, immer wieder.
In diesem Augenblick der Glanz, der auf den Mauern liegt,
wird offenbar in seiner ganzen unnahbaren Pracht.
Denn ein gewaltig Blitz sich plötzlich an die Dächer schmiegtund sein gleißend Licht schickt durch die Düsternis der Nacht.
Zischend greift er nach dem Turm, der ihm entgegenstrebt.
Der siedend Äther brüllt den Schmerz hinaus, der ihm geschieht.Wände zittern, Scheiben klirren und die Erde bebt
wenn Donners Hall entrollt über den schwarzen Himmel zieht.
Doch unergründlich tief in Berges Fels verankert hält
der Bau den ungestümen Elementen stand und ragt
den Ungebilden, die die Götter schicken durch die Welt,
entgegen, trotzt dem Zahn der Zeit, der rastlos an ihm nagt.
Mag auch die Gewalt des Sturmes, Blitz und Frostes Kälte
von außen ohne Unterlass die hohen Mauern geißeln
Wenn es einen sich'ren, stillen Ort zu wählen gälte,
wär's das Kastell, an dem umsonst der Wetter Kräfte meißeln.
Denn Einlaß ist den Stürmen, Feinden aller Art verwehrt.
Obwohl seit unerdenklich Zeiten sie die Mauern geißeln,
bleiben sie doch glatt und blank und völlig unversehrt
und niemand kann sein Zeichen in die steilen Wände meißeln.
Beschützt durch göttlich Geist vor allem Unbill, das die Welt,gepeinigt durch den ewig während Streit auf ihrem Rücken,
der alles seit dem Anbeginn in stetem Wandel hält,
durch die Sphären schickt, um ihre Schmerzen auszudrücken.
Als Schlachtfeld für der mächt'gen Götter endlos Streit und Hader,ist sie einst von ihnen selbst erschaffen aus dem Nichts.
Gedanken wurden festgefügt zu Fels mit erzen Ader
vielfach gefaltet durch die Kraft des eigenen Gewichts.
Und Wasserstrudel, Ozeanen gleich, alles verschlingend
brachen unaufhaltsam sich verwüstend ihre Bahn.
Streitend schufen beide Brüder, miteinander ringend,
Geschöpfe, nur zu Nutze für des Kampfes sinnlos Wahn.
Und wenn die grellen Blitze zucken um die Mauern des Kastellsdie winzig Menschen in den düstren Hallen lächeln nur
denn sie wissen, Sturm mit Blitz und Donner nagt, als gelt's,zu spielen mit dem einzig standhaft Ding auf weiter Flur.
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| 25.01.2004 23:09 | #2 |
| Seraphin |
Verblüfft blickte Seraphin Aylen hinterher, dann wieder neben sich und dann wieder auf die junge Frau die sich tatsächlich gerade seinen Hut aufgesetzt hatte und zu ihm umdrehte. Das gab es doch nicht. Da hatte sie ihm gerade tatsächlich seinen geliebte Kopfbedeckung gestohlen, ohne das er es gemerkt hatte. Grinsend betrachtete er Aylen, die sich jetzt stolz vor ihm aufgebaut hatte und ihn keck unter der Krempe hervor anblickte.
"Was immer du gerade aus meiner Tasche entwendet hast, ich wette ich möchte es ebenso gerne wieder haben wie du deinen Hut!"
rief sie ihm lachend zu. Das war also der Grund für dieses schelmische Blitzen in ihren Augen, sie hatte dasselbe vorgehabt! Und er war wie ein Narr nur auf seine eigene Beute fixiert und hatte viel zu selbstsicher alles andere außer Acht gelassen. Unwillkürlich breitete sich ein Schmunzeln auf seinen Zügen aus, als er Aylen erblickte die sich immer noch vor ihm aufgebaut hatte und ihn herausfordernd anblickte. Lachend erhob er sich und schritt auf die fröhliche Magierin zu, die ihn gerade gehörig auf's Kreuz gelegt hatte.
"Ich verneige mich vor euch, Meisterdiebin Aylen."
entgegnete er grinsend mit einer angedeuteten Verbeugung, wofür er ein fröhliches Lachen der Agesprochenen erntete.
"Das ist mein voller Ernst, Kompliment für dein Fingerspitzengefühl!"
setzte er bewundernd hinterher. Dann holte er ihre Börse hinter dem Rücken hervor und klimperte ein bisschen mit den Münzen.
"Ich habe leider nur deinen Geldbeutel erwischt," grinste er sie an,"...und du hast recht, kein Gold der Welt ist mir mehr wert als mein treuer Hut."
entgegnete er lachend und hielt ihr den prallen Lederbeutel entgegen....
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| 25.01.2004 23:11 | #3 |
| Don-Esteban |
Erstaunt sah der Hohepriester seinen Schüler an.
»Du willst wirklich versuchen, eine Schattenflamme zu Stande zu bringen, während ich dabei bin? Und dann auch noch hier, im Refektorium, das voller unachtsamer, die Bahn kreuzender Dämonen ist?«
Die angehobene weiße, buschige Augenbraue senkte sich wieder herab.»Nun denn, wenn du willst, so zeige uns denn vor allen Anwesenden deine Künste. Und keine Angst, auch Arctus hier«, er zeigte auf den Jungen in der Robe, der sich vor Schreck gleich an seinem Wein verschluckte, »hat schon im Refektorium gezaubert. Und sogar seine Prüfung hier bestanden. Also suche dir ein Ziel deiner Wahl (bitte nichts wertvolles) und versuche dein Glück.«
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| 25.01.2004 23:14 | #4 |
| meditate |
meditate erhob sich und drückte squall noch einmal die hand.
"ich freu mich, dass du wieder da bist. komm doch morgen mal zu mir. ich möchte erfahren, was du für probleme hast. vielleicht finden wir gemeinsam eine lösung. jetzt will ich mich aber zurückziehen. ich hab blutfeuer versprochen, ihr neues gift zu bereiten für die pfeile und ich will ihre blasröhrchen auffüllen. sie will wohl wieder mal los und ein bisschen verwirrung in der welt stiften."
damit verabschiedete sich die magierin und verließ die runde.
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| 25.01.2004 23:16 | #5 |
| Aylen |
Aylen zierte sich noch etwas. Es war ein schönes Gefühl, diesen Hut auf dem Kopf zu tragen. Voller Stolz ging sie damit vor Seraphin auf und ab und grinste ihn an. So leicht würde er die Beute nicht wieder zurückbekommen.
"Ein läppischer Beutel voller Gold gegen diesen wundervollen Hut?", stieß sie hervor und zog ihn sich tiefer ins Gesicht. Mal sehen wie sehr der junge Kerl an seinem Schmuckstück hing.
"Nun?", sie grinste schelmisch.
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| 25.01.2004 23:22 | #6 |
| Squall_L |
Langsam dachte Squall das es wohl langsam zu so etwas wie einem Ritual werden würde, das wenn jemand mit ihm reden würde, er kurz darauf verschwindet. Aber meditate tat es wenigstens so wie man es sich vorstellte und bat ihn noch darum morgen zu ihr zu kommen und ihr seine Probleme zu erzählen. Diese Einladung kam Squall wie gerufen vielleicht hätte sie ja ein paar Ideen wie er diesen Fluch besiegen könnte. Squall wollte eigentlich wieder zurück in sein Zimmer gehen, denn er fand es nicht richtig dass er sich hier einen schönen Abend machte und Rinoa alleine in seinem Zimmer lag. Aber da er ihr ja in seinem Zimmer nicht helfen könnte, sondern sie höchstens wecken würde bliebe er noch sitzen und aß und trank noch etwas, denn wer weiß wie lange er das noch könnte.
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| 25.01.2004 23:25 | #7 |
| blutfeuer |
blutfeuer konnte unmengen trinken, ohne dass ihr übel wurde und sie andere anzeichen zeigte als übermut und närrisches benehmen. so auch heute. sie ließ einen krug nach dem anderen anschweben und setzte sich jedes mal breit vor den knaben, damit der don nicht sehen konnte, dass sie arctus immer nachgoss.
"morgen nehm ich dich mit. du wirst sehn, auch ein schwerer kopf bleibt nicht lange schwer im kalten winterwind. außerdem muss man trinkfestigkeit trainieren. das kann man unglaublich gut gebrauchen. es ist ein herrliches gefühl, wenn man die starken kerle unter den tisch gesoffen hat und selber oben drauf tanzt. ich kann dir versichern, das verschafft einem so manchen bonus.
willst du das lernen?"
blutfeuer beugte sich ganz dicht zu arctus und flüsterte ihm das angebot direkt ins ohr.
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| 25.01.2004 23:37 | #8 |
| Rhodgar |
Wie ein Schlag in den Magen trafen die Worte des Don den jungen Schwarzmagier. Davon war doch nie die Rede gewesen, auf keinen Fall war es Rhodgars Absicht gewesen einen öffentlichen Magieauftritt zu provozieren. Tja, Respektlosigkeiten, so freundlich sie auch gemeint waren, rächten sich am Ende doch noch.
"Ich... ich will es versuchen, aber das hatte ich eigentlich so nicht geplant. Muss ich wirklich?"
Ein leichtes aber bestimmtes Nicken des Dons beantwortete diese Frage. Tja, nun musste er die Konsequenzen seines Verhaltens tragen, ob es ihm passte oder nicht. Im Prinzip ja auch nichts Schlimmes, doch es waren soviele Leute anwesend. Würde er es verpatzen, dannn wäre ihm der Hohn und Spott der Gesellschaft sicher, das stand fest.
Sollte er nicht doch lieber Bauchschmerzen vortäuschen, um dieser Angelegenheit irgendwie zu entrinnen?
Nein! Entschlossen hob er den Kopf, lächelte den Don einmal an (und erhielt erstaunlicherweise eine aufmunternde Geste zurück), und erhob sich. Die Runde, darauf aufmerksam geworden, dämpfte ihre Lautstärke, und den einen oder anderen neugierigen Blick erntete Rhodgar schon. Doch statt dies als Demotivation zu betrachten, so er es als eine Art Ansporn. Auf keinen Fall durfte er jetzt schlapp machen, und damit nicht nur sich, sondern den gesamten Zirkel in Verruf bringen. Und außerdem, selbst Arctus hatte es geschafft, und auf was für eine erstaunliche Art und Weise. Er selbst hatte Zeuge dieser extravaganten Vorstellung sein dürfen, in der es dem Knaben gelungen war, nicht nur ihn sondern auch meditate, die sich inzwischen entfernt hatte, und einen wohl wichtigen Wassermagier zutiefst zu beeindrucken. Dem wollte er in keinster Weise nachstehen, und griff nach seinem Runenstein, der, wie er erstaunt feststellte, neben der leeren Schlaufe an seinem Gürtel, in der normalerweise seine Lichtrune hing, die sich jedoch noch immer in den Händen Renatas befand, ziemlich einsam sein Dasein fristete.
Doch schon wurde er hervorgezogen, und leicht überheblich, schließlich wollte guten Eindruck schinden, fing der Schwarzmagier an, dieses runde Gebilde mit Schwung und Elan auf der Spitze seines Zeigefingers kreisen zu lassen, und mit einer geschickten Handbewegung schnappte er danach. Nun war seine Hand fest darum geklammert, und wie üblich fing er an, seinen Kopf von allem zu säubern, was in dem Moment störend wirken konnte (was jedoch bei einem solchen Lärm nicht einfach war).
Konzentriert schloss er die Augen, erfasste Augenblicke später beide magischen Energien, und wie er es gestern so oft getan hatte, führte er die beiden zusammen. Langsam erhitzte sich die Gegend um seine ausgestreckte rechte Hand, und nachdem die Augen wieder offen waren bemerkte er die feinen schwarzen Schleier, die sich wie beim letzten mal graziös um sich selbst wickelten, und eine Art dunkle Aura um den energiegeladenen Kern bildeten, der stetig an Größe und Umfang zunahm.
Irgenwann kam dann zu dem Punkt, den er selbst als seine könnerische Grenze betrachtete, und blickte sich hastig nach einem geeigneten Ziel für sein von ihm weg drängendes Geschoss um. Und wie es der Zufall gerade so wollte (oder war es Schicksal?), schwebte just in dem Moment ein gläsernes Gefäß durch das Refektorium, wohl von einem unsichtbaren Dämon getragen, cirka zwölf Meter von ihm entfernt.
In den Augen des Jungen, wie man ihn eigentlich noch bezeichnen konnte, glitzerte es funkelnd auf, und beseonders dem Don musste sofort klar werden, dass Rhodgar etwas Aussergewöhnliches, wenn nicht gar hinterhältiges plante.
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| 25.01.2004 23:49 | #9 |
| Don-Esteban |
Doch der Hohepriester meinte nur beiläufig »Nur zu« und schwenkte weiter sein Weinglas. Vielleicht würde er heute abend auch noch etwas davon trinken. Ja, vielleicht...
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| 25.01.2004 23:54 | #10 |
| Seraphin |
Wie? Sie wollte allen ernstes seinen schönen Hut behalten? Das ging jetzt aber zu weit... Grinsend betrachtete er Aylen die nun mit seinem liebsten Stück auf dem Kopf neckisch vor ihm hin und her stolzierte und bei jedem Schritt anhielt, um sich die Krempe wieder vernüftig auf's Haupt zu setzen...
"Nun?" grinste sie ihn schelmisch an.
"Na warte, dich krieg ich..." entgegnete er mit einem siegessicheren Lachen.
Aylen hatte noch gerade Zeit zu realisieren was dieser Satz für sie bedeutete, da war er auch schon heran. Aber er hatte vergessen was für eine gute Körperbeherrschung Diebe nunmal an den Tag legen, so das seine Hände in die Lehre griffen als Aylen sich geschickt unter ihnen hinwegduckte und die Flucht aus dem Innenhof antrat. Seraphin selber war durch das plötzliche Ausweichmanöver ins Trudeln geraten, hatte sich aber schnell wieder gefangen und wurde mit Aylens Gesicht belohnt, das ihn spöttisch anblickte und ihm frech die Zunge rausstreckte. Ein letztes schelmisches Wedeln mit seinem geliebten Hut, bevor sie sich umwandte und erneut die Flucht antrat. Das durfte nicht sein, sie hatte ihn vorhin schon was das Stehlen anging in seine Schranken gewiesen, aber wenn sie ihm jetzt noch davonlief! Hastig beschleunigte er seine Schritte, setzte mit einem kleinen Sprung über die Mauer des Arkadenganges und hatte so ihren Vorsprung schon fast wieder wett gemacht. Sein Zopf schwenkte im Laufen wild hin und her und der lange schwarze Mantel bauschte sich flatternd auf. Auch die junge Diebin rannte schneller aber Seraphin würde garantiert nicht aufgeben bevor er seinen Hut wieder hatte.
Mittlerweile hatten sie den Innenhof verlassen im Kastell schon so manche Biegung genommen nur ab und zu unterbrochen von einem Lachen Aylens und dem hervorgekeuchten "Ich krieg ...dich noch!" des Verfolgers. Dann sah Seraphin auf einmal wie sie sich dem Eingang vom Refektorium näherten und auch die junge Magierin hielt darauf zu.
Zeit für einen letzten Endspurt...
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| 25.01.2004 23:59 | #11 |
| Arctus |
Arctus' Augen wurden größer als er das Getuschel in seinem Ohr warnahm.
"Und das geht wirklich?", fragte er ein Stückchen zu laut, woraufhin Blutfeuer ihm zunickte.
Dann lehnte er sich vor, zu ihrem Ohr. "Ok, zeig mir, wie man richtig säuft."
Blutfeuer hatte ihm natürlich erzählt, dass man am besten in Khorinis säuft, deswegen war das morgige Reiseziel schon fest im Kopf Arctus' verankert.Morgen ginge es nach Khorinis.
Dem Jungen gefiel der Gedanke, so nahm er noch en paar Schlücke Wein und genoß weiter die Show.
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| 26.01.2004 00:05 | #12 |
| blutfeuer |
blutfeuer goss wieder nach und wollte grad wieder auf irgendwas sinnloses anstoßen, als sie ein fürchterlicher blick traf.
der don guckte mit augen, die den wirklich wütenden dämonen sehr nahe kam oder auch den schattenläufern, wenn sie sehr sehr sauer waren.
"oh oh. das wird langsam ungemütlich. ich schlag vor, wir verziehen uns. die dämonen kannst du ja von überall rufen. du wohnst immerhin hier, dir werden sie doch wohl gehorchen?"
arctus machte eine lässige handbewegung und meinte, dass alle dämonen nach seiner pfeife tanzen würden.
"dann lass uns hier abhaun, wir trainieren in meinem zimmer weiter. das ist nicht weit weg."
leicht schwankend verließen die beiden arm in arm das refektorium und dons gesichtsausdruck wandelte sich von zorn zu besorgnis. blutfeuer warf ihm allerdings noch einen triumphierenden blick zu und dann schloss sich die tür des refektoriums hinter den beiden.
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| 26.01.2004 00:08 | #13 |
| Aylen |
Sie wußte selbst nicht wie plötzlich diese albernen Spielchen in sie gefahren waren, doch sie machten Spaß und das war es, was jetzt zählte. Schelmisch kicherte sie, als sie in die große Eingangshalle gerannt kamen, welche das Kichern sofort vielfach zurückwarf. Bald war Seraphin umgeben von hämischem Gekicher, das ihn erstmal verwirrt stehen bleiben ließ. Aylen nutzte diese Pause um sich hinter dem versteinerten Vabun zu verstecken.
"Hol ihn dir doch, was trödelst du?", rief sie ihm zu und wedelte mit dem Hut durch die Luft.
Sofort kam der Beraubte herangestürmt und Aylen rannte mit einem freudigen Schrei weiter. Fast hätte Seraphin den armen Vabun umgeworfen, er fing sich jedoch im rechten Augenblick wieder und nahm ihre Verfolgung auf. Kurz vor der Treppe zögerte die junge Schwarzmagierin, dann entschied sie sich dafür, im Erdgeschoß zu bleiben. Hinter sich konnte sie schon die Schritte von Seraphin hören, also rannte sie unvermittelt weiter, geradewegs auf das Refektorium zu.
"Na komm schon, dir wird doch nicht die Puste ausgehen?", neckte sie ihn weiter und drehte sich im Laufen herum. Plumps, da war sie mit einem Dämonen zusammengeprallt. Schnell raffte sie sich wieder auf und erntete einen bösen Blick seitens der schwebenden Kreatur. Seit wann wurde im Kastell wild umhergerannt? Doch Aylen war schon wieder weitergelaufen, den Bestohlenen immer noch hinter sich. Im Rennen packte sie sich wieder den Hut auf den Kopf und hielt ihn mit einer Hand fest, damit er nicht herunterfiel. Schließlich hatte sie das Refektorium erreicht und fiel buchstäblich mit der Tür ins Zimmer. Eine Versammlung schien hier stattzufinden, doch das störte sie nur wenig. Sie hatte immer noch Seraphin auf den Fersen, der seinen mottenbefallenen Hut wiederhaben wollte..
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| 26.01.2004 00:12 | #14 |
| Rhodgar |
Nun, dann war ja alles klar. Bis zum Zeitpunkt der Reaktion seines Lehrmeisters hatte Rhodgar noch warten wollen, und da diese jetzt erfolgt war, konnte er nun reinen Gewissens Rache üben, Rache für alle schändlichen Demütigungen die er hatte erfahren müssen, für alle Schwierigkeiten die er mit diesen unsäglichen Kreaturen gehabt hatte.
Die letzten Zweifel waren jetzt beseitigt worden, so fokussierte der junge Schwarzmagus das Glas an, dass du so unbekümmert durch die Luft flog. Genau darauf würde er zielen, und die geballte Macht der Schattnflamme würde dieses Gefäß zerschellen lassen, und dieser Trägerdämon würde seine Arbeit damit haben die Scherben aufzusammeln. Und was für eine Freude und vor allem Genugtuung wäre es wohl, einen dieser Spezies arbeiten zu sehen.
Und einen Moment später gab Rhodgar aller Anspannung nach, und ließ der Schattenflamme ihren Willen, sich in die anvisierte Richtung zu entfernen.
Doch genau in diesem Moment (wieder war es wohl Schicksal) flog die Tür des Refektoriums auf und zwei herumalbernde Magier kamen herein. Das heist, es waren keine zwei männlichen Magier, denn neben Seraphin, erstaunlicherweise ohne Hut auf der Birne, war auch eine Magierin mit von der Partie. Ihrer Robe nach zu schätzen war sie, genau wie Rhodgar neuerdings, auch eine Schwarzmagierin, doch musste er zugeben dass ihr dieses Prachtstück einfach besser stand als ihm selber.
Und wie es so kommen musste, einfach Ironie des Schicksals, musste diese Schönheit natürlich genau in die Flugbahn seines magischen Flammenballs rennen. Man musste anmerken, dass sie Seraphins Hut auf ihrem Haupt trug, was für Gründe dies auch immer haben wollte.
WUSCH
Ein zischender Laut war zu hören, als im Bruchteil einer Sekunde Stoffasern rissen, und sich ein großes Loch in die edel gefertigte Kopfbedeckung Seraphins brannte. Kollektives Schweigen herrschte, und viele entsetzte Blicke ruhten nun auf der Schwarzmagierin, die unsicher zitternd die Hand nach oben nahm, und mit jener das verhunzte Ding was sich einmal Hut genannt hatte, betastete.Das Zerschellen des Glases, welches im Hintergrund erstaunlicherweise noch von der Schattenflamme getroffen worden war, nahmen alle Anwesenden nur begrenzt wahr.
Ein teils hifloses, und teils fast belustigt kleinlautus Hüsteln bahnte sich den Weg über Rhodgars Lippen, wie er völlig belämmert im Raum stand, noch immer umgab in diese leichte, seltsam Rote Aura.
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| 26.01.2004 00:24 | #15 |
| Don-Esteban |
Begeistert war der Don aufgesprungen.
»Phantastisch. Das ist wahre Magie.«
Er schwenkte sein Glas, das eben noch voller Wein war, enthusiastisch umher, die rote Flüssigkeit verteilte sich im Refektorium und... erreichte nie mehr den Boden oder die Robe irgendeines Magiers, denn ein ganz spezieller Dämon schoß aus einer dunklen Ecke heran und hatte innerhalb eines einzigen Augenzwinkerns alle Weintropfen in der Luft aufgesammelt.
Aber derlei Magie war so trivial und im Kastell gewöhnlich, daß kaum, noch einer einen Blick dafür übrig hatte.
Der Hohepriester begeisterte sich weiterhin für die vermeintliche Treffsicherheit des Magiers.
»Wie hast du es nur gespürt, daß im nächsten Augenblick dieses hervorragende Ziel erscheinen würde. Unglaublich.«
Der Lehrmeister war nun vollends davon überzeugt, daß sein Schüler diesen Spruch hervorragend beherrschte. Dann starrte er auf sein nun leeres Weinglas.»Oh.«
Soviel hatte er doch noch gar nicht getrunken. Unauffällig illerte er zur Seite, um Arctus zu entdecken, doch der war schon verschwunden. Also konnte er es nicht gewesen sein. Merkwürdig.
Zu Rhodgar sagte er dann: »Die Schattenflamme kannst du nun. Dein Geschoß hat schnurstracks sein Ziel gefunden. So muß es sein. Daher kannst du nun mit dem nächsten Spruch beginnen. Ich werde in Kürze einige besonders spannende Werke dazu zusammenstellen.«
Und damit verabschiedete sich der Magier von den noch Anwesenden und schwebte aus dem Saal, einen verdatterten Rhodgar und sehr überraschte Zuschauer hinter sich lassend.
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| 26.01.2004 00:37 | #16 |
| Seraphin |
Erschrocken hatte Seraphin die Flugbahn des Flammenballs verfolgt, der genau auf auf Aylens Kopf zugerast war. Ein Aufschrei in den Reihen der Anwesenden, dann hatte auch er seine Lähmung überwunden und rannte schnell zu der zitternden Magierin hinüber, die völlig fassungslos im Raum stand und vorsichtig ihren Kopf betastete. Aus dem Seitenwinkel konnte er gerade noch Rhodgars verdatterten Gesichtsausdruck erkennen, bevor er sich an Aylen wendete.
"Bei Beliar, ist dir was passiert?"
brachte er keuchend heraus. Es schien als brauche die junge Magierin ein wenig Zeit, dann aber schlich sich eine Spur Erkennen in ihren verstörten Blick, während sie ihr qualmendes Haupt in seine Richtung wandte.
"Mir...mir g-geht es gut... a-a-aber...dein Hu-Hut?!"
stotterte sie und holte das verkohlte etwas von ihrem Kopf herunter. Und dann begriff Seraphin das gesamte Ausmaß der Katastrophe.
"Mein...mein Hut..."
stammelte er fassungslos in das betretene Schweigen des Saals. Vorsichtig, fast liebevoll streichelte er die zerfledderten, qualmenden Überreste und sein Gesicht zuckte. Jeder schien plötzlich zu wissen das er sich da besser nicht einmischen sollte. Dann, nach einer unendlichen Sekunde des Trauerns obsiegte die Vernunft, und ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht, das sich in ein ausgewachsenes Lachen steigerte welches sich durchaus sehen lassen konnte. Und auch die anderen Gäste des Refektoriums stimmten größtenteils mit ein, nur Rhodgar guckte ihn... auf eine schwer zu beschreibende Art und Weise an die er lieber nicht deuten wollte. Resegnierend schob er seinen Arm einmal durch das qualmende, faustgroße Loch in seinem geliebte Hut, bevor er ihn sich demonstrativ zurück auf sein Haupt setzte. Dann wandte er sich wieder Aylen zu.
"Besser der Hut als Du, das ist ja wohl klar! Der steckt das schon weg. Hauptsache ich habe ihn wieder!"
Entgegnete er mit einem triumphierenden Grinsen. Dann umarmte er lachend die arme Aylen, die nicht mehr wusste was zu tun war und geleitete sie vorsichtig an einen freien Platz. Im Vorbeigehen zischte er Rhodgar noch leise zu:
"Entschuldigung wenn wir da in was hinein geplatzt sind, ich erklär dir alles später und ich schätze du mir auch, aber mach blos weiter!"
Dann setzte er sich zu Aylen und wünschte sich nach der Aufregung erstmal einen guten Wein...
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| 26.01.2004 01:09 | #17 |
| elpede |
So langsam leerte sich der Saal, fast genau so wie elpede´s Bierkrug. Immer noch sein erster, wie ihm beiläufig auffiel. Morgen in aller Frühe, oder Späte, oder irgendwann dazwischen, würden sie aufbrechen. Es würde vermutlich ein anstrengender Tag werden, aber elpede verspürte noch keine Müdigkeit. Hier ging - wenn man es denn so ausdrücken wollte - richtig die Post ab. Soeben hatte einer der Schwarzmagier seinem Meister eindrucksvoll demonstriert, wie gut er die schwarze Magie beherrschte, indem er einer ahnungslosen Magierin den Hut auf dem Kopf mit einer Flamme zerstört hatte. Nicht mit Absicht und nicht ohne einen tiefen Schock, wie das Gesicht des Schwarzmagiers verriet. Doch sein Meister war davon begeistert gewesen. In anderen Teilen dieser Insel würde man für ein ähnliches "Missgeschick" sicher gehängt, an die Sumpfhaie verfüttert oder lebendig in einem Kartoffelacker verscharrt werden, davon war elpede überzeugt. Nicht so hier. Offenbar gehörte das hier zur Tagesordnung, zu der die übrigen Kastellbewohner auch schnell wieder übergingen. Seltsam, diese Schwarzmagier, ein wirklich seltsamer Haufen.
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| 26.01.2004 01:10 | #18 |
| Rhodgar |
Rhodgar nahm nur bedingt war, was Seraphin ihm da zugeflüstert hatte. Vielmehr galt seine gesamte Aufmerksamkeit Aylen, wie Seraphin die Schwarzmagierin genannt hatte. Noch immer unter Schock stehend saß sie da am Tisch und starrte Löcher in die Luft. Dies hatte der übereifrige Magier nicht gewollt, auf gar keinen Fall. Was wäre gewesen, wenn er sein Geschoss auch nur ein paar Zentimeter tiefer angesetzt hätte? Dann wäre... Rhodgar schluckte. Nein, das wollte er sich überhaupt nicht erst vorstellen.
Wenn er etwas aus diesem Ereignis gewonnen hatte, dann war es die Einsicht, dass er die ihm gegebene Macht nicht so leichtfertig verwenden durte. Tatsächlich hatte er die ganze Magie an sich bislang eigentlich nur als eine Art Spiel betrachtet, ein Spiel das es nunmal zu meistern galt. Doch mit einem Mal war ihm klarer denn je geworden, dass er ein Erwählter war. Er unterschied sich durch den dunklen Segen Beliars, der ihm gegeben worden war, von den anderen Menschen, wie zum Beispiel den Söldnern, die da im Publikum saßen. Durch dieses Geschenk hatte der finstere Gott in auserkoren, ihn auf Erden zu repräsentieren, für ihn einzustehen. Und dies war ganz sicher Nichts, dass man so eifach auf die leichte Schulter nehmen durfte. Macht bedeutete Verantwortung, Verantwortung bedeutete in seinem Fall Vernunft, und Vernunft erforderte nuneinmal vernünftiges Handeln, was dies ganz sicher nicht gewesen war.
Und so langsam begann er zu begreifen, was meditate mit dem Geschenk der Götter an all jene, denen es vergönnt war Magie zu wirken, gemeint hatte. Wie unwissend er doch eigentlich noch war, wieviel er noch zu lernen hatte. Eine ganze Menge war das, doch mit einem solchen Lehrer wie dem Don konnte da doch überaupt nichts schiefgehen.
Mit wenigen Worten verabschiedete sich der Jungspund (jedoch nicht ohne vorher bei Renata entlang zu gehen, und unauffällig die Lichtrune wieder in die dafür bestimmte Gürtelmasche zu stecken) von der Gesellschaft, tat es seinem Mentor gleich und wanderte hinaus in den finsteren Gang. Und so langsam bahnte sich auch ein gutes Gefühl seinen Weg durch seinen verwirrten Geist. Er hatte den Don zum Jubeln gebracht! Tatsächlich war der Griesgram wirklich begeistert gewesen...
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| 26.01.2004 09:26 | #19 |
| Ceron |
Runen-Lord hatte vorzüglich geschlafen. Aber als er das Gästezimmer verliess musste er erkennen, dass totenstille herrschte. Niemand, aber auch gar niemand, nicht einmal ein Dämon schwebte durch die Gänge. So suchte Runen-Lord im ganzen Erdgeschoss nach Gesellschaft.
Nach einiger Zeit wilden Umherirrens in den unendlichen Gängen des Kastells fand er sich dann im Innenhof wieder. Gestern Abend hatte er erfahren, dass dieser Baum sich die immergrünne Esche nennt. So setzte sich der Bürger unter den Baum und begann nun endlich sein Buch zu lesen.
Daemonen und andere Geschöpfe Beliar's ...
Zu den berühmtesten aller dunkeln Geschöpfe Beliar's gehören die Dämonen, diese Geschöpfe lassen sich von den Schwarzmagiern, und nur von den Schwarzmagiern befehligen. ...
...und so gelang es einem gewissen Magier namens Malek einen Dämonen mit dem Lichtschwert auszutreiben...
... Beschwörung eines Skeletts kann auch gefährlich sein, da der Magier seine Geschöpfe gut kennen muss. Sie sind zwar ohne ihn willenlos, doch nur wenn seine magische Kraft, oder auch Aura genannt Kontrolle über sie hat...
So in sein Buch vertieft, lag Runen-Lord unter dem Baum. Er las von den Geschehnissen der Magiewelt auf Khorinis. Nun war er sehr dankbar für die Lesekurse, welche ihm der Dorfälteste anbot, um ihn dann als Schreiberling an einen fahrenden Händler zu verkaufen.
Doch die Sonne war anders in diesen Hallen, sie hatte nicht mehr den sonst so starken Strahl, welcher sich durch die Blätterkrone des Baumes fras, sondern viel leichter schien ihm das Licht. Er genoss die Ruhe, die in den Gemäuern herrschte und verstand immer mehr von den Gestirnen Beliar's. Er hätte sicherlich nicht bemerkt wenn ihn nun jemand von hinten angeschlichen hätte, doch in diesen Hallen fühlte er sowieso keine Angst. Das schlimmste was hätte passieren können, wäre wenn die Magierin von gestern, welche Ihren Namen nicht nennt, ihm wieder sagen würde, dass sie keine Geisteskraft in ihm spühre. Vor dem war er aber ziemlich sicher, denn die Schwarzmagier schliefen ja zum Glück am Tag und hatten gestern Nacht noch ziemlich lange gefeiert.
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| 26.01.2004 12:31 | #20 |
| Dûhn |
Seit einiger Zeit stand Dûhn nun schon in der Eingangshalle. Azathot war noch nicht aufgetaucht, aber damit hatte Dûhn keineswegs ein Problem. Das finstere Licht der großen Halle brach sich funkelnd auf der Schneide der monströsen Schwertklinge und warf bläulich leuchtende Reflexionen auf das vernarbte Gesicht des Riesen als er still, doch konzentriert seine Übungen zum tausendsten mal durchging.
Erschöpft lies sich der Hühne auf den Boden sinken und nahm neben seinem Rucksack platz.
Die Klinge fuhr mit einer, inzwischen geübten, Bewegung wieder in die lederne Rückenscheide.
In weiser Vorraussicht hatte Dûhn sich einige leckere Scheiben Schwarzbrot aus dem Refektorium mitgenommen, die er nun auf einem Tuch vor sich ausbreitete. Belegt mit Schinken, Käse und ein paar Eierscheiben, stellten die Stullen genau die richtige Zwischenmahlzeit für übergroße Schwertkämpfer dar.Besonders wenn man gerade eben noch anstrengende Übungen hinter sich gebracht hatte.
Mit einem freudigen Grinsen klatschte Dûhn in die Hände und rückte seinen Mantel zurecht, bevor er sich auf die Brote stürzen wollte.
Überrascht hielt er inne.
Was bei allen sechshundertsechsundsechzig Ebenen des Abgrundes...Überrascht fuhren die schwieligen Finger an dem Kragen des, unübersehbar feineren Mantels entlang. Hatte er den Mantel verwechselt? In seiner Hast hatte er wohl nicht bemerkt wie er sich das Kleidungsstück übergestriffen hatte, doch wie sollte...
Dûhns Finger fuhren zuerst über den ersten Stern...dann...ganz langsam, erreichten sie den zweiten Stern.
Eine geraume Zeit saß der Koloss still auf dem Boden der Halle. Der Gesichtsausdruck der sich seiner bemächtigt hatte, konnte leicht mit dem eines Schafes, kurz bevor der Schattenläufer aus dem Gebüsch brach verwechselt werden...eine Woge aus heißen und kalten Gefühlen wogte langsam von Dûhns Füßen aus in Richtung Kopf.
Dann, urplötzlich, sprang der Hühne auf und machte zuerst einen Tanzschritt...dan noch einen...bis man weit ins Kastell hinein das freudige Jauchzen und die stampfenden Tanzschritte hörte.
Schwarzmagier!! rasten Dûhns Gedanken, nachdem er sich ein wenig beruhigt hatte.Wow!
Versonnen lächelnd nahm der Riese wieder Platz neben seinem Rucksack, bis ihm seine kleine Malzeit weider ins Gedächtnis kam.
Schließlich musste selbst ein schwarzmagier essen...
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| 26.01.2004 14:39 | #21 |
| Ceron |
So interessant die Dämonenkunde auch ist, er konnte nicht ewig dort sitzenbleiben. Also stand Runen-Lord auf und begab sich in Richtung des Refektoriums. Auu, tat das Weh sein Rücken wollte nicht so ganz wie er selber, sodass der Jüngling gerade wieder liegen blieb. War das der Hexenschuss? Hatte ihm eine Hexe dieser Gemäuer einen Schuff in den Rücken gegeben und ihm somit die Gabe des Gehens genommen?
Alles nur Illusionen, denn schon bald fand sich der Bürger auf dem Mosaik der Eingangshalle wieder. Er bat einen Dämonen ihm ein einfaches Schinkenbrot zu bringen und ein Horn mit Wasser oder Wein.
Dieser eilte zur Küche und kam bald hochbeladen mit Esswaren zum Hungrigen zurück.
"Danke, so viele gute Sachen. Doch sag, haben Dämonen keinen Hunger?"das hätte Runen-Lord wohl nicht fragen sollen, da der Dämon sich sofort wieder in die Küche zurückzog. Komische Kauze, sagte er zu sich selbst.
Gut bepackt begab er sich nun wieder durch das Tor hinaus, an den Skeletten vorbei ein wenig vor die wilde Flora des Kastells. Hier setzte er sich, breitete seine Mahlzeit aus und ass von den Köstlichen Schinkenbroten. Das buch der Dämonen hatte er vorerst einmal weggelegt. Er zog eine Pergamentrolle hervor und begann mit einer Kreide ein Gedicht zu schreiben. Zuerst noch einen mächtigen Schluck des guten Weines genossen, dann fing er auch schon an die ersten Zeilen zu dichten:
E ndlich hab ich es geschafft
Beliar zu dienen
Und nun mit voller Geisteskraft
Will ich Ihn lieben
-
Beliar der weise Herr
Hat weise mich geleitet
Und letzen endes ist es Er
Der mit mir den Lebensweg beschreitet
-
Der Spross der Dunkelheit
Findet neuen Ursprung in mir
So bin ich dem Unheil geweiht
Und ziehe los zu dir
-
Oh Korinis du heilige Lande
Ein Sprössling des Bösen ist auf dem Weg
Er durchschreitet dich bis zum Rande
Im Kastell ist er angelangt, so nimm dich in Acht
Nun legte er sich in die Sonne und genoss wie die Sonne seinen ganzen Körper aufwärmte, welcher in den dunkeln Gängen des Kastells schon fast an Entzugserscheinungen litt.
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| 26.01.2004 15:32 | #22 |
| blutfeuer |
blutfeuer riss Arctus hinter sich her
"es ist höchste zeit, komm endlich, du fauler held. der allererste punkt im kampf gegen den feind alkohol lautet, keine schwäche zuzugeben. du hast KEINE kopfschmerzen, dir ist NICHT übel, du möchtest AUF KEINEN FALL weiterschlafen, du willst KEIN mitleid und überhaupt bist du prima drauf. das einzige was du darfst, du darfst durst haben."
am tor warteten schon die beiden schüler und hatten sich über lange strecken mit dem gerippen am tor unterhalten.
"he packt eure sachen, jetzt ist keine zeit zum schwätzen, es geht los."
der kleine arctus taumelte ein bisschen und blutfeuer stapfte neben ihm einher und gab ihm weitere ratschläge zum leben mit dem alkohol.
der schnee war die ganze nacht hindurch gefallen und erreichte auf der kuppel des berges kniehöhe, an einigen stellen war der schnee sogar bis zum gürtel zusammengeweht. es war ein schwieriges vorankommen. erstaunt bemerkten die jungen, dass an ihrem weg ein großer schwarzer stein lag, auf dem kein schnell legen blieb und der spiegelglatt und unbeeindruckt vom wetter völlig trocken aussah.
"das ist ein grabmahl einer großen magierin. ich glaub, sie hieß orphelia. sie war wohl die einzige der ganzen schwarzen bande, die je eines natürlichen todes starb, sie wurde von wilden tieren zerrissen. und auf ihrem grabmahl bleibt kein schnee liegen und kein regen macht ihn nass. das ist ein interessantes phänomen. man sollte aus dem stein mäntel machen, die würde gut gegen regen schützen. sie wären sozusagen regenmäntel."
die vier tapferen schneewanderer erreichten mittlerweile den wald und begannen den abschied. elpede hatte den bogen von blutfeuer erhalten und betrachtete interessiert die konstruktion.
"es ist ein alter meisterbogen. gib gut auf ihn acht, ich will ihn unversehrt wiederhaben und für leila werden wir auch noch einen finden.
wir gucken einfach mal im sumpf nach."
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| 26.01.2004 16:42 | #23 |
| Squall_L |
Als Squall seine Augen öffnete saß er immer noch im Refektorium. Am gleichen Tisch wie gestern Abend, er musste wohl einfach eingeschlafen sein. Erst einmal wischte er sich den Schlaf aus den Augen und dann fiel ihm Rinoa ein. Es musste schon Nachmittag sein und sie würde sich bestimmt wundern wo er wäre. Er stand von seinem Platz auf und begab sich so schnell er konnte in sein Zimmer.
Dort saß Rinoa am Fenster und schaute hinaus auf die Wälder. „Du bist aber sehr früh dran.“ „Ja ich weiß ist schon etwas spät.“ „Spät nennst du das du warst fast einen Tag lang verschwunden.“ „Ich habe im Refektorium einige Magier getroffen und mich mit ihnen unterhalten, dann bin ich eingeschlafen.“ „Das habe ich gesehen als ich mir etwas zu Essen holte. Du saßt auf einem Stuhl und schliefst.“ „Warum hast du mich nicht geweckt?“ „Ich wollte dir eine Pause gönnen, du hast schon genug gemacht und hast auch noch vieles vor dir.“ „Ja da hast du leider Recht.“ „Wann hast du vor nach dem Buch zu suchen?“ „Das weiß ich noch nicht aber es wird nicht mehr lange dauern.“ „Was sagst du, du willst es nicht sofort machen? Hängst du nicht an deinem Leben?“ „Doch das tue ich, jetzt wird er sich noch verstecken und wenn erst mal ein paar Tage vergangen sind kommt er aus seinem Versteck und dann werde ich da sein.“ „Da hast du dir aber einen schönen Plan zusammengelegt aber hat man dir schon einmal gesagt dass nicht immer alles so läuft wie du es dir vorstellst.“ „Ja du hast Recht aber ich muss trotzdem erst einmal hier im Kastell mich erkunden ob irgendjemand diesen Mann kannte.“ „Ok da hast du endlich mal einen sinnvollen Vorschlag gemacht.“
Squall verstand gar nicht warum sie sich so sehr aufgeregt hatte, es war doch alles noch möglich, noch gab es keine Anzeichen wie eine Krankheit oder etwas ähnlichen das auf irgendetwas schreckliches was mit ihm passieren könnte hinweist. Und wenn er ganz ehrlich war dann fand er seine blauen Augen toll. Wenn man so viele Jahre immer die gleichen Augen im Spiegel sieht dann wird es schnell mal langweilig, aber nun kam mal etwas Abwechslung in den morgendlichen Spiegelblick.
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| 26.01.2004 17:22 | #24 |
| SkyDiv@r |
Vorsichtig betrat Sky das Kastell. Hier war er noch nie gewesen. Der Einzelgänger hatte nur von einigen Bürgern von diesem gebäude und Wohnsitz der Schwarzmagier werden. Langsam ging er weiter. Gerade als er durch das Tor treten wollte hörte er über sich eine Stimme.
"Keinen Sschritt weiter! Hier kommst du nicht rein!"
Sky blieb stehen. Langsam blickte er um sich. Als er nichts sah wollte er weiter gehen.
"Ich sagte du sollst stehen bleiben!"
Wieder diese Stimme.
"Wer ist da?" fragte Sky.
"Sieh nach oben dann weißt du es!"
Sky ging ein paar Schritte zurück und sah nach oben. Über den Eingangstor hingen zwei Skelette.
"Na endlich, hat ja ganz schon gedauert!" sagte das eine.
"Was wollt ihr von mir?" fragte Sky.
"Dir sagen, dass du gefälligst eine Gabe hinterlassen sollst! Hinter dem Tor ist eine Steinfigur eines Dämponen, da hinterlässt du deine Gabe!"
Sky grinste. "Schon klar, wie wärs, wenn wir das mit der Gabe weglassen und ich stattdessen eurer Köpfe auf den Grund des Sees dort drüben beförder?"
"Uhhhhhh, wir haben Angst!" lachte das andere skelett.
"Ist ja gut, ihr bekommt eure Gabe!" sagte Sky und ging weiter durch das Tor.
Bei der Dämonenstatue hielt er an. Er griff ins einen Bbeutel und holte etwas Gold heraus. Ein Goldstück lies er auf den Teller fallen, den die Statue hielt. Dann grinste er. Sie haben nicht gesagt was und wieviel. Den rest des Goldes ließ er zurück in seinen Beutel fallen.
Langsam ging er weiter, bis er in einer großen Halle ankam. Dort blieb er stehen und blickte sich um.
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| 26.01.2004 18:34 | #25 |
| Claw |
Claw war den Rest des Abends sichtlich verwirrt. Hunderte von Leute krabbelten heran und krabbelten heraus, genau so wie Dämonen. Irgendwie verstand er die Welt nicht mehr. Kaum war ER da, hatte sich eine dichte Menschentraube um ihn versammelt. War er so berüchtigt.
Nach einer nachdenklichen Nacht in einem Kastellzimmer, in der er von Kellern träumte, mit langen Gängen, geisterhaften Geschrei aus der Ferne, wachte der Söldner irgendwann am Morgen schweißgebadet auf. Schon einmal hatte er hier in einem der Gästezimmer geschlafen, mehr oder weniger gut. Und nun wieder. Eine dunkle Aura lag auf dieser Stätte, dessen war sich der Söldner bewusst und eine alte Abmachung kam ihn in den Sinn, die er in Verbindung mit seinen Träumen brachte.
"Die Gewölbe..." murmelte er. Warum hatte er nicht gestern die Schwarzmagier gefragt ? Er hatte sie schon einmal gesehen, bei Gorrs Hochzeit. Und hier im Kastell waren sie anders drauf, eine andere Stimmung herrschte hier. Der Söldner kroch müde aus seinem Bett, wusch sich und zog sich seine Rüstung an. Er wollte so schnell wie möglich mit einem der Oberen hier sprechen. Am besten Olirie, denn den kannte er ja am besten hier. Claw stürzte aus dem Zimmer und ging ins Refektorium. Ein Lächeln huschte dem Sölnder übers Gesicht, als er an die Schweinerei dachte, die seine Schürfer hier mit der Essenschlacht veranstaltet hatten. Und so hatte er auch Olirie kennen gelernt."HALLLLOOOOOO ???? JEMAND HIER ????" rief er und schaute sich um. Irgendwer musste doch hier sein. Doch ehe der Sölnder sich versah, stand einer der dicken Dämonen direkt vor ihm, als wäre er aus dem Nichts erschienen."Dämonen zählen nich." sagte Claw frech und beachtete den hässlichen Kerl gar nicht weiter. Sekunden später lag Claw irgendwo halb auf, halb unter einem Tisch, 20 Meter weiter weg von der Stelle, wo er gestanden hatte."Ok, zählen doch!" krächzte er aus seinem Ecken und stand mühsam auf. Lange klopfte er daraufhin den Staub aus seiner Rüstung und sah, dass der Dämon verschwunden war.
"Komisches Volk..." murmelte der Söldner und erhoffte, durch den Lärm, den er beim Flug durchs Refektorium gemacht hatte, auf jemanden zu treffen, der er erstens: kannte, zweitens: ihm helfen konnte, jemanden zu finden, den er kannte, oder drittens: ihn zu jemanden zu bringen, der sich ihm vorstellen konnte, damit Claw ihn dann kannte.
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| 26.01.2004 19:36 | #26 |
| Ken Suyoko |
Die Pristerin ließ Ken alleine. Er stand da, vor iner Treppe die in die Dunkelheit führt, er konnte sich nicht merh entsinnen das er wo er das erste mal in Diegos Werkstadt gewesen war das er ebenfalls diese Treppe hinuntergegangen war, aber vielleicht gibt es mehere Wege in die Kathakomben zu gelangen...
Langsam stieg er eine Stufe hinab, dannach eine weitere, doch kaum ging er weiter führte die Treppe immer weiter hinab in die unendlichen Tiefden des Kastells.
Ken machte sich sorgen, welche Schergen Beliars mögen wohl da unten herrschen?Doch kaum dachte er diesen Satz zu ende erschien eine weitere Lampe die auf einer andern Höhe hing, es war ein Tunnel.
Ken konnte ein dieblolisches Atmen höhren, Skelettgekracher. Es tat einen Dumpfen Schlag, dannach nochmal, Ken ging an der Wand gekauert den Tunel entlang, dieses Geräusch kam aus dieser Tür!
Er sollte Diego höhren, hatte die Priesterin gesagt, er sollte ihn sofort höhren wenn er unten ist. Das hatte sie gesasgt, doch was wenn Diego bereits unter den Totenw eil weil ihn die Dämonen gefressen haben?
Ken bekam eine fürchteriche Gänsehaut.
Er horchte an der Tür, jemand schnaupte. Dannach wurde in einer Schublade nach etwas metalernen gesucht. Dann ertönte erneut dieser Schlab mit Metall auf Stahl. Ken stieß die Tür auf, vor ihm stand Diego mit einem gigantischen Schmiedehammer.
Hallo sagte er und rieb sich mit dem Handrücken den Scweiß von der Stirn.Er war sichtlich erschöpft.
Ken der in einer sichtlich peinlichen Position dastand. Er stand aufrecht hin und mit einem mal wusste er nicht waurm er hier war. Dann kamm es ihm wieder: Ah, ja! Ich habe die Bücher durchgelesen! Sie sind zwar nicht interessant aber sehr lehrreich!
Der Schmied legte ein seltsames Lächeln auf und Ken wusste schon das er nun warscheinlich unter Zeitdruck seltsame Fragen über das Schmieden beantworten muss. Doch Diego stellte ihm keine Fragen! Er flüsterte nur: Du bist also bereit! Dann komm her! und Ken tat es. ...
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| 26.01.2004 19:59 | #27 |
| Ceron |
Na wenn dieser Lärm nicht von Claw dem Söldner kam. Schwarzmagier schrien nicht so in der Gegend rum, und was noch wichtiger ist, ein Schwarzmagier würde nicht dumpfe Geräusche verursachen, als ob er an eine Wand fliegen würde und darauf wie ein Sack voller Kartoffeln zu Boden sinken.
Runen-Lord packte sein Schreibzeug weg und begab sich wieder in die Hallen. Vor der Statue des Magiers hielt er jedoch inne. Er dachte sich was er denn spenden könne, er wollte ja nicht immer auf kosten des Söldner's hier übernachten. So zog er den Lederbeutel des Soldaten hervor, welchen er am Pass gefunden hatte. Er schüttete den Beutel über der bettelnden Hand des Magiers, welche einen Teller trug aus. Da klimperten einige Goldstücke in den Gabenteller. Doch bevor der Lederbeutel ganz leer war drehte ihn der Bürger um. Er musste ja schliesslich auch von etwassem leben. So blieben ihm einige Goldstücke, während der Grossteil des Goldes sich in dem Teller häufte. Er steckte den Lederbeutel wieder zurück unter sein Lederkostüm und ging leichten Geldbeutels aber durchaus frohen Herzens zum Refektorium. Doch kurz bevor er die Eingangshalle gen Westen verliess blickte er zurück - seine Gabe war angenommen worden.
Im Refektorium musste er sich ein Lachen verkneiffen als er Claw dort am Boden liegen und fluchen sah. Er lief rüber zu ihm, bot ihm seine Hand an und zog ihn wieder auf die Beine. Die Frage wie das geschah wollte er mal lieber sein lassen. So sagt er zu Claw: "Hallo Claw, wie gehts dir? Bist du schon fündig geworden? Dein Lehrmeister war ja gestern hier. Doch einen Priester namens Olirie konnte ich auch nie erblicken."
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| 26.01.2004 20:17 | #28 |
| Claw |
"Ja nee..." fing der Söldner an. Er wusste gar nicht, was er jetzt sagen sollte."Also eins weiß ich jetzt: Dämonen sind seeehr schnell eingeschnappt." meinte Claw und huste leicht, aber nicht, ohne sich noch umzublicken, ob nicht wieder ein Dämon kommen und ihn durch die Gegend schmeissen würde.
"Nun ja, dann werd ich wohl Olirie aufsuchen. Ich hab noch etwas... ähh... ich wollt noch etwas mit ihm erledigen, was er mir vor längerer Zeit auf mein Fragen versprochen hatte."
"Und das wäre ?" fragte Runen Lord neugierig.
"Ähh... ich glaube nicht, dass es gut ist, hier etwas laut darüber zu sagen und außerdem wäre es besser, wenn du nichts weißt. Ich habe noch einiges zu tun..." tuschelte Claw geheimnisvoll. Runen Lord musste ja nicht wissen, dass Claw mit Olirie in die Hölle gehen würde, genauer gesagt in die Gewölbe des Kastells, wo es vor blasphemischen Monstern aller Art und das undefinierbare Grauen selbst dahinvegitierte. Der junge Mann musste nicht wissen, dass Claw sein Leben riskieren würde, nur um seine Abenteuerlust und seine Neugier zu stillen."Du solltest uns besser nicht begleiten bei dieser... ähh... Sache. Aber du kannst mir behilflich sein, indem du Scipio Cicero, meinen Lehrmeister suchen gehst. Der müsste sich noch irgendwo hier im Kastell rumlümmeln. Ich könnte ihn bei meiner Angelegenheit brauchen. Es wäre nicht schlecht, wenn er mir zu Seite stünde..." sagte Claw und überprüfte Pfeile und Bolzen. Beides schien noch genügend vorhanden zu sein. Noch...
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| 26.01.2004 20:44 | #29 |
| Ceron |
Runen-Lord schaute dem Söldner nochmals tief in die Augen. Darauf machte er sich auch sogleich auf den Weg. Von dem Refektorium pber die Eingangshalle in Richtung der Bibliothek. Er wusste später nicht wieso er einen Drachenjäger in einer Bibliothek antreffen sollte, eigentlich schon selbst ein Paradoxon, doch ds Gefühl hatte in nicht getäuscht. Dort sass wirklich ein Mann, der ein Buch in der Hand führte wie eine Armbrust, immer geradezu schussbereit.
Bevor er ihn ansprach überlegte er nochmals, wieso wollte Claw etwas mit ihm unternehmen und vorallem weshalb traf man sich im Kastell?
Ein sehr seltsamer Treffpunkt für Söldner, doch wie dem auch sei es lag nicht bei ihm zu richten ,vielmehr hatte er einen Auftrag auszuführen. "ahem, Herr Drachenjäger? , oder darf ich sie Scipio nennen? Ähh Claw ih hr Schüschüschüler schickt mich zu Ihnen."
Scipio Major Africanus, woher hatte er das auch mal gelesen, all diese Titel kamen ihm bekannt vor... stellte sich auf vor Runen-Lord.
Doch dieser setzte sich dann sofort, er konnte ja nicht auf Ihn herabsehen, während er mit Ihm, einem Hochrangigen Söldner sprach, welcher leider die Körperausmasse einer Fleischwanze im Gegensatz zu denen des Bürgers hatte.
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| 26.01.2004 20:53 | #30 |
| meditate |
meditate hatte wundervoll geschlafen und war sofort nach dem erwachen in ihr labor geeilt, um das gift zu begutachten. wie es schien, war alles sehr gut gelungen. dann konnte sie der entwicklung ja in ruhe zusehen und inzwischen noch ein paar schriftrollen schreiben. die konnte sie dann blutfeuer mitgeben und sie hätten im schnee und eis wenigstens die gewissheit, dass sie jederzeit zum kastell zurückkehren konnten.
natürlich würde das die amazone eine tüchtige portion feuerlikör kosten, aber die hatte gewiss ne menge davon mitgebracht. wuschel war schließlich ganz schwer beladen gewesen.
wollte squall nicht mir ihr reden? die magierin sah sich ein bisschen neugierig um. er war nicht zu sehn. na dann würde sie erst mal frühstücken.
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| 26.01.2004 21:02 | #31 |
| Scipio Cicero |
Seufzend hob Scipio die Augenbraue und legte etwas zögerlich sein Buch zur Seite.
Regel 1: Ich bin nicht „Herr Drachenjäger“, nenn mich schlichtweg Scipio. Regel 2: Nicht so höflich, dieses übertriebene Getue kann man mit wirklich wichtigen Personen abziehen, bei einem Waldläufer ist so was nicht nötig.
Der Mann sah etwas verdutzt auf sein Gegenüber, bis dieser ein freundlicheres Gesicht aufsetzte und weiter sprach.
Nun, nimm mich bloß nicht zu ernst. Was führt dich zu mir?
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| 26.01.2004 21:10 | #32 |
| Ceron |
Schon sichtlich viel entspannter begann Runen-Lord die Bibliothek mit seiner monotonen Priesterstimme zu füllen.
"Er schickt mich, ich soll dir ausrichten, dass er dich und deine Armbrust bei einem gefährlichen Unterfangen gut gebrauchen könnte.
Er fühle sich auch sicherer mit dir an seiner Seite. Du sollst ihn hier in den Gemäuern treffen, was bei Beliar ihr auch vorhabt, ich werde euch beide Daumen drücken."
Somit wandte sich der Blick des Bürgers wieder vom Gesicht des Waldläufers ab. Er wartete nicht eigentlich auf eine Antwort, doch wenigstens gespannt auf die Geste des Drachentöters wartete er.
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| 26.01.2004 21:12 | #33 |
| Squall_L |
Als Squall so durch das Kastell irrte und nach Personen suchte die den Mann hätten kennen können fiel ihm wieder ein dass er sich noch mit Meditate treffen wollte und es ganz vergessen hatte. Er hoffte dass sie nicht schon auf ihn warten würde und machte sich daran sie im Kastell zu suchen. Er suchte sie in ihrem Labor und in anderen Räumen von denen er glaubte dass er sie dort finden könnte, aber dem war nicht so.
Als er dann am Refektorium vorbei kam sah er sie an einem Tisch sitzen. Sie war am Essen und Squall ging auf sie zu. „Entschuldige wenn du auf mich gewartet hast, ich habe fast vergessen dass wir uns noch einmal treffen wollten. Was wollten wir nun noch mal bereden?“ Squall setzte ein Grinsen auf und hoffte das sie nicht bemerken würde dass er es schon wieder vergessen hatte.
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| 26.01.2004 21:32 | #34 |
| Claw |
Wieder stand nun Claw allein im Kastell. Er wusste nicht recht, ob er jetzt nach Olirie suchen sollte oder nicht. So weit er wusste, war ihm der Zutritt in die Labore oder den 1. Stock untersagt, also konnte er es vergessen, dort nach dem genannten Schwarzmagier zu suchen.
"Tolle Aussichten. Wie ein Labyrinth, hier..." brummte der Söldner und ging ins Refektorium zurück. Er war völlig verwundert, dass dort zwei Personen saßen, die vor 5 Minuten noch nicht hier gewesen waren. Etwas vorsicht lugte der Söldner wieder in alle Richtungen, ob er nicht zufällig einen Dämonen erblicken könnte, der ihm einen Streich spielte. Aber da war keiner. Jedenfalls keine für den Söldner sichtbaren. Also ging Claw langsam auf die zwei Gestalten zu. Die ein saß am Tisch und aß, die andere stand am Tisch und schwatzte mit ihr. Doch wieder überkam Claw diese frostige, dunkle Aura, wie auf der Hochzeit von Gorr und gestern Abend.
"Die Schwarzmagierin..." murmelte er ehrfürchtig und trat näher."Guten Tag. Ich denke, ihr werdet euch noch an mich erinnern. Ich bin gerade auf der Suche nach einem der Magier hier. Olirie ist sein Name." sagte Claw langsam und bemerkte, dass er auf dem Fleck stand, andem damals Olirie seinen Steingolem beschworen hatte, um sich vor dem herumfliegenden Essen der Schürfer zu schützen.
"Wisst ihr vielleicht, wo sich dieser Mann gerade aufhält ? Ich habe noch eine Sache, die ich mit ihm gern erledigen möchte. Da ihr ja eine hohen Persönlichkeiten, dieser Örtlichkeit seit, kann ich ja offen mit euch reden." Eine kurze Pause trat ein. Claw fixierte sein Gegenüber genau, er war auf die Reaktion der Magierin gespannt.
"Ich habe vor, dass Gewölbe zu erkunden. Olirie hatte damals mit mir abgemacht, zusammen dort runter zu gehen. Ich möchte zu gern diese Bauwerke sehen, ganz zu schweigen von den Kreaturen, die dort unten hausen.
"Seit ihr da sicher, dass ihr das wollt ?" fragte die Schwarzmagierin leicht erstaunt.
"Ohja. Mein Herz brennt vor Begierde, dem Unbekannten zu begegnen. Seit meinem ersten Besuch hier, wollte ich dort hinunter und einige Träume letzte Nacht, haben das Feuerchen in ein Inferno der Begierde verwandelt. Ich bin halt sehr neugierig und abenteuerlustig und scheue die Gefahr nicht." sagte der Söldner grimmig.
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| 26.01.2004 21:38 | #35 |
| Scipio Cicero |
Claw hat also wieder irgendetwas vor? Nun, durchaus interessant, was dieser Kerl ihm da gerade mitgeteilt hat. Scipio zögerte nicht lange und erhob sich von seinem gemütlichen Sitzplatz, bevor er jedoch ging, musterte er den „Boten“ eindringlich.
Wie ist eigentlich dein Name und woher kennst du Claw? Hat er dich vom Hof hier her geschleppt, sozusagen als Bediensteter?
Bei näherem Nachdenken, konnte sich der Drachenjäger durchaus vorstellen, dass sein Schüler listig genug wäre einen Bürger für das eine oder andere einzuspannen, ohne ihm wirklich etwas dafür geben zu müssen. Die Frage war nur, ob er nicht nur listig, sondern auch verschlagen genug dazu war. Nun, der Krieger sah nichts falsches daran, sich mal einen kleinen Spaß, oder einen kleinen Vorteil zu verschaffen, wenn man die Gelegenheit und die Fähigkeiten dazu besaß, er fand vielmehr den Gedanken witzig, dass er recht haben könnte. Er würde sehen...
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| 26.01.2004 21:45 | #36 |
| Ceron |
"Oh, mein Name soll Runen-Lord sein, in meinen Träumen nennt mich Beliar allerdings immer Ceron. Ich bin eurem Schüler zu höchstem Dank verpflichtet, er hat mich vom Walde nahe Onar's Hof bis ins Kastell sicher geleitet. Für mich ein Wolfsrudel erledigt, wobei er letztenendes zwar fast draufgegangen wäre, aber ich dann dem Warg meinen Holzprügel an die Schläfe schleuderte. Für mich die Skelette des Kastells ruhig gestimmt, ich kann gar nicht genung aufzählen. Mit vielen Magiern hat er mich verkuppelt. Ein wahrlich ehrlicher Mann. So würde es mich umsomehr reuen, wenn er bei eurem Unterfangen, auf welchem ihr übrigens von einem gewissen Olirie begleitet werdet, sein Leben liesse. So passt gut auf ihn auf und bändigt seinen Übermut.
Doch nun will ich dich nicht länger aufhalten, Geh doch mal ins Refektorium dort hat er sich längere Zeit aufgehalten.
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| 26.01.2004 21:50 | #37 |
| meditate |
meditate trank in kleinen schlucken von der süßen milch und bat dann claw, sich zu ihnen zu setzen.
"ich weiß nicht, wo olirie ist. er ist ein sehr unsteter geselle und ich weiß nie, wo er gerade ist. setz dich erst mal zu uns und lang zu. wir werden schon eine lösung für dein problem finden. abenteuerlustige magier gibt es genug und ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere von den jünglingen gern mit dir die katakomben erforscht.
dann wendete sich meditate lächelnd zu dem jungen magier squall hin. "worüber wir reden wollten? ich dachte du hättest ein problem und fragen? fragen, denen wir uns gemeinsam nähern könnten?"
meditate ließ einen löffel honig auf das weiße brot fließen.
"erzähle, welche dinge dich quälen, vielleicht weiß ich rat, vielleicht auch nicht. dann wird don rat wissen. auf jeden fall muss kein magier des zirkels allein sein mit quälenden problemen."
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| 26.01.2004 22:09 | #38 |
| Azathot |
Azathot wusste gar nicht, was mit ihm los war, er selber hatte Anweisung gegeben, dass Dûhn sich beeilen solle und Azathot selber trödelte herum und war sogar zwischenzeitlich eingenickt, hoffentlich war ihm sein Schüler nicht allzu böse, aber nach den ersten geschnetzelten Monstern wird sich auch der ärgste Groll verflüchtigen, es würde seinem Schüler gut tun einmal echte Gegner zu bekommen, wenn Azathot wenigstens schon Blutfliegen beschwören könnte, doch in das Buch hatte der Schwarzmagier bisher nur einen flcühtigen Blick geworfen, außerdem hatte er noch nichtmal eine Rune.
Nun beschloss der Schwarzmagier aber keine Zeit mehr mit überflüssigen Gedanken zu verschwenden, sondern sich lieber auf den Weg zu machen um den Riesen nicht noch länger warten zu lassen.
Mit einem letzten Blick, ob er irgendetwas vergessen hatte schulterte der Schwarzmagier seinen Rucksack um dann mit Schritten, die zwar noch kein Rennen darstellten, aber doch kurz davor waren, hianus auf die Gäneg zu treten und zu hoffen, die Treppe hinunter schnell finden zu können, denn meist war es der Fall, das man sie nicht fand wenn man es besonders eilig hatte.Doch ausnahmsweise hatte der Schwarzmagier Glück und er fand die Treppe bereits nach wenigen Metern hinter der nächsten Wegbiegung und rannte sie im sturmschritt hinunter.
Dûhn hatte sich an einer Gegenüberliegenden WAnd angelehnt, doch sprang er sofort auf, als er seinen Lehrmeister erblickte und kam ihm entgegen."Es tut mit leid, dass ich so lange gebraucht habe", entschuldigte sich der Lehrmeister, "aber nun können wir ja los"
Wortlos nickte der Riese nur, vermutlich deswegen, weil er gerade auf einer Brotkante rumkaute und trotz an ihr vermutlich die Hälfte seiner Zähne einbüste den Geräuschen die er dabei von sich gab zu urteilen.
Also bedeutete Azathot dem Mag- in dem Moment fiel ihm die neue Robe des Hünen auf, die irgendwie anders- oder besser gesagt- wie seine eigene aussah.Der Riese schien den anerkennenden Blick ´von Azathot zu bemerken, denn plötzlich lies er ein von Brotkrümmeln durchsetztes Grinsen sehen, das sogar noch alle Zähne hatte.
Nun konnten die Beiden aber wirklich gehen- dachte Azathot zumindest, aber in diesem Moment fiel ihm ein Fremder auf, der recht verwirrt in der Eingangshalle herumstand als wüsste er nicht so genau wohin mit seinen Gedanken oder sich selbst.
Vorsichtig sprach Azathot ihn an:
"Ähm, verzeiht wenn ich störe, aber kann ich euch helfen?"
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| 26.01.2004 22:10 | #39 |
| Squall_L |
„Also ok, Probleme habe ich mehrere. Wie schon gestern gesagt wurde ich durch mein Schwert verflucht. Anscheint haben irgendwelche Magier dieses Schwert früher einmal verzaubert um so ihre Feinde zu schwächen wenn sie es finden. Erst konnte ich gar nicht glauben dass es so etwas gibt, aber wie du siehst sehe ich nicht mehr aus wie früher. Meine Augen sind blau und mein Körper ist voll mit irgendwelchen blauen Runen oder Schriftzeichen. Und soweit wie ich es erfahren habe wird dieser Fluch mich töten ob schnell- oder langwierig.Dann hatte ich auf der Reise ein Buch gefunden, in diesem war ein Bild von meinem Schwert. Ich wollte darin mehr über dieses blöde Ding erfahren doch leider war ich nicht in der Lage es zu lesen. Es war in einer Schrift geschrieben die ich nicht kenne und in den Büchern hier hatte ich auch noch nichts darüber erfahren.
Als jemand den ich kenne vorschlug es einen Schriftexperten in Khorinis zu zeigen, übergab ich es ihr und sie sollte es tun. Doch dann wurde sie von einem Mann überfallen der mir im Kastell schon ein Angebot für das Buch gemacht hatte. Er sagte dass er solche Bücher sammeln würde.
Wie du siehst kommt da schon einiges zusammen, wenn ich das Buch nun hier hätte dann könnte ich es dir zeigen und vielleicht hättest du eine Idee welche Sprachen es sein könnte. Doch leider muss ich es mir erst wieder beschaffen und da ich keine Anhaltspunkte über den Mann habe könnte es sehr schwer werden. Leider.“
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| 26.01.2004 22:21 | #40 |
| meditate |
"ich kann dir bei der suche helfen. wenn du dir das zutraust, geb ich dir spruchrollen zur beschwörung von blutfliegen und anderen untoten wesen. die können sich auf die fährte des diebes heften. die finden ihn sicher. dann bringst du mir das buch. wenn ich es nicht lesen kann, dann kannst du damit in die unterwelt gehn. in beliars reich spricht man alle sprachen."
meditate sah squall aufmerksam an. sie hatte den jungen mann eigentlich nie bewusst wahrgenommen, aber nun trug er ähnliche male wie sie nach der begegnung mit der herrin.
"die spuren auf deine haut kenne ich. ich habe selbst solche prüfung erfahren. geheilt wurde ich auch in beliars reich, dort habe ich mich häuten müssen unter großen schmerzen. aber ich wurde geläutert und ich lebe. vielleicht steht dir solches ja auch bevor. ich weiß es nicht. lass uns don befragen, er ist der klügste von uns allen."
meditate nahm den milchbecher und streckte ihn dem magier entgegen.
"trink davon und es wird dir auf jeden fall besser gehen. gegen die schmerzen kann ich dir etwas geben, aber heilen kann ich dich sicher nicht."
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| 26.01.2004 22:23 | #41 |
| Scipio Cicero |
Den Worten des Fremden, wie genau er jetzt auch heißen mag, ließen darauf schließen, dass Claw irgendetwas Gefährliches vorhatte. Nun, es wurde immer interessanter für den Abenteurer, dessen Klinge schon wieder viel zu lang kein Blut mehr schmecken durfte. Scipios weg führte ihn also schnellstmöglich ins Refektorium, wo er hoffte seinen Schüler wirklich anzutreffen. Es wurde ohnehin auch langsam Zeit die nächste Lektion, die beweglichen Ziele, in Angriff zu nehmen, da kam dem Lehrmeister diese Begegnung nur recht.
Als er, gefolgt von Runen-lord, den großen Speisesaal betrat, hielt sich der Söldner zwar tatsächlich hier auf, doch war sämtliches Interesse des Drachenjägers einer anderen Person gewidmet. Diese Schwarzmagierin, deren Name der Waldstreicher immer noch nicht kannte, war ebenfalls vertreten, ebenso wie einen anderen Dämonenbeschwörer, den er allerdings nicht kannte. Er interessierte den Krieger jedoch ohnehin nicht die Bohne, nicht jetzt, da er wieder von der ungewöhnlichen Ausstrahlung der Magierin gefesselt worden war.
Wortlos näherte er sich der kleinen Gruppe, setzte sich ebenso wortlos und nickte zur Begrüßung lediglich mit dem Kopf.
Auf die seltsamen Blicke antwortete er mit einer schlichten Handbewegung, die deutlich machte, dass sie ihn vorerst gar nicht beachten sollten. Ja, selbst Scipio konnte hin und wieder etwas mysteriös wirken...
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| 26.01.2004 22:41 | #42 |
| olirie |
"Deine erste Aufgabe hast du ja bereits erfüllt, du hast den Raum erleuchtet. Merk dir diesen Zauber gut, du wirst ihn oft brauchen. Sone Lichtkugel ist schließlich viel billiger als sone Fackel, an der du dich verbrennen kannst. Doch gibt es dennoch Situationen, in denen es trotz allem Vorteilhafter ist, eine Fackel zu benutzen, zum Beispiel, wenn dir ein Wütender Mob Schwarzmagierjagender, schwer bewaffneter Irrer entgegenkommt. So, nun aber genug der Lichtkugel, lass uns fortfahren. Die nächste Aufgabe wird dich viel Kraft kosten und du wirst sie unter normalen Bedingungen niemals wiederholen können. Doch hier bist du nicht unter normalen Bedingungen, hier bist du in einem magisch verstärkten Übungsraum. Aufgrund dieser Tatsache ist es dir möglich, die Schattenflamme und die Untote Blutfliege zusammen zu wirken." Olirie sah in das Gesicht seiner Schülerin, es kam ihm vor, als würde sie erraten, was die nächste Aufgabe sein sollte.
"In deinem Gesichtsausdruck sehe ich, dass du ahnst, was du tun sollst. Du sollst eine Blutfliege beschwören, sie etwas herumschwirren lassen und sie anschließend im Flug mit der Schattenflamme vernichten. Ich bin zuversichtlich, dass das doch für dich eine leichtigkeit sein wird."
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| 26.01.2004 22:46 | #43 |
| Squall_L |
„Spruchrollen wäre eine große Hilfe. Es wäre sehr nett von dir wenn du mir welche geben würdest. Aber was du da vom häuten erzählst das schockiert mich etwas, ich kann mir einiges vorstellen aber das muss wohl das Schmerzhafteste sein.
Und wenn ich mir überlege das ich in Beliars Reich gehen soll da wird mir auch etwas unwohl. Aber wenn es meine einzige Chance ist dann muss ich das wohl alles auf mich nehmen. Wenn der Don Zeit hat dann können wir gerne zu ihm gehen auch wenn ich wohl glaube es klüger wäre seine Zeit erst in Anspruch zu nehmen wenn ich das Buch wieder habe.“
Sie reichte ihn einen Milchbecher entgegen und sagte ihm dass es ihm nach einem Schluck daraus besser gehen würde. Und sie hatte nicht gelogen, er spürte richtig wie die Schmerzen gelindert wurden und wenn er sich nicht zu dumm bei so etwas vorgekommen wäre, dann hätte er sie für all die Hilfe die sie ihm ihn der kurzen Zeit gegeben hatte umarmt.
„So gut wie jetzt habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt, es kommt mir ein wenig so vor wie früher als ich klein war. Wenn du etwas gegen die Schmerzen hast dann würde ich sehr gerne etwas davon bekommen, denn über jede Linderung der Schmerzen bin ich glücklich.“ Squall spürte wie ihm plötzlich ein klein wenig heim weh überkam. Wäre es doch so wie früher dann bräuchte er sich nicht sorgen denn seine Mutter würde schon nicht zulassen dass ihm etwas geschehen würde. Doch nur war es nicht mehr wie früher, aber zu wissen das es im Kastell jemanden gab der sich um ihn sorgte war für ihn wohl besser als jedes Mittel gegen die Schmerzen.
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| 26.01.2004 23:13 | #44 |
| Rhodgar |
Suchend stolzierte Rhodgar durch das Kastell, gerade war er an den Laboratorien vorbeigekommen, von denen er eins als das von meditate identifizieren konnte. Es lief ihm immer noch eine Gänsehaut über den Rücken, wenn er an die Mixtur dachte, mit deren Hilfe die Hohepriesterin ihm den nötigen Respekt vor dem Geschenk der Götter, Verstand und Bewusstsein genannt, eingeschärft hatte.
Doch nicht etwa um in alten Erinnerungen zu schwelgen war er hierhin gekommen, nein. Nach dem gestrigen Ereignis, seiner so perfekt gelaufenen Magievorführung, bei der sogar der alte Griesgrummel Don-Esteban enthusiastisch umhergesprungen war, hatte sich sein Wissenshunger noch um ein vielfaches vergrößert. Der Don hatte ja so Andeutungen gemacht, dass er langsam zum schwierigen Teil der Ausbildung kommen wolle. Nun, an Rhodgar sollte es nicht scheitern. Nachdem er sich im Refektorium gut gestärkt hatte (man musste bemerken, dass er auf den Wein verzichtet hatte), hatte er sich so schnell ihn seine Füße trugen auf den Weg gemacht, um unverzüglich seinen Lehrmeister aufzusuchen.
Doch wie so oft schien dieser unauffindbar. Ob wohl ein Fluch oder eine Hexerei auf diesem so altehrwürdigen Magier lastete? Mit der Folge, dass man ihn nicht finden konnte, es sei denn er war gewillt dies zuzulassen?
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| 26.01.2004 23:26 | #45 |
| meditate |
"komm einfach mit mir. ich geb dir schmerzmittel und die spruchrollen. und das mit dem häuten ist sicher schmerzhaft gewesen, aber mehr hier drinnen."
damit legte sich meditate die hand auf die brust und einen moment kam der ganze unglaubliche schmerz in ihr gedächtnis und sie erschauderte. wo ahram jetzt wohl war?
"hab keine angst, wir haben den besten herrn der welt, er gebietet über den tod, wer kann mächtiger sein. er wird dich aus deiner not befreien. glaub fest daran."
meditate hatte das gefühl, dass sie den jungen in den arm nehmen sollte. es war so ein wundervolles gefühl und allein der gedanke an so eine umarmung hatte sie damals vor dem tod bewahrt. vielleicht half das dem jungen ja auch?
sie legte ihm die hand auf den arm und drückte so innig zu wie sie konnte.
"wir sind eine familie. wir sind für dich da. dir wird nichts böses geschehen."
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| 26.01.2004 23:50 | #46 |
| Squall_L |
So wie meditate von dem Herrn der Schwarzmagier redete bekam Squall wieder etwas mehr Hoffnung dass er ihm helfen könnte. Aber bevor es so weit kommen würde, würde er erst einmal versuchen es ohne seine Hilfe zu schaffen, denn auch hier hatte er wie er durch dieses Gespräch merkte genug Freunde die ihn helfen könnten. Danach standen die 2 auf und machten sie auf den Weg in meditates Labor um dort die Spruchrollen und Schmerzmittel zu holen.
„Da wir die ganze Zeit nur über meine Probleme geredet haben komm ich mir etwas komisch vor, so als hätte ich etwas vergessen. Also du hast mir gestern nicht gesagt was du in der letzten Zeit alles erlebt hast und ob du Probleme hast bei den ich dir, auch wenn ich das bezweifle, vielleicht helfen könnte. Aber wenn du nicht darüber reden willst dann soll es mir auch Recht sein.“
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| 27.01.2004 00:03 | #47 |
| meditate |
die magierin lächelte. das war also wirklich einer, der sich sorgen machte? das war rührend.
sie holte aus den regalan 5 schriftrollen für untote blutfliegen, die die besten schnüffler waren und zwei für skelette.
"wenn du selbst magie wirkst, kannst du vorher eine schriftrolle lesen, dann hast du zwei blutfliegen. und hier hast du einen dämonen. sei aber vorsichtig und nutze ihn wirklich nur in notfällen, es ist eine sehr starke magie."
meditate verschloss dann ihr labor wieder sorgfältig und wünschte squall eine gute nacht.
"bleib zuversichtlich. du wirst es schaffen."
dann ging meditate in richtung bibliothek und sqall verschwand in richtung treppe nach oben.
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| 27.01.2004 00:11 | #48 |
| Don-Esteban |
Mit Gedanken, die irgendwo bei etwas ganz außergewöhnlich interessantem schwebten (vielleicht ein seltsames Experiment oder womöglich eine abstruse Theorie über die Kräfte, die das Universum zusammenhielten), verließ der Hohepriester die Bibliothek. Ein kurzes Summen, als er das Portal durchschritt und schon war er wieder im ganz normalen Kastell - nun, wenn man es als normal bezeichnen wollte. Aber normal war relativ. So wie Hunger: Er war im Moment relativ unhungrig. In der wissenschaftlichen Fachsprache auch satt genannt.Hinter ihm lagen ein paar Stunden Büchersammelei und natürlich -schmökerei, was das Schönste an der Sache war. Selber in den Absätzen hervorragender Werke zu lesen, in ihnen herumzublättern und an die Zeiten zu denken, in denen er diese Bücher selber zum allerersten Male durchgelesen hatte. Nun, bei einigen war es auch beim allerersten und somit letzten Male geblieben, aber das waren Ausnahmen. Das betraf vor allem verstaubte Folianten aus Tagen, in denen man noch nichtmal wußte, was man alles Gutes mit einem Feuer, einen Topf und einem Stück Moleratschinken anfangen konnte. Demzufolge war die Sprache in diesen Büchern auch äußerst altertümlich und irgendwie überholt. Ehrlich gesagt wunderte sich der Magier, wieso er es hier überhaupt schon mit Büchern und nicht mit Tontafeln zu tun hatte. Aber vielleicht handelte es sich ja auch gar nicht um Originaltexte, sondern um Abschriften.
Absätze wie: »Der Odem des unbelebten, doch mit Leben erfüllt, in Ermangelung von worten, die dieses doch so lebendige Nichtleben lebendig beschreiben, ist die Essenz dessen, was auf der Erde, die berühret wird durch den Fuß eines jeden Lebenden, von Beliar zuvorderst und zu allererst zu spüren ist, wenn er, der Unvergleichliche, der erhabene Meister, der Herr über alles, was dereinst vergehen wird oder vergangen ist, seinen schweifenden alleserkennenden Blick über das zu senden gedenkt, was uns als unsere gebenedeite Welt, in der zu wirken wir geboren sind und so Beliar will, wir nach dem Tode weiterhin wandeln dürfen...« waren doch auf die Dauer ungeheuer ermüdend. Vor allem, weil man selbst am ende nicht wußte, was der Autor eigentlich sagen wollte - wollte er überhaupt etwas sagen?
Dagegen standen die moderneren Werke von Magiern, die sich nicht scheuten, die Magie in die sprache ihrer Zeit zu übertragen. Das klang dann so: »Licht und Schattenflamme erscheinen dem Kundigen einfach, denn sie sind einfach. Einfach in Hervorrufung und einfach in Wirkungsweise. Die hohe Kunst der Magie, sozusagen der innere Zirkel der Arkaney ist jedoch die Beschwörung von Wesen, die Beliar uns schenkt. Die untote Blutfliege ist deren einfachstes, welche... ausgerüstet mit Vierfachantrieb durch kontraktionsangetriebene Flügel, bewaffnet mit einem fest installierten Körpertorpedo stellt dieses Geschöpf eine moderne und effektive Waffe im ewigen Krieg dar.«
Ne, Moment, jetzt war er in Gedanken im Buch verrutscht. Eigentlich ging es so weiter: »... durch ihre vollkommenen Formen und ihre Handlichkeit, wie sie nur die Natur hervorbringen kann, besonders dazu geeignet ist, als Übungsobjekt zu dienen. Die einstmals glitzernden Facettenaugen sind nun von der erhabenen Stumpfheit des Todes überkront und der einstmal pulsierende Körper ist nun auf das wesentliche, die einzigartige Skeletthülle reduziert.«
Ja, das war der Tonfall, der in gebührender weise die Erhabenheit der dunklen Magie beschrieb. Der Lehrmeister war sich sicher, daß Rhodgar diese Worte ebenso anspornend finden würde, wie er einst. Und wenn nicht - auch egal.Und so verschwand der Hohepriester wieder einmal im Ganggewirr des Kastells.
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| 27.01.2004 00:49 | #49 |
| Rhodgar |
Wie endlos es einem doch vorkommen konnte, zum wiederholten Male innerhalb von ein paar Tagen ahnungs- und im Prinzip ziellos durch die verfinsterten Gänge des Bauwerks zu schleichen, welches sich Schwarzmagierkastell nannte. Mal verschlug es einem vor Erstaunen und Begeisterung fast den Atem, und schon im nächsten Augenblick kehrten Gefühle wie Kälte und eine leichte Gewohnheit an dieses Kunstwerk zurück. Schon verrückt das Ganze, was ein Bauwerk, so hochperfektioniert es auch immer sein mochte, so bei einem Menschen auslösen konnte.
Zumindest ging es Rhodgar so, während er immer wieder einen um den anderen Gang passierte, um gleich im nächsten Moment festzustellen, dass er jenen bereits abgeschritten hatte, und sich auf eine neue Richtung konzentrieren sollte. Es war aber auch zu verwirrend in disem Labyrinth, erschaffen aus Mauerwerk, Täuschungen in Form von Bildern, Vorhängen und sonstigen Accesoires, die so an der Wand hingen. Vielleicht verbargen sich hinter diesen Dingen ja geheimenisvolle geheime Geheimräume, die normalerweise keinen sterblichen zu Gesicht kommen sollten. Ein Erfolg sondergleichen, wenn gerade er zum Beispiel irgendeinen Beweis für die (eigentlich nicht vorhandene) Schlampigkeit der Dämonen erbringen konnte. Vielleicht wenn er ein Zimmer entdecken würde, in dem sich die Flügelgenossen faul wie sie nicht waren in flauschigen Sesseln und Stühlen niederließen, dabei das Mundstück einer orientalisch gefertigten Wasspfeife im Mund und immer wieder feiner Rauchkringel erzeugend, wenn sie den eingesogenen Qualm wieder aus ihren Lungen, sofern sie denn welche besaßen, verbannen mussten.
Doch das alles waren Tagträume und Phantasien eines Heranwachsenden, der sich wohl zuviel auf eben jenes Dämonenpack eingebildet hatte, und den mittlerweile eine verbitterte Erkenntnis heimgesucht hatte.
Urplötzlich, gerade hatte sich der Jungmagus entschlossen, an einer Art Kreuzung den linken Pfad zu wählen, waren jedoch Schritte zu hören. Für an anderes gewöhnte Ohren sicherlich nur schwer vernehmbar, doch Rhodgar hatte sich nie sehr viel daraus gemacht, in lauten Hafenpinten und Tavernen mit einer gröhlenden Masse mitzuhalten, die völlig stockbesofen irgendwelche Schunkellieder zum Besten gab. Nein, hier im Kastell war es ruhig, und man lernte die Stille zu genießen und zu ehren, sie als ein weiteres Geschenk zu achten und auf sie einzugehen. vielleicht war es auch grade diese Tatsache, die die Schwarzmagier immer wieder in Verrufung brachte, sie wären doch ein abscheuliches Hexenpack, dass sich droben in ihrer Festung einschloss und jahrelang nichts weiter erblickten als die staubigen Seiten verschiedener Lektüren, die unter jeder achso kleinen Bewegung zu zufleddern drohten. Nur Menschen die bereits einmal im Kastell gewesen waren, und dadurch jegliche Vorurteile vergessen hatten, konnten ja ahnen, wie es wirklich im Heim dieser "Sonderlinge" zuging, und dass mitten drin das wohl faszinierenste Stück Flora zu betrachten war, dass auf ganz Khorinis existierte.
Und da waren sie wieder, die schrittartigen Geräusche, vielleicht nur ein paar Meter vor ihm. Zu hoher Wahrscheinlichkeit gehörte dieses Trappeln nicht zum Don, doch das war ja unrelevant, denn wer sich auch immer so tief im Gängegewühl verhaderte, dem konnte es doch nicht schaden, einmal auf eine andere lebende Person zu treffen, und sich nicht immer nur mit diesen Flattermännern abgeben zu müssen.
Doch waren diese Laute wirklich real? Nein, nur eine hinterhältige Sinnestäuschung - oder doch nicht?
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| 27.01.2004 01:06 | #50 |
| Renata |
Schnee, Schnee, Schnee. Wohin das Auge reichte, nur Schnee. Ein Ellbogen auf dem Fenstersims, das Kinn in die Hand gestützt, starrte sie jetzt schon eine gute Stunde nach draußen. Ganz leicht war ihr ums Herz.
Am liebsten wäre sie jetzt nach draußen gegangen und hätte einen Schneetroll gebaut, so, wie es die Kinder tun. Aber in letzter Zeit hatte sie sich allzu oft mit infantilen Beschäftigungen die Zeit vertrieben. Unangemessen, mochten manche sagen. Nicht, dass die Lehrlinge am Ende noch hinter ihrem Rücken über sie lachten. Ach, was soll es, lasst sie doch lachen, wem schadete es schon?
Kurz darauf verließ sie, in Mantel und warme Handschuhe gepackt, das Kastell, um großen Mengen von Schnee eine trollige Gestalt zu geben.
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| 27.01.2004 13:11 | #51 |
| Ceron |
Runen-Lord setzte sich in Bewegung. Die beiden Söldner wollten ihn nicht mehr. Verständtlich, sie hatten ja etwas geheimes zu tun.
Also zog Runen-Lord sich seine warmen Sachen an, und folgte dem Weg nach draussen.
Es bot sich ihm ein herrlicher Ausblick und Anblick der von Schnee bedeckten Ebenen. Das Pyramidental ganz in den Charme des Winters gehüllt. Er wollte nun ein wenig im Schnee plauschen. Denn nun am hellichten Tag würde ihn bestimmt niemand sehen.
Aber da steht doch tatsächlich jemand, der einen Schneetroll beschwören will, uhh noch ist es ja zu verhindern, sagte er zu sich selbst.
So schlich sich Runen-Lord an die Person heran, bis er hinter einer Schneekuppe niedersank. Was wollte diese Magierin? Jedenfalls hatte sie ihrem Troll noch kein Leben eingehaucht, doch dies würde auch nicht mehr geschehen.
Ganz an der Aussenwand des Kastells entlang kroch der Bürger, bewaffnet mit drei Eisbällen, sie hatten zwar keine magische Wirkung, doch durchaus Durchschlagkraft. Als dann der Eistroll die Sicht auf die Magierin verhinderte, war sich Runen-Lord auch sicher, dass sie ihn nicht sehen konnte
Er holte tief Luft und schmetterte seinen Eisball mit aller Wucht gegen den Hals der Eisskulptur. Jene liess ihren Kopf fallen und begrub damit die Magierin im Pulverschnee.
Als Runen-Lord näher kam musste er leider feststellen, dass dies... Oh Schreck, es ist diese Renata. Was hatte er getan? Schnell half er ihr sich aus den Schneebergen zu befreien. Als sie wieder auf den Beinen stand, hatte der Bürger sich schon auf den Boden geworfen.
In den Boden hinein sprach er: "Das tut mir schrecklich leid, ich habe vermutet, dass ihr einen Eistroll beschwören wollt und wollte euch davon abhalten. Denn Trolle sind keine Wesen Beliar's, ich ich dachte sobald ihr ihm Leben eingehaucht hättet, wäre er unkontrolliert auf mich losgegangen. Doch nun war ich derjenige, der unkontrolliert gehandelt hatte. Könnt ihr mir verzeihen?"
Er richtete sich immer noch nicht auf, und begann auf seine gerechte Strafe zu warten. Er hatte einen unschuldigen Menschen im Schnee begraben.Ohh nein.
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| 27.01.2004 14:39 | #52 |
| SkyDiv@r |
Langsam ging Sky durch durch die Gänge des Kastells. Immer wieder blickte er sich um, in der Hoffnung, etwas zu sehen was er kannte, denn der Einzelgänger hatte sich in diesen dunklen gemäuern total verlaufen. Er wurde zwar von einem Schwarzmagier herumgeführt, aber nun fand er nicht einmal mehr den Weg vom Gästezimmer ins Refektorium.
Sky schlurfte weiter durch die Gänge, wenn wenigstens den Magier von gestern wieder finden würde... Endlich kam Sky in eine große Halle, in der er gestern zuerst gekommen war, als er das Kastell betreten hatte. Nun wusste er auch wieder den Weg.
Er ging durch den Gang links vom Eingang aus gesehen. Nach ein paar Minuten war er auch schon im Refektorium angekommen. Er betrat den großen Raum und setzte sich hin. Gleich darauf kam ein Dämon au ihn zu. Sky erschrak nicht mehr, das kannte er schon von gestern Abend. Nach einigen Minuten kam der Dämon mit etwa szu Essen für den Gildenlosen zurück.
Als er fertig war, lehnte Sky sich zurück und streckte sich. Dann sah er sich um.
"Der Magier am Eingang... Das ist doch..."
Sky sprang auf und ging auf den Magier zu.
"Hallo! Ich bin es, du hast mich gestern hier herumgeführt! Ich habe eine Frage, kennst du jemanden der mir den einhändigen kampf beibringen könnte?"
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| 27.01.2004 15:11 | #53 |
| Azathot |
Genüsslich kaute der Schwarzmagier auf seinem Frühstück herum, obwohl er keinen rechten Hunger hatte, aber er würde heute seine Kraft brauchen, immerhin musste er Dûhn als Entschädigung für den entfallenen Ausflug zum Kloster wenisgtens weitertrainieren, aber dazu war später noch genug Zeit.
Azathot überlegte gerade ob er sein Mahl heute entfallen lassen sollte, das ansonsten exzellente Essen wollte ihm heute nicht so schmecken, als vor ihm das GEsicht des Gildenlosen auftauchte den er am Tage zuvor gesehen und durch das KAstell geführt hatte.
Als er dessen Frage hörte begann Azathot zu grinsen, beantwortete aber dennoch seine Frage
"Da bist du bei mir richtig. Ich selber bin der Lehrmeister für einhändige Waffen hier im Zirkel, sofern du es wünscht werde ich dich auch ausbilden, die Wildnis ist gefährlich und kein Mann sollte hinaus gehen ohne sich verteidigen zu können.
Ich sehe, dass du bereits ein Schwert besitzt, ist es bloße Zierde oder weißt du auch ein wenig mit ihm umzugehen? Wie wäre es wenn wir dein Können in einem kleinen Übungskampf auf die Probe stellen würden. Komm mit in den Innenhof, dort ist es angenehmer als in hier in den Hallen des KAstells."
ER bedeutete dem Gildenlosen ihm zu folgen, damit sie ihren kleinen Kampf beginnen konnten. Sicherlich sollte es nicht nur reine Übung sein, denn nirgendwo lernte man jemanden so gut kennen wie im Kampf, dass man dabei die Fähigkeiten des Anderen testen konnte war dabei lediglich ein angenehmer Nebeneffekt.
Nebeneinander traten Beide hinaus auf den Innenhof und sofort schlug ihnen die angenehme Luft entgegen, die nach den doch eher kühlen Räumlichkeiten des Kastells eine angenehme Wirkung hatten.
Zielsicher steurte der Lehrmeister den Platz vor der Esche an, wo er bereits mit Dûhn und Hîrgalad trainiert hatte. Hier war genug Platz auch für den ausgreifensten Zweikampf.
"So dann zeig mir jetzt was du kannst", forderte der Schwarzmagier den Gildenlosen auf, bevor sein Schwert zog und wartete, dass sein Gegenüber es ihm gleichtat.
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| 27.01.2004 17:06 | #54 |
| SkyDiv@r |
Sky sah den Magier verwirrt an. "Ich soll gegen dich kämpfen?" Der Magier nickte. Was solls, auch wenn er Lehrmeister ist, so schwer kann es nicht sein, gegen einen Magier zu gewinne, die haben doch nur ihre Experimente im Kopf, dachte Sky. Er überlegte noch kurz ob er seinen Mantel ausziehen sollte, entschied sich aber dagegen, da dieser eh keinen Deut seiner Bewegungsfreiheit einschränkte.
Sky sellte sich gegenüber des magiers auf. Kann ich gleich mal mein neues Schwert ausprobieren, dachte er. Langsam zog er es aus der Scheide heraus und begutachtete es. Es war ein Meisterwerk, dass er von dem alten Händler erstanden hatte. Ein wirklich wunderschönes Schwert, durch das schon viele Krieger und sogar Könige sterben mussten. Langsam strich er über die Runen, die die Klinge verzierten.
"Niéndor ist mein Name, ein mächtiges Schwert, geschmiedet in den Feuern von Norgrod. Nun mal sehen, was du alles kannst!" sagte Sky leise und blickte dann dem Magier ins Gesicht.
"Bereit?" Der Magier nickte.
Dann rannte Sky mit erhobenen Schwert auf ihn zu. Dann holte er zum Schlag us, welcher allerdings mit Leichtigkeit vons einem gegenüber parriert wurde. Weitere Schläge von Sky folgten sofort und sehr schnell, doch alle trafen entweder ins Leere, weil der Magier ihnen auswich oder sie wurden parriert.
"Nicht schlecht..." sagte Sky zu sich.
Nun griff der magier an. Sky wusste nicht wie ihm geschah, die Hiebe kamen scheinbar aus allen Richtungen, doch Sky hielt sich wacker. Jetzt kam es ihm zugute, dass er bereits bei Dragonia die Grundschläge und -abwehr gelernt hatte. Auch das Konditionstraining zeigte nun seine Wirkung.
Mehr oder weniger geschickt wich Sky weiteren Hieben seines Gegners aus. Gleich darauf schoss das Schwert des Magiers in irrsinnigen Tempo von der Seite heran. Gerade noch rechtzeitig duckte sich der Einzelgänger. Dann sah er seine Chance. Mit einem konterschlag gegen das Schwert seines Gegenübers brachte er ihn für kurze Zeit aus dem Gleichgewicht. Das nutzte Sky und stieß sein Schwert Richtung Magier, verfehlte ihn jedoch knapp. Dann drehte sich der Magier ruckartig um und schwang sein Schwert Richtung Sky. Kurz vor der Kehle des Einzelgängers stoppte das Schwert.
Sky sah den Magier an. Er hatte keine Angst, hätte er Magier zugeschlagen. Der Einzelgänge rhatte dem Tod immerhin schon mehrere Male in die Augen gesehen, nicht nur hier auf Khorinis. Jedoch erkannte er, dass er nicht gewinnen konnte.
"Ich...habe verloren!"
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| 27.01.2004 21:03 | #55 |
| Dûhn |
Anerkennend hob Dûhn seine linke Augenbraue. Der kleine Wanderer hatte sich überaus passabel für sein erstes Mal gegen den schwarzen Meister geschlagen.Mit leisen Schritten verlies der Riese sein "Versteck" unter einem kleinen Torbogen und schritt zielstrebig und so leise wie es ging auf die Bank unter der Esche zu.
Als sich die enorme Masse des Hühnen auf dem steinernen Sitzmöbel niedergelassen hatte nickte er Azathot und dem Fremden freundlich zu.
"Ich hoffe ihr habt nichts dagegen wenn ich ´n bischen zuschaue? Man lernt schließlich nie aus, hm?" Dûhn zwinkerte dem Schwarzmagier zu, über dessen Gesicht sich ein leichtes Schmunzeln legte.
Wieder zu dem Unbekannten gewandt räusperte sich der Koloss mit einem tiefen grollen.
"Entschuldige, hab mich noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Dûhn. Lass dich von mir nicht stören, mach nur weiter!"
Neugierig lehnte sich der Hühne zurück und verschränkte die Arme hinter dem Nacken.
Der Tanz der Klingen war ,jedes Mal auf neue, bei jeder Gelegenheit, ein Ereignis das für den großen Schwarzmagier an Spannung nicht zu überbieten war.
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| 27.01.2004 21:12 | #56 |
| Xalvina |
Innerlich wurde das Herz der Dämonenbeschwörerin schwer, als sie vor die Aufgabe gestellt wurde, eine Blutfliege zu beschwören. Sie wusste dass all ihre Versuche vorher schief gegangen waren und nun wo sie noch einen sozusagen Doppelzauber anwenden sollte, musste sie merklich tief einatmen und ausatmen. Dies war eine wirkliche schwere Aufgabe und auch die Anmerkung ihres Lehrmeisters, dass der Übungsraum in dem sie sich befanden, die magischen Kräfte eines Magiers förderte, schien ihr trotzdem nicht zu helfen noch zu beruhigen. Aber was sollte sie tun? Ausweichen konnte sie nicht, feige davonrennen wollte sie auch nicht. Gut sie sollte eine Blutfliege beschwören.
Die dunkle Fee blickte kurz in die Räumlichkeiten in der sie sich befand. Dieser war nicht sonderlich groß, aber groß genug um hier Tätigkeiten und Zauberexperimenten umzugehen, wie auch Fehlschlägen. Einige alte Schränke standen verstaubt zu ihren Seiten weit in die Dunkelheit gerückt, an denen der ein oder andere Brandfleck klebte. Zumindest entdeckte man doch recht lange Tische an den Wänden gestellt, wo viel fremder Kram darauf lag und es nicht unübersehbar war, dass einige Laborflaschen zerbrochen waren. Auf dem Boden rechts hinten ein hässlicher schwarzer Brandfleck, oder waren es Chemikalien gewesen? Doch am ehesten tippte sie auf einen misslungenen Zauber. Doch eher richtete sich ihre Aufmerksamkeit über die Lichtkugel über ihnen, welche nun oben die Decke beleuchtete und sich wie in magischer Hand in viele kleine Lichtkugeln zerteilte und einen alten Kronleuchter zum leuchten brachte.
Die junge Xalvina schloss kurz ihre Faust. Sie wusste dass ihr Lehrmeister darauf wartete, dass sie begann, eine Blutfliege zu zaubern, sodass sie nicht viel hin und her überlegen konnte. Sie schwieg, als sie sich auf sich selbst konzentrierte und diese Macht wie das warme Blut in ihren kalten Adern spürte. Es wirkte wie eine pulsierende Energie, die in ihr steckte und darauf wartete zum Leben erweckt zu werden. Doch nicht jeder konnte seine Macht ausschöpfen, dass wusste die Fee. Und sie wusste, dass sie ihre eigentlichen Magischen Mächte selbst blockierte und sie wie ein Siegel in ihr verschlossen waren, dass sich nur schwer öffnete. Wie eine Mauer so hatte sie immer noch das Gefühl, dass sie ihren eigentlichen Zugang zu ihrer eigentlichen Kraft nicht fand. Aber trotzdem, obwohl sie sich noch schlechter in der Magie anstellte, hatte man ihr eine mächtige Aura prophezeit. Doch die junge Frau hatte ihre bedenken...
Sie öffnete ihre Hand, während dort ein kleiner Lichtschimmer entstand. Und vor ihr schien sich in Geisterhand sich leichter Staub aufzuwirbeln, aus dem das erste leichte Knochengerüst erkennbar wurde. Leichte Stirnfalten der Anstrengung gruben sich in das zierliche junge Gesicht der Dämonenbeschwörerin, als sie weiterhin versuchte die Erschaffung einer Blutfliege aufrecht zu erhalten. Still und doch unter Anstrengung höchster Konzentration beobachtete sie den Fortschritt der sich zusammensetzenden Blutfliege welche inzwischen schon Gestalt angenommen hatte und immer mehr lebendig wurde. Es war schön zuzusehen wie sich die einzelnen gläsernen Flügel dieser Fliege anzusehen, und doch wusste die Fee damit, dass sie ein Monstrum Beliars aus der toten Erde erschuf, dessen Natur es war, Mensch und Tier mit seinem giftigen Stachel zu vergiften. Ob ihr die Blutfliege gehorchen würde, wenn sie diese erschaffen hatte oder unkontrolliert alles angreifen würde? Xalvina wusste es nicht, aber sie setzte ihre Kraft und Achtsamkeit all in ihre Schaffung ihres Untoten Geschöpfes. Es musste einfach gelingen, sie musste die Materie dazu bringen, leiten und das magische Gewebe erschaffen, die die Schöpfung einer Blutfliege erzeugte. Nur ein einziger feiner und unachtsamer Fehler und die ganze Schöpfung würde zerstört werden. Sie war immer so nah dran gewesen – ihr fehlte nur noch der richtige Moment um das Werk zu vollenden. Was für die Dunkle Fee ein Prozess der Ewigkeit wurde, so verging in der Wirklichkeit nur wenige Sekunden. Des Geschöpfs im Licht glänzenden Flügel begannen sich zu bewegen. Nur ein entscheidender Schritt fehlte ihr noch jetzt. Das Vernehmen eines Geräuschs, welches die Fliege von sich gab, das Summen der Flügel. Die funkelnden Augen der Boshaftigkeit. Die Fee schloss ihre Faust als auch ihre Augen. Jetzt oder nie. In jedem Moment lag die Chance daran, dass sie zu Staub verfiel. Versuchen. Nein es gab kein Versuchen. Entweder sie konnte oder nicht. In ihr allein lagen die Macht und die Fähigkeit darin. Die Magierin musste selbst entscheiden ob sie es von sich aus wollte oder an ihrer Ungläubigkeit daran versagte. Sie musste den Moment finden, wo die Vollendung, die Perfektion ihr zum greifen nahe lag. Sie musste entscheiden. Ein Moment. Ein richtiger Zeitpunkt. Ein einziger Augenblick.
Und sie öffnete die Augen, in denen das violette Feuer darin loderte.
Vor ihr stand in Ruhe (abgesehen von Olirie) ihre erste geschaffene Blutfliege, welche von den Toten auferstanden war. Sie hatte es geschafft. Was noch eben in ihrer Seele ein Zeitzögernder Augenblick gewesen war, so hatte sie sich in Wirklichkeit in Gegenwart ihres Lehrmeisters nicht aus ihrer Ruhe begeben, sondern still dagestanden. Es waren nur wenige Sekunden vergangen und doch kamen sie der Fee einen Moment lang wie eine Ewigkeit vor. Da schwebte ihr Geschöpf. Ihre erste geschaffene Blutfliege. Ihre erste Leistung. Ihr erster Schritt zur verbotenen und schwierigen Beschwörungskunst. Doch gehorchte auch ihr das Geschöpf Beliars? Die Blicke der Blutfliege und der Dämonenbeschwörerin trafen sich, doch die Blutfliege blieb still und passiv als erwartete sie eine Reaktion. Ihre Reaktion? Ihren Befehl? Kein Angriff, keine versagende Kontrolle. Die Blutfliege wartete noch immer auf den Wunsch der Magierin. Einen Befehl erfüllte die Blutfliege bevor sie in Staub zerfiel oder vernichtet wurde. Sie erinnerte sich gut an die Worte der Bücher. Und sie erinnerte sich gut an die Worte und Aufgabenstellung von Olirie.
„Bewege dich, fliege umher und greife mich an!“
Ihre Stimme wirkte kalt hart und ernst, als sie den ersten Befehl ihrem ersten beschworenen Objekt in ihrer jungen Magierkarriere erteilte. Ruhig stand die Schwarzmagierin in ihrem engen schwarzen Samtkleid da, ihre glatten schwarzvioletten schimmernden Haare streng hochgesteckt, während ihr Gesicht eiskalt, ausdruckslos und kreidebleich blieb, was schon fast ein wenig ein wenig Unschuld weckte. Sie sah, wie die Blutfliege ihr gehorchte und die typischen Merkmale ihrer Natur annahm, indem sie sich in Bewegung setzte und man im Übungsraum sie herumfliegen sah. Dabei drehte sie oftmals sich mehrmals wie ihre Artgenossen typisch im Kreis, als sie plötzlich in Angriffstimmung verfiel und hinten wenige Meter von der Dämonenbeschwörerin entfernt in Raserei sich aufplusterte und ihre Drohenden Geräusche zur Warnung gab. Wäre ihre langwierige Bogenausbildung nicht gewesen, so hätte sie in dieser Konfrontation mit einem Gegner und bei der Trefferquote leichte Schwierigkeiten gehabt. Aber sie war eine Meisterin im Begriff und Umgang ihres Bogens, der Bogen war ein Teil von ihr und ihre Präzision verdankte sie ihrem alten Lehrmeister im Sumpf. Kurzfristig stellte sich in ihr die Frage ob sie ihren alten Meister besuchen sollte. Doch darüber sollte sie sich später Gedanken machen.
Sie hatte schon öfters Blutfliegen zu mehrerer Anzahl auf elegante blitzschnelle Art erledigt, nur musste sie nun mit einer Schattenflamme diese zur Strecke bringen. Sie hörte das allseits bekannte Warnsignal ihres Geschöpfes und obwohl es ihr innerlich Leid tat ihr erstes beschworenes Objekt gleich zu rösten, öffnete sie ihre Handfläche. Ein neuer kleiner weißer Energiekern entflammte darin umhüllt von hellbläulichen grellen Blitzen, welche wohl beim rasanten Schuss bei der Geschwindigkeit die Form eines Pfeils annehmen würde. Ein magischer Pfeil. So hob sie ihren Rechten Arm zum Schuss, als die Blutfliege sich nun in ihrer Natur zum Angriff vorbereitete und mit schnellen Zügen in Raserei auf sie zuflog. Es würden nur wenige Sekunden vergehen, bis die schnelle und gewandte Blutfliege sie erreichen würde, sodass Xalvina wenig Zeit blieb um sich auf den Gegenangriff vorzubereiten. Trotzdem stellte sich die Schwarzmagierin nicht in Angriffsposition sondern blieb in ihrer passiven Haltung, obwohl ihr Augenmerk sich auf ihren Gegner gerichtet hatte. In ihrer rechten Hand loderte noch immer die zum Schuss bereite Schattenflamme. Sie musste nur den Fixpunkt bei dem Bewegenden Opfer finden. Dabei brauchte sie diesmal nicht den Luftwiderstand mit ein zu berechnen, wobei sie alle diese Überlegungen in den wenigen Sekunden machten die ihr blieben. Eine Schwachstelle. Blutfliegen hatten eine ganz empfindliche Schwachstelle, da ihre Bauchstelle keinen dichten Panzer besaß und somit zum Wunden Punkt wurde. Nur der Haken an der Sache – hier gab es kein Wundes Fleisch und somit war der eigentliche Wunde Punkt verschwunden. Doch Xalvina hatte sich inzwischen für die Flügel entschlossen, die der Fliege wichtigstes Instrument waren um sich fortzubewegen, sodass die Magierin den Pfeil abschoss.
Nur einen Augenblick sah man wie das schnelle Lichtgeschoss in der Form eines magischen Energiepfeils auf die Blutfliege zuraste, die die Magierin fast erreicht hatte und nun von dem Blitzstrom erfasst wurde. Ein kurzes unregelmäßiges Aufsurren wurde für die Anwesenden im Übungssaal bemerkbar, als das Beschworene Geschöpf von der Energie der Schattenflamme erwischt wurde und kurzzeitig ein heller Lichtschein das Licht des Kronleuchters übertraf. Mit dem Zucken und dem deutlichen Vernehmen der Blitze, die den Untoten Körper der Blutfliege durchfuhren, fiel das Biest der Magierin vor die Füße. Kurz sah man die vernichtete Blutfliege, als sich ihre Bestandteile in Staub auflösten und dieser dunkle Staub, der Asche glich, auflöste...
Xalvina nahm dagegen nur ihre Hand hinunter und faltete ihre Hände...
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| 27.01.2004 21:41 | #57 |
| Squall_L |
Nachdem Squall den ganzen Tag wieder nach Leuten im Kastell gesucht hatte die den Mann vielleicht kannten, kam er ohne Erfolg zurück in sein Zimmer. „Und hast du jemanden gefunden, Squall?“ „Nein leider nicht, Rinoa!“ „Ja dann nehme dir deine Spruchrollen und mach dich auf die Suche.“ „Es ist schon dunkel, wie soll ich da jemanden finden.“ „Das ist doch genau deine Chance, der Mann würde nie daran denken dass du ihn in der Nacht suchst.“ Rinoa nahm die Spruchrollen und drückte sie Squall in die Hand. „Und nun mach dich mal auf den Weg.“ Squall war etwas überrascht aber dann verlies er ohne etwas zu sagen sein Zimmer.
Er steckte sich die Spruchrollen ein, es waren 5 Blutfliegen, 2 Skelett und eine Dämon Spruchrolle die er gestern von meditate bekommen hatte. Auch wenn meditate Squall darum gebeten hatte dass er den Dämon nur in Notfällen beschwören sollte, merkte Squall als er die Spruchrolle in der Hand hatte wie gerne er diese sie Mal testen würde. Doch dann steckte er sie schnell weg bevor er auf dumme Ideen kam. Dann verließ er gut ausgesperrt das Kastell und machte sich auf die Suche nach diesem Mann.
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| 27.01.2004 21:52 | #58 |
| Aylen |
"Was soll das bedeuten, man kann sie so schnell nicht wieder flicken?"Aylen stand vor dem Schneiderdämon und hatte die Hände in die Hüften gestemmt. Sie trug nichts als ihre Untersachen, doch Scham gegenüber diesem Wesen verspürte sie nicht. Ihre Robe hing in den Armen des Dämons, der sie kritisch unter einer halbmondförmigen Brille musterte.
"Mir ist der Garn ausgegangen", erwiderte er in Aylens Kopf und sah die Schwarzmagierin über den Brillenrand hinweg an.
"Garn ausgegangen? Erzähl das deiner Großmutter, ich brauch die Robe jetzt, und zwar zackig!"
Wut stieg in der jungen Frau auf und ihre Ohren begannen rot zu leuchten. Warum musste die letzten Tage auch alles schief gehen. Erst war sie fast von einer Schattenflamme durchlöchert worden, die ein ungeschickter Magierlehrling im falschen Moment losgelassen hatte, und jetzt war diesem Schneiderdämon das Garn ausgegangen.
"Die Löcher sind nicht groß, nur ein paar kleine um den Kragen herum, wo die Schattenflamme ein paar Funken verloren hat", erklärte sie weiter und sah den Dämon an. "Gibt es kein anderes Garn?"
"Ich kann euch Pink anbieten."
"Pink?!", Aylens Stimme machte einen Satz in die Höhe. Wie sah das aus, eine stolze Schwarzmagierrobe mit pink geflicktem Kragen? Aber wenn es sich nicht anders machen ließ...
"Dann mach es pink, Hauptsache ich kann die Robe endlich wieder anziehen, es wird kalt."
Sie setzte sich auf die Bank und wartete, bis der Schneiderdämon sein Werk vollendet hatte.
Eine geschlagene Weile später konnte sich Aylen die Robe wieder überstreifen und betrachtete die pinken Ausbesserungen. Immerhin sah man sie nicht gleich auf den ersten Blick und wenn sie mit der Roben ein wenig unterwegs gewesen war, würde das Garn sicher noch nachdunkeln.
"Danke, jetzt muss ich nicht mehr befürchten dass mir die Robe runterrutscht sobald ich eine ungeschickte Bewegung mache."
Sie verließ den Raum und machte sich auf den Weg zu ihrem Zimmer. Immer noch wütend stampfte sie den Gang entlang und bog scharf um die Ecke.
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| 27.01.2004 22:20 | #59 |
| Renata |
Als der Schneetroll plötzlich über ihr explodierte, sie unter dem Schnee begraben und dann von einer Hand unter der kalten Masse hervorgezogen wurde, hatte sie eigentlich erwartet, ein anderes Gesicht zu sehen. Doch da stand Runen-Lord vor ihr. Was heißt stand? Er warf sich praktisch in den Schnee zu ihren Füssen, für sein Fehlverhalten um Verzeihung bittend.
Er traute ihr wohl unheimliche magische Fähigkeiten zu. Fast hätte sie bei diesem Anblick laut gelacht. Was erwartete er von ihr, was sie jetzt tun solle? Ihm ihrerseits eine Ladung Schnee in den geneigten Nacken werfen? Ihm mit angeblichen Zauberformeln Angst einjagen? Ihm gar einen Fuß ins Genick setze? Ach nein, ein bisschen Bange machen dürfte reichen:
"Es wäre ein leichtes, Euch und alle Eure Nachfahren auf ewig für diese frevelhafte Tat zu verfluchen. Aber ihr habt Glück und findet mich heute in huldvoller Stimmung.
Aber jetzt seid nicht länger albern, seht zu, dass ihr aufsteht. Ein Magier Beliars wirft sich vor niemandes Füsse. Und ihr wollt doch in den Zirkel eintreten. Dann nehmt das als erste Lektion. Auf hoch."
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| 27.01.2004 22:21 | #60 |
| Rhodgar |
Mit ausgetrocknetem Gaumen und langsamen, ja fast gequälten Schritten wurde Meter um Meter zurückgelegt, kein Abschnitt des roten Teppichs zu Rhodgars Füßen wurde unbeschritten gelassen.
Die ganze Nacht lang war der Schwarzmagus durch das irreführende Gewirr aus Gängen und Korridoren, aus Wänden und Türen geirrt, ohne auch nur das geringste Anzeichen dafür entdecken zu können, bald aus diesem teuflischen Labyrinth zu entkommen. War es da Ironie des Schicksals, dass er sich vor ein paar Tagen in den Kopf gesetzt hatte, soziemlich jedes Fleckchen des Kastells irgendwann mal erkundet zu haben? Schon möglich. Doch konnte gerade seine Schicksalsgöttin so grausam sein, und ihn durch diese harte Wanderung auf die Probe stellen? Ja, entschied er. Einfach alles war möglich, seitdem er diese nahezu perfekte Welt der schwarzen Magie betreten hatte. Vieles hatte sich geändert gegnüber seinen Weltansichten, als er noch primitiverweise in Khorinis auf ein paar glühende Metallstücke eingehämmert hatte. Nun jedoch war es ihm vergönnt, die ersten Abzweigungen der Wundermagie zu wirken, und ganz nebenbei hatte er hier erstmals Wissen erhalten, dass er zum Nutzen der Allgemeinheit verwenden konnte, denn Barbierer wurden doch Tag und Nacht gebraucht, bei den ganzen Schlachten und Kriegen, die zur Zeit im schönen Myrtana zu eskalieren drohten.Pock... pock... pock
An den stabilen Mauern hallten die Geräusche seiner Füße nur leise wieder, das Echo ließ sich nicht wirklich klar vernehmen. Doch war nichts anderes da, dessen Laute in Rhodgars Ohren hätten dringen können. Völlige Stille. Kein Geräusch, nichts. Keine Mäuse, die fiepend über den Boden huschten, keine Vögel, die irgendwo in den hintersten Ecken des Dachstuhls ihre Nester hätten Bauen können, nur das regelmäßige Klingen seiner Schritte. In diesem tristen Moment überkamen den jungen Mann so manche Zweifel, ob er denn jemals hierheraus kommen würde. Würde er je wieder das fröhliche Lächeln von Renata, das nachdenkliche Gesicht Seraphins oder auch nur die skeptischen Gesichtsfalten des Don wiedersehen? So konnte es doch nicht enden, das war nicht richtig, nicht vorgergesehen. Das mittlerweilige Kapitel seiner Lebensgeschichte würde so nicht enden, dass er verhungert und verdurstet auf dem Boden läge, und die letzten Sinne schwanden. Nein, irgendwie würde ihn die Magie des Kastells schon wieder auf den rechten Weg bringen, hatte er doch schon die ganze Zeit das Gefühl, seinem Ziel ungewöhnlich nahe zu sein.
Und dieser Verdacht sollte sich bald bestätigen, als neben den dumpfen Klängen seinerseits noch ein paar andere dazukamen. Das gleiche unterdrückte Geräusch stapfender Füße, gedämpft durch die feine Weberei des Teppichs. Doch von wo kamen sie? Doch nicht etwa... hinter dieser Ecke dort konnte jemand sein? Da galt es, sich zu vergewissern, dass man nicht einer Tagträumerei oder Halluzination unterlegen war.
Und je näher er kam, desto mehr hellte sich seine Mimik auf, ganz klar, dort hinten war jemand. Der Dämonenbeschwörer beschleunigte seine Schritte, wurde jedoch urplötzlich gestoppt, und zwar so heftig, dass es ihn glatt aus den Stiefeln riss. Das zweite Mal innerhalb von ein paar Tagen war er mit Etwas zusammengestoßen, das hinter einer Ecke hervorgekommen war. Und sollte es sich dieses Mal wieder um einen dieser Flattermänner von Dämonen handeln, dann konnte er wirklich nicht mehr für dessen Sicherheit garantieren.
Doch umso erstaunter war er, als seine Augen auf eine junge Frau blickten. Hmm, irgendwo waren sich die beiden doch schoneinmal begegnet. Es lag ihm auf der Zunge, doch wo nur? Wo nur?
Alles Nachdenken wurde ebenso plötzlich wie der Zusammenprall durcheinandergeworfen, als seine Blicke beiläufig am Kragen ihrer Robe entlangstriffen. Einen Lachkrampf konnte er nicht unterdrücken, zu unvorhergesehen war dies.
"Hahahaha, hihihi... sagt, holde Maid, hihi, was habt ihr mit eurer Robe angestellt, hohoho?"
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| 27.01.2004 22:40 | #61 |
| Ceron |
"Ahem, ich bin Euch in deisem Falle zu höchstem Dank verpflichtet. Sowas wird auch niemehr geschehen. Und ich werde mir die Lektion zu Herzen nehmen. Mein verhalten, dieser Frevel wird nicht ungestraft bleiben.
Doch schaut euch nur an. Ihr seid ja ganz nass. Lasst uns schnell ins Kastell hineingehen und etwas heisses trinken!"
Die Magierin sichtlich frierend folgte Ceron ins Refektorium. Sie setzte sich in einen edlen, schattenläuferfellüberzogenen Sessel. Ceron hoffte sie war ihm nicht mehr böse, denn schon den ersten Feind im Kastell konnte er nun wirklich nicht gebrauchen.
So versuchte er alles die Magierin glücklich zu stimmen. Vom nächsten Dämonen liess er sich eine Daunendecke, welche sie nun schon mit Graslandscavengerfedern oder Greifvogelfedern auspolsterten, geben. Darauf ging er selbst in die Küche und liess sich ein Gemisch aus Rum und dem Saft einer Orange brauen und erhitzen.
Soviel er über Frauen wusste, mochten diese gerne Quittensaft. Sowas in der Art bereitete er damals immer für seine Mutter zu. So bat er den Dämonen, den Saft von einer Quitte in einen, zu 1/4 mit Wasser gefülltem, Krug zu pressen und danach ein wenig Zuckerwasser beizugeben. Darauf eine Zimtstange hineinzulegen, und das ganze ebenfalls zu erhitzen. Zu guter letzt fehlte nur noch die Honigschicht für das Gebräu der Magierin, welche er sorgfältig mit einem Honigbesteck auftrug.
Mit der Decke und den zwei wärmenden Getränken eilte er zurück ins Refektorium. Der Magierin warf er die Decke über und gab ihr das ihre Getränk, er selbst setzte sich auf einen Hocker nahe ans Feuer.
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| 27.01.2004 22:42 | #62 |
| olirie |
olirie trat auf seine Schülerin zu, dann sagte er, "Das hast du gut gemacht, du hast die Prüfung bestanden indem du mir gezeigt hast, dass Beliar dir wohl gesonnen ist und das du die Zauber erlernt hast. Sowohl deine Lichtkugel, als auch deine Untote Blutfliege sehen wunderbar aus. Und die Schattenflamme hat auch ihre Wirkung gezeigt. Nutze dein erlerntes Wissen weise und nicht zu offensichtlich, denn sonst kann es schonmal passieren, dass du von ein paar Wahnsinnigen auf nen Scheiterhaufen gestellt wirst. Du siehst etwas erschöpft aus, du solltest dich wohl besser zu Bett begeben, doch vorher werde ich dir schonmal die Bücher für die nächste Stufe der Magie geben. Folge mir bitte."
Olirie führte Xalvina in die Bibliothek, wo er schnell zwischen den Bücherregalen verwand und die neuen Lehrbücher für seine Schülerin raussuchte. Er ging hierfür zum Regal für Lehrbücher aller art und entnahm aus dem Regalbrett für die Lehrbücher der Magie Beliars zwei Bücher über das Teleportieren, eine Schriftrolle über ein Pentagramm, zwei Bücher über das Beschwören eines Zombies und zwei Bücher über das Beschwören eines Skelettes.
Mit diesem Bücherstapel ging der Priester wieder zu seiner Schülerin und legte sie auf ihr Pult, dann sagte er, "So, dieses sind die nächste Lehrbücher der Magie Beliars. Sie handeln von der Teleportation, von dem Beschwören eines Skelettes und von dem Beschwören eines Zombies. Du hast für jeden Zauber eine Woche Zeit zum erlernen, das macht zusammen drei Wochen für die Ausbildung, also in ungefähr drei Wochen wird deine Prüfung stattfinden. Wie die Ausbildung abläuft muss ich dir glaub ich nicht mehr erklären. Also, viel Spaß." Damit verließ olirie die Bibliothek.
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| 27.01.2004 22:42 | #63 |
| Aylen |
Sie war so scharf um die Ecke gebogen, dass sie prompt mit jemandem zusammenstieß. Dieses Mal war es kein Dämon sondern ein junger Schwarzmagier, der sie ebenso verblüfft anschaute wie sie ihn.
Doch anstatt sich zu entschuldigen für sein lausiges Verhalten begann der junge Mann zu lachen. Aylen war entsetzt.
Von dem garnlosen Dämonen noch verärgert stieg jetzt eine neue Ladung Wut in ihr auf. Heute war wirklich nicht ihr Tag, alles sprach gegen sie und ging garantiert schief.
Doch bevor sie ihre Wut dem Magier entgegensetzte ging sie lieber zum eigenen Angriff über.
"Was gibt es da zu lachen? Das trägt man jetzt so, hast du das noch nicht mitbekommen? Du bist ziemlich aus der Mode mein Junge!", rief sie und warf ihm einen tiefen Blick aus fast schwarzen Augen zu.
Irgendwoher kannte sie ihn. Wenn sie bloß wüßte woher.
Da fiel es ihr wieder ein. Er war der ungeschickte Magielehrling, der Serpahins Hut auf dem Gewissen hatte. Kein Wunder dass dieser Hasenfuß jetzt auch noch mit ihr zusammengeprallt war. Er hatte wohl ein Händchen für Ungeschicklichkeiten."Kennen wir uns nicht?", fragte sie fast beiläufig und wartete auf seine Reaktion.
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| 27.01.2004 23:03 | #64 |
| Renata |
Kein schlechter Service in diesem Etablissement heute. Eine nette Abwechlung zu den Dämonen. Quittensaft hatte sie seit wie lange nicht mehr getrunken? Keine Erinnerung. Und mit der warmen Decke um die Schultern wurde es ihr schnell gemütlich warm.
"Sagt, Runen-Lord, Euer Name hört sich eher wie ein Titel an. Gibt es einen anderen Namen, mit dem man Euch noch ansprechen kann?"
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| 27.01.2004 23:11 | #65 |
| Ceron |
"Aber natürlich, nennt mich doch wie Beliar mich zu rufen pflegt.In meinen Träumen, wenn mir der Herr der Dunkelheit erscheint, werde ich mit dem Namen Ceron gerufen."
Ceron, ganz in seine Träume vertieft stand auf und schwenkte mit den Amren um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen.
"Mein Name, Runen-Lord wird verschwinden sobald Beliar meinen Körper in eine höhere Ära hebt. Und ich bin davon überzeugt, dss dieser Aufstieg nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Nein im Gegenteil, er steht direkt vor der Tür. Beliar wird mich prüfen und dann urteilen. So wurde es mir prophezeit."
Als er realisierte, dass er schon wie eine Mischng aus Dorfgaukler und Rotkittel mit deinen Amren um sich warf und seine Stimme wieder, in Richtung einer monotonen Priesterstimme ging, setzte er sich schnell wieder hin und errötete etwas im Gesicht.
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| 27.01.2004 23:21 | #66 |
| Renata |
So, wie er jetzt sprach, erinnerte er sie an den Priester Adanos´, der in Khorinis vor dem Tempel predigte. Es schien im schnell selbst aufzufallen, so schnell, wie er jetzt seine rede abgebrochen hatte.
"Wo immer der Name Ceron auch herkommt, er spricht sich leichter als Runen-Lord und gefällt mir auch besser".
Sie schlürfte noch einmal an ihrem Quittensaft, der zwischenzeitlich schon erkaltet war.
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| 27.01.2004 23:40 | #67 |
| Rhodgar |
Noch immer breit grinsend rappelte Rhodgar sich auf, und streckte der Dame quasi symbolisch die Hand hin um ihr aufzuhelfen. Doch keinerlei Reaktion erfolgte zunächst, vielleicht war sie sehgestört oder etwas in der Art? Bei dem Gedanken, natürlich war er nicht im Geringsten ernst gemeint, wurde sein Grinsen wieder breiter, und eine neue Attacke ungenierten Lachens kündigte sich an. Gut, dass genau in diesem Augenblick ein kleines Staubkörnchen seinen Schlund erreichte, und einen Hustreiz hervorrief, hinter dem er seine Amüsanz verbergen konnte.Noch immer saß das Fräulein, offensichtlich auch Schwarzmagierin, ihrer Robe nach zu urteilen, auf dem Boden und machte keinerlei Anstalten sich von dort weg zu begeben. Den Mund zu einer Schnute geformt, sah sie ihn von unten herab mit ihren finsteren Augen an, und... da fiel es ihm wieder ein, diese Augen! Die hatte er doch gestern oder vorgestern schon einmal gesehen, dieses Mädchen war die Unglückliche gewesen, die seine Schattenflamme abbekommen hatte. Nunja, eigentlich nicht sie selbst, es war der Hut Seraphins gewesen, der der eigentliche Leidtragende bei der ganzen Sache gewesen war, doch hatte er auf ihrem schönen Kopf getrohnt.
Augenblicklich gefror das so übermütige Lächeln, und der junge Schwarzmagus ersetzte es durch eine ernstere Miene.
"In der Tat sind wir uns schon einmal begegnet, mehr oder weniger glücklich. Ich muss mich als derjenige zu erkennen geben, dem Seraphin es zu verdanken hat, dass er nun gezwungen ist uns allen seinen weißen Kopf zu offenbaren. Und wo wir gerade bei disem kleinen Missgeschick sind, ich bitte euch vielmals um Verzeihung, doch konnte ich nicht ahnen dass zwei herumtollende Narren mitten in die schönste Magievorführung platzen würden."
Zu diesen Worten richtete er sich gerade auf (Aylen, wie die Dame sich nannte, war selbst aufgestanden ohne die angebotene Hilfe zu nutzen), verschränkte die Arme hinter dem Rücken und versuchte, das sehenswerte Gesicht des Don nachzuahmen, welches er jedesmal aufsetzte, wenn es ihm mit Rhodgars magischem Schabernack zu weit ging. Doch wollte dies nicht so recht gelingen, immer wieder musste er an die eingearbeiteten pinken Nähte denken, während er sich schon extra abgewandt hatte, um bei deren Anblick nicht erneut in eine peinliche Situation zu gelangen.
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| 27.01.2004 23:44 | #68 |
| Ceron |
Als Ceron bemerkte dass seine Augenlieder sich immer wieder schlossen. Fasste er sich den Mut, diese gemütliche Runde vor dem Feuer zu beenden. Durch ein leises Knarren seines Hockers auf dem Steinboden wurde auch die Magierin aus ihren Gedanken geholt.
Ceron ging noch zu ihr herüber nahm ihr den leeren Krug aus der Hand und rückte ihr seinen Hocker als Beinunterlage heran. Mit einem flüchtigen "Adieu, seid wohl gehabt" verabschiedete sich der Bürger von Renata und nahm die beiden Krüge mit in die Küche, wo er noch dem Küchendämonen bei der Arbeit half. Als er sich dann endlich zu dem Gästegemach begab, musste er nochmals im Refektorium vorbei.Dort in einer Ecke war sie schon eingeschlafen in ihrem Sessel. Eine ansich ganz nette Frau, sie hätte viel schlimmer auf meinen Frevel reagieren können, murmelte Ceron in sich hinein.
Als er wieder den Gängen entlang bis zum Gästezimmer ging, schauderte es ihn obwohl er innerlich von dem heissen Getränk ein ganz angenehmes Gefühl verspührte. Er beschleunigte seinen Schritt, es artete schon fast zu einem Laufschritt aus. Irgendetwas machte ihm Angst, er wusste es war hinter ihm und würde ihm folgen. Er hoffte nur dass er soeben keine
Geschwindigkeitsvorschriften durchbach, denn er lief nun schon keuchend zu seinem Zimmer. Immer wieder blickte er zurück und sah bloss einen Schatten in den Wänden verschwinden... Bei seiner Tür angelangt, schnell hinein, aufs Bett, unter die Decke mit dem Kopf.
Einige Momente später kam es auch schon das Wesen, welches ihn verfolgte in der Hand hatte dieses Wesen ein Buch. Es war eindeutig ein Dämon. Per Gedankenaustausch teilte ihm ds Wesen mit: "Du hast noch keinen Zutritt zu unserer Bibliothek, dich dort zu bilden. So bringe ich dir dieses Buch. Das Buch Ceron, hat seinen Meister gefunden. Doch öffne es erst, wenn die Zeit gekommen ist. Bewahre es gut oder du wirst es bitter bereuen!"
Die letzten Worte des Dämonen hallten noch im Kopf des Bürgers, ah doch, sein Schicksal hatte ihn also eingeholt, oder gar überholt?
TLautlos verschwand der Dämon wieder durch die Mauer, und Ceron legte das nicht gerade hantliche Buch in die Kommode, welche neben seinem Bett lag. Als er sie öffnen wollte entdeckte er eine weitere Botschaft. Er las: Mach dir keine Sorgen, du kannst es gar nicht öffnen bevor du nicht bereit dazu bist. -gezeichnet: Schicksal
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| 28.01.2004 00:13 | #69 |
| Dûhn |
Lange hatte der Hühne seinem Meister zugesehen wie er dem Wandersmann die Kunst des fliegenden Stahls nähergebracht hatte. Immernoch war ihm der leicht verzweifelte Ausdruck auf dem Gesicht des Fremden in Erinnerung, als er krampfhaft versuchte die geschwinden Schläge des Schwarzmagiers zu parieren.
Nun schlenderte Dûhn gemächlich durch die langen, kühlen Korridore des Kastells, das durchdringende Klirren der Waffen langsam hinter sich lassend. Angenehm dumpf und muffig roch es in den Gängen...nach Staub...Zeit...und Wissen.Wissen?
Ein Seufzer entrang sich der Kehle des Riesen. In letzter Zeit waren seine Studien über das Kastell, die Dämonen und die Welt an sich etwas ins Stocken gekommen. Ganz zu schweigen von seinen heimlichen Übungen in Bezug auf Umgangsformen und Etikette. Wer einmal die höheren Weihen der schwarzen Magie beherrschen wollte durfte schließlich nicht im Dialekt
eines...Fischers...sprechen. Nun ja, dachte sich der Koloss, ganz so hart sollte er auch nicht mit sich ins Gericht gehen. Immerhin kam sein Drill ja der Verteidigung des Zirkels und seiner schwachbrüstigen Magier zugute, oder?
Immer noch schwer in Gedanken versunken (die hauptsächlich von halbierten Orks, einem siegreichen Dûhn und ihn umschwärmenden Frauenzimmern handelten), trat der Riese durch das blau schimmernde Portal welches ihn mit einem leisen rauschen in den ausserdimensionalen Raum der Bibliothek versetzte.
Schlagartig erwachte Dûhn aus seinen Tagträumen und schaute sich langsam in dem dunkelblauen Saal um.
Die Tageslichtspeicher strahlten ein Licht aus, welches sich in seiner finsteren Schönheit nur mit dem Nachthimmel vergleichen ließ. Langsam wanderten kleine Staubpartikel zwischen den königsblauen Lichtlanzen umher, welche zwischen den Regalritzen hindurchstrahlten.
Fast wie kleine Sterne...
Ein Lächeln stahl sich auf Dûhn vernarbte Züge als er beobachtete wie sich ein Staubkorn auf seinem Mantel niederließ.
Als er lächelnd wieder aufblickte erstarrte sein Gesichtsausdruck.Ihm gegenüber stand die Baîn Shíde...nein...Xardiviae, erinnerte sich der Hühne.Die Frau, die ihn dazu gebracht hatte das er sich den Schatten seiner Vergangenheit stellte. Und sie in Zaum hielt. Nicht besiegte...aber mit ihnen zurecht kam.
Das Lächeln kehrte zaghaft auf die Züge des großen Schwarzmagiers zurück.In der Stille der Bibliothek war das Klingeln der silbernen Schnallen an Dûhns Mantel so laut zu vernehmen als spiele jemand ein Glockenspiel. Als er sich, nur ein paar Schritte von der schattenhaften Schönheit enfernt, niederkniete, knirschte das Leder seiner Rüstung fast so laut wie die Rückengürtung seines mönströsen Schwertes.
Dûhn erhob sich so sprachlos wie er sich auch niedergekniet hatte.Auch nach so langer Zeit war der Anblick der Heroldin atemberaubend.Die Lange schwarzen Haare waren hochgestekt und prägten so ihren schlanken Hals noch ein Stück mehr aus, als sie es sonst taten. Die Augen der Fee funkelten ihn im diffusen Licht an; wie von innen heraus leuchtend, blickten sie auf den morschen Grund seiner Seele und glätteten ihn für einen kurzen Augenblick.Der schmale Mund mit den violett glänzenden Lippen war leicht geöffnet, so als würde sie nachdenken.
"Ich...Hallo." stotterte Dûhn ein wenig hilflos.
"Schön dich...euch wiederzusehen!" der Riese kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
"Wirklich!"
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| 28.01.2004 15:31 | #70 |
| Azathot |
Schweiß perlte von Azathots Stirn als er Sky endlich soweit hatte und ihm sein Schwert an die Kehle setzen konnte. Der Lehrmeister hatte mehr Probleme gehabt als er zugeben wollte, Sky hingegen war besser als er es erwartet hätte, mit ein wenig Übung und einem Lehrmeister konnte er bestimmt ein Meister am Schwert werden, doch auch so schon beherrschte er die GRundlagen des Kampfes und hatte Azathots kleine Prüfung bestanden.
Der Schwarzmagier nahm seine Klinge vom Hals seines Kontrahenten und steckte die Waffe wieder in die Scheide.
"Du bist ein wahres Naturtalent,", lobte Azathot seinen hoffentlich künftigen schüler, "du könntest ein wahrer Meister des Schwertkampfes werden und wenn du es mir erlaubst wäre es mir eine Ehre dich auszubilden. Was denkst du, gibst du mir eine Chance?"
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| 28.01.2004 16:27 | #71 |
| SkyDiv@r |
"Ich und ein Naturtalent?" Sky grinste. "Hör ich zum ersten Mal!" Der Einzelgängerhob sein Schwert auf und steckte es weg. "Wirklich ein prächtiges Schwert, dass ich da erstanden habe!" sagte Sky leise. Ein prächtiges Schwert braucht einen prächtigen Kämpfer, ich bin bisher nur Mittelmaß... Vielleicht sollte ich sein Angebot annehmen... dachte er.
"Also gut!" sagte er. Ich werde dein Schüler!" Sein Gegenüber grinste. "Freut mich zu hören! Dein Talent musst du ausschöpfen!"
"Mag sein! Ich habe aber eine Frage: Wer ist der Riese, der uns die ganze Zeit zugesehen hat? Auch dein SAchüler?" Nach einigen Sekunden bereute er diese Frage, er wollte es gar nicht wissen. Sollte der Riese wirklich ein weiterer Schüler sein müsste Sky vielleicht gegen ihn auch ein paar Übungskämpfe bestreiten. "Der Typ stampft mich doch in den Boden..." sagte er leise zu sich.
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| 28.01.2004 17:12 | #72 |
| Azathot |
Azathot grinste bezüglich Skys Bemerkung über Dûhn
"Ja er ist mein Schüler und du hast Recht, er sieht tatsächlich ein wenig grobschlächtig aus, aber lass dich davon nicht täuschen, auch er ist ein sehr talentierter Schwertlämpfer und seine Größe bedeutet nicht, dass er ein plumper Gegner wäre."
Diese Worte würden Azathots Schüler vermutlich nicht aufmuntern, aber vielleicht REspekt vor seinen Gegnern lehren und das konnte manchmal wichtiger sein als gut mit seinem Schwert umgehen zu können.
Aber nun sollte er seine erste kleine Lektion erhalten.
"Aber nun wäre ein guter ZEitpunkt um dir ein wenig mehr beizubringen, erstmal ist es wichtig, dass du dich an eine neue Grundstellung gewöhnst, dass ist schwierig wenn man die Alte noch aus Reflex einnimmt."
Azathot zeigte seinem neuen Schüler wie er sich hinzustellen hatte: leicht schräg, auf das rechte Bein gestützt und das Schwert schräg nach unten abgewinkelt. Für die meisten Anfänger war es schwer so zu kämpfen, aber wenn man bereits ein wenig Übung hatte konnte man aus dieser Position einen entscheidenden Vorteil herausschlagen.
Nun begann Azathot einfache Grundschläge in die Luft zu zeichnen mit seinem Schwert, erst langsam und dann immer schneller werden, dann zeigte der Lehrmeister seinem Schüler wie er einen Gegner mit einer schnellen Folge an Schlägen eindecken konnte indem er sie untereinander kombinierte und mit Schlag zu Schlag mehr Schwung gewann.
Danach forderte er seinen Schüler auf es ihm gleichzutun und ermutigte ihn mit einem Lächeln
"keine Angst es sieht schwerer aus als es ist, die Schläge gehen einem schnell in Fleisch und Blut über."
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| 28.01.2004 19:26 | #73 |
| Claw |
Scipio und Claw hatten sich bereit gemacht und standen nun allein im Refektorium.
"So, nun sollten wir nur noch Olirie finden. Wo könnte er denn sein ?" fragte Scipio.
"Wahrscheinlich in seinem Labor... hoffen wirs." meinte Claw achselzuckend und ging voraus zu der Stelle, wo Oliries Labor war. Claw klopfte mehrmals, doch niemand öffnete. Nervös schaute der Drachenjäger den Söldner an und beide hatten den selben Gedanken: War es eine so gute Idee, einfach da rein zu platzen ?"Ja." beantwortete Claw die gedachte Frage und öffnete vorsichtig die Tür. Kaum war sie offen, wollte er etwas sagen, doch etwas glitschiges, schleimisches sprang aus dem Zimmer in sein Gesicht und sabberte und glibberte den Söldner zu, der nach hinten auf den harten Steinboden fiel.
"HMMIIIIHHH HMME HMMMMMMHMME !!!" ertönte es von Claw und es sollte soviel bedeuten wie :"IHHHH EINE RIESENSCHNECKE !" Doch Scipio verstand nicht, wie auch ? Kryptisches Kauderwelch hatte er sicher nie erlernt und so fing er erstmal an, an der kotzgrünen Schnecke zu ziehen, damit diese losliess.
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| 28.01.2004 20:08 | #74 |
| Ceron |
Die Nacht verbrachte Ceron still, doch nicht stillschlafend sondern stillschreibend. Denn nachdem er eingenickt war, hatte ihm etwas aus der Richtung des Buches einen Befehl erteilt. Er konnte sich nicht mehr genau an die Worte erinnern doch sie waren klar verständlich.
Der Bürger setzte sich an ein Pult in seiner Nähe und begann die Mitteilung niederzuschreiben.
Die Stimme diktierte in solch einem Tempo, dass Ceron schon bald nicht mehr nachkam. Er versuchte sie zu verdrängen sich einfach ins Bett zu legen und zu schlafen, doch das konnte er nicht. Er versuchte die Sachverhalte der Mitteilung aufzunehmen und dann verkürz und vereinheitlicht niederzuschreiben. Langsam begriff er um was es ging, er sollte ein Buch über die Drachen schreiben, je mehr er das ganze verstand und nicht mehr versuchte zu verdrängen desto klarer wurde die Stimme und die Stimme hörte auf über die Gedanken zu kommunizieren. Sie sprach wie ein Mensch zu Ceron, nur halt aus dem Buch heraus.
Er musste stundenlang dort gesessen haben, denn als er den Federkiel zum letzten mal in das Tintenfässchen hielt graute schon der Morgen. Vom Buchbinden verstand er nichts, aber er konnte ja die Pergamentrollen einfach zu einer grossen Rolle zusammenrollen und hoffen, dass einer der Magier, dieses Buch einmal binden würde.
Als er gerade die Bibliothek des Kastells betreten wollte, lief ihm einer der Magier über den Weg.
Doch er sah nicht aus wie die andern Magier, er sah irgendwie reifer, anders erfahrener aus. In diesem Anblick übertraf ihn nur noch die Magierin, welche ihren Namen nicht preisgeben wollte.
Der Magier schien genau zu wissen was Ceron wollte, er nahm also die Pergamente aus der Hand des Bürgers und überflog sie schnell.
"Da hast du der Bibliothek des Kastells wahrlich grossartige Dienste geleistet. Ich werde das Buch für dich binden lassen und es wird seinen Platz im Regal der Bücher über gefährliche, magische und mystische Wesen finden.
DER FLUG
Der Drache hielt sich schwebend über ihren Köpfen. An die dreihundert Meter mochte die Spannweite seiner riesigen, gerippten Flügel betragen, die im Sonnenlicht des jungen Morgens wie goldener Rauch leuchteten. Sein Körper erstreckte sich zu gleicher Länge, war jedoch schlank und gebogen, wie der eines Windhunds; er hatte Klauen wie eine Echse und Schuppen wie eine Schlange..
Ursula Le Guin
Die Fragestellung ist einfach. Wie konnte sich ein Lebewesen von der oben beschriebenen Grösse frei in der Luft halten und regelrecht schweben?
Die Natur kennt nur wenige Tierarten, die den reinen Gleitflug beherrschen.
Der fliegende Fisch zum Beispiel und das Flughörnchen, die sich jedoch beide nur kurze Zeit in der Luft halten können. Ausser ihnen gibt es drei Arten von fliegenden Tieren: Vögel, Fledermäuse und Insekten. Als, Versteinerung aus der Urzeit finden wir jedoch noch eine vierte Art: den Pterodactylus oder Flugsaurier.
Das Flugvermögen all dieser Arten beruht auf zwei zusammengehörenden Gesetzen:
1. Der Luftdruck unter dem Flügeln muss grösser sein, als der über dem Flügel.Dieser Druckunterschied verschafft dem Tier seinen Auftrieb.2. Der Auftrieb muss grösser sein als das Gesamtgewicht des Tieres.
Hier ist die Frage des Gewichts von entscheidender Bedeutung, und daher befassen wir uns zunächst mit dem Versuch, das Gewicht des Drachen zu bestimmen. Allerdings können wir nur sehr grobe Schätzungen. anstellen, doch brauchen wir für unseren Zweck keine genaueren Daten.
Der von Ursula Le Guin, der ersten Drachenjägerin beschriebene Drache hatte eine Länge von dreihundert Metern, und er war schlank.
Aber was ist schlank? Dasselbe Buch berichtet an anderer Stelle überzwei Männer, die mit vier Schritten den Rücken eines, Drachen erklimmen; das bedeutet fünf Schritte in die Höhe. Beide Männer waren milde oder sogar am Rande der Erschöpfung also wäre unter diesen Umständen knapp ein halber Meter das äusserste, was sie, mit einem Schritt schaffen konnten. Das ergibt einen Körperdurchmesser von ca. 2,39 Metern. Wir beschränken dieses Mass auf 2 Meter, was für ein Tier von annähernd dreihundert Metern Länge wirklich ausserordentlich schlank ist.
... Doch unsere Vermutungen enthalten zweifellos einen grundsätzlichen Fehler, der nicht einfach einem Irrtum in der Überlieferung zugeschrieben werden kann. Verkürzen wir die Länge des Drachen um ca. Meter bei einer Flügelspannweite von ca. 12 Metern: er könnte immer noch nicht fliegen! Auch wenn wir den Flügeln eine Wirksamkeit unterstellen, die jedes in der Natur erreichbare Mass überschreitet, kämen wir zu keinem anderen Resultat. Und was ergäben alle diese Berechnungen? – Zuviel Gewicht. Um fliegen zu können, müsste der Drache nahezu gewichtslos sein. – Mein Gott, Beliar, was hast du dir dabei nur gedacht?
EUERSPEIEN
Jene Drachen erreichen, wenn ausgewachsen, eine ungeheuerliche Grösse; sie speien pestilenzartigen, üblen Rauch gleich jenen Schwaden, die einem Feuerbrand entsteigen. Zu der ihnen bestimmten Zeit kommen sie zusammen, um sich, die Flügel entfaltend, in die Lüfte zu heben. Ihres grossen Gewichtes wegen stürzen sie jedoch, nach Innos weisem Rat, in einen gewissen Fluss, welcher seinen Ursprung im Paradiese hat, und in welchem sie gänzlich verunglücken. Die Bewohner jener Gegenden observieren die Flugzeiten der Drachen und, haben sie den Sturz eines solchen beobachtet. Lassen sie noch siebenzig Tage ins Land ziehen. Dann erst gehen sie flussabwärts und bergen die verbliebenen blossen Gebeine, auf dass sie des Karbunkelsteins habhaft werden, welcher im Stirnknochen des Schädels sitzet.
fordanus
Die Frage hätte andersherum gestellt werden sollen, nämlich: Warum musste ein Tier, für das Fliegen eine Notwendigkeit darstellte, eine derartige Körpergrösse entwickeln? anstatt: Wie war es möglich, dass ein derart grosses Tier fliegen konnte?.
Damals, als ich das erste Mal auf diese zwar verworrene, aber doch höchst interessante Stelle bei Jordanus stiess, fesselte mich vor allem die Vorstellung, dass sich diese Beschreibung auf einen Paarungsflug bezieht. Ich bin auch immer noch der Ansicht, dass dem möglicherweise so ist. An späterer Stelle werde ich auf diesen Punkt zurückkommen (wie auch auf die Frage der extrem hohen Verwesungsgeschwindigkeit des Drachenkörpers und die Assoziation mit Edelsteinen, nur etwas vorweg, sie ziehen wieder zurück in das Reiche Beliar’s, des allmächtigen Gott der Unterwelt). Zunächst jedoch möchte ich das Augenmerk auf die Eigentümlichkeit des, veränderbaren Körpergewichts lenken.Natürlich hat Jordanus selbst nie einen Drachen zu Gesicht bekommen.
Ich hielt es für ausgeschlossen, dass auch nur eine einzige Spezies das Jahrtausend überlebt hat, also ohne Hilfe des Gottes oder den Schwarzmagiern.
Augenzeugenbericht:
Es war entsetzlich heiss. Sogar hoch oben in der
Luft, wo der Prinz unsichtbar schwebte, . . . hätten
der Dampf, der Rauch und die Flammen, die
der Feuerdrache wie Schaum aus seinen Nüstern
spie, selbst den Tapfersten entmutigt. Auch die
Abhänge waren von der geschwärzten Asche
seiner Opfer bedeckt, die gekommen waren,
ihn zu töten und die elend in seinem Atem verbrennen mussten.
Andrew Lang
Ceron wartete ein wenig, dann sah er wie der Magier gerade wieder zum Sprechen ansetzte. Denn seine Mundwinkel wurden in die Länge gezogen während sich der Spalt zwischen den Lippen ein wenig öffnete.
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| 28.01.2004 20:13 | #75 |
| Scipio Cicero |
Egal wie stark Scipio auch zog, er konnte diese Schnecke nicht von Claws Kopf bekommen. Entweder hielt sie sich zu stark fest, oder seine Hände rutschten einfach ab. Das Ding war einfach zu glitschig, wie sollte man da schon richtig zupacken? Langsam musste er jedoch etwas unternehmen, schließlich war es gut möglich, dass der strampelnde Söldner, der immer wieder unverständliche Worte in die Schnecke schrie, inzwischen nicht mehr genügend Luft bekam.
Warte Claw, ich versuch sie runter zu schlagen.
Dieser wollte noch protestieren und schüttelte heftig den kopf, doch es war schon zu spät und der Drachenjäger ließ seine harten Panzerhandschuhe durch die Luft sausen. Eine schlechte Idee, wie sich herausstellte. Diese eklige Schleimgestalt wurde zwar einen Augenblick lang zusammengedrückt, im Endeffekt hat der Söldner jedoch weitaus mehr abbekommen.
Entschuldigung, hab mir das irgendwie anders vorgestellt. Claw murmelte ein paar Worte und schaffte es dann doch irgendwie seinen Lehrmeister gegen das Schienbein zu treten.
Wahrscheinlich zu Recht, aber mit der Zeit gingen Scipio die Ideen aus. Dem Ding einen Stich mit dem Schwert zu versetzen sollte er wohl lieber lassen, er konnte ohnehin schon froh sein, wenn er seinem Schüler nicht die Nase gebrochen hat. Nun, einen dummen Einfall hatte der Waldläufer noch und selbst wenn sie vielleicht etwas einfallslos war, hatte er, oder besser sein Schüler, doch nichts mehr zu verlieren.
Geschwind nahm er ein Stück mit Brot mit etwas Wurst aus eine seiner Taschen, eigentlich seine Verpflegung, wenn er heute Nacht Hunger bekommen sollte, aber egal, und warf ein Stückchen zu der Schnecke. Die Sprang tatsächlich darauf an und schien es irgendwie zu fressen, worauf Scipio freudig weitere Stücke warf, um das Schleimwesen langsam von Claws Gesicht lockte. Der atmete sofort tief ein, immer und immer wieder, doch sein Lehrmeister hatte einen Fehler gemacht. Ein Stückchen war unter die Rüstung des soeben befreiten Söldners gerutscht – und die Schnecke rutschte hinterher...
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| 28.01.2004 20:59 | #76 |
| olirie |
Olirie überflog das Maniscribt kurz und gab es dann einem Dämonen, der sich plötzlich hinter ihm materialisiert hatte. Zum Dämonen sagte olirie:
"Mach 10 Kopien von dem Manuscribt und binde sie und das Manuscribt. Dann sortierst du 9 der Bücher in die Regale des Kastells ein und übergibst das 10te Buch mitsamt dem Original dem Verfasser."
Der Dämon verschwand mit dem Manuscribt und olirie wendete sich an den ihm gegenüber:
"Du bist also ein Autor? Das Buch klang ganz interessant, bald wirst du eine Kopie und das Original von dem Buch erhalten. Beide werden gebunden sein. Doch nun sag mir, wer bist du überhaupt und was treibt dich in das Kastell. Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass du nur hier bist, um ein Buch zu schreiben."
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| 28.01.2004 21:05 | #77 |
| Ceron |
"Nein natürlich führten mich andere Beweggründe hierher. Mein Name ist Ceron. Ich bin hier, da ich in naher Zukunft in das Kastell eintreten möchte. Und das Buch habe ich mithilfe einer Stimme verfasst, welche meinte es würde für mich noch von grosser Bedeutung sein. Also danke ich euch vielmals für das Buch, welches ihr für mich binden lässt. Hoffentlich kann das Buch das Leben einiger törichter Drachenjäger retten."
Er hielt inne und musterte den Magier nochmals genau, dann fragte er diesen: "Doch sprecht, wer seid ihr? Und was ist eure Aufgabe hier im Kastell?"
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| 28.01.2004 21:18 | #78 |
| Azathot |
Azathots neuester Schüler hatte sich als äußert gelehrig erwiesen und bedurfte nur wenig Hilfestellung seines Lehrmeisters um seine neuen Übungen hinzukriegen, sicher nicht perfekt aber durchaus so gut, dass er sie ohne Hilfestellung seines Lehrmeister vollenden konnte.
Der Schwarzmagier hingegen hatte diese Zeit in sofern sinnvoll genutzt indem er weiterhin an seiner Schattenflamme arbeitete, zwar verletzte er nicht mehr sich selbst oder steckte Haare von anderen Leuten an, aber trotzdem empfand der Magieschüler seine Ergebnisse als unbefriedigend obwohl sie es wahrscheinlich - objektiv betrachtet- nicht unbedingt waren. Trotzdem hatte Azathot nach kurzer Zeit keine Lust mehr sinnlos kleine Flämmchen aus konzentrierter Dunkelheit gegen das Mauerwerk eines GEbäudes zu schleudern, dass einer Festung glich.Deprimiert steckte der Magier seine Rune in eine Tasche und schlenderte im Licht einer eilig beschworenen Lichtkugel durch den Innenhof, es war schon erstaunlich was die Magie einem für Vorteile brachte wenn man sie beherrschen konnte.Nur konnte der Schwarzmagier dies nicht, zwar konnte er zwei -im Vergleich zu anderen Sprüchen- erbärmliche Zauber wirken, doch war es damit auch, keine Beschwörung wofür die Anhänger des Beliarszirkel doch eigentlich berühmt waren.Bei dem Gedanken fiel Azathot ein, dass dies doch nicht so bleiben müsse, immerhin hatte sein Lehrmeister vorgesorgt und ihm bereits die ersten Lehrbücher herausgesucht, sicherlich lies sich damit genug Wissen ansammeln um wenigstens schon einmal das Gefühl zu haben eine Blutfliege beschwören zu können. Dies war zwar immer noch ein schwacher Trost wenn man Magier sah die ohne Anstrengung Skellethorden oder gar Dämonen beschwören konnten, aber es war der erste Schritt und wenn er diesen nicht tat würde Azathot sein Leben lang nur Schattenflammen und Lichtkugeln wirken können, ohne jemals die wahre Kunst der Magie zu erlernen- die Kunst Wesen wieder ihrer Natur auf Erden wandeln zu lassen.Ermutigt durch diese wahrhaft beflügelnden GEdanken machte sich Azathot mit wehender Robe und in einer Geschwindigkeit, dass sogar seine Lichtkugel kaum mitzukommen schien auf in Richtung Bibliothek, diesen Hallen in denen so viel Wissen gespeichert war, dass tausende Menschen ihr LEben damit verbringen konnten nichtmal die Hälfte der Bücher dort zu lesen.
Mit solchen Elan hatte Azathot diesen Raum noch nie betreten, er spürte förmlich wie sich seine Härchen auf den Armen aufstellten als er die Bibiliothekspforte durchschritt und in durch irgendeine Magie an einen anderen Ort versetzt wurde, wo auch immer dieser Ort war, vielleicht sogar in Beliars Hölle, doch dies wusste wahrscheinlich keiner so genau.
Sofort erblickte Azathot den Tisch an dem die Bücher gestapelt waren die Don ihm herausgesucht hatte, hoffentlich konnte er auch etwas mit der Theorie anfangen die er dort lernte, wenn er doch blos bereits eine Rune hätte damit er das gelernte auch in die Tat umsetzen konnte.
Doch nun setzte sich der Magier und nahm das dickste der vorhandenen Bücher, wenig später war er bereits so vertieft in die Lektüre, dass um ihn herum das KAstell hätte einbrechen können und er es nicht bemerkt hätte.
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| 28.01.2004 21:37 | #79 |
| olirie |
"Oh, verzeiht, ich vergas mich vorzustellen. Man nennt mich olirie, ich bin zur Zeit der Hüter dieser Mauern und unterrichte die Magie Beliars. Wenn ihr ihr uns irgendwann beitreten werdet und die Magie erlernt, werdet ihr ja vielleicht auch ein Buch über den ein oder anderen Zauber schreiben. Ich bin gespannt, was aus euch wird. Hättet ihr vielleicht lust, mich ins Refektorium zu begleiten? Ich verspüre ein Gefühl von Hunger in meinem Magen."
Olirie ging vor, ihm folgte Ceron, der scheinbar ebenfalls etwas Hunger hatte. Im Refektorium angekommen setzten sie sich an einen Tisch in der Mitte des Raumes. Dann gab olirie seine Bestellung auf. Er entschied sich für ein ein gebratenes Stück Lammkeule. Zusätzlich nahm er noch einen Salat aus verschiedensten Obstsorten. Als Getränk sollte ein Rotwein dienen.
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| 28.01.2004 21:47 | #80 |
| Ceron |
Ceron, aber konnte heute nicht schwer essen Er entschied sich für einen Salat aus allerlei Unkraut und Feldrüben, einem Schwarzbrot und als Leckerbissen für später eine Tafel gefrorene Quittenpaste. Wie er dieses Zeug doch liebte, und nun im Winter stellte das Gefrieren ja kein Problem mehr dar. Obwohl, konnten die Dämonen es mit eismagie gefrieen? Das wäre doch mal praktische Magieanwendung.
"Ich wünsche euch einen guten Appetit, Olirie, auf dass ich bald euer Schüler sein werde." -
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| 28.01.2004 21:53 | #81 |
| Seraphin |
Verdammt! Dieser Faden wollte einfach nicht durch das Nadelöhr. Mit zittrigen Fingern saß Seraphin auf dem Schemel in seinem Zimmer und versuchte immer wieder, das schwarze Garn vorsichtig durch die kleine Öffnung zu führen. Nervös beobachtete er das Ende der Schnur, welches sich wie eine kleine Miniaturschlange hin und her wand, scheinbar nur darauf bedacht es ihm unnötig schwer machen zu wollen. Da! Geschafft, die Spitze des Fadens war hindurch und langsam folgte jetzt auch der Rest. Ein kleiner Seufzer entfuhr dem Dieb. Jetzt konnte die eigentliche Arbeit beginnen, für die er den Schneiderdämon extra nach einer Rolle schwarzem Garn und ein paar Stoffresten in der gleichen Farbe gefragt hatte. Dieser hatte ihm zwar angeboten die Arbeit für ihn zu verrichten, höchstwahrscheinlich sogar viel besser als Seraphin selbst, aber der Lehrling hatte dankend abgewinkt. Bis jetzt vermochte er noch immer alle Löcher an seinem geliebten Hut und dem treuen alten Mantel zu flicken, auch ohne Hilfe. Obwohl es heute besonders übel aussah. Zwar hatte der Dämon ihm ausgezeichnetes Garn und einen sehr guten Stoff mitgegeben (was anderes hätte er auch nicht ewartet), aber dieses Mal war kein harmloser Riss bzw. nicht nur ein kleines Loch zu stopfen. Ein wenig entmutigt betrachtete er den schwarzen Hut, der vor ihm auf dem Tisch lag und ihn irgendwie vorwurfsvoll anzublicken schien. Das Loch welches die Schattenflamme Rhodgar's gerissen hatte war beachtlich und Seraphin konnte jetzt einmal durch den gesamten Hut schauen, so dass er auf der anderen Seite die massiven Bohlen des Tisch's erkannte. An den Rändern des durchlöcherten Stoffes waren noch Rußspuren zu erkennen, die sich ein wenig schwärzer als das ohnehin schon dunkle Material der Kopfbedeckung äußerten...ein Bild der Zerstörung.
Ach was!
sagte er sich und begann entschlossen, die Nadel langsam mit dem Faden durch den Stoff zu stoßen und mit den, vom Schneiderdämon erhaltenen Flicken, zu vernähen. Stoß um Stoß wuchs die Naht langsam aber sicher und das riesige Loch begann sich allmählich zu schließen. Dabei ging er äußerst genau vor. Zum Glück passte sich die Farbe der Stoffteile fantastisch an die des ursprünglichen Materials an, so dass man mit ein wenig Glück später wohl keine Unterschiede mehr ausmachen konnte. Aber trotzdem war Seraphin seinem Freund nicht böse und erstrecht nicht Aylen. Schließlich trugen Beide keine Schuld an der Sache, viel glücklicher war er das Aylen dabei nicht zu Schaden gekommen war und die junge Schwarzmagierin ihr hübsches Gesicht nicht aufgrund einer unglücklich gelenkten Schattenflamme verloren hatte. Außerdem beruhigte ihn dass der Hohepriester, Don-Esteban, so postitiv reagiert hatte. Schließlich wäre Seraphin der letzte gewesen der Rhodgar's Ansehen durch ein solches Hereinplatzen hätte schaden wollen. Aber wer konnte schon Wissen das dort ein übereifriger Magie-Lehrling vor versammelter Menge mit Schattenflammen um sich warf? Zum Glück war alles glimpflich ausgegangen, unvorstellbar was passiert wäre wenn Rhodgar seinen Schuss nur ein bischen weiter unten angesetzt hätte... daran wollte er nichtmal denken.
Mittlerweile war auch die letzte Naht geschlossen und Seraphin legte geschickt einen endgültigen Knoten auf den Faden, so dass er später nicht nocheinmal wieder aufgehen konnte. Dann lehnte er sich mit einem Seufzer zurück und betrachtete stolz sein Werk. Von den beiden riesigen Öffnungen die vorher noch in seinem Hut geklafft hatten war außer ein paar schwarzen Nähten nichts mehr übriggeblieben. Und selbst die konnte man nur bei näherem Hinsehen erkennen. Jetzt wickelte er noch das helle Hutband wieder um die Krempe und schließlich war damit wirklich fast nichts mehr von den schweren Malen, die die Schattenflamme verursacht hatte, zu sehen. Ein zufriedener Seufzer entrang sich seiner trockenen Kehle, die ganze Aktion hatte fast zwei Stunden feinstes Fingerspitzengefühl gepaart mit äußerster Konzentration erfordert. Erschöpft aber zufrieden beobachtete Seraphin wie das Zittern in seinen Händen langsam abklang... jetzt brauchte er ein bisschen Bewegung und frische Luft. Jedenfalls hatte er keine Lust noch mehr Zeit hier still in seinem Zimmer zu verbringen.
Erleichtert und zufrieden mit sich selbst setzte er seinen Hut wieder auf. Ein abschließender, prüfender Blick in den Spiegel und die letzten Zweifel waren beseitigt. Fröhlich schritt er auf den Gang hinaus in Richtung Refektorium, um sich mit einem guten Wein zu belohnen...
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| 28.01.2004 22:03 | #82 |
| Xalvina |
3 Wochen? 6 Bücher und eine Schriftrolle? Das wurde ja Abenteuerlich. Immerhin wusste die dunkle Fee jetzt, dass sie nicht mehr an ihren magischen Kräften zweifeln musste. Sie sah noch in der Ferne wie ihr Lehrmeister der Magie ihr die Bücher auf ihr Lesepult abstellte und mit einem „Viel Glück“ aus der Bibliothek verschwand. Viel Glück... Glück gab es in ihrem Leben nicht. Alles verläuft nach dem Rad des Schicksals. Zumindest glaubte sie daran, oder sie hatte stets immer daran geglaubt. Alles was geschah war bestimmt, man musste nur die Laufbahnen des Schicksals kennen. Viele Menschen glaubten diese Laufbahnen zu kennen, doch ihre Aussagen waren so gut wie diesem Gefüge nicht entsprechen. Zufälle gab es nicht... oder? Xalvina hatte sich auf den Lehnstuhl ihres persönlichen Lesepults, der in der Nähe der Fenster stand gesetzt, als sie ein wenig nachdenklich wurde.
Waren etwa die Gefühle, die ihr kaltes Herz widerfahren hatte etwa auch nur ein Zug des Schicksals? Die Empfindungen, die sie auf ihrer Reise jenseits mitten im Meer vernommen hatte, es waren Erfahrungen womit sie selbst nicht gerechnet hatte. Stets hatte sie sich eingeredet, nein sogar sicher daran geglaubt, dass sie ein Wesen ohne Gefühle ward. Ihr war es nicht erlaubt – sie hatte sich es nicht erlaubt. Sie hatte sich stets die Folgen daraus vor Augen gehalten, was sie beeinflussen würde... doch nun?
Ein seichter Luftzug berührte die Schwarzmagierin, welche nun den Blick auf das Fenster zu ihrer Seite warf. Draußen war es wieder dunkel. Wieder Mal. Die Nacht war der Tag der Dämonen. Die Nacht der Finsteren. Die Nacht der Dämonenbeschwörer. In Gedanken, so stand die junge Frau mit einem leicht traurigen Gesichtsausdruck vom Stuhl aufstand und die Bücher vergas. Still und Einsam so schaute die Magierin in diesem gewaltigen Büchersaal durch das Eisengitter hinaus in die Dunkelheit, in die Ferne.
Schicksal. War es nur eine einfältige Geste des Schicksals, dass sie begonnen hatte Gefühle für Mitmenschen zu empfinden die ihr Wichtig wurden? Weil sie begonnen hatte den Menschen zu vertrauen obwohl sie sich strikt geweigert hatte? Oder weil sie heimlich einen Menschen liebte.... Liebe. Noch nie war dieses schmerzende Seelische Gefühl der Einsamkeit so stark und zerreißend wie jetzt. Irgendwo da draußen würde ER sein – der Mann den sie liebte. Sehnsucht? Der Wunsch seine Nähe zu spüren. Nannte man das Liebe. Wahrscheinlich. Denn sie hatte ihm ihr Leben versprochen. Doch im Gegenzug zu ihm besaß sie nichts, was sie an ihn erinnerte und an ihn Denken ließ. Keinen Gegenstand, etwas was ihm gehörte – Nichts. Alles was geblieben war, war der Hochzeitsstrauß von Hummelchen, den die Dämonen auf Wunsch der Schwarzmagierin ins Refektorium fliegen lassen, damit er den Tisch der Magier zierte. Traurig schaute sie weiterhin hinaus, mit den Gedanken an ihre einzige Liebe, als sie laute Schritte vernahm. Die Fee vernahm wie sich eine Gestalt ihr näherte und drehte sich um. Ihre Augen erleuchten leicht, als sie mitunter der edlen Schwarzmagierrobe einen alten Bekannten sah, welchen sie schon einst auf eine doch schicksalhafte Begegnung angetroffen hatte. Es wirkte weit her zurück doch noch gut erinnerte sie sich an die Geschichte jenes Hûhne, welcher einst von der Legende um die Botin zwischen der Lebenden und Toten Welt erzählte...
„Zeiten kommen, Zeiten gehen... doch noch immer kommt mir unsere letzte Begegnung wie ein noch gegenwärtiger Augenblick vor. Sei gegrüßt Dûhn. Wie ich sehe seid ihr in meiner Abwesenheit ansehnlicher geworden, ihr bewegt euch so grazil wie ein Troll.“
Sie lächelte kurz, während sie ihre Hände schloss. Doch in ihren Augen flimmerte neben der dunklen Finsternis und der illusionären Kälte eine Traurigkeit...
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| 29.01.2004 09:38 | #83 |
| Dûhn |
Dûhn musste ob der Bemerkung der Fee unwilkürlich grinsen. Ein Troll? Das war doch garnicht mal so übel!
"Vielen Dank für das Kompliment, ich hab mich schon gefragt, wann mich jemand drauf ansprechen würde."
Der Riese griff sich einen der Stühle, welche normalerweise an den Lesepulten standen und bot ihn Xalvina an. Langsam, immer begleitet von monotonem Knarzen und Klingeln, wich Dûhn wieder auf eine angemessene Distanz zurück und schaute sein Gegenüber fragend an. Wenngleich sein Intellekt nicht unbedingt träge war, so übertraf seine, fast kindliche, Empathie diesen dennoch um längen.Ein klein wenig länger als notwendig verweilte Dûhns weicher Blick auf den harten Augen der Heroldin. Die Undurchdringlichkeit welche diese Augen wiederspiegelten war fast substanziell und doch... weit hinter jener vertrauten Finsterniss lag ein Schatten. Ein Schatten welcher nicht so recht zum sonstigen Bild der Fee passen wollte.
Verlegen räusperte sich Dûhn.
"Bedrückt euch etwas? Ich meine wenn...wenn ihr Probleme mit jemandem habt, dann kann ich mich um den Kerl kümmern!" Die Knöchel des Riesen ließen ein deutliches Kracken vernehmen.
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| 29.01.2004 13:14 | #84 |
| Claw |
"PPuhh... wurd auch ZeEEIIIIIIIIIT !!!" Gerade wollte sich der Söldner freuen, dass dieses Glibberding runter von ihm war, da schleimte es auch schon in seine Rüstung hinein. Wie eine Ratte unter einem großen Teppich sah man die Schnecke unter der Rüstung hin und her glibbern. Scipio, in seiner glorreichen Weisheit, packte einen Stuhl und versuchte gegen die Beule zu schlagenm, doch schon war die Schnecke weitergeglibbert und Claw lag irgendwie auf dem Boden und sah Sterne. Scipio allerdings hatte nur noch eins der Stuhlbeine in der Hand und blickte verständnislos drein.
Immer weiter glibberte die Schnecke durch Claws Rüstung, bis sie den Ausgang am Hals fand und sich erneut auf des Söldners Gesicht festglibberte. Selbe Ausgangssituation. Claw sprang panisch auf, da er schon wieder nur kotzgrüne Glibbermasse sah und lief mehrmals volle Wucht gegen die Wand, bis er irgendwann in einen großen Schneehaufen durch ein Fenster fiel. Anscheinend hasste diee Glibberschnecke den Schnee, denn sofort fiel sie ab und rollte sich zusammen. Scipio war direkt da und teilte die Schnecke in der Mitte durch, was die bisher blödeste Idee von ihm war, denn die geteilte Schnecke war nun zu zweit. Augen und Fühler kamen aus dem anderen Teil hervor und nun stand es 2 Glibberschnecken, gegen 2 Menschen. Und ehe diese sich versahen, hatte jeder von ihnen schon wieder eine Schnecke an der Backe kleben. Schöne Aussichten...
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| 29.01.2004 13:26 | #85 |
| SkyDiv@r |
Eins, zwei, drei, vier, fünf... Sky schnaufte. Seit die Sonne aufgegangen war befand er sich auf dem Hof des Kastells und trainierte, denn er wollte Azathot nicht ohne geübt zu haben unter die Augen treten. Trotz dieses intensiven Trainings schaffte Sky es nicht, sich zufridenzustellen mit seinen "Künsten". Und wenn Sky selbst schon nicht zufrieden war, was sagte dann sein Lehrmeister erst dazu?
"Also nochmal..." stöhnte Sky. Er stellte sich so hin, wie Azathot es ihm gesagt hatte: Leicht schräg, auf das rechte Bein gestützt und das Schwert schräg nach unten abgewinkelt. Sky hatte Mühe, bei dieser neuen Grundstellung das Gleichgewicht zu halten, aber nach einigen Minuten stand er fest auf dem Boden. Dann begann Sky, einfache Grundschläge in die Luft auszuführen."Eins, zwei, drei, vier..." Sky stöhnte immer lauter. "Was für eine Tortur..."
Nach einigen Minuten jedoch konnte der Einzelgänger die Schläge endlich gut ausführen, ohne städnig herumzuschwanken.
"So, was hat er mir denn noch gezeigt?" fragte sich Sky und dachte an gestern Abend, wo Azathot ihm verschiedenes beigebracht hatte.
Nach einiger Zeit hatte er sich die Übung wieder ins Gedächtnis gerufen und führte sein Training fort mit einer schnellen Folge an Schlägen mit denen er seine Gegner eindecken konnte indem er sie untereinander kombinierte und mit Schlag zu Schlag mehr Schwung gewann.
Nach einiger Zeit beendete er endlichs ein Training.
"Ich hoffe, Azathot wird zufrieden mit mir sein!" sagte er, verließ den Hof und ging durch die dunklen Gänge des Kastells. Vielleicht würde er ja Azathot finden, dachte er.
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| 29.01.2004 21:45 | #86 |
| olirie |
Als Ceron und olirie gerade ihre Mahlzeit verspeist hatten, hörten sie aus dem Kastell schreie, dies war nicht unbedingt ungewöhnlich, doch klangen diese Schreie anders und sie kamen aus der Richtung von oliries Labor.
"Hast du das auch gehört?", fragte der Priester Ceron, welcher nickte. "Ok, dann lass uns den Schreien nachgehen, folge mir."
Mit schnellen Schritten liefen sie zu oliries Labor. Dieser wunderte sich, dass die Tür einfach so offen stand. Kurz vor dem Labor rutschte er plötzlich auf etwas sehr glitschigem aus und da er gerannt war und der Schleim auf dem Boden die Reibung minimierte, schlitterte er auf dem Rücken direkt auf eine Wand zu. Während er dort rutschte, drehte er sich auch etwas. Erst die Massive Steinwand stoppte seine Fahrt, allerdings recht unsanft.
Als der Priester aufschaute, sah er schon Ceron auf sich zuschlittern. Anscheinend hatte er es auch nicht rechtzeitig geschafft, zu stoppen. Hastig versuchte olirie, zur Seite zu kommen, jedoch schaffte er es nicht rechtzeitig, er wurde schon gerammt. Mit größter Mühe schaffte olirie es sich etwas aufzurichten. Als er sich dafür allerdings mit einer Hand auf dem Fenstersims abstützte, rutschte diese ihm nach außen weg und er hatte keinen Halt mehr. Sein Bauch landete auf dem Fenstersims und sein ganzer Körper gleitete auf dem Schleim nach draußen durch das Fenster hindurch.
Unten angekommen, schmerzten ihn die meisten seiner Knochen und Gelenke, doch gebrochen war anscheinend nichts. Erst jetzt bemerkte olirie, die beiden Männer, die neben ihm im Schnee lagen und von denen jeder eine Schnecke auf dem Gesicht hatte. Zu Ceron rief der Priester noch "Schnell! Hol etwas, womit man schnecken ans Leder kann! Ich werds in der Zwischenzeit so versuchen!"
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| 29.01.2004 22:10 | #87 |
| Ceron |
Schnecken? Schnecken? Gut, Schnecken. Also was konnte man da tun. Ceron lief wie ein wildes Huhn im Labor herum und suchte vergeblich nach etwassem, sein Problem war, dass er nicht wusste was er suchte. So setzte er sich für eine kurze Denkpause auf den Boden. Wie war das nochmal? Im Frühling als die Schnecken die Felder des Bauern befielen, was hat dieser unternommen?glibbrigen schleimigen Häuten sofort auflösen. Ceron stöberte durch die Regale des Labors. Er fand Pech, Schwefel, Wasser, ganz oben auf einem Gestell sogar die Herzen von Golems, doch da war kein Salz.
Durch das Fenster schrie er dem Priester die Worte: "Wo hast du das Salz versteckt?" zu, doch dieser antwortete, dass er es erst letzten Freitag aufgebraucht hätte.
Ceron eilte wieder zum Ausgang des Labors, natürlich nicht ohne einen grossen Sprung über die Schleimbahnen gemacht zu haben. Vorbei an einem Dämon, der ihn ganz entrüstet ansah, immerzu direkt auf das Refektorium zu. Dort angekommen schrie er dem Küchendämonen die
Und es half, denn es kam ihm der geniale Gedanke, Salz, der Schneckentod in Person. Darunter würde sich jede Schnecke mit ihren Worte Olirie, Ich Salz zu, worauf dieser nach kurzer Zeit auch schon mit zwei Salzbeuteln anschwebte. Noch im Weggehen hörte er die Worte; Salz ist sehr kostbar, verschwende es nicht! in seinem Kopf hallen.
Flugs durch das Tor des Kastells hindurch auf die rechte Seite zulaufend, erblickte er auch schon die zwei Riesenschnecken, oder waren da noch die beiden Söldner? - Ja genau, Scipio und Claw. Ceron öffnete einen der Salzbeutel, doch noch bevor er das Salz über die Ungetümer streute schrie er: "Augen zu ihr beiden, das könnte schmerzhaft werden!" Die beiden Schneckengestalten, womit auch die Söldner gemeint sind, zuckten zusammen. Wahrscheinlich fürchteten sie Ceron würde grad mit einem Beil auf sie einhauen. Doch warf dieser je einige Prisen Salz auf die Biester, welche sich sehr schnell zurückbildeten.
Ein wahres Wunder, sieh nur was da geschieht! Sie scheinen sich aufzulösen, Salz - der Schneckentod.
"Ach übrigens, Olirie, ihr braucht noch Salznachschub für euer Labor." er warf der kümmerlich am Boden liegenden Gestalt einen Beutel voller Salz zu.
Die Söldner rannten erstmal ins innere des Kastells, wahrscheinlich wollten sie sich das Grünzeug abwaschen. Ceron jedoch stützte den Magier, welcher sich wohl ein Knochenleid zugezogen hatte unter dem Arm und brachte ihn so wieder in sein Labor. Die Unordnung vor dem Labor, wurde von einem Dämonen schnell in beste Ordnung verwandelt, so schien es jedenfalls, denn der Boden war wieder blitzblank wie vorher.
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| 29.01.2004 22:29 | #88 |
| HoraXeduS |
"Das ist ja der HAMMER!!!" Der plötzliche Ausruf des Schwarmagiers erschreckte diesen selbst am ehesten. Möglichst unauffällig wandte er seinen Blick zwischen nunmehr leicht hochgezogenen Schultern nach allen Seiten. Er spürte die Blicke. Sie waren nicht wohlwollend. Nun denn, es war ja auch sonst nicht seine Art, sich ausgerechnet hier in der Bibliothek lautstark zu entäußern. Da sollte sich mal keiner anstellen.
Umgehend stand der Glasmacher von seinem Platz am Studiertisch auf und griff nach dem Buch, das er soeben noch durchgelesen hatte, um es sich unter den Arm zu klemmen. "Wenn das wirklich geht..." murmelte er abwesend vor sich hin, während er sich auf den Weg aus dem Lesesaal des Kastells machte. Wieder spürte er die Blicke, zuckte kurz mit den Schultern und schloss die schwere Tür hinter sich.
Ein kurzer Abstecher in den altbekannten Übungsraum folgte, dort der flinke Griff nach der hoffentlich richtigen Übungsrune, und Horaxedus ging schnurstracks zurück, durchquerte die Eingangshalle und verließ schließlich leise lächelnd das Kastell.
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| 30.01.2004 10:01 | #89 |
| Azathot |
Azathot schreckte hoch. Sein schmerzender Rücken verriet ihm, dass er in einer nicht allzu bequemen Position definitiv zu lange geschlafen hatte.Vor dem Schwarzmagier lag ein dickes aufgeschlagenes Buch, sowies zwei Stapel, einer mit einem Haufen Bücher der andere bestand aus lediglich einem Buch, allesamt über die Beschwörung der Blutfliegen.
Stundenlang hatte er sich durch díe dicken wälzer gequält, die ganze ZEit die Theorie der Blutfliegenbeschwörung in sich aufgenommen von dem Prinzip der Beschwörung allgemein bis hin zum praktischen Wirken eines Blutfliegenzaubers, nur hatte der Schwarzmagier nicht wirklich viel davon verstanden, war die MAgie für ihn doch etwas was man beim lernen auch anwenden sollte und nicht einfach hoffen das man es mit der Theorie konnte, die Praxis war das entscheidende. Nur wie ohne Rune zur Blutfliegenbeschwörung.
Sicherlich würde der Don seinem Schüler eine Rune geben, wenn er ihn nur einmal finden würde, dass war beim Don eher Glückssache, wahrscheinlich war dieser froh wenn er wusste wo er selbst war.
Bei der Gelegenheit fragte Azathot sich wo seine Schüler waren und was sie taten, Sky war sicherlich beschäftigt genug damit die neuen Schläge und seine GRundstellung zu üben, Azathot zweifelte nicht daran, dass er diese schnell beherrschen würde, aber gleichermaßen wusste er wie schwer es war sich auf diese neue Art des Kämpfens umzustellen.
Von Dûhn hingegen hatte der Lehrmeister lange nichts mehr gehört, doch beherrschte er auch bereits alles, was der Lehrmeister im schon beibringen konnte, mehr würde er erst erlernen wenn er seine erste Prüfung bestanden hatte, sicherlich würde er dann gemeinsam mit Hìrgalad lernen wollen, das liese sich garantiert organisieren.
Doch jetzt empfand es Azathot als richtig sich ein schönes Frühstück im Refektorium servieren zu lassen. ER trug noch einem Dämonen auf eines der Bücher in Azathots Zimmer zu bringen, dann verlies der Schwarzmagier die Bibliothek.
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| 30.01.2004 19:04 | #90 |
| Xalvina |
„Probleme...“
Ihr kleines Lächeln auf ihren eisigen und doch widersprüchlich ausdrucksvollen Lippen erstarb plötzlich, als sie langsam ihre Augen schloss, sich von der fast übergroßen stark gebauten Figur des Hûhnen abwendete und sich wieder anmutig, geheimnisvoll und doch in einem leichten Gefühl von einer Trauer dem Fenster zuwandte. Ihre leichten Schritte waren im Gegensatz zu dem Fischer kaum zu hören, das lange schwarze enge Kleid, welches Ende noch auf dem spiegelglatten Boden der Bibliothek imponierend sich hinterher zog, verdeckte ihre Füße als sich die junge Dämonenbeschwörerin vor dem Fenster stehen blieb. Langsam so strichen ihre Finger ihrer rechten Hand über das kunstvolle kalte Eisengitter des Fensters, während das bunte Fensterbild ihr entgegen lachte. Erst nach dieser kurzen Schweigeminute drehte sie sich wieder langsam zu ihm, ihre Augen auf das markante Gesicht des großen Mannes gerichtet, ihre linke Hand auf ihre Brust legend.
„Es gibt so viele Probleme in diesen Welten, Dûhn. Viele sind so umfassend, dass wir sie nicht einmal mehr wahrnehmen können, weil sie in uns so bewusst geworden ist. Und einige werden sich niemals ändern – doch stehen uns nahe Veränderungen bevor. Ob es nur Kleine in unserem Alltag sind, Veränderungen die einen Wesen für die nahende Zukunft stehen, oder Umgreifende die etwas in unserer vertrauten und doch so fremden Welt verändern.
Und auch ich spüre eine Veränderung.
In mir...“
Einen Moment setzte sie aus. Sie drehte sich wieder zum Fenster um und wandte ihm den Rücken zu. Dabei schloss sie ihre beiden Hände nun und faltete sie, sodass sie an ihrer Brust lagen. Der Mond beschien die zierliche Gestalt der jungen Frau sowie ihr Gesicht, welches nun kreidebleich wirkte und brachte ihr Wesen zum Ausdruck. Ihre Stimme war nicht mehr wie früher hart, eisig und kalt. Nein inzwischen war sie weicher geworden, emotionaler – aber traurig. Das geheimnisvolle an ihr war geblieben, doch es hatte sich eine Traurigkeit darin vermischt, die die eisige Kälte abgelöst hatte und eine Stimme des Herzens darin sprechen ließ.
„Dûhn... oft habe ich mich gefragt,
was die Menschen am Leben hält...
Es gibt so viele Ungerechtigkeiten in ihrem Leben, soviel Schmerzen, soviel Leid. Wie oft werden sie von bestrafenden Schicksalen heimgesucht, wie oft müssen sie mit schweren Schlägen Hinwegs der Zukunft und der Vergangenheit rechnen. Wie oft nimmt man ihre Liebsten Mitmenschen weg, wie oft legt man ihnen die Lasten der Welt auf ihre Schultern.
Wie oft wird ihnen der Weg erschwert, wie oft wird ihnen ihr aufgebautes Leben zerstört.
Aber sie kämpfen weiter.
Unaufhörlich.
Sie geben einfach nicht auf...
Was gibt ihnen die Kraft dazu, sich jedes Mal von neuem Aufzuraffen und sich diesen Lastern ihrer Welt entgegen zu stellen. Wie kommt es dazu, dass sie diese innere Kraft noch aufwenden können, selbst wenn sie am Ende der Welt stehen?Ich habe es nie verstanden...
Aber erst jetzt – nach einer nur einzigen Reise – so beginne ich langsam zu verstehen, was die Menschen von willenlosen Untoten oder irgendwelchen Kreaturen unterscheidet. Desto länger ich auf dieser Insel weile, desto mehr beginnt Khorinis und mein Umfeld mich damit zu zeichnen. Etwas was mir nie bewusst gewesen war, weil ich es nicht kannte oder es nicht erkennen wollte ist plötzlich da, eine Veränderung so beginnt sie mich zu verändern. Ich beginne etwas zu Empfinden, was vorher niemals existent gewesen war.
Freude.
Trauer.
Neugier.
Verlangen.
Sehnsucht...
Eine Veränderung die einerseits soviel Gutes Bewirken kann, doch wird sie tödlich für mich sein. Ich fürchte, dass ich mein Herz an einen Menschen dort draußen in dieser Welt verloren habe, obwohl es mir verboten war. Und erst jetzt beginn ich mich selbst zu fragen, für was ich eigentlich die ganze Zeit gekämpft habe. Ich fühle dass mir meine Zeit vergeht, die mir gegeben ist...
So viele Fragen, doch keine Antwort...“
Sie verstummte. Einen Moment herrschte wieder das Schweigen über ihnen, als sie sich dann wieder zu ihm umdrehte und ihm noch ein weiteres Mal in die Augen blickte. Sie hätte noch etwas sagen wollen, doch sie beließ es dabei, da Worte ihre Veränderungen in ihr nicht ausdrücken konnten. Und so blickte die Dämonenbeschwörerin ihn an, als sie überraschender Weise in dieser Anspannung eine andere Bemerkung loswurde.
"Lasst uns ins Refektorium gehen und speisen..."
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| 30.01.2004 20:27 | #91 |
| olirie |
Wieder in seinem Labor angekommen, versuchte olirie mit einem Handtuch den Schleim der Schnecke von seiner Robe abzuwischen. Bevor Ceron mit dem Salz gekommen war, hatte der Priester versucht, die Viecher mit der Hand von den Gesichtern der Opfer zu ziehen. Dabei hatte er sich etwas vollgesaut.
olirie war schon fast am verzweifeln, als ihm Fragen aufkamen. Was wollten die beiden Männer in seinem Labor? Wie kam die Schnecke da rein? Und vor allem, gibt es etwa noch mehr davon? Ist in seinem Labor vielleicht so etwas, wie ein Schneckennest? Diese Vorstellung beunruhigte den Priester, welcher auch gleich beschloss, dem nachzugehen.
Er sagte zu Ceron: "Lass uns mal lieber nachschauen, ob es hier nicht noch mehr von diesen Schnecken gibt, sowas will ich nicht in meinem Labor haben."
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| 30.01.2004 22:38 | #92 |
| Ken Suyoko |
Ken kam näher.
Er wusste nicht was mit ihm geschah.
Der magier erzählte ihm etwas von dem Schwung aus dem Handgelenk und am Ende erst aus dem Arm, auserdem sagte er ihm das Goldlegierungen recht einfach zu machen sind, aber sehr weich sind. Daher wenig Schutz bieten und noch wolch vielen anderen Kram.
Dann plötzlich verstummte er. Er drehte sich um, blickte in die Flamme und als ob in Kens Körper Milliarden Pfeile schossen spürte er einen Schmerz. Ein Schmerz der nat wenigen Sekunden wieder verblasste.
Dann drehte Diego sich wieder um und sagte: Die Bibliothek wird dich einweihen! Nun geh! Und Kens Füße trugen den Adepten hinaus, die Treppe hinauf und durch die Pforte, den ganzen Weg rückwärts. Geführt von einer Geisterhand. Dann als er weit genug vom Kastell entvernt war löste sich dieser selstame Griff und Ken konnte ungehindert den Weg ins Kloster vorführen. Er war froh mal wieder ins Klsoter zu kommen, in die schützenden Mauern des Klosters. Keine Skelette, keine Dämonen nur Magier und Menschen.
Obwohl er mit den Skeletten sich nicht ganz sicher war! Dennoch lief er weiter.
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| 31.01.2004 16:35 | #93 |
| Ceron |
Als sich die beiden auf die Suche nach Schneckenspuren in Olirie's Labor machten, verfolgte sie ständig ein leises Knistern.
Doch das bemerkten die beiden garnicht, sodass sie nichts ahnend weiter jeden Topf und jede Zutat zweimal aufhebten.
Sie wurden jedoch nicht fündig, bis Olirie an dem Schrank stehen blieb und lauschte. "Da ist was Ceron, schnell bring Bier und Salz!"
- "Wie du willst, Bier und Salz. Ich werde gleich mal ein helles Orkbräu bestellen. Das gibts bestimmt im Refektorium."
Als Ceron mit dem Bier zurückkam, das Salz hatten sie ja schon. Musste er sofort Alles fallen lassen und den Priester wieder zurück auf seinen Schaukelstuhl setzten. Da wollte dieser verrückte Olirie doch wirklich in seinem miserablen körperlichen Zustand den Schrank beiseiteschieben. Das war dann Arbeit für Ceron, welcher sich auch gleich daran machte, während de Magier etwas mit dem Bier anstellte.
Ceron dachte immer Bier könne man bloss trinken, doch der Magier meinte nebenbei: "Bier, mein Junge, das edle Getränk zieht nicht nur uns starken Mannen an, sondern auch die Schnecken werden davon angezogen!"
Er bastelte etwas an einem Reagenzglas herum, sodass sich Bier nun wie ein Stein werfen liess, welch Verschwendung. Als Ceron, meinte er könne sie schon hören stellte sich Olirie auf den Tisch und Ceron riss mit einem gewaltigen Ruck den Schrank beiseite.
Wahrlich, da waren sie, diese Biester sie schossen an Ceron vorbei auf Olirie zu, doch ehe sie ihn erreichten schleuderte er das Biergeschoss zu Boden um sie abzulenken.
Nun war Ceron's zweite grosse Stunde gekommen, wieder nahm er den Salzbeutel. Zuerst wollte er ihn über den Schnecken ausschütteln, als ihm die Worte des Dämonen, "Salz ist sehr kostbar, verschwende es nicht" wieder in den Sinn kam. Nach einer Denksekunde hatte er auch schon einige Priesen Salz auf die Ungetüme geworfen. Es war wie Moleratkeulen würzen. Mit etwas Schwung aus dem Unterarm flog das Zeug in hohem Bogen auf die Schleimschnecken zu. Er genoss den Moment des Fliegens, denn er wusste in einem Bruchteil einer Sekunde würden die Viecher zu schmelzen beginnen.
Stolz sah er auf zu Olirie, welcher immer noch auf dem Tisch stand."Darf ich bitten, werter Magier?" mit diesen Worten gab er dem Magier die Hand und führte ihn wieder sicher von seinem hohen Ross herunter.
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| 31.01.2004 18:05 | #94 |
| Claw |
Claw stand auf und ging in das Labor, um mit Olirie zu sprechen. Er sah die Schweinerei auf dem Boden und machte einen großen Bogen darum."Puhh... ihr kamt gerade rechtzeitig. Wir wollten Euch suchen, Olirie und haben die Tür geöffnet und wurden von den Schnecken angesprungen." Claw sah den Schleim an und schüttelte sich. Ekelhafte Viecher.
"Also warum ich hier bin: Ich wollte euch aufsuchen, da wir bei meinem letzten Besuch über die Gewölbe sprachen und sie irgendwann mal erkunden wollten. Nun, ich denke die Zeit ist gekommen. Wenn es Euch nicht stört, Olirie, können wir sofort aufbrechen. Ihr wollt sicher genauso sehr wissen, wieso diese Schneckenviecher aus den Gewölben in Euer Labor kamen..." Claw sah Runen Lord an. Nun wusste auch dieser, was Claw und Scipio vorhatten.
"Ein Freund wird uns begleiten, Scipio Cicero, mein Armbrustlehrmeister. Dann sind wir zu dritt und ich denke dass dies sicherer ist, als zu zweit." sagte der Söldner und zeigte auf Scipio, der gerade ins Labor kam. Dann warf er noch einen Blick Runen Lord zu.
"Ich kann mir denken, dass du uns begleiten willst, aber das ist für einen unerfahrenen Bürger zu gefährlich. Dort leben die blasphemischsten Viecher, die man sich nicht mal in seinen Träumen vorstellen kann. Bestimmt kommen von dort auch die Schnecken... und ich hoffe, dass es nicht noch größere davon gibt. Also Olirie, werdet Ihr uns begleiten ?" fragte Claw voll Zuversicht. Er wollte endlich hinunter, in die Gewölbe und sie erkunden.
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| 31.01.2004 21:49 | #95 |
| Renata |
Die Magierin saß in ihrem Zimmer und starrte in die Flammen des Kaminfeuers. Dabei spielte sie mit dem flachen Stein, den sie vor einigen Wochen in einem Steinkreis unweit des Kastells gefunden hatte. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um einen Steinsplitter von einem der zum Kreis aufgestellten Monolithen, die den damaligen Erbauern als heilig galten. An der Außenseite, dort, wo der Stein seit vielen Hunderten - vielleicht Tausenden - Jahren Sonne, Wind und Niederschlägen ausgesetzt war, von dunkelgrauer Farbe. Aber an der frischen Bruchseite war die Farbe des Steines hell, ein lichtes Grau, fast schon rauchblau.
Doch allzu lange vermochte diese ungewöhnliche Färbung ihre Aufmerksamkeit nicht zu fesseln. Schnell strebten ihre Gedanken wieder zu dem Geschehen von vor wenigen Tagen im Innenhof zurück, dorthin, wo sie zusammen mit Rhodgar Frevelhafterweise einen Lichtzauber beschworen hatte, ohne dazu ausgebildet zu sein. Zu der Stelle, als sie bei einer Art Zauberunfall in einem kurzen Augenblick der Hellsichtigkeit Bilder und Gesichter sah, von denen sie bis heute nicht wusste, ob diese ihren eigenen, verschütteten, oder aber Rhodgars Erinnerungen entsprangen. Wenn sie den Gesichtsausdruck des Schwarzmagiers in dieser Nacht richtig interpretiert hatte, war es ihm nicht anders ergangen. Wer waren die Menschen, die sie gesehen hatte? Versuchten sie ihr etwas zu sagen?
Die wieder ins Gedächtnis gerufenen Gesichter bewegten ihre Münder, schienen die Magierin direkt anzusehen und mit ihr zu sprechen. Immer mehr wurden es, immer näher schienen sie zu kommen. Immer eindringlicher wurden ihre Mienen, und immer eindringlicher ihr stimmloses Sprechen. Plötzlich hatte sie das Gefühl von Gefahr, großer Gefahr. Gefahr, die abgewendet werden musste. Doch nicht ihr selbst galt ihre Angst, nein, dem Schwarzmagier, ihrem junger Bruder Rhodgar schienen die Drohungen zu gelten....
Mit einem Ruck fuhr Renata hoch, die Gesichter verschwanden. Sie war wohl vor in der Wärme des Kaminfeuers kurz eingenickt. Dabei war ihrer Hand, die über der Armlehne des Sessels gehangen hatte, der Steinsplitter entglitten und zu Boden gefallen. Als sie ihn wieder aufhob, bemerkte sie, dass sich beim Fall ein Teil des Steines gelöst hatte. Wahrscheinlich bestanden die dafür nötigen Risse schon seit vielen Jahren, durch eindringende Feuchtigkeit und Frost gelockert, hatte der Fall aus vergleichsweise geringer Höhe ausgereicht, ein Fragment aus dem Steinsplitter heraus zu brechen.
Dieser neue kleine Steinsplitter war von der sauberen, der rauchblauen Seite des ursprünglichen Splitters gebrochen, so dass alle seine Seiten von gleicher heller Farbe waren. Er hatte die Form eines Dreiecks: ein Schenkel kurz, die beiden anderen, längeren Schenkel genau gleich lang. Eine perfekte Form. Und die hatte in dem verbleibendem Rest des alten Steinsplitters so etwas wie eine Negativ-Form hinterlassen.
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| 01.02.2004 00:23 | #96 |
| Seraphin |
Niemand. Wirklich Niemand. Nur Leere...
Seraphin saß alleine im Refektorium und starrte nachdenklich auf die verbleibenden, rötlichen Tropfen in dem ausgetrunkenen Weinkrug. Der kümmerlicher Rest einer Moleratkeule lag auf seinem Teller und teilte sich den Platz mit einem übriggebliebenen Stück Brot. Das Kastell war wie ausgestorben...
Nicht das es sonst lebhafter gewirkt hätte, aber im Refektorium war bis jetzt, vor allem um diese Zeit, fast immer jemand anzutreffen gewesen. Es schien als ob irgedein geheimer Zauber all die schwarzgewandeten Diener Beliar's hinweggerafft hätte, vielleicht sogar mitten hinein in das Reich ihres dunklen Gottes...jedenfalls waren sie nicht hier. Seraphin seufzte. Nachdenklich folgte sein Blick dem einfachen Muster im Holz der Tische, wanderte durch den Raum und blieb an einer der vielen Fackeln stehen. Die Flamme zuckte unbeständig hin und her und der schwarze Stein um sie herum wurde ein bisschen heller erleuchtet. Ab und zu ein Zischen, ein besonders starkes Flackern wenn der Luftzug für einen Moment zunahm, nur um dann wieder in die monotone, unbeständige Bewegung des Lichtes zurückzukehren...
Gedankenverloren stocherte er in den Überresten seiner gerade beendeten Mahlzeit herum, wie auf der Suche nach etwas, das er darin sowieso nicht finden konnte. Den Kopf auf den Arm gestützt und seinen Hut neben sich auf dem Tisch liegend. Die langen, weißen Haare, fielen scheinbar wirr durcheinander über den zerknitterten Stoff seines schwarzen Mantels. Neben ihm der lange Wanderstab, angelehnt an die Kante des Tisches und einen langen Schatten auf den Boden des Refektoriums werfend...
Die Zeit schien still zu stehen und es war kein Laut zu hören, nur das weit entfernte Heulen des Sturms, der mit wütender Kraft über die Zinnen des Kastells hinwegfegte....
Das Muster in dem Holz des Tisches nahm beim unbeständigen Flackern der Fackel seltsame Formen an. Seraphin's Fingerspitzen folgten dem Gewirr aus Linien und Fasern und er spürte die rauhe Oberfläche des stabilen Materials... langsam nahm er seinen Dolch heraus und betrachtete die scharfe Klinge im Licht eines der zahlreichen Leuchter, welche auf der Tafel verstreut waren. Die Schneide glänzte und der seltsame Drachenkopf am Griff schien plötzlich auf eine eigene, unheimliche Art und Weise lebendig zu werden. Die kleinen, mit akribischer Genauigkeit geformten Augen, blickten ihn scheinbar eine Spur weniger ausdruckslos als sonst an. Gedankenverloren spießte er mit der Spitze das übriggebliebene Stück Brot auf und schob es sich vorsichtig in den Mund, bevor der Dieb die Waffe wieder zurück an den Gürtel steckte.
Niemand, wirklich Niemand. Auch im Innenhof war Alles wie ausgestorben gewesen...
Mit einem Ruck stand Seraphin auf und der lange schwarze Mantel fiel kraftlos nach unten. Er musste hier weg, ganz einfach. Er brauchte mal wieder ein bisschen frische Luft und Abwechslung vor der ewigen Stille dieses riesigen Ortes. Entschlossen setzte der Dieb sich den zerschlissenen Hut auf, griff sich seinen Wanderstab und verließ mit großen Schritten das Refektorium. Während er die langen dunklen Gänge des Kastells entlangschritt, kam es ihm in den Sinn, dass es vielleicht ratsamer wäre den Sturm abzuwarten und erst morgen loszugehen. Aber er wollte nicht länger warten. In der Eingangshalle blieb Seraphin nochmal stehen und ließ den Blick suchend umherschweifen, in der Hoffnung vielleicht doch noch Rhodgar oder Renata hinter der nächsten Ecke hervorspringen zu sehen. Natürlich vergebens und in Gedanken schalt er sich einen Narren. Ein wenig bedauerte er es jedoch, seinen Freunden nicht Bescheid sagen zu können, aber er wusste ja auch nicht wie lange er wegbleiben würde. Vielleicht würden sie es ja gar nicht merken. Mit einem Seufzer drehte er sich um und betrachtete das imposante Eingangstor des Gebäudes. Hinter den beiden Flügeln hörte man dumpf das Heulen des Windes, welcher schon den ganzen Tag die Bäume hin und her rüttelte.
Sobald er auch nur den Gedanken gefasst hatte zu gehen, öffnete sich das riesige Tor und ein eisiger Luftzug wehte hinein, begleitet von einigen verirrten Flocken die wild durcheinander wirbelten. Ein letzter, suchender Blick zurück. Dann rückte er den Kragen zu recht, zog den Hut tiefer in die Stirn und packte seinen Stab fester.
Schließlich trat er mit einem entschlossenen Schritt in den tobenden Sturm hinaus, während sich hinter ihm die riesigen Flügel wieder lautlos zurück an ihren Platz bewegten...
Das wirbelnde Schneetreiben hatte ihn sofort eingeschlossen und Seraphin's Gestalt verschwand in der Schwärze der Nacht...
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| 01.02.2004 06:04 | #97 |
| HoraXeduS |
Leise näherte sich ein Schatten dem Kastell der Schwarzmagier. Soweit stimmte die Geschichte, doch war es nur die halbe Wahrheit. Leise, fast so, wie er es einst von Maximus gelernt hatte, bewegte sich Horaxedus auf das große, knochenbeschlagene Tor zu.
Doch war dies nicht der einzige Schatten, der sich dem düsteren Gemäuer näherte. Wenngleich der zweite, deutlich größere, nicht eben als leise bezeichnet werden konnte.
-WUMM- -WUMM- -WUMM- polterte sich die riesenhafte Schwärze durch die Nacht und blieb schließlich wummernd neben Horaxedus stehen.
Zwei Skelette hingen am Tor. Dies war nichts neues. Doch nur selten hatte jemals jemand beobachten können, wie diese beiden angesichts eines Neuankömmlings nicht nur ihre leeren Augenhöhlen zu reiben wünschten, sondern unmittelbar darauf panisch zu zappeln begannen. Netter Versuch, Flucht jedoch ausgeschlossen. Die Nägel Beliars hefteten die Unglücklichen fest und glänzend an die Flügel des Tores wie eh und je. Langsam näherte sich Horaxedus dem Tor, der stampfende Koloss folgte ihm. "Kicherndes Totenvolk, heute keinen lustigen Spruch auf den..." -an dieser Stelle musste der Glasmacher einfach lachen- "...Lippen?"
Ein Fingerzeig des Schwarzmagiers genügte, und der steinerne Golem beugte sich vor, zunächst eines der beiden zappelnden Skelette zu schauen, dann sogleich das andere zu mustern. Es folgte ein Appetit verheißendes Lecken einer vermutlich steinernen Zunge über die nicht minder steinernen - an dieser Stelle musste der Glasmacher einfach lachen- Lippen.
Für einen Augenblick herrschte Stille vor den Mauern Beliars. Nicht untotes Geschnatter, nicht magisches Verlangen bohrte sich in diese ruhige, fortgeschrittene nacht. Horaxedus genoss das Gefühl der Macht, welches er mit eindringlicher Geste den beiden lästigen Torbewohnern aufzwang.
Erneut rumpelte es. Und während der Magier sich noch umdrehte, seine jugendliche und doch zugleich altersschwach zerfallene Kreatur zu betrauern, knisterte es leise vom Holz der massiven Flügel des Kastelltores.
"Ob der Magier jetzt beweint
den Tunichtgut aus sprödem Stein?"
"Entweder war der Golem hohl,
oder sein Herz aus Blumenkohl."
Währenddessen stieg heiße Zornesröte in Horaxedus auf, als er bitter enttäuscht das Kastell betrat, um letztlich mit hängenden Schultern die Bibliothek aufzusuchen.
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| 01.02.2004 13:21 | #98 |
| Rhodgar |
Endlich! Die so sehnlichst erwartete Tür des Refektoriums kam näher und näher. Ein kleiner Stoß, und sie war aufgeschwungen, und mit ausgelaugten Schritten schleppte sich ein Schwarzmagier zum nächsten Tisch, um sich sofort daran niederzulassen. Hier hatte alles begonnen, und hier endete es wieder, dieses kleine Abenteuer, das Rhodgar quer durch die verschiedensten Korridore und Gangwindungen geführt hatte.
Jegliches Zeitgefühl war entschwunden, der Magus war fand sich im Unklaren darüber wieder, wie lange er denn in diesen staubigen Flurpassagen herumgegeistert war, ohne jedweden Kontakt zu seiner eigentlich Welt, deren Handlung sich im Innenhof, in der Bibliothek oder eben im Refektorium abspielte. Wehmütigen Gedankens an seinen Freunde und natürlich auch an seinem Lehrmeister Don-Esteban hängend, hatte er es aber schließlich doch geschafft diesem Verwirrspiel von Mauern und Wänden zu entkommen (ob das nun sein eigener Verdienst war, oder ob er von irgendetwas Höherem geleitet worden war, das konnte er nicht sagen). Zwischenzeitlich hatte er sogar eine mehr oder weniger gute Bekannte wiedergetroffen, Aylen, der er beinahe ihren schönen Kopf angesengt hätte. Eine logische Konsequenz, dass jene nicht gerade erfreut war, ihn zu sehen. Deswegen hatten sich die Wege der beiden Magiestudenten eher schnell getrennt, keine Zeit war mit unnützen Begüßungsorgien oder sonst einem Kram verplempert worden. Jeder war seinen eigenen Weg gegangen. Und jener von Rhodgar hatte ihn schließlich wieder zurück ins Refektorium geführt, wo er hoffte ein paar altbekannte Gesichter wieder zu erkennen. Doch diese Hoffnung blieb unerfüllt, so leer und brach wie sein Magen lag der immense Speisesaal vor ihm, lediglich das Klappern der Pfannen, mit denen das Küchenkrokodil hantierte, war zu hören. So war es auch nicht weiter wunderlich, dass es erst eine gewisse Zeit brauchte, bis dampfend und qualmend ein Suppenteller herangeschwebt kam. Gierig weiteten sich die Augen des Dämonenbeschwörers, der den Löffel in der Hand haltend unruhig auf seiner Sitzgelegenheit hin und her rutschte. Was für ein Festessen, wenn man bedachte, dass es ihm eine Zeit lang nicht vergönnt gewesen war etwas anderes zu schlucken als den Staub, der hier und da von der Decke der Korridore gerieselt war.
Den Bauch gefüllt, den Geist gestärkt, galt es nun, sich so schnell wie möglich wieder in das "alltägliche" Leben hier im Kastell einzureihen. Vor Rhodgars kleinem Abenteuer hatte der Don ihm gesagt, er würde ihm ein paar ganz exzellente Werke über die Beschwörung einer untoten Blutfliege zusammenstellen. Ob dies wohl schon vollbracht war? Vielleicht lagen sie ja schon fein säuberlich ihrer Wichtigkeit nach geordnet auf dem kleinen Sekretär in seinem Zimmer, und warteten nur darauf geöffnet zu werden. Doch sollte dies der Fall sein, fehlte immer noch die für diesen wohl äußerst schwierigen Zauber notwendige Rune. Auch wenn der Don meinte, es wäre erst nach Beendigung aller Schriften an der Zeit, den Runenstein herauszurücken, so war Rhodgar doch der Ansicht, dass es für alle nur von Vorteil war wenn ihm etwas mehr Freiraum beim Zaubern gelassen wurde. So hatte er schließlich auch die Schattenflamme zu beherrschen gelernt.
Schnell ward ein Dämone herbeigewunken.
"Höre, Dämon. Ich möchte, dass du Meister Don-Esteban diese Nachricht überbringst..."
Wort für Wort diktierte er dem Flattervieh seine Botschaft, und verschwand dann eben so geschwind aus dem Refektorium, wie er gekommen war. Natürlich musste er jetzt der normalsten menschlichen Natur nachgeben, er war schließlich auch nur ein solcher und brauchte seinen Schlaf.
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| 01.02.2004 17:38 | #99 |
| HoraXeduS |
'Doch wisse, Magus, der Knochen des stolzen Schattenläufers Herr zu werden bedarf es langjähriger, zäher Geduld.' Horaxedus schmunzelte. Natürlich hatte er Geduld. Was für ein unnützes Vorwort. Ungeduldig blätterte er weiter.
Die ersten Kapitel waren flink überflogen. An diesem Werk schätzte der Schwarzmagier vor allem, dass man es lesen konnte. Die Sprache war zu verstehen, die Schrift leserlich und es war sogar ein Bild reingemalt. Bilder waren wichtig, damit einem ein Buch nicht allzu langweilig zu werden drohte. Hier jedoch war das gar nicht nötig. Selten hatte Horaxedus eine kurzweiligere Lektüre auf seinem Studiertisch vorgefunden. Besonders die Verweise auf das zweite Buch, welches zu dem Thema auf dem Tisch lag, fand der Glasmacher interessant. Es war ein richtiges Studieren und Durcharbeiten, was er hier in der Bibliothek des Kastells vollziehen konnte. Das sah gewiss wichtig aus. Hoffentlich sah ihn jemand hier sitzen.
Nachdenklich in seine Texte vertieft, strich sich Horaxedus über seinen Zehntagebart. Es war wirklich Zeit, sich mal wieder einer etwas gründlicheren Körperpflege zu unterziehen. Also gut, dieses Buch noch durchgehen, dann war mal ein Tag Pause fällig. Der Magier freute sich auf seine Fliegen und arbeitete nochmals spürbar aufgeheitert weiter.
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| 01.02.2004 18:57 | #100 |
| meditate |
die magierien saß in ihrem labor und hatte die tür nur angelehnt. sie hatte in den letzten tagen intensiv an neuen schriftrollen gearbeitet und das gift für blutfeuer in die winzigen phiolen gefüllt. es wurde zeit, dass blutfeuer mal wieder vorbei kam, damit sie ihr diese giftige fracht aushändigen konnte.
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| 01.02.2004 19:23 | #101 |
| olirie |
"Ihr wollt in die Gewölbe? Ja, das klingt gut, ich werde euch begleiten, vielleicht finden wir ja noch ein paar Schnecken. Lasst uns sofort losgehen. Folgt mir."
Olirie führte alle Gäste aus seinem Labor und schloss danach die Tür, damit da auch ja nichts und niemand einfach so reingeht. Ohne Ceron machte sich die Gruppe nun auf den Weg in die Gewölbe des Kastells. Doch zufällig kamen sie an dem Labor von meditate vorbei und olirie sah, dass die Tür nur angelehnt war. Zu seinen Begleitern sagte er, "Geht schonmal vor, ins Refektorium und lasst euch für alle Fälle drei Salzstreuer und etwas Reservesalz geben, ich komme gleich nach." Der Priester öffnete die Tür und trat ein. Scheinbar hatte meditate ihn nicht bemerkt, denn sie rühre sich nicht von ihrer Arbeit. "Hallo meditate", grüßte olirie sie ersteinmal.
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| 01.02.2004 19:38 | #102 |
| meditate |
"schön dich zu sehen, olirie mein freund. wie du sicher gemerkt hast, bin ich wieder hier im kastell und hab die idee mit dem lavaturm aufgegeben. es war einfach zu einsam. die bibliothek des bösen ist auch so in guten händen. es hat mir einfach gefehlt, die neuen bei uns begrüßen zu können und sie für unseren zirkel einzufangen. ich mach das nun schon wieder eine weile und das ist wirklich meine wahre berufung.
aber wohin bist du unterwegs? gefällt dir deine bürde des hüters unserer alten hallen noch immer?"
meditate setzte ihr lieblichstes gesicht auf. diesen wink mit dem zaunpfahl sollte er doch wohl versehen oder?
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| 01.02.2004 19:52 | #103 |
| olirie |
"Das freut mich, dass du das Kastell wieder als Zuhause gefunden hast. Und ob es mir noch Spaß macht, diese Gemäuer zu hüten? Naja, ich bin in letzter Zeit viel zu wenig vor die Tore des Kastells gekommen. Stell dir vor, ich habe das letzte Jahr keine fünf Tiere erlegt, das ist doch schrecklich? Natürlich sind Orks nicht mitgerechnet. Jedenfalls denke ich, dass ich mir wohl in den nächsten Tagen nen Lehrmeister suche, der mich in die höheren Künste des Jagens einweiht. Jedoch muss ich dafür das Kastell für ein paar Wochen verlassen. Ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn diese Gemäuer unbeaufsichtigt wären und da du ja nun wieder so viel im Kastell bist, kennst du doch sicherlich jemanden, der geeignet wäre, diesen Posten zu übernehmen." Olirie hatte große Mühe, ein Grinsen zu unterdrücken, als er das Gesicht von meditate sah, als er den letzten Satz aussprach.
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| 01.02.2004 20:06 | #104 |
| meditate |
gierig griff meditate nach dem schlüsselbund, dass olirie in seiner hand schüttelte,
"nunja, also um dich zu unterstützen und dir die möglichkeit zu geben, deinen neigungen nachzugehen, würde ich für einige zeit das undankbare amt noch einmal übernehmen. es ist zwar sehr lästig, wenn man sich immer mit diesem jungvolk abplagen muss, aber man darf nicht immer nur an sich denken."
meditate guckte so unschuldig wie möglich und streichelte in gedanken schon die schlüsselchen zum glück.
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| 01.02.2004 20:12 | #105 |
| olirie |
"Wenn du es mir so nett anbietest, kann ich natürlich icht ablehnen, hier nimm den Schlüsselbund." Erst jetzt ließ olirie den Schlüsselbund los, den meditate ihm kurz zuvor schon fast aus der HAnd gerissen hatte. "Ich bin mir sicher, Beliar wird dir für deine Aufopferung danken. ICh bin jedenfalls dankbar, dank dir brauche ich mir keine Sorgen mehr um das Kastell zu machen, da ich nun weis, dass es in guten Händen ist."
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| 01.02.2004 20:26 | #106 |
| meditate |
sie hatte diese schlüssel wieder! und die schlüssel fühlten sich noch immer an wie vor einem jahr. vertraut und wichtig.
meditate fand kaum die zeit, sich zu verabschieden. sie drückte olirie flüchtig die hand, nickte nur und heftete das schlüsselbund wieder an ihr gürtelband.
es war etwas seltsames um die schlüssel. niemand wusste, wozu diese schlüssel waren und welches schloss sich mit ihnen öffnen ließ, aber sie verkörperten die aufsicht über die magie und die dämonen des alten gemäuers.
"dann hüte ich also wieder das kastell. danke für dein vertrauen und ich danke dir auch für die aufopferungsvolle arbeit in den letzten monaten. ich nehm die schlüssel gern zurück und ich bleibe in deiner schuld."
meditate rief olie noch hinterher, dass sie ihm viel glück in der ausbildung wünsche und er solle die wölfe verschonen. dann ging sie in die eingangshalle, um sich dort vor vabun zu postieren und ihm diesen tollen anblick zu ermöglichen.
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| 01.02.2004 20:37 | #107 |
| Xion1989 |
Xion und Cathal betraten nun das Kastell. Xion war dieser ort nie so ganz geheuer gewesen denn er hielt nix von Dämonen doch was sollte man schon machen. Man konnte immerhin nicht wegen einem besucher alle Dämonen wegschicken. Als er und Cathal sich dann ein bisschen umsahen sah Xion auch schon den ersten potentiellen besucher im Sumpf und so schritt er zu dieser Schwarzmagiein hin. Ruhig grinste er und sprach:
Guten abend werte Dame. Mein Name ist Xion und ich bin Baal im Sumpflager. Ich habe einige Flyer für das bald stadtfindende fest im Sumpflager mitgebracht? Hättet ihr Vieleicht interesse es zu besuchen?
Xion schaute die Frau an und wartete auf eine Reaktion
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| 01.02.2004 20:42 | #108 |
| meditate |
"guten tag, meine herren. ihr habt ein schriftstück für unseren zirkel? ihr könnt mir das gern übergeben und ich werde es an die richtigen leute weiter leiten. vielen dank."
meditate nahm das schriftstück entgegen, entrollte es und las die einladung aufmerksam.
"vielen dank, meine herren. richtet euren oberen aus, dass meditate kommen wird, vorausgesetzt, ihr wird ein passender empfang bereitet."
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| 01.02.2004 20:58 | #109 |
| Xion1989 |
Xion grinste. Für den empfang werde ich als der Organisator schon sorgen werte dame. Macht euch keine sorgen ich werde das bestmögliche für meine gäste tun.
Xion verabschiedete sich und schritt weiter. Nach kurzer zeit kam er dann auch zu einem mann den er ansprach. Cathal war noch am Tor geblieben um ein und ausgehenden Flyer zu geben. Xion schaute den Mann an und lächelte.
Guten abend werter Herr. Mein Name ist Xion und ich verteile Flyer für das bald stadtfindende Fest im Sumpflager. Hättet ihr vieleicht lust dort zu erscheinen? Wir bieten großartige unterkunft in unserer Schläfer Suite und wir tuen das bestmögliche für unsere gäste. Freibier und Freikraut wird es auch geben darauf schwöre ich.
Xion reichte dem herren ein Schriftstück.
und wartete auf eine Reaktion.
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| 01.02.2004 21:14 | #110 |
| olirie |
Olirie nahm den Flyer entgegen und las ihn durch. "Das klingt ja sehr interessant, ich werde mich bemühen, bei dem Fest anwesend zu sein. Wenn ihr wollt könnt ihr ja einen eurer Flyer in der Bibliothek oder im Refektorium aufhängen, das sind viel besuchte Räume, in denen sicherlich einige den Aushang lesen werden."
Der Priester steckte den Flyer ein und ging dann seinen Weg weiter zum Refektorium, in der Hoffnung, dass dort bereits die beiden Söldner die Salzstreuer und das Salz herbeigeschafft hatten.
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| 01.02.2004 21:22 | #111 |
| Claw |
Scipio hatte mitlerweile einiges an Salz besorgt, während Claw auf einem Tisch saß und wieder und immer wieder Pfeile und Bolzen kontrollierte. Davon würde er sicher eine Menge verschiessen, wenn sie ins Gewölbe kommen würden. Und nach einer Weile schon kam Olirie.
"Ahh, da seit Ihr ja. Ich muss zugeben, dass ich schon ganz gespannt bin, Eure Beschwörungszauber in Aktion zu sehen, wenn wir da unten der Hölle in den Arsch treten." meinte Claw grinsend und steckte die letzten Pfeile weg, die er gerade noch mal kontrolliert hatte. Dann überprüfte er noch schnell die Waffen. Langbogen, leichte Armbrust und sein Kampfschwert. Alles im guten Zustand und kampfbereit.
"Mit welchen Waffen werdet Ihr dort unten Kämpfen ? Habt ihr euch auf eine Waffengattung spezialisiert ?" fragte Scipio neugierig und auch er hängte sich die Armbrust wieder auf den Rücken.
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| 01.02.2004 21:38 | #112 |
| olirie |
"Ich werde mit dem Einhandschwert und der Magie Beliars kämpfen. Und dann natürlich auch noch mit dem Salzstreuer." olirie nahm sich einen der Salzstreuer und ließ sich dann noch ein Säckchen voller Salz geben. In dem Säckchen war Salz für ca. 5 Salzstreuerfüllungen. Sowohl Säckchen, als auch Salzstreuer befestigte der Priester in Griffweite an seinem Gürtel. "Seid ihr bereit? Habt ihr eure Salzration und euren Salzstreuer?" Beide nickten. "Gut, dann nimmt jeder noch zwei Säcke Salz mit, einen für jede Hand, mit denen legen wir uns zum einen eine feine Salzspur, damit wir uns da unten auch ja nich verlaufen und zum anderen können wir in einigen Abständen immer etwas Salz für alle Fälle zum nachfüllen hinterlassen. Also, los gehts." Jeder schnappte sich zwei Säcke Salz und dann verließen alle drei das Refektorium.
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| 01.02.2004 21:47 | #113 |
| Rhodgar |
Finster schimmernd lag der Flur vor Rhodgar da, als dieser am Ende der Treppe angelangte, die ihn in den ersten Stock führte. Auf dem Weg vom Refektorium bis hierhin war er keiner Menschenseele begegnet, und wieder kam es ihm so vor als wäre ein (in einem grausamen Bezug) befreiender Sturm durch die dunklen Hallen gefegt und hätte alles Liebgewonnene mit sich gerissen, hätte keinen seiner Freunde übrig gelassen. Denn normalerweise war es deren Angewohnheit, sich so ziemlich jeden Abend entweder im Refektorium oder im Innenhof im Schatten der Esche einzufinden, um über längst Vergangenes, gerade Geschehens oder in naher oder ferner Zukunft Passierendes zu plaudern. Doch nicht so heute. Heute musste er alleine gehen, musste sich alleine der gleichwohl schwierigen wie eigentlich lächerlichen Aufgabe stellen seine Zimmertür zu finden.
Doch als dies ihm schließlich gelungen war, stellte sich heraus, dass all die Strapazen der letzten Tage nicht umsonst gewesen waren. Seine Blicke ruhten geradezu regungslos auf dem Stapel von Büchern und Schriftstücken, die dort fein säuberlich aufgeschichtet auf seinem Bett lagen. Da hatte der Dämon doch wirklich mal seinem Willen gehorcht, hatte seine Pflicht erfüllt und dem Don Rhodgars Nachricht übermittelt. Oder lagen diese Werke etwa schon seit geraumer Zeit dort, ohne dass sie von ihm bemerkt worden waren? (wobei ihm einfiel, dass er seit seinem Verschwinden in den Gängen keinen Schritt mehr in seine Räumlichkeiten getan hatte)
Wie dem auch sei, was zählte war die unverkennbare Tatsache, dass diese Folianten schließlich da waren, das war die Hauptsache. Nun konnte sich der Schwarzmagier mit neuem Elan und Tatendrang daran machen, sein Wissen über die niedersten Magieformen der ihm von seinem Meister offenbarten Zauberei zu vervollständigen. Und dann würde er auch endlich von diesem Gefühl befreit sein, trotz allen Rängen und Auszeichnungen noch immer nicht als vollwertiger Magier zu gelten, auch wenn sich dieses Dilemma wohl nur in seinem Kopf abspielte. Doch musste man nicht dort ansetzen, musste man nicht dort erst jede Art von Störungen und Zweifeln vernichten, bevor man sich auf eine weitere irdische Hürde einließ? Im Prinzip schon. Denn wie sollte man Herr dieser bizarren Magie werden, wenn man sich dazu nicht einmal psychisch im Stande fühlte?Dies waren gute Argumente sich nun endlich daran zu machen dieser letzte Aufgabe Meister zu werden, fand Rhodgar. So war der eben noch so sehnlichst erwünschte Schlaf vergessen, vollkommen frisch und begierig auf das Niedergeschriebene setzte er sich auf den kleinen Holzschemmel vor der Arbeitsplatte, die unter anderem mit Pergamenten, Tintenfass und Feder versehen war. Zwar hatte er nicht die Absicht irgendetwas in diese Bücher hereinzukritzeln, doch war es mit Sicherheit von großem Vorteil, sich grobe Notizen über die gesamte Sache zu machen. Irgendwann würden sich diese schon noch als nützlich erweisen. Und so konnte man als jemand, der vor den Kastellmauern stand, noch bis tief in die Nacht ein Licht brennen sehen, welches von der Kerze ausging, die der Schwarzmagus auf seinem Schreibtisch abgestellt hatte. Und aus dem Zimmer mochten wohl dann und wann seltsame Laute zu hören sein, mal ein vernuscheltes Murmeln, mal ein kleiner wütender Aufschrei, wenn wieder ein wenig flüssiges Wachs auf die Blätter getropft war.
Doch all jenes in Kauf zu nehmen lohnte sich allemal. Verglichen mit diesen Büchern hier waren die anderen Werke, mal umgangssprachlich ausgedrückt, Fifikram gewesen. Hier trennte sich schon die Spreu vom Weizen, hier entschied sich wer wirklich auserkoren war, die Schritte der Magie Beliars weiter zu gehen.
Ihr seid nun bis zu dieser Stufe der dunklen Magie vorgedrungen, werter Magus, doch versprecht euch davon nicht zuviel. Dies Machwerk stellt alles bislang da Gewesene in den Schatten, nun entscheidet sich ob es euch vergönnt ist, weiter Vorzudringen in die unendlichen Tiefen und Weiten der Magie.Es sei gesagt, dass es nun vielmehr darauf ankommt, dem Reiche Beliars näher zu kommen, und von seinen unzähligen Kreaturen nun die wahrscheinlich niederste heraufzubeschwören auf die Erde. Ihre knöchernen Gebeine herauszulocken, herumzuwirbeln und schließlich wieder zusammen zu führen, und einst Getrenntes wieder zu vereinen. Natürlich bedarf es dafür eines gewissen Kraftaufwandes, der den Magier anfangs mitunter ziemlich schwächen kann...
Immer weiter und weiter las sich der Magiestudent durch diese doch umständlich geschriebenen Wortspiele. Hätte der Verfasser nicht einfach schreiben können: „Nicht jeder kann eine Blutfliege beschwören. Denn dazu muss man einmal tief in die Hölle greifen, da eine knöcherne Blutfliege klauen und auf der Erde wieder absetzen, und anschließend die ganzen Gebeine wieder zusammenbauen.“? War das denn so schwierig? Vielleicht würde er selber einmal ein paar Bücher schreiben, die vom Sinngehalt her ungefähr gleiche Gewichtung genossen, jedoch in viel einfachere Worte gefasst waren.
„Zaubern leicht gemacht“ oder „Zaubertipps schaffen Abhilfe“, vielleicht würden ja einmal diese Bücher seine Signatur tragen...
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| 01.02.2004 21:50 | #114 |
| Claw |
Die drei Männer verliessen das Refektorium, gingen durch die Eingangshalle, vorbei an Oliries Labor und nach wenigeh Schritten kamen sie zur Treppe, die tief hinab führte, in die Gewölbe. Olirie ging vor, da er sich schliesslich am Besten hier auskannte. Die zwei anderen Männer folgten dem Magier die dunkle und lange Treppe hinunter.
Es war etwas feucht an den Wänden und verdammt dunkel, doch das war nichts besonderes, schliesslich führte sie der Weg ja hinab, in die Tiefen des Berges und der Insel und wie Claw erfahren hatte, waren die Gewölbe gänzlich kaum erkundet und es war nicht sehr ungefährlich, dort hinab zu steigen. Also zog der Söldner seine Armbrust unter seinem Mantel hervor, die er vorher schon geladen hatte. Schliesslich wollte er nicht noch mühevoll nach seinen Waffen kramen, wenn ein Monster plötzlich auftauchen und anfangen würde, die Wanderer zu zerfleischen...
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| 01.02.2004 23:32 | #115 |
| Renata |
Der Alptraum des vorangegangenen Abends war in der Nacht nicht zurück gekommen. Trotzdem blieb ein bleiernes Gefühl des Unbehagens zurück und machte sie ganz unkonzentriert. Sogar die gewohnten Handgriffe des Ankleidens wollten heute so gar nicht recht funktionieren. Die Arme wollten nicht die richtigen Ärmel, die Knöpfe nicht die richtigen Knopflöcher finden. Und diese Schnürgeschichte hier, war die gestern auch schon da..... fühlte sich der Stoff nicht auch anders....? Nach einem Moment der Verblüffung bestätigte ein Blick in den Spiegel der Magierin, pardon Schwarzmagierin, was ihr Gefühl ihr schon verraten hatte. Womit die bedrückte Stimmung auch verflog und guter, fast ausgelassener Laune wich.
Der zerbrochene Stein, das heißt seine beiden Fragmente, lagen auf dem Sims über dem Kamin, dort, wo Renata sie gestern Abend hingelegt hatte. Den kleineren, dreieckigen, nahm sie und hielt ihn ein Weile in der geschlossenen Faust, fühlte nach, wie ihr eigener Herzschlag vom Stein aufgenommen und als ganz zart zu ertastender Puls zurückgegeben wurde. Der gestrige Traum, dieser Stein und ihre ausgelassene Stimmung ließen eine winzige, nur ganz wenig verrückte Idee keimen....
Es bedurfte eine ganze Zeit des Nachdenkens, aber dann fanden eine Handvoll klein gefalteter Pergamente den Weg in eine Tasche ihrer neuen Robe, nachdem sie (“verflixt, wo sind die denn?”) diese endlich gefunden hatte.
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| 02.02.2004 11:59 | #116 |
| Dûhn |
Schweigend und grübelnd folgte der Riese seiner kleineren Begleiterin in den Speisesaal.
Wie es die Etikette gebot, schlug Dûhn mit der flachen Hand kräftig vor das Tor des Refektoriums, das dementsprechend mit einem tiefen Pochen aufschwang als hätte es ein Schattenläufer gerammt.
Höflich verbeugte sich der Riese als er die Türe aufhielt und der Fee den Vortritt ließ.
Als sich die beiden Schwarzmagier schließlich in den kleinen Stühlen niederließen; Xalvina auf eine fließende, elegante Weise, Dûhn auf eine eher lautstarke, fluchende Weise; schwebten auch schon die ersten Speisen herbei.Offensichtich hatte Dûhn seine Wüsche zu erst geäussert, da sich einige große Fleischkeulen und eine Schüssel dampfender Pellkartoffeln anschickten auf dem Tisch zu landen.
Flinker als man es ihm zutrauen würde, langte der Koloss in einer der Schüsseln und biß ein großes Stück aus einer Kartoffel heraus. Das die Erdknolle noch vor Hitze dampfte schien ihm dabei nichts auszumachen.
Die ersten Bissen wanderten in Dûhns Magen und der Gesichtsausdruck des Hühnen befand sich immer noch zwischen Verwunderung und Neugierde.
Bisher hatte die Heroldin noch nichts gesagt, nur still dagesessen und ihn beobachtet oder offensichtlich in Gedanken versunken aus einem der großen, gotischen Fenster geblickt; auf der inneren Suche nach etwas oder Jemandem.
"Entschuldigt..." räusperte sich Dûhn, "...aber...ich finde das die Dinge nich ganz so schlimm stehen wie ihr sie seht."
Ein gutmütiges Grinsen erschien zwischen den Barstoppeln und Narben in Dûhns Gesicht.
"Ich mein, wenn wir keine Veränderungen zulassen würden, dann hätte unser großer Herr Beliar doch überhaupt keine Arbeit mehr, oder?"
Der Riese biß knackend in einen Apfel, welchen er aus einer, just in diesem Moment herbeischwebenden, Schale klaubte.
"Das Leben ist ne einzige Folge von Veränderungen wenn ihr mich fragt. Der Tod ist dabei natürlich die größte, aber...naja...wenn man so wie ihr...."Verlegen kratzte sich der Riese am Hinterkopf.
"...naja, wenn man eben so ist wie ihr, dann...dann ist doch die Möglichkeit Sachen zu fühlen auch so eine Art 'größte' Veränderung oder? Wenn man das jetzt also vergleicht...ist das dann so wie sterben und.........Wiedergeburt? Oh, mann mein Kopf tut weh."
Resignierend schüttelte Dûhn den Kopf und lehnte sich zurück. Ganz offensichtlich hatte die Heroldin seit einiger Zeit die selben Probleme und Gefühle wie alle anderen Menschen auch. Inklusive der Gewissheit das auch ihre Zeit irgendwann kommen würde.
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| 02.02.2004 16:49 | #117 |
| Scipio Cicero |
Scipio überlegte schon lange, ob er es geschafft hätte, irgendwie genug Salz an seine Bolzen um damit die Schnecken zu erledigen und trotzdem noch einigermaßen gut schießen zu können. Eigentlich war es ja egal, denn selbst wenn er eine Lösung finden würde, wäre es bereits zu spät.
Seine Armbrust würde ihm hier wohl ohnehin weniger nützen, dafür war es zu eng und dunkel, außerdem würde ein gewöhnlicher Bolzen die Schnecken wahrscheinlich nicht einmal kitzeln. Also griff der Drachenjäger, wie so oft, lieber zu seinem Schwert, dem Windfetzer. Die silbrige, kurze Klinge schimmerte im Kastell noch deutlicher in seinem unvergleichlichen Spiel aus Grün und Violett als sonst wo in Khorinis, was sicher daran lag, dass sich hier viele dämonische Wesen aufhielten.
Nun, seine Waffen schienen sich hier zwar wohl zu fühlen, doch der Abenteurer hatte schon die ganze Zeit ein ungutes Gefühl. Seit dem ersten Schritt, den er auf dem Boden der Treppe zum Keller des Kastells gemacht hatte, fühlte er sich irgendwie beobachtet. Er konnte nur hoffen, dass ihn sein Gefühl diesmal täuschte...
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| 02.02.2004 16:53 | #118 |
| Xalvina |
„Beliar...“
Die junge Schwarzmagierin blickte von ihrem Teller auf. Während Dûhn so genüsslich fast wörtlich auf seine Speisen stürzte und dabei eine Bratkartoffel in einen Happen nach der Anderen verschlang, so blieb ihr Teller fast gänzlich leer. Stattdessen rührte ein Löffel langsam und unaufhörlich durch das Essen. Die Dämonenbeschwörerin schien kaum einen großen Appetit zu haben, außer das ein kleines Schälchen – welches auf den großen silbernen Teller stand – sich mit einer einfachen recht lauen Suppe füllte. Eine ganze Weile zuvor hatte die Schwarzmagierin still ihren großen Gesellen und Gesprächspartner beobachtet, der offensichtlich einen sehr viel größeren Magen besaß als sie selbst. Natürlich es musste seltsam aussehen, wenn ein solch großer Hûhne mit einer riesigen Schulterbreite, kräftigen Armen und Beinen und einer kräftigen Statur neben einer zierlichen grazilen jungen Frau entlang lief, die mindestens ein Kopf kleiner war als dieser selbst - obwohl Xalvina eine recht große Frau war.
Die Fee sagte nur ein Wort, als sie dem Hûhnen und seinen nachdenklichen einzelnen Schlussfolgerungen zuhörte und dabei ihren Löffel senkte. Im Gegensatz zu ihm bewegte sich die Magierin kaum und so war das Hinlegen des Löffels in die Suppenschale eher eine ruhigere, langsamere und lautlose Prozedur. Ihre leicht unterkühlen Lippen zeigten kurz ein sich andeutendes Lächeln, als sie ihn anblickte und ein wenig zögerte, während ihr Tischnachbar gemütlich weiteraß.
„Große Fragen der Philosophie sind nicht gerade euere Stärke?“
Die Dämonenbeschwörerin schmunzelte zum Ersten Mal seit langem wieder, als sie wieder auf die fast nur aus Wasser bestehende Suppe starrte, die sich noch mit der gedrehten Richtung in Kreis drehte. Momentan fastete die Schwarzmagierin wieder, da nach ihrem eigenen Kalender die große Fastenzeit begann die wohl die nächste Zeit länger andauern würde als nur die Abnahme des Mondes.
„Vielleicht mögt ihr Recht haben...
Es ist wie in einem Kreislauf wie ihr erkanntet. Nach Sterben erfolgt Wiedergeburt und erneutes Sterben. Wir bewegen uns alle im Kreislauf. Wir Sterben um ein erneutes Leben führen zu können. Manchmal kann es passieren dass die Gestorbenen von Beliar zurück geschickt in ihrer Alten Gestalt zurückkehren, weil sie noch einige Pflichten nachgehen müssen. Manchmal besitzen die Wiedergeborenen noch ihre Erinnerungen an ihre letzten Leben.
Aber manche von uns Sterben ein Einziges Mal und dann für immer – sie können nicht mehr Wiedergeboren werden. Und manche von ihnen Leben um zu Sterben.Diese Wesen sterben für immer aus unseren Welten.“
Die Fee hatte bei diesen Worten noch auf ihre Suppe gestarrt, die sich inzwischen langsamer rotierte, als diese aufschaute und ihre dunklen violetten Augen gen Dûhn richtete, der noch immer an einer Fleischkeule nagte und die letzten Kartoffeln verdrückte. Ihre Lippen hatten sich nun zu einem geschlossenen Lächeln gezogen, doch wirkte es eher ein wenig gespenstisch und dunkel.
„Zu Welchen werdet Ihr gehören?“
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| 03.02.2004 00:09 | #119 |
| Renata |
Ganz vorsichtig öffnete die frischgebackene Schwarzmagierin die Zimmertür. Zuvor hatte sie einige Male angeklopft, jedoch keine Antwort erhalten. So war sie ziemlich sicher, dass der menschliche Bewohner dieses Zimmers gerade nicht anwesend war. Jedoch hieß es jetzt, sich dem zweiten Bewohner und damit einem für sie echten Problem zu stellen: Sid, der Schlange.
Der Korb vor dem Kamin war leer, das war schon von der Tür aus zu erkennen. Also würde sie nicht den ganzen Raum durchqueren, sondern ihr Mitbringsel auf der Kommode, die kaum einen Schritt von ihr entfernt war, deponieren.
Bereits Sekunden später stand sie wieder auf dem Flur und zog erleichtert die Tür ins Schloss. Hoffentlich fand der Bewohner das Pergament. Und hoffentlich wusste er auch ihr Rätsel zu deuten:
1. Hinweis:
Ihm Frühjahr ein Magielehrling
Zum Üben einfach hierher ging
Und während er verweilte
Er ganz und gar nicht peilte
Dass hinter dem Ziel ein neues Rätsel hing
Na, das sollte doch herauszufinden sein. Mit diesem Gedanken eilte sie zum nächsten Ort.
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| 03.02.2004 00:32 | #120 |
| Rhodgar |
Hmmm... wirklich köstlich dieser hauchdünne Pudding, aus was er auch immer gemacht war. Genießerisch verdrehte Rhodgar die Augen, und schleckte den Löffel in seiner Hand ein zweites und ein drittes Mal ab. Einfach zu gut war dieses Machwerk der hohen Kochkunst, alsdass man um ein paar weitere Schälchenfüllungen herumkommen könnte.
Der Schwarzmagier saß im Refektorium, und ließ sich grade das Dessert eines sehr delikaten 4-Gänge-Menus schmecken. Bei allem Respekt geegnüber der ihm bisweilen vorgesetzten Speisen, dieses Zeug war einfach saugut, um es grob auszudrücken.Nun, doch jetzt drohten die Nähte seiner Robe zu platzen, ein bisschen mehr von diesem Glibberzeug und sie würden explodieren. Dieses Risiko wollte Rhodgar natürlich nicht eingehen, so beschloss er mit gut gefülltem Magen den verlorenen Schlaf der letzten Nacht nun endgültig nachzuholen. Satt und zufrieden tippelte er leisen Schrittes durch das abendliche Kastell, welches wieder einmal so ruhig und harmonisch vor ihm lag, dass man glatt sentimental werden konnte. Doch dafür hatte er jetzt keine Zeit mehr, das einzige was jetzt zählte war sein federweiches kuscheliges Bett, welches förmlich nach seiner Wenigkeit schrie. Und schon bald erspähte er die Tür zu seinem Zimmer, welche mit einem leisen Knarren, gerade laut genug um die sonstige Stille im Gang für einen kurzen Augenblick zu durchschneiden, aufschwang. Kaum noch in der Lage die Augen offen zu halten trabte er auf sein Bett zu, als ihm doch noch eine letzte Sache auffiel, nämlich ein kleines Stück pergament, welches eindeutig nicht von ihm stammte. Schnell nahm er es in die Hand und begann zu lesen.
1. Hinweis:
Ihm Frühjahr ein Magielehrling
Zum Üben einfach hierher ging
Und während er verweilte
Er ganz und gar nicht peilte
Dass hinter dem Ziel ein neues Rätsel hing
War das etwa an ihn gerichtet? Gut möglich, denn alles was dort niedergeschrieben stand, traf haargenau auf ihn zu. Doch wer mochte diese seltsamen Worte wohl verfasst haben? Gleich darauf wurde dem Magier klar, dass diese Nacht wieder schlaflos enden würde, denn solch ein Rätsel durfte man nicht ungelöst lassen. Und schon öffnete sich die Tür wieder, und er trat heraus, diesmal schneller und nicht so darauf bedacht keinen Lärm zu machen. Die anderen würden ihn so oder so nicht hören.
Während er so durch die Gegend lief grübelte er, welcher Ort wohl gemeint sein könnte?
Also, es ist vom Frühling die Rede, vielleicht die Esche? Nein, zu allgemein. Und vom Studieren der Magie sagt der Verfasser auch noch etwas, kommt also nur die Bibliothek in Frage. Aber halt, hier heisst es Magie ÜBEN, nicht studieren. Also üben.. hmmm, da bleiben nur noch die Übungsräume.
Und zu jenen machte er sich auch fluchs auf, und stand schon nach ein paar Minuten Wandern in dem Bereich, wo er den Don einmal so bitter enttäuscht hatte. Doch dies waren alte Geschichten, sich auf den Moment zu konzentrieren, darauf kam es an. Unsicher wagte er ein paar Worte. "Ha-hallo?"
Keine Antwort. Und das hieß, dass hier auch niemand war. Denn normalerweise erhielt man hier im Kastell sofort Antworten, auf alle Fragen, und sei es nur ein plattes "Hallo?"
Suchend ließ Rhodgar seinen Blick durch den Raum schweifen, den er gerade betreten hatte, und sofort erkannte er ihn wieder. Genau hier war es, als er vor seiner Prüfung davongelaufen war, vor seiner Prüfung und sich selbst. Doch das war nicht weiter wichtig, dann augenblicklich stach ihm derselbe güldene Glanz ins Auge, der ihn auch schon beim ersten Pergamentstück so fasziniert hatte. Super, er hatte richtig gelegen. Denn an einer der Zielscheiben gepinnt, die für die Schattenflamme erdacht und erbaut worden waren, steckte nun der besagte Zettel, den er hastig herunterrieß und sich ebenso hastig dessen Inhalt durchlas.
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| 03.02.2004 00:42 | #121 |
| Renata |
2. Hinweis
Brauchst Du einen Schläger zum Tennisspiel
Findest Du an diesem Ort davon ziemlich viel
Doch um diese zu bekommen
Sei eine List schnell ersonnen
Dass Dein Plan unentdeckt bleibt durch das Krokodil
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| 03.02.2004 00:57 | #122 |
| Rhodgar |
Na wenn das kein klarer Hinweis war! Ein freudiges Lächeln durchfuhr die Mimik des jungen Mannes und sogleich loderte die kindliche Verspieltheit in ihm auf. Früher hatte er mit seinen Freunden oft solcherlei Spielchen gemacht, nur auf eine etwas andere Art und Weise. Doch eben dies war ja die Herausforderung, immer weiter auf der Schwierigkeitsskala herauf zu klettern. Als er nach einer erneuten Minute Durchschreiten verschiedenster Flure und Gänge vor der Küche angelangte, überlegte er noch einmal, was für eine List der große Unbekannte denn gemeint haben könnte.
Ziel war es auf jedenfall, unbemerkt am Kroko vorbeizukommen. Doch wie sollte er das anstellen?
...
Natürlich! Wie jeder andere Dämon auch musste es ja wohl die oberste Priorität des Küchenmonsters sein, das Kastell in Ordnung zu halten. Doch was, wenn ein kleiner frecher Schwarzmagier eine kleine heimtückische Schattenflamme mitten in der großen großen Küche verschießen würde? Auf jedenfall würde es für einen Moment ablenken, und mehr brauchte er auch gar nicht. Denn in seiner gebückten Haltung, wie er so hinter einem Küchenschrank hockte, hatte er gerade noch einen Blick auf den dritten Zettel erhaschen können, der in einer kleinen Ritze an einem der Regale steckte. Doch unglücklicherweise hantierte das Krokodil genau in dem Moment mit verschiedensten Pfannen und Töpfen genau dort herum. Leise zog Rhodgar einen Runenstein von seinem Gürtel, konzentrierte sich und schon bald schwebte ein kleiner Feuerball bestehend aus reiner Dunkelheit über seiner Hand. Natürlich war dieser längst nicht so groß wie jene, zu welchen der Schwarzmagier in der Lage war, aber er wollte ja auch nichts zerstören, nur ein wenig Lärm machen. Er ziehlte auf die Ansammlung dreckiger Töpfe, die inneinander gestapelt darauf warteten, von unsichtbaren Helfern abgeschruppt und wieder getrocknet zu werden. Und schon war sein Geschoss unterwegs, und was war das für ein Klirren, als die Behälter wie wild durcheinander flogen. Von dem Kroko blieb dies nicht unbemerkt, es machte sich sofort auf den Weg um den Schaden zu beheben. Dies nutze Rhodgar aus, er schnellte aus seinem Versteck hervor, griff sich in Windeseile den Zettel und verließ auf dem schnellsten Weg, jedoch nicht ohne einen Blick zurück auf den leidtragenden Dämonen, die Küche. Gleich darauf fand er sich atemlos im Flur wieder, wo er die erste Gelegenheit ergriff, auf die Nachricht zu schauen.
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| 03.02.2004 01:00 | #123 |
| Renata |
3. Hinweis
Max, aus Khorinis ein Bücherwurm
Besuchte einstmals den dunklen Turm
Als “sein” Buch er gefunden
Ward er plötzlich verschwunden
Die Erinn´rung blies weg schon der nächste Sturm
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| 03.02.2004 01:16 | #124 |
| Rhodgar |
Im ersten Moment musste ere wirklich grübeln.
Hmm... Max, noch nie gehört. Ein Bücherwurm kommt in den Turm, dann ists ein Sturm. Na, ich denke mit Turm wird wohl das Kastell an sich gemeint sein. Aber wer zum Kuckuck hat sein Buch gefunden und war dann weg?
Rhodgar versuchte sich an Geschichten zu erinnern, die eventuell davon handelten, dass ein Mann aus Khorinis im Kastell spurlos verschwindet. Doch solche Munkeleien hatte er noch nie aufgeschnappt, weder hier noch in Khorinis oder in der Pinte "Zur toten Harpye". Jetzt hieß es abwägen, was im Vordergrund stand. Logik war gefragt, nicht wirklich eine Eigenschaft von der Rhodgar sagen konnte, dass er davon mehr als notwendig besaß. Doch irgendwie war das doch wohl zu schaffen.
Also, mal schauen, was haben wir bis jetzt. Irgendjemand lockt mich quer durch das Kastell, führt mich zu verschiedenen Orten. Quasi eine Art ungewollte Rundreise. Und im letzten Hinweis ist überwiegend von... von Büchern die Rede, oder besser gesagt von einem Buch. Und wo findet man Bücher? Natürlich in der Bibliothek, das würde zum bisherigen Schema passen.
Also war sein nächstes Ziel die Halle des Wissens. Ehrwürdig lagen sie vor ihm, die schier endlosen Regalreihen, jede einzelne mit mehr Wissen gefüllt als die andere. Doch hier gab es massenhaft Pergamentrollen und -stücke. Wie sollte er da etwas finden? Wohl eine Nadel im Heuhaufen. Und da half nur Suchen, systematisches Suchen. Also nahm er sich Reihe für Reihe vor, solange bis er drohte sich in den Weiten der Bibliothek zu verlaufen. Enttäuscht kehrte er um. Sollte es ihm nicht vergönnt sein diesen Hinweis auch noch zu finden? Nein, das war bestimmt nicht der Fall, lediglich der Anspruchsgrad des Rätsels war gestiegen. Oder doch nicht? Ein Schimmer widerlegte all seine Gedanken, und er kam von... von dem kleinen Vorsprung über der Eingangstür zu diesem Raum. Natürlich hatte der Schwarzmagier ihn beim Betreten nicht sehen können. Umso erleichterter war er nun, dass er auch jenes Rätsel gelöst hatte.
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| 03.02.2004 01:21 | #125 |
| Renata |
4. Hinweis:
Kommt ein Magier zurück von einem Abenteuer
Sollte er zusehen dass er sich hier erneuer´
In diesen feuchten Gestaden
Lockt ein Zuber zum Baden
Auf dass er anderen wieder duftet ganz lieb und teuer.
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| 03.02.2004 01:31 | #126 |
| Rhodgar |
Soso, in die Badestube sollte es also gehen? Na, von ihm aus kein Problem. Nur musste er dorthin wieder so endlos lange laufen, wie er fand. Der Unbekannte hätte wenigstens Orte auswählen können, die näher beieinander liegen, sonst würde Rhodgar in einer Nacht noch soviel laufen wie sonst in einer Woche. Vielleicht sollte man daraus eine Sportart machen? Der alljährliche Kastelllauf, zu gewinnen gibts eine riesige Schokotorte? Nein, all das waren wirre Gedanken, die wohl ihren Ursprung in seiner Müdigkeit fanden. Langsam merkte er doch, dass er ein paar Nächte lang kein Auge zugetan hatte.
Und wie um die Sache noch schlimmer zu machen, rückte nun auch noch ein so bequem ausschauender Lehnstuhl in sein Blickfeld, weiß Beliar was der hier in dem Korridort verloren hatte. Diese weichen Polster, diese Form, einfach nur draufsetzen und schlafen.
Ich werde mich nur ganz kurz setzen, nur einmal durchschnaufen und dann gehts weiter!
Leichter gesagt als getan, denn kaum hatte sein Hinterteil sich auf dem Kissen niedergelassen, so klappte auch schon sein Kopf zur Seite und das einzige was noch zu hören war, waren die gelegentlichen Aufschnarcher seinerseits. Das Rätsel würde bis morgen warten müssen.
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| 03.02.2004 03:50 | #127 |
| HoraXeduS |
Schattenläufer. Wieso hieß das Tier eigentlich so? Horaxedus begann, seine Konzentration ein wenig zu vernachlässigen. Das Skelett eines Schattenläufers warf nicht viel Schatten. Und es war auch nicht nötig, dass es sich vorwiegend im Schatten bewegte, denn man sollte es ruhig sehen, wenn es denn schon irgendwo auftauchte.
Diese unfruchtbare Nachdenkerei, die Horaxedus hier vollzog, lang hingeschlagen auf seinem Bett liegend und dabei Lehrbücher wälzend, begann den Magier zu nerven. Es war offenbar wieder einmal Zeit für etwas Praxis. Ungeduldig griff der Glasmacher nach dem Buch und schob es sich unter den Arm. Dann verließ er sein Zimmer und begab sich rückwärts gehend ins Erdgeschoss, wo er vorwärts gerichtet eilig den altbekannten Übungsraum aufsuchte und sich eine Übungsrune vom Regal grabschte.
Schließlich, mitten in der Nacht, verließ Horaxedus, flankiert von seinem Kampfstab, das Kastell.
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| 03.02.2004 09:52 | #128 |
| Dûhn |
"Zu welchen ich...? Hmmm..."
Nachdenklich kratzte sich der Hühne an seinem drei-Tage Bart. Eine gute Frage! Würde er wiederkehren...bleiben...oder aus der Geschichte und den Gedanken der Welt und des Seins austreten?
Ein weiterer Biss, der einen Apfel sauber in der Mitte zerteilte, sendete ein scharfes Knacken durchs Refektorium. Während Dûhn die Apfelhälfte zwischen seinen Zähnen zerkleinerte sann er über Xalvinas Frage nach.
"Ich glaub das ich diese Sachen lieber dem Boss überlassen sollte, aber wenn ich raten müsste...dann würd ich sagen das ich wieder zurückgeschickt werde. Immerhin hab ich hier noch was zu erledigen, und bevor ich das nicht hinter mich gebracht habe würd es mir garnich einfallen zu sterben."
Der Riese grinste und nahm einen Schluck Bier aus einem Krug, welcher frappierende Ähnlichkeit mit einem Eimer hatte. Hernach hielt er sich die Hand vor den Mund um so leise aufzustoßen wie es eben ging.
Anschließend beugte sich die große Gestalt klinglend vor. Der verschwörerische Blick der braunen Augen huschte durch die Halle und spähte nach unwillkommenen Lauschern. Als der Koloss keine fand beugte er sich noch ein wenig weiter vor und raunte der Fee etwas zu.
"Entschuldigt meine Frage, geehrte Heroldin, aber... habt ihr sowas schon hinter euch? Wandelt ihr schon zum zweiten Mal auf dieser Welt?"
Als er bemerkte wie die finstere Schönheit eine Augenbraue hochzog lehnte er sich wieder zurück und meinte etwas kleinlaut "Naja...war ja nur ne Frage..."
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| 03.02.2004 14:02 | #129 |
| Xalvina |
„Ihr stellt interessante Fragen, Dûhn...“
Sie hatte inzwischen die halb ausgelöffelte Suppe kalt werden lassen und sah zu wie der Suppeninhalt sich inzwischen nicht mehr rotierte sondern still da stand. Teilweise konnte sie in dem leicht Öligen Suppenwasser ihr verzerrtes kleines Spiegelbild ihres Gesichtes erkennen, als eine Dämonenklaue das kleine Silberschälchen mit dem Löffel vor ihr hinweg nahm. Während sie schon längst mit dem Essen fertig war, so war der Hûhne noch mitten beim Essen beschäftigt. Sie blickte ihm zu, wie er das Bierfass nun lehrte, als die Dämonenbeschwörerin sich in den Stuhl und somit in den leichten Schatten der Kerzenständer auf dem Tisch zurücklehnte, obwohl sie trotzdem immer noch recht kerzengerade saß. Die beiden Arme hatte sie auf die Lehnstützen angelehnt, während sie die Augen dabei geschlossen hatte. Ein Dämon flog an ihnen vorbei gen Küche. Ihr leicht blasses Gesicht so erschien es ausdruckslos aber ihre Lippen spiegelten noch immer das leichte Lächeln der Fee wieder. Obwohl sie nichts sah so konnte sie das Schmatzen und Laute Bewegen des großen Redepartners ihr Gegenüber hören als sie nach der kurzen Pause wieder aufblickte.
„Um euch diese Frage zu beantworten – Ja und Nein.
Meine Rolle in dem Spiel wird sich mit der Zeit offenbaren.
Mir ist nie ein Name zuteil geworden,
nur eine Bedeutung.“
Ein Dämon erschien währenddessen und stellte einen silbernen Kelch mit roten Wein auf den dunklen langen Essentisch des Refektoriums vor der jungen Schwarzmagierin ab. Der silberne Kelch wurde dabei von einer Drachenschlange umziert, welche sich um den Griff wickelte und seinen Kopf leicht bedrohlich am Kelch hinaus blickte. Der tief dunkelrote Wein erinnerte dabei fast an dunkles Blut, als die rechte Hand und somit ihren leicht spitz zulaufenden Fingernägeln der geheimnisvollen Dämonenbeschwörerin den Griff einnahm. Sie hob ihr Glas und schob ihn vor ihren Lippen, doch bevor sie trank, fuhr sie Fort.
„Doch muss ich euch Recht geben. Beliar wird Euch gewiss zurück schicken, wenn es noch Dinge und Pflichten in der Welt der Lebenden gibt, die noch nicht vollrichtet sind.
Aber weshalb hat es euch denn zum Zirkel verschlagen?“
Daraufhin trank sie wenige Schlücke aus dem Kelch...
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| 03.02.2004 16:54 | #130 |
| Dûhn |
Schwungvoll setzte der Riese den Krug ab und wischte sich über den Mund.Nach einem Seitenblick auf die dunkle Fee wurde sein Ausdruck mit einem mal glasig. Langsam wanderte der Blick des Hühnen zur Decke und verfing sich dort in einem Bild, welches eine Szene aus der Unterwelt zeigte. Untote, Dämonen und andere, undefinierbare Kreaturen tummelten sich dort; in einer Höhle aus schwarzem Glas. Erhellt wurde die Szenerie von einem blutroten Mond, eingerahmt von grauen Dornenranken.
Anscheinend kämpften die Geschöpfe unentwegt. Schlachtenschlagend, um sich hackend, Schwerter schwingend, reißend, Fetzend und zertrümmernd bereiteten sie sich auf den letzten aller Kriege vor. Die Götterdämmerung. Die Apokalypse. Armageddon. Beliars Armee war unendlich, unsterblich und unbesiegbar.
Er würde seinen Willen kriegen.
Und wenn er dafür Sterne zerschmettern und Sonnen zum erlöchen bringen musste.
Leicht benommen schüttelte Dûhn den Kopf. Bezog sich der letzte Teil auf ihn oder Beliar? Und wo hatte er das schon einmal gehört? War das Bildniss schon immer an dieser Stelle gewesen?
Mit nachdenklichem Gesichtsausdruck wanderte sein massiger Kopf wieder in Richtung Xalvinas.
Die Heroldin hatte ihn währendessen nur interessiert beobachtet. Auch jetzt bewegte sich der schlanke Schatten nicht von der Stelle, unberührbar in ihrer eigenen Sphäre der Finsterniss.
"Meine Eltern und... noch jemand. Ich will sie wiedersehen. Mich von ihnen verabschieden. Was auch immer..."
Dûhn griff wieder nach dem Henkel des Bierkruges, führte ihn aber nicht zum Mund.
Der Koloss saß still, wie ein Monument der Erinnerung zu Ehren gefallener Krieger und tapferer Fischer.
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| 03.02.2004 19:48 | #131 |
| Erzengel |
Seine Füße standen nicht still bis sie die dunklen Mauern des Kastells erreicht hatten. Der neu geweckte Wissensdurst entstanden aus der unerträglichen Gewissheit das die Lichtgestalt in den Ruinen des Mondtempels Kekkai die Wahrheit gesprochen hatte. Das Bild seiner selbst, welches durch unendliche Visionen und die Reisen nach Belzusia von seiner Schwester in voller Absicht und mit Mühe geformt war, brach leichter zusammen als ein Kartenhaus. Als Lucretia den Embryonen von Hyen empfing, war dieser noch ein einziges Kind, in das die Hexe Hyen all ihre Macht gelegt hatte. In ihrer verdrehten Ideologie, die sie aus den Taten der Hexe herausgelesen zu haben glaubte, trennte Lucretia den Embryonen und schuf so Zwillinge. Alle Kräfte und Magien legte sie in den ersten und gab diesem ein weibliches Geschlecht. Alles Negative wurde in den zweiten geleitet, dem Lucretia zu einem Jungen machte und dieser Junge war er, entstanden aus dem Abfall, der bei dem erschaffen seiner Schwester anfiel und übrig blieb. Nur eine Magie brachte sich stets selbst ins Gleichgewicht, die Magie der Zeit, die Hyen beinahe allmächtig werden ließ und ihr den Namen Gotthexe einbrachte. Die Reisen nach Belzusia... Nur missglückte Versuche seiner Zwillingsschwester ihn zu sich zu holen und dann aus der Notlage heraus dazu benutzt ihn noch mehr zu manipulieren. Und Shivas Tod ebenso... Viele Fragen blieben offen, die selbst der Feuergeist nicht beantworten konnte. Nun galt es die Kore zu finden und sie zu bitten das Tor zu Unterwelt für ihn zu öffnen.Seine Schritte verlangsamten sich, als er inmitten der Eingangshalle vor die Frage gestellt wurde, wo sich die Torwächterin überhaupt befand. Hastig setzte er seinen Weg in die Bibliothek fort, diese würde sicherlich Aufschluss geben.
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| 03.02.2004 21:47 | #132 |
| Xalvina |
Einen Moment schwiegen beide. Die finstere geheimnisvolle Dämonenbeschwörerin hatte den silbernen Drachenkelch mit dem angeblichen dunkelroten Wein wieder auf den dunklen Holztisch gestellt. Er bestand aus einem tiefdunkelbraunen Holz, dass der Schwarzmagierin nicht bekannt war aber sie konnte sich denken, dass dieser Tafeltisch bereits sehr alt war. Zumindest zog er sich etliche Meter durch den Raum entlang, wo an beiden Seiten sich Stühle aus demselben edlem Holz und hohen altertümlichen Rückenlehnen an denselben Stühle entlang reihten. Auch die Fee hatte beim Aufschnappen Dûhns leicht beeindruckten Blicks gen nach oben auf die Kunstmalereien der Decke geblickt. Auch sie entdeckte das unsterbliche Heer Beliars, seine kämpfenden Kreaturen, Dämonen. Ihr war das Bild bisher noch nicht aufgefallen, da sie selten in dem Refektorium speiste doch nun wo sie es sah faszinierte es die Magierin Beliars, auch wenn ihr Gesicht bis auf ihr gespenstisches verwirrendes kaltes Lächeln ausdruckslos blieb.
„Die Schlacht der Schlachten. Der Krieg aller Kriege. Die Frage um die alte Ordnung – der Zusammenbruch allen Seins - genannt auch als die Apokalypse. Das Armageddon.“
Ihre Stimme schallte in mittlerer Lautstärke durch den Speisesaal. Noch immer saß die Dämonenbeschwörerin still, passiv und ruhig angelehnt auf ihren Stuhl, während der Kelch auf dem Tisch stand. Der dunkle Wein spiegelte in seinem Rot und in Kerzenlicht das schwache Bildnis der Decke wieder. Hoch oben sahen die dunkelvioletten Augen auch gen des Blutgetränkten Mondes, der von einem Ring aus grauen Ästen umhüllt wurde, doch im Gegensatz zum Mond, waren die Äste nicht aufgemalt sondern umwölbten fast wie ein steinerner Kranz den Mond. Dabei erstreckten sich so manche Äste wie Wurzeln aus dem Kranz heraus und verschwanden im Bild. Doch das bewundernswerte Magische daran war, dass in den dichten Ästen dünne winzigkleine und feine tiefdunkelrote Lichtfunken sah, die zum Größtenteils in dem dichten Geäst verfangen waren und wie eine glühende Masse leuchtete. Doch auch freie lose dieser schwerelosen Lichtfunkeln wanderten dicht wie Staubfusselchen an ihrer Quelle umher, sodass der Kranz eine leuchtende Korona um den Blutigen Mond bildete. Ein schönes Schauspiel.
„Beliars Legionen sind viele. Er besitzt viele Kreaturen und Wesen unter seiner Gewalt, genauso wie die große unendlich weite Unterwelt, das Totenreich über welches er befiehlt. Mächtige Kreaturen gehorchen allein nur ihm. Die Untoten Kadaver unterstehen eh und je Beliars Befehl. Selbst das Tier entschied sich einst für Beliar. Der Herr der Toten ist sehr mächtig, unsterblich und Herrscher über die Finsternis.
Erzdämonen gehören unter anderem zu den mächtigsten Geschöpfen unter Beliars Reich, sie sind direkte treue Abgesandte ihres Herrn und oftmals wie Drachengeschöpfe übermächtige Kriegsherren. Zumindest fast – es gibt auch sich losgesagte Erzdämonen, welche Beliar trotzen und versuchen auf ihre Weise die Welt zu verändern. Doch diese wurden entweder von Beliar vernichtet oder verdammt... zumindest fast alle.
Fast alle...“
Sie setzte kurz aus, wurde etwas nachdenklich und blickte vom Bild des Weltuntergangs wieder zu Dûhn, welcher jedoch bei ihrer Frage leicht in sich gekehrt wurde. Interessiert blickte sie ihn an.
„Du möchtest deine Familie und Angehörigen im Totenreich sehen?“
Sie nahm wieder ihren Kelch und trank einen weiteren Schluck.
„Was würdest du tun, wenn es eine Möglichkeit gäbe in das Totenreich hinab zu steigen und die Chance bestehe dieser Wirklichkeit werden zu lassen? Eine solche Reise ist mit vielen Risiken verbunden – du könntest dabei sterben...
Was würdest du opfern?“
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| 03.02.2004 22:34 | #133 |
| Rhodgar |
Blitzschnell zuckte der Schwarzmagier aus seinem tiefen Schlaf hoch. Hatte er da nicht gerade ein Geräusch gehört, welches ihn aus der Traumdimension gerissen hatte? Schnell blickte er ein paar mal um sich, und realisierte jetzt erst wo er sich befand. Der Gang war hell erleuchtet, und lustige Schatten trieben auf dem prupurnen Teppich so ihre Spielchen. Wie war er nur hierher gekommen? Und so langsam begannen seine Erinnerungen zurück zu kehren, nach und nach fiel ihm alles wieder ein. Dieser Sessel, auf dem er sich da so gemütlich rekelte, hatte gestern Abend einfach so verlockend ausgesehen, kein normaler Mensch würde nach mehreren aufeinander folgenden, schlaflosen Nächten eine solche Gelegenheit verschmähen.
Doch plötzlich hörte man nur das Geräusch, das der Lehnstuhl verursachte als er, von Rhodgar hastig und grob an zurück an die Wand gestoßen, an eben jener aufprallte. Warum er dies tat? Ganz einfach, gerade war ihm auch wieder eingefallen was er den gestrigen Abend über so getrieben hatte, und dass er mitten in dieser heißen Phase dieses Versteckspiels einfach eingepoft war. Mit zittrigen Händen holte er den letzten der drei gesammelten Zettel nocheinmal hervor, und las sich dessen Inhalt mehrmals durch. Es ging klar hervor, dass das vierte, und (hoffentlich) letzte der Kärtchen an einem Ort versteckt sein musste, welchen der Schwarzmagier bisweilen nur ein einziges Mal aufgesucht hatte (was er sich schaudernd eingestehen musste), nämlich die Badestube. Geschwinden Schrittes machte er sich auf den Weg, um diese Räume voller Wasserbecken, ob sprudelnd oder nicht, schnellstmöglich aufzusuchen. Und ein paar Minuten (und viele, viele Schritte) später stand er nun vor diesen überwältigenden Wasseransammlungen. Doch wenn er seinen Blick zwischenzeitlich seine Blicke von dieser grandiosen Sezenerie abwenden konnte, um nach etwas pergamentartigem Ausschau zu halten, fand er nichts dergleichen. Doch halt, was war denn das auf dem Fußboden des so still und ruhig daliegenden Beckens? Dort schimmerte doch etwas... etwas Goldenes! Na toll, jetzt hieß es auch noch untertauchen, und nur um sich dieses verflixte Kärtchen zu holen. Vielleicht sollte er einen Dämonen... nein, soweit kam es noch, dass er sich bei der Aufklärung des Rätsels von einem solchen Vieh helfen ließ. Gezwungenermaßen legte er nun seine Robe ab, und nach ein paar gründlichen Blicken nach links und rechts, der Überprüfung ob wirklich Handtücher vorhanden waren, und nach weiteren Blicken über die schulter, zog er sich splitternackt aus, und sprang mit dem Kopf voraus in die Minifluten.
Angenehm warm erschien das flüssige Element, in welches er immer weiter hineintauchte, um schließlich mit gehörigem Ohrendruck die Hand nach dem gesuchten Gegenstand auszustrecken (wie tief dieses Becken doch war).
Trocken, die Haare nun nichtmehr zu einem Zopf gebunden, sie standen widerspenstig in alle Himmelsrichtungen ab, hielt er ein paar Augenblicke später den vierten Zettel in der Hand, und wunderlicherweise war die Tinte, mit denen die Worte niedergeschriebene worden waren, trotz des Wassers nciht verlaufen, sodass die Schrift deutlich erkennbar war.
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| 03.02.2004 22:36 | #134 |
| Renata |
5. Hinweis
Ein junger Schwarzmagier aus dem Kastell
Eilt zum letzten Ort ganz schrecklich schnell
Um diesen zu finden
Braucht kein Tor er überwinden
Folgt er einfach dem Weg zum schönen klaren Quell.
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| 04.02.2004 12:10 | #135 |
| Dûhn |
Schwungvoll wandt sich der Riese um und sah der Heroldin nun starr in die Augen. Keine Aggression lag in diesem Blick, aber eine Wildheit die nur durch Blutsbande oder religiösen Eifer hervorgerufen werden konnte.
"Ich würde hinabsteigen, komme was wolle. Bis auf den Grund, wenn es sein müsste. Und wenn ich tausend mal tausend Jahre suchen müsste und sie nicht finden würde....ich würde NOCHEINMAL tausend Jahre suchen!"
Die Faust des Riesen war immer noch um den Henkel des Eimer-ähnlichen Kruges geschlungen und fing nun langsam an zu zittern.
"Was ich dafür opfern würde? Alles was nötig wäre!"
Der Henkel gab schark kanckende, knisrschende Laute von sich, als sich bereits die ersten Sprünge im Holz zeigten. Nur mühsam konnte Dûhn seine grollende Stimme in Zaum halten.
"Du sagst, ich könnte dabei sterben?! Nun..."
Der hölzerne Henkel zerbrach mit einem trockenen Knall unter dem Griff des Riesen. Wie aus einer Trance erwacht sah der Koloss auf die kläglichen Holzreste in seiner offenen Hand. Langsam, begleitet vom knirschen der Lederrüstung, erhob sich die massige Gestalt und verbeugte sich steif vor der Fee.
"...ich wollte schon immer lieber FÜR etwas sterben, als AN etwas."Mit einem dünnen Lächeln wandt er sich um.
"Ich muss jetzt gehen. Meine Schwertübungen warten auf mich. Will doch meinen Lehrer nicht enttäuschen..."
Stampfend und sich leise räuspernd, entfernte sich die wuchtige Gestalt des Riesen und ließ die Heroldin im Halbdunkel des Refektoriums zurück.
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| 04.02.2004 14:52 | #136 |
| Erzengel |
Seine Kräfte schwanden... Immer mehr löste sich der Geist von dieser brüchigen Hülle nur von dem dunklen Blut in seinen Adern zusammengehalten. Die Luft des Tages war stickig und heiß, so gern wäre er hinaus geflüchtet in den Innenhof, doch die Sonne schmerzte nun mehr denn je und nur dicke Mauern schienen sie davon abhalten zu können ihn zu töten... Ja, sie brannte nicht mehr allein in den Augen, jeder Sonnenstrahl der seine inzwischen schon erblasste Haut berührte bohrte sie wie tausend heiße Nadeln hinein.
Und weder Ithilion noch Arnoriell kamen auf irgendeine weise in irgendeinem Buch der Bibliothek vor. Ithilion... Diesen ach so fremden Namen hatte er doch schon gelesen, er zierte den Rücken eines Buches, welches er bei seinem letzten Besuch hier im Kastell mit dem hohen Templer Artifex flüchtig beim Schmökern gesehen hatte. Ithilion... aus der Sprache des Sternenvolks übersetzt hieß es Sohn des Mondes und Arnoriell Tochter der Sonne. Auch wenn er in Gorthar des öfteren menschliches Blut genoss, so war er mit Sicherheit nicht darauf angewiesen wie die ausschließlich blutsaugenden Dämonen. Selbst wenn diese Verbindung wohl eher zufällig war, so beherrschte seine Zwillingsschwester sicherlich die nötigen Kräfte um sich das alte Sinnbild Innos' zu unterwerfen. Entweder wirkte sie ihre Zauber in die Vergangenheit hinein oder sie war schon die ganze Zeit in der Gegenwart, wobei dann die Reisen nach Belzusia ausschließlich der Manipulation gegolten haben mussten. Doch wozu das, wenn sie doch ohnehin so mächtig war wie der Feuermagier sagte?
Es gab so viele Fragen, die alle eine Antwort suchten...
Er hatte sich zu sehr von den illusionären Rednern in den von Arnoriell geschickten Visionen berauschen lassen... Und stets dieser Stich ins Herz... Irgendwie hatte er es immer gewusst, doch niemals hätte er es akzeptieren können... Nein, er hatte es nicht gewusste... Arnoriells Geschichte war lückenlos, fehlerlos hatte sie die Wahrheit verschleiert. Nein, er hatte es nicht gewusst und er hätte es ohne Kylan auch nie bemerkt... Und er konnte es auch nicht akzeptieren, obgleich er wusste dass es die Wahrheit war. Shiva hatte einen Mörder, vielmehr eine Mörderin, die ihren Tod wohl kalkuliert und perfekt ausgenutzt hatte... Jeromé wurde durch sie auf seine Spur nach Khorinis gelockt, er vergiftete Ras Verstand, nachdem dieser von Shiva eine Abfuhr bekommen hatte, bis er sich schon halb dem Wahnsinn verfallen den Paladinen stellte und so die ganze Diebesgilde auffliegen ließ. Also ging auch der Mord an Ra auf ihre Rechnung... und der... der Mord an Neo... seinem Necroel...
Weißer Stoff lag zerrissen in dem Zimmer verstreut, auf dem Bett ein junger Mann. Seine behandschuhten Finger umklammerten ein Leinenkissen und überall segelten weiße Federn gen Boden.
"Warum nur? Warum?! Warum tust du mir das an, Schwester Arnoriell?"
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| 04.02.2004 15:00 | #137 |
| meditate |
meditate beobachtete auf der treppe sitzend die schwertübungen des kastelltitanen.
sie lugte zwischen den steinernen streben des treppengeländers durch und staunte. wie konnte sich ein mensch nur freiwillg so quälen. das war doch viel einfacher, wenn man sich der magie bediente. sie konnte ihm ja auch mal ein bisschen behilflich sein. vielleicht mit einer dicken untoten blutfliege?
schnell formte sie das tierchen und ließ es dann heftig brummend auf den übenden dûhn los.
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| 04.02.2004 19:39 | #138 |
| Dûhn |
Eins, zwei - Eins, zwei - ging Dûhn die Schläge, Tricks und Hiebe durch, welche er von Azathot gelernt hatte. Bald, so dachte er sich, würde er gut genug sein um sich in einer wirklichen Kampfsituation zu behaupten.
*SSSSSSSUUUMMMMMMMMM!!* Schredderte die Blutfliege dicht an seinem linken Ohr vorbei.
Himmelarschundeinsackwackersteinenochmal!! Was, verflucht nochmal, war das denn zum Tartarus?!
Finster brummend und ganz offensichtlich in bester
ich-werd-dir-das-Hinterteil-aufreißen Laune zog das surrende unheil seine Kreise über dem Hühnen und stieß blitzschnell auf ihn herab.
"Nicht mit mir, du fliegender Flickenteppich!" röhrte Dûhn und wich ruckartig zurück, sein Schwert emporreißend. Der vermoderte Körper des Insekts prallte unsanft auf die Breitseite der monströsen Waffe und brummte benommen zurück.Mit einem triumphirenden Lachen setzte der Reise nach und schwang seine Waffe in einem brutalen Bogen von Oben nach unten.
*KLANG* machte es und die Klinge traf den harten Steinboden. Überrascht sah sich der Koloss um und bemerkte dabei nicht die Bluffliege, welche sich geschickt mit kleinen Greiferchen am Rücken seines Mantels festhielt und versuchte nicht von den verdutzten, ruckartigen Drehungen des Riesen abgeworfen zu werden.Vorsichtig kletterte die Fliege ein wenig höher um ihren Stachel in dem Hühnen zu versenken, als Dûhn innehielt, vorsichtig nach hinten schielte und dann wie wild zu fluchen begann.
Brüllend und wüste Verwünschungen ausstoßend, wirbelte Dûhn eine Weile über den Hof bevor die Blutfliege mit einer besonders kräftigen Drehung an die Wand geschleudert wurde.
Gerade eben rappelte sich das Untote Insekt wieder auf, um einen neuen Angriff zu starten, als sechs Kilo Stahl sie frontal an die Wand nagelten.
Während sich der Körper der Fliege schon zu Staub verwandelte, zog der Hühne seine riesige Klinge mit einem letzten Ruck aus der Wand zurück.Schnaubend schaute er sich nach weiteren Brummern um.
Keine in Sicht. GUT!!
Das Schwert wurde mit einem kräftigen Ruck zurück in die Rückenscheide gesteckt. Zufrieden wischte sich Dûhn seine Hände am Schwarzmagiermantel ab. Würde schon keiner bemerken ausser...
"Frau Meditate!" Der Kopf des Riesen ruckte in Meditates Richtung und gleich darauf auf in Richtung Fleck-auf-Robe.
Ungeschickt wischte der Hühne über den staubigen Handabdruck und grinste seine Hohepriesterin leicht verlegen an.
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| 04.02.2004 21:36 | #139 |
| Xalvina |
Laut halte der Knall der Türe des Refektoriums, als der Hûhne in voller Emotion fast wörtlich aus den schweren Doppeltüren stürmte und in den dunklen anliegenden Korridor des Kastells verschwand. Stille. Das übliche Schweigen legte sich über den Speisesaal, denn Xalvinas Anwesenheit war genauso lautlos wie die Stille selbst. Noch immer saß sie reglos angelehnt in ihrem Stuhl und rührte sich auch nicht in den folgenden Minuten. Stille. Wenige Minuten vergingen. Schweigend und den Kopf gesenkt, hatte die Dämonenbeschwörerin ihre Augen geschlossen, sodass nicht eine Wimper zuckte.
„Wirklich ALLES?“
Sie lächelte noch immer verschlagen. Erst jetzt und unerwartet erhob sie sich elegant, doch wirkte ihr unerwartetes Erheben fast einer willkürlichen Marionette, ruckartige ihre Augen öffnete und blickte leicht nach oben. Erst jetzt verwandelte sich das Lächeln in ein seltsames unheilvolles Schmunzeln. Ihre Hand griff nach dem Drachenkelch, der noch halbgefüllt mit dem seltsamen dunkelroten bitteren Wein gefüllt war, und ihn sachte vom Tisch erhob. Noch immer blickte sie nach oben zu dem Bild des Armageddon, als sie langsam den Kelch umkippte und den Wein auf die Mette des Tisches langsam auskippte. Ein großer See kippte sich über das schöne Holz und floss zu einem großen Fluss hinunter, sodass sich mehrere kleine winzige dunkelrote Wasserfälle auf die Fliesen fielen. Die Schwarzmagierin interessierte es jedoch wenig, sie blickte von dem Bild des Weltuntergangs hinunter auf die ausgegossene Fläche, welche schwach das Spiegelbild zurückstrahlte.
„Die Götterdämmung...“
Einen Moment gefiel es der Dämonenbeschwörerin das Bild zu sehen, und wischte mit der rechten Hand durch das zerlaufende Weinwasser auf dem Tisch, als sie ihren lächelnden Gesichtsausdruck unerwartet plötzlich wieder verzerrte was einem Erschrecken glich. Einem Erschrecken vor sich selbst. Langsam kopfschüttelnd lies sie den Kelch mit einem Klirren fallen, während sie einen Schritt von dem, was sie angerichtet hatte zurück trat. Verwirrt und zweifelnd so schüttelte sie den Kopf und schloss ihre Augen einen Moment. Ein Dämon erschien neben ihr. Die Fee merkte dass der Dämon sie ansah und in ihre Gedanken vordrang um sich ein Bild zu machen, was sie gerade Dachte. Wegwischen. Sie wollte dass es einfach verschwand. Diese ganze Zote – rasch schritt sie wieder auf den Tisch zu und wollte das selbst erledigen, als ihr die Dienergestalt des Kastells ihr zuvor kam und sich bereits an die Arbeit machte. Fassungslos blickte sie dem Dämon zu wie dieser den ausgelaufenen Wein wegwischte.
Was tat sie nur?
Was hatte sie getan?
Was hatte sie denn nur dazu verleitet?
Ihre Gedanken fuhren herum. Einen Moment so fühlte sie sich, als wäre sie nicht ganz sie selbst gewesen. Sie spürte es wie ein Stich in ihren Herzen. Erschreckt von sich selbst so beobachtete sie ihre rechte Hand, die von dem Wein getränkt war als sie diese verkrampft an ihre Brust hielt, als wollte sie den Schmerz in ihrem Herzen vermindern. Sie fühlte sich schlecht. Ziemlich schlecht...
Verwirrt so verließ sie leicht verstört einsam das Refektorium...
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| 04.02.2004 21:57 | #140 |
| Rhodgar |
Noch immer von Zeit zu Zeit den Kopf schüttelnd, um den letzten Rest Feuchtigkeit aus seinen Haaren heraus zu rütteln, schritt Rhodgar nun wieder durch einen Korridor, die Aussicht vor Augen, dass er dieses Mal nicht so weit zu laufen hatte, um des Rätsels Lösung erneut einen Schritt näher zu kommen. Ganz klar, mit dem Quell konnte nur der kleine Brunnen im Innenhof gemeint sein, dem er jedoch zugegeben noch nie wirklich Beachtung geschenkt hatte, denn auf den ersten Blick ließ sich daran nichts Magisches feststellen. Doch irgendeine Bedeutung musste dieses Gebilde doch haben, auf das er mittlerweile zugeschritten kam, von welcher Art sie auch immer war. Vielleicht versteckte sich dort unten ein Monster, dass in längst vergangener Zeit eingefangen worden war? Wer wusste schon genau, was für Geheimnisse und Überraschungen sich noch in den allergeheimsten Geheimnischen und –ecken des Kastells verbergen mochte.Doch allzu weit konnten seine Grübeleien nicht mehr ausschweifen, denn wider seinen Erwartungen war das nächste Stück Pergament sehr einfach zu finden, es lag auf dem Rand der kleinen steinernen Zinnen. Doch diesmal war es nicht bloß ein kleines Kärtchen, nein jetzt hatte er es mit einem gefalteten Stück zu tun. Und gleich als er es in die Hände nahm, fiel auf, dass etwas darin verborgen war. Rasch wurden die Seiten entfaltet, und heraus fiel ein Amulett, dessen Anhänger an einer schwarzen Lederkette befestigt war. Ein wirklich schönes Stück, wenn auch ziemlich ungewöhnlich. Weißer Marmorstein, zu einem Dreieck geschlagen, umbunden von drei Liederstriemen, und dies alles an einer ebenso schwarzen Lederschnur hängend. Was dies alles wohl zu bedeuten hatte?Und erst bei dieser Frage fiel dem Schwarzmagus auf, dass auf den Zettel Worte geschrieben waren, mit derselben tiefschwarzen Tinte wie die Vorherigen.
Von heiligem Stein ein kleines Stück
Möge bringen dir allzeit Glück
Am Halse getragen
Mag es vermeiden viel Klagen
Und soll führen es Dich immer gesund zurück.
Lieber Rhodgar,
erst gestern träumte ich von allerlei Gefahren, die Dir naher oder ferner Zukunft drohen könnten. Vielleicht vermögen die längst vergangenen Geister, Gottheiten oder Gestirne, zu deren Ehren jener Stein errichtet wurde, aus dem dieses Amulett hier gebrochen ist, Dich vor diesen Gefahren zu beschützen.
Renata
Schon wand der Jungmagier seinen Kopf so energisch herum, dass seine Haarpracht wie wild durch die Luft wirbelte.
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| 04.02.2004 22:31 | #141 |
| Renata |
Keine Frage, dass sie Rhodgars Wege durch das Kastell von Weitem verfolgt hatte. Jetzt wollte sie nur still vom Kreuzgang aus zugesehen haben, wie er ans Ziel der Schnitzeljagd gelangte und sich - so hoffte sie jedenfalls - an der kleinen Gabe erfreute. Dass er sich nach dem Lesen des letzten Pergamentes so vehement umblicken würde, hatte sie nicht erwartet, daher gelang es ihr auch nicht, schnell in den Schatten des Bogenganges zurückzutreten. Schon kam er ihr entgegen, das Amulett wie zum Gruß schwenkend. Sie war gespannt, was er sagen würde.
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| 04.02.2004 22:58 | #142 |
| Rhodgar |
Viel brachte Rhodgar allerdings nicht über die Lippen. Als er vor Renata angekommen war, stand er nur kurz regungslos vor ihr, legte dann jedoch beide Arme um seine Freundin und stetige Wegbegleiterin, und wenn man genau hinsah, dann konnte man erkennen, dass sich eine kleine Träne im Augenwinkel des Schwarzmagiers bildete. Dies widerlegte alle Behauptungen, Schwarzmagier an sich wären gefühlskalt und emotionslos.
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| 05.02.2004 18:07 | #143 |
| Erzengel |
Seine nicht enden wollenden Suche nach der Kore wurde immer mehr zu einer Suche nach sich selbst, eine die nach der Offenbarung Kylans auch dringend notwendig war. Selbst wenn die Kore ihn als Nichtschwarzmagier in die Unterwelt bringen würde, war es noch lange nicht sicher, ob er auch wieder herausfand, denn laut den Chroniken erwies sich dies stets als schwierig. War er überhaupt stark genug und wie sollte er seine Mutter finden? Seine Planung, die eigentlich nicht mal vorhanden war, wies Lücken auf. Grund genug erst einmal mit sich selbst reinen Tisch zu machen, danach könnte er eine seiner abgebrochenen Lehren fortsetzen und erst dann würde er hierher zurückkehren und die Torwächterin aufsuchen. Erst stellte den heißen Tee wieder zurück auf die Untertasse und schob diese weiter zur Tischmitte hin, dann verließ er den Speisesaal und warf auf dem Weg zum Innenhof gleich noch ein paar Goldmünzen in die Schale des Dämons.
Wohlig warmer Wind wehte durch das kurzgeschorene Haar, als er die Schwelle zum Innenhof überschritt und sich an der immergrünen Esche erfreute. Ein Blick in den blauen Dämmerungshimmel genügte um ihn in eine gewisse Nostalgie zu versetzen, sofern man es überhaupt so bezeichnen konnte. Die einzusteckenden Schläge wurde nur umso härter, da ihn niemand auffing und der Aufprall ungebremst erfolgte. War es jene Hilflosigkeit, welche die leidenschaftliche Sehnsucht wieder entflammen ließ? Doch die milde Freude verstummte sogleich im Angesicht der entmutigenden Entdeckung eines weiteren Kreislaufes, immer wenn er in diesen magischen Gefilden länger verweilte, kam er früher oder später auf jene Kreisläufe zurück. Das brachte ihn jedoch nur dazu, jeden Gedanken an eine erneuten Eintritt gleich wieder wegzuwerfen, er würde es ja nur eh wieder Austreten.
Dennoch hatte sich das Leben eines Einzelgängers als unerwartet hart erwiesen, zumindest Verstand er den Respekt den großen Einzelgängern gegenüber ein wenig mehr, hatte er sie doch teilweise eher als Feiglinge wie ihn selbst angesehen. Und noch immer lief er davon... Vielleicht würde er ja in der Bibliothek einige Schriften zur Selbsthilfe finden und wenn er schon dabei war noch ein Kochbuch und eins zur Inneneinrichtung schauriger, alter Gemäuer. Jetzt wo er die Bücher seines Turm verbrannt hatte, hatte er ja eine freie Etage.
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| 05.02.2004 20:08 | #144 |
| Dûhn |
Gerade noch wollte Dûhn seiner Hohepriesterin etwas entgegnen, da hörte der Riese auch schon vertraut klingende Schritte durch den Innenhof hallen. Forsch und zielgerichtet näherten sie sich immer weiter seiner Position, bis urplötzlich Azathot mit wehender Robe um die Ecke rauschte und auf Dûhn zuhielt.
Der Schwarzmagier hatte seinen Kopf in Konzentration gesenkt und verlangsamte seine Schritte, je näher er dem Hühnen kam. Dûhn indes, hatte seine hochrangige Zuschauerin fast vergessen. Neugierig beobachtete er seinen Lehrmeister welcher sich schließlich vor ihn stellte und seinen Kopf mit einem plötzlichen Ruck hob.
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| 05.02.2004 20:20 | #145 |
| Azathot |
Heute war Dûhns großer Tag gekommen, seine Prüfung mit der er zeigen sollte, dass er durchaus geübt im Umgang mit dem Einhandschwert war und die ihm den Weg bereitete von Azathot noch weiter in die Geheimnisse des Schwertkmapfes.In der Hoffnung des Schwarzmagier dort vorzufinden ging der Lehrmeister in den Innenhof des KAstells und tarf den Hühnen dort tasächlich an, er unterhielt sich gerade mit einer zierlichen Person die neben ihm noch einmal kleiner wirkte."Hohepriesterin. Ich bin überrascht euch zu sehen", der Schwarzmagier deutete eine Verbeugung an, "unsere Wege haben sich lange nicht gekreuzt." Seit wann wollte Azathot lieber nicht erwähnen, lasteten die Erinnerungen an diesen verfluchten Ort immer noch auf ihm.
"Doch ich bin leider nicht wegen Euch gekommen, ihr verzeiht mir wenn ich euch unseren großen Freund entführe." Der Magier zwinkerte der Hohepriesterin zu, dann wandte er sich endlcih Dûhn zu
"So und jetzt zu dir, heute soll ein besonderer Tag für dich sein, du sollst deine Prüfung gestellt bekommen damit ich sehe wie du den Kampf beherrscht. Ich hoffe du bist bereit.
Es wird lediglich ein kleiner Kampf zwischen uns beiden, doch kämpfe gut, ich werde es auf jeden Fall tun."
Dann begab Azathot sich in Position und wartete darauf, dass auch Dûhn sich fertig machte. Er zweifelte nicht daran, dass der Riese gut genug war um die Prüfung zu schaffen.
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| 05.02.2004 20:35 | #146 |
| Dûhn |
Aufgeregt, aber mit einem wissenden Lächeln auf den Lippen machte sich Dûhn bereit. Das wuchtige Schwert wurde langsam aus der Scheide gezogen und pendelte sich auf Brusthöhe vor dem Riesen ein, während der Wind die Roben und Mäntel der beiden Schwarzmagier umspielte.
Schneller als man es ihm zugetraut hätte griff Dûhn an und führte einen wuchtigen Streich von links nach rechts. Azathot parierte mühelos und wirbelte in einer Explosion aus funkelndem Stahl zur Seite, um seinem Schüler etwas Respekt einzubläuen.
Doch der Riese stand längst nicht mehr am selben Fleck.
Schnell hatte er sich auf Abstand begeben und sein Schwert schwungvoll ausgestreckt vor sich emporgehoben. Grinsend un breitbeinig stand er dort und reckte das Kinn in Richtung seines Meisters.
"Kluge Gegner rennen davon, wenn sie mich erblicken, Kleiner!" röhte der Riese triumphierend.
Azathot konnte diese Schmähung nur ein müdes Lächeln entlocken. Gekonnt warf er seine Klinge in die Luft, ließ sie einige Male umherwirbeln und fing sie hinter seinem Rücken wieder auf.
"Auch BEVOR sie deinen Atem riechen, GROßER?"
Dûhns Gesichtszüge fielen rapide in sich zusammen, während sein Lehrmeister augenblicklich mit gekonnten, präzisen Schlägen auf ihn einhieb. Die schweren Kampfstiefel der beiden Duellanten knirschten auf dem Granitboden des Atriums und das Klirren der Schwerter war fast ohrenbetäubend. In Windeseile entwand sich Azathot den aggressiven Schlägen des Kolosses, baute sich in einiger Entfernung vor dem Hühnen auf und massierte seinen leicht schmerzenden Schwertarm
"Ha! Jeder in Khorinis kennt meine Klinge, du Trampeltier!"
Dûhn stützte sich grinsend auf den Knauf seines Schwertes und musterte mit überspielter Gleichgültigkeit seine Fingernägel.
"Ach, wirklich? Zu schade das DICH niemand kennt!"
Deises mal war es an Azathot mit verzerrtem Gesicht unter dem Ansturm des Riesen nachzugeben. Immer weiter drängte der Koloss seinen Meiser zurück, bis der Schwertlehrer schließlich über einen herumliegenden Ast stolperte und rücklings hinfiel.
Die kolossale Klinge senste in einem perfekten Bogen herab, doch fand sie ihr Ziel nicht. Gewandt hatte der Lehrer die Beine um die Knie des Riesen geschlungen und hebelte seinen Gegner nun aus, so das auch er wie ein gefällter baum auf dem Boden aufschlug. Beide Kontrahenten rappelten sich ein weiteres mal auf und standen nun weider von einander entfernt.
Von seinem vorherigen Erfolg angestachelt trat Dûhn vor.
"Die Narben in meinem Gesicht stammen aus unzähligen harten Kämpfen!" brüllte Dûhn seinen Gegner lachend an.
"Ah, ja? Wieder mal zu tief in der Nase gebohrt, wie?" kam die Antwort aus Richtung Azthot.
Während Dûhn noch über die Schlagfertigkeit seines Lehrers staunte sprang der Schwertmeister, mit wehender Robe, zur Seite und führte einen gemeinen Stich gegen die Flanke seines Gegners. Taumelnd konnte sich der Koloss gerade eben fangen und seine Klinge gegen die Azathots drücken. Mit einem durchdringenden Klirren trafen die beiden Schwerter aufeinander.
Keiner der beiden Schwarzmagier wollte auch nur einen Zentimeter weit nachgeben, doch langsam aber sicher schien die überlegene Kraft des Titanen den Sieg davon zu tragen.
"Und?" grollte Dûhn, "Hast du eine Idee wie du dieses Mal davonkommst?""Die könntest du viel eher gebrauchen..." presste Azathot zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor und lachte, als er sich rasch hintenüber fallen ließ.
Dûhn schoß brüllend und ungebramst quer durch den Hof, als sein Meister seine Kraft gegen ihn einsetzte und ihn mit einem gekonnten Wurf durch die Luft beförderte.
Leicht benommen aber immernoch schmunzelnd rollte sich Dûhn wieder auf die Beine und richtete sich auf. Der Schweiß floß inzwischen in Strömen, doch hatte er eher eine belebende Wirkung auf den Riesen als das er ihn erschöpft hätte.
Die beiden Krieger standen sich nun, Schwert an Schwert, genau eine Armlänge entfernt gegenüber. Lauernd umkreisten sie sich, jeder von ihnen bedeckt von blauen Flecken, aber dennoch frohen Mutes und erfreut un Ausgelassen ihrer Kunst freien Lauf zu lassen. Ein hämisches Grinsen bildete sich auf Azathots Gesicht."Jetzt gibt es keine Finten mehr die dir helfen, mein großer Freund!"
Abprubt stoppte Dûhn in seinen Bewegungen.
"Doch!" entgegnete er, lächelnd "Du hast sie nur nie gelernt!"Mit einem Ruck schleuderte der Riese das Schwert seines Meisters zur Seite. Azathot, welcher damit gerechnet hatte, ließ seine Klinge einen Halbkreis fahren und führte sie, angetrieben von Dûhn, mit der Stumpfen Seite in Richtung Kopf des Hühnen.
Bis ihm Dûhn mit Wucht auf den Fuß trat.
Die Augen des Schwertmeisters wurden groß und sein Schwert entglitt nur Sekundenbruchteile seiner Kontrolle. In jenen Sekunden schleuderte der Riese sein Schwert empor und schlug nochmals, mit aller Gewalt, von Unten an die Waffe Azathots.
Elexorien, die edle Klinge des Meisters, wirbelte blitzend durch die Luft, verweilte für einige, zeitlose, Momente glänzend auf dem Zenit ihres Fluges und landete dann klirrend zu Füßen des Meisters, welcher sich immer noch fluchend seinen Fuß rieb.
"Tschuldige" Dûhn kratzte sich am Hinterkopf "hab ich noch aus meiner Zeit der Kneipenschlägereien behalten."
Entschuldigend zuckte Dûhn mit seinen breiten Schultern und fing dann langsam an zu grinsen.
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| 05.02.2004 20:41 | #147 |
| Sergio |
Keuchend und völlig nassgeschwitzt zog sich Sergio die letzten Zentimeter des mörderischen Aufstiegs zum Berg hoch, auf dem das Kastell der Schwarzmagier ruhte, und fiel erst einmal völlig ausgelaugt lang auf den Fels, wo er liegen blieb. Seine Gelenke schmerzten und überhaupt tat ihm alles weh, so anstrengend war der Aufstieg für ihn gewesen (er war wohl sehr aus der Übung). Nach einigen Minuten raffte sich der Wegelager wieder auf und sah nun das riesige Kastell mit seinem hohen Turm drohend über sich aufragen. Der Bau wirkte sehr alt und fast beängstigend. Aber Sergio riss sich zusammen und ging auf das Gebäude zu, in Richtung Eingangstor...
Wie von Geisterhand schwang die riesige schwarze Flügeltür laut quietschend auf, an der an jeder Türseite jeweils ein Skelett genagelt war. Sergio blieb in der ersten Sekunde erschrocken stehen, doch dann setzte er einen Fuß in den hinter der Tür liegenden Gang. Weiter schritt er voran, bis er schließlich in eine große Halle gelangte, die wohl die Eingangshalle darstellte. Der Raum war menschenleer, nur in der Mitte stand eine Statue aus Stein, die wie ein Dämon aussah. Als der Wegelagerer näherkam, bemerkte er einen Teller in der Hand der Statue. Er glaubte zu wissen, was dieser Teller bedeutete, und so ging er hin und legte einige Goldstücke darauf (was auch immer das bringen sollte).
Im ersten Moment tat sich rein gar nichts und Sergio sah sich verwundert um. Doch plötzlich erschien direkt neben ihm wie aus dem Nichts ein Dämon. Der Wegelagerer bekam einen riesigen Schrecken und wollte bereits die Flucht ergreifen, als er sah, dass der Dämon ihn lediglich ausdruckslos anstarrte. Dann setzte plötzlich ein heftiges Ziehen in seinem Kopf ein und fürchterliche Kopfschmerzen setzten ein. Sergio hielt sich schmerzerfüllt den Kopf und glaubte eine Stimme in seinen Gedanken zu hören. Kann ich irgendetwas für euch tun? Oder was sucht ihr hier? Berichtet schnell!, klang es in seinem Kopf. Das musste der Dämon sein! Er sprach mit dem Wegelagerer über die Gedanken. Noch immer von heftigen Schmerzen geplagt, erwiderte der „Gefolterte“ zögerlich (wiederum nicht per Gedanken): „...Ja... Ich suche die Schwarzmagierin Meditate (plötzlich fiel ihm der Name ein, obwohl er ihn eigentlich vergessen hatte).“ Meditate ist die Hüterin dieses Kastells, erwiderte der schaurige Dämon ruhig. Sie hält sich gerade im Refektorium auf. Gleich dort hinten um die Ecke., fügte er hinzu. Dann verschwand er plötzlich und löste sich in Luft auf. Sergio konnte den Hinweis nur befolgen und begab sich, noch immer unter starken Kopfschmerzen leidend, in die von dem Dämon angezeigte Richtung...
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| 05.02.2004 20:53 | #148 |
| Claw |
Nach einer Ewigkeit des Gehens, erreichten die drei Männer die Gewölbe. Claw stand fasziniert da und bewegte sich nicht. Auch Scipio stand da wie eine Götze. Nur Olirie schien gelassen, sofern man das sagen kann, da es von irgendwelchen Biestern hier unten nur so wimmelte.
Claw fasste sich langsam wieder und hob seine Armbrust. Das Salz hatte er, ebenfalls wie Scipio, an seinen Gürtel gehängt und nun wartete er gespannt, ob etwas passieren würde. Dem war aber nicht so. Fragend blickte der Söldner Olirie an.
"Wir müssen erst tiefer gehen. Hier sind keine Monster. Oder besser gesagt kaum welche. Sie trauen sich nicht so nah an die Treppe." sagte Olirie und schaute sich um, als ob er nach einem Weg suchen würde.
"Also wir sind ja zum Erkunden hier." meinte Claw. "Deswegen würde ich vorschlagen, wir gehen einen Weg, der bisher noch nicht gegangen wurde. Ich bin schon sehr gespannt darauf, zu sehen, was für Kreaturen hier unten hausen."Ich nicht..." warf Scipio nervös ein und hielt ebenfalls seine Armbrust im Anschlag.
"Welchen Weg denn nun ?" fragte Claw wieder den Schwarzmagier Olirie.
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| 05.02.2004 20:59 | #149 |
| meditate |
meditate hatte einen obsttag eingelegt. sie hatte sich eine unvergleichlich süße, kräftig orangerote frucht bringen lassen, von der die dämonen meinten, sie käme von der rückseite der erde.
"ach dann wächst die im ewigen schatten? auf der rückseite ist es doch immer dunkel, welche armen menschen ernten die denn da?"
der dämon guckte nur unglaublich dämlich und verzog sich dann.
"ich sollte vielleicht so etwas in den dunklen katakomben des kastells züchten, das ist so was von köstlich. die dämonen nennen das papaya, ich nenne es seelenfreude."
genussvoll stieß meditate den löffel in das saftige fruchtfleisch.
plötzlich hörte sie von der tür ein leises stöhnen. sie kannte diese art der töne, es waren die typischen schmerzäußerungen von kastellneulingen, die zum ersten mal gesprächspartner von dämonen geworden waren.
"was führt euch zu uns? tretet näher, keine angst, ich dirchbohre niemandem seinen kopf. ich bin ein mensch und bediene mich der sprache zur konversation."
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| 05.02.2004 21:25 | #150 |
| Sergio |
„Konversation? Ach, jetzt weiß ich endlich wieder, wie schön die gute alte Konversation doch sein kann...“, stöhnte Sergio zur Antwort (die bereits mehrfach erwähnten Kopfschmerzen wollten einfach nicht lockerlassen). Er ging ein Stück weiter auf den Tisch zu, an dem die Schwarzmagierin saß, während die Kopfschmerzen sich endlich etwas legten. Dann antwortete er weiter: „Ich weiß nicht, ob ihr euch noch an einen gewissen Ort namens Llungoll oder Llundoll erinnern könnt... Falls doch, bin ich hierhin gekommen, weil ich mir einfach nicht erklären kann, was es mit dieser seltsamen Gegend auf sich hat, und wieso ich dort von irgendetwas Großem einfach umgebracht worden, aber trotzdem wieder in Khorinis aufgewacht bin. Ich weiß auch nicht, ob ihr euch noch an mich erinnern könnt, ich für meinen Teil kann mich an euch und auch alle anderen, die in Llungoll/Llundoll aufgewacht sind, erinnern... Jedenfalls dachte ich mir, eine Magierin müsse doch am ehesten Bescheid wissen...“
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| 05.02.2004 21:32 | #151 |
| Azathot |
Einen komischen Anblick musste der Schwarzmagier bieten als er da seinen Fuss umklamernd durch den Innenhof des Kastells hüpfte. Es fühlte sich an als hätte der Riese mit seinem Gewicht die Knochen regelrecht zermahlen und spätestens am nächstens Tag würde der Fuß einen unförmigen Klumpen bilden bei dem der Lehrmeister froh sein konnte wenn er ihn in einen Stiefel bekam.Dûhn hingegen stand immer noch am Ort seines Triumphes und und grinste vor sich hin, während er die Bahn des umherhüpfenden Schwarzmagiers beobachtete.Schließlich hatten die Schmerzen soweit nachgelassen, dass der Schwarzmagier wieder mühevoll zu seinem Schüler humpeln konnte, der immer noch ffröhlich vor sich hingrinste.
"Kein schlechter Trick muss ich zugeben, wenn auch etwas unsportlich"lobte der Lehremeiste während er sich bückte um sein Schwert aufzuheben." Auf jeden Fall bist du bereit weiter in die Geheimnisse des Schwertkampfes eingewiesen zu werden, du bsit wahrlich ein guter Kämpfer, wenn du willst kannst du zusammen mit Hìrgalad lernen, das würde dir sicher eher gefallen als immer alleine zu trainieren, es wäre mir auf jeden Fall eine Ehre dich weiter ausbilden zu dürfen.
Und jetzt lass uns einen trinken gehen, wir habens uns verdient"Und während die Schwarzmagier zusammen zum Refektorium gingen, wobei Azathot sich möglichst unauffällig an Dûhn abstützte um seinen fuß nciht zu sehr zu belasten.
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| 05.02.2004 21:34 | #152 |
| meditate |
meditate war von ihrem stuhl aufgesprungen, als sie sergio erkannt hatte.
"du wurdest diesen bestien zum fraß vorgeworfen oder auch nicht. bei beliar, bin ich froh, dich wieder zu sehen sergio."
fast wäre meditate dem jungen um den hals gefallen, aber fand im letzten moment doch, dass sich das für die hüterin des kastells nicht zieme.
"setzt dich zu mir, mein freund. so haben wir alle wieder lebend in khorinis vorgefunden und es bleibt die hoffnung, dass auch der dunkle noch lebt. vielleicht finden wir ihn ja sogar irgendwann mal."
meditate schnipste den dämonen einen ausgefallenen wunsch ins gehirn und fing an zu erzählen. währenddessen erschien auf dem tisch ein ausgesuchtes festmahl.
"hab ich ein glück, dass ich heute nur obst hatte. mein magen ist noch total leer und ich denke, wir werden noch einige stunden zu reden haben."
"die geschichte in llundoll ..."
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| 05.02.2004 21:54 | #153 |
| Dûhn |
Dûhn schmetterte aus vollem Hals ein Lied, während er die Türen zum Refektorium aufstieß. Mit einem staubigen Knall schlugen die Türen vor die Mauer und schlossen sich wieder langsam und vorwurfsvoll als der Riese und sein humpelnder Begleiter schon längst auf einen der Tische zusteuerten.
Mit einer Hand gestikulierte der fröhliche Koloss wild in der Luft herum um seine geäußerten Essens- und Alkoholwünsche tatkräftig zu unterstützen, mit der anderen stützte er seinen Lehrmeister, dem das nicht all zu sportliche Manöver während ihres kleinen Kampfes anscheinend mehr zu schaffen machte als Dûhn angenommen hatte.
Vorsichtig setzte er Azathot auf einem bequemen Stuhl der Marke Polsterung-bis-zum-Abwinken ab und nahm selber auf der Bank gleich nebenan Platz.
"Na, das war ja was, hm?" stupste der den Schwarzmagier in die Seite. "Hätte nicht gedacht, das die Sache mit dem Schwertkampf SO viel Spaß macht!" Mit hektischem gewedel versuchte der Hühne den Flug der Bierkrüge zu beschleunigen, welche sich in recht gemächlichem Tempo dem Tisch näherten. Als die Humpen voll schaumigem Genuss schließlich sanft vor ihnen aufsetzten hoben beide Krieger erleichtert zum Gruße an.
"Auf dich und den Schwertkampf, Meister!" erscholl es aus Dûhns Richtung."Auf meinen Fuß und darauf das ich morgen noch laufen kann!" aus der anderen.Die beiden Männer lachten und setzten die Bierkrügen an um sie mit einem Satz hinunter zu stürzen. Die Genugtuung war ihnen ins Gesicht geschrieben, während schon die nächsten Humpen geflogen kamen; ein seltsames Phänomen das anscheinend allen Männern dieser Erde gegeben war.
Die Genugtuung nach einer zünftigen Keilerei mit einem Freund ein Bier zu trinken.
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| 05.02.2004 22:05 | #154 |
| Scipio Cicero |
Schon lange irrte die kleine Gruppe nun schon im schier endlosen, bisher unerforschten Teil des Kellers des Kastells. Je weiter sie gingen desto finsterer wurde es und jeder Schritt steigerte das ungute Gefühl, das Scipio bereits hatte, als sie das Gewölbe betraten. Irgendwas verfolgte sie, beobachtete jede Bewegung der drei so unterschiedlichen Gefährten, das war sich der Drachenjäger sicher. Was es allerdings war wusste er nicht und er konnte ebenfalls nicht sagen, wie gefährlich es war. Er konnte nur Vermuten und dem Gefühl in seinem Bauch nach zu urteilen war es extrem gefährlich. Nun, er war, ebenso wie seine Begleiter, vorbereitet.
Eine Weile gingen sie noch weiter, immer weiter, nur Olirie schien zu wissen wo hin. Ihr eigentliches Ziel, diese Schnecken oder ihr „Nest“, welches wohl, wie der Waldstreicher vermutete, der Grund für das anscheinend häufige Auftreten der Biester im Kastell war, sofern überhaupt eins existierte. Claw unterhielt sich etwas mit dem Schwarzmagier, der sie anführte, während Scipio den Schluss bildete, stets auf jedes Geräusch achtend. Die Ruhe der beiden anderen wollte er haben. Mit der Zeit schienen sie immer unaufmerksamer geworden zu sein, wobei sich der Krieger aber auch täuschen könnte. Dass sie sich aufeinander konzentrierten musste ja nicht heißen, dass sie auf nichts anderes achteten.
Gerade überprüfte der Drachenjäger noch einmal den Salzstreuer an seinem Gürtel, als er plötzlich einen dumpfen Aufschlag hinter sich vernahm. In wenigen Augenblicken war er, genauso wie seine Gefährten, mit gezückter Klinge herumgewirbelt. In der Dunkelheit war nichts zu sehen, das Feuer der wenigen fackeln waren von einer Sekunde auf die andere erloschen. Mit zuckenden Bewegungen blickte der Waldstreicher scheinbar hektisch und doch mit einer unscheinbaren Ruhe, die er selbst nur selten verspürte, seine Kopf, blickte durch den ganzen gang, ließ keinen Winkel ungeprüft. Es nützte nichts, alles ging in der Finsternis unter, die die kleine Gruppe umgab, nach und nach schier verschlang. Es war totenstill, man konnte beinahe Scipios schweren Atem hören, wie er lange und möglichst ruhig atmete. Irgendetwas war hier, nur wo und vor allem was?
Olirie hatte inzwischen eine Rune zur Hand genommen und er zögerte nicht sie zu benutzen. Kurze zeit später stieg eine kleine Kugel aus purem Licht auf und erhellte den Gang. Jetzt konnten die drei Abenteurer auch sehen, was sich da in der Dunkelheit versteckt hatte. Eine ganze Horde Schnecken, noch größer als im Labor des Schwarzmagiers.
Scipio wusste nicht, was ihm jetzt mehr Angst machte. Die gewaltige Anzahl an Schnecken, die Tatsache, dass sie vorne und hinten bedrängt wurde, also ihnen kein Fluchtweg offen stand, oder dass noch ein paar andere Schnecken aus der Dunkelheit traten. Diese besaßen, im Gegensatz zu ihren kleineren Artgenossen, Schneckenpanzer und die größten unter ihnen dürften dem Waldstreicher etwa bis zum Hals reichen, also knapp 1,45m groß sein.
Nun, jetzt würde sich zeigen, ob sie wirklich genug Salz dabei hatten. Die kleineren würden sie sicher damit bezwingen könne, nur bei den großen, gepanzerten hatte Scipio ein ungutes Gefühl. Diese Viecher waren sicher nicht so harmlos, wie sie auf den ersten Blick wirkten.
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| 06.02.2004 14:20 | #155 |
| Claw |
Claw erkannte schnell die prikante Situation und überlegte, was er tun sollte. Dann, als er die großen Schnecken sah, wie sie auf Scipio zu krochen, kam ihm die Idee.
"Scipio ! Wir müssen ihre Panzer knacken und Salz in die Wunden werfen !" rief er zum Drachenjäger und bemerkte gar nicht, dass von oben, aus dem Dunklen Schleim auf seine Söldnerrüstung tropfte.
Das erste, was der Söldner tat, war seine Armbrust hochzureissen und schoss knapp an Scipio vorbei auf eine der Riesenschnecken. Doch zum Schrecken aller zersplitterte der Bolzen an der harten Haut der Schnecke und die Einzelteile verteilten sich im kotzgrünen Glibbermehr, das die drei Männer einschloss. Zum Glück der Krieger waren Schnecken langsam und so kamen die Kreaturen nur langsam voran. Genug Zeit also, um einen zweiten Bolzen aufzulegen, was Claw auch tat, und nach einigen Sekunden schoss er erneut, dieses Mal aber auf ein viel kleineres Exemplar. Doch wieder hatte der Söldner Pech, denn der Bolzen verschwand einfach in der Glibbermasse, ohne irgendwelche Anzeichen von Schaden zu hinterlassen. Plötzlich hatte Scipio eine Idee. Er öffnete einen Salzbeutel, steckte kurz die Spitze eines Bolzens rein und schoss auf eines der großen Viecher. Die mächtige Durchschlagskraft seiner Armbrust und das Salz auf dem Bolzen verhalfen dem Drachenjäger zum Sieg über diese Schnecke, denn der Bolzen durchdrang die Rüstung und innerlich löste sich die Schnecke auf. Kotzgrüner Dampf stieg empor, zur Decke und nun konnten die drei Männer das Ausmaß der Situation sehen, denn an den Decken krabbelten noch mehr Schnecken. Viel mehr Schnecken, als sich auf dem Boden befanden. Doch auch andere, seltsame, blasphemische Wesen krabbelten an der Decke rum und kaum hatte Claw wild geflucht, als den Söldner etwas packte und hinauf zog. Voll Panik blickte Claw nach oben und konnte die Gestalt erblicken, mit ihren großen Zähnen. Nun sah die Situation alles andere als rosig aus...
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| 06.02.2004 17:56 | #156 |
| Die Söldner |
Vincent und die beiden anderen Söldner kletterten mühevoll den steilen Weg zum Kastell hinauf.
"Verdammt..." keuchte Vincent. "Das ist ja noch steiler, als der Aufweg zur Banditenburg."
Als die drei hohen Söldner endlich oben waren, standen sie vor dem verschlossenen Tor des Kastells. Die 2 Skelette hangen wie üblich an den Wänden und hielten ein Pläuschen. Vincent trat vor und die Skelette sahen den Hohen Söldner an.
"Wasn das für ein Hölenmensch ? Der hat ja noch Fell an !"
"Vielleicht ist er ein Mutant. Oder eine Zwitter."
"Ob das Ding da wohl aus den Gewölben kommt ?" fragten sich die Skelette und fingen an zu gackern. Vincent hatte nur Mühe sich zu beherrschen."Ich suche einen Söldner. Den Schürferboss Claw..."
"Ach deeer ! Der ist vor einer Weile rein, aber nicht mehr raus. Würd mich nicht wundern, wenn der bereits von ner Riesenschnecke ausgelutscht wurde.""Psssst ! Verrat ihm doch nicht den ganzen Schluss, wo bleibt da die Spannung ?" fragte das andere Skelett und beide fingen ein Streitgespräch an."Ja verdammt, wo ist er denn nun ?" rief Vincent zornig.
"Na im Kastell."
"Ach nee."
"Oh doch."
"Und darf ich rein ?"
"Öhh... nein."
"Und wieso ?"
"Weil wir knackiger als du bist."
"Ok, ich gebe mich geschlagen. Ihr seit stärker, knackiger, schöner und habt weißere Zähne."
Die beiden Skelette waren geschmeichelt und wie durch Geisterhand öffnete sich das Tor.
"Geht doch..." brummte einer der Söldner hinter Vincent und schweigend und ohne weiter auf die Skelette zu achten, betraten die drei Hohen Söldner das Kastell, nicht ohne vorher am Opferteller 300 Goldstücke einzuwerfen. Da sie jedoch nicht wussten, wo sie Claw suchen sollten, gingen sie ins Refektorium und bestellten sich was zu essen, in der Hoffnung, das bald jemand kommen würde, um ihnen zu sagen, wo der Schürferboss sei.
Claw
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| 06.02.2004 20:30 | #157 |
| Sergio |
Irgendwann am nächsten Tag (nach den Schlafgewohnheiten einer gewissen Person zu urteilen wohl eher am Nachmittag) wachte Sergio in dem Zimmer auf, das ihm zur Verfügung gestellt worden war. Schläfrig rieb er sich die Augen, bewegte sich widerwillig aus dem Bett und richtete sich mühsam auf. Und sofort musste er wieder nachdenken:
Bis spät in den Abend hatte der Wegelagerer im Refektorium gesessen und gespannt Meditates Berichten über die Vorfälle in Llundoll gelauscht. Höchst merkwürdige Vorfalle waren das gewesen: Die Übriggebliebenen hatten herausgefunden, das irgendein haushohes Ungetüm in Llundoll sein Unwesen getrieben hatte, und hatten es schließlich in einem beispiellosen Kampf bezwingen können. Für Sergio waren diese Schilderungen so unglaublich, dass sich ihm sofort hunderte von Fragen aufgedrängt hatten. Viele davon konnte Meditate ohne größere Schwierigkeiten beantworten, einige wirklich wichtige Dinge aber wiederum nicht. Auch sie konnte sich anscheinend nicht sämtliche Umstände erklären (Sergio hatte allerdings angenommen, dass Beliar zumindest die Fragen im Bezug auf Llundoll auf irgendeine Art und Weise beantworten würde). Der Wegelagerer für seinen Teil hatte jedoch fast alles erfahren, was er wissen wollte, nur einige wichtige Fragen blieben unbeantwortet. Vielleicht würde er ja irgendwann mehr herausfinden...
Den ganzen Abend über hatte Sergio das köstliche Essen in sich hineingeschaufelt, was sich jedoch jetzt in Form von heftigen Magenbeschwerden bemerkbar machte. Die drückenden Schmerzen verdrängend, zog er all seine Sachen an (was nicht sonderlich viel war) und begab sich zur Tür. Als er sie öffnete, spähte er vorsichtig in alle Richtungen: zum Glück war kein Dämon in Sicht (Kopfschmerzen waren eben nicht sehr angenehm). So schritt der Wegelagerer eilig in Richtung Refektorium, das ganz in der Nähe war, mal sehen, was hier „morgens“ (so dachte er jedenfalls) so alles los war...
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| 06.02.2004 21:38 | #158 |
| HoraXeduS |
Horaxedus kehrte heim ins Kastell. Er fühlte sich ein wenig wie ein Mann, der mit Kanonen auf Spatzen geschossen hatte. Als die vergangene Nacht noch nicht angebrochen war, hatte der Magier mit Fug und Recht behaupten können, dass er bereits ein Schattenläuferskelett gesehen hatte. Doch das war damals ein Stück von ihm entfernt beschworen worden und wirkte vor allem deshalb wirklich bedrohlich, weil es einen ganzen Haufen Orks das Leben ausgerissen hatte.
Diesmal jedoch hatte Horaxedus eine eigene, gewaltige und boshafte Kreatur beschworen. Vom Feind, zwei junge Molerats auf der hilflosen Suche nach ihrer Mutter, war freilich nicht viel übrig geblieben. Egal, es hatte geklappt und es war auch etwas blutig. Nun war es an der Zeit, sich noch ein weiteres Mal mit dem wohl nutzlosesten aller Zauber zu befassen. Magisches Verschließen. Ja. Das war, ähm, spannend.
Der Schwarzmagier polterte in die Bibliothek, besann sich dann jedoch eilig und begab sich ruhig zu seinem Leseplatz. Vorsichtig schob er die Bücher ein Stück beiseite, die Kain wieder einmal kreuz und quer bis auf die Tischhälfte des Freundes gelegt hatte.
Horaxedus schlug sein Buch auf. Dann schlug er es wieder zu. Und schließlich vershclug es ihm die Sprache. Kain??!
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| 06.02.2004 21:51 | #159 |
| Erzengel |
Vorsichtig schob er die Bücherstapel beiseite. Ein erleichterndes Lächeln, mehr konnte er nicht erübrigen, ganz egal wie sehr er es wollte.
"Horax, wie lange ist es her?!", begrüßte er seinen alten Freund. Eine rein rhetorische Frage, das letzte mal hatte er den Schwarzmagier bei den Khorinischen Spielen gesehen.
"Sag, wie geht es dir? Lass dich anschauen...", neugierig wanderten seine Augen von Kopf des Dämonenbeschwörers bis zu seinen Füßen, genaugenommen zu dem unteren Ende seiner Robe, und wieder hinauf.
"Wie ich sehe, bist du kein einfacher Magier mehr."
Seine Augen wurden feuchter und er hielt die Tränen zurück, doch es war keine Freude, die in ihm Aufstieg, vielmehr alte Erinnerung an eine Zeit in der alles noch so einfach war. Und schmerzliche Reue über den Verlust des Magierdaseins, wie er sie schon so oft gespürt hatte.
Ironischweise war es morgen genau ein Jahr her, dass er Khorinis den Rücken gekehrt hatte und kurz darauf mit seinem Gegenüber in Meditates Gefolgschaft reiste.
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| 06.02.2004 22:12 | #160 |
| HoraXeduS |
Horaxedus schluckte. Die beiden Männer hatten sich langsam von ihren Plätzen erhoben und standen einander gegenüber. "Ich habe..." setzte der Schwarzmagier an, doch stockte ihm die Stimme, als er eine Träne schluckte. Nur zu gerne hätte er den Freund umarmt, an diesem besonderen Ort, ihrem Ort. Ein gutes Jahr musste es her sein, seit sie sich erstmals begegnet waren. Ihr damaliges Mißtrauen füreinander war bald verflogen. Seither begleitete der eine den anderen. Auf die eine oder andere Weise.
So standen sie da, schauten einander an und wussten, das es gut war. Es bedurfte keiner Luftsprünge, keiner Tränen. Und schließlich war es Horaxedus, der die Stille unterbrach, den Jüngeren am Arm griff und ihn leise plaudernd aus der Biblithek geleitete. "Ich muss Dir unbedingt etwas zeigen. Der Schwertfisch, ich bin ihm auf der Spur."
Und während die beiden Männer durch die langen Gänge des Erdgeschosses zogen, erzählte Horaxedus dem Freund, wie er die Fährte von Worgo dem Druiden aufgenommen hatte, der ein wichtiger Mann im Geheimbund des Schwertfischs sein musste.
Viele Schritte waren getan, als sie schließlich jene seltsame Sackgasse eines Ganges erreichten, in der einige leere Bilderrahmen an den Wänden hingen. Kains prüfender Blick wanderte über die ausdrucklose, durchsichtige Galerie und verharrte letztlich auf dem einzigen Rahmen, der ein Bild in sich trug. Ein dunkelhaariger Mann war darauf zu erkennen.
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| 06.02.2004 22:38 | #161 |
| Erzengel |
Xiphius Gladius, ja, in dem Moor seines egoistischen Selbstmitleids war diese Geschichte schon lange untergegangen. Auf dem Bild konnte er einen alten, bärtigen Greis erkennen, doch was er wirklich sehen sollte, wusste er nicht. Sein Blick tastete den hölzernen Rahmen ab und wanderte dann weiter zu den anderen... Moment, da hinten war doch eben noch einer... Merkwürdig... Von rechts nach links begann er zu zählen und wieder zurück von links nach rechts... Also irgendetwas stimmte hier nicht.
"Ist das dieser Worgo? Wie ein Druide sieht der aber nicht aus. In welchem Zusammenhang steht der Typ eigentlich zu diesem Geheimbund? Und welche Ziele oder Aufgaben hatte der Schwertfischzirkel selbst?" Mit den Erinnerungen von damals kam auch seine Neugier zurück, die zugleich eine wunderbare Ablenkung von seiner melancholischen Stimmung war.
"Druiden stehen zwar nicht im Dienst der Natur, aber für gewöhnlich beherrschen sie die Magie nur, weil sie Mutternatur einen besonderen Gefallen getan haben, ein Geschenk praktisch. Und ich gehe davon aus, dieses Geschenk würde sie niemals ein jemanden weitergeben, der es für böse Zwecke einsetzt, wobei man Bosheit ja bekanntlich ebenso frei definieren kann wie Schönheit... Aber wie du von ihm gesprochen hast war, gehe ich davon aus das er böse ist... Ist oder doch oder?" Der Gildenlose wartete gar nicht auf eine Antwort, sondern verlor sich wie eh und je in wilden Spekulationen, irgendwann würde er schon eine halbwegs passenden Geschichte zusammengebastelt haben.
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| 06.02.2004 22:45 | #162 |
| Rhodgar |
Die Schatten des Abends legten sich unaufhaltsam über ganz Khorinis, und letztlich erreichten sie auch das finstere Kastell. Viele waren schon auf ihren Zimmern, schliefen oder schmökerten noch in Büchern oder saßen einfach nur so herum. Doch ein Schwarzmagier hatte bereits den ganzen Tag hart geschuftet, hatte sich durch so mancherlei Geschichten, Verse und Sinnsprüche gekämpft. Rhodgar saß in der Abenddämmerung in der frischen, belebenden Luft, die man im Innenhof atmen konnte. Vor ihm ein Stapel Bücher, nicht gerade gewaltig, zumindest nicht von Anzahl und Bestand her. Doch inhaltlich bargen diese Werke wahrscheinlich mehr, als so mancher Berg von ihresgleichen. Wahrlich, die Beschwörung einer untoten Blutfliege stellte sich schon sehr bald als eine schwierige Herausforderung da, viel schwieriger als zuvor erwartet. Verwirrend waren die Worte verfasst, hier mehr, dort weniger. Doch keinesfalls konnte man sagen, dass Rhodgar nur auf der Stelle trat, nein, er hatte an dem Tag schon etwas geschafft, was auch nicht wirklich verwunderlich ist, wenn man von morgens bis abends auf der Holzbank im Innenhof liegt, und nichts anderes als die Bücher kennt. Auf jeden Außenstehenden musste es seltsam wirken, einen Schwarzmagus so zu sehen, er aber stufte dies eher als harte Arbeit ein. Schließlich war es sein Rücken, der den harten Untergrund nahezu einen halben Tag lang hatte ertragen müssen.
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| 06.02.2004 23:00 | #163 |
| HoraXeduS |
"Ich weiss nicht mal, ob Worgo wirklich ein Druide ist. In einigen der Werke, in denen er auftaucht, wird er Druide genannt. Er taucht ja fast immer nur in einem kurzen Nebensatz auf. Selbst in einem Kochbuch wurde er schon erwähnt, so ganz nebenbei. Das ist schon etwas unheimlich. Und der Mann auf diesem Gemälde hier ist übrigens nicht Worgo."
Horaxedus strich sich abwesend über das unrasierte Kinn, während er weitersprach. "Der Schwertfisch ist ein Zirkel, der Beliar zu dienen im Sinn hat. Doch nach allem was ich bisher weiss -und in den Büchern steht praktisch NICHTS darüber- leisten sie ihren Dienst durch Mord. In der Nähe des alten Leuchtturms, Du kennst ihn vielleicht, gibt es eine Höhle. Rund um diese Höhle sind die Gebeine menschlicher Opfer vergraben... die meisten von ihnen waren offensichtlich Kinder."
Der Schwarzmagier atmete tief, sein Gegenüber schaute ihm ernst in die Augen. Sein Blick hieß Horaxedus fortzufahren.
"Das Verrückte daran ist, dass ich eines der Skelette dort oben selbst ausgegraben habe... es muss Jahrzehnte dort gelegen haben. Überhaupt, Worgo, vermutlich irgendsoetwas wie ein Anführer des Schwertfisch, müsste nach den Quellen, die ich zusammengetragen habe...", der Magier zog in der Erzählung unwillkürlich eine Augenbraue nach oben, "...mindestens zweihundert Jahre alt sein."
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| 06.02.2004 23:16 | #164 |
| Erzengel |
"Ein Druide als Anführer eines beliarhuldigenden Zirkels? Hm, vielleicht war er ja besessen oder so. Ich kann es mir einfach nicht so recht vorstellen, aber gut... Gibt es sonst noch was über diesen Geheimbund? Warum der Schwertfisch ihr Wappen zierte... falls es das tat... also du weißt schon... Warum der Zirkel diesen Namen hat? Oder irgendwas anderes, sei es ein noch so kleines Detail." Der Gildenlose überlegte kurz und sprach dann hastig weiter."Und in der Bibliothek hast du nichts gefunden? Was ist mit den gefährlichen Büchern, die damals in den Lavaturm gebracht wurden, hast du es schon mal mit ihnen versucht?"
Die kleinen Flamme der Sehnsucht war zu einem lodernden Feuer herangewachsen, jetzt tat es wieder gut hier im Haus der Schwarzmagier zu verweilen und auch nach Wochen mal wieder mit jedem zu sprechen, besonders mit seinem alten Gefährten, wie sehr hatte er das vermisst.
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| 06.02.2004 23:43 | #165 |
| HoraXeduS |
"Nein", murmelte Horaxedus, und man sah ihm an, dass er bedauerte, was er nun preisgeben musste, "ich habe Dir alles gesagt, was ich weiß. Ich habe keinen Schimmer, warum sie sich ausgerechnet nach dem Schwertfisch nennen, weiß nicht seit wann es sie gibt und wie viele es sind." Erschöpft atmete der Schwarzmagier durch. "Es gibt unglaublich viele Werke in der Bibliothek, in denen der Name Worgo auftaucht, aber die meisten Quellen führen zu nichts. Doch die Idee, im Lavaturm zu forschen", und hier hellte seine Miene merklich auf, "ist mir noch nie gekommen! Es gibt dort gefährliche Bücher?" Was für ein spannender Gedanke sich dort auftat. Horaxedus war erfreut.
"Doch nun zu diesem Mann." Der Schwarzmagier wies auf das Portrait des Bärtigen, das einzige Gemälde in der Reihe der kalten, leeren Rahmen. Neugierig betrachte Kain erneut das wenig spektakuläre, beinahe langweilige, weil farblose Bild.
"Diesen Mann habe ich getötet." Horaxedus blickte zu Kain, der interessanterweise nicht sonderlich überrascht aussah. Also fuhr der Glasmacher fort: "Er war ein Anhänger Worgos, wahrscheinlich selber ein Mitglied des Schwertfischs. Er hat Worgo Menschen zugeführt. Kinder, Frauen und Schwache. Sie waren die Opfer, die oben am Leuchtturm vergraben sind."
"Hat Worgo Hunderte von Jahren dort oben gehaust und gemordet?" entgegnete Kain verblüfft.
"Nein. Er kann den Quellen nach nur ein paar Jahre dort oben gewesen sein, und ob er alleine oder mit dem ganzen Zirkel geopfert hat, weiss ich nicht. Wer weiss schon, wieviele Opfer er anderswo gefunden hat."
"Und wer ist nun der Mann auf dem Bild, den Du getötet hast?" wollte Kain wissen.
"Sein Bild wurde mir von einem Mann namens Sengert gebracht, der vorgibt, von weither geschickt worden zu sein, mich zu finden. Er brachte mir ein großes weißes Leinentuch von wo auch immer bis hier her. Und er übergab mir dieses Bild des Mannes, den ich gerade erst getötet hatte. Es ist Ronan der Jäger... Ronan der Menschenjäger."
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| 06.02.2004 23:58 | #166 |
| meditate |
sie hatte wundervoll geschlafen und davon geträumt, dass beliar ihr ganz persönlich dankte mit hilfe seines mundes und seiner ohren. als sie erwachte, musste sie erst einen moment realisieren, dass sie nicht in den wundervollen tiefen reichen ihres herrn war sondern einfach im kastell.
"ich muss nach sergio suchen und ihm glück wünschen. ich hab ihn gestern einfach so sitzen lassen."
schnell kleidete meditate sich an und ließ sich von den dämonen unterrichten, was es an neuigkeiten im kastell gab.
"schnecken? woher kommt nur das ganze ungeziefer hier in den hallen. ich hatte doch angewiesen, alles zu beseitigen!"
der dämon setzte ihr ein beschwichtigendes und entschuldigendes summen in den kopf und verzog sich schnell, bevor meditate weiter nachhaken konnte. ihre spinnenphobie wurde von den dämonen nicht geteilt und sie schienen die befehle zum vernichten aller spinnen immer schnell wieder zu "vergessen".
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| 07.02.2004 00:05 | #167 |
| Erzengel |
"Tztz, ich dachte du hättest du Chroniken gelesen. Als das Kastell aus dem Mienental hierher versetzt wurde, blieb der Turm zurück, heute wird dieser Turm auch Lavaturm genannt, ein Magier namens Malicant hat damals alle Bücher mit mächtigen Zaubern und gefährlichem Wissen in das oberste Stockwerk des Turms gebracht, bevor dieser sich vom Kastell trennte... Zumindest so in etwa sollte es gewesen sein. Auf jeden Fall stimmt das mit den Büchern. "
"Vielleicht ein wenig zu offensichtlich oder nicht? Wir können natürlich willkürlichen mordend durch die Lande ziehen und warten dir jemand ein zweites Bild überreicht, aber das halte ich auf die Dauer für viel zu langwierig, es sei den du hast schon Beliars Hauch erlernt, wobei du dann wohl auf meine Hilfe verzichten könntest", meinte der zynische Gildenlose, während er ein Lachen unterdrückte... Es war ewig her, seit er das letzte mal so leicht und aus vollem Herzen Lachen musste.
"Scherz beiseite, glaubst du es das war Zufall? Wohl eher nicht. Und was weißt du noch über diesen Menschenjäger? War er Kopfgeldjäger oder Sklavenhändler oder wie? Und wieso war er hier in Khorinis?"
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| 07.02.2004 00:11 | #168 |
| meditate |
meditate stand eine weile am oberen ende der treppe und guckte sich vorsichtig nach allen seiten um. sollte sie oder sollte sie nicht? der wunderbar glatte, alte, im lauf der jahrhunderte dunkel gewordene handlauf funkelte im licht der fackeln in den wandhaltern.
wenn sie es machte, durfte wirklich keiner gucken. der gang war leer, insofern war die gelegenheit günstig. selbst vabun guckte nur steinern vor sich hin und wandte keinen blick nach oben. auch aus dem refektorium war nur fernes leises murmeln zu hören.
schnell zog sie die robe hoch bin zur hüfte, schwang ihr linkes bein über das geländer und hielt sich mit den händen fest.
wenn sie jetzt einer sah, war ihr guter ruf dahin - für immer. aber die versuchung war einfach zu stark. sachte ... sachte veränderte sie den schwerpunkt und dann stieß sie sich mit den füßen ab.
und *huuuuuuiiiiiiiii* raste die fliegende magierin das treppengeländer herunter.
die schwerkraft wischte ihr die haare ins gesicht, so dass sie nichts mehr sehen konnte - aber dieses unbeschreibliche gefühl von schwerelosigkeit! wie fliegen!
dann knalle sie mit dem gesäß an den pfeiler, der am ende der treppe den handlauf aufnahm.
"aaaaautsch!" schnell ließ die hüterin sich seitlich vom geländer gleiten und stellte fest, dass der pfeiler ihr an einer sehr empfindlichen stelle zugesetzt hatte. mit zusammengebissenen zähnen und mit einer hand den steiß haltend, humpelte sie in richtung refektorium.
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| 07.02.2004 00:33 | #169 |
| HoraXeduS |
Der Schwarzmagier blinzelte den Gildenlosen verschmitzt an. Bei Horaxedus' letztem Besuch im Lavaturm war es tagelang stockfinster gewesen und er selber hatte geschlafen, erschöpft wie ein Stein. Aber die Idee, die dortigen Bücher einmal auf den Schwertfisch hin zu durchstöbern, war brillant. Er hoffte inständig, Kain würde das übernehmen oder ihn wenigstens begleiten. Der Lavaturm war kein Ort für einen Menschen, der die Freiheit liebte. So empfand es Horaxedus, der in seiner Jugend Wochen der Folter in einem Verlies im Fuße eines Stadtturmes erlebt hatte.
"Ronan der Jäger", fuhr Horaxedus ein letztes Mal in seiner Erzählung fort, in der Gewissheit, Kains Wissen über den Schwertfisch dem seinen angeglichen zu haben, "war zuständig für die Beschaffung von Opfern. Er lockte die Arglosen und Tumben in die Falle. Dies, so scheint es, war seine Hauptaufgabe im Schwertfischzirkel. Ich habe ihn in einer Waldhütte in der Nähe von Sekobs Hof gefunden. Er versuchte, mich zu überlisten, es war fast, als hätte er gespürt, dass ich eines Tages kommen würde, ihn zu richten."
Nun war es an Kain, eine Augenbraue in die Stirn zu heben. "Und warum konnte er das wissen? Und weshalb wird ein Fremder namens Sengert von weither geschickt, Dir ausgerechnet hier ein weißes Tuch zu übergeben?"
Horaxedus blickte den Gang entgegen der Sackgasse entlang ins Leere. "Ich habe doch nicht die geringste Ahnung, Kain." seufzte er, fast verzweifelt.
Doch Kain ließ es dabei nicht bewenden. Er trat einen Schritt vor, bis er wieder unmittelbar neben seinem Freund Platz gefunden hatte. "Es spielt keine Rolle, ob der Schwertfisch von Dir wusste, bevor Du von ihm wusstest", sprach er mit fester Stimme.
Und er hatte Recht. Denn die Jagd auf den Schwertfisch, sie war eröffnet.
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| 07.02.2004 01:09 | #170 |
| meditate |
an der tür zum refektorium musste sie kurz innehalten. es tat ganz schön weh. trotzdem war es ein genuss gewesen. das war es nämlich. das fehlte noch zum glück. fliegen müßte man können!
blutfeuer hatte es gut. dieses verflixte mädel hatte es schon zwei mal geschafft zu fliegen. einmal auf einem aus der unterwelt entflohenen gar und dann auf dem gletscherdrachen. das war wirklich beneidenswert!
vorsichtig ließ sich meditate auf dem erstbesten stuhl sinken - ganz vorsichtig, um ihren steiß nicht noch einmal zu quälen.
"einen süßen haferbrei bitte und heißen tee."
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| 07.02.2004 03:32 | #171 |
| Renata |
Ihr war entschieden langweilig. Anders war Renatas momentane Stimmung nicht zu deuten. Es wurde höchste Zeit, dass Ihre Magie-Ausbildung langsam losging. Und zwecks körperlicher Ertüchtigung hatte sie sich vorgenommen, sich im Umgang mit Einhandwaffen trainieren zu lassen.
Ihrer augenblicklichen Langeweile jedoch konnte weder das eine noch das andere Paroli bieten. Für den Moment malte sie sich aus, wie sie mit einer Waffe die Angriffe ihres späteren Lehrers parieren würde - oder besser: parieren sollte (sie hatte im Innenhof einige Trainingsstunden von ferne beobachtet). Schon jetzt glaubte sie den Rückschlag vom Aufeinandertreffen der beiden Waffen zu spüren. Hier und jetzt, im Sessel in ihrem Zimmer sitzend, war es für sie noch schwer vorstellbar, wie sich so ein Schwert führen lassen würde, wie schwer es war, wie viel Kraft es allein erfordern würde, es nur zu ziehen.
Hm, das war etwas, was erkundet werden konnte und sollte. Ein Schwert musste her.
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| 07.02.2004 13:14 | #172 |
| Die Söldner |
Da saßen die drei Hohen Söldner nun im Refektorium und quälten sich mit dem schlechten Bier des Kastells rum. Es ging doch nichts über gutes altes Komabier von Schmok. Aber da dies leider nicht zur Verfügung stand, wurde halt diese lauwarme Brühe geschluckt.
Nach einiger Zeit kam eine halbe Portion in den Saal. Die drei Söldner waren verwundert, endlich mal jemanden hier zu sehen und zu allem Überfluss war es auch noch ein Wegelagerer.
"Die treiben sich wohl überall rum, wos was zu holen gibt..." murmelte einer der Söldner hinter Vincent und bekam von diesen einen kurzen, unauffälligen Schlag in die Rippen.
"Hey du !" rief Vincent dem Typen zu. "Wir suchen den Schürferboss Claw. Er soll hier irgendwo sein, aber wir wissen nicht wo. Weißt du es ?" Die zwei anderen Hohen Söldner machten sich schonmal als marschbereit, denn lange wollten sie hier in diesen düsteren Gemäuern nicht verweilen.
Claw
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| 07.02.2004 19:24 | #173 |
| Sergio |
Als Sergio das Refektorium betrat, war mal wieder tote Hose. An einem Tisch in der Nähe saß Meditate und drei andere Gestalten lungerten herum, sie sahen aus wie Söldner vom Hof. Gerade wollte er sich zu Meditate begeben, da fragte ihn lautstark einer der Söldner nach dem Schürferboss. Der Wegelagerer lenkte seine Schritte zum Fragenden und antwortete: „Claw? Seit wann ist der hier im Kastell?“ Der Söldner meinte: „Wurde uns jedenfalls gesagt, dass er hier sei... Denk doch mal nach.“ Sergio begann, angestrengt zu grübeln, konnte sich aber an nichts im Zusammenhang mit Claw und dem Kastell erinnern. Er wollte den Söldner schon vertrösten, da fiel ihm die Lösung ein: „Claw ist meines Wissens nach in den Katakomben unter dem Kastell, irgendwas wollte er jagen. Habs jedenfalls irgendwo aufgeschnappt.“ „Großartig! Gut, dass du das noch wusstest!“, entgegnete der Söldner aufgeregt und im nächsten Augenblick waren alle drei verschwunden.
Da sonst nichts los war im Refektorium, begab sich Sergio zu Meditate. „Du siehst so leidend aus. Irgendwas passiert?“, meinte er grinsend, wobei er sich ebenfalls an den Tisch setzte...
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| 07.02.2004 19:50 | #174 |
| meditate |
"nein nein, ich hab gar nichts. ich bin eine heilerin, vergiss das nicht. ich mach einmal husch und schon bin ich heil. ich leide nicht, niemals!"
hatte dieser sergio ihre schwache stelle entdeckt? sie durfte sich auf keinen fall anmerken lassen, dass sie sich nur schlecht selber heilen konnte.
"setz dich, erzähl mal, was du jetzt vor hast."
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| 07.02.2004 20:09 | #175 |
| Sergio |
Meditate eine Heilerin? Dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, schien sie wohl eher Schmerzen zu unterdrücken. Merkwürdig... Vielleicht war das ja irgendeine seltsame Prüfung? Im Kastell herrschten ja manchmal ziemlich raue Sitten... Na, Sergio war es egal, wenn Meditate eben gerne Schmerzen hatte... Er antwortete lieber auf die Frage: „Hmm, ich werd mich wahrscheinlich wieder den Berg vor dem Eingangstor herunterquälen (sofern ich das überlebe) und zu Onars Hof zurückkehren. Ich muss mal wieder vernünftige Kleidung haben und Ausrüstung. Ich seh irgendwie so zerrissen aus... Was danach passiert, weiß ich noch nicht. Irgendwas wird sich wohl ergeben... Hast du irgendwas besonderes vor?“
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| 07.02.2004 20:15 | #176 |
| meditate |
die magierin hatte das verschwinden der söldner mit einem wohlgefälligen lächeln registriert. die rülpsten und furzten doch zu ungeniert und die luft im refektorium verlor etwas von ihrer unschuld. sie trat an eines der hohen fenster und öffnete es weit.
draußen warf ein heller mond sein silberlicht über einen weiten himmel, über den geballte wolkenhaufen jagten, als hätte beliar persönlich zur hetzjagd geblasen. ein hungriger wind heulte dumpf um die mauern und rüttelte an der esche, deren äste sich im wind bogen.
es war ein seltsames bild, dieser sehr ´helle himmel mit den silbernen wolken.
"sieh dir das mal an. hast du so etwas schönes schon gesehen?"
die magierin trat zur seite und gab sergio den weg frei, der gerade hinter sie getreten war.
"manchmal möchte man weinen, so schön ist die welt."
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| 07.02.2004 21:08 | #177 |
| Rhodgar |
Einen weiteren Tag hatte Rhodgar damit verbracht, an die Esche gelehnt seine Bücher zu durchschmökern, auf der Suche nach etwas, das ihm wirklich weiterhelfen konnte, das Knochengerüst einer Blutfliege zu beschwören. Denn wie er schnell festgestellt hatte, waren auch diese Werke über und über vollbepackt mit so manchem Unsinn. Viele Verse und Abschnitte liefen auf ein und dasselbe Ziel hinaus. Eigentlich konnte man auf diese Art von Büchern getrost verzichten, doch schauderte es dem Schwarzmagier, dadurch vielleicht eine besonders wichtige Stelle zu verpassen. Auf keinen Fall wollte er dem Don noch einmal unvorbereitet gegenüber treten, denn der Beweis seiner Fähigkeiten bezüglich dieses Beschwörungszaubers würde gleichzeitig den Abschluss seiner unteren Magieausbildung bedeuten, und da konnte man sich einfach keinen Fehltritt erlauben. Nicht noch einmal.
Doch wenn man Zeit fand, sich den ganzen Tag die wohl noch etwas verfrühte Frühlingssonne auf den Pelz brennen zu lassen, dann suchten einen auch die verschiedensten Gedanken heim. In all der Euphorie aufgrund der neu gewonnen Magiekenntnisse in der letzten Zeit, hatte der Junge eines außer Acht gelassen. Es war nämlich noch gar nicht solange her, da hatte er noch fleißig das Vernähen einfacher Wunden geübt, hatte sich des öfteren in Träumen und Sehnsüchten verflogen, endlich die großen Heilkenntnisse anvertraut zu bekommen. Allerdings erinnerte er sich an die Worte von meditate, jedenfalls so halb.„Heilen bedeutet über Leben und Tod zu entscheiden.“
Fühlte er sich dessen mächtig? Konnte er es sich selbst zutrauen, solch eine Bürde zu übernehmen? Die Antwort darauf lag wohl noch verborgen. Doch wollte er sie schnellstmöglich finden, hatte er doch eine Art von Vorahnung. Worauf, das wusste er selbst nicht. Aber in der Vergangenheit hatte es sich stets als nützlich erwiesen, sich auf diese Art von Gefühlen zu verlassen.
Geschwind führte ihn sein Weg nun vom Innenhof fort, herauf in den ersten Stock, in sein Zimmer. Dort packte er so schnell es ging ein paar Sachen zusammen, darunter ein paar Blätter Pergament, eine Feder und ein gut verschlossenes Tintenfass. Außerdem schnürte er all seine Bücher, die von den Beschwörungen erzählten, in das Päckchen aus feinstem Stoff.
Eine völlig wahnwitzige Lust hatte ihn gepackt, ein Feuer war in ihm entbrannt. Auf in die Natur würde er sich machen, weit ab von allen weltlichen Dingen. Im Vordergrund stand es für ihn, sich mit der Natur vertraut zu machen. Denn wie sollte er einmal deren Kräfte einsetzen, um eventuell Menschenleben zu retten, wenn er die Mutter aller Schöpfungen nicht einmal ein kleines bisschen verstand? Ein floristischer Lehrgang, so konnte man dies wohl bezeichnen. Und für alle Fälle hinterließ er noch einen Zettel auf dem kleinen Schreibtisch.
Liebe Dämonen, liebe Freunde!
Ich habe mich eine Weile zurück gezogen. Wann ich wiederkehren werde weiß ich noch nicht, doch seid gewiss, dass ihr mich so schnell nicht loswerdet. Zurückkehren werde ich allerdings mit dem Bewusstsein, Einklang gefunden zu haben.
-Rhodgar-
Schnell noch einen Abstecher im Refektorium gemacht (schließlich konnte er ja nicht ohne jeden Proviant von dannen ziehen) und schon sah man seine in der Abenddämmerung Silhouetten immer kleiner und kleiner werden, bis der Horizont sie schließlich ganz verschluckte.
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| 07.02.2004 23:06 | #178 |
| meditate |
meditate hatte nur noch das geräusch in ihrem rücken gehört und da war rhodgar auch schon wieder weg aus dem refektorium.
"schade eigentlich, ich hätte gern mal wieder mit ihm gesprochen, aber sei's drum. ist schon frühling draußen? hier im hof kann man das schlecht erkennen?"
sergio meinte, dass man den matsch nicht grad als frühling bezeichnen könne, aber wärmer wäre es schon inzwischen.
"wenn die ersten warmen tage kommen und der schnee geht, dann ist es zeit aufzubrechen. ich muss eine pflanze suchen, die am schneesaum in den ersten frühlingsnächten blüht. ich glaube, ich muss mich zu einer reise rüsten."
auf die erstaunten blicke des gefährten aus gefährlicheren tagen meinte meditate nur
"ich muss die pflanze selbst pflücken, sonst geht ihre magie verloren. Ich werde mich rüsten, morgen das kastell zu verlassen. wenn du in richtung hof der bauern gehst, dann kannst du mich mitnehmen. ich suche dort in den wäldern meine winterlinge."
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| 08.02.2004 12:51 | #179 |
| Xalvina |
Einsam war sie durch den dunklen Korridor gegangen, der in die Eingangshalle führte. Ihr war in den dunklen Gemäuern recht kalt geworden, sodass sie ihre Arme verschränkt hatte und mehr gedankenverloren auf den Boden starrte. Sie erreichte die große aber leere Eingangshalle wie eh und je. Nur das Knistern und Knacken der Fackeln an den Wänden und Säulen waren die einzigen Geräusche, die man mit einem verstärkten Echo hören konnte. Einsam und Kalt wirkte der riesige Saal, auf dessen Boden in der Mitte das Pentagramm gezeichnet war, was zur Teleportation diente. Auch der steinerne Klotz hinten in der Nähe der Eingangspforte stand unberührt mit seiner Schale auf Neuankömmlinge um diese um Geld oder andere Habseeligkeiten zu erleichtern. Die Fee erinnerte sich noch gut an ihr erstes Kommen, an ihre Gaben die sie dem Kastell opferte um die Gunst der Dämonen zu erlangen. Damals war sie bei ihrer ersten Ankunft durch ihre Verletzungen nach ihrer Spende sofort zusammen gebrochen und von einem Schwarzmagier in die Krankenzimmer gebracht worden. Es schien ihr schon eine Ewigkeit her seitdem sie dort gewesen war. Dort gespielt und einen Barde und Schwarzmagier Alei getroffen hatte. Genauso wie später bei der Diebesgeschichte auf Marduk oder Less. Alles Magier die sie nie mehr gesehen hatte. Fort waren sie, vielleicht noch immer irgendwo verschollen in dem Kastell. Man konnte in diesem fast riesigen Kastell einfach verschwinden und nie mehr auftauchen. Nie mehr – Gut das wäre ein wenig übertrieben... oder?
Frierend so hatte sie sich in die Richtung des Büchersaals begeben, da es Zeit war, sich endlich dem Magiestudium zu widmen, was sie eine Zeit lang vernachlässigt hatte. Sie war nun in der Lage ein Licht herbei zu zaubern oder eine Blutfliege – aber das waren erst Grundzauber der Dunklen Magie Beliars, die wirklichen Zauber folgten erst jetzt. Aber Xalvina empfand es schon schwierig genug eine Blutfliege zu beschwören, wie wollte sie denn dann nun ein Skelett beschwören oder ein Zombie? Am Schwierigsten stellte sie sich jedoch den Teleportzauber vor, der ihr sehr unbehaglich wurde. Teleportieren war eine bestimmte Sache, wo es nichts zu Lachen gab. Ein kleinster Fehler und es wäre um den Magier geschehen. Er musste wieder richtig am Zielort zusammengesetzt werden, einmal falsch und das Leben des Zaubernden wäre weitgehend dahin. Da konnte das unterschiedlichste und vor allem peinlichste geschehen. Was wäre wenn man nur den Körper fortteleportiert aber nicht die Kleidung oder Ausrüstungsgegenstände? Oder die inneren Organe falsch angeordnet werden? Es könnte auch passieren dass plötzlich Arme und Beine vertauscht werden. Allein die Zeichnungen im Buch der Teleportation, welches sie später am ihrem Lesepult aufgeschlagen hatte, sorgten für ein Unbehagen darüber, was ihr demnächst bevor stand.
4.1 Teleportation und ihre Nebenwirkungen – von Ituth Acralbreth von Berthilond (irgendeinem verwirrten Durchgeknallten Zauberer der Magierschule Innos, der die Teleportation jahrelang studierte und verschiedene Experimente versuchte, bis er später selbst Opfer seiner verrückten Teleportationszauber wurde und seine Innereien auf einem Kirchdach seiner Klosterschule gefunden wurden.)
„Im Umgang des Teleportzaubers sollte man mit größter Vorsicht vorangehen. Besonders Schüler sollten sich mit der schwierigen Struktur dieses vielfältigen Zaubers bekennen und lernen ihre eigene magische Struktur erkennen. In häufigen Experimenten junger unerfahrener Lehrlinge kann es zu erheblichen Entgleisungen kommen, sofern der Teleportzauber nun den Anfängern weitgehend vorbehalten wird. Das Teleportieren ist eine wichtige Erfahrung für den jungen Magus das Magische Strukturwesen und Gewebe seines Umfelds und seiner eigenen Persönlichkeit kennen zu lernen. Hierbei besitzt jeder Gegenstand wie der individuelle Magus eine eigene Struktur die je leichter oder komplizierter Gewebt werden kann. Des Magus eigene Struktur sagt unter anderem über die Stärke und Beschaffenheit seines Gewebes (Aura). So können wir erklären...“
In der Bücherei war es fast genauso still wie auch in den Korridoren oder in der Eingangshalle. Abgesehen davon dass sie doch die Präsenz weniger anderer Magier wahrnehmen konnte die sich irgendwo hier aufhielten, in schweren Büchern vertieft waren oder auch leise miteinander flüsterten. Die Dämonenbeschwörerin versuchte sich auf das Buch der Teleportation zu konzentrieren doch es gelang ihr in keinster Weise sich nur annähernd damit zu beschäftigen. Selbst versuchte sie auf die Pergamentrolle mit dem Pentagramm und ihre Eigenschaften zu konzentrieren aber es gelang ihr absolut nicht. Und als sie später noch eine wichtige Bezeichnung mit der anderen verwechselte, gab sie es auf, sich weiter mit der Teleportation zu beschäftigen. Etwas nachdenklich strich sie über den alten Büchereinband über das Beschwören eines Skelettes und hatte irgendwie das seltsame Gefühl, dass sie nicht die Erste war, die dieses Buch in der Hand hielt. Irgendwas...
Etwas verwirrt schüttelte sie den Kopf. Sie fühlte sich gar nicht gut. Die Fee schnappte ständig nach Luft als wäre es im Büchersaal stickig und Schweißtropfen rannen ihr von der Stirn mitten durch das Gesicht obwohl sie fror. Irgendwas stimmte einfach nicht, als sie erschöpft aufstand und die ganzen Bücher mit der Pergamentrolle zusammenlegte und in ihre Tasche legte, die sie mitnahm. Nur das Buch mit der Beschwörungskunst eines Skelettes hielt sie sich an die Brust, als sie die Bibliothek verließ. Sie ... musste ... raus. Einzelne Gedanken kamen wie Fetzen ihr durch den Sinn, als sie versuchte den Innenhof zu erreichen. Die Bilder vor ihr verschwammen leicht, während ihr Herz einfach schneller raste. Sie spürte einen kalten Hauch, der sie frieren ließ und sie wie ein Mantel umwickelte. Sie kannte diesen Hauch, denn sie spürte ihn manchmal. Und nur im Kastell.
Erschöpft aber dies weitgehend versteckend, so öffnete sie erlösend die großen Türflügel zum Innenhof und wurde gleich von der mediterranen frischen Luft des jungen annährenden Frühlings begrüßt, der bald Einzug in die Lande hielt. Frische Luft. Im Morgengrauen noch immer wunderschön die grüne Esche. Alte Blätter von der ferne hinein geweht so spielte der Wind einen lustigen Tanz mit ihnen. Es war der erste Winter den die Fee erlebte und der erste Frühling der kommen sollte. Die Geburt von neuem Leben. Die Geburt von neuer Magie. Sie spürte es irgendwie... So angenehm... wie viele Wunder die Geister der Natur brachten und doch wurden sie weitgehend von der Menschheit übersehen. Traurig. Langsam erlöst von der Atemnot, so wurde die Sicht wieder klarer, während sie an den mit alten Blättern gefüllten weißen Treppen da stand und den beginnenden Tag zusah. Die frische Luft tat ihr Gut. Erst jetzt fing sie zufälligerweise ein paar Wortfetzen einer weiblichen Stimme auf und ihre Aufmerksamkeit erstmals auf zwei Personen fielen, die miteinander Sprachen. Die Schwarzmagierin erkannte die Umrisse eines ihr fremden Söldners aber auch einer Magierin des Zirkels, die sie genauer ansah. Sie konnte sie nicht erkennen, da sie ihr den Rücken zugewandt hatte doch spürte die junge Frau dass sie die ausgehende Kraft, die sie ausstrahlte, schon einmal vernommen hatte. Vor recht langer Zeit... ein einziges Mal....
„Pflanze?“
Die Fee hatte beschlossen, die beiden Menschen anzusprechen, da sie ohnehin das Gespräch ein wenig mitverfolgt hatte. Ein Windstoß durchflatterte einen Moment lang das schwarze Gewand der noch entfernte stillstehende Schwarzmagierin, als sie langsam die Treppen zu ihnen hinunter ging. Erst jetzt sah sie das Gesicht der Dämonenbeschwörerin, doch ihr war schon längst wieder eingefallen, wer sie war. Sie erinnerte sich noch gut daran, denn es war ihre Aufnahme in den Kreis der Dämonenbeschwörer gewesen.
„Entschuldigt Hohepriesterin,
ich bin nur eine alte Zuhörerin der Menschen...
Aber ihr spracht von Pflanzen und ihrer Magie, die nur zu dieser Zeit des beginnen Frühlings wachsen. Es mag überraschend und spontan klingen, doch bin ich bereit euch dabei begleiten zu wollen, vorausgesetzt ihr erwünscht meine Anwesenheit. Ich suche nur etwas was es nicht in Augen der Anderen gibt...“
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| 08.02.2004 13:43 | #180 |
| Die Söldner |
Etliche Kopfschmerzen später hatten die drei Hohen Söldner herausgefunden, wo sich die Katakomben auffinden liessen.
"Man. Diese Dämonen habens aber in sich. Jedenfalls wissen wir jetzt, wo wir suchen müssen." meinte einer der Söldner hinter Vincent und rieb sich die Birne.Nach einingen Minuten hatten die drei Söldner die Treppe gefunden, die hinab in die Katakomben führte. Es war stockdunkel und roch seltsam. Vincent kramte unter seiner Rüstung eine Fackel hervor und zündete sie an, ehe die drei Männer den langen Abstieg in das Dunkel des Berges begannen.
"Ich hab gehört, dort unten soll Beliar selbst hausen. Wir sollten vorsichtig sein und uns beeilen. Mir gefällt es nicht, dort unten rumzulungern." sagte Vincent in die bedrückende Stille hinein, als die drei Männer in dem engen Gang nach unten stiegen. Seine Stimme halte an den nahen Wänden wider."Ob er noch lebt ?" fragte einer der anderen.
"Hoffentlich, sonst muss dieser Kalle, der Vertreter des Schürferbosses seine Aufgabe übernehmen und das gibt dann ein Chaos..."
Claw
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| 08.02.2004 14:03 | #181 |
| Squall_L |
Squall schritt mit langsamen Schritten durch das Kastell und machte sich auf den Weg in sein Zimmer. Dann dachte er über Rinoa nach, war sie noch in seinem Zimmer und wartete oder hatte sie schon auf den Weg nach Hause gemacht. Squall ging etwas schneller und kam dann an seinem Zimmer an.
Als er sein Zimmer betrat war sie nicht dort, alles was dort war, war ein Zettel mit einer Nachricht von ihr und ein Zimmer das Squall nicht mehr wieder erkannte. Sie hatte alles umgeräumt und Squall wusste gar nicht mehr wo seine ganzen Sachen waren. Dann setzte er sich auf sein Bett und begann den Zettel zu lesen.
„Hallo Squall,
ich muss kurz zu Hause etwas erledigen, ich werde bald wieder kommen und schauen wie es dir so geht und ob du das Buch schon wieder hast. Und wie gefällt dir dein umgeräumtes Zimmer?
Rinoa“
Squall steckte den Zettel weg und machte sich erst einmal auf um etwas zu Essen. Im Refektorium angekommen, lies er sich erst einmal von den Dämonen etwas zu Essen bringen. Squall hatte so viel Hunger wie schon lange nicht mehr, den während der Jagd nach seinem Buch hatte er am Anfang nie oft die Zeit etwas zu Essen und als er dann die zeit hatte, hatte er nichts mehr zu Essen. Als er dann fertig gespeist hatte, machte er sich auf um in der Bibliothek weiter etwas mehr über das Buch und die darin verwendete Sprache zu erfahren.
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| 08.02.2004 14:39 | #182 |
| Don-Esteban |
Und lautlos die dunklen, steinernen Hallen
speien den unsteten Wanderer aus,
seine Gewänder sich bauschen und wallen,
ein kühler Luftzug streicht durch das Haus.
Dem eben aus den schwarzen Schatten getretenem Hohepriester folgte der Schattendämon, um ihn auf die bekannte Art und Weise über die neuesten Entwicklungen im Kastell aufzuklären, so daß er wieder im Bilde war. Wie immer benutzte er dafür dicke Zimmermannsnägel, mit denen er die Notizzettel an der Innenwand der Hirnschale befestigte. Und da er kein Risiko eingehen wollte, wurden sie mit dem größten Vorschlaghammer eingeschlagen, der sich finden ließ. So ging kein Zettel verloren. Metaphorisch gesehen.
Vielleicht rührte daher das sauertöpfische Gesicht her, daß Don-Esteban für gewöhnlich an den Tag legte.
»Ja, ich weiß, ich muß mich um meine Schüler kümmern. Schließlich warten schon andere auf den Beginn ihrer Lehre. Und ja, ich will Beliar nicht seinen Nachwuchs vorenthalten, das liegt gewiss nicht in meiner Absicht«, verteidigte er sich auf die für andere unhörbaren Vorwürfe des Dämons.
»Du glaubst wirklich, du seiest mein Gewissen?« Der Magier war stehengeblieben und schaute den sich drohend vor ihm aufgebauten Dämon an (nicht, daß der jemals eine andere Attitüde an den Tag gelegt hätte, womöglich war er genau zu diesem Zweck erschaffen wurden - immerhin war er ja auch ein Dämon).»Ja, du glaubst es wirklich.« Er drehte sich wieder um und lief weiter, die Arme in einer theatralischen Geste der Ungeduld erhoben. »Das ist das Problem mit euch Dämonen. Ihr glaubt immer, ihr müßt anderen ständig erzählen, was sie tun und lassen sollen.«
(Der Dämon hinter ihm wurde ein wenig durchsichtig.)
»Jaja, ich weiß... Ohne euch gäbs kein Kastell, es wäre nur eine windige Bruchbude mit ein paar Spinnern.«
(Die Sichtbarkeit des Dämons erhöhte sich wieder.)
»Ich hab jetzt zu tun. Soweit ich mich erinnern kann, benötigt Azathot noch seine Rune. Ich hoffe, er hat in der letzten Zeit genug Theorie aufgesogen. Zeit genug war ja. Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest.«
Der Dämon wurde durchsichtig und verschwand einfach. Der Hohepriester setzte seinen Weg alleine fort. Er hatte eine Rune zu besorgen.
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| 08.02.2004 16:32 | #183 |
| olirie |
olirie sah hoch zu Claw, der gerade verzweifelt versuchte, sich zu befreien. Danach sah er zu den Unmengen an Schnecken, die auf sie zu kamen. Schnell griff er nach seinen Runen und wirkte einen Zauber. Es war ein Beschwörungszauber, denn vor dem Priester materialisierte sich plötzlich ein Steinerner Golem, der von seinem Erschaffer auch gleich den Auftrag bekam, so viele Schnecken wie möglich zu zerquetschen. Der Golem lief los und warf sich mit seinem Körper auf die Schnecken. Das Gewicht des Steinkolosses zerquetschte die Schnecken, die gerade das Pech hatten und unter ihm lagen. Der Golem tat kaum etwas anderes, als aufzustehen und sich gleich auch wieder hinzuschmeißen, das gab ein ziemlich affiges Bild. Die Schnecken merkten natürlich, dass der Steinkoloss sehr viele von ihnen einfach zerquetschte und versuchen desshalb, ihn ausser Gefecht zu setzen, dies taten sie, indem sie einfach auf ihn rauf krochen, doch dort überlebten sie nicht lange, da der Golem sich auch zu anderen Seiten fallen ließ und die an ihm hängenden Schnecken zerquetschte.
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| 08.02.2004 17:39 | #184 |
| Renata |
So etwas wie eine Waffenkammer schien es im Kastell nicht zu geben. So hatte sie sich unverrichteter Dinge ins Refektorium zurückgezogen und erfreute sich gerade an gezuckerten Beeren, gekrönt von einer dicken Haube aus geschlagener Sahne. Das war so mit das Leckerste, was sie sich im Moment vorstellen konnte.
Aber irgendwas störte den Genuss. Ganz tief unter dem Kastell schien etwas vorzugehen, was ein bis hier ins Erdgeschoss hallendes, dumpfes Geräusch verursachte, das sich wie Stampfen oder Hämmern anhörte. Auch waren ihr auf dem Weg hierher einige schillernde Schlieren an den Wänden und auf dem Boden aufgefallen, mit deren Entfernung gerade ein paar der niederen Dämonen beschäftigt waren. Was mochten in diesen dunklen Hallen wieder vorgehen? Mit einem Male hörte das Stampfen auf, was zufällig zeitlich ziemlich genau mit dem Verzehr der letzten Beere zusammen traf. Nun, jemand schien sich mit diesem Problem - wenn es denn eines war - schon beschäftigt zu haben.
Was jetzt? Noch eine Schale voller Beeren? Nein lieber nicht. Die geschnürte Mitte Ihrer Robe mochte ihr diese weise Entscheidung bestimmt noch danken.
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| 08.02.2004 19:37 | #185 |
| meditate |
das mädchen, dass die magierin abgesprochen hatte wollte also mit?
"ich glaub, das ist keine gute idee. du bist mitten in der ausbildung und ich will dich wirklich nicht aufhalten. ich kann deinen schutz auch nicht übernehmen, ich ziehe in wirklich gefährliches gebiet."
meditate musterte xalvina lange.
"lerne, meine tochter, auf dich warten noch große taten. ich mach nur eine höchst langweilige kräutersammlung für eine heilerin. das problem sind nur einige widerliche kreaturen, die am dem ort leben, den sich die pflanzen als heimat gesucht haben. du wirst auf meiner wanderung nicht profitieren. ich verspreche dir aber, ich werde dich eines tages mitnehmen. gnaz sicher."
meditate wandte sich zu sergio um.
"wir sollten zu abend essen und ein wenig nachtmahl mitnehmen. dann könnten wir losziehn. bist du bereit?"
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| 08.02.2004 21:09 | #186 |
| Erzengel |
Nachdem sie nun alles geklärt hatten, fragte sein alter Gefährte, wie es denn ihm ergangen war und schlagartig verschwand all die doch soeben erst neugewonnene Freude. Ein tiefes Seufzen entstieg seiner Kehle, dann warf der Gildenlose einen Blick auf die beständig grüne Esche. Sie hatten ihre Unterhaltung in den weitaus gemütlicheren Innenhof verlegt.
"Nun gut... Ich weiß nicht, wie weit du die Geschichte kennst, also will ich ganz von vorn beginnen...
Damals, als die vom alten Volk – so auch meine Mutter – noch unsterblich waren, reiste sie von einer Bibliothek zur nächsten, dabei entdeckte sie eines Tages uralte Schriften über Hexen. Aus einer Verbindung von Donnra und Adanos entstanden, wurden sie eingesetzt als Beschützer des Planeten. Ihre ernorme Kräfte waren zu viel für die erste Hexe, sie ging daran zu Grunde und so teilte Adanos ihre Kräfte und gab sie an sechs seiner Dienerinnen weiter, doch auch diese waren zu schwach. Auch wenn sie nicht starben, so verfielen sie zumindest dem Bösen, denn Menschen wollen immer mehr Macht, desto mehr sie bereits inne haben. Das alles fand in Belzusia statt und dort wurden sie auch gefangen und in Steinen versiegelt. Wenn die Hülle einer Hexe stirbt wird sie dennoch von ihren Kräften am Leben erhalten, allerdings unter unerträglichen Schmerzen, sie muss ihre Kräfte an die nächste Frau weitergeben, um sterben zu können. Mit der Versieglung wurde dieser Kreislauf unterbrochen.
Hyen, meine Mutter, machte sich von ihrer Neugier getrieben auf und suchte die Steine Jahrzehnte lang, bis sie sie endlich gefunden hatte. Tief unter dem heiligen See Adanum wurden sie aufbewahrt. Hyen hoffte hier Runen oder Schriftzeichen zu finden, Informationen egal welcher Art. Doch nichts... Sie wurde wütend, denn sie wahr immerhin fast ein Jahrhundert auf der Suche gewesen. Sie wusste nicht, dass man die Hexen wieder befreien konnte, niemand wusste das damals. Jedenfalls warf sie in ihrer Aggression die Steine um, sie zerbrachen und die darin gefangenen Hexen starben... Ihre Kräfte gingen auf Hyen über... sie vermischten sich und entstanden neu... So gelang sie an die Magie der Zeit und wurde Gotthexe. Diese Magie existierte vorher gar nicht und so wusste lange niemand darüber Bescheid, nicht einmal die Götter. Sie reiste vom Anbeginn der Zeit bis zur Apokalypse, dem Ende der Welt. Schließlich wurde sie immer unvorsichtiger, da sie nie jemand erwischte und dann fiel es einem Schwarzmagier auf. Wenig später wussten alle höheren Wesen Bescheid und machten sich auf die Jagd, sie wollten die Magie der Zeit oder waren Diener der Götter, welche wiederum eifersüchtig waren, das ein solch gewöhnliches Wesen sie übertroffen hatten.
Als die ersten Jäger Hyen angriffen, erfuhr sie erstmals von ihrem Fehler und wollte ihn ungeschehen machen... Doch sie wurde verwundet, während sie zauberte, also töte sie ihre Verfolger... und fand Gefallen daran... sie ermordete auch die nächsten und die übernächsten, wobei sie sich immer sagte, dass sie dies später ungeschehen machen würde... Schließlich geriet allmählich sie in Ekstase, eine Art Blutrausch indem man nur noch Mordlust spürt und alles andere vergisst. Selbst die stärksten Krieger waren kein Hindernis für sie. Wochen und Tage zog sie willkürlich mordend durch die Lande. Notgedrungen verbündeten sich die Götter und erschufen gemeinsam einen in Hyens Augen perfekten Mann. Er schwängerte und ermordete sie bald darauf. Doch es ist nicht so, dass mein Erzeuger Gefühle hatte, er war ein willenloses Instrument der Götter, deshalb hätte er auch mich nicht verschont. Er war schon drauf und dran, als ihn hinterrücks eine Frau namens Lucretia erschlug. Hyen, die bereits unter den unerträglichen Schmerzen eines Hexentods litt, vererbte ihrem ungeborenen Kind all ihre Kräfte und übergab es an Lucretia, die sich aus Hyens Taten eine völlig verquere Ideologie der Emanzipation gebastelt hatte. Mit ihrem wenigen magischen Können teilte sie den Embryo... Der eine weiblich, der andere Männlich. Das Mädchen bekam alle Zauberkräfte und alles Positive, während der Junge alle Negative bekam...
Er... war der Abfall, der Müll, der dabei abfiel.
Nur eines konnte diese Hure Lucretia nicht ändern, die Magie der Zeit konnte brachte sich stets selbst in Gleichgewicht. Sie wollte den Jungen später sowieso töten, dann hätte die Schwester die Zeitmagie bekommen, ohne das Negative zu übernehmen, doch bevor sie ihren Plan ausführen konnte, wurde sie erwischt. Die Menschen um sie herum hatten sie über ihre Schwangerschaft und die Kinder gewundert, ging doch nie ein Mann freiwillig zu ihr. Die neugeborenen Säuglinge wurden als Hexen enttarnt, in Stein versiegelt und Lucretia hingerichtet."Jahrtausendelang blieben die Hyenenkinder im Stein eingeschlossen, wie, wann und wo sie frei gekommen sind, ist bis heute ungeklärt. Auf jeden Fall sah man den Jungen zum ersten mal als Dreijährigen in den Straßen der Hafenstadt Khorinis zusammen mit einem drei Jahre älteren Mädchen. Anfangs nannten sie sich noch Kain und Shiva, doch nachdem sie den damals achtjährigen Nefarius kennen lernten, gründeten sie die erste Diebesgilde von Khorinis und nannten sich fortan Erz, Jane und Kal. Schon bald kamen zwei weitere Straßenkinder namens Neo und Ra dazu. Du erinnerst du dich doch noch an Neo, von dem ich immer sprach? Wir gehörten alle zur ursprünglichen Diebesgilde von Khorinis. Unter den Namen Jane, Neo, Kal, Ra und Erz machten wir Khorinis unsicher... Shiva, Necroel, Nefarius, Ramiel und Kain, so lauteten unsere richtigen Namen. Shiva schwankte in ihrer Liebe zwischen Nefarius und Ramiel. Irgendwann hatte Ramiel genug davon, er verriet uns alle an die Paladine und sollte selbst dafür hingerichtet werden. Dennoch konnte Shiva dies nicht ertragen, als sie davon erfuhr. Im Alleingang versuchte sie ihren geliebten Ramiel zu befreien und wurde selbst gefangen genommen. Im letzten Moment beanspruchte ein Inquisitor die beiden für sich, während er Shiva auf eine Klosterinsel schickte, reiste er selbst mit Ramiel irgendwohin in die Berge, weit weg von allem Lebenden. Dort tötete er Ramiel, denn er wusste um seine Bestimmung und auch um Shivas, deswegen konnte er sie nicht umbringen. Beide waren Göttersiegel, ebenso wie Necroel und Nefarius.
Es gab fünf Siegel, eines für jeden Gott. Beliar, Schläfer, Donnra, Adanos und Innos. Die Siegel waren als Dimensionsbarrieren eingesetzt und hielten die Götter in ihren eigenen Welten gefangen, damit es nicht zum Götterkrieg kam, doch mit der Zeit würden die Siegel alt und schwach, da brachen die Götter die Siegel auf und machten sie sich Untertan. Jeder Gott nahm das Siegel, das die Tore zu seiner Welt verschlossen hielten, mit einer Ausnahme. Nachdem der Krieg ausgebrochen war, unterlag Beliar schnell. Er brauchte Hilfe, doch Adanos war als einziger noch in seiner eigenen Welt versiegelt und so brach Beliar das Siegel und nahm es für sich, auf das sein Bruder, dem es um das Gleichgewicht ging, ihm helfe. Adanos nahm das übrige Siegel, das vorher die Unterwelt verschlossen hatte. Jenes Siegel sehnte sich nach Beliar, da es eigentlich sein Siegel sein müsste. Im Laufe der Zeit wurden die Siegel oft geöffnet und verschlossen, bis sie abgenutzt waren, dass selbst schwache Magie sie öffnen konnte. Donnra gab ihrem Siegel eine Seele, damit es unsterblich werden konnte, allerdings brauchte die Seele auch eine Hülle, die anderen Götter taten es ihrer Schwester gleich und so wurden die Siegel zu lebenden Wesen. Irgendwann ergriff Innos eine weitere Sicherheitsvorkehrung und erschuf einen Schlüssel in Form eines Schwertes und auch seine Geschwister schufen Schlüsselschwerter, mit denen die passenden Siegel nicht nur geöffnet und verschlossen, sondern auch vernichtet werden konnten.
Der Inquisitor, der Shvia und Ramiel mitgenommen hatte und dessen Name Jeromé lautete, hatte das Schlüsselschwert des Innossiegels gefunden und wollte nun selbst das Siegel seines Herrn werden. Zu der Zeit befand sich das Innossiegel im Körper von Ramiel. Stirbt die Hülle eines Siegels, geht es auf den nächstbesten Körper über, so auch das Innossiegel, das Jeromé als neuen Wirt in Besitz nahm. Der benutzte sogleich sein Schlüsselschwert und versiegelte damit meine verborgenen Kräfte, so glaubte er, das alles war jedoch nichts weiter als eine Lüge, was er selbst nicht einmal wusste. Er tat lediglich seinen Dienst als Marionette, doch später mehr dazu. Am Tag unserer Rückkehr aus dem Mienental, nachdem sich die große Illusion von Rocks Vater aufgelöst hatte, sollte ich bei Olirie die Prüfung zur ersten Stufe ablegen, doch es geschah etwas unvorhergesehenes. Wieder und wieder beschwor ich Schattenflammen und die Skelette untoter Blutfliegen, bis die dunkle Magie selbst Besitz von mir ergriff, aber statt mich ihr hinzugeben und eins mit ihr zu werden, verweigerte ich mich in meiner panischen Angst. Und ich wurde von schwarzen Flammen verschlugen, ich rannte zur Eingangshalle und wurde regelrecht hinausgeschleudert... Das nächste woran ich mich erinnere ist der große See, indem ich leblos umhertrieb. Von Kastell verbannt, so glaubte ich, wanderte ich Richtung Südost. Gleich nachdem ich die Tore das Sumpflagers passiert hatte, begann ein tiefes Grollen und ein regelmäßige Trommeln... Orks überfielen das Lager, doch sie wurden zurückgeschlagen. Danach nahm sich ein Baal namens Stressi meiner an, er deutete meine Visionen und sagte mir, dass ich Zeichen falsch gedeutet haben sollte und das mich die ganze Zeit der Schläfer gerufen hatte, also schloss ich mich der Bruderschaft an, um es herauszufinden. Die Zeit verging... Ich traf Shiva wieder... Wenige Wochen später wurde ich durch die Zeit geschickt. Ich fand mich in einem riesigen Labyrinth aus Katakomben wieder. Ein Mann empfing mich, er sah genau so aus, wie ich nur älter und mit zwei weißen Schwingen auf dem Rücken. Er meinte, er sei ich aus der Zukunft und er habe mich in diese Zeit gebracht um mich zu prüfen, schon damals hätte ich erkennen müssen, das er nichts weiter als eine Illusion gewesen war.Beyond, die Hauptstadt Belzusias, dem Land indem das auserwählte Volk Adanos' lebt. Zu dem Zeitpunkt glaubte ich noch, ich sei in der Vergangenheit, doch ich war in naher Zukunft gelandet, eine Zukunft die von unserem jetzt und hier sehr nahe ist, dort muss ich hin, dies ist mein Ziel. Ich landete also in den Katakomben unter dem gigantischen Palast Beyonds, der Hauptstadt Belzusias. Nach einigen Stunden erreichte ich die Oberfläche, wenige Kilometer von Palast entfernt. Es gab drei unabhängige Kanalsysteme in der Stadt, die Katakomben unter dem Palast, die Slums und die Kanalisation selbst. Kurz darauf wurde ich von einer Wache bedroht, ich solle wieder in das Loch verschwinden, aus den er gekrochen sei. Ein Mädchen namens Sylia ermöglichte mir die Flucht, indem sie eine Blendgranate warf. Gemeinsam flüchteten wir in die Slums, wo wir Sylias Zuhause aufsuchten. Dort angekommen mussten wir erschrocken feststellen, das alle Dorfbewohner an der schwarzen Pest verstorben waren, die zu der Zeit in den Slums wütete, so auch Sylias Mutter Djinjah. Verzweifelt machten wir uns mit den Wertsachen der Dorfbewohner in das Nachbardorf auf, wo wir selbige gegen Waffen eintauschen wollten. Wir hatten beschlossen, Lusiel zu bestrafen, da sie die Einfuhr von Medikamenten und den Zutritt für Heiler verboten hatte. Sie hatte den Verstand des Thronfolgers vergiftet und dessen Vater, den alten Kaiser so töten lassen, sie war die eigentlich Herrscherin über Belzusia. Zusammen wollten Sylia und ich in den Palast eindringen und die Paladina töten, wobei ich eigentlich nur meine eigenen Ziele verfolgte, laut meines zukünftigen Ichs musste ich lediglich in den Palast eindringen, dann hatte ich die Prüfung bestanden, dennoch war ich einem Gemetzel nicht abgeneigt.
Auch im Nachbardorf waren die Menschen der Seuche zum Opfer gefallen, wir ließen die Wertsachen zurück und nahmen Waffen mit. Als wir das Dorf verließen, trafen wir sogleich auf einen dunklen Magier, der die stinkenden Leichenberge gerade zu einer untoten Armee verwandelte. Schnell identifizierte ich ihn als den Höchste aller Schwarzmagier und ebenso schnell stellte er sich heraus, dass er mit Lusiel einen Packt geschlossen hatte, um Beyond und ganz Belzusia zu stürzen. Innos und Beliar konnten nicht gewinnen, so lange Adanos existierte, denn er stellte sich immer auf die Seite des Schwächeren, also musste Adanos vernichtet werden, angefangen bei seinem auserwählten Volk, den Menschen Belzusias. Der Schwarzmagier verschwand und ließ Sylia und mich mit dem Zombies allein. Nach dem Sieg über selbige setzten wir unseren Weg zum Stadtrand fort.Einige Kilometer weiter kam nun auch Shiva in Beyond an, sie landete im Palast und wurde für eine Prinzessin gehalten. Nach einem kurzen Dialog, vielmehr einem Streit zwischen ihr und Kains scheinbar zukünftigem Ich verließ Shiva wütend den Palast und begab sich auf die Suche nach mir. Währenddessen erreichte ich mit Sylia an meiner Seite den Stadtrand, wo wir endlich wieder an die Oberfläche traten. Wir wurden von einem freundlichen, alten Mann namens Zoran empfangen und aufgenommen, am nächsten morgen brachen wir auf wieder zurück zum Palast, dieses mal getarnt und an der Oberfläche. Während sie ihren Weg fortsetzten, wurde der Bezirk am Stadtrand, indem Zoran lebte von einigen Kampfmagiern heimgesucht. Schließlich wurde das gesamte Viertel ausgelöscht, die Kampfmagier zogen ab. Shiva war der Route von Sylia und mit gefolgt und erreichte nun den inzwischen brennenden Stadtteil, kurz bevor Zoran endgültig seinen Verletzungen erlag, berichtete er Shiva, wohin ich gegangen war. Sie nahm zwei Kinder, die einzigen Überlebenden des Massakas mit und zog in der Kanalisation mit ihnen weiter nach Norden, hin zum Palast. Gemeinsam mit Sylia erreichte ich derweil das Haus einer alten Witwe, unsere nächste Raststätte. Daria, so hieß die Witwe, verlangte jedoch, das wir ihren Geheimgang wieder freilegten. Einige Störenfriede hatten sich dort breitgemacht. Wir hatten keine Wahl und folgten dem Wunsch der alten Frau, wir beseitigten die Banditen und trafen dabei auf Shiva, die sich aus der entgegengesetzten Richtung näherte. Samt den zwei Kindern gingen wir zurück zu Daria, wo ich mich mit Shvia und Sylia nach oben zum Reden zurückzog.Plötzlich hörten wir Stimmen, die Kampfmagier vom Stadtrand hatten die Verfolgung aufgenommen und töteten die alte Frau, sowie die beiden Kinder. Wir drei im oberen Stockwerk flüchteten über eine Art Seilbahn, welche sie bis zum See Adanum brachte, nicht weit vom Palast entfernt. Über die heilige Brücke ging es zum Palast, die Tatsache, das Shiva für die vermisste Prinzessin gehalten wurde, war dabei äußerst hilfreich.
Im Palast wurden wir sogleich von zahlreichen Dienern begrüßt, Shiva stellte sich als Entführte und Sylia und mich als ihre Retter dar. Für den nächsten Tag war ein Begrüßungs- und Danksagungsfrühstück mit dem Kaiser geplant. In der Terme verabredeten wir uns für den Abend, als Kain nicht erschien, machten Shiva und Sylia auf mich zu suchen. Shiva fand mich schließlich leblos in einer kleinen Grotte umhertreibend, ich wurde von Kal, einem Templer Adanos, nachdem sich auch Nefarius benannt hatte, bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt.Am nächsten Morgen beim Treffen mit Lusiel und ihrer rechten Hand Kal kam es schließlich zur Auseinandersetzung. Ich verschwand in einem Nebenraum, während Shiva die Betrogene vorspielte. In der Terme hatte sich Kal an sie rangemacht und nun spielte sie die Rolle der Prinzessin, die voller Eifersucht und Hass auf die Paladina losging, welche sich natürlich wehren wollte, doch dann erschien ich aus dem Nebenraum, mit dem gemeinsamen Sohn des Templers und Lusiels als Beweis für Kals Untreue. Mit einem der Langdolche drohte ich den Säugling zu töten, die beiden Kampfmagier wurden so in die Zange genommen. Zuerst schickten Shiva und ich Sylia fort, sie sollte gehen, die junge Magierin wusste erst nicht, was sie tun sollte, vertraute uns dann aber, nahm den Kaiser als Geisel und flüchtete aus dem Palast. Bereits jetzt begann das Brodeln im See Adanum und schon bald war die heilige Brücke versunken. Während nun auch der Turm, indem die Geiselnahme stattfand, ins Wanken geriet, tötete ich den Templer. Schließlich wollte sich Lusiel losreißen und Shiva angreifen, doch bevor sie die Amazone erreichte, fiel sie tot zu Boden, mein Dolch war schneller als ihr geweihtes Schwert. Endlich war es geschafft und wir wurden wieder in unsere Zeit zurückgebracht. Zuvor jedoch folgte noch ein kurzes Gespräch mit meinem zukünftigem Ich, hoch über Beyond, das im Inbegriff war zerstört zu werden. Ich erfuhr, das der Sohn der Paladina Jeromé war und ich vermutlich mit dem Mord an seiner Mutter die ganze Sache angestoßen hatte. Jeromé war der Mann, der einst meine Kräfte versiegelt zu haben glaubte. Außerdem war er Necroels Onkel und Mörder. Hoch oben über der Hauptstadt erkannte ich das Sylia das Mädchen war, das er bereits zuvor in einer Vision gesehen hatte, er wusste um den nächsten bevorstehenden, den letzten Moment Belzusias. Doch bevor er das Kaiserreich in den Fluten des Adanum untergehen sah, wurde mir schwarz vor Augen. Endlich waren Kain und Shiva wieder in ihrer Zeit angekommen. Erst sehr viel später erfuhr ich, dass damals erst das Donnrasiegel von Sylia auf Shiva übergegangen war. Noch ein Beweis mehr für Jeromés Unwissenheit... Danach begann ich bei Frost meine Schleichausbildung und danach fanden die Khorinischen Spiele statt...Aber genug für heute, ich bin viel zu müde, wenn du willst erzähle ich die morgen die zweite Hälfte... " Der Gildenlose erhob sich und wankte zu den Gästezimmern.
"Bis morgen dann... Gute Nacht." Damit verschwand er aus dem Innenhof und lag wenige Minuten später erschöpft auf dem Bett eines Gästezimmers.
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| 08.02.2004 21:20 | #187 |
| Sergio |
"Von mir aus können wir jeder Zeit los.", antwortete Sergio bestätigend. Daraufhin aßen sie kurz zu Abend und dann ging es auch schon los. Meditate packte noch schnell einige Essensrationen ein und die beiden gingen hinaus aus dem Refektorium. Kurz darauf war auch schon die Eingangshalle erreicht und die Schwarzmagierin schritt voran in Richtung Eingangstor (Sergio war das Ding nicht ganz geheuer). Als sich das Tor öffnete, traten sie hinaus in die Dunkelheit. Es war ein kalter, windiger Abend und der Himmel war wolkenlos und nur vom fahlen Mondlicht erhellt. Hier oben hörte man den Wind rauschen und der Wegelagerer fröstelte (nicht zuletzt wegen seiner dünnen Kleidung). Der lange, steinige Abhang war wie gewohnt extrem steil, trotzdem blieb ihnen nichts anderes übrig, als den Abstieg zu machen. Meditate kletterte und Sergio versuchte sein Bestes, sie zu stützen, wobei es manchmal eher so aussah, als hielte er sich an der magierin fest.
Einige Zeit dauerte der Abstieg und der Wegelagerer rutschte stetig an den verschiedensten Stellen aus, einmal wäre er sogar fast völlig abgestürzt, doch schließlich war der sichere Erdboden erreicht. Sergio wischte sich den Schmutz von der Kleidung und wandte sich schließlich an Meditate: "Wohin genau solls denn gehen?"
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| 08.02.2004 21:41 | #188 |
| Scipio Cicero |
Sogar Scipio war erstaunt, als er sah wie dieser Golem sich durch die Horden von Schnecken kämpfte. Jedes Krachen ließ vom Tod weiterer Schleimwesen läuten, die nicht in der Lage waren, ihrem mächtigen steinernen Gegner die Stirn zu bieten.
Der Drachenjäger und sein Schüler waren inzwischen eifrig dabei ihre mit Salz versetzten Pfeile zu verschießen und wo immer eines der feindseligen Wesen versuchte die drei Gefährten anzugreifen, war auch schon einer der tödlichen Geschosse auf dem Weg dorthin. Besonders die Angreifer auf der Decke des dunklen Kellers machte den beiden Schützen zu schaffen, da sie stets unerwartet auftauchen konnten. Wer kämpft schon gegen Gegner, die wirklich von allen Seiten kommen können?
Trotzdem hatte das ganze etwas Gutes. Der Söldner hatte bewegliche Ziele, die für den Anfang noch nicht zu schnell waren. Diese kleine Schlacht wird ihn einen großen schritt weiter bringen, nun ja, vorausgesetzt sie würden das ganze überleben. Immer mehr Schnecken kamen auf die drei Abenteurer zugestürmt und schnell waren es zu viele, als dass der Golem sie alle hätte erschlagen können. Trotz der heiklen Lage war Scipio jedoch zuversichtlich. Er wusste selbst nicht warum, doch die bloße Anwesenheit des Schwarzmagiers, der die mächtigste Magie wirkte, die Scipio bis jetzt bei einem lebenden Menschen beobachten durfte, ließ die Hoffnung in ihm nicht sterben. Viel mehr spornte er zu Höchstleistungen an, die in dieser bitteren Stunde dringend nötig waren. Ein Bolzen nach dem anderen verließ die Armbrust und tötete was es verdient hatte getötet zu werden.
Trotz aller Bemühungen erzielte der Waldstreicher jedoch nicht dieselbe Wirkung wie Olirie, ganz gleich wie sehr er sich anstrengte. Schlichtweg beeindruckend...
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| 08.02.2004 22:12 | #189 |
| Xion1989 |
Xion wollte nichtmehr im Kastell bleiben. Hier gefiel es ihm nicht denn er kannte niemanden und die die er kannte ware nicht da. Er wollte einfach nur gehen. Langsam schritt er ist refektorium und hing dort einen Flyer an die wand.
Nun war es aber wieder zeit zu gehen. Xion schaute Cathal an und sagte ihm er solle die Teleportrune zum Sumpf einsetzen was er auch tat. Xion schloss die augen und nahm seine Rune. Stillschweigend dachte er nach undentschloss sich auch zu teleportieren. Er lief zwar gerne jedoch hatte er keine zeit denn das fest würde nächste Woche stadtfinden. Schnell nahm er seine rune und ein Blaues leuchten war im ganzen Kastell zu vernehmen. Plözlich erlisch das licht und Xion fand sich auf der Pyramiede im Sumpf wieder...
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| 08.02.2004 23:31 | #190 |
| meditate |
meditate hatte sich in ihre stiefel gezwängt und sich kniehohe überzieher umgeschnallt. es schneite zwar im moment nicht, aber in den tälern konnte es trotzdem ziemlich ungemütlich sein und reichlich nass. sie hatte sich beinkleider angezogen und ihre blaue gletscherrobe, darüber das schwarze fellcape des inbekannten gletschertieres. außerdem hatte sie proviant eingepackt und sich mit ihrem runenstab ausgestattet. so durfte eigentlich nichts passieren.
sie zündete ihre lichtrune und setzte sie auf die spitez des stabes, dann begannen die beiden den anstrengenden abstieg. der sergio war zauberhaft und reichte ihr immer wieder die schützende hand.
"das wird dir beliar einmal auf dein konto anrechnen, dass du dich so ritterlich einer hüterin gegenüber verhältst."
meditate lächelte ihren beschützer trotz der strapazen an.
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| 09.02.2004 02:17 | #191 |
| Xalvina |
„Ich akzeptiere euere Entscheidung Meditate.
Nur... die großen Taten welche ich je vollbringe werden niemals mehr gesehen werden, denn sie sind nur alte Wunden wie verloren gegangene Bücherseiten im Winde der Erinnerungen die zusammen im letzten Inferno mitunter gehen. Möge euere wenn auch kleine Reise keine allzu Beschwerliche sein...“
Sie hatte die Entscheidung der Hohepriesterin akzeptiert; als sie sich von ihr abwandte und ihr den Rücken zukehrte, auch wenn sie ein leichtes Gefühl in ihr inne ging, zurückgewiesen worden zu sein. Gegenüber einem Wegelagerer. Aber sie wollte nicht die Bedenken, Beweggründe und Entscheidung der Priesterin in Frage stellen. Sie wurde nur leicht nachdenklich, als sie die Marmortreppen wieder zum Alten Tor zurück ins Kastell hoch lief und durch die Torflügel verschwand.
Hinter knallten die beiden alten Torflügel zum Innenhof zu, als sich die junge Dämonenbeschwörerin wieder in den dunklen Korridoren befand, die ihr noch vor einer Weile erheblich zugesetzt hatten. Irgendwie hatte sie das Gefühl, eine schwere Last des Kastells versuchte sich auf ihre Schultern zu legen, ohne dass sie überhaupt diese Last in einer wohlmöglichen Gestalt identifizieren konnte. Sie konnte diese nur Wahrnehmen, als eisiges Gefühl das sie umfing und sie schwächte. Aber die Gedanken der schwarzen Fee waren nicht bei den seltsamen Geschehnissen des Kastells sondern taten noch immer daran an die Worte der Hohepriesterin stückweise auseinander zu nehmen. Es war schon der Sechste Mondzyklus, der begonnen hatte und noch immer schien sie in den Augen der Priester noch nicht Reif als eine würdige Magierin zu sein. Sie hatte inzwischen einer weitaus größeren Gefahr entgegen gesehen und desto länger die Sanduhr lief desto mehr wurde sie sich ihrer eigentlichen Gefahr bewusst mit der sie um sich kämpfen musste. Sie erinnerte sich an die Worte der Traumpriesterin, die ihr damals im Sturm auf Hoher See beim Blackout gesprochen hatte. Die Nebel würden sich vor ihr teilen und das Ungesehene Sichtbar machen – Nebel. Ihr Dasein war ein in Nebel gehüllter Fluch, von dem sie Bruchteile und Fragmente einer Bitteren Wahrheit kannte. Aber da lag noch mehr...
In der Eingangshalle die sie am diesem späten Abend zum Wievielten Malten passierte sah immer noch genauso unverändert und leer aus. An ihrer Brust hielt sie immer noch das Buch über die Beschwörungskunst über die Skelette, während die restlichen Bücher und die Pergamentrolle in ihrer Tasche lagen (wie auch manch andere Konfuse Dinge). Stille. Kein Ton, kein Laut. Ein undurchdringbares Schweigen.
Einsam so stand sie inmitten in der leeren Eingangshalle und blickte über den Saal. Sollte sie wieder zur Bücherei gehen und sich wieder in ihren Studien vertiefen? Ihr Verstand sagte Ja aber eine bisher nie da gewesene Stimme sagte in ihr Nein. Oder in das Refektorium um noch etwas zu Speisen? Nein. Nein das war keine Gute Idee, nicht nach der kleinen Sache mit dem Drachenkelch. Vielleicht war sie müde... – nein. Nein sie war nicht müde, sie konnte in einer solchen Nacht nicht einfach sich zur Ruhe legen. Diese Stille. Sie wirkte unangenehm. Sie wollte – Nein. Nein und nochmals Nein. Xalvina faste sich leicht verwirrt an den Kopf. Sie fühlte sich seltsam. Ihr Blick glitt nach links. Noch nie war ihr je die anderen Gänge der Eingangshalle aufgefallen, die sich irgendwo in die Schwärze der Dunkelheit verfielen. Nachdenklich schaute sie umher. Niemand war hier. Nicht einmal Amydala. Alle Menschen die ihr auf irgendeiner Weise etwas bedeutet hatten, selbst hier in den dunklen Gemäuern – Fort. Ihre Gefährten auf der Navaric, Ithuria – Fort. Irgendwo in Khorinis doch nur nicht hier. Irgendwie hätte sie gewünscht nicht ganz alleine hier zu sein. Allein.
Von teilweiser Neugier gepackt, entschloss die einen bisher noch nie betretenen Gang der Eingangshalle zu betreten, auch wenn ihr Verstand sagte dass sie dies nicht tun sollte. Sie lief nach links und betrat einen dunklen Korridor, den sie nur mal kurzfristig zur Kellertreppe gegangen war. Doch diesmal würde sie nicht nach Rechts gehen. Langsam schritt sie voran, ihre Gesichtsmimik stets ausdruckslos um ihre eigentliche Unsicherheit zu verbergen. Ihre Violetten Augen wanderten über die dunklen fast Pechschwarzen Gesteinswände bis hin zum matten goldenen Ornamentband, das jedoch in der Dunkelheit kaum zu erkennen war. Sie öffnete in dem Korridor zwei seltsame alte Torflügel, die ihr bisher nur beim Abbiegen des Korridors zur Treppe hin aufgefallen war, doch nie geöffnet hatte. Erst jetzt öffnete die Fee die alten Flügel und wurde gleich von Dunkelheit erfasst, die hinter diesen alten verzierten Türflügeln herrschte. Aus ihrer rechten Handfläche glitt eine Perlmutfarbige Lichtkugel hervor die über ihren Kopf stieg während sie sich umschaute. Vor ihr sah sie nur einen roten Läufer, während hinter ihr das Licht des Korridors dumpf hinein leuchtete und die ersten paar Fliesen beleuchteten. Doch die Dämonenbeschwörerin entschloss sich diesen stockfinsteren Raum weiter zu erkunden, indem sie weiter in die tiefe Finsternis hinein ging. Nach ihren zu Urteilen musste sie sich in einen größeren Raum oder Saal befinden, doch die Finsternis die diesen Saal einhüllte ließen sie bis auf den spärlichen Lichtraum ihrer kleinen Lichtkugel sehen. Was war das nur für ein Raum?
Doch als sie diese Frage stellte fingen die alten Fackelleuchter an den Säulen und Wänden das magische Feuer zu fangen, während die Schwarzmagierin stehen blieb. Erst jetzt verwandelte sich die Finsternis zu einem recht riesigen alten und fast kirchlich verzierten Saal, der einem alten Thronsaal glich. Erstaunt und doch ruhig blieb sie noch immer dort in der Mitte dieses riesigen Saales stehen. Einsam stand sie dort umgeben von großen Steinernen Säulen und Zierungen an den Wänden. Staturen, kleine Dämonenskulpturen. Inmitten stand in den Riesigen Zierden eine mächtige Orgel, welche sie nur aus Büchern her kannte.
Stumm und neugierig strich die Dämonenbeschwörerin vorsichtig über die Staubbedeckten Tasten, ohne diese herunter zu Drücken. Seltsam – ein solch riesiger Raum voller Schönheit. Und trotzdem so unbeachtet. Stille. Niemand war hier als sie sich auf den silbernen zierlichen Spielhocker hinsetzte. Diese Massiven Zierden. Diese unheimliche prachtvolle Baukunst. Es faszinierte die junge Frau aber doch war sie in ihren Gedanken nicht ganz bei den Zierden dieses Saales. Sie senkte ihren Kopf während die Einsamkeit sie wieder Umfing und ihr die Freude nahm. Sie waren weit fort von hier. Irgendwo draußen fern weit ab, suchend einen Menschen den sie liebte. So unendlich weit weg von ihr...
Sie waren solch zwei unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Welten und doch...
Die Fee fasste sich durch ihr Haar als sie tief lautlos ausatmete. Aufschauend so blickte sie eine Dämonenstatur seitlich über ihr an.
Sie vermisste ihn...
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| 09.02.2004 10:04 | #192 |
| Dûhn |
Das kleine Gelage mit seinem Lehrmeister lag schon einige Tage zurück, als Dûhn an diesem Morgen im Innenhof stand und sein Schwert durch die Luft fahren ließ.
Besser. Viel Besser!
Langsam aber sicher entwickelte der Hühne eine gewisse Sicherheit im Umgang mit der Klinge. Sein Schwert war zwar groß und wuchtig, doch für den Riesen war die Waffe nicht nur wie maßgeschneidert, sondern auch etwas sehr persönliches, etwas das man nicht so einfach durch eine leichtere Waffe ersetzte.Ausserdem gab die übergroße Klinge ordentlich Muskeln im Handgelenk und das war es worauf es ankam.
Die Luft sang und pfiff als der Stahl von unten nach oben, links nach rechts und wieder zurück flog. Flatternd zog der Hühne seinen schwarzen Mantel hinter sich und vervollständigte damit das Bild des leicht absurden.
Ein übergroßer Schwarzmagier welcher wie ein besessener mit dem Schwert trainierte anstatt seine Nase in einen Haufen Bücher zu stecken, so wie es sich eigentlich gehörte.
Naja.
Schmunzelte der Hühne.
Öfter mal was neues, hm?
Mit einer, inzwischen weitaus flüssigeren, geübten Bewegung fuhr die Klinge des Kolosses in die lederne Rückenscheide. Blitzartig zog Dûhn sein Wolfsmesser aus der Oberschenkelscheide. Nachdenklich striff er über die matte Oberfläche der brutal aussehenden Waffe und kratzte sich am unrasierten Kinn.Damals hab ich dich ein par Strolchen abgenommen. Naja...entrissen triffts eher.Seufzend wirbelte der Schwarzmagier das Messer durch die Luft und fing es geschickt wieder auf, so das seine Klinge nach unten zeigte. Der Blick des Hühnen wanderte gen Himmel.
Hoffentlich muss ich sowas nie wieder machen. Ich meine... die Kerle waren zwar absolute Armleuchter, aber es bleibt Diebstahl.
Versonnen hob er den arm und brachte sich in Kampfbereitschaft.
Wer nur mit dem Schwert umgehen konnte machte sich sein Leben zu leicht. Vielseitigkeit hieß die Devise!
Mit einem Ruck fuhr der muskelbepackte Arm empor und schlitzte einem imaginären Gegner den Bauch auf. Die Klinge wirbelte umher, wies mit einem Mal nach vorne und wurde in einer geraden Linie geführt um dem Feind den Gnadenstoß zu verpassen.
Es gab noch viel zu lernen!
Dûhn schuftete trainierte weiterhin unermüdlich. Dieses Mal für den Kampf auf engem Raum.
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| 09.02.2004 13:37 | #193 |
| Claw |
Claw hatte den Fangarm, der Bestie, die ihn festgehalten hatte, mühevoll mit einem Schwertstreich durchtrennt, ehe er wieder unten bei den beiden anderen stand und mit seiner leichten Armbrust auf die Schnecken feuerte. Olirie hatte einen dicken Golem beschworen, der sich durch die Schnecken walzte und Scipio verschoss einen Bolzen nach dem anderen. Doch immer mehr Bestien, wie die, die Claw angegriffen hatte, erschienen wie aus dem nichts und attackierten den steinernen Golem. Claw konzentrierte seinen Bolzenhagel auf diese Biester, da es schien, sie könnten den Golem besiegen. Doch diese Monster waren flink und nicht selten verfehlte einer von Claws Bolzen das Ziel und traf stattdessen den Golem, der dies aber nicht merkte, da an ihm dutzende Schnecken hochschleimten und die komischen Monster mit den vielen Fangarmen auch noch auf ihn rumlungerten und versuchten, ihn zu beseitigen.
"Seht !" rief Claw plötzlich zu Olirie und Scipio. "Die Schnecken greifen alle den Golem an, das gibt uns eine Galgenfrist !" Und tatsächlich lichtete sich das kotzgrüne Glibbermeer um die drei Männer und der Golem verschwand unter dichter, glibberiger Masse. Aber anscheinend war dies nicht alles, was die Gewölbe hier unten hervorbrachten. Denn die Monster mit den Fangarmen bekamen plötzlich unerwartet Verstärkung von seltsamen, menschlich ähnlichen Ausgeburten."Tiermenschen..." dachte der Söldner im ersten Augenblick, als er die Viecher sah. Nun hatten die drei Männer ernsthafte Probleme...
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| 09.02.2004 16:29 | #194 |
| Erzengel |
Gegen Mittag fanden sich der Priester und der Gildenlose im Refektorium zum Frühstück zusammen und Kain setzte seine Erzählung fort.
"Also wo war ich? Ach ja, die Khorinischen Spiele... Ich hatte gehofft, dass wir uns unterhalten, doch meine kurzfristig übernommene Aufgabe als Organisator ließ mir nicht die Zeit dazu. Und dann wurde ich auch schon von einem Novizen in den Sumpf gerufen, ich ward zum Baal erkoren, wenig später begann ich mein Studium der Magie bei Stressi... Ich schulde ihm viel... Danach übernahm ich seinen Lehrmeisterposten... Meine Ausdauer lässt bis heute zu wünschen übrig, das war vielleicht auch der Grund für... für sehr vieles. Mir mangelt es an Geduld, an Durchhaltevermögen, so wie ich jetzt dieses Einzelgängerdasein nicht ertrage, aber ich will es nicht ändern, denn dann würde ich nach einiger nur wieder etwas anderes herbeisehnen... Als Baal kam ich dann ein zweites mal nach Belzusia, mehrere Jahrtausende zurück in die Vergangenheit. Es herrschte der erste große Krieg zwischen den Rassen und die Menschen standen kurz vor ihrer Vernichtung, die letzten hatten sich in eine Festung in Belzusia gerettet. Dort landete ich nach einem kurzen Zwischenfall in einem Dorf namens Kajinjaa, wobei ich gut 20 Jahre in tausend Stücke zerfetzt das Land nach einem Teleportpunkt abgesucht haben musste, weil die Rune mich zum Pentagramm im Sumpf bringen sollte, dieses aber noch gar nicht existierte. Schon bald hörte man die Trommeln, wesentlich lauter als ich sie in Khorinis je vernommen hatte. Eine gigantische Armee steuerte auf die Festung zu, in der ich auch eine geheimnisvolle Frau namens Rinoa kennen lernte. Ich war also in der Zeit der großen Hexenjagd. Kurz nachdem Adanos die Käfte der ersten Hexe an sechs seiner Dienerinnen weitergegeben hatte. Rinoa musste eine davon gewesen sein, denn sie war Hohepriesterin und hatte die Macht in der Festung. Vor der Schlacht kam ein Bote der Orks, wir sollten Rinoa herausgeben und die Orks würden ihre Angriffe stoppen. Natürlich lehnten wir ab und kämpften. Erst jetzt erkannte Rinoa die Aussichtslosigkeit ihrer Streitkräfte gegenüber den zahlenmäßig weit überlegenen Orks. Ich fand sie nicht mehr und suchte nach ihr, bis ich sie vom Wall aus sah, sie stand hoch oben auf dem höchsten Turm... Vermutlich kommunizierte sie irgendwie mit Qui Lok-Ra, ebenfalls eine Hexe, Halb-Ork und Führerin der Orks, wobei sie letzteres wohl nur durch ihre Kräfte erreicht hatte. Sie rief ihre Truppen zurück und Rinoa stürzte sich in die Tiefe. Mithilfe meiner Windfaustrune katapultierte ich mich in die Luft und fing sie ab, doch noch ehe wir den Boden erreichten, fragte ich sie, was sie getan hätte, wenn ich nicht da gewesen wäre, worauf sie nur eine Feder aus ihrer Hand gleiten ließ, der ich fasziniert nachschaute, ich bemerkte nicht einmal wie ihr Gewicht aus meinen Armen verschwand, doch dann erspähte ich sie bei der Halb-Ork und tatsächlich ließen die Orks die Festung nun in Ruhe. Rinoa hatte mir noch nicht alles gesagt, was ich hier erfahren sollte. Am nächsten Tag jagte ich den Grünhäuten in Begleitung einiger Magier mit dem gleichen Ziel hinterher, darunter auch ein junger Feuermagier namens Kylan. Über die Gletscher von Kadaar fanden wir den heiligen See Adanum, auf dessen Grund ich ein Schwert fand, es war das Schlüsselschwert des Winds. In Nacht und Nebel ließ ich die anderen Magier zurück und zog weiter nach Osten durch einen winterlichen Nadelwald zu einem überdimensionalen Schlachtfeld. Das Blut der Orks hatte sich in regelrechte Seen gesammelt, die gesamte Armee war tot. Hoch oben schwebten zwei schauderliche Gestalten, die eine Qui Lok-Ra und die andere eine Hexe mit dem Namen Ultima. Letztere siegte schnell und absorbierte die Kräfte der anderen. Dann forderte sie mich auf, sie zu töteten, bevor die Kräfte wieder Kontrolle über sie erlangen würden, doch ich war nicht schnell genug. Nach einiger Zeit entriss ich ihr den Ring, den sie um den Hals trug, als ich versuchte sie zu enthaupten. Und der Ring vereinte sich mit dem Schwert, doch statt nur als Schlüsselschwert aktiviert zu werden, schwebte sie in meine Hand und das magische Schmiedefeuer wurde erneut entfacht, daraus entstand die Hexenschneide."[/I] Schnell hatte er das rapierähnliche Schwert aus der Scheide gezogen und seinem alten Kameraden präsentiert.[/I] "Die Rolle dieser Klinge ist eine der wenigen, die nicht an die große Lüge angepasst werden konnte. Mit ihr richtete ich Ultima. Sie erzählte mir von Hyen der Gotthexe und das sie meine Mutter sei, dann bat sie mich, ihre Kräfte an mich zu nehmen, um den Qualen ihres Hexentods ein Ende zu setzen. Bevor ich ihre Kräfte absorbierte, dankte sie mir, dass ich Rinoa befreit hatte." Sein Blick betonte die Anspielung.
"Es dauerte nicht lange und ich war wieder auf Khorinis und in der richtigen Zeit. Dann... Danach fand ich Shiva tot... sie war ganz kalt und blass... zwei Bolzen hatten sie durchbohrt... ... ..." Hastig verdrängte er die Erinnerungen und schluckte sie wieder hinunter.
"Sie wurde an den Strand des Amazonenlagers gespült, die schaulustigen Frauen standen nur da und glotzten... ich holte meine Runen heraus und schleuderte sie fort. In meiner Wut zerbrach ich die Runen bis nur noch eine übrig war, meine Teleportrune zum Sumpflager. Ich benutzte sie und erreichte es samt Shivas Leichnam, wieder starrten sie mich alle an, doch hatte keine Runen mehr, um auch sie wegzuscheuchen. Zuvor hatte ich bereits im Norden einen Turm entdeckt, der nun mein neues Zuhause wurde. Ich spaltete mich von der Bruderschaft ab und lebe bis heute dort zurückgezogen. Shivas Leiche habe ich dort verbrannt..."Er nahm einen Schluck Tee und legte die Hand auf sein Gesicht.
"Es gibt schöne Quellen dort, heiße Quellen und Geysire... Du kannst mich ja mal besuchen kommen..." Er nahm den Tee auf Ex, was sich eigentlich nicht gehört und auch nicht schmeckte, doch er wollte den Küchendämon nicht beleidigen. Statt des nächsten Tees bestellte er sich jedoch einen trockenen Rotwein."Und dazu dieser wunderschöne Blick auf das Meer, er steht genau an den Klippen, westlich der alten Ruinen hinter dem Pass. Visionen und Bücher aus der Bibliothek des Turm sprachen davon, das hier die erste Hexe geboren sei... ich hegte daran keine Zweifel, doch auch das war nur eine Lüge. Es ist ein geschändetes Denkmal an die Hexen, inzwischen habe ich all das falsche Wissen aus der Bibliothek verbrannt. Ich musste mich abreagieren und suchte Zuflucht im Training, gleichzeitig folgte ich meiner angeblichen Bestimmung von der ich fest überzeugt war. Ich wollte stärker werden, damit ich sie so schnell wie möglich erfüllen und sterben konnte. Denn bevor ich meine Bestimmung nicht erfüllt hatte, konnte ich nicht sterben, so glaubte ich damals. Jedenfalls zog ich nach Gorthar, um dort bei Frost meine Fähigkeiten in der Körperbeherrschung zu meistern, doch er war nicht aufzufinden. Bereits in Drakia hatte man mir gesagt, das er schon ewig nicht mehr dort gewesen sei. Als ich wieder nach Drakia fahren wollte, sah ich merkwürdig gekleidete Krieger und Feuermagier. Schon deswegen ging ich zurück ins Innere der Stadt, wo mir in einer Gasse ein Mann begegnete, der behauptete ein Ritter zu sein und mir helfen wolle, doch er hatte sich ungeschickt angestellt. Ich erkannte das Symbol, das er trug, es war das Zeichen der Jeromierten, mehr oder weniger logischerweise die Anhänger des Inquisitors Jeromé, der Scheißkerl der Ramiel und Necroel auf dem Gewissen hatte. Du erinnerst dich doch noch oder? Nach tagelanger Hetzjagd durch die Stadt, ihre Dächer und ihre Kanalisation tötete ich schließlich den Inquisitor mit diesem Schwert und vernichtete gleichzeitig das Innossiegel in ihm. Das Hexenschwert war also ein Joker, ein Schwert mit dem man alle anderen Siegel vernichten kann ohne das man ihre Schlüsselschwerter besitzt. Mutlos und Niedergeschlagen kehrte ich erneut nach Khorinis zurück und verschloss mich in mir selbst in meinem Turm... Dann fuhr ich mit Xalvina nach Ithuria, wo ich das blaue Schlüsselschwert fand... Du kennst Xalvina doch bestimmt, sie ist Schwarzmagierin hier. Als ich wieder in meinem Turm war, entdeckte ich ein neues Buch, eines das lange nicht so alt und zerfleddert war wie die anderen. Darin wurde von einer blutgetränkten Rüstung berichtet, dich mich in ihren Bann zog. Ich folgte der Karte in dem Buch nach Süden über Drakia nach Gorthar weiter nach Südost. Nach langem hin und her erreichte ich schließlich die Insel, wo auch die Rüstung war... verzeih, aber ich es ist nicht mal zwei Wochen her, ich kann noch nicht so frei darüber sprechen... Auf jeden Fall offenbarte mir der Geist Kylans, das ich der negative Zwilling aus der Geschichte mit der Gotthexe war. Alles andere, all die Lügen waren von meiner Schwester Arnoriell erfunden, um mich gefügig zu machen. So ganz weiß ich das alles auch nicht, ich erkenne die Zusammenhänge noch nicht, deswegen bin ich hierher gekommen. Ich wollte die Kore fragen, ob sie mich in die Unterwelt zu meiner Mutter bringen kann, sie könnte mir sicher die Wahrheit erzählen, aber schließlich war ich nicht sicher, ob ich überhaupt soweit war und so beschloss ich, noch eine Weile zu warten und meine Schwertkunst, sowie die Körperbeherrschung doch endlich zu meistern... Naja und schon wären wir wieder im hier und jetzt, das ist die ganze Geschichte, zumindest das, was ich bisher weiß."
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| 09.02.2004 17:01 | #195 |
| .::Legolas::. |
Legolas stand vor dem Gewaltigen Tor des Kastells. In der Mitte war ein Purpurner Kristal und der Rest des Tores war mit geschnitzten Schlangen verziehrt deren Köpfe alle auf den Edelstein wiesen. Legolas wusste nicht wie er eintreten könne, als plötzlich eine stimme ertönte:
"Was willst du hier Fremder?"
Sie kam von einem Skellet das neben dem Tor hing. Auch auf der anderen Seite hing eines. Legolas hätte sie nicht erkannt, wenn sie sich nicht geäussert hätten.
"Ich will Werbung verteilen." sagte Legolas und wechelte mit den Plakaten."werbung? Wieviel denn noch? Ach komm rein..." klapperte das andere Skellett leicht verachtend. Wie von Geisterhand öffnete sich das große Tor und der Söldner trat ein. Er kam in die Eingangshalle und erblickte in der Mitte derer eine Statue. Sie war sehr genau bearbeitet. Doch da erkannte es Legolas! Es war keine Statue es war ein Zauberer zu Stein verwandelt! er hielt eine Schüssel in der hand in der Geld lag. Es waren anscheinend Spenden und Legolas gab 100 Gold in die Schale bevor er weiter ging.
Er kam wieder nach draußen in einen Art innenhof. In der Mitte war ein Baum eingepflanzt. Legolas nahm eines der Plakate und wollte es schon in den Baum hämmern als ihm einfiel das das vielleicht nicht gern gesehen werden würde. Deshalb hing er es an einen zentralen Stützbalken, als auf einmal eine stimme ertönte. Sie war nicht in seinen ohren, sondern IN seinem Kopf, welcher sehr schmerzte. Sie Sprach:
"Kann ich helfen, Mensch?"
Leoglas drehte sich nach rechts und erkannte einen geflügelten Dämonen."Ja...können sie...bitte..diese...Zettel..verteilen?" stammelte Legolas vor schmerz.
Das Ungetüm nickte und die Schmerzen ließen schlagartig nach. Legolas gab ihm ein paar zettel.
Legolas hatte das Kastell gesehen. Er wollte raus hier. Er warf beim rausgehen noch einen Blick zu dem versteinerten Zauberer und zu den Skelleten zurück. Es war ein leichter Abstieg, und er erreichte fast sofort das sehr nahegelegene Sumpflager...
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| 09.02.2004 17:40 | #196 |
| Die Söldner |
Nachdem die drei Hohen Söldner die Treppe verlassen hatten, fanden sie, zu ihrem Erstaunen, eine feine Salzspur, die hinaus in die dunklen Gewölbe führten."Nicht schlecht. Da hat jemand den Rückweg markiert." bemerkte Vincent und kurzerhand folgten die Söldner der Salzspur.
Jeder der drei Männer hatte seine Hand an der Waffe, denn sie wussten, dass sie hier auf sehr gefährlichen Boden sich befanden und nach fast einer Stunde hörten sie dies bestätigt. Nicht allzuweit konnten sie Geschrei, Kampfeslärm und seltsame Gurgellaute hören und schnell rannten sie dem Geschrei entgegen. Nach der letzten Biegung standen sie in einem neuen Gang und was sie sahen, liess sie vor Schreck versteinern.
Ein Golem konnten sie gerade so noch erkennen, an dem tausende von kotzgrünen Schnecken hangen. Und eine ganze Horde von seltsam aussehenden Bestien und anderen Monstern stürmten auf drei allein rumstehende Männer zu. Der eine war Claw, Söldner, der zweite Scipio Cicero, Drachenjäger und der dritte war Olirie, Schwarzmagier des Kastells.
Vincent kam als erster wieder zu Sinnen und zog seinen Zweihänder. Ein Kampfesschrei folgte und auch die beiden anderen Hohen Söldner griffen nach ihren Waffen und alle drei stürmten auf die Monster zu, die Claw, Scipio und Olirie bedrängten.
Claw
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| 09.02.2004 18:23 | #197 |
| Claw |
Mitten in dieser auswegslosen Situation hörten die drei Männer plötzlich ein Brüllen und nur wenige Sekunden später stürmten drei Hohe Söldner heran und metztelten die überraschten Höllenkreaturen hinterrücks nieder, um zu Claw, Scipio und Olirie zu kommen.
"Was zum..." fing Olirie überrascht an, doch wurde er unterbrochen, da mehere Fangarme auf ihn zuflogen. Doch Scipio konnte mit seinem schnellen Eingreifen die Arme zurückschlagen und Claw gab den drei Hohen Söldner Deckung. Nach wenigen Sekunden schon hatten sich die drei zu den anderen drei durchgekämpft und nun waren sie zu sechst. Mit vereinten Kräften konnten sie die Oberhand über den Kampf gegen die Kreaturen gewinnen und nach und nach fielen sie der Reihe zu regungslos zu Boden, entweder zerstückelt, gespalten oder durchlöchert. In der Zwischenzeit hatte Olirie bereits einen zweiten Steingolem beschworen, der mit dem ersten die letzten Schnecken endgültig platt wälzten."Geschafft..." krächzte Claw nach einigen Minuten endlich und sank auf die Knie. Nichts lebendes, außer die 6 Menschen standen noch in den Gewölben. Selbst die Golems hatten sich in ihren Wahn gegenseitig getroffen und verprügelt, bis sie auseinander gefallen waren.
"Endlich, alle Schnecken tot." fing Claw wieder an und schaute sich den Boden an. Überall nur kotzgrüne Glibbermasse und nur die großen Kadaver, der blasphemischen Monster ragten aus dem Glibbermeer hervor.
"Wird Zeit hier zu verschwinden. Hab jetzt lang genug diese kotzgrüne Masse und die dunklen, stickigen Wände gesehen. Ich brauch frische Luft... und ein kühles Bier." meinte Claw grinsend
"Dann aber keins, das die hier im Kastell haben. Das ist vielleicht ne Brühe..." meinte Vincent lachend.
"Warum seit ihr eigentlich hier ? Hat mich doch sehr verwundert, euch zu sehen." warf Scipio ein.
"Befehl von General Lee. Der Schürferboss soll sich umgehend bei ihm melden. Es geht um ein Bündnis mit Piraten." sagte Vincent als Antwort. Claws Augen funkelten, als er das hörte. Er hatte sowieso vor, zu den Piraten aufzubrechen und ein Friedensvertrag zu überbringen und nun hatte genau das der General vor."Ausgezeichnet. Wir sollten sofort aufbrechen." schlug Claw vor und schon begann die Gruppe den Rückmarsch, durch die Gewölbe. Sie folgten der feinen Salzspur und nach einer dreiviertel Stunde erreichten sie die Treppe und beschritten diese.
Als die Männer alle dann endlich oben waren, wandte sich Claw zu Olirie."Es war mir eine Ehre, mit Euch an der Seite zu kämpfen. Ich denke, ihr werdet die nächste Zeit Ruhe vor diesen Schnecken haben. Und wenn nicht, schickt mir einen Boten, ich komme gern wieder vorbei." sagte Claw und verbeugte sich leicht.
"Wir sehen uns wieder. Auf bald." verabschiedete sich der Söldner vom Schwarzmagier und die restlichen 5 Mann, bestehend aus Claw, Scipio und den drei Hohen Söldnern verliessen geschwind das Kastell, um schnellst möglich wieder den Hof zu erreichen.
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| 09.02.2004 23:29 | #198 |
| Renata |
Liebe Dämonen, liebe Freunde!
Ich habe mich eine Weile zurück gezogen. Wann ich wiederkehren werde weiß ich noch nicht, doch seid gewiss, dass ihr mich so schnell nicht loswerdet. Zurückkehren werde ich allerdings mit dem Bewusstsein, Einklang gefunden zu haben.
-Rhodgar-
Die vermeintliche Bedrohung durch die Schlange Sid hatte die Magierin ganz vergessen oder verdrängt, als sie das kleine Briefchen jetzt, nach wiederholtem Lesen, zurück auf den Schreibtisch legte und wieder in ihr Zimmer ging. Sie konnte nur von ganzem Herzen hoffen, dass er da draußen das Gesuchte finden würde.
Gut, keine Waffenkammer also. Oder eben nicht gut. Blieb ihr nur noch eine Möglichkeit: ein Einkaufsbummel (Einkaufsbummel? Merkwürdiges Wort. Wie kam ihr das jetzt wohl in den Sinn?). Aber womit denn, ohne Gold? 250 Goldstücke würde sie wohl brauchen. Wenn sie die hätte, würde sie jetzt ein Bündel mit Proviant schnüren und sich nach Khorinis begeben....
Am Fenster ihres Zimmers stehend, träumte sie ein bisschen vom Wandern in der Kälte dort draußen, in dem böigen Wind, der schon eine kleine Ahnung des nahenden Frühlings mit sich brachte. Ach ja. Schön wäre es ja. Und noch während sie so träumte, wurde die Tür von einem Dämonen geöffnet und sowohl das Proviantbündel als auch ein nur kleiner, dafür aber prall gefüllter Geldbeutel gebracht. Einfach wunderbar, dieses Kastell.
Nun hielt sie nichts mehr, Mantel angetan und Bündel geschultert durchschritt Renata nur kurze Zeit später das Tor zur Welt da draußen.
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| 10.02.2004 09:32 | #199 |
| Dûhn |
Frisch ausgeruht und voller Tatendrang spurtete der Hühne durch die Korridore.Nach dem Essen sollst du ruhn' oder tausend Schritte tun! Keine Frage... Lächelnd fegte der Riese um eine weitere Ecke. Der Gang erstreckte sich schier endlos vor ihm, dunkel und kühl. Ein reichhaltiges Frühstück wollte verarbeitet und abtrainiert werden und Dûhn war nur allzu gewillt seinem Körper diesen kleinen Gefallen zu zugestehen.
Wandteppiche hoben an und wehten im Wind, welchen der vorbeirauschende Koloss erzeugte. Kerzen flackerten, Dämonen verschwanden fluchend (immer wieder erstaunlich...) in der Wand und der uralte Staub in den Fluren der alten Festung wurde ein weiteres Mal durcheinandergewirbelt.
Immer weiter drehte der große Schwarzmagier seine Runden, ein ums andere Mal. Ein unangenehmes Ziehen bemächtigte sich seiner, inzwischen schweren, Beine, und die Luft schmeckte metallisch auf seiner Zunge, doch nichts auf der Welt konnte die schweren stampfenden Schritte Dûhns bremsen, bis er nicht der Meinung war, eine deutliche Leistungssteigerung bei sich zu verspüren.
Der Innenhof des Kastells diente schließlich als Endstation. Schnaufend und mich hochrotem Kopf, doch glücklich und zufrieden sank der Riese unter der Esche zusammen und legte eine Verschnaufpause ein. Ein kühler Wind trocknete den dünnen Schweißfilm auf seiner Haut und die Kälte des Morgens brachte angenehme Entspannung mit sich. Der Wind spielte mit den silbernen Schnallen an seinem Matel, stieg dann höher und brachte die Krone des alten Baumes zum singen; die Blätter zum rauschen.
Dûhn schloss die Augen und entspannte sich. Die perfekte Gelegenheit zum dösen, ganz eindeutig. Und so eine Gelegenheit wollte genutzt werden.
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| 10.02.2004 15:05 | #200 |
| Kingius |
Kingius ging die letzten Schritte den Pfad hoch und sah sich beim Tor des Kastells um. Einige Skellete waren an das kunstvoll beschnizte genagelt und sahen ihn aus ihren leeren Augehöhlen an. "Ähm ,Hallo?" Die Skelette wandeten ihm ihre Gesichter zu und schienen seinen zerfetzten Umhang zu betrachten "Ich würde gern reinkommen" Das Tor knirschte etwas und ging auf. Beeindruckt betrat Kingius das kastell und sah eine Steinerne Statue in einem Kreisrundem Raum vor sich. Er blickte zurück und sah das die Skelette auf einen Teller in der Hand der Statue schauten. Es lagen nur einige Goldtücke drin. Kingius fluchte und hollte seine letzte Perle aus der Tasche. Als er sie in den Teller legte sagte ihm etwas das er hier fürs erste Willkommen war. "Ist hier Jemand?" ,rief er als er zu dem Innenhof kam.
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| 10.02.2004 15:38 | #201 |
| Dûhn |
"Hm?"
Verpennt blinzelte der riesige Schwarzmagier und streckte seine steif gewordenen Glieder. Das Narbengeflecht in Dûhns kantigem Gesicht spaltete sich zu einem röhrenden Gähnen und anschließendem lauten Schmatzen als der Koloss seine Masse langsam wieder auf die Beine brachte.
Seltsam.
Ihm war, als ob jemand gerufen hätte.
Langsam und noch immer steif von seinem Nickerchen auf der Steinbank trottete der Hühne durch den Hof und erblickte eine kleine Gestalt in zerschlissener Kutte, welche, offenbar orientierungslos, auf dem Hof umherirrte.
Mit ein paar raschen Schritten näherte sich Dûhn dem Neuankömmling um ihn im Kastell wilkommen zu heißen.
Hey, auch Schwarzmagier müssen n bischen Sitte uns Anstand wahren, hm? Dûhn lächelte still in sich hinein.
"Seid willkommen in der schwarzen Festung unseres gepriesenen Gebieters. Ich bin Dûhn. Schwarzmagier in den Diensten vom Boss...äh, Beliar mein ich natürlich!" Der Riese grinste schief und klopfte dem Fremden auf die Schulter."Na, und womit kann ich euch wohl helfen, hm?" grollte des Hühnen Bass.
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| 10.02.2004 15:56 | #202 |
| Kingius |
Kingius sah den riesigen Mann ängstlich an "Ähm ,ja..." Wenn er es sich genau überlegte wusste er nicht mal wie er es sagen sollte " eigentlich wollte ich ja bei euch mit machen" Er grinste Dûhn unsicher an.
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| 10.02.2004 16:22 | #203 |
| Dûhn |
"Bei uns mitmachen?!" der Riese tat sein bestes um das pure Entsetzen aus seiner Miene sprechen zu lassen.
"Ihr wisst ja nicht, was ihr da sagt!" schnell führte Dûhn die verhüllte Gestalt zur Steinbank unter der alten Esche.
"Ihr werdet ein hartes Fastenprogramm durchlaufen müssen. Dann kommt da noch die Selbstkasteiung, verschiedene schmerzhafte Rituale..." drohend und mit finsterem Blick wies der Koloss auf seine unzähligen Narben "...und natürlich die rituelle Aufnahme, welche nur durch unmengen an Blut und selbstgeschlachteten Menschenopfern vollzogen werden kann."
Langsam richtete sich der Riese mit dem Rücken zum Fremden auf."Aaaaaaaber...das SCHLIMMSTE kommt erst noch! Nachdem ihr eure Robe erhalten habt müsst ihr..."
Ruckartig wirbelte Dûhn um hundertachzig Grad, so das er der kleine Gestalt nun genau in die Augen blickte.
"...EUCH DEN KLEINEN FINGER ABSCHNEIDEN!!"
Dûhn nickte majestätisch und auf sehr langsame Weise, während er sich ruhig wieder neben den Neuankömmlich setzte.
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| 10.02.2004 20:52 | #204 |
| Azathot |
Azathot saß in seinem Zimmer im KAstell vor dem wuchtigen Schreibpult welches das Zimmer ausfüllte, er hatte Nachrichten für seine künftigen, alten Schüler Dûhn und Hìrgalad geschrieben welche besagten, dass sie ihn im Innenhof des KAstells treffen sollten um die Ausbildung im Schwertkampf fortzüführen und den Umgang mit Einhandschwertern zu meistern und nun lies er sie durch die Dämonen überbringen, das war einfacher als darauf zu hoffen die Beiden zufällig im Kastell zu treffen, die Erfahrung hatte er schon mit dem Don gemacht, immerhin musste die Magieausbildung nun langsam zu Ende gehen wahrscheinlich warteten bereits diverese andere Schüler darauf beim Meister unterrichtet zu werden.Nachdem die Dämonen entschwunden waren stand auch Azathot auf, er würde auf seine Schüler warten und ein wenig die frische Luft im Innenhof genießen.Mit wenigen Handgriffen hatte er sein Schwert umgebunden und auch seine Runen verstaute er in einer der großen Taschen seiner Robe.
Schwungvoll öffnete der Schwarzmagier seine Zimmertür und wurde mit einem lauten Knall belohnt der davon zeugte, dass die Tür auf etwas getroffen war, dass danach ebenso geräuschvoll zu Boden plumpste.
Vorsichtig linste Azathot um die Tür und wurde schreckensbleich als er auf dem Boden liegend den Don liegen sah den er mit der Tür außer gefecht gesetzt hatte
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| 10.02.2004 21:16 | #205 |
| Squall_L |
Als Squall nach einigen Tagen Studie die Bibliothek verlies, war er immer noch nicht schlauer über die Sprache die im Buch verwendet wurde. Aber das sollte ihn nun erst einmal nicht weiter stören, denn immerhin gab es in letzter Zeit eigentlich keine Anzeichen die auf etwas Schlimmes deuten könnte. Im Gegenteil die Schmerzen hatte sogar etwas nachgelassen.
Nun wollte er aber erst einmal sein Hunger stillen, er machte sich auf in das Refektorium. Als er es betrat konnte er sofort an der Wand etwas hängen sehen was er vorher nie bemerkt hatte. Es war ein Zettel und als er ihn sich genauer anschaute wusste er auch warum er ihn nicht kannte es war ein Flyer für ein Fest im Sumpf, es musste wohl hier hin gehangen worden sein als er in der Bibliothek war. Dieses Fest wäre eine gute Idee für Squall mal wieder über andere Dinge nachzudenken, doch er konnte nicht sicher sein ob seine Zeit reichen würde. Wer weiß, vielleicht schlägt der Fluch ja schon morgen richtig zu.
Squall holte sich etwas zu Essen und machte sich dann auf zu seinem Zimmer. Doch plötzlich spürte er einen ungeheuerlichen Schmerz und sackte zu Boden. Alles tat ihm so weh dass er sich kaum noch bewegen konnte. Mit seiner letzten Kraft konnte er etwas von Meditates Schmerzmitteln nehmen, doch die halfen ihn nun auch nicht. Squall holte noch einmal tief Luft, rappelte sich mit letzter Kraft auf und dann machte er sich weiter auf den Weg. Er konnte nicht mehr aufrecht gehen, er stütze sich an die Wand und schaffte es so mit seiner letzten Kraft in sein Zimmer. Dort legte er sich in sein Bett und hoffte das die Schmerzen aufhören würde.
Doch seine Gebete wurden nicht erhört, die Schmerzen wollten und wollten einfach nicht verschwinden. Squall schwitzte am ganzen Körper und als er sich dann die Stirn fasste merkte er das sie kochend heiß war. Als er nach einigen Minuten den Schmerzen nicht mehr standhalten konnte verlor er das Bewusstsein.
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| 10.02.2004 21:16 | #206 |
| Don-Esteban |
Doch der rappelte sich wieder auf (seit wann setzten den Türen außer Gefecht?) und meinte nur »Ah, gut daß ich dich treffe, ich hab gerade etwas meditiert und siehe: schon finde ich dich.«
Er klopfte sich den Staub von der Robe, was einen Dämonen, wenn er zufällig vorbeigekommen wäre und er überdies noch menschliche Emotionen besessen hätte, sicher zu einem beleidigten Augenbrauenheber veranlasst hätte ob dieser Geste, denn im Kastel llag kein Staub. Jedenfalls nicht da, wo er nicht sein sollte. Natürlich gehörten jede Menge verstaubte, geheimnisvolle Kamemrn, Räume, Keller und Gänge zum Inventar des Gebäudes, doch diese waren ausdrückllich als staubige Zone deklariert. Staub gehörte dort sozusagen zum Inventar. Hier jedoch nicht.Der Hohepriester sprach weiter »Ich hab dir eine Rune mitgebracht. Ich gehe sicher richtig in der Annahme, daß du schon ganz begierig darauf bist, deine in der Theorie erworbenen Kenntnisse über die Blutfliegenbeschörung endlich selbst testen zu können.«
Er überreichte Azathot die Rune und zog seinen Lehrling mit sich fort. »Gehen wir in den Innenhof.«
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| 10.02.2004 21:35 | #207 |
| Azathot |
"DAs trifft sich ausgesprochen gut, ich wollte nämlich ebenfalls in den Innenhof" sagte Azathot zu der Luft die nun Don-Estebans stelle einnahm, der war nämlich schon weitergelaufen und winkte nun ungeduldig nach seinem Schüler und dieser folgte ihm sofort.
Endlich konnte er das gelernte praktisch umsetzen, dass würde sicher interessant werden, immerhin war es Azathots erste Beschwörung und es bestand auch keinerlei Gefahr, dass er sich selber anzündete.
Der Lehrmeister gab ein scharfes Tempo vor, so dass die Beiden schon nach kurzer Zeit draußen im Innenhof standen, Azathot seine neue Rune in der Hand und sein Lehrmeister den Blick auf ihn gerichtet.
"So jetzt fang an", forderte der Don ihn auf und Azathot lies sich das natürlich nicht zweimal sagen.
Vorsichtig fuhren die Fingerspitzen des Schwarzmagiers über die leichten Rillen die in der Rune eingelassen waren, fühlten die magischen Kräfte die in ihr eingeschlossen waren und die nur darauf warteten von Azathot mit seinen eigenen Kräften befreit zu werden.
Um sich besser konzentrieren zu können schloss der Schwarzmagier die Augen, versuchte sich vorzustellen wie die Abbildungen der Blutfliegen in den Büchern ausgesehen hatten und setzte in seinen Gedanken langsam eine Blutfliege zusammen wie sie perfekter nicht aussehen konnte.
Nun versuchte er wie in den Büchern beschrieben zugriff auf die Energiereserven der Rune zu bekommen und mit ihrer Hilfe die Blutfliege zu erschaffen. Langsam spürte der schwarzmagier wie er Kontrolle über sie bekam und wollte nun so schnell wie möglich die Blutfliege beschwören.
WAs die nächsten Sekunden passiert, konnte der Schwarzmagier selber nicht nachvollziehen, er fühlte plötzlich wie die magische Energie aus ihm herausgesogen wurde und eine Sekunde später öffnete er die Augen.Vor ihm schwebte eine durchaus wiedererkennbare Blutfliege, die mit ein paar Schönheitsfehlern durchaus als gelungen bezeichnet werden konnte. Zwar störte es etwas, dass sie aufgrund ihrer unterschiedlich großen Flügel sich immer im Kreis drehte und auch dass der Stachel auf dem Kopf saß irritierte etwas aber das war ja nur nebensächlich und auch die rosa Farbe der Blutfliege konnte den Stolz des Schwarzzmagiers nicht trüben
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| 10.02.2004 22:01 | #208 |
| Don-Esteban |
Der Lehrmeister hatte sich nach anfänglicher Überraschung schnell wieder gefasst.
»Ein interessantes Exemplar der Gattung Musca sanguina (immortalis).«Er stutzte kurz, schaute dann noch einmal nach.
»Was genau hat eigentlich der Stachel auf dem Kopf zu bedeuten?«War es Absicht, Versehen, Zufall?
Der Blutfliege wars egal, sie flog stupide ihre Kreise, in die sie ihre ungleichen Flügel zwangen.
Noch ein paar Minuten dauerte der Flug der Fliege. Währenddessen wurde Ursachenvorschung betrieben.
»Nehmen wir einmal an, nur rein hypothetisch natürlich, du hättest nicht die Absicht gehabt, den Stachel auf dem Kopf der Fliege zu plazieren. Was hättest du dann tun müssen?«
Ohne Azathot auch nur den Hauch einer Chance zu geben, selbst zu antworten, fuhr der Lehrmeister, in dozierenden Tonfall fallend, fort.
»Richtig. Man muß die Ströme der einem innewohnenden Magie, auch innere Auren genannt, mit der Magie des Runensteines korrespondieren lassen. Die Magie der Rune muß sozusagen die eigene Vorstellung von einer Blutfliege, genährt aus der Vorstellungskraft, umhüllen und presst sie sozusagen in eine sichtbare Form. Und dadurch entsteht in diesem Fall die Blutfliege.
Die Rune kann in jedem Fall nur auslösend und dann unterstützend wirken. Wenn also die Vorstellung einer Blutfliege von der anderer Menschen abweicht, dann wird die Rune auch diese abweichende Vorstellung manifestieren. Und das Ergebnis sehen wir vor uns.«
Er strich sich, höchst beeindruckt von seinen eigenen Worten, über das bartlose und wie meist glatt rasierte Kinn und schwieg ergriffen für einen Moment.»Was lernen wir daraus? Ich sollte wohl noch einen Kurs in Anatomie häufig benutzter Wesen geben, so scheint es mir.«
Dann befand er: »Versuche es noch einmal, nachdem du dieses Exemplar hast zerfallen lassen.«
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| 10.02.2004 22:25 | #209 |
| Azathot |
Zerfallen lassen? Dieses wunderbare Geschöpf, dem Azathot selbst den (un-)lebenshauch eingeblasen hatte? Wie sollte er das tun?
Aber andererseits war es albern an einem Geschöpf zu hängen, dass zum ersten willenlos war und zum zweiten nur aufgrund Azathots Willen lebte und so oder so wieder zerfallen würde.
Also lies der Schwarzmagier die unsichtbare Verbindung los, die sich wie ein FAden an einer Marionette zwischen Azathot und der Blutfliege gezogen hatte. Noch einen Moment hing die Blutfliege in der Luft, dann begann sie langsam zu Staub zu zerfallen aus dem sie gekommen war. Als es vorbei war befand sich nur noch ein kleiner Haufen auf dem Boden der bald schon von den Kastellbewohnern und gelegentlichen Windböen davongetragen sein würde.
Aber nun konzentrierte sich der Magieschüler wieder auf die Worte seines Meisters, er hatte sich die Blutfliege also falsch vorgestellt, aber eigentlich war doch alles richtig gewesen, vielleicht musste es der Schwarzmagier dann anders machen.
Also versuchte er sich erneut eine Blutfliege vorzustellen, doch diesmal bewusst den rechten Flügel größer als den linken, den Stachel setzte er auf den Kopf und färbte die Blutfliege in seiner Phantasie in das knalligste Rosa, dass er sich vorstellen konnte.
Nun wanderte die HAnd des Schwarzmagiers wiederrum zu seiner Rune, versuchte ihre Kräfte mit den seinigen zu verbinden und diesmal klappte es ohne Probleme.Und diesmal bekam Azathot mit was geschah.
Seine Wahrnehmung verlangsamte sich und er sah wie vor seinen Augen Stück für Stück eine Blutfliege zusammengesetzt wurde, alles in nur einem einzigen Atemzug und in genau gleichen Teilen wie sich die echte Blutfliege bildete verblasste die in der Phantasie des Schwarzmagiers gebildete immer mehr, solange bis als einzigstes noch der freie Wille der beschworenene Kreatur in Azathots Phantasie verweilte und nun völlig dem Schwarzmagier unterstand.
Während er die Vorgänge noch erstaunt zu begreifen versuchte schwirrte vor ihm bereits eine nahezu perfekte Blutfliege.
Zufreiden lächelte er seinen Lehrmeister an, bevor er ihm die nächsten Anweisungen abnahm und die Blutfliege befehligen wollte.
Zunächst reagierte die Blutfliege nicht sofort und auch nicht so genau wie der Schwarzmagier dies wollte, doch würde sich das bestimmt mit der Zeit legen.Probeweise lies er die Blutfliege eine große Runde im Innenhof fliegen, bevor er sie kanpp an der alten Esche vorbei lotste und nur einen Fingerbreit vor seinen Gesicht zum stehen brachte
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| 10.02.2004 22:46 | #210 |
| Don-Esteban |
»Sieht doch gar nicht schlecht aus.«
Der Lehrmeister war zufrieden. Er zückte einen kleinen Notizblock und einen Kohlestift, gemacht aus einem Stäbchen Weide, das ein Köhler in einem Meiler zu Holzkohle verschwehlt hatte und umwickelt mit etwas Pergament, so daß die Finger nicht schwarz wurden. Diese Stifte waren der letzte Schrei und sicher würden sie bald die umständlichen und ewig klecksenden Tintenfedern abgelöst haben, sobald man das Problem der Vergänglichkeit des Kohlestriches gelöst hätte.»Was haben wir? Einmal Licht. Abgehakt«
Er setzte ein Häkchen hinter den Eintrag.
»Einmal Schattenflamme. Auch abgehakt. Oh, da steht noch eine Notiz«, bemerkte er überrascht und las sie dann vor. »Daran erinnern, daß er es vermeiden solle, diese in meiner Anwesenheit zu benutzen.«
Er schaute auf.
»Ähm, ja, ich hoffe einfach mal, daß du die Sache mit dem Zielen mittlerweile beherrschst. Wenn nicht, übe einfach noch etwas. Am besten irgendwo in der Wildnis, wo kein Mensch deinen Weg kreuzt.«
Dann vertiefte er sich wieder in die Liste.
»Untote Blutfliege«, las er vor. »Ja, ich denke, daß du diese nun auch beherrschst.«
Er verstaute den Notizblock wieder, nachdem er auch hinter dem letzten Punkt sein Häkchen gesetzt hatte und meinte dann zu Azathot »Damit wäre deine Ausbildung fürs erste abgeschlossen. Doch ich hoffe, daß ein talentierter Schwarzmagier, wie du es bist, hier nicht aufhören wird, zu lernen.«Und damit war die Lehre tatsächlich beendet. Azathots Blutfliege bekam plötzlich Motoraussetzer und begann, abzustürzen.
»Vorsicht, achte auf dein Geschöpf.«
Der Magier hatte wohl vor lauter Überraschung vergessen, auf die Blutfliege zu achten.
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| 11.02.2004 01:07 | #211 |
| Xalvina |
Die Dämonenbeschwörerin hatte sich gedankenlos auf den Hocker der riesigen Kirchenorgel hingesetzt, die sich hinter ihrem Rücken entlang zu beiden Seiten und in die Höhe streckte, doch sie hatte noch nicht die Begeisterung gefunden, sich musikalisch zu bestätigen. Es war lange her dass sie ein letztes Mal gesungen hatte oder auf ihrer Harfe musizierte. Sie hatte inzwischen auch das Musizieren auf dem Instrument fast vollkommen vergessen, seit dem Tod ihres alten Freundes hatte sie immer mehr damit aufgehört, einsam vor sich hin zu spielen. Meistens weil sie sich auch nicht dazu fühlte, für irgendjemanden noch etwas zu spielen. Nur eine laute klare Stimme – das konnte sie nicht verlieren oder verlernen, das blieb ihr als einziges Talent. Doch außer einem vor sich traurigen Hinsummen, das sich durch den Echo des Thronsaals verstärkte, war sie mit ihren Gedanken anderwärts beschäftigt. Da sie wusste, dass ihre Sehnsucht nicht im Kastell erfüllt werden würde hatte sie eins ihrer Bücher heraus genommen, welches sich über Zombies handelte. Ihre Hand stich über das alte Pergament im Silberverschnitt, welches mit den alten Schriftzeichen von bloßer schwarzer Tinte beschrieben war. Die verbotene Magie. Ein verblühtes Leben aus des Erden Schoß zurück zu holen – eins der größten Vergehen wofür die Schwarzmagier von der Kirche Innos angeklagt wurden, sich an den Verstorbenen als willenlose Marionetten zu bedienen, ohne jegliches Reue oder Schamgefühl. Allerdings interessierten Xalvina diese menschlichen Probleme weniger, da in ihren Augen jeder Mensch irgendwann sterben würde. Zombies waren nichts anderes als die verbliebenen seelenlosen Körper, die wieder zu Erde wurden, während die Seelen in Beliars reich wanderten.
So versuchte die junge Dämonenbeschwörerin sich auf ihre Ausbildung zu konzentrieren, doch fühlte sie sich seltsamerweise blockiert dabei, als wäre sie nur unter schwerfälliger Anstrengung fähig einen Zauber – insbesondere einen neuen ihr unbekannten Zauber – zu wirken. Sie hatte das Gefühl es herrschte in ihr eine Barriere, die ihr ihre eigentliche Kräfte blockierte und es war schwer genug, überhaupt etwas Magie in ihr wirken zu lassen. Sie konnte ihre innere Macht einfach nicht kontrollieren. Manchmal war sie gar nicht da. Aber sie tauchte eigenwillig immer in den unterschiedlichsten Situationen auf, meist mit unnatürlichen Zusammenhängen. Die Fee wusste dass in ihr mehr Mächte innewohnten als sie diese wahrnahm, es waren Zusammenhänge die sie meist nicht verstand. Dabei konnte sie diese Einflüsse auf ihre Umgebung meist nicht mehr willig steuern. Sie erschienen einfach und gingen dann wieder – wie die grüntürkisen magischen Lichtpustelchen, die jedes Mal um sie erschienen, wenn sie schlief. Fast – inzwischen deutete sie diese als einen bestimmten Schutzmechanismus, der jedoch sich eigenwillig in den seltsamsten Situationen einschaltete und meist eine magische Veränderung mit sich führte. Doch genauer darüber nachzudenken brachte nichts – die Blockade in allem blieb und sie wusste nicht wie sie diese ansatzweise von ihr nehmen konnte. Vielleicht ein Schutz – doch für wen?
Die junge Frau tat sich daran, sich in das Buch der Beschwörungskunst eines alten Totengräbers und Gelehrten vor langer Zeit zu vertiefen und versuchte inständig sich selbst dabei zu prüfen, ob sie in der Lage war einen Zombie herbei zu beschwören. Aber die Anfänge erwiesen sich als beträchtliche Niederlagen denn außer einem kleinem Scharren und der Tatsache dass Etwas Staub aufwedelte, tat sich nicht viel. Sie müsste wie bei der Blutfliege ganz von Vorne Anfangen – nur sich viel mehr damit beschäftigen, denn sie hatte ihr Magiestudium ein wenig vernachlässigt. Bald stand ihre Prüfung an und erst jetzt begann sie die gerade eingelesene Theorie in die Praxis umzusetzen. Zumindest musste sie nicht mehr damit fürchten, mit der Magie als solches nicht umzugehen zu können, aber dennoch hatte sie stets bedenken, dass ihre innere Hemmungen und Blockaden die Kraft ihrer Magie ins Erhebliche nieder drückten.
Sie hatte sich vom Hocker erhoben und mit dem Buch in der Hand versucht durch Konzentration sich auf die neuen Schwerpunkte der Fortgeschrittenen Magiekunst zu beziehen, die sich insbesondere nun auf die Individualität jedes einzelnen Objekts, Gegenstand, Ort und der eigenen Beschaffenheit und seinem magischem Gewebe bezog. Sie würde lernen müssen, die eigene magische Struktur und die der Anderen zu erkennen, was ihr jetzt noch nicht wirklich einleuchtete. Sie hatte ein sehr gutes und rätselhaftes Wahrnehmungsvermögen, aber es schien sich nicht mit den geforderten Dingen vergleichen zu lassen. Nachdenklich so wagte sie nach zwei weiteren Kläglichen einen neuen Versuch. Es müsste doch ihr gelingen, zumindest etwas aus der Totenwelt herbei zu beschwören, wenn sie schon mal in der Lage war eine Blutfliege hervor zu rufen. Ein bekanntlicher Staubwirbel tat auf, doch diesmal schien sie in der Ferne ein klagevolles Jammern aus der Ferne zu vernehmen. Ein übliches leises Geräusch trat auf, als sie zusah wie sich etwas im Stabmantel und dem erschienen bläulichen Auralicht bilden wollte...
Shhhhh...
Ein lautes Zischen erfüllte den großen Kronsaal, als plötzlich der Saal verdunkelt wurde und jene Flammen der Fackellichter die noch eben im üblichen goldroten Farbton brannten sich zu einem hellblauen magischen Feuer änderten. Etwas verwirrt sah sie umher, während der begonnene Zauberspruch durch ihre Ablenkung unterbrochen wurde. Plötzlich fühlte sie nur wie ein schneller Windzug auf sie zukam und an ihrem Körper wie eine eiskalte Berührung an ihr vorbei glitt. Konsterniert so blinzelte sie in den wenigen Sekunden umher was geschehen war, als im selben Moment die großen Türflügel hinten, woher sie gekommen war, mit dem Windzug mit einem Knall zudonnerten.
„Was bei Beliar...“
Misstrauisch so ging die skeptische Dämonenbeschwörerin erst langsam, doch zunehmend schneller zu den geschlossenen Türflügeln um sich lieber besser von diesem Seltsamen Ort zurück in die Bibliothek zu begeben. Doch vergebens, denn die Türen blieben verschlossen, als wären sie verriegelt. Entgeistert so rüttelte sie an der Tür doch sie blieb immer noch verschlossen.
Sie war in diesem Saal auf eine unnatürliche Art eingeschlossen worden – was ihr überhaupt nicht gefiel.
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| 11.02.2004 12:22 | #212 |
| meditate |
meditate war erschöpft, übermüdet und durchgefroren im kastell wieder angekommen. ihr begleiter hatte sie am tor verabschiedet und sie begab sich wieder in die obhut der dämonen.
den korb mit den pflanzen übergab sie dem schattendämonen und einem der niederen dämonen warf sie ihr cape zu, auf dass es getrocknet und gereinigt würde. auch die beinkleider legte sie schon in der vorhalle ab. ein dämon brachte ihr angewärmte filzschuhe und ging dann vor ihr her in die alchemieküche. dort verschwanden die beteiligten und ein besonders großer schattendämon bezog posten vor der tür zum labor. er würde für die nächsten drei tage jede störung von seiner hüterin fernhalten.
kurze zeit später wurden noch dampfende speisen in den raum gebracht und dann zog wieder stille ein.
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| 11.02.2004 14:38 | #213 |
| Kingius |
Kingius sas schon seit dem Sonnenaufgang im Innenhof und wartete darauf das jemand vorbeikam der ihm sagen konnte wie man aufgenommen wird. Er streckte sich auf der Bank und versuchte Duhns Kommentare zu vergessen obwohl dieser doch recht nett gewesen war und ihm ein Bett in der Massenunterkunft gab. Als ihm gegen Mittag immernoch keiner helfen konnte began er im Erdgeschoss rumzuwandern und kam schlieslich durch einen kleinen Gang zur Bibliothek. Ausser ihm schien niemand drin zu sein. Langsam ging er zwischen den hohen Regale und fragte sich wie die Bibliothek so viel Platz einnehmen konnte "Ähm... Hallo?" Nix geschah "Hier ist es ja stil wie in einer Gruft!" Plötzlich fiel aus dem Regal neben ihm ein Buch in seine Hände. Erstaunt schaute auf den Umschlag des Buches. Die Gruften Myrtanas' ,las er und stellte das Buch wieder zurück. Anscheinend musste man nur das Wort sagen über das man etwas wissen wollte."Hm.... Gib mir mal ein Buch über die Orkkriege" Ihn hatte dieses Kapitel in der Geschichte des Reiches schon immer fasziniert. Er hörte in seiner Nähe einige Bücher runterfallen und sammelte sie ein. Es waren recht große und dicke Bücher ,da die Orkkriege nun schon Jehrhunderte andauerten. Kingius beschloss etwas daraus zu lesen und sich dann über diese Magier zu informieren.
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| 11.02.2004 15:25 | #214 |
| Hîrgalad |
Seufzend legte der junge Magier namens Hírgalad sein Buch nieder. Wieder ein Werk, das die Natur Beliars vollkommen verfälscht darstellte, und kaum überraschend war es vor einigen Jahren von einem Feuermagier geschrieben worden. Er erhob sich langsam und begab sich zum Fenster. Das grelle Tageslicht blendete ihn für einen kurzen Moment, doch nach einigen Sekunden waren die hellen Punkte in seinem Blick verschwunden, und was er noch sehen konnte waren die verschneiten Berge rings ums Kastell. In einigen Wochen würde der Schnee zu schmelzen beginnen, und der Weg zum Kastell würde eine glatte Todesfalle sein. Denn einmal ausgerutscht ging es nur noch bergab, und auf diesem Weg Halt zu finden war nicht gerade einfach.
Hírgalad wandte sich wieder vom Fenster ab und warf einen herablassenden Blick auf den Bücherstapel der auf seinem Tisch lag. Er hatte sich die letzten Wochen wieder auf sein Zimmer verzogen um sich seinen Studien über Beliar und alles was mit ihm zu tun hatte - die anderen Götter, seine Magie, sein Reich, und vieles mehr - zu widmen. Der einzige Grund sein Zimmer zu verlassen bestand für den jungen Magier darin, sein körperliches Training nicht zu vernachlässigen. Täglich war er Runde um Runde ums Kastell unterwegs, denn die eisige Kälte steigerte den Effekt des Trainings noch.
Sein restliches Krafttraining und seine Schwertübungen hielt er im Übungsraum im Keller ab, an den er sich vor einigen Wochen wieder erinnert hatte. Dort traf er gelegentlich auch auf seinen Freund Dûhn, obwohl die beiden sich in letzter Zeit mehr um ihre eigenen Angelegenheiten gekümmert hatten. Nach einem Moment den er einfach nur auf die Bücher starrte, entschied er sich sein Zimmer endlich mal wieder zu verlassen. Er musste die Bücher zurück in die Bibliothek bringen, und er hatte Hunger. Ein kurzer Blick in den Spiegel zeigte ihm dass eine Rasur ebenfalls angebracht wäre.
Nach einer schnellen und trotzdem einigermaßen gründlichen Rasur, schnappte er sich eine neue Robe und zog sich an. Er gürtete sich sein Schwert um, aber irgend etwas kam ihm anders vor. Das Material seines Schwertgehänges war auf jeden Fall anders. Er befühlte die Robe nun etwas genauer, und wenn man sich darauf konzentrierte, dann merkte man sofort einige deutliche Unterschiede zu dem Kleidungsstück, das er gerade noch am Körper trug.
Schwarzmagier. Das war die Lösung. Er war zum Schwarzmagier befördert worden. Jedenfalls sprach alles dafür. Hastig zog er sich die neue Robe über, steckte sein Schwert in seine Scheide, schnappte sich die Bücher und verließ sein Zimmer. Gerade als er die Tür geschlossen hatte, und sich umdrehte um die Treppe hinunter zu stürmen, materialisierte sich vor ihm ein Dämon. Hírgalad ließ sich den kurzen Moment des Schreckens nicht anmerken und sprach ruhig, obwohl man immer noch die Freude und Erregung aus seiner Stimme hören konnte.
“Was ist?“
“Der Schwarzmagier Azathot schickt mich, ihr und der Schwarzmagier Dûhn sollt euch zu ihm in den Innenhof begeben, um eure Ausbildung weiter zu führen.“ Bei der Erwähnung Dûhns schien es Hírgalad als würde sich die Miene des Geschöpfes verdunkeln, obwohl das gar nicht möglich war.
“Danke sehr, ich mache mich sofort auf den Weg.“
Der Dämon verschwand wieder, und Hírgalad machte sich daran seinen Worten Taten folgen zu lassen. Er legte die Bücher schnell in der Bibliothek ab und begab sich dann sofort in den Innenhof. Er bog schnellen Schrittes um einen Bogen, und erspähte seinen Lehrmeister. Lächelnd ging er auf den Schwertmeister zu.
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| 11.02.2004 21:39 | #215 |
| HoraXeduS |
Einige wenige Tage, ebenso erfreulich wie wehmütig, hatten Kain und Horaxedus gemeinsam im Kastell verbracht. Dem Magier imponierte es, was Kain alles erlebt hatte, was in ihm vorging, welche Abenteuer er beinahe magisch anzuziehen schien. Und dabei war die ganze Geschichte dieses jungen Mannes ebenso mysteriös wie interessant. Mit ihm war Beliar ein Juwel verloren gegangen. Und in diesem besonderen Fall war Horaxedus insgeheim froh, dass er es seinem Meister nicht gleichtun musste.
"Kain", setzte Horaxedus an, "ich bin sehr froh, dass wir unsere Freundschaft wieder einmal bekräftigen und vertiefen konnten. Mir bedeutet das sehr viel, denn auch als Mitglied des Zirkels bin ich nach Deinem Fortgang ebenso wie Du im Herzen ein Einzelgänger geblieben. shark ist mir beizeiten ein rechter Trost, doch leider, er macht sich rar. Mir scheint, Beliar hat Aufgaben für ihn, die sich mir nicht recht erschließen wollen."
Der Glasmacher stand auf und machte eine entschuldigende Geste. Er war sich sicher, die Jagd auf den Schwertfisch nun mit vereinten Kräften fortsetzen zu können.
"Ich habe noch eine Art Magieausbilduing bei olirie abzuschließen. Dafür muss ich noch etwas üben." lächelte der Magier und Kain schmunzelte zurück. Als Horaxedus das Refektorium verließ, wussten beide, dass sie sich sehr bald schon weidersehen würden.
Der Magier begab sich auf sein Zimmer und kramte alsbald in der großen Schublade seines Sekretärs. Er hob die kleine Kerzenschatulle hinaus und liess sie in seinem Bündel verschwinden, welches er sich augenblicklich über warf. Nur kurz darauf verliess Horaxedus bereits das Kastell, um sich auf der kleinen Wiese vor dem Gemäuer ins kalte Gras zu hocken.
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| 11.02.2004 23:27 | #216 |
| Rhodgar |
Vor den Augen des Schwarzmagiers flammte es feurrot auf. Hatte er gerade noch wie belämmert zugesehen, so hatte ihn nun alle Wut, aller Zorn und Groll, und aller Hass dieser Welt mit einem Schlag gepackt. Niemand vergriff sich an Renata, NIEMAND!!! Ein lautes Knurren kam es seiner Kehle. Er beachtete Seraphin nicht, der wie vom Blitz gerührt da stand. Zum ersten Mal in seinem Leben wollte er die Magie Beliars nicht einsetzen, für Andere von Nutzen zu sein, nein dieses Mal wollte er zerstören... töten! Völlig seines klaren Verstandes beraubt musste er mitansehen, wie dieser Kerl nach seiner eher beiläufigen Äußerung über den Stand von Rhodgar und Seraphin, seine Hand gefährlich eng um Rena´s Körper schlung.
"Noch eine Bewegung weiter, und ich schwöre bei Beliar und meinem Blut, es wird deine letzte gewesen sein!", drang es aus seinem Mund.
Und offensichtlich zeigte dies Wirkung, wenn auch nicht von allzu großem Ausmaß. Zumindest behielt sein Gegenüber seine Griffel bei sich, machte aber keine Anstalten, Rena frei zu lassen.
"Lass sie gehen... oder friss das hier!"
Drohend, und wirklich mit einem feurigen Auflodern in den Augen, streckte der Schwarzmagier dem Fremden seine Hand entgegen, über der die gewaltigste Schattenflamme schwebte, die er je hervorgebracht hatte. Eben jener Hass und jende Wut hatten ihm dazu verholfen.
Aber würde er doch nie den Fehler begehen, nun sein Geschoss auf seinen Feind loszulassen, könnte dieser Rena doch als menschlichen Schild benutzen. Hoffentlich war diese Bestie geistig nicht entwickelt genug, um dies zu begreifen. Naja, zumindest sah sie nicht danach aus...
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| 11.02.2004 23:43 | #217 |
| Hilias |
Es war zum aus der Haut fahren. Er war so nahe dran. Nur ein kurzer Sprung fehlte und er könnte seine Zunge über die glatte Haut eines weiblichen Geschöpfes fahren lassen. All ihre Rundung entdecken und sie in Schmerz oder Lust verglühen lassen. Am besten war es, wenn die Frauen beides genossen. Doch hier standen Magier vor ihm. Wären sie von Innos oder Adanos gewesen, so hätte der Gehängte keine Zeit an sie verschwendet. Doch die hier waren in Beliars Dienst und der Gehängte durfte nicht die Rache der Hexe Meditate riskieren! Noch nicht.
"Bastdart." erwiederte der Gehängte auf die Aufforderung des Magier mit der zum Zauber erhobenen Hand. "Du bist seit unserer letzten Begungnung nicht viel schlauer geworden, oder Jüngelchen?" Der zweite Magier hatte sich wieder gefast und versuchte den Gehängten an der Seite zu umrunden. "Du, dich kenne ich nicht doch sei versichertm das sie noch wenige Augenblicke nach mir stirbt. Ich habe nichts übrig für das Leben. Nicht mehr. Also ist es mir egal, was gleich passiert. Doch wenn ihr das Leben der kleinen Metze hier retten wollte, hört mir zu." Der Gehängte fuhr dich an das Ohr des Mädchens. Gott, sie duftete so gut. Der Zorn überwog schon ihre Angst, das konnte er richen. Sie wäre eine Kämpferin. Wie süss wären doch ihre Schrei, wenn er ihren Willen brechen dürfte."Und du, mein Kind. Verhalte dich ruhig. Sonst werde ich die erdrosseln und den beiden Würmern hier, die Augen ausstechen. Danach gehe ich zu deiner Leich zurück und schände sie, wie noch keine Leiche geschändet wurde." Dann leckte er mit seiner rauen Zunge ihren Hals entlang. Er konnte nicht wiederstehen. Sie war so göttlich nahe. Das Mädchen wandt sich unter der Berührung, doch der Gehängte riss brutal die Kette zurück. "Beweg deine süssen Hüften nicht zu doll, mein Goldstück. Sonst leg ich wirklich noch ne Pause in den Buschen ein."Dann war sie ruhig. Hilt aus. Doch bald würde sie etwas versuchen. Sie spannte sich schon dafür, er konnte es fühlen. "Also. Ich will in die Feste, in der ihr wohnt. Dort lebt eine große Zauberin. Ihr Name ist Meditate. Führt mich zu ihr. Gebt mir euer Wort, das ihr mich zu ihr geleitet. Nach meinem Palaver mit ihr, könnt ihr mich haben. Auch du mein Goldstück." Wieder drückte er sie fest an sich. Ihr Becken war fest, das Fleisch unter dem Stoff würde sicher hart und doch weich zu gleich sein. Fast hätte er es wirklich getan. Doch dann dachte er an Kano. So blickte er wieder auf. "Was sagt ihr. Eueren Schwur dürft ihr nicht brechen. Ich meinen auch nicht. Schwört es, mich zu Meditate zu bringen. Unversehr! Dann lass ich das Goldstück frei."
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| 12.02.2004 00:09 | #218 |
| Renata |
Dieses......dieses....nach Tot und Verwesung, nach Jauche und Schwefel stinkende Ungeheuer. Die Kehle unter der stramm gespannten Kette schmerzte zu sehr, als dass sie auch nur einen Laut hätte von sich geben können. Das bisschen Luft, was sie zu atmen bekam, war verpestet von den Ausdünstungen dieses Monsters. Die mächtigen Armen umschlangen sie wie einen Schraubstock, selbst ohne die Klinge an ihrem Hals war weder an eine Befreiung aus dieser Umklammerung zu denken noch daran, ihren Peiniger mit einem beherzten Griff in die Weichteile zum Loslassen zu bewegen. Fast noch schlimmer war der stinkende, feucht-warme Atem in ihrem Genick, und das rauhe Etwas, von dem sie nur annehmen konnte, dass es so etwas wie eine Zunge war.
Auch ihren beiden Begleitern waren die Hände gebunden, wenngleich sie in Angriffsstellung verharrten und auf eine Möglichkeit warteten, Hilias frontal zu treffen. Hoffentlich würde seine Erregung ihn ja einen Fehler machen lassen.
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| 12.02.2004 00:12 | #219 |
| Rhodgar |
Er konnte nichts tun. Nichts, außer diesem Bastard, er gab dieses "Kompliment" gerne zurück, seine Kooperation anzubieten, so schwer es ihm auch fiel."Nungut, du hast gewonnen. Du wirst meditate zu sehen bekommen, doch glaube mir, ich vermag nicht zu sagen was für dich angenehmer wäre. Durch meine oder durch ihre Hand zu sterben, ich wüsste nicht wie ich mich entscheiden würde."Resignierend ließ er langsam seine Hand sinken, jedoch stets darauf bedacht, auch nur bei dem kleinsten Anzeichen von Irgendetwas blitzschnell seinen Dolch aus dem Robenärel schnellen zu lassen, bereit für einen finalen Strich über die Schlagader des Mannes.
"Doch bevor ich euch mein Wort gebe, lasst Rena frei. Denn bei allen sengenden Fegefeuern, ich bin es nicht der hier den guten Willen beweisen muss."
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| 12.02.2004 00:22 | #220 |
| Hilias |
Feiger Hund...lag es dem Gehängten auf den Lippen, doch er wusste eine bessere Art, seinen Sieg den beiden Würmern nochmal richtig reinzuwürgen. Er grinste breit und entließ das Mädchen aus dem harten Griff. Als sie sich gerade von ihm stürzen wollte, zog er sie an der Schulter zurück, drehte sie um und drückte ihr die Lippen aufs Gesicht. Seine Zunge stieß vor, nur Bruchteile von Sekunden, denn das biss das kleine Biest auch schon zu. Er schmeckte Blut, stieß sie hart von sich. Sie stolperte in die Arme eines iher Begleiter und wischte sich angewidert über den Mund.
Der Gehängte grinste dreist, seine Zähne waren blutig wie die eines Schattenläufers, dann verbeugte er sich tief. "Jeder Zeit steht dir meine Tür offen, Goldstück." Er lachte laut auf, als einer der beiden Männer zum Angriff vorschnellen wollte. "Bedenkt eueren Schwur. Er bindet euch! Selbst Beliars Dienerschaft darf einen Schwur nicht brechen." Er kicherte boshaft, die schwarzen Augäpfel rollten irre und er hielt sich den Bauch."Ihr seid großartig. Ihr solltet für euere dummen Schafsgesichter eintritt nehmen." Dann wurde er ernst. "Jetzt bringt mich zu der Hexe."
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| 12.02.2004 00:33 | #221 |
| Renata |
Mag das Versprechen auch gegeben worden sein, nirgends ward versprochen, dass sie auf eine zumindest kleine Satisfaktion verzichten würde. Als Hilias sie in Seraphins Arme schubste, griff sie sich dessen Wanderstab und rammte ihn mit aller Kraft und mit wirklich tief empfundener Genugtuung zwischen die Schenkel ihres Peinigers.
Hätte ihre geschundene Kehle sie sprechen lassen können, hätte sie ihm viel Spass an den Schmerzen gewünscht, die er doch in Khorinis schon so offensichtlich genossen hatte.
Nur ein kleiner Erfolg. Vielleicht würde er sie aber besser schlafen lassen...
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| 12.02.2004 00:40 | #222 |
| Rhodgar |
"Alles zu seiner Zeit. Die Entscheidungen werden wir ab jetzt treffen. Denn nun sind wir im Kastell. Seid versichert, dass ihr hier so schnell nicht mehr rauskommt. Und ebenfalls sollte euch klar sein, dass wir nun einen gewaltigen Heimvorteil haben. Sicherlich mag eure Fratze so hässlich sein wie Beliars Hinterteil, doch sind wir diejenigen, denen er einen Teil seiner Macht verliehen hat. Aber was rede ich, solch ein Stück Dreck wie ihr es seid versteht nichts von der höheren Gunst der Götter, ich werde nicht meine kostbare Zeit verschwenden."
Verächtlich schaute er auf seinen Gegenüber.
"Doch in einem Punkt habt ihr Recht, wir sind an unser Versprechen gebunden. Ich werde euch einquartieren lassen, und morgen werden wir weitersehen." In Gedanken rief er nun aus: Dämonen! Ich habe euch nie um einen großen Gefallen gebeten, doch nun erweist mir einen solchen, und erscheint so zahlreich wie es nur möglich ist!
Und das Ergebnis war unglaublich. Mindestens zehn Flattermänner schwebten nun lautlos vor und neben den Geweihten Beliars, und warteten auf neue Order. Ich bitte euch, diesen Mann in eine der schäbigsten Unterkünfte zu führen die euch bekannt ist. Und lasst ihn von nun an keine Sekunde mehr aus den Augen, und wenn er Zicken macht... kurzen Prozess!
Abmarschbereit schwebten sie nun so, doch Rhodgar richtete noch ein paar Worte an das Ungeheuer: "Die Dämonen werden euch zu eurer Unterkunft begleiten. Des weiteren habe ich angeordnet, dass sie euch keinen Moment aus den Augen lassen. Solltet ihr gegen irgendein Gesetz verstoßen, so erwartet keine Gnade. Und spielt nicht einmal mit dem Gedanken, euch gegen sie zur Wehr zu setzen, ihr könnt ihnen nichts anhaben. Achjah, es scheint so, als hättet ihr Schmerzen... genießt sie, solange ihr noch in der Lage seid sie zu spüren. Und lacht nicht so dämlich!"
Und so trennten sich die Wege der vier Gestalten (eigentlich 14, aber die Dämonen zählten jetzt mal nicht). Seraphin und Rhodgar brachten die doch ein wenig verstörrt wirkende Rena auf ihr Zimmer im ersten Stock, und verabschiedeten sich dann gegenseitig. Doch nach all diesen Erlebnissen war es Rhodgar unmöglich zu schlafen. Wie ein kleiner Junge packte er sein Kopfkissen und seine Decke, schlurfte damit über den Flur und klopfte sanft an Rena´s Tür."Renata, bitte erlaube mir heute hier zu bleiben. Ich möchte nicht, dass dir etwas geschieht, ich werde hier Wache halten. Natürlich, nicht dass du das nötig hättest, doch ist mir bei diesem Gedanken sehr viel wohler. Ich kann ja dort in dem Sessel schlafen, das bin ich gewöhnt. Darf ich, ja?"
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| 12.02.2004 00:58 | #223 |
| Hilias |
Der Gehängte sah sich um. Die geflügelten Monster führten ihn stumm durch die Gänge des Kastells. Ihre glühenden Augen spiegelten sich tot in den schwarzen Untiefen der Augäpfel des Gehängten. Er dacht mit kurzer Belustigung darüber nach, es zu versuchen, mit den Dämonen aufzuneh...
Der Schmerz war unbeschreiblich, den er verspührte. Nicht mal so sehr im Kopf. Viel weiter unten. Seine Hoden waren das Zentrum aus Feuer und Eis zu gleich. Als rammten ihm unsichtbare Kräfte, brennende Schürhaken in das empfindliche Fleisch. Der Gehängte strauchelte, heulte gepeinigt auf, doch die Dämonen ließen nicht ab von ihm, bis auch der letzte Impuls eines Angriffes auf sie, in dem Monster erlsochen war. Dann wurde er von den Bestien die Gänge entlang geschleift und in ein feuchtes KErkerloch geworfen. Fünf Dämonen drängten in die, ohnehin schon enge Zelle. Der Rest bezog vor der Tür Stellung.Der gehängte richtete sich auf. Schwer atmend sah er sich um. Die Dämonen schienen ihn kaum zu beachten. "Das wird eine lange Nacht." sagte er und kicherte vor sich hin. Die festen Hüften des Goldstückes kamen ihm wieder in den Sinn und er wollte...Schmerz raste erneut durch seine Weichteile. Die Dämonen nahmen die Erinnerungen an den Angriff auf die Magierin des Kastells, als Angriff auch auf sie wahr und wüteten schweigend auf den Gehängten ein. Dieser krümmte sich auf dem kalten Boden und immer wenn neue Schmerzen ihn durchjagten, dachte er daran, warum die Dämonen das taten. Weil er die Frau angeriffen hatte, was die Dämonen wieder zu dem Schluss brachte, er würde noch im Geiste, das Kastell angreifen wollen. Damit verstärkten sie ihre Kräfte nur. Der Gehängte war in einem Teufelskreis gefangen und würde in einer schier endlosen Nacht, kein Augen mehr zutun.
Hoffendlich kam die Hexe bald. Sonst weckten sie den Steinmetz noch auf. Das konnte der Gehängte jetzt wahrlich nicht gebrauchen.
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| 12.02.2004 01:01 | #224 |
| Renata |
Mit ihrem wunden und schmerzenden Hals war an Sprechen nicht zu denken, darum konnte sie augenblicklich keine andere Meinungsäußerung außer einem Nicken von sich geben, Dabei hätte sie sich für Rhodgars rührende Fürsorge gerne mehr bedankt, das würde sie zu einem späteren Zeitpunkt nachholen müssen.
Wieder hatte sie das Bedürfnis, sich von einem fremden Geruch reinigen zu müssen, wieder war es der Kontakt zu diesem Mann gewesen, der ihr dieses Bedürfnis vermittelte. Aber in diesem Moment zog sie es trotz des immer noch an ihr haftenden, in die Nase stechenden ekelerregenden Gestankes vor, sich zitternd unter ihrer Decke zusammen zu rollen. Zitternd nicht vor Kälte, sondern vor Wut, Hass und Zorn; auch dies etwas, was bereits zum zweiten Mal in dieser Intensität durch diesen Menschen hervorgerufen wurde.
Dann fiel ihr noch etwas auf: wie tröstend in diesem Moment die Anwesenheit der dort im Sessel schlafenden Gestalt war, hätte sie ohnehin nicht in Worte fassen können.
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| 12.02.2004 11:43 | #225 |
| Renata |
Jetzt, nach langem baden, fühlte die Magerin sich nicht nur wieder gereingt, auch das Geschehen der letzten Nacht schien weiter entfernt. Die Mengen heissen Wassers, mit dem sie den Badezuber hatte füllen lassen, reichten selbst in diesen großen Raum aus, um alles mit feuchten Schwaden zu bedecken. Erst nachdem sie den beschlagenen Spiegel von seiner nebligen Schicht befreit hatte, konnte sie die verbleibenden Zeichen der vergangenen Nacht betrachten:
Den Hals ziehrte ein flammend roter Abdruck der Kette, die einzelnen Kettenglieder zeichneten sich deutlich ab. Ein paar blaue Flecken und der Abdruck einer Hand auf ihrem Oberarm. Mehr nicht. Nichts, was nicht von Kleidung und einem Halsband den Blicken zu entziehen und damit dem Vergessen anheim zu geben war. Geisel? Ja. Opfer? Nein, sicher nicht.
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| 12.02.2004 14:45 | #226 |
| Erzengel |
Langsam hob er die Tasse an, einige Tropfen des dunkelbraunen Gebräus glitten über ihren Rand hinunter und stießen zu der unten bereits angesammelten, kreisrunden Pfütze. Er genoss die warme Flüssigkeit in seinem Mund und sie seine Kehle hinunterrann. Dann stützte er wieder seinen Kopf mit dem Arm und dachte nach. Einerseits wollte er seine Ausbildung – ganz gleich ob Einhand oder Schleichen – fortsetzten, doch anderseits hatte er Horax schon so lange nicht mehr gesehen, auch wenn der Priester Beliars gerade schlief, mit dem Studium der Magie oder irgendwie anders beschäftigt war, so wollte der Gildenlose dennoch bleiben. Einst hatte er ihm versprochen, ihm bei der Sache mit dem Schwertfisch zu helfen und selbst wenn er keine Ehre hatte, würde er dieses Versprechen nicht brechen. Wieder hatte die Tasse den Tisch erreicht. Der Stuhl rückte zurück und der Einzelgänger erhob sich, in gemäßigtem Tempo ging er zurück in den Innenhof, er konnte nicht genug vom Anblick der Esche bekommen. Dieses scheinbar einzig Grüne zwischen den kalten Mauern des Kastells hatte irgendeine Ausstrahlung auf ihn, falls ein Baum so was überhaupt haben konnte. Er setzte sich direkt vor die Esche, nach einer Weile ließ er auch seinen Oberkörper nach hinten fallen. Schon bald lag er mit geschlossenen Augen da, sein Geist weit entfernt von diesen Gefilden...
Drei Monde standen am Himmel, welcher nahtlos Tag und Nacht gleichzeitig zu erkennen gab. Gegenüber den Monden standen fünf Sonnen, in der Mitte eine besonders große die viel rötlicher glühte als ihre Schwestern. Die Symbolik dieses Traums war geradezu offensichtlich, wenn nicht sogar zu offensichtlich. Ithilion hieß aus der Sprache des Sternenvolks übersetzt Sohn des Mondes und Arnoriell Tochter der Sonne. Das seine Zwillingsschwester wesentlich stärker war als er, war ihm durchaus bewusst, dieser Traum musste einen anderen Hintergrund haben. Der Himmel färbte sich gelblich und die Sonnen und Monde wurden zu kleinen Lichtern und schwirrten wild herum, bis sie einen neuen Standort gefunden hatten. Ein Schwert erschien weiter oben und wies einem Pfeil gleich die Richtung, doch dort wo er hinzeigte, war nichts zu sehen.
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| 12.02.2004 16:29 | #227 |
| Dûhn |
Dûhn erwartete Hîrgalad bereits als dieser im Innenhof eintraf. Mit knirschenden Geräuschen, die jeden Mühlstein das Grausen gelehrt hätten, kaute der Koloss auf einem trockenen Kanten Brot herum.
Das enorme Schwert befand sich immer noch in einer dunklen Lederscheide auf dem Rücken des Riesen, das Wolfsmesser in einer Oberschenkelscheide an seiner Seite. Hinzugekommen waren allerlei Beutel, Taschen und eine Koppel, die sich über die fassartige Brust des Hühnen zog.
Grinsend sprang Dûhn auf und löste damit ein lautes klingeln und knarzen aus."Freund Hîrgalad! Wie geht's dir?" Es folgte eine der typischen Bärenumarmungen Marke Dûhn, welche Hîrgalad jedoch inzwischen ohne weiteres wegsteckte. Das Training und die Schwertübungen hatten sowohl ihn, als auch seinen großen Freund noch eine ganze Ecke widerstandsfähiger werden lassen als sie es ohnehin schon waren.
Prüfend schob der Riese seinen Freund von sich und musterte ihn von oben bis unten. Als sein Nachdenkliches Stirnrunzeln schließlich von einem Ausdruck des Verständnisses abgelöst wurde begann sich ein breites Grinsen auf seinen Gesichtszügen einzunisten.
"Hey, was mit dir nicht alles passiert, wenn ich mal nich hingucke! Schwarzmagier, hm?" Gekünstelt klopfte Dûhn imaginären Staub von der Robe seines lachenden Freundes.
"Nun, ich hoffe, Herr Hîrgalad, das sie dieses freudige Ereignis nicht geruhen lässt von ihren Schwertübungen abzusehen." näselte Dûhn.
Lachend nahmen die beiden Männer auf der Steinbank unter der Esche, direkt neben dem so versonnen dreinblickenden Besucher platz.
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| 12.02.2004 19:17 | #228 |
| Seraphin |
Der Wind blies durch das offene Fenster in den stillen Raum und die Vorhänge wankten hin und her, während draußen bereits wieder die Dämmerung einsetzte…
Seraphin saß in seinem Zimmer auf dem Bett und starrte ausdruckslos in den Spiegel. Die langen weißen Haare fielen glatt über den Rücken bis sie sich auf dem frischen Laken in kleinen Strähnen verloren. Die Oberfläche des Stoffes war nicht zerknittert sondern lag ohne Falten da. Sein Spiegelbild blickte ihn aus rotgeränderten Augen an und dicke Ringe hatten sich unter Ihnen gebildet. Er hatte nicht eine Sekunde geschlafen… leuchtende Nebel aus gestaltgewordener Wut tobten in seinem Geist und hatten ihm jede Ruhe verwehrt… zu Recht. Seine Hände hielten den Dolch festumklammert und er meinte die Knochen knirschen zu hören während die Knöchel weiß unter der Haut hervortraten. Wie schön hatte der gestrige Tag doch begonnen, als er so unverhofft Renata in der Stadt getroffen hatte und sich mit ihr in einer schönen Winternacht singend zurück auf den Weg ins Kastell machte. Als dann auch noch überraschender Weise Rhodgar dazu stieß schien wirklich alles perfekt… scherzend und singend waren sie weitergezogen in der Hoffnung auf eine schöne Ankunft im Kastell. Bis dieses Ding aufgetaucht war… Seine Hände klammerten sich noch ein wenig fester um den Griff des Dolches. Hass und Wut stiegen in ihm auf, nein hatten ihn schon die ganze Nacht wach gehalten während er unruhig versuchte ein wenig Schlaf zu finden… vergebens. Immer wieder kam ihm das Bild vor Augen wie seine Freundin sich in der Umklammerung dieses lüsternen Bastards hin und her wand, das stolze Funkeln in ihrem Blick und die stumme Wut… Er selbst und Rhodgar hatten nur verbissen dastehen können, die Hände gebunden sonst hätten sie das Leben ihrer Freundin aufs Spiel gesetzt. Zusehen zu müssen wie dieses Tier seine Zunge langsam über ihren Hals gleiten ließ hatte ihn fast in den Wahnsinn getrieben. Am liebsten hätte er sie ihm aus dem stinkenden Maul geschnitten und ihn daran ersticken lassen, bevor er endgültig verhinderte, das seine Nachkommen jemals auf dieses Welt Fuß fassen könnten. Roter Nebel wallte vor seinen Augen und ließ jedwede Vernunft schon im Keim ersticken. Wie konnte dieses stinkende Stück Abschaum es wagen sich an ihr vergreifen! Zum Glück hatte Rhodgar so besonnen reagiert… Rena durch die Hand dieses Ungeheuers sterben zu sehen… er wüsste nicht mehr was er täte und wie lange die Dämonen gebraucht hätten den Hang vor dem Kastell nach den Überresten dieses rotbärtigen Wildschweins abzusuchen. In stummer Wut biss er sich auf die Lippen und ein einzelner Blutstropfen erschien, nur um kurz danach wieder von seiner trockenen Zunge beseitigt zu werden…
Aber ihr war nichts passiert. Und sein Wanderstab würde wohl in der Zukunft noch eine tragenden Rolle für die Erben (falls es noch jemals welche geben sollte…) dieses Monsters spielen… obwohl, welche Frau würde ihm die freiwillig schenken? Die Antwort konnte er sich bereits denken, während die stumme Wut in ihm wieder zu ausgewachsener Mordlust heranwuchs…
Freiwillig wohl keine.
Zum Glück war Renata nichts passiert, was ein (sehr) gründliches Bad und ein paar Flüche nicht wieder richten könnten. Jedenfalls kam der Eine oder Andere schon über ihre Lippen während Rhodgar und Seraphin sie nach oben in ihr Gemach geleiteten. Aber das war ihr wohl kaum zu verübeln. Jedenfalls war sie hier jetzt in Sicherheit. Das Kastell war das Zuhause der Schwarzmagier, ihr ureigenster Beschützer und gleichzeitig eine tödliche Falle für all Jene die ihnen jemals Schaden zugefügt oder sich auf andere Weise ungebührlich verhalten hatten. Dieses rotbärtige Ungeheuer hatte keine Chance, es befand sich ganz in ihrer Hand. Und Seraphin wäre stark verwundert wenn diese Tat ungesühnt bliebe… selbst wenn doch, dann würde er ihn schon finden und ihm sein lüsternes Grinsen für immer aus dem Gesicht schneiden, das schwor er sich, bei Beliar…Was wollte dieser Typ überhaupt hier? Meditate treffen, das hatte er verlangt. Seltsam, wieso nur und woher kannte er sie? Zuerst hatte Seraphin sich zwar Sorgen um die Hohepriesterin gemacht, aber dann viel ihm auf das dieser Gedanke an sich schon unlogisch war. Eher müsste er sich Sorgen um den Fremden machen (sofern ihm nur irgendetwas an diesem Stück Dreck am Herzen gelegen hätte), denn die Hüterin würde sich zu wehren wissen, da bestand kein Zweifel. Und auch nicht daran, das der Fremde mindestens von 3 Dämonen Rund um die Uhr begleitet wurde die nur darauf warteten das er einen Fehler machte, seinen ersten und letzten hier im Kastell…
Nein… im Moment bestand kein Grund zur Sorge, nicht solange sie sich in diesem Gemäuer befanden. Und die Chancen dieses Ungeheuers hier jemals wieder herauszukommen standen ungefähr so wie den Faustkampf gegen einen Schwarzen Troll überleben zu wollen.
Mehr als schlecht…
Langsam erhob sich Seraphin und erwachte aus seiner Starre. Die schwarzen Augen fuhren aufmerksam durch den Raum auf der Suche nach seiner Robe. Schließlich blieb sein Blick an dem Schrank hängen und der Lehrling lenkte seine Schritte zielstrebig darauf zu. Die hölzerne Tür öffnete sich knarzend und gab die Sicht auf den Inhalt frei, eine einsames schwarzes Kleidungsstück in der Farbe der Diener Beliars: Schwarz.
Schnell tauschte er seinen Mantel gegen die Robe, bevor er einen letzten prüfenden Blick in den Spiegel warf…
…und erstarrte.
Schon vorhin schien etwas anders an dem Schnitt und Muster des Stoffes gewesen zu sein, jetzt erkannte er den Grund. Er war nicht mehr länger Lehrling sondern bekleidete mit der neuen Robe zugleich auch einen neuen Rang, den eines Magiers… die Schleier aus Wut lichteten sich für einen Moment und ein Lächeln erschien auf seinen Zügen. Nun war er endgültig ein vollwertiges Mitglied. Stolz machte sich in ihm breit und ließ für einen freudigen Moment die gestrigen Geschehnisse in den Hintergrund treten.
Dann aber kehrte die Erinnerung zurück und seine Züge verzerrten sich zu einer Grimasse aus Hass und Wut, während sich die rotgeränderten Augen zu schmalen Schlitzen verengten…sollte dieser Bastard noch einmal Hand an Renata legen, ja ihr auch nur zu Nahe kommen würde Seraphin ihm die Kehle durchschneiden, das war sicher…
Dann wandte sich der Magier um und trat mit festen Schritten auf den Gang hinaus, Richtung Refektorium und einem guten Wein entgegen…
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| 12.02.2004 20:24 | #229 |
| Don-Esteban |
Von Mauern umfasst, die himmelwärts streben,
geschützt vor des Winters eisiger Hand
steht eine Esche im ewigen Leben
dem Frühling im Blütenmeer zugewandt.
Schritte knirschten auf den sorgsam gepflegten Kieswegen des Innenhofes. Wie seit eh und je rauschten die Blätter der Esche in ihrem nimmermüden Spiel mit dem Wind. Der Magier schritt den Weg entlang, bis er zu dem Brunnen kam, dessen mit Steinen eingefasste Rundung hart und klar aus den ansonsten weichen Formen des gartenähnlichen Innenhofes hervorstachen.
Doch nicht der Brunnen war das Ziel des Magiers, nein, er ging weiter bis zu der Esche, deren mattsilbern schimmernde Rinde die Lehne bildete für eine Bank, die rund um den Stamm lief und einlud, um sich auf sie zu setzen und sich auf den ganz besonderen Zauber dieses Ortes einzulassen. Dies war das Ziel des Magiers, hierhin sezte er sich schweigend. Und schweigend genoß er die Stille, die nur untermalt wurde vom ewigen Rauschen des hohen Baumes über ihm.Bis plötzlich zwei Raben durch das Blattwerk hüpften, von Ast zu Ast, bis sie die untersten der mächtigen, aus dem Stamme abzweigenden Äste erreichten, die die Hauptlast des gewaltigen Blätterdaches aufnahmen. Von dort aus, ihre Flügel ausbreitend und sanft niedersegelnd, die Schwanzfedern als Steuer benutzrnd, landeten sie auf der Wiese vor der Esche, kamen dann langsam näher gehüpft, leise Krächzer ausstoßend. Bis sie neben dem Magier saßen und dort ihre rabische Konversation fortsetzten, einer auf der Bank und einer im Kies davor.Unbeweglich saß der Hohepriester da, den Rücken gegen die glatte Rinde der Esche gelehnt, die Augen halb geschlossen, eingelullt vom fast schon melodischen Krächzen der schwarzen Vögel.
Was mochten sie sich erzählen? In welchen Ländern waren sie schon gewesen, welche Ozeane hatten sie überflogen, welche schneebedeckten Gebirgsketten hatten ihre kleinen, schwarzen, klug dreinblickenden Augen schon gesehen? Und langsam begann der Strom der sanft dahinfließenden Magie den Magier einzuhüllen und trug seinen Geist fort an unbekannte Orte, die selbe Magie, die anderswo Vorstellungskraft oder Phantasie genannt wird.
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| 12.02.2004 21:32 | #230 |
| Erzengel |
Lautes Gekrächze lockte ihn aus seinem Schlaf, bewusst hielt er die Augen verschlossen, er wollte die Vögel nicht sehen und sie stattdessen an ihren Lauten erkennen...
Krähen vielleicht? Ein tiefer Seufzer entfuhr dem Gildenlosen, es hätte in seinen Ohren ebenso gut eine Elster oder ein Rotkehlchen sein können, gar eine Nachtigall. Wären seine Lieder nicht schon geschlossen, würde er sie nun zukneifen. Was war nur aus ihm geworden? Hätte man ihn vor einem Jahr gefragt, hätte er in seiner Arroganz, in aller Überzeugung eine Antwort gewusst und sein jetziges Moor aus Selbstmitleid würde ihm im Gegensatz sicher zur Erleuchtung führen... Bei Beliar, wie weit war--
--Scheiße! Das führte doch zu nichts!
Für einen kurzen Moment hatte er all seine Gedanken zum Schweigen gebracht, jener Moment war ihm mehr wert als alles andere. Er hatte – wenn auch nur für einen winzigen Augenblick – Frieden gefunden. Die simple Frage, warum das nicht so immer so sein konnte, hatte ihn selbst aus dieser inneren Ruhe herausgedrängt. Wieder lauschte er den Vögeln, einfach nur so... in der stillen Hoffnung der Moment würde noch einmal wiederkehren, nur ein letztes mal, bis er begriff, dass dieser Moment nichts war, gar nichts, dass er für ihn nichts bedeutete... Und umso mehr hasste er sich selbst dafür.
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| 12.02.2004 23:29 | #231 |
| Squall_L |
“““Squall stand in der Eingangshalle des Kastells und nichts war mehr so wie er es kannte. Der Teil zu seiner linken Seite stand nicht mehr und der auf der rechten hatte seine oberen Stockwerke verloren. Nur die Eingangshalle sah von innen noch so aus wie Squall sie kannte. Er wusste nicht was geschehen war oder was es zu bedeuten hatte, war er tot? Aber warum konnte er dann so etwas sehen? Squall wusste nicht was er tun sollte, er stand nur dort uns schaute auf die zerstörte Umgebung. Er wollte unbedingt wissen was geschehen war und wollte schauen ob es um das Kastell genau so aussieht.
Als er vor dem Tor des Kastells stand, sah er dass dort auch die größten Teile in Schutt und Asche lagen. Squall konnte nicht glauben was er da sah, die schöne grüne Umgebung ums Kastell war verschwunden, alles war Schwarz und kein Baum stand mehr. Was war hier bloß passiert? Squall schaute sich um ob er jemanden sah, irgendjemand musste hier doch sein, doch dem war nicht so. Squall schaute hinauf zum Tor des Kastells und auch die Skelette hingen nicht mehr dort. Squall hatte keine Ahnung ob er träumt oder ob das alles wirklich passiert war.
Er wollte unbedingt erfahren was geschehen war und machte sich auf um in der Umgebung des Kastells vielleicht andere Menschen zu finden, von denen er vielleicht mehr erfahren würde. Er wollte sich in Richtung Khorinis bewegen, denn dort hoffte er auch Menschen zu treffen, nur da in der Ferne ein dunkler Nebel lag konnte er nicht erkennen ob Khorinis noch stand, doch eine andere Wahl hatte er nicht.
Als er den Weg weiter lief und sich in der Umgebung umschaute verlor er langsam die Hoffnung noch irgendetwas Lebendes zu finden. Keine Tiere waren zu sehen, kein Ratten in den Gebüschen herum rannten, keine Vögel die am Himmel vorbei zogen und auch keine Fliege oder anderen Insekten. Squall konnte sich nicht vorstellen was hier geschehen war, aber ihm war klar dass es nur eine außergewöhnliche Macht hätte anstellen können. Aber was ihn noch mehr verwirrte, warum war er noch da wenn doch alle anderen im Kastell entweder gestorben oder davon gezogen waren.“““
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| 13.02.2004 16:56 | #232 |
| HoraXeduS |
Als der Schwarzmagier Horaxedus das Kastell wieder betrat, gab es kein großes Hallo und niemand machte Aufhebens von seiner Ankunft. Der Magier war es nicht anders gewohnt, und wäre ihm jemand zur Begrüßung entgegengekommen, es hätte ihn gar mißtrauisch gemacht.
Und dennoch, irgendetwas störte den Glasmacher an der Einsamkeit seiner Wiederkehr. Gut, er hatte sich freilich nur einen Tag im kleinen Wäldchen unweit des Kastells herumgetrieben, doch dass es nun so gar niemanden interessierte, ob er hier war oder sonstwo, das begann Horaxedus doch zunehmend zu stören. Prompt erinnerte er sich daran, dass Kain wohl noch im Kastell weilte, was seine Miene ein wenig aufhellte. Doch war der Freund kein dauerhafter Bewohner des Kastells, er war ein Abenteurer, den es bald hierhin, bald dorthin verschlug, und der gewiss anderes im Kopf hatte, als sich den ganzen Tag auf die Ankunft des Linksmagiers Horaxedus zu freuen. Letzterer hoffte nun, den Gildenlosen heute Abend noch zu treffen und hing weiter seinen Gedanken nach, während er völlig unentschlossen in der Eingangshalle herumstand.
Warum zum Henker gab es niemanden, der sich also freute, wenn der finstere Glasmeister sein Heim betrat? Mutlos ließ Horaxedus Stab und Bündel aus den Händen gleiten. 'Freute sich Beliar vielleicht?' keimte ein Funken Hoffnung in ihm auf, den er jedoch augenblicklich wieder verwarf: 'Ähm, wohl eher nicht...'
Unterdessen machte sich der schwere, süßliche Geruch von Verwesung in der Halle breit. Zunächst hatte der Magier geglaubt, dies sei eine Täuschung seiner von Mißmut getrübten Sinne, doch dann wurde das Aroma stärker. Irgendetwas, was ganz offenbar seit Wochen nicht mehr lebte, war hier überreif. Horaxedus kniete nieder und griff zu seinem Bündel. Er öffnete es.
Beinahe wäre der Schwarzmagier kniend hintenüber gekippt, so sehr übermannte ihn der Geruch des Scavengerflügels. Ei der daus, das Ding mochte wohl seit gut zwei Monaten da drin vor sich hin gammeln. Ein Lächeln überkam den Glasmacher, als er eilig das stinkende Bündel verschloss und seinen Kampfstab vom Boden hob.
Futter für die Kleinen. Horaxedus freute sich diebisch, als er rückwärts die Treppe aufstieg, um alsbald zu seinem Zimmer zu gelangen. Flink die Tür geöffnet, huschte er eilig zum Fenster, um es vorsichtig zu öffnen. Auf dem breiten Fenstersims entrollte er das Bündel, ließ den Flügel auf den kalten Stein rutschen und wickelte den Stoff wieder ein. Schließlich zog er sich den Zimmertisch heran und hockte halb, halb stand er noch, um zuzusehen, wie die summende Meute sich ihrer Mahlzeit bemächtigte.
Und als er ganz genau hinschaute, konnte der Magier sogar sehen, wie die schmausenden Fliegen ihn anlächelten.
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| 13.02.2004 19:43 | #233 |
| Rhodgar |
Das leichte Schrabben einer Feder auf einem Pergamentstück war zu hören. Schemenhafte Konturen waren auf dem Blatt abgebildet, als die Spitze des eigentlichen Schreibgerätes wieder über das Bild fuhr. Hier ein Strick, da eine Schattierung (zumindest ansatzweise), und schon war das Fenster gegenüber mit aufs Papier gebracht.
Rhodgar saß im Innenhof, und frönte einer Beschäftigung, die er speziell in den letzten Tagen sehr zu schätzen gelernt hatte. Als Ziel hatte er sich gesetzt, die Mauern des Kastells, oder zumindest den Teil dem er gegenüber saß, so detailgetreu zu zeichnen, wie es ihm möglich war. Für ihn besaß der geschickte Schwung der Feder viel mehr Faszination als für so manch anderen, steckte doch so viel Charakter und Ausdruck seinerseits in den Bildern, die er bis dahin zustande gebracht hatte. War da doch zum Beispiel der kleine Buchfink (er hatte die Vogelart inzwischen in der unendlichen Bibliothek nachgeschlagen), dessen Abbild er während seines Aufenthalts in der Wildnis auf das Pergament verewigt hatte. In den Augen anderer eine ganz normale Zeichnung, überdurchschnittlich gut vielleicht, man musste nämlich sagen dass Rhodgar ein gewisses Talent fürs Zeichnen im Blut lag. Doch für ihn selber Lagen Tugenden wie Unschuld und ein gewisses Maß an Überlegenheit darin. So segelte der kleine Freund doch tagtäglich über den Wolken hin und her, unberührt von den Problemen der unter ihm liegenden Welt. Hauptsache, er fand hier und da noch ein paar Würmer, die er mit dem angespitzten Schnabel aus dem Boden ziehen konnte.
Probleme... vielleicht nicht das allerpassendste Stichwort, doch spiegelte es in etwa die derzeitige Situation für den Schwarzmagier wieder. Die beste Freundin wäre beinahe ums Leben gekommen, einer seiner besten Freunde einfach spurlos, und nirgends mehr eine wirkliche Herausforderung, die auf ihn wartete. Keine Kellergewölbe, die erforscht werden wollten, keine lichternen Gestalten, mit denen er sich hätte anlegen können, und sogar mit den Dämonen war er in letzter Zeit nicht mehr anneinader geraten. Wenn dies keine echt missliche Lage war, was denn dann?
Vielleicht, dass ein solcher Wind durchs Kastell wehte (warum auch immer), dass das Blatt in seinen Händen erzitterte? Ansatzweise vergleichbar. Doch war es wirklich von Nöten, dass sich seine Zeichnung, vom Wind urplötzlich mitgerissen, nun auch noch hoch in die Lüfte verabschiedete? Rhodgar war nicht schnell genug auf den Beinen, um das Unglück noch abwenden zu können. Hilflos musste er mitansehen, wie sein Zettel im Wind flatterte, doch auf einmal gestoppt wurde. Einer der abstehenden Triebe der Esche hatte sich ihm in den Weg gestellt, ein für ein einfaches Pergament unüberwindbares Hindernis, wie es schien. Also eine Pattsituation. Rhodgar war dort unten, und sein Blatt dort oben. Er konnte nicht hinauf, aber andersrum der Zettel ebenso wenig herunter. Wollte man ihm das Leben zur Zeit wirklich zur Hölle machen?
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| 13.02.2004 20:00 | #234 |
| Don-Esteban |
Stille hing der Hohepriester seinen Gedanken nach, die sich nicht, wie viele vermuteten, darum drehten, welches seltsame Experiment er als nächstes vollbringen könnte. Nein, vielmehr wandten sich die Gedanken des Magiers der Zukunft zu. Was würde werden, wenn die Orks die Insel Khorinis überrennen würden, was wäre, wenn das Festland schon lange überrant worden wäre, wenn Myrtana gar nicht mehr existierte? Aus dem Reich kamen kaum Nachrichten, seit die Flotte König Rhobars Schiff für Schiff von den Sklavengaleeren der Orks vernichtet worden war. Was war aus den Paladinen geworde, die nun schon seit über einem Jahr in der Stadt waren und einen Teil ihrer Männer im Minental in der alten Burg stationiert hatten?
Die Raben konnten ihm darauf auch keine Antwort geben. Sowieso, sie waren plötzlich verschwunden. Hatte sie etwas erschreckt?
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| 13.02.2004 20:34 | #235 |
| Rhodgar |
Doch alle Hilflosigkeit wich plötzlich aus seinen Zügen, und ein überlegenes Lächeln (ebenso eins, wie es ein Buchfink im Wolkenreich aufsetzen würde) setzte sich stattdessen fest. Wozu war er denn ein Magier? Garantiert nicht, um überall nur als ein solcher angesehen zu werden, ohne Taten für sich sprechen zu lassen. Und so bekam er doch nun endlich einmal die Gelegenheit, das Gelernte auch einmal im praktischen Sinne anzuwenden, noch dazu in einer Situation, wo es wirklich von Nutzen war.
Immer noch grinsend, als wolle er sagen "Du, du biestiger Zettel, dich bekomme ich da schon noch herunter", nestelte er für den Bruchteil eines Augenblickes an seinem Gürtel, und schon hielt er den wohlgeformten Runenstein in seiner Hand. Mit seinen Fingern glitt er ein paar Mal darüber, konnte die feinen Einkerbungen ertasten. Nun schloss er die Augen, versuchte seinen Kopf von allen Gedanken und Sorgen zu befreien. Der Schwarzmagier vermeinte, ein kleines Rotieren des Erdbodens zu vernehmen, so winizig, dass es jemandem mit derzeitigen Aktivitäten nicht aufgefallen wäre. Im inneren versuchte er sich vorzustellen, wie sich eine Baute aus Blutfliegenknochen Stück für Stück zusammensetzte. Diese Bilder versuchte er einzufangen, nach außen zu leiten und damit schlichtweg in die Realität umzuwandeln. Wieder und immer wieder. Langsam begann sich eine Art Staubwirbel zu bilden, aus dem sich nun einzelne Gebeinsteile hervorschoben, und auf-, in-, und anneinander glitten (was er wegen seiner geschlossenen Augen nicht sehen konnte). Gleichzeitig, mit jedem Einzelnen Teil, erhöhte sich auch der innere Druck, der irgendwo im Brustbereich glühte. Und als das letzte Stück gelegt war, und nun ein komplettes Skelett einer Blutfliege seinen Weg aus der Unterwelt hinauf zu Rhodgar gefunden hatte, war es wie eine Erlösung, als eben jener Druck mit einem Mal abnahm, sich ausbreitete, und zu einer unsichtbaren Verbindung wurde, quasi die Gewährleistung dafür, dass die Kreatur den Befehlen ihres Beschwörers auch wirklich gehorchte. Er hatte es also wirklich geschafft, nach ein paar mehr oder weniger misslungenen Versuchen war es ihm letztendlich doch gelungen. Doch nun galt es, eindeutige Authorität zu beweisen. Nicht, dass seine Kreatur wie neulich einer Artgenossin hinterher wuselte (doch woher sollte wohl mitten im Kastell eine rassige Blutfliegenschönheit auftauchen?). Horche auf, Kreatur. Steige hinauf, hinauf in die Baumwipfel, und hol mir meine Zeichnung zurück. Rasch rasch, ich habe nicht den gnazen Tag Zeit.Nach anfänglichen Startproblemen, sie äußerten sich durch wiederholte Aufpraller des Knochengerüsts an der Borke der Esche, surrte das Vieh nun hinauf, erreichte schließlich besagte Stelle. Doch hatte eine Blutfliege nunmal keine Hände, mit denen sie hätte zupacken können. Ein paar Sekunden vergingen, dann spießte das Monster das Pergament kurzerhand mit dem Stachel auf, und brummte wieder gen Erde, wo es, höchst zufrieden mit sich selbst, das Blatt bei seinem Meister ablieferte.
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| 13.02.2004 20:57 | #236 |
| HoraXeduS |
Beseelt vom Anblick summender Freunde, schob Horaxedus den Tisch wieder in Richtung der Raummitte zurück und stellte sich gestärkt und aufrecht vor den schweren Schrank, der sicherlich einmal zur Aufbewahrung von Kleidungsstücken erschaffen worden war. Der Schwarzmagier bewahrte seine wenigen Habseligkeiten darin auf.
Schmunzelnd zog Horaxedus die letzte noch unbenutzte Übungsrune aus seiner Tasche. Sie war etwas kleiner als einige andere aus seiner mittlerweile beachtlichen Sammlung, zudem leicht gerundet und wirkte irgendwie... unspektakulär. Der Magier wog sie in der linken Hand und streckte diese ein wenig dem Schrank entgegen. Es gab Dinge, die tat man nicht, weil man es wollte. Aber manchmal musste man sie eben tun. Im selben Augenblick war der Widerwille des Glasmachers gewichen, er hatte sich mt der langweiligen Rune angefreundet. Ein Gemurmel von der Länge eines tiefen Atemzuges, dann war der Schrank verschlossen.
Um sich von irgendeinem Effekt zu überzeugen, trat Horaxedus einen Schritt an das große Möbelstück heran. Ein schwacher bläulicher Schimmer belegte die dank präziser Schreinerarbeit nur schmalen Spalten zwischen Tür und Korpus. So schien es jedenfalls dem Magier. Es mochte gut sein, dass seine Konzentration auf den Schrank ihm einen Streich spielte und seine Augen etwas überanstrengt einen Schimmer sahen, wo es keinen gab.
Der Linksmagier griff nach dem verzierten, fein gerundeten Knauf und entriegelte die Tür. Doch sein Armzug vermochte den Kleiderschrank nicht zu öffnen, weder ruckartig noch mit sanfter, aber kraftvoller Gewalt. "Nicht übel." murmelte Horaxedus, nicht sonderlich beeindruckt. "Wofür auch immer das nun gut sein soll." Erneut hob er den linken Arm und sprach leise Worte Richtung Schrank. Als der schwache blaue Schimmer verflog, ließ die Tür sich wieder öffnen. Nichts anderes hatte Horaxedus erwartet. Dann stand er auf und machte sich auf den Weg ins Erdgeschoss. Vielleicht würde er Kain dort finden.
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| 13.02.2004 21:25 | #237 |
| Erzengel |
Gemächlich öffneten sich die Augen und sahen dem silberglänzenden Vollmond entgegen. Sollte er von seinem Silberschein geweckt worden sein? Ein leichtes Räuspern kippte seine Vermutung, wäre auch zu schön gewesen. Horaxedus stand neben ihm und drängte wohl auf das Erwachen des Gildenlosen."Guten Morgen", lautete seine reflexartige Gewohnheitsantwort. Erst jetzt bemerkte er den Don, der sich mit dem Rücken gegen den mächtigen Stamm der Esche gelehnt auf dem Boden niedergelassen hatte. War es etwas das, worauf sein alter Freund anspielte? So respektlos vor dem Hohepriester herumzuliegen? Rasch schnellte er nach oben und spürte dabei deutlich wie das Blut in seine Füße schoss, was sich ja immer noch am besten an diesem Kribbeln im Kopf erkennen ließ, von den schmerzenden Augen abgesehen.
"Wie läuft dein Training?", unterbrach er das Schweigen, welches hereingebrochen war, offenbar waren auch die Vögel verschwunden oder zumindest verstummt. Wieder blickte er hinauf zum sternbesetzten Firmament, gern hätte er die Sternenkunde erlernt, wäre sie bloß noch irgendwo zu erlernen, dabei sollte man doch meinen als Nachfahre des Sternenvolks sollte man doch einige über sie Wissen. Wieder ein Räuspern und er wandte sich wieder dem Schwarzmagier zu.
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| 13.02.2004 21:26 | #238 |
| Don-Esteban |
Heimlich ein Lächeln auf den Lippen sah der Hohepriester dem Treiben seines Lehrlings zu. Wie er zuerst ratlos im Hof gestanden hatte, um dann nur einige Augenblicke später eine Rune zu zücken und mit den Bewegungen, bei denen der Magier schon erahnte, was es werden solle, dann tatsächlich auch eine blutfliege erschuf. Er konnte es also, hatte es ganz allein, ohne daß ihm jemand erklären mußte, worauf man achten mußte, geschafft, eine richtige untote Blutfliege zu beschwören. Das vertraute, eintönige Brummen der Blutfliegenflügel ertönte und erfüllte den Innenhof mit der Art von akustischem Vibrieren, das wohl nur Schwarzmagiern eine wohlige Gänsehaut über dem Rücken jagte.Don-Esteban lächelte still vor sich hin, als er den Magier, ganz mit sich selbst und seinem Zauber beschäftigt, sah. So war er auch einmal gewesen, so jung und fasziniert von den Wundern der Magie. Die Magie, die viele nur mit Tot und Zerstörung in Verbindung brachten, konnte auch erschaffen. Zwar nur für einen kurzen Zeitraum, doch trotzdem erfüllte ihn jedesmal die tiefe Befriedigung des Schöpfers von neuen Dingen. Wenn andere nur wüßten, welch tiefe Glückseligkeit sie verpassten, indem sie die Gaben Beliars ausschlugen und es vorzogen, ihn als Abgott darzustellen. Dabei nahm er doch am Ende alles gnädig auf, was lebte und dahinwelkte, um zu sterben. Er fragte nicht nach Schönheit, nach Wichtigkeit. Das kleinste Blatt und der stärkste Schattenläufer, alles ging irgendwann in sein Reich ein.
Der junge Magier dirigierte seine Blutfliege, sein Geschöpf zum Baume hin, ein Stück vom Stamm weg und dann, nach einigen Versuchen schaffte er es tatsächlich, daß sich die Fliege in die Luft erhob. Was wollte er damit bezwecken? Warum schickte er sie in die Zweige der Esche? Schon nach wenigen Augenblicken offenbarte sich der Grund. Mit einem leisen tock nagelte die Fliege ein weißes Stück Pergament, das der Magier bis jetzt gar nicht bemerkt hatte, an ihren Stachel und flog dann wieder zurück zu ihrem Meister, der es geschickt mit der Hand abflückte.
Don-Esteban war aufgestanden und trat nun aus dem dunklen Schatten der Esche, dabei langsam in die Hände klatschend. »Bravo, junger Rhodgar. Du hast deine Fähigkeiten wirklich verbessert und darüber hinaus die dir gegebene Magie äußerst sinnvoll eingesetzt. Ich bin beeindruckt.«
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| 13.02.2004 21:40 | #239 |
| Rhodgar |
Blitzschnell fuhr der Schwarzmagier herum. Im ersten Moment realisierte er gar nicht, was los war. Wieso war denn der Don aufeinmal da? Und vor allem, hatte er alles gesehen? Auch die eher peinlichen Zwischenfälle, als Rhodgar versucht hatte sein Geschöpf in die Lüfte zu schicken? Ja, das passte genau zu seinem Mentor, einfach so aus dem Schatten zu erscheinen, andere Leute völlig zu überrumpeln, in diesem Fall mit zwar eher mäßigen, jedoch nicht weniger bedeutsamen Lob. Denn soviel wusste Rhodagr bereits über diesen wundersamen Mann, dass er sagen konnte, dass solch positive Worte wohl eher selten waren. Sehr geschmeichelt fühlte er sich.
"Oh, vielen Dank. Nunja, was soll ich sagen? Ich wusste nicht, wie ich sonst meine Zeichnung zurückbekommen sollte. Es hat doch schon gewisse praktische Vorteile, Beliar zugehörig zu sein."
Huschte da etwa ein Lächeln über die Mimik des Don? Nein, sicherlich nicht, reine Einbildung, vielleicht ein Wunschtraum.
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| 13.02.2004 22:02 | #240 |
| Don-Esteban |
»Ich finde, du hast eben sehr schön bewiesen, das du den dritten Zauber nun beherrschst. Dein Studium erkläre ich hiermit für beendet.«
Und mit diesen einfachen Worten war die Lehre tatsächlich zu Ende. Für dieses mal. Und der Magier wechselte auch sofort das Thema, als ob eine erfolgreich abgeschlossene Magielehre kein großes Thema sei. Für ihn war sie das auch nicht.»Hörst du das sanfte Rauschen der Blätter der Esche im Wind? Das ewige Rauschen, das nie ganz erstirbt? Als ob es die Entscheidung, aus dem ewigen Kreislauf des Lebens auszubrechen, verkünden würde. Die immergrüne Esche, sie bringt Beliar kein Opfer dar, wirft ihre Blätter im Herbst nicht ab.«
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| 13.02.2004 22:08 | #241 |
| HoraXeduS |
Kain hing im Innenhof mit Don-Esteban und einem jungen Novizen herum. Interessante Gesellschaft, die sich hier eingefunden hatte, doch schien sie soeben im Auflösen begriffen. Horaxedus nickte geschäftig in die Runde, wurde aber ohnehin nicht beachtet. Der Gildenlose jedoch fragte ihn nach seinem Fortkommen mit dem Magietraining. "Oh, danke der Nachfrage!" Horaxedus grinste stolz. "Ich denke, olirie wird mir in Kürze die Prüfung abnehmen." Die beiden Freunde begaben sich beinahe automatisch aus dem Innenhof in Richtung des Refektorium, doch Kain blieb auf halbem Wege stehen. "Sag mal, wir können doch nicht einfach zum normalen Tagesgeschehen übergehen. Seit Tagen leben wir hier vor uns hin und unternehmen nihcts gegen den Schwertfisch. Dabei haben wir endlich eine Spur."
Horaxedus blickte nachdenklich in die leere Eingangshalle. Kain hatte recht. Verdrängen war keine Lösung. Wenn sie jemals dem Geheimbund auf die Scliche kommen wollten, bedurfte es etwas mehr Aktivität, als sich im Kastell dem Müßiggang hinzugeben, Kleiderschränke magisch zu verschließen und unter der Esche einzuschlafen. Trägheit war der größte Feind, wenn man Kain und Horaxedus war.
Wie aufgezogen ging ein jeder der beiden zügig los, um die Dinge zu beschaffen, die er benötigte für einen nächtlichen Gang in einen tiefen, schwarzen Wald. Als die Männer sich unweit des Steinernen in der Eingangshalle zum Aufbruch trafen, schaute der Magier den Gildenlosen beinahe hilfesuchend an: "Und Du bist sicher, dass wir in der Hütte des toten Menschenjägers Ronan eine weitere Spur finden?"
"Nein", sprach Kain, und ihm war sichtlich nicht nach lächeln zumute, "aber wenn Du eine bessere Idee hast, kannst Du sie mir ja unterwegs mitteilen." Dann zog er bereits schnellen Schrittes durch das Tor nach draußen. Ronans Hof lag hinter dem Hofe Sekobs im Wald. Es war besser, wenn sie versuchten, sich zu sputen und sie noch im Dunkeln zu erreichen. Denn offenbar kannten nur wenige jenen verlassenen Ort. Und einer von ihnen eilte sich nun, seinem Freund in die Nacht zu folgen.
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| 13.02.2004 22:09 | #242 |
| Rhodgar |
Jetzt, wo der Don es ansprach, fiel es auch Rhodgar auf. Noch nie hatte er auch nur ein welkes Blatt an dem Baum gesehen. Doch im nächsten Moment bemerkte er auch, dass dies doch shcon im Namen "immergrüne Esche" enthalten war. So tiefsinnig hatte er noch nie über solche Dinge nachgedacht. Der Don offensichtlich schon. Musste er wohl auch, in seiner Position."Ja, ich sehe. Doch da stellt sich für mich die Frage, ob wir unseren Meister damit nicht erzürnen, nimmt er doch den Büchern nach auch Niedrigkeiten wie welke Blätter in sein Reich auf. Doch wenn wir ihm diese verwehren, so stellen wir uns im Prinzip doch gegen den Kreislauf des Lebens und des Sterbens, oder etwa nicht?"
Kaum zu glauben, gerade noch hatte er sich damit abgemüht, sein Pergament wieder zu erlangen, und nun philosophierte er mit dem Don über Bäume. Verrückt.
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| 13.02.2004 22:16 | #243 |
| Don-Esteban |
Der Magier lachte kurz. »Solange wir nicht am Zustand der Esche schuld sind, haben wir wohl nichts zu befürchten vom Herrn des Dunkels. Das Kastell lebt durch seine Magie, nicht durch unseren Willen. wir sind die Gäste, für die dieser Ort erschaffen wurde, erschaffen auch mit diesem seltsamen Baum. Vielleicht aus einer Laune heraus, aber wahrscheinlicher mit einem uns verborgenen Sinn. Vielleicht zeigt er uns einen Vorgeschmack der Ewigkeit, in die wir eingehen werden, nachdem sich unser Leben auf dieser Erde dem Ende zuneigt.«
Er zuckte mit den Schultern. »Vielleicht aber auch nicht. Wer weiß das schon?«Mittlerweile waren die beiden wieder allein, denn Horaxedus und Kain, die sich in der Nähe befunden hatten, waren wieder verschwunden, um ihre eigenen Wege zu gehen. Teilweise hatten sie wohl das Gespräch zwischen Rhodgar und dem Don mitgehört.
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| 13.02.2004 22:29 | #244 |
| Rhodgar |
"Ja, wer weiß das schon? Nun, wenn ihr darauf jemals eine klare Antwort finden werdet, so lasst es mich wissen. Überhaupt, wo ich doch meine Ausbildung nun vorerst abgeschlossen habe, werdet ihr es mich wohl auch wissen lassen, wenn man mich für würdig befindet, diese weiterzuführen?" Ein kurzes Nicken des Don folgte. "Fein. Somit werde ich mich jetzt verabschieden, die letzten Tage haben mich ziemlich mitgenommen. Adieu."
So stand er auf, vollführte zum Abschluss noch einmal eine kleine, kaum merkliche Verbeugung, und hinterließ nichts weiter als das durchstochene Pergament, welches auf dem Kiesweg sein Dasein fristete. Ja, das Kastell. Wer würde es jemals vollkommen verstehen?
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| 13.02.2004 22:43 | #245 |
| Don-Esteban |
Nachdem Rhodgar verschwunden war, bemerkte der Hohepriester das Blatt Pergament auf dem Kiesweg liegen und bückte sich danach. Es stellte einen Teil der Kastellmauern, die den Innenhof umgaben, dar. Die Zeichnung war fein ausgeführt und voller Einzelheiten, das in der Wand befindliche Fenster wirkte richtig plastisch und man erwartete, daß es jeden Augenblick von einem der Bewohner aufgestoßen würde. Der Magier legte des Blatt auf die Bank, beschwerte es mit einem Stein, damit es nicht wieder vom Wind weggeweht werden würde - obwohl Rhodgar sich sicher bei der Wiederbeschaffung zu helfen wissen würde - und ließ dann den Innenhof auch hinter sich.
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| 13.02.2004 23:03 | #246 |
| shark1259 |
Schwer zu sagen ist es, wo ich war, wie ich war oder ob ich war. Ich bin müde…
shark richtete sich auf. Seltsam war wohl das Wort, welches am ehesten seinen Zustand zu beschreiben im Stande war. Keine fünf Schritte konnte er gehen, ohne sich nicht wieder an der Mauer abstoßen zu müssen oder gar den kalten Boden küsste. Doch er gab nicht auf, nicht dieses Mal. Schritt für Schritt machte er weiter, so sehr es auch an seiner Kraft zehrte.
Weißes Licht traf, einer Nadel gleich, seine Augen und zunächst erschreckt schlug er diese rasch und hart wieder zu. Der Schwarzmagier verweilte für einen kleinen Augenblick so und bemühte sich schon innerlich darum, sich an die Helligkeit zu gewöhnen und den Schmerz der Augen zu verkraften. Langsam und sachte öffnete er seine Lider, widerstand der Versuchung sofort einen Schritt zurückzutreten und wieder in die Dunkelheit des Kellers einzutauchen. Bewusst lange hielt er beide Augen geöffnet und schleppend verzog sich auch der sonderbare Schmerz von ihnen.
Als wäre er noch nicht lange auf dieser Welt und würde zum ersten Male Schritte machen, war es für shark, und so weit hergeholt war dies auch gar nicht. Zu lange war er nicht mehr hier gewesen, zu sehr hatte er sich an die Dunkelheit und die Einsamkeit gewöhnt ohne zugleich jemals die Angst vor ihr verloren zu haben.
Alles hier war neu für ihn, so sehr er auch wusste, dass er hier schon so oft gewesen war.
Die Treppe, die ihm wie ein großes Hindernis erschienen war, lag nun hinter ihm und eine angenehme und frische Luft stieg dem ehemaligen Lehrmeister in die Nase.
Ohne sich viel umzusehen nahm er bald eine weitere Stiege, die ihn weiter nach oben befördern sollte... er war müde. Wie von einem unsichtbaren Begleiter wurde er geleitet und wusste irgendwie wohin er schreiten musste. Nur ein Handgriff nur mehr...
Dies war also einmal sein Zimmer gewesen, seltsam fürwahr. shark schritt zum Fenster und starrte hinaus. Er war recht hoch hier und konnte in die Weite sehen, wo es längst dunkel war und man viel nicht mehr erkennen konnte. Doch eines hob sich ab im Mondenschein. Ein Rabe erhob sich und stellte stolz und kräftig seine Flügel zur Schau und glitt zu einem Baum, auf dem er sich niederließ. Als hätte er den Schwarzmagier bemerkt starrte er diesen an bevor er sich endgültig aus dem Blickwinkel dessen entfernte.
So also kehre ich zurück und bleibe doch verschwunden. Wahrlich fremd ist mir diese Welt geworden…
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| 14.02.2004 00:25 | #247 |
| Xalvina |
Irgendetwas stimmte nicht. Das wusste die Schwarzmagierin als sie vergeblich schnell und etwas entsetzt an den großen Türpforten rüttelte, die sich auf einer unbekannten Weise mit einem lauten Knall verschlossen hatten. Sie rüttelte laut daran – vergebens – in der Hoffnung dass die schweren Türflügel aus Eisen sich öffneten.
„Dämonen?“
Nichts. Ihre Worte verhallten in dem großen Thronsaal im Echo davon, doch eine Dämonengestalt erschien einfach nicht, was sie nicht verstand. Die Dämonen des Kastells waren Zuverlässig, sie erschienen immer und überall im Kastell...Verärgert und leicht verunsichert ließ sie nach wenigen Sekunden ab und fragte sich inständig, was nur passiert war. Noch eben war alles wie vorher, die übliche Aura des Kastells, die magischen Fackeln... Sie donnerte ihren Kopf angekratzt an die Tür. Nachdenklich so strich sie in ihren Gedankengängen mit ihrer rechten Hand über die eingemeißelten Eingravierungen der Türflügel. Sie erkannte darin neben den seltsamen wildfremden Runenschriften Abbilder von Dämonen, vielen Dämonen. Auch gequälte Menschen fanden in dem seltsamen Bildern platz welche fast an Karikaturen von Geistern erinnerten. Irgendwie kreisten sie alle um etwas Mittleres, einem Mittelpunkt, welches ihr wie eine Schwarze Sonne vorkam. Vorsichtig berührte sie diese, als sie hinter ihr ein seltsames Knacken vernahm. Irritiert so drehte sie sich um wobei sich ihr Gefühl dass etwas überhaupt nicht mehr hier stimmte, noch vergrößerte. Ihre Blicke schauten schnell umher, in der Hoffnung in der Dunkelheit etwas zu erkennen, die durch das spärliche blaue Licht der Wand- und Säulenfackeln nur teilweise verdrängt wurde. Nichts. Nur Staub wirbelte an einigen Stellen auf wie fast einem unsichtbarem Nebel, einem Dampf gleichend im blauen Licht – Stille. Nur irgendwo ein leises Geräusch, einem Knacken eines brechenden Steins.
Misstrauisch so zauberte die Fee eine zweite Lichtkugel um mehr zu sehen, doch die Lichtkugeln schienen noch weniger Licht zu spenden, als nötig gewesen wäre. In ihrer linken Hand hielt sie noch die magische Materie des bisher unvollständigen Zaubers einer Beschwörung des Zombies. Bisher hatte sie nur irgendwelche Staubhaufen zusammen bekommen, was zwar manchmal einem unvollständigen stinkenden Fleischklumpen ähnelte aber das war es auch gewesen. Unerschrocken und doch mit einem unwohl belastendem Magengefühl schritt die Dämonenbeschwörerin vor, wobei jeder ihrer Schritte auf den Steinplatten ein Echoverhallendes Schallen ergab. Ihr Blick glitt über den Fußboden über die Säulen hinweg zur riesigen Orgel welche im Schatten eingetaucht war und nur die silbernen Verzierungen reflektierten das dumpfe blaue Fackellicht.
„Hallo?“
Ein etwas unsicheres Wort glitt durch den mächtigen Saal und verschallte davon. Keine Reaktion. Nichts passierte. Nur ihre eigenen Bewegungen waren die Einzigen, die Geräusche von sich gaben. Leerende Stille. Langsam fuhr ihr Blick systematisch noch immer durch den Saal, über die Orgeln hinweg als sie sich zur Seite umdrehte. Sie atmete tief aus. Hier war nichts, alles war wie vorher. Sie blickte die zwei steinernen Dämonenskulputuren zu den Seiten der Orgel an, welche ihre Augen geschlossen hatten und ruhig auf ihren Positionen verharrten. Ihre großen weiten Schwingen hatten sie eingezogen und kauerten sich auf ihren Stein, der ihnen gegeben war. Waren.
Nur einem Moment der Unachtsamkeit...
Sie hatte in die Augen einer dieser in den schatten gestellten Dämonengestalten geblickt und wollte sich gerade von ihr abwenden, als diese plötzlich zu Roten aufschlugen und sie anvisierten. Fassungslos blickte sie die steinerne Gestalt in die geöffneten Augen, als diese begann, bedrohlich ihre Schwingen auszubreiten wie ihre Nachbarsfigur auf der Anderen Seite. Die Steinernen Gestalten waren Lebendig geworden, als die Schwarzmagierin langsam aber schneller mehrere Schritte zurück trat. Ihr Herz schlug schneller als sie merkte, dass die soeben erwachten Dämonengestalten ihren Blick auf sie gerichtet hatten und bedrohlich sich von ihren Plätzen erhoben. Das war der Dämonenbeschwörerin zuviel des Guten, sodass sie eigentlich eine Blutfliege zaubern wollte, aber stattdessen den Zauber zur Beschwörung eines Toten aufwarf. In den wenigen Sekunden sah sie zu, wie sich ein Haufen Staub zusammen wirbelte und sich ein Fleischlumpen aus der entstandenen Erde mitsamt dem Blauen Licht des Zaubers erhob. Einen Moment hatte sie ein wenig die Gestalt eines Menschen angenommen, doch dann zerfiel der Fleischklumpen auch wieder und entpuppte sich als jämmerlicher Fehlschlag. Doch der Fee blieb keine Zeit mehr denn sie hatte sich schon entschieden, sich von den offenbar Angreifenden Dämonenwesen zu verflüchtigen. Sie ergriff die Flucht, da sie nicht wusste gegen diese zwei mächtigen Gestalten ankommen wollte, doch sie spürte bereits, dass diese sie schnell einholen würden. Flüchtend so erschreckt so rannte sie quer in den Raum hinein, doch bevor einer der geflügelten Gestalten sie erreichte, duckte sie sich hinweg. Sie hetzte sich durch die Säulen hinfort und versuchte den Gestalten auszuweichen, was ihr in den wenigen Sekunden als sie davon rannte auch gelang, da die lebendigen Steinriesen haarscharf an ihr vorbei flogen und ihre Klauen nach ihr ausrichteten. Sie wusste nur, dass sie hier heraus musste und wollte, sodass sie gen Türe lief. Doch sie öffneten sich einfach nicht, sondern sie knallte nur gegen die eisernen Türen, an denen sie sie heftig rüttelte.
„Verdammte Hacke.
Geh doch auf... Scheiße!
Jetzt komm schon...
Schneller...
Geh endlich AUF.“
Doch sie blieben verschlossen. Mehrmalig blickte sie zurück, wo sich ihre neuen aufgeweckten Feinde näherten als sie verzweifelt versuchte die Türe aufzubekommen. Aber vergeblich. Mit nur einem Großen Glück konnte die die Magierin noch ein weiteres Mal hinweg ducken, um somit eines fatalen Angriffs zu entgehen. Doch wo wollte sie hin? Sie hatte nicht nur einen, sondern zwei Gegner die offensichtlich nach ihr trachteten. Sie versuchte ihnen irgendwie zu entkommen doch nur wenige Meter nachdem sie von der Tür, dem einzigen Ausweg (der verschlossen war) her ausgewichen war, traf sie die schmerzhafte Klaue eines der Dämonengestalten. Ein hässlicher Kratzer zog sich über ihren Rücken, der ihr schwarzes Kleid hinten Aufriss. Mit einem fürchterlichen Schmerz kniff sie die Augen zu, als sie niederfiel. Sie versuchte sich aufzurichten, doch schnell erteilte sie ein weiterer Schmerz an der linken Schulter, die vor nicht langer Zeit schon mal durchbohrt wurde. Wankend so versuchte sie sich ihren übermächtigen Gegnern entgegen zu stellen, die sie umkreisten doch sie hatte bereits verloren. Sie merkte nur wie sich der Boden unter ihr seltsam weich wurde verzerrte und schemenhaft wurde. Sie versank nur in etwas, was einer Tiefe glich. Stille.
Im Thronsaal wechselten nur die Fackelfarben in ihre natürliche Farbe wie eh und je. Die Steinernen Dämonengestalten schliefen vermummt leblos den alten Stein gleichend. Mit einem Klicken öffneten die Türflügel des Thronsaals von Geisterhand, wartend auf neue ahnungslose Besucher. Nichts verriet von dem noch eben gewüteten Kampf – nur ein offenes Buch über die Totenbeschwörung von Zombies lag einsam und verlassen mitten im Raum, deren Seitenblätter eins nach dem anderem vom Durchzug des Windes umgeblättert wurden...
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| 14.02.2004 11:50 | #248 |
| Hilias |
Brennende Schweren überzogen den Körper des Gehängten, seine Haut war an einigen Stellen bis aufs rohe Fleisch weg gesengt. Die schwarzen Augäpfel rollten gierig in der Dunkelheit. In seinen Kopf war eine unbestimmte Leere getreten. Er dachte an nichts bestimmtes mehr.
Die Dämonen hatten ohne Unterlass und ohne ein Zeichen von Ermüdung auf den Gehängten eingewütet. Hatten ihn sprichwortlich durch die Hölle gehen lassen. In der Tiefe seines Bewusstseins, dort wo selbst die Dämonen sich keinen Zutritt verschaffen konnten, wuchs der Wünsch, das er den überheblichen und selbstgefälligen Metzenhalter von Magier wiedersehen wollte. Was dann folgen würde, wagte der Gehängte nicht mal in den Untiefen seinen Unterbewustseins zu formulieren. Dafür waren die Dämonen noch zu nah.
Wann würde Meditate endlich erscheinen? Hatte sie doch solch brennendes Interesse an dem Gehängten geäußert, warum kam sie dann nicht?Der Gehängte flüsterte wie im Wahn vor sich hin. Einen Kinderreim den er aus irgendeiner Erinnerung des Steinmetzes aufgeschnappt hatte.
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| 14.02.2004 12:11 | #249 |
| Erzengel |
Der Morgen graute bereits, als sich das Tor für die beiden dunklen Gestalten öffnete, gerade rechtzeitig um vor den ersten Sonnenstrahlen geschützt zu sein, wobei es bei dem Gildenlosen um mehr als nur den Erhalt seiner blassen Haut ging, noch immer wagte er sich während des Tages nicht hinaus. Als er das letzte mal den abendlichen Sonnenuntergang beobachtet hatte, hatte er innerlich gebrannt, genauso musste sich die Pyrokinese anfühlen.
Müdigkeit und Hunger trotzend setzten sie ihren Weg in die Bibliothek fort. Sämtliche Bücher, die noch auf ihren Tischen lagen, wurden achtlos beiseite geschoben und die Karte ausgebreitet. Fest starrte der Einzelgänger auf die einzelnen Striche, die er selbst zuvor noch in der Hütte des Menschenjägers abgezeichnet hatte, doch sie wollten sich bei bestem Willen nicht zusammenfügen."Bin gleich wieder da", meinte er schnell noch zu Horaxedus, der sich jedoch ebenfalls erhob, dann verschwanden sie durch das Portal zum Refektorium."Zwei Tassen und eine Kanne Kaffee mit ordentlich Wachmacher drin, bitte und alles zu mitnehmen."
"Und vergiss die Schnittchen nicht", meinte der Beliarpriester scherzhaft. Mit einem passend großen Tablett ging es ganz langsam Schritt für Schritt in die Bibliothek... Kaum fünf Minuten später rannte der Gildenlose noch mal in den Speisesaal, um sich eine kleinere Kanne mit Milch geben zu lassen. Er hatte zwar extrastarken Kaffee bestellt, aber das war ihm dann doch zuviel. Wenigstens konnte man es nun aushalten.
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| 14.02.2004 12:41 | #250 |
| Kingius |
Kingius verlies das Kastell nachdem er sich ausgeschlaffen ein kleines Frühstück gegönnt hatte. Er war zwar fasziniert von dem Zirkel und seiner Geschichte ,aber er fühlte sich im engen Kastell zu beengt und wollte nun etwas in Khorinis frische Seeluft atmen.
Er sah nach dem verlassen nochmal zurück auf die Skelette am Tor ,er erschauderte und hoffte sie wurden ihn nächstes mal auch reinlassen.
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| 14.02.2004 15:05 | #251 |
| Renata |
Warum war ihr dieser Zettel nicht schon früher aufgefallen: Ein Fest im Sumpflager, das heute anfängt. Mag wohl daran gelegen haben, dass sie das Refektorium seit ein paar Tagen gemieden hatte.
Das wäre wieder mal eine spaßige Geschichte. Vielleicht ging ja auch jemand der anderen Magier mit. Sie schaute sich um, als sich die Tür zum Refektorium öffnete und Seraphin den Saal betrat.
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| 14.02.2004 15:34 | #252 |
| Seraphin |
Seraphin schlenderte schon länger lustlos durch die Gänge und suchte nach seinen Freunden, vor allem interessierte es ihm wie es Renata im Moment ging. Doch bis jetzt war sein Bestreben noch nicht von Erfolg gekrönt gewesen und ein wenig ratlos stand er jetzt auf dem Gang, während sein Blick aufmerksam hin und her wanderte. Unentschlossen was er nun tun sollte wandte er sich schließlich um, nachdem auch der letzte Versuch einen seiner Freunde in dem dunklen Gemäuer zu erspähen erfolglos geblieben war und schritt Richtung Refektorium. Gerade als der Magier durch die Tür trat und sich schon überlegen wollte was er sich zu Essen „wünschte“, erkannte er Renata die etwas weiter von ihm entfernt saß. Jedoch war sie nicht damit beschäftigt einen eventuellen Hunger zu stillen sondern besah sich scheinbar interessiert ein kleines Stück Pergament, von dem wohl noch ein paar weitere dort herumlagen. Das war ihm im Moment jedoch ziemlich egal, er war nur froh einen seiner Freunde in den riesigen Weiten des Kastells angetroffen zu haben ohne bis zum Sonnenuntergang suchen zu müssen. Ein wenig neugierig, sowohl wegen dem Interesse nach ihrem Befinden als auch dem kleinen Pergamentstück beschleunigte er seine Schritte und ging zielstrebig auf sie zu.
“Hallo Renata, wie geht es Dir?“
lächelte er sie an. Seraphin war sich nicht sicher… was wenn sie nach dem Ereignis mit diesem… seine Gedanken brachen ab. Sie würde das wegstecken, hoffte er. Nein, er wusste es. Mit einem inneren Schmunzeln dachte er an die würdevolle Rolle seines Wanderstabs zurück und die präzise und durchschlagende Wirkung die Renata damit offensichtlich erzielt hatte. Das würde seine Spuren hinterlassen haben. Hoffentlich…
Außerdem war er gespannt ob ihr sein verändertes Äußeres auffallen würde, während er neugierig auf eine Reaktion wartete.
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| 14.02.2004 15:34 | #253 |
| Ceron |
Ceron stand mit der aufgehenden Sonne auf. Es war ein herrlicher Morgen vergangen, denn Ceron lag die ganze Zeit im Bett und drehte das Buche Ceron in seinen Händen. Es liess sich noch nichts gescheites damit anfanges. So verliess der Bürger das Gästezimmer in Richtung der Eingangshalle. Auf dem Weg konnte er durch den Türspalt des Refektoriums, zwei Gestalten erspähen. Eine Weile lang lauschte er dem Gespräch, dann entschloss er sich einzutreten.
Einige Augenblicke sopäter erkannte er bereits die Magierin, welche er damals im Schnee begraben hatte. Sie schien auf etwas bestimmtes zu warten, nur was wohl? Ohne gross Zeit zu verlieren mit Gedanken, was sie wohl denken würde, was ja nun wirklich das entlegenste Schwachsinn gewesen wäre, ging er auf die Magierin zu und sprach zu ihr:
"Einen schönen Nachmittag wünsch ich euch, edle Magierin. Könnt ihr euch an mich erinnern? Ich bin Ceron, der mit dem Schneetroll und dem anschliessenden Kaffeplausch.
Sagt mir, was habt ihr vor? Ihr schaut aus als ob ihr auf etwas warten würdet."
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| 14.02.2004 15:45 | #254 |
| Renata |
Seraphin schien verändert, stolzer und würdevoller als noch beim letzten Mal. Erst beim Näherkommen erkannte sie den Grund für die Veränderung:
"Wie schön, dass Du jetzt richtig einer von uns bis. Gratuliere Dir, Magier Seraphin.
Und sei noch einmal ganz herzlich bedankt für Deine Unterstützung neulich. Es ist schön, sich auf Freunde verlassen zu können.
Was denkst Du, wollen wir, um das Ganze zu vergessen, das Sumpffest hier besuchen? Wir sind zwar schon ein bisschen spät dran, könnten aber noch einen Menge Spass dort haben."
Und weil Ceron sich zu ihnen gesellte..
"...und Cereon nehmen wir dann auch gleich mit. Hallo Ceron, natürlich erinnere ich mich an Euch. Wollt ihr uns begleiten zum Fest im Sumpflager"
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| 14.02.2004 15:52 | #255 |
| Ceron |
"Ja aber liebend gern" erwiederte Ceron.
Das Sumpffest, was man dort wohl praktizierte? Ein Fest in einem Sumpf, soviel stand fest, doch in einem der unzähligen Bücher, welche der Bürger bereits gelesen hatte war von einer spirituellen Gemeinschaft die Rede, welche den Glauben an den Schläfer vertrat.
Zu Seraphin gewandt: "Wann soll es denn losgehen, ich kann das schon gar nicht mehr erwarten, werter Magier. Ich hörte euer Name sei Seraphin. Mein Wenigkeit nennt sich Ceron, ich bin ein normaler Bürger doch erbitte um die Aufnahme im Kastell."
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| 14.02.2004 17:14 | #256 |
| Seraphin |
Renata schien es offenbar gut zu gehen, was anderes hatte er auch nicht erwartet obwohl tief in ihm eine gewisses Sorge bisher doch nicht weichen wollte. Dann huschte ein Lächeln über sein Gesicht als sie ihn im Kreise der Magier begrüßte. Und jetzt erkannte er auch was auf den Zetteln zu lesen war, es handelte sich um Pergamente der Sumpfbrüderschaft und sie erzählten von einem großen Fest das heute zu Ehren ihres Gottes stattfinden sollte...
"...könnten aber noch einen Menge Spass dort haben."
Warum nicht? Seraphin verspürte schon wieder den Drang ein wenig von dem Druck des großen Gemäuers abzuschütteln und das Fest versprach eine Menge Abwechslung. Nur... der Gedanke die schützende Obhut des Kastells hinter sich zu lassen... nach der Sache mit dem Fremden. Aber dieser schmorte wohl noch in den dreckigsten Unterkünften des Kastells. Außerdem wären sie dieses Mal darauf vorbereitet, und... ach so ein Blödsinn. Rena hatte Recht, sie sollten die Sache vergessen. Außerdem war es nur ein kurzer Weg zum Lager der Sekte und bis über den Fremden gerichtet war würde es dauern.. bis dahin bräuchten sie sich keine Sorgen machen. Und wenn schon... sollte er kommen, das wäre das letzte was er getan hätte ins seinem armseligen Leben. Schon wieder stieg diese Wut in ihm auf... nicht die richtige Stimmung für ein Fest und so fasste er sich schnell wieder. Er hatte gar nicht mitbekommen wie noch eine dritte Person sich zu Ihnen geseltt hatte. Renata schien ihn offenbar schon zu kennen und Seraphin musterte neugierig den jungen Mann. Dieser beendete gerade sein Gespräch mit Renata und wandte sich nun an den Magier...
"Wann soll es denn losgehen, ich kann das schon gar nicht mehr erwarten, werter Magier. Ich hörte euer Name sei Seraphin. Mein Wenigkeit nennt sich Ceron, ich bin ein normaler Bürger doch erbitte um die Aufnahme im Kastell."
Innerlich musste Seraphin über die ungeduldigen Worte des Bürgers grinsen, aber er schien zumindest ganz gute Umgangsformen zu besitzen.
"Nun, ihr habt Recht, man nennt mich Seraphin. Was die Aufnahme im Kastell angeht, das werdet ihr zu gegebener Zeit sehen. Nur unser Herr kann darüber entscheiden und er wird es euch wissen lassen ob er euch für würdig erachtet..."
Wie redete er denn? Seine Beförderung hatte scheinbar auch einen gewissen anderen Sprachstil mit sich gebracht. Solche Worte hätte er sonst wohl nicht aus sich rausgebracht, stellte er mit leichtem Verwundern fest...
"...aber die Frage wann es los geht kann ich euch beantworten. Meinetwegen können wir gleich aufbrechen, ich würde sagen wir treffen uns in 5 Minuten vor dem Tor, wenn es euch recht ist?"
entgegnete er. Ein zustimmendes Nicken von Renata im Hintergrund und auch Ceron schien einverstanden. Seraphin ging schnellen Schrittes nach oben in sein Gemach, tauschte die neue Robe gegen den alten Mantel samt Hut und Stab, bevor er sich wieder nach unten begab und dort auf seine Freundin und den Bürger traf. Dann traten die drei zusammen durch das Tor und machten sich auf in Richtung des Sumpflagers...
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| 14.02.2004 23:48 | #257 |
| HoraXeduS |
Ein kurzer Abstecher ins Refektorium versprach eine willkommene Ablenkung. Der Kopf des Schwarzmagiers rauchte und Horaxedus war sicher, Kain ging es genauso. Doch der Freund harrte in der Bibliothek aus und suchte weiterhin, die Skizze der nächtens gefertigten Karte zu enträtslen.
Horaxedus wollte sich soeben zu einem Mahl an einen der Tische setzen. Doch was war das? Eine Nachricht lag frei einzusehen dort herum. Eine Feier, im Sumpf? Ohne zu zögern verliess Horaxedus den Speisesaal und ging zurück in die Bibliothek. Kain wirkte hoch konzentriert, vielleicht war es besser, ihn jetzt nihct zu stören. Horaxedus aber hatte die Lust auf Zerstreuung gepackt. Dem nächsten Dämonen gab er eine Nachricht an Kain auf, für den Fall dass dieser ihn suchen würde. "Ich bin im Sumpf. Wenn Du Lust hast, komm bitte nach."
Dann verliess der Magier mit schnellen Schritten das Kastell.
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| 15.02.2004 06:16 | #258 |
| Xalvina |
...
Mehrmaliges Verzerren des Bildes. Ihre Umgebung in einem Bilderfluss der sich Verzerrte und wieder zusammen fügte, wie ihr Körper. Der Druck auf ihrer Seele ließ nach, der sich soeben noch aufgebaut hatte. Die Umgebung schien klarer zu werden und gab eine Bildfläche frei in der sie sich materialisiert hatte. Stille. Ihre Gedanken waren wieder deutlich, als wären sie noch eben zerstreut gewesen. Einen Moment der Ewigkeit so schien es ihr, war alles um sie herum schwarz gewesen, nichts. Sie konnte nicht mehr denken, sie konnte nicht mehr fühlen – ein Blackout. Sie wusste nicht mehr was in diesem Moment geschehen war, aber es fühlte sich an, als wäre sie einen Moment nicht da gewesen. Allmählich hatte sich die verzerrte Umgebung um ihren Körper vollständig materialisiert wie sie selbst, als sie fassungslos hinaus blickte und sich umdrehte:
Weite düstere Gänge, die einerseits im Schatten lagen und doch von den seitlichen Fenstern im Mondlicht oder den Wandfackeln in einem grauen Licht erleuchtet wurden. Monoton. Grau. Jegliche Farbe war dieser Räumlichkeit entzogen und doch wenn man genauer hinschaute, konnte man blass noch die Farben in der Dunkelheit erkennen, die meist so dunkel waren, dass sie wieder dem Schwarz oder Dunkelgrau glichen. Selbst sie wirkte von dem Mondlicht, welches sie zufälligerweise traf, monoton und grau. Wo war sie bloß? Ihr erster Gedanke während sie sich misstrauisch umdrehte um sich umzuschauen. Sie stand inmitten einer großen Halle, welche sehr der Eingangshalle des Kastells glich... nur seltsamerweise Anders. Anders. Seltsame Schatten wo vorher nie welche da gewesen waren. Ein Trister Schleier hang über die seltsamen Bilder der Gänge zu ihrer Rechten und Linken und wenn sie genauer hinblickte, waren die Bilder nur schwarz. Doch es war diese monotone Stille welche diese eigenartige Version der Eingangshalle unheimlich und gespenstisch wirken ließ. So monoton. Zeitlos. Das Feuer der Fackeln knisterte nicht. Es bewegte sich einfach nicht und doch leuchtete es. Es wirkte unvergänglich. Genauso wie das Mondlicht an den Seitenkorridoren. Es strahlte Licht hinein, doch sie konnte nicht aus den Grauen Fenstern blicken, als gäbe es dahinter nichts. Sie fühlte auch keine Wärme oder Kälte – es war einfach Still und Zeitlos, fast einer Illusionswelt gleichend in der sie sich befand.
War es nur eine Illusion?
Plötzlich ein kalter Windhauch. Die Magierin wusste nicht was es war, aber sie drehte sich wieder misstrauisch um. Nichts. Sie hätte schwören können, etwas hätte sie wie eine Geisterhand berührt und dennoch – wie einem kalten Windzug gleichend. Doch in jenem Moment als sie sich umdrehte und zur Eingangspforte des vermeintlichen Kastells blickte, sah sie zwei Schattengestalten dort stehen. Noch eben waren sie nicht dort gewesen, aber jetzt, so unerwartet und geräuschlos. Sie schauten und bewegten sich beide auf die Eingangspforte zu. Dort stand eine weitere Schattengestalt welche offenbar gerade erst in das Kastell eingetreten war. Sie ähnelte sehr einem Krieger oder Wanderer von weither, doch sein Gesicht konnte sie nicht erkennen, welches in einem seltsamen Schatten gehüllt war. Die zwei anderen Gestalten, die sehr nach dem üblichen Anblick von zwei Magiern gleichen, schienen sich eilend zu dieser zu bewegen. Während die Schattengestalten liefen und bei dem Krieger verblieben schritt die Fee misstrauisch nur langsam auf diese zu um sich das Schauspiel genauer anzusehen und stoppte nur wenige Meter hinter ihnen. Sie versuchte sich die Gestalten genauer anzusehen. Sie schienen miteinander zu reden, doch konnte die Dämonenbeschwörerin nichts hören, was sie sagten. Ihre Gesichter waren von Schwarzen Schatten ummantelt. Doch kaum als sie auch schon darüber nachgedacht hatte, stockten die Bewegungen der Gestalten vor ihr und verloren sich in der Zeitlosigkeit. Nur ein Flimmern. Dann lösten sich die drei Gestalten wieder auf. Zurück blieb nur sie in dem Menschenlosen Saal. Auch der Krieger bzw. Wanderer vorne an der Eingangstür war mit ihnen verschwunden, die Eingangspforte wieder verschlossen. Xalvina blinzelte nur. Ihr kam es so vor Geistergestalten gesehen zu haben. Sie schloss ihre Augen und faste sich an den Kopf und drehte sich um. Das Seltsame war, dass sie nichts hörte, keine Laute, keine Stimmen, keine Bewegungen und auch keine Schritte. Nicht mal ihre Eigenen. Als sie jedoch ihre Augen öffnete und die große Eingangshalle erwartete, schien sich plötzlich ihr ganzes Umfeld vor ihr geändert zu haben. Sie setzte gerade einen Schritt in einen kleinen Raum, den sie trotz derselben Monotonie der Schwarz-Weißen Umgebung erkannte. Die Küche. Dieselben Schränke, derselbe Tisch welchen auch sie kannte – nur farblos. Zeitlos. Auch hier bewegten sich die magischen Fackeln nicht, die nur in einem Grauen Licht leuchteten. Langsam trat sie in die Küche. Auf dem Tisch stand nur eine leere Schüssel. Doch hier war kein Krokodil. Von dem magischen Küchenschauspiel fehlte jede Spur. Die Magierin drehte sich zur Seite als sie plötzlich hinter ihr in einer Ecke der Küche eine in Schatten gehüllte Gestalt sah, die sich in die Ecke zusammen kauerte. Sie wirkte seltsam geschafft, ermüdet und mitgenommen aus, als hätte sie einen langen Weg hinter sich gebracht. Doch ihr Gesicht war wie die vorherigen in der Eingangshalle im Schatten gehüllt. Sie konnte einfach nicht der Gestalt in das Gesicht blicken. Sprachlos schaute sie auf die zusammengekauerte Person, welche ihren Kopf offenbar an eine kleine Tiergestalt legte, die sehr nach einem Wolf glich. Dann trat eine weitere Gestalt herein, welche offenbar an Xalvina vorbei schritt und die Schlafende erweckte. Xalvina blinzelte erneut als sie ihren Kopf ein wenig nachdenklich schräg hielt. Durch ihren Körper schritt plötzlich noch eine dritte Person hindurch. Hindurch? War sie etwa nur eine Geistergestalt oder die Schattengestalten vor ihr? Leicht kopfschüttelnd und verwirrt trat die junge Schwarzmagierin zurück. Sie konnte dies irgendwie nicht wahrhaben was sie dort sah und trotzdem sah sie zu. Wie eine Beobachterin.
Was war nur dieses Schauspiel?
Erst jetzt bemerkte sie eine seltsame andere vierte Gestalt im Schatten der Türe, die teilweise Gar keine Menschliche Gestalt aufwies und doch ein solches Gefühl vermittelte. Es war nur ein fast unsichtbarer Schatten, aber die Präsenz hatte die Fee doch deutlich wahrgenommen. Sie besaß eine gegenwärtige Präsenz im Gegensatz zu den anderen Gestalten. Sie wollte etwas sagen, doch der Schatten einer wirklichen nebeligen Geisterfigur schien sich von der Tür hinaus in die Dunkelheit des üblichen darauf folgenden Korridors zu gleiten.
„Was...“
Obwohl man in dieser Stille nichts hörte, war ihr Stimmlaut als einziger, der einen Moment lang ertönte und verschallte. Doch er schien die Schattengestalten um sie herum nicht zu erreichen, als wäre Xalvina für sie nicht existent. Doch die Dämonenbeschwörerin kümmerte sich auch nicht mehr um die anderen menschlichen Schattengestalten, sondern schritt nur an ihnen vorbei. Folgend dem viertem Schatten, der anderen Präsenz, welche zu verschwinden schien. Sie eilte mit schnellen Schritten zur Türe hinaus, als sie seitwärts in einen Korridor eintrat, an der ihr gegenüber Fenster übliches Tageslicht hinein strahlten, was sich jedoch kaum vom Mondlicht unterschied. Dem Schatten dem sie gefolgt war, war jedoch verschwunden, wie auch die Küche hinter ihr. Erstaunt sah sie hinter ihr nur die übliche Mauerwand mit dem goldenen – nun silbernen mit einem Touch vom ursprünglichem Gold - Ornamentband und seinen seltsamen Zeichen. Es kam der Schwarzmagierin vor als würde sie durch verschiedene Ebenen hüpfen, was sie sich nicht erkläre konnte. Aber es blieb keine Zeit zum Nachdenken. Auch wenn die fremde gegenwärtige Präsenz nun verschwunden war, so sah sie dort in dem Gang eine andere Menschengestalt entlang laufen, welche ihr den Rücken zugekehrt hatte. Offenbar eine Frau, eine Schwarzmagierin, wie Xalvina nur feststellen konnte, welche unmittelbar ohne wirklich nachzudenken dieser folgte. Aber sie sah nicht wie Amydala oder die Hohepriesterin aus – irgendwie anders. Fremd und doch hatte sie das Gefühl diese Person schon mal gesehen zu haben. Aber wie wollte sie das nur erkennen? Die Gestalt lief weiter den Korridor entlang. Nachdenklich musterte die Fee die Umgebung des Korridors und schaute in die einzelnen vorbei kommenden Türen, in denen meist freundliche Zimmer mit Betten und Tischen standen. Wie die Krankenzimmer ähnelnd. Oder waren es die Gästezimmer? Sie wusste nicht ganz recht, da sie nur ein einziges Mal diesen Korridor zu den Gästezimmer und den darauf anschließenden Krankenzimmern entlang gelaufen war. Sie erinnerte sich noch sehr gut an die erste Zeit im Kastell, als sie die erste Nacht in eins der Krankenzimmer verbracht und ihre Bekanntschaft mit Alei, einem Schwarzmagier und ehemaligen Hofbarden des Königs gemacht hatte. Das alle wirkte bereits schon so entfernt wie ihre Gefühle, die sie am Anfang für dieses Kastell vernommen hatte. Ein Ort wo sie sicher gewesen war. Schutz. Eine empfangende Wärme. Doch dann war sie verschwunden, wie diese Sicherheit. Dann hatte es angefangen. Diese seltsamen Luftzüge und kalten Berührungen. Der Komische Geisterkorridor. Träume. Ihr vermeintliches Brennendes Zimmer. Weshalb, hatte sie nie erfahren. Und nun die aus Stein lebendig gewordenen Dämonen, die sie verfolgt hatten.
Die schemenhafte menschliche Schattengestalt vor ihr bog plötzlich vom Korridor rechts in eine Türe ab. Xalvina hatte nicht mehr geachtet wo sie genau entlang gelaufen waren oder wo sie waren, aber sie folgte der Gestalt einfach in den Raum, der ihr eigentlich nie so richtig aufgefallen war. Es war ein angenehmer Raum, der einem Zimmer glich, welcher einem Zirkelmitglied in Etwa gehören könnte. Ein Bett, ein Nachtschränkchen... aber die Gestalt schien wieder in der Zeitlosigkeit verharrt zu sein und wie sie es bereits schon einmal zu Anfang gesehen hatte, entschwand auch diese Person, der sie nicht ins Gesicht blicken konnte. Alleine stand sie im Zimmer, welches eigentlich eine freundliche Atmosphäre besaß. Doch irgendwie wirkte alles seltsam merkwürdig, als Xalvina erwartend sich umdrehte und in der Türpforte wieder diese Geisterpräsenz wahrnahm. Irgendwie hatte die Fee das Gefühl, das von allem was sie hier sah, diese Gestalt im Gegensatz zu den Anderen sie als Person wirklich wahrnahm. Xalvina begleitete das Gefühl, dass dieser Schatten dort an der Türe sie irgendwie anblickte. Aber was wollte dieser Schatten denn nur?
Wartend beobachtete sie diese seltsame Präsenz die immer in diesem Flimmern eingehüllt war und von der Türpforte wieder verschwand. Seltsamerweise hatte die Fee das Bedürfnis dem Geist oder was es immer auch war zu folgen. Es schien ihr irgendwas zeigen zu wollen, doch Xalvina verstand noch immer nicht was oder warum. Warum sie hier war und seltsame Dinge sah.
Die Dämonenbeschwörerin trat aus der Türe als sie bereits schon wie erwartet in eine neue Räumlichkeit eintrat, welche sich immer – auch wenn an verschiedenen Orten – im Kastell abspielte. Diesmal konnte die Fee nicht erkennen, wo sie genau war und ob sie sich in einem großem Korridor oder abgelegenen Raum befand, aber sie sah ganz deutlich eine zierliche Person auf einer Art Bahre liegen, welche von zwei großen Kerzen beleuchtet wurde. Die Präsenz, welche sie nun als leicht sichtbare Lichtkugel umweht mit mehreren Schleiern wahrnehmen und sehen konnte, schien auf dieses Bild zuzufliegen und verschwand hinter der Bahre in dem nebeligen Schatten. Still und fragend was dies bedeutete trat sie auf die schlafende Person zu, welche offenbar tief und fest schlief. Einen recht langen Schlaf. Einem Bild einer Toten gleichend. Sie schien tot und obwohl auch ihr Gesicht in den Schatten gestellt war, so war sich die Schwarzmagierin sicher, dass sie diese Person bereits schon mal gesehen hatte. Gerade eben, als sie ihr den Korridor entlang gefolgt war. Aber schon vorher irgendwo anders, sie wusste nur nicht wo. Irgendwie war es traurig anzusehen, wie diese Gestalt nun anscheinend gestorben auf der Totenbahre lag. Erst jetzt trat die Magierin zur Seite und sah eine zweite Schattengestalt daneben auf einer Bank sitzen, welche offenbar schon die ganze Zeit dasaß. Nur hatte sie diese bis jetzt noch nicht bemerkt. Auch diese Gestalt kannte sie irgendwoher – erst vor kurzem hatte sie diese Person neulich zusammen mit einem jungem Magier in der Bibliothek dabei zugesehen, wie sie die Thematik der Beschwörung einer Lichtkugel angegangen waren. Nur wirkte er hier ganz anders. Fast verwandelt. Was waren das nur für Bilder die sie hier sah. Waren sie Realität oder nur eine Illusion? Aber warum so verdreht. War es einst Wirklichkeit gewesen....
Vergangenheit?
Die Schemenhafte Geistergestalt mit der eigenartigen gegenwärtigen Präsenz schien noch immer hinter der Totenbahre zu sein, wobei sie zum ersten Mal unter den Schleiern nun eine annähernd Menschliche Gestalt erkennen konnte, die stillschweigend hinter der Toten ihr Gegenüber schwebte. Fragend blickte Xalvina diese an, unschlüssig, was dieses Wesen, was es auch immer war, sagen wollte. Sie sah noch mal hinunter zu der Toten, zu dem Mann neben ihr, ...wieder zur Schattengestalt.
„Ist das hier die Vergangenheit?“
Ihre Worte verloren sich im Echo, doch niemand außer sie selbst schien sie zu vernehmen, denn der Trauernde zu ihrer Seite, bemerkte ihre Anwesenheit nicht. Xalvina erkannte inzwischen, dass sie nicht wirklich in diesen unterschiedlichen Geschehen präsent war sondern nur als Außenstehende diese Bilder beobachten konnte. Sie hatte diese Frage an die Geistergestalt ihr gegenüber gestellt, doch diese gab keine Antwort darauf. Die Fee schüttelte den Kopf.
„Sag mir, ist das hier die Vergangenheit, oder was willst du mir zeigen? Wenn das hier die Vergangenheit ist, was willst du mir damit sagen? Was hat es mit mir zu tun?“
Doch der Geist blieb stumm. Verwirrt, leicht enttäuscht und teilweise unverstanden so blickte sie der Geisterpräsenz gegenüber, die ihr einfach keine Antwort auf ihre Fragen gab. Warum zeigte man ihr diese Dinge, wenn sie wirklich einmal geschehen waren? Weshalb und warum gerade sie? Sie verstand es nicht. Sie blickte nur der Gestalt in die vermeintlichen Augen, als sich das Umfeld und Geschehen wieder um sie herum verzerrte und veränderte, während sich Xalvina sich kopfschüttelnd abgewandt hatte. Sie blickte nun wieder wie bereits am Anfang in die leere Eingangshalle. Nichts. Keine Menschengestalt mehr. Auch als sich die Magierin umdrehte war die noch eben präsente Schattengestalt mitsamt dem Bild der Toten verschwunden. Wieder so schien sie am Anfang zurückgekehrt zu sein. Ihr Kopf war voller tausend Fragen, doch um sie herum war das leere zeitlose Anfangsbild einer leeren monotonen Eingangshalle, mit schwarzen Bildern und tristen Schleiern. Doch – Moment, nun stand die Dämonenskulptur vorne in der Nähe des Eingangsportals, die am Anfang zu ihrem Beginn ihres Daseins als Lehrling des Zirkels dort gestanden hatte. Xalvina hatte nie verstanden, weshalb oder warum diese Statur später durch eine andere Menschenähnlichere Skulptur ersetzt wurde, aber sie war sich sicher, dass sie noch eben hier nicht gestanden hatte. Vielleicht wurde die Dämonenskulptur erst später aufgestellt, aus Gründen die Xalvina wohl nie erfahren würde. Auch erkannte sie nun das Pentagramm auf dem Fußboden, doch sie war sich nicht sicher ob sie nicht schon eben auch da gewesen war. Noch rätselnd über die Geistergestalt, die ihr anscheinend irgendwas vermitteln wollte, so sah sie plötzlich einer leichten Materialisierung einer Gestalt zu, die Zusammengebrochen an der Dämonenstatur lag. Auch diese Schattengestalt mit dem verdunkelten Gesicht regte sich nicht, aber doch schien sie irgendwas Seltsames an sich zu haben, was ihr bekannt vorkam. Die langen Haare zerzaust, die Klamotten zerrissen... ein schlimmer Kratzer an der Brustgegend. Xalvina, die noch eben langsam auch auf diese Gestalt hinzu geschritten war, stockte als sie fassungslos ihren Mund öffnete, aber keinen Ton heraus brachte. Herbei eilte nun eine andere zweite Schattenperson, um sich um diese zu kümmern. Doch das interessierte die Beobachterin weniger. Diese Person, die dort verletzt lag – wieder verharrte auch die Zweite Gestalt in ihren Bewegungen in einer Zeitlosigkeit und schien still wie eine Skulptur zu stehen – diese Person kannte sie sehr genau. Es war niemals anders als sie selbst. Ein komisches Gefühl ging durch ihre Magengegend, als sie sich selbst als eine dieser Schattengestalten sah. Es waren tatsächlich Bilder der Vergangenheit. Die Dämonenbeschwörerin beobachtete sich selbst im Krankenzimmer wie sie dort schlafend im Bett lag. Neben dem Bett stand wieder die schemenhafte Geistergestalt, die jedoch kein Gesicht besaß.
„Wieso zeigst du mir das?
Wieso zeigst du mir die Vergangenheit? Hat das überhaupt eine Bedeutung oder Grund weshalb ich Zeuge dieser einzelnen Fragmente der Vergangenheit werde? Was habe ich damit zu tun? Wieso bin ich hier und ausgerechnet ich?“
„Was wird in der Zukunft sein?“
Bei der letzten Frage jedoch schien sich die Geistergestalt sich langsam aber sicher aufzulösen. Starr und verstört sah sie zu, wie sich diese Schleierhafte menschliche Lichtgestalt wieder zerfloss, wobei sie nur langsam den Kopf schüttelte.
„Nein geh nicht. Sag mir doch warum du mich hier her geschickt hast. Wieso sehe ich dies hier und weshalb sehe ich es? Was wird in der Zukunft sein?“
Xalvina lief auf die zerfließende sich auflösende Gestalt zu, doch bevor sie sich ihr nähern konnte, war diese bereits auch schon wieder in der Luft verschwunden. Stattdessen hatte sich das Bild des Krankenzimmers aufgelöst und sie war in ein neues Bild hinein gerannt, was eine neue Szene der Vergangenheit zeigte, welche sich auf dem Innenhof des Kastells abspielte. Dabei war der Himmel doch seltsamerweise von dicken Nebelschleiern umhüllt, während sich die große Esche anscheinend im Wind bewegte, obwohl kein Windzug zu spüren war. Denn die alten herumliegenden Blätter des Innenhofs lagen unbewegt und unberührt auf dem Boden und auch das Wasser des Brunnens schien sich nicht zu rühren. Wieder zwei Schattengestalten saßen auf einer Bank und schienen sich zu unterhalten, doch die junge Frau wollte nicht mehr weiter das Spiel des Geistes weiter mitspielen. Sie wollte einfach nicht mehr herumrätseln und in ewig neue Zeitschleifen der Vergangenheit eingebunden werden um alte Vorgänge zu sehen oder zu beobachten. Sie wollte Antworten auf ihre Fragen, sie wollte heraus aus diesem Kreislauf.
„Was wird in der Zukunft sein?“
Wieder wiederholte die junge Magierin trotzig ihre Frage und schaute dabei hinaus nach oben in den Nebeligen Himmel, dessen Nebel sie wieder umhüllte und sie in eine neue Szene setzen wollte. Aber Xalvina wollte das gar nicht mehr sehen.
„Was wird in der Zukunft sein?“
Sie schrie lauter. Hinein in die Endlose Leere in der Hoffnung, dass die Geistergestalt sie erhörte und ihr endlich ihre Frage beantwortete. Sie wollte eine Antwort – sie verlangte dass die Präsenz ihr zuhörte, anstatt es immer nur sie tat. Sie wollte einfach nicht mehr zuhören, eigentlich wollte sie raus. Raus aus diesen Illusionen der Vergangenheit, raus von den sich ewig neu beginnenden Szenen. Raus aus diesem Traum. Ihrem Traum? Oder des einen Anderem? Über diese Frage nachzudenken, erschien ihr langsam unheimlich. Sie wollte einfach aus diesem Alptraum aufwachen, doch es ging einfach nicht. Sie wusste nicht einmal ob dies Realität oder Traum war. Wieder erschien eine neue Umgebung um sie herum, doch sie musterte oder beobachtete diese gar nicht mehr. Sie verschloss die Augen, und öffnete sie wieder wobei sie merkte, dass die neuen Bilder der Vergangenheit nun schneller fast wie Gedankenblitze vor ihren Augen erschienen und Gingen. Immer in den Bildern die seltsame Geistergestalt von Nah und Fern. Ihr kam es so vor, als drehe sie sich im Kreis. Einem Kreislauf. Alles drehte sich ständig um sie herum. Einem wilden Karussell. Die junge Frau packte sich beide Hände zu Fäusten geballt an den Kopf an beide Ohren und senkte schützend ihren Kopf, als sie ihre Augen zukniff. Sie wollte das alles nicht mehr sehen. Sie wollte einfach nicht mehr. Es machte sie wahnsinnig.
„Lass mich hier Raus. Ich will nichts mehr sehen, hörst du. Dies ist nicht existent. Das alles – einfach nicht reell. Dies ist nur eine Projektion, ein Traum. Lass mich hier Heraus aus dem kommen und gehen der Zeit. Lass mich gehen.
Wenn dies die Vergangenheit war, was wird die Zukunft sein?
Warum kannst du mir nicht einfach diese Antwort beantworten?Antworte mir!
Wenn du mir nicht antworten kannst, dann
Lass mich in RUHE!“
Ein Lauter Knall, als würde sie in eine endlose Leere fallen. Einen Moment ein furchtbarer Schmerz einer riesigen Last, der sich auf ihren Kopf ausbreitete. Ein Augenblick eines gewaltigen Drucks der sich dann schlagartig auflöste. Dann herrschte Stille.
Mit einem Schreck so öffnete die Schwarzmagierin plötzlich ihre Augenlieder, als sie sich erhob. Ihre aufgerissenen Augen starrten eine Weile in die Dunkelheit, als sie laut ihr Atemkeuchen vernahm. Sie fühlte sich nass und schweißgebadet, als sie merkte, dass sie auf etwas weichem saß. Saß. Sie blinzelte in die Dunkelheit und sah die wenigen Mondstrahlen aus dem Fenster zu ihrer Seite. Fenster? Die Schwarzmagierin blickte umher und erkannte die schemenhaften Konturen von Schränken und kleinen Tischen, einem Spiegel und dunklen gezogenen Gardinen. Zudem war es stickig und heiß. Sie registrierte, dass sie in ihrem Gemach war und gerade wohl geschlafen haben musste, denn sie saß nun kerzengerade vor Schreck aufrecht in einem dünnen üppigen Seidennachthemd mit tiefen Ausschnitt im Bett, die Bettdecke ein wenig aufgerollt und ihre zwei großen Kissen hinter ihr zerknittert. Hatte sie geschlafen? Die Fee packte sich an den Kopf und Stirn und wischte sich einmal mit der Handfläche durchs Gesicht. Ein Alptraum? Ein Traum... sie war wirklich in ihrem Schlafzimmer. Die linke Hand glitt durch die Bettdecke, die sich Warm und Sanft anfühlte. Die Monotonie schien mit dem Alptraum verschwunden zu sein, denn sie erkannte in ihrer Bettwäsche das Violett. Doch wollte sie sich nun wieder hinlegen? Nachdenklich blickte sie zum Kissen hinter ihr zurück, als sie sich ihre nassen klebrigen Haarsträhnen aus dem Gesicht wegwischte. Nein. Sie wollte sich nicht wieder hinlegen. Dazu war sie nun zu hellwach oder wurde es zumindest. Irgendwie fürchtete sie sich innerlich auch ein wenig noch von dem Alptraum, dass sie wieder in diese Fänge geriet. Es war doch nur ein Traum, aber er hatte sehr real auf die junge Frau eingewirkt. Fast ein wenig beängstigend.
Sie wusste nicht wie spät es war, als sie die Bettdecke zur Seite schob, sich von dem Schutz der wärmenden Decke entzog und von der Bettkante her aufstand. Sie verschränkte die Arme dabei als sie die ersten Schritte mit nackten Füßen über den Teppich machte, der unter ihrem Bettgestell lag. Sich beruhigend so zog sie die Luft des Zimmers ein, aber ihre Kehle schien ausgetrocknet zu sein, sodass sie sich nach einem frischen Schluck Wasser sehnte. Auf dem Tisch stand nur die Silberne Kanne mit Roten Wein, doch das reichte Aus, als sie den Wein in einen zugehörigen Silberkelch kippte. Nachdenklich so hörte sie dem Plätschern des Weins zu, wie er sich in den Kelch ergoss und noch mehrmals hin und her schwankte, während sie die Kanne wieder auf den spiegelglatten dunklen Holztisch stellte, der vom Mondlicht behellt wurde. Zwar nahm die Fee den Kelch mit dem Roten Wein, der in der Dunkelheit so gut wie Schwarz aussah, doch irgendwie zögerte sie noch. Sie dachte noch immer an den Traum, der ihr irgendwie keine Ruhe ließ. Draußen strahlte durch die weißen dünneren Gardinen das helle Mondlicht herein, welches der Wein reflektierte. Draußen... wieder schweiften ihre Gedanken vom Traum hinfort zu einem Menschen, der dort draußen irgendwo nun in der Wildnis sein musste. Sie fragte sich ob er schlief. Seelenruhig. Oder ob er vielleicht auch irgendwo wach dasaß und über irgendetwas nachdachte. Vielleicht auch über ...sie? Gedankenverloren so wollte die Dämonenbeschwörerin zum Trinken ansetzen als sie sich zufälligerweise zum Spiegel umdrehte. Doch dort war kein Spiegelbild. Der Spiegel zeigte nur ein sauber gemachtes Bett, dessen Kissen glatt und unbenutzt aus der Decke hervor lugten. Auch der Kelch den Xalvina in der Hand hielt, stand im Spiegelbild noch immer auf dem Tisch, aber nicht in ihrer Hand. Misstrauisch und etwas fassungslos starrte sie ungläubig in den Spiegel, welches nicht ihr Spiegelbild zeigen wollte. Stattdessen zeigte der Spiegel jedoch was ganz anderes, was unmittelbar nun in ihrer Gegenwart geschah. Eine seltsame quellende Masse wie eines schweren Sirups so begann die Decke davon getrieft, langsam die Wände entlang zu laufen. In dem Glucksen der Masse, drehte sich die Magierin nur fassungslos um, während sie zusah wie dieses Gerinnsel die Wände entlang hinunter rollte, was sie sehr stark als dunkelrotes – in der Dunkelheit als schwarzes Blut wahrnahm. Konsterniert so ließ sie den Kelch mit dem roten Wein hinunter fallen, der sich immer mehr zeitlupenartig hinunter drehte. Aber während dies geschah, hatte sie inzwischen genug von diesen Seltsamen Dingen in ihrem Umfeld. Panik regierten allmählich ihre Gedanken, als sie durch die Türe des Schlafzimmers in das eigentliche Wohnzimmer eintrat, was von dem selbem Fluch heimgesucht wurde. Sie wollte aus dem Zimmer hinaus, sodass sie hektisch die Türklinke ergriff und sie öffnete. Doch draußen schien sich nicht der übliche Korridor entlang zu winden, der sich in der Dunkelheit in der Ferne verlor. Stattdessen sah sie nur einer weiten lodernden Feuerebene entgegen, die ihr üblicherweise schon recht bekannt vorkam, da diese Feuerebene schon öfters in ihren Träumen erschienen war. Und nun stand sie wieder vor ihren Augen, wie ein Portal zur Hölle. Sie konnte nicht hinaus, doch auch nicht zurück. Von der Tür sich hektisch abwendend so sah sie wieder die schemenhafte Geistergestalt vor ihr inmitten des verfluchten Zimmers schweben. Xalvina wusste nichts zu sagen, nur dass sie eine innerliche seltsame Furcht ergriff. Es war ein Alptraum aus dem sie einfach nicht entkam, es war ein Alptraum in einem Alptraum. Und sie steckte mitten drin gefangen, verfolgt von Dingen die für sie unfassbar wurden.
Sie sah nur noch in dem leeren Gesicht der Gestalt vor ihr plötzlich ein schemenhaftes Gesicht, als nur noch in ihrer Konfrontation ein paar letzte Gedankenblitze erfolgten. Dinge die sie selbst betrafen oder betreffen würden, aber nicht verstehen konnte.
Nur eine Stimme sang aus der Ferne ihr fremde Worte zu, doch die Bedeutung kannte sie nicht. Sie blieb ihr nur im Gedächtnis...
„Eo nath´ra...quaerthuriae...a´thuria...“
...
Langsam öffnete sie unter Schmerzen die Augen. Nass klebten einzelne schmutzige Haarsträhnen durchs Gesicht, als sie mit den Wimpern zuckte. Sie spürte starke Schmerzen an ihrer Schulter, Bauch und vor allem am Rücken. Vor ihr lag nur ein verschwommenes Bild, sodass sie mehrmals ihre Augen zukneifen musste, damit das Bild klarer wurde. In der Ferne vernahm sie das Plätschern von Wasser, während aus ihrem Mund weiße Atemwolken hinaus stiegen. Ihr Gesicht wurde von spiegelnden ständig gebrochenen schwachen Lichtreflexen beleuchtet, was von dem umliegendem Wasser kam, was unmittelbar in ihrer Nähe wie ein dunkles Gebräu entlang floss. Ihre Haare waren nass und ihr Körper umrahmt von schweren Schmerzen. Sie blickte in die Dunkelheit, welche von spärlichen hellblauen Fackellichtern zu ihren Seiten weit entfernt ein wenig verdrängt wurde. Über ihr kreisten nur schwach die grün-türkisen Pustelchen, doch ihre zwei Lichtkugeln waren noch neben ihr, welche verantwortlich für das glitzernde Wasser neben ihr waren. Eine Hand so spürte die Fee erst jetzt, dass sie im Wasser lag, während ihr Körper von einer eisigen Kälte ummantelt wurde, die fast ihren Atem nahm. Langsam so versuchte sich die geschwächte Dämonenbeschwörerin zur Seite zu Rollen, wobei ihr noch mehr Haarsträhnen ins Gesicht fielen. Ihre Augen blickten in der Dunkelheit jedoch auf einen Totenschädel neben ihr, wobei sie sofort ihren Kopf ein wenig zurück nahm und voller Schmerzen versuchte sich zu erheben. Doch dies scheiterte zunächst, sodass sie nur unter Anstrengung und Vorsicht sich langsam aber sicher in eine Sitzposition verhalf, indem sie sich an einen großen Stein zu ihrer rechten anlehnte. Geschwächt und ausgelaugt so wischte sie nun die nassen und teilweise verstaubten Haarsträhnen aus dem Gesicht wischte. Ihre Lippen waren fast eisblau, ihr Gesicht unterkühlt und Schmutzig wie ihre Hände. Sie zog ihre Nase hoch und hustete kurz als sie aufsah um sich herum alte Totenschädel um sie herum blickte und hinunter auf eine Pfütze blickte, in der sie gelegen hatte. Sie zeigte ihr verwahrlostes Spiegelbild, die teilweise durcheinander geratenden hochgesteckten Haare und ihre zerrissene Kleidung, die von Schmutz übersäht war. Sie glich einer unterkühlten Leiche als sie aufstand um sich zu vergewissern wo sie überhaupt war, ohne sich wirklich über die Knochen und Totenschädel zu ekeln. Sie blickte lustlos und gezeichnet von der Anstrengung in einen weiten dunklen großen Kellersaal mit vielen Abwasserkanälen und schmutzigen Bergen, wo meist Knochen oder andere nicht erkennbare Dinge lagen. Die Fee blinzelte nur. Sie hatte keine Ahnung wo sie wirklich war. Vermutlich irgendwo sehr weit Tiefunten im Keller des großen Kastells. Aber unter den Schmerzen und des verwahrlosten Spiegelbilds wusste sie zumindest eine Sache definitiv genau :
Dies war kein Traum.
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| 15.02.2004 17:34 | #259 |
| blutfeuer |
still war es im kastell, als blutfeuer und ihre begleiter eintrafen. fast so, als wären die anderen dämonenbeschwörer alle im koma im sumpf zurück geblieben.
selbst die skelette am eingang hatten sich merkwürdig verhalten. dass sie verstummten, war blutfeuer ja gewöhnt. sie war wahrscheinlich die einzige, vor der diese klappermänner so etwas wie respekt verspürten. das war aber durch einen harten kampf entstanden und blutfeuer hatte als trophäe einen unterschenkel im gepäck.
"willst du ihn wieder?" blieb sie fragend vor dem knochenmann stehen.
"oh das wäre zu gütig"
es klang, als würde das gerippe den satz durch die nicht vorhanden zähne quetschen.
blutfeuer kramte in ihrem beutel und zog nach einigem suchen das besagte stück hervor und hielt es dem gerippe hin. das griff danach und drehte oder jedenfalls machte es irgendwie wieder an sich fest.
"pass auf, dass du das richtig herum machst. so ist es jedenfalls falsch."
damit ließen die vier das tor hinter sich ins schloss fallen und betraten die halle.
"he ihr kopfzerstörer! hier ist besuch, der quartier benötigt und ein kräftiges essen."
kaum ausgeprochen erschien vor den vieren ein dämon, der sich nicht von der stelle rührte.
"ok, legt was in die schale des steinernen ungeheuers dort und seht zu, dass dieses wesen die gabe auch annimmt, dann wird sich das kastell auch als gastfreundliche herberge erweisen."
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| 15.02.2004 17:39 | #260 |
| meditate |
die magierin kam aus ihrem zimmer und ließ sich von den dämonen kurz unterrichten. sie war gut ausgeschlafen und mental endlich in der lage, sich dem hilias mitsamt seinem eigenartigen mitinhaber des körpers zu stellen.
"bleibt bei mir, das kann gefährlich werden."
der dämon sandte ihr eine beruhigende botschaft und dann begab sich meditate endlich zum zimmer oder besser gesagt zur zelle des hilias.
die dämonen vor der tür entließ sie und als sie die zelle betrat, auch die dämonischen wächter. sie hatte ja ihren schattendämon bei sich, der sie vor jeder gefahr abschirmen würde.
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| 15.02.2004 17:52 | #261 |
| elpede |
elpede fragte erst gar nicht, warum die Amazone den Knochen eines Skelettes bei sich trug oder wie sie da rangekommen war. Jedenfalls ersparte die Rücknahmeaktion der Gruppe die üblichen dummen Sprüche der beiden Kastellwächter, und sie konnten ungehindert eintreten.
Dann, als blutfeuer postwendet ihre Ankuft verkündet hatte und dabei so laut war, dass man sich sicher sein konnte, dass auch das letzte Viech in irgendeinem unentdeckten Teil dieses Gebäudes Bescheid wusste, erschien einer dieser Dämonen aus dem Nichts.
'Denk´ nicht mal daran, in meinem Kopf zu denken', dachte elpede. Er verspürte keine Lust auf eine Unterhaltung mit diesem Wesen. 'Sprich´ mit dem da', er nickte in Richtung Burath, 'Der kennt das noch nicht. Den kannst du quälen, wie du lustig bist.'
Dann legte er einen Beutel auf die kleine Waagschale in der Hand dieser hässlichen Statue, die so aufdringlich & auffällig in der Mitte der Halle platziert war.
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| 15.02.2004 17:52 | #262 |
| Hilias |
Der Körper des Gehängten saß zusammengekauert in einer Ecke des Raumes, hatte die Knie dicht an den Körper gezogen und blizete gierig durch dan Raum zur Tür. Dort war endlich die Hexe erschienen. Doch sie war nicht allein. Auch ihr stand wieder einer dieser Dämonen zur verfügung. Langsam zweifelte der Gehängte daran, ob es so klug gewesen war, hier das Schlachtfeld zu wählen und eine Schlacht stand ihm zweifellos bevor. Eine verbale Schlacht, eine die mit dem Verstand geführt wurde. Jeder Narr vermochte mit einem Schwert um sich zu prügeln, aber der ware Krieger schlug mit der List und Verschlagenheit seines Geistes zu. Langsam erhob er sich. Seine Glieder schmerzten, sein Kopf dröhnte, doch er wollte nicht vor einem Weibsbild im Dreck liegen bleiben.
"Wie geht es dem Goldstück?" fragte der Gehängte bewußt provokant. Vielleicht wusste die Hexe von den Ereignissen vor dem Kastell, vielleicht auch nicht. Sie reagiert jedenfalls nicht auf seine Frage. Der Gehängte überlegte kurz. "Ich würde gerne woanders hingehen, wenn es euch recht ist. Dieses Loch hier steht einem Palaver zwei so hoher Geister wie uns doch nicht schicklich an." sprach der Gehängte und holte seine beste Kinderstube aus den Gedächnisspeicher des Steinmetzes hervor. Das rückratlose, wurmgesichtige Madenhirn von Steinmetz war immer noch bewusstlos. Das war gut. So hatte der Gehängte einen freien Rücken."Ich würde euch also gerne zu einem Glas Wein einladen" sprach der Gehängte lockend. Er war zum zerreisen gespannt, ob die Hexe auf seine Einladung einging.
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| 15.02.2004 18:13 | #263 |
| meditate |
"warum sollte ich mit dir trinken gehn? du bist kein freund, du bist nicht mal ein wesen, dass ich achten oder für voll nehmen kann. du bemächtigst dich eines fremden körpers und willst dann noch dispute führen? mach dich nicht lächerlich."
die magierin musterte den armen hilias aufmerksam.
"lass ihn los und such dir einen anderen wirt, wenn du nicht alleine existieren kannst. allerdings kann ich dir versichern, dass ich auch schon mit geistern gesprochen habe."
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| 15.02.2004 18:25 | #264 |
| Hilias |
Also begann es mit einem Patt. Der Gehängte hörte den Worten der Hexe aufmerksam zu und suchte einen Riss oder eine Kante, an dem er den Hebel ansetzen hätte können. Alle Anhänger der Magie hatten das Laster der Neugier und des Wissensdurstes in sich. Es galt nur, den wunden Punkte der Hexe zu finden. So würde es also nicht über schmeichelnde Wort funktionieren. Wie war sie dann zu packen.
"Ich bin kein Parasid oder fremder Geist. Dieser Körper gehört rechtmässig mir, der Wurm von einem Steinmetz ist nur ein Gast, den ich dulde. Mehr nicht. Wenn ich diesen Körper verlassen würde, wäre sein Schicksal ohnehin besiegelt. Er kann nicht ohne mich, ich nicht ohne ihn exestieren."
Das würde zu nichts führen. Er musste langsam die Kurve kriegen, bevor die Hexe begriff, was vor sich ging.
"Doch lasst den Steinmetz vorerst meine Sorge sein. Er ist gesund und munter. Er hat mich als Füher unseres Körpers anerkannt und nur führere ich seinen Willen aus. Und ich will mit euch reden. Will euch einen Vorschlag unterbreiten, der zu unserei beider Vorteil gereichen mag. Wenn wir uns bitte woanders hinbegeben könnten? Vielleicht in den Hof des Kastells?" Sein Blick fiel auf den Dämon. "Kann dieses...Wesen meine Gedanken lesen? Wenn ja, so wird er erkennen, das ich keine Pläne gegen die Magier oder das Kastell schmiede." Das stimmte sogar. Er hatte nur wenig Interesse an den hier lebenden Bücherwürmern, ihren blubbernden Kesseln und Fläschen. Doch er brauchte ihre Hilfe. Für etwas anderes...größeres.
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| 15.02.2004 18:40 | #265 |
| meditate |
"hmm, dann werden wir einfach ins refektorium gehen. ich bion der meinung, dass hilias ein bisschen was zu essen gebrauchen kann, du ja sicher nicht.
im übrigen musst du mir nichts vormachen. ich weiß, dass hilias ein normaler mensch ist und du nicht. und nur normale menschen sind rechtmäßige eigentümer von körpern. du musst dich also nicht bemühen, mir etwas vorzumachen. außerdem hab ich keine vorbehalte gegenüber geistern oder ähnlichen nichtmenschlichen geschöpfen. ich lebe in einem haus der dämonen, vergiss das nicht."
die magierin blickte zum schattendämon zurück.
"ich weiß nicht, ob er sehen kann, was du denkst, du bist kein mensch. bei menschen kann er das. es ist auch nicht wichtig. ich kann sehen, was du vorhast, wenn auch nicht im detail."
die magierin winkte dem dämon zu, der daraufhin die tür öffnete und die beiden gingen in richtung refektorium.
es war um die zeit nur spärlich besucht, denn die zeit der magier war gerade auf aufwachen gesprungen. so konnte meditate auf die sitzgruppe am klamin zusteuern und ließ sich in einen der hochlehnigen, mit leder bezogenen stühle sinken.
im selben moment loderten die flammen im kamin auf und begannen, gierig an einem birkenscheit zu nagen.
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| 15.02.2004 18:48 | #266 |
| Burath |
Ein kleines Päckchen fiel in die Schale. Darin war eine gewisse Menge Sumpfkraut die Burath aus dem Sumpflager mitgenommen hatte. Gestern wurde regelrecht damit um sich geworfen, doch er selbst hielt nicht viel davon sich dem Rausch hinzugeben. Zumindest hatte der Krieger so die Möglichkeit gehabt eine ansehnliche Menge zu sammeln die er gut hätte verkaufen können. Nun würde das Kraut eben so seinen Zweck erfüllen. Trockene Unterkunft und eine warme Mahlzeit lockten. Sich eine solche Gelegenheit entgehen zu lassen wäre ebenso törricht, außerdem besaß Burath nichts anderes von Wert was er hätte geben können. Seine Kleidung und Waffen waren ihm teuer und lieber würde er die Nächte draußen im Wald verbingen als sie wegzugeben.
Stirnrunzelnd trat Burath einen Schritt zurück, diese merkwürdige Gestalt aus Stein noch immer mit seinen Augen fixierend. Das alles war ihm ziemlich suspekt und er riet sich zur Vorsicht. Ohne sich großartig weiter umzusehen gesellte sich Burath wieder zu Blutfeuer und den anderen. "Nett.."
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| 15.02.2004 18:50 | #267 |
| blutfeuer |
das mädchen legte ein bisschen erz in die schale, das sie bei sich hatte und dann konnten die vier einem dämon folgen, der sie zu den sammelunterkünften führte. dort warfen sie ihr gepäck auf die hocker und leila legten sich sofort nieder, um wohl den rest ihres rausches vom vortag auszuschlafen.
blutfeuer, elpede und burath gingen ins refektorium. blutfeuer erklärte den beiden männern die funktionsweise und das bestellsystem des kastells und dann setzten sie sich.
blutfeuer hatte zwar registriert, dass ihre freundin meditate am kamin saß, aber ein warnender blick hielt sie davon ab, sich dazu zu setzen.
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| 15.02.2004 18:57 | #268 |
| Rhodgar |
Rhodgars Gemütslage glich einem Kartenspiel, dessen Sinn es war, zwei gleiche Kärtchen unter vielen zu entdecken. Er wusste nicht genau, wie er sich fühlen sollte, wie er zu fühlen hatte oder wie es von ihm erwartet wurde zu fühlen. Vielleicht musste er dies ja auch gar nicht. Egal. Er würde es trotzdem tun. Doch immer wieder war er auf der Suche nach etwas, eben wie beim angesprochenen Spielchen. Vielleicht war dieses Etwas ja das Patent-Rezept für richtiges Fühlen, welches er verdammt nocheinmal gebraucht hätte.
Denn noch nie war er so verwirrt durch die Welt gelaufen, wie es in den letzten Tagen der Fall gewesen war. Geblendet von Emotionen wie Hass, Neid und Wut, waren Empfindungen wie Zuneigung und Zufriedenheit in der letzten Zeit immer weiter abgeklungen. Wut auf sich selbst, diesen wiederlichen Kauz, der wohl irgendwo in einer Zelle schmorte, und einfach alles. Neid auf die Normalen Menschen, die sich nicht mit solchen Problemen abzuplagen hatten, die sich ein lustiges Leben im Freudenhaus von Khorinis machten. Und den Hass verspürte er wieder auf eben jenes Wesen, dass Rena beinahe so geschändet hätte.
Vielleicht ließ es sich so erklären, dass er zur Zeit zähneknirschend durch die Gänge schlich, und wenig später die Tür zum Refektorium aufschlug. Keine Beachtung dem überlauten Knallen, das war ihm immoment so ziemlich egal. Eigentlich wusste der Schwarzmagier ja, dass er in purem Selbstmitleid verfiel, doch war es einfach zu angenehm, sich dort drin zu sulen.
Grummelig schlurfte er durch den Raum, den Blick auf den Boden gesenkt. Wäre er da doch nur geblieben. Eine kleine Kopfbewegung, und seine sowieso schon zerüttelte Psyche erlitt beinahe einen Schlag. ER! HIER! Wie konnte...
Er ließ die Gedanken unausgesprochen (oder unausgedacht, je nachdem), und ließ sich stattdessen völlig von seiner aufschäumenden Wut leiten. Natürlich hatte er gewusst, dass er sich zwangsläufig nocheinmal mit diesem Kerl konfrontiert sehen musste, irgendwann. Doch in seinen Vorstellungen hatte das eher so ausesehen, dass der Mann ausgehungert in einem Zimmer lag. Doch dass dieser nun anscheinend bei bester Gesundheit (man konnte es nicht genau ausmachen, schließlich sah Rhodgar nur den Rücken des Mannes) im Refektorium umhergehen würde, dass haute ihn aus den Stiefeln.
Wie gelähmt stand der Schwarzmagier in der Mitte des Saals, unschlüssig, was zu tun war. Doch nach und nach gewann der Zorn die Oberhand. In seinen Augen funkelte es, während er schnellen schrittes auf die Kreatur zuging."IHR!"
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| 15.02.2004 19:05 | #269 |
| Hilias |
Der Gehängte setzte sich in dem Sessel und strich mit einem verträumten Ausdruck in den schwarzen Augen über das weiche Leder.
"Fein habt ihr euch hier eingerichtet. Muss ich schon sagen." sagte er. Das Gesicht der Hexe blieb unbeeindruckt.
"Ja, ihr habt recht. Wir sollten zur Sache kommen. Doch vorerst würde ich das angebotene Essen gerne zu mir nehmen. Hab ich das einen Wunsch frei?" fragte der Gehängte frech und grinste teufelisch. Es machte ein heiden Spass, die Grenze auszutesten. Mal sehen, wie schnell sich das Weibsbild provozieren ließ.
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| 15.02.2004 19:14 | #270 |
| meditate |
"nehmt nur, es wird euch serviert, was ihr wünscht, wenn es angemessen ist. ihr seid kein willkommener gast, beachtet das bitte. und - sprecht es lieber aus. ich sagte ja schon, ich weiß nicht, ob die dämonen in eurem kopf lesen können."
meditate hatte dann den ausruf von rhodgar gehört und sah jetzt das funkeln in seinen augen. schnell erhob sie sich und hob gebieterisch die hand.
"halt ein rhodgar, berühre den mann nicht. er gehört nicht dir und er gehört auch nicht sich selbst. ich übernehme das."
als rhodgar sich trotzdem weiter näherte, hob meditate auch die zweite hand, in der sie ihren stab hielt, der gefährlich zu knistern angefangen hatte.
"keinen schritt weiter rhodgar, ich will dir nicht weh tun!"
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| 15.02.2004 19:22 | #271 |
| Rhodgar |
"Bitte geht beiseite, ich will euch ebenso wenig antun!"
(Im selben Moment fiel ihm ein, dass er wohl nie in der Lage sein würde, einer solchen Frau wehzutun. erstens ging dies über seine Prinzipien, und zweitens hätte er in einem direkten duell wohl eh nichts ausrichten können, doch das alles konnte er jetzt nicht zugeben.)
"Ihr wisst nicht, was dieses Subjekt getan hat. Bitte, geht beiseite!" Natürlich wusste meditate alles, war über alles unterrichtet. Ist doch klar, schließlich war es als Hüterin ihre Aufgabe, davon in Kenntnis zu sein. Doch zu solch logischen Denken war der Schwarzmagier nicht mehr fähig, gesteurt von all den angestauten Emotionen, und in gewisser Weise durch meditates Worte sogar noch angestachelt, machte er Anstalten, sich einfach an der Frau vorbeizudrängen.
Ja, jugendlicher Elan, Ehrgeiz und Reizbarkeit, das waren Tugenden, mit denen Rhodgar leben musste. Bislang war ihm das auch ganz gut gelungen, doch (natürlich dachte er darüber ebnfalls nicht nach) wie lange würde er wohl noch leben, wenn er sich auf so grobe Weise den Anweisungen der Hohepriesterin widersetzen würde?
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| 15.02.2004 19:33 | #272 |
| elpede |
Da schien sich ja eine heikle Situation anzubahnen. Die Hohepriesterin gegen einen jungen Schwarzmagier. Sowas war zunächst einmal nichts neues, zumal elpede den jungen Schwarzmagier als denjenigen wiedererkannte, der bei seinem letzten Besuch vor einigen Wochen unter dem tosenden Applaus seines Lehrmeisters einer "Kollegin" - wenn der Ausdruck denn passend war - den Hut mit einer Flamme zerschossen hatte - während sie diesen getragen hatte, wohlbemerkt.
Aber irgendetwas sagte ihm, dass diese Situation weit ernster war. Die beiden Magier waren offenbar bereit, wirklich aufeinander loszugehen. Das konnte ja nur böse enden, und so sprangen elpede und blutfeuer gleichzeitig auf.
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| 15.02.2004 19:38 | #273 |
| meditate |
meditate musste es nur denken, da hatte der schattendämon den magier bereits mit einer unsichtbaren fessel an den stuhl geheftet, vor dem er gerade gestanden hatte.
"reiß dich zusammen. das ist keine sache, die du klären kannst. das mach ich. ich bin die hüterin und du hältst dich jetzt zurück!"
meditate konnte sich jetzt unbeeindruckt vom tobenden jungmagier wieder mit dem gehängten befassen, der wein geordert hatte und sich plötzlich mit wasser konfrontiert sah.
"die dämonen werden wohl der meinung sein, dass alkohol im moment nicht zuträglich für hilias ist."
schadenfroh grinste meditate den gehängten an und prostete ihm mit einem pokal funkelnden rotweins zu.
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| 15.02.2004 19:47 | #274 |
| elpede |
Die Situation schien wieder unter Kontrolle, und blutfeuer setzte sich wieder und deutete ihm an, dasselbe zu tun. Der junge Schwarzmagier war plötzlich von einer unsichtbaren Macht auf einen Stuhl gedrückt worden, wo er nun regungslos verharrte, nachdem er sich eine Weile vergeblich gewunden hatte, wohl in der Hoffnung, die unsichtbaren Fesseln irgendwie abstreifen zu können, während sich die Hohepriesterin wieder dem Mann am Kamin zugewandt hatte, um den es bei diesem Streit offenbar gegangen war, auch wenn elpede nicht verstanden hatte, worum es dabei eigentlich ging. Es schien aber sehr wichtig zu sein, wenn man den Worten der Hohepriesterin Glauben schenkte, die den jungen Schwarzmagier zurechtgewiesen hatte, dass dies eine Sache der Hüterin sein und er sich zurückzuhalten habe.
Interessiert betrachtete der Wolfszüchter diesen Mann. Irgendwie wirkte er abwesend, obwohl er da war. Er sprach seltsam, irgendwie bissig, mit einem Hang zum Sarkasmus, und ein leichtes Grinsen umspielte seine Lippen.
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| 15.02.2004 19:55 | #275 |
| Rhodgar |
Verzweifelt wandt sich Rhodgar, doch er konnte zappeln wie er wollte, los kam er ganz sicherlich nicht, jedenfalls nicht, wenn er weiter einen Aufstand machte. In gewisser Weise hatte meditate ihm durch die Vorsichtsmaßnahme einen Gefallen getan. Denn wenn er hier so gefesselt war, blieb es ihm unmöglich, irgendwelche Dummheiten anzustellen (was er sonst mit Sicherheit getan hatte). Trotzdem war dies alles kein Grund, nicht noch ein bisschen weiter zu wüten. Dabei richtete sich kein einziges Wort gegen die Hüterin, dafür flogen umso mehr verbale Ausdrücke diesem Typen entgegen, der jetzt gierig auf das Weinglas starrte.
Bei diesem Anblick musste der Schwarzmagier auflachen, und vergaß für kurze Zeit seinen Groll. So wie es aussah, war dieser Mann nicht gerade dem Alkohol gegenüber abgeneigt. Belustigt durch die Vorstellung, wie meditate auch ihn einer Radikaltour unterzog, grinste Rhodgar so vor sich hin, bis ihm wieder einfiel, das er seinen Gegenüber ja beschimpfen musste. Da fielen schon einmal Worte wie "Dreckssack". Erst als er einen wirklich bedrohlichen Blick meditates erntete, schloss er mit seinem Wutausbruch ab. War ja sowieso sinnlos, wenn nicht gar lächerlich.
Und wie als wenn jener Blick mit einer schallenden Ohrfeige gleichzusetzen war, kehrten nun langsam auch alle Vernunft in ihn zurück. Gewiss verhielt sich kein Magier so, wie impulsiv er auch immer veranlagt sein mochte. Er würde schon noch Gelegenheit bekommen, für das Erlebte Rache zu nehmen.
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| 15.02.2004 20:15 | #276 |
| Hilias |
Der Gehängte schlürfte das schahlschmeckende Wasser und kaute auf dem Brot, das ihm wie von Geisterhend serviert worden war. Dann und wann hob er den Blick und bedachte den Magier mit einem boshaften Grinsen. Die Hexe wartete schweigsam, das der Gehängte sein Mahl beendet.
So verbrachte die ungleiche Runde die nächsten Minuten in spannungsgelandem Schweigen. Dann, endlich, hatte das gerade zu königliches Mahl des Gehängten ein Ende gefunden.
"Also, zur Sache. Ich bin zu euch gekommen, um euch um Hilfe zu bitten. Es geht um einige Tränke besonderer Art. Diese brauche ich und ihr könnte sie mir sicher beschaffen."
Der gefesselte Magier lachte laut auf, die Hexe schwieg eisern und ließ sich keine Gefühlsregung anmerken.
"Du kommst zu uns, dringst aufs Schändlichste Weise bei uns ein und erwartest, das wir dir auch noch helfen?" schnauzte der Magier giftig. Der Gehängte überlegte kurz.
"Ja, das ist die Situation in der wie uns befinden. Ich brauche drei Tränke. Der erste soll meinen Körper in eine Starre versetzen, so das jeder annimmt, ich wäre ohne Leben. Der zweite Trank soll mir die Kraft verleihen, für längere Zeit ohne Luft auszukommen. Der dritte Trank holt mich wieder ins Leben zurück. Ich werde selbstverständlich das Kastell für seine Mühen entschädigen.""Was hast du uns schon anzubieten" keifte der Magier wieder.Der Gehängte lächelte teuflisch. "Das Leben und die Freiheit eines sehr guten Freundes von Meditate." sagte er und schaute die Hexe an.
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| 15.02.2004 20:23 | #277 |
| meditate |
"ich werde dir die tränke bereiten, aber nicht ohne sicherheit. ich vermute mal, du hältst mich nicht für dämlich. was willst du tun, wenn du den dritten trank zu dir genommen hast?
was du mit den beiden anderen machen willst, will ich gar nicht wissen. ich bin eine magierin des beliar, wir können verhandeln."
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| 15.02.2004 20:26 | #278 |
| Rhodgar |
"Was ich für keine gute Idee halte!" ließ Rhodgar beiläufig vernehmen.
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| 15.02.2004 20:30 | #279 |
| Hilias |
"Ich werde Hilias seinen Körper zurück geben und mich in eine Art Starre versetzen. Er hat mich aus dieser Starre aufgeweckt, als er in tiefe Meditation verfallen ist. In diese Starre gedenke ich zurück zu kehren." sagte der Gehängte. Das Feuer spiegelte sich in den schwarzen Augäpfeln und verlieh ihnen einen seltsamen rotglühenden Schein.
"Das Leben in der Wirklichkeit ist voll von Schmerzen. Ich hab kein Interesse mehr daran. Soll der Wurm seinen albernen Plan vollenden und den Tod schlussendlich finden. Ich werde mich dann schon abgesichert haben. Die Tränke dazu beitragen, das sich unsere Geister endgültig trennen können." Das war von vorne bis hinten erstunken und erlogen, doch eigendlich war es dem Gehängten egal. Wenn der Hexe wirklich soviel am Schicksal des Wurmes gelegen war, würde sie sich drauf einlassen. Sie hatte keine Wahl.
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| 15.02.2004 20:36 | #280 |
| elpede |
Keiner der drei störte sich daran, dass auch andere Gäste im Refektorium waren. Was blutfeuer machte, konnte elpede schwer einschätzen, er für seinen Teil jedenfalls machte keinen Hehl daraus, dass er der Unterhaltung folgte. Wenn es hier um tiefstgründige Kastellgeheimnisse ginge, würden die drei sicher nicht hier darüber reden.
Es war aber auch zu interessant, was der Fremde forderte. Außerdem hatte elpede nun indirekt mitbekommen, dass die Hüterin sich auch auf die Kunst des Tränkebrauens verstand - mit Sicherheit eine sehr nützliche Fertigkeit, die nicht leicht war, wie elpede sich vorstellen konnte, denn er wusste um seinen Stand in der Pflanzenkunde. Auch wenn er viel in der Wildnis unterwegs war, kannte er nur wenige Pflanzen und deren Wirkung.
Der junge Schwarzmagier hatte seine Sprache wiedergefunden. Damit war nicht das Sprechen an sich gemeint, denn das konnte er die ganze Zeit über. Aber er hatte das Fluchen und Beschimpfen eingestellt, und elpede entschied sich, ihn zu fragen, worum es denn eigentlich ging. Er beugte sich etwas vor und flüsterte leise "Was regt Ihr Euch eigentlich so auf, wenn man fragen darf ?"
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| 15.02.2004 20:43 | #281 |
| meditate |
den letzten trank richte ich ganau so ein wie du ihn wünschst.
du kannst dir sicher denken, dass ich dir nicht vertraue. außerdem befindest du dich hier auf meinem territorium und du kannst sicher sein, dass ich dich auch aus diesem körper zwingen könnte. ich will aber hilias nicht gefährden. deshalb spiele ich deine spielchen mit.
du erhältst einen trank, der dich in eine starre verwandelt, in der du wie tot wirkst. du hast ja sicher einberechnet, dass du wirklich erstarrt bist und nicht handlungsfähig. du bist ja aber sehr klug, du wirst alle unwägbarkeiten eingerechnet haben.
der zweite trank verleiht dir die fähigkeit, luftlos zu existieren. hier musst du mir eine zeit vorgeben.
der dritten trank wird dich aus jedem zustand zurück befördern ins nomale leben, aber nicht in den gleichen körper. ich räume dir sogar die möglichkeit ein, dir den körper selbst zu wählen. aber es wird nur ein geschöpf beliars sein können.
schlägst du ein?"
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| 15.02.2004 20:46 | #282 |
| Rhodgar |
Rhodgar wandt seinen Kopf blitzartig um. Ein Mann war dazugekommen, sehr sehr komisch gekleidet. Doch das war immoment wohl die soziemlich nebensächlichste Sache.
"Es tut mir leid, ich kann euch nicht vollkommen aufklären, versteht mich. Es genügt wenn ihr wisst, dass dieser Typ ein ziemlich linkes Speil treibt, es ist seine Natur, Leute herein zu legen. Nein, eigentlich weiß ich gar nichts über seine Natur. Möchte ich auch nicht. Für mich zählen nur seine Taten, und die sind wahrlich abscheulich!"
Eigentlich saß es sich ziemlich angenehm, so gefesselt, man musste nicht ständig hin und her rücken, zumindest wenn die Sitzposition einigermaßen bequem war. Meditate und der Fremdling handelten gerade ihr Abkommen aus, das ziemlich zwiellichig kling. Diesem Subjekt konnte man wirklich nicht trauen.
Rhodgar nahm sich vor, in Zukunft ein Auge auf ihn zu werfen, und hätte am liebsten "Lasst euch nicht auf sein teuflisches Spiel ein, werte meditate!" gerufen, doch stattdessen wandt er sich wieder dem Neuling zu."Wieso interessiert ihr euch eigentlich dafür? Und überhaupt, habe ich euch hier nicht schoneinmal gesehen?"
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| 15.02.2004 21:00 | #283 |
| Hilias |
Der Gehängte hörte die Erklärungen der Hexe mit Genungtunug an und sein Grinsen wurde von mal zu mal breiter. Doch als sie die Wirkungsweise des letzten Trankes beschrieb, gefroh sein Lächeln und Zorn durchraste seine Adern.Gott wie hatte er sich so leicht überrumpeln lassen? Er durfte sich nichts anmerken lassen. So räusperte er sich knapp, holte tief Luft sagte ganze einfach und deutlich: "Nein."
Der Hexe waren zum ersten Mal ihre Ungedult anzumerken. So furchte sich ihre Stirn und sie spielte mit ihrem Zauberstab, sagte aber noch nichts.Der Gehängte sah sich um. Es schien, als haben noch mehr Personen an der Unterhaltung interesse gefunden. Das konnte er vielleicht für sich nutzen. Aber noch behielt er sich das auf. Er hatte einen taktischen Fehler gemacht. Gut. Fehler zu machen, das kam vor. Daraus nicht zu lernen, das durfte nicht vorkommen.
"Ihr wollte mich also nicht in den Körper der Made zurück lassen. Das kann ich sogar verstehen. Ihr traut mir nicht. Nun, dann sei es so. Doch bedenkt, das ihr das Leben eines völlig Unschuldigen auf Ewig dazu verdamt, mit mir klar zukommen. Und ich kann furchtbar ungemütlich werden, wenn ihr versteht. Dieser Körper hingegen, der ist an mich gewöhnt. Hier weiß ich, woran ich bin und die Made hat gelernt, mit mir zu Leben. Er würde es sich wahrscheinlich nie verzeihen, wenn ich ein unschuldiges Leben einfach so zerstören würde. Also bleibe ich hier drin." Es war keine Bitte. Es war ehr wie eine sachliche Darstellung der Gegenbenheiten formuliert. Doch dahinter konnte man hören, was der Gehängte machen würde, wenn er seine Willen nicht bekamm. Den das hier war keine unterredung zwischen Händlern oder Diplomaten. Er würde sich nicht auf einen einzigen Kompromis einlassen. Nicht er. Er wollte alles oder gar nichts."Des Weiteren" fruh er fort, als wäre die Sache mit dem letzten Trank schon geklärt, "dürfte es euch doch viel leichter fallen, nur diesen Körper ins Leben zurück zu holen, als gleichzeitig noch eine Seelentrennung vor zu nehmen. Der zweite Trank soll mir nur 10 Minuten geben, das ich ohne Luft überlebe. Nur 10, das ist doch nicht zu viel verlangt." grinste das Scheusal und wartete auf antwort. Doch insgeheim hatte er auch ein wenig Furcht. Wenn die Hexe Zicken machte, würde er dann zum äußersten bereit sein? Ja, das dumme war nur, das er daurch den Steinmetz aufwecken konnte. Das durfte nicht geschehen. Unter allen Umständen war das zu vermeinden!
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| 15.02.2004 21:05 | #284 |
| meditate |
"wenn du handelst, hast du schon verloren, was glaubst du, wo du hier bist? du bist in der bastion von beliar, demm herrn über die welt der toten. was glaubst du, was er seiner hüterin ausschlägt? wenn ich ihn bitte, einen toten an mich zu übergeben, auf dass er weiter lebe? das habe ich schon hundertfach getan. auf einen mehr oder weniger kommt es nicht an.
lebe in hilias bis zu deinem dritten trank oder stirb mit ihm."
meditate lehnte sich gelassen zurück. sie war auf jeden fall auf der sicheren seite.
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| 15.02.2004 21:11 | #285 |
| Hilias |
Der Gehängte sah sich nun mit dem erwarteten Problem der Sturrheit dieser Hexe konfrontiert. Das konnte ihn in Schwierigkeiten bringen. Natürlich war es der Frau egal, ob ein anderer durch ihre Entscheidung lit. Sollte der Gehängte doch ein anderes Leben übernehmen. Sie wollte Hilias. Zum ersten Mal sah der Gehängte die Frau mit Respeckt an. Sie war ihm gar nicht so unähnlich."Die Fronten verhärten sich also in diesem Punkt?" fragte er lächelnt? Vielleicht war es Zeit, die Sache etwas kompliezierter für die Dame zu gestalten. "Also, ihr meint, ich trinke den dritten Trank, lasse die Made in MEINEM Körper zurück und greife mir einfach so ein anderes Wesen Beliras? Hab ich euch in diesem Punkt richtig verstanden?" Der Gehängte lächelte boshaft zu dem gefesselten Magier hinüber. Mal sehen, ob er doch noch die Kurve bekamm
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| 15.02.2004 21:16 | #286 |
| meditate |
"richtig, ich gebiete nur über die wesen beliars, kann dir also auch nur zu einem solchen leben verhelfen. aber sieh sie dir an, diese dämonen, drachen und untoten. da ist sicher etwas passendes für dich dabei."
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| 15.02.2004 21:21 | #287 |
| Rhodgar |
Aus seiner Diskussion abgewandt, hatte Rhodgar den Ablauf des Handels mitbekommen. Wirklich sehr geschickt, wie die Hohepriesterin den Typ ins offene Messer laufen ließ. Irgendwo hatte sie aber auch Recht, wen kümmerte es schon, wenn dieser Dreckskerl starb?
Doch bei den letzten Worten meditates war Rhodgar der Mund aufgepsprungen, nicht durch Entrüstung, eher durch Erstaunen. Hilias? DAS dort sollte Hilias sein? Der Hilias, mit dem sich Rhodgar in Khorinis zuerst ein gewandtes Wortduell, und anschließend auch einen übergreifenden, verbalen und gewaltsamen Konflikt geliefert hatte? Das konnte nicht sein. Niemals wäre ein Mensch im Stande, sich so zu wandeln, und so zum Schlechten zu wadeln, wohlgemerkt. Oder wollte es der Schwarzmagier einfach nicht wahrhaben? Doch wenn es so war, dann stellte sich gleichzeitig die Frage nach dem "warum". Eventuell war es auch einfach nur die Anstrengung und der Stress der letzten Tage, was ihm solch fürchterliche Gedanken durch den Kopf jagen ließ.
Doch da, schon wieder hatte Hilias, oder besser das, zu was dieser geworden war, dieses unsägliche Grinsen aufgesetzt, teuflisch und böse. Ob die Sache mit Rena dafür wohl der Grund war? Wenn dem so war, dann sollte der mal was erleben!"Hör auf so dumm zu Grinsen, du Ratte. Du realisierst wohl nicht mit wem du sprichst. Meditate hat es eigentlich gar nicht nötig, sich mit so etwas wie dir abzugeben, niemand hier hat das!" Dabei musste er sich immer wieder diese eine Sacheor Augen führen. Das war nicht Hilias.
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| 15.02.2004 21:25 | #288 |
| Hilias |
Das Gehängte lächelte. "Drachen ja? Das wird ja immer besser!"Dann sah er zu dem gefesselten Magier rüber. "Nun, ich werde also so auf das Angebot eingehen. Aber vorerst," Er drehte sich dem jungen Schwarzmagier vollends zu. "Du, Bürschen? Wie ist der Name von dem Goldstück, das ich mir neulich gegriffen habe? Wenn ich mir dann jeden Körper Beliars aussuchen darf, so würde ich sie gerne auswählen. Dann können dein Freund und du zusehen, wie ich das Weibsbild ganzlangsam hinrichte. Stück für Stück." Grinsend lehnte sich der Gehängte zurück. Er würde sich winden, solange, bis er seinen Willen bekamm. Er dürfte Hilias nicht verlassen. Es war nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn er es tat.
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| 15.02.2004 21:28 | #289 |
| elpede |
Oha, diese Schwarzmagier waren ja echte Geheimniskrämer. Aber egal, elpede interessierte es auch nicht wirklich, worum es eigentlich ging. Um genau zu sein, er war sich sicher, dass es besser wäre, wenn er das gar nicht wüsste. Wer weiß, was die so in ihrer Freizeit trieben, wenn sie denn welche hatten. Mit Schwarzmagiern war nicht gut Kirschen essen, so hieß es allgemein. Angst hatte er zwar keine, aber er war schon bei seinem letzten Besuch zu dem Ergbenis gekommen, dass Schwarzmagier sonderbar, seltsam und vielleicht ein bischen zurückgeblieben waren. Aber das sprach er natürlich nicht laut aus.
Und so nickte er nur kurz, als der Schwarzmagier ihm erklärte, was es mit dem seltsamen Mann auf sich hatte, er aber nicht weiter darüber reden könne.
"Ich saß dort, als Ihr Eure Magieprüfung abgelegt habt", beantwortete elpede die Frage des Schwarzmagiers und deutete auf einen Stuhl. "Fabelhaft. Ich hoffe, Eure Kollegin hat keinen bleibenden Schaden davongetragen", grinste er.
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| 15.02.2004 21:39 | #290 |
| Rhodgar |
Auf einmal redeten sie alle auf ihn ein, grauenhaft. Da sollte ihm nicht der Kopf rauchen? Er versuchte, sich zu konzentrieren, und zwischen Verärgerung und Belustigung an den Gedanken von Aylen´s Gesicht nach seiner etwas verunglückten Schattenflamme, ein paar geordnete Worte herauszubringen. "Nein, der gehts ganz gut. Besser als gut für sie ist, wie ich meinen möchte." (damit ließ er nocheinmal der begegnung der beiden im endlosen Ganggewirr des Kastells Revue passieren.) "Das einzige, was Schaden davon getragen hat, war Seraphin´s Kopfbedeckung. Ich gebe zu, unwissend darüber zu sein, ob mein treuer Freund seinen Hut schon wieder hinbekommen hatte."
So, das war ersteinmal genug Smalltalk, jetzt musste er sich wieder dem Problem widmen, welches da so gehäßig vor ihm saß. Es war schon komisch. Als durchlebe er sekundenschnelle Schitzophrenieanfälle, verschwanden mit dem Anblick des Hilias jegliche positiven Gefühle. Anstelle dessen wurden unterbewusst wieder die Bilder der Nacht heraufgeschoben, in der Rena in solch einer Gefahr geschwebt hatte. Ein Grummeln und Knurren drang aus seiner Kehle, während er ächzend (er versuchte wieder vergebens, sich von der Fessel zu befreien) hervorbrachte: "Ihr... ihr Monster! Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass ich euch nun Rede und Antwort stehe? Kommt ihr mir mal in die Finger, ich werde euch umbringen. Es macht mir nichts aus, im Gegensatz zu meditate bedeutet ihr mir nichts!"
Das war wohl ein bisschen übertrieben und sogar gelogen, doch das sollte Hilias nicht bemerken. Wieder wurde er von einem Tobsuchtsanfall gepackt. "Und hört endlich auf so dämlich zu grinsen, sonst schneide ich euch diese Fratze aus eurem Gesicht und stopfe sie in euer Maul, auf dass ihr daran erstickt!"
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| 15.02.2004 21:52 | #291 |
| meditate |
"das ist lächerlich, keiner von uns ist ein geschöpf beliars. darum kannst du dir deine albernen giftigkeiten sparen. wenn du am leben bleiben willst, dann solltest du meinen kollegen nicht übermäßig reizen. ich sagte dir ja schon, dass auch ein toter hilias ein befreiter hilias ist.
wirst du nun einwilligen oder nicht?"
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| 15.02.2004 22:05 | #292 |
| Hilias |
Der Gehängte hatte sich zu sicher gefühlt. Doch nun war es zu spät. Jetzt konnte er nur noch Schadensbegrenzung machen. " Gut. Also so." Der Gehängte wurde still. "Ihr habt eueren Will. Doch glaubt nicht, das ich den Tropf einmach so ziehen lasse. Er gehört mir. Und er bleibt nicht allein in meinem Körper."Der gehängte blickte ins Feuer. Sein Verstand arbeitete fieberhaft um eine Lösung für sein Problem zu finden. Doch er würde einen Weg finden. So wie immer."Wann kann ich mit den Tränken rechnen?" fragte er betont lässig, obwohl die Niederlage schwer an ihm nagte. Warum hatte er nur das nicht bedacht.
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| 15.02.2004 22:11 | #293 |
| meditate |
"morgen mein freund, ich braue dir die tränke heute nacht. keine bange."
die magierin erhob sich.
"der schattendämon wird dich in dein gästezimmer zurück geleiten. ich wünsche dir eine angenehme letzte nacht hier bei uns."
damit bewegte sie sich in richtung ausgang des refektoriums, bis sie blutfeuers tisch erreichte. dort setzte sie sich hin und beobachtete, wie der gehängte von dem schattendämon hinaus exkortiert wurde.
im selben moment fielen auch von rhodgar die fesseln ab und er konnte seine arme plötzlich wiede bewegen.
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| 15.02.2004 22:26 | #294 |
| elpede |
Nun war die Unterhaltung beendet. Der Mann wurde von einem Dämon hinausbegleitet, die Hohepriesterin gesellte sich zu ihnen, und der junge Schwarzmagier konnte sich wieder bewegen.
"Na dann ist ja alles in bester Ordnung", meinte elpede, während er die Hohepriesterin ansah. Aber dieser Satz konnte genau so gut an Rhodgar gerichtet gewesen sein, der irgendetwas davon erzählt hatte, dass der Hut gar nicht seiner gewesen war. Nein, halt, ihrer. Ach, egal, wessen Hut es war, der war auf jeden Fall hin gewesen.
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| 15.02.2004 22:31 | #295 |
| Ceron |
Wieder im Kastell angekommen verabschiedete sich Ceron von seinen Weggefährten. Er bog nach links ab auf dem Weg zum Gästezimmer.
An seinem Bett angekommen fiel ihm das Buch Ceron auf, welches auf seinem Bett lag. Neben dem ersten Teil des Kreises, der in grünem Licht erstrahlte formte sich nun auch ein zweiter Teil.
Glühendes Metall trat aus dem Buch heraus und färbte sich schwarz.Was hatte das zu bedeuten? Etwa, Moment... etwas musste geschehen sein. Vielleicht, ja genau das Kastell. Er würde morgen mit einem der Magier darüber reden.
Ceron setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett. Er leerte seine Taschen auf dem Tischchen aus. Jede Menge Sumpfkraut, vielleicht würde es ihm später noch von grossem Nutzen sein. Doch erstmal packte er das Buch Ceron wieder weg. Es war sicherlich nicht ganz ungefährlich. Falls er es jemals öffnen würde bestimmt in einem Antimagieschen Raum, davin hatte er Seraphin reden hören. Räume in denen die Magie von den Wänden aufgesaugt wurde.
Als er so auf dem Stuhl sass, kamen ihm Emotionen vom Sumpffest hoch. Der schöne Tanz mit der Magierin Rena, das Zusammentreffen mit dem Racker Veilyn, die Riesenjointparade. Mann dieses Zeug war vielleicht stark. All die schrecklichen Kämpfe, die sich die Sumpfler lieferten. Die Reden des Xion, wie sie ihn nannten.
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| 15.02.2004 22:35 | #296 |
| Rhodgar |
Mit einer gewissen Befriedigung sah Rhodgar zu, wie der Gehängte aus dem Refektorium geführt wurde. Endlich hatte dies alles ein Ende, vorläufig zumindest. Doch meditate hatte ihm versprochen, ihm die Tränke anzufertigen, was Rhodgars Meinung nach mehr als gefährlich war. Doch hatte sich die Hohepriesterin einmal etwas in den Kopf gesetzt, dann brachte sie kein auch noch so großes Übel davon ab, das hatte sie ein weiteres Mal mit Klasse und Stil bewiesen.
An elpede, der als einziger noch vor dem Kamin ausharrte, gewandt sprach er: "Nun denn, es war ein anstrengender Tag, und ich bin ermüdet. Ich werde mich zurückziehen. Solltet ihr vielleicht auch tun. Habt ihr ein Zimmer hier?" "Ich verweile in der gemeinen Massenunterkunft." antwortete der Mann. Rhodgar selbst hatte sich vor seiner Zeit als Schwarzmagier eine gewisse Zeit in diesen Räumlichkeiten aufgehalten, und konnte daher aus Erfahrung sagen, dass es dort zwar durchaus angenehm war, man dies jedoch nicht mit einem ganz privaten Raum vergleichen konnte.
"Nun, ich denke nicht, dass das angebracht ist. Ich werde einen Dämonen anweisen, euch auf ein edles Gästezimmer zu führen, falls ihr Müdigkeit verspürt. Er wird sich materialisieren, sobald ihr das Refektorium verlasst. Und nun gehabt euch wohl."
Gesagt, getan, nachdem er eins dieser Flügelwesen angewiesen hatte, vor der Tür auf elpede zu warten, verschwand der Schwarzmagier im ersten Stock.
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| 15.02.2004 22:35 | #297 |
| Erzengel |
Gerade überbrachte ein Dämon unter den üblichen Schmerzen dem Gildenlosen die Nachricht, dass der Priester der dunklen Mächte Horaxedus das Kastell verlassen habe, da öffneten sich auch schon die Torflügel und der besagte Schwarzmagier trat herein, während der Dämon unauffällig im Nichts verschwand."Na, wie wars im Sumpf?" In Gedanken bereute er diese Frage schon, denn er wollte eigentlich gar nicht wissen, wie schön und gut es seinen einstigen Brüdern dort ging. Also sprach er schnell weiter, das Horax gar nicht antworten konnte.
"Ach ja, ich habe inzwischen noch etwas entdeckt", meinte der Einzelgänger und forderte den dunklen Magier dazu auf, ihm in die Bibliothek zu folgen. Dort angekommen stellte er sich vor die Karte.
"Setzt dich. Hier, siehst du diese Kreuzung? Ich vermute das es sich um das Schlachtfeld von Tekas handelt, wo die novakaspischen Truppen gegen das Heer der Eremäer kämpfte. Diese Schlacht hatte für ihren langwierigen Krieg keinerlei Auswirkung und ist nur für die Tatsache bekannt, das beide Armeen sie eine ausgeklügelte Falle ausgedacht hatten, die auch beide zugeschnappt sind." Dann deutete er auf ein Buch neben der linken Hand des Priesters
"Eremäenstämme gab es zahllose, alle zehn Kilometer ein kleines Dorf über das ganze Land verteilt. Sie waren zwar nicht so weit entwickelt wie Novakaspien, dafür aber zahlenmäßig überlegen. Früher waren sie ein großes Reich und Kaspien anfangs eine kleine Provinz, durch gescheite Entscheidungen der Obrigkeit, oder vielmehr ihrer Berater, wurde nach und nach mehr Land gekauft und übernommen. Auch strategisch geplante Hochzeiten trugen dazu bei. Schließlich fühlten sich die Adlige aus Novakaspien den anderen Eremäern soweit überlegen, das sie such abgrenzten und schließlich einen unabhängigen Staat bildeten. Das ging soweit auch ganz gut, da das übrigen Eremäen im Gegensatz zu Kaspien auch keine Adligen, sondern nur Dorfälteste hatte und sich nicht als ein großes Reich betrachtete. Bis irgendwann die gierigen Adligen Novakasper--" Der Gildenlose hustete kurz.
"--ganz Eremäa für sich beanspruchten, daraufhin begann dieser Krieg. Als später Gorthar auf dem Siegestrip war und die beiden Länder erobern wollte, schlossen sie sich notgedrungener weise zusammen, wurden nach zwei Schlachten aber doch Gorthar einverleibt."
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| 15.02.2004 22:47 | #298 |
| blutfeuer |
"whow, das war ja ne tolle vorstellung, große meditate. da kann man ja richtig angst bekommen!"
blutfeuer ließ einen dämon noch einmal wein eingießen. dann hob sie das glas und meinte
"medi, trink einen mit uns."
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| 15.02.2004 22:49 | #299 |
| meditate |
"danke, meine freundin, ich werd jetzt sicher nichts mehr trinken. ich hab nicht mal annähernd eine ahnung, wie ich die tränke herstelle. ich brauche all meine sinne und meinen feinen draht zur unterwelt.
achso, wenn du gleich mitkommst, kann ich dir das gift für deine lebensgefährlichen pusteröhrchen geben."
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| 15.02.2004 22:56 | #300 |
| blutfeuer |
die amazone erhob sich und meinte zu den anderen, dass sie gleich zurück kehren würde und begleitete meditate bis zu ihrem labor. dort händigte ihr die magierin einige ampullen einer gelblichen flüssigkeit aus.
"jaja, ich weiß, was jetzt kommt: pass gut auf ... wirf das zeug nicht runter ... iss das nicht in freier natur ... was du damit erlegt hast, am besten iss es gar nicht ...! medi, ich kenn deine sprüche. spar sie dir. vielen dank, ich bring auch wieder likör vorbei. und zeig es diesem widerling aus dem refektorium. ich hätte nicht übel lust gehabt, ihm mal meine magie zu zeigen. aber ich weiß, dass deine flattertiere fremde magie hier nicht gern sehen und außerdem hast du es ihm ja auch richtig gezeigt.
dann wünsch ich dir eine glückliche hand beim giftmischen und gehab dich wohl. wir sehn uns sicher bald wieder."
damit verabschiedete sich blutfeuer und lief zurück ins refektorium. die ampullen barg sie sorgsam in einer eigens dafür hergestellten brusttasche.
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| 16.02.2004 13:32 | #301 |
| meditate |
die magierin hatte die ganze nacht an den tränken gearbeitet und war endlich fertig geworden.
erwartungsgemäß war der dritte trank eine besondere herausforderung gewesen. die beiden anderen hatte sie gut hinbekommen. der erste war keine besondere sache, waren die zutaten doch auch in dem gift für blutfeuers blasröhrchen ebthalten. der trank, der einem ein überleben ohne luft für eine begrenzte zeit gestattete, war da schon ein anderes kaliber. sie musst die kore zu hilfe rufen, die sie einen blick in die tieferen geheimnisse des todes werfen ließ.
den dritten trank hatte sie dann mit hilfe des giftmischers hergestellt, den sie aus dem lavaturm ja in die unterwelt zurückgeschickt hatte. gemeinsam hatten sie den trank so präpariert, dass eigentlich und nach menschlichem ermessen nichts schief gehen konnte. er würde in ein anderes wesen verbannt werden, ob er wollte oder nicht. und es würde ein wesen beliars sein, nur nicht da, was sich der gehängte wünschen würde.
zufrieden steckte sie die drei tränke in ein körbchen und beschriftete sie. einen moment hatte sie noch überlegt, ob sie einfach die etiketten vertauschen sollte, es dann aber gelassen. sein ende war auf jeden fall sicher, was sollten da solche mätzchen.
sie übergab das körbchen dem schattendämon mit der weisung, es dem mann auszuhändigen und diesen dann sofort aus dem kastell zu geleiten.
dann ging sie ins refektorium, um ein nachtmahl zu sich zu nehmen. sie fühlte sich rechtschaffend erschöpft und sehnte sich nach ihre seidenen kopfkissen.
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| 16.02.2004 13:36 | #302 |
| blutfeuer |
am frühen morgen weckte blutfeuer ihre schüler und fragte elpede, ob er an der technik des blasröhrchens interessiert sei. der bejahte das ausdrücklich und die vier gingen ins refektorium, um zu frühstücken.
gleich von der tür aus entdeckten sie die magierin meditate, die den tisch voller duftendem weichen weißen brot hatte, erlesenen trüffelpasteten und süßer butter.
die magierin krönte ihr mahl mit ihrem lieblingspritzelgetränk aus den beeren des amazonentals.
blutfeuer und ihre kollegen fragten die hohe frau ob sie lieber allein frühstücken würde oder ihre gesellschaft vorziehen würde.
meditate deutete auf die anderen plätze an ihrem tisch und nickte der amazone freundlich zu.
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| 16.02.2004 13:49 | #303 |
| Squall_L |
“““ Als Squall sich immer weiter vom Kastell entfernte und durch das schwarze verbrannte Feld wanderte, da verlor er jede Hoffnung hier noch jemand lebend zu finden. So weit er durch den dunklen Nebel schauen konnte war nichts zu sehen außer verbrannter Asche auf dem Boden.
Squall konnte sich so sehr er auch versuchte einfach nicht vorstellen was hier geschehen sein muss. Etwas das alles so sehr zerstören konnte war ihn unbekannt und ihm viel auch nichts ein was nur im Ansatz so ein Desaster hätte anstellen können. Squall kam immer näher an Khorinis ran doch dort sah es auch nicht anders aus. Von den Stadtmauern stand nicht mehr viel und auch keins der Häuser die er sehen konnte war noch ganz. Er betrat die Stadt und auch dort herrschte eine Totenstille und niemand war auf den Straßen zu sehen.
Als er sich umschaute sah er nirgendwo eine Leiche liegen oder irgendwelche anderen Anzeichen das hier jemand gestorben war. Wo waren nur all die Menschen hin, sie konnten doch nicht einfach verschwunden sein. Squall ging weiter durch die Straßen und er begann zu verzweifeln. Was hatte das alles hier zu bedeuten? Wieso war er alleine auf der Welt? Und was war geschehen?
Squall lies sich zu Boden fallen und schloss seine Augen. Er dachte daran das er all die Menschen die er liebte nicht mehr wieder sehen würde. Seine Eltern, seine Geschwister und Rinoa, keinen davon würde er mehr wieder sehen, genauso wie all die anderen Menschen die er kannte.
Als Squall dann nach einigen Minuten wieder aufgestanden war und weiter durch die Straßen lief, erkannte er dass in der Ferne ein Haus im Hafenviertel noch stand. Es war das Haus von Rinoa, Squall bekam wieder Hoffnung und rannte so schnell er konnte zu diesem Haus. Doch dort fand er auch niemanden, das Haus war zwar ohne einen Kratzer aber niemand war zu sehen. Das konnte alles nicht war sein dachte Squall sich, warum passierte so etwas ihm, warum nur?“““
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| 16.02.2004 13:51 | #304 |
| Squall_L |
Plötzlich las Squall wieder in seinem Bett und Rinoa saß vor dem Fenster auf einem Stuhl. Als Squall das sah liefen ihn die Tränen in die Augen, es war also alles nicht in Wirklichkeit geschehen. Er atmete einmal tief durch und Rinoa merkte das er wach geworden war.
„Oh bin ich froh dass du wieder wach bist. Ich dachte schon es wäre um dich geschehen.“ „Wieso wie lange lag ich denn hier?“ „Das kann ich nicht genau sagen aber ich sitze hier schon einige Tage und wartete darauf dass du aufwachst.“ „Ich glaube der Fluch macht sich langsam immer mehr bemerkbar.“ „Ja wie sonst könnte man erklären dass du so lang hier geschlafen hast.“
Squall stand auf und ging zum Fenster, er schaute hinaus und sah dass der Wald vor dem Kastell noch stand. Er hörte ein paar Vögel zwitschern, dann schloss er seine Augen und lauschte den Geräuschen des Waldes. Er konnte gar nicht beschreiben wie gut das nun tat. Er hoffte dass ihm so etwas nie wieder passieren würde. Aber ihm war klar dass dieser Fluch noch einige Überraschungen für ihn parat hatte.
Dann drehte er sich wieder zu Rinoa um und umarmte sie. Sie schaute nur etwas komisch herein und wusste nicht was sie sagen oder tun sollte. „Du musst es nicht verstehen, aber wenn das alles vorbei ist, dann werde ich es dir erklären.“ Dann verließ er sein Zimmer und machte sich auf um etwas zu Essen. Denn immerhin lag er Tage lang in seinem Bett und hatte nichts Essbares zu sich genommen.
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| 16.02.2004 14:06 | #305 |
| Ceron |
Ceron verspührte ein Knurren im Magen, ein eindeutiges Zeichen, dass es wieder mal Zeit war etwas essbares zu sich zu nehmen. Er verliess das Gästezimmer, jedoch nicht ohne sein Buch mit sich zu nehmen. Das Buch Ceron, ein Magier des Kastells weiss ganz bestimmt was es damit auf sich hat. Sicherlich hat es etwas mit ihm selber zu tun.
Ganz in Gedanken versunken, bemerkte er erst gar nicht, dass dort noch ein anderer Mensch im Refektorium sass. Es setzte sich zu ihm und sagte: "Seid ihr nicht der Magier, welchen ich eines Nachts, bei einer grossen Ansammlung von Leuten hier einfach so sitzen gelassen habe? Das tut mir schrecklich Leid. Doch nun bietet sich ja noch einmal Gelegenheit uns näher kennen zu lernen. Ich bin Ceron und wie lautet euer Name?"
Gespannt betrachtete er den Magier durch seine Augenwinkel, verriet ihm jedoch nicht den wahren Grund, das Buche Ceron.
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| 16.02.2004 14:16 | #306 |
| blutfeuer |
nach dem frühstück meinte blutfeuer, dass es jetzt zeit wäre, mit den übungen anzufangen.
"burath, du kannst ja mal mitkommen. ein bisschen zuhören und zusehen kann nicht schaden, das mit den blasröhrchen ist ja eine andere technik.
Medi? erlaubt uns die hohe frau, auf dem hof zu trainieren oder dürfen wir?"
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| 16.02.2004 14:17 | #307 |
| Squall_L |
Squall saß schön an einem Tisch im Refektorium und aß etwas als sich plötzlich jemand neben ihn setzte. Squall drehte sich zu diesen jemand und erkannte das es der Mann war mit dem er sich schon vor kurzem hier unterhalten wollte, der aber dann plötzlich verschwunden ist. Der Mann entschuldigte sich für diese Unhöfflichkeit und wollte dann Squalls Namen wissen. „Also ich heiße Squall und bin Schwarzmagier hier im Zirkel.“ Squall nahm noch ein paar Bisse von seinem Brot und wandte sich dann wieder Ceron zu. „Dürfte ich den Grund erfahren warum sie hier im Kastell sind?“
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| 16.02.2004 14:22 | #308 |
| Ceron |
"Aber natürlich, werter Schwarzmagier, ich hege keine Geheimnisse vor dem Kastell. Ich erbitte um Aufnahme in diesen Gemäuern, und ich möchte dass sich ein erfahrener Magier mal dieses Buch anschaut." Dabei hob er wiederwillig das Buch Ceron in die Luft.
"Und nun hoffe ich, dass ihr mir weiterhelfen könnt, bei meinem Begehr."
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| 16.02.2004 14:25 | #309 |
| Burath |
Burath hatte sehr gut geschlafen. Im Vergleich zu den Unterkünften der letzten Tage war dies hier die wahrlich angenehmere von allen. Die geisterhaften Diener und schwarzbewandeten Bewohner des Kastells bedurften einiger Gewöhnung aber schon bald schwand ein großer Teil des Misstrauens dieser Wesen und Magier gegenüber. Burath mahnte sich zu einer gesunden Portion Vorsicht, verhinderte aber das sein Handeln gänzlich davon bestimmt wurde. So griff der Krieger unbeschwert in einen Korb und nahm etwas von dem weichen Brot, was er zusammen mit einem aufgestrichenen Stück Butter verzehrte.
Ummantelt vom aufsteigenden Dampf des heißen Getränks in der Tasse zwischen seinen Händen wanderte sein Blick abwechselnd über die Gestalten welche auch am Tisch platzgenommen hatten. Er wollte gerade versuchen, mögliche Lebensgeschichten aus ihren Gesichtern zu deuten, als Blutfeuer das ganze unterbrach in dem sie zu ersten Übungen rief.. "Gerne doch"
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| 16.02.2004 14:42 | #310 |
| meditate |
"auf keinen fall geht ihr mit dem giftzeug in den hof. der kastellberg ist groß genug. wenn euch kalt wird, könnt ihr euch gern aufwärmen kommen, aber ich will weder eure schießübungen mit pfeilen noch dieses giftzeug im hof haben."
meditate hatte nebenbei das gespräch von squall mit dem fremden mitbekommen und etwas davon gehört, dass der ins kastell aufgenommen werden wollte. so erhob sie sich, verabschiedete sich von der bogenjägerrunde und ging an den tisch.
"entschuldigt die störung, aber ich habe mitbekommen, dass es um einen neuen lehrling geht? unterrichtet mich bitte mal."
die magierin zog sich einen stuhl heran und setzte sich. dabei musterte sie den neuen aufmerksam. es war durchaus möglich, dass der knabe magischens potential hatte, aber hatte er auch den festen willen?
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| 16.02.2004 14:44 | #311 |
| blutfeuer |
blutfeuer packte ihre jacke. die antwort hatte sie eigentlich erwartet.
"also auf jetzt, wir gehn vor die hütte."
damit erhoben sich die vier und verließen wenig später das kastell.
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| 16.02.2004 14:52 | #312 |
| Squall_L |
„Aha also noch ein Diener Beliars das ich doch gut zu hören, von Büchern habe ich schon mehr als die Nase voll und verstehen tu ich die meisten eh nicht, so muss dir jemand anderes ddabei helfen.“ Dann gesellte sich Meditate zu ihnen und wollte erfahren was Ceron wollte, denn sie hatte mitbekommen das er dem Zirkel beitreten wollte. „Ok also das ist Ceron, vielleicht kennst du ihn ja noch, er saß auch an den einem Abend hier im Refektorium als hier viele Leute beisammen saßen und einen schönen Abend verbrachten. Und das hat ihn anscheint so gut gefallen das er nun für immer hier bleiben und ein Schwarzmagier werden will.“
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| 16.02.2004 15:04 | #313 |
| meditate |
"ich seh schon. das gesicht des jungen mannes ist mir nicht unbekannt."
meditate musterte den anwärter.
"warum die magie beliars? warum nicht innos oder adanos?"
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| 16.02.2004 15:11 | #314 |
| Ceron |
Innos und Adanos wurden von Torheit heimgesucht, als sie Beliar verbannten. Dies hat seine Macht nur gestärkt und mich , Ceron, hat er gerufen ihm zu dienen. Wie könnte ich so einem Aufruf wiederstehen, es ist teils mein eigener Wille in die Magier der Untotenbeschwörung oder Dämonenherbeirufung eingeweiht zu werden, andererseits ist es der Ruf unseres Herrn selbst. In meinen Träumen ist er mir erschienen, danach stellte mich einer eurer speziellen Dämonen dieses Buch zu.Er reichte ihr das Buch.
"Ich hoffe ihr werdet schlauer daraus als ich! Seit ich es bekommen habe, in jener dunkeln Nacht, haben sich schon zwei Teile eingefärbt.Es muss ja etwas mit mir zu tun haben, aber woher kommt es?
So bitte ich euch mich aufzunehmen, in eure Reihen der Schwarzmagier. Ich bin willig mein ganzes Leben dem Kastell und den Studien zu widmen, bis zu meinem Lebensabend"
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| 16.02.2004 15:23 | #315 |
| meditate |
"das klingt glaubhaft und logisch. und wenn dich unser meister schon gerufen hat, dann werde ich dich nicht von der schwelle weisen. spätestens, wenn du morgen noch in deinem zimmer aufwachst und neben dir auf dem hocker eine robe vorfindest, dann wirst du wissen, ob es wirklich ein ruf beliars war oder nur ein traum.
dann heiße ich dich willkommen, ceron. auf dass dein leben eine jähe wendung macht, zum wohle unseres meisters und zu deinem eigenen."
damit erhob sich meditate.
"mit dem buch wird sich sicher squall gern mal befassen. ich muss erst mal ins bett, hab die ganze nacht gearbeitet. sollte squall zu keinem ergebnis kommen, so wende dich am besten an don-esteban, unseren meister. er kennt sich in schriften am besten aus."
damit nickte meditate noch einmal und verließ das refektorium in richtung treppenhalle.
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| 16.02.2004 16:19 | #316 |
| Xalvina |
Eine Hand strich um einen Totenkopf in der Erde. Dann wurde dieser von der Hand nur noch durch die Luft geworfen, bevor mit einem Platsch ins seltsame gärende blaugrüne finstere Wasser geworfen wurde und dort mit einem Blubbern versank. Vorne dort hinten sah man mehrere unterschiedlich große Abwasserkanäle die sich alle in unterschiedlichen Höhen hier ihr Ende machten und das tief verdreckte unreine Wasser in diesen Raum abließen. Der Größte von ihnen lag weit hinten auf der Rechten Seite, wo das Wasser in einem kleinen Wasserfall im Licht der blau leuchtenden Fackel darunter mit einem mittellauten Getöse hinunter floss. Nur spärlich wurde dieser riesige Raum von mehreren alten Wandfackeln mit blauen Magischem Feuerlicht beleuchtet, welche sogar manchmal unter Wasser waren. Die alten schwarzen Ziegelwände waren meist noch nass, manchmal wucherte noch eine schwarze glitschige Moosartige Pflanze durch die Rinnen der einzelnen Ziegel hindurch. Von den Wänden tropfte schwarzes Wasser. Ein verwesender morscher Geruch zog fast wie ein Dampf über die Wasserbrühe, welchen ihren Weg durch den Raum durch meist angelegte aber überschwemmte Kanäle bahnte und durch weitere Gitter unten verschwand, die jedoch nicht nach unten führten. Wenn was nicht überflutet war, so lagen meist Knochen und Totenschädel auf einer recht alten Erde, welche von alten Steinen und sonstigen seltsamen Mottriegen oder alt Pflanzlichen Dingen belegt war. In diesem Kellerraum gab es keine Gänge oder Türen. Nur oben an der Decke war ein großes dunkles Gitter aus Eisen, welches sich in der Finsternis verlor...
Eine weiße Atemwolke zog von ihrem Mund und den fast eisblauen Lippen aus davon in die Luft, welche sich auflöste. Die Dämonenbeschwörerin blinzelte nur mit den Augen, deren Wimpern leicht klebrig waren, als ein weiterer alter dreckiger Knochen, an dem noch moderne Fleischreste klebten ins Wasser ihr vorne wenige Meter vor ihr hinunter klatschte. Geschwächt von den Schmerzen, so hatte sich die Fee frierend an einem alten Mauerstein angelehnt, der Früher irgendwann mal hier her gelangt sein muss. Insgesamt wirkte der Raum ein wenig zerrüttelt, mehrere Steins- und Wandbrocken lagen quer verwüstet durch diesen Abwasserkanalsaal, obwohl die Wände mit den alten Gesteinsbrocken und den noch intakten Wänden wieder einen Raum ergaben. Ihre Linke Hand wischte erneut durch ihr Gesicht, an denen Kratzerspuren und Schmutz haftete. Die Magierin hustete und zugleich musste sie diesen modernden Geruch einatmen, während ihre Augen das gärende Wasser beobachteten, was fast wie einer Giftbrühe glich. Sie atmete tief aus. Was war nur geschehen, dass sie hier unten steckte. Wo war sie genau? Ein weiteres Mal packte sie sich an ihren Kopf. Sie vermutete, dass sie weit und tief unten im Keller des Kastells befinden musste, wie genau sie hier hergekommen wusste sie jedoch nicht. Aber das war ihrer zugegebenen Weise auch recht Egal. Sie interessierte sich mehr wie sie denn hier heraus kommen wollte, doch bei diesen Schmerzen...
Langsam versuchte sich die Schwarzmagierin aufzuraffen. Noch länger hier zu verweilen brachte nichts, außer dass sie vielleicht irgendwann Erfrieren, an Schwäche oder durch Verhungern zu Grunde gehen würde. Sie wollte aber nicht in diesem Morastloch enden. Nicht in diesem Kerker. Sie war schon zwei Mal in eine solche Situation geraten, warum sollte sie diesmal keinen Ausweg finden?
Sie stützte sich von dem alten Stein ab und versuchte wieder ihr Gleichgewicht zu finden. Sie musste versuchen irgendwie von hier fort zu kommen, auch wenn die Wunden noch so schmerzten. Vorsichtig und ihren Blick immer wieder nach unten werfend, so versuchte sie sich durch die Knochen und alten vergammelten Totenschädel von Menschen und anderlei Getier hindurch zu schreiten. Dabei versank nur nach wenigen Metern ihr linker Fuß in diesem seltsamen Morast von Erde, toten Pflanzen und Knochen auf dem sie sich befand. Sich ekelnd und leicht verärgert so zog sie mit einem zerknirschten Gesicht ihren Fuß aus dem Morast um weiter zu gehen. Sie befand sich inmitten dieses Saales, wobei sie versuchte zunächst einer der Wände vor ihr zu erreichen, welche nicht von dem gärenden Wasser ummantelt waren. Diese Stelle befand sich unmittelbar in der Nähe des großen Abwasserwasserfalls, welcher unmittelbar vor sich hin rauschte. Ihren Fuß rausziehend so ging die junge verletzte Frau weiter nach vorne, wobei sie nicht sonderlich stark sich nach den Seltsamkeiten ihrer Umgebung konzentrierte, sondern nur versuchte irgendwie nach vorne zu kommen. So bemerkte die Magierin auch nicht, dass hinter ihr aus dem sich einsinkendem kleinem Loch, wo noch eben ihr Fuß versunken war, plötzlich eine mit Matsch umhüllte Hand heraus schellte. In der Ferne blubberte es nur kurz unter dem Wasser auf. Doch davon bekam die Magierin nicht mit die in dieser Stille bis auf das Wasserrauschen und Plätschern vorsichtig über Knochen und Stein wanderte, bis sie vor einem sich entlang bahnenden Fluss dieses schmierigen verdreckten Wassers kam, der eher einem Bach glich. Sie merkte auch nicht, während sie überlegte über dieses Wasser hinüber zu springen um die nächste „Insel“ zu erreichen, dass aus der Erde mit der Hand eine seltsame menschenähnliche aber verstellte stinkige Gestalt heraus glitschte und sich aus der Erde erhob. Sein Fleisch wirkte vermodert, das Gesicht bis aufs schrecklichste Entstellt und kaum erkennbar, bis auf das Mundwerk, dass seine noch erhaltenden Zähne zeigten. Wieder blubberte es im Wasser in der Ferne....
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| 16.02.2004 19:35 | #317 |
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Langsam stand Diego auf und streckte seine müden Glieder, die wohl noch völlig im Tiefschlaf waren. Ihm kam es so vor, als hätte er mehrere Tage durchgeschlafen. Schnell schritt er rüber zur Waschschüssel, die in seinem Zimmer auf dem kleinen halbhohen Holztisch stand und wusch sich damit das Gesicht und seine dürren Hände, die eher einem Knochengebilde ähnelten als einer Hand.
Langsam zog er sich ein par Kleider über und schritt ins Refektorium, wo er eine köstliche Mahlzeit zu sich nahm, die aus einem Schwarzbrot mit Salami bestand. Nun war er fertig für den neuen Tag, der angebrochen war.
Langsam schritt er nun durch die leicht erhellten Gänge, die eine unheimliche Aura hatten. Diego kam es so vor, als würden sich die Wände etwas mitbewegen. In der Eingangshalle angekommen, zeigte ihm ein Dämon die Tür und in Diegos Kopf wurden die Kopfschmerzen geweckt, die der Dämon jedes Mal verursachte, wenn er mit ihm sprach. Anscheinend ist heute ein Bürger bis hier hinauf zum Kastell gekommen. Sein Zustand war anscheinend aber nicht so gut.
Schnell schritt er raus und holte den Mann herein. Er hatte blonde Haare und einen ziemlich dürren Körper. Aber auch sein Gesicht war ziemlich schmal. Seine Lederrüstung war etwas durchlöchert und aus diesen Löchern strömte Blut. Vielleicht würden sich die Dämonen um ihn kümmern. Stillschweigend setzte er sich neben das Bett des Kranken und wartete bis er aufwachte…
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| 16.02.2004 21:14 | #318 |
| Xalvina |
Stille. Ein leichter schwarzer noch tieferer Schatten zog in der Ferne weit weg von Xalvina im Wasser davon. Unachtend auf andere seltsame Geräusche so überlegte die Dämonenbeschwörerin am Ufer des kleinen sich durchwinden Baches dieser stillen Wasserbrühe, wie sie denn hinüber schreiten wollte, sodass sie nicht hinter ihr die seltsame totlebendige Kreatur einige Meter hinter ihr bemerkte, die gerade sich aus der nassen Erde heraus gewühlt hatte. Der Bach unterschiedlich breit, für einen Sprung brauchte sie eine Stelle wo er nicht so breit war. Nachdenklich so schritt die Fee zur Seite ohne dabei nach hinten zu blicken, wo bereits eine zweite Gestalt sich aus der Erde wühlte und eine dritte Hand aus den Knochen schoss. Die Magierin kratzte sich am Kopf und fuhr mit ihrem Blick über das Wasser. Eigentlich hatte sie nicht so sehr den Bedarf dort ihre Füße hinein zu setzen, wobei sie nicht wusste was darin überhaupt enthalten war. Sie blickte wieder gerade aus. Es war fast wie eine Inselkette, mal große und kleinere, manche zogen sich auch noch nach rechts oder wurden von mehreren riesigen Steinen unterbrochen, welche auch manchmal einer dieser herausragenden großen unebenen Inseln mit den Knochenbergen und leichten dunkelgrüngrauen Nebeln darstellte.
Aber Moment – dort rechts vielleicht...
Langsam bewegte sich die Gestalt, die sehr einem Zombie glich sich fort, gierig nach dem erspähten Opfer, welches unwissend an einem Durchfluss zweier Wasserkanäle stand, während hinter ihm zwei weitere folgten. Die Dämonenbeschwörerin rätselte noch immer ein wenig und schritt wenige Schritte nach rechts um übersetzen zu wollen. Plötzlich hörte die Fee nur ein leichtes Geräusch eines herabfallenden Knochens hinter ihr, der tatsächlich hinter ihr zur Seite vorbei flog und in den kleinen Bach zu ihrer linken fiel. Misstrauisch schaute die Magierin zu der Stelle, wo der Knochen gefallen war. Doch wie konnte nur...? Xalvina öffnete nur langsam den Mund als sie hinter sich ein lautes näher kommendes Schlurfen und Keuchen hören konnte. Langsam, bewusst das hinter ihr etwas war, so drehte sich die Fee um und sah in jenem Moment nur wenige Meter von ihr entfernt drei unterschiedliche nahe glitschige modrige und fast Furchterregende Zombies, die anscheinend nach frischem Fleisch trachteten. Hinter ihnen gruben sich neue Zombies aus der Erde, während ein Achen und Stöhnen von den Untoten gegeben wurden, die laut keuchten. Ihre Augen weiteten sich, und sie wollte aus Reaktion zurück schreiten, doch hinter ihr war nur das gärende verdreckte Wasser. Egal. Doch als sie übersetzen wollte, schoss eine weitere Faulige Hand eines Untoten direkt aus der Erde und packte ihren linken Fußknöchel, sodass sie vom Gehen bzw. dem Springen gehindert wurde. Sich wehrend so versuchte sie sich in Aufregung schnell loszureißen, während sie immer wieder den sich nähernden Untoten blickte, von denen sie gleich bereits schon zwei erreichten. An ihrem Bein zerrend so wollte die Hand nicht loslassen. Nur wenige Sekunden. In lauter Aufregung fühlte sie sich gezwungen eine Schattenflamme auf den Zombie vor ihr abzuschießen. Der Gegner vor ihr der auf sie Losbeißen und kratzen wollte, wich betroffen und zuckend nur wenige Schritte zurück und hielt seine zwei Gegner hinter ihm nur einen Moment auf. Aber zu ihrem Erschrecken nützte die Schattenflamme nichts bei dieser Kreatur, denn nur wenige Sekunden danach schien sie sich wieder zu fangen und nun noch aggressiver auf sie zuzukommen. Doch in den wenigen Sekunden die ihr geblieben waren, hatte sie eine Schattenflamme auf die festhaltende Hand, wobei sie selbst einen Moment lang einen Teil der Schmerzen der erzeugten Flamme spüren musste. Ein hässlicher leichter Brandfleck so zierte er ihres Beins nun, doch zumindest hatte die Schattenflamme gereicht, um ihr Fußgelenk loszulassen. Die Flucht ergreifend so sprang sie über den Zufluss des Wassers und kletterte dort auf den angrenzenden Stein, in der Hoffnung, dass die Zombies dort blieben wo sie waren.
Doch im Gegenteil.
Stattdessen hatten diese Kreaturen keinerlei Probleme Mal eben durchs Wasser zu waten und schienen nicht davon abgelenkt zu werden, ihrem Frischfleisch zu folgen. Entsetzt so blickte die Magierin den aggressiven sich nähernden Gegnern entgegen.
Was nun?
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| 16.02.2004 21:14 | #319 |
| Arctus |
Mit eine Ruck wirbelte die Luft zur Seite, gab einen kleinen Räuber preis und rückte wieder zusammen. Arctus landet mit den knie auf dem Boden, stütze sich mit den Händen noch ab. Er war verdreckt und hatte schwarze Tarnkleidung an. Er war erschpft und roch fürchterlich. Doch trotz allem ... war er glücklich. Der kleine Held, bezwinger des Drachen, Schatten der Nacht. Er hatte es geschafft, dem Drachen die magischen Steine zu entwenden und noch viel mehr. Alles was er davon getragen hatte war eine lausige, verkrustete Wunde am Kopf. Arctus der Held.
Ein paar Schürfwunden hatte er davon getragen und etwas matt, ging er hinauf auf sein Zimmer um seinen gewonnenen Schatz zu verstauen, sich zu waschen und sich angemessene Kleidung anzuziehen, damit er nicht mehr wie ein dreckiger Held, eni Schatten der Nacht, aussah, sondern wieder in das Millieu der Schwarzmagier passen würde. Auf zur Tat.
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| 16.02.2004 21:49 | #320 |
| Squall_L |
Nachdem meditate sie wieder verlassen hatte wollte Squall dem neusten Mitglied der Schwarzmagier das Kastell zeigen. „Komm mit ich werde dir nun das Kastell zeigen.“ Die 2 standen auch und machten sich auf den Weg durch das Kastell.
Als erstes führte Squall Ceron in die Eingangshalle. „Diese Halle kennst du bestimmt schon und hast sie auch schon oft betreten. Sie ist besonders eindrucksvoll in ihrer erhabenen Größe und Höhe.Du willst bestimmt wissen, was wir hier machen, denn das ist bestimmt nicht der Ort über den du etwas erfahren willst. Aber wenn du auf den Boden schaust dann siehst du ein Pentagramm, vielleicht ist es dir schon aufgefallen, wenn du die Magie Beliars erlernst und bereit für das Teleportieren bist dann wirst du, wenn du dich ins Kastell teleportierst, hier landen. Hier sind natürlich auch die Treppen um in die anderen Geschosse des Kastells zu kommen. Das sollte erst einmal genug über die Eingangshalle sein.“
Die 2 machten sich weiter auf den Weg durch das Kastell bis sie vor dem Eingang zur Bibliothek standen. „Das wird wohl der wichtigste Ort für dich sein, hier findest du die größte Sammlung von Büchern die man sich wohl vorstellen kann. Wenn du noch nicht weißt wie das hier funktioniert, ich erkläre es dir. Also wenn du nach einen Buch suchst, musst du nur den Namen des Buches sagen und es wird alleine zu dir kommen. Wenn du dann mit dem Lesen fertig bist, dann brauchst du es auch nicht zurückbringen, das übernehmen die Dämonen. Das sollte genug über die Bibliothek sein, denn die meisten Leute die hier her kommen und gerade wenn sie uns beitreten wollen wissen doch eh schon alles über die berühmte Bücherei des Kastells.“
Danach führte Squall Ceron zu dem alten großen Saal mit der Orgel. „ Ich war hier eigentlich noch nie, aber ich habe gehört dass die Orgel sehr laut spielen soll. Da ich eh nicht musikalisch bin ist mir diese Orgel eigentlich auch egal, also machen wir uns weiter auf den Weg.“
„Hier nun neben diesem großen Saal sind die ganzen Labore.“ Squall ging mit Ceron einige Schritte den langen Weg entlang und blieb dann vor einer Tür stehen. „Das ist das Labor von meditate, wenn du mal Tränke oder sonst etwas von ihr brauchst, dann wirst du sie wohl hier finden.“
Dann gingen die 2 den Weg weiter entlang. „ Nun komme hier einige Räume von den du lieber die Finger lassen solltest. Über die so genannte „Kugel des Hauches“ weiß ich nichts, Ich gebe dir nur den Tipp der mir gegeben wurde, las am besten deine Finger davon. Etwas weiter unten sind die Magischen- und Trainingsräume. Die Trainingsräume sind was ein Wunder zum trainieren da, wenn du bei einen unser Lehrmeister lernst, dann wirst du hier wohl dein Trainingstunden abhalten. Die Magischen Räume sind und das hätte ich fast selber am eigenen Leib erfahren müssen sehr gefährlich, ich so neugierig wie ich bin habe mich aufgemacht um sie etwas auszukundschaften und dann hätte ich mich fast verlaufen. Ich habe Stunden lang gesucht bevor ich da wieder hinaus kam und es heißt das dort schon einige Magier ganz verschwunden sind. Also davon genau wie von der Kugel des Hauches erst einmal die Finger lassen. Das war die eine Hälfte des Erdgeschosses des Kastells.“
Nun führte Squall den Neuling in den Innenhof. „Das ist wohl mit einer der schönsten Orte hier im Kastell. Hier kann man immer schön sitzen und sich die alte immergrüne Esche anschauen, wenn nicht gerade so ein alter Mann hier mit seinen Stab herumfuchtelt. Hier ist meistens sehr ruhig und man kann hier sehr gut mal einen schönes Nickerchen machen. Auch wenn unser Kastell mal überfallen wird ist die alte Esche ein gutes Versteck wie man beim letzten Orküberfall sehen konnte. Also merk dir ein schöner Ort wenn man mal seine Ruhe haben will.“
Dann führte Squall Ceron wieder zurück in die Eingangshalle. „ Also nun widmen wir uns den anderen Teil.“ Squall ging mit ihm in Richtung des Refektoriums. „Also das Refektorium kennst du ja schon also brauchst du dafür keine weiteren Erklärungen.“ Dann gingen die 2 weiter und kamen zu den Gästezimmern. „ Also die Gästezimmer wirst du wohl auch kennen den du warst ja schon einige Zeit unser Gast. Also das hier neben den Gästezimmern ist der Turm. Also was wir damit sollen weiß ich nicht denn ich habe noch keine Weg dort hinauf gefunden, du kannst ja irgendwann mal suchen aber ich glaube nicht du findest einen.“
Dann gingen sie den Weg weiter in Richtung des Antimagischen Raumes. „Also hier sind nun unsere Badestube und unser Krankenzimmer, ich glaube dass du zu beiden Räumen wohl keine Erklärung brauchst. Hier als letzter Raum kommt noch einmal einer der schon etwas wichtiger ist. Es ist der Antimagische Raum, er soll manchmal sehr erholsam sein. Nur leider weiß ich über ihn auch nicht allzu viel, denn so lange um hier jeden Raum kennen gelernt zu haben bin ich auch noch nicht im Kastell.“
Dann machte Squall sich mit Ceron auf den Weg zu seinem neuen Zimmer. „Also nun gehe wir in das zweite Stockwerk dort hausen wie Schwarzmagier. Nicht Schwarzmagier wirst du da oben nicht oft sehen denn wie…“ Die 2 gingen die Treppe hinauf in die 2te Etage. Die Gänge waren dunkel, an den Wänden hingen irgendwie kranke Bilder, der Boden ist von einem dunkelroten Teppich bedeckt, darunter ein Schachbrettmuster aus weißen und schwarzen Marmorplatten. An der Wand zieht sich in Augenhöhe ein goldenes Ornamentband entlang. „…du sehen kannst sieht es hier nicht so einladend für nicht Schwarzmagier aus, wie im unteren Stock.“ Dann führte Squall Ceron in sein Zimmer. Ceron öffnete die Tür und dort lag schon alles für seine Ankunft bereit. Seine Robe lag auf einen Stuhl neben dem Bett und wartete darauf das Ceron sie anzog.
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| 16.02.2004 22:07 | #321 |
| Ceron |
"Vielen Dank, Squall, ihr habt mir wiklich sehr geholfen. Dieser Rundgang hat mir einen guten Einblick in das Kastell gegeben."
Ceron betrachtete sein Zimmer, wie er es sich gewünscht hatte.Ein rot-schwarzer Teppich auf dem Boden, schwarze lilien säumten seinen Rand, ein grosses Fenster mit herrlichem Ausblick, ein Spiegel an der Wand, ein von Hand geschnitzter Schrank und eine Kommode. Er hätte nun stunden lang weiterträumen können doch da stand ja noch Squall auf der Türschwelle. Als er so durch sein neues zuhause ging konnte er es nicht lassen, seine neue Robe noch einmal im Spiegel zu betrachten. Durchaus massgeschneidert, sie passte ihm wie angegossen, kleine eiserne Stahlplatten schützen die empfindlichen Körperstellen, sogar an das Lichtundurchlässige Tuchstück auf seiner rechten Brustseite hatten sie gedacht. Doch woher wussten sie von dem Irrlicht?Dämonen konnten in seinem Kopf wohl wirklich alles sehen.
"Ich hoffe ich werde dieses Zimmer wiederfinden, ich hörte das sei nicht so einfach. Doch nun muss ich mich leider von euch verabschieden. Habt eine gute Nacht, ich muss mich erst noch an meinen neuen Tagesablauf gewöhnen, so einfach kann ich den Rhytmusnicht ändern. Also habt vielen Dank, und seid wohl gehabt"
Squall drehte sich gerade um und ging zur Tür hinaus, doch bevor die Klinke ins Schloss fiel hängte er noch an" Und falls du noch fragen hasst, du kennst ja nun bereits einige von uns, wende dich an wen du willst. Also ich wünsche dir eine gute Nacht, diese Dämonen haben dir dein Zeug, das du brauchst sicherlich schon hingelegt."
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| 16.02.2004 22:43 | #322 |
| Xalvina |
Es glich wie einem Alptraum und doch wusste die Dämonenbeschwörerin, dies war (zum Glück) keiner. Lieber war die Fee ein paar wilden aggressiven Zombies ausgesetzt, als ewig in endlose neue Zeitschleifen eingebunden zu werden, die sich wie in einem wilden Karussell immer um sie drehten. Sie beobachtete stillschweigend und doch fassungslos zu, wie sie nun hochgeklettert auf einen großen Gesteinsbrocken stand und ihre Gegner unaufhaltsam zu ihr näher schlurften. Ihre Schattenflamme war machtlos gegen eins dieser Untoten und somit ließen sich diese nicht aufhalten. Leise keuchend so drehte sie sich um. Sie war gefangen in einem großen Abwasserkanalsaal wo es keine Türen gab, durch denen man hindurch konnte. Und jeder herausführender und wegführender Kanal war vergittert. Wie wollte sie entkommen? Zurück zu den Zombies, die sich nun ihr langsam aber sicher näherten?
Nein.
Xalvina warf nur wütend über ihre Aussichtslosigkeit ein paar Knochen gegen das nächste Gesicht des ihr nächsten Untoten und balancierte vorsichtig aber so schnell wie es noch ging den Gesteinsbrocken hinunter und lief durch kleine Gerinnsel des Wassers, sodass sie nun fast vor dem großen herabrauschenden Wasserfall gelangte. Wild schaute sie nach links und nach rechts, wobei die losen unordentlichen nassen Haare, welche nicht in der Fassung des hochgesteckten Haares noch festgehalten wurden, umherwirbelten. Eigentlich eine Sackgasse. Sie blickte hoch auf den Tosenden großen Wasserfall aus dem Kanal in der Höhe über ihr – zwar war dieser nicht vergittert, doch würde die Magierin gegen die Wasserströmung wohl nicht ankommen. Die anderen kleinen Kanäle, aus denen das Wasser sprudelte waren jedoch vergittert – genauso wie diejenigen, welche das Wasser ohne irgendwo herunter zu spülen aus diesem Raum wegführten. Toll. Großartig. Keinen Ausgang und eine kleine Horde voller wütender Untote im Nacken. Gefangen in einer aussichtslosen Situation.
Der Schatten im Wasser in der Ferne bewegte sich und schien deutlicher sich langsam aber sicher in Richtung der entfernten Zombies und der jungen Xalvina zu bewegen, die gerade versuchte eine Blutfliege herauf zu beschwören. Lange konnte sie nicht mehr hier verweilen, sodass sie probierte – nachdem ihre Blutfliege nur wenige Sekunden nachdem sie beschworen und auf ihre Gegner gehetzt worden war, schachmatt gelegt wurde, selbst einen Zombie zu beschwören, obwohl sie wusste, dass sie diesen Zauberspruch nicht beherrschte. Aber weder die Schattenflamme, noch die Blutfliege schienen diese wütenden von Hunger getriebenen Zombies eine wirkliche Wirkung auf ihre Gegner auszuführen. Ledig die Blutfliege konnte drei der Zombies einen Moment lang ablenkten, doch wurde ihre Beschworene Kreatur in den nächsten Sekunden so schnell vernichtet, dass es sich überhaupt kaum gelohnt hatte. Leichte Verzweiflung kam in der jungen Magierin hoch. Sie war keine geübte Hexenmeisterin der Dunklen Magie sondern gerade mal in der Ausbildung. Hätte sie ihren Bogen dabei gehabt, dann wären diese Gegner wohl weniger ein Problem gewesen, denn sie war eine exzellente Bogenschützin und Meisterin in ihrem Fach. Aber ohne Bogen half ihr das auch nicht weiter. Sie besaß nicht einmal eine Waffe, einen kleinen Dolch. Nichts.
Getrieben von den Gegnern so wurde sie immer mehr zurück gedrängt. Sie erreichte nun neben dem Wasserfall einen festen Boden, wo zu ihrer rechten Seite und neben dem Wasserfall unter diesem und unter der blau leuchtenden Wandfackel ein weiterer spärlicher wegführender vergitterter Abwasserkanal, der Halb schon im Wasser lag. Wenn es doch nur eine Möglichkeit gäbe, irgendwie diesen zu öffnen....
Sich zusammenreißend, so trat sie ins Wasser, da ihr kein anderer Ausweg blieb. Es war nicht gerade angenehm – auch wenn die nur bis zur Brust in diesem gärendem Wasser stand, irgendwelche seltsame Pflanzenähnliche Algen an ihren Beinen zu fühlen, sodass sie erst gar nicht richtig hinschaute. Aber bei dem unreinen Wasser konnte sie das auch schon gar nicht mehr sehen, es erwies sich nur als sehr unangenehm. Ob es auch noch eine giftige Kloßbrühe war dass wusste die Magierin nicht, aber sie tippte darauf, dass es trotz der seltsamen Nebeldämpfe um kein giftiges Wasser oder Säure hielt.
Ihr Verfolger waren nur wenige Meter entfernt sodass sie sich sputen musste und durch die Wassermasse hindurch so schnell wie sie konnte zu dem Kanal hinwatete und sich nun unter dem Wasserfall befand. Sie hatte keine Angst vor den Untoten. Nein – aber sie hatte nicht das Bedürfnis von diesen mit Haut und Haar gefressen zu werden um am Ende zu einem der Ihren zu werden. Sie wollte hier raus, oder sie würde bald ihr jähes Ende nehmen, wenn ihr nichts einfiel. Der Schatten im Wasser schwamm nun schneller und deutlicher in Richtung der Zombies, die sich gerade daran machten, zu ihrem Opfer ins Wasser zu steigen. Konturen einer seltsamen Wabbeligen Fläche wie eine kleine sich schnell Fortschwimmende Insel tauchte im Schatten auf. Ihre Finger glitten durchs nasse rostige Gitter, sodass die Fee in Aufruhr daran rüttelte. Doch das Gitter war zu fest und zu stabil, es lies sich einfach nicht öffnen. Doch weiter rüttelte sie auch nicht mehr, als sie Zeugin Etwas Anderem Größerem wurde...
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| 16.02.2004 23:58 | #323 |
| HoraXeduS |
Es raschelte etwas lauter als nötig, als Horaxedus sich das Buch griff, mit dem Kain die Skizze auf der eigenhändig abgezeichneten Karte verglichen hatte. Eilig warf der Magier einen Blick nach dem anderen auf das zerknickt daliegende Pergament, dann wieder auf das Werk über diese Völker. Als er genug gesehen hatte, war er von der Ähnlichkeit der beiden Objekte überzeugt. Doch wahrlich, das war nun nichts, was ihn sonderlich freute.
"Kain", begann er und wagte es vor Enttäuschung und Erregung kaum, seinem Freund ins Antlitz zu schauen. Stattdessen tat er, während er die richtigen Worte suchte, vereinzelte Schritte im Kreis. "Kain, was Du da gefunden hast..." Der Gildenlose schaute zu seinem Freund auf, der noch immer nicht in der Lage war, seinen Blick zu kreuzen. "Ja?" "Also es zerschlägt so ziemlich jede Hoffnung, diesen verfluchten Schwertfisch jemals auszuheben. Kaum, dass ich jemals von Kaspien gehört hätte! Und selbst die Eremäer kenne ich nur aus Abzählreimen meiner Kindheit. Diese Spur ist selbst für uns zu weitläufig!" Der Schwarzmagier ließ entmutigt die Schultern hängen. Blass und schwächlich sah der kräftige Mann nun aus. Und es schien, als sei es für ihn an der Zeit, sich mit friedvolleren Dingen zu beschäftigen.
Doch Kain ließ sich davon nicht beirren. Seine unbezähmbare Neugier war es, die ihn trieb. Und während er sorgsam über die eigens angefertigte Kartenskizze strich, sprach er mit ruhiger, fester Stimme in Richtung des Glasmachers: "Du kennst Kinderreime über die Eremäer? Woher? Ich dachte, du wärest einsam mit Deiner Mutter bei einem alten Weib im Wald aufgewachsen?" "Ja," antworte Horaxedus sanft,"aber die Alte hatte ja noch ein Mündel, nur wenige Monate älter als ich. Wir wuchsen wie Geschwister dort auf im Wald." "Vielleicht stammte sie aus Eremäa?" warf Kain ein. Der Blick des Schwarzmagiers verfinsterte sich. Rajka war verschleppt worden von den Schergen des Statthalters, welcher ihn foltern ließ, als er fast noch ein Kind war. Horaxedus hatte seine kleine Familie schließlich verraten. Seine Mutter und die Alte waren unter fadenscheinigen Vorwürfen als Huren Beliars verbrannt worden.
Die Augen des Magiers waren starr vor Zorn und Unsicherheit, als er nach einer schier endlosen Stille endlich zu antworten bereit war. "Ja. Rajka stammte aus Eremäa. Sie sprach oft davon, dass Ihr Vater einer der Wölfe Ihres Stammes gewesen war." "Einer der Wölfe?" warf Kain mit hochgezogener Augenbraue ein. "sie waren so etwas wie eine Kriegerkaste." antwortete Horaxedus ruhig.
"Lebt Deine Schwester noch?" "Ich weiß es nicht." Die beiden Männer traten wieder seitwärts aneinander und verglichen die Skizzen, die noch immer als Zeugnis der Theorie des Einzelgängers vor ihnen lagen. Und während er einige Seiten des Buches umschlug, sprach Kain leise, ja fast unbeteiligt weiter. "Ja, das müssen wirklich tierliebe Völker gewesen sein." "Kaspier und Eremäer? Wie kommst Du darauf?" "Wegen Ihrer Schwäche für Wölfe..."
"Und?" "...und Fische."
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| 17.02.2004 01:59 | #324 |
| Hilias |
Der Gehängte war in seiner Zelle mit verbissener ausdauernder Wut, auf und abgelaufen. Wie hatte die Metze es nur wagen können, ihm nach seiner sicheren Drohung die Order zu verwehren. Er tobte von der schweren Eichentür auf die gegenüberliegende Wand, drehte dort um und steuerte wieder auf die Tür zu, um dort den Rückweg zur Wand anzutreten. Schweiß stand auf seiner Stirn, nicht nur weil er vor Zorn kochte, weil er vor allem seit seiner erneuten Inhaftierung nicht still gehalten hatte.
Es war gar nicht so sehr, dass er der Hexe den Sieg nicht anerkennen würde. Es war ein fairer Wettstreit der Geister gewesen und sie hatte ihn geschlagen. Doch er hatte sich zu sehr auf seinen Plan verlassen und nun keine Alternative mehr, als die Tränke zu nutzen, so wie es die Giftmischerin so gesehen hatte. Warum hatte er nicht vorher die Unwägbarkeit der kaltblütigen, Stahlseilnevern einer einzelnen, noch dazu weiblichen Magierin gedacht? Er hatte doch alles so sorgfältig geplant und nun sollte er...
Der Gehängte blieb unvermittelt stehen. Es war als habe man einem Golem den führenden Zauberer weg geschlagen, so dass dieser ohne Leben stehen bleiben musste.
Die Mine des Gehängten war von der finsterzornig, konzentrierten Mine in ein Antlitz der völligen Verwirrung und Bestürzung gewichen. Der Plan konnte so gar nicht mehr aufgehen. Nicht nur, das die Tränke so für ihn unbrauchbar waren, er hatte nicht mal einen Verbündeten in der Schwarzmagierin gefunden. Zu groß schien ihr Misstrauen gewesen, als das man überhaupt auf einen Punkt Null der gegenseitigen Beziehung hätte kommen können.
Der Gehängte biss die Zähne zusammen. Trockenes Knirschen war in der Zelle laut geworden, als schier unsägliche Kräfte aus Hass, Wut und Abscheu in die Kiefermuskeln des Gehängten strömten. Die Zähne würden brechen, gar keine Frage. Und da geschah es auch schon. Als würde dünnes Holz unter Wasser zerreißen.Die Zähne brachen aus oder splitterten dis zu den Wurzelansätzen hoch. Blut füllte die Mundhöhle des Gehängen, rann von den zurückgezogenen Lippen herab, doch das Monster in dem wehrlosen Körper spürte davon nichts. Er hatte durch einen dummen Fehler alle seine Vorhaben selbst vereitelt.
Ahaa...
Die schwarzen Augen des Gehängten weiteten sich erschrocken und er schlug die rechte Hand vor den Mund. Roter Saft drang durch die Finger hervor. Das konnte doch nicht sein..das DURFTE EINFACH NICHT SEIN! NICHT DAS AUCH NOCH!!!Was geschieht hier...fragte eine verwirrte Stimme in seinem Kopf. Der Gehängte ging in die Knie. Sein Hirn arbeite fieberhaft in den letzten unbeobachteten Augenblicken, die ihm noch blieben, bevor der Wurm in der Lage war zuerkennen und zu verstehen. "Rückzug. Nur kurz. Ich muss nachdenken...Ungestört!" raunte der Gehängte mit zusammengekniffenen Augen, die Finger massierten seine Schläfen, als habe er rasende Kopfschmerzen.
Wo sind wi...
Mit einem gewaltigen Satz sprang der Gehängte zurück, doch nicht mit dem Körper, sondern mit seinem Geist. Der Wurm hatte schon die Mehrzahl gebraucht, war also so schon fast davor, seine Sinne wieder voll unter Kontrolle zu haben. Es war Eile geboten. In der altbekannten, wolligen Schwärze, völliger Bestandslosigkeit, jagte der Gehängte tief in die dunkelsten Winkel, die ihm dieser Körper bot.
Nur ein paar Stunden, dachte er panisch. Nur ein paar Stunden, als kein Problem!
Hilias wurde mit brutaler Härte ins reale, greifbare Leben gestoßen, doch nur wenige Herzschläge blieben ihm, um sich in dankbarer Taubheit seines Körpers zu wälzen. Wie in eine kalte Jacke schlürfte er hinein. Bekannt, angenehm auf der geistigen und seelischen Haut, doch auch so fremdartig. Weil ein anderer hier gewesen war. Das fühlte man, noch bevor man sich daran erinnerte.Dann hauten ihn seine schmerzenden Zähne um, wie ein Preisboxer einen Sandsack am Hacken prügeln mochte. Viele Schmerzen kommen hart und intensiv, klingen aber auf ein dumpfes, andauerndes Pochen ab. Andere sind hinterhältig, langatmig und ausdauernd. Treiben einen deswegen, nicht minder halb in den Wahn.Doch das hier...
Es war ein Konzert aus Schmerzfarben, in den Schillernsten Variationen. Und immer greller wurden sie. Eine grausige Musik, die immer lauter und alles bestimmender wurde, anstatt langsam, wenigstens gleich bleibend, sich in den Hintergrund, einzuordnen.
Zuerst verschwanden alle Sinne, nach und nach in dem chaotischen Wirbel. Dann setzten die bewussten Gedanken aus. Klares Handeln, gar planmäßige Aktionen wurden zu Karikaturen des eigentlichen Wortsinnes vergewaltigt. Der Instinkt kam mit seinem großen, ungeschickten Händen aus der tiefe des Stammhirnes hervor gewalzt und stieß das, dagegen Grazilwirkende, feingliedrige Bewusstsein aus dem Weg.
Hilias merkte kaum, wie er zu Boden fiel. Seine Beine hatten schon vor Stunden heftig zu krampfen begonnen, was der Gehängte schonungslos ignoriert und seinen Marathon durch die Zelle weiter geführt hatte. Die Blasen an den Füßen waren schon bis ins rohe Fleisch vorgedrungen. Die Schwäche der Dehydrierung verlangte den höchsten Blutzoll. Der Gehängte hatte seit der Unterredung im Refektorium keinen Schluck Wasser mehr angerührt, obwohl in der Zelle ein Krug stand, gefüllt mit klarem, kaltem Begirbsquell, der durch Zauberkraft nie versiegte, sobald man ihn an die Lippen setzte. Der Gehängte hatte es einfach nicht für wichtig erachtet. Der Körper würde sowieso bald unbrauchbar sein.Doch Hilias kam in ein Haus zurück, das in Flammen stand und jetzt in Ohnmacht zufallen, konnte den Tod bedeuten. Fast hätte er sich dazu hinreißen lassen, doch vorher musste er wissen wo er war. Und vor allem, wie viel von dem Plan des Gehängten schon geglückt war, der ihm auf dem Felsplateau bei Meditate offenbart wurde.
Der Überlebenswille lässt selbst die schwächsten Sterblichen, unvorstellbare Zähigkeiten und Kräfte an den Tag legen. So kroch der ehemalige Knappe des Statthalters von Khorines auf den Wasserkrug zu. Durstige Menschen sind nach einer bestimmten Leidenszeit in der Lage, Wasser zu riechen. Keiner weiß, wie, aber sie vermögen es dennoch. Zielsicher strebte der Steinmetz den Krug jetzt an. Arbeite sich blind und taub, ohne Gefühl und ohne bewussten Geruch - denn all das war unter den heißen Brocken der Schmerzlawine vergraben- auf den Krug zu. Endlich fasste er ihn mit zitternden, krampfigen Fingern. Etwas an den Mund zu führen oder gar an die Lippen anzusetzen, nur der Gedanke steigerte die Schmerzen seines Kiefers um ein Hundertfache. Er kippte den Krug kurzer Hand um und schlürfte die Pfütze Wasser. Kälte explodierte in seinem Mund. Er übergab sich geräuschvoll, drehte sich aber glücklicherweise von der Pfütze weg. Das kalte Wasser hatte die nackten, freiliegenden Zähnnerven umspült und ätzte neue Wellen aus glühenden Quallen durch seinen Schädel.Doch er musste trinken. Es half nichts. Mit letzter Kraft erduldete er zwei volle Münder Wasser und schluckte sie würgend hinab.
Das half. Nicht viel, aber es war ein Anfang. Dann kroch er in eine Ecke und rollte sich in Embryostellung zusammen. Sofort holte ihn der traumlose Schlaf der absoluten Ermattung in sein Reich.
Hilias war erwacht. Er wusste weder, wo er war, noch was ihn erwartete. So fand ihn der Schattendämon Meditates, der mit dem Auftrag gesandt worden war, den Gehängten die Tränke zu übergeben und ihn raus zuwerfen. Doch die boshafte Präsenz des Gehängten war nirgends zu finden. Nur ein wirres Wimmern aus qualvollen Emotionen und Empfindungen. Ein Bündel, kaum vom seelischen Zustand noch als Mensch zu bezeichnendes Wesen. Grausig entstellt. Kurz: Nicht das, was der Schattendämon suchte. Da der Körper allerdings große Ähnlichkeiten mit dem Gehängten auf wies, stellte der Diener Meditates, das Körbchen mit den Tränken ab und verließ die Zelle ungesäumt. Seiner Herrin erzählte er nichts, da sie nicht fragte. Für ihn war die Sache erledigt. Hilias würde hingegen bald ein paar sehr interessante Gespräche zu führen haben.
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| 17.02.2004 13:36 | #325 |
| meditate |
die magierin fühlte sich wieder besser. die schreckliche belastende begegnung mit dem gehängten hatte spuren hinterlassen. aber nun war es ja wohl vorbei, er war ja sicher schon weg.
meditate befragte den schattendämonen, wann der gehängte verschwunden sei und ob er die tränke erhalten hatte und der schattendämon meinte, er hätte die tränke in dessen zimmer gestellt, aber der bewusste wäre nicht da gewesen.
"er war nicht da?" nunja, er wird dann wohl doch nicht auf mein angebot eingegangen sein."
dann eilte sie in schnellen sätzen zum zimmer des don und klopfte heftig dagegen. ein knurren aus dem inneren zeugte davon, dass sie es wohl geschafft hatte, ihren freund aus dem schlaf zu trommeln.
dann ging die tür von allein auf und meditate trat näher. zwischen den kissen guckte ein sehr zerzauster don hervor und meinte, sie solle schnell sagen, was sie wolle. er würde dann versuchen, seinen traum wieder einzuholen.
don wusste sehr gut, dass die hüterin ihn nicht wegen einer lappalie wecken würde und so verkniff er sich jede grantige äußerung.
"wir hatten einen sehr gefährlichen gast. ich wollte dir das sagen. der schattendämon meint, er wäre nicht mehr im zimmer, achte darauf, er sieht aus wie ein mensch, ist aber keiner. ich wollt dir das nur sagen, damit dich nichts überraschen kann."
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| 17.02.2004 13:50 | #326 |
| blutfeuer |
wieder hatte blutfeuer die dämonen gebeten, ihre schüler an den tisch zu bitten.
"nehmt euch bitte kein beispiel an diesen schwarzmagiern. klar heißen sie nachteulen, weil man sie eher nachts antrifft, aber das gilt doch nicht für so sonnenkinder wie uns, oder?
seid ihr übrigens heute gewillt vernünftig zu trainieren? also leise zu sein und sich wie jäger zu verhalten, die außer fröhlichen jagdgesängen nix im wald herumlärmen?"
die anderem starrten auf ihre teller und die männer konnten sich ein grinsen nicht verkneifen.
"nungut, das ganze noch mal. herr oberkellner dämonenkoch, bitte bringen sie uns eine mächtige scavengerkeule, gewürzt aber nicht gebraten. wir essen außer haus."
im nu krachte ihnen eine noch mächtigere keule asl gestern mitten auf den tisch, der unter dem gewicht fast in die knie ging.
ich denke mal, das ding schnappt sich burath, er ist ohnehin mein haussklave bis zur abarbeitung seiner schulden und dann machen wir uns wieder auf die socken, ich denke, wir wandern wieder an die gleiche stelle wie gestern. wenn ihr das heute hinbekommt mit den schießübungen, dann braten wir uns das ding zum abend und teilen die reste mit dem schwarzen troll. der sorgt dann für den kleinen verdauungsspaziergang nach dem essen."
blutfeuer schnappte wieder die ausrüstung für die giftpfeile und die vier verließen wieder das kastell.
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| 17.02.2004 14:17 | #327 |
| Azathot |
Gutgelaunt ging Azathot durch die Kastellgänge, heute würde er endlich mal dazukommen seine beiden Schüler zu unterrichten, nachdem er ja den eigentlich geplanten BEginn ihrer Ausbildung absagen musste, doch nun hatte er beide wieder in den Innenhof des KAstells beordert um dort die Ausbildung zum Schwertmeister anzufangen.
Außerdem hatte er vor endlich standesgemäß Magie zu beherrschen und suchte nebenbei noch nach einem Meister der ihm die weiterführende Magie beibrachte.Doch nun war der Lehrmeister im Innenhof des Kastells angekommen, seine Schüler waren nicht dort, also nutzte Azathot die Zeit um sich schon einmal aufzuwärmen mit ein paar lockeren Runden durch den Innenhof und danach einigen einfachen Schwertübungen.
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| 17.02.2004 14:34 | #328 |
| Dûhn |
Fröhlich pfeiffend begab sich Dûhn in den Innenhof. Einer der Dämonen hatte ihm mitgeteilt das der Schwertmeister schon ungeduldig auf ihn wartete. Die Schmerzen die ihn sonst immer bei einer Konversation mit den Höllengeschöpfen peinigten waren inzwischen nicht mehr als ein leichtes Pochen im Hinterkopf.
Eine frische Brise klarte die Gedanken des Riesen auf, als er ins Atrium der alten Festung trat und die Gerüche der alten Esche wie das Aroma eines guten Mahls zu ihm hinüber wehten. Der Koloss streckte sich wie ein Bär dessen Winterschlaf schon viel zu lange gedauert hatte und spannte seine enormen Armmuskeln an. Die Schaufelartigen Hände knirschten als Dûhn seine Finger krümmte, zur Faust balte und wieder entspannte.
Als er seinem Rückgrat gerade Laute entlocke wie sie normalerweise nur Eichen im Sturm hervorbrachten, entdeckte der Riese seinen Lehrmeister und stampfte dem Schwarzmagier freudig entgegen.
"Hey, Azathot! Na, in der Zwischenzeit irgendwas wichtiges passiert?"Dûhn schlug seinem Lehrer lachend auf die Schulter und schaute sich anschließend verwirrt um.
"Wo is eigentlich Hîrgalad?" Dûhn holte kramte einen Stengel Süßholz aus seinem, inzwischen wieder verstaubten und und recht mitgenommen aussehnden Schwarzmagiermantel und biss knirschend ein Stück ab.
"Wollte der nicht eigentlich auch ein bischen trainieren?"
Dûhns hielt mit seiner schwieligen Pranke Azathot ein weiteres Stück Süßholz vor die Nase und wedelte fragend damit herum.
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| 17.02.2004 15:07 | #329 |
| Hîrgalad |
"Was, wie, wer, wo? " Hírgalads Kopf schnellte von der Tischplatte auf der er gelegen war hoch. Der Dämon der neben ihm in der Luft schwebte wiederholte alles noch einmal, anscheinend war er erst seit kurzem im Kastell oder er hatte sich bereits an die seltsame Art der menschlichen Bewohner und Besucher gewöhnt, jedenfalls machte er seinen Job genau so wie es in einem Lehrbuch für Dämonen geständen hätte, hätte es denn eines gegeben.
"Entschuldigt die Störung, aber der ehrenwerte Schwarzmagier Azathot verlangt nach euch. Ihr sollt euch in den Innenhof begeben, er wartet dort bereits auf euch." Hírgalad erhob sich langsam. Es wurde also mal wieder Zeit. Er schickte den Dämonen weg, schnappte sich sein Schwert und machte sich auf den Weg. Der junge Mann hoffte dass Azathot diesmal auch wirklich da sein würde, es wurde langsam Zeit die Ausbildung zu Ende zu bringen.
Als er am Refektorium vorbeikam, trat er kurz ein, schnappe sich einen Apfel aus einer auf einem Tisch stehenden Schale und setzte seinen Weg fort. Als er im Innenhof ankam und sah dass er nicht enttäuscht wurde, schluckte er gerade den letzten Bissen hinunter, und trat dann zu seinen beiden Schwarzmagierkollegen."So da bin ich. Schön euch wieder zu sehen." er nickte sowohl dem Einhandmeister als auch seinem großen Freund Dûhn freundlich zu und blieb dann neben den beiden stehen.
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| 17.02.2004 15:26 | #330 |
| Erzengel |
Kaum hatten sie die Tiere abgehandelt, kam der Gildenlose noch einmal auf das vorherige Problem zu sprechen.
"Bedenke das unsere Grenzen weit gesteckt und wir keine Hunde sind, die von Zäunen umgeben oder angebunden ihr Leben ertragen. Wir können auf jeden Fall nach Eremäa. Siehst du das hier?" Er deutete auf einen langen, kruckeligen Strich, der sich schräg von Norden her bis an die südliche Küste Eremäas hinzog."Das ist der Kyotokawa, er beginnt in Kyoto, in der Stadt war ich neulich, als ich nach Goa gezogen bin. Eigentlich sind es zwei Flüsse, die sich dort treffen, der Yangzenkawa und Sinkekawa, die weiter nördlich in der Nähe eines Vulkans entspringen. Ach ja, ein kleiner Bach vom Hoktobeschrein nahe der Stadt gehört auch noch dazu. In Eremäa selbst wird der Fluss wegen seiner reißenden Strömung auch Finkara genannt. Von Gorthar ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Kyoto, mit den Schiff müssten wir es in weniger als zwei Woche nach Eremäer schaffen." Wie sie dann allerdings den Rückweg meistern sollten, war ihm auch noch nicht so recht klar und das Finkara Übersetzt so viel wie unbefahrbar oder auch unfreundlicher Fluss hieß, hatte er ebenso verschwiegen, deswegen schlug er sogleich die andere Möglichkeit vor.
"Und als Alternative gibt es dann auch noch den Weg im Westen, direkt durch Gorthar am Gletscher vorbei nach zum Sumpf dort und nach Südost, wo wir dann aber durch Kaspien müssten, wenn wir nicht das Gebirge dort passieren wollen, dass dauert dann aber richtig lange. Außerdem könnten wir auch einfach direkt von Khorinis oder Drakia mit dem Schiff fahren... Naja, und wir können ja warten, bis du deine Studien abgeschlossen hast, an Zeit mangelt es uns ja auch nicht." Überhaupt sollte auch er selbst sein Training bei Artifex wiederaufnehmen, immerhin sagte er dem Templer, dass er bald zurück sein würde, also konnte er sich ja wenigstens mal bei dem Lehrmeister melden."Ich habe auch noch einiges an Training zu erledigen."
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| 17.02.2004 15:41 | #331 |
| Azathot |
Gerade als Azathot seine Runden durch den Innenhof beendet hatte und nun mit dem eigentlichen warmmachen anfnagen wollte schälte sich ein riesiger Schatten aus den Kastellgängen hinaus auf den Innenhof der sich auf den zweiten Blick als Dûhn identfizieren lies.
Zielstrebig kam Schwarzmagier auf seinen Lehrmeister zu, aber zuerst streckte er sich und lies dabei seine Knochen knacken als wären sie ein Burgtor, dass von einer Ramme angebrochen wird.
"Hallo Dûhn, schön dich zu sehen, wo es das letzte mal ja nicht unbedingt wie geplant funktioniert hat. Ja Hìrgalad wollte auch noch kommen, aber wahrscheinlich muss er erst noch seine Sachen hohlen, er wird schon noch kommen."
Der Lehrmeister winkte ab, als der Riese ihm plötzlich mit einem Stück Süßholz unter der Nase herumfuchtelte
"Nein danke, aber wär dich schonmal auf, damit wir gleich anfangen können wenn Hirgalad kommt"
Kaum hatte Azathot das auch schon gesagt tauchte auch Hìrgalad auf und kam ebenso zielstrebig, aber nicht mit einem so irritierendem Intermezzo, wie dûhn vorher auf seinen Lehrmeister zu.
"So da bin ich. Schön euch wieder zu sehen." begrüßte er seine beiden Schwarzmagierkollegen. Dûhn nickte nur und auch Azathot murmelte nur kurz ein Hallo, schön dich zu sehen, bevor er den beiden auftrug sich erst einmal warm zu machen und eben 20 Runden durch den Innenhof zu laufen.
Belustigt sah der Magier zu wie seine beiden Schüler nicht gerade erfreut lostrabten, wahrscheinlich tat es ihnen gerade leid freiwillig weiterlernen zu wollen. NAchdem der Lehrmeister seinen Schülern nach der ersten Runde ein ermutigendes "Schneller" zurief begab sich dieser in den kühlen Schatten der Esche und kramte einen Apfel aus den Tiefen seiner Robe, den er genussvol verzehrte während er beobachtete wie seine Schüler in der ermüdenden Wärme des Innenhofes stur an der Kastellmauer entlangliefen.
Schließlich kamen die beiden nahezu zeitgleich nach der 20. Runde wieder bei Azathot an und dieser war erstaunt wie wenig sie der Lauf doch angestrengt hatte für die Geschwindigkeit die sie gelaufen waren, vielleicht hatte er die beiden doch ein wenig unterschätzt was ihre Konstitution anging, aber dann konnte sie beim nächsten mal halt doppelt so lange laufen.
"So, das habt ihr schonmal gut gemacht, dann kommen wir jetzt zur eigentlichen Ausbildung, obwohl es sein kann, dass wir sowas nun öfter machen, schleißlich müsst ihr in guter Form sein, wenn ihr euch Schwertmeister nennen wollt. So und nun üben wir den Ausfall, dass ist ein schneller Angriff bei der ihr eure Klinge nach vorne stoßt um so die Verteidigung des Gegners zu durchbrechen. Seht genau zu"
Azathot zog sein Schwert um den beiden die Angriffstechnik näher zu zeigen, zuerst begab er sich normal in Kampfstellung, um dann seinen Ellenbogen anzuwinkeln und sich dann nach vorne abzustoßen und gleichzeitig sein Schwert nach vorne zu stoßen.
Dann wandte er sich wieder an seine Schüler und befahl ihnen es selber auszuprobieren
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| 17.02.2004 16:03 | #332 |
| Night Hawk |
Nach einiger zeit wachte er auf und alles drehte sich um ihn, er wusste nicht mehr was passiert war, nur noch das er zum Kastell wollte und ihn Goblins angegriffen hatten. Langsam fing er an wiederklar denken zu können und sein umfeld wahr zu nehmen. Neben ihm saß ein Mann der Diego hieß und lächelte als er so langsam zu sich kam. Er war in einem nur schwach beleuteten Raum und er fühlte eine dunkle Aura, dieselbe Aura die er vorm Kastell gefühlt hat. Der Mann namens Diego neben ihm gab ihm frische Kleidung, die er dringend benötigte. Er streifte sich die Kleidung über nahm seinen Goldbeutel und seinen Dolch der auf einem kleinen Tisch neben dem bett lag. Diego sagte ihm er soll mal nach draußen gehen und frische Luft schnappen. Das tat er dann auch, er ging durch die langen Flure. Überall liefen dunkle Gestalten herum, ohne Diego hätte er sich verlaufen. Nach ein paar minuten kamen sie in dr großen Eingangshalle an die rund geformt war. Sie gingen dann weiter durch das Kastelltor. As er draußen stand und bemerkte das er einen ganzen Berg hinaufgeklettert ist, fragte er sich wie er das wohl geschaft hat. Dann holte er tief luft und gingmit Diego wieder herein. Sie gingen in das Zimmer in dem er aufgewacht war. Dann fragte er wer ihn so gut verbunden hat und Diego antwortete ih das dass ein Dämon gewesen ist. Night Hawk war erstaunt, legte sich aber wieder hin, weil er immer noch erschöpft war.
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| 17.02.2004 16:14 | #333 |
| Dûhn |
Lässig zog der Riese das gigantische Bastardschwert um es einmal probeweise durch die Luft sausen zu lassen. Nachdem er ein paar Probeschwünge getätigt hatte begab sich Dûhn so in Stellung wie er es von seinem Meister gelernt hatte.
Ohne Probleme winkelete Dûhn seinen Arm an und stieß mit der wuchtigen Klinge zu. Ein geeigneter Gegner wäre nun mit zimlicher Sicherheit in einen Shishkebob verwandelt worden, doch hatte der Reise noch lange nicht alles verinnerlicht.
Zögernd ging der Koloss in die Knie und machte einen mehr oder weniger unbeholfenen Sprung nach vorne. Nachdem er sein Gleichgewicht einigermaßen mit seiner Masse versöhnen konnte wurden die Sprünge zusehends größer und Dûhn zusehends übermütiger. Nach einigem rumprobieren und ein paar unsanften landungen auf dem Steinfußboden schaffte es der große Magier tatsächlich seinen Arm gleichzeitig mit seinem Körpervorschnellen zu lassen und dabei, mehr oder weniger elegant, auf den Beinen zu bleiben.
Bald schon sprang der Berg von einem Mann wie sein Lehrmeister durch den Hof und verteilte einen Todesstoß nach dem anderen an imaginäre Gegner.
"Hey, das ist leicht!" brüllte Dûhn als er einen weiteren Sprung aus dem Hut zauberte, der wohl jeden Snapper vor Neid erblassen lassen würde.Wild grinsend drehte Dûhn seinen Kopf in Richtung Lehrmeister, welcher zuerst mit neutral-gelangweiltem, dann mit panisch erschrockenem Gesichtsausdruck beobachtete wie sich der Hühne immer weiter auf die Wand zubewegte "Ich meine, schaut mal, ich..."
*KLINGRSCH!*
Schrammte das Schwert funkenschlagend an der Wand entlang. Mit einem erstaunten Schafsblick schaute Dûhn auf sein Schwert...dann auf das allzu bekannte Dämonengesicht, welches ihn entgeistert anglotzte...dann wieder auf sein Schwert.
Der Dämon stierte Dûhn immer noch volkommen entstezt an, als dieser langsam und etwas verlegen lächelnd seine Klinge unter der Achselhöhle des geflügelten zurückzog. Die Kreatur hob den Arm, vergewisserte sich hektisch ob noch alles am rechten Platz war und stob dann in wilder Flucht durch die Wand davon.
"Komisch..." murmelte der Reise als er zu seinem Lehrmeister zurückkehrte."Irgendwoher kenne ich den Kerl doch..."
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| 17.02.2004 16:53 | #334 |
| Hîrgalad |
Während Dûhn sich springend quer durch den Innenhof bewegte, hatte sich Hírgalad eine Ecke ausgesucht, in der in die übergroße Klinge des Schwerts seines Freundes nichts anhaben konnte, und trainierte dort den Ausfallschritt. War ja gar nicht so schwer. Einfach in Kampfstellung gehen, seinen Ellenbogen leicht abwinkeln, und dann elegant und in einer Bewegung nach vorne stoßen, um dem Gegner den Gar aus zu machen. Jedenfalls wäre dass der Fall gewesen, wenn ein Gegner anwesend gewesen wäre, und wenn Hírgalad nicht auf halbem Wege gestolpert und unsanft zu Füßen des imaginären Feindes gelandet wäre. Dûhn schnallte mittlerweile wie ein von Blutfliegen verfolgter Irrer bei einem Hindernislauf durch den Hof und erledigte mehr Gegner als Hírgalads Fantasie hergeben konnte.
Auch der junge Schwarzmagier hatte den Dreh mittlerweile raus, und er bewegte sich mehr in Richtung Azathot um seinen Fortschritt vorzuführen. Dann allerdings unterbrach das schrille Kreischen von Metall auf Stein Hírgalads Ausführungen, und er wandte den Kopf um zuzuehen wie ein Dämon, dem Dûhn beinahe den Kopf abgesäbelt hätte, mit entsetztem Blick davonschwebte. Verlegen kam der Riese zurück zu den beiden anderen und Hírgalad war gespannt was Azathot ihnen noch zu sagen hatte.
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| 17.02.2004 17:15 | #335 |
| Ceron |
Ceron schweifte wieder durch die Gänge, als er ausgeruht aus seinem Bett aufstand. In Gedaknen ging er der gestrigen Kastellführung hinterher und besuchte nochmals jeden Ort.
In der Eingangshalle angekommen fiel ihm eine Person in einem Umhang auf, ein Bogenschütze. Vielleicht einer der Söldner, er würde es jeden Moment erfahren.
"Entschuldigt Fremder, wie lautet euer Name? Ich bin Ceron, Lehrling in diesen Gemäuern. Vielleicht könnt ihr mir bei einem Problem weiterhelfen, denn ihr seht aus als ob ihr viel in Khorinis herumkommt."
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| 17.02.2004 17:20 | #336 |
| .::Legolas::. |
"Guten tag Ceron. Ich bin Legolas, Sohn des Thandruils und Söldner General Lees. Ich komme sehr weit rum, ich mag behaupten das es kaum einen Ort gibt an dem Ich nocht nicht war. Aber zu euch, was habt ihr für Probleme?" fragte Legolas den Lehrling. Legolas hatte gerade abermals 100 Gold in die Schale des Versteinerten Geworfen. ER suchte nun den Alchimist dieses Gemäuers. Doch erst würde er dem jungen Mann zuhören...
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| 17.02.2004 17:32 | #337 |
| Ceron |
"So? Das trifft sich aber gut. Ich habe nähmlich etwas für den Söldner Claw. Als Söldner kennt ihr ihn bestimmt. Ich möchte das ihn ein Paket von mir sicher erreicht. Folgt mir!"
Ohne Worte folgte der Söldner Ceron bis vor sein Gemach. Einige Momente später betrat Ceron wieder den Gang. In seiner Linken ein Buch mit der Ausschrift "Damit es bald keine Orks mehr gibt"
in seiner Rechten ein versiegeltes Paket, mit der Siegelaufschrift"C in eterna".
"Schaut das dieses Pakêt meinen Freund Claw so schnell wie möglich und unversehrt erreicht, sonst möge Beliar euch gnädig sein!" Ceron fühlte sich schon ganz in der Rolle eines hohen Magier's.
"Und um eure Dienste mir gegenüber, überreiche ich euch eines meiner ersten Werke. Ich habe es in der Bibliothek geschrieben. Es beinhaltet wichtige Hinweise für den Kampf mit Orks. Ich hoffe es wird euch noch von nutzen sein, ihr könnt doch lesen, oder?"
Mit diesen Worten verliessen die beiden das erste Stockwerk wieder und begaben sich in die Eingangshalle.
"So da wären wir wieder. "Welches Begehr führt euch eigentlich in diese unheiligen Hallen. Falls euch etwas auf dem Herzen liegt. Äussert mir euren Wunsch ruhig, ich werde sehen was sich machen lässt. Und tun was in meiner bescheidenen Macht steht.
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| 17.02.2004 17:42 | #338 |
| .::Legolas::. |
"nun ich suche einen Alchimisten oder eine Alchimistin. Desweiteren, hätte ich einen kleinen Auftrag für euch."
"Oh das sit gut." sagte Ceron und sah den Söldner an.
"Ok meine Geschäfte ziehen mich nach khorinis. Doch ich muss bald zu den Khorinischen Winterspielen und auf dem Lageplan wartet ein Freund von mir. Sagt ihm das ich später komme und geht ihm ein wenig zur Hand. Er heißt Kaligulas und er ist schmied. Hier!"
Legolas reichte dem Lehrling ein Plakat mitsamt Standortkarte und seinen einfachen dolch der normalerweise an seinem Fuss befestigt war."Hier nehmt das als Pfand ihr werdet später entlohnt." Legolas beendete das Gespräch und ging durchs Kastell auf der suche nach meditate denn diesen Namen hat ihm Ceron bei ihrem Gespräch genannt...
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| 17.02.2004 19:50 | #339 |
| Rhodgar |
Wieder einmal zog der Schwarzmagier ziemlich ziel- und planlos durch die Gegend, bestaunte hier und da die verborgenen Schönheiten des Kastells, regte sich ein paar mal über die Dämonen auf, doch ansonsten war mit ihm am heutigen Tag nicht sehr viel los. Eigentlich war er geradezu in perfekter Stimmung, sich einfach irgendwo hin zu legen, und darauf zu warten, dass der Tag seinen Lauf nehmen würde. Es gab einfach solche Tage, mit denen nichts anzufangen war, an denen sogar das Lesen magischer Lektüre verschwendete Zeit wäre, alleine aufgrund der Tatsache, dass man sich eben in solchen Zeiten nicht konzentrieren konnte.
Das einzige, was Rhodgar an diesem Tag noch ein wenig zu schaffen machte, war logischweise die Geschichte mit Hilias. Das war alles so verrückt, beinahe irreal. Sollte diese Erzählung irgendwann einmal Einlass in die Bücher gewinnen, mit Sicherheit würden nicht wenige Augenbrauen verdutzt hochgezogen werden. Denn wie konnte es möglich sein, dass ein Mann, der geradezu versessen von dem Hass auf die Schwarzmagier war, plötzlich von solch einer Art Frevel befallen wurde? All diese Gedanken machten Rhodgar krank. Er mochte nicht darüber grübeln, zu tief saß alle Verachtung und Schmerz, zu tief saß aber auch das Mitleid und das wehleidige Gefühl, wirklich hilflos zu sein. War Hilias überhaupt zu helfen? Sicher, auch bei Sinnen gab er keinen besonders guten Menschen ab, zumindest nicht aus der Sicht eines Schwarzmagiers. Doch dieses Schicksal, das verdiente niemand, von solch einem Monster eingenommen zu sein war wirklich nicht wünschenswert.
Lustlos setzte ich Rhodgar in den Innenhof und legte die Kopf in die Hände. Ein Bild des Jammers, einen Diener Beliars so zu sehen, doch waren auch in ihm (erstaunlicherweise) noch Gefühle, Emotionen und Empfindungen vergraben. Alles wartete nur darauf, einmal hervortreten zu können, sich mit einem Mal zu entladen. Das war es wohl, was man emotionale Schwankungen nannte.
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| 17.02.2004 20:19 | #340 |
| meditate |
meditate hatte noch einmal ein bisschen geruht und hatte sich dann in ihr labor begeben, um ein bisschen ordnung zu schaffen zwischen ihren zutaten. pfeilgift war noch da und die dazugehörigen roten und schwarzen frösche begannen schon wieder ihre schleimschicht zu regenerieren. in kürze konnte sie wieder neues gift herstellen.
skeptisch musterte sie ihre vorräte. also viel pfeilgift war nicht mehr da. sie war blutfeuer gegenüber, die ihre beste abnehmerin war, mal wieder einfach zu großzügig gewesen. erst das pfeilgift und dann auch noch das auffüllen des gesamten blasröhrchen-depots. das zehrte an den reserven.
die zutaten zu den tränken für den mitbewohner von hilias verschloss sie wieder in dem spind, dessen schloss sie sorgfältig magisch verschloss. sicher war sicher. sie verschloss zwar außerdem auch noch das labor, aber mit den giften konnte man nicht vorsichtig genug sein. seit dem diebstahl von rachestahl war sie viel vorsichtiger geworden.
ja rachestahl hatte sie auch seit jahren nivcht mehr gesehen. sicher war ihm seine ungestümheit und seine verwegene klappe irgendwann zum verhängnis geworden.
naja, wirklich traurig konnte sie darüber nicht sein. der mann musste so enden oder am galgen in khorinis.
meditate schlenderte langsam zum refektorium, um sich ein kleines feines festmahl zu gönnen.
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| 17.02.2004 20:37 | #341 |
| .::Legolas::. |
Legolas war in den Innehof gegangen hatte jedoch keinen Magier getroffen den er nach meditate fragen konnte. Dann irrte er durch die Wandelgänge und bestaunte die Bilder und immer wieder hielt er Ausschau nach der Alchimistin. Als er eine Frau sah, sprach er sie an. Sie schien anscheinend zu den Räumen, die man Reflektorium nannte, gehen zu wollen. Legolas schritt auf sie zu und sprach:"Guten Tag. Dürfte ich euch kurz fragen wo ich Meditate, die Alchimistin, finde?"
Legolas sah hoffnungsvoll in das gesicht der Frau und wartete auf eine antwort...
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| 17.02.2004 20:49 | #342 |
| meditate |
"nun, wenn du meditate suchst, dann kannst du deine suche abbrechen. sie steht vor dir."
meditate musterte den jungen mann. das war doch kein magier? was wollte der von ihr?
"komm, begleite mich ins refektorium, ich hab hunger und hab noch nichts gegessen seit ich aufgestanden bin."
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| 17.02.2004 20:55 | #343 |
| .::Legolas::. |
Er folgte der Magierin in das Reflektorium. Es war eine Art Speisesaal. Sie setzten sich, Meditate sprach ein paar Wörte die sich wie ein Essensgericht anhörten und auf irgendeine magische weise erschien vor der Frau ein Teller mit Essen. Legolas wünschte ihr einen Guten Apetit und war froh die Alchimistin gefunden zu haben. Während sie anfing zu Essen fragte Legolas:"Wenn ihr Meditate seid dann seid ihr die Alschimistin des Kastells, richtig?"Er hoffte das sich der junge Ceron nicht getäuscht hatte denn sonst würde die Suche wieder von vorne losgehen...
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| 17.02.2004 21:09 | #344 |
| meditate |
"das ist richtig. brauchst du ein heilmittel? oder etwas gegen müde füße oder hühneraugen? ich kann dir helfen, so weit du einen gut gefüllten beutel hast."
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| 17.02.2004 21:13 | #345 |
| .::Legolas::. |
"Den hab ich zwar, aber ich brauch eher was radikaleres." Legolas lächelte die magierin an.
"Ich benötige Gift in das ich Pfeilspitzen tauchen kann. Haben sie sowas hier?" Die Magierin hatte fertig gespeist und stand wortlos auf. Dann ging sie aus dem Raum und durch ein paar Gänge zu einer Tür. Diese sperrte sie auf und sie betraten eine Art Labor.
"Also kann ich sowas kaufen?" fragte Legolas erneut und sah sich in dem Raum um...
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| 17.02.2004 21:20 | #346 |
| meditate |
"hier hast du pfeilgift. es lähmt den beschossenen für einige zeit. ich warne aber. fleisch ist dadurch ungenießbar und auf menschen kannst du auch nicht schießen, denn du würdest sie mit einem pfeil töten und nicht durch das gift. aber ich geb dir mal ne probeportion. das reicht für 10 oder 12 schüsse. sammle erfahrungen und sag mir dann, was du davon hältst."
die magierien übergab dem legolas eine kleine phiole mit dem lähmenden gift und forderte 100 goldstücke. legolas überreichte die summe sofort, bedankte sich und verließ dann sofort wieder das kastell.
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| 17.02.2004 22:30 | #347 |
| HoraXeduS |
Während Kain und Horaxedus noch lange beieinander in der Bibliothek gesessen hatten, beinahe wortlos aber wissbegierig forschend, hatte sich der Entschluss des Schwarzmagiers, sich von der Abenteuerlust des Gildenlosen anstecken zu lassen, mehr und mehr gefestigt. Es gab keinen Grund für ihn, weiterhin still abzuwarten und das Leben eines wenn auch nicht allzu frommen Mönches zu führen.
Die Zeit war gekommen, Spuren zu verfolgen, die sich unvermittelt vor ihm ins Bewusstsein getreten hatten. Parallel zur Fährte des Schwertfischs verlief nun plötzlich eine Spur zu seiner Schwester. Vielleicht musste er ihrer Vergangenheit auf den Grund gehen, um sie in der Gegenwart wiederzufinden. Und was auch immer Kain bewogen hatte, diesem Abenteuer entgegenzusehen, es konnte keinen zuverlässigeren Gefährten bei dieser Suche geben.
Horaxedus legte dem Einzelgänger sanft die Hand auf den Unterarm. "Über den Weg werden wir uns einigen", lächelte er. Die Männer erhoben sich. Beide wussten, dass sie vorhatten, ein ungewisses Unternehmen anzugehen. Und beide waren sich, ohne es auszusprechen, einig, dass es nur wenige Wochen bis zu ihrem Aufbruch dauern sollte. Jeder der beiden Männer hatte noch einiges zu erledigen, bis es soweit sein würde.
"Ich danke Dir", sprach Horaxedus mit leuchtenden Augen und fester Stimme. Schließlich deutete er mit einem Nicken einen Abschiedsgruß an. "Wir werden uns bald wiedersehen", sprach Kain aufgeschlossen.
Irgendwie kam es dem Magier vor, als habe sich der Gefährte in den vergangenen Tagen verändert. "Ja. das werden wir gewiss." antwortete er, bevor er sich mit zuversichtlicher Miene abwandte, um die Bibliothek zu verlassen.
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| 17.02.2004 22:53 | #348 |
| elpede |
Seltsamerweise schwiegen die Skelette neuerdings, wenn blutfeuer am Tor auftauchte, und ohne besondere Zwischenfälle schwang das Tor bereitwillig auf. So auch heute.
Die Gruppe begab sich auf ohne große Umwege auf direktem Weg ins Refektorium, um zu essen und - zumindest in blutfeuer´s Fall - die unendlichen Weinvorräte des Kastells ein bischen zu strapazieren.
Im Refektorium war niemand außer ihnen, was für diese Uhrezit eigentlich ziemlich ungewöhnlich war, denn auch Schwarzmagier pflegten eigentlich zuweilen zu speisen. Aber jetzt war es beängstigend still in dem großen Raum.
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| 17.02.2004 23:16 | #349 |
| Squall_L |
Nachdem Squall wieder in sein Zimmer zurückgekehrt war hatte er sich schlafen gelegt saß nun noch sehr verschlafen in seinem Bett. Ihm war klar dass er sich nun mal wieder dran machen sollte etwas für sich selbst zu machen. Die Tagen waren in Windes Eile vergangen und seit seiner wieder Ankunft im Kastell hatte er noch nichts Neues über das Buch herausgefunden.
Also machte er sich wieder auf in die Bücherei um dort weiter zu suchen, um welche Schrift es sich bei der im Buch handelte. In der Bücherei angekommen setzte er sich wieder an einen Platz, legte das Buch auf den Buch und sprach „Magische Schriften“. Schon kamen mehrere Bücher an seinen Tisch. Einige davon hatte Squall schon gelesen, diese legte er an die Seite und machte sich dann weiter daran die restlichen Bücher zu lesen.
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| 18.02.2004 00:03 | #350 |
| Hilias |
Hilias kämpfte sich aus der klebrigen Lache empor, sah verwirrt auf den dunlken Fleck unter sich und reckte sich schwankend in die Höhe. Er spührte seine Zunge nicht mehr. Überhaupt schien alles unterhalb seiner Nase in nasse Binden eingewickelt und mit ätzendem Schnee überdeckt worden zu sein.Vorsichtig betastete er seine Lippen, seine groben, unschickten Steinmetzfinger geriet an das Zanhfleisch. Sofort zerriss die Wirklichkeit und er musste sich an das Wand abstützen, um nicht zu Boden zu gehen.
Was zum Henker war passiert? Was hatte dieses Monster mit seinen...seinen Zäh...Hilias wurde ein zweites Mal von Schwindel ergriffen. Nicht vor Schmerzen. Aber von dem Gedanken, wie er jetzt aussehen mochte. Er war noch nie einer von der Eitlen Sorte gewesen, hatte sich mit den NArben in seinem Gesicht sogar schnell abgefunden. Doch das? In letzter Zeit hatte er wenig lächelt, gelacht gar nicht. Das hatte sich irgendwie nicht ergeben.
Und als ob das einen Knoten in ihm zum Platzen gebracht hätte, begann der Steinmetz histerische an zu kichern. Das tat weh, mehr im Herzen als im Schädel. Doch er konnte nicht anderes. Das war alles so...so verdammt beschießen gelaufen.
Hilias Lachen ging in ein ersticktes Keuchen unter. Tränen liefen jetzt in Strömen. Er weinte jabsend, holte schniefend Luft und stöhnte erneut. Nach einer halben Ewigkeit trockneten seine salzigen Tränen. Er holte tief Luft und schaute sich in der Zelle um. Wo war er? Das sah nicht nach den Hafträumen der Kaserne aus. Hilias versuchte sich zu erinnern. Was war das letzte, woran der Gehängte gedacht hatte, bevor er Hilias wieder ans steuer gelassen hatte? Das Kastell? Konnte dieser Irre es wirklich geschaft haben? Und was hatte er dafür getan, um hier rein zu kommen?
Wirre Fetzen tauchten vor seinem geistigen Auge auf. Bilder und Eindrücke des Gehängten vielleicht.
Doch das war jetzt nicht wichtig. Er musste schleunigst hier raus. Das war das Kastell des ZuX! Bei Innos, er war in der Hölle des Löwen.
Hilias ging schwerfällig auf die TÜr zu. Sie war unverschlossen.Das überraschte Hilias, doch er reimte sich sehr schnell zusammen, wie es sich wahrscheinlich zugetragen hatte. Die Magier hatten den Gehägten hier eingeschlossen. Die Zauberin, Meditate hatte mit dem Gehängten geredet. Sie wusste von Hilias Problem mit dem Monster in ihm. Also hatte sie ihm zu helfen versucht. Es konnte sogar sein, das sie seinen Rückverwandlung erreicht hatte. Aber warum war sie dann nicht hier? Egal. Der Plan des Gehängten schien gescheitert zu sein, Hilias würde ihm keine zweite Gelegenheit geben, einen neuen Versuch zu starten. Er musste weg von hier. Den Gehängten aus der Reichweite der Zauberin bringen.
So öffnete Hilias die Tür wieder, schaute sich vorsichtig um und verließ die Zelle. Er wollte gerade die Tür schließen, als er das Körbchen entdeckte. Drei Trankkolben aus tieffarbigem Glas standen darin. Zettel waren daran angebracht. Medizin für seine Zähne? Konnte das sein? Der Steinmetz dachte nicht nach. Er griff einfach zu. An der Außenseite der Tür war ein Hacken befestigt. Daran hingen Hilias Waffen und Ketten, sowie sein Rucksack. Alles wurde hastig angelegt und übergeschwungen. So tappste der Steinmetz durch die dunklen Gänge des Kastells.
Er hatte Glück und erreichte die Imposante Eingangshalle des Baues. Bruchstückhafte Erinnerungen des Gehängten leiteten ihn. In der Halle stand eine Statur. So lebensecht, das Hilias das Gesicht verzog und sich immer wieder umsah, ob sie nicht doch gleich die steineren Lieder heben würde, um ihn mit glühenden Augen anzufunkeln.
Der Steinmetz hielt an und drehte sich um. Aus seinem Rucksack kramte er seinen Geldbeutel vor. 30 Goldstücke wanderten in die Schale, die bei der Statur befestigt war. DAs sollte als Entschädigung für die Tränke reichen...oder nicht. Es war mehr eine Geste, das Hilias es hier lebend raus schaffen würde.So verließ Hilias der Steinmetz das Kastell unter den wachsamen Augen abertausender unsichtbarer Geister, die alle befließendelich bei Meditate und Don-Estban bericht erstatten würden.
So verließ auch der Gehängte das Kastell, der in den lichtlosen Untiefen seines Versteckes hockte und grinste. Die Made hatte es ganz allein aus der Hexenfeste geschaft. Der Gehängte war fast beeindruckt.
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| 18.02.2004 01:49 | #351 |
| blutfeuer |
die amazone hatte schon einige pokale wein geleert und es waren durchaus beachtliche pokale. den, der zuerst auf dem tisch erschienen war, hatte sie empört als eierbecher zurückgewiesen, woraufhin die dämonen zu einem prachtvollen prunkpokal gegriffen hatten.
die amazone hatte deren zwei geleert und konnte immer noch halbwegs verständig reden.
"diese feinen blasröhrchen stellt keiner her hier in khorinis. zumindest kenne ich keinen. ich hab die in einem eisschloss im gletscher gefunden. im göttersitz ..."
die amazone bekam ganz verträumte augen, denn in diesem moment fiel ihr krieger ein, und die erziehung des drachen.
"na jedenfalls fand ich die ganze schachtel dort in einer schatzkammer. ich wusste erst nicht, was das war, aber ich habs mir nach und nach antrainiert.
blasröhrchen sind nur was für den kampf gegen menschen. ich hab die benutzt, als wir in die alte burg eingebrochen sind. damit haben wir die wachen schlafen gelegt und bei einem überfall im neuen lager, als wir einen gefangenen befreiten. das waren noch zeiten..."
nun bekam blutfeuer doch rote wangen und leuchtende augen.
"ihr müßt selbst sehn, wer euch so etwas herstellt. wenn ihr jemanden findet, ich würd ihm gern die originale zeigen."
blutfeuer orderte noch einen pokal und begann langsam undeutlich zu sprechen.
"ich glaub, ich geh jetzt lieber. gute nacht, wir werden morgen wieder losziehn, wenn ich keinen kater bekomme. mal sehn, ob die kleine leila die prüfung jetzt schafft, geübt hat sie ja genug."
damit verließ blutfeuer mit gekonnt schwankenden schritten das refektorium.
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| 18.02.2004 01:58 | #352 |
| elpede |
Wow. Das war das erste Mal, dass elpede erleben durfte, dass auch blutfeuer gewisse körperliche Grenzen beim uneingeschränkten Konsum von Wein gesetzt waren. Wenn Arctus das hätte sehen können...
Obwohl der sicher ganz andere Sorgen hätte, wenn er blutfeuer über den Weg laufen würde. Da war ja immer noch die Sache mit der gestohlenen Teleportrune in Drakia.
Aber so langsam verspürte elpede auch eine gewisse Müdigkeit, und beschloss, ins Bett zu gehen. Hier war ja nichts mehr los, wozu also noch aufbleiben ?
Er verabschiedete sich von den beiden Übriggebliebenen, Burath und Leila, und schlurfte langsam in das Gästezimmer, das Rhodgar ihm vorgestern zugewiesen hatte. Dort angekommen, legte er sich auf´s Bett und fiel in einen leichten, aber dennoch erholsamen Schlaf.
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| 18.02.2004 14:18 | #353 |
| Erzengel |
So hatten sie sich geeinigt den Weg nach Eremäa zu wagen, der Gildenlose würde wiederkehren sobald seine Ausbildung vollendet und er bereit war, die Insel zu verlassen. Nachdem der dunkle Priester die Bibliothek verlassen hatte, verweilte Kain noch kurz und schritt hin zu der gesuchten Reihe. Noch immer ward das Buch mit seinem Namen Ithilion fort, wenn es denn überhaupt je hier und mehr als nur eine Illusion gewesen war. Mehr oder minder enttäuscht kehrte er um und verabschiedete sich dabei stillschweigend von den magischen Mauern. Wieder in der Eingangshalle warf er einen seinem langen Aufenthalt entsprechenden Haufen golden glänzender Münzen in die Schale und sah zu wie es verschwand. Er schloss die Augen und nickte, dann drehte er sich um und ging rasch voran hin zum Lager der Sumpfbruderschaft.
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| 18.02.2004 14:18 | #354 |
| Rhodgar |
Was war zu tun? Was sollte verrichtet werden? Es gab einfach nichts. Nichts, einfach nur Leere. Vielleicht durchlebte man solche Phasen zwangsläufig, wenn man ersteinmal Schwarzmagier war, das war gut möglich. Ziemlich ziel- und planlos schlich Rhodgar durch die Korridore, bewunderte hier und da ein paar der verborgenen Schönheiten des Kastells. Was für eine Ansehnlichkeit sich doch in verarbeiteten und aufgeschichteten Steinen zu verstecken vermochte. Wie es wohl entstanden war? Bestimmt nicht durch allerweltliche Baumeister-Arbeit, nein da brauchte es schon etwas Größeres, Mächtigeres, um solch ein Wunder hervorzubringen. Denn es wahr wirklich ein Wunder, wie Rhodgar ein ums andere Mal feststellte.
Wer also würde über die Möglichkeiten verfügen, so einen Tempel Beliars zu erschaffen. Die logische Konsequenz aus allen vorigen Überlegungen lautete, dass Beliar selbst die Fäden in der Hand halten musste. Seines Ursprungs war das Kastell, da war sich der Schwarzmagier sicher. Doch wozu eigentlich? Beliar war ein Gott, der Gott des Todes, allen Dunkels und der Zerstörung. Wozu sollte er all seinen Idealen brechen, alles nur um seinen Jüngern ein Heim bieten zu können? Wozu brauchte er seine Jünger? Nichts, was er nicht zu zun vermochte, konnten sie erledigen. Wenn es ihm nach einem neuen Gast in seinem dunklen Reich gelüstete, so brauchte es doch nur einen Fingerschwung seinerseits, und alles Leben kroch aus dem Geschöpf, abgesogen um in der Hölle wieder zu neuer Existenz zu finden. Existenz, das war es. Warum existierte Rhodgar überhaupt?
Das waren alles Gedanken eines jungen Mannes, der binnen wenigen Tagen wohl mehr Konfusitäten durchleben musste, als so mancher Mensch in seinem ganzen Leben. Verwirrte Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf, mal hingen sie hier an einer Sache, schon waren sie bei der Nächsten. Kein richtiges Konzentrieren war ihm derzeit vergönnt, was er auch anfing. Kein Buch war für ihn lesbar, die Lettern verschwammen ständig vor seinen Augen. Wieso nur befand er sich in diesem Gemütszustand? Eigentlich hätte er doch froh sein müssen! Rena ging es gut, der Gehängte war in seiner Zelle eingesperrt (zumindest dachte er dies zu diesem Zeitpunkt noch) und auch sonst genoß er ein Leben, wie es wohl nur wenigen vergönnt war.
Doch irgendetwas ihn ihm wütete wie ein Orkan, der sich nicht bändigen ließ, eine Windböe, unaufhaltsam in ihrem Weg, zerstörerisch in ihrer Kraft. Wohl eine besonders heftige Art von Verbitterung und Wut. Würde er doch nur endlich Ruhe finden. Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Noch immer zerrten die Erlebnisse der letzten Tage an seinen Nerven. Man konnte wohl sagen, in dem Augenblick als er die Chance gehabt hatte, seinen magischen Flammenball auf das Monster zu schleudern, es jedoch nicht getan hatte, hatte sich eine Fessel um sein ´Herz gelegt. In der ersten Zeit ziemlich schmerzhaft, mehr psychisch als körperlich. Aber genau wie es neulich Abend der Fall gewesen war, so hatte er sich im Prinzip nach einiger Zeit teilweise an die Pein gewöhnt. Doch saß der Schmerz einfach zu tief, um alles zu verdrängen. Er war ein sehr emotionaler Mensch, bei ihm gestaltete sich das alles schwieriger alswohl bei Rena oder wie bei Seraphin. Eben wie ein kleiner Junge, der ja teils in ihm steckte, reagieren würde. Natürlich verdauten Knaben es schwerfälliger als abgehärtete Männer. Beinahe hätte man sagen können, er war zum Opfer seiner selbst geworden.
Nun saß der Schwarzmagier auf der Wiese vor dem Kastell, und in der Mittagssonne, die sich ausnahmsweise mal wieder blicken ließ , und war über einmal mehr über ein Blatt pergament gebeugt, über das er mit flinken Fingern seine Feder schnellen ließ. Zumindest konturenartig wollte er den Anblick des unter ihm liegenden Tals für immer festhalten. Das beruhigte ungemein.
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| 18.02.2004 14:52 | #355 |
| blutfeuer |
blutfeuer saß mit ihren schülern und dem schon fertigen elpede im sonnenüberfluteten hof des kastells.
"elpede wird uns heute verlassen. seine meisterschaft hat er bewiesen und leila wird es jetzt auch schaffen. ich werde ihr nachher noch einmal eine aufgabe stellen. dann kann sie uns auch verlassen.
mit dir burath, will ich wieder losziehen. erst werden wir ein bisschen auf scheiben zu schießen üben. da das kastell dafür ein ungeeigneter ort ist, sollten wir in eines der lager gehn. du kannst dir gern aussuchen, welches wir aufsuchen. wir gehen also entweder zu den lees oder in den sumpg. du hast die auswahl."
dann guckt euch noch einmal genau an, wie die blasröhrchen aussehen. vielleicht findet ihr ja jemanden, der sie euch herstellt. meine sind aus glas, aber ich denke, man kann sie auch aus einem metall formen, allerdings weiß ich nicht, ob man metall so glatt formen kann.
es gibt aber auch rohrarten in den schilfgürteln der gewässer, die sehr schöne grade röhrchen liefern. geht einfach mit offenen augen durch die natur und beobachtet. die natur liefert eigentlich alles, was man braucht.
und eins noch: tötet kein tier, nur um mal einen kleinen braten zu essen. es schadet nichts, auch mal zu hungern. es ist hierzulande sehr oft zu beobachten, dass molerats erschossen werden, nur um einen schinken mitzunehmen. der rest bleibt für das ungezeifer. es ist kein wunder, dass es bei uns so viel raubzeug gibt.
es sollte zu eurer ehre gereichen, dass nichts von einem tier unverarbeitet bleibt. nur so achtet ihr das getötete wesen und verscherzt euch nicht die gunst der götter.
ein gebet für das getötete wesen ist eigentlich auch ehrensache. jede tiergattung hat seine götter. man sollte sie um verzeihung bitten und ihnen die seele des bruders anempfehlen.
das wars an klugen sprüchen. und nun genießen wir dieses herrliche wetter einfach noch ein bisschen."
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| 18.02.2004 14:55 | #356 |
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Diego war mit dem Fremden draußen gewesen um frische Luft zu schnappen. Doch wusste er nicht einmal den Namen von ihm. Schnell versuchte er diese Wissenslücke weg zu machen und fragte nach.
Er hieß Night Hawk. Nach einem kurzen Grummeln sagte er schnell, dass sie nun essen sollten und er vorher eine Spende hinterlegen sollte. Schnell gingen die Beiden aus dem Zimmer und Hawk gab dem nächsten Dämon eine Spende für das Kastell.
Dann kamen sie in das Refektorium.
Diego bestellte sich etwas Warmes und empfahl Hawk das Gleiche. Beide aßen so viel bis sie satt waren. Noch schnell ein Schluck Wein und Diego war für eine gepflegte Unterhaltung bereit.
„Nun, was wollt Ihr hier eigentlich? Ich meine Ihr seid bestimmt nicht hier um spazieren zu gehen oder?“
Langsam nippte er noch einmal an dem Becher Wein und lauschte nun Hawks Erzählungen…
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| 18.02.2004 16:15 | #357 |
| Seraphin |
Seraphin schlenderte durch die Gänge des Kastells und dachte nochmal über das riesige Fest im Sumpf nach. Soviel Spaß hatte er schon lange nicht mehr gehabt, jedoch war der Genuss des Sumpfkrauts am Ende vielleicht doch etwas ausgeartet... nicht nur vielleicht, das war er ganz sicher. Er meinte immer noch die Schmerzen in seinem Kopf zu spüren, die ihn vor ca. 2 Tagen am Morgen nach dem Fest heimgesucht hatten. Mit zusammengebissenen Zähnen, sich fortwährend auf das kleine Wesen mit den unendlich spitzen Nadeln und Klauen konzentrierend, welches sich in seinem Kopfs auszutoben schien und dem Seraphin selbst einen schreienden Dämon des Kastell vorgezogen hätte, war der Magier recht schweigsam neben Ceron und Renata einher gegangen. Jedes Vogelzwitschern hatte ihn beinahe in die Knie gezwungen und daran ein Lied zu singen hatte wohl niemand wirklich gedacht. Spätestens Seraphins leicht zu deutender Blicke hatten jedweden Versuch sofort im Keim erstickt. Im Nachhinein tat es ihm Leid, das er es dermaßen übertrieben hatte, ein Magier sollte sich wohl nicht so gehen lassen. Andererseits war er auf dieses Fest gegangen um Spaß zu haben und eine Feier im Sumpf ohne Kraut war einfach undenkbar. Nein, einmal durfte es schon mal sein und so schnell würde das wohl auch nicht wieder passieren. Aber zurückkehren in den Sumpf würde Seraphin auf jedenfall. Er konnte sich noch gut an den Riesen von Templer erinnern, der zu ihnen gestoßen war und mit ihm sein Kraut geteilt hatte. Mit dem wollte er bei Gelegenheit nochmal ein Gespräch führen, nicht zuletzt weil dieser Rüstungsmacher war und Seraphin sich schon länger nach einer neuen Rüstung umgesehen hatte. Bei der Feier hatte er sich recht schnell verabschiedet, schade eigentlich. Dann kam dem Magier pötzlich das Bild von dem Gardler in den Sinn, dem er den riesigen Stengel weitergereicht hatte. Eigentlich hatten sie sich nicht richtig vorgestellt obwohl sie ein bisschen zusammen gewitzelt hatten. Na vielleicht würde er ihn mit ein bisschen Glück ja noch wieder treffen, er nahm sich vor bei seinem nächsten Besuch in der Stadt die Augen ein wenig offen zu halten.
Mittlerweile war wer in der Eingangshalle angekommen und schaute sich schweigend um. Mal wieder Niemand zu sehen, was hatte er auch anderes erwartet? Unentschlossen was seinen weiteren Weg anging ließ er den Blick noch ein wenig weiter durch den riesigen Raum schweifen. Dann, ganz plötzlich und ohne vorhersehbaren Grund kam ihm wieder das Bild und die Erinnerung des Fremden in den Sinn, der sich auf so hinterlistige und schmutzige Weise Einlass in das Kastell erzwungen hatte. Was wohl aus ihm geworden war? Ob er immer noch in den dreckigsten Verliesen schmorte, oder hatte ihn seine Strafe schon ereilt? Das rauszufinden wäre es fast wert die kreischende Stimme eines Dämonen in seinem Kopf zu ertragen. Und wie auf Befehl, als ob er nur darauf gewartet hatte tauchte eins der Flügelwesen scheinbar aus dem Nichts vor ihm auf. Die großen Schwingen schlugen beständig hin und her während der verursachte Lufthauch Seraphins Gesicht streifte…
“Sag, was ist mit dem Fremden passiert?“
sprach er überflüssiger Weise laut aus und sofort erschallte die Stimme seines Gegenübers grausam verzerrt in seinem Kopf.
“Der Sterbliche befindet sich nicht mehr hier. Er ist auf dem Weg zurück.“
Er war nicht mehr hier…? Wieso störte ihn das auf einmal. Vielleicht war es die Tatsache, nicht mehr die Gewissheit zu besitzen, dass dieses Monster sicher verwahrt wurde…
“Und hat er seine gerechte Strafe erhalten?“
fragte Seraphin, während die Stimme des Dämonen noch schrecklich schmerzhaft in seinem Schädel tobte. Jetzt glaubte er ein Zögern in den Gedanken des Flügelwesens zu erkennen… aber vermochten Dämonen überhaupt, sich einmal nicht sicher zu sein was sie sagten?
“Nein… er ist nicht der, der er zu sein scheint. Aber um das zu erkennen müsst ihr tiefer blicken können als nur auf den Körper, doch das vermögt ihr Sterblichen nicht…“
erschallte die seltsame Antwort des Flügelwesens.
“Was soll das hei…“ ..zu spät. Der Dämon hatte sich bereits aufgelöst und auch alles Drängen in den Gedanken des Magiers half nichts, weder er noch eins seiner unendlichen Spiegelbilder innerhalb des Kastells schien ihm eine Antwort geben zu wollen. Scheinbar musste Seraphin sich mit dieser vorerst zufrieden geben…
Aber, was hieß das? Etwa das dieser Kerl wieder frei herumlief, ja das Kastell ohne Bestrafung verlassen hatte?! Konnte dass sein… aber, er war sich so sicher das diese Tat gesühnt werden würde, auf jedenfall aber das der Typ nicht so schnell wieder hier weg käme. Und jetzt trieb der sich schon wieder irgendwo da Draußen herum, scheinbar ohne Bestrafung, ja offensichtlich sogar mit dem Einverständnis der Kastell-Obersten. Wie konnten sie so etwas zulassen? Sie mussten doch wissen was dieses Monster verbrochen hatte, das es eine der Ihren mit seinen schandhaften Klauen betatscht, seine Ehre und damit die Ehre des ganzen Zirkels angegriffen hatte… und jetzt ließen sie ihn wieder gehen?!Wut stieg in ihm auf, blinde Wut gepaart mit dem Unverständnis ob dieser Reaktion. Enttäuscht ballte er seine Fäuste. Nein, so leicht würde er es ihm nicht machen. Was auch immer die Obersten des Zirkels geritten haben mochte, Seraphin hatte noch etwas mit ihm zu klären. Wenn sie es nicht taten, dann eben er. Jedenfalls würde er nicht zulassen das dieser Kerl ungeschoren davon kam, ohne Denkzettel. Der Magier würde schon dafür sorgen das dieser Bastard sich nie wieder an einem seiner Freunde vergreifen würde…
Blind vor Wut packte er seine Sachen und stürmte aus dem Kastell, getrieben von Hass, Rache und dem Wunsch nach Gerechtigkeit, die hier scheinbar so offensichtlich nicht ausgeübt worden war. Er würde ihn schon kriegen, wenigstens einmal wollte er noch mit ihm reden. Und diesmal unter fairen Bedingungen ohne Rücksicht auf Andere nehmen zu müssen…
Mit grimmigem Gesicht und wehendem Zopf schritt der Magier ungewöhnlich schnell den Hang vor dem Kastell hinab. Seinen überraschten Freund, der nur wenige Meter vor ihm entfernt auf der Wiese vor sich hin lag, bemerkte er in seiner Wut erst gar nicht…
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| 18.02.2004 18:20 | #358 |
| Rhodgar |
Na wenn das nicht Seraphin war. Doch benahm er sich so seltsam, irgendwie für ihn unpassend. Einfach so stürmte der sonst so besonnene und eher ruhige Mann aus den heimischen Kastellmauern, vollgepackt mit allem möglichen Zeug. Wollte er wohl ebenfalls einen kleinen Abstecher in die Natur machen, um mit eben jener den Einklang zu finden, sich gegenseitig respektieren zu können?
War gut möglich, schließlich waren die Schwarzmagier ja ein cleveres Völkchen. Doch ganz ohne Gruß wollte Rhodgar seinen Freund nicht ziehen lassen. Immerhin hatte er selbst ja zumindest noch eine Nachricht für jeden hinterlegt, der an seinem Verbleib interessiert war, auch wenn er geradezu überzeugt davon war, dass höchstens Seraphin, Renata und die Dämonen diesen Zettel je zu Gesicht bekommen hatten.
"Na, was läuft mir denn da für ein Wesen in die Optik? Tut mir Leid, die Stelle an der du stehst habe ich schon gezeichnet, so wirst du leider nie Einzug erhalten in dieses zukünftige Meisterwerk."
Grinsend erhob Rhodgar sich und ging auf seinen Freund zu. "Wo willst du denn so plötzlich hin? Hälst du es schon nicht mehr aus im Kastell?"
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| 18.02.2004 18:44 | #359 |
| Seraphin |
Ha? Was war das? Erschrocken drehte Seraphin sich mitten im Lauf um und hatte Mühe sein Gleichgewicht zu behalten, ja für außenstehende musste er in diesem Moment eine sehr komische Figur abgeben. Dann erkannte der Magier wer ihn gerade angesprochen hatte und sein grimmiger Gesichtsausdruck wich einem freudigen Lächeln, als er seinen Freund Rhodgar erkannte.
"Na das macht nichts, wenn du Glück hast bekommst du ja vielleicht nochmal die Ehre ein Portrait von meiner Wenigkeit anfertigen zu dürfen."
entgegnete Seraphin in gekonnte hochnäsigen Ton, bevor er seinen Freund lachend beiseite stieß und das Bild betrachtete.
"Hmm... nicht schlecht, nicht schlecht... aber sag mal, was hat denn das Schaf da oben auf den Kastellzinnen zu suchen? Und der Wolf hier im See? Ach das soll ein Lurker sein... 'na aber den Schattenläufer in der Buche dort hättest Du Dir nun wirklich sparen können, oder wird das etwa abstrakte Ku..
...Au!"
Seraphin hüpfte lachend zurück als Rhodgar ihm die vielleicht doch etwas zu gemeine Rezension seines Kunstwerkes mit einem halbherzigen Schlag in den Magen heimgezahlt hatte. Und ein Kunstwerk war es wirklich, ganz ohne Zweifel war sein Freund nicht nur auf dem Gebiet der Magie durchaus talentiert. Doch scheinbar verstand der junge Magus Spaß und antwortete lediglich mit einem beleidigten Künstlerblick, während er grinsend die Zeichnung zu den Anderen steckte und Seraphin ihm jetzt seine eigentliche Frage beantwortete...
"Nun... wie du sicher weißt waren wir auf dem Sumpffest und als ich heute einen Dämonen befragte.. naja, er erzählte mir das dieses rothaarige Scheusal mittlerweile wieder auf freiem Fuß ist, aber das er nicht dass ist was er zu sein scheint, was auch immer er damit gemeint hat. Jedoch stört mich viel mehr, dass dieser Kerl offensichtlich von unseren Kastell-Obersten verschont wurde... scheinbar interessiert es sie nicht ein Stück was diese Molerat-Visage Rena beinahe angetan hätte..."
Seraphins Miene verfinsterte sich wieder.
...aber mich schon. Die Vorstellung dass dieses Monster einfach so wieder seines Weges gehen kann, ohne Bestrafung ja wohl noch nicht mal mit einem Denkzettel treibt mich in den Wahnsinn. Darum bin ich noch mal ausgezogen um mit ihm ein kleines Wörtchen zu reden..."
...schloss der Magier. Die Betonung des letzten Wortes im Satz konnte seinem Freund gar nicht entgangen sein und Seraphin suchte nach irgendeiner Reaktion in den Zügen des Schwarzgewandeten.
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| 18.02.2004 18:48 | #360 |
| Night Hawk |
Ich bin gekommen um mich dem ZuX anzuschließen, ich will Beliar dienen. Ich komme aus der Stadt und bin nur ein einfacher Dieb. Mein Vater ist gestorben als ich 6 war. Ich habe dann bei Onar gelebt. Jetzt bin ich Bürger der Stadt. Ein Scherge Innos zu werden ist für mich nichts, denn ich bin auf Beliarsseite.Deswegen bin ich auch ins Kastell gekommen. Aber was ist mit dir wieso bist du hier und wie läuft es hier so ab?
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| 18.02.2004 19:07 | #361 |
| Rhodgar |
Das traf den jungen Schwarzmagus wie ein Schlag in den Magen, ebenso wie jenen, den er eben Seraphin verpasst hatte, wenn nur um einige Dimensionen härter. Was erzählte sein Kumpane da? Dieser Typ sollte das Kastell unbeschadet verlassen haben? Das hatte Rhodgar im ersten Moment für einen schelchten Scherz Seraphins gehalten, doch als dieser weiter darauf behaarte, wurde ihm klar, dass es nun schnell zu handeln galt. Denn er wollte diese Bestie ebenso wenig ihrer Strafe entgehen lassen wie sein Freund. Für seine Verbrechen musste er noch büßen, nicht nur um Bluttribut für die beinahe Schändung von Rena zu zahlen, nein Rhodgar befand durch das alles auch seine Ehre als angegriffen. In diesen Zeiten war Ehre beileibe mehr Wert als so mancher Sack voll Gold, Muskeln oder sonstige weltlichen Dinge.
Natürlich wollte er Hilias nicht einfach so davonkommen lassen, und wenn der einzige Weg dazu die Verfolgung dieses Kerls war, dann ging Rhodgar dies mit grimmiger Freude ein. Jedoch galt es nun klaren Kopf zu behalten, auch wenn sich dies gemäß allen Annahmen als sehr schwierige Aufgabe auftat."Seraphin, wenn es dir nichts ausmacht... auch ich habe noch eine Gleichung mit diesem Monster zu begleichen."
Und dabei geht es mir noch nichteinmal nur um seinen Übergriff auf unsere Freundin. dachte der Schwarzmagier gummelig. Überhaupt, in der letzten Zeit war er oft brummelnd und grummelnd durch die Gegend gelaufen, und hatte damit einen großen Schritt dazu getan, eines der vielen Klischees gegenüber den Jüngern Beliars zu bestätigen. Vielleicht färbte ja die Art des Don auf ihn ab, wer wusste das schon? Na, ihm sollte es recht sein, wenn es ihm auch in Zukunft gelingen würde, die Zauberkünste des Hohepriesters zu erlernen und schließlich nach abgeschlossener Prüfung anwenden zu dürfen.
"Ich muss dann nur noch schnell mein Zeugs holen, dann brechen wir auf, und ich schwöre auf das Blut, das in meinen Adern pulsierend umherfließt, wir werden ihn einholen, und bei Beliar er wird seiner Strafe nicht entgehen." Feierlich klang dieser Schwur, und Seraphin beantwortete ihn nur mit einem ernsten, aber bestimmten Nicken.
Langsam drehte Rhodgar sich um, und steuerte auf das massive Eingangstor zu. Die beiden Skelette hatten ihn in letzter Zeit in Ruhe gelassen, erstaunlicherweise, wie man sagen musste. Jedoch meinten sie wohl, in gerade zu diesem entscheidenden Zeitpunkt mal wieder ein wenig auf die Schippe nehmen zu müssen."Hey, wer ist das denn? Ist das nicht unser Kleiner?" "Ja, genau das ist er. Doch schau ihn dir doch an, wie fein er aussieht. Hast dich wohl hochgearbeitet?" "Na toll, ich habe keine Augen mehr, wie soll ich ihn mir da anschauen? Lass diese obszönenen Bemerkungen!" "Ach rutsch mir doch den Buckel runter!" "Du hast gar keinen Buckel mehr..."
Es war zum Aus-der-Haut-Fahren. Da musste er schnell wieder zurück ins Kastell, und gerade nun... da halfen nur drastische Maßnahmen.
"RUHE" befahl er mit überraschend gebieterischer Stimme, und sofort verstummten die beiden Knochengestelle. "Lasst miche einfach rein, bitte." meinte er ruhiger, wenn auch mit Nachdruck. Und schließlch schwang das Tor auf, um sich ein paar Minuten später wieder zu öffnen, damit der Jungmagus wieder heraustreten konnte, wie das letzte Mal das Wanderbündel über die Schulter geworfen.
"Nun, Seraphin, lass uns aufbrechen, wir haben schon zuviel Zeit verloren. Komm, hopp hopp, schau nicht mit solch glasigen Augen auf meine
Meerjungfrauenzeichnung, du hast nachher genügend Zeit sie zu bewundern, nun komm."
Und somit machten sich die beiden auf, steigen den Hang am Kastell hinunter und waren schon bald verschwunden. Von melancholischer Stimmung war weit und breit nichts zu erkennen.
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| 18.02.2004 20:06 | #362 |
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Diego war nicht überrascht, dass der Fremde in den Zirkel um Xardas wollte. Die dunkle Seite ist verführerisch. Die Macht, die sie in sich trägt, ist enorm und vielleicht auch gefährlich für unerfahrene. Dann wandte er sich erneut dem Fremden zu, nachdem er ein par Sekunden völlig in Gedanken vertieft war.
„Nun, wie soll es hier Ablaufen? Wie stellst du dir das vor?“ Einige Momente war Ruhe und Diego wartete erst gar nicht auf eine Antwort von ihm.
„Du musst bedenken, dass die Schwarzmagier hier, nicht sehr gerne gesehen werden in Khorinis. Sie sind die Feinde Derer, die sich Innos angeschlossen haben. Und von denen gibt es viele. Die Magier hier sind respektvoll und höflich, doch strapaziere nicht ihre Geduld. Sie können sehr gefährlich sein. Nun ich war einige Zeit Schwarzmagier und ich war einige Zeit auch Rekrut in der Garde. Ich muss sagen, dass mir die Dunkelheit besser gefallen hat als das strahlende Licht Innos. Beliar ist der wahre Gott. Der einzige Gott dem du huldigen sollst. Ich kann dir darüber aber nicht so viel sagen. Hier im Kastell gibt es einige alte Schwarzmagier, die sich gerne einem Fremden wie dir annehmen würden. Doch vor denen muss ich dich warnen. Besonders Don- Esteban. Er ist ein alter Magier, der hier ein Labor hat. Ich habe schon einige Geschichten über ihn gehört. Er hat Versuche durchgeführt von dem ein normaler sterblicher schreckliche Albträume bekommt. Er hat Seelen getrennt. Er ist irgendwie nicht von dieser Welt.“ Kurz verstummte er und sprach dann weiter.
„Das Beste wäre, wenn du dich darüber mal mit der Schwarzmagierin Meditate unterhalten würdest. „
Er atmete tief durch, als er an die alten Zeiten dachte.
„Es ist ein großer Schritt Beliar anzubeten. Seine Macht kann dich in den Wahnsinn treiben oder sie kann dir große Macht verleihen. Ich selber hatte schon eine Begegnung mit einem alten Dämon. Er hieß Myxir. Seine Aura hat mich zu dem gemacht was ich heute bin.
Ich habe riesige Augenringe, graue lange Haare, und ich bin faltig und dürr. Ich hoffe dich wird dieses Schicksal nicht ereilen. Dieser Dämon hat mir die wahre Macht versprochen. Ich war noch nicht lange im Zirkel als ich ihm begegnete, doch diese Begegnung hat mein armseliges Leben verändert. Doch sei auch gewarnt vor den Tücken, die dich hier ereilen könnten. Das Kastell hat seinen eigenen Kopf. Es kann dich einfach so für Tage in Räume einsperren. Es kann dich ewig laufen lassen, da es manchmal passiert, dass Flure immer länger werden oder Türen verschwinden. Doch wenn du nett zum Kastell bist, wird es auch nett zu dir sein. Eine andere Gefahr sind die Dämonen. Sie haben einen Eid abgelegt, dass sie die Schwarzmagier beschützen, doch wenn du sie zuviel ärgerst werden sie diesen Eid brechen.“
Dann dachte er wieder nach und wartete auf eine Reaktion seines Gegenübers.
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| 18.02.2004 20:42 | #363 |
| elpede |
Es war bereits dunkel, als elpede seine Sachen packte und sich abmarschbereit machte. Die Hohepriesterin hatte er heute nicht zu Gesicht bekommen, er würde ein anderes Mal mit ihr sprechen.
elpede ging noch einmal ins Refektorium, um sich von blutfeuer und ihren Schülern zu verabschieden. Er hatte es eilig, schließlich wollte er nicht die ganze Nacht durchlaufen. Außerdem verabscheute er langwierige Abschiedsprozeduren. Er erinnerte blutfeuer noch einmal daran, dass er ihr eigentlich einen Gefallen schuldete, aber sie lachte nur und meinte, dass sie irgendwann darauf zurückkommen würde und er sich deswegen keine Gedanken machen brauche.
Wenige Minuten später durchschritt er das Tor und machte sich entgültig auf den Weg. Zunächst wollte er in den Sumpf.
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| 18.02.2004 21:20 | #364 |
| Arctus |
Im Schwarzmagiergewand lief der Junge fröhlich durch die Gänge, denn er hatte bekommen was er wollt und freute sich schon so sehr auf die Fortsetzung seines Planes, nämlich Runen selbst zu erschaffen. Vielleicht könnte er es mit jemanden zusammen machen, jemanden um Unterstützung bitten, der vielleicht ebenso Spaß an der Sache wie Arctus hatte. Ja das wäre toll.
Frohen Mutes begab sich der Magus ins Erdgeschoß des Kastells, in der Hoffnung jemand hilfsbereites dort anzutreffen.
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| 18.02.2004 21:50 | #365 |
| Renata |
...einhundertachtunddreissig, einhunderneununddreissig, einhundertvierzig. Der Rest des Goldes, das Renata vom Kastell bekommen hatte. Es hatte immer noch auf auf dem Kaminsims gelegen, gleich neben der in Khorinis erworbenen Klinge.
Das Gold hatte sie nach dem bei ihrer Rückkehr erlebten ganz vergessen, es wurde Zeit, dass sie es zurück in Vabuns Schale legte. Auch das Schwert hatte sie seit jenem Abend nicht mehr beachtet. Jetzt zog sie es aus seiner Lederscheide und wog es probeweise in der Hand. Es war wirklich nicht allzu schwer und gut ausbalanciert, glaubte sie zumindest.
Richtig wohl fühlte sie sich nicht, so, mit dem Schwert in der Hand. Zu fremd war ihr der Gebrauch einer Waffe, dieses Gefühl würde sich hoffentlich mit der Übung legen.
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| 18.02.2004 22:19 | #366 |
| Azathot |
Azathot war noch ein wenig bei seinen schülern geblieben, hatte sie an manchen Stellen verbessert und gelobt wenn sie etwas richtig gemacht hatten und hatte Dûhn zum Schluß noch eine kleine Standpauke gehalten, dass er nicht einfach nach belieben das Personal des KAstells verstümmeln konnte ohne den Dämon vorher um sein Einverständnis zu fragen. Dann war er irgendwann gegangen, nicht ohne seine Schüler anzuweisen fleißg weiter zu trainieren, da sie sich bald wiedersehen würden.
Nun saß er im Refektorium und ließ sich gerade ein schönes Stück Schattenläuferfilet schmecken, als ein kleiner Junge in das Refetorium eintrat, der dem Scharzmagier irgendwie bekannt vorkam.
Schnell winkte er einen Dämonen herbei, der die Antwort auf die unausgesprochene Frage fein säuberlich mit einem Meisel in Großbuchstaben in Azathots Gehrin trieb
"Das ist der Hohe Schwarzmagier Arctus, ein treuer Diener unseres Zirkels und Lehrer der Magie unseres Herrn"
"Aha, wahrlich interessant. Entfernt euch, ich benötige euch nichtmehr"Der Dämon verschwand und da er Azathots Gedanken lesen konnte nahm er das halbgegessene Essen gleich mit, während der Schwarzmagier selber aufstand und mit schnellen Schritten auf Arctus zuging.
Nun wusste der Schwarzmagier auch wieder woher er ihn kannte, Arctus hatte mit gegen die alten Götter gekämpft und war -ebenso wie Dûhn- gestorben, anscheinend war es unter Beliarsanhängern üblich öfters von den Toten wieder aufzustehen, warum auch nicht, Beliar war ja der Gott des Todes.
Arctus selber hatte erkannt, dass Azathot ihn ansteuerte- und anscheinend erinnerte auch er sich schwach daran, ihn bereits gesehen zu haben -und war stehengeblieben um auf den Schwarzmagier zu warten.
"Arctus ich freue mich dich gesund wieder zu sehen, anscheinend wollte Beliar dich noch nicht zu sich rufen.
Und wie ich von den Dämonen gehört habe bildest du auch Schüler in der Magie Beliars aus? Wenn dem so ist würde ich gerne als dein Schüler aufgenommen werden."
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| 18.02.2004 22:28 | #367 |
| Arctus |
Das er von solch einer Person hilfe bekommen würde hatte er ganz und gar nicht geacht. Immerhin war das ein Kerl aus seinen Träumen und dann fasselte der noch etwas von Lehrmeister.
Arctus beachtete das Traumbild gar nicht und ging vorbei um sich ein Glas Orangensaft beim Küchendämon zu bestellen.
Pff, jetzt sprachen die Traumbilder mit ihm.
Arctus ging in die Küche, pfiff dem Küchendämonen frech zu und verlangte nach dem Orangensaft, doch das Traumbild stand immer noch erwartungsvoll hinter ihm."Was willst du Traum?", sprach Arctus nun amüsiert. "Dann stimmt es wohl wirklich das Träume einen verfolgen können!" Arctus kicherte sich einen ab. Da musste jemand ihm einen äußerst komischen Streich spielen. Vielleicht die schöne Kore ... wer weiß.
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| 18.02.2004 22:35 | #368 |
| Azathot |
Was war mit dem Jungen los? Hatte ihn sein Tod ein wenig mitgenommen und auf seinen Verstand geschlagen? Was faselte er da von einem Traumbild? Owbohl das konnte lustig werden...
"Ich möchte die Magie von euch Menschen lernen, auch wir Träume müssen uns verteidigen können, ich wär bestimmt ein guter Schüler, immerhin enstamme ich ja deinem Unterbewusstsein"
Das schien den Jungen zu überzeugen, denn er nickte einen Moment nachdenklich, wobei er fast seinen Orangensaft verschüttet hätte
"Würdest du mich denn ausbilden, oder bildest du keine Traumbilder aus die in eure Welt gekommen sind, denn wenn nicht könnte ich meinen bösen Brüdern sagen, sie sollen die ein paar Albträume bescheren"
Azathot lächelte diabolisch, aber nur um ein breites Grinsen zu unterdrücken
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| 18.02.2004 22:41 | #369 |
| Arctus |
"Ha, Alpträume haben sie mir schon mehr als genug geschickt. Was denkst du, warum ich so übertrieben naiv bin?"
Arctus lächelte mehr als übertrieben, wirkte als wäre er vollkommen durchgedreht im Kopf.
"Du freches Traumbild solltest mir mal schnell zeigen, wie du durch die gegen fliegst! Ansonsten denk ich an eine schöne Frau und du zerplatzt wie eine Seifenblase."
Grade eben, in diesem Moment hatte sich Arctus überlegt, dass wenn das Traumbild ihn zeigte, wie es fliegen könnte, dann würde er es unterrichten. Sein eigenes Traumbild, da konnte nichts schief gehen, denn alles was geschah, lenkte Arctus selbst durch seine Träume und Wünsche. Hach, das würde toll werden. "Nun flieg schon Traumbild, flieg!"
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| 18.02.2004 22:52 | #370 |
| Azathot |
"Ok lass mich kurz einen Moment zur Ruhe kommen, für menschenförmige Traumbilder ist es schwer zu fliegen, deswegen muss ich mich konzentrieren"Azathot überlegte rasend wie er dem Kleinen denn nun weißmachen sollem, dass er fliegt, da fiel ihm eine geniale Lösung ein.
In seiner Pahntasie formte er wieder eine Blutfliege, wie er es schon bei Don- Esteban gelernt hatte, nur dass er diesmal den stachel beabischtigt auf dem Kopf platziert und zwar so, dass der Schwarzmagier zwischen ihm und derm Kopf Halt finden konnte.
Dann lies er seinen magischen Energien freien Lauf und von einer Sekunde auf die anderen war die Luft von einem unterschwelligen Summen erfüllt, dass dem Jungen hoffentlich nicht weiter auffiel.
Langsam lies der Schwarzmagier die Blutfliege steigen bis er einigermaßen fest auf ihr saß und lies sie dann mit aller Kraft ein wenig höher fliegen, damit er abhob.
Und tatsächlich klappte es. Der Schwarzmagier hob ein Stück ab und konnte dicht über dem Boden schweben, ohne dass der Junge augenscheinlich etwas von der Blutfliege bemerkte. Nun lies Azathot noch theatralisch seine Arme fallen und überdehnte seinen Rücken, damit es wirklich aussah als würde er aus eigener Kraft dort über dem Boden schweben.
Leider hatte er nicht damit gerechnet, dass die Blutfliege irgendwann keine Kraft mehr hatte und sie einfach auseinanderfiel und die Einzelteile wieder dem Boden zu- und mit ihnen Azathot.
Mit viel Glück gelang es ihm seinen sturz so aufzufangen, dass er eher wie absichtlich bewirkt aussah als wie abgestürzt.
Selbstsicher fragte Azathot
"Na jetzt überzeugt, dass ich ein TRaumwesen bin?"
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| 19.02.2004 00:37 | #371 |
| Arctus |
"Oh ho, mein Traumbild kann also wirklich fliegen!", flüsterte Arctus hervor und nickte sich innerlich selbst zu, denn nun hatte er quasi sich selbst als Schüler. Sowas interessantes ist ihm lange nicht mehr vorgekommen. Doch musste er noch eine Weile den Ahnungslosen spielen. Eigentlich wusste er, was sein Traumbild alles konnte, doch er fragte nach.
"Was hat mein Traumbild den für Fähigkeiten? Du musst mir alles zuflüstern, verstehst du Traum? Und dann werde ich dich unterrichten, aber nur, wenn du mich danach im fliegen unterrichtest."
Die Abmachung war klar, Arctus hockte sich auf den Tisch und ließ das Traumbild antworten, was es denn alles könne.
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| 19.02.2004 01:11 | #372 |
| HoraXeduS |
In der Werkstatt des Glasmachers herrschte ruhiges Treiben. Bereits am frühen Morgen war ein Feuer im Glasofen entfacht worden, welches derart heiß wurde, dass die unglücklichen gespaltenen Scheite, die sich als Brennstoff in diesem besonderen Ofen befanden, kaum Zeit hatten, knackend ihre hölzerne, duftende Seele zu entfalten. Vielmehr war der Ofen, gebaut von gleich zwei Baumeistern unterschiedlicher Gilden, nämlich Snizzle und Burrez, auf pure Holzvernichtung ausgelegt: Größtmögliche Hitze war sein Ziel. Und die Erbauer hatten ganze Arbeit geleistet. Von der Planung bis zur Fertigstellung waren Monate vergangen.
Horaxedus lächelte, als er den Quarzsand auffüllte und durch die Luke inmitten der gierigen Kernflammen platzierte. Der Boden des Topfes selbst begann bereits zu glühen, doch dies war auch die einzige Schwäche, die er der gierigen Hitze preisgab. Ansonsten hielt er stand, und nur sein feinkörniger Inhalt ließ sich, und das gar im wahrsten Sinne des Wortes, langsam aber sicher erweichen.
Nachdem der Glasmacher länger als zwei Stunden lang nichts weiter getan hatte, als Scheite nachzulegen und Pottasche in den Schmelztopf zu streuen, um den Siedepunkt des Sandes herabzusetzen, griff er erwartungsfroh zu Blasrohr und Glaszange. Unweigerlich musste er an Linky denken. Gauner.
Der Glasbläser hob des Rohr und führte es in die heiße, glühende Masse. Noch während er es um die Längsachse drehte, hob er das eine Ende wieder aus dem Topf und führte sich das andere an den Mund. Seine Wangen blähten sich, als die leuchtende Blase sich weitete. Noch immer das Rohr drehend, setzte Horaxedus dieses vom Munde ab und ließ die weiche Glasblase auf dem Arbeitstisch aufliegen, wo sie sich augenblicklich verformte. Schnell griff der Glasmacher zur Zange und erzeugte klammernd eine Öffnung in der Blase, so dass sich das weiche Glas wie ein schweres Tuch über eine handbreite Fläche der Werkbank auszubreiten begann. Hätte er diese ausgebreitete Masse so auskühlen lassen, er hätte in wenigen Minuten eine zerbrechliche, wenngleich unregelmäßig gekantete Glasscheibe erhalten.
Was nun folgte, war ein eiliger Schnitt mit dem Messer, dem sogleich weitere folgten. Der Schwarzmagier fühlte sich ein wenig wie ein Bäcker beim Kekse ausstechen und begann unweigerlich, erneut zu grinsen. Nach Entfernung der Schnittreste lagen dort zwei feine, gläserne, Stäbe, jeweils etwa fingerlang und wie mit einer Art Widerhaken an einem Ende bestückt. Zu guter letzt, das Glas begann bereits in der Raumtemperatur auszuhärten, gelang es dem Magier gerade noch am ebenen Ende der Glasstäbchen ein Loch durch ebendiese zu treiben, wofür er sich jeweils eines hölzernen Spans bediente.
Nach einer halben Stunde geduldigen Wartens schließlich hob Horaxedus die beiden ausgekühlten Glasstäbchen empor und wog sie zufrieden betrachtend in seiner Hand. Leider war sein Blasrohr zu grob, um vergleichbare Stücke gar noch hohl blasen zu können, doch waren ihm auch diese beiden wohl gelungen. Kleine, feine, gläserne Harpunen.
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| 19.02.2004 09:39 | #373 |
| Dûhn |
Noch während ein steinharter Kanten Brot knirschend in Dûhns Mund verschwand fuchtelte der Reise energisch mit seinem monströsen Schwert vor sich auf und ab. Als die Mahlzeit aus köstlichem Schwarzbrot, hartem, pelzigen Käse und jeder menge Blutwurst ihren Weg hinab gefunden hatte konzentrierte sich der Hühne wieder voll und ganz auf seine Übungen.
Den Ausfall und die Grundschläge beherrschte er, wie sein Waffenbruder und enger Freund Hîrgalad, inzwischen aus dem Schlaf heraus. Mit geübter Präzision tanzte die Klinge auf und ab, hin und her, ohne ein lebenswichtiges Teil oder den mitgenommenen Mantel des Riesen mit sich zu nehmen. In Anbetracht seiner vorherigen Versuche ein nicht zu unterschätzender Fortschritt, wie Dûhn meinte!
Zu den, mit Kraft und einem Überschuss an Elan geführten, Schlägen gesellte sich die wichtige Beinarbeit.
Ein Krieger, so hatte ihm sein Lehrmeister begreiflich gemacht, mochte noch so viel Kraft und Ausdauer besitzen. Wenn er von einem Dilettanten mit ausgefeilter Beintechnik in die Ecke manövriert wurde nutze ihm das alles nichts.
Also beweg dich, du übergroßer Haufen Lumpen! lächelte Dûhn bei sich.Trotz der kühlen Luft heftig schwitzend veränderte der Riese pausenlos seine Position, achtete auf einen korrekten Zirkelschritt, wehrte imaginäre Schläge ab, umrundete seinen Gegner, machte einen Ausfall und fiel wieder zurück.
Quart, Septim....Finte - Ausfall - Nachsetzen, zurückweichen. Immer weiter, unermüdlich.
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| 19.02.2004 12:54 | #374 |
| Lei|a |
Frisch und fröhlich stand Leila auf, sie hatte die Wut auf die verpatze Abschlussprüfung hinter sich gelassen und hatte in den letzen Tagen voller elan, geübt. Sie war schon etwas erstaunt, dass Blutfeuer ihnen nacher auch noch den Umgang mit dem Blasrörchen gezeigt hatte, sie war ja eigentlich nur hier um Bogen zu lernen, aber dagegen hatte sie nichts, wenns mal drauf ankam, war so ein Blasrörchen weit aus weniger im Weg als ein Bogen.
Sobald sie ihre zweite Chance hatte und das würde wohl nicht mehr allzu lange dauern, würde sie sie packen und auch endlich eine Meisterin im Bogenschiessen sein. Dann wenn sie das war, würde sie als erstes etwas Gold verdienen und mit dem dann einen eigenen Bogen und ein Blasröhrchen kaufen gehen. Sie hatte zwar noch Gold von dem Gauner aus Drakia, aber dieses wollte sie erst einmal sparen, denn nun, da sie wusste wie wichtig Gold sein konnte, wollte sie nicht gleich wieder alles ausgeben.
Nachdem sie sich angezogen hatte, schlurfte Leila die Kastelltreppen runter um sich etwas zum Morgenessen zu holen. Dass sie Hunger hatte verriet nämlich ein mächtiges knurren aus der Magengegend. Sie hatte Glück und begegnete keinem Dämonen, diese Kreaturen jagten ihr zwar nicht mehr so viel Angst ein wie bei ihrem ersten Kastell besuch, aber ihr Anblick ekelte Leila immer noch an.
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| 19.02.2004 14:13 | #375 |
| Aylen |
Aylen saß am offenen Fensterflügel und starrte träumerisch hinaus auf die kahle Landschaft. Der eisige Wind wehte ihr ins Gesicht, spielte mit ihrem dunklen Haar und ließ ihre Wangen erröten. Es war ein kalter Tag, wie die vorigen auch. Morgends glitzerten kleine Eissterne an den Ästen der knorrigen Bäume und nicht mal im Verlauf des Tags schmolzen sie ganz dahin. Es war einfach zu kühl als dass man ihnen Herr werden konnte.
Die junge Schwarzmagierin seufzte und lehnte den Kopf gegen den Fensterrahmen. Vor ihren Augen sah sie den Frühling, wie er herankam und die Landschaft mit Grün überzog. Nicht nur der magische Innenhof des Kastells würde dann erblühen, sondern auch der ganze Rest um ihn herum. Der Garten würde sich erweitern, um viele Blumen und Blüten reicher werden und einen lieblichen Duft von sich geben.
Doch seit wann interessierte sie der Frühling. Aylen zog die Stirn zu Falten. Sie zitterte, denn inzwischen hatte sich in ihrem ganzen Zimmer die Kälte ausgebreitet. Jeder normale Mensch hätte sogleich die Fenster geschlossen, doch sie fand die Kälte angenehm. Es war ein schönes Gefühl, die Finger fast taub und die Wangen brennend, als loderten tausende Feuer auf ihrer Oberfläche. So langsam gab sich ihr ganzer Körper der Kälte hin. Das Blut floß langsamer, der Herzschlag war kaum noch merklich.
Ihr Blick wanderte über die gefrorene Landschaft, bis sie alles gesehen hatte was es zu entdecken gab. Nicht viel, denn der See schien halb zugefroren und die Wiesen erstarrt unter dem Hauch des Winters.
Allmählich hatte die Kälte sie übermannt und sie beschloss ihr bis auf weiteres zu weichen. Sie rutschte vom Fensterbrett und schloss mit steifen Fingern beide Fensterflügel. Der Wind, der eben noch durch den Raum gefegt war und mit den offenen Buchseiten auf dem Tisch gespielt hatte, erstarb und es kehrte wieder Ruhe ein in ihrem Zimmer.
Eine Erhebung auf der Wand ließ sie aufmerksam werden. Etwas saß dort, reglos und starr. Sie kniff die dunklen Wimpern zusammen und machte einige Schritte auf das seltsame Gebilde zu. Es war ein Wesen, welches sich durch die Ritzen der Mauern gezogen hatte und nun in ihrem Zimmer zum Erliegen gekommen war. Sicher wäre es gerne noch weitergewandert, doch die unverhoffte Kälte in Aylens Gemach hatte es eiskalt erwischt.
Die Schwarzmagierin staunte erst, dann jedoch musste sie lachen. Es sah aus wäre der kleine Besucher wirklich mitten in der Bewegung erstarrt und hatte noch nicht mal eine weniger groteske Stellung einnehmen können.
Sie streckte die Hand aus und pflückte den steifen Gecko von der Wand. Er war noch nicht sehr groß, vielleicht gerade mal so lang wie ihre Hand. Seine Haut hatte eine wunderschöne schwarz-rote Färbung, die sich bis zu seinem geschwungenen Schwanz fortsetzte.
Aylen trug das Tierchen zum Kamin und setzte es auf den warmen Stein. Eine Weile tat sich nichts, bis sich schließlich nach und nach erst die Schwanzspitze, die Füsse und schließlich auch der restliche Körper wieder bewegen konnten. Neugierig bewegte der Gecko seinen Kopf und immer wieder huschte die schmale Zunge zwischen seinem Kiefer hervor. Die Wärme des Feuers schien ihm zu behagen, doch er musste genau wissen, dass er sich nicht zu dicht dranwagen sollte, wollte er nicht geröstet werden.
Je länger der Gecko in der Wärme hockte, desto quirrliger wurde er. Bald schon begann er neugierig umherzuwandern und Aylens Hand auf und abzuklettern. Die junge Schwarzmagierin wollte ihn schon abschütteln, bis sie das Kitzeln eigentlich ganz schön fand und ihn lächelnd gewähren ließ. Schlussendlich schließlich schlüpfte der flinke neue Freund in ihre Robe und weigerte sich erfolgreich wieder herauszukommen. Aylen spürte die kleinen Saugnäpfe auf ihrer Brust und erklärte sich für verrückt.
Irgendwann würde er schon wieder herauskommen. Sie musste jetzt jedenfalls etwas tun. Sie ging nach draußen und schlug den Weg nach links ein.Aylen schlenderte durch das Kastell. Der Tag war ruhig, viel zu ruhig nach ihrem Geschmack. Sie konnte einen Ausflug machen, mal wieder in die Stadt gehen und sich in den Gassen umschauen. Doch dafür war es viel zu kalt draußen. Nein, sie würde etwas anderes machen. Schon länger hatte sie nach ihm Ausschau gehalten, doch immer war er nicht da gewesen. Jetzt jedoch fand sie in der Nähe der Küche den, den sie schon so lange gesucht hatte.
"Meister Arctus, Beliar muss euch geschickt haben!", rief sie und trat auf den Jungen zu. Er war nicht alleine. Aylen begrüßte seine Begleitung und kam direkt zur Sache.
"Ich wollte schon lange mehr über die Magie erfahren, meint ihr ich bin bereit dazu?"
Hoffnungsvoll und leicht verwirrt schaute sie zu dem Jungen auf dem Tisch auf. Was machte er da nur?
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| 19.02.2004 14:56 | #376 |
| Xalvina |
Noch immer spürte die junge Frau, welche gefangen in den unterirdischsten tiefsten Tunnel und Abwasserkanälen des gigantischen Keller des Kastells der Schwarzmagier war, ein innerliches Panikgefühl, hier unten nun wahrhaftig verloren zu sein. Doch umso mehr verspürte sie das dringende Gefühl wenn auch nicht mit üblicher Furcht oder Ängsten verbunden, aus ihrem Gefängnis – einem Labyrinth der Finsternis zu entrinnen. Zwei Mal hatte sie etwas Ähnliches durchgemacht, zwei Mal war sie in unterirdischen Tempeln oder versunkenen Grabstätten gewesen und jedes Mal war sie dabei zum Schluss entkommen. Zwei mal war sie dabei seltsamen unnatürlichen Ereignissen begegnet, die sich immer auch mit ihrem eigenen Schicksal verbanden. Und jedes Mal hatte sie eine Veränderung mitgetragen.
Aber nie war sie allein gewesen.
Ihre dreckigen schmierigen Hände, die durch das nasse stinkende und gärende giftgrüne Wasser noch ölig waren, griffen sich hastig um das Gitter wie Krallen die sich daran festhielten, doch sie wollte sich nicht nur daran festhalten – nein sie versuchte mit der Kraft die sie in ihrem verletzten Zustand an dem Gitter zu ziehen und zu rütteln, um das alte verdammt noch male Ding aus den Fugen zu reißen. Aber bevor sie sich noch intensiv mit einer Kombination von leichter Panik damit beschäftigen konnte um den wandelnden Toten hinter ihr zu entfliehen, geschah etwas, womit sie nicht gerechnet hatte. Dort wo die Untoten wenige Meter geradewegs unterm Wasserfall des großen Abwasserkanals nach ihr aufgetaucht waren, um nun ihr lebendiges Opfer in ihren primären Instinkten zu fressen, schoss von der Seite aus dem Wasser eine andere dritte übergroße wulstige Gestalt heraus, welches ihren grässlichen Schlund gen der wandelnden Zombies öffnete. Ein schleimiges riesigartiges Wurmmonstrum aus dem stinkenden Wasser heraus machte sich gerade nur wenige Meter neben ihr an die Untoten zu schaffen, die in einem Zug in einem mehr oder weniger Leidgeschrei von dem Wurm gefressen wurden. Doch das glitschige Monstrum, welches ihre Gegner gerade wie eine Leibspeise, einem Appetithäppchen verschlang und vor ihren Augen verdaute, war für die Schwarzmagierin zuviel des Guten. Zwar konnte sie einerseits vom Glück sprechen, dass gerade ein widerliches anderes gefräßiges Monstrum ihre Verfolger verschlungen hatte, aber allein dabei zuzusehen, wie solche untoten Menschenkörper hilflos gefressen wurden reichte der sonst furchtlosen Schwarzmagierin zu genügend aus, nun schnell den Fluchtweg zu ergreifen, bevor das Monster hinter ihr auf die Idee kam, sie auch noch als Nachtisch zu verspeisen. Hektisch so rüttelte sie an dem Gitter in der Hoffnung, dass es doch nachgeben würde, doch obwohl ein leichtes Quietschen erfolgte tat sich nichts. Das Gitter blieb da wo es sein sollte. Mehrmals versuchte sie es erneut und erneut, in der Hoffnung es würde sich etwas tun, doch außer dass ein leichter Riss rechts an dem Gitter erschien, blieb das Gitter in seiner Fassung stur. Dabei warf die Magierin stets einen Blick auf ihren Schleimigen Gesellen der aktiv im Wasser damit beschäftigt war sein Mahl auf eine widerliche Art zu verdauen. Mehrmals schlug sie ihren Körper gegen das Eisenstahlgitter um es aus den Fugen zu reißen, aber nichts geschah. Entkommen konnte sie von ihrer derzeitigen Position nicht mehr, da der Leib des Kriechtieres ihr den Weg zurück versperrte. Überlegend was sie tun sollte, blickte sie rasch umher. Ihr Körper und ihre Wunden schmerzten zutiefst, ihr war kalt und heiß zugleich und obwohl sie eigentlich sehr müde war, so war sie in diesem Augenblick durch den Drang, ihr Leben zu retten, hellwach. Hinter ihr vernahm sie das leichte Bewegungsgeräusch der schleimigen seelenlosen Bestie, welche offenbar langsam fertig wurde und sich nun anderen Restspeisen zuwenden wollte, was nichts anderes hieß, als dass sie ein großes Problem besaß. Ihr Blick fiel in der Ratlosigkeit auf eine blaue alte Wandfackel neben dem vergitterten Schacht – wobei sie auf die sinnlose Idee kam, das Ding irgendwie heraus zu reißen um es gegen das widerspenstige Eisengitter zu schlagen. Sie wischte sich die nassen dreckigen Haarsträhnen aus dem erschöpften Gesicht. Ihr blieb nicht mehr allzu viel Zeit. Überanstrengend so hing sie sich fast an das eiserne rostige Gestell dieser Fackel um es irgendwie abzubiegen, wobei plötzlich diese sich nach wenigen Sekunden mehrmaliger Kraftaufwendungen tatsächlich ein Stück hinunter ziehen ließ. Doch erwies sich das Fackelgestell als Hebel, wobei erstaunlicherweise sich das noch vermeintliche sture Eisengitter öffnete – halbwegs, wenn sie nicht eben mit voller Wucht drauf geschlagen hätte. So geschah es, dass sich das Gitter nur halbwegs nach oben öffnete und dann klemmte. Doch das reichte der Dämonenbeschwörerin, die sich gerade noch in den letzten Sekunden die ihr blieben unter das Gitter hindurch zu winden, als ein hässlicher abscheulicher und widerlicher mächtiger Schlund gegen das Gitter schoss. Noch kurz blickte die Fee mit einem Entsetzen rückwärtsgehend den neuen Abwasserschacht diesem Schlund des Gewürms entgegen, wobei sie eine Menge tausender Zähne im Zwielicht der Dunkelheit sehen konnte bevor sie sich befreiend davon abwendete.
Still so watete die junge Frau die ersten Meter erschöpft durch das schmutzige stinkende Wasser, welches ihr bis zum Bauch her reichte als sie wankte und sich an eine der eiskalten glitschigen Kellerwände anlehnte um eine Verschnaufpause zu gönnen. Sie fühlte wie sie ständig nach Luft rang und ihre Lungen sich schmerzend mit dieser Luft füllten, während sie ihre Zehen ihrer fast nackten Füße fast gar nicht mehr wahrnahm. So spürte sie diese schneidende Kälte, die geradewegs im Wasser noch vermehrt zusetzte. Stille. Wasserplätschern und das entfernte Beben des Wurms, welcher sich von dem kleinen Kanal, in welchen er nicht durchpasste, abwendete. Außer den zwei Lichtkugeln die ihr folgten, war keine einzige Lichtquelle in diesem Schacht vorhanden. Erst jetzt als sie alleine sich nach neuen Kräften erholend an der kalten Schachtwand anlehnte, wurde sie erstmals ihrer eigentlichen Einsamkeit und Verlorenheit bewusst. Sie war hier tief unten, irgendwo wo sie keine Ahnung hatte wo sie eigentlich genau war. Ganz allein ohne eine Menschenseele. Ohne jeglicher Hilfe verloren in diesem Labyrinth.
Leicht verzweifelt so packte sie ihre Hand ins Gesicht,
und schloss dabei einen Moment die Augen. Allein umgeben voller Monster.
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| 19.02.2004 15:04 | #377 |
| Night Hawk |
Er überlegte einige Zeit, dann antwortete er.
" Ich will Beliar dienen und bin fest entschlossen. Ich werde mit der Schwarzmagierin reden. Ich habe es mir zum Ziel gemacht Schwarzmagier zu werden. Meine Entscheidung steht fest und ich werde alles tun was nötig ist, um mein Ziel zu erreichen. Auch wenn ich hinterher so aussehe wie du. Den Preis nehm ich in Kauf, ich mag den glanz und ruhm den die Paladine haben nicht. Ich will mich den studien widmen und an Beliar beten, das ist das einzig wahre."
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| 19.02.2004 15:43 | #378 |
| Burath |
Der bestialische Gestank von verbranntem Fleisch, Tod und Verwesung lag in der Luft und schlug dem schwerverletzten Krieger entgegen, getragen vom Wind der die kleinen Feuer auf den Feldern schürte und die Brände über die ganze Ebene zog. Der Mann konnte dieser Qual weder mit vorgehaltener Hand noch zusammengedrückter Nase entgegenwirken und war ihr hilflos ausgeliefert. Die Übelkeit zwang ihn zu Boden wo er gnadenlos von ihr übermannt wurde und krampfhaft würgte während sich seine Finger in den von Staub und Asche überzogenen Boden gruben und sich dabei an angesengten Holzsplittern zerschnitten. Umgeben von tiefschwarzen Rauchschwaden, die ihm die Tränen in die Augen trieben und eine Sicht gar unmöglich machten, fühlte sich Buralei verloren.
Verzweiflung überflutete die Gedanken, welche noch immer um die Erinnerungen an die Schlacht und die darauf folgende Folter kreisten. Er hatte sie sterben sehen. Brüder, Freunde und Gesichter die er einst Tag für Tag an sich vorübergehen sah. Sie waren in einem guten Kampf gestorben, so wie es sich ein jeder von ihnen gewünscht hatte. Dafür hatten sie gelebt und ihren Tod in Kauf genommen. Viel mehr hatten sie sich damit einen Traum erfüllt der ihr ganzes Leben bestimmte. Doch jetzt, hier auf dem brennenden und stinkenden Feld, wo noch vor wenigen Stunden die Schlacht tobte, war dies für Buralei nur ein geringer Trost. Er hatte sie verloren. Alle. Noch schlimmer war jedoch, dass er lebte..
Ein Schrei entfuhr seiner Kehle als Burath aus seinem Bett nach oben schoss. Erschrocken erkannte der Krieger das Messer, welches er bereits in seiner Rechten schützend vor sein Gesicht hielt. Kopfschüttelnd legte er es bei Seite und hiefte seine Beine über die Bettkante. Vieles war zur Routine geworden, Schutzmechanismen seines Körpers, reflexartig verinnerlicht denen als Grundlage die ständige Angst im Hinterkopf diente. Nicht die Angst vor dem Tod, oder vor einem nahenden Feind, allein die vor dem Verlust nahestehender Menschen. Seit dem traumatischen Erlebnis, welches ständig Bilder und Träume in seinem Kopf hervorrief, hatte Burath nie wieder jemanden weiter an sich herangelassen. Erst die Amazone im Herrenhaus hatte es geschafft, die Barriere zu brechen. Er vermisste sie..
Surrend teilte das funkelnde Schwertblatt Luftmassen in elegegant kreisenden Bewegungen, immer da wo ein imaginärer Feind versuchte den Weg des Kriegers zu kreuzen. Kraft stark gespannter Muskelstränge und verinnerlichter Bewegungen wurden sie in kurzer Zeit niedergestreckt, doch schien ihr Ansturm nicht abzuklingen. Zumindest ergab sich dieses Bild für etwaige Beobachter die Burath bei den Übungen zusahen. Er hatte das hoch emporragende Kastell hinter sich gelassen, knisternde und nach Öl riechende Fackeln gegen frische Luft und frostige Kälte getauscht. Diese Freiheit und Schönheit der Natur sammelte und beruhigte seine Gedanken, befreite den geschundenen Mann von den quälenden Bildern, die ihn letzte Nacht heimgesucht hatten.
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| 19.02.2004 19:30 | #379 |
| Arctus |
Da kam tatsächlich wieder jemand an, der ihn Meister nannte, doch diesmal schien dies begründeter zu sein. Obwohl, sein Traumgeist war eigentlich auch sein Untertan, also sollte er eher zu Arctus "Meister2 sagen, als seine alte Schülerin Aylen.
"Hallo Aylen.", begrüßte Arctus die Magierin. "Du willst weiter Magie lernen? Das ist doch toll, denn mein Traumgeist hier will es auch. Wenn du dich anstrengst kannst du ihn sicherlich sehen."
Arctus deutete in die Richtung des Traumgeistes, wandte sich dann wieder an Aylen.
"Und weist du noch, dass ich dir damals meine Runen geben musste, weil ich keine Extrarunen hatte? Nun, jetzt bin ich dabei selber welche herzustellen. Ich habe schon das magische Gestein dazu. Wir sollten das zusammenmachen, denn wenn du weist wie das geht, hast du einen großen Vorteil gegenüber den andren Magiern, nicht wahr?"
Aylen nickte.
"ich muss nur noch wissen, was mein Traumgeist alles kann. Dann werde ich euch über die für relevante Magie erzählen. Also setz dich einfach zu uns."Arctus klopfte neben sich auf den Tisch. Hoffentlich würde der noch eine weitere Person tragen.
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| 19.02.2004 20:00 | #380 |
| Azathot |
Gerade wollte Azathot dazu ansetzen dem Hohen Schwarzmagier zu antworten als eine andere Person dazukam, die Azathot noch nicht kannte, anscheinend Arctus aber. sie hieß wohl Aylen-zumindest würde dass erklären, warum Arctus sie so nannte- und wollte ebenfalls Magie lernen. Traf sich ja eigentlich ganz gut, so musste Azathot nicht an seinem verstand zweifeln, dass er sich von einem Kind ausbilden lies.
Der Schwarzmagier verneigte sich leicht
"Seid mir gegrüßt werte Dame, mein Name ist Azathot, ich werde das Vergnügen habe zusammen mit euch die Kunst der Magie bei Arctus zu lernen", dann wandte er sich wieder an Arctus
"So sollte ich meine Fähigkeiten hier aufzählen so wäre ich noch beschäftigt wenn euer irdisches Dasein längst vergangen ist und ihr ebenfalls als Traumgestalt durch die Landen streift. Lasset euch überraschen was ihr für Fähigkeiten von mir zu sehen bekommt. Ob ich euch den Trick des Fliegens beibringe werden wir sehen, nicht jeder Mensch ist dazu in der Lage doch ihr seht mir so aus als könntet ihr es erlernen.
Doch nun lasset uns die Runen erschaffen, damit wir mit der Ausbildung beginnen können oder was meint ihr?"
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| 19.02.2004 20:12 | #381 |
| Aylen |
Aylen schaute verwirrt in das blasse Gesicht des Jungen, setzte sich dann jedoch ohne Widerrede auf den Holztisch. Er knarrte bedenklich, hielt jedoch tapfer stand.
Der Traumgeist stellte sich ihr als Azathot vor und machte einen netten Eindruck. Warum nur befürchtete Arctus, dass sie ihn nicht sehen konnte? Er erschien ihr glasklar vor den Augen und machte keinerlei Anstalten unsichtbar zu werden oder an seiner Konsistenz zu verlieren. Der Meister hatte sich eindeutig verändert seit ihrer letzten Begegnung. Ob das normal war in diesem Kastell? Sie fürchtete bereits den Tag, an dem sie selbst damit anfing. Doch immerhin hockte sie jetzt schon im Schneidersitz auf einem Holztisch und kam sich nicht mal komisch dabei vor, es ging eindeutig abwärts mit ihr.
"Macht eure Runen, ich bin gespannt was wir als erstes lernen werden", sagte sie und versuchte ihre verwirrten Augen unter einer dunklen Haarsträhne zu verbergen.
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| 19.02.2004 20:29 | #382 |
| Arctus |
"Nun, de Traumgeist will mir nicht verraten was er kann, also werde ich ihm nichts beibringen. Einen Traumgeist der zickt mag ich nicht.", sprach Arctus drehte sich wieder zu Aylen drückte seine Knie an die Brust und umschlung sie mit den Armen.
"Ich weis ja, was du bereits kannst und ich denke mal in der Zeit nach unserer kleinen Ausbildung hast du sicherlich alles wissen gefestigt. Jetzt wirds auf jeden Fall lustiger, aber auch schwerer. Du solltest dir unbedingt die Anatomie eines Menschen zu Gemühte ziehen, ansonsten könnte bei der Skelettbeschwörung einiges schief gehen. Mit einem Zombie ist es fast das gleiche, nur ist es bei dem nicht so schlimm wenn mal ein Knochen fehlt, denn da ist ja noch viel schlabbriges Fleisch."
Arctus schnalzte einmal mit der Zunge und pustete die Backen auf, dann fuhr er fort.
"Und da du dich ja geistlich in nächster Zeit soviel anstrengen musst, versuchen wir das körperliche etwas zurück zu nehmen, in dem wir den Teleportzauber lernen. Da machen wir am besten eine kleine Rundreise durch Khorinis und besorgen uns die Teleportrunen zu den am meisten besuchten Orten. Du kannst dich nämlich nur dorthin teleportieren, wo ein Pentagramm auf den Boden gemacht worden ist. Deswegen ist ja auch das in unsrer Eingangshalle da.Das wird es sein, womit wir uns beschäftgen werden. Und ich denke mein Traumgeist macht das einfach mit, egal ob er will oder nicht!"Arctus streckte ihm frech die Zunge herraus, sah dann beide abwechselnd an und fragte ruhig.
"Womit wollt ihr anfangen? Und vorallem, wo wollen wir lernen, denn das lernen ist nicht an einen Ort gebunden! Natürlich anfangs schon, denn wir brauchen einiges an Lektüre, doch die bekommen wir zum Beispiel auf im Lavaturm. Entscheidet euch."
Arctus räusperte sich noch mal, dann sprach er noch einmal leise."Und sagt dem Don nicht, dass ich euch ausbilde."
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| 19.02.2004 20:40 | #383 |
| Squall_L |
Squall hatte Stunden lang über den Büchern gesessen und trotzdem hatte er nichts Neues über sein Buch herausgefunden. Er konnte einfach nicht glauben das niemand etwas wissen über die Sprach wusste, das konnte doch alles nicht war sein.
Er stand auch und machte sich auf den Weg zurück in sein Zimmer, denn noch einige Zeit vor diesen Büchern und er wäre durch gedreht. Squall verlor langsam seine Hoffnung dass er jemals mehr über dieses Buch herausfinden würde und langsam hatte er auch keine Lust mehr nur über den Büchern zu hängen, diese ganze blöde Situation machte ihn einfach fertig. Jeden morgen wenn er auf stand hatte er schon schlechte Laune und seine Laune besserte sich auch den ganzen Tag lang nicht mehr.
Er wollte endlich mal wieder etwas anderes machen als nur diese blöden Bücher zu lesen. Also entschloss er sich das Kastell erst einmal zu verlassen und in Khorinis auf bessere Gedanken zu kommen. Dort in der Taverne würde er bestimmt schon ein paar Leute finden mit denen er einen schönen Abend verbringen könnte und dort könnte er bestimmt auch mal ein paar Stunden an etwas anderes denken als an diesen Fluch.
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| 19.02.2004 20:44 | #384 |
| Azathot |
Der Junge schien ja recht wechsellaunig zu sein, erst wollte er Azathot nicht ausbilden, dann fragte er ihn aber trotzdem was er lieber wollte. Azathot räusperte sich
"Nunja, wenn es nichts ausmacht würde ich gerne hier im Kastell bleiben, nicht dass es mich nicht interessieren würde den Lavaturm von innen zu sehen, aber ich habe hier auch meine Schüler um die ich mich zu kümmern habe. Auch würde ich gerne zuerst das Skellet erschaffen lernen, immerhin habe ich dann einen Gespächspartner der auch nicht hier auf die Welt gehört.", Azathot zwinkerte den beiden zu, "Ich hoffe doch von euch beiden hat niemand was dagegen?"Er blickte kurz hinüber zu Aylen und sie deutete lediglich ein Nicken an, auch der Junge schien keine Einwände zu haben, sondern sprang von seinem Tisch und hüpfte ein wenig voraus
"Na kommt schon!" reif er den beiden Schülern zu
Seufzend setzte Azathot sich in Bewegung und fragte sich gleichzeitig ob Don wirklich der wahnsinnigste Magier im Kastell war, aber immerhin war Arctus nur ein Kind.
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| 19.02.2004 21:02 | #385 |
| Aylen |
Die junge Frau auf dem Tisch zog sich nachdenklich an der Unterlippe. Die Anatomie des Menschen? Das klang als würden diese Magiestunden spannender werden als die vorigen. Sie hoffte nur Arctus würde ihnen ein lebendes Exemplar zum Studieren bringen.
"Mir ist es gleich wo wir üben, Hauptsache es wird lustig", sagte sie und sprang vom Tisch.
Arctus war schon vorausgesprungen. Sie hatte das Gefühl, dass er zunehmend jünger wurde. Zumindest sein Gemüt schien mit jedem Moment alberner aufgelegt zu sein. Aber daran konnte man sich auch noch gewöhnen.
Viel interessanter fand die Schwarzmagier seinen Traumgeist. War er wirklich ein Geist? Er sah so lebendig aus, so klar und deutlich. Er lief direkt vor ihr und Aylen konnte nicht widerstehen die Hand auszustrecken und ihm mit dem Finger in den Rücken zu pieksen. Sie stieß auf Widerstand und zog schnell die Hand wieder zurück. Wie konnte das sein?
Verwirrt ging sie weiter, schaute jedoch in eine andere Richtung, weil Azathot sich verwundert umgeblickt hatte.
"Wo gehen wir hin?", fragte sie den Jungen, der schon ein Stück voraus war.
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| 19.02.2004 21:13 | #386 |
| Arctus |
Der Traumgeist behauptete plötlich dass er hier Schüler hatte. Dem würde Arctus schon zeigen, wer hier der Schüler war.
"Wir gehen natürlich erst einmal in die Bibliothek. So wie das halt immer beginnt.", lachte Arctus und schritt durch das Portal, dass die kleine Bibliothek expandieren ließ, fast bis ins Unendliche.
Dann rief er schnell "Skelettbeschörung" und sofort knallten ein paar Bücher zu Boden. Natürlich forderte der Junge die beiden Schüler auf, ihm beim aufsammeln zu helfen, so dass am Ende sicherlich ein dutzend Bücher auf einem Lesetisch lagen. Die Meisten sehr sehr staubig, andere zerfledert von zu häufiger Benutzung.
Arctus griff sich einfach eins und blätterte, bis er eine ordentliche Zeichnung gefunden hatte .
Er reichte das Buch seinen Schüler und sprach "schön einprägen bitte."Im nächsten Moment zückte er die Skelettrune, komzentrierte sich und baute Stück für Stück und so langsam ihm es möglich war ein Skelett, umschäumt vom roten Magienebel.
"Vielleicht hilft euch das besser, dass da geschrieben zu lernen. Schaut es euch ruhig mal an. Von vorn und hinten und oben und unten und natürlich auch von innen."
Arctus musste lachen, denn grade als der Traumgeist sich dem Skelett näherte ließ er es einmal schaurig Klappern.
"Passt auf meine Nerven auf", sprach er amüsiert, "sonst könnte es durchdrehen." und ließ es noch einmal klappern.
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| 19.02.2004 21:31 | #387 |
| HoraXeduS |
Horaxedus lief aufgeregt durch die Korridore im Erdgeschoss des Kastells. Ob Kain noch anwesend war? Zu gerne wollte er ihm die winzigen gläsernen Harpunen zeigen, die er nächtens hergestellt hatte. Doch im Gästezimmer fand der Magier den Gildenlosen nicht, auch nicht im Refektorium. Nicht unter der Esche und nicht einmal in der Bibliothek war der Freund zu finden. Damit war es leider annähernd Gewissheit: Der Einzelgänger war bereits fort.
Etwas enttäuscht wandelte Horaxedus durch die Gänge. Es war dunkel und gut wie immer. Und immer noch gab es olirie...
...ah, Moment, hier war ein Fehler im Bild. "olirie?" Horaxedus war erstaunt, seinen Lehrer hier anzutreffen. Interessiert und wie immer etwas zerstreut wirkend, wandte der Priester sich seinem Schüler zu. "Ah, ähm, Horaxedus, nicht wahr?" Der Angesprochene fuhr nun doch zusammen. Womöglich war die Zeit seiner Magieprüfung gekommen und er hatte sich überhaupt nicht um eine intensive Wiederholung sämtlicher Eventualitäten bemüht.
Einladend hob olirie die Hand und wies auf eine Tür, ein Stück den Gang hinunter.
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| 19.02.2004 21:39 | #388 |
| Azathot |
Azathot verfluchte sich, dass er so unüberlegt losgeplappert hatte, das konnte sein ganzes Spielchen über den Haufen werfen wenn er nicht aufpasste was er sagte.
Aber da das eh nichts mehr brachte folgte der Schüler nun seinem neuen Meister als ihn plötzlich etwas von hinten piekste. Irritiert drehte sich der Schwarzmagier um und war noch irritierter als er hinter sich seine Mitschülerin sah, die ihn offensichtlich mit dem Finger angetippt hatte und nun verlegen weg sah. wollte sie testen ob Azathot real war?
Der Schwarzmagier schüttelte den Kopf und ging weiter. DEr Junge erwiederte auf Aylens Frage, dass sie zur Bibliothek gingen, was ansich auch der einzige logische Ort war wenn man mit dem Magiestudium beginnen wollte.Mit einem leisen Knistern betraten die drei die riesigen, mit Wissen vollgestopften, Bibliotheksräume und schritten die Regale entlang aus denen auf Arctus' Ausruf hin Bücher gefallen waren, wobei Aylen und Arctus selbstverständlich annahmen Azathot würde ihnen ihre schwere Last abnehmen, so kam es, dass die beiden jeweils 2 Bücher trugen, während Azathot mit einem riesigen Stapel Bücher um sein Gleichgewicht kämpfte und sie schließlich mit einem Knall und einer großen Staubwolke auf einen Lesetisch absetzte.Arctus machte sich sogleich daran in den Büchern nach etwas zu suchen und reichte dann schließlich eine Zeichnung herum
"Interessant", dachte Azathot bei sich, "oraus wir so alles bestehen, oder besser gesagt die anderen ich bin ja nur ein TRaum" innerlich grinste der Schwarzmagier über beide Ohren, danach reichte er Aylen das Buch und auch sie prägte sich das Bild ein.
Nun begann ihr Lehrer damit vor den Augen seiner Schüler ein solches Skellet zusammenzusetzen und Azathot bestaunte diesen faszinierenden Vorgang atemlos, er sah tatsächlich wie sich vor ihm ein menschliches skelett Stück für Stück zusammensetzte.
"Wirklich interessant" murmelte der Schwarzmagier und näherte sich vorsichtig dem Skelett Skellet, als es plötzlich anfing zu klappern, erschrocken sprang er zurück, bemerkte dann allerdings, dass Arctus ihn nur hatte erschrecken wollen und gerade vergnügt sein Sprüchlein loslies während Azathotn ihm gerade alle Alpträume aus Beliars Hölle herbeiwünschte.
Dann, um sich seine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen, drehte er sich um und griff nach dem Buch um die Zeichnung mit der Wirklichkeit zu vergleichen. Dabei konnte er es einfach nicht lassen Aylen in die Seite zu pieksen und gleich darauf aufmerksam ins Buch zu gucken und die REalität mit der Zeichnugn zu vergleichen.
"Ja, es besteht durchaus gewisse Ähnlichkeit, oder was meint ihr?"
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| 19.02.2004 21:43 | #389 |
| olirie |
Was für ein Glücksfall, dass Horaxedus und olirie sich an diesem Ort trafen, so konnten sie gleich die Magieprüfung vollziehen.
olirie führte seinen Schüler durch eine Tür, jedoch waren sie nicht in einem der Übungsräume, sondern in oliries Labor. Dieser öffnete eine an der gegenüberliegenden Wand der Eingangstür platzierte Tür und verschwand kurz in dem angenzendem Raum.
Als er wiederkam, trug er zwei Skelette mit sich, die er zur Seite stellte. Dann bat der Lehrmeister seinen Schüler in den angrenzenden Raum und schloss anschließend die Tür hinter den beiden.
"So, das hier ist meine Aservatenkammer, hier werden wir trotz der Räumlichen Begrenzung die Prüfung vollziehen. Beschwöre mir als erstes einen Golem."
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| 19.02.2004 21:55 | #390 |
| HoraXeduS |
Etwas irritiert schaute sich Horaxedus um. Es war eng, dunkel und durchaus etwas unheimlich. Doch der Magierlehrling traute sich nicht, dem Lehrer zu widersprechen.
Es galt halt, den gewünschten Golem zu beschwören. Wohin nur damit? In einer Ecke links von Horaxedus war es so dunkel, dass dort durchaus Platz sein konnte.
Der von olirie einstmals als klassischer Linksmagier diagnostizierte Glasmacher wühlte kurz mit der linken Hand in seiner Tasche, zog die passende Übungsrune hervor und murmelte und murmelte. Offenbar hatte er sich bereits etwas vermurmelt, denn er bemerkte den sorgenvoll murmelnden Blick seines Lehrers auf seinem Kehlkopf, der sich bei dem Gemurmel langsam hob und senkte.
Doch trotz aller Nervosität begann Horaxedus plötzlich einen schwarzen Blitz vor seinem inneren Auge wahrzunehmen. Der Moment der Magie war gekommen! Ein kurzes Stampfen, ein räumlich stark eingeschränkter Donner, und Horaxedus hatte einen Golem in die Zimmerecke gestellt. Da es dort so eng war, dass dieser sich kaum rühren konnte, hatte der Schüler eigentlich versucht, einen Feuergolem zu erschaffen, um wenigsten den Hauch von kraftvoller Aktion zu suggerieren. Doch offenbar hatte er sich bei der Beschwörungsformel etwas vermurmelt. Der Golem war eindeutig ein Steingolem. Lediglich seinen Kopf zierte eine klitzekleine Flamme. Es sah aus, als hätte der Beschworene Koloss, der sich etwas ducken musste, um nicht an die Zimmerdecke zu stoßen, feurig rote Haare...
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| 19.02.2004 21:56 | #391 |
| Aylen |
Aylen fand die Bücher langweilig. Wenn er sie jetzt wieder damit zu Bett schicken würde, dann konnte er sich aber auf eine ordentliche Standpauke seitens der jungen Frau gefasst machen. Sie hatte keine Bedenken ihm den Stapel alter Bücher geradewegs über den Kopf zu ziehen. Ihm machte das bestimmt auch noch Spaß, seine Schüler mit alten Büchern zu quälen. Die waren doch völlig verstaubt, wer tat sich so etwas freiwillig an? Sie musste niesen.Wenig später jedoch wurde ihre Ungeduld besänftigt. Der Junge schien etwas zu planen, denn er nahm eine Rune hervor und rotes Licht erfüllte die Bibliothek. Aylen hoffte dass er wußte was er tat. Und tatsächlich baute sich ganz langsam, Knochen für Knochen, ein mannshohes Skelett vor ihnen auf. Neugierig trat die junge Frau näher, um das Wesen zu mustern. Genau in diesem Augenblick ließ Arctus es klappern und Aylen fuhr mit einem hohen Quieken zurück. Hinter sich meinte sie ein Kichern zu hören. Sie drehte sich herum und ein böser Blick traf den Jungen. Genau in diesem Augenblick piekste sie etwas in die Seite und die Schwarzmagierin zuckte erneut quiekend zusammen. Entgeistert starrte sie das Skelett an, welches unschuldig hinter ihr stand. Dieser hinterlistige Bengel. Sie würde ihm jeden Knochen einzeln ausreißen.
"Hey das ist nett!", fuhr sie das Knochengerüst erzürnt an und begann an seinen Rippen zu rütteln. Ein heftiges Klappern erfüllte die Bibliothek. Aylen schüttelte das Skelett ordentlich durch. Seltsamerweise hatte sie keinerlei Furcht vor einer Berührung. Ihr Wut über seine Hinterlistigkeit war grösser als jegliche Angst vor einer neuen Begegnung.
Nachdem die Rippen nicht nachgaben versuchte sie es mal mit dem rechten Arm. Irgendwie musste dieses Wesen doch auseinander zu nehmen sein. Sie rüttelte daran und zog heftig. Ein lautes Knacken ließ sie böse grinsen und im selben Moment hatte sie einen knochigen Unterarm in den Händen.
"Darf ich den behalten?"
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| 19.02.2004 22:17 | #392 |
| olirie |
"Wunderbar! Du hast es sogar geschafft, dem Golem einen Haarschopf zu zaubern, das habe selbst ich nicht geschafft, in dir steckt eindeutig ein großes Potential. Nun musst du ihn aber wieder verschwinden lassen, denn du brauchst deine magische Energie und den Platz, um ein Schattenläuferskelett zu beschwören. Ach ja und anschließend verschließt du diesen Raum auf magische Art und Weise."
olirie trat so weit zurück, wie es ihm möglich war, damit sein Schüler den Platz voll ausnutzen konnte.
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| 19.02.2004 22:35 | #393 |
| Arctus |
"Gerne", antwortete Arctus auf Aylens frage hin und ließ das Skelett sich etwas bewegen, hüpfen und Hampelmann machen. Natürlich bewegte sich der abgetrennte unterarm mit und Aylen schien alle Hände voll zu tun zu haben, das Ding in den Händen zu behalten.
"Schaut euch die Knochenverbindungen an! Die Knorpel, wie jeder Knochen in relation zum anderen steht und wie weit seine Bewegungfreiheit reicht. Wenn ihr den Grenzbereich erkannt habt und euch ihr euch im klaren darüber seit, wie sich ein Skelett bewegt, dann schafft ihr auch ungewöhnliche Posen und Bewegungsabläufe. Dass kann im Kampf, Skelett gegen Krieger, sehr nützlich sein oder wenn ihr eurern Diener klettern lassen wollt. Ihr werdet sehen, das Skelett wird das Allwerkzeug von euch werden, vorallem wenn es um Saubermacharbeiten geht."
Arctus musste lachen, denn grade hatte er seinen knöchernen Gesellen zu Staub zerfallen lassen und ebenso zerfiel auch der Unterarm zu staub und setze sich somit in Aylens Haar, dass nun sehr matt und dreckig wirkte."Entschuldigung", presste sich Arctus heraus und versuchte nicht zu lachen. "Und jetzt schnappt sich jeder EIN Buch, so dass er es lesen kann, wenn er Langeweile hat."
Arctus schaute beide nun ernst an und sprach etwa bedrückter weiter. "Nun, leider hat Magie auch so etwas staubtrockenes an sich, wie ein zerfallenes Skelett. Ohne gewisse Vorkenntnisse geht kaum etwas. Damit ihr euch auf das beschwören von Skeletten einstellen könnt, bitte ich euch ab und zu einen Blick in eure Bücher zu werfen und, und jetzt kommt der wichtigere Teil, ihr solltet euch Schriftrolln von der Hüterin des Kastells holen. Für jeden Drei. Ich werde mich um eure Runen kümmern."
Arctus winkte nun Aylen und dem Traumgeist zu. "Das war es für Heute. wir sehen uns dann morgen, zur gleichen Zeit wieder in der Küche."
Mit einem Knicks verabschiedete sich Arctus von den beiden und verließ die Bibliothek, wünschte sich innerlich, dass sie fleißiger sein würden als er es damals war.
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| 19.02.2004 23:10 | #394 |
| meditate |
die magierin hatte es sich in der küche gemütlich gemacht. das krokomaul hatte ein feuerchen aufflammen lassen im kamin und in seiner erstaunlich feingliedrigen riesenpfote eine kleine flamme vom kamin abgezweigt und sie der hüterin auf den tisch gestellt. einfach so.
"wie machst du das denn? das will ich auch können! das ist ein toller trick. und nun mach, dass auf meinem lieblingsomelett sechs kleine flammen zur dekoration brennen. fünf im kreis und eine in der mitte."
dem krokomaul fiel auch das nicht schwer. er fasste einfach in die flamme und zupfte die sechs flämmchen heraus, als wären es wattebäuschchen.
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| 19.02.2004 23:22 | #395 |
| blutfeuer |
es war ein wundervoller abend. tausend sterne standen über dem kastell und im hof saßen leila und blutfeuer, hatten den kopf in den nacken gelegt und starrten in die samtnacht mit den goldenen lichtern.
"guck mal, eine sternschnuppe!"
der goldene bogen zog sich über den ganzen himmel und blutfeuer konnte sogar noch überlegen, was sie sich wünschen würde. trotzdem kam bis zum erlöschen nur "krieger ... krieger ... krieger" heraus.
leila meinte daraufhin, wieso sie sich drei krieger gewünscht hatte. der schweigsame einsiedler wäre doch wohl genug.
"du verstehst leider gar nichts."
blutfeuer seufzte und wartete auf die nächse sternschnuppe. dann würde sie noch ein paar krieger dranhängen.
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| 19.02.2004 23:29 | #396 |
| Azathot |
Auch Azathot musste grinsen als er sah wie Aylen aussah mit dem ganzen Staub im Haar, doch im Gegensatz zu Arctus der seine Anweisungen gab und sich dann verdrückte bevor Aylens Zorn ihn treffen konnte half Azathot ihr den Staub einigermaßen aus ihrem Haar zu befreien, bis es soweit ansehnlich aussah, dass man damit durchs Kastell laufen konnte ohne dass es peinlich war. Azathot zwinkerte ihr zu
" An deiner Stelle würde ich mir den Staub herauswaschen und zwar am besten gleich. Ich werde Meditate suchen und um die Schriftrollen bitten und danach einen Dämonen schicken um sie dir zu bringen. Wir sehen uns morgen"Dann drehte auch Azathot sich um, suchte ein Buch aus dem Stapel heraus und trug einem Dämonen auf es in sein Zimmer zu bringen, hielt ihn dann aber nochmals auf um nach dem Verbleib der Hüterin zu fragen
"Sie speist gerade in der Küche" meiselte der Dämon in Azathots Gehirn und verlies dann die Bibliothek um Azathots Auftrag auszuführen.Der Schwarzmagier folgte ihm und steuerte geradewegs auf die Küche zu nachdem er wieder im normalen KAstell war und nicht mehr in der Bibliothek, wo auch immer sie in Wahrheit sein mochte.
Leise öffnete Azathot die Küchentür und lugte hindurch und sah einen höchst erstaunlichen Anblick. Der Küchendämon beugte sich über das Essen der Hohepriesterin und verteilte darauf sorgfältig kleine Flämmchen die allerdings einfach in der Luft schwebten und nichts hatten wovon sie am Leben erhalten wurde. Die Hohepriestern schein das allerdings nicht zu stören, sie führte gerade ein Stück des Omelettes und eine kleine Flamme zum Mund, ohne dass sie wirklich registrierte, dass sie Feuer essen wollte.
"Hohepriesterin, nicht!" reif Azathot erschrocken und griff nach einem Becher Wein, der neben ihm stand und goss diesen direkt über der Flamme aus- und leider auch über Meditates Robe.
"Oh, äh, verzeiht mir meine Ungestühmheit, Hohepriesterin", stammelte der Schwarzmagier verlegen, " das tut mir leid, ich war nur erschrocken, wegen der Flamme auf eurem Omelette"
Azathot warf sich theatralisch auf den Boden und küsste die Füße der Hohepriesterin, in der Hoffnung sie würde ihm verzeihen, danach richtete er sich wieder halbwegs auf
"Äh, ich weiß, dass wirkt jetzt etwas unpassend, aber eigentlich war ich gekommen, weil Arctus mich geschickt hat, ich wollte für mich und Aylen Schriftrollen abholen, die wir für unsere MAgieausbildung benötigen"
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| 19.02.2004 23:41 | #397 |
| meditate |
das gefiel meditate. wenn man jetzt schon vor ihr auf die füße fiel und diese abküsste, dann war ihr ruf wohl doch langsam so gefetigt, dass sie sich wieder ein paar außreißer leisten konnte. zum beispiel das geländer herunterrutschen oder flammenkuchen essen.
"sag mal, du dummkopf, ich bin doch keine anfängerin. wenn ich omelett mit flammen essen will, dann tu ich das. vielleicht wollte ich mir ja beweisen, dass ich heißer bin als feuer."
meditate klopfte etwas ungeschickt an ihrer robe herum, die keine feuchtigkeit aufnahm. der wein perlte einfach herab und bildete auf dem boden eine pfütze.
"was will denn dieser tunichtgut für schriftrollen? will er uns wieder mit einer besonders gelungenen unangenehmen überraschung erfreuen?"
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| 20.02.2004 00:01 | #398 |
| Burath |
"Guten Abend die Damen" Ein leichter Schritt nach vorne, gefolgt von einer theatralisch tiefen Verbeugung führte den Mann aus dem Schatten hinein in grellen Mondschein. Eine alte Form der Höflichkeit welche eher selten Anwendung fand. Jedoch hielt er sie hier für angemessen. Burath lächelte warm und musterte die zwei Frauen aus funkelnden Augen. Wahrlich sie hatten einen schönen Platz gefunden. Zumindest hatte er lange keinen Schöneren entdeckt. Ein kleiner Hof, umgeben von schützendem Stein und überdacht vom Sternenmeer. Er schwieg einige Augenblicke und ließ sie an sich vorüberziehen, einfach um die Schönheit und Ruhe des Moments auszukosten. "Ich habe mich entschieden" meinte er schließlich zu Blutfeuer und brach damit das Schweigen.
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| 20.02.2004 00:09 | #399 |
| blutfeuer |
"na das hatte ich doch sehr gehofft. so ein angebot, bei der besten bogenmeisterin von khorinis zu lernen, kann sich doch kein mensch entgehen lassen, der noch herr seiner sinne ist. vielleicht bringe ich dir ja sogar das sprechen bei auf unserer wanderschaft.
wie fühlt ihr euch? ein bisschen habt ihr ja schon mitbekommen in den letzten tagen. wir werden uns der sache mit dem bogen ganz behutsam nähern. nun, da wir keinen wolf mehr bei uns haben, sollte auch das anschleichen kein problem mehr sein.
wolln wir morgen los?"
blutfeuer wollte morgen auch leila die letzte prüfung stellen um das mädchen endlich nach haus zu ihren freunden zu entlassen. in wirklichkeit wusste blutfeuer natürlich schon längst, dass leila die bezeichnung meisterin verdient hatte.
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| 20.02.2004 00:28 | #400 |
| HoraXeduS |
Ein Schattenläuferskelett beschwören? In der Asservatenkammer?? Horaxedus glaubte, seinen Ohren nicht recht trauen zu können. In diesem engen Zimmerchen war kaum genug Platz, eine jugendliche Fleischwanze zu beschwören! Doch nun gar das Skelett eines ausgewachsenen Schattenläufers?! Und im selben Moment, kaum dass der Magielehrling an das zu beschwörende Skelett dachte, sackte der Golem eifersüchtig zusammen und zerfiel in heißen Staub.
Ungläubig starrte Horaxedus den Lehrmeister an. olirie lächelte milde und schien zu warten. Offenbar war es ihm tatsächlich ernst mit dem Schattenläufer in der Asservatenkammer. "Loslosloslos... konzentrier Dich, Junge!" sprach Horaxedus leise und mit bebenden Lippen zu sich selbst. Seine wachen Augen suchten noch immer nach einer Lösung, eine gigantische Bestie in diese Streichholzschachtel, diesen lächerlichen Abklatsch eines von Menschen betretbaren Raumes zu versetzen. Und während olire einen Schritt zurück trat und sich mit den Schulterblättern gegen die Wand neben einem der stattlichen Regale lehnte, kramte sein Lehrling erneut in seiner Tasche. Griffsicher tauschte er die Runen, und als er die linke Hand erneut emporzog, hielt er, einer Trophäe gleich, die Übungsrune zur Beschwörung eines Schattenläuferskeletts.
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| 20.02.2004 00:43 | #401 |
| Burath |
"Sehr gern" lautete die prompte Antwort. Burath lehnte sich gegen den kalten Stein der Wand und sah hinauf zum Himmel. "Ich will mehr kennenlernen und entdecken, nein muss es sogar wenn ich hier zurechtkommen will. Die Gemäuer dieses Gebäudes bieten wahrlich eine schöne Unterkunft, nur treibt es mich nach draußen.Es folgte ein Moment der Schweigsamkeit, der die Entschlossenheit seines Entschlusses noch mehr unterstrich doch irgendwann verspürte er das Bedürfnis danach etwas zu sagen, denn mit jedem Herzschlag gewann diese Ruhe etwas Bedrückendes. "Ich bin euch sehr dankbar, dass ihr mich in der Kunst des Bogenschießens unterweisen und durch die Lande führen wollt. Ich werde mich eilen um meine Schulden rasch bei euch zu begleichen." Überhaupt hatte Burath soeben etwas angeschnitten, über das er selbst noch gar nicht nachgedacht hatte. Der Krieger hatte Ausrüstung von Blutfeuer bekommen und lehrreiche Wochen standen bevor, aber er hatte bisher noch keine Gedanken daran verschwendet wie er alles zurückzahlen sollte.
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| 20.02.2004 00:49 | #402 |
| blutfeuer |
"nundenn, wir machen uns morgen früh auf die socken. leila kommt noch mit und ich denk mir ne schöne knifflige aufgabe aus und dann gehn wir los. du hast mir übrigens noch immer nicht gesagt, wo du lieber hinwillst, zu den sumpflern oder in das lager des lee.
also wenn ich ehrlich sein soll, ich würde zur zeit lieber zu den lees gehn. im sumpf versinkt grad eine alte liebe von mir."
blutfeuer sandte noch einen blick gen himmel. es hatte sich keine sternschuppe mehr sehen lassen und so konnte sie keine weiteren stoßseufzer zu krieger schicken.
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| 20.02.2004 01:06 | #403 |
| Burath |
"Dann zu Lee" meinte Burath. Er hatte nicht vor mit Blutfeuer über alte Liebschaften oder etwas Ähnlichem zu sprechen und beließ es deshalb bei einer knappen Antwort. Er selbst hatte jemanden zurücklassen müssen um diese Ausbildung genießen zu können und verspürte deshalb nicht unbedingt das Bedürfnis danach noch weiter auf solchen Gedanken herumzureiten. Das beständige Gefühl das etwas fehlte lag wie ein schwarzer Schatten über ihm und war bereits ein hoher Preis, den er zu zahlen hatte. "Wünsche eine gute Nacht und süße Träume" bermekte Burath abschließend und war sogleich im Schatten verschwunden.
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| 20.02.2004 01:31 | #404 |
| HoraXeduS |
So sehr der Magierlehrling auch die Stimme erhob, alles Murmeln half diesmal nichts: Der Raum, oder besser: die winzige Asservatenkammer hinter oliries Labor, sie blieb ohne die magische Erscheinung eines von Horaxedus beschworenen Schattenläuferskeletts.
Wieder und wieder setzte der Glasmacher, mit der linken Runenhand bisweilen wild gestikulierend, zur Beschwörung an, doch nichts tat sich. Mit dem Ärmel seiner Robe wischte er sich den Angstschweiß von der Stirn. "Heiß hier", sprach er verlegen, um olirie von seiner Nervosität abzulenken. Augenblicklich trat der Lehrmeister einen großen Schritt vor durch die Kammer, um die Zwischentür zum Labor zu öffnen. "Etwas frische Luft wird dir gut tun", lächelte er seinem Schüler entgegen. Dann schaute er ihn wieder interessiert an. Horaxedus wusste, dass es nun drauf ankam, etwas gescheites abzuliefern, um den Lehrer während dieser wichtigen Prüfung nicht zu enttäuschen.
Erneut hob der Glasmacher seine linke Hand und sprach mit fester Stimme, seine Unsicherheit offensiv zu verbergen, erneut die Beschwörungsformel aus.
Es krachte, als die Rippenbögen des gewaltigen Schattenläuferskeletts den schmalen Türbogen zwischen Asservatenkammer und Labor zum bersten brachten. Die stattliche Kreatur ohne Muskeln, Seele, Haut, war erschienen an dem einzigen Ort, an dem soeben Platz für ihre Materialisierung in der reellen schwarzen Welt des Kastells entstanden war: Unter der Tür. Das knochige, weiß leuchtende Hinterteil des skelettierten Schattenläufers nahm beinahe den gesamten Freiraum der Asservatenkammer ein, in der sich olirie und Horaxedus fest gegen die jeweils nächstliegende Wand drückten. Der Kopf der untoten Bestie befand sich indes bereits im Nebenraum, oliries Laboratorium. Dort herrschte etwas mehr Platz als diesseits des monströsen Skeletts, wo der Beschwörer und sein Lehrer mehr oder weniger konzentriert eine Lösung für das suchten, was sich zunehmend als "das Problem" in ihren Köpfen zu verankern begann.
"Das Problem" nämlich bestand vor allem darin, dass die beschworene, knöcherne Bestie sich nicht damit abzufinden schien, mit ihrem Korpus im Türrahmen zwischen Kammer und Labor festzustecken. Der fadenscheinige Schattenläufer, er klemmte richtiggehend fest, und das machte ihn wild. Laute, kehlige Schreie zerfetzten die Idylle dieses eigentlich recht ruhigen Flügels des Kastells. Sowohl die Vorder- als auch die Hinterläufe der Kreatur bewegten sich ruckartig auf und nieder, fast so, als probe diese das Imponiergehabe vor dem drohenden Angriff eines gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Ein weiteres Krachen, und der Türrahmen war endgültig erledigt. Kleine Holzteilchen wirbelten durch beide Räume.
Doch noch immer steckte Beliars entkörperter Schattenläufer in der Wand fest. Seine imposanten Rippen hatten sich hoffnungslos in der freigelegten Türöffnung verfangen. Wild und aufbrausend zuckte das Skelett, und mit jeder Bewegung schien weiterer Putz von der Decke zu bröseln.
Mitten in diesem Getöse blickte Horaxedus unsicher zu olirie hinüber, doch der Lehrer behielt ganz offensichtlich die Ruhe. Ein wohlmeinendes Nicken hieß den Schüler vielmehr, seinerseits etwas zu unternehmen. Aufgebracht nestelte der Lehrling erneut in seiner Tasche herum. Die langweiligste aller Runen brachte er schließlich hervor.
Ernüchtert blickte der Glasmacher auf das Stück Hoffnung in seiner Hand, sprach die einstudierte Formel und konzentrierte sich auf den Durchgang zwischen Labor und Asservatenkammer. Langsam begann die aufgestoßene, fast gänzlich aus den Angeln gehobene Tür in blauem Ton zu leuchten. Ein Wink des Magiers, und das massive Holz begann, sich gegen die robusten Knochen des tobenden Schattenläuferskeletts zu verschließen. Die Kreatur hatte keine Chance: Ein letzter, fast flehend lauter Ausruf des Magieschülers verschloss die schwere Tür, durch das Knochengerüst der Bestie hindurch. Im nächsten Augenblick bereits begann das blaue Licht, auch die letzten Spalte des eigentlich zerstörten Türrahmens zu versiegeln. Was folgte, war nichts als ein ohrenbetäubender Knall. Das Skelett des Schattenläufers, es war vernichtet.
Überall in der Asservatenkammer lagen zerschossene Knochenreste herum. Horaxedus hustete verlegen und mühte sich räuspernd um Fassung. "Meister, ähm, diese Tür ist nun magisch verschlossen. Wenn ihr wünscht", und an dieser Stelle musste der Schüler erneut vor Verlegenheit husten, "kann ich sie auch wieder, ähm, mindestens ebenso magisch wieder öffnen."
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