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Rollenspiel nach Fall der Barriere
Die Stadt Khorinis
Die Oberstadt # 2
| 29.06.2003 02:37 | #1 |
| Longbow |
Die Oberstadt # 2
Long verließ kurzzeitig das Sumpflager, um für einfach mal mitten in der Nacht ne Runde Jagen zu gehen.
Auf dem schmalen Pfad von den Sumpfis bis zu der Taverne traf er auf einige Feuerwarans. Nach kurzer Zeit erkannte er zwei der Mistviecher. Er hatte noch nie gegen welche gekämpft, also wusste er auch nicht wie seine Chancen stehen. Trotzdem wagte er einen Angriff, denn schließlich war er schon etliche Male solche Risiken eingegangen und immer stand Innos auf seiner Seite.
Als der eine Waran etwas Abseits stand, griff Long an. Zunächst gelang ihm einige Treffer, aber dann drehte sich der Waran um und hauchte ihm mit seinem heißen Atem zu. Nur mühsam konnte der Innosler sich auf den Beinen halten, doch als das Tier eine Pause einlegte, holte der Milizsoldat wieder aus und schickte den Feuerwaran ins Jenseits. Dann nahm er einige Schlucke von seinem Heiltrank und wiederholte die Prozedur bei dem zweiten Tier.
Als auch dieses erledigt war, nahm er noch beider Schuppen und ging dann nach Khorinis.
In der Stadt entschied er sich erstmals in die Oberstadt zu gehen. Noch nie war er dort gewesen, doch erhoffte er sich dort bei einem Händler einen besseren Gewinn als sonstwo. Zunächst suchte er sich aber ein stilles Plätzchen und ruhte sich ein wenig aus.
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| 29.06.2003 12:21 | #2 |
| Varyliak |
Nach kurzer Weile kam er in der Stadt an um einen Händler zu finden,der die Schuppen dieses...dieses Tiere halt hatte.Er kam zum Marktplatz und fragte sich um,wurde jedoch nicht fündig.Doch er erhielt einen Tipp,mal in der Oberstadt vorbeizuschauen.
Dies tat er auch.Als er an der Treppe zur Oberstadt ankam,sah er viele Leute in schicken Kleider rumlaufen.Er fragte bei den wenigen Händlern der Oberstadt nach und wurde wieder nicht fündig."So ein Mist!",dachte er sich und setzte sich auf eine Bank.Die Sonne brannte ihm heiss auf seine teils braune Haut.Seine Augen verengten sich weiter zu Schlitzen als er in den Himmel aufspähte und Schweissperlen rieselten ihm langsam die Stirn runter.Er wischte sie mit seinem Hemd ab und erblickte dabei einen Mann in Rüstung auf einer weiteren Bank sitzen.Varyliak ging zu ihm und begrüsste ihn :"
Hallo,du weisst nicht zufällig wie ich an Schuppen eines...eines Explosions...nein...eines Flammen...nein eines FEUERWARANS komme?"
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| 29.06.2003 12:43 | #3 |
| Kano |
Ein herrlicher Tag, die Sonne schien, der Himmel war blau und eine leichte erfrischende Brise wehte durch das Obere Viertel. Genau das, was Kano zu seinem Training brauchte. Und genau deshalb war er schon seit Stunden auf und schwang seine schwere Zweihandklinge. Abaddons Prüfung würde sicher nicht leicht ausfallen, von daher wollte er jede freie Zeit nutzen...
Jedoch wurde er jäh unterbrochen, als sich eine sehr merkwürdige Gestalt in die Oberstadt verirrte. Die Stirn in Falten gezogen musterte der Ritter den Fremden, schien ein Diener Innos zu sein, aber wenn dann noch nicht sehr lang, nichtmal Novize, laut Kleidung. Langsam ging der Ritter zu dem Fremden und baute sich vor ihm auf.
"Hör mal Kleiner, ich habe keine Ahnung, wie du hier rein gekommen bist, aber ich gebe dir einen gute Rat, bevor es einer tut der weniger gut gelaunt ist. Stehl dich lieber wieder davon, Leute wie du dürften gar nicht hier in der Oberstadt sein. Ich werde wohl mal ein ernstes Wörtchen mit den Wachen reden müssen..."
Kanos Blick ging kurz zum Tor, wo gab's denn sowas, ließen die jetzt jeden durch?
"Also los, was immer du hier willst, es sollte auch in der Unterstadt machbar sein. Wenn nicht hast du Pech, aber die Oberstadt ist für dich noch tabu...komm wieder, wenn du dich als Diener Innos' profiliert hast."
Der Ritter machte ein ernstes Gesicht und wartete darauf, dass sich Varyliak erhob und ging...
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| 29.06.2003 13:01 | #4 |
| Longbow |
Long wachte zu seiner Überraschung an diesem Morgen auf einer Parkbank auf. Er hatte nicht vorgehabt, dort zu übernachten, doch war er anscheinend einfach eingedößt.
Kaum hatte er seine Augen offen bekommen, stand ein Mann vor ihm und fragte nach Waranschuppen.
"Doch, klar weiß ich das. Nämlich bei mir. Ich habe gestern welche erledigt und deren Schuppen abgenommen. Wieviele willst und was willst dafür springen lassen?"
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| 29.06.2003 13:05 | #5 |
| Varyliak |
Varyliak schaute verwundert und sagte schließlich zu dem Mann :"Nun,gib mir einfach mal die,die du hast.Ich geb dir...sagen wir 400 Goldstücke?Reicht das?"Er schüttete einen kleinen Haufen Gold auf den Boden und die Bewohner des oberen Viertels schauten verdutzt wie so ein dreckiger Taugenichts zu soviel Gold kommen kann.
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| 29.06.2003 13:57 | #6 |
| Longbow |
"Okay, hier haste die Schuppen von zwei Warans. Das Geld reicht mir auf alle Fälle. Hab dank!"
Dann verschwand der Milizsoldat wieder aus Khorinis und kehrte in das Sumpflager zurück. Dort erfuhr er, dass die Gruppe Gardisten bereits aufgebrochen ist. Und zwar Richtung Sonnenkreis. Sofort brach er wieder auf und traf nach einigem Suchen die Truppe.
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| 29.06.2003 17:35 | #7 |
| Thorus |
Er hatte Taurodir versprochen am selben Tag wieder zurück zu kommen um ihn weitere Techniken beizubringen, doch er konnte dies nicht einhalten da er die Zeit die er brauchte um seine Unternehmen zu erledigen falsch eingeschätzt hatte. Aber seis drum. Er hatte noch genügend Zeit um seinen Schüler in alles einzuweisen was er benötigte um ein akzeptabler Zweihandkämpfer zu werden. Taurodir zu finden um diese Uhrzeit war nicht schwer, denn er hatte schon bemerkt das er die Lehrmethoden seines Lehrers ernstnahm und deshalb übteer alleine das bereits bekannte. So lernte er zwar nichts neues, doch er kam nicht aus dem Trott heraus. Ohne ein Wort zu sagen trat Thorus vor den anderen Paladin und zog seinen Destroyer um ihm weitere Schritte zu erläutern. Taurodir der nur stumm dortstand, lauschte den Worten von dem ehemaligen Gardeführer.
Thorus: "Ohne umschweife werde ich dir nun den weiteren Schritt erklären. Du nimmst nun dein Schwert wie du es immer tust, dann wirst du die Klinge von links nach rechts wandern lassen, wie gehabt bis Schulterhöhe und abschließend noch einen Stich geradeaus, denn der Gegner wird noch damit beschäftigt sein deinem Schwung auszuweichen. Und nach jedem Schwung wirst du einen kleinen Schritt nach vorne tun , das wird deinen Gegner irgendwann in die Enge treiben und er macht aus Panik vielleicht einen entscheidenden Fehler.Ich mache es dir vor und du wirst sofort anfangen es mitzumachen sobald du es dir eingeprägt hast..."
Thorus führte die eben erklärten Taktiken schnell vor und nach wenigen Augenblicken stieg auch Taurodir mit ein.
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| 29.06.2003 21:09 | #8 |
| Taurodir |
Wieder folgte er den Anweisungen seines Lehrmeisters, und versuchte nun, so gut es ging die Übung zu meistern.
Mehrere Stunden lang trainierte er schon, und wiederholte immer wieder die selbe Übung. So langsam wurde er aber müde, auch wenn er eigentlich ein zäher Bursche war. Doch mehrere Tage ohne eine kleine Pause zu üben, vermagte auch nicht er, zu überstehen.
Dennoch, probierte er noch auf den Beinen zu stehen, um die Übung noch besser abzuschließen.
Sie war wirklich anstregender, und es kostete ihn einige Kraft, den letzten Schlag immer wieder auszuführen.
Schweiß fiel ihm die Stirn hinunter, seine Rüstung hatte er schon längst nicht mehr an, bei solch einem heißen Wetter wäre es nur idiotisch gewesen. Sein hemd war völlig durchnässt...
Die letzten Minuten, die er noch üben konnt, schon fiel sein Schwert auf den Boden, und er selbst auch, er konnte nicht mehr weiter trainieren, zu müde war er dafür. Sofort nahm er die Wasserflasche und begann wie ein Tier zu trinken. Heute abend würde er sich sicherlich noch waschen...
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| 29.06.2003 22:34 | #9 |
| Thorus |
Nachdem er seinem Schüler lange genug zugesehen hatte, war Thorus der Ansicht das er nun den heutigen Tag beenden könnte.
Thorus: "So, für heute hast du genug getan. Du hast viel Durchhaltevermögen bewiesen und das respektiere ich.Morgen werden wir weitermachen aber nicht so früh da du erholung brauchst. Normalerweise würde ich vor Sonnenaufgang mit dem Training anfangen aber morgen würde ich sagen das wir uns treffen nachdem die Sonne halb am Himmel steht.Na dann, man siegt sich morgen.
Mit diesen Worten trennten sich am heutigen Tage die Wege beider Paladine.
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| 01.07.2003 18:13 | #10 |
| Taurodir |
Ein neuer tag, wo es wieder was zu lernen gab für den Kommandanten. So wie sie es abgemacht hatten, trafen sich beide dann auch pünktlich auf ihrem Trainingsplatz. Schön lange konnte Taurodir schlafen, und konnte sich auch so von seinen letzten Trainingseinheiten schön gut erholen, sodass er für den heutigen Tag wieder in Form war.
Beide begrüßten sich höfflich, und begannen dann auch gleich mit dem Training. Der junge Paladin zog sein Schwert heraus, und wartete auf die Anweisungen von Thorus.
Er war schon gespannt darauf, was er heute so alles mögliche erlernen würde. Gewiss war er noch nicht der beste Krieger, doch viel besser als zuvor war er schon ma, worauf er ein wenig stolz sein konnte.
Immer noch wartete er auf Thorus wort, was bestimmt auch gleich folgen würde...
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| 03.07.2003 22:13 | #11 |
| Carthos |
Noch nie war der Weg vom Kloster nach Khorinis für ihn so anstrengend gewesen. Mit zerbeulter Rüstung und mit zahlreichem Blutflecken auf der selbigen betra er das obere Viertel der Stadt. Die Ritter beäugten den Lord etwas ratlos, da sie sich nicht erklären konnten weshalb der Kommandant so zugerichtet wurde.Carthos marschierte hingegen direkt ins Rathaus um Lord Hagen Bericht zu erstatten. Spätestens morgen mussten ein paar Paladine zum Kloster aufbrechen um den Magiern beim Kampf gegen Beliar zu unterstützen.
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| 04.07.2003 13:07 | #12 |
| Milgo |
Milgo hatte die ganze Nacht nach zwei Wargs für seine Lehrlinge gebettelt, und sie endlich, zwei Stunden nach Mitternacht. Er hatte noch die Käfige umständlich, mit den beißenden Fichern hinter das Haus der Paladine stellen müssen. Dann hatte er die Wargs noch füttern müssen! Doch nun, es war schon Mittag, war er endlich fertig. Er hatte die Bogen Prüfung bestanden... Er war froh darüber, weil er sich, als eigentlicher Jäger sich das immer gewünscht hatte... Doch jetzt musste er auf seine Lehrlinge warten.
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| 04.07.2003 14:16 | #13 |
| Carthos |
Lord Carthos hatte die letzte Nacht damit verbracht seine Rüstung zu säubern und wieder gerade zu biegen. Sie wirkte zwar immer noch etwas mitgenommen, aber doch wesentlich ansehnlicher als noch vor einem Tag. Gestern hatte er Lord Hagen von den Geschehnissen im Kloster berichtet. Der oberste Paladin in Khorinis hatte ohne zu zögern den Befehl erteilt den Magiern zu Hilfe zu eilen. Carthos wollte selbst wieder zurück, doch Hagen war der Meinung das der Kommandant in der Stadt wertvoller war als irgendwo anders.
Nun saß der ehemalige Erzbaron an seinem großen Tisch in der Kommandantur und grübelte über einige Dinge. Die Wehrhaftigkeit und die innere Sicherheit der Stadt musste etwas verbessert werden, zumindest in der Unterstadt und am Marktplatz. Vielleicht sollte er jemanden ernennen der sich um Khorinis kümmerte, schliesslich konnte er nicht alles alleine machen.
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| 04.07.2003 15:44 | #14 |
| Azathot |
Als Azathot plötzlich von zwei Rittern aufgehalten wurde, war er sicht6lich verwirrt, bis im einfiel, dass er ja nur ausnahmsweise das Oberviertel betreten durfte und ihn die Ritter deswegen aufgehalten hatten. Halt, das Oberviertel darfst du erst betreten, wenn du Milizsoldat bist, dass müsstest du doch eigentlich wissen erklärte ihm der linke Ritter. Das ist mir durchaus bekannt, doch besitze ich eine Erlaubnis des Ritters Milgo um meine Prüfung im Einhandkampf abzulegen, ich werde mich nach dieser wieder aus dem Oberviertel entfernen erwiderte Azathot. Milgo hat uns davon unterrichtet, ihr müsst verstehen, dass ich euch trotzdem aufhalten musste. Viel Glück bei eurer Prüfung! und damit lies der Ritter ihn passieren.
Azathot schlenderte über den großen Marktplatz auf das Haus der Paladine zu. Milgo wollte sich dort mit ihnen treffen und Azathot fragte sich, was er wohl für seine beiden Schüler besorgt hatte.
Er ging um das Haus herum und betrat den Rasen hinter ihm. Dort hinten stand Milgo und hatte auch diesmal die beiden Käfige vom letzten Mal mitgebracht und Azathot konnte es drinnen schnaufen hören während Milgo ihn ungeduldig heranwinkte.
Es läuft genauso ab, wie beim letzten Mal, nur dass ich diesmal Wargs mitgebracht habe. Ich hoffe ich muss auch diesmal nicht eingreifen, aber ich würde sagen, dass du locker mit dem fertig wirst. Mach dich bereit und gib mir ein Zeichen, wenn wir anfangen können erklärte Milgo ihm und ging zu den beiden Käfigen und brachte einen von ihnen auf die freie Fläche.
Azathot stellte sich dem Käfig gegenüber auf und zog sein Schwert. Er lies es locker in der Hand kreisen und brachte es dann in eine gute Position zum zuschlagen. Langsam aber gut sichtbar und selbstsicher nickte er Milgo zu, woraufhin dieser den Käfig öffnete und einige Schritte zurücktrat, um sich aus dem Kampfgeschehen rauszuhalten.
Langsam trat der Warg, ein riesiges schwarzes Ungeheuer aus dessen Maul weißer Schaum lief und dessen Reiszähne fast so lang wie Finger waren, aus dem Käfig heraus und wandte sich zu Azathot. Dieser begann langsam seinen Gegner zu umkreisen und kam ihm dabei immer näher. Er musste sich beherrschen sich nicht sofort auf den Warg zu stürzen um vielleicht einen schrecklichen Fehler zu begehen und alle seine Muskeln hatten einen Grad der Anspannung erreicht, der schon beinahe wehtat.
Der Warg lies ein lautes Knurren hören und kam jetzt direkt auf Azathot zu, jederzeit bereit eine Unaufmerksamkeit seines Gegners auszunutzen und diesen anzufallen. Azathot hob sein Schwert an, so dass er jederzeit zuschlagen und den Warg so schon im Flug tödlich treffen konnte. Schließlich war Azathot es, der den Kampf begann, indem er sich auf den Warg stürzte, als dieser nah genug war, so dass Azathot es riskieren konnte ohne sich selbst in eine zu hohe Gefahr zu bringen, doch der Warg schien über eine boshafte Intelligenz zu verfügen oder hatte den Schlag einfach mit seinen animalischen Sinnen vorausgeahnt und brachte sich mit einem Satz nach vorne aus Azathots Schlaglinie. Dieser wirbelte sofort herum und konnte gerade noch die Arme vor den Kopf reißen um dem Aufprall des Wargs der ihn ansprang zu dämpfen. Die Krallen rissen Azathots Unterarme auf und schleuderten ihn rückwärts zu Boden, doch auch der Warg katapultierte sich selbst über Azathot hinweg und prallte einige Meter weiter auf dem Boden auf. Sofort sprang Azathot wieder auf setzte dem Warg nach, der gerade aufstehen wollte und riss ihm mit seiner Klinge die komplette Seite auf. Doch anstatt, dass der Warg zurückwich attackierte er Azathot und biss nach seiner Kehle verfehlte sie zum Glück aber knapp. Azathot riss sofort sein Knie hoch und gleichzeitig schlug er mit seinem Schwert nach dem Warg. Beide Male traf er und schleuderte den Warg, der jetzt blutüberströmt war, zu Boden, zog sich aber zum Kräftesammeln wieder zurück.
Zitternd stand der Warg wieder auf und kam sofort wieder auf Azathot zu, der nicht mehr mit ernster Gegenwehr rechnete. Doch er hatte falsch gedacht. Mit einem verzweifelten Satz katapultierte sich der Warg direkt vor Azathot und verbiss sich in dessen Bein. Der Warg biss immer wieder und wieder zu und Milgo wollte gerade eingreifen, als Azathot, der vor Schmerz halb wahnsinnig war, sich wieder besann und sein Schwert hochriss.
Der Warg bis noch ein letztes Mal auf Azathots Bein, dann stieß dieser mit einem lauten Triumphschrei dem Warg das Schwert bis zum Heft in den Rücken und riss es dann ruckartig vor und durchschnitt dessen Kehle wie Butter und trennte anschließend den Kopf in zwei gleichgroße Hälften. Dann sank er zu Boden und sah gleichzeitig, dass Milgo angelaufen kam.
Als er ihn erreichte hörte er Milgo kaum, wie dieser ihn wegen dem guten Kampf lobte, sondern sah ihm dabei zu wie er nicht besonders geschickt versuchte ihm einen Verband anzulegen. Schließlich war es Azathot zuviel und er riss Milgo den Leinenfetzen aus der Hand und verband sich so gut es ging. Die Wunde war ziemlich tief und schmerzte noch schlimmer, aber Azathot glaubte nicht, dass sie gefährlich sei und so versuchte er Milgo mit einigen Worten zu beruhigen.Vorsichtshalber stützte er sich trotzdem bei Milgo ab, als er aufstand und sie zusammen Richtung verbliebenem Warg gingen.
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| 04.07.2003 15:52 | #15 |
| Milgo |
Milgo: Kein schlechter Kampf. War eigentlich auch unfair, da ich diese Vicher sonst nie fütterte... Na ja, du hast es ja geschafft, und ich bring dich erst Mal zu einem vernünfitgen Barbier... Du hast also die Prüfung bestanden.Sie gingen gemeinsam zum Trainingsplatz der Ritter, und dort holte Milgo einen, den er schon einmal gesehen hatte... Er war kein schlechter Barbier, und würde Azathot gut behandeln.
Milgo: Azathot, wir sehen uns dann spätestens in ungefähr zwei Wochen, wenn wir ins Minental gehen...
Er lächelte Azathot noch einmal zu, und ging dann zurück, um den Kadaver zu entfernen, und dann auf Jabasch zu warten.
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| 04.07.2003 17:01 | #16 |
| Jabasch |
Gemütlich mit einem Bierchen in der Hand schlenderte Jabasch zum Oberen Viertel wo er dann auch prompt von den Rittern aufgehalten wurde, "Ich soll Milgo hinterm Haus der Paladine treffen..."
"Achso, da war vorhin schon einer gekommen....viel Glück."
Jabasch war noch nie zuvor im Oberen Viertel gewesen, neugierig schweiften seine Blicke von einem Nobelladen zum andern. Die reichen Kaufleute der Stadt haben hier ihre Geschäfte, und schlecht konnte man hier auch nicht gerade wohnen. Er schlenderte dann hinters Haus der Paladine und trank auf dem Weg schnell sein Bier aus...
"Endlich Jabasch, ich warte hier schon sau lange auf dich...." begrüßte ihn Milgo
"Ich hatte noch zu tun, wegen meiner Schmiede und so. Aber jetzt bin ich in richtiger Kampflaune, ich nehme es jetzt sogar mit nem Troll auf.""Ein Warg tuts auch erstmal, Azathot hat seinen schon besiegt."Jabasch schaute noch mal prüfend auf seine Klinge...schien alles in Ordnung zu sein. "Na dann hol das Vieh mal raus..."
Milgo schritt zum Käfig und machte die Klappe auf, dann entfernte er sich schnell von dem Käfig. Mit einem Satz sprang der Warg dann aus seinem Käfig, mit seinen Blutroten Dämonenaugen musterte er Jabasch der mit gezogener Klinge auf ihn wartete. Ohne zu zögern griff die Bestie dann auch schon an, mit einem Sprung zur Seite wich Jabasch dem Angriff aus und zog dabei mit seinem Schwert an der Seite des Warges entlang wodurch dieser einen schönen langen Kratzer bekam und leicht anfing zu bluten. Sichtlich gereizt drehte sich das Monster dann um, um Jabasch zu beißen, aber dieser war zur stelle und schlug sein Schwert mit der Kraft seiner Schmiedearme in das Fleisch des Warges. Jaulend kippte dieser dann auf die Seite, und Jabasch wollte sich schon das lob von Milgo anhören als sich das Tier aber noch mal aufrappelte um Jabasch in den Arm zu beißen. In letzter Sekunde konnte er seinen Arm noch retten und schlug dem Warg sein Schwert dann reflexartig in den Hals, so das der Kopf zu Seite wegknickte und das Blut aus seinem Hals auf die Straßen des Oberviertels Spritzte, es sah aus wie bei einem Schlachter.
Jetzt war er aber endgültig besiegt und Jabasch konnte sich bei Milgo sein Lob abholen...
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| 04.07.2003 17:07 | #17 |
| Milgo |
Milgo seufzte.
Milgo: Sah zwar nicht so spektakulär wie bei Azathot aus, aber du hast nun auch bestanden. Merke dir aber eins: Dir wirst immer ein Schüler sein! Und nun kannst du gehen... Wir sehen uns also ungefähr in zwei Wochen bei der Minental Tour.Endlich war Milgo die Lehrlinge los! Jetzt musste er nur noch Schleichen lernen. Oder vielleicht Zweihand! Das wäre es doch! Milgo nahm die beiden Warg Leichen, schleppte sie ins Haus, damit sie dort gebraten werden konnten, und ging dann auf den Trainingsplatz. Lang hatte er nicht mehr hier geholfen!
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| 04.07.2003 17:12 | #18 |
| Eorl |
Eorl betrat das Oberviertel, und sah sich zuerst einmal um. Er war noch nicht hier gewesen, und deshalb neugierig, in wie weit sich das Viertel vom Rest der Stadt unterschied. Die Straßen waren sauberer, die Hecken gepflegter und die Häuser waren größer und hübscher, als in der Unterstadt. Während er all das in sich aufnahm, machte sich Eorl auf die Suche nach Milgo. Er fand den Ritter auf dem Trainingsplatz, und sprach ihn an:
"Verzeiht Herr Ritter, aber ich würde gerne den Einhändigen Kampf erlernen. Ich habe zwar die Grundlagen schon erlernt, möchte aber noch besser werden. Ich habe gehört ihr unterrichtet hier Kämpfer, und wollte fragen ob ihr auch mich trainieren könnt."
Eorl wartete, und war gespannt wie der andere reagieren würde. Der Ritter sah ihn einen Augenblick lang prüfend an, und setzte dann zu einer Antwort an.
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| 04.07.2003 17:34 | #19 |
| Milgo |
Milgo: *seufz* Na ja, ich hab ja sonst nichts zu tun... Aber ich kann mich nicht erinnern dich schon ausgebildet zu haben. Bitte zeig mir doch einmal was du alles schon kannst...
Der Milizsoldat vor Milgo schien kräftig zu sein, doch erst einmal musste Milgo wissen, was er diesem jungen Mann beibringen musste und konnte...
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| 04.07.2003 17:39 | #20 |
| Eorl |
Eorl zuckte die Achseln und seufzte innerlich.Warum mussten die Leute alle so misstrauisch sein. Der ritter glauvte ihm offensichtlich nicht, das er schon Kampferfahrung hatte. Er nahm die Grundstellung ein, die ihm Samantha im Sumpf beigebracht hatte, und ging dann mit dem ganzen Geschick das er sich im Sumpf und bei der Banditenjagd angeeignet hatte, die einzelnen Schläge und Kombinationen durch. Er begann mit den Seitwärtsschlägen und Links-rechts-Kombinationen, dann folgten ein paar Vorwärtsschläge und Schläge nach oben oder unten. Wann immer es passte, flocht er Blöcke mit ein. Als ihm keine neuen Kombinationen mehr einfielen stoppte er und erwartete das Urteil des ritters.
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| 04.07.2003 17:46 | #21 |
| Milgo |
Milgo hatte dem Milizsoldaten aufmerksam zugeguckt, und wusste nun was er ihm beibringen konnte. Die im Sumpf lehrten halt doch nichts anderes als er.Milgo: Ok, ich wollte nur wissen was du kannst, damit wir nichts überspringen oder auslassen. Wie ist eigentlich dein Name?
Eorl: Mein Name ist Eorl.
Milgo: Gut, Eorl. Also, ich zeige dir jetzt eine neue Haltung, die deine Schläge noch schneller machen soll. Probier mit dieser Haltung Vorwärts- und Seitswrätsschlage aus. Überschätze dich nicht!
Er zeigte Eorl ganz genau die neue Schwerthaltung, nahm dann sein Schwert fest in die Hand und machte ein paar Seit- und Vorwärtsschläge. Dann ging er zur Seite und ließ Eorl machen. Dieser hatte noch Probleme, doch das war bei jedem so... Milgo konnte eigentlich noch ein paar Milizsoldaten mitüben lassen. Und vielleicht würde noch jemand Einhand lernen... So ging er zur Unterstadt, um dort nach Rittern, Milizsoldaten und einem Lehrling zu suchen.
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| 04.07.2003 21:46 | #22 |
| JP_Walker |
Walker betrat die Oberstadt. Noch nie war er hier oben gewesen. Die Wachen und die anderen Bewohner der Oberstadt betrachteten ihn skeptisch. Walker ging zu Milgo, seinem neuen Lehrmeister, verbeugte sich und wartete gespannt darauf, was er nun als erstes lernen würde.
Walker entdeckte noch einen weiteren Lehrling von Milgo. Er stellte sich neben ihn und versuchte seine Bewegungen nach zu machen. Er fand gefallen an diesen Taktiken, doch er konnte nicht mit seiner schnelligkeit und seinem geschick mithalten. Er wusste ja gerade mal wie man ein Schwert richtig hält. Somit wartete er auf seinen Lehrmeister, bis er ihm die anfankszüge beibringen würde. Walker lauschte gespannt auf seine Worte.
Später wollte er auch einmal ein so starker und geschickter Ritter wie er werden.
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| 04.07.2003 22:10 | #23 |
| JP_Walker |
Milgo zeigte Walker, wie man die richtige Haltung einnimmt. Walker brauchte erst einmal ein wenig bis er raus hatte, wie er seine Füße richtig stellen sollte, aber nach einiger Zeit sollte auch dies klappen. Nun machte ihm Milgo den Vorwärtsschlag vor.
Walker wollte dies nachmachen, aber das Pech war auf seiner Seite. Ihm glitt das schwert aus der Hand und flog einige Meter vorwärts. Er hatte Glück, dass niemand verletzt war. Walker trainierte ein wenig und es schien langsam aber sicher ungefährlich zu funktionieren.
Nun zeigte ihm Milgo wie die Seitwärtsschläge gehen. Walker machte dies nach und durch die Übung mit dem Vorwärtsschlag gingen die Seitwärtsschläge nur noch halb so schwer. Doch Walker wusste, das seine Schläge noch nicht abgerundet gunug waren, deshalb trainierte er bis zum Umfallen diese Schläge. Seine Haltung war mitlerweile schon einigermaßen grade.
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| 04.07.2003 23:15 | #24 |
| Milgo |
Milgo: Ach ja, Rekrut, wie du auch immer heißt...
Walker: Mein Name ist Walker.
Milgo: Walker, hier ist dein Schwert.
Er gab Walker ein Schwert, welches jeder Neuling bekam, wenn er in die Garde kam...
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| 04.07.2003 23:23 | #25 |
| JP_Walker |
Walker bedankte sich bei seinem Lehrmeister, jedoch hatte er seinen Namen vergessen, aber das war ja nicht schlimm.
Walker sagte zu seinem Lehrmeister:"Danke für das Schwert Miggel ähm"Der Lehrmeister:"Milgo!"
Walker:"Ach ja, danke für das Schwert Milgo."
Mit diesen Worten verabschiedeten sie sich und Walker machte sich wieder auf den Weg in die Unterstadt.
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| 05.07.2003 01:14 | #26 |
| Mohammed |
Die Lider des Ritters hoben sich und er blinzelte einige Male. Von Verschlafenheit keine Spur. Er war hellwach. Ratlos blickte er eine Zeit lang in die Dunkelheit, schlussfolgerte dann jedoch, dass ein ein Warten auf den Schlaf nicht ganz so schmackhaft wie kühles Blondes in der Kneipe nahe dem Hotel war. Um den Geräuschpegel möglichst niedrig zu halten und sich nicht den Launen aus dem Schlaf gerissener Ritter und Paladine aussetzen zu müssen, verzichtete der Ritter auf seine aufwendige Rüstung und schlich zur Truhe hinter seinem Bett. Dort holte er ein paar ordenltich gefaltete Arbeiterklamotten, wie sie so viele in Khorinis trugen, heraus und schlüpfte in die etwas ungewohnte Kluft.
Nun ja. Zumindest gemütlich war sie. Mohammed räkelte sich ein wenig in den rauhen Klamotten. Rauh, aber nicht kratzig, so musste das sein! Schnellstmöglich begab er sich aus dem Paladinhaus heraus und schritt den schmalen, ächzenden Holzweg nach unten. Doch halt! Etwas fehlte. Mohammed hastete zurück in den Schlafraum... Eine geschlagene Minute später kam der Nachtwandler wieder am Fuße des Paladinhauses an. Doch diesmal in einen Mantel aus Schattenläuferfell gehüllt, welcher seiner Person etwas erhabeneres, dunkleres verlieh. Ganz anders, als diese glänzende Rüstung, wie er sie sonst immer trug. So oft in voller Kampfmontour hatte er selten die Chance gehabt sich an diesem kleidsamen Mantel zu erfreuen.
Doch wann immer es möglich war, trug er ihn quer durch Khorinis spazieren. Er mochte ihn, verlieh er ihm doch etwas Vagabundenhaftes. Denn das war es doch, was er früher, noch seiner Verbannung in die Strafkolonie gewesen war, ein Vagabund. Zwar nicht gerne, aber trotzdem war dieser ein Teil von ihm geworden. Und ab und an tat es eben mal gut, aus dem alltäglichen Trott geraus mal wieder in diese Rolle zu schlüpfen. Langsam und in gleichmäßigem Takt näherten sich die ledernen Sohlen seiner Stiefel dem Tor zur Unterstadt und machten kurz halt, sodass Mohammed noch ein paar prüfenden Blicken der Paladine unterzogen werden konnte, bevor der Weg zu seinem Schlaftrunk in der Kneipe Khorinis' freistand.
[edit]
(OT: geschrieben aber vergessen zu posten ;-))
Mohammed beglückwünschte die leicht verdutzten Torwachen aufs Herzlichste zu Ihrer ehrvollen Aufgabe und gestand ihnen schulterklopfend, wie sehr er sie verehrte. Danach krabbelte er weiter zum Brunnen, welcher aufgrund seiner starken Feuchtigkeit jedoch nicht Mohammeds Bett zu seien schien. So galt es also weiter zu suchen. Einige Male nur vertat er sich im Haus, bis er das von ihm gesuchte nach einigen Besenschlägen endlich gefunden hatte. Dort grabschte er sich unten noch schnell ein Stück Käse vom Tisch, welches er auf dem Weg zurück in das Schlafgemach der Paladine genüsslich verschnabolierte. Auf leisen sohlen betrat er zu guter letzt den Schlafraum, knallte beim Versuch seine Stiefel auszuziehen jedoch ungewollter Weise einige Male auf den Boden oder einen Mitschläfer, was ihm ein paar gefauchte Worte müder Paladine einbrachte, welche jedoch sogleich weider in das enstpannende Reich der Träume entschwanden. Das galt es für Mohammed nun auch zu tun. Und jetzt, da das Bett so schöne, berühigende seitwärtsbewegungen und Drehungen machte, ließ sich dieses Vorhaben besonders gut in die Tat umsetzen. Seelig schlummerte der Ritter schließlich wieder ein.
[/edit]
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| 05.07.2003 16:03 | #27 |
| Eorl |
Eorl war wieder ins Oberviertel gekommen, um weiter zu trainieren. Nachdem Milgo ihm am Vortag die neuen Haltungen gezeigt hatte, bemühte er sich jetzt, das genau nachzuahmen, und die Bewegungen des Ritters, die er sich genau eingeprägt hatte so gut wie möglich zu kopieren. Das ging zwar langsamer als die eingeübten Kombinationen die er schon länger gelernt hatte, würde aber´, wenn er ersteinmal geübt darin war viel schneller von der Hand gehen. Die Bewegungen waren einfach flüssiger, als jene die er im Sumpf gelernt hatte. Als er eine Weile die verschiedenen Schläge geübt hatte, beschloss er es mal am Lebenden Objekt auszuprobieren. Und wenn er schon dabei war, konnte er Uncle im Sumpf besuchen. Der Andere war bestimmt schon wieder auf den Beinen, und drückte sich in der Taverne herum. Es war Zeit ihn mal zu besuchen. Eorl steckte sein Schwert wieder ein, und verließ das Obervietel, um sich auf den Weg in den Sumpf zu machen.
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| 06.07.2003 00:39 | #28 |
| Todesnebel |
Der Dieb war hinter der Wand eines Hauses verschwunden und hatte sich in den Mantel der wabernden Finsternis begeben. Er war so gut wie unsichtbar. Er schaute an einer Ecke vorbei und sah, dass inzwischen die Wachen wieder patrollierten. Die Wachen standen an fast jeder Ecke, das Viertel war gut bewacht, doch nicht gut genug, denn nicht umsonst war er drin. Jetzt fehlte nur noch das passende Objekt. Ihm fiel auf, dass das Haus, wo er gerade sich anlehnte total allein da stand, das ideale Ziel. Jetzt musste er nur noch bis zur nächsten Wachablösung warten.
Die Zeit verstrich und wurde fast endlos, er hasste diese Warterrei, langsam wurde er deswegen nervös und das konnte er gar nicht leiden, wer nervös war, konnte nicht erfolgreich sein.
Dann endlich bewegten die Idioten der Stadtwache ihre Hintern und er hatte wenige Sekunden um in das Haus zu huschen. Schnell war er drin und postierte sich hinter einem Schrank als Deckung. Das ganze Untergeschoss war dunkel, die Lichter an den Wänden waren verlöscht und man konnte sich gut fortbewegen, zumindest wenn man ein Dieb war. Er hatte einen Vorteil, die Dunkelheit. Er inspizierte das Haus und wurde auch teils fündig, ein Lederbeutel lag auf einem Kaminsims, doch der Inhalt von hundert Goldmünzen war ihm zuwenig, damit konnte er nichts anfangen, da waren seine Ausgaben ja höher als die Einnahmen. Mehr fand er leider nicht, es sei denn er hätte wertvolle Möbel und Teppiche transportieren können, konnte er aber nicht, was wohl nicht verwunderlich war.Er musste wohl oder übel in den zweiten Stock, obwohl das eigentlich kein Problem sein sollte. Der Schatten von Fatalis war kurz sichtbar und dann wieder verschlungen und er hatt jetzt eine Holztreppe vor sich. Er hoffte, dass sie neu war, doch da verließ ihn das Glück, die Treppe schien schon Jahrhunderte alt zu sein und knirschte, obwohl er sich bemühte so leise wie möglich zu sein.Als er endlich oben war huschte er wieder schnell und ohne Geräusche zu hinterlassen hinter einen weiteren Schrank. Er bemerkte, dass in zwei Betten zwei Menschen lagen, sie verrieten sich durch ein kräftiges Schnarchen, zumindest von dem männlichen Part. Nun war es Zeit, dass teure Schlafwasser einzusetzten. Nun würde sich zeigen, ob Sagitta eine Pfuscherin oder eine echte Alchemistin war. Er nahm zwei der drei Fläschchen und nahm sie in seine Hände. Dann schlich er an das Bett des Mannes, der davon nichts mitbekam. Er öffnete den Korkern der Phiole und ließ den Inhalt in den Mund des Schlafenden tropfen. War gar nicht so leicht, doch das Schnarchen half ihm dabei sehr. Als der Inhalt leer war, ging er zu der Frau, diese schlief auf dem Bauch und ihr Mund war nicht zu erreichen, also musste der sonst so sensible Dieb etwas Gewalt anwenden. Er nahm ein Tuch und schüttete den Inhalt des Fläschchens in dieses. Dann nahm er in die eine Hand das befeuchtete Tuch und mit der anderen drehte er die Frau ruckartig um. Die Frau öffnete die Augen, doch es war zu spät, wenige Sekunden später hatte sie schon den Lappen auf dem Mund. Sie wehrte sich noch ein paar Sekunden, doch dann ließ ihre Wiederstandskraft nach und sie sank sanft in ihr Bett zurück.
Zumindest sie war sicher für viele Stunden weg und auch der Mann musste wohl k.o. sein.
Jetzt hatte er freie Wahl. Er schaute sich um, irgendwo musste es doch die Truhe geben. Dann wurde er endlich fündig, es war schwer in der Finsternis zu sehen, doch er hatte schon einige Übung darin und fand die Truhe in einer kleinen Kammer, die mit einem Seidenvorhang abgedeckt war. Er huschte auf Samtpfoten zu ihr und holte dann den Rest seiner Mitbringsel heraus, die Dietriche. Nun musste er sich konzentrieren, er nahm den ersten Dietrich, steckte ihn in das Schloss und drehte vorsichtig nach link, da brach das Mistding ab, doch er hatte ja noch genug. Beim zweiten Mal versuchte er den rechten Weg und es klackte nur, doch dann brach der Dietrich wieder ab, weil Fatalis weiter nach rechts drehen wollte. Beim dritten Mal versuchte er die rechts links Kombo und es gelang. Dann drehte er ein weiteres Mal nach links und wieder klickte es im Schloss. Doch als er dann den rechten Weg wählte, war der nächste Dietrich hin. Langsam wurde er sauer, doch er blieb kühl und gelassen. Rechts, Links, Links, Links und dann nochmal Rechts. Nach dem fünften Klick gab das Schloss ein aufgebrochenes Geräusch von sich und die Truhe war ohne Schloss da. Leise öffnete er den Deckel und blickte trotz der wabbernden Finsternis in ein Meer von Gold. Er nahm den Sack, indem er das ganze Werkzeug gebunkert hatte und füllte ihn mit Gold, als nichts mehr reinpasste kam das ganze Werkzeug rein, auch die abgebrochenen Dietriche und die leere Phiolen, denn er wollte keine Spuren hinterlassen. Gerade als er gehen wollte, fiel ihm eine blitzende Masse auf einer Kommode auf. Er ging zu ihr und blickte sie an. Es war voller Schmuck, das musste er einfach mitnehmen. Auch sie passte noch rein und dann ging es mit dem vollen Sack wieder nach unten.
Er schaute sich um und sah die Wache, die in etwas Entfernung stand. Er sah ihn aber sie sah ihn nicht, dass war das besondere. Jetzt hieß es wieder warten, langes warten. Er wollte jetzt nur noch weg, jetzt war es gefährlich wie nie, denn er musste den schweren Beutel tragen.
Dann endlich bewegte auch sie sich, es war wie ein Uhrwerk und so bekam er seine Chance. Er huschte wieder hinter das Haus und nahm das Seil und den Haken an sich. Er sprintete dann mit dem Gewicht auf dem Rücken zu einer anderen Stelle, die er vorher bei seinen Waldläufen markiert hatte und seilte sich da ab. Der Sack wurde die Mauer runtergeworfen, wobei er beim Aufprall einen großen Knall hinterließ. Das Seil wurde befestigt und nach unten geworfen. Er seilte sich vorsichtig ab und zog das Seil hinter sich mit. Dann warf er es in ein Gebüsch und nahm den Sack auf. Er hatte es geschafft, jetzt musste er nur schnell weg von der Stadt, hier hatte er erstmal mehrere Wochen ein Besuchsverbot, bis Gras über die Sache gewachsen war. Er brauchte jetzt erstmal ein Versteck und nun machte er sich in der Finsterheit auf der Suche nach einem Lager.
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| 06.07.2003 10:39 | #29 |
| Eorl |
Eorl betrat das Oberviertel recht früh, und machte sich gleich auf den Weg zu dem Trainingsplatz. Er wollte die Übungen fortsetzten die das Wiedersehen mit Uncle gestern unterbrochen hatte. Er nahm die Haltung ein, die Milgo ihm gezeigt hatte, und begann dann mit den Übungen. Die Schläge waren noch recht holprig, aber er vermutete, das das noch besser werden würde, wenn er nur lange genug übte. Immerhin hatte der Tag erst begonne, und er hatte noch viele Stunden Zeit, um die verschiedenen Dinge zu üben. Er begann mit den Seitwärtsschlägen, und stieg nach einer halben Stunde auf die Vorwärtsschläge und Paraden um. Als nächstes waren die Blockstellungen an der Reihe. Dabei schnitt er sich einmal fast selbst, als er versuchte den typischen Block, bei dem die Klinge parallel zum Oberkörper stand, aus einem Schlag heraus aufzustellen. Von da an ging er etwas vorsichtiger zu Werke, und übte etwas langsamer weiter. Es hatte schließlich keinen Sinn, sich bei den Übungen die Nase abzusäbeln.
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| 11.07.2003 15:52 | #30 |
| Ganzo |
Bei Eorl`s Schmiede angekommen, machte sich Ganzo gleich an die Arbeit. Er nahm Maße, zeichnete sich einen Plan und überlegte sich grob, wie er die Steine bearbeiten könnte. Fertig mit den grundsachen, begab er sich in die Hafenstadt, um dort Steine zu bestellen.
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| 11.07.2003 18:24 | #31 |
| Kano |
Mit Unbehagen hatte Kano den Lump wahrgenommen, der sich da durch das obere Viertel stahl. Der Kerl fiel so sehr auf wie ein Mann zwischen Söldnern, wer hatte den dann schon wieder rein gelassen. So langsam musste er wirklich mal mit den Wachen sprechen. Da er sowieso gerade ein Stück gehen wollte, nach all dem verfluchten Papierkram, den ihm seine neue Aufgabe bescherte, war das ja gleich eine sinnvolle Beschäftigung. Mantor und Garinol waren dran, so frisch wie die noch aussahen, hatte ihre Schicht wohl gerade erst begonnen, Mist. Dann waren es wahrscheinlich gar nicht sie, die den Kerl durchgelassen hatten. Aber nunja, die würde er auch schon noch finden, immerhin hatte er den Schichtplan irgendwo auf seinem Schreibtisch liegen...
"Hey Jungs, alles klar?"
Kano blieb neben den Beiden stehen.
"Alles klar Kano, wie immer. Gleich mal eine Frage, hier ist vor ein paar Minuten so ein Strolch lang gekommen, wer hatte den denn reingelassen?", erwiderte Mantor.
"Keine Ahnung, die Schicht vor euch schätze ich...
Auf jeden Fall kommt der mir hier nicht mehr rein, klar Jungs? Wofür sind wir schließlich sonst da, wenn nicht dazu, die Bewohner zu schützen. Die Wohlhabenderen genießen da nunmal zusätzlichen Schutz, indem wir solches Gesindel aus dem oberen Viertel fern halten. Zudem würde es mich nicht wundern, wenn der Kerl des öfteren auf Onars Hof anzutreffen ist...also ihr wisst, was zu tun ist."
Die beiden Krieger nickten und schmunzelten leicht.
"Wissen wir, keine Sorge. Übrigens waren vor uns Cato und Krembin dran, mit Wache schieben, die solltest du mal fragen. Die Beiden sind runter in die Stadt, wahrscheinlich im Wirtshaus, wie ich die kenne..."
Mantor grinste wissend, vermutlich waren sie schon nichtmal mehr richtig zurechnungsfähig. Vor allem Krembin war ein schwarzes Schaf in den Reihen der Ritter und Paladine...
Kano nickte und blickte hinauf zum Himmel, die Sonne neigte sich, bald würde sie hinter die ersten Wipfel tauchen.
"Nun denn, dann werde ich die mir mal vornehmen...man sieht sich, für Innos!"Also ging der Ritter in die Unterstadt, die beiden Kerle würde er schon finden, sein erster Anhaltspunkt war da die Taverne, wie Mantor gesagt hatte...
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| 12.07.2003 01:04 | #32 |
| Longbow |
Die beiden Innosler gingen direkt in die Schmiede. Zwar arbeitete Eorl nicht mehr, aber war er immerhin noch wach. Als er die beiden Offiziere erblickte, stand er respektvoll auf und fragte höflich:
"Nabend, was gibt's?"
Long wartete einen Moment, ob Kano antwortete, aber der schien ihm den Vortritt zu lassen.
"Nun ja, du hast einen Lee ins Oberviertel geschleppt, solltest aber wissen, dass das verboten ist."
"Tja, die Wachen haben mich nicht gehindert."
"Ja, das wissen wir. Mit denen haben wir, bzw. Kano, schon redet. Trotzdem, wenn du einen Gehilfen brauchst, dann nimm dir einen Novizen oder sonst einen außem Sumpf, aber keinen Schurken von Onars Hof."
"Okay, wird gemacht."
"Sehr schön." Nun zu Kano gewandt sagte er noch:
"Ich werd mich wieder vom Acker machen. Man sieht sich."
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| 12.07.2003 12:44 | #33 |
| Eorl |
Eorl betrat das Oberviertel, und ging zum Trainingsplatz hinüber. Der Kerl den er damit beauftragt hatte die Schmiede auszubauen, hatte sich als verlumpter Anhänger Lees erwiesen, und war direkt wieder aus dem Oberviertel geflogen. Er hatte sich zwar über den Aufzug des anderen gweundert, als er ihn bei der Kaserne getroffen hatte, war aber nicht auf die Idee gekommen es könnte sich um einen vom Hof des Gorßbauern handeln. Kano und Long hatten ihm das gesagt, als er in Cifers Schmiede gewesen war. Sie hatten ihm auch gesagt das der Kerl nicht ins Oberviertel durfte. Also musste er weiter nach jemandem suchen, der in der Lage war den Ausbau zu machen.
Doch jetzt, sollte er erstmal mit dem Training fortfahren. Er stellte sich aufrecht hin, zog sein Schwert, und begann damit, die Schläge und Kombinationen zu üben, die er von Milgo gelernt hatte.
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| 12.07.2003 13:59 | #34 |
| Clay |
Die Pazerplatten der schweren Rüstung schepperten, als der Paladin den Platz vor dem Rathaus betrat. Viel zu lange hatt er stumpfsinnig herumgessesen und über den Tod Gravens nachgedacht. Noch immer schmerzte ihn der Verlust und irgendwie fühlte sich Clay auch verändert, doch das Schlimmste hatte er überwunden. Die Sonne strahlte ungebremst vom Himmel und ließ den polierten Stahl der Rüstung eingenartig funkeln. Mit einem raschen Nicken grüßte er die übrigen Innosgläubigen, die in dem Garten des Rathauses ihren Übungen nachgingen. Weitere Notiz nahm der Krieger von dem bunten Treiben der Oberstadt nicht. Es wurde Zeit, dass er einmal hier herauskam und nicht ununterbrochen mit diesen religiösen Fanatikern unter einem Dach verbrachte. Was er gehört hatte, schien genau das Richtige in seiner jetztigen Situation zu sein. Das würde ihn auf andere Gedanken bringen. Auch wenn nach dem, er so gehört hatte, das Vorhaben viel mit dem ihm immer unbedeutender erscheinenden Innosglauben zu tun hatte, würde es dennoch eine verlockende Sache werden. Doch bevor er sich weiter mir diesen Gedanken rumtrug, wäre es vielleicht besser erst einmal mit Hagen zu reden und zu fragen, wie ernst die Lage war und ob die Präsens eines Paladins überhaupt erforderlich war. Insgeheim hoffte Clay es. Schon zu lange hatte er diesen Boden nicht mehr betreten und die Erinnerungen an das letzte Mal hingen noch immer in dem Gedächtnis des Kriegers. Seinen Kopf wieder frei machend betrat Clay das kühle und dunkle Rathaus. Augenblicke später stand er vor Hagen.
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| 12.07.2003 14:47 | #35 |
| Kano |
Den ganzen Tag lang hatte Kano sich durch den Papierstapel geackert und endlich nachgeholt, was er während der Ausbildung im Sumpf verpasst hatte. Soso, die Rote Laterne war also niedergebrannt und die Frauen entführt worden...von Frauen...Da fiel dem Ritter spontan nur eine ein,, die dafür in Frage kam...eigentlich zwei, aber eine sollte ja eigentlich im Kloster sein und Innos huldigen.
knarzend fuhr der Stuhl zurück und der Statthalter stand auf. Er würde der Sache nachgehen, sofort. Sonst würde er es vielleicht nur vergessen. Immerhin wurde auch Nadja, eine alte Bekannte aus Milizionärstagen, entführt. Das waren noch Zeiten...und eine gelungene Razzia...
Die Erinnerungen abwerfend nahm Kano seinen Zweihänder von der Wand, ebenso den Einhänder und den Bogen. Voll ausgerüstet trat er dann aus dem Haus und schloss ab, zügigen Schrittes ging es hinunter zum Hafen, unterwegs gabelte er allerdings noch Aaron auf, den konnte er vielleicht gebrauchen. Wie immer war wenigstens eines der Boote bereit zum ablegen und der Ritter stieg ein. Nachdem es auch losgebunden war, legte Kano ab und beschleunigte das Wassergefährt mit kräftigen Zügen in Richtung Amazonenlager...
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| 14.07.2003 14:07 | #36 |
| CiferXIV |
Cifer ließ die Fingerknochen knacken. Seit 3 Tagen arbeitete er nun am Feinschliff für den Zwei-Klingen-Erzdolch. Das brauchte schon ein wenig mehr Zeit als ein einfaches Schwert. Und der Amazone schuldete er sein Leben, also war es die Mühe allemal wert gewesen. Nun stand er auf und verließ die Schmiede. Die kleine verzierte Waffe hielt er in Richtung Himmel und beobachtete die reflektierenden Sonnenstrahlen. Nun war er fertig und einsatzbereit. Mit einem weichen Tuch polierte er noch einmal nach und suchte eine passende Gürtelhalterung.
Mit einem zufriedenen Lächeln verließ Cifer die Schmiede wieder und schritt durchs Oberviertel. Er hatte die letzten Wochen viele Erzwaffen hergestellt und verkauft. Erz war ja aus dem Minental erstmal mehr als genug da. Und da fast jeder Ritter und Paladin Interesse und genügend Gold für solch eine Waffe hatte stieg der Umsatz schnell. Somit waren nun auch alle Schulden mit Lord Hagen beglichen.
Sein Weg führte ihn weiter in die Unterstadt...
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| 15.07.2003 19:25 | #37 |
| Eorl |
Eorl schwang das Schwert durch die Luft, ließ es vor seiner Brust ein Unendlichkeitssymbol zeichnen, und nahm wieder die Grundhaltung ein. Das Training war anstrengend,, und die Abendsonne, die über die Dächer der Fachwerkhäuser schien, tat ihr übriges, um dem Milizsoldaten die Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Die Schufterei zahlte sich allerdings aus, und nach zehn Tagen, in denen er immer wieder geübt hatte, beherrschte er die Technik nun fast perfekt. Die Schläge waren immer schneller und genauer geworden, und es hatte Eorl großen Spaß gemacht, seine Fähigkeiten wachsen zu sehen. Er war fast schon gut genug, um die Prüfung zu machen. Fast. Er schüttelte den Kopf, und vertrieb damit ein paar Schweißtropfen von seiner Stirn, während er seine Gedanken klärte. Er würde noch warten. Er musste sich sicher sein, auch wirklich alles gut zu beherrschen, bevor er die Prüfung machte, denn er hatte nicht die geringste Lust, das ganze noch mal mitzumachen, weil, er bei der Prüfung schlecht vorbereitet war. Also machte er mit den Übungen weiter, trainierte nach dem gleichen Muster, dass er im Sumpf und in den ersten Tagen hier, angewandt hatte. Zuerst die Seitwärtsschläge, schnelle Rechts-links-Kombinationen, die sich wunderbar dazu eignen, einen Gegner festzunageln. Dann Vorwärtsgerichtete Schläge, diagonal oder von oben nach unten, und zu guter letzt die Blockstellungen, die ebenfalls wichtiger Bestandteil des Kampfes waren. Außerdem hatte er in den vergangenen Tagen Paraden geübt, und die Übergänge zwischen den Verschiedenen Kombinationen trainiert, sodass das ganze flüssig und schnell ablief, wenn er die komplette Trainingsreihe am Stück ablaufen ließ. Nachdem er das ganze einmal komplett durchlaufen hatte, unterhielt er sich kurz mit einem etwas älteren Paladin, der ebenfalls trainierte, und nur zu gern bereit war, seine reichliche Kampferfahrung an den ‚Nachwuchs’ der Garde weiterzugeben. Mit diesen Tipps und Ratschlägen, verbesserte Eorl dann seinen Trainingsablauf noch weiter, und machte sich daran, das ganze erneut zu durchlaufen.
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| 15.07.2003 20:02 | #38 |
| Longbow |
Long wunderte sich, dass er es überhaupt schon wagte auf die Beine zu kommen. Doch trieb ihm die Sucht nach seiner Aufgabe als Hauptmann und Einhandlehrer gleich wieder auf den Kasernenhof.
Dort beobachtete und lobte er wieder Iwein und Corie. Anschließend ging er zurück zu seiner Truhe, nahm die kaputte Rüstung hervor und machte sich auf zu Eorl im Oberviertel.
Dort angekommen, lief er gleich in Cifers Schmiede, wo er das letzte Mal auf den Schmied traf, doch war sie leer. Weder der eine noch der andere war zu finden. Am Kopf kratzend ging er zurück auf die Allee, oder wie auch immer man die Straße im Oberviertel nennen sollte.
Nach etwas suchen sah er eine Person am Trainingsplatz sein Schwert schwingen. Long nutze gleich die Chance, um sie nach dem Gesuchten zu fragen. Als er vor der Person stand, blickte er in ein völlig verschwitztes Gesicht. Die Schweißperlen tropften nur so von seinem Gesicht herunter und seine Trainingskleidung war nass, als ob sie gerade aus der Wäsche käme. Groß wunderte es ihn aber nicht, schließlich brühte zurzeit eine gewaltige Hitze.„Tag, Soldat! Sag mir, kennst du einen Eorl? Oder besser, weißt du, wo ich ihn finde?“
Der Mann guckte etwas verdutzt.
„Häh?“
„Was häh?“
„Ja, den kenn ich, nur zu gut. Ich bin nämlich Eorl!“
Nun war Long völlig verdutzt. Das war Eorl? Er hatte ihn gar nicht wieder erkannt.
„Hmm, okay! Nun, meine Rüstung ist dahin. Kannst du sie mir reparieren?“
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| 15.07.2003 20:28 | #39 |
| Eorl |
Eorl steckte sein Schwert weg, und pflückte die Rüstung aus der Hand des Hauptmanns.
"Klar, kein Prolem. Obwohl das eigentlich Jabaschs Job wäre." Er schüttelte den kopf, als ihm ein Erinnerungsfetzen durch den kopf flog.
"Quatsch, der ist ja garnicht da. Ok ich mach mich gleich daran, dauert bestimmt nicht lange. Er verließ zusdammen mit Long das Oberviertel, und führte den anderen zum Marktplatz.
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| 16.07.2003 19:27 | #40 |
| Kano |
Leise tippte Kano mit den Fingern auf der schweren Tischplatte, an der die Krieger saßen und den Worten Lord Hagens lauschten. Eine der üblichen Zusammenkünfte, bei denen alles rund um Khorinis, seine Sicherheit und das Minental besprochen wurde. Das Erz in der Stadt war zwar noch ausreichend für die eigene Rüstungs- und Schwertschmiede, aber für den König reichte es bei weitem nicht. Es würde wohl mal wieder einen Transport der Erzvorräte in der Burg nach Khorinis geben müssen.
"So, kommen wir nun zu dem Vorfall im Hafenviertel, was haben wir darüber?"Hagen hatte das Thema Erz beendet und war zum Überfall der Amazonen übergegangen.
Kano blickte auf und nickte dem Lord zu.
"Nun, wir wissen, dass es die Amazonen waren. Deshalb habe ich mich auch in deren Lager begeben und versucht, etwas herauszufinden, aber die sind nicht dumm. Weder waren die befreiten Frauen zu sehen, noch hat auch nur eine Einzige der Kriegerinnen zugegeben, daran beteiligt gewesen zu sein. Ich denke nicht, dass sie es je zugeben werden.
Aber ich denke, dadurch, dass die Rote Laterne niederbrannte, erlitten die kriminellen Elemente keinen unerheblichen Schlag. Die Amazonen haben und also in gewisser Weise einen Gefallen getan."
Der Statthalter blickte in die Runde.
Lord Hagen nickte und ebenso die anderen Krieger Innos'.
"Stimmt, es war uns sowieso ein Dorn im Auge...
Also gut, meine Herren. Beenden wir diese Zusammenkunft für heute, wir haben soweit alles durch. Ich denke, wir haben die Situation bestmöglich im Griff, dennoch sollten wir zusehen, dass wir neues Erz hierher bekommen. Guten Tag."
Kano und die anderen standen auf und verließen das Ratshaus oder unterhielten sich noch. Der Ritter aber war geschafft, er wollte erstmal nur noch Ruhe. Der Brunnen war da wie immer ein geeigneter Platz. Zu dieser Zeit herrschte im oberen Viertel Ruhe und das Rauschen und Plätschern des Wasser hatte eine beruhigende Wirkung...
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| 16.07.2003 19:29 | #41 |
| Longbow |
Eorl und Long waren gestern nicht mehr dazu gekommen, ein bisschen zu trainieren, dafür holten sie es heute nach. Long selbst gefiel es zwar nicht, dass sie im Oberviertel trainieren, aber Eorl wollte es halt so. Da der Hauptmann ihm den Gefallen schuldig war, willigte er ein und begab sich mit ihm zum Trainingsplatz.
„Nun, Eorl. Ich hatte ja bereits das Vergnügen dich ein wenig zu beobachten. Die Grundlagen beherrscht du zweifellos, genauso schon einige spezielle Techniken. Aber ich zweifle, dass du schon folgenden Trick kennst.
Zunächst schlägst du wie üblich von deiner rechten Schulter nach unten links, dann den Schlag wieder zurück, und dann schwingst du dein Schwert einmal über deinen Kopf und triffst, wenn du gegen einen Menschen kämpfst, diesen genau gegen den Kopf oder Hals. Das sollte der Person dann den Garaus geben.“Er machte die Technik einmal vor und wartete dann auf das Ergebnis von Eorl.
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| 16.07.2003 21:33 | #42 |
| Eorl |
Eorl beobachtete Long, als dieser ihm seinen Trick vorführte, und bemühte sich dann, die Bewegung nachzumachen. Es war keine große Schwierigkeit, die Technik erforderte weder Verrenkungen noch besondere Beweglichkeit. Er vollführte die Schwertdrehung ein paar mal, und stellte fest, das es tatsächlich ein guter Trick war, und einen Gegner durchaus aus dem Konzept bringen konnte. Long schaute ihm eine Weile zu, und als er sicher war das Eorl es richtig machte, verabschiedete er sich, und ging seines Weges. Eorl bedankte scih bei ihm, und setzte die Übungen fort. Wenn er den Drehschlag bis übermorgen gelernt hatte, konnte er Milgo damit vielleicht verblüffen.
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| 17.07.2003 20:38 | #43 |
| Carthos |
Endlich war der Lord wieder in seinen eigenen vier Wänden. Erschöpft ließ er sich erst einmal in seinen Sessel sinken und blickte durch die offene Tür hinaus auf den Hof des oberen Viertels.
Wie immer standen dort einige Ritter und Milizler herum und unterhielten sich. Carthos winkte eine der beiden Türwachen zu sich, welche auch gleich zu ihm heran trat.
Ist hier irgendetwas wichtiges passiert von dem ich wissen sollte ? fragte er den Milizler knapp.
Ein Kopfschütteln kam als Antwort und der Paladin gönnte sich erst einmal einen Schluck von seinem gelagerten Bier. Zwar nicht viel, denn man war hier ja immer im Dienst, aber eine Flasche sollte ja nicht verboten sein.
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| 18.07.2003 16:03 | #44 |
| Carthos |
Carthos hatte seien Arbeiten erledigt und stand nun auf der Wiese hinter dem Rathaus. Ihm gegenüber stand einer der Ritter die ansonsten den ganzen Tag mit ihrem Waffentraining verbrachten. Der Lord wollte versuchen den Schlägen auszuweichen, und nur dann zu parrieren, wenn es gar nicht anders ging. Deshalb hatten beide auch ein Holzschwert, damit man sich nicht versehentlich irgendwelche größeren Wunden zufügte.
Der Ritter machte einen Satz nach vorne und stach mit seiner hölzernen Klinge nach vorne. Carthos drehte sich nach links weg, musste jedoch sein Schwert zuhilfe nehmen um den Angriff abzuwehren. Doch der nächste folgte sogleich, doch diesmal war der Kommandant darauf vorbereitet gewesen. Wieder tauchte er unter dem Schlag hinweg und stach seinerseits zu. Mit einem lauten "Plonk" schepperte das Holz gegen den Panzer des Kriegers.
Carthos wich ein paar Schritte zurück, fing sich dabei jedoch einen weiteren Treffer ein, den er zu spät gesehen hatte. Sein Trainingspartner sprang dadurch motiviert nach vorne und versuchte sein Glück erneut, doch der gepanzerte Körper des Paladins war längst weg, als seine Klinge das vermeintliche Ziel erreicht hatte.
Nun hielt der Lord dem Ritter sein Holzschwert an die Kehle und sah ihn an.Ich danke euch für dieses nette Kämpfchen, allmählich werden meine müden Kochen wieder lebendig.
Lachend marschierten die beiden Männer davon, während der Gärtner beim Blick auf den Rasen einen Wutausbruch bekam. Überall lagen ausgerissene Grashalme herum und stellenweise konnte man wieder das Erdreich erblicken.
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| 20.07.2003 12:04 | #45 |
| Milgo |
Schnell stürmte Milgo in die Oberstadt. Er wollte möglist früh bei der Taverne sein... Unterwegs traf er Eorl. Kurz wand er sich zu ihm.
Milgo: Perfekt! Ich hab gesehen, du hast gut trainiert *keuch* du brauchst keine Prüfung!
Und schon war er weg, auf dem Weg zu seinem Haus. Dort schmiss er Vorräte in seinen Proviantbeutel, den er schon bei seiner kurzen Reise im Sumpf mit hatte. Auch packte er ein paar andere Sachen und seine Ritterrüstung sein. Seinen Einhänder, seinen Bogen und ein Messer hatte er dabei. Er warf sich schnell einen leichten Mantel über, um nicht direkt erkannt zu werden. Er nahm Mirogulu schnell an der Leine, der die Hektik nicht verstehen konnte. Er verstand es dann doch als schnellen Spaziergang, und rannte mit, auf dem Weg zur Taverne. Er kam kurz an Walker vorbei, rief ihm zu, dass er brilliant sei, und alles gelernt hatte.
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| 20.07.2003 14:52 | #46 |
| Diego | R@PC |
Als Diego in Lord Hagens Raum kam, gab ihm dieser nur ein Dokument.
Diego starrte fassungslos darauf. Es war eine Adelsurkunde. Dazu eine Besitzurkunde von einem guten Stück Land auf dem Festland und die Beförderung in den höchsten Rang der königlichen Armee.
Nun, Lord Diego. Willkommen in der Adelskaste. lachte Kollege Hagen und gab dem frischgebackenen Lord die Hand.
Noch immer etwas benommen machte sich Lord Diego, Paladin seiner Majestät König Rhobar II., Herr des Gutes "Guernica" und hohem Offizier der königlichen Armee Myrthanas... auf den Weg ins Amazonenlager in der ehemaligen Strafkolonie.
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| 20.07.2003 18:56 | #47 |
| Carthos |
Mit einer Drehung wich Carthos dem ankommenden Schlag aus und blockte den darauf folgenden gekonnt ab. Nun setzte der Lord seinerseits zum Angriff über und schwang seine Klinge nach oben, was dazu führte, das sein Gegenüber es ihm gleich tat um den Schlag noch in seinen Ansätzen abwehren zu können um somit die Wucht von diesem zu minimieren.
Doch der Kommandant riss sein Schwert in letzter Sekunde herum und die Klinge knallte lautstark gegen Metall.
Der Ritter taumelte etwas zurück, da der Treffer selbst mir der hölzernen Klinge einen ordentlichen Stoß versetzt hatte.
Seit einer halben Stunde trainierten die beiden nun schon hinter dem Rathaus und Carthos spührte wie seine Bewegungen allmählich geschmeidiger wurden. Die Kunst der Körperbeherrschung konnte einem im Kampf doch sehr nützlich sein.Machen wir Schluss für heute. sie hatten nun lange genug aufeinander eingedroschen und jeder der beiden Krieger hatte den ein oder anderen blauen Fleck. Das Holz der Trainingswaffen war sehr hart, weshalb es des öfteren Blesuren bei den Trainingseinheiten gab. Aber immer noch besser als eine Holzklinge gegen den Schädel zu bekommen, als eine aus Metall.
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| 20.07.2003 21:59 | #48 |
| Die Handwerker |
Noch einmal klatschte der Hammer an die Wand und trieb einen der nunmehr unzähligen Nägel durch das Holz in den harten Stein. Für Heute würde es der letzte sein, aber Morgen müsste er emsig weiterarbeiten, um nicht in Verzug zu kommen. Langsam drehte er sich um und strahlte den Wachmann an mit all seiner Freude, die er gerade aufbringen konnte an.
So Meister ich mach dann mal vom Acker. Horuno hatte nun schon seit einigen Tagen an Eorls Schmiede gearbeitet und ständig hatte ihn dieser Milize mit seinen Blicken durchlöchert. Er lief auf den Mann zu und warf ihm einen fragenden Blick zu, der aber nur mit dem immer gleichen grimmigen Gesicht beantwortet wurde. Willst du mich nicht nach draußen begleiten? Er liebte es wenn dieser starre Langweiler sich innerlich ärgerte und seine Haltung dann noch mehr überspitzte. Wie ein Bohnenstängel schoss der Kerl kerzengerade in die Höhe und bewegte beim Laufen nicht mehr als die Beine. Horuno hätte jedes Mal wenn er ihn ansah laut auflachen können und auch wenn er sich halb tot kichern würde, war das Risiko den Job zu verlieren doch zu groß. Also ging er wie jeden Abend mit dem grimmigen Kerl bis zum Ausgang des Oberviertels und verschwand dann bis zum nächsten Morgen mit einem Breiten Grinsen in den dunklen Gassen der Stadt.
Uncle-Bin
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| 21.07.2003 18:12 | #49 |
| Kano |
Es war mal wieder ein angenehmer Tag, trotz der Hitze. So langsam neigte sich die Sonne dem Untergang und eine erfrischende Brise von der See her zog durch die Gassen des Städtchens Khorinis. Kano stand am Tor zum oberen Viertel und lauschte der Stadt. Wenn man genau hinhörte, dann teilte sie einem viel mit, die Worte der Marktschreier, Unterhaltungen von Hausfrauen, die noch schnell letzte Einkäufe und anderen Arbeiten erledigten, bevor ihre Männer heim kamen und etwas Warmes zu essen erwarteten und gelegentlich auch strenge Rufe der Soldaten, die einen Streit schlichteten.
Es war ein Tag wie jeder andere. Und dennoch wurde es nie langweilig. Es gab einiges zu tun, für die Garde. War es doch ihre Aufgabe, in der Hafenstadt für Recht und Ordnung zu sorgen. Es galt kleinere und größere Verbrechen zu aufzuklären und die Schuldigen zu fassen, ebenso wie die Stadt zu schützen, vor Angriffen von außen. Söldner und Orks waren stets eine Bedrohung, obwohl es hieß, dass es zur Zeit auf Onars Hof Wandlungen im Gefüge der Macht gab.
„Hey Kano, schon wieder freiwilliger Wachdienst?“
Von hinten her trat Mantor zu seinem Kameraden und blieb neben diesem stehen, ein Schmunzeln im Gesicht.
Jäh aus den Gedanken gerissen blickte der Angesprochene zu seinem Gefährten hinüber, dann aber gleich wieder über die Dächer seiner Heimat hinweg.„Nein, kein Wachdienst, das machen die Beiden schon...“
Der Krieger wies auf die beiden Soldaten zu beiden Seiten des Tores.„Ich lasse nur etwas den Abend ausklingen, hatte viel zu tun, heut.“
„Verstehe. Hast du schon gehört? Lee soll gestürzt worden sein. Mann, bei diesen Wilden geht es wirklich zu...was meinst du, werden wir diesen Umstand nutzen, um sie uns vom Hals zu schaffen?“
Mantors Blick sagte alles, es war eine Flamme, die da loderte, es sehnte den Kämpfer nach einem Abenteuer und die Situation der Söldner kam da gerade richtig.
„Keine Ahnung, das zu entscheiden obliegt den Lords. Aber ich denke, es gibt zur Zeit zuviel anderes. Wir brauchen neues Erz. Außerdem haben die beiden Brände in der Stadt den kriminellen Elementen einen neuen Schub versetzt. Nein mein Freund, ich denke nicht, dass wir sie angreifen werden.
Aber du kannst dich ja noch für den Einsatz im Minental melden. In der Burg wird jeder Mann gebraucht, Freiwillige sind da willkommen.“
„Hmm, lass mal, da ist es mir zu...grün. Orks so weit das Auge reicht, so wild muss es nun auch nicht sein. Außerdem hab ich was gegen Riesenechsen.“Mantor grinste breit und kratzte sich etwas hinter dem Kopf.„Aber vielleicht eskortiere ich mit den Erztransport. Sag mir bescheid.“
Kano nickte und betrachtete den Soldaten in mittleren Jahren, einige Kämpfe hatte er schon durchstanden, der Krieg hatte ihn gezeichnet. Er war erfahren und weise, aber dennoch glühte noch immer der Funke eines Kriegers in ihm.„Mach ich, verlass’ dich drauf. Gute Männer können wir dabei immer gebrauchen.“
„Danke Mann, das ist nett. Ich muss hier mal wieder raus, sonst staube ich noch ein.
Aber jetzt muss ich doch erstmal heim, Jana wartet sicher schon mit dem Essen auf mich. Ich sage dir, diese Frau ist eine meisterliche Köchin, du solltest uns mal wieder besuchen.“
„Danke für die Einladung, ich komme darauf zurück. Für etwas Gutes zu essen bin ich immer zu haben.
Also dann, mein Freund, grüß mir deine Frau Gemahlin.“
Kano nickte seinem Kameraden zu und hob die Hand leicht zum Abschied.
„Mach ich, Kano, du solltest dir auch mal eine suchen, dir dich bekocht. Also dann...“
Mantor schaute etwas verschmitzt und wand sich dann, ebenfalls verabschiedend um.
Kanos Blick verlor sich schnell wieder in der Ferne. Mantor hatte gar nicht so unrecht, vielleicht sollte er wirklich mal...ach...er hatte kaum Zeit und war immer unterwegs, das konnte er keiner zumuten und so verwarf der Soldat und Statthalter den Gedanken schnell wieder, zumindest versuchte er es....
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| 26.07.2003 23:46 | #50 |
| Kano |
Wieder war ein Tag zu Ende, Kano verließ das Rathaus und blieb vor dem Brunnen stehen. Längst war es dunkel geworden, verflucht ging das lange... Er tauchte den Kopf kurzerhand ins Wasser, erfrischend und belebend, ungemein. Mittlerweile war es schon zu spät um noch groß was zu beginnen und so entschied sich der Ritter, nichts weiter zu unternehmen und heim zu gehen. Leise öffnete sich die Tür zu Kanos Haus und selbiger trat ein. Sogleich vernahmen seine Ohren ein leises Quieken und im schwachen Schein der eben entfachten Kerle huschte ein kleiner Schatten an der Wand lang. Verflucht, was war denn das schon wieder?
Sofort folgte er dem Viech, es wetzte die Treppe hinauf, das Schaben seiner Krallen war deutlich zu hören. Kano stürmte die Stufen hinauf und blieb im oberen Geschoss stehen, aufmerksam lauschte er, aber es war nichts mehr zu hören. Suchend fuhren seine Blicke durch den Raum, nichts, verflucht. Dann wieder ein leises Quieken, der Ritter fuhr herum und da sah er es, ein Hörnchen, saß auf dem Fensterbrett und schaute ihn an. Die Barthärchen zuckten kurz, als es witterte und dann sprang es auch schon davon. Sicher hatte es sich über die Nussvorräte des Ritters hergemacht, jetzt hatte er auch noch solche Probleme, na herrlich...
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| 27.07.2003 20:20 | #51 |
| Carthos |
Nach seiner Reise ins Amazonenlager hatte der Lord es sich erst einmal bequem gemacht. Das Abendessen war mal wieder seit langem das beste was er bekommen hatte, dafür war es auch entsprechend teuer gewesen. Nun stand der Paladin vor der trainierenden Gruppe am Rathaus und begutachtete die Kampftechniken der einzelnen Kämpfer.
Carthos hatte vor einigen Monaten schon ein paar von den im Hafen stationierten Paladinen und Ritter in die Oberstadt abziehen lassen. Somit sollte dieser Stadtteil sicherer sein als zuvor.
Die neuen lernen sehr schnell. Lothar kam aus dem Rathaus gestiefelt und stellte sich direkt neben den Kommandanten.
Das stimmt. Ich hoffe nur sie werden ihre Künste nicht so bald unter Beweis stellen müssen. Hat Lord Hagen irgend einen Plan was demnächst passieren soll ?Lothars Kopfschütteln beruhigte Carthos etwas, denn somit hatten sie wenigstens etwas Ruhe.
Die beiden Streiter Innos standen noch eine Weile auf dem Trainingsplatz, dann betraten sie das Innere des Rathauses zu einer Besprechung mit dem obersten Paladin der Stadt.
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| 27.07.2003 21:48 | #52 |
| Die Handwerker |
Die Arbeit von Horuno kam gut voran. Einen Großteil der Schmiede hatte er schon zusammengezimmert und würde sich so in den nächsten Tagen auf die letzten Feinheiten konzentrieren können. Mit Stolz stellte er sich jeden Abend neben den grimmigen Wachmann und erzählte ihm ab und zu Fachmännische Dinge, die der Hohlkopf sicher nicht verstand. So Wachmann. Ich bin jetzt gleich fertig. Horuno drehte sich schnell weg, denn dieses Gesicht, das der Kerl jetzt anbot übertraf alles Dagewesene. Sein amüsiertes Grinsen ging über in ein leises Kichern, das dann zum Schallenden Gelächter wurde. Der Wachmann brabbelte irgendetwas und kam auf ihn zu. Wir sollten jetzt gehen Bürger. Horuno nickte und verkniff sich den höchst amüsanten Satz, der ihm gerade in die Gedanken gekommen war. Warte! Du kannst Eorl berichten, falls du ihn siehst, dass seine Werkstatt bald fertig ist. Der Wächter kniff die Augen zusammen und begann Horuno am Arm aus dem Oberviertel zu zerren. Am Ausgang angekommen wurde er die Treppe hinunter geschubst und konnte nur mit Mühe den freien Fall verhindern. Morgen kommst du pünktlich um die Gleiche Zeit wie immer ins Oberviertel! Mit diesen Worten verschwand der aggressive Kerl und lies den nun leicht verwirrten Horuno auf der Straße zurück. Ja Morgen würde er wieder da sein, aber nun sollte ihn erstmal ein frisches Bier auf andere Gedanken bringen...
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| 02.08.2003 18:56 | #53 |
| Kano |
Wieder einmal stand Kano am Tor und genoss das Wetter. Die Sonne schien und der Himmel war klar, hier und da etwas Vogelgezwitscher. Aber ansonsten war es war ruhig in der Stadt, kaum Geschrei vom Markt her, die Meisten waren bei den khorinischen Spielen. Kano allerdings war keiner, der Zeit für sowas hatte, als Statthalter und Soldat des Königs gab es zuviel anderes, was zu erledigen war. Doch an diesem Tag hatte selbst der sonst arbeitsgeplagte Ritter wenig zu tun und so war kam es, dass er sich während seines Aufenthaltes am Tor dazu entschloss, doch mal eine Runde außerhalb der Stadt zu drehen. Also schritt der Krieger langsam den gepflasterten Weg hinab und dann zum Osttor hin, durch welches er die Stadt verließ...
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| 08.08.2003 16:50 | #54 |
| Carthos |
Carthos hatte sich im Richterhaus über den großen Besprechungstisch gelehnt und ein paar hölzerne Figuren auf der Karte verschoben. Jede einzelne stellte eine Gruppe von Rittern, Paladinen oder auch Gegner dar. Diese Methode hatte er schon damals im Krieg gegen die Orks benutzt, leider waren damals die Holzfiguren für die königlichen Truppen stets etwas knapp gewesen.
Der Lord nahm seine Waffen an sich und ging vor die Tür um etwas frische Luft zu schnappen. Bei diesen Temperaturen wurde es in den Häusern sehr schnell stickig und heiss.
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| 08.08.2003 18:27 | #55 |
| Eorl |
Eorl führte seine beiden Helfer zur Schmiede, und bedeutete ihnen das Erz in den Lagerraum zu bringen. Die Kiste mit dem Werkzeug legte er auf die Theke, dann begann er auszupacken, und die Werkzeuge in eines der neuen Regale einzuräumen. es war einfach zu erkennen, welche Teile der Schmiede neu waren, und welche der Regale älter waren, und dem Waffenschmied zugedacht waren. Die Soldaten gingen wieder um die nächste Fuhre Erz zu holen, und als sie das zweite mal kamen, hatte Eorl die Werkzeuge bereits verstaut, und machte sich mit ihnen auf den Weg in die Unterstadt, um die Rüstungen zu holen.
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| 08.08.2003 19:50 | #56 |
| Eorl |
Eorl verstaute mit Hilfe der beiden Soldaten die Letzte Rüstung im Lager, dann entließ er die beiden, und blieb allein in der Schmiede zurück. Er besah sich die gesamte Einrichtung, und stellte fest, da wirklich alles nach seinen Wünschen angefertigt war, und seine Pläne genau eingehalten worden waren. Die theke im Hauptraum war vergrößert worden, an den Seiten standen Regale, Truhen und Fäßer. an der Rückwand befand sich eine Esse, an der man von zwei Seiten arbeiten konnte, und rechts und links davon standen Jeweils ein Amboss. Außerdem gab es noch Hacken an den Wänden, um die Waren aufzuhängen, und zwei Ständer für Rüstungen, die er berstellt hatte. Hinter der Theke war der Durchgang zur Treppe die zum Dachgeschoß führte. Oben gab es ein Bett, einen großen Schrank, ein Regal, zwei Große Truhen und eine Komode. Alles war noch neu, und man sah dem Holz an, das die Verarbeitung sehr sorgfältig erfolgt war. Eorl blieb noch einige Zeit in der Schmiede, und richtete sich dort ein, dann ging er in die Unterstadt hinunter um Ruhk zu suchen und zu Abend zu essen.
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| 17.08.2003 11:59 | #57 |
| Eorl |
Eorl stand am Amboss der neuen Schmiede, und hämmerte auf einem Metallstab herum, der die Dicke eines Pfeils hatte. Neben ihm lag ein Stück Kettenhemd, etwa so groß wie ein Wolfsfell. Mit einer Zange zerteilte er den Stab, und zog oder bog aus den einzelnen Teilen Ringe. Diese verschmiedete er miteinander, und fügte sie an das Kettengewebe an, das er bereits hatte. Als er den Stab komplett verschmiedet hatte, schmiss er das Stück in den Wasserbottich, damit es abkühlte. Er ging zum Lager hinüber und nahm sich dort eine Stahlstange. Diese brachte er in der Esse zum glühen und zog sie in die Länge, bis sie ebenso dünn wie die andere war. Dann begann er damit, auch diese Stange in Ringe zu unterteilen, und zu einem Gewebe zusammenzufügen. Währenddessen kam Ruhk durch die offene Tür der Schmiede hereingeflogen, und setzte sich auf die Theke. Der Rabe hatte das neue Zuhause sofort akzeptiert und hatte mittlerweile soweit vertrauen gefasst, das er auf einer Stange im Oberen Geschoss schlief, nicht mehr auf dem Dachgiebel. Eorl zog das erste Kettenstück aus dem Wasser und verband es mit dem, das er gerade hergestellt hatte. Zusammen waren sie groß genug, um Vorder- und Rückseite eines Kettenhemdes darzustellen. Er entfernte in der Mitte vorsichtig ein Ovales Stück, und schloss die Kanten ab, um ein Loch für den Kopf zu haben. Dann flickte er das herausgenommene Stück in Schulterhöhe an einer Seite an. Jetzt brauchte er nur noch die Ärmel anzufügen, dann war das Hemd fertig. Er überlegte wie lang er es nach unten machen sollte, entschied sich aber dafür es recht kurz zu halten, damit man es unter einer normalen Milizrüstung verstecken konnte. Wenn Uncle irgendwann mit Eorls geliehenem Kettenhemd aus dem Minental zurückkam, würde er ihm dieses hier anbieten. Vielleicht sollte er an der Seite noch ein paar Streifen hinzufügen, bevor er es fertig stellte. Uncle war doch etwas breiter gebaut.
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| 17.08.2003 21:41 | #58 |
| Carthos |
Zischend flog das Messer durch die Luft und traf das Ziel punktgenau. Ein dumpfes Geräusch signalisierte den Aufprall und das darauf folgende Klirren war für den Lord wie Musik in den Ohren. Sein Wurfmesser war quer durch den raum geflogen und hatte das von ihm aufgestellte Glas vom Regal gefegt. Carthos hatte in seiner Freizeit mehr als genug mit seinen neuen Spielzeugen herum hantiert und war nun im Umgang mit den Wurfmesser geübt. Nun musste er nur noch zu dem Rüstungsschmied gehen und sich entsprechende Halterungen an seiner Rüstung anbringen lassen, damit er schnell und aus jeder Lage heraus seine Klingen durch die Lüfte schicken konnte.
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| 18.08.2003 10:05 | #59 |
| Eorl |
Noch immer gähnend stolperte Eorl die Schmale Treppe hinunter, die vom Wohnraum in die Schmiede führte. Im Obergeschoß tanzte Ruhk auf dem Tisch herum, und versuchte sein Früstück aus einem Brocken rohen Fleisches zu reißen. Ein lautes Klappern hallte durch das haus, als der Rabe irgendwas vomm Tisch warf. Gleich darauf flatterte er an Eorl vorbei und segelte durch die offene Tür der Schmiede hinaus. Der Rüstungsbauer war inzwischen ganz die Treppe heruntergekommen, lehnte sich in die Eingangstür und gähnte herzhaft, während er den Blick über die verschlafene Oberstadt streifen ließ. Ruhk hatte inzwischen den Brunnen in der Mitte des Platzes als Badewanne entdeckt und planschte fröhlich darin herum. Eorl ging zu der großen Esse hinüber, und begann die eine Seite aufzuheizen. Es dauerte eine Weile, und während er mit dem Fuß den Blasebalg antrieb, schaute er sich in der Schmiede um, ob auch alles noch dort vorzufinden war, wo er es am Vortag zurückgelassen hatte. Hier im Oberviertel war die Gefahr das jemand einbrach zwar ungleich niedriger als in der Unterstadt, trotzdem hatte er diese Gewohnheit seit seinem Umzug beibehalten. Die Esse war allmählich heiß genug, und Eorl begann, aus einer Truhe, die er an der Wand stehen hatte, das unfertige Kettenhemd hervorzuholen. Seine Werkzeuge zog er in einer Kiste zum Amboss, dann begann er mit der Arbeit. Die Arme des Hemdes waren schon fast vollständig, nur am rechten Arm fehlte noch ein Stück. Vorder- und Rückseite waren ebenfalls fertig. allerdings noch nichtan den Seiten verbunden. Damit begann er, und heizte die Ränder vorsichtig auf, damit er mit einer Zange die äußeren Ringe zusammenbiegen konnte. Nach einiger Zeit waren die Seiten geschloßen und Eorl warf das Hemd in einen Wasserbottich, damit es abkühlen konnte, während er die Ärmel fertigstellte.
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| 19.08.2003 22:48 | #60 |
| Carthos |
Es war schon spät am Abend und der große Platz vor dem Rathaus war bereits leer gefegt, doch aus dem Richterhaus drang noch ein schwacher Lichtschimmer in die Dunkelheit hinaus.
Carthos saß an dem großen Konferenztisch und hielt eines seiner Wurfmesser in der Hand. Er hatte den ganzen Tag geübt um seine beiden tödlichen Klingen im Ernstfall auch richtig einsetzen zu können. Nun musste er aber erst einmal einen Platz an seiner Rüstung dafür finden, oder besser gesagt er musste mal wieder den Rüstungsschmied aufsuchen. Der Lord erhob sich aus seinem Stuhl und ging hinauf in das Schlafgemach der Kommandanten. Aus einer der alten Kisten zog er seine alte Erzbaronenrüstung heraus und tauschte sie gegen die Paladinrüstung aus. Schliesslich musste er sie abgeben und konnte dann nicht nackt zurück laufen. Alte Erinnerungen kamen in Carthos hoch, die Nächte im Erzbaronenhaus, das Alte Lager....
Ein paar Augenblicke später verließ er die Kommandantur und ging hinüber in die Schmiede. Carthos hatte eigentlich nicht erwartet dort noch jemanden anzutreffen, doch genau die Person die er suchte, war noch anzutreffen.Guten Abend. Ich hätte gerne zwei Haltertungen für meine beiden Wurfmesser, eine jweils an der Aussenseite der Beinschienen. Wäre das möglich ?
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| 19.08.2003 22:55 | #61 |
| Eorl |
Eorl hörte auf zu Hämmern und schaute zu dem Mann, der die Schmiede betreten hatte. Ein Erzbaron? Er schaute einen Augenblick entsetzt drein, dann sah er die Paladinrüstung die der MAnn unterm Arm trug, und entspannte sich. Erst jetzt viel es ihm ein auf die Frage des anderen zu antworten.
"Klar, kein Problem Sir. Lasst die Rüstung hier und kommt morgen wieder, dann habt ihr eure Halterungen. Sollen sie versteckt sein, oder sichtbar, aus Metall geschmiedet oder aus festem Leder, einfach oder prunkvoll?
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| 19.08.2003 22:58 | #62 |
| Carthos |
Carthos legte dem Schmied die Rüstung auf einen der Tische und überlegte kurz. So viele Möglichkeiten hatte er gar nicht erwartet.
Wenn ihr sie aus Metall m,achen könntet wäre das die beste Lösung. Sie können ruhig sichtbar sein. Wichtig ist, das ich schnell und leicht an die Wurfmesser heran komme.
Der Lord nahm eines der Messer aus seinem Gürtel und legte es neben die abgelegte Rüstung.
Das lasse ich euch hier, damit ihr die Maße habt.
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| 19.08.2003 23:05 | #63 |
| Eorl |
Eorl betrachtete die Rüstung und das Messer und nickte, dann wandte er sich wieder dem Paladin zu.
"Wenn es euch recht ist mache Ich mich sofort an die Arbeit, ich kann euch jetzt schon versichern das ihr zufrieden sein werdet."
Das war immer noch die höflichste Möglichkeit Leute loszuwerden, die ihre Bestellung abgegeben hatten. Außerdem hatten die meisten dann das Gefühl das sie bevorzugt behandelt wurden.
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| 19.08.2003 23:10 | #64 |
| Carthos |
Der Lord nickte kurz und ging dann zurück in das Richterhaus. Dort angekommen warf er noch einen Blick auf die Karten, welche hier gezeichnet wurden. Carthos hatte den Auftrag verteilt, das für jeden Kommandant und Paladin eine Karte der Insel gefertigt werden muss.
Die beiden Wachen vor der Tür hielten wir immer treu die Stellung, so dass sich der Lord nach oben begab und sich schlafen legte.
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| 20.08.2003 15:28 | #65 |
| Eorl |
Eorl stand in der Schmiede, und betrachtete die Rüstung, die der Lord ihm gestern dagelassen hatte. Noch gestern Abend hatte er damit begonnen Halterungen für die beiden Wurfmesser zu machen. Er hatte zuerst die Umrisse des Messers auf dickes Leder gezeichnet, dann aus diesem Leder Vier Stücke geschnitten. Zwei davon hatten exakt die Maße und die Form der schlanken Messer, die anderen beiden waren fast genauso, nur das sie am Griff aufhörten und nur die Klingen abdeckten. Jeweils eines von beiden hatte er vernäht, dann hatte er aus Metall Hüllen geschmiedet, die genau um die beiden Lederstücke passten. Eine davon war rechts, die andere Links offen. Beide waren aus dünnem Metall, und passten sich so glatt in die Rüstung ein, das der Eindruck entstand sie wären Teil der Rüstung, und nicht nachträglich draufgeschmiedet worden. Das Leder Steckte noch darin, der Längere Streifen war soweit er herausstand an der Rüstung festgeklebt, der kleinere endete exakt am Oberen Ende der Hülle. Das herausstehende Leder verhinderte das die Messer, wenn sie in den Hüllen waren, an der Rüstung entlangkratzten wenn man sich bewegte. Sie bewahrten sowohl Messer als auch Rüstung vor unschönen Kratzern, und verhinderte nervtötende Geräusche. Auch waren die Beiden Halterungen so in die Rüstung eingelassen, die Polsterung innen erlaubte es die Rüstung nach innen auszubeulen, das die Messer nicht groß auffielen, klotzig wirkten oder irgendwo hängen blieben oder den Träger anderweitig behinderten. Durch das Leder im innern der Hülle steckten die Messer fest und konnten nicht herausfallen, ohne das sie mit Schnüren oder Riemen gesichert werden mussten, was dem Träger erlaubte sie rasch herauszuziehen, wenn er sie benötigte. Der Rüstungsbauer begutachtete die Halterungen noch einmal genau, dann hängte er die Beinschienen, die er der Einfachheit halber vom Rumpf getrennt hatte wieder ein, und befestigte sie wieder an Brust- und Rückenplatte. Dann legte er die Rüstung beiseite, und widmete sich wieder dem Kettenhemd, mit dem er beschäftigt gewesen war, bevor der Lord mit der Rüstung gekommen war.
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| 20.08.2003 21:47 | #66 |
| Milgo |
Milgo lag auf seinem Bett. Zu schnell und doch zu langsam waren die Tage im Minental vergangen. Sie waren Freunde geworden. Sie hatten sich bei der Taverne von Jerus getrennt und Milgo hatte noch etwas die khorinischen Spiele gesehen. Jedoch war er bald in sein Zuhause, mitsamt Mirogulu gekehrt. Er hatte momentan keinen Schülerstress, welche ihn froh und traurig machte. Irgendetwas passierte mit ihm. Er lachte über Scherze anderer obwohl er diese nicht lustig fand. Ihm fehlten die alten Zeiten. Escaron. Lange hatte er ihn nicht mehr gesehen... Irgendwie war alles anders geworden. Er wollte das nicht, jedoch konnte er nichts dagegen tun. Er gähnte. Ja, müde war er in letzter Zeit auch. Sehr Müde. Irgendetwas musste er machen. Jedoch was? Er schloss die Augen. Er versuchte etwas im Dampf zu sehen, jedoch gelang es ihm nicht. Hatte Innos ihn verlassen?
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| 21.08.2003 12:15 | #67 |
| Carthos |
In seiner alten Erzbaronenrüstung betrat Carthos die Rüstungsschmiede im oberen Viertel. Bereits auf der Türschwelle hatte er seine fertige Rüstung gesehen, schliesslich trug nur er das rot-weiße Wappen mit dem Löwen auf der linken Schulter.
Guten Morgen. Wie ich sehe seid ihr fertig mit meiner Rüstung. Was bin ich euch schuldig ?
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| 21.08.2003 12:22 | #68 |
| Eorl |
Eorl wandte sich dem Lord zu und überlegte kurz.
"400 Goldstücke sind glaube ich angemessen. Nachbesserungen inbegriffen, falls irgendetwas an den Halterungen kaputtgeht. Es sollte mich allerdings sehr wundern wenn ihr sie kleinkriegt.
Ihr werdet feststellen, das meine Arbeit jedes einzelne Goldstück wert ist."
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| 21.08.2003 12:30 | #69 |
| Carthos |
Der Lord nahms eine Rüstung und überprüfte die beiden eingebauten Taschen an der Aussenseite der Oberschenkel. Die beiden Scheiden für die Wurfmesser waren so angebracht worden, dass es aussah, als wären sie schon bei der Fertigung der Rüstung dabei gewesen. Wer es nicht wusste würde nie merken das sie nachträglich angebracht wurden. Die Innenseite war mit einer dünnen Schicht Leder verkleidet, so das die Klinge des Messer keine lauten Kratzgeräusche von sich gab, so wenn sie an dem Metall der Rüstung reiben würde.
Sieht sehr gut aus, vielen Dank.
Der Paladin gab dem Schmied die entsprechende Summe über den Tresen und ging dann zurück in das Richterhaus.
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| 21.08.2003 14:54 | #70 |
| Milgo |
Milgo wachte auf. Es war wahrscheinlich schon Abend oder so, aber dieses Mal zum Glück nicht. Als er hinaus schaute, sah er noch Sonnenschein, welches auf eine bessere Tageszeit hin deutete. Milgo sprang von seinem Bett auf. Er fühlte sich immer noch müde. Vielleicht sollte er zur Kaserne... So nahm Milgo Mirogulu an die Leine und ging zur Unterstadt um dann zum Marktplatz zu gehen.
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| 24.08.2003 00:17 | #71 |
| Carthos |
Die Dunkelheit hatte die Stadt eingeholt und sich über ihr ausgebreitet. Nun began die Zeit der Diebe und Verbrecher. Doch das obere Viertel war zum Glück vor ihnen sicher, auch wenn der große Platz menschenleer war und ausser den Wachen am Rat- und Richterhaus niemand mehr zu sehen war.
Zischend flog etwas blitzendes durch die Nachtluft und kurz darauf ertönte ein dumpfer Aufprall. Carthos kam aus einer dunklen Ecke hervor und ging auf den Fackelpfosten zu, den er eben getroffen hatte. Fast punktgenau war sein Wurfmesser ins Ziel geflogen, noch ein par Übungswürfe und er konnte perfekt damit umgehen. Die beiden kleinen Messerscheiden an den Beinschienen seiner Rüstung waren ihr Gold allemal wert. Der Lord konnte seine beiden Klingen blitzschnell erreichen und mit ihnen herum spielen, ohne das sie sich an irgendwelchen Ecken und Kanten der Rüstung verhakten oder gar stecken blieben. Zufrieden nahm er sein Messer wieder an sich und verschwand in dem spärlich beleuchteten Richterhaus. Seit längerer Zeit hauste er dort alleine. Taurodir war seit Tagen nicht mehr aufgetaucht und einen dritten Kommandanten gab es bisher nicht, Vielleicht sollte er mit Lord Hagen noch einmal darüber sprechen, denn je mehr Stabsoffiziere es gab, desto besser war die Organisation der Truppe.
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| 26.08.2003 20:10 | #72 |
| Firen |
Langsam und gemütlich lief Firen ins Oberviertel, ohne auf die umstehenden Leute zu achten, die in Gespräche vertieft waren.
Lange war er nicht mehr hiergewesen... seit den Angriffen der Orks auf die Lager. Schnell fand er sich zurecht und ging zu Haus der Paladine. Die Paladine die er jetzt sah, bestaunte er still und ohne Aufmerksamkeit zu erregen, denn sie würden wenn sie es sehen könnten sicher nur müde lächeln, denn angefangen hatten sie, so dachte er, sicher genauso wie er.
Erfürchtig senkte er den Blick und stapfte zur Schmiede, wo er den Schmied Cifer schon an der Arbeit sah.
Als er dann vor ihm stand, blickte er ihn leicht erfürchtig an, doch ihn kannte er schon, bzw. er hatte schon ein paar Befehle von ihm entgegengenommen.Nun, als Cifer sich zu ihm umwandte, blickte er ihn selbstbewusst an und sagte ihm was er wollte.
Also ich bräuchte da mal ein neues Schwert...
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| 26.08.2003 21:02 | #73 |
| CiferXIV |
Cifer blickte auf den Milizsoldaten. Oha, hallo Firen. Wie läufts mit den anderen Jungs? Ganz ohne Hintergedanken und einem breiten Grinsen wandte er sich ab. Dann kramte er ein paar Sachen zur Seite und legte seine derzeitige Arbeit, ein Erz-Breitschwert, weg. Nun denn. Hier hab ich schon einige angefertigte Waffen. Vor allem Erz-Langschwerter. Und auch die gängisten Modelle von denkbaren Sonderanfertigungen. Bisher konnte ich noch jeden Kunden die richtige Waffe verkaufen? Also, welches solls denn sein?
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| 26.08.2003 22:35 | #74 |
| Firen |
Firen dachte sorgfältig nach und schaute sich um.
Welches sollte er nehmen. Ein Langschwert wäre sicher passend, doch Firen wusste einfach nicht welches besser war.
Lange dachte er nach, doch plötzlich entdeckte er eins, was ihm gefiel.Der schwarze Griff schien glatt und reflektierte die letzten Sonnenstrahlen des Tages direkt in sein Gesicht, ja das war genau das war er wollte.Schnell zeigte er Cifer das Schwert und wartete.
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| 26.08.2003 23:27 | #75 |
| CiferXIV |
Keine schlechte Wahl, das ist ein Schwert erster Klasse. Bist du sicher, dass du das bezahlen kannst? Der Milizsoldat antwortete, dass mit dem Armbrustbau genug Gold verdiene und sogar eine eigene Gravur wünsche. Cifer staunte nicht schlecht. Aber solange er das bezahlen konnte, sollte er sein Erzschwert mit Gravur haben. Er nahm die edle Waffe aus der Halterung und legte sie auf die Werkbank. Die Klinge konnte er nicht bearbeiten, da sie ja mit Erz überzogen war. Aber im Griff würde sich das gut machen.
Firen wurde rausgeschickt. Er als Schmied konnte es nicht leiden wenn ihm jemand beim Arbeiten zusah, das machte nervös. Und schon ein kleiner Fehler konnte das ganze Kunstwerk eines Erzschwertes verpfuschen. Nach fast 20 Minuten öffnete sich die Tür der Schmiede und Cifer trat mit der gravierten Waffe heraus. Noch einmal hielt er sie gegen die Sonne um zu überprüfen ob alles glänzte, wie es sollte. In der Tat, eine schöne Waffe. Dafür bekomme ich 3200 Goldstücken. Kleine Beutel wären nicht schlecht für diese Menge.
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| 26.08.2003 23:45 | #76 |
| Firen |
Es dauerte einen kleinen Moment bis er alles auf den Tisch gelegt hatte, denn es war ja kein kleiner Haufen Gold. Schon bald hielt er das Erzschwert in der Hand und konnte es kaum glauben gerade dieses Schmuckstück erworben zu haben.Nachdem er bezahlt hatte, bedankte er sich und verließ schon bald das Oberviertel durch das Tor.
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| 28.08.2003 20:50 | #77 |
| Carthos |
Immer und immer wieder drang ein lautstarkes, klirrendes Geräusch aus der neu errichteten Schmiede im oberen Viertel.
Carthos stand in der Schmiede und bearbeitete ein Stück Roheisen. Seit mehreren Monaten hatte er kein einziges Mal mehr in einer Schmiede gestanden, dass wollte er nun endlich nachholen. Seit seiner Kindheit hatte er Spass am Schmieden und war stolz auf die Resultate seiner Arbeit. Die meisten Klingen hatte er jedoch immer verkauft und nur ein paar ganz besondere Stücke prangten nun in seiner Waffensammlung.
Kraftvoll sauste der Schmiedehammer hinab auf das robuste Stück Eisen, welches allmählich die Form einer Klinge annahm. Der Lord wollte ein edles Kampfschwert schmieden und es einem der Milizsoldaten geben, die Tag und Nacht vor seiner Tür Wache hielten. Dieser Soldat trug stets ein ziemlich schattiges Schwert mit sich und an vielen Stellen der Schneide waren schon Stücke herausgebrochen. Die Klinge hatte nun endlich ihre übliche Form angenommen und alles was noch fehlte war der passende Griff. Ein entsprechendes Stück war schnell gefunden und montiert. Zischend kühlte sich das erhitzte Metall in Sekunden ab und bekam seine übliche graue Farbe.
Mit der neuen Waffe trat er hinaus und reichte sie dem Milizsoldaten.Hier, für dich. Ich habe gesehen das dein altes Schwert ziemlich abgenutzt ist und dachte es wäre an der Zeit das du ein neues bekommst. der überraschte Milizler wusste nicht was er sagen sollte als ihm das neue Prachtstück in die Hand gedrückt wurde. Carthos wartete eine große Dankesrede erstr gar nicht ab und verschwand im Inneren des Richterhauses. Das Heer der Paladine wollte schliesslich auch verwaltet werden.
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| 29.08.2003 21:02 | #78 |
| Milgo |
Milgo: Also Ritter, du musst so stehen, weil sonst, ähm, mach nochmal die Stellung von eben. Ja, genau so! Dann machen die Orks einfach so.Gekonnt und mit aller Kraft hebelte Milgo den Ritter aus, den er gerade trainierte. Dieser fiel scheppernt zu Boden. Milgo drehte sein Schwert in der Luft, und hielt dann das Schwert über den Ritter.
Milgo: Du siehst, gegen Orks muss alles perfekt sein.
Milgo stand auf dem Trainingsplatz und verbesserte die Techniken der mittlerweile eingerosteten Ritter. Er wollte für Notfälle die Jungs trainieren, man wusste ja nie... Schnell eilte er zum nächsten Ritter.
Milgo: So, jetzt zeig mal deine Abwehrstellung. Super! Jetzt ist sie endlich perfekt. Moment mal, ich greif dich einfach Mal an, dann wirst du den Unterschied sehen...
Milgo sprang nach hinten, sein Schwert bereit. Dann ging er einen Schritt auf den Ritter los. Dieser machte sich bereit. Er war angespannt, dass konnte Milgo in seinen Augen erkennen. Schnell wie der Blitz schoss Milgo auf den Ritter zu welcher verschreckt zurückwich. Milgo grinste.
Milgo: Du darfst keine Schächen zeigen. Orks werden dir weniger Zeit und noch viel weniger Gnade lassen...
So ging das einige Zeit weiter. Er hatte 5 Ritter. Vielleicht waren sie wirklich zu etwas Nütze. Er musste bald mal Lord Diego oder Lord Carthos fragen, ob sie irgendein Problem hätten, damit sie in den Kampf ziehen könnten...
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| 30.08.2003 22:21 | #79 |
| Carthos |
Die Erzvorräte werden allmählich knapp. Das was wir damals von den Leuten aus der Kolonie bekommen hatten ist fast aufgebraucht. Ich habe eine Gruppe ins Minental geschickt gehabt um den Erzabbau zu überwachen, aber wie wir ja alle wissen machen uns die Orks und anderes Viehzeugs einige Probleme. Die Gegend ist sehr gefährlich geworden, deshalb muss die Expedition jedesmal von ein paar Rittern und Paladinen begleitet werden. Nun ist es wieder an der Zeit einen Konvoi auf die Beine zu stellen. Unsere Mission lautet genug Erz zu sammeln um es dann mit der Esmeralda auf das Festland zu bringen. Bisher haben wir aber immer nur soviel sammeln können das es für unsere Zwecke gereicht hat. Wir müssen hier so lange die Stellung halten bis uns eine Möglichkeit einfällt die Schergen Beliars auf dieser Insel zurück zu drängen. Dazu brauchen wir aber genügend Waffen welche wir aber nur mit dem magischen Erz aus der ehemaligen Strafkolonie herstellen können. Ich werde den Befehl dazu an den Hauptmann der Miliz weitergeben. Die Stadtwache wird für die Karren und den Transport zuständig sein, während wir sie dabei absichern und eskortieren. Lord Carthos hat sich bereit erklärt einige Paladine und Ritter dafür zusammen zu treiben. Viel Glück, möge Innos euch schützen.
Während Lord Hagen seine Ansprache im Rathaus gehalten hatte, hatte niemand der Anwesenden auch nur einen Ton von sich gegeben.
Carthos hatte mit gesenktem Haupt den Worten des obersten Paladins gelauscht. Er hatte sich nicht für diesen Auftrag gemeldet um die Mission des Königs voran zu bringen, sondern weil er noch eine Rechnung mit den Orks offen hatte. Sie hatten ihn aus seinem Zuhause vertrieben und ihn in die Strafkolonie gebracht. Vor kurzem hatten sie es sogar von dort vertrieben. Nun wollte der Paladin zum ersten Mal ins Minental zurück kehren um sich ein Bild von dem zu machen, was dort noch übrig geblieben war. Nun mussten zumindest ein paar der Grünhäuter dran glauben, das war er sich selbst schuldig.
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| 31.08.2003 09:01 | #80 |
| Milgo |
Die Ritter waren gestern noch fit geworden und konnte für irgendetwas genommen werden. Doch momentan war dies Milgo so ziemlich egal, da er im Bett lag und Mirogulu über ihm das Gesicht vor lauter Freude dass er selber wach war abschleckte. Milgo stupste seinen Wolf weg und drehte sich weg. Doch Mirogulu war ein schlauern Wolf, so dass er einfach noch einmal zu Milgo hochsprang und ihn weiter abschleckte. Milgo seufzte und stand dann, zu Mirogulus Freude auf. Es war noch ein realativ kühler Tag, aber dies wurde sich im Laufe des Tages ändern... Milgo ging in sein Essenszimmer und machte sich ein Frühstück.
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| 31.08.2003 20:32 | #81 |
| Milgo |
Milgo's Vorräte wurde mal wieder knapp. Dies merkte er als er seinen Vorratsschrank öffnete. Noch zwei Fleischkeulen, mehr allerdings auch nicht. Milgo nahm diese, gab eine Mirogulu und nahm ich eine selbst. Vielleicht sollte er mal draußen vor dem Osttor nach Kräutern suchen und Fleisch bei den Händlern kaufen. Außer er jagte ein bisschen. Ja, das war doch eine gute Idee! Schnell holte er Mirogulus Leine, und band Mirogulu dann an. Dieser ging brav mit aus dem Haus und zur Unterstadt um dann zum Marktplatz zu gehen. Milgo hatte ein bisschen Gold genommen so dass er sich notfalls etwas kaufen konnte...
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| 01.09.2003 13:52 | #82 |
| Longbow |
Im Oberviertel machte sich der Hauptmann gleich auf den Weg ins Rathaus. Er wusste absolut nicht, was ihn bei Lord Hagen erwartet. Doch sein letzter Besuch hatte nur Gutes, denn da hatte der oberste Kommandant ihn zum Hauptmann ernannt. Mal schauen was er nun zu bieten hatte.
Im Rathaus verlangsamte er seine Schritte. Schien etwas lockerer und entspannt zu wirken.
Lord Hagen schaute gerade auf seinen Tisch. Er schien eine Landkarte zu studieren. Long befürchtete schon, er müsse nun erstmal respektvoll warten, bis sein Vorgesetzter ihm Aufmerksamkeit würdigte, aber dem war nicht so. Als er gerade in dessen Raum war, blickte Hagen auf, lachte herzhaft, begrüßte ihn und fragte:
„Hast du meine Nachricht erhalten?“
„’tschuldigung, welche Nachricht?“
„Na die mit dem Erzkonvoi!“
„Nein, so eine ist nicht zu mir durchgedrungen. Lediglich, dass ich mich hier melden soll.“
„Gut, macht auch nichts. Es geht darum, dass wir hier mal wieder Erz brauchen. Einfach ein paar Rekruten loszuschicken, die das abholen, ist zu gefährlich. Wir brauchen eine Eskorte von Milizsoldaten, Rittern und Paladinen.“„Und was ist meine Aufgabe dabei?“
„Du sollst den Konvoi führen, sicher das Erz aufladen und wieder zurückbringen!“Long bekam einen Schock. Er, der nur ein kleiner Milizsoldat ist, soll das übernehmen?
„Ich dachte das wäre eine Aufgabe der Ritter und Kommandanten!“„Es werden wohl hauptsächlich Einheiten der Miliz mitkommen, deshalb ist es besser, wenn einer aus ihren Reihen das übernimmt. Für den Start und alles drum herum lass ich dir freie Hand. Es ist ab jetzt dein Kommando! Die Ritter, Paladine und evtl. auch Lords, die mitkommen, werden dir da in Sachen Befehlen nicht im Weg stehen.“
„Gut, vielen Dank für diese ehrenvolle Aufgabe!“
Long machte sofort kehrt und verließ das Rathaus. Er hätte sich jetzt liebend gerne übergeben, tat es aber bei den scharfen Blicken der Wachen dann doch nicht. Er konnte sich noch an den letzten Konvoi erinnern, damals hatte Taurodir das Kommando. Immerhin ein General. Aber nun er? Nun denn, Hagen sollte sich das gut überlegt haben.
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| 01.09.2003 13:54 | #83 |
| Eorl |
Eorl betrachtete die Zeichnung die vor ich auf dem Tresen lag, und dachte lange über das nach, was sie darstellte. Da er einige der Ritter und Paladinrüstungen auf Lager hatte und Uncles Kettenhemd fertig an der Wand hing hatte er sich nach einer neuen Beschäftigung umgesehen, etwas womit er sich die Zeit vertreiben konnte, bis wieder irgendeine Auswärtsmission anstand an der er Teilnehmen könnte. Schließlich war ihm die Idee gekommen eine neue Ritterrüstung zu schmieden, ohne die Nachteile der Standardausführung. Schwarz musste sie sein, im Dunkeln nicht zu erkennen, ohne verräterisches Glänzen oder Glitzern. Trotzdem musste sie imposant aussehen und durfte nicht so sehr von der Norm abweichen das man den Träger nicht mehr als Ritter erkannte. Leicht musste sie sein, und doch stark und robust genug um Schwerter und Axthiebe abzufangen. Er hatte damit begonnen das er die verschiedenen Attribute der Rüstung auf einer Zeichnung eingetragen hatte, und notiert hatte wie er dies oder jenes am Besten erreichen konnte. Das Ergebnis dieser Bemühungen war die Zeichnung die jetzt vor ihm lag. Er ging zur Esse hinüber und begann sie aufzuheizen. Dann legte er die Zeichnung auf den Tisch neben dem Amboss und begann ein wenig mit Stahl zu experimentieren. Nach einiger Zeit hatte er es geschafft dem Stahl durch hinzufügen diverser Substanzen die er auf dem Marktplatz auf gut Glück gekauft hatte eine schwarze Färbung zu verleihen die seinen Wünschen entsprach. Es dauerte noch einmal eine halbe Stunde bis er sicher war das die Färbung nicht an der Härte und Widerstandskraft des Stahls gezehrt hatte. Dann begann er fröhlich die ersten Teile der Rüstung herzustellen, sorgfältig jedes Kettenglied schmiedend, immer wieder prüfend ob auch alles in Ordnung war. Das beständige hämmern hallte durch das Oberviertel und erweiterte die tägliche Geräuschkulisse um den metallischen Klang von Hammer Stahl und Amboss.
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| 01.09.2003 20:01 | #84 |
| Irock von Elladan |
Irock war durch die Unterstadt gegangen und erreicht nun das obere Viertel. Die Paladine verneigten ihre Köpfe ein wenig und grüßten den Erwählten Diener des Ordens. Nachdenklich, wie er nun mal immer aussah betrat er den großen Platz. Ohne den die vielen Anwesenden zu beachten ging er über die gepflasterte Straße.
Bald erreichte er sein schönes Anwesen. Immer wieder fragte er sich, warum er dieses Haus überhaupt gekauft hatte. So selten wie er in Khorinis war brauchte er das Gebäude eigentlich gar nicht.
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| 01.09.2003 20:14 | #85 |
| Carthos |
Auf dem kleinen Platz im oberen Viertel hatte sich eine kleine silberne Menschentraube gebildet. Jeder von ihnen trug eine Ritter- oder Paladinrüstung und alle hörten auf die Worte eines einzelnen Mannes.
Carthos hatte einige Mitstreiter zusammen gerafft, welche als Eskorte für den Konvoi dienen sollten. Aufgrund der schwierigen Lage konnte er nicht allzu viele seiner Leute mitnehmen. Vier Ritter und ein Paladin würden die Streitmacht der Miliz verstärken, der Rest musste die Sicherheit der Stadt gewährleisten. Die eigentliche Leitung wird der Hauptmann der Stadtwache übernehmen. Er hat auch das Kommando über die Eskorte des Konvois. Wir treffen uns dann zum vbereinbarten Zeitpunkt in der Kaserne. Bis dahin hat jeder noch genug Zeit seine AUsrüstung zusammen zu suchen.
Die Streiter Innos' nickten einstimmig und verschwanden dann in verschiedene Richtungen. Lord Carthos ging nach seiner Anrede ins Rathaus um Lord Hagen von den Vorkehrungen zu unterrichten.
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| 01.09.2003 20:20 | #86 |
| Jabasch |
Langsam streifte Jabasch durch die Gassen des Oberen Viertels, es wurde schon langsam dunkel und die wohlhabenden Bürger Khorinis waren bereits in ihren Häusern verschwunden. Einige Ritter trainierten noch vor dem Rathaus, oder unterhielten sich mit ein paar anderen Milizen.
Als Jabasch dann geraden in eine der Gassen einbog sah er im Schatten eine Gestallt die gerade vor einem großen Haus stand.
"Bestimmt ein Einbrecher oder so was!" schoss es dem Milizsoldaten sofort durch den Kopf und er ging vorsichtig mit der Hand an der Waffe auf die Person zu.
"Was machst du so spät noch hier draußen...?" sagte Jabasch dann mit lauter stimme hinter der Person welche sich dann plötzlich umdrehte und sich als jetzt leicht gereizter Diener Adannos rausstellte. "Scheiße" dachte sich Jabasch nur noch als der Magier ihn dann böse anblickte...
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| 01.09.2003 20:29 | #87 |
| Irock von Elladan |
Irock erschrak als ihn jemand von hinten ansprach. Er drehte sich um und erblickte eine dieser elenden Stadtwachen, die zu nichts in der Lage waren. Als er sah, dass der Angehörige der Miliz seine Waffe gezogen hatte wurde seine Stimmung sehr schlecht. Wütend fuhr er den Wachmann an:
Was denkst du dir eigentlich wer du bist? Hast du keinen Respekt vor einem Erwählten der Götter Innos und Adanos? Weiche zurück, sonst bekommst du den Zorn der Götter zu spüren, elender Narr
Der Magier war durch den Angriff des seltsamen Unsichtbaren des letzten Tages noch immer leicht gereizt und erwiderte jede Störung mit Boshaftigkeit.
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| 01.09.2003 20:36 | #88 |
| Jabasch |
Oh...ähh...wie...?" verlegen steckte Jabasch seine Waffe sofort wieder weg, sein Gesicht hatte jetzt ein tiefes rot angenommen und er versuchte verlegen nach ausreden zu suchen die ihm aber in diesem Moment natürlich nicht einfielen."Es tut mir leid Meister des Wassers und des Göttlichen Gleichgewichts,....sagt kann ich das irgendwie wieder gut machen?
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| 01.09.2003 20:43 | #89 |
| Irock von Elladan |
Wie konnte dieser kleine Narr, der ihn soeben noch bedroht hatte um Vergebung bitten??
Irock lächelte spöttisch und sagte:
Wie stellst du dir das vor? Du bereust deine Tat doch nicht einmal. Ich sehe es. Wie soll ich dir trauen? Du könntest einer der schlimmen Sorte sein, der mein Vertrauen gewinnen will und mich dann kalt ermordet. Doch warte, erzähl mir von dir. Bist du überhaupt zu etwas sinnvollem im Stande? Ich könnte nämlich einen Gehilfen gebrauchen...
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| 01.09.2003 21:00 | #90 |
| Jabasch |
Oh man da hatte er sich ja in etwas hineingesteigert....
"Ich habe euch doch nur mit einer zwielichtigen Gestallt verwechselt.Ich hatte nie vor euch zu verletzen..." sagte Jabasch, und der Magier Adanos erkannte das in seinen Worten Wahrheit lag.
"Bist du ein gläubiger Mensch?" fragte ihn der Magier dann.
"Ja, ich Glaube an Innos der mir mut und Kraft schenkt und an Adanos der das Gleichgewicht der Welt hält.
Nun kam der Magier doch etwas ins Grübeln....
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| 01.09.2003 21:33 | #91 |
| Irock von Elladan |
Die Stadtwache hatte versichert, dass es ein Versehen war. Zudem hatte er gezeigt, dass er vielleicht doch nicht der war, für den ihn der entnervte Magier zuerst gehalten hatte. Hatte er dem Mann wirklich Unrecht angetan. Sein Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig. Am Verhalten des Angehörigen der Miliz konnte er keine Lüge erkennen und darum vertraute er ihm. Es bot sich die ideale Gelegenheit für einen neuen Gehilfen, denn bis auf die Angehörigen des Ordens bewiesen eigentlich nur die Paladine ihren Glauben, doch auch dieser Soldat schien den Göttern untertänig zu sein.
Irock sprach:
Mh.... Deine Worte zeigen keine Anzeichen von Lüge. Ich muss dir glauben, warum sollte ich auch nicht. Dennoch kommt es nicht oft vor, dass ein Magier mit einem Strauchdieb verwechselt wird. Nun, wenn du wirklich so gläubig und ehrenhaft bist wie du sagtest, dann könnte ich dich zu meinem Gehilfen machen. Ich suche nämlich jemandem der mit auf einer langen Suche beistehen wird. Ich könnte dich in die heiligen Lehren einweihen, wenn du möchtest. Was sagst du dazu?
Der Magier wusste was er sich aufhalsen würde, wenn er nun einen Gehilfen aufnehmen würde. Vielleicht würde er sein Haus nun auch besser verwenden können.
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| 01.09.2003 21:52 | #92 |
| Jabasch |
Jabasch´s Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig als er das Angebot des Magus hörte.
Dann sammelte er sich wieder und sagte zu ihm:
"Es währe mir eine große ehre einem Magier zu dienen, ich heiße übrigens Jabasch."
Man konnte jetzt das funkeln in seinen Augen sehen.
"Ich heiße Irock von Elladan und lass uns erstmal in mein Haus hier gehen, dort können wir ungestört über alles weitere reden..."
Im Haus des Magiers sprachen sie dann über diese Gehilfen Sache und alles mögliche andere was damit zu tun hatte.
"Ok," sagte der Magus dann und holte einen Brief aus seinem Umhang."Als Zeichen des Vertrauens musst du noch diesen Brief zu Vatras bringen, aber du darfst ihn nicht öffnen."
Jabasch nickte und nahm dann den "Versiegelten Brief" entgegen."Ich bin dann gleich zurück." sagte Jabasch und verschwand dann wieder aus dem Haus
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| 01.09.2003 22:08 | #93 |
| Irock von Elladan |
Der Milizsoldat kehrte nach einiger Zeit wieder zurück. Er machte die Tür hinter sich zu und setzte sich an den Tisch vor dem Kamin, an dem der Wassermagier geduldig auf seine Rückkehr gewartet hatte. Als wenn er nichts anderes erwartet hätte sagte Irock:
Du hast die Nachricht überbracht? Du scheinst klug zu sein, auch wenn du mit der Nachricht einen Haufen Gold hättest verdienen können. Gut damit hast du mein Vertrauen gewonnen, doch denke nicht dass du mich einfach reinlegen kannst. Ich warne dich nur ein einziges Mal davor, also bedenke gut was du tust. So, ich nehme dich als meinen Gehilfen auf. Ich hoffe du wirst weiterhin deinen Glauben behalten und nicht dem Bösen verfallen. Möchtest du noch irgendetwas bevor ich dir deinen ersten Auftrag gebe?
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| 01.09.2003 22:15 | #94 |
| Jabasch |
"Nein Meister, sagt mir den Auftrag und ich werde ihn zu eurer zufriedenheit erfüllen." sagte Jabasch und machte einen neugierigen Gesichtsausdruck.
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| 01.09.2003 22:20 | #95 |
| Irock von Elladan |
Nimm diesen Zettel, auf dem steht die Beschreibng meines Wunschsäbels. Suche einen Schmied in der Stadt auf, der ihn anfertigen lässt. Die Aufgabe ist zwar nichts besonderes aber du solltest erstmal klein anfangen bevor ich dich isn Minental oder noch wieter ausschicke, bedenke das du als mein Gehilfe so eingies Mal dein Leben riskieren musst. Geh nun nach Haus. Ach vergess den Zettel und warte...
Irock gab seinem neuen Gehilfen einen schweren BEutel Gold und den Zettel auf dem die Beschreibung der Waffe niedergeschrieben war.
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| 03.09.2003 17:14 | #96 |
| Irock von Elladan |
Zwei ein ganzer Tag war seit Irock’s Ankunft in Khorinis vergangen. Jabasch war nun sein Gehilfe und hatte seine erste kleine Aufgabe angetreten. Irock dachte sich, dass es nicht sehr schwer für einen Soldaten der Miliz sein würde, ein Waffe bei einem Schmied in auftrag zu geben. Nachdem der Magier endlich einmal wieder ausgiebig gegessen hatte, verließ er sein Haus und blieb draußen vor der Tür stehen. Es war ein finsterer und feuchter Tag. Gelegentlich kamen kleinere Regenschauer vom Himmel, die einem nach diesem schönen aber auch trockenen Sommer sehr unangenehm vorkamen.
Gemächlich schritt der Magier auf der Straße dahin. Bei diesem sehr Wechselhaftenwetter, hatten sich die gelangweilten Bürger der Oberstadt in ihre Villen zurückgezogen. Nur der Magier Adanos, dem die nahenden Kälte nichts ausmachte ging über den von Rinnsalen bedeckten Boden.
Bald erreichte er das Tor und verließ das obere Viertel.
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| 03.09.2003 20:29 | #97 |
| Longbow |
Long hatte die ganzen letzten Tage damit verbracht den Erzkonvoi zu planen. Er wollte bestens vorbereitet sein, jedes Detail genau planen, damit auch ja nichts schief ging. Allerdings war er über die personelle Besetzung, die ihn Lord Hagen aufgedrängt hatte, enttäuscht. Sicherlich hatte er genug Rekruten, Waffenknechten und evtl. auch Bürger. Aber er brauchte kampffähige Soldaten. Soldaten, die es auch mit einer Horde Orks und evtl. Lees aufnehmen konnte. Solche Soldaten hatte er eigentlich nur fünf. Vier davon waren Ritter und nur einer Paladin. Sicher konnten die Milizsoldaten auch einiges erreichen, aber nur wenn sie sich zu dritt oder viert auf einen der Grünhäute stürzen. Vielleicht würde er noch was bei Hagen erreichen können. Immerhin hatte dieser ihm eine Liste aller Soldaten des Königs in Khorinis überreicht, sodass er sich diese selbst aussuchen konnte.
Es gab da aber noch zwei weitere Sachen, die er erledigen musste. Zum einen Bürger anheuern. Das ging am einfachsten, in dem er wieder mal einen Zettel anpinnte, der schon automatisch irgendwelche Bürger anstacheln würde. Zur Belohnung gab es 200 Goldmünzen.
Die andere Sache war die Planung der Route. Dazu brauchte er eine Karte von der Insel – und die gab es nur, wie ihm bekannt war, im Planungsraum. Er begab sich zu dem Raum, in dem normalerweise nur die Kommandanten rumsitzten und so taten, als ob sie irgendwelche Missionen planten.
Doch vor dem Haus des Planungsraums gab es ein Problem für Long. Die Wache, ein Milizsoldat, wollte ihn nicht reinlassen.
„Hör mal zu, Soldat! Ich bin der Hauptmann der Miliz, schon mal einen Grund meinen Befehlen folge zu leisten. Der zweite Grund ist, dass ich einen Erzkonvoi, der in Kürze stattfindet, planen soll, und deshalb in den Kartenraum muss.“
Nichts! Wirklich gar nichts. Die Wache rühre sich nicht mal. Sagte nur kurz: Ich darf niemandem reinlassen, und blickte dann wieder starr Löcher in die Luft.Etwas lauter und mit festerem Ton sagte Long nun:
„Muss ich etwa extra Lord Hagen holen? Wegen so ner Kleinigkeit?“Wieder nichts. Es war zum verzweifeln.
Doch als Long gerade kehrt machen wollte, kam einer der Kommandanten gerade aus dem Haus und fragte nach dem Problem…
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| 03.09.2003 20:42 | #98 |
| Carthos |
Carthos hatte gerade mit einigen der Schiffsutensilien, welche die Paladine zur Messung von Entfernungen mitgebracht hatten, die Route für den Konvoi nachgemessen. Die Entfernungsmessung brachte wzar keinem etwas, schliesslich gab es nur einen Weg in das Minental und dort angekommen auch nur einen, der in die Burg führte.
Der Lord blickte kurz auf, als er an der Tür ein lautes Wortgefecht hörte.Neugierig ging er zum Eingang des Richterhauses und sah, wie der Hauptmann der Miliz wütend zu einem der beiden Türwachen blickte. Carthos grinste innerlich und war sichtlich erfreut das die beiden ihren Job ernst nahmen und wirklich niemanden, bis auf Lord Hagen, Lord André und ein paar Paladine herein ließ.Ist schon gut, lasst ihn herein. Der Sldat trat einen Schritt zur Seite und machte dem aufgebrachten Hauptmann platz.
Gibt es einen Grund für den Besuch. Bisher kam zumindest noch nie jemand ohne einen hier her?
Der Kommandant setzte sich wieder auf einen der Stühle vor dem großen Besprechungstisch.
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| 03.09.2003 21:22 | #99 |
| Longbow |
Aha, dass war also einer der Kommandanten. Dieser, der ihm rein geholfen hatte, trug sogar eine Rüstung wie Lord Hagen. Schien also selbst ein Lord zu sein. Mal eine Person, der Long Respekt zollen muss. Da führte dieses Mal auch kein Weg drum herum.
Doch schien sich diese Person ebenfalls dem Erzkonvoi zu widmen. Zumindest deutete Long dies von den Notizen über Planungen des Knvois, die auf dem Kartentisch lag.
„Guten Abend, Kommandant! Habt sicherlich schon mitbekommen, dass ich Hauptmann Longbow bin. Ich wurde von Lord Hagen beauftragt eine Eskorte eines Erzkonvois zu organisieren. Dazu wollte ich gerade Mal einen Blick auf die Karte werfen.“„Klar, kein Problem.“
Long war etwas überrascht über die knappet. Er hätte ein bisschen mehr erwartet, aber es sollte ihm Recht sein
Er ließ seine Augen über die Karte schweifen. Dabei erkannte er Linien, die von der Stadt bis zur Burg gezeichnet war. Daneben Zahlen, die wahrscheinlich Entfernung etc. zeigten. Man schien sich hier ebenfalls um die Mission zu kümmern. Umso besser. Das ersparte ihm Arbeit. Außerdem konnte er jetzt gleich seinen Wunsch äußern.
Er schaute wieder zu dem Lord, der ihm rein geholfen hatte,und schoss los:„Ich hab noch eine Bitte! Ich brauch mehr Elitesoldaten. Mehr Ritter und Paladine, die die Orks angreifen können. Die paar Milizen taugen da nicht zu viel. Außerdem hat jeder Ork ein Lichtes, diese Einheiten mit wenigen Schlägen in Stücke zu reißen. Wenn ich mehr Ritter und Paladine krieg, dann sollte die Verlustrate wesentlich geringer, wenn nicht null, betragen“
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| 03.09.2003 21:32 | #100 |
| Carthos |
Carthos hatte dem Hauptmann bei seinem Blick auf die Karte über sie Schulter gesehen. Er wusste bereits von Lord Hagen, dass er das Kommando über den Konvoi und die Mission hatte.
Die Frage nach ein par guten Kriegern traf den Lord nicht wirklich überraschend, wahrscheinlich hätte er an seiner Stelle genau das gleiche gefragt.Nun, ich habe bereits vier Ritter und einen Paladin damit beauftragt den Konvoi zu begleiten. Mehr ist in meinen Augen nicht drin da die Stadt ausreichend bewacht sein muss. Mit mir wären es dann sechs Paladine und Ritter, das muss reichen.
Carthos hoffte seiner Stimme genug Ausdruck verliehen zu haben. Natürlich war diese Zahl, im Vergleich zu denen der Orks, eine Lachnummer. Aber mehr konnte die Stadt wirklich nicht ins Feld schicken. Lord Hagen hatte ein ganzes Schiff mit Paladinen hierher mitgebracht, davon befand sich nun die eine Hälfte im Minental oder war im Kampf gefallen. Die Andere musste die Stadt vor Angriffen schützen, keine sonderlich leichte Aufgabe.
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| 03.09.2003 21:42 | #101 |
| Longbow |
Long hatte die Aussage des Lords kaum überrascht. Es war schon zu erwarten, dass nicht mehr Krieger aus der Stadt entbehren werden konnten. Wäre ja auch zu dumm, wenn sie mit dem Erz wiederkommen würden und die Stadt wäre nicht mehr da. Aber dass der Kommandant und Lord selbst mitkommt, überraschte ihn auch wieder. Das ersetzte einige Paladine und Ritter.
„Mich freut es, dass ihr auch mitkommt. Doch bitte ich dabei um Ratschläge und Unterstützung eurerseits, da es das erste Mal für mich ist, dass ich ein solches Kommando hab und es das erste Mal ist, dass so viele Menschenleben von meinen Befehlen abhängen.“
Der Kommandant willigte ein. Es blieb ihm ja auch kaum was anderes übrig. Außerdem lag es ja auch in seinem Interesse den Konvoi sicher hin und her zu bringen.
Mit einem Handdruck bedankten er sich beim Lord und begab sich dann wieder in die Kaserne.
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| 04.09.2003 17:10 | #102 |
| Eorl |
Glühendes Stahl vibrietre unter dem Schlag des Hammers und sandte den Lärm der Schmiede durchs Oberviertel. Auf dem Tisch neben dem Amboss lagen Rüstungsteile aus schwarzen Ketten geschmiedet, andere kühlten in einem Bottich Wasser ab, der in der Nähe der Wand stand. Die Hitze aus der Esse lies die Luft unter dem Abzug flirren, und die Temperatur in der Schmiede war um einiges höher als die der sonnigen Gassen, obwohl eigentlich noch Sommer war. Eorl bearbeitete eine Beinschiene, die die Schienbeine des Trägers schützen sollte.Eine Schienbeinschützende Beinschiene. Er musste sich dazu unbedinkt ein Wortspiel ausdenken, das er dem nächsten Käufer an den Kopf werfen konnte. Die Worte klangen einfach zu abstruß. Inzwischen war er mit dem Resultat seiner Arbeit zufrieden, auch wenn die Rüstung noch lange nicht fertig war. Er hatte die Kettenglieder verdreht, so dass sie, wenn sie flach auflagen, fat ein Schuppenähnliche Panzerung bildeten. Dadurch bot das ganze auch halbwegs schutz gegen Pfeile, wenngleich es gegen Bolzen machtlos war, und gezielten Schüssen nicht standhalten würde. Trotzdem war es von Vorteil die Schicht aus Ketten so abgeflacht wie möglich zu halten, denn dadurch wurde das Hemd weitaus weniger unhandlich und die Bewegungsfreiheit wurde weniger eingeschränkt. Dafür war das verschmieden so gedrehter Ringe eine langwierigerer Prozess und verlangte auch mehr Sorgfalt von dem Schmied, als ein groberes Kettenhemd. Solange das Ergebniss allerdings zufriedenstellend war, machte das Eorl nichts aus. Da Rüstungen wie er sie herstellte extrem wertvoll waren, konnte er von einer verkauften Rüstung vor einigen Wochen noch immer leben, und wenn er richtig informiert war, würde bald ein neuer Ritter aufgenommen werden, der dann ebenfalls einer Rüstung bedurfte. Und da er von den Standartausführungen jeweils drei auf Lager hatte, konnte er sich in Ruhe der schwarzen Rüstung widmen, deren nächstes Stück nun in der Esse rot glühte und darauf wartete das Eorl ihm seine finale Form gab und, mit den anderen Teilen die bereits fertig waren oder noch folgen würden, zu einer Rüstung zusammenfügte.
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| 04.09.2003 20:04 | #103 |
| Irock von Elladan |
Wie fast jeden Abend machte der Magier Irock noch einen kleinen Spaziergang durch das obere Viertel von Khorinis. Es dämmerte bereits, die letzten Sonnenstrahlen verschwanden allmählich. Es war wieder still auf den Straßen der Oberstadt geworden. Die Bürger und einige Paladine hatten sich bereits schlafen gelegt. Nun wachte die Miliz über diesen Stadtteil. Die Lichter auf der Straße und in den Häusern wurden entzündet.
Auch Irock kehrte bald in seine warme Stube zurück. Es war in den letzten Tagen wirklich sehr kalt im Gegensatz zu vorigen Woche geworden. Das leise knisternde Feuer des Kamins erwärmte den Körper und die Seele des jungen Magiers. In einem kleinen Gebet dankte er Innos und Adanos für alles was er hatte. Danach aß er ein wenig und dachte nach.
Wahrscheinlich würde er nun doch selbst ins Kloster aufbrechen um ein paar Dinge zu regeln. Vielleicht würde sich auch eine gute Gelegenheit finden, seinen Gehilfen mit Aufgaben zu beschenken.
Plötzlich klopfte jemand an der Tür. Irock stellte den Pokal, der mit gutem Klosterwein gefüllt war an die Seite und ging zur Haustür und öffnete sie. Vor ihm stand ein Soldat der Miliz. Dieser sagte:
Geehrter Magier, ich hoffe ich störe nicht all zu sehr. Haben sie an diesem Tag einen unbekannten Mann in braunem Mantel hier oben in der Oberstadt gesehen?
Der Wassermagier erwiderte:
Nein, doch sagt mir einmal warum ihr mich danach fragt.
Die Wache antwortete:
Entschuldigt, wir suchen einen Dieb, doch leider fehlt uns eine genaue Beschreibung. Einer der Bürger hier im oberen Viertel wurde am hellen Tag beraubt. Einige Leute konnten uns sagen, dass sie einen fremden Mann, der in einen braunen Mantel verhüllt war, gesehen haben. Wir denken dieser Herr ist der Schlüssel zu dem Diebstahl. Entschuldigt nochmals die Störung. Wir bitten euch, und alles was ihr erfahrt mitzuteilen.
Darauf bejahte Irock und der Soldat ging wieder. Kopfschüttelnd und zugleich überrascht setzte er sich wieder in den Sessel und las in einem Buch mit dem Titel: Wissen und Unwissenheit, was auch immer das heißen mag.Der Titel war äußerst seltsam und hatte dadurch die Aufmerksamkeit des Magiers erworben.
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| 05.09.2003 14:13 | #104 |
| Eorl |
Eorl starrte einen Augenblick lang auf den zettel den ihm der Milizsoldat in die Hand gedrückt hatte, bevor er wieder verschwunden war um weitere Zettel zu verteilen, ohne sich darüber zu äußern was das Ganze sollte. Nicht das das jetzt noch nötig wäre. Die Nachricht war knapp und überaus klar. Begleitschutz für einen Erzkonvoi? das sollte interessant werden , dachte sich der Rüstungsbauer und lief die Treppe hinauf in den Wohnraum oberhalb der Schmiede. Dort packte er ein paar Heiltränke aus dem Kloster, etwas Wasser und ein bischen Essen in eine Tasche und hängte sie sich um. Da sErzschwert das Cifer ihm geschmiedet hatte nahm er aus der Truhe in der er die wertvolleren Sachen aufbewahrte und hängte es zu seinem Messer an den Gürtel. Dann eilte er zur Schmiede hinaus und hielt mit großen Schritten auf das Tor zu das in die Unterstadt führte. Er wollte sich schließlich nicht verspäten.
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| 07.09.2003 21:12 | #105 |
| Irock von Elladan |
Hellwach und dennoch in Gedanken versunken, so saß der Wassermagier Irock auf einem Stuhl im Keller seines Hauses. Irgendwann schloss er die Augen und konzentrierte sich. Stillschweigend uns bewegungslos begann er zu meditieren. Während er absank zu etwas, dass ihn inspirierte, ging das Leben draußen in der Stadt weiter. Die Bürger taten das, was sie immer taten.
An diesem Tag wollte Irock ins Kloster aufbrechen, da er alle Angelegenheiten, die ihn in die Stadt getrieben hatten erledigt hatte. Doch er würde nicht lange im Kloster bleiben. Nein, er wollte dort nur einkehren um sich mit seinen Brüdern auszutauschen und ein paar Dinge abzuholen.
Er hatte beschlossen seinen Hauptwohnsitz nun ganz nach Khorinis zu verlegen. Im Kloster hatte er keine wichtigen Aufgaben zu erfüllen und darum brauchte man ihn dort so gut wie gar nicht. In der Stadt sah es anders aus. Hier konnte das Volk seinen weisen Rat gebrauchen. Außerdem hatte Vatras einen Helfer bitternötig.
Nach einer Ewigkeit erwachte der Magus aus seiner Meditation. Von Adanos Weisheit gestärkt, schrieb er nun einen Brief an seinen Gehilfen:
Jabasch, falls du gekommen bist um mir den Säbel zu bringen, so geh in das Haus und lege ihn dort ab. Den Schlüssel für das Haus wirst du schon finden. Denke einfach nach...
Sobald du deine Aufgabe erledigt hast werde ich dich mit einigen Kleinigkeiten entlohnen.
Auf bald, Irock von Elladan
Nach dem er den Zettel an der Haustür befestigt hatte, warf er sich seinen Mantel über und ging mit seinem Stab in der Hand zum Stadttor hinaus.
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| 11.09.2003 15:58 | #106 |
| Longbow |
Long hatte noch dafür gesorgt, dass das Erz sicher in die Schatzkammern der Stadt getragen wurde. Es sollte kein einziger Klumpen abhanden kommen. Doch als das erledigt war, ging er ohne große Umwege zu Lord Hagen, um seinem Kommandanten den Bericht vorzutragen.
Im Rathaus war wie immer alles ruhig. Das Klimpern der außerhalb des Hauses trainierenden Paladine klimperte herein, doch sonst war wieder nichts zu hören.Lord Hagen erhob sich gleich und setzte ein Lächeln auf, als Long hereingelaufen kam. Ihn wunderte es ein wenig, sonst war der Paladin nie zu gut drauf. Die Rückkehr des Konvois schien ihm einen kleinen Lichtblick beschert zu haben. Long grüßte ihn mit Für Innos und begann dann:
„Zunächst lief auf dem Hinweg alles nach Plan. Kein Ork und kein Lee stellte sich uns in den Weg. Um in die Burg zu kommen, hatte Lord Carthos mit einigen Milizsoldaten und Rittern ein Ablenkungsmanöver gestartet, wobei ein Ritter fiel. Als die Orks dann auf die kleine Gruppe zu rannte, stürmte ich samt den Karren auf das Tor zu. Dabei fielen noch mal ein Bürger und zwei meiner Männer. Am nächsten Tag liefen dann zwei kleinere Gruppen los und konnte erfolgreich das Erz aus den drei Minen holen.“
„Wie viel ist es?“
„Nicht viel, gerade mal neun Kisten!“
„Bei Innos, das ist noch weniger als bei der letzten Expedition. Aber fahre fort.“
„Nun, dann stürmten wie gestern alle wieder aus der Burg. Zwei Söldner haben uns beim Ausbruch unterstützt. Dann gings aber ohne nennenswerte Probleme in die Stadt.“
„Und wie sieht es mit den Paladinen in der Burg aus? In welcher Verfassung sind sie?“
“Die Moral ist am Tiefpunkt. Besser wurde es auch nicht, als wir mit frischer Nahrung ankamen.“
Long holte einmal tief Luft und fuhr dann noch langsamer fort:„Die Zahl der Orks hat noch mehr zugenommen. Wir können das nicht mehr lange so hinnehmen.“
„Ja, ich weiß. Ich werde schauen, was sich machen lässt. Aber nun erstmal zu dir. Du hast gute Arbeit geleistet. Einer der Paladine oder Kommandanten hätte es kaum besser machen können. Natürlich weiß ich, dass du tatkräftige Untersetzung von Kommandant Carthos hattest, aber den Oberbefehl hatte ich dir gegeben, und du hast ihn mit Bravur ausgeführt. Wegen deiner großen Verdienste, befördere ich dich zum Ritter!“
Das musste Long erstmal schlucken. Natürlich hatte er mit irgendeinem Lob gerechnet, aber gleich eine Beförderung.
„Ich danke euch, aber was ist mit meinem Posten als Hauptmann?“„Den wirst du natürlich behalten. Nur weil du jetzt keiner der Miliz mehr bist, heißt das ja nicht, dass du diese nicht kommandieren darfst. Aber das war’s dann auch für den Moment.“
Der frischgebackenen Ritter lächelte ihm noch einmal zu und verließ das das Rathaus. Er schlenderte in Gedanken verunken zum Tor in die Unterstadt, aber dann kam ihm die Idee, sich schon gleich eine Rüstung anfertigen zu lassen. Schließlich hatte Eorl ja auch sein Haus in der Oberstadt.
Er suchte das Haus des Schmiedes auf und versuchte sich mit einem langen haaaaalloooooo? bemerkbar zu machen.
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| 11.09.2003 16:04 | #107 |
| Eorl |
Zurück aus dem Minental suchte Eorl zuallererst die Schmiede auf die er mit Cifer bewohnte. Er trat in den einzigen Raum des Untergeschosses, der Schmiede, Verkaufsraum und Werkstatt in einem war, und blickte sich aufmerksam um. An seinen Sachen war nicht gerührt worden, die Truhe in der er die schwarze Rüstung verstaut hatte, wahr immer noch sicher verschlossen, die Werkzeugkiste waren noch immer an ihrem Platz, und die Tür des Lagers war so sicher verschlossen wie er sie zurückgelassen hatte. Erleichtert darüber, dass das Oberviertel noch immer ein sicherer Ort war, ging er die Treppe hinter dem Tresen hinauf ins Obergeschoss. Dort räumte er die Tasche aus die er dabei gehabt hatte, und setzte sich dann in einen Sessel. Dort blieb er einige Zeit sitzen und dachte über die Dinge nach die er im Minental gesehen hatte. Es hatte ihn erschreckt zu sehen, wie verzweifelt die Lage in der Burg war, und wie zahlreich die Orks waren die sie umringten.
Nachdem er sich eine Weile ausgeruht hatte, ging er hinunter in die Schmiede, und holte die schwarze Rüstung heraus, an der er gearbeitet hatte, bevor er dem Konvoi ins Minental zugeteilt worden war. Er arbeitete einige Zeit daran, verband die einzelnen Teile die er schon gemacht hatte, schmiedete Schulterplatten und begann damit einen Brustpanzer herzustellen der zu der Rüstung passte. Nach einiger Zeit hörte er ein 'Hallo?' von der Straße her und drehte sich um. Da stand Longbow in der Tür, und wartete darauf das Eorl ihn bemerkte.
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| 11.09.2003 16:12 | #108 |
| Longbow |
Na endlich hatte er ihn bemerkt. Hatte ziemlich lange gedauert, aber nun ja auch egal.
„Tag, Eorl. Ich brauche eine Ritterrüstung. Aber nicht irgendeine, sondern eine besondere.“
„Tag, Hauptmann! Erstmal, wieso denn eine Ritterrüstung?“
„Hagen hatte mich gerade befördert! Aber gut, ich hab folgendes im Sinn. Zunächst eine ganz normale Ritterrüstung, dann aber auf den Schulterplatten die Arme entlang stacheln, wie es einige Drachenjäger haben und einen Pelz von den Schulterplatten über den oberen Teil des Rückens.“
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| 11.09.2003 16:19 | #109 |
| Eorl |
Erstmal Glückwunsch zur Beförderung. Was die Rüstung angeht:'Zierde' ist ein bischen unpräzise. Was hättest du den gerne. Ornamente, Tiergestalten oder sowas? Und aus was möchtest du Stacheln? Sollen es Metalldorne sein oder sollen es Dornen einer Bestie sein, die eines Drachensnappers vielleicht? Es gibt viele Möglichkeiten solche Dinge herzustellen. Die Metalldornen wären wohl am einfachsten, aber die Trophähen wären natürlich viel beindruckender.
Während er mit dem Hauptmann sprach räumte Eorl die schwarze Rüstung zurück in die Truhe. Vorerst würde er wohl nicht mehr daran weiterbauen können.Ich kann dir übrigens auch eine normale Ritterrüstung leihen bis dein Spezialmodell fertig ist.
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| 11.09.2003 16:27 | #110 |
| Longbow |
Letzteres Angebot hörte sich schon mal ganz gut an. Long nahm es dankend an. Dann beschrieb er dem Schmied, wie das Fell aussehen sollte, welches Muster und von welchem Tier.
Zu den Stacheln sagte er, er wolle die eins Drachensnappers. Sicherlich waren die am härtesten und verliehen den größten Eindruck. Doch falls Eorl nicht an so was rankam, konnte er es auch ohne Probleme selber Jagen gehen.
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| 11.09.2003 16:34 | #111 |
| Eorl |
Gut, dann nimm diese Rüstung hier, und ich gebe dir Bescheid wenn ich die andere fertig habe. Schau einfach mal rein wenn du hier vorbeikommst, du wohnst ja in zukunft gleich nebenan.
Eorl holte eine Ritterrüstung aus dem Lager und überreichte sie Longbow. Dieser nahm sie glücklich an, und bedankte sich. Offenbar hatte er auch als Ritter nichts dagegen einzuwenden gedutzt zu werden.
Lass mich dir noch eine Frage stellen. Als Hauptmann kannst du mir die sicherlich beantworten. Ich habe gesehen wie viele Orks es im Minental gibt, wie zahlreich sie sind und wie groß ihre Schlagkraft ist. Er zögerte eine Weile, doch er musste fragen:
Es sind nicht genug, oder? Ich meine die Paladine und Ritter kämpfen tapfer, aber auf jeden von ihnen kommen zehn Orks, vielleicht sogar mehr. Glaube oder nicht sie können die Orks doch nicht alleine besiegen. Es sind einfach zu wenige.
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| 11.09.2003 17:27 | #112 |
| Longbow |
Er erschrak, als er hörte, was Eorl da sagte.
Er sollte im oberen Viertel schlafen? Niemals! Er wird weiterhin unten bei seinen ännern in der Kaserne schlafen.
Doch damit nicht genug, der Schmied setzte noch einen drauf. Aber dieses Mal hatte er Recht. „Es sind eindeutig zu wenig Ritter und Paladine, um das Minental von den Orks zu säubern. Aber wieso fragte du?“
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| 11.09.2003 17:33 | #113 |
| Eorl |
Naja ich habe einen Voraschlag dazu. Ich habe mir das im Minental ausgedacht.Longbow nickte. "Dann lass mal hören.
Ich hatte mir das so vorgestellt: Wir können die Orks nicht alleine besiegen weil wir dazu zu wenig Leute haben. Wir können auch nicht darauf bauen das sie weniger werden, also müssen wir unsere eigene Armee vergrößern.Longbow hörte jetzt aufmerksam zu und nickte:
„Soweit so gut, nur habe ich keine Ahnung wo du noch Leute auftreiben willst.“Das ist es ja. Das brauchen wir gar nicht. Die Leute sind schon da, hier auf der Insel. Wir müssen sie nur dazu bringen das sie uns unterstützen.„Longbows Augen wurden größer als er begriff worauf Eorl hinaus wollte:„Du meinst die Söldner? Du willst die Söldner dazu bringen uns gegen die Orks zu unterstützen?“ Eorl nickte.
Die Söldner, die Leute aus dem Sumpf, den Orden, die Schwarzmagier, die Amazonen. Einfach alle die auf dieser Insel leben. Einige werden wahrscheinlich nicht mitmachen, aber ich glaube das wir von so ziemlich allen größeren Gruppierungen einige Leute als Unterstützung bekommen können. Und mit einer solchen Verstärkung wäre es um einiges leichter die Orks im Tal zu bekämpfen.Der Gesichtsausdruck mit dem Longbow ihn anschaute zeigte Eorl das er wahrscheinlich erwartete das der andere als nächstes Beliar einen Treueschwur leisten würde, aber Eorl l
redete weiter ohne Longbow die Gelegenheit zu geben seine geistige Verfassung zu kritisieren.
Unser Ziel ist es doch den Laderaum des Schiffes mit Erz zu füllen und zum Festland zu fahren, oder? Das Schiff bietet aber nicht nur Platz für Erz sondern auch für eine recht große Besatzung. Wenn wir überall verkünden, das diejenigen die uns bei dem Kampf gegen die Orks am besten unterstützen einen Platz in dieser Besatzung bekommen, werden wir sicherlich viele der Bewohner ansprechen können. Viele Leute aus allen möglichen Gilden wollen nur eins: weg von Khorinis. Viele der ehemaligen Sträflinge haben lange genug hier festgesessen, einige der normalen Bewohner ebenfalls. Sie alle wären uns eine große Hilfe solange sie kämpfen können. Wenn wir dann im Minental die Oberhand gewinnen können wir unser Erz schürfen und uns danach aus dem Staub machen. Wir nehmen das Schiff, beladen es mit Erz und nehmen zusätzlich zur Garde noch die besten Kämpfer aller anderen Gilden mit zum Festland, die man kaufen oder anderweitig verpflichten kann. Wenn die Lage dort sich nicht auf wundersame Weise gebessert hat können wir die dort gut gebrauchen.
Eorl holte tief Luft und betrachtete Longbows Mienenspiel. Wahrscheinlich würde der andere ihn jetzt für total verrückt halten, aber vielleicht wahr die Idee ja auch gar nicht so schlecht.
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| 11.09.2003 18:31 | #114 |
| Longbow |
Long musste wieder mal kräftig schlucken. Schon die zweite außergewöhnliche Sache, die er heute gehört hat. Doch war die Idee seiner Meinung nach ganz gut, aber er war auch der falsche Ansprechpartner dafür.
„Die Kommandanten im Planungsraum sollten so was in die Hand nehmen. Am besten, du gehst zu ihnen und trägst es noch mal vor.“
“Ja, das weiß ich. Allerdings hab ich kaum eine Möglichkeit dort vorsprechen zu können.“
Öhm…joar, stimmt auch wieder. Aber ich hab Zugang dazu. Komm mit!“Eorl willigte wie erwartet ein. Mit ihm im Schlepptau marschierte er durch den Türrahmen des alten Richterhauses. Die Milizwache nickte ihm nur noch zu. Sie wusste nun ja, wer er war und glaubte sicher, er wollte noch was wegen dem Konvoi planen.
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| 11.09.2003 19:32 | #115 |
| Carthos |
Carthos hatte sich nach seiner Rückkehr anderen Dingen gewidmet als dem Minental. Das was er dort gesehen und erlebt hatte bereitete ihm nicht gerade große Freude und er wollte alles so schnell wie möglich vergessen.Eine kurze Ankündigung von einem der Milizsoldaten kündigte den Besuch des Hauptmanns und eines anderen Milizsoldaten an. Der Lord schaute von einem bekritzelten Blatt auf und wartete darauf das einer der beiden einen Grund für das Erscheinen nannte.
Was gibts ?
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| 11.09.2003 20:11 | #116 |
| Eorl |
Longbow ergriff das Wort und beantwortete die frage des Kommandanten:" Wir sind hier weil Eorl hier mir eine Idee vorgetragen hat die ich eigentlich gar nicht schlecht finde, und weil ich glaube irh solltet zumindest davon wissen."
Der Lord nickte und wandte sich nun Eorl zu.
"Dann fang mal an." sagte er schlicht.
Eorl erzählte das ganze noch einmal dem Lord, Carthos hieß er wie er inzwischen erfahren hatte, und dieser hörte sich das ganze geduldig an. Anscheinend war die Sache gar nicht so abwegig wie es auf den ersten Blick klang, sonst hätte der andere ihn bestimmt schon rausgeworfen. Stattdessen hörte er sich alles an ohne Eorl auch nur ein einziges mal zu unterbrechen. Offenbar war er klug genug erstmal abzuwarten und sich nicht vorschnell zu äußern.
Klar ist er das. Schließlich ist er ein Lord. Dachte Eorl. Den Job kriegt man nicht weil man am lautesten schreien kann, dazu braucht es sicher eine Menge Erfahrung und taktisches Geschick
Als Eorl geendet hatte, schwieg der Lord einen Augenblick und Eorl fragte sich wie er die Sache wohl aufnehmen würde.
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| 11.09.2003 20:24 | #117 |
| Carthos |
Carthos gefiel die Idee die anderen Lager zu fragen nur teilweise. Den Sumpflern und den Magiern konnte man sicher trauen, aber diesem Söldnerpack wollte er keinen Handel vorschlagen. Dafür war er zu stolz.
Hmm, deine Idee ist vielleicht die einzige Chance die wir haben. Jedoch sollte man seine Verbündeten sehr sorgfältig wählen. Hast du Lord Hagen davon schon erzählt ?
Das Minental ist unverkennbar ein Problem für uns, aber nur dort bekommen wir das magische Erz her, also müssen wir uns was einfallen lassen. Ich finde deinen Vorschlag vernünftig, jedoch neige ich nicht dazu irgendwelche Söldner um Hilfe zu bitten, auch wenn sie sicher gute Kämpfer sind. Aber letztenendlich liegt es an Lord Hagen die Verbündeten zu erwählen, am besten sprichst du mal mit ihm.
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| 12.09.2003 16:34 | #118 |
| Carthos |
Carthos hatte die halbe Nacht über die Idee von Eorl nachgedacht. Das Minental war wirklich ein verdammt heisses Pflaster geworden. Allerdings kamen sie nicht drum herum ihr Hauptaugenmerk auf dieses Gebiet zu richten. Nur dort gab es das magische Erz, von dem das Schicksal des Königreichs Myrthana abhing. Ohne das Erz hätte die Armee des Königs sehr schnell keine Waffen mehr und somit stand einer großen ork Invasion nichts mehr im Wege. Das Problem bestand in erster Linie darin, dass die Orks die Wege zwischen der Burg und den einzelnen Schürfstellen kontrollierten, somit gab es keine permanente Verbindung und kein Erztransport.
Der Paladin blickte stumm auf die große Karte der Insel. Es gab nur zwei Wege ins Minental, von Norden und von Süden. Im Osten schienen die Orks ihren Stützpunkt hinter einer großen Holzpallisade errichtet zu haben und im Westen begrenzte ein Bergmassiv den Talkessel. Vielleicht gab es eine Möglichkeit von Süden her in die alte Kolonie vorzustoßen, dann wäre man relativ schnell an der südlichen Schürfstelle am alten Turm des Dämonenbeschwörers. Nur kontne man den inde klapprigen Fischerbooten keine Paladine oder schwere Erzkistentransportieren. Die Esmeralda lag hier vor Anker und war viel zu groß und träge um als Transportschiff zu fungieren. Es musste also ein Schiff her, das eventuell groß genug war um diese Arbeit übernehmen zu können. Der Lord erhob sich von seinem Platz und ging hinüber ins Richterhaus um mit Lord Hagen über dieses Thema zu beraten. Schliesslich musste etwas passieren, wenn ihre Mission Erfolg haben sollte.
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| 12.09.2003 17:11 | #119 |
| Eorl |
Eorl kam aus dem Haus des Stadthalters, in dem Lord Hagen residierte, und ging hinüber zu seiner Schmiede. Gestern war es zu spät gewesen, deshalb hatte er erst heute Lord Hagen vorgetragen, was er zuvor schon Longbow und Carthos erzählt hatte. Zum dritten Mal hatte er den gesamten Plan heruntergeleiert und wieder war er mit einem verblüfften Gesicht belohnt worden. Trotzdem hatte Lord Hagen den Plan gutgeheißen, und hatte gesagt er wolle sich mit seinen Kommandanten beraten. Eorl war das recht. Er hatte nun erst einmal etwas anders vor, er musste noch die Drachensnapperdornen für Longbows Rüstung besorgen. Er ging in die Schmiede und zog sich um. Die Milizrüstung ließ er hier, nur ein einfachens Gewand und ein Kettenhemd zog er sich an, dazu noch einen Mantel, Stiefel und Hosen wie sie für einen Jäger typisch waren. Man durfte ihn auf keinen Fall as Soldaten des Königs erkennen, denn er hatte vor dorthin zu gehen, wo man immer ein paar Leute fand die käuflich waren. Und das wr der Hof von Onar. Dort würde er sicherlich finden was er suchte. Er verließ das Oberviertel und machte sich auf den Weg zum Osttor.
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| 13.09.2003 14:32 | #120 |
| Carthos |
Die Diskussion hatte fast die gesamte Nacht gedauert, doch schliesslich waren sie doch zu einem Entschluss gekommen. Ein kleines Schiff musste her, eins mit dem man ohen Probleme schwere Kistentransportieren konnte.
Der Lord hatte sich in das Richterhaus zurück gezogen und versuchte nun schematisch eine Zeichnung zu erstellen. Er hoffte das ein Bootsbauer daraus schlau werden konnte. In alten Büchern hatte er etwas über größere Fischerboote gelesen und übernahm nun die dort angegeben Maße in seine Zeichnung. Er würde eine Reihe von Leuten dafür benötigen, das wusste er. Bootsbauer, Tischler und Schmiede waren nur ein paar davon. Aus den verschiedenen Linien und Kritzeleien auf dem Blatt wurde allmählich ein Einmaster, mit kleiner Kajüte am Heck. Carthos warf noch einmal einen prüfenden Blick darauf und ging dann hinaus auf den Burghof. Sicher gab es irgend jemanden der gerade nichts zu tun hatte und sich etwas Gold verdienen wollte.
Sein Augenmerk fiel auf einen der herumstehenden Ritter, welchen er sogleich ansprach.
Guten Tag. Ich hätte hier eine kleine Aufgabe für euch. Ich brauche für dieses Schiff hier sämtliche Handwerker der Stadt und Umgebung. In erster Linie Bootsbauer, Schmiede und Tischler. Wenn ihr mir ein paar von ihnen herholen könnt, werde ich euch dafür entlohnen.
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| 13.09.2003 15:01 | #121 |
| Milgo |
Milgo war gerade auf dem Weg zu Claw und Gjaron, als ihn überraschender Weise der Lord antippte. Er wollte Tischler, Bootsbauer und Schmiede??? Außerdem, wieso Milgo? Er hatte nie ein einziges Mal mit dem Lord geredet. Sehr merkwürdig...
Milgo: Und wie viel Bootsbauer, Schmiede und Tischler wollt ihr? Vielleicht auch noch irgendwen anderes???
Carthos: Der Bootsbauer sollte einen Gehilfen haben, sonst noch einen Schmied und einen Tischler. Ach, ein Seiler wäre noch gut.
Milgo nickte und der Lord schritt davon. Ein Tischler war schnell gefunden, schließlich kannte er gleich zwei. Aber Gjaron würde wohl ehr passsen, er traute Claw nicht zu etwas für die Paladine zu machen... Ein Schmied? Wahrscheinlich aber kein Waffenschmied... Doch Schmiede gab es zur Genüge. Ein Seiler. Hm, das war schwerer. Und ein Bootsbauer? Das war nicht einfach. Doch er würde schon gute Leute finden... Schnellen Schrittes ging er aus der Oberstadt, in Richtung Kaserne.
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| 14.09.2003 20:09 | #122 |
| Milgo |
Schnellen Schrittes eilte Milgo schnell zu Lord Carthos zurück um Bericht zu erstatten. Direkt einen Bootsbauer gefunden! Und er wusste, dass Gjaron den Auftrag nicht ablehnen würde... Schon bald war er beim Lord angekommen, der ihn verdutzt anschaute.
Milgo: Ich sollte ja für euch Leute finden. Nun, einen Tischler und eine Bootsbauerin habe ich schon.
Carthos: Ah, ja. Gut. Ich brauche dann noch dazu einen Baumeister.Milgo: Gut, den werd ich auch noch finden...
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| 14.09.2003 20:22 | #123 |
| Carthos |
Carthos war überrascht, dass der Ritter ihm so schnell ein Ergebnis gerbacht hatte. Er wusste selbst wie schwer es ind er regel war einen Handwerker zu finden, der gerade für einen Auftrag etwas Freiraum hatte.
Der Lord hoffte, das sie so schnell wie möglich mit der Arbeit beginnen konnten.
Sehr gut. Schicke die Bootsbauerin so schnell wie möglich zu mir. Mit ihr muss ich als erstes sprechen.
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| 14.09.2003 20:29 | #124 |
| Milgo |
Milgo nickte, fragte sich ob eine Verbeugung übertrieben wäre, antwortete sich ja und ging in Richtung Unterstadt. Hoffentlich war Samirula immer noch im Hotel... Aber der Lord hatte relativ erstaunt ausgesehen, was ihn schon ein bisschen gefreut hatte... Schließlich wollte er irgendwann einmal auch ein General werden... So war es immer gut den Lord zu beeindrucken. Er war mittlerweile schon in der Unterstadt und ging nun in Richtung Marktplatz. Doch was war, wenn er keinen Seiler finden würde? Er kannte überhaupt keinen! Was würde dann passieren? Vielleicht würde ihn Carthos einfach niederstrecken zur Strafe! Nein, das war viel zu harmlos...
Samirula: Hallo, Milgo!
Milgo schreckte zurück. Dann lachte er.
Milgo: Gut dass ich dich sehe, du musst mitkommen. Du wirklich jetzt das obere Viertel sehen, und sogar zum Lord vergelassen werden!
Er nahm Samirula an die Hand und ging mit ihr schnellen Schrittes in Richtung Oberstadt und dann zum Lord. Die Wachen machten kaum Probleme, sie kannte Milgo und er wurde auch zum Lord vorgelassen. Samirula war etwas änglistlich und schüchtern, so dass sie ihn zuerst reden ließ.
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| 14.09.2003 20:53 | #125 |
| Carthos |
Milgo hatte wiedereinmal den Auftrag eim Eiltempo ausgeführt und kaum hatte er sich weider seiner Arbeit zugewandt, stand schon eine junge Frau vor ihm und der Ritter direkt dahinter.
Carthos sah zu der Bootsbauerin hinauf und bemerkte ihre Nervosität.
Seid gegrüßt. Ihr seid also die Bootsbauerin von der man mir erzählt hat. Es ist nicht einfach jemanden von eurem Fach noch in dieser Gegend zu finden, seitdem hier keine Schiffe mehr anlegen.
Der Lord nahm ein Stück Papier hervor, auf dem er das Schiff skizziert hatte.
Hier, so habe ich mir das alles vorgestellt. Ich bin kein sonderlich guter Zeichner und hoffe das ihr das wichtigste erkennen könnt. Wenn ihr Fragen zu irgendwelchen technischen Sachen habt, oder wissen wollt wie ihr was bauen müsst, fragt mich. Am besten schon jetzt gleich, wo wir schonmal alle hier stehen.
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| 14.09.2003 21:03 | #126 |
| Samirula |
Samirula war noch immer etwas änglistlich, doch schien ihr der Lord nett zu sein. Außerdem war dieser Raum ziemlich gut bearbeitet, zumindest erkannte sie eine Ähnlichkeit mit ihrem Zuhause, dem Amazonen Lager. Außerdem lagen hier überall kostbare Dinge herum. Ein Dieb hätte direkt zugegriffen, doch sie wusste ja was für ein Dieb sie war...
Samirula: Also, erst einmal, bekomme ich Unterstützung?
Carthos: Ja, einen Baumeister, einen Tischler, einen Schmied und einen Seiler.Dabei schaute er kurz zu Milgo.
Samirula: Und wie sieht es mit Material und Bezahlung aus???
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| 14.09.2003 21:29 | #127 |
| Carthos |
Carthos musste grinsen. Diese handwerker waren doch alle gleich. Bevor man nicht etwas über die Bezahlung gesagt hatte wollten sie gar nicht erst weiter reden.
Nun, ich denke der Tischler kann uns bei der Beschaffung von Holz weiter helfen. Für den Schmied besorgen wir Eisen von den hier ansässigen Schmieden, oder einem der Händler. Wo wir allerdings das Material für den Seiler herbekommen weiss ich noch nicht.
Und zur Bezahlung, ich denke 200 Goldstücke für den Anfang sollten genügen. Den Rest gibt es dann sobald das Schiff fertig gestellt ist. Ich werde einen der Ritter damit beauftragen die Baustelle mit ein paar Milizsoldaten zu sichern. Er wird dann auch euer direkter Ansprechpartner sein. Bei technischen Dingen könnt ihr weiterhin mit fragen.
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| 14.09.2003 21:35 | #128 |
| Samirula |
Milgo: Das mit den Materialien regle ich schon!
Sie schaute verdutzt zu Milgo, der fast strahlte, eine weitere Aufgabe übernehmen zu können. Sie würde sich auch nicht wundern wenn er ihr "direkter" Ansprechspartner wäre. Nur schade, dass Milizsoldaten dabei sein sollten... Sonst hätte sie ihn mit den anderen ins Wasser schmeißen können. Sie schmunzelte.
Samirula: Ja, 200 Gold sollten erst mal genügen. Also, ich willige ein. Ich werde dann morgen beginnen.
Carthos: Ok, das ist gut. Bis dann. Und Milgo...
Milgo wandte sich schnell um, fast schon enttäuscht dass er nicht ihr Auspasser geworden wäre.
Carthos: ... du passt auf sie und auf und bist ihr Ansprechspartner.Milgo: Mit größten Vergnügen, edler Lord.
Samirula verdrehte die Augen. Dieser Milgo ... vor autöritären Personen wie bei Frauen...
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| 15.09.2003 18:49 | #129 |
| Milgo |
Milgo ging nun etwas gemächlicher zum Lord. Er hatte keine Probleme mit den Wachen... warum dachte er das denn??? Er war Ritter, mit Chance auf Paladin, warum sollte er dann NICHT durchgelassen werden??? Ein Milizsoldat wurde durchgelassen!!! Langsam entwickelte er Gedankenstörme wie Claw, dachte er, und musst innerlich grinsen. Als er beim Lord war berichtete er:Milgo: Lord Carthos, ich habe einen Schmied, einen Tischler und einen Seiler gefunden. Dazu habe ich mir vorerst drei Milizsoldaten genommen. Ich werde schon einen Baumeister finden...
Er hätte am liebsten bei dem Gesichtsausdruck des Lords laut losgelacht...Milgo: Ach, noch etwas, kann ich Sie, ähm, dutzen???
Eigentlich war die Frage lächerlich oder gefährlich, je nach dem was für ein Mensch der Lord war...
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| 15.09.2003 19:24 | #130 |
| Carthos |
Carthos hatte den Ausführungen des Ritter gelauscht und war sichtlich erfreut über den schnelen Fortschritt.
Sehr gut. Teilt mir mit wenn sich noch etwas ergeben sollte. Ich werde in den nächsten Tagen mal im Hafen vorbei schauen um mir ein Bild vond er Sache machen zu können.
Der Lord hoffte das der bau des Schiffes problemlos von Statten gehen würde, so etweas großes hatte er noch nie bauen lassen und war deshalb etwas angespannt und nervös.
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| 15.09.2003 19:30 | #131 |
| Eorl |
Eorl betrachtete die Ritterrüstung die vor ihm auf dem Tisch lag, und ein langezogener seufzer entfuhr dem Rüstungsbauer, als er das unfertige Stück betrachtete. Die Rüstung war voll gepanzert, die Verzierung an der Rückseite war fertig, und die Rüstung´war sogar schon fix und fertig poliert. Das einzige was noch fehlte waren die Drachensnapperdornen. Ohne die war die Rüstung von Longbow nicht vollständig und solange dieser blöde Söldner nicht beikam konnte er sie nicht fertigstellen. Es war eben ein Fehler gewesen sich bei so einer Lieferung auf einen dieser Barbaren zu verlassen. Naja, vielleicht kreuzte der Kerl bald mal auf, dann konnte Eorl auch die Rüstung fertigbauen. In der Zwischenzeit hieß es warten, und sich irgendwie die Zeit zu vertreigen. Eorl kramte die Schwarze Rüstung aus der truhe, und begann wieder daran zu arbeiten.
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| 15.09.2003 19:35 | #132 |
| Milgo |
Milgo: Ich werde so schnell wie möglich das Schiff bauen lassen. Wenn sie wollen, können sie sich auch selber dessen vergewissern...
Milgo ging wieder um zu den Handwerkern zurückzukehren. Wie lange er wohl für das Schiff brauchen würde? Milgo konnte sich nicht daran erinnern dass überhaupt schon einmal ein solches Schiff gebaut worden war. Vielleicht war er der erste? Wie sollte er das Schiff benennen? Oder durfte er das gar nicht. Sonst würde er es nach ihr benennen... In Gedanken versunken ging er in Richtung Hafenviertel.
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| 18.09.2003 14:29 | #133 |
| Eorl |
Eorl sammelte die Plakate ein, die er auf der Theke seiner Schmiede ausgebreitet hatte und wunderte sich immer noch darüber das er diesen Auftrag erhalten hatte. Er sollte die anderen Lager von der Jagd berichten, die nun anlaufen sollte. Das ganze war zwar letztendlich seine Idee gewesen, trotzdem hatte er nicht damit gerechnet an der Planung beteiligt zu sein. Nun aber hatte er diese Plakate von Lord Hagen bekommen, und dazu den Auftrag dafür zu sorgen das sie in allen Lagern aushingen. Alleine konnte er das nicht, er hatte besseres zu tun als die gesamte Insel abzuklappern, also hatte er ein paar Soldaten genannt bekommen, die er an seiner statt in die Lager schicken konnte. Er rollte die Plakate zusammen und ging in die Unterstadt, um diese Leute in der Kaserne zu treffen.
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| 20.09.2003 19:49 | #134 |
| Carthos |
Carthos starrte auf eines der Plakate, welches ihm Lord Hagen überreicht hatte. Man hatte öffentlich zu einer Jagd auf die Orks ausgerufen und auch die anderen Lager um Hilfe gebeten. Dem Kommandanten war dies alles andere als Recht, von den Söldner hielt er rein gar nichts, genau wie damals ind er Kolonie.Jedoch war das die Chance um es den orks einmal so richtig zu zeigen, und da durfte er auf keinen Fall fehlen. Der Lord stürmte aus dem Rathaus und sah sich auf dem großen Platz um.
Ich suche jemanden der mir ins Minental folgen will um unsere Leute bei der großen Jagd zu unterstützen. Gibt es irgend einen Freiwilligen ?
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| 20.09.2003 20:03 | #135 |
| Eorl |
Eorl hörte Carthos rufen, und wusste das es für ihn Zeit war aufzubrechen. Dies war wohl die letzte Gruppe die ins Minental aufbrach, und er wollte nicht länger in der Stadt rumstehen und auf einen Söldner warten der vermutlich doch nicht aufkreuzte. Er klief nach Oben und zog sich um. Das Feine Kettenhemd, die Milizrüstung darüber, und zu guter Letzt seinen Reisemantel. Er gürtete sich seine Erzklinge um, stopfte die Heiltränke aus dem Kloster in den Gürtel, und nahm noch einen Beutel Gold mit. Dann ging er wieder hinunter in die Schmiede. Longs Rüstung lag auf dem Tresen, noch immer fehlten die Dornen, denn der Söldner der sie hatte liefern sollen war nicht aufgetaucht. Eorl überlegte kurz, dann band er die Rüstung zu einem Bündel zusammen. Er kreuzte die Beine über der Brust, Stopfte Arme und Kaputze in den Brustpanzer, und band sich das ganze dann auf den Rücken. Das Bündel war etwas sperrig, aber nicht sinderlich schwer und er sollte eigentlich keine Probleme damit haben. Dann verließ er die Schmiede und ging zu Carthos hinüber.
Guten Abend, werter Lord. Ich würde euch gerne ins Minental begleiten.
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| 20.09.2003 20:18 | #136 |
| Mohammed |
Die gehobene Stimme des Lords ließ Mohammed aus dem Schlaf fahren, den er sich im Schatten eines Baumes hinter dem Rathaus gegönnt hatte. Große Jagd? Freiwillige? Carthos? Na wenn er nun nochmal dazu aufrief, ihn zu begleiten, würde es doch sicherlich bald losgehen. Mohammed hielt nicht allzuviel von der Burg. Er hatte sie schon früher nicht gemocht. Sein Herz hatte nur an seinem Haus im Aussenring gehangen, welches er mit aller Liebe aufgebaut und hergerichtet hatte. Doch nun war es nur noch Schutt und Asche und diese menschmordenden Orks trampelten mit ihren widerwärtigen Füßen darüber. Wenn er zur Burg ging, dann wollte er dort nich lange bleiben. Zumindest nicht ohne driftigen Grund. Zu viele schlehcte Erinnerungen hingen an ihr.
Doch wer weiß.. Vielleicht würde gerade auf ihr bald eine große Feier zu Ehren aller Krieger gehalten werden, welche die Orks in einer beispiellosen Schlacht aus dem gesamten Minental gejagt hätten. Mohammed spürte bereits nur bei dem Gedanken daran einen Andrenalinstoß durch seinen Körper jagen. Doch nun galt es sich schnell noch einen Platz im letzten Trupp zu sichern. Der Ritter richtete sich auf so schnell er konnte und hastete zum Lord, welcher ihn mit einem aufforderdem Blick begrüsste. "Mit mir könnt Ihr auf jeden Fall rechnen!", versprach er dem Lord. "Es wird Zeit, dass wir den Orks mal zeigen, das wir nich bloß Freiwild für sie sind!Ich bitte nur noch schnell meine Rüstung anlegen zu dürfen."
"Nur zu.", entgegnete Carthos. "Aber Beeilung! Ich will frühstmöglich meine Klinge den Leib einer dieser Kreaturen Beliars treiben dürfen. Ha, ha!" Hastig begab er sich in das Paladinhaus, in dem sich seine Ausrüstung befand, um kurz darauf ins Minental aufbrachen zu können...
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| 20.09.2003 20:36 | #137 |
| Yale |
Ein herrlicher Tag war nunmehr fast zu Ende gegangen. Den ganzen Tag über hatte Yale nichts getan, außer faul in der Sonne zu liegen und selbige den Pelz brutzeln zu lassen. Eigentlich war es ein ziemlich ruhiger Tag gewesen, doch nun gegen Abend kam etwas Unruhe und wuseliges Treiben unter den Soldaten auf. Irgendetwas zog viele von ihnen ins Oberviertel und wiedermal wusste Yale nicht worum es ging. Faul wie er war, winkte er einen Ritter herbei und erkundigte sich nach dem neuesten Stand der Dinge. Anscheinend brach ein Großteil der Paladine, Ritter und Milizen in Richtung Minental auf, um dort einmal gehörig aufzuräumen.
Yale überlegte nicht lange, sein letztes Abenteuer war länger her als gut für ihn war. So packte er den nötigsten Krempel zusammen, schnallte sich seine komplette Waffenausrüstung um und verließ die Kaserne. Noch immer war es angenehm warm und ein leises Sommerlüftchen rundete das spätsommerliche Wetter ab. Stolzen Schrittes betrat er die Oberstadt und hörte schon aus der Ferne Lord Carthos wie am Spieß rumbrüllen, wer den Mut besäße die Kameraden bei der großen Jagd im Minental zu unterstützen. So etwas ließ sich Yale nicht zweimal sagen und ging geradewegs auf Carthos zu. Kurz vor ihm blieb der Paladin stehen und legte sogleich los.
"Innos zum Gruße Carthos! Wie ich sehe sucht ihr gute Männer die den Orks im Minental mal kräftig in den Arsch treten. Ich bin dabei, was gibt es den besseres als ordentlich Grünfelle zu zerhäckseln!"
Yale wusste, dass es Carthos noch immer gefiel, wenn seine Männer mit Enthusiasmus an ihre Aufgaben gingen und denen all ihre Kraft widmeten. So rückte der Paladin ein letztes Mal seine Rüstung zurecht und wartete darauf, dass Carthos den Abmarsch befahl.....
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| 27.09.2003 18:38 | #138 |
| Carthos |
Das ganze Minental ist noch immer voller Orks und sonstigem Getier. Zahlreiuche Leute aus allen möglichen Lagern sind mitlerweile in der Burgangelangt und streifen nun durch das ganze Tal. Ich denke in ein paar Tagen wird die Anzahl von Beliars Schergen drastisch gesunken sein. Ich werde mir heute den Bau des Schiffes noch einmal ansehen und morgen wieder ins Minental aufbrechen.
Lord Hagen war sichtlich erleichtert über die guten Nachrichten die ihm sein Stabsoffizier gebracht hatte. Ein Sieg über die Orks war sehr wichtig für das Gelingen der Mission und somit auch für das Überleben des Königreiches.Carthos verschwand aus dem Rathaus und eilte über den großen Platz. Er wollte kurz ins Hafenviertel um den Fortschritt an dem neuen Schiff begutachten zu können.
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| 11.10.2003 17:38 | #139 |
| CiferXIV |
Cifer streckte sich in der Morgensonne. Etwas müde stapfte er zum Trainingsplatz...wie jeden Tag. Für ihn hat es lange nichts mehr zu tun gegeben. Und hier im Oberviertel konnte man nicht wirklich viel unternehmen. Einige vertrieben sich die Zeit mit den Studien von Büchern über Innos und Beliar, andere machten gar nichts und einige trainierten....Tag für Tag. So auch Cifer. Schließlich musste man sich fit halten und man wollte ja auch nicht dick werden. Im Zweikampf war er einer der besten Paladine, vor allem die Möglichkeit auf Magie zurück zu greifen brachte einen entscheidenden Vorteil. Trotzdem wurde dieses Leben auf Dauer langweilig. Manchmal fragte er sich ob er gegen die Söldner und Drachenjäger bestehen würde, die fast täglich um ihr Leben kämpfen mussten. Aber wahrscheinlich hingen diese nur in ihren Kneipen rum und ließen sich zulaufen. Dazu wusste er zu wenig über die Jünger des Lee.
Während er sich mit einigen Trockenübungen warm machte fiel ihm ein Paladin auf der in voller Montur das Schlafhaus verließ. ES war Yale, ein alter Freund noch aus Barrierezeiten. Cifer steckte das Erz-Bastardschwert weg und schritt auf ihn zu um zu fragen was er vorhabe. Die Antwort des Glaubensgefährten war, dass er Drakia aufsuchen wollte, da er noch nie dort gewesen war. Cifer überlegte nicht lange. Er hatte viel darüber gehört wie sich Drakia im laufe der letzten Monate geändert hatte. Eine eigene Bürgerwehr und Schutzwälle sollen errichtet worden sein. Und das wäre doch mal ein Anlass sich das ganze selbst anzusehen. Hier gab es zur Zeit sowieso nichts zu tun. Also bereitete er sich vor Yale auf dem kleinen Ausflug zu begleiten.
Wenige Minuten später kam er wieder aus der Schmiede. Dolch, Ein- und Zweihänder sowie seine Magierunen und einige Heiltränke hatte er dabei. Für seinen Mitbewohner Eorl hatte er einen Zettel hinterlassen. Er solle auf die gemeinsame Schmiede aufpassen bis er in einigen Tagen wieder da ist. Außerdem hatte er noch 2 Kunden die ihre Erzschwerter in den kommenden Tagen abholen wollten. Dann ging es los. Die beiden Paladine marschierten in Richtung Hafen und fingen dabei neidische, bewundernde und im Hafenviertel auch hasserfüllte Blicke ein. Aber das sollte sie nicht weiter kümmern. Sie stiegen in eines der Boote und ließen sich aus dem Hafen fahren. Ziel war Drakia. Zum Glück gab es jetzt die Möglichkeit des Seeverkehrs. Wenn er im Gegensatz dazu an die Zeiten der Barriere zurückdachte wo man sich noch durch den Canyon im Gebirge und über die Ebene kämpfen musste...eine gute Sache. Schon bald würde man da sein....
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| 12.10.2003 18:18 | #140 |
| Carthos |
So sieht es momentan aus. Aber die Befreiung der Gefangenen könnte schwierig werden.
Carthos hatte Lord Hagen alles berichtet was sich im Minental zugetragen hatte. Der oberste Paladin war sichtlich erleichtert solch gute Nachrichten zu hören, der Angriff der Orks hatte ihn jedoch wieder nachdenklich werden lassen.
Ich werde nun wieder ins Minental aufbrechen. Mit der ersten Fuhre Erz komme ich wieder zurück.
Mit diesen Worten verabschiedete sich der Kommandant und verließ das Rathaus wieder und kurz darauf auch das obere Viertel.
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| 12.10.2003 19:36 | #141 |
| Eorl |
Eorl betrat das Oberviertel und war froh wieder zuhause zu sein. Die Zeit im Minental war recht anstrengend gewesen, aber es hatte sich gelohnt, der Griff der Orks um die Burg war gebrochen, und die Minen lieferten wohl bald wieder. Vielleicht konnte er sich dann einmal mit magischem Erz versuchen. Er würde wirklich gerne einmal eine Rüstung aus magischem Erz schmieden. Im Moment interessierte ihn allerdings nur schnellst möglichst zu seiner Schmiede zu kommen. Er war müde und wollte sich hinlegen. Er überquerte den Platz mit dem Imposanten Brunnen und lief zur Tür der Schmiede hinüber. Ruhk fuhr aus seinem Nest auf dem Dach hoch und kreiste krächtzend über den Häusern. Eorl öffnete die Tür und trat ein.
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| 16.10.2003 18:15 | #142 |
| Eorl |
Eorl arbeitete mal wieder an dem schwarzen Brustpanzer, und störte sich nicht daran, das die Geschäftigkeit im Oberviertel langsam nachließ. Er gab meist erst dann Ruhe wenn die Leute sich endgültig in ihre Häuser verzogen. Schließlich sah er keinen Grund sein Gehämmer einzustellen solange es niemanden vom Schlafen abhielt. Die Paladine in dem Haus nebenan tolerierten das ohnehin, die meisten von ihnen waren sowieso nicht oft im Oberviertel zu sehen.
Gerade als er den letzten Schlag anbringen wollte, zersplitterte ihm nun der Stiel des Hammers, und das schwere Eisenende sauste durch die Werkstatt und fegte zielsicher eine Flasche Wasser vom Tisch. Prima, dachte sich Eorl und ging zum Tisch hinüber um die Sauerei zu begutachten. Die Flasche war jedoch erstaunlicherweise nicht zerbrochen. Blieb nur der Hammer, und der war wahrhaftig ein Ärgernis. Ihm blieb wohl nichts anderes übrig als sich einen neuen zu kaufen, also verließ er die Schmiede um in der Unterstadt nach einem Handwerker zu suchen. Einer der Neuen Rekruten war angeblich Werkzeugschmied, vielleicht konnte der ihm helfen.
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| 18.10.2003 21:35 | #143 |
| Zylia |
Zylia folgte dem Paladin, der als sie zum Tor zur Oberstadt, mit zwei Rittern sprach die hier Wache hielten.
Kano erteilte ihnen Anweisung die Winzerin immer durch zu lassen den sie hätte seine Erlaubnis da sie ihm bei seinem Schreibkram behilf sein wollte und außerdem seine Neue Schülerin sei.
Als sie das Tor passiert hatten schaute sich Zylia, staunend um hier sah es doch was nobler aus als in der Unterstadt oder gar in diesem schäbigen Hafenviertel, die Gräfin brach merklich in der Frau aus und ihr Gang wurde auch wieder was vornehmer.
Als sie das merkte musste sie innerlich lachen, sie war hier nur eine einfache Winzerin und Sekretärin und Schülerin Kanos, als sollte sie sich auch so benehmen.
Sie kicherte leise als sie wieder ehr bürgerlich ging, wenn das Faith wüste das sie so einfach in die Oberstadt Spaziert sei, die Banditin würde grün vor Neid werden.
Aber so lange sie Bei Kano in der lehre war würde sie hier nichts anstellen, aber danach, das wäre schon mal das Grübeln wehrt.
Sie erinnerte sich das Kano sie vorhin etwas gefragt hatte und begann zu antworten.
“Entschuldigt aber ich bin Überwältigt. Was fragtet ihr eben? Ob ich Buchhalterin gewesen sei? Ja Buchhalterin, Sekretärin, Chefwinzerin des Grafen und Mädchen für alles, So was wie eine Haushofmeisterin.“ Abermals, verschwieg sie befliesendlich, das sie die Frau des Grafen gewesen war.
“Also, ich bekomme auch morgen einen Bogen von euch? Wisst ihr den auch wer mir eine Anständige Kleidung verkaufen könnte? Ich habe nur dieses Winzerinnenkleid und das erscheint mir nicht sehr dazu nütze damit, mit einem Bogen zu schießen. Eine Lederrüstung währe da schon ehr zu gebrauchen. Und ihr habt Recht ich habe doch recht kalt in diesem Kleid, ich war von einer anderen Insel mit einem Boot geflohen welche Von Orks angegriffen wurde und habe nur leichtere Bekleidung mitgenommen, aber habt keine Sorge Gold habe ich genügend, um ein paar neue Sachen zu erwerben. Nicht das ihr denkt, das ich euch vielleicht noch anpumpe, oder gar bestehle.“
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| 18.10.2003 21:54 | #144 |
| Kano |
Schnell hatten sie das Haus erreicht, Wochen war er nun schon nicht mehr hier gewesen. Wenn sie Mädchen für alles war, wie sie sagte, dann konnte sie eigentlich auch gleich staubwischen. Der Statthalter schloss die Tür auf und öffnete sie.
"So, dann mal hereinspaziert."
Er ließ ihr den Vortritt und folgte dann selbst. Der aufkommende Kerzenschein erhellte den Raum und zuerst legte der Krieger erstmal seine Waffen ab. Schwerter und Bogen hatten letztlich doch ein ordentliches Gewicht.Während er sich dann daran machte, ein Feuerchen im Kamin zu entfachen, beantwortete er die Frage seiner neuen Schülerin.
"Nun, kaufen könnt ihr Kleidung auf dem Markt, da gibt es viele Händler und Händlerinnen, die haben sicher Kleider, Lederrüstungen, was immer ihr wollt. Oder ihr wendet euch an unsere Rüstungsschmiede..."
Ein kleines Flämmchen keimte zwischen den Holzscheiten auf und wurde immer größer. Zufrieden erhob sich Kano und sah wieder zu Zylia.
"Da könnt ihr morgen ja auch mal vorbei schaun, sicher werdet ihr was finden.Entschuldigt mich kurz, die Rüstung ist nich das Wahre für einen ausklingenden Abend."
Kano ging die Stufe nach oben und kam einige Minuten später wieder nach unten, nun in normale Kleidung gehüllt. Nichts sonderlich Elegantes, aber auch nichts Schlichtes. Mit dem Sold eines Statthalters konnte man sich doch etwas besseres leisten.
"So, das ist bequemer...
Setzt euch ruhig, wollt ihr was trinken?"
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| 18.10.2003 22:27 | #145 |
| Eorl |
Eorl passierte die beiden Torwachen, und machte sich auf direktem Wege zu seiner Schmiede auf. Der neue Hammer sah sehr gut aus, der Werkzeugschmied hatte wahrlich ganze Arbeit geleistet. Er wog das Werkzeug in der Hand als er am Brunnen vorbei ging und um die Ecke des Hauses bog, in dem die Paladine untergebracht waren. Die Tür der Schmiede hatte er nur angelehnt, hier im Oberviertel klaute ohnehin niemand. Er ging zu der Truhe hinüber in der er die schwarze Rüstung verstaut hatte, und nahm den Brustpanzer heraus. Nachdem er nun zwei Tage ohne Hammer dagestanden hatte brannte er jetzt darauf, endlich den Brustpanzer fertigzumachen. Es dauerte auch gar nicht lange, bis er es geschafft hatte. Die Panzerplatten glänzten fast gespenstisch im lichte der Kerzen und Fackeln die das Innere der Schmiede erhellten. Mit glänzenden Augen besah er sich seine Arbeit einige Minuten von allen Seiten. Dann legte er den Panzer beiseite und kramte die anderen Teile heraus die er schon fertig hatte. Beinschienen aus schwarzem Metall: ein Geflecht aus Kettenstoff und Panzerplatten das bis zum Gürtel ging. Ein geschwärtztes Kettenhemd dessen Ringe etwas verdreht waren um besseren Schutz zu bieten, und Handschuhe aus Ketten, ebenfalls geschwärtzt, mit Platten auf dem Handrücken und den Handgelenken. Was nun noch fehlte waren Schulterplatten, Armschützer und eine Platte für den Rücken. Eorl überlegte sich noch heute damit anzufangen, aber dann fiel ihm ein das es wohl zu spät war um noch etwas neues anzufangen. Die Paladine würden ihn wohl aufknüpfen wenn er nicht bald zu hämmern aufhörte. Auf jeden Fall jedoch würde es sie nicht gerade freuen, und er war auf ihr Wohlwollen angewiesen da er im Oberviertel bleiben wollte. Also ließ er die Rüstung links liegen, und begann etwas was ihm im Minental schon eingefallen war. Er ging ins Lager hinüber und kramte ein Stück Leder heraus das die gleiche Farbe hatte wie seine Milizrüstung. Damit ging er zu einem Tisch und breitete es dort aus. Er legte sein Schwert darauf, und umriss die Klinge mit einem spitzen Messer, das er in der Werkstatt verwendete. Das gleiche wiederholte er noch einmal an anderer Stelle und schnitt dann die beiden Lederstücke mit einer scharfen Klinge aus. Da er sie etwas größer angerissen hatte als die Klinge tatsächlich war, konnte er sie Problemlos zusamennähen ohne das das Konstruckt zu klein geworden wäre um es als Schwerthülle zu gebrauchen. Natürlich würden die Schnüre nicht halten wenn er sein Schwert in die Scheide steckte, also vernietete er die Ränder, und Umschlug die Kanten mit einem dünnen Metallstreifen. Das machte erstaunlicherweise nicht annähernd soviel Krach wie das Schmieden, und er bezweifelte das die Laute auf der Straße überhaupot zu hören waren. Als die Hülle fertig war, befestigte er an ihrer Unterseite noch einige Trageriemen, sodass er sich sein Schwert in Zukunft auf den Rücken schnallen konnte. Das war weit praktischer als es am Gürtel zu haben, da es dann nicht beim Sitzen oder Knien störte. Als er fertig war löschte er die Lampen in der Werkstadt, und stieg die Treppe hinauf zum Wohnbereich. Nachdem er jetzt ohnehin nicht mehr schmieden konnte ohne jemanden zu wecken, konnte er ebensogut schlafengehen.
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| 18.10.2003 22:41 | #146 |
| Zylia |
Schüchtern setzte Zylia sich auf einen der gemütlich aussehenden Sesseln die in der Nähe des Kamins standen.
Sie war doch recht durchgefroren und würde morgen erst einmal, nach passender und Wärmeren Garderobe, auf dem Markt suchen.
“Ihr sagtet, das man eine Rüstung auf dem Markt erwerben kann? Na ja, aber wahrscheinlich nur was für Männer, also ich habe hier in der Stadt wohl ehr nur die Herren der Schöpfung in Rüstungen gesehen.
Ob sie wohl auch etwas Passendes für Damen haben, oder ob ich direkt zu einem Rüstungsbauer oder Rüstungsschmied gehen sollte? Also, es schon etwas Passendes sein, aber nichts Schweres mit viel Metall.“
Zylia sah wie Kano überlegte und sie erwartete seine Antwort.
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| 18.10.2003 23:14 | #147 |
| Kano |
Auch er setzte sich, in seinen wunderbaren bequemen und lang vermissten Schaukelstuhl. Aahhh, was für ein Gefühl, großartig.
"Ich denke schon, es gibt eigentlich alles mögliche. Wenn ich Zeit habe, kann ich euch ja rumführen, sofern ihr wollt."
Kano trank einen Schluck und wippte leicht in seinem Stuhl.
"Erzählt mal, wie gefällt es euch in Khorinis? Und seid ihr eigentlich eine der Amazonen oder wo seid ihr normal untergekommen? Die meisten Frauen sind ja bei diesen kriegerischen...naja, auf der Insel halt. Aber ich habe gehört, das Lager hat sich aufgelöst. Wo seid ihr denn dann jetzt?"
Er schaute zu Zylia rüber, gesehen hatte er sie wohl nie bei den Amazonen. Aber vielleicht war sie ja auch keine. Erstmal abwarten, was sie dazu sagte...
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| 18.10.2003 23:32 | #148 |
| Zylia |
“Also, ..... ich bin von einer anderen Insel.“ sie sprach stockend “Ich musste damals fliehen, weil die Orks uns angriffen, ich war auf den Gräflichen Weinbergen, mit anderen Winzern und Arbeitern und als wir zu Gut zurück gehrten, da .... da war alles Zerstört. Der Graf lag tot inmitten einiger von ihm noch getöteter Orks.“ Zylia kämpfte mit ihren Gefühlen, aber sie sprach nach einer pause weiter in der Kano sie anstarte.
“Jedenfalls, die Orks waren noch Da und durchstreiften die Insel. Ich raffte mein habe und gut zusammen und einige halfen mit, das ich mit einem Lastsegler von der Insel zu fliehen. Nach Tagen kam ich hier an der Insel Khorinis vorbei zu schwach den Segler noch zu steuern, aber die Amazonen halfen mir an deren Lager ich vorbei kam.
Sie nahmen mich auf und nach dem Tod Thaleiias habe ich wieder eine Familie verloren.“ Zylia lies jetzt ihre Gefühle freien Lauf, Ihre Gefühle über ihren Toten Mann, den sie immer noch betrauerte. Verschwieg dadurch das sie mittlerweile bei den Leuten um den General Lee untergekommen war, was würde Kano tun, wenn er erfuhr das sie mittlerweile keine Tochter, sondern Wegelagerin war.Sie weinte immer noch und dachte dabei das man das im Moment besser verschweigen sollte, das sie mittlerweile zum Lager der Söldner gehörte.
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| 18.10.2003 23:42 | #149 |
| Kano |
Ach Mist, jetzt brach sie in Tränen aus...
"Hey nicht doch...", er stand auf und ging zu ihr rüber.
"Entschuldigt die Frage, ich wollte keine alten Wunden aufreißen."Neben ihr kniend schaute er sie an, da schien mehr zu sein, irgendwas wollte sie wohl nicht sagen.
"Nur ihr seid geflohen? Warum halfen euch die anderen und sind selbst zurück geblieben? Ihr wart doch nicht nur eine einfache Winzerin, oder?"Sicher kein günstiger Augenblick, danach zu fragen, aber vielleicht war das ja nur vorgespielt.
"Ihr seid doch jetzt auch nicht allein, oder? Habt ihr denn kein neues Zuhause gefunden?"
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| 19.10.2003 00:14 | #150 |
| Zylia |
Schlurzend schaute Zylia diesen Paladin an, warum führte der König gegen die Orks Krieg, oder die Orks gegen das Reich Myrthana.
Der König hatte die Soldaten der Grafschaft eingezogen für seinen Krieg, es hieß das der Insel keine Gefahr drohe.
Das hatte sie gesehen, hatte die Zerstörung´, das leid und den tot gesehen den de Orks über ihre Insel gebracht hatten.
Sollte sie ihm sagen wer sie war? Die wenigen die es wussten waren, ihre ehemaligen Amazonenschwestern, von denen es auf der Insel Khorinis jetzt nach dem Tod Thaleiias auch nicht mehr so viele gab.
Lange überlegte sie und schlurzte vor sich hin, um sich Zeit zu verschaffen, doch dann sprach sie doch mit tränen erstickter Stimme.
“Der Graf war mein Mann. Aber bitte behaltet es für euch. Die Arbeiter zu denen ich ein Gutes Verhältnis hatte, halfen mir bei der Flucht, ja drängten mich gerade zu die Insel zu verlassen. Sie wollten das ich in Sicherheit vor den Orks sei, sie wollten abwarten und wenn die Grünhäutigen unsere Insel wieder verließen, das Gut wieder aufbauen.
Ich bin die Letzte dieses Grafengeschlechts und das wohl auch nicht so richtig, die Titel werde ich wohl immer noch haben, aber wenn interessieren diese in einer solchen Zeit. Und außerdem war ich nie von Geburt aus adelig, der Graf hat mich eine einfache Bürgerin, die Tochter des Gräflichen Meisterwinzers, gegen den Willen seiner Eltern geheiratet, es war Liebe von seiner und von meiner Seite aus. Wir kannten uns schon seit der Zeit als wir zusammen im Sandkasten gespielt hatten und nun ist er TOT!“ das letzte Wort schrie sie fast und brach wieder in Tränen aus.
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| 19.10.2003 00:34 | #151 |
| Kano |
Achherje und jetzt...wie man kämpfte, das hatte man ihm beigebracht, aber wie sollte er sich bei sowas verhalten...Er nahm also ihre Hand und drückte sie leicht.
"Es tut mir leid, das wusste ich nicht. Bitte weint nicht...Wollt ihr euch hinlegen? Ich bring euch rauf zum Gästezimmer, da könnt ihr euch ausruhen. Sicher ist die Insel wieder frei von Orks und eure Untertanen haben das Gut wieder aufgebaut. Macht euch keine Sorgen. Was euren Gemahl angeht...nun...mein Beileid, auch wenn euch das nicht hilft."Verflixt, was sollte er da schon machen...was musste er auch so neugierig sein, jetzt hatte er sie wieder an die vergangenen Zeiten erinnert..."Kann ich euch irgendwie helfen?"
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| 19.10.2003 00:55 | #152 |
| Zylia |
Zylia schniefte, zog ein doch sehr Teures Taschentusch, aus dem Ärmel ihres Winzerkleides, ein blütenweißes Damentaschentusch mit viel Spitze und dem eingesteckten Wappen der Grafschaft und ihren Initialen.
Sie wischte sich damit die Tränen aus den Augen und aus dem Gesicht.
“Danke aber ich möchte doch zu Bett, der Tag war doch recht anstrengend und die Erinnerungen ...“ wieder unterbrach ein lautes Schlurzen ihre Stimme. “Sagt bitte keinem das ich eine Gräfin bin, es wissen hier nicht viele, nur ein paar meiner Amazonenschwestern, die noch auf der Insel sind nach Thaleiias tot.“Zylia stand mit zittrigen knien auf und stützte sich an der starken Schulter Kanos.
“Bitte sagt es keinem. Versprecht es mir. Und zeigt mir euer Gästezimmer ich möchte gerne Morgen ausgeruht als eure Schülerin durch den Tag gehen und euch auch bei eurem Schreibkram behilflich sein.“
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| 19.10.2003 01:05 | #153 |
| Kano |
"Ich verspreche es euch, keiner wird davon erfahren."
Er half ihr die Stufen hinauf und führte sie dann zu ihrem Zimmer."So, ich hoffe ihr seid zufrieden damit. Aber ich denke es wird reichen. Besser als die Taverne allemal."
In der Tür blieb er stehen, während sie eintrat.
"Also dann, ich wünsche euch eine gute Nacht, morgen sieht die Welt wieder anders aus. Und das Training wird euch stärken, nicht nur körperlich. Schlaft gut."
Kano verließ das Zimmer und schloss die Tür, dann begab auch er sich zu Bett, es war wirklich ein anstrengender Tag gewesen, nicht zuletzt wegen des langen Weges...
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| 19.10.2003 01:39 | #154 |
| Zylia |
Zylia bedankte sich herzlich bei Kano, bevor dieser die Tür schloss und sie alleine lies.
Sie schaute sich in dem Gästezimmer um es was Schön eingerichtet und kostbar wie es in einem Wohlbetuchtem Hause wohl Üblich war.
Aber für die Schönheiten der Ausstattung hatte sie keinen Sinn die war müde und gähnte herzhaft.
Sie zog ihr Kleid aus, hing es über einen der Hübschen Sessel und legte sich unter die Decke, des Himmlisch weichen Bettes.
Sie ging noch einige Zeit Ihre Gedanken nach, bis diese immer zäher gingen, ihre Augen langsam zufielen und sie hinüber glitt in den Wohligen Schleier des Traumlandes.
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| 19.10.2003 10:34 | #155 |
| Kano |
Herzhaft gähnte Kano und streckte sich. Was für ein Schlaf, das hatte ihm wirklich gefehlt. Nicht dass das Bett in der Burg schlecht gewesen wär, aber dies hier war doch viel besser. Heute würde also erstmal Training anstehen, das hieß: Rüstung anziehen. Der Krieger legte also seine Rüstung Stück für Stück an und ging dann nach unten. Viel zu essen war nun nicht gerade da, während seiner Abwesenheit wäre eh das meiste verdorben. Das hieß dann wohl einkaufen...Mist. Hungrig verließ er das Haus und machte sich schnurstracks auf den Weg zum Markt......
......und kam eine Weile später mit Lebensmitteln beladen zurück. Jetzt konnte man hier wenigstens ordentlich Frühstücken, das musste schon sein, bevor man den Tag anging. Nachdem alles verstaut war, machte sich Kano daran, etwas zubereiten, hier gab es dann doch mehr, als in der Burg, da konnte man sich mal wieder richtig satt essen. Musste er nur aufpassen, das etwas für seinen neuen Gast übrig blieb...
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| 19.10.2003 18:16 | #156 |
| Zylia |
Früh wurde Zylia wach, erst wusste sie nicht, wo sie war, aber dann kam die Erinnerung, sie war bei einem Paladin, in seinem Haus, sie sollte ihm bei seiner Schreibarbeit helfen und er Würde ihr den Umgang mit dem Bogen Zeigen.Ja das war so eine Sache mit dem Bogen, in dem Winzerinnenkleid konnte sie wohl nicht Richtig Trainieren und die leichte Amazonenrüstung die noch Bekommen hatte als sie Amazone war, lag weit weg in ihrer Truhe, in Schmoks Taverne.
Sie müsste einkaufen gehen, zum Glück hatte sie genug Gold dabei, da würde wohl eine einfache Rüstung drin sein und der Umhang, den sie eigentlich hatte Kaufen wollen auch.
Sie zog sich an und ging hinunter, Kano war auch schon war und wie es aussah war er auch heute auch schon unterwegs gewesen und hatte eingekauft.Er bot ihr ein Frühstück an und Zylia nahm sich etwas von dem Brot und der Wurst.
Nachdem sie Satt war half sie erst einmal Kano bei der Sortierung seiner Schreibstücke, wie es schien war er lange nicht hier gewesen und es hatte sich einiges angesammelt.
Weit nach Mittag hatten die beiden einen verhältnismäßigen guten Überblick über die Schriftstücke gewonnen und Kano gestattete, seiner Schülerin erst einmal sich nach anderen Gewandungen, auf dem Markt oder den Händlern der Stadt umzusehen.
Zylia bedankte sich und versprach so schnell wie möglich wieder zurück zu sein und verließ Kanos Haus, ging das Stück durch die Oberstadt zu dem Tor hinunter in die Unterstadt.
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| 21.10.2003 11:39 | #157 |
| Eorl |
Eorl erwachte recht spät, und riss zuallererst die Fensterläden des großen Fensters auf, das dem Platz zugewandt war und ihm einen Blick auf den Brunnen gewährte. Es war schon hell. Gestern hatte er die schwarze Rüstung fertiggestellt, zumindest alles davon was aus Metall war. Er hatte vorgehabt sie noch zu verzieren, um das ganze noch furchterregender aussehen zu lassen. Dabei war ihm der Drachensnapperkram eingefallen den er bei einem Söldner bestellt hatte bevor er ins Minental aufgebrochen war. Er sollte den Krempel vielleicht mal abholen. Er zog seine Rüstung an, und ging dann hinunter in die Werkstatt. Dort öffnete er erst mal die Tür um etwas licht in den Raum zu lassen. Dabei bemerkte er einen Waffenknecht der vom Tor heruaf auf ihn zugerannt kam.„Seid gegrüßt! Andre schickt mich zu euch. Ihr sollt ein paar der Rekruten im Kampf mit Einhandwaffen unterweisen.“
„Geht klar. Ist irgendwas passiert oder wieso kommt das so plötzlich?“„Der Ritter Milgo ist nicht in der Stadt und Jabasch ist auch nicht da. Deshalb brauchen wir zusätzliche Lehrer.“
„Verstehe, gut ich mache mich gleich auf den Weg.“
Der andere lief zurück in die Unterstadt und Eorl ging zurück in die Werkstatt um sein Schwert zu holen. Mit der Waffe am Gürtel machte er sich dann auf den Weg in die Kaserne.
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| 23.10.2003 21:48 | #158 |
| Samantha |
Brav zeigte sie den Torwachen das Siegel Lord Andres und der amüsierte Blick der beiden wandelte sich in ein erstauntes Lächeln um.
"Ihr habt es also geschafft, meinen Respekt", sagte der linke, während sein Freund schon wieder das Hörnchen anstarrte, als wäre es ein Haufen funkelnden Goldes.
Samantha grinste. "Noch nicht ganz, aber es kann sich nur noch um Momente handeln. Also, kann ich durch?"
"Sicher", sie machten ihr bereitwillig Platz.
Samantha betrat das Oberviertel. Sofort fielen ihr die schönen Häuser auf, gepflegt und sauber, ganz anders als in der restlichen Stadt. Ein Brunnen zierte den Platz zu ihrer Mitte und eine stolze Statue ragte von dort in den Himmel. Ein Ort voller Ruhm und Stolz.
Vorsichtig und fast schon eingeschüchtert von diesem ungewohnten Glanz schritt sie über das ebene Kopfsteinpflaster und betrat die Pforte, welche zu einem gesonderten Haus in einem kleinen Gärtchen führte. Dies musste das Rathaus sein.
Sie hielt bereits das Schriftstück bereit, als die beiden Wachen vor der Tür sie anhielten. Genaustens musterten sie das Siegel und nickten dann, um sie passieren zu lassen.
Samanthas Herz begann unwillkürlich zu klopfen, als sie in das dunkle Gebäude eintrat.
Sie ging geradewegs durch und trat schließlich auf einen Mann zu, der Lord Hagen sein musste. Fast schon ehrfürchtig begrüßte sie ihn und rückte mit ihrem Anliegen hervor.
"Lord Andre schickt mich mit diesem Schreiben", sie überreichte ihm das unversehrte Siegel, "mein Name ist Samantha und ich komme von.... nun von einer Gegend weiter im Norden. Ich möchte gerne eine Streiterin Innos werden."Sie schaute den Lord gespannt an und wartete auf seine Reaktion.
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| 23.10.2003 22:03 | #159 |
| Carthos |
Hinter der Orkpallisade also ? Da kommen wir vom Land aus niemals hin. Wie lange wird es noch dauern, bis das Schiff fertig ist ? fragte Lord Hagen seinen Stabsoffizier.
Ich habe die Bootsbauerin heute nicht angetroffen, ich werde sie morgen gleich danach fragen. Allerdings sehe ich doch eine Chance, welche uns durch das Minental gegeben ist...
Lord Carthos hielt in seinem Vorschlag inne, als plötzlich eine junge Frau das Rathaus betrat und sich alle Blicke gespannt auf sie richteten. Ihrer Kleidung nach zu urteilen war sie nicht aus der Stadt und ihr Schwert schien auch nicht gerade eins für Anfänger zu sein.
Carthos verschränkte die Arme vor seiner Brust und blickte in die Runde, während sich ihr Besuch zielstrebig an Lord Hagen wandte.
Ihr wollt in unsere Reihen treten ? Das sind ehrenwerte Wünsche, doch wir nehmen nicht jeden auf. Da euch Lord André den Zugang zum oberen Viertel erlaubt habt, muss er seinen guten grund dafür haben.
Lord Hagen schien weitaus weniger überrascht zu sein, als der rest der umherstehenden Paladine und Ritter.
Carthos musterte diese Samantha genau, irgendwo hatte er sie schon einmal gesehen. Seine Gedanken reichten weit zurück, bis in die zeit als die Kuppel über dem Minental noch existierte. Plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen und die Erinnerungen schossen geradewegs aus den Tiefen seines Gedächtnisses hervor. Damals, als ihm einer der Novizen aus dem Sumpf ein Schwert gerbacht hatte, war sie ebenfalls dort gewesen. Eine templerin der Sektenspinner hatte sich also zu dem Glauben an Innos bekehren lassen.
Nun, Samantha. Erzählt mir etwas von euch und erklärt mir wieso ihr den Weg einer Streiterin unseres Herrn Innos betreten wollt. Es gibt wahrlich nicht viele Frauen die diesen Schritt wagen.
Lord Hagen hatte die kurze Pause damit verbracht, die Pläne zur Befreiung der Gefangenen beiseite zu räumen und sich voll und ganz der jungen Frau zu widmen, auf dessen Antwort sie nun alle gespannt warteten.
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| 24.10.2003 17:01 | #160 |
| Eorl |
Eorl betrat das Oberveirtel und ging zur Schmiede hinüber. Seine Shüler konnte er erstmal etwas alleinlassen, da blieb ihm Zeit sich die letzten Kniffe an der schwarzen Rüstung fertigzumachen. Nachdem er nun endlich seinen Kram vom hof bekommen hatte, konnte er das Ding bestimmt noch verbessern. Er betrat die Schmiede und begann ohne umschweife die Esse anzuheizen. Als das Feuer heiß genug war holte er die Rüstung hervor und legte sie auf den Tisch. Irgendetwas fehlte noch, etwas das der Rüstung eine furchteinflößenden Touch verpasste. Denn, so wusste er aus eigener Erfahrung, eine Wirklich gute Rüstung vermochte manchmal allein aufgrund der respekteinflößenden Erscheinung des Trägers einen überflüssigen Kampf zu vermeiden. Er nahm das Paket vom Hof aus einer Truhe, und legte etwas vom Inhalt neben der Rüstung auf den Tisch. Die Dornen von Drachensnappern. Die Schuppen ließ er in der Kiste, die waren ihm momentan nicht von Nutzen. Er setzet einen der Dorne an eine Schulterplatte an und begann mit der Arbeit.
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| 24.10.2003 17:20 | #161 |
| Samantha |
Samantha schaute diesen Lord Hagen eingehend an, bevor sie sich überlegte, wie sie ihre Geschichte nun am besten rüberbringen konnte. Eine ganz weiße Vergangenheit hatte sie ja nun auch nicht, schließlich war sie nicht umsonst in diese elendige Barriere geworfen worden. Doch mit etwas rhetorischem Geschick ließ sich die ein oder andere Sache bestimmt vergessen lassen. Die Blicke der hohen Offiziere waren nun ganz auf sie gerichtet und langsam wurden sie auch schon ungeduldig. Neugierde spiegelte sich in ihren Augen wider, gemischt mit einem fordernden Glanz, der sich ihr die Nackenhärchen aufstellen ließ.
Sie holte Luft.
"Ich stamme vom Festland", begann sie und schon stellte sich ihr das erste Problem. Wie sollte sie ihren Gang in die Barriere erklären?"Mein Vater hat dort dem König gedient, er war Offizier und hatte viele Freunde in diesen Reihen, ich kann mich aber nicht mehr an alle erinnern, es ist schon so lange her. Er hat damals mit seinem Trupp einen orkischen Feldherr ausgeschaltet, in der Stadt Methari, ein großer Schlag wie er mir bei seiner Rückkehr stolz berichtet hatte. Ich werde nie das Leuchten in seinen Augen vergessen...das war das letzte mal dass ich ihn gesehen habe, tags drauf musste er schon wieder weiter. Ich weiß nicht mal mehr was jetzt mit ihm ist...", sie machte eine kurze traurige Pause, fuhr dann aber sogleich fort, "das Schicksal hat mich dann in die Barriere verschlagen."
Sie hörte ein überaschtes einatmen. Jetzt nur schnell weitermachen."Es war ein dummer Zufall, ich hatte schlechte Freunde die mich in einige Streiche reinzogen, die ich nicht hätte machen sollen. Naja, mit der Zeit lernt man... jedenfalls habe ich mich einem Lager dort angeschlossen und bin auch nach dem Fall der Barriere mit hier auf den anderen Teil der Insel. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt in dieser Zeit, gute sowie schlechte, und sie haben mich alle geformt und weitergebracht. Doch bis vor kurzem wußte ich noch nicht, dass mein damaliger Weg der falsche war. Innos hat mir den rechten Weg gezeigt. Und dafür möchte ich mich bei ihm bedanken und von nun an für seine Sache kämpfen. Mir gefällt die Stadt, es ist sicher ein sehr schöner Ort zum Wohnen."Sie hielt inne und schaute die Paladine an. sie wußte nicht recht wie ihre Erzählung aufgenommen worden war, doch sie hatte die volle Wahrheit gesprochen, sogar die unangenehmen Dinge erwähnt. Vielleicht hätte sie einiges weglassen sollen, aber sie hatte es nunmal mit der Ehrlichkeit.
"Als Zeichen meiner Glaubwürdigkeit und natürlich auch weil es einfach rechtens ist, habe ich einen hinterhältigen Dieb ausgeliefert. Und nun bin ich hierhergeschickt worden und ich möchte erfragen, ob eine Möglichkeit besteht, mich in eure ehrenwerten Reihen aufzunehmen. Innos möge ein Einsehen mit mir haben, dass ich nicht sofort den rechten Weg fand. Doch was ist schon der Weg, wenn das Ziel das richtige ist.."
Ein hoffnungsvoller Blick traf Hagen direkt in die Augen.
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| 24.10.2003 18:00 | #162 |
| Die Paladine |
Lange ruhten die Blicke auf Samantha, während sie ihre Geschichte erzählte. Die anwesenden Offiziere verzogen dabei keine Miene, schliesslich war es eine Geschichte die jeder von ihnen erzählen konnte. Der Krieg mit den Orks dauerte nun schon so lange, das jeder Verwandte hatten, die in der königlichen Armee gedient hatten.
Als die Stimme der junge Frau verstummte, war es totenstill, niemand sagte ein Wort oder gab irgend eien Regung von sich. Bei einem kurzen Blick zur Seite, bemerkte Lord Hagen ein ungewohntes Leuchten in Ingmars Augen und noch bevor irgend jemand anders das Wort ergreifen konnte, war dessen Stimme im Raum zu hören.
Ihr habt eine interessante Vergangenheit. Viele wissen bei diesen Zuständen kaum etwas über ihre Eltern. Ihr habt euren Vater seit diesem Sieg nicht mehr gesehen ?
Das ist nicht verwunderlich, schliesslich zog er danach in die großen Schlacht bei Heltora, welche leider mit eienr Niederlage für uns endete.
Die strengen Blicke, die eben noch auf der Offizierstochter geklebt hatten, richteten sich nun gespannt auf den Paladin, der anscheinend mehr wusste als sie alle zusammen.
Carthos
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| 24.10.2003 18:26 | #163 |
| Samantha |
Alle Augen hatten sich gewandt. Keine hatte erwartet, dass sich ein anderer als Lord Hagen zu Wort melden würde. Umso überraschter die drehenden Köpfe.
Auch Samantha schaute erstaunt auf. Ihr Blick, der eben noch wartend auf Hagen gerichtet gewesen war, wanderte schlagartig zu dem Paladin rechts neben ihm und ihre Augen öffneten sich fragend.
"Ihr kennt meinen Vater?"
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| 24.10.2003 18:34 | #164 |
| Die Paladine |
Ingmar beachtete die neugierigen Blicke seiner Kameraden nicht, sondern konzentrierte sich nur auf Samantha. Seine Erinnerungen überschlugen sich und er suchte nach den passenden Worten.
Ja ich kenne ihn, und nicht nur ihn. Ich war damals dabei gewesen, als dein Vater dem Ork sein Schwert in die Brust rammte und wir somit die Stadt vor dem drohenden Unheil bewahren konnten. Später trennten sich unsere Wege, als ich mich in den Dienste Innos' stellte und er weiterhin auf der Militärschiene blieb. Gelegentlich haben wir uns am Hofe des Königs wieder gesehen und Erlebnisse ausgetauscht. Ich war es auch, der dir die ersten Schwertgriffe beigebracht hatte.
Auf dem Gesicht des Paladins zeigte sich ein Lächeln, während Lord Carthos, Lord Hagen und die anderen immer noch drein blickten, als hätten sie Innos persönlich gesehen.
Deine Familie war stets ehrlich und dem König treu ergeben, deshalb wüsste ich nicht warum die Tochter ihrem Vater nicht nacheifern sollte.
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| 24.10.2003 20:29 | #165 |
| Samantha |
Samantha hatte gespannt zugehört und Ingmar mit ihrem neugierigen Blick fast verschlungen. Er kannte ihren Vater. Nie hätte sie geglaubt nochmal etwas von ihrer Vergangenheit zu hören. Und nun war sie mittendrin, ganz plötzlich und unverhofft. Es war nahe dran sie zu überwältigen, doch die junge Frau hielt sich tapfer. Die Neugierde war stärker als die Gefühlsregung über die Erinnerungen.Sie konnte sich noch erinnern, wie ihr jemand das Kämpfen mit dem Schwert beigebracht hatte, doch es war schon zu lange her als dass sie sich noch an das Gesicht erinnern konnte. Und doch schien ihr nun ein bisschen Erinnerung durchzukommen.
"Ich danke euch für diese Einschätzung", sagte sie mit einem kleinen Lächeln, die Neugier stets noch in den Augen. Schließlich konnte sie sich nicht mehr halten.
"Wißt ihr wo mein Vater inzwischen ist? Dient er immer noch dem König?"
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| 24.10.2003 20:46 | #166 |
| Die Paladine |
Ingmar hatte diese Frage bereits kommen sehen, schliesslich war es verständlich das sie wissen wollte wie es ihrer Familie erging. Der Paladin räusperte sich kurz, denn er wusste, dass er Samantha keine gute Nachricht geben konnte.
Was genau aus deiner Familie geworden ist, kann ich dir leider nicht sagen. Euer Vater hatte sich in den Jahren eurer Abwesenheit durch zahlreiche Siege ausgezeichnet und das letzte Mal als ich ihn sah war er bereits einer der Generäle des Königs.
Das Reich stand damals kurz vor einer der zahlreichen Entscheidungsschlachten. Euer Vater wusste wohl das es für die Menschen an dem Teil der Front nichts mehr zu gewinnen gab und hat mir deshalb einen Brief an euch gegeben. Anscheinend glaubte er, dass ich eines Tages seine verschollene Tochter finden würde. Ein halbes Jahr später kehrte ich zum Hof zurück und hörte davon, dass die Schlacht sehr blutig gewesen sein muss und die Armee des Königs den heranstürmenden Orks nicht standhalten konnte. Wir haben nie wieder was von der Armee eures Vaters gehört. Was mit eurer Mutter geschehen ist, weiss ich leider nicht.
Ingmar vermied es nun Samantha direkt anzusehen. Selbst das tapfere Herz eines Paladins war für solche Momente nicht geschaffen. Auch die anderen Streiter Innos' wandten ihre Blicke nun von der jungen Frau ab, da sie sie mit ihren starren Blicken nicht noch mehr belasten wollten, als sie nach dieser Nachricht wohl ohnehin schon war.
Paladin Ingmar trat an eine der Truhen, zog einen Schlüssel hervor und öffnete sie. Heraus zog er einen alt wirkendes Stück Pergament, das mit einem Siegel verschlossen war und reichte es Samantha.
Carthos
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| 24.10.2003 21:10 | #167 |
| Samantha |
Stille trat ein, als der Paladin ihr das Pergamentstück überreichte. Samantha starrte wie gebannt auf die Schrift in ihren Händen und öffnete sie schließlich mit zittrigen Fingern. Sie hatte fast schon geahnt dass etwas derartiges passiert sein musste, doch sie hatte es nicht glauben wollen. In all den Jahren war es immer eine gute Ausrede gewesen, nichts zu wissen und alles im Guten zu glauben. Doch die Realität holte einen manchmal schneller ein als einem lieb war.
Widerspenstig ließ sich das Siegel öffnen und sie entrollte das säuberlich aufbewahrte Schriftstück. Zutage kam der saubere Schriftzug ihres Vaters, unverkennbar diese Handschrift, sowie ein weiteres Dokument. Mit stärker zitternden Händen begann sie zuerst den Brief zu lesen.
"Geliebte Tochter,
wenn du diese Zeilen liest, ist meine Zeit vorbei und Innos hat mich wohlbehütet auf meine nächste Reise geschickt.
[hier kam noch etwas über seine letzten Erlebnisse und die Zustände auf dem Festland]
Ich hoffte zwar es dir persönlich sagen zu können, doch es hatte nicht so sollen sein. Daher habe ich Ingmar diesen Brief gegeben mit der Bitte, ihn zu verwahren und an dich weiterzureichen, falls ich nicht mehr imstande bin dich zu finden und er diese Aufgabe für mich übernehmen kann.
Ich habe auf dem Festland ein Stück Land erworben, nichts sehr großes, doch genug um dir etwas für die Zukunft mitgeben zu können. Nach meinem Tode, der nun eingetreten ist, vermache es dir. Das beiliegende Dokument bestätigt deinen Besitz. Bewahre es gut auf, es wird dir von großem Wert sein. Ich hoffe dir geht es gut und jemand sorgt um dich. Eine Frau sollte zu diesen Zeiten nicht alleine stehen, ich hoffe du hast einen mutigen Krieger an deiner Seite der das mir Liebste beschützt.
In Liebe, dein Vater.
Die Augen der jungen Frau hatten sich mit Wasser gefüllt und nun kullerte eine einsame Träne ihre Wange hinab. Sie hatte die Zeilen genau gelesen und so traurig sie waren, beim letzten Absatz hatte sie lächeln müssen. Immer noch der Alte. Wenn er doch nur sehen könnte wie sie hier stand, durch und durch eine erfahrene Kriegerin, die keineswegs Schutz eines starken Kriegers benötigte. Doch eines konnte sie ihm mit Sicherheit erfüllen, sie war nicht alleine.
Plötzlich wurde sie sich bewußt, dass sie immer noch vor einer Gruppe Paladinen stand, die sie aufmerksam und neugierig betrachteten. Schnell hatte sie sich wieder gefangen und schaute auf.
"Mein Vater...er..hat mir ein Stück Land vermacht", sprach sie leise und räusperte sich dann, um ihre Stimme wieder klar zu bekommen.
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| 24.10.2003 21:26 | #168 |
| Die Paladine |
Ingmar hatte sich etwas zurück gezogen, da er nicht dabei sein wollte, wie Samantha den Brief ihres Vaters öffnete. Er hatte stets viel von seiner Tochter gehalten und war nie darüber hinweg gekommen, das er sie nur in jungen Jahren gesehen hatte.
Lord Hagen hatte seine Meinung über die junge Frau bereits gefällt und wollte ihr den Zutritt in die Reihen der Krieger Innos nicht verwehren. Das plötzlich aufgetauchte Schriftstück, mit der Grundtücksburkundung machte die Sache jedoch etwas komplizierter.
Entschuldigt, aber dürfte ich die Urkunde des Grundstücks einmal sehen ?Er hoffte, dass sie ihn nicht falsch verstehen würde und tatsächlich reichte sie ihm zögerlich das alte Pergament.
Das geschulte Auge des obersten Paladins von Khorinis erkannte sofort das Siegel des Königs. Nur seine Offiziere, welche sich im Kampf ausgezeichnet hatten bekamen eine solche Urkunden mit denen der Inhaber ebenfalls ein Stück land zugesprochen bekam und somit in die Schicht des Adels aufstieg. Viele Menschen hatten zwar ein eigenes Haus, jedoch meist auch nicht mehr. Lediglich als Bauer konnte man noch einige Felder sein Eigen nennen. Doch dieses Dokument sprach einem weitaus mehr zu.
Lord Hagen rollte das Schriftstück wieder zusammen und gab es seiner rechtmäßigen Eigentümerin zurück.
Nun, da Lord André dich zu mir geschickt hat, vertraut er dir wohl offensichtlich. Ingmar scheint dich gut zu kennen und hält wohl auch große Stücke auf dich.
Kraft meines Amtes bin ich bereit dich, Samantha, in die Reihen der Paladine des Königs und der Streiter unseres Herrn Innos aufzunehmen. Sofern dein Wille immer noch daran festhält, für die Gerechtigkeit und die Lehren Innos' in die Schlacht zu ziehen, so spreche mir nach.
"Hiermit schwöre ich Innos, dem Gott des Feuers, der Gerechtigkeit und Schöpfer dieser Welt, mein Leben lang zu dienen, seine Schöpfung zu wahren, seine Gesetze zu achten und mit meinem Leben zu verteidigen, bis die Flamme meines Lebens erlischt und ich einkehre in sein Reich."
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| 24.10.2003 21:53 | #169 |
| Samantha |
Samantha schaute Lord Hagen ernst und fast schon feierlich an, als sie den Mund öffnete und mit einer wieder festen und bestimmten Miene die wiederholten Worte heraustraten:
"Hiermit schwöre ich, Samantha, dem Gott des Feuers, der Gerechtigkeit und Schöpfer dieser Welt, mein Leben lang zu dienen, seine Schöpfung zu wahren, seine Gesetze zu achten und mit meinem Leben zu verteidigen, bis die Flamme meines Lebens erlischt und ich einkehre in sein Reich."
Nachdem sie geendet hatte durchströmte sie ein Gefühl der Wärme. Ihr Herz pochte, ihr Puls raste. Es war vollbracht. Nun war sie eine Anhängerin Innos und eine Kämpferin in den Reihen des Königs.
Sie lächelte, strahlte schon fast. Es war wirklich vollbracht.
"Ich danke euch für die Aufnahme. Ich werde meinem neuen Titel alle Ehre erweisen und mithelfen, Ordnung und Frieden in der Stadt zu erhalten."
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| 24.10.2003 22:03 | #170 |
| Die Paladine |
Lord Hagen konnte nur erahnen, was in dem Brief gestanden hatte, den Ingmar ihr gegeben hatte. Dafür, das sie eben wahrscheinlich von dem Tod ihres Vaters oder gar ihrer Eötern erfahren hatte, schien sie doch sehr gefasst zu sein. Der Paladin hatte schon so viele Menschen getroffen und er wusste, dass das was die Menschen einem vorgaben zu sein, meistens nur eien Fassade war. Diese began spätestens dann in sich zusammen zu brechen wenn die bertreffende Person alleine war.
Er wartete stillschweigend und lauschte den Schwur, den die jugen Frau soeben ablegte.
Kraft meines Amtes nehme ich euch in die Reihen der Krieger Innos' auf, auf das ihr seine Worte und seine Schöpfung vor den finsteren Machenschaften Beliars schützen mögt.
Die Urkunde eures Vaters gehört nun euch. Sie vermacht euch einen ordentlichen Grundbesitz und schenkt euch hohes Ansehen im Adel des Königreiches, zu dem ihr nun auch gehören möget, Lady Samantha.
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| 24.10.2003 22:26 | #171 |
| Samantha |
Röte stieg der jungen Frau ins Gesicht, angesichts der letzten Worte von Lord Hagen. Lady Samantha. Ein sehr gewöhnungsbedürftiger Titel.
"Ich danke euch, ich werde euch nicht enttäuschen", wiederholte sie fest.Dann drückte sie den Brief samt Dokument an sich und verabschiedete sich. Kurz darauf trat sie immer noch recht mitgenommen von den vielen aufeinandertreffenden Ereignissen aus dem Rathaus und lehnte sich an den Brunnen, um die Sterne zu beobachten.
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| 25.10.2003 12:23 | #172 |
| Samantha |
Samantha hatte die Nacht in einem Bett verbracht, dass viel zu hart und viel zu unbequem war. Wie auch immer diese Paladine das aushielten, ihr war diese Übernachtungsmöglichkeit ein wenig zu ungemütlich. Zumal sie auch noch mit dutzenden Männern in einem Zimmer schlafen musste. Nicht auszuhalten, dieses Geschnarche. Es musste eine Bleibe her.
Verstohlen warf sie einen Blick in ihren Goldbeutel. Nicht gerade wenig, aber auch nicht wirklich viel. Für ein Häuschen im Oberviertel reichte es sicher nicht. Aber es musste sich doch irgendeine Möglichkeit finden. Dort in dem hübschen Nebenhof, mit dem grünen Baum in der Mitte des Platzes, war es schön. Auch das Hörnchen hatte seine Ambitionen schon verkündet, der Baum war sofort erklommen und als neues Eigentum deklariert worden. Sämtliche anderen Eichhörnchen wurden rigoros von dem Gewächs vertrieben, was ein aufgeregtes Gehüpfe und Gequieke im Oberviertel nach sich zog. Die Hörnchen flüchteten alle zum Rathaus, na die würden sich freuen.
Samantha blickte nochmal sehnsüchtig auf die schönen weißen Fachwerkhäuser und beschloss dann sich ein bisschen in der Stadt umzuschauen. Doch kaum war sie ein paar Schritte gegangen, hielt sie ein Junge an, der aufgeregt an ihrem Ärmel zupfte.
"Seid ihr Lady Samantha? Ich sol leuch ausrichten, zwei Brüder würden unten am Lagerhaus auf euch warten."
Und schon war er wieder weitergewetzt, den Auftrag erfüllt und das Gold eingeheimst.
Samantha schaute ihm nach. Zwei Brüder? Das konnten nur diese zwei sein.
Vorsichtig schaute sie sich um, dass es auch keiner gehört hatte, und machte sich dann auf den Weg ins Hafenviertel.
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| 25.10.2003 15:00 | #173 |
| Kano |
Kano saß mal wieder über Unmengen von Papierkram, als ein Milizsoldat anklopfte, auf Kanos Geheißen in eintrat und salutierte.
"Herr, ich bringe eine Nachricht von Lord André, wir haben einige Anhänger Lees gefangen genommen."
Der Ritter blickte auf und zog die Stirn in Falten.
"Söldner? Hmm...ok, ich werde gleich mal nachsehen, mit denen können wir sicher was anfangen."
"Ich werde es Lord André ausrichten."
Der Soldat salutierte erneut und verließ den Raum. Kano stand auf und streckte sich. Am besten sah er gleich mal vorbei, dann konnte er sich wenigstens mal von dem blöden Schreibkram distanzieren. Wenigstens half ihm Zylia die letzte Zeit, sie war eine große Hilfe, es ging alles viel schnell und sah sogar noch ordentlicher aus.
Der Statthalter verließ sein Haus und schloss ab, dann schritt er langsam die Strasse entlang aus dem oberen Viertel hinaus und dann zur Kaserne hin...
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| 26.10.2003 19:41 | #174 |
| Carthos |
Majestätisch stand der schwere Besprechungstisch inmitten des Erdgeschosses des Rathauses. Lord Carthos saß auf einem Stuhl dahinter und blickte stumm auf die eingeschnitzte Karte. Sein Blick ruhte auf einem noch unberührten Fleck der Holzplatte. Dort befand sich die große Pallisade der Orks und kein Mensch wusste, was sich dahinter befand. Diejenigen die es wussten galt es nun zu befreien und viel Zeit hatten sie dafür nicht mehr. Zu lange schon hatten sie gewartet, doch die dringend benötigten Erzkonvois aus dem Minental stahlen der Stadt einige gute Krieger.
Carthos blickte an seiner Rüstung hinunter, mit der er seit seiner Ankunft in Khorinis schon eingie Schlachten geschlagen hatte, die Letzte war jedoch das schlimmste, was er seit jahren gesehen hatte. Manchmal hatte ihm das bisschen Metall um seinen Körper ihm das Leben gerettet, doch die Kampfspuren daran waren unübersehbar. Mehrmals schon wurde sie geflickt und repariert, dadurch bot sie keinen ausreichenden Schutz mehr. Die Befreiung der Entführten würde wieder zu einem heftigen Kampf führen und da durfte er nicht mit schlechter Ausrüstung in den Kampf ziehen.
Der Kommandant verließ den gemütlichen Platz zwischen Besprechungstisch und Kaminfeuer und trat hinaus in die kalte Abendluft der Hafenstadt. Einige Ritter und Paladine standen tuschelnd beisammen , andere hatten sich in die warmen Häuser zurück gezogen. Carthos suchte den Milizoldaten Eorl, der ihm bereits die Verbesserungen an seiner jetzigen Rüstung gemacht hatte. Also war er sicher auch der richtige Mann um eine komplett neue zu schmieden.
Im Halbdunkel der schummrigen Strassenbeleuchtung erkannte er den Rüstungsschmied, als dieser gerade den Weg von der Unterstadt hinauf gestiefelt kam.
Guten Abend. Ich bräuchte mal wieder deine Hilfe. Meine Rüstung hat jetzt einige Keilereien hinter sich und ich denke noch einen Schlagabtausch überlebt sie nicht. Dafür hat sie zu viele notdürftige Reparaturen hinter sich. Kannst du eine Neue schmieden ?
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| 26.10.2003 19:58 | #175 |
| Eorl |
Eorl klemmte seinen Einkauf unter den Arm und führte den Lord zur Schmiede hinüber. er stieß die Tür auf, und trat in die Werkstatt, begann einige der Fackeln zu entzünden um etwas Licht in den dunkeln Raum zu bringen. Der Lord trat ein, und begutachtete die Rüstungen die hinter dem Tresen auf Ständern standen.
"Ich habe natürlich immer einige Rüstungen fertig. Für Paladine gut geeignet. Gutes Erz, ohne Frage, aber in eurem Falle ist das glaube ich nicht genug. Ich glaube ich kann euch eine Rüstung schmieden, die ihr so schnell nicht kleinkriegt. Das Material haben wir gerade mit dem Konvoi in die Stadt gefahren, und ich bin sehr zuversichtlich das ich es richtig schmelzen kann. Ich habe einst in den Schmieden von Nordmar gearbeitet."
Die Augen des Schmiedes leuchteten, als er den Lord nun fragend anblickte: "Nun, was meint ihr?"
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| 26.10.2003 20:09 | #176 |
| Carthos |
Carthos hatte dem verlockenden Angebot von Eorl aufmerksam zugehört. Man konnte dem Schmied ansehen, dass er eine Rüstung aus dem neuen, magischen Erz auch als eine Herausfrderung für sich selbst ansah.
Du meinst das Erz aus der Minenkolonie ? Ich kenne dieses Material, sämtliche Schwerter die ich bisher daraus geschmiedet habe sind nie zerbrochen oder in irgend einer Form dramatisch beschädigt worden. Du glaubst also, dass man sich dies in Form einer Rüstung ebenfalls zunutze machen könnte ?Geschmolzen habe ich es nie, dazu fehlen mir die Fähigkeiten, aber wenn du es kannst wäre das wirklich sehr hilfreich, auch für die Waffenschmiede. Was soll so ein Harnisch denn kosten ?
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| 26.10.2003 20:22 | #177 |
| Eorl |
Der Preis? Darüber hatte sich eorl nun überhaupt keine Gedanken gemacht. Allein die Herausforderung, der Nervenkitzel beim Schmieden, das bangen um die richtige Mischung. Er konnte es kaum erwarten damit anzufangen. Aber der Lord hatte ihm eine Frage gestellt.
"Ich kann es nicht genau sagen. Wenn ich das Erz nicht selbst bezahlen muss drückt das den Preis schonmal enorm. Ansonsten kommt es einfach darauf an wie lange es dauert. Irgendwo zwischen 7.500 und 10.000 Gold können wir uns bestimmt einigen, denke ich. Aber es wird wohl einige Zeit dauern. Ich habe nebenbei noch ein paar Schüler die ich im Kampf unterweisen muss, also kann ich keinen festen Termin nennen. Aber ich werde es hinbekommen, und ich werde es ordentlich machen. Das kann ich versprechen."
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| 26.10.2003 20:32 | #178 |
| Carthos |
Carthos war bei diesem enormen Betrag kurz zusammen gezuckt, doch er war selbst Schmied und wusste, dass diese Summe für eine derartige Arbeit gerechtfertigt war.
Gut. Ich werde dir morgen eine Kiste mit Erz zukommen lassen. Was die Rüstung an sich betrifft, baue sie einfach so wie eine normale Paladinrüstung. Denk jedoch bitte an die integrierten Scheiden für die Wurfmesser, genau so wie du sie in meine jetzige Rüstung eingebaut hast. Wenn ich dir die Kiste morgen bringe, können wir die restlichen Details klären, ich muss selbst nochmal eine Nacht darüber schlafen.
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| 26.10.2003 21:00 | #179 |
| Eorl |
"Klar", nickte Eorl. "Sowas muss man sich gut überlegen. Ist ja im wahrsten Sinne des Wortes eine Anschaffung fürs Leben."
Er grinste. Ich werde mrogen abend wieder heir sein, tagsüber bin ich wahrscheinlch bei der Kaserne unten und trainiere mit den Jungs.Der Lord verabschiedet sich und verließ die Schmiede und Eorl widmete sich wieder dem Packet, das er mitgebracht hatte. Er packte sein Abendessen aus, und begann den Schinken in einer Pfann über der Esse anzubraten. Allerdings dauerte es nicht lange bis er erneut unterbrochen wurde. Ein Klopfen von der Türe ließ ihn hochfahren.
"Guten Abend!" begrüßte ihn einer der Soldaten die hier oben normalerweise patrollierten. Dann runzelte er die Stirn und warf einen blick auf die Pfanne in der Esse.
"Ähh ist die nicht zum schmieden ge..."
"Was guckst du? Meinst du ich stell mir nen Extraofen auf wenn ich doch in dem Ding auch hervoragend braten kann? Das geht ohnehin viel schneller als über so nem dusseligen Herd. Was willst du überhaupt hier?"
"Lord hage schickt mich. Er will dich sehen."
"Wirklich? Was will err denn?"
"Keine Ahnung, wahrscheinlich verwarnt er dich wegen unerlaubtem Kochen am Arbeitsplatz."
"Ach halt doch die Klappe" grinste Eorl. "Los raus mit dir. Ich will mein Abendessen noch vorfinden wenn ich zurückkomme."
Der andere lachte und verschwand. Eorl nahm die Pfanne aus dem Feuer und stellte sie auf den Steinboden. Er hatte keine Lust sich den Tisch zu verkohlen. Dann verließ er die Schmiede und ging hinüber zu Lord Hagens Residenz. Die Wachen ließen ihn hne zu zögern ein.
"Ihr habt nach mir geschickt, mein Lord?"
"Ja das habe ich. Du weißt das der Erzkonvoi aus dem Minental in der Stadt angekommen ist?"
"Ja, ich habe davon gehört."
"Mehr als das. Du bist ihm entgegengegangen und hast dem haupotmann Longbow bei der Verteidigung geholfen."
Wieso stellte der lord Fragen wenn er die Antworten bereits kannte, dachte sich Eorl. Was sollte das alles jetzt. Er wusste nicht was er antworten sollte, also schwieg er.
"Du warts es auch", fuhr Lord Hagen fort, "der den Vorschlag gemacht hat die Söldner und anderen Gruppierungen hier zu einem kampf gegen die Orks zu verleiten. Und dafür sollst du nun belohnt werden."
Der Lord lächelte. "Du sollst ab heute in die Reihen unserer Streiter treten, und als Ritter Innos dienen. Ich gratuliere dir. Eine Rüstung wirst du ohne zweifel selbst auftreiben, nicht wahr?"
Tausend Feuer! Eorl bedankte sich mit ein paar Worten und einer Verbeugung, und verließ dann das Haus in dem Lord hage residierte. In Gedanken versunken ging er zu seiner Schmiede zurück. Ein Streiter Innos! hallte es in seinen Gdanken wieder. Ein Ritter! Er konnte es nicht glauben. Er war einst in diese Stadt gekommen ohne Geld, Ansehen oder einen Beruf. Er war hier zu einem Gardisten geworden um sich selbst und das leben das er sich aufgebaut hatte schützen zu können. Er war in den Rängen aufgestiegen, war Rüstungsbauer geworden um seine Kameraden mit seiner Handwerklichen Begabung unterstützen zu können. Und nun plötzlich fiel all das zusammen und er hatte auf einmal ein anderes Leben, eine andere Aufgabe. Er konnte es immer noch nicht glauben. Gedankenverloren wie er war, viel ihm gar nicht auf, das sein Abendessen verschwunden war.
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| 27.10.2003 12:54 | #180 |
| Eorl |
Eorl erwachte und wälzte sich etwas schwerfällig aus dem Bett. Er wollte schon nach seiner Milizrüstung greifen, als ihm einfiel das er ja gestern Ritter geworden war. Also schnappte er sich stattdessen ein paar normale Klamotten und ging hinunter in die Schmiede. Er schloss die schwere Tür zum Lager auf, und schaute sich die Ritterrüstungen an, die er auf Vorrat hatte. Dann kam ihm noch eine andere Idee. Er ging zu den Truhe hinüber in der er die schawrze Rüstung aufbewahrte. Es war ebenfalls eine Ritterrüstung, alllerdings mit ein paar unterschieden. Das Metall war geschwärzt, sodass es im Dunkel nich sofort seine Position verriet, an den Unterarmen waren in einer Reihe die Ele hinauf die Spitzen von Drachensnapperdornen aungebracht. Sie ragten zum Ellenbogen hin schräg aus den Armschützern. Außerdem hatte die Rüstung Schulkterplatten, ähnlich derer einer Paladinrüstung, wenn auch längst nicht so dick. Lediglich eine Kleinigkeit fehlte noch. Die Rüstung hatte kein Wappen. Eorl war versucht eines aus einer der Ritterrüstungen herauszubrechen, aber er zügelte seine Ungeduld, wohlwissend das er es dann später wieder einsetzen musste. Er nahm sich ein dünnes Stück Metall, und schmiedete sich das Wappen zurecht. Dann erhitzte er es über der Esse solange, bis er es direkt auf den Brustpanzer der Rüstung schlagen konnte. Es fügte sich wunderbar in die Rüstung ein, und Eorl kühlte es mit Wasser etwas ab, dann bemahlte er es.
Während die Farbe trocknete, frühstückte Eorl und fütterte Ruhk, der durch die Tür geflogen kam und auf dem tisch herumhüpfte als Eorl sich sein Frühstück machte. Der Rabe war in letzter Zeit nicht oft hiergewesen, nach dem Eorl so lange im Minental gewesen war brauchte es einige Zeit bis sich das Tier wieder an den Soldaten gewöhnt hatte. Nachdem beide satt waren ging Eorl wieder hinunter in die Werkstatt, und begutachtete das Wappen. Die Farbe war getrocknet und das Wappen saß fest auf der Rüstung. Er dunkelte die frischen Farben des Wappens noch etwas ab, damit sie keinen zu auffälligen Kontrast zur dunklen Farbe der Rüstung bildeten, und zog dann die Rüstungan. Sie passte perfekt, und Eorl wunderte sich etwas über das gewicht, denn er hatte sie schwerer in Erinnerung gehabt. Wahrscheinlich lag das daran das das Gewicht gleichmäßiger verteilt war, wenn man die Rüstung trug, als wenn man sie in Häbden hielt.Eorl verließ die Schmiede, und ging über den Platz in Richtung Tor. Am Brunnen hielt er kurz an, und schaufelte sich zwei Hände voll Wasser ins Gesicht. Dann passierte er das Tor und lief langsam in die Unterstadt.
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| 27.10.2003 20:15 | #181 |
| Carthos |
Die Miliz war noch dabei gewesen den Konvoi zu entladen, als sich der Paladin eine kleine Kiste von dem erbeuteten Abzweigte und mitnahm. Als Entschädigung hatte er dem wachhabenen Soldaten einige Goldstücke gegeben, schliesslich wollte er nichts umsonst haben.
Mit der Kiste in den Händen marschierte er durch das obere Viertel und stand kurz darauf vor der Schmiede. Eorl war bereits da und der Lord stellte dem Schmied die Kiste auf einen der Tische.
Wie versprochen, hier ist das Erz. Ich denke das sollte für eine komplette Rüstung ausreichen.
Vorsichtig öffnete er die Truhe und blickte hinein. Ein bläuliches Glitzern waberte durch den Raum und der Anblick des magischen Erzes raubte Carthos nach wie vor den Atem. Die einzelnen Klumpen erstrahlten wie eh und je in tiefem Blau, ganz anders als ihre unspektakulären Artgenossen jenseits des Meeres.
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| 27.10.2003 20:22 | #182 |
| Eorl |
Eorl blickte in die Kiste und bewunderte einen Augenblick das glitzern des Erzes. Er hatte noch nie eine solche Menge davon gesehen. Freilich waren da die Kisten der Konvois, baer die waren für gewöhnlich verschlossen."Wow", entfuhr es ihm.
"Das ist wirklich eine verdammte Menge." Er überlegte kurz und nickte dann. Es war eine ganze Menge, aber die würde er auch brauchen.
"Ich mache mich sobald wie möglich an die Arbeit. Ich muss für den Anfang ein bischen experimentieren was das schmelzen angeht, aber das wird nichtlange dauern." Er wuchtete die Ksite vom Tresen und schob sie ins Lager. Oberveirtel oder nicht, er wäre ein Narr die Kiste einfach so herumstehen zu lassen. Der Wert dieses Erzes war so groß, das er damit besser neimandem traute. Auch nicht den Bürgern im Oberviertel, so angesehen sie auch sein mochten.
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| 27.10.2003 20:28 | #183 |
| Carthos |
Der Lord blickte sehnsüchtig der Kiste hinterher, hätte er doch nur ein paar Brocken für sich behalten...
Nun, wenn du nach der Fertigung noch etwas von dem Erz übrig hast, lass es mich wissen. Muss dann aber schon geschmolzen sein, da ich die Fähigkeit der Erzschmelze nicht beherrsche.
Was die Fertigung angeht, lass dir Zeit. Ich werde ab und zu mal vorbei schauen und danach sehen. Du weisst ja wie sie aussehen soll, genau wie meine jetzige, inklussive der beiden Scheiden für die Wurfmesser.
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| 27.10.2003 20:45 | #184 |
| Eorl |
Eorl nickte und nahm einen Brocken Erz aus dem Lager.
"Natürlich, ich werde mich daran halten und die rüstung nach euren Wünschen herstellen." Der Lord nickte und ging zur Tür.
"Dann verabschiede ich mich jetzt. Bis dann" er ging hinaus und ließ Eorl in der Schmiede zurück. Der machte sich gleicg daran den Ofen anzuheizen. Dann nam er sich eine Schmelzpfanne, und legte den Erzbrocken hinein. Das Problem beim Schmelzen von Erz war das es so unglaublich wiederstandsfähig war. Schmelzpfannen aus einfachem Eisen schmolzen, bevor das Erz flüssig wurde. Diese spezielle Pfanne hatte ihn einiges gekostet, als er sie vor einiger Zeit erworben hatte, dafür war sie aber aus einem Metallgemisch das wesentlich feuerfester war als alles andere was Eorl kannte. Er begann das Erz in die Mitte der Esse zu halten, tief in die Glut, um die richtige Temperatur zu erreichen. Langsam, ganz langsam, wurde das Erz weich, und schmolz schließlich. Eorl hielt es in der Glut, bis die erste Blase auf dem flüssigen Rot erschien, und ein glitzern einsetzte, ähnlich dem Funkeln normalen Erzes, aber sehr viel heller. Jetzt war der richtige Moment, dachte er sich und tauchte die Schmelzpfanne in den Wasserbottich, gerade so, das der Rand über Wasser blieb. Ein Zischen ertönte und Dampfschwaden stiegen von dem Bottich auf. Das Erz hörte auf zu glühen und änderte die Farbe von rot zu einem strahlenden silbrigen Ton mit bläulichem Stich. So konnte es nun verarbeitet werden. Eorl legte das kleine Funkelnde Plättchen beiseite und ging zum Lager hinüber. Dort lud er die Schmelzpfanne mit Erzbrocken und ging zur Esse zurück. Das Schmelzen machte keinen Lärm, also hatte er noch jede Menge Zeit, die Nacht war noch jung. Mit Strahlenden Augen und klopfendem Herzen ging der Schmied zur Esse zurück und begann mit der Arbeit.
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| 29.10.2003 12:54 | #185 |
| Kano |
Hach, so ein schönes weiches Bett war schon was Feines. Zufrieden streckte sich Kano und öffnete dann die Augen. Doch anstatt wie erwartet an die Decke zu blicken, sah er vor sich zwei kleine schwarze Knopfaugen, unter denen feine Barthärchen zuckten.
Überrascht drückte der Ritter den Kopf nach hinten, richtete sich dann aber auf und das Hörnchen kullerte die Decke hinunter. Erschrocken flitzte es quiekend über das Bett bis zum Fußende und sprang dann von da an einen Schrank und kletterte hinauf, wo es seinen neuen Beobachtungsposten einnahm.
Samanthas Hörnchen? Irgendwie sah das anders aus...Kaum war er aus dem Bett und hatte sich aufgerichtet, da sah er den Schlamassel. Eine ganze Bande von den Viechern saßen auf seinen Möbeln verteilt. Verflucht, wo kamen die her? Würde ihn nicht wundern, wenn die Lady irgendwie damit zu tun hatte. Konnte sie die alle angeschleppt haben? Eigentlich hatte sie immer nur eins gehabt...oder...Kano blickte aus dem Fenster zu dem großen alten Baum. Nichts regte sich. Nun dämmerte es ihm...das aggressive Tier, was Samantha mit sich rumtrug musste die anderen von dem Baum verjagt haben.
"Toll, gluab nicht, das ihr euch jetzt hier einnisten könnt!Raus mit euch, kusch, weg, los!"
Die Hörnchen quiekten auf und wetzten wild durch das Zimmer, schließlich verschwanden sie durch die Tür und man konnte ihre klackenden Schritte hören, während sie die Treppe und Balken nach unten kletterten.
Der Ritter schüttelte den Kopf und legte seine Rüstung an, dann ging er ebenfalls nach unten. Zylia war schon wieder fleißig am arbeiten gewesen, eine wirklich große Hilfe. Dennoch saß sie wie angewurzelt da, angesichts der kleinen Nager, die an ihr vorübergerannt waren.
Kano schmunzelte etwas und nahm sich zu essen. Mal sehen, was dieser Tag bringen würde, auf alle Fälle stand wieder Bogentraining auf dem Plan...
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| 29.10.2003 14:15 | #186 |
| Carthos |
Das Schiff musste fertig werden...
Der einzige Gedanke, der dem Kommdanten der Paladine durch den Kopf ging, war das Schiff. Er hatte den Bau befohlen um den Erztransport auf andere Wege umleiten zu können, doch nun brauchten die Paladine es um die gefangenen Bürger zu befreien. Der Bau hatte keine Eile gehabt, bis vor zwei Wochen. Das zweite Problem waren die Paladine selbst. Viele waren im Minental gefallen, waren dort auf Patroullie oder waren woanders unterwegs. Aus Khorinis konnte er keine Leute mehr mitnehmen, ansonsten war die Stadt schutzlos dem ganzen dreckigen Gesindel ausgeliefert, welches hier nachts sein Unwesen trieb.Eilig packte er seine Sachen zusammen um die Baustelle im Hafenviertel aufzusuchen und den Bau selbst zu überwachen. Nachdem Ritter Milgo ebenfalls entführt worden war musste ihn jemand vertreten.
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| 30.10.2003 19:13 | #187 |
| Eorl |
Eorl erklomm die letzten Stufen der Treppe, und ging gemächlichen Schrittes auf den Brunnen zu. Selbigen umrundete er, und Bog um die Ecke des Paladinhauses. Gleich darauf erreichte er auch schon die Schmiede, und schloss die Tür auf. Seit er das Erz von Lord Carthos erhalten hatte, schloss er die Schmiede immer ab wenn er nicht gerade dort war. Man konnte ja nie wissen, und die Vorstellung dem Lord erklären zu müssen das die Kiste nicht mehr da war, war auch nicht gerade erheiternd.
Er nahm sich eine der Fackeln, die an der Außenwand der Schmiede angebracht waren, und die die Stadtwachen nach Anbruch der Dunkelheit immer entzündeten, und entzündete damit die Fackeln in der Schmiede. Bald schon, war die Werkstatt ausgeleuchtet, und er steckte die Fackel zurück in die Halterung. Die Tür ließ er offen, einerseits damit etwas Luft in die Schmiede kam, andererseits um zu signalisieren das der ‚Laden’ noch immer offen war. Er ging nach oben und tauschte seine Rüstung gegen die Schmiedekluft, dann heizte er die Esse an, und ging zum Lager hinüber. Die schwere Holztür war ebenfalls verschlossen, er kramte den Passenden Schlüssel aus einer Tasche, die er innen an seinem Brustpanzer angebracht hatte. Er konnte durch den Kragen hineingreifen, und hatte so stets ein vor Dieben sicheres Plätzchen, an dem er wertvolle Dinge verstauen konnte. Er schob die Tür auf, und trat in den engen Lagerraum. Dort lag ein riesiger Haufen Rohstahl, einige Bahnen Stoffe und Leder, ein paar Brocken anderer Metalle, ein Beutel Magisches Erz und seine alten Rüstungen: Lederrüstung, Leichte und Schwere Milizrüstung, und ein dünnes Kettenhemd. Außerdem eine gefälschte Banditenrüstung, die er bei einem Überfall auf die Mine der Söldner getragen hatte. Er wusste selbst nicht so genau warum er all die Rüstungen behalten hatte, aber er sagte sich immer, das er sie sicher noch irgendwann würde brauchen können. Die letzten beiden Objekte die in dem Lagerraum standen, waren Zwei große Holzkisten. In der einen lagerte das magische Erz des Lords, in der anderen einige bereits gebrauchsfertige Stangen des Erzes. Er hatte sie geschmolzen und wieder erkalten lassen, nun waren sie weicht genug, um geschmiedet zu werden. Erst wenn sie nach dem Schmieden wieder erkalten würden, würden sie die unvergleichliche Härte haben, die das Erz so weit über die Insel hinaus berühmt gemacht hatte.
Eorl begann damit, mehr von dem Erz zu Stangen umzuschmelzen, und wurde dabei immer sicherer. Es war eine kniffelige Sache, die Temperatur zu treffen und halten zu können, aber er hatte es mittlerweile oft genug geschafft, um auch größere Portionen schmelzen zu können. Während er vor sich hin arbeitete, überlegte er wie er die Rüstung herstellen wollte, die der Lord in Auftrag gegeben hatte.
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| 31.10.2003 00:45 | #188 |
| Zylia |
Die Ritter an dem Tor zu Oberstadt, ließen sie passieren, also hatte sich in den Letzten Tagen nichts an der Weisung ihres Lehrmeisters Kano geändert.Sie spazierte gemütlich über den Platz und betrat das Haus von Kano, dieser schien aber nicht da zu sein.
Wird wohl noch irgendwo in der Stadt sein, vielleicht war er ja in seinem Laden und fertigte wieder einen Bogen an oder sonst wo in der Stadt.Gesagt hatte er Ihr das er die nächste Zeit, Khorinis nicht verlassen wollte, wenigstens nicht für länger, also schaute sie in sein Arbeitszimmer und sie sah wieder den Haufen Schreibkram, der scheint sich echt davor zu drücken den abzuarbeiten, aber auch Zylia war zu müde sich jetzt darum zu kümmern.
Sie machte sich einem Kräutertee, in der Küche und setzte sich vor den Kamin, vielleicht kam ja ihr Lehrmeister noch nach Hause und sie konnte noch mit ihm Sprechen.
Aber ihre Segelpartie war doch Anstrengend und der Tee und die wärme des Kaminfeuers waren einschläfernd und so fielen ihr schließlich die Augen.
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| 31.10.2003 01:31 | #189 |
| Kano |
Die Wachen am Tor grüßten wie immer, nur noch wenige Schritte und Kano erreichte sein Haus. Leise knarzend öffnete sich die Tür und der Ritter trat ein. Sofort fiel ihm der leichte Kräutergeruch auf, er konnte sich nicht erinnern einen Tee oder so gemacht zu haben. War Zylia zurück? Wer sonst sollte hier einen Tee machen...
Sekundenbruchteile später sah er auch wie erwartet die Schülerin und Haushilfe, sie hatte sich in einen der Sessel gesetzt und wärmte sich am Kaminfeuer, das schwach vor sich hinbrannte. Er trat zum Feuer und legte zwei Scheite nach, dann richtete er sich wieder auf.
"Guten Abend.", meinte er nur leise zu ihr, vielleicht schlief sie schon.Leise klackten die Verschlüsse an seiner Rüstung und der Ritter legte seine Rüstung ab, Hemd und Hose waren da daheim doch wesentlich bequemer. Aber es war spät geworden, noch etwas essen, dann würde auch er zu Bett gehn...
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| 31.10.2003 01:53 | #190 |
| Zylia |
Zylia schreckte auf, als irgendwas schepperte, sie sah ihren Lehrmeister der gerade seine Rüstung abgelegt hatte.
Sie hatte ihn nicht hinein kommen gehört, also schien sie wohl eingenickt gewesen zu sein, wie lange hatte sie hier geschlafen? Lange konnte es noch nicht gewesen sein den Ihre Tasse Tee war noch Warm die auf dem kleinen Tisch stand.
Die ehemalige Amazone grinste, Kano hatte noch nicht mitbekommen das sie wieder wach war und so sprach sie ihn an.
“Hallo, aber solltet ihr euch nicht besser in einem anderen Zimmer entkleiden als fast genau vor mir?“ frech grinste sie ihren Lehrmeister an. “Also immerhin bin ich ja eine Dame. Aber ich muss schon sagen wenigstens bei euch stimmen die Gerüchte nicht, die es im Amazonenlager gab, im Bezug auf das was die Herren Ritter und Paladine so mit ihrer Rüstung vielleicht kaschieren würden.“
Kano schaute sie verdutzt an und sie wartete auf eine Antwort.
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| 31.10.2003 02:00 | #191 |
| Kano |
Er fuhr herum und blickte direkt in das Gesicht Zylias, hatte die nur vorgetäuscht zu schlafen? Hinterlistige Amazonen, eine wie die andere...Wenigstens hatte er noch sein Hemd, auch wenn er mal wieder ein Neues gebrauchen könnte.
"Wir kaschieren etwas mit unseren Rüstungen? Was denn, wenn ich fragen darf?"Kano sah an sich runter und dann wieder zu Zylia, wer weiß, was man sich im Amazonenlager so munkelte. Aber diese männerfeindlichen Frauen hatten ja immer irgendwas, was sie an den Soldaten schlecht machen konnten.
"Nur keine Hemmung, immer raus mit der Sprache, ich werd's euch sicher nicht übel nehmen."
Er verschränkte die Arme und wartete mit herausforderndem Blick eine Antwort ab.
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| 31.10.2003 02:19 | #192 |
| Zylia |
Nun war die ehemalige Amazone, etwas Verlegen, sie wusste nicht was sie sagen sollte und versuchte auszuweichen, aber Kano lies nicht locker.“Also, ... die Mädels meinen das einige Ritter und Paladine, da so ein paar Pölsterchen, mit ihren Rüstungen Kaschieren.“ Bierbäuche wollte sie nicht sagen und sie fand die Formulierung mit den Pölsterchen, doch recht verniedlichend, aber sie sprach weiter.
“Von euch haben die Amazonen aber NIE so etwas behauptet, aber der Name von dem sie, da am meisten redeten, ist mir aber wohl entfallen.
So lange bin ich ja nicht bei den Amazonen gewesen, biss die Königin die Insel verlassen hatte und uns so alleine gelassen hatte.“ nun setzte sie wieder ihren traurigsten Blick auf, um über die sonst peinlichen Fragen, über wen die Amazonen den so etwas geredet hatten, hinweg zu kommen.
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| 31.10.2003 02:26 | #193 |
| Kano |
Pölsterchen also...tz...
"Naja, mit sowas kann ich nicht aufwarten, ab er seid nicht enttäuscht. Irgendeinen Ritter oder Paladin werdet irh sicher finden, der eurer Beschreibung eher entspricht. Vielleicht ja auch einer der Lords? Nichts ist unmöglich."Kano hängte die Rüstungsteile auf den dafür vorgesehenen Ständer und auch die Waffen fanden ihren gewohnten Platz.
"Und schaut bitte nicht so drein, da wird man ja ganz weich..."Schnell fand etwas Brot in seinen Mund, das würde es tun müssen, für diesen Abend.
"So, es ist spät geworden, wollt ihr noch etwas hier unten bleiben?Für mich war es ein langer Tag, ich werde mich nun zurückziehen. Zu lang solltet ihr aber auch nicht auf bleiben, Bogentraining."
Er zwinkerte ihr zu und sah sich nochmal um, ob noch etwas zu erledigen war."Also, was sagt ihr, schlanke Amazone?"
Schmunzelnd musterte er die Figur der Frau...
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| 31.10.2003 02:41 | #194 |
| Zylia |
Sie Trank ihren Kräutertee noch aus und als Kano zu Ende gesprochen hatte, gähnte sie herzhaft hinter vorgehaltener Hand.
“Ja ihr habt wohl recht, auch mein Tag war nicht gerade Leicht und ich möchte doch noch weiter etwas von euch Lernen. Ich werde mich dann wohl auch auf mein Zimmer zurückziehen.“ Zylia wünschte Kano noch eine gute Nacht, diesen Wunsch erwiderte Er und sie ging in das Gästezimmer.
Sie hörte noch wie Kano auch seine Tür schloss und sie zog nun auch ihre Rüstung aus, den Bogen den Kano ihr schon vor ein paar Tagen gegeben hatte und der Köcher lagen unten in der Stube, aber da kamen sie ja nicht fort.Eine Gänsehaut bildete sich bei ihr als sie sich in die Kühlen Lacken des Bettes kuschelte, sie merkte noch das sich diese Durch ihre Körperwärme, aufgeheizt wurde, bis ihr die Augen zufielen und sie auf den geistigen schwingen ins Traumland entfloh und ihre leichten regelmäßigen Atemzüge davon zeugten, das sie eingeschlafen war.
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| 31.10.2003 12:07 | #195 |
| Kano |
Leise knackten die Gelenke, als sich die Knochen während Kanos Strecken wieder in ihre richtige Position schoben. Kurz darauf öffnete sich die Tür seines Zimmers und er trat hinaus auf den Gang. Er versuchte leise zu machen, tappste zur Treppe und ging diese hinunter. Unten angekommen machte er sich sofort daran, etwas Essbares zusammenzustellen. Nachdem es die letzte Nacht nur recht wenig geworden war, brauchte er jetzt ein richtiges Frühstück. Zwar würde es vielleicht nicht ganz so leise von statten gehn, wie es sollte, aber andererseits konnte Zylia nun auch langsam aufstehen, immerhin sollte sie sich mal wieder ihrem Bogentraining widmen und nicht den ganzen Tag verschlafen.
Während er so an seinem Mahl werkelte, hörte er ein merkwürdiges Quietschen hinter sich, oder eher ein....Quieken. Langsam drehte er sich um und...da saßen sie, alle in einer Linie nebeneinander aufgereiht. Ihre kleinen Knopfaugen schauten den Ritter neugierig an, wollten die etwas auch was? Faule Viecher, hatten die sich keinen Wintervorrat angehäuft? Andererseits...wenn ihnen Samanthas Raubtier den Baum weggenommen hatte, dann wohl auch die Vorräte... Er musste unbedingt mit ihr reden, so konnte das nicht weitergehen."Hier, ein paar Nüsse, aber mehr gibt's nicht. Klar?"
Er holte aus einem Schrank ein paar Nüsse, die er sonst immer für das Hörnchen da hatte. Naja, bekamen die da halt jetzt die Nüsse, auch egal.
Freudig stürzte sich die Bande auf das Fressen, in wenigen Sekunden hatten sie die Nüsse geknackt und ihren köstlichen Inhalt runtergeschlungen. Die Schalen blieben natürlich liegen...toll.
"Das räumt ihr aber noch weg! Ich mach's nicht, los!"
Die Bande sah zu ihm hoch und schien ihn direkt auszulachen. War ja auch lächerlich, was redete er hier mit Hörnchen?
"Naja, was soll man erwarten...ihr seid ja nicht wie das Viech der Lady, das versteht einen wenigstens..."
Sofort machte die ganez Gruppe einen Satz zurück und funkelte den Ritter empört an. Dann wetzten sie über den Boden, sammelten die Schalen und verschwanden damit nach draußen.
Grinsend blickte ihnen Kano nach, na also, ging doch...
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| 31.10.2003 13:29 | #196 |
| Zylia |
Langsam erwachte Zylia und bekam einen Schreck, nach der Helligkeit und der diffusen Sonnenscheibe, hinter den Wolken zu Urteilen, war es schon Mittag.Sie hatte länger geschlafen als sie wollte, schnell machte sie sich an der Waschschüssel etwas frisch, zog sich an und stürmte die Treppe hinunter.
“Entschuldigt.“ sagte sie etwas kleinlaut als sie Kano sah. “War wohl doch was zu anstrengend gestern die Segeltour. Ich hoffe ihr seit nicht Sauer, das ich so Spät erst wach wurde.“
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| 31.10.2003 13:51 | #197 |
| Kano |
Der Ritter hatte sich sein Mahl inzwischen bereitet und blickte auf."Achwas, keine Sorge, schlaft euch ruhig aus, dann seid ihr heute konzentrierter. Das Training ist keine Pflicht, ihr seid doch freiwillig hier. Zwingen werde ich euch sicher nicht."
Kano lächelte leicht und aß dann weiter, putzig sah sie aus, so eine verschlafene Amazone.
"Setzt euch ruhig wenn ihr was essen wollt, ist genug da.
Ihr könnt mir ja mal berichten, von eurem Ausflug. Seid ihr allein unterwegs gewesen?"
Er wies kurz auf den Stuhl am Tisch und sah wieder zu Zylia auf. Jetzt wo sie es nochmal so sagte, da interessierte den Krieger schon, wo sich seine Schülerin die letzten Tage herumgetrieben hatte. Ob sie etwas angestellt hatte? In der Stadt vielleicht?
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| 01.11.2003 16:27 | #198 |
| Samantha |
Endlich war Samantha wieder im oberen Viertel angekommen und sogleich kam ein eigenartiges Gefühl von Nachhausekommen über sie. Überrascht blieb sie stehen, die Hand zum Kopf gehoben, um sich nachdenklich an der Stirn zu kratzen. Das ging aber schnell, beängstigend schnell. Hatte sie sich schon so schnell eingelebt in ihrem neuen Zuhause? Dabei hatte sie noch nicht mal eine Bleibe in dieser Stadt, ewig konnte sie schließlich nicht das Gasthaus in Anspruch nehmen. Erstens war es nicht dafür gedacht und zweitens wanderten dort zuviele Leute ein und aus. Zwar gab es noch das Haus der Paladine und Ritter, für die ersteres nicht zutraf, zweiteres jedoch dafür umso mehr. Keinesfalls wollte sie sich in die Fänge gaffender Paladine begeben, da schlief sie lieber draußen auf der Straße.
Das Hörnchen auf ihrer Schulter gab einen Quiekser von sich und sprang davon. Ganz in Gedanken versunken war Samantha wieder in den kleinen Nebenhof gewandert, in dem drei kuschelige Häuschen einen Platz mit einem Baum säumten. Das Hörnchen war geschwind in den Baum gesprungen und alles was man noch von ihm sah war das auffällige Rascheln in den Zweigen. Bald würde der Baum sein Herbstlaub abgelegt haben, dann konnte man wieder besser in das Heim des Hörnchens blicken. Sie freute sich jetzt schon darauf, das Tierchen mit neugierig starrenden Blicken zu ärgern. Noch aber was es von ihren Bösartigkeiten sicher.
Ihr Blick wanderte über die Häuserfront. Schöne Bauten waren es, alle in herrschaftilchem Stil mit Holz und Mauerwerk. Besonders das linke gefiel ihr, es war groß und einzeln und strahlte eine Schönheit aus die es der jungen Frau sofort angetan hatte.
Gedankenversunken blieb sie vor dem Gebäude stehen.
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| 01.11.2003 16:42 | #199 |
| Kano |
Kano rückte seine Rüstung nochmal zurecht und trat dann nach draußen. Frische Luft, wunderbar. Eine kühle Brise strich ihm übers Gesicht. Quieken klang vom Baum herüber, das Hörnchen war also wieder da. Und wenn das Hörnchen da war, dann war Samantha sicher nicht weit.
Langsam ging er zu dem Baum und sah hinauf, da wetzte es rum und beanspruchte den ganzen Baum für sich. Frechheit. Gerade wollte er sich wieder abwenden und zur Kaserne gehen, als er, gar nicht weit, die junge Lady erkannte. Sie schien zu träumen oder sowas, wirkte jedenfalls etwas abwesend. Na die kam ja wie gerufen, nicht nur, dass er sie auf ihr aggressives Hörnchen ansprechen konnte, sie konnte ihm auch gleich seinen Umhang wiedergeben.
"Hallo MyLady."
Der Ritter trat neben sie und schmunzelte leicht.
"Na, wie geht's? Ich hoffe dein Söldner weiß zu schätzen, dass er noch am Leben ist und kommt nicht auf die dumme Idee, sich nochmal in der Stadt blicken zu lassen."
Eine nette Begrüßung, aber naja, treffend allemal.
"Gleiches gilt auch umgekehrt, lass hier keine Söldner rein."Er zwinkerte ihr zu und sah dann nochmal kurz zum Baum.
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| 01.11.2003 17:10 | #200 |
| Samantha |
Samantha beobachtete weiter das Häuschen, welches es ihr so angetan hatte. Nur kurz drehte sie den Kopf, schaute Kano an und nickte ihm zur Begrüßung zu. Dann reckte sich ihr Hals wieder zu dem schicken Bau, den sie unbedingt in ihre Finger bekommen musste.
"Mein Söldner..", ein strenger Blick traf den Ritter, bevor sich ihr Kopf wieder zurückdrehte, "... wird sich bestimmt so schnell nicht mehr in der Stadt blicken lassen. Aus der ist er ja ausreichend vertrieben worden."
Sie verschränkte den einen Arm und bearbeitete dann mit zwei Fingern der anderen Hand ihre Unterlippe. Ihr Kopf legte sich leicht schief. Doch, ein schönes Wappenschild würde sich nicht schlecht machen über dem Eingang."Wem gehört dieses Haus", fragte sie in einem sprunghaften Themenwechsel, "kann man es kaufen? Wieviel kostet es?"
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| 01.11.2003 17:24 | #201 |
| Kano |
"Haus? Welches Haus?"
Er folgte ihrem Blick und betrachtete das Gebäude. Eine gute Frage, wem gehörte das wohl. Aber eigentlich war es ihm ja egal, wem es gehörte..."Nun...hmm...keine Ahnung, irgendeinem Bürger der Stadt nehme ich an. Warum gehst du nicht einfach hin und klopfst an, dann wirst du sehen wer aufmacht.Aber ob es zu verkaufen ist...das weiß ich schon gar nicht, kosten würde es aber sicher viel..."
Sie wollte ein Haus kaufen? Na da musste sie sich aber anstrengen...oder sich was Gutes einfallen lassen, wie sie an das Haus kommen konnte. Leicht würde es aber vermutlich nicht, wenn die Besitzer es nicht sowieso gerade verkaufen wollten.
"Warum, du bist interessiert daran, es zu kaufen? Reicht dir die Unterkunft der Soldaten denn nicht?"
Kano schmunzelte.
"Du könntest ja auch eines in der Stadt unten kaufen, die sind wesentlich billiger und leichter zu haben. Vielleicht mein Altes?"
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| 01.11.2003 17:37 | #202 |
| Samantha |
Samantha schüttelte energisch den Kopf, dass ihr lockiges Haar wild umherflog."Nein, ich will dieses Haus. Genau dieses."
Ihre Stimme war von einer Gewißheit erfüllt, die jeden Widersacher zurückgeschreckt hätte. Es war ihr wirklich verdammt ernst.
"Das hier ist mein Haus, ich weiß es", verkündete sie und konnte den Blick einfach nicht losreißen. "Das mit dem Klopfen ist eine gute Idee, ich werde das gleich nachher machen. Und wehe es ist nicht zu verkaufen.."Sie zupfte ungeduldig an ihrer Rüstung umher. Die musste sie ja auch noch erneuern lassen. Wovon sollte sie das nur alles bezahlen?
"Sag mal, du weißt nicht zufällig wie man hier am schnellsten zu jeder Menge Gold kommt?"
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| 01.11.2003 18:02 | #203 |
| Kano |
Auch der Ritter verschränkte nun die Arme und sah Samantha etwas skeptisch an."Öhm...schnell an Gold...? Nun, du könntest ja Leute ausrauben...oder ausrauben lassen, von deinen Söldnern."
Ein sarkastisches Grinsen zeichnete sich auf Kanos Gesicht.
"Oder du arbeitest....sparst deinen Sold, leihst welches von Freunden oder Kameraden.
Ich schätze das leihen ist da wohl das Einfachste und Legalste...aber kann auch Schwierigkeiten mit sich bringen. Der Sold...das dürfte eine Weile dauern...Tja...hmm...aber wenn dir noch etwas richtig Gutes einfällt, dann lass es mich wissen, einverstanden? Vielleicht....kann ich dir ja sogar irgendwie helfen..."Sein Blick verhieß nichts, was für jedermann bestimmt war, aber in gewisser Weise war sie eine Freundin, mehr oder weniger...und noch hatte er ja nichts weiter gesagt.
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| 03.11.2003 10:56 | #204 |
| Samantha |
Die Sonne kroch gerade über die Dächer der Stadt, als Samantha durch das Oberviertel streifte. Es würde ein schöner Tag werden, klar und kalt. Genau der richtige Tag, um sich in der Stadt ein wenig umzuschauen. Doch welche Richtung sollte sie als erstes einschlagen?
Sie war bereits im Hafenviertel gewesen, kein Ort an dem es sie länger als nötig hielt. Sicher gab es dort noch das ein oder andere Versteck und die Welt dort unten am Wasser war sowieso eine ganz andere. Dort herrschten ganz eigene Gesetze und Mitglieder der königlichen Garde waren nicht gern gesehen. Sie würde kaum etwas in Erfahrung bringen, wenn sie sich dort blicken ließ, höchstens ein paar böse Blicke ernten.
Nachdenklich blieb sie vor dem Rathaus stehen und betrachtete es. Dort war sie schon gewesen. Doch was verbarg das Gebäude ein Stück weit daneben, das alleinstehende Häuschen gleich neben dem Zaun? Es musste etwas wichtiges sein, sonst hätte man nicht zwei Wachen an seiner Tür postiert.
Zwei Spatzen stoben von den Zaunspitzen auf, als Samantha an ihnen vorbeirauschte und auf die Tür zuhielt. Sie wollte schon eintreten, doch wie erwartet wurde sie von den Wachen aufgehalten.
"Halt, hier kommt niemand rein!", verkündete der linke und machte eine grimmige Miene.
Samantha hob neugierig die Brauen. "So? Was versteckt sich denn hier drinnen?""Hier kommt niemand rein", wiederholte der rechte von beiden nun.Samantha schüttelte den Kopf. Eine andere Antwort hatten sie wohl nicht zu bieten.
"Kann ich wenigstens mit jemandem sprechen der sich hier auskennt?", fragte sie weiter. Das wäre doch gelacht wenn man sie hier nicht durchließe...
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| 03.11.2003 11:06 | #205 |
| Carthos |
Carthos hatte den Morgen damit verbracht ein paar Zeilen an Kommandant Garond zu schreiben, indem er ihn um Hilfe bat. Er solle einen der Rückkehrer mit dieser Mission beauftragen, damit sie endlich Klarheit hatten, was sich genau hinter der Pallisade befand.
Der Lord rollte das Blatt zusammen, versiegelte es und steckte es in eine seiner Taschen. Jetzt musste er nur noch jemanden finden, der den Wisch zur Burg bringen würde.
Ein kleiner Tumult an der Tür riss ihn aus seinen Gedanken und der Paladin lunste neugierig um die Ecke um zu sehen, was sich dort alles tat. Er war sichtlich überrascht Lady Samantha dort zu erblicken. Das Wiedersehen im Rathaus hatte ihm gezeigt, das diese Bruderschaft in ihrem Willen schwach war. Der Schläfer war nichts anderes als die Idee eines benebelten Novizen gewesen.Carthos packte seine Sachen zusammen und trat hinüber zur Tür um den lautstarken Besuch zu empfangen.
Guten Morgen. Ihr seid aber sehr neugierig hab ich den Eindruck. Kann ich euch weiterhelfen ?
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| 03.11.2003 11:13 | #206 |
| Samantha |
Samantha, die immer noch ärgerlich mit den Wachen diskutiert hatte, welche ihre Fragen mit stoischer Ruhe abwendeten, drehte sich herum und blickte sowohl zu ihrer Freude als auch zu ihrem Entsetzen in die Augen desselben Lords, welcher auch bei ihrer Aufnahme zugegen gewesen war. Freude deshalb, weil nun endlich ein kundiger erschienen war, Entsetzen aus dem Grunde, dass es ausgerechnet dieser sein musste. Sie hatte noch zuviel Respekt vor diesen Lords, dabei war sie nun eine von ihnen. Doch was würde sich mit der Zeit sicher noch legen, ganz bestimmt sogar. Sie musste sich nur erst richtig einleben.
"Ich ähm...wollte eigentlich nur wissen was dieses Haus beherbergt. Es sieht so.. wichtig aus. Und ich kenne noch nicht viel von der Stadt, ich bin gerade erst dabei sie zu entdecken, da sie ja nun meine neue Heimat ist."Sie zupfte an ihrer Rüstung, wobei ihr sogleich wieder auffiel, dass sie sie noch nicht hatte umändern lassen. Wann würde sich dazu endlich mal eine Gelegenheit bieten? Sie musste unbedingt heute noch bei dem Rüstungsschmied vorbeischauen.
"Ihr wißt nicht zufällig wo man hier seine Rüstung ändern lassen kann?", fragte sie den Lord mit einem unmißverständlichen Blick zu ihrer Bruderschaftskluft. Zwar sah ihre Rüstung noch recht neutral aus, dennoch konnte man die sumpfischen Extras nicht übersehen. Es wurde Zeit dass sie auch mit diesem Teil ihrer Geschichte abschloss.
"Es ist recht dringend..."
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| 03.11.2003 12:41 | #207 |
| Carthos |
Die Augen des Paladins musterten die junge Frau ganz genau. Als ehemaliger Erzbaron kannte er die Rüstungen der Bruderschaft und konnte den Grund für dieses Gesuch wohl erahnen. Zwar war es offensichtlich eine Spezialanfertigung die sonst keiner der Templer trug, dennoch war sie vom Stil her ähnlich.
Nun, das hier ist das ehemalige Richterhaus der Stadt. Jetzt wurde es zum Planungsraum der Stabsoffiziere von Lord Hagen umfunktioniert. Alle Schachzüge die im Voraus geplant werden, entstehen hier drinne. Die Rüstungsschmiede befindet sich zehn Meter weiter.
Carthos deutete auf den nachträglichen Anbau, in dem nun Eorl seine Schmiede hatte. Der Lord trat vor die Tür und deutete Samantha an ihm zu folgen. Die Schmiede war zu so früher Stunde jedoch noch nicht besetzt und auch von seiner beauftragten Erzrüstung war nichts zu sehen.
Eorl ist unser Schmied. Am besten ihr sucht ihn abends auf, dann ist er meistens da.
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| 03.11.2003 13:07 | #208 |
| Samantha |
Samantha nickte. Die Schmiede war raffiniert versteckt zwischen einem Haus und der Außenmauer, sodass man ihr gar nicht auf den ersten Blick gewahr wurde. Hauptsache der Schmied versteckte sich nicht genauso gut und war demnächst wieder anzutreffen, damit sie endlich eine standesgemäße Rüstung tragen konnte. "Dann werde ich wohl heute abend nochmal vorbeischauen müssen", seufzte sie und spielte an einer Haarlocke herum. Der Tag war mehr als müßig, sie hatte noch keine größere Aufgabe und das Herumstehen hatte sie deutlich satt. Dem Lord schien es nicht anders zu ergehen. Das brachte die junge Lady auf eine Idee."Wollt ihr mich ein bisschen in der Stadt herumführen? Die ganzen Einrichtungen der Garde, die wichtigen Orte und Leute, ich kenne kaum noch etwas davon. Es würde mich freuen wenn mich jemand in die Gegebenheiten einweisen würde."
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| 03.11.2003 13:17 | #209 |
| Carthos |
Der Vorschlag kam ziemlich überraschend, doch eien Ausrede konnte er auf die Schnelle nicht finden. Da er ohnehin zur Kaserne musste, welche bekanntermaßen am anderen Ende der Stadt lag, konnte er ihr auch ohne großen Umweg einige Sachen zeigen.
Nun, wie ihr meint. Das obere Viertel kennt ihr ja sicherlich schon zur genüge, da brauche ich euch wohl nichts mehr großartiges zu erzählen. In dem Haus hier vorne wohnen die Paladine und Ritter. Die Häuser hier gehören dem gehobenen Bürgertum der Stadt, was auch unverkennbar zu sehen ist, denk ich mal.
Der Kommandant ging voraus und Samantha folgte ihm. Gemeinsam gingen sie über den großen Platz und durch das Tor zur Unterstadt.
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| 03.11.2003 14:38 | #210 |
| Eorl |
Die Kiste mit magischem Erz war beinahe leer. Eorl kratzte die letzten Brocken zusammen, und warf sie in seine Schmelzpfanne. Die andere Kiste, die in der er das geschmolzene Erz aufbewahrte, war schon fast voll. Alles in allem hatte er es geschafft, parallel zum Training in der Unterstadt fast das gesamte Erz zu scmelzen. Wenn alles gut ging, würde er morgen schon mit der Rüstung anfangen können. Seine Schüler wollten jagen gehen, also brauchte er sie heute nicht zu unterrichten. Eorl war das nur recht, so lernten sie das kämpfen am besten, und er konnte in der Zwischenzeit den letzten Rest des Erzes einschmelzen. Er konnte es kaum erwarten mit der Rüstung selbst anzufangen, deshalb ging er mit der Pfanne zur Esse, um den letzten Teil der Vorarbeit abzuschließen.
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| 03.11.2003 15:31 | #211 |
| Samantha |
Samantha erreichte wieder das Oberviertel. Lord Carthos hatte sich wieder irgendwo in seinem Richterhaus verkrochen und so beschloß sie wieder ihren eigenen Geschäften nach zu gehen. Zu ihrer großen Freude hörte sie geschäftige Laute aus der Rüstungsschmiede, das bedeutete dass heute doch noch etwas geschafft wurde dort. Eilig ging sie nochmal hinüber zum Gasthaus, wo sie sich umzog und in ihrem Kleid zur Schmiede zurückkehrte, die Rüstung feinsäuberlich über dem Arm. Zuversichtlich trat sie also auf den Bau zu und und erschien an seinem Eingang.
Ein Mann stand dort am Schmelzofen, den Blick konzentriert auf eine Arbeit vor sich gerichtet. Samantha trat ein und räusperte sich, um sich bemerkbar zu machen.
"Seid gegrüßt. Ihr seid Rüstungsschmied? Ich möchte nämlich meine Rüstung verändern lassen, sie hat in ihrer derzeitigen Form ausgedient."Sie hielt ihre Rüstung aus den hellen Drachenschuppen in die Höhe.
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| 03.11.2003 15:47 | #212 |
| Eorl |
Eorl drehte sich verwundert um, als die Frau ihn ansprach. Es passierte ihm nicht oft, das er so konzentriert arbeitete, das er nichtmal mitbekam wenn jemand die Werkstatt betrat.
"Ja, ich bin Rüstungsschmied. Ihr müsst Lady Samantha sein, nicht wahr? Ich habe schon von euch gehört."
Eorl überlegte kurz, entschied sich dann jedoch zu einer angedeuteten Verbeugung. Soweit er wusste war die ehemalige Sumpflerin ranggleich mit den Lords, und somit eine Vorgesetzte. Er musterte die Rüstung, die sie hochhielt. "Eine sehr schöne Rüstung, ohne zweifel. Was möchtet ihr denn geändert haben? Diesen komischen Kram aus dem Sumpf durch echtes Metall ersetzen, nehme ich mal an?"
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| 03.11.2003 15:53 | #213 |
| Samantha |
Samantha schmunzelte angesichts dieser kleinen Verbeugung. Wegen ihr hätte es ja nicht sein müssen, aber wenn es ihm soviel Spaß machte..
Sie reichte ihm ihre Rüstung und deutete auf die Drachenschuppen."Die hier will ich auf jeden Fall behalten, machen sie doch einen Großteil der Rüstung aus. Nur das Sumpfzeugs soll weg und an seiner Stelle das Zeichen der Garde und Material von euren Rüstungen. Stimmt es dass ihr mit Erz arbeitet? Es soll sehr hart und stabil sein, mir ist kein Umstand zu schade um ebenfalls so eine tolle Rüstung zu besitzen."
Herrje, wo sollte sie nur das viele Gold hernehmen. Für die Rüstung würde es ja noch reichen, aber das Haus dann auch noch... Sie raufte sich innerlich die Haare.
Ein Lächeln entglitt ihr. "Ist das machbar?", fragte sie den Schmied freundlich.
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| 03.11.2003 16:04 | #214 |
| Eorl |
Eorl musste sich seinereits ein schmunzeln verkneifen. Offenbar hatte es sich bereits herumgesprochen, das er seit neusetem Erz schmiedet, obwohl es eigentlich nur Lord Carthos bekannt war.
"Nun ich hatte immer gehofft euch mal den Gefallen zurückzahlen zu können den ich euch schulde. Gut ich werde die Rüstung mit Erz verbessern, und euch sogar einen Sonderpreis machen. Allerdings habe ich nicht genug Erz hier. Ihr müsstet schon selbst dafür sorgen das ich welches in die Finger bekomme. Allerdinsg haben wir zur Zeit genug davon gelagert. Es sollte euch keine Probleme bereiten davon etwas abzuzweigen. Lord Carthos hat das soviel ich weiß auch getan. Jedenfalls sieht die Kiste die er mir gebracht hat ganz danach aus."Eorl wartete auf eine Antwort. Er hatte nichtmal mit der Rüstung des Lords angefangen. Wie sollte er da bitteschön noch eine machen? Naja er würde es schon irgendwo in seinem Zeitplan unterbringen.
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| 03.11.2003 16:18 | #215 |
| Samantha |
Samantha strahlte.
"Wundervoll, nehmt das Erz von Lord Carthos, wenn sich jemand beschwert schickt ihn zu mir."
Sie lachte sich ins Fäustchen. Bald schon würde sie eine neue Rüstung haben."Ich werde in einigen Tagen wiederkommen und schauen wie weit meine Rüstung ist. Ich hoffe es dauert nicht allzu lange, ich kann mich nämlich ohne schlecht aus der Stadt wagen."
Sie zwinkerte und verabschiedete sich. Nun würde sie endlich eine richtige Rüstung bekommen. Freudig verschwand sie im Nebenhof.
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| 03.11.2003 16:33 | #216 |
| Eorl |
Eorl stand einen Augenblick lang sprachlos in der Werkstatt. Die Frau hat vielleicht Nerven, dachte er sich. Na wenn sie meint, mir ist das recht. Dann brauch ich nicht mehr zu schmelzen als nötig.
So aufgemuntert machte er sich sogleich an die Arbeit, und zerlegte die Rüstung die Samantha dagelassen hatte. Eigentlich war zwar erst Carthos Rüstung dran, aber das Erz war fertiggeschmolzen und Eorl war neugierig darauf, wie sich die Drachenschuppen verarbeiten ließen. Soetwas hatte er bis jetzt erst eibam in der Hand gehabt, als er neulich die Rüstung des Drachenjägers repariert hatte. Es war ein ohne jeden Zweifel interessantes Material. Eorl überlegte etwas, und begann dann sich auf einem Zettel eine Zeichnung zu machen. Als er damit fertig war, legte er sie auf den Tisch neben die Schuppen und begann mit der Arbeit.
Später am Abend schaute Eorl von seiner Arbeit auf, um etwas überrascht festzustellen das es bereits dunkel war. Die Drachenschuppen Hatte Er mittlerweile zu einem Waffenrock und einer Art Hose verarbeitet. Die Weißen Schuppen glänzten kalt, fast metallisch, und reflektierten das flackernde Licht der fackeln, als Eorl die beiden Teile an die Wand hängte. Inzwischen war es dunkel in der Schmiede, und er hatte den ganzen habend an der Rüstung gearbeitet. Nun hatte er es geschafft, und begann damit, die ersten Teile von Lord Carthos’ Rüstung herzustellen. Der Brustpanzer war sicher das einfachste, obgleich größte Teil der Rüstung. Eorl überlegte nicht lange, sondern begann damit, Stangen des schmiedefertigen Erzes zum glühen zu bringen, und glühend zu verflechten. Das schwierige daran war, das das Erz nicht abkühlen durfte, solange es nicht seine endgültige Form hatte. Immer wieder musste er die Arbeit am Amboss unterbrechen, um den Brustpanzer in die Flammen zu halten. Zum Glück kühlte das Erz nur langsam ab, und so ging die Arbeit trotzdem recht zügig vonstatten. Eorl hämmerte solange auf der glühenden Masse herum, bis das Geflecht nicht mehr zu erkennen war, und der Panzer seine endgültige Form hatte. Dabei achtete er darauf auch das Wappen, das auf einer Rüstung der Garde natürlich nicht fehlen durfte, als Umrandung auf der Platte darzustellen. Dann packte er den Panzer mit zwei großen Zangen und wuchtete ihn in einen großen Wasserbottich neben der Esse. Ein Zischen ertönte, lang und anhaltend, und Dampf füllte die Schmiede. Eorl riss Tür und Fenster weit auf, und wartete das sich der Rauch verzog. Die Panzerplatte war noch immer warm, aber sämtliches Wasser war aus dem Bottich verschwunden. Er hob den Brustpanzer vorsichtig an, und legt ihn auf den Tisch. Dann begann er ihn abzuschleifen und zu polieren, während sich das Erz beim abkühlen immer weiter verhärtete, und schließlich eine Widerstandskraft entwickelte, der keine Waffe dieser Welt etwas anhaben konnte. Vorsichtig, fast andächtig trug Eorl den Panzer zum Lager und legte ihn drinnen auf einem Wolfsfell ab. Dann begann er nach der selben Prozedur eine Rückenplatte herzustellen. Er verflocht die glühenden Stangen, schmiedete, heizte die Platte in der Esse nach, und ließ die fertige Platte in den zweiten Wasserbottich fallen. Danach blieb ihm nichts anderes übrig als mit ein paar Eimern zum Brunnen zu gehen und sich neues Wasser zu hohlen. Die unglaubliche Hitze des Erzes hatte seine Vorräte aufgebraucht, und ohne Wasser konnte er nicht weiterarbeiten.
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| 04.11.2003 19:27 | #217 |
| Eorl |
Obgleich es draußen schon Dunkel war, und die Betriebsamkeit in der Oberstadt sich langsam einstellte, erklang aus der Schmiede noch immer ein beständiges Hämmern, das durch die nun fast ausgestorbenen Gassen hallte. Eorl war noch immer an der Arbeit. Er hatte bereits den Brustpanzer des Lords fertiggestellt, dazu die Schulterplatten, Armschienen und Handschuhe, die bereits an dem Panzer befestigt waren. Die Drachenschuppenrüstung der Lady war ebenfalls vorangekommen. Zu dem Waffenrock und den Hosen aus Drachenschuppen waren Stiefel, Schulterplatten und Handschuhe aus Erz gekommen, letztere aus feinen Ringen gefertigt, ähnlich einem Kettenhemd. Der Abschluss des Waffenrocks war ebenfalls mit Erz verstärkt worden. Allerdings hatte er noch vorgehabt die Schuppen mit Erz zu überzeihen, wie es die Drachenjäger machten. Das musste allerdings noch bis morgen warten, da es sicher ein langer Prozess werden würde, und er nicht mittendrin unterbrechen wollte.
Momentan arbeitete Eorl an den Beinschienen für den Lord, und überlegte sich dabei einige Feinheiten, wie die Fütterung, Verbindungen und Gelenkstellen. Er achtete sorgsam darauf, die Halterungen für die Wurfmesser nicht zu vergessen, und verwendete eine alte Umrisszeichnung eines solchen Messers, um die perfekte Größe der Halterungen zu gewährleisten. Die Zeichnung hatte er noch von damals, als er die ersten Halterungen in die inzwischen verschlissene Rüstung des Lords eingepasst hatte. Die Arbeit ging gut voran und Eorl schätzte das es nun nicht mehr lange dauern konnte bis er die Rüstung abliefern konnte. Das Erz das er für die Rüstung der Lady gebraucht hatte, hatte er ebenfalls von Lord Carthos Kiste genommen, aber das hatte keine Probleme bereitet, da mehr als genug Erz für beide Rüstungen vorhanden war.
Er nahm die Beinschiene vom Amboss, besah sie sich so genau, wie das bei einem glühenden Stück Metall eben möglich ist, wenn man sich nicht verbrennen will, und ließ sie dann in einen Wasserbottich fallen. Die kleineren Teile erzeugten glücklicherweise nicht so schrecklich viel Dampf, wie das bei dem Brustpanzer gestern der Fall gewesen war, trotzdem hatte er die Tür weit offen stehen, und das Licht der Esse und der Fackeln, viel hinaus auf die Straße. Ein kalter Wind zog von der Unterstadt herauf, und ließ die Fackeln auf der Straße flackern. Eorl war dafür dankbar, denn in der ewig heißen Schmiede, war ein kaltes Lüftchen immer willkommen. Er begann eine zweite Beinschiene zurechtzuhämmern, der ersten fast völlig gleich, nur eben seitenverkehrt. Das Metallstück nahm langsam Form an, und Eorl nahm sich vor, sich gleich morgen früh an den Drachenschuppen zu versuchen.
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| 05.11.2003 16:25 | #218 |
| Eorl |
Die Rüstung der Lady hing fertig an der Wand, und Eorl hatte gerade damit begonnen die letzten Teile der anderen Rüstung herzustellen, als sich die Tür der Schmiede öffnete. Eorl hatte bereits früh morgens damit angefangen die Drachenschuppen mit Erz zu überziehen, um sie noch stabiler zu machen. Es war ein langwieriger Prozess, und es hatte ihn viel Zeit gekostet, nicht zuletzt weil das Erz ewig rauchte, bis es einmal schmolz. Nun war es abgekühlt und eine dünne Erzschicht, die den Glanz der Rüstung noch verstärkte, bedeckte die weißen Schuppen. Das Wappen der Paladine prangte vorne auf der Rüstung. Eorl war sehr zufrieden mit dem Ergebnis seiner Arbeit, und war sehr erfreut gewesen das das überziehen der Schuppen so problemlos abgelaufen war. Er hatte danach die verschiedenen Teile zusammengefügt, und die Rüstung poliert, sodass keine scharfen Kanten in dem Schuppengeflecht entstanden. Nun war die Rüstung endlich fertig, und hing an der Wand der Werkstatt, kühlte ab. Währenddessen hatte Eorl die Stiefel der anderen Rüstung angefertigt, und arbeitete nun nur noch am Helm. Der war fast fertig, und der Erzvorrat in Lord Carthos Kiste war fast aufgebraucht. Nun wandte sich Eorl der Tür zu, um zu sehen, wer da kam. Sie war geschlossen gewesen, einfach weil es draußen recht kalt war, und sowieso jeder mit dem Verstand eines Feldräubers an der Geräuschkulisse erkennen konnte ob in der Schmiede gearbeitet wurde.
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| 05.11.2003 16:38 | #219 |
| Samantha |
Es war Samantha, durch deren starken Handschlag die Tür nach hinten gesprungen war und sich mit einem lauten Krachen in die rückwärtige Holzwand gebohrt hatte. Erschrocken zuckte die Lady zusammen und stand dann etwas betröppelt vor der offenen Tür. Sie hätte nicht gedacht dass ihr Handschlag so hart war, beziehungsweise wohl eher dass die Tür so schnell nachgeben würde. Was war sie auch so leicht?
"Ähm... entschuldigt, wenn ich euch erschreckt habe...", bemerkte sie und trat dann doch ein. Vorsichtig schob sie die Tür an und schloß sie diesmal ganz leise hinter sich wieder.
"Ich wollte nach meiner Rüstung schauen. Ist sie denn schon fertig?"Ein neugieriger Blick zur Wand sagte alles. Dort musste sie hängen. Der erste Eindruck gefiel ihr.
Ungeduldig schaute sie den Schmied an, damit er sie endlich herunterholte und sie das schöne Stück anprobieren konnte.
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| 05.11.2003 16:45 | #220 |
| Carthos |
Aus den Augenwinkeln sah Carthos, wie ein kleiner Junge mit einem der beiden Türwachen diskutierte. Normalerweise verirrten sich die Kinder der Stadt selten in die Gegend der Paladine, doch an den wilden Gesten am Eingang konnte man sehen, dass es wohl etwas wichtiges sein musste.
Der Lord trat an die Tür heran und blickte zu dem Jungen hinunter. Dieser deutete ihm an zum Tor des oberen Viertels zu kommen.
Als sich der Paladin seinem Ziel näherte erkannte er auch sogleich den Grund für die ganze Hektik. Der Rekrut war aus dem Minental zurück gekehrt und hatte hoffentlich an eine Bestätigung von Garond gedacht.
Hallo, ich hoffe du hast den Brief abgegeben. Hast du von Garond etwas bekommen was dies bestätigt ?
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| 05.11.2003 16:47 | #221 |
| Eorl |
"Ihr kommt gerade recht." erwiderte Eorl, und ging zu der Rüstung hinüber. Er fühlte vorsichtig, aber die Rüstung war schon weitgenug abgekühlt, sodass er sie problemlos anfassen konnte. Er nahm sie vom Haken, und reichte sie der Lady."Sie ist gerade fertiggeworden, das Erz ist nichtmal ganz abgekühlt. Ich habe mir erlaubt die Drachenschuppen ebenfalls mit Erz zu überziehen, wie es die Drachenjäger tun. Dadurch ist die Rüstung noch widerstandsfähiger. Wenn ihr sie direkt anprobieren wollt, könnt ihr ins Obergeschosss gehen, ansonsten nehmt die Rüsung einfach mit, und bezahlt dann wenn ihr euch ein Bild gemacht habt."
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| 05.11.2003 16:56 | #222 |
| Samantha |
Samantha überlegte nicht lange.
"Ich probiere!", verkündete sie und verschwand auch schon schnurstracks im Obergeschoß. Eine Weile hörte man es rumoren und scheppern, dann erschien die Lady endlich wieder an der Treppe und stapfte in ihrer neuen Rüstung hinab. Es war ein ungewohntes Gefühl, etwas schwerer als vorher und auch stattlicher in der Erscheinung.
Ihr erster Blick in der Spiegel ließ sie die Augen aufreißen."Huiiii, ein Meisterwerk!"
Sie drehte sich glücklich im Kreis herum um sich auch von allen Seiten sehen zu können. Dann nickte sie zufrieden.
"Eine hervorragende Arbeit, die ihr da geleistet habt. Genauso hab ich mir das vorgestellt. Was bekommt ihr nun dafür?"
Nun kam der unangenehmere Teil des Einkaufs...
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| 05.11.2003 16:57 | #223 |
| Kushulain |
"Hallo, ich hoffe du hast den Brief abgegeben. Hast du von Garond etwas bekommen was dies bestätigt ?"
der Lord stand fragen vor Kushulain.
"Ja ,Sir! Ich habe den Brief abgegeben. Der Kommandant gab mir diesen Brief! Hier, Sir!"
Kushulain übergab das Schreiben an Charthos.
"Hmm. Nun gut. Hier hast du 70 Goldstücke und nun geh wieder trainieren."Chartos nahm das Schreiben und ging seiner Wege.
Kushulain verbeugte sich knapp, sah auf das Gold und grinste."Ha nicht schlecht wenn ich so weiter mache hab ich bald das Geld für eine Rüstung"
Das Kind zupfte an seinen Kleidern.
"Hey Onkel, was ist nun mit der Runde?"
Oh das htte er beinahe vergessen.
"Natürlich. Komm wir drehen eine Runde mit Soul. Komm Soul,hier!"So machte er sich auf den Weg mit dem kleinen Kind und Soul.
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| 05.11.2003 17:13 | #224 |
| Eorl |
Ja ja der Preis, dachte Eorl, und überlegte einen Augenblick. Eigentlich war es fast schon Nebensache, magisches Erz zu schmieden können war für einen Schmied aus Nordmar ein Privileg, keine Arbeit. Aber er durfte seine Arbeit auch nicht unter Wert verkaufen er musste ja auch davon leben.
"3000 Goldstücke." sagte er. "Und weil ihr mir damals im Sumpf das Kämpfen beigebracht habt, gewähre ich euch 500 Goldstücke Rabatt. Macht also 2500 Goldstücke."
Eorl wartete gespannt auf die Reaktion. Es interessierte ihn, ob sie zusammenzucken würde, oder den Preis einfach akzeptieren. Daraus konnte man auf das Vermögen des Kunden schließen, wie er vor einiger Zeit herausgefunden hatte.
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| 05.11.2003 17:22 | #225 |
| Samantha |
Samantha knirschte etwas mit den Zähnen. Das würde jetzt alles vom Gold für ihr Häuschen abgehen. Doch der Preis war noch recht erschwinglich, sie hatte schon mehr befürchtet. Ein Glück dass ihre Rüstung nur ausgebessert werden musste, eine komplett neue hätte ihr Häuschen wohl zu einem Traumhäuschen werden lassen.
"2500, gut", erwiderte sie mit einem leichten Lächeln und sammelte das Gold zusammen. Nachdem sie die Summe Eorl überreicht hatte, nahm sie noch ihr Kleid mit und verabschiedete sich dann, um in ihrer neuen Rüstung weiter zu gehen.
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| 05.11.2003 17:28 | #226 |
| Eorl |
Eorl nahm das Gold entgegen und verabschiedete die Lady, die in ihrer neuen Rüstung aus der Wrkstatt stolzierte.
"Solltet ihr es jemals schaffen das Ding kaputtzukriegen, die Reperaturen sind im Kaufpreis mit inbegriffen." Meinte er noch, und kehrte sich dann von der Tür ab. Er verstaute das Gold in seiner sichersten Truhe, in einem kleinen Versteck im Materiallager, und setzte dann die Arbeit an der rüstung des Lords fort. Schließlich wollte die auch noch fertig werden.
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| 05.11.2003 21:44 | #227 |
| Carthos |
Carthos hatte mehrere Ritter und Paladine auf dem Hof des oberen Viertels zusammentrommeln lassen. Einige hatten schwere Verletzungen im Minental davon getragen und mussten nun wieder anfangen zu trainieren. Der Carthos hatte gemeinsam mit Lord Hagen beschlossen, ein nächtliches Training anzusetzen um die Truppe wieder auf Vordermann zu bringen.
Ritter Girion wurde damit beauftragt, seien Mitstreiter beim Traning zu unterstützen.
Der Kommandant stand zusammen mit Paladin Lothar am Rathaus und blickte über die Gruppe der Streiter.
Ein nächtliches Training bringt die Jungs wieder schnell auf die Beine. Tagsüber ist hier zu viel los, da ist sowas nciht möglich. Nachts haben wir den ganzen Platz für uns.
Lothar nickte nur und blickte weiterhin stumm über seine Mitstreiter.Carthos hingegen ging nun zu der trainierenden Menge hinüber um dem Ein oder Anderen ein paar Tipps zu geben.
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| 05.11.2003 21:50 | #228 |
| Samantha |
Samantha traute ihren Augen nicht, als sie am Rathaus vorbeilief. Da stand doch tatsächlich eine Horde ächzender Paladine und Ritter und schwang das Schwert, beschienen vom fahlen Mondlicht. Eine kleine Ansammlung vergessener Geister konnte man meinen, hätten nicht Lord Carthos und der Paladin Lothar direkt daneben gestanden und das Schauspiel beobachtet.
Die Lady dachte dies wäre eine gute Gelegenheit ihre neue Rüstung vorzuführen. Also trat sie hinter Carthos und Lothar hervor und gesellte sich zu ihnen."Nanu, Schwerttraining im Mondlicht? Hat das irgendwelche spirituellen Auswirkungen oder was?", fragte sie verwundert und musterte skeptisch die verbissenen Gesichter der Übenden.
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| 05.11.2003 21:59 | #229 |
| Carthos |
Carthos blickte von einem Ritter zum Anderen und stellte zu seienr Freude fest, dass fast alle ihre Blessuren gut überstanden hatten. Lothar drehte nun auch eine Runde um die Gruppe um sich ebenfalls ein Bild machen zu können.Plötzlich tauchte Samantha hinter ihnen auf und lunste neugierig zwischen ihnen hindurch.
Nein. Wir trainieren nachts weil wir jetzt den ganzen Platz für uns haben. Ausserdem härtet ein Nachtraining mehr ab, als wenn man tagsüber ein paar Übungen macht. In den letzten Schlachten wurden viele verletzt, nun ist es ander Zeit die Schonfrist zu beenden und wieder mit leichtem Training zu beginnen.
Er ließ seine Blicke wieder schweifen und sah dann die Lady genauer an.
Habt ihr dieses Sektenzeugs von eurer Rüstung verbannt ?
Das Zeichen Innos' macht sich auf eurer Rüstung doch gleich viel besser.
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| 06.11.2003 08:49 | #230 |
| Thorus |
Thorus stand wie abgemacht am nächsten morgen auf der kleinen Wiese hinter dem Rathaus und wartete. Doch bis jetzt war noch niemand zu sehen. Natürlich musste sie zu spät kommen... oder hatte sie es sich gar anders überlegt? Oder war es doch nur eine Lüge die sie Thorus gestern aufgetischt hatte...wenn es so wäre wüsste Thorus aber nicht was sie damit hätte erreichen wollen. Nunja, Thorus dachte sich das er noch wenige Minuten warten könnte bevor er sich anderen Dingen zuwenden würde...
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| 06.11.2003 19:27 | #231 |
| Kano |
Es dämmerte bereits, als Kano langsam die Stufen zum oberen Viertel hinauf schritt. Die Wachen, die wie gewohnt auf ihren Posten verharrten und ihren Dienst taten, grüßten den Statthalter, als dieser an ihnen vorbei schritt. Kano erwiderte den Gruß wie jedes Mal und passierte dann das Tor. Im oberen Viertel war es wesentlich ruhiger, kein Geschrei von Händlern oder wildes Getratsche von Marktfrauen. Höchsten das intrigante Tuscheln der reichen Damen, die sich die neusten Geschichten erzählten. Aber das war wesentlich leiser und interessierte den Ritter nicht wirklich, was kümmerte es ihn, was sie tratschten.
Langsam öffnete er seine Tür und trat ein, es war angenehm warm und das Feuer im Kamin erhellte den Wohnraum, tauchte es ihn in ein dämmriges Licht. Endlich Feierabend. Kano legte seine Waffen ab und auch die Rüstungsteile lösten sich bald vom Körper des Soldaten. Die einfache aber dennoch ordentliche Kleidung darunter würde den restlichen Tag reichen. Gerade wollte er sich setzen, als ihm die Nussschalen auf dem Boden auffielen. Skeptisch betrachtete er die Schalen und sah dann zu dem kleinen Schrank, die Tür stand leicht öffen. Schnell wurde ihm alles klar.
Sein Blick ging langsam durch den Raum und wie erwartet traf sein Blick den des Hörnchenführers. Die anderem Nager hinter ihm saßen auf dem Bücherregal verteilt, aber ihr Anführer hatte sich auf dem Boden auf die Hinterbeine gesetzt und schaute direkt zu dem Ritter.
"Habt ihr es euch also schmecken lassen, wie?"
Sichtlich verärgert darüber richtete sich Kano wieder auf und ging langsam auf das Regal zu.
Sofort sprangen die Hörnchen wild auf und kletterten ganz nach oben, nur ihr Anführer saß weiter da.
"Ihr macht das weg, wenn nicht braucht ihr euch hier gar nicht mehr blicken lassen und ich sag dem Viech von Samantha bescheid, dass es euch mal Manieren beibringen soll. Klar?"
Sichtlich unruhiger schnupperte das Hörnchen und bewegte seine Barthärchen hin und her. Dann quiekte es etwas leise zu den anderen auf dem Regal, woraufhin diese hinunter wetzten und sich wie schon beim letzten Mal auf die Schalen stürzten.
"Na also, ich sehe so langsam verstehen wir uns.
Also, ihr sucht euch gefälligst einen neuen Baum und dafür gibt's ab und zu Nüsse. Aber wehe ihr klaut sie einfach, dann werdet ihr zu einem schönen Pelz verarbeitet."
Böse funkelte das Tierchen zurück, während seine Artgenossen mit den Schalen nach draußen sprangen. Dann kletterte es das Regal hoch, schaute nochmal zum Ritter und folgte schließlich den anderen nach draußen.
So, das wäre geklärt, aber jetzt endlich Feierabend. Kano setzte sich in seinen Sessel und lehnte sich entspannt zurück. Das leise Knacken im Kamin hatte eine beruhigende Bewirkung. Diesmal fiel sein Blick auf sein Schwert, noch immer wusste er nicht recht, was es damit auf sich hatte...seit Monaten wollte er ins Kloster um einen Magier um Rat zu fragen, aber nichtmal das hatte er geschafft. Unglück hatte es ihm bisher nicht wirklich gebracht, aber vielleicht kam das noch...vielleicht lag das alles noch vor ihm...
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| 06.11.2003 22:43 | #232 |
| >Avril< |
Avril wurde schon seit mehreren Minuten von den Wachen zur Oberstadt aufgehalten. Hey Süße wir können dich nicht reinlassen du kennst doch die Regeln sagte einer von ihnen und der andere lachte dumm. Aber du könntest mir nen Gefallen tun grinste er wieder und Avril fing langsam an der Kragen zu platzen. Ich werde meinem gatten sagen, dass er euch beide zum Hafen schicken soll um dort die Fische zu bewachen sagte sie und grinste hämmisch. Dein Gatte kann mich kreuzweise.. wer isses überhaupt? antwortete die Wache wieder dreckig und Avril setzte ihr hinterlistiges Lächeln auf. Lord Diego die beiden Wachen liefen weiß an und dann stotterte der eine plötzlich nurnoch T..t...tretet ein Avril ging vorbei und machte sich nun auf den Weg zum Rathaus. Dahinter sollte dann Thorus auf sie warten und sie traf selbigen auch an. Tut mir leid wegen der Verspätung Thorus, ich wurde von den Wachen aufgehalten.... sie lächelte und zog schließlich ihren Zweihänder Kinslayer und zeigte ihn Thorus. Ein gut gepflegtes Familienerbstück. Das wird reichen oder? sie wartete geduldig auf seine Antwort.
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| 06.11.2003 22:54 | #233 |
| Thorus |
Thorus, der eigentlich gerade wieder gehen wollte sah sich den Zweihänder an und meinte schließlich "Das ist ein schmucker Zweihänder, damit wirst du umzugehen lernen..." Sogleich zog auch er sein Schwert, seinen Lebensverkürzer und hielt ihn mit beiden Händen und die Frau sah in ungläubich an.
Thorus: "So musst du das zu Anfang halten, denn das Schwert kerzengerade zu halten würde viel zu viel Kraft kosten und du würdest einen Kampf durch erschöpfung verlieren. Also nimm es erstmal so wie ich in die Hand und mach mir diesen Schwung nach."
Thorus holte ersz naach rechts aus um dann die Klinge wieder nach links gleiten zu lassen. Erwartungsvoll und mit dem Gescihtsausdruck, das das nicht alles gewesen sein konnte sah sie dann wieder Thorus an...
Thorus: " So , und das machst du nun den Rest des Tages oder bis du vor Erschöpfung umfällst...ich selber bin gespannt was zuerst eintritt.Und ich werde mit dir diese Übung machen, dann machts sich leichter und ich komm nicht aus der Übung."
Und so begannen beide mit der Übung.
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| 07.11.2003 18:12 | #234 |
| Carthos |
Gemächlich ging der Lord durch das obere Viertel und beobachtete die trainierenden Ritter und Paladine. Nach langen Genesungspausen hatten sie wieder in die erlernten Kampftechniken zurück gefunden und waren nun wieder voll einsatzfähig.
Nachd en schweren Verlusten der letzten Kämpfe war dies auch bitter nötig. Carthos blickte an seiner Rüstung hinunter, die mindestens genauso gelitten hatte. Er blickte kurz rüber zur Schmiede und beschloss Eorl einen Besuch abzustatten.
Leise öffnete er die Tür um den arbeitenden Schmied nicht zu stören und trat ein.
Seid gegrüßt. Ich wollte mich einmal nach meiner Rüstung erkundigen. Wie weit seit ihr denn mit den Arbeiten ?
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| 07.11.2003 20:08 | #235 |
| Eorl |
Eorl bemühte sich, nicht zusammenzufahren, als er hinter sich die Stimme des Lords vernahm. Der schaffte es immer wieder sich hereinzuschleichen, trotz der schweren Rüstung die er trug. Glücklicherweise hatte sich Eorl mittlerweile daran gewöhnt das Leute unerwartet auftauchten, so das sich sein Erschrecken in Grenzen hielt. Er drehte sich um, und antwortete dem lord auf seine Frage:"Die Rüstung ist fertig, und ohne mich selbst über Gebühr loben zu wollen muss ich sagen das ich mich selbst übertroffen habe. Wartet einen Moment."Er ging zum Lager hinüber, und schloss eine Truhe auf, die er hinter der schweren Tür aufgestellt hatte. Etwas so wertvolles wie diese Erzrüstung konnte man gar nicht sorgfältig genug wegschließen. Er nahm die Rüstung heraus, und ging damit in die Werkstatt zurück. Dort überreichte er das Prachtstück Carthos."Die Rüstung besteht quasi zu hundert Prozent aus magischem Erz, abgesehen vom Futter natürlich. Und es sind auch wieder Halterungen für Wurfmesser dran. Oh un noch etwas. Vor ein paar Tagen aht sich die Lady Samantha bei mir ihre Rüstung ändern lassen. Sie hat mich angewiesen dazu Erz aus äurer Kiste zu nehmen. Deshalb ist auch nicht mehr gerade viel übrig. Die Reste habe ich ahh moment.."Eorl verschwand wieder im lager, und kam kurz darauf mit einem Beutel zurück den er Carthos überreichte.
"Hier. Die Kiste werde ich behalten wenn ihr nichts dagegen habt. In einer Schmiede kommt sowas immer praktisch."
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| 07.11.2003 20:22 | #236 |
| Carthos |
Carthos nickte stumm. Da hatte ihm diese Lady doch wieder etwas stibitzt, der würde er bei gelegenheit was erzählen.
Die Rüstung ist wirklich sehr gut geworden. Hier habt ihr euren Lohn. Ich denke 8000 Goldstücke sollten euch für diesen Aufwand entschädigen. Die restlichen brocken könnt ihr ebenfalls behalten. Vielen Dank.
Der Paladin nahm die Rüstung an sich und verschwand aus der Schmiede. Sein Weg führte ihn die paar Meter weiter zum ehemaligen Richterhaus, schliesslich musste er seine neue Rüstung gleich einmal anprobieren.
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| 08.11.2003 20:53 | #237 |
| >Avril< |
Neugierig war Avril den verschiedenen Zügen ihres Lehrmeisters gefolgt und wollte diese dann nachmachen. Sie hielt ihr Schwert kerzengrade. Es war wirklich ziemlich schwer, doch die härte war dann die Übung, die sie machen musst. Sie war einen Einhänder gewöhnt, doch der Kinslayer war mindestens doppelt so schwer. Schnell standen Schweißperlen auf ihrer Stirn und ihr Gesicht verzog sich zu einer schmerzverzogenen Grimasse. Doch sie gab nicht auf und schließlich hatte sie kein Gefühl mehr in den Armen und so konnte sie weitermachen. Immerwieder nach rechts aushohlen und dann nach links schwingen. Sie hatte das gefühl mit diesem Monster von schwert die Luft zu zerschneiden und sie konnte sich vorstellen was Kinslayer im Notfall mit Menschen machen konnte. Dann musste sie das selbe nochmal mit links machen... aushohlen und nach rechts zischen lassen. Ihre täuschende Amazonenmagie konnte hiernicht viel Helfen da die Augen von Thorus ständig auf sie gerichtet waren und schließlich viel ihr das Schwert aus den Händen und fiel scheppernd auf den Boden.
Avril hob es wieder auf undsah dabei das Grinsen des Paladins, der mit verschränkten Armen immernoch zu ihr rüber guckte. Es war so ein Grinsen, alsob er das schon geahnt hatte oder schon öfters gesehn.
Auch sie wusste von ihren Schülern, die sie damals im Amazonelager hatte, dass aller Anfang schwer war, doch sie würde sich nicht so leicht geschlagen geben. Sie hob das Schwert wieder kerzengrade an und führte ihre Übung weiter aus.
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| 09.11.2003 12:32 | #238 |
| Longbow |
Im Oberviertel ging er gleich in den Planungsraum. Wenn der Lord irgendwo aufzutreiben war, dann sicher da.
Doch die Wache vor dem Haus machte wieder mal Probleme.
„Gewöhnliche Ritter dürfen hier nicht rein.“
„Hallo?? Das hatten wie schon mal. Ich hab Zugang ins alte Richterhaus.“„Nein, das war nur vorübergehend, für die Jagd.“
„Scheinst ja gut informiert zu sein. Nur bin ich zusätzlich noch der Hauptmann der Garde Innos, also habe ich Zugangsrecht.“
„Bei allem Respekt, Sir, ich darf sie nicht reinlassen.“
„Ach Gott, dir wird sicher keiner was tun!“
„Nein, trotzdem nicht.“
Es war hoffnungslos. Der alte Haudegen würde ihn nicht reinlassen. Er versuchte über seine Schulter zu gucken, um Carthos zu erblicken. Doch er hatte Glück, der Lord stand wieder mal am Kartentisch und somit im Blickfeld.„Lord Carthos, ich habe den Befehl von Kommandant Garond ausgeführt.“
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| 09.11.2003 12:40 | #239 |
| Carthos |
Der gesamte Tisch war übersät mir roten Bindfäden und haufenweise Notizen. Mit den Fäden hatte Carthos versucht die Marschrichtungen feszulegen und auf seinen Notizen hatte er einige Bemerkungen dazu festgehalten. Jedoch konnte niemand ohne genauere Informationen, eine bestimmte Vorgehensweise festlegen. Dazu muste man erst wissen, was sich hinter dem riesigen Zaun befand.
Wie so oft gab es ein Stimmenwirrwarr an der Tür und der Lord erkannte den Hauptmann der Stadtwache.
Lasst ihn herein. Ihr behauptet ihr hättet den Auftrag ausgeführt, den ich euch über Garond hab ausrichten lassen ?
Dann erzählt mir, was habt ihr gesehen ?
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| 09.11.2003 12:55 | #240 |
| Longbow |
Long grinste en Türwächter an und ging an den Kartentisch.
„Hier, direkt am Berg, sind die Gefangenen in einen engen Käfig gesperrt." Long zeigte mit dem Finger auf die Stelle. "Sie haben wirklich alles gefangen genommen, Männer, Frauen und auch Kinder. Aber außer einer Palisade und einer kleinen Tür gab es keinerlei Sicherheitsvorrichtungen am Gefängnis. Die Orks scheinen nicht an einem Angriff oder sonst was zu denken, sofern sie das überhaupt können. Außerdem sah ich an die 300 Orks und eine ihrer Galeeren auf dem Meer!“
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| 09.11.2003 13:04 | #241 |
| Carthos |
Carthos blickte auf die Stelle, die ihm Longbow gezeigt hatte. Der Ort war für eine Befreiung günstig, jedoch bereitete ihm die Orkgaleere Kopfzerbrechen.
Hmm. Dann werden wir für die Befreiung das Schiff benötigen. Ausserdem brauchen wir noch ein paar Leute an dieser Stelle hier.
Der Paladin deutete mit seinem Finger auf die Karte und legte sogleich einen der roten Fäden an diese Stelle.
Ich werde einen Brief an die Magier schreiben, vielleicht können sie uns im Kampf unterstützen. Alleine wäre es doch etwas zu schwer.
Carthos erkläre dem Ritter, wie er beid er Befreiung der Gefangenen vorgehen wollte. Die wichtigsten Punkte in seiner Überlegung waren die Sicherheit des Schiffes und die Effektivität der zweiten Gruppe.
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| 09.11.2003 13:17 | #242 |
| Longbow |
„Okay, der Plan hört sich machbar an. Für den zweiten Trupp brauchen wir aber auch schlagkräftige Leute, damit sie standhalten.“
„Und wir brauchen jemand, der sie anführt. Wie wärs mit dir?“„Hatte ich jetzt erwartet. Ist ne verantwortungsvolle Aufgabe, aber ich machs.“„Gut, sobald ich die Leute zusammen hab, melde ich mich und es geht los.“Long nickte dem Lord einmal zu und verließ wieder den Planungsraum. Würde sicher eine interessante Operation werden, und vielleicht die geschickteste aller Zeiten. Aber er selbst spielte wieder eine Führungsrolle. Von seinen Befehlen konnte das Leben vieler Menschen abhängen. Umso wichtiger war es, dass er ausreichend ausgebildet war. Den Einhandkampf beherrschte er inzwischen perfekt, aber nun, wo er sein neues Zweihandschwert hat, sollte er lernen damit umzugehen.
Er wusste, dass die Lehrmeister im oberen Viertel immer vor dem Rathaus trainierten. Sicherlich würde sich da noch ein Platz finden lassen. Wie zu erwarten stand da ein Paladin samt einer Frau, die Long sehr an eine Amazonen erinnerte. Na toll…wie sehr er diese Menschengattung hasste. Da müsste er jetzt wohl durch.
„Seid gegrüßt, Paladin. Bin Longbow und brauche Einhandtraining. Könnt ihr mich unterweisen?“
„Nun, ich bin Thorus, das hier Avril. Wir haben zwar schon begonnen, aber ich denke da lässt sich noch was machen.“
„Gut, dann los.“
Long zog sein Zweihandschwert und folgte den ersten Anweisungen vom neuen Lehrer.
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| 09.11.2003 13:34 | #243 |
| Taurodir |
Ruhig saß der Paladin in seinem Zimmer, mit Carthos hatte er noch nicht gesprochen, doch sollte man von seiner Anwesenheit nun bescheid wissen. Schön war es ohne eine Paladinrüstung wieder zu gehen, denn die Knochen schmerzten noch, und es war nur eine Last, dies zu tragen. Der Schmutz der letzten Tage war weg, schöne Klamotten trug er nun, und die Haare schienen auch nicht mehr so wuschelig auszusehen wie zuvor.
Das Gefühl, auf einem bequemen Bett zu sitzen, war einfach nur schön. Mit seinen Augen zur Decke gewandt saß er dort, und dachte so wie oft nach. Der Traum kam ihm wieder in die Gedanken, gewiss quälte ihn dies nicht mehr so sehr wie zuvor, doch lies es ihn dennoch bedenken.
Jedoch hieß es für Taurodir nicht, sich den ganzen Tag auszuruhen, trotz nach all diesen Abenteuern. Er hatte noch zwei Schüler, die gerne mit dem Training weiterfortfahren würden.
Langsam stieg er von seinem Bett runter, zog seine Rüstung an, die nun wieder ein wenig glänzten, doch noch immer nicht die alte war, und verlies dann das Gebäude.
Es war schön, wieder zu Hause zu sein, unter bekannten Gesichtern. Der Blick des Brunnens, des Wassers bereitete ihm schon eine große Freude. Doch wusste er, dass er nicht lange hier bleiben könnte, dafür war liebte er einfach zu sehr das reisen..
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| 10.11.2003 12:10 | #244 |
| Thorus |
Es waren schon 2 Tage vergangen und Longbow, der Schüler der dazugekommen war, hatte im Training schon aufgeholt , er und Avril waren nun gleich auf. Er hatte ihnen gezegt das sie bei jeder Bewegung noch einen Schritt nach vorn machen mussten und nach 2 mal Schwingen einen Stoß nach vorn machen mussten. Dies beherrschten sie auch schon zu Thorus' zufriedenheit und daher wollte er ihnen heute das richtige Blocken zeigen.
Thorus: "So nun unterbrecht mal eure Übungen und schaut mir zu. Ihr wisst ja nun wie man angreift, doch wisst ihr noch nicht wie man vernünftig pariert. Schaut her..."
Thorus nahm den Lebensverkürzer und fasste mit der linken Hand weit oben an die Klinge ohne sie zu umfassen und die andere Hand blieb fest am Griff.
Thorus: "Das ist die Grundhaltung mit dem ihr einige Schläge abfangen könnt.Aber um die Parade erfolgreich zuende zu führen, müsste ihr des Gegners Schwert noch vom Körper wegleiten und dann noch einen Gegenangriff zu starten. Und da ihr beide zu zweit seit könnte ihr das nun üben, immer abwechselnd. Ich werde zusehen und euch wenn nötig verbessern.
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| 10.11.2003 13:47 | #245 |
| Samantha |
Es war ein strahlender Sonnentag, als Samantha an diesem Morgen aus dem Rathaus trat, wo sie eben noch heftig mit dem Paladin am Pult gleich neben dem Eingang diskutiert hatte. Der alte Kauz dachte doch tatsächlich er könne ihr etwas von Magie erzählen. Samantha hatte ihm nur ihren schweren Einhänder gezeigt und gesagt, dass dies ihre beste Lebensversicherung sei und dass sie kein Hokuspokus brauche. Man konnte sie starrsinnig nennen, doch dem harten Stahl vertraute sie nun mal mehr als einem kleinen dunklen Stein, aus dem blaue Sternchen schweben sollten. Mit einem guten Schwert hatte man wenigstens noch etwas in der Hand, mit dem man zuschlagen konnte.
Doch so eine Diskussion am Morgen belebte nur die Lebensgeister und so schritt die junge Lady energisch um die Ecke, sich sicher, dass sie es diesem Paladin gehörig gezeigt hatte. Den Sieg im Gesicht, fand sie sich vor zwei hochgewachsenen Männern wieder, deren Paladinrüstungen silbern in der Sonne glänzten.
"Das ist nicht euer Ernst, Mylady", rückte der eine heraus.
"Sicher nicht, ihr seid nämlich noch gar nicht in der Kunst der Magie bewandt", fügte der andere pfeilschnell hinzu.
"Ihr habt keine Ahnung welch ungeahnte Möglichkeiten sich euch eröffnen.""Und wie Stahl und die Kraft Innos zusammen viel stärker wirken können als eines alleine."
"Bedenkt erst die Reichweite des heiligen Pfeiles."
"Und die Vernichtungskraft gegen das Böse!"
"Die Kraft Innos Zorns, wenn er mit eurem Stahl im Einklang ist!""Und erst der heilige Schild, welcher auch vor Magie und Stahl des Gegners schützt!"
Samanthas Kopf ruckte von einem zum anderen, bis ihr ganz wirr wurde."SCHLUSS JETZT!!", schrie sie in den Wortschwall der beiden Paladine und augenblicklich kehrte Ruhe ein. Die beiden Männer schauten sie freundlich aber bestimmt an, dem Befehl einer Vorgesetzten wollten sie sich wohl nicht widersetzen. Doch genug Frechheit sie derartig zuzureden hatten sie besessen. Samantha zog die Stirn zu Falten und stützte die Hände in die Hüften."Kann mir mal einer von euch verraten was in euch gefahren ist?", fragte sie etwas schnippisch.
"Wir wollen euch die Magie nahebringen", erwiderte der erste von beiden."Und ihre ganze Kraft, welche sie erst im Einklang mit eurer Waffe findet", setzte der zweite fort.
"Ihre Reichweite, ihre Stärke und Macht!"
"Und die Möglichkeiten, die sich euch ergeben werden."
"Nicht zu vergessen die gesteigerte Kampfkraft, selbst mit dem Schwert...""RUHE!!!"
Die beiden verstummten. Samantha blickte böse von einem zum anderen."Wollt ihr mich zum Narren halten?", fragte sie ungehalten.
Beide Männer schüttelten ernst den Kopf, diesmal ohne gleich wieder in einen Wortschwall zu verfallen.
"Wer seid ihr überhaupt?", fragte Samantha weiter.
"Oh, wir vergaßen uns vorzustellen", der erste von beiden machte ein entsetztes Gesicht.
"Ich bin Tamian und das ist mein Bruder Askan", setzte der zweite fort und deutete auf den anderen Paladin.
Samantha musterte sie neugierig. Brüder also. Genauso sahen sie auch aus. Beide hatten blondes Haar und ihre Statur war in etwa ähnlich robust wie die der restlichen Krieger.
"Entschuldigt, mein Bruder ist immer etwas unhöflich", sagte Tamian mit einer leichten Verneigung.
"Ich, unhöflich? Es war doch deine Idee!", entgegnete sein Bruder erstaunt und blickte ihn warnend an.
"Meine? Niemals, ich würde doch niemals eine Lady.. also ich bitte dich!""Natürlich, du hast gesagt sie hat mit dem ollen Pultsteher im Rathaus gestritten und sie wüßte gar nicht wovon sie spricht!"
"Ich??? Keinesfalls, ich würde doch nicht solche Worte zu einer Lady sagen..""Hast du aber, das waren deine Worte, ich kann mich noch genau...""STOP!", brüllte Samantha heraus und die beiden Brüder drehten sich verwundert herum. Scheinbar hatten sie ihre Anwesenheit schon wieder vergessen gehabt. Samantha musste unweigerlich schmunzeln. Ein lustiges Pärchen."Wißt ihr was? Ich lad euch zu ner Runde in der Taverne ein und ihr erzählt mir was so toll an eurer Magie ist", schlug sie lächelnd vor. Die beiden Brüder schauten sich erstaunt an und nickten dann zeitgleich. Kurz darauf verließen alle drei das Oberviertel.
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| 11.11.2003 12:15 | #246 |
| Kano |
Sonnenstrahlen drangen durch das feine Glas in den Raum und erhellten ihn. Kano saß an seinem Schreibtisch und war kurzzeitig mit den Gedanken abgedriftet. Wie sauber die Scheiben doch waren, Zylia verstand wirklich etwas davon, wer hätte gedacht, dass sie so durchsichtig sein konnten. Das machte das ganze Zimmer gleich viel heller. Kurz zuckte der Ritter, dann besann er sich aber wieder seiner Sache und sah auf das Buch. Nicht viele hatte er in der Stadt auftreiben können, zumindest nicht über Innos. Hoffentlich hatte Vincent mehr Erfolg im Kloster und konnte ein paar der Bücher mitbringen.
Dennoch war auch das Buch, über das sich Kano da gerade lehnte, nicht ganz uninteressant, es erzählte von alten Geschichten, von Paladinen im Dienste des Königs und Innos'. Es war nicht so, wie es sich der junge Ritter eigentlich vorgestellt hatte, es war kein stumpfes Töten, es war eher...ein heiliger Krieg gegen die Unterwelt. Der Glaube der Paladine und ihr Einsatz für Innos war erstaunlich ausgeprägt, hatte er derartiges ja sonst eigentlich nur von Magiern erwartet.
Die Magie jedoch war eine Andere, keine Feuerzauber, Eis oder Blitz...nein, es war eine Magie, geschaffen um das Böse zu bekämpfen. Heilige Magie, von Innos an die besten und wahrhaft glaubenden Krieger unter den Menschen gegeben um in seinem Namen gegen Beliar und seine Brut anzutreten. Zombies, Dämonen und die Dämonenbeschwörer und Schwarzmagier, Todfeinde des Gottes des Feuers und des Lebens.
Zwar hatte Kano nie wirklich etwas von der Magie gehalten, da es nicht wirklich greifbar war, aber so langsam wandelte sich die Einstellung, es wurde zunehmend interessanter und reizvoller für den Statthalter. Vielleicht sollte er mal mit ein paar Paladinen reden, die wussten schließlich um diese Magie. Die Magier aus dem Kloster würden ihn da wohl eher mit unnützem Zeug vollschwafeln und ihre eigene Sache anpreisen. Zwecklos also.
Der Ritter erhob sich von seinem Stuhl und ging zur Tür, es war ein wirklich schöner Tag, warum also drin sitzen. Kano verließ sein Haus und trat auf den Hof des oberen Viertels. Noch immer plätscherte der Brunnen leise vor sich hin aber schon bald würde es verstummen und dem Heulen des eisigen Westwindes weichen, welcher den Winter herbei brachte...
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| 11.11.2003 13:45 | #247 |
| Zylia |
Worauf hatte sie sich da eingelassen, neben dem Training am Bogen und dem Schreibkram, machte sie auch noch den Haushalt von ihrem Lehrmeister.Staubwischen, Fensterputzen, Putzen uns was der Dinge noch alles so anfielen, Kano hatte einen richtigen Jungessellenhaushalt.
Zylia fragte sich wann sie mal fertig würde da sie die meiste Zeit wohl im Haus am arbeiten war anstand wohl zu Trainieren.
Sie hatte ihren Lehrmeister eben gehört wie er das Haus verlassen hatte und so beschloss sie sich erst einmal wieder dem Schreibkram zu widmen.
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| 11.11.2003 17:11 | #248 |
| Longbow |
Der Hauptmann hatte noch seinen Geldbeutel in der Truhe gesichert und war wieder ins obere Viertel marschiert, um mit dem Zweihandtraining fortzufahren. Thorus und Avril waren bereits anwesend und warteten nur noch auf ihn. Als er dann bereit war und Graven gezogen hatte, führte er Thorus’ Anweisungen aus.Avril stand ihr gegenüber. Long holte aus und schlug mit voller Kraft gegen ihr Schwert. Mit seinem Einhänder wäre jetzt Avrils Waffe einige Meter weggeflogen, doch jetzt verloren beide ihre schweren Zweihänder. Bei dem Aufprall hatte sich Long sogar leicht am Handgelenk verletzt.
„Man, die Waffe ist ja ganz anders als die kleinen. So ne Scheiße.“„Jajaja, so geht das auch nicht.“
Thorus zeigte ihnen noch mal die Griffhaltung und Stehhaltung und befahl dann einen erneuten Versuch.
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| 11.11.2003 17:54 | #249 |
| Eorl |
Eorl schaute aus dem Fesnter auf die Gassen des Oberviertels hinab. Er stand mit einer Tasse eines heißen Getränks, das er einem der Händler am Markt abgekauft hatte oben im Wohnbereich der Schmiede. Die Dämmerung hatte eingesetzt und die Nacht versprach ungemütlich zu werden. Unten am Trainingsplatz bei der Kaserne, so wusste er, warteten seine beiden Schüler darauf ihre Prüfung zu absolvieren. Wahrscheinlich wurden sie langsam ungeduldig.
Das erste was die Kerle lernen müssen ist Geduld, dachte er während er die Tasse auf den Tisch stellte. Er nahm sein Schwert, schnallte sich die scheide auf den Rücken und hängte sich sein Messer an den Gürtel. Mit seinem alten Mantel über der Rüstung, verlies er die Schmiede, und machte sich auf den Weg zur Kaserne.
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| 11.11.2003 22:28 | #250 |
| Kano |
Langsam verschwand die Sonne im Meer, die Nacht brach herein und erste Sterne tauchten am Himmel auf. Kano stand mit verschränkten Armen am Brunnen und blickte hinauf. Innos hatte also all das geschaffen? Beeindruckend. Aber was war Innos, konnte man ihn sehen? Wohl nicht. Aber dennoch...irgendwas musste er doch sein. Oder war es nur der Glaube, der er war? Fragen über Fragen, hoffentlich war Vincent bald zurück und brachte die Bücher. Wissbegier hatte sich in dem jungen Krieger breit gemacht, so lohnte sich all das Lesenlernen und die unzähligen Stunden bei dem Lehrer, den sein Vater eingestellt hatte, doch noch, wer hätte es gedacht.
Und die Magie, die er seinen heiligen Kriegern einst schenkte, sie zu erlernen hatte sich der Statthalter als Ziel gesetzt, Gespräche mit Paladinen hatten ihn in dem Entschluss nur noch mehr bestärkt. Doch es würde nicht leicht, es hieß man müsse zuerst wahrhaft glauben, man müsse der Macht Innos' vertrauen und man müsse sich voll und ganz hingeben. Das Dasein als Paladin konnte man nicht annehmen, man konnte es nur leben.
Kano sah zu seinem Haus und entschloss sich heim zu gehen, es war spät und sicher hatte Zylia schon etwas Leckeres zu Essen zubereitet. Nur wenige Schritte und schon stand der Ritter in der Wohnstube, tatsächlich duftete es herrlich. Hach, vielleicht blieb sie nach ihrer Ausbildung ja doch bei entsprechendem Gehalt, darüber musste er mal mit ihr sprechen. Zunächst machte er sich aber erstmal ans Essen und dachte weiter über die Bücher nach, darüber, was er gelesen hatte, darüber, was er gehört hatte...
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| 12.11.2003 11:48 | #251 |
| Thorus |
Nun da die beiden das Parieren und den Angriff ziemlich gut beherrschten dachte sich Thorus das es nun an der Zeit wäre...
Thorus: "Nun, ihr habt miteinaner geübt, das ist schonmal nicht schlecht. Doch ein echter Gegner wird anders agieren als ihr das er mit ziemlicher Sicherheit vorhat euch zu verletzten und nicht so wie ihr die nur zum Training gekämpft haben.Ich denke wir sollten nun mal vor Khorinis gehen und ein paar Scavenger oder Goblins jagen gehen, ich denke das sollte dann genügen. Lasst uns gehen.
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| 12.11.2003 12:57 | #252 |
| Taurodir |
Die Ausbildung seiner letzten beiden Schüler war nun vorbei, ja, Iwein und Uncle sollten nun die letzten sein, die er unterrichten würde. Er sah, dass für jemand anderen die Zeit gekommen war, seine Aufgabe zu übernehmen...Der heutige Tag sollte wohl ein ruhiger werden, denn nur eines hatte er sich vorgenommen. Der Paladin sehnte sich nach einer Pfeife, und diese wollte er sobald wie möglich, daher würde er sich in der Stadt umsehen. Es wurde Mittag, lange genug hatte er auf dem Hof geruht, so zog er seine Rüstung an, nahm seine Waffen zur Sicherheit mit, und verlies das Oberviertel, hoffentlich würde er jemanden finden, der ihm eine wunderschöne Pfeife anbieten würde. Während er aus dem Tor hinauslief, und ihn die beiden Wachen begrüßten, überlegte Taurodir sich noch einen Satz, doch bisher fiel ihm kein passender ein.
Morgen würde er aber keines Falls ruhen, denn nun erinnerte er sich wieder an den Traum, und nun wusste er auch, nach was er sich mehr sehnte als nach einer Pfeife, morgen, wenn er wieder ganz bei Kräften wäre, würde er die lange Reise wohl hinter sich bringen, um das geliebte Gesicht wieder zu sehen..
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| 12.11.2003 20:26 | #253 |
| Longbow |
Wundersamerweise hatten es beide Schüler nach den letzten Tipps von Thorus geschafft das Schwert richtig zu halten und anständige Schläge auszuführen, genauso da das Parieren der Schläge des Gegners und anständigem Kontern. Da wunderte es Long nicht, dass Thorus schon gleich vorschlug in die Wildnis zu gehen. Doch Long bat darum, das erst am nächsten Tag zu tun, er musste erstmal noch in die Unterstadt.
Er verabschiedete sich mit dem üblichen Für Innos bei beiden, was die Avril ziemlich stutzig machte, und marschierte zurück in die Kaserne.
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| 12.11.2003 22:30 | #254 |
| >Avril< |
Avril grinste dem Ritter hinterher. Es schien gewohnheit zu sein und seinem Gesichtsausdruck zu urteilen geriet er direkt nach seinen Worten ins Denken. Avril hielt es aber trotzdem nicht für Nötig ihr "Erwache" zu sagen. Es reichte wenn sie es im Sumpf ständig gebrauchen musste und nun stand sie mit Thorus aqlleine da und hallte immernoch ihren Zweihänder Kinslyer in beiden Händen, doch steckte sie ihn wieder in seine Scheide an ihrem Rücken zurück und sah Thorus erwartungsvoll an. Das Wetter war immernoch wie die letzten Tage auch... es wunderte die Templeramazone. Sonst war es zu der Jahreszeit immer ziemlich wechelhaft und nun das. Es war kalt, windig und dazu auchnoch früh dunkel. Avril verschränkte die Arme, doch nur weil ihr kalt war und Gänsehaut an beiden Armen war. Sie war nunmal etwas kanpper bekleidet als Throrus, der ungeruhrt dastand, alsob er in seiner Rüstung eingerostet währe. Bei dem Gedanken grinste sie wie ein kleines Kind. Doch schienen sie zu warten bis dieser Longbow zurückkahm. Avril stellte sich dirket neben den Paladin Thorus und wartete ab.
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| 13.11.2003 11:49 | #255 |
| Thorus |
Ein neuer Tag hatte begonnen und Thorus wartete auf seine beiden Schüler Avril und Longbow am östkichen Stadttor um dann auf die Jagd zu gehen. Und lange musste er auch nicht am Stadteingang verweilen denn die beiden kamen schon bald. Ohne eine Wort zu sagen, sondern nur mit einem Nicken begrüßte er seine Schüler und sie gingen zum Stadttor hinaus. Sie gingen sofort in Richtung Wald und wie nicht anders erwartet erspähte Thorus auch gleich die passenden Ziele für die Zweihandfrischlinge. 3 Scavenger weideten seelenruhig in einer Lichtung und wussten nicht was sie gleich erwarten würde...
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| 14.11.2003 12:13 | #256 |
| Kano |
Verdammt, wo blieb dieser Vincent?! Wenn man nicht alles selbst machte...Ungeduldig stand Kano am Fenster und blickte hinaus, der Himmel war durch und durch grau, ein trübes Wetter hing über der Stadt, sicher würde es bald regnen, zumindest sah es ganz danach aus. Kurz wand er den Kopf um und betrachtete das Feuer im Kamin, wenigstens kalt wurde es in dem Raum nicht. Und Holz war auch noch genug da. Immerhin.
Den Blick wieder nach draußen gerichtet versank der Ritter schnell wieder in Gedanken, er hatte sich mittlerweise fest in den Kopf gesetzt, sich der Magie zu widmen. Wäre dies für ihn vor wenigen Wochen noch undenkbar gewesen, so faszinierte sie den jungen Krieger inzwischen so sehr, dass es keinen anderen Weg mehr gab. Der Glaube an Innos war in ihm gewachsen, die letzten Tage mehr als all die Monate zuvor zusammen. Viel mehr noch stand für ihn nun der Dienst gegenüber Innos im Vordergrund, nicht mehr der unter König Rhobar dem Zweiten.
Wie hatte sich die Zeit doch gewandelt, ausgezogen um einem fremden Volk im Kampf gegen die Orks zu helfen, war er nun schon einer ihrer Offiziere, nahm sogar ihren Glauben an. Was würde sein Vater dazu sagen? Ihn verachten? Von Stolz erfüllt? Der Ritter konnte es nicht sagen...aber vielleicht würde er es auch nie erfahren, jeder Tag konnte der Letzte sein, in dieser grausamen und tödlichen Welt. Khorinis, das Tor zur Unterwelt, nirgendwo sonst traf Gut und Böse derartig aufeinander, das Schlachtfeld der Götter. Und er mitten drin....wie so viele seiner Kameraden, seiner Feinde und auch Unschuldige...
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| 14.11.2003 21:32 | #257 |
| Samantha |
Energisch stapfte Samantha über den Hof des Oberviertels. Wieder hatte Regen eingesetzt, diesmal heftiger noch als am Vortag. Samantha beeilte sich die ungeschützte Strasse zu überqueren und lief dann eilig die Treppe zum Haus der Paladine hinauf. Kein Mensch traute sich freiwillig auf die Straße, lediglich die Wachen standen an ihren gewohnten Stellen und ließen sich das Wasser in die Rüstung laufen. Wenn sie ihren Platz wechselten musste es ordentlich plätschern in ihrem Inneren.
Samantha rannte polternd die hölzerne Treppe hinauf und fiel dann regelrecht durch die Tür nach drinnen. Drei Paladine am Feuer drehten sich herum, um zu sehen wer so ungehalten hereinkam.
"Tür zu!", kamen protestierende Rufe von weiter hinten, wo sich ein Ritter auf sein Bett gelegt hatte und etwas las. Der Regen war vom Wind durch die offenen Tür geweht worden und ließ sich nur mit viel Mühe wieder aussperren. Um die Füße der jungen Lady bildete sich bereits eine kleine Pfütze, als das Wasser in ihrer Rüstung sich wieder einen Weg nach draußen suchte.
"So ein Mistwetter", schimpfte sie und nahm vor dem Feuer Platz. Die Paladin rückten bereitwillig ein Stück zur Seite und Samantha begann sich die kalten Finger zu wärmen. Auch das Hörnchen kam herbei, nass wie ein Pudel, um sich erstmal ausgiebig zu schütteln und das Wasser in einem weiten Umkreis von sich zu schleudern. Dann kam es ans Feuer gesprungen, beäugte die drei Männer mißtrauisch und setzte sich dann vor die Flammen, um das weiche Fell zu trocknen.
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| 14.11.2003 22:07 | #258 |
| Carthos |
Stumm richteten sich die Blicke von Ingmar und Lothar auf den großen Besprechungstisch. Die beiden Paladine hatten sich den Plan von Carthos angesehen und zu dritt hatten sie eine Bestandsliste für das Schiff angefertigt. Da keiner von ihnen jemals Kapitän oder Admiral bei der königlichen Flotte gewesen war, erwies sich diese Aufgabe als etwas knifflig.
Da das Schiff nun fertig gestellt war, stellte sich nun die Frage nach der Ausrüstung und dem Proviant, welcher regelmäßig an Bord gerbacht werden musste um ein kurzfristiges Auslaufen zu ermöglichen.
Ich denke als Ersatzwaffen reichen ein paar einfache Schwerter, Bögen und leichte Armbrüste. Dazu noch Fackeln, Heilkräuter, ein paar Felle und natürlich ausreichend Werkzeug um das Schiff notfalls auch ausserhalb des Hafens reparieren zu können.
Im Gegensatz zu Carthos hatte Ingmar bereits einige Schiffsfahrten hinter sich und hatte zumindest geringfügige Erfahrungen machen können. Der Lord nickte zustimmend und ging an eines der Schreibpulte um sich einige Notizen zu machen.
Morgen werden wir beginnen das Schiff zu beladen. In der Kaserne gibt es sicher genügend Waffen, notfalls lassen wir noch schnell welche fertigen.
Die Anspannung war deutlich zu spüren, die erste Fahrt mit einem neuen Schiff war immer riskant und heikel, doch es führte nunmal kein Weg daran vorbei.
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| 14.11.2003 22:47 | #259 |
| Kano |
Spät war es geworden, dieser Iwein hatte wirklich Talent bewiesen, auch wenn er es noch nicht wusste, er hatte großes Potential. Es schien fast, als wäre dieser Soldat nicht wirklich interessiert gewesen sondern hatte sich nur eher zufällig dahin verirrt. Aber dennoch, nun war er einer der Bogenschützen und sicher war es Innos' Wille gewesen. Wenn man sich dieses Soldaten annahm, dann konnte er es weit bringen und ein wirklich guter Schütze werden...man sollte ein Auge auf ihn haben.
Klackend fiel die Tür ins Schloss, tief sog der Ritter die Luft in seine Lunge, kalte Luft, aber dennoch erfrischend. Die Nächte wurden zunehmend kälter, es regnete. Tropfen prasselten auf seine Rüstung und zerplatzten, kleine Rinnsale bildeten sich auf dem bläulich glänzenden Erz der Rüstung, zogen ihre Bahnen an dem Panzer des Kriegers nach unten. Regen, wenngleich so kalt, dennoch befreiend, der Regen reinigte nicht nur die Strassen der Stadt, der Regen vermochte es auch, den Geist zu leeren, alle Gedanken hinfortzuspülen. Ein wunderbares Gefühl.
Einige Sterne funkelten zwischen dem Wolkenschleier hindurch, da wo er aufgerissen war, blinkten auf, immer wieder. Kano blinzelte leicht und senkte den Kopf dann wieder, Wasser tropfte von der Nase und lief die Wangen entlang. Die Strassen waren leer, nicht viele mochten den Regen, umso besser für ihn, so hatte er mehr Platz für sich. Er setzte sich auf die Mauer des Brunnens und atmete tief durch, herrlich, kalt aber herrlich....
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| 15.11.2003 11:13 | #260 |
| Carthos |
Bereits bei Sonnenaufgang hatte Carthos damit begonnen die Liste zu vollenden, um die benötigten Materialien an Bord des Schiffes zu bringen. Bevor er jedoch mit seiner eigentlichen Arbeit fort fuhr, wollte er ein paar Trainingsschläge auf der großen Wiese machen. Er hatte lange keinen Kampf mehr bestritten und bevor er am Ende noch einrostete, wollte er lieber vorbeugen.
Geschmeidig zischte der Zweihänder durch die Luft, wurde herumgerissen und setzte sich erneut gegen die Schwerkraft durch.
Die Handhabung einer Waffe hatte er bereits als kleines Kind trainiert. Als die Orks kurze Zeit später den Krieg gegen die Menschen begonnen hatten, machte sich die Waffenkenntnis bezahlt. Er konnte seinem Vater nicht genug danken, der ihn damals gegen seinen Willen zum Schwerttraining geschickt hatte, heute wusste er weshalb er dies getan hatte. Die Bedrohung durch die Orks war größer denn je und hier in Khorinis würde sich der Krieg entscheiden. Ohne das magische Erz ging der Krieg verloren. Alles lag nun an ihnen.
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| 15.11.2003 11:43 | #261 |
| Taurodir |
Die dreien hatten die Stadt vor kurzem erreicht, und so wie es der Krieger vermutet hatte, noch am frühen Morgen. Wenn sie nicht einige male gerastet hätten, würde er wohl um die Zeit noch schlafen, doch dies war nicht mehr nötig, jedoch taten dies die anderen beiden, und besonders der alte Mann sollte sich die Ruhe nach dieser langen Suche gönnen, die leider bisher noch nicht erfolgreich ausging. Mit Hemfas würde Taurodir auch noch reden wollen, denn es hatte ihn erfreut, von ihm hören, dass sich dieser in den Dienst Innos stellen wollte.
Wann sie wohl wieder aufbrechen würden? Zunächst einmal müsste der Paladin kräftig darüber nachdenken, wo sie denn mit der Suche fortfahren könnten, denn im Kloster und in diesem unheimlichen Turm schien das Glück sie verlassen zu haben.
Ruhig saß der Kommandant mit dem Rücken an einer Mauer gelehnt, umhüllt in seinem Umhang, sodass man ihm im Schatten fast kaum ersah, und blickte mit den Gedanken nun versunken auf den Boden. Die Pfeife, die fehlte wieder einmal. Ehe sie wieder aufbrechen würde, müsste er diesen Händler endlich finden, denn gern hätte er eine bei sich, bei solchen Momenten half es einem sehr. Doch so gelang es dem Paladin nicht, den richtigen Ort am heutigen Morgen zu finden, vielleicht sollte er einige Kameraden fragen, jedoch war sicher, dass er weiterhin dem Greis helfen würde. Weiterhin saß er dort, und wartete darauf, bis die Müdigkeit ganz aus seinem Gesicht verschwunden war..
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| 15.11.2003 12:19 | #262 |
| Samantha |
Irgendwo war etwas los. Geschrei erklang, Schwerter klirrten. Eine Horde Zugvögel stob kreischend in die Lüfte auf, verschreckt durch das Chaos in der Unterstadt. Wild flatternd ließen sie sich schließlich wieder auf einem großen Baum vor dem Rathaus nieder und setzten ihre Gespräche dort fort. Heftiges Gezwitscher drang durch das Fenster herein, doch Samantha störte all dieser Krach kaum. Verschlafen gähnte sie, streckte sich ein bisschen und drehte sich dann auf die andere Seite, um friedlich weiterzuschlummern.
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| 15.11.2003 12:27 | #263 |
| Taurodir |
Was war das?
Der Paladin wurde von seinen Gedanken gerissen. Von irgendwo kamen Geräusche her, und diese wurden immer lauter. Doch was war dies? Nach einem normalen Tagesablauf hörte sich dies nicht an. Sofort stand der junge Kommandant auf, schob die Kapuze seines Umhangs runter, und schritt in Richtung der Stadtmauern, um zu sehen, wer sich da vielleicht nähern würde.
Bekannte Geräusche waren dies, denn er kannte sie nur zu gut. Etwas nachdenklich blickte er in die Umgebung, doch sah er im Moment außer den Bäumen nur eine Leere. Die Bogenschützen neben ihm blickten verwirrt rum, sie alle wollten nur eines wissen, was vor sich ging.
Taurodir wusste es, und dieser Gedanke schmerzte ihn nur, denn hatte er geglaubt, dass dieses Spielchen ein Ende hatte, so war es aber wohl leider nicht.
"Seid wachsam, und haltet eure Bögen schon bereit, lasst sie uns erwarten..."Wen oder wieso, teilte er ihnen nicht mit, doch schienen sich die Männer auf den Mauern nun zu konzentrieren. Der junge Paladin müsste sich umsehen, seine Hand griff schon an sein Schwert, so rannte er besorgt in Richtung des Tores..
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| 15.11.2003 12:28 | #264 |
| Carthos |
Der Lord war in sein Schwerttraining vertieft und bekämpfte mit aller Gewalt seinen fiktiven Gegner. Plötzlich wurde er durch lautes Geschrei aus seinen Gedanken gerissen. Suchend blickte er sich um und erkannte schliesslich einen Milizsoldaten der durch das Tor gerannt kam.
ALARM, WIR WERDEN ANGEGRIFFEN. ONAR's SÖLDER KOMMEN.
Wie von einer Biene gestochen rannten die Ritter und Paladine aus ihren Unterkünften und versammelten sich auf dem großen Platz. Auch Lord Hagen, Ingmar und Lothar kamen aus dem Rathaus. Carthos unterbrach sein Training und eilte zu seinen kameraden hinüber.
Ein paar von euch bleiben hier, der Rest geht zum Tor des oberen Viertels. Das Südtor muss geschlossen werden, also schnell.
Lord Hagens Kommando war deutlich und Carthos machte sich sogleich mit ein paar anderen Paladinen auf zum Südtor. Im Anschlag hielt er nun seine Armbrust und auch Ingmar hatte seine Runen bereits parat.
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| 15.11.2003 23:02 | #265 |
| Kano |
Regungslos stand Kano über die Waschschüssel gebückt. Seine Rüstung war über und über mit Blut beschmiert, weniger das Eigene als viel mehr das seiner Gegner, das der Gefallenen. Welch ein Gemetzel war das nur gewesen. Konnte das im Interesse Innos' liegen? War es das was er wollte? Dass sie sich hier gegenseitig abschlachteten wie die Tiere anstatt vereint gegen Beliar anzutreten. Kano zweifelte, er zweifelte an sich und der Sache...wie konnte das sein Wille sein? Oder waren sie Feinde Innos', weil sie sich seinen Dienern wiedersetzten? Wurden sie es weil sie nicht an die Macht der Götter glaubten? Oder dienten sie vielleicht sogar Beliar?
Der Ritter wusch sich das Gesicht und trocknete es ab. Leise klackend öffneten sich die Verschlüsse der Rüstung die und Teil um Teil wurde abgelegt. Als der Blick des Kriegers sein Schwert streifte, blieb er darauf hängen. Wieviele Seelen hatte er heute getötet? Er wusste es nicht einmal. Aber es waren einige. Gekommen um gegen die Orks zu kämpfen, musste er nun auch gegen Menschen kämpfen. Es kam eben immer anders, als man dachte.
In einfache Kleidung gehüllt ließ sich Kano in seinen Sessel sinken und lehnte sich mit einem leisen Seufzer zurück. Kurz überlegte er, dann nahm er eines der Bücher zu Hand und schlug es an der Stelle auf, an der er das letzte Mal aufgehört hatte zu lesen. Eines der Bücher über Innos und seine Brüder. Vielleicht enthielt es weitere Antworten, Antworten auf die unzähligen Fragen, die sich dem Krieger die letzten Tage stellten...
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| 16.11.2003 11:15 | #266 |
| Kano |
Dumpf hallten die Schritte des Ritters auf dem Holzboden, als Kano auf den Gang trat. Etwas in Gedanken versunken ging er zur Treppe und dann hinunter. Lange war er die letzte Nacht noch wach gewesen und hatte nachgedacht. Diese ganze Aktion der Banditen war in seinen Augen unsinnig gewesen, was veranlasste Lee seine Leute wegen ein paar verlausten Gefangenen zu schicken...Aber viel mehr dabei beschäftigte ihn die Rolle, die Innos bei der Sache spielte. Es musste sein Wille gewesen sein, ganz sicher. Alles, was er gestern noch gelesen hatte, deutete darauf hin.
Für den heutigen Tag hatte sich Kano vorgenommen, einen Meister der Magie Innos' aufzusuchen, vielleicht konnte er etwas von einem Solchen erfahren, vielleicht konnte er sogar von ihm lernen? Ein Gedanke, der den Krieger mit Ehrfurcht erfüllte, die Magie auf seiner Seite zu wissen...
Fest entschlossen aß er ein paar Bissen im Stehen und verließ dann sein Haus. Im oberen Viertel war schon wieder einiges los, die Frauen der reichen Bürger hatten doch wirklich immer etwas zum Tratschen.
Sicher war ein Paladin im Wohnhaus er Paladine, Kano hielt also direkt darauf zu, stoppte aber sofort wieder. Auf dem Platz stand ebenfalls einer der Gotteskrieger und so entschloss sich der Statthalter kurzerhand, diesen anzusprechen. Langsam ging er auf den Kameraden zu und blieb vor ihm stehen."Ich grüße euch, ehrenwerter Paladin, ihr tragt keine Armbrust und deshalb vermute ich, ihr versteht euch in der Anwendung der Magie Innos'? Wenn es euch nichts ausmacht, ich würde gern mehr über dieses heilige Werkzeug erfahren, dass Innos uns da gegeben hat."
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| 16.11.2003 11:19 | #267 |
| Yerodin |
Schon wieder waren Stimmen zu hören. Yerodin schlug seine Augen langsam auf und starrte schlaftrunken gegen die Decke. Die verschwommenen Konturen wichen gemächlich und nach ein paar Minuten konnte er die feine Maserung des Holzes deutlich erkennen. Seine Gedanken schweiften über die Ereignisse der vergangenen Tage, doch besonders lange verharrten die Erinnerung an den gestrigen Tag, an die Schreie und den Kampfeslärm in seinem Kopf.
Der Ritter hatte es bedauert, nicht selber seine Klinge gegen die Invasoren erheben zu können, doch sein rechter Arm ließ sich partout nicht dazu bewegen, ein Schwert anzuheben. Wie hätte er da in seine Rüstung schlüpfen können, geschweige denn auch bloß einen Feind erschlagen? Nein, es ging einfach nicht. Im Grunde war er auch froh, schließlich hatte der Streiter Innos das eigentlich verpflichtende Kampftraining schleifen lassen. Die Schlacht hätte er in seinem Zustand niemals überlebt.
Noch immer lag der Geruch von brennendem Holz in der Luft. Die Brände müssten wohl mittlerweile gelöscht sein, aber der Gestank blieb. Mit sichtlicher Qual richtete der kraftlose Kämpfer seinen Oberkörper auf, nur um wenige Sekunden später von einem Schwindelgefühl zurück gestoßen zu werden. Er kniff die Augen zusammen. Ein zweiter Versuch.
Diesmal hatte er mehr Glück, nun saß er auf seinem Bett und starrte in die Glut des Kamins. Dort, wo noch gestern prächtige Flammen gelodert hatten, lag ein Häufchen schwarzer Asche unter der im Abstand von Sekunden die rote Glut hervorblitzte. Mittlerweile stand der Krieger auf wackligen Beinen in seinem Zimmer. Unsicher wankte er in Richtung des Wasserkelches, allerdings nicht, ohne sich zwischendurch an der Wand abszustützen. Er ergriff den Kelch und goß seinen Inhalt in eine Glasschale. Sein Blick traf im Wasser auf eine reflektion seines Gesichtes. Ihm blitzten zwei matte Augen entgegen, teilweise verdeckt von seinem dunklen, schulterlangen Haar das nun seit einigen Wochen seinen Kopf schmückte. Zwei Spritzer Wasser später kehrte eine gewisse Kraft in seinen Körper zurück.
Diese Kraft galt es aber zu stärken. Wenn er nicht darauf achtete, in sehr naher Zukunft wieder in Form zu kommen, hätte das wohl schwerwiegende Konsequenzen für ihn. Er mochte sich allerdings keine von ihnen wirklich ausmalen. Es dauerte minutenlang bis sich der Ritter in seine Rüstung gequält hatte. Er trug nicht die volle Plattenrüstung, lediglich ein Wams, bedeckt mit einem Kettenhemd mit dem Wappen des Königs zierte seinen Körper.
Nachdem dann ein Kamm seine Mähne gebändigt hatte, trat der Streiter die Stufen des Hauses herab. Unten wurde er von der eisigen Kälte des Winters begrüßt. Das Obere Viertel war im Gegensatz zu den vorherigen Tagen recht leer, viele waren wohl in der Unterstadt beschäftigt. Es ließen sich ein paar mehr oder weniger wichtige Personen ausmachen, einer davon war beispielsweise der Bedienstete, der sich jeden Morgen mit seinem Besen seinen Weg durchs obere Viertel bahnte. Die zweite Person auf die sein Blick fiel war allerdings genau die, die er gesucht hatte. Er beschleunigte seinen Schritt und rief ihm hinterher. "Thorus?! Hey, bleib mal stehen. Ich brauche deine Hilfe!"
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| 16.11.2003 12:08 | #268 |
| Taurodir |
Der junge Kommandant lag auf seinem Bett, und starrte huch zur Decke, wieder quälten ihn Sorgen, und nun nicht die des Traumes, sondern die des gestrigen Tages.
Müde war er noch, denn geschlafen hatte er nur wenig, die meiste Zeit lag er nur dort, und dachte nach.
Der gestrige Tag war anstrengend gewesen, sehr anstrengend, nicht nur der Kampf gegen die Banditen, sondern auch die Gesichter der traurigen Bürger zu sehen..Doch auch heute sollte es für ihn nicht heißen, sich in Ruhe auszuruhen, denn vieles stand noch bevor. Am liebsten würde er eine Gruppe Männer anführen, um einen Gegenschlag auszuüben, doch das wäre im Moment mehr als dumm, denn zunächst musste die Lage in der Stadt wieder ruhiger werden. Mit besorgter Miene stand er von seinem Bett auf, und zog sich seinen Umhang über. Er musste das Oberviertel zunächst einmal verlassen, denn der Paladin wollte noch dort helfen, wo Hilfe benötigt war, jedoch hoffte er auch, dem alten Mann vielleicht zu begegnen.
Eines hatte er aber trotz dieser Lage dennoch nicht vergessen. Taurodir wünschte sich zu gern eine Pfeife..
Draußen, auf dem Hof des Oberviertels schien es leer zu sein, und die Krieger, die man erblickte, sahen zumeist müde und geschafft aus, denn viel Kraft hatten sie benötigt, den Kampf auch zu gewinnen..
Langsam schritt er weiter, und verlies das Oberviertel, in Gedanken versunken.
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| 16.11.2003 13:28 | #269 |
| Carthos |
Das obere Viertel wirkte fast wie ausgestorben. Wo sonst gesprächige Ritter und Paladine standen, war heute niemand anzutreffen. Lediglich auf der Wiese neben dem Rathaus hatten sich ein paar zu einem Training aufgerafft. Die Unterkunft der Paladine war mit Reservebetten aufgestockt worden um die ganzen Verwundeten unterbringen zu können. Beim ortsansässigen Tischler hatte man bereits weitere Betten in Auftrag gegeben um die Miliz ebenfalls zu versorgen.
Lord Carthos stand vor der Tür des Rathauses und blickte mit finsterer Miene über den großen Platz. Die Aufbauarbeiten am Marktplatz hatten zwar wieder begonnen, doch sie würden noch eine ganze Weile andauern.
Seit wann macht Lee so einen Aufruhr um drei Gefangene ?
Oder hatte der Kerl gar nichts damit zu tun ?
Die Tatsache das es fast nur Banditen waren die sich hieran beteiligt hatten spräche dafür. Die Überfälle auf die Bauernhöfe scheinen auch nur den Sinn gehabt zu haben, unsere Nahrungsversorgung einzuschränken.
Paladin Lothar nickte stumm und sah dann wieder zu den Trainierenden hinüber. Dieser Angriff war ein herber Rückschlag gewesen. Nach allem was man bisher durchgemacht hatte war man froh gewesen die Truppe wieder auf Vordermann gebracht zu haben und dann passierte so etwas.
Wir werden die Wehrtürme wieder bemannen, damit wir solche Angriffe schon aus größerer Entfernung ausmachen können. Wenn wir die Zeit haben die Zugbrücken hochzuziehen, haben wir einen entscheidenden Vorteil.
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| 16.11.2003 18:33 | #270 |
| Clay |
Clay wollte gerade seine Runde durch das Oberviertel beginnen und anschließend einmal im Rathaus nach genaueren Zahlen des gestriegen Angriffs fragen. Was konnte die Verbrecher dazu veranlassen solch einen Angriff auf die Stadt zu verüben? Diese paar Gefangen waren es doch sicher nicht wert, so viele Verluste auf der eigenen Seite in Kauf zu nehmen. Aber wie auch immer, die Mistkerle vom Hof handelten eben nicht so, dass man sie verstehen konnte. Das war schon immer so gewesen und würde wahrscheinlich auch so bleiben. Das einzige was man gegen die Plage tun konnte, war sie auszurotten...
Abrupt wurde der Paladin aus seinen Gedanken gerissen, als er von einem Ritter angesprochen wurde. Der von den Lords eingesetzte Statthalter hatte sich an ihn gewandt. Aufmerksam lauschte er den Worten des Kameraden und musterte seinen Gegenüber, während dieser sein Anliegen vortrug. Ein Ritter, der etwas über die Magie Innos erfahren wollte. Eigentlich keine Seltenheit, schließlich wurden die Ritter bereits darauf gedrillt an Innos zu glauben und da war es naheliegend, dass sie sich für seine Macht interessierten. Allerdings war Clay in seinem bisherigen Leben noch nie von einem Ritter darauf angesprochen worden. Noch bis vor kurzem hatte er die Magie nur als Mittel des Kampfes betrachtet, doch nach den Ereignissen der letzten Wochen sah die Sache für den Krieger schon anders aus. Er hatte viele Dinge gesehen, die ihm eigentlich gar keine andere Möglichkeit ließen, als an Innos zu glauben.
Der Paladin zögerte einen Augenblick und setzte dann zu seiner Anwort an. "Ihr habt richtig geraten. Meister Arson hat mich in der Tat vor einiger Zeit in den Künsten der Magie ausgebildet. Einige Male habe ich schon von ihr gebraucht gemacht." Warum sollte er Kano nicht einfach erzählen, was Meister Arson ihm damals über die Magie erzählt hatte. Nun soweit er sich noch daran erinnerte. Clay machte eine Pause und versicherte sich der Aufmerksamkeit des Statthalters.
"Also...die Magie. Meister Arson hat mir damals vor allem immer wieder eingeschärft, dass sie uns direkt von Innos gegeben wurde. Die Runen, wie wir sie benutzen sind nur eine Art Brücke, die die Macht des Gottes auf uns überträgt. Magie zu Wirken ist keine körperliche Fähigkeit wie der Schwertkampf, sie ist eine reine geistige Fähigkeit. Nur über den Geist ist es möglich die Brücke zu aktivieren und Innos Kräfte zu nutzen. Uns sind sechs Sprüche bekannt, die wir nutzen können. Hier... Clay öffnete den kleinen Lederbeutel, den er immer an seinem Gürtel trug und fischte nach einiger Zeit den gräulichen Runenstein heraus, den er gesucht hatte. ...das ist solch ein Runenstein. Dieser bewirkt, dass du Licht erzeugen kannst. Ganz ohne Fackel, einfach durch die Macht deines Geistes. Ihr wisst, es gibt wesentlich mächtigere Zauber, aber an diesem Stein kann ich Euch ganz gut zeigen, was ich meine. Aber lasst uns in den Park des Rathauses gehen.
So schritten die beiden Gestalten zielstrebig durch die Dunkelheit Oberstadt und betraten den feuchten Rasen des Gartens. Clay umfasste die Rune fest mit seiner Linken und streckte dem Ritter seine Rechte entgegen. Einen kurzen Augenblick hielt der Paladin inne, dann entzündete sich sofort das grelle Licht in seiner rechten Hand, während ihn die gewohnte Wärme durchzog. Ob es wohl auf jeden Menschen gleich wirkte? "Seht, ich habe mich mental darauf eingestellt hier und jetzt die Verbindung zu der Rune herzustellen und meine Gedanken darauf gerichtet. Das ist die Kunst bei der Sache. Es ist schwer zu beschreiben. Man muss seinen Glauben festigen, man muss glauben, dass Innos einem diese Macht verleiht und es wird geschehen. Versucht es doch einfach einmal. Aber erwartet nicht zu viel. Es ist einige Übung nötig. Für Euch darf es nur noch die Rune und Innos geben, konzentriert Euch einzig und allein auf die Magie, die ihr wirken wollt." Mit diesen Worten drückte der Krieger seinem Gegenüber die Rune in die Hand und wartete gespannt darauf, was der Ritter tun würde.
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| 16.11.2003 18:50 | #271 |
| Kano |
Aufmerksam hatte Kano den Worten des Paladins gelauscht, eine Geisteskraft, ganz wie er es auch gelesen hatte. Hatten die Bücher also doch etwas gebracht. Doch sicher war es nun weitaus schwieriger, diese Kraft zu wecken und zu nutzen. Er nahm die Rune entgegen und betrachtete sie eingehend, ein fein gefertigtes Stück, trotz das es nur für Licht war, war es dennoch äußerst kompliziert und detailreich gestaltet. Ein wahrlich meisterliches Werk. Und nun sollte er damit Licht herbeiwirken? Nun, bei dem Paladin hatte das doch recht einfach ausgesehen, würde es das nun auch sein?
Kano umschloss die Rune fest in der Linken und hielt die rechte Hand vor sich. Sein Blick fixierte die Handfläche und er dachte an die Rune. 'Licht...komm schon...mach Licht....' Längst wollte es nicht so einfach klappen, wie zuerst angenommen, es verbarg sich doch einiges mehr dahinter. Kurz sah der Statthalter zu seinem Lehrer und dann wieder auf die Hand. Wieder konzentrierte er sich so gut es ging auf die Rune.
Eine Brücke.....Brücke....Magie....Innos....Brücke....
Sein Geist driftete leicht ab, nahm nicht mehr wahr, was seine Augen sahen, dachte nur über diese Worte nach, die Brücke zwischen dem Paladin und Innos, seiner Magie. Kaum merklich würde es wärmer in der Linken des Kriegers, es zunächst nicht registrierend stand er weiter regungslos da und ließ sich diese Worte immer wieder durch den Kopf gehen. Immer weiter gingen seine Gedanken, Worte aus den Büchern, die er gelesen hatte, tauchten auf, der Glaube, fester bedinungsloser Glaube an Innos, an seine Macht, an seine Magie...er musste es schaffen!
Plötzlich durchfuhr ein leichtes Kribbeln die linke Hand, strömte wie ein Schauer den Arm hinauf und breitete sich dann rasch im ganz Körper aus, fuhr in den rechten Arm und kam in der offenen Hand des Ritters zusammen. Nur für einen Augenblick glühte eine kleine Kugel, kaum größer als ein Daumennagel, auf der Handfläche des Ritters, der diese etwas überrascht zurückzog und seinen Lehrer ansah.
"War es das? War das die Magie? Dieses Gefühl? Dieses Kribbeln?"
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| 16.11.2003 19:24 | #272 |
| Clay |
Wie es schien war der Ritter bereits sehr stark in seinem Glauben an Innos, oder zumindest an seine Magie. Wenn Clay da an seine ersten Gehversuche dachte... Natürlich war das noch keine große Sache gewesen, aber allein die Tatsache, dass Kano schon etwas gefühlt hatte und sogar schon kontrolliert eine kleine Kugel herbeigerufen hatte, war wirklich erstaunlich. Plötzlich war Clays Eifer geweckt. "Ich bin wirklich erstaunt. Für das erste Mal, war das wirklich gut. Ihr müsst wirklich stark in Eurem Glauben sein. Oder einfach talentiert. Habt ihr Interesse mehr zu lernen? Euer Geschick im Umgang mit der Magie zu schulen? Ihr macht auf mich einen sehr begabten Eindruck. Ich könnte euch so gut es mir möglich ist, etwas über die Magie beibringen." Der Statthalter nickte. Scheinbar lag genau das in seinem Interesse. Nunja umso besser, dann hatte Clay wenigstens einen gelehrigen und aufmerksamen Schüler. "Sehr gut, sehr gut. Ich habe soeben beschlossen weiter mit Euch daran zu arbeiten. Übt nur fleißig weiter mit diesem Lichtzauber. Und denkt daran Eure Gedanken immer nur auf Innos, der Rune und dem Licht ruhen zu lassen. Nichts darf euch ablenken. Schließt vielleicht die Augen, wenn Euch das hilft."
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| 16.11.2003 19:55 | #273 |
| Kano |
Wunderbar, er hatte einen Lehrer gefunden!
"Habt Dank, ehrenwerter Paladin, ich will zu jeder Gelegenheit daran üben, ihr werdet nicht enttäuscht sein."
Der Paladin, dessen Name Kano eigentlich noch nicht einmal wusste, seines Weges, er hatte noch zu tun, schien es. Aber auch Kano selbst hatte nun eine neue Aufgabe, die Magie seines Gottes, kein einfaches Unterfangen. Aber er war fest entschlossen. Und auch sein neuer Mentor schien einen gewissen Reiz darin zu sehen, sein Wissen weiterzugeben.
Da stand er nun wieder allein, es war inzwischen dunkel geworden, nichts desto trotz wollte der Ritter unbedingt weiter machen. Er hatte die Rune seines Lehrers bekommen um damit zu üben und genau das wollte er tun. Tief sog er die kalte Luft in seine Lunge, hielt sie kurz an und ließ sie dann wieder langsam hinaus strömen. Die Rune noch immer fest mit der linken Hand umschlossen ballte er die Rechte zu einer Faust, schloss die Augen und öffnete die Hand dann wieder. Die Geräusche um ihn herum schwanden, wurden zu einem einheitlichen monotonen Rauschen.
Wieder begann er sich zu konzentrieren, versuchte seine Gedanken gleiten zu lassen, alles aus dem Kopf zu bekommen, was nichts damit zu tun hatte. Entschlossen dachte er wieder an die Worte seines Mentors, die Worte aus den Büchern. Auch kam jetzt das gewachsene Vertrauen in die Magie in ihm auf, es hatte einmal funktioniert, es war also auch für ihn möglich, Innos hatte ihm den Weg gezeigt, Innos hatte ihn an seiner Macht teilhaben lassen. Innos war ihm gutmütig gestimmt und er schien ihn als einen der seinen zu akzeptieren. Noch während ihm diese Gedanken durch den Kopf gingen, spürte er erneut das Aufkommen dieses eigenartigen Gefühls, dieses Kribbeln, dass sich ihm die Härchen auf den Armen aufstellten, dieser Strom, der durch seinen Körper floss, diese Freiheit des Geistes.
Langsam öffnete Kano seine Augen und sah in seine Hand, eine kleine Kugel hatte sich geformt, nur wenig größer als die Erste, aber etwas heller, etwas länger, sie blieb bestehen. Das Gefühl, das Kribbeln, es strömte noch immer durch den Krieger und das Licht leuchtete, eine kleine unförmige Kugel, die leicht die Form wechselte, wie ein Tropfen, aber es strahlte, strahlte schwach in die Nacht hinein.
Neugierde überkam den Ritter und er versuchte die Kugel zu fassen. Doch in dem Moment, in dem er seine Hand darum schließen wollte, erlosch das Licht. Er konnte es genau spüren, wie die Magie wieder wich, es war nichts, was man fassen konnte, nichts, was man gefangenen halten konnte, es war die Kraft des Geistes, so frei und unendlich, das nichts irdisches sie zu halten vermochte.
Tief atmete der junge Diener Innos' durch und ließ die Arme sinken. Sein Blick wanderte langsam über den Hof, es war leer geworden, er konnte trotz der Laternen niemanden mehr sehen, auch wurde es immer kälter. Aber dennoch, es war eine schöne Nacht, ein guter Ort, er würde noch etwas draußen bleiben und weiter üben, schlafen könnte er sowieso nicht, dazu war er zu aufgeregt, etwas so Wundervolles, das konnte nicht bis morgen warten...er musste es weiterversuchen, immer weiter....
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| 16.11.2003 21:19 | #274 |
| Thorus |
Thorus drehte sich um und erspähte Yerodin, allerdings einen sehr mitgenommenen Yerodin.
Thorus: "Meine Hilfe, wozu denn, was brauchst du?"
Yerodin: "Ich muss meine Kampffertigkeiten schulen da ich lange nicht in einen richtigen Kampf verwickelt war. Und ich habe mich gefragt ob du mir nicht beibringen kannst ein verdammt guter Zweihandkämpfer zu werden."
Thorus: "Doch das kann ich. Aber willst du wirklich in deiner Verfassung mit dem Training anfangen? Das Training ist hart und ich werde keinerlei Rücksicht auf dein Befinden nehmen.Willst du nicht noch ein paar Wochen damit warten?"
Yerodin: "Nein.Es ist mir Ernst damit.Ich muss einfach wieder Fit werden."
Thorus: "Nungut, es ist deine Entscheidung. Dann treffen wir uns morgen bei Sonnenaufgang hinter dem Rathaus."
Yerodin: "Bis morgen wird es mir weitaus besser gehen. Gut, dann sehen wir uns morgen...
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| 17.11.2003 19:35 | #275 |
| Kano |
Langsam stapfte der junge Krieger die Strasse im oberen Viertel entlang, in seiner Linken hielt er schon wieder die Lichtrune seines Mentors, ein wundervolles Stück. Je länger er sie betrachtete, desto besser gefiel sie ihm, desto kunstvoller wirkte sie. Und sie übte einen Reiz auf Kano aus, wie er es zuvor nur selten erlebt hatte. Trotz dass er etwas Hunger hatte, zog er es vor, sich wieder auf seinen Übungsplatz in dem kleinen Park am Rathaus zu begeben, ein ruhiges ungestörtes Plätzchen, an dem er trainieren konnte.
An der riesigen alten Eiche angekommen, blieb Kano stehen und sah sich um, niemand zu sehen. Er öffnete die Hand und sah auf die Rune, dann umschloss er sie wieder fest und öffnete die Andere. Er begann von Neuem tief in sein Inneres zu blicken, weg von dem was seine Augen wahr nahmen hin zu dem, was ihm sein Geist zeigte. Er konnte die Verbindung zur Magie spüren, er begann es zu verstehen, er fühlte die Berührung durch Innos', jedes Mal, wenn er den Zauber wirkte. Ein wunderbares Gefühl, mehr als er sich je hätte erträumen lassen.
Schneller als den Vortag begann nun ein kleines schwaches Leuchten in seiner Hand, das Kribbeln strömte durch seinen Körper, die Kugel flackerte leicht und wurde ein wenig heller. Der Krieger genoss es, dieses Gefühl, diese Kraft, die sich in ihm ausbreitete, diese Wärme. Ein wenig heller wurde das Licht noch, dann veränderte es sich nicht mehr, schwebte einfach über seiner Handfläche, mäßig hell aber ruhig. Und es blieb, nicht nur wenige Sekunden, es fing tatsächlich an, länger zu bleiben. Ein fantastisches Gefühl, er wusste, er war auf dem besten Weg...
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| 17.11.2003 19:44 | #276 |
| Samantha |
Erschöpft vom vielen Rumstehen auf dem Marktplatz erreichte Samantha die Stufen zum Oberviertel und erklomm gleich zwei auf einmal. Sobald sie oben angekommen war, grüßte sie die beiden Wachen und wollte schon weitergehen, als die rechte sie mal wieder anhielt.
"Mylady, ihr seid wirklich sicher dass das Tier nicht zu verkaufen ist?", fragte der Mann in höflichem Tonfall.
Samantha blinzelte verwirrt. Verkaufen? Welches Tier? Sie folgte dem gierigen Blick des Soldaten und landete auf dem seidigen Fell des Hörnchens, welches unter diesem Blick bereits wachsam die Ohren aufgestellt hatte. "Das da?", fragte sie erstaunt und deutete auf das Hörnchen auf ihrer Schulter, "Niemals. Das ist unverkäuflich!"
"Schade", die Augen der Wache musterten immer noch gierig das seidige Fell. Welch schöne Handwärmer das abgeben würde...
Samantha eilte schnell weiter, sehr zur Erleichterung des Hörnchens. Ärgerlich schnatterte es der Lady ins Ohr, als die beiden den Brunnen passierten und auf das Rathaus zusteuerten. Sie wollte nach rechts abbiegen und zum Haus der Paladine hinauf gehen, als ihr ein merkwürdiges Flackern im Garten des Gebäudes auffiel. Verwundert und mißtrauisch blieb sie stehen und schlich sich dann in den Garten. Lautlos erschien sie hinter Kano und angesichts des hellen Lichtes über seinem Kopf klappte ihr Unterkiefer hinab. Das Erstaunen ließ sie kurzerhand den Ärger über den Ritter vergessen.
"Du lernst Magie?!", stieß sie unvermittelt hervor und ließ Kano vor Schreck den magischen Lichtball gegen das Rathaus feuern, da er sie zuvor nicht bemerkt hatte.
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| 17.11.2003 19:58 | #277 |
| Kano |
Kano zuckte zusammen und verlor sofort die Konzentration, die Lichtkugel schwebte davon und erlosch an der Mauer des Rathauses. Der Krieger indess fuhr herum und hatte die Hand schon am Schwertknauf, als er im schwachen Schein der Laternen erkannte, wer sich da so an ihn heran geschlichen hatte."Hey?! Spinnst du? Du hättest tot sein können, wenn ich dich nicht erkannt hätte...oder ich, wenn mein Herz nicht noch so jung wär."
Langsam beruhigte sich sein Puls wieder, verflucht, man wurde nicht jünger und das eben hatte ihn sicher einige seiner Jahre gekostet.
Dann erst richtig ihre Frage registrierend, umschloss er fest die Runde und bewegte die Hand langsam an seinen Körper und leicht dahinter."Magie? Ich? Nun...ja...siehst du doch."
Warum zögerte er so, war doch egal wenn sie das wusste, was machte es für einen Unterschied? Keinen, es war kein Geheimnis und er musste sich für nichts schämen.
"Ja, ich lerne Magie, Innos' Magie, sein Geschenk an seine treuesten und aufrichtigsten Krieger, sein Geschenk an die, die sich ihm verschrieben haben."Genau so war es, es war eine Ehre.
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| 17.11.2003 20:10 | #278 |
| Samantha |
Samantha lächelte.
"Ach, dein Herz wird das schon ertragen. Du hast ja schon ganz anderes übers Herz gebracht, nicht wahr?", sie grinste ihn vielsagend an, war ihr doch wieder der Ärger über die Kerkergeschichte eingefallen. "Und um mich brauchst du dir keine Sorgen zu machen, ich hätte mich schon ausreichend zu wehren gewußt."Das Grinsen war nun erloschen und sie lachte ein bisschen. Dann jedoch wurde ihre Miene wieder ernst.
"Du lernst also Magie. Eine interessante Entscheidung, hätte ich dir gar nicht zugetraut. Du schienst mir immer mehr der Mann fürs Handfeste, nicht diesen Lichthokuspokus. Aber scheinbar hab ich mich da getäuscht."
Sie musterte die Rune in seiner Hand und da fiel ihr etwas ein. "Oh, ich wollte noch was im Hafenviertel erledigen. Begleitest du mich? Dann kannst du mir ausgiebig erzählen was dich zur Magie gebracht hat."Kano stimmte zu und beide verließen das Oberviertel und schlenderten in die Unterstadt.
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| 17.11.2003 20:32 | #279 |
| Clay |
Als Clay aus den Augenwinkeln das helle Flackern im Garten des Rathauses bemerkte, wusste er sofort, was geschehen war. Grinsend entschloss sich der Paladin mal wieder nach Kano zu sehen. Die Stadt hatten in den letzten Tagen schon genug Brandschäden erlitten. Schnell hatter das kurze Stück Weg zurückgelegt und schritt langsam durch die Gassen der Oberstadt. Bevor Clay den Platz erreichte, fielen ihm zwei Umrisse ins Auge, sie sich in Richtung Unsterstadt bewegten. Vor ihm reflektierten zwei Rüstungen die schwache Straßenbeläuchtung, als er frontal auf die Quelle des Flackerns zuging. Aber wieso zwei Rüstungen? War noch jemand aufgeschreckt worden? Bei diesem Feuerwerk wäre das ja sicher kein Wunder. Langsam nahmen die verschwommenen Lichtflecke Gestalt an und entwickelten sich nach und nach zu zwei Menschen. Der eine war Kano, doch wer ging da neben ihm? Endlich war der Paladin nah genug herangekommen, sodass sich ihm die Gesichter offenbarten. Die Person neben Kano war diese Lady, die erst seit kurzer Zeit in der Stadt war. Sie war irgendwann während Clays Abwesenheit hierher gekommen. Vermutlich hatte sie bei den Rittern schon für einige Aufregung gesorgt...
Rasch nahm der Paladin die Rune seines Schülers an sich und entfachte eine leuchtende Kugel in seiner Rechten Hand. Prüfend leuchtete er seinen beiden Gegenübern ins Gesicht. "Guten Abend. Die Lords...und Ladies...werden sicher nicht begeistert sein, wenn ihr Rathaus in Flammen steht. Nein, Ihr habt das bisher sehr gut gemacht. Morgen werden wir mit der nächsten Rune fortfahren können. Dazu gehen wir aber besser in den Wald. Wäre das gerade ein heilger Pfeil gewesen, wäre jetzt wahrscheinlich ein Loch in der Hauswand." Lachend schlug Clay seinem Schüler auf die Schulter. Dann wandte er sich er sich der Lady zu. "Auch Euch einen schönen Abend. Wir hatten ja noch nicht die Ehre. Mein Name ist Clay und ich bin sozusagen Kanos Lehrmeister." Viel mehr wusste der Paladin eigentlich nicht zu sagen. Seit er im Soldatendienst war, hatte er noch nie einen weiblichen Vorgesetzten gehabt. Eine ungewohnte Situation. Naja, die Zeiten änderten sich eben ständig, nichts war mehr wie es früher war. Nach einer kurzen Begrüßungsformel, wandte sich Clay wieder zum Gehen. "Dann will ich Euch nicht weiter stören. Ich würde sagen, wir treffen uns morgen hier oben, um dann einen Platz im Wald zu suchen, wo wir mit dem Training fortfahren können." Kano nickte und die beiden setzten ihren Weg fort, während Clay sich zurück in das Haus der Paladine begab.
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| 18.11.2003 14:47 | #280 |
| Taurodir |
Die Tage wurden langsam ruhiger, sodass der Paladin sogar Zeit dazu fand, sich in Ruhe auszuruhen. Doch heute müsste er den alten Mann suchen gehen, denn Taurodir wollte sein Wort halten, und so hieß es für ihn, mit ihm gemeinsam weiterhin nach Informationen zu suchen.
Ruhig saß er an einer Ecke, die geliebte Pfeife im Mund. Er hatte nachzudenken, zu überlegen, wo sie mit der Suche fortfahren sollten. Doch fiel ihm kein passender Ort ein. Jedoch hatte er das Gefühl, dass wenn sie schon suchen gehen sollten, dann im Minental. Er hoffte, dass sie irgendwie noch an diese Bücher gelangen würden.
Ruhig stand der Paladin auf, zog die Kapuze runter, und schritt aus der Ecke, die im Schatten lag, raus, um den alten Greis zu suchen. Vielleicht würde auch noch mals ein Gespräch mit ihm helfen, er hoffte nur, dass diese Suche noch erfolgreich ausgehen würde.
Küher Wind wehte ihm entgegen, die Haare flogen ihm zu den Seiten, sein Umhang wehte. Wachen standen wieder am Tor des Oberviertels, die einen freundlich begrüßten. Dennoch sollte man wohl noch zu spüren bekommen, zu was all diese Aktion führen sollte.
Taurodir schritt hinaus in Richtung des Tempels, wo Vatras seine Rede immer hielt, ein weiser Mann, auch ihn könnte er, falls ihm denn nichts mehr einfallen sollte, um Rat fragen..
"Wo bist du, der Herr?", begann der Krieger noch zu murmeln, während er die Treppen, die aus dem Oberviertel führten, hinablief.
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| 18.11.2003 17:01 | #281 |
| Clay |
Mit raschen Schritten eilte der Paladin die Treppen des Hauses hinunter und überquerte den kleinen Vorplatz des Rathauses. Wie Clay sofort erkannte wartete sein Schüler bereits auf vor der Innosstatue auf ihn. Er schien wirklich eifrig bei der Sache zu sein und sein Eifer sollte sich ja nach Möglichkeit auch auszahlen. Kano hatte ihn nicht sofort bemerkt, doch schließlich stellte sich Clay vor ihn und die beiden begrüßten sich. "Ich grüße Euch...ach, ich denke wir können jetzt auch beim Du bleiben...die nächste Zeit werden wir uns ohnehin täglich sehen. Also..zeige mir noch einmal, dass du mit dem Licht zurechtkommst. Gestern Abend konntest du ja nicht mehr üben, aber da muss jetzt auch so klappen."
Nickend nahm der Statthalter die Rune seines Lehrers entgegen. Schweigend, mit einem freundlichen Lächeln auf dem Gesicht, beobachtete der Paladin, wie der Ritter die Rune des heiligen Lichts in Empfang nahm. Er umfasste den grauen Stein mit der Linken Hand, wie Clay es ihm gezeigt hatte. Für einen kurzen Augenblick schloss Kano die Augen, doch wirklich nur kurz, danach flammte die leuchtende Kugel in seiner Rechten auf. Vielleicht noch ein bisschen zu klein und zu flackernd, aber das musste auf jeden Fall für den nächsten Schritt ihres Trainings reichen. "Gut, gut. Dann wollen wir uns jetzt mal den schwierigeren Dingen widmen. Aber wie ich gestern noch sagte: Nicht in der Stadt. Es wird zwar schon fast dunkel, aber wir können ja auch im Freien schlafen. Das habe ich letzter Zeit ohnehin oft genug getan." Lachend wandte sich der Paladin zum Gehen. "Pack die Sachen zusammen, die du für ein paar Tage im Wald brauchst. Danach treffen wir uns wieder hier."
Einige Zeit später trottete Clay wiedermals über das steinerne Pflaster der Oberstadt. Ein lederner Rucksack hing ihm quer über die Schulter und seinen Rücken so wie seinen Gürtel zierten seine beiden Schwerter. Etwa für fünf Tage hatte der Paladin Verpflegung und Ausrüstung mitgenommen. Danach würden sie entweder in die Stadt oder zur "Toten Harpyie" zurückkehren müssen. Eine Weile wartete Clay vor dem Rathaus, dann erschien auch sein Schüler wieder. Sie waren bereit aufzubrechen. Mit einem Nicken gab Clay das Zeichen zum Aufbruch. Bald hatten die Krieger das Tor zur Unterstadt erreicht und setzten ihren Weg durch das Osttor in Richtung Wald fort.
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| 18.11.2003 18:43 | #282 |
| Milgo |
Schnellen Schrittes betrat er das obere Viertel. Die Häuser wirkten auf ihn so schön wie nie zuvor. Er war wieder zu Hause, in Sicherheit. Er ging schnell in sein Haus und ließ Mirogulu hinein, dann ging er weiter zu Lord Carthos. Er musste erfahren, dass er zurück war und wie es den Bürgern ging. Die Wachen ließen ihn durch, obwohl sie die Nase rümpften, bei dem Anblick von Milgo's verstaubter Rüstung und seinem Wunden und Verbänden, doch es kümmerte Milgo kaum. Er ging sofort zu Lord Carthos, der glücklicher Weise anwesend war.Milgo: Lord Carthos, ich bin wieder zu Diensten.
Carthos: Wurden sie nicht von Orks gefangen genommen?
Zumindest er schien ihn nicht ganz vergessen zu haben...
Milgo: Ja, aber ich bin geflohen. Aber sehen sie meine Verbände und Wunden? Die Orks waren es. Sie haben mich lange in Sklavenschaft gehalten. Den Bürgern ergeht es ähnlich, obwohl sie besser dran waren. Haben sich nicht so viel gewehrt...
Sah Milgo leichtes Schmunzeln auf Lord Carthos' Gesicht?
Milgo: Die Orks haben ein Hafenbecken errichtet und bauen wieder Häuser auf. Wir könnten mit dem Schiff dort hinein!
Er sah in Lord Carthos' Augen, dass das Schiff bereits fertig zu sein schien und dass er das auch geplant hatte.
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| 18.11.2003 18:48 | #283 |
| Carthos |
Es wurde schon alles geplant, seid einfach nur übermorgen am Schiff, dann erklär ich euch die weiteren Details.
Für Carthos war Milgos Anblick etwas überraschend, bot jedoch zugleich die Hoffnung, dass die Orks es mit den Sicherheitsvorkehrungen nicht so genau nahmen. Das ermöglichte natürlich einige Chancen, die sie hoffentlich nutzen konnten.
Trommelt ein paar fähige Männer zusammen, die sollen sich dann übermorgen Abend im Hafen einfinden.
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| 18.11.2003 18:54 | #284 |
| Milgo |
Milgo: In Ordnung, Mylord.
Milgo trat einen Schritt zurück, drehte sich dann um und verließ dann das Haus der Generäle. Er sah sich sofort nach fähigen Männern um. Er sah einen sehr kräftig gebauten Paladin, den er schon ein paar Mal gesehen hatte. Er schritt auf ihn zu.
Milgo: Hey, du!
Der Paladin wand sich um.
Milgo: Lord Carthos braucht fähige Männer, klar? Du kommst mit und such dir am besten noch ein paar andere.
Er ging weiter, ohne einen Kommentar abzuwarten. Er wollte schnell noch jemanden finden, um zurück in sein Haus zu können...
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| 18.11.2003 20:48 | #285 |
| Die Paladine |
Ungläubig blickte Paladin Ortega der Person hinterher, die ihn gerade angesprochen hatte. Tatsächlich. Das leichte Kettenhemd war nicht zu übersehen. Ein Ritter. Rasch hatte er die paar Schritte aufgeholt, die ihn von dem dreisten Ritter trennten und schon hatte er den Soldaten an der Schulter gepackt und umgedreht.
"Ich glaub ich hör nicht recht. Von Rittern werde ich noch immer mit 'Sir' angesprochen und nicht mit 'Hey du'. Und wenn du für Lord Carthos einen Botengang erledigst, dann teile mir das einem angemessenen Ton mit...verdammt nochmal, jetzt steh endlich still und hör mir zu...sollte ich nochmal erleben, dass du in so einem Ton mit einem Vorgesetzten redest, als wäre er ein Waffenknecht, dann werd dich persönlich dafür sorgen, dass du das Oberviertel fegen darfst. Und bei diesem Wetter fallen viele Blätter, glaub mir. Und du kannst Lord Carthos ausrichten, dass ich es Leuten ausrichten werde, aber selbst nicht mitkommen kann. So, du darfst dich jetzt entfernen und mach deine verdammte Arbeit. Wegtreten!"
Ortega wandte sich ab und grinste innerlich in sich hinein. Die Ritter von heute wurden auch immer unverschämter. Lachend setzte er seine Runde durch das Oberviertel fort...
-Clay-
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| 18.11.2003 21:09 | #286 |
| Milgo |
Endlich saß Milgo an seinem Tisch. Samirula hatte seine Vorräte aufgefrischt, und nun saß sie mit am Tisch. Milgo hatte Wurst, Käse, Brot, Wein, Milgo, Schinken und Honig herausgestellt. Ein Stück Fleisch gab er Mirogulu, der sich gierig daraufstürzte. Milgo und Samirula saßen still miteinander, wobei Milgo das Essen genoss. Samirula fragte ihn kaum nach der letzten Zeit, wofür er ihr dankbar war. Er hatte keine Lust, es nun auch noch für sie zu schildern. Statt dessen redeten sie von anderen Dingen.
Milgo: Ist das Schiff gut geworden?
Samirula: Oh ja, ein paar eifrige Mitarbeiter haben mitgeholfen, vielleicht solltest du einmal zu ihnen gehen...
Milgo: Ok, werd ich vielleicht machen. Ist sonst noch was wichtiges passiert?Samirula: Ja, ein neuer Hauptmann ist gewählt worden, ich glaube er hieß Sir Iwein.
Milgo verschluckte sich fast. Der Sir Iwein??? Sein Freund, den er eben noch zu den Orks geschickt hatte? Er hatte selbst einmal den Posten haben wollen, doch vielleicht war es besser, wenn er ihn nicht inne hatte...
Nachher gingen sie ins Bett. Milgo wurde noch etwas untersucht, doch schlief er schnell und friedlich auf seinem weichen, warmen Bett ein.
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| 19.11.2003 17:16 | #287 |
| Yerodin |
Das eiskalte Wasser schmerzte, als es auf die verschwitzte Stirn des Kriegers traf. Yerodin atmete schwer und jeder Luftzug verursachte ein leises rasseln in seiner Lunge. Er legte den nassen Lappen wieder beseite und lehnte sich gegen die Wand des alten Fachwerkhauses. Ein harter Tag, an dem er Blut und Wasser beim Training geschwitzt hatte, neigte sich dem Ende.
Der Schwertkämpfer betrachtete sein Übungsschwert und fuhr sanft über die schartige Klinge die wohl schon dutzende Morgen erlebt hatte. Der Kampf mit dem einhändigen Schwert war bei weiten nicht so ermüdend wie der mit dem riesige Bihänder. Früher war er es, der seine Schüler herumgescheucht hatte und nun wurde ihm die zweifelhafte Ehre zuteil, von einem Lehrmeister gequält zu werden. Nach einem weiteren schweren Atemzug richtete sich der Ritter auf und trottete langsam wieder nach Hause, weit weg von dem Übungsplatz auf dem er so viel Schweiß vergossen hatte. Es würde noch eine ganze Weile dauern bis er seine Kraft wieder vollständig wiedererlangt hatte, doch er war bereit diesem beschwerlichen Weg zu gehen. Morgen würde er seinem Meister wieder gegenüberstehen und alles geben, um ihn zu besiegen.
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| 20.11.2003 12:53 | #288 |
| Thorus |
Ein neuer tag war angebrochen und Thorus wartete hinter dem Rathaus auf seinen Schüler um ihm neue Schritte beizubringen. Die Sonne war knapp hinter dem Horizont zu erkennen und tauchte Khorinis in ein angenehmes Dämmerlicht. Lange lies Yerodin nicht auf sich warten. In der ferne erkannte er ihn und Thorus zog seinen Lebensverkürzer und wartete...
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| 20.11.2003 13:52 | #289 |
| Yerodin |
An diesem Tag startete der Ritter mit mehr Energie als am vorigen Tage, allerdings begleitete ihn auch ein kräftiger Muskelkater. Yerodin stapfte in Richtung Trainingsgelände, das Zweihandschwert war auf den Rücken gespannt. An jedem Tag fiel ihm der morgendliche Weg zum Training leichter, er kam seiner früher Form Tag Stunde für Stunde näher.
Als er den großen steinernen Torbogen durchschritt konnte er in der ferne bereits Thorus, seinen Lehrmeister erkennen. Schritt für schritt wurde die Silhouette schärfer bis er ihn schließlich eindeutig erkennen konnte. Sein Lehrer erwartete ihn bereits, das Schwert war bereits gezogen und lauerte kampfbereit in den Händen.
Yerodin band das Schwert zügig vom Rücken, atmete einmal tief durch und näherte sich dem Paladin.
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| 20.11.2003 15:34 | #290 |
| Thorus |
Als die beiden Krieger Innos' sich gegenüberstanden, erfasste Thorus das Wort...
Thorus: "So, nun da du das Ausdauertraining hinter dir hast können wir weitermachen. Ich werde dir jetzt die heutige Trainingseinheit vorführen und du wirst versuchen sie nachzumachen."
Thorus lies seinen Zweihänder wieder sinken und erfasste mit der linken Hand wieder die Klinge und fing damit an das Schwert nach links zu schwingen. Es folgte der Schwung nach rechts, doch machte der Lehrmeister zugleich auch einen Schritt nach vorne um dann abschließend einen Vorwärtshieb zu verüben .
Thorus: "Alles gesehen. Es sind dieselben Schwünge doch mit 2 veränderungen, du macht nach jedem Schwung einen kleinen Schritt nach vorn und zum Schluss einen Stich nach vorne womit dein Gegner hoffentlich nicht rechnen wird. Versuch es, es ist nicht schwer.
Und er sah wie sich Yerodin in Angriffstellung begab...
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| 20.11.2003 15:55 | #291 |
| Yerodin |
Nun führte auch Yerodin seine zweite Hand an das große Griffstück des Zweihänders und erhob die Klinge. Bevor er sich an die von Thorus vorgestellte Übung machte, ließ er das Schwert einige Male zur Eingewöhnung duch die Luft schwingen. Nach einem mißmutigen Blick seines Lehrers begab sich der Ritter in Position. Der linke Fuß war nach vorne versetzt, während der rechte darauf wartete, nach zwei seitlichen Hieben voran zu treten.
Yerodin ging die Übung vor seinem geistigen Auge noch einmal kurz durch und wenige Augenblicke später sauste das Schwert bereits von rechts nach links. Der Schlag in die andere Richtung machte ihm da schon mehr Mühe, da der Ritter einfach viel zu viel Wucht in den selbigen gelegt hatte. Mit letzter Kraftanstrengung schmetterte die Klinge nach vorne und vernichtete seinen imaginären Gegner. Fragend blickte der Schüler zu seinem Lehrmeister. "Wie war das?"
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| 21.11.2003 20:32 | #292 |
| Yerodin |
Das sanfte Dämmerlicht strahlte durch den schmalen Fensterspalt und tauchte den Raum in ein rötliches Licht. Yerodin lehnte entspannt an der Häuserwand und betrachtete das prächtige Farbenspiel. Mit der untergehenden Sonne verschwand aber auch die Wärme und Minute für Minute und Augenblick für Augenblick kroch mehr Kälte in das Interieur des Fachwerkhauses. Der Ritter löste sich von der Wand und kniete sich vor den kleinen Kamin, der sein ansonsten recht kahl dekoriertes Zimmer schmückte. Vor seinen Augen entsprangen dem altgedienten Feuerstein ein paar Funken, gerade genug um die getrockneten Stöckchen zu entzünden. Langsam verbreiteten sich die Flammen und griffen auf die dickeren Holzscheite über.
Yerodin überließ das Feuer sich selbst und begab sich zu Tisch und Stuhl. Letzterer war schon ein älteres Model und wackelte bei jeder kleinsten und noch so sanften Bewegung. Schon seit Wochen wollte er ihn reparieren lassen, doch das Zweihandtraining machte ihm da einen Strich durch die Rechung. Er löste seinen Blick wieder von dem alten Mobiliar und nahm nun erstmals an diesem Tage das Flackern des Feuers wahr, welches das Schimmern des Sonnenunterganges abgelöst hatte. Der Krieger atmete tief durch und griff nach einem Laib Brot. Meine erste richtige Mahlzeit heute...
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| 23.11.2003 01:06 | #293 |
| Milgo |
Als Milgo in seinem Haus ankam, erinnerte er sich plötzlich! Er wurde in ihm kalt und warm, wie würde sie es wohl aufnehmen??? Er durfte es ihr nicht sagen! Aber was, wenn sie seine Gedanken lesen würde? Mit sichtlicher Nervosität sagte er:
Milgo: Ähm, Hunger?
Wie dumm von ihm! Wie konnte er nur von Essen sprechen? Milgo schoßen tausende von Gedanken durch den Kopf, und dann dachte er es. Diego war verschollen. Immer wieder. Würde sie wohl erkennen, was er für sie empfand??? Oder sollte er es lieber sofort sagen, zumindest dass Diego nie mehr zurückkommen würde?
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| 23.11.2003 01:13 | #294 |
| >Avril< |
Nein dake sagte Avril und setzte sich auf einen Stuh im Raum. So ähnlich sah auch das Elternhaus von ihr aus. Es war groß und man konnte schön drin leben.Doch inzwischen hatte Avril sich an das Leben im Sumpf gewöhnt und wollte nichtmehr tauschen..
Milgo sah aufgeregt aus und fing an zu schwitzen. Er schien nicht zu wissen, ob er ihr etwas sagen sollte oder nicht. Sie zog wieder eine Augenbraue hoch und fragte ihn schließlich Milgo was istz mit dir los? Du bist doch sonst ein so glücklicher Mensch.. das ist das, was ich an dir immer so gemocht habe... sie musterte ihn nachdenklich und zugleich durchdringlich...
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| 23.11.2003 01:18 | #295 |
| Milgo |
Froh, darüber, ausweichen zu können, sagte Milgo:
Milgo: Tja, ich war schon mal glücklicher... Wer wird schon gern von einer Horde Orks ausgepeitscht und muss dann alleine fliehen, mit der Aufgabe ne Horde von verblödeten Bürgern zu befreien? Tja, alle unsere Lords sind mit mir gegangen, außer Diego, der ist ja leider verschollen.
Stille.
Absolute Stille.
Milgo hatte es doch ausgesprochen, ohne es zu wollen...
Milgo: T'schuldigung, ich... wollte dich nicht weiter belasten, verstehst du, also...
Doch Milgo schwieg.
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| 23.11.2003 01:30 | #296 |
| >Avril< |
Avrils Gesichtsausdruck war erstarrt und ihr Lächeln verschwunden. Er schien es ihr nicht gesagt haben zu wollen. Doch man konnte es nun nichtmehr rückgänig machen...Eine einzelne Träne bahnte sich ihren Weg die Wange hinunter und der ersten folgten mehrere.
W..weg? Diego? ... Avril ziterte am Ganzen Körper und sah Milgo an. DAS IST NICHT WAHR! sie schrie Milgo an, obwohl sie es nicht wollte und stand auf. Dann verließ sie im Eilschritt den Raum auf den Weg zur Haustür um sie zu verlassen.. sie wollte irgendwo in Ruhe sein...
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| 23.11.2003 01:35 | #297 |
| Milgo |
Milgo saß einen Moment noch versteinert da. Sie hatte ihn angeschrien. Doch dann sprang er auf, ihr hinterher. Er musste sie trösten. Helfen. Er hätte es zwar nicht gewollt, doch im Nachhinein war es besser so...
Als Milgo die frische Abendluft einatmete und wieder draußen war, sah er nach rechts und dann nach links. Sie hatte sich gegen die Wand gelehnt und weinte. Doch Milgo wollte dies nicht, da er so auch weinen musste! Schnell ging er zu ihr und versuchte sie in den Arm zu nehmen. In Schutz vor dem da draußen. Er erinnerte sich an seine Eltern, an seinen Freund. Alle gestorben, durch Orks. Wie auch wahrscheinlich Lord Diego...
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| 23.11.2003 01:40 | #298 |
| >Avril< |
Dunkelheit hatte sie umfangen, als sie nach draußen gekommen war. Kein Mensch war auf den Wegen zu sehen und so hatte sie sich an eine Hauswand gelehnt und schluchts herzhalft. Diego durfte nicht weg sein. Sie erlaubte es ihm nicht. Das konnte nicht sein.
Sie erschrak leicht, als sie plötzlich zwei gepanzerte Arme spürte, doch wehrte sie sich nicht. Sie ließ ihren Kopf auf Milgos Schulter sinkel und ließ ihren Tränen freien Lauf. Sie musste dies nun erstmal verkraften...
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| 23.11.2003 01:47 | #299 |
| Milgo |
Avril wehrte zum Glück nicht ab und ließ ihren Tränen freien Lauf. Das war immer noch das beste und Milgo störte sie nicht sher dabei. Sie duftete immer noch so, wie sie es bei den letzten Malen getan hatte. Milgo zog mit einer Hand seinen Handpanzer aus und strich damit über Avrils Arm. Im wenigen Licht welches von einer Laterne kam, waren die Narben auf ihr zu erkennen. Der Magier hatte es nicht geschafft sie zu entfernen. Sie würden ihn immer wieder an die Orks erinnern... Sein Gesicht schmiegte er nah an das von Avril.
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| 23.11.2003 01:58 | #300 |
| >Avril< |
Was würde Avril nun ohne Milgo machen. Immer wenn sie Hilfe gebraucht hatte oder Trost gesucht hatte war entwerder Milgo oder Diego vor Ort um ihr zu helfen oder sie zu trösten.
Nun war Diego weg. Milgo war da. Doch hatte Milgo nur was von Verschollen gesagt und nicht von tot.... doch hatte er auch Orks erwähnt und Orks machten so gut wie nue Gefangene. Nach diesem Gedanken folgte wieder ein langezogenerer Schluchzer und ein paar weitere Tränen flossen ihr inzwischen nasses und rotes Gesicht hinunter. Sie ließ sich zu Boden sinkel und lehnte sich an die kalte Mauer. Ihr Zweihänder scharbte unter dem Umhang und schließlich sah sie zu Boden. Es waqr dunkel und sie konnte kaum etwas erkennen, doch sie merkte, wie sich eine zweite Gestalt neben sie setzte und sie erkannte wieder Milgo.Er schien sich echt Sorgen um sie zu machen und sie wollte sich bedanken, doch sie konnte es im Moment nicht, sie konnte nicht sprechen...
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| 23.11.2003 02:03 | #301 |
| Milgo |
Avril hatte sich gesetzt und Milgo tat es ihr gleich. Er zog seinen zweiten Armpanzer aus, und wieder erschienen einige Narben. Ob Avril ihn wegen der Narben hassen würde? Doch sie versuchte etwas zu sagen, doch es kamen nur Schluchzer und er murrmelte: Pssscht... Er guckte hinauf in den Himmel. Vielleicht war dort oben Diego und war wütend auf ihn, besorgt um Avril oder ihm dankbar, wobei er das erste ehr zu Betracht zog. Er sah Avril an und ihre Blicke trafen sich. Doch dieses Mal wich Milgo dem Blick nicht aus, obwohl diesmal seine beiden Gewissen warnten: Nein, tu das nicht! - Du stürzt dich ins Verderben! Doch etwas anderes hatte die Macht wieder bekommen. Milgo.
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| 23.11.2003 02:09 | #302 |
| >Avril< |
Es war anstrengend gewesen. Avril war verwirrt gewesen und nun schien sie mit ihrer Unglücklichkeit auchnoch Milgo angesteckt zu haben. Das war alles zufiel für sie gewesen.
Es war schwierig die Augen noch aufzuhalten und sie kämpfte auch nicht gegen an. Sie hatte zwar angst vor den Alpträumen, die sie nun warscheinlich heimsuchen würden schlief sie schließlich auf dem klaten Boden ein und alles wurde noch dunkler um sie herum als es so oder so schon war.
Ihr Kopf sank in ihren schoß und ein letzer schluchzer entwichihrer Kehle, dann hörte man sie nurnoch leise und ruhig ein und aus atmen....
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| 23.11.2003 02:17 | #303 |
| Milgo |
Milgo merkte wie plötzlich der Kopf von Avril in ihren Schoss sackte. Ihm blieb nichts anderes übrig, als sie zu nehmen und in sein Haus, auf eines seiner zwei Betten zu legen. Er überlegte, ob er nicht sein Bett neben ihres schieben sollte, jedoch ließ er es dabei, holte seine Handpanzer von draußen und zog sich um. Avril gab nur ein paar leise Geräusche von sich, schlief jedoch weiter. Er sorgte sich darum, ob sie vielleicht Abträume kriegen könnte... Jedoch legte er sich in sein ungemütlicheres Bett und blies seine Nachtlampe aus. Nun stellte er fest dass auch er selbst Alpträume bekommen könnte. Jedoch er seine Kerze trotzdem aus und schloss seine Augen. Viel ging durch seinen Kopf. Avril, Ken, Carthos, die Lady, Eorl, Long, Samirula, Orks. Viele Orks. Sie griffen ihn an! Er wollte seinen Einhänder zücken, als die Amazone Avril vor seinen Augen auftauchte und er seine Waffe nicht ziehen konnte. Ken stand neben ihm, doch sie überrannten ihn und stürmten auf Milgo zu!
Milgo schreckte auf. Nur ein Traum dachte er und guckte zu Avril. Sie schlief noch. Ein Glück. Wieder legte er sich hin, jedoch nur an Avril denkent und so schlief er letzt endlich doch noch mehr oder weniger friedlich ein.
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| 23.11.2003 11:45 | #304 |
| Milgo |
Milgo öffnete die Augen. Er erwartete Schlimmes, tausende von Orks, traurige Bürger, Peitschenhiebe, Angst, Gestank - doch er war zu Hause. Er richtete sich auf um sicher zu gehen. Und nun erinnerte er sich. Avril lag auf seinem Bett, immer noch schlafend. Er stieg aus seinem Bett, zog seine schwere Milizrüstung an und ging dann zu seinen Vorratsschränken, um das Frühstück zu machen. Er wusste nicht, wie Avril gerne aß, aber er entschied sich für Honig, Schinken, Käse, Brot und Milch und Wasser und stellte diese auf den Tisch. Am Morgen eine Scheibe Brot, tat immer gut. Dann ging er kurz nach draußen, um etwas Morgenluft zu schnappen. Dabei dachte er nach.
Wie konnte er diese Alpträme weg bekommen? Anscheinend hatte auch die der Magier nicht verschwinden lassen. Vielleicht erinnerten ihn seine unzähligen Narben daran und mit ihnen kamen die Alpträume. Vielleicht war er nur für kurze Zeit und würde irgendwann weggehen... Vielleicht würden sie ihn bis ans Ende aller Tage jagen. Jedoch wollte er dies nicht. Vielleicht sollte er seinen Geist stärken... Avril war doch Templerin, vielleicht konnte sie ihm dabei helfen... Mit diesem Gedanken ging er zurück in seine Hütte.
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| 23.11.2003 13:00 | #305 |
| >Avril< |
Es schien früher Mittag zu sein als Avril ihre Augen öffnete und langsam einen Raum um sich rum wahrnahm. Sierichtete sich auf und ein weicher duft von Frühstück schwebte im Raum.
Diego? Avril stand auf und ging im Raum herum, doch als sie schließlich die Küche betrat sah sie Milgo und die Erinnerungen rissen wieder auf. Sie unterdrückte die Tränen. Sie war eine starke Frau und soetwas durfte nicht lange Trauern. Wenn Diego tot war musste sie sich von ihm lossagen und damit basta. Doch sie wusste nun, dass sie Milgo erstmal nicht von der Seite weichen werde. Dann setzten sich beide an den Frühstückstisch und aßen genüsslich.
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| 23.11.2003 13:06 | #306 |
| Milgo |
Milgo merkte sofort, dass sie nicht den Stuhl gegenüber von ihm nahm, sondern den, der neben ihm stand. Vielleicht war es nur Zufall, jedoch hoffte er dies nicht. Das Essen schien ihr - zum Glück - zu schmecken. Es tat Milgo gut, wieder so ein gutes Essen zu essen, und es verschwanden ein paar böse Gedanken. Jedoch erinnerte er sich, dass er bald wieder seinen Diensten nachkommen musste...Milgo: Ähm, Avril, ich muss heute wahrscheinlich wieder Schmieden und unterrichten gehen...
Doch Avrils Gesichtsausdruck verschlug ihm die Sprache.
Milgo: Also ...
Avril: Kann ich mit?
Milgo: Was?
Für Milgo kam die Frage überraschend. Sie wollte mit ihm mit? Also, mit ihm?Milgo: Ähm, klar...
Sie aßen weiter, still, obwohl die Stille hätte durchbrochen werden sollen...
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| 23.11.2003 13:09 | #307 |
| Yerodin |
Der Ritter rammte seinen Zweihänder in den lehmigen Erdboden und schaute hinüber zu seinem Lehrmeister. Thorus hatte die ganze Übung aufmerksam beobachtet und manche Teilschritte mit mehr oder weniger aufmunternden Grimassen bedacht. "Schon merklich besser als gestern..." kommentierte der Paladin die Übung. "... trainier' weiter. Wir machen am Nachmittag weiter, ich hab Hunger." Ohne eine Antwort abzuwarten wendete sich der Meister ab und verließ das Trainingsgelände. Yerodin blickte ihm nicht lange hinterher, im Gegenteil: Er zog das Schwert wieder und begab sich in Kampfposition. Die Klinge erhob sich gen Himmel und raste wieder mit hinab. Auf Höhe des Unterkörpers find der Krieger den Schwung ab und vollführte einen schnellen Seitwärtshieb der mit Sicherheit einigen Schaden verursacht hätte. Diese Übung würde ihn wohl noch beschäftigen bis sein Lehrmeister zurückkehrte.
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| 23.11.2003 16:52 | #308 |
| >Avril< |
Avril bestand daruaf mitkommen zu dürfen. Sie war schließlich auch schon lehrmeisterin gewesen und so konnte sie auch mit ihrem Zweihänder noch etwas ihre Techniken verbessern.
Sie wollte nur nicht alleine sein und Milgo schien das zu verstehen. Doch das Lächeln schien sie erstmal verlernt zu haben.
Auch wenn sie es versuchte sie konnte einfach nicht.. der Schmerz war zu groß. So aßen sie zuende und schließlich setzte sich Avril irgendwo hin und atmete tief ein und aus.
Ihr Blick war leer und ohne freude. Wie lange würde dies noch andauern?
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| 23.11.2003 17:06 | #309 |
| Taurodir |
Die Gruppe näherte sich langsam dem Ziel, nicht lange mussten sie ihren Weg gehen, bis sie die Mauern der Stadt erblickten. Taurodir erfreute es ein wenig, denn das Minental schien seit dem Sturz der Barriere, nur noch ein Ort des Trauerns zu sein, schrecken herrschte dort, und fast immer wenn er zurück nach Khorinis kam, musste sein Herz einen schmerzvollen Abschied ertragen. Und auch dieses Mal war es nicht anders, die Orks schienen wirklich Wesen zu sein, die nicht einen Funken Ehre besaßen. Niemandem würde er solch einen Tod gönnen wollen, nicht mal einem Söldner.
Die Paladine liefen weiter, bis sie die wachen an den Toren erblickten. Diese begrüßten sie, anscheinend wussten sie schon über das Ergebnis ihres Vorhabens, Bescheid. Viele freuten sich, sie wieder zu sehen, und manch einer kannte sogar einen der Millizsoldaten, der das Tor bewachte gut. Manche blieben dort, und sprachen noch, doch die meisten schritten gemeinsam mit dem Kommandanten nun zum Oberviertel.
Die Gesichter der Bürger waren erfreulich, sie schienen dankbar zu sein, doch wussten sie überhaupt, was für Verlüste man erleiden musste? Sicher nicht, und sie sollten es auch nicht wissen, denn die Tage aus Kummer, sollten enden. Die schritte hoch zum Oberviertel waren nicht so leicht zu begehen, wie sonst. Seine Beine schmerzten, und auch sein Herz, doch versuchte er von dies nichts anmerken zu lassen.
So trennte er sich von der Gruppe, vielen dankten ihm noch mals, doch er schritt allein in Richtung des Hauses der kommandanten. Taurodir wollte sich ausruhen, ausruhen von all dem Leid, von all den Schlachten. Frieden gab es, doch leider nicht für immer, und auch wenn sie Erfolg hatten, so wusste er, dass irgendwann wieder schlimme Tage folgen würden.
Mehrere Stunden blieb der Paladin im Haus, er dachte nach, und hatte die Pfeife im Hund, nun musste er sich nicht mehr nach einer sehnen.
Als er ins Freie schritt, sah man, dass seine Rüstung wieder glänzte, und sowohl seine Haare, als auch sein Umhang, wieder trocken und gepflegt waren. Dennoch war er noch müde, seine Miene war traurig, doch vor ihm befand sich ein junger Ritter, viel jünger als er, dieser sah ihn an. Taurodir schritt zu ihm hin, mit einem leichten Lächeln im Gesicht..
"Was kann ich für dich tuen, junger Krieger? Und es würde mich auch erfreuen, wenn ihr mir euren Namen nennen könntet."
"Ich heiße Lindron, der Herr, und ich wollte nur euch und euren Männern danken. Wie ich hörte, habt ihr großes geleistet."
"Ja, das mag stimmen", sagte Taurodir, und seufzte leise dabei.."Aber?"
"Lassen wir es bei keinem aber sein, Lindron. Du hast Recht, was die Männer dort geleistet haben, war wirklich eine große Leistung, denn viele haben Mut bewiesen, und haben tapfer gekämpft. Und ich hoffe auch, dass du dies tuen wirst, denn deine Augen scheinen Mut auszustrahlen. Möge Innos immer mit dir sein, wir werden sicher wieder von uns hören!"
Der Paladin reichte ihm die hand, der junge Soldat, er erinnerte ihn an sich. Auch er war mal so wie er gewesen, nur hoffte er für ihn, dass er nicht so viel Leid ertragen müsste, wie der Krieger selbst..
Langsam schritt er zum Brunnen, und setzte sich hin, um für eine weile dort zu ruhen.
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| 23.11.2003 17:17 | #310 |
| Kano |
Fast hatte Kano sein Haus erreicht, als sein Blick seinen Lehrmeister streifte. Der Paladin trottete ebenfalls langsam die Strasse entlang und hielt auf sein Heim zu. Kurzerhand entschloss sich der Statthalter, seinem Mentor nachzueilen und holte schnell auf.
"Sir Clay, ich weiß, ihr seid sicher ebenso erschöpft wie alle anderen, aber dennoch wollte ich fragen, ob ihr vielleicht schon wisst, wann wir weiter üben werden?"
Der Krieger stoppte und wand sich um. Sein Gesicht war noch von der Schlacht gezeichnet, ein paar Kratzer hatte er abbekommen, Blut klebte noch an der Rüstung. Aber dennoch schaute er freundlich und nickte.
"Waren wir nicht schon beim Du? Du bist sehr eifrig, was? Aber gut, ich hatte ohnehin vor, recht bald weiterzumachen. Erfrisch dich kurz und bereite dich auf einen neuen Ausflug vor, kann ein paar Tage dauern. Wir treffen uns dann a..."
"Herr, entschuldigt die Störung, Lord Hagen verlangt nach euch."Ein Ritter kam herbei und platzte mitten in die Unterhaltung der beiden Krieger. Sein Blick haftete fest auf Kano und wich nur kurz von diesem, um Clay zu grüßen.
Dieser nickte Kano zu und brachte seinen Satz zu ende:
"...Wir treffen und also dann am Tor, sagen wir, wenn die Sonne die Wipfel der Bäume erreicht hat. Bis dann."
Clay wand sich um und ging weiter, Kano nickte ihm noch zu und schlug dann den direkten Weg zum Rathaus ein. Lord Hagen stand an dem großen Tisch und hatte eine Karte von Khorinis vor sich ausgebreitet, er wartete geduldig, bis Kano ihm gegenüber stand und erwiderte dann dessen Gruß.
"Seid gegrüßt, Kano von Antharia. Ihr seid also zurück und wohlauf, das freut mich zu sehen. Ich habe schon im Groben erfahren, was sich zugetragen hat und habe nach der harten Zeit nun eine gute Nachricht für euch. Euer Einsatz für die Stadt, den König und Innos ist mir nicht verborgen geblieben. Auch ist mir zu Ohren gekommen, dass ihr euch der Magie widmet und einige Fortschritte zu verzeichnen habt. Gute Männer können wir immer gebrauchen und wenn euch Innos den Zugang zu seiner Magie gewährt, dann werde ich mich nicht dagegen stellen. Ich heiße euch willkommen in den Reihen der Paladine. Was das bedeutet wisst ihr sicher längst, macht der Truppe alle Ehre und seid euch stets der Bedeutung dieses Ranges bewusst."
Hagen beendete seine kleine Rede und reichte dem frischgebackenen Paladin die Hand.
"Aber nun entschuldigt mich bitte, es kommt viel Arbeit auf mich zu."
"Jawohl Herr, danke Herr, ich werde euch nicht enttäuschen!"Kano wand sich um und verließ das Rathaus wieder, ein freudiges Schmunzeln auf den Lippen. Paladin, er war nun Paladin, Innos meinte es wirklich gut mit ihm. Kano ging auf direktem Wege zu seinem Haus und trat ein. Schnell machte er sich frisch, wusch sich und packte seine Sachen zusammen. Nicht viel brauchte er, seine Waffen waren alle schon beisammen und Proviant war schnell eingepackt.
Er verließ sein Haus wieder und ging zum Tor, es war noch Zeit, vielleicht sollte er direkt nach Iwein sehen. Kurz überlegend, entschloss er sich dann doch, den Milizsoldaten aufzusuchen und stapfte zur Kaserne. Iwein war schnell aufgefunden und Kano rief den Schützen zu sich.
"Ihr habt euch gut behauptet und saubere Schüsse abgegeben. Ich denke, ihr habt damit gezeigt, dass ihr durchaus mit dem Bogen umgehen könnt und ich denke auch, wir sollten direkt mit dem erweiterten Bogenschießen weitermachen. Schießen auf bewegte Ziele."
Der Krieger winkte einem Rekruten zu, der sofort wusste, was anstand. Er bewegte die Kurbel und die Scheibe begann sich zu bewegen.
"Das Wichtigste ist, ziele nicht direkt auf die Scheibe sondern halte leicht voraus. Du wirst feststellen, dass du nur dann dein Ziel treffen kannst. Bedenke auch, dass du ein Gefühl dafür bekommen musst, du wirst es nicht auf Anhieb schaffen.
Leider muss ich die Stadt zusammen mit Sir Clay verlassen. Aber ich bin sicher, du wirst dich gut machen und wenn ich zurück bin, wirst du erneut große Fortschritte erzielt haben. Aber du bist Jäger, nicht wahr? Sollte etwas sein, kannst du uns ja aufspüren, zwei Paladine in der Wildnis sollten doch zu finden sein."
Kano schmunzelte etwas und nickte dann, dem Soldaten auf die Schulter klopfend."Gehabt euch wohl, bis bald....Ach eins noch, ich will, dass ihr von nun an Bogenbauer der Garde seid, ich kann nicht länger...Ihr werdet sehen, es wird euch gefallen. Bosper ist da der beste Lehrer, den ich mir vorstellen kann, auch ich lernte einst bei ihm und habe gut daran verdient..."
Der Statthalter ging wieder zurück zum Tor, Clay wartete schon und so ging keine weitere Zeit verloren. Die Beiden stiegen die Stufen hinunter und schlugen den Weg zum Osttor ein. Als sie den Tempel passierten, ließen sie es sich nicht nehmen, sich kurz an Vatras zu wenden, der den Beiden einen Trank in die Hand drückte, der sie für den restlichen Tag stärken sollte. Anschließend verließen die Krieger Innos' die Stadt durch das Tor und verschwanden alsbald zwischen den Bäumen...
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| 23.11.2003 20:54 | #311 |
| Milgo |
Milgo wusste nicht wie er Avril helfen sollte. Er ging vorsichtig auf sie zu und setzte sich dann neben sie. Er legte den Arm um sie und fing langsam ein leises Lied zu summen. Es war etwas fröhlicher und früher hatte er es zu Hause gesummt, wenn er traurig war. Es war ihm plötzlich in den Sinn geschossen. Er wusste wie sie sich fühlte, und wollte nicht, dass ihr Kummer sich mit seinem vermischte und so zu einer Tragödie wurde... Er erinnerte sich an Diego, und stellte sich vor was er mit ihm machen würde, wenn er hier wäre. Wahrscheinlich müsste er fliehen, in die Wildnis und nie mehr zurückkehrend. Plötzlich kam ein Paladin in sein Haus. Schnell sprang er auf.
Milgo: Guten Tag, Sir.
Paladin: Guten Tag. Sie sollen zu Lord Hagen kommen.
Avril: Ich möchte aber nicht alleine sein!
Milgo: Ähm, kann sie mit?
Paladin: Ich denke, es geht in Ordnung...
Gemeinsam gingen sie zum Rathaus und dort zu Lord Hagen. Was wollte er wohl von ihm?
Milgo: Guten Tag, Sir!
Lord Hagen: Guten Tag. Sie waren bei den Orks?
Milgo: Ja, Gefangener und Befreier.
Lord Hagen: Gut. Sie haben dort sehr viel Mut, Geschick und Kampfgeist bewiesen...
Moment!, dachte Milgo, doch Lord Hagen sprach weiter.
Lord Hagen: Wir haben dort viele Verluste unter den Paladinen gemacht.Milgo: Das heißt...
Lord Hagen: Ja. Willkommen bei den Paladinen. Lassen sie sich eine Rüstung machen, ihre alte taugt ja nicht mehr viel... Sie können abtreten.Milgo war sprachlos und ging mit Avril zurück in sein Haus.
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| 23.11.2003 21:03 | #312 |
| Taurodir |
Der Paladin blickte in den Brunnen, er schaute das Wasser an, er fand es einfach schön, so klar, so deutlich. Seine Ziele dagegen waren das gegenteil, zu viel dachte er nach, weshalb ihm all dies immer Sorgen bereitete.Seine Hand glitt langsam ins Wasser, es fühlte sich klar an, und erfrischte ihn. langsam stand er auf, den alten Mann wollte er heute nicht mehr suchen gehen. Erneut war dies wieder ein Tag, der ihn quälen sollte, mit vielen Bildern, die sein Herz trauern, und weinen liesen.
Taurodir musste hier weg, sein Herz wusste, wohin, jedoch vergass er es, oder ihm kam was dazwischen. Doch der tag sollte kommen, wo er sich entscheiden sollte, ehe es zu spät sein würde. Er wusste, wo er hingehörte, und dorthin sehnte er sich auch. Telma...
Mit besorgter Miene schritt der junge Kommandant wieder zurück ins Haus, setzte sich dort in die Nähe des Feuers, um sich zu wärmen. Die Pfeife war wieder im Mund. Starr blickte er dort zum Feuer, wie es glühte, und ihn wärmte, so verfiel er den Gedanken. Sie liesen ihn nicht los, sie zerrten ihn immer wieder zu ihm. Waren dies Zeichen, dass er lieber eilen sollte?
Trotz der Wärme, spürte er, wie die Kraft aus seinem Körper entschwand, so saß ruhig, mit dem Rücken an der wand gelehnt, und blickte, und dachte nach. Die Minuten vergangen, und weiterhin saß er dort, bis sich seine Augen schlossen...
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| 24.11.2003 16:55 | #313 |
| Milgo |
Sie, Avril und Milgo waren nach dem kurzen Training wieder ins obere Viertel gegangen. Milgo fand es etwas komisch, dass sie nun die ganze Zeit bei ihm war, wo er sie vorher nicht einmal sprechen konnte. Sie saßen wieder in seiner Wohnung, schweigend. Milgo konnte es kaum aushalten, er wollte sie mehr trösten, aber er musste sich zurück halten.
Milgo: Warum bist du eigentlich nicht mehr Einhand Lehrmeisterin?Avril: Hab den Job abgegeben...
Und schon wieder Stille. Milgo legte seine Hand auf den Tisch und fing innerlich an die Narben zu zählen. Wie sollte es weiter gehen? Sie mussten doch langsam an die Zukunft denken! Sie konnte nicht immer trauern und sie versuchte dies auch. Doch Milgo war zu ungeduldig, oder war es etwas anderes?
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| 24.11.2003 17:06 | #314 |
| >Avril< |
Avril sah auf und blickte Milgo in die Augen.
Sie wollte nicht länger traurig sein, doch war die Trauer um Diego zu groß und sie wollte ihm nicht einfach lossagen...
Dann richtete sich ihr Blick auf die Arme von Milgo und sie erhob sich.Es schien ihn zu verwundern, als sie auf ihn zuging und sich direkt neben ihn setzte. Milgo zuckte leicht zusammen, als sie seinen Arm nahm und über die Narben strich. Dann schloss sie die Augen und konzentrierte sich. Als sie wieder aufblickte war ihre Pupille verschwunden und nur absolut weiße Augen waren zurückgeblieben.
Dann fasste sie langsam eine Narbe nach der anderen an, die dann auch sofort im nichts verschwanden und eine reine, weiche Haut blieb zurück. Auch beim anderen Arm tat sie dies bis auf den armen keine Narben mehr zu sehen waren. Dann sah sie Milgo wieder in die Augoen und sagte leise aber deutlich Genieße es solange der Zauber andauert... dann erschienen wieder ihre smaragtgrünen Augen und sie sah verlegen zu Boden.
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| 24.11.2003 17:13 | #315 |
| Milgo |
Milgo sah zu Avril, auf seinen Arm und wieder zu ihr. Doch sie hatte gesagt so lange der Zauber anhält. Sie guckte nun zu Boden. Was sollte er nun machen? Sollte er selbstsicher vorgehen oder lieber noch warten?
Milgo: Wie hast du das gemacht?
Genau, eine gute Frage. Zeit zum Nachdenken. Er dachte was wohl Yenai nun machen würde, dieser Dummkopf von Paladin... Wo war er eigentlich? Doch Avrils Antwort lenkte ihn wieder in die Realität.
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| 24.11.2003 17:17 | #316 |
| >Avril< |
Sie sah ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an.
Genauso wie ich das mache sie zeigte mitten in dem Raum, in dem dann plötzlich diese Amazone, mit der er so oft zusammen war, Samirula oder wie sie hieß erschienen war und Milgo zuwinkte.
Das abbildniss sah täuschend echt aus und nur Avril wusste im Moment die Wahrheit, dass es ein Hologramm war.
Avril lächelte und sah wieder zu Boden. Nun würden wieder Milgos Narben allesammt auftauchen, da er einen anderen Zauber gewirkt hatte. Diese andere Amazone ging nun auf Milgo zu. Avril spielte etwas mit ihm. Sie wollte seine reaktion testen.. es war ein schwieriger test..
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| 24.11.2003 17:24 | #317 |
| Milgo |
Milgo sah auf Samirula, die plötzlich erschienen war, dann auf Avril. Plötzlich hatte er einen Verdacht. Er sah auf seine Hand, und tatsächlich, seine Narben waren wieder dort wo sie waren. Anscheinend wollte Avril ihn auf die Probe stellen.
Milgo: Schade eigentlich, Samirula, dass du ohne mich nicht ins obere Viertel kommen kannst.
Yenai wäre wahrscheinlich bei dem Versuch nachzudenken eingeschlafen oder gestorben, dachte Milgo...
Er sah wieder zu Avril, welche lächelte.
Milgo: Du spielst immer noch gerne, wie damals, bei deiner Endprüfung... Erinnerst du dich als du mit deinem Dolch das Viech erledigt hast? Ich hatte echt Angst um dich...
Sie lächelte nur. Er sah aus den Augenwinkeln, wie ihre Hand auf dem Tisch lag. Fast neben seiner. Milgo ließ seine Hand zu ihrer wandern und stoppte jedoch, als er begriff was er da tat. Wie zurückhaltend er doch noch war...
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| 24.11.2003 18:10 | #318 |
| >Avril< |
Innerlich lachte Avril. Sie brauchte nun etwas aufheiterung und als sie sah, wie er seine Hand von der ihren schnell wieder zurückzog ließ sie nochmal ihre Magie spielen und brach in seine Gedanken durch, die sie manipulierte. Gegen Milgos Willen kahm seine hand nun wieder näher und umfasste die von Avril. Wieder zuckte er zusammen.
Du bist ein sehr guter Freund Milgo und ich bin dir sehr dankbar, dass du dich so lieb um mich kümmerst. Ich werde wohl anfangen müssen Diego zu vergessen... dabei floss ihr eine einzelne Träne die Wange hinunter und verschwand unter ihrem Kinn.
Doch sie lächelte diesmal und dah Milgo dabei an.
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| 24.11.2003 18:23 | #319 |
| Milgo |
Als Milgo ihre Wärme spürte wurde sein Herz warm. Er vergaß alles was er schlimmes durchlitten hatte, wo er immer noch drunter litt. Langsam, ganz langsam, kam das Gesicht an das Avrils heran. Er hätte nun ihre wunderschönen Augenwimpern zählen können. Er wusste nicht, ob das, was er tat auch richtig war. Er wusste nicht, ob er nicht lieber bei den Söldnern sein sollte, oder ob er nicht doch lieber seine Mutter durch seinen Tod hätte retten sollen. Er wusste nur eins. Das er alles erreichen konnte, wenn er nur wollte. Dass er der größte Herrscher von Khorinis sein konnte. Und dann fiel er wieder zurück, auf seinen Stuhl, und sah wieder durch seine Augen, die sich gefährlich weit in Richtung Avril bewegt hatten. War das nur ein Traum? Oder war es Realität. Doch diese Schönheit, sie konnte nur Realität sein...
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| 24.11.2003 18:35 | #320 |
| >Avril< |
Avril wollte noch nicht, es ging ihr zu schnell und so wich sie aus und gab Milgo einen zarten Kuss auf seine Wange. Dann lehnte sie sich wieder zurück und lächelte. Vieleicht.. ja vieleicht würde es Diego sogar gefallen ( ) wenn Avril ihm nicht jahrelang nachtrauert und ihr Leben weiterlebte.
In Milgo hatte sie einen sehr guten Freund, doch hatte sie auchnoch eine kleine Hütte im Sumpflager und dann noch das Haus ihres Mannes, das sie wohl nun geerbt hatte. Sie zog eine Augenbraue hoch. Sie hatte soeben ein halbes vermögen geerbt und war mitunter warscheinlich nun eine der reichsten Personen in Khorinis. Langsam wurde es ihr erst richtig klar... doch erwähnte sie erstmal keinen von diesen Gedanken Milgo gegenüber und fragte ihn schließlich
Wollen wir etwas essen gehen? ich bin hungrig... sie lachte und sagte schließlich ich lade dich ein... vieleicht würde sie ja doch wieder ihre Fröhlichkeit wiedererlangen wie sie vor Diegos Verschwinden war...
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| 24.11.2003 18:43 | #321 |
| Milgo |
Milgo, der leicht enttäuscht war, erwiderte:
Milgo: Nein, ich bezahle!
Er dachte an das kleine Vermögen, welches in der Truhe unter seinem Bett lag. Sein hoher Fleiß und der Erzerlös davon hatte ihm viel Gold gebracht... Er brauchte es nicht, also, warum dann eine Lady zahlen lassen?Sie gab sich geschlagen und gemeinsam gingen sie wieder aus der Oberstadt. Sie schlug den Weg zu Coragon ein, was Milgo auch für vernünftig hielt, was sollte er schließlich, ein Paladin, im Hafenviertel?
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| 24.11.2003 19:20 | #322 |
| Milgo |
Milgo wollte noch eine Rüstung für ihn kaufen, da die alte Ritterrüstung wirklich nichts mehr taugte... So ging er, zusammen mit Avril zurück in die Oberstadt, zu Eorl dem Rüstungsschmied der für die schweren Rüstungen zuständig war. Hand in Hand gingen sie, Avril und Milgo zu der Rüstungsschmiede.
Als sie angekommen waren rief Milgo zuerst, doch es schien niemand da zu sein, als plötzlich jemand hinter ihnen sprach. Avril ließ seine Hand los, was bei ihm schon schlecht ankam.
Eorl: Ja, was kann ich für euch tun?
Milgo: Ich möchte eine Paladinrüstung holen.
Eorl: Ok, aber 3500 Gold, bitte.
Widerwillig gab Milgo ihm die nötigen 3500 Gold. Eorl verschwand kurz und kam mit einer glänzenden Paladinrüstung zurück. Milgo bedankte sich und ging dann zurück in sein Haus, um sich direkt umzukleiden...
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| 25.11.2003 22:49 | #323 |
| Lord Vincent |
Der Waffenknecht nickte den Wachen am Stadttor zum Gruße zu ,als er dieses durchschritt.Sein Weg führte ihn in die Oberstadt,um dort die verlangten Wissensquellen aus alter Zeit abzuliefern. Verwöhne Frauenzimmer starrten Vincent an und als dieser aus ihrem Blickbereich entschwunden war, fingen diese zugleich an ihrem Lästerhandwerk nachzugehen. Einer der im Rathaus ansässigen Gelehrten, der sich kurze Zeit später als einer der Berater Kanos herausstellte empfing Vincent.
„Nun was denn, warum stört ihr unsere Kostbare Zeit.
Wonach verlangt es euch?“
Entgegnete ihm der schleimige Beamte, der mit seiner Amateurhaften Arroganz versuchte seine Defizite zu verbergen.
„Ich bringe Bücher die für den Stadthalter bestimmt sind. Da er wie ich eben hörte nicht mehr hier anzutreffen ist, möchte ich sie euch zur Verwahrung geben.“
Mit diesen Worten drückte Vincent dem Charakterlosen Beamten die Wälzer in die Hand. Jener hatte Mühe das Gleichgewicht zu halten, hatte er doch nicht mit so einer gewaltigen Bücherlast gerechnet.
Es waren. 1. „Grundlagen der Feuermagie“
2. „Die Geschichte der Magie des Feuers“
3. „Feuermagie die eigentliche Magie des Wassers?“
4. „Weltgegensätzlichkeit in Zusammenhang mit den Göttern.“
„Übergeben sie ihm die Bücher mit besten Grüßen von einem gewissen Odin von Hasenstein.“ Diesen Satz fügte Vincent noch hinzu bevor er sich anschickte, das Rathaus wieder zu verlassen. Der Berater murmelte noch unverständliches Zeug, als die Last ihn endgültig in die Knie zwang.
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| 26.11.2003 16:35 | #324 |
| Thorus |
Am heutigen Tage wollte Thorus seinem Schüler die Kunst des richtigen Blockens zeigen. Ohne weitere Umschweife fing Thorus auch an zu erklären als der Protagonist seines Trainings erschien.
Thorus: "Heute zeige ich dir wie du richtig Parierst. Auf der einen Seite ist es einfacher mit dem Zweihänder zu blocken weil er halt mehr Fläche bietet den Schlag vom Gegner abzuwehren , aber auch schwerer da er unhandlicher und du nicht so agil reagieren kannst wie mit einem Einhänder.Sieh mir zu..."
Der Paladin lies die Spitze seines Scwertes in seine linke Hand gleiten und hob diese weit nach oben wobei er hingegen mit der rechten Hand etwas weiter runter ging.
Thorus: "So kannst du die meisten Schläge deines gegenüber abwehren. Zudem solltest du noch versuchen das Schwert deines Gegners von deinem abgleiten zu lassen und sie damit gleichzeitig wegzudrücken...ich werde es mit dir ein paar mal üben, los fangen wir an..."
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| 26.11.2003 16:49 | #325 |
| Yerodin |
Der Ritter lauschte aufmerksam den Worten seines Lehrmeisters und versuchte, sich die Bewegungen einzuprägen. Als dieser seine Ansprache beendet hatte schloß Yerodin seine Faust fester um den Griff und führte nun auch die linke Hand zum Schwert. Als er die richtige Position eingenommen hatte festigte er seinen Stand und wartete auf den Angriff seines Meisters.
Thorus erhob sein Schwert und machte einen Schritt nach vorne, in einer fließenden Bewegung schoß der mächtige Zweihänder in Richtung Yerodin. Der Ritter konnte im letzten Moment die schwere Klinge nach oben reißen, genau in die Schwungbahn von Thorus' Zweihänder. Mit einem lauten Knall prallten die Schwerter aufeinander. Funken sprühten als die obere Klinge an der unteren bis zum knauf herabglitt und dort jäh gestoppt wurde.
Thorus löste seine Klinge und trat wieder einen Schritt zurück. Er grinste zufrieden und kommentierte bloß mit zwei Wörtern: "Noch einmal!". Kurz darauf sauste sein Schwert wieder in Richtung des Ritters...
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| 26.11.2003 17:01 | #326 |
| Taurodir |
Der Tag widdmete sich langsam dem Abend zu, es wurde dunkler, doch noch schenkte die Sonne ihr letztes Licht den Menschen.
Doch dies war nicht das einzige, was dunkler wurde, auch das Herz des Paladins. Mit Kummer war es gefüllt, mit Sorgen. Taurodir war nicht zu erkennen, seit den letzten Tagen ging es ihm nur schlecht. Schwer fiel es ihm, ein Lächeln zu bringen, oder mit anderen Menschen zu reden.
Und auch den alten Mann hatte er vergessen. Er dachte nur noch an eine Person, dennoch war die Entscheidung schwer, und so war sein Gesicht weiterhin mit Sorgen gekennzeichnet. Der Paladin wusste, dass er zu ihr gehen müsste, und dies würde auch tuen, trotz dieser Schwäche in sich, doch die Angst vor der Zukunft lies ihn zögern. Doch wie lange noch? Nicht für immer könnte er diesem Tag entgehen, irgendwann würde er erfahren, ob der Traum nur eine Lüge, oder doch die Wahrheit war.
Taurodir saß in einer dunklen Ecke, im freien. Seine Rüstung hatte er nicht an, nur in seinem Umhang war er umhüllt, wodurch man im Schatten nur seine Augen sah. Fast ähnelte er einem Waldläufer. Die Pfeife war im Mund, doch ruhig konnte er nicht an ihr ziehen, denn sein ganzer Körper zitterte. Es war verwunderlich, denn sonst quälten ihn diese Gedanken nur für einen Tag, doch nun zerrten sie ihn wieder zu sich.
Mit blassem Gesicht, stand der Krieger, der nicht zu erkennen war, von seinem Platz auf, um sich zum Hafen zu begeben. Er wusste, dass die Zeit gekommen war, von hier zu gehen, doch wohin? Er fühlte sich noch nicht dafür bereit, zu sehen, ob seine Geliebte sterben, oder weiterhin leben würde. Fürs letztere hoffte er, denn gern würde er sich mti ihr an einen schönen Ort ziehen. Weg von den Kämpfen, nur sie wollte er lieben, in Frieden.
Sein Herz wurde jedoch nur noch dunkler, war es denn falsch was er tat? Sollte er nicht lieber gleich sich auf den Weg zur ihr machen?
Er konnte es nicht.
Als er durch das Tor schritt, und das Oberviertel verlies, schauten die beiden Wachen verdutzt zu ihm, auch sie schien es zu wundern, wie der Kommandant aussah..
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| 28.11.2003 14:30 | #327 |
| Samantha |
Feine Bindfäden zogen sich vom Himmel und durchnässten alles was sie zu fassen bekamen. Mit leisem Trommeln platschten sie auf die erzbeschichteten Rüstungsplatten, in der Samantha über den Vorplatz des Rathauses lief. Das Wetter war wirklich das Letzte, ein grauer Himmel wo das Auge hinreichte und die Feuchtigkeit fast sichtbar in der Luft.
Die Lady seufzte und trat durch die kleine Unterführung, um zum Nebenhof zu gelangen. Wenigstens hier war sie für kurze Zeit geschützt von dem einfallenden Regen, auch wenn die Freude nicht lange währte.
Ein paar Schritte noch, dann hatte sie das Haus ihrer Träume erreicht. Nicht mehr lange, dann gehörte es ihr. Sie hatte sich da auch schon einen Plan ausgedacht.
Sie trat an die Tür und klopfte höflich an.
Es dauerte eine ganze Weile, bis ein Mann den Kopf herausstreckte. "Ja?""Guten Morgen. Das Haus muss leider geräumt werden, wir haben Risse im Fundament gefunden", sagte sie mit ernster Stimme und machte eine geschäftige Miene.Der Hauseigentümer staunte nicht schlecht. "Risse?"
"Ja Risse, metertief in den Boden hinein. Das Haus wird in den nächsten Tagen einstürzen, wenn nicht sofort Maßnahmen ergriffen werden." Samantha nickte bestimmt.
Dem Mann blieb der Mund offen stehen. "Aber....mein ganzes Hab und Gut? Das ist nicht euer Ernst!"
Samantha machte eine mitleidige Miene und grinste innerlich. Das lief ja genau wie erwartet.
"Es tut mir aufrichtig leid. Ich kann auch nur weitergeben was die Sachkundigen mir gesagt haben. Es ist zu eurem besten Wohl wenn das Haus geräumt wird. Oder wollt ihr morgen unter einem Schutthaufen aufwachen? Falls dann von Aufwachen noch die Rede sein kann.." Sie machte eine unverwechselbare Geste.Der Mann an der Tür riß die Augen auf. "Oh nein! Nein, das kann doch nicht sein! Wo soll ich denn jetzt hin? All das Gold was ich in den Umbau gesteckt habe..." Er war der Verzweiflung nahe.
Die Lippen der Lady verzogen sich zu einer nachdenklichen Miene. Eine Weile ließ die den armen Mann noch zappeln, dann baute sie sich mit einem milden Gesichtsausdruck vor ihm auf.
"Ich kann euch einen Vorschlag unterbreiten. Ich werde zwar sicher Unannehmlichkeiten dadurch bekommen, aber für euch werde ich das in Kauf nehmen", wieder ein freundliches Lächeln, "ich kann euch 20.000Gold für dieses Haus geben, das eigentlich gar nichts mehr wert ist. Als Entschädigung sozusagen. Ihr sucht euch mit dem Gold ein neues Heim und wir werden sehen was aus dieser Bruchbude noch zu machen ist." Ihr Gesicht sagte dass dieses Angebot nicht lange stehen würde und er sich möglichst gleich entscheiden sollte.Der Mann schaute etwas verdutzt und entschied sich dann die einzige Möglichkeit, die ihm noch blieb. "Ähm...gut, ja, ok. Wenn das wirklich alles nichts mehr wert ist.. und bevor ich gar nichts mehr habe..." Sein Blick glitt traurig über sein schönes Häuschen.
Samantha nickte eifrig. "Es ist wirklich das beste was ich euch anbieten kann, wenn es abgerissen wird bekommt ihr gar nichts mehr dafür."
"Bis wann muss das Haus geräumt sein?"
"Jetzt."
"Jetzt?!", der Bürger riß die Augen auf.
"Ja, es muss so schnell wie möglich gehen. Lasst die Sachen gerade drin, mit dem Gold könnt ihr euch neue Kaufen. Hier ist alles drin." Samantha hielt den Sack mit den vielen Goldstücken in die Höhe. So gut das eben bei seinem Gewicht ging.Dem Mann fielen fast die Augen aus dem Kopf. Dann jedoch siegte der Anblick des kostbaren Goldes doch und er willigte zögerlich ein.
Samantha schnippste in die Finger und handelte schnell.
"Sehr gut, es ist wirklich das beste was euch in dieser Situation noch passieren kann. Hier, nehmt das Gold und ich werde mir die Schäden mal näher anschauen. Ihr dürft auf keinen Fall das Haus nochmal betreten, die Einsturzgefahr ist zu hoch!"
Sie trat ein und schob den Mann zur Tür hinaus, nachdem sie ihm das Gold in die Hand gedrückt hatte.
"Viel Glück!"
Und mit einem lauten Rumms flog die Tür ins schloß und der nun besitzlose Hausbewohner stand im Regen.
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| 28.11.2003 17:56 | #328 |
| Samantha |
Nachdem die Lady ein paar Stunden herumgeräumt hatte und sich über ihr neues Haus freute, trat sie am Abend wieder heraus. Sie verließ das neue Heim nur sehr ungern, doch sie hatte noch eine Verabredung die sie keinesfalls missen wollte. Der Abend würde noch lustig werden, das hatte sie im Gefühl.Vorsichtig lunste sie um die Ecke, doch von dem ehemaligen Besitzer war nichts mehr zu sehen. Sehr gut, er hatte endlich das Weite gesucht. Sie wunderte sich immer noch dass alles so glatt verlaufen war. Ein Wunder, aber ein sehr schönes.
Eilig durchquerte sie das Oberviertel und verließ es schließlich. Ihr Ziel war die Kaserne und wehe ihr Schüler war nicht pünktlich..
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| 29.11.2003 11:51 | #329 |
| Milgo |
Milgo war gerade dabei, einen Ork nach dem anderen abzuschlachten, doch es waren zuviele. Plötzlich durchschnitt ihn eine Klinge. Er schrie auf. Es schmerzte. Überall war Blut.
Dann schreckte er auch, mit einem Schmerzensschrei. Er fühlte sich am Bauch, doch dort war kein Schnitt mehr. Doch es war mehr gewesen als ein Traum! Das war richtiger Schmerz gewesen. Avril kam aufgeschreckt von seinem Schrei nach oben gelaufen, doch Milgo stand bereits.
Avril: War irgendwas?
Milgo: Nein.
Milgo log sie an. Ein schweres Verbrechen, doch er wollte sie und sich nicht noch weiter belasten. Dann roch er etwas hervorragendes.
Milgo: Ähm, was duftet hier so? Duftet wie bei Mutter damals...Avril: Ich habe essen gemacht.
Milgo schaute sie verblüfft und dann liebevoll an. Sie wurde etwas rot und zusammen gingen sie nach unten um zu essen.
Einige Minuten später war Milgo voll mit Leckereien und wollte schon wieder schlafen. Doch er wusste, dass die Pflicht rief... Er musste seid langer Zeit wieder jemanden ausbilden, sonst würde er vielleicht rausgeworfen...Milgo: Avril, ich muss heute wieder mal Einhand Lehrlinge ausbilden...Avril: Kein Problem.
Milgo: Ich muss dir etwas nachher sagen, aber erst mal will ich wirklich mit Einhand Lehrlingen anfangen.
Avril hob kurz ihre Augenbrauen, doch dann gingen sie zusammen ins die Stadt, Richtung Marktplatz.
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| 01.12.2003 15:59 | #330 |
| Eorl |
Eorl betrat zusammen mit Uriel das Oberviertel. Er musste leicht den Kopf schütteln über die überkorrekten Wachen, die ihm nur ungern abgekauft hatten, das Uriel bereits Milizsoldat war. Freilich sah er in seiner Rüstung aus wie ein Waffenknecht, aber die Rangabzeichen hätten sogar den beiden Knalltüten am Tor auffallen können. MAnchmal fragte er sich wirklich was man verbrochen haben musste, um so einen Scheißjob zu kriegen. Die beiden gingen am Brunnen vorbei zum Rathaus, und bogen dort in die Gasse ein an deren Ende Eorls Schmiede stand. Vorbei am Haus der Paladine kamen sie schnell zu der schweren Holztür die in das Gebäude führte. Eorl öffnete die Tür und ließ Uriel hinein, dann trat er selbst in die Werkstatt.
"Auf dem Regal da hinten stehen Getränke, wenn du Durst hast bedien dich."Mit diesen Worten verschwand der Ritter im Lager und begann dort nach der Milizrüstung zu kramen. Uriel setze sich derweil auf die Theke und schenkte sich einen Krug Bier ein. Es dauerte einige Zeit, die immer wieder von Flüchen und gelegentlichem Rumpeln unterbrochen wurde, bis Eorl wieder zum Vorschein kam und die Lagertüre mit einem angeekelten Gesichtsausdruck zuwarf, als sei er Beliar selbst in dem Kellerraum begegnet.
"Da gehört wirklich mal aufgeräumt." brummte er, und wandte sich dann Uriel zu. Er reichte ihm die Rüstung.
"Hier. Du solltrest sie vielleicht ma ausschütteln, für den fall das sich Staub drauf gesammelt hat, aber sonst ist sie noch tadellos in Ordnung." Er nahm sich eine Flasche Wasser aus dem Regal und nahm einen tiefen Schluck. Der Lagerraum war staubiger als er sein sollte, und das machte durstig, wenn man darin herumwühlte.
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| 01.12.2003 16:14 | #331 |
| FoN_UrIeL |
"Vielen dank, ich werde sie gleich mal anprobieren kann ich mal kurz deinen Lagerraum zum umziehen benutzen?"
"Ja, aber hol dir keine Staubvergiftung dort drinnen."
"Nein ist schon OK."
Uriel schüttelte die Milizrüstung aus und zog sie gleich an.
Als Uriel wiederkam machte er auch ein Gesicht wie Eorl zuvor auch, denn soviel Staub hatte er auch nicht erwartet. Aber er fand das die Milizrüstung viel besser war als seine Waffenknechtsrüstung, so zog wenigstens nicht der kalte Wind hinein und er war auch viel besser vor Schwertern und vor allem Pfeilen geschützt, denn er hatte keine Lust noch mal ein Pfeil in der Schulter stecken zu haben, denn das tat sehr weh. Auch wenn Goefu´s Kräuter ihm so gut geholfen hatten. Da fiel ihm ein das er sich noch bei Goefu bedanken musste das er ihm so gut geholfen hatte, aber das würde er ein anderes mal tun.
"Ich habe meine Waffenknechtsrüstung in dein Lager gelegt, vielleicht kannst du sie ja mal jemandem geben der sie sich nicht leisten kann, wie ich jetzt mit der Milizsoldatenrüstung. Aber eine schöne Werkstatt hast du, hier könnte man ja jede Art von Wasserpfeife herstellen... Aber dafür ist sie sicher nicht gedacht," fügte Uriel schnell hinzu, denn er wollte ja sich selbst mal eine Werkstatt zulegen und nicht Eorl´s blockieren.
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| 01.12.2003 16:28 | #332 |
| Eorl |
"Ich glaube das ist keine so gute Idee, hier wohnt immerhin auch noch ein Waffenschmied. Ich fürchte da ist nicht mehr genug Platz für Pfeifen. Du solltest vielleicht mal Andor fragen, der hat in der Unterstadt eine Tischlerwerkstatt. Vielleicht ist dort noch Platz."
Eorl schaute zurück zu seinem Lager und schüttelte traurig den Kopf."Ich werde wohl da drin mal saubermachen müssen. Das blöde ist eben das ich kein Fenster einbauen kann, sonst bin ich meinen Kram schneller los als meinen Verstand beim Rauchen. Und deine Rüstung lager ich einfach mal ein, vieleicht ist sie noch nützlich. Ich hab vorhinnbeim Kramen sogar ne alte banditenrüstung gefunden die wir damals für einen Überfall auf die Banditenburg gefälscht haben."
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| 01.12.2003 21:54 | #333 |
| Carthos |
Das Jahr neigte sich seinem Ende entgegen, genau wie der heutige Tag. Die Hitze des Sommers war nun entgültig verschwunden und war der kühlen Winterluft gewichen.
Der Hof war längst nicht mehr so voll wie an den Nächten in den vorigen Monaten. Zum einen waren viele verletzt und hüteten das Bett, andere widerum hatten sich in die warmen Häuser zurück gezogen um dort den Tag ausklingen zu lassen.
Mürrisch starrte Carthos zur Tür hinaus. Seit sie das Richterhaus übernommen hatten hatte es keine Probleme gegeben. Doch nun pfiff der kalte Wind durch den Spalt, den eigentlich eine Tür verschließen sollte. Die beiden Türwachen standen pflichtbewusst wie eh und je davor und behielten die nähere Umgebung im Auge.
Hey, los kommt rein, draussen ist es viel zu kalt. rief er den beiden zu.
Sichtlich erfreut traten die beiden Milizsoldaten in das halbwarme Richterhaus, das trotz brennendem Kamin keine wirkliche Wärme bot. Gleich morgen wollte der Lord bei einem der Tischler eine Tür in Auftrag geben lassen. Ansonsten würden sie wohl noch in ihren eigenen Betten erfrieren.
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| 02.12.2003 10:39 | #334 |
| Thorus |
Nach vielen Tagen des trainierens , war Thorus sich nun sicher das sein Schüler bereit war nun gegen echte Monster im Wald anzutreten.
Thorus: "Yerodin, ich denke mal das wir beide heute draussen vor die Stadt gehen werden um ein paar Waldbewohner den garaus zu machen. Und wenn wir dann wieder in der Stadt sind und du dich gut geschlagen hast sehen wir weiter."
Kaum hatte Thorus diesen Satz ausgesprochen, nickte Yerodin und machte sich auf den Weg einige Sachen zu holen die für den Ausflug von Nutzen sein werden. Wenige Minuten später kam Yerodin mit etwas Proviant und Ausrüstung wieder und der Schüler und sein Lehrmeister verließen die Stadt...
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| 02.12.2003 16:59 | #335 |
| Lord Vincent |
Es war geschafft Vincent hatte die Beeren besorgen können. Nach dem der junge Waffenknecht, seinen alten Freund Tober von dem Problem unterrichtet hatte, lies der seine Verbindungen spielen. Am nächsten Tag stand Tober stralend vor seinem Schützling und drückte ihn die Beeren in die Hand, vier Gobelinbeeren. Nun hatte er die Utensilien sicher und konnte zum Kloster, um den alten Spinnenwebenüberzogenen Gelehrten, die benötigten Mittel zu überbringen. Aber vorerst musste er natürlich mit Tober anstoßen , dass hieß guten Wein genießen und den Geschichten des alten Mannes am Kamin lauschen.
Der Alte steckte seine Pfeife an, genoss ein Paar Züge und holte den Wein. Noch in der selben Nacht, machte sich Vincent auf, die Stadt in Richtung Kloster zu verlassen.
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| 05.12.2003 16:50 | #336 |
| Carthos |
Der Tischler hatte ganze Arbeit geleistet. Die Tür hatte dem kalten Wind einhalt geboten und das knisternde Kaminfeuer spendete nun genug Wärme für das gesamte Haus.
Carthos stand an einem der Stehpulte und blätterte in einem alten Buch. Es war das gleiche, indem er auch die Skizzen und Zeichnungen des alten Paladinschiffes gefunden hatte. Es berichtete über einen Anführer der Paladine, welcher vor vielen Jahren einen Kreuzzug gegen Beliar angeführt hatte. Viele treue Seelen hatten sich ihm angeschlossen und zahlreiche Schlachten wurden geschlagen. Eine entscheidende Seeschlacht wurde dank der Schnelligkeit der kleinen Paladinschiffe gewonnen. Während die Orks in ihren schweren Galeeren unterwegs waren, hatten die Innostreuen kleinere Boote gebaut um die großen Pötte ihrer Gegner schneller einzukreisen zu können.
Das damalige Flagschiff trug den Namen "La Conquista", ein klangvoller Name.Ihr Nachbau hatte ebenfalls gute Dienste geleistet, jedoch fehlte noch ein richtiger Name. Da kam dieser ihm eigentlich gerade recht.
Er hatte einen Nachbau angeordnet, wieso sollte dieser dann nicht auch den Namen des Originals tragen ?
Der Lord überlegte nochmal kurz, doch innerlich hatte er sich schon festgelegt. Sie würden ihr Schiff auf diesen Namen taufen lassen.
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| 05.12.2003 17:05 | #337 |
| Yale |
Jetzt musste er schon Baumstämme entlangwatscheln um das Schleichen zu erlernen, komische Methoden aber Yale vertraute seiner Lehrmeisterin. Obwohl er seit seiner damaligen Schmiedeassistentin ein leichtes Problem mit dominant anmutenden Frauen hatte versuchte er eine bestmögliche Beziehung zu Samantha aufzubauen. Im Moment hatte er jedoch ganz andere Sorgen, immer wieder bekam er leichte Krämpfe, da er nun seit Stunden in der Hocke über den Baumstamm lief. Mittlerweile hatte er es auch raus, nicht zur Seite abzurutschen und dabei auch noch möglichst lautlos zu sein. Aber je mehr er merkte, dass er die Aufgabe beherrschte umso mehr schwand die Lust am weitermachen.
Irgendwann am späten Nachmittag hatte er keinen Funken Lust mehr und gab es auf, da er seiner Meinung nach auch gut genug die Aufgabe bewältigen konnte. Etwas unterkühlt zog er sich in seine Wohnung zurück und packte sich in wärmende Sachen sowie seine Rüstung ein. Aber was macht man mit einem angefangenen Nachmittag? Schmieden war heute nicht mehr drin, obwohl noch einige Aufträge auf ihn warteten. da fiel ihm wieder sein Versprechen ein, dass er Cifer und sich selbst gegeben hatte, die Schmiede im Oberviertel würde bald sein neues Zuhause werden, aber bisher hatte Yale noch nicht einen Blick dort hinein geworfen. Also hatte er etwas für den Nachmittag gefunden, seinen zukünftige Arbeits- und Wohnplatz erkunden. Soweit er gehört hatte lebte auch noch ein Rüstungsschmied namens Eorl in der Hütte, wohl oder übel musste Yale mit ihm auskommen, doch bis jetzt wusste er auch noch nicht wem er begegnen würde. Hoffentlich keine unausstehliche Nervensäge, doch so einer hätte bestimmt nie den Posten des Rüstungsschmieds bekommen. Voller Erwartungen verließ Yale seine Wohnung, und spazierte die Kasernenstufen hinab zum Oberviertel.
Die Wachen grüßten freundlichst, Yale tat es ebenso und setzte seinen Weg fort. Er wusste weder wo er die Schmiede fand, noch wer es wissen konnte. Also sprach er einfach einen der patrouillierenden Ritter an.
"Ihr sucht die Schmiede von Cifer und Eorl? Ihr findet sie hinter dem Haus der Paladine, sie wurde extra neu gebaut, ihr dürftet sie kaum übersehen."
Yale bedankte sich für die Auskunft und lugte nach wenigen Metern um die Ecke des Paladinhauses und entdeckte zu seinem Verwundern ein komplett neu errichtetes Haus. Neugierig schritt er darauf zu und blieb vor der Tür stehen. Laut und deutlich klopfte er an und betrat sogleich den Vorraum des Hauses, noch war niemand zu erkennen, aber sicherlich war jemand zu Hause.
"Hallo? Ist hier jemand anwesend? Ich suche den Rüstungsschmied Eorl!"
Yale wartete gespannt ob jemand antworten würde, falls nicht würde er sich einfach so umsehen und ein anderes Mal wiederkommen.....
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| 05.12.2003 17:12 | #338 |
| Eorl |
Als Eorl das rufen hörte, war er gerade damit beschäftigt, oben im Wohnraum sein Schwert zu polieren. Er legte die Klinge beiseite und ging zur Treppe hinüber."Kommt nur herein"; rief er hinunter, und stieg die Stufen zur Werkstatt hinab. Dort stand eion Paladin, zog gerade die Tür hinter sich wieder zu um den kalten Wind auszusperren, und schaute sich neugierig in der Werrkstatt um. Eorl trat hinter die Theke und nickte ihm zu.
"Ich Grüße euch." Er wundterte sich einen Moment selbst über diese Grußformel. Gott, klang das gestelzt. Aber immerhin hatte er hier einen Vorgesetzten vor sich, da konnte man nie vorsichtig genug sein.
"Was kann ich für euch tun?"
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| 05.12.2003 17:27 | #339 |
| Yale |
"Ich bin gekommen um mich in meinem neuen Zuhause etwas umzuschauen. Aber damit ich Dich nicht so überfalle will ich Dir auch sagen warum ich solch ein Zeug erzähle. Cifer, einige Kameraden und ich hatten vor kurzem ein Abenteuer unternommen das leider nur für mich und einige andere erfolgreich endete. Es tut mir Leid Dir sagen zu müssen, dass Cifer sich in einem Kampf mit dem Gesandten Beliars geopfert hat um uns alle zu retten. Er starb zwar nicht, jedoch folgte er dem Dämon nachdem er ihn fast besiegt hatte in dessen Dimension durch ein magisches Portal. Wir alle waren erstaunt über diese Aufopferung, doch uns blieb nichts übrig als tatenlos zuzusehen, da sich das Portal gleich darauf wieder schloß. Cifer äußerte als letzten Wunsch bevor er ging, dass ich seinen teil der Schmiede in der Oberstadt übernehme, ich kenne oder besser kannte ihn schon aus alten Zeiten die wir zusammen im Alten Lager der Kolonie verbrachten. Da Cifer sich für uns alle und letztendlich auch für mich opferte schwor ich mir seinem Wunsch gerecht zu werden, die Schmiede zu führen und ihren Ruf zu erhalten. Das ist der Grund warum ich hier stehe und Dich als meinen neuen Partner und Mitbewohner kennenlernen möchte. Ich habe natürlich Verständnis dafür, wenn Du erst einmal von Cifer Abschied nehmen möchtest, glaub mir es fiel uns allen schwer. Aber um das Ganze abzuschließen, ich bin Paladin Yale, Waffenschmied der Garde Innos und für Dich ab jetzt einfach nur Yale."
Yale reichte dem Mann zur Begrüßung die Hand, sein Gegenüber tat es ihm gleich und stellte sich mit Namen Eorl vor. Innerlich schien er jedoch nicht ganz bei der Sache zu sein, was Yale nicht im geringsten wunderte, da Eorl gerade eben erfahren musste, dass sein Mitbewohner nie wieder zurückkehren würde.....
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| 05.12.2003 17:52 | #340 |
| Eorl |
Eorl schüttelte Yales Hand, dann seufzte er und ging zu dem Fenster hinüber, das neben der Türe auf die Straße lugte. Drausen war es relativ leer, die Kälte hatte die meisten Bürger in die Häuser getrieben, und nur wenige waren noch unterwegs, immer so schnell wie möglich von einem Haus zum nächsten. Der Winter brach unwiderruflich über die Stadt herrein.
"Es wird dich vielleicht überraschen, aber ich habe Cifer eigentlich kaum gekannt. Wir haben nur einige Monate hier zusammen egwohnt, und einer von uns war eigentlich immer unterwegs. Wir haben uns nur ganz selten zusamen hier aufgehalten. Aber es tut mir leid zu hören, was mit ihm passiert ist. Ich hatte immer großen Respekt vor ihm, nicht zuletzt wegen seiner Schmiedekünste. Doch du wirst nun mehr über die Schmiede wisen wollen, nehme ich an. Hier unten siehst du die eigentliche Werkstatt. Es ist alles so eingerichtet das zwei Schmiede gleichzeitig arbeiten können. Zwei Ambosse, eine große Esse, Wassereimer, Tische. Dahinter steckte der Gedanke das man, sollte die Stadt belagert werden, hier rund um die Uhr Waffen und Rüstungen herstellen kann. Allerdings war wie gesagt meist nur einer von uns hier am Werk. Hinter der Theke hier ist das Lager.."
Eorl ging zu der schweren Tür hinüber und entriegelte sie. Dann öffnete er sie und ließ den Paladin einen Blick in die Kammer werfen.
"Hier lagert alles was wir so haben, ein paar Rüstungen die ich auf Vorrat gemacht habe, etwas magisches Erz, Rohstahl,und ein paar andere Metalle. In den Kisten hier unter der Theke.."-dabei drehte sich Eorl um und zeigte auf die Kisten, die auf der Rpckseite der Theke unter dieser standen.- "lagern Cifers Werkzeuge, und in der Kiste daneben meine. Schmelzpfannen für magisches Erz sind ebenso vorhanden wir Hämmer und Zangen."
Yale schaute sich alles sehr interessiert an, und Eorl sah dem Paladin an, das er genau wusste vwovon der Ritter sprach. Dieser Mann, erkannte Eorl, war ebenso mit Leib und Seele Schmied wie er selbst, nur auf einem anderen Gebiet. Eorl war froh, das sie keine Konkurrenten waren. Er führte den Paladin die treppe hinauf ins Obergeschoss.
"Das hier ist sozusagen der Wohnbereich. Das dort hinten an der Wand ist mein Bett, Cifer hat immer hier bei der Treppe geschlafen. Die meisten der Truhen und Regale sind mit irgendwelchem Krempel vollgestopft, den wir angesammelt haben. Eine wirkliche Ordnung gibt es nicht."
Er ließ Yale eine Weile Zeit, um sich in Rhe umzusehen und ging währenddessen an eines der Regale, auf dem verschiedene Flaschen mit Wein, Bier, Wasser oder sonstigen Getränken standen. Er sah fragend zu Yale hinüber, der nach kurzem überlegen nickte, und auf eine der Flaschen deutete. Eorl schenkte zwei Becher voll, gab Yale eines davon, und stellte ihm dann eine Frage, die den anderen wohl aus seinen Überlegungen herrausriß.
"Du sagtest vorhin du bist Waffenschmied. Ich hätte da zwei Bestellungen. War schon drauf und dran nach dir zu suchen, bin aber nie dazugekommen."
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| 05.12.2003 18:23 | #341 |
| Yale |
Eorl war ein durchaus netter Mensch, Yale war froh an solch einen Kollegen geraten zu sein. Er freute sich innerlich bereits darauf mit ihm zusammenzuarbeiten, eine Gelegenheit endlich mal aus der Einsamkeit seiner alten Schmiede zu entfliehen. Eorl bot ihm ohne zu Zögern gleich etwas zu trinken an und zeigte ihm die wichtigsten Orte des Hauses und der Schmiede. Ein Mann von Fach der wusste was wichtig war und was nicht, keine endlose Tratschtante und auch kein stummer Mönch, genau das was Yale unter einem pflichtbewußten und lebensfrohen Ritter verstand. Und er zeigte keine Scheu ihm gegenüber als er gleich mit einem Auftrag anrückte, eine Eigenschaft die Yale sehr schätzte. Er wollte keine unterwürfige Gebetsmühle die ihn stets mit Sir anredete oder sonst irgendwelche Verbiegungen seinetwegen machte.
"Ja ich bin Waffenschmied und wenn ich das sagen darf, der beste von ganz Khorinis. Bisher war noch jeder mit meiner Arbeit mehr als zufrieden, von den ersten Anfängen bis zum heutigen Tag. Ich hoffe, dass ich auch Dir und Deinen Vorstellungen zur vollsten Zufriedenheit gerecht werden kann. Immer her mit Deiner Bestellung. Ich werde mich noch in meiner alten Schmiede darum kümmern, da ich erst ein paar Rekruten und Waffenknechte organisieren muss die mir beim Umzug helfen und das kann etwas dauern."
Yale wartete gespannt auf die Wünsche seines neuen Partners, ob er auch eine Erzklinge haben wollte? Das wäre dann schon die dritte innerhalb weniger Tage....die Krieger wurden anscheinend immer wohlhabender.....
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| 05.12.2003 18:33 | #342 |
| Eorl |
"Naja, also zum einen hätte ich gerne einen Streitkolben. Inquisitor, sagt man glaube ich dazu. Aber mit einem metallbeschlagenen Griffstück, damit ich nicht mit zwei Stücken herumstehe, wenn ich einem Axtträger begegne. Und zum anderen hätte ich gerne ein Zweihandschwert. ICh werde wohl bald mal anfangen, den Umgang mit dem Zweihänder erlernen, und dann möchte ich auch eine ordentliche Waffe haben. Ich dachte an einen Schweren Zweihänder aus Erz. Ich habe hier nioch welches herumliegen, das ich gerne verwenden würde. In meinen Einhänder hatte mir Cifer eine Schwarze Perle in den griff gesetzt. Als Erinnerung an ein früheres Abenteuer. Es wäre schön wenn du das bei dem Zweihänder auch machen könntest." Eorl schaute den Schmied erwartungsvoll an. Er war gespannt was ihn das kosten würde. Er hatte zwar reichlich Gold herumliegen, und das dümmste was man machen konnte war an der Ausrüstung zu sparen, aber trotzdem interessierte ihn der Preis.
"Was würde mich das ungefähr kosten?"
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| 05.12.2003 19:51 | #343 |
| Yale |
Tatsächlich eine Erzklinge. Hatte es in den letzten Monaten vielleicht Gold geregnet und er hatte nichts davon mitbekommen? Merkwürdig, aber ihn sollte es nicht im geringsten stören immerhin landete das Gold in vielen Fällen ja bei ihm, sodaß er sich nicht über mangelndes Vermögen beklagen konnte. Eorl wollte einen Zweihänder aus Erz und einen schweren Streitkolben namens Inquisitor, auch keine billige Sache.
"Lass mich überlegen, der Inquisitor kostet Dich im Normalfall 1200 Goldstücke, der Erz-Zweihänder mit Erz aus Deinem Vorrat kostet Dich 2000 Goldstücke. Zusammen wären das 3200 Gold, aber auf unsere gute zukünftige Zusammenarbeit gebe ich Dir einen Rabatt von 500 Gold, sodaß Dich der ganze Spaß 2700 Goldstücke kostet. Nicht wenig, aber für so exquisite Ware denke ich ein guter Preis. Für beides gibt es natürlich lebenslange Reparatur- und Ersatzgarantie, für Dich sowieso. Also lass mich wissen wenn Du einverstanden bist."
Eorl schien nicht sehr überrascht von dem Preis wusste er doch, dass er dafür eine hochwertige Erzklinge bekam wie nicht viele sie besaßen und dazu einen Streitkolben der Extraklasse. Seine Antwort folgte auf dem Fuße.
"Ich bin einverstanden. Ich kenne den Wert dieser Waffen durchaus und weiß es sehr zu schätzen, dass Du mir einen Nachlass gibst. Vielen Dank! Ich überlasse Dir den Rest der Angelegenheit, lass Dir ruhig Zeit. Es soll ja schließlich gut werden und gutes braucht nunmal Zeit. Dank nochmal und bis zu Deinem baldigen Einzug!"
Yale trank seinen Becher leer, verabschiedete sich von Eorl und verließ sein neues Zuhause wieder u zur Kaserne zurückzukehren. Bald würde er hier oben zwischen den ganzen verweichlichten Bürgern und den stolzen Paladinen wohnen, kein schlechtes Gefühl.....
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| 08.12.2003 23:35 | #344 |
| Kano |
Mit einem Sack beladen verließ Kano sein Haus und blickte sich kurz um, dann schlug er den Weg zu Eorls Schmiede ein. Gekleidet war er nur in seine Uniform und es war mittlerweile schon verdammt kalt, nicht nur dunkel und kalt, nein, eisig kalt. Der Winter hielt Einzug, zweifellos, hoffentlich brauchte der Schmied nicht zu lange. Bei dem Gebäude angekommen klopfte der Paladin an und trat ein, doch niemand war da. Kurzerhand überlegte er sich, die Ausrüstung da zu lassen und dem Schmied eine Nachricht zu schreiben. Schnell war Pergament und Feder samt Tinte gefunden und der Statthalter schieb:
'Habe Rüstung und Erz vorbeigebracht, die Erzrüstung muss ausgebessert und verstärkt werden. Kosten werden bei Abholung beglichen. Benachrichtig mich, sobald die Rüstung fertig ist.
gez. Kano, Statthalter von Khorinis.'
Anschließend drückte er sein Siegel auf einen kleinen Tintenfleck unter der Unterschrift und verließ die Schmiede wieder. Zügig trieb es ihn heimwärts, sein Kamin leistete gute Dienste, bei diesem Wetter.
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| 09.12.2003 19:02 | #345 |
| Eorl |
Eorl legte den Schmiedehammer weg und betrachtete das Ergebnis des heutigen Tages. Als er gestern nach Hause gekommen war, hatte er einen Zettel von Kano vorgefunden, der ihn bat seine Rüstung zu verbessern. Rüstung und magisches Erz hatte er dagelassen. Natürlich hatte Eorl am nächsten Morgen zuerst seine neuen Stiefel gemacht, der Schuss hatte ihn doch geärgert, da das aber schnell erledigt war., hatte er begonnen aus dem magischen Erz das er noch geschmolzen auf Lager hatte, Panzerplatten zu schmieden, um Kanos Schützenrüstung auszubessern. Die Rüstung war qualitativ zwar in Ordnung, es fehlten ihr aber die schweren Panzerplatten, da sie für einen Schützen gedacht war. Schulterplatten und Armschienen waren stark reduziert gewesen, um die Beweglichkeit des Schützen nicht zu beeinträchtigen. Eorl hatte also neu machen müssen, das magische Erz ließ sich nicht umschmelzen, wenn es einmal gehärtet war. Der Brustpanzer war gut gewesen, allerdings hatte Eorl hier noch eine Schicht Erz zusätzlich aufgetragen, eine Technik die er bei den Armschienen deshalb nicht verwendet hatte, weil die alten keine Scharniere gehabt hatten, und nur Ketten Ober- und Unterarm verbunden hatten. Er hatte auch die Beinschienen etwas verstärkt, die zwar nicht so leicht wie die Armschienen gewesen waren, und auch mit Scharnieren ausgestattet gewesen waren, aber im Vergleich zu der überarbeiteten, neuen Rüstung, etwas zu leicht waren.Jetzt war die Rüstung fertig und Eorl überprüfte seine Arbeit ein letztes Mal. Er wollte sichergehen das Kano keinen Grund hatte sich zu beschweren. Als er sicher war, das alles so war, wie er es von sich selbst erwartete, ging er los um Kano zu suchen.
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| 09.12.2003 19:10 | #346 |
| Kano |
Es klopfte an der Tür und Kano blickte auf, den ganzen Tag hatte er damit verbracht, Schreibkram nachzuholen, der sich die zwei Wochen seiner Abwesenheit über angehäuft hatte. Langsam stand der Statthalter auf und ging um zu öffnen. Es war zu seiner Überraschung der Schmied und er war schwer beladen mit einer Rüstung. War sie schon fertig? Das ging ja wirklich schnell, ein Glück, dann musste er sich nicht erst noch einen dicken Mantel kaufen.
"Ah, ihr seid es, tretet ein."
Kano trat zur Seite und gab den Weg frei, hinter Eorl schloss er die Tür wieder."Nun, das ging schnell, was verlangt ihr für eure Arbeit?"
Langsam ging er zum Tisch und nahm ein Säckchen mit Gold.
"Und hat das Erz gereicht, was ich euch mitbracht? Oder ist noch etwas davon übrig? Zur Not hätte ich auch noch etwas hier gehabt..."
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| 09.12.2003 19:22 | #347 |
| Eorl |
"Es hat genau ausgereicht, ich habe es aufgewogen. Ich habe nämlich für die Rüstung Erz aus meinem LAger genommen, das bereits geschmolzen war. Deshalb hat es auch nicht lange gedauert. Was den Preis betrifft, so denke ich das wir uns auf 2000 Goldstücke einigen können. Immerhin ist es nicht nur schnelle, sondern auch gute Arbeit, und es gibt natürlich Reperaturen umsonst wenn ihr sie mal beschädigt bekommt. " Eorl erwartete die Antwort des Stadthalters mit Neugier. Der verdiente bestimmt genug, da würde er nicht groß feilschen. Außerdem war er gespannt wie Kano auf die andere Frage reagieren würde.
"Und noch etwas andere, wenn ihr erlaubt. Ihr habt Iwein einen Bogen verkauft. Da ich gestern an eigenem Leib erfahren habe wie gut der war, möchte ich auch gerne so einen erwerben. Wäre das möglich, und, wenn ja, was würde eine solche Waffe kosten?
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| 09.12.2003 19:30 | #348 |
| Kano |
Kano zählte die Münzen und überreichte dann den genannten Betrag an Eorl."Zweitausend, klingt gut, da habt ihr euren Lohn.
Und was den Bogen angeht...nun, davon habe ich nur noch zwei Stück. Ich fürchte, ihr müsst euch mit einem Drachenbogen begnügen, der würde, abzüglich des Soldatennachlass' ebenfalls zweitausend Goldstücke kosten."
Der Paladin nahm seine Rüstung und begann, sie auf den dafür vorgesehenen Ständer zu bauen, ein wirklich Prachtstück, was ihm der Schmied da geschmiedet hatte.
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| 09.12.2003 19:40 | #349 |
| Eorl |
"Drachenbogen? Auch gut, Hauptsache es schießt. Ich habe gestern erst mit der Ausbildung angefangen." - Eorl zögerte kurz. Wenn die Ausbildung schieflief war das verschwendetes Gold. Wenn er jetzt zuschlug musste er sich mit Ronya arrangieren, sodass die Ausbildung auch Früchte trug.- "Aber gut, ich nehme einen." Er gab dem Stadthalter mit einem Grinsen sein Gold zurück. Dieser verschwand in einem anderen raum und kam kurz darauf mit einem Bogen wieder. Einem großen Bogen. Es war eine meisterliche Arbeit, dezent verziert, ohne pompös zu wirken, eine Waffe, kein Schmuckstück. Eorl nahm es ehrfürchtig entgegen.
"Es ist eine gefährliche Waffe. Du solltest erst damit herumschießen wenn du die Scheibe auch triffst. Sonst könntest du jemanden verletzen."Eorl Widerstand der Versuchung, ob dieses Satzes in Gelächter auszubrechen, der Stadthalter konnte ja nicht wissen, das er das bereits erfahren hatte. Er verabschiedete sich von dem anderen, und verließ dann das Oberviertel um sich direkt zum Trainingsplatz zu begeben.
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| 09.12.2003 21:16 | #350 |
| Rhobar |
So schritten die beiden Magiern des Kloster Innos und Adanos durch das Tor und betraten die Oberstadt,rhobar machte grosse Augen,er war noch nie in der Oberstadt,da ihm der Zutritt früher verwehrt wurde,nun konnte er als Feuermagier in die Oberstadt rein und sah sie zum ersten mal mit eigenen Augen,das erste das ihm ins Auge stach war der Brunnen,eine prächtige Statue zierte die Mitte des Brunnens,weil es aber schon so dunkel war erkennte er nicht genau was dieser darstellen sollte,genau wie die anderen Häuser,jedoch sah er wie Irock von elladan zu einem Haus lief,es war ein ziemlich grosses Haus,mehr konnte er nicht erkennen.Toll,dieses Haus ist wirklich gross. So lief Rhobar Irock dem Wassermagier nach und schritt in sein Haus.
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| 09.12.2003 21:30 | #351 |
| Irock von Elladan |
Einige Wochen waren seit dem letzten Betreten seines Hauses vergangen. Irock öffnete die Tür und trat zusammen mit deinem Freund Rhobar ein. Im Haus war es finsterer als draußen auf dem Hof der Oberstadt, den in ds Innere das Gebäudes drang kein Mondlicht, nur vor den Fenstern lagen auf dme Boden Umrisse von Schatten.
Mit einer Handbewegung ließ Irock alle Kerzen im Raum auflackern. Die bläulichen Flammen erhellten den Raum schnell.
"So da wären wir. Setzt euch doch bitte."
Irock wies mit der Hand zu dem Tisch und den Stühlen, die vor dme Kamin standen. Eine leichte Staubschicht bedekcte die Möbel des Hauses, der Magier hatte wohl Besseres als da Reinigen bei seinen Aufenthalten gehabt. Er schenkte dem Feuermagier und sich selbst Wein ein und begann zu sprechen.
"Ich möchte noch einmal sagen, das ihr euch keine Gedanken um Vatras machen braucht. Sicherlich werden wir ihn in den nächstem Tagen widersehen. Er ist auch nur ein Sterblicher und der lange Aufenthalt in der Stadt muss auch mal sugeglichen werden. Ich glaube nicht das er, auch wenn er noch so einen starken Geist hat lang hier verbringen kann."
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| 09.12.2003 21:38 | #352 |
| Rhobar |
Rhobar kippte einen Schluck edlen Wein die Kehle runter und legte den Becher Becher wieder schön auf den grossen Holztisch und begann mit rnsterer Miene zu sprechen.Daser mal raus muss ist mir auch klar,ich könnte auch nicht ewigs hier in dieser Stadt bleiben,auch wenn ich einen solch starken Geist hätte,aber das einzige was mich verunsichert das er für sein Abwesen keinen ersatz für die Stadt arrangiert hatte und sich beim Kloster nicht in irgendeiner Form gemeldet hatte,ausserdem spühre ich das es grosse Veränderungen geben wird,die Magie an meinen Runen fühlt sich auch nicht mehr so an wie früher,ich spüre wie langsam die Kraft von Adanos davon fliesst und Innos die macht über meine Magie erhält,nicht das ich was dagegen hätte,da es sich in einem frühen Status haltet is die Veränderung nur mental spührbar,aber wieso das so ist frag ich mich auch? Spührst du bei deiner Magie auch irgendeine Veränderung?
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| 09.12.2003 21:45 | #353 |
| Irock von Elladan |
"Ich bin einer der wenigen die lang überzeugt Adanos als ihren Herrn erwählten. Ich kann nichts feststellen, zumindest nicht an den Runen die ich einzig und allein mit dem Glauben an Adanos genutzt habe. Sie sind ihm gewidmet. Bei anderen Zaubern, die mit der Magie Innos besetzt sind habe ich ein seltsames Gefühl, jedoch ist es eher als würden die Runen etwas ausstrahlen, das ich nicht zu definieren vermag. "
Der Wassermagier holte die Rune des Eisblocks aus seiner Tasche und wirkte ihn langsam auf den Wein, der sich in seinem Trinkpokal befand. Er gefror und wurde so fest, das es mit dme Trinkgefäß zusammenklebte.
"Nun denn, es wird Zeit das ich diesen wundervollen Zauber einmal richtig wirken kann, doch zuvor muss ich meine Prüfung ablegen. Ich hoffe doch, dass auch ihr bald zu eurer Ausbildung schreiten könnt."
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| 10.12.2003 19:45 | #354 |
| Irock von Elladan |
Irock hatte Rhobar an Tage das Haus gezeigt und ihm das Gästezimmer zugewiesen. Sie war ihren eigenen Ideen nachgegangen. Der Wassermagier hatte die Zeit genutzt und einiges über die Gaben der Götter gelesen, denn er wollte herausfinden ob Rhobars Entdeckung etwas Normales war oder ob es ein Zeichen verbarg. Die beiden sahen sich nicht sonderlich viel, nur in der Schreibstube, in der Irock eine ganze Reihe von Büchern aufbewahrte hatten sie einige wenige Worte gesprochen. Gern gestatte der hohe Magus seinem Freund hier seine Studien zu betreiben.
Erst gegen Abend kamen sie wieder zusammen. Sie sprachen lange über das, was sie herausgefunden hatten und über die Dinge die zu dieser Zeit in der Welt geschahen.
„Der Krieg mit den Orks dauert schon viele Jahre, dabei muss man bedenken, dass die Orks nur ein kleiner Feind unter vielen anderen, weit aus größeren sind. Doch das sollte man dem gemeinen Volk vorenthalten. Es wäre ratsam die Menschen nicht noch mehr aufzubringen, ansonsten würde es hier wohl unaufhaltsame werden.“ , sagte Irock.
Draußen war bereits die Sonne untergegangen. Es wurde Zeit das sie einen Entschluss darüber fassten, was sie nun als nächstes machen sollten. Denn sicherlich gab es noch vieles in Khorinis zu erledigen. Auch für Irock, er wollte unbedingt wieder ein paar Worte mit seinem Gehilfen Jabasch austauschen, doch dieser hatte sich noch nicht sehen lassen, obwohl sich die Anwesenheit der beiden Magier schnell herumgesprochen hatte.
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| 10.12.2003 20:03 | #355 |
| Rhobar |
Rhobar war erstaunt über die Texte die die Bücher erhielten,einige waren von Irock selbst geschrieben einige von anderen Autoren,jedoch stand in keinem der Bücher etwas über die Veränderung der Magie,dies machte Rhobar strutzig,denn es war nicht normal das sich so was ereignete,nach einem langen Tag.Nach einem längerem Gespräch mit Irock dem Wassermagier mussten sie sich nun entscheiden was sie als nächstes tun.Vatras ist verschwunden,unsere Magie beginnt sich auf eine mysteriöse Art zu verändern...einige Dinge die wirklich untypisch sind...am besten wir verlassen die Stadt Khorinis heute abend oder sogar jetzt und gehen zurück ins Kloster.Dort können wir dem heiligen Rat die aktuellen Ereignisse berichten und dann schauen wir weiter... Rhobar schaute zu Irock und dieser begann seinen Mund zu öffnen und zu sprechen.
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| 10.12.2003 20:08 | #356 |
| Irock von Elladan |
„Das ist wohl der beste Weg. So lasset und nun unsere Sachen nehmen und aufbrechen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann uns der hohe Rat in seiner unendlichen Weisheit bei der Beantwortung unserer Fragen beistehen.“
Irock nahm seine Sachen und verließ zusammen mit Rhobar das Haus. Draußen war es wahrlich schon sehr dunkel geworden. Die Miliz hatte bereits die Straßenbeleuchtung entzündet und war aufmerksamer als am Tage geworden, denn in der Nacht treib sich mehr Gesinde herum. Obwohl man das im oberen Viertel weniger erwarten konnte.
Der hohe Wassermagier und der Feuermagier verließen die Oberstadt, indem sie durch das große Tor gen Unterstadt gingen.
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| 11.12.2003 20:50 | #357 |
| Kano |
Leise knackte die Seite, als Kano umblätterte, schon seit Stunden las der Paladin aufmerksam in einem der Bücher, dass ihm der Soldat Vincent gebracht hatte. Er sollte dem Mann bei Gelegenheit danken und entlohnen.Nachdenklich lehnte er sich zurück und verschränkte die Arme. Da war noch etwas, er hatte sich erkundigt, in der Stadt gab es niemanden, der sich im Anfertigen der Runen für Paladine verstand. Von einem Kameraden hatte er ein Buch bekommen, aus dem Besitz Arsons, in ihm sollte stehen, wie man vorzugehen hat. Kano beschloss, sich erstmal diesem Buch zu widmen, über Innos hatte er schon viel gelesen, er verstand die Zusammenhänge langsam immer besser, alles fügte sich zu einem großen Ganzen.
Langsam stand der Krieger auf und nahm die Rune vom Tisch, er hatte sie noch immer nicht zurückgegeben. Vielleicht sollte er das gleich als Erstes tun, Clay hatte den Paladin, dem sie gehörte und der sie verloren hatte, beschrieben und auch dessen Name genannt. Der Statthalter steckte die Rune ein und verließ sein Haus, draußen wehte ein kalter Wind von der See her, es war richtig kalt geworden und der Winter schickte seinen ersten Streiter, den Frost. Dennoch, die neue schwere Rüstung hielt mit dem eingearbeiteten Wams wunderbar warm und so machte sich Kano, von der Kälte unbeeindruckt, auf die Suche nach dem Kameraden.
Das erste Ziel war die Unterkunft der Paladine, ein sinnvolles Ziel, die Meisten der Kämpfer hielten sich zu der Zeit da auf und unterhielten sich oder ruhten sich bereits aus. Die schweren Stiefel pochten dumpf auf der Holzrampe, die hinauf zum Eingang führte. Kano trat ein und blickte sich um."Paladin Vaylen?"
Ein paar der Männer blickten zu dem Ankömmling, schließlich stand einer auf und nickte.
"Das bin ich, was wünscht ihr?"
Langsam trat er vor und blieb vor Kano stehen.
"Ich habe etwas für euch, eure Rune."
Der Statthalter reichte dem Gefährten das Zauberwerk.
"Meine Rune?! Bei Innos, ihr habt sie gefunden! Habt ihr die Untoten allein bezwungen? Ihr müsst ein starker Krieger sein, ich hatte es nicht geschafft."
"Nun, leicht war es nicht. Ich wollte sie euch nur wiedergeben, es ist die Eure."
"Habt Dank, das werde ich euch nicht vergessen. Wenn ihr einmal meine Hilfe braucht, so sagt bescheid."
Der Streiter Innos' strahlte sichtlich erfreut über das ganze Gesicht.
"Ich werde darauf zurückkommen, bis dahin, gehabt euch wohl. Für Innos!"Kano wand sich um und verließ die Unterkunft, langsam ging es wieder zurück zu seinem Haus...
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| 11.12.2003 21:30 | #358 |
| Angroth |
Ein wenig ungläubig sah Angroth das angetrunkene Mädel vor sich an, zuckte dann aber mit den Achseln und nahm es hin, sollte eigentlich ein leichtes sein das Oberviertel zu infiltrieren.
Das Seil, welches er an der Hüfte trug, und das er um jenes Buch aus dem Kloster gebunden hatte, ließ er nun zu voller Größe laufen, drückte der Lady das Buch in die Hand und knüpfte eine Schlaufe.
Dann ging er vom Haupteingang ein Stück abseits in den Schatten des Hauses von Bosper und warf das Seil empor auf dass es sich in einigen Stahlfiguren verfing und festsaß.
Ein kontrollierendes Zurren bestätigte die Stabilität, dann grüßte er seine Lehrerin und zog sich Stück für Stück die Wand herauf. Zum Glück verhingen die Wolken den Mond und die Sterne, sogar ein paar Regentropfen tränkten die kalte Erde und machten die Sicht umso schwerer. Mit der Rüstung am Körper hatte der hohe Söldner einiges an Gewicht zu hieven, bekam es dennoch in den Griff und gelangte alsbald auch ohne Zwischenfälle obenauf. Von hier oben hatte er das Viertel der Reichen noch nie begutachten können, und groß waren die verschlafenen und immer noch etwas glasigen Augen beim Anblick der makellosen Pracht des Hofes und der so sauber gearbeiteten Häuser (die ihm keine Neuheit waren, dennoch immer wieder schön anzusehen). Die Wachen am Eingangstor konnten ihn unmöglich sehen, als er das Seil innerhalb des Hofes wieder herabließ und sich leise abschwang - wobei er sich einmal abfangen musste, als die vom Regen glatt gewordenen Steine seinen Fuß nicht halten wollten. Im Viertel angekommen schlich er sich möglichst im Schatten bleibend herum, sah das große Haus direkt gegenüber dem Tor, welches sgar einen eigenen Garten besaß; er vermutete es sei das Rathaus.
Da er einigermaßen Ratlos ob dessen war, was er tun sollte, erinnerte er sich an die Schmiede die er hier einst errichtet hatte, viele Monde her war das. Immer noch unbemerkt schlich er sich bis zu dem knöchrig wirkenden Zaun des "Rathauses" und weiter dahin wo er schon die Silhouette des Bauwerks erkennen konnte. Beim Anblick seiner Schöpfung geriet er ins Lächeln, richtete sich unvorsichtig auf und ging die restliche Distanz offen auf die Schmiede zu, fuhr als er dort war sachte über den Amboß, welchen er von Gorr hatte, über die von Linky bestellten Steine und den erkalteten Ofen welchen sie damals mit Mühe errichtet hatten.
Die gebotene Vorsicht war dem Krieger abhanden gekommen, und erst als er schon Schritte ganz nah bei sich hörte bemerkte er auch, dass er nicht mehr alleine war.
Erstarrt blieb er stehen, getraute sich nicht, sich herumzudrehen und dem fündigen ins Antliz zu blicken.
"Was machst du hier?" fragte eine strenge Stimme, hart und so kalt wie die Winterluft die sie atmeten.
Ohne sich umzudrehen antwortete der Schüler: "Ich prüfe die Haltbarkeit der Steine die ich vor vielen Monden hierhergebracht habe. Darf ein Baumeister nicht die Qualität seiner Schöpfungen sicherstellen um dem Kunden gerecht zu bleiben?" woher auch immer er die Idee und den Mut genommen hatte, so war seine Stimme ebenso ermahnend geworden wie die der Wache.
Für einige lange Herzschläge war es still, und der hohe Söldner hoffte innigst auf Erlösung von der steigenden Anspannung.
Dann endlich brach die Stille: "Natürlich sollt ihr das! Aber nicht um diese Zeit, schwingt euch raus aus dem Reichenviertel und kommt Morgen wieder!" Erkennbar nickte Angroth in der Dunkelheit, stützte sich am Amboß ab und wartete, bis die Schritte der Person wieder verklungen waren, dann atmete er erleichtert auf. Zu sich selbst murmelte er, dass er nie wieder so unvorsichtig sein dürfte und begab sich dann auf gewöhnlichem Wege wieder in Richtung Ausgang, verschwand erst im letzten Moment wieder in den Schatten als wäre er nie dagewesen. Mit der Ahnung er würde immer noch von jener Wache beobachtet werden glichen seine Schritte die er anlegte um die Wand zu erklimmen denen einer Harpyie, so leicht und schnell brachte er sich empor. Da er sein Seil behalten mochte, befreite er es wieder von den nun minimal verbogenen Figuren und sprang herüber auf das Dach des besagten Bogners aus dem Unterviertel. Mit einigem Gepolter landete er, für einen Moment gedachte der Schüler sogar das Holz würde nachgeben und ihn der Peinlichkeit Preisgeben; dem war zum Glück nicht so.
Einen weiteren, bei weitem nicht so kühnen Sprung später war er wieder auf dem Boden der Tatsachen, schritt stolz auf seine Freundin zu, während er das Seil wieder aufwickelte.
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| 12.12.2003 18:54 | #359 |
| Clay |
So waren sie also nun wieder zurück in der Stadt. Der Kampf gegen die kleine Orkgruppe hatte ein glückliches Ende gefunden und Kano hatte sich wirklich prächtig geschlagen. Rasch stieg Clay die Stufen des Paladinhauses herunter, wo er soeben eine kleine Unterhaltung mit Paladin Vaylen geführt hatte, dem die Rune in der Höhle abhanden gekommen war. Auch dieses Gespräch war zu Clays vollster Zufriedenheit verlaufen. Der Statthalter hatte die Rune also tatsächlich wiedergebracht, was zeigte, dass er nicht allein an der Macht der Zaubersteine interessiert war, sondern tatsächlich nach den Grundsätzen seines Glaubens handelte. Jetzt war es an der Zeit seinen Schüler aufzusuchen und ihm das Urteil, das Clay gefällt hatte, mitzuteilen. Im Rathaus fand der Paladin den beschäftigten Statthalter, der sich gerade mit Lord Hagen und Paladin Ingmar unterhielt. Geduldig wartete der Krieger, bis die drei ihr Gespräch beendet hatten und winkte den Statthalter danach zu sich hinaus. Während sich die Nacht bereits über die Stadt gelegt hatte liefen die beiden Paladine langsam durch das obere Viertel.
"Die letzten vier Wochen hast du wirklich viel erreicht, Kano. Von den ersten Anfängen mit dem Umgang der Magie hast du dich über die perfekte Beherrschung der einfachen Sprüche bishin zu den anspruchsvollsten Zaubern, die ein Paladin wirken kann, gearbeitet. In dir steckt wirklich eine große Begabung und auch ich bin nicht mehr in der Lage, dir noch mehr beizubringen. Man kann sagen, dass du die Zauber meisterlich beherrscht, wie sich im Kampf gegen die Orks gezeigt hat. Auch in Stresssituationen hast du sie sicher angewendet und so deinen Feind besiegt. Außerdem habe ich mit Vaylen geredet. Dass du ihm die Rune zurückgegeben hast, hat mich auch beeindruckt. Ich weiß nicht, ob ich es auch getan hätte... Clay grinste seinen Schüler...oder besser ehemaligen Schüler...etwas verlegen an und fügte dann hinzu: "Euer Training ist beendet. Du kannst nun alles, was man durch einen Lehrer erlernen kann. Vielleicht wirst du deine Technik selbst noch verbessern können, aber das ist einzig und allein deine Sache. Es war mir wirklich ein Vergnügen, dich auszubilden. Es hat sich gelohnt. Vielleicht solltest du auch nach magiebegabten Kriegern suchen. Du siehst ja, dass es durchaus Sinn macht. Jetzt muss ich aber erst einmal wieder an die Arbeit, vielleicht gehen wir ja demnächst mal gemeinsam auf einen Besuch in die Taverne, um das erfolgreiche Training zu feiern."
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| 12.12.2003 20:01 | #360 |
| Kano |
Erfreut über den erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung ging Kano zurück zu seinem Haus. Es war wieder an der Zeit, sich etwas im Herstellen von Runen zu üben. Die letzte Nacht hatte er den Prozess mehrmals durchgelesen und sich am Vormittag die alles Benötigte besorgt, selbst einen Runentisch konnte er auftreiben, wenngleich es ihn ein Vermögen gekostet hatte. Aber nun hatte er alles, was er brauchte, um seine ersten Versuche zu wagen. Vorsichtig arbeitete er mit einem kleinen Meisel feine Konturen aus dem Stein, keine leichte Sache, bot dieser immerhin einigen Widerstand. Aber der Paladin hatte auch nicht erwartet, dass es einfach würde, ganz und gar nicht. Da er aber das Buch zur Hilfe hatte, sollte es doch irgendwie möglich sein...
...Seit Stunden arbeitete er nun schon an den alten Runenzeichen, die auf den noch magielosen Brocken mussten, die die Macht Innos' wecken würden. Er musterte den Stein und nickte zufrieden, setzte den Meisel erneut an und....ein kleiner Schlag zuviel, schon brach ein Splitter aus dem Stein und das ganze Zeichen war hin.
"Hmpf! Mist!"
Kano lehnte sich zurück und betrachtete den Fehlschlag. Ärgerlich, wirklich ärgerlich. Aber er wollte sich davon nicht unterkriegen lassen, sofort nahm er den nächsten Stein und begann von Neuem, er würde es schon schaffen, ganz sicher, und wenn es Tage dauern sollte, dann würde er eben Tage damit verbringen...
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| 12.12.2003 21:41 | #361 |
| Carthos |
Schemenhaft spiegelte sich das schummrige Kaminfeuer in dem blanken Metall der Schwertklinge. Die Flammen tänzelten um das verkohlte Holz und brachen sich in den fein eingearbeiteten Verzierungen des Schwertknaufs.
Carthos hatte die Beine über den großen Besprechungstisch gelegt und begutachtete seinen Erzeinhänder, den er bisher immer sicher im Richterhaus verstaut hatte. Paladin Cifer hatte wirklich gute Arbeit geleistet. Die Klinge war messerscharf und wies keine Mängel auf, alles war eben und ohne eine einzige Delle. Die Wörter "Für Innos'" waren in den Griff eingraviert worden in der Hoffnung, dass ihm Innos' in jeder Schlacht beistehen würde. Doch eines fehlte dem prächtigen Schwert noch. Der Segen des Gottes, in dessen Diensten er stand. In einigen Büchern hatte er bereits etwas über eine Schwertweihe gelesen, die viele Paladine bereits absolviert hatten. Dadurch wurde die Klinge mit der Magie Innos bestückt und wurde effektiver gegen die Geschöpfe Beliars. Lange saß der Lord nun schon so da und blickte wortlos auf die wunderbare Schmiedearbeit. Vielleicht sollte er selbst wieder eine Schmiede betreten, zu lange saß er bereits an irgendwelchen Tischen und tüftelte Taktiken aus oder kümmerte sich um sonstigen Kram der Heeresverwaltung. Das Schmieden war schon immer seine Leidenschaft gewesen, also wurde es an der Zeit sie wieder auszuüben. Gleich morgen wollte er sich einen Amboss suchen und wieder auf einen Metallrohling einschlagen, so wie früher.
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| 12.12.2003 21:46 | #362 |
| Samantha |
Grüßend hob Samantha die Hand, als sie die Stadtwachen passierte. Der linke von beiden starrte wie gewohnt gierig auf das kleine Fellknäul, welches auf der Schulter der Lady saß und sich desinteressiert die Vorderpfoten putzte. Die Rune im Oberviertel war unbeschreiblich. Stille umfing sie, so klar wie nirgends sonst in der Stadt. Überall war es laut, auf dem Marktplatz, im Hafen und erstrecht am Bierstand. Doch hier im Oberviertel, wo die feinen Herrschaften wohnten, war stets ein Hauch von Ruhe und Gelassenheit zu spüren. Zum Feiern konnte man ja immer noch in die Stadt hinunter gehen. Ein idealer Wohnort, wenn man früh schlafen gehen wollte.
Langsam schritt sie die Strasse hinauf, das Hörnchen immer noch auf der Schulter. Es war erstaunlich wie ruhig es an einem Ort sein konnte, wie lange hatte sie diese Ruhe nicht mehr erlebt? Gerade wollte sie die Augen schließen und die Ruhe genießen, als ein lautes "Mist!" in ihre Ohren drang. Verwundert hielt sie inne. Was war das denn?
Selbst das Hörnchen hatte aufgehört sich zu putzen, als Samantha auf das Haus zuhielt, aus dem dieser störende Laut gedrungen war. Drinnen war es finster, doch sie konnte einen leichten Schein erkennen. Jemand stand vor einem Runentisch und fluchte vor sich hin. Jemand den sie nur zu gut kannte.
"Na, will die Magie nicht so recht?", spöttelte die Lady und verschränkte grinsend die Arme.
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| 12.12.2003 22:00 | #363 |
| Kano |
Kano blickte auf, schon wieder ein Stein hinüber, dabei war er fast fertig gewesen. Am Fenster stand Samantha, komisch, irgendwie gab es immer Schwierigkeiten, wenn sie auftauchte. Man sollte meinen, das läge an ihr. Achwas, welch absurder Gedanke.
"Wenn ich doch nur schon so weit wäre...noch geht es um das Meiseln...Aber ich schaffe es schon noch, wirst schon sehen."
Der Paladin legte das Werkzeug weg und ging zur Tür, öffnete diese und trat hinaus.
"Und was treibt dich zu dieser Stunde hinaus in die Kälte?
Willst du vielleicht reinkommen? Drinnen ist's gemütlich warm, das Feuer im Kamin brennt gut wie du siehst."
Er hielt ihr die Tür offen und wartete ihre Reaktion ab, draußen war es wirklich kalt, vor allem nachts. Aber der Himmel war klar und der Mond strahlte auf die Erde nieder. In dem Licht machte die Rüstung der Lady gleich viel mehr her, das Erz schimmerte in feinem Glanz und verlieh der jungen Frau eine mystische Kontur.
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| 12.12.2003 22:10 | #364 |
| Samantha |
"Gern, danke", erwiderte die Lady und trat in die gute Stube ein. Das Hörnchen sprang sogleich von ihrer Schulter und hopste auf dem Holzboden umher als kannte es sich schon gut aus hier. Das verwunderte Samantha doch etwas, hielt sie jedoch nicht davon ab gleich die Nähe des warmen Kamins zu suchen. Das Hörnchen sprang in ein Regal und begann dort herumzukruschteln, als wüßte es genau was es dort zu finden gab.
Samantha lehnte sich an den Kaminsims und musterte die zerbrochenen Runenteile auf dem Boden.
"Was stellst du da an? Doch nicht etwa Runen bauen? Und aus diesen Steinen soll Magie kommen?"
Spöttisch hob sie einen Splitter auf und betrachtete ihn. Er war etwas dunkler als ein normaler Stein, dennoch konnte sie nichts Außergewöhnliches an ihm entdecken.
Zweifelnd hielt sie das Stück in die Höhe.
"Und das funktioniert?? Der sieht aus als wäre er irgendwo aus einem Geröllhaufen entflohen..."
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| 12.12.2003 22:22 | #365 |
| Kano |
Hinter der Lady schloss Kano die Tür wieder und ging zum Tisch zurück."Mag sein, aber noch bin ich dabei, die alten Schriftzeichen einzumeiseln, das ist recht schwer wie du siehst. Doch verspotte nicht die Magie, sie entspringt der Macht Innos'! Sie ist das Geschenk unseres Gottes an die Paladine, an die besten seiner Krieger."
Er nahm sich einen neuen Stein und begann diesen zu bearbeiten, das würde schon noch werden. Es war noch kein Meister vom Himmel gefallen.
"Du scheinst nicht viel auf die Magie zu geben, was? Dabei steckt mehr dahinter als du denkst. Du warst nie Paladin, aber du glaubst dennoch an Innos. Warum?"Kano hielt inne und sah von dem, was mal eine Rune werden sollte, auf und blickte Samantha direkt an.
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| 12.12.2003 22:36 | #366 |
| Samantha |
Samantha zögerte kurz und starrte dann ins Feuer. Eine gute Frage. Warum? Wie oft hatte sie sich das die letzten Wochen gefragt, immer wieder. Und immer hatte sie keine konkrete Antwort gefunden. Es war ein Gefühl gewesen, damals, als sie vor dem Tempel des Wassermagiers gestanden und seinen Worten gelauscht hatte. Es war von innen herausgekommen, ganz plötzlich, ganz unerwartet.
Irgendwo im Regal war ein lautes Knacken zu hören. Das Hörnchen hatte den Nussvorrat endlich gefunden und fiel sogleich gierig darüber her. Stückchen und Schalen flogen, bedeckten den eh schon chaotischen Fußboden und ließen ein saftiges Schmatzen folgen.
Samantha löset sich vom Feuer und schaute den Paladin an. Sie wirkte etwas nachdenklich.
"Es war ein Gefühl", begann sie und wußte sogleich dass dieser Satz sie steinigte. Frauen und ihr Gefühl... "ich weiß nicht genau, aber ich wußte einfach dass er der richtige ist. Soviel Gutes, das er getan hat. Er kann nur ein mächtiger guter Gott sein, der es wert ist ihn zu verehren und ihm zu dienen. Seine Macht ist überall vertreten, in unseren Herzen und unserem Geist. Aber in ein paar Steinen? Wie soll man da Macht reinstecken und noch schlimmer, wieder herausholen?"
Sie schaute skeptisch auf den rohen Runenstein in Kanos Händen.
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| 12.12.2003 22:48 | #367 |
| Kano |
Ein Gefühl also, mehr als er erwartet hatte. Das bedeutete ja, sie glaubte wirklich. Steckte da etwa mehr in ihr, als sie selbst ahnte? Vielleicht sollte er sie testen, vielleicht konnte er sie sogar auf den rechten Weg führen und vielleicht konnte er ihr sogar etwas Verständnis für die Magie beibringen."Du fühlst es also, dann sollte dir doch auch klar sein, dass Innos' Macht größer ist, als wir erfassen können. Er hat all das geschaffen, dann sollte es ihm doch ein Leichtes sein, diese Steine zu seinem Werkzeug zu machen. Siehst du diese Apparatur da? Damit muss ich, sollte ich endlich mal einen der Steine fertig bekommen, diesen dann mit der Magie verbinden, so dass er zu einer Rune Innos' wird und dem Paladin als Brücke zur Magie dient."
Kurz blickte er zu dem Hörnchen, dass den ganzen Boden vollsaute, wehe das machte dann nicht sauber.
"Du hältst nicht viel von der Magie, oder? Aber du glaubst an Innos, von innen heraus. Vielleicht bist du ihm schon näher als du selbst denkst, vielleicht ist da sogar schon etwas, was dir sagt, dass die Magie der Paladine kein Hokuspokus ist."
Kanos Blick traf wieder den der Lady.
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| 12.12.2003 23:02 | #368 |
| Samantha |
Was faselte er da? Das hätte sie nun wirklich nicht von einem Paladin erwartet. Doch er schien sehr überzeugt zu sein von seinen Worten.
Die junge Lady kratzte sich ein zweites Mal an diesem Tage am weichen Kinn und musterte nachdenklich die Runensteine. Sollten sie doch mehr beinhalten als sie dachte? Sie sahen so unscheinbar aus. Doch vielleicht war genau das ihre Stärke, die Macht im Verborgenen.
Sie stieß sich vom Kamin ab und ging durch den Raum. Warme Luft erfüllte die Stube, sie würde ihren Abschied so lange wie nur möglich hinauszögern. Sie hatte wirklich keine Lust auf die Kälte dort draußen.
"Wie wärs mit einer kleinen Vorführung? Wenn diese Steine soviel können dann will ich das mit eigenen Augen sehen."
Sie blickte Kano herausfordernd an.
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| 12.12.2003 23:13 | #369 |
| Kano |
Wie gemein, gerade jetzt, wo er keine Rune hatte, wollte sie eine Vorführung."Hmm, hast du mich nicht vor ein paar Wochen gesehen? Mit dem Lichtzauber?"Genau, das war doch auch was gewesen.
Er blickte von ihr weg auf den Stein, wieder war er am letzten Abschnitt, an dem er schon die Versuche zuvor gescheitert war, jetzt ganz vorsichtig und er hatte endlich einen Runenstein fertig, dann fehlte nur noch die Bindung zur Magie.Langsam arbeitete er Stück um Stück ab, das Runenzeichen sah genauso aus wie in dem Buch, wunderbar, es schien zu klappen, ein letzter Schlag und...."HA! Geschafft! Endlich!"
Kano stand auf und betrachtete sein Werk, wunderbar, ausgezeichnet, fertig!"Also ich mein...du hast es doch damals gesehen oder? Hmm...wenn du willst, ich habe einige Bücher da, die ich dir geben könnte, da steht viel über die Magie. Ich denke, wenn du sie liest, dann wird sich dir Einiges erschließen."Langsam ging er mit dem Buch über Runenherstellung und dem Runenstein zu der kompliziert wirkenden Apparatur und legte beides davor ab. Jetzt nur keinen Fehler machen...
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| 12.12.2003 23:18 | #370 |
| Samantha |
Samantha bedachte die Bücher mit einem skeptischen Gesichtsausdruck. Er wollte sich doch nur drücken. Ganz klar, er konnte es gar nicht, er wollte nur von den Tatsachen ablenken und sie mit irgendwelchen langweiligen Schinken abspeisen. Aber nicht mit ihr.
Sie schüttelte den Kopf.
"Nein, schreiben kann die Menschheit viel. Ich glaube nur was ich mit eigenen Augen sehe. Das bei dir damals am Rathaus war ein Lichtreflex, nicht wahr? Mit irgendwas hast du die Sonne gespiegelt..."
Sie machte ein triumphierendes Gesicht.
"Also? Kannst du jetzt Magie oder nicht?"
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| 12.12.2003 23:37 | #371 |
| Kano |
Er wand sich um und blickte sie durchdringend an.
"Natürlich kann ich!"
Kano widmete sich wieder der Rune und legte sie in die Halterung ein. Nun lag es an ihm, aus dem Stein musste eine Zauberrune werden und die Magie war das letzte Glied.
"Komm her und sieh zu."
Kurz sah er über die Schulter hinweg zu Samantha und dann wieder nach vorn."Ich hoffe, es funktioniert gleich beim ersten Mal."
Langsam atmete der Paladin tief durch und legte die Hände an die beiden Flächen links und rechts vom Runenstein. Nun kam es darauf an. Er schloss die Augen und konzentrierte sich auf den Stein und die Magie, das Gefühl, dass ihn schon so oft ereilt hatte, fuhr auch dieses Mal wieder in Kanos Körper. Doch dieses Mal sammelte sich die Magie nicht in seinen Händen, diesmal strömte sie über die Handflächen in die Rune.
Kleine Blitze zuckten über die Überfläche des Steines, ein paar wenige Sekunden währte dieses Schauspiel, dann leuchtete die Rune kurz auf und verlosch wieder. Zurück blieb nur der Glanz, es sah nicht mehr aus wie ein Stein, es war, als wäre der Stein von vorhin zu einem Gebilde aus geschliffenen Edelsteinen geworden, verziert mit der Schriftrune in der Mitte.
Kano atmete wieder tief durch und nahm sein Werk in die Hand, fertig, er hatte es geschafft, seine erste Rune. Stolz sah er Samantha an.
"Überzeugt?"
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| 12.12.2003 23:49 | #372 |
| Hilias |
Hilias betrachtet das Tor zum oberen Viertel nachdenklich. Die beiden Wachen waren in eine angeregte Diskution vertieft und bemerkten ihn kaum. Hilias ging an ihnen vorbei ins obere Viertel hinein.
Die Häuser hier oben waren von beeindruckender Architektur. Hilias sah sich alles genau an, versuchte sich jedes Detail einzuprägen und die handwerklichen Techniken, die hinter den Fasaden und Mauern steckte, zu erfassen. Das konnte ihn alles nur weiter bringen. In seiner Heimat war er Schmied gewesen, doch jetzt war er Steinmetz und würde diesen Job genauso gut machen. Vielleicht sogar besser. Doch noch war er kein Meister. Noch reichte es nicht, nur Steinplatten zu hauen und Deckenhalter anzurühren. Er musste sich weiterentwickeln, seine Techniken verfeinern. Unersetzbar werden raunte sein Stolz in den Mantel der Logik verkleidet. Doch Hilias erkannte seine Bestimmung in der großen Schöpfung Innos . Er war nicht mehr als ein Werkzeug. Ein kleines Rädchen, das den LAuf der Zeit nur um wenige Milimeter zu bewegen vermochte. Er würde sich nicht tollkühn einen Bruch heben, weil er in Hochmut und Aroganz verfiel. Dafür war er noch nicht verrückt genung. Toe, seine Echse, schlängete sich von seiner Schulter und kletterte behende auf einen großen Baum, der im Sommer wohl als Schatteninsel dinen sollte. Hilias verfolgte in der Dunkelheit den Weg seines tierischen Begleiters, hörte einen Vogel entsetzt aufschreien und dann das feine Knacken von malenden Kiefern. Toe war ein Räuber, der sich nur aus einer Laune des Schicksales zu Hilias gesellt hatte. Ihm war alles egal, nur sein Überleben zählte.
Hilias fragte sich, ob er selbst jemals so werden könnte. Seine Echse frass den kleinen Singvogel mit Stumpf und Stiel und machte sich zum Abschluss noch über die Eier her, die in dem Nest lagerten. Dann kam er satt und zufrieden knurrend auf Hilias Schulter zurück, rollte sich zusammen und schloß die Augen. Sein Herr streichelte gedankenverloren über seinen Kopf, was das Knurren nur noch verstärkte. Wie eine schuppige Katze, dachte Hilias und Gänsehaut überzog seinen Körper.
"Hey, sagmal was suchst du denn hier!" hammerte eine tiefe Stimme durch die Nachte. Hilias versteifte sich und wollte wieder zu seinem Knüppel greifen, den er nicht hatte. Verloren. In den tiefen der Unterwelt von Khorines.Er drehte sich um und blickte in das vernarbte Antlitz eines Paladins. Der stand in glänzender Rüstung vor ihm, hatte die Arme in die Hüften gestemmt und sah mit strengen Blick auf Hilias nieder. "Sprich, was suchst du hier oben! Wirds bald."
Hilias sah nur einen Ausweg. Er stellte sich stram hin und ratterte seinen Text vor. "Rekrud Hilias ist mein NAme. ICh wurde erst heute in den Bund der Streiter Innos aufgenohmen und wollte mich hier nur nach dem Rechten um sehen.Der Paladin beäugte Hilias misstrauisch, doch diese perfekte Darbietung von Gehorsam schien ihm zu gefallen und ersparrte Hilias wahrscheinlich den Arrest. "So, ein übereifriger Rekrud also? Wer hat dir erlaubt die oberen Viertel zu betreten?"
"Niemand Herr!" sprengte Hilias vor, wie ein Hund der schwanzwedelnd einen stock bringt.
"Wer hat dir befohlen, hier oben die Pflichten eines Paladins zu erfüllen?" sprach der alte Recke weiter.
"Niemand Herr!"
"Und was zum Donnerwetter suchst du dann hier oben?!!" brüllte der Paladin aus LEibeskräften auf Hilias ein.
"Nur Ritter und höhre Ränge haben Zutritt zum oberen Viertel, merk dir das Soldat! Jetzt verschwinde, denke über dein Fehlverhalten nach und unterstütze dein Denken mit Hungern bis Morgenführ!" Hilias salutierte straff.Der Paladin lies seine Autorität noch einen Augenblcik durch die Stille der NAcht wirken. "Du darfst dich entfernen!" Hilias war schon an dem Riesen in Rüstung vorbei geschritten, da erhob sich desen Stimme erneut. Kraftvoll wie ein Gewitter, doch so leise wie ein Windhauch.
"Und wage es nicht, deinen Hunger zu brechen. Ich erfahre es." raunte er."Ja Herr" sagte Hilias und verbeugte sich knapp.
Er verlies sofort das obere Viertel.
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| 12.12.2003 23:55 | #373 |
| Samantha |
Samantha hatte dem Paladin aufmerksam über die hohe Schulter geschaut und ihre Zehen taten ihr schon weh vom ewigen Recken. Jetzt fiel sie erleichtert wieder auf ihre Ballen zurück und schaute den Magier fragend an.
"Und? Jetzt hast du Schriftzeichen in die Rune gemalt. Was kann man jetzt damit anfangen? Ich will richtige Magie sehen, was bringt es Schriftzeichen in Steine zu pressen? Ich will wissen zu was du fähig bist mit deiner tollen Magie. Bisher kann mein Schwert nämlich mehr als deine schwarzen Steine."
Sie schaute ihn herausfordernd an. Irgendwo im Hintergrund schmatzte es, ein Zeichen dass das Hörnchen die Nüsse aufgefuttert hatte und sich jetzt über die Obstvorräte hermachte..
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| 13.12.2003 00:08 | #374 |
| Kano |
Sie glaubte es noch immer nicht? Kano schüttelte den Kopf und sah zu dem frechen Nager, der fraß ja alles auf! Wie konnte in so ein kleines Viech so viel reingehen?
"Nun gut, wenn du unbedingt willst."
Er nahm die Lichtrune und begann den Zauber zu wirken, längst ein Leichtes für den Paladin. Nur einen Augenblick brauchte er und eine hell erstrahlende Kugel entstand in seiner Handfläche.
"Was sagst du jetzt? Und das ist nur der Anfang. Allerdings muss ich für die anderen Zauber erst noch die entsprechenden Runen herstellen. Wenn du in den Büchern liest, dann lernst du darüber mehr. Wenn es dich nicht interessiert oder du noch immer nicht an die Macht und Magie Innos' glaubst...nun...dann eben nicht, sie wird denen, die sich ihr verschließen, sowieso verwehrt bleiben..."
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| 13.12.2003 00:16 | #375 |
| Samantha |
Samantha blieb der Mund halb offen stehen. Tatsächlich, ein Ball voller Licht hatte sich zur Decke erhoben und erhellte die Einrichtung. Selbst das Hörnchen hielt kurz im Futtern inne, stopfte aber dann gleich wieder frische Beeren in sich hinein und kleckerte dabei das halbe Regalbrett voll.
Samantha schloß eilig ihren Kiefer wieder und das hämische Grinsen war aus ihrem Gesicht verschwunden.
"Bei Innos!"
Sie starrte immer noch auf das Licht und zwang sich dann wegzuschauen. Kano hatte einen genugtuenden Ausdruck in den Augen.
"Also gut, gib her die Bücher, ich werde mir das mal genauer anschauen. Und bei Gelegenheit zeigst du mir was man noch so alles damit anstellen kann, ja?"Ihre Stimme hatte einen seltsamen Befehlston angenommen. Sie erkannte sich selbst nicht wieder, die wenigen Wochen hier hatten sie schon derart geprägt dass sie ihre Angewohnheiten nur schwer wieder ablegen konnte."Ähm... ich meine natürlich, ich fänd es schön wenn du mir mehr davon zeigen würdest..."
Im Hintergrund knackte die Kruste von Kanos letztem Brotlaib. Das Hörnchen ging zum dritten Gang über...
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| 13.12.2003 00:25 | #376 |
| Kano |
"Wenn du so nett fragst, wie könnte ich da nein sagen.
Aber im Ernst. Die Magie ist kein Spass! Wenn du sie wirklich erlernen willst, so musst du mehr tun, als nur üben. Du musst glauben. Ohne Glaube wirst du nicht weit kommen. Und so, wie du heute Abend gesprochen hast, haben wir da wohl noch einiges vor uns. Es ist an dir, ob du diesen Weg gehen willst, ich kann dich aber, wenn du dich dafür entscheidest, leiten."
Kano legte die Rune auf den Tisch und rettete einen letzten kleinen Apfel, den das Hörnchen verschmäht hatte. Das würde wohl als Abendmahl reichen müssen, viel mehr war ja nicht mehr da.
"Aber sei vorsichtig mit den Büchern, sie sind teilweise recht alt und nur geliehen, zumindest ein Teil davon."
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| 13.12.2003 00:35 | #377 |
| Samantha |
Samantha schaute die dicken Bücher an. Ob sie es wagen sollte? Neugierig war sie jetzt allemal. Es wäre sicher nicht verkehrt mal eines von ihnen anzuschauen, vielleicht ergaben sich noch neue Erkenntnisse daraus, an die sie noch gar nicht gedacht hatte.
Vorsichtig nahm sie den Stapel Bücher auf und wuchtete ihn hoch. Sechs ausgereifte alte Schinken, gefüllt mit weisen Worten die ihre nächsten Nächte bestimmen würden.
"Danke, ich werde gut drauf aufpassen. Und wenn es wirklich so toll ist wie du sagst, dann werde ich wiederkommen und mich von dir unterrichten zu lassen. Mir ist bewußt dass es viel Mühe bedeuten wird, also mal schauen ob es diese auch wert ist!"
Eigentlich eine logische Sache. Sie wünschte ihm eine gute Nacht und ging mit ihrer schweren Last nach draußen, wo sie die eisige Kälte umfing. Das Hörnchen bemerkte ihren Rückzug und stopfte sich noch schnell den letzten Rest leckeren Puddings in den Magen, bevor es ihr hinterherrollte. Kurz vor der Türschwelle würgte es noch einmal kurz, spuckte einen verschluckten Kirschkern auf den Boden, schnatterte frech ein paar Sätze zu Kano und hüfte dann davon. Samantha war sich sicher dass es ein Grinsen im Gesicht gehabt hatte.
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| 13.12.2003 11:11 | #378 |
| Kano |
Schon früh war der Streiter Innos' aufgestanden und hatte fast die ganze Zeit damit verbracht, eine weitere Rune herzustellen. Fast, immerhin musste er seine Nahrungsvorräte noch aufstocken, freches Hörnchen, wie konnte man nur so viel fressen. Er sollte es Samantha in Rechnung stellen...
Nichts desto trotz war Kano fest entschlossen, heute ein paar der anderen Runen herzustellen, er brauchte unbedingt welche für sich selbst.
Konzentriert stand er am Runentisch, die Hände wieder an die Flächen gelegt. Diese Rune sollte eine Heiliger Pfeil-Rune werden. Konnte er nur hoffen, dass sie dies auch werden würde. Der Paladin konzentrierte sich auf die Prozedur und begann, leise murmelte er ein paar Worte, die in dem Buch standen und die er sich eingeprägt hatte. Wieder begannen kleine Blitze um den kalten Stein herum zu zucken. Kanos Körper spannte sich an, es wurde recht warm an den Handflächen und er brauchte alle Konzentration und Selbstbeherrschung, den Vorgang fortzusetzen.
Doch dann schließlich gelang es dennoch, die Rune leuchtete kurz auf und nahm dann eine ähnliche Oberflächenbeschaffenheit an, wie die erste Rune, die der Statthalter hergestellt hatte.
Zufrieden nahm dieser die Rune aus der Halterung und betrachtete sie. Ein schönes Stück, wirklich gute Arbeit, die er da geleistet hatte. Er steckte sie zu der Anderen in den kleinen Lederbeutel an seinem Gürtel und ging wieder zum Tisch, die Nächste war dran, noch hatte er einige Runen vor sich, aber die würde er auch noch hinbekommen, ganz sicher...
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| 13.12.2003 14:26 | #379 |
| Kano |
Zufrieden lehnte sich Kano zurück und streckte die Arme über den Kopf. Wunderbar, er war mit den Steinen fertig. Nachdem er beschlossen hatte, dass er erst die Zeichen in die Steine einarbeiten und danach die Zauber sprechen würde, hatte der Paladin die ganze Zeit damit verbracht, der Sache nachzugehen. Ein ewiges Meiseln und Klopfen war die Folge gewesen, einige Steine waren dabei noch zu Bruch gegangen, allerdings nahm die Fehlerrate zusehens ab. So langsam entwickelte er ein Gefühl dafür und wenn man den Dreh erstmal raus hatte, dann war es eigentlich gar nicht so schwer.
Doch nun brauchte er erstmal eine Pause. Langsam stand er auf und nahm sein Schwert. Bogen und Zweihänder blieben daheim, in der Stadt waren sie kaum erforderlich. Und selbst das Einhandschwert barg noch ein seltsames Geheimnis, es hatte etwas mystisches und schien nicht wie die Waffe eines Paladins. Aber gerade das reizte Kano und er hatte sich fest vorgenommen, der Vergangenheit der Klinge auf den Grund zu gehen.
Der Paladin schritt gemäßigten Ganges zum Tor hin und gesellte sich zu den beiden Wachen, Brujahn und Toran hatten Dienst, zwei Soldaten, die schon seit langer Zeit Ritter des Königs waren. Sie hatten weniger Erfahrung in Schlachten gesammelt, als viel mehr im Umgang mit der Stadtbevölkerung und Verteidigung. Und ab und zu war es doch recht angenehm, einfach nur an der frischen Luft zu stehen und das Treiben in Khorinis zu beobachten, dazu war das Tor zur Oberstadt ein geeigneter Ort...
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| 14.12.2003 14:40 | #380 |
| Kano |
Ein Blitz zuckte vom Runentisch ausgehend durch den Raum und schlug in den Schürhaken am Kamin ein. Erschrocken machte Kano einen Satz zurück und starrte das Gerät an. Verflucht, was war das denn?! Zwei weitere Runensteine hatte er inzwischen noch mit Magie erfüllen können, doch bei der Dritten an diesem Tage, dem heiligen Schild, ging irgend etwas schief. Zunächst verlief alles normal, die Magie strömte über Kanos Hände in die Rune und lud sie langsam auf. Dennoch unterlief dabei wohl ein Fehler, denn die Macht des Zaubers wurde nicht in den Stein gebunden. Er nahm ihn aus der Halterung und ging damit zum Tisch, schlug die Seite für die Schildrune auf und verglich die beiden Zeichen.
Leicht nickend tippte er auf den Tisch und erkannte den Fehler. Das Runenzeichen war nicht exakt das, welches das Buch zeigte...folglich konnte die Magie wohl auch nicht in dem Stein gebündelt werden. Zu dumm, deraretige Fehler durften ihm nicht unterkommen, das könnte böse enden, sollte jemand die plötzlich frei werdende Energie abbekommen.
Der Paladin ließ sich also auf dem Stuhl nieder und begann, die Rune für den heiligen Schild erneut zu fertigen, noch einmal würde ihm dieser Fehler nicht unterlaufen...
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| 14.12.2003 14:59 | #381 |
| Samantha |
Der Regen schlug ein, prasselnd und dicht, als müsse er die letzten trockenen Tage wieder gut machen. Peitschend krachte der Wind gegen die Fenster und ruckelte an den morschen Scharnieren. Der Himmel tobte, dicke Wolken hatten sich aufgetürmt und quollen immer weiter, hin und wieder zuckte ein Blitz zwischen ihnen hindurch und suchte sich zittrig seinen Weg zur Erde. Donner ergroll, mächtiger, tiefer Donner, der wuchtig über das Land rollte und die Grundmauern der Häuser erschütterte. Die Göttern zürnten.
Samantha kuschelte sich tiefer in ihren alten Lehnstuhl. Ihre Zehen wackelten wohlig vor dem prasselnden Kaminfeuer, das eine angenehme Wärme ausstrahlte. Der Raum erstrahlte in seinem matten Licht, ein warmer, tiefer Gelbton, der sich an die steinernen Wände legte und die Schatten der Kerzenleuchter auf der Tafel tanzen ließ.
Ein Seufzer entrann der Lady. Sie war vertieft in die Weiten der Magie, der Macht Innos. Der Schmöcker war interessanter als sie gedacht hatte. Eigentlich hatte sie nur kurz reinschauen wollen, doch jetzt saß sie schon mehrere Stunden wohlig vor dem Kamin eingekuschelt und verschlang mit ihren Augen die Seiten.
Draußen fegte der Sturm weiter über das Land. Das Hörnchen saß am Fenster und schaute durch regenüberströmte dicke Gläser. Das Land würde untergehen, wenn das so weiterregnete. Und der schöne dicke Baum auf dem Platz vor dem Haus hatte auch schon seine Blätter verloren, ein Jammer. Wenn das so weiterging war gar nichts mehr von ihm übrig. Doch andererseits wuchsen durch das Nass wieder jede Menge leckerer Sprossen aus der Erde, hoffte es zumindest.
Freudig quiekste das Hörnchen auf und hüpfte vom Fenstersims. Seine Krallen tapsten über den Holzboden, bis es schließlich das weiche Schattenläuferfell vor dem Kamin erreicht hatte, wo es sich eine Kule zurechtdrückte und sich dann wohlig darin eingrub. Ein faules Wetter, genau richtig um von Kanos großen Nüssen zu träumen. Der Schwanz zuckte noch ein paar Mal, dann war es eingeschlafen.
Samanthas Augen flogen derweil weiter über die Seiten. Sie las über die Entstehung des Lichtballes, der jedem Paladin den Weg leuchten würde. Sie erfuhr etwas über den heiligen Pfeil, der sich durch Innos Kraft in der Hand des Kriegers bildete und jeden getroffenen Feind zu Boden reißen würde. Und nicht zuletzt die Vertreibung des Bösen, ein Zauber gegen die Diener Beliars, die durch Innos Kraft wieder in das Reich ihres Ursprungs zurückgedrängt wurden. Alles dies beinhaltete der erste Kreis der mächtigen Paladinmagie.
Die junge Lady schaute auf und bohrten ihren Blick ins Feuer. Magie. Doch woher kam sie? Wie entstand sie und wie lies sich das alles erklären?Wissbegierig legte sie das Buch über die Magiekreise zur Seite und griff sich ein anderes. Sein Titel war eindeutig: Die Macht Innos.
Dies musste es sein, das Buch mit den Antworten. Hier musste stehen, warum Innos das alles machte und wie er seinen Anhängern soviel Kraft verlieh. Hier würden ihre Fragen gelöst werden.
Voller Hoffnung schlug sie den Einband auf und begann sich in den Seiten zu vertiefen. Eine lange Reise zu Innos stand ihr bevor.
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| 14.12.2003 15:34 | #382 |
| Kano |
Klackend berührte der Runenstein den Tisch und blieb darauf liegen. Das Meiseln war recht schnell von statten gegangen, so langsam hatte er den Dreh raus. Der Paladin erhob sich und blickte sich um, Samantha hatte nichts von sich hören lassen, vielleicht sollte er man sehen, ob sie überhaupt in den Büchern las. Draußen regnete es in Strömen, was für ein Sauwetter. Dennoch beschloss er, sich zu ihrem Haus zu begeben, weit war es ja nicht. In seine Uniform gekleidet verließ der Paladin also das Haus, schloss ab und rannte quer über den Hof in den Seitenhof des oberen Viertels. Mit einem dumpfen Knall kam er an Samanthas Tür zum Stehen und drückte sich dagegen um nicht allzu viel vom Regen abzubekommen.
Kano betätigte den Türklopfer und wartete ab, sie könnte sich wirklich beeilen, hoffentlich war sie überhaupt da. Aber es kam ein Feuerschein von drinnen, unbeaufsichtigt würde sie das sicher nicht lassen. Mehr ungeduldig als geduldig wartete er also ab und versuchte nicht nass zu werden...zumindest nicht noch nasser, als er es durch das kleine aber feuchte Stück Weg zwischen den beiden Häusern ohnehin schon geworden war...
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| 14.12.2003 15:48 | #383 |
| Samantha |
Schnarchlaute drangen aus dem bequemen Ohrensessel. Mit leicht geöffneten Lippen saß die Lady da, den Kopf zur Seite gerutscht und das Buch in den Schoß gefallen. Mit jedem Atemzug drang es wieder hervor, dieses leise Schnarchen, das dem Hörnchen das Fell sträuben ließ. Verärgert über die Ruhestörung buddelte es sich tiefer in das Schattenläuferfell, als es auch noch laut an der Tür zu klopfen begann. Heute ging wirklich alles schief.
Entnervt sprang das kleine Tierchen auf und stieß einen ohrenbetäubenden Urschrei aus. Kaum zu glauben dass aus so einer kleinen Kehle solch ein Laut kommen konnte.
Samantha fuhr erschrocken in ihrem Sessel auf und mit lautem Poltern fiel das Buch in ihrem Schoß zu Boden. Verwirrt griff sie sich in die zerzausten Haare, als es ein weiteres Mal klopfte.
Samantha hielt inne und schaute zur Tür. Besuch, bei dem Wetter? Wer konnte das sein?
Am ehesten würde sie das wohl herausfinden, wenn sie hinging und aufmachte. Langsam schälte sie sich aus der Decke und machte sich auf den Weg zur Tür. Ihr linker Fuß war eingeschlafen, daher dauerte der Weg etwas länger als sonst. Ein paar Mal stampfte sie damit auf, bis er endlich wieder aufhörte zu kribbeln.
"Wer ist da?", rief sie laut durch die geschlossene Tür.
Keine Antwort. Verwundert zog sie die Stirn kraus und öffnete dann die Tür.Ein Schwall Wasser kam ihr entgegen und hinterher ein nasser Paladin, der geradezu ins Haus fiel.
Reflexartig wich Samantha aus und trat einen Schritt zur Seite, sodass Kano in einem weiten Bogen durch das Haus flog und an der gegenüberliegenden Wand zum Stehen kam. Das Regal, welches er angerempelt hatte, erzitterte in seinen Grundmauern und übergoss den durchnässten Krieger mit einem Schwall Kaminholz.
"Huch! Kano?", Samantha schloß schnell die Tür wieder und starrte ihren Besucher unter dem Holzhaufen an.
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| 14.12.2003 16:01 | #384 |
| Kano |
Eben stand er noch vor der Tür, schon ging alles ganz schnell, der Widerstand schwand und er stolperte ins Haus, konnte sich nicht rechtzeitig fangen und prallte auf das Regal mit Holzscheiten. Zu allem Überfluss fielen noch ein paar heraus und trafen Kano an Arm und Schulter.
"Ach...Mist..."
Der Paladin wand sich um und sah zu Samantha, Sekundenbruchteile später kam noch mehr Holz nach und schien den Besucher unter sich begraben zu wollen."Autsch!"
Kano grub sich wieder aus den Scheiten hervor und richtete sich auf, verflucht aber auch.
"Dein Haus ist ja eine Todesfalle!"
Er legte die Jacke ab, sie war eh durchnässt und nun auch noch schmutzig."Naja...was einen nicht umbringt, macht einen stärker, nicht wahr?"Langsam schritt der Statthalter durch den Raum und sah sich um, er war noch nie hier gewesen, schick hatte sie es, das musste man ihr lassen. Das hatte sicher einiges gekostet.
"Nett, wirklich nett. Und schön warm."
Dann fiel ihm das Buch auf, das auf dem Boden lag.
"Sag mal...als ich dir die Bücher mitgab, hatte ich eigentlich erwartet, dass du sie liest...nicht, dass sie hier auf dem Boden rumliegen..."Ein strenger Blick traf die junge, in ein Kleid gehüllte, Lady. So traf man sie nicht oft, schick, mehr noch als ihr Haus. Ob sie tanzen konnte? Ach Quark, was waren das für Gedanken. Kurzzeitig hatte sich seine Miene etwas besänftigt, als er sich wieder der Situation bewusst wurde und streng schaute...
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| 14.12.2003 16:26 | #385 |
| Samantha |
Als sie sich versichert hatte, dass dem Paladin nichts ernsthaftes passiert war, grinste sie leicht. Da mochte er recht haben, so leicht kam keiner ungeschoren in ihr Haus hinein. Nur geladene Gäste oder andere erwartete Besucher, spontane Gäste mussten mit einigen Schwierigkeiten rechnen. Das Haus hatte einige Tücken auf Lager, der Holzstapel war nicht die einzige.
"Nunja, einen Besuch bei mir muss man sich manchmal erst erarbeiten", erwiderte sie und half ihm aus dem Holzhaufen. Sie würde die Unordnung später wieder aufräumen, vielleicht vergaß sie es auch ganz. Mit Schrecken dachte sie an das Chaos ein Stockwerk höher, doch dort würde eh kein Besucher auf normalem Wege hinkommen.
"Was führt dich her, außer das Wohl deiner Bücher?", fragte sie ihn geradewegs heraus und machte keinen Hehl daraus, dass er nicht gerade willkommen war. Sie hatte so schön geschlafen, von Innos geträumt, einem muskulösen Jüngling, der sie durch seine Magie geführt hatte... Verwirrt schüttelte sie den hellen Haarschopf. Nein, das musste ein anderer Traum gewesen sein.
Das Hörnchen drehte unterdessen durch. Nun war gar nicht mehr an schlafen zu denken, es war zum aus dem Fell fahren. Da wollte man sich einmal ausruhen und den faulen Tag genießen und dann kamen ständig Leute herbei und störten. Ärgerlich schnatternd jagte das Hörnchen durch den Raum, wirbelte Tassen und Teller auf und fegte die Asche im Kamin auf. Wie wild sprang es um die beiden Zweibeiner herum und erst ein beherztes Eingreifen von Samantha konnte seinem Bewegungsdrang Einhalt gebieten. Knurrend moserte es jetzt in dem umgestülpten Blumentopf herum, den die Lady ihm übergezogen hatte.
"Wo waren wir stehengeblieben? Achja, die Bücher." Samantha ging wieder zum Kamin und lehnte sich dagegen. "Ich hab sie gelesen, das klingt wirklich interessant. Ich hätte nicht gedacht dass Innos soviel vollbringen kann..."
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| 14.12.2003 16:44 | #386 |
| Kano |
"Das und noch viel mehr. Innos Macht ist größer als unser Geist es zu erfassen vermag."
Er hob das Buch auf und betrachtete es, eines derer, die auch er gelesen hatte."Und, was hast du erfahren? Warum gab Innos den Paladinen die Magie?"Kano legte das Buch auf den Tisch und ging ein paar Schritte durch den Raum."Erzähle mir davon, was du darüber weißt, was du dazu denkst. Und ob du interessiert bist, mehr über das Wissen und die Magie zu erfahren, vielleicht sogar zu lernen."
Die Arme vor der Brust verschränkt wand er sich zu ihr um und blickte sie direkt an. Sie schien ihm noch nie wirklich viel von Innos und seiner Magie gehalten zu haben, nun war er gespannt, was sie jetzt, nachdem sie in den Büchern gelesen hatte, darüber dachte...
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| 14.12.2003 18:14 | #387 |
| Samantha |
Samantha grübelte eine Weile. Das waren ja nun wirklich schwere Fragen, sie hatte das selbst noch nicht ganz herausgefunden. Einige Dinge hatten in dem Buch gestanden, das war richtig. Doch durch ihre plötzliche Müdigkeit hatte sie nur die ersten zwanzig Seiten des Schmöckers geschafft und so fehlte ihr noch der eigentliche Teil über Innos Herrschaft. Doch wie brachte sie das dem wißbegierigen Lehrmeister am besten bei? Er sah gerade so aus als würde er sie fressen wenn er das erfuhr.
Etwas schummrig im Kopf bei diesem Gedanken entschuldigte sie sich kurz und verschwand nach oben. Sie wollte ihre Rüstung anziehen, damit fühlte sie sich wohler. In Gedanken schon wieder bei ihrer möglichen Antwort, streifte sie sich die Platten über und wollte in die Stiefel steigen, als da etwas im Weg war. Kleine Ärmchen umschlossen ihren Fuß und drückten schmerzhaft zu. Irritiert hielt Samantha inne und schaute hinab, was sich da an ihrem Fuß festgezogen hatte.
Erschrocken machte sie einen Satz rückwärts und hätte fast geschrien, konnte sich jedoch gerade noch zurückhalten und Kano unten bemerkte nichts davon. Da hing ein hässicher kleiner Krake an ihrem Fuß und wand seine vielen Arme um ihren Knöchel, dass es fast schon blutete. Angeeckelt schüttelte sie ihr Bein um das Viech abzustreifen, doch der Krake hatte seine Saugnäpfe geschickt angebracht und war nicht wegzukriegen. Nun musste sie zu härteren Maßnahmen übergehen. Energisch zog sie an einem der Fangarme und das Gewebe dehnte sich erstaunlich lang. Irgendwann machte es Plopp und er entrissene Arm kroch selbstständig weiter über den Boden.
Das war Samantha nun zuviel. Mit einem geschickten Griff hatte sie ihren Einhänder in der Hand und machte aus dem anhänglichen Wesen kurzen Prozeß. Die Überreste kippte sie aus dem Fenster, wo sie unten hinter der Mauer einer Stadtwache auf den Kopf fielen.
Eilig zog Samantha den Kopf wieder zurück und schloß das Fenster, damit ja keiner auf die Idee kam die merkwürdigen Stückchen kämen von ihr.
Ein Gedanken schoß ihr durch das Hirn. Die Kraken. Hilias. Sein Gestammel von der Kanalisation. Sollte er etwa recht haben? Sollte eine Brut Kraken dort unten lauern und nur darauf warten die Stadt unter sich zu begraben? Einer war hier bereits aufgetaucht. Es würde sicher nicht mehr lange dauern bis sich noch mehr zeigen würden.
Ruckartig fuhr sie in die Höhe. Sie steckte ihr Schwert ein und polterte die Treppe hinab. Kano warf ihr einen verwunderten Blick zu.
"Ich muss dringend nochmal weg!", verkündete sie, ganz außer Atem, "es ist wirklich wichtig, ich komme ein andermal bei dir vorbei wegen der Magie!"Mit einem schnellen Griff befreite sie das Hörnchen und schob Kano aus dem Haus. Dann hechtete sie weiter, hinunter in die Stadt. Sie musste etwas tun.
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| 14.12.2003 20:23 | #388 |
| Kano |
Der Paladin zog die Stirn kraus und sah Samantha nach, dann machte er sich auf den Heimweg. Versteh einer die Weiber, war doch immer das Gleiche. Nun denn, er wollte nichts von ihm, außer vielleicht bei Gelegenheit die Bücher zurück. Aber ansonsten nichts. Ein paar Schritte später stand Kano vor seiner Tür und trat ein, es wurde Zeit, die letzten beiden Runen fertig zu stellen, dann hatte er endlich seinen eigenen Satz und konnte sich der nächsten Stufe seiner Weiterbildung widmen.
Doch bis dahin war noch etwas Arbeit, zwei Runen, um genau zu sein. Und solange Samantha sich nicht entschieden hatte, brauchte er auch erstmal keine weiteren anfertigen. Kano setzte sich und sah sich um. Seit Zylia nicht mehr bei ihm Unterricht nahm und dementsprechend auch nicht mehr bei ihm wohnte, sah es alles viel unordentlicher aus, so ein Mist. Er sollte sich dringendst eine neue Assistentin besorgen, vielleicht gab es ja in der Stadt sogar jemanden, der sich ein paar Münzen dazuverdienen wollte und gleichzeitig noch in die höheren Kreise der Stadt eingegliedert wurde.
Er nickte kurz und stützte sich dann auf den Tisch, den Runenstein in seiner Hand wiegend. Weiter ging es, an diesem Tag konnte er sie noch fertig bekommen, sofern er nicht wieder zuviele Steine durch Fehlkonstruktion oder andere Fehler zerstörte, ganz zu schweigen von seinem Haus...
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| 14.12.2003 21:20 | #389 |
| Carthos |
Carthos hatte den Tag damit verbracht, alte Sagen und Geschichten aus vergangenen Zeiten durchzulesen. Der Richter hatte zahlreiche Bücher über all die Jahre angehäuft und der Lord hatte sich vorgenommen alle durchzulesen. Im Alten Lager war ihm das alles egal gewesen, doch heute war alles anders. Als ein Diener Innos musste er noch einiges über seinen Gott lernen und als Kommandant der königlichen Armee war die Geschichte ohnehin unersetzlich. Angeblich wiederholte sie sich immer wieder, was zum Teil ja auch stimmte. Doch konnte man aus ihr auch viel lernen. Die erfolgreichsten Feldherren verdankten ihre Siege nicht ihren strategischen Fähigkeiten, sondern ihrem Wissen über längst vergangene Feldzüge. Das Verhalten des Feindes auf gewisse Gegebenheiten war stets dasselbe, wieso sollte man mit ein und derselben Strategie nicht 200 jahre später ebenfalls einen Erfolg herbeiführen können ?
Dank dem Untergang der Kolonie hatte er schon einiges gelernt über die Vergangenheit und die Geschichte Myrthanas. In ihr befand sich die Lösung zum Sieg gegen Beliar. Nur hatte sie bisher noch keiner gefunden und es würde sicher noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern bis ein Gelehrter diese Stelle in der Geschichte entdecken würde. Aber würden sie soviel Zeit haben ?Carthos legte das Buch beiseite und blickte in das knisternde Feuer. So viele Jahre waren vergangen und immer noch kämpften die Menschen an allen Fronten und nicht nur das, sie kämpften auch gegen sich selbst. Viele Male hatte er die Idiotie der Menschen verflucht. Wenn eine Rasse in schwerer Stunde nichts besseres zu tun hatte als sich selbst umzubringen konnte dies nur ihren Untergang bedeuten.
Der Kommandant sank in seinem Sessel zusammen und schloss die Augen. Zum ersten mal seit langem konnte er die Stille um ihn herum genießen. Keine Orks, keine Söldner, endlich einmal Ruhe.
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| 15.12.2003 22:20 | #390 |
| Carthos |
Carthos hatte den Tag damit verbracht, in den alten Büchern des Richters zu stöbern. Zwar hatte er am Vortag bereits einiges durchgekaut, doch in den weiteren Schriften hatte er einige interessante Sagen und Mythen gefunden.Leider stand nirgendwo etwas zur Schwertweihe der Paladine, welche er demnächst durchführen wollte. Er hatte seinen Erzeinhänder bereits bereit gelegt und wollte morgen ins Kloster aufbrechen um sich dort danach zu erkundigen. Der Lord legte sein Buch zur Seite und blickte zu seinem Schwert hinüber, in dessen Klinge man das flackernde Kaminfeuer sehen konnte. Die aufwendig geschmiedete Klinge war glatt und strahlte in allen möglichen Blautönen, während sein treuer Zweihänder eine etwas unförmige Klinge besaß und schon etwas abgenutzt erschien. Nur das edle Metall aus längst vergangener Zeit sorgte dafür, dass das Material in einem hefttigen Gefecht nicht zerbersten konnte, genau so wie die Waffen aus dem magischen Erz.
Morgen wollte er das magische Ritual kennen lernen, welches die Paladine seit Anbegin ihrer Kultur durchführten. Innos' Segen für seine eigene Klinge erbeten.
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| 18.12.2003 18:03 | #391 |
| Kano |
Es war ein guter Teil des Erzes gewesen, dass ihm da der Söldner gebracht hatte. Vielleicht war es ja wirklich eine Geste des guten Willens, wenngleich es nicht so schien, als hätte er es im Namen Lees getan sondern auf eigene Faust. Kano drückte sein Siegel auf das Dokument und stand langsam auf, den Kopf zur Seite drehend, den Blick auf den Eingang gerichtet. Lothar kam gerade herein und schüttelte sich etwas, es war wirklich kalt geworden, in Khorinis. Allein schon das Öffnen der Tür brachte einen kalten Zug mit sich. Der Statthalter hatte seine politischen und wirtschaftlichen Aufgaben für diesen Tag erledigt und es wurde Zeit, dass er sich dem Feierabend widmete.
Kano verließ das Rathaus und trat nach draußen, in die Kälte, Eiseskälte. Der Paladin zog den Wams, den er unter der Rüstung trug, bis zum Kinn und sah sich um. Es war kaum etwas los, zu dieser Zeit war im Oberen Viertel wirklich nicht viel Betrieb, die meisten Bürger verkrochen sich in ihren warmen Häusern und gingen nur zum Einkaufen oder Spazieren nach draußen...und selbst das im Schnellschritt.
Vor seinem eigenen Haus angekommen blickte er durch die Fenster hinein, drinnen war es dunkel, was auch sonst, sicher auch nicht sonderlich warm. Irgendwie zog es ihn da nicht so hinein, vielleicht sollte er einfach nochmal hinunter gehen, in die Unterstadt, vielleicht ins Wirtshaus, da war es sicher gemütlich.
Gedacht, getan, der Statthalter machte sich sogleich auf den Weg zum Tor, im Wirtshaus konnte er sich auch mal wieder ein delikates Schattenläufersteak gönnen, wann hat man schonmal so etwas Feines. Gemächlich schritt er zum Tor und passierte dies recht bald. Die Wachen, seine Kameraden, grüßte er wie immer und wurden ebenso gegrüßt, wie immer. Dann ging es weiter...
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| 19.12.2003 23:26 | #392 |
| Kano |
Mit leicht gesenktem Haupt saß Kano auf der Brunnenmauer und betrachtete die Zornrune in seinen Händen. Es war bitter kalt, dennoch zog es den Paladin nach draußen, es war irgendwie isolierend, vom Rest. Er starrte die ganze Zeit vor sich hin auf die Rune und dachte über die verschiedensten Dinge nach. Vor allem über die Magie. Die Magie und Innos, ihren Ursprung. Es war etwas Wundervolles, was der Gott den Menschen da gegeben hatte. Und er, Kano, er war ein Teil davon geworden, hatte es sogar so weit gebracht, dass er nun derjenige war, der die Paladine in der hohen Kunst der Magie schulte. Und wie er vor einigen Tagen festgestellt hatte, war er nun auch schon einer derer, die Innos in der Stadt vertraten, gegenüber Ungläubigen und Zweifelnden, Verirrten und Verlorenen.
"Na, junger Paladin? Ihr sitzt schon eine Weile hier, ist das nicht kalt?"Diese Worte rissen den Statthalter plötzlich aus den Gedanken und ließen ihn aufblicken. Eine magisch anmutende Gestalt stand vor ihm, das Mondlicht spiegelte sich in ihren Augen und ließ das seidene Haar glitzern."Was ist, darf ich mich zu euch setzen?"
Die strahlenden Augen schauten ihn direkt an und das Gesicht nahm freundlich verschmitzte Züge an.
"Ähm...ja, sicher, setzt euch ruhig, dies ist ein öffentlicher Brunnen..."Sie lächelte etwas und schien innerlich den Kopf zu schütteln, über die plötzliche Verwirrtheit des Soldaten.
Langsam ließ sie sich neben ihm nieder und stützte sich mit den Armen auf den kalten Stein.
"Darf ich nach eurem Namen fragen?"
"Mein Name?...Ich bin Kano, aus dem Hause Antharia."
Kurz blickte er auf die Rune. Wie lang war es nun her? Und ob er die alte Heimat je wiedersehen würde?
"Ein fernes Land, aber das ist eine andere Geschichte."
"Nun, vielleicht könnt ihr sie mir ja einmal einzählen...?"
Den Kopf leicht geneigt blickte sie zu ihrem Nachbarn.
"Wenn sie euch interessiert, vielleicht."
Ob er sie unbedingt erzählen musste, da war er sich nicht wirklich sicher, bisher hatte er immer versucht, die Vergangenheit ruhen zu lassen und scheute die Gedanken daran. Viele Fragen warf es auf, wann immer er zurück dachte, Fragen, die er sich nicht beantworten konnte.
"Und ihr? Wie heißt ihr?"
"Ich bin Sophia, ich komme aus Khorinis, es war schon immer meine Heimat.Aber sagt, haben wir uns nicht gestern unten im Wirtshaus gesehen?"
Kano blickte ruckartig zu ihr und musterte sie genauer, jetzt wusste er, woher er das Gefühl hatte, sie schon einmal gesehen zu haben. Im Schein des Mondes sah sie ganz anders aus.
"Jetzt wo ihr es sagt, stimmt, ich erinnere mich."
"Ihr habt ja ganz schön viel verputzt, was? Dabei seht ihr gar nicht so aus, als wäret ihr ein beleibter Mann. Zudem seid ihr auch Paladin. Aber vielleicht macht das Leben als Soldat einfach hungriger, wie?"
Ein leicht freches Lächeln zauberte sich auf ihre Lippen.
"Ihr irrt nicht, ich hatte wirklich Hunger, das Leben eines Paladins lässt unter Umständen nicht viel Zeit zu einfachen Dingen. Aber gestern war etwas Zeit, wie auch heute, die Tage wird es ruhiger."
"Ah, verstehe, daher sitzt ihr auch hier. Aber es ist wirklich kalt, habt ihr nicht Lust, wo anders hin zu gehen?"
Sie stand auf und stellte sich vor Kano.
"Na, werter Paladin, mögt ihr nicht?"
"SOPHIAAA!", ein greller Ruf hallte durch das nächtliche obere Viertel."SOOOPHIIIAAAA", hallte wieder die Mädchenstimme durch die Nacht.
Die Gerufene wand sich kurz um und blickte dann wieder zu Kano."Hmm, schade, meine Schwester...meine Eltern sehen nicht gern, wenn ich abends weg bin, ich muss wieder heim. Entschuldigt, Kano von Antharia, vielleicht sehen wir uns ja bald wieder?"
Der Paladin erhob sich und nickte.
"Warum nicht, das Oberviertel ist nicht groß."
"Gut, also dann, bis bald, gute Nacht."
Mit diesen Worten wirbelte sie herum und rannte davon, durch den Torbogen in den Seitenhof des Viertels.
Auch Kano entschloss sich, den Abend nun zu beenden und sich heim zu begeben. Eine seltsame Bekanntschaft, die er da gemacht hatte, noch viel seltsamer war jedoch, wie sie sich plötzlich in seinem Kopf ausbreitete. So recht wollte ihm die junge Frau nicht mehr aus dem Kopf gehen. Er trat in sein Haus und legte die Rüstung ab, seufzend ließ er sich in seinem bequemen Stuhl nieder und lehnte sich zurück. Eine wirklich bezaubernde Frau, das musste er zugeben, insgeheim hoffte er sogar, sie noch einmal wiederzusehen, zu dumm, dass er nicht wusste, wo genau sie wohnte...
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| 20.12.2003 16:43 | #393 |
| Kano |
Nachdenklich blickte Kano in das Feuer seines Kamins, noch immer kreisten ihm Gedanken zur letzten Nacht im Kopf herum. Aber auch Gedanken um Innos und die Magie, es gab noch etwas, was er noch nicht beherrschte, ein weiteres Geschenk Innos' an seine Paladine. Die Selbstheilung. Inzwischen hatte er Einiges darüber gelesen und kannte zumindest die Theorie um diese Kraft. Es wurde nun aber langsam Zeit, dass er sich auch die Praxis aneignete. Angeblich war es nicht schwer, kostete nur etwas Energie.
Ein kräftiges Klopfen an der Tür erklang und riss den Statthalter aus seinen Gedanken. Kano schlug das Buch zu, dass er die letzten Stunden studiert hatte, und stand auf. Langsam ging der Paladin um zu öffnen und erkannte einen Kameraden wieder.
"Vaylen, schön euch wiederzusehen. Ich hoffe ihr habt eure Rune nicht schon wieder verschmissen?"
"Hehe, nein. Lord Hagen schickt mich, das Schiff mit dem Erz ist heute aufgebrochen. Das heißt die Erzlager sind leer und demnächst werden wohl neue Lieferungen anstehen."
"Alles klar, dann werden wir das mal bei Gelegenheit in die Wege leiten müssen. Kann ich dabei auf dich zählen? Wir werden sicher einige gute Männer gebrauchen können, die das Erz verteidigen."
"Ja klar, ich werde dabei sein, ich muss hier sowieso endlich mal wieder raus. Jungejunge, so langsam verstaubt man richtig, wenigstens können wir uns durch regelmäßiges Training fit halten.
So, also dann, ich verschwinde mal wieder, muss noch zu André. Der soll ein paar Jungs zum Kistenschleppen einteilen. Hehe, man ich bin froh, dass wir über das Dasein als Waffenknecht hinaus sind.
Mach's gut, Freund, wir sehen uns sicher bald wieder."
"Halt die Ohren steif."
Der Paladin nickte und wand sich seitlich um, dann ging er schnellen Schrittes in Richtung Unterstadt. Auch Kano entschloss sich, etwas frische Luft zu schnappen und legte sein Schwert an. Die Rüstung nochmal zurechtrückend verließ er sein Heim und schloss ab, dann ging er den gleichen Weg wie Vaylen....
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| 20.12.2003 20:20 | #394 |
| Carthos |
Carthos war nach seiner langen Reise endlich wieder im warmen Planungsraum angekommen und hatte es sich auf einem der Sessel bequem gemacht.In seinen Händen hielt er einen Bericht von Paladin Lothar, was die Anzahl der Ersatzwaffen und die aktuelle Stärke der Truppe anbelangte. Heeresverwaltung war ein derart trockener Job, das der Paladin sich erst einmal eine Flasche Wein gönnte.
Nach den letzten Gefechten hatte er schlimmere Zahlen erwartet, doch zum Glück waren die meisten, die sich damals verletzt hatten, wieder auf dem Damm und hatten bereits ordentlich trainiert.
Es war schwer neue Ritter anzuwerben. Verstärkung bekam man nur aus dem khorinischen Volk, da die Verbindung zum Festland abgeschnitten war und man annehmen konnte, dass von dort keine Verstärkungen eintreffen würden.Doch momentan schien ihre Lage wohl gesichert, da auch die Orks anscheinend Nachschubprobleme hatten. Seit der Eroberung des Minentals hatten sie keinen Anstalten gemacht es zurück zu erobern. Dies konnte natürlich bedeuten, dass die Armee von König Rhobar auf dem Festland große Fortschritte machte und Beliar nun sämtliche seiner Schergen dort behielt um der Armee trotzden zu können.Doch das alles waren nur wilde Spekulationen. Nur würde er zu gern wissen, wie die Situation in der Hauptstadt und den Provinzen war.
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| 21.12.2003 13:59 | #395 |
| Yerodin |
Bedrohlich flackerten die Flammen im Kamin des Ritters und tauchten den Raum in ein rötliches, bedrohliches Licht. Yerodin stützte seinen Kopf auf die Hände und starrte ins Feuer, tausende Gedanken schossen ihm ungeordnet durch den Kopf. Angefangen von den Erlebnissen des Zweihandtrainings bis hin zu den tragischen Erfahrungen in seiner Jugend. Im Abstand von Sekunden flackerten kurze Erinnerungssequenzen durch seinen Kopf, die aber durch ein hastiges Kopfschütteln vertrieben wurden.
Der Ritter war in letzter Zeit mehr und mehr zu einem nachdenklichen Menschen mutiert. Auf Kosten seiner Muskelkraft schaffte er es viel besser, sich auf bestimmte Aufgaben zu konzentrieren. Es viel ihm leichter, Angriffe von seinem Lehrer vorauszusehen, doch hatte er einfach nicht genug Kraft um diese Schläge wirkungsvoll abzuwehren. Yerodin war gespannt wann er wieder die Möglichkeit haben würde, in einem Trainingskampf seine Fähigkeiten demonstrieren zu können.
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| 24.12.2003 02:23 | #396 |
| Samantha |
Die Oberstadt glitzerte unter einem prächtigen weißen Teppich. Watteweiche Flocken hatten sich auf den harten Pflastersteinen niedergelassen und allmählich eine funkelnde Wiese aus Millionen von kleinen Eissternchen gebildet. Und unentwegt kamen neuen Flocken nach. Dicht und dick stoben sie herab, tanzten um die bibbernde Gestalt herum, die sich ihren Weg nach Hause suchte. Knirschend drückte sich der Schnee unter ihren Stiefeln platt, bis eine Spur aus Fußstapfen zu ihrem Rücken entstand. Doch lange währten die Dellen nicht, schon kamen neue Flocken herab und füllten die schmerzlichen Wunden mit neuem Weiß, das den unversehrten Schneeteppich wieder herstellte.
Aufmerksam blinzelte Samantha durch das Schneetreiben. Die Flocken waren dicht und klebrig und legten sich sogleich auf Wimpern und Brauen. Eine Windböe erfaßte sie, trug ihr langes Haar hinfort und wehte es ihr ins Gesicht. Das Wetter wurde zunehmend schlechter, zumindest wenn man vorhatte die Nacht im Freien zu verbringen. Die junge Lady konnte sich durchaus vorstellen, die weiße Pracht von ihrem gemütlichen Sessel vor dem warmen Kamin aus zu beobachten und den herrlichen Anblick zu genießen. Im Moment jedoch war es nur eckelhaft kalt und feucht.
Neben ihr sprang ein verwirrtes Hörnchen umher. Zwar hatte es schon einige Male den Winter miterleben dürfen, doch das Phänomen Schnee faszinierte das zierliche Tierchen immer wieder von Neuem. Wo kam es her, dieses nasse, klebrige Zeug? Und warum fror es an den Pfoten so? Wenigstens der Pelz hielt warm, ein wirkliches Geschenk bei diesem Wetter.
Irritiert schüttelte es immer wieder die Gliedmaßen, um die anhänglichen Schneebrocken loszuwerden. Hatte es endlich die Pfote befreit, sprang es erleichtert weiter, nur um kurz darauf von neuem mit dem Schütteln anzufangen. Irgendwann war es dem Hörnchen zuviel und man merkte zunehmend, wie es Spaß an der Sache gewann. Schnee war interessant, man konnte hineinwetzen, sich durchbuddeln und an der anderen Seite wieder herauskommen. Außerdem hinterließ es überall lustige kleine Pfotenabdrücke wo immer auch das Hörnchen hinsprang. Bald war die weiße Fläche übersät von seltsamen Hörnchenmustern, dass man meinen konnte eine ganze Horde der quirrligen Zeitgenossen wäre im Oberviertel eingefallen.
Irgendwann jedoch wurde aus dem spaßigen Gehüpfe ein erschrockenes Gequieke und das Hörnchen verlor die Bodenhaftung. Eine tückische Eisschicht hatte sich unter dem lockeren Neuschnee verborgen und das kleine Tierchen war nun prompt darauf ausgerutscht. Ungebremst kullerte es vorwärts, nahm den lockeren Schnee mit und hatte bald schon eine beachtliche Kugel gebildet. Donnernd suchte sich die Schneekugel ihren Weg bergab, bis sie unsanft gegen einen Laternenmast prallte und der Schnee von dem gekugelten Hörnchen abfiel. Das Tier schüttelte energisch das dicke Fell, um auch noch die letzten Brocken weißen Elements loszuwerden, und zog es dann vor mit großen Sprüngen zur Tür zu springen, wo es auf die Lady wartete.
Samantha schloß auf und gemeinsam traten sie in die warme Stube. Sogleich entzündete die Lady die Holzscheite im Kamin und kurz darauf breitete sich eine behagliche Wärme im Zimmer aus. Das Hörnchen hockte sich dicht davor, den Ausflug durch den Schnee immer noch kalt im Bewußtsein. Samantha setzte sich unterdessen mit einem wohligen Seufzer in ihren Sessel und schaute an den Kerzen vorbei nach draußen. Ein Tag voller Gemütlichkeit und Wärme würde sie erwarten.
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| 25.12.2003 22:07 | #397 |
| Carthos |
Die Nacht war genauso kalt wie die davor. Durch die Ritzen der Fenster und der Tür pfiff ein eisiger Wind gegen den das warme Kaminfeuer nur mühsam ankam.Carthos hatte es sich in einem Sessel bequem gemacht und stöberte in einem der Bücher des Richters. Die Meisten hatte er nun durchgelesen und somit einige interessante Dinge über die Vergangenheit erfahren. Das Training der Paladine und Ritter war nun auch teilweise eingestellt worden, da es in der Kälte dieser jahreszeit kaum möglich war vernünftig zu trainieren, ohne dabei festzufrieren. Seinen geweihten Einhänder hatte er nun beiseite gelegt und es sich etwas gemütlich gemacht. Die Kommandantur glich in manchen Ecken einem Schlachtfeld. Überall lagen Bücher, Zettel und Pläne herum und keinerkam auf die Idee diese wegzuräumen. Es gab zwei Kommandanten in Khorinis, doch ausser Carthos war eigentlich nie jemand anzutreffen.
So hatte er jedoch zumindest seine Ruhe und konnte sich nach den Anstrengungen der letzten Monate endlich einmal ausruhen.
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| 25.12.2003 22:21 | #398 |
| Sir Iwein |
Nebeneinander schritten die beiden Gestalten, den schmalen, prunkvoll gepflasterten Weg ins obere Viertel hinauf, nachdem Iwein den beiden Wachen am Tor zunächst versichert hatte, dass der Kerl in der viel zu engen Bürgerkleidung kein geringerer als Uncle-Bin, Aubsilder der Miliz war. Zum ersten Mal betraten die beiden dieses feinere Viertel der Stadt, und groß war Iweins Ehrfurcht vor den prächtigen Häusern der reichen Bürger, aus deren Fenstern helles Licht drang. Am Ende des Viertels, auf einer leichten Erhebung, trohnte das Rathaus. Dort musste Lord Hagen sich aufhalten. Eiligen Schrittes marschierten die beiden Soldaten die Straße entlang, die nun zu solch später Stunde recht verlassen war. Die Bürger waren längst in ihren Häusern verschwunden, nur einige Arbeiter fegten den Schnee vom Pflaster. Die einzige nicht so feine Gesellschaft hier oben...
Das Rathaus wurde von zwei grimmig dreinschauenden Paladinen bewacht. Sie hielten die Ankömmlinge kurz an, dann, als sie Iweins Hauptmannabzeichen erblickten, schienen sie sich an etwas zu erinnern.
"Ihr könnt reingehen, Lord Hagen ist im Ratszimmer, einfach den Gang geradeaus entlang."
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| 25.12.2003 22:45 | #399 |
| Uncle-Bin |
Uncle und Iwein bremsten ihren eiligen Lauf nun immer weiter ab und blieben schließlich stehen. Vor ihnen stand Lord Hagen und wie eh und je machte sich über seinen Plänen breit. Neben dem mächtigen Mann waren noch ein Paladin und zwei Ritter postiert, die alle eins gemeinsam hatten: Sie verschränkten die Arme und kamen sich dabei unglaublich wichtig vor. *räusper* Der Lord richtete seinen Blick, begleitet von einem Quietschen, auf die beiden Milizen und fing dann an zu sprechen. Ihr habt lange auf euch warten lassen. Na ja... in diesem verfluchten Land muss man ständig auf alles warten, wenigstens seid ihr gekommen. Seine Miene verzerrte sich zu einem Lächeln, doch war ihm dabei anzusehen, dass er dies lange nicht mehr getan hatte. Ihr habt mit euren Taten oft auf euch aufmerksam gemacht. Nun gut ich fange mit euch an Uncle-Bin, Ausbilder der Miliz. Vor kaum mehr als 2 Monaten bekam ich eine Nachricht von Lord Diego, das war kurz vor seinem Verschwinden. Ihr seit durch intensiven Alkoholgenuss mehr als unangenehm aufgefallen und dadurch degradiert worden. Wahrscheinlich ist es nur durch eure Beziehungen innerhalb der Miliz zu erklären, dass ihr wenig später wieder den alten Rang inne hattet. Wie auch immer, nach eurer Rückkehr nach Khorinis habt ihr tapfer dabei geholfen die Stadt zu verteidigen und die verlorenen Männer durch neue zu ersetzen. Eurem Bestreben und euren Taten ist es zu verdanken, dass wir nun fast wieder die alte Stärke und Sicherheit innerhalb der Stadt haben. Doch nicht nur das, auch eure Aktion auf dem Orkschiff, die mir und damit uns allen das Leben gerettet hat, ist mehr als positiv. Nun zu euch Iwein...
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| 25.12.2003 22:58 | #400 |
| Sir Iwein |
Lord Hagen wandte seinen Kopf zu Iwein und sah ihn durchdringend aus seinen weisen, braunen Augen an. Sein Gesicht war voller Sorgenfalten, kein Wunder bei dem, was die Paladine in diesen Tagen in Khorinis leisten mussten."Obwohl Ihr erst seit einigen Tagen Euren Posten als Hauptmann ausübt, ist es mir nicht entgangen, dass Ihr Euch mehr als andere Soldaten unserer Miliz hervortut - wenn auch nicht immer im positiven Sinne - und uns treue, tapfere Dienste leistet. Stets habt Ihr tapfer im Minental gekämpft, Angriffe auf Onars Söldner unterstützt oder geleitet. Lang schon ist es her, dass Ihr gemeinsam mit Uncle hier, Lord Diego und dem Paladin Cifer die Innosartefakte erobert habt, doch auch das muss man Euch anrechnen. Außerdem ist mir zu Ohren gekommen, dass Ihr schon seit einigen Wochen unsere Männer im Bogenschießen ausbildet, und das mit Bravour. Auch das erfreut mich, denn unsere Soldaten müssen in diesen Tagen von wahren Meistern ausgebildet werden."
Feierlich sah der Lord nun von einem zum andern, und ein beinahe gütiges Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Was das zu bedeuten hatte?"Hiermit schlage ich Euch, Sir Uncle-Bin, und Euch, Sir Iwein, zu Rittern unseres Herrn Innos. Leistet nun den heiligen Schwur, dann seid Ihr ab heute in den Reihen der Unsrigen."
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| 26.12.2003 01:00 | #401 |
| Livia XI |
Livia war über den Magier erstaunt, der sich einfach mal so ins obere Viertel brachte, in das sonst nur die tapferen und wohlhabenden hineinkamen. Es wunderte sie, dass die Ritter so schnell weich wurden, aber der Magier hatte auch einige Überzeugungskraft. Aber wer war er noch mal? Sie hatte ihn schon mal gesehen, aber der Name war ihr entfallen. Wichtiger war ihr eh den Lehrmeister für Paladinmagie zu finden. Kano hieß er, soweit war er schon mal. Sie entschloss sich, den nächstbesten Stadtwächter zu fragen.
?Für Innos, Soldat, ich suche, ähm, den Lehrmeister für die Magie Innos für Paladine.?
?Du meinst Kano, den Statthalter.?
Er war der erste, der sie mal nicht mit ?ihr? ansprach.
?Ja, der ist es. Wusste zwar nicht, dass der auch der Statthalter ist, aber nun gut. Wo finde ich ihn??
?Momentan glaub ich gar nicht. Sonst schau mal ins Rathaus.?Sie machte sich gleich auf den Weg, doch kam sie nicht weit. Schon wieder hielt sie ein Ritter ab ein Tor zu passieren. Dieses Mal bemühte sie sich gar nicht den Ritter rumzukiregen, sondern entschloss sich, gleich draußen auf den Statthalter und Lehrer zu warten.
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