04 Der Zirkel um Xardas



Verrückt

Nun, liebe Leserinnen und Leser, heute werdet ihr wohl weniger durch lausige Reime entnervt und auch nach Ironie giert es mich heut' nicht, stattdessen kam ich auf die phänomenale Idee einfach zu berichten, was in die finsteren Mauern des Kastell vor sich geht. Ich bin mir natürlich bewusst, wie abstrus ein solches Vorhaben ist, doch ich denke, es ist nun an der Zeit für obskure Experimente, wie es dieses darstellen soll.

So kann ich euch davon erzählen, wie gelehrig wir doch alle sind, wie viele von uns den Weg des Wissens beschreiten und ihre Schädel weiter stopfen, wie der von Alkohol Erblindete seine Pfeife stopft. So sind wir gefügig, probieren uns aus, erfinden uns neu.

Doch sind das keine neuen Fakten, die euch bewegen könnten? Nein, ihr geifert nach Klatsch und Tratsch, wollt wissen, wer auf seinem Umhang ausgerutscht ist oder den Klodeckel wieder nicht geschlossen hat? Nun es gibt viele unnatürliche Dinge im Kastell zu berichten, beinahe ausschließlich, so dass man sich leicht verführen lässt von einer solchen Idee, nur noch schnödes zu erzählen.

Aber wer sind wir, dass wir uns von euren Wünschen verleiten lassen? Gut, nachdem wir geklärt haben, was es zu klären galt, wollen wir nun fortfahren. Nämlich zu interessanten Fragen, die vielleicht manch einen bewegen mögen?

Was wäre denn, wenn der stille Schwarzmagier die lange Nase aus dem Buch rausschauen lässt und auf die Idee kommt - Nein! das Sakrileg sich mit seinen Mitmagiern zu verbünden und größere Ziele anzustreben, als seit jeher gescheiterte Versuche zu verfolgen, wie dem Feuermagier Logik nahezubringen.
So haben tatsächlich einige Banausen es gewagt, eine solche Idee in den Raum zu stellen - Ob daraus was wird? Vielleicht sollte man lieber beim geschlossenen Klodeckel beginnen?

Was wäre, wenn ein bekloppter Diener Beliars* ein Urgestein wie den wohl bekannten Don attackiert? Froschgelee oder Außenring? Weder noch, denn dank der Anwesenheit von Innoslern auf dieser Welt, sind wir Schwarzmagier und Hohepriester mit Geduld geprägt, wie es uns keiner nachmachen kann. Naja, fast alle. Die meisten. Einige.

Was wäre wenn ein leichtsinniger Experimentierender sich daran wagt, ein skelettiertes Ebenbild seiner magischen Fähigkeiten zu erschaffen und sich selbst sehr bald in Gefahr sieht? Zumindestens weiß man was auf einen zukommt. Wenn man von solch einer Kreatur getötet wird, ist das dann Selbstmord?

Oder was wäre wenn Pferdefleisch in unserer Lasagne ge ... Moment, in der Zeile verrutscht. Nochmal, was wäre wenn ein Diener Innos in unseren Hallen spurlos verschwindet? Richtig, unser Sonntagabend.

Nun entnehmen wir den Zeilen doch ihr "Was wäre wenn" und ersetzten es simpel mit "Es war einmal" und schon hätten wir einen normalen Report im Boten. Abgesehen von der gescheiterten Grammatik. Den Zaubertrick muss ich nochmal üben ...

* Ich verbitte mir Kommentare, dass sind keine toten Leichen!


-- Noxus Exitus