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(Seite 1)




08 Schatzkästchen



Schatzkästchen - Setarrifer Gesänge

Die Sturzkampfmöwe ist für ihre köstlichen Eintöpfe, ihren charmanten Wirt und ihre massiven Tischplatten bekannt, die schon so manchem Kopfschmerzen bereitet haben. In den letzten Wochen machte dort aber auch die junge Bardin Madlen von sich reden, indem sie drei Abende lang die Gäste mit klangvollen Liedern und Gesängen unterhielt. Wir freuen uns, dass wir unseren Leser die Lieder hier präsentieren können. Dabei sollen hier nur die Lieder wiedergegeben werden, die zugehörigen Erklärungen der Bardin können an anderer Stelle nachgelesen werden:



Vom 12.01.2013:

Des starken Nordwinds Wehen,
es bracht‘ der Kälte Tod.
Des Königs einzge Hoffnung,
der Schmiede heißer Schlot.

Der Erde blaue Adern,
geschlagen durch Manneskraft.
Des Königs schlafende Hoffnung,
sie wurde neu erwacht.

Des Gesetzes hartes Los,
traf der Männer viel.
Der rote Saft des Lebens,
floss hinab an der Hacke Stiel.

Der Freiheit zu rauben,
Magie ward erschaffen.
Der Wege gab es einen,
zu schmieden mächtge‘ Waffen.

Des Tages hitzges Gefecht,
der Waffenklang, finden ein End.
Des Mannes einzge Hoffnung,
sie war nur eine Legend.



Des Königs Hallen leer,
verlassen seine Räume.
Dunkel die Feuer brennen,
der Schmieden Hämmer stumpf,
der Menschen Hoffnung dahin.

Der Klang ferner Hörner,
er schallt zur Königsburg.
Des Reiches letzter Zufluchtsort,
seine mächt’gen Wälle bröckeln,
erschüttert durch des Nordens Tot.

Der Erde violettes Herz,
es erbaute einst ein Reich.
Der Bauern goldne Ären,
der Städte silberne Straßen
verbrannt durch des Nordens Hand.

Ein kühner letzter Gedanke,
des Königs Mut entfacht.
Lord Hagen soll es wagen,
des Reiches Schlachten Glück
zu holen in die Hallen,
des Herrschers hoch am Berg.

Des Mannes letztes Schiff
mit 100 Schwertern ausgerüst‘.
Es segelt fort zu fernen Landen,
der Erde violettes Herz
zu bringen in die Hallen
des Herrschers hoch am Berg.




Der Erde violetter Schatz,
errichtete einst ein Reich.
Des Menschen blankes Fleisch,
erbaute den goldnen Platz.

Des Helden Schwertkraft,
es wendete des Reiches Glück.
Des Mannes Speerschaft,
erkämpft die Freiheit zurück.

Der Krieger fette Leiber,
sie fielen im Kampfe.
Der Insel alte Führer
verloren ihre Köpfe.

Des Menschen dunkle Seite
nun herrscht über altes Gestein.
Der großen Herren fein,
längst suchten das Weite.

Der Erde violettes Blut,
versiegt für alle Zeit.
Des Menschen langes Leid
es fordert nun Tribut.




Der Wüste heller Sand
getränkt vom Blute vieler.
Der Hörner ferner Schall,
zu hören weit durchs Land,
verkündet der Menschen Leid.

Das einst so stolze Reich,
zerbrach in tausend Stücke.
Des Königs goldne‘ Halle,
des großen Tempels Glanz,
zerstört durch Gier’s Hand.

Der Hallen sind es viele,
welche zur Macht woll‘n streben.
Die Ären schon vertrocknet,
Oasen längst versandet,
die Macht sie ist versiegt.

Der Himmel gar verdunkelt
von Scharen schwarzer Vögel.
Krächzend ihre Schnäbel wetzend,
gierig ihre Augen blickend,
wartend auf des Mannes Blut.

Der Wüste heller Sand
rot vom Blute vieler.
Der Hörner naher Schall,
übertönt von lautem Schrei,
verkündet der Helden Tod.




Amroht der sie einst verflucht‘,
ehrlos ihre Taten.
Dunkelheit sie umfing,
der Fluch sie band
an irdisches Gestein.

Die Wege der Toten Menelcar beschreitet,
zu Höhlen tief aus vergangner‘ Zeit,
Fordert ein uralt’n Schwur,
zu Tragen das Schwert, den Schild
bis die Schuld getan.

Beglichen ist sie nun.
Vom Könige befreit,
so schwinden sie dahin.
Entfliehen dieser tristen Welt,
die Dunkelheit zu verlassen,
Ew’ge Ruhe zu finden.

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