Rollenspiel in Zeiten der Barriere
Das Kastell des ZuX
Abstieg in die Unterwelt # 1

01.01.2002 15:42#1
Don-Esteban [GM] Abstieg in die Unterwelt
Gamemaster ist meditate



01.01.2002 18:17#2
Ahram Ein dumpfes Grollen ließ die Steinwände erzittern. Ein paar kleinere Steine lösten sich und stürzten in die Tiefe. Ahram sah nach unten. Ein Aufprall war nicht zu hören. Der Exmagier konzentrierte sich wieder auf den Abstieg und ließ sich langsam weiter das Seil hinuntergleiten. Einige Meter über ihm kletterte Meditate. Der Dämonenmensch hatte immer ein Auge auf sie um einen eventuellen Sturz ihrerseits abfangen zu können.
Je näher die Beiden dem Boden kamen desto wärmer wurde es, die eisige Kälte der hohen Berge war zwar noch zu spüren, doch lagen die Temperaturen schon wieder über dem Gefrierpunkt.
Das ungleiche Paar hing jetzt schon fast eine halbe Stunde an dem gräulichem Seil, doch Ahram schien es als würde diese Höhle bis in die Unendlichkeit reichen.
Der Exmagier atmete durch und setzte den Abstieg fort. Ein Geräusch ähnlich eines Schreies hallte durch den Trichter, wieder traten einige Steine ihren Weg in die Tiefe an. Irgendwie mochte Ahram diesen Ort nicht, doch er fühlte dass etwas in seinem Kopf ihn unerbittlich nach unten zog, ein geisterhafter animalischer Drang. Er war sich sicher dass dies zu der langen Liste an Abschiedsgeschenken gehörte die ihm der Dämon hinterlassen hatte bevor er seine Reise in das Reich Beliars angetreten hatte. Das Reich Beliars! Ahram wollte den Gedanken als absurd abtun, doch in seinem Innersten wusste er dass er damit den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Die Kräfte die sie herausforderten überstiegen ihre eigenen um das Millionenfache, doch der Exmagier würde folgen wohin Meditate ihr Weg führte.
Wieder sah er zu ihr hoch. Für einen Moment trafen sich ihre Blicke. Seine Begleiterin machte einen konzentrierten Eindruck, doch trotzdem lächelte sie kurz, bevor sie sich wieder dem Seil zuwandte.

In diesem Moment schwor Ahram dass er dafür sorgen würde dass sie gesund an die Oberfläche zurückkehren konnte, und wenn er sich dafür Beliar persönlich im Kampfe stellen musste.



01.01.2002 20:15#3
Ahram Fester Boden! Ahram nahm die Hände vom Seil und streckte sich. Der Exmagier stand auf einem Schmalen Felssims, von wo man in eine kleine natürliche Höhle in der mächtigen Wand gelangte. Er wartete auf Meditate und zeigte ihr dann seine Entdeckung.
-Viel weiter kommen wir heute wohl sowieso nicht mehr, vielleicht sollten wir unser Lager hier in dieser Höhle aufschlagen.
Die Magierin nickte. Zusammen breiteten sie Ihre Mäntel auf dem steinigen Boden aus, dann griff Meditate in ihren Beutel um ein paar Streifen getrocknetes Fleisch sowie etwas Brot zutagezufördern. Sie aßen schweigend, doch diesmal war es kein angstvoll-mißtrauisches Schweigen, sondern das Schweigen der Erschöpfung. Wenige Minuten später legte die Magierin sich schlafen. Ahram saß noch auf dem Felvorsprung und starrte in die Tiefe. Inzwischen hatte er eine ziemlich konkrete Vorstellung von dem was die kleine Reisegesellschaft am Grund erwarten würde, doch er wollte seine Begleiterin nicht unnötig beunruhigen. Der Exmagier verließ seinen Beobachtungsposten und rollte sich in seinen Mantel, um ebenfalls Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln.



02.01.2002 07:29#4
meditate meditate wälzte sich unruhig auf ihrem lager, erschreckt durch eine Vision oder war es ein traum?

sie tauchten aus dem nebel auf und nahmen feste gestalt an, die weißen fänge des todes. fänge aus weißem stahl schlugen sich ohne erbarmen in ihre opfer, als sie um ihr leben rannten. todesschreie zerrissen die nachtluft. der anblick der weißen geister, die mitten unter den menschen auftauchten, war von lähmender kraft. so mancher fing aus furcht vor den wesen aus dem schattenreich an zu jammern. furchtlose männer erfuhren am eigenen leibe, was angst ist, bevor sie starben. die wogen des weißen todes trieb das chaos vor sich her. der beißende geruch von blut füllte die luft, überdeckte den süßlichen duft brennendes waldes. was nicht vom kalten nebel feucht war, war verschmiert von heißem blut.
die weißen fänge aus stahl waren mittlerweile blutrot: weißer schnee verwandelte sich in rote pfützen. feuerlohen züngelten in die höhe, versengten die kalte luft und verwandelten das weiß des nebels in ein leuchtendes orange. bedrohlich dunkle rauschwaden krochen über den boden, während der himmel hoch oben brannte.

Alarm war nicht geschlagen worden. die posten waren längst tot. wenige im lager hatten mitbekommen, was geschah, bevor das unheil sie überkam.


02.01.2002 07:38#5
meditate in all dem chaos sah meditate sich selbst.während ringsum das grauen reale formen angenommen hatte, stand sie inmitten eines ringes aus stahl. sie sah, dass dieser ring aus unlösbaren gliedern bestand, die es dem weißen tod unmöglich machten, sie zu erreichen. sie selbst hielt in der hand ein schwarzes gefäß. sie öffnete es.

ringsum erscholl ein grauenvolles kreischen und der weiße tod begann sich wieder mit dem nebel zu vermischen. dann züngelten die ersten nebelzungen heran und wurden in das gefäß gezwungen. die luft war erfüllt von einem kreischen, das aus der hölle zu kommen schien. die hölle selbst versuchte, ihr das gefäß aus der hand zu schlagen, aber meditate hielt unerbittlich fest. sie wusste, sollte es den schattenwesen gelingen, sie einen moment schwach zu sehen, würde die welt in die hände beliars fallen.

von allen seiten brandete die welle des todes gegen den ring aus stahl. an vielen stellen war er bis zum bersten bedroht, aber er hielt stand.
immer schneller wurde der nebel in das gefäß gesogen. immer heißer wurde das gefäß in meditates hände. das gefäß verwandelte sich in höllenfeuer. die schmerzen, die diese feuerglut verursachten, löschten in ihrem gehirn alle gedanken. alles was noch blieb war der feste willen, nicht loszulassen, um keinen preis.

mit einem schrei setzte meditate sich auf. fassungslos sah sie auf ihre hände. nichts, keine schmerzen, keine verbrennungen. das kleine licht, dass sie zu ihrem schutz herbeigezaubert hatte, schien auf eine völlig unverletzte haut.


02.01.2002 12:39#6
Ahram Ahram fuhr auf. Er hatte einen Schrei gehört. Doch als er mit besorgtem Blick zu Meditate hinüberblickte, saß diese wohlbehalten, wenn auch offensichtlich erschrocken, auf ihrem Schlaflager. Der Exmagier stand auf und spähte aus dem Höhlenausgang. Nichts, nur dunkle rötliche Leere und ein einsames Seil. Er sah seine Begleiterin an.
-Geht es euch nicht gut? Kann ich euch helfen?



02.01.2002 12:48#7
meditate " nein mein lieber ... ich glaube es geht mir gut ... nur ... ich habe etwas gesehn und weiß nicht, was es bedeuten soll.

lass uns weitergehn, ich muss etwas überprüfen. wenn dieser gang ein weg in beliars reich ist, dann werden wir ihn gehen müssen. darauf deuten alle träume und visionen hin. lass uns schnell weiter absteigen. ich habe das gefühl uns bleibt nicht mehr viel zeit. ich seh immer das bild einer sich öffnenden tür und wenn sie ganz geöffnet ist, wird es keine möglichkeit mehr geben, sie wieder zu schließen."



02.01.2002 13:21#8
Ahram Ahram nickte.
-Dann lasst uns keine Zeit verlieren.
Die beiden Gefährten brachen ihr Lager ab, dann ging es an dem gräulichen Seil weiter nach unten. Der Abstieg war mühsam und man kam langsam voran, doch je weiter sie nach unten stiegen desto sicherer war Ahram dass sich in der Tiefe ein Geheimnis von essentieller Bedeutung für die gesamte Kolonie befand.


02.01.2002 15:14#9
meditate mühsam und lang war der abstieg. als sie endlich den boden zu erkennen glaubten, war auch das ende des seils erreicht. meditate löschte den lichtzauber und die beiden versuchten, in der völligen dunkelheit zu lauschen. unheimliche geräusche drangen herauf, das kratzen von krallen könnte man identifizieren aber auch das schleifen gewaltiger körpermassen, das trippeln unzähliger füßchen und auch sprünge waren auszumachen. außerdem hörte man stöhnen und schreien, grunzen und kreischen, aus weiter ferne und direkt zu ihren füßen. es war eine kakophonie des grauens.

nach einiger zeit flüsterte ahram ihr zu, dass sie jetzt zur erde springen könne, weil sie im moment sicher seien. er würde sie auffangen.
nun kamen meditate doch einige zweifel. die stimme kam doch von weit unten und wie wollte er sie sehen? und wie wollte er sie aus dieser entfernung auffangen?


02.01.2002 15:35#10
Ahram Ahram stand auf dem steinigen Boden, seine blauen Augen floureszierten leicht in der Dunkelheit. Für ihn war die Dunkelheit nicht vollkommen, er konnte die Felswände als graue Schemen erkennen. Dann blickte er wieder nach oben. Er konnte Meditate nicht wirklich sehen, doch fühlte der Exmagier sie dafür um so deutlicher. Er SAH ihre Wärmeausstrählung, er FÜHLTE das leben durch ihren Körper fließen. Er verschob seine Füße ein kleines Stück um einen festen Stand zu bekommen, die Krallen schabten hörbar über den Boden. Ahram breitete die Arme aus.
-Lasst euch fallen, keine Sorge, ich kann euch sehen und werde euch auffangen.


02.01.2002 16:02#11
meditate inzwischen war das vertrauen von meditate in ihren seltsamen begleiter doch erheblich gewachsen.

obwohl es kein angenehmes gefühl war, sein leben einem doch noch sehr fremdem anzuvertrauen, überwand sich meditate und ließ los. sie fiel länger als sie erwartet hatte, aber dann fühlte sie die festen arme von ahram, der sie sicher fing und behutsam auf die erde setzte.



02.01.2002 16:14#12
Ahram Ahram hoffte dass er Meditate nicht durch seine Krallen verletzt hatte. Zwar roch er kein Blut, doch sicher war er sich nie völlig. Der Exmagier schüttelte seine Arme.Der Sturz war zum Glück nicht allzu tief gewesen, doch Ahrams Körperkräfte waren bei weitem nicht unbegrenzt.
-Wie geht es euch? Ihr scheint mir unverletzt.
Wieder erscoll dieses dumpfe Grollen. Die beiden Gefährten fuhren zusammen. Hier unten war es um einiges intensiver.
-Ich denke wir sollten weitergehen, ich habe ein ungutes Gefühl. Wir sind nicht allein.



03.01.2002 08:20#13
meditate hier, tief unter der erde verlor die zeit ihre dimension. das war den beiden schon am 3. tag ihrer einsamen wanderung klar geworden. nachdem meditate und ahram sicher auf dem grund von was auch immer angelangt waren, mussten sie sich erst mal orientieren. genauer hieß das, dass meditate sich vollkommen auf ahram verlassen musste, denn sie konnte nichts sehn. einzige orientierungspunkte waren geräusche, die offensichtlich aus einem weiter entfernten raum oder gang kommen mussten.

die luft war trotz der wärme eigenartig rein, als würden der gang ständig belüftet. es wehte ein beständiger luftzug und die beiden beschlossen, dem wind entgegen zu gehen.

dieses gehen in vollkommener dunkelheit ist für einen menschen ohnehin schwer, in solch gefährlicher umgebung aber eine wirkliche tortour. glücklicherweise konnte ahram auf irgendeine weise etwas erkennen und half meditate immer weiter, indem er ihr die hand reichte und sie über gefährliche stellen sicher geleitete.

nach einiger zeit erreichten sie einen quergang und der war nun nicht mehr so einsam. zum glück konnte man in diesem gang sogar etwas erkennen. weit in der ferne schienen flammen zu lodern, denn der ganze gang war in ein gespenstisches flackerndes rotes licht getaucht.



03.01.2002 11:36#14
meditate die wände rückten immer näher. der einstmals graue massive fels verlor seine feste beschaffenheit und begann zu zerfließen. aus dem massiven stein schnellten plötzlich tentakeln hervor, die nach meditates armen und beinen griffen. verzweifelt versuchte sie sich an allem festzuhalten, was ihre hände zu fassen bekamen. unerbittlich zogen sie die arme in den fels. ihre finger hinterließen lange blutige kratzspuren in dem eigentlich unzerstörbaren felsigen boden. ihre vezweifelten schreie wurden völlig übertönt von dem triumphierenden gebrüll der hölle, die sich ihres sieges so sicher war.

plötzlich schnellte eine dunkle gestalt hervor und warf sich in die peitschenden tentakeln des unterweltmonsters. diese arme griffen zu, die umklammerung um meditate lockerte sich und mit einem ohrenbetäubenden triumphschrei zogen die höllenarme den anderen in die wand.

meditate war gerettet. die wand schloss sich und sie stand allein. meditate sah sich um. direkt vor ihr stand ahram und sah sie forschend an.
was war das eben gewesen? ein traumbild mitten im gehen? eine vision? trotz der wärme fröstelte es sie und sie zog ihr schattenläuferfell enger um sich.


03.01.2002 12:51#15
Ahram Ahram machte sich Sorgen um seine Begleiterin. Sie machte einen verwirrten Eindruck, so als ob sie sich nicht sicher wäre ob sie glauben konnte was sie sah. Der Exmagier fasste sie sanft an den Schultern. Meditate lächelte, wenn es auch ein etwas gezwungenes Lächeln war und nickte. Sie setzten ihren Weg fort, verließen den röhrenartigen Gang und traten auf einen schmalen Felspfad hinaus. Die Höhle in der sie sich nun befanden war gigantisch. Unter ihnen, in vielen hundert Metern Tiefe quälte sich ein breiter Lavastrom zischen den Felsspalten hindurch, die Steinwände wurden in ein helles Rotorange getaucht. Die Temperaturen in der Felshalle waren sommerlich warm. Ahram sah sich nach allen Seiten um. Die Decke war in unerreichbarer Höhe, in weiter Ferne konnte man schemenhaft andere Steinbrücken erkennen, die über den Lavastrom führten. Die Luft war erfüllt von blubbernden Geräuschen.
Vorsichtig staksten die Gefährten über den Pfad, ein Fuß vor den anderen durch eine endlos scheinende glühende Ödnis. Nach einer Ewigkeit, so schien es dem Exmagier zumindest, erreichten sie eine große kreisförmige Fläche, die über dem Lavastrom zu schweben schien. Alle Steinbrücken schienen hier zu enden. Altertümliche Symbole bedeckten die steinige Platte. Ahram, zwar ohne magische Energie, hatte sein gesamtes Wissen aus der Zeit vor seiner Verwandlung behalten. Auch wenn ihm der tiefere Sinn verschlossen blieb, so waren es ohne Zweifel Symbole aus der Sprache Beliars. Langsam gingen sie weiter. In der Ferne sahen sie eine Erhöhung, anscheinend die Mitte der Felskonstruktion. Etwas bewegte sich dort.
Der Exmagier sah zu Meditate. Diese atmete durch und setzte ihren Weg fort. Ahram folgte ihrem Beispiel. Je näher sie dem Mittelpunkt der Platte kamen desto deutlicher wurden die Bewegungen, desto besser erkannte man eine Gestalt, die auf der Erhöhung kauerte und sich gebärdete wie wild. Es war ein Dämon. Seine Körperform erinnerte Ahram an seine Eigene, doch zeigten sich deutliche Unterschiede. Dieses Exemplar besaß zwei gekrümmte Hörner, die aus jeder Kopfseite wuchsen, außerdem durchbrach an jedem seiner Rückenwirbel ein kleiner Stachel die schwarze Haut.
Der Exmagier bedeutete seiner Gefährtin zurückzubleiben. Dann näherte er sich der Bestie. Obwohl diese brüllte und fauchte machte sie keine Anstalten ihn anzugreifen. Auch Ahram fletschte die Zähne und stieß ein tiefes Grollen aus. Er war nun neben dem Dämon angelangt. Die Beiden umkreisten sich, ihre Körper waren nur Zentimerter voneinander entfernt. Ihre Augen waren starr aufeinander fixiert, beide gingen aufrecht und mit gemessenem Schritt. Der Dämon ließ seinen Kopf hervorschießen und fauchte den Exmagier an, seine Zähne waren nur Millimeter von Ahrams Gesicht entfernt. Dieser roch den fauligen Atem, sah die Feinheiten der Lederhaut seines Gegenübers. Er antwortete mit einem Brüllen dass bis an die Grenzen der menschlichen Belastbarkeit ging. Dieses Spiel setzte sich noch einige Minuten fort. Die Beiden dämonischen Wesen umkreisten sich, ihre schuppigen Körper waren sich so nah dass sie sich fast berührten, und sie tauschten brüllende, fauchende und grollende Geräusche aus. Meditate wartete die ganze Zeit geduldig in mehreren Metern Abstand. Hellroter Lichtschein ließ ihre feingeschnittenen Züge glühen.
Dann war es vorbei.
Ahram stieg von dem Podest herab, während der Dämon sich wieder in seine kauernde Position fallen ließ. Der Exmagier trat an seine Begleiterin heran. -Ich habe schreckliche Neuigkeiten. Der Dämon hat mir die Ursache der letzten Ereignisse an der Oberfläche offengelegt. Es steht schlimm um die Kolonie. Er umfasste ihre zarten Schultern mit seinen Pranken. Dabei war er wie immer äußerst vorsichtig. Ernst sah Ahram der Magierin in die Augen -Hört mir gut zu, es ist von äußerster Wichtigkeit.
Dann ließ der Dämonenmensch seine Eindrücke auf Meditate überfließen. Deren Augen weiteten sich, als die Stimme in ihrem Kopf erscholl.
DAS SIEGEL IST GEBROCHEN DER AUFSTIEG IST NAH! DAS SIEGEL IST GEBROCHEN DAS ENDE DER ZEIT STEHT BEVOR! DIE SIEBEN SIND BESIEGT DENN DAS SIEGEL IST GEBROCHEN! DIE SCHMACH DIE SIE UNS VOR 7000 JAHREN BEIGEBRACHT HABEN IST GETILGT! DIE ZEIT DES ERWACHENS IST NAH. JAAAAAAA, UNSER HERR WIRD ERWACHEN! DIE KETTEN SIND BRÜCHIG, SIE WERDEN BRECHEN, JAAAAAA! UNSER BRUDER HAT DAS SIEGEL GEBROCHEN, ER IST IN DIE WELT DER STERBLICHEN AUFGESTIEGEN UND HAT DIE TORE GEÖFFNET! BALD WERDEN WIR IHM FOLGEN, DENN DER AUFSTIEG IST NAH! UNSER HERR WIRD FREI SEIN, JAAAAAAAAAAAAA!


Die Vision war so intensiv, dass die Magierin zu zucken begann. Ahram hielt sie umklammert, um zu vermeiden dass sie sich selbst verletzte. Dann war es vorbei, und Meditate sackte erschöpft zusammen. Der Dämonenmensch hielt sie noch immer, wollte sie auf den Boden betten, als ein unheimliches Flüstern die Luft erfüllte. Es schwoll mehr und mehr an, wurde zu einem kreischen, als ob Millionen von unmenschlichen Wesen in unendlicher Agonie aufstöhnten. Gehetzt sah Ahram sich um. Ein Knall war zu hören, dann stürzten Steine von der Decke. Ein Loch war entstanden, in weiter Ferne, aus dem unablässig schwarze Wesen quollen. Der Exmagier konnte sich denken zu welchem Zweck diese Wesen ausgeschickt worden waren. Wahrscheinlich waren sie von Meditates magischen Ausstrahlungen während ihrer Vision angelockt worden. Ahram setzte sich in Bewegung. Er rannte uber die Felsplatte, zurück zu der schmalen Steinbrücke. In seinen Armen trug er seine Gefährtin, welche noch immer geistig abwesend zu sein schien. Das Kreischen war zu einem Brüllen geworde, welches den Boden erzittern ließ. Der Lavastrom wurde unruhig, immer wieder schossen kleine Feuerfontänen gen Decke. Ahram rannte. Sein Ziel war der große Schacht, durch den die Beiden mithilfe des Seil hierher gelangt waren...



04.01.2002 08:29#16
meditate meditate hatte sich instinktiv fest an ahram geklammert und fand langsam wieder in die realität zurück. die intensiven visionären bilder, die sie immer noch vor augen hatte, wurden langsam verdrängt von der realität. um sie herum brach das inferno aus. der lavastrom schickte seine finger und seine glühenden fangseile nach ihnen aus und nur mit mühe konnte ahram ihnen ausweichen.
das gerade erst erlebte bild von den tentakeln aus stein manifestierte sich erneut, nur dass diesmal die fangarme aus rotglühender lava bestanden.
meditate wand sich aus den armen von ahram weil sie merkte, dass sie für sich beide zu einer behinderung wurde und dass ihre geschwindigkeit nicht im mindesten den gefahren entsprach. gemeinsam wären sie schneller um der tödlichen gefahr zu entkommen.

die unendliche zahl der schwarzen wesen, die ihrer spur folgten kam immer näher. die schreie wurden immer gieriger. die schwarzen wesen näherten sich auf allen zur verfügung stehende wegen. sie liegen die wände entlang, auch die höhlendecke schien kein hindernis zu sein.

meditate sah von den schwarzen wesen einige, denen die flammenkaskaden des lavastromes reittiere waren. mir schrillen schreien trieben sie ihre gespenstischen reittiere zu immer größerer geschwindigkeit an. sie liefen so schnell sie konnten den steinigen weg entlang zwischen fauchenden und brüllenden flammenpeitschen hindurch. meditate warf die bestandteile ihrer rüstung von sich, weil das metall zu glühen begann. ihre schuhe waren längst von den füßen gebrannt, den schattenläuferumgang hatte sie schon lange in die flammen geworfen aber noch immer liefen sie um ihr leben.

immer wieder mussten sie den flammenpeitschen ausweichen, die über den boden fegten und sich kurz vor dem ersterben ihrer schwarzen fracht entledigten, die vorher auf ihnen gesurft hatte.

es gab kein entrinnen. sie würden beide hier sterben. in einem moment höchster verzweiflung drehte sich meditate herum und versuchte, die schwarze flut mit rotierenden, spitzen eispfeilen aufzuhalten. und das unwahrscheinliche geschah, die schwarzen wesen fielen zurück. wer von einem eispfeil getroffen wurde, zerstob mit ohrenbetäubendem lautem zischen in einer dampfwolke. die anderen konnten sie durch den dampf nicht merh ausmachen.

meditate und ahram konnten wieder vorsprung gewinnen. allerdings schienen die feurigen tentakel selbst den regen aus eis und dampf zu genießen. überall wo die eispfeile auf die lavaoberfläche trafen, entstand eine neue peitsche aus feuer, die sich sofort auf die suche nach ihnen machte. der stollen war schon in sichtweite. in meditates brust brannte die heiße luft. sie hatte das gefühl, als würde in ihr selbst ein neues feuer entstehen.

wieder griff eine gierige flammenhand zu. einen augenblick schien es, als kräuselte ein wind ihre kleidung, aber es war nicht die kleidung, es war das fleisch selbst, dass sich kräuselte und die arme herabzufließen begann und dann wurde es von den schon schwarzgesengten und brennenden knochen gefegt.


04.01.2002 12:09#17
Ahram Mit Entsetzen sah Ahram die Feuersbrunsten nach Meditate greifen. Ohne weiter zu überlegen sprang er auf seine Begleiterin zu. Er durchbrach die Wand aus Hitze und Glut, kollidierte mit seiner Begeliterin im vollen Flug und riss sie mit sich. Die unerträgliche Hitze versengte seine Haare doch seine Hornschuppen schützten ihn vor Schlimmerem.
Hart schlug er auf dem steinigen Boden des Pfades auf, rollte sich ab und rappelte sich schnellstmöglich wieder auf. Meditate hielt er in seinen Armen. Die Höllenarmee war inzwischen fast heran, um ihn herum explodierte die Welt. Überall in der Höhle barst der Fels, Lavafontänen schossen hervor, die sich kurze Zeit später zu geflügelten Wesen formten, pures Feuer, angetrieben allein durch Bosheit und den Drang zu töten.
Ahram rannte. Die langen Muskelstränge unter der schwarzen Haut spannten und entspannten sich in einem wahnsinnigen Stakatto, hinter dem Exmagier explodierte die Felsenbrücke. Mit einem verzweifelten Hechtsprung rette er sich und seine Gefährtin in den Stollen, wo er sich erneut abrollen musste. Sein rechter Arm brannte, er wahr höchstwahrscheinlich gebrochen, doch Ahram hatte keine Zeit zu denken. Er vertraute sich völlig seinen tierischen Instinkten an als er durch das Hölleninferno hetzte. Hinter ihm schossen Steinfontänen in den schmalen Gang, wenn die dämonischen Wesen wieder ein Loch in das graue Material gebrochen hatten. Der Exmagier wich Felsbrocken aus, sprang über Lavaströme und rollte sich unter plötzlich einbrechenden Feuerfontänen hinweg.
Ahrams ganzes Sein war nur darauf fixiert die Magierin sicher an die Oberfläche zu bringen. Vorwärts, immer weiter vorwärts. Die Lunge atmete quälend die heiße Luft ein, entnahm ihr so viel Energie wie es ihr in den paar Sekundenbruchteilen möglich war, dann zog sie sich ächzend und erschöpft wieder zusammen. Der Exmagier ließ ihr keine Pause. Sein Dämonenherz pumpte dunkelrotes Blut mit gewaltigen Stößen durch seine schwarzen Venen, flüssige Energie, an der in diesen Augenblicken das Leben der beiden Gefährten hing. Ahram schnaubte und keuchte wie ein gejagtes Tier, und genauso würde er sich auch fühlen wenn er nicht, getrieben von Unmengen an Adrenalin, einem schwarzen Schatten gleich durch den schmalen Gang geschossen wäre. Ein Stein fiel zu überraschend in den Weg, krachend zerbarst das graue Gebilde in hunderte kleiner Krümel. Hinter ihnen wälzte sich die die Dämonenflut durch die Röhre, eine bedrohliche Mischung aus Schwarz und Rot, gnadenlos und tödlich. Der Exmagier wusste, wenn sie eingeholt würden wäre das ihr Ende.
Immer weiter ging die Jagd, geradeaus, Richtung Sicherheit...


04.01.2002 14:25#18
meditate die schmerzen des feuers hatten inzwischen jede normale empfindung getötet. meditate konnte nichts mehr von dem flammenden inferno um sich herum aufnehmen. der schmerz zerfraß ihr denken und ihr wollen. sie spürte nur noch, wie ahram mit ihr auf dem arm den gang entlanghetzte.

als ihr blick auf ihre brennenden arme fiel, wußte sie, dass sie in wenigen minuten sterben würde. das feuer war nicht zu löschen. es brannte sich durch ihre knochen und würde erst versiegen, wenn es sich in ihrem blut selbst löschen konnte.

meditate schloss die augen. erinnerungen an eine weite blühende wiese entstanden vor ihr, an einen hellblauen durchsichtigen himmel, an die mutter, an frisches brot, an die frisch gemolkene dampfende milch und an glückseeligkeit.
meditate sah schmetterling über der wiese von blüte zu blüte torkeln und sah sich mit kleinen kinderärmchen nach ihnen greifen.

oben am himmel zogen schäfchenwolken und zum abend gab es geschichten am frisch bezogenen dicken federbett. all das war glück.

meditate streckte die arme aus und wollte es halten.



04.01.2002 14:56#19
Ahram Ahram hatte die Felskante nicht gesehen. Sein linker Fuß blieb hängen und der Exmagier verlor das Gleichgewicht. Hart landete er auf dem Steinboden des Röhrenganges, überschlug sich, zweimal, dreimal, viermal. Meditate hielt er fest an sich gepresst, um sie vor Verletzungen zu schützen. Da lagen sie nun im Staub, hilflos und ungeschützt. Die schwerze Flut rollte durch den Gang, gleich würde sie die beiden Gefährten erfassen.

Ahram resignierte innerlich. Er hatte versagt. Sein Schwur Meditate sicher an die Oberfläche zu bringen war gebrochen. Mit müden Augen sah der die Dämonenschar auf sich zustürzen, er erkannte hasserfüllte Fratzen, feurige Körper und unmenschliche Bewegungen. Der Exmagier schloss die Augen und erwartete den Tod.

Doch er kam nicht. Überrascht spürte der Dämonenmensch die kreischenden Geräusche verebben. Der Boden, vorher geschüttelt von donnernden Beben, stand still. Das Zischen der Feuerfontänen war zum ruhigen Knistern eines gemütlichen Kamins geworden.
Blinzeld öffnete Ahram die Augen. Der Gang war leer. Mann hätte meinen können dass alles nur ein böser Traum gewesen war, nur vereinzelte zerbrochene Felsbrocken und einige zahnige Löcher wiesen auf die Apokalypse hin, die noch vor Sekunden hier gewütet hatte.

Stöhnend rappelte Ahram sich auf. Er fühlte sich als ob er bereits tot wäre, jede Faser seines Körpers schmerzte beinahe unerträglich. Er wandte sich der Magierin zu und sein Blick wurde weich. Der Exmagier hob Meditate wieder auf seine Arme und sah sie an. Vorsichtig strich er mit der Kralle seines Zeigefingers eine Strähne ihres schwarzen Haares aus dem staubigen doch immer noch sehr hübschen Gesicht.
Ein paar Sekunden stand er einfach nur da und schaute sie an, freute sich stumm dass sie überlebt hatten und dass der Schwur nun doch eingelöst werden konnte.


04.01.2002 16:39#20
meditate meditate fühlte die umarmung und spürte, dass sie von fürsorglichen schützenden händen geborgen worden war. sie spürte plötzlich auch keinen schmerz mehr. alles war von ihr abgefallen, sogar die angst.

als ahram sich mit ihr in den armen vor der höllenflut in sicherheit brachte, hatte sie keinen augenblick an ihm gezweifelt. sie wusste mit untrüglicher sicherheit, dass er nicht nur alles zu ihrem schutz unternehmen würde, sie wusste auch, dass er es schaffen würde.

sie spürte nicht einmal mehr schmerzen, so geborgen fühlte sie sich. sie sah an sich herunter und hob ihre hände vor die augen. nichts - es gab keine verbrannte haut, nicht einmal einen schwarzen flecken wies die haut auf. es war alles nur eine täuschung der hölle gewesen.

meditate fand sich in ahrams augen wieder. sie sah sich selbst ganz klein in ihnen gespiegelt. er hatte sie so liebevoll und zärtlich angesehn, dass sie nicht anders konnte. sie drückte ihn ganz fest an sich und sagte
"so wie du mich gerettet hast, werde ich dich eines tages retten. das schwöre ich dir. ich werde nicht eher ruhen, als bis ich dich zu einem glücklichen menschen gemacht habe."meditate strich ihm zärtlich über die arme "lass uns weitergehn. ich ahne jetzt,worin meine aufgabe bestehen wird."


04.01.2002 17:23#21
Ahram Ahram nickte nur stumm, denn zu Worten war er nicht fähig. Die Magierin hatte etwas tief in ihm bewegt, es war das erste Mal seit seinem tragischen Unfall dass er sich wieder völlig wie ein Mensch fühlte.

Still legten die beiden Gefährten den letzten Weg bis zum Seil zurück. Meditate umschlag von hinten den Hals des Exmagiers, welcher sich nun mit ihr als Rückengepäck an den Aufstieg machte. Der Fels war kantig und nicht sonderlich hart, so die kralligen Hände und Füße stets sicheren Halt fanden.
Die Kletterpartie am Seil selbst war schon um Einiges schwieriger, der Tricher zog sich endlos dahin, während Meditate und Ahram sich in einem monotonen Rhytmus den Strick hochzogen. Die Zeit verann, aus Minuten wurden Stunden, aus Stunden wurden Tage.

Eines schönen Abends erreichten sie dann endlich die Oberfläche. Ahram zog sich über die Felskante und sah Meditate am Ausgang ihrer kleinen Wohnhöhle stehen. Geistesabwesend starrte sie in den Sonnenuntergang. Der Himmel schien in Flammen zu stehen, die glühende Scheibe der Sonne war schon fast hinter dem bergigen Horizont verschwunden.

Der Exmagier trat neben seine Begleiterin und legte sanft seine Pranke auf ihre Schulter. Sie sahen sich an.
-Keine Sorge wir werden es rechtzeitg schaffen. Ich bin sicher wir finden einen Weg.

Jetzt starrte auch Ahram verträumt in gen Horizont und ließ das eben bestandene Abenteuer noch einmal Revue passieren. Es war hart gewesen, sie beide waren an ihre Grenzen gegangen, aber es war noch lange nicht vorbei.
Der Exmagier wusste dass er den heißen Atem der Hölle nicht zum letzten Male auf seiner Haut gespürt hatte.



11.01.2002 22:59#22
Ahram Immer tiefer ging es in den Schlund der Finsternis. Der modrige Geruch verwester Wurzeln und uralten Gesteins stieg Ahram in die Nase. Inzwischen spürte er das dünne Seil selbst durch seine schuppige Haut, der Abstieg war hart und lang, das Vorankommen beschwerlich. Über ihm leuchtete Mediates Lichzauber wie ein kleiner Funke Hoffnung in der Dunkelheit der Resignation und Verzweiflung. Der Gedanke an die Magierin gab ihm Kraft, entschlossen setzte er eine Hand unter die Andere, ließ sich weiter hinabgleiten...

Dann, endlich spürten seine Füße eine schmale Felskante. Vorsichtig verlagerte er sein Gewicht auf die Beine, stand schließlich aufrecht auf dem Fels. Er wartete auf Meditate, die er einige Minuten später in Empfang nahm. Kräftige Arme packten sie bei den Hüften und hoben sie auf den sicheren Boden. -Wir sind alle müde und sollten eine Rast einlegen. Ich glaube hier können wir übernachten.

Er führte die Magierin in eine kleine Felsnische, die gerade Platz für zwei Personen bot.
-Hmmm, wir alle werden hier nicht hereinpassen. Ich denke ich werde mir eine andere Höhle suchen, ihr braucht Platz zum ruhen.



11.01.2002 23:14#23
meditate "ach was, bleib bei mir, wir haben hier schon so viele schreckliche sachen erlebt. ich weiß, dass ich mich an deiner seite sicher fühle. bleib bei mir, die anderen werden auch eine der kleinen höhlen für sich finden. meditate legte sich eng an die wand, so dass ahram sich vor sie legen konnte. so würde sie auch im schlaf nicht abstürzen können und würde sich sicher und geborgen fühlen. sie schloss die augen und fiel in einen tiefen traumlosen schlaf.


11.01.2002 23:30#24
Ahram Die Worte der Magierin berührten ihn mehr als sie sich vorstellen konnte. Die Tatsache, dass sie Vertrauen zu einem Wesen wie ihm geschöpft hatte gab dem Exmagier die Kraft weiterzuleben.

Die beiden Gefährten legten sich in die Nische, Ahram spürte bald den regelmäßigen Atem Meditates auf seiner Haut. Das Gefühl elektrisierte ihn, beruhigte ihn jedoch gleichzeitig auf eine seltsame Weise. Er drehte sich zu ihr. Seine empfindlichen Augen zeichneten ihre Umrisse in sein Hirn, der Geruch ihrer Haare stieg ihm in die Nase, ihre leisen Atemgeräusche verzauberten seinen Geist.

Langsam, ganz langsam hob er die Hand und strich ihr sanft, fast geisterhaft über die Wangen. Ihr Körper schmiegte sich aufgrund der Enge an seinen, er konnte ihren ruhigen Pulsschlag fühlen, spürte die leichten Bewegungen ihrer Arme und Beine.

Der Exmagier wusste längst dass es um ihn geschehen war, er wusste seit ihrer ersten Begegnung dass ihr Schicksal das Seinige war. Langsam schloss er die Augen, ließ sich von dem regelmäßigen Rhytmus ihres Herzschlages in den Schlaf lullen...



11.01.2002 23:56#25
Nienor Nienor kletterte und kletterte, unter ihr schien das Seil lose zu baumeln, so als ob keiner mehr unter ihr hinge. Nienor schaute nach oben und glaubte in der Finsternis die Gestalt des Gardisten zu erkennen, obwohl - war das nicht unmöglich, in dieser Dunkelheit?

Da, auf einmal ein Fehlgriff. Ein Schrei entringt sich ihrer Kehle, Das Seil - weg, losgelassen, im Dunkel verschwunden. Nienor streckt die Arme entsetzt von sich und weiß, es ist das Ende, sie wird fallen...



12.01.2002 00:31#26
Burath Ein Hand streckte sich aus dem Dunkel und packte die Amazone am Handgelenk. Gnat hing über ihr, die Beine fest um das Seil geschlungen und die andere Hand hielt seinen Oberkörper aufrecht.
Er biss die Zähne zusammen, das Gewicht der Amazone und des Bündels auf seinem Rücken schienen ihn nach unten reißen zu wollen. Nur unter größter Anstrengung schaffte er es sich und die umherschwingende Amazone festzuhalten. Er war ratlos, ewig konnte er sie so nicht halten. Die Amazone schrie immer noch, verfiel total in Panik. Auf einmal schlug das eine Bein von Nienor gegen einen Felsvorsprung. Nach ein paar weiteren Schwüngen konnte Gnat sie nicht mehr halten und lies los. Sein Magen zuckte zusammen als er glaubte die Amazone sei in den Tod gestürzt aber stattdessen hörte er ein dumpfes Geräusch unmittelbar in seiner Nähe. Schnell richtete er sich auf und hielt sich mit letzter Kraft am Seil fest. Hier ist ein Felsvorschprung hörte Gnat aus einer Richtung hören. Er hatte keine Wahl, er nahm noch etwas Schwung, lies dann das Seil los und landete ebenfalls hart auf steinigem Boden. Er blieb im Dunkeln liegen und atmete tief durch, Nienor schien es ihm gleich zu tun den er konnte ihren Atem spüren. Sie lagen dicht beieinander.

Auf einmal erhellte ein grelles Feuer die kleine Höhle. Gnat hielt eine Fackel in der Hand. Mit der anderen Hand verdeckte er seine Augen um nicht zu sehr geblendet zu werden. Als sich die Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten wagte er einen ersten Blick in den Abgrund, er war tief, endete in purer Dunkelheit. An den Seiten waren kleine Felsvorsprünge, in so einem befand er sich jetzt mit Nienor. Von oben konnte er die Stimmen der anderen hören, doch wo waren Meditate und das Monster? Er bekam ein ungutes Gefühl, glaubte dann aber etwas grünlich schimmerndes bei einem der unteren Felsen zu sehen. Es konnte nur Ahram sein also atmete er erleichtert auf. Mittlerweile kamen nacheinander Don, Krigga, Champ und ganz zum Schluss der Baron Gor na Drak an ihnen vorbei. Sucht euch immer zu zweit einen der Felsvorsprünge! Wir werden rasten und neue Kräfte sammeln! sagte Gnat leise aber verständlich. Die anderen nickten nur kurz und taten dann das was ihnen aufgetragen wurde, sie wirkten erleichtert. Gnat drehte sich um und sah einer verängstigten Amazone in die Augen. Ganz ruhig hier sind wir in Sicherheit versuchte er sie zu beruhigen. Er verkroch sich weiter in eine Ecke, legte die Fackel auf den Boden und steckte sich eine Zigarette zwischen die Lippen. Durch den bläulichen Dunst des Glimmstängels fragte er die Amazone Wie lautet dein Name?



12.01.2002 00:47#27
Nienor "Nienor heiß' ich." erwiderte sie ohne Zögern. "Und ihr seid Gnat der Gardist. Ich weiß nämlich Bescheid." fügte sie etwas vorlaut hinzu, obwohl sie eigentlich überhaupt nichts wußte, aber das mußte sie ja dem Gardisten nicht auf die Nase binden. "Ich habe Euch gesehen, als ich in den letzten Tagen im Alten Lager war."
Sie rückte lieber noch etwas weg, obwohl das Wegrücken eher symbolisch war, denn die Felskante war gefährlich nahe. Wenn sie an ihren Fastabsturz dachte, wurde ihr ganz schwindelig. "Danke... für das Auffangen." sagte sie noch ganz kleinlaut.



12.01.2002 00:53#28
Burath Kein Problem. Es wäre unklug bereits in den ersten Stunden zu sterben. Wir haben noch eine lange Reise vor uns und bekommen bestimmt auch noch genug Gelegenheiten dazu diese Welt zu verlassen scherzte er mit einem Grinsen im Gesicht. Vielleicht waren diese Worte nicht angebracht aber es rutschte einfach aus ihm heraus. Hmm es ist komisch ich habe euch nie im Alten Lager gesehen. Naja egal
nun sind wir hier und müssen miteinander auskommen. Sagt mir wieso ihr hier seid und keine andere Amazone?



12.01.2002 01:10#29
Nienor "Das weiß ich nicht, die Königin hat entschieden und darum bin ich eben hier und keine andere." antwortete sie mit einem Tonfall, der keinen Widerspruch dulden sollte, aber sie war nicht wirklich überzeugend damit. "Ich dachte ja auch, daß zum Beispiel meine Schwester geschickt werden würde, die würde Euch sicher besiegen können, die kann sehr gut kämpfen!" Nienor machte eine Pause. "Ich werde auch einmal eine furchtbare Kriegerin, wie meine Schwester. Wenn ich wieder zurück bin, wird mir Nek das Schwertkämpfen noch besser beibringen." Nienors Augen blitzen. "Dann hab ich keine Angst mehr vor Gardisten!" Oops, das war jetzt aber nicht sehr klug gewesen... "Nicht, daß ich Angst hätte, nein." versuchte sie noch, das Ruder herumzureißen. "Nein, ich hab keine Angst, darum hat mich die Königin auch ausgewählt."



12.01.2002 01:15#30
Burath Gnat lächelte sie an. Vor mir braucht ihr auch keine Angst zu haben. Die Worte schienen Nienor gleich noch mehr zu verunsichern. Ich habe eure Schwester im Kampf gesehen, sie ist sehr tapfer und eine wirklich gute Kämpferin! Ihr werdet hart trainieren müssen wenn ihr an diese Fähigkeiten heran wollt. Naja hier habt ihr die beste Gelegenheit dazu euer Talent unter Beweis zu stellen. sein Tonfall wurde ernster, schon fast warnend. Nach einigen Minuten des Schweigens ergriff er wieder das Wort.
Wer hat euch gelehrt das Angst etwas Schlimmes ist?



12.01.2002 01:34#31
Nienor "Das weiß doch jeder." Nienor war verwundert. "Angst lähmt. Sie macht einen unfähig, zu reagieren, sie läßt einen die falsche Entscheidung treffen. Angst kann nicht gut sein." Was wollte ihr dieser Gardist denn über die Angst erzählen? Komische Leute gabs im Alten Lager. Hoffentlich wurde das Amazonelager bald wieder aufgebaut.



12.01.2002 01:48#32
Burath Gnat blieb still, er wollte erst wieder sprechen wenn sich die kleine Amazone beruhigt hätte. Dann auf einmal brach die Stille.
Falsch. Angst kann ein starker Verbündeter sein wenn man sie kontrollieren kann! Sie kann dein Leben retten, sie kann dich stärken, sie darf nur keine Überhand nehmen. Pass mal auf! Also angenommen du würdest jetzt vor einer riesigen Armee Skelette stehen und hättest keine Angst. Was würdest du tun? Ich glaube du würdest dein Schwert ziehen und törricht auf sie losstürmenden .. naja und natürlich bei dem Versuch sterben. So nun betrachten wir das mal von der anderen Seite. Was würdest du tun wenn du Angst hättest? Du würdest versuchen fortzulaufen. Angenommen du wärst im Wald, du hättest die besten Chancen zu flüchten und würdest überleben. Das sagt uns also das Angst Leben retten kann und nichts Schlechtes sein muss. Außerdem glaubst du gar nicht was Angst alles bewirken kann! Es macht dich schneller, stärker. Dein einziger Wille ist es zu überleben und das stärkt deinen Körper ungemein. Unkontrollierte Angst, Panik das ist gefährlich! Sie macht genau das was du mir erst sagtest. Sie lähmt dich, man trifft falsche Entscheidungen und so weiter. Der erste Weg zu einer guten Kämpferin ist es die Angst zu verstehen und sie zu beherrschen. Gnat hielt inne und wollte erstmal abwarten wie Nienor darauf reagierte.



12.01.2002 02:01#33
Nienor "Also ich versuche lieber, keine Angst zu haben und stattdessen ruhig zu bleiben und nachzudenken, wenn ich in gefährlichen Situationen bin. Meine Schwester hat auch keine Angst und sie weiß immer, was zu tun ist, weil sie sich auskennt." fügte sie in belehrendem Tonfall hinzu. Vielleicht prügelten sich diese Gardisten immer, weil sie dachten, dadurch würden sie ihre Angst beherrschen lernen. Nienor mußte lachen bei dem Gedanken, aber unterdrückte das schnell wieder, weil sie nicht wollte, daß dieser Gnat dachte, sie lache ihn aus. Sie wollte doch höflich bleiben. Und ihm zuhören. Vielleicht konnte sie ja doch noch etwas von ihm lernen, auch wenn er mit seiner Ansicht in dieser Angstsache wohl alleine blieb.
"Ich werde jedenfalls lernen, meine Angst zu verbannen, ich werde eine kalte Kriegerin, die immer den Überblick behält und keine angs hat. alle werden zu mir aufschauen und fragen: Nienor, was sollen wir tun und ich werde es ihnen sagen." Sie war aufgesprungen und hatte ihr Schwert gezogen. Es glitzerte in der Dunkelheit. Mit leuchtenden Augen stand sie da und sah Gnat an. Jetzt hatte er sicher Respekt vor ihr.
"Ja, das will ich." sagte sie mehr zu sich, als zu dem Gardisten, als sie das Schwert wieder einsteckte und sich still neben den Krieger in der glänzenden Rüstung setzte.



12.01.2002 02:17#34
Burath Gnat konnte sich nicht mehr halten vor Lachen. Er kugelte sich schon halb auf dem Boden, musste aufpassen nicht die Klippe herunter zu stürzen. Nach einer Weile hatte er sich wieder beruhigt Tut mir Leid aber ich konnte nicht mehr ... Ihr glaubt gar nicht wie schnell ich euch gerade getötet hätte. Er legte seinen Umhang bei Seite und deutete auf die Wurfmesser die an seinem Oberarm befestigt waren.
Er hätte kaum eine Sekunde gebraucht um eins davon zu ziehen und es ihr entgegen zu werfen. Auf diese Entfernung hätte er ohne Probleme tödlich getroffen. Zumindest war er beruhigt das sie nun wieder still am Boden neben ihm saß. Bevor ihr versucht euch gross zu machen, lernt bitte erstmal wie man ein Schwert ordentlich hält und am besten auch noch wie man es führt. Zeige nie deine wahre Stärke! Wenn du dich mit allem was du hast vor dem Gegner aufbaust dann kann er dich einschätzen. Wenn du allerdings deine wahre Stärke verbirgst wird er dich unterschätzen. Das könnte tödlich für ihn enden! Und noch etwas, ein guter Kämpfer macht sich nicht durch die Aufmachung aus sondern durch seine Fähigkeiten. Es ist egal ob er herzens gut ist oder ein Herz aus Stein hat. Wenn er nicht kämpfen und durch Taten glänzen kann dann wird er untergehen. Egal wie er sich nach außen gibt.
Treffe solche Entscheidungen nicht voreilig.



12.01.2002 02:33#35
Nienor "Ihr? Mich umbringen? Ich wußte, man kann den Gardisten nicht trauen!" empört schaute sie Gnat an. Und was noch ärgerlicher war, sie mußte sich eingestehen, daß Gnat recht hatte. Sie mußte noch viel lernen, bis sie eine wirklich gute Kämpferin war. Doch noch hatte sie einen Trumpf. Denn Gnat wußte nichts davon, daß sie eine sehr gute Bogenschützin war. Und weil sie sich das, was er ihr gesagt hatte, auch zu Herzen nehmen wollte, würde sie ihm das auch nicht auf die Nase binden.
"Und wie ich ein Schwert halte, weiß ich sehr wohl, Herr Gardist! Ich bin sicher noch nicht die beste Schwertkämpferin, aber Nek wird mich unterrichten und der kann mehr, als bloß draufhauen!" So. Jetzt war sie fertig mit der Welt und wollte ihre Ruhe haben. Dieser blöde Gardist nahm sie einfach nicht ernst, aber sie würde es ihm zeigen, irgenwann einmal...
Bis dahin würde sie ihn beobachten und heimlich oder offen von ihm lernen.


12.01.2002 02:42#36
Burath Kommt beruhigt euch wieder. Ich sagte ich hätte euch umbringen können .. wenn ich es wollte aber lassen wir das Thema. Etwas will ich euch noch sagen er begann zu grinsen Ein guter Kämpfer sollte ausgeruht sein. So wie ich sehe habt ihr nichts weiter mitgebracht. Naja ihr habt Glück Gnat öffnete das große Bündel und holte zwei gereinigte Wolfsfelle hervor. Hier nehmt das und legt euch nun schlafen, morgen wird ein anstrengender Tag
Er breitete das Fell auf dem Boden aus, legte sich darauf und viel in eine Art Halbschlaf den er in Kriegszeiten verwendete. Er bemerkte noch wie Nienor etwas wiederwillig das Fell ausbreitete sich dann aber doch letztendlich hinlegte. Sie versuchte wach zu bleiben, schien noch etwas Angst vor ihm zu haben bloss konnte ihre Augen nicht mehr lange offen halten. Überall war es ruhig, bis auf das Schnarchen des Erzbarons das durch den ganzen Tunnel ertönte.


12.01.2002 08:37#37
meditate meditate erwachte und musste sich erst orientieren.

es war so dunkel, dass man sich nicht vorstellen konnte, überhaupt noch zu leben. neben ihr lag ahram, der ebenfalls noch tief schlief und sie hörte, dass offensichtlich auch die anderen einen platz gefunden hatten. meditate tauchte mit einem lichtzauber den abstiegsschacht in ein zartes blaues licht und weckte so die gefährten. nachdem sie eine der blauen lichtkugeln in der schacht hinabsteigen ließ, konnten alle den boden erkennen und das letzte gefährliche stück, für dass das seil zu kurz war.

unten schien aber alles ruhig zu sein, so dass sie zumindest nicht zu fürchten hatten, in dem schmalen nebenstollen unliebsame begegnungen haben zu müssen.
"ich schlage vor, dass wir erst einmal auf den höhlenboden hinuntersteigen und dort noch einmal eine pause einlegen. von da aus können wir dann erkunden, wie die situation in dem mächtigen hauptgang ist. unten können wir dann auch etwas essen und das weitere
vorgehen besprechen."

meditate und ahram stärkten sich etwas aus ihren vorräten und setzten den abstieg fort. wie beim ersten mal kletterte ahram voran. da die wände hier nicht mehr so glatt waren, kamen sie etwas besser voran jedenfalls bis zu der stelle, an der das seil endete.

diesmal suchte ahram etwas länger nach einer abstiegsmöglichkeit für die gefährten. einige handgriffe weiterbefand sich ein schmaler felssims, den irgendwann einmal lava oder wasser in den fels gekerbt hatte. wenn die gefährten dieses schmalen sims erreichen könnten, dann müssten sie ihm nur um den felskessel herum folgen. er endete in etwa 3 meter höhe und von dort würde sich immer eine lösung finden.

ahram kletterte voraus und half meditate, den ersten teil zu überwinden. sich langsam auf dem felssims voraustastend setzte sie ihre füße vorsichtig und schritt für schritt voran, den rücken eng an den fels gelehnt und die augen fest auf ahram gerichtet, dem der abstieg mühelos gelang.

die letzten 3 meter überwanden sie wie gehabt, ahram sprang und fing danach seine gefährtin sicher auf. die ersten beiden hatten den boden der höllenschlucht erreicht.

meditate sah nach oben und begleitete den abstieg der anderen mit immer neuem lichtzauber, damit niemand daneben treten würde.



12.01.2002 10:44#38
Lebendes Dunkel Ein Teil des Dunkels in der Schlucht bewegte sich. Immer darauf bedacht, das Seil nicht zu sehr zum Schwingen zu bringen, kletterte eine dunkle Gestalt am Seil herunter. Diese Schlucht schien wirklich endlos zu sein. Nach einer Ewigkeit konnte die Gestalt einen Lichtpunkt in der Schwärze unter sich ausmachen. Sofort erstarrte sie. Keinen Zentimeter bewegte sie sich. Die Arme fest um das Seil geschlungen, wartete sie im Schutze der Dunkelheit.


12.01.2002 11:28#39
Burath Gnat packte sein Zeug zusammen. Glücklicherweise wurde alles durch bläuliches Licht erhellt sodass er dies nicht im Dunkeln tun musste.
Er sah nach unten, der Abstieg war nicht mehr weit, Meditate und das Monster schienen bereits angekommen zu sein. So Nienor diesmal werde ich voran gehen. Er schultert das Bündel, sprang an das Seil, hielt sich mit den Händen fest und umschloß es mit seinen Beinen. Langsam rutscht er hinunter. Nienor brauchte eine Weile um sich zu überwinden, schaffte es dann aber doch und rutschte ihm hinterher. Nach einer Weile war das Seil zu Ende. Mist was ist das Gnat schaut sich um und entdeckt einen Felssims. Alles klar murmelte er in sich hinein, lockerte das Bündel auf seinem Rücken und lies es zu Boden fallen. Ein lautes Klirren war zu hören als das Bündel hart auf dem Boden aufschlug, hoffentlich war nichts kaputtgegangen. Er schauckelte noch ein bisschen und setzte sich dann auf den Vorsprung ab. Dicht presste er sich an die Felswand, unter seinen Füßen brachen Steine und vielen nach unten. Gnat hielt Nienor die Hand hin und zog sie herüber. Mit langsamen seitlichen Schritten arbeitete sie sich nach unten. Kurz vor dem Boden war der Sims zu Ende. Gnat sprang herunter und rollte sich am Boden ab um etwas von der Wucht abzufangen. Danach deutete er Nienor an auch nach unten zu kommen. Sie sprang Gnat in die Arme und er setzte sie am Boden ab. Seine Blicke wanderten am Boden umher auf der Suche nach seinem Bündel ...


12.01.2002 11:34#40
Ahram Während Meditate den Gefährten beim Abstieg half, stapfte Ahram etwas voraus. Seine Nasenflügel blähten sich, sein Körper ging in eine geduckte Haltung. Er roch Lebewesen, Menschen. Dies war nicht ungewöhnlich, denn immerhin hing noch eine beträchtliche Gruppe Männer und Frauen an dem Seil. Ansonsten schien kein ungebetenes Empfangskommitee auf sie zu warten.

Ahram richtete sich wieder auf, seine leicht floureszierenden Augen sondierten die Umgebung.



12.01.2002 11:44#41
Carthos allmählich kam der boden in sicht. noch 4 meter dann war der mist endlich vorbei. na drak bildete wieder das schlusslicht. krigga und champ waren zusammen mit ihm die letzten am seil. champ erreichte als erster von den noch verbliebenen den boden, dicht gefolgt von dem waldläufer. der erzbaron sprang den letzten meter hinunter und war froh endlich wieder festen boden unter seinen füssen zu haben.
ich hoffe auf dem rückweg gibts einen anderen weg nach oben er zog vorsichtshalber seine armbrust, man konnte ja nie wissen.



12.01.2002 12:18#42
meditate die gruppe kam langsam voran. nach einiger zeit sahen sie in der ferne den ersten lichtstrahl des hauptganges. jetzt wurde es gefährlich.
das war ungefähr die stelle, an der sich beim letzten abstieg die gischt der flammenhölle gebrochen hatte. von jetzt an müssten sie mit äußerster vorsicht vorgehen. meditate bedeutete allen, erst einmal etwas zu warten. sollte doch erst mal ahram und vielleicht noch ein anderer das weitere vordringen prüfen


12.01.2002 12:30#43
Burath Wir sollten hier erstmal ein kleines Lager aufschlagen. Ich werde mit jemandem weiter nach vorne ziehen um dort erstmal die Lage auszukundschaften dabei deutete er komischerweise auf das Monster, diesen Ahram. Er würde für dieses Vorhaben mit am besten geeignet sein. Die Position hier ist gut, wir brauchen nur eine Seite abdecken und es ist genug Platz damit wir hier alle zusammen übernachten können. Das ist meiner Meinung nach sicherer. Außerdem sollten sich einige nach dem Abstieg noch etwas ausruhen. Die Höhle war warm. Gnat liefen die ersten Schweissperlen über das Gesicht. Was würde er jetzt für einen Eimer voller Wasser geben aber
er musste sich seinen Vorrat einteilen. Er legte sein Bündel ab und schaute Ahram an. Können wir? Die anderen sollten in der Zeit ein einigermaßen ordentliches Lager herrichten.



12.01.2002 12:48#44
Ahram Ahram nickte, und die Beiden gingen los. Der schmale Felsgang sah noch genauso aus wie der Exmagier ihn in Erinnerung hatte. Dunkel, warm, mit dem leichten rötlichen Lichtschimmer der unzweifelhaft von den Lavamassen in der großen Steinhalle stammte. Es würde wärmer, Ahram spürte die Hitze auf den feinen Hornschuppen die seinen Körper bedeckten. Den Mantel hatte er bei den anderen Gefährten in der Höhle gelassen.

Langsam verbreiterte sich der Gang, es wurde heller, bis sie schließlich auf den schmalen Steinpfad heraustraten, der zu der großen, runden Plattform führte, die wie durch Zauberhände gehalten über den heißen Gluten flüssigen Feuers schwebte.

Ahram bedeutete Gnat stehenzubleiben. Üble Gerüche stiegen ihm in die Nase, er spürte die Gegenwart des Bösen. Der Dämonenmensch drehte den Kopf, die blauen Augen suchten die Felswände ab. Dort!

Über der Plattform bewegte sich die Decke. Bizarre, schwarze Körper krochen über den Stein, die feinen Ohren des Dämonenmenschen vernahmen leise ihr bestialisches Fauchen.

Er wandte sich Gnat zu und wies mit der kralligen Hand auf die Monstren. -Dort oben, an der Decke. Ich glaube sie warten auf uns.



12.01.2002 12:57#45
Carthos die restlichen gefährten setzten sich auf den boden und ruhten sich aus. nur na drak stand noch und blickte in die richtung in der die beiden verschwunden waren. wer weiss was da hinten wartete. was es auch immer war, er hatte vorgesorgt. seine besten waffen trug er bei sich, wenn das nicht ausreichen sollte, dann lag es zumindest nicht an ihm.



12.01.2002 13:38#46
Burath Gnat nahm die Armbrust in die Hand und spannte einen Bolzen ein. Sehr freundlich sehen die Wesen auch nicht gerade aus. versuchte er zu scherzen. Trozdem wir müssen weiter ... er wurde wieder ernst. Mit langsamen Schritten gingen sie den Steinweg entlang, der einer Brücke über den Lavasee glich und bei der Plattform endete.
Der Weg war schmal, bot vielleicht soviel Platz das zwei Leute nebeneinander laufen konnten. Gnat lief voran, hinter ihm Ahram dessen Krallen auf dem Boden schleiften. Plötzlich ertönte ein Aufschrei. Eines der schattenartigen Wesen breitete seine Flügel aus und erhob sich in die Lüfte. Es umkreiste die beiden mehrmals und lies sich dann vor ihnen auf dem Weg nieder. Gnat stockte der Atem.
Das Monster war gross, hatte riesige lederartige Flügel, leuchtend grüne Augen und äußerst scharfe Krallen. Die Haut bestand aus grünlich schwarzen Schuppen, der Bauch überdeckt mit kurzem Fell.
Es schrie und riss dabei den Mund auf, spitze lange Zähne kamen zum Vorschein. Ahram geh ein Stück nach hinten. Langsam und vorsichtig entfernte sich Ahram, schaute die ganze Zeit aber abwechselnd auf Gnat, der immer noch ruhig stehenblieb, und auf das Monster. Der Schaft der Armbrust berührte die Schulter, drückte sich fest gegen sie. Gnat's Finger wanderte langsam zum Auslöser. Er zielt auf den Kopf der Bestie und schoss. In unglaublicher Schnellichkeit wich das Monster dem Bolzen aus, erhob sich abermals in die Lüft und stürzte sich mit ausgebreiteten Flügeln auf ihn. In der Zeit wo das Monster Gnat mit seinem boshaften grünlich leuchtenden Blick fixierte konnte dieser sein Schwert ziehen und wirbelte es herum. Das Monster kam angeflogen und rammte Gnat der zu Boden ging und ein Stück nach hinten rutschte. Kurz vor dem Amgrund kam er zum Stillstand. Der Gar schrie auf, das Schwert von Gnat hatte ihm einen seiner Flügel gestutzt. Gnat wälzte sich wieder auf, wirbelte im Hochkommen abermals das Schwert herum. Die Klinge blitzte im Licht des Lavasees auf und rasierte in einer Gischt aus Blut eine weitere Flügelspitze ab. Das trieb den Gar nur zum nächsten wutentbrannten Angriff. Lange, triefende Reißzähne bissen durch die stickige Luft. Die Augen leuchteten noch grüner auf. Das grollende Geräusch tat Gnat in dem Ohren weh. Krallen griffen von beiden Seiten nach ihm. Statt dem Angriff auszuweichen, duckte Gnat sich darunter hindurch. Dann sprang er wieder auf und rammte der riesenhaften, pelzbewachsenen Bestie das Schwert in die Brust. Unter dem lauten Todesschrei des Gars drehte Gnat die Klinge und riss sie zurück. Er hon das Schwert nach hinten,
bereit, den widerwärtigen Kopf mit einem mächtigen Schlag abzutrennen, doch der Gar griff gar nicht an. Mit den Krallen griff er nach der Wunde in seiner Brust, aus der das Blut sprudelte, schwankte einen Augenblick bevor er schwer auf den Rücken stürzte. Die Flügelknochen zerbrachen krachend, als er darauf viel. Gleich darauf stürzte unter ihm ein Stück des Steinweges weg und er viel hinab in die Tiefen des Lavasees. Nur mit einem Hechtsprung konnte sich Gnat in Sicherheit bringen um nicht auch nach unten zu fallen.
Erleichtert aber auch erschöpft drehte er sich zu Ahram um doch was musste er feststellen, auch hinter diesem hatte sich ein Gar platziert....


12.01.2002 14:25#47
Ahram Geistesgegenwärtig ging Ahram in die Hocke. Scharfe schwarze Krallen fegten nur Millimeter über seinen Kopf hinweg und zerteilten die heiße Luft. Der Exmagier fuhr herum, nur um sofort katzenhaft zur Seite zu springen um einem weiteren Hieb der gefährlichen Krallen auszuweichen.
Der Dämonenmensch fletschte die Zähne, ein tiefes Grollen entfuhr seiner Kehle. Sein dunkler Körper spannte sich, dann stieß er sich ab, schoss der Bestie entgegen. Im Flug glitten die Armklingen schabend zwischen den Hautlappen hervor.

Doch auch der gar war nicht gerade schwerfällig. Beinahe spielerisch wich er Ahrams Attacken aus, tauchte tänzelnd unter den Knochenwaffen hinweg, wich blitzschnell geführten Krallenhieben elegant aus. Wieder sprang der Exmagier vor, fauchte, die Knochenklingen sirrten durch die Luft, zeichneten tödliche Bahnen in die Hitze.

Es nütze nichts. Der Gar schien über unendliche Kraftreserven zu verfügen, immer wieder wich er aus, das Gesicht zu einer boshaften Grimasse verzogen. In Sekundenbruchteilen schossen seine dicken Arme vor, krallige Hände packten Ahram, gruben sich durch die Schuppenhaut in das dunkle Fleisch, zogen ihn an sich.

Der Exmagier stieß sich ab und versuchte dem Monstrum seine Füße in den Bauch zu rammen, doch die Entfernung war schon zu gering. Die Bestie presste ihn an sich, Ahrams Knie wurden gnadenlos an seinen Brustkorb gedrückt. Das mit Reißzähnen berwehrte Maul öffnete sich, Speichel troff daraus hervor. Ahram spürte den heißen Atem der Bestie in seinem Gesicht, ein furchtbarer Gestank schlug dem Exmagier entgegen.

Der Gar war siegessicher, triumphierend blitzten seine Augen auf. Plötzlich lächelte Ahram.

Die scharfen Beinklingen fuhren aus den Knien, welche noch immer fest gegen den Leib des Monsters gedrückt waren. Mühelos durchborhten sie Haut, Muskeln, Organe, mit einem Knacken traten sie aus dem Rücken des Gars heraus, rot vor Blut und Fleischfetzen.

Die Augen des Biestes hatten sich geweitet. Unendliche Überraschung stand in ihnen geschrieben. Noch einige Sekunden blieb das Monster bewegungslos stehen, dann wurden die dicken Muskelstränge schlaff, der enorme Körper kippte zu Seite. Schnell fuhr Ahram die Klingen wieder ein, er musste von dem Kadaver fortkommen.

Er war nicht schnell genug. Die tote Bestie fiel über die Felskante, hinab in die brodenlden Lavamassen.

Nur wenige Millimeter Stein trennten Ahram von dem sicheren Tod. Die Schwarzen Krallen schabten über den Fels, hinterließen Spuren in dem grauen Stein. Der Exmagier rutschte langsam ab....



12.01.2002 14:43#48
Burath Zwei Hände packten Ahram fest von hinten und rissen ihn herum. Beide, Ahram und Gnat lagen keuchend auf dem schmalen Weg. Gnat sah nach oben, an der Decke hingen noch viele von diesen Monstern. Sofort richtete er sich auf. Los schnell wir mir müssen hier fort. Ich habe keine Lust das noch mehr von diesen Dingern angreifen.
Er nahm seine Waffen auf und lief schnellen Schrittes los. Der Halbdämon folgte ihm. Endlich erreichten sie wieder den schützenden schmalen Tunnel, waren nun kurz vor dem Lager als Gnat leise zu Ahram sprach Du hast nun mein volles Vertrauen. Ich habe gesehen wie stark du bist und das deine Absichten gut sind. Am Anfang war ich misstrauisch doch nun sehe ich das du ein wertvoller Verbündeter bist.

Gnat lächelte ihn freundlich an und schon waren sie im kleinen Lager. Einige der anderen schliefen, der Rest hielt Wache. Gnat setzte sich auf einen Stein. Die Rüstung und sein Schwert waren blutverschmiert, sein Umhang eingestaubt und dreckig. Er lehnte sich an die Wand, schloss die Augen und ruhte einen Moment aus. Der Angriff hatte fast alle seiner Kräftereserve verbraucht aber er war froh ohne Verletzungen davongekommen zu sein. Er musste überlegen wie der Trupp über die Brücke kam. Wie sollten sie es schaffen? Einen offenen Kampf würden sie nicht überleben.



12.01.2002 14:56#49
Ahram Ahram schaute Gnat dankbar an. Er war sich sicher in diesem Mann einen Freund gefunden zu haben, auf den er sich verlassen konnte.

Im Lager angekommen setzte er sich in eine Höhlenecke. Prüfend fuhr er mir der Hand über seinen Oberarm und verzerrte schmerzhaft das Gesicht, als seine Finger die tiefen Wunden berührten, dort wo sich die Krallen des Gars in sein Fleisch gebohrt hatten. Tatsächlich steckte eine der hornigen Waffen noch in seinem rechten Arm.

Ahram atmete tief ein, dann umschloss er die Kralle und zog sie mit einem Ruck heraus. Er gab ein leises widerwärtiges Geräusch, als sie sich aus seinem Fleisch löste. Der Exmagier stöhnte unterdrückt auf, es klang wie das dumpfe Grollen eines Tieres.

Ein kleines Blutrinnsal ergoss sich aus der nun offenen Wunde. Der Dämonenmensch presste seine linke Hand darauf, ließ den Kopf gegen die Steinwand sinken und schloss die Augen.



12.01.2002 15:44#50
meditate meditate war erwacht, als die beiden von ihrer expedition zurückgekehrt waren. sie sah sofort, dass ahram verletzt war, griff zu ihren heilölen und ging zu ihm

"komm doch gleich zu mir, es gibt keinen grund, den harten herauszukehren. wir brauchen all unsere kräfte. da muss jeder gesund sein."

sie säuberte die sehr tiefe scharfe wunde mit dem ätzpulver und damit begannen für ahram ein paar schmerzhafte minuten. dann aber konnte man sehen, wie sich die wunden schlossen. sie legte ihre hände auf die wunde und hoffte, dass ahram ihr verzeihen möge, dass sie ihm nichts von dem kostbaren goldstaub gab. aber sie hatte nicht mehr viel davon und es war einfach nicht absehbar, wann ihre wanderung enden würde.

sie sah ihm in seine tiefblauen augen und hoffte, dass er in den ihren lesen konnte, dass sie mit ihm fühlte und dass sie ihm gern jeden schmerz genommen hätte. sie hoffte sehr, dass gerade er sie verstehen würde. ein warmer blick traf sie

dann drehte sie sich um. die anderen sahen müde und durstig aus. die trockene heiße luft zehrte an ihren kräften. da fiel meditate etwas ein. mit aller kraft erzeugte sie eine flut von eispfeilen, die sie schnell in eine der trinkgefäße leitete. nach kurzer zeit löste sich das eis auf und sie hatten frisches eiswasser. das war ja ganz leicht! damit war dann ja wohl das problem von frischem wasser für die gruppe gelöst.

die freude und erleichterung war allen anzusehen und man konnte beobachten, wie sich bei allen neuer mut und energie einstellte.



12.01.2002 16:14#51
Carthos der erzbaron lehnte sich an den nackten fels und trank ein bier zur erfrischung. schliesslich war es hier unten nicht gerade kühl.
nach allem was er eben gehört hatte waren die wesen der unterwelt deutlcih stärker als alles viehzeugs was in der kolonie vorzufinden war.


12.01.2002 16:41#52
Ahram Müde betrachtete Ahram seine Gefährten. Sein Körper lehnte an der Felswand, seine Lider waren halb geschlossen. Die Wunden an seinen Armen schmerzten nicht mehr, das Fleisch war wieder heil, der Exmagier schätzte dass sich Morgen um diese Zeit neue Schuppen gebildet hatten.

Er dachte an die große Halle. Über der Plattform, an der Decke, hatten sicherlich noch 10 dieser Monstren gesessen. Auf offenem Feld hätte ihre Gruppe keine Chance auf einen Sieg über die Gars. Alles hatte darauf hingedeutet dass die Bestien geduldig auf etwas warteten.

Dem Dämonenmenschen fiel das mittelgroße Loch in der Decke ein. Er wusste nicht wohin es führte, aber könnte es nicht sein dass sich dort eine Verbindung zur Oberwelt befand? Ahram ahnte Schreckliches. Wenn diese Monstren tatsächlich als Unterstützung für die Untotenarmee fungierten, dann stand den Kriegern der Kolonie eine wahrhaft harte Schlacht bevor.



12.01.2002 18:44#53
Lebendes Dunkel Ein metallisches Geräusch erklang und zu den Schatten in der Schlucht gesellte sich ein weiterer. Mit einer Hand an der Seite des Körpers, richtete sich der Schatten langsam auf. Der Abstieg war anstrengend gewesen; nicht zuletzt weil die Gestalt lange Zeit daran bewegungslos hängen geblieben war um einer Entdeckung zu entgehen. Als die Gestalt sich vollends aufgerichtet hatte, konnte man kurz das Blitzen eines Schwertes unter dem Mantel erkennen.


12.01.2002 18:58#54
Ahram Ahram horchte auf. Ihm war als hätte er etwas gehört. Der Exmagier lauschte angestrengt. Er hörte das Rascheln von Stoff, als einer seiner Gefährten sich im Schlaf umdrehte, er hörte das Klacken von Metall, höchstwahrscheinlich prüfte der Erzbaron den Sitz seiner Rüstung. Ansonsten war Stille.
Langsam sank Ahrams Kopf wieder gegen den Fels, seine Lider schlossen sich und der Dämonenmensch fiel zurück in seinen dämmrigen Halbschlaf.


12.01.2002 19:04#55
Nienor Nienor saß im Lager und hörte von Ferne das Brüllen, das durch den Tunnel hallte. Starr vor Schreck wagte sie sich kaum zu bewegen und befürchtete das schlimmste. Doch nach einer Weile verstummten die scheußlichen Geräusche und dieser Dämonenmensch Ahram und Gnat kamen durch den Tunnel zurück gelaufen. Der Verunstaltete war verletzt, doch meditate kümmerte sich um ihn. Gnats Rüstung troff vor lauter Blut. Aber es war nicht sein eigenes.

Nienor sprang auf und eilte Gnat entgegen. "Was ist passiert? Was ist das für Blut?" Neugier machte sich in ihr breit und ließ sie sofort die unheimlichen Kampfgeräusche vergessen. "Ich hätte auch mitgekämpft!" behauptete sie einfach mal.



12.01.2002 19:18#56
Burath Gnat musste grinsen als er die abschließenden Worte von Nienor hörte und setzte sich auf einen Stein. Kurzzeitig schloss er die Augen und ruhte sich aus. Wir sind auf ein paar Monster getroffen. Sie hängen an der Decke über der Brücke die wir überqueren müssen und sind sehr zahlreich. Sie sind äußerst schnell, gross und haben scharfe Krallen, außerdem können sie fliegen. Ich glaube wir werden bei dem Versuch sterben auf die andere Seite zu gelangen Seine Worte klangen beruhigend, ohne Hektik oder dem kleinsten Anzeichen von Angst die er auch nicht hatte.



12.01.2002 19:27#57
Nienor "Warum sagt Ihr sowas? Es wird doch sicher einen Weg geben." Nienor schaute skeptisch. "Es gibt immer einen Weg." Sie zeichnete Kringel in den Staub auf dem Boden des Tunnels. "Aber warum sollten wir versuchen, dort langzugehen, wnen es so sicher ist, daß wir dort sterben?" Sie sah den Gardisten mit fragendem Blick an. Warum erzählte er nur so etwas häßliches? Niemand wollte gerne sterben!


12.01.2002 19:47#58
Krigga Krigga saß im Schneidersitz am kalten, felsigen Boden und starrte auf die Felswände. Hier unten gab es keine frische Luft, keine Geräusche von seinen ach so geliebten Tieren, kein Rascheln der Bäume, wenn sie zu den Klängen des Windes tanzten. Hier unten konnte man nur die Geräusche von Wassertropfen die an die Felsenwände klatschten hören, es roch nach Schwefel und die Luft war faulig. Krigga nahm einen Apfel und rieb ihn an seiner Rüstung um ihn sauber zu kriegen, dann biss er herzhaft hinein und genoss diesen Geschmack.

Nach einer Weile wurde Krigga etwas langweilig, er wollte weiter aber der Rest der Gruppe schien noch etwas müde zu sehen. Er stemmte seine Hände gegen den Boden und Krigga erhob sich in der selben Position wie er vorher am Boden saß..im Schneidersitz..wenn man seine Hände nicht sehen würde,würde man denken das er schwebt. Krigga spreizte seine Beine und winkelte sie anschließend an. Nun sah es so aus als ob er auf einem Sattel sitzen würde. Langsam richtete er sich auf und bald darauf befand sich Krigga in der Handstandsposition. Vorsichtig hob er seinen einen Arm und glich mit seinem Körper die Position so aus das er nicht umkippte.
Es war nun nicht mehr ein richtiger Handstand da seine Beine etwas gespreizt waren und sein Körper nicht mehr ganz gerade. Dann beugte er seinen Arm und streckte ihn schnell durch, so stand er wieder aufrecht da, auf seinen Beinen. Wieder sah er sich um..dieser Platz war so leer, so öde, so monoton.


12.01.2002 20:13#59
Carthos als der erzbaron seinen blick über die gruppe schweifen liess konnte er nicht glauben was er sah. da machte so ein spinner inmitten sämtlicher gefahren turnübungen.
hätte mir denken können das doch ein paar idioten dabei sind, dachte er. seit stunden standen sie hier herum.
ich denke wir sollen hier unten irgend ein portal schliessen. ich glaube wir haben uns den umkreis von 2 metern jetzt lange angesehen und spätestens dürfte nun auch der dümmste gerafft haben, das sich hier wahrscheinlich kein portal befindet.



12.01.2002 20:13#60
Burath Vielleicht stimmt es was ihrsagt, vielleicht aber auch nicht. Auch ich würde mir wünschen das es einen Weg gibt. Diesen müssen wir bald finden den viel Zeit bleibt uns nicht mehr. Seid gewiss wir müssen versuchen die andere Seite zu erreichen, egal ob es den sicheren Tod bedeutet. Wenn wir hier unten scheitern dann sind unsere Freunde an der Oberfläche dem Tode geweiht. Wir haben keine Wahl. Gnat verstummt für eine Weile. Krampfhaft überlegt er, eine Lösung muss es doch geben. Er weiss keine Antwort. Ihr glaubt ich sei ein komischer Typ. Wenn ich mich nicht irre dann verzweifelt ihr daran das ich so offen über den Tod spreche, ihn vielleicht sogar vorraus predige. Hab ich Recht?


12.01.2002 20:22#61
Nienor "Können wir uns denn nicht irgendwie vorbeischleichen? Wir müssen doch sicher nicht gegen sie kämpfen." Nienor berührte mit dem Zeigefinger ihre Nasenspitze, während sie überlegte. "Vielleicht könnte man sie irgendwie ablenken. Soll sich doch dieser Dämonenbeschwörer was ausdenken, der hat sowieso noch nichts gemacht. Er sagt keinen Ton und tut auch sonst nichs." Nienor vergaß, daß sie selber eigentlich auch noch ncihts beigetragen hatte, außer, daß sie von Gnat gerettet werden mußte.



12.01.2002 20:28#62
Burath Ich hoffe das ihm oder vielleicht unserer Führerin Meditate eine Idee kommt Gnat zog eine Zigarette aus der Tasche und steckte sie sich zwischen die Lippen. Ich möchte euch nicht beunruhigen Kind aber beantwortet mir bitte eine Frage. Wie würdet ihr lieber sterben? Als alte Frau die ihr ganzes Leben lang in Gefangschaft verbrachte, gefoltert und gequält wurde, alle ihre Freunde verlor oder als starke Frau, die ihr Leben opferte um das von anderen zu retten. Sie dadurch etwas Gutes erreicht hatte und ihren Freunden ein gutes Leben schenkte. Vielleicht versteht ihr mich jetzt.



12.01.2002 20:37#63
Nienor "Mhm. Muß ich mich denn jetzt entscheiden?" Nienor zog die Stirn in Falten. "Ich will jedenfalls jetzt noch nicht sterben. Wir finden sicher einen Weg an diesen Biestern vorbei." Das der Gardist sie mit Kind angesprochen hatte, ärgerte sie. Nienor nahm sich vor, wenn sie wieder oben war, schnurstracks zu Nek zu gehen und von ihm ihre Einhandfähigkeiten weiter zu verbessern. also mußte sie überleben.

"Ich sehe ein, manchmal muß man schwierige Entscheidungen treffen." erwiderte sie auf einmal in ernstem Tonfall. Wir müssen uns etwas einfallen lassen, damit wir hier nicht ewig rumsitzen. Wenn wir jetzt schon aufgeben würden, wären die anderen oben sicher sehr enttäuscht von uns." Sie machte eine Pause. "Wenn wir uns einzeln an ihen vorbeischleichen oder schnell rennen, ehe sie uns einhaben, sind wir vorbei. Vielleicht geht das? Oder der Herr Erzbaron kämpft uns den Weg frei."



12.01.2002 20:46#64
Burath Gnat lächelte. Das Mädchen vor ihm versuchte immer dieser Frage auszuweichen, sie konnte einfach nicht darüber nachdenken, hatte noch zu viel Angst die sie zu verbergen versuchte. Naja er konnte sie nicht weiter damit belästigen. Der Herr Erzbaron würde in kleine Stückchen zerhackt werden, rennen würde nichts bringen den die Monster sind schneller als wir. Schleichen .. dürfte auch nicht viel bringen. Ich war erst mit Ahram dort, wir waren nicht sonderlich laut trozdem haben sie uns bemerkt. Ich glaube ein Schild der uns unsichtbar macht oder so wäre angebracht.



12.01.2002 20:50#65
Carthos er sah die amazone an.
klar, ich geh schonmal los und kämpfe uns den weg zum portal frei. ihr könnt dann ja morgen nachkommen, immer der monsterspur folgen. sagte er voller ironie.
jeder der alleine da durchgeht ist so gut wie tot. er blickte wieder in die richtung in der der gang weiterführte.



12.01.2002 20:59#66
Nienor "War ja nur so ne Idee..." sagte Nienor etwas kleinlaut. "Ach, ich weiß auch nicht. Ich war noch nie hier, ich hab doch keine Ahnung."

Dann stand sie auf und ging zu Don-Esteban hinüber. "Könnt Ihr nicht irgendwas tun, damit wir hier weiterkommen? Die Magier des ZuX sollen doch so mächtig sein." Sie stemmte die Arme in die Hüften und sah ihn abwartend an, entschlossen, sich nicht von der Stelle zu bewegen, bis er geantwortet hätte.


12.01.2002 21:06#67
Don-Esteban Der Don sah auf. Er hatte die letzten Stunden damit verbracht, etwas zu dösen und sich die Texte über Beliar ins Gedächtnis zu rufen, soweit er sie schon gelesen hatte. Von geflügelten Bestien war dort nicht die Rede, es gab wohl noch viel, was er lernen mußte.

"Ich habe auch keine zündende Idee, Nienor." antwortete er ruhig auf ihre Frage. "Ich kann versuchen, ein paar Dämonen oder Golems zu beschwören, ich habe Spruchrollen dabei. Wenn die anderen einverstanden sind, werde ich es versuchen. Entweder sie Golems beschäftigen diese Gars, so daß wir an ihnen vorbei können oder sie besiegen sie sogar, aber das letztere glaube ich nicht, es sind zu viele. Mehr Ideen habe ich im Moment auch nicht." Er war aufgestanden und trat zu Gnat und dem Erzbaron, um zu hören, ob diese einen anderen Einfall hatten.


12.01.2002 21:56#68
Burath Gnat überlegte kurz und sagte dann fest entschlossen. Ich sehe keine andere Möglichkeit. Ich hoffe eure Dämonen werden ihren Dienst tun. Lasst uns nicht länger warten, wir haben bereits genug Zeit vergeudet! Er wartete die Antwort der anderen gar nicht erst ab sondern nahm sein Fellbündel und hiefte es auf die Schulter. Langsam ging er vorwärts, drehte sich um und wartete ...


12.01.2002 22:14#69
Don-Esteban Doch in dem Moment mischte sich meditate ein. Sie fragte aus dem Hintergrund, ob nicht Champ mit seiner Sumpfmagie die Monster an die Wand drücken könnte. Mit Windfaust oder noch besser Sturmfaust. In den entstehenden Luftwirbeln würde ein Gar sicher ins Trudeln kommen und abstürzen oder mit sich selbst beschäftigt sein.



12.01.2002 22:21#70
Krigga Krigga brach seine Übungen ab und machte sich marschbereit. Mir ist egal wer wen mit welcher Magie an die Wand drückt, wenn uns diese Biester auf die Pelle rücken werden sie an meiner Lanze enden und das ist Fakt, ich bin ebenfalls dafür das wir weitergehen, dieser PLatz gefällt mir nicht ! Krigga stellte sich neben Gnat.



12.01.2002 22:50#71
Burath Nachdem sich der Trupp endlich einigen konnte machten sie sich bereit und gingen dann langsamen Schrittes dem Ausgang des Tunnels entgegen. Champ sollte versuchen die Gars auf ausreichender Entfernung zu halten und nur im Notfall würde Don Golems oder etwas Vergleichbares herbeibeschwören. Diese Entscheidung wurde auch durch einen Einschub von Gnat's Seite gestärkt die Beschworenen könnten sich hier unten gegen ihre eigenen Leute richten denn die Gefährten waren ja in ihrem eigentlichen zu Hause. Die pralle Hitze schlug ihnen entgegen. Auf allen Gesichtern waren Schweisstropfen zu sehen. Gnat zog sein Schwert, für den Notfall wollte er bereit sein. Nun standen sie am Anfang der Brücke, ein schmaler Weg über dem Abgrund der tief in einem Lavasee endete. Es war einige riesige Höhle, der Weg lang. Am anderen Ende konnte man knapp die schwebende Plattform ausmachen...



12.01.2002 23:13#72
Lebendes Dunkel Die Blicke der schwarz gekleideten Gestalt zerschnitten die Dunkelheit. Dabei achtete sie darauf, nie einen Punkt genau anzustarren, sondern alles aus den Augenwinkeln zu beobachten um mehr zu sehen. Aus dem gang direkt vor dem Schatten drangen verzerrte Geräusche. Langsamen Schrittes ging die Gestalt den Stollen entlang, wobei eine Hand immer unter dem Mantel an der Seite ihres Körpers ruhte.



12.01.2002 23:13#73
Don-Esteban Champ ging mit nach vorne und machte sich bereit, ein oder zwei Sturmfäuste zu beschwören. Alle tasteten sich langsam vor. Champ begann mit seiner Beschwörung. Die Gars fingen an, sich zu bewegen und die Decke der Höhle veränderte durch die wabernden Flügel der Bestien ihre Gestalt ständig. Da ließen sich auch schon die ersten fallen und flogen los. Die Gruppe stürmte vorwärts, auf die Brücke zu und Champ hatte seinen Zauber gewirkt. Die Sturmfaust entwickelte sich zu voller Größe und raste den heranflatternden Gars entgegen.



12.01.2002 23:17#74
Krigga Krigga hoffte bis jetzt das diese Biester die Gruppe nicht bemerken würden aber jetzt....
Der Waldläufer zog seinen Bogen und visierte die Gars an, die Sturmfaust erledigte das meiste, aber Krigga hatte seine Gegner lieber tot als vertrieben.


13.01.2002 00:01#75
Burath Der Zauber tat seine Wirkung, um die Gruppe flatterten die Gars und stießen gegen eine unsichtbare Wand. Sie kreischten wild, so laut das sich Gnat und die anderen die Ohren zuhalten mussten. Die Sicht wurde komplett verdeckt, überall waren Flügel, Mäuler und Klauen. Das einzige woran sich der Trupp orientieren konnte war der Weg unter ihren Füßen. Langsam schritten sie voran, geduckt aus der Sorge ein Gar könnte die Luftbarriere durchbrechen. Sie liefen immer schneller, waren schon fast am Rennen als sie endlich den Rand der Plattform erreichten. Etwas Bläuliches war durch die die Massen der fliegenden Umgeheuer zu erkennen. Ein großer leuchtender Stein. Los Beeilung! brüllte Gnat und rannte dabei auf den Stein zu. Die anderen taten es ihm gleich. Nienor stolperte und stürzte auf den Stein. Plötzlich war sie verschwunden. Der Rest schaute sich verwundert an. Was war das? Eine Klaue raste durch die Luftbarriere und streifte Gnat an der Schulter. Die linke Seite seines Schulterpanzers wurde komplett abgerissen. Der Zauber wirkte nicht mehr. Sofort berührten auch die anderen den Stein und wurden ebenfalls wegteleportiert. Gnat's Schwert wirbelte noch einmal herum, schnitt einem Gar den Bauch auf dann lies er sich nach hinten auf den Stein fallen und war ebenfalls verschwunden.

Alles war schwarz bis Gnat auf einmal die Augen öffnete. Ihm taten alle Knochen weh, sein Gesicht war schweissüberströmt. Noch leicht benommen lies er den Blick umherwandern, fand sich auf hartem steinigen Boden wieder. Um ihn herum lagen auch all die anderen.
Sie befanden sich wieder in einem Tunnel, diesmal allerdings ein weit größerer. Rätselhafterweise waren Fackeln in regelmäßigen Abständen an den zerklüffteten Wänden angebracht, tauchten den Tunnel in dumpfes oranges Licht. Gnat stand auf und putzte sich den Dreck von der Rüstung ... wo waren sie jetzt schonwieder ?


13.01.2002 00:34#76
Ahram Ahram sprang über sie hinweg, schleuderte einen Gar in die heißen Tiefen der Lavahölle. Er stand am schmalen Grad, vor ihm landeten die Monstren, drohten und fauchten. Die Brust des Exmagiers hob sich, er stieß ein frurchtbares Brüllen aus, das die Felswände erzittern ließ. Steine bröckelten von der Decke, fielen in die heißen Feuer oder kullerten über den grauen Stein. Der Exmagier sank in eine geduckte Haltung, die Zähne gefletscht, die Augen auf seine unmenschlichen Gegner gerichtet.

Die dicken Beinmuskeln spannten sich, in tierischer Selbstzerstörung sprang er den vordersten Gar an. Er würde seine Begleiter verteidigen, würde Meditate verteidigen...

Tief bohrten sich die schwarzen Krallen in unheiliges Fleisch, dunkles Blut spritzte hervor, das Monster brüllte schmerzerfüllt. Ahrams Kehle entwich ein dunkles Grollen. Er wollte diese Biester tot sehen.

Scharfe Knochenklingen fuhren aus der Haut, kreisten in tödlichen Spiralen, der Dämonenmensche tanzte seinen animalischen Tanz, durchschnitt Sehnen Knochen und Muskeln, schmerzerfüllte, diabolische Schreie erfüllten die Luft, schuppige Körperteile flogen durch die Luft, machten sich auf den Weg in die rote Ungewissheit.

Die Gars wichen zurück, sie waren nur noch Vier ihrer Art. Der Exmagier fauchte, seine Brust hob und senkte sich in schnellem, hektischem Rythmus, die Muskelstränge spannten sich unter der schuppigen Haut. Ahram war am Ende seiner Kräfte. Sein dämonisches Herz pumpte Massen von Blut durch seine dunklen Andern, doch war es immer noch nicht genug.

Der Dämonenmensch hoffte dass seine Gefährten noch genug Reserven hatten um diese Monstren zu besiegen, denn er hatte es nicht mehr....



13.01.2002 00:56#77
Don-Esteban Ehe der Dämonenartige seine Kräfte weiter im Kampf gegen die Gars reduzierte, packter ihn Don-Esteban am Arm und zog ihn rückwärts mit sich. Ahram brüllte, denn er war in den Rausch des Kampfes verfallen, der Tanz des Todes hatte ihn in seinen Bann gezogen und er ließ sich nur ungern stören.

Ahram wollte sicher meditate verteidigen, doch die beiden waren die einzigen auf der Plattform, die restlichen Mitglieder der Gruppe waren alle schon verschwunden, sie hatten nacheinander den blaß leuchtenden Stein berührt und waren mit einem kurzen aufblitzen weg.

Don-Esteban zog den knurenden Exmagier im Dämonenkörper in Richtung des Steins, um ihn dagegen zu stoßen, Ahram bäumte sich ein bisschen dagegen auf, war aber zum Glück mehr damit beschäftigt, die restlichen Gars im Auge zu behalten, als sich gegen den Don aufzulehnen. Denn sonst hätte der angehende Magier keine Chance gehabt, Ahram in Richtung des Steins abzudrängen. "Komm schon, das hat hier keinen Sinn."

Sobald Ahram dort war, stieß der Don ihn gegen den Stein und das seltsame Monster verschwand. Der Don beeilte sich, auch den Teleportstein zu berühren und nach einem kurzen Aufflackern war auch er verschwunden. Keinen Augenblick zu spät, denn wütende Klauen gruben sich in den Stein ein. Doch die Gars waren hier gefangen, nichts und niemand schickte sie woanders hin, das war ihre Höhle: ihre Heimat und ihr Fluch. Vielleicht waren sie deshalb so wütend und gefährlich.[/i]


13.01.2002 01:07#78
Krigga Krigga stand da, den Bogen hatte er schon längst weggesteckt, der Rest der Gruppe verschwand schön langsam in diesem Stein, aber Krigga wollte irgendwie nicht..er zog sein Schwert und starrte es an. Die Klinge war so schwarz wie die Nacht...so matt..so leer, so schwarz wie noch nie, jetzt endlich wurde Krigga bewusst was dieses Schwert konnte, es war eine Verbindung zwischen den beiden Reichen, dem Reich der Lebenden und dem der Untoten. Die Klaue eines Gars schnellte einen Zentimeter neben Kriggas Gesicht vorbei doch dieser konnte nur auf sein Schwert starren, die tiefe dieser Klinge schien Kriggas Blicke zu verschlucken, endlich konnte er sich losreißen und rannte in den Stein.


13.01.2002 01:15#79
meditate meditate stand mit der gruppe an einem abgrund. rechts und links dehnte sich ein unendlicher graben bis eine entfernung, deren ende nicht abzusehen war. in der tiefe brüllte ein kochender lavafluss, der hin und wieder feuerfontänen in die höhe schleuderte, denen es auszuweichen galt.

keine brücke - nichts. das jenseitige ufer lag in 20 meter entfernung, keine chance und fliegen konnte keiner von ihnen. sie sahen sich gegenseitig hilflos an.



13.01.2002 01:33#80
Burath Er war ratlos. Unsicher schwenkten seine Blicke von einem zum anderen. Keiner schien zu wissen wie sie aus dieser Falle entkommen sollten. Rings um sie herum schien langsam der Boden abzusacken, viel brockenweise in die Lava und zerschmolz ... viel Zeit hatten sie nicht mehr. Was machen wir jetzt? rief er laut, versuchte das Grollen des Lavastroms zu übertönen. Die Luft war stickig, nahm ihm den Atem. Durch den Rauch wurden seine Augen träge und er begann zu taumeln. Er versuchte sich zusammenzureissen, bloss wie lange würde er es noch durchhalten ...



13.01.2002 01:53#81
Krigga Krigga trat einen Schritt hervor und blickte hinab in die Lava. Scheint hier keinen Ausweg zu geben, wir müssen wo anders rum, hier ist das Ende der...
Krigga sah einen eigenartigen Käfer, er schwebte über der Lava inmitten dieser Schlucht aber seine Flügel schienen sich nicht zu bewegen, als ob er auf etwas sitzen würde. Krigga sah sich um, er beugte sich weiter vor um mehr zu sehen und etwas unterhalb der Kante konnte er einen Löwenkopf erkennen dessen Maul weit aufgerissen war. Ca einen Meter unter der Kante war dieser Löwenkopf, Krigga wollte sich wieder am Käfer orientieren doch dieser flog aprupt weg. Ein seufzer ertönte.
Krigga zog sein Schwert, er hielt es so das die Klinge abwärts zeigte und starrte genau auf die Klinge, die Form der Leere, die Sättigung der Schwärze..alle diese Faktoren steigerten sich als er genau über dem Löwenkopf war.
Krigga steckte sein Schwert wieder weg und stand nun etwas unsicher da. Er drehte sich für einen Brauchteil einer Sekunde kurz zu Meditate um und blickte ihr tief in die Augen bevor er einen Satz in die Tiefe machte, niemand konnte sich so schnell bewegen um Krigga dran zu hindern, aber Einige gaben erschreckte, erstaunte Laute von sich.
Krigga war gesprungen, die Zeit während des Falles war so unendlich lange doch da war der erhoffte Boden unter seinen Füßen.Er blickte hinauf und ungefähr 2 Meter ober ihm war die Kante. Krigga schien in der Luft zu schweben aber er spürte deutlich einen Boden unter seinen Füßen. Krigga nahm einen Stengel den er dabei hatte und zündete ihn an, sofort stieg rauch auf und Krigga hielt den Stengel über den unsichtbaren Boden, der Rauch wure von einem Energiefluss mitgerissen und teilte sich blitzschnell auf...eine kleine aber schmale Linie erschien doch dieser verschwand bald wieder. Krigga steckte den Stengel zwischen seine Lippen ud rief.
Los, kommt her und bringt Eiswasser und Sand mit !



13.01.2002 02:14#82
Nienor Nienor war die erste, die sich nach vorne an die Kante traute. Das war DIE Gelegenheit, ihren Mut zu beweisen. Sie sprang einfach. Krigga stand doch auch dort, es mußte also funktionieren.

Hart kam sie auf der unsichtbaren Brücke auf. Ein kurzer Schrei des Erstaunens entrann ihrer Kehle. Dann stand sie neben dem rauchenden Waldläufer. und staunte über das Wunder der unsichtbaren Passage. Wer weiß, was sie hier noch alles erlebten.



13.01.2002 02:36#83
meditate ahram wollte das mädchen eigentlich noch zurückhalten, aber sie war schon geprungen. also ließ er sich nach ihr über die felskante und half dann meditate über den rand.

meditate ließ einen regen aus winzigen eispfeilen über der brücke abregnen, so dass sie durch die nässe etwas sichtbar wurde. inzwischen hatten der baron und champ etwas sand und kleine steine in beutel gefüllt und kamen ebenfalls herunter.

jetzt schob sich die gruppe langsam über den abgrund. vorsichtig gingen sie vorwärts. immer wieder sprühte meditate wasser auf die brücke, so dass sie sich in einen permanent dampfenden pfad verwandelte. die, die voran gingen, fixierten dann die ansicht der oberfläche mit dem sand.

einige male erreichten feuerfontänen die brücke, dann teilten sich die flammen und schossen beidseitig der brücke an den gefährten vorbei. in solchen augenblicken hörte man die brücke vernehmlich knacken. hoffentlich wirkte diese kombination nicht wie eis und feuer auf eine glasscheibe und ließ die brücke zerspringen. ähnlich klang es schon.

das gegenüberliegende ufer kam näher, die eigenartig gewundenen pfade der brücke dehnten sich aber noch immer in mäanderartigen windungen und es kostete schon mühe, nicht den weg quer zu wählen, von einer windung zur nächsten zu springen, aber welche chance hätte man in einem solchen fall gegen eine feuerfontäne gehabt. schließlich erreichte die gruppe erschöpft aber ohne große fehltritte die gegenüberliegende seite. es war geschafft.

die gruppe folgte sofort dem abgehenden tunnel und traf nach einigen metern eine kleine höhle, in der sie ruhen konnten. sie war rundum abgeschlossen, so dass sie alle eng nebeneinander liegend schlafen und kraft für den nächsten teil sammeln konnten.

einer der gefährten hielt am höhleneingang wache, die erste übernahm gnat.


13.01.2002 02:44#84
Burath Gnat setzte sich ein Stück abseits an den Höhleneingang und wickelte sich in seinen Umhang ein. Sorgfälltig begutachtet er seine Ausrüstung, nimmt sich ein Stück Fell und beginnt das getrocknete Blut des Gars von seiner Klinge zu putzen. Er war sichtlich erleichtert den Tag nach diesen Vorfällen heil überlebt zu haben. Er war nicht müde, viel zu viele Gedanken schossen durch seinen Kopf.


13.01.2002 02:46#85
Krigga Krigga setzte sich in eine Ecke und ließ den Kopf hängen. Man konnte hören wie Krigga leise im Schlaf murmelte.



13.01.2002 03:06#86
Don-Esteban Leise kam der Don nach vorne in die Nähe des Höhleneingangs und stellte sich neben den Gardisten. Schweigend verbrachte er die nächsten Minuten, vertieft in Gedanken an das Kastell, das so fern erschien. Die Stille wurde nur vom Geräusch des seine Klinge putzenden Gardisten unterbrochen.

Mit einem Male brach der Don das Schweigen "Was glaubt Ihr, wo wir uns befinden? In der Bibliothek habe ich nicht viel über den Aufbau der Unterwelt gelesen und ich glaube, es gäbe darüber doch so viel zu berichten."



13.01.2002 03:19#87
Burath Gnat schaute nach oben, nahm das Fellstück bei Seite und musterte den Don etwas genauer. Es tut mir Leid das kann ich euch nicht sagen.
Ich weiss eigentlich gar nichts über die Unterwelt, ich bin ein Kämpfer und nur hier um Meditate bei ihrer Mission zu unterstützen.
Ich verbringe keine Zeit über den Büchern sondern widme mich hauptsächlich meiner Fähigkeiten des Schwertes. Ihr wisst garantiert mehr über die Unterwelt als ich. Ich fühle mich hier verloren, habe ein ungutes Gefühl und kann mich nur an unsere Führerin halten. Leider scheinen einige Mächte hier meine Fähigkeiten zu übersteigen, dies bestürzt mich einwenig aber ich gebe die Hoffnung nicht auf das wir die Menschen an der Oberfläche retten können. Erzählt mir was ihr von der Unterwelt wisst



13.01.2002 03:34#88
Don-Esteban "Die Unterwelt" Der Don zögerte. Angst hatte er bis jetzt noch nicht groß verspürt. Ja, es gab gefährliche Situationen, doch die Faszination dieser Welt hatte die Angst überdeckt. Noch...

"Die Unterwelt" fuhr er fort "Sie gleidert sich in mehrere Ebenen. Die Gelehrten sind sich allerdings nicht einig, in wieviele Ebenen. Die einen sagen, es seien sieben, die anderen reden von neun Ebenen des gestaffelten Schreckens, manche behaupten sogar, daß es neunhundertneunundneunzig dieser Ebenen geben soll, von denen jede eine eigene Welt sei. also ich weiß es auch nicht, wieviele es sind. Alle Autoritäten sind sich jedoch darüber einig, daß jede dieser Ebenen, so viele es auch geben mag, sich bis in die Unendlichkeit erstreckt und niemand außer Beliar mit seinem göttlichen unendlichem Geist kann wissen, was in ihnen allen vorgeht."

Der Don machte eine Pause und bot Gnat etwas Käse und Brot aus seinem Proviant an, er öffnete seine Feldflasche und nahm einen Zug, bevor er sie dem Gardisten anbot. "In jeder Ebene der Hölle sollen andere Kreaturen wohnen und keiner hat sie je alle erforscht. Darum ist es für mich sehr faszinierend, alles, was ich sehe, auf Pergament festzuhalten." Der Don verstummte und widmete sich dem kargen Abendmahl.



13.01.2002 03:56#89
Burath Gnat nahm das Essen dankend an. Ihr scheint ein weiser Mann zu sein, euer Wissen übersteigt meines um Einiges. Selbst wenn diese Unterwelt tausende von Ebenen haben sollte, mich dürstet es nach der Oberfläche, der für mich einzig wahren Welt. Mir ist klar das es immer eine Unterwelt geben wird denn das Gleichgwicht darf nicht aus den Fugen geraten. Nur eines erschrickt mich, eure Worte das die Unterwelt so riesig sein soll. Dies bereitet mit sehr große Sorgen. Auf einmal wurde das Gespräch durch ein lautes Grollen unterbrochen, es ertönte aus der Richtung wo einst der Trupp auf dieser Ebene ankam. Blitzartig zog Gnat sein Schwert und sprintete zur unsichtbaren Brücke. Große Steinbrocken vielen darnieder, zerschmetterten den kleinen Weg auf die andere Seite. Dies konnte Gnat deutlich durch das umherspritzende Wasser das einst Meditate erschaffen hatte sehen. Es gab keinen Weg mehr zurück. Leicht niedergeschlagen kehrte Gnat zum Höhleneingang zurück und setzte sich schlaff auf einen kleinen Felsvorsprung. Heute scheint alles schief zu gehen murmelte er dem Don zu. Legt euch schlafen, morgen wird ein anstrengender Tag. Ich werde über euch wachen habt keine Sorge.



13.01.2002 04:09#90
Don-Esteban "Es wird einen anderen Weg geben. meditate hat doch von dem verschlossenem Tor zur Unterwelt gesprochen, bevor wir im Kastell aufgebrochen sind. Dieses Tor ist ein Weg zur Oberfläche. Es mag ähnliche Tore geben. Vielleicht hat jede Ebene ihr eigenes Verbindungstor, denn im inneren dürstet es alle Wesen der Hölle nach der Oberfläche. Auch, wenn die Unterwelt ihre Heimat ist, oder sie es vorgeben, so gilt ihre heimliche Sehnsucht doch der oberen, unsrigen Welt. Durch den weisen Ratschluß der Götter vor Äonen wurden sie nach unten verbannt und es ist nicht klar, ob Beliar freiwillig der Welt den Rücken kehrte, um hier zu herrschen oder ob er gezwungen wurde. Es gibt Prophezeihungen, daß Beliar eines Tages mit all seinen Heerscharen an die Oberfläche kommen wird, um das zu fordern, was ihm seiner Meinung nach zusteht: die Herrschaft über alles das, was sterben wird. Doch hoffen wir, daß dieser Tag noch fern ist, denn er ist der Untergang der Welt."

Der Don verstummte und saß da, in Gedanken vertieft. Da der Gardist auch nichts antwortete, vergingen die Stunden schweigend. Die Stimmung war gedrückt. Irgendwann verabschiedete sich der Don und ging schlafen. Später wurde Gnat vom Waldläufer bei der Wache abgelöst.



13.01.2002 11:25#91
Ahram Bewegungslos kauerte Ahram in einer kleinen Felsnische nahe des Höhleneingangs. Das heiße, rote Licht der Lavamassen zeichnete ein unirdisches Bild auf die Netzhäute des Exmagiers. Scheinbar glühende, flackernde Felsen wechselten sich mit scharfen, tiefschwarzen Schatten der kleinen Einbuchtungen im Stein ab.
Der Dämonenmensch beobachtete die wabernden Gluten nun schon seit Stunden. Er hatte den Waldläufer abgelöst und somit die letzte Wache übernommen. Er spürte die permante Gegenwart des Bösen, sie floss durch den Fels wie schwarzes Blut durch die Adern eines Monsters. Und ihre Gruppe war auf dem Weg zum Herzen.
Die tiefblauen Augen bewegten sich, fixierten die anderen Teilnehmer der Gruppe, welche nun auch langsam aus ihrem Schlaf erwachten. Ohne Eile richtete Ahram sich auf, streckte seinen Körper, animierte seinen Kreislauf zur Arbeit. Es würde ein langer Tag werden...



13.01.2002 11:31#92
Burath Dunkle Schatten wanderten über die schroffen, von Fackeln erleuchteten Felswände. Es waren viele, viele kleine die begannen zu tanzen. Das Spiel von Licht und Schatten war atemberaubend, einzigartig. Wie entgeistert stand Gnat mit gezogenem Schwert in dem schmalen Tunnel, er war allein. Die anderen weit hinter sich im Lager. Durch ein Geräusch aufgeschreckt suchte er die Höhlen ab, bis er letztendlich hier stehenblieb und diese Schönheit betrachtete.
Alles war still, nicht der kleinste Laut störte das Bild. Gnat's Augen wurden schläfrig, seine Beine schwer, irgendetwas raubte ihm die Kraft. Auf sein Schwert gestützt stand er da, konnte die Augen einfach nicht von den Wänden nehmen. Aus weiter Ferne kam ein weißes,
grelles Licht. War es Gott selbst? so schön sah es aus. Mit einem Lächeln schritt er dem ankommenden Licht immer näher.

Er wurde weggefetzt, flog im hohen Bogen immer weiter und prallte gegen die Felswände. Seine Rippen brachen und er musste blutspucken. Das Licht hatte ihn fortgerissen. Gelbe Schleier legten sich um seinen Körper, brandten wie Feuer sodass er schrie. Er konnte nicht mehr alles tat weh. Seine Haut an vielen Stellen verkohlt, alles blutig und der Geruch von verbrannten Fleisch, seinem eigenen, verursachte Übelkeit. Was war geschehen? Heulend und vor Schmerz zitternd lag er am Boden, wälzte und krümmte sich auf dem Boden. Dann schlief er ein.

Durch einen heftigen Schmerz erwachte Gnat wieder. Der entstellte Rest seines Körpers lag in der Mitte einer großen Kuppel. Wo war er? Er begann abermals zu schreien als er um sich herum in Schatten gehüllte Monster sah. Sie fletschten die Zähne, scharbten
mit den Klauen auf dem Boden und er glaubte ein Geräusch zu vernehmen, dass dem eines fiesen Lachens gleich kam. Sie stürmten auf ihn los, bohrten ihre Zähne in sein Fleisch und rissen es auseinander. Er schrie die ganze Zeit bis nichts mehr von seinem Körpfer übrig war.


Schweissgebadet und brüllend erwachte Gnat im Lager, die anderen die bereits wach waren schauten ihn komisch an. Was ist los? fragte eine beruhigende Stimme, es war Meditate. Los Junge reiss dich zusammen übertönte eine andere, die des Barons.In großer Eile stand er auf und suchte seine Sachen zusammen. Wo ist Krigga? brüllte Gnat. Die anderen schauen ihn verwundert an. Er ist ein Stück vorgegangen. Er meinte er hätte irgendwas entdeckt. Nichts hielt Gnat mehr an seinem Platz er rannte los um Krigga zu suchen. In einer Höhle fand er ihn, sein Körper auf das Schwert
gestützt, die Augen hafteten auf der Felswand.

Das Spiel von Licht und Schatten murmelte Gnat als er sich an seinen Traum erinnerte. Ihm lief es kalt den Rücken runter als er in weiter Ferne ein immer näherkommendes Licht sah ....



13.01.2002 12:09#93
meditate meditate lief gnat hinterher. krigga stand und starrte auf die völlig leere felswand. seine augen hatten einen entrückten ausdruck und es sah aus, als könne er in der felswand etwas sehen, dass ihm sehr große freude bereitete, dass ihm die erfüllung alles wünsche versprach.

als meditate ihn ansprach reagierte er gereizt und agressiv. er sah aus, als wäre er aus einem tiefen, unendlich schönen traum gerissen worden, aus dem er nicht erwachen wollte, auf keinen fall.

"lass uns weitergehen, krigga, alles was du eben sahst, ist nicht wirklich. wir sind in der unterwelt. vergiss das niemals."

meditate ging mit krigga zurück zu den anderen. "der rückweg ist nicht mehr passierbar,habe ich von gnat erfahren. wir müssen also vorwärts und unsere aufgabe erfüllen. es wird einen anderen weg in unsere welt geben. das wird der sein, auf dem die unterweltwesen auf unsere ebene gelangt sind. seid unverzagt."

meditate nahm ihre sachen und die gruppe setzte ihren weg fort.


13.01.2002 12:23#94
Burath Schnell waren die Sachen gepackt, alle waren zum Aufbruch bereit. Gnat's Gesicht lag tief in Sorgenfalten. Er hatte eine böse Vorahnung, sie durften nicht länger warten. Das Spiel des Lichts und
der Schatten schien magisch zu sein. Meditate sah es nicht, die tödliche Gefahr schien sich vor ihr zu verhüllen. Magie gegen Magie.
Er trieb die Gruppe zu einem schnellen Schritt.

Immer wieder hielten der Erzbaron, Nienor und Krigga an um sich das Schauspiel anzusehen. Die Magier Champ, Don und Meditate schauten genauso verzweifelt wie Ahram und Gnat, nur er war der einzige der wusste was dort vor sich ging. Das grelle weisse Licht kam immer näher. Wir müssen hier weg sagte er in scharfem Tonfall zu den Magiern und versuchte dabei mit Hilfe von Ahram die Gebannten vom Licht wegzureißen...



13.01.2002 12:46#95
meditate dieses licht-schattenspiel von dem die anderen immer wieder sprachen, hatte für meditate und die anderen magisch ausgebildeten offensichtlich keine besondere anziehungskraft aber die anderen machten einen zunehmend verwirrteren eindruck. sie liefen gegen felswände, redeten vor sich hin, ließen ihre waffen fallen oder versuchten gar, in eine andere richtung zu laufen.

sie mussten die gruppe anders aufteilen. champ lief jetzt am ende der gruppe, so dass sie keinen verlieren konnten und niemand seine waffe später vermisste. als aber nienor nach einem leidenschaftlichen versuch ihren weg in eine felsenwand mit gewalt fortzusetzen, aus mehreren wunden blutete und gor na drak mit dem schwert sich einen weg in den felsen bahnen wollte, wobei die abspringenden steinsplitter zu einer gefahr für alle wurden, gab ahram, der am anfang der gruppe gelaufen war, das zeichen zum anhalten.

"wir müssen uns etwas einfallen lassen. die quelle dieser magie müssen wir ausschalten, sonst geht ein teil der gruppe zu grunde. lass uns überlegen, wir haben vier leute, denen diese magie bisher nichts anhaben konnte. sollen don und champ hier bleiben und ich werde mit ahram die quelle des lichts suchen und versuchen, was man da machen kann."



13.01.2002 12:56#96
Burath Ich hoffe das Don und Champ unsere verwirrten Freunde zurückhalten können. Auch ich sehe das Schauspiel bloss falle nicht in seinen Bann.
Heute Nacht hatte ich eine Vision. er hielt kurz inne und überlegte Ich glaube wir müssen den Schatten finden. Lasst uns gleich gehen wir haben keine Zeit zu verlieren



13.01.2002 13:27#97
Carthos der erzbaron sass nun auf dem boden. champ und don beobachteten diejenigen die von der magie beeinflusst wurden sehr genau. man hatte ihm gesagt das das was er im augenblick sehen würde nicht real währe, doch er konnte es nicht wirklich glauben. die felswand nahm er nicht als solche war. er sah wie blutfeuer von einem rieseigen dämonen attackiert wurde und allmählich von diesem fürchterlich zugerichtet wurde. er packte sie und schleuderte sie von einer felswand gegen die andere .sein erster versuch ihr zu hilfe zu eilen war seltsamerweise vergebens seine schläge machte diesem dämon nichts aus, er bemerkte nichtmal das na drak überhaupt da war. das was er sah machte ihn mehr als wütend. der dämon hatte die amazone mitlerweile zu tode geprügelt und nahm sie nun auseinander. der baron wollte gerade auf das biest losstürmen, als ihn don und champ packten und wieder auf den boden drückten.



13.01.2002 13:46#98
Ahram Die drei Gefährten machten sich auf den Weg. Über gewundene Steinpfade wanderten sie, die blubbernde Hitze der Lavaströme blieb hinter ihnen zurück. Vor ihnen tat sich ein breiter Höhlengang auf, seine fast glasig glatten Wände reflektierten das Licht, zauberten ein wunderschönes Muster auf die Körper der Abenteurer. Ahram zögerte kurz. Jetzt spürte auch er die sanfte Hand der Trägheit. Sie griff nach seinem Geist, massierte seine Seele, streichelte ihn. Das Licht war schön, so schön, so schön...
Ein Ruck ging durch seinen schwarzen Körper, der Exmagier schüttelte seinen Kopf und ging weiter. Der Gang wurde immer breiter, die Intensität des Lichtspiels nahm weiter zu. Neben ihm strich Gnat verträumt über die leuchtenden Wände, versuchte das Licht zu greifen. Ahram packte ihn an der Schulter. Sofort zuckte der Gardist zusammen, sah sich einen Moment orientierungslos um, dann nickte er dem Dämonenmenschen dankend zu.

Mit jedem Schritt wurde die Anstrengung weiterzugehen größer, das Licht brannte sich in die Netzhaut, fesselte ihre Geister und versuchte sie in den Wahnsinn zu treiben.

Dann, endlich erreichten sie die Gangmündung. Ahrams Herz setzte eine Sekunde aus, als er sah wonach sie gesucht hatten.

Die Gefährten traten in eine gigantische Halle hinaus. Ihre Kuppeldecke wölbte sich hoch über den Köpfen der Wanderer. Auch hier waren die Wände glasig, der Boden glatt. Das verführerische Licht war nun überall, es kam aus der Mitte der Halle. Dort, war sie, schön, so unendlich schön.

Ahram war fasziniert von der Gestalt. Es war unzweifelhaft eine Frau, auch wenn der Exmagier genaueres nicht erkennen konnte, denn dieses Wesen war die Quelle des Lichtes. Die Nymphe strahlte in einer Helligkeit die in den Augen schmerzte. Ihr Körper war erfüllt von Licht, es schimmerte durch ihre dünne Haut wie durch Papier. Gnadenlos bohrten sich die bläulich-weißen Lichtspeere durch die Pupillen, drangen bis ins Innerste seiner Seele. Die Qual war enorm, doch trotzdem konnte Ahram den Blick nicht von ihr nehmen. Ihre langen Gewänder flatterten in einem unwirklichen Wind, welcher durch die Halle peitschte, ein Vorankommen fast unmöglich machte. Ahram machte einen taumelnden Schritt auf die Frau zu, streckte die rechte Hand nach ihr aus, wollte sie berühren. Am Rande seines Blickfeldes nahm er schwarze Schatten wahr. Sie wurden dichter, bewegten sich.

Der Dämonenmensch schenkte ihnen keine Beachtung, er wollte nur zur Lichtquelle, wollte in ihr versinken. Neben ihm stolperte Gnat durch die Halle, ebenfalls auf dem Weg in Richtung Paradies. In seiner geistigen Umnachtung fragte sich Ahram wo Meditate wohl stecken mochte. Meditate, seine geliebte Meditate...
Der Gedanke an sie elektrisierte seinen Geist, die grellen Schleier der Verführung zogen sich zurück, wurden zerrissen von einer ruhigen Kraft, die sich direkt aus Ahrams Herzen in seinem gesamten Körper ausbreitete.
Der Dämonenmensch blieb stehen. Jetzt konnte er sich von der Lichtgestalt abwenden, schaute nach links und rechts. Sein Puls beschleinigte sich, der sehnige Körper wurde gespannt. Die Schatten, die er eben noch flüchtig wahrgenommen hatte, waren mehr als bloße Dunkelheit. Sie waren pure Abwesenheit von Licht, tiefste Schwärze, und das in einem Raum in dem man vor Helligkeit kaum geradeaus schauen konnte. Hilflos fuhr der Exmagier herum. Seine Gefährten spazierten noch immer verwirrt auf die Nymphe zu, welche die ganze Zeit bewegungslos in der Mitte des Raumes stand und wartete, lockte... -Meditate!...Meditate!

Ahram schrie aus voller Lunge, hoffte dass seine Worte zur Magierin durchdrangen....



13.01.2002 14:33#99
Krigga Krigga Augen waren groß und seine Pupiilen erweiterten sich zunehmend. Die Wand..sie zeigte Krigga Dinge die seine innersten Verlangen und Wünsche wiederspeigelten. Krigga trat näher an die Wand heran und legte seine Handflächen darauf. Seine Blicke verloren sich in dem Bild der Erfüllung, der Vision der Macht, er konnte das alte Lager sehen, es brannte Lichterloh und die Gardisten verbrannten in ihren Rüstungen und sie starben so grausam wie es nur sein konnte..eine Horde Ungeheuer strömte in das AL, es waren auch Razor und Trolle und Bluthunde und Schattenläufer dabei...es waren tausende von ihnen da und alle gehorchten sie Krigga, Krigga dem allmächtigen der auf einem Hügel stand und lachte. Er lachte über das Leid der anderen, über den Untergang des alten Lagers, er bewunderte die Schönheit der Flammen die einen nach dem anderen verzeerten, er konnte sehen wie sich das Gesicht von Gomez verzerrte, es wurde rot, Blasen bildeten sich und seine Haare fingen an zu brennen..seine Haut tropfte von seinen Gesichtsknochen und er viel vor Krigga in den Staub, seine brennenden Leiche lag nun vor seinen Füßen.
DIe Vision war zu echt als das sich Krigga vor ihr wehren konnte, er begann zu kichern , es klang aber nicht als ob es aus dem Bauch heraus kommen würde, eher krank, verstört, das Lachen wurde lauter und er entfernte seine Hände von der Felswand..er ging in die Knie und konnte bloß lachen. Er fühlte sich unsterblich, alles war wunderbar, er selbst herrschte in der Barriere und alle waren seine Untertanen...diesen Glauben hatte er jedenfalls bis ihm auf einmal eine Kakerlake über seine Hand hinauf zu seinen Schultern kletterte. Krigga zerschlug sie, aber es kamen immer mehr Insekten, sie krabbelten auf Krigga umher, sie drangen in seine Rüstung..Krigga kratzte und zerschlug sie doch es kamen immer mehr, kleine Wunden zeichneten mittlerweile seinen Körper aber diese häuften sich..er zerkratzte seinen eigenen Körper und das Gelächter verwandelte sich in Schreie.
Der "Herrscher der Barriere" lag am Boden zusammengekauert und schrie, er zerschlug Dinge die nicht da waren und zerkratzte seinen Körper als ob er schlecht wäre.



13.01.2002 14:40#100
meditate meditate hatte das licht zunehmend in seinen bann gezogen. dort stand eine frau, unzweifelhaft war es ihre mutter.

die mutter hielt die arme ausgebreitet und schickte ihr sonnenlicht ins herz. sie war so durchdrungen von licht und liebe, dass meditate nichts anderes mehr wollte, als in ihre arme zu fliehen. jeder bezug zur realität verschwand. wieder sah sie die blumenwiesen ihrer kindheit, das spiel darafu mit den geschwistern, den durchsichtigen milchblauen himmel. und die mutter mit den weit ausgebreiteten armen. sie lief auf sie zu um ihr gesicht in ihren schoß zu betten, um von ihren händen umfangen und gestreichelt zu werden. schritt für schritt ging sie auf die mutter zu.

pltzlich hörte sie wie eine stimme nach ihr rief "meditate, meditate".
die stimme war falsch, sie gehörte nicht in das bild. die erscheinung der mutter begann zu schwanken zu zerfließen.

meditate schrie laut auf: "nein! bleib bei mir! nicht! nimm mich mit dir!"
das bild zerfloß. dort vorn - das war nicht die mutter, das war eine boshaft und spöttisch grinsende feuernymphe, die beliar ihnen in den weg gestellt hatte um sie am weiterkommen zu hindern. damit sie in ihre feurigen arme laufen würden und darin verbrennen würden.

meditate drehte sich um. beide männer hatten sie an den armen gepackt und verhindert, dass sie den verhängnisvollen weg auch nur einen schritt weiterging.

jetzt hatte die nymphe bemerkt, dass die drei ihren zauberbann abgeschüttelt hatten. ihr gesicht verfinsterte sich und das licht nahm ab. die transparenz des körpers wandelte sich, sie sah jetzt mehr wie ein brennendes wesen aus. und die sanftmut und freundlichkeit war aus dem gesicht verschwunden. jetzt war es überhaupt keine frau mehr. es war ein gräßliches dämonenwesen.
plötzlich schickte es eine peitsche aus purem licht und feuer aus, die an den tunnelwänden die steine zum schmelzen brachte und ohrenbetäubend knallte. blitzschnell hatte sich das ende der feuerpeitsche um ahrams körper gewickelt und begann, sich in seine haut zu brennen.

panik erfasste meditate, was sollte sie tun?

sie hatte selbst nicht bemerkt, dass ihre hände bereits instinktiv den eiszauber webten, den sie im selben augenblick auf die feuerpeitsche einschlagen ließ. mit einem aufheulen zog das flammenwesen die erste peitsche zurück. ahram war wieder frei, aber die nächste peitsche schnellte schon auf gnat zu.


13.01.2002 15:08#101
Burath Tränen liefen ihm über die Wange, er konnte seinen Augen kaum glauben. Seine Frau stand leibhaftig vor ihm. Wie konnte es sein? Sie war tot, wurde von einer Räuberbande umgebracht. Der Schmerz zeriss ihn innerlich, er konnte nicht mehr atmen. Seine Gedanken waren verloren in der Dunkelheit der Sehnsucht. Zorn überwältige ihn, kochende Wut, heißer noch als die Lava. Er glaubte nicht was er dort sah. Es konnte einfach nicht wahr sein. Ein Lächeln des Todes erschien in seinem Gesicht. Seine Muskeln spannten sich enorm, die Knöchel färbten sich weiss als er den Schwertgriff fest umklammerte. Nein du bist es nicht. Du bist eine schlechte Täuschung.

Plötzlich schoss etwas auf ihn zu. Eine Peitsche aus Flammen die dann auf einmal zu Eis erstarrte. Meditate stand mit offenen Armen in der Nähe, schaute ihn an. Innerhalb von einer Sekunde wirbelte er herum und zerschlug die gefrorene Feuerpeitsche. Seine Frau, die nun ein Dämon geworden war schrie auf. Es belustigte ihn, machte ihn noch wilder, mordlustiger. Er schaute sich um. Sie waren eingekreist von ungeheuerlichen Monstern, Monstern die ihrer Zähne flätschten. Er glaubte selbst aus dieser Entfernung noch ihren fauligen Atem riechen zu können. Nichts konnte ihn mehr aufhalten, brüllend rannte er auf die Massen zu, wirbelte sein Schwert herum und schlug einigen von ihnen die Köpfe ab. Das Blut spritzte ihm ins Gesicht, er genoss die
Wärme des Todes. Die Klinge glitt fast von alleine durch die modrigen Körper, riss ihnen alle Innerein heraus. Der glatte Boden wurden in einer Blutlache getränkt. Gnat stand da, den Zweihänder seitlich am Körper haltend, die Rüstung überzogen mit einem dunklen rot. Die Monster wichen zurück, bauten sich kreisförmig um ihn auf. Er lachte und hoffte nur auf den nächsten Angriff der Bestien ... die Zeit der Rache war gekommen.



13.01.2002 15:38#102
Ahram Ahram brüllte laut auf als die Feuerpeitsche seinen Körper umwickelte. Mühelos zerschmolz sie schwarzen Hornschuppen, brannte sich schmerzend in seine Haut. Meditates Eiszauber befreite ihn von der flammenden Waffe, der Exmagier sah wie die Feuernymphe wütend zurückwich, ihre Peitsche schlug gegen die Wände, das glatte Gestein schmolz zu formlosen Klumpen, tropfte heiß auf den Boden und bildete dort kleine Hügel. Ihr nächstes Ziel war der Gardist. Dieser war vorbereitet, zerschlug die gefrorene Waffe. Der Dämonenmensch konnte Wut und Mordlust in Gnats Augen lesen.

Dann waren die Schattenbestien heran. Ahram spannte die Beinmuskeln und stieß sich ab. Er schoss seinen Gegnern entgegen, packte sie, warf sie herum, seine Knochenklingen durchtrennten ihre Körper. Wieder hatte er eines der Biester mit seinen Krallen am Hals umschlossen. Der Exmagier fletschte die Zähne und biss dem Monster ins Gesicht. Seine Zähne gruben durch die Haut, Knochen brachen, Ahram schmeckte warmes, dunkles Blut in seiner Kehle. Kraftvoll warf er den Kadaver in die Reihen der Angreifer. Diese kamen näher, grollten und fauchten, zeigten ihr furchtbares Gebiss.

Die Brust des Dämonenmenschen blähte sich auf, er riss sein Maul auf und stieß ein Brüllen aus dass die Trommelfelle vibrieren ließ. Die Schattenwesen wichen einige Schritte zurück, Ahram gebärdete sich wie wild. Er ließ sich in eine geduckte Haltung sinken, sein gesamter Körper war angespannt wie eine Bogensehne.

Plötzlich ruckte sein Kopf herum und der Exmagier machte einen gewaltigen Satz in Richtung des Feuerwesens. Dieses war damit beschäftigt eine neue Feuerpeitsche zu formen und dabei gleichzeitig den haransausenden Eispfeilen zu entkommen. In dieser Sekunde schoss Ahram herab. Überrascht wandte die Nymphe sich um, ein hoher, schriller Schrei entwich ihrem Körper. Auch der Dämonenmensch brüllte wie besessen, als er die Knochenklinge seines linken Armes kraftvoll durch den feurigen Körper trieb. Die Hitze war unerträglich, Ahram fühlte wie sich seine Haare kräuselten, er fühlte seine Waffe schmelzen.
Dann war er durch. Getrieben vom Schwunge seines Angriffes taumelte er weiter, knickte noch einmal die Kniegelenke ein, um sich ziellos nach vorne zu katapultieren, weg von der Feuergestalt. Sein Körper brannte, von der Knochenklinge war nur noch ein glühender Stumpf übrig. Hart schlug er auf dem Boden auf, rollte über den glasigen Fels. Er war der Ohnmacht nahe. Sein Körper wurde von unermeßlichen Qualen terrorisiert. Mit unscharfem Blick sah er zur Nymphe hinüber.

Das Hitzewesen schrie und taumelte, glühende Magma spritzte aus der Wunde die der Exmagier ihr zugefügt hatte. Der Boden unter ihr begann zu schmelzen, Blasen bildeten sich. Das Monstrum war geschwächt, aber noch nicht besiegt. Bevor sein Geist in den trüben Tiefen der Bewusstlosigkeit verschwand, setzte Ahram all seine Hoffnungen auf die Wassermagierin...



13.01.2002 16:33#103
meditate meditate war während des gemetzels unermüdlich auf das feuerwesen zugegangen. jede peitsche hatte sie mit eiszauber abfangen können. der ganze gang hatte sich in einen brodelnden dampfkessel verwandelt.

als ahram das feuerwesen getroffen hatte, war meditate bereit. mit all dem mana über dass sie verfügte, hatte sie einen gigantischen eisblockzauber geformt, den sie jetzt auf das feuerwesen abschoss.

der eisblock raste auf das feuerwesen zu, als dieses in einem verzweifelten aufbäumen einen gigantischen feuerball auf die truppe abschleuderte. der brodelnde feuerball schoss explosionsartig auf sie zu. wütendes gelbes und blaues feuer, das den gesamten tunnel ausfüllte, kam kreisend und unter lautem geheul auf sie zugerast. flüssiges feuer, das in seiner alles verzehrenden bedrohlichkeit zu kochen schien.

in diesem moment entließ meditate den eisblock. dann gab es eine gewaltige explosion. der gang war erfüllt von tosendem kochendem wasser, dampf und explodierenden flammen. es war ein inferno unvorstellbaren ausmaßes.
ein ohrenbetäubendes kreischen ertönte aus der richtung, wo sich das feuerwesen aben noch befunden hatte, ein schrei, wie sie ihn noch nie gehört hatte und dann stille. völlige stille.



13.01.2002 17:00#104
Burath Alles war still. Gnat kniete mit geschlossenen Augen am Boden, um ihn herum hatte sich großer Blutsee gebildet, Organe und Körperteile lagen wild umher zerstreut. Die Kadaver der Monster waren nicht mehr wieder zuerkennen. Gnat saß einfach still da, dachte über das nach was
er gerade getan hatte. Was hatte er getan? Welche Grausamkeit hatte er vollbracht? War er überhaupt noch ein Mensch mit einem Herzen in seinem Körper? Er wusste es nicht und eine depressive Stimmung übermannte ihn.
Eine Klaue die er erst erst jetzt bemerkte steckte tief in seienr Schulter. Er spürte wie das warme dickflüssige Blut seinen Arm hinunterlief. Kein Schmerz, er war viel zu erschöpft um ihn zu bemerken. Langsam schleppte er sich nach oben, zog sich langsamen Schrittes zu Meditate und schaute sie mit leeren Augen an. Wir haben es geschafft flüsterte er ihr zu, sackte dann wieder zu Boden und blieb auf seinen Beinen sitzen.

Ein frisches Lüftchen blies durch den Tunnel und lies seinen nun zerfetzten schwarzen Umhang umherflattern. Seine Kräfte waren am Ende und er war kurz vor dem Zusammenbruch. Er lächelte Ahram und Meditate noch freundlich an dann schloss er wieder seine Augen.



13.01.2002 17:26#105
Ahram Ein einzelner Lichtstrahl durchbrach die Dunkelheit, weitete sich aus, wurde heller, gewann an Intensität, bis er schließlich allgegenwärtig war.
Langsam öffnete Ahram die Augen. Sein Blick war unscharf, aber die Anstrengung des Fixierens der schemenhaften Personen war ihm zu zuviel. Er wusste auch so wer da bei ihm war. Sein Geist nahm die Austrahlung Meditates wahr, er fühlte dass sie dabei war ihm zu helfen. Der Exmagier stöhnte leise auf. Die Schmerzen waren nicht unerheblich, aber im Vergleich zu den unsagbaren Qualen von vorhin war dies nicht mehr als lästiges Pieksen.

Stimmen hallten dumpf in seinem Kopf wieder.
-Ich glaub er kommt zu sich.
Das war Meditate.

-Hmmm wird auch Zeit, wir müssen weiter.
Diese dunkle Stimme konnte nur dem Erzbaron gehören.

-Ob das wohl wehtut?
Ahram hätte laut gelacht wenn er dazu in der Lage gewesen wäre. Er fragte sich ob die kleine Amazone wirklich so naiv war wie sie sich gerne gab.
Langsam verebbten die Schmerzen, sein Körper gewann an Stärke, Ahram konnte seine Muskeln wieder anspannen ohne sich zusammenreißen zu müssen. Nur sein linker Arm brannte nach wie vor wie Feuer.
-Kannst du laufen?

Jetzt kam Ahram doch nicht drumherum seine Pupillen anzustrengen und die Gestalt zu fixieren. Vor ihm stand der Schwarzmagier Don. Der Dämonenmensch nickte leicht, dann richtete er sich ächzend und stöhnend auf. Er sah sich um. Die Gefährten befanden sich in der großen Kuppelhalle, standen saßen oder lagen auf dem inzwischen abgekühlten Boden.

Ahram betrachtete seinen Körper. Alles schien in Ordnung, äußerlich waren keine Verletzungen mehr zu sehen. Der linke Arm allerdings hatte nach wie vor seine Knochenklinge eingebüßt, es würde Tage dauern bis sie wieder nachgewachsen war. Dazu würde der Exmagier eine Menge Nahrung zu sich nehmen müssen, was allerdings kein großes Problem darstellte, da sein Metabolismus alles als "Nahrung" klassivizierte was aus organischem Material bestand. Und an dämonischen Monstren bestand in diesen unheiligen Gefilden definitiv kein Mangel.
Der Dämonenmensch streckte seine Glieder, dann machte er einige prüfende Schritte. Er war noch etwas wackelig, aber es würde gehen. Er schaute zu Meditate, ihr Blicke trafen sich.
-Ich danke dir.
Die Magierin nickte nur, und so zwang Ahram seine Augen von ihr abzulassen. Er blickte in die Runde.
-Ich bin wieder auf den Beinen, auf mich braucht ihr keine Rücksicht zu nehmen, von mir aus kann die Reise weitergehen.



13.01.2002 18:15#106
Carthos der erzbaron musterte ahram. mutig war er das musste man ihm lassen. vor allem musste er bisher von allen am meisten aushalten.
sein blick wanderte nun von den wänden zur decke und wieder zurück. schönes wohnzimmer nur leider etwas karg möbliert
aber sie wollten hier ja nicht ewig bleiben. er blickte nochmal in die runde und alle gingen weiter. haltet ausschau nach einem weiteren ausgang. hörte er den typ aus dem sumpf rufen.
sie sahen sich um und gingen gleichzeitig weiter.
da hinten ist irgendwas na drak zeigte auf einen punkt dem sich die gruppe näherte. minutenlang gingen sie darauf zu. plötzlich huschte ein schatten an ihnen vorbei.
w..was war das ? die amazone sah ängstlich in die runde.
in diesem augenblick sahen sie die gestalt. äusserlich sah sie allerdings weniger gefährlich aus. sie ähnelte von der statur einem goblin, nur etwa in menschengrösse. an den füssen konnte man jeweils eine riesige kralle erkennen. der kopf allerdings war nicht zu sehen. man siehst du scheisse aus. na drak zog seinen zweihänder.
ihr wartet hier. langsam schritt er auf das vieh los. nun erkannte er den grund warum man den kopf am anfang nicht erkannt hatte. es hatte überhaupt keinen. man sah den hals und der rest oberhalb war weg. plötzlich stürmte das vieh auf ihn los. seine beiden krallen gaben ein lautes geräusch von sich wenn sie auf dem boden aufschlugen. der erzbaron ging in die grundstellung und wartete. als es in reichweite kam, und er gerade zuschlagen wollte setzte es zu einem sprung an und traf den völlig überraschten na drak. eine kralle machte lediglich ein paar kratzer in seine rüstung, die andere hingegen traf seine linke schulter und seinen arm und riss eine 10 cm lange wunde in arm und schulter. von der wucht des zusammenpralls wurde der erzbaron von den füssen gerissen und knallte auf den boden. diese kreuzung aus goblin und irgendwas anderen hingegen fing sich gekonnt ab und landete wieder auf seinen füssen. dann rannte es wieder auf ihn los. aus den augenwinkeln sah er wie es zu einem erneuten angriff ansetzte. er ging in die knie packte sein schwert und in dem augenblick als sein unterhaltungspartner zu einem erneuten sprung ansetzte riss der baron sein gelibtes schwert in die höhe und traf mit der gesammten klinge das biest und riss ihm den ganzen brustkorb auf. dieses goblin vieh plumste in zwei teilen auf den boden.
na drak sah sein schert mit glänzenden augen an.
die generalprobe hast du bestanden mein freund dann spürte er den schmerz den die tiefe wunde in seinem arm verursachte.



13.01.2002 18:28#107
Lebendes Dunkel Eine schwarze Gestalt erreichte die Brücke, welche über die Lava zu der schwebenden Plattform führte. Der Blick des Wanderers schweifte unruhig durch die Höhle. Jeder Schatten konnte den Tod verbergen. Da, an der Decke hatte sich etwas bewegt. Die Gestalt beschleunigte ihre Schritte. Schon wieder eine Bewegung. Die Decke der Höhle schien zu unheilvollem Leben zu erwachen. Ohne weitere Blicke zur Decke, legte die Gestalt einen Spurt ein.


13.01.2002 18:31#108
Krigga Krigga stand auf..seine Beine waren zerkratzt, sein Gesicht auch und alle freien Stellen an seinem Körper ebenfalls. Es hörte nicht auf, diese Insekten, er glaubte sich würden sich in ihn reinfressen, ihre Eier in ihm ablegen, er musste sie töten, noch immer schlug er wie wild auf sich selbst ein um die imaginären Viecher weg zu bekommen, aber Krigga wurde müde, er wurde schwach und wollte nicht mehr. Er sah hinüber zu einem Lavabecken. So würde er diese Viecher wegbekommen, sie würden alle im Feuer draufgehen, aber das er selbst ebenfalls grausam sterben würde bedachte er nicht.
Krigga rappelte sich auf und bewegte sich auf das Becken langsam humpelnd zu. Die Insekten waren noch immer auf ihm, bald würde er sie nicht mehr spüren, nicht mehr gegen sie kämpfen. Immer näher kam er dem Becken und seine Vorfreude stieg als plötzlich diese Visionen und Einbildungen der Insektenüberschwemmung verschwanden, alles war wieder normal aber Kriggas Körper war mit Kratzern überseht. Krigga konnte nicht fassen das er gerade eben in ein Lavabecken springen wollte. Er drehte sich um und machte sich auf den Weg die zu den anderen zurückzukehren als ein Kohlschwarzer größerer Stein neben ihm seine Aufmerksamkeit erregte, Stimmen drangen in sein Hirn.
Los, deine Freunde haben dich verraten, sie wollen dich töten..sei schneller, töte sie bevor sie dich töten können.
Die Stimmen waren zart, leise und doch so prägend..Krigga riss die Augen auf und gab sich den Stimmen hin, er ließ sich einiges einreden und die Stimmen machten ihn bereit dazu seine Freunde zu töten. Krigga marschierte weiter in Richtung Gruppe, als er ruckartig stehen blieb. Sein eigener Geist begann wieder Oberhand zu gewinnen und vertrieb die Stimmen.
Nein, nochmal falle ich nicht auf eure Tricks herein.

Krigga zog sein Schwert, holte aus und ließ es auf den Stein niedersausen. Dieser zersplitterte in hunderte von kleinen Splittern und Seelen sprudelten heraus, sie umkreisten Krigga und er konnte die schmerzverzerrten Gesichter erkennen, nun wollten sie ihm nichts mehr einreden, sie wollten nun Hilfe, sie wollten das Krigga sie bemitleidet, auch böse Geister haben ihre Schwächen. Langsam lösten sich die Seelen auf.
Krigga steckte sein Schwert wieder weg und ging zur mitlerweile wiedervereinigten Gruppe.



13.01.2002 18:42#109
Lebendes Dunkel Der linke Fuß der Gestalt rutschte auf der schmalen Brücke ab. Sie rutschte aus und flog auf den Lavasee zu. Direkt vor ihr traf rauschte einer der Gars von oben in die Brücke hinein und riss einen Teil von ihr mit sich. Eine der Hände des Wanderers fand Halt am Rand der Brücke. In Todesangst entwickelte sie unvorstellbare Kraft und zog sich mit einer eleganten Bewegung wieder hoch. Mit einem gewagten Salto setzte sie über den neuen Abgrund hinweg.


13.01.2002 19:51#110
meditate meditate sah die schmerzen ihres gefährten ahram wohl, ging aber trotzdem zuerst zu gnant. er war eindeutig am übelsten zugerichtet, zumal ahram viel mehr ertragen konnte mit seinem körper als die menschen mit ihren so leicht verwundbaren schwachen schutzlosen körpern.

sie hob gnats kopf in ihren schoß und ließ ihn vorsichtig etwas goldstaub einatmen, auf dass sich die schmerzen legen würden. dann verarztete sie die ganzen brandwunden und kümmerte sich auch um die verbrühungen, die der arme am ganzen körper erlitten hatte.

"ruhe einen moment, ich gebe dir noch einen heiltrank, der sollte deinem körper wieder kraft verleihen. ich denke, wir sollten bald weiter. das hier ist kein guter ort zum rasten."

danach ging sie zu na drak und beugte sich über ihn:

"na erzbaron, wieder einmal übel zugerichtet?



13.01.2002 19:55#111
Carthos der baron sah meditate an. wieder einmal hatte es ihn erwischt. und wieder einmal gab es nur eine person die ihm helfen konnte.
wieso müssen sich manche dinge immer wiederholen ?
aber wenns geht möchte ich diesmal nicht gefesselt werden.
und ausziehen will ich mich auch nicht.
aber immerhin verstehst du einiges von dem was du tust.



13.01.2002 20:06#112
meditate "nun, heute haben wir wohl eine andere situation. ich glaube nicht, dass ich heut noch vor dir angst haben muss oder? das mit dem fesseln tut mir leid, aber damals musste ich um mein leben fürchten. das war die einzige möglichkeit mich zu schützen. aber ein bisschen ausziehen wirst du dich wohl diesmal auch müssen, wie soll ich sonst die schulter verarzten. sie half dem baron de rüstung abzulegen und das hemd, das er darunter trug. danach sah sie sich die schulter an.

die wunde sah überhaupt nicht gut aus. an den rändern befand sich ein schmaler grüner saum der ständig wuchs. es sah aus, als ob die wunde sich vergrößern würde. das war eindeutig gift oder ein zauber.

"ich brauche etwas blut von dem getöteten goblin-vieh, damit ich ein gegengift komponieren kann."

champ kehrte nach kurzer zeit mit dem gewünschten zurück und meditate überprüfte ihre essenzen. nach kurzer zeit war das passende mittel zusammengesetzt und sie konnte die wunde damit behandeln



13.01.2002 20:12#113
Carthos na drak sah die wunde zum ersten mal. das er blutete war ja mitlerweile nix aussergewöhnliches mehr, aber dieses grüne zeug das sich durch seine wunde frass machte ihm angst.
man konnte dem zeug regelrecht zusehen wie es seine arbeit tat. der erzbaron musste wegsehen, ansonsten hätte er wohl einen panikanfall bekommen.
ich hoffe du weisst was du tun musst. er sah meditate erneut an. wenn wir das hier überleben werde ich dich richtig entlohnen. nicht viele haben mich mitlerweile schon zum zweiten mal vorm abkratzen bewahrt.


13.01.2002 20:21#114
meditate meditate musste grinsen

"ich brauche dein geld nicht baron, alles was ich habe an reichtümern liegt in mir und in meinen freunden. ich würde mich freuen, wenn wir freunde sein könnten. ich weiß, dass ihr erzbarone eine eigenartige auffassung vom schönen leben habt, die ich gewiss nicht teile. trotzdem denke ich, wir könnten freunde sein.

das würde bedeuten, ich steh für euch ein, wenn ihr nicht weiter wisst und ihr steht an meiner seite, wenn ich nicht weiß. das reicht mir als belohnung und wenn es von herzen kommt, habt ihr mich reich beschenkt"



13.01.2002 20:26#115
Carthos es gab wirklich noch leute die kein geld oder erz als belohnung wollten. aber wenn sie nichts wollte umso besser.
und an ihrer seite stehen würde er sowieso, schliesslich hatte sie ihm nun schon zum zweiten mal den arsch gerettet und sie war die einzige die wusste wie man die bedrohung von der kolonie abwehren konnte.
er bemühte sich trotz der schmerzen ein lächeln aufzusetzen. nun gut, wenn ihr es so wollt



13.01.2002 20:44#116
meditate meditate legte dem baron noch einen kühlenden verband um und ging dann zu ahram.

ob der baron überhaupt wusste was freundschaft ist? und ob er wusste, was es heißt, sich für einen anderen einzusetzen? vielleicht mit seiner gesundheit? vielleicht mit seinem leben? sie sah ihn noch einmal kurz an. eigentlich war sie skeptisch, aber man würde sehen. der weg war ja offensichtlich noch weit und es gab sicher noch bewährungssituationen. sie hoffte, dass in der brust des barons vielleicht doch noch ein herz schlug.

bei ahram angekommen kniete sie sich neben ihn und sah sich erst einmal seine wunden an. sie waren bereits deutlich am abheilen. das war ein eigenartiger körper. viel widerstandsfähiger, mit besserer heilhaut, viel besser auf das leben in dieser gefährlichen gegend vorbereitet. bewundernd strich sie mit der hand über die feinen schuppen. und gut fasste es sich eigentlich auch an.
sie wusste, dass ahram seinen körper oft verfluchte und seine alte unzulängliche aber menschliche hülle zurück haben wollte. es würde vieles leichter machen, wenn er die schönheit, anmut und kraft dieses ungewöhnlichen körpers akzeptieren könnte. ihr gefiel er jedenfalls.

das mit der knochenklinge war traurig, sie nahm eine sehr gute heilsalbe aus ihren vorräten

"diese bewirkt sehr schnelle regeneration. vielleicht kann sie ja den selbstheilungsprozess deiner knochen beschleunigen. schmerzen dürftest du in dieser klinge ja ohnehin kaum spüren. ich hoffe sehr, dass es dir hilft."
sie ließ noch einmal ihre hände über seine wunden streichen, als hoffte sie, dass von ihren händen magische heilkräfte ausgehen würden.
sie fühlte, dass ahram diese berührung genoss und lächelte still in sich hinein.

"lasst uns weitergehn, wir müssen vorankommen."



13.01.2002 21:09#117
Ahram Wieder einmal spürte Ahram dieses merkwürdige aber sehr angenehme Kribbeln in der Magengegend als Meditate seine Wunden versorgte. Die Salbe verströmte Wärme, der Exmagier konnte ihre Heilkraft fast jetzt schon spüren. Er schaute seiner Gefährtin in die Augen. Melancholie lag in seinem Blick, aber auch sehr viel Freude.
-Ich bin sicher die Salbe wird Wunder wirken, danke.

Er hob seinen Proviantbeutel vom Boden und streifte ihn über die Schulter, dann folgte er seinen Begleitern, die sich schon auf den Weg gemacht hatten. Ihr Weg führte sie durch den von Gor Na Drak entdeckten Höhlengang. Je weiter sie kamen, desto rauher und unebener wurde der Fels, schon kurze Zeit später waren sie wieder von den bekannten, zerklüfteten Gesteinsgebilden umgeben.
Der Pfad fiel stetig ab, die Luft wurde feuchter, fast tropisch, so dass sich bald schon eine feine Schicht aus Wassertröpfchen über die schwarze Haut des Exmagiers zog.

Nach einer weiteren engen Kurve weitete sich der Felsgang, mündete in einer mittelgroßen Höhle. Rötliche Dämmerung herrschte hier unten, tauchte das natürliche Wasserbassin, welches in der Mitte des Raumes lag, in ein bedrohliches Licht. Die Luft war dunstig, ein feiner Nebel erschrwerte die Sicht.

Ahram schaute sich um. Nirgends war ein Anzeichen von Leben zu erkennen, nur ein leise Tröpfeln und Platschen war zu hören, wenn weiteres Wasser aus der porösen Decke in das Bassin fiel.
-Ich frage mich ob dieses Wasser trinkbar ist.

Nachdenklich starre der Exmagier in das Becken, überlegte ob er es draf anlegen sollte...



13.01.2002 21:36#118
Burath Auf dem Weg in diese Höhle hatte Gnat lange nachgedacht. Immernoch bestürzt darüber was er angerichtet hatte vor allem wie er es getan hatte. Er hatte Massen gemordet, Freude daran gehabt und das noch mit äußerster Brutalität.
Gnat sah sich um. Die Gegend hier schien ausreichend geschützt um ein kleines Lager aufzuschlagen. Kleine Felsvorspünge die im Notfall gute Deckung liefern würden und wenige Eingänge die man gut kontrollieren konnte. Außerdem befand sich ein See in der Mitte der großen Höhle.
Was würde er dafür geben wenn dieses Wasser trinkbar wäre, wollte aber nicht riskieren es zu probieren um dann vielleicht an einer Vergiftung zu sterben. Dieses Risiko konnte er einfach nicht eingehen.
Ihre Mission war zu wichtig um sie wegen so einer Verlockung zu gefährden. Er konnte nicht glauben das es in der Unterwelt so etwas friedliches geben könnte.
Ich empfehle für heute hier ein Lager aufzuschlagen! Wir sind erschöpft und brauchen Ruhe wenn wir morgen weiterziehen wollen.
Die Lage ist günstig, bietet selbst im Falle eines Angriffes ausreichend Schutz. Ich werde die erste Wache übernehmen. Noch Fragen?
seine Worte hatten einen festen Klang, er wusste das hier die besten Bedingungen seid dem Beginn ihrer Reise herrschten. Vielleicht würden sie so schnell nicht mehr schlafen können und mussten deshalb diese Gelegenheit nutzen. Er entfernte sich zum Eingang aus dem sie gekommen waren und sah den anderen aus einiger Entfernung zu wie sie ihre Schlafplätze vorbereiteten.



13.01.2002 21:53#119
meditate meditate ging zu nienor

"willst du dich nicht zu mir legen? du fühlst dich doch sicher besser, wenn du nicht so allein schläfst. sieh mal, da hinten ist eien kleine nische. wenn wir uns dort beide hineinlegen, sind wir etwas vor den blicken der männer geschützt und können uns noch ein bisschen unterhalten vor dem einschlafen. wär dir das recht?"

nienor nickte erfreut. die idee gefiel ihr sehr gut. beide nahmen ihre decke und zogen sich in die nische zurück. vorher verwandelte meditate mit dem rest ihrer verbliebenen manakraft noch einen eisregen in frisches eiswasser und dann legten die beiden mädchen sich schlafen.



13.01.2002 22:28#120
Lebendes Dunkel Mitten im Sprung erwischte einer der Gars die Gestalt an der Schulter. Dadurch wurde sie herumgewirbelt und landete flach und hart auf der anderen Seite des Abgrunds. Trotz der Schmerzen rollte sich der Schatten nach vorne und kam mit einer blitzenden Klinge in der Hand wieder auf die Beine. Er war nur noch ein paar Meter von der Plattform entfernt....



13.01.2002 22:32#121
Lebendes Dunkel Schnell wirbelte die Gestalt herum und sprintete einem bläulichen Kristall entgegen, welchen sie auf der Plattform ausmachen konnte. Die Gars kreischten vor Wut auf, als sie sahen dass ihr Opfer entkommen könnte. Eine der Kreaturen bekam die Schärfe des Schwertes zu spüren als sie die Gestalt attackieren wollte und einen Treffer am Flügel abbekam. Der Gar verschwand unter der Brücke.


13.01.2002 22:35#122
Lebendes Dunkel Doch als die Gestalt den Kristall erreichte, musste sie feststellen, dass es keinen weiteren Ausweg gab. Sie wirbelte auf dem Absatz herum. Hinter ihr lag der Kristall und vor ihr die zerstörte Brücke und die zornerfüllten Gars. Wo war die Gruppe davor verschwunden? Einer der Gars stieß von oben herab und versuchte die Gestalt zu rammen. Das Schwert kam zu spät nach oben und der Gar riß den Schatten nach hinten um.



13.01.2002 22:45#123
Lebendes Dunkel Der Aufprall presste dem Schatten die Luft aus der Lunge und er ging zu Boden. Im Fallen klammerte sie sich an den Gar fest, welcher mit einem verblüfften Kreischen zu Boden krachte. Die schwarze Gestalt landete mit dem Rücken auf dem bläulichen Kristall. Sofort sprang sie wieder hoch um sich dem Gar zu stellen. Doch sie befand sich nicht mehr in derselben Höhle. Sie befand sich auf einer ähnlichen Plattform aber dieses Mal führte kein Weg von ihr weg.


13.01.2002 23:04#124
Lebendes Dunkel Ungefähr zwanzig Meter weit entfernt konnte die Gestalt einen Ausgang ausmachen. Das einzige Problem dabei war die Lava dazwischen. Der Gar war allerdings auch noch da und kam gerade wieder auf die Beine. Allerdings schien er keine Lust mehr zu haben, sich mit dem wütendem Schwertkämpfer herumzuschlagen und schwang sich in die Luft. Er steuerte genau auf den Ausgang zu. Der Kämpfer fackelte jedoch nicht lange, steckte sein Schwert weg und sprang dem Gar hinterher.


13.01.2002 23:08#125
Lebendes Dunkel Der Gar sackte ein gutes Stück nach unten ab als der Kämpfer eines seiner Beine zu fassen bekam. Schnell hielt er auch noch das andere fest, um zu verhindern, dass der Gar sein Gesicht zerkratzte. Das Monster wehrte sich heftig, aber die Gestalt lies nicht locker. Eine Feuerlohe aus der Lava zischte knapp neben ihr vorbei. Der Überlebenstrieb des Gars trieb ihn dazu, erst einmal den Ausgang anzusteuern und sich dann dem Klotz am Bein anzunehmen.



13.01.2002 23:11#126
Lebendes Dunkel Als der Gar den Ausgang erreichte, ließ der Schatten einfach los und kam mit dem Schwert in der Hand auf dem Boden auf. Das Monster landete ein paar Meter vor ihm und fauchte wütend. Die Schatten der Höhle schienen sich um der Klinge des Kämpfers zu sammeln und zu verdichten. Der Gar ließ ein ängstliches Kreischen vernehmen und flog dann schnell den Gang herab, bevor sich der Kämpfer auf ihn stürzen konnte. "Verdammt!" ging es ihm durch den Kopf.



13.01.2002 23:12#127
Burath Ein kurzer Blick über die Schulter und Gnat sah wie Meditate sich liebevoll um die verängstigte Amazone kümmerte. Dieses Bild gab ihm neue Kraft den schweren und tödlichen Weg zu bestehen. Ein Hauch von Hoffnung in der Ewigkeit der Finsternis. Der Lichtstrahl der den Weg weisen sollte, die Kraft des Lebens. Ein Lächeln des Glücks huschte über sein Gesicht, vergessen waren die gräulichen Taten die er in den vergangenen Stunden getan hatte. Vor sich sah er nun den wahren Sinn des Lebens .. die Liebe.



13.01.2002 23:56#128
Nienor Nienor hatte sich an die Wassermagierin gekuschelt und der Rastplatz war schon fast gemütlich zu nennen, sie war kurz vorm einschlafen, als ein Geräusch sie aufschreckte. Ein dumpfes "Blopp" kam aus der Richtung des Sees herüber, an dem die Gruppe lagerte.

Nienor entschloß sich, nachzuschauen und richtete sich auf. Eine Fackel brannte zum Glück noch, Nienor schnappte sie sich und ging zum Ufer. Kleine Wellen, die von einem Punkt irgendwo weiter im Inneren des Sees kamen, kräuselten das schwarze Wasser. Der Fackelschein erleuchtete aber nur den näheren Umkreis, so daß Nienor nicht erkennen konnte, was die Quelle dieser Unruhe war. Komischerweise hatte sie in diesem Moment keinerlei Angst. Die Neugier überwog.
Auf einmal ein Rauschen, die Wellen wurden größer und durchnäßten ihre Stiefel. Etwas war im See. Nienor stand da, die Fackel in der Hand, starr und steif und konnte sich nicht bewegen. Aus der Dunkelheit raste ein Schemen auf sie zu.


14.01.2002 00:13#129
meditate meditate war erwacht als nienor aufstand. sie stützte sich auf die ellenbogen und beobachtete, wie das mädchen zum wasser ging und dort mit der fackel nach irgendetwas suchte. so ein junges mädchen. was hatte sie nur geritten, dieses unschuldige freundliche ding auf diese mission mitzunehmen.
plötzlich fuhr sie auf. am see stimmte etwas nicht, da war ein neues geräusch. blitzschnell sprang meditate auf und raste zum ufer. unter der wasseroberfläche war ein schwarzer schatten zu sehen, der sich beständig auf sie zubewegte. meditates manakräfte waren natürlich bei weitem noch nicht wieder hergestellt und die flaschen waren oben in ihrem gepäck. trotzdem müsste das mana eigentlich reichen um wenigstens einen teil des wassers in eis zu verwandeln.
meditate hob die hände und begann einen eisblock zu formen, den sie in dem moment losschicken wollte, wenn das vieh noch dichter am ufer war.


14.01.2002 00:19#130
Don-Esteban Auch der Don wurde aufgeschreckt. Knirschte da ein Stein? Er sah die Amazone und meditate am Wasser. Was ging das vor? Kurzentschlossen raffte er sich auf und rannte nach unten, zum Ufer. Glücklicherweise dachte der Don an seine Tasche mit den kostbaren Spruchrollen, dem Heiltrank und den sonstigen Sachen.
Der Don kam keinen Augenblick zu früh an das Ufer, denn in dem Moment, als er auf das Wasser sah, brauste eine Art Bugwelle heran, die von eienm großen Wesen stammen mußte. Ein Fisch? Hier unten? Wohl kaum! Ohen lange zu überlegen, wühlte der Don in seiner Tasche und hielt eine Golembeschwörungsrolle in der Hand. Er ließ die Tasche niedersinken und entfalltete die Rolle, nur für alle Fälle. Er sah, daß meditate gerade einen Zauber vorbereitete und wollte die Spruchrolle nur im Notfall verwenden, falls alles nichts half.



14.01.2002 00:30#131
meditate meditate fühlte, dass ihre manakraft nicht sehr viel eiszauber hergab und hoffte inständig, dass es noch reichen möge. die bugwelle wurde größer und der schatten näherte sich. wieder fühlte meditate dass etwas nach ihrem denken griff. realisierte sich der höllenspuk denn jedes mal über das denken, die empfindungen und gefühle?

diesmal würde sie sich nicht verwirren lassen. neben sich sah sie, dass nienor offensichtlich völlig gefangen war in irgendeiner magie, die sie an den platz bannte.

"jeeeetz!" meditate schrie mit aller kraft und schleuderte den eisblock. er fiel allerdings kraftlos von ihrer hand und fror das schwarze wesen für einen moment ein. allerdings hatte der eisblock sich auch nicht ganz aus ihren händen gelöst, so dass es jetzt eine eisbrücke zwischen ihren händen und dem schatten im wasser gab.

blitzschnell wirbelte meditate herum und warf das schwarze ding auf den sand. "schlagt zu!" rief sie mit aller kraft,in der hoffnung, dass es jemand schaffen würde, so lange noch das vieh gefroren war.



14.01.2002 01:30#132
Nienor In dem Moment, wo meditate ihr zurief, kam Nienor wieder zu sich. Sie griff an die Seite zu ihrem Schwert, die Fackel ließ sie einfach fallen, die brannte auch auf dem Boden weiter. Nienor zog das Schwert und stürmte mit einer Entschlossenheit auf das gefrorene Etwas ein, die ihr wohl keiner zugetraut hätte. Was ihr an Stärke fehlte, machte sie durch Geschicklichkeit wieder wett. Ein Gardist hätte mit seinem schweren Schwert einfach zugeschlagen und gehofft, daß er damit möglichst tief in das Fleisch dieses Wesens eindrang, doch Nienor wählte instinktiv einen anderen Weg.

Sie benutzte ihren etwas leichteren Einhänder wie ein übergroßes Messer, sie schnitt sozusagen das Monster auf, fast spielerisch glitt die Klinge über die durch meditates Eisblockzauber gefrorene Oberfläche der Kreatur und schnitt erstaunlich tief in ihr Fleisch, während sich die von der auf dem Boden liegenden Fackel ausgehenden Lichtreflexe auf dem Schwert brachen.
Sehnen und Gedärm wurden mit dem Schnitt durchtrennt und eine dunkle Flüssigkeit trat aus. Hätte dieses Wesen irgendeinen harten Panzer gehabt, so wäre wohl nicht viel Schaden angerichtet worden, aber der Körper war durch und durch weich. Aus irgendeiner Körperöffnung ertönte ein lautes Quieken, daß den Rest der Gruppe entgültig weckte, soweit er nicht schon längst wach war. Nienor wirbelte erstaunlich schnell herum. Das erstaunliche daran war, daß das nicht gelernt aussah (und auch nicht war), es war keine eingeübte Bewegung, wie sie beispielsweise ein Gardist vollführt hätte, der kaltblütig die Schritte abarbeitete, um einen Gegner zu töten, so wie er es in jahrelangem Training gelernt hatte.

Nein, Nienor machte das alles rein instinktiv, sie drehte sich hin und her, ihr aus Lederstreifen bestehender Rock folgte ihren, fast schon rhythmisch zu nennenden Bewegungen und ihr Schwert schien ein Teil von ihr zu sein, so wie Ahrams ausfahrbare Klingen, die furchtbare Waffen waren. Eine Gemeinsamkeit zwischen der Kampfesweise eines Gardisten und der ihren gab es aber doch. Auch ein Gardist dachte beim Kampf nicht mehr nach, dafür war es dann zu spät, er vollbrachte nur die eingeübten Bewegungen, so, wie sie ihm sein Ausbilder gelehrt hatte und auch Nienor dachte nicht nach, alles, was sie tat, geschah, weil es geschehen mußte, eine Bewegung folgte auf die andere.
Ein weiterer Schnitt und noch ein Schnitt folgten. Keine Hiebe, kein grobes Metzeln, kein wildes Drauflosschlagen. Tentakeln wurden abgetrennt, der Körper aufgeschlitzt und überall trat diese dicke, dunkle Flüssigkeit hervor. Ein Schnitt folgte aus dem vorhergehenden, eine Wendung und das Schwert strich über am Boden liegenden Körper, fast zärtlich, ohne gewaltige Kraftanstrengung berührte die im Fackelschein aufblitzende Klinge das Monster, man hätte meinen können, Nienor wollte es streicheln, um es zu beruhigen. Doch die sich ständig vergrößernden Flecken der aus den Schnittwunden austretenden Flüssigkeit sprachen eine andere Sprache, ebenso, wie das laute Quieken, das langsam in eine Art seltsames Brüllen überging.

Wieder und wieder wandte sich das Schwert gegen die Kreatur, der Eiszauber meditates hatte mittlerweile an Wirkung verloren, und das Wesen zappelte hin und her, Tentakeln schlugen wild über den Boden, doch Nienor wich ihnen mit leichten, tänzelnden Bewegungen aus, die Arme erhoben und das Gewicht anmutig auf das eine oder andere Bein verteilend. Ein weiterer tiefer Schnitt - wo war bloß vorn und hinten bei diesem Wesen? Einen Kopf konnte man auch nicht erkennen.

Langsam wurden die Bewegungen das Monsters unsicherer, unkoordinierter. Schien es am Anfang vor allem so, als ob es das ständige Entweichen seines Gegners in Raserei brachte, so wurde es später immer langsamer und ungenauer in der Stoßrichtung seiner Fangarme. Nienor sprang zwischen ihnen hin und her, ihr Zopf schien ein lustiges Eigenleben zu entwickeln.

Das Brüllen erstarb und wurde zu einem Röcheln, das Röcheln wurde leiser und wandelte sich zu einem Keuchen. Nienor setzte zum finalen Stoß an. Jetzt schnitt sie nicht, sondern nahm das Schwert in beide Hände, wie einen Dolch, mit der Klinge nach unten. Sie richtete sich zu ihrer vollen Größe auf und stach die Klinge mit der ganzen Wucht ihres Körpers in das Monstrum hinein. Das Wesen gab keinen Laut von sich. Es war tot.

Nienor stand neben dem mit unzähligen Wunden bedeckten Kadaver. Sie war eine Amazone.

Im nächsten Augenblick war sie wieder das offenherzige, über so vieles staunende junge Mädchen, daß die anderen kannten. Sie war verletzt, an den Beinen. Die Tentakeln hatten sie doch erwischt. An den Waden sah man im Schein der Fackel die Abdrücke von Saugnäpfen, kreisrunde, blutige Abdrücke.

"Aua, das tut so weh." Nienor verzog das Gesicht und ließ sich dann nieder, um ihre Beine zu untersuchen. Doch meditate, die wie die anderen dem Kampf atemlos zugeschaut hatte, sprang herbei und begann, die Wunden zu verarzten. Sie mixte irgendeine Tinktur zusammen und strich die entstehende salbenartige Masse auf ihre Unterschenkel. Der Schmerz ließ fast augenblicklich nach. Nienor blickte meditate mit großen Augen dankbar an. Hatte sie eben dieses schreckliche Monster getötet? Getötet... dieses Wort kam ihr immer wieder in den Sinn. Sie hatte ganz allein ein Monster getötet. War sie vielleicht doch ein wertvolles Mitglied der Gruppe? Der Gedanke machte sie froh, ließ sie den Schmerz vergessen und wärmte ihr das Herz.

Etwas unsicher auf den Beinen verließ sie mit den anderen das Ufer und den Kadaver, aus dem immer noch diese eklige Flüssigkeit austrat, ins Wasser lief und dort in allen Farben des Regenbogens schillernde Flecken bildete.


14.01.2002 02:14#133
Don-Esteban Don-Esteban packte seine Spruchrolle wieder ein. Die Amazone hatte tatsächlich in einem Kampf allein mit dem Monster gesiegt. 'Ein Glück, einen Golem gespart' waren seine ersten Gedanken nach dem Kampf. meditate verarztete die Amazone und der Don steckte die Spruchrolle wieder in die Tasche und ging dann mit den anderen zum Schlafplatz zurück.

Alle suchten sich wieder ihre Stelle und Ruhe kehrte ein. Der Gardist übernahm wie am Vortag die erste Wache und hielt nun nicht nur in Richtung des Tunnels Ausschau, sondern beäugte jetzt auch die Oberfläche das Sees mißtrauisch.
Ahram beruhigte sich nur schwer. Der Kampf, der eben abgelaufen war, hatte in ihm die Kämpfernatur geweckt, fast hätte er sogar eingegriffen und so war er jetzt unruhig und aufgeputscht und sein Atem ging in Stößen.
Von den anderen hörte man nicht viel, nur der Erzbaron fluchte leise vor sich hin, er vermisste wohl sein Bett oder seine teure Rüstung hatte einen Kratzer zu viel abbekommen.

Die Magierin redete leise in beruhigendem Tonfall auf Nienor ein, denn aus dieser schien jetzt die ganze Angst, die sie beim Kampf nicht gezeigt hatte, mit einem mal herauszubrechen. Sie zitterte am ganzen Leibe, doch durch die Fürsorge meditates beruhigte sie sich langsam wieder.

Der Waldläufer ließ kein Gerausch hören, er war bis jetzt sowieso eher ruhig gewesen und hatte keine unnötigen Worte verloren. Ebenso der Sumpfler. Von ihm wußte der Don fast nichts.

Doch das focht ihn jetzt auch nicht mehr an. Er legte seine Tasche unter den Kopf und breitete den Umhang orphelias auf dem Boden aus, dann bettete er sich wie die anderen zur Ruhe. Es geschah sowieso, was geschehen sollte. Warum bis dahin nicht etwas schlafen?

Einsam hielt der Gardist die erste Wache.



14.01.2002 08:00#134
meditate es ist ein eigenartiges gefühl. plötzlich ist man wach und weiß nicht warum. eigentlich steckt die müdigkeit noch in jedem knochen aber man weiß auch, dass es keinen sinn macht liegen zu bleiben.

meditate lauscht und sieht sich um. alle scheinen zu schlafen. es ist dunkel in der höhle, nur vom see schimmert es bläulich und an der decke der höhle mischen sich die blauen linien, die die wellen der wasseroberfläche spiegeln mit den roten und orangenen der ferneren lavaflüsse. es ist ein bizarres muster in ständiger bewegung. ein netz der unterwelt, wie fü sie gesponnen um sie auf immer einzufangen und nie mehr an die luft zu lassen.

die luft - ob sie jemals wieder den süßen duft von sommerlichen blumenwiesen oder den bitteren frisch austreibender nadelbäume reichen würde? die luft hier unten roch nach feuer, nach verwesung, roch jahrtausendealt, roch nach verzweiflung und endgültigkeit.

meditate erhob sich und ging zu champ, der die letzte wache übernommen hatte. hier vorn, im gang, in den sie ihren weg fortsetzen würden, gab es eine ahnung eines anderen dufts. es war ein ganz kleiner luftzug, in dem man hoffnung riechen konnte, ein hauch der echten welt, ein gruß. sie teilte ihre empfindung champ mit, der ihr zustimmte und sagte, dass er genau deshalb gern hier säße, er würde sich in diesem leichten windhauch fühlen, als gäbe es einen faden, dem man nur folgen müsse, um wieder an die oberfläche zu kommen.

meditate setzte sich zu ihm und beide beobachteten gemeinsam das spiel der kleinen wellen.



14.01.2002 08:29#135
Ahram Ahrams Körper wurde angestoßen. Sofort öffnete der Exmagier die Augen, die blauen Pupillen huschten von Gestalt zu Gestalt, suchen instinktiv nach Gefahren. Alles schien in Ordnung.
-Wir müssen weiter
Es war Krigga der Waldläufer, der da vor ihm stand. Er war es auch gewesen der ihn geweckt hatte. Mit einer einzigen, fließenden Bewegung war Ahram auf den Beinen. Er streckte seine Glieder, wobei er ein flaues Gefühl in der Magengegend bemerkte. Er hatte Hunger, und zwar gewaltig.

Prüfend sah er zu seinen Gefährten hinüber. Dann blieb sein Blick auf dem Kadaver des Meerungeheuers hängen. Er brauchte organisches Material, und seinen Proviantbeutel wollte er nich unnötig strapazieren.

Langsam und bedächtig trat er an das tote Wesen heran. Das würde jetzt sehr unappetitlich werden. Mit der rechten Hand griff er nach dem Biest, seine Krallen gruben sich tief in das leblose Fleisch. Mit einem widerlich nassen, saugenden Geräusch riss er ein Stück des roten Materials vom Rest des Körpers ab. Nachdenklich hielt er es in der Hand. Es sah ein wenig nach Fisch aus.
Der Exmagier gab sich einen Ruck und schob das Fleisch in den Mund. Zwei, dreinmal kaute er darauf herum, dann schluckte er es schnellstmöglich runter. Es schmeckte ziemlich bitter, war aber ohne weiteres essbar, zumindest für ihn.
Das nächste Stück folgte, dann noch eins. Ahram hoffte nur dass sein Anblick nicht allzu ekelerregend war, er hätte auch lieber auf diese Mahlzeit verzichtet, aber wenn er irgendwann einen gesunden linken Arm haben wollte musste er da durch.

Die ersten knochigen Gräten kamen zum Vorschein, wurden stur in den Mund gesteckt und von den starken Kiefern zerkaut. Der Vorgang der Nahrungsaufnahme ging fast lautlos vonstatten, der Dämonenmensch bemühte sich mit geschlossenem Mund zu essen, nur das fleischige, knackende Geräusch, wenn er wieder ein Stück aus dem Monster herausbrach, gab Zeugnis von seiner Aktivität.


14.01.2002 08:41#136
meditate die ganze gruppe hatte sich inzwischen erhoben und frühstückte. meditate stellte mit ihren frisch regenerierten manakräften eiswasser her und jeder konnte sich stärken und erfrischen.

nur der anblick von ahrams frühstück störte etwas die zaghafte kleine idylle. demonstrativ sah jeder in eine andere richtung und tat, als würde er das widerliche knacken der gräten/knochen auch nicht hören. nienor, die neben meditate saß, konnte nur noch hervorbringen "mir wird schlecht" und dann rannte sie in eine dunklere ecke der höhle. als sie wiederkam war sie kreidebleich und lehnte es ab, weiter zu essen.



14.01.2002 08:59#137
Ahram Das letzte Stück Meerwesen machte sich auf den Weg zu Ahrams Mund, wurde fein zerkaut und anschließend hinuntergeschluckt. Nur noch die von den Säften des Monsters schillernde Wasserfläche zeugte von der ehemaligen Existenz dieses Wesens.

Der Exmagier erhob sich, warf seinen Proviantbeutel über die Schultern, dann spülte er Mund und Rachen gründlich mit Wasser aus. Er gesellte sich zu seinen Gefährten, welche ihr Frühstück schon allesamt beendet hatten. -Ich bin soweit.

Distanzierte Blicke trafen ihn, er schaute in ausdrucklose Mienen. Obwohl niemand etwas sagte, konnte der Dämonenmensch sich sehr gut denken was sie dachten. Trotzdem wurde die Reise fortgesetzt, die Wasserhöhle verlassen.
Der röhrenartige Gang, durch den die Abenteurer stapften, führte sie weiter nach unten, immer tiefer in die Eingeweide der Unterwelt.

Der Exmagier war gespannt welche Grausamkeit der Herr der Hölle als nächstes für ihre Gruppe erdacht hatte.



14.01.2002 09:32#138
meditate zuerst aber ging es endlose dunkle gänge entlang. stunde um stunde nur vorwärts. kein lichtstrahl drang in diese röhren aus geschmolzenem stein. meditate und champ wechselten sich ab mit der lichtmagie, so dass die gruppe immer sehn konnte, wohin sie traten. meditate ging jetzt am ende der gruppe und champ führte die gruppe mit seinem licht an.

stunde um stunde vorwärts. nur die schritte der gefährten und das klappern ihrer ausrüstung waren zu hören. wohin würde sie dieser endlose gang führen? wo würde ihre mission enden?



14.01.2002 14:20#139
Lebendes Dunkel Langsam schritt ein Schatten einen Stollen entlang. Diese Unterwelt war gigantisch, schon seit Ewigkeiten stapfte er durch die Dunkelheit, immer auf der Spur der Gruppe vor ihm. In einer Höhle konnte er ein äußerst brutales Gemetzel bestaunen, in einer anderen hatte er ein Wasserbecken gesehen. Die Gestalt vertraute jedoch eher auf das Wasser aus ihrer Feldflasche. Genießbares Wasser war rar hier unten, ebenso wie Nahrung.



14.01.2002 14:31#140
Lebendes Dunkel Proviant hatte der Kämpfer zwar mitgenommen, aber er aß nur alle zwei Tage etwas davon. Zumindest so lange, bis er noch keine weitere Nahrungsquelle gefunden hatte. Daraus resultierte, dass der Mann nur sehr unregelmäßig aß, da sein Zeitgefühl hier unten durch den fehlenden Tag/Nacht-Wechsel total verrückt spielte. Langsam begann er sich zu fragen wie tief diese verdammten Stollen noch reichen würden....



14.01.2002 16:00#141
meditate meditate, die die ganze zeit am ende der gruppe lief, hatte immer wieder das gefühl, als würde sie hinter sich das geräusch eines wesens hören, dass ihnen folgte. aber immer wenn sie sich umdrehte, war nichts zu sehen. sie schickte sogar einmal einen lichtzauber in den gang aber außer schatten war nichts zu sehen.

vielleicht waren es ja nur die hochgespannten nerven.

die wanderung der gruppe dehnte sich ins unendliche.



14.01.2002 16:07#142
Lebendes Dunkel Vor der Gestalt war ein Licht im Gang zu erkennen. Es bewegte sich schnell auf sie zu, doch der Mann reagierte schneller und verbarg sich geschickt im Schatten. Dieses Spielchen ging nun schon eine ganze Weile so. Er sollte wohl etwas besser aufpassen. Der Kämpfer bemühte sich nur noch mit der Ferse als erstes aufzusetzen und langsam zu atmen. Vieleicht spürte die Gruppe ja seine Anwesenheit?



14.01.2002 18:42#143
Don-Esteban Der Gardist, der am Anfang ging, gab den anderen ein Zeichen, stehen zu bleiben. Irgendetwas war da vorne, fürchtete er. Er winkte den Don heran, da er ihm zufällig am nächsten stand. 'Vielleicht will er Ahram noch etwas schonen' dachte der Don und kam heran.

Gnat bedeutete ihm, einen Pfeil aus dem Köcher zu nehmen und auf die Bogernsehne zu legen. Der Don nahm Tränenbringer vom Rücken und legte einen Pfeil ein, spannte den Bogen aber noch nicht. Er hatte eine Idee.

Don-Esteban ließ den Bogen wieder sinken und griff in seine Umhängetasche und nahm eine Flasche mit einer dunklen Flüssigkeit heraus. Es war die stinkende und in allen möglichen Farben schillernde Körperflüssigkeit des Monsters von gestern Nacht. Der Gardist hingegen hatte plötzlich einen mit irgendwas brennbarem durchtränkten Streifen Stoff in der Hand und knotete ihn um die Pfeilspitze.
"Ich habe eine Idee. Laßt mich etwas versuchen. Wenn mich meine Vermutung nicht sehr trügt, dann ist diese Flüssigkeit hoch brennbar." Der Don packte die Flasche mit der restlichen Flüssigkeit wieder weg und spannte den Bogen erneut. Gnat hielt eine Fackel dran und augenblicklich ging der durchtränkte Stoff in Flammen auf.

"Gestern Nacht hätte nur eine Fackel in eine der Lachen fallen müssen und wir hätten in einem Inferno gestanden." sagte der Don warnend. Er spannte den Bogen und zielte in die Dunkelheit hinein. Dann ließ er den Pfeil von der Bogensehne schnellen. Mit dem üblichen Pfeifen schoß dieser davon in die Dunkelheit, diesmal übertönt vom Heulen des Feuers an der Spitze. Der brennende Pfeil erhellte die Wände des Ganges. Doch da war noch etwas anderes.


14.01.2002 19:56#144
Burath Ein Aufschrei der die Erde erbeben lies. Die Gefährten wichen ein Stück zurück, mussten sich ihre Ohren zuhalten in der Angst ihre Trommelfelle könnten platzten. Die Schmerzen waren kaum auszuhalten und man sah die Qualen deutlich in die acht Gesichter geschrieben. Nach mehreren Minuten kam endlich die heiss ersehnte Befreiung. Der Schrei verstummte zu einem dunklen Röcheln das von weit aus den Tiefen des Tunnels drang. Surrend glitt der Zweihänder aus der Scheide und fand festen Halt in beiden Händen von Gnat.

Don wir werden nachsehen gehen was das ist. Ihr anderen geht ein Stück zurück, ist vielleicht sicherer, und wartet bis wir euch abholen. Ich dulde keine Wiederrede. Er wollte gerade einen Schritt nach vorne setzten da vernahm er eine Stimme von hinten ... die Amazone. Lasst mich mitgehen! Ich habe genug Kraft Sie stand da, ihr kleines Schwert in der Hand. Hochnäsig spielte sie sich auf, prahlte mit Mutigkeit von der sie kaum etwas besaß. Gnat schaute finster über seine Schulter zu ihr. Sei keine Närrin, bring dein Leben nicht unnötig in Gefahr. Beschütze lieber die anderen. Seine Worte waren schärfer als Messer. Innerlich tat es ihm Leid aber er hatte keine Wahl, er wollte sie nun wirklich nicht in Gefahr bringen.

Don und Gnat rannten den schmalen, endlos lang wirkenden Tunnel entlang bis sie in eine große Höhle tappten. Der war Boden modrig,
in der Mitte befand sich ein dunkler Kegel aus dem Rauch aufstieg und die Wände schwarz färbte. Alles war mit dunklen Nebelschleiern
überzogen. Das einzige schwach orangefarbende Licht das den Raum erhellte wurde von den an der Höhlenwand kreisförmig angebrachten
Fackeln gespendet.

Als sie dort angekommen waren verlangsamte sich ihr Schritt, die Augen gebannt auf das was vor ihnen stand.
Ein Monster, ein reines Muskelpaket, der Körper überzogen mit einer silbernen, schleimigen Flüssigkeit die verschiedenste Farben
wiederspiegelte, der Kopf ragte mehr stumpfförmig aus dem Oberkörper. Ein riesiges Horn auf seiner Stirn ließen die Beine von Gnat
und Don weichlich werden. Schon allein die riesigen Kufen und Klauen des Monsters jagten den beiden bereits höllische Angst ein aber das Horn gab ihnen den Rest. Das Monster war furchterrengend aber auf eine andere Weise durch die vielen Farben auch schön. Große Flammen breiteten sich über der Schulter des Riesen aus. Der Pfeil steckte nur schwach mit der Spitze in den festen Muskeln, nagelte das brennende Stück Tuch ins Fleisch.

Breitbeinig suchte Gnat festen Stand, umklammerte den Schwertgriff noch fester und hielt die Klinge seitlich am Körper. Seine Muskleln spannten sich und seine Augen formten sich zu schmalen Schlitzen. Er wartete auf den Angriff des Biestes.



14.01.2002 20:08#145
Lebendes Dunkel Auch der Schatten hinter der Gruppe war von dem Schrei nicht unberührt geblieben. Seine Ohren klingelten immer noch. Dummerweise ging der Großteil der Gruppe auch noch in seine Richtung zurück! In Windeseile verschmolz der Mann mit den Schatten an der Wand. Mit angehaltenem Atem beobachtete er, wie sich die Gestalten langsam rückwärtsgehend näherten. Der Abstand den der Kämpfer eingehalten hatte war schon überschritten.



14.01.2002 20:11#146
Lebendes Dunkel Es würde den Plänen des Mannes nicht gerade engegenkommen, wenn er jetzt entdeckt werden würde. Er zog den Mantel enger an sich und die Kapuze noch weiter ins Gesicht. Dann verharrte er vollständig und traute sich nicht, sich einen einzigen Millimeter zu rühren, geschweige denn zu atmen. Verdammte, staubige Luft....



14.01.2002 20:14#147
Krigga Krigga kümmerte sich nicht weiter um die beiden, die würden das schon regeln dachte er, in alles musste er sich ja nicht einmischen. So zog er sein Schwert und wollte etwas trainieren als ihm die Farbe der Klinge auffiel. Erschreckt starrte er die Schwarze Energie in der Klinge an und lies die Spitze des Schwertes in die Richtung schweifen in die Gnat und Don verschwunden waren. Fast alle schwarze Energie sammelte sich in der Spitze. Krigga blickte auf und murmelte
Na Mahlzeit

Krigga steckte sein Schwert weg und nahm seine Lanze zur Hand. Was konnte das nur sein, als er losrannte hielt ihn die Amazone Nienor zurück. Wir sollen hier warten haben sie gesagt, die werden das schon schaffen.
Krigga blickte ihr in die Augen und ließ nur das Wort
Sicher !
über seine Lippen kommen ,dann rannt er schnell weiter.



14.01.2002 20:28#148
Don-Esteban Während Nienor sich über ihre fehlende Autorität ärgerte und sich vornahm, nicht mehr so naiv und unwissend zu erscheinen, holte Don-Esteban weiter vorne bei Gnat drei Pfeile aus dem Köcher an seinem Gürtel. Einen legte er in den Bogen ein und die zwei anderen nahm er quer in den Mund. Vorher sprach er den Gardisten an: "Greift an, wenn ihr denkt, daß das das Beste ist. Ich werde versuchen, dem Monster in die Augen zu schießen, doch falls ich treffe, wird es durch den Schmerz noch viel wilder werden."

In dem Augenblick kam der Waldläufer angerannt, wohl um sich in den Kampf zu stürzen.



14.01.2002 20:39#149
Nienor Nienor versuchte sich auch gleich daran, ihrer Person und ihren Worten etwas mehr Gewicht zu verleihen und sagte:
"Wir sollten noch etwas weiter zurück gehen, damit wir in sicherheit sind. Etwas weiter hinten war doch eine Nische, wenn wir uns dort an die Wand drücken, sind wir gut getarnt."
Doch es hörte keiner auf sie. Nienor ärgerte sich. Sie mußte wirklich versuchen, sich mehr Respekt zu verschaffen. Dabei hatte sie gestern Nacht so gut gekämpft und trotzdem klappte es nicht mit dem ernstnehmen.
Nienor war traurig.



14.01.2002 20:45#150
Lebendes Dunkel Als der Mann in den Schatten Nienors Worte vernahm, brach ihm der Schweiß auf der Stirn aus. Wenn er jetzt entdeckt werden würde....Langsam bekam er doch Sauerstoffmangel. Ganz langsam ließ er die Luft aus der Lunge gleiten und sog dann ebenso langsam neue ein. Doch da war wieder dieses Jucken in der Nase. Warum musste dieser Stollen auch so verdammt staubig sein.... Mit steigendem Juckreiz, stieg gleichsam das Entsetzen des Kämpfers an.



14.01.2002 20:47#151
Burath Mit einem kurzen Nicken bestätigte Gnat das er verstanden hatte. Irgendwie musste er das Biest ablenken sodass Don genügend Zeit hatte seine Pfeile abzufeuern. Er stellte sich wieder aufrecht hin, lies das Schwert zu Boden wandern und schaute dem Vieh genau in die Augen.
Los komm her wenn du dich traust sagte er herausfordernd.
Das Biest lies nicht lange auf sich warten und stürmte sofort los. Seine Pranke flog im großen Bogen auf Gnat zu. Dieser wartete bis zum letzten Augenblick, duckte sich dann ab und wirbelte die Klinge nach oben herum. Das scharfe Metall schnitt sich in die Muskeln des Armes. Die Wucht war nicht ausreichend, Gnat musste etwas einfallen sonst würde ihn die Pranke treffen. Elegant drückte er sich unter dem anderen Arm hindurch und stand nun hinter dem Monster. Er hob sein Schwert über Kopf und rammte das Metall tief in den Oberschenkel vom Mondhorn.



14.01.2002 21:09#152
Krigga Krigga hatte die beiden erreicht und blieb sogleich geschockt stehen. Dieses Monster
war einfach nur eine Urgewallt in sich, Krigga sah Don wie er versuchte das Monster an den richtigen Stellen anzuvisieren, das was Gnat da machte erinerte Krigga an ein Ablenkungsmanöver, sofort fand er in das Kampfgeschehen hinein, Gnat stand nun hinter dem Ungertier und dieses gab einen Brüller von sich der einem taub machte. Das Tier hatte ein Schwert in seinem Oberschenkel stecken, nun widmete es sich ganz Gnat doch das Schwert steckte noch immer in des Ungetiers Oberschenkel. Krigga kombinierte blitzschnell und rannte auf das Monster zu das mit dem Rücken zu ihm stand. Zu Kriggas Glück hatte es ihn noch nicht bemerkt aber gleich würde es ihn garantiert bemerken. Krigga war ein waldläufer, er sprang sonst von Baum zu Baum und war sehr beweglich, seine Rüstung die er trug war auch nicht sonderlich Schwer also konnte er folgendes Mannäver problemlos durchziehen.
Krigga machte einen Satz auf das leicht gebückte Wesen hinauf und landete auf seinem angeknickten Unterschenkel, von hier aus ging es auf den Rücken des Monsters, das ganze musste sehr schnell gehen sonst konnte das Monster zu schnell handeln, aber es war schon zu spät, mit einem Ruack richtete sich das Monster auf und drehte sich um, Krigga konnte noch nach oben springen und landete auf des Monsters Schulter, eine Pranke schlug auf die Schulter ein wo Krigga stand..gestanden ist denn schon war er weg, er hielt sich am Horn des Monsters fest, aber sonderlich viel Halt bot es ihm nicht.
Schon längst wusste das Vieh wieder wo Krigga war und holte mit der Pranke aus um Krigga zu erschlagen, und somit ging Kriggas Plan in erfüllung. Die Pranke schnellte auf das Horn zu und bevor das Monster Krigga zerschmettern konnte sprang er von dessen Kopf und die Pratze wurde von des Monsters eigenem Horn durchbohrt. Blut strömte aus der Handfläche der einen Hand und das Monster brüllte wieder, wieder ertönte ein atemberaubender Schrei und das Tier bäumte sich auf, leider bewegte es sich so das Krigga noch im Falle von der Hand des Wesens getroffenw urde und an die Wand geschleudert wurde. Krigga bekam eine atemnot doch das Monster hielt momentan still, es jaulte noch immer und starrte auf seine eigene Hand..das war die Gelegenheit für Don.



14.01.2002 21:53#153
Don-Esteban Don-Esteban hatte zugeschaut, wie Gnat das Monster ablenkte, dann war plötzlich Krigga aufgetaucht und hatte in das Geschehen in einem ebenso waghalsigen, wie erfolgreichen Manöver das Ungeheuer dazu gebracht, sich selbst zu verletzen. In all der Zeit hatte sich dieses überdimensinale Einhorn zu schnell bewegt, um einen guten Schuß zuzulassen.

Doch jetzt besah sich die Kreatur ihre verletzte Pranke und brüllte vor Schmerz und Verwunderung. Der Waldläufer war abgeschüttelt und das Schwert im Bein war für einen Moment vergessen. Das war der Augenblick, auf den der Don gewartet hatte. Er überlegte einen Wimpernschlag lang, ob er nicht lieber doch einen Golem beschwören sollte aber ließ es dann aus Zeitmangel bleiben. Dann riß er den Bogen hoch und zielte kurz. Der Pfeil floh geradezu vor der Sehne und mit dem üblichen Pfeifen machte er sich auf den Weg geradewegs in das linke Auge des Monsters. Und dort kam er auch an. Tief bohrte er sich hinein, nur noch der Schaft schaute heraus. Schnell den zweiten Pfeil in die Hand genommen, den Bogen ein weiteres mal gespannt und abermals das Monster anvisiert. Auch dieser Pfeil wurde von der Sehne entlassen und machte sich mit einem durchdringendem Pfeifen in Richtung der Kreatur auf, nur um das andere Auge zu durchbohren.
Des Augenlichts beraubt wurden die Bewegungen des Monsters wilder und wilder, es erhob seine Stimme zu einem wahrhaft ohrenbetäubendem Brüllen und tappte blind hin und her, mit den Pranken um sich schlagend. Der Don verschoß noch einen Pfeil, diesmal in den Körper, und dann noch ein paar, alle trafen den Körper, in die Brust, in den Bauch, in den Rücken. Das Monster sah bald wie ein Igel aus. Blind sprang das Ungeheuer umher, auf der Suche nach dem Feind, der ihn verletzte doch jeder wich zurück und ließ es ins leere laufen. Nachdem der Don fast seinen halben Köcher verschossen hatte, brach es endlich zusammen und Gnat gab ihm mit seinem Schwert den Rest.

Der Don bat ihn darum, etwas vom Horn abzuschlagen und nahm das Stück in Besitz, um es in seiner Tasche verschwinden zu lassen. Dann holte er Pergament und Tinte hervor und begann, einige Skizzen auf ein Blatt zu kritzeln. Dazu noch einige Bemerkungen über die Kampfkraftund die Anatomie. Zum Schluß holte der Don noch eine kleine Phiole aus der Tasche und strich etwas von der schleimigen Flüssigkeit, die den Körper des toten Monsters bedeckte, ab und füllte sie in das Fläschchen. Dannn steckte er alles wieder weg.

"Jemand sollte sich um Krigga kümmern, dann können wir sicher weitergehen?"


14.01.2002 22:03#154
Burath Als Gnat seinen Zweihänder aus dem Oberschenkel des Monsters entfernt und das Blut an seiner Rüstung abgewischt hatte ging er zu dem am Boden liegenden Krigga. Seine Aktion war äußerst mutig, er war beeindruckt. Er hob Krigga nach oben und hiefte ihn auf seine Schulter. Lasst uns wieder zu den anderen gehen. sagte er im Vorbeigehen zu Don und sogleich machten sie sich auf den Rückweg.
Nach einer Weile erreichten sie die anderen die sich in einer Nische einquartiert hatten. Gnat legte Krigga vorsichtig ab und bat Meditate ihm zu helfen. Danach wandte er sich ab und ging mit langsamen Schritten auf das junge Mädchen Nienor zu. Er roch immer noch nach Kampf, Blut überzog seine Rüstung und etwas Schweis lief ihm am Gesicht herunter.



14.01.2002 22:10#155
Lebendes Dunkel "Verdammt, jetzt kommt der Rest auch noch!" fuhr es der Gestalt durch den Kopf. Und dieses verfluchte Kribbeln in der Nase wollte einfach nicht aufhören. Jede Sekunde würde er niesen müssen.
Kurz bevor sich der Schatten aus dem Niesreflex heraus hätte bewegen müssen, ging das Kribbeln zurück. Trotzdem wagte er es nicht, aus Erleichterung zu seufzen.



14.01.2002 22:16#156
meditate meditate lief zu krigga und gnat und sah sie beide an

"ihr seid verletzt? wo ist don-esteban? ist er auch verwundet?"
zuerst beugte sie sich über krigga, der mühevoll atmete und offensichtlich rippenbrüche hatte. blut lief ihm aus dem mund und er hustete mühsam.
"wir können heute nicht weiter gehen. findet doch bitte eine stelle, an der man halbwegs vernünftig lagern kann. das mit krigga dauert eine weile."


14.01.2002 22:24#157
Lebendes Dunkel Der Schatten stand immer noch genauso bewegungslos da wie vor einer halben Stunde. Langsam verbrauchten sich jedoch seine Kraftreserven. Sein Rücken schmerzte durch die leicht verkrampfte Haltung. In den letzten Minuten hatte er angefangen, Möglichkeiten aufzuzählen durch die er auffliegen könnte. Inzwischen hatte er schon über hundert gefunden....



14.01.2002 22:31#158
meditate sie zogen gemeinsam krigga die rüstung aus und meditate versuchte mit heilöl und goldstaub krigga die schmerzen zu nehmen und den heilungsprozess in gang zu setzen.

gegen die gebrochenen rippen konnte ohnehin nur der eigene körper etwas tun. sie verband die rippen mit einem festen verband und ließ ihn etwas heiltrank trinken. morgen würde es ihm besser gehen.



14.01.2002 22:35#159
Krigga Krigga spürte Wärme, er spürte etwas wohltuendes, sein Geist beruhigte sich und er fand Ruhe, seine Schmerzen schwanden und er vergaß das Kampfgeschehen. Er schlief ein.



14.01.2002 22:53#160
Burath Gnat drehte sich zu Meditate um. Mach dir um mich keine Sorgen. Ich bin unverletzt und werde mich nun auf die Suche nach einem Nachtlager begeben. Ich werde mich beeilen.

Er lächelte Meditate noch einmal freundlich zu und ging zu Nienor. Komm mit sagte er leise zu ihr und schon machten sich beide auf den Weg. Als sie ein Stück gegangen waren hielt er sie an Ich habe
deinen Kampf gesehen. Du warst sehr tapfer und kannst stolz auf dich sein. Du hast den ersten Schritt zu einer guten Kämpferin getan! Entschuldige das ich dich erst so angefahren habe aber ich habe mir Sorgen um dich gemacht. Der Gegner war noch um einiges härter als der von gestern Freundlich klopfte er ihr auf die Schulter und setzte dann seinen Weg fort ...



14.01.2002 23:05#161
Nienor Nienor schaute den Gardisten erstaunt an. Ihr Kampf hatte ihm gefallen? Sofort bekam sie gute Laune und wollte schon umherspringen, wie ein kleines Mädchen, besann sich aber dann doch eines Besseren und antwortete in angemessenem Ton. "Danke, ich habe nur meine Pflicht getan." Das wollte der Gardist sicher hören.
Dann war sie schon wieder beim nächsten Gedanken. "Wo sollen wir denn ein Nachtlager finden?"



14.01.2002 23:16#162
Burath Tja wir werden suchen müssen. Wir gehen einfach mal den Weg weiter vielleicht finden wir etwas

Ein paar Minuten waren vergangen da kamen sie wieder an der Stelle vorbei wo sie noch kurz zuvor gegen dieses Monster gekämpft hatten. Die Rauchschwade verzogen sich langsam und die Sicht wurde etwas klarer. Gnat erkannte nun einen schmalen Spalt in der Höhlenwand der anscheind zu einem weiteren Tunnel führte. Er zwenkte sich und seine Rüstung hindurch, wünschte sich nebenbei auch so eine geschmeidige Amazone zu sein die offensichtlich keine Probleme hatte durch den Spalt zu schlüpfen. Sie liefen ein Stück weiter. Die Luft war angenehm kühl, nicht mehr so heiss wie an den anderen Tagen. Der Tunnel war komischerweise in bläuliches schimmerndes Licht gehüllt wofür Gnat keine Erklärung finden konnte. Es gab keine einzige sichtbare Lichtquelle. Nach ein paar Verzweigungen erreichten die beiden einen kleinen Hohlraum, nicht zu gross, der Boden war relativ sauber, von Monstern oder anderem Zeugs weit und breit nichts zu sehen. Außerdem gab es nur einen Eingang was die Verteidigung erleichtern würde.
Ich glaube wir haben hier den besten Platz. Gehe am besten zurück und hole die anderen. Ich werde mich in der Zeit hier ein bisschen umsehen. Gnat verließ den Raum und folgte weiter dem Tunnel, Nienor sprintete zurück zu den anderen ...


14.01.2002 23:31#163
Nienor "Gnat und ich haben ein sicheres Nachtlager gefunden." berichtete Nienor atemlos den anderen. "Kommt mit." Die Gruppe brach auf und folgte der Amazone. "Für den Herrn in der dicken Rüstung könnte es etwas eng werden, aber alle anderen sollten dort hindurch passen."

Nach kurzem Weg waren sie an dem Spalt angekommen. Und tatsächlich mußten ein paar dem Erzbaron helfen, durch diesen sschmalen Durchlaß zu gelangen. "Eßt heute nicht so viel, sonst kommt ihr morgen nicht mehr hinaus." meinte Nienor mit einem spitzbübischen Gesichtsausdruck, als sie sah, mit welchen Problemen Gor Na Drak durch seine ausladende Rüstung zu kämpfen hatte. Doch dann hatten es alle geschafft und sie gingen durch den bläulich leuchtenden Gang in Richtung der Höhle, die Gnat zum Nachtlager bestimmt hatte. Nach ein paar Mal Abbiegen waren sie da. Gnat wartete auch schon auf sie.

Nach einem kargen Mahl, in dem jeder so aß, was er hatte und das sie mit meditates Eiswasser runterspülten, suchten sie sich wieder Schlafplätze. Diesmal übernahm Krigga die erste Wache. Nienor wählte instinktiv die Nähe meditates. Ahram war heute etwas abseits geblieben, so daß sich die Amazone an die Magierin herantraute.



14.01.2002 23:42#164
meditate meditate rollte in einer biegung der höhle ihre decke aus und winkte nienor zu sich.

"komm doch wieder zu mir. wir werden noch eine ganze zeit hier unten verbringen müssen. da wäre es doch besser, wenn wir beiden frauen uns ein bisschen beistehen. ich hab zum beispiel gesehn, dass dir die männer alle ein bisschen angst einjagen. ist ja kein wunder bei der komischen einstellung, die im amazonenlager herrscht.

wenn was ist, komm einfach zu mir. ich bin schon eine ganze weile in der barriere und ich kenn mich inzwischen in allen lagern ein bisschen aus. du musst keine angst haben. es sind nur männer. keine monster. naja außer vielleicht ahram. aber dem kannst du ja erst mla aus dem weg gehn. wirst schon noch sehn, er ist ein treuer freund."



14.01.2002 23:56#165
Nienor Nienor war froh, daß sie zu meditate konnte. Am meisten ärgerte es sie, daß sie kein Mann richtig ernst nahm. Alle sahen nur eine dummes kleines Mädchen in ihr. "Ich glaube, keiner denkt, daß ich nützlich sein kann, dabei habe ich doch gestern dieses Seemonster getötet." Nienor lief beim Gedanken daran noch jetzt ein Schauer über den Rücken. "Ich dachte, daß das die Meinung der anderen ändern würde." Nienor klagte meditate ihr Leid. "Ich strenge mich doch an, aber trotzdem glaubt keiner an meine Fähigkeiten als Kämpferin." Sie schien bekümmert zu sein. "Und dieser Don-Esteban, dieser Magier aus dem Kastell, kann mich glaub ich gar nicht leiden." flüsterte sie meditate zu. "Er hat noch kein einziges Wort mit mir geredet!" fügte sie, wie als Beweis noch hinzu.


15.01.2002 00:07#166
meditate "das ist nicht unbedingt ein zeichen von nicht-leiden-können. viele männer haben probleme damit, sich mit mädchen unbefangen zu unterhalten, vor allem wenn sie so hübsch sind wie du. sie werden dann genauso schüchtern und bekommen sogar weiche knie. aber weil sie männer sind und denken, dass das nicht sein darf, sind sie dann lieber still.

dass die männer dich nicht ernst nehmen kann ich auch nicht bestätigen. ich denke, sie wollen dich beschützen. das ist alles. und wenn dir wei heute früh auf einmal übel wird, dann tust du ihnen natürlich leid. wir fanden den anblick alle nicht gerade appetitlich, aber du musstest dich übergeben. das weckt beschützerinstinkte. mach dir nichts draus."

sie nahm die andere decke und legte sie über sich beide, in der hoffnung, dass das mädchen sich etwas geborgen fühlen würde.



15.01.2002 00:22#167
Nienor "Aber ich will doch auch eine Kriegerin werden! Muß ich da etwa auch so, wie ein Mann werden, so unnahbar und ernst und immer so tun, als hätte ich alles im Griff und wüßte, wie es weitergeht?" Die Kämpfer in der Gruppe kamen ihr doch alle sehr fremd vor in ihren Rüstungen und mit ihren vielen großen Waffen. Nienor hatte nur ihr Schwert an der Seite und den Kurzbogen auf dem Rücken. Das waren ihre ganzen Waffen.

"Muß ich wie ein Mann denken, um eine gute Kämpferin zu werden?" Denn eine gute Kämpferin wollte sie auf jeden Fall werden. "Ich werde versuchen, mich abzuhärten und nicht immer alles laut auszusprechen, was mir in den Sinn kommt, wenn das notwendig ist."



15.01.2002 00:34#168
meditate "auf keinen fall sollst du kämpfen und dich benehmen wie ein mann. das machen die amazonen zwar gern, aber durchaus nicht alle. wenn du dich benimmst wie ein mann, musst du dich auch an den männern messen lassen, an ihrer körperkraft und an ihrer grobheit, auch an ihrer gedankenlosigkeit und an ihrer rücksichtslosigkeit.

ich denke, frauen haben eine andere art zu kämpfen. das mit dem laut-aussprechen würde ich allerdings auch versuchen zurückzudrängen.

so weit ich weiß, habt ihr einen sehr guten lehrer im amazonenlager, der dir erst mal dein handwerk beibringt. wenn du das beherrschst, musst du versuchen deine ganz perönliche verteidigungs- und angriffstechnik zu finden. und damit meine ich nicht, die weiblichkeit zur ablenkung zu benutzen. das kann zwar auch mal hilfreich sein, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. ich meine etwas anderes"



15.01.2002 00:58#169
Nienor Nienor mußte ein bisschen kichern bei den letzten Worten der Magierin. Doch dann wurde sie ernst und dachte nach über das, was ihr meditate eben gesagt hatte. Es beruhigte sie, daß es auch einen anderen Weg geben mußte. "Ja, Nek ist ein guter Lehrer. Er hat mir versprochen, daß er mir die hohe Kunst des Schwertkampfes beibringen will, wenn ich wieder da bin."

Dann dachte Nienor an den Satz meditates, in dem sie meinte, Nienor sollte ihre persönliche Technik finden. Vielleicht war der Kampf gestern ja ein Schritt in die richtige Richtung, als sie sich nur nach ihrem Gefühl gerichtet hatte, um zu entscheiden, was die richtige Angriffsweise sei. Sie dachte darüber nach und lächelte dann. "Ich glaube, ich weiß, was ihr meint. Ich soll meine Geschicklichkeit und meine Geschmeidigkeit nutzen, um einen eigenen Kampfstil zu lernen. Ich bin scznelelr und beweglicher, als ein schwerer Gardist. Ich hab sicher nicht solche großen Waffen wie Gnat oder dieser Erzbaron aber das kann ich durch Geschicklichkeit ausgleichen. Meintet ihr das?" Sie sah meditate an, ungeduldig auf antwort wartend.



15.01.2002 01:12#170
meditate "naja, eigetnlich meine ich etwas anderes, abr natürlich hast du auch recht. bloß geschmeidig und schnell sind auch andere. du musst kämpfen wie eine frau. sieh dir an wie männer kämpfen. sie sind eitel, weil sie immer überzeugt sind, alles richtig zu machen. beobachte sie in ihrer eitelkeit und versuche sie hier zu treffen.

sie können keine schwächen zugeben, auch eine chance für dich zu treffen. sie werden sich dir immer überlegen fühlen weil sie männer sind, das ist ihre größte schwäche. wenn du diese schwäche ausnutzt, kannst du jeden mann besiegen, auch wenn er doppelt so groß und schwer ist wie du.

beobacht einfach seinen kampf und dir wird auffallen, wo sich seine eitelkeit manifestiert und dann pack ihn da.

bei dämonen und solchen viechern nutzt dir das natürlich nicht viel, obwohl ich wette, dämonenmänner oder orkmänner unterscheiden sich in der hinsicht nicht von menschenmännern.



15.01.2002 01:20#171
Nienor "Achso, ich soll sie beobachten und einschätzen und dann dort zuschlagen, wo sie in ihrer Uberheblichkeit keine Gefahr erwarten." Nienor legte die Stirn in Falten. Das würde vorsichtiges Heranpirschen erfordern, aber wenn meditate meinte, daß es von Vorteil sei, dann war da sicher was dran.
Nienor wirkte auf einmal sehr ernst. "Sagt mir, kommen wir wieder hier raus? Ich meine... lebend?" Das letzte Wort hatte sie nur noch gehaucht, fast unhörbar. "Gnat, der Gardist hat mir gesagt, er hätte keine Angst vor dem Tod, Wenn der Tot kommt, dann muß es eben sein. Er meinte, daß man ansonsten seine Angst benutzen sollte, um besser zu kämpfen. Ich glaube, ich werde ihn nochmal danach fragen müssen, wie er das gemeint hat."



15.01.2002 01:29#172
meditate meditate musssste lächeln. das mädchen hatte sie eigentlich nicht verstanden. sie würde später noch einmal mit ihr daüber sprechen.

"hab keine angst vor dem tod und lass die eine solche nicht einreden. die angst vor dem tod könnte dich im entscheidenden moment lähmen. diese mission ist uns übertragen worden um die welt der lebenden von der welt der toten zu trennen. diese beiden welten sollen sich erst am ende aller tage wieder vereinen. so ist es vorgesehen. wir folgen nur dieser vorsehung und ich bin fest davon überzeugt, dass uns unsere götter und unser schicksal die hand führen werden. wir werden das sonnenlicht wiedersehen."

sie legte nienor einen arm über die schulter und zog sie etwas an sich heran. "ich werde alles dafür tun, dass dir nichts passiert, das verspreche ich dir. und nun lass uns schlafen."



15.01.2002 09:53#173
Don-Esteban Nachdem die dritte Wache vorüber war, wurden alle geweckt, soweit sie nicht schon wach waren und die Gruppe machte sich auf, um ihren ungewissen Weg fortzusetzen. Nachdem alle Ihr Bündel gepackt und dabei die letzten Vorräte verzehrt hatten, traten alle wieder auf den Hauptgang hinaus und setzten die Reise fort.

Der Abschnitt schien ungefährlich, es war trocken und sauber, keinerlei Monstergeräusche waren zu vernehmen, die Wände waren glatt und das bläuliche Leuchten tauchte den Tunnel in ein schummriges Licht, das Fackeln überflüssig machte. Am Anfang gingen diesmal die Magierin und neben ihr Nienor. Es folgten Gnat und Gor Na Drak, dahinter Ahram. Mit einigem Abstand, ob aus Respekt oder aus Zufall blieb unbeantwortet, folgten Don-Esteban und Champ, der Baal. Den wachsamen Abschluß bildete Krigga.



15.01.2002 10:18#174
meditate meditate hörte die geräusche zuerst. irgendwo da vorn war etwas.
sie bedeutete der gruppe zu warten und wollte die erfahrensten in der erkundung unbekannter gefahren voraus schicken, aber nienor deutete mit einer bewegung ihres fingers auf sich an, dass sie unbedingt dabei sein wollte. leise ging ein teil der gruppe vorwärts. sie näherten sich einer höhle, die offensichtlich das zentrum des blauen lichtes war



15.01.2002 10:37#175
Nienor Nienor war froh, daß sie mitgenommen wurde. Sie nahm sich vor, alles richtig zu machen und auf alles zu achten, was von Nutzen sein könnte. Die Späher näherten sich der Höhle. Nachdem sie eine Art runden Eingang passiert hatten, blieben sie erstaunt stehen. Eine große fast kreisrunde Höhle erstreckte sich vor ihren Augen. Aus allen Richtungen kamen Gänge in diese Höhle, nicht nur auf der Ebene, auf der sie sich befanden, sondern auch über ihnen, sogar in der Höhlendecke mündeten Tunnel in die Höhle. Der Höhlenboden war halbrund abgeflacht, wie eine riesige Schüssel. An den Abhängen, die am Rand des Bodens steil waren und dann flacher wurden und zur Mitte hin ausliefen, waren auch viele einzelne Mündungen von Gängen zu entdecken.

Die Höhle erschien wie das Zentrum eines riesigen Ameisenbaues, von überall mündeten die Gänge in sie, nur daß dieser Bau leer war. Doch war er das wirklich? In der Mitte der Höhle, einen Steinwurf entfernt lagen blau leuchtende ovale Gebilde, ein ganzer Haufen. Von diesen eierartigen Gebilden ging ein überirdisch (oder eher unterirdisch?) blaues Leuchten aus, sehr intensiv und irgendwie beunruhigend.



15.01.2002 11:04#176
Ahram Vorsichtig trat Ahram einen Schritt in die Höhle hinaus. Es gab ein schleimiges Geräusch, worauf der Exmagier an sich herab sah. Sein linker Fuß steckte fast bis zum Knöchel in einem weißlichen Fadengespinst. Die Fäden waren klebrig, der Dämonenmensch hatte einige Mühe sich daraus zu befreien. Glücklicherweise war der Boden nur vereinzelt von diesen Gespinsten bedeckt, und so setzte die Gruppe vorsichtig ihren Weg fort.

Ahram blickte sich nochmal in dem großen Höhlenraum um. Seine scharfen Augen nahmen dünne weiße Fäden wahr, welche an Decke und Wänden hingen. Auch die röhrenartigen Gänge schienen damit ausgepolstert zu sein, zumindest ein Teil.
Eine dunkle Vorahnung beschlich den Exmagier als er auf die blauen Kugeln blickte. Die Amazone hatte sich ihnen inzwischen genähert, tastete sie ab, war wohl neugierig was sie darstellten. Ahrams Eingeweide zogen sich zusammen. Dies war eindeutig ein gefährlicher Ort, er witterte die Anwesenheit von etwas Großem, etwas Bösem. Noch war es ruhig, der Dämonenmensch spürte den regelmäßigen Puls des Wesens. Noch einmal betrachtete er die merkwürdigen Gebilde in der Höhlenmitte. Sie erinnerten ihn an Eier. Dort!
In den blauen Behältnissen hatte sich etwas geregt, er hatte den Schattenriss eines "Dings" erkennen können, war sich aber nicht sicher was es genau darstelen sollte. Dann fuhr es ihm wie ein Blitz durch alle Glieder. Die klebrigen Gespinste, die Eier, das große schlummernde Wesen. Sein Fehler war dass er angenommen hatte das Biest würde schlafen, aber das war nicht richtig. Es lauerte.

Ahram sah zu Nienor, hob die rechte Hand, die Linke war etwas steif, wahrscheinlich ein Zeichen der Heilung, wollte ihr zufufen, sie warnen.
Doch zu spät, die Frau hatte bereits ihre Waffe in den Händen, die scharfe Klinge durchschnitt die Luft, zielstrebig in Richtung der blauen Gebilde.
Ahrams Muskeln spannten sich, er machte sich auf das Schlimmste gefasst...


15.01.2002 11:31#177
Nienor Nienor stach in das Eigespinst, das sie um ein, zwei Armlängen überragte, hinein.

Das Schwert verschwand bis zum Heft darin. Die Leichtigkeit, mit der das Schwert eindrang, erstaunte auch die Amazone und sie zog es mit Verwunderung wieder heraus. Sie drehte sich um und sagte zu den anderen: "Ich glaube, diese Eierdinger sind leer."

Auf einmal platzte das Ei an der Einstichstelle auf und ein Schwall einer schleimigen Flüssigkeit schwappte über sie hinweg. Danach war Nienor quasi verpackt in diese fädenziehende, im glitzernden Licht blau funkelnde Flüssigkeit, wie in eine schleimige Fruchtblase. Von oben bis unten bedeckt mit dem Schleim, der alles verstopfte, stand sie starr vor Schreck und rang nach Atem. Doch Mund und Nase, wie das ganze Gesicht waren verklebt von dem Schleim. Panisch versuchte sie, sich den Schleim vom Gesicht zu wischen, der ihr den Atem nahm, doch der klebtre imemrm ehr und auch die Hände waren über über bedeckt und verklebt damit. Sie wurde immer hektischer in ihren Bewegungen, dnen die Luft wurde imemr knapper.

Zum Glück oder auch zu ihrem Pech bermerkte sie nicht, was nach dem Nährschleim aus dem Ei kam. Die Pelle platze bis zum Boden auf und gab nach der Flüssigkeit auch noch etwas anderes frei. Einen schwarzen Körper, irgendwie ähnelte er einem riesigen Insekt, doch nein, eher einer SPINNE!. Viele schwarze Beine waren eng an einen wulstigen Hinterleib gelegt, besetzt mit Borsten und Haaren. Große Zangen ragten aus dem Knäuel heraus. Die Spinne zappelte und befreite sich ihrerseits aus den Resten ihrer Nährflüssigkeit. Die Beine wurden bewegt und die Zangen wurden ausgefahren. Die Beine waren noch weich und knickten ein, als dsie vom Körper gelöst wurden. Wackelig, wie ein junges Fohlen versuchte die Spinne, direkt hinter Nienor, die sich immer noch nicht von dem ihre Atemwege blockierenden Schleim gelöst hatte, auf die Beine zu kommen.


15.01.2002 11:39#178
meditate meditate hatte auch erst mal das schwarze spinnentier nicht gesehn, sondern hatte erst mal augen für nienor, die offensichtlich keine luft bekam. sie rannte zu ihr hinüber und begann, den schleim von ihr mit beiden händen abzustreifen. auch gnat und die anderen waren jetzt in die höhle gestürzt. während gnat und meditate nienor von dem üblen schleim befreiten, näherten sich die anderen dem spinnenähnlichen tier, dessen glieder gerade zu erstarken begannen.


15.01.2002 12:16#179
Ahram Zusammen mit seinen Gefährten ging Ahram gegen das Biest vor. Aus merkwürdigen, glitzerden Augen funkelte die Jungspinne die Menschen an. Schreiend stürmte der Erzbaron auf sie zu, schwang sein Schwert wie ein Wilder. Die Bestie versuchte auszuweichen doch ihr Körper gehorchte ihr noch nicht richtig. Der Zweihänder ritzte ihre Haut, schlug nach den Beinen. Auch Krigga griff nun in den Kampf ein, mit einem eleganten Sprung war er heran, rollte sich gekonnt unter das Wesen und stieß seine Lanze kraftvoll in ihren pelzigen Leib. Eine widerlich stinkende Substanz spritzte aus der Wunde, das Monster stieß einen schrillen Laut aus.

Ahram atmete erleichtert auf, doch horchte schon in der nächsten Sekunde auf. Leichte Bodenwellen erschütterten den Untergrung, kaum spürbar, selbst für ihn. Sie wurden deutlicher, dann war die Luft plötzlich von trappelnden Geräuschen erfüllt. Der Exmagier ruckte herum, sein Körper spannte sich, dann stieß er sich ab. Mit einem kraftvollen Satz katapultierte er sich an die Höhlenwand, seine schwarzen Krallen gruben sich in den Fels. Insektenhaft kletterte er den Stein entlang, hielt abrupt an und versank von einer Sekunde zur Anderen in Bewegungslosigkeit. Er wartete.

Dann kamen sie. Lange Beine schoben sich aus den engen Röhrengängen, haarige Körper folgten ihnen, schleimige Mäuler entblößten furchtbare Giftzähne.
Die Jungspinne hatte ihren Lebensfunken inzwischen ausgehaucht, aber nun sahen sich die Gefährten von vier weiteren Monstern umstellt, doch ihre schnellen, ruckartigen Bewegungen verrieten dass diese Exemplare schon länger in diesen Gefilden lebten.

Entschlossen hob der Erzbaron sein Schwert, der Waldläufer deckte seinen Rücken. Während alldem hing Ahram bewegungslos an der Feslwand. Seine blauen Augen huschten umher, fixierten die Bestien, schätzten Geschwindigkeit und Enfernung.
Eine der Spinnen griff an, sofort schwang ihr die scharfe Klinge Na Draks entgegen. Blitzschnell sprang das pelzige Wesen zurück, brachte sich in Sicherheit, während ihre Schwestern die Abenteurer weiter in Schach hielten.
Das war die Chance. Bevor die Spinne wieder herankommen konnte sprang der Exmagier, löste sich vom Stein, schoss in Richtung des Monsters. Zielsicher landete er auf dem schwarzen Rücken, die Knochenklinge seines rechten Armes durchstieß den Chitinpanzer der Spinne und drang in den Körper ein. Das Biest stieß einen Schrei aus, fuhr herum, versuchte den Angreifer abzuschütteln, doch die Waffe des Dämonenmenschen steckte tief in ihren Eingeweiden. Die Krallen Ahrams linker Hand bearbeiteten den Feind, rissen weitere Wunden, literwiese spritzte die stinkende Flüssigkeit aus ihnen heraus.

Die Schwestern der verwundeten Spinne waren überrascht, machten unsicher einige Schritte zurück. Der Exmagier hoffte dass seine Begleiter die Chance nutzen würden, denn viel Zeit blieb ihnen nicht mehr. Die Jägerin war auf dem Weg, sie würde ihre Kinder beschützen...



15.01.2002 12:27#180
meditate meditate packte nienor, die noch immer nicht richtig zu sich gekommen war am arm und rief den anderen zu

"lauft, das überleben wir nicht, lauft!"

sie stürzte in einen der gänge, nienor fest am arm gepackt und rannte vorwärts. der gang war stockdunkel aber meditate spürte an dem beständigen luftzug, dass der weg in die richtige richtung ging. da - ein blaues licht. sie konnte gerade noch rechtzeitig stoppen, sonst wären sie ins bodenlose gestürzt.
oder auch nicht. der riesige raum, der sich vor ihnen öffnete, war besponnen mit einem gigantischen spinnennetz. die fäden, armdick, liefen speichengleich alle in ein zentrum, in dem eine riesenspinne saß, viel mächtiger als ihre schwestern in der brutkammer. haushoch, mit leuchtenden augen. das ungeheuer hatte sie nicht entdeckt sondern hatte sich erhoben und tanzte mit einer traumhaften leichtigkeit auf seinem gespinst entlang und verschwnd in einem der gänge in richtung bruthöhle.

nienor fing an zu kreischen und wollte zurück rennen, aber meditate hielt sie fest. auf der anderen seite des domartigen kuppelgewölbes war der weg zu erkennen, ihr weiterer weg.



15.01.2002 12:57#181
Don-Esteban Auch der Don war stehengeblieben, wie alle anderen. Die riesige Spinne überragte ihre Schwestern, vor denen sie gerade flohen, um ein Vielfaches. Und das schlimmste, sie hatte die Gruppe bemerkt. Doch bald darauf war sie in einem der Gänge verschwunden. Die Gruppe suchte sich eines der armdicken Seile, um aus dem Gang heraus zu kommen. Das Netz war gefährlich, aber der Gang war für die Gruppe sowieso zu einer Sackgasse geworden, denn hinter ihnen hörten sie das Zischen der Spinnen und das Klacken ihrer Krallen auf dem nackten Felsboden. Jetzt war dem Don auch klar, warum der Boden der Tunnel so sauber gewesen war, die Spinnen räumten alles weg und verarbeiteten es oder verdauten es.

Die Gruppe ließ sich einer nach dem anderen an dem Seil hinab auf das Netz. Das Seil war klebrig und das machte das Klettern und Hangeln nicht einfacher. Der Erzbaron in seiner schweren Rüstung hatte wieder einige Probleme. Zum Seilhangeln war seine Rüstung definitiv nicht gemacht. Auch Nienor, die durch meditates Hilfe endlich wieder Luft bekam, ansonsten aber noch vollkommen mit dem klebrigen Zeug bedeckt war, hatte Probleme.

Die Gruppe kam immer tiefer an dem Seil hinab in Richtung des Netzes und passierte, als sie sich an der Speiche langbewegte, einige Querfäden oder besser Querseile. Auf einmal kamen sie an einem eingewickeltem Paket vorbei. Ein Nahrungsvorrat der Spinne. Irgendein unglückliches Wesen hatte sich zu weit in den Bereich der Spinne gewagt und war ihr zum Opfer gefallen. Weitere, schon vollständig oder teilweise verweste Körper kamen in Reichweite. Wo noch Fleisch dran war, stieg den Vorbeikletternden ein süßlicher Geruch in die Nase.


15.01.2002 14:01#182
Ahram Ahram war äußerst unwohl bei dieser Kletterpartie. Die Gefährten hangelten sich an dem Seil entlang, versetzten es in leichte Schwingungen. Der Exmagier blickte sich um. Noch war die gigantische Höhle leer. Die Röhrenschächte leuchteten bläulich, feine weiße Fadengespinste bewegten sich im leichten Luftzug, der aus den Gängen kam.

Die Gruppe kam an einem weiteren nahrungspaket vorbei. Die leeren, glaisgen Augen eines Gars starrten ihn ausdruckslos an, sein gesamter Körper war in dicke klebrige Stränge gewickelt. Sie passierten weitere dieser unglücklichen Geschöpfe, dann erbebte das Netz, die Fäden schwangen gefährlich auf und ab, so dass die Gefährten sich gut festhalten mussten.

Dann nahm Ahram die Nähe der Jägerin wahr. Er ruckte herum, suchte nach ihr. Seine Pupillen weiteten sich entsetzt als er den mächtigen schwarzen Körper erblickte. Das Monster war mindestens 10 Meter groß, kopfgroße Augen starrten den Dämonenmenschen gefühllos an, Giftzähne so groß wie er selbst klackten aneinander, dicke Tropfen einer grünlich-roten Flüssigkeit liefen aus ihnen heraus.

Eine schreckliche Sekunde saß sie einfach nur da, bewegungslos, abschätzend, dann schoss sie heran. Ihre meterlangen Beine trappelten wendig über die weißen Fäden, klickende Geräusche entfuhren ihrem Kiefer.
-Beeilt euch, klettert weiter!

Mit einer einzigen, fließenden Bewegung war Ahram auf dem Strang, suchte und fand seinen Schwerpunkt. Er spannte seine Beinmuskeln, dann rannte er der Bestie entgegen. Die Arme gespreizt, die Hände zu Klauen geformt näherte er sich ihr, wusste, wenn er zu langsam war würde er sterben. Die riesigen Giftzähne gingen auseinander, weiteten sich, das geiferne Maul wurde geöffnet... Jetzt!
Der Exmagier sprang zur Seite, die Spinne biss ins Leere. Sein Atem ging stoßweise als er zwischen den Beinen des Monstrums hindurchspurtete. Vor und hinter ihm schlugen die Gliedmaßen nach ihm, offenbar war das schwarze Biest nicht dumm. Wieder rettete er sich mit einem verzweifelten Sprung vor einem herabschnellenden Bein, die scharfe Kralle, eigentlich zur Fortbewegung im Netz gedacht, durchschnitt die Luft nur einige Zentimeter neben seinem Gesicht.
Er warf sich nach vorn, seine linke hand krallte sich in den riesigen Hinterleib der Bestie, dann traten die Armmuskeln hervor und Ahram katapultierte sich auf ihren "Rücken". Sofort fuhr die Ellenbogenklinge zwischen den Hautlappen hervor und der Exmagier stieß zu. Zu seinem großen Entsetzen schabte die Waffe wirkungslos uber den dicken Panzer der Spinne, konnte ihn jedoch nicht durchdringen. Bevor der Dämonenmensch einen zweiten Versuch unternehmen stoppte die Spinne abrupt, und warf ihn so von ihrem Körper. Ahram flog über sie hinweg, das Netzt raste auf ihn zu...

Der Fadenstrang, auf dem er landete, riß unter der Wucht seines Aufpalls. Krallige Hände griffen nach dem Ende des Seils und bekamen es zu fassen. Wie an einer Liane schwang der Exmagier durch die Lüfte, die Spinne immer über ihm, sie verfolgte ihn.

Der Bogen den der Strang beschrieb, neigte sich nach oben, immer weiter, so dass Ahram einen unversehrten Spinnfaden in die Hände bekam. Keuchend zog er sich hoch, wirbelte herum, doch er war nicht schnell genug.

Der große Giftzahn streifte ihn, riss eine Wunde in den schuppigen Körper. Der Dämonenmensch brüllte auf, Wut ließ seine Augen glitzern. Noch bevor der Zahn vorüber war, schoss der Exmagier nach vorne, stieß sich ab, die Armklinge bedrohlich ausgefahren. Krachend fuhr sich in eines der Spinnenaugen, zersplitterte die Pupille, dickflüssiger roter Schleim spritzte aus der Wunde.
Die Bestie stieß ein Brüllen aus, so laut dass die Höhlenwände erbebten. Felsbrocken lösten sich und stürzten herab, zerissen Teile des Netzes und verschwanden in der Tiefe. Die Jägerin gebärdete sich wie wild, drehte sich, ihr Körper bäumte sich auf.

Ahram presste seine Füße gegen den haarigen Kopf, jeder Muskel seines Körpers spannte sich, dann sprang er. Meterweit katapultierte er sich durch die Luft, dem rettenden Höhlengang entgegen, der sie hoffentlich aus dieser mißlichen Lage erretten würde. Während hinter ihm ein Inferno aus Lärm entfacht wurde kletterte der Exmagier die letzten Ellen der Steinwand empor, dann zog er sich in die Röhre. Die lange Wunge brannte schmerzhaft. Die Jägerin war verletzt, Ahram hoffte dass sie nun von seinen gefährten ablassen würde. Diese kletterten noch immer durch das Netz....



15.01.2002 14:03#183
meditate auf verschiedenen speichen näherte sich die gruppe vorsichtig dem zentrum des netzes. meditate konnte gar nicht nach unten sehen. unter ihnen fiel der raum ins bodenlose. ganz in der ferne war das leuchten von magma zu erkennen und von unten stieg eine unerträgliche hitze auf.

meditate hatte sich längst auf alle viere runtergelassen und versuchte sorgsam zu vermeiden, zwischen die felder des netzes zu treten. die fäden waren außerordentlich klebrig und man hatte mühe, die arme und beine wieder vom netz zu lösen. je mehr kontaktfläche man zum netz herstellte, desto mühsamer war das vorwärtskommen. trotzdem wollte meditate es nicht riskieren, sich aufzurichten, wie es einige andere aus der gruppe taten. direkt hinter ihr lief champ, der auch einige mühe hatte, die balance auf den speichen zu halten.
plötzlich begann das netz heftig zu beben. von allen seiten liefen die kleineren spinnen auf das netz. meditate wurde von panik erfasst. sie griff nach der nächsten speiche und kam ins rutschen. sie verlor das gleichgewicht und hing nur noch an einer hand, der körper kam ins rutschen und meditate begann wild mit den armen um sich zu schlagen.

als ergebnis der wilden bewegungen verfingen sich arme und beine in unterschiedlichen fäden und plötzlich hing meditate fest. in wilder verzweiflung bäumte sie ihren körper auf, aber das ergebnis war nur, sie wurde von weiteren fäden noch´fester gehalten.

und dann kam die spinne. wie ein orkan war sie über ihr und begann weitere fäden um sie zu wickeln. meditate spürte die grauenvolle geschäftigkeit der spinnenbeine, zwischen denen ihr körper gedreht wurde und dann senkte sich der spinnenstachel in ihren leib.

ein stechender schmerz durchfuhr ihren körper und dann spürte sie, wie ihr die sinne schwanden.

der letzte blick aus ihren entsetzten augen traf champ, der sich einige meter weiter im heftig bebenden netz festhielt um nicht abzustürzen.




15.01.2002 14:55#184
Champ jetzt war schnelles handeln erforderlich. champ setzte sich auf eine der viele fäden und klammerte sich mit beiden füßen daran fest. so hatte er wenigstens beide hände frei.
instinktiv musste er darüber nachdenken, warum die wassermagierin keine eiswelle beim betreten des spinnennetzes gezaubert hatte. erstens hätte man keinen so wackligen untergrund zum laufen und zweitens wäre die spinne erstarrt. dann könnte man jetzt ganz gefahrlos weitergehen.
aber jetzt war nicht die zeit, über so etwas nachzudenken.
mit seinem einhandschwert war hier nicht viel auszurichten. also kramte champ in seiner tasche, um eine der runen zu aktivieren. aber welche sollte er benutzen ? windfaust oder sturmfaust würde außer der spinne auch meditate verletzen. um die spinne mit pyrokinese zu verbrennen, reichte champs mana nicht aus. in seiner verzweiflung fand champ noch eine andere rune, mit der er sich noch so gut wie nie beschäftigt hatte. bis jetzt hatte er sie auch noch nie gebraucht. aber da er sich nicht anders zu helfen wußte, probierte champ sie aus. er aktivierte die rune und sammelte seine mana, um den zauber auf die spinne zu wirken.
um die spinne zuckte kurz ein grünlicher schimmer. dann ließ sie urplötzlich von ihrem vorhaben ab. sie setzte meditate vorsichtig auf dem klebrigen netz ab. danach verschwand sie einfach ohne sich nochmal um die eindringlinge zu kümmern.
champ stand vorsichtig wieder auf und kroch langsam auf den kokon zu, in dem sich meditate befand.
die spinne war einfach so verschwunden. verwundert schaute champ auf die von ihm benutzte rune. "freundlich stimmen" stand drauf. aber daß die auch bei der spinne funktioniert, war schon eigenartig.
auf jeden fall würde der zauber nicht allzu lange anhalten. die spinne würde früher oder später zurück kommen. aber man hatte jetzt wenigstens etwas zeit gewonnen. zeit genug für die nahkämpfer um sich auf den nächsten kampf vorzubereiten



15.01.2002 15:43#185
Burath Zart glitt die kleine Klinge eines Dolches durch die Spinnweben die sich kokonartig um Meditate gebildet hatten. Über ihr lehnte Gnat und öffnete behutsam die schmale schleimige Schicht um sie zu befreien. Äußerste Vorsicht war geboten wenn er sie nicht verletzten wollte.
Endlich war der Schnitt gross genug und er konnte den Kokon mit seinen Händen auseinanderziehen. Schnell Champ du musst Meditate in eine der Höhlen bringen. Beeil dich schweren Herzens erhob sich Gnat. Ihm wurde bewusst das es nur eine Chance gab um die beiden vor den anstürmenden Spinnen zu retten. Geh nicht du hast keine Chance rief Champ Gnat hinterher als ihm bewusst wurde was dieser vorhatte. Wir haben keine andere Wahl .. lauft! Gnat's Mine verfinsterte sich etwas, er zwang Champ regelrecht dazu seinen Anweisungen Folge zu leisten. Er müsste die Spinnen angreifen und sie auf sich lenken. Ein kurzes Nicken zu Champ dann kletterte er ein Stück weiter zu seinem Bündel, befreite es von dem glitschigen Mist und zerrte eine Fackel heraus die er sogleich entzündete. Hoffentlich konnten sich die beiden schnell genug in eine der Höhlen retten.
Nun war keine Zeit mehr. Er warf die Fackel in Richtung einiger Stützfäden sodass die klebige Ebene an dieser Stelle nach unten sackte und einige der Spinnen in die Finsterniss stürzten. Nur mit großer Mühe konnte Gnat sich aufrecht halten.

Er zog seinen Zweihänder und presste seine Beine tief in die Spinnweben hinein um einen möglichst festen Stand zu bekommen. Der kalte Stahl des Schwertes war in dieser Hitze wir ein Kern aus Eis. Die Augen zu Schlitzen geformt erwartete Gnat die anstürmenden Spinnen ...



15.01.2002 16:30#186
Ahram Ahram beobachtete das Geschehen aus der Sicherheit der Höhle. Hierher kamen komischerweise keine Spinnen, der Exmagier wollte garnicht wissen warum. Sein Kopf dröhnte, die längliche Wunde auf seiner Brust schmerzte höllisch.
Er sah Champ mit Meditate fliehen, sah Don, Krigga und Na Drak an den Seilen hangeln. Dann erblickte er Gnat. Der Gardist hatte gerade eine Fackel von sich geworfen, worauf sich ein Teil des Netzgeflechts entzündete. Ahram lächelte. Das dürfte diese Bestien erstmal beschäftigen.

Doch zu seinem Erstaunen bewegte Gnat sich nicht vom Fleck. Was wollte er dort noch? Niemand wusste wie weit das Feuer vordringen würde, die kleinen Spinnen waren schon damit beschäftigt die Flammen mithilfe ihrer Körpersäfte zu löschen.

Der Exmagier seufzte und erhob sich stöhnend. Er konnte seinen Freund dort nicht allein lassen. Mit einem geschmeidigen Sprung war er auf der Fadenkonstruktion, spurtete vörwärts, Arme und Beine gleichermaßen zur Fortbewegung verwendent. Ein weiterer Sprung beförderte ihn über ein gähnendes Loch, wahrscheinlich von einem Felsbrocken in das Netz gerissen. Das Flammen verebbten, von der Decke seilten sich neue Spinnen ab, drei, vier, fünf, sechs.

Ahrams Puls raste. Er wusste dass die Jägerin ihn vergiftet hatte, wusste dass er schnell machen musste. Wieder spannten sich die Beinmuskeln, mit einem Satz war er bei Gnat.
-Komm mit wenn du leben willst.

Der Dämonenmensch keuchte. Blut lief ihm aus dem Mund, als er den Gardisten unsanft packte und mit sich zerrte. Noch hatten die Spinnen das Netz nicht erreicht, aber es lag ein gutes Stück Weg zwischen den beiden Gefährten und der Sicherheit der Höhle...



15.01.2002 16:50#187
Don-Esteban Der Rest der Gruppe hatte sich in einen der Gänge auf der anderen Seite der Spinnenhöhle zurückgezogen. Don-Esteban hatte unvernünftigerweise noch versucht, etwas von den Spinnenfäden in seine Tasche zu stopfen und dadurch war er von den anderen etwas getrennt worden und versuchte nun, über das schwankende Netz hinterher zu kommen. Die Bewegungen an der anderen Seite machten die Flucht des Don auch nicht einfacher. Dann sah er Champ mit Meditate und nahm ihm die bewußtlose Magierin ab. Champ wollte wohl Gnat mit Magie zu Hilfe eilen. Der Don warf sich meditate über die Schulter und versuchte sein Bestes, um aus dem Netz zu kommen. An mehr oder weniger unappetitlichen Resten diverser Mahlzeiten vorbeischwankend erreichte er den Tunnel, in den sich die anderen schon vor ihm gerettet hatten.

Er ließ die Wassermagierin zu Boden gleiten und besah sie sich. Sie war ganz blaß aber die Atmung war noch vorhanden. Als er ihren Körper untersuchte, sah er, daß ihre Robe einen Riß aufwies. Darunter befand sich eine Stichwunde, direkt in der linken Wade. Das Fleisch um den Stich herum fühle sich weich und schwabbelig an, wie ein Beutel mit Wasser. Der Auflösungsprozess des Körpers hatte schon eingesetzt. Das Gift der Spinne tat ihre Wirkung, denn nur durch die Verflüssigung ihrer Nahrung war das riesige achtbeinige Monstrum in der Lage, sich zu ernähren. Wenn Champ nicht die Spinne vertrieben hätte, dann hätte sich meditates Körper wohl in wenigen Stunden komplett aufgelöst und wäre nur als mit Knochen und Nahrungsbrei gefülltes Freßpaket der Nachwelt erhalten geblieben.
Schweren Herzens sah der Don ein, daß ihm wohl nichts anderes übrig blieb, als sich von einem Teil des Heiltrankes zu trennen, der noch von orphelia stammte und extrastark war. Zuerst träufelte er ein wenig direkt auf die Wunde, dann öffnete er den Mund meditates und flößte ihr einen großen Schluck des Trankes ein. Die Bewußtlose begann zu husten und schlug matt die Augen auf.


15.01.2002 17:15#188
meditate meditate öffnete die augen. sie hatte schmerzen im bein aber sie konnte ihre umgebung wieder warnehmen.

"gebt mir mal bitte meinen beutel" don reichte ihr den beutel und meditate nahm ein hellblaues kleines fläschchen heraus.

"das müsste helfen. gibst du das bitte allen, die von den spinnen gebissen wurden? ich hab gesehn, dass es ahram erwischt hat. sorgt dafür, dass niemand hier zu schaden kommt. wir müssen alle weiter. wir haben nicht mehr viel zeit"
meditate fielen wieder die augen zu.



15.01.2002 17:32#189
Champ als champ sah, wie man sich um meditate kümmerte, ging champ zurück zum eigentlichen kampfgeschehen.
ahram und gnat waren inzwischen weit genug am rand des netzes, daß champ gefahrlos zaubern konnte.
eigentlich schade drum, es sah doch zu lustig aus, wie die kleinen spinnen versuchten, das netz zu löschen.
champ aktivierte seine sturmfaustrune. kurz darauf erfaßte eine gewaltige sturmböe das brennende spinnennetz und wirbelte die kleineren spinnen durch die luft. alles was sich jetzt noch auf dem netz befand und sich nicht an die losen fäden festhalten konnte stürzte in die lava.



15.01.2002 17:49#190
Burath Krachend gingen Ahram und Gnat zu Boden, rutschten noch ein Stück tiefer in die Höhle hinein bis sie dann endlich zum Stillstand kamen. Keuchend und erschöpft lagen sie am Boden, der Aufprall war hart und sehr unangenehm. Gnat war froh doch noch lebend aus dem nun nicht mehr vorhandenen Spinnennetz gekommen zu sein. Er sah sich zu Ahram um, dieser lag vor Schmerzen gekrümmt am Boden. Halt durch! Gnat rüttelte an ihm damit dieser nicht in Ohnmacht viel.
Glücklicherweise kam in diesem Moment bereits Don angeeilt und hielt ein kleines Fläschen in der Hand. Er beugte sich über Ahram während Gnat ihn festhielt und schüttete ihm die bläuliche Flüssigkeit in den Mund. Ahram streckte sich und gab mit einem höllischen Brüllen bekannt das er wieder bei Bewusstsein war. Er war stark geschwächt, schien aber in der Lager zu sein wieder aufzustehen.
Gnat wischte sich den Schweiss aus der Stirn, seine Rüstung war immer noch mit Spinnweben übersäht und bot nicht gerade den angenehmsten Anblick. Die gröbsten Netze entfernte er und klopfte sich den Staub ab. Glücklicherweise war nochmal alles gutgegangen, was wäre gewesen wenn Ahram wegen ihm nun gestorben wäre? In Gnat kamen schmerzhafte Schuldgefühle hoch, er hatte viel zu übereilt gehandelt.

Es blieb keine Zeit mehr länger darüber nachzudenken. Die Spinnen schienen bereits an einem neuen Netz zu werkeln. Gnat nahm Meditate sachte auf den Arm und trug sie dann ein Stück weiter vom Höhleneingang weg. Wir müssen weiter rief er den anderen zu, starke Erschöpfung war noch immer in seiner Stimme zu hören.


15.01.2002 18:52#191
Carthos der erzbaron sah gnat an. er sah aus als könnte er keinen meter mehr laufen. und nun trug er auch noch die heilerin in seinem armen.
ich nehm dir mal ballast ab. der gardist reichte ihm die heilerin herüber. da wir wohl keine andere wahl haben als dem weg zu folgen gibts also nur die möglichkeit gerade aus er schritt nun mit der heilerin auf dem arm voran, der rest blieb allerdings dicht hinter ihnen.



15.01.2002 21:04#192
Burath Der Weg war endlos, schlimmer als die Fussmärsche zuvor. Die Beine wollten nicht mehr, wollten unter der Last des Körpers und der Rüstung zusammenbrechen. Keinem der Gefährten ging es anders. Jedem stand die Anstrengung deutlich ins Gesicht geschrieben, Schweis bedeckte die Haut, tropfte auf den kalten Höhlenboden. Jeder war gezeichnet durch kleinere Wunden, die Sachen stark beschmutzt und getrocknetes Blut klebte hartnäckig an jedem Flecken Stoff der den zerschundenen Körperbedeckte. Es war das Bild eines langen Kampfes, dem Kampf auf Leben und Tod.

Auf einmal wurde die Finsterniss durch einen Lichtstrahl gebrochen. Die Erleichterung äußerte sich durch ein freudiges kurzes Aufstöhnen. Neue Kraft durchzuhalten und sich den Weg vorzukämpfen machte sich breit. Das erste beruhigende Erlebnis an diesem tödlichen Tag. Nienor ging kurz in die Knie, war der Ohnmacht nahe. Gnat half ihr auf und stützte sie auf dem weiteren Weg, dabei waren auch seine Beine schwer wie Blei. Keiner wollte auch nur ein Wort herausbringen, es war einfach zu anstrengend. Meter für Meter kamen sie unter Schmerzen voran. Eine angenehmes Lüftchen wehte um ihre Nasen. Der Duft von süßen Blumen und frischen Holz verfing sich in ihnen. Tränen liefen aus einigen Augen als sie nun endlich das Ende des schmalen erdrückenden Tunnels gefunden hatten.

Sein Atem stockte, es konnte nicht wahr seich, nicht hier ... nicht in dieser gottverlassenen Unterwelt. Das was Gnat vor sich sah brachte ihn zu Boden. Auf seine Hände gestützt schaute er in das riesige Tal das sich nun vor ihnen in voller Schönheit breitmachte. Eine schmale Treppe aus lehmartigen Stein folgte in einen grünen, dichtbewachsenen Wald. In der Mitte lag ein See, das Wasser klar und bläulich schimmernd, eingekreist durch eine kurzgewachsene Rasenfläche auf der mehrere hell leuchtende Farben zum Vorschein kamen, Blumen. Eine Oase innerhalb einer riesigen Höhle, kuppeltartig überdacht durch eine orangeleuchtende Felsdecke.

Vergessen war jede Gefahr die da unten lauern könnte, die Gedanken der Gefährten waren von der Anstrengung vernebelt. Jeden zog es nach unten, es musste einfach sein. Keiner konnte wiederstehen. Mit letzten Kräften schleppten sie sich die schmale Lehmtreppe nach unten, durchschritten den Wald. Unter ihren Füßen brachen die Äste, knackten frisch und voller Leben. Zart grünes Farn schmiegte sich um ihre Unerschenkel, verursachte ein angenehmes Kribbeln das den meisten ein Lächeln in das Gesicht zauberte.

Nach einigen Minuten erreichten sie den See, ließen sich erschöpft auf den Rasen fallen und schlossen die Augen. So etwas schönes hatten sie schon lange nicht mehr erlebt, es war wie ein Traum. Nachdem er neue Kräfte geschöpft hatte legte Gnat seine Rüstung ab und sprintete in den klaren Waldsee. Er genoss die Frische. Das klare Wasser schmiegte sich angenehm um seinen Körpfer, reinigte ihn und seine Wunden. Es war einfach herrlich. Auch die anderen ließen nicht lange auf sich warten und sprangen ins kühle Nass. Gnat sah sich nun wieder in alter Frische um und konnte wieder klar denken.

Auf einmal sah er Meditate immer noch im Rasen liegen. Sie sah wundervoll aus, umgeben von wunderschönen duftenden Blumen. Nur der Dreck und das Blut an ihrer Robe trügten das Bild. Langsam schritt er aus dem Wasser und ging auf sie zu. Er legte ihr die Sachen ab und nahm sie dann mit ins Wasser. Er konnte seine Freundin nicht einfach dreckig und ungewaschen da liegenlassen. Sie war noch nicht bei Bewusstsein, schien das kalte Wasser aber trozdem zu spüren.
Nachdem Gnat seine Rüstung und Meditate's Robe im See gewaschen und zu guter letzt wieder angelegt hatte als sie getrocknet waren legte er sich neben sie auf den Rasen, zog den Duft der Blumen in seine Nase und schaute dann zu Meditate herüber. Hoffentlich würde sie bald erwachen ....



15.01.2002 22:35#193
meditate meditate schlug die augen auf. sie setzte sich auf. war sie in einem traum? oder schon im paradies? sie hörte das leise glucksen eines bächleins, ein zephyr tanzte durch die blätter der weiden, die sich im wasser ihre blätter spülten. kristallklares wasser lief in winzigen wellen an das grasige ufer.
meditate sah sich erstaunt um. die gefährten hatten offensichtlich gebadet, sie selbst saß hier in sauberer kleidung, neben ihr saß gnat, als sei er frisch aus seiner schmiede gekommen.

"sag mir, was ist das? das paradies?"



15.01.2002 22:45#194
Burath Gnat lächelte freundlich. Ich weiss nicht .. so etwas schönes habe ich noch nie gesehen .. und das gerade hier in der Unterwelt.
Nachdem wir den Spinnen entkommen sind schleppten wir uns durch den Gang, waren kurz vorm Zusammenbrechen bis wir das Ende erreichten und sich vor uns auf einmal diese riesige, wunderschöne Höhle auftat.

Er lies sich zurück in den Rasen sinken und pflückte eine Blume die er dann sanft zwischen seinen Fingern rollte. Der süßliche Duft stieg ihm in die Nase, er wollte schon gar nicht mehr weg von hier.

Wie geht es dir?



15.01.2002 22:56#195
meditate "ich kann nicht sagen, dass es mir gut geht. du hast wohl dafür gesorgt, dass ich mich wieder ein bisschen sauberer fühle, aber ich habe schreckliche vorahnungen und träume, die mir keine ruhe lassen. und auch diese idylle kann mich nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns in der unterwelt befinden. das ist beliars reich und wenn er uns solche schönheit sehen lässt, dann verfolgt die ganze sache einen bestimmten zweck.

ich trau dem frieden nicht und würde vorschlagen, dass wir so schnell wie möglich weiter ziehen. ich möchte eigentlich nicht einmal in der nähe dieses zauberhaften sees nächtigen. mich macht sein anblick frösteln."


15.01.2002 23:08#196
Burath Ich verstehe dich gut. Nur eins wundert mich, wir hätten schon längst angegriffen werden können. Zum Beispiel als wir im Wasser waren. Ich weiss es war törricht, aber du glaubst nicht wie sehr wir uns danach gesehnt haben. Passiert ist auch nichts. Es ist schon komisch .. alles so perfekt, fast zu perfekt um wahr zu sein.

Gnat richtete sich wieder auf und blickte auf den wunderschönen See. Alles war so friedlich ... bis auf einmal ein schwarzer Fleck, nicht sonderlich gross, unter der Wasseroberfläche auftauchte. Sofort suchten seine Finger das Schwert, fanden es aber nicht und Gnat musste festellen das es bei dem Rest seiner Ausrüstung lag, die war meterweit entfernt ....



15.01.2002 23:11#197
meditate meditate sah in das glasklare wasser und dann entdeckte sie plötzlich, was gnat gesehen hatte. einen pechschwarzen fleck, der wie öl auf der wasseroberfläche lag. in ihm erblickte sie farben, ein fantastisches rot und bunte, gelbe und blaue einwärts drehende spiralen.

spiralen, die sich in den kleinen wellen brachen. dort flossen die farben ducheinander

das war wunderschön. sie musste unbedingt mit einem finger die wasseroberfläche berühren, ein ring entstand, der sich alsbald ausbreitete.

plötzlich umschloss eine schwarze klebrige substanz ihren finger und begann an ihrem arm hochzukriechen und in das fleisch der muskeln hinein. man sah wie die schlieren, ätzender säure gleich, in ihre haut eindrangen. die schwarze substanz begann ihren arm einzuweben wie ein spinne die ihre beute mit fäden überzieht. es war zu sehen, wie die armschlagader aufbrach, eine fontäne dunklen blutes hervorschoss, aber die schwarze masse war schneller, sie ummantelte den blutstrahl mit einer hülle und holte ihn in der körper zurück.
das war wunderschön. diese farben, nie wieder mühen, nie wieder schmerzen, dort hinein wollte sie. dort würde sie frieden finden. sie näherte ihr gesicht der wasseroberfläche und man konnte sehen, wie sich der schwarze fleck aufzubäumen begann.



15.01.2002 23:24#198
Burath Mit einem heftigen Ruck riss Gnat Meditate nach hinten sodass beide im Gras landeten. Sofort richtete er sich wieder auf und musste Meditate wieder daran hindern in den nun schwarzen See zu steigen.
Sie lies nicht locker, starrte wie gebannt auf den schwarzen Fleck der sich bereits ein Stück aus der Wasseroberfläche erhoben hatte und fuchtelte wild mit ihren Armen herum.

Ihm blieb keine andere Wahl, mit zusammengebissenen Zähnen vertsetzte er ihr einen Faustschlag auf die Nase. Durch das Nasenbein zuckte ein stechender Schmerz und sie spürte das warme Blut, das ihr über das Gesicht rann. Mit seinen Händen presste Gnat ihre Schultern auf den Boden und schrie sie an.
Schau das Ding nicht an, schaus nicht an, die Farben machen einen schwindlig.


15.01.2002 23:44#199
meditate der schmerz hatte meditate aus ihrer trance gerissen.

"weg hier!" schrie sie, "lauft, so schnell ihr könnt! hier wartet der tod auf uns!"

die ganze gruppe rannte zu ihren sachen und lief so schnell sie konnte auf den nächsten tunneleingang zu. im selben moment verdunkelte sich der bis dahin hell leuchtende himmel und überzog sich mit einer schwarzen schicht. hinter den flüchtenden bäumte sich das wasser wie ein lebewesen auf und jagte ihnen aufheulend hinterher. die bäume, die vormals so friedlich aussahen peitschten mit ihren ästen die luft und griffen nach den flüchtenden, packten sie an den haaren und versuchten sie zum stürzen zu bringen. es war ein heilloses durcheinander.

besonders schrecklich war diese flucht, weil es eine flucht aus der idylle war. weil sich das schöne so schrecklich verwandelt hatte.

meditates arm war schrecklich verwundet und blutete so stark, dass sie langsam anfing zu taumeln.



16.01.2002 00:03#200
Burath Fast alle der Gruppe erreichten sicher aber total aufgeschreckt den Höhleneingang. Nur Meditate und Gnat blieben etwas zurück.

Die Äste der Bäume schossen in ihre Richtungen und nur mit großer Mühe konnten die beiden den Schlägen ausweichen. Das Farn, dass erst noch so angenehm kitzelte schlengelte sich nun ihre Beine hinauf und versuchte sie festzuhalten. Gnat's Einhänder wirbelte wild umher und zerteilte jegliches Grünzeug das sich der Klinge in den Weg stellte.
Er stolperte und ein Ast schoss genau auf ihn zu. Schnell rollte er sich zur Seite und der große Holzdorn bohrte sich tief neben ihn in den Boden. Erleichternd aufatmend sprintete er weiter, sprang über das sich ihm in den Weg stellende Geäst zu Meditate die nun abermals vor Erschöpfung zu Boden ging. Er packte sie unterm Arm und rannte weiter. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit denn das Gestrüpp verdichtete sich in sekundenschnelle.

Sich schon fast in Sicherheit glaubend trennten sie nur noch wenige Meter vom Höhleneingang bis auf einmal ein weiterer Ast gegen Gnats Brustkorb prallte und sie im hohen Bogen in die kleine Höhle katapulitiert wurden. Hart schlug Gnat auf, hielt Meditate schützend über sich um ihren Aufprall mit seinem Körper abzufangen.

Seine Rüstung wies viele kleine Risse auf, seine Haut an Arm und Bein war blutig von den Dornen die sich beim Rennen durch das Fleisch zogen. Arrghh


16.01.2002 00:18#201
meditate die gruppe lief noch ein ganzes ende in den folgenden gang hinein, den meditate wieder mit lichtmagie erhellen musste, denn hier war es wieder stockdunkel.
die ganze gruppe war völlig verstört. nicht nur dass sie am ende ihrer kräfte waren, auch der plötzliche umschwung von anmut zu bedrohung und chaos machte allen zu schaffen. als sie eine erst kleine höhle fanden, schlugen sie ihr nachtlager auf. sie netzündeten ein kleines feuer, teilten die wachen ein und legten sich schlafen.

meditate behandelte erst mal ihren arm und bat dann nienor, ihr denselben zu verbinden



16.01.2002 01:11#202
Nienor Nienor brauchte mit ihren geschickten Händen nicht lange, und der Arm war sauber verbunden. Der Stoffstreifen war in regelmäßigen Lagen um ihren Arm gewickelt und die Binde unterstützte so die Heilung.

Nachdem alle, die es nötig hatten, verarztet waren oder sich selbst geholfen hatten, kehrte Ruhe ein. Die Mitglieder der Gruppe setzten sich zu kleinen Grüppchen zusammen. Nienor blieb gleich bei meditate. Bei ihr fühlte sie sich wohler, als bei den anderen. Ahram war ihr sowieso unheimlich. Vor dem Erzbaron hatte sie viel zu großen Respekt, der Gardist schien vor allem an Kampf und Tod zu denken. Der Waldläufer war ein schweigsamer Bursche, vor dem Baal aus dem Sumpf hatte sie seit seinen mächtigen Zaubern eine Art scheue Furcht entwickelt und der Schwarzmagier schien sie nicht zu beachten, obwohl sie doch schon einmal mit ihm zusammen unterwegs war. Das verwunderte sie selbst, Don-Esteban, der ehemalige Waldläufer mußte sie doch kennen. Ob sie ihn ansprechen sollte? Aber er schaute immer so finster.

"meditate," wandte sich das Mädchen vertrauensvoll an die Magierin "wißt ihr, ob Don-Esteban irgendeine Veränderung durchgemacht hat? Ich war doch schon einmal mit ihm unterwegs und da war er nicht so still und finster. Oder wird man so, wenn man Magier wird? Ich kenne gar keine lachenden Magier. Auch lachende Krieger hab ich in der Barriere noch nicht gesehen." Nachdenklich verstummte sie, die Arme um die angezogenen Knie geschlungen. Die letzten Worte hatte sie mehr zu sich als zu der Wassermagierin gesagt.



16.01.2002 01:36#203
meditate "mach dir nicht so viele sorgen. die meisten magier sind sehr schweigsam und in sich versunken. ich denke, das liegt daran, dass sie immer überlegen müssen, wie ihre komplizierten formeln gehn und dass sie nichts vergessen. außerdem wollen magier die welt in ihrem kern verstehen, die zusammenhänge erkennen, die stoffe und wie sie zusammenwirken. all das erfordert viel konzentration, da bleibt wohl nicht viel zeit zum lachen.

sieh mal, ich bin nur éine magierin des ersten kreises, weil ich nicht bereit war, diese wahnsinnige konzentration aufzubringen. ich will auch die schönen seiten des lebens sehen, die sonnenauf- und untergänge, die blumen auf den wiesen und will eben nicht immer überlegen, wo da die inneren zusammenhänge sind.

nimms also nicht persönlich. leg dich hin und schlafe, kleine nienor, die tage werden immer schwerer und wir brauchen all unsere kraft.



16.01.2002 09:26#204
meditate die gruppe hatte heute lange geschlafen und fand sich morgens erst sehr mühselig mit der neuen situatione zurecht. jeder hatte irgendwie das bild des sees mit dem märchenhaften ufer mit in seinen traum genommen. dafür würde es sich schon lohnen, wieder auf die erdoberfläche zurückzukehren. einige saßen beim frühstück und starrten stumpf vor sich hin, andere diskutierten möglichkeiten, schneller voran zu kommen und alle hatten das gefühl, dass ihnen langsam die decke auf den kopf fallen würde.

mit jedem tag hatte man das gefühl, die gänge würden enger und das gebirge lastete schwerer auf ihnen. die luft wurde unerträglich stickig und der mangel an licht machte, dass alle immer schwermütiger wurden.

nach dem frühstück setzte die gruppe ihren weg fort und jeder hoffte im stillen, endlich wieder wenigstens auf hohe lichte unterirdische räume zu treffen, in denen man nicht ständig das gefühl hätte, der berg würde einen nie wieder aus seinem inneren entlassen.



16.01.2002 10:55#205
meditate zuerst war nur ein schlurfendes geräusch von vorn zu vernehmen. die gruppe blieb stehen und die kämpfer sammelten sich vorne.

meditate und nienor wurden von den männern nach hinten geschoben, obwohl sie versuchten zu protestieren. jeder lauschte, lauschte noch immer als es in der ferne erschien. eine gallertartige grüne masse presste sich den gang entlang, jeden millimeter ausnutzend, schob es sich langsam aber unaufhaltsam vorwärts.
es war unmöglich zu beschreiben, es gibt keine worte für solch einen abgrund an unvorstellbarem irrsinn. ein berg bewegte sich wie eine qualle auf sie zu. es ließ tentakeln vorauseilen, die die wände abtasteten und alles was sie ergreifen konnten in sich hineinzogen. eine weile konnte man die gegenstände noch im inneren des monsters erkennen bevor sie endgültig nicht mehr zu sehen waren.
das ding hatte weder wirkliche gliedmaßen noch konnte man sinnesorgane erkennen. troztdem musste es irgendwie witterung aufgenommen haben. es zögerte einen augenblick als müsse es versuchen, sie zu identifizieren und dann begann es mit atemberaubender geschwindigkeit auf sie zuzugleiten.



16.01.2002 11:20#206
Don-Esteban Der Don erkannte, daß es in dem Gang, in dem sie sich jetzt befanden, kein Vorwärts mehr gab. Wenn sie nicht von diesem Gallertberg verschluckt und eingelagert werden wollten, mußten sie zurückweichen. Hier halfen auch beschworene Skelette nichts, die würden einfach mit verschluckt werden.
"Zurück" schrie er. "Wir haben hier keine Chance." Die Gruppe wich langsam vor den anwachsenden, gleichsam tastenden tentakelartiken Vorläufern dieser sich durch den Gang zwängenden Masse zurück. Immer weiter flossen die Arme und immer weiter drängte der aufragende Berg, pressend sich durch den Tunnel schiebend.
"Vielleicht sollten wir einen Seitengang suchen, und uns dorthin zurückziehen und darauf warten, daß dieses Ungetüm an uns vorbei zieht." Der Don war wohl auch eher ratlos.



16.01.2002 11:36#207
meditate die gruppe wich erst schritt für schritt zurück, aber als das gallertartige wesen, das sich durch den gang presste immer schneller auf sie zukam, gipfelte ihr zurückweichen in eine heillose flucht. immer wieder blieben die magier stehen, um ihre verschiedenen zaubersprüche anzuwenden, die aber alle völlig wirkungslos waren.

meditate schickte in das wesen zunächst eispfeile. selbst die konnte man beobachten, wie sie in dem wesen eindrangen und in der tiefe versanken. eine wirkung war nicht zu erkennen. der eisblockzauber hatte keine wirkung, das ding hatte offensichtlich keine temperatur.

endlich sahen sie einen seitengang, der möglicherweise ihren ansprüchen genügen könnte.

"hier herein und dann ganz still sein, vielleicht zieht es an uns vorüber."


16.01.2002 12:25#208
Nienor Auch Nienor suchte Schutz vor dem riesigen Schleimbatzen, der sich saugend durch den Gang quälte. Leichtfüßig sprang sie in den Seitengang, den meditate entdeckt hatte. Der Eingang war schmal und recht versteckt gewesen. Der Gang beschrieb weiter hinten einen Bogen und führte leicht abwärts.

"Puh, geschafft. Beinahe wären wir von diesem Ding verschluckt worden. Zum Glück gab es noch diesen Gang." Sie war froh, dem Glibber entkommen zu sein, gestern diese Nährflüssigleit aus dem Spinnenei hatte ihren Bedarf an schleimigen Substanzen bei weitem gestillt. Nienor setzte sich weiter hinten auf den Boden und wollte so abwarten, bis die Gefahr vorüber zog.



16.01.2002 12:31#209
meditate mit angehaltenem atem beobachtete die gruppe, ob das monster an ihnen vorübergleiten würde oder nicht. meditate schloss die augen und sandte ein gebet zu den göttern. "bitte, lasst es an uns vorübergehen."

als sie dann die augen schloss konnte sie ein stöhnen nicht unterdrücken. das ding verharrte einen augenblick, als wolle es überlegen und dann ... teilte es sich in zwei teile ... jedes teil noch immer riesig und gangausfüllend ... kam mit wiederum erhöhter geschwindigkeit auf sie zugerast ... ein tödliches geschoss und diesmal unausweichlich.



16.01.2002 12:46#210
Don-Esteban Alle sprangen auf. Nienor, die schon saß und in Gedanken den Schrecken verarbeitet hatte, sah sich auf einmal, wie die anderen, wieder der gleichen Gefahr ausgesetzt. Der Don zog sie schnell am Arm hoch. "Komm, keine Zeit zum Ausruhen, Nienor." Und floh mit ihr und den anderen tiefer in den Tunnel hinein.

"Weg hier, nur weg." Don-Esteban keuchte. "Wenn wir nur mehr Zeit hätten, um zu überlegen." Doch Zeit hatte die Gruppe nicht. Immer tiefer rannten sie in die Windung des Tunnels hinein, auf der Flucht vor dem heransausenden Schleim.


16.01.2002 13:04#211
meditate und dann war plötzlich schluss.

der tunnel war kein tunnel, er war eine falle. es ging nicht mehr weiter. entsetzt sahen sich die gefährten nach ihrem unheimlichen vollstrecker um. so würde also ihr tod aussehen, assimiliert von einem grauenvollen ding, von dem man sich nicht einmal ausmalen konnte, wie der tod sein würde.
meditate zog ihren dolch aus dem gürtel. nicht kampflos ... nicht langsam verdaut ... sie war bereit.

auch die männer hatten alle ihre waffen herausgeholt und starrten diesem unterweltschrecken entschlossen entgegen.



16.01.2002 13:57#212
Nienor Alle starrten wie gelähmt auf die Wand. Hier konnte doch nicht Schluß sein. War das etwa das Ende? Das durfte nicht sein. Zusammengedrängt wartete die Truppe auf das Ende, auf das Auftauchen des Glibberklumpens, der hinter der letzten Kurve sicher jeden Moment auftauchen mußte.

Nienor zog ihr Schwert. Wenn es sein mußte, dann war es wohl so und unabänderlich. Nienor mußte an Gnats Worte denken. Die Angst benutzen, um die Situation einzuschätzen. Doch andererseits hatte sie gar keine Zeit dazu. Sie ging wieder zum instinktiven Handeln über. Das hatte ihr schon einmal geholfen. Sie stürmte vor, den Gang zurück und dem Schleimberg entgegen.
Dieser hatte seine Geschwindigkeit verringert. Immer langsamer war er geworden, so als ob er wegen dem Ende das Ganges abbremste, um nicht dagegen zu prallen. Für Nienor war die Zeit des Nachdenkens und Abwägens vorbei, sie verschwendete keinen Gedanken daran, ihre angst zu untersuchen. Sie stürmte einfach nur auf den Schleimberg ein und versuchte ihn, mit dem Schwert zu zerteilen. Ein Hieb - ein Schnitt. Ein weiterer Hieb, wieder ein tiefer Schnitt. Doch, bei Donnra, was war das? die Schnitte wuchsen einfach wieder zu.

Immer aufgebrachter und wütender, geradezu verbissen schlug Nienor mit dem Schwert auf die gallertartige Masse ein. Kleine Teile spritzten links und rechts weg, aber wirklich tiefe Wunden konnte sie nicht erkennen. Es trat auch kein Blut oder ähnliches aus. Die tentakelgleichen Arme kamen immer wieder an und irgendwann hatten sie sich um Nienors Bein gewickelt. Sie konnte nicht mehr weg, was sie nur noch verbissener kämfen ließ, doch der Schleim war nicht zu verletzen.

Mit einem gräßlichen "Blopp" verschlang er die Amazone. Sie war im Inneren gefangen, schwamm dort wie hinter einer Scheibe. Hilflos, orientierungslos. Der Gallertberg setzte seien Weg langsam und unaufhaltsam fort. kleine Arme griffen nach den wänden und wuchsen, bis sie zur Hauptmasse wurden und der Berg wieder einige Armlängen gewonnen hatte.

Nienor hielt die Luft an. Entgegen ihren Befürchtungen war sie nicht sofort tot. Die geweiteten Augen konnten schemenhafte Lichtreflexe erkennen. Es waren wohl die Fackeln der anderen gewesen. Doch wie lange würde sie überleben? Wie lange hielt der Atem in ihren Lungen vor?

Irgendwann, die Zeit erschien endlos, Nienor begann sich inzwischen langsam um den Körpermittelpunkt mit dem Kopf nach unten zu drehen, ihr wurde die Luft knapp. Sie hielt es nicht mehr aus, der Atemreflex setzte ein und sie holte tief Luft. Oder was auch immer.

Groß war ihr Erstaunen, als sie bemerkte, daß sie nicht erstickte. Ein wohltuendes Gefühl durchströmte ihre Lungen. Sie lebte weiter. Doch wie lange?


16.01.2002 14:12#213
meditate meditate hatte das mädchen gesehn, hatte mit schreckgeweiteten augen zusehen müssen, wie nienor in das ungeheuer eingesogen wurde. alle hatten versucht, nienor aufzuhalten und nun war sie weg.

ungläubig stürmte meditate nach vorn um das mädchen zu retten. nur wie?
ohne es gleich zu spüren, fühlte sie plötzlich, wie ihr körper immer näher an den schleimberg gezogen wurde. es hatte sie gepackt. unaufhaltsam schlang sich eine tentakel nach der anderen um ihren körper und sie wurde an den unförmigen leib gezogen. die schimmernde wand kam immer näher.

zuerst schrie meditate noch, fühlte mehr als sie sah, dass die anderen wie wild auf die fangarme einschlugen, aber diesem gegner war niemand gewachsen. sie konnte in der oberfläche des geschöpfes ihr eigenes spiegelbild erkennen, wie sie schrie, wie sie dann den mund zusammenpresste um das ding nicht in ihren körper zu lassen.

erst als sie die augen schloss, konnte sie nicht mehr sehen, wie sie vom leib des ungeheuers aufgenommen wurde und in seinem inneren verschwand.


16.01.2002 15:39#214
Nienor Nienor fühlte sich seltsam. Es gab kein oben und kein unten, kein vorne und kein hinten, kein richtig und kein falsch. Alles war ganz einfach. Sie brauchte nicht nachzudenken. Sie wußte es. Sie schwebte durch den Leib des Gallertberges. Atmete sie? Brauchte sie Luft? Unwichtig. Sie war und deshalb lebte sie. Leben? Sie war.

Auf einmal wurde sie aus diesem Zustand gerissen. Hart kam sie auf dem Boden auf. Der Berg aus schleimiger Masse hatte sie ausgespuckt. Und sie war vollkommen trocken, kein Schleim, auch keine Verletzung, Ihre Lungen waren frei. Da lag sie nun auf dem Rücken und spürte dem seltsamen, fremden Gefühl nach, daß sie eben eingefangen und überwältigt hatte. Alles war doch vollkommen gewesen, klar und einfach. Die Erinnerung daran verblaßte. Sie spürte ihren Körper, wie der Gurt, an dem die Schulterstücken befestigt waren, ihr ins Fleisch drückte. Sie sprang auf und sah sich um. Sie war allein.



16.01.2002 16:10#215
meditate "ein ganzes universum für mich allein, nur schönheit, nur harmonie, nur musik, ich will hier bleiben, nie mehr weg, keine sorgen, keine schmerzen."
meditate wurde plötzlich von dem ding ausgespien und fand sich auf dem boden neben nienor wieder.

beide sahen sich an. sie waren durch das ding durchgegangen. unbeschädigt. beide erhoben sich, sahen sich an, fielen sich um den hals und begannen dann lauthals nach den anderen zu rufen



16.01.2002 16:45#216
Burath Was ist das nun wieder? Gnat konnte gar nicht so schnell gucken da waren Nienor und Meditate bereits in diesem Monster verschwunden. Sie waren doch nicht etwa gestorben? Sein Magen zuckte bei dem Gedanken zusammen. Tiefer Zorn stieg in ihm auf, lies ihn zur Weissglut bringen. Surrend glitt der Zweihänder aus der Scheide und flog mit voller Wucht auf das schwabblige Monster zu.
Ohne auf großen Wiederstand zu treffen glitt die Klinge durch den matschigen Körper, richtete nicht den kleinsten Hauch von Schaden an. Gnat biss die Zähne aufeinander und wurde dann ebenfalls ins Innere des Monsters gesogen.
Er presste die Lippen aufeinander, versuchte die Luft anzuhalten um nicht an dem Matsch zu ersticken. Er durchlebte große Qualen, glaubte schon an seinen sicheren Tot bis er es nicht mehr aushalten konnte und nach nicht vorhandener Luft schnappe. Die glibbrige Masse sog sich tief in seine Lungenflügel und pressten diese schmerhaft auseinander. Erst jetzt bemerkte er das er atmen konnte, wurde dann aber sogleich wieder ausgespuckt und landete krachend vor den Füßen Meditates und Nienor.

Die anderen Gefährten ließen nicht lange auf sich warten. Als alle wieder auf den Beinen waren und die schleimige Flüssigkeit ausgespuckt und ausgehustet hatten rannten sie den Tunnel zurück und bogen dann in eine andere Abzweigung ab.



16.01.2002 18:51#217
Ahram Während die Gefährten durch den endlos anmutenden Höhlengang wanderten betastete Ahram nachdenklich seinen Brustkorb. Die Wunde war gut verheilt, Schmerzen spürte er keine. Der Exmagier überlegte. Er war inzwischen so oft verwundet worden, aufgeschlitzt, verbrannt, vergiftet, verschluckt, und trotzdem fühlte er sich gut. Sicher, sein linker Arm war immer noch etwas steif, aber der Dämonenmensch fühlte bereits den vertrauten Umriss der Knochenwaffe unter der schuppigen Haut. Dieser Körper war ihm fast unheimlich.

Ahram wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen als er den Schimmer von rotem Licht wahrnahm. Schon bald weitete sich der Tunnel. Die Abenteurer verließen den Höhlengang und schlossen einen Augenblick geblendet die Augen.
Als der Exmagier seine Lider wieder öffnete klappte ihm vor Erstaunen der Mund auf. Was seine blauen Pupillen da erblickten war unglaublich. Die Wanderer standen auf einer Steinbrücke, aber nicht einfach irgendeiner Beliebigen, oh nein. Ahram blickte nach links. Der massive, runenverzierte Felsboden erstreckte sich hunderte von Metern, an der rechten Seite war es das gleiche Spiel. Gewaltige Säulen, so dick wie tausend Männer, erhoben sich in die Höhe, sie schienen das Universum selbst zu stützen. Neben dem Dämonenmenschen fluchte der Erzbaron.
-Verdammt, wo sind wir hier? Ich sehe weder die Decke, noch kann ich erkennen was am Grund dieser Halle auf uns wartet. Sie muss gigantisch sein.
Ahram versuchte angestrengt nach vorn zu blicken. Die riesige Felsbrücke erstreckte sich bis weit in den roten Nebel, welcher die Höhle erfüllte und so ihre Ausmaße verschleierte, und verschwand dann irgendwo in der Unkenntlichkeit. Trotz des Dunstes schätzte Ahram seine Sichtweite auf einen guten Kilometer. -Wir sollten einfach weitergehen, diese Brücke scheint wichtig zu sein, sonst wäre sie kaum so groß.

Die Gefährten stapften weiter, ihre Schritte hallten laut und hohl. Der Dämonenmensch kam sich klein und unbedeutend neben diesen riesenhaften Konstruktionen vor. Während ihren Weg fortsetzten, meinte Ahram leichte Erschütterungen zu spüren, die durch den dicken Felsboden gingen, es erinnerte ihn an die Schritte tausender Soldaten, weit entfernt.

Minuten wurden zu Stunden, die Brücke nahm kein Ende, endlose Reihen von Säulem säumten ihren Weg. Die Erschütterungen wurden immer deutlicher, der Boden begann zu vibrieren, erst leicht, dann heftiger, schließlich dröhnte die Halle, als ob Millionen von Stiefeln zugleich auf den Fels schlugen. Dann, plötzlich, blieb der Schwarzmagier stehen, bückte sich, legte eine Hand auf den Boden. So verblieb er einige Sekunden, dann erhob er sich, ruhig und ohne Eile. -Es ist ganz nah, direkt unter uns.

Einen Augenblick verharrten die Gefährten reglos am Fleck, dann, wie auf Kommando, stürmten sie zum Brückenrand. Hundert, zweihundert, dreihundert Meter, dann hatten sie ihn erreicht und spähten über den steinigen Rand - und zuckten erschrocken zurück.

Unter ihnen, vielleicht einen halben Kilometer, befand sich eine Weitere Brücke, identisch mit der auf der sie liefen. Doch sie war nicht leer und verlassen. Ahram stöhnte fast qualvoll auf, Enttäuschung und ein Hauch Resignation lag in diesem Geräusch. Na Drak spuckte auf den Boden.
-Ich glaube wir können umkehren.

Der Exmagier konnte den Baron gut verstehen. Auch er konnte sich nicht vorstellen was die Kolonie gegen diesen Feind ausrichten sollte.
Auf der Brücke marschierte eine gigantische Armee. Der Dämonenmensch sah Skelette, Zombies, merkwürdige, wolfsartige Wesen, Spinnen, Gars, unbeschreibliche Bestien deren Anblick einen normalen Menschen fast in den Wahnsinn trieben. Es mussten Millionen sein. Ihre Schritte dröhnten in den Ohren, peinigten ihre Geister, erfüllten sie mit Verzweiflung und Furcht. Wenn diese Armee auf dem Weg zur Oberfläche war, und davon war Ahram überzeugt, dann war ihr aller Ende besiegelt. Es hatte keinen Zweck mehr.

Die Amazone begann leise zu schluchzen. Krigga ließ die Schultern hängen. Auch der Exmagier schloss für einen Moment die Augen. Die Anstrengungen, die Verletzungen, alles war umsonst gewesen.

Meditates Stimme riss ihn aus seinen düsteren Gedanken.
-Noch ist nichts verloren. Wir können noch gewinnen. Die Armee ist noch nicht in der Kolonie, wenn wir das Siegel schließen sind diese Monster in der Unterwelt gefangen.

Die Stimme der Magierin war fest, Ahram spürte sie sprach aus Überzeugung. Der Exmagier schöpfte neue Kraft. Ihr Weg war sein Weg. [/i]
-Sie hat recht, lasst uns weitergehen.

Auch Don nickte.
-Jawohl, wir werden es schaffen, wir müssen.

Und so wandten sie sich ab, setzten ihren Weg fort, ihre Schritte wurden vom lauten Dröhnen abertausender schwerer Körper übertönt. Vor ihnen erstreckte sich die Brücke, gewaltig, doch jetzt war Ahram sicher dass sie nicht unendlich war. Wo auch immer sie die Gruppe führen würde, es würde sie näher an ihr Ziel bringen. Weiter ging der Marsch, eine Handvoll Menschen gegen die geballten Mächte der Hölle...



16.01.2002 19:19#218
Carthos beim anblick der riesigen anzahl der monster lief es ihm eiskalt den rücken runter. wenn sie denen doch nochmal begegnen sollten, dann wär die kacke ordentlich am dampfen. hoffentlich bemerken die uns nicht. wir sollten vielleicht einen tick schneller gehen der erzbaron zog zur sicherheit seinen zweihänder. man konnte ja nie wissen was hinter der nächsten ecke auf sie warten würde. die brückenüberquerung dauerte doch länger als sie angenommen hatten, doch auch sie war irgendwann geschafft. nun mussten sie wohl oder übel durch einen äusserst engen gang. wenn uns hier etwas entgegen kommt sind wir so gut wie wehrlos. hier kann man sich nichtmal mit nem kleinen einhänder richtig bewegen.



16.01.2002 19:19#219
Lebendes Dunkel Inzwischen war sich der Schatten bei einer Sache sicher : diese Höhle war die Hölle oder zumindest ein Teil von ihr. Allein schon die Kreaturen die hier hausten....Gars, Spinnen, Wasser das einen zu verschlingen versuchte. Dieser Trip konnte einen leicht in den Wahn treiben. Einmal hatte er sogar eine wabernde Masse hinter einer der Ecken verschwinden sehen. Nun stand er am Anfang einer gigantischen Brücke die durch eine noch gigantischere Halle führte.


16.01.2002 20:34#220
meditate meditate war sich sicher. sie hatten diese ganze mühe nicht umsonst auf sich genommen. da sie ohne verzögerung aufgebrochen waren und sich nichts geschenkt hatten, musste ihr weg erfolgreich sein.

es bestand kein grund verzagt zu sein. das ziel war erreichbar. das wusste sie genau.

leider gingen sie schon wieder einen dieser engen gänge, in denen man die last des gebirges über ihnen besonders deutlich spürte. man fühlte es förmlich auf den schultern lasten. schade dass in dem felsdom, den sie eben verlassen hatten, kein nachtlager möglich war.



16.01.2002 21:06#221
Burath Immer noch niedergeschlagen vom Vortag setzten die Gefährten ihren Weg durch den schmalen, dunklen Tunnel fort. Das Gestein war scharf und lief teilweise eng im Gang zusammen sodass man nur mit großer Vorsicht voran kam. Die Moral war tief gesunken, einige waren am Ende, wollten nicht mehr. Der ständige Kampf gegen den Tod, die Anstrengung, die ständige Dunkelheit und die ewige Sehnsucht zur Oberfläche waren der Auslöser für diese Niedergeschlagenheit.
Ruhig lief Gnat neben Nienor und sagte dann leise zu ihr.
Sehnt ihr euch auch so sehr nach der Obererfläche? Den Wäldern, den Flüssen, dem süßen Duft von frischen Gräsern, der Sonne und euren Freunden?


16.01.2002 21:36#222
Nienor "Ja, Gnat. Die Oberfläche... Das hier ist nicht unsere Welt. Ich passe nicht hier hin." Nienor sah den Gardisten ernst an. "Ich werde froh sein, wenn ich wieder an der Oberfläche bin, ein Himmel mit Barriere ist mir tausendmal lieber, als diese unterirdische Welt," erwiderte sie einfach.

"Doch seid nicht nicht zu niedergeschlagen. Ich weiß, es wird weitergehen. Vertraut mir, ich weiß es einfach." Woher sie diese Zuversicht nahm, war nicht ganz offensichtlich. Vielleicht hatte sie der Augenblick in der Gallertmasse verändert. Sie war tot und nicht tot gewesen. Sie wirkte ernster, als sonst und ihr Tonfall strahlte eine Ruhe und Zuversicht aus, die auch dem Gardisten wieder ein wenig Hoffnung gab.

Trotzdem staunte auch sie über die unglaublich große Höhle. Hier hätte die Barriere viele Male hineingepasst. Es war atemberaubend, wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre, wäre sie stehengeblieben und hätte die Größe und Erhabenehit dieses Wunders genossen.



16.01.2002 22:13#223
Burath Keine Sorge ich bin nicht so niedergeschlagen wie es vielleicht aussehen mag, allerdings sehnt sich mein Herz nach oben. Ob ich meinen Bruder, meine Freunde und alles andere wiederssehen werde steht in den Sternen, ich hoffe es. Eure Zuversicht erfreut mich, ihr seid stark geworden. Naja selbst wenn ich die Oberfläche nicht mehr zu Gesicht bekommen werde kann ich in der Gewissheit leben, alles versucht zu haben um sie zu retten. Ein Lächeln spiegelte sich auf seinem Gesicht.



17.01.2002 01:27#224
meditate meditate entdeckte die kaveole zuerst. wie ein schmuckstück lag sie etwas seitlich ihres weges.

als der lichtzauber von meditate das erste mal auf die pracht der kristalle traf und das licht tausendfach in allen farben des regenbogens gebrochen wurde, kamen die gefährten aus dem staunen nicht mehr heraus. diese kammer, kreisrund, mit einem kleinen rinnsaal an seiner tiefsten stelle, schmückte ihren weg wie ein meisterhaftes kunstwerk. die wände waren über und über bedeckt mit den schönsten bergkristallen und von der decke und aus dem boden wuchsen gewaltige stalagmiten und stalagtiten. hier hatte der begnadetste künstler der welt selbst hand angelegt - die natur.

die schönheit des raumes entschädigte alle fasziniert stehen gebliebenen gefährten und sie konnte sich gar nicht sattsehn.

damit war auch die frage des nachtlagers geklärt. die gruppe suchte sich trockene stellen zwischen den tropfsteinen und bereitete sich ein dürftiges mahl. und obwohl alle nahrungsvorräte damit ihrem ende zugingen, kam keine hoffnungslose stimmung auf. es würde sich eine lösung finden und auf einmal lächelten sich die gefährten wieder an. die mutlosigkeit schwand und machte zuversicht und tatendrang platz.

es war, als hätte ihnen der baumeister von bäumen, blumen, menschen und tieren einen gruß von der oberwelt geschickt und sie alle mit einem kuss belohnt.


17.01.2002 12:56#225
Ahram Schweigsam wanderten die Gefährten durch die endlosen Felsgänge der Hölle. Je tiefer sie in das Reich des Schreckens drangen, desto bizarrer wurde die Landschaft die sich ihnen bot. Der Fels wurde immer poröser, nahm eine rußig schwarze Färbung an, die Schächte weiteten sich, bis die Abenteurer schließlich durch riesige Kuppelhallen marschierten. Seltsame Gesteinsformationen wuchsen aus dem Boden oder hingen von der Decke, vereinigten sich in der Mitte zu schwarzen Säulen.

Die Gegenwart des Übels war inzwischen fast körperlich zu spüren, die klammen Finger der Angst griffen nach Ahrams Geist, wollten ihn zur Umkehr zwingen. Der Exmagier betrachtete seine Begleiter. Unwohlsein spiegelte sich auf ihren Geischtern wieder, selbst der Erzbaron fingerte nervös an seinem Schwertknauf. Die Amazone schrie plötzlich erschrocken auf, hielt sich eine Hand vor den Mund und taumelte einige Schritte rückwärts. Sofort wurden Schwerter mit schleifendem Geräusch blankgezogen. Ahrams Körper spannte sich. Blitzschnell war er vor der Frau, bereit sich dem Gegner zu stellen. Dann sah er es. Die blauen Pupillen weiteten sich, das schwarze Gesicht verzog sich vor Ekel.

Die Höhle vor ihnen lebte. Der Fels bewegte sich, formte Blasen und bizarre Auswüchse als bestünde er aus einer dickflüssigen, teerartigen Materie. Doch dies war nicht der Grund vor die erschrockene Reaktion der Amazone.
Die Wände, die Decke und der Boden war gepflastert mit Gesichtern, qualvolle, schmerzverzerrte Fratzen der Agonie. Ihre klagenden Schreie erfüllten die Höhle, wurden erstickt von flüssigem Fels, welcher immer und immer wieder über die "Wesen" quoll, sie einschloss, nur um dann, Sekunden später, wieder zu weichen und ihnen Zeit zu geben ihre Qual herauszuschreien. Ahram schluckte schwer. Er fragte sich wie sie diese Hürde nehmen wollten.

Der Erzbaron Na Drak war der Erste der vortrat. Vorsichtig näherte er sich der Höhle, nur noch wenige Zentimeter trennten ihn von dem flüssigen Gestein. Der Krieger hob den rechten Fuß... und wurde von kralligen Händen zurückgerissen. Ahram sah dem Baron ins Gesicht, dann wandte er sich wortlos ab und trat an das wabernde Etwas heran. Seine Finger griffen in den Proviantbeutel und förderte ein Stück Pökelfleisch zutage. Der Exmagier hielt es an einem Ende fest, tauchte er es vorsichtig in den flüssigen Boden. Ein leises Zischen ertönte, gefolgt von einer kleinen weißen Dampfwolke. Der Dämonenmensch zog die Hand nach oben und betrachtete das Fleisch. Es war schwarz und verkohlt, völlig ausgetrocknet. Ahram sah ratlos in die Runde.



17.01.2002 20:27#226
Lebendes Dunkel Nicht nur die Höhle vor den Gefährten lebte. In dem Dunkel hinter der Gruppe kauerte so gut wie unsichtbar eine Gestalt mit einem schwarzen Mantel. Die Kapuze, welche tief ins Gesicht gezogen war, verhinderte, dass ein verräterischer Lichtstrahl sich in seinen Augen spiegeln konnte. Mit aufmerksamen Blick verfolgte er jede Bewegung der ratlos dastehenden Gruppe. Der Schatten war zu allem bereit, wilde Entschlossenheit loderte wie Feuer in seinen Augen.



17.01.2002 20:34#227
Lebendes Dunkel Wohin auch immer der Weg der Gruppe vor ihm ihn führte, der Mann in den Schatten würde ihnen folgen. Er hatte mit eigenen Augen die Armee gesehen, welche sich zum Sturm auf die Barriere vorbereitete. Doch anstatt angesichts der gewaltigen Übermacht zu verzweifeln, stärkte es ihn in seinem Vorhaben. Er würde sich mit seiner gesamten verbleibenden Kraft gegen die dämonische Horde stellen und bis zum letzten Funken Leben in ihm kämpfen.



17.01.2002 20:44#228
Lebendes Dunkel Das einzige was den Kämpfer stutzig machte, war die Anwesenheit eines Dämons in der Gruppe der Unterweltbesucher. Was in den Namen der Götter hatte die Gefährten dazu veranlasst eine Kreatur Beliars in ihrer Gegenwart zu dulden? Das waren doch Menschen?! Er musste es herausfinden....Noch ein Grund, etwas länger unter den Lebenden verbleiben zu wollen. Der Schatten wusste wirklich nicht was er von dem Dämonen halten sollte. Er beschloß vorerst abzuwarten und weiter zu beobachten. Wenn der Dämon jedoch irgendeine Art der Aggression zeigen würde, würde er eingreifen....



17.01.2002 21:54#229
Don-Esteban Don-Esteban sah sich um. Diese Höhle, gleich einer Kathedrale, einem gothischen Dom mit seinem Säulenwald, deinen durch steinerne Gerippe gehaltenen Gewölben, seinen schummrigen Ecken und in die steinernen Kapitelle eingeschnittenen schauerlichen Wesen, war unheimlich.

Die Stalagtiten, die von der Decke ragten, waren über und über mit Körpern bedeckt, mit Armen, Beinen Rücken, wild durcheinander, überainander, sich gegenseitig berührend, ein komliziertes Puzzle vieler tausend Körper. Den von den in Dunkelheit liegenden Höhen der Decke herabragenden Säulen wuchsen vom Boden Stalagmiten entgegen, an den Spitzen erhoben sich Arme zwischen gequälten Gesichtern, und gaben ihrer ungestillten Sehnsucht nach Vereinigung mit ihrem Ebenbild, das ihnen unendlich langsam entgegen kam, Ausdruck.
Doch selbst, wo dies schon geschehen war und sich die, die Säulen bildenden geschundenen Körper vereinten, die Hände und Arme verknotet hatten und ein Stalagnat entstanden war, verstummten die Schmerzensschreie nicht. Die Körper wühlten sich wie unter einer schwarzrn Oberfläche durcheinander, unentwirrbar verknotet. Gesichter ragten heraus mit dem Ausdruck unendlicher Schmerzen.
In früheren Zeiten mußte sich die Lage der Höhle verändert haben oder anderen, stärkeren Gesetzen unterworfen sein, als der Schwerkraft, denn auch aus der Wand ragten Säulen aus verschlungenen Körpern, quer in die Höhle hinein, so als ob sie ihren eigenen trotzigen Weg gehen wollten, um zu zeigen: Nein, wir unterwerfen uns nicht, unsere Schmerzen lassen uns nicht willenlos werden.
Überall diese Gesichter, aufgerissene Münder, geweitete Augen. Die Pein mußte furchtbar sein und das über all die Zeit. Schaurige Schreie hallten durch die Säulen, zwischen denen Vorhängen gleich Reihen von Körpern, in wellenförmigen Anordnungen sich um die Stalagtiten windend, mit verzerrten Gesichtern in die Symphonie des Schreckens einfielen.

Die Gruppe war wirklich in der Hölle, Jetzt sollte es jedem klar sein, in welchen Gefilden sich ihre bisherige Wanderung hinzog. Es schien so, als wäre dies eine weitere Warnung vor dem, was sie im Begriff waren, zu erreichen.


17.01.2002 21:58#230
Burath Pures Entsetzen lag auf den Gesichtern der Reisenden. Es war ein Bild des Grauens, keiner konnte so richtig glauben was er dort sah. Deutlich konnte man den Schmerz der dort festgehaltenen Seelen spüren. Es war nicht zum Aushalten. Nienor war kurz davor sich zu übergeben und auch den anderen ging es nicht viel besser. Verschreckt
wichen sie zurück und entfernten sich immer weiter von dieser grässlichen Höhle.

...

Langsam trotteten die Abenteurer zurück zur Kaveole wo sie bereits in der Nacht zuvor Rast gemacht hatten, hier in der Nähe war es die beste Übernachtungsmöglichkeit. Lange hatten sie vor der lebenden Höhle gewartet und überlegt, keiner fand eine Möglichkeit sie zu durchqueren. Die Stimmung war schlecht, der Schock saß tief und Hunger nagte und zerrte an ihren Kräften. Schon seid Tagen hatten sie nichts anständiges mehr gegessen. Wenn sie nicht bald etwas finden oder jagen könnten dann würden sie qualvoll verhungern. Besonders schwer viel dieser Umstand dem Erzbaron der Hungern absolut nicht gewöhnt war, seine Laune war mehr als schlecht, nur ein falsches Wort und er würde einen in Stücke reißen.

Je mehr sie sich der Monsterhöhle entfernten wurde das Gestein heller und die Luft etwas besser. Tief in Gedanken versunken lief Gnat den steinigen Weg entlang, achtete nicht auf das was um ihn herum geschah. Die ganze Zeit suchte er krampfthaft nach einer Lösung um an dieser Höhle vorbeizukommen. Die Reise konnte nicht einfach hier enden.



17.01.2002 22:21#231
Lebendes Dunkel Wieder verharrte das ständige Lichtspiel der Schatten als die Gruppe an ihnen vorbeizog. Als die Gruppe beinahe außer Sichweite war, löste sich ein Teil der Schatten und huschte geschwind in den Schutz von mehr Dunkelheit an einer anderen Stelle. Nachdem sich der Schatten vergewissert hatte, dass die Gruppe der er folgte, rastete, zog er sich ein Stück zurück und kaute etwas an seinem Proviant herum. Lange würde der auch nicht mehr reichen....



17.01.2002 22:25#232
meditate das war das letzte brot gewesen und der letzte streifen trockenfleisch, was sollten sie morgen essen?

meditate zauberte wenigstens frisches eiswasser für alle, damit sie sich erfrischen konnten. diese gabe kam ihnen allen langsam sehr entgegen, denn don-esteban hatte nach und nach allen ihre trinkflaschen abgeschwatzt um seine geheimnisvollen und ekelhaften andenken in ihnen zu sammeln. hoffentlich würde nicht mal jemand versehentlich aus solch einer flasche trinken.
meditate bereitete wieder das nachtlager für sich und nienor vor. das zweite mal nächtigten sie nun in dieser wunderhöhle, in der das tausendfach gebrochene licht des lichtzaubers alle aus der gruppe in entzücken versetzte
so dicht nebeneinander die vollendete schönheit und das absolute, perverse grauen.



17.01.2002 23:00#233
Nienor Auch Nienor war froh, der in Stein gegossenen Grausamkeit eines kranken Geistes entkommen zu sein. Sie ließ sich nieder, Hunger nagte an ihr. Zum Glück ließ meditates Magie keinen Durst entstehen, Wasser war genug da. Nienor fühlte sich gleich etwas wohler. Sie stand wieder auf und ging zu meditate hinüber. Ihr brachte sie am meisten Vertrauen entgegen.

"Was wir vorhin gesehen haben... diese Höhle... schrecklich," Nienor schüttelte sich unwillkürlich, "war das... ich mein... sieht so die Hölle aus?" Das Wort Hölle hauchte sie nur noch, so als ob man es nicht ungestraft laut aussprechen durfte. "Ich habe mir nie genaue Vorstellungen von der... Hölle gemacht. Was wißt ihr davon? Ist das die... wahre Hölle?" Nienor sah die Magierin fragend an, den Atem vor Spannung angehalten.



17.01.2002 23:11#234
meditate "die wahre hölle? ich denke, es gibt die hölle nicht, wie wir sie uns vorstellen. die welt teilt sich in die welt der lebenden und die welt der toten.

unser problem besteht darin, dass wir die unterwelt, die welt des jenseits und der toten von unserem standpunkt aus verstehen wollen.

das bedeutet auch nicht, dass die unterwelt böse ist. böse ist ein urteil, das wir ihr auferlegen. es sind nur zwei seiten der selben sache. leben und tod – untrennbar. ohne tod kann es kein leben geben, denn ohne tod wäre das leben zeitlich unbegrenzt."



17.01.2002 23:29#235
Nienor "Zeitlich unbegrenzt..." Nienor nahm den letzten Gedanken auf und sponn ihn weiter. "Wäre es nicht schön, wenn man ewig leben könnte? Immer auf der Erde wandeln, das Blühen und Vergehen beobachten, ohne selbst davon berührt zu werden? Ein Baum, eine Eiche, nicht mehr als eine Blume, Jahrhunderte würden mit einem Wimpernschlag vergehen." Nienor begann, zu träumen. "Keine Krankheit, kein Leid, wäre das nicht herrlich? Alle wären glücklich."



17.01.2002 23:40#236
meditate "kannst du dir eine welt vorstellen, in der niemand jemals stirbt? in der alles, was neugeboren ist überlebt? auf ewig? in der jede pflanze, die keimt, zur blüte gelangt? in der jeder baum ewig lebt und jeder samen keimt und zu einem baum heranwächst?

was geschähe dann? wir könnten nicht essen, wenn wir kein tier töten, könnten kein getreide ernten - wenn alles ewig lebt und nicht sterben kann? die welt der lebenden ginge in einem chaos unter und vernichtete sich selbst für immer.
der tod, die unterwelt wie wir sie nennen ist ewig. du stellst ihn dir vom standpunkt dieses lebens aus vor. in der ewigkeit hat zeit keine bedeutung, keine dimension, für beliar ist eine sekunde oder ein jahr bedeutungslos. für ihn ist die zeit wie ein wimpernschlag.

beliar herrscht über sein reich, unsere götter über das ihre. der tod braucht das leben, da dieser ihm leben zuführt, das leben braucht den tod, damit sich das leben erneuern kann. die absolute trennung zwischen unserer welt und der unterwelt wahrt dieses gleichgewicht.

und wer den tod nur als das übel begreift, das vernichtet werden muss, bewirkt nur das gegenteil, alles leben würde fortgeschwemmt werden wie eine sandbank von der flut.



18.01.2002 00:04#237
Nienor "Naja, bei Unsterblichkeit dachte ich nur an Menschen, nicht an die gesamte Natur. Stellt Euch vor, Ihr könntet sehen, wie ein Baum keimt, wächst, altert und wieder zu Staub zerfällt. Aber ihr habt recht, die Natur ist eine Einheit und sie kann nicht unsterblich sein, denn dann wäre der Kreislauf unterbrochen und wenn alles ewig währen würde, gäbe es nie wieder einen Frühling nach dem Winter. Und man hätte nichts, worauf man asich noch freuen sollte."
Nienor mußte zugeben, daß es wohl doch besser war, wie es war. "Ich glaube, Ihr habt Euch viele Gedanken darum gemacht. Um die Verbindung von Tod und Leben und so... Habt Ihr das alles selbst herausgefunden?"



18.01.2002 00:10#238
meditate "nein, selbst herausgefunden habe ich das nicht, aber wir magierinnen aus der alten welt sind dicht vor der unsterblichkeit. wir haben mehr gesehn und erlebt als generationen von menschen. ich bin jetzt 700 jahre alt und in dieser langen zeit reiht sich erfahrung an erfahrung zu einer unendlichen schnur des wissens.
so fragst du dich bestimmt, warum wir hier so schreckliche bilder und so grauenvolle ungeheuer gesehen haben, wenn doch leben und tod in harmonie leben sollten. ich kann dir erzählen was ich darüber weiß:

durch die menschen, die ihn in unserer welt fürchten, erfährt beliar von zeit.
es wird für ihn zum spiel.

der kampf der menschen gegen den tod ist der einzige quell, aus dem beliar freude schöpfen kann. ohne diesen immerwährenden kampf, würde sich auch in beliars reich nichts mehr verändern, alles würde im chaos versinken und wie eine implosion würde die ganze welt zusammenfallen.

von dieser angst ernährt sich beliar und sein ganzes universum von kreaturen. sie leben aus unserer angst. um diese angst am leben zu erhalten wird beliar nicht müde, immer neue kreaturen zu erfinden, die er versucht, auf unsere welt zu schicken. immer schon kannte beliar möglichkeiten, uns zu ängstigen. aber jetzt hat er die tür zu weit geöffnet. ich glaube, da hat sich etwas verselbstständigt, dass er nicht mehr kontrollieren kann, aber vielleicht ist es ihm auch egal. beliar selbst ist uns nicht entgegengetreten, es sind nur seine kreaturen, die uns am vorwärtskommen hindern wollen.

das macht mich hoffen, dass wir eine chance haben. sollte unser gegner beliar selbst sein, wären wir schon staub im wind."



18.01.2002 00:34#239
Nienor "700 Jahre..." Die Amazone erblaßte in Ehrfurcht und plötzlich baute sich eine unsichtbare Wand auf, die sie von der Magierin trennte. Nienor dachte bisher, maditate sei bloß eine magisch begabte Frau, wie sie auch, doch jetzt wurde ihr klar, daß die Magierin mehr war, als das. "Ihr meint also, es ist alles nur ein Spiel von Beliar? Er vertreibt sich die Zeit mit sowas? Will er uns testen? Wenn Ihr meint, daß Beliar nicht selbst gegen uns kämpft, sondern nur eine wenige seiner Kreaturen, dann will ich gar nicht wissen, wie schlimm es werden wird, wenn Beliar selbst uns seine wirklichen Diener entgegenschickt."
Die Amazone hatte aber auch einen ermutigenden Gedanken: "Wenn uns Beliar nicht selbst beobachtet, dann werden wir vielleicht eine Chance haben. Ich meine... Beliar selbst würde doch dann sicher seine Kreaturen so schicken, daß sie aueinander abgestimmt vorgehen. Und jetzt kommen sie nur einzeln, nacheinander. Also werden wir eine Chance haben. Bitte, ihr stimmt mir doch zu, es würde mich beruhigen und mir Hoffnung geben."



18.01.2002 00:43#240
meditate meditate drückte das mädchen an sich.

"ganz sicher haben wir eine chance. ich vertraue ganz fest darauf. ich habe dir doch erzählt, dass der schattendämon des alten kastells geholfen hat die zeichen zu deuten. von ihm hab ich eine magie des verschließens gelernt und von ihm habe ich einen stab erhalten. er hat mich auf den weg gewiesen. und ich sage dir, auch der schattendämon ist ein geschöpf der unterwelt.

trotzdem hat er mir und uns geholfen. es hat alles einen sinn. nichts ist zufällig.

vielleicht ist das alles ja nur ein neues spiel beliars, nur dass er es diesmal etwas spannender macht. die lösung ist noch offen. aber es gibt sie. in diesem spiel hat beliar jedem gegner gleich starke karten in die hand gegeben. wir werden unsere chance nutzen."

meditate deckte nienor zu und sah noch einen augenblick auf das feuer in den umliegenden diamanten. glaubte sie eigentlich selbst, was sie da erzählt hatte?


18.01.2002 01:01#241
Nienor "Alles nur ein Spiel?" Nienor schürzte die Lippen. Sie hatte keine Lust, als Spielball anderer zu dienen, als Puppe - als Figur auf dem Schachbrett hätte sie wohl gedacht, wenn sie das Spiel der Könige beherrscht hätte. "Hoffen wir, daß Beliar die Figuren sorgfältig ausgesucht hat." sagte sie grimmig. Ein Tonfall, der neu an ihr war und sie selbt überraschte.

"Und hoffen wir weiterhin, daß Beliar ein spannendes Spiel zu schätzen weiß und einige Dinge selbst für ihn im Ungewissen liegen, denn mir gefällt der Gedanke nicht, daß ich nur nach dem Willen anderer handele. Ich möchte auch eigene Entscheidungen treffen und wissen, daß es meine eigenen sind und nicht die Vorausberechnungen eines gelangweilten Gottes." Nienor schwieg.
Ihre anfängliche Naivität war langsam einem Prozeß der Erkenntnis gewichen, der ihr klar machte, daß es mehr gab, als zu lachen und zu weinen, daß ihr eigenes Leben nur klein und unwichtig war. Und diese Einsicht machte sie nachdenklicher und ernster, als sie es zu Anfang gewesen war. Sie wollte immer noch eine große Kriegerin werden, das war weiterhin ihr Ziel. Aber jetzt wollte sie es nicht mehr nur werden, weil sie ihrer Schwester imponieren wollte, sondern weil sie ihren eigenen, selbstbestimmten Weg gehen wollte. Sie wollte unabhängig sein, frei in ihren Entscheidungen und unabhängig in der Durchsetzung derselben und nicht nur angewiesen auf die Hilfe anderer. Diese Reise hatte begonnen, sie zu verändern.



18.01.2002 01:49#242
Don-Esteban Don-Esteban steckte die Fackel neben sich in das Felsgestein. Die Flamme brach sich tausendfach in den Flächen der die Wände der Kaveole bedeckenden Kristalle und tauchte alles in ein glitzerndes, unwirkliches, doch ebenso wunderschönes Licht. Mit jedem Flackern der Flamme, ausgelöst durch einen Luftzug, der entstand, wenn der seine bisherigen Aufzeichnungen durchgehende Magielehrling ein Blatt umblätterte, veränderten sich die Lichter. Wie ein Sternenhimmel funkelten die Decke und die Wände der seltsam schönen Höhle. Und das nicht nur in weißem Licht, nein in allen Farben, die man sich nur denken konnte, je nach Stellung der Fläche und Art des Kristalls. Hätten sie einen kundigen Minenarbeiter dabeigehabt, so hätte der ihnen sicher viel über die Natur der Steine, die sie umgaben, erzählen können. Vielleicht waren es nicht nur für die Augen wertvolle Anblicke, sondern ebensolche Erze, die unter der funkelnden Oberfläche auf die Hacke eines Erzschürfers warteten. Doch wäre es nicht schade gewesen, um die unberührte Schönheit dieses Ortes?

Von all dem bemerkte der Don nicht viel. Er war in seine Aufzeichnungen vertieft. Die anderen hatten sich schon vor einer Weile schlafen gelegt, doch er war noch mit seinen Notizen beschäftigt. Vor ihm auf dem Boden standen fein säuberlich die Wasserflaschen der anderen aufgereit. Sie waren gefüllt mit den Hinterlassenschaften ihrer bisherigen Begegnungen. Ein wenig von diesem schillerndem Seemonsterblut, daß so schön brannte, etwas von dem Fruchtwasser, in dem eine Spinne in ihrem Kokon herangereift war. Dazu noch ein wenig von der glibbrigen Masse dieses Schleimberges. Besonders stolz war der Don auf ein paar Tropfen des Spinnengiftes der riesigen Spinne, die meditate gestochen hatte.
Der Don wandte seinen Blick von den Flaschen ab und widmete sich wieder seinen Pergamenten. Die Flamme flackerte, als er umblätterte un eine neue Seite begann.

Heute kamen wir in eine weitere Höhle. Eine Höhle mit natürlichen Säulen, die aus dem Boden ragten und von der Decke herabreichten. Das besondere an ihr war, daß der Stein die Form von Körpern hatte. Ein Bildhauer hat sie dort verewigt, dachte ich zuerst. Doch die Figuren veränderten sich. Und ein seltsames Wehklagen und Heulen erfüllte unsere Ohren. Einer von uns steckte etwas eßbares (er hätte lieber seinen Finger nehmen sollen bei der Knappheit an Nahrung) in den Boden, der es verschluckte und er zog es zu Asche verkohlt wieder heraus.
Damit beendete der Don seine Aufzeichnungen für heute, packte alles weg und legte sein müdes Haupt auch zur Ruhe.



18.01.2002 12:48#243
meditate nach dem aufwachen übernahm nun doch wirklicher hunger die herrschaft über die gruppe. sie hatten seit tagen nicht mehr richtig gegessen und gestern abend hatten sie die reste brüderlich geteilt. sie mussten unbedingt etwas essbares finden, aber zuerst mussten sie an den lebenden wänden und säulen vorbei. und wie sollten sie den gierigen boden überschreiten?

lange hatte die gruppe miteinander diskutiert. dann fassten sie den entschluss, es mit einer kombination aus eis und sturm zu versuchen.

meditate legte die eiswellensprüche zurecht und hoffte, dass sie es zusammen mit champ schaffen würden, diese lebende höhle so lange einzufrieren, bis die gruppe durchgelaufen war. nur schnell mussten sie sein, die wirkung der zauber würde endlich sein und wer sich dann noch auf dem gierigen boden aufhalten würde, wäre verloren



18.01.2002 12:56#244
meditate wieder standen die gefährten vor der kathedrale der lebenden wände.
wieder überall diese gesichter, die aufgerissene münder, geweitete augen. ohrenbetäubende schreie hallten durch die säulen, zwischen denen vorhängen die reihen von körpern, die mit verzerrten gesichtern in die symphonie des schreckens einfielen.

der fels formte blasen und bizarre auswüchse. die wände, die decke und der boden war gepflastert mit gesichtern, ihre klagenden schreie erfüllten die höhle, wurden erstickt von flüssigem fels, welcher immer und immer wieder über die armen seelen quoll, sie einschloss, nur um dann, sekunden später, wieder zu weichen und ihnen zeit zu geben, ihre qual herauszuschreien.
die gefährten sahen sich an. auf ein signal hin formte meditate mit hilfe der ersten spruchrolle eine mächtige eiswelle und schickte sie in die riesige kathedrale und im selben augenblick, verließen ihre hände tausende von eispfeilen.



18.01.2002 14:38#245
Champ champ stand neben meditate und hatte nur auf diesen augenblick gewartet. er schickte eine gewaltige sturmfaust hinterher, die sich mit den einzelnen eispfeilen vermischte. die so gefrorene luft bildete einen riesigen schneesturm, der den abenteurern erstmal die sicht versperrte. für einige sekunden war nichts außer einer riesigen eiswolke zu sehen, die sich unaufhaltsam nach vorne schob. nach einigen sekunden war die wolke auch wieder verschwunden. alles ringsherum war mit einer kleinen eisschicht überzogen. die so gefährliche umgebung hatte plötzlich ihren schrecken verloren.
aber sicher nur für sehr kurze zeit.
meditate winkte den anderen, und alle liefen, so schnell sie konnten.


18.01.2002 14:53#246
meditate noch im laufen zündete meditate die nächste eiswelle und trieb die gruppe zu immer schnellerer eile.

wenige meter hinter ihnen konnte man sehen. dass sich die schatten wieder verdichteten und die dünne eisdecke wieder zu schmelzen begann. blindlinks liefen sie in das eis- und sturminferno hinein, ohne auf die richtung achten zu können



18.01.2002 15:40#247
Champ champ schickte hinter meditates zweiter eiswelle eine windfaust. er hielt es zwar für gefährlich, einen zweiten schneesturm zu entfachen, jetzt wo alle zu dicht dran waren, aber es schien wohl absolut notwendig.
eine erneute schneewolke bildete sich und fror wieder alles ringherum ein. obwohl jetzt niemand mehr etwas sehen konnte, wußte man doch zumindest die ungefähre richtung.
nach einem kurzen stolpern, denn richtiges laufen konnte man es unter diesen bedingungen nicht mehr nennen, erreichte die gruppe endlich den nächsten tunnel Also, eins ist sicher, ich brauch jetzt erstmal Urlaub.
entfuhr es champ, während er sich vor erschöpfung schnaufend an eine der wände lehnte.



18.01.2002 15:48#248
Lebendes Dunkel Kurz nachdem die Gruppe sicher die andere Seite des Eises erreicht hatte, erwachte die Dunkelheit hinter ihr zum Leben. Ein Schatten löste sich aus ihr und sprang mit einem weiten Satz auf das sich immer weiter zurückziehende Eis. Auf sicherem Boden angelangt, verschmolz er sofort wieder mit den Schatten. Die ganze Sache ging so schnell, dass man nur mal kurz die Augen schliessen musste umd die Aktion zu verpassen.



18.01.2002 16:09#249
Ahram Ahram hatte die eisige Brücke mit ein paar schnellen Sätzen überquert. Schaudernd blickte er zurück. Die in Agonie verzerrten Gesichter schrien nach wie vor ihren Schmerz in die Welt hinaus, auch der schwarze Fels hatte sich nicht verändert.

Für einen Augenblick meinte Ahram die Gegenwart eines "Wesens" wahrgenommen zu haben, doch als er sich umblicken wollte war die abstoßende Wirkung des flüssigen Raumes zu groß, und so ließ er es bleiben. Der Weg wurde durch einen schmalen Tunnel fortgesetzt.

Schon bald weitere sich der Gang, und die Gefährten traten in eine Flut aus Licht hinaus. Schützend schirmte Ahram seine Augen mit der Hand ab, dann sah er sich um. Der Exmagier hatte nun viel gesehen, doch die Unterwelt hielt immer neue Überraschungen für ihn bereit.

Die Decke, die die riesige Höhle begrenzte, schien aus Millionen von Diamanten zu bestehen. Alles wurde in ein glitzerndes, buntes Licht getaucht. Vor den Gefährten wand sich ein realtiv breiter Pfad über einen sanft ansteigenden Hang, welcher zu Ahrams großer Überraschung an vielen Stellen mit Gras bewachsen war. Auf dessen Krone thronte ein Bauwerk. Der Dämonenmensch blickte sich um. Die Gesichter seiner Begleiter starrten auf die mächtige Konstruktion.
Es war am ehesten mit einem Palast zu vergleichen, hohe Türme, sanft geschwungene Zinnenmauern, gebaut aus weißem Stein, bunte Fenster und silberne Ziegel ließen das Gebäude unwirklich, traumhaft schön erscheinen. Das Licht der Diamanten funkelte auf den Wänden, die goldenen Dächer reflektierten es in den schönsten Farben.
-Also das nenne ich mal ne nette Hütte.

Der Erzbaron grinste zufrieden, auch die anderen Wanderer schienen die vergangenen Strapazen vergessen zu haben.
-Los, lasst uns schnell dort hingehen, kommt schon!

Nienor sprang nervös von einem Fuß auf dem Anderen, sie konnte es kaum erwarten das Schloss von innen zu erkunden. Die Schritte der Gruppe beschleunigten sich, voll freudiger Erwartung eilten sie den Pfad hinauf.

Ahram trottete etwas hintendrein. Mißtrauisch beäugte der Exmagier das weiße Bauwerk. Sicher, es sah wundervoll aus, doch gab es in der Hölle Konstruktionen, die einem anderen Zweck dienten als die hier Gefangenen zu quälen?
Jetzt wurde auch der Dämonenmensch ebenfalls schneller, um seine Gefährten nicht aus den Augen zu verlieren...



18.01.2002 16:47#250
Lebendes Dunkel Ein Schatten erreichte den Eingang zu der hell erleuchteten Höhle und verharrte im Schatten des Höhleneingangs. Der Anblick des Palastes war atemberaubend; trotzdem gefiel er der Gestalt nicht. Die Höhle war viel zu hell und das Licht blendete seine an die Dunkelheit gewöhnten Augen. Wenn er die Höhle betreten würde, würde er ein enormes Risiko eingehen, entdeckt zu werden. Also wartete er geduldig weiter ab....



18.01.2002 17:16#251
meditate die gruppe trat auf diese zuckerwerkkonstruktion zu. überall trug das weiße bauwerk kleine gezwiebelte türmchen, die fenster spiegelten das unwirkliche helle licht und die silbernen dachschindeln brachen dieses licht in einem fokus aus aus glanz und freude.

aus dem haus drangen leise harvenmelodien, die sie mit magie in das gebäude lockten. eine breite geschwungene freitreppe führte zu einer tür, die sich beim näherkommen weit öffnete.

die gefährten traten ein.



18.01.2002 17:37#252
Burath Sein Atem stockte als sie das riesige, mächtige Gebäude betraten. Der Anblick war wunderschön, lies alles andere in den Hintergrund fallen und überstrahlte ihn mit heller Freude. Wie gebannt blieben die Abenteurer stehen und bestaunten das was vor ihnen lag.



18.01.2002 17:38#253
versuchung


ich grüße euch sterbliche,

ihr habt euch so viel mühe gemacht, den langen weg zu meinem herrn zu finden, jetzt wird euch mein herr und gebieter für diese mühe entlohnen. dieses schloss ist ein geschenk beliars an euch.

dies ist ein schloss der freude und sinnlichkeit. erforscht eure geheimsten wünsche, hier wird euch alles erfüllt. erkennt, dass die welt der lebenden mit der unseren nicht zu vergleichen ist. jeder wunsch, den ihr aussprechen werdet, wird erfüllt sein, bevor er eure lippen verlässt.

alles was euch in der oberwelt so mühevoll erscheint ist hier nur einen gedanken entfernt.

wir haben zimmer für jeden, angewärmte bäder, succubi warten auf eure wünsche und werden euch auf nie gekannte weise verwöhnen, ihr werdet essen und trinken, wonach euch gelüstet. ihr werdet nymphen finden die für euch tanzen und singen.
bettet eure müden häupter und eure geschundenen füße in wundervolle tücher, lasst euren körper, euren geist und eure seele in unbekannten dimensionen schwelgen. ihr werdet hier das finden, was ihr kleinen menschen normalerweise als paradies bezeichnet. eure wünsche können gern maßlos sein, die erfüllung derselben kostet beliar nur ein lächeln.

das einzige, was mein herr von euch möchte ist eine kleinigkeit, auf die ihr nach wenigen stunden bei uns leicht verzichten werdet. wir sehen uns wieder, wenn ihr euch erholt habt.



18.01.2002 18:03#254
Carthos na drak sah sich um. nicht übel. langsam näherte er sich einer tür. vorsichtig öffnete er sie, man konnte ja nie wissen was sich dahinter verbarg. er staunte nicht schlecht als sein blick auf einen riesenberg von essen fiel. dazu literweise bier und ein riesenbett.
wie zu hause. attacke er stürzte sich aufs bett, packte sich einen teller voller fleisch und began den teller leerzuputzen. seit tagen hatte er nichts richtig gutes mehr gegessen oder geschlafen. da kam die bude mit dem berg von essen gerade recht.
als er alles verschlungen hatte und der bierkrug halb leer war, lag er sich aufs bett.
endlich mal ein anständiges bett. das nehm ich am besten gleich mit, da staunt sogar gomez er dachte an das alte lager. gomez hatte mit sicherheit trotz des krieges eine menge spass mit seinen gespielinen. das ihm das gegen den strich ging hatte er ihm nie gesagt und das würde er auch nie, solange er sich nicht genauso wie der oberste erzbaron verhalten würde, war ihm das egal. plötzlich fiel ihm die nacht mit blutfeuer ein, und dieser gedanken liess ihn nicht mehr los. solch eine superfrau traf man nicht alle tage.


18.01.2002 18:20#255
versuchung "hier bin ich doch schon



ich werde bei dir bleiben, so lange du willst und stehe dir zu diensten."
blutfeuer trat zum baron und berührte seine wange mit ihren fingerspitzen. "schön, dass du endlich zu mir gefunden hast. ich hab schon so sehnsüchtig auf dich gewartet."

mit einer leichten handbewegung schob sie ihn in richtung bett und stieß ihn dann sanft auf die decke. sie beugte sich über ihn und hauchte ihm ins ohr:
"kannst du dich noch an meinen tanz zu deiner freude erinnern als wir uns kennen gelernt haben? das war noch gar nichts gegen das, was ich noch kann. ich werde deinen körper in himmlische freuden oder die freuden der hölle entführen, ganz wie du willst."

blutfeuer zog dem baron seine rüstung vom leibe und schmiegte sich an ihn.
"na mein großer, starker, sag, was kann ich für dich tun?" blutfeuer begann den baron vom rest seiner kleidung zu entledigen. der baron begann spürbar zu schwitzen.

"soll ich das licht löschen? hab keine angst, ich werde dich zu unbekannten sinnlichen höhepunkten führen, überlass alles mir."

blutfeuer klatschte in die hände und das licht im raum verlosch.


18.01.2002 18:40#256
Ahram Ahram wanderte durch die endlosen Gänge des Palastes. Seine Gefährten hatten sich zerstreut, suchten Erholung von den Anstrengungen der vergangenen Tage. Auch dem Exmagier war ein Zimmer angeboten worden, doch er hatte vorerst abgelehnt.

Nun saß er nachdenklich am Rande eines fröhlich plätschernden Springbrunnens, starrte auf die weißen Marmorfließen, mit denen der gesamte Boden ausgelegt war. Langsam hob er den linken Arm, seine blauen Augen musterten die krallenbewehrten Finger, versuchten das feine Schuppenmuster zu entwirren. Die Muskeln des Unterarms spannten sich, dann verzerrten sich die Mundwinkel des Dämonenmenschen. Etwas bewegte sich unter der Haut, schob sich den Knochen entlang, immer weiter.

Mit einem schleimigen Geräusch durchbrach die Armklinge ihre biologische Schutzhaut und fuhr aus Ahrams Ellenbogen. Einige Tropfen einer dunkelroten Substanz platschten auf den makellos weißen Boden, dann hielt der Exmagier die blutbenetzte Waffe in das Wasser des Brunnens. Rot mischte sich ins Blau, zog in feinen Schwanden davon, wurde vom Wasserstrom erfasst und bis zur Unsichtbarkeit gelöst.

Einige Sekunden bieb der Dämonenmensch sitzen, betrachtete den neuen Knochen. Eine Nahtstelle war nicht zu sehen, die Klinge glich ihrer Vorgängerin bis aufs letzte Detail. Schabend glitt sie zurück in die Haut, verschwand unter den grünlich-schwarzen Schuppen.

Ahram erhob sich und verließ den Brunnen, ohne diesen eines weiteren Blickes zu würdigen.



18.01.2002 19:16#257
Nienor Nienor trat zögernd über die Treppe in das Schloß ein. Alles war so... unwirklich? Erst all diese Mühen, diese Todesgefahr. Und jetzt auf einmal sollte es so schön sein? Sie schritt durch die Wandelhalle, die sich an den Eingang anschloß und ging dann weiter, Treppen hinauf, Gänge entlang, ihre Hand strich über die Geländer von Galerien. Würdevoll schritt sie dahin. Sie hatte ein Kleid an. Weiche, spitze Schuhe umhüllten ihre Füße. Die Haare waren kunstvoll hochgesteckt, Perlen waren in die aufwändige Frisur hineingeflochten. Das kleid bestand nur aus edelsten Stoffen. Brokat und Taft fielen in schweren Falten hinab, seidene Ärmel aus feinstem Stoff ließen die Konturen ihrer Arme zart hervorscheinen. Goldene Ringe an ihren Händen funkelten. Ein güldenes Diadem, besetzt mit Edelsteinen, Diamanten, Smaragden, Topasen, Krönte ihr Haupt, wie eine kleine Krone. Um ihren bloßen Hals hing ein Netzwerk aus feinen Ketten, miteinander verflochten, voller glitzernder Brillianten, auf ihrer Brust endete das Geschmeide in einem wundervollen in hunderten Facetten geschliffenen Diamanten. Kostbare, zartgliedrige Ohrringe schmeichelten ihren Ohren. Ein aus Silberfäden gewirkter Gürtel raffte das Kleid in der Taille zusammen und betonte ihre schlanke Figur.

Die Prinzessin setzte würdevoll einen Fuß vor den anderen. Sie bog in einen Saal ein und setzte sich an eine Tafel. Dort waren Köstlichkeiten aufgetischt. Diener und Pagen standen an den Wänden, bereit, auf jeden Wunsch hinzuzueilen und ihn zu erfüllen. Edelste Weine in ebensolchen Pokalen wurden gereicht, dazu nur zartestes Wildbret, Fasan und Wachtel in Honig gebacken, mit den seltensten Gewürzen und Spezereien. Nienor hatte die anderen vergessen. Sie saß an der Tafel und stillte ihren Hunger und ihren Durst.



18.01.2002 19:33#258
Burath Langsam schlenderte Gnat einen der Schlossgänge entlang. Weiße Marmorplatten schmückten den Boden und ließen jeden Schritt laut erhallen, über helle Kalksteine waren wundervoll verzierte Wandteppiche angebracht. In regelmäßigen Abständen wurde der Gang durch eine hell leuchtende Fackel erstrahlt und warf ein warmes Licht. Gnat fühlt sich wohl, nie hat er soewtas wunderbares gesehen. Er kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Das freundliche Wesen das sie in Entfang genommen hatte wies ihm den Weg zu seinem Gemach. Er war müde und hungrig deswegen machte er sich sogleich auf den Weg.

Knarrend öffnete sich die Tür und Gnat trat hinein. Ein wohlgedecktes Buffet breitete sich vor seinen Augen aus. Der zarte, wohlrichende Duft von Gebratenem stieg ihm in die Nase. Er legte seine Ausrüstung ab und schaute sich weiter im Zimmer um. Sein Weg führte ins Schlafgemach. Dort angekommen stockte sein Atem, Tränen traten aus seinen Augen. Auf dem Bett saß ... seine Frau.
Ich habe auf dich gewartet sagte sie mit einem freundlichen Lächeln.


18.01.2002 20:26#259
meditate meditate ging allein (wie übrigens alle aus der gruppe) durch die gänge. in respektvoller entfernung folgten ihr einige dienstbare geister, die nur auf ihre befehle zu warten schienen.

sie öffnete jede tür und sah neugierig in die vielen unterschiedlichen, aber alle prachtvoll ausgestatteten räume. ein raum faszinierte sie besonders. die ganze stirnseite wurde von einer konstruktion eingenommen, die stark an einen altar erinnerte. neugierig trat meditate näher.

aus der wand wurde sie angesehen. die augen musterten sie und sahen sie freundlich an.

"kann ich etwas für dich tun?
ich kann dir jeden wunsch erfüllen. sprich ihn nur aus. oder willst du dich mit mir unterhalten?

du willst das tor zur unterwelt verschließen? warum eigentlich? hast du nicht selbst gesagt, alles ist eine einheit? kannst du dir vorstellen, dass ich eine möglichkeit suchen werde, dass lebende und tote in harmonie miteinander leben können? du bist doch ein feind jeder gewalt. immer hast du versucht, konflikte ohne waffen und gewalt zu lösen. könntest du dir vorstellen, dass das hier auch möglich wäre? dass du der vermittler zwischen den welten sein könntest? ausgestattet mit der macht, zu entscheiden, wie die welt weiter leben wird?
jeden konflikt könntest du mit dieser macht beenden. es würde sich nichts mehr verändern, es sei denn, du wolltest das?

soll ich dir diese macht veleihen? ich mache das gern, du bist der einzige mensch, der diese aufgabe erfüllen könnte.

ich verleihe dir die macht, alle konflikte sofort zu beenden, für alle den augenblick zur ewigkeit zu erheben. es wird keinen krieg mehr zwischen dämonenwelt und menschenwelt geben. wir halten alles beim jetzigen stand an. niemand wird mehr fallen, rache und hass werden verschwinden.
nimm den ring von meinem altar. er gehört dir. ab jetzt bist du diejenige, die das schicksal der grenze zwischen leben und tod bestimmt."

meditate hatte dieser rede wie in trance gelauscht. das wäre doch die lösung aller probleme. sie nahm den ring und steckte ihn an ihre hand. sie mussten nicht mehr zum tor. sie hatte das problem eben gelöst. die macht hatte sie von dem altar bekommen.



18.01.2002 21:08#260
Ahram Langsam erhob sich Ahram von seinem gepolsterten Sessel. Der Exmagier fühlte sich als müsse er platzen, so viel hatte er gegessen. Trotzdem bog sich der schwere Tisch unter dem Gewicht von Fleisch, Obst und Gemüse.
Der Dämonenmensch trat an das riesige Bett, seine krallenbewehrten Füße schabten über den Fliesenboden. Geschmeidig rollte er seinen schuppigen Körper auf die Matraze, versank fast in den weichen Federkissen. Die blauen Augen starrten gegen die weiße Decke, die schwarzgrünen Arme waren hinter dem Kopf verschränkt. Seine Gedanken weilten bei Meditate.

Ihr Bild erschien vor seinem geistigen Auge, ihr wunderschönes Gesicht lächelte ihn an. Er konnte ihren Atem auf seiner Haut spüren, der unendlich süße Duft ihrer Haare stieg in seine Nase.

Der Exmagier fühlte sein großes Herz schneller schlagen, fühlte das dunkelrote Blut durch seine Venen schießen. Sie war nicht weit weg. Wenn er aufstehen würde...

Ahram schloss die Augen, gab sich den verführerischen Lockungen dieser Traumwelt hin. Die Gedanken kamen merkwürdig klar, er konnte ihre Gegenwart fast körperlich spüren. Im Augenblick hatte der Dämonenmensch keine Lust sich über diesen Umstand zu wundern, er nahm ihn einfach hin und genoss die kurze Flucht aus der Realität...



18.01.2002 21:20#261
Krigga der waldmensch schlich durch die gänge, die ganz ungewohnt für ihn waren. der boden war glatt und schmeichelte den füßen, alles war sauber, ganz anders als im wirklichen leben draußen in der barriere. aber ihm war klar, dass das hier nicht sein zu hause sein konnte. in einem der langen gänge kam ihm der dunkle weibliche dämon von vorhin entgegen. sie stellte sich vor ihn und fragte ihn, was sie denn für ihn tun könne. krigga überlegte nicht lange.
"ich halte mich überwiegend in der natur auf. die natur verfügt über so viel magie. die möchte ich erkennen und vor allen dingen will ich sie mir untertan machen. ich will mir die ganze natur untertan machen können. verleih mir eine druidenmacht, wie es sie noch nie gab."

krigga musste grinsen. das würde selbst so eine unterweltmacht überfordern.
als aber die versuchung einen stab aus ihrem gewand holte und ihn krigga mit den worten "so sei es" überreichte, klopfte ihm das herz bis zum hals. sollte es möglich sein? sollte er auf diese weise gesegnet werden? wenn es stimmen würde, wäre ihm egal, wer ihm diese macht zukommen ließ, da wär ihm auch beliar persönlich recht.

krigga riss den stab an sich und sprintete den gang entlang. das musste er ausprobieren. da würde er gern noch ein weilchen mit essen und schlafen warten.


18.01.2002 21:22#262
Lebendes Dunkel Während die Unterweltwanderer im Schloß ihren innersten Wünschen nachgingen, saß eine einsame Gestalt in den Schatten am Fuße des Hügels. Selbst hier unten konnte er die Geräusche aus dem Schloß hören, das Klirren der Gläser wenn zusammen angestoßen wurde, das Lachen der feiernden Menschen; er konnte sogar den Duft vom Festessen wahrnehmen. Alles schien wie auf eine magische Weise zu ihm herunterzudringen.



18.01.2002 21:27#263
Lebendes Dunkel All der Luxus der dort oben auf ihn wartete....Der Schatten schlug sich selbst ins Gesicht. Der Schmerz half ihm, seine Gedanken von dem Schloß loszureißen. Doch er hatte immer noch das Problem, dass sein Magen angeheitert von all den wudersamen Düften kräftig zu knurren begann. Die Vorräte die die Gestalt mitgebracht hatte, waren so gut wie erschöpft.



18.01.2002 21:31#264
Lebendes Dunkel Einer der suchenden Blicke des Schattens fiel auf einen Käfer der mit wirbelnden Beinen über den Boden flitzte. Die Hand des Mannes schnellte nach vorne und ergriff den Käfer. Nachdenklich hielt er ihn zwischen den Fingern. Wie tief war er nur gesunken, gerade er, dass er nun schon anfing, dreckige Käfer zu essen. Allerdings war das Insekt ganz schön groß....Ohne weiter nachzudenken, schob er sich den Käfer in den Mund und kaute auf ihm herum.



18.01.2002 21:49#265
Lebendes Dunkel Der zerkaute Brei des Käfers floß schleimig in den Rachen der Gestalt. Kleine Chitinpanzerstückchen kratzten an der Halswand entlang. Schnell schluckte der Schatten den Brei ganz herunter. Er hinterließ einen bitteren Geschmack im Mund. Trotzdem sah er sich, nachdem sich der Magen wegen der ungewohnten Nahrung wieder beruhigt hatte, nach weiteren Insekten um. An dem Fleck an dem er saß, trieben sich noch einige herum.



18.01.2002 23:26#266
Don-Esteban Auch Don-Esteban, der Lehrling des ZuX, betrat das Schloß und wurde, gleich den anderen vor ihm mit liebenswürdigem lächeln und zuvorkommenden Gesten empfangen. Süß klang die Stimme der Versuchung in ihm, schmeichelte seinem Ohr und ließ ihn in eine zufriedene Stimmung versinken. Alles, was ihm die Versuchung erzählte, schien so richtig und gut zu sein. ...Ja, das war es, sie hatte recht. Oh... ja, das hatte er auch immer gedacht. Kein Widerspruch war nötig und mit keinem Gedanken dachte Don-Esteban daran, daß auch nur irgendetwas falsch sein könnte von dem, was ihm die Versuchung sanft ins Ohr säuselte.

Don-Esteban machte sich schnurstracks auf den Weg. Das war natürlich war... ja, eine gute Idee. Die Einflüsterungen der Versuchung waren wirklich sehr erstaunlich. Das er daran noch nicht selbst gedacht hatte... aber klar, das lag ja nur daran, daß er mit anderen, unwichtigen Dingen beschäftigt war, doch jetzt hatte er Zeit, sich dem zu widmen, was ihn wirklich beschäftigte. Vergessen waren alle anderen, jetzt war nicht die Zeit, um sich um die unwichtigen anderen zu kümmern, jetzt ging es nur um ihn, so wie es schon immer sein sollte. Warum hatte er nur nie mit Nachdruck auf seiner ihm eigentlich zustehenden Rolle bestanden. Egal, es war ja jetzt ganz einfach.

Don-Esteban kam, begleitet von der Versuchung in einen hohen Raum, einen Saal, eine scheinbar unendliche Halle. Und endlosen Reihen zogen sich Regale dahin, bis unter die hohe, mit Gemälden aus der Mythologie bedeckten Decke. Von allen Seiten fiel Licht in die Halle und durchflutete die Regalschluchten. In den Regalen standen Bücher, Bücher über Bücher. Das war die Mutter aller Bibliotheken. Die Bücherei des ZuX war ja so erbärmlich und lächerlich dagegen. Warum hatte er nur soviel Wert auf sie gelegt? Hier war das wahre Wissen der Welt enthalten. Alles Wissen.

Don-Esteban schritt durch den hallenden Saal, an den hohen Regalen mit ihrer Fracht aus geballtem Wissen. Von irgendwo kam der Klang kratzender Federn herüber. Aber er sah niemanden. Immer weiter führten ihn seine Schritte, die Versuchung ständig an seiner Seite. Sie wies ihm den Weg und zeigte ihm Abkürzungen durch das Labyrinth der Regale. Schier endlos schien sich die Wanderung hinzuziehen, doch imemrnoch fand die Versuchung wohlklingende Worte, die sie Don-Esteban ständig verführerisch lächelnd ins Ohr flüsterte.
Da, sie waren angekommen. Inmitten der Bibliothek stand ein Tisch mit Stuhl dahinter. Auf dem Tisch lag ein Buch. Das Buch. Die Quelle aller Bücher. Das Buch, das ihm Macht verleihen würde, mehr Macht, als jedem anderen. Er würde endlich gleichwertig sein, den ihm gebührenden Platz einnehmen unter den anderen. Den anderen... Göttern.

Das Wissen dieses Buches machte ihn zu einem der ihren. Zu einem Gott. Unsterblich und allgewaltig. Ein Wink und jeder Wunsch wäre erfüllt. Er nickte der Versuchung gnadig zu und entließ sie. Sie wurde nicht mehr gebraucht und war schon vergessen. Das Buch... er würde es lesen und mit jeder Seite würde er größer und schrecklicher in seiner Macht werden. Am Ende könnte ihm nichts und niemand mehr widerstehen, er würde Beliar als gleichwertig gegenübertreten und ihn herausfordern. Das Alte würde vergehen und das Neue würde die Herrschaft übernehmen.

Don-Esteban vertiefte sich in das Buch. Es war in einer komplizierten Sprache geschrieben, die nicht mit gewöhnlichen Zeichen auf das Pergament gebracht war. Jede Seite bestand auf den ersten Blick aus einem großen Bild. Irgendwo in dem Bild war ein Anfang und danach fügten sich die Teile des Bildes zu Piktogrammen und zu Worten, zu Sätzen und zu Kapiteln. In jedem Bild war unglaublich viel Wissen enthalten. Don-Esteban las die Bilder und verstand sie. Er fühlte fast, wie er das Wissen in sich hineinsog.



19.01.2002 00:01#267
Burath Ich habe dich so vermisst. Wie kann es sein? Ich dachte du wärst gesto.... Mit einem Lächeln fuhr sie ihm sanft durch die Haare <> Aber wie... <> Doch aber... Heiße Tränen liefen ihr über die Wangen <> Nein das ist nicht wahr. Die ganze Zeit habe ich nur an dich gedacht. er fiel ihr ins Wort und küsste sie sanft auf die Lippen. Die Berührungen waren so leidenschaftlich das er fast das Atmen vergaß, sein Herz schlug schneller. Nie hätte er erwartet noch einmal auf solche Liebe zu treffen. Mit geschlossenen Augen lies er sich gleiten, einfach dahingehen, genoss diese Wärme, dass wonach er sich solange gesehnt hatte. Eine kleine Träne lief ihm abermals über die Wange. Sachte fing sie diese mit ihrem Finger auf und dückte sie gegen ihre Lippen. Dann streichelte sie ihn liebevoll über den Oberkörper, umarmte ihn und beide ließen sich zurück in die Decken gleiten...



19.01.2002 00:35#268
meditate meditate schritt in ihrem zimmer auf und ab. vom essen hatte sie nur wenig angerührt, der wein stand da, wie er von den dienstbaren geistern eingeschenkt worden war.

die harmonie der dinge war also vorhanden. es gab keinen grund etwas zu verändern, die eine und die andere seite waren nur zwei seiten der selben sache. sie sah auf ihre hände. dieser neue ring war wundervoll. der alte sollte unbedingt weg. meditate versuchte, den ring, der sie seit dem kastell begleitete, von dem finger zu ziehen, aber der ring saß wie festgewachsen.
verdammt, sie musste unbedingt eine möglichkeit finden, diesen ring loszuwerden. er war falsch, er war sehr gefährlich, er wollte ihre mission verhindern. ihre mission? ... ihre mission?

sie war dazu ausersehen, das gleichgewicht der welt zu erhalten. was tat sie also hier. sie sollte dafür sorgen, dass keine störung den jetzigen zustand aufheben könnte. es war alles richtig so.

die welt der lebenden schickte ihre müde gewordenen in die welt der toten und aus der welt der toten kamen sie in die welt der lebenden um die lücken zu schließen. das klang doch sinnvoll und vernünftig.

sie würde von jetzt an mit aller kraft dafür sorgen, dass es für immer so bliebe.



19.01.2002 00:40#269
Ahram Mit finsterer Miene wanderte Ahram durch die weißen Gänge des Palastes. Sein schwarzer Körper spiegelte sich in dem glattpolierten Bodenbelag, in Wänden und Decke. An jeder Ecke, an jeder Kreuzung standen Wesen in Form von wunderschönen Frauen, boten ihm Früchte, Wein und andere, intimere Dinge an. Mit barschen Handbewegungen stieß er sie von sich. Seine Augen fanden keinen Gefallen in ihren falschen Schönheiten, ihre süßen Worte verhallten ungehört.
Herrisch stieß der Exmagier eine Tür nach der Anderen auf, fand die dahinterliegenden Räume jedoch immer leer vor. Ein verdrossenes Knurren entwich seiner Kehle, tief und bedrohlich. Er hatte gegessen und geruht, er fühlte sich frisch. Es war Zeit zum Aufbruch. Doch noch keiner seiner Gefährten hatte sich am Schlosseingang eingefunden, der Dämonenmensch hatte bestimmt eine gute Stunde dort auf sie gewartet.

Dann hatte er begonnen zu suchen. Zuerst langsam und höflich klopfend, dann eiliger, jetzt stürmte er praktisch die Korridore hinab, stieß Türen und Torflügel rücksichtslos auf, suchte, doch vergeblich. Die Räume waren leer, verlassen, seit Jahrzehnten unbewohnt.

Doch Ahram gab nicht auf.
-Meditate!...Don-Esteban!....Krigga!....

Er rief ihre Namen, seine büllenden Schreie hallten laut und dröhnend durch das Gebäude...



19.01.2002 00:49#270
Don-Esteban Don-Esteban las und las. Hunger? Durst? Bedürfnisse von Menschen! Er hatte vor, ein Gott zu werden. Alles, was er las, war so unglaublich, so kompliziert und doch wieder von so einer geradezu primitiven Einfachheit, daß er nicht verstand, warum es ihm nicht vorher schon eingefallen war. Es war doch so klar und einfach, alles fügte sich zu einem Bild zusammen, daß Sinn gab. Genauso, wie dieser Text. Auf jeder Seite ein Bild, harmonisch, in sich geschlossen. Von überirdischer Schönheit und in ihm war das Wissen enthalten, um es zu entschlüsseln und zu verstehen. Das Bild war das Rätsel und barg den Schlüssel in sich.

Don-Esteban hatte es nicht bemerkt, aber die Versuchung hatte ihm einen Silberpokal mit Wein auf den Tisch gestellt. Ohne es zu registrieren, hatte Don-Esteban von ihm getrunken. Und all sein Hunger, sein Durst war verflogen. Dieser eine Schluck hatte seine körperlichen Bedürfnisse gestillt und er konnte sich wieder ungestört der Lektüre des Buches der Bücher widmen und so seinen Hunger nach Wissen stillen, seinen Durst nach Erkenntnis befriedigen.


19.01.2002 01:01#271
meditate die gefährten - was würden sie jetzt tun. waren es überhaupt gefährten? waren sie nicht alle darauf aus, die harmonie der welt zu zerstören? hatten sie sie nicht hierher verschleppt um sie zu zwingen, hand an das gleichgewicht zwischen ober- und unterwelt zu legen?

es waren wohl keine gefährten. wie konnte sie so blind sein. es waren feinde, die sich unter dem deckmantel einer freundschaft an sie herangeschlichen hatten! die sie von ihrer mission abhalten wollten.

sie musste etwas gegen die bedrohung machen. meditate verließ ihr zimmer und schritt die gänge ab auf der suche nach einem ihrer feinde. in der bibliothek brannte noch licht.

an einem der tische saß don-esteban und las konzentriert in einem alten buch. meditate beschloss, ihn erst einmal auszuhorchen und wer weiß - vielleicht sollte sie sich mit der lektüre ihres feindes auch einmal befassen. meditate ging zum tisch und fragte mit honigsüßer stimme: "darf ich mich zu euch setzen?"


19.01.2002 01:07#272
Champ nachdem champ allen möglichen freuden des schlosses nachgegangen war, lag er jetzt zufrieden und erschöpft auf einem weichem bett. so gut gegessen und getrunken hatte er schon lange nicht. nein, eigentlich noch nie in seinem leben. genau hier mußte das paradies sein. der schläfer hatte ja in seinen visionen an die baals im sumpf nur die befreiung aus der barriere versprochen, aber das hier übertraf es noch.
champ hatte keinerlei interesse mehr an der freiheit, wozu auch ? in der sogenannten freiheit würde es ihm mit sicherheit niemals so gut gehen wie hier. während champ so nachdachte, fiel ihm der alte schwarzmagier wieder ein, den er bei seinem erstem besuch im alten kastell getroffen hatte. damals sollte champ ein schwert für malar von ihm besorgen.
dieser schwarzmagier war sehr oft unterwegs und kam dann immer sehr erschöpft wieder zurück.
ob er diesen ort hier wohl schon vor sehr langer zeit entdeckt hatte ? das würde die erschöpfungen erklären. die waren dann nicht, wie alle vermuteten, von der reise.
aber wenn malek hierher und wieder zurück konnte, dann....
Hey, ich habe jetzt auch einen Wunsch. Ich will hier im Schloß ein Pentagramm, zu dem ich mich jederzeit telepotieren kann. Mit der entsprechenden Teleportrune natürlich.
Oder besser gleich zwei Runen, dann kann man mal einen Magierkollegen mit her bringen.
bei dem gedanken mußte champ an einen ganz bestimmten feuermagier denken. an einen, der damals nicht am angriff auf das SL beteiligt war.


19.01.2002 01:16#273
Don-Esteban "Stör mich nicht!" waren die Worte von Don-Esteban. Unwillig klangen sie, als ob er verärgert sei über die Störung. Und das war er auch. Wie konnte es diese impertinente Person wagen, ihn zu stören? Jetzt, wo er endlich die Quelle der Macht in den Händen hielt. Sah sie denn nicht, daß er viel zu erhaben war, als daß man ihn stören dürfte? Diese Wassermagierin nahm sich wichtiger, als sie es war.

Don-Esteban ließ sie links liegen oder eher stehen. Die nächste Seite wartete auf ihre Entdeckung. Diese erhabene Weisheit in diesem Werk war so überwältigend. Jeder andere hätte sie nicht verstanden, doch Don-Esteban entschlüsselte die Bedeutung der Bilder. Hätte meditate - schon dieser Name - dieses Buch verinerlicht, würde sie wissen, wie unwichtig sie doch war. Doch das würde sie nie erfahren. Dieses Wissen war zu hoch für sie, viel zu hoch.


19.01.2002 01:45#274
meditate meditate spürte die ablehnung und die unglaubliche impertinenz dieses arroganten typen, der sich einbildete, nur weil er ein bisschen lesen konnte, schon den nabel der welt zu bilden.

"stör mich nicht" hatte er von sich gegeben? wobei nicht stören?
nicht stören bei der vorbereitung des unterganges von harmonie und gleichheit? nicht stören bei der vorbereitung der zerstörung der fest gefügten ordnung? nicht stören bei mordplänen, die sicherlich ihr galten?

mit einem ruck griff meditate das buch und zog es zu sich.



19.01.2002 02:03#275
Don-Esteban Zack! Das Buch war weg. meditate hielt es in ihren Händen. Was dachte sich diese lächerliche Wassermagierin eigentlich? Don-Esteban war fassungslos. Wie konnte sie es wagen! Der Stuhl flog nach hinten, die schwarze Robe des Dämonenbeschwörers mit ihren respektheischenden Schulterstücken bauschte sich auf. Don-Esteban stand plötzlich neben dem Tisch.

"Was fällt dir ein! Gib mir sofort dieses Buch wieder oder du wirst es bereuen. Ich habe zu lange danach gesucht, als daß ich deine albernen Spiele tolerieren kann und werde. Also laß los und gib es mir wieder. Du kannst sowieso nicht darin lesen. Dein begrenzter Verstand kann den Sinn hinter den Seiten gar nicht begreifen!"

Plötzlich hatte auch Don-Esteban seine Hände an dem Buch. Er packte fest zu und zog es zu sich zurück, mit einem Gesichtsausdruck, der einen Troll zur Flucht gebracht hätte. Verbissen hatten sich die Hände in das Buch verkrallt, ja krallengleich hatten die bleichen Finger die Buchdeckel umschlossen und waren nicht bereit, sie jemals wieder loszulassen. Wie die beiden Eisen einer Bärenfalle ihr brüllendes Opfer hatten die zu Krallen mutierten Hände von Don-Esteban das Buch umfaßt.



19.01.2002 02:17#276
meditate wenn diesem machversessenen möchtegernmagier das buch so wichtig war, musste es ja wohl bedeutungsvoll sein. meditate war auf keinen fall bereit, das buch wieder herzugeben. ihre hände formten eine handvoll messerscharfer eispfeile, sie sich mit einer irren geschwindigkeit in die handflächen des don bohrten. für einen augenblick lockerte sich sein griff um das buch und dieser augenblick reichte meditate. wie der blitz sprang sie auf und rannte zur tür der bibliothek.

sie konnte gerade noch die schwere metallbeschlagene tür hinter sich zuwerfen, als der magiedilletant auch schon dagegen lief. da er offensichtlich nicht mehr abbremsen konnte, hörte meditate einen lauten knall auf der anderen seite und einen fluch und dann flog die tür auf. im weglaufen konnte sie noch sehn, dass der don eine schöne blessur auf der stirm davontragen würde. sie hechtete den gang entlang aber der dämonenfreund holte schnell auf. verzweifelt begann sie das buch zu zerreißen und die seiten hinter sich zu werfen in der hoffnung, don würde sich ablenken lassen.

ihre flucht endete plötzlich an einem springbrunnen, der rätselhafterweise im weg stand. sie sah ihn zu spät und flög der länge nach hinein. verzweifelt versuchte sie den andern rand des beckens zu erreichen



19.01.2002 02:36#277
Don-Esteban Mit von Zorn erfüllten Augen hatte Don-Esteban mitansehen müssen, wie sich das Buch in seine Bestandtteile auflöste. Doch noch vor seinem Wunsch, die wertvollen Seiten zu retten, stand sein Verlangen, die unwürdige Wassermagierin zu bestrafen. In seinen Augen hatte sie sich zu einer alten Vettel gewandelt, die mit seinem Buch davon rannte, ein irres Kichern ausstoßend und dabei noch wirres Zeug von sich gebend.

Da, sie war in diesen Brunnen gefallen, der dort stand. War er schon immer dort? Egal, es geschah ihr nur recht. Mochte sie doch ertrinken. Das Buch beschrieb einen hohen Bogen und kam Don-Esteban entgegen. Dabei flatterten immernoch Seiten heraus und verteilten sich im Raum. Don-Esteban fing das Buch auf und hielt es mit beiden Händen fest. Endlich, sein Buch war wieder dort, wo es hingehörte - bei ihm.

Dann machte er sich daran, das Buch unter einen Arm geklemmt, die umherliegenden Seiten mit der anderen Hand aufzusammeln, ohne auch nur mit einem Gedanken an meditate. Hastig klaubte er die Seiten wieder auf und stopfte sie zwischen die Buchdeckel. Immer mehr Seiten fanden so den Weg zurück, doch waren sie jetzt ungeordnet. In die Struktur war Chaos eingezogen, die Ordnung des Buches war zerstört. Die Reihenfolge der Seiten war durcheinanderbebracht worden. Don-Esteban hätte vor Wur aufheulen können. Er tat es auch, doch hörte er seine eigene Stimme nicht.



19.01.2002 02:58#278
meditate meditate erklomm die andere seite des springbrunnens und besann sich plötzlich auf ihren giftdolch.

da der don mit dem aufsammeln der blätter beschäftigt war und sie nicht mehr beachtete, konnte sie sich unbemerkt von hinten anschleichen und ihm den dolch in den arm rammen.

zum glück hatte der blättersammler sich in dem moment umgedreht und dadurch nicht den vollen stoß abbekommen, möglich auch, dass der dolch durch das wasserbad einen teil seiner giftladung verloren hatte, jedenfalls konnte der don sich noch umdrehen und meditate einen so heftigen stoß versetzen, dass sie rückwärts flog und mit dem kopf auf den springbrunnenrand schlug.
danach versank sie für eine weile in der welt des vergessens und bekam nicht mehr mit, dass sofort einige dienstbare geister zu stelle waren und sie in ihr zimmer trugen



19.01.2002 03:26#279
Don-Esteban Don-Esteban hatte meditate schon wieder vergessen. Andere Personen existierten nur am Rand, wenn überhaupt. Das Buch war wichtig. Und das er es lesen konnte. Sonst nichts. Was war nur mit den Seiten geschehen? Alles durcheinander gewirbelt. Hoffentlich waren noch alle Seiten vollständig. Wenn er doch bloß die richtige Reihenfolge wieder fand. Im Springbrunnen schwamm auch noch eine Seite, das Bild darauf war schon in Auflösung begriffen. Don-Esteban heulte auf. Verloren, das kostbare Wissen für immer verloren. Wie konnte man nur so dumm sein.

Don-Esteban wurde zunehmend von Wut gepackt. Keine kalte berechnende Wut, eher eine heiße, in ihm brennende und sein Inneres verzehrende Wut, die ihn unfähig machte, klar zu denken. Sein Buch, sein über alles geliebtes Buch. Er würde ihm einen Altar errichten und es anbeten. Wenn er es denn nur wieder zusammenraffen konnte. Verfluchte Feinde. Er würde sie alle vernichten, wenn er erstmal das Buch durchgelesen hatte und alles verstanden hatte, denn dann war er ein Gott und konnte alle bestrafen, die Strafe verdient hatten. Und das waren viele. Eigentlich alle. Außer ihm.

Langsam verspürte Don-Esteban einen Schmerz, eine Art Taubheit in seinem Arm. Als ob ihn eine Biene gestochen hätte und nun eine Überreaktion bevorstand. Die Bewegungen wurden imemr schleppender und seine Sicht wurde imemr trüber. Mit letzter Kraft schleppte er sich zurück in die Bibliothek. Seltsamnerweise stand sein Tisch diesmal ganz am Anfang und der Pokal mit dem seltsamen Wein war wieder neu gefüllt, doch das focht Don-Esteban nicht an. Er ließ sich keuchend fallen, glücklich, das Buch gerettet zu haben und nahm einen tiefen Zug aus dem Pokal. Dann sank er über dem Buch zusammen und folgte einem überaus menschlichen Bedürfnis. Er schlief ein.



19.01.2002 04:28#280
Burath Die Küsse waren heftig. Auf einmal ein tiefer Schmerz den Gnat genoss. Seine Frau biss ihn in die Lippe sodass diese anfing zu bluten. Gnat grinste nur dreckig. Er spürte ein tiefes Verlangen, wollte sich und seiner Frau gerade die Kleider vom Leibe reißen da hielt sie ihn an.

<> Während sie das sagte nahm sie Gnat's Hand und lies sie über ihre weiblichen Rundungen kreisen.
<> Sie ging zu einem Schrank und holte ein Einhänderschwert heraus. Der Griff war schwarz, ebenso der Knauf der zackenformig gebaut war und die schmale lange Klinge blitzte im Schein einer Kerze. << Hier nimm das mein Geliebter. Es ist ein magisches Schwert das dich noch stärker macht. Deine anderen Waffen brauchst du für meine kleine Aufgabe nicht>>

Gnat berührte den Schwertgriff. Sogleich durchzuckten schwarze Blitze seinen Körper. Vor Schmerzen musste er aufschreien, ging zu Boden. Es fühlte sich an als würde sein ganzer Körper zerreißen. Erst nach mehreren Minuten konnte er sich wieder fangen. Seine Augen waren schwarz und leer. Ein mordlüsterndes Grinsen lag in seinem Gesicht.

Er wartete nicht länger, verließ sein Gemach und ging nach draußen.

...

Aus der Dunkelheit tauchte eine Gestalt auf. Seitlich von ihr eine zweite. Und dann noch eine. Gnat drehte sich um und sah immer mehr auftauchen. Kurze Zeit später war er umzingelt. Die Gestalten
waren in weiße Kleidung gehüllt und hoben sich deutlich von der Landschaft ab. Ein um den Kopf gewickeltes Tuch verhüllte alles bis auf ihre dunklen Augen, in denen grimmige Entschlossenheit aufblitzte.
Der Kreis der Gestalten bewegte sich mit ihm. Immermehr rückten von allen Seiten vor. Gnat drehte sich um und sah wie sie in zwei Reihen um ihn herumstanden.
Seine innerliche Stimme erweckte zum Leben und ließ seinen Magen vor Schmerzen verkrampfen. Sie weigerte sich diese Geschöpfe zu töten und unterdrückte den Zorn, den Morddrang der vom Schwert ausging. Wer seid ihr? rief er scharf. Der innere Ring aus in Gewändern gehüllten Gestalten ließ die runden Schilde fallen und warf die Zweitspeere auf den Boden, so dass die Spitzen auf Gnat zeigten. Dann umfasste jeder einzelne von ihnen den verbliebenden Speer mit beiden Händen wie eine Stange. Sie ließen ihn keinen Moment aus den Augen.
Die Krieger im äußeren Ring warfen ihre Schilde und alle ihre Speere zu Boden und legten die Hände an die Hefte ihrer Schwerter, zogen sie aber nicht. Ein leiser rhytmischer Gesang setzte ein, und die beiden Kreise setzten sich langsam in entgegengesetzter Richtung in Bewegung. Gnat wich in einem engen kreis zurück, versuchte sie alle im Blick zu behalten. Wer seid ihr?
Der verhaltene Sprechgesang ging im Takt mit ihren seitlichen Schritten weiter. Eine Gestalt, die wie die anderen von Kopf bis Fuss verhüllt war, stieg auf einen Stein außerhalb des zweiten Rings.
<> Warum stört ihr das Leben hier? sagte er verächtlich, die Augen zu Schlitzen geformt. <> Die Worten klangen auf eine Weise beruhigend, fast mütterlich aber brachten den Zorn, die Wut in Gnat nur noch mehr zum Kochen. Verschwindet hier dann werde ich euch am Leben lassen. Wenn ihr dies nicht tut dann werdet ihr sterben Gnat umklammerte fest seinen Schwertgriff. Die Schmerzen die durch den Kampf seiner inneren Stimme und der Magie des Schwertes verursacht wurden bereiteten ihm qualvolle Schmerzen die er so zu unterdrücken versuchte. <> Etwas Mitleid konnte Gnat aus ihrer Stimme vernehmen. Verschwindet oder ihr seid des Todes zischte er.
Sie drehte ihre Hand in der Luft und der Gesang setzte erneut ein. Die Männer des äußeren Rings zogen ihre Schwerter. Lange Waffen mit weißen Griff, eine jede mit einem goldenen Ring am Knauf, an dem ein Band befestigt was, das sich in einer Schlaufe um den Hals des Schwertkämpfers legte, damit das Schwert im Kampf nicht verlorengehen konnte. Die Klingen waren allesamt gebogen und wurden zur Spitze hin breiter. Die Männer wirbelten mit den Schwertern herum, warfen sie von der rechten in die linke Hand und wieder zurück. Die Klingen kamen nie zum Stillstand. Die Männer des ersten Kreises ließen ihre Speere kreisen.
<<ämpfe nicht gegen uns und ich verspreche dir einen schnellen Tod>> sagte Nefatiana ruhig. Verschwindet hier oder ihr werdet serben erwiederte Gnat noch schärfer als vorher. Gnat's Brust hob und senkte sich, er spannte seine Kiefernmuskeln an. Der Gesang wurde geschwinder und die Kreise der Männer bewegten sich schneller.

Gnat entlud die Magie des Schwertes, wirbelte herum und wich dem Angriff aus und ließ ihn an sich vorbei. Irgendetwas sagte ihm er soll nicht töten. Er schlug nicht zu, sondern ließ sich vom Druck des Angriffs treiben. Ließ sich von seiner innerlichen Stimme und der Magie des Schwertes leiten. Der Angreifer ging taumeld zu Boden, als der erwartete Wiederstand
ausblieb.

Gnat ließ der Magie des Schwertes, dem Zorn, freien Lauf. Die beiden Kreise bewegten und sangen schneller, wirbelten ihre Waffen schneller herum. Der Sturm des Zornes aus dem Schwert durchtoste den Gardisten. Selbst in den Fängen dieses Zorns, diesem unbarmherzigen Verlangen zu töten, warnte Gnat's innerliche Stimme vor dem Töten. Es waren viele und nie hatte er jemanden gesehen, der so mit Waffen umgehen konnte wie diese Menschen. Umgeachtet dessen sog er noch mehr Magie des Schwertes in sich hinein. Sog sie in sich hinein bis die Unbarmherzigkeit des Hasses in seinem Schädel pochte und ihm fast übel wurde. Er zog sie bis in die Tiefen seiner Seele.

Gnat stand regunslos im Mittelpunkt der sich drehenden Kreise. Er legte sich die blitzblanke Klinge auf die Stirn. Der Stahl fühlte sich kalt an auf seiner erhitzten Haut, auf seinem Schweiß. Kinge sei mir treu Er hielt die Klinge senkrecht vor seinem Körper in die Höhe. Er spannte und entspannte sein Muskeln, die schweißnass glänzten. Er suchte seine innerliche Stimme inmitten des Zentrum des Hasses.

Gnat entlud die Magie, wirbelte herum und wich dem Angriff aus, ließ ihn an sich vorbei. Seine innere Stimme verhinderte das er die tödlichen Schläge ausführte und setzte sich schmerzhaft über die Magie
des Schwertes. Er schlug nicht zu sondern ließ sich vom Druck des Angriffs treiben. Ließ sich von seiner innerlichen Stimme und der Magie des Schwertes leiten. Der Angreifer ging taumelnd zu Boden
als der erwartete Wiederstand ausblieb. Sofort kam der nächste und ließ seinen Speer kreisen. Gnat wirbelte erneut herum und als der Angreifer an ihm vorüberraste zersplitterte Gnat den Schaft mit seinem
Schwert.

Jemand stieß eine Speerspitze in seine Richtung. Ohne zu stoppen glitt er an ihr vorbei, riss das Schwert nach oben und schnitt den Schaft in zwei Teile. Der nächste Angriff kam von hinten.
Gnat trat dem Mann vor die Brust und warf ihn nach hinten. Er überließ der Magie des Schwertes und seiner innerlichen Stimme. Ohne nachzudenken tat er Dinge, die er nicht einmal verstand.

Er hielt seinen Zorn, unter Kontrolle, damit er niemanden tötete. Mit der flachen Seite der Klinge schlug er dort gegen einen hinterkopf, ließ hier einen Angreifer über seinen Fuss stolpern. Je schneller
sie kamen desto schneller reagierte er. Die Magie speiste sich aus ihrer Energie. Fließend glitt er zwischen den Angreifern hindruch, zersplitterte Speere, wenn er konnte, versuchte die Hüter der
Oberwelt zu entwaffnen, ohne sie zu töten.

Dies ist eure letzte Chance aufzugeben und hier zu verschwinden. Ich werde euch töten Ihr etwas zuzuschreien war ein Fehler. Es lenkte ihn ab. Es gestattete einem Speer, seine fließende
Verteidigung zu durchbrechen. Er stand vor der Wahl, als der Zorn augenblicklich in seinem Herzen explodierte. Er konnte den Angreifer töten oder auf seine innere Stimme hören und ihn leben lassen.

Sein Schwert, dessen Spitze durch die Luft pfiff, kam herangewirbelt und kappte die Hand, die den Speer gestoßen hatte. Blut und Knochensplitter füllten die Luft. Der Schrei war der einer Frau.
Einige der Hüter der Oberwelt waren Frauen wie er jetzt sah. Es spielte keine Rolle. Sie würden ihn töten, wenn er sich nicht verteidigte. Das erste Blut ließ den Zorn, das Verlangen zu töten, inseinem Inneren heiß und durstig noch stärker aufbrodeln.

Er kämpfte gegen die Angreifer und er kämpfte gegen die Magie des Schwertes die nun drohte die komplette Kontrolle über ihn zu übernehmen. Er wollte nicht selbst angreifen. Er wollte nur das sie verschwanden. Sobald er ihre Speere zerbrach, nahmen sie andere zur Hand und warfen sich erneut auf ihn. Er glitt zwischen ihnen hindurch wie ein Phantom, bewahrte seine Energie, während sie sich verausgabten.

Der äußere Ring, der ihn weiter umkreist hatte, während der innere bereits angriff, hielt inne und begann mit wirbelnden Schwertern vorzurücken. Diejenigen, die mit Speeren bewaffnet und noch immer auf den Beinen waren, traten durch den äußeren Ring nach hinten. Anstatt auf den Angriff der Hüter der Oberwelt zu warten, ging Gnat auf sie los. Sie wichen überrascht zurück, als sein Schwert zwei der blinkenden Klingen
zerschmetterte.

Die Schwertfechter waren schneller als die Speerträger. Zu schnell. Zu sprechen und dabei gleichzeitig zu versuchen, sie zu entwaffnen ohne sie zu töten, lenkte ihn gefährlich ab. Gnat spürte wie ein heißer Schmerz über seine Rippen durchfuhr. Er hatte die Klinge nicht mal kommen sehen, trozdem hatte er sich instinktiv bewegt und anstelle eines tödlichen Schnitts nur eine leichter Fleischwunde davongetragen.

Das nun sein eigenes Blut vergossen wurde, rief die finstere Magie des Schwertes und lies die innerliche Stimme gänzlich verstummen. Nun war er nur noch eine Marionette des Bösen, mordlustig. Der Zorn, das Können der Gegner. Er konnte es nicht mehr zurückhalten. Die Möglichkeit, auf die magie des Schwertes oder seine innere Stimme zu hören, war dahin. Es raubte ihm alle Beherrschung. Er hatte ihnen ihre Chance gegeben. Jetzt war der Punkt überschritten. Ein mordlüsterndes und finsteres Grinsen erschien in seinem Gesicht.

Die Schwertkämpfer griffen in einer tödlichen Welle an. Er setzte die Magie frei. Das Zögern war vorbei, die Schranken waren gefallen, jetzt tanzte er mit dem Tod. Die Finsterniss explodierte in einem warmen Regen aus Blut. Er hörte sich kreischen, er spürte, dass er sich bewegte, er sah Männer und Frauen fallen, als körperlose Köpfe über den Boden rollten. Lustvolle Gier hatte von ihm Besitz ergriffen.

Keine Klinge berührte ihn mehr. Er konterte jeden Schlag, als hätte er ihn schon tausendmal gesehen, als hätte er schon immer gewusst, was zu tun war. Jeder Angriff bedeutete für den Angreifer einen schnellen und sicheren Tod. Knochensplitter und Blut schossen explosionsartig durch die Höhlenluft. Hirnmasse überschwemmte den Boden. All das Grauen verschmolz zu einem einzigen, lange währenden Bild des Tötens.

Erst als zwei auf einmal aus entgegengesetzten Richtungen kamen, merkte er, dass er seinen Dolch in der Linken und sein neues Schwert in der Rechten hielt. Er schlang den Arm um den Hals des einen auf der Linken und schlitzte ihm die Kehle auf, während er gleichzeitig dem anderen der Rechten das Schwert durch den Körper rammte. Beide sackten zu Boden, während Gnat keuchend stehen blieb.
Stille hallte ringsum wider. Nichts rührte sich bis auf die eine knieende Frau, die sich mit einer Hand aufrecht hielt. Die andere Hand fehlte. Sie kam auf die Beine und zog ein Messer aus dem Gürtel. Trotz seines finsteren Blickes erkannte er die Entschlossenheit in ihren Augen. Mit einem Schrei rannte sie auf ihn zu. Der Zorn pochte als er sie kommen sah. Sie hob das Messer.

Gnats Schwert schnellte hoch und pfählte sie mitten durchs Herz. Das ganze Gewicht ihres Körpers zog das Schwert nach unten, während sie von der Klinge zu Boden glitt und dabei gurgelnd ihren letzten Atem aushauchte. Gnat richtete seinen tödlichen, mordlustigen Blick hinauf zur Frau, die auf dem Stein stand. Nefatiana kletterte hinunter und enthüllte ihren Kopf. Golden blondes Haar kam zum Vorschein, tiefe blaue Augen. Eine der schönsten Frauen die Gnat je gesehen hatte.

Tränen überströmten ihr Gesicht als sie knieend zu Boden ging und Gnat anflehte sie am Leben zu lassen. Sie wollte das er sich an seine Freunde von Oberwelt erinnerte, an schöne Ereignisse und an die Wälder. Sie wollte die Oberwelt doch nur vor der Unterwelt bewaren. Gnat steckte sein Schwert an den Gürtel und zog den blutigen Dolch hervor und hielt ihn ihr an die Kehle. Du hattest deine Chance grinste er und schlitzte ihr gleichzeitig in einer ruckartigen Bewegung die Kehle durch.

Wie ein Sack klappte sie zu Boden, Gnat zog sein Schwert und schlug ihr den Kopf ab. Mit einem Grinsen im Gesicht und dem Kopf von Nefatiana in der Hand kletterte er über die Leichen und die Innerein in Richtung Schloss.
Im Gang zogen sich tiefe Blutspuren hinter ihm her. Seine Rüstung war blutgebadet und leicht zerfetzt.Er öffnete die Tür zu seinem Gemach, ging zum Schlafzimmer und warf den Kopf vor das Bett auf dem seine Frau mit einem lüsternden Blick saß. Du hast mir etwas versprochen grinste er finster und wischte sich das Blut von der Stirn.

Das Licht ging aus.



19.01.2002 11:22#281
Ahram Hilflos zappelte die Nymphe in Ahrams eisernem Griff. Die krallenbewehrte Hand hatte sich fest um dem Unterkiefer des Wesens geschlossen und zog ihr Gesicht nahe an das Antlitz des Dämonenmenschen. Sein Atem brannte heiß auf ihrer Haut, seine blauen Augen funkelten sie bedohlich an.
-Sag mir wo meine Gefährten sind.

Die Augen der Nymphe huschten umher, ihr Blick war ängstlich. -Ich...Ich...weiße es nicht.

Ahrams Pupillen weiteten sich, ein wütendes Knurren entfuhr seiner Kehle, dann spannte sich die Muskeln seines Armes und das Lustwesen wurde wuchtig gegen die weiße Wand geschleudert. Marmor splitterte, Putz rieselte auf den Boden, dann folgte der leblose Körper der "Frau". In einer merkwürdig verkrümmten Haltung lag sie zwischen den zerbrochenen Fliesen, Blut lief ihr aus dem Hinterkopf. Ahram starrte den Leichnam an. Was hatte er getan?

Wieder verkrampften sich seine Muskeln, ein gewaltiges Brüllen donnerte durch die leeren Korridore, feiner weißer Staub löste sich von Wänden und Decke. Der Exmagier atmete schwer. Er musste sich beherrschen. Der Drang, dieses verdammte Schloss einfach in Schutt und Asche zu legen, war fast übermächtig.
Langsam straffte sich der schwärzliche Körper. Er würde seine animalischen Triebe nicht sein Handeln beherrschen lassen, den Jäger hatte er schon vor Wochen besiegt und er würde es nicht zulassen ihn wieder erstarken zu lassen. Mit katzenhaften Bewegungen schritt er den Gang entlang,entschlossen weiterzusuchen.


Minuten später, Ahram war längst hinter der nächsten Biegung verschwunden, begann der tote Körper der Nymphe sich zu regen. Mit einer fließenden Bewegung war das Wesen wieder auf den Beinen, ihr Körper so makellos wie zuvor. Die Fliesen fügten sich zusammen, der zerbröselte Putz schwebte zur Decke empor und nahm seinen angestammten Platz dort ein. Ein böses Grinsen fuhr über das schöne Gesicht der Frau, entstellte es zu einer dämonischen Fratze. Dieses schuppige Wesen war zäh, doch irgendwann würde auch der Exmagier unterliegen...


19.01.2002 11:59#282
Carthos der erzbaron lief durch einen der langen und unendlich erscheinenden gänge. gedanken an die letzte nacht gingen ihm durch den kopf.
er wusste das es nicht wirklich blutfeuer gewesen sein konnte. schlisslich waren sie weiss got wie tief unter der erde. aber alles hatte so real gewirkt,....so echt.... . die amazone hatte ihm wirklich den kopf verdreht, so das er es kaum noch erwarten konnte wieder an die oberfläche zu kommen. ein lautes poltern riss ihn aus seinen gedanken. erst jetzt bemerkte er das er einen kerzenständer umgerannt hatte. zum glück war die kerze darin erloschen als der schwere metallständer zu boden viel. langsam schritt er weiter bis der endlos erscheinende gang plötzlich in einem kleinen raum endete.
hier lag alles was das kriegerherz begehrte. schwerter, äxte und und und. sein blick fiel auf einen grossen altar. beim nähergehen sah er eine goldene schwertscheide. der goldschimmer erfüllte nun die ganze halle. plötzlich hörte er blutfeuers stimme in seinem ohr.
nimm sie. nur mit ihr wirst du erfolg haben. du wolltest doch schon immer wissen wie mächtig dein zweihänder ursprünglich war. nimm sie und du wirst es sehen. wie in trance nahm er sein schwert vom rücken und nahm die aufwendig verziehrte scheide von dem grossen marmor altar. mit einem blitzähnlichen geräusch verschwand die klinge hinter einer goldenen wand die nun hell aufleuchtete. ein greller blitz durchzuckte den raum und im griff des schwertes leuchtete ein edelstein auf, der na drak vorher nicht aufgefallen war. als er das schwert wieder herauszog fielen ihm beinnahe die augen aus dem kopf. der zweihänder schimmerte feuerrot, und bei genauem hinsehen konnte man eine feueraura erkennen die die klinge umgab.
er steckte das schwert wieder in die scheide, schnallte beides zwischen seine schultern und stolzierte mit stolz geschwellter brust aus dem raum hinaus.


19.01.2002 12:09#283
Ahram Ahram sah den Erzbaron durch den Gang stapfen. Endlich! Blitzschnell war er bei ihm. Die blauen Pupillen musterten Na Drak. Er sah fast unverändert aus, bis auf den leicht überheblichen Gesichtsausdruck und die reich verzierte Schwertscheide war keine Veränderung zu bemerken.
-Ah, Erzbaron, ich grüße euch, gut dass ich euch treffe. Ich denke wir sollten langsam weiterziehen, unsere Mission ist noch nicht erfüllt. Was meint ihr, helft ihr mir unsere Gefährten suchen?



19.01.2002 12:12#284
Carthos von mir aus. du kannst ja schonmal den rest suchen gehen. ich geh schonmal vor die tür und sehe nach ob sich eins der pissviecher zu nahe an diesen komischen ort getraut hat. und wenn ja, dann gibts ordentlich was aufs maul mit lautem lachen schritt der baron weiter den gang entlang.



19.01.2002 12:22#285
Ahram Ahram schaute dem Krieger hinterher. Das Gesicht des Exmagiers zeigte Verwirrung und eine Spur Zorn. Was war das denn gerade gewesen? Der Baron schien nicht wirklich an einem Aufbruch interessiert zu sein, viel mehr war er auf sein Schwert fixiert.

Der Dämonenmensch starrte auf die Tür. Er hatte beobachtet wie Na Drak aus diesem Raum stolziert war. Schon griff seine Hand nach der Klinke, ließ die Tür kraftvoll aufschwingen.

Der Raum war leer. Ahram sah sich genau um. Weiße Wände, weißer Boden, weiße Decke, und nicht die Spur einer Einrichtung. Die Miene des Exmagiers verzog sich leicht, seine scharfen Reißzähne kamen zum Vorschein. Dieser Ort war ihm nicht geheuer.

Er trat auf den Korridor hinaus und wanderte weiter durch die Gänge, in der Hoffnung die Antwort auf seine unzähligen Fragen zu finden.



19.01.2002 14:50#286
Burath Gnat erwachte und fand sich allein in dem großen Bett wieder. Sein Rücken schmerzte, tiefe blutige Striemen zogen sich über ihn. Die Nacht gestern war heftig, voller Qualen die Gnat bis zum Äußersten genoss. Seine Blicke wanderten durch das Zimmer. Wo ist meine Rüstung? zischte er zornig. Eine ganz andere lag fein säuberlich auf dem Platz wo er seine gestern Abend abgelegt hatte, neben ihr mehrere silbern funkelnde Waffen. Das Schwert von gestern lag ebenfalls dabei.

Ein Brustpanzer, ein großer schwarzer Umhang, Panzerhandschuhe und schwarze Lederstiefel sowie eine dunkle Hose mit Plattenaufsätzen lagen vor ihm. Zart strich er sich die neue Rüstung über den Körper. Sie saß angenehm, wie für ihn geschaffen. Er fühlte sich mächtig, stärker als je zuvor.

Festen Schrittes trat er nach draußen in den Gang. Irgendetwas zog ihn in die Kellergewölbe des Schlosses. Die Schritte hallten durch den Gang bis er einen finsteren Raum betrat. Hier fühlte er sich wohl, die Dunkeltheit erfreute ihn. Ein thronählniches Sitzgebilde
machte sich vor ihm breit. Sogleich ließ er seinen Körper darauf fallen und schloss die Augen.

Er spürte eine Gefahr. Eine Gefahr für seine Frau und dieses Schloss. Ein dämonenähliches Wesen schlenderte durch die Gänge, Ahram. Tief in seinem Geist sah Gnat die Gestalt vor sich. Komm zu mir flüsterte er leise in die Gedanken von Ahram. Nun musste er nur noch warten...




19.01.2002 15:02#287
Ahram Ahram blieb stehen. Sein Geist fing vertraute Ausstrahlungen auf, endlich. Sie waren unscharf, etwas verändert, aber der Exmagier identifizierte Gnat fast sofort. Das wurde auch Zeit, vielleicht hatte er bei ihm mehr Glück als bei dem Erzbaron. Eilig schritt er durch die Gänge, die Aura den Gardisten wurde stärker.

Kraftvoll schwang die Tür auf. Die leicht floureszierenden Pupillen durchforsteten die Dunkelheit. Ahram erblickte seinen Gefährten, auf einem schwarzen Thron sitzend. Der Mann schaute ihn an, sein Blick war...merkwürdig.
Der Dämonenmensch trat noch einige Schritte auf ihn zu, dann blieb er stehen. -Gnat? Seid ihr in Ordnung?



19.01.2002 15:10#288
Burath Ein dröhnendes, tödliches Lachen ertönte im ganzen Raum. Gnat tat eine Handbewegung und schon viel die Tür hinter Ahram krachend zu.
Ja ich bin in Ordnung, mir ging es nie besser wenn ich ehrlich bin. Wie ich sehe geht es euch auch gut, aber nicht mehr lange.
Gnat stieß wieder ein lautes Lachen aus. Er erhob sich von seinem Platz und lies die Klinge des Schwertes nach oben schnellen.

Ich lasse nicht zu das ihr diesen Palast und seine Bewohner gefährdet. Ich werde euch töten elendes Geschöpf. Es wird mir eine Freude sein euch gequält am Boden zu sehen.

Drohend lies Gnat das Schwert in der Luft kreisen. Ein dreckiges Grinsen lag auf seinen Lippen.



19.01.2002 15:15#289
Ahram Langsam wich Ahram zurück.
-Bei Beliar, kommt zu euch. Ich bin nicht euer Feind, und ich werde nicht gegen euch kämpfen. Wir haben eine Mission zu erfüllen.

Waren in diesem Palast denn alle verrückt geworden? Der Körper des Exmagiers spannte sich, er zweifelte nicht an Gnats Worten...



19.01.2002 15:22#290
Burath Seid still Narr, wenn ihr euch nicht wehrt dann verspreche ich euch einen schnellen Tod. Gnat's Mine verfinsterte sich.

Mit gehobenen Schwert stürmte er auf Ahram zu und lies es bedrohlich auf den Dämonen zurasen. Geschickt wich Ahram den Attacken aus, konnte sich immer wieder in Sicherheit bringen, setzte aber nie selbst zum Angriff an. Zu feige um anzugreifen? grinste Gnat und holte zu einem weiteren Schlag aus.


19.01.2002 15:43#291
Ahram Blitzschnell schoss die Klinge vor, Ahrams warf sich zur Seite, rollte sich ab, sprang auf die Füße, nur um dem nächsten Hieb auszuweichen. Gnats Schwert krachte auf den Boden, der Stein zerbarst und kleine Brocken flogen umher. Elegant wurde die Waffe herumgewirbelt und bedrängte den Exmagier. Gnats Miene war zu einem grimmigen Grinsen verzogen, es bestand kein Zweifel dass er seine Drohung wahr machen würde. Ahram musste hier weg.

Seine Beinmuskeln spannten sich, dann katapultierten sie den schwarzen Körper durch die Luft. Die Krallen an Händen und Füßen gruben sich in den grauen Marmor einer Säule, schnell kletterte der Dämonenmensch an ihr hoch. Schon war Gnat unter ihm, holte weit mit seinem Schwert aus, die Klinge sirrte, dann traf Metall auf Stein. Die mächtige Waffe durchschnitt die Säule als bestünde sie aus Butter. Die Konstruktion begann zu wanken, dann, erst langsam, dann schneller, fiel sie dem Boden entgegen.

Krachend und polternd zerbarst der Fels, splitterte in hunderte kleiner Brocken. Als der Staub sich legte, war von Ahram keine Spur. Der Dämonenmensch hatte sich kurz vor dem Aufprall abgestoßen, war dann schnellstmöglich zur Tür gesprintet und hatte die Kellergewölbe verlassen.

Nun saß er nachdenklich in einem entfernten Korridor, die Augen waren blicklos, er überlegte. Erst Na Drak, jetzt Gnat. Ein schrecklicher Verdacht stieg in ihm auf. Er musste Meditate finden...



19.01.2002 15:46#292
Burath Finster lachte Gnat Ahram hinterher. Du brauchst gar nicht versuchen zu fliehen. Ich werde dich finden und töten Dann ließ er sich erschöpft auf den Thron fallen und schloss abermals die Augen.



19.01.2002 16:12#293
Krigga Im Schloss war es relativ still, würde eine Fliege durch die Gänge sausen so würde sie niemanden sehen, das Schloss war so unheimlich groß und weitläufig, hier konnte man einfach nur glücklich werden. Aber würde die Fliege durch einen bestimmten Gang fliegen so könnte sie ein Lachen wahrnehmen, eher ein kichern. Es drang durch eine große weiße Tür hindurch. Innerhalb dieser Tür war sonst ein einfaches Zimmer, Säulen zierten es und es war ganz und gar mit Marmor bedeckt. Ein kleiner Springbrunnen gab leise blubbernde Geräusche von sich. Aber seid Krigga diese neuen Kräfte hatte hatte sich auch dieses Zimmer verändert. Es war über und über mit Pflanzen bedeckt, mit exotischen Pflanzen, wunderschönen Pflanzen. Es duftete herrlich und alles war so bunt und wunderbar, soetwas würde jedem Menschen auf Erden gefallen. Eine traumhafte Kombination von Farben und Formen. Über dem kleinen Springbrunnen befand sich das "Zentrum" dieser Pflanzengestaltung, es hing in der Luft und bestand aus einem einzigen Blütenkopf der einfach riesengroß war, eine mutierte Pflanze, aus diesem Blütenkopf drang Gelächter heraus, er war nicht ganz geschlossen, oben war er offen...aber man konnte die Schatten zweier Personen erkennen die sich umarmten. Plötzlich wurde ein Blütenblatt umgeknickt und man konnte eine zarte Hand sehen. WÜrde man die Sicht ein bisschen drehen so würde man eine wunderschöne Frau sehen bis zu ihrem Bauchnabel, den Rest verdeckte ein Blütenblatt, sie lachte sanft und lächelte jemanden an. Bald konnte man sehen wen sie anlächelt, denn auf einmal fuhr eine Hand entlang ihres Körpers bis zu den Wangen des Mädchens. Der Hand folgte ein Männerkörper, besser gesagt folgte der Hand Krigga. Die beiden küssten sich innig und da meinte Krigga fragend.... noch Wein meine Liebe ?
Das bildhübsche Wesen nickte nur kurz und Krigga streckte seine Hand in Richtung Boden wo eine Weinflasche mit 2 Gläsern stand. Eine Pflanze umschlang die einzelnen Utensilien und dann zog sie die Gläser und die Flasche hinauf zu der großen Blütenpflanze. Kriggas Hand konnte die Pflanze steuern und so schenkte die Pflanze den Wein in die Gläser ein. Das Mädchen richtete sich etwas auf und nahm ein Glas, Krigga das andere, sie stießen an und beide nahmen einen kleinen Schluck davon, dann stellte Krigga das Glas wieder ab und nahm sich eine Weintraube von einer Staude die auf einer der Pflanzen wuchs. Er schubste die Traube über den Bauch des Mädchens hinauf, bis zu ihrer Brust und wollte weiter spielen, aber das schmiss die Frau das Glas voll Wein hinterrücks einfach weg, zog Krigga an sich heran und küsste ihn wieder, die Blütenpflanze schloss sich wieder und man konnte sehen wie sich die beiden liebten.



19.01.2002 17:05#294
Krigga Das Blütenblatt wurde geöffnet und eine Pflanze umschlang das Mädchen. Sanft wurde sie in die Höhe gehoben und am Boden abgesetzt...sie nahm sich ihre Kleider und verschwand durch die Tür.
Krigga wurde ebenfalls von einer Pflanze auf ein anderes Blatt gehoben....dort lagen ein paar Stengel. Krigga zündete sich einen davon ab und schon ging eine Rutschfahrt los, Krigga rutschte entlang der Pflanze in ein kleine Becken das voll mit wasser war...das Licht schimmerte bunt durch die übergroßen Blütenblätter..wieder andere Frauen kamen und masierten ihn...sie lehrten wohlriechende Öle in das Wasser und bezirtzten ihn.
Krigga konnte hier seine Träume wahr werden lassen, hier wollte er nie wieder weg.



19.01.2002 20:21#295
Lebendes Dunkel Der Schatten stand mit offenem Mund am Fuß des Hügels. Er hatte nicht bemerkt wie die Gruppe der weißgekleideten Gestalten an ihm vorbeigezogen war; er war wohl vor Erschöpfung irgendwann eingedöst. Den Kampf hatte er jedoch sehr wohl mitbekommen. Dieser Gardist hatte sie alle umgebracht! Und er hatte ihm tatenlos dabei zugesehen....Schon wieder hatte er versagt. Die Gesatlt musste herausfinden was in dem Schloß vor sich ging. Doch das musste gut vorbereitet werden....



20.01.2002 02:40#296
Krigga Kriggas bad war beendet, die letzten Stunden verbarchte er ohne die Frauen die ihn versorgten und massierten und ihn bezirtsten, nur eine ist hier geblieben die bei Krigga in der "Wanne" lag. EIne kleine Rauchwolke stieg aus Kriggas Mund, die Stengel benebelten langsam seinen Verstand. Eine normale Rauchwolke bildete sich, aber Krigga wollte sie nicht normal, er wollte eine Form, seine Gedanken strömten auf die Wolke über und schon verwandelte sie sich in ein einen grinsenden Totenschädel. Das nackte Mädchen neben ihm lächelte, Krigga strich mit dem Zeigefinger entlang ihres Oberarms über ihre Schultern hinab... . Die beiden küssten sich und das Pflanzenbecken ließ nach, Krigga und das Mädchen vielen ein kurzes Stück hinab, aber sie unterbrachen nicht ihren Kuss. Ein weiches riesengroßes Blat bremste ihren Fall und wieder bildete sich soetwas wie eine Schlafkammer um die beiden, aus bunten Blättern, Weintraubenstauden und anderen Pflanzen.
Krigga, ein scharfer Denker, er musste schlau, schnell und kräftig sein um da draußen in der Natur überleben zu können, er musste strapazierfähig sein und das war er auch, er konnte sich zu den besten Kämpfern und Denkern der Barriere zählen doch nun...., was war mit Meditate, Krigga hatte doch einmal Gefühle für sie und nun ließ er sich mit jedem Rock ein der ihm über den Weg lief, er war benebelt vom Wein und von den Stengeln, warum das alles ?
Doch Krigga dachte anders als sonst er dachte nicht was sein wird sondern was ist.
Warum sollte ich hier herauswollen, ich weiß ja nichtmal ob mir das Ziel unserer Mission gefallen soll oder nicht, und diese Meditate...ein Hoffnungsloser Fall von Keuschheit, was solle er mit der wenn er doch hier das Paradies hatte, seine FReunde da oben konnten ihm auch gestohlen bleiben, hier unten hatte er bessere Freunde, wahre FReunden, sie glaubten ihm und hier unten hatte er Mächte die nicht Vorstellbar waren.
Für einen kurzen Augenblick überletge Krigga was ihm da gerade überkam, doch ein inniger Kuss ließ ihn wieder in seinen benebelten Glauben zurückfallen. Hier war es schön, hier waren seine Freunde..oben ist es schlecht..alle der GEfährten und die an der Oberwelt waren seine Feinde.



20.01.2002 03:19#297
Don-Esteban Nachdem sich Don-Esteban gegen den lächerlichen Versuch der sich selbst maßlos überschätzenden Wassermagierin durchgesetzt hatte und wieder zurück in der Bibliothek über den zusammengerafften Teilen seines Buches thronte, wie eine Glucke über ihren Eiern oder treffender, wie ein Drache über seinem Schatz, setzte er das Studium eben dieses Schatzes fort.

Zwischendurch mußte er eingenickt sein, denn einmal war er hochgeschreckt und hatte panisch umhergeblickt, lauernd, ob nicht eine Gefahr drohte. Doch dann fuhr fort, sich auf das Buch zu konzentrieren und las die Seiten, wie sie ihm in den Blick kamen, so durcheinander, wie er sie aufgesammelt hatte. Ein ums andere Mal entsprang seiner Kehle ein seltsames Kichern, so als ob er sich über etwas freute, das niemand anders wüßte. Ein gehetzter Blick und wieder war Don-Esteban in den Blättern aus Pergament versunken.

Durch die Aktion von meditate war das Buch durcheinander geraten. Und nichts an den einzelnen Seiten deutete auf eine Reihenfolge hin, auf eine Ordnung, die die Seiten einnahmen. So war es unmöglich, die losen Blätter wieder zu einem Buch zusammenzufügen. Don-Esteban las so, wie ihm die Blätter ins Auge fielen, durcheinander, mal von diesem Stapel, mal von jenem. Doch die fehlende Ordnung des Buches hatte eine üble Wirkung. Sie übertrug sich nämlich auch auf die Ordnung seines Geistes.

Don-Estebans Bewegungen beim Lesen der Seiten wurden immer fahriger, unruhig blätterte er um und geistesabwesend nahm er die Seiten stoßweise in die Hände, die mittlerweile Krallen ähnlicher waren und stieß sie auf, nur um sie einen Augenblick später wieder aus den Fingern gleiten zu lassen und sich dem nächsten Stapel zu widmen oder eine weitere Seite zu lesen. Hin und wieder kicherte er merkwürdig. Seine Haare hingen ihm strähnig ins Gesicht, seine Augenbrauen waren dicht auf die Augen gesunken und sein Blick wurde immer verkniffener.
"Hihihihi... aahhsooo" ließ sich seine Stimme vernehmen, die plötzlich sehr kratzig klang. Dann sprang er auf einmal auf und blickte in die riesige Halle der Bibliothek, in der das gesamte Wissen aller Zeiten gespeichert war. Seine rechte Augenbraue bewegte sich und plötzlich flatterten die Bücher nach oben, wie Vögel, schlugen mit den Deckeln, wie mit Flügeln. Dann fielen die Regale plötzlich auf die Decke und zerbarsten, wie Glas in Millionen winziger Splitter, die sich auf der Decke verteilten. Danach verknotete sich der Raum. Die umherflatternden Bücher stimmten ein Lied an und huldigten Don-Esteban. Dann lasen sie sich selbst vor, allerdings schweigend.

Der Raum entknotete sich wieder und war plötzlich eine perfekte Kugel von den ungefähren Ausmaßen der Barriere. Don-Esteban schwebte in der Mitte. Die Bücher kamen wieder angeflattert und bildeten eine schwebende Treppe. Don-Esteban ging mit wirrem Haar und würdevoll, wie es sich für einen zukünftigen Gott gehörte, die Treppe hinunter. die Bücher flatterten immer wieder neu umher, wenn oben die Stufen genommen waren, flogen sie wieder unten heran und bildeten neue Stufen. Ein ewiger Kreislauf.

Irgendwann wurde das zu langweilig und Don-Esteban streckte die Hand aus, zog die meilenweit entfernte Wand zu sich heran und bestimmte sie zum neuen Boden. Danach war wieder alles normal. Die Regale fehlten zwar, aber dafür waren sie wieder gefüllt langen Reihen aus Büchern. An seinem nun fehlenden Tisch saß Don-Esteban auf einem imaginären Stuhl und ordnete kichernd die schwebenden Seiten, indem er sie immer wieder neu auf der nun nichtmehr stofflich notwendigen und deshalb eliminierten Tischfläche verteilte.



20.01.2002 12:49#298
meditate meditate durchstreifte die gänge. sie hatte eine neue mission. die war so wichtig, dass alles vergessen war, was sie früher einmal wichtig fand. es war ihre aufgabe, die harmonie, das gleichgewicht der welt zu bewahren. sie war die bewahrerin. sie war die hüterin. sie musste jeden vernichten, der das gelichgewicht in frage stellte.

da, hinter dieser tür lauerte ein feind. sie wußte es, einer, der das gleichgewicht gefährdete. sie stieß die tür auf und stand dem baron gegenüber.


20.01.2002 12:55#299
Carthos na drak sass ihr gegenüber auf einem stuhl und schaute sie grinsend an. auf seinem schoss lag das schwert, welches allerdings immer noch in der scheide steckte.
mir war klar das irgendwann einer von euch drecksäcken hier auftauchen würde. ich hab hier was, was ihr wohl gut gebrauchen könnt um dieses seltsame tor zu schliessen, welches es wahrscheinlich gar nicht gibt. aber eins sage ich dir schätzchen. das hier bekommst du nicht. der erzbaron zog das schwert aus der scheide. im halbdunkel des zimmers sah man deutlich die feuerrote klinge und die aura die es umgab.



20.01.2002 13:03#300
meditate "wen interessiert das tor, ich will, dass ihr alle hier verschwindet. ich weiß, dass du hier die macht übernehmen willst und mich an die unterweltmächte ausliefern willst. es wird dir nicht gelingen, ich habe großartige helfer, die mir beistehn"

auf einen wink von meditate materialisieren sich aus den wänden mehrere blaue geister, die alle schwerter in den händen hielten und bedrohlich auf den baron zuhielten. meditate erhob sich und begann über der erde zu schweben, immer höher, bis sie etwa zwei meter über dem baron hing. dann entließ sie aus ihren händen einen gewaltigen regen nadelscharfer eispfeile, die sich in den baron bohrten.



20.01.2002 13:12#301
Carthos aaaaahhhhhhh du kleines biest ein schmerz durchzuckte seinen körper. doch dann stiess er den stuhl zurück.
jetzt kannst du zeigen was du drauf hast mein guter sagte er an sein schwert gerichtet. der erste geist stürmte auf na drak zu.
saurons zweihänder flog durch die luft und als er den geist traf durchzuckte ein blitz den raum und von dem blaumann war nichts mehr übrig. zwei andere kamen aus 2 verschiedenen richtungen auf ihn zu.
ein geist konnte noch einen schlag anbringen, der jedoch vom baron geblockt wurde. mit einem lauten kampfschrei machte dieser eine 360° drehung, das schwert fest in beiden händen und köpfe die beiden geister. der letzte griff ihn von hinten an. erst als er einen dumpfen schlag gegen seine rüstung hörte, bemerkte er diesen. eine weitere drehung und auch dieser gegner war nur noch müll. dann drehte er sich zu meditate, die in diesem augenblick weitere eispfeile auf ihn schoss. blitzschnell hielt er sein schwert schützend vor seinen körper und die pfeile schmolzen.
deine pfeilchen kann man höchstens zum kühlhalten von bier benutzen. laut lachend stürzte er auf sie zu.



20.01.2002 13:26#302
meditate meditate entwischte knapp und verscuhte vergeblich den baron zu vereisen. ihr mana hatte sich einfach nicht schnell genug erholt. also stürzte sie sich mit einem wutschrei auf den lippen mit ihrem dolch auf den feind. den dolch hatte sie heute früh mit einem schnell wirkenden tödlichen gift bearbeitet. das sollte dem baron schnell den garaus machen.



20.01.2002 13:35#303
Carthos na drak sah wie ihr die mittel und wege ausging ihn zu bezwingen. schliesslich stürzte sie sich mit einem dolch auf ihn.
kleine geh damit lieber kartoffeln schälen mit dem ding hatte sie nie eine chance. er holte mit seinem zweihänder weit aus. doch nun war sie schon vor ihm und stiess ihm den dolch mit all ihrer kraft in die seite. es tat fürchterlich weh. wütend stiess er sie in die ecke und holte mit seinem schwert aus und schlug mit ganzer kraft zu. als er sie traf durchzuckte wieder ein gewaltiger blitz das zimmer und es gab ein hässliches krachen, was nur von zersplitternden knochen kommen konnte. als der blitz einen blick auf sein opfer zuliess sah er das er sie mitten in ihrer linken seite erwischt hatte. blut spritze aus ihr heraus und teile ihrer kleidung hatten feuer gefangen.



20.01.2002 14:01#304
Ahram Ein schwarzer Schatten schoss durch die Tür, Holz splitterte geräuschvoll. Ahram rollte sich zur nächsten Wand und stieß sich kraftvoll ab. Wie ein Pfeil flog er auf den Erzbaron zu, erwischte ihn mit der Schulter am Kopf. Es gab ein merkwürdiges Knacken war zu hören, dann purzelten beide Kämpfer zu Boden. Schnell rappelte sich Ahram auf. Mit einem flüchtigen Blick überzeugte er sich davon dass sein Gegner zumindest zeitweise außer Gefecht war, dann stürzte er zu Meditate.

Dem Exmagier blieb fast das Herz stehen, als er sah wie übel seine Gefährtin zugerichtet war. Ihre linke Seite sah nicht gut aus, auch wenn die Flammen schnell gelöscht waren, die tiefe, blutige Wunde konnte nicht so einfach versorgt werden. Der Geruch von verkohltem Fleisch stieg dem Dämonenmenschen in die Nase, die Klinge des Schwertes musste sehr heiß gewesen sein.
Ahrams Augen wurden wässrig, seine Innereien zogen sich voller Panik zusammen. -Meditate... Meditate... So sag doch was, wie kann ich dir helfen?..


20.01.2002 14:36#305
meditate meditate öffnete wieder die augen, die sie vor dem heftigen schmerz eine weile geschlossen hatte. vor sich sah sie diese eckelhafte eidechse, die sie ständig verfolgte.

"verschwinde hier du monster. du bist doch am allerschlimmsten. du warst es doch, der diese ganzen feinde erst hier herunter geschleppt hat. du warst es doch, dem ich die schmerzen zu verdanken habe."

meditates hand formte wieder eispfeile von besonderer schärfe. ihr mana hatte sich erholt und auf diese kurze distanz sollte es ihr wohl gelingen, ihn wirklich zu schädigen. sie stieß ihre hände mit der geballten kraft tausender von eispfeile in seine seite, so dass es ihn von den füßen riss.
meditate sprang auf und stürzte zu ihrem dolch, den sie vorhin hatte fallen lassen. sie fasste ihn fest und stieß ihn in den arm von ahram, der ihr völlig ungläubig seine hand entgegengestreckt hatte.



20.01.2002 14:50#306
Ahram Ahram starrte ungläubig auf seinen Arm. Die vergiftete Klinge hatte die Schuppenhaut durchbrochen und sich tief in das dunkle Fleisch gebohrt. Die blauen Pupillen wanderten zu Meditates Gesicht, Verwirrung und Enttäuschung waren in ihnen zu lesen.

Der Exmagier fühlte seine Gedanken schwerfälliger werden, sein Geist schien verklebt zu sein. Er wurde müde.

Leblos fiel der schwarze Körper auf den Boden, das große Dämonenherz stellte seinen Dienst ein, sein Blut, schwer vom Gift, kam zum Stillstand. Schon begannen die sterblichen Überreste des Dämonenmenschen auszukühlen.
Ahrams Liebe war sein Verhängnis gewesen.



20.01.2002 15:11#307
meditate meditate erhob sich und rollte mit fuß verächtlich den kadaver des dämonenmenschen auf den rücken. endlich war sie von diesem untier befreit. wenn sie sich nur vorstellte, dass er sie mal mit diesen klauen berührt hatte, würgte es sie. und wie eckelerregend seine haut sich angefühlt hatte!
triumphierend trat sie noch einmal kräftig zu. diese eidechse würde sie nicht mehr an ihren plänen hindern.

dann trat sie zu dem erzbaron, der benommen auf dem boden hockte.
"na? hast du noch nicht genug? mein messer ist wohl nicht so richtig durch deine alberne rüstung gedrungen? das können wir gleich vollenden."
sie ließ sich vor dem baron in die hocke sinken und stellte ihm ihr messer genau auf den kehlkopf

"ich brauch noch nicht einmal das gift. ich muss nur zustechen und ich habe wieder meine ruhe. dann kann hier wieder frieden einziehen und die harmonie der welten weiter bestehen bis ans ende aller tage."

meditate machte sich bereit, das messer mit aller kraft in den hals des barons zu rammen.



20.01.2002 15:20#308
Carthos in diesem augenblick schnellte er nach vorne und packte den arm in dem sie ihren dolch hielt. ein kräftiger tritt aus der hocke gegen ihre beine holte sie von den füssen und so knallte sie mit dem rücken auf den boden. na drak nahm den dolch, den sie beim sturz verloren hatte und hielt ihr nun ihr an die kehle. na tolles gefühl so ein ding am hals zu haben. du kleines billiges miststück hast wohl gedacht du könntest mir ernsthaft probleme machen ? das ich nicht lache ! geh lieber sand spielen und stör keine schwerarbeitenenden menschen. er steckte den dolch in seine tasche, nahm seinen zweihänder, steckte diesen in die scheide die immer noch auf dem bett lag und verliess den raum.


20.01.2002 15:41#309
Don-Esteban Von all diesen Ereignissen bekam Don-Esteban nichts mit. Er frohlockte. Nachdem er die Herrschaft über den Raum an sich gewonnen hatte, kam nun die unbelebte Materie an die Reihe. Ein albernes Kichern kam glucksend aus seinem Mund, der sich, wie das gesamte Gesicht, ja die ganze Gestalt merkwürdig verändert hatte. Die Mundwinkel waren tief herabgezogen und Geifer hing in langen Fäden an ihnen herab. Die Haut war blaß und fleckig, der Blick bohrend, die Nase war zu einem gewaltigen Hacken geschwungen.

Der Pokal mit dem Wein oder was auch immer diese Flüssigkeit war, fiel Don-Esteban ins Auge. Er ließ ihn in Augenhöhe schweben, drehte ihn um und der Wein war zu Stein geworden. Er fiel in einem Klumpen heraus auf den Boden und zersprang in viele Teile, die wieder flüssig wurden. Danach gingen die einzelnen Tropfen in Flammen auf, entstanden an der Spitze der Flammen aber jeweils neu und vereinigten sich wieder in einer wabernden Kugel, die im Raum schwebte.
Das Spielchen wurde Don-Esteban langsam langweilig. Mit einer Pfütze Wein rumzuspielen, war ja ganz nett, aber letztendlich war das nur etwas für Anfänger. Er war mehr als das, er war ein Meister. Also suchte er sich ein neues Objekt. Eine Statue kam gerade richtig. Augenblicklich zerfiel sie zu Staub, der sich wieder zu der Statue erhob. Ein Wasserschwall kam aus dem Boden und traf die Statue, nichts passierte. Die Statue bestand jetzt aus Wasser und eine Fontäne aus Staub verschwand im Boden und hinterließ nur einige Flecken, die bald trockneten. Nachdem die Statue wieder zu Stein geworden war, der bei Umgebungstemperatur brodelnd verkochte, schwebte an der Decke eine Schicht aus festem Dampf. Sie senke sich herab und haargenau die gleiche Statue stand wieder da, wo sie sich anfangs befand. Allerdings sah sie jetzt vollkommen anders aus.


20.01.2002 16:25#310
Burath Ein dröhnendes Lachen hallte durch die finsteren Kellergewölbe des Schlosses. Gnat saß auf seinem schwarzen Thron, Tränen der Freude liefen ihm aus den schwarzen Augen. Vor seinem geistigen Auge sah er was Meditate mit dem Baron und Ahram gemacht hatte. Gutes Mädchen, zu schade das du nicht mehr lange leben wirst flüstert er leise.

Auf einmal trat seine Frau aus der Dunkelheit hervor. Er erhob sich und drückte sie grinsend gegen die Wand. Sag mir was mein Schwert eigentlich bewirkt. Es macht mich .. so mächtig

Sie erwiderte sein Grinsen Das Schwert macht dich stark, stärker als je zuvor. Außerdem macht es dich so schnell wie der Blitz, deine Gegner werden dich nie treffen können, du wirst einfach an ihm vorbeigleiten und dann hinter ihnen stehen. Das Schwert besitzt Magie, wenn du es festhälst bist du auch noch in der Lage die Gegenstände deiner Umgebung mit deinem Geist zu beeinflussen.
Sie gab ihm einen Kuss und verschwand dann wieder still in der Finsterniss. Stolz und erhobenen Hauptes setzte sich Gnat wieder auf seinen Thron. Komm nur sagte er leise.



20.01.2002 17:00#311
meditate meditate spürte jeden knochen, die tiefe schwertwunde konnte sie ja sicher noch selbst behandeln aber die vielen gebrochenen knochen überstiegen bei weitem ihre möglichkeiten. warum hatte sie sich auch so blöd benommen. warum hatte sie nicht mehr der magie dieses schlosses vertraut. das schloss wollte ihr doch helfen, die harmonie zu erhalten.

meditate trat auf den gang und presste die heftig blutende wude mit der linken hand zusammen. die rechte hand, in der sie vorhin das messer gehalten hatte, war nicht merh zu gebrauchen. in der hand war wahrscheinlich jeder knochen gebrochen.

trotzdem machte sie sich keine sorgen. es würde sich schon eine möglichkeit finden, die hand wieder in ordnung zu bringen. sie humpelte den gang entlang und suchte das zimmer von champ. den aufgeblasenen zukünftigen dämonendressierer wollte sie nun wirklich nicht mehr behelligen.

als sie das zimmer gefunden hatte, trat sie unaufgefordert ein. champ lag in einem breiten bett, in jedem arm einen wunderschönen weiblichen dämon, der ihn mit konfekt und obst fütterte. über ihm flogen kleine elfen, die ihm mit palmwedeln frische luft zuwedelten. zu seinen füßen saßen succubi, die ihm die fußsohlen massierten und hin und wieder küssten. außerdem saßen im zimmer die schönsten mädchen, die ihm mit harven und geigen die schönsten melodien vorspielten. in der ecke des raumes plätscherte ein springbrunnen und in volieren jubilierten exotische vögel.

meditate blieb erstaunt stehen. das war es. hier traf sie auf einen gleichgesinnten, champ würde ihre vision von harmonie nicht zerstören.


20.01.2002 17:36#312
Champ champ sprang erschrocken auf, als er meditate in ihrem zustand sah. so schwer verletzt wie sie war, brauchte sie unbedingt hilfe.
er sah in der tasche nach, in der er seine mana und heiltränke aufbewahrte, aber die heiltränke waren längst aufgebraucht.
zum glück hatte er ja jetzt seine teleportrunen, mit der er sich jederzeit zurück in das schloß teleportieren konnte. es fiel ihm zwar nicht leicht, die schönen mädels hier ganz alleine zu lassen, aber meditate ging erstmal vor. Medi, warte hier. Ich teleportiere mich kurz ins Sektenlager und hole dir ein paar Heiltränke. Warte hier solange.
ohne weiter auf meditates reaktion zu warten verschwand champ in einer blauen magiewolke.



20.01.2002 17:49#313
meditate meditate sah sich in dem raum um. hier wohnte noch ein wahrer freund, einer der es sich nicht zum ziel gesetzt hatte, die welt zu verändern, der leichthin zum jetzigen zustand sagen konnte, verweile doch, du bist so schön.
meditate fühlte sich hier unheimlich wohl und konnte sich trotz der recht heftigen schmerzen, auf einem der zahlreichen sofas ausstrecken. sofort waren die dienstbaren geister da und kümmerten sich um sie.



20.01.2002 18:04#314
Champ eine halbe stunde später tauchte champ wieder direkt auf dem pentagramm auf. in seiner hand hatte er einige neue heiltränke, die er sich aus cor kaloms labor geholt hatte. sofort kümmerte er sich um meditate, die allerdings schon von den anwesenden elfen liebevoll umsorgt wurde.
schnell schlossen sich meditates wunden nach verabreichung der starken heiltränke. nur meditates nase, die gnat ihr gebrochen hatte, wollte nicht heilen.

Erzähl doch mal, wie das überhaupt passieren konnte. Hast du etwa zu ausgelassen gefeiert ? Obwohl, du siehst garnicht betrunken aus.
meditates zustand ließ sich hier in diesem gebäude des friedens und der freude überhaupt nicht erklären, zumindest für champ nicht.



20.01.2002 18:27#315
meditate "grauenvolle dinge passieren. man hat es auf unsere idylle abgesehen. die, die uns hier herunter begleitet haben, wollen uns jetzt ans leben. sie wollen uns aus unserem pardies vertreiben, selbst die macht übernehmen und uns verjagen und umbringen. ich muss das verhindern. deshalb sehe ich so aus.
heute habe ich gegen dieses dämonenmonster gekämpft und konnte es zum glück töten. bei dem baron war ich nicht so erfolgreich und der dämonendompteur läuft auch noch frei rum. aber ich werde sie alle kriegen. jetzt werde ich erst mal nach dem anderen möchtegernkrieger suchen, ich fürchte, der führt auch grausige dinge im schilde. und den waldmenschen habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen. wer weiß, was der vorhat.

ich komme wieder, wenn ich hilfe brauche. ach übrigens, wenn dir dieses andere weibsbild unter die finger kommt, das mit uns hier unten angekommen ist, am besten, du zerreißt sie mit einer sturmfaust in tausend stücke. die sah auch immer so hinterhältig aus.

damit verließ meditate den raum und champ konnte sich wieder von seiner erschöpfung bei seinen damen erholen.



20.01.2002 19:21#316
Ahram Dunkelheit. Nur eine einzige Kerze spendete mit ihrer kleinen Flamme ein wenig Licht, gerade genug um die Umrisse eines Steinaltars zu enthüllen. Reglos lag der Körper eines Wesens auf dem Fels, seine Konturen verschmolzen mit der Finsternis. Völlige Stille.

Dann wurden die Lider aufgeschlagen, floureszierende Augen starrten an die Decke. Langsam und bedächtig strafften sich die dicken Muskeln, die überall unter der Schuppenhaut verborgen lagen, und das Wesen erhob sich. Leise schabten Hornkrallen über den Stein , dann waren tiefe Atemzüge zu vernehmen, als die Lungen endlich wieder mit Luft versorgt wurden.

Ahram lebte.

Ruhigen Schrittes verließ er den Raum, seine Miene war frei von Gefühlen. Seine nackten Füße patschten auf dem ebenen Boden. Die angrenzende Halle war wunderschön. Schwarzer Marmor bekleidete Wände, Decke und Boden, Skulpturen aus schwarzem Stein standen neben fein geschwungenen Säulen, ebenfalls in schwarz gehalten. Schwarze Kerzen warfen ihren geisterhaften Schein auf einen schwarzen, steinernen Sessel. Kein Kissen bedeckte die Sitzfläche, kein Polster war an den Lehnen befestigt.

Der Exmagier setzte sich. Sein Blick war starr und gefühllos. Er dachte nach. So saß er da, Minuten wurden zu Stunden.

Warum hatte Meditate das getan? Hatte sie ihn getötet? Wieso war er wieder am Leben?

Unbemerkt war ein zweites Wesen in den Raum getreten. Ohne Eile drehten sich die Pupillen des Dämonenmenschen, fixierten die Gestalt, die inzwischen neben dem Sessel angelangt war.

Es war eine Frau, jung und wunderschön. Ihre dunkle Haut wurde nur spärlich von einem schwarzen Kleid bedeckt, ihr ebenfalls schwarzes Haar umspielte ein zartes Gesicht.
-Du lebst. Das ist schön, ich freue mich, Liebster.

Ahram blieb stumm. Er kannte dieses weibliche Wesen nicht und war auch nicht daran interessiert diesen Zustand zu ändern. Seine Gedanken kreisten noch immer um die gleichen Fragen.
-Dieses Biest hätte dich fast umgebracht.

Die Frau strich über Ahrams schuppige Brust.
-Kaltblütig hat sie dich ermorden wollen, und das obwohl du so viel für sie getan hast.

Ihr Gesicht kam ganz nah an sein Ohr.
-Sie hat deine Liebe nicht verdient. Töte sie. Töte sie alle. Sie haben dich verraten. Sie sind Geschöpfe aus purer Bosheit. Sie werden versuchen dich umzubringen. Du musst schneller sein.

Langsam drehte der Exmagier den Kopf, sah die zarte Gestalt an. Ein bedrohliches Feuer brannte in seinen Augen.
-Sprich.

Ein triumphierendes Lächeln umspielte die vollen Lippen der Frau....


20.01.2002 22:48#317
Krigga Aus dem Zimmer wo GOTT Krigga sein kleines Pflanzenimperium aufgebaut hatte kam ein Rock breitbeinig herausgeschlendert. Drinnen saß Krigga auf einem Thron aus Pflanzen und langweilte sich. Er hatte in der letzten Zeit mehr Frauen gehabt als sonst irgendwann aber trotzdem langweilte er sich, er glaubte von sich Gott der Natur zu sein, Gott der Naturgewalten un seine Macht war dementsprechend hoch, er wollte es nicht wahrhaben das er nur ein kleines Spielzeug dieses Schlosses war. Sein Blick wanderte durch den Raum und dabei nud blieb dabei an der großen Tür hängen die hinausführte aus seinem Zimmerchen. Das erste mal seit dem er hier im Schloss war bekam er den Wunsch nach draußen zu gehen und mehr zu sehen.

Im Gang.

Die große Türe wurde aufgerissen und hundete von kleinen Pflanzen taten dies...Krigga trat heraus und um ihm schlengelten sich sich um ihn, auf ihm und auch etwas weiter weg. Krigga ging nicht, er schwebte, seine Füße berührten nicht den Boden und er konnte sich so ungemein schnell fortbewegen. Krigga hielt vor einer großen Tür an, seine Pflanzen schlengelten sich um ihn und einige der Stengel rissen die Tür auf..Krigga erblickte eine riesige Bibliothek.



20.01.2002 23:02#318
Don-Esteban Don-Esteban sah langsam auf. Seine Augen waren grau und von Falten umrahmt. Sein Gesicht vollkommen eingefallen, das Haar hing in Büscheln von dem ansonsten kahlen Kopf herab. "Wer wagt es, mich zu stören!" Das war keine Frage, das war eine Drohung. Kategorischen Imperativ in der Stimme, stand Don-esteban auf. Kein Stuhl behinderte ihn, Die Anwesenheit solcher Materie war überflüssig geworden. Er griff hastig nach den Blättern des zerfetzten Buches und raffte sie unter seinem Arm zusammen.

Dann schoßen plötzlich alle Bücher ohne eine sichtbare Beschleunigung nach vorne in Richtung der Tür und bildeten einen großen Berg, der sich viele Meter von der Wand unter der die Eingangstür verborgen lag, in die Luft erhob. Oben auf der Spitze thronte Don-Esteban. Die Bücher beganenn sich, in eine Glasige Masse zu verwandeln, verklebten miteinander und bildeten einen harten Kegel. Don-Esteban widmete sich wieder dem Buch.



20.01.2002 23:13#319
Krigga Krigga blickte etwas erstaunt drein. War das nicht die Lusche von Magier die da gerade so aussah als ob diese Gestallt von den Toten aufgewacht war. Krigga betrachrachtete die Masse mit der er den EIngang versperrt hatte, er wusste nicht was es war..aber es war ihm egal was es war, man musste ja nicht umbedingt die Tür nehmen. Krigga musste anfangen zu grinsen, Pflanzen um ihn wuchsen, sie verholzten, sie bekamen riesne stacheln, sie spalteten sich auf in neue Pflanzen, es wuselte alle um ihn. Krigga blickte die Wand hinauf. En greler Shcrei durchfuhr die Gemäuer des Schlossen und danach folgten die Pflanzen, sie schossen auf die Wände zu, bohretn sich hindurch, kleine Pflanzen schlängelten sich durch die Rizen und wurden darin breiter, stärker..alles vor ihm zerbröckelte, die Wand brach zusammen und die Pflazen bildeten die neue Wand.....Krigga hab vom Boden ab und war nun auf der selben Höhe wie der Don. Na Alterchen, du sahst auch schonmal besser aus.



20.01.2002 23:22#320
Don-Esteban Der Waldläufer schwebte ihm auf einmal gegenüber, doch er konnte doch keine Gefahr sein. Wer war hier der Gott? Na also! Der Berg verwandelte sich wieder einen Haufen Bücher, die um Krigga herumschwebten, doch auch überall sonst in dem Raum hingen Bücher, als ob sie an Fäden aufgehangen worden seien.
Don-Esteban würdigte den Eindringling keines Blickes. Er hatte wichtigeres zu tun. Mit einer lässigen Handbewegung Don-Estebans verdichtete sich die Luft um Krigga und bildete eine Kugel aus Glas um ihn, hervorgehend aus der weggesaugten Luft, die in der Umgebung zwar nachfloß, aber im Inneren der Kugel durch einen fehlenden Durchlaß fehlte und zu einem Vakuum geführt hatte.


20.01.2002 23:34#321
Krigga Krigga beeindruckte dieses Schauspiel herzlich wenig, sein eigenes Schutzschild der Schwerkraft war mächtig genug um diesen "Magiertrick" einfach aufzuhebene, er veränderte die Schwerkraft, und die eigenartige Glaskugel wurde zerrissen. Krigga schwebte zu Boden und landete sanft. Der Don sah ihn nicht an aber das würde Krigga gleich ändern..unter Dons Füßen rumorte es, dieser sah auf aber es war schon zu spät, ein gewusel aus riesigen Pflanzen ließ den Boden unter ihm zerbarsten und umklammerte den Don, Krigga hatte absichtlich keine Dornigen oder giftigen Pflanzen eingesetzt..irgendwas in seinem HErzen hinderte ihn noch daran solch üble Trick einzusetzen.



20.01.2002 23:46#322
Don-Esteban Sein Gegner ließ sich nicht hinter der Kugel einsperren und gab seinen aussichtslosen Kampf noch nicht auf. Das gab Don-Esteban Gelegenheit, weiter mit ihm zu spielen. Jetzt packte er das Buch doch weg und kümmerte sidh mit seiner ganzen Aufmerksamkeit um den frechen Eindringling.

Auf einmal kamen Don-Esteban Ranken entgegen, versuchten, ihn einzuhüllen und festzuhalten. Doch aus dem Nichts tauchte ein riesiges Pendel auf, das die Schwerkraft um 90 Grad versetzt hatte, und säbelte die Ranken einfach weg. Es schwang zurück und ein weiterer Schnitt durchtrennte das Unkraut.
Nachdem das erledigt war, presste ein Block aus festem Wasser Krigga an eine der Wände und Krigga begann, in die Wand einzusinken. Bald schaute nur noch sein Gesicht heraus. Die Pflanzen wuchsen allerdings immer wieder nach oben, unbeeindruckt vom Pendel.



20.01.2002 23:59#323
Krigga Krigga wehrte sich nicht gegen das Treiben des Dons..sein GEsicht war schon fast in der Wand verschwunden doch sein GEsicht war nicht schmerzverzerrt, es war entspant als ob er jeden Tag von einer Wand verschluckt werden würde. Sein Gesicht verschwand nun endgültig un der harte Wasserblock wurde wieder flüssig und das Wasser klatschte hinab auf den Boden. Aber diesmal versuchten nicht die Pflanzen zu rigga vorzudringen und das Pendel einfach zu umgehen. Keine Pflanze war mehr zu sehen und das Pendel verschwand wieder. DOn wandte sich in dem Glauben ab das er gewonnen hatte und fing wieder an in dem Buch zu lesen. Eeine Weile lang geschah nichts, aber dann hörte er wie ein kleines Mauerstückchen auf den Boden viel, genau da wo Krigga in der Wand versunken war. Der Don kam näher und horchte an der Wand was da drinnen war, er hörte eine Zeit lang nichts als er plötzlich..ein krankes, leises Lachen wahrnahm was sich zu einem lauten tosenden Lachen wandelte. Ein riesiger Arm durchschlug die Wand, über und über von MUskeln übersäht, diesem Arm folgte ein Zweiter und dann der ganze Körper von dem riesigen Montster...Krigga konnte sich in Tiere verwandeln..aber nicht nur in normale Tiere..dieses Tier nannte er Kriggant, so riesig und mächtig wie kein anderes, es dachte wie Krigga doch es hatte die Kraft eines Gottes. Da Don noch etwas überrascht war nutzte Krigga das aus, und ein heftiger Hieb ließ DOn durch die Luft fliegen.



21.01.2002 00:14#324
Don-Esteban Doch der Aufprall war weich, denn der Boden hatte sich zu einer großen Hand gewandelt, die Don-Esteban sanft abbremste. Nachdem er wieder in der Luft schwebte, ließ er kleine Steine auf den Krigganten niederprasseln, die kleinen Steine wurden zu größeren und die größeren fingen an, sich während des Fluges zu entzünden, wurden zu lavabrocken, zu kleinen Meteoriten und trafen das Monstrum überall am Körper, hinterließen tiefe Wunden und Brandflecke.


21.01.2002 00:20#325
Krigga Aus der Bauch gegend des Monsters trat Krigga aus...weiß umleuchtend. Die Steine konnten sein Schutzschild nicht durchdringen. Die Hülle des Monsters konnte er sowieso nicht mehr gebrauchen also ließ er es stehen, es wurde von den brennenden Steinen zerfetzt, die Leere Hülle die von dem Monster noch übrig war. Krigga drehte sich am Absatz um und setzte sich nieder, aber da war kein Stuhl, es sah so aus als ob er sich einfach fallen lassen würde aber blitzschnell schossen Pflanzen zu ihm und bildeten einen Thron unter ihm. Dieser Thron wurde emporgehoben.

Na Alterchen , geht dir schon die Luft aus ?



21.01.2002 00:23#326
Don-Esteban Don-Esteban ließ die Decke auf Krigga einstürzen. Etwa 10 mal. Dann war Ruhe. Don-Esteban wandte sich wieder seinem Buch zu. Der Raum sah aus, wie geleckt.


21.01.2002 00:32#327
Krigga Tausende von kleinen Trümmerteilen befanden sich ober Krigga. Alle waren sie umschlungen von Pflanzen. Es sah aus wie ein Baum wo lauter Steine als Früchte wuchsen. Kriggas Thron sank herab und mit ihm die Steine. Krigga schwebte nun über dem Boden in Richtung Ausgang, obwohl das Zimmer mitlerweile aussah als ob es ein einziger großer Ausgang war.
Hier konnte niemand gewinnen, es ging einfach nicht. Krigga hatte es satt und der Don anscheinend auch, der Don las in seinen Büchern und Krigga wollte sich wieder den nächstbesten Rock scnappen der vorbeilief. Aber als er aus dem Trümmerhaufen von Zimmer herausging meinte er noch:
Schluck das du Ratte
Und der Baum aus schleuderte alle Steine in Richtung Don. Diesem machte das nichts aus da er die Steine im Flug einfach zu Boden sausen ließ da er die Schwerkraft einfach verstärkte. Krigga ließ ein paar Pflanzen sterben, ein paar folgten ihm, es war egal, keine konnte den anderen besiegen und so zog sick Krigga zurück in sein Zimmer mit einer Begleiterin und Don laas in seinen Büchern.



21.01.2002 07:57#328
Ahram Im dämmrigen Zwielicht des finsteren Raumes waren die Umrisse zweier Wesen zu erkennen. Das Eine groß, mit seltsam geformten Gliedmaßen, das andere klein und zerbrechlich, mit fein geschwungenen Körperkurven. Sanft glitt die Hand über den schwarzen Körper, streichelte Schultern, Arme und Brust.
-Mein Liebster, wie schön dass ich dich gefunden habe.

Bewegungslos stand Ahram in dem schwarzen Raum, einer der zahlreichen Steinskulpturen gleich. Die Frau war bei ihm, umkreiste ihn langsam, berührte den Exmagier zärtlich, sah ihm in die blauen Augen.
-Ich weiß dass du das nicht tun möchtest, aber du musst. Sie haben den Tod verdient.

Die Nymphe schmiegte sich an den Dämonenmenschen, legte ihren Kopf an seine Brust. Ihre Berührungen animierten das Dämonenherz kräftiger zu schlagen, das dunkle Blut zirkulierte wie flüssige Lava durch die Eingeweide der Unterwelt. -Sie sind keine Menschen, sie haben dich getäuscht. Sie sind Monster, erschaffen durch die Magie der Hölle.

Jetzt kam ihr Gesicht ganz nah an das seinige, ihre Lippen berührten fast seinen Mund. Ihr Atem war heiß, er brannte selbst durch die hornige Haut. -Liebster, es ist die selbe Magie die damals deine Eltern getötet hat.
Der schuppige Körper erzitterte leicht, Ahrams Augen wurden wässrig. Er schaute die Frau an.
-Was soll ich tun?

Die Nymphe lachte, ein glockenhelles Geräusch. Ihre dunklen Augen funkelten. -Schau dich an. Was bist du?

Sie wies auf seine Hände, ihre Hand glitt sanft über seine Bauchmuskeln. -Du bist der Jäger, mein Liebster. Diese Wesen sind dir doch nicht im geringsten gewachsen. Wie oft musstest du sie schon retten? Ihre unzulänglichen Körper sind so leicht zu zerreißen, ihre Augen so einfach zu täuschen. Ihr Geist ist schwach, er bricht schon bei den kleinsten Attacken. Sie sind leichte Beute für dich.

Der Exmagier blickte in die Finsternis, seine Lippen schoben sich zurück und entblößten die scharfen Reißzähne.
-Jaaaaa...

Das Wort war eher ein Grollen, tief und kehlig. Die Frau lächelte, löste sich von ihrem Geliebten.
-Komm mit, ich will dir etwas zeigen.

Und Ahram kam....



21.01.2002 16:44#329
meditate meditate irrte durch lange keller auf der suche nach dem letzten ihrer feinde, nach gnat, dem hinterhältigen. plötzlich stand eine gestalt vor ihr.
"wer bist du?"



21.01.2002 16:48#330
versuchung ich bin deine beste freundin



21.01.2002 16:49#331
meditate "wenn du meine beste freundin bist, kannst du mir dann helfen?"


21.01.2002 16:50#332
versuchung ich werde dir jeden wunsch erfüllen



21.01.2002 16:52#333
meditate "ich weiß jetzt was ich zu tun habe, aber mir fehlt die kraft und stärke, meine wünsche in die tat umzusetzen. nur die dämoneneidechse konnte ich töten. die anderen sind zu stark. gib mir kraft"



21.01.2002 16:53#334
versuchung du hast die kraft in dir, besinne dich auf dich selbst. du bist von allen eindringlingen die stärkste. dir kann niemand etwas entgegensetzen. du brauchst meine hilfe nicht



21.01.2002 16:55#335
meditate "ich besitze stärke? davon weiß ich nichts. in mir? und wie finde ich sie?


21.01.2002 17:00#336
versuchung du vereinst in dir das wissen aus 700 jahren. wie könnte dir ein selbsternannter gott widerstehen und wie ein möchtegern-beherrscher der natur? diese wildgewordenen schwertkämpfer sind geradezu lächerlich. horche in dich hinein. du findest die lösung selbst. du brauchst meine hilfe nicht.
du bist die mächtigste.
du bist die stärkste
du bist die wahre hüterin des tores
du bist die bewahrerin der harmonie
du bist die beschützerin des gleichgewichts



21.01.2002 17:05#337
meditate meditate ging kopfschütteln weiter. stärke in ihr selbst? aber es war sicher richtig, sie hatte einige sachen völlig vergesseen. ihr gigantisches alter verschaffte ihr einen erfahrungsvorsprung, den die anderen nie einholen konnten.

wo war gnat? sie hätte das wesen fragen sollen. sie hätte ihr den wunsch sicher erfüllt. dieses mal musste sie geschickter vorgehen, wenn sie sich aller feinde entledigen wollte.



21.01.2002 23:12#338
Burath In der Finsterniss der grausigen Kellergewölbe des Schlosses streift eine dunkle Gestalt umher. Tief eingehüllt in einen schwarzen Umhang durchschreitet er den feuchten, kalten Gang der von nur wenigen Fackeln verziert und erleuchtet wird. Er scheint die Dunkelheit zu suchen, das Licht behagt ihm nicht. In einer Ecke hinter einer Säule kniet er sich zu Boden, wartet auf irgendetwas. Komm zu mir flüstert er mit einem Grinsen im Gesicht das jeden normalen Menschen vor Angst davonlaufen lassen würde. Die völlige Dunkelheit umgibt ihn, macht ihn unsichtbar. Ein Schatten im Schatten ...



21.01.2002 23:24#339
meditate meditate erreichte eine besonders dunkle stelle. was machte sie eigentlich hier? war sie nur hier um gnat zu finden? warum war es hier eigentlich so dunkel. zur echten harmonie gehört ein ausgewogenes spiel von licht und schatten. meditate klatschte in die hände und beschwor alte lichtmagie. sofort wurden die kellergänge in ein warmes goldenes licht getaucht.

und da entdeckte sie ihn plötzlich.

"oh, gnat mein guter alter freund, was treibt dich denn in diese gänge?


21.01.2002 23:37#340
Burath Gnat schreckte auf, warf die Hände vor das Gesicht um sich von dem blendenden Licht zu schützen. Er drehte dem Mädchen mit dem Rücken zu, wartete einen Moment um sich zu beruhigen und nicht in den Zorn des Schwertes zu verfallen. Er atmete einmal tief durch, riss seinen Körper plötzlich ruckartig herum und warf ein kleines Wurfmesser in die Richtung von Meditate. Surrend zischte das Messer nur knapp an ihrem Gesicht vorbei und prallte dann klirrend gegen die Steinwand. Geschockt und wie gelähmt stand sie da, die Lichtmagie verflog und der Gang hüllte sich wieder in tiefe Finsterniss, der kurze Augenblick schien wie eine Ewigkeit zu wirken als das Messer auf dem Boden landete. Mach das nicht noch einmal sagte er ruhig.

Wie ein Raubtier das kurz davor war sich auf seine Beute zu stürzen umkreist er das Mädchen, klammert seine Augen fest an ihren Körper. Er wandert von Schatten zu Schatten, lediglich seine funkelnden Augen verraten gelegentlich seine Position. Was willst du wirklich hier unten? fragte er leise, abermals mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht.



21.01.2002 23:43#341
meditate hallo gnat mein lieber freund, ich bin hier, weil ich dich gesucht habe. du bist mein einziger freund. der einzige, dem ich vertrauen kann.

denk an die nacht in deiner schmiede. wie du mich angesehn hast, denkst du, ich habe das nicht gesehen? wollen wir heute das vollenden, was du damals in deinen geheimen gedanken wolltest? ich werde dir die freuden des himmels hier in der hölle schenken. du wirst es nie vergessen, niemals.

komm einfach zu mir, vertraue mir, ich bin die sendbotin der harmonie. die kannst du bei mir finden.



21.01.2002 23:51#342
Burath Schmerzhafte Blitze zuckten durch seinen Kopf, bei jedem krümmte er sich zusammen und ging ein Stück in die Knie. Er sah das arme Mädchen Meditate auf seinem Bett sitzen, einsam und allein, hell angestahlt vom Schmiedefeuer das ihr wunderschönes Aussehen nochmals verstärkte. Eine kalte Träne lief ihm über die Wange, seine schwarzen Augen färbten sich wieder bläulich. Seine Blicke waren voller Sehnsucht und Verlangen. Langsam bewegt er sich auf dieses wundervolle Geschöpf zu.
Medi.. bringt er nur leise hervor.



21.01.2002 23:59#343
meditate "na mein kleiner, oh glaub dir, dass du jetzt sehnsucht nach mir hast.
höre, mein wissen kommt aus den urzeiten der menschheit. als ich kind war, loderten die scheiterhaufen und es brannten die frauen, weil sie kontakt zum reich der unterwelt gesucht hatten. und wenn ich kann werde ich diese tür offen halten für alle zeiten.

weißt du eigentlich wie alt ich bin? willst du mich einmal in meiner vollen schönheit sehen? dann küsse mich endlich. ich habe schon so lange auf dich gewartet.und dann sieh mich an."



22.01.2002 00:03#344
Burath Mir ist egal wie alt du bist meine Liebe Bevor sie etwas entgegnen konnte presste Gnat schon zärtlich sein Lippen auf ihre und legte sanft seinen Umhang um sie. Er genoss es, voller Leidenschaft und innerlicher Wärme rieb sich die zarte Haut aneinander. Wenn es nach ihm ginge bräuchte er sich nie wieder von ihr zu lösen ...



22.01.2002 00:09#345
meditate ein knacken und knistern ging duch den zierlichen körper der magierin. sie begann sich zu strecken, ihre schultern verbreiterten sich, ihr kopf schoß in die höhe, bals erreichten gnats lippen nicht mehr die ihren, der kopf von meditate stieß an die decke.

"jaaaaaa, endlich, so lange hab ich darauf gewartet. seit hunderten von jahren hab ich nicht merh geküsst weil ich nicht wollte, dass jemand mein wahres aussehen sieht. du hast mich befreit. und wirst mir jetzt nicht mehr entkommen.


mit immer länger werdenden armen packtee sie gnat und hob ihn an die decke.
"na mein kleiner? willst du immer noch mit mir kämpfen?"



22.01.2002 00:19#346
Burath Geschockt prallte Gnat gegen die Wand hinter sich und streifte dabei ein Fackel deren gleißende Glut aufsprühte und sich in seinen bereits von diesem Monster zerfetzten Umhang brannte. Voller Qualen schrie er auf, unendliche Qualen die ihm seine Sinne raubten. Das Blaue in seinen Augen verschwand und musste wieder dem scharfen, tödlich schwarzem Blick weichen. Du elendes Biest zischte er und zog gleichzeitig das Schwert, dass surrend aus der Scheide am Gürtel glitt. Stirb du elende Kreatur brüllte er laut auf und rannte
erhobenen Schwertes auf diese abscheuliche Kreatur zu. Die Magie des Schwertes machte ihn rasend.. unberechenbar.



22.01.2002 00:30#347
meditate "ach kleiner, rief das riesenungetüm, willst du mich mit diesem kleinen spielzeug verletzen? wisse, ich vereine die weisheit von 700 lebensjahren in mir. was willst du da mit einem schwert, auch wenn ich zugeben muss, das ist ein nettes spielzeug."

meditate griff zu und schlug dem gardisten mit ihrer riesenhand auf den kopf, dass er in die knie ging. dann griff sie seinen arm und verscuhte, ihm das magische schwert zu entreißen. eigentlich hatte er keine chance. meditate war fast auf die doppelte größe gewachsen. ihre kleidung war in fetzen von ihrem körper gefallen und sie bot eine so grauenerregenden eindruck, dass es ein wunder war, dass der gardist überhaupt noch bei bewusstsein war


22.01.2002 00:41#348
Burath Die riesige Pranke umschlung seinen Hals und drückte ihn die Wand hinauf, sein Schwert viel klirrend zu Boden. Die Luft wurde ihm aus den Lungen gepresst, er glaubte seine Rippen beim Aufprall auf die Wand brechen zu hören. Gnat's grimmiger Blick verwandelte sich auf einmal in ein ohrenbetäubendes Lachen, ein Lachen des Todes. Du glaubst doch nicht ernsthaft mich besiegen zu können elendes Weib.. oder was auch immer du jetzt bist Blitzschnell raste seine rechte Hand zum linken Oberarm und zückte eines der restlichen drei Wurfmesser. Voller Wucht rammte er es ihr in den Oberarm, die letzten beiden zwei Messer folgten. die Kreatur krächzte kurz auf und lies ihn fallen. Der Aufprall war hart und lies ihn einen kurzen Augenblick benommen am Boden liegen. Dann fasste er sich, streckte seinen Arm nach dem Schwert aus, brachte sich durch eine Rückwärtsrolle wieder auf die Beine und wirbelte in einer Drehung das Schwert genau in Richtung der Hüfte des Monsters. Blut spritze ihm ins Gesicht als die Klinge durch das Fleisch glitt.



22.01.2002 00:51#349
meditate das ungeheuer kreischte laut auf und begann sich zu verformen, die glieder schmolzen zusammen und fügten sich wieder zu ihren normalen proportionen. es war als wäre mit dem blut dem geisterkörper die luft abgelassen worden. trotzdem glomm in ihren augen eine tödliche wut. mit einem auschrei stürzte sie auf gnat zu und versuchte, ihm ihr giftmesser in die brust zu rammen. aber was bei dem schuppigen dämonenmonster so gut geklappt hatte, funktionierte hier wieder nicht.



22.01.2002 01:00#350
Burath Durch die Magie des Schwertes konnte er Meditate bereits anstürmen sehen, ohne das sie das bereits getan hatte, und entsprechend reagieren. Er duckte sie tief ab. Als Meditate über ihm war lies er seine Hand nach oben schnellen, packte sie am Arm, ging wieder in die Höhe und warf sie in einer Drehung über seinen Rücken.

Krachend ging sie zu Boden und schnappte nach Luft. Grinsend baute Gnat sich über ihr auf, hob das Schwert über Kopf und rammte es tief durch ihre Hüfte bis die Klinge beim Steinboden zum Stehen kam.
Kreischend wälzte sich am Boden, halbnackt nur von einigen Stofffetzen umgeben. Na wie gefällt dir das kleine?



22.01.2002 01:07#351
meditate meditate rang nach luft. sie war an den boden genagelt, sie kam nicht mehr weg. verzweifelt spannte sie ihren körper wie eine feder und stieß gnat ihr messer in das bein. wenn es schon für sie zu ende ging, wollte sie wenigstens diesen bastard mit sich nehmen. vielleicht konnte sie auf diese weise ja die harmonie erhalten.



22.01.2002 01:18#352
Burath Arrghhh du kleine miese Ratte. Sollst du doch schön langsam hier verbluten. Langsam zog Gnat das Schwert aus dem Körper des Mädchens das nun noch lauter schrie und humpelte langsam grinsend in die Dunkelheit.

Alles begann sich zu drehen, seine Augen wurden schwerer, er begann zu taumeln und musste sich an den Wänden abstützen. Was hatte sie nun schonwieder mit ihm gemacht ? Biest zischte er und schleppte sich weiter vorwärts zu seinem Thron den er nur noch verschwommen ausmachen konnte...



22.01.2002 01:35#353
meditate alle schwere fiel von meditate ab und floss aus ihr heraus wie ihr blut. auch etwas anderes verließ sie. ein dunkler schatten löste sich von ihr und verharrte lauernd zwischen den säulen. war der schatten aus ihr selbst herausgetreten? es war egal. alles war weit weg. meditate sah in der ferne ein licht. so ein strahlendes schönes licht hatte sie noch nie gesehen. dort würde sie ruhe finden, dort würde alle mühsal enden. dort wurde sie erwartet.
aus dem licht streckten sich ihr zwei hände entgegen. sie musste sie nur anfassen, dann würde sie für immer im licht sein. eine stimme rief ihren namen und sagte:

"meditate, dreh um, deine zeit ist noch nicht gekommen. siehst du denn nicht, dass die versuchung dir ein trugbild vorgespielt hat? sie hat dich in eine falle laufen lassen, denn es geht nur um dich. du sollst hier sterben. du bist der fokus, in dem sich alles bricht. wenn du nicht mehr bist, bleibt das tor für immer offen und unsere weiße tür der seeligkeit wird für immer zuschlagen. an seiner stelle werden sich beliars tore öffnen und die welt wird für immer an ihn fallen.

wach auf und suche den einzigen wirklichen gefährten, den du im moment hast. beide habt ihr hier vor dem weißen licht gestanden und beide muss ich euch bitten, bringt eure mission zu ende. wir vertrauen euch und können nicht mehr für euch tun als den lebensfunken wieder zu entfachen.

meditate, wir werden ahram zu deiner rettung schicken, versuche die wahrheit zu erkennen."

das blut begann zu versiegen und die wunde begann sich zu schließen. von all dem bekam meditate nichts mit. sie träumte von einem schweren gang durch ein spalier von armen seelen und am ende stand ahram, der ihr sehnsüchtig die arme entgegenstreckte.



22.01.2002 02:39#354
Don-Esteban Don-Esteban hatte den ganzen Tag gelesen. Nachdem Krigga wieder abgezogen war, hatte er sich weiter mit seinem Buch, das ihm die Göttlichkeit verhieß, beschäftigt. Leider waren die Seiten nun endgültig durcheinander geraten. Und ohne die richtige Reihenfolge zu beachten, war es unmöglich, das allumfassende Wissen wirklich zu erfassen, ohne seinen eigenen Geist zu zerstören, zumal wenn dieser Geist, wie hier, von sterblicher Natur war. Denn das war das Geheimnis, was das Innerste eines Gottes zusammenhielt und seine Geschicke lenkte: Sein Geist war unsterblich.

Von all dem hatte Don-Esteban nicht einen Funken Ahnung. Er las wirr mal in dem einem Blatt und mal in einem anderen. Die aufgeschnappten Brocken des Wissens vermengten sich im mittlerweile sehr kranken Geist Don-Estebans zu einem Brei aus falsch erkannten Tatsachen, seltsamen Vermutungen, vergessenem Wissen und dunkel durchscheinendem Halbwissen. Aus dieser unerschöpflichen Quelle schöpfte er Inspiration und formte daraus Ideen, wunderschöne Ideen, die ihn unsterblich werden ließen, Ideen, die die Welt verändern würden, sie aus den Angeln heben würden und sie umgestaltet wieder dort absetzen würden.

Mittlerweile hatte sich das Äußere Don-Estebans vollkommen geändert. Haare hatte er mittlerweile keine mehr. Seine Augen waren tief eingefallen, die Haut hing in Fetzen vom Gesicht und auch anderswo sah es nicht besser aus. Seine Robe war irgendwo abgeblieben, wo sie niemand vermisste. Am Brustkorb traten ihm die Rippen heraus. Sein Atem rasselte. Ab und zu schniefte er oder kratzte mit einem Bein über den Boden. Die krallengleichen Finger wuselten unruhig über die Blätter.

Im Hintergrund waren die Bücherreihen alle zerflossen und stattdessen tauchten Reihen von Untoten aus dem Boden auf, eine nach der anderen. Einen Augenblick später verschwanden sie wieder im Boden, um ein paar Schritte weiter vorne wieder aufzutacuhen. Einmal handelte es sich um Skelette, beim nächsten Auftauchen waren es andere seltsame bis ekelerregende Kreaturen. Manchmal Kopflos oder mit unzähligen Armen, die sie hoch in die Luft warfen und sich damit gegenseitig zurückhielten, als ob sie eienn Wettlauf gewinnen wollten. Eine Welle nach der anderen brandete heran. Urtümliche Schreie klangen herüber, schrille Schreie, langgezogenes Heulen, Schnauben und Brüllen.
Irgendwann wurden die Wellen der Untotenarmee immer höher und höher, an den Spitzen wurden Skelette getragen, wie die Gischt auf dem Kamm von Meereswellen. Diese Gischt hier hatte Schwerter, Äxte und Kolben in der Hand und gab ein schauerliches Geschrei von sich. Die Wogen von Untoten türmten sich immer höher auf und schlugen bald gegeneinander. Sie schlugen wirklich gegeneinander, mit ihren Waffen. Noch im Fallen verkeilten sich die Kämpfer miteinander und hieben aufeinander ein. Weiter unten waren stärkere, größere Kreaturen am Werk, sie hielten die Wogen in Bewegung durch ihren Kampf gegeneinander.
Das Durcheinander war perfekt. Don-Esteban kicherte nun nicht mehr. Er stand still da und beobachtete die Kreaturen, seine Kreaturen. Die seinen Willen ausführten. Eine riesige Armee, die in den Fernen der Halle verschwand. Überall krachten die Wogen aufeinander ein, im Kampf der Untoten, kleinere Kreaturen und Giganten waren nur mit dem Ausführen von Angriffsbewegungen beschäftigt und so weirkte das Meer aus Untoten noch lebendiger. Ein ständiges Geschiebe und Gedrängel, ein Gewusel überall. Von oben fielen getroffene Kreaturen hinunter.
Es war ein lautes Krachen und Lärmen. Waffen klirrten und Untote brüllten. Die Wogen der Kämpfer rauschten fast in den Ohren. Der Lärm stieg immer mehr an, wurde zu einem Tosen, eine Art Sturmwind. Wenn Don-Esteban Haare gehabt hätte, wären sie ihm jetzt aus dem Gesicht geweht worden. Don-Esteban machte eine herrische Handbewegung und die Untotenheere hielten bis in die entferntesten, im Dämmerlicht verschwindenden Winkel der riesigen Halle ein und stoppten ihren Kampf. Eine weitere Handbewegung und alle Kreaturen zerfielen zu Staub. Ein Sturmwind erhob sich und wehte den Staub auf, der zu Büchern wurde, die wieder alle in Reih und Glied in den nicht vorhandenen Regalen standen. Don-Esteban hatte die Untoten gemeistert.



22.01.2002 08:20#355
Ahram Sie standen auf einem breiten Felsgrad. Hoch wölbte sich die schwarze Kuppeldecke über ihren Köpfen, unter ihnen fiel der Berg steil ab. Die Ausmaße dieses Raumes waren enorm, mehrere Häusrer hätten bequem Platz gefunden.
Ahram blickte nach unten. Er sah nichts als Finsternis, undurchdringlich und dick wie Teer. Der Exmagier spürte die zarten Berühungen der Frau auf seinem Rücken, dann an den Armen, und schließlich wanderten die Hände seine Brust entlang.
-Sieh genau hinein, mein Liebster.

Plötzlich nahm die Dunkelheit Gestalt an, Formen und Bilder traten hervor. Der Dämonenmensch sah eine riesige Armee verschiedenster Wesen, groteske Spottgestalten der Natur, doch ebenso schnittige Jäger, ihm selbst sehr ähnlich. Sie standen auf einer großen Ebene, grasbewachsen. Unzweifelhaft zeigte das Bild die Oberfläche. Vor ihnen erstreckte sich die Welt, ein riesiges Schlachtfeld, übersäht mit Leichen. Gardisten, Söldner, Templer, Mitglieder aller Lager lagen zerstückelt auf dem roten Boden. Die Dämonen ergossen sich ungehindert auf die Ebene, zogen weiter, Richtung Norden. Im Hintergrund glühte ein gewaltiges Tor, dunkelrote Energien waberten zwischen dicken Säulen aus schwarzem Stein. -Mein Liebster, siehst du es? Unsere Brüder werden die Oberwelt bald erreicht haben.

Spielerisch streichelte sie Ahrams Gesicht.
-Du könntest sie führen, mein Jäger. ER wird dir Macht geben. ER kann dafür sorgen dass du das mächtigste Wesen in diesen Gefilden wirst. Vertraue IHM, denn er wird siegen.

Ihre heiße Zunge fuhr über seine schwarze Wange.
-ER kann deine Eltern zurückholen. Alles was du dafür tun musst ist dieses Gesindel loswerden. Sie verschmutzen unser Haus.

Die Bilder wechselten, die Oberwelt verschwand. Der Dämonenmensch sah seine Gefährten, einen nach dem Anderen. Er sah den Schwazmagier mit seinem Buch durch die Gänge eilen, den Waldläufer in seinem Blumenparadies sitzen. Er sah den Sumpfler, wie er faul und zufrieden zwischen seinen Konkubinen lag. Dann kam das Bild auf dass der Exmagier gewartet hatte. Sein Puls beschleunigte sich, die krallenbewehrten Finger zuckten nervös. Die Muskelpartien an Ellenbögen und Kniegelenken wurden gespannt, unter der Haut sah man wie die Knochenklingen einige Millimeter vorkamen. Die blauen Pupillen waren ganz auf das Bild in der Dunkelheit fixiert. Er sah Meditate. Mit würdevollen Schritten eilte sie durch dunkle Kellergewölbe. Ein dunkles Grollen entfuhr Ahrams Kehle, sein Körper straffte sich, mit feurigem Blick starrte er in den Abgrund. -Hmmm...Es sind die Gegenstände an die ihre Macht gebunden ist. Wenn ich sie zerstöre wird ihr Tod besiegelt sein.

Fast unmerklich blitzten die Pupillen der Nymphe in der Dunkelheit. -Mein Liebster, anstatt sie zu zerstören kannst du sie an dich nehmen. Sie sind Objekte großer Macht.

Bei diesen Worten veränderte sich die Körperhaltung des Dämonenmenschen. Plötzlich war er ruhig, das Feuer verschwand aus seinen Augen. Langsam wandte sich der schwarze Kopf dem weiblichen Wesen zu. Zuerst war die Niene völlig unbewegt, dann verzog sich Ahrmas Mund zu einer Art ironischem Lächeln, nur eine Sekunde, dann wurde er wieder ernst.

Wortlos stapfte der Exmagier aus dem Raum, seine Schritte waren ruhig, es lag weder Wut noch Hass in ihnen. Die Frau sah ihm nach. Sie war offensichtlich verwirrt.
-Liebster? Wo willst du hin? Ich habe dir noch nicht alles gezeigt.
Doch Ahram beachtete sie nicht weiter. Er hatte sein Spiel mit ihr gespielt und Erfolg gehabt. Die Gegenstände waren also die Quelle des bösen Einflusses. Er würde seine Gefährten befreien und dann könnten sie ihre Reise endlich fortsetzen. Er dachte an die Wassermagierin.

Sein Herz zog sich schmerzlich zusammen als er ihm Geiste noch einmal die letzten Sekunden seines Kampfes mit Na Drak durchlebte, den schrecklichen Augenblick in dem sie ihren Dolch in seinen Arm gerammt hatte. Er hatte sich von Anfang an an den Gedanken geklammert dass dort irgendeine böse Magie im Spiel gewesen sein musste, er hätte nicht mit der Last leben können, sie zum Feind zu haben.

Ahram fühlte seine Augen wässrig werden, er versuchte sich zu beherrschen. Er hatte den schwarzen Raum, welcher in der letzten Zeit als sein Heim fungiert hatte, inzwischen durchquert, die Tür flog mit einem krachenden Bersten auf, hing nun schief in den Angeln, und der Dämonenmensch trat in die weißen Korridore hinaus. Für einen Moment blieb er stehen, seine Nasenflügel blähten sich. Ja, er spürte Meditates Aura, sie war schwach, die Magierin musste in einem Teil des Schlosses sein, welcher weit von Ahrams eigenem Standpunkt entfernt war. Die schuppigen Hände ballten sich zu Fäusten. -Meditate...

Das Wort war nicht mehr als ein Flüstern, dunkel und grollend. Der Exmagier setzte sich in Bewegung. Er würde sie alle hier herausholen, sie hatten eine Aufgabe zu erfüllen...



22.01.2002 11:34#356
Nienor Nienor hatte in der letzten Zeit vorzüglich gespeist, so wie es sich für eine Prinzessin (oder Königin?) gehörte. Einmal hatte ein dummer Page den Wein verschüttet und auf den Tisch fließen lassen, anstatt das Glas zu treffen. Doch sie war unendlich großmütig gewesen und hatte ihn nur zu lebensslänglich Brot und Wasser verurteilt und abführen lassen. Solcherlei großmütige Taten machten sie ja so überaus beliebt bei ihren Untertanen.

Zufrieden lehnte sie sich zurück. Sie ließ sich den Chor aus Schmeichlern kommen, die ihr singend die Wahrheit verkündeten:

"Oh Königin, du bist so edel, weise und gerecht
ohne dich würde alles verwelken
du bist unser ein und alles, unser Augenlicht"

Das hatten sie wieder schön gesagt, und es war so wahr...

Nienor widmete sich wieder dem Feiern. Sie mußte ja ihre Untertanen glücklich machen, die extra für sie lebten und arbeitete, das mußte sie doch würdigen. Und zwar damit, daß sie die Köstlichkeiten, die man ihr brachte, auch aß. Das machte sicher alle glücklich. Sie war wirklich eine weise und gerechte Herrscherin, die sich für alle aufopferte.



22.01.2002 12:10#357
meditate meditate trat durch die tür und beobachtete die prinzessin eine weile. hier drohte wohl keine gefahr. es gefiel ihr, wie die prinzessin das leben genoss. genauso hatte sie sich das vorgestellt.

hier würde nicht der wunsch entsehen, an der jetzigen situation etwas zu ändern.

allerdings - konnte sie sicher sein? wenn diese dame vielleicht auf dumme gedanken kommt und alles für sich haben will? sollte man dem nicht sicherheitshalber einen riegel vorschieben? was war wenn sie es sich anders überlegte? dann würde sie doch sicher zu einer gefahr werden.
meditate trat jetzt an den tisch: "darf ich euch meine ehrerbietung erweisen, eure hoheit?"



22.01.2002 12:25#358
Nienor Huldvoll wandte Nienor ihren hübschen Kopf in Richtung der Zauberin. "Ich habe jetzt keine Audienz. Ich bin beschäftigt." Doch dann überlegte sie es sich anders und sagte "Nun denn, komm her, wo du schon einmal da bist. Du kannst mir etwas Wein nachgießen, ich hoffe, du bist nicht zu ungeschickt. Den letzten Pagen mußte ich leider bestrafen, weil er etwas Wein verschüttet hatte. Aber ich war mild, ich habe ihn sogar leben lassen."

Sie griff nach dem Weinglas und hielt es meditate hin. "Nun, fang an, ich bin durstig. Du kannst jetzt deine Bewunderung vor mir beweisen, indem du mir Wein nachschenkst." (Gott, sowas begriffsstutziges! Die Wachen würden auch im Kerker landen, sie ließen einfach jeden hier rein!)



22.01.2002 12:48#359
meditate "dieses überdrehte püppchen. das konnte doch wohl nicht wahr sein!"
für solche gelegenheiten hatte meditate ja wohl ihre giftmischerkünste. unauffällig ließ sie ein paar krümchen eines pulvers in das glas fallen. die dame würde gleich nicht mehr wie eine prinzessin aussehen.

"es ist mir eine ehre, eure hoheit."

meditate reichte der prinzessin das gefüllte weinglas



22.01.2002 13:20#360
Nienor Nienor nahm das Glas und führte es an ihre hoheitlichen Lippen. Doch bevor sie trank, setzte sie es wieder ab. "Moment, mir kommt da eine superbe Idee. Page, ja du da, steh nicht so dumm rum, komm her. Du bist ab jetzt mein Vorkoster. Ixch weiß, ichh abe nichts zu befürchten, aber für eine so hohe Herrschrin, wie mich gehört es sich einfach,einen oder mehrere Vorkoster zu haben. Also trink."
Der Page nahm das Glas entgegen und nippte daran. Wenige Augenblicke später lief er blau an und fing an, zu zittern. Das Glas fiel herunter und zersprang.
"Führt ihn ab. Wer ein Glas fallen läßt, muß bestraft werden. Das schöne Glas! Jetzt ist der Wein verdorben." Nienor war wirklich empört.

"Du da, ja, dich meine ich, komm her und hole mir neuen Wein." Der Angesprochene trabte davon. Nienor sah wieder zu meditate hinüber. "Was willst du noch hier? Ich habe dir ein paar Augenblicke meiner kostbaren Zeit gewidmet, jetzt stiehl mir nicht noch mehr davon. Und das nächste mal reih dich in die Schlanbge der Bittsteller ein, wenn du etwas wilst."



22.01.2002 13:40#361
meditate meditate wurde es vor wut ganz heiß und dann wieder eiskalt. hier musste etwas passieren. diese dumme person gefährdete ihre mission der harmonieerhaltung.
sie hob unauffällig die hände während sie sich verbeugte und schickte einen fantastischen eisblock los. jetzt sah man eine eisprinzessin.
meditate strahlte über das ganze gesicht. endlich hatte es mal geklappt. die dame war in einem eisblock eingeschlossen. auf dem tisch stand auch passend ein eiskühler in dem sich ein handlicher eispick befand. jetzt ein paar kräftige schläge und die prinzessin würde in tausend stücke zerspringen.
meditate hob den eispick und schlug mit aller gewalt zu.



22.01.2002 14:35#362
Nienor Der Eispickel prallte ab und flog mit Schwung in irgendeine Ecke. meditate schaute nicht schlecht. Das Eis war wohl härter, als gedacht. Die Zauberin mußte nun den Pickel suchen. Unterdessen taute der Eisblock soweit auf, daß Nienor den Kopf freibekam. Letzte Splitter schüttelte sie mit einer unwilligen Bewegung ab.

"Ergreift sie. Auch, wenn ich in diesem Moment Eis wollte, so war das doch eindeutig zu viel. Wenn sie unfähig ist, mir die richtige Menge an Eis zu beschaffen, so entfernt sie." Die Wache stürzte los und je ein Soldat packte meditate unter dem Arm und versuchte, sie rauszuschleifen. Unterdessen hämmerten andere Söldner an dem Eisblock herum, um ihre Königin zu befreien. "Vorsicht, ihr Affen. Könnt ihr nicht aufpassen!" Ihre Stimme klang ärgerlich (klang sie eigentlich immer). "Ich bin eure Königin, also geht dementsprechend mit mir um! Und bringt diese Person vor den Scharfrichter!"



22.01.2002 15:00#363
meditate jetzt reicht es meditate, sie erinnerte sich an ihre fähigkeiten des gestaltwandelns und verwandelt sich vor den augen der umstehenden in eine besonders große hornisse. meditate umkreist die halbaufgetaute größenwahnsinnige amazone und sucht nach einer guten stelle für einen stich. das mädchen kreischt und fordert ihre untergebenen jetzt nicht mehr besonders freundlich auf, sie von dem ding zu befreien.

allerdings haben die wächter nur schwerter, pfeile und bogen. als nienor die ersten pfeile um ihren kopf fliegen fühlt ruft sie, man möge das schießen doch sofort einstellen. der letzte pfeil zieht ihr dennoch einen sehr heißen scheitel und auch die hornisse findet ihre chance. während nienor ihre brennende wunde hält, sticht meditate ihr in die nase. bevor nienor zuschlagen kann schwirrt die hornisse davon und entwischt durch die offene tür



22.01.2002 15:18#364
Nienor Nienor starrte auf ihre ase und verdrehte dabei die Augen. Normalerweise bekam sie ihre Nase nicht zu gesicht, es sei denn, sie schaute in einen Spiegel. Doch jetzt wuchs diese feine, zierliche, wohlgeformte Nase zu einem Zinken heran, der seinesgleichen suchte. Ein riesiger Gnubbel entstand und entstellte Nienors Gesicht aufs gröbste. Nienor fing an zu kreischen und zu schreien, sie wurde richtig hysterisch und steigerte sich imemr weiter hinein. Dann brach sie wimmernd zusammen. Ihre Schönheit war dahin, sie war entstellt, niemand würde sie jetzt, wo sie so entstellt war, mehr lieben und bewundern. Am liebsten wäre sie in Grund und Boden versunken. Niemand sollte sie so sehen. Das war so demütigend, so abgrundtief unfair. Warum wollte ihr nur jemand so etwas antun, wo sie doch so nett und beliebt war! Vor lauter Wut hätte sie am liebsten ein paar ihrer Diener köpfen lassen. Vielleicht tat sie das ja noch.


22.01.2002 16:10#365
meditate die hornisse fliegt den gang entlang auf der suche nach einem neuen opfer. das war zwar rundum nicht das allergrößte erfolgserlebnis, aber auf jeden fall hat diese dumme trulla ein schönes andenken.

meditate verlässte einige gänge weiter ihren geliehenen körper und läuft wieder aufrecht. sie ordnet ihre haare und entdeckt, dass sie seit gestern keine kleidung mehr trägt. eher mühevoll bedecken einige stoffreste ihre blöße. plötzlich sieht sie sich angstvoll um. sie ruft zaghaft nach irgendeiner helfenden hand und plötzlich stehen vor ihr zwei dienstbare geister und reichen ihr kleider, die denen von nienor nicht nachstehen. schnell ist meditate angezogen und schon steht sie vor der tür von champ. diesmal wird sie geschickter vorgehen. diesmal muss sie gewinnen. sie klopft leise an und tritt ein.



22.01.2002 16:17#366
Lebendes Dunkel Wovon im Inneren des Schlosses keiner eine Ahnung hatte, war die dunkle Gestalt die die letzten Tage über geduldig das Schloss beobachtet hatte. Am Fuße des Hügels konnte man bei genauer Suche die Reste von einigen Käfern ausmachen, welche von der Anwesenheit des Schattens zeugten. Im Moment stand die Gestalt in den Schatten an der Seite des Schlosses. Sie hielt es zu riskant, das Schloss direkt zu betreten.



22.01.2002 16:22#367
Lebendes Dunkel Mit wachsamen Augen suchte die Gestalt die Dachkante ab. Ein paar Meter weiter schien ein geeigneter Platz zu sein. Der Fels der Höhlenwand ragte dort nur ungefähr einen Meter von der Wand des Schlosses entfernt in die Höhe. Wie bei einem Kamin arbeitete der Schatten sich langsam die Wand hinauf. Als er ungefähr die Höhe der Dachkante erreicht hatte, lies er seinen Halt am Fels los und schwang sich mit einer eleganten Bewegung auf das Dach.



22.01.2002 16:30#368
Champ champ lag wie üblich auf dem weichen bett und ließ es sich gut gehen. er sah meditate ins zimmer kommen und sprach
Ach, du bist es wieder. Weißt du, was ich mir überlegt habe ? Man sollte sich eine Kristallkugel wünschen, in der man alles sehen kann, was woanders passiert. Dann wüßte ich zum Beispiel vorher, wer in mein Zimmer kommt. Oder ich kann von hier aus die Novicen im Sumpflager beobachten. Dann bräuchte man auch nicht laufend aus dem Zimmer, wenn man mal etwas wissen will.

ja. das war eine prima idee. wo war bloß diese komische frau, die alle wünsche erfüllt ?



22.01.2002 16:56#369
meditate "na jetzt brauchst du die kugel doch nicht. ich bin ja da und ich möchte mit dir reden.

bist du eigentlich wie ich der meinung, dass die anderen eine gefahr fü uns darstellen? für unsere vollendete harmonie? für unser perönliches herrliches paradies hier? willst du mir helfen, diese gefahr endgültig zu besiegen, sie alle in dieser hölle zu grunde gehen zu lassen?"



22.01.2002 17:08#370
Champ vollendete harmonie ? was meinte sie nur damit ? und die anderen stellten eine gefahr dar ? hier unten war wohl alles möglich. zum glück hatte sich keiner der anderen bis jetzt in champs zimmer blicken lassen. aber falls es dazu kommen würde, würde champ jetzt darauf vorbereitet sein. und genau deshalb brauchte er diese kristallkugel. so schnell wie möglich
Also gut, ich vertraue dir, wie ich dir eigentlich immer vertraut habe. Wenn du sagst, die anderen stellen eine Gefahr dar, werde ich dir helfen. Aber ich will eigentlich nicht mein Zimmer verlassen.
Lock einfach einen nach dem anderen hierher und ich werde sie mit meinem Schlafzauber außer Gefecht setzen. Nur bei diesem Dämonenmenschen weiß ich nicht, ob es mit Schlaf geht.



22.01.2002 17:51#371
meditate meditate ordnete ihr kleidung und bemühte sich einen möglichst attraktiven eindruck zu erreichen. trotzdem war es schwer, die damen an der seite dieser phlegmatischen windmaschine auszustechen, sie waren einfach zu attraktiv.
er war keine hilfe, er würde ihr nicht zur seite stehn beim kampf gegen diese zerstörer. und wer nicht mit ihr war, war gegen sie.
wie sollte sie diesen völlig überschätzten schläfrigen, übersättigten sumpfkrautjunkie überraschend überwältigen und zu seinem schläfrigen gott schicken?

sie ging in gedanken ihren giftvorrat durch und ihr fiel ein besonderes rotes pulver ein, dass sie immer bei sich trug. eigentlich war es bestandteil von liebestränken, aber in starker dosis war es durchaus in der lage, jemanden von innen zu zerreißen. meditate freute sich schon, wenn sie sich vorstellte, wie der explodierte schlaffanatiker das zimmer verunstalten würde. sie trat zu ihm, nahm einer der damen einen becher wein aus der hand, trank einen schluck
"auf dein wohl, mein lieber champ"

und reichte den becher dann an ihn weiter, nicht ohne eine beträchtliche menge des roten pulvers in den trank zu geben. mit großem vergnügen sah sie champ zu, wie er den becher in einem zug leerte.

nun hieß es schnell handeln.

"ich geh dann mal den ersten suchen. warte heir auf mich!"

sagte sie und schloss schnell die türen des raumes hinter sich. bei der explosion musste sie nun wirklich nicht dabei sein.



22.01.2002 18:31#372
Champ nachdem champ ausgetrunken hatte, schaute er verdutzt meditate nach, die fluchtartig das zimmer verließ. obwohl sie doch etwas mit ihm bereden wollte. schon bald merkte champ, daß etwas mit dem inhalt des bechers nicht so recht stimmte. erschrocken ließ er den becher fallen, aber es war schon zu spät. sein bauch blähte sich langsam auf und explodierte. die einzelnen körperteile wurden durch die luft geschleudert, die eingeweide klebten an den wänden, während champs kopf über den boden rollte.

mit seinem letzten gedanken hatte champ jetzt nur noch einen wunsch. sofortige vollständige heilung
kurz darauf stand champ wieder in voller größe und unversehrt im raum. glück gehabt, das hätte auch böse ins auge gehen können.
nach dem schreck mußte champ sich erstmal setzen und überlegen. da wollte dieses hinterlistige weibsstück ihn also umbringen. typisch frauen, wenn man mal einer vertraut, passiert so etwas. aber das schrie förmlich nach rache. also bereitete sich champ auf die nächste begegnung mit meditate vor. sie hatte mit sicherheit die explosion gehört. vielleicht würde sie nachsehen wollen, wie ein guru aussieht, wenn er im ganzen raum verteilt ist. wenn nicht, würde sich champ selber mal nach ihr umsehen.



22.01.2002 20:32#373
meditate meditate hatte hinter der nächsten ecke gewartet um den erfolg ihrer kleinen unternehmung auch wirklich genießen zu können. schon nach kurzer zeit hörte sie einen sehr matschig klingendes "ploppplatsch". das musste es gewesen sein! mit sicherheit war diese windmaschine jetzt in ihren einzelteilen im ganzen zimmer verteilt. das musste sie unbedingt sehen und genießen.

meditate hatte ein ausgesprochen bösartiges funkeln in den augen, als sie die tür zu champs zimmer vorsichtig öffnete.



22.01.2002 21:51#374
Champ auf genau diesen augenblick hatte champ gewartet. neugierig, wie die frauen nun mal sind, mußte meditate natürlich nachschauen. mit großen augen starrte sie auf den völlig unbeschädigten champ.
der hatte aber bereits eine magierune in der hand und begann mit dem kontrollezauber.
ein grünlicher magiestrahl durchquerte den raum und traf auf meditate. über diesen strahl übertrug sich der geist champs auf ihren körper. nach eine weile riß der strahl ab und meditate stand ganz unter champs kontrolle. sie hatte jetzt keinen eigenen willen mehr.
champ ließ sie sich als erstes selbst entwaffnen, besonders die kleinen giftfläschen mußten erstmal beseite geschafft werden.
danach ließ er medi erstmal auf dem tisch tanzen. so ein kleiner orientalischer bauchtanz hatte doch etwas für sich.
nach etwa einer halben stunde war es aber doch langweilig, außerdem konnten die succubies das viel besser.
aber das war als strafe nicht genug. er ließ medi fesseln und knebeln. sie lag jetzt mit den händen auf dem rücken gefesselt auf dem boden. auch die beine waren fachmännisch verbunden worden. danach unterbrach champ seinen kontrollespruch.
erschöpft von dem schwierigen zauberspruch legte er sich auf sein bett, um sich wieder zu erholen.
er wies zwei der umstehenden wesen an, auf meditate aufzupassen und sie beim kleinsten aufmucken ihrerseits notfalls in das reich der träume zu schicken. zu guter letzt wünschte sich champ eine magische versiegelung seines zimmers. als das geschehen war, schlief champ seelenruhig ein.



22.01.2002 22:31#375
Krigga Krigga saß auf einem Thron aus Pflanzen in seinem riesigen Zimmer. Es war noch mehr zugewuchert als vorher, noch schöner, noch bunter, kleine Brunnen bildeten sich durch Pflanzen und Betten und Schaukeln..die Absolute Traumlandschaft in einem Zimmer..in den letzten Tagen hatte Krigga mehr Frauen als sonst irgendwann in seinem Leben doch irgendwie....war ihm langweilig. Irgendwie waren die Frauen nichts besonderes mehr..alle Frauen haben sich so leicht verführen lassen, es war keine HErausforderung mehr. Krigga lümmelte auf seinem Thron und dachte nach, da kam ihm eine Idee.
Hey, du Herrin des Schlosses, du Wünschelrute oder was weiß ich was du bist ! Tauch auf !



22.01.2002 22:40#376
versuchung

eine tiefe rauchige stimme fragte:

"was willst du denn noch haben, herrscher über die natur. alles was du wolltest, ist dir bereits verliehen worden. äußere deine wünsche und sie werden dir erfüllt werden



22.01.2002 22:56#377
Krigga Krigga blickte erstaunt auf. Er hatte anscheinend damals gar nicht bemerkt das diese Person so gut ausgesehen hatte, oder war es eine andere, oder konnte sie ihr Aussehen verändern ? Krigga war das aber eigentlich egal..diese Frau sah nicht so leicht zu haben aus wie die anderen. DEr Thron bewegte sich aufwärts und richtete Krigga auf, er schwebte einige Zentimeter zu der geheimnisvollen Frau hin und meinte
Mir ist langweilig meine Liebe, wüsstest du eine Möglichkeit mich zu unterhalten ?
Eine Pflanze schlengelte sich zu Krigga und reichte ihm zwei Gläser mit Wein. Ich hoffe du hast nichts gegen ein gutes Tröpfchen.



22.01.2002 23:08#378
versuchung "ganz sicher werde ich mit dir trinken. ich kann auch baccus und alle anderen götter von wein, weib und gesang zu deiner unterhaltung bitten.
du hast die göttlichen zugriffsrechte zu allem was die natur für dich tun kann. das war dein wunsch und wenn es dein wunsch ist, wird die natur in jeder hinsicht für dich da sein.

du hast dein schicksal selbst gewählt, niemand wird dir etwas abschlagen. natürlich wird das langweilig. das ist eben die last, die du zu tragen hast. ein götterleben ist langweilig. jedenfalls das, was du dir gewünscht hast. da kann ich leider nichts ändern.

du hättest bei der wahl deiner wünsche vorsichtiger sein sollen."


22.01.2002 23:11#379
Krigga Krigga beobachtete wie die sinnlichen Lippen des Mädchens das Glas berührten. Tja.....ich weiß mir schon zu helfen, mit dir würde mir sicherlich nicht langweilig werden



22.01.2002 23:17#380
versuchung "mit mir wäre es wie mit jeder, die du in den letzten tagen zu deiner freude benutzt hast. glaub mir, es wird immer langweilig, wenn die frau immer macht was du willst und keinen eigenen willen hat. ein gott hat keine freude mehr wenn er sich ausgetobt hat.

außerdem muss ich dich enttäuschen. über mich hast du keine gewalt und ich steh dir nicht zur verfügung. ich entstamme nicht deinem machtbereich. ich bin kein wesen der natur, ich entstamme dem reich der magie. darauf hast du keinen zugriff.

auf mich musst du verzichten"



22.01.2002 23:31#381
Krigga Kriggas Thron kam erhob sich unter seinen Füßen. Krigga schwenkte das Weinglas und betrachtete die Farbe des Weines im Licht. Dann blickte er wieder die Frau an.
Siehst du, es ist nicht mehr langweilig..es wäre langweilig wenn du jetzt auf einem der Betten liegen würdest, aber das tust du nicht.
Ein Thron erhob sich unter den Füßen des Mädchens und ho sie ebenfalls empor, ebenso erhob sich eine tischartige Pflanzenformation und Krigga stellte sein Glas darauf ab. Beide saßen nun an dem Tisch, nur ein paar Meter ober der Erde. Ich weiß das du mir nicht gehörst so wie die anderen Mädchen, es war eine schöne abwechslung zu der einsamen Zeit da oben, aber eine Unterhaltung mit einer Person die noch mächtiger als ich und hübscher als jede andere Frau ist ist auch nicht schlecht !
Mehrere Pflanzen mit Trauben, Äpfeln und anderen Früchten schnellten zu Krigga und der Tisch war reichlich gedeckt.
Bitte..greif zu meine Liebe



22.01.2002 23:43#382
versuchung die versuchung lehnte sich zurück und kostete von der höchst überflüssigen menschlichen nahrung.

"du überraschst mich. ich hätte deiner schwachen menschlichen vernunft nicht zugetraut, dass du mein interesse weckst, dass du deine triebe zügeln kannst und der versuchung auf deine weise widerstehen kannst.

in dir steckt mehr als dieser dumme götterwunsch. aber du bist in deinem wunsch gefangen, du wirst ihm nicht mehr entfliehen. ihr werdet das tor nicht verschließen. wenn du es schaffst, dass die dämonen- und die menschenwelt vereint sein werden, der törichte wunsch eurer anführerin nicht erfüllt wird, dann wirst du an die oberfläche zurück kehren können.

oben sind die dinge anders geregelt. wenn wir dämonen an die oberwelt kommen und dort ungehindert wirken dürfen, dann werde ich zu dir kommen. dann werde ich dich zusätzlich zu deiner druidenmagie in die kunst der dämonenbeschwörung einweihen und dann kannst du über mich gebieten. ich werde zu dir kommen wenn du es willst.

und eines noch, dämonen beherrscht niemand vollendet. deshalb wird die magie der dämonenbeschwörung nie ungefährlich sein. wer sich mit dämonen abgibt, muss immer auf der hut sein.

dem beherrscher der dämonen wird sicher niemals langweilig.
ich hoffe sehr, dass ich dich einmal aufsuchen kann.



22.01.2002 23:54#383
Krigga Höre ich da richtig ? Die große Dämonin braucht mich dazu das Tor geöffnet zu halten und als Belohnung bekomme ich die Macht über dich zu verfügen ? Wäre mir dann nicht schon wieder langweilig ? Auch wenn ich nie ganz über Dämonen verfügen werde..so ist es doch eine größere HErausforderung dein Interesse für mich zu wecken..und das habe ich ja offenbar geschafft ! Mir ist es völlig egal ob dieses Tor offen oder zu ist, die Oberwelt kann mit Dämonen oder Menschen bevölkert sein, es sind doch alle gleich dumme Wesen, aber warum können wir nicht über etwas anderes sprechen, immer diese stupiden Diskussionen über Menschen, Dämonen, Macht, es giebt doch noch so viel anderes über das man sprechen kann, zum Beispiel über Liebe. Kann so ein Wesen wie du es bist überhaupt lieben ?



23.01.2002 00:02#384
versuchung "was ist das - liebe? ich kenne so etwas nicht. das ist nur ein wort. all das was ihr gefühle nennt ist so lächerlich vergänglich. du befindest dich in der welt der ewigkeit. welche gefühle sollten einer solchen dimension standhalten. nein krigga, gefühle sind uns unbekannt. wir kennen auch keinen hass und keine angst. das einzige was uns ein wenig aus dem ewig gleichen gleichstrom hervorhebt, sind die spiele unseres herrn.

du hast eben leider eines dieser spiele ausgeschlagen, ist dir das klar?
dummer krigga, ich verlasse dich jetzt. übrigens kennen wir auch keine sehnsucht, kein verlangen, keine freude, keine trauer, kein bedauern, kein mitleid. alles was dir hier zuwächst ist freudlos, alles was du hier tun wirst ist leidenschaftslos.

du hättest das spiel nicht ausschlagen sollen"



23.01.2002 00:09#385
Krigga Krigga ließ den Thron von der Versuchung wieder hinabgleiten und er kam am Boden auf.
Ihr kennt keinen Hass, keine Liebe, keinen Schmerz und keine Sehnsucht, oh wie unerfahren ihr Wesen doch seid, ihr wisst nichts von uns Menschen, ihr kratzt an der Oberfläche unserer Sinne, doch die inneren Wege werden euch für immer verschlossen bleiben.
Kriggas Thron drehte sich und er wandte dem Dämon den Rücken zu. Man konnte hören wie Krigga an seinem Wein schlürfte.
Man konnte nur ein leises flüstern hören was irgendwie wie
ach würdest du nur fühlen können was ich fühlle, du würdest nicht mehr länger hier unten verweilen wollen. klang



23.01.2002 00:15#386
versuchung die versuchung erhob sich und trat noch einmal an krigga heran.
"vieleicht kreuzen sich unsere wege ja noch mal. dann erzähle du mir was gefühle sind. vielleicht kann ich ja auch von dir etwas lernen."

damit begann die versuchung sich langsam aufzulösen. krigga hatte widerstanden. er hatte der versuchung trotz seiner geistigen umnachtung widerstehen können.


23.01.2002 00:25#387
Krigga Krigga blickte mürrisch auf das Weinglas. Er dachte über das Gespräch nach und kam zu dem Entschluss nicht hier bleiben zu wollen. Er wollte raus...aber mit seiner Gesammten Macht.



23.01.2002 09:32#388
Ahram Ahram blieb stehen, seine Nasenflügel blähten sich, gierig sog der Dämonenmensch die Gerüche des Schlosses in sich auf. Er spürte SIE hinter sich, leise und vorsichtig schlich SIE ihm nach.

Die Muskeln spannten sich, blitzschnell fuhr der Exmagier herum, schoss Richtung Wand. Krachend kollidierte er mit dem weißen Marmor, kleine Gesteinssplitter flogen umher. Zwischen den Krallen seiner Hände zappelte eine Gestalt. Fest hielt Ahram ihren Hals umklammert. Noch war das Wesen weiß, ihr Körper perfekt an die Umgebung angepasst, doch binnen Sekunden veränderte er sich, nahm weibliche Formen an, bis er schließlich die dunkle Frau aus dem Zimmer gefangen hielt.
-Mein Liebster, was tust du?

Das Gesicht der Nymphe war Angsterfüllt, Panik flackerte in ihren Augen. Ahram kannste ihre Tricks, er ließ sich von diesem Schauspiel nicht mehr beeindrucken. Trotzdem ließ er sie los. Keuchend und prustend fiel sie auf den Boden, rang nach Luft. Mit gefühllosem Blick sah der Dämonenmensch zu seiner "Liebsten" hinab.
-Du armseliges Geschöpf. Du wirst mich nie aufhalten können. Deine einzige Macht ist die Illusion, ohne sie bist du nicht mächtiger als ein Schatten ohne Körper. Du kannst mir nichts antun.

Der Exmagier drehte sich um und setzte seinen Weg fort. Seine klauenbewehrten Füße schabten über den makellosen Stein.

Die Nymphe richtete sich auf, ihr Körper wurde instabil, löste sich auf, dann wehte er wie eine Wolke schwarzen Rauchs auseinander. Der törichte Sterbliche hatte recht, sie selbst konnte ihn nicht verletzen. Aber wofür hatte sie die anderen Gefährten unter ihre Kontrolle gebracht? Ein körperloses Lachen schallte durch die Korridore des wundersamen Schlosses...



23.01.2002 09:40#389
meditate meditate war in der nacht mehrfach aufgewacht und hatte mit allen möglichen tricks versucht, ihre fesseln zu lösen. vor allem der knebel war ja wirklich das allerletzte. sollte ihr jemals ein weg einfallen, dieser falle zu entkommen, würde sie mittel und wege finden, diesen schrecklichen schlafmagier endgültig zu vernichten.

vernichten? hatte sie das nicht schon gestern vorgehabt? auch die anderen wollte sie vernichten aber bis auf ahram hatte sie es nie geschafft.
jetzt gab ihr das aber gewaltig zu denken. sllte es sein, dass sie einem gewaltigen irrtum unterlag? könnte es sein, dass diese unterwelt mit ihrer magie überhaupt nicht auf ihrer seite stand sondern sich gegen sie stellte?
war sie gar nicht der sieger sondern das opfer?



23.01.2002 10:08#390
Ahram Ahram erklomm die Stufen einer endlosen Wendeltreppe. Endlich erreichte er das nächste Stockwerk, bog links ab, durchschritt den Korridor. Meditates Ausstrahlung war nun deutlich, er spürte ihre vertraute Gegenwart. Ein schmerzlicher Blitz fuhr durch seinen Geist als er an ihr letztes Zusammentreffen dachte. Er musste sich zusammennehmen. Sie war verzaubert, wusste nicht was sie tat.

Der Exmagier erinnerte sich an das Bild aus der schwarzen Höhle. An ihrem Finger hatte ein wunderschöner Ring geleuchtet. Wenn die Nymphe recht hatte, und davon war der Dämonenmensch überzeugt, dann müsste er ihr diesen Gegenstand entreißen. Seine Finger zuckten leicht. Er hoffte nur dass er sie nicht zu sehr verletzen müsste.

Die Austrahlungen wurden noch deutlicher, Ahrams Muskeln begannen sich zusammenzuziehen. Seine blauen Augen waren auf eine der zahlreichen Türen gerichtet...



23.01.2002 10:24#391
meditate zuerst aber musste sie entkommen, dann könnte sie in der richtung weiter überlegen. alle glieder waren inzwischen eingeschlafen, ihre arme und beine würde sie stundenlang nicht bewegen können..... aber wozu brauchte sie arme und beine? es gab genug tiere, die darauf nicht angewiesen waren.
blitzschnell nutzte meditate ihre alte fähigkeit des gestaltwandelns und verließ als winzige schlange ihre alte gestalt. da weiterhin kleidung und fesseln an der stelle lagen, bemerkten die dienstbaren geister ihre flucht nicht sofort. und als sie sie bemerkten, war es zu spät. meditate war in eine winzige spalte zwischen wand und fußboden geschlüpft, in der sie nicht so schnell entdeckt werden konnte.

sie suchte nach einem ausgang. der raum war magisch verschlossen, er würde sich nur von champ öffnen lassen, aber eigentlich gab es immer eine lösung. meditate huschte an der wand entlang und sah plötzlich einen der springbrunnen. das war die lösung. das wasser musste ja irgendwoher kommen und irgendwohin fließen.
meditate ließ sich ins wasser fallen und verwandelte sich in einen kleinen fisch. dann schlüpfte sie durch die maschen des abflusses und folgte der röhre, bis sie in ein kanalsystem mündete. dort befand sich aus so etwas wie ein ausstieg.

meditate schlüpfte in die gestalt einer maus, huschte auch durch dieses gitter und befand sich wieder auf dem gang.

sie klatschte in die hände und ließ sich von den dienstbaren geistern wieder eine robe bringen und war wieder frei.

sie rieb die hände und bewegte die füße um die blutzirkulation wieder in gang zu bringen und hinkte den gang entlang.

wie sollte es jetzt weiter gehn? was sollte sie machen? worin bestand ihre mission nun wirklich



23.01.2002 10:41#392
Ahram Ahram spürte Meditates Aura entschwinden. Der schuppige Körper schoss vor, hechtete durch die Gänge, wich blitzschnell im Korridor stehenden Säulen oder Statuen aus. Seine Krallen hinterließen kleine Furchen im weißen Stein. Der Exmagier hatte sich in eine geduckte Haltung fallen lassen, um schneller voranzukommen.

Er sieß sich von der Wand ab und katapultierte sich in einen Seitengang. Das Dämonenherz pumpte dunkles Blut in gewaltigen Mengen durch seine Venen.
Er stoppte so abrupt wie er losgesprintet war. Dort! Ahram spürte die Magierin, roch ihren Körper, nass und kalt. Lautlos glitt der Exmagier zur Seite, verschwand hinter einer antiken Säule. Er brauchte nicht lange zu warten.
Meditate kam hinter der Gangbiegung hervor. Der Ring funkelte an ihrer zarten Hand. Noch eine Sekunde zögerte der Dämonenmensch, dann schoss er vor. Seine ehemalige Gefährtin hatte keine Zeit auch nur den Kopf zu wenden.
Der schwarze Körper flog heran, der schuppige Ellenbogen knallte hart gegen die linke Schläfe der Magierin. Ihr Leib wurde von der Wucht des Schlages gegen die nächste Wand geschleudert. Reglos lag sie nun auf den Marmorfliesen. Wie ein bedrohlicher Schatten beugte sich Ahram über sie.
-Es tut mir leid...

Seine Stimme war zu einem Flüstern gesenkt, dann griff der Exmagier nach Meditates Hand, wollte ihre Finger fassen...



23.01.2002 11:06#393
meditate meditate sah trotz ihrer benommenheit die hand des feindes auf sich zukommen.
diese begegnung hätte nicht passieren dürfen. was war hier los? sie hatte ihn getötet. sie hatte ihn selbst in den tod befördert. konnte man sich hier denn auf nichts verlassen? und jetzt wollte er ihr ans leben?

oh nein! sie war noch lange nicht am ende ihrer möglichkeiten. ihre alte fähigkeit des gestaltwandelns lechzte geradezu danach, wieder einmal umfassend genutzt zu werden.

meditate veränderte sich, arme und beine wurden in den körper gezogen, damit wurde auch der ring dem zugriff des feindes entzogen. meditate wuchs und wuchs. ihr körper streckte und verdünnte sich. dann packte die schlange zu. sie zog sich an der ihr entgegengestreckten hand empor und bevor ahram sich seiner situation klar werden konnte, hatte die riesige schlange ihn fest im würgegriff.

immer enger zog meditate die schlingen. es war ein genuss, diesen körper zu besitzen. jeder muskel verströmte eine unbändige kraft. genussvoll spürte sie wie der dämonenkörper sich wand, frohlockend hörte sie die ersten knochen knacken. es war ein unvergleichliches gefühl. sie würde das leben tropfen für tropfen aus diesem unzulänglichen körper herauswringen, so lange bis ihr feind seine seele (oder was auch immer er besaß) in ihren mächtigen schlingen aufgeben würde. dann würde sie ihn als leere trockene hülle aus ihren schlingen entlassen und sich endlich den anderen widmen können.



23.01.2002 11:32#394
Ahram Ahram hatte keine Wahl. Die Knochenklingen glitten aus seinem Körper, stießen sofort auf Widerstand, die scharfen Waffen bohrten sich durch dicke Muskelstränge. Der Exmagier bewegte seine Arme und Beine, die Schneiden wühlten im Schlangenkörper. Zähne wurden gefletscht. Kräftig biss der Dämonenmensch zu, Blut quoll zwischen seinen Kiefern hervor, rann seine Kehle hinab. Mit einem kräftigen Ruck riss er einen dicken Fleischbrocken aus dem länglichen Körper.
Knochen schnitt durch Sehnen, Zähne zerissen Schuppenhaut, Krallen gruben sich in Muskeln. Ahram gebärdete sich wie ein Tier, sein Körper war gebadet in Schlangenblut. Seine Glieder schmerzten, er fühlte dass einige seiner Knochen gebrochen waren, seine Lunge lechzte nach Luft. Der Exmagier spannte im Todeskampf jeden seiner Muskeln, mobilisierte alles. Roter Lebensaft spritzte ihm ins Gesicht.

Die Schlange bäumte sich auf. Langsam wurde der Würgegriff schwächer. Wieder ein kräftiger Ruck, ein weiteres Stück Fleisch hing zwischen Ahrams Lippen. Die Knochenklingen stießen ins Freie, sie hatten sich ihren Weg durch den grünlichen Körper ekämpft. Jetzt!

Der Exmagier schoss nach vorn, rammte die Schlange gegen die Wand. Er stieß sich ab, und das längliche Wesen krachte gegen den gegenüberliegenden Stein. Ahram katapultierte sich nach vorn, in einem Schauer aus Blut aud Fleisch kam er frei, rollte über den Boden.

Stöhnend rappelte er sich auf, seine Brust schmerzte, gierig sogen seine Lungen die Luft in sich hinein. Der schwarze Körper troff vor Blut, der Korridor war rot und glitschig. Vor dem Dämonenmensch wand sich die Schlange, an einigen Stellen wurde ihr Körper nur noch durch ein paar einzelne Fasern zusammengehalten. Blut sprudelte aus ihr heraus. Die Seele des Exmagiers zog sich qualvoll zusammen. Da lag seine Geliebte, sein ein und alles, sein Leben, wand sich in ihrem Blut, ihr Körper zuckte vor Agonie, deren Verursacher kein anderer als er selbst war. Seine Augen wurden wässrig.
-Verzeih mir Meditate. Ich liebe dich...

Ahram taumelte heran, sein rechter Arm hing schlaff an ihm herab, die Knochenklingen hatte er inwischen wieder eingefahren. Wo war bloß der Ring?


23.01.2002 12:06#395
meditate meditate fühlte die unheimlichen schmerzen kaum. so fieberhaft dachte sie nach. welches tier ... welches tier ...

ihr leben rann aus ihr heraus, wenn ihr nicht gleich etwas einfiel, dann war alles zu spät ... ein insekt. sie ließ den zerfetzten körper hinter sich und schwirrte als kleine winzige mücke in die höhe. ahram suchte immer noch in dem zerfetzten körper nach dem ring.

meditate ließ sich auf dem boden nieder und begann abermals zu wachsen. ihre beine formten sich zu mächtigen säulen, der kopf berührte die decke, der nacken musste sich neigen, so groß wurde der troll. sie packte den ahnungslosen ahram fest mit beiden händen und presste dabei seine arme fest an den körper, damit er die klingen nicht ausfahren konnte. dann hob sie ihn in die höhe.
"jetzt wirst du dein dreckiges leben aushauchen du missgeburt. was die schlange nicht geschafft hat, mache ich jetzt mit meinen bloßen händen."
der troll lachte, dass die gewölbe erzitterten und begann zuzudrücken.


23.01.2002 12:37#396
Ahram Wieder wurde Ahrams Körper zusammengedrückt, die Knochenklingen konnten sich keinen Millimeter bewegen. Dem Exmagier wurde übel. Aus lauter Not begann er seine Zähne in das Trollfleisch zu graben. Erneut begann Blut zu fließen, das scharfe Gebiss des Exmagiers hatte die Muskelpartie zwischen Daumen und Zeigefinger als Ziel erwählt. Mit einem kräftigen Ruck riss der Dämonenmensch ein blutiges Stück aus der Trollhand, spuckte die auf den Boden, biss erneut zu. Blut lief ihm aus dem Mund, diesmal war es nicht nur das seines Gegners. Die Umklammerung war eisern und gnadenlos.

So kam Ahram nicht weiter. Er musste das Monster nachhaltig schädigen. Die Zähne gruben sich durch die Haut, die Kiefer bissen zu, schabten dem Knochen des Zeigefingers. Jaaa, das organische Material konnte nicht standhalten, es brach.
Der Troll brüllte auf, Putz bröckelte von der Decke, Säulen stürzten ein. Reflexartig öffnete sich die Hand, nur eine Sekunde, doch diese Zeitspanne reichte dem Exmagier. Seine blauen Augen nahmen das Blitzen des großen Ringes wahr. Muskeln spannten sich, der schuppige Körper kauerte sich zusammen, dann schoss der vor.Ahram konzentrierte sich ein letztes Mal, tauchte unter der Hand hindurch, tanzte förmlich um sie herum, überkreuzte seine Arme. Die Knochenklingen fuhren aus der Haut, schossen links und rechts neben dem Trollfinger durch die Luft, flankierten ihn wie die Schneiden einer Schere. Und genauso setzte der Dämonenmensch sie ein.

Kräftig drückte er die Ellenbogen auseinander, die Körperspannung entlud ich, die Schere schnappte zu, durchtrennte Sehnen, Knochen, Muskeln.
Der Troll hatte die Gefahr erkannt, bevor der Finger zu Boden polterte schlug er Ahram mit der Rückseite seiner Hand gegen die Brust. Knochen brachen, der Exmagier wurde zurückgeschleudert, selbst die Marmorwand konnte ihn nicht mehr halten. Stein splitterte, mit einem lauten Bersten landetete Ahram im angrenzenden Raum, rollte leblos über den Boden, blieb schließlich am Fuße einer Statue liegen. Sein Körper war noch immer Rot, frisches Blut rann ihm aus Mund und Nase. Seine Rippen waren allesamt gebrochen, dein rechter Arm zertümmert, innere Organe zerfetzt. Zum zweiten Male in so kurzer Zeit sah Ahram dem Tod ins Gesicht, doch innerlich jubelte er.

Meditate war frei, er hatte den Ring von ihrem Körper getrennt. Ein warmes Gefühl der Zufriedenheit durchströmte seinen geschundenen Geist, bevor er in die Tiefen der unerforschten Schwärze glitt, besseren Gefilden entgegen...


23.01.2002 14:35#397
meditate wie aus einem traum erwachte meditate und kam zu sich. in was für einem monströsen körper steckte sie denn hier und verletzt war er auch noch.
schnell konzentrierte sie sich auf den gestaltwandel und schlüpfte wieder in ihren eigenen körper. was war geschehen?

siedendheiß durchfuhr sie die erinnerung an die letzten tage. was hatte sie getan? was war ihr widerfahren? sie hatte versagt - kläglich versagt. wie konnte das geschehen?

sie war diesem freundlichen schloss mit einer windeseile verfallen und hatte ihre aufgabe vergessen. nein - nicht vergessen - sie hatte sie auf monströse weise in ihr gegenteil verwandelt. sie hatte nicht nur das tor nicht mehr schließen wollen, sie hatte auch alles daran gesetzt, dass ober- und unterwelt zu einer schrecklichen groteske verschmelzen würden.

mit der gewalt einer lawine durchfuhr sie die erinnerung an ihre eigenen mordversuche an den gefährten. was konnte sie nur tun? was hatte sie getan? was war jetzt zu tun? langsam sank sie zu boden und fing an, bitterlich zu weinen, das erste mal seit ihrem aufenthalt in der barriere.

sie hatte sich von blendwerk der hölle verführen lassen, sie hatte nicht erkannt, dass alles nur dem einen zweck gedient hatte, sie von ihrer aufgabe abzuhalten.

plötzlich kam ihr ein traum in die erinnerung. sie stand vor dem weißen licht und die stimme hatte davon gesprochen, dass sie zurückgewiesen wird, wie vorher schon ahram, weil nur sie das unheil verhindern konnten.

sie lebte noch, also bestand noch hoffnung. sie musste ahram suchen. der schmerz musste warten. sie sah um sich und nahm jetzt erst die zertrümmerten wände wahr. sie erhob sich und konnte nach einigen schritten in das zerstörte nebengewölbe schauen.



23.01.2002 14:36#398
meditate mit einem schmerzensschrei stürzte meditate zu ahram. was war passiert? sie sah auf den ersten blick, dass ihr gefährte tot war.

der schmerz durchflutete sie mit einer schneidenden klinge und mit einem grauenvollen schmerzensschrei warf sie sich über den zerschundenen körper.
es war ihr bester freund, er war es, ihn hatte sie aus dieser welt gestoßen. er hatte ihr so viel liebe entgegengebracht und sie hatte ihm das zweite mal das leben genommen.
wie sollte sie weiterleben, ohne ihn an der seite.
wie viel schmerz hatte er um sie ertragen müssen.
was sollte sie nur tun.

meditate strich mit fliegenden händen über den dämonenkörper ihres freundes. was sollte sie tun? sie konnte tote nicht zu leben erwecken. sie konnte nur heilen. eine schreckliche verzweiflung bemächtigte sich ihrer und sie sank über ihrem gefährten zusammen.



23.01.2002 16:00#399
Ahram Das Gefühl unendlicher Freude wich gigantischer Qual. Schmerzen von enormer Intensität peinigten Ahrams Geist. Ein leises Stöhnen entwich seiner Kehle, seine Finger zuckten leicht.

Warum wurde er abgewiesen? Zum zweiten Mal musste er sein Antlitz von dem Glückseligkeit verheißenden Licht abwenden um in die Dunkelheit zurückzukehren. Nun befand er sich wieder in der kalten Zelle seines Körpers, eingepfercht zwischen Agonie und Leid. Hatte er seine Schuld denn noch immer nicht bezahlt? Wie viele Tode musste er noch sterben?

Dann nahm der Exmagier die Aura der Person wahr, die ihm auf der Welt das meiste bedeutet hatte. Meditate schien traurig zu sein, und das machte auch Ahram traurig. Er wollte sie trösten, doch Muskeln und Nerven versagten den Dienst. Dann fiel dem Dämonenmenschen die einzige Möglichkeit ein, um sie glücklich zu machen, zu der er in der Lage war. Er würde einfach am leben bleiben. Ja, vielleicht war das Leben doch nicht so unangenehm...

Von der Anstrengung des Denkens erschöpt verlor Ahram das Bewusstsein, sein gepeinigtes Dämonenherz pumpte mit kleinen, langsamen Stößen das dunkle Blut durch seinen Körper, fast widerwillig, als sei es erzürnt seine Arbeit wieder aufnehmen zu müssen...



23.01.2002 16:13#400
meditate meditate fühlte plötzlich an ihrer wange eine bewegung. hatte sich der brustkorb ihres gefährten bewegt? konnte es sein, dass das leben in ihn zurückkehrte? hatte das schicksal noch erbarmen für sie bereit?

meditate riß ihr amulett vom hals und blies ahram etwas elfenbeinstaub in die nase. das sollte bis in ihr zimmer sein leben erhalten können. sie rief flehend nach den dämonen des schlosses, die nach einiger zeit auch erschienen.
"bringt ihn in mein zimmer, aber seid um himmels willen behutsam."
die hilfreichen geister trugen ahram in das zimmer, in dem meditate ihre sachen abgelegt hatte und legten ihn dort auf das bett. in kurzer zeit hatte sie all ihre heilmittel um sich aufgebaut und begann, alles in ihren kräften stehende zu tun, ahram zurück ins leben zu holen, ihm die schmerzen zu nehmen und seine wunden zu schließen. dann setzte sie sich zu ihm und ließ ihn nicht mehr aus den augen



23.01.2002 16:22#401
Ahram Gedämpftes Licht drang durch die Lider des Exmagiers. Müde öffnete er die Augen, seine blauen Pupillen waren noch nicht fähig sich auf die Raumeinrichtung zu fixieren. Er sah nur ein paar dunkle Schemen im weiß der Decke.
Und er spürte Meditate.

Allein ihre vertraute Ausstrahlung beruhigte ihn, das Zimmer war erfült von ihrem Geruch, vermischt mit vielen anderen exotischen Düften. Die Schmerzen, die in seinen Gliedern gewütet hatten, waren zu einem leichten Ziehen abgeklungen, sie beeinträchtigten die Gedanken des Dämonenmenschen nicht mehr. Seine Organe hatten sich in ihr Schicksal gefügt und arbeiteten.

Ahram öffnete den Mund, nur ein kleines Stück.
-Me...di...tate...?

Das Wort war nichtmehr als ein Flüstern, ein gehauchtes Gefühl der Sensucht, es drang fast ohne sein Zutun aus seiner Kehle. Er wollte die Magierin endlich wiedersehen, wollte ihre wohlklingende Stimme hören und einfach nur glücklich sein...



23.01.2002 17:01#402
meditate aufschluchzend warf sich meditate über ihren gefährten. sie hatte ihn wieder, alles würde gut werden.

auf einmal zog auch wieder die gewissheit in ihr herz, dass sie noch eine chance hätten. dass sie ihre aufgabe noch würden erfüllen können.
sie könnten losziehn und alle gefährten sammeln und ihre mission fortsetzen.
beruhigend strich sie ahram über die stirn. "ich bin bei dir, mein freund, alles wird gut werden, schlaf dich gesund."




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