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Rollenspiel nach Fall der Barriere
Das Kastell des Zux
Das Kastell des ZuX # 19
| 21.05.2003 22:52 | #1 |
| tor zum kastell |
Das Kastell des ZuX # 19
Auf des Gebirges breit hinfließend kahlem höchstem Gipfel
erhebt sich, schwarz aufragend, aus gemauert’ kunstvoll Stein,ein Schloß, hoch droben über all der Wälder schwankend Wipfel.Eine Faust, die noch den Wolken droht, so scheint’s zu sein.
Doch schnell sie ziehen hin über das ragende Gemäuer,
nur Windes Stimme an des Giebels scharfem Grat gewetzt.
Und selbst der Sturm über die steingeschnitt’nen Ungeheuer,
Gargylen, Wyrme, zähnefletschend Drachen, ist entsetzt.
Regenfäden in der Luft, gemacht wie feinster Zwirne.
Millionen Tropfen auf der dunklen Mauer Stein hernieder
sinken, nein: sie schlagen auf die harten Felsenstirne
der Buckelquader, die vor Nässe glänzen, immer wieder.
In diesem Augenblick der Glanz, der auf den Mauern liegt,
wird offenbar in seiner ganzen unnahbaren Pracht.
Denn ein gewaltig Blitz sich plötzlich an die Dächer schmiegtund sein gleißend Licht schickt durch die Düsternis der Nacht.
Zischend greift er nach dem Turm, der ihm entgegenstrebt.
Der siedend Äther brüllt den Schmerz hinaus, der ihm geschieht.Wände zittern, Scheiben klirren und die Erde bebt
wenn Donners Hall entrollt über den schwarzen Himmel zieht.
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| 22.05.2003 14:45 | #2 |
| Erzengel |
Unter starken Schmerzen empfing Kain eine Botschaft. "Steh auf." Kain hob seinen Kopf von der Tischplatte und starrte den Dämon mit müdem Gesicht an. Dieser ließ nun Kains Sachen aus seinem alten Zimmer auf den Fußboden des Refektoriums fallen und verschwand wieder. Kain streckte seinen Arm aus und nahm sowohl seine alte Sichel, als etwas Gold, welches er damals hier zurückgelassen hatte, wieder an sich, dann nahm er noch einen letzten Schluck aus einer Tasse, welche er sich gestern Abend, nachdem er sich ins Refektorium gegangen war, noch hatte bringen lassen.
Weder Don-Esteban noch Horaxedus hatten sich bei ihm gemeldet, also gab es wohl weiter keinen Grund für ihn hier zu verweilen, es rief ohnehin nur sinnlos alte Erinnerungen wieder hervor. Kain erhob sich nun von dem gepolsterten Stuhl, auf dem er gesessen und geschlafen hatte, ging noch ein letztes Mal zum Innenhof und verließ das Kastell wieder.
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| 22.05.2003 15:20 | #3 |
| shark1259 |
Am gestrigen Tage hatte es shark endlich zusammengebracht einen Zombie zu beschwören der sich bewegen hatte können, ein bisschen zumindest. Dann hatte er auch gleich versucht das selbe mit einem Skelett anzustellen, doch dies war, wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten absolut schief gelaufen. Mehr als Staub und etwas krach war nicht gewesen. Dafür war der Staub reichlich ausgefallen. Die zeit würde doch auch das noch zur Perfektionierung machen.
Heute, nach einem sehr guten Schlaf hatte shark vor, noch einmal etwas bei den Skeletten nachzulesen, und dann sowohl Skelett als auch noch einmal Zombie zu beschwören.
Nâr hatte er gestern einem Dämonen überreicht und zu ihm gesagt, er solle sich darum kümmern, dass sie gut schlafen kann und könne sie am nächsten Tag wieder zu ihm in die Bibliothek schicken, außer Zloin wäre hier, dann sollte der Dämon die Ratte zu seinem Meister bringen.
Nun war shark im Innenhof, er brauchte eine kurze Pause. Gelesen hatte er schon einiges, jetzt würde er balde zum praktischen Teil übergehen.
Der Wind fuhr ihm durch die Haare, eine warme angenehme Brise. Der Himmel war jedoch bevölkert von Wolken. Gewitterwolken waren es, wenn man es genauer betrachtete, dunekl und abweisend, doch vermittelte wie auch vieles andere im Kastell. shark kam sich so klein vor, die Gewaltigen wolken, türmten sich über ihm auf, warfen ein paar Blitze gen Boden, Regen begann zu tröpfeln, und shark stand da und erwartete ihn mit offenen armen. So klein, und doch ein Teil des großen, hier im Kastell.
Strahlend und platsch nass ging shark wieder ins innere und dort gleich in den Übungsraum, er musste jetzt die energien wieder los werden, die er soeben angesammelt hatte.
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| 22.05.2003 16:20 | #4 |
| Saturas |
Dark Cycle und Saturas warteten im Labor auf ihre Lehrmeisterin meditate, um in der Kunst der Heilung geprüft zu werden. Vor allem Dark Cycle hatte am gestrigen Abend noch fleissigstens geübt. Nun waren sie bereit. Und leicht nervös.
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| 22.05.2003 16:27 | #5 |
| Dark_Cycle |
Mit einem leichten Schnaufen sank Dark Cycle immer weiter in den Stuhl ein, und konzentrierte noch einmal all seine Gedanken um Meditate zeigen zu können, was er alles von ihr und den Büchern gelernt hatte. Er stand kurz auf, und wusch sich den Dreck von der Robe, der sich in der letzten Zeit angesammelt hatte, und auch der Lunge des Wassermagiers kräftig zusetzte. Eine halbe Drehung deutete an das der Greis überhaupt keine Angst vor der Prüfung hatte, und sich ganz entspannt zeigte. Obwohl er doch ein wenig Angst anfraß, tat er weiterhin ganz mutig, und stolzierte im Raum hin und her, wobei ihm ziemlich mulmig ums Herz wurde. Dann drehte Dark Cycle sich zu Saturas, und stellte diesem eine Frage, um ein kleines Gespräch aufzubauen, bis zur Ankuft ihrer Lehrmeisterin.
Sag mal Saturas hast du Angst vor der Prüfung?
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| 22.05.2003 16:37 | #6 |
| Saturas |
Angst? Nein. Ich bin vorbereitet, in guter Stimmung und stehe abgesehen von dem der Zeit unter keinem besonderen Druck. Zudem glaube ich, dass es nicht allzu schwer werden wird. Kein Grund zur Sorge also. Fürchtest du dich denn?
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| 22.05.2003 16:42 | #7 |
| Dark_Cycle |
"Nun ja ein wenig schon aber trotzdem sollten wir beide die Nerven halten egal was passiert nicht das Meditate nachher mit zehn Menschen hier reinspatziert die sämtliche Gliedmaßen gebrochen haben."
Dark Cycle ließ ein schälmiches Grinsen von der einen zur anderen Backe wandern, und setzte sich wieder auf den Stuhl. Jetzt wartete er wieder gespannt ab, um zu sehen was Saturas antworten würde.
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| 22.05.2003 17:02 | #8 |
| meditate |
ein dumpfer knall ließ die mauern das kastells erzittern. das pentagramm hatte die magierin ausgespuckt, die jetzt sofort ins labor ging.
dort warteten die beiden innosjünglinge schon ein bisschen aufgeregt.
"ich freu mich euch zu sehen, seid ihr bereit?"
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| 22.05.2003 17:09 | #9 |
| Dark_Cycle |
Dark erschrak im vollen Zuge vor seiner Meisterin der Heilkunde. Sie stand einfach so plötzlich vor den beiden Wassermagiern was bewies das sie gut im Umgang mit dem Teleportzauber war. Der alte Mann nickte leicht um seiner Meisterin verstehen zu geben das er bereit auf die Prüfung sei und das ihn auch nicht mehr davon abhalten würde überhaupt nichts. Auf einmal ging ein Schmunzeln über seine Lippen und dann gab er erst die Antwort.
"Ich bin bereit Meditate fragt sich nur noch ob Saturas bereit ist. Saturas bist du bereit?"
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| 22.05.2003 17:13 | #10 |
| Saturas |
Wie gesagt: könnte bereiter nicht sein.
Auch Saturas war sehr erstaunt über Medis plötzliche Ankunft. Jetzt konnte es wirklich losgehen.
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| 22.05.2003 17:15 | #11 |
| Niac |
Es war ca. 3 Uhr morgens, als laute Schritte die unzählbaren Hallen erfüllten und langsam wieder verklangen...
Es war Cain... oder ehergesagt Niac, da in der Dunkelheit, durch die inzwischen gelöschten Fackeln nur rot-glühende Augen zu sehen waren.
Sie blickten starr gradeaus und schienen irgendein Ziel vor Augen zu haben. Doch niemand wusste welches.. auser dieses böse Geschöpf selbst. Cain schlummerte noch immer und bekahm von dem nichts mit. Er war in von Niac erschaffene Alpträume gehüllt und würde so schnell nicht aufwachen. Er wusste nicht warum aber inzwischen schienen sich Niac und Cain so richtig aneinander gewöhnt zu haben und Niac ließ Cain auch ohne bedenken mal die kontrolle des Körpers. Irgendwie gefiel Cain das. Es schien fast so, alsob Niac seine Boshaftigkeit verlohr. Es schien, alsob es nur eine verwirrte Seele war, die im Falschen Körper verkümmerte und nun eine Art Freund gefunden hatte. Es dauerte auch nicht lange und Cain hatte soviel Kraft, dass er Niac mehr als ebenbürdig war. Doch sie einigten sich darauf, dass der eine den anderen frage, wenn er mal den Körper benutzen wollte... dann haten sie es auch so geregelt, dass Niac, da er keinen Schlaf brauchte die ganze Nach das kastell auskundschaften würde oder in der Bibliothek aufhalten würde. Solernten beide sehr schnell die Sprache des Gottes, den Cain inzwischen anbetete.. er hatte erkannt, das es zwei Seiten gab, von denen man Beliar sehen konnte.. einmal, wie die meisten Innos´ler, sie hassten sie und dann noch wie manch andere.. er war ein gerechter, doch auch dunkeler Gott. Er war Innos´ebenbürdig und so ein genauso ebenbürdiger Gott wie Innos´!
Cain hätte nie gedacht, dass er mal mit Seele und Herz ein Diener Innos´ werden würde. Doch es gefiel ihm und sein Glauben an Innos´ schien wie vergessen. Er fragte sich auch nicht, wann Shakuras wiederkommen würde, sondern fragte sich, wann er Shakuras besuchen konnte... Er lernte Niac immer mehr kennen und es stellte sich heraus, dass er die Seele eines vorher hier lebendem ZuX´ler war, der verstorben war. Er hatte in Oliries Labor Tag für Tag rumgespuckt und hatte Cai für einen Frevler und Schadhaufen gehalten, da er Innos´gläubig war und es hatte ziemlich lange gedauert, doch nun waren sie Freunde und teilten sich ihr Wissen und viel Wichtiger.. ihren Körper.
Cain war nie allein und irgendwie gefiel ihm das.. Niac hatte auch lange diese eckelige Flüssigkeit mehr getrunken, was Cain ziemlich wunderte.. doch er fragte Niac nicht und so blieb es bei ihrer Freundschaft..
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| 22.05.2003 17:22 | #12 |
| meditate |
die magierin schritt zum tisch und musterte die beiden.
"seid ihr wirklich bereit? blitzschnell hatte sie ihren dolch gezogen und ihn saturas über die schulter gezogen. der zuckte zusammen und sah seine ehemalige schülerin völlig entsetzt an. sofort schoss ihm das blut aus der tiefen wunde und färbte seine robe rot.
"nun, alter mann, zeig mir was du kannst. bitte in der richtigen reihenfolge."
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| 22.05.2003 17:38 | #13 |
| Dark_Cycle |
Der Wassermagus war völlig entsetzt was Meditate gerade dort getan hatte. Nun ja, dies gab ihm noch genug Ansporn um zeigen zu können was er alles kann. Er spitze den Mund zu einem schmalen Schacht zusammen, und ergriff zwei auf dem Tisch stehende Flaschen die er zur einer Heiltinktur zusammenmischte, und danach auf ein kleines Tuch tröpfeln ließ. Dann nahm er das Tuch, und wusch damit Saturas über die Wunde, um den Schmerz seines Freundes zu lindern, und schon einmal die Heilung voranzutreiben. Nach dieser guten Tat holte Dark Cycle Binden herbei, und knotete diese unter Saturas Arm, um die starken Blutungen zu stoppen, die langsam die ganze Robe verdreckten. Heimlich flüsterte er Saturas etwas ins Ohr, was noch sicherlich von Bedeutung schien.
"Saturas wir werden dies gemeinsam durchstehen nie im Leben werde ich dich hier verbluten lassen glaub mir das wir sind Freunde und Freunde halten zusammen also Zähne zusammenbeissen."
Jetzt ergriff der Zausel die ganze Flasche mit dem Heilmittel, und schüttete sie sorgfältig über die Wunde des Geschädigten, wobei er hoffte Saturas möglichst gut helfen zu können.
"Ok jetzt pass auf Medi denn jetzt wirst du nähmlich staunen."
Voller Angst holte der Greis seine Feuerpfeilrune aus der Tasche, und flemmte die letzten Tropfen des Heilmittels an, woraus Rauch entstand, den er Saturas in die Hand drückte, wobei man sehen konnte das ihn ein Gefühl der Erleichterung umfasste.
"Hast du gesehen Meditate was dies war? Das war heilender Rauch man muss einfach Heilmittel anzünden und es dann dem Geschädigten unter die Nase halten denn meistens stellen die Menschen sich schlimmeren Schmerz vor als den sie eigentlich haben und so kann man die Schmerzen erleichtern indem man einfach an andere Sachen denken muss an gute Sachen."
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| 22.05.2003 17:50 | #14 |
| meditate |
meditate hatte die sache aufmerksam beobachtet.
"du hast dir ja was tolles ausgedacht, das kannte ich noch gar nicht. sehr gut gemacht. wichtig ist bei der wundbehandlung, dass du die richtige entscheidung triffst. behandelst du zuerst die schmerzen oder zuerst die wunde. wenn die schmerzen schier unerträglich sind, dann nimm lieber zuerst das schmerzmittel und behandle dann erst. bei so einem glatten schnitt, ist deine vorgehensweise die bessere gewesen.
sie legte dem saturas ihre hand auf die wundstelle und schloss kurz die augen. wie ein heißer energieschub durchfloss den magier ein brennen, dann war die wunde geschlossen.
"in ein paar stunden merkst du von dem schnitt nichts mehr. ich dagte euch, die ausbildung wird nicht leicht und erst recht nicht die prüfungen. aber zunächst wollen wir weiter sehen."
sie schnippte kurz in die luft, woraufhin ihr ein dämon einen becher mit einer widerlichen flüssigkeit brachte.
"jetzt bist du dran, alter mann. trink das bitte aus und dann kann saturas seine künste an dir demonstrieren."
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| 22.05.2003 18:31 | #15 |
| Saturas |
Cycle ekelte sich schon allein wegen dem Gestank davor, den Inhalt dieses Gefässes in seinen Körper zu befördern.
Aber wenn es die Meisterin verlangt...runter damit. Er schnappte sich das Gesöff, den Dämon etwas verärgert anschauend, hielt es hoch und schaute, als ob dies seine letzte Tat auf Erden hätte werden können. Schliesslich goss er es sich den Hals hinunter. Saturas, von Meditates Künsten begeistert, verfolgte es misstrauisch und sah seinem Freund in die Augen. Lange passierte nichts, sie beide wunderten sich, doch sie sollten ihr blaues Wunder erleben. Urplötzlich wurde Dark Cycle bleich wie Schafwolle und griff um sich, doch umsonst, er knickte zusammen.
Oh Gott...er würgte irgendwas und schluckte gleichzeitig, fasste sich mit beiden Händen an den Bauch. Zusätzlich stöhnte und jammerte er, doch sehr bald war es nur noch ein Wimmern. Nicht weniger überrascht reagierte Saturas zuerst einmal überhaupt nicht. Dann schaute er zu Meditate, nein, es war ja seine Aufgabe. Eine ganz schlimme Übelkeit zu kurieren. Der am Boden liegende erbrach (hatte sich schon angekündigt) einen kleinen See aus Blut und natürlich schleimigem...Saft.
Ok, Ruhe bewahren, sagte sich der Wassermagier. Situation ist analysiert und ziemlich klar, nun folgt eine logische Überlegung und in Kürze die Ausführung der Lösung. Konzentration. Als erstes bat er Medi, den immer noch anwesenden Dämon anzuweisen, die übel riechende Flüssigkeit zu entfernen. Darum musste ER sich ja jetzt wirklich nicht kümmern. Er nahm einen Antikopfwehtrank zu sich, um auch ganz kühl bleiben zu können, packte den Kranken unter den Armen und hob ihn auf einen Stuhl. Sitzen. Aufrecht sitzen ist gut.
Leider konnte von aufrecht nicht die Rede sein. DC war nur noch teilweise bei Bewusstsein und hing vornüber, Gefahr laufend, gleich wieder herunter zu fallen. Das nahm Sat aber nicht wahr. Ok ok, ist noch was übrig von dem Zeug? Ah ja, bestens, das sollte reichen. Er nahm das beinahe leere Glas mit der gefährlichen Substanz und goss einen gelben Brei hinein. Ja, sollte stimmen so, überlegte er. Dann gab er dem Zeug mittels ein wenig Magie Anstoss zum Blubbern...wunderbar, die erwünschte Reaktion trat ein. Nun noch einen Schuss vom extra starken Heiltrank und ein paar von diesen komischen kleinen Früchten. Während sich das alles noch vermischte, stützte er seinen Kollegen auf dem Stuhl. Als er merkte, dass das nichts nützte, legte er ihn wieder auf den Bogen (natürlich nicht so zusammengekauert wie vorhin) und checkte seinen Status. Bei Bewusstsein war er, doch glühte sein ganzer Körper- also auch noch Fieber plagte den Magier. Na gut, eine positive Wirkung wird es auf jeden Fall haben. Dark Cycle, ob es dir passt oder nicht, dass diese Tinktur aussieht wie aus deinem Magen, du musst sie trinken. Dann wird die Übelkeit ganz schnell wieder verschwinden, hörst du? Tu mir den Gefallen und bleib wach...Selbstverständlich wartete er auf keine Antwort und griff nach seiner Heilungsmix, der mittlerweile tatsächlich bräunlich war. Die verschiedenfarbenen Früchte schwammen an der Oberfläche.Saturas hielt DC´s Kiefer nach unten, dann goss er den Trank in den Schlund. Kein Tropfen ging daneben. Gleich darauf erschien in seiner Hand viele kleine Eiskristalle, die er seinem Freund auf die Stirn legte. Er kniete neben ihm und wartete eine Weile.
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| 22.05.2003 19:00 | #16 |
| meditate |
meditate nahm sich den rest des gebräus und roch einmal daran. dann nickte sie und stellte es wieder auf den tisch.
"nicht übel. das sollte eigentlich wirken. ich will jetzt sehn, wie ihr verbinden könnt. in der zeit, in der der alte mann wieder zu kräften kommt, kannst du ihm ja mal einen kopf-, einen brust- und einen armverband anlegen. danach ist er dran und kann seine einwickelkünste an dir probieren."
meditate ging an ihr schränkchen und holte noch ein pulver heraus, was sie dem alten in die nase blies. immerhin wollte sie hier keine leiche und der alte schien ziemlich gebrechlich.
"ich hab dich mal ein bisschen unterstützt saturas. das war ein stärkungsmittel der finsteren art. das hab ich aus der unterwelt. damit verhindert man das sterben. das kann ich dir aber nicht geben, das ist spezielle beliar-magie. aber ihr werdet noch andere schöne sachen kennen lernen, bei mir im lavaturm. sagte ich euch schon, dass ich von jedem ein harpyienei brauche?"
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| 22.05.2003 19:23 | #17 |
| Saturas |
Dark Cycle war durch Medis Können (und ihre Utensilien) ohne Weiteres gerettet. Doch kaum war ihm das klar, fokussierten sich Saturas´ Gedanken auf die Forderung. Ein Harypienei also. Hatte sie wirklich HARPYIENEI gesagt? Ausgerechnet, wo es wochenlang dauerte, bis der Priester sein damals überflüssiges los geworden war? Himmel, Arsch und Zwirn. Doch da fiel ihm etwas ein und gleichzeitig ein Stein vom Herzen. Weisst du, Sachen gibt´s, die gibt´s gar nicht. Na ok, vermutlich solltest du das eher zu mir sagen, wenn du mir dann noch weitere seltsame Dinge zeigst in deinem Turm. Aber du wirst es kaum glauben: ich werde kein solches Ei besorgen müssen. Ich hab nämlich noch eins gebunkert bei einem alten Freund. Toll, nicht wahr?
Die Schwarzmagierin lächtelte, sie war ja nicht verärgert darüber, dass ihr alter Mentor eine evtl. schwierige Aufgabe weniger hatte.
Bestens. Dann musst du dir ja jetzt keine Gedanken darüber machen und kannst dich dem Verbinden widmen.
Ach ja, klar. Mit speziellen Verbänden sollte er DC geradezu eindecken. Ohne weitere Zeit zu vertrödeln holte er das Material aus einem Gestell, warf noch einmal einen kritischen Blick auf seinen Patienten und begann dann, dessen linken Arm einzuwickeln. Meditate sollte sofort sehen, dass die beiden noch einmal eine ordentliche Übungsschicht geschoben hatten, denn Saturas arbeitete gut, jedoch fast zu schnell, er wurde nervös. Als er mit dem Umwickeln fertig war drückte er seine Hand darauf und betrachtete den von ihm hervorgerufenen Effekt. Für so einen kleinen Verband sollte der magische Verschluss reichen.Er ging zum Kopf und dann zur Brust über, machte professionnell weiter. Für diese beiden nahm er eine Nadel zur Befestigung.
Gut so? Am Ende doch nicht so ganz überzeugt von seiner Arbeit schaute Sat seine Lehrmeisterin verunsichtert an.
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| 22.05.2003 19:34 | #18 |
| meditate |
"und jetzt das ganze anders herum. alter mann, zeig was du drauf hast."
erstaunlicherweise stellte der alte sich trotz der attacke auf seine gesundheit bemerkenswert geschickt an. als auch er sein können in bezug auf verbände bewiesen hatte, verlangte meditate, dass die beiden ihre oberkörper entblößen sollten. dann traf sie saturas mit einer schattenflamme und fügt ihm böse verletzungen zu. für den alten hatte sie eine besonders giftige untote blutfliege.
"nun meine lieben, ihr habt wieder arbeit."
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| 22.05.2003 19:46 | #19 |
| Saturas |
Bei Adanos, Saturas wollte gar nicht wissen, was sie bei der zweiten Stufe für Schmerzen erwarten würden! Er vermutete mal, dass der Schaden von beiden auf keinen Fall längerfristige Auswirkungen gehabt hätte, aber es ging ja darum, ihn möglichst schnell und effektiv zu beseitigen.
Wenigstens hatten die beiden Magier kein kompliziertes Prozedere vor sich, sie bereiteten sich je einen violetten Trank (die Intensität der Färbung war aufgrund der verschiedenen Zutatenmengen nicht genau gleich) zu, welchen sie tranken und teilweise über/ in die Wunden gaben. Ausserdem legten sie noch gewisse Kräuter darüber. Dann nahmen sie eine sitzende Meditationshaltung ein und bemühten sich, sich mittels purer magischer Kraft gegenseitig zu heilen.
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| 22.05.2003 20:22 | #20 |
| meditate |
"naja, das letzte war nicht so toll und effektiv. da gibt es besserere methoden. die giftstachel der blutfliegen muss man erst mal aus der wunde ziehen. bitte seht mir mal zu!"
die beiden magier verfolgten die demonstration ihrer lehrerin sehr aufmerksam.
"dann wird die wunde desinfiziert. das verabfolgen von heiltränken solltet ihr möglichst vermeiden. diese allgemein wirkenden heiltränke schädigen auf dauer das immunsystem und führen nur zu allergien. versucht das übel immer an der wurzel zu packen.
brandverletzungen sind schmerzhaft. meditieren ist da eine gute möglichkeit, sich selbst von den schmerzen zu befreien. gegen brandverletzungen hilft diese salbe, die habt ihr schon richtig ausgewählt. also ich denke mal, im großen und ganzen habt ihr es gepackt. ihr dürft euch als heiler betrachten und hingehn und den menschen beistehen in schmerzen und not. das ist doch das wichtigste, was ihr innos- oder adanosmagier machen wollt. erhalten den menschen ihr kümmerliches leben, das ist schon in ordnung. beliar bekommt ja doch jeden zum schluss.
aber egal. meine herren heiler, ich erwarte euch in drei tagen im lavaturm. versucht die brücke zu überqueren, die wunden solltet ihr danach nun selbst heilen können. vergesst nicht, dass ihr mir jeder ein harpyienei mitzubringen habt, dann werdet ihr dort im turm die höchsten weihen der heilkunst erlernen.
und nun legt dem dämonen am eingang eine vernünftige prüfungsgebühr in die schale, stärkt euch noch einmal im refektorium und lasst euch feiern. wir sehen uns in drei tagen."
die magierin verabschiedete sich und verließ ihr labor. den dämonen befahl sie, das heiler-labor wieder herzurichten und dann begab sie sich auf den hof und setzte sich unter die esche.
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| 22.05.2003 20:36 | #21 |
| Saturas |
Sie hatten es geschafft! Jetzt waren die beiden Diener Adanos' Heiler. Welch ein beflügelndes Gefühl.
Unverzüglich marschierten sie in die Eingangshalle zu der Schale für die Gaben, wo sie tief in die Robentaschen griffen, um zu bezahlen. Die Goldmünzen wurden akzeptiert und so begaben sie sich ins besagte Refektorium, dort bekamen sie ein üppiges Mahl aufgetischt. Ausserdem erzeugte man eine feierliche Atmosphäre, wie sehr oft war der Saal voller (sichtbarer) Magie. Ein gelungener Abend, Dark und Saturas stiessen an und genossen den Schmaus.
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| 22.05.2003 22:14 | #22 |
| Amydala |
Amydala hatte in der letzten Zeit sich nur von den Dämonen verwönen lassen. Sie sah an sich runter und packte sich an die Hüfte. "Die Speckpölsterchen müssen auch wieder weg. ". Desshalb entschloss sie sich etwas zu trainieren. Sie ging aus ihrem Zimmer und entschied sich für einen spontanen Lauf. Sie wollte auf dem Kastellhof etwas trainieren. Sie versuchte einen gleichmäßigen Atem zu bewahren und atmete bei jedem fünften schritt ein. Dann machte sie sich auf den Weg vom ersten stock ins Erdgeschoss. Sie lief die Treppe hinunter doch leider verfingen sich ihre Füße in der Robe und Amydala fiel mit einem schrei die Treppe. Sie kullerte die Treppe mit gelegentlichen purzelbäumen hinunter und kam unten hart auf. So blieb sie einen Moment liegen und hielt sich die stellen an denen sie sich verletzt hatte. Nach kurzer Zeit stand sie wieder auf und sah sich mit roten Kopf um "Hoffentlich hat das keiner gesehen ". Schnellen schrittes eilte Amydala in den Innenhof. Dort saß bereits eine junge Frau die ebenfalls zum Zirkel zu gehören schien. Sie ging zu ihr und sagte "Hallo! Mein Name ist Amydala und ich bin Lehrling im Zirkel. Wer seid ihr? "
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| 22.05.2003 22:28 | #23 |
| HoraXeduS |
Als Horaxedus das Kastell betrat, war es noch früh am späten Abend, und so beschloss der Schwarzmagier, erstmal seinem knurrenden Magiermagen nachzugeben und das Refektorium aufzusuchen. Eine kurze, angedeutete Verneigung vor dem steinernen Dämonen war die einzige unökonomische Bewegung, die Horaxedus dabei kurz abzulenken schien.
Im Speisesaal angekommen, überlegte der Glasmacher, wo er sich denn heute einmal hinsetzen wollte. Klar war lediglich, dass es wirklich ein Sitzplatz sein sollte, den er aufsuchen würde. Er hasste es, im stehen zu essen. Dieses verdamt heisse Brot vom letzten Mahl würde er daher heute nicht noch einmal wählen.
Der Stuhl, auf den Horaxedus sich schliesslich setzte, stand etwas links von der Mitte des Raumes und gestattete einen vorzüglichen Blick auf eine der vier Wände des Refektoriums. "Was für eine schöne Wand" befand der Schwarzmagier, als er sich seine Speisenfolge im Geiste zurechtlegte. Dann wünschte er sich allerlei kross gegrilltes, dünnes Fleisch und dazu einen grossen Krug trüben hellen Gerstensaftes. Und einige Zahnstocher. Dieses zarte Fleisch würde ihm sicherlich wieder... aber das interessierte ja sicher niemanden so genau.
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| 22.05.2003 23:03 | #24 |
| meditate |
meditate sah erstaunt auf. meistens wagten die neuen sich nicht mal in ihre nähe, geschweige denn, dass man sie ansprach. außerdem hatte sie schon lange keine weibliche anwärterin hier gesehen. da ihr aber die naive und erfrischende art des mädchens gefiel, antwortete sie ihr ruhig
"ich bin meditate. ich bin nach unserem meister don-esteban die älteste bewohnerin dieses kastells. ich war lange zeit auch dessen hüterin, habe mich jetzt aber in einen turm zurückgezogen, der weit von hier im minental liegt.
du heißt also amydala. und was macht so ein junges geschöpf bei uns schwarzmagiern?"
meditate ließ einen niederen dämonen einen tisch und laternen bringen und einen schweren süßen roten wein.
"magst du auch? ich finde, heute verlangt das wetter nach einem schweren wein."
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| 22.05.2003 23:14 | #25 |
| Amydala |
"Naja ich wollte mir das Speckpölsterchen das ich mir bei euch angegessen habe zwar abtrainieren ,aber bei so einer netten Geste kann man nicht nein sagen. ". Amydala setzte sich an den Tisch und nahm das Glas mit dem Rotwein in die hand und kostete davon " Ein lieblicher geschmack. " sagte Amydala als sie einen kleinen Schluck davon gekostet hatte.
"Was ich hier mache? nunja ich war eigentlich mehr oder weniger zufällig hier, nunja ein paar Banditen hatten mich in die Nähe des Kastells geführt und wollten mich vergewaltigen ,da ich sie gebeten hatte mich zu einer ,mir sehr wichtigen ,Person zu bringen.Ich bin entkommen und irgendwie hier gelandet. Da ich aber den Glauben an Innos verloren habe und nurnoch an Beliar glaube habe ich mich euch angeschlossen. " erklärte Amydala kurz und bündig. "Und wer war die Person die ihr gesucht habt? " fragte Meditate. "Nunja ich kam auch erst nach Khorinis weil ich nach ihr suchte. Diese Person ist mein Bruder und sein Name ist Sly. ". Meditate sah Amydala erstaunt an und verschluckte sich fast an ihrem Wein "Sly? ". Amydala horchte auf "Ja Sly , kennt ihr ihn? "
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| 22.05.2003 23:27 | #26 |
| meditate |
"das möchte ich meinen, dass ich den kenne. ich habe noch vor einigen stunden mit ihm gesprochen und er hat mir zum abschied ins ohr geflüstert, dass er mich töten will. als ob das in seiner macht stünde. der junge weiß einfach noch immer nicht, was eine priesterin des beliar ist. und dass er über sie keine macht hat, weil der tod mich nicht schreckt.
du hast einen niedlichen und sehr temperamentvollen bruder, wenn er das ist. wirklich niedlich."
meditate grinste und nippte von ihrem glas. das war ja ein seltsamer zufall. sie sprach mit der schwester des kleinen hitzkopfes. das konnte ja noch ausgesprochen amüsant werden, wenn es hier diese seltsamen familiären verwirrungen gab.
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| 22.05.2003 23:42 | #27 |
| Amydala |
"Ich kenne ihm kaum. Es ist sehr kompliziert. Ich wurde von ihm bereits seit meiner Kindheit getrennt, besser gesagt er war Säugling und ich erst zwei Jahre alt und dann ist der Vater mit einer anderen Frau weg aber in der Stadt geblieben und mir wurde verboten meinen Bruder anzusprechen.Dann brannte das haus von seinem Vater und der Stiefmutter nieder und er rannte weg und wurde bald nach meinen Nachforschungen in die Kolonie geworfen. Dann als ich von der Sache hörte bin ich hierher geeilt um nach ihm zu suchen. Und weil unsere Eltern tod sind will ich das jetzt nachholen. Aber woher kennt ihr ihn? Wo ist er? Was macht er? Wie sieht er aus? " All die Fragen stellte sie Meditate und hoffte sehnlichts auf eine Antwort.
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| 22.05.2003 23:51 | #28 |
| meditate |
meditate erzählte ihr so gut sie konnte und alles was sie wusste.
"ich weiß ja nun nicht, ob es wirklich dein bruder ist. kann ja noch mehr mit dem namen geben, aber ich würde dir raten, mal den hof des großbauern onar zu besuchen. aber nimm dir einen beschützer mit. die wege sind gefährlich und ich glaube, auf dem hof ist es auch gefährlich. wenn dieser sly nicht dein bruder ist, dann solltest du da lieber nicht ohne schutz sein. von den söldnern und banditen hört man die seltsamsten sachen.
aber wenn das dein bruder ist, kannst du mir auch nur leid tun. das ist einer, dessen freunde die sorgen und probleme sind. wäre ich ein bisschen weniger langmütig, wäre er schon tot. er ist einfach zu frech für diese welt."
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| 23.05.2003 00:09 | #29 |
| Amydala |
"Naja, ich habe ihn ja auch beobachtet als er ein Kind war da war er auch schon ziemlich ungestüm. Aber ich glaube ,dass er auch gute Seiten hat, sonst wär er nicht mein Bruder. Ich hoffe ,dass das zwischen euch nur ein Missverständnis war.Sly weiß nicht einmal ,dass es mich gibt, desshalb wird die Sache wohl sehr schwer ". Amydala nahm einen großen Schluck des Weines "Wisst ihr jemanden der mich begleiten könnte? Ich schätze mal wenn es so schlimm ist ,dann wäre es besser wenn du nicht mit mir gehen würdest. Und einen Dämonen kann ich schlecht mitholen. "
"Vielleicht würde Olirie oder Arctus mich begleiten ,wenn ich sie nett bitte." sagte sie mehr zu sich als an medi gerichtet. "Nunja ich möchte jetzt ins Bett gehen, ich muss diese ganzen Informationen ersteinmal verarbeiten und dann sehen wie ich zu Sly komme. Ich danke dir jedenfalls du hast mir sehr weitergehoflen und vielen dank für den tollen Wein." Amydala drückte noch kurz Meditate und begab sich dann auf ihr Zimmer. Dort legte sie sich hin und dachte noch lange Zeit darüber nach bis sie einschlief.
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| 23.05.2003 22:29 | #30 |
| HoraXeduS |
Das Fleisch, das Horaxedus zu sich genommen hatte, war dermassen zart gewesen, dass es ihm schier auf der Zunge zergangen war. Und auch am Gerstensaft hatte er erneut nichts auszusetzen gehabt. So hatte es sich ergeben, dass der Schwarzmagier bereits Stunde um Stunde hier im Refektorium geschlemmt und getrunken hatte. Und dabei hatte er niemals die Wand aus den Augen gelassen. „Wirklich, ganz ausgezeichnete Wand, das.“ zollte Horaxedus seiner Bewunderung für dieses aufrechte Stück Baukunst Tribut.
Und während er so auf die Mauer starrte, fiel dem Glasmacher auf, dass das Fleisch sogar so zart war, dass er der extra bestellten Zahnstocher gar nicht bedurfte. Sorgfältig zog er eines dieser winzigen Stäbchen aus dem kleinen Behälter, der vor ihm stand. Sogleich nahm er sich noch ein weiteres.
„Stirb, Schurke!“ sprach die linke Hand des Schwarzmagiers zur anderen und haute der Gegnerin mit dem Zahnstocher eins über. „Was fällt Euch ein?“ brummte die Rechte und schlug ihrerseits mit dem Holzstäbchen zu. Eine ganze Weile sass Horaxedus so da und machte seine Faxen mit seiner ganz persönlichen, kleinen Stabkampf-Aufführung. Doch irgendwie fühlte er sich plötzlich beobachtet.
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| 23.05.2003 22:42 | #31 |
| Zavalon |
Zavalon war nach einem köstlichen Mahl Scavengerfleisch und ein bisschen Wein ziemlich entspannt und blickte sich zufrieden im Refektorium um. Da sah er den ziemlich verspielten Zahnstocherkampfmeister Horaxedus, nicht das er selbst nicht so wäre, nur noch nie zuvor hatte Zavalon jemanden gesehen, der ihm so glich. Voller Freude schlug der Mitmagier immer wieder die Hölzer aneinander, wobei er schon einige Kombinationen vollbrachte. Nach einer Weile setzte sich Zavalon zu ihm und begann zu sprechen: "bababa... öh seid gegrüßt, mein Name ist Zavalon und wie ihr sicherlich wisst bin ich der Lehrmeister des Stabkampfes hier im Kastell. Ich beobachte euren Kampf jetzt schon seit ein paar Minuten und wollte fragen: Darf ich mitspielen?" Sofort griff sich Zavalon auch einen Zahnstocher und lieferte sich einen harten Kampf mit dem Magier, den er dank all seiner Erfahrung schlieslich doch gewann...
"Was ich eigentlich fragen wollte. Ihr habt potenzial, das sehe ich selbst beim Zahnstocherkampf, da er in meiner eigentlichen alten Heimat eine sehr verbreitete Kräftemessung darstellt. Ich würde mich freuen euch als meinen Lehrling im Stabkampf begrüßen zu dürfen..."
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| 23.05.2003 22:51 | #32 |
| HoraXeduS |
Horaxedus zog sich Zavalons Zahnstocher langsam aus dem Handrücken und drückte den Daumen auf die kleine Wunde. Das würde er dem Priester noch heimzahlen, diese Niederlage. Aber vielleicht war es zuvor gar nicht die schlechteste Idee, ihm ein wenig beim Stabkampf über die Schulter zu schauen. Offenbar konnte er ganz gut mit dem langen Ding umgehen, wie Horaxedus bei der langen Suche nach Rocks Vater des öfteren hatte feststellen können.
"Gerne wäre ich Euer Lehrling." Daraufhin gaben die beiden Magier einander die Hände und nickten sich bedeutungsschwanger zu. Horaxedus hatte sein Gegenüber etwas blutig geschmiert, und um die Situation aufzulockern, forderte er Zavalon sofort auf: "Dann mal los. Habt Ihr einen Stab für mich? Einen, der nicht überall stecken bleibt, meine ich?"
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| 23.05.2003 23:09 | #33 |
| Zavalon |
Ein leichtes Schmunzeln breitete sich auf dem Gesicht des Magiers aus, als er das Blut seines neuen Lehrlings spürte. Er selber hatte sich schon beim Essen ein ziemlich miese Wunde zugezogen, als er etwas zu hastig nach allem gebissen hatte. Nun waren sie also auch Blutsbrüder. "muahuahuahuahua... sicher habe ich einen stumpfen Stab!"
[...] "T'schuldigung... Ja als Lehrer habe ich einige Stäbe gelagert, nun kommt mit mir auf den Innenhof, natürlich in Trainingskleidung oder was immer ihr vor dem Eintritt in das Kastell hattet. Ich werde euch die ersten Lektionen des Stabkampfes und alles was damit zu tun hat zeigen!"
Zavalon machte sich auf den Weg zu seinem Zimmer, zog seine übliche Trainingskleidung an und stieg nach ein paar Problemen, wie man doch die Tür zu schließen hat, wieder die Treppe herunter... Unten wartete schon sein Lehrling.
Der Mentor warf diesem seinen zukünftigen Stab zu, packte seinen eigenen aus und begann zu sprechen: "Die obersten Ziele des Stabkampfes sind sowohl innere Kontrolle als auch die Vereinigung der Magie mit dem Kampf. Dazu müsst ihr eine ausreichende Kondition besitzen. Also merkt euch, steigert euch so, das ihr am Ende unentwegt laufen könnt. Nun macht das nach was ich tue!"
Erst langsam dann immer schneller vollführte Zavalon die Übungen, die ihm auch von Gabriel übermittelt worden waren.
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| 23.05.2003 23:26 | #34 |
| HoraXeduS |
In seine alten Klamotten gehüllt, hatte Horaxedus nicht unbedingt mehr Bewegungsfreiheit als in seiner Schwarzmagierrobe. Aber er fühlte sich doch etwas lässiger. Nachdem ihm Zavalon einen Stab zugeworfen hatte, der leichter war als er ausschaute, lauschte der Glasmacher den Worten seines neuen Lehrers. Das mit der Kondition machte ihm keine Sorgen. Maximus hatte ihn wirklich sehr viel laufen lassen. das würde sich jetzt womöglich mal wieder auszahlen.
Doch was Zavalon da jetzt an Bewegungsabläufen veranstaltete, sah nicht unbedingt so aus, als könnte man das überhaupt nachmachen. Konzentriert stellte sich Horaxedus neben den Priester und beobachtete ihn eine Weile. Schliesslich hob er ebenfalls seinen Stab und begann mit einer ebenfalls ausgesprochen geschmeidigen, ja fast katzenhaften Bewegung.
"Tut mir leid," murmelte Horaxedus verlegen und beugte sich weit über den Brunnenrand, "habt Ihr vielleicht noch einen Stab für mich?"
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| 23.05.2003 23:32 | #35 |
| Arctus |
Sich verwirrend in einem Strudel aus Gedanken durch die Gänge des Kastells bewegend, sank Arctus immer mehr in das Meer der Sorgen, dessen Wellen sich wie Berge vor ihm aufbauten und eine nahezu unüberwindliche Barriere darstellten. Durch den dickflüssig Matsch des Leides hindurch, durch den explodierenden Akt der Angst und schließlich gegen eine Holztür. Arctus sank zu Boden. Eine dicke Beule formte sich auf seiner Stirn, doch all die Sorgen, über das was war und das was kommen wird, wurden nun ersetzt durch heftige Kopfschmerzen, durch die sich kurz darauf die Stimme des Kastellhüters bohrte und langsam die innere Hautschicht des Schädels abzog, doch ganz langsam und mit Genuss. Das bracht ihn sogleich auf die Antwort der Frage, was er eigentlich wolle. Er wolle sezieren und ein Glas kaltes Wasser haben sprach seine weit entfernte Stimme, von der er mittlerweile halb die Kontrolle verloren hatte.
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| 23.05.2003 23:43 | #36 |
| Zavalon |
"Sicher!"
Da hatte Zavalon nun Beschäftigung, Experiment und Freude in einem. Einen wie es schien sehr tüchtigen Lehrling. Erfreut über dies schaute der Mentor seinem Schüler zu, verabschiedete sich aber dann und verzog sich auf sein Zimmer...
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| 23.05.2003 23:44 | #37 |
| olirie |
Irgendetwas polterte an oliries Tür. Dieser Lärm weckte den Hohen Schwarzmagier auch gleich auf. Verschlafen stieg er aus seinem Bett, zog hastig seine Schlafrobe aus und seine richtige über und ging zur Tür. "Was ist los? Was willst du von mir?" fragte er und sah den ihm gegenüber an. Doch mit der Antwort, dass dieser sezieren wollte, hatte olirie wahrhaftig nicht gerechnet. Doch er ging darauf ein. "Gut, jetzt müssen wir uns nur noch ein passendes Opfer suchen."
Gesagt getan, beide spazierten durch die Gänge des Kastells auf der Suche nach einem passenden Opfer. Die Suche endete, als sie vor einem Schlafzimmer standen, aus dem laute Geräusche kamen, diese waren offensichtlich durch das Schnarchen verursacht. Der Hohe Schwarzmagier öffnete die Tür und erblickte den schlafenden Rock in seinem Zimmer.
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| 23.05.2003 23:54 | #38 |
| Arctus |
Langsam entfernte sich der Teppich von Arctus Gesicht und ging immer mehr in die Tiefe. Seine Knie drückten sich durch, zitternden jedoch leicht, denn der schlafenden Schwarzmagier auf seinen Schulter war nicht wirklich leicht. Zum Glück war da noch der Hüter, der auf seine bitte eingegangen ist. Eigentlich vorbildlich, denn sie würden an einem lebendem Menschen sezieren. Vielleicht kann man da ja noch was mit Magier verändern.
Doch das war jetzt nicht das Problem. Das Problem war die zu schmale Tür, durch die der mit ausgestreckten Arme liegende Rock nicht passt. „Wir drehen ihn auf die Seite!“, flüsterte Olirie und tat dies sogleich. Wie zwei Möbelpacker schlichen sie den Gang entlang, leider nicht auf Zehenspitzen, doch trotzdem sehr leise. War Oliries Labor noch weit weg?
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| 24.05.2003 00:17 | #39 |
| olirie |
Olirie führte Arctus, der Rock bei sich trug zu seinem Labor. Dort kamen sie auch heil an, jedenfalls mehr oder weniger, denn auf der Treppe konnte Arctus Rock nicht mehr halten und dieser fiel über das Geländer und landete sanft in einem Sessel, der dort zufällig stand. In dem Sessel schnarchte er sogar weiter. Arctus nahm das Studienobjekt wieder auf die Schulter und ging dann weiter zu oliries Labor.
In diesem Labor wurde Rock als erstes einemal auf einen der Tische gelegt und festgeschnallt. Dann holte olirie sein Werkzeug hervor.
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| 24.05.2003 00:30 | #40 |
| Arctus |
Spitze und Stumpfe, große und kleine, saubere und wiederlich dreckige Skalpelle, Zangen und anderes Werkzeug kam zum Vorscheinen. Das schnarchende Versuchsobjekt war schon am Tisch festgeschnallt und Arctus drückt ihm gerade ein Wattebällchen vor die Nase. Das Betäubungsmittel suchte sich seinen Weg durch die Nasenlöcher und brachte das Versuchsobjekt in einen noch größeren Schlaf, als es sowieso schon war. Arctus nickte zu Kastellhüter, „ich glaube er ist bereit“Olirie forderte Arctus nun auf das Opfer zu entkleiden. Vorsichtig streifte Arctus die Kastellrobe vom Körper. Nur den dunkelweißen Lappen, der um die Genitalen gelegt war, ließ er an Ort und stelle. Daran würden sie sich vielleicht später vergreifen. Zu erst müsse die Brust her, denn Arctus kleine Finger lechzten gerade zu nach einem pochenden Menschenherz.
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| 24.05.2003 13:58 | #41 |
| shark1259 |
So und nun nur noch die Teleportation, den Rest konnte er schon mehr oder weniger. Der Zombie war nun beinahe perfekt mit dem Skelett hatte er noch ganz kleine Schwierigkeiten, es fehlten meistens ein paar Knochen, auch wenns nur mal ein Fingerknochen war oder das Wadenbein, es fehten meisten eine.
Auf jeden fall hatte er die letzten Tage fast nur noch geübt und hin und wieder hatte er etwas nachgelesen, aber im Grunde war er mit lesen fertig und musste alles nur noch perfketionieren für die morgige Prüfung.
Wieder stand shark mitten im Raum, schweißgebadet. Jetzt kam der Augenblick der Wahrheit, er würde versuchen sich zu teleportieren, vielleicht würde er auch irgendwo auf einem Abgrund auftauchen und in die Tiefe stürzen.Schnell verscheuchte er den Gedanken wieder, er musste seinen Geist freibekommen.
Dann konzentrierte er sich auf die Magie in den Runen und versuchte dazu zu sprechen, da im Buch stand, dass manche sich so besser konzentrieren konnten, und es wirkte. Am Anfang brabelte er nur so vor sich hin, doch irgendwann wurde seine Stimme von der Magie gepackt, sie wurde tiefer unverständlicher aber gleichzeitig gewann sie an konsestenz und hatte ein Schema in sich, die Worte gaben einen sinn, auch wenn shark diesen nicht nachvollziehen konnte, es waren Formeln, aus längst vergessenen Zeiten.
shark spürte es in sich gribbeln, sein Körper veränderte sich, aber wie? Er wurde.... Er wurde irgendwie undichter, irgendwie fühlte sich shark als würden teile davon einfach nicht mehr da sein oder die konzentration der Zellen würde verloren gehen, und das Gefühl breitete sich aus und hatte bald seinen ganzen Körper umschlossen.
Dann schloss shark die Augen und mit dem Ausruf eines schrecklichen Schreies, in einer Sprache die wohl beliar selbst für seine Diener auserwählt hatte, verschwand er aus dem Übungsraum.
er sah sich um, er war auf dem Pentagramm vor dem Kastell.
Erschöpft brach er zusammen.
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| 24.05.2003 22:42 | #42 |
| Arctus |
Die Augen des kleinen Arctus blitzten silbrig auf, als er das Skalpell entgegen nahm, sowie die Erlaubnis, den ersten Schnitt setzten zu dürfen. Normale Weiße freuen sich kleine Kinder ja über Bonbons, doch Arctus Gemüht erfüllte volle Glückseeligkeit bei dem Geschenk einer Seziersitzung an einem lebenden Menschen, wo er sogar mitwirken konnte. So setzte er das Skalpell knapp unter dem Adamsapfel an und drückte zu. Doch nur die Haut spannte sich und nichts anderes. Die blasknochigen Finger des Jungen glitten prüfend über die spitze Seite des Skalpells. Dann wanderten seine fanatischen Blicke wieder zu Oilirie, der ihm grinsend ein scharfes Skalpell entgegenhielt. Ein leichtes Lächeln zeugte davon, dass dies ein Scherz gewesen sein solle, doch Arctus strafgespannt blasse haut bewegte sich kein Stückchen, sondern drehte sich, mit dem neuen Skalpell in der Hand, wieder weg.
Wieder setzte er unter dem Kehlkopf an. Diesmal schnitt das Skalpell richtig in die Haut hinein. „Wunderbar“, dachte sich Arctus und ließ das Skalpell ein paar Millimeter tief sinken. Dann zog er es langsam nach unten. Stück für Stück wanderte es, in dieser Tiefe, den Körper hinab. Arctus war vollkommen ruhig. Als ob er es sein ganzes Leben gemacht hätte zog er das Skalpell über den Körper. Nicht einmal mit einem Lineal hätte man es besser machen können. Er endete den Schnitt kurz vor dem Lappen, die über den Genitalbereich lagen. „Nur zu“, sprach Oilirie hinter ihm. Arctus drehte sich kurz um und nickte ihm zu. Dann setzte er wieder an der oberen Schnittspitze an und führte einen horizontalen Schnitte von Schulter zu Schulter. „Es hätte etwas tiefer sein müssen! Doch fahre fort!“, ging es ihn wieder von hinten an. Das gleiche machte er am anderen Ende des ersten Schnittes. Dann trat er zurück.
Oilirie kam mit einem Mittel an. Es sah komisch Lila aus und Qualmte aus dem gläsernen Gefäß heraus, in dem es sich befand. Vorsichtig schraubte Oilirie eine Art Abgaberegler auf das Glas und achtete darauf nicht mit der Flüssigkeit in Berührung zu kommen. Dann führte den Abflußregulierer langsam über die Schnittwunden, wobei immer nur ein paar Tropfen auf das Fleisch traten. Als er alles damit abgefahren hatte trat er zurück und sagte auch zu Arctus, dass er zurück treten solle. Die Flüssigkeit saugte sich in die Schnitte und in die Haut, dampfte dabei leicht und verlor die Lila Farbe. Langsam begann sich die Haut wie ein Rollo in Richtung der Seiten des Körpers aufzurollen, so dass man nun komplett auf die Muskeln, die unter der Haut lagen schauen konnte. „Das ist ein ganz praktisches Mittel! Da kann man sich das ganze Hautabziehdebakel ersparen!“, fügte Oilirie noch hinzu.
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| 24.05.2003 23:22 | #43 |
| olirie |
Olirie schaute abwechselnd immer wieder zu Rock und dann zu Arctus und wieder zu Rock und wieder zu Arctus. Dies tat er einige Male. Dabei bemerkte er, dass Arctus Rock geradezu begierig ansah, als wole er ihn gleich verspeisen. Schon seltsam. Der Hohe Schwarzmagier ging zu dem Studienobjekt und deutete mit seinem Finger auf die einzelnen Organe.
"Das hier ist das Herz, ich glaube, das wolltest du am liebsten sehen, oder täusche ich mich? Diese beiden Dinger hier sind die Lungen und das ist der Magen. Das ist die Milz und das die Blase. Dort ist der Dünndarm und dort der Dickdarm und dort ist auch schon der Blinddarm, ach ja, das ist übrigens die Galle und das die Leber." Wenn olirie von einem Muskel oder etwas ähnlichem gestört wurde, drückte er es vorsichtig beiseite.
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| 24.05.2003 23:43 | #44 |
| Arctus |
Arctus Blicke züngelte sich gerade zu auf das pumpende Herz, das unnachgiebig Blut durch den gesamten Körper pumpte. Man konnte alles sehen. Wohin das Blut floss, die Lunge, die sich zusammenzog und wieder aufpumpte und auch der Magen, der gerade ein knurrendes Geräusch von sich gab. Dann zuckte der ganze Körper.„Wollen wir ihm mal was zu essen oder zu trinken geben? Am besten was giftiges oder so, damit man besser sieht, wie die einzelnen Organe reagieren!“
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| 25.05.2003 00:01 | #45 |
| Niac |
man Alter ich verreck gleich vor langeweile... sagte Cain, während Niac, der den Körper im Moment kontrollierte mit dem Körper durch ds Kastell stackste und beide nicht so umbedingt wussten wohn es ging. Dann sagte Niac Dann lauf du.. ich bin vom ständigen Laufen sowieso erschöpft.. ein kleiner Stich in der Seele, wie der Stich einer Biene und schon hatte Cain die kontrolle. Die Augen verlohren ihr rot und wurden hell-blau und die Stimme wurde normal. Er lief etwas weiter und dann sah er sich dem Labor von Olirie entgegen, dessen Tür einen Spalt offen war. Cain öffnete sie und trat herein... Olirie und ein anderer ZuXler waren über einen noch lebenden Körper gebäugt, wie es aussah, und bemerkten das Eintreten nicht. Cain stellte sich in eine Ecke, von der das Versuchsobjekt gut zusehen war und beobachtete, was dort passierte.
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| 25.05.2003 00:29 | #46 |
| olirie |
Verdutzt sah olirie Arctus an "Du willst Rock vergiften? Hast du sie noch alle? Der soll doch am Leben bleiben, den bringen wir dann zu irgendnem Heiler, der ihn wieder zusammenflickt. Aber vergiften geht zu weit, es sei denn, du hast ein Gift, das nicht tötet."
Da bemerkte der Hohe Schwarzmagier erst, dass sie eienen Zuschauer hatten, es war Cain. Olirie rief ihn herbei. "Hallo Cain, wie geht es dir? Komm und sie es dir an, wir sezieren grad Rock."
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| 25.05.2003 00:41 | #47 |
| Amydala |
Amydala marschierte wieder im Kastell herum und besah es. Sie fand immer neue Zimmer und Kammern die interessante Inhalte hatten. Sie dachte oft über ihren Bruder nach und wen sie mitholen könnte , um ihn auf dem Hof zu finden. Sie war inzwischen auf der suche nach ihren Freunden im Kastell und hatte bereits den Küchendämonen geärgert weil sie essen wollte ,dass nicht für sie bestimmt war. "Irgendwann zeig ich es diesem Dämonen " dachte Amydala für sich.
Dann entdeckte sie ein Zimmer in das Niac hineinspähte. Amydala fand das Spiel lustig und versteckte sich vor Niac und beobachtete ihn. Als ein Dämon die Gänge abging sah er Amydala wie sie jemanden beobachtete und er versteckte sich ebenfalls vor Amydala und beobachtete sie. DOch dann ging Niac auf einmal in das Zimmer rein und schloss die Tür hinter sich. Amydala blieb noch eine Weile versteckt doch dann stand sie auf und sagte "Menno das Spiel ist dumm. " sagte Amydala leicht genervt. Dann ging sie zu der Tür und stieß sie mit einem heftigen Ruck auf und sagte "HALLOOOOOOOO ,WAS MACHT IHR DA? "
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| 25.05.2003 00:55 | #48 |
| shark1259 |
Unruhig fuhr shark im Bett herum. Warum konnte er nun schon wieder nicht schlafen?
Verärgert setzte er sich auf und sah sich im Raum um.
"Ach es bringt ja doch nichts", mit diesen Worten verließ der Schwarzmagier des Zirkels sein Zimmer.
Die Hallen des Kastells waren weit. Kalte Luft störmte durch die Gänge, schreinde Stimmen drangen einem durch Mark und Bein, und doch war nichts zu hören.
shark nahm das alles gar nicht mehr war, mit eiligem Schritt und doch auf alles achtend schritt er die langen Gänge, ins nichts führend entlang. Er wunderte sich kurz darauf im Innenhof wiederzufinden, ohne je Treppen hinuntergegangen zu sein. Dort sank shark nach einigen kleinen Runden gehen auf die Bank nieder, vor der großen Esche.
Seine Hand zitterte, sein Atem raste, was war nur jetzt schon wieder mit ihm los, er würde doch kaum nervös sein vor der Prüfung, dass kannte man ja gar nicht von ihm. Es musste etwas anderes sein, doch wusste shark wiedereinmal nicht was es war. Vielleicht war es die Leere in sich, die shark fühlte, die gähnende Leere, die ihn füllte und mit Hoffnungslosigkeit vollstopfte. Langsam glitten seine Finger zu seiner Robe und tasteten suchend nach einer Kette. Besser gesagt DER Kette.
Ach da war sie ja. Wie sie ihn beruhigte. Wie sie ihn befriedigte, ihn zufriedenstellte.
Langsam stand shark wieder auf. Er wusste nicht mehr, was sein Körper mit ihm tat, doch fand er sich wenig später schlafend im Bett vor. Es hatte also genützt.
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| 25.05.2003 00:57 | #49 |
| Arctus |
Arctus schreckte auf. Jetzt waren schon zwei weiter Personen in diesem Raum und gafften auf das Studienobjekt. Auf die Frage von Amydala antwortete Arctus kurz und bündig, „wir studieren das Sezieren an lebenden Objekten.“
Dann besann er sich wieder auf seine Aufgabe. „Meister Olirie, ich habe etwas über ein Ritual der Schwarzmagier in dem Buch über das Kastell gelesen! Ihr habt es wahrscheinlich vergessen, denn es gibt so viele Rituale. Nun, ich werde es euch allen mal vorführen, als erstes ..“ Arctus marschierte zum gläsernen Schrank mit den ganzen Flüssigkeit und fuhr mit dem Finger eine nach der anderen ab. Als er dann ein Glas mit der Aufschrift „Lähm und Schrei“ fand, griff er es und marschierte wieder zum Seziertisch.
„Gut ich führe dieses Mittel nun, in geringen Mengen, über den Mund ein.“ Arctus legte das Glas an die Lippen des Versuchsobjekts und schüttete langsam einen nach dem anderen Tropfen in den Rachen. Doch da alle so eng beisammen standen, stieß dieser Cain an Arctus Arm, so dass der gesamte Inhalt des Glases in das Opfer schwappte. „Ups“, kommentierte er nur die Situation.
Arcts fuhr herum und zwinkerte Cain zu um kurz zu flüstern, „danke, jetzt wird’s lustiger!“
Dann wandte er sich an Olirie. „Ihr müsst nun eure Magie wirken lassen und eine Lichtkugel durch die Luftröhre oder Speiseröhre wandern lassen, damit sie dort ungefähr in der Mitte des Körpers ankommt. Sie muss jedoch im Körper sein!“ Olirie befolgte die Anweisungen.
Währendessen fing Rocks Körper an zu zittern und die einzelnen Organe waberten wild vor sich dahin, während er komische, jedoch extrem ryhthmische Ohm und Ah laute von sich gab. Das ganze klang ein wenig düster, doch extrem Stimmungsvoll und untermalt von den heftigen Bassgeräuschen des Magens ergab es nahezu Musik!
Olirie hatte indessen die Lichtkugel erfolgreich eingeführt und die Stellen, die am meisten wabbelten leuchteten Rot. Die Lunge leuchtete in immer wieder anders werdenden Grüntönen und das Herz faste mit jedem Pochen das gesamte Farbspecktrum ab. So war das geheime Schwarzmagierritual geschaffen und dazu noch das optimale Seziererlebnis.
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| 25.05.2003 01:18 | #50 |
| olirie |
Auf Amydalas Frage antwortete olirie fast Zeitgleich mit Arctus, nur bestand oliries Antwort aus einer kleinen Frage, er trat zur Seite und hob Rocks Leber etwas an, so dass sie gerade sichtbar war. Dazu fragte er einfach "Willst du etwas Leber?"
Das Ritual, welches Arctus vorschlug, klang in oliries Ohren seltsam, aber er ließ ihn gewähren. Sollte er es ruhig machen. Doch oliries Skepsis verflog, als er das Ergebnis erblickte. Das musste er sich unbedingt merken, so etwas würde wohl auf jeder Party gut ankommen. Natürlich nur unter der Vorraussetzung, dass die Gäste keine schwachen Mägen haben. Begeistert beobachtete der Hohe Schwarzmagier das Schauspiel.
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| 25.05.2003 01:32 | #51 |
| Arctus |
Ein lustiger Anblick, diese ganzen wabernden und in allen Farben leuchtenden Organe. Die leicht köchelnde Magensäure und die komischen Laute des Rocks. Wie ein kleine Jukebox. Arctus war begeistert, denn er hätte nie gedacht, dass das Experiment derart gelingen würde. Mittlerweile hatten auch ein paar Dämonen Fleischbällchen am Spieß gebracht und Multivitaminsaft für alle.
Arctus zog es in eine Ecke, um den regen Unterhaltungen im Raum als Außenstehender zuzuhören und um in Ruhe sein gelungenes Werk zu betrachten. „Was man aus so einem Körper alles heraus holen kann! Als nächstes werde ich mal mit den Augen herumexperimentieren.“ Doch Arctus war erst einmal mit seinem Glas Multivitaminsaft beschäftigt.
Die Bässe des Magengrummelns schienen durch das komplette Kastell zu tönen und aus der Türe des Labors drangen diese bunten Lichter. Die Schwarzmagierparty hatte begonnen und jeder konnte dazukommen...
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| 25.05.2003 02:38 | #52 |
| Don-Esteban |
Der Hohepriester hatte sich in sein Labor zurückgezogen und die Tür hinter sich verriegelt. Geschlafen hatte er genug. Die Stühle in den besseren Gästezimmern waren recht bequem. Scheinbar hatte ihn nichtmal Kains verschwinden aufgeweckt, so daß er nicht mitbekommen hatte, wie dieser erwacht, aufgestanden und weggegangen war. Jetzt im Nachhinein konnte er sich kaum noch erklären, warum er sich an Kains Bett gesetzt hatte. Welche Idee hatte dahintergesteckt? Seltsam. In letzter Zeit war es öfter passiert, daß er sich fragte, was er mit dieser oder jener Handlung bezeweckt hatte. Das Erlebnis mit dem Schattenläufer zum Beispiel. Fast hätte er ihn auf der Piratenisnel auf die Gruppe der Schatzsucher losgelassen. Wieso nur? Es war eine Art innerer Drang, der ihm damals diese Idee als gut und richtig erscheinen ließ. Als gut? Was war gut?
Don-Esteban hielt inne und sah auf. Das Labor war längst wieder eingerichtet, nachdem er vor einiger Zeit vorgehabt hatte, es komplett in den abgelegenen Turm in Drakia zu verlegen. Doch einerseits hatte sich Drakia dann doch nicht als so abgelegen wie erhofft herausgestellt. Andererseits waren die Möglichkeiten im Kastell einfach größer. Schon allein die vielen unterschiedlich ausgestatteten Räume.
Während der Magier vor dem saß, was er sozusagen als seinen persönlichen Schatz von der Pirateninsel mitgebracht hatte, fand die untergehende Sonne noch ein letztes Guckloch durch die Wolkendecke und schickte ihre Strahlen durch die kleinen Fenster, die die Laborräume zum Innenhof hin öffneten. Verwandelt durch die bunten Scheiben trafen die ob ihrer plötzlichen Farbigkeit verwunderten Sonnenstrahlen auf den Tisch, an dem der Magier saß, allein mit seinen Gedanken. Das weiße Haar fiel über die Schultern, leicht strubbelig, wie immer.Irgendwo unter einem der zahlreichen, mit Krimskrams und Wichtigem angefüllten Regale, fauchte die seltsame Knochenechse. Wahrscheinlich war sie noch wütend über ihren mißlungenen Biß, mit dem sie den Magier begrüßt hatte. Stiefelsohlen konnten sehr hart sein... erst recht, wenn sie mit Eisennägeln beschlagen waren. Doch der knöcherne Bewohner des Labors hatte recht. Zu lange hatte sich der Schwarzmagier nicht mehr hier blicken lassen. Ein wütender Biß war der Lohn für das Versäumnis. Don-Esteban mußte lächeln über diese Verknüpfung der Ereignisse. Scheinbar hatte wirklich alles seinen Sinn.
Doch nun fuhr die Adlernase des Magiers herum. Es war ihm, als wäre eben ein Schatten auf einem der Vorhänge aufgetaucht, die den Raum teilten. Und tatsächlich, bewegte sich da nicht einer der sonst so starren, schweren Vorhänge? Oder war es eine Täuschung, pure Einbildung? Regungslos verharrte der Magier in dieser Stellung, halb auf dem Stuhl herumgedreht, mit der Hand die Armlehne umklammernd.
Doch nichts war zu sehen. So wandte er sich denn entgültig der Öffnung des Kistchens, das er mitgebracht hatte, von der Insel vor dem Hafen von Khorinis, zu. Lange stocherte er erfolglos mit einem Messer am Schloss herum, versuchte, den Deckel aufzuhebeln. Beinahe hatte er sich in die Hand gestochen, bei einem der zahlreichen, fruchtlosen Versuche. Immer ungeduldiger wurde der Magier bei seinem Vorhaben. Schließlich stand er ruckartig mit gerunzelter Stirn und zusammengezogenen Brauen auf, stieß dabei den Stuhl nach hinten weg, dessen hölzerne Lehne mit lautem Knall auf die steinernen Fliesen aufschlug, faßte sich an den Gürtel voller Runen und stieß wutentbrannt die uralte Beschwörungsformel aus, die eine Schattenflamme hervorbrachte.
Und so geschah es auch. Mit einem lauten Rumms sprang der Deckel des Kistchens auf. Doch gleichzeitig flog er und noch zig andere Einzelteile in allen Richtungen durch den Raum davon. Mit einer plötzlichen Geste versuchte sich der Schwarzmagier vor den fliegenden Holzsplittern zu schützen, doch diese waren ohnehin schneller gewesen, als seine Reflexe. Langsam ließ er die Arme wieder sinken und betrachtete, sobald sein Blickfeld wieder frei war, das durch seine Ungeduld entstandene Trümmerfeld. Seltsam berührt über die Plötzlichkeit, mit der ihn die Ungeduld übermannt hatte, wischte er die morschen Holzreste der Kiste beiseite und sammelte all das auf, was er als Inhalt der Kiste erkannte.Er hatte diese Kiste vor langer Zeit, es war über zehn Jahre her und damals kannte er die verfluchte Barriere noch nicht von innen, zusammen mit seinem Meister auf diese Insel gebracht. Ein junger Bursche war er gewesen damals. Nichts wissend und ahnungslos. Und als er den Magier, dessen Hausdiener er war, gefragt hatte, was sie enthielt, hatte dieser nur dunkle Andeutungen gemacht, etwas in seinen eisgrauen Bart gemurmelt und zum Schluß gemeint "Nichts von Belang, mein Junge. Nichts von Belang..." . Nur wenige Wochen später waren der Magier und er in den Kerker geworfen worden. Schwarze Magie hieß das Verbrechen.Der Schwarzmagier holte sich seinen Stuhl zurück, stellte ihn hin und setzte sich, in Gedanken an eine längst vergagene Zeit versunken, wieder darauf, die Robe zur Seite schlagend und dabei die Papiere betrachtend, die er mittlerweile aufgesammelt hatte. Ausgebreitet lagen sie vor ihm auf dem Tisch.Die Sonne und mit ihr das Licht waren nun entgültig verschwunden. Drei Kerzen übernahmen ihre Funktion und spendeten mildes, wenngleich flackerndes Licht.Schwarze Magie sollte er praktiziert haben? Don-Esteban hatte keine Ahnung, was der alte Magier wirklich getrieben hatte. Doch vielleicht würde er etwas davon erfahren. Aus diesen Briefen und Notizen, die er jetzt in der Hand hielt. Doch nicht heute Nacht. Das würde er auf morgen verschieben. Mit abwesendem Blick - was würde er wohl finden - raffte er die Blätter zusammen, stieß das Bündel Pergament auf die Tischplatte und ordnete es so zu einem Stoß. Die Holzsplitter auf dem Boden würde er ebenfalls morgen wegkehren.
Leise schloß sich die Tür hinter ihm. Wie jedesmal legte er den magischen Verschluß auf sie. Das Kastell wimmelte derzeit vor neugierigen Lehrlingen. Man mußte sie nicht noch zusätzlich in Versuchung führen. Tief diese ganz besondere Luft, die durch die Gänge strich, einatmend, machte er sich auf, sein Zimmer in einem der höheren Stockwerke zu erreichen und schritt dabei langsam und alleine, doch nicht einsam durch die Gänge. Der Hall seiner Tritte eilte ihm voraus.
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| 25.05.2003 10:55 | #53 |
| TheRock |
Böse Alpträume hatten den Hohen Schwarzmagier bis jetzt geplagt, diverse Schmerzen waren darin die Hauptrolle und ein, durch enge Schlitze gesehener Mensch, welcher mit etwas silbernem immer wieder zu ihm kam...was war das nur für ein Alptraum??
Ein schsier unendlicher Kampf tobte in Rock, immer wieder versuchte er aufzuwachen, doch es gelang ihm nicht...
dann endlich schaffte er es unter größter Anstrengung ein Auge etwas zu öffnen...
zu seiner großen Verwunderung stellte er fest dass er sich nicht mehr in seinem Zimmer befand, und alle möglichen Leute standen um ihn herum.. wo war er, und was geschah da mit ihm??
Er konnte sich nicht bewegen, so stark er es auch versuchte, nur sein Unterkörper ließ sich leicht drehen.. was dann jedoch starke Schmerzen zur Folge hatte und ein unangenehmes rumoren..
Er war gelähmt schoss es ihm durch den Kopf, seine Arme und Beine.. gelehmt..Nach etlichen Minuten schaffte er es sein Auge weiter auf zu machen, und den Kopf zu drehen.
Er sah nun dass er wohl doch nicht gelehmt war, sondern angekettet..Nach seiner Kopfdrehung kamen die anwesenden Personen näher, um zu sehen was mit ihm geschah.. anscheinend äußerst fasziniert blickten sie ihn an.. teilweise schielten sie auch zur Magengegend.. warum bloß??
Er versuchte zu sprechen.. unmöglich..
dann kam Olirie zu ihm, sagte etwas und schlug ihm hart mit einem Stein auf den Kopf.
Die Alpträume fingen wieder an, diesmal jedoch mischte sich unter sie ein Stimmengewirr und komische Laute welche von unterhalb seines Kopfes kommen mussten, oder auch aus seiner Kehle.. wer weiß..
Dann, ganz plötzlich, wurde alles schwarz, nichts.. nur noch die Laute, keine bizarren Bilder von seltsamen wabernden Dingen die aus seinem Bauch herauskamen, keine Bilder von umherspritzender Magensäure.. nur die Stimmen und das Blubbern aus seinem Bauch..
Was gescha da nur mit ihm..
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| 25.05.2003 12:29 | #54 |
| Arctus |
Ein leises Röcheln wurde lauter im Raum. Das Versuchsobjekt begann sich zu bewegen. Faszinierend. Arctus trat begeistert näher.
Einfach wunderbar, diese menschliche Willenskraft gegen das unmögliche Anzukämpfen und zu hoffen man könne es besiegen. Arctus schüttelte den Kopf. Wahrscheinlich war Rock noch nicht so sehr von Beliar in Messer geholt worden. Oilrie schon eher, denn er hatte das Opfer mit einem Stein wieder bewusstlos geschlagen.
„Seit ihr nicht Freunde?“, fragte Arctus, doch keine Antwort kam. Er zuckte mit den Schultern. Zu gern hätte er diesen Überlebenskampf des Opfers gesehen, doch Oilrie wohl eher nicht. So nahm er sich wieder dem auf dem Tisch liegenden Opfer an. Das Herz schlug nun schon die ganze Nacht ungewöhnlich schnell, was leicht zum Versagen führen kann. „Lasst uns das schlagende Ding mal austauschen!“, flüsterte Arctus zu Oilrie, der ihm zufrieden zunickte.
Oilrie nahm sich das Skalpell zur Hand und demonstrierte Arctus, wie man ein Herz fachgerecht entnehmen konnte. Langsam schnitt das geschärfte Metall durch die kleinen Gefäße und trennte das Herz so vom Körper. Oilrie überreichte Arctus das noch pochende Herz und verschwand hinter einem Regal. Arctus beobachtet das pulsierende Etwas vor sich, wie es trotz dessen, dass es ohne Körper war weiterschlug, um krampfhaft Leben zu erhalten.
Nach einer Weile erschien Oilrie wieder mit einem Gefäß, dass zur hälfte mit einer leicht hellgrünen Flüssigkeit gefüllt war. „Tu es hier rein!“, befahl er Arctus, der dies sogleich tat. Das Wasser bettete sich um das Herz, das nun immer noch weiterschlug. „Die Flüssigkeit lässt es seine Aktivität weiter ausüben und nicht absterben! SO können wir es nachher wieder einbauen!“, erklärte Oilrie. „Was macht der Körper nun ohne Herz?“, fragte Arctus, denn er sah, dass die Farben die von den Organen ausgingen verblassten. „Wir werden ihm ein besseres Herz einbauen!“, antwortete Oilrie und verschwand wieder hinter einem Regal, um kurze Zeit später mit einem anderen Gefäß wiederzukommen. Das Herz darin war viel kleiner, doch es schlug in einem rasanten Tempo, dem die Augenkaum folgen konnten. Arctus öffnete das Glas und griff nach dem Herz. Wie ein Fisch sprang es von der einen zur anderen Seite und da passierte es. Arctus ließ es versehentlich fallen und es rutschte unter einen Schrank. Geistesgegenwärtig erschien Oilrie mit einem Besen und fischte es wieder hervor, hauchte es an und polierte es am Ärmel der langen Robe. „Dürfte noch gehen!“
Dann begab er sich zu dem immer heftiger zitternden Körper, der so nach dem unersetzlichen Blut durstete. „Du musst nun diesen Strang mit dem hier verbinden und es mittels dieses Mittels hier“, Oilrie zeigte auf eine kleines Fläschchen, dass er öffnete und dessen Inhalt er über die Stränge schüttete, „zusammenbrennen!“ Die Stelle, an die die Flüssigkeit traf, fing heftig an zu Blubern und große Blasen bildeten sich. Nach einer Weile zog sich alles wieder zusammen und das Herz war befestigt und schlug wie eh und je. Es hatte bestimmt nur die Größe eines Ratenherzens. „Das ist ein kleines Dämonenherz! Es wird ihn die Zeit über, in der er so gepeinigt daliegen muß, gut unterstützten, denn es ist nicht so lächerlich schwach wie das Herz eines Dämonen!“Arctus sah erstaunt auf die Raffinessen seines Lehrers. So konnte man also das ganze Zeug wieder einbauen. „Ich werde, wenn die Zeit herankommt, bestimmt mal die Geschicke der Alchemie studieren!“, pflichtete Arctus erstaunt bei.
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| 25.05.2003 15:06 | #55 |
| HoraXeduS |
Das Vorhaben schien einfach: Horaxedus hatte von Zavalon die Aufgabe erhalten, einfache Bewegungen mit dem Kampfstab durchzuführen. Erst langsam, dann schneller.
Wie es sich für einen ernstzunehmenden Trainingstag gehörte, war Horaxedus heute schon früh am Tag auf den Beinen gewesen. Nach einer kurzen, erfrischenden Körperpflege hatte er seine frisch gesäuberte Trainingskleidung angelegt und zu Bündel und Trainingsstab gegriffen. Etwas umständlich stakste er damit aus seinem Zimmer und hielt das Gerät über seinem Kopf, als er nach unten ins Erdgeschoss ging, damit er den Stab nicht in das Treppengeländer einfädelte.
Der Abstecher ins Refektorium war kurz. Haferflocken, allerlei Milchprodukte und ein grosser Krug Johannisbeersaft, der sich erst leerte, als der Schwarzmagier zum Ende seines Frühstücks wieder aufstand und nach seinem sperrigen Trainingsgerät griff. Etwas unbeholfen zuckte Horaxedus mit den Schultern, doch da er ausgerechnet heute keinen Putzeimer bei sich trug, musste er die Reinigung leider einem hilfreichen Dämonen überlassen.
Wo würde er heute seine Übungen machen? Wieder m Innenhof? Nun ja, zweifelsohne würde ihn ein jeder für seine geschmeidige Kampfkunst bewundern, doch zu viele Zuschauer würden bei seinem Training sicher nur stören. Und wozu das gemeine Volk mit Anmut und Kraft unnötig verblüffen? Also zog Horaxedus es vor, seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz aufzusuchen.
Als der Schwarzmagier durch das Eingangstor aus dem Kastell trat, schaute er sich unauffällig nochmal nach dem steinernen Dämonen um. Nein, der sah immer so finster aus, es hatte ihm sicher nichts ausgemacht, dass Horaxedus ihm versehentlich mit dem Kampfstab eins übergezogen hatte. direkt hinter dem Tor wandte sich der Schwarzmagier nach rechts und tat ein paar Schritte in die Sonne. Hier legte er sein Bündel beiseite, entledigte sich seiner Weste und zog sich die Schuhe aus. Das anschliessende leise Summen wurde absichtlich ignoriert.
Kurze, schräggezogene Schläge mit anschliessender Ausweichbewegung standen auf dem Programm. Nichts ausgefallenes eigentlich, doch bei Horaxedus sah es immer noch ein wenig so aus, als wolle er Heu machen.
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| 25.05.2003 15:11 | #56 |
| shark1259 |
Nach Luft ringend sprang shark aus seinem Bett. Schnell riss er das Fenster auf und schnappte dort ein paar Züge der guten Nachmittags Luft. Ach, was war nur schon wieder mit ihm los. Letzte Nacht, was war denn da schon wieder los gewesen. Alles was shark noch wusste war, dass er aufgestanden war und wieder in seinem Bett eingeschlafen war. Das war aber auch alles, die gute Stunde, welche dazwischen lag, hatte er komplett vergessen.
Nun war er beinahe erstickt, jedenfalls war es ihm so vorgekommen. Irgendetwas hatte seine Atemwegen komplett blockiert und ihm war, als wäre in seinem Raum irgendein anderes Gas, jedoch keine Luft die er Atmen konnte. shark wusch sich und verrichtete seine morgendlichen Dinge. Dann ging er langsamen Schrittes hinunter in das Refektorium. Dort aß er schnell noch etwas bevor er sich zu olirie begab. Ein Brötchen mit einem Becher Milch.
Dann wandte er sich die langen Gänge in Richtung der Labore. Und dort dann zu dem seines Lehrmeisters. Olirie.
Nervös fuhr er sich noch einmal über seine Kette, ließ diese dann unter seiner Robe verschwinden.
Gestern hatte er eigentlich alles recht gut beherrscht also warum sollte es heute anders sein?
shark betrat den Raum.
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| 25.05.2003 15:33 | #57 |
| olirie |
Olirie drehte sich um und blickte in sharks Gesicht. Da fiel es dem Hohen Schwarzmagier gleich wieder ein, er wollte ihn ja prüfen. "Bist du bereit?" shark nickte und wurde von olirie aus dem Labor geführt. Da zupfte plötzlich etwas an oliries Robe. Es var Cain, anscheinend wollte er mit. Also sagte olirei zu ihm, "Wenn du willst und shark nichts dagegen hat, kannst du ruhig mitkommen und zusehen." An die anderen im Raum gewand sagte olirie, "Wir machen nachher weiter, ich muss shark nur kurz prüfen." Damit verschwanden die drei in Richtung der Übungsräume.
Bei den Lehrräumen öffnete olirie die Tür von einem und führe shark und Cain herrein. Als alle eingetreten waren, schloss er die Tür wieder und sagte dann, "So shark, deine erste Aufgabe ist es, einen Zombie zu beschwören, viel Glück." Olirie holte zwei Stühle, einen davon gab er Cain und den anderen nahm er für sich selbst.
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| 25.05.2003 15:43 | #58 |
| TheRock |
Völlig schwach dort liegend, immer schwächer werdend musste Rock feststellen dass sich Olirie und Arctus über ein Herz unterhielten..
doch hoffentlich nicht sein Herz??
Dann spürte er einen Stich, mitten in seinem Herzen.. dann war alles weg.. keine Stimmen mehr, nur ein Geflüster, doch auch das erstarb schnell.. dann war es als fiehle Rock in einen tiefen Abgrund, völlig frei und schwerelos..Er sah ein weißes Licht immer näher kommen.. dann ein stechender Schmerz welcher kurz anhielt, dann bremste das Licht ab und wurde wieder kleiner.. Mist.. er kam wieder auf diesen Tisch zurück, doch konnte er nun alles völlig klar mitkriegen..
Auch seine Brust fühlte sich ganz anders an.. sie pochte so schnell, dass er fast das Gefühl hatte sie wolle zerspringen..
Was taten sie da bloß mit ihm??
Und.. hatte er noch alle Organe? Der Hohe Schwarzmagier verspürte keinen Hunger, konnte es also sein dass sein Magen fehlte??
Nein.. das wäre absurd gewesen..
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| 25.05.2003 15:55 | #59 |
| shark1259 |
Dann war es nun also so weit.
Nervös sah shark auf seinen Lehrmeister, dann kurz auf die andere Person, die ihm vollkommen fremd war. Er wusste zwar nicht warum dieser auch hier dabei war, aber olirie würde schon seine Gründe haben um etwas zu tun, darum machte sich shark mal keine Sorgen um dieses.
shark lauschte den Worten oliries und machte sich dann auch gleich auf das zu tun. Er nahm sich schnell die Rune vom Tisch und stellte sich in die Mitte des Raumes.
Dann konzentrierte er sich. Seine Gedanken waren ganz besonders auf die Perfektion gerichtet, da das Zombie erschaffen mittlerweile schon recht gut von der Hand ging, also musste er besonders darauf achten, dass er alles machen konnte und dann auch noch wie ein Zombie aussah.
Langsam entließ Beliar seinen Diener aus der Erde, nur noch die Füße fehlten.
shark hohlte noch die restliche Energie für diesen Zauberspruch aus sich heraus und entriss den Zombie aus Beliars reich.
Er sah recht stattlich aus, gut gebaut und konnte sich sogar bewegen. Neugierig sah shark auf seinen Lehrmeister, was würde wohl dieser zu dem erschaffenen Geschöpf sagen?
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| 25.05.2003 16:06 | #60 |
| Niac |
Cain besah sich des Zombies un sagte gedanklich dann zu Niac Ich glaube das ist eher was für dich.. sag du ihm, wie du den Zombie findest... Kurze Auszeit und Cains Augen glühten wieder rötlich und Niac sprach in der komisch verzerrten Stimme mehr zu Olirie als zu shark Ich finde den Zombie stattlich... man könnte bestimmt was mit anfangen... oder Olrie? Er sah mit den inzwischen wieder ständig rot-glühenden Augen zu Olirie und wartete auf dessen Meinung.
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| 25.05.2003 16:31 | #61 |
| olirie |
"Gut erkannt" sagte olirie zu cain, dessen Augen plötzlich wieder rot glühten. "Also shark, dein Zombie ist wirklich gut geworden, mein Lob hast du. Aber da der Zombie nicht der einzige Spruch ist, den du erlernen solltest, hast du die Prüfung noch nicht bestanden. Als nächstes sollst du ein Skelett beschwören. Es soll schön sauber sein, also ohne Fleischfetzten oder Parasiten. Los, versuch dein Glück." Olirie sah zu Cain, der gespannt auf das Ergebnis wartete, danach sah der Hohe Schwarzmagier wieder zu shark und beobachtete, was er da machte.
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| 25.05.2003 16:45 | #62 |
| shark1259 |
Also ein Skelett.
shark hatte ein paar Augenblicke zeit gehabt um auszuruhen und nun war er wenigstens wieder ein wenig mit Kräften gefüllt. Nun kam die wahrscheinlich größte Herausforderung, das Skelett.
Unsicher und langsam schlenderte shark wieder zurück zum Tisch, legte die Zombiebeschwörungsrune aus der Hand und nahm die Skelettrune. Schier in diesem Augenblick als er die Zombierune aus der Hand gegeben hatte, war der Zauber zu Ende und Beliar hatte seinen Diener wieder zu sich gehohlt.
Nevös sah shark im Raum herum, mied aber ganz bewusst den Blick seines Meisters olirie, da er seine Nervosität mögichst verstecken wollte. Vor seinem inneren Auge ließ er noch einmal das Buch in seine Gedankengänge eindringen. Dies war für ihn weit aus der schwierigste Spruch.
shark versuchte einen sicheren Stand zu finden, doch vor seinem Auge wurde es immer wieder kurzzeitig schwarz. In seinem Gehirn versuchte er sich zu beruhigen, es war nur eine Prüfung mehr als durchfliegen konnte er nicht, also warum sollte er es nicht wenigstens versuchen?
In der linken Hand hielt er die Rune fest gedrückt an seinen Körper, die Linke streckte er angespannt von sich weg. Magie floss durch seinen Körper. Und plötzlich war wieder dieses Atemnot gefühl um seinen Hals. shark versuchte es zu überdenken doch es hämmerte auf ihn und drängte ihn schneller zu atmen.
shark versuchte nun das Skelett möglichst schnell zu beschwören um die Magie wieder von seinem Körper zu bekommen.
Und da stand es auch schon. Es war nicht sonderlich groß, jedoch konnte man auch auf keinen Fall sagen, es wäre klein gewesen, es war mehr mittelmäßig. Doch sauber war es. Nichts hang an ihm. Der einzig kleine Nachteil war wohl, dass es an beiden Händen nur 7 statt 8 Fingerwurzelknochen hatte, so dass es jeweils den Zeige finger nur schwerlich bewegen konnte, doch shark hoffte darauf, dass dies nicht allzu schlimm sein würde.
Schnell atmend lehnte sich shark gegen eine Wand und sah hin und wieder auf olirie und auf diesen Fremden und wartete auf deren Urteil.
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| 25.05.2003 16:53 | #63 |
| Niac |
Interessant sagte Niac und sah Shark in die Augen. Er schien erschöpft zu sein und die Magie verbraucht, doch fühlte er, das sie sich bei ihm schnell wieder regenerierte und das Gefiel ihm.
Das Skelett gefällt mir und du hast nur die Hälfte der Zeit gebraucht als beim Zombie. Respekt er sah wieder zu Olirie und sah ihm dabei in die Augen. Er wollte wissen, was er zu sagen hatte.
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| 25.05.2003 17:18 | #64 |
| olirie |
"Du hast mir die Worte aus dem Mund genommen, cain. Das Skelett ist wirklich sehr gut geworden. Damit hast du auch die zweite Aufgabe erfüllt. Nun zur dritten. Das Teleportieren, du sollst dich in den Lavaturm teleportieren und von dort wieder zurück zum Kastell. Bei dem Pentagramm warten wir auf dich. Wenn du dort nicht ankommst, bist du wahrscheinlich tot und dann kannst du wohl schlecht die Prüfung bestehen, also viel Glück." Olirie wartete noch, bis shark verschwunden war und ging dann mit cain zum Pentagramm, wo er darauf wartete, dass shark sich materialisierte.
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| 25.05.2003 17:30 | #65 |
| shark1259 |
Puh, anscheinend hatten sie beide die fehlenden Knochen am Skelett nicht bemerkt, noch einmal gut gegangen.
Nun war eigentlich die leichteste Aufgabe der Prüfung dran, denn am Teleportieren war wirklich nicht allzuviel schweres dran, man musste sich nur etwas konzentrieren, aber es war nicht sonderlich anstrengend oder Kräfteraubend.
So nahm shark nun auch die letzte noch übriggebliebene Rune vom Tisch. Er drückte sie fest an sich und da war er auch schon wieder verschwunden.
Verwundert sah sich shark um. Er befand sich in einer Recht großen Eingangshalle. Er wagte ein paar Schritte umher. Sie hallten sich tausendmal wieder und verloren sich dann wieder langsam in den Gängen die von ihr weg führten.
Kurz rastete sich shark aus und dann ging es daran sich wieder ins Kastell zu teleportieren, er nahm die entsprechende Rune von seinem Gürtel und konzentrierte sich.
Das Pentagramm pulsierte und er erschien. Er musste etwas erschöpft aussehen. shark brach auf die Kniee herab, seine Kräfte waren am Ende. Doch wollte er bevor er sich komplett aufgab noch wissen, ob er die Prüfung bestanden hatte. Deshalb richtete er sich mit den letzten Kräften noch einmal auf und wartete auf das Urteil oliries.
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| 25.05.2003 17:41 | #66 |
| Niac |
Cain beriet sich mit Niac und schließlich hörten die Augen auf rot zu glühen und wurden hell-blau. Er ging zu Shark und stützte ihn.
Olirie er ist erschöpft aber er hat keine sichtbaren Verletzungen.. daher würde ich sagen, das er es gut gemacht hat.. was meinst du dazu? er sah Olirie an und versuchte Shark festzuhalten, damit er nicht umfiel.
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| 25.05.2003 17:54 | #67 |
| olirie |
"Du hast recht, er sieht wirklich sehr erschöpft aus." Olirie ging zu seinem Schüler und stützte ihn ebenfalls. "Es ist wohl besser, wir bringen ihn ins Refektorium. Dort kann er sich dann etwas stärken." Cain und olirie führten shark ins Refektorium und setzten sich mit ihm an einen Tisch. "So, du hast die Prüfung gut gemeistert, du hast bestanden. Die RUnen darfst du nun dein eigen nennen. Pass gut auf sie auf, wenn du sie verlierst, musst du dir Ersatz kaufen und das ist nicht billig."
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| 25.05.2003 18:19 | #68 |
| shark1259 |
Als shark jene Worte aus oliries Munde hörte huschte ein erleichtertes Grinsen über sein gesicht. Er hatte es also nun auch wieder geschafft. Er beherrschte nun die Magie Beliars der zweiten Stufe.
Erschöpft sagte er noch zu den zweien:
"Ich danke euch, ich werde auf die Runen aufpassen und sie nie gebrauchen, wenn es ihrer nicht verlangt.
Jedoch werde ich euch jetzt verlassen, ich bin müde, sehr müde und ich will mich in meinem Zimmer ausruhen. "
Mit diesen Worten richtete sich shark auf. Wankend ging er durch das Refektorium und irgendwie schaffte er es sogar in das obere Stockwerk. Doch als er nur mehr wenige Schritte zu seinem Zimmer hatte, fiel er hin. Er lag am Boden. und aus irgendeiner Wunde am Hals drang langsam Blut aus ihm, welches den Boden füllte.
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| 25.05.2003 18:31 | #69 |
| Niac |
Niac drehte sich zu Olirie, als Shakr die Treppe rauf war und sagte zu ihm, dass er umbedingt zum Orden wollte.. Er hatte noch eine Rechnung zu begleichen. Olrie erkärte sich bereit mitzukommen und so machten sie sich auf und verließen das Kastell und gingen Richtung Kloster.
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| 25.05.2003 19:10 | #70 |
| TheRock |
Was war bloß los mit ihm, alles drehte sich in seinem Kopf, was eigentlich völlig abstrus war, denn er sah ja nichts.. trotzdem sah er das Nichts vor seinen Augen sich drehen..
Sein Herz schlug viel zu schnell, der Körper musste sich erst noch anpassen.. hoffentlich schnell genug..
Dann hörte er wieder Stimmen, Oliries konnte er nicht mehr hören..Wer war nun eigentlich noch alles da?
Lag er hier ganz alleine mit ein paar Dämonen in einem Zimmer mit offenem Bauch??
Und was war das für ein Gerüst was da über seinem Kopf an der Decke hing?Es hatte im Abstand wie seine Augen zwei seltsame Objekte, es sah aus wie eine Art Schnalle, oder Klipp .. und auch ein wenig wie eine Streckbank..Quatsch.. so ne kleine Streckbank.. gibts gar nicht..
Dann begann plötzlich sein Kopf höllisch zu schmerzen, er hatte zu viel nachgedacht und dabei zu viel Blut durch seine Adern im Kopf geschickt...Wenn er nicht bald hier raus käme würde er eingehen.. und seinem Herrn gegenüberstehen können.. doch war er dazu noch nicht bereit, er musste hier raus.. raus..
Seine Augen ließen sich nicht mehr öffnen..
oh Beliar, was war bloß los mit ihm..
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| 25.05.2003 20:19 | #71 |
| Arctus |
Jetzt, da Oilrie weg war, hatte er ja sozusagen freies Händchen in der Gestaltung seines Opfers. Arctus rieb sich vor Freude die Hände. „Was könnte man als nächstes tun?“ Das ganze mit dem Herz hatte ihn wirklich ziemlich fasziniert und er würde das auch gerne mal machen. So ging Arctus in den allgemeinen Lagerraum des Kastells und holte sich eben noch so ein Herz hinaus, um es auf die gleiche Weiße neben dem ersten zu platzieren.
Arctus betrachtete erstaunt sein Werk. Zwei nebeneinanderschlagende Herzen. Und sie taten es auch noch synchron! Arctus war begeistert.
So im Rausch des Eifers achtetet er gar nicht mehr auf die dreist dreinblickende Amydala und sprang aus dem Raum um nach neuen Dingen zu suchen, die er hier ausprobieren könne.
So eilte er kurz in den ersten Stock um seine Bücher über das Sezieren zu holen. Doch ein leises Stöhnen drang an sein Ohr. Was war das nur? Arctus sah den langen Gang entlang, fand jedoch nichts. Empört ging er weiter. Wahrscheinlich spielte ihm das Kastell wieder einen Streich. Doch dann stürzte er über irgend etwas komisches. Der Boden war so ... nass, was war das? Arctus sah hinab und musste mit entsetzten feststellen, dass da gerade jemand am verbluten war. Vorsichtig tunkte er den Zeigefinger in die Blutlache und führte diesen dann an den Mund. „Es ist noch frisch!“ Dann drehte er den Körper um und sofort zog sich sein Gesicht zusammen. Es war Herr Shark, mit dem er den sonderbaren Ort entdeckt hatte.
„Geht es euch gut? Ohh, bei Beliar, was soll ich tun?“, fragte er den blasen Schwarzmagier.
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| 25.05.2003 20:51 | #72 |
| shark1259 |
Ein Feld. Ein Feld voller Freude.
Blumen, überall Blumen. Der Himmel. So Blau wie schöne Veilchen. Keine Wolken. Blauer Himmel. Ganz leer.
Spielende und lachende Menschen, tanzen, springen. Freude, alles voller FreudeUnd inmitten shark.
Ein Kind geht auf ihn zu, was will es nur. Anscheinend hat es Blumen gepflückt für ihn. Freudig hält es die Blume gegen den ganz in Schwarz gekleideten shark. Sie lacht ihm entgegen. Es ist eine Rote Blume, eine Tulpe. Und das Kind, ein Mädchen, hat es nur für ihn geplfückt. Es sagt irgendwas, doch shark hört ihm nicht zu. Dann umarmt sie shark.
Verärgert stößt er es weg, zückt seine Schattenflamme und verbrennt das Mädchen am Arm, die Tulpe wird zur Asche.
Plötzlich lacht keiner mehr, alle sehen erschrocken gegen shark. Der Himmel. Der Himmel verfärbt sich blutrot. Zombies, Schattenläufer, Skelette, Dämonen überall. Und sie töten jeden den sie zu Gesicht bekommen.
Ein lauter Lacher.
Wer war das? shark sieht sich um, entdeckt jedoch keinen. Es ist keiner da der lachen kann außer... außer er selbst.
Alles brennt. Beliar ist da.
...
Etwas rüttelte an shark und langsam öffneten sich dessen Augen. Etwas erstaunt schaute shark in Arctus' Augen. Sie waren voller Angst, diese tiefen schönen Augen.
Angst, genau das was auch shark fühlte. Nicht um seinen Körper den er kaum noch spürte, sondern wegen der Vision die er gerade durchlebt hatte. Was war das bloß gewesen.
Immer unruhiger wurde er und immer wieder war er für wenige sekunden bewusstlos, dann sah er wieder das zerstörte Feld und dann wieder diese angsterfüllten Augen, die ihn fragend ansahen.
shark versuchte zu schreien, doch es half nix, er konnte es nicht. Nicht der kleinste Ton ging ihm von der Kehle.
Verzweifelt starrte er Arctus an und formte die Worte "Hilfe. So bitte hilf mir doch" mit dem Mund.
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| 25.05.2003 21:14 | #73 |
| Arctus |
Ausdruckslos sah Arctus in die verzweifelten Augen des Magiers. Jetzt schalteten sich wieder diese Gefühle ein. Freundschaftliche Verbundenheit, Zuneigung. Er schüttelte sich. Hätte er diesen Mann nicht gekannt, wäre er wahrscheinlich hier verblutet, doch so riss sich Arctus ein Stück seiner Robe ab und band diese um den Hals von Shark. Die magischen Fasern verhinderten das Austreten weiteren Blutes!
Dann fasste Arctus ihm unter die Arme und stemmte ihn hoch. „Ihr müsst mit Kämpfen! Alleine schaffe ich es nicht!“, piepste er vor Anstrengung. Dann schleppte Arctus den Magier in sein Zimmer. Die Tür öffnete sich diesmal magischerweiße von selbst. Drinnen ließ er Shark auf sein Bett sinken und wünschte sich einen Dämonen herbei. Dem übermittelte er gedanklich, dass er eine Schüssel für den Kopf und reichlich warmes Öl holen sollte. So verschwand die Kreatur des Schattens und tauchte nach ein paar Sekunden mit den gewünschten Bestellungen wieder auf. Arctus nahm die Schüssel entgegen und legte sie unter Sharks Kopf. „So Dämon“, übermittelte er per Gedanken, „schüttete nun langsam und gleichmäßig das warme Öl auf Sharks Kopf! Passt auf, dass der Strahl nur, und ich sage nur, auf der Stirn landet und kein Tropfen in Augen oder sonstige Körperöffnungen kommt! Wenn die Schale voll ist, füllt den Krug damit wieder auf und beginnt von neuem.“ Der Dämon tat wie ihm befohlen. Dann beugte sich Arctus an Sharks Ohr, „versucht euch zu entspannen! Lasst euren träumen freien lauf!“
Erschöpft ließ sich Arctus auf seinen Sessel plumpsen. Mehr konnte er nicht tun. So starrte er an die Wand und sinnte, was er noch an dem Sezieropfer so alles ausüben konnte. Plötzlich erfasste ihn der Sessel und zog Arctus ein Stück in die Polster, doch nicht nur das. Er zog auch Arctus Geist in eine andere Ebene. Es fühlte sich an, als wäre er in einem Orkan, der sich immer schneller drehte. Arctus kam ein Würger hervor. Dann, ganz plötzlich stand er neben Shark, auf einer Wiese, um sie herum nur Leichen und die Bäume lagen alle so komisch schief. Auch die Farben waren nicht normal, sie waren sonderlich stark betont. Es schien als wäre er in einer anderen Welt, ja er war sogar in einer anderen Welt, um genau zu seien in Sharks Welt. „Herr Shark, sind das eure Träume?“
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| 25.05.2003 21:54 | #74 |
| shark1259 |
shark fühlte eine Flüssigkeit über seine Stirn fließen. Zuerst wollte er sich wehren, doch schaffte das sein Körper nicht. Oder sein Geist war nicht im Stande seinen Körper zu kontrollieren. Den sein Geist war schon wieder wo anders. Nämlich in dieser Grauenhaften Welt.
...
Die Toten um shark herum verloren langsam, einer nach dem anderen, ihre Seelen. Diese schwebten in eine kleine Grube. Dort trafen sie auseinander und traten in Form eines kleinen Strudels in die Unterwelt ein.
Das Blut bedeckte Feld schimmerte. Es schimmerte genauso wie der Himmerl schimmerte, nämlich Rot. Und obwohl der Himmerl voller Blutroter Wolken war, sah man von irgendwoher einen sonne scheinen.
Dann kam der Wind und dann der Regen. Langsam fiel er in einer Schräglage vom Himmel und bedeckte die Erde und bedeckte die Toten. Er schwämmte das Blut zusammen und wusch die Leichen wieder sauber.
"So vergeht jeder schmerz wieder, und jede Klugheit schwindet. Denn es werden bald wieder Kinder herkommen und hier spielen. Es werden wieder Blumen gepflückt werden. Wieder getanzt. Wieder gesprungen. Sie werden es nicht lernen. Und dann wird es wieder geschehen. Wieder werden alle sterben. Sie lernen es einfach nicht. Sie wollen es nicht warhaben. "
shark ging ein paar Meter, wieder wunderte er sich wer dies gesagt hatte. Dann erkannte er Arctus. Er sprach auch etwas zu ihm. Doch erkannte shark nur im ungefähren was es zu bedeuten hatte.
shark hatte ein Geräusch im Ohr, er verstand nichts. Dann war wieder dieses lachen.
Schwarz.
...
shark öffnete wieder seine erschöpften augen. irgendetwas war um seinen Hals. Er fühlte sich elend.
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| 25.05.2003 22:11 | #75 |
| Arctus |
Arctus sah wieder auf den verwirrten Shark vor sich. Er schien zu sprechen, es jedoch nicht zu merken. Die Welt um sie herum änderte sich im Sekunden Takt. Gerade kroch noch eine ekelhaft beharrte Spinne vor ihnen lang und im nächsten Moment lag sie zwei Meter entfernt und zermanscht auf dem Boden. Die Zeit verstrich Ruckartig. So waren sie plötzlich auf einer Wiese, mit knie hohem Gras. Arctus trat hindurch und streifte mit seiner Handunterseite die feinen Halme. Funken schienen zu sprühen, zu mindestens in seiner Hand. Tausenden kleine Nervenzellen explodierten und umgaben Artus’ Arm in ein wohlig warmes Kribbeln.
Nun bog sich wieder etwas Gras auseinander. Es schein sich auf den Boden zu legen, schlaf, kraftlos, ohne Leben in sich und zum Vorschein kam eine weitere Leiche. Sie hatte ein silbriges Gewand an und einen ebenso silbrigen Spitzhut. Arctus betrachtete das Gesicht näher. Es war seins. Panik machte sich breit, das Gras fing Feuer und verschluckte die Leiche. Arctus lief weg, in den Wald hinein, wurde von Spinneweben aufgehalten. Er schrie, „lasst mich hier raus! Lasst mich raus!“ Arctus fiel zu Boden. Der Boden wurde zum Meer und Shark entfernte sich. Meilenweit wurde der kleine Junge getragen und landete schließlich wieder
auf seinem Sessel. Erschrocken sprang er auf und eilte zu Shark, dessen Gesicht immer noch stark verzerrt war. Der Dämon tropfte immer noch das beruhigende Öl auf dessen Stirn. Arctus ließ ein Seufzer aufkommen und entfernte sich vom Bett. Er wusste noch nicht, wie er helfen könne, doch er müsse es tun. Jetzt war er auf jeden Fall noch nicht in der Lage dazu und so ließ er den Raum ein rotes Licht tragen und begab sich wieder nach draußen. Dort atmete er tief durch. Es war schrecklich, was er gerade sehen musste. Was ging nur noch alles in diesem Magier vor?
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| 26.05.2003 00:04 | #76 |
| Don-Esteban |
Leise öffnete Don-Esteban die Tür seines Zimmers. Die spartanische Einrichtung hinter ihm lag in tiefer Dunkelheit, denn er hatte alle Kerzen gelöscht. Doch sobald die Tür einen Spalt offen war, fiel das bläuliche Licht der magischen Fackeln in den Raum und ein Lichtkeil entriß Teile des einfachen Holztisches, des groben Stuhles vor ihm und des mit Büchern gefüllten Regales hinter ihm der Dunklheit. Doch war das, was man nun sehen konnte, nicht von besonderem Interesse. auch Hohepriester lebten anscheinend genauso spartanisch wie einfache Lehrlinge - wenn sie es so wollten.
Der Magier verließ sein Zimmer, nachdem er kurz geschaut hatte, ob der Gang leer war, entgültig und machte sich auf den Weg zu seinem Labor. Die Notizen von der Insel warteten. Und wenn er nicht so gefasst gewesen wäre, hätte er sicher beim Gedanken an die Möglichkeit, etwas ihm bisher Unbekanntes zu erfahren, ein leichtes Kribbeln verspürt. Doch so führten ihn seine Schritte ganz einfach nur durch einen der vielen langgezogenen Gänge des Kastells und kein Gefühl der Vorfreude bemächtigte sich seiner. Stattdessen kam er beim Anblick einer der vielen mysteriösen Statuen, die in kleinen Nischen des Ganges standen auf Diego, den Mann, durch den er die Möglichkeit erhielt, auf die Insel zu reisen. Oder war es nicht eher so, daß er die letzte Gelegenheit genutzt hatte, um die Aufzeichnungen vor einem Mob alles durchwühlender, nichts wissender Abenteurer zu retten? Nicht auszudenken, was geschehen wäre, hätte sie jemand anders gefunden. Und obwohl er nicht wußte, was in ihnen stand, hatte er eine Ahnung, daß es wichtig für das Verständnis vergangener Dinge sein könnte.Tief in seine eigene Gedankenwelt versunken bemerkte er den jungen Lehrling, der seinen Weg kreuzte, erst viel zu spät.
"Du bist Arctus, nicht wahr? Dein Gesicht ist mir im Gedächtnis geblieben", sagte er zu ihm, nachdem er ihn fast über den Haufen gerannt hatte."Verzeih, ich war in Gedanken versunken. Wie ich sehe, bist du nun auch ein Jünger Beliars." Und er zeigte auf die Lehrlingsrobe seines Gegenüber.
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| 26.05.2003 00:13 | #77 |
| PropheT |
Ein sanfter Regenschauer legte sich über das Kastell, dem ein kurzes Grollen folgte, das als Vorhut eines noch entfernten, schweren Unwetters dienen sollte.
Die Eingangshalle wurde von einem durchdringenden Zischen erfüllt, nach und nach quoll dunkelroter Rauch aus den Fugen des Pentagramms in dem sich kurze Zeit später eine dunkle Gestalt manifestierte.
Zeitlos erschienen dem Priester die alten Gemäuer, als er seine Blicke den Korridor entlang schweifen ließ - zeitlos war dieses von Beliars Händen erschaffene Kastell wahrlich, aber was der Zeit keine Beachtung mehr schenkte, wurde zusehends behäbig und träge.
Was einst als Grundsatz angedacht war, wurde selbstverständlich und verlor irgendwann das Maß an Reflexion, das von Nöten war.
Aus Idealen wurden selbstgerechte Dogmen, die ohne Sinn und Verstand, den nachfolgenden Generationen gelehrt wurden.
Was übrig blieb, war toter, kalter Stein, fernab seines Urzustandes, dem einmal eine Seele innewohnte.
Für den Hohepriester gab es in diesen kalten Gemäuern keinen Platz mehr, schon zulange verweilte er in diesem selbsterwählten Gefängnis.
Wie sollte er den letzten Funken Menschlichkeit bewahren, wenn sein Umfeld kalt und trostlos erschien?
Als PropheT die langen Treppen zu seinem Zimmer emporstieg, erregte ein Gemälde zu seiner Rechten seine Aufmerksamkeit – seltsamer Weise hatte er es in all den Jahren nie beachtet.
Das Ölgemälde zeigte einen prunkvollen, aber in ein seltsames, dunkles Licht getauchten Thronsaal. In der oberen, linken Bildhälfte, hatte der Künstler den Thron in sein Werk gesetzt, auf dem eine alte, traurige Gestalt kauerte.Die goldene Krone, die auf dem Haupt der Gestalt prangte, war ermattet, der alte Glanz war erloschen und das Symbol der Macht drückte zusehends auf das trostlose Gemüt der Gestalt.
Verbittert, nachdenklich, den alten Zeiten hintertrauernd, blickten die eingefallenen und müden Augen der gekrönten Gestalt in den leeren, kalten und dunklen Thronsaal.
Was nützte erzwungenes Ansehen und Macht, wenn der Preis dafür Leere und Einsamkeit war.
Mittlerweile hatte der Priester sein Gemach erreicht. Ohne lange Zeit zu verschwenden, packte er sein Hab und Gut zusammen, schulterte das Reisegepäck und versiegelte die Tür mit einem magischen Zauber.
Einem der Kastelldämonen befahl er die dritte Etage zu bewachen und Informationen über die kommenden Ereignisse im Kastell zu sammeln.
Als PropheT das Tor erreicht hatte, setzte das zuvor angekündigte Unwetter ein. Donner und Blitz, gepaart mit einem heftigen, einsetzenden Regenschauer, brachen über das Kastell herein und erschütterten seine Grundfesten.Langsam bahnte sich das Unwetter seinen Weg durch das offene Tor und ein stürmischer Windhauch fegte durch die Korridore und erstickte die lodernden Kerzenflammen mit seiner kühlen Umarmung.
Was nicht fest mit dem Gestein der alten Feste verankert war, wurde umgerissen oder hinfortgefegt. Blitze, die sich vom nächtlichen Himmelszelt lösten, ließen das alte Gemäuer in einem taghellen Licht erzittern.
Doch das Ziel des Priesters stand fest. Die schwarze Kapuze tief ins Gesicht gezogen, verließ er die Eingangshalle in Richtung Vorhof und kehrte dem alten Kastell den Rücken zu – das Unwetter brach erbarmungslos auf ihn ein und die Regentropfen schlugen ihm wie Peitschenhiebe ins Gesicht……………..
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| 26.05.2003 00:29 | #78 |
| Arctus |
Arctus selbst hatte gerade auch in Gedanken gelegen. Er sann darüber, was nun wichtiger war, dass vollenden des Sezierens oder das Erretten seines Freundes Shark. Wobei man nicht sagen konnte, dass es sein Freund war. Das Wort kennen trifft am besten auf ihre Beziehung zueinander zu. So wandte er sein blasses und schmales Gesicht dem Magier entgegen und bejahte, dass er Arctus seie und auch das er nun dem Zirkel angehöre. Die langen grauen, nein eher weisen Haare des Magier vor ihm bahnte sich den Weg über dessen Schultern und umrahmten das Gesicht, dass Arctus gerade so faszinierte. In diesem Gesicht lag so viel wissen, lagen so viele Jahre der Erfahrung und soviel Fähigkeit, dass er es am liebsten nur für sich beanspruchen würde. Ein plötzliches Gefühl der Geifers nach Wissen packte ihn und die Quelle stand genau vor ihm. Das Tor zu mehr Macht, ein Lehrer.
Arctus fing sich wieder und versucht in kontrollierten Sätzen nicht zu übereifrig zu wirken.
„Werter Magier, Ich habe ein Experiment am laufen und hatte ein paar Ideen das Experimentierobjekt zu modifizieren!“ Arctus ging nun voraus und Don-Esteban folgte ihm interessiert. So führte Arctus den Magier in Oilries Labor und zeigte ihm Rock. „Was haltet ihr davon seine Augen den Blicken normal sterblicher zu entziehen?“, nahm Arctus wieder das Wort auf und zeigte auf die herausgenommenen Augen, die sich in einer leinen Schüssel auf dem Tisch neben dem Opfer befanden.
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| 26.05.2003 00:49 | #79 |
| meditate |
meditate kam aus ihrem zimmer und fühlte plötzlich einen ungewohnt kalten wind aus dem erdgeschoss die treppe herauf wehen.
"was ist denn hier los? hat einer vergessen, die tür zuzumachen? wieso achten denn die torgerippe nicht auf so etwas!"
die magierin ging die treppe hinunter und bemerkte, dass zahlreiche niedere dämonen bereits mit dem aufräumen befasst waren. sie entzündeten die kerzen und fackeln neu und fegten die hereingewehten blätter und zweige zusammen.
auf ihrem weg ins erdgeschoss kam sie an einem der gemälde vorbei, dass sein aussehen auf merkwürdige weise verändert hatte. der dunkle magier auf dem thron des hohen saales war gestürzt und lag davor auf den knien. hinter dem thron war eindeutig die gestalt von xardas zu erkennen. es sah aus, als hätte xardas persönlich einen magier, der sich frevelnd auf den thron gesetzt hatte und die alten gesetze stürzen wollte, hinweggefegt. aber vielleicht interpretierte sie das ja auch alles falsch. die gemälde im kastell veränderten oft ihr bild und eine interpretation wurde in der regel nicht geliefert.
meditate musste zurück in den lavaturm. sie holte einen korb mit utensilien aus dem labor und klopfte dann mit dem stab auf den boden. dann verschwand sie von einem augenblick zum nächsten.
zurück blieb das kastell, ehern, ungerührt und durch nichts zu erschüttern, wie für ewigkeiten erbaut.
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| 26.05.2003 01:11 | #80 |
| Don-Esteban |
Durch die Erzählung des Lehrlings hatte er sich davon abbringen lassen, seinen ursprünglichen Weg einzuhalten und so folgte der Magier dem vor ihm Laufenden. Ziel war zwar trotzdem das Erdgeschoß und dort der Labortrakt, doch nicht seine eigenen Räume lagen an ende des Weges, sondern die Labore, die olirie zum Sezieren von verschiedensten Objekten benutzte.
Angekommen vor dem Studienobjekt fragte sich der Schwarzmagier, wie bei Beliar man als Lehrling einmal ausgerissene Augen wieder an den Nervenbündeln, die zum Hirn führten, befestigen wollte. Ohne jede Heilerausbildung."Junger Mann, was ist das hier für eine Unvernunft? Wenn ich das richtig mitbekommen habe, soll dieser Körper wieder zusammengesetzt werden? Doch wie soll das vonstatten gehen? Ich sehe hier keinen Heiler oder Alchimisten, der die Wunden, die du diesem Mann beigebracht hast wieder rückgängig machen könnte. Und da es in den Räumen von olirie stattfand, nehme ich an, daß zumindest er davon weiß."
Dann erst waren seine Gedanken so weit, die Frage, die Arctus ihm stellte, zu beantworten. "Unsichtbare Augen? Ganz einfach: Laß sie weg, dann sind sie unsichtbar. Wie soll man Materie unsichtbar machen, ohne sie verschwinden zu lassen? Neinnein, das ist wider die Natur." Der Magier schüttelte mit dem Kopf.Doch dann kam ihm ein Gedanke.
"Es gibt da ein Buch, das ich in der Bibliothek einmal irrtümlicherweise gefunden habe, als ich nach etwas ganz anderem suchte. Gleich fällt es mir wieder ein..." Er kratzte sich gedankenverloren am glattrasierten Kinn. Die Kastelldämonen waren auch in der Rasur Meister. Und man mußte sich nicht das Geschwätz eines Barbiers antun, der einen ständig mit irgendwelchem Klatsch und Tratsch zu unterhalten suchte und am Ende auch noch zu allem Überfluß ein Trinkgeld wollte.
"'Res Apparere', das war der Titel. Es ging darum, Dinge sichtbar werden zu lassen. Vielleicht findet sich dort ja ein Hinweis darauf, wie es zu dieser im Buch besprochenen Unsichtbarkeit kam, so daß dies seltsame Werk für uns vielleicht einen Nutzen hat. Du solltest in der Bibliothek nachforschen."
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| 26.05.2003 01:32 | #81 |
| Arctus |
Tausende von Möglichkeiten, wie man einen Körper wieder zusammenflicken konnte schossen Arctus durch den Kopf. Er hatte viel darüber gelesen, doch entsann er sich keiner Möglichkeit dies ohne größere Nähte geschehen zu lassen. Eigentlich hatte er sich über das Zusammensetzten noch gar keine Gedanken gemacht! „Ist das denn auch nötig? Ich meine, in Beliars Reich tritt er so oder so irgendwann! Also warum ihn nicht schon eher das Glück gewähren?“, sprach Arctus mehr zu sich, als zu dem Magier. Plötzlich regte sich wieder etwas in ihm. Was tat er hier eigentlich? Er zerstörte Leben! Die andere Seite sagte, dass er ja nur Forsche. Doch musste Forschen immer den kümmerlichen Rest des Todes mit sich bringen? Arctus focht einen inneren Kampf aus, immer wieder hin und her gerissen. Am Schluss kam es schließlich zu einem Patt und er entschloss die Situation erst einmal ruhen zulassen und sich diesem Buch über das Erscheinen von Materie, wie hieß es noch gleich, 'Res Apparere', zu widmen. Don-Esteban zu gewand versicherte er ihm nun, dass er sich darum kümmern würde, dass dieser Körper wieder in Ordnung gebracht würde, wenn nötig mit Hilfe anderer! „Doch das mit den Augen reizt mich sehr. Diese Möglichkeit darf man nicht einfach verstreichen lassen! Ich werde euch wieder aufsuchen.“, sprach Arctus noch und ließ den Magier dann in dem Chaos, dass in dem Labor herrschte alleine.
So schritt er eilig durch die Eingangshalle. Das Pentagramm pulsierte noch in leichtem blau schwarzen Farben. Hier hatte sich gerade jemand hinfort teleportiert. Ein wirklich bequeme Art zu reisen!, dachte sich Arctus noch. Als er sich noch einmal umsah, bemerkte er, dass die Tür des Kastells nicht richtig geschlossen wurde, weshalb er hinzu ging und noch mit den beiden Skeletten ein kleines Schwätzchen hielt. „Sagt, wer ist hier herausgeeilt?“ „Ein Schwarzmagier! Er geht auf Reisen in die Fernen der Welt!“ „Aha, na dann eine gruselige Nacht.“
Arctus schloss das Tor und begab sich nun in die Bibkliothek.
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| 26.05.2003 02:45 | #82 |
| Don-Esteban |
Der Schwarzmagier schüttelte sein weißes Haupt. "Beliar hat ihn als seinen Diener angenommen, als Schwarzmagier. In dieser Welt. Wenn du ihn tötest, pfuschst du also Beliar selber ins Handwerk."
Doch Arctus war schon zur Tür hinaus.
"Außerdem, such dir gefälligst unwichtigeres Leben, als einen Schwarzmagier", sagte er mehr zu sich, als zu dem Lehrling, der sicher schon über alle Berge war."Davon gibts doch schon viel zu wenig, man sollte sie nicht noch künstlich verknappen."
Dann schaute er sich um im Raum. In den Regalen standen Fläschchen und Phiolen mit allerlei seltsam schimmerndem Inhalt. Für das unwissende Auge gruselig geformte Werkzeuge, Messer und Sezierbestecke, Skalpelle und Zangen, Spreizhebel und Knochensägen lagen teils geordnet, teils durcheinander auf mehreren Tischen. Manche von ihnen waren mit einer angetrockneten Blutkruste bedeckt.Don-Esteban beschloß, den Raum zu verlassen. Der Geruch geronnenen Blutes lag über allem hier drin und stieg unangenehm in die Nase. Erst als sich die Tür hinter ihm schloß, atmete er auf. Ein frischer Luftzug fuhr durchs Kastell, als ob irgendwo eine Tür offen wäre. Die Luft tat gut und er atmete sie tief ein. Es roch nach Regen und tatsächlich tobte draußen ein stürmischer Wind, der den Regen gegen die Mauern des Kastells peitschte. Jedoch ohne eine größere Wirkung, abgesehen davon, daß das schwarze Mauerwerk nun naß im Licht des ab und an zwischen den dahinjagenden Wolken hervorlugenden Mondes glänzte.Doch dies sah Don-Esteban nicht, als er schweigend durch die Gänge schritt, wie schon so oft vorher, nun endlich auf dem Weg in seine eigenen Laborräume.
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| 26.05.2003 09:39 | #83 |
| Arctus |
Züngelndes Kerzenlicht warf Licht und Schatten, in den Raum aus Stein, ließ die beiden Parteien einen uralten Tanz ausführen, so unregelmäßig wie das Leben. Arctus besah sich wieder. Er war zwar gestern voller Eifer in die Bibliothek geeilt hatte es aber nur so weit gebracht, sich in einen der Sessel zu platzieren und das Buch auf seinen Schoß zu platzieren. Dann errang die Müdigkeit den Sieg über ihn und sendete ihn die den Schlaf der Träume.Jetzt, da die ersten wirklichen Sonnenstrahlen an sein Gesicht, durch großen Fensterstrahlen der Bibliothek, drangen erwachte er wieder, gähnte und streckte sich um die Müdigkeit abzuschütteln, was jedoch nichts brachte. So beendete er den Kampf zwischen Schatten und Licht und erlosch die Kerze, sprang auf und nahm das Buch unter den Arme. Die fetzen seines rechten Ärmels hingen zu Boden. Er bräuchte unbedingt einen neue. Vielleicht würde das Schrankskelett es ja in Erwägung ziehen...
Arctus hatte die Halle der Bibliothek verlassen und bahnte sich seinen Weg durchs Kastell. Am Refektorium vorbeischauen bestellte er sich noch frischen Tee auf sein Zimmer. Dann stieg er die Treppe hinauf um zu selbigen zu gehen. Zum Glück stolperte er diesmal gegen niemanden und schupste auch keinen Magier. Er kam einfach in seinem Zimmer an, legte das Buch auf den Schreibtisch und ging zu seinem Bett, um nach dem Magier zu sehen. Alles wie beim Alten. Der Dämon ließ immer noch Öl auf dessen Stirn tropfen. „Ich glaube du kannst jetzt aufhören!“, versicherte Arctus dem Dämon, der daraufhin seine Sachen packte und verschwand. Arctus gab dem Magier noch etwas Tee, dann setzte er sich auf seinen Stuhl und begann zu lesen. „Irgendwie ist das hier alles wie im Haus voller Alten!“, sagte er sich noch spaßeshalber.
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| 26.05.2003 15:09 | #84 |
| TheRock |
Geräusche, Schritte.. eine schwere Tür schwang auf.. wieder Schritte, sie kamen näher.. zu nah, neben ihm blieben sie stehen..
Er öffnete unter größten anstrengungen ein Auge, er erkannte Don Esteban.. seinen Lehrer.. einer seiner Lehrer.. und Arctus..
Doch irgendwie blieben die beiden Gestalten nicht lange in dem Raum, der eine von beiden eilte bereits nach wenigen Augenblicken wieder hinaus, der andere redete noch etwas vor sich hin.. irgendwas von wegen Leben und Beliar.. und Pfuscherei..
Dann war er wieder alleine, bewegungsunfähig und völlig in einem Meer aus Stille..
Nein. Halt.. da war noch jemand, ein unauffälliger Beobachter.. oder eine Beobachterin??
Da begann der Kopf schon wieder zu schmerzen, und seine Brust sprang noch schneller auf und ab..
Fast mit doppelter Stärke wie kurz zuvor.. was geschah hier bloß mit ihm??
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| 26.05.2003 16:42 | #85 |
| shark1259 |
Irgendetwas höhrte auf. Genau in diesem Moment. Etwas endete. Etwas starb und drohte nie wieder geboren zu werden.
...
Ein Gang. Ein Schrei. Ein Blick. Schwärze.
Kurz leuchtete es wieder auf. Alles ist verdreckt. Vereinsamt. Schwärze.
Ein paar Schritte sind zu hören. Weit entfernt. Wieder das Licht. Man erkennt ein paar Umrisse. Verschiedene Türen führen in kleine Kämmerchen. Man heut leise ein Schluchzen von den Seiten. Dann ist wieder Stille. Schwärze.
Plötzlich wieder ein Heller Aufschrei, alles liegt im Wandel, eine Flamme fackelt durch die Gänge. Jemand kommt und hohlt ihn. Mit gesenktem Haupt, tritt shark hinter ihm her und wagt im Schatten der Flamme immer wieder kleine Blicke in die Räume. Da sind Menschen. Sie werden gefangen gehalten. Sie sind angekommen. shark wird auf einen Stuhl niedergedrückt. Die Fackel geht aus. Schwärze.
Jemand betritt den Raum. Er hat schwere Stiefel an. Man höhrt sie ganz deutlich. Aber man sieht nichts. Ein Pfeifen durch die Luft. Einen sich bewegenden Schatten. Man höhrt etwas knacken. Und dann ist nichts mehr. Kein Gedanke. Einfach nichts mehr.
...
shark dreht sich unruhig im Bett herum. Er spürt seinen Kopf kaum noch. Hat keine Kraft mehr.
Von irgendwoher dringt eine Stimme auf ihn ein, sie wirkt beruhigend. shark versteht sie nicht. Immer gleichmäßig, fast nie den Tonfall wechselnd. Sie liest etwas.
Langsam wird shark ruhiger. Dann fällt er in einen traumlosen Schlaf.
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| 26.05.2003 18:24 | #86 |
| TheRock |
Fast eine Ewigkeit später... oder gar nur Minuten?..
Der Hohe Schwarzmagier steigt von dem Tisch, es ist ihm plötzlich möglich sich zu bewegen.. etwas stimmt nicht, als seine Füße den Boden berühren spürt er ein ungewohntes Gefühl im Magen, er sieht hinab..
Schwabb..Blubb
Ihm wird übel, seine Bauchwand wurde aufgeschnitten und nun hängen seine ganzen Gedärme aus ihm hinaus, manche, wie zum Beispiel der Darm berühren sogar den Boden...
Er muss würgen, doch erstaunlicherweise ist es nur ein gefühl, dann sieht er etwas diese seltsame Röhre hinaufsteigen, eine Röhre die anscheinend von unten in seinen Kopf hineinführt..
Bei diesem Anblick wird ihm erst richtig schlecht...
Denn schaut er sich um, ein Objekt mit sehr vielen Rillen und Schwielen liegt neben ihm auf dem Tisch... ein Gehirn...
SEIN Gehirn, er tastet auf seinem Kopf herum, die obere hälfte der Schädeldecke fehlt... kein Inhalt in dem Kabrio-Kopf...
Leeeeeeer...
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Dann wacht der schweißgebadete auf einen Tisch gefesselte Mann auf, er liegt unverändert auf dem Tisch, unfähig sich zu bewegen...Unfähig sich an den Kopf zu fassen, die Bauchdecke zu kontrollieren oder auch nur die Hand zu drehen...
Das alles war nur ein Traum gewesen, seine Organe waren.. hoffentlich.. noch alle am richtigen Platz...
Er hielt das nicht mehr aus... warum wurde er immer wieder wach??Doch genau bei diesem Gedanken fiehlen seine Augen wieder zu, hatte er ein Betäubungsmittel bekommen, oder war es der hohe Blutverlust der ihn wieder einschlafen ließ??
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| 26.05.2003 21:27 | #87 |
| Arctus |
Der Dicke staubige Bucheinschlag öffnete sich unter dem Druck der Hand Arctus’ zierlicher Hand. Eine Schicht abgestandene Luft drang aus dem Buch hervor und die Seiten schienen etwas hervorzuquellen, wahrscheinlich wegen dem Gewicht, unter dem sie schon seit Jahren litten. Dieses Buch schrie förmlich danach geöffnet und gelesen zu werden. Arctus dachte sogar ein schwache Stimme zu hören, die sagte, „bitte stell mich nicht wieder zurück!“, doch das interessierte ihn nicht. Einzig und allein der Inhalt war von belangen. So saß er nun schon den ganzen Tag und fand eine besondere Stelle, die ihm Ansatzweiße weiterhalf.
Ich frage eine Somnambule, ob sie den kleinen Tisch in der Mitte des Zimmers sieht? Sie antwortet ja. Dann umhülle ich ihn mit magnetischem Fluid, und sie wundert sich ihn frei in der Luft hängen zu sehen. Beim Erwachen nicht zu beschreibendes Staunen; von allen Seiten drückt Versuchsperson auf den luftigen Tisch, findet ihn solide und entfernt sich, höchst beunruhigt meinetwegen Manchmal bot ich meinen Somnambulen drei Orangen an, eine davon magnetisiert, mit einer dicken Schicht Fluidum umhüllt, mit der Absicht, diese solle unsichtbar bleiben. Tatsächlich blieb sie unsichtbar, auch als Versuchspersonen in den Normalzustand zurückgekehrt waren. Vergebens versicherten wir, es seien drei Orangen. Sie lachten uns aus und zeigten die beiden, die sie berührten. Schliesslich, beim Herumtasten, begegnen sie einem Gegenstand, den sie packen - der Zauber verschwindet und die drei Orangen erscheinen.
„Sehr verschlüsselte Passage“, dachte sich Arctus, während er darüber nach sann, welches Mittel genommen wurde für dieses Phänomen und vor allem wie man es herstellen konnte. Vielleicht sollte er bald damit mal zu dem großen weishaarigen Magier gehen! Doch nun war er hungrig. Er schloss das Buch und ließ sich ein paar Brotscheiben geben, um diese Köstlichkeiten in den Mund wandern zu lassen und die süße Stärke herauszulutschen ...
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| 26.05.2003 22:00 | #88 |
| olirie |
Olirie hob Cain auf und brachte ihn zu seinem Zimmer, anscheinend hatte ihn der Teleport sehr verausgabt. In seinem Zimmer legte olirie Cain auf das Bett und legte die Decke über ihn. Irgendwo kramte er sogar einen Plüschbären her, dieser war ein mit Schafwolle gefüllter Leinensack, der aussah wie ein Bär. Diesen Bären legte er zu Cain, welcher ihn gleich auch schon mit einem Arm umschloss. Dann verließ olirie Cains Zimmer, um ihn schlafen zu lassen. Doch bevor er die Tür hinter sich schoß, warf er noch einen letzten Blick auf Cain, dieser hatte den Daumen im Mund und schmuste mit dem Bären. Dann schloß olirie die Tür und ging in die Bibliothek.
Doch als er zu Zloins Platz ging, war dieser unberührt, die Bücher und die Notiz waren nich angerührt worden. Olirie zerknüllte die Notiz und warf sie weg, dann nahm er die Bücher und ging zu den Regalen. Hier holte er noch die beiden Lehrbücher über das Beschwören eines untoten Zombies hervor, die für Malicant bestimmt waren, die für Zloin hatte er bereits in der Hand. Dann nahm er zweimal die zwei Lehrbücher für das Beschwören eines Skelettes und zweimal die zwei Lehrbücher für das Teleportieren hervor. Danach fragte er einen Dämonen, wo er Zloin finden würde. Dieser antwortete, dass der Hohe Schwarzmagier es mal im Lavaturm versuchen sollte.
Das traf sich gut, denn olirie wollte ja sowieso dorthin, um Malicant die Bücher zu bringen. So konnte er beides gleich mit einer Reise machen. Er suchte noch die entsprechenden Runen für seine beiden Schüler hervor und teleportierte sich dann in den Lavaturm.
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| 26.05.2003 22:27 | #89 |
| Arctus |
Ein Weg folgte, zu seinem anderen, er nannte es mittlerweile ‚Patienten’. Über die steinernen Stufen schritt Arctus leichtfüßig hinab. Wie oft war er sie nun schon in den letzten paar Tagen auf und ab gegangen? Wirklich, in den letzten Stunden passierten komische Dinge, die vor allem Arctus in Anspruch nahmen. Da musste er jetzt wirklich schon zwei Magier helfen, die schon viel länger hier fristeten als er. Kopfschüttelnd trat er in das Labor von Oilrie ein. Dieser war immer noch nicht zurückgekehrt und eigentlich musste man das arme Geschöpf auf der Liege mal wieder befreien.
So beugte sich Arctus über die Innereien und presste die Lunge mal kräftig. Das Opfer zitterte. Ein heftigen Schock schien es zu bekommen, doch Arctus lächelte nur. Dann legte er alles innen wieder zurecht und rollte die Haut wieder auf. Sich nun Nadel und Faden schnappend stach er in das weiche Fleisch und nähte beide Hautlappen wieder zusammen. Dies vollführte er das erste mal in seinem Leben, weshalb die Stiche auch recht ungenau und plump gesetzt wurden. Ein nerviges Zirpsen ertönte, was wohl der trockene Faden war, der durch die blutgetränkte Haut schliff und diese Töne von sich gab. Nach einer halben Ewigkeit hatte Arctus endlich alles zugeflickt. Er richtete den Oberkörper des Objekts auf, doch da fiel ihm auf, dass er eine Stelle vollkommen vergessen hatte. Ein Stück Darm quoll hindurch. „Oh, leg dich noch mal hin!“ Er drückte den Darm mit Mittel und Zeigefinger wieder in den Körper und nähte auch die restliche Stelle. „So jetzt dürfte alles in Ordnung sein! Trink das!“, Arctus reichte dem noch halb in Trance seienden Rock ein Fläschchen, was er sogleich leerte.
Dann, als würde er aus den Tiefen seines Unterbewusstseins hervorgesogen werden, atmete Rock tiefe durch. Er wendete den Kopf von Links nach Rechts. „Ich kann nichts sehen!“ Arctus lächelte und nahm den Magier bei der Hand. „Klar, du hast ja auch keine Augen!“ Der Magier blieb ruckartig stehen. „Was?“, er taumelte, verlor den Gleichgewichtssinn und prallte gegen die Wand, „das ist zu viel, zu viel!“ Arctus legte ihm beruhigend die Hand auf die Stirn. „Beruhige dich, tief durchatmen! Du wirst deine Augen schon wieder bekommen!“ Wieder musste Arctus lachen. Ein Dämon kam angeschwirrt und griff Rock unter die Arme, um ihm beim laufen zu helfen. Arctus teilte dem Dämon per Gedanken mit, dass den Magier wohl jetzt besser immer den Weg zeigen sollte. „Dein erstes Ziel wird wohl der Waschraum sein! Du bist mit Blutbesudelt und stinkst gewaltig!, lass dich vom Dämonen hinführen. Arctus war überrascht über seinen Ton. Er schien seine Überlegenheit dem Blinden gegenüber voll auszunutzen. Das war gut! Sehr gut sogar! Er rückte seinem Ziel immer näher, alles menschliche in sich zu verdrängen. So führte ihn sein weiterer Weg wieder zurück in Oilries Labor, um dort etwas aufzuräumen und die Augen mit auf sein Zimmer zu nehmen. Zu Amydala gewand sprach Arctus noch, „die Sitzung ist beendet!“, dann verschwand er auch schon in das obere Stockwerk und huschte in sein Zimmer, samt den Augen.
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| 27.05.2003 00:36 | #90 |
| HoraXeduS |
Nur einen weiteren Tag hatte es gedauert, und Horaxedus war ohne weiteres in der Lage, Löcher in die Luft zu schlagen. Nun, manch ein Beobachter der Szenerie würde gedacht haben, der Schwarzmagier sei nicht sonderlich begabt im Umgang mit dem Kampfstab. Doch diesen Zweiflern sei geraten, einmal ihre Putzkammer aufzusuchen und einen Besen zu ergreifen. Dann mögen sie den Stiel herausdrehen und einen Tag und eine Nacht lang unentwegt Schläge von oben links nach unten rechts ausführen. Und wenn sie dann Hunderte, gar Tausende von Schlägen gegen einen imaginären Gegner ausgeführt haben, dann mögen sie die Blasen an ihren Händen zählen und weiterhin mit den anschliessenden Ausweichbewegungen fortfahren.
Zavalon hatte Horaxedus gezeigt, wie es ging und er hatte ihm geheissen, es zu üben. Und obwohl ihm mittlerweile beinahe sämtliche Glieder schmerzten und er sich kaum noch um die eigene Achse drehen mochte, hatte er weitertrainiert. Doch nun war es gut und der Schwarzmagier lächelte, immer noch vor dem Kastell stehend, in den nächtlichen, klaren Himmel. Er war zufrieden.
Horaxedus schlüpfte in seine Schuhe, legte Kampfstab, Bündel und Weste etwas beiseite und schritt dann leichten Fusses durch das Tor in die Eingangshalle des Kastells. Das Refektorium war sein Ziel. Etwas Obst und Wasser nahm er zu sich, dazu einen Joghurt. Dann griff er sich einige weitere Früchte, liess sich von einem Dämonen einen Schlauch Wasser bringen und verliess das Refektorium. Als er aus dem Eingangstor trat, atmete er die kühle, frische Luft. Die Dinge, die er aus dem Speisesaal mitgebracht hatte, legte er zu den anderen und entledigte sich wieder seiner Schuhe.
Erneut griff der Schwarzmagier zum Kampfstab. Nun galt es anders herum zu schlagen. Horaxedus stellte diesmal das linke Bein vor und zog den Stab von rechts oben nach links unten, um sogleich eine Ausweichbewegung anzudeuten. Das würde schon noch werden. Diszipliniert vollzog der Stabkampfschüler seine nächtlichen Übungen. Nur hin und wieder, wenn sich eine der Blasen in seinen Handflächen eröffnete, musste er sich zwingen, den Kampfstab noch fester zu greifen, damit er ihm nicht aus der Hand glitt.
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| 27.05.2003 15:53 | #91 |
| TheRock |
Der Hohe Schwarzmagier wurde blind in einen Waschraum geführt und sollte sich nun von dem angetrockneten Blut und Körpersäften befreien.
Der Dämon war fast sofort verschwunden nachdem er Rock hinunter geführt hatte..Nun versuchte er sich ohne seine wohl gehüteten Augen zurecht zu finden... anfangs wusste er nur dass er an einer Art Säule stand, dann, nach einigen Schritten, hatte er schon eine Art Vitruellen Plan in seinem Kopf, er wusste nun dass wenn er 10 Schritte rückwärts ging gegen eine Wand stieß und sich den Kopf anstieß...
bei 6 Schritten um die Säule herum und drei weiteren nach rechts kam er an einem Wasserbehälter an, eine kleine Welt wuchs dort in seinem Kopf und wurde immer größer.
Er versuchte sich zu waschen, doch das war nicht so ganz einfach, bei der geringsten Berührung der Narbe mit dem Wasser spürte er einen Brennenden und unerträglichen Schmerz.
Etwas Wasser gelang sogar durch die grobe Naht ins Innere seines Körpers, was den Hohen Schwarzmagier dann fast beusstlos werden ließ...
Nach etlichen Stunden gelang es ihm dann trotzdem seinen gesammten Körper zu säubern...
Lange überlegte er was er nun tun sollte, so ganz ohne Augen war es nicht ganz so einfach sich zurecht zu finden..
Er versuchte lange einen Weg zu seinem Zimmer zu finden, doch nach einer halben Stunde hatte er es nur geschafft sich aus dem Keller wieder ins Erdgeschoss zu begeben, letztendlich hatte er sich von einem Dämon in sein Zimmer führen lassen und etwas zu Essen bringen lassen, er schaffte es einfach nicht so wie er war ins Refektorium zu gehen.
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| 27.05.2003 20:32 | #92 |
| Zavalon |
"Hebt die Beine bis ins Gesicht... halt Moment das kann ich nicht!" Voller Freude planschte Zavalon in seinem Bad, wo natürlich der Miniaturquietschedämon nicht fehlen durfte. Ihm machte es Spaß sich immer wieder in seinem Bad umzudrehen, bis es überlief oder er sich irgendwo rammte. Nun aber hatte er sich anderen Dingen zuzuwenden. Ernst zog er seinen Blümchenbadeanzug aus, striff seine Trainingskleidung über, steckte seinen Stab ein und machte sich stolz auf seinen Posten als Mentor auf den Weg auf den Innenhof.
Zavalon hatte mit Horaxedus ausgemacht, dass sie sich am Abend wieder treffen wollten. "WOOOHOHOHOHO" Sofort verstummte er, nachdem selbst die sonst so unbeeindruckbaren Dämonen eine Grimasse zogen. Nicht das diese das sonst nicht tun würden, nur diesmal war die Oberlippe um ein paar Milimeter nach oben versetzt, was bei den so kalten Wesen sofort auffiel, wenn man sie tagtäglich zu jeder Stunde sah.
Langsam betrat der Priester den Innenhof, stetig auf die Esche zuhaltend, bis er kurz zuvor geschickt seinen Unterkörper drehte und damit den Boden berührte. Er war bereit für die nächste Lektion...
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| 27.05.2003 20:46 | #93 |
| HoraXeduS |
Ein letzter Griff, ein letzter Schlag in Richtung der sich rötenden Sonne. Fertig. Horaxedus beendete soeben seine Stabkampflektion, die er wie gewohnt vor dem Kastell durchzuführen gepflegt hatte, und nahm einen tiefen Zug aus dem Wasserschlauch.
Dann schob er allen Krimskrams, den er hier draussen inzwischen auf dem Rasen verteilt hatte, ein wenig in Richtung der Kastellmauer zusammen und klopfte seine verschwitzte Kleidung aus. Um lässiger auszusehen und sich nicht zu erkälten, warf er seine Weste über, verzichtete jedoch darauf, seine Schuhe wieder anzuziehen. Seine wunden Hände kühlte der Schwarzmagier im schattigen Gras.
Dann war es an der Zeit. Horaxedus sprang auf, liess bis auf den Trainigsstab alles liegen wo es war und begab sich durch das Tor in das Kastell, um sogleich zum Innenhof wieder herauszutreten. "Guten Abend, Meister."
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| 27.05.2003 20:47 | #94 |
| Arctus |
Arctus kraulte sich am Kopf. Wie konnte man die Dinger nur unsichtbar bekommen? Er brütete jetzt schon den ganzen Tag ratlos mal über dem Buch, das sonderlich verstrickt und verschachtelt geschrieben wurde, mal über den komisch glibrigen Augen, von denen man fast dachte, dass sie ihre Pupillen nach ihm richteten. Der schwere Buchumschlag viel herunter. Tausende von Buchstaben wurden in die Dunkelheit entlassen. Arctus stöhnte genervt. Wie frustrierend es sein kann einen ganzen Tag über etwas zu sitzen, was zu nichts führt.
Etwas matt erhob er sich von seinem Sessel und sah nach Shark, der immer noch in Fieberträumen auf seinem Bett lag. Auch bei ihm viel ihn keine Lösung ein. Vor zwei Tagen noch, hätte alleine mit seinen Ideen einen Menschen zum Vogel machen können und nun brachte er es nicht einmal zustande jemanden aus einem Koma zu wecken. Arctus schritt enttäuscht aus seinem Zimmer. Die Füße über den Boden schleifend und den Kopf weit nach unten gesenkt missachtete er alles was versuchte ihn zu beeinflussen. Dann fesselte doch etwas seine Aufmerksamkeit. Er schritt an einem großen Spiegel vorbei, sah sich und sein gebeutelt blasses Gesicht darin. Diese hagere Gestallt, an der die stolze, jedoch etwas zerfetzte Magierrobe schlaf herab hing. Arctus schloss die Augen. War es Intuition oder einfach nur Glück, jedenfalls sah er, als er die Augen wieder öffnete eine vollkommen andere Person in dem Spiegel. Groß, ebenfalls schlank und mit langen schwarzen Haaren gesegnet. Ein schmales blasses Gesicht in deren Mitte, vor dem Hände mit langen Fingernägeln gekreuzt waren. Wer war das? Arctus trat näher und berührte den sonderbaren Spiegel. Als würde er mit einem Schwamm darüber fahren verwischte das Bild und setzte sich wieder in seine alte Form zusammen. Nämlich Arctus.
Kopfschüttelnd schritt er die Treppe zum Erdgeschoss hinab. Hier passieren Dinge. Als würde ein Stein in ihm lasten ließ er sich auf den Stuhl im Refektorium fallen und nahm einen kleinen Salat zu sich. Dazu sonderbar orangenen Saft. Wahrscheinlich Rübensaft oder dergleichen. So ermattet und ausgelaugt wie er war, war es ihm auch gleich. Er tat was getan werden musste. Sein Körper war immerhin noch menschlich, weshalb er wohl oder übel essen und trinken musste. Sowie schlafen. Ober er heute zum schlafen käme?
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| 27.05.2003 21:07 | #95 |
| Zavalon |
"HUAAAAH!" Ein lauter Schreckensschrei glitt über Zavalons Lippen. Noch nie hatte er ein so geschundenes... Schwarzmagier gesehen. Erst jetzt erkannte er, dass es sich um seinen zu schwer trainierenden Lehrling handelte, der mit allerhand blasen und mit müden Gesichtsausdruck vor ihm Stand. "Entschuldigt, der Anblick war etwas ungewohnt. Lasst uns nun fortfahren!" Zavalon erhob sich langsam, nahm seinen Stab zur Hand und begann. "Hier drüben seht ihr eine Trainingspuppe. Ihr werdet euch wundern woher sie auf einmal kommt, ich werde euch in das Geheimnis einweihen. ICH habe sie gerade dahingestellt! HA! Gefuchst, nicht? Nein hier werdet ihr in den nächsten Tagen trainieren! Vergesst nicht das Konditionstraining und nehmt zuerst ein wenig Auszeit. Ich habe als Lehrling meinen Körper auch nicht übermäßig angestrengt." Nach einer kurzen Pause machte Zavalon seinem Lehrling ein paar Übungen an der Puppe vor, bevor er sich verabschiedete und in dem Refektorium verschwand...
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| 27.05.2003 22:00 | #96 |
| HoraXeduS |
Erstmal eine Auszeit nehmen. Nun ja, einem solch weisen Lehrmeister, wie Zavalon einer war, widersprach man besser nicht. Dennoch war Horaxedus nicht ganz glücklich mit der aktuellen Trainingsanweisung. Auszeit nehmen, wie stellte der Priester sich das vor? Sollte Horaxedus die Trainingspuppe etwa hier im Innenhof stehen lassen, so dass jeder Normalsterbliche sich daran vergreifen... naja, hier im Kastell gab es ja eigentlich keine Normalsterblichen. Aber hin und wieder verirrte sich vielleicht ein solcher in diesen wunderbaren Innenhof, um unter der schönen, immergrünen Esche zu sitzen. Was wäre dann?
Der Schwarzmagier beschloss, sein Schicksal nicht herauszufordern. Also eine Auszeit. Aber das Ding musste mit. Umständlich spazierte Horaxedus ein paar Mal um die Übungspuppe herum. War das lederbespanntes Holz? Ein vorsichtiges Streicheln an der Schulter der stummen Figur brachte Aufschluss. "Naja, irgendwas in der Art halt." Material spielte keine Rolle, hier im Innenhof war es schliesslich immer schön warm und regnete nie. Dennoch, "Sicher ist sicher."
Horaxedus hob sich fast einen Bruch, als er die massive Trainingsfigur schulterte. Wie nur hatte es Zavalon fertig gebracht, sie zu aufzustellen? Naja, er war magisch bewandert, wer wusste schon, welche Tricks der Lehrmeister noch so auf Lager hatte.
Vorsichtig balancierte Horaxedus die schwere Puppe durch die Eingangshalle des Kastells und durch das Eingangstor hinaus zu der kleinen Rasenfläche, auf der er zu trainieren pflegte. Was hier alles herumlag: Schuhe, Bündel, Nahrungsmittel, Essensreste, Wasserschlauch... Hastig, aber etwas umständlich, da er die Übungspuppe gerade so gut im Griff hatte, klaubte der Schwarzmagier leicht gebeugt und mit schmerzendem Rücken einhändig seine Sachen zusammen und verstaute alles so gut es ging an seinem Körper.
Langsam bekam Horaxedus unter seiner Last einen hochroten Kopf. Zeit, in sein Zimmer zu gehen. Vorsichtig und fast blind vor lauter Zeug, das er mit sich herumtrug, schlurfte der Glasmacher durch das Tor, stolperte an dem Steinernen Dämonen vorbei, und quälte sich ächzend die Treppe hinauf. Hoffentlich sah ihn jetzt niemand, wie er mit der Puppe auf seinem Zimmer verschwand!
Kaum hatte er den Raum betreten, gab der Schwarzmagier der Tür einen sanften Tritt, so dass sie sofort hinter ihm ins Schloss fiel. Und augenblicklich brach der vom tage- und nächtelangen Training geschwächte Kampfstablehrling unter all der Last, die er mit sich trug zusammen.
Ein kurzes, lautes Rumpeln hallte durch die Gänge des Kastells. Dann war es still.
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| 27.05.2003 23:03 | #97 |
| Arctus |
Arctus leerte das Glas nun. Nach etlichen Stunden des Überlegens im Refektorium gelangen immer noch keine Geistesblitze zu ihm. Er bekam den Kopf aber auch nicht leer. Immer wieder huschten Fragen durch einzelne Hirnzellen und regte diese an, worauf er aufschreckte und wieder Kerzengrade im Stuhl saß. Es brachte doch nun wirklich nichts mehr. Er war tot müde und ausgelaugt. So stampfte er müde aus dem Refektorium wieder hoch in den ersten Stock in sein Zimmer. Da war nur ein Problem. Shark lag ja auf seinem Bett und machte auch keine Anstallten aufzuwachen. Da musste er wohl mit dem Sessel vorlieb nehmen. Stöhnend setzte sich Arctus, samt Robe in den großen Sitz und schloss die Augen.Plötzlich, eine Stimme, in .. in seinem Kopf. Von weit her. „Öffne mich!“ Andauernd diese Stimmen. Arctus öffnete die Augen und ging zum Schrank, „nein ich will jetzt nichts von dir hören!“ „entschuldigt, ich sagte doch gar nichts!“ „oh ...“ Arctus blieb eine Weile sprachlos stehen, knallte dann die Tür doch zu. Wortlos stapfte er zurück zum Sessel, schwang sich darauf und schloss wieder die Augen.
Ruhe ... doch ... dann, ... wieder diese Stimme, „Öffne mich!“ Arctus Augen rissen auf, als würde sich ein Messer in seinen Nacken bohren. „Was, bei Beliar.“ Seine Blicke wanderten durch den Raum und blieben auf dem Buch heften. Seine Hand zuckte nach vorne und griff nach den gebündelten Pergamenten. Wie von selbst, vollkommen unbewusst, öffnete er den hinteren Buchdeckel mit den Fingernägeln und pulte einen alten Zettel heraus. Kaum noch leserlich standen auch hier komisch geschriebene Sätze darauf ...
Es ist weit schwieriger denn es aussieht, alldieweil die genauen Zeiten und Himmelskonstellationen erwarten mußt. Lest sich in Anwesenheit des Magier wohl einfacher darstellen. Zuvörderst mach dich bei einem Treffpunkt mit der Finsternis der Sonne des Zauberns würdig, um Magie durch Körper und Geist fließen zu lassen, und lass dich zu Ader (es mag wohl auch mit einem anderen gehen, jedoch tunlichst mit einem der die Kraft hat) Itzo misch Blut und Wasser und wart dann wohl neun und vierzig Herzschlag lang. Hierein Scharb nun die äußren Schichten von jeder Sumpfkrautpflanze, bis dass sie nur noch fingerdick und leichenbleich sind. Nun muß Stab und Stein ins Baumharz, worin es grell und hitzig vergeht. Gieß nun vorsichtig das Blutwasser durchs Spinnennetz ins Baumharz. Keinesfalls umgekehrt, denn sonst vergeht das Netz und du wohl auch und lass alles in eigener Hitzigkeit brodeln, derweil du drei VISIBIVANTAR darüber sprichst. Wenns dann wieder kalt geworden, fülls in ein Retort aus Elektrum oder weißem Golde und destillier ab, bis das die ersten drei bräunlichen Tropfen hervor kommen Das so gewonnene Elixier ist von höchstem Wert, dieweil es gut ein Jahr seine Wirkung zeigt.
Arctus raste Blut durch den Kopf. Er wurde wieder entfacht. Der Verstand begriff nun, zu mindestens größten Teils, diese Letter. Er benötigte Alchemiezubehör, Sumpfkraut, Blut, ein Spinnennetz; Arctus wunderte sich; klares magisches Wasser, den richtigen Zeitpunkt und ...
Jemanden der Macht besaß!
Das war der Anhaltspunkt! Wenn er jetzt nur die Zutaten besorgen würde, könnte er doch damit zu dem Mächtigen Magier gehen, den mit den weißen Haaren, auch genannt Don-Esteban. Er hatte das Rezept entdeckt. Endlich ...
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| 28.05.2003 00:05 | #98 |
| Arctus |
So platzte Arctus, mit samt dem Zettel in der Hand aus seinem Zimmer wieder heraus und lief genau den gleichen Weg, den er vorhin schon gerannt war wieder. Nämlich ins Refektorium. Die steinernen Stufen hinab, durch die Eingangshalle und ab in die Gemäuer des Speisens. Dort erhoffte er sich zu mindestens ein paar der benötigten Zutaten zufinden.
An den Küchendämon gewand übermittelte er ihm den Wunsch nach Sumpfkraut. Dieser setzte eine komische Fratze auf und reichte ihm zwei Pflanze. Sich wieder umdrehend erspähte Arctus plötzlich, hinten im tiefen Schatten, eine Person. Seine tiefblauen Augen wühlten sich durch die Dunkelheit und sahen nun, mit wem er es zu tun hatte. Don-Esteban, eine weitere Zutat, die er benötigte.
So ging er in der Hoffnung auf Hilfe zu diesem mächtigen Magus und äußerte ihm seine Wünsche. Der Mann mit der weiten Robe stand wortlos auf und wandte sich Arctus ab, um das Refektorium zu verlassen, machte jedoch noch eine komische Handbewegung, dass ihm der junge Magier folgen solle. Arctus gehorchte und hatte es schwer den Schritten zu folgen. Schließlich kamen sie vor einer Tür an, auf der ein komischer Schleier lag. Der Magier sprach eine komische Formel und der Schleier verschwand. Die Tür öffnete sich und beide traten hinein ...
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| 28.05.2003 00:25 | #99 |
| Don-Esteban |
"Willkommen in meinem Labor, junger Adept", sagte der Magier zu seinem, ihm wie ein Schatten folgendem Begleiter.
"Fass nichts an, denn es könnte gefährlich sein." Dann wies er dem Besucher einen Schemel zu, auf dem dieser warten sollte, solange er die Zitaten suchte."Manches geht aber auch einfach nur kaputt, wenn es neugierige Hände begrapschen", murmelte er noch in seinen imaginären Bart, als er schon tief mit dem Oberkörper in einem Regal steckte und den Inhalt desselben durchsuchte."Licht, ich brauche mehr Licht." Doch nichts geschah.
Don-Esteban richtete sich wieder auf.
"Hast du nicht gehört?!" Doch Artus zuckte nur entschuldigend mit den Schultern."Soll das heißen, daß du noch keinerlei Magie beherrschst, daß du deine dir innewohnenden Kräfte nutzlos verschwendest?" Ein gleichwohl überflüssiges Kopfnicken des jungen Magiers bestätigte die Vermutung.
"So werde ich mich von nun an um deine Ausbildung kümmern, junger Mann, denn du scheinst mir eine weit über das übliche Maß hinausgehende Neugier, was die Erlangung von Wissen über die Kräfte, die alles zusammenmhält, zu besitzen."Und während er dies sagte, stellte er eine kleine Phiole mit einer klaren Flüssigkeit auf den Tisch, der direkt unter dem Fenster, das tagsüber das Labor mit Licht aus dem Innenhof durchflutete, stand.
Und schon war er wieder unterwegs, diesmal war das Ziel ein kleines Wandschränkchen.
"Spinnennetz. Das müßte hier zu finden sein." Und tatsächlich, es fand sich ein Kästchen mit dem gesuchten.
"Was brauchen wir noch, was hast du erfahren?"
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| 28.05.2003 00:44 | #100 |
| Arctus |
„Magisches Wasser!“, platzte Arctus heraus. Er wurde von den Worten des Magiers vollkommen überrumpelt. „Übermäßige Neugier? Na ja, vielleicht ein bisschen“, dachte sich Arctus. „Ich weiß schon wo ich es her bekomme!“, sprach er dem Magus noch entgegen und war schon aus dem Labor verschwunden. Wo war jetzt gleich noch die Eingangshalle?
Arctus lugte um die nächst gelegene Ecke und, als würde ihn irgendetwas in den Kopf gedrungen sein, gelang der Plan des Kastells wieder vor seine Augen. So fand er recht fix den Weg zur Eingangshalle und konnte sich von dort aus neu orientieren.
Ein kurzer Abstecher ins Refektorium folgte, um sich ein Gefäß zu besorgen, dann eilte er in den Innenhof des Kastells.
Zu aller erst sprang ihm dieser gigantische Baum ins Auge. Auge! Gutes Stichwort, es ging hier nicht um den Baum sondern um Rocks Auge. Der Brunnen war nämlich Arctus’ wirkliches Ziel. Ein kleiner Hopser auf die Bank folgte. Den Oberkörper über die steinerne Fassade des Brunnens gelegt und die Arme nach unten ausgestreckt versuchte er die Schale voll Wasser zu bekommen. Erst als er kurz vor dem Hineinfallen war, gelang es ihm die Schale halbvoll zu machen. Ein Arm wanderte wieder nach oben, um den schmächtigen Körper empor zu ziehen. Der andere achtete auf die Balance, damit auch ja kein Tropfen der Schüssel entglitt.
Vorsichtig und langsam den Fuß von Hacke zu Ballen abrollend bahnte er sich wieder seinen Weg zurück ins Labor des Don-Esteban. „Ich habe das Wasser!“ sprach Arctus und lies es erschöpft auf dem Tisch vor ihm nieder. Wieso beeilte er sich eigentlich so? Die Nacht war doch noch jung!
Komischerweise hatte er sich das in den vorhergehenden Nächten auch immer gesagt.
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| 28.05.2003 01:06 | #101 |
| Don-Esteban |
Don-Esteban hatte sich die Beschreibung des Rezeptes genau eingeprägt."Ah, gut, das Wasser. Aus dem Brunnen? Eine bemerkenswerte Idee." Und schon hatte er ein wenig davon in eine kleinere Schale gegeben. Und nur ein Augenzwinkern später fand sich plötzlich ein Dolch in seiner Hand, dessen Klinge hell im Lichte der drei mittlerweile entzündeten Kerzen leuchtete und die schönsten Lichtreflexe an die Wand des Labors warf, je nach der Ausrichtung der Klinge. Doch darauf achtete der Schwarzmagier nicht, sondern stach sich ohne zu Zögern mit der scharfen Spitze in den Ringfinder der linken Hand."Dies ist der heiligste Finger, von diesem nimm blut, wenn du es benötigst. Es wird das Beste sein. Denn die Linke Hand ist die Hand Beliars, so wie die Rechte durch die Innospriester benutzt wird, um den Segen an die Gläubigen zu verteilen. Und der Ringfinger ist derjenige Finger, der das Zeichen der Vermählung mit Beliar trägt. Den Siegelring eines Schwarzmagiers. Durch ihn wird das Blut geläutert und ist deshalb besonders rein und geeignet."Und während er diese Worte sprach, fielen drei Tropfen des dunklen Blutes in die Schale mit dem Wasser. Nachdem dies geschehen war, umwickelte Don-Esteban den Finger mit einem Tuch und zählte mit auf die Brust gepresster Hand langsam seine Herzschläge. Sieben mal sieben sollten es sein.
"Nimm ein Messer und leg das Sumpfkraut bereit", sagte er nebenbei zu Arctus und zählte leise weiter. Der tat, wie ihm geheißen.
Und als der neunundvierzigste Schlag des Herzens vorüber war, fing er an, die Stengel der Anleitung gemäß abzuschaben und ließ die Schnitzer in das Schüsselchen mit dem Blutwasser fallen.
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| 28.05.2003 01:47 | #102 |
| Arctus |
Nachdem Arctus, wie ihm befohlen, die Sumpfkrautpflanze in das Blutwassergemisch schnitzte, reichte er dem Don einen Stößel, das Grundassessor der Alchemie, und einen Brocken Stein, mit feinen Erzelementen. Diese beiden benötigten Dinge tunkte der Don in goldenen Baumharz und sogleich ließ der Priester den Stößel unerbittlich walten und vereinte die magische Kraft des Erzes, mit seinem Blut, dem Blute Beliars, und natürlich dem Wasser, sowie dem verlockenden Kraut. Ob diese beiden Zutaten nicht auch von ein und dem selben Gott stammten? Arctus blieb keine Zeit zu überlegen, denn ein grelles Licht umgarnte jegliche Oberfläche im Raum und brannte sich in die Netzhaut. Schützend führte er die Hand vors Gesicht.
„Halte das Netz der Spinne straf!“, rief ihm der Don zu. Sofort griff Arctus nach dem Utensiell und tat wie ihm gesagt. Nun nahm der weishaarige Magus die Schale in die Luft und ließ dessen Inhalt durch das Netz, in die andere Schale mit dem Baumharz prasseln. In der andere Schale angekommen fing das Gemisch heftig an zu brodeln und so sprachen die beiden Diener Beliars die magische Formel „VISIBIVANTAR“ aus.
Nun stellte sich ein Problem auf. „Weißem Golde“, was das wohl sein mag? Der Don schien zu wissen um was es sich handele, doch ließ er Arctus absichtlich überlegen, mit dem Ziel, der Neugier auch eine Befriedigung zu geben. Arctus ließ die Blicke lange durch den Raum schweifen, doch dann fiel es ihm von der Zunge. „Glas!“ Der Don nickte. Arctus nahm die Schüssel und füllte alles in einen großen Glaskrug um, der nach oben hin spitz zulief.
Dieser wurde nun unter eine recht komplexe Röhrchenkonstruktion gestellt, die nur einem Zweck diente. Destillieren. Der Glaskrug mit dem Mittel wurde erhitz, woraufhin Dampf emporstieg und in die spiralenförmigen Röhrchen eindrang. Diese wurden auf sonderbare Weiße gekühlt und verflüssigten den Dampf wieder. Dieser bräunliche Flüssigkeit floss nun in einen anderen Behälter. Das Elixier für Rocks Augen war geschaffen, das Werk vollendet. „Ich hole schnell die Augen!“, sprach Arctus rannte aus dem Labor und kam kurze Zeit später wieder, mit der Schale auf der sich die beiden Augen befanden.
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| 28.05.2003 02:24 | #103 |
| Don-Esteban |
"Nun entscheide, ob du die Tinktur über die Augen gießen willst oder lieber die Augen in ihr badest." Und er goß enen Teil der eben destillierten Flüssigkeit in eine flache Schale.
"Hier, nimm dies und benetze die Augen damit. Doch siehe dich vor, denn sie werden, wnen alles richtig gemacht wurde, sich auf der Stelle vor deinen Blicken verbergen und wenn du einen oder gar beide Augäpfel verlierst, wirst du ein ganzes Jahr warten müssen, bis du sie wieder sehen wirst. Also sei vorsichtig."Er reichte Arctus die Schale.
"Hier, tu dein Werk. Rock soll aber in den nächsten Tagen zu mir kommen, auf daß ich ihm seine Schmerzen nehme und seine Wunden heile. Ich werde dafür einige besondere Tränke benötigen, die ich teilweise noch brauen muß. Dies wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Er soll mich nach Ablauf von nicht mehr als vier Tagen aufsuchen, um entgültig geheilt zu werden. Dann werde ich ihm auch sein volles Sehvermögen wiedergeben, denn die von uns behandelten Augäpfel müssen trotz ihres jetzigen Aussehens wieder am Sehnerv befestigt werden, um die Bilder dessen, was sie sehen in seinen Kopf weiterzugeben.
Und dich will ich in einer Woche wiedersehen, dann werde ich dich die ersten Geheimnisse der Magie lehren. Denn für einen ernsthaften Magier gehört es sich, diese zu kennen und anzuwenden."
Und damit ließ er sich auf einen der am Tisch stehenden Stühle nieder und räumte die Überreste des Experimentes weg.
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| 28.05.2003 17:52 | #104 |
| HoraXeduS |
Als Horaxedus mitten am Nachmittag die Augen aufschlug und die Puppe neben sich liegen sah, dachte er augenblicklich an seinen Stab.
"Verdammt!" entfuhr es ihm ärgerlich und er versuchte eilig, sich hochzurappeln. Doch es wollte ihm nicht recht gelingen.
Der Schwarzmagier lag auf dem Fussboden, unter einem Haufen verschiedener Dinge, das rechte Bein unter seinem Bett verkeilt. Sachte zog er den über Nacht taub gewordenen Fuss wieder hervor und massierte ihn, aber es wollte einfach kein Gefühl ihn fahren.
Der Stab! Er musste ihn vergessen haben, entweder im Innenhof oder vor dem Kastell. Sowas Blödes, wie sollte er ohne ihn nur weitertrainieren? Langsam stand Horaxedus auf. Er fühlte sich wie ein Mann sich eben fühlte, der in seinen Sachen geschlafen hatte, und das auch noch auf dem Fussboden. Dann humpelte er knurrend aus dem Zimmer und hielt sich so gut wie möglich am Geländer fest, als er die Treppe hinunter tappte. Im Innenhof angelangt, erblickte er sogleich seinen Übungsstab. "Glück gehabt." murmelte der Schwarzmagier und humpelte zunächst, das Trainingsgerät als Stütze missbrauchend, ins Refektorium, um ein paar Eierpfannkuchen mit Blaubeeren zu verdrücken. Dazu liess er sich Sprudelwasser reichen und -ausnahmsweise an einem Trainingstag- einen grossen Becher schwarzen Kaffee.
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| 28.05.2003 18:37 | #105 |
| shark1259 |
shark fühlte jeden Muskel seines Körpers. Mit seinem Bewusstsein lag er immer noch in dieser Traumwelt. Doch langsam spürte er seinen Körper wieder. Nur mit wenigen Sinnen. Doch hasste er diese Sinne, denn mit ihnen spürte er den puren Schmerz. Anders gesagt seinen Körper.
Am Hals pulsierte etwas, Blut wollte herausdringen, schaffte es jedoch nicht nach draußen zu dringen, denn etwas versperrte ihm den Weg. So blutete er nach innen.
Und so entschwand er wieder in die Traunwelt, die er so fürchtete.
...
Mitten in einem Wald stand shark. Auf einer kleinen Lichtung. Um ihn herum schwirrten die Vögel. Der Wald machte Geräusche. Geräusche die der Wald eben so von sich gab. Tiere, die sich bewegten, miteinander sprachen, auf ihre eigene Sprache.
Ein Windstoß fuhr durch den Wald. Und shark flog weg. Er versuchte sich festzuhalten, doch er konnte nicht. Immer tiefer flog er in den Wald hinein. Immer düsterer wurde dieser.
Dann landete shark. Um ihn herum war alles verdorben. Nur Bäume ohne Blätter standen um ihn. Es war kalt. Keine Sonne kam herunter. Alles war bevölkert von diesem kalten, bösen Gefühl.
Unsicher ging shark ein paar Schritte umher.
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| 28.05.2003 19:55 | #106 |
| Arctus |
Die Nacht war herum und die Augen waren nicht mehr sichtbar, denn sie hatten ja die ganze Zeit in dem Elixier der Unsichtbarkeit gelegen. Arctus griff nach der Schüssel und stolzierte vorsichtig aus dem Labor des Don-Esteban. Würde er nur ein bisschen zuviel schunkeln, könnte eines der Augen zu Boden fallen und wegkullern und somit für mindestens ein Jahr verschwinden.
Er hatte sich also die Schüssel gepackt und lief nach oben, wo Shark noch immer in seiner ihn verwirrenden Traumwelt gefangen war. Ihm kam der Weg nach oben aus irgendeinem unerklärlichem Grund länger vor als sonst und weshalb er sich beeilte...so passierte es das er fasst gestürzt war und die Schüssel fast verloren hätte, aber mit einer geschickten Wendung fing er seinen kleinen Körper elegant ab.
Er war endlich angekommen und hat die Schüssel auf seinen Schreibtisch abgelegt. Und da sah er Shark, hilflos und unbeholfen wie er war, in seinem Bett liegen. Er wusste wie es in der Traumwelt war und hatte Angst davor zurückzukehren. Doch er wollte seinen Freund Shark befreien und so nahm er allen Mut zusammen und versuchte sich zu erinnern wie er zum ersten Mal in die Traumwelt gelangte...Arctus hat lange überlegt bis es ihm wieder einfiel. Es war sein Sessel der ihn fasste und seine Seele gefangen nahm.
Also setzte er sich ängstlich in den Sessel und wartete bis er ihn gefangen nahm. Er versuchte an nichts zu denken und befreite seine Seele von all seinen unterdrückten Gefühlen. Und dann geschah es...
Der Sessel hat sich seiner angenommen und wollte ihn in seine Traumwelt holen. Es kam wie beim ersten Mal ein übermächtiger Wind an. Eine Art Orkan der ihn hin und her wirbelte. Er hatte das Gefühl sich übergeben zu müssen, doch auf einmal merkte er im Unterbewusstsein eine Flüssigkeit über seinen Arm laufen.
Wie dem auch sei, er befand er sich auf einmal in dieser verrückten Traumwelt. Doch wo war Shark?
Dieses mal befand er sich nicht neben Shark sondern in einer Art Sumpf der ihn zu verschlingen drohte. Mit all seiner Kraft versuchte er sich zu befreien. Trotz seiner Übermüdung schaffte er es letztendlich doch sich zu befreien und begab sich auf die Suche nach ihm. Er musste einen weiten Weg zurücklegen bis er ihn endlich sah. Er irrte hilflos umher mit scheinbar benebelten Gedanken in einem Wald wo nichts normal zu seien schien...
Aber so ist diese Traumwelt, es ist einfach nichts normal und man kommt sich verloren vor...
Arctus eilte also hin zu ihm und versuchte ihn zu erwecken und zum sprechen zu bringen. Er rüttelte Shark und schlug ihn links und rechts eine über, bis er endlich erwachte und zu sprechen begann. Aber auch er selbst war schon nicht mehr normal und faselte dumm vor sich her. Arctus sah also, dass es höchste Zeit war ihn zu befreien, also packte er ihn und riss ihn aus der Traumwelt...
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| 28.05.2003 20:22 | #107 |
| shark1259 |
Irgenetwas hatte es gewagt ihn zu schlagen. oder irgendwer.
shark hatte schon die Schattenflammenrune gezückt als er in diese Augen sah. Er erkannte sie nicht, doch gleichzeitig beruhigten sie ihn. Er sah sich selbst darin. Sah wie sehr er übertrieben reagierte. Wie sehr er schon ausrastete, wegen nichtigkeiten. Nichtigkeiten...
Er versuchte sich zu entschuldigen, doch sein gegenüber nahm die Worte anscheinend nicht war. Es war alles so als könnte man sich nicht verständigen. Das Wort das man sagte, war schon einen bruchteil einer Sekunde später im Wind aufgelöst und machte seine Runden im ewigen Nichts.
Hier war nichts von bedeutung und hier war alles nichts. Alles unendlich in seiner Weite und nichts in seiner Tiefe.
Plötzlich war da ein Knall. Und shark spürte einen kurzen Schmerz. Dann fing er an zu laufen. Er wollte sich irgendwo verstecken, doch da war nichts mehr. Kein Wald mehr, nur noch Ebene. Und irgendetwas war hinter ihm her, doch er sah es nicht, wusste nicht was es war.
wo war dieser andere. Der, dem er zuvor gerade begegnet war? Oder war er ihm überhaupt begegnet? shark wusste nichts mehr. Er rannte nur noch. Immer weiter, immer schneller, nicht im Stande auch nur einen kleinen Schritt zurück zu machen. Nicht einmal einen blick konnte er riskieren.
Und wieder dieser Knall. und wieder spürte shark einen Schmerz, nur war er diesmal länger. Und da war wieder diese Schwärze. Alles Schwarz. Nichts weiter mehr.
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| 28.05.2003 21:23 | #108 |
| Arctus |
Alles war still um ihn herum. Nur der kühle Wind blies und brachte ein leises Geheimnis mit sich, mystisch und vergessen.
Arctus drehte sich langsam nach allen Richtugen um. Wo war blos Shark nun wieder geblieben? Er hatte nur mitbekommen, dass es auf einmal einen Knall gegeben hatte und dann war Shark weg gewesen. Und Stille hatte den kleine Platz erreicht. Kaum etwas bewegte sich und wenn, dann nur wegen dem Wind.
Unsicher schritt Arcuts auf der Stelle umher. So viele Gefühle hatte er in sich und wusste nicht wie er damit umgehen sollte. Und dann plötztlich war eine Schwärze da und nichts mehr geschah. Es war als wäre er gestorben. Für wenige Augeblick war nur die dunkelste aller Farben zu sehen. Sie umgab ihn. Umhüllte ihn mir ihren warmen Fängen und gab ihm Geborgeheit, eine Heimat. Dann war es wie ein erneuter Start. Alles begann wieder vom neuen. Nach dem selben Schema. shark stand wieder neben ihm. Es war immer wieder das selbe. Nur waren sie diesmal auf einem Berg. Alles schien in Ordnung, nur war da wieder etwas. Etwas dass die beiden nicht vorraussehen hatten können. Und wie aus heiterem Himmel begann shark wieder zu rennen. Und es war wieder gleich wie zuvor. Am Ende die Schwärze.
Langsam begann Arctus zu verstehen. Es war das sterben, dass es immer wieder von vorne beginnen lies. Er musste aufhören nur zuzusehen und musste shark helfen. Er musste es ihm erklären. Warum er immer wieder das selbe erlebte.
Nun waren sie an einem Strand. Ein paar Vögel flogen vor ihnen her. Eine leise, sehr angenehme Musik war zu vernehmen, irgendwie schwebend lag sie über ihnen. Und noch ehe Arctus irgendetwas sagen konnte war es wieder passiert. Und shark war schon wieder auf der Flucht, doch diesmal war ihm Arctus auf den Versen. Und bald holte er ihn ein. Er riss ihn zu sich und schrie ihm ins Ohr.
"Es ist das Sterben! Wenn du stirbst dann erlebst du es wieder und wieder und wieder. Weist du nicht mehr, beim ersten mal bist du auch nicht gestorben und du warst für kurze Zeit wach. Stelle dich deinen Ängsten hier und du wirst wieder erwachen. WACH AUF."
Und dies waren die letzen Worte die Arctus sagen konnte, denn plötzlich war er wieder aus den Gedanken heraus und wieder in der realen Welt. Auf dem Stuhl. Und vor ihm war shark. Er blutete wieder. Diesmal nicht mehr direkt auf dem hals sondern schon eher richtung Brustkorb. Etwas über dem Herzen. Und Arctus konnte es sich nicht erklären. Er musste aufwachen, ansonsten würde das sein Ende sein.
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| 28.05.2003 21:55 | #109 |
| shark1259 |
Was wollte dieser eigenartige Typ von ihm. Andauernd hatte er etwas von wegen aufwachen geschwafelt. Doch was hatte er gemeint. shark hatte ihn kaum verstanden. Es war alles so schnell, und shark wollte laufen. Er hatte Angst. Angst vor ... allem und jedem .. doch warum?
War das damit gemeint gewesen, dass er sich seinen Ängsten stellen soll? Aber wie? und was war davor gewesen. shark erinnerte sich nicht. Es hatte kein davor gegeben. Oder doch? Es musste ein davor gegeben haben, denn wie kam shark sonst hier her.
Und da war der Schmerz. Und mit dem Schmerz kam die Erinnerung. Das was da schmerzte war sein Körper. Und zwar sein realer Körper und nicht diese Scheinwelt hier. Alles war nur lug und trug. Erdacht von seinem eigenen Verstand, der ihn hier gefangen hielt. In einer Welt "die ich erschaffen habe". Diese letzten Worte hatte shark geschrien.
Es war nichts real hier. Kein schmerz, kein Gegenstand. Und vor allem keine ANGST. Es gab das alles nicht. Und je mehr shark das klar wurde um so mehr fühlte er die Schmerzen und um so näher kam er dem reellen leben.
Und dann kam das Schwarz, doch diesmal war es ein anderes Schwarz. Es war das Schwarz des lebens und er kehrte wieder in das selbige zurück.
Langsam öffnete er die Augen und sah ins grelle Licht.
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| 28.05.2003 23:12 | #110 |
| GlutaeusMaximus |
Über die Mauern des Kastells schwirrten ein paar sehr löchrige Flügel mit einem Stachel und einem hohlen Chitin-Körper dazwischen. Die löchrigen Flügel trugen entgegen aller Naturgesetzte zusätzlich zu dem leeren Körper auch noch ein dickes Stück Pergament, das ungefähr soviel wiegte wie der komplette Körper.
Vielleicht funktionierte dieser Transport weil weder die schwarze Brieftaube noch der Beschwörer selbiger irgendetwas von Schwerkraft und Flugphysik verstanden. Eventuell war aber auch ein Bisschen Magie im Spiel…
In immer kleiner werdenden Kreisen sank die untote Blutfliege in den Innenhof hinab und umkreiste die Esche neben der zwei Männer trainierten. Beide vernahmen das Schwirren der kaputten Flügel und hielten inne in ihren Übungen.
Einer der Magier schien eine eigenartige Faszination für das unästhetischste Transportmittel entwickelt zu haben. Doch das Tier zielte auf den anderen zu. Der Priester zog im letzten Moment den Kopf ein und die Blutfliege flog dicht über sein Haupt hinweg und nagelte das Pergament und sich selber mit Hilfe des Stachels in die Esche. Dann vollführte der Körper noch ein Halbdrehung nach unten und der letzte Funke Energie huschte aus dem untoten Vieh…
Auf der den beiden Übenden zugewandten Seite stand groß in relativ unleserliche Handschrift „Zavalon!“…
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| 28.05.2003 23:24 | #111 |
| Zavalon |
Zavalon stand neben Horaxedus, vollführte seine alltäglichen Übungen um sich fit zu halten, der angenehme Nebeneffekt war, das Lehrlinge so auch etwas lernten und das Zavalon voller Schadenfreude beobachten konnte, dass die Puppe immer traf, wenn sie selbst getroffen wurde. Doch dieser Anblick rief nach einer Weile alte Erinnerungen hervor, schmerzliche...
Plötzlich vernahm er ein leises Surren, naja nicht ganz leise, es hörte sich eher wie ein Buch an, das gerade aufgeschlagen wurde. *surrflatterflatter* BUMM In der Kotzenesche steckte ein großer Stachel! Zavalon zog diesen sofort heraus und besah ihn sich voller Freude. "EIN STACHEL! Es gibt doch noch Leute die an mich denken und mir nützliche Utensilien schicken wie einen BLUTFLIEGENSTACHEL! Oh Beliar!" Zavalon fiel schluchtzend auf den Boden, küsste ihn und stand aufgeregt wieder auf.
Erst jetzt bemerkte er den Brief, der das eigentliche Present darstellen sollte. Enttäuscht besah der Mentor sich diesen, während Horaxedus kopfschüttelnd, oder, soweit es sein Kopf noch zulies, weitertrainierte. In schön krakeliger Schrift hatte sein übergeordneter Mitpriester bekundet, dass er von Zavalons Stabkampfkenntnissen wusste und sie gerne testen wollte, vor dem Kastell. Vorfreude machte sich in dem Priester breit.
Schnurstracks marschierte er in Richtung... Refektorium. Ein paar Happen mussten sein, bevor er anfing zu kämpfen.
Dann trat Zavalon auf die Flügelpforte zu, öffnete diese und sah vor sich Maximus... "Spiel mir das Lied vom Brot, Meister! Was ist euer Anliegen?"
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| 28.05.2003 23:35 | #112 |
| GlutaeusMaximus |
„Gespräche sind langweilig.“ sprach der Hohepriester und wirbelte den Kampfstab durch die Luft. „Lasst uns während der Erklärung etwas Sport machen…“
Aus der wirbelnden Bewegung wurde plötzlich ein Schlag, doch bevor der Stab die Schulter des Priesters treffen konnte befand sich der zweite Kampfstab im Weg. Schnell schlug Maximus mit dem unter zu, doch auch der andere Stab hatte zwei Enden…
„So redet es sich doch viel angenehmer.“ sprach Maximus während er geschickt den Schlägen Zavalons auswich. Es brachte einige Vorteile mit sich Meister der Körperbeherrschung zu sein…
„Die zweite Stufe meiner Ausbildung fand ein abruptes Ende und ich wurde um meine Prüfung betrogen.“ Der Satz wurde von einem knackenden Schienbein untermalt. Maximus entschied das er sich besser etwas auf den Kampf konzentrieren sollte und schwieg erstmal…
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| 28.05.2003 23:41 | #113 |
| Zavalon |
Gemein...
Da will man sich auf ein nettes Gespräch einlassen vor dem Kampf, und schon kommt ein Stab angeschnellt, doch so war es. Nun jedenfalls lauschte Zavalon Maximus, der sich gar nicht schlecht machte, obwohl es doch ein bisschen Gewöhnung benötigte, die Tricks zu beherrschen wie er es tat.
Nun ergriff der Mentor das Wort. "Ich musste kurzfristig meinen Lehrer wechseln, aber ich habe viel gelernt und wie ich sehe, ihr auch! Das wichtigste ist es fast immer in Ruhe zu kämpfen, Stück für Stück." Bei den letzten drei Wörtern wurden die Schläge Zavalons immer Härter, so das der Stab des Maximus zu zerbarsten schien.
Doch sofort wendete sich das Blatt wieder und Zavalon hatte einen Stab am Hals. Benommen taumelte er einige Meter zurück, bevor er sich wieder fing und zum Angriff überging. Ein scheinbar unvorsichtiger Schritt, eine Drehung und Schlag...
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| 28.05.2003 23:54 | #114 |
| GlutaeusMaximus |
und der Hohepriester fühlte sich wieder etwas sicherer. Somit konnte er seine Geschichte fortsetzen: „Von einem Tag auf den anderen war der Schattendämon – Autsch – verschwunden“ Maximus rieb sich den linken Arm und sprach mit zusammengebissenen Zähnen weiter: „und es gab kein Training mehr. Den Parcour im Übungsraum“ und da war der Konter, um ein Haar hätte Zavalon das Gleichgewicht verloren dank eines unerwarteten Schlages in die Kniekehle. „konnte ich irgendwann“ Maximus riss an seinem Stab den Zavalon plötzlich gepackt hatte „auswendig und so ging nichts mehr weiter in meiner Übung.“ Während der Hohepriester erstmal wieder auf Distanz ging um Luft zu holen mutmaßte er: „Ich glaube Don steckt hinter dem Verschwinden“ Block „des Schattendämons… Na ja, zwischendurch hatte ich mehrmals die Gelegenheit meine Fähigkeiten in der Praxis zu testen und zu erweitern.“ Dann duckte sich der Magier schnell und entging somit gerade noch einer Platzwunde an der Schläfe…
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| 29.05.2003 00:07 | #115 |
| Zavalon |
"Ich habe" Donk "aaah ... noch nicht viel" Strutsch "...mit Don-Esteban zu tun gehabt, außerdem mochte ich Vegetarier noch nie "
Der Kampf war inzwischen immer unkontrollierter geworden. Keuchend sprachen die beiden miteinander, während sie sich gegenseitig immer mehr ledierten. "Schluss!" Erschöpft sanken beide gen Boden. "Ich habe" Hechel "...Euer potenzial zu spüren gekriegt. In euch steckt ein Meister des Zahnstoch... Stabkampfes. Auch wenn ihr nie mein Schüler wart, habt ihr euer Können bewiesen!" Lasst uns nun etwas speisen.
Langsam erhob sich Zavalon und deutete Maximus an, ihm zu folgen. Als sie das Refektorium erreicht hatten, glitt ein erleichtertes Stöhnen über Zavalons Lippen. Humpelnd nahm er Platz...
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| 29.05.2003 00:31 | #116 |
| GlutaeusMaximus |
Maximus lies sich dicke auftragen. Er hatte seit Ewigkeiten nicht mehr im Refektorium gespeist. Und es würde wohl auch noch eine ganze Weile dauern bis zum nächsten Mal…
Während des Essens verglichen die beiden Priester ihre Blessuren. Zavalon hatte eindeutig die schöneren blauen Flecken. Der am linken Oberarm zum Beispiel hatte die Form einer Frau in aufreizender Pose. Na ja, es konnte auch ein Hund sein der sich auf dem Rücken wälzt, aber an Hunde haben beide beim analysieren nicht gedacht. Maximus übertrumpfte die Tätowierung mit einer Platzwunde an der linken Schläfe von der aus noch immer Blut auf den scharfen Moleratbraten tropfte. So ging wenigstens nichts verloren dachte Maximus und biss herzhaft zu.
Zavalon entdeckte indessen das er Hänschenklein mit seinen beiden Kniescheiben knacken konnte und war so vertieft ins komponieren neuer Melodien, das er glatt das Essen vergaß. Maximus konnte das nicht auf sich sitzen lassen und drehte seinen kleinen Finger um 270 Grad. Beim ersten Mal knackte das noch, aber danach ging ihm das locker von der Hand. Nach dem zehnten Mal schaffte er sogar eine komplette Umdrehung.
Der Priester überlegte kurz und leckte sich dann demonstrativ einen Tropfen Soße vom Ellenbogen ab. Maximus grübelte noch lange wie sein Kollege das geschafft haben mochte. Weder die Zunge war länger geworden noch der Unterarm kürzer… Musste irgendetwas mit einem zusätzlichen Gelenk zu tun haben.
Der Hohepriester verabschiedete sich und versuchte auf dem Weg nach draußen krampfhaft seinen Ellebogen mit der Zunge zu erreichen. Dadurch lief er mehrmals gegen irgendwelche Wände, doch der Erfolg blieb aus…
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| 29.05.2003 02:07 | #117 |
| Sazabi |
Eine knochige Hand tastete sich unter dem Bettgestell hervor und fand Halt an einem Tischbein. Quälend langsam hievte sich ein abgemagertes Etwas in undefinierbarer Bekleidung aus dem Dunkel unter der Schlafstätte und ließ ein krächzendes Husten hören. Wäre es nun nicht so dunkel gewesen, hätte ein aufmerksamer Beobachter mit Sicherheit erkannt, um wen es sich hier handelte. Leider gibt es um diese Uhrzeit keine aufmerksamen Beobachter mehr, sie schlafen allesamt, um am nächsten Tag wieder mit voller Aufmerksamkeit beobachten zu können. Die Gestalt blieb also unerkannt, was ihr nichts weiter ausmachte.
Sie entzündete einer Kerze und schleppte sich zur Tür, deren Klinke sie mit scheinbar letzter Kraft hinunterdrückte. Nach einigen Minuten war das Refektorium erreicht. Augenscheinlich völlig ausgehungert machte sich die Person über das bereit stehende Mahl her. Eine dicke Suppe, Karottengemüse, Salzkartoffeln und ein fetter Braten verschwanden in ihrem hungrigen Bauch. Die Fastenkur war sicher sehr gut für die Steigerung magischer Fähigkeiten gewesen, für den Körper schien sie allerdings nicht sehr gesund. Aus einem muskulösen, eitlen jungen Mann war innerhalb von zwei Wochen Extremfasten unter dem Bett ein wahres Skelett geworden. Nun würde sich zeigen, ob dieser Dr. Irr Sinn mit der in seinem Erstlingswerk beschriebenen Methode zur Steigerung von Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer recht hatte, oder ob er sich umsonst zwei Wochen lang liegender weise nur von Spinnen und anderen Kleinsttieren ernährt hatte, wie vorgeschrieben. Aber zuvor war es Zeit für einen Kleiderwechsel und eine Fitnesskur.
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| 29.05.2003 19:10 | #118 |
| TheRock |
Der Hohe Schwarzmagier erwachte, doch nicht wie sonst üblich von einem Sonnenstrahl der ihn blendet, sondern von Schmerzen geplagt..Außerdem, so realisierte er nun, fehlten ihm jegliche Objekte zur Aufnahme von Licht.
Langsam kamen die Erinnerungen wieder, er hatte seine Augen verloren.. nein halt.. Arctus hatte sie ihm genommen.. richtig, so wars.. dann war er in den Kellern des Kastells, dort hatte er es irgendwie geschafft sich zu waschen und von da aus wieder zurück in sein Zimmer zu kommen.
Nun, da ihm die groben Nähte über dem Bauch zu schaffn machten, beschloss er Arctus zu suchen und ihn um Rat zu fragen..
Nachdem er es fertig brachte sich zu bekleiden und sein Schwert als Stock zur Hand zu nehmen, torkelte er blind durch sein Zimmer.
Gut fünf Minuten später fand er dann auch die Tür und durchschritt sie.Er wollte sich auf die Suche nach arctus machen, also bog er von seinem Zimmer aus links ab, er hoffte den Gang gerade aus zu gehen ohne irgendwo vor zu rennen oder gar runter zu stürzen..
Sein erstes Hindernis war eine Wand, irgend jemand war so dreist gewesen ihm eine Wand vor die Nase zu setzen, welche auch sofort mit seiner Nasenspitze bekanntschafft machte.
Mit nun blutender Nase und leichten Kopfschmerzen schritt er weiter den Gang hinab, nun benutzte er sein Schwert als Tastarm um zu gucken was dort vor ihm lag..
lange Zeit gar nichts, doch dann stieß es gegen etwas hölzernes, blieb sogar darin stecken, es musste eine Tür sein..
Aber wo im Kastell gab es Türen außer zu irgend welchen Zimmern?Er beschloss sich nach rechts zu wenden, um der Tür keine weitere Beachtung zu schenken.
Was er aber nicht wusste war, dass diese Tür offen stand und er sich nun in ein Zimmer begab, eben dieses Zimmer in dem Shark und Arctsu waren, doch davon wusste Rock ja nichts..
Langsam ging er weiter.. ein kribbeln in der Nase, oh nein.. wenn er jetzt Niesen müsste, würde sein Bauch die dünnen nähte aufreißen und aufgehen..Mit größtmöglicher Kraft presste er sich beide Hände gegen die Nase, mitsammt dem tastschwert versteht sich...
Er ging nur einen Moment lang ohne Hilfe und stieß dann sofort gegen etwas weiches, eine Ratte?? Ein.. Arm? oder Fuss?
Nein.. es war Arctus Bein welches dort auf dem Boden lag und ihm den Weg versperrte, er verlor sein Geichgewicht, ruderte mit den Armen, also auch mti dem Schwert, riss etwas von einem Tischchen runter was dann laut klapprte und hob dann auch noch mit einem Fuss einen leichten Teppich an.Dadurch riss er sich selbst den Boden unter den Beinen weg und stütze auf die Ellenbogen.
Ein Metallerner Gegenstand flog ihm an den Kopf, er kippte nach hinten und schlug auf den Fliesen auf.
Fast in dem selben Augenblick klatschte ihm etwas weiches und glibbriges auf die Augenlieder, aus Reflex drückte er seine Hände vor die augen, um sie zu schützen, unbeabsichtigt drückte er sich dadurch die zwei Gegenstände in die Augenhölen.
Durch den ganzen Krach war Arctus aufmerksam geworden, er hatte sich noch sehr um Shakr gekümmert und erst jetzt etwas mitbekommen.
Was..?
Die Worte Arctus' waren nur von kurzer Dauer, bei dem Sturz hatte rock sein Schwert verloren welches nun dem armen Arctus auf den Kopf fiehl und ihn neben Shark sinken ließ..
es landete naben dem benommenen Rock, sehr zu seinen Gunsten, so konnte er gut aufstehen und sich schnell mit dem "Gehstock" verdrückn.
Er konnt seltsamerweise Schemenhaft Schwarz und Weiß sehen, was vorher nicht der Fall war, Stark irritiert durch diese Veränderung rannte er blindlinks durch die Gänge des großen Gebäudes und stieß irgendwann plötzlich gegen etwas was leicht nachgab...
War das eine Tür?? oder ein Mensch??
Egal, zumindest fiehl der ZuXler abermals hin und verlor sein Schwert.. so ein Mist..
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| 29.05.2003 19:45 | #119 |
| Don-Esteban |
"Vorsicht, mein Freund", ließ die Antwort dann auch nicht lange auf sich warten.TheRock war tatsächlich gegen einen Menschen gestolpert und nicht etwa gegen einen in einer dunklen Ecke liegengelassenen Sack voller weicher, flauschiger Abfälle mit eigener Flora und Fauna.
Und als ob heute sein Glückstag sei, handelte es sich zufälligerweise um Don-Esteban.
"Was taumelst du durch das Kastell, als seiest du blind? Bist du betrunken?" Doch dann fiel ihm auf, um wen es sich handelte.
"Ach, das Opfer der seltsamen Forschungswut von Arctus steht vor mir. Dann wird mir einiges klar. Zumindest bist du wieder recht ordentlich zusammengeflickt worden. Deine Leber sieht übrigens gar nicht gesund aus. Und deine Lunge enthält auch recht viel Teer."
Und dann schaute er Rock in die Augen.
"Sind sie da oder sind sie nicht da? Zusammen mit Arctus habe ich deine Augäpfel einem interessanten Experiment unterzogen - du mögest mir verzeihen, aber auch mich hatte der unwiderstehliche Drang nach mehr Wissen gepackt und so haben wir deine Augäpfel unsichtbar zumachen versucht, nachdem Arctus ein merkwürdiges Rezept mit einer entsprechenden Anleitung gefunden hatte. Ich kann zumindest sagen: Es war interessant, höchst interessant."
Er kniff die Augenbrauen zusammen, musterte das vom Experiment noch aufgedunsene Gesicht seines Gegenübers und schaute noch einmal genauer hin."Und nun weiß ich nicht, hat man sie dir schon wieder eingesetzt oder sind diese leeren, blutunterlaufenen Augenhöhlen tatsächlich leer?"
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| 29.05.2003 19:55 | #120 |
| TheRock |
Es musste Rocks Glückstag sein, denn soviel er wusste war Don esteban in den Künsten der Heilung gar nicht mal ungeübt..
Ähm.. ja, also Arctus habe ich seid einiger Zeit nicht einmal mehr gesehen, er wird sie mir wohl auch nicht im schlaf eingesetzt haben, denn dann läge ich nun wohl noch auf diesem unbequemen Tisch in einem Labor..
Ich hab allerdings vorhin irgendetwas in meine Augenhölen gequetscht, ich muss irgendwo gestolpert sein und habe dabei etwas.. oder besser, eine ganze Menge Sachen umgestoßen, bei der ganzen Aktion ist mir einiges auf die Lieder gefallen was ich dann aus Reflex dummerweise dort hineingedrückt habe.
Er überlegte noch einen Moment, dann redete er weiter.
Und warscheinlich durch den sturz auf den Kopf müssen sich einige Seenerven im Kopf gebildet haben, denn ich sehe nun Licht und Schatten, kann jedoch nichts wirklich sehen..
Aber ich bin mir ganz sicher dass mir neue Seenerven gewachsen sind..
Naiv wie ein kleines Kind hielt Der hohe Schwarzmagier an seiner These fest ihm müssten neue Seeorgane, oder Teile davon gewachsen sein..
Er konnte nur unscharf einen schwarzen schatten vor sich sehen, warscheinlich die Person mit der er gerade sprach.
Langsam stand er ieder auf und strich sich etwas die Robe glatt, in der Hoffnung ein paar Falten zu eliminieren die gar nicht dahin gehörten..
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| 29.05.2003 20:23 | #121 |
| Don-Esteban |
"Soso, sie müssen also gewachsen sein." Und ohne noch eine antwort, die er auch gar nicht erwartet hatte, abzuwarten, pressteer auf einmal seine Hand gegen die Stirn des durch das überaus merkwürdige Experiment halbblinden Magiers."Was du dir von der Teilnahme an deiner eigenen Sezierung versprochen hast, ist mir schleierhaft, doch auch wenn mir die ganze Angelegenheit einem verdrehten Hirn entsprungen scheint, so will ich dich doch heilen. Vor allen deshalb, weil ich nicht zulassen kann, daß ein ungeübter Blinder in seiner Tapsigkeit noch irgendetwas zerstört. Beispielsweise wie diese Statue dort." Er nickte mit dem Kopf in die Richtung, aus der TheRock gekommen war. Die Scherben einer umgekippten und zerschlagenen Skulptur lagen auf den schwarz-weißen Marmorplatten verteilt.
"Na egal, sie war sowieso häßlich. Sagen wir einfach, Beliar wollte, daß sie endlich zerstört wurde.
Und jetzt halt still."
Er verstummte, presste die Hand noch fester auf das Haupt des Magiers und begann, sich zu konzentrieren. Zu konzentrieren auf die innere Kraft seiner selbst, die einmal geweckt imstande war, auf andere übertragen zu werden und dort ihre Wirkung entfalten konnte.
Ja, auch Beliar besaß die Kraft, Leben zuzugestehen. Er konnte es nicht erschaffen, nein, dazu war er nicht fähig, aber er konnte den Tod hinauszögern, das entgültige Verblühen und Zerfallen. Und aus dieser Quelle seiner Macht speiste sich die Fähigkeit seiner Anhänger, Krankheit zu beenden, Tod für eine Weile aufzuhalten und die Wogen des Wahnsinns zu glätten.
Und ebendiese Kraft ermöglichte es TheRock, seine Organe, nachdem sie offen auf dem Seziertisch zu betrachten gewesen waren, wieder zu benutzen, asls sei nichts passiert. Nerven wuchsen, Muskeln fanden sich zu Strängen zusammen, Sehnen strafften sich und Narben verschwanden hinter glatter Haut.
Doch hatte dies seinen Preis. Der Heiler gab jedesmal einen Teil seiner Kraft hin, Die neugewonnene Stärke des Patienten war die Schwäche des Heilers, der sich nur langsam von einer derartigen Anstrengung erholte.
Nachdem die beiden einige Minuten regungslos verharrt hatten, löste Don-Estebsn seine Hand. "Nun bist du geheilt und kannst deine Augen und alles andere wieder gebrauchen", erklärte der Don mit brüchiger Stimme. "Ich werde mich etwas ausruhen müssen."
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| 29.05.2003 20:37 | #122 |
| TheRock |
Erstaunt über dies, seine ganze Heilung in der kurzen Zeit und die seltsamen Umstände, fasste Rock erst kurze Zeit später wieder seine Stimme und antwortete dann.
Habt großen Dank erhabener Don Esteban, jedoch um eins klar zu stellen, ich habe mich nie bereit erklärt für irgend ein Experiment.. eines Tages wachte ich auf diesem Tisch auf und war aufgeschnitten..
Aber, sagt wie habt ihr es fertig gebracht mich in der kurzen Zeit zu heilen?
Rock sah an sich hinunter, sah dass seine Narben verschwunden waren und spürte auch dass seine Kopfschmerzen fast vollständig geheilt waren, nur in der Stirn verspürte er noch einen leichten Stich..
Und wie sind meine Wunden verschwunden?? Ich habe nicht gemerkt dass ihr etwas auf die Narben aufgetragen habt..
Ihr müsst wirklich mächig sein..
Fast schon bewundernd sah Rock mit seiner neu gefundenen Seefähigkeit den Mann sich gegenüber an..
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| 29.05.2003 20:43 | #123 |
| Don-Esteban |
"Dies ist allein die Kraft Beliars. Er vermag vieles, auch Kranke heilen und Todgeweihten eine zusätzliche spanne an Leben schenken. Doch verlangt er für alles eine Gegengabe und dies ist der Grund, weswegen ich mich nun ausruhen werde."
Und damit drehte er sich um und ging langsam davon, sein Zimmer suchend.
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| 29.05.2003 20:50 | #124 |
| TheRock |
Don Esteban schritt den Gang hinunter, dem tat es Rock gleich, die letzten Minuten waren auch für ihn recht anstrengend gewesen,
er suchte daher das Refektorium auf und setzte sih an einen Tisch am Fenster, er sah wieder malin den Innehof hinab..
Seine Speise sollte ein kleiner Wolf sein, etwas Herbes sollte dem Hohen Schwarzmagier heute gut tun..
Dies war sein erstes Mal seid langem, und er genoss es in langsamen bissen...
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| 30.05.2003 00:58 | #125 |
| Zavalon |
"Aus dem Hause und in die Au,
lief der Zava mit Körper blau,
grobe ledierung las man hier,
und einen idi voll gier,
und da kam der fuchs und aß sie alle alle auf!"
Zavalons Dichtkunst war noch nie so das ware gewesen, weswegen ein verklärter Mentor gegen einen Baum voller Kukucksmäuse sprang. Inzwischen hatte sich die brababsdlkasjdk beruhigt und starrte nur noch gen himmel, oder was das auch immer sein sollte. ein hut ein stock und vor und zurück und grün und blau und bum.
Zavalon fiel aus seinem Bett, gefolgt von einer massiven Holzpuppe, die der erdreistete Horaxedus nach seinem Training in Zavalons Bett plaziert hatte, während dieser schlief. Aber schon schlief er wieder in seinem Bett, keine Puppe mehr...
Plumpe Rosen mit grünem Sparn sparen aprnse
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| 30.05.2003 12:09 | #126 |
| HoraXeduS |
Ihm war ein bisschen zumute, als habe er sich in der jüngeren Vergangenheit an verschiedenen Orten gleichzeitig aufgehalten. Und so begann Horaxedus, darüber nachzudenken, wieso er sich so zerrissen fühlte. Hatte er es mit dem Training übertrieben? Oder hatte er von der Übungspuppe einmal zu oft eins übergebraten bekommen? Der Kopf des Schwarzmagiers schmerzte jedenfalls dementsprechend.
Es musste endlich Schluss sein mit dieser inneren Zerrissenheit. "Ich werde jetzt diese Holzpuppe nehmen und sie draussen vor dem Kastell aufstellen", rief der Stabkampfschüler lauthals den Korridor entlang, als er mitsamt Holzpuppe, Trainingsstab und seinem Bündel die Treppe hinunterwankte. Niemand hatte ihn gehört, aber immerhin hatte er seinem geschundenen Ego etwas Selbstvertrauen eingehaucht. Aufrecht stolperte er nun durch die Eingangshalle und schlug schliesslich der Länge nach vor dem Steinernen Dämonen hin. Nachdem er alles wieder zusammengeklaubt hatte, polterte Horaxedus schwerbeladen aus dem Kastell und postierte sich wieder einmal auf der kleinen Wiese vor dem Gemäuer.
"Vielleicht sollte ich doch noch eine Auszeit nehmen." murmelte er zaghaft, als er sich den schmerzenden Schädel rieb und sich an die Worte seines Lehrers erinnerte. Doch dann hatte er eine bessere Idee. Ja, das würde sicher gut tun. Sachte kippte er die Übungspuppe und legte sie vor sich auf den Boden. Nun griff er zum Kampfstab und schaute sich ein paarmal diskret über die Schulter um.
Und dann zeigte er der blöden Puppe mal so richtig, wie moderne Selbstverteidigung funktionierte.
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| 30.05.2003 13:08 | #127 |
| TheRock |
Ein lauter Schrei.. oder Gebrüll hallte an Rocks Ohr, eine Stimme die er kannte.. Shark ? Horaxedus?
Nun, es war ihm gleich.. er hatte nach seinem Mahl eine gute Müdigkeit in sich aufkommen gespürt und sich nun entschlossen ein wohl verdientes Nickerchen zu machen...
Also erhob sich der Hohe Schwarzmagier, blickte ein letztes Mal aus dem Fenster und sah noch die ersten Sonnenstrahlen den Wipfel des Baumes streifen.Eine herrliche Uhrzeit sich ein wenig auszuruhen...
Er durchschritt die große Halle des Refektoriums, den imposanten Torbogen und dann durch einige Gänge, in einer Halle sah er einige Holzsplitter auf dem Boden liegen, und etwas Haut.. da musste sich wohl jemand langgelegt haben dachte er..
Nun war er trotz seiner Müdigkeit recht interessiert herauszufinden wer es nun war der geschrien und sich hier viellecht auch langgelegt hat..Also begab er sich zu dem Eingangstor des Kastells und schritt dann an den beiden Skeletten vorbei, sie wirkten irgendwie aufgeregt, so als könnten sie es riechen dass etwas auf sie zu kam..
Auf einer Wiese entdeckte er dann schließlich Horaxedus, er verdrosch gerade eine Puppe, mit einem Stab.. anscheinend trainierte er gerade..Leise stellte er sich in einiger Entfernung auf und beobachtete diese ihm wohl bekannte Person ein wenig...
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| 30.05.2003 14:10 | #128 |
| HoraXeduS |
Als Horaxedus seine Wut an der lässig vor ihm liegenden Puppe mittels Kampfstab gehörig ausgelassen hatte, legte er die etwas lädierte Trainingswaffe neben sich ins Gras und machte sich im selben Atemzug daran, die malträtierte, verhasste Übungspuppe wieder aufzurichten. „Zuuu-gleich!“ rief der Schwarzmagier sich selber zu und mit einem Ruck hatte er seinen stummen Kampfgefährten alleine wieder aufgestellt. Mit in die Hüften gestemmten Fäusten stand Horaxedus nun da und betrachtete seinen hölzernen Feind argwöhnisch aus unterschiedlichen Perspektiven. Dann griff er wieder zu seinem am Boden liegenden Kampfstab und stellte den linken Fuss leicht nach vorne.
„So, Freundchen“ grinste er der Puppe, die ihm zumindest geistig unterlegen schien, garstig zu und holte mit dem Stab aus.“ Nun wollen wir doch mal sehen, was Du gerade gelernt hast!“ Und -zack!- liess er die Waffe krachend auf der Schulter seines strammstehenden Gegenübers einschlagen.
Und -zack!- hatte sogleich den Schwarzmagier ebenfalls etwas beinahe die Schulter zertrümmert. Vor Schreck hatte Horaxedus beinahe den Kampfstab fallengelassen. War das wieder die Puppe gewesen? Hatte er ihren Schlag nicht kommen sehen? „Na warte, Freundchen!“ schrie Horaxedus hysterisch und warf seine Waffe forsch beiseite. Dann bückte er sich nach seinem Bündel und kramte mit der linken Hand etwas heraus, baute sich dann zornig vor der störrischen Übungspuppe auf und murmelte etwas.
Und nur wenige Augenblicke später schwebte brummend ein wahrhaft stolzes, finsteres Exemplar einer untoten Blutfliege über der Szenerie. Mit hassverzerrte Miene zischte der Schwarzmagier leise „Mach sie fertig!“ und wies auf die Puppe. Doch gerade in eben diesem Moment bemerkte Horaxedus die Anwesenheit des heimlichen Zuschauers Rock, der etwas abseits stand und dem Kampfstabschüler nun freundlich zulächelte.
Erschrocken flüsterte Horaxedus der untoten Blutfliege sogleich etwas wie „Verschwinde endlich...“ zu und begann eilig, ein gequält frohes Liedchen zu pfeifen. Dann winkte er dem Hohen Schwarzmagier etwas verlegen zu und griff wieder zu seinem Kampfstab, um sein Training fortzusetzen.
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| 31.05.2003 11:27 | #129 |
| TheRock |
Ein wirklich spektaküläres Schauspiel, hatte die Holzpuppe etwa gerade zugeschlagen, konnte sie sich wehren?
Nun ja, ein freundlicher Wink von Horaxedus war die einzigste Aufmerksamkeit gewesen, er hatte bestimmt hart zu trainieren.. also wollte Rock den eifrigen Kämpfer mal nicht länger stören, er hatte sich zwar etwas über die BLutfliege gewundert, aber vielleicht wollte Horaxedus ja auch nur eine Art kurze Pause einlegen und nochmal schauen ob er die Beschwörung einer Blutfliege immer noch beherschte..
wer weiß..
Ein fröhliches, etwas schief klingendes Pfeifen ging von dem Kämpfer aus, anscheinend eine recht fröhliche Person dachte sich der Hohe Schwarzmagier...Nun drehte er sich allerdings um und verschwand im Dikicht, er wollte einen Blick auf den See werfen, er musste gleich hinter dieser Biegung dort hinten sein..
Als er den kleinen Wald in dem Kessel vor dem Kastell verlassen hatte und sich um diese gerade angesprochene Kurve begeben hatte, konnte er ein recht schönes Panorame genießen, der See sah recht angenehm aus... doch für ihn irgendwie zu harmlos.. er konnte keine gefährlichen Fische oder andere Tiere entdecken die auch nur im geringsten nach Gefahr aussahen...die paar Lurker konnten ja nun wirklich nicht als Gefahr gesehen werden...
Aber vielleicht konnte sich das ja bald ändern, eines Tages, wenn Beliar die uneingeschränkte Macht über diese Welt hat und Innos besiegt habe, dann würde es hier schon noch ganz anders aussehen, da konnte sich dir restliche Welt aber sicher sein...
Mit einem bösen Lächeln auf den Lippen machte sich der Hohe Schwarzmagier wieder auf den Weg zurück ins Kastel um sich dort ein wenig auszuruhen... seine Augen brannten ein wenig..
Als er sich nach einer netten Begrüßung der beiden Skelette wieder im Kastell befand suchte er sofort ohne Umschweife sein Zimmer auf, er musste sehen was eigentlich mit seinen Augen geschehen war...
In seinem Zimmer angekommen blickte er sich um.. wo war noch gleich sein Spiegel?? ach ja richtig.. er lag noch in der Truhe, bisher hatte er ihn noch nie gebraucht..
Schnell war der noch verhüllte Spiegel aufgehangen, und der Moment der Wahrheit über seine Auen war gekommen...
Mit einem Ruck war das Samttuch vor dem Spiegel verschwunden und gab dem Hohen Schwarzmagier den Blick auf.. die hintere Wand seiner Augenhölen frei.Waaaaaa?
Entsetzt sah Rock dass seine Augen unsichtbar waren, der Schreck hatte ihn fast umgehauen...
Mit seinen Fingern tastete er nach den Augen, sie waren da.. aber nicht zu sehen..
Man, was für ein Tag.. er war für heute überraschungsreich genug gewesen...Das Bett war nicht weit entfernt, und auch der Schlaf ließ nicht lange auf sich warten..
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| 31.05.2003 18:06 | #130 |
| HoraXeduS |
Die Disziplin des Schwarzmagiers war beachtlich, doch es war ein gutes Stück weit auch der unbezähmbare Trieb eines Mannes, der seine Übungspuppe abgrundtief zu hassen gelernt hatte. Wieder hatte Horaxedus eine Nacht durchtrainiert und war nun im Begriff, sich eine Auszeit zu nehmen. Er liess den hölzernen Gegner, wo er stand und lehnte den Kampfstab dagegen. Dann griff er zu seinem Bündel und warf es sich über die Schulter, um ins Kastell zu gehen. Da allerdings kam ihm eine Idee.
Der Stabkampfschüler trat einen Schritt zurück und griff zu seiner Trainingswaffe. Nach einer Woche harter Übung war es an der Zeit, in der Realität auszuprobieren, wie weit er es mit dem Stab bereits gebracht hatte. Konzentriert wirbelte Horaxedus die Waffe einmal vor sich herum und ergriff sie danach umso fester mit der rechten Hand. Das sah doch schon recht imposant aus. Der Schwarzmagier freute sich und hoffte, dass ihn soeben vielleicht wieder jemand beobachtet hatte.
Der nicht allzu ferne Wald war es wieder einmal, den der Glasmacher auserkoren hatte, etwas neu erlerntes praktisch zu erproben. Und so verliess er, verschwitzt aber aufrecht, die nähere Umgebung des Kastells.
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| 31.05.2003 19:08 | #131 |
| TheRock |
Nach einem kurzen Schlaf und einigen Minuten in denen sich der ausgeschlafene junge Mann frisch machte kamen die Erinnerugen an den gestrigen Spiegelblick zurück, tiefe leere Augenhölen die außer ein paar dünnen Adern nichts zu bieten hatten, da musste man doch was machen können...
Er postierte sich wieder vor dem Spiegel und blickte in seine eigenen Augen, zumindest dorthin wo sie sein sollten..
Er konnte die hinterste Wand im innern der Hölen kam sehen, doch je mehr er sich auf sein inneres Auge konzentrierte, desdo dunkler wurde es in den Hölen.. eine wirklich außerordentliche Entdeckung.. er konnte seine Augen wirklich tiefschwarz machen wenn er sich nur stark genug konzentrierte... Das wäre ein cooler Efekt wenn er das nächste mal mit jemandem reden würde, erst die augen ganz dunkel, dann immer heller, bis man sehen konnte dass es gar keine Augen gab.. auch wenn das nur den Anschein hatte, es war recht interessant...
Aber dass er seine ganzen Augen nicht sehen konnte regte ihn schon auf, er wollte seine Augen zumindest noch zeitweise sehen können, am besten nur dann wenn er es wollte..
da müsste er wohl nochmal Arctus oder Don Esteban fragen...
Nun erstmal gab er sich damit zufrieden mit einem Glas gutem Wein am Fenster zu sitzen und in der Sonne den schönen Innenhof zu betrachten...
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| 31.05.2003 20:44 | #132 |
| shark1259 |
Nach endlos scheinenden, qualvoll leidenden Nächten kam shark wieder zu sich. Und so qualvoll seine Nächte auch gewesen waren, in endlosen Schmerzen, immer wieder wiederhohlend, so fühlte er sich doch in gewisser weise regeneriert. Genauer war es so, dass er sich selbst wieder fühlte und wieder in der realen Welt war, nicht mehr in dieser Scheinwelt, die von absurder und sinnloser kaum hätte sein können, doch in sich einen gewissen grausamen Sinn hatte.
Seine Augen schmerzten sobald er sie öffnete, so lies er sie die meiste Zeit über geschlossen. Und sein Hals tat weh, doch die Wunde blutete nicht mehr. Das spürte er. Sie war verheilt, wenigstens von außen und auch innen musste sie verschlossen sein, oder shark spürte es zumindest nicht mehr.
Behutsam und sehr langsam setzte sich shark auf und öffnete die Augen. So sehr es auch schmerzte, er musste es schließlich durchhalten. Mit größter Vorsicht setzte er einen schwachen Fuß vor den anderen. Er musste aussehen wie frisch zur Welt gebracht. Er war weiß wie schnee und stand wacklig mitten im Raum. Er ging weiter mit unsicheren Schritten, doch schaffte er es noch nicht das Gleichgewicht zu halten und er fiel. Unsanft kam er am Boden auf. Doch diesmal gab er sich nicht so einfach geschlagen. Größte Anstrengung brauchte es, jedoch schaffte er es wieder auf die Beine und ging weiter zum Fenster. Dort schloss er die Vorhänge, sodass er nicht mehr in die untergehende Sonne sehen musste, wie ein blutender Stern wirkend.
shark verließ das Zimmer Arctus' und ging die Treppen hinunter, Stufe für Stufe. Unten angekommen führte ihn sein Weg in das Refektorium. Dort erbat er sich einen Teller voller energiebringender Suppe.
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| 31.05.2003 23:57 | #133 |
| Arctus |
Das behemmende Gefühl des Schmerzes hatte sich über Arctus’ Körper gelegt und ihn dazu bewogen auf sein Bett zufallen um dort bewusstlos auf Shark zu verbringen, der nun auch schon wieder weg war. Waren das denn nicht nur ein paar Sekunden, zwischen meiner Bewusstlosigkeit und dem Erwachen? So lag Arctus noch immer in seinem blutbesudelten Bett und sann darüber nach, ob er nun zu erst darauf gefallen war oder sein Patient Shark noch davor aufgesprungen war. Irgendwie war es seinem Gedächtnis entsprungen, denn davor war ja noch etwas anderes. Etwas glibriges und unsichtbares. Etwas menschliches und etwas genähtes. Arctus konnte die Reihen der Ereignisse einfach nicht logisch zusammenfügen, was ihn zu schweren Depressionen brachte und ihn dazu bewog sich von dem Bett zu erheben und ins Refektorium zu gehen, um seinen Frust mit Zucker zu stillen. Ein verdammter menschlicher Zug, der ihm leider noch nicht genommen wurde. „Beliar ist wirklich böse“, ging es ihm durch den Kopf. So raschelte er mit seiner kaputten Robe in den Speisesaal und bestellte sich feinsten Fruchtnektar einer Ananas und den Zucker einer Wassermelone. Doch dies alles als Getränk geformt, damit die Phase der Sucht und des Geifers so schnell wie möglich vorbeiziehen möge. Ein Stuhl diente als Mittel zum Zweck, sowie ein Ding, dass sich gläsernes Gefäß nannte. Der darin enthaltene Saft entleerte sich schließlich in der kleinen Kehle des Jungen und schlurfte herunter in den Darm, in dem die Sucht schließlich ein Ende fand, da die enthaltenen Nährstoffe dem Körper hinzugefügt worden.
„Puh!“ erleichtert lehnte sich der Junge zurück in seinen Sessel und entspannte sich. Erst jetzt nahm er das penetrante Geräusch eines suppeschlürfenden Mannes wahr, der, wie man fasst vermuten konnte, Suppe schlürfte. Wahrscheinlich hatten ihn die Dämonen keinen Löffel gebracht. Arctus beugte sich nun weiter vor, um das Gesicht des Fremden zu erspähen und siehe da, es war sein verschollener Patient. „Na nu, das man euch hier trifft! Ich dachte euch hätte Beliar zu sich geholt!“, sprach Arctus in piepsiger Stimme. Der Stimmbruch musste doch langsam mal anfangen! So fuhr der bleiche Magier plötzlich hoch und wischte sich verlegen den Suppebart mit der Hand weg, wobei der Kontrast zwischen der dunklen Suppe und der sonnenarmen Haut wirklich faszinierend war. Man könnte es fast mit dem Wort schön bezeichnen.
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| 01.06.2003 00:15 | #134 |
| shark1259 |
sharks Augen mussten sich erst wieder an das sehen gewöhnen. Er erkannte zwar umrisse des Magiers, doch, wenn er die Stimme nun nicht schon gekannt hätte, wäre es ihm unmöglich gewesen ihn zu erkennen.
So versuchte er nun ein etwas gröhlicheres Gesicht zu machen, was ihm wahrscheinlich misslang. Es war ihm einfach noch nicht nach Lachen. Nicht einmal ein Grinsen brachte er über die Lippen. Anstattdessen antwortete er seinem Pfleger. Seine Stimme klang hart und ausgetrocknet. Ungeübt. Eben wie noch nie benützt.
"Nein, Beliar hat mich noch nicht zu sich geholt. Jedenfalls noch nicht und nicht auf dieser Ebene, die Ihr höchstwahrscheinlich meint."
Selbst wusste shark nicht, was er da redete, doch wirkte es alles andere als freundlich. Eher abwimmelnd, was shark doch gar ncht wolte. Oder doch?
"Nun ich danke Euch sehr für Eure Pflege. Ich fühle mich besser, viel besser."
Ob Arctus wusste, dass dies eine Lüge war? Ob er es in sharks Augen sah, die er hilflos versuchte zu verstecken. Ob es seine Stimme war, die ihn verriet.
"Ihr habt mir sehr geholfen und habt Euch viel für mich auferlegt, dafür bin ich Euch zu Danke verpflichtet. Ich würde mich freuen, Euch ab jetzt Freund nennen zu dürfen."
Diesmal hatte er Arctus in die Augen gesehen, denn er hatte die Wahrheit gesagt.
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| 01.06.2003 00:34 | #135 |
| Arctus |
„Freund?“, schoss es Arctus durch den Kopf. „Das ist doch schon wieder so was grässlich Menschliches!“, ging es weiter. Instinktiv antwortete er jedoch, „klar“
Doch für ein weiteres Pläusschen war Arctus nun nicht auferlegt. Irgendwie drang es ihn in die Bibliothek. Aus irgendeinem unergründlichen Grund. Vielleicht der Drang nach Wissen? Wieder so eine Art Sucht. Das Leben besteht aus Süchten, sie steuern einen. Nur die Sucht treibt einen Menschen voran, und sei es nur die Sucht nach Leben. Arme Menschen. Gesteuert von Trieben. „So möchte ich nicht leben!“ Trotzdem ging er in die Bibliothek, unterbreitete seinen neuen „Freund“ jedoch noch den Vorschlag sich zu Bett zu begeben, alleine schon seiner gequälten Augen wegen, deren Pein das Licht war.
Und so war Arctus verschwunden, in den unendlichen Weiten der Bücher...
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| 01.06.2003 13:52 | #136 |
| shark1259 |
shark hatte den Rat Arctus angenommen und war ins bett gegangen. Doch von schlafen war nichts zu merken. Er hatte es zwar versucht, doch als er nach einer Stunde nicht hatte einschlafen können, war er wieder durchs Kastell gewandert. Er hatte viel über diese, seine eignen Worte, nachgedacht. Sie waren ihm unheimlich. Sie waren zwar sehr ehrlich gewesen, shark "mochte" Arctus gut leiden. Doch in diesem Moment, da er sie ausgesprochen hatte, hatte sich etwas in ihm verändert. Etwas hatte sich gerührt. Seinen Zorn kundgetan. Seine Abscheu preisgegeben. Dieses Gefühl, das er auch schon in dieser Welt gehabt hatte. Dieser Hass auf alles glückliche. Diese Angst vor berührungen. Vor Freundschaft.
shark musste dringend wieder raus. Raus aus dem Kastell. Wieder in die Luft. Nachdenken. Mit Beliar ins reine kommen.
Trotz seiner Schwäche stürmte shark in sein Zimmer. Mit blindem Zorn zog er Kleider aus dem kleinen Schrank heraus. Er zog sich schnell um, schnallte sich sein Schwert herum, nahm die Runen der ersten beiden Stufen und hängte sie sich an seinen Gürtel. Seine Hand glitt an einen Kleiderhaken und schnappte sich noch einen Umhang, er wollte nicht, dass ihn jemand erkannte.
Mit schnellen lauten Schritten glitt shark die endlosen Gänge des Kastells entlang. Dabei entdeckte er ein Bild. Auf ihn war ein Mann zu erkennen, shark wusste nicht wie er genannt wurde. Doch sah er sehr furchterregend aus. shark hatte das Bild schon einige Male gesehen. Bis dato hatte dieser Mann immer einen recht finsteren Blick gehabt. Doch nun sah er komplett anders aus. Er hatte ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen.
Wenn shark nachgedacht hätte, hätte er es wissen müssen, dass dies nicht nur ein Zufall war, in seinem Zorn jedoch schlug er dieses Warnzeichen in den Wind und beachtete es nicht im geringsten.
Die Treppen hinunter und bei der Eingangshalle hinaus. Keinen Blick zurück würdigte er.
Seine Augen erblickten die Sonne und schon war er wieder fast blind. Doch das war ihm egal. Ohne auch nur die Geschwindigkeit ein wenig einzudämmen schritt er fort.
"shark?"
War das nicht eine ihm sehr bekannte stimme?
Ohne sich um zudrehen sagte er mürrisch.
"Was ist euer begehr?"
Er hatte jetzt wirklich keine Lust darauf ein langes Gespräch zu führen. Er wollte es möglichst kurz halten, auch weil ihm langsam die Kraft ausging. Dies jedoch versuchte er sich nicht anmerken zu lassen. Ein geschultes Auge würde es trotzdem erkennen.
Ein Windstoß fuhr durch die Luft und bließ die Roben auf und ließen sharks lange haare im Wind wehen.
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| 01.06.2003 15:00 | #137 |
| Arctus |
Die Tore des Kastells standen offen. Der Mann, dessen lange Haare sich im Wind kräuselten und einen wilden Tanz aufführten, stand immer noch mit dem Rücken zu Arctus. Eine Intuition ließ Arctus merken, dass es sich dabei um Shark handeln musste. Irgendwie hatte dieser sich in letzter Zeit verändert. Diese Träume waren nicht gut für ihn. Irgendwas spielte ein Spiel mit dem Schwarzmagier. Arctus erkante glücklicherweise die Situation und schritt, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, an Shark heran, nahm seine Hand und führte ihn aus den dunklen Gemäuern ins Freie. Das Licht hatte sich nun vollends um die beiden Nachtratten gelegt und beschien die blasen Häute. Würden sie wohl irgendwann mal Farbe annehmen? Das wird wohl nur Beliar alleine entscheiden. Beide wussten, wo ihre Reise hinführen sollte, doch sie hatten kein Wort darüber gesprochen. Das Kastell lag mittlerweile schon ein ganzes Stück hinter ihnen.
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| 01.06.2003 16:23 | #138 |
| olirie |
Das Pentagramm des Kastells fing an, zu wibrieren, der für eine Teleportation übliche Nebel erschien. In ihm materialisierte sich eine Person. Als der Nebel sich verzog, war zu erkennen, dass olirie es war. Der Hohe Schwarzmagier sah sich kurz um. Es kam ihm so vor, als hätte diese Teleportation recht lange gedauert, aber das war nich weiter wild. Viel mehr dachte er darüber nach, was er gleich im Refektrorium essen würde, zu dem er sich gerade auf den Weg machte.
Im Refektorium angekommen, setzte olirie sich wieder auf seinen üblichen Platz und bestellte etwas flambierten Fisch und als Getränk einen Orangensaft. Bald schon erschien das Gewünschte vor dem Hohen Schwarzmagier, welcher sofort mit dem Stuhl etwas zurück rutschte, schließlich brannte sein Essen ja und Feuer ist auf der Haut nicht gerade angenehm, und so eine Robe soll ja auch einige Zeit getragen werden können. Als das Feuer erloschen war, rückte olirie mit seinem Stuhl wieder vor und begann, den Fisch zu verzehren.
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| 01.06.2003 22:55 | #139 |
| olirie |
Olirie steckte das letzte Stück des zarten Fischfleisches in seinen Mund. Der Teller vor ihm war nun leer und das Glas ebenso. Der Hohe Schwarzmagier ließ abräumen und erhob sich von seinem Platz, dann ging er zur Tür des Refektoriums und schritt hindurch. Seine Schritte führten ihn zu seinem Labor.
In seinem Labor angekommen nahm olirie alle dreckigen Instrumente (Skalpell, Klammern, Scheren, ...) und warf sie in eine Schüssel. Dann sortierte er sie nach art und Zustand. Einige hatten schon Rost angesetzt und wurden gleich entsorgt. Die anderen wusch der Hohe Schwarzmagier in einem Schaumbad. Schnell färbte sich der Schaum rot, doch die Instrumente wurden immer noch sauber. Alle abgewaschenen Instrumente wurden mit einem Handtuch noch gründlich abgetrocknet, bevor sie wieder in den Schubladen landeten. Als alle abgewaschen, abgetrocknet und einsortiert waren, legte olirie das Handtuch zur Wäsche und schüttete das Wasser weg.
Als nächstes nahm er einen Lappen und wischte seine Tische ab, welche natürlich auch mit einem Handtuch abgetrocknet wurden. Beides kam auch in die Wäsche und als nächstes war der Boden an der Reihe. Der Hohe Schwarzmagier nahm einen Wischmob und überflutete regelrecht den Boden. Das dreckige Wasser schob er mit dem Mob zu einem Loch im Boden. Nun war sein Labor wieder rein und olirie verließ es und ging in seinen Zimmer.
In seinem Zimmer zog er seine Robe aus und seine Schlafrobe über, dann legte er sich ins Bett und bald schon schlief er ein.
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| 02.06.2003 17:48 | #140 |
| Don-Esteban |
Stille herrschte im Thronsaal. Wie immer. Hier kam so gut wie nie jemand her. Wenn die Dämonen nicht überall für Ordnung sorgen würden, wäre schon alles unter ellenhohen Staubschichten versunken. Doch die fünfschiffige Halle mit ihren dicken, wuchtigen Säulen, die himmelwärts strebten, als wollten sie Innos' Sitz erreichen und Beliar so den Zugang ermöglichen, lag sauber vor den Blicken eines jeden Besuchers.
Einer hatte sich hierher verirrt - oder fanden seine Schritte mit Absicht den Weg hierher? Don-Esteban saß auf einer steinernen Bank in der ersten Seitenkapelle linkerhand. Sie war zum Ruhm und Preise Kazhgarmorgath In' Becharmeloths gebaut worden, dem Herrn über List und Tücke. Manche sagten, er sei eine eigenständige Erscheinung, andere wiederum behaupteten, er sei nur eine der zahlreichen Inkarnationen Beliars. Was wahr war, wußte Beliar allein. Kazhgarmorgath war es, der nach den Gedanken der Menschen griff, sie verdrehte und sich zu eigen machte. Er verwandelte ihre Handlungen, machte Selbstlosigkeit zu Eigennutz, Mitleid zu Hinterlist und Freigiebigkeit zu Berechnung. Und war er nicht erfolgreich? Sein Herr mußte wahrlich stolz auf ihn sein.Don-Esteban betrachtete die auf einem mit eingemeißelten Mustern geschmückten Sockel stehende Statue. Sah er so wirklich aus oder war diese Statur der Phantasie des Bildhauers, der sie geschaffen hatte, entsprungen? Die hochmütig blickenden Augen mit den hochgezogenen angedeuteten Augenbrauen oder was auch imemr die Entsprechung dessen auf einem schuppigen Schlangenkörper war, die zu einem widerlichen Lächeln verzogenen Lefzen des Maules, die spitze Reißzähne offenbarten. Die Zähne, mit denen er das Herz seiner Opfer packte und es verdarb. Die in langen Tentakeln auslaufenden, geschuppten Arme umschlangen exemplarisch eines davon und die spitzen Giftzähne vergruben sich in dessen Brustkorb. Wenn man um die Statue herumgehen würde, würde man sehen, daß der Blick des Opfers auf der einen Seite mild und ruhig war, auf der anderen jedoch schon tückisch und hinterhältig. Die starken Beine hielten sich mit den Krallen am Felsen fest und der lange, Schlangenschwanz wand sich um einen Felsvorsprung. Die war Kazhgarmorgath In' Becharmeloth, der Verderber.
Ringsum, an den steinernen Wänden waren Reliefs mit den Taten des Verderbers eingemeißelt. Man sah, wie Mütter ihre Kinder für Gold verkauften, wie Männer aus Eigennutz ihre Frauen betrogen, wie Generäle durch Bestechung ihre Soldaten in den sicheren Tod schickten oder wie Kaufleute ihre Schiffe aus Profitgier untergehen ließen. Noch viele solche Bilder zierten die Kapelle. Doch was man nicht sah, war, daß die Betrüger am Ende immer selber die Betrogenen waren.Und war es nicht auch so mit dem Magier gekommen, der den jungen Don in sein Haus aufgenommen hatte. nun, nach dem durchblättern der Notizen des Manens, wußte er, daß es so war. Der alte Mann war tatsächlich ein Schwarzmagier gewesen und die Menge hatte mit ihrem Verdacht also damals nicht unrecht gehabt. Und nun wußte Don-Esteban auch, daß es kein Zufall war, daß ausgerechnet er ausgewählt worden war, in das Haus des Magiers zu kommen. Nein, nichts war ein Zufall gewesen. Alles war vorherbestimmt. Seine Ausbildung, der dann der Tod des Magiers zuvorkam, die Verletzung damals durch den Dämon im Minental, die dazu führte, daß er ins Kastell eintrat, um dort als Schwarzmagier zu erforschen, was mit ihm passiert war. Das alles war nicht sein Wille gewesen. Er war lediglich eine Marionette, wie sie die Puppenspieler auf den Marktplätzen führten. Nur war sein Puppenspieler jemand anders. Wie versteinert sah er in die listig schauenden Augen der Statue. Was war dem alten Magier damals wohl versprochen wurden, daß er sein Leben verkaufte? Was hatte ihn verdorben? Denn nicht freiwillig, aus eigenem Entschluß hatte dieser den Weg zu Beliar gefunden, andere, der Obrigkeit genehmere Magie hatte er praktiziert. Bis eines Tages etwas geschehen war. War ihm Macht versprochen worden, Macht über Menschen? Reichtum? Das ging aus den Notizen nicht hervor. Doch von da ab wurden finstere Rituale abgehalten im Hause des Magiers, die Nachbarn begannen zu tratschen. Der alte Mann hatte es gewußt, es ging aus seinen Notizen hervor, doch die Gerüchte über ihn hielten ihn dennoch nicht ab, weiterhin seinen schwarzen Ritualen nachzugehen.
Stumm saß der Hohepriester noch eine ganze Weile in der Seitenkapelle und hing seinen Gedanken nach, stellte sich immer wieder die gleichen Fragen die am Ende doch zu keiner Antwort führten.
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| 02.06.2003 22:29 | #141 |
| olirie |
Olirie hatte ausgeschlafen und erwachte nun. Er rieb sich kurz die Augen und stieg dann aus seinem Bett. Als nächstes lies er noch eine Wanne aufstellen und stieg hinein. Ein paar Minuten wusch er sich dort, bis er eindeutig rein war. Dann stieg er wieder aus dem Wasser und trocknete sich ab. Er lies die Wanne wieder wegräumen und zog sich seine Robe über. Ausgeschlafen und sauber ging der Hohe Schwarzmagier zur Tür seines Zimmers und schritt hindurch. Seine Schritte leiteten ihn in die Bibliothek.
In der Bibliothek angekommen, wanderte olirie zwischen den Regalreihen entlang und warf flüchtige Blicke zu den Büchern in den Regalen, gerade so, dass er die Titel lesen konnnte. Ein Buch fiel ihm beim vorbeigehen gleich ins Auge, es trug den Titel,
Gepflegte Umgangsformen,
wie wende ich sie an
Da das Buch recht alt aussah und olirie bewusst war, dass sich gewisse Dinge der Etikette mit der Zeit ändern, wollte er mal nachlesen, wie man sich früher so benahm. Er schnappte sich das Buch und suchte sich einen ruhigen Platz, wo er begann, es zu lesen.
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| 03.06.2003 00:02 | #142 |
| HoraXeduS |
Als Horaxedus sich dem Kastell wieder näherte, hatte er die Augen beinahe geschlossen gehalten. Es war eine tiefe Konzentration, die ihn auf dem Weg hielt und es wäre ein leichtes gewesen, den Schwarzmagier für einen vergeistigten Narren zu Halten. Doch wäre es ebenso ein leichtes gewesen, sich in diesem Punkte zu irren.
Der Schritt des Magiers war flink und leise, wie stets zu dieser Tageszeit, und seine gesamte Energie stand voll entfaltet zur Verfügung. Am Tor vorbei schritt er auf die kleine Wiese zu und streifte sich die Schuhe von den Füssen. Kühl war der Rasen, und dabei nur wenig feucht. Und als der Glasmacher ansetzte, all die Dinge, die er in der jüngeren Vergangenheit auf dieser kleinen Wiese verstreut hatte, einzusammeln, hörte er ein scharfes Summen neben seinem Ohr. Sofort entspannte sich Horaxedus' Miene und seine Hände liessen von der schweren Übungspuppe ab, welche er bereits ein Stück beiseite gerückt hatte.
"Was treibst Du hier?" fragte der Schwarzmagier ins Dunkel und bekam nichts als ein Summen zur Antwort, zunächst vor dem einen Ohr, dann vor dem anderen. Und schliesslich mittig vor sich. "Besser, Du machst Dich davon, denn es ist spät", grinste Horaxedus wie blind in die Finsternis. Doch eine Reaktion blieb aus: Nichts als ein knisterndes Summen, bald hier, bald dort, reizte nunmehr allmählich seine Geduld. Mit einem plötzlichen Anflug von Autoritätsbewusstsein griff der Kampfstablehrling zu seiner Übungswaffe und richtete sich daran auf. Die Reaktion kam flink und überraschend: Immer und immer wieder umkreiste das Summen den Kampfstab, bis der Schwarzmagier es schliesslich begriffen zu haben schien: "Du willst also spielen, ja?"
Horaxedus tat einen leichten Ausfallschritt zurück und senkte seine Waffe nur wenig. Das Summen kam nun genau von vorn. Ruckartig hob der Magier den Stab und liess ihn schräg nach unten sausen. Dann drehte er sich um die eigene Achse und tat einen schnellen Schritt zur Seite, so dass er den Stab erneut vor sich zu halten bekam. Es summte nun zu seiner Linken.
Die Vierteldrehung gelang Horaxedus glatt und schnell, der Stab schnellte dabei nach links und zuckte, kaum mit der Linken geführt, federnd aus dem Gelenk der rechten Hand nach oben. Das Summen kam nun von unten. Der Schwarzmagier riss alsbald den Stab hoch und stach überraschend mit dem unteren Teil dem Erdboden entgegen. Ihm war klar, dass er seinen summenden Trainingspartner so nicht überlisten konnte. Doch damit, dass er den Stab sogleich nach rechts schnellen liess, war kaum zu rechnen gewesen. "Plock", machte es und das Summen verstummte.
"Oh nein, das wollte ich nicht!" rief der Schwarzmagier und kramte hastig in seinem Bündel, um die Rune für den Lichtzauber hervorzuziehen. Nur einen Augenblick später war es hell um Horaxedus, der angestrengt suchend auf den Boden blickte. Doch was...? Schwarz und Gelb?? "Kein Wunder, dass es so einfach war", dachte Horaxedus, als das Ende des Kampfstabes schwungvoll die dumme Wespe tief im Rasen versenkte.
Dann begab sich der Schwarzmagier in das Gemäuer, ihm war sehr nach einem heissen Bad zumute.
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| 03.06.2003 16:19 | #143 |
| TheRock |
Den Wein hatte der Hohe Schwarzmagier redlich genossen, zum Ende des Sonnenuntergrgangs jedoch hatte er den Wein wie einen Kognak behandelt und leicht geschwenkt, keine leichte Angelegenheit in einem Weinglas einen ruhigen Kognakschwenker hinzukriegen...
Am Ende hatte der letzte Schluck Wein einen recht abgeänderten Geschmak, er schmeckte nicht mehr wie am Anfang als er leicht gekühlt war...
Die Sonnenstrahlen strichen noch so gerade die obere Kante von Rocks Fenster, gaben noch ihre letzten Goldenen Strahlen in das Zimmer ab...Ein angenehmes Gefühl wenn man so unbeschwert, mit guten Augen, und einer baldigen neuen Prüfung vor sich, das war ein angenehmes Gefühl... Er war recht froh dass er nun nach diesem unerwarteten aufschlitzen wieder ruhig in seinem Zimmer sitzen konnte und einen Wein genießen kann.Obwohl ihm der Zustand seiner Augen nicht so recht ungelegen kam...
Der Wein und die Sonne haben ihn ein wenig benebelt, ein Besuch in der Bibliothek konnte nun recht angenehm werden, in seinem jetzigen Zustand war er sogar in der Lage etwas zu lesen was ihm in normalem Zustand unmöglich gewesen wäre.
Ein kleines Problem war die Treppe, sein Gang war nicht mehr ganz gerade, außerdem war sein Gleichgewicht zutiefst verfälscht worden...Aber nachdem er es die Treppe runter geschafft und die Bibliothek gefunden hatte, suchte er nach dem Buch Der Apfel...
Doch nach dem ersten BLick auf den Einband war das Buch auch schon wieder im Regal...
Eine etwas interessantere Lektüre dürfte wohl eher angebracht sein...Also nahm er sich das Buch Der Schleicher zur Hand, der Sessel kam ihm noch weicher vor als sonst, außerdem kam es ihm so vor als wackele er wie ein Schiff... unmöglich dieses Kastellmöbiliar...
Bevor er vielleicht bei Maximus das Schleichen erlernen wollte, musste ja wohl schon mal ein kleines Bischen an Theoretischem Wissen vorhanden sein, außerdem würde er bestimmt schneller voran kommen mit etwas Vorwissen...
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| 03.06.2003 20:00 | #144 |
| Zavalon |
"Nie wieder nie wieder nie wieder Hüüütchen spieln. Denn meine Genossen No Hütchen no Spiel!" Zavalon hatte nach langer Zeit wieder Gefallen an seiner Gitarre gefunden und spielte nun die ihm immer noch bekannten Akkorde, wobei sein riesiges magisches Zimmer den Ton genügend verzerrte, so dass es Zavalons Ansprüchen entsprach. Aber nun hatte er noch etwas Anderes vor. Er nahm seine Gitarre, seinen Kampfstab und seinen Trainingsdress und machte sich auf den Weg. Am Ende der Treppe stand wie nach Telepathie sein Lehrling, der Zavalons Rat gefolgt war und jetzt doch schon um Einiges besser aussah. Gemeinsam traten sie auf den Innenhof, wo Zavalon heute zum ersten Mal die große Esche auffiel. Vielleicht hatte sie sich seinen Geiste verschlossen oder er hatte in seiner Unintelligenz einfach vergessen sich das Bild zu merken.
So gab er seinem Lehrling die nächsten Trainingsanweisungen und begann selber mit einem sinnlicherem Lied:
"Mach die Augen zu und küss mich, und dann sag dass du mich liebst! Ich weiß genau es ist nicht wahr, doch ich spüre keinen Unterschied wenn du dich mir hingiebst! Mach die Augen zu und küss mich, mach mir ruhig etwas vor ich vergesse was passiert ist und ich hoffe und ich träume ich hätt dich noch nicht verlorn. Es ist mir total egal, ob du wirklich etwas fühlst, tu was du willst!" Zavalon seufzte kurz, "Mach die Augen zu und küss mich. Es ist auch das letzte Mal, lass uns den Moment des Abschieds noch verzögern lass mich jetzt noch nicht allein mit meiner Qual.
mach die augen zu und küss mich mach mir ruhig etwas vor wenn du willst kannst du dann gehn aber denk dran ohne dich ohne dich bin ich verlorn.es ist mir absolut egal ob du nur noch mit mir spielst. Tu was du willst!"
Zavalon war erstaunt woher seine jetzt doch so schöne Stimme und das Schlagzeug und der Bass herkamen, aber das hier war das Kastell und er war der Zavalon, da war so etwas ganz normal!
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| 03.06.2003 20:17 | #145 |
| HoraXeduS |
Bereits beim zweiten "Mach die Augen zu und küss mich" hatte Horaxedus mit weit aufgerissenen Augen ausgeholt. Nicht, dass er etwas gegen Zavalons Stimme hatte, doch die Worte des Lehrmeisters, auf sich gemünzt, verunsicherten den Schwarzmagier und er suchte Schutz hinter seinem Übungsstab.
"Mir ist langweilig!" fuhr es dem Schüler durch den Kopf, als sein Lehrmeister ihn noch immer etwas verglast anschaute, fast so, als sehe er durch ihn hindurch. Und mit erheblicher Geschwindigkeit senkte sich der Stab in Richtung Zavalons Haupt. Aber irgendwie war der Priester nicht gewillt, sich diesen Treffer beibringen zu lassen. Was war das für eine erstaunliche Bewegung?
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| 03.06.2003 20:42 | #146 |
| Zavalon |
Ja, diese spektakuläre Aktion war so perfekt getimed von Zavalon, dass er es selber als Schockreaktion aus Routine betrachtete. Kurz bevor Horaxedus ihn treffen konnte war Zavalon nämlich umgekippt, weil er in Ekstase von diesem traurigen Lied die Beherrschung über seinen Körper verloren hatte. "HA!"
Doch leider hielt die Wut des Lehrlings weiter an und so sendete dieser Impulse an seinen Arm, diesen Schlag nach erneutem Zielen zu wiederholen, was gänzlich unglücklich für Zavalon ausging. Aber anstatt sich zu wehren fing Zavalon mit einem neuen Lied an, was aber aggressiv und pazifistisch klang. "DEINE GEWALT IST NUR EIN STUMMER SCHREI NACH LIEBE! DEINE ÜBUNGSPUPPE SEHNT SICH NACH ZÄRTLI..."
Ein erneuter Schlag haute Zavalon von der Bank. Nun war er sichtlich sauer, packte seinen Stab und zog seinem Lehrling nach ein paar Täuschungen die Beine weg, so dass dieser volle Breitseite auf den Boden schlug. "Ihr habt gelernt eure Aggressionen nicht zu beherrschen, was euch diesen enormen zeitlichen Vorsprung beschert hat. List ist mit eine Stärke des Stabkampfes, obwohl er auch ein edler Kampfstil ist! Fahrt nun mit der Übungspuppe fort, ich werde euch ruhig beobachten."
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| 03.06.2003 21:54 | #147 |
| HoraXeduS |
Es war nicht eben ein Kinderspiel für einen gut trainierten Stabkämpfer, Zavalon von der Bank zu hauen. "Ich kann Dich berühr'n, und das ist wie ein Traum" murmelte Horaxedus und grinste hämisch. Doch als er schon im nächsten Moment selber am Boden lag, tastete er sogleich nach seinen Zähnen. Alle noch drin? Ein kurzer Biss in den Zeigefinger bestätigte diese Hoffnung.
Ausgerechnet diese verfluchte Übungspuppe. Zavalon ahnte ja nicht, welche Emotionen sich in diesem hölzernen Korpus bereits aufstauten, welche Nickligkeiten mit diesem nominell passiven Sportgerät auszutauschen waren. Und während der Lehrer sich entspannt auf die nahe Bank setzte, rappelte sich der Schüler mühsam hoch und ging in das Kastell, durch die Eingangshalle, griff sich die schwere Übungspuppe und kehrte mit ihr in den Innenhof zurück.
Als der hölzerne Sparringspartner plaziert war, griff Horaxedus zu seinem Kampfstab und lächelte Zavalon an, der es sich zwischenzeitlich auf der Bank unter der Esche gemütlich gemacht hatte. Dann blickte der Schüler gelassen zu der Holzpuppe. Was folgte, was ein einfaches Zucken mit der rechten Hand und das damit korrespondierende Pfeifen des Kampfstabes. Wann auch immer diese Übungspuppe jemals Familienpläne geschmiedet haben sollte, von diesem Augenblick an waren sie beendet.
"Das Blubbern sagt uns, wer verliert und uns den nächsten Drink spendiert." freute sich Horaxedus, hakte Zavalon unter und bewegte ihn so allein durch gutes Zureden dazu, im Refektorium genau das zu tun, was ein Mann eben tun musste.
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| 03.06.2003 22:43 | #148 |
| Arctus |
Der Hauch der Stille umgab Arctus. Er hatte sich wieder im Griff, denn das gestrige Debakel mit dem arg frechen Baum hatte ihn doch ziemlich zerüttelt. Er sollte sich diese Art von Emotionen unbedingt abgewöhnen, ansonsten würde er nicht weit kommen.
Sein Gewand schlängelte sich elegant den Gang entlang. Irgendwie hatte der zerfetzte Ärmel was Besonderes an sich, wie die einzelnen Stofffetzen so schlaf zu Boden hingen. Im Moment schien Arctus sein Auftreten und Aussehen ziemlich egal zu seien, denn die eigenartigen Bilder an den Wänden schienen eine endlose Geschichte darzustellen. Der junge Magus hatte sich nicht alles von Anfang an angesehen, dann wäre er wohl Heute noch nicht mal dort wo er sich im Moment befand. Doch auf jenes Bild, das gerade seiner Betrachtung unterzogen wurde zeigte einen grausam verunstalteten Menschen, der sich aus einer Art Unterwelt hervorzog. Schreckliche Klauen säumten seine Hand und seine raubtierartigen, zu Schlitzen, geformten Augen vermittelten den Eindruck von Blutrünstigkeit und Gefahr in seiner Nähe. Das Bild war, wie alle andere Bilder im Kastell, dunkel und düster gehalten.
Arctus schritt um die nächste Ecke. Er hoffte weiterhin etwas über diesen Dämon zu erfahren. Doch ein offenstehendes Tor tauchte hinter dieser auf. Arctus schritt hinein. Seine Robe wehte leicht nach hinten auf, da ein seichter Windzug in dieser großen Halle herrschte. Es war nicht viel zu sehen. Nur ein vereinzelnd gebündelter Lichtstrahl fand seinen Weg in diese Gemäuer und ließ sich auf einer Art Thron nieder. An den Seiten der Halle befanden sich große Säulen, an denen eigenartige Wesen gemeißelt waren. Arctus trat an eine näher heran. Seine Finger strichen sanft über die schlangenartig geschuppte Haut. Der Blick des Jungen blieb voller Entsetzen auf den spitzen Reiszähnen kleben. Tötungsmaschinen. Ein bisschen, wie auf dem Bild! Hatten sie was gemeinsam? Dieses Monstrum und der Dämonenmensch?
Arctus blieb keine Zeit weiter darüber nachzudenken, denn eine Gestallt manifestierte sich aus dem Schatten heraus. Erschrocken taumelte er ein paar Schritte zurück. „Wer seit ihr?“, flüsterte er in seiner hellen, kindlichen Stimme ...
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| 03.06.2003 23:47 | #149 |
| Don-Esteban |
Der Magier schreckte auf. Wer wagte es, seine Ruhe zu stören. Seine Ruhe? Nein, die Ruhe der ehrwürdigen Hallen war es, die unterbrochen wurde."Arctus? Ich bin es. Ich habe auf dich gewartet", sprach er. "Auch, wenn ich dich nicht gerade hier erwartet hätte. Doch scheinbar besitzt du das Talent, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein."
Er stand auf und ging dem jungen Mann, der sich von seinem kurzen Schreck schnell wieder erholt hatte, entgegen. "Nun, wo wir hier sind, werde ich dir ein wenig über Beliar erzählen. Nicht, daß ich diese Dinge selber herausgefunden hätte, nein, es sind die überlieferten und für wahr erachteten Aufzeichnungen früherer Gelehrter, die sich mit den Göttern beschäftigt haben."Er faßte den jungen Magier an der Schulter und zog ihn mit sich, hinaus aus der Kapelle des Verderbers mit den vielen Namen. Kazhgarmorgath In' Becharmeloth war nur einer davon. So viele Gestalten die die durch seine Tücke entfachte Habgier, der Neid und die Zerstörung annahm, so viele Namen gab man ihm.Doch davon wollte Don-Esteban seinem Begleiter nicht erzählen. Er wollte ihm etwas über Beliar berichten.
"Schau!" Der Hohepriester zeigte, nachdem sie wieder in die Haupthalle zurückgekehrt waren auf die hohen, bunten Glasfenster am anderen Ende, hinter dem Thron auf dem erhöhten Podest. Trotz all der Säulen war der Blick frei. Der Baumeister des Kastells hatte die Bögen so konstruiert, daß das Licht der Fenster ungehindert in das Mittelschiff fiel.
"Siehst du das mittlere Fenster?", flüsterte der Hohepriester dem Magier zu. "Es zeigt Beliar als Triumphator über das Leben. Wie er die Ernte einfährt, die ihm zusteht. Denn dies ist der Teil, der Beliar zugestanden wurde, nachdem sich die Götter endlich geeinigt hatten. Innos bringt das Leben und Beliar nimmt es wieder. Adanos wacht über diesen Zustand. Und jeder muß zugeben, daß Beliar damit den besseren Teil bekommen hat. Denn das Leben ist nur kurz, der Tod währt jedoch ewig."
Er gab ein abfälliges Geräusch von sich. "Trotzdem beten die Menschen Innos an. Als ob es etwas nützen würde. Wann sie sterben, bestimmt Beliar. Und dann sind sie sein. Und Innos kann nichts gegen unternehmen. Wahrscheinlich interessiert es ihn auch gar nicht."
Sie schritten in die Mitte des Saales. Und Don-Esteban erhob laut seine Stimme. "Und dies ist die wahre Macht Beliars, die Macht bis in alle Ewigkeit." Schauerlich hallten die Worte von den Wänden und Säulen wieder, brachen sich und einzelne Wortfetzen verschmolzen miteinander, bis nur noch die Worte Macht und Ewigkeit wiederholt wurden, bis auch ihr Klang verblasste.
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| 04.06.2003 18:28 | #150 |
| TheRock |
Leise, fast unhörbar glitten die alten vergilbten Seiten übereinander, mit dem Lesen kam der Hohe Schwarzmagier sehr gut voran, es war alles bis ins kleinste Detail erklärt aber trotzdem äußerst interessant und aufregend geschrieben... selten hat man das Glück ein solches Buch zu erwischen.
Wäre das lesen des Buches ein Spiel, so würde es Rock fast perfekt beherrschen und schon fast am Ende sein...
Bald würde er schon fast mit dem Schleichtraining beginnen, falls er bei Maximus eine Stelle als Schüler bekommen würde...
Er hoffte doch sehr drum...
Das Leben im Kastell hatte für ihn fast schon wieder normale bahnen angenommen, wenn er nicht bald etwas unternehmen würde, so würde wohl bald die Zeit für ihn anbrechen in der er morgens aufsteht, etwas isst.. einen Spatziergang machte und dann wieder schlafen würde...
keine sehr aufbauende Gedankenführung...
Doch halt... Wenn er das Training nicht bald machen konnte, so würde er ja wohl noch die Teleportrunen sammeln können die es zu den anderen Lagern gab...Ja, das würde bestimmt eine feine Aufgabe werden...
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| 05.06.2003 00:11 | #151 |
| Arctus |
Der leichte Schall der Worte verklang in der mit Staubbehangenen Luft. Arctus trat ins Licht, um sich die Augen des Schwarzmagiers vor ihm genau ansehen zu können. Weit geöffnet, voller Euphorie strahlten sie auch den Wahnsinn des Gottes Beliars aus. Der Wahnsinn, dem irgendwann jeder zur Grunde liegen würde und das ohne Ausnahme, denn wenn der finstre Gott die Ernte einfahren würde, so wäre auch Arctus betroffen. Jedoch zeigte sich kein Gefühl des Schreckens oder der Angst, nein im Gegenteil, er setzte sogar noch Zynismus an den Tag.„Also darf unser Gott den Dreck wegmachen!“, faste er das Gesagte im übertriebenen Sinne zusammen. Die blauen Augen stachen geradezu herausfordererisch in die schwarzen Augenhöhlen des Dons. Er stand halb im Schatten, weshalb seine Reaktionen nicht zu merken waren.
Das plötzliche Gefühl des Trotzes wich der Scham. Arctus hatte vom einen auf den anderen Moment gemerkt, dass er sich mit dem Falschen angelegt hatte. Seine blase Papierhaut verzog sich. Mit nach unten gerichteten Mundwinkel nuschelte er noch ein „verzeiht“ hervor.
Nach endlosen Minuten des Schweigens ging Arctus auf den Thron zu. Umklammerte sanft den Griff und riss feine Staubpartikel vom rauen Holz. Ihn einmal umgehend und einen musternden Blick darauf werfen, wechselte er das Thema.„Wer hat hier einst gesessen?“, sprach die leicht zittrige helle Stimme des Jungen.
„War es Beliar in Menschengestallt?“
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| 05.06.2003 00:38 | #152 |
| Don-Esteban |
Ein Lachen erfüllte die Halle, wurde auf die gleiche Art und Weise an den Wänden und Säulen gebrochen, wie die vorherigen Worte des Schwarzmagiers. Die Akustik des Raumes war wirklich etwas besonderes. "Du hast einen seltsamen Humor, mein junger Magier. Andere mögen es als Dreck, als nutzlose Hinterlassenschaft bezeichnen. Doch warum auch nicht? Sollen sie sich doch ihre eigenen ganz und gar nutzlosen Theorien zurecht legen über Sinn und Unsinn des Lebens und des Todes. Es ist egal, ob sie das, was Beliar erhält, als Dreck bezeichnen oder nicht. Wir wissen es besser. Es sind ihre Körper, ihre Seelen."Arctus hob an, um etwas zu sagen, doch der Don schnitt ihm das Wort ab. "Ja, ich weiß, was du sagen willst. Die Innospriester versichern jedem, der sie fragt, daß die Seele eines jeden Menschen zu Innos aufsteigt, um dort bei ihm, in seinen Hallen auf ewig in Glück und Zufriedenheit zu leben. Doch warum, so frage ich dich, sollte dies wirklich geschehen? Es ist Wunschdenken. Innos ist der Gott des Lebens. Er ist lediglich an allem, was lebt, interessiert. Die Seelen irgendwelcher Toten interessieren ihn nicht. Beliar jedoch nimmt sich ihrer an, nimmt sie auf in sein Reich."
Und mit listigem Blick fragte er Arctus: "Wäre es da nicht richtiger, statt Innos Beliar anzubeten, ihn um Gnade anzuflehen, ihm Opfer zu bringen? Damit der Tod nicht gar so schrecklich sei? Innos hat keine Macht über den Tod - allein Beliar entscheidet darüber. Du kennst die Antwort auf diese Frage - ich kenne sie. Doch wird sie die Menschen da draußen wohl nie erreichen. Denn sie klammern sich an das wenige, das sie haben, an ihr armseliges Leben. Nur wenige lernen, loszulassen, die Bedeutung des Lebens richtig einzuschätzen. Wir gehören dazu."Nach diesen Worten folgte er Arctus, der langsam auf den aus Stein gebauten, mit hölzernen Intarsien versehenen Thron zugegangen war. Der aus schwarzem, grau und grün gemaserten Marmor gehauene Unterbau strahlte eine düstere Faszination aus. Die aus Ebenholz angefertigten Armlehnen und die hohe Rückenlehne voller komplizierter Schnitzereien ragten mahnend wie ein mahnend erhobener Zeigefinger in die Höhe.
"Dies ist der Thron Beliars. Niemand sitzt hier für gewöhnlich, sagte er mit getragener Stimme. "Er ist ein Sinnbild für die Herrschaft des dunklen Gottes, der über allem wacht, wie ein König auf seinem Thron. Er ist der Herrscher, derjenige, der die ultimative Entscheidungsgewalt innehat. Sein Wort ist Gesetz. Wen er auswählt, hat zu gehorchen. Sein Wille ist Wirklichkeit.Der Thron ist also ein Ausdruck seiner Macht und gleichzeitig Anzeige des Herrschaftsanspruches."
Der Magier versank in Schweigen und seine Augen glitten über die ebenmäßigen Muster, mit denen die Lehne verziert war und verglich sie mit den natürlich gewachsenen, chaotischen Maserungen des Marmorsockels.
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| 05.06.2003 01:03 | #153 |
| Arctus |
Wieder einmal herrschte die rhetorische Pause zwischen den Beiden. Arctus’ Gedanken flogen hin und her. „Ob das, an was wir glauben, wirklich der Wahrheit entspricht?“, wiedersprach der junge Magus dem etwas Älteren. Langsam strich sich der Junge mit der linken Hand über die Robe, streichelte die feinen magischen Fasern der Macht.
„Wieso sollte all dies nicht Illusion sein. Der Schein, der uns seit Kindeszeiten an in den Kopf gesetzt wird! Ich weiß nicht ob ich es Glück oder Pech nennen durfte, aber mir blieb früher das Gerede von Innos, Adanos, sowie Beliar erspart.“ Arctus näherte sich nun dem grauhaarigen Don, legte ihm den Stoff seiner Robe in die Hand und sprach weiter,
„wozu sollte Beliar so etwas wollen? Brauchen wir wirklich Gewänder oder all den Prunk, der hier im Kastell in Erscheinung tritt? Wozu sollte er uns ein gemütliches Leben machen, wenn er uns am Schluss holt?“
Arctus trat wieder zurück. Irgendetwas überkam ihn. Wahrscheinlich das jugendliche Gefühl alles anzuzweifeln und in Frage zu stellen. Wieder betrachtete er den Thron, der für einen Gott des Schreckens so ordentlich wirkte. Zu dem machte ihm die hohe Staubschicht zu schaffen.„Diese Schicht des Dreckes zeugt doch davon, dass dieser Gott hier niemals war, oder sich nie Blicken lassen hat.“
Ein provokanter Blick zu Don folgte. Arctus glitt regelrecht über eine Wolke der Sicherheit, die er nun bis aufs Äußerste strapazieren wollte. „Ich hatte mich damals dem Zirkel aus Verzweiflung angeschlossen, aus Angst vor dem Leben, dass mich umgab. Nun stelle ich mir die Frage, wenn ich Lebe, wieso hat Innos kein Interesse an mir!
Oder besser, ich sage dir nun, Innos hat kein Interesse an mir, weil ich Beliar bin!“
Arctus schritt zielsicher auf den Thron zu, putzte kurzum den Staub mit dem Ärmel hinfort und platzierte sich auf dem Thron. Seine schmalen Hände umklammerten die Griffe immer fester, sein Herz schlug wilder und wilder. Nichts geschah. Erleichtert atmete er auf.
„Seht ihr, niemand hindert mich daran! Also könnte ich sagen., ich seie Beliar! Ich sitze auf dem Thron Beliars, also kann ich es nur sein!“ Arctus lehnte sich nun vor, stützte sich auf die Knie und flüsterte, „soll ich euch was verraten? ... Ich bin nicht Beliar!“
Fingernägel scharbten im Holz, ein Seufzer ertönte und Arctus begann wieder zu sprechen:
„Könnt ihr mir beweisen, dass Beliar wirklich existiert?“
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| 05.06.2003 01:40 | #154 |
| Don-Esteban |
Die linke Augenbraue des Schwarzmagiers hob sich. Arctus saß tatsächlich auf dem Thron... Nein, es würde natürlich nichts passieren. An derlei Humbug wie strafende Blitze und anderes Zeug glaubten nur naive Naturen. Deshalb hatte es auch keinen Sinn, den Atem anzuhalten. Außerdem hätte das den Don davon abgehalten, das theologische Streitgespräch fortzusetzen und das wäre doch sehr schade gewesen.
"Oh, du scheinst mir ein rechter Zweifler zu sein. Gegenfrage: Kannst du mir beweisen, daß Beliar nicht existiert?"
Eine kurze rethorische Pause schloß sich an. Doch gerade, als das Schweigen offenbar wurde, sprach der Hohepriester weiter. "Siehst du! Und ist nicht die Magie, die den Anhängern Beliars offenbart wird, ein Beweis für seine Existenz. Wenn sie nicht von Beliar kommen würde, könnten sie auch die Priester Innos' beherrschen. Und, tun sie es? Genau, sie können nicht die kleinste Blutfliege beschwören, von einem Dämonen, herbeigerufen aus uns Lebenden fremden Ebenen, ganz zu schweigen. Sie haben ihre eigene Magie, die ihnen der Glaube an Innos verleiht."
Der Magier drehte sich um und durchmaß die Halle, um sich vom Thron, auf dem immernoch Arctus saß, ein Stück zu entfernen. Sein Ziel war der Mittelpunkt der Halle, dort, wo die Akustik am besten war, wo die Worte am klarsten bis in den kleinsten Winkel geworfen wurden.
"Und nun erhebe dich wieder vom Thron Beliars", sagte er, als er am Ziel seiner Schritte angekommen war. "Es steht dir nicht an, auf ihm zu sitzen. Denn natürlich bist du nicht Beliar. Du bist nichtmal ein mächtiger Magier. Du bist nur ein zweifelnder, junger Mann, auf der Suche nach der Wahrheit. Der sich Fragen stellt, die sich alle einmal stellen im Laufe ihres Lebens." Er hielt inne. "Nun, zumindest die Intelligenteren unter uns.
Den Prunk der Gewänder und des Kastells überhaupt braucht nicht Beliar sehr wohl. Nicht für sich selbst, nicht um sich und seiner Macht zu schmeicheln. Derartig niedere Instinkte stehen einem Gott nicht an. er braucht sie, um die Menschen zu beeindrucken. Was glaubst du, von wem ist ein durchschnittlicher Mensch mehr beeindruckt? Von dem amren, in grobes Leinen gehüllten Prediger mit verfilztem Bart, der um eine milde Gabe bettelt oder von dem sich seiner Macht bewußten, und dementsprechend auftretenden Hohepriester, der mit seiner Robe schon andeutet, zu was er fähig ist?"
Genüßlich ließ der Schwarzmagier die Worte verhallen, ehe er weitersprach. "Und deshalb dient all der Prunk nicht als Selbstzweck, sondern steht - wie wir - im Dienste Beliars."
Und nun, als auch dieser Satz endlich von den Mauern geschluckt worden war, ging er wieder festen Schrittes auf den Thron zu. Arctus hatte sich mittlerweile wieder erhoben.
"Und unter uns gesagt", flüsterte der Nekromant ihm zu, "es ist nicht notwendig, daß du ständig betest oder Beliar um irgendetwas anflehst. Beliar dienst du am besten durch deine Taten, nicht, indem du Stunden und Tage hier im Thronsaal verbringst und sinnlose Gebete vor dich hin brabbelst."
Dann fiel ihm die Staubschicht auf und sofort wurde ihr Vorhandensein in das Gewebe seiner Rethorik eingebunden. "Erkennst du die Besonderheit dieses Thrones? Im ganzen Thronsaal ist es sauber, so als ob die Dämonen Jagd auf jedes einzelne Staubkorn machen, um es dann in die Unterwelt zu verbannen. Nur an den Thron wagen sie sich nicht heran, denn es steht ihnen nicht an, ihn zu berühren oder irgendwie zu verändern."
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| 05.06.2003 02:11 | #155 |
| Arctus |
„Auf die Frage, warum wir nun Beliar dienen, obwohl wir noch am Leben sind, ist er nicht eingegangen!“, dachte sich Arctus. „Überhaupt, sollte ich einem Menschen trauen, der fanatisch an etwas hängt? Was wäre wenn man ihm dass alles hier entziehen würde? Was wäre wenn ich selbst fanatische wäre! Würde mir dann die gleiche Macht wie ihm zu Füßen liegen?“ Arctus Gedankengut schien sich nicht mehr zu beruhigen. Langsam schlürfte er auf den Don zu. Irgendetwas brodelte in ihm. „Die Welt wird regiert von Fanatikern!“, nuschelte er noch leise, nur für sich hörbar dahin. Minuten schienen zu verstreichen, wie Sekunden. Arctus öffnete seinen Mund, schloss ihn jedoch sofort wieder und gab ein leises Seufzen von sich. Mit sich hin und her ringend, was gut was böse, was richtig was falsch seie, kam er schließlich zu einem Schluss.
„Könnt ihr mir die Magie zeigen?“
Wieder trat Stille ein. Arctus wandte sich ab und setzte sich auf eine der zahlreich vorhandenen Bankreihen, um sich abermals das Fenster des Dämonengottes anzusehen. Diese Entscheidung würde sein Leben verändern...
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| 05.06.2003 03:23 | #156 |
| Don-Esteban |
Doch die Annahme des Jungmagiers erwies sich als voreilig. "Vielleicht fragst du dich noch, aus welchem Grund man sich denn schon während des Lebens, das einem oft so kurz wie der Weg von hier bis zur Bibliothek erscheint, an Beliar orientieren soll. Warum man nicht viel lieber Innos oder auch überhaupt niemandem für sein Leben danken und Beliar Beliar sein lassen soll."Der Nekromant hob den Zeigefinger und wedelte damit vor seinem Gesicht umher. "Doch auch darauf gibt es eine Antwort. Wer Beliar hier, in der Welt der Lebenden, dient, verschafft ihm Macht in Innos' Welt. Und dies honoriert Beliar damit, daß er denjenigen, die hier seine Diener sind, im Jenseits oder wie auch immer man dies nennen mag, belohnt. Mit Macht, sagen die einen, mit angenehmen Dingen sagen die anderen. Sicher ist nur, daß einige der größten Magier nahe an seinem Thron sitzen und seine Heerführer sein werden, in der letzten Schlacht, wenn das unterste zuoberst gekehrt wird."
Und nun endlich war die Lehrstunde über Beliar zu Ende und Arctus wurde nicht länger mit langweiligen theologischen Traktaten, deren Beweisbarkeit letztendlich doch nur am Glauben hing, eingedeckt.
Doch was sollte Don-Esteban dem jungen Magier sonst sagen? Sollte er ihm etwa erzählen, daß er selbst einst nur aus Neugier und Wissensdurst ins Kastell gekommen war, angezogen von der großartigen Bibliothek? Sollte er ihm erzählen, daß ihm Beliar einst vollkommen gleichgültig war? Oder sollte er etwa sagen, daß er die Magie, die ihm hier geschenkt worden war, denn ein Geschenk war sie wahrlich, für ihn eine begehrenswerte Gabe war, für die er einst glaubte, nichts entrichten zu müssen?
Wie hatte er doch geirrt. Kolossal geirrt. Beliar verschenkte nichts. Er stattete Menschen nicht unnütz mit dem aus, was er zu verschenken hatte. Nein, er hatte nicht einmal etwas zu verschenken. Das hatten die Notizen des alten Magiers, die der Hohepriester von der Schatzinsel gerettet hatte, eindrucksvoll gezeigt. Wie Keulenschläge hatte es den Don getroffen, als er in ihnen geblättert, ja sie geradezu verschlungen hatte. Er war nur eine Figur in einem Spiel, dessen Regeln er nicht beherrschte. Und der Magier, der sein Leben lassen mußte, war eine weitere Spielfigur gewesen. Eine, die, nachdem er selbst im Spiel war, überflüssig war und geopfert werden konnte.
Nein, es gab keine Freiheit der Entscheidung. Es gab auch keine erkennbare Wahrheit. Es gab nur die drückende Klaue Beliars im Nacken. Doch wie konnte man dies einem jungen Mann erzählen, wenn man ihn nicht aus den Hallen des Kastells vertreiben wollte? Nein, es war nicht möglich, das zu sagen, was man wirklich dachte. Wieder war dies einer der Augenblicke, in denen das Gefühl, in einem Spiel hin- und hergeschoben zu werden, sich wie ein Schatten auf die Gedanken des Magiers legten. Vielleicht rückten die Augen in solchen Momenten noch ein wenig tiefer in ihre Höhlen, wurden die Haare noch ein wenig weißer, die Augenbrauen noch ein wenig buschiger und die Nase bog sich noch ein wenig mehr wie ein hervorstoßender Adlerschnabel aus dem finstren Gesicht und verlieh der Gestalt des Nekromanten einen noch stärkeren Zug von Unnnahbarkeit, Verschlossenheit und Unheimlichkeit.
Doch dann war dies plötzlich vorbei.
"Du willst Magie lernen? Gut, du sollst Magie lernen! Vielleicht wirst du dabei die Vorzüge des Daseins als Schwarzmagier erkennen. Und du wirst dich selbst erkennen, wirst sehen, warum du das bist, was du bist. Ich glaube, du bist auch bereit dafür."
Er schwieg ein, zwei Augenblicke und fuhr dann fort. "Außerdem wird dich das Studium der Magie davon abhalten, an allem und jedem zu Zweifeln. Und allein das rechtfertigt schon seinen Beginn." (Sonst müßte ich noch ewig mit diesem jungen, übermütigem Alles-in-Frage-Steller über die Natur Beliars herumdiskutieren.)
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| 05.06.2003 14:12 | #157 |
| Arctus |
„Ob nun jetzt mit dem Tod in Bunde treten oder später, was solls!“, seufzte der Junge, dem am diesen Abend vieles klar geworden war. Nun saß er, ein bisschen verloren, auf einer dieser hölzernen Bänke und konnte dem Don nicht in die Augen sehen. Es war nett, dass gerade dieser mächtige Magus Arctus beim Studium der Magie unter die Arme greifen wollte, doch die Erkenntnis, dass sich das Tor der Wahrheit wohl erst nach dem Lebensende eröffnen würde, machte ihn matt. So lange müsste er noch darauf warten und auch, nach den Worten des Dons, soviel tun, damit er im Jenseits nicht wie ein armer Schlucker leben musste.Arctus schüttelte den Kopf und seufzte: „na wenn das mal alles so wahr ist!“Plötzlich griff ihm eine Hand auf die Schulter, zog sie etwas herum, um das Gesicht des Jungen in das Andere blicken zu lassen.
„Lass uns erst einmal etwas zu uns nehmen!“ Arctus nickte zurück. Eine wahrlich gute Idee. Vielleicht würde diese Mattheit auch wieder entweichen. So erhob er sich, schlängelte sich an dem Größeren vorbei und verließ den Thronsaal des Gottes Beliar. Don-Esteban hinterher.
An der Wand hing wieder dieses Bild, mit dem Dämonenmenschen. Arctus blieb ruckartig stehen. Beinahe hätte ihn der Don überrannt, so plötzlich kam diese Reaktion. „Wer ist das?“ In Arctus’ Augen spiegelte sich wieder die übliche Neugierde. Diese endlose Farce des Durstes an Wissen würde wohl nie ein Ende nehmen. Warum er auch soviel hinterfragt? Kann man Dinge nicht einfach so hinnehmen wie sie sind?
Nein! Das wäre ja viel zu einfach und Arctus hatte die schlechte Angewohnheit sich keine einfachen Sachen zuzulegen. Wie zum Beispiel seine zerfetzte Robe. „Das ist Ahram! Aber lasst es erst mal gut seien, das Essen ruft. Um weitere Fragen werden wir uns später kümmern.“, beantwortete der Don die Frage, woraufhin sich seine adlerförmige Nase weiter durchs Kastell schob. Arctus hinterher.
Beinahe beim Refektorium angekommen packte es Arctus schon wieder. Der Mund des Kleinen bewegte sich, er zögerte kurz, plapperte dann doch noch heraus, „verratet mir nur noch eine Sache! Wer hat euch die Macht Beliars gezeigt?“ Eine Frage die gewiss im äußersten Interesse des Jungen lag, denn diese Person müsste noch mehr Macht über die Magie Beliars besitzen als er selbst. Oder gibt ein Lehrer all seine Geheimnisse preis? Auf jeden Fall wäre es bestimmt interessant diese Person einmal zu konsultieren.
„Beim Essen!“, wehrte der Don ab, macht mit der Hand eine leichte Geste, um den Jungen in den Speisesaal zu befördern. Arctus schritt vorbei und nahm sich den nächst besten Stuhl als Sitzgelegenheit. Der Don platzierte sich ihm gegenüber. In der Küche fing es bereits heftig an zu Klirren und zu Zischen. Die Gerichte würden wohl bald fertig sein. „Mal sehen, was der alte Kauz sich bestellt.“, dachte sich Arctus noch und lehnte sich zurück ...
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| 05.06.2003 15:15 | #158 |
| TheRock |
Die Nacht ging sehr schnell vorbei, das Buch schnell zu ende...Die letzten paar Seiten glitten so eben zwischen Rocks kräftigen Fingern zu den restlichen an den Einband und glätteten sich...
Der Hohe Schwarzmagier klappte das Buch unter großer Staubwirbeln zusammen, wäre es nicht klar dass man Schleichen nicht nur durch ein Buch lernen konnte, so hätte Rock sich nun als perfekter Schleicher gefühlt, als er das Buch wegstellte bemerkte er ein paar Regale weiter einen Dämon welcher geade irgend etwas an den Büchern tat...
Mal schaun ob ich schon ein wenig schleichen kann...
So wie er es gelesen hatte setzte er seinen Fuß auf und rollte ihn langsam und gerade ab, ein paar Geräusche waren natürlich immer noch zu hören, desshalb schaffte er es auch nicht sich an dem Dämon vorbei zu schleichen ohne dass dieser sich umdrehte und nach etwaigen Wünschen fragte...
So ein Mist... klappt wohl nicht so ganz...
Er hatte jetzt schon recht lange nichts mehr gegessen, vielleicht würde er ja heute wieder ein Teller voll mit so kleinen knusprigen Teigröllchen mit Füllung zu sich nehmen, die Orangene Sauce durfte natürlich wieder nicht fehlen..Der Hohe Schwarzmagier verließ die Bibliothek und durchquerte gerade die Eingangshalle als er ein Geräusch hörte, es wurde immer lauter...
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| 05.06.2003 18:13 | #159 |
| Erzengel |
Ohne Komplikationen erreichte der Hohe Novice seine alte Heimat, das Kastell war prachtvoll wie eh und je. Das große Holztor öffnete sich, ohne das die untoten Brüder einen Laut von sich gaben. Wahrscheinlich wussten sie, das Kain so etwas im Moment nicht vertrug und sie dafür in ihre Einzelteile zerlegen würde. Nachdem sich das gewaltige Tor geschlossen hatte suchte Kain das Portal zu Bibliothek auf und verschwand darin.
In der Bibliothek konnte Kain niemanden erkennen, das hatte er am liebsten, denn so hatte er die gesamte Halle für sich. "Und jetzt?" Der Novice war nicht in Stimmung für wissenschaftlichen Kram, stattdessen hätte er lieber eine gute Geschichte, aber bei so etwas musste die Bibliothek sicher passen, dabei wünschte er es sich so sehr. Enttäuscht schlenderte er bis zu dem, was er vom Eingang noch als Ende der Bibliothek gesehen hatte, doch er hatte sich getäuscht, die Bibliothek war endlos. Wie früher hatte er die Eingangstür und die Lesepulte schon lange aus den Augen verloren und wanderte nun in der Unendlichkeit des Wissens umher. Hinter einer Reihe, welche wohl ein durchgehender Band, auf mehrere Bücher aufgeteilt, war, fand er tatsächlich einige kleine, aber dafür umso bessere, Auswahl an Nichtlehrbüchern. Kain erwählte ein Buch, dessen Hülle blutrot eingefärbt war. Anscheinend hatte er sich mit dem Begriff Nichtlehrbücher geirrt, denn es war schon auf der ersten Seite eine Menge über eine bestimmte Dämonen zu erfahren. Ein Roman mit Lehrbucheinlagen, dieser Ausdruck war wohl treffender.
Mit dem Halbromanhalblehrbuchbuch im Arm schlenderte Kain zwischen den schier endlosen Gängen hindurch und erreichte schließlich den Eingang, damals, als er selbst Bewohner des Kastells war, hatte er einige Tricks und Kniffe entwickelt, die unter Garantie einen sicheren Weg zum Eingang hervorbrachten. An einem abgelegenerem Tisch ließ sich Kain nun nieder, sein altes Pult war ihm zu vertraut, es weckte Erinnerungen, die er mühsam verdrängt hatte. So begann er zu lesen, wie einst.
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| 06.06.2003 12:11 | #160 |
| HoraXeduS |
Der Stern Innos’ war an diesem Morgen bereits hoch ans Firmament gewandert. Ganz Khorinis war von der Sonne besetzt. -Ganz Khorinis? Nein! Ein von unbeugsamen Schwarzmagiern bevölkertes Kastell hörte nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.
Nun, jedenfalls einer von ihnen gab sein bestes. Der Stabkampfschüler Horaxedus stand mitten auf der kleinen Wiese vor dem Kastell und wirbelte seine neue Waffe herum. Zu langsam zwar, einen kühlenden Schatten über sich zu legen, doch längst schnell genug, sich durch den eigens erzeugten Luftstrom etwas Kühlung zu verschaffen. Doch das war dem Glasmacher eigentlich egal. Völlig entspannt und in Gedanken versunken, die er gar nicht näher zu erfassen gedachte, schwang er geschmeidig seinen Kampfstab. Es gefiel ihm, seine Übungen wie in Trance durchzuführen und dabei wochenlang einstudierte, schwierige Bewegungsabläufe gleichsam spielerisch und konzentriert auszuführen, ohne sich dabei wirklich zu verausgaben.
So fuhr der Schwarzmagier fort, Stunde um Stunde, und sein sonst stets robenbehangener, erfreulich ansehnlicher Oberkörper glänzte schweissbenetzt im Licht der gleissenden Sonne. Und ohne es zu bemerken, verlor Horaxedus schliesslich doch noch den ungleichen Kampf gegen die leuchtende Naturgewalt: Sein Sonnenbrand war von ganz erstaunlichem Ausmass.
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| 06.06.2003 13:58 | #161 |
| TheRock |
... Hm.. war anscheinend doch nichts, fast hätte der Hohe Schwarzmaiger schwören könnendas Geräusch gehört zu haben was erklingt wenn sich jemand ins Kastell teleportiert hätte, naja.. hat er sich wohl geirrt...
Also setzte er seinen Weg weiter fort, der Gang der nun folgte war mit Sicherheit einer der längsten auf dieser Ebene...
Der monoton auf einer Höhe laufende goldene Strich war für ihn fast wie eine Karte, denn wenn man genau hinsah, so meinte Rock erkennen zu können das das mikroskopische Muster sich je Gang änderte...
Und so im schnellen vorbeigehen auch die Goldene Farbe etwas anders war...Immer diese Statuen, nur weil er den Streifen angeguckt hatte wäre er beinahe wieder gegen eine gerannt, so wie als er keine Augen hatte...In letzter Sekunde sah er sie im Augenwinkel und konnte noch ausweichen...Als er endlich im Refektorium ankam, musste er feststellen das es wieder niemanden in sichtbarer Nähe gab der sich hier niedergelassen hatte, wie lange war es her dass er das letzte Mal jemanden hier angetroffen hatte??Er wusste es nicht mehr... Er ließ sich wieder am Fenster nieder und betrachtete den Baum, den alten Baum... er musste schon älter als der Dunkle Magier sein... und wie war er überhaupt hier hin gekommen??
Stand der nicht auch schon im Minental dort im Hof??
Eine warme Scavangerschwanz Suppe lenkte ihn von seinen Gedankengängen ab, er hatte solch eine Suppe noch nie zu sich genommen, ein weiterer Grund welcher ihn vom Baum abbrachte...
Langsam löffelte er sie leer...
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| 06.06.2003 18:49 | #162 |
| Melliandra |
Noch immer im Gästezimmer ..
Immer noch müde blickte Marion auf. Sie hatte die letzten Monate, Tage und Stunden, Höllenqualen erlitten. Wie viel Zeit war vergangen. Was war geschehen. Der Blick von Marion glitt durch den Abgedunkelten Raum. Suchend und doch auf eine Weise ziellos. Die dichten schweren Vorhänge ließen kaum Licht durch die trüben Fenstergläser in das Gästezimmer herein. Wie spät war es? War es das Tageslicht oder doch nur das helle Licht des Vollmondes? Marion wusste es nicht. Eigentlich war es ihr auch egal. So wie ihr alles egal war, seitdem sie das Kind verloren hatte. Müde quälte sie sich aus dem großen Sessel vor dem Kamin und schritt mit tapselenden Schritten zum Bett, wo sie sich mit Tränen in den Augen, ins weiche Bettzeug fallen lies.
Sie hasste ihn. Was hatte er ihr nur angetan. Er hatte sie auf Händen getragen, sie geliebt. War es Liebe für ihn, oder doch nur ein Abenteuer?Er hatte sie in einer Nacht geschwängert. Sie hatte unter dem Einfluss von Alkohol gestanden. Der Wein hatte ihr alle Sinne geraubt. Hatte er sie missbraucht? Wollte sie das, was damals in der dreckigen Hütte geschehen war? Hatte sie ihren freien Willen dazu geäußert? Heiße Tränen liefen an den Wangen von Marion herunter. Sie hasste ihn! Sie hasste ihn für seine Taten.Monoton richtete sich die junge Frau auf, sie merkte nicht das sie schon wieder weinte. Sie hatte schon zu viele Tränen vergossen, seitdem sie hier im Kastell, in diesem Gästezimmer wohnte. Die Magier hatten sie geduldet. Sie aufgenommen. Wie lange würde sie hier noch in diesem Zimmer dahin vegetieren? Sie wusste es nicht.
Ihr Blick glitt zum Fenster. Dort draußen lag die Welt. Die Welt die schuld daran war. Wo war er? Was trieb er? Lohnte es sich die Gedanken an ihn zu verschwenden?
Marion machte es jeden Tag durch. Wie lange schon? Spielte die Zeit eigentlich für sie noch eine Rolle?
” Blutet rote Tränen.
Tränen der Sehnsucht.
Tränen des Leids.
In mir wütet ein Sturm.
Er dreht sich immer schneller,
immer stärker.
Im Auge des Sturmes liegt das Böse.
Das Böse versucht meine Gefühle zu verschlingen.
Kann es nicht beschreiben. Schmerz.
Hass.“
Langsam formten ihre rissigen Lippen die Worte. Er hatte sie hier abgeliefert wie einen alten ausrangierten Pflug der in die Scheune wanderte. Er hatte sich ihrer entledigt, und war dann wieder abgezogen. Er hatte gesagt er würde zwei Söldner schicken die sie nach dem Vorfall abholen würden. Doch bis heute waren keine Söldner erschienen. Sie war noch immer hier. Allein. Die Frucht die unter ihrem Herzen heranwuchs, wurde ihr genommen. Nicht durch Menschenhand. Die ehemalige Hüterin des Kastells hatte Marion zwar in einen Raum geführt. In diesem Raum waren Föten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien aufbewahrt gewesen. In dickbauschigen Glasgefäßen, aufbewahrt in Flüssigkeiten, wie ein Mahnmal. Marion war damals ins Kastell gekommen um das Kind, das sie in ihrem Leib getragen hatte abzutreiben. Doch die Führung mit der Hüterin hatte die junge Frau ungestimmt. Sie wollte nicht das ihr Kind so enden würde. Als Versuchsobjekt für die Magier.
Nein, sie wartete auf ihren Geliebten. Er würde zurückkommen, und sie würden das Kind aufziehen, da war sich Marion sicher gewesen. Sie hatte sich um entschieden. Sie würde hier auf ihn warten und das Kastell nicht verlassen.
“Ich möchte den Hass aus mir weinen - schreien.
Doch ich kann nicht.
Mein Mund ist verschlossen.
Meine Kehle verschnürt.
Meine Hand wandert zur Klinge.
Noch glänzt sie,
sie ist silbern.
ich weiß, es ist falsch diese jetzt in die Hand zu nehmen,
zu schneiden.
Ich möchte es nicht,
doch das Böse befiehlt.
Ich spüre meinen Bauch.
Er ist leer,
und doch so voll.
Voll mit Hass,
voll mit Schmerz.“
Wielang hatte die junge Frau gewartet? Tage? Monate? Er ist nie im Kastell erschienen. Auch sein Versprechen hatte er nie eingelöst. Keine Söldner die sie auf seinen Befehl hin abgeholt hatten. Nichts war ihr geblieben.Die junge Frau, hatte jede Nacht um ihn geweint. Hatte die Nahrung verwehrt, nein sie wollte nicht alleine Leben. Sie hatte in all ihrer Trauer und Wut nicht auf die Frucht in ihrem Leib geachtet. Der Schmerz stach noch immer zu.Monatelang war sie nicht willens gewesen, sie wollte nicht mehr leben, doch ihr Schicksal wollte es anders. Innos nahm ihr das Kind. Sie verlor es in einer stürmischen Nacht. Draußen hatte ein Sturm gewütet. Blut war an ihren Schenkeln herabgeflossen. Es war, als wenn ihr Bauch mit Messerstiche bearbeitet wurde. Die Totgeburt hatte sie nicht wirklich mitbekommen. Und doch, noch immer fühlte die junge Frau den Schmerz. Den Schmerz der sich in hass auf die Männer gewandelt hatte.
“Ich blute.
Innerlich - äußerlich.
Ein Schnitt.
Einen Schnitt der meinen Seelenschmerz zeigt.
Ich weiß nicht was ich tun kann,
damit der Schmerz aufhört.
Ich kann nicht mehr.
Ich will die Schmerzen in mir nicht mehr spüren.“
Marion machte Qualen durch. Und verfiel wieder in einen Schlaf. Sie wünschte sich das er Traumlos war, so wie immer. Doch er war es nicht...
Sie lag einfach so da, auf dem weißen Bettlaken. Sie sah wie sie gegen den Traum ankämpfte und sich auf dem Bett hin und her warf. Sie sah wie sich eine Blutlache unter ihren Schenkeln bildete. Den Schmerz.
Dann verwischte das Bild. Marion befand sich nun auf einer Insel. Die Sonne brannte vom Himmel. Sie war nicht allein. Marion stand in einer Traube von Frauen. Sie lächelten der jungen Frau zu. Streckten ihr die Hände entgegen.Wo war sie hier? War sie endlich im Paradies? War sie tot und fand nun endlich ihr Glück?
Die Frauen um Marion herum fingen an zu tanzen. Zu singen und zu lachen, sie nahmen sie an die Hand. Marion tanzte mit ihnen, sie war glücklicher denn je.“ Komm zu uns. Hier gehörst du hin.“, hörte sie die Stimmen. Doch es war nicht real. Es war ein Traum. Denn plötzlich verblich das Bild der tanzenden Frauen. Sie lag wieder in dem Bett.
Marion schlug Ihre Augen auf und wusste das sie hier weg musste. Es war ein Zeichen gewesen. Die Zeit des Wartens war endlich vorbei. Schnell stand sie auf. Wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und verlies das Zimmer, sie verlies das Kastell. Sie machte sich endlich auf den Weg.
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| 06.06.2003 19:19 | #163 |
| Zloin |
Aus dunkelblauem Nebel formte sich Zloins Körper. Das Pergament pulsierte! Zloin hatte er sich gerade teleportiert! Wow! Zloin wusch sich den Schweiss von der Stirn. Es war ein kribbelndes Gefühl. Er berührte mit der rechten Hand den linken Arm. Er war echt! Er hatte es nicht geträumt. Unglaublich, wie man eine lange Reise doch abkürzen konnte. Ohne Gefahren konnte man grosse Strecken zurücklegen ohne auch nur einen Gedanken zu verlieren und ohne das auch nur ein Haar gekrümmt wird.
Zloin ging auf die Seite, denn er wollte nicht von meditates Teleportationsprakitation auf den Boden niedergeschlagen werden. Auf einen Knall war meditate vor ihm. Er musste grinsen.
"Hui, das würde ich gleich nochmal machen!" meinte Zloin lächelnd.
Es war schön endlich wieder zu Hause zu sein. Das schöne schwarze lichtlose Heim! Er hatte es vermisst.
Hinter ihm kam plötzlich ein Dämon. Er hatte etwas flauschig Kleines in der Tatze.
Zloin rannte auf das Lebewesen zu und nahm sein wertvollster Schatz. Nâr! Er hob in in die Luft und schaute ihn an; So wie immer!
"Du kleiner Racker! Wie hast du das bloss geschafft? Wer hat dich denn gefüttert?" meinte Zloin überglücklig. Er war so froh, dass es einer Ratte gut ging und sie ihn wieder erkannte, denn sie hüpfte schnell auf seine Schulter - ihr Lieblingsplatz.
Der Dämon sagte, das Shark die Ratte gefunden hatte und sich um sie gekümmert habe.
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| 06.06.2003 19:33 | #164 |
| meditate |
das licht im kuppelsaal wurde auf einmal kraftvoll in richtung pentagramm gezogen. in langen schnüren, die sich immer mehr verdrehten, verschlang der blutrot aufleuchtende unheilige stern alles licht aus dem saal. in der dann folgenden pechschwarzen weil absolut lichtlosen halle erschien die magierin mitten im zentrum der nacht.
dann gab es einen knall ohne hall und das licht kam in den saal zurück.
"mach den mund zu zloin! ich reise immer mit illumination". meditate musste grinsen und nestelte in ihren sachen.
"ich kann dir dir rune in meinen turm ja auch gleich geben. ich will sie ohnehin alle an olirie geben, damit jeder magier des kastells eine bekommt."
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| 06.06.2003 20:01 | #165 |
| Zloin |
Zloin nahm die Rune gerne an und bedankte sich herzlichst dafür. Er verabschiedete sich von meditate. Es war schön sie nach der langen Zeit wieder zu sehen. Doch nun musste er sich ein wenig um sich selber kümmern! Er stank wohl sehr schlimm! Auch Nâr sah nicht gerade gepflegt aus.
Er schlenderte gemütlich in sein Zimmer. Home Sweet Home - sagt man so schön. Alles stand noch so wie immer. Nârs Käfig, der Spiegel, das Bett und der Tisch! Nichts war verändert.
Zloin legte seine gefundenen Artefakte ab: Das Konservierungsmittel; Der Goblinkopf; das kleine Rundglas; Das Leder.
Die Robe legte er auf das Bett und zog sich ein dünnes Gewand an. Er hatte vor, sich nun so richtig zu schruppen.
Schnell sputtete er sich in den Baderaum und machte sich in die grosse Holzwanne ein. Dreimal Klatschen und schon war das Gefäss gefüllt. Mit warmen Wasser und einer feinen weissen Schaumdecke. Nâr liebte Wasser nicht sehr, denn Ratten konnten nicht schwimmen. Darum konnten sich auch sehr unhygienisch sein.Zloin nahm seinen kleinen Freund, legte ihn auf das Knie, welches aus dem Wasser herausschaute, und fing an die Ratte zu schruppen. Sie hatte gar keine andere Wahl als es sich gefallen zu lassen, denn flüchten konnte sie nicht. Das heisst, sie könnte schon, würde aber ihr Leben aufgeben und so lebensmüde war der Grauknäuel doch nicht, auch wenn er sich schon mal mit dem Zloin angelegt hatte.Zloin grinste. Es war lustig, Nâr voller Schaum zu sehen.
Aber nicht nur Nâr wurde gewaschen - nein! Zloin wusch sich wie er nur konnte. Der ganze Dreck der ganzen Reise war nach langer Putzerei weg.Nach dem anstrengenden Teil entspannte sich Zloin und erzählte seinem Gefährten, was er ohne ihn alles erlebt hatte! Doch leider verstand Nâr das ganze nicht und glotzte nur in Zloins grosse Augen.
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| 06.06.2003 20:49 | #166 |
| Scipio Cicero |
Mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen stand Scipio schließlich vor den Toren des Kastells. Er kam wirklich genau zur richtigen Zeit an, denn die Sonne war gerade dabei hinter den Bergen zu verschwinden und das Gebiet in Finsternis zu hüllen. Der umhang des Waldstreichers flatterte im leichten Wind als sich die großen Tore des Kastells öffneten. Es war immer wieder aufs Neue erstaunlich was für ein Bauwerk der Zirkel hervorgebracht hat.
Im inneren legte Scipio wie üblich eine Spende in die Schale des Dämons. Sofort führte ihn sein Weg zur Bibliothek. Irgendwann würde schon einer der Schwarzmagier vorbeikommen und ihm helfen. Bald schon würde er wieder zwei Arme haben. Bald würde er sich wieder in die Stadt trauen können, ohne dem Spott und der peinlichen Neugier der Menschen ausgesetzt zu sein. Und bald würde er auch wieder kämpfen können. Besonders darauf freute sich der Waldstreicher schon besonders. In der zeit in der die Barriere noch stand wurde er ein Krieger und der Kampf war ein wesentlicher Teil seines Lebens geworden. Der Kampf war eine Kunst, doch bringt sie nicht Freude wie der Tanz oder die Malerei, sondern den Tod. Die mächtige Kombination aus Stahl und den trainierten Händen eines Kämpfers waren immer wieder aufs neue erstaunliche und obwohl mit der Zeit sowohl Scipio’s Geist und Körper im Kampf nahezu perfekt harmonierten fand er immer wieder jemanden der besser war. Genau das spornte ihn an weiter zu machen und stärker zu werden. Er machte es nicht für Ruhm oder Macht. Es war wohl einfach nur etwas das seinem Leben einen Sinn gab.
Doch man kann so stak sein wie man will, ohne die richtige Ausrüstung ist man verloren. Und langsam wurde es Zeit für den Gildenlosen sich eine neue Waffen und eine neue Rüstung zu besorgen. Also lies er die magische Bibliothek mal für sich suchen.
Bücher über Waffen gab es in der Tat genug. Allerdings eher unnütze Dinge. Ein besonderes Schwert musste her. Nicht ein schimmelndes Holzschwert eines schlechten Schnitzers. Scipio suchte lange und überflog viele Bücher, doch meistens ging es nur um Anleitungen wie man Klingen herstellte, die vielleicht ein Bauer zum abwehren von Wölfen benutzen konnte.
Dann aber stach dem Waldstreicher ein Buch ins Auge. Es befand sich weit hinten in der Bibliothek und war von einer großen Staubschicht bedeckt. Die alten Seiten ließen sich nur noch schwer lesen, denn die Schrift war alt und die Seiten in einem erbärmlichen Zustand. Auf dem einband stand jedoch noch deutlich zu erkennen Der Windfetzer. Der Gildenlose schlug die erste Seite auf und begann interessiert zu lesen.
„Der Windfetzer, eine legendäre Klinge, die schon vor Äonen als Zeichen eines Sieges geschmiedet wurde. Es war ein Krieg unter den Dämonen, der viele Jahre lang überdauerte. Den es gab eine Zeit in der nicht alle Dämonen Beliar gehorchten und die mächtigen unter ihnen hatten ihre eigenen Diener. Die unglaublich grausame Schreckensherrschaft wurde jedoch irgendwann nicht mehr geduldet und die niederen Dämonen erhoben Hand gegen ihre Herren. Die blutigen Kämpfe forderten schwere Verluste auf Seiten der Unterdrückten und der Anführer der Mächtigen, ein Erzdämon, galt als unbesiegbar, doch der niederen Schar gelang es einen Erzdämon zu beschwören, der auf ihrer Seite kämpfte und das Kriegsglück wendete sich schlagartig.
In einer letzten großen Schlacht in der die Heere aufeinander prallten kam es zum Kampf der beiden mächtigen Anführer. Tagelang dauerte das Gemetzel und letztendlich gewann die niedere Schar. Der Erzdämon der anfangs stärkeren wurde geschlagen und seine Seele wurde eingefangen, genauso wie die der üblichen Toten. Der wiedererweckte Dämon benutze diese gebündelte Geisteskraft und schmiedete damit ein Schwert. Die ganze Waffe wurde aus einem diabolischen Metall geschmiedet und die Kraft der Dämonen wurde in ihm gebunden. Aus dem Körper des besiegten Erzdämonen fertigte er eine Rüstung an. Sie ist ideal für jeden Kämpfer und kein Stahl schützt annähernd so gut wie sie. Die Waffe und die Rüstung stehen noch heute für die stärke der Dämonen, wenn sie auch erneut Sklaven unter Beliar sind.
Noch heute befinden sich beide Artefakte in der Zitadelle des siegreichen Heeres. Viele haben versucht sich ihre Macht anzueignen, doch alle scheiterten an den Wächtern, die das riesige Bauwerk bewachen. Es wird sogar behauptet Beliar selbst hat die Plünderer aufgehalten. Nur ein weiterer Beweis, dass es sich für den Windfetzer zu sterben lohnt.
Es folgten noch weitere Seiten, die den Krieg noch genauer schilderten, doch eins stand für Scipio fest: Der Windfetzer musste ihm gehören.
Das einzige was er jetzt noch brauchte, war ein zweiter Arm. Hoffentlich kommt bald ein Schwarzmagier der willig war, ihm zu helfen.
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| 06.06.2003 22:00 | #167 |
| meditate |
die magierin durchstreift das kastell auf der suchen nach ihren freunden. es war merkwürdig leer. in dons zimmer, das sie zuerst aufsuchte, stand ihr nur ein stummer schattendämon gegenüber, der wahrscheinlich aufpassen sollte, dass sie hier nichts mitgehen ließ. der dämon antwortete auf ihre frage, wo denn der große meister sei nur mit einem schulterzucken oder so einer ähnlichen bewegung. denn schultern haben dämonen eigentlich nicht. so zuckten nur die flügelspitzen und meditate knallte die tür hinter sich zu. der dämon rief ihr noch hinterher, dass ein gewisser rock ständig nach ihr suchen würde, aber das wusste meditate schon.
wo hatte ein dämon nur seine intelligez, wenn er noch nicht mal wusste, was in medis kopf vor sich ging.
als nächstes ging sie zu olirie und brachte ihm die schriftrollen und runen. der magier saß in der bibliothek, hatte die füße auf den tisch gelegt und schmatzte an irgendwelchen getrockneten früchten, während er in einem buch las.
"ich habe jetzt eine rune für jeden magier des zux hergestellt, damit sie in den lavaturm können. ob es sich aber gut macht, wenn du mir lehrlinge auf testfahrt schickst, wage ich zu bezweifeln. meine hauswächter sind extrem aggressiv und so ein unangemeldeter besuch eines angehenden magiers kann leicht für ihn tödlich enden. gib ihnen die rune also lieber, wenn sie schon ausgelernt haben. und dann übergeb ich dir noch einige schriftrollen, weil ich euch eine zeitlang verlassen werde."
der magier zog eine augenbraue nach oben und sah die magierin fragend an.
"ja ich brauche mal wieder etwas erbauung und werde die unterwelt aufsuchen. ich hoffe dort auf ein paar alte bekannte und auf neue erkenntnisse. immerhin war ich seit dem fall der barriere nicht mehr da und vielleicht kann ich ja erfahren, wozu der abgespaltene turm sein sollte. ich werde mich melden, wenn ich wieder da bin. dem turm wird nichts passieren. ich habe dort einen oder sogar mehrere sehr gute wächter. also warne jeden vor einem unberechtigten zugriff.
leb wohl, olirie, ich weiß nicht, was die zukunft bringt. wir werden sehn."
damit verließ meditate die bibliothek. vorher warf sie noch einmal einen blick bis in die entferntesten fernen der bibliothek und meinte fast das wispern der sich weiter schreibenden bücher zu vernehmen.
dann ging sie noch einmal in die küche um dem krokodilmaul ein bisschen trost zuzusprechen.
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| 07.06.2003 00:45 | #168 |
| vabun |
vabun streifte durchs kastell
seine wege führten ihn in die küche.
er fühlte ich als hätte er wochen nichts mehr gegessen.
doch grade als der den vollen magen erwartend freudig in die räumlichkeit trat merkte er, er war nicht allein...
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| 07.06.2003 00:50 | #169 |
| meditate |
"das ist ja eine überraschung. der junge nachwuchsmagier. na hast du dich eingelebt?"
meditate ließ das krokodilmaul eine neue kanne wein heranschaffen.
"trink nur, der ist wirklich gut. es ist schön dich zu sehen und ich hätte auch eine bitte an dich. ich hab hier einen dolch, der maximus gehört. ich wollte ihm den zurückgeben, aber er ist nicht hier. ich will aber nicht länger warten. ich verlasse euch heute für eine weile und weiß noch nicht, wann ich zurück bin. kannst du ihm den dolch geben?"
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| 07.06.2003 00:53 | #170 |
| vabun |
"hallo.
ich kann den dolch eine weile verwahren, und wen ich diesem ominösem Maximus mal begegne werde ich ihn ihm geben.
eingelebt hab ich mich noch nich richtig.
ich verlauf mich immer im kastel und brauch dan wochen um zurück in einen raum zu finden den ich kenne.
aber sag mal warum gibst du diesem maximus den dolch nicht selbst wo willst du den hin?"
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| 07.06.2003 01:04 | #171 |
| meditate |
ich brauche mal wieder neue inspiration und habe beschlossen, der unterwelt mal wieder einen besuch abzustatten. deshalb kann ich nicht warten. ich will unbedingt heute losziehen. pass gut auf den dolch auf. er sit mit einem starlen lähmenden gift gefüllt, kann also gut sein, dass du stirbst, wenn du dich an ihm verletzt.
ich habe leider keinen angetroffen, von dem ich mich sonst verabschieden könnte. ich sage dir also stellvertretend für alle anderen auf wiedersehen. grüße mir vor allem meinen meister und richte ihm aus, ich werde wiederkommen. mit neuer kraft und neuen ideen."
dann reichte meditate (was sehr ungewöhnlich für sie war) dem hungen magier die hand und verließ die küche.
sie ging noch einmal auf den hof um den duft der esche einzuatmen und dann klopfte sie ihren stab auf die erde. im selben moment war sie verschwunden.
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| 07.06.2003 01:06 | #172 |
| vabun |
"tja tschüs dan und viel ähm spaß."
sagte vabun verdutzt.
doch da war sie schon gegangen ....
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| 07.06.2003 10:52 | #173 |
| TheRock |
Die Suppe war ihm gut gemundet, nach dem langen Bibliothekaufenthalt war er doch recht hungrig gewesen...
Es überraschte ihn jedes Mal wieder wie schnell und gut die Dämonen das Essen zubereiteten oder auch dieses Gebäude sauber und instant hielten.. oder pflegte es sich von selbst?
Um erlich zu sein hatte er noch nie einen Dämon mit einem Besen über den Boden rennen gesehen... nur die Sachen wie Betten oder Roben wurden von den Dämonen unauffällig bearbeitet..
Das wäre bestimmt auch mal lustig das heraus zu finden, obwohl es bestimmt das einfachste war einfach eine geisse Meditate danach zu fragen, dann könnte er sie auch gleich auf das ansprechen was er nun schon fast einen ganzen Monat versuchte sie zu fragen...
Ein eigenes Labor, das würde er bestimmt brauchen wenn er bald die Heilkunst erlernen würde...
Oder auch jetzt schon um vielleicht diverse Fantasien und Träume in die Tat um zu setzten...
So in Gedanken versunken strich er durchs Kastell, ohne wirkliches Ziel und ohne eine Aufgabe...
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| 07.06.2003 14:07 | #174 |
| shark1259 |
Endlich wieder einmal ausgeschlafen, verließ shark sein Zimmer. Mit immer sicherer werdendem Schritt, glitt er die Gänge entlang. Mit bewundernden Blicken, die Magier an den Wänden streifend.
Seine Robe wurde etwas aufgebläht und gab ein mysterriöses Geräusch von sich. Die Gänge schienen sich länger zu machen, als sie waren und führten nur für diejenigen, die sie kannten, an den Ort, an den sie führen sollten. shark war wieder im Kastell. Im wahrscheinlich furchteinflösendsten und seltsamsten Ort in ganz Myrtana. Und er war hier zu hause und hatte längst keine Angst mehr, sonder ein wohlbehagen. Es war so, dass er, kaum merkte er, dass etwas anders war, als es sein sollte, er wusste, dass er im Kastell war und dass er hier teilweise sicher vor der ach so schönen Welt war.
Die Treppen hinunter in die Eingangshalle. Kurz blieb shark stehen, bevor er ins Refektorium ging, er musste zwar noch einmal in die Bibliothek, doch wollt er jetzt erstmal was essen bevor er wieder lange las.
Im Refektorium angekommen bestellte er sich eine Suppe und einen Lappen um sein Schwert reinigen zu können, es war leicht mit Blut bedeckt, da shark gestern bei der Heimreise einen Molerat hatte erlegen müssen.
Genüsslich schlürfte shark von der Suppe. Sie war noch heiß, doch schmeckte sie vorzüglich.
Zufrieden lehnte er sich zurück in seinem Stuhl und genoss die Energie die durch seinen Körper floss.
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| 07.06.2003 14:24 | #175 |
| TheRock |
Irgendwann realisierte der Hohe Schwarzmagier dass er nun schon stunden lang ziellos durchs Kastell wanderte, so in Gedanken versunken.. obwohl es ihm jetzt gefiehl, so konnte man endlich mal alle Gedanken durchgehen und war schön ungestört..
Als er wiedermal durch die Eingangshalle Streifte sah er noch eine Person an einer Treppe, wer war das?? Die Schritte schienen sehr zielgerichtet und bestimmend zu sein, wenn auch etwas schlapp...
Ein Freund? Ein Besucher?
Da Rock gerade sowieso eine Gedankliche Ebbe hatte, beschloss er der Person einen kleinen Besuch abzustatten, lange hatte er mit niemandem mehr gesprochen..Der unbekannte ging recht friedlich durch die Gänge, ließ sich aber durch ihre Eigenarten nicht irritieren und ging weiter, vielleicht ins Refektorium.. Rock betrachtete ebenfalls die Gemälde und achtete gar nicht mehr auf seine Schritte, sie wurden langsam etas lauter.. eine Schande für ihn, er wollte bald schleichen lernen und war nicht einmal in der Lage sich auf zwei Sachen gleichzeitig zu konzentrieren??
Er setzte seine Füße nun wieder vorsichtig auf und hüllte sich dadurch schon fast in einen Umhang aus Ruhe, wenn er erst einmal schleichen könnte, würde ihn niemand mehr hören, egal wie nah er jemandem kommen würde...Als seine anscheinend nicht mehr vorhandenen Augen ein recht abstraktes Bild mit Dämonen und Fratzen erblickten wusste er, er war beim Refektorium... die Ominöse Gestalt hatte sich bereits hingesetzt und löffelte schon eine Suppe..Da erst erkannte er wer es war, sein Freund Shark... wie lange hatte er ihn nun schon nicht mehr gesehen?? Es mussten schon Wochen sein...
Er begab sich nun zu dem selben Tisch und war im Begriff sich zu setzen...Entschuldigt mein Freund, was dagegen wenn ich mich setze?
Er musste fast grinsen bei seinen Worten, Wochenlang nicht gesehen und wie begrüßt er ihn?? Mit einer Bitte sich setzen zu dürfen..
Oh man, Sei gegrüßt, wie gehts dir?? Wo warst du? Ich habe dich recht lange nicht mehr gesehen..
Es platze einfach so aus ihm heraus, eine Art wiedersehen ohne Ordentliche Begrüßung?? Ne, das ging nicht!
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| 07.06.2003 14:53 | #176 |
| shark1259 |
shark sah von seinem Teller hoch. Er hatte ihn schon fast gelehrt, da kam einer an und sprach ihn an. Sofort hatte ihn shark an seiner Stimme erkannt. Es war sein Freund Rock.
"Natürlich dürft ihr euch setzen. Warum denn auch nicht?"
shark versuchte seine Stimme genauso uninteressiert zu halten, wie es Rock bei der Frage gehalten hatte und zeigte seine Freude, Rock, einen seiner ältesten und besten Freunde hier, wiederzusehen kaum.
Doch nicht lange wurde es so gehalten. Rock begann mit der "richtigen Begrüßung" und auch shark zeigte seine Freude, stand auf und umarmte seinen Freund brüderlich.
"Ach freut es mich dich wieder zu sehen. So lange ist es her. Ich hab mich gefühlt als hätte ich einen Bruder für lange Zeit nicht gesehen.Mir gehts jetzt wieder gut, ich hatte lange Zeit eine schlechte Phase, doch nun bin ich wieder im Kastell und froh zuhause zu sein.
Aber lasst euch ansehen."
Verwundert musterte shark ihn. Wie sah der denn aus? Seine Statur war gleich kräftig wie eigentlich immer. Doch was war mit seinen Augen. Oder was war nicht damit? Sie waren nicht da. Man konnte sie nicht sehen?
"Doch sagt, was ist mit euren Augen los? Ich kann sie nicht sehen?"
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| 07.06.2003 15:07 | #177 |
| TheRock |
Glücklich seinen besten Freund wieder mal getroffen zu haben hatte er ihn begrüßt, als Shark aber dessen Augen entdeckte, wusste er erst gar nicht was dieser meinte, bis ihm dann wieder einfiehl dass seine Augen ja unsichtbar für normalserbliche Augen waren, die Dämonen konnten sie bestimmt sehen.. oder zumindest erahnen..
Nun ja, ich weiß es selbst nicht so genau, ich wachte eines Tages auf, lag so auf einen Tisch gefesselt und Arctus, ein recht neuer Bewohner dieses Hauses hatte mich aufgeschlitzt und solche Sachen wie Mein Herz und die Augen entfernt... ich war erst vollkommen irritiert und lag dort Tage lang auf diesem Tisch... bis ich auf einmal in die Kellergewölbe geleitet wurde um mich zu waschen, die grobe Narbe hat mit der Don Esteban entfernt, du glaubst es bestimmt nicht, einfach so indem er seine Hand auf meinen Kopf gelegt hat...
Irgendwie war der Hohe Schwarzmagier in eine Art Plauderphase gekommen, das war eigentlich nicht so seine Art, was er wohl auch dann selber realisierte...Öhm.. naja, zumindest hat mir dieser ungehobelte frische Magier meine Augen in so einer Sauce gebadet und sie dadurch fürs Menschliche Auge unsichtbar gemacht...
Nun wollte ich noch Don Esteban oder ihn fragen ob ich die Augen auch kraft meines Willens wieder sichtbar machen kann, denn das wäre schon ein schön schauerlicher Effekt, wenn meine Augen so einfach beim Reden verschwinden...
Diese letzten Worte nahmen Formen in seinen Gedanken an, kleine unbedeutende Anhänger Innos... arme Bauern.. alle würden sie fliehen wenn er sich mit ihnen unterhielt...
Huaaahaaaaahahaaaaaaaaa.
Völlig Ruckartig kam der hohe Schwarzmagier wieder in die Realität zurück, raus aus dem Traumreich, raus aus den herrlichen Erinnerungen...
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| 07.06.2003 15:18 | #178 |
| shark1259 |
Erschrocken war er zwar im ersten Moment gewesen, doch schnell hatte shark sich daran gewöhnt. Er fand nichts schlimmes daran. Schon so viele seltsame Sachen waren ihm wiederfahren und als er das Wort Arctus gehört hatte war ihm alles klar. Dieser Junge hatte etwas magisches an sich, was shark nicht verstehen konnte. Er hatte schon jetzt Angst, wenn dieser die Magie der Schwarzen Magier beherrschte, denn wer wusste, was er mit dieser alles anstellen würde. Doch zugleich freute er sich auf jenen Tag, an dem er mit Arctus an der Seite zaubern konnte.
Und als Rock das mit dem verschwinden lassen erzählt hatte musste shark auch lachen.
"Das wäre sicher sehr nützlich. Und vor allem witzig.
Doch erzählt mir, wie hat es sich angefühlt? Aufgeschlitzt zu werden, stell ich mir nicht gerade angenehm vor? Und wie hat es Arctus zu stande gebracht, dass ihr nicht in das Reich unseres mächtigen Meisters eingekehrt seit?"
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| 07.06.2003 15:41 | #179 |
| TheRock |
Etwas erstaunt darüber dass Shark so ruhig geblieben war schaffte er es trotzdem normal antworten zu können...
Nun ja, Arctus hat mir ja damit ich am leben bleibe dieses Dämonenherz eingepflanzt, damit konnte mein Körper den hohen Bluverlust schnell wieder wett machen und auch so war das Herz besser als mein Menschenherz... und als er gesehn hat dass ich da Platz für zwei davon habe.. hatte ich auf einmal zweiMit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen fuhr Rock fort..Es war schon etwas seltsam, ich habe auch meinen Magen und verschiedene andere Organe gehört, das reinste Orchester hab ich da im Unterlaib..Aber den Schnitt habe ich gar nicht so recht gespürt, vielleicht hat mein Körper auch einfach alle Nerven in dem Bereich abgestellt da ich sonst daran gestoben wäre..
Es war schon seltsam... aber als ich dann so mit der Narbe auf dem Bauch durchs Kastell gelaufne bin konnte ich noch immer in mich hineinsehen.. manchmal hing auch ein Stück meines Darms zwischen den einzelnen Fäden raus... ein seltsames Gefühl...
Die Augen leuchteten plötzlich erst blendend weiß auf, gingen dann langsam ins rote über und blieben so eine kurze Zeit, sie veränderten sich genau dann als er wieder daran dachte wie er entführt worden war..
Mit diesem Arctus würde er noch das ein oder andere Wörtchen wehcseln müssen... Wäre Rock nicht mit einem recht strken Geist und dem Wesen seines Vaters ausgestattet, so wäre sein Ehrgefühl und Stolz wohl unheilbar verletzt gewesen... Die grausamsten Szenen spielten sich dort in Rocks Kopf ab, wenn diese ans Tageslicht gekommen wäre, so wäre seine Lebenszeit wohl auf ein paar Sekunden verkürzt worden.. von jedem dem er begegnen könnte....
Seine Hände hatten sich an der Tischkannte festgekrallt, sie hatte jetzt starke Fugen an den Stellen wo seine Finger waren, seine Augen nahmen wieder ihren normalen unsichtbaren Zustand an, er hatte sich wieder etwas entspannt... Die Adern die im Inneren seiner Augenhölen saßen waren stark angeschwollen und pochten unter den Schlägen seiner zwei herzen wie ein Vulkan kurz vorm Ausbrechen...
Am Ende habe ich den ehrenwerten Don Esteban getroffen, er hat mich wieder geheilt.. ohne ihn würde ich entweder in einem der vieln Gänge liegen und langsam schwinden oder in Beliars Reich meinen Platz eingenommen haben..
Das Gemüt von Albus' Sohn hatte sich wieder fast auf ein Normalmaß geregelt, er war schon fast wieder in der Lage normal ohne Gedanken an Arctus hier zu sitzen und zu konversieren...
Wo warst du eigentlich? Ich habe dich sehr lange nicht gesehen..
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| 07.06.2003 16:34 | #180 |
| shark1259 |
shark hatte wieder die beiden Seiten seiner Seele in sich bemerkt. Die eine, ruhig und zurückhaltend, sie hatte einen gewissen grad von Furcht in ihn gelassen. shark machte sich mit diesem Teil sorgen um seinen Freund. Er hatte gespürt wie der Hass und auch die Angst in seinem Freund hoch gekommen waren und das hatte ihm sorgen bereitet.
Doch der andere Teil. Der hatte eine gewisse zufriedenheit verspürt. Den Hass aufgesogen. Durch die Angst gewachsen. Rock hatte Sachen an sich, die shark an dessen Vater erinnerten. Sie waren hinterhältig und böse. Und das gefiel shark. Rock entwickelte sich ähnlich wie er. Durch diese Traumwelt war er härter geworden und irgendwie anders. Der "gute" Teil hatte sogar etwas angst vor ihm.
An höllisches Grinsen glitt über sharks gesicht. Und seine Hand fuhr über seine Robe, wo sich darunter seine Kette befand.
"Ich war... auf Reisen.
Zuerst war ich mit einem gewissen Diego auf einer Insel vor Khorinis. Auf diesem Ausflug traf ich auch den ehrenwerten Don-Esteban wieder. Rock, er hat solche enormen Kräfte, dass kann ich dir gar nicht beschreiben. Nur mit einem Befehl hatte er über leben und über Tod gerichtet. Er ist zweifellos einer der größten Anhänger Beliars auf Erden."
shark sah seinem Freund bewundernd ins Gesicht. Sein Herz hatte schneller zu schlagen begonnen. Diese Kraft alles in seinen Händen zu halten. Diese unendliche Bosheit. sharks Lippen formten die Worte. "Nur ein Wort. Nur ein Wort und ein Lebewesen stirbt. BELIAR!"
Als shark wieder zur besinnung kam, hoffte er das Rock es nicht mitbekommen hatte.
shark griff zu dem Lappen, den er sich zuvor von einem Dämonen hatte bringen lassen. Sein Schwert nahm er aus der Scheide und fing an es leicht zu polieren. Es war noch blutig von dem morden.
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| 07.06.2003 16:48 | #181 |
| TheRock |
Was war das gerade?? Komm schon, nur noch einmal.. Etwas seltsames ist da gerade mit Shark geschehen.. doch was war es??
Er hatte sich definitiv verändert... doch in welche Richtung?Ich könnte mir vorstellen dass er einer der größten Magier unseres Zeitalters ist, doch auch verschiedene andere Mitglieder unseres Zirkels sollten besser nicht verachtet werden...
Aber vor allem sollte sich dieser Arctus in acht nehmen.. Denn..
Halte ein, was denkst du da gerade??
Vater??
Begehe keine Fehler, es könnte deinen Untergang bedeuten!!
Aber wer..??
Denke an meine Worte......
Worte... Worte...
Dieses eine Wort klang lange in Rocks Ohren nach,
halt.. in seinen Ohren?? Nein.. in seinen ... Gedanken..
Wer hatte da gerade zu ihm gesprochen?? Sein Vater? Beliar? Ein Dämon?Wären Rocks Augen Sichtbar gewesen, so hätten sie bestimmt glasig ausgesehen.. abwesend gewirkt..
Da zeigte sich ´dass seine Augen doch zu was nutze waren..
Shark reinigte seine Klinge, hatte aber ein Auge auf Rock gerichtet.. ihm wären die glasigen Augen nicht entgangen.. wären sie dort gewesen..Und was hast du so auf der Insel erlebt, oder warum bist du überhaupt weg gewesen??
Mit den letzten Sätzen wollte er einen normalen gemütszustand vorspielen, er wollte nicht dass jemand seine Gedankengänge erführe.. zumindest noch nicht...Er hatte auch kein leichtes kribbeln im Kopf verspürt was er sonst verspürte wenn seine Gedanken von einem Dämon gelesen wurden..
es gab also vorerst noch niemanden der etwas von seinen Gedanken oder dieser seltsamen Stimme wusste, bevor ER nicht wusste was es war, solte es auch kein anderer wissen.
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| 07.06.2003 17:14 | #182 |
| HoraXeduS |
Still sass Horaxedus im Gras vor dem Kastell und starrte an der hassgeliebten Übungspuppe vorbei auf den Horizont. Es war, als hätte sich eine geheimnisvolle Starre über die Insel gelegt, als habe jemand die Zeit angehalten. Der Schwarzmagier rührte sich nicht, doch die tatenlose Ruhe, mit der er hier trocken und sicher vor seiner steinigen Heimat herumhockte, behagte ihm nicht. Er war es gewohnt, die Dinge am Laufen zu halten, in vorwärtsgerichteter Bewegung. Süsses Nichtstun war ihm eigentlich immer ein Greuel gewesen.
All das Training, die Übungungen, alles Kämpfen und Keuchen hatten die aufkommende Unruhe des Magiers nicht stoppen können. Horaxedus erhob sich und griff zu seiner Weste, um sie überzuziehen. Schliesslich schob er die Puppe dichter an die Mauer und warf sein Bündel über. Noch einmal suchte sein Blick den Horizont, dann packte der Schwarzmagier seinen Kampfstab und rannte los, den langen Weg Richtung Tal.
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| 07.06.2003 17:26 | #183 |
| shark1259 |
Einen Schleifstein.
Ein Dämon hatte den Wunsch gehört und kam wenige Minuten später mit dem benötigten zurück. Langsam begann shark das glänzend polierte Schwert zu schärfen. Immer wieder fuhr mit einem Finger über die Schneide um zu testen ob sie schon scharf genug war, doch im Moment befriedigte kein Ergebnis seinen Willen. Sie sollte so scharf sein, dass man einen Grashalm in zwei Teile hätte zerschneiden können. shark wurde immer unruhiger.
Und Rock bemerkte es. Doch auch in Rock ging etwas vor. Es war ein seltsamer Tag heute.
"Diego ist ein bekannter von mir und ich hatte ihm versprochen mitzugehen. Er versprach mir eine gute Entlohung für meine Dienste und da ich nicht sonderlich viel Geld hatte willigte ich ein. Doch mir hat die ganze Sache nicht wirklich behagt. Durch Don-Esteban fühlte ich mich sicherer, doch alle haben uns hass und angst erfüllt angesehen. Irgendwie hat es mir nicht behagt, doch..."
anderer seits hat es mir gefallen wie sie sich alle sorgen gemacht haben. Wie sie sich alle gefürchtet haben vor dem Zorn Beliars und vor dem Zorn Dons.
"... ach ich weiß nicht. Es war eigenartig. Und jetzt zuvor wäre ich fast gestorben. Ich hatte plötzlich wunden. Ich weiß nicht woher. Doch war ich nahe am verbluten. "
shark nahm sich sein Schwert und fuhr damit über seinen Arm. Es war scharf genug. Ein dünner roter Strich aus dem langsam warmes Blut kam und der immer weiter wurde blieb zurück.
shark grinste zufrieden.
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| 07.06.2003 18:00 | #184 |
| TheRock |
Welch ein seltsamer Mensch, schneidet sich selbst fast den Arm ab und grinst auch noch dabei...
Ein scharfes Schwert zu haben war schon wichtig, aber sich damit den Arm aufzuschneiden war nicht so ganz das was Rock sich unter einem normalen Menshen vorstellte... aber wer war schon normal?? Und vor allem.. wer von uns ZuXlern war schon normal??
Beim Anblick des Blutes wallte eine Woge aus Mordeslust durch Rocks Körper, er hatte das dringende Bedürfniss das Schwert zu nehmen ud einen um zu bringen.. Shark?? nein Shark nicht, so weit reichten seine Mordeslüste nicht, aber so ziemlich alle anderen hätte er jetzt gerne umgebracht, einfach nur so.. aus Spaß..
um das tiefrote, dickflüssige Blut zu sehen.. wie es aus den kleinen Adern rinnt und sich schön gleichmäßig auf dem Boden zu einer Spiegelnden Fläche ausbreitet..
Ahso... nun ja, ich hoffe wir können uns auch bald mal wieder an einer Jagt oder einer Reise versuchen, ich müsste mal wieder raus aus diesem Gebäude, es wird mir schon fast langweilig..
Er beobachtete Shark beim schleifen und dachte an sein eigenes Schwert.. er müsste es auch mal wieder in den Händen halten, ein wenig damit üben.. oder abschlachten..
irgendwas.. irgendwas grauenhaftes..
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| 07.06.2003 23:53 | #185 |
| Niac |
Es war ziemlich Spät in der Nacht und im Kastell war es dunkel und totenstill. Nur hin und wieder hörte man Dämonen, die durch die Räume huschten und einen leisen Windhauch, der sich leise und wie eine seidenweiche Hand auf dem Gesicht niederlegte.
Eben hatte er sich im Kastell materialisiert und schon war Cain zusammengebrochen. Er konnte nichtmehr. Das war alles zu viel für ihn gewesen. Erst diese wie der echte Cain es genannt hatte Seelenverschmelzung" und dann noch das Zusammentreffen mit dem echten Cain. Das war einfach zu viel für ihn gewesen und so erlag er seinen Träumen und verschwand in seinen Gedanken. Niac übernahm. Der Boden war leicht mit Staub überdeckt und war kalt. Niac stand auf und sah mit seinen rot-glühenden Augen einmal um sich herum. Niemand war zu sehen und dadurch konnte er abschätzen, dass es wirklich ziemlich Spät sein musste. Er machte sich auf den Weg auf sein Zimmer, wo er sich an den Holztisch setzte und nur durch eine Andeutung seiner Gedanken kahm wie durch Geisterhand ein Becher mit kühlem, frisch gezapfen Bier vor ihm.
Er setzte es an die Lippen und ließ das kühlende Nass die Kehle hinuntergleiten. Sein Kehlkopf bewegte sich rauf und runter im Tackt der Flüssigkeit, die er hinunterschluckte. Das Bier schmeckte sehr gut, wie fast alles aus dem Kastell, doch wollte er nicht wissen, von wo sie es herbezogen. So nahm er sich eines der Bücher über das Kastell, die er aus der Bibliothek geliehen hatte hinaus und setzte sich wieder. Er schlug das Buch auf und suchte sich sein Lesezeichen, ein alter Lederfetzen, den er benutze um dort weiterzulesen, wo er das letzte mal aufgehört hatte. Cain schlief tief und fest.
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| 08.06.2003 14:43 | #186 |
| HoraXeduS |
Der Geruch des Todes haftete Horaxedus an, als er zum Kastell zurückkehrte. Geschwind zog der Schwarzmagier durch das Tor und weiter strammen Schrittes in die Eingangshalle, wo er nur kurz vor dem Steinernen Dämonen innehielt und zur Ehrerbietung sein verschwitztes Haupt flüchtig senkte.
Niemand hatte von Horaxedus' Ankunft Kenntnis genommen. Niemand jedenfalls ausser den Skeletten am Eingangstor, die auch ohne Geruchssinn sofort Bescheid wussten. Und hätte man Ihnen damals noch einen Rest von Mimik auf Ihren knöchernen Gesichtern belassen, man hätte in dem Augenblick, als Horaxedus mit prall gefülltem Bündel zwischen den knöchernen Torwächtern hindurch geschritten war, zugleich den Ausdruck angewiderten Entsetzens als auch des gehässigen Grinsens unter ihnen ausmachen können. Erbärmlich und mahnend, wie sie aber nunmal dort angeschlagen hingen, waren die Gerippe leider nicht einmal in der Lage, sich ihre nicht vorhandenen Phantomnasen zuzuhalten.
Inzwischen war der Glasmacher die Treppe hinauf in das erste Stockwerk geschritten und schloss soeben seine Zimmertür hinter sich. Horaxedus wurde wohlig zumute bei dem Gedanken an sein Bündel, das ihm schwer und summend den gebeugten Rücken massierte. Doch wohin mit der toten und zugleich lebendigen Fracht? Nachdenklich stand der Magier vor seinem Schrank und hielt bereits die geöffnete Tür in der Hand, als er sich stirnrunzelnd eingestehen musste, dass dies wohl nicht der geeignete Platz sein würde.
Unter dem Bett vielleicht? Nein, das war auch zu umständlich. Kurzentschlossen, weil ungeduldig ging Horaxedus schliesslich zum Fenster und öffnete es vorsichtig. Dann nahm er das kostbare Bündel von der Schulter und rollte es samt Inhalt auf dem äusseren Fenstersims in der Sonne aus.
Nachdem er das Fenster wieder geschlossen hatte, trat der Schwarzmagier einen Schritt zurück und betrachtete mit verschränkten Armen und zufriedenem Gesicht sein Werk. Wann immer er wollte, würde er jetzt hinausschauen und sich all die schönen Fliegen anschauen können. Offenbar mochten sie junge Molerats.
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| 08.06.2003 21:38 | #187 |
| olirie |
Olirie legte das Buch zur Seite, es war doch nicht so interessant, wie er gedacht hatte. Der Hohe Schwarzmagier verließ die Bibliothek und ging ins Refektorium, in welchem er sich an seinen üblichen Platz setzte und eine gegrillte Schafshachse mit Oliven und Bohnen bestellte. Als Getränk wünschte er sich einen frisch gepressten Apfelsaft. Die Mahlzeit erschien prompt und olirie konnte beginnen, sie zu verspeisen.
Sobald der Teller geleert war, stand der Hohe Schwarzmagier auf und ließ abräumen. Dann verließ er das Refektorium und ging in sein Zimmer. Er hatte beschlossen, etwas jagen zu gehen. Olirie nahm sein Schwert und verließ dann wieder sein Zimmer und darauf hin auch gleich das Kastell.
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| 09.06.2003 15:16 | #188 |
| shark1259 |
Lange, sehr lange noch, waren der Hohe Schwarzmagier Rock und shark noch an dem Tisch gesessen. Gelacht und gescherzt, so wie auch ernst gesprochen, wurde nicht wenig an jenem Abend. Doch waren sie auch irgendwann wieder in ihre Zimmer zurück geflüchtet und hatten sich ausgeruht. Jedoch nicht ohne ein Treffen in der Zukunft zu fixieren. Und die Zeit war es nun um diesen Termin einzuhalten.
shark kam etwas spät aus seinem Zimmer heraus. Er hatte noch nachdenken müssen, bevor er sich wieder in die "Welt" hinauswagte. Nach dem üblichen Gang die Treppe hinunter und ins Refektorium stellte er fest, dass Rock auch noch nicht da war.
shark entschloss sich deswegen mal ein ausgibieges Frühstück zu sich zu nehmen, denn irgendwie hatte er das gefühl, dieser Tag würde mehr Kräfte von ihm brauchen, als er es zu vermuten ließ.
Ein Dämon brachte, ein paar minuten nach dem er sich es in seinen Kopf gehämmert hatte, das gewünschte Brot, den Käse, den Schinken und eine Flasche mit Bier. Genüsslich schnitt er sich eine Scheibe brot herunter, belegte sie dick mit Käse und Schinken und biss kräftig ab. Wie immer schmeckte es hervorragend. Die dämonen wussten auch wie man alles herstellte.
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| 09.06.2003 15:27 | #189 |
| TheRock |
Gähnend verließ Rock sein Zimmer, war heute nicht was??
Ach ja, er war wieder mit Shark zum Frühstück verabredet..
Mit festem Schritt durchquerte er das halbe Kastell bis er schließlich vor dem Refektorium stand, ein BLick ins Innere und er hatte auch schon seinen Freund entdeckt...
Er ließ sich neben ihm nieder, brachte es aber nicht fertig sich etwas zu bestellen, er ar noch vom Abend voll...
Guten Morgen mein Freund, gut ausgeruht?
Er war schon kräftig am futtern und sah auch nicht gerade bereits gesättigt aus...
Der hat n guten Hunger...
Rock bemerkte dass er sich voll ausgerüstet hatte, unbewusst beim aufstehen und anziehen musste er Amulett, Dolch,Schwert sowie alle Runen mitgenommen haben...Bereit wie für eine Wanderung oder dergleichen...
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| 09.06.2003 15:39 | #190 |
| shark1259 |
shark sah kurz auf und schluckte. Freudig begrüßte er Rock. Ohne lang zu überlegen aß er etwas schneller als zuvor fertig. Er sah sich einmal ganz kurz im Refektorium um. Es war nicht sonderlich viel los hier. Warum auch, um diese uhrzeit? Ein paar Dämonen schwirrten lautlos umher und hinten in einer Ecke unterhielten sich ein paar Leute. Die Tische waren alle unbedeckt und sauber. An dem einen oder anderen schrubbte ein Dämon. Auf den Bänken saßen kaum Leute. Die Decke, viele Meter über ihren Köpfen, gab jedoch das kleinste Geräusch wieder zurück. Es war eine riesige Halle. shark war sie nie so riesig vorgekommen, aber sie war es. Es waren hier sicher gute 30 Tische. An jedem hatten wiederum sicherlich Zehn Menschen Platz, wenn nicht mehr. Hier könnte man durchaus mal etwas veranstalten. Platz genug wäre für einige Leute. Doch haste shark normalerweise ja jeden Trubel.
Das Essen war verspeist. shark sah Rock kurz an. Er sah die Augen wieder nicht, doch war er gar nicht erst verwundert darüber. Er wusste ja trotzdem, dass Rock die seinen sah. Wie er ihn mit dem Blick durchbohrte.
"Lass uns gehen."
Ohne ein weiteres Wort standen die beiden Magier des Kastells auf und verließen ihre Heimat.
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| 09.06.2003 16:13 | #191 |
| Zloin |
Nach getaner Baderei verliessen Nâr und Zloin die Badestube und machten sich auf in ihr Zimmer. Der Rattenkäfig wurde mit Fressalien gefüllt und Nâr dort versorgt. Sie sprang zuerst im Laufrad herum und machte sich dann hinter die leckeren Körner. Zloin bemerkte freudig, dass Dämon seine Robe gewaschen und geflickt hatte. Sie war fast wie neu und roch fein nach Rosenblüten.
Zloin schlüpfte in die Robe, nahm sich die Untotenrune und ging in einen der Übungsräume.
Sein heutiges Ziel war, den Spruch einigermassen zu zaubern. Er hatte die Rune in der rechten Hand und setzte die ganze Kraft in die Rune. Dann fuchtelte er mit den Armen in der Luft. Am Schluss hielt er die Hände senkrecht nach vorn und wartete. Aus dem Boden quoll schwarzer dickflüssiger Saft. Es sah wie Pech aus. Doch mehr als eine Pfütze bildete er auch nicht. Erster Fehlschlag.
Er probierte die Prozedur noch einmal, noch einmal und noch einmal. Es passierte immer dasselbe. Warum bloss?
Auch der Nächste Versuch platzte. Wieder schwarze Flüssigkeit. Er hatte keine Ahnung warum und flüchtete in das Refektorium um sich zu stärken, denn das Üben ging auf die Nerven und die Muskeln.
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| 09.06.2003 18:50 | #192 |
| TheRock |
Eine große rote Säule aus wirbelndem Rauch erschien in der Eingangshalle über dem nun leuchtenden Pentagramm, ein Windzug strich durch das Kastell. Shark und Rock materialisierten sich gleichzeitig in dem Rauch... langsam senkte sich der Rauch auf den Boden und verschwand bald.
Man was hast du dir dabei gedacht Rock??
Sofort wurde Rock von seinem Freund angeschrien, doch das war ja ganz verständlich nach so einer Aktion..
Ich dachte der Typ wäre mein Vater gesesen.. ich dachte er wäre wieder zurück gekehrt und da musste ich ihn angreifen.. wäre es mein Vater gesesen, so wie wir ihn in der einen Höhle getroffen haben.. dann hätte es böse enden können.. für alle die dort waren.
Shark hatte sich auch schon wieder etwas abgeregt.. Rock hatte nun jedoch das Bedürfniss sich ein wenig auszuruhen..
Er verabschiedete sich noch kurz von Shark und verschwand dnn auf sein Zimmer, auch Shark begab sich auf sein Zimmer..
Der Hohe Schwarzmagier saß noch kurz am Fenster bei einem Glas Wein, dann schlief er auch schon ein...
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| 09.06.2003 20:34 | #193 |
| Erzengel |
Kain musste wohl über den Büchern eingeschlafen sein, hoffentlich hatte er dabei keinen Sabberfleck hinterlassen. Der Hohe Novice hievte seinen Oberkörper samt Arme und Kopf vom Lesepult und stieß ein leises, dahingehauchtes "Zurück" aus und ehe er sich versah waren die harten Kissen verschwunden. Müde schleppte er sich zu seinem alten Zimmer und öffnete erschöpft die Tür. Mit einem mal schoss Adrenalin in seinen Körper und schärfte seine Sinne, seine Müdigkeit war vergessen, als er der endlosen Karglandschaft entgegenblickte. Dieses Brachland weckte Erinnerungen, die er nie selbst erlebt hatte, es waren Gedanken von... von... "Meinem Vater" Sein geflügeltes Ich... wiedereinmal... "Besser gesagt von unserem Vater, zumindest sollte er sie gehabt haben, wenn er denn existiert hätte."
"Er war ein dummer Narr."
"Er wäre vielleicht gewesen, wenn es ihn gegeben hätte oder deine Mutter oder Belzusia..."
"Willst du mir sagen, ich wurde nicht geboren? Alles hat einen Vater und eine Mutter, oder zumindest einen Schöpfer oder einen Urheber, wie man es nennen will."
"Das sind die Regeln, die man dich und alle anderen Menschen gelehrt hat, beweise es mir."
"Was willst du denn noch, außer der Tatsache, das alles und jeder einen Vater oder Schöpfer hat?"
"Nur weil alles, was bisher geschaffen wurde, geboren wurde, muss alles, was noch geschaffen wird, geboren werden? Was ist Magie? Mit Ausnahmen? Dingen die Regeln brechen? Was ist damit?"
"Dann beweise du mir doch das Gegenteil?"
"Ich? Beiweisen? Du selbst bist der Beweis, vielmehr wir sind der Beweis.""Du willst mir sagen, das ein ganzes Königreich nie existiert hat?""Ist das so schwer zu glauben? Von dir... von mir in deinem Alter hatte ich mehr erwartet."
"Nimm mal die Welt als Beispiel, so ziemlich jeder hat schon einmal von den Diolyninseln im Oncarameer gehört, doch warst du selbst schon mal dort? Nein! Doch du glaubst es allen, weil absolut jeder davon erzählt und es Bücher darüber gibt. Aber hast du es jemals gesehen? Mit deinen eigenen Augen gesehen?""Nein... Aber... ... ..."
"Traue nur dir selbst."
"Dann muss ich dir ja nicht glauben."
"Ich bin du, das hatten wir doch schon."
"..."
"Wie dem auch sei... dies was du hier siehst ist Belzusia...""Wieso sollte ich dir meinen Glauben schenken?"
"Du musst es nicht glauben, ich will es dir nur zeigen. Nun folge mir." Der Geflügelte erhob sich in die Lüfte und forderte Kain auf ihm zu folgen. "Sag mir wie!"
"Wozu hast du Flügel?" Kain schaute an sich selbst über die Schulter und erblickte große, weiß gefiederte Schwingen. Nun erst nahm er sie wirklich war, Blut strömte durch sie hindurch und pumpte sie auf, wie die Flügel eines jungen Schmetterlings. Es fühlte sich an, als ob die Flügel schon immer da gewesen wären, aber gleichzeitig schienen die Bewegungen mit ihnen wie die eines Neugeborenen, dennoch folgte Kain seinem anderem ich in die Luft.
"Nun sind wir weit genug geflogen, sieh dich um." Ein schier endloses Brachland zog sich hin, bis zum Horizont.
"Das ist es, was die Menschen Belzusia nennen. Ein bedauerliches Ödland, ausgebeutet und leer. Alles hier wurde verschlungen."
"Verschlungen von was? Von wem?
"Sieh selbst."Alles was Kain sehen konnte war ein großer See, der doch so klein wirkte, inmitten des Brachlands. "Es sieht nach nichts aus, doch drehen wir die Zeit ein wenig zurück, nicht weit, nur ein paar Jahrtausende." In einem grünen Blitz lösten die beiden sich auf und erschienen wieder, doch diese mal war das Land noch grün, Wälder zierten nun den Horizont. "Dies ist der letzte Moment, des Königreiches Belzusia. Hier sind wir nun, kurz bevor Menschen und Tiere, selbst Paläste und ganze Gebirgsketten davongerissen werden... Es ist wie ein Vorbote der Apokalypse, da jeder, der davon weiß davon getötet wurde trägt dieses Phänomen keinen Namen, doch wir kennen den Auslöser. Doch wie gesagt, siehe selbst.
Ein einzelnes kleines Mädchen in der Robe einer Nonne ging auf den See zu, den Kain bereits zuvor gesehen hatte. Es war der heilige See Adanos, erschaffen aus seinen Tränen der Trauer und dem Wasser des Gletscher Kadaar, der See Adanum. Auch wenn er klein schien, so war er groß, wohl eher tief als breit. Obwohl das kleine Mädchen den See noch nicht einmal berührte hatte, schlug er auffällig hohe Wellen, daraufhin bekam das Mädchen Angst und rannte, so schnell sie nur konnte davon. Dann schoss eine gigantische Wassersäule aus dem See nach oben, die selbst Kains Höhe erreichte und ihn fast erwischt hätte, wäre er nicht ausgewichen. Danach wurde das nach oben strömende langsamer bis es schließlich stoppte, alles schien für einen letzten Moment stillzustehen nichts bewegte sich, jeder schien wie durch Panik paralysiert, dann war der letzte Atemzug getan. Die Wassermassen fielen nach unten und die Starre war vorüber, jeder rannte oder versuchte verzweifelt sich hinfort zu teleportieren, doch es war sinnlos, zu spät. Kain stand nun zwischen den panischen Menschenmassen und machte keine Bewegung. Das Wasser erreichte ihn und... er erwachte... in der Bibliothek über einem Buch ohne Sabberfleck...
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| 10.06.2003 21:00 | #194 |
| Don-Esteban |
Lange hatte Don-Esteban geschwiegen. Nur ein Glas Wein hielt er in der Hand. Ob Arctus enttäuscht war darüber, daß er nun nicht sah, was sich der Hohepriester interessantes bestellte? Egal. Don-Esteban ging seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Nein, nicht das Trinken von Wein, sondern das Beobachten des hin und her schwankenden Inhalts. War er nicht eine Metapher für das Leben ansich. Irgendjemand schüttelte und man selbst wurde von einer Schwierigkeit in die nächste geworfen, war den Fährnissen des Lebens hilflos ausgesetzt. Immer, wenn man glaubte, man habe alles im Griff, entkam einem der sicher geglaubte Halt und alles, was blieb, waren nur die losen Strohhalme in der Hand.Das Glas Wein als Metapher für das Leben ansich... Vielleicht war das Leben selber nur eine Metapher für irgendetwas anderes? Doch für was? Diese Frage glich der Suche nach dem Stein der Weisen. Niemand fand ihn und viele glaubten, er hätte nie existiert, sei nur ein Hirngespinst. Doch Don-Esteban hatte das Gefühl, daß, wenn er dies herausfand, frei von allem sein würde. Dann würde alles klar vor ihm liegen und er konnte all den Unwägbarkeiten, die das Leben für ihn bereit hielt, ruhig ins Auge sehen. War es das, was Götter von Menschen unterschied? Die Kontrolle über das Schicksal? Oder kontrollierten sie auch nur das von anderen, wenn überhaupt? Waren die Menschen für sie, wie für diese ein paar Ameisen, die sich mit einem Stöckchen auf jeden beliebigen Weg schubsen ließen?
Er wischte sich in einer Geste über die Augen, hob das Weinglas und nahm einen Zug des schweren, süßen Weines. Dann wandte er sich Arctus zu."Du willst wissen, von wem ich meine Kenntnisse habe? Ich habe sie hier, im Kastell gesammelt, in der Bibliothek, die keinen Anfang und kein Ende hat. Doch alleine, ohne Hilfe wäre es mir nie bestimmt gewesen, das zu werden, was ich nun bin."
Er hielt kurz inne und dachte über die eigenen Worte nach. Und ob es ihm bestimmt war. Das ging eindeutig aus den Aufzeichnungen des alten Magiers hervor. Doch konnte er dies dem jungen, wißbegierigen Magier sagen? Nein, das war für Niemandes Ohren bestimmt.
"Der Schattendämon überwachte mein Studium und brachte mir bei, die Gabe, die Beliar mir Unwürdigem verliehen hatte, zu nutzen, sie zum Vorteil des Zirkels anzuwenden. Ja, zum Vorteil des Zirkels, nicht zu meinem eigenen. Denn an Eigennutz ist Beliar nicht interessiert. Er verschwendet seine Aufmerksamkeit nicht." Daß ihn der Schattendämon überwachte und das bis zum heutigen Tag, sagte er nicht. Daß jeder Schwarzmagier eines Tages erkennen mußte, was er für seine Fähigkeiten geopfert hatte, war eben die Sache jedes einzelnen. Und wahrscheinlich hätte Arctus dergleichen auch gar nicht hören wollen.Oder sollte er ihn lieber vor dem Schattendämonen warnen? Nein, das hätte entweder Konsequenzen für ihn selber oder es würde sowieso nichts fruchten. War es nicht feige, lediglich mit Andeutungen und oberflächlichem Gerede Arctus' Wissbegier zu füttern? Was war nur aus ihm geworden! Ein Schwarzmagier, ja, genau das. Hinterhältig, sich in Andeutugnen verlierend, nie mehr als nötig preisgebend, voller dunkler Geheimnisse, voller Zweifel, Selbstzweifel, die er mit niemandem teilen konnte. Mit niemandem? Nunja... da war noch meditate, die ebenfalls engen Kontakt zur Welt des Todes hielt, sie wußte mehr über solche Dinge, als andere, auch als er selbst. Vielleicht sollte er ihr und ihrem Turm einen Besuch abstatten. Ja, vielleicht...
Vorher würde er Arctus wenigstens beibringen, ein helles Licht zu wirken. Kein Wunder, daß dieser Zauber als der einfachste galt. Licht gab immer Hoffnung. In der Dunkelheit, während des Alleinseins. Es vertrieb Unsicherheit und machte Mut. Und hier gab es Hoffnung auf das Gelingen schwierigerer Zauber."Wir sollten bald beginnen mit deiner Ausbildung. Am Anfang steht das Wirken eines einfachen Lichtzaubers. Ich denke, der Innenhof bei Nacht wird das geeignete Übungsfeld sein. Dort kann man sitzen und ein kühler Luftzug hält einen wach."
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| 10.06.2003 21:08 | #195 |
| HoraXeduS |
Auf dem Weg ins Refktorium überfielen Horaxedus ernsthafte Zweifel. Beinahe wäre er die Treppe hinuntergepurzelt vor Verwirrung. Doch unten angekommen, schaffte er es gekonnt, sich zur Seite zu wenden und gezielt auf seine Werkstatt zuzusteuern. Flink die Tür geöffnet, was für ein jungfräulicher Ort! Ruhe und Frieden lagen über dem nagelneuen Ofen, nicht ein einziges schmutziges, benutztes Werkzeug zierte die lange Werkbank.
"Nicht ein einziges, verdammtes Werkzeug gibt es hier! Und der mühsam erbaute Ofen ist noch nicht ein einziges Mal entfacht worden!" In unbändiger Rage wanderte der Schwarzmagier von einer Ecke des Raumes in die andere und wieder zurück, wobei er mit der Faust gegen jede Wand, jedes Brett schlug, die seinen Weg säumten. "Was für eine armselige Werkstatt ist dies, in der ein Handwerker nicht einmal seiner Arbeit nachgehen kann? Wo ist das Holz? Verflucht nochmal..." Das seitwärts stehende Regal erhielt einen Tritt. "Wo ist das verdammte Holz?!!" Die Stimme des Glasmachers überschlug sich fast, als er wie besessen auf die hölzerne Arbeitsfläche einzutrommeln begann. "Oh, was für ein unnützer Ort!!!" Horaxedus schrie und fluchte noch eine geschlagene Viertelstunde, bevor er ein wenig erschöpft, aber um so zorniger von der kargen Einrichtung seiner Werkstatt abliess.
Doch plötzlich wandte er sich zur Tür. "Ich werde Feuer machen in diesem elenden Ofen, und wenn es das letzte ist, was ich tue!!" fluchte der Schwarzmagier und stapfte hinaus, ein Stück des Korridors hinunter, durch die Eingangshalle, hinaus aus dem Kastell. Und dort, auf der kleinen Wiese, fand er, was er brauchte. "Feuer und Flamme wirst Du nun bald sein", keuchte Horaxedus, als er die hölzerne Übungspuppe hochwuchtete und sich auf den Rücken lud. Auch den Übungsstab vergass er nicht. Dann wackelte er entschlossen zurück in das Gemäuer, direkt wieder in die Werkstatt. "So! Jetzt reicht es mir," schnaufte der Glasmacher und machte Anstalten, die schwere Puppe in den kompakten Doppelofen buchsieren zu wollen. Doch dann, ganz plötzlich, besann er sich eines besseren. Vorsichtig stellte er den hölzernen Gegner mitten im Raum auf, ging einige Schritte zurück und schloss die Tür der Werkstatt von innen. dann griff er sich den Kampfstab und legte seine verschwitzte Weste ab.
-ZACK!- schlug der Kampfstab auf der Hüfte der Übungspuppe ein, die sich unmittelbar zu wehren begann, doch den mit allerhand Hormonen vollgepumpten Magier an diesem Abend nicht zu überraschen vermochte. "Na, mein kleiner Abzugstrichterhaubenmann?" murmelte Horaxedus böse lächelnd, "wo bleibst Du denn nur?"
-ZACK!- traf der Kampfstab das zu kurz geratene Schienbein des hölzernen Männleins. "Oh-oh, Du armer Blasrohrgeselle!" fauchte der zornige Schwarzmagier gehässig, "Hat das sehr wehgetan? Soo sehr, ja?"
-ZACK!- -ZACK!- -ZACK!- klang es durch das Kastell. Der Glasmacher weihte offenbar seine Werkstatt ein. Und das tat er bis tief in die Nacht.
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| 10.06.2003 21:10 | #196 |
| Zloin |
In seinem Zimmer hatte er aus dem Buch herausgefunden, warum der Zauber nicht so funktionierte wie er sollte. Man muss sich von allem frei machen und sich seinen Zombie vorstellen, wie man ihn erschaffen will. Doch stärker als normal werden sie dadurch nicht. Nur auf das Aussehen hat man Einfluss.
"Kein Problem", dachte sich Zloin und verschwand in einem der Übungsräume. Die Rune war wie immer in der rechten Hand und er fuchtelte wie wild mit den Armen herum. In seinem Kopf war ein abscheuliches Bild von einem Untoten. Die Hälfte der Stirn war verbrannt, ein Stück Hirnschale war abgeschlagen und man konnte sein Hirn anschauen, welches violett gefärbt war, tausende von Narben über dem ganzen Körper, die Zähne waren verstellt und lagen meist übereinander, die Lippen waren aufgesprungen, die Augen waren eingedrückt, die Haare extrem zerzaust, das eine Beine kleiner als das andere und die Lumpen die er trug waren zerrissen und schmutzig.
Aus der Rune schoss pinker Magiestaub und formte zuerst den Körper. Danach kam die Farbe und die restlichen Details. Vor ihm stand plötzlich das Abbild von Zloins Vorstellung.
Der Zombie torkelte herum und schrie nach Blut. Doch ehe der Untote Zloin erkannte, warf ihm Zloin einige Schattenflammen zu, worauf der Untote in Flammen aufging und schreiend in Beliars Reich verschwand.
Zloin ging in sein Zimmer um zu lesen. Diesmal nahm er sich das Buch der Teleportation in die Hand. Es war nur ein Buch und beinhaltete auch nicht viel; dementsprechend musste das Teleportieren nicht sonderlich schwer sein.
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| 10.06.2003 22:36 | #197 |
| Scipio Cicero |
Schon mehrer Tage war Scipio jetzt schon im Kastell und doch hatte noch keiner der Magier ihm helfen können. Lesen wollte er auch nicht mehr. Das einzige Buch das ihn zur Zeit beschäftigte war das des Windfetzers. Er musste diese Waffe finden und er würde sich sofort nachdem er wieder einem Arm hatte auf die Suche machen. Die im Buch verzeichnete Karte zur Zitadelle hat er bereis abgezeichnet.
Nur brauchte er zwei Arme für dieses Abenteuer und selbst dann war es nicht sicher ob es ihm gelingen würde den Windfetzer in seinem Besitz zu bringen.
Auf einem der Gänge begegnete ihm schließlich einer der Magier und auch wenn er nicht besonders mächtig zu sein schien, konnte er ihm vielleicht doch sagen, ob einer der anwesenden Schwarzmagier im Stande ist ihm einen zweiten Arm zu geben. Dieser konnte ihm in der Tat jemanden zuweisen. Don-Esteban. Scipio kannte ihn nur flüchtig, doch wusste er, dass der Don die nötige Macht inne hat um dem Waldstreicher zu helfen.
Also bedankte sich der Gildenlose und durchstreifte das Kastell auf der Suche nach dem Don.
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| 10.06.2003 23:10 | #198 |
| Niac |
Langsam wurde Cain wieder wach. Die Sonne schien warm und freundlich auf den Magier nieder, der immernoch tief in sein Buch vertieft war. Morgen... Niac hörte auf zu lesen und grüßte zurück. Dann ein kurzer Stich wie von einer Biene in Gedanken und die rot-glühenden Augen klarten sich auf und wurden allmälich hellblau, wie sie von Cain waren. Dann stand er auf und rieb sich die Augen. Er war noch etwas verschlafen und so ging er hinunter ins Refektorium um etwas zu sich zu nehmen. Er öffnete die Tür seines Zimmers, die sich knarrend öffnete und quietschend wieder ins Schloss fiel. Es war spät am Abend und was Cain gespürt hatte war die noch warme Abendsonne, die nun hinter den Bergen verschwinden würde weil sie den Kampf gegen den Mond wie jede Nacht verloren hatte.
Cain lief die ausgetretenen Treppen hinunter und rutschte auf dem frisch gebonertem Boden fast aus. Überall waren Dämonen noch an der Arbeit den Boden zu säubern, wie sie es jedesmal taten, wie von Geisterstimme befohlen. Er hatte bis jetzt noch fast nie das Vergnügen mit einem Dämonen zu sprechen un auf Rat von Oliere sollte er es auch tunichst so oft vermeiden wie möglich. So lief Cain weiter bis er schließlich dieses riesige Gemäuer betrat, wo es Essen gab soviel man haben wollte.
So setzte sich der Lehrling an einen der Tische und wünschte sich was er wollte. Kurze Zeit später erschienen Spiegeleiner, die wunderschön gesalzen und noch schön weich oben drauf waren und zwei scheibchen Leberkäs, die er schnell verschlang.
Er wollte noch in der Bibliothek etwas lesen gehen. So verschwand er dann genau wie der Teller vom Tisch wie von geisterhand im Schatten.
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| 10.06.2003 23:52 | #199 |
| Arctus |
Irgendwie faszinierend. Der so alte und gebeutelt wirkende Schwarzmagier, vor Weisheit strotzend auf seinem Stuhl sitzend und gedankenverloren das Weinglas schwenkend. Arctus legte den Kopf schräg und versucht in den Gedanken des Kauzes zu lesen, doch kaum etwas ließ sich deuten. Die Blicke fuhren ins Leere und ein ausdrucksloses Gesicht blieb blass auf dem Körper liegen, verworren von weißen Haaren, die sich jeglicher Kräfte zu sträuben schienen. Wie ein Gewitter, kreuz und quer, in alle Richtungen blitzend, legten sich die Haare über Haupt und Schultern. „Faszinierend“ Arcus lehnte sich zurück, nahm sein Milchglas zur Hand und schwenkte, dem Don nacheifernd, das Getränk hin und her. Auch er versuchte starr ins Leere zu gucken, doch sein Mund nahm immer wieder ein leichtes Schmunzeln an.
Plötzlich stieß Arctus ein etwas lauteres Kichern aus, was den Don aus der Totenstarre brachte. Unschuldig nahm Arctus einen großen Schluck aus seinem Milchglas, wollte er das Lachen ja unterdrücken, doch es ging nicht. Die Adlernase schien sich geradezu in sein Gesicht zu bohren. Dieses ernste Gesicht wirkte zu komisch. Ein kindlicher Lachanfall überkam ihn und nahm gleich noch die im Mund stehende Milch mit sich, um sie weit in den Raum zu schleudern. Der Don fing an zu sprechen. Arctus’ innerliche Ruhe kehrte zurück und dieses kleine Missgeschick von gerade eben, war schon längst Vergangenheit, denn so schnell die Milch gekommen war, so schnell verschwand sie, von Dämonenhand, auch wieder. Der Don schien dies alles gar nicht realisiert zu haben. Wozu auch? War ja nur eine kleine kindliche Tat, die es nicht weiter zu beachten galt. „Der Schattendämon also“, sprach Arctus kurz. Gedanken, an den Besuch dieses Wesens ereilten ihn, machten sich breit und fanden schließlich die Mauer der Entschlossenheit, die diesen Gedanken einschloss und ihn nicht mehr von sich gab. Arctus Blicke wanderten durch das so leer wirkende Essenszimmer. Noch vor kurzem waren hier andere Magier anwesend, plauderten über ihn, über die Experimente. Einer von den beiden schien sauer gewesen zu sein. Zum Glück hatte er den kleinen Jungen nicht entdeckt. In dem Fall konnte man wirklich sagen, gesegnet seie diese übertriebene Größe dieses Raumes.
Ein weiterer Schwall der Worte des Dons breiteten sich im Raum aus. „Der Lichtzauber. Ich habe über ihn gelesen.“, versicherte Arctus dem Don in gleichgültiger Stimmlage. „Ich verstehe nicht ganz, wozu ich das Licht benötige, wenn ich Dunkelheit um mich habe.“ Arctus flüsterte dem Don die Sache mit Rock zu und dass dieser sauer auf ihn zu seien schien und dass Arctus vorhins die Dunkelheit gerettet habe. Der Don nickte nur. Trotz dessen erhoben sich beide, nahmen den letzten wohligen Schluck aus ihren Gläsern und begaben sich zum Innenhof des Kastells.
Ein angenehmes Klima hing hier in der Luft. Vielleicht wurde dies ja von diesem großen, silbrig glänzenden Baum gesteuert! Arctus würde es bestimmt bald hinterfragen, da war er sich ganz sicher. Ein schwacher Schimmer ging von diesem, mit Magie durchsetzen ruhig dastehenden Lebewesen aus. Nur annähernd konnte man die Schemen der Mauern erkennen. Der obrige Rand der schwarzen Mauern des Kastells war jedoch deutlich auszumachen, denn diese hoben sich leicht von dem dunkelblauen, ja fast schwärzlichen Himmel ab. Wolken hingen diese Nacht am Himmel und verdeckten die Sicht zu Sternen und zum Monde. Perfekte Bedingungen also für das Vorhaben der beiden Magier.
Der Don fing an, irgendwelche Gesten auszuführen und katapultierte eine Lichtkugel über seinen Kopf. „Anfangs ist es vielleicht schwer, doch später bekommst du diesen Zauber unbewusst hin.“ ....
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| 11.06.2003 00:06 | #200 |
| Alei |
Was war das? Etwas flog am Horizont entlang und strahlte durch die dunkle Nacht. Weit entfernt schien es, und doch tat das Licht in den Augen weh. Nun kam es näher, immer näher. Als er den Magier erreicht hatte, öffnete der weiße Drache sein Maul und... Alei erwachte. Hastig sah er sich um, das Herz immer noch stark pochend, als wolle es ihm jeden Moment aus dem Leibe springen, und erkannte, dass er in seinem Laboratorium war. Schnell ergriff er die Flasche mit der Mixtur, die er zuletzt noch analysiert hatte, und verschloss sie fest. Was für ein Teufelszeug.
Kaum war er wieder richtig bei Bewußtsein, da meldete sich auch schon sein Magen und ließ ihn merken, dass er wohl mehr als nur ein paar Stunden in seinem Labor bewußtlos gelegen hatte. Alei verließ das Labor, schloss es ab und ließ den Schlüssel wieder in seiner Robe verschwinden, die schier unendlich viele kleine Täschchen zu haben schien, um sich auf den Weg ins Refektorium zu machen. Dort angekommen nahm er sofort mindestens drei Portionen zu sich, um den gröbsten Hunger zu stillen, und zwang das ganze mit einem Rotwein hinunter. Komisch, normalerweise hasste er Wein, das Zeug war ihm einfach viel zu süß, gar nicht erst daran gedacht, was alles in den Wein hineingemischt wurde (gruselig).
Frisch gestärkt verließ er das Refektorium wieder und begab sich in die Bibliothek, wo er sich wahllos ein Buch aus dem Regal griff und etwas las, um sich die Zeit zu vertreiben. Wirklich spannend war das Leben im Kastell fast nie, wenn auch ungewöhnlich und meistens auch seltsam.
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| 11.06.2003 01:40 | #201 |
| Scipio Cicero |
Eigentlich war Scipio einer von denen, die nicht so schnell aufgeben. Dabei war es egal um was es sich handelt, aber heute hatte ihn die Lust den Don zu suchen schnell verlassen.
Also zog sich der Waldstreicher wieder in die Bibliothek zurück und überlegte welches Thema noch interessant wäre.
Kampftechniken Ja das könnte für den Kämpfer noch interessant sein. Seine Technik war nicht schlecht, schließlich hatte er lange daran gearbeitet, doch jetzt da er schon einige Monate nicht mehr gekämpft hatte konnte er sich vielleicht eine bessere Art angewöhnen.
Wie üblich flogen im ganzen Raum Bücher zu diesem Thema zu Boden und der Gildenlose begann sie sich anzusehen. Nur weniges was ihm vielleicht helfen würde. Doch, wie auch sonst, fand er weiter hinten in der Bibliothek wieder ein Buch das ihm besonders zu sein schien.
Der Titel auf dem Einband war nicht mehr zu erkennen und die Seiten waren kaum noch zu lesen. Von jedem einzelnen Buchstaben musste man erst mal eine ungewöhnlich große Staubschicht weg wischen. Doch das was man entziffern konnte war schon mehr als interessant. Wie gebannt lass Scipio Seite um Seite. Er achtete gar nicht mehr das was in seiner Umgebung geschah, sondern war nur noch an die alte Schrift gebunden.
Kapitel: Der Kampf mit dem einhändigen Schwert
Dies ist wohl eine der elegantesten Arten des Kampfes. Seit langem jedoch werden seine ganzen Möglichkeiten nicht mehr vollends ausgeschöpft. Es gibt viele Krieger die die Waffe als ein Teil ihres Körpers betrachten, doch damit kann man kein wahrer Meister werden. Sie wissen zwar, dass das Schwert das sie führen eine Verlängerung ihres Armes ist, doch sind sie dann noch nicht eins mit ihrer Waffe. Die Klinge muss ein Teil ihres Geistes werden. Nur so ist sie ein Teil eines Ganzen. Wenn man das Schwert als ein Teil von sich ansieht, ihren Schmerz fühlt wenn sie getroffen wird, sich mit ihr freut wenn sie trifft, wenn man ermüdet weil viel gekämpft wurde, wenn man gespannt ist wann der nächste Kampf beginnt solang das Schwert in der Scheide steckt, dann ist man eins mit der Waffe. Dann und nur dann sind die Grundvoraussetzungen erfüllt um ein wahrer Meister zu werden.
Die folgenden Kampftechniken sind schnell und tödlich. Jede von ihnen wird nur noch von wenigen angewandt. Sie sind alt und effektiver als alles andere bisher bekannte. Wer sie perfekt beherrscht und einen ganzen Kampf nach diesen Prinzipien bestreitet wird nicht verlieren. Das was auf den folgenden Seiten zu lesen ist, sind keine Kampftechniken, sondern eine Lebenseinstellung.
Das folgende beschrieb verschiedene Bewegungen, doch das meiste war, wie schon zuvor, eher eine andere Lehre. Es war die pure Weisheit der Kampfkunst. Es beschrieb welche Einstellung man im Kampf haben musste. Es öffnete Scipio die Augen. Sobald er wieder zwei Arme hat, wird er nach diesen Regeln kämpfen. Der Kampfstil der beschrieben wurde war in der Tat ungewöhnlich und einen Schlag abzublocken war beinahe eine Todsünde. Das ganze ließ die Waffe zwar beinahe schon überflüssig erscheinen und doch war sie der wesentliche Baustein, der den Kampf entschied. Das ganze war einfach schwer zu beschreiben und selbst wenn man das Geschriebene verstand konnte man es sich selbst nicht erklären. Obwohl es viele Bewegungen zu sein schienen, musste man es sich nur vorstellen um zu begreifen, dass sich das ganze in sekundenschnelle abspielte. Das Buch war faszinierend und bald würde er auf einen Schlag einer der besten Kämpfer von Khorinis sein. So zumindest erhoffte er es sich. Das ganze Buch musste er nur noch umsetzen und das wird wohl einiges an Training erfordern. Er musste wieder viel kämpfen um sich den neuen Stil perfekt anzueignen. Die Suche nach dem Windfetzer war ihm jetzt noch willkommener als zuvor.
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| 11.06.2003 02:43 | #202 |
| Don-Esteban |
Eine Gestalt erschien im Portal, das den Saal des Refektoriums mit den sich mannigfaltig verzweigenden und wieder aufeinander treffenden Gängen verband, die schon so viele Besucher in tiefster Verwirrung zurückgelassen hatten. Der Fremde, denn um einen solchen mußte es sich handeln, ging man nach dem Schattenriß, in den ihn die Fackeln draußen im Gang verwandelten, sah sich suchend um.
Als dann der Name Don-Esteban fiel, ließ eben dieser die bis zu diesem Augenblick noch so spielerisch beschworene Lichtkugel verlöschen und Arctus, der ihm fasziniert zugesehen hatte, zuckte überrascht zurück.
"Du willst zu Don-Esteban?", fragte er den Fremden, nachdem er sich von seinem Platz erhoben hatte.
"Du stehst vor ihm." Und leise raschelte der Stoff der Robe dazu, als sich Brokat und Seide wiedermal in Falten fanden. Immer anders waren die Windungen, die der Stoff beschrieb. Und jedesmal anders wurde das auf die Robe fallende Licht reflektiert.
Das Knistern des Stoffes verebbte, wurde verschluckt vom Gespräch. Der Gast, er stellte sich als Scipio Cicero vor und war ungewöhnlich klein, ja selbst Don-Esteban, der wahrlich kein Riese von Gestalt war, überragte ihn um Haupteslänge, lobte zur Einleitung die Fülle der Bibliothek, aus der er eben käme. Doch seit wann mußte man ein Hüne sein, um bleibenden Eindruck zu hinterlassen? Wer wußte das besser, als Don-Esteban selber. Der Gast machte - vielleicht gerade wegen seiner Statur - einen überaus agilen und flinken Eindruck. Die metallenen Beschläge einiger interessanter und kostbar aussehender Waffen glitzerten im Schein der Fackelflammen an seinem Körper. Er war ein Krieger.
Und dann zeigte er seinen hölzernen Arm, klopfte darauf und berichtete, was ihn hierhergeführt hatte. Also deswegen war er gekommen. Interessant."Ich kann dir helfen", antwortete der Nekromant zum Schluß, als Scipio seine Rede beendet hatte und den Magier erwartungsvoll ansah. "Und du darfst Beliar danken, ich werde es auch tun."
Dann wandte er sich an den Magier, mit dem er eben noch am Tisch gesessen hatte. "Und Arctus hier wird mir assistieren. Denn schon morgen wird das Holz in deinem Arm in lebendes Fleisch verwandelt. Für etwaige andere hölzerne Stellen kann ich allerdings nichts tun." Oha, die hier und da aufgetauchten Gerüchte stimmten also: Der Don besaß so etwas ähnliches wie Humor! Wenn auch einen überaus seltsamen.
Arctus, der gerade zusah, wie eine neugierige Motte ihrer ungeahnten Todessehnsucht dadurch Ausdruck verlieh, daß sie in wunderbaren Schnörkeln zuerst um und letztendlich in die Flamme einer Kerze flog, sah auf und sein Gesicht drückte so etwas wie stumme Freude über diese Wendung der Ereignisse aus. Er durfte mitmachen! Währenddessen knisterte die Flamme der Kerze kurz, verlor für den Zeitraum, den man für ein Zwinkern braucht, ein wenig von ihrer Leuchtkraft, doch dann erstrahlte sie wieder in neuem Glanz. Die Motte war nur noch ein kleines verkohltes, in flüssigem Wachs schwimmendes Häufchen. Doch wer vermisste schon eine Motte. Beliars Hunger wurde täglich durch ganz andere Opfer gestillt.
Scipio wurde ein Gästequartier zugewiesen und ihm beschieden, sich dort aufzuhalten bis zum nächsten Abend, um dann abgeholt zu werden. Mehr verriet ihm Don-Esteban nicht. Wahrscheinlich würde er die tieferen Zusammenhänge sowieso nicht verstehen. Sie waren für den Krieger auch nicht von geringstem Belang.Der Hohepriester machte eine unwirsche Handbewegung und Arctus folgte ihm. Beide verließen das Refektorium nun. Den langen, gleichmäßigen Schritten, die mit dem typischen klack-klack von eisenbeschlagenen Sohlen vom Marmorboden widerhallten, folgten kleinere, leisere Schritte, die von weicherem Schuhwerk herrührten. Flink folgte Arctus dem Magier.
"Wir haben einiges vorzubereiten.", sagte der Schwarzmagier im Gehen rückwärts gewandt zu dem ihm Folgenden. "Wie du dir sicher denken kannst, muß der tote Arm gegen lebendes Fleisch ausgetauscht werden. Wenn ich ein Scharlatan, ein Betrüger wäre" (an dieser Stelle dachte Don-Esteban daran, daß er dem wissensdurstigen Arctus auch nicht gerade ehrlich über sich selber, über Beliar und sein Verhältnis zu ihm aufgeklärt hatte,) "dann würde ich ganz einfach den Arm irgendeines Zombies nehmen. Aber wir brauchen den eines lebenden Menschen, keiner Leiche. Wir haben Zeit bis morgen Abend, uns jemanden zu besorgen."Er zog noch einmal das Tempo an und murmelte dann vor sich hin, so daß ihn Arctus kaum vernehmen konnte "Ich hasse es, wenn ich derlei Vorbereitungen selber treffen muß, aber ich kann bei dieser Sache kein Aufsehen gebrauchen."Dann ließ er den jungen Magier zurück und versprach ihm, morgen rechtzeitig bescheid zu geben. Als er alleine durch das Kastell wanderte - wie schon so oft zuvor - dachte er darüber nach, wo denn am schnellsten ein Spender für den Arm zu finden sei. Ihm fiel das Wirtshaus auf halbem Wege nach Khorinis ein. Ja, dort würde er suchen.
Morgen.
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| 11.06.2003 13:22 | #203 |
| Don-Esteban |
Zu ungewöhnlicher Zeit hallten Schritte durch die Gänge des Kastells, verloren sich in der immerwährenden Dunkelheit, in der die Hallen des Kastells lagen. Sie bedeckte viele Dinge, die dem unkundigen Beobachter Dinge beschert hätten, von denen Kopfschmerzen noch die harmlosesten waren. Mit unwirschen Handbewegungen raffte Don-Esteban seine bei seinem schnellen Gang durch die Flure auseinanderfallenden Robe zusammen. Der Stoff fiel in zahlreichen Falten, gehalten durch den linken Arm herab und schleifte auf dem Boden nach. Doch da sich in den Gängen, zumindest denen, die zu den oft benutzen zählten, keinerlei Dreck ansammelte, war dies nicht weiter tragisch und die Würde des Hohepriesters wurde nicht durch eine schmutzige Robe beeinträchtigt.
Die Eingangshalle war durchschritten und der kurze Weg zum Tor auch vollendet. Leise knarrend, viel zu leise für ein Tor dieser Größe, öffneten sich die Flügel. Die beiden Skelette an den Außenseiten lamentierten wie üblich über die Ruhestörung, daß das ständige Öffnen und Schließen. Doch als sie sahen, wer durch das Tor ging, verstummten sie widerwillig. Der Magier beachtete sie nicht weiter. Zielstrebig folgte er dem Pfad, der den steilen Berghang hinunter führte, hinab in den den Bergfuß umschließenden Wald. Im selben war er auch bald verschwunden.
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| 12.06.2003 00:32 | #204 |
| Arctus |
Ein leichter Juckreiz überkam Arctus’ Handgelenk. Instinktiv fuhr die mit spitzen Nägeln bewaffnete Hand zu diesem, und scharbte an der blasen Papierhaut, den Huckreiz zu entfernen, holte jedoch nur schwarzes Blut aus der tiefe hervor, dass sich wohlig warm um das Handgelenk legte und in Arctus ein Gefühl von klebrigen Honig im Mund auslöste. Sanft strich sich Arctus über die verursachte Wunde, betrachtete diese voller Neugier. Ein Dämon kam herbei, die Tropfen des Blutes vom Boden zu entfernen. Arctus ließ sich von ihm ein Tuch geben, um sich einen Verband zu machen, damit ihm das, sowieso schon so wenige, Blut in seinem Körper nicht so entrann. Der Junge nickte dem Geschöpf Beliars zu, worauf hin dies sich materialisierte. Die Robe des jungen Magus war nun nicht nur zerrissen, sondern auch noch mit Blut besudelt. Wenn kümmerts?Arctus schritt in der Eingangshalle hin und her, um die Statue mit der Schale in der Hand und wieder zurück zum Refektorium. Wollte Don-Esteban diese Nacht nicht mit dem Arm für den einen Krieger ankommen? Wenn es nach Arctus ging, hätte dieser schwertgeile Protz ruhig weiter als Krüppel leben können, doch der Drang diesen Arm anzubringen, stellte sich einfach nicht ein, zumal der Don in der Kunst des Heilens bestimmt meisterlich war, hatte Arctus den wohl auf seienden Rock ja bereits gesehen. „Verdammtes Interesse!“, fluchte der Junge und stampfte gegen eine Mauer. Er war nun höchst ungeduldig, da ihm zunehmst langweiliger wurde. Ein Geräusch drang in des Ohr des Magiers. Es klang wie ein Klappern. Arctus trat vor, öffnete die Tür, in der Hoffnung eine frische Leiche auf der Schulter des Dons zusehen, doch die Geräusche hatten ihren Ursprung bei den beiden Skeletten, die an die Tore genagelt waren. Anscheinend spielte der Wind ein Lied und nahm dabei ihre Knochen als Instrumente. Arctus sah gehässig zu den beiden Geschöpfen, „na, gemütlich da oben?“ Ein Kopf knarschte in seine Richtung, lange knochige Finger streckten sich nach dem Jungen aus. „Keine Angst, du kleiner Mensch, irgendwann wirst du auch so enden. Ein Lachen folgte, dass jedoch im Wind unterging. Das andere Skelett regte sich plötzlich und drehte sich zu seinem Kumpanen. „Vielleicht wird er uns ja bald Gesellschaft leisten.“, brachte das Skelett hervor. Das andre sah das eine aus den hohlen Augenhöhlen an, „lieber nicht, soll er doch dem Don auf die Nerven gehen!“ Ein Stein flog. Arctus hatte ihn geworfen, an den Schädel des einen Skelettes. Kleine Risse bildeten sich und breiteten sich über eine Gesichtshälfte aus. „Tja, deine Knochen waren mal glatt und glänzend. Jetzt sind sie spröde, rissig und grau! Ich glaube du wirst alt, Skelett!“ Arctus drehte sich um. Irgendwie versucht sich das Skelett aus seiner Pein zu lösen, schaffte dies jedoch nicht und es kam eher dazu, dass dessen Schlüsselbein den Geist aufgab und zu Boden polterte. Arctus lachte laut. Es war kein normales Lachen! Eher ein hinterlistiges und schadenfrohes, hohes Lachen, dass sich ins Hirn brannte. Zum Glück hatten die beide Skelette keins mehr, ansonsten wären sie wohl in den nächsten Abgrund gesprungen.
Plötzlich wurde es Still. Aus dem Dunklen schlängelte sich eine Robe im Wind und trat in den Lichtkegel des offenstehenden Tores. Es war Don-Esteban, der den Weg entlang schritt, mit zwei weiteren Begleitern. Arctus musste grinsen. Gleich vier Arme hatte der Hohepriester mitgebracht. Alle Achtung. Noch bevor die Fremden das Gesicht des Jungen erhaschen konnten, setzte er ein kindliches fröhliches Lächeln auf. Die perfekte Fassade, um die Fliegen ins Spinnennetz zu locken. „Seid gegrüßt Meister Don-Esteban!“, rief er ihm entgegen, doch dieser zischte ihn nur an. Langsam näherte sich das Trio dem Jungen. Als sie schließlich diesen erreicht hatten, schickte der Don die beiden Mitbringsel in die Eingangshalle und flüsterte, so bald die anderen aus seinem Geräuschradius hinausgetreten sind, Arctus zu, „ich bin ein Händler! Denk dran, ich handle mit Stoffen und derlei Ware!“ Arctus nickte und beide traten nun auch in die Eingangshalle. Mit einem lauen Poltern flog das schwere To zu und die Neulinge zuckten vor Schreck zusammen. Der eine Jüngling sah sich ängstlich um, „das sieht mir aber nicht aus, wie eine Händlerbude!“ Arctus nahm sich der Sache an. „Keine Angst mein Freund! Ich gehöre mit hier her!“, flüsterte Arctus und streichelte dem Jüngling sanft den Arm. Mit begierigen Blicken betrachtete Arctus die Muskelfasern, die sich anspannten, als die spitzen Fingernägel die Haut streiften. „Er ist perfekt!“, dachte sich der Magus.
„Lasst uns etwas essen gehen und unser Fleisch und Muskeln stärken!“, schlug Arctus vor, wobei er das Wort Muskeln besonders betonte und abermals auf den Arm des Jünglings geiferte. Der andere Fremde, der sich bisher noch nicht zu Wort gemeldet hatte, berichtete noch von seinem mordsmäßigen Hunger. Arctus musste schon wieder grinsen. Leider wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dieser Typ nicht als Opfer galt.
So marschierte das Vierergespann durchs Kastell in Richtung Refektorium ...
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| 12.06.2003 00:37 | #205 |
| HoraXeduS |
Als Horaxedus' Wut verflogen war, liess er den Kampfstab zu Boden fallen und starrte auf seinen Ofen. Sollte diese Werkstatt seine erste ernstzunehmende Niederlage seit seiner Ankunft im Kastell werden? Er war zu schwach, es sich vorzustellen. Unendlich müde wanderte sein Blick durch den dunklen Raum, der nur von einer einzigen schwachen Kerze erhellt wurde, die auf der blitzblanken Werkbank stand.
Der Schwarzmagier schaute auf seiner Hände. Noch immer waren sie kräftig und unempfindlich. Doch waren das noch die Hände eines Handwerkers? Oder waren es bereits die Klauen eines Kämpfers geworden, der den Stab zu seinem ständigen Begleiter gemacht hatte? Oder waren es gar die Finger eines wahrhaftigen Magiers, die er da am Ende seiner Extremitäten anstarrte? Wer war er überhaupt? "Wer ist Horaxedus?" sprach der gebeugte, müde Glasmacher in den dunklen Raum, und erschöpft wie er war, brachte er es nicht einmal mehr fertig, sich vor diesem Gedanken, dieser Frage zu erschrecken. Oder gar zu fürchten.
Horaxedus näherte sich langsam der Kerze, um ihre Flamme auszublasen und langsam, Schritt für Schritt, aus der dunklen Werkstatt zu schlurfen. Wie eine Ewigkeit schien es ihm, bis er das nahe Refektorium erreicht hatte, wo er sich einen grossen Krug Pampelmusensaft reichen liess, von dem er hoffte, er würde diese unglaubliche Schwere aus seinen Gliedern spülen können. Der Schwarzmagier nahm einen grossen Schluck und fühlte, wie ihm das kalte Getränk wohlig frisch die Speiseröhre hinunterlief. Doch die tiefe Müdigkeit blieb bestehen, als der Glasmacher sich längst, den Krug noch immer bei sich tragend, Stufe um Stufe in das erste Stockwerk hinaufkämpfte.
Als die Tür zu seinem Schlafgemacht endlich erreicht war, trat Horaxedus hinein und warf seine Trainingskleidung einfach auf den Tisch. Schliesslich nahm er einen letzten Zug Saft aus dem Krug und liess sich rücklings auf sein Bett fallen. Augenblicklich wurde es stockfinster im Raum und den Schwarzmagier überfiel endlich die so sehnlichst herbeigewünschte tiefe, schwere Ruhe, die er in den vergangenen Wochen so sehr vermisst hatte.
"Wer bin ich?" dachte Horaxedus noch ein letztes Mal, doch diesmal lächelte er dabei, während er gleichmässig atmend einschlief.
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| 12.06.2003 01:40 | #206 |
| Scipio Cicero |
Schon mehrere Minuten stand Scipio im Übungsraum...und das nur auf seinem einem Arm. Es war ein gutes Training und da es ihm inzwischen leicht fiel konnte er nebenbei auch über das eine oder andere nachdenken. Außerdem konnte er seinen zweiten Arm schon garnicht mehr erwarten. Zugegeben, mit nur einem Arm forderte ihn der Alltag deutlich mehr und das hatte auch sein gutes, doch insgesamt war es doch schöner zwei zu haben.
Auch interessierte es ihn ob der neue Arm genauso sein wird, wie der Alte, oder würde man den Unterschied spüren? Vielleicht wird er ja sogar besser? Schließlich wäre es nicht das erste Wunder, das Magie mit sich zieht. Doch nicht mehr lange und seine Fragen würden sich von selbst beantworten.
Mit einem kleinen Sprung beendete der Waldläufer nun den Handstand und er verließ den Raum.
Schon eigenartig wie schnell man sich an etwas gewöhnen konnte. Obwohl er bestimmt eine halbe Stunde im Handstand verbracht hatte, spürte er nicht den geringsten Schmerz im Arm. Inzwischen hatte er wohl doch so etwas wie Körperbeherrschung.
Wie dem auch sei. Er war so etwas wie Gast im Kastell und so wird wohl keiner etwas dagegen haben wenn er in diesem Eesszimmer, Refektorium oder so, etwas zu sich nahm oder sich zumindest setzte.
Es war bereits jemand anwesend, aber Scipio setzte sich erst einmal weg von ihnen. Still begann er die drei zu mustern und besonders einer von ihnen schien ihm interessant. Seine Haut war blass und seine Augen tief in die Höhlen eingesunken. Seine Nase erinnerte ihn irgendwie an den Don. War das nicht sowieso der Typ, der dem Don bei seinem Arm helfen sollte? Ja das war er. Arctus war sein Name. Der Gildenlose begann sich zu erinnern. Seine leicht blutverschmierte und an einigen Stellen zerissene Robe ließ immernoch deutlich erkennen dass er auch dem Kastell angehörte.
Dieser Mann hatte eine gewisse Ausstrahlung von...Kälte. Er wirkte in der Tat kühl und er schien nicht besonders emotional veranlagt zu sein. Die Augenhöhlen ließen beinahe kein Licht auf die eigentlichen Augen falen. Ein Mann nach Scipios Geschmack, den meistens waren eben diese bessere Menschen als diese freundlichen Kerle ie beim kleinsten Blutstropfen geschockt zusammenbrechen. Arctus schien klug zu sein, Scipio sah es ihm einfach an. Eine große magischen Zukunft stand ihm bevor. Darin war sich der Gildenlose sicher.
Und so vergingen einige Minuten in denen der Waldstreicher die Blicke von ihm nicht lassen konnte.
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| 12.06.2003 02:01 | #207 |
| Don-Esteban |
Langsam ließ sich der Hohepriester wieder nieder. Eben hatte er Svein, den Jungen, den er mit ins Kastell gebracht hatte, ein Gästezimmer zugewiesen und ihn noch etwas beruhigt. ein Lächeln wirkte oft Wunder. Warum erkannten die Menschen nie, ob es falsch war? Warum waren sie so leicht zu täuschen. Sie wollten es wohl so. Das war die Erkenntnis, die sich beim sorgfältigem Aufblättern des Gedankens, Schicht um Schicht herausstellte.Nun saß er also hier, mit Arctus und dem bislang namenlosen."Arctus, dies ist vielleicht jemand, der unsere Hilfe benötigt. Jemand, der seine Hände zu Beliar ausstreckt. Wir sollten ihm weiterhelfen. Vielleicht nicht aus Nächstenliebe, so doch aus Gehorsam gegenüber Beliar."
Die Gedanken des Schwarzmagiers schweiften ab. Doch vorher empfahl er dem Gast noch, sich bei den Dämonen, die er ihm, ohne mit der Wimper zu zucken, als harmlos beschrieb. Das Refektorium mit seinen so ziemlich jeden kulinarischen Wunsch erfüllenden Dämonen war für einfache Gemüter immer wieder ein Grund zur Freude. Less gehörte sicher nicht zu dieser Sorte Mensch. Irgendetwas bedrückte ihn. Auf dem Weg ins Kastell hatte er jedoch nichts darüber gesagt, was ihn umtrieb. Und Don-Esteban war klug genug, ihn auch nicht dazu zu drängen, etwas über seine Beweggründe preiszugeben. Stattdessen ließ er ihn jetzt, damit er beschäftigt und abgeleknt war, die Dämonen, denen er anfangs scheu, ja gar ängstlich auswich mit Essenswünschen eindecken.
Don Esteban begnügte sich mit mit etwas Brot, Käse und erlesenem Obst. Das obligatorische Glas Wein durfte auch nicht fehlen. Doch diesmal betrachtete er es lange, ehe er es in die Hand nahm. Der Schein der Lichter des Refektoriums brach sich in den Faccetten des Kristalls. Der Stil des Glases war mit einem Knoten verziert, der in einem der üblichen Brilliantenschliffe gestaltet war. Das Glas spiegelte den Schein von Fackeln und Kerzen in wohl jedem möglichen Winkel wieder. Der helle Wein selber schimmerte im Licht wie göttlicher Nektar. Hellgolden wie Ambrosia und duftete süß und schwer wie berauschendes Parfüm. Endlich, als das Verlangen nach einem Schluck ins unermeßliche wuchs, nippte er von dem Glas, ließ einen kleinen Schluck über Zunge und Gaumen in die Kehle rinnen und genoß ihn.
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| 12.06.2003 10:43 | #208 |
| Arctus |
Der einarmige Bob in der hinteren Ecke des Tisches begaffte Arctus sonderlich. Die prüfenden Augen des Krieger fuhren Zentimeter für Zentimeter die Äußerlichkeiten des Jungen ab. Arctus saß mit den Knien auf dem Stuhl, wodurch er sehr viel größer erschien, als er eigentlich war. Nur kurz hatte er den Blick des holzarmigen Typen erwiedert, dann lehnte er sich zurück, in den wohligen Schatten des Stuhles. Nur die feine Nasenspitze lugte noch ins Helle und deutete die Blickrichtung des Jungen an. Tiefblaue Augen musterten den anderen Neuling, den Beliarsanbeter. Irgendwie sah er aus, wie ein armer Landstreicher. Nasse verschwitzte Kleidung hing an ihm herab, seine Haare klebten am Gesicht fest und unter den halb geschlossenen Augenliedern lugten müde Augen hervor, die ins Nichts starten. Vielleicht suchte er einfach eine Unterkunft und hatte deswegen dem vermeindlichen Händler etwas vorgegaukelt. Arctus betrachtete ihn mit Skepsis. Irgendwie war ihm der Mann nicht geheuer. Vielleicht wurde er genau aus diesem Grund mit ins Kastell geschleppt.
Den Gestank konnte man sich jedoch nicht lange antun. Arctus nahm ein Schluck aus seinem Milchglas. Das gebratene Stück Fleisch vor ihm schob er Naserümpfend von sich. Der Appetit war dem Jungen eindeutig vergangen. Überhaupt empfand er die ganze Gesellschaft um sich herum überdrüssig. „Ihr scheint weit gewandert zu sein, Fremder!“, sprach er zu dem Landstreicher. Dieser nickte nur. Arctus erhob sich und schritt langsam, mit den Füßen auf dem Boden schlürfend, um den Tisch herum, packte den Fremden am vorsichtig am Arm und führte ihn hinaus aus dem Refektorium. Der lange Gang vor ihnen wurde immer kürzer, und schließlich erwartete sic eine Treppe. Zu den Waschräumen gehend, erklärte Arctus dem Fremden, dass er sich in dem vor ihm liegenden Raum ausgiebig putzen können und sich dann den Weg von einem Dämon in ein Schlafgemach zeigen lassen sollte. „Dort wartetet bestimmt schon frische Kleidung auf dich! Ihr braucht ruhe. Wir werden Morgen über alles weitere reden.“
So entließ der junge Magus den Fremden und machte sich wieder zurück ins Refektorium. Es herrschte immer noch eisernes Schweigen in dem Raum. Der Don saß mal wieder gedankevertieft mit seinem Glas Wein da und starrte ins Nichts. Der andere pulte an seinem Arm herum und stieß sich einen Splitter in den Finger. „Sein Problem“, dachte sich Arctus, setzte sich wieder hin und nippte an seinem Glas Milch.
Nach langem Schweigen fragte er dem Don nach den beiden Mitbringseln und was es mit ihnen auf sich habe ...
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| 12.06.2003 18:17 | #209 |
| Linky |
Wie verzaubert wirkte die ganze Gegend hier. Nein, hier konnte Linky nicht seine schlecht vorgetragenen Witze reißen.
Es war mühsam den vollbepackten Handelskarren den engen und stetig bewucherten Weg hinaufzuziehen. Pflanzen und Flechten aller Art hatten sich an dem recht steilen Weg ein Zuhause gesucht. Nach jedem sanften Auftreten entstand ein knackendes Geräusch. Es beruhigte den ängstlichen Söldner. Er hatte nun wirklich schon viel mitgemacht: sich mit Trollen angelegt, gegen überdimensionale Feldräuber gekämpft und was man sonst noch so erlebte. Doch all das war nichts im Vergleich zu diesem Aufstieg. Ein unbeschreibliches Gefühl quälte ihn den langen Aufstieg lange. Linkys Schritt wurde schneller, der Schweiß tropfte aus den Poren. Er wusste nicht was mit ihm geschah, er lief nur noch.Als er nach einem schier endlosen Marsch diesen unwegsamen Pfad hinauf oben stand, atmete er zu aller erst tief durch. Das war wahrscheinlich erst der Anfang.
Mystisch erhob sich nun ein dreistöckiges Bauwerk. Es war mächtig und unbedeutend, anziehend und abstössig, gigantisch und doch nur winzig im Vergleich zu dieser riesigen Welt. Es war einfach unberschreiblich.Linky war schon immer ein Naturliebhaber gewesen, doch dass ihn nun dieses wirklich tolle Gebäude faszinierte hatte er nicht für möglich gehalten. Wider allen seinen Ängsten schlenderte er ganz gelassen den breiten Weg zum Eingang des Kastells entlang. Die Angst beim Aufstieg war vollständig entwichen, nur noch Faszination regierte über Linkys Denken. Seine Augen mussten übergroßes Ausmaß angenommen haben, so glotzte er auf die reich verzierte Fassade des Kastells. Nach jedem Schritt vermochte er ein erneutes Detail zu erkennen und bald war auch die Tür mit all ihren Kunstwerken zu betrachten."Sei gegrüßt Fremder", ertönte es plötzlich für Linky unerklärlich, "was ist? Angst?"
Linky verspürte wieder Angst und sah sich panisch um. Nach genauem Hinsehen erkannte er schließlich, dass nur ein vermodertes Skellet, das an die Kastelltore genagelt war, zu ihm gesprochen hatte.
"Äh, Hallo, Skellet", begann der Söldner stotternd, "lässt du mich rein?"Aus unergründlichem Grund musste das Knochenwesen laut Lachen und antwortete ihm dann: "Klopfe an und warte. Wenn es das Kastell gut mit dir meint, trete ein, wenn es keinen Bedarf verspührt, dich einzulassen, dann verschwinde..."Irgendwie hatte Linky das Gefühl, dass ihn das Skellet verarschte. Aber er tat wie ihm geraten wurde und klopfte dreimal an. Nichts. Er klopfte nochmal dreimal an. Wieder nichts.
"Sesam, öffne dich!", murmelte er, doch es geschah ebenfalls nichts. "Verdammt, will es mich etwa nicht?"
"Es will dich, doch vielleicht willst du nicht?!"
"Na klar will ich!"
Zugegeben, das klang nicht wirklich überzeugend.
"Willst du nicht! Und wenn wirklich willst, zeige ihm, dass du willst."Gesagt, getan. Linky tat einige Schritte nach hinten und rannte anschließend nach vorne. Mit zwei saftigen Tritten wollte er die liebe Tür überreden - und er hatte Erfolg.
Knatschend und quietschend öffnete sich das große Portal und der Kaufmann ging mit seinem Karren im Schlepptau hindurch. Vor ihm erschien nun eine große Steinfigur, ähnlich einem dämonartigen Wesen. Herausfordernd hielt die Statue einen Teller in der Hand. Wie als wäre es in Linkys Gehirn geschrieben erkannte er sofort, dass diese Statue wohl etwas haben wollte.
"Geldgierige Magier", grummelte er und legte 20 Gold auf den Teller und bemerkte dann sauer, "das berechne ich diesem HoraXedus."
Darauf setzte er seinen Weg ins Innere des Kastells fort...
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| 12.06.2003 19:26 | #210 |
| The_Nameless |
Die Mauern des Kastells ragten in die Tiefe Dunkelheit der Nacht, ihre alles verschlingende Schwärze brachten seine Gefühle in Wallung, ein leichtes Kribbeln erwachte tief in seinem Inneren, es war keine Angst, auch keine Ehrfurcht oder Respekt, es war nur eine dunkle Vorahnung von dem, was wohlmöglich passieren würde. Von all den Veränderungen, die das Betreten dieser düsteren Gemäuer vielleicht mit sich bringen würden.
Ein einziger, bedrohlich anmutender Turm ragte seine Spitze gen Himmel und verschlang selbst das bisschen Licht, welches der Mond auf die unwirkliche Dunkelheit des Kastells warf.
Langsam schritten die drei Gestalten auf das riesige Tor zu. Die großen massiven Holzplatten waren verziert mit Runen und Schriften, deren Bedeutung Less nicht einmal erahnen konnte, doch war er wie gebannt von ihrer fast magischen Ausstrahlung, auch wenn sie das manifestierte Böse darstellten...Die schweren Türen schwangen gemächlich nach innen auf, ein leises Knarren war zu hören, unter normalen Umständen hätte er es niemals vernommen, doch die Laute drangen nun schon fast schmerzhaft an sein Ohr. Voller Qualen verzog er sein Gesicht, er verspürte das extreme Verlangen wegzurennen, doch wurde er immer mehr von der Schwärze, die aus dem nun geöffneten Tor herausdrang, angezogen.Widerwillig folgte er dem seltsamen Fremden, der eine solch unnatürliche Aufregung in seiner Seele verursacht hatte, in die Dunkelheit.Von einem abscheulichen Nichts umgeben trat Less vor, seine Augen waren vollkommen blind, alleine das seltsame Vertrauen in den Fremden hinderte ihn daran, in wilder Panik auszubrechen und laut schreiend umherzuirren.Aber er folgte den Schritten seines Führers mit einer zwanghaften Ruhe, deren Sinn und Ursprung er selbst nicht verstand, seit langem hatte er endlich einmal wieder das Gefühl, in Sicherheit zu sein, er fühlte sich fast...heimisch...Ein leichter Windzug streifte seine Wange, zitternd wandte er den Kopf hin und her, doch das seltsame Gefühl in ihm kam nicht zur Ruhe.
Nur seinem Gefühl und dem Fremden vertrauend folgte er diesem Tiefer in das alte, unheimliche Gebäude. Die Umrisse in seinen Augen nahmen langsam wieder Gestalt an, lange Schatten trafen seinen Blick, dünne weiße Kerzen erhellten den langen Gang etwas, und doch schien es fast, als würden sie eher Kälte und Dunkelheit als Wärme und Licht ausstrahlen. Die goldenen Linien, welche gleichmäßig die dunklen Wände durchzogen, glänzten sanft im Schein der Kerzen.Sie erreichten einen großen Raum, einige wenige Fackeln beleuchteten der Saal, während der Mond einen Teil seines Schimmers durch das Fenster warf.Erstaunt, doch ohne jeglichen Anflug von Angst betrachtete Less das unfassbare Schauspiel, dass sich nun vor seinen Augen abspielte. Eine dichte Nebelschwade, welche mit ihrer düsteren Aura perfekt zu der restlichen Umgebung passte, begann, sich langsam zu verfestigen, es schien fast, als sei sie wahrhaftig lebendig.
Seine Augen weiteten sich durch die Unkenntnis über das, was soeben passierte, die Wolke fiel blitzartig in sich zusammen.
Für einen Moment schien die Zeit still zu stehen, fremde Gedanken, Dinge die er vorher noch nie vernommen hatte, schlugen schlagartig auf sein Bewusstsein ein.Noch nie hatte er ein Wesen der Art gesehen, wie es soeben aus dem Nebel entstanden war. Seine Farbe war unbeschreiblich, mit jedem neuen Augenblick schien sie zu wechseln, während es mit seinen kräftigen Schwingen den Raum durchquerte.
Fasziniert von der unglaublichen Macht dieses Wesens bemerkte Less nicht einmal das Verschwinden seiner beiden Begleiter, überhörte die an ihn gerichteten Worte und blickte weiter dem sich nähernden Wesen zu.
Panisch wich er in diesem Moment zurück während die Kreatur ausdruckslos an ihm vorbeischwebte. Die wenigen Dinge, die er je über Dämonen erfahren hatte, reichten aus, um zu erkennen, welche Art von Wesen vor ihm stand...Während der Abwesenheit des dunkelhäutigen Fremden registrierte Less nun die Anwesenheit eines weiteren Menschen, ebenfalls umgeben von dieser seltsamen Aura, auch wenn ihre Intensität lange nicht an die des Anderen heranreichte.Den Blick auf den Boden gewandt setzte er sich auf einen der Stühle welche sauber angeordnet in dem dunklen Saal standen.
Ohne wirklich aufgefordert zu werden versorgten ihn die Dämonen mit allerlei bekannten sowie unbekannten Speisen, als können sie seine Wünsche von den Lippen ablesen.
„Ihr scheint weit gewandert zu sein, Fremder!“
Der Mann sah ihn aufmerksam an, musterte sein komplettes Äußeres und versuchte sich damit, ein halbwegs zutreffendes Bild von Less Persönlichkeit zu machen.Dieser warf ihm einen langen Blick zu, sah tief in seine Augen. Dennoch brachte er nur ein schüchternes Nicken zustande.
Langsam erhob sich der andere, das Schleifen seiner Füße auf dem Boden hallte im ganzen Raum wider, unpassend anmutend durchbrach es die traurige Stille.Sanft griff er Less Arm und zwang ihn damit, langsam von seinem Platz aufzustehen. Er spürte kein Verlangen sich dagegen zu wehren, irgendetwas gab ihm das Gefühl, an diesem Ort in Sicherheit zu sein.
Unbeachtet von dem bereits zurückgekehrten dunkelhäutigen Fremden mit den langen Weißen Haare führte ihn der Mann aus dem Raum heraus.
Abermals durchquerten sie die langen Gänge des scheinbar endlosen Kastells, und obgleich seiner Größe schien das Gebäude menschenleer zu sein. Keine andere Person kreuzte ihren Weg, welcher sie letztendlich an eine tiefe Treppe in die Dunkelheit führte.
Sie erreichten einen geräumigen Waschraum, es war eine recht direkte Andeutung auf seinen schweißigen Gestank, welchen Less in der ganzen Aufregung nicht einmal mehr bemerkt hatte.
Er war wieder alleine, verlassen in einem riesigen Gebäude, umgeben von seltsamen Wesen welche selbst über keinerlei Emotionen oder gar über einen eigenen Willen verfügten.
Und zwischen alledem schwebte die unüberfehlbare Anwesenheit des reinen Bösen.Und doch verspürte Less keine Angst.
Nachdem er sich ausgiebig gewaschen hatte, schlang er sich ein Handtuch über den, durch die Seife eigenartig duftenden Körper, und ließ sich, wie von dem fremden Mann vorgeschlagen, auf ein Zimmer führen...
Ein kleines Regal mit dicken, staubigen Büchern gefüllt, lehnt an der Wand der kleinen Kammer, ein bequem ausschauendes Bett stand in der gegenüberliegenden Ecke, und in der Mitte des Raumes befand sich ein kleiner Tisch, auf welchem eine dicke Kerze, welche sich beim eintreten auf unverständliche Weise entzündete. Ihr mattes Licht legte das ganze Zimmer in einen schwachen weißen Schimmer.
Ohne nachzudenken legte er sich in die dunkele Decke des weichen Bettes, die frische Kleidung auf dem Boden nicht einmal beachtend. Letztendlich bezwang seine Müdigkeit doch die kindliche Neugierde, welche seit dem Betreten des Kastells sein Handeln beherrschte.
Frei von allen Gedanken versank er in einem tiefen Schlaf...
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| 12.06.2003 20:14 | #211 |
| Erzengel |
"Erwache!" Noch immer dröhnte die Worte des Geflügelten Wesen, welches ihn selbst verkörperte, in seinem Kopf. Kain schnellte aus den Betten heraus und zog sich seine Novicenrüstung über, dann legte er seine Sichel an und verließ das Gästezimmer. Obwohl er ein festes Ziel vor Augen hatte, machte Kain noch einen Abstecher in die Terme.
Nachdem er seine Kleider abgelegt hatte, ließ er sich von dem heißen Dampf verwöhnen. Dies war die letzte Entspannung, vor beginn seiner Reise, wer weiß, wann er das nächste Mal Gelegenheit dazu haben würde. Nach einer vorerst letzten Massage entfernte sich Kain aus der Terme und begab sich zum Refektorium, selbst wenn dort Anwesende wären, so nahm er sie nicht wahrnehmen, seine Entschlossenheit ließ es nicht zu, er empfing ein Brot von Dämon und verstaute dieses in einer seiner Taschen. Schnellen Schrittes ging er zum Tor des Kastells, wo er ungeduldig auf eine Bewegung wartete. Als dann Tor endlich einen ausreichenden Spalt auswies quetschte sich Kain hindurch, er hatte keine Sekunde übrig, um auf irgendetwas zu warten. Hastig folgte er nun dem Pfad zum Lager der Sumpfbruderschaft.
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| 12.06.2003 21:43 | #212 |
| Arctus |
Ominöse Geräusche hallten den langen Gang des Kastells entlang. Kleine Hände klatschten auf eine gebrechlich erscheinende Brust, machten dumpf Laute, Schnipsgeräusche folgten und Hände klatschten zusammen. Ein düsterer Klang der Körperteile Arctus’ breitete sich Stück für Stück aus. Es war ganz klar zu sehen, dass der Junge hibbelig war, denn die bevorstehende Armtransplantation stellte eine Herausforderung dar.
Auf einmal hielt Arctus in der Bewegung inne, verstummte und lauschte. „War da nicht was?“ Ein lausig leises Stöhnen. „Oder nicht?“ Arctus hielt den Atem an. „Schon wieder!“ Leise voranschleichend ging er der Geräuschquelle nach, lugte um die nächste Ecke und entdeckte eine Tür. Wieder stieß dieses Geräusch hervor und es kam eindeutig von der Tür vor ihm. Die hölzernen Fasern schienen sich nach außen zu biegen, splitterte kleine Teilchen ab, welche durch die Luft schleuderten. Arctus zog Schützend die Hand vors Gesicht und näherte sich der Türe. Vorsichtig tasteten sich die schmalen Finger um den Türgriff, drückten ihn hinunter und entfernten sich wieder. Die Tür knarrte ganz langsam auf. Ein spartanisch eingerichteter Raum kam zum Vorschein, in dem sich der Mann von gestern aufhielt. Er sprach im Schlaf unverständliche Worte. „Eine andere Sprache oder einfach dahingenuscheltest?“, ging es Arctus durch den Kopf. Auf Zehenspitzen schlich er sich zu dem Schlafenden und stellte sich schließlich genau vor ihn, um seine Gesichtsausdrücke studieren zu können. „Seltsam verzogen und verspannt ist alles!“, flüsterte Arctus vor sich dahin. Plötzlich flog die Tür laut zu. Ein Urknall fluchte im Raum und ließ den Schlafenden erwachen. Arctus stand immer noch davor, denn in des Fremden Gesichtes spiegelte sich komisches Entsetzen. Die kühlen blauen Augen musterten jedes Detail ...
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| 12.06.2003 22:23 | #213 |
| The_Nameless |
Unruhig wälzte sich Less Körper von einer Seite auf die Andere, erneut plagten ihn diese schrecklichen Albträume, immer wieder sah er ihn vor sich, den grauenvollen Tod seines Bruders. Vielleicht sorgte die eigenartige Atmosphäre an diesem Ort des Bösen dafür, dass ihm auch in dieser Nacht die nötige Erholung von den vergangenen Ereignissen verwehrt blieb, doch gab es nichts was er dagegen tun konnte.
Ein leichter Wind ließ ihn den mystischen Geruch, der im ganzen Kastell verbreitet war, verspüren, ob er nun natürlichen oder magischen Ursprungs war konnte er man nur erahnen.
Dennoch war er viel zu müde um weiter darauf einzugehen, also versuchte er wenigstens noch etwas schlafen zu können, selbst wenn es unter diesen Umständen geschehen musste.
Langsam schloss er seine dunklen Augen und kehrte abermals ein in die Vergangenheit...
Es war sehr früh am Morgen, die Sonne tauchte den Gipfel, auf welchem das Kastell lag, in einen warmen roten Schein, ganz unpassend zu der dunklen Ausstrahlung der alten Gemäuer.
Einige warme Strahlen fielen durch das einzige Fenster in die kleine Kammer, und doch war es ihnen unmöglich den Raum zu erhellen. Als würden sie von dem kalten Schwarz der Wände absorbiert verging ihr heller Glanz ohne jegliche Wirkung zu zeigen.
Less war noch immer gefangen in seinen eigenen grausamen Erinnerungen, als seines sein Schicksal dass sie ihn auf ewig verfolgen.
Während sein Körper sich gleichmäßig mit seinem Atem auf und ab bewegte herrschten in seinem Gesicht die gleichen schmerzverzerrten Züge wie so oft.Sein gequältes Unterbewusstsein bemerkte nichts von dem, was in seiner Umgebung geschah,
selbst die sich Knarren öffnende Tür erlöste ihn nicht von seinen Gedanken.Sekunden später, mit einem donnernden Krachen, das mit Sicherheit noch einige Male in dem engen Raum nachhallte, fiel die schwere Holztür zu.Erschrocken öffnete Less seine Augen und blickte hektisch durch den Raum.In den kalten blauen Augen seines Gegenüber blieb sein Blick stehen, lange sahen sie sich einfach nur an, musterten jeweils den Anderen um auch jede noch so kleine Veränderung seines Ausdrucks zu registrieren.
Während er sich langsam aus dem starren Blick des fremden Mannes wandte, begannen auch seine Lippen langsam wieder zum sprechen fähig zu werden.„Wer bist du?“
Mehr fiel ihm in diesem Moment nicht ein, von seiner früheren Redseeligkeit war nicht mehr viel übrig geblieben, er hatte sich schon verändert...Während ihn der andere weiterhin ansah, ergriff Less noch einmal das Wort.„Ich bin Less.“
Suchend sah er ihm in die Augen, versuchte, irgendeine Reaktion auf seine Frage zu erkennen, doch die tiefblauen Augen des Fremden zuckten nur unmerklich...
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| 13.06.2003 00:22 | #214 |
| HoraXeduS |
Es war noch früh in dieser Nacht, als Horaxedus auf seinem unbeherrschbaren Bett erwachte und die Augen aufschlug. Wie verflogen waren die Zweifel an sich selbst, die Fragen nach dem Ich und all das, was ihn tief in seinem Kopf geplagt hatte, bevor er sich zu Bett getrieben hatte. Es war richtig gewesen, nach all den Tagen endlich mal wieder schlafen zu gehen.
Der Schwarzmagier schwang sich aus dem Bett und stand sogleich vor seinem Fenster, um nach den Fliegen zu sehen. Nur ein Schatten des Molerat-Kadavers auf dem Fenstersims war in der Finsternis auszumachen, doch erste helle Knochen kamen bereits zum Vorschein und hiessen dem Glasmacher, woher das zufriedene, vielfache Summen in seinen Ohren stammte.
Erfreut über seine neuen Mitbewohner auf der anderen Seite des Fensters vollzog Horaxedus eine ausgiebige Katzenwäsche und schlüpfte anschliessend in die frische Robe, die ordentlich über seinem Stuhl lag. Unternehmungslustig verliess der Schwarzmagier schliesslich sein Zimmer und machte sich auf den Weg ins Erdgeschoss.
Kaum, dass sein Fuss die letzte Stufe der Treppe verlassen hatte, entdeckte Horaxedus einen Karren in der Eingangshalle. Der ihm zugehörige Mann schien soeben im Begriff, dem Steinernen Dämonen eine kleine Spende darzubieten. Leise, wie es nur ein des Schleichens Mächtiger zu tun vermochte, schlich sich der Schwarzmagier von hinten an den Grosszügigen heran und schlug ihm dann hemmungslos überraschend auf die Schulter: "Linky, das ist ja ein Ding! Wie grosszügig von Dir!" lächelte der Glasmacher und deutete mit einem Zucken seines Kinns auf den Teller des Steinernen Dämonen, von dem soeben die Goldstücke des Händlers verschwanden. "Weisst Du, wenn Du meinetwegen hergekommen sein solltest", fuhr Horaxedus fort und legte jovial den Arm um die Schulter des Söldners, "dann wäre es nicht nötig gewesen, etwas zu spenden, denn Du willst ja nicht die Dienste des Kastells in Anspruch nehmen, sondern umgekehrt. Umso mehr freut uns Deine grosszügige Gabe." schmunzelte der Magier und liess es sich nicht nehmen, das Zähneknirschen des Händlers aus allernächster Nähe zu betrachten.
"Weisst Du, Linky", setzte Horaxedus eine Spur zu laut bereits wieder an und liess seinem Gesprächspartner nicht den Hauch einer Chance, selber etwas zum Besten zu geben, "es ist wirklich witzig: Erst kürzlich habe ich an Dich gedacht. Was für ein netter und zuverlässiger Kerl, dieser Linky, habe ich gedacht." Und im selben Moment schlug der Glasmacher dem Händler wie einem alten Vertrauten heftigst mit der flachen Hand auf den Rücken, dass es nur so klatschte.
"Komm, ich will Dir was zeigen!" rief Horaxedus freundlich aus und zog den sichtlich nervösen Söldner am Ärmel hinter sich her durch die Eingangshalle, "Toller Karren übrigens, Linky, wirklich." An der Werkstatt angekommen, riss der Schwarzmagier gewandt die Tür auf und schob seinen Begleiter hinein. "Das ist mein neuer Ofen." sprach Horaxedus freundlich, aber eine spur zu laut und wies mit der Rechten auf seinen neuen Ofen: "Leider konnte ich ihn noch immer nicht einweihen, denn -glaub es oder glaub es nicht- mir fehlt doch tatsächlich das nötige Werkzeug. Ist das nicht verrückt?" Und mit derselben Geschwindigkeit, mit der Horaxedus sichtlich an Gesichtsfarbe zunahm, wurde Linky nochmals blasser.
"Du bist blass?" griff der Glasmacher seinen Begleiter am Arm, zog ihn behende aus der Werkstatt und nur wenige Schritte weiter ins Refektorium, wo die beiden an einem Tisch mitten im Saal einander gegenüber Platz nahmen. Und während der Magier bereits von einem stillen Dämonen das blutige Steak und das dunkle Bier serviert bekam, das er sich in Gedanken gewünscht hatte, richtete er den Blick auf den Händler, der sich immerhin seinetwegen auf den beschwerlichen Weg den Berg hinauf hierher ins Kastell gemacht zu haben schien. Und so verflog die Wut des Glasmachers allmählich: "Was wollt Ihr Essen, werter Linky? Wünscht Euch doch was."
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| 13.06.2003 04:12 | #215 |
| Don-Esteban |
Das Refektorium lag hinter ihm. Die zahlreichen Gänge des Kastells lagen hinter ihm. Und ebenso die brüchige Treppe, die in den Keller des Kastells führte. Den Keller, den keiner je in seinem vollen Ausmaß durchschritten hatte. Auch Don-Esteban nicht. Er kannte nur einige Bereiche. In einen von diesen führten ihn seine Schritte. Allein, doch nicht einsam, sondern in freiwillig gewählter Abwesenheit von Begleitern schritt der Hohepriester durch die verwinkelten und Unkundige leicht zum Verirren verführenden Gänge, um letztendlich nach langem March an eine Türe zu kommen, die er mit seinen langen, dünnen Fingern berührte. die weiten Säume der Ärmel glitten über die Oberfläche der tür, als er sie an bestimmten Stellen berührte und dabei wie durch Zauberei verschiedene, ineinander verschlungene Linien zum Leuchten brachte. Meist handelte es sich um helle, fast Weiße Muster, die durch ihre Schnörkel mehr zur Verwirrung des Beobachters als zur Aufklärung der Szenerie beitrugen. Nachdem dies eine ganze Weile andauerte, öffnete sich die Tür lautlos. Der Hohepriester trat ein. Hier war sein Reich.
Lang ausgestreckt lag sie da, die weiße, blasse Haut schimmerte hell wo keine Decke ihre Blöße bedeckte. Überall dort, wo die Würmer noch nicht ihre Arbeit getan hatten, über ihren makellosen Körper.
Ja, er beherrschte die Magie. Er suchte sich aus, was er wollte und sie war gekommen. Um ihm für einige Stunden der Nacht die Langeweile zu nehmen. Ihr wohlgestalteter Körper war eine Augenweide. Langes dunkles Haare hingen noch feucht vom Grab über ihr Gesicht und fiel bis über die Schultern. Ihre blassen Lippen lächelten kalt und emotionslos, als sie bemerkte, wie er sie taxierte. Wie zufällig rutschte die Decke an ihrem Körper ab und gab sden Blick auf mehr frei. So blaß und schön lag sie da, den Kopf auf die Hand gestützt.An einigen Stellen hatte der letzte Verfall schon begonnen, doch was gab es schöneres, als im Angesicht der Vergänglichkeit einen Hauch von Ewigkeit zu erleben?
Don-Esteban stellte das Weinglas beiseite und ließ seine Robe fallen. Ein Schlanker, fast ausgemergelter Körper, auf dem sich deutlich einzelne Muskelstränge abzeichneten, kam zum Vorschein. Der Körper hätte wohl eher zu einem Asketen gepasst. An den Armen sah man die tätowierten Linien, die irgendwo auf dem Rücken und im Nacken entsprangen und an den Fingern endeten. Durch sie wurde die Magie kanalisiert und konzentriert, so daß sie gebündelt aus den Fingerspitzen austreten konnte, wenn sie einmal benötigt werden würde.Der Magier setzte sich auf den Rand des Bettes, nahm die Hand in die seine und führte sie zu seinen Lippen. Gierig sog er den kalten, erdigen Geruch ihrer Haut durch die Nase in sich auf. Dann glitt er in ihre Arme. Die kalte Berührung ihrer Hände erregte ihn. Verzweifelt versuchte er, in den kalten, gebrochenen Augen auch nur die Spur einer Emotion zu entdecken. Doch weder Verlangen, Neugier, noch nicht einmasl Gleichgültigkeit war in ihnen zu entdecken. Sie war tot. Und dieses Fehlen jedweder Emotionen steigerte nur noch mehr sein Verlangen nach ihr. Sie war nicht wie andere beeinflußbar, verriet nicht, was sie gerade berührte, beschäftigte, erfreute oder verärgerte - es gab nichts, das sie berührte.
Ihr modriger Geruch stieg ihm in die Nase und verwirrte seine Sinne.Das Licht des Mondes, hierhergeleitet durch irgendein Fenster, spiegelte sich in einem einsamen Weinglas auf dem Tisch wider, der abseits stand.
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| 13.06.2003 14:45 | #216 |
| shark1259 |
In einer dunklen Ecke. Noch dünkler als der dünkelste Ort den man sich vorstellen kann. Finsterer. Düsterer. Geheimnisvoller.
Ein leichtes Röcheln war zu hören. Es war ein Husten. Nicht ein mal ein Husten. Nur ganz kurz, nur dass man merkte, dass jemand da war. Und wenn man nun genau hinhörte. Ganz genau. Dann konnte man ein leichtes Lachen vernehmen. Doch alleinig durch dieses kaum hörbare Lachen, würde man Angst bekommen.
Die Gänge des Kastells waren lang und finster. Sie lagen in der nachmittagsruhe. Kaum etwas wagte die Stille zu durchbrechen. Hin und wieder sah man Dämonen, doch keine Geräusche gaben sie von sich, nicht den leisesten Hauch. Gar nichts. Nur dieses leise kurze Lachen, doch niemand war da um es zu erhören.
"Frisch Fleisch. Ein neuer verlorener. Und doch ein neuer, der den richtigen Weg eingeschlagen hat. Wir werden sehen was er davon hat."
Ein stimmloses geflüstere. Nur ein Krächzen war es. Doch trotzdem mächtig und erhaben.
Dann war wieder stille in den langen Gängen.
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| 13.06.2003 18:48 | #217 |
| Zloin |
Freitag der 13.
Zloin wachte nach einem langen Schlaf auf. Endlich hatte er wieder einmal Zeit, so richtig auszuschlafen. Seine Prognose: Ein wunderschöner Tag mit Sommervögeln und entspannenden Einlagen. Seine Augen hatte er bei den Gedanken geschlossen und wusste auch nicht, was für Wetter war. Plötzlich flog ihm eine Fliege auf die Nase und schnupperte mit dem Rüssel an seiner Haut. Mit der Hand verscheuchte er das Insekt. Doch das half nicht viel, denn wieder und wieder kam das Tier und nervte den Schwarzmagier, dass er genervt aufstand und den Fliegenklatscher hohlte und dem Blödsinn ein Ende machte. Den Kadaver warf er aus dem Fenster, wo er seinen Augen nicht mehr trauen konnte. Der Himmel war voller schwarzer Wolken, es blitzte und donnerte als würde Beliar sich verkörpern und in einem apokalyptischen Ritual auf die Erde bewegen.Schnell schloss Zloin das Fenster, denn der Regen fiel in Strömen und machte sein Zimmer total nass.
Er schaute auf und erkannte, dass heute Freitag der 13. war. Unfug, dachte sich Zloin! Der Schwarzmagier mochte an vieles glauben, doch an diesen Aberglauben des dreizehnten Freitags doch nicht. Mehr Gedanken machte sich Zloin gar nicht mehr und zog sich die Robe über. Das ging allerdings nicht so leicht wie immer. Sie war irgendwie enger geworden - oder Zloin dicker?! Auf jeden Fall hatte die Robe nun einen dicken Riss!
"Himmerherrgott! Warum das?! Das muss doch einfach nicht sein. Beschissener Taganfang; Ich bin wohl mit dem falschen Bein aufgestanden meinte Zloin gereizt und ging die Treppe hinunter. Eine schwarze Katze lief ihm von rechts nach links über die Beine! Unglück ist nahe - würde jetzt die hohen Propheten sagen. Ein wenig verunsicherte das Zloin schon, denn so viel Pech konnte ein Mensch an einem Morgen doch nicht haben; doch er war sich immer noch sicher, dass der Freitag der 13. nur ein Amenmärchen war.
Im Refektorium bestellte er sich Erdbeerjoghurt und Brot. Durch die Gedanken war das Bestellte auch schon an seinem Morgentisch und zeigte sich nicht von schmackhafter Seite: Der Joghurt war voll mit Schimmeln, während das Brot vorgekaut war und von Sabber geprägt war.
Zloin warf das Morgenessen voller Wucht über den Tisch wo es am Boden zerschellte und einen schönen Flecken hinterliess. Im Comicstil würde man jetzt sehen wie eine schwarze Wolke über Zloins Kopf schweben würde und auf ihn herabpissen würde.
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| 13.06.2003 20:05 | #218 |
| Linky |
Kurz überlegte der überrumpelte Linky, wie er seinen immensen Hunger vornehm ausdrücken konnte. Schließlich kam ihm die passende Lösung.
"Gut, was zu Essen soll ich mir wünschen. Ich wünsche mir einen saftigen Eintopf ala Thekla und dazu einen großen Krug Koma Bier von Schmok", quasselte er und sprach für einen Schwarzmagier anscheinend in Hieroglyphen. Zumindest ließ HoraXedus Blick darauf schließen.
"Ähm", murmelte jener leicht verlegen, "mehr nicht?"
Etwas verzeifeltes lag in seinem Blick, er wollte schließlich das Kastell hier nicht blamieren. Der Schwarzmagier hatte wohl mit einem 5 Sterne Menü gerechnet und wollte dem Händler mal zeigen, was man nobel nannte, aber mit dem hatte er ganz und gar nicht gerechnet.
Doch plötzlich erschien auf mysteriöse Art und Weise zuerst ein randvoll gefüllter Krug mit höchstwahrscheinlich Wein und ein Teller über und über bedeckt mit grässlichem Gemüse. Vom Brokkoli bis zum saftigen Tomätchen war wirklich alles dabei. Linky musste sich beherrschen, um den Brechreizen nicht nachzugehen, verzehrte dann aber wider Willen das Mal.
Jedesmal wenn sich sein Gesicht zu HoraXedus wandte, setzte er sein Händlergrinsen auf, sonst machte er ein weniger erfreutes Gesicht. Nachdem diese wirklich scheusliche Mahlzeit verdrückt war, schob er den Teller samt entleertem Krug ein wenig nach vorne und breitete die angeforderten Waren auf dem Tisch aus.
"Nun, um zum Geschäftlichen zu kommen. Ich denke die Schmiedearbeit wird dich zufriedenstellen", sprach der Geschäftsmann und begutachtete selbst noch einmal die wunderbaren Werke Gorrs.
Auch HoraXedus nahm sich das Rohr und die Zange unters Gesicht und schien zufrieden zu sein - so schien er zumindest...
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| 13.06.2003 20:56 | #219 |
| Arctus |
„Less also“, vernahm Arctus, drehte sich um und ging zur Tür. Diesmal leise und nicht knarschend, öffnete sich das Holzkunstwerk, aus dem der Junge kurz danach austrat, die Tür wieder hinter sich schließend. Leichtfüßig begab er sich neben die Tür und lehnte sich gegen das kalte Mauerwerk. Die feste Stütze, die er gerade brauchte, denn ein leichtes Schindelgefühl umgab ihn, brachte schwarze Punkte auf seine Augen und verhinderte die Sicht auf irgendwelche Objekte. Wie wenn man zu heiß badet und schnell aufsteht, fühlte sich der Junge gerade und sank hinunter an der Wand hinunter, die Knie angewinkelt und den Kopf darauf platziert, versuchte er nur sich darauf zu konzentrieren bei Besinnung zu bleiben. Die blase Haut wurde noch viel blasser und die dünnen Ärmchen fingen an zu zittern. Die seichten Windgeräusche um ihn herum, verzehrte sich und es hörte sich an, als seie er in einem Rohr, dass nur an einem ganz kleinen Schlitz geöffnet war, durch den der Wind unaufhaltsam hindurchrauschte und unheimliche Geräusche von sich gab. Schwarze Haare vielen dem Jungen ins Gesicht und die blauen Augen leuchteten gefährlich auf.
Plötzlich öffnete sich die Tür. Less kam frisch angezogen herausgestampft. Komischerweise verflogen jegliche Sympthome Arctus’ spurlos, ohne jegliche Nachwirkungen zu hinterlassen. Krampfhaft versuchte der Junge das eben erlebte zu verbergen, fuhr sich nervös durchs Haar und rappelte sich wieder vom Boden auf. Flüsternd gab er von sich, „ich bin Arctus“, verstummte dann jedoch...
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| 13.06.2003 21:15 | #220 |
| Zloin |
Enttäuscht vom Tag hatte Zloin das Teleportationsbuch noch mit einem Flecken bekleckert, als er es, wo er es schon fertig gelesen hatte, weglegen wollte. Dumm gelaufen; dafür hatte er das Buch gelesen. Nun war der praktische Teil an der Reihe.
Er nahm sich die Rune für den Lavaturm. Zloin stieg die Treppe hinunter. Auf der letzten Stufe hatte er den Halt nicht mehr und landete schräg auf dem rechten Fuss, total verstaucht.
"Verdammter Mist!!! Warum zum Teufel ist die letzte Stufe nicht eben?! Blöde Dämonen! SOLLEN DAS GEFAELLIGST JETZT MACHEN! ARRRR!" schrie Zloin durch die Gänge des Kastells und hummpelte zum Pentagramm.
Er musste nur einen klaren Kopf behalten und sich mithilfe der Rune einfach teleportieren. Da er das schon mit einer Schriftrolle gemacht hatte, würde das problemlos gehen. Er nahm sich die Rune und wollte beginnen... doch hatte er die Rune für die Rückkehr im Zimmer
vergessen! Zloin fluchte wie wild bis er in seinem Zimmer war, die Rune geschnappt hatte und nun durch Unkonzentriertheit auf der Mitte der Treppe ausrutsche und nach unten rollte. Das Gefluchte war wieder einmal unüberhörbar und ist für normale Ohren nicht etragbar - von der Lautstärke und vom Inhalt.
Wieder befand er sich im Pentagramm und versuchte sich zu teleportieren. Durch den Spruch schebte er einen halben Meter in der Luft und dann machte es kurz *flub* er landete wieder am Boden und ehe er es bemerkt hatte, war seine Unterhose wegteleportiert!
"Ach Mist! Was wohl die Turmbewohner zu meiner Unterhose sagen. Verdammte Mist, ich bring heute einfach nichts auf die Reihe, am besten, ich gehe nochwas essen!" meinte Zloin übergenervt.
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| 13.06.2003 22:01 | #221 |
| The_Nameless |
Stumm sah der junge Mann weiter in Less’ Augen, doch es schien, als würde er ihn gar nicht beachten, als würde er einfach in Gedanken versunken in die weite Leere schauen...
Leichte Sonnenstrahlen spiegelten sich in seinen Augen, endlos tief drang Less in dieses kalte blau Funkeln ein, versuchte, die geheimsten Gedanken des Menschen vor ihm zu erreichen.
Doch sollte es nicht dazu kommen, und so starrte er, ebenso wie sein Gegenüber in die sonderbare Schwärze des Nichts, das diesen Raum für sich in Anspruch nahm.
Die Lippen des Fremden bewegten sich auf seltsame Weise und gaben leise, fast unhörbar einige Worte von sich.
„Less also...“
Less nickte ihm langsam zu, erwartet wenigsten jetzt eine annähernd menschliche Reaktion.
Schlagartig verdunkelte sich der helle Schein der Sonne, pechschwarze Wolken schoben sich vor die warmen Strahlen und verhinderten jeglichen ihrer Versuche, die dunklen Mauern des Kastells zu berühren. Sanft prasselte der Regen an die dünne Scheibe, wo sich die kleinen Wassertropfen rasch sammelten und ungesteuert, fast sogar frei, um an dem Glas entlang in die Tiefe zu fließen.Als Less sich wieder seinem Besucher zuwandte, war dessen Platz leer, wo vor einigen Sekunden noch ein Mensch gesessen hatte, zumindest hatte er wie ein Mensch ausgesehen, war nun nur noch die leichte Macht seiner dunklen Aura zu verspüren.
Den Kopf schüttelnd sah sich Less um. Das Zimmer hatte sich im Vergleich zum Vortag nicht verändert, die Einrichtung stand noch genau an den Orten, wo sie auch bei seinem ersten Eintreten vorzufinden war. Einzig und alleine die Kerze, welche am Abend noch ihr düsteres Licht verbreitete, war nun erloschen. Die einzige Lichtquelle war nun das Tageslicht, welches, durch das plötzliche Unwetter extrem verdunkelt, ins Zimmer schien, grau und trüb.Während er sich aus seinem Bett erhob, griff er sich die soeben entdeckten Kleidungsstücke, die für ihn bereit gestellt wurden.
Allmählich streifte er sich das graue Hemd und die schwarze Tunika über den Körper. Sie bestanden nur aus sehr dünnem Stoff, dennoch hatte er das Gefühl einer angenehmen Wärme, die langsam seine Haut überzog.
Kritisch sah er an sich herab, er hatte nicht erwartet, dass diese dunkle, düstere Kleidung zu seiner Ausstrahlung passen würden, doch fühlte er sich komischerweise sehr wohl darin.
Mit dem festen Gedanken, vielleicht mehr über seine Suche, oder gar über seine Bestimmung zu erfahre, verließ er lautlos die kleine Kammer.
Der junge Mann, der geradeeben so blitzartig aus seinem Gemach verschwunden war, saß, den Kopf in den Knien versenkt, gelehnt an die mit reichlichen goldenen Zeichen und Schriften verzierten Wand, auf dem Boden.
Scheinbar sehr mit sich selbst beschäftigt blickte er auf die marmornen Fußplatten.
Erschrocken durch das leise poltern der zugefallenen Tür sah er auf.„Ich bin Arctus...“
Less betrachtete ihn genauer, seine Gesichtszüge waren ließen auf einige, verändernde Erfahrungen in seinen Leben schließen, und dennoch sah er sehr jung aus, höchstwahrscheinlich war er jünger als Less selbst.
Sein tiefschwarzes Haar fiel lässig über sein Gesicht, hin und wieder verdeckte es das eisige blitzen seiner blauen Augen...
„Erzähl mir über Beliar.“
Arctus sah ihn erstaunt an, überlegte wieso sich dieser fremde Besucher für die Lehren des Gottes der Finsternis interessierte.
„Er ist unser aller Gebieter,“ er machte eine lange Pause, andächtig und ehrfürchtig sprach er weiter, „und wir sind seine ergebenen Diener.“Less sah ihn fragend an, er verstand noch Nichts von dem, was gerade über Arctus Lippen gekommen war.
Als würde er die Ratlosigkeit seines Gegenüber erahnen, setzte dieser rasch seine Worte fort.
„Ich werde dich zur Quelle allen Wissens führen, denn Wissen ist Macht, und diese scheinst du zu erstreben.“
Er erhob sich von dem kalten Marmorboden. Langsam streckte er seine Hand und forderte Less auf, ihm zu folgen.
„Komm mit, ich führe dich zu unserer Bibliothek.“
Less stand regungslos in dem langen Gang, sollte er tatsächlich einige Antworten auf seine vielen Fragen bekommen.
Arctus Schatten zog weiter den dunklen Gang entlang. Langsam setzte sich Less in Bewegung und folgte seinem Führer...
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| 13.06.2003 22:30 | #222 |
| Arctus |
Wie ein Stummfilm spielte sich alles ab. Arctus schritt voran und Less ging hinterher. Nichts Besonderes war an der Situation zu erkennen, außer vielleicht Arctus komisch verzerrtes Gesicht, dass er jedoch in der Dunkelheit verbarg. Irgendetwas lag auf dem Jungen. Etwas für ihn nicht begreifbares. Doch das stand nun nicht zur Debatte.
Arctus wandte sich Less zu, bevor sie die Bibliothek betraten. „Das mag die hier wie ein kleiner Raum vorkommen, doch lass dich nicht von Äußerlichkeiten täuschen.“
Wahrscheinlich war der Mann nun verwirrter als Vorher, doch er würde schon begreifen, wenn er es sieht. Arctus trat hindurch und schlagartig breitete sich der Raum über das gesamte Erdgeschoss aus. Bücherregale en Mass füllten den Raum, neben den bequemen Sesseln und kleinen Lesetischen. Zögerlich trat der Neue nach vorn und betrachtete mit offen stehendem Mund das Meer aus Schriften, wie es wohl nirgendwo anders zu finden war.
Gesammeltes Wissen, über Jahrmillionen alte Werke, fand man hier. „Wie soll man hier ein spezielles Buch finden?“, japste Less hervor.„Sprich den Titel oder ein Stichwort, die Bücher dazu wirst du dann auf dem Boden finden.“, sprach Arctus leise, „bücken musst du dich jedoch selbst!“Less zögerte, machte den Mund auf, schloss ihn dann jedoch wieder. In seinen Gedanken formten sich Fragen und der Ausprobierdrang drückte ihm, sodass er schließlich den Mund öffnete und ein Wort von sich gab ...
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| 13.06.2003 22:45 | #223 |
| Zloin |
Zloin hatte einigermassen gut gegessen. Anscheinend war doch nicht ganz alles so schlecht an diesem Tag. Doch nun wollte er dem ganzen Übel ein Ende setzen: schlafen.
Vorsichtig hummpelte er die Treppe hoch und bemerkte am Fenster seines Zimmers, dass das Gewitter aufgehört hatte. Die Sonne ging gerade unter und verlieh dem Landstrich noch die letzte Hitze, denn in den letzten Stunde wurde es tropisch heiss, da das ganze Wasser verdunstete. Ein unangenehmes Gefühl, weil die Haut klebrig war und man weder sehr heiss noch kalt hatte.
Zloin legte sich das Nachtkleid an und ging ins Bett. Er zog sich die Decke über den Körper und schob sie langsam immer wieder nach unten, weil es so heiss war, bis sie mittlerweile ganz unten angekommen war.
Er drehte sich hin und her um noch ein kleines kühles Stückchen Matte zu finden. Doch von einschlafen war keine Spur. Normalerweise schlief der Magier schnell ein, doch diesmal hatte er sehr mühe.
Sein Kopf drehte sich nach links und nach rechts in einem unregelmässigen Rhythmus. Das Nachtkleid wurde langsam vom Schweiss ein wenig feucht. Unangenehm! Zloin stand auf.
"Mist, ich muss wohl etwas neues machen!" meinte Zloin. Er ging die Treppe hinunter wobei er diesmal so müde war, dass er sich nur den Ellbogen an der Steinwand aufschürfte.
"Verdreckte Scheissmauer! Kannst du nicht aufpassen?! Jetzt muss ich auch noch bluten. Es ist ja nicht zum AUSHALTEN!" schrie Zloin der Mauer zu. Es tat ihm ein gut durch das ganze Kastell zu schreien!
Aus der Küche besorgte er sich ein Glas Wasser mit Eis und einen wassergetränkten Lappen.
Auf dem Nachobenweg kam ihm noch ein Dämon entgegen, welcher ihm mit scherzhaftesten Kopfschmerzen, Gute Nacht wünschte.
Zloin konnte es nicht fassen und schrie den Dämon an: "Was?! Du SPINNST JA WOHL!!! VERSCHWINDE GEFAELLIGST ODER ICH ZIEH DIR DEINE FLUEGEL LANG!" kreischte Zloin und schlug dem Dämon mit dem Wasserlappen eins über seine Birne.
Als er wieder im Bett war, hatte er sich den Lappen auf die Stirne gelegt, was ein gutes Gefühl war. Ein Schluck vom Wasser und schon gings ans einschlafen.Einmal Kehrt nach rechts, einmal Kehrt nach links, einmal nach rechts und dann fiel der Lappen auf den Boden. Wieder fielen unschöne Worte und der Lappen flog mit grosser Wucht durchs offene Fenster. Es war so schwül, dass Zloin kaum noch die Kraft hatte sich zu beherschen. Er war müde und traurig, denn nicht einschlafen zu können machte ihn total fertig.
Doch er liess sich doch noch nicht so früh unterkriegen und versuchte es noch einmal mit einem Schluck Wasser. Das Glas war halbleer. Eine Viertelstunde verging und er schaffte es fast, einzuschlafen. Doch eine Mücke stach ihm unter dem Bauchnabel und labte sich seines Blutes! Ein Schlag, kein Schrei dafür ein kleiner schöner Blutfleck mit einer verdrückten Mücke! Wenn das nicht ein Grund war, auszurasten, wenn man fast dabei war, zu schlafen!
Voller Wut griff Zloin zum Glas "FAHR ZUR HOELLE DU VERDAMMTER DREIZEHNTE FREITAG! MICH MACHST DU NICHT FERTIG! ICH KAEMPFE GEGEN DICH AN! EGAL WAS ES KOSTET! AARGHHHHHHHHHH!" und warf es mit voller Wucht an die Wand wo es zerschellte und einen schönen Haufen Scherben hinterliess.
Nach den vielen Versuchen vom Einschlafen hatte er es am Schluss doch noch gut geschafft, wobei der Schlaf von derben Alpträumen geprägt war.
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| 14.06.2003 00:35 | #224 |
| Alei |
Alei sass wieder einmal in der Bibliothek und brütete über einem Buch, dass ihm gar glückliche Kunde brachte. Es war ein Buch über Kräuterkunde, dass verstaubt und vergessen in einem der hintersten Regale gestanden hatte. Die Staubschicht war mindestens einen halben Meter dick gewesen und hatte mit dem Hammer bearbeitet werden müßen, bevor er an das Buch kommen konnte.
Trotzdem, die Mühe hatte sich gelohnt. Hier in diesem Buch stand, wie er es endlich fertigbringen konnte, dass seine Angebetete seine Liebe erwiederte, und zwar mit einem Feuer (wie das Buch versprach), dass es kaum vorstellbar war. Eilig las er weiter und merkte nun langsam, dass er eine ganze Menge ihm unbekannte Kräuter brauchte, von den er nicht einmal wußte, ob sie überhaupt hier auf der Insel vorkamen. Naja, versuchen konnte man es ja mal, dachte er sich, als er weiterlas. Morgen würde er sich einmal genauer umsehen. Beliar sei gelobt, in der Buch stand auch, wo die gesuchten Kräuter meistens zu finden waren. Eine lange Wanderung stand ihm bevor.
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| 14.06.2003 01:29 | #225 |
| Don-Esteban |
Die ewig gleichförmigen goldenen Streifen in Kopfhöhe begleiteten Don-Esteban, als er das Gästezimmer aufsuchte, in dem er den jungen Svein vor einigen Tagen abgesetzt hatte. Die Bilder an den Wänden mit ihren beunruhigenden Darstellungen bereiteten dem Magier schon lange keine Kopfschmerzen mehr. Was auf ihnen dargestellt war, blieb ihm jedoch weiterhin ein Rätsel. Handelte es sich um die surrealen Albträume eines zu Tode gemarterten Magiers, die er aus finsterster Hölle in das Hirn eines gequälten Malers schickte? Niemand, den er je gefragt hatte, wußte es. Irgendwann hatte er sich damit abgefunden, daß die Herkunft und Bedeutung dieser Bilder eines der zahlreichen Geheimnisse des Kastells war. Und doch... nein, es war lächerlich. Aber manchmal glaubte er, das Paradies zu sehen, wenn er sich eines der Bilder ansah. Wenn er dann davor stand und es ewig anstarrte, erwachte es nur für ihn zum Leben und die Bilder verschmolzen mit seinen Gedanken. Sehen und denken, denken und sehen.
Doch heute war keine Zeit für die Bilder.
Dieser Waldläufer wollte einen Arm haben.
Er sollte ihn bekommen.
Ob ihn interessierte, daß dafür ein Mensch sterben mußte?
Sicher nicht.
Wenn er zimperlich gewesen wäre, wäre er nicht ins Kastell gekommen, sondern hätte sich irgendwo anders helfen lassen.
Wie Peitschenhiebe fuhren die Gedanken durch das Hirn des Nekromanten.Moral?
Unpraktisch. Er hatte sich ihrer entledigt. Schon vor einer ganzen Weile. Beliar wollte es so. Es gab keine Ausflüchte mehr, keinen aufschub. Der Schattendämon wartete. Oh ja, Schattendämon - in der Schwärze des Schattens wartete er, bis er zuschlug. Schattendämon. Dämonisch waren seine Handlungen, dämonisch das, was er Don-Esteban tun ließ.
Genug.
Mit einer plötzlichen Handbewegung wischte der Magier die Gedanken hinfort, die unablässig in seinem Kopf kreisten. Der Klang seiner Schritte verstummte und das Echo in den dunklen Gängen rollte aus bis es nicht mehr zu vernehmen war.Leise drückte er die Klinke hinunter, bis das türschloß mit einem leisen "Klack" öffnete. Die Tür gab nach und wurde nach innen aufgestoßen.
Auf dem Stuhl, der ebenso, wie ein Bett, ein Tisch und diverse Regale und Truhen zur Ausstattung des Zimmers gehörte, saß die zusammengesunkene Gestalt des Burschen.
"Svein, wie geht es dir?", fragte der Magier sanft und mit so viel honigsüßer Freundlichkeit, wie er nur aufbringen konnte.
"Es ist schrecklich langweilig hier. Ich denke, Ihr braucht mich. Und wo sind Eure Stoffe? Seid ich hier bin, bin ich nur in diesem Zimmer. Ich muß doch etwas Geld verdienen, um meiner Liebsten ein Kleid zu kaufen. Und meiner Mutter muß ich die Mietschulden bezahlen", sprudelte es aus ihm heraus.Don-Esteban hob in gespielter Abwehr die Hände und lachte.
"Keine Sorge, jetzt brauche ich dich nämlich."
Svein sprang auf, froh, endlich etwas zu tun zu bekommen. Mit eiligen Schritten folgte er dem Magier, der sicher die gänge des Kastells durchmaß. Vielen Biegungen und Ecken folgten die beide, doch nie hielt Don-Esteban an. Er wußte, wohin ihn der Weg führte.
Ein weiterer Magier kreuzte den Weg der beiden.
"Halt, Arctus. Schön, daß ich dich treffe." Wie nett und höflich man doch miteinander umgehen konnte. "Hole mir bitte noch Scipio in meinen... Ankleideraum. Wir wollen sehen, ob ihm das Gewand passt, daß ich für ihn geschneidert habe."
Und damit trennten sich die Wege der beiden wieder und Don-Esteban setzte den seien, der ihn und seinen Gast ins Labor führen würde, fort.
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| 14.06.2003 02:33 | #226 |
| Arctus |
„Ja Meister, ähh, ich meine Herr Don-Esteban!“, brachte Arctus noch hervor. Es sollte also losgehen. ‚Verwirrendes Schauspiel , kann man ihn nicht einfach niederschlagen?’ ging es dem jungen Magus durch den Kopf.
Doch brachte ihn die Schauspielkunst des Dons etwas zum grübeln. Dieser ‚Mensch’ kann einen hinterlistig etwas vorspielen, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Wohl eine der bösartigsten Waffen, die es gibt. Menschen ausnutzen, sie im Glauben lassen, gebraucht zu werden, sie belügen, hintergehen, kurz um: „man keinem trauen! Wenn selbst ein Mann, dem es nicht an Macht mangelt zu solchen Mitteln greift und sei es nur aus Vergnügen!“
Arctus schauderte bei dem Gedanken, das sein zukünftiger Lehrer vielleicht gar keine Ahnung von all der Magie hat und ihm nur etwas vorgaukelt um ihn an den nächsten Sklavenhändler zu verkaufen. ‚Nein! Du übertreibst!’, mahnte er sich. ‚Doch was wäre, wenn ich selbst solche schauspielerischen Fähigkeiten besitzen würde? Ein kleiner Junge kann bestimmt sehr überzeugend auf ältere Mütter wirken, wenn ihm die Tränen nur so aus den Augen quirlen. Und dann kommt von hinten Blitzschnell ein Dolch und ich hätte ein neues Objekt zum Sezieren!’ Arctus schmunzelte und rieb sich vollkommen im Wahn seiend vorfreudig die Hände. ‚Wieso nicht gleich damit anfangen? Vielleicht beiße ich meinen Opfer die Halsschlagader durch.’ Lachte Arctus noch. Seine Gedanken fuhren ins Wahnsinnige. Was war nur Heute mit ihm los? Erst dieser Schwächeanfall und nun so etwas. Irgendetwas veränderte sich. Ist es der Dämon, der in ihm gewesen war? Meldete er sich zu Wort?
Die Gästequartiere waren erreicht. Eine Tür flog auf und drinnen saß ein Mann ungeduldig mit den Beinen wippend auf einem Hocker und starte zu Boden. Er schien die Kacheln zu zählen. Arctus stürmte hinein. „Bitte helft mir!“, schluchzt er, stieß einen heftigen Schlucker hervor und schniefte den imaginären Rotz nach hinten. Je mehr er sich in seine Rolle versetzte, desto mehr flossen die Tränen. „Was ist los mein Junge?“, fragte der Gildenlose skeptische. Arctus ließ sich zu Boden sinken, presste die Hände vors Gesicht und schluchzte weiter, „ihr müsst mir helfen, es war so schlimm!“ Sein ganzer Körper zitterte, nein er bebte. Trauer und Verzweiflung strahlte von ihm, als seie er die Sonne dieser Eigenschaften, jedoch befand sich keine schützende Schicht vor dem Opfer, so dass die Wellen des Hilfebedürftigen gnadenlos auf ihn einschmetterten. Der Mann stand auf , macht ein paar Schritte auf Arctus zu und ging vor ihm in die Knie, „sag doch, was ist los?“
Arctus verstummte, guckte den Mann aus tieftraurigem Augen direkt ins Gesicht und verharrte so mehrere endlose Sekunden. Man sah förmlich, wie die äußere Hülle des Einarmigen zu bröckeln begann. Arctus schluchzte wieder, „es war so schlimm!“, sein Kinn zitterte. Es stand wieder bevor. Er war kurz vor einem Tränenausbruch. An den Rändern sammelte sich bereits das Leid. Der Krüppel konnte nicht mehr anders. Er zog den Jungen mit seinem einen Arm an sich heran und drückte ihn fest an sich, versuchte ihm halt zu geben. Arctus weinte wieder los, lachte jedoch dabei. Langsam fuhr er den Mann mit seinen kleinen zarten Finger den Rücken hoch und suchte ein gewisse Stelle. Dann klatschte er darauf, drückte den Mann von sich und fing lautstark an zu lachen. Ein Lachen, dass alles zu zerschmettern schien. Salve um Salve prasselte auf den Mann und stampfte ihn in den Erdboden. Arctus wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, „hätte ich einen Dolch gehabt, ihr währet nun tot!“ Mit zitternden Knien setzte sich den Gildenlose auf den kalten Steinboden. Er wollte etwas sagen, brachte jedoch nichts hervor. Arctus hatte nun gesehen, zu was er fähig war und hüpfte freudig von einer Seite zur anderen. Aprupt hielt er inne, drehte langsam seinen Kopf um neunzig Grad in Richtung des Mannes und sprach, „Ich brauche einen Dolch!“ wieder lachte er, doch diesmal leiser und dezente beherrschter. „ach ja, so neben bei! Euer Arm wird vorbereitet. Ihr solltet euch zum Labor des Don-Esteban begeben!“ Der Junge öffnete die Tür, „kommt, ich zeige euch den Weg!“ ...
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| 14.06.2003 03:04 | #227 |
| Don-Esteban |
Don-Esteban war mit dem jungen Mann inzwischen in seinem Labor angekommen. Leise und unheilvoll knarrend öffnete sich die Tür, nachdem der vermeindliche Stoffhändler das komplizierte Schloß mittels Berührungen an verschiedenen Punkten geknackt hatte. Halbdunkel erwartete die beiden. Von draußen schien das Licht des Mondes, der in wenigen Nächten zu seiner vollen Rundung finden würde, in den Raum. Es malte ein spitzbogiges Fenster auf den fußboden, unterbrochen von den Schatten der kunstvoll geschmiedeten Gitter, die vor dem Fenster angebracht waren. Dämonen und Kreaturen mit riesigen, geöffneten Mäulern verschlangen ihre Opfer.
Genauso würde es Svein jetzt gehen. Wie er da so dastand, sich verwundert umsah und bemerkte, daß sich doch hier gar kein AStoff befand und wozu er denn hierhergeführt worden sei, regte sich etwas in dem Schwarzmagier, was ihm mittlerweile schon fast unbekannt geworden war. Mitleid mit dem jungen blühenden Leben, das bald, um den Preis eines Armes ausgelöscht wurde. Wußte der Gildenlose, was er von den Magiern des Kastells forderte? War er bereit, diesen Preis zu zahlen, die Verantwortung für den Tod des jungen Burschens auf sich zu nehmen? Es mußte wohl so sein. Dem Magier jedoch brachten seine Gedanken zu einer geringen Änderung des Planes. In diesem Augenblick war ihm der Schattendämon egal. Er dachte nicht an die Konsequenzen. War das Ergebnis nicht das gleiche? Scipio bekam seinen Arm. Der Junge mußte dies nicht noch mitbekommen.
"Ich werde hier gleich viele Ballen Stoff hereinbringen lassen. Du sollst sie zählen. Damit du nicht dabei einschläfst und die Zahl vergisst, werde ich dir gleich einen besonderen Stärkungstrunk reichen", erklärte er dem Jungen.Gemessenen Schrittes trat der Magier und vermeintliche Tuchhändler an einen Tisch, der an der Wand stand. Ein kleines Schubfach, mittig angeordnet wurde aufgezogen und ein Beutelchen herausgenommen und auf den tisch gelegt. Dabei erzählte Don-Esteban weiter.
"Ich selber nehme diesen Trank manchmal wenn ich viel zu arbeiten habe. Es ist eine alte Familienrezeptur. Sie belebt den Geist und vertreibt die Müdigkeit des Schlafes."
Ja, den Schlaf vertrieb sie wirklich, denn seine Stelle nahm der längste Schlaf ein, den es gab.
"Hier, der Trank ist fertig."
Er reichte dem Burschen einen Becher mit einem schwer und aromatisch duftenden Getränk, welches er eben unter Zuhilfenahme verschiedener Fläschchen angerührt hatte. Dieser nahm den Becher vertrauensvoll. "Mhm, das riecht aber gut. Das würde Katharina sicher auch schmecken."
"Ja, da bin ich mir ganz sicher."
Und der junge Mann trank den Becher bis zur Neige. Dann fiel er ihm aus der Hand. Mit verwundertem Gesichtsausdruck sah er den Schwarzmagier an. Sein Mund öffnete sich, er wollte noch irgendetwas sagen, doch wurde sein Gesicht schon steinern. Bevor er hinsank auf den boden und sich womöglich noch den kostbaren Arm brach, machte der Nekromant einen Schritt auf ihn zu und fing ihn auf. Mit einiger Anstrengung trug er die Leiche des Jungen zu einem der Labortische und legte ihn darauf.
Jetzt wartete er nur noch auf Arctus, der mit Scipio sicher bald eintreffen würde. Für Scipio mixte er ebenfalls einen Trank. Wieder öffnete er die Schublade, doch diesmal griff er den Beutel daneben und schüttete eine kleine Prise des weißen Pulvers in ihm in ein Glas mit Wein. Der Gildenlose sollte nicht sterben, er sollte nur in tiefe Bewußtlosigkeit fallen.Danach wickelte der Magier einige Instrumente aus, wie sie auch die Feldärzte der königlichen Armee benutzten: Knochensägen, Spreizer, Klemmen, Messer, Nadeln. Jetzt konnte Scipio kommen.
Der leere Becher war in das vom Mondlicht erhellte Stück des Bodens gerollt und dort liegengeblieben.
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| 14.06.2003 04:16 | #228 |
| Arctus |
Die Tür des Labor öffnete sich, untermalt von einem leisen penetranten Quitschen. Nur langsam trat der immer noch tief geschockte Scorpio ein und musterte ebenfalls leicht erschrocken, seinen zukünftigen Arm. Prüfend hob dieser den Arm nach oben, gab murrend von sich, „da muß ich aber noch ganz schön trainieren“ und ließ das schlafe Ding wieder auf den Tisch plumpsen. Arctus lehnte sich still gegen eine der Wände. Beobachten war erst einmal angesagt. Der Jüngling schien entweder tot oder bewusstlos zu sein. Eigentlich auch egal, Hauptsache er war ruhig und wimmerte nicht herum. Der Don legte den Arm um Scopios Schulter und reichte ihm eine kleine Mixtur. Der Gildenlose schüttelte geekelt den Kopf. Das kleine Getränk schien wiederwärtig zu stinken. Wer weiß, was sich alles darin befand.
Nun doch, Scopio setzte das Fläschchen an und schluckte alles auf einmal schnell hinunter. Wackelige Knie, eine umherschwingender Oberkörper, als würde gerade ein Erdbeben toben und bereits geschlossenen Augen, beschrieben sein Äußeres. Wie dem auch sei, der Don beförderte den Patienten auf einen der Experimentiertische. Scopio ließ sich alles gefallen. Er war nicht mehr im Stande sich zu halten, wie sollte er sich da auch noch wehren? Ein paar Minuten verstrichen, dann fragte der Don nach der Zange. Arctus fuhr suchend mit dem Finger über all diese gruselig aussehenden Instrumente und blieb schließlich über einer Zange stehen. Zupacken und dem Don reichend bestätigte er, „hier“ und setzte sich auf einen der Tische. Nun wurde der Holzarm entfernt. Mehrere kräftige Rucke waren schon nötig um die Prothese loszubekommen, doch letzen Endes kam ein grässlicher Stumpf zum vorscheinen. „Das hätten wir“, murmelte der Don, ging zu den Werkzeugen und griff nach dem Skalpell. Oder war es die Säge? Arctus konnte es nicht genau erkennen, denn der Rücken des Schwarzmagiers verdeckte ihm die Sicht. „Nun zu dem anderen Arm“...
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| 14.06.2003 04:36 | #229 |
| Don-Esteban |
Der tote Jüngling, blaß schimmerte seine Haut unter der die Adern hervortraten, die Aderen, durch die eben noch das Blut vom Herzen gepumpt wurde. Seine Katharina würde sich wohl nach einem andern Burschen umschauen müssen. Geschickt setzte Don-Esteban die Säge an. Nach den ersten paar Zügen, in denen das fein getahnte Blatrt nur Haut, Muskelstränge und Sehenn durchtrennte, hörte man ein knirschendes Geräusch. Das sägebaltt schabte an Knochen und Zug um Zug arbeitete es sich durch den Arm. Überall floß Blut entlang. In weiser Voraussicht waren rund um den Tisch Blutrinnen angebracht, die nun die rote Flüssigkeit aufnahmen und irgendwohin ableiteten.
die Arbeit war schweißtreibend. Der Magier in seiner Robe spürte bald die Tropfen auf seiner Stirn. Doch letztendlich war es geschafft. Der Arm lag, getrennt vom restlichen Körper, auf dem Tisch.
Unterdessen hatte Arctus den Armstumpf des Gildenlosen gereinigt und Grind und Wucherungen entfernt sowie den Knochzenstumpf sauber abgesägt. Jetzt kam es darauf an, den neuen Arm möglichst genau anzupassen. Der Knochen mußte richtig aufeinandersitzen. Die Sehnen mußten verbunden werden und die Muskelstränge sollten ihre Funktion einmal wiedererlangen. Natürlich war dies nicht ohne die Unterstützung durch verschiedenste Tränke möglich, die jedoch schon teilweise aufgereit auf einem etwas abseits stehenden Tisch standen. Doch die kamen erst zum Einsatz, wenn der Arm mit dem Körper verbunden worden war. Bis dahin war noch so mancher Handgriff und so manches interessant gestaltete Werkzeug nötig, daß sich der Magier von Arctus reichen ließ. Doch irgendwann war auch dies geschafft. Zurück blieb ein Toter, dem ein Arm fehlte, der jedoch in einer riesigen Lache von Blut lag und ein achtlos in eine Ecke geworfener Holzarm.Die Dämonen schleppten Scipio in ein Gästequartier. Wenn er erwachen sollte, wollte der Don benachrichtigt werden. Die nun nutzlose Leiche des Jünglings wurde achtlos aus dem Kastell geworfen und rollte den Abhang hinunter, vorbei an dem Steinschutt, der die Hänge bedeckte, bis sie irgendwo liegenblieb. Zwei Raben stritten sich um die Augen, bis sie bemerkten, daß es derer zwei gab und jeder eines im Schnabel hielt, wo sie, an den Resten der Sehnerven hängend, hin und her baumelten. Doch plötzlich flogen sie fort. Harpyien waren gekommen, angelockt vom Blutgeruch leckten sie die Wunden aus und rissen neue in die Leiche, um ihren Durst zu stillen.
Doch plötzlich öffnete sich das Tor des Kastell und Arctus kam heraus. Wollte er die Leiche für sich "retten"?
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| 14.06.2003 10:45 | #230 |
| Zloin |
*Hatschi*. *Hatschi*. Zloin musste stark niessen, als er aufstand. Irgendwie fühlte er sich nicht besonders gut. Seine Nase war total verstopft.
"Na doll, tschum gantschen schpass von gestern noch eine Erckälgung! Dassch hätte escht ned schein müschen! Verdammter mischt!" meinte Zloin schwerfällig und sah schon den ganzen Tag schwarz! War der Freitag der 13. real? Wie konnte er nur so viel Pech an einem Tag haben - Zufall? Das wäre eine Möglichkeit. Auf jeden Fall wusste Zloin, dass der nächste spezielle Freitag noch eine Zeit auf sich warten liess, so kann Zloin sich perfekt vorbereiten.
Zloin nahm sich die beiden Runen für die Teleportation. Auf dem Pentagramm in der Eingangshalle war er und versuchte seine erste Teleportation. Die Rune hatte er in der rechten Hand.
Bald auf schwebte er in die Luft. Einige rote Lichtstränge schwirrtem um ihn - zuerst langsam und dann immer schneller bis es ein Blitz aufschnellte und weg war Zloin!
Es verging einige Zeit bis man im Kastell sah, wie es wieder blitze und Zloin vom Himmel sicher auf die Beine fiel.
Unglaublich - er konnte sich teleportieren! Der Schwarzmagier freute sich sehr, dass es nun, nach dem schweren Tag von gestern, sehr gut funktionierte. Zur Feier ging er ins Refektorium und bestellte sich Reis mit einem Stück Moleratsteak.
Es schmeckte vorzüglich! Endlich hatte Zloin sein Leben wieder auf die Reihe gebracht.
"Jetscht musch nur noch diese füschteliche Erckälgung weg. *Hatschi*
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| 14.06.2003 12:00 | #231 |
| Amydala |
Amydala wachte auf erneut aus einem traumlosen schlaf auf. Sie stieg aus ihrem Bett und ging an den Kleiderschrank wo sie sich ihre Lehrlingskutte überzog.
"Ich hab nen riieeeeeesen Hunger! " sagte Amydala und ging aus ihrem zimmer raus zum Refektorium um sich dort die berühmt berüchtigten Scavengerkeulen einzuverleiben.
Im Refektorium angekommen setzte bestellte sie sofort die Keulen mit viel wasser. Da sah sie einen Mann der allein im Refektorium saß. Sie gesellte sich zu ihm und setzte sich. "Hallo. Ich heiße Amydala und ich hätte etwas lust auf Gesellschaft beim essen. ". Der Mann nickte nur und so setzte sie sich zu ihm auf die gegenüberliegende Seite. Jetzt kam wieder ihre berüchtigte Schaukelpose in der sie gerne auf dem Stuhl saß. "Wie heißt du? " fragte Amydala ihn und . Der Mann wollte gerade antworten doch es entfuhr ihm nur ein lautes nießen. Amydala schreckte zurück, drückte sich vom Tisch weg verlor das Gleichgewicht und kippte mit dem Stuhl unter einem lauten Aufschrei nach hinten um. Sofort sprang sie auf und brachte den Stuhl erneut in die übliche Position und setzte sich mit einem roten Kopf an den Tisch diesesmal ohne wieder mit dem Stuhl zu schauckeln. "Meinste die Dämonen haben das gesehen? "
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| 14.06.2003 12:07 | #232 |
| Zloin |
Er hebte die Hand vor den Mund und musste sogleich niessen. Diesmal war die hübsche Dame nicht vom Stuhl gekippt.
"Tschuldigung, isch bin schwer verckälget. Mein Name isch Schloin. Wie heischt du? Wie isch schehe bist du Lehrling bim Tschux! Herschlichen Glückwunsch!" sagte Zloin. Was sie wohl denkt? Sie nannte ihren Namen, Amydala, und nahm ein grosses Stück Scavengerkeule.
Zum Glück war sie nicht so zimperlich um sich gleich an einen anderen Tisch zu setzen!
"Wenn die Dämonen doch nur etwasch gegen meinen Halsch und die Schtimme machen könnten! Dasch wäre einfach genial. Wie bisch du in das Kaschtell gekommen? Wasch hat dich hierher geführt. fragte Zloin.
Seine Gesellschaft hatte lange schwarze wunderschöne Haare, die sehr gepflegt aussahen (ganz zu schweigen von Zloins Haaren).
Ihr Gesicht war rechtschmal und ihre Augen sahen gefährlich aber sehr vertraut aus! Sie war eine sehr hübsche Dame.
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| 14.06.2003 12:23 | #233 |
| Amydala |
Amydala blickte erstaunt zu Schloin, der so komisch drauf war. "Ich dachte ich hätte dir bereits gesagt , dass ich Amydala heiße? Nunja wie ich ins Kastell kam ist ne kurze Geschichte: Ich kam nach Khorinis auf der Suche nach meinem Bruder Sly, ich habe zwei Männer gefragt ob sie mich zu ihm führen könnten. Sie führten mich leider irgendwo in die Wildnis un wollten mich dort misshandeln. Ich konnte entkommen und kam ins Kastell gelaufen mehr aus zufall und da habe ich mich entschlossen , mich euch anzuschließen. " sagte Amydala. Sie hasste es über ihre vergangenheit zu reden.
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| 14.06.2003 12:57 | #234 |
| Zloin |
"Achja schtimmt, ihr hattet schon geschagt, dasch ihr, wie auch immer, heisst. Bei Vercklägung kann ich nicht so gut Namen behalten wischt ihr!" sagte Zloin.
Die Beiden plauderten und tratschen wie es sich so bei der ersten Begnung eines zukünfigen Kollegen gehörte, assen noch einige Teller aus und verabschiedeten sich dann, weil Zloin noch einiges zu tun hatte.
An der Küstenebene, südlich des Minentals, hatte er einige Utensilien gefunden. Ihm kam die Idee, einen Schrumpfkopf zu basteln. Deshalb ging er in sein Zimmer und nahm den blutentleerten Goblinkopf der schon ein wenig verschrumpelt aussah. Stach mit seinem Dolch in die Ober- und Unterlippen Löcher, etwa je fünf. Durch diese Zog er ein Stück des Lederriemens. Im Schlittenstich zog er die Lippen zusammen. Es sah sehr furcheinfössend und zugleich hässlich aus. Die Augenlieder öffnete Zloin und befestige sie, dass sie sich nicht mehr schliessen konnten. Der fertige Kopf legte er in eine Schüssel, die er zuvor aus der Küche gehohlt hatte. In die Schüsel leerte ein wenig von seinem Amognar rein. Wenn alles funnktioniert, würde heute Abend der Kopf auf die Grösse des runden Glasbehälters geschrumpft werden. Er legte das Glas nebendran und verschwand in der Bibliotheke.
Er wollte einiges mehr über die Kunst des Kopfschrumpfn erlernen und mehr über das Öl erfahren, welches Zloin Amognar getauft hatte.
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| 14.06.2003 13:47 | #235 |
| Scipio Cicero |
Langsam machte Scipio die Augen auf. Er hatte schreckliche Kopfschmerzen und auch in der Seite spürte er ein ständiges Stechen. Mit zugekniffenen Augen ließ er seinen Kopf zur Seite fallen...und schon zierte ein lächeln sein Gesicht. Er hatte endlich wieder einen zweiten Arm. Noch immer von der Müdigkeit ans Bett gefesselt, schaffte er es einen Heiltrank aus seinen Taschen zu ziehen und mit in aller Ruhe Trank er das belebende Gebräu.
Nach einer halben Stunde erhob sich der Waldstreicher und schlenderte langsam aus dem Gästezimmer hinaus in die Gänge des Kastells. Das unheimliche Gemäuer störte ihn nicht und auch seine Angst vor den Dämonen war verschwunden. Zwar schmerzte der Arm noch und er war relativ kraftlos, doch hatte er Einen und wenn es nicht so etwas wie einen Zauber dafür gab würde er sich die fehlenden Muskeln schnell antrainiert haben. Langsam streichelte seine Hand den Griff seines Schwertes. Dann zog er es schnell aus der sanften Umarmung des Gürtels und ließ sie so gut es ging in der Luft seine Bahnen ziehen. Ein schönes Gefühl, nach so langer Zeit. Am liebsten hätte er sofort gekämpft, dafür allerdings reichte seine raft noch nicht aus. Nach einigen Minuten wurde das Stechen jedoch zu stark und der gildenlose ließ die Klinge wieder an seinen Platz gleiten.
Es war an der Zeit den Don zu suchen und sich bei ihm zu bedanken. Vielleicht weis er auch ob das Stechem normal war, aber da war sich Scipio ziemlich sicher.
Was für ein Gefühl. Endlich hatte der junge Mann wieder zwei Arme. bald würde er aufbrechen und ihn testen. Bald...auf der Suche nach dem legendären Windfetzer.
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| 14.06.2003 16:34 | #236 |
| HoraXeduS |
Erstaunt stellte Horaxedus fest, dass es ihm offenbar so gar nicht recht gelungen war, Linky aus der Ruhe zu bringen. Ein wahrhaft scheusslicher Frass war das, den der Händler sich da servieren liess, aber nun ja, andere Gilden, andere Sitten. Der Söldner grinste den Schwarzmagier an, wann immer dieser einen Blick auf seine Mahlzeit zu werfen gedachte.
Doch mit einem Mal hatte die seltsame Ruhe Linky's ein Ende. Geschmeidig zog der Kaufmann zwei Gegenstände von irgendwo her hervor. Ein armlanges Rohr und etwas, das aussah wie eine zu gross geratene Pinzette. "Du hast tatsächlich...", staunte Horaxedus, doch der Mund stand ihm beim Anblick der auf dem Tisch liegenden Werkzeuge so weit offen, dass er nicht weitersprechen konnte. Mit leuchtenden Augen ergriff der Glasmacher das Rohr und sah hindurch. Der Gegenstand war schwerer als er aussah und weder innen noch aussen war auf den ersten Blick eine Naht auszumachen. "Alle Achtung, Linky! Wer auch immer dieses Rohr geschaffen hat, er wusste, was er tat."
Dann griff Horaxedus zu der Zange. Ein einfaches Stück, aber in angenehmer Dosierung zu schliessen. Beide Enden passten zudem einwandfrei aufeinander. "Auch sehr schön, das." freute sich der Magier. Das letzte Teil, das Linky auf den Tisch gelegt hatte, weckte ebenfalls das Interesse des Glasmachers, doch er wusste nicht wofür es gut sein sollte. "So etwas habe ich ja noch nie gesehen. So ein komisches Ding, wofür ist das denn gut?"
Der Händler schwieg geheimnisvoll, doch sein Gegenüber bemerkte sofort, dass ihn etwas bewegte: "Ich ahne schon, lieber Linky, dass wir noch über Gold sprechen sollten. Ihr seid einfach ein zu bescheidener Mensch." Der Händler nickte verlegen, als sein Kunde bereits fortfuhr: "Wenn ich richtig rechne, Herr Kaufmann, dann schuldet ihr mir noch genau 100 Goldstücke." Linky holte tief Luft, in seinem hellen Kopf tat sich einiges, doch bevor er Erklärungen und Beschimpfungen vorsortiert hatte, lachte Horaxedus bereits herzlich los. "Allein Euer Anblick soeben war es mir wert, unser damaliges Geschäft abzuändern. Ihr habt ausgezeichnete Ware geliefert, es würde mich freuen, wenn wir bald wieder ins Geschäft kämen. Daraufhin zog Horaxedus einen kleinen Beutel hervor, nahm ein paar Münzen heraus, die er wieder einsteckte, und gab Linky den angemessenen Kaufpreis mitsamt Beutel.
" Wenn Ihr wollt, könnt Ihr gerne bleiben, ich lasse Euch ein Gästezimmer zuweisen; doch möchte ich Euch auch nicht aufhalten. Und was ist das, was Ihr uns hier seltsames auf den Tisch gelegt habt? Es sieht so, so absonderlich aus."
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| 15.06.2003 12:47 | #237 |
| The_Nameless |
Schweigend stand Less in dem riesigen Raum, der Anblick der unendlichen Menge an gesammeltem reinen Wissen war überwältigend. Scheinbar endlose Regale, gefüllt mit Büchern einer Stärke, wie er sie vorher in seinem Leben noch nie gesehen hatte durchzogen den ganze Saal, soweit das Auge reichte.
Niemals würde die Größe dieses Raums in den Teil des Kastells passen, den er bisher gesehen hatte, dieser Raum war ohne Zweifel etwas besonderes.Wie sollte er bei dieser Anzahl von Schriften diejenige finden, welche wohlmöglich seine Fragen beantworten würde? Nach Arctus Erklärungen, die der unverkennbar aufgeregte Magier vor seinem Verschwinden an Less gerichtet hatte, würde es ausreichen, das gesuchte Thema auszusprechen.
War die Magie dieser Bücher so mächtig, dass sie selbst die Worte eines Lebenden vernehmen und auch noch deuten konnten?
Ein mulmiges Gefühl ergriff bei diesen Gedanken unaufhaltsam Besitzt von Less' Denken, sicherlich barg diese Macht auch einige Gefahren...
Während er sich langsam auf einen der vielen, recht bequem anmutenden Sessel, die nach keinem erkennbaren Muster in der Bibliothek angeordnet waren, zubewegte, versuchte er einen passenden Überbegriff für seine Fragen zu finden, doch selbst nach Minuten der Überlegung wollte ihm kein zutreffendes Wort einfallen.
Mit aufmerksamen Augen sah er sich nochmals genauer in dem überwältigenden Raum um. Die meisten der Bücherregale reichten tief in den Schatten der hinteren Teile der Bibliothek, ein Ende war nicht abzusehen, einzig und alleine der schwache Schein der dünnen Kerzen brachte etwas Licht in die verstaubten Ecken. Welche Person besaß eine solche Macht, dass sie diesen unglaublichen Ort schaffen konnte? Wohl nur Beliar selbst konnte der Erschaffer sein...Wie ein Blitz durchzog der Name des dunklen Gottes sein Bewusstsein, war dies vielleicht die Lösung des Rätsels, musste er vielleicht mehr über Beliar erfahren, um letztendlich sich selbst zu finden. Gab es nicht einige Anzeichen dafür, dass sein Schicksal von einer fremden Kraft gesteuert wurde...war Beliar diese Kraft...
Less' Herz pochte schneller, sein Puls stieg langsam an, es schien ihm so, als würde sein Herzschlag die ganze Stille der Bibliothek mit einem dröhnenden Klopfen durchbrechen.
Ehrfürchtig schloss er seine Augen, abermals umgab ihn eine tiefe Stille. Einzig und allein der Regen, welcher gleichmäßig an die Mauern des Kastells prasselte, drang an seine Ohren.
Voller Respekt öffnete sich langsam Less' Mund. Für einen Moment schien die Zeit still zu stehen, keine Bewegung störte die Ruhe. Dann sprach er aus, was ihm schon die ganze Zeit auf den Lippen lag...
"...Beliar..."
Ein krachendes Poltern durchbrach die herrschende Lautlosigkeit. Erschrocken öffneten sich seine dunklen Augen. Ein dickes, von Staub bedecktes Buch lag direkt zu Less Füßen, ganz alleine auf den kalten Marmorplatten.Nur dieses einzige Buch hatte auf seine Worte reagiert, es war fast unmöglich, dass es das einzige Buch der Bibliothek war, welches über Beliars Lehren erzählte...aber vielleicht war es das einzige, welches Less Fragen beantworten konnte...die Magie der Bücher sucht sich seinen Leser selbst...Andächtig sank Less auf den Boden. Das dicke, in tiefschwarzes Leder eingebundene Buch lag schwer in seinen Händen, keine Zeichnung schmückte seine Oberfläche, einzig und alleine die Dunkelheit war seine Verzierung.Less sank mit großen Augen, wie gebannt, in einen der mit dunklem roten Leder überzogenen Sessel.
Wie unter einem fremden Zwang stehend, öffnete er ganz langsam den staubigen Einband...
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| 15.06.2003 14:08 | #238 |
| Don-Esteban |
Die Tür zum Gästezimmer, welches Scipio beherbergte, ging auf, ehe er es verlassen konnte, um den Schwarzmagier zu suchen. Das durch das Fenster fallende Licht ließ durch seinen flachen Auftrittswinkel die Strukturen der Tür durch einen komplexen Schattenwurf noch deutlicher hervortreten und sie noch plastischer wirken, als sie es ohnehin schon war. Linien, zu Mustern vereint und fremdartige Kreaturen, die mit aller Macht versuchten, das wie eine lebendige Pflanze wuchernde Rankenwerk beiseite zu drücken, kämpften miteinander.Sah die Schnitzeei gestern nicht noch anders aus? Waren gestern die Ranken nicht noch weniger gewesen, so daß für die Kreaturen auf der Tür genügend Platz geblieben war? Seltsam.
Das Kastell lebte. Don-Esteban beachtete die geheimnisvolle Türschnitzerei nicht. Er kannte andere, interessantere Geheimnisse. Geheimnisse, die wichtiger waren.
Der Waldläufer saß auf dem Bett und befühlte seinen neuen Arm."Gut, kommen wir gleich zur Sache. Es wird dich sicher nicht weiter beunruhigen, wenn ich dir sage, daß bei Dingen von derartiger Schwierigkeit, wie dem Ersetzen von Gliedmaßen auch Nebenwirkungen nicht ausbleiben. Vielleicht wirst du in Zukunft hin und wieder Albträume haben. Ja, ich bin mir ziemlich sicher, daß du welche haben wirst. Vielleicht von einem neugierigen, jungen Mann, der auszog, um sich etwas Geld zu verdienen.
Doch das sollte dich nicht weiter beunruhigen." Er machte eine abwertende Geste. "Uns alle quälen die dunklen Geister im Schlaf, wenn sie uns am ehesten erreichen. Und hat nicht jeder von uns einen dunklen Punkt, etwas, was sein Herz zusammenkrampfen läßt, denkt er unwillkürlich daran?"
Er lächelte hintergründig. Seine Augen wurden dabei etwas schmaler. Doch schon war er wieder ernst.
"Um die Heilung zu beschleunigen - und hierbei rede ich lediglich von der geistigen Heilung, denn mit den Heimsuchungen deines Geistes wirst du selber zurechtkommen müssen - habe ich hier noch einige Fläschchen mit einer Carasolum Fixatus genannten Flüssigkeit. Woraus sie besteht, braucht dich nicht zu kümmern. Wichtig ist, daß du sie regelmäßig nimmst. Täglich ein paar Schluck, doch nicht zu viel, sonst ist sie verschwendet. Es wird deinen Körper dabei unterstützen, deinen neuen Arm anzunehmen. Der Trank enthält einige Rauschmittel, die die Wahrnehmung verändern, also sei auf der Hut und überlege, wann du ihn nimmst. Schmerzen, die nach der Einnahme auftauchen, sind normal und gewollt. Sie werden jedoch bald wieder verschwinden."
Scipio sah den Magier verwundert an. Wo waren denn die Fläschchen, von denen er gesprochen hatte? Da trat dieser einen Schrit zur Seite und hinter ihm wurde ein kleinerer Dämon sichtbar, der ein silbern glänzendes Tablett voller kleiner, flacher Fläschchen vor seinen häßlichen Körper hielt. Scipio sagte keinen Ton."Ah, du wolltest über die Bezahlung reden, wie ich sehe", redete der Nekromant weiter. "Das ist löblich von dir, doch sei beruhigt, das Kastell verlangt kein Gold von dir. Nein, wir sind nicht habgierig." Don-Esteban lächelte süffisant."Nur um eine einzige kleine Winzigkeit will ich dich bitten, etwas, was dir nicht weh tun wird. So höre: Falls das Kastell irgendwann einmal deine Hilfe braucht, sei zur Stelle. Diesen einen Gefallen schuldest du nun dem Zirkel. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Danach sei deine Schuld für immerdar getilgt."
Und mit einem schlauen Lächeln und leicht ausgebreiteten Armen meinte er zum Schluß: "Sag selber, ist das nicht überaus großzügig von mir, für einen ganzen Arm, der dich überhaupt erst wieder dazu befähigt, dem nachzugehen, was deine vornehmste Beschäftigung ist, nämlich dem Kämpfen, nur einen so kleinen unbedeutenden Gefallen zu verlangen?
Und nun gehab dich wohl und nutze deinen neuen Arm klug."
Der Dämon stellte das Tablett ab und war verschwunden, als hätte er nie existiert. Der Magier verließ das Zimmer auf weitaus profanere Weise, indem er wie ganz normale Menschen einfach die Tür benutzte und sie hinter sich schloß.Hatten sich die Muster darauf etwa schon wieder verändert? Es schien, als hätten die Kreaturen die wild wuchernden Ranken besiegt, denn sie hatten auf einmal sehr viel mehr Platz und hockten nicht mehr so zusammengekauert zwischen den sich wild schlängelnden Linien.
Doch das war vielleicht nur eine Täuschung des Auges.
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| 15.06.2003 17:35 | #239 |
| The_Nameless |
Ein Gemisch aus modriger Luft und dickem Staub schlug Less ins Gesicht, als er langsam den Einband des dicken Buches öffnete. Den Kopf schüttelnd wandte er sich wieder davon ab als ihn ein schwerer Niesanfall überkam.Seine Augen blitzen leicht auf, und ein Anflug von Wut überkam ihn. Noch nie vorher hatte er eine solch seltsame Veränderung seiner Gedanken gespürt, das Buch hatte ihn wahrhaftig gefesselt.
Ohne auch nur ein einziges mal zu blinzeln sah er wieder auf die vergilbten Seiten herab, alt aussehende Schriftzeichen erschienen vor seinem Auge, erst völlig unleserlich verwandelten sie sich daraufhin in eine Form der myrtanischen Schrift. Schon sein Vater hatte ihn einst das Lesen gelehrt, so konnte er die Buchstaben in dem dicken schwarzen Buch einigermaßen deuten.Aufmerksam las er sich die langen Texte durch, der leichte Schimmer der Kerzen ließ ihn die Zeichen nur schwer erkennen, und das unregelmäßige Flackern ihrer Flammen brachte ihn oftmals von der richtigen Zeile ab. Dennoch las er ohne Pause weiter, spürte nicht wie die Zeit allmählich verging. Die dichten Regenwolken hatten sich mittlerweile verzogen, sie gaben ihren Platz am Himmel frei für den langsam aufziehenden Mond, der Tag neigte sich seinem Ende zu.
Doch von alledem bekam Less nichts mit. Er war gefangen in den komplizierten Erzählungen, versuchte mit aller Anstrengung seines Geistes, ihren Sinn und ihre Aussagen zu verstehen, was ihm allerdings nicht immer gelang.
Es war schon spät nach Mitternacht, als Less endlich wieder seine mittlerweile vollkommen ermüdeten Augen von den kleinen Schriften erhob. Schaurig spiegelte sich der Glanz der, seltsamerweise noch immer brennenden Fackeln in seinen glasigen Augen wider.
Es war schwer für ihn, all das gelesene zu verarbeiten, zu erkennen, was der Schreiber des Buches mit seinen Sätzen verdeutlichen wollte. Gemächlich erhob sich Less aus seinem Sessel, er verspürte keinen Hunger, keinen Durst, das einzige Gefühl das sein Bewusstsein vollkommen für sich in Anspruch nahm, war die Müdigkeit, die langsam aber sicher auch von seinem Körper Besitz ergriff.
Das Buch, welches nun vor ihm auf dem Boden lag, klappte wie von einer überirdischen Macht gesteuert zusammen. Abermals stieg eine dichte Staubwolke in die Höhe und vernebelte kurzzeitig seine Sinne.
Less beugte sich herab um das Buch nochmals zu untersuchen, aber es ließ sich kein zweites mal öffnen. Er hatte seine Möglichkeit gehabt, mehr über sich selbst zu erfahren. Jetzt ging es einzig und alleine noch darum, das erfahrenen zu verstehen und umzusetzen.
Er hatte diese Chance genutzt, und irgendwann würde er mit Sicherheit auch Zeit dafür bekommen, dies auch zu beweisen.
Ruhig, aber dennoch zielstrebig trat Less wieder auf die einzige Tür dieses Raumes zu. Noch ein letztes Mal blickte er sich nach den düster flackernden Kerzenlichtern um, ihr Schein wurde immer schwächer, und während er den Raum verließ, verging ihr mattes Licht vollkommen, und der große Raum wurde erneut in eine alles verzehrende Dunkelheit gehüllt...
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| 15.06.2003 18:03 | #240 |
| Arctus |
Arctus hockte etwas abseits des Kadavers. Nicht nur Harphyen machten sich an diesem zu schaffen, sogar kleine Fliegen zutschten fröhlich an den geöffneten rotem Fleisch. Arctus starrte fasziniert auf die Grausamkeit der Natur. Diese geflügelten Kreaturen zerfetzten mit ihren Klauen jede einzelne Faser des Körpers und besudelten sich mit dem frischen Jünglingsblut. Eine Harphye blickte auf. In ihrem Maul hing ein Stück Leber und wackelte zu jeder kleinsten Bewegung des Menschenvogels, was etwas von einem Geier hatte. Arctus erwiderte mit ausdruckslosem Gesicht die Blicke des Tieres, dass ihn aus den schwarzfunkelnden Augen betrachtete. Wahrscheinlich schätzte es gerade die Gefahr ab, die von dem Jungen ausgehen konnte. Oder auch nicht? Der Vogel machte einen vorsichtigen Schritt in Richtung des Jungen, legte den Kopf schräg und kreischte einmal. Arctus sog scharf die Luft ein, versuchte den Drang seine Ohren zu schützen zu unterdrücken. Seine tiefblauen Augen formten sich zu schlitzen, musterten das Federvieh weiterhin mit scharfen Blicken. Ein weiterer Schritt folgte. Die beiden Geschöpfe trennten nur noch wenige Meter. Eine unsichtbare magnetische Kraft schien zwischen beiden zu wirken. Arctus# Körper drängte danach wegzurennen, so weit weg, wie nur möglich und auch die Harphye schien Ängste zu haben sich zu nähern, denn ihr, mit scharfen Krallen bespickter Fuß, tastete sich immer ein Stückchen vor, zog sich dann jedoch wieder zurück.
Der junge Magus entspannte sich, ließ seine Augen weiten, schaute jedoch weiter ausdruckslos. Die Harphye sah zurück auf den Kadaver. Was ihr wohl gerade entging. Sie hatte schließlich nur das kleine Stück Leber.
Plötzlich, aus heiterem Himmel, flatterte sie wild mit den Flügeln, hob ab und schwang sich in die Lüfte. Arctus stockte der Atem, als sich der Vogel nur wenige Zentimeter vor ihm wieder zu Boden ließ. Was sollte er nun tun? Nichts, er hockte immer noch wie versteinert auf dem Boden und sah die Kreatur an, als würde sie von einem anderen Stern kommen.
Das wabbernde Stück Fleisch bewegte sich auf Arctus zu. Der Kopf der Harphye berührte nun fast sein Gesicht. Er konnte ihren Atem spüren, ihre faulige Aura, ihr Federn kitzelten seinen Arm. Gänsehaut kroch den Nacken hoch. Herzen schienen stehen zubleiben und knisternde Nerven standen kurz vor der Entladung. Die feuchte Leber löste sich aus dem Maul und klatschte unsanft auf die kleinen Hände des Jungen. Der Kopf, der nun groß wie die Erde zu seien schien, zu kurz vor den Pupillen des Jungen seiend, fuhr ein Stück nach oben. Ein harter Schnabel drang in das schwarze nun durch den Wind wirr umher flackernde Haar und fuhr sanft über die Kopfhaut des Jungen. Die Flügel der Harphye breiteten sich auf und umschlossen den kleinen Körper Arctus’. Dieser verhaarte immer noch in Stille. Das Fleisch rutschte zwischen seinen Fingern hindurch, viel zu Boden. Arctus erwachte, blieb ruhig. Fassungslos konnte er auf den Körper des Vogels sehen. Unter dem Federpanzer wirkte auch er gebrechlich und schwach. Der Zeigefinger des Jungen fuhr hervor, näherte sich dem Brustkorb und strich langsam und sanft an der unbehaarten Stelle entlang. Endlose Sekunden der Zärtlichkeit erfüllten die Welt. Arctus nahm nun seine andere Hand fuhr damit um den Vogel herum, um ihn auch in dem Armen halten zu können. Für einen winzigen Augenblick fühlte er sich geborgen, vergass die Anspannung, vergass Sorgen, vergass Bösartigkeit, vergass alles. Er war hier und nicht mehr. Was interessierten nun andere Sachen, dieser Augenblick war wohl das bisher schönste, was er erleben durfte.
Ein Krächzen hallte über die Berge. Flügelschläge kamen näher und eine weitere Harphye näherte sich. Bedrohlich aufpusten, schritt sie auf die Beiden zu und kreischte abermals laut. Die Arctus’ umarmende Harphye löste sich langsam, sah den Jungen noch einmal aus tiefen nachtschwarzen Augen an und wandte sich ab. Arctus hockte immer noch starr da und bemerkte gar nicht, dass sich eine zweite Harphye hinter ihm niedergelassen hatte. Diese richtete ihren scharfen Blicke auf den Jungen, blieb einen Augenblick ruhig stehen und sprang dann auf den Magus zu. Eine kralle bohrte sich tief in den Arm des Jungen. Kurz danach hob die Harphye vom Boden ab und nahm Arctus mit sich. Der Junge schrie laut auf. Sein ganzer Körper spannte sich, erstarrte, nur seien Stimmbänder arbeiteten auf Hochtouren.
Die liebevolle Harphye drehte sich erschrocken um, schrie ebenfalls auf und katapultierte sich in die Luft, um auf Arctus# Schänder einzuhacken. Dieser ließ erschrocken den Jungen aus dem eisernen Griff und so fiel er mehrere Schritte tief zu Boden.
Auch die dritte Harphye erhob sich nun und der unfaire Luftkampf, zwei gegen einen, begann. Die eigene Rasse bekriegt sich untereinander, fetzt sich Fleisch vom Körper, krallt sich die Augen aus... Wie der Mensch. Der Mensch, stößt die selbigen auch aus, verstößt anders denkende, anders aussehende, anders seiende, aus Angst, Hochmut oder was auch immer. Die zivilisierte Bevölkerung handelt wie die unterentwickelte Tierwelt. Arctus erkannte, unter all den Schmerzen, dass auch er nur ein Gebilde der Natur war und nach ihren Gesetzen handelte. Alle taten dass, doch nur der Mensch will es nicht zugeben. Schwerter werden auch bei ihm geschwungen, unschuldige werden getötet unter Vorwänden, wie den Göttern, der Rache und so weiter.
Arctus drohte bewusstlos zu werden. Blutige Federn rieselten auf ihn herab, wie Schneeflocken und bedeckten seinen Körper. Währendessen legte der Kampf sich. Die Harphye, die Arctus so wohl gesonnen war, schien die Anderen in den Abgrund gejagt zu haben. Schwere Wunden klafften aus allen Körperteilen, gaben Blut ab, und verunstalteten den sonst so schön wirkenden Körper. Der Vogel plumpste erschöpft neben Arcus zu Boden.
Während der junge Magus seinen Kopf zur Seite, auf den Vogel, wand, rutschte eine Feder seine Stirn hinab und hinterließ einen dunkelroten blutigen Streifen. Des Harphyes Kopf lag ebenfalls am Boden, seitlich auf Arctus gerichtet und blickte ihn an. Nur langsam hob und senkte sich derer Brustkorb ein Flügel schien gebrochen zu sein, weshalb sie nun auch unfähig war sich weiter zu bewegen.
Genau wie Arctus. Nur sein Wahrnehmung schien zu arbeiten, der Rest regte sich kein bisschen. Aus traurigen Augen betrachtete auch er den Vogel, der sich so zu quälen schien. Wieso hatte er den Jungen gerettet? Wieso setzte er sein Leben für ihn ein?
Arctus musst schluchzen. Soviel Einsatz, nur für ihn, das hatte nicht mal ein Mensch für ihn aufgebracht. Seine Blicke streichelten die der Harphye, versuchten sie zu beruhigen, zu erlösen, denn diese lösten sich langsam aus dieser Eben, schienen auf etwas anderes zu starren und schlossen sich schließlich. Sie hörte auf zu atmen.
Eine einzelne Träne verirrte sich aus dem Auge Arctus’ und rann über die Nase hinab, um schließlich auf dem Boden zu vergehen. So schnell hatte er etwas gewonnen und schon wieder verloren. Wie schon so oft, spielte das Leben einen Streich mit ihm.
Noch Stunden lag er so da, dachte über alles nach, trauerte und dachte wieder. Erst spät am Abend konnte er die Federdecke von sich lösen. Sein Arm war mittlerweile Taub, nichts war mehr zu fühlen. Er steckte sich ein paar der Federn in den Ärmel, streichelte der toten Harphye noch einmal über den Kopf und ging.
Nein, er ging noch nicht. Die Leber lag gerade genau vor ihm. Das Geschenk des Vogels... zu schade um es liegen zu lassen.
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| 15.06.2003 18:19 | #241 |
| Scipio Cicero |
Mit geschlossenen Augen führte Scipio langsam eines der kleinen Gefäße zu seinem Mund und mit ein bis zwei schnellen Schlücken ließ er den Trank seine Kehle hinabrinnen.
Der Geschmack war gewöhnungsbedürftig, wenn auch nicht wirklich schlecht. Hastig nahm der Waldstreicher Fläschchen um Fläschchen, wicklete sie einzeln in kleine Stoffetzen um ihnen ein bisschen Schutz zu gewähren und legte sie sorgfältig in die Innentaschen seiner Rüstung.
Dann allerdings setzte die Wirkung derb Rauschmittel ein und wenn Scipio nicht schon mehrmals Abhängig von allen möglichen Mixturen gewesen wäre, könnte er jetzt wohl nicht mehr so gut gehen. Zumindest fand er den Ausgang des Kastells. Was hatte der Don bloß alles da rein gemischt? Das Gebräu würde sie nicht schlecht verkaufen.
Schließlich aber schritt der Gildenlose durch die Tore des prächtigen gebäudes. Die Sonne stach ihm ungwöhnlich grell ins Auge, doch irgendwie schien er alles deutlicher wahrzunehmen. Jeder einzelne Meter den er ging spürte er noch Sekunden später...und auch das stechen in seinem neuen Arm war nicht schlecht. Es war wie ein lautes Pochen das den Waldstreicher ständig begleitete. Nicht eine Sekunde ließ es ihn in Ruhe.
Scipio biss die Zähne zusammen und ging weiter. Die Rauschmittel ließen ihn das schlimmste ja auch wieder vergessen.
Sein Weg führte ihn nach Gorthar, genauer in die dort gut versteckte Zitadelle der Dämonen. Der Windfetzer würde bald ihm gehören. Er hatte es ihm Gefühl.
Als er sich bereits in der Nähe des Minentals befand ließen die Nebenwirkungen des Trankes nach und er konnte wieder ganz klar denken.
Einen Gefallen schuldete er dem Kastell also? Großzügig nannte der Don das? Tja, so hörte es sich vielleicht anfangs an, doch Scipio wusste genau was das zu bedeuten hatte. Irgendwann würde er sein Leben für das Kastell leichtsinnig aufs Spiel setzen müssen. Dch tat er das nicht auch gerade jetzt und das nur für ein Schwert? Tat er das nicht schon seit Jahren wegen irgendwelchen Nichtigkeiten, die dem Kastell beiweitem nicht das Wasser reichen konnten.
Doch dieser Gefallenw ar jetzt nicht wichtig. Für den Waldstreciher zählte jetzt nur noch Gorthar, die Zitadelle und vor allem:
Der Windfetzer
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| 15.06.2003 22:16 | #242 |
| Alei |
Heute war es günstig. Die Kräuter mußten im Licht des abnehmenden Mondes gepflückt werden und durften nach dem Pflücken nicht mehr der Sonne ausgesetzt werden. Heute Nacht würde er hoffentlich alles finden, was er brauchte. Vorsichtig hatte er sich alle wichtigen Informationen aus dem Buch herrausgeschrieben und das Pergament gut verwahrt. Nun griff er sich noch eine kleine Ledertasche und verließ dann sein Zimmer. Die Treppen hinab und durch den Gang, recht, links und er war da. Die Eingangshalle war finster wie immer, trotz der Fackeln, die hier überall hingen. Alei hatte sich inzwischen daran gewöhnt, obwohl er das Gefühl nicht los wurde, dass die Eingangshalle jedes Mal ein wenig anders war, wenn er sie erneut betrat. Schulterzuckend trat er an das Tor und verließ durch dieses das Kastell auf Kräutersuche.
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| 16.06.2003 15:34 | #243 |
| The_Nameless |
Verwirrt schritt Less durch die dunklen Gänge, hin und wieder erleuchteten die düsteren Kerzen, die in regelmäßigen Abständen an der Wand angebracht waren, die schwarzen Wände. Ansonsten drang lediglich der seltsame Glanz des goldenen Streifens, der ungefähr in Kopfhöhe an der Wand entlang verlief, durch die Dunkelheit. Doch das reichte nicht aus, um sich daran zu orientieren. Less hatte sich verlaufen. Die Gänge wirkten immer länger, sie schienen kein Ende zu nehmen, fast so, als wollte das Kastell verhindern, dass er wieder zurück auf den richtigen Weg fand. Er konnte sich an keine der seltsamen Bilder, welche er auf seinem Weg an den Wänden erblickte erinnern doch schmerzte sein Kopf bei jedem Betrachten von neuem.
Ziellos wankte er durch das Gebäude, versuchte irgendwie einen Anhaltspunkt zu finden, der ihn zurück zur Eingangshalle führte.
Nachdem er endlich, es war mit Sicherheit schon eine halbe Stunde vergangen, zurück in die Eingangshalle fand, war er vollkommen erschöpft. Die steinerne Statue des Dämonen, welche abschreckend die Halle schmückte, vielleicht sogar beschützte, stand regungslos auf ihrem Podest. Es schien, als würde sie jede einzelne seiner Bewegungen genau beobachten, jeden seiner Schritte verfolgen. Man konnte jederzeit die Anwesenheit einer fremden Macht spüren, niemals war man in diesen Gemäuern alleine, und dennoch immer auf sich alleine gestellt...Langsam bewegte er sich auf das blutrote Pentagramm, welches den Boden in der Mitte der Halle komplett ausfüllte, zu. Während sein Kopf sich suchend nach allen Seiten wandte, blickten Less' Augen ziellos in die weite Leere. Auch wenn sein Körper noch über einige Kräfte verfügte, so war sein Geist wie ausgelaugt. Seine, von den starken Kopfschmerzen, welche ihren Ursprung in den seltsamen Gemälden hatte, schwer strapazierten Gedanken wollte nun endlich Ruhe finden. Angestrengt versuchte er sich an den Weg, der zurück zu seinem Gästezimmer führte, zu erinnern. Erst nach langem Nachdenken meinte er, den die richtige Abzweigung aus der schwach beleuchteten Eingangshalle erkannt zu haben.Erleichtert, endlich einen Ausweg aus seiner Situation gefunden zu haben, schritt er den, wie schon gewohnt, dunklen Gang entlang. Durch eine Tür auf der rechten Seite sah er das große Refektorium, in welchem sich derzeit aber niemand aufzuhalten schien, zumindest konnte er in dem matten Dämmerlicht keine Person erkennen. Dennoch schloss er daraus, auf dem rechten Weg zu gehen.Nachdem er wiedereinmal um eine der vielen düsteren Ecken gegangen war, fand er endlich die Tür zu der kleinen Kammer, die ihm die Bewohner des Kastells zur Verfügung gestellt hatten.
Die Runen, die die hölzerne Tür zierten, hatten sich ebenfalls Verändert, langsam begann er zu erkennen, welche dunkle Macht auf diesen Mauern lag, doch war er noch lange nicht so weit, ihr komplettes Ausmaß und ihre komplette Stärke zu verstehen.
Mit einem Anflug von Fröhlichkeit durchschritt betrat er das Zimmer. Sanftes Mondlicht schimmerte auf dem kleinen Spiegel, der einsam an der schwarzen Wand angebracht war, und hüllte den ganzen Raum in diesen silbrigen Glanz, der alleine dazu fähig war, Less' Gedanken zu beruhigen.
Gemächlich begann er, seine neuen Kleider wieder auszuziehen, versuchte dabei, auch seine Gedanken endlich abzuschütteln, was ihm allerdings nicht gelang.Erschöpft sank er in das angenehm weiche Bett und begann sich langsam zu entspannen. Müde schloss er seine glasigen Augen. Während er noch lange über das Erfahrene nachdachte, schlief Less dennoch irgendwann tief und fest ein...
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| 16.06.2003 21:16 | #244 |
| Linky |
Äh ja, genau, was war das eigentlich?
"Also, das ist - wie soll ich sagen", sprach der Händler stockend, "wir Söldner sagen dazu - ähm..."
Linky wusste tatsächlich nicht mehr weiter und beschloss, Müdigkeit anzutäuschen. Obwohl, wenn er sich recht besinnte, war er sogar müde. Der Söldner gähnte laut und ausführlich, sodass es durch die dumpfen Hallen des Kastells hallte und schließlich in einer assymetrisch verwinkelten Ecke verstummte. Unüberhörbar für nähere Gesellschaft. Der stets freundliche HoraXedus verstand die Andeutung und erhob sich sofort von seinem Platz."Dann werde ich dir mal die Schlafgemächer zeigen", murmelte der Schwarzmagier und bewegte sich langsam Schritt für Schritt zu den Gästezimmern. Der Söldner folgte ihm ohne ein Wort und schaute sich interessiert um. Das Kastell war wirklich ein Meisterwerk. Das Zusammenspiel aus fabelhafter Architektur, atemberaubender Raumeinteilung und genialer Ausstattung faszinierte Linky, der sonst nur mit einfacher Architektur zu tun hatte.
"Meinen Karren kann ich doch am Eingang stehen lassen?", bemerkte er beiläufig, erwartete aber gar keine Antwort. Hier im Kastell erwartete man einfach, dass eine goldgierige Statue oder ein stupides Skellet darauf aufpasste."Ähm ja", antwortete ihm HoraXedus ebenso beiläufig und fuhr etwas lauter fort: "Hier sind die Gästezimmer. Dort sind die für hohen Besuch und hier für das gemeine Volk."
Soso, Linky war also gemein. Gemein? Gemein!? GEMEIN!!
Leicht eingeschnappt betrat er ein Gästezimmer für das gemeine Volk und ließ sich dort sogleich häuslich nieder. HoraXedus schickte er noch eine Nachtgrußformel auf den Weg und anschließend ließ er sich ohne weitere Anstände auf dem kuscheligen Bett nieder. Eine atmosphärische Lampe erhellte zwar den Raum, störte aber nicht den Schlaf. Luxuriös, fuhr es Linky noch durch den Kopf, da fielen die Lider hinunter und er schlief tatsächlich ein.
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| 16.06.2003 22:32 | #245 |
| Alei |
Das Tor öffnete sich mit einem lauten Quietschen und gab dem Magier den Weg frei. Kaum hatte er es durchquert, da schloss es sich hinter ihm nicht minder geräuschvoll. Komisch, bei anderen Magiern hatte er schon gesehen, dass sich das Tor geräuschlos öffnete und schloss. Das Kastell war schon sehr merkwürdig. Zunächst brachte er die Tasche mit den Kräutern in sein Labor, wo er sie sorgsam in einer großen, eisenbeschlagenen Truhe verschlos. Hier würden die Kräuter vor dem Sonnenlich so gut geschützt sein, wie ein Fisch im Meer vor dem Feuer.
Sorgsam verschloss er sein Labor wieder, bevor er sich auf sein Zimmer begab. Das letzte Kraut... wo konnte man es finden? Er hatte schon oft von einer "Kräuterhexe" gehört, die in der Nähe von Onars Hof wohnen sollte. Vielleicht würde er sich bei Zeiten mal etwas umhören. Er schloss die Tür hinter sich, als er sein Zimmer betrat, und hielt inne... Dort war eine Schnitzerei auf seiner Tür, die vorher nicht da gewesen war. Es war ein Auge und es... er blinzelte. War das Auge nicht gerade noch geschlossen gewesen? Nun sah ihn dieses gefühllose und leere Auge mit seiner großen Pupile an. Sein Blick hatte etwas hypnotisches... ach quatsch! Das bildete er sich alles nur ein.
Bald darauf löschte er die Lichter in seinem Zimmer und entschlummerte sanft ins Reich der Träume, wo alles noch gut und richtig war. Zumindest meistens...
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| 18.06.2003 21:38 | #246 |
| Alei |
Alei verließ sein Zimmer und stieg die Treppen hinab ins Erdgeschoß. Heute war der Tag, heute würde er diese Sagitta finden, die Kräuterhexe, die ihm sicher die letzte Zutat für seine Mixtur besorgen konnte. Hoffentlich war es so. Er machte noch einen kurzen Besuch im Refektorium, wo er sich etwas Wegzehrung mitnahm, und begab sich dann in die Eingangshalle, wo sich das Tor ohne weiteres für ihn öffnete und sich hinter ihm wieder schloß.
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| 18.06.2003 22:48 | #247 |
| Alei |
Das Tor öffnete sich wieder und Alei trat hindurch. Hinter ihm schloß sich das Tor wieder, und er begab sich auf dem schnellsten Weg zurück auf sein Zimmer. Was hatte sie damit gemeint, dass etwas schreckliches passieren würde? Hätte diese Frau nicht etwas genauer sein können mit ihren Vorraussagungen? Nein, wahrscheinlich nicht. Ihr Interesse galt ganz der Pflanze, und dafür war eine genauere Vorhersage unnötig. Während Alei weiter darüber nachdachte, schlief Alei sanft ein.
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| 19.06.2003 00:37 | #248 |
| The_Nameless |
Selig und ruhig schlief Less in dieser Nacht, keine Schmerzen, die ihm den wenigen Schlaf raubten, keine qualvollen Albträume, die ihn immer wieder aus seinem ohnehin schon unruhigen Schlaf erweckten.
Völlig entspannt lag er in dieser Nacht, eingewickelt in die weiche wärmende Decke, auf seinem bequemen Bett und erlangte nach so langer Zeit endlich einmal wieder den so nötigen erholsamen Schlaf.
Nur das leise Wispern des Windes nahm seinen besänftigenden Weg durch die Dunkelheit des kleinen Gemachs, während ab und zu die leicht geöffneten Fenster bis an die schwarzen Mauern des Kastells schwangen und mit einem kaum hörbaren Klappern die angenehme Stille durchbrachen.
Dennoch war er nicht alleine. Auf dem langen unergründbaren Weg durch seine Gedanken, durch seine Träume war er nicht einsam. Etwas war bei ihm. Schon so oft gefühlt und doch unbekannt durchstreifte es mit ihm zusammen die verzwickten Wege seiner Seele.
Besänftigend sprach eine milde Stimme ihm immer wieder neuen Mut zu, während er sich immer weiter in die unerforschten Bereiche seines eigenen Ichs vorwagte. Und dennoch fand er keine Antwort auf all seine Fragen, aber etwas war anders als sonst, denn er war nicht alleine.
„Folge mir, dein Weg ist lange, doch dein Wille ist stark. Eines Tages wirst du finden, was du nun schon so lange suchst.“
Und obwohl er keinen Grund dafür hatte, so wusste er dennoch, dass er dieser Stimme vertrauen konnte. Sein Schicksal war auf seltsame Weise mit dem ihren verbunden, und so würde er ihr folgen, zu einem ungewissen Ziel ... Leben ... oder Tod ...
Langsam öffneten sich Less Augen, die seltsam angenehme staubig und modrige Luft drang an seine Nase, zufrieden sog er sie tief in seine Lungen. Eingetaucht in die glänzenden rot-orangen Strahlen der untergehenden Sonne, reckten sich die dunklen Gemäuer des Kastells in den tiefblauen Himmel. Es war, als hätte die Zeit an diesem Ort ihren genz eigenen Willen, der Tag neigte sich erneut seinem Ende zu.
Das schaurige Kreischen einiger Krähen klang von hoch oben in die kleinen Kammern des Gebäudes, wo es allmählich dafür sorgte, dass Less entgültig aus seinen sonderbaren Träumen zurück in die wahre Welt der Lebenden fand. Das eisige Wasser aus einem Eimer, welcher direkt neben seinem Bett zu finden war, verschwand auch das letzte Merkmal der vergangenen Nacht aus seinen nun wieder erwachten Augen.
Während die scheinbar unergründlichen dunklen Augen in die weite Leere des Himmels starrten, begann Less damit, seine Kleidung wieder anzulegen. Völlig unkontrolliert fiel ihm das kurze Haar auf die matte Stirn.
Gepackt von einer außergewöhnlichen Neugierde erhob er sich endlich von seiner weichen Matratze. Die hellen Strahlen der Sonne, gebrochen in den dicken Gläsern der Fenster, warfen ein buntes Gemisch aus allen erdenklichen Farben auf das sture Schwarz seiner Tunika. Fasziniert betrachtete er dieses Schauspiel, wie die Dunkelheit unaufhaltsam ihren Sieg über das grelle Licht der Farben errang, wie sie diese ohne jeglichen Wiederstand einfach verschlang, restlos, als seinen sie nie da gewesen...
Die nur durch einige Kerzen unterbrochene Dämmerung in den Gängen des Kastells störte ihn keineswegs, beruhigt durchquerte er die Dunkelheit als hätte er nie etwas anderes gekannt, immer dem düster schimmernden goldenen Streifen entlang, vorbei an den teilweise wirklich kranken Bildern, die noch immer quälende Kopfschmerzen in ihm auslösten.
Während er ruhigen Schrittes die große Eingangshalle erreichte, schien es, als würden seine Füße völlig unkontrolliert ihren eigenen Weg wählen, immer in Richtung Norden, vorbei an dem schwach leuchtenden Pentagramm, vorbei an dem starr blickenden Wächter dieser Halle, welcher schon so lange regungslos auf seinem steinernen Podest stand, führten sie ihn auf einen lichten Hof. Ein riesiger Baum zierte die Mitte des Platzes, umgeben von einer massiven hölzernen Bank, begleitet von einem seltsam anmutenden Brunnen.
Obgleich der Sonderbarkeit dieses Ortes war Less sofort von seiner unabstreitbaren, unvergleichlichen Schönheit gefesselt.
Die Augen erfüllt von einem fast unnatürlichen Staunen, trat er ehrfürchtig in den langen Schatten der uralten Esche.
Während er langsam auf der Holzbank Platz nahm, lauschte er den alten Erzählungen, die der Wind ihm auf seltsame Weise zutrug. Das leichte Rascheln der schaukelnden Zweige und Äste hatte seine ganz eigene Geschichte. Mit geschlossenen Augen lauschte er den mächtigen Worten der alten Esche, welche ihn daraufhin an ihrer unendlichen Weisheit teilhaben ließ...
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| 19.06.2003 01:54 | #249 |
| Don-Esteban |
Die Zweige der Esche schlugen gegen die Scheiben des Fensters. Ein Luftzug hatte sich wohl in den Innenhof des Kastells verirrt und ließ sich nun an der weit aufragenden Krone des immergrünen Baumes aus.
Don-Esteban sah auf. Er hatte einige alte Aufzeichnungen durchgesehen, Notizen, die er einst, bei seiner Reise durch die Welt Beliars vor über einem Jahr gesammelt hatte. Irgendwo lagen auch noch die Mitbringsel dieser Reise. Irgendwo in den Regalen oder in einer Truhe. Lange hatte er nicht mehr an die damaligen Ereignisse gedacht. Sie hatten dazu geführt, daß sich Meditate dem Kastell und seinen Magiern angeschlossen hatte, damals, als es noch im Minental unter der Kuppel stand. Doch das war lange her.
Don-Esteban sah auf. Etwas hatte ihn aus seiner Nachdenklichkeit gerissen. Achja, die an die Scheiben klopfenden Zweige. Als ob sie eingelassen werden wollten. Unwillkürlich mußte er lächeln. Es war ein seltsamer Gesichtsausdruck, der so gar nicht zum sonst so finsteren Antlitz des Nekromanten passte. Doch hier in seinem Zimmer bemerkte es auch niemand, so daß es nichts ausmachte, hier die sonst immer präsente Maske für einige Augenblicke abzulegen."Was wollt ihr denn hier drin, so ganz ohne Licht und Luft. Ich werde hinauskommen."
Entschlossen stand er auf, raffte dabei noch all die Papiere zusammen, die auf dem Tisch ausgebreitet lagen und steckte sie in eine offene Schublade. Schnell war die Tür erreicht und bald hatte er sein kahles, einfaches Zimmer hinter sich gelassen, um durch die Gänge zu laufen und den Innenhof mit der wunderbaren Esche zu erreichen.
Die Luft dort war mild und das wenige Licht, das Mond und Sterne der Erde schenkten, tauchte die Mauern ringsum in ein silbernes Glitzern. Am hellsten leuchtete die Oberfläche Brunnens, wo das Wasser nur so funkelte und glitzerte, daß es eine wahre Pracht war.
Und selbst die Rinde der Esche war mit einem Mantel von silbernen Fäden umgeben, die aus dem Licht gesponnen waren, das hierher fiel.
Leise krächtzten die Ragen im Halbschlaf. Erzählten sie sich irgendwelche Geschichten? Niemand wußte es. Umso langsamer wurden die Schritte des Magiers, je mehr er sich der Esche und der Bank, die einmmal rund um ihren Stamm lief, näherte. Saß dort nicht jemand? Hatte noch jemand die wunderbare Nacht dazu benutzt, sich hier seinen Gedanken hinzugeben.
Ja, es war der Mann, den er neulich in der Taverne gefunden hatte. Leise trat Don-Esteban hinzu und sprach ihn an: "Du hast also diesen wunderbaren Platz ganz allein gefunden? Darf ich mich dazusetzen?"
Und ohne noch eine Antwort abzuwarten, setzte er seinen Wunsch sogleich in die Tat um.
"Dies hier ist auch einer meiner liebsten Plätze. Es gibt einige davon im Kastell. So sehr die Magie auch durch die Mauern des Gebäudes flutet, hier scheint das Zentrum zu sein. Ich sitze manchmal hier und lasse meine Gedanken treiben. Und es ist jedesmal eine wunderbare Erfahrung."
Er hatte sich mittlerweile neben dem Neuankömmling niedergelassen und kam nun zu seiner eigentlichen Frage: "Was hast du in der Taverne gemacht, als ich dich gefunden habe? Warum hattest du den Namen Beliars auf den Lippen?"Die rauhe Rinde fühlte sich vertraut an, wie sie im Rücken des Schwarzmagiers ihre Anwesenheit verkündete, als er sich gegen den Stamm lehnte. Er spürte wohl jeden einzelnen Buckel. Doch es war eine vertraute Berührung.
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| 19.06.2003 02:51 | #250 |
| The_Nameless |
Der Mond warf seinen silbrigen Glanz auf die wunderschönen Bodenmuster des Innenhofs, und obgleich es lediglich normale matte Steine zu sein schienen, so wirkten sich dennoch, als würden sie selbst im traumhaften Schein der Nacht funkeln, und dem Mond einen Teil seines Scheins zurückgeben.Doch Less bewegte sich in seiner eigenen Welt, versunken in unbegreiflichen Gedanken, ausgelöst durch eine Macht, die er nichteinmal kannte, die zu ihm sprach, der er dennoch vertraute...
Sein Weg schien nun so eindeutig, die Antwort auf so viele Fragen so naheliegend. Und doch wurden sein Denken von einer völligen Leere und Unwissenheit beherrscht, angeführt von der ewigen Suche nach sich selbst.
Ein leiser, monotoner Ton entriss ihn aus seinen Gedanken. Ein völlig unnatürliches Geräusch erklang in Mitten des sanften Hauches der raschelnden Blätter, vertrieb das leise Wispern des sonst so stummen Windes. Es schien als würde jedes Geräusch, jede Bewegung, jeder Gedanke zur Seite weichen, als würden sie durch die alleinige Anwesenheit dieser dunklen Aura weggetrieben, welche sich langsam vor den riesigen grünen Zweigen der alten Esche ausbreitete.
Nur sie alleine schien ihr standzuhalten, während sie weiter jeden an ihrer Erfahrung teilhaben ließ, der sich dazu entschloss, ihren Geschichten zuzuhören...
Schwer erkennbar glitt ein Wesen durch den weiten Schatten des Kastells, bewegte sich unaufhaltsam auf den großen Baum zu.
Es schien, als würde die Luft dicker, die Finsternis immer übermächtiger. Ein seltsames Gefühl breitete sich langsam in Less Gedanken aus, vertrieb jeglichen Anflug von Furcht und Panik. Ihm war, als würde die vertraute Stimme wieder zu ihm sprechen, direkt aus seinen Träumen ... Vertrauen, er musste vertrauen...
Die langen weißen Haare wirbelten völlig unkontrolliert über den schwarzen Glitzern der dunkeln Robe. Völlig frei, durch nichts einzufangen...Gebannt von der so bekannten Aura des Fremden starrte Less in dessen tiefe Augen. Dieser Mann hatte ihn hierher geführt, ihn bis zum Beginn seiner Suche geleitet, und doch sind durch ihn nur noch mehr Fragen in Less’ Gedanken zum erwachen gekommen.
Mit einer fast unheimlichen Ruhe erwiderte der seltsame Mann seinen tiefen Blick, mit stechendem Blick forschte er tief in der ewigen Dunkelheit von Less’ Augen.
"Was hast du in der Taverne gemacht, als ich dich gefunden habe? Warum hattest du den Namen Beliars auf den Lippen?"
Erinnerungen traten kamen erneut in ihm auf, der schon fast vergessene Tod seines Bruders erschien erneut in schmerzhaften Bildern vor seinem gequälten inneren Auge.
Er hatte versucht den Gott der Toten um Gnade zu bitten, versucht, seinen Bruder zurück ins Reich der Lebenden zu holen ... oder war dies alles nur ein Vorwand?Hatte er eigentlich nur nach sich selbst gesucht, nach seinem eigenen Schicksal?War er nicht schon die ganze Zeit dabei, sich selbst zu suchen, egal mit welchen Mitteln.
Vertrauen ... er musste vertrauen...
„Der Herr der Finsternis ist mein Schicksal, meine Zukunft,“ Less machte eine kleine Pause, für einen Moment schien es so, als würde die Zeit stillstehen. Die beiden Männer sahen sich nur in die Augen, ohne jegliche Regung, ohne jegliche Gefühle...
„Ich habe nach Antworten gesucht ... Mit seiner Kraft werde ich sie eines Tages finden...“
Eine kühle Brise strich sanft über Less Wangen, das leise, aber dennoch beständige Plätschern des Brunnens durchklang die schwarze Nacht, während der helle Mond die ewigen Blätter der Esche in seinen silbrigen Glanz hüllte...
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| 19.06.2003 04:30 | #251 |
| Don-Esteban |
Still hörte der Schwarzmagier den zögernden Worten des Neulings zu. Er schien sich ziemlich sicher zu sein, daß er hierher gehörte. Bemerkenswert."Jeder von uns hat seine Gründe, hier zu sein. Ob du die Antworten auf deine Fragen wirklich hier finden wirst, wird die Zeit zeigen. Beliar ist nicht unbedingt gesprächig", meinte er, nachdem er seinen Gesprächspartner ausreden lassen hatte.
"Doch wenn du wirklich daran glaubst, daß der dunkle Gott dir Antworten geben kann, daß deine Verbindung zu ihm dein Schicksal ist, dann wird es auch so sein. Denn nichts geschieht ohne seinen Einfluß. Dieser ist nicht immer offenbar, doch hat nicht Beliar am Ende alle Fäden in der Hand?"
Der Magier schwieg wieder und betrachtete zusammen mit Less, wie das Licht in langen, dünnen Fäden durch das Blätterdach des Baumes fiel.
Plötzlich raschelte es im Geäst und zwei Raben tauchten auf. Ob sie wach geworden waren durch das Gespräch der beiden oder ob es die Zeit war, in der sie einen flug durch die Nacht unternahmen, wußte keiner. Sie stolzierten über die Wiese des Innenhofes und rasierten mit ihren Schnäbeln die Tautropfen von den Grashalmen. Ab und zu krächzte einer von ihnen heiser.
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| 19.06.2003 04:31 | #252 |
| Hugin und Munin |
Die beiden Raben ließen sich auf der nassen Wiese nieder. Die Tropfen des Taus, die silbrig im Licht des Mondes glänzten, waren wunderbar kühl und stillten den Durst. Übermütig tollten die Vögel umher und benetzten ihre Flügel und das restliche Federkleid mit den Wassertropfen. Bald glänzten sie auch silbrig.Einer hüpfte, mit lässig ausgebreiteten Schwingen zum Brunne und setzte sich auf den Rand, krächzte seinem Partner etwas zu. dieser kam auch näher, setzte sich dann aber auf den Weg, der zur Bank führte und lugte aus schwarzen, klug dreinblickenden Augen die beiden Menschen an, die still unter dem Baum saßen. Der andere Rabe kam auch herbeigeflattert und ließ sich noch etwas näher an den beiden nieder.
Ob hier ein Spiel im Gange war, wer der mutigere war? Es schien fast so, denn der erste der Raben hüpfte, den anderen hinter sich lassend noch näher auf die beiden Magier oder was auch immer sie waren, zu, legte den Kopf schief und stieß ein heiseres Krächzen aus. Dann wurde er plötzlich von seinem Kumpanen angestoßen, purzelte hin und schon flogen beide auf und waren im Blätterwerk des Baumes verschwunden. Die Esche hatte sie verschluckt.
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| 19.06.2003 04:34 | #253 |
| Don-Esteban |
"Sie scheinen dich zu mögen. Vielleicht ein gutes Zeichen."
Der Schwarzmagier verzog den Mund zu etwas, was vielleicht ein leises Lächeln sein konnte. Doch so sicher konnte man sich da nicht sein.
"Die Raben wohnen in der Esche, solange ich das Kastell kenne. Es scheint fast so, als ob sie hier sind, seit es das Kastell gibt. Zwei merkwürdige Gesellen."Davon, daß sie ihm schon einige Male auf der Schulter saßen und ihm angeblich irgendetwas zugeraunt hatten, sagte er lieber nichts.
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| 19.06.2003 05:34 | #254 |
| The_Nameless |
Regungslos saß Less auf der massiven hölzernen Bank und blickte den beiden Raben hinterher. Ihr kleiner Körper war in der Dunkelheit der Nacht kaum noch auszumachen, ihr schwarzes Gefieder, so schwarz wie das Kastell selbst, verschwand fast lautlos in den tiefsten Wipfeln der Esche. Für einen Moment vergaß es selbst den seltsamen Mann, welcher ebenso schweigsam neben ihm saß.Doch war es eigentlich unmöglich diesen Menschen, sofern er überhaupt ein Wesen menschlicher Natur war, zu ignorieren. Eine mächtig Aura des reinen Bösen ging von dieser unheimlichen Person aus.
Less sah ihm erneut in die Augen, dachte über die verwirrenden und doch weisen Worte des Schwarzmagiers nach.
War es tatsächlich sein Schicksal, dem Herrn der Finsternis zu dienen? Wollte der Seltsame ihn mit seinen Fragen prüfen?
Ohne es selbst zu bemerken, versank Less in der weiten Welt seiner Gefühle, was war seine Antwort?
Im seinem tiefsten Inneren kannte er die Antwort darauf bereits, nun lag es an ihm, sie dort auch zu entdecken.
Die weißen Haare des Mannes wehten erneut im wieder aufkommenden Wind, ohne jegliche Art von Ordnung, seine Augen waren erfüllt von einer Leere, die von seiner geistigen Abwesenheit zeugte. Er wartete auf eine Antwort, und mit Sicherheit würde er nicht eher gehen, bis er diese erhalten hat. Less erhob sich langsam, wandte sich dem faszinierenden Brunnen zu, das Wasser floss ohne Pause.
Zitternd beugte sich Less über den Rand des Brunnens, musterte sich selbst auf dem Spiegelbild des klaren Wassers.
Jung und unerfahren waren seine Züge, doch die tiefen dunklen Augen waren geprägt von alle den Sorgen und dem Leid der Vergangenheit. Fast vollständig war alle Fröhlichkeit früherer Tage von ihnen gewichen.
Der Wind pfiff nun stärker über die Gänge des Vorhofs, streichelte sanft die ruhige Oberfläche des Wassers. Kleine unbeständige Wellen bildeten sich, das Spiegelbild verzerrte sich, jegliche Gefühle, jegliche Regung verloren sich im Nichts.
Es war an der Zeit, eine Antwort zu finden, es war an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen.
Mit zu allem entschlossenen Augen sah er den Mann an, welcher immer noch regungslos auf der hölzernen Bank saß.
„Lass mich meine Antworten suchen.“ Voller Ehrfurcht schloss er langsam die Augen, „Ich wünsche ein Diener Beliars zu werden.“
Ein leises Krächzten war aus dem dichten Ästen der Esche zu vernehmen.Langsam öffnete er seine Augen...
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| 19.06.2003 06:00 | #255 |
| HoraXeduS |
Tief in der Nacht war es ruhig im Kastell der Schwarzmagier. Eine Stille, die auch den unruhigsten Bewohner der Insel Khorinis übermannt hätte, hatte die Heimstatt der Dämonen erfasst und in ihren ruhenden, alles beschwichtigenden Bann gezogen. Keinerlei Gemurmel drang aus dem Refektorium, kein umtriebiges Klirren aus der Küche war mehr zu vernehmen. Die Ruhe in den ewig sich verzweigenden Korridoren des stattlichen, dunklen Gemäuers hatte auch die letzten Winkel seines Inneren erfasst und lag wie eine schwere, schwarze Decke auf den schlummernden Gemütern seiner Bewohner.
Magier wie Gäste, Bewohner wie Fremde, lagen in ihren Gemächern und wurden in eben dieser Nacht all der Träume gewahr, derer sie sich am hellichten Tag niemals bewusst zu werden getrauten. Zufriedene Gesichter auf eines jeden Träumers Antlitz, das war es, was das Kastell in dieser besonderen Nacht für seine Bewohner bereit hielt.
Und so huschte denn ein leiser Schatten behende die Treppe aus den oberen Gemächern hinab. Sorgsam hielt er eine kurze Weile vor dem ewig wachen Steinernen Dämonen inne, als habe er ihm etwas schönes mitzuteilen, und alsbald begann er, den stummen Wachhabenden in ausgelassenem Schwunge zu umkreisen, immer und immer wieder. Ein heiterer nächtlicher Tanz war das, der dort vor sich ging, dunkel und beschwingt, vorgetragen von einem, dem die Muse niemals zuvor einen derart heftigen Kuss zugetragen hatte. Wieder und wieder drehte sich die dunkle, lachende Gestalt in der stillen Eingangshalle umher, gerade so, als ob dies soeben der schönste Ort auf der ganzen weiten Welt sein musste.
Endlich, eine ganze Weile war wohl verstrichen, verschwand der tanzende Schatten, verflog die Treppe hinauf, dorthin zurück, von wo er gekommen war. Und so schlief auch Horaxedus schliesslich ein und verfiel einem tiefen, dunklen, wunderbaren Traum.
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| 19.06.2003 10:53 | #256 |
| TheRock |
Als er schließlich erwachte fühlte sich der Anhänger Beliars ausgeruhter und wohler als jemals zuvor, schon lange hatte er nicht mehr so lange und friedlich ohne Störungen geschlafen...
Ein Gefühl der Unbesiegbarkeit strömte durch seinen Körper und gab eine Überdosis Glückshormone frei.
Selten hatte der Hohe Schwarzmagier sich mit einem lächeln aus dem Zimmer begeben, eigentlich war sein Gesich immer wie versteinert, außer er traf einen Freund wie Shark oder den Stabfuchtler Horaxedus... Diesmal aber verließ er sein Gemach mit einem breiten Grinsen im Gesicht, er fühlte sich so Glücklich wie nie in seinem Leben zuvor... Bei sich trug er sein Schwert und eine Rune, nach dem Essen wollte er etwas trainieren gehen...
Während der ganzen Überlegungen war er bereits durch das Halbe Kastell gelaufen und war schon fast im Refektorium angelangt, der Weg dorthin wurde immer kürzer.. von mal zu mal.
Ein sonderbares Gebäude.
Er durchschritt den weiten Torbogen zum Refektorium und bekam sofort seine Gedanken abgezapft, fast schon schneller als er war sein Essen am Tisch gewesen.Da ein einfaches Scavangersüppchen kaum Aufwand bedarf und ein Glas klares Gebirgquellwasser auch schnell besorgt war hatte er nicht mal eine Sekunde warten müssen.
Kaum saß er da war sein Essen auch schon dort.
Die Suppe war heiß, sie dampfte noch..
Allerdings war dies eine Temeratur die sich gut im Mund aushalten ließ ohne Schaden anzurichten.
Gemütlich löffelte er seine Suppe aus und trank den ein oder anderen Schluck Wasser dazu, es war schön kalt, genau so wie er es sich erwünscht hatte.Das letzte bischen Suppe schlürfte er vom Teller hinunter, das Volumen war nicht mehr groß genug um es mit einem Löffel aus der Falte im Teller zu löffeln...
Gut gesättigt und frisch verließ der Hohe Schwarzmagier das Refeltorium, kurz darauf auch das Kastell...
Er durchschritt das große Tor und grüßte die beiden Skelette.Diese schienen ihn jedoch gar nicht zu bemerken, sie diskutierten lebhaft wer Beliars Nachfolger sein wird wenn er dahinscheiden sollte.. und wohin ein Gott entsterben würde...
Der sinnlosen Diskusion hört Rock nicht lange zu, er überquerte die kleine Wiese vor dem Tor und begab sich dann in den Wald hinein, die Bäume standen sehr eng aneinander, und es wurde immer schlimmer je tiefer er ging... das Buschwerk wurde immer größer und dichter und langsam fingen auch die Geräusche an sich zu verändern... man hört hier ein knacken dort ein Geräusch... manches war für Rock undefinierbar.. von manchem anderen konnte er behaupten es sei ein Wolf.. solange er nicht angegriffen würde hatte er nichts gegen die Untermieter in dem Wald...
Als er dann endlich eine Lichtung erreichte konnte er endlich mit seinem training beginnen.
Die eine Rune die er dabei hatte diente der Beschwörung eines Skeletts, sein eigener Diener wäre ein hervorragender Kämpfer und damit auch Trainingspartner...
Ein kurzes Berühren der Rune und schon bildete sich eine dunkelrote Wolke vor dem Magier aus der langsam ein imposanter Skelettkrieger mitsammt Zweihänder entwuchs.
Rock zog sein eigenes Schwert und gab dem Skelett die Anweisung ihn nicht zu töten, auch wenn er es angreifen würde...
Nach kurzem knacken des Skeletts fing Rock an diverse Kombinationen und taktiken zu testen, manches klappte recht gut, anderes bereitete ihm teilweise Schwierigkeiten doch von all dem konnte sein Grinsen nicht zerstört werden, trotz höchster Anspannung war das Grinsen im Gesicht des Mannes, ein makaberer Anblick für jeden der es gesehen hätte...
Rock trainierte viele Stunden lang, das eine Skelett reichte dann später auch nicht mehr aus, es war schon so ramponiert dass er nach und nach noch mehrere Krieger erschaffen musste um weiter trainieren zu können.
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| 19.06.2003 15:51 | #257 |
| Niac |
Langsam kannte Cain es garnichtmehr anders... dieses Gewechel der Seelen, die ein und den selben Körper bewohnten. Die eine voll und ganz ein Schwarzmagier und der andere ein früherer Innos´gläubiger, der nicht wusste, was er nun machen sollte.
Er wusste schon lange nichtmehr, wie es war alleine einen Körper zu besitzen, doch hatte es auch vorteile, dass zwei Personen diesen Körper bewohnten...die Ausdauer war doppelt so lang, und man konnte sich länger Geistigen Mächten gegenüberstellen, die eine Normale Perosn schnell schwächten. Cain gefiel es aber auch langsam mit einer zweiten Person in diesem Körper zu leben. Ach komm schon Cain.... Caaaiiiinnnn??
Waffn wof? *schluck* *kau* Was hast du denn Niac?
Cain saß grade am Esstisch und kaute auf einem alten Stück Brot herum, als sich Niac meldete. Lass uns endlich in die Bibliothek gehen ich will leeeeesseen! Niac war generft, da Cain schon extra seit fast 20 Minuten am Esstisch saß und genüsslich auf diesem harten Brot rumkaute.
Nagut denn lass uns ma... ein kurzer Stich und seine Augen fingen an rot zu leuchten. Dann stand Niac auf und sie machten sich auf den Weg zur Bibliothek. Kurze Zeit später, als sie durch das große Tor schritten machte sich Niac zielsträbig auf ein Regal zu. Er brauchte garnichterst das Wort aussprechen, da er genau wusste wo das Buch war, was er suchte und er hatte es ein paar Minuten später dann auch in der Hand. Es war ein gräuliches Buch, was ziemlich verstaubt war. Es schien schon lange nichtmehr geöffnet worden zu sein und so bekahm Niac erstmal einen Hustanfall, als er das alte Schriftenbuch aufschlug. Nun war er erstmal beschäftigt und Cain legte sich innerlich zurück um etwas zu dösen..
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| 19.06.2003 18:55 | #258 |
| Zloin |
Als Zloin am Abend wieder im Zimmer war, bemerkte er, dass der Goblinkopf nun schon auf die Grösse des Glases geschrumpft war. Leider hatte er in der Bibliothek nicht viel über die Kunst der Schrumpfkopferei erfahren, doch er wird bestimmt noch einmal die ganze Bibliothek absuchen.
Nun war der handwerkliche Teil dran: Er zog den Kopf aus dem Amognar und bemerkte, dass der Schädel ganz gummig war. Mann konnte ihn drücken wie man wollte.
So nahm er das Glas und füllte es ein Drittel mit Wasser und versuchte den Kopf in das Glas zu drücken. Das war gar nicht so einfach, denn so gummig und dehnbar war der Kopf auch wieder nicht.
Er drückte den Kopf vorsichtig zusammen und quetschte ihn langsam durch die dünne Öffnung.
Da Amognar den Kopf so glitschtig gemacht hatte, glitt der Kopf auf einmal in die Öffnung und war nun unten im Glas. Es passte wie angeossen und sah einfach zum schreien aus!
Er füllte das Glas noch weiter mit Wasser und schraubte den Deckel fest zu, band noch eine Schnurr für um den Hals an den Deckel und fertig war sein Meisterwerk.
Zloin war stolz auf seinen ersten Schrumfkopf. Er legte ihn sich selber an und verschwand aus dem Zimmer. "Mal schauen wer noch so im Kastell ist!" meinte Zloin und machte sich auf in Richtung der Eingangshalle.
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| 19.06.2003 19:24 | #259 |
| Diego2003 |
Diego stand in der Eingangshalle vom Kastell. Er hatte irgendwie das Gefühl gehabt hier her, in die Eingangshalle, zu kommen. Er ging auf und ab, aber nichts passierte. Diego überlegte. Warum war er überhaupt hier? Hier im Kastell. Warum war er nicht in Khorinis? Was hatte ihn bewegt hier her zu kommen? War es dieser Schwarzmagier Don-Esteban gewesen, der ihn hier her geführt hat? Aber freiwillig kann er auf keinen Fall in dieses komische Gemäuer gekommen sein, aber irgendwie gefiel ihm dieses Gemäuer. Er fühlte sich von Tag zu Tag mehr dem Tod „näher“. Und das Licht behagte ihm nicht mehr, obwohl er früher das Licht geliebt hat. Stattdessen liebt er jetzt die Nacht…
Einige Schritte waren zu hören und Diego wurde aus seinen Gedanken gerissen. Es war ein Magier. Er starrte den Magier, der sich direkt auf ihn zu bewegte. Diego kriegte es mit der Angst zu tun und sein Mund war schon vor Sekunden groß aufgeklappt. Er konnte sich nicht rühren. Was wollte der Magier von ihm? Wollte er ihn umbringen, weil Diego sich schon zu lange im Kastell aufgehalten hatte und langsam die Kassen des Kastells leer wurden? Er war sich sicher, dass der Magier ihn umbringen würde und stotterte einige Worte:
„Hier nehmt alles Geld was ich habe!“ Diego warf etwa 100 münzen auf den kalten Boden. Aber der Magier rührte sich nicht. Stattdessen starrte der Magier Diego mit einer unverständlichen Miene an.
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| 19.06.2003 19:37 | #260 |
| Zloin |
Zloin schaute den verängsigten Mann an. Er zog sich fast zusammen als wollte er sagen: "Nein, lasst mich bitte in Ruhe. Geht weg!" dachte Zloin. Und dann warf er noch rund 100 Goldstücke auf den Boden. Zloin nahm das Geld zusammen und warf es in die Schale der Steinfigur. Das Geld löste sich in Luft auf und die Figur nickte.
"Die Figur hat deine Spende angenommen. Warum bist du hier? Wie heisst du? " fragte Zloin.
Zloin strich sich die Robe glatt und wartete ungeduldig auf die Antwort seines gegenüberstehenden Mann. Zloin hatte noch einiges vor, denn er musste noch dringend für die Prüfung bei olirie büffeln. Da hatten Kleinigkeiten keinen Platz und wenn der Andere keinen wichtigen Grund nannte, den Zloin aufzuhalten würde er ihm die Beine lang ziehen.
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| 19.06.2003 19:44 | #261 |
| Diego2003 |
"Nun ich wohne schon länger hier. Als Gast versteht sich. Aber ich hatte keinen bestimmten Grund um hier her zu kommen, mich hat es hier her gezogen. ICh weiß es wirklich nicht mein Herr. Aber verzeiht. Ich bin Diego jr und kommme aus Khorinis. Ich schätze mal ein Grund hier her zu kommen war auch diese Kiste, die verschlossen ist. Ich habe sie "gefunden" und kriege sie nicht auf. Ich schätze ich wollte hier nach einem Buch sehen. Aber das alles ist schon Ewigkeiten her. Aber sagt wer seid ihr, edler Magier?"
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| 19.06.2003 19:50 | #262 |
| Zloin |
Zloins Zähne knirschten. Er hatte wirklich nichts Wichtige zu berichten! Warum hatte er in überhaupt angesprochen.
Genervt antwortete er: "Ich bin Zloin. Zloin Vis. Und das ist Nâr" er zeigte auf seine rechte Schulter wo seine Ratte verweilte und Diego nur krumm anglotzte.
"Ich bin Schwarzmagier. Viel mehr gibt es nicht mehr zu berichten. Was ist denn das für eine Truhe die du da hast? Ist sie magisch verschlossen? Du bräuchtest dafür drei Magier aus verschiedenen Schülern, die dir diese Truhe öfnnen. Doch das kostet bestimmt einen grossen Batzen und da du dein ganzes Vermögen der Steinfigur gespendet hast, wir es schwer sein, alles zu bezahlen!".
Diego schaute demprimiert rein. Was wollte er nun tun? Sich den Schwarzmagiern anschliessen?
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| 19.06.2003 19:56 | #263 |
| Diego2003 |
Der Magier war ja recht unfreundlich. Naja egal.
"Ich glaube nicht das sie magisch verschlossen ist, vieleicht auf eine andere Weise wie ihr es kennt. Vieleicht wurde sie von einem höheren Wesen verschlossen. Aber die Kiste ist unwichtig. Wichtiger ist ob du mir helfen kannst. Seit einer gewissen Zeit zieht mich die Magie Beliars förmlich an. Außerdem liebe ich die Nacht und hasse den Tag. Des weiteren mag ich diese Gemäuer sehr und habe keine Angst vor dunklen Wesen. Nun frage ich dich: Was ist mit mir los? Bin ich von einer Krankheit befallen?"
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| 19.06.2003 20:06 | #264 |
| Zloin |
Zloins Mundwinkel zogen sich mystisch nach oben. Vor ihm stand also jemand, der sich von Beliar bekehren hatte lassen.
"Eine Krankheit? Oh nein, es ist keine Krankheit. Du hast erkannt, dass Beliar dein Weg ist. Ein Schicksal, das der dunkle Herr selber für dich bestimmt hat und niemand kann es ändern. Wie es aussieht, wirst du ab jetzt auch im Kastell wohnen und auch unsere Kleidung tragen. Bedenke aber; Beliars Magie ist nicht sehr erwünscht unter der Zivilisation in Khorinis. Zeige nicht zu offen, dass du einen Pakt mit dem Herr der Finsternis geschlossen hast. Mit seiner Kraft kannst du mächtiges Vollbringen, aber Grausames. Du musst die dunkle Kraft weise brauchen. Ich ernenne dich also zum Lehrling." sagte Zloin und schnippte mit seiner Hand. Ein Dämon kam herübergeschwebt und überreichte Diego seine Lehrlingsrobe des Zirkels.
"Lerne in deiner Zeit als Lehrling, wie du die Stimme der Dämonen etragen kannst. Studier die Bücher der Bibliothek und erkunde das Kastell und verstehe es. Es ist schwer das Kastell zu verstehen, denn es ist eine Art Lebewesen, das sich verändert, wie es will. So hat es Türen, wie nur eine bestimmte Person öffnen kann."
Zloin verabschiedete sich und erwähnte nebenbei, dass er sich noch ein Zimmer im ersten Stock aussuchen solle, falls er das nicht schon längst gemacht hatte.
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| 19.06.2003 20:21 | #265 |
| Diego2003 |
Diego hörte aufmerksam zu und als der Magier Namens Zloin fertig war brachte er kein Wort heraus. Langsam ging Zloin weg und Diego begriff seine Worte. Eilig ging er die Treppe hinauf. Es zog ihn zu einem Zimmer, aber er wusste nicht warum. Aber Diego kämpfte nicht gegen an. Er war stolz darauf von Beliar auserwählt zu sein. Er öffnete die Tür. Zum Vorschein kam ein kleinen schlichtes Zimmer. Nichts besonderes nur ein Zimmer. Die zog sich seine Sachen aus. Alles bis auf die Hose und Schuhe. Dann zog überlegte er sich auch die Hose und unter Hose auszuziehen, schließlich wäre eine Kühlung net schlecht.Immer hin war es immer so heiß in der Hose. Jetzt zog er sich die Robe über und ging ins Refektorium um etwas zu Essen. Kaum hatte er sich das Essen bildlich vorgestellt, wurde es ihm von Dämonen gebracht. Ein schönes Stück Fleisch vom Schaf mit Kartoffeln, Erpsen und Karotten und einer leckeren braunen Sauce. Dann wurde ihm noch ein gróßes Glass Wein serviert. Jahrgang 792.. Das war ein guter Jahrgang. Nach dem Essen ging Diego in sein Zimmer. Für heute hatte er genug erlebt.
Gute Nacht!...
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| 19.06.2003 23:44 | #266 |
| HoraXeduS |
Unendlich entspannt löste sich Horaxedus von seinem Bett, welches ihn wieder einmal wie magisch an sich gezogen und in ein tiefes schwarzes Reich entführt hatte. Erstaunlicherweise mit Träumen darin, aber das war einmal eine willkommene Abwechslung. Der Schwarzmagier stand nun vor seinem Fenster und blickte nach draussen. Dutzende summender Insekten machten sich zu dieser Stunde noch an dem immer mickriger werdenden Moleratkadaver zu schaffen. Der Tanz der Fliegen, und Horaxedus hatte wie immer einen Logenplatz.
Ein kurzer Blick in den Spiegel verriet dem Glasmacher, dass es an der zeit war, sich wieder einmal zu rasieren. Das war keine Kunst, die er wirklich gut beherrschte und hinterher hatte er oft die eine oder andere Wunde, doch es war allemal besser, als ständig in die Stadt zu laufen, nur um einen Barbier aufzusuchen. Als Horaxedus sein Werk vollendet hatte, wusch er sich am ganzen Leib mit frischem, kühlem Wasser und schlichter, nicht parfümierter Seife.
Leider regnete es heute und Horaxedus würde sein für heute angesetztes Stabkampftraining im Inneren des Kastells durchführen. Längst fühlte sich der Schüler bereit, seinem Lehrer gegenüber zu treten. Immer mehr hatte er an seiner Kampftechnik gefeilt, war gelaufen und hatte diverse Sparringspartner verschlissen. Und so freute sich Horaxedus auf den Tag, an dem er Zavalon endlich zeigen konnte, was er alles gelernt hatte.
So packte denn der Schwarzmagier die schwere Übungspuppe, die wie immer in einer Ecke seines Zimmers stand, warf sich sein Bündel über und balancierte, den Kampfstab beinahe in das Geländer der Treppe einfädelnd ins Erdgeschoss, wo er schliesslich seine fast leere Werkstatt aufsuchte und die Puppe in der Mitte des Raumes ablud. Erneut zwei Tage durchgehende Übung standen auf dem Plan und so zog Horaxedus in das Refektorium, um sich wieder einmal sein Bündel mit allerhand Erfrischungen vollzustopfen. Unnötig, darauf hinzuweisen, dass er bei der Gelegenheit selbiges auch mit seinem Magen tat. Wohl gestärkt und gut versorgt begab sich der Magier sodann wieder in seine Werkstatt, legte allen Ballst beiseite und griff zu seinem Übungsstab.
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| 20.06.2003 05:32 | #267 |
| Don-Esteban |
Mit einem leichten Summen, wie es bei aufgeladenen Gegenständen vorkam, in dessen Nähe einem die Haare zu Berge standen und begleitet von einem schwachen und daher nur schwer wahrnehmbaren Lichtblitz durchschritt Don-Esteban das Portal, das zur Bibliothek führte. Doch er beachtete weder das Geräusch, noch die Lichterschenung. Zum einen waren ihm beide zu vertraut, als das er noch einen Gedanken an sie verschwendet hätte und andererseits war er in Gedanken noch an das gestrige Gespräch mit Less, wie er sich nannte, verhaftet. Ein merkwürdiger, fast unheimlich zu nennender Mensch. Ob er hier im Kastell finden würde, was er suchte? Don-Esteban wußte es nicht.
Und nun wurde er auch wieder daran erinnert, weshalb er hierher gekommen war. Die sich hoch auftürmenden Regale voller Bücher, aufgestapelt in mehreren Etagen, erreichbar nur durch Leitern, wenn nicht, ja wenn nicht die spezielle Magie beim Auffinden der verschiedendsten Bücher helfen würde, lag sie vor ihm und verbot einfach in ihrer Großartigkeit jeden anderen Gedanken als den an sie selbst: Die Bibliothek des ZuX. Schier endlos reihte sich Regal an Regal, Gang an Gang. Zwischen den Bücherborden lagen hin und wieder kleine freie Plätze, in denen ein Tisch mit Stuhl stand. In anderen war nur eine alte Urne oder Vase zu finden, mitunter mannshoch und womöglich, nein, ganz sicher sehr wertvoll.Doch nicht weit vom Portal entfernt lag der Hauptlesebereich mit mehreren Tischen, auf denen die Lampen mit den bläulich schimmernden Kristallen standen. Sie bestanden aus einer besonderen Art des magischen Erzes und waren einst von Krigga, dem Druiden, an das Kastell verkauft worden. Jetzt, bei Nacht schimmerten sie geheimnisvoll und gaben ihr weiches, blaues Licht, das sich in einer kugelförmigen Aura ausbreitete, an die Umgebung ab.
Wie viele Nächte hatte er hier an irgendeinem Tisch gesessen und war, übermüdet vom Studium alter Bücher, sitzend eingeschlafen? Alte Erinnerungen kamen in ihm hoch. Von Zeiten, wo er seine Bestimmung noch nicht kannte. Ja, es gab Zeiten, da hielt sich der Scharzmagier für frei und fühlte sich als Herr seiner Entscheidungen.
Langsam ging er durch die Gänge, berührte mit den langen, dünnen Fingern die Rücken der Bücher, wie sie so wunderbar aufgereiht alle dastanden. Eins glitzerte stärker vor Goldschmuck, als das andere. Prägungen im Leder waren keine Seltenheit und selbst äußerst kostbare Elfenbeinschnitzereien wurden als Bucheinband verwendet. Frühere Generationen hatten diese Werke für besonders wichtig erachtet. Manchmal waren sie es auch.
Die Robe des Magiers schlug, als er seine Schritte beschleunigte, an die unterste Reihe von Büchern und der Stoff glitt darüber hinweg. Don-Esteban bemerkte es nicht. Sein Ziel war der alte Lesetisch, an dem er so manches Werk verschlungen oder, wenn der Autor es nicht verstanden hatte, seine Botschaft eingängig zu formulieren, verflucht hatte.
"Freiheit"
Er sprach nur dieses eine Wort aus, laut, damit es in der ganzen Bibliothek gehört werden konnte. Weithin hallte sein Wunsch, wurde, wo die Säle der Bibliothek zu weit entfernt waren, um noch einen Laut zu empfangen, wispernd weitergegeben. Hier und da raschelte es, wenn nach einem Buch mit dem Thema Freiheit gesucht wurde, doch nirgends fiel auch nur ein Buch hinaus. War es tatsächlich wahr, gab es in dieser überaus großen, mit Werken zu allen erdenklichen Themen angefüllten Bobliothek kein einziges Buch, daß sich mit der Freiheit, in welcher Form auch immer befasste?
Don-Esteban ließ den Kopf langsam sinken. Er verstand. Unter dem Antlitz Beliars gab es keine Freiheit. Seine Krallen umschlossen alles. Freiheit hätte Freiheit vom Tod bedeutet. Nur so hätte man dem dunklen Gott entkommen können. Doch diese Freiheit war nichts und niemandem gegeben.
Der Magier setzte sich in den nächstbesten Sessel und versank in seine düsteren Gedanken.
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| 20.06.2003 15:10 | #268 |
| shark1259 |
Der kühle Wind kam von unten hoch und bließ gegen sharks nackte Füße. Sein Blick wanderte über das kreisrunde Tal. Bei einem sehr großen Baum blieb er hängen. War es etwa möglich, dass dies der eine Baum war. Es war eigentlich praktisch unmöglich. Diesen Baum konnte man nur sehen, wenn man auch den Weg mit dem Bächlein kannte. Und nur wenn man diesen Weg beschritten hatte, wurde einem diese Welt offenbart, diese wunderschöne Welt voller Zauber und Magie. Einen kleinen Teil von sich hatte shark für diese Welt verloren. Ein kleiner Teil war naturverbundener geworden. Ein kleiner Teil war nun für immer auf magische weise mit diesem Wald und der geheimen Aura die ihn umgab versponnen.Doch warum konnte man ihn von hier sehen? shark entschloss sich für ein kleines Experiment. Er ging hinaus in den Gang und schnappte sich den erst besten Magier den er traf und zerrte ihn in sein Zimmer. Er deutete auf den Wald weit hinten und fragte, was er sehe. "Bäume", war die Antwort. Auf die Frage, ob ein Baum höher wäre als all die anderen sah der Magier entgeistert an. Schüttelte den Kopf und wandte sich ab. "Leute gibts heute. Verrückt...", konnte shark noch hören, als der Mann das Zimmer verließ. shark nahm das als eindeutiges nein und war damit zufrieden. Also war es wirklich nur jenen erlaubt ihn zu sehen. Es war also weiterhin ein Geheimnis zwischen Arctus und ihm. Das war sehr gut, niemand wusste also von ihrem Ort.
Erleichtert verließ shark sein Zimmer. Langsam wanderte er die Gänge hinunter in den Innenhof. Der Himmel war, wie er auch von oben hatte sehen können, mit wolken bedeckt. Jedoch war es weder kalt noch regnete es, es war also mehr oder minder das perfekte wetter um ein wenig hier zu entspannen. So setzte sich shark hin und starrte die Esche an, bewunderte ihre Blätter und versank in einem Spiel seiner gedanken.
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| 20.06.2003 15:46 | #269 |
| HoraXeduS |
-ZACK!- Und wieder hatte die hölzerne Übungspuppe einen derben Schlag abbekommen, denn sie in gewohnter Manier konterte. Doch Horaxedus hatte die Reaktion kommen sehen und gerade noch parieren können. Doch obwohl der Magier auf dem Wege der Kunst des Stabkampfes schon ein gutes Stück vorangekommen war, hatte ihn der verhasste Trainingspartner doch schon weit mehr als nur einmal getroffen. Blaue Flecken mehrten sich vorwiegend auf Horaxedus' Schienbeinen, die tiefe Deckung mit dem Stab gelang ihm offenbar noch nicht so gut wie das Parieren von hohen Schlägen.
-ZACK!- schlug der Kampfstab des Glasmachers erneut in der lederbezogenen Brust des hölzernen Männleins ein. Der Magier drehte sich nun blitzschnell um seine eigene Achse, um die Kombination zu vollenden, hatte jedoch die eingeschränkten räumlichen Gegebenheiten hier in der Werkstatt übersehen. -KRACKS!- schlug der Kampfstab mit vollem Schwung und der ganzen Kraft des Horaxedus an die Kante des massiven Glasofens und knickte, einem überdimensionalen Streichholz gleich, einfach zur Seite, so dass das Ende lasch baumelnd Richtung Erdboden hing.
"Verdammt!" ärgerte sich Horaxedus. Woher jetzt einen neuen Übungsstab bekommen? Zavalon war ja momentan schlecht zu erwischen. Wohl oder übel musste sich der Magier wohl selber eine neue Waffe bauen, was ihn in seinem straffen Trainingsplan aber deutlich zurückwerfen würde. Doch halt! Vielleicht gab es doch irgendeine Möglichkeit, den Stab, den er kürzlich versehentlich im Brunnen am Innenhof versenkt hatte, wieder heraufzuholen?
Von seinem Geistesblitz überwältigt, verliess Horaxedus eilig die Werkstatt und begab sich in den Innenhof, wo sich seine finstere Miene augenblicklich aufhellte. Dort sass nämlich, offenbar etwas in Gedanken versunken, ein alter Bekannter und guter Freund: "shark?!!"
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| 20.06.2003 16:13 | #270 |
| shark1259 |
Mit den Augen verfolgte er zwei Vögel bei ihrem Flug hoch in die Wolken. Einige feuchte Tröpfchen regneten ihnen entgegen. Es hatte also doch angefangen. shark sah nun wieder zum Baum. Es erinnerte ihn an seine verstorbene Mutter. Oft war sie mit ihm in den Garten gegangen und hatte mit ihm am Fuße eines Baumes gesessen ihm Geschichten vorgelesen ihn manchmal nur im Arm gehalten und ihn spüren lassen wie wichtig er ihr war. Man möchte meinen, diese Erinnerung könnte ihn traurig machen, doch weit gefehlt. Er lachte. Es waren so wunderschöne Erinnerungen und er war so froh, dass er diese hatte. Auch wenn er es jetzt nicht mehr tun konnte, er war froh, dass es überhaupt passiert war. Und er war froh, dass er früher so viel mit seiner Mutter getan hatte, bevor er sie "enttäuscht" hatte.
Freudig saß er da und sah sich die Esche an. Es musste wahrlich einen komischen Eindruck machen den Schwarzmagier den man in letzter Zeit entweder überhaupt nicht mehr zu gesicht bekam, oder wenn, dann sicherlich nicht lachend vorfand. Doch nun musste er aussehen wie ein kleines kind, dass erfahren hatte das es einen Lebensvorrat an Riesenrattenbonbons bekommen hatte.
Und in diesem Moment hörte shark eine Stimme. Kurz sah shark hin und nickte dem Mann zu. Ein kleines Wort der Begrüßung war zu hören. Doch erst eine Minute später sah shark noch einmal hin. Es war ja HoraX gewesen.
Der eine Freund, den er am seltensten sah und der ihm doch auch gleichzeitig einer der liebsten, wenn nicht der Liebste war.
"Seit ihr es wirklich? Der große Glasbläser? Der Schwarzmagier schlechthin? DER Horaxedus?"
Grinsend ging shark auf ihn zu und machte eine Symbolische verbeugung.
"Meine Ehrerbietung.
Wie geht es euch, was macht ihr so die ganze Zeit. Ich sehe euch ja nun gar nicht mehr."
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| 20.06.2003 16:43 | #271 |
| HoraXeduS |
Horaxedus erwiderte die Verbeugung und trat noch einen Schritt näher an seinen Freund heran. "Ja, mein lieber shark, ich bin es leibhaftig: DER Horaxedus." und im selben Augenblick konnte er nicht mehr anders als laut loszulachen. shark schien das zu amüsieren, seine Miene war entspannt und fröhlich anzuschauen.
"Oh Mann, shark!" sprach Horaxedus kräftig aus, als er wieder zu Atem gekommen war, "Ich hab Dich echt vermisst. Ich habe eine Menge gelernt in der jüngeren Vergangenheit, beherrsche etwas Magie und bin gerade dabei..." Der Magier trat einen Schritt zur Seite, um sich tief über den Brunnenrand zu beugen. Einige Ellen weiter unten war tatsächlich der alte Übungsstab auszumachen. Weiss der Henker, wie er sich dort so verkanten konnte, dass er nicht weiter hinabgerutscht war, aber Horaxedus sollte es nur recht sein.
"...Wobei wart Ihr?" fragte shark, der inzwischen hinzugekommen war und Horaxedus beobachtete, wie er da kopfüber auf dem Brunnenrand hing, sich nun jedoch freundlicherweise wieder aufrichtete, um seinem Freund zu antworten: "Äh, ich lerne gerade die Kunst des Stabkampfes, bei Zavalon, ist das nicht toll? Nun ja, jedenfalls klemmt da unten ein Kampfstab, den ich unbedingt brauche. Den Eimer kann ich nicht hinunterlassen, sonst stösst der die Waffe vielleicht noch aus ihrer Verkantung und dann ist sie endgültig verloren."
"Und woran dachtet Ihr nun?" fragte shark, immer noch lächelnd. "Nun, ähm", versuchte Horaxedus, den anschliessenden Vorschlag so harmlos wie möglich zu formulieren. "Ich dachte, mein lieber, es macht Euch doch sicher nichts aus, wenn Ihr Euch kurz mal über den Brunnenrand beugt und ich halte Euch dann an den Beinen fest und lasse Euch ein Stück kopfüber hinunter in den Brun..."
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| 20.06.2003 17:55 | #272 |
| shark1259 |
...
Mitten im Satz blieb Horaxedus stehen. shark grinste ihn nur an. Der Schwarzmagier sah so witzig aus. Irgendwie wollte er ganz lieb fragen und dabei auch noch eine spur schüchtern wirken. Beides war ihm vollkommen gelungen, nur sah es so was von lächerlich aus an einem aus dem Kastell.
"Natürlich mach ich das für dich, wir Kastellianer müssen schließlich zusammenhelfen."
Und schon stand shark am brunnen und war weit hineingebeugt.
"Jetzt halt meine Füße."
Etwas verwundert blieb HoraX noch stehen. Als sich aber shark noch einmal aufrichtete und ihn auch ganz lieb bat, musste er grinsen und ging dann auch recht schnell zum Brunnen.
Wenn das jetzt jemand gesehen hätte. Zwei schwarze Robenträger. Der eine Tief in den Brunnen gebeugt und der anderen diesen am Fuße haltend. Der jenige hätte sich wahrscheinlich umgedreht und wäre schreiend davon gelaufen. Oder er wäre vor lachen zusammen gebrochen, auch das wäre möglich gewesen.shark bekam nun den Stab zu fassen. Tatsächlich war er anständig verkeilt. Es war zwar fast unmöglich sich so einzuklemmen, aber dieser Stab hatte es eindeutig geschafft. Trotzdem ließ shark nicht davon ab. Im Hängen noch griff er nach seiner Schattenflammenrune.
Da hörte er Horax schon keuchen.
"Ich habs gleich mein Freund, halte noch ein wenig aus..."
shark entzündete eine so kleine Schattenflamme, dass man sie kaum erkennen konnte. Diese richtete er auf die eine Seite des Stabes welcher sofort etwas zurückbrannte. Er drohte hinunter zu fallen, doch mit einem gewagten manöver schaffte es shark ihn noch zu ergattern. Nun war aber HoraXedus überlastet gewesen und hatte in der Anstrengund fallen lassen. Dieser versuchte sich schleunigst irgendwo festzuhalten und drehte sich dann noch blitz schnell im fallen um und streckte den recht langen Stab nach oben. Horax schaltete glücklicherweise richtig und zog sofort an dem Stab. Mit riesiger Kraftaufwendung krallte sich shark fest und zog sich ein paar Zentimeter hinauf, gerade so, dass er den Rand des Brunnens erreichen konnte. Dort hielt er sich nun und Horax half ihm sich hochzuziehen.
Lachend sah shark in das Gesicht seines schockierten Freundes. Verwundert über das lachen sah ihn Horax Fragend an.
"Ich wusste doch von Anfang an, dass mich mein Horax nie in einen Brunnen hätte stürzen lassen."
Immer noch lachend setze sich shark auf die Bank und holte erstmal tief luft.
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| 20.06.2003 18:01 | #273 |
| Squall_L |
Squall stand in der großen Eingangshalle und kam nicht mehr aus den staunen so ein überwältigen des Gebäude hatte er noch nie gesehen. Nachdem er sich die ganze Eingangshalle gründlich angeschaut hatte fragte er einen Dämonen nach dem Weg zur Bibliothek. Der Dämon führte ihn zur Bücherei, auf dem Weg kam er an der Steinfigur vorbei von der er schon einiges gehört hatte. Wenn man die Bücherei als nicht Mitglied des ZUX betretitt, sollte man dort eine Spende ablegen. Squall überlegte, was er für eine Spende geben könnte, denn bei dem Überfall wurde ihm alles Geld gestohlen. Da fiel ihn ein, seine Mutter hatte ihm vor seiner Abreise eine kleine Tasche an seiner Robe zugenäht, sie sagte ihm, er solle nur in einem Notfall nachschauen, was dort drinne ist. Squall dachte sich, das wäre ein Notfall, er könnte ja nicht beim ersten mal im Kastell sofort negativ auffallen.
Er riss die Tasche auf und fand einen kleinen Beutel mit 100 Goldstücken. Squall dachte ein viertel seines neu gefundenen Vermögen wäre eine angemessene Spende und er legte 25 Goldstücke ab. Danach betrat er die Bücherei und er konnte es nicht fassen soviele Bücher hatte er noch nie gesehen, er dachte nicht einmal das es so viele Bücher in Khorinis gäbe. Er fragte sich wie viele Leute, jahrelang daran gesessen haben müssen, um das alles zu schreiben. Er setzte sich an einem Tisch und überlegte, was eine Art Bücher er als erstes lesen wollte. Er dachte das es am besten wäre, wenn er etwas über die Bewohner dieses Kastell wissen würde, also wollte er sich auf die Suche machen, aber er schaute sich noch einmal die ganzen Regale an und dachte es würde Jahre dauern bis er das finden würde, was er suchte. Aber er hatte ja von jemanden in Khorinis gehört, dass man nur sagen müsste, was für ein Buch man haben wolle und es würde zu einen kommen.
Also wollte er doch einmal testen. Er sagte einen Namen. Er schaute sich um, ob ihn jemand, der in der Bücherei Sitzenden ungläubig anschaute, aber keiner interessierte sich dafür, dass er etwas gesagt hatte. Er drehte sich um und sah das Buch auf seinen Tisch liegen, er konnte es nicht fassen es stimmte wirklich, man musste nur den Namen des Buches sagen und es kam zu einem. Oder hatte es schon hier gelegen, als Begrüßungslektüre oder zur Erbauung von Gästen? Squall konnte es nicht sagen. Nach einigen Stunden hatte Squall einige Bücher durchgelesen und war wie in einen Bann gezogen und wollte immer mehr über die Schwarzmagier erfahren. Wiederum nach einigen Stunden wurden seine Augenlider immer schwerer, da er sehr geschafft von der Reise war und er schlief auf dem Buch ein.
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| 20.06.2003 18:11 | #274 |
| HoraXeduS |
Das Ende des Kampfstabes war geringfügig angekokelt, aber ansonsten war die Waffe intakt. Was für ein waghalsiges Manöver! "Nein shark, niemals würde ich loslassen, one Dich abzusichern." Schwein gehabt.
Horaxedus entfernte sich einige Schritte von der Esche, um den Kampfstab auszuprobieren. Einige schnelle Stösse in die Luft, eine Drehung und ein Schlag von oben nach unten. Mehrmals führte der Magier diese Folge hintereinander aus und blieb doch auf ein und derselben Stelle. "Eine tolle Waffe!" freute sich der Glasmacher und setzte sich zu dem Schwarzmagier auf die Bank.
"Wie ist es denn Dir so ergangen in der letzten Zeit?" fragte Horaxedus neugierig, indem er sich seinem Freund zuwandte. Und während shark begann, ein wenig auszuholen, um aus seiner jüngeren Vergangenheit zu erzählen, lehnten sich die beiden Männer ruhig zurück und blickten entspannt hinauf in die Esche und gen Himmel.
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| 20.06.2003 18:34 | #275 |
| Alei |
Alei erwachte erst am frühen Abend dieses Tages und stand auf. Merkwürdig, aber in letzter Zeit schlief er ungewöhnlich lange. Schnell streifte er sich seine Robe über, die, wie er sah, von den Dämonen frisch gewaschen worden war. Trotzdem befanden sich alle seine Sachen in den richtigen Taschen. Diese Dämonen waren wirklich Perfektionisten. Nun verließ er sein Zimmer und stieg die Treppen zum Erdgeschoß hinab.
Dort sah er zuerst im Refektorium vorbei, wo er sich etwas zu Essen und zu Trinken mitnahm und sich damit dann in den Garten begab. Sonnenschein und ein leichter Abendwind luden gerade dazu ein, unter der großen Esche dort zu essen. Alei setzte sich auf die Bank und breitete das Mitgebrachte vor sich aus. Besser konnte man einen Tag kaum beginnen, auch wenn es schon Abend war.
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| 20.06.2003 20:04 | #276 |
| The_Nameless |
In undurchschaubaren Gedanken versunken saß Less an einem der vielen, großen Tische, die gleichmäßig und ohne Unterbrechung im Refektorium angeordnet waren. Er war alleine, zumindest alleine in dem riesigen Saal, und doch nicht einsam. Die schwarzen Gedanken, die schon seit einiger Zeit die Welt seiner Gedanken durchkreisten, leisteten ihm Gesellschaft in der schaurigen Dunkelheit dieses Raumes. Nur einige wenige Kerzen gaben etwas von ihrem finsteren Schein an die düstere Umgebung frei, der Raum wurde von der gleichen seltsamen Dämmerung beherrscht, die auch im ganzen übrigen Kastell vorhanden war.Vor seinen Augen stand ein kleiner Teller mit einigen unidentifizierbaren Speisen, die scheinbar verzweifelt versuchten, seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Doch ignorierte Less die Nahrung, die sich ihm schon fast lebhaft anbot, völlig. Einzig und alleine das kunstvoll hergestellte Weinglas mit seinem edlen roten Inhalt fand hin und wieder seine Beachtung, woraufhin Less einen winzigen Schluck des Weines zu sich nahm, und langsam und voller Genuss in kleinen Schlücken seinen Gaumen entlang laufen ließ.
In seinen Gedanken saß er aber noch immer unter der alten weisen Esche und lauschte entspannt deren Worte. Die unergründlichen Augen des seltsamen Mannes wollten ihm dabei allerdings nicht aus dem Kopf weichen. Immer wieder sah er dessen Haare, wie sie einfach frei durch die Lüfte flogen, lediglich angetrieben von der stummen Kraft des Windes...
Langsam erhob er sich von seinem recht unbequemen hölzernen Stuhl, nahm sich aber dennoch Zeit dazu, den süßlichen Geschmack des Weines in vollen Zügen bis zum Ende zu genießen.
Letztendlich aber kehrte er dem noch immer mit seinen unberührten Speisen gedeckten Tisch den Rücken zu und verschwand durch die prachtvolle Tür in einem der vielen dunklen Gänge, um sich allmählich in sein Gemach zurückzuziehen.Während er sich weiter seinem Gästezimmer näherte, zog wie schon bei seiner Ankunft eine sonderbare Art von dichtem grauen Nebel vor seinen Augen auf. Abermals bekam er zu sehen, wie sich auf unerklärliche Weise eines dieser erstaunlichen Wesen vor seinen Augen materialisierte. Das leichte Flattern seiner Flügel klang dumpf durch die langen Gänge, an jeder Ecke schien es von neuer Kraft widerzuhallen um mir seiner ganzen ursprünglichen Stärke weiter durch das Kastell zu schallen.
Der Dämon sah ihm mit unbeschreiblichen Augen an, langsam erhob er seinen Kopf, es sah aus, als wolle er Less etwas mitteilen, doch drang kein einziger Laut aus seinem Mund.
Plötzlich wurden Less’ Gedanken von unerträglichen qualvollen Schmerzen getroffen, laute mächtige Worte, die keine Art von Widerrede akzeptierten erschienen in seinem Schädel.
„Folge mir, Suchender!“
Als hätten sie niemals existiert, verschwanden die Schmerzen zeitgleich mit dem Ende der seltsamen Worte. Der Dämon wandte sich um und schwebte mit schnellem Tempo den Gang entlang. Less hatte große Mühe damit, ihm rechtzeitige zu folgen, um nicht irgendwann seine immer weiter schwingenden Flügel aus den Augen zu verlieren.
Schließlich gelangte das ungleiche Paar an einer steilen Treppe an, Dunkelheit, noch duschdringender als die Finsternis, die er bereits kennen gelernt hatte, strahlte aus dem Gang darüber herab.
Ehrfürchtig verlangsamte sich sein Schritt, und auch das Fortbewegen des Dämonen wirkte nicht mehr so rasant wie noch geradeeben.
Eine lange Reihe von, mit sich immer verändernden Mustern und Zeichnungen verzierten, Türen waren auf beiden Seiten des Ganges, zwischen vielen schaurigen Gemälden, ähnlich denen das Erdgeschosses, in der Wand eingelassen.Vor einer dieser Türen endete der Weg des Dämonen, die Skizze einer unheimlichen Spinne prangerte seltsam schimmernd von dieser ab.
Less näherte sich langsam dem finsteren Gemach, öffnete unsicher die Tür um einen kurzen Blick hinein zu werfen.
Als er sich wieder umsah, war der Dämon bereits verschwunden, völlig alleine stand er nun in dem dunklen Gang.
Er schritt etwas weiter in die tiefe Schwärze des Raumes. Er war ähnlich eingerichtet als sein ursprüngliches Gästezimmer, nur um einiges prachtvoller, und imposanter.
Ein Regal mit scheinbar Hunderten von Büchern, war an der hinteren Wand angebracht, ein scheinbar genau auf seine Größe abgestimmtes Bett stand in der gegenüberliegenden Ecke, ein kleiner Schrank mit einem runden Spiegel daneben.Erstaunt sah er sich um, die kleinen Kerzen, deren Flamme sich bei seinem Eintreten sofort selbst entzündet hatte, hüllte die Kammer in ein wunderbar schaurigen Glanz.
Mit einem leisen Knarren schloss sich die Tür hinter seinem Rücken.Verwundert betrachtete er das schimmernde Stück Stoff, welches auf einem niedrigen Tisch direkt vor seinen Augen lag, seine Ausstrahlung zog ihn regelrecht an.
Mit leicht zitternder Hand nahm er die dunkle Robe auf. Sie war verziert mit einigen seltsamen Stickereien, rot und golden.
Ein dünner Gürtel mit einer matten goldenen Schnalle zierte die Hüften, und ein seltsames Paar von schwarzen Flügeln, ähnlich denen des Dämonen schmückten die gepolsterten Schultern des schönen Gewands.
Andächtig hob er die Robe vor seine Augen, ließ seinen Blick langsam daran hinabgleiten und betrachtete sie mit leuchtenden Augen.
Während Less seine alte Kleidung auszog, konnte er sich nur schwer von dem Gewand abwenden. Er konnte es kaum erwarten den Stoff selbst auf seiner Haut zu fühlen.
Musternd sah er in den Spiegel, die Robe saß fest, als sei sie für ihn alleine geschneidert, das Funkeln in seinen Augen ließ ihn selbst in einem unheimlichen Glanz erstrahlen.
Zufrieden schritt er durch das Zimmer, er würde seine Antworten bekommen, egal wie...
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| 20.06.2003 21:17 | #277 |
| Die Orks |
Die Erde begann urplötzlich zu zittern. Es war kein natürliches Zittern, nein, irgendetwas war im Anmarsch. Und es kam näher, immer näher. Bis zu erkennen war, was da ankam. Es war eine Armee, eine grüne Armee, eine Armee von Orks.
Die Orks kamen bis auf ca. 100-300m an das Kastell herran. Dann stoppten sie urplötzlich. Einige hielten Wache, andere errichteten ein Lager. Es bestand aus zwei großen Zelten un mehreren kleinen. Das eine große Zelt war für die Behandlun von Verwundeten gedacht und in dem anderen hausten die Befehlshaber der Orks. Die beiden großen Zelte standen nebeneinander, die kleinen waren um sie rum gebaut.
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| 20.06.2003 21:42 | #278 |
| Zloin |
Zloin war sehr stolz auf sein kleines Schrumfköpfchen.
Das Wetter war schön und die Sonne schien kräftig auf den Erdboden, so, dass eine extreme Hitze entstand.
Zloin entschloss sich, den letzen Spruch, für das Skelett, draussen zu üben, denn die Bücher hatte er schon gelesen! Draussen würde er bestimmt ein gutes Resultat erzielen.
Als er das Tor aufmachte sah er etwas, was er noch nie sah: Orks! Ein, zwei, drei Zelte; Zloin konnte sie gar nicht zählen es waren so viele. Sie hatten im kleinen Tal ein Lager eingerichtet. Schnell kehrte sich Zloin, schloss das Tor und schrie aus Leibeskraft in die Gänge des Kastells: "OKRS!!! HIER SIND ALLES ORKS - DUTZENDE; HUNDERTE! WIR MUESSEN SCHNELL HANDELN!".
Anscheinend hörte ihn niemand, denn es kam überhaupt keine Reaktion von einem anderen Wesen! War er denn alleine hier in diese alten Gebäude? Verflucht!Schnell ging er ins Refektorium und überlegte. Was wollte er nur machen? Jede Minute konnten die Orks in das Kastell stürmen und alles niedermetzeln - die Schwarzmagier hatten gegen diese Armee überhaupt keine Chance.
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| 20.06.2003 21:43 | #279 |
| Alei |
Während Alei sich gerade über sein Frühstück hermachte und sich wenig um die anderen kümmerte, die auch die Schönheit des Gartens bewunderten, begann urplötzlich die Erde zu beben. Normalerweise hätte ihm das wenig ausgemacht, doch sein leckeres Essen fiel von der Bank auf den Boden, wo sich sofort die Ameisen darüber hermachten. So eine Schweinerei!
Wutentbrannt sprang Alei von der Bank auf, packte die paar Sachen ein, die nicht in den Schmutz gefallen waren, und brachte sie auf direktem Wege ins Refektorium. Wenn man draußen nicht essen konnte, mußte er halt doch wieder wie die anderen im Refektorium speisen. Sofort holte er sich etwas neues zu essen und auch einen guten Wein dazu. Kaum hatte er sich hingesetzt, da bebte die Erde auch schon wieder. Was war das bloss?
Das Beben wurde immernoch stärker, und machte ein ordentliches Frühstück fast unmöglich. Alei wurde langsam wirklich sauer. In diesem Moment kam ein Magier ins Refektorium, den er nicht kannte. Dieser wirkte ziemlich aufgeregt. "Sag mal, was ist hier denn los?"
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| 20.06.2003 22:03 | #280 |
| Zloin |
Zloin extrem aufgeregt! Da sass doch ein Schwarzmagier in der Bank und fragte ganz verschlafen "Sag mal, was ist hier denn los"!
Das war ja die Höhe. "Die Orks haben ein Lager errichtet! Schnell, wir müssen das nötigste zusammenpacken und das Kastell verlassen. Hier zu bleiben ist der grösste Wahnsinn - reiner Selbstmord!" kreischte Zloin wahnsinnig.
Der Schwarzmagier war anscheinend doch recht verwirrt und deutete auf sein Gepäck. Zloin verstand schon und machte sich schleunigst hinauf in sein Zimmer. Er hatte nicht viel zu packen: Nâr, welche auf seine Schulter gesetzt wurde, die Bücher und Runen, den Dolch und das Amongar.
Was wollten sie nun machen? Zloin kam in den Sinn, dass sie sich durch das Orklager schleichen könnten und weiter im Westen einen Aussenposten errichten könnten, von dem aus die Magier die Orks bekämpfen konnten. Zloin wusste gar nicht, dass er so strategische Ideen hatte.
Kurz darauf befand er sich wieder im Refektorium wo der Magier immer noch verweilte. Zloin gab ihr seinen Plan bekannt und erklärte ihr, dass sie im Kastell Werkzeuge suchen sollte; Schaufeln, Pickel, Sägen und Äxte. Derweilen würde Zloin sich um Zeltzeugs kümmern.
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| 20.06.2003 22:15 | #281 |
| shark1259 |
Noch ein dritter war zu ihnen gestoßen. Er hatte sich als Alei vorgestellt hatte jedoch mit Horax und shark kaum gesprochen. er hatte sich nur ebenfalls unter die Esche gesessen und gegessen. shark hatte sich noch lange mit Horax unterhalten, hatte ihm viel erzählt, jedoch kein Wort über den geheimnisvollen Wald verloren, nicht einmal ihm. Nicht einmal seinem besten Freund wollte er dieses Geheimnis verraten, es war ihm zu wichtig. Er hatte es versprochen, hatte geschworen nie würde jemand dies erfahren außer den beiden, und dabei wollte er auch bleiben.
shark hatte ihm schon viel erzählt, von den Träumen von der ganzen grauenhaften Welt und auch ein bisschen von seiner Veränderung, aber nicht zu viel, er wollte Horax nicht abschrecken, er würde sich schon an die Veränderung gewöhnen, jedenfalls hoffte das shark.
Für kurze Zeit verabschiedete sich shark und ging in sein Zimmer, er wollte sein Schwert holen um es zu säubern. Irgendwie war das seine Lieblingsbeschäftigung geworden. Als er dann oben angekommen war, hörte er etwas von außen an sein Ohr dringen. Ein kurzer Blick und schon rannte shark nach unten. Im Innenhof bei Horax angekommen rief er föllig außer Atem.
"Orks sind da."
Einige im Kastell schienen es schon zu wissen, es war auf einmal ein helles treiben hier. Was nun tun?
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| 20.06.2003 22:21 | #282 |
| Alei |
Alei nickte, als er den Plan von Zloin hörte und machte sich sofort auf die Suche. Wo konnte man hier am besten Werkzeug kriegen? Na klar, in seinem Labor lag noch allerhand Werkzeug rum, das er den Dämonen damals beim Turmbau geklaut hatte, um seinen Abzug im Labor zu bauen. Er hatte damals versäumt, das Werkzeug zurück zu bringen, und jetzt würde ihnen das zugute kommen. Hastig schloss er sein Labor auf und sammelte das Werkzeug zusammen. Hammer, Säge, Axt und eine Picke fand er. Als er das Labor schon wieder halb verlassen hatte, kehrte er nochmal um, nahm eine Laborflasche aus dem Regal, öffnete sie und stellte sie auf den Labortisch. Wenn die Orks die Tür aufbrachen, würden sie alle das Halluzinogen einatmen. Das würde keine schöne Eroberung für die werden, lachte Alei. Nun endlich verließ er sein Labor wieder und schloß hinter sich ab.
Als nächstes stattete er den Lagerräumen des Kastells einen Besuch ab. Hier lagen auch weit verstreut allerlei Werkzeuge herum. Bald hatte er drei Hämmer, Sägen, Äxte und Pickel. Er fand jedoch nur eine einzige Schaufel. Das mußte halt genügen, dachte er sich, und ging schwer beladen zurück ins Refektorium, um auf Zloin zu warten. Alleine würde er sich nicht aus dem Kastell wagen.
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| 20.06.2003 22:41 | #283 |
| Zloin |
Zloin musste nun Material für einen Aussenposten finden. Fertige Zelte wird es im Kastell wohl kaum geben. Deshalb musste er sich in den Kellern nach irgendwelchen Textillien und Stangen umsehen, aus denen man mindestens einen Ansatz von einem Zelt bauen kann.
Die Kellertreppe war war steil und rutschig, denn Zloin musste sich an den Wänden halten, dass er nicht nach unten fiel. Als er die Treppe gemeistert hatte und nun bemerkte, dass er nichts mehr sah, entfachten sich die Fackeln von alleine und verwandelten den düsteren Gang in ein halb ansehbares Stück Geheimnisvoll. Zloin schaute sich rechts und links die Verliesse an die mit eisenen Toren verriegelt waren. Dahinter weilten einige leblose Skelette und bei den anderen standen uralte Fässer, die wohl noch vergammelten Fisch enthielten.Beim nächsten Verliess erkannte Zloin Stangen die zusammengebunden waren. Nun kam es darauf an; Eigentlich durfte Zloin noch nicht offiziel einen Zombie beschwören, doch in dieser Notsituation sollte, man das als Übung anschauen.Er stellte sich einen kröftigen Zombie vor, doch leider formte sich nur ein normmässiger Untoter. Er gab dem Zombie den Befehl, das grosse Bündel mit den Holzstangen ins Refektorium zu tragen. Bei seiner Geschwindikeit würde das bestimmt Jahrhunderte dauern. Der Untote schrie laut auf und verlor dabei ein Ohr und ein Auge. Zloin schaute sehr verdutzt drein!
Er ging weiter des Weges und fand schliesslich noch einige Blachen mit dennen man hervorragende Zelte bauen konnte. Er nahm sich soviele, wie er nur tragen und konnte und machte sich auf den Rückweg, auf welchem er nebenbei den Untoten überhohlte.
Zloin war im Refektorium angekommen und bemerkte, dass Alei sehr gutes Werkzeug mitgebracht hatte! Sehr gutes Teamwork, meinte Zloin und wartete ungeduldig auf den Untoten. Dieser hinkte langsam aber sicher ins Refektorium, warf die Holzstangen auf den Boden und ging ein in Beliars Reich, wobei einige Glieder seines Körpers auf den Boden fielen. Zloin nahm einen Finger auf und bemerkte nebenbei, dass der Zombie wohl an Lebra erkrankt war.
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| 20.06.2003 23:06 | #284 |
| HoraXeduS |
Wie gelähmt stand Horaxedus da und hörte, was shark ihm berichtete. Wenn es wirklich so war, dass ein ganzes Heer von Orks im Begriff war, das Kastell zu stürmen, dann konnte den Magiern nichts weiter beistehen als ein Wunder. Ein Wunder in Gestalt Beliars.
Natürlich! Die Dämonen! Sie würden das Kastell schützen. Die Geschöpfe Beliars Seite an Seite mit seinen treuesten Dienern. Genau so würde es funktionieren!!
Dermassen moralisch gestärkt, verliess Horaxedus eilig den Innenhof, wobei er shark kurz beruhigend zunickte. Sein Weg führte unmittelbar zum Refektorium, denn DORT gab es IMMER Dämonen. Doch das einzige, was der Magier dort vorfand, war eine Riege Magier, die etwas wie einen Aussenposten plante. Horaxedus wandte sich an Zloin, ihm mitzuteilen, dass er zunächst nicht bei diesem Vorhaben mitmachen werde. Stattdessen würde er zunächst den Erzdämonen Bescheid geben.
Daraufhin lief Horaxedus zur Bibliothek. Doch auch hier waren keine Dämonen zu sehen. In der weite des Lesesaals konnte der Schwarzmagier keine Gesinnungsgenossen ausmachen, doch es konnte sicher nicht schaden, ein schnelles "Die Orks kommen!" in den Raum zu rufen.
Nun wurde es eng. Der Glasmacher rannte in die Eingangshalle und schimpfte lauthals "Wo verdammt sind die Dämonen?!!", woraufhin er jedoch keine Antwort erhielt, weder per Stimme noch durch einen Schmerz in seinem Kopf.
So rannte Horaxedus die Treppe hinauf in sein Zimmer, um Xions Degen und eine dunkle Wolldecke zu holen und sprintete sogleich wieder die Treppe hinunter ins Erdgeschoss zu seiner Werkstatt. Hier griff er sein noch immer nicht angerührtes Bündel und lief dann so schnell er konnte ins Refektorium, um an den weiteren Planungen teilzuhaben.
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| 20.06.2003 23:16 | #285 |
| Diego2003 |
diego war auf den weg,wie jeden abend,ins refektorium.heute wollte er sich nur eine kleine leckerei servieren lassen.im refektorium angekommen bemerkte er zloin,der ihn zum lehrling gemacht hat,und fragte ihn über die neuesten ereignisse aus.er berichte diego von den orks und dem geplanten außenposten.nach kurzem überlegen beschloss diego den außenposten mitaufzubauen.diego wollte einen dämonen rufen, doch es kam keiner.anscheinend sind die dämonen geflohen.also ging diego in die küche und machte alles elber.beim zubereiten hatte diego etwas zeit zu grübeln.wenn die orks geschöpfe beliars sind und wir seine untertanen,dann schickt beliar ja seine orks um seine untertanen zu töten!was haben wir soschlimmes verbrochen,dass er uns das antut?haben wir ihn verärgert?naja diego kann es wohl kaum gewesen sein,er war ja erst seit kurzen lehrling.aber es ist egal,ob diego daran schuld ist oder nicht es geht hier um den zux.
kämpfen kann ich nicht,auf keinen fall.ich habe keine kampfausbildung,keine magiekenntnisse oder andere fähigkeiten,die für den kampf nützlich wären.diego beschloss sich seinen degen aus seinem zimmer zu holen.zwar konnte er ihn nicht gebrauchen,da der degen bei weitem nicht durch die haut der orks kommt,aber zum seelenheil ist er gut genug.vieleicht kann ich beliar besämpftigen,indem ich gebete spreche.nachdem er seinen degen geholt hatte machte er noch einen abstecher in die bibliothek, um sich ein gebetsbuch zu holen.es war nicht irgendein gebets buch es war das längste,das er finden konnte.das buch war schwer und mit einem dicken ledermantel umschlagen.die alten seiten waren so abgegriffen,dass man das gefühl hatte,wenn man die seiten anfässt zerstört man ein weltkulturerbe.dann ging er langsam zurück in das refektorium.er war in das buch vertieft und "studierte" die gebete...
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| 20.06.2003 23:28 | #286 |
| Squall_L |
Squall wurde den schrei von Horaxedus wach und konnte nicht fassen was er gerade gehört hatte es konnte nur ein Traum was sollten den Orks so weit oben in Khorinis es müsste doch jemanden aufgefallen sein das sie durch ganz Khorinis marschiert sind. Aber andererseits weiß er ja auch nichts über die Orks z.B. wie schnell sie sich bewegen können oder ob sie schlafen müssen.Squall schaute sich um und sah das wirklich etwas Panik ausgebrochen war den niemand saß mehr an einen Tisch und ließ ein Buch. Nun überkam Squall doch schon ein komisches Gefühl denn als er eingeschlafen war saßen hier noch einige Menschen. Außerdem viel ihn auf das er gar keine Dämonen mehr sah er , laut dem was die Leute sagten sollen die Dämonen doch die Bücher wieder zurück ins Regal stellen wenn jemand fertig mit ihnen war. Aber Squall sah nur das auf so gut wie jeden Tisch Bücher lagen und kein Dämon war dabei sie einzuräumen und sie zu sortieren. Nun wurde Squall immer klarer das hier irgendetwas geschehen sein muss. Squall wollte nichts riskieren und blieb erst mal an seinem Tisch sitzen um zu beobachten was den die anderen im Raum machten. Den wenn er leichtsinnig eine Dummheit begehen würde und dann wirklich Orks im oder vorm Kastell wären dann wurde Squall diesen Fehler wohl mit seinen Leben bezahlen. Aber wenn er in der Bibliothek bleiben würde wären seine Überlebenschancen höher.
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| 20.06.2003 23:40 | #287 |
| HoraXeduS |
Nachdem ein weiterer junger Mann hinzugekommen war, schien es Horaxedus, dass er den Aussenposten nicht mit aufzubauen brauchte. Die anwesenden Magier waren sich zudem einig, dass einige Bewohner unbedingt im Kastell bleiben mussten. Da unter diesen auch solche vertreten sein mussten, die das Kastell und einige seiner Ecken zumindest ansatzweise zu kennen hofften, stand für den Glasmacher fest, dass er bleiben würde, um innerhalb des geliebten Gemäuers auszurichten, was eben auszurichten war.
Nachdem Horaxedus sich von den anderen im Refektorium verabschiedet hatte, wandte er sich noch einmal kurz direkt an Zloin: "Viel Glück, Ihr könnt es verdammt nochmal brauchen. Und beeilt Euch, lasst uns nicht hängen." Die Schwarzmagier nickten einander zum Grusse kurz zu und Horaxedus machte sich zielstrebig auf den Weg zurück in den Innenhof, um sich mit shark zu besprechen.
An der Bank neben dem Brunnen angekommen, griff der Magier zu seinem leicht verschmorten Kampfstab und blickte sich um. Wo war shark? Er hatte doch hier warten wollen? Oder hatte er sich entschlossen, den Aussenposten mit aufzubauen? Verwundert stand Horaxedus unter der immergrünen Esche und grübelte. Bis schliesslich...
"Horax, hier oben bin ich!" Als der angesprochene sein Haupt nach oben wandte, konnte er ausser dichtem Blattwerk zunächst nichts ausmachen. Bis ihm plötzlich eine Hand aus dem dichten Blätterdach entgegengestreckt wurde. "Los, komm hoch." Horaxedus liess sich nicht zweimal bitten und zog sich am Arm seines Freundes in den unteren Teil der Eschenkrone. Dann kletterten beide Schwarzmagier noch ein kleines Stück hinauf und nahmen in grosszügigen, nebeneinander am Stamm liegenden Astgabeln bequem Platz. "Nicht schlecht für's erste", grinste Horaxedus, in der trotz allem düsteren Gewissheit, dass sie dieses Versteck voraussichtlich noch dringend brauchen würden.
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| 21.06.2003 03:06 | #288 |
| Arctus |
Wirre strubblige Haare standen weit vom Kopfe des kleinen Jungen ab, dessen Augen noch voller schmalzigem Schlafsand waren. Gähnend quälte er sich aus dem kuschlig warmen Bett, die nackten Füße durch die Luft schwingend. Ein lautes Platschen deutete vom Bodenkontakt Arctus mit dem Boden an. Träge riss er die Schranktür auf. Eigentlich wollte das Skelett dem Jungen noch etwas sagen, doch dieser zog seine Robe so schnell aus der knochigen Halterung und knallte die Tür zu, dass das Skelett nur noch den feuchten abgestandenen Windschub in den Rachen bekam.
So verließ er das Zimmer, ohne Grund eigentlich. Irgendwie hätte er eine weitere Woche schlafen können. In letzter Zeit überholte ihn die Faulheit seines Körpers und zog so auch seinen Geist mit in die Träume der tausend schwarzen Blumen. Irgendwann musste damit ja schluß sein.
Die Treppe kämpfte er sich nur mit Mühe und Not herunter, den die Schwerkraft konnte doch so schwer sein. Einen kleinen Blick wagend, bemerkte er, dass sich im Refektorium einiges regte. In diesem Zustand wäre es wohl keine gute Idee mit den anderen Verschlafenen Kontakt auf zu nehmen.
Als Arctus die lahmen Staubpartikel im fahlen Licht bemerkte, wurde ihm klar, dass sein Körper wohl ohne Sauerstoff nicht leben könne. Frische Luft wäre wohl die beste Alternative, die sich sogar erfüllen könnte. Wäre er nur nicht so verdammt träge. Nur seinen Beinen hatte er es zu verdanken, dass er in den Innenhof gelangte, wo niemand zu sehen war. Hier konnte er beruhigt weiter ruhen. Nicht viel konnte hier behaubten erfolgreich aufgestanden zu sein. Ein wirklich großer Schritt von Arctus.
Doch die Schwerkraft zog wieder ungehemmt und platzierte den Jungen in einer dunkle Ecke. In sich zusammensackend, legte er den Kopf auf die angewinkelten Knie und schloss die Augen. Zum Glück war niemand da, zum Glück.
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| 21.06.2003 03:14 | #289 |
| Kruhm Kach |
Die erste Abteilung rückte vor. Und Kruhm Kach führte sie an. Nach den Erfahrungen der letzten Kriegszüge waren die Orks jetzt vorsichtiger geworden. Erstmal wurde nur ein Spähtrupp zusammengestellt, der den Eingangsbereich erkunden sollte. Langsam bewegte sich die Abteilung den steinigen Weg, hinauf zur Spitze des Berges entlang.
Das Tor kam in Sicht. Kruhm Kach hob das Schwert.
"Was ist das hier für ein Bau, wo Skelette am Tor hängen? Was ist hier los. Sind dort etwa alle tot?
Weiter"
Er winkte mit dem Schwert und setzte sich wieder in Bewegung. Die Truppe folgte ihm. Bald standen sie am Fuße des gewaltigen Tores. Die beiden menschlichen Skelette sahen mit erstauntem Ausdruck, soweit man das ewige Grinsen der Kieferknochen als Erstaunen umdeuten konnte, auf die grüngesichtigen Angreifer hinab.
"Aufbrechen"
Von hinten wurde eine Ramme geholt und nach vorne getragen. Die Orks machten Platz für die Mannschaft, die den Rammbaum trug. Für mehr war keine Zeit gewesen. Außerdem gab das Gelände den bislang siegreichen Angreifern keine Gelegenheit zum Aufbau einer großartigen hölzernen Ramme, die man gegen das Tor schieben konnte. So mußte ein eilig gefällter Baumstamm ausreichen. Hier und da ragte noch ein kleiner Ast aus der ansonsten von allem Wuchs befreiten Ramme hervor und ein paar einsame blätter, die schon am welken waren hingen traurig an diesen herab.
"Uuuuund los"
Wie in so vielen Schlachten und Belagerungen vorher kommandierte Kruhm Kach die Krieger an der Ramme. Staub wehte davon, als die schweren Stiefel der Krieger sich tief in den Weg bohrten, um Anlauf zu nehmen. Und schon rannten sie los, zehn Mann an dem Rammbaum. Plötzlich ein großer Rumms, das welke Laub an der Ramme erzitterte und weiter vorne splitterte Holz. In hohem Bogen spritzten die Splitter auseinander und übersäten die Truppe mit Spänen. Die Knochen der leblosen Skelette fielen ab vom Tor und schlugen im Dreck auf, die Schädel zerplatzten mit einem hellen Knirschen auf der Kante der Schwelle.Langsam hoben sich die Köpfe wieder empor, die zum Schutz unwillkürlich eingezogen worden waren. Auf einmal kippte der linke Torflügel ganz langsam nach außen und neigte sich immer weiter. Starr standen zwei der Orks noch an ihrer Ramme und vergaßen glatt, aus dem Weg des Tores zu verschwinden. Alle anderen hatten schon die Beine in die Hand genommen und waren einige Schritte weit zurückgewichen. Der zweite Torflügel knarrte laut und bedrohlich. Jetzt wachten die beiden Tölpel ganz vorn an der Ramme auf, ließen sie auch los und machten, daß sie wegkamen - keinen Augenblick zu früh.
Donnernd schlug der Flügel auf dem Boden auf, genau da, wo eben noch die Orks gestanden hatten. Mit ohrenbetäubendem Krachen zersplitterte das Holz, kam jedoch nicht zur Ruhe, weil in diesem Moment die zweite Hälfte des Tores auf die Reste der ersten aufschlug. Wieder ein lautes Krachen, Knacken und Splittern. Endlich, als sich die Splitter gelegt hatten und der restliche Staub vom Wind davongeweht worden war, trauten sich die Angreifer weiter. Vorsichtig und in geschlossener Formation stapften sie durch den langen Gang, der in die Eingangshalle führte.
"Was ist das nur für ein komischer Bau der Menschen?", flüsterte einer der Orks.
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| 21.06.2003 04:01 | #290 |
| HoraXeduS |
"Verdammt!" brummte Horaxedus und blickte in die Dunkelheit unter der immergrünen Esche. Der Krach, den das berstende Eingangstor des Kastells gemacht hatte, war den beiden Magiern, die ihr Versteck im Baum gefunden hatten, nicht verborgen geblieben. Doch hatten Sie nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde, bis die ersten Sendboten des stinkenden Abschaums sich bereits in das stolze Kastell, die Bastion des Zirkels um Xardas hineinwagten. "Warum?" fragte Horaxedus seinen Freund leise. "Sind die Orks nicht Geschöpfe des Dunkels?" Und woher wussten die Grünen, dass die Dämonen fort sind, fragte sich der Glasmacher. Doch shark unterbrach den Kameraden und wies auf eine Ecke des Innenhofes: "Horax, ich glaub, da sitzt einer."
"Ein Ork?" empörte sich der Linksmagier leise und griff zu seinen Runen. "Nein", erwiderte shark, "ich weiss nicht, wer es ist, aber er ist viel zu klein für einen Ork." Wohl wissend, das die Zeit drängte, machten sich die Schwarzmagier auf den Weg nach unten und glitten die Esche hinab. Ihre Waffen und ihr Gepäck liessen sie im Baum, um schneller voran zu kommen. Sodann bewegten sie sich auf den Schatten zu, ein jeder mit der Rune für den Schattenflammenzauber in der Hand. fast in der dunklen Ecke, in der der Schatten sich befand, angelangt, blieb Horaxedus stehen und zielte auf diesen. shark hingegen schritt noch ein stück weiter. Es wurde eng. Jeden Augenblick konnten die ersten Orks in den Innenhof gelangen und dann wäre guter Rat mehr als teuer. "Auf mit Euch!" flüsterte shark und erhob seine Rune gegen den Schatten.
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| 21.06.2003 04:26 | #291 |
| Arctus |
Zwei Augenlieder hoben sich und gaben blaue Augen aus ihrer Gefangenschaft. Arctus konnte sehr deutlich sehen, wer da im Licht stand und auf ihn zielte. Die kleinen Finger umschlossen einen Stein und warfen diesen in eine andere Richtung. Sofort drehte sich der Magus vor ihm um und ließ der Schattenflamme freie Bahn. Arctus hingegen kroch fix aus seinem Versteck hervor, wollte Shark von hinten erschrecken, knallte jedoch mit dem Kopf gegen einen stählernen Brustkorb. „Na nu“, nuschelte er und taumelte zurück.
Ein weiterer Magier sah ihn verdutzt an und auch Shark hatte Arctus nun gefunden. Der Andere erhob irgendeinen Stab und drohte damit zuzuschlagen. „Kleiner Bengel du!“, zischte er und schwang ein paar mal bedrohlich mit dem Holzding vor Arctus’ Nase.
Shark sah verwundert auf und brachte nur ein „ach du bist“, hervor worauf der Junge nur nickte. „Ihr kennt euch?“, fragte der Holzdingschwinger. Beide nickten. „Na dann,“ erleuchtete es ihn und so nahm er seinen Stab wieder zurück.
„Ich denke, wir sollten dem Lärm mal auf die Schliche gehen!“; schlug Shark vor und nickte den beiden anderen Magiern zu. Arctus zuckte nur mit den Schultern. „Ich habe nichts gehört! Darf ich jetzt wieder in die Ecke?“ Horaxedus, sowie Shark sahen sich entgeistert an.
„Na Jungespinnst du?“, fuhren sie los, „die Orks sind unterwegs!“„Hä“
„Die Orks sind unterwegs!“
„Aso“, kapierte Arctus nun, „na dann, viel Spaß mit ihnen!“
Daraufhin drehte sich der Junge um und machte Anstallten die dunkle Ecke wieder zu besuchen. Eine kraftvolle Hand legte sich jedoch um seine Schulter, „du kommst mit!“
Da hatte ihm doch gerade wirklich jemand was befohlen. Hass und Bösartigkeit bleckte bereits die Spitzen Zähne. Arctus fuhr herum, sah den Magus aus tiefen Augen an und sprach, „na dann, lasst uns gehen ...“ nun zischend, „MEISTER!“Der Junge sah zwischen den Beiden hin und her und wartete auf eine Reaktion, doch nichts kam. Schließlich ging Shark los, verschloss noch die Tore für den Innenhof und machte Vorschläge, die Grüne Plage zu beseitigen. „Wir brutzeln sie mit der Schattenflamme!“
Arctus erinnerte sich. Der Ork war schuld, dass er sich dem Bösen angeschlossen hatte. Beliar hatte ihn damals gerettet oder welcher Gott auch immer. Eigentlich egal, man kann ja auch sagen, es war der Blitz. Jeden Falls brodelte eine gewisse Vorfreude auf Rache in ihm auf. Leider Gottes können Kinder kaum etwas tun, gegen die großen Dinge in der Welt, weshalb sich Arctus im Hintergrund halten musste. Die Erwachsenen können ja viel besser denken ... Arctus musste würgen ....
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| 21.06.2003 05:47 | #292 |
| HoraXeduS |
"Wer ist eigentlich der Wicht?" schaute Horaxedus shark fragend an, wobei er flüsterte, die Gefühle des Knaben nicht zu verletzen. "Arctus, einer unserer jungen Magier", stellte shark den Jungen vor, "und dies ist Horaxedus. Unser Glasbläser." Und beide Männer, für die sich der freundliche Schwarzmagier die Mühe gemacht hatte, sie einander vorzustellen, blickten sich in funkelnde Augen und entgegneten nichts. Nicht die geringste von Respekt gezeichnete Rührung war einem der beiden anzusehen, ausser natürlich gegenüber shark, den beide schätzten.
So standen die drei unterschiedlichen Magier vor dem verschlossenen Tor zum Innenhof und überlegten, was zu tun war, als plötzlich Horaxedus sich aus der Gruppe löste und die Tür noch einmal öffnete. Die Orks waren bereits entfernt in der Eingangshalle auszumachen, doch riechen konnte man sie noch nicht. Und so schlich Horaxedus die wenigen Schritte bis zur Küche, immer die Augen auf den Korridor zur Eingangshalle geheftet, in der die grünen Widerlinge offenbar orientierungslos umhertappten. Ein Spion war also offensichtlich nicht unter ihnen, sonst hätten sie besser Bescheid gewusst.
Horaxedus betrat geräuschlos die Küche und klaubte alsbald zusammen, was ihm vor die Finger kam und halbwegs brauchbar erschien: Zwei Töpfe, eine unglaublich grosse Kanne mit Maisöl und zwei kleine Säcke: einen mit Zucker und einen mit Mehl. Eilig verliess er die Küche, schloss deren Tür vorsichtig und gelangte lautlos zurück zum Innenhof, wo die beiden unterschiedlichen Kameraden noch immer auf ihn warteten. "Du denkst auch nur ans Essen", zwinkerte shark dem Glasmacher zu, wenngleich er bereits ahnte, was Horaxedus vorhatte und ihm einen der grossen Töpfe abnahm. Unverzüglich goss Horaxedus das Maisöl gleichmässig verteilt in die beiden Töpfe. Dann schüttete er sämtlichen Zucker darüber. "Nicht rühren", flüsterte shark und trat einen Schritt zurück. Unmittelbar darauf hob Horaxedus den linken Arm: Eine kräftige Schattenflamme zischte in den ersten Topf und entzündete den Zucker, der sich soeben in dem Öl aufzulösen gedachte. shark tat es seinem Freund gleich und schoss ebenfalls eine Schattenflamme in seinen Topf, in dem sich der Zucker nun entzündete.
Die klaren Augen des jungen Magiers Arctus wanderten von einem Topf zum anderen und schliesslich über das Antlitz sharks zum Gesicht von Horaxedus. Dieser machte eine beschwichtigende Handbewegung, die nur kurze zeit noch zu warten hiess, doch im selben Augenblick entzündete sich bereits das Öl in den beiden grossen Töpfen. shark machte sich nun auf, die Pforte, welche den Innenhof, in dem sie standen, vom Kastell trennte, ein Stück zu schliessen. Er schloss sie jedoch nur soweit, dass die Töpfe auf der oberen Kante des Tores Platz finden und sich gleichzeitig an der Wand über der Pforte abstützen konnten. Wer auch immer durch diese breite Tür gehen wollte, er würde eine verdammt siedende Überraschung erleben.
Als die Töpfe mit dem brennenden Öl über der Pforte plaziert waren, traten die beiden Freunde einen Schritt zurück und standen nun neben Arctus, der die Aktion immerhin einigermassen interessiert verfolgt zu haben schien. "Wir sollten uns besser wieder in dem Baum verstecken", flüsterte shark. "Was ist mit Euch Arctus, kommt ihr mit oder wollt ihr den Köder für unsere Falle spielen", grinste Horaxedus freundlich, indem auch er sich nach der Esche wandte. Der junge Magier aber schien nicht daran zu denken, gemeinsam mit den beiden anderen den nahen Baum aufzusuchen, stattdessen stellte er sich so vor die Pforte zum Kastell, dass er bereits von innen gut zu sehen sein würde.
Da stand er nun, der junge Arctus und harrte der Orks, die da kommen sollten, tapfer aber töricht. Und so packten ihn schliesslich die Hände zweier vergleichsweise kräftiger Männer an der Robe und zogen ihn nicht nur zum dicht belaubten Baum, sondern zu guter letzt auch diesen hinauf.
"Nur gut, dass die Tanne damals gegen eine Esche ausgetauscht wurde", murmelte Horaxedus leise. Und so sassen die drei Magier hoch oben im Blätterkleid der wunderbaren Esche und harrten der Orks, die da kommen mochten.
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| 21.06.2003 09:02 | #293 |
| Squall_L |
Squall saß in der Bücherei und war schon kurz davor zu glauben das , dass mit dem Orks nur ein Scherz war. Den er saß nun schon Minuten in der Bücherei und nichts passierte. Er kroch unter dem Tisch hervor und stellte sich und streckte sich erst einmal den das verstecken unter einem Tisch kann nicht gut für seinen Rücken sein. Danach fasste er seinen Mut zusammen und wollte sich in Richtung Ausgang der Bücherei begeben.
Als er plötzlich Stimmen hörte die nicht von einem Menschen seien könnte sie schrie "kruuuush borag" oder so ähnlich. Squall erschrak so eine Stimme hatte er noch nie gehört. Im nächsten Moment hörte er einen großen Rums ,er konnte erkennen das ,dass Geräusch vom Eingangstor kam. Er konnte es nicht fassen den ersten Tag hier im Kastell und dann passiert so was. Squall machte sich wieder auf den Weg zu seinem Tisch um sich weiterhin dort zu verstecken als er wieder 2 laute Geräusche hörte. Er hörte sich an als hätten die beiden Torflügel nachgegeben und wäre umgefallen. Das würde dann auch das erste Geräusch erklären ,nach dem die 2 Geräusch verklangen war Squall wieder bei seinem Tisch und versteckte sich wieder hinunter.
Er wusste nicht was er machen sollte wenn ein Ork hier in die Bücherei eindringen würde, aber er schaute sich um und sah das einige Menschen im Raum waren die aussahen als würden sie etwas von Magie verstehen und er hoffte das die jenigen dann auch die Orks in die Flucht schlagen können
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| 21.06.2003 09:16 | #294 |
| Diego2003 |
diego war die ganze nacht im refektorium gewesen um auf weitere anweisungen zu warten.und endlich er hatte einen neuen auftrag erhalten.er sollte essen holen.also ging diego in die küche und blünderte die vorratskammer.nach einer stunde kam er wieder und er ging in den keller.dort fand er eine schubkarre.die trug er ins refektorium und bepackte sie mit dem essen.dann stellte er sie vor das refektorium und suchte die anderen...
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| 21.06.2003 09:17 | #295 |
| Zloin |
Zloin Herz pochte wie noch nie. Eigentlich machte er sich viel zu viel Sorgen. Hier im Kastell gab es doch Dämonen! Die werden bestimmt alles verteidigen können. Doch, die Orks hatten ein ganzes Heer. Zloin denkte nach und fand heraus, dass er es noch gar nie mit einem Ork aufgenommen hatte, genau so wenig verstand er etwas über diese Wesen. Bevor sie hilflos im Aussenposten waren, sollte mindestens er, etwas über diese Biester wissen, das würde sich sehr zu ihrem Vorteil erweisen.
Als Zloin zur Eingangshalle blickte, merkte er misstrauisch, dass wohl schon der ein odere andere Orkspäher sich versucht hat, mehr über das Innere des Kastells zu erfahren. Das Tor war zum Glück wieder verschlossen! Zur Sicherheit beschwor sich Zloin eine Blutfliege, die ihm wohl nur ein wenig Zeit verschaffen würde, falls ein Ork die beiden angreiffen würde.
Zloin schritt durch das Portal und befand sich in der Bibliothek - der ganze Stolz des Kastells und seinen Bewohnern. Was wenn die Orks diesen edlen Raum zu Nichte machen würden?
Schnell sprach er "Orks" aus, worauf einige Bücher auf den Boden fielen. Er schnappte sich die Lektüren und fing beim ersten an zu lesen. Es hiess, Orks - Ihr Körpe und ihre Kraft.
Aus diesem Buch erfuhr er, dass die Orks nicht gerade die hellsten, dafür um so stärker waren. Es war nicht leicht, einen Grünhäutling mit einen blossen Schwert, geschweige einem Dolch, zu erstechen. Die Orks waren sehr stolze Wesen, denn sie kämpften bis in den Tod und gaben niemals auf. Das machte sie zu unglaublich harten Gegnern.
Aus einem anderen Buch erweiterte er sein Wissen, wie die Orks in der Gemeinschaft funktionierten und was für Aufgaben sie hatten.Es hab Elitekämpfer, Späher, Kämpfer, Krieger und Shamanen. Die Shamanen waren die einzigen die mit der Orkmagie umgehen konnten, dafür um so stärker. Die Elitekämpfer hatten als einzige keine Leder- sondern richtige Eisenrüstungen an. Desweiteren hatten die Elitekämpfer nach den Shamanen das Sagen.
Auch Xardas hatte schon vor Jahren über die Orks geschrieben. Sie waren nicht Tiere, wie viele glaubten. Sie konnten denken und organisieren und zu letzt konnten sie miteinander kommunizieren. Es ging das Gerücht herum, dass es Orks gab, die in den alten Minen versklavt wurden und so die Sprache der Menschen lernten.
Zloin klappte das letzte Buch wieder zusammen und hatte nach zwei Stunden Leserei mehr über Orks erfahren, als er jemals zu denken wünschte. Mit einem Schnipp flogen die Bücher wie von Geisterhand wieder in die leeren Lücken des Gestells und warteten auf ihren nächsten Leser. Wahrscheinlich würde das schon bald wieder jemand sein, denn in diesen heiklen Zeiten war es wichtig, den Gegner genau zu kennen.
Wie Zloin also dachte: Der Aussenposten war der perfekt strategischte Startpunkt um den Angriff der Orks ab zu halten, welche noch in ihrem Lager warteten.Zloin ging hinauf ins Refektorium um weitere Magier des Kastells für seine Idee zu gewinnen - HoraXeduS hat ja schon abgesagt. Er wollte wohl lieber hier sterben als im Aussenposten leben.
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| 21.06.2003 14:57 | #296 |
| The_Nameless |
Schweigend stand Less vor dem wunderschönen runden Spiegel, der die Tür des Schrankes in seinem neuen Gemach schmückte, blickte ausdruckslos in seine eigenen schwarzen Augen, versuchte in die kleine Ewigkeit seiner eigenen Seele zu sehen. Es war still, nicht einmal das gewohnte leichte Wispern eines sanften Windes durchzog den Raum, und dennoch war die Spannung, die die komplette Atmosphäre des Zimmers zu beherrschen schien, in jedem einzelnen Augenblick zu spüren.
Langsam wandte Less seinen Körper, sah auf das schwach leuchtende Licht der Kerze.
Die Zeit selbst schien in diesem Moment stillzustehen, nur er alleine und die ruhigen Strahlen des goldenen Schimmerns.
Mit einem Mal begann die Flamme einen wilden Tanz, wiegte sich rasant zu allen Seiten, droht endgültig zu erlischen, nur um im nächsten Augenblick wieder von neuem Glanz zu erstrahlen.
Der Boden bebete, einige seiner Bücher landeten mit einem in dem unerträglichen Lärm untergehenden Poltern auf dem weichen Teppich.
Hektisch versuchte Less, mit einem schnellen Blick aus dem kleinen Fenster über seinem Bett ein Bild von dem Ursprung dieser Erschütterung zu bekommen, doch das einzige was das Dunkel seiner Augen erspähte, war die endlose Weite des Horizonts.
Schnell schritt er auf die schwere Holztür seines Gemaches zu, beim Berühren des Türgriffes zitterte seine Hand leicht. Schrill klirrend zerschellte der kunstvolle Spiegel am Boden des Gemachs...
Der Gang vor ihm war in ein gewöhntes alles verschlingende Dunkel getaucht, der samtrote Teppichboden schimmerte auf eine bösartige Weise, die ihm das Mark in den Knochen zu gefrieren schien. Mit einem lauten Krachen schloss er sich die Tür hinter seinem Rücken.
Selbst die wundersam Gezeichnete Spinne, welche die Oberfläche seiner Zimmertür zierte, schien auf panische Weise zu versuchen, diesen Ort so schnell wie möglich zu verlassen, und doch war sie gefangen in den goldenen Linien ihres Netzes.
Keuchend gelangte Less in den mit unzähligen kranken Bildern behangenen Gängen des Erdgeschosses an, immer noch auf der Suche nach der Ursache dieser unkontrollierbaren Situation.
Ein lautes tosendes Krachen schallte unaufhaltsam durch die Dunkelheit der ewig langen Gänge, begleitet von einem sonderbaren unwirklich klingenden Brüllen. Angst stieg in ihm auf, beherrschte sein komplettes Denken, unfähig, zu auch nur einem ruhigen Gedanken stand er hilflos inmitten der tiefen Schwärze des Kastells.
Langsam begann er sich an dieses Brüllen zu erinnern, diesen Stechenden Ekelgeruch, der schon einmal seine Sinne vernebelt hatte, dieses panische Gefühl von Furcht, das einst seinen Bruder das Leben gekostet hatte ... Orks...Ohne nachzudenken rannte er durch die Gänge, Schweißperlen rannen über sein Gesicht, während seine feuchten Haare fest über seiner Stirn klebten.Eine seltsame Tür an auf der rechten Seite erregte seine Aufmerksamkeit, langsam verklang seine anfängliche Entschlossenheit, den Orks entgegenzugehen, um sich für seinen Bruder zu rächen. Als der hohe Adrenalinspiegel seines Körpers langsam wieder auf ein normales menschliches Niveau absank, erkannte er endlich seine eigene Schwäche.
Er hatte nur einen einzigen Vorteil gegenüber den widerlich stinkenden grünen Wesen, seine eigene Intelligenz und genug Verstand, diese auch einzusetzen.Ruhig öffnete er die Tür vor seinen Augen. Allerlei seltsame Dinge waren in den großen langen Regalen des Raumes aufbewahrt, nichteinmal den Zweck der Hälfte dieser Gegenstände konnte er erahnen. Jedoch gab dieser Raum mit Sicherheit ein vorerst ausreichendes Versteck ab. Die vielen Schränke und Truhen dieses vermeintlichen Vorratsraumes eigneten sich hervorragend dazu, sich in ihnen zu verstecken, und auch einige dieser seltsamen Gegenstände ließen sich höchstwahrscheinlich als effektive Fallen benutzen.
Während er sich langsam hinter einem schweren schwarzen Holzschrank versteckte, versuchte er, eifrig in Gedanken versunken, einen Plan für ein weiteres Vorgehen zu erarbeiten...
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| 21.06.2003 16:55 | #297 |
| Kruhm Kach |
Der Orktrupp war mittlerweile weiter vorgedrungen. Der Gang, der vom zerstörten Tor in das Gebäude führte, endete plötzlich in einer großen Halle. Der Spähtrupp blieb stehen.
"Was für ein häßlicher Bau. Wir sollten ihn einreißen", meinte einer der Krieger.
Kruhm Kach sah ihn an. "Wir sind hier nicht zum einreißen hergekommen, jedenfalls nicht, bevor nicht alle Feinde hier tot sind. Du bist zum kämpfen gekommen! Klar!"
Der Ork zog den Kopf ein und knurrte nur noch irgendwas unverständliches. Kruhm Kach hörte schon nicht mehr hin. Er betrachtete die Halle. hoch türmte sich Säule auf Säule, kantige Wesen waren in den Stein gehauen und bevölkerten die Simse und Kapitelle. So lebensecht, daß man meinte, sie würden gleich losfliegen oder losspringen, um sich auf den Betrachter zu stürzen. Die Truppe ergriff für einen Moment ein mulmiges Gefühl. Doch dann riß die Stimme ihres Anführers sie aus ihren Gedanken.
"Los, weiter, diesen Mist könnt ihr auch noch später anglotzen. Das ist doch bloß dem lächerlichen Hirn dieser dummen Menschen entsprungen.""Menschen haben auch Hirn?", wunderte sich einer der Orks.
"Klappe dahinten. Wenn sie keins hätten, wären wir schon längst die Herren der Erde."
Ein paar Orks brachen in Gelächter aus, das tiefe Grunzen der Laute durchdrang die Stille des Saals und hallte schauerlich von den Wänden wider. Sofort waren sie alle stumm.
"D Kelá. Du nimmst den rechten Gang. Nur auskundschaften, nicht in Kämpfe verwickeln lassen. Los!"
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| 21.06.2003 16:55 | #298 |
| Carost’D Kelá |
Die Angesprochene sah Kach mit haßerfüllten Augen an. Er wagte es, ihr Befehle...
Kruhm Kach richtete sich aus seiner leicht gebückten Haltung auf und überragte sie um eine Haupteslänge. Knurrend drehte im die Orkkriegerin den Rücken zu und stapfte los. In den dunklen Gang hinein, der rechterhand von diesem merkwürdigen Saal abzweigte.
Links und rechts von ihr gingen ab und zu Türen ab, die jedoch alle verschlossen waren. An den Wänden hingen schreckliche Schmierereien dieser dämlichen Menschen, für die alleine sie schon ausgerottet gehörten.
Wütend darüber, daß sie sich von jemandem rumkommandieren lassen mußte, näherte sie sich dem Ende des Ganges. Ihre Augen waren zu schmalen Schlitzen zusammengezogen. 'Was war das wieder für eine Teufelei dort hinten? Wieso schimmerte dieser Türrahmen so bläulich? Was dachten sich diese Phar'khat bloß bei solchen Sachen? Egal, wahrscheinlich gar nichts. Daß die überhaupt in Häusern wohnten und nicht in stinkenden Höhlen, haben sie sich sowieso nur von uns abgeschaut. Sie wollten sich nur von den sich im Dreck wälzenden Schweinen, die sie selber auch nur sind, absetzen. Schauer Plan. Doch kein Ork war jemals darauf hineingefallen.'
Zufrieden grunzend legte D Kelá die letzten Schritte zu diesem dämlichen blau leuchtenden offenem Durchgang zurück. 'Was war bloß dahinter. Und wo waren diese stinkenden Molerats alle geblieben?' Der alte Kruhm Kach sollte nicht so ein Gewese machen, wahrscheinlich waren die sowieso schon alle über alle Berge und vor Angst gestorben. Er war sowieso schon viel zu alt und das wußte ja wohl jeder, alte Männer wurden feige und schwach. Es waurde Zeit, daß er Platz machte für fähigere Leute. Hörbar zog sie bei diesem Gedanken die Luft durch die Nüstern und blieb am Durchgang stehen.
"Bää, Bücher. Diese Idioten sammeln doch tatsächlich Bücher. Warum haben wir diese Schwächlinge nicht schon viel eher vernichtet?"
Während sie schaute und dabei abfällig die Nase rümpfte, überlegend, ob sie noch weiter gehen oder zurückkehren sollte, tauchte plötzlich wie aus dem Nichts einer dieser feigen, schwächlichen Moleratsöhne vor ihr auf. Unwillkürlich zuckte sie kurz zurück, griff dann jedoch reflexartig an ihren Waffengurt, um ihren Schlächter zu ziehen.
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| 21.06.2003 16:56 | #299 |
| Don-Esteban |
Don-Esteban wich zurück. Was war das? Eine Erscheinung? Ein Ork! Nein, er zog die Waffe. Was war hier los? Keine Zeit zum Nachdenken. Schnell faßte er die Rune am Gürtel und sprach so hastig, wie schon lange nicht mehr die Formel."Arakis nharubur ghiralem ta kurahfelhiste mirhobur de karhonuralhoris farushewiu dha khuror irufholur mogurkhulista da musar dagh. Chronuka arkghor firenusar chlub erog muragos."
Schnell waren die vertrauten Worte gemurmelt, nein fast geschrien. Ohne es zu bemerken, schleuderte er diesen Satz der uralten Sprache dem Ork entgegen, so als ob er ihn damit besiegen könnte. Doch nichts dergleichen geschah. Der Ork zog unbeeindruckt sein großes, grobes Schwert, er wurde weder hinweggeblasen, noch ging er in Flammen auf oder vertrocknete auf der Stelle.Stattdessen knisterte es kurz, ein metallisches Summen kam und ging innerhalb eines Lidschlages und danach baute sich eine bläulich schimmernde Wand im Torbogen auf. Mit einer Art "Klick-Klack" waren die mit mystischen Motiven bedeckten Säulen des Portals, die die Türpfosten bildeten, erreicht und der Durchgang abgeschlossen. Ein magischer Verschluß hielt Ork und Magier getrennt. Jeweils auf der anderen Seite.
Jetzt war der erste Schreck überwunden, doch der zweite folgte sofort.
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| 21.06.2003 16:56 | #300 |
| Carost’D Kelá |
Das Schwert wurde rasselnd aus der Scheide gezogen und sogleich erhoben. Mit einem wütenden Kampfschrei wurde es sofort wieder niedergeschmettert, um den dünn und schächlich aussehenden Gegner zu treffen und sogleich zu spalten. Es prallte gegen eine unsichtbare Wand, die sich in diesem Moment aufgebaut hatte und sprang zurück, riß D Kelá mit sich und warf sie fast um. Dieser Wicht da hatte irgendwas gemurmelt. Ja, richtig, sprechen konnten sie ja, diese Aasfresser. Allerdings klang ihre Sprache wie das Brabbeln kleiner Kinder. Mehr als diese hatten sie sich ja wohl auch nicht mitzuteilen.
"Grooooaaaarr"
Wütend hob die Kämpferin erneut das Schwert. Was war das für eine neue Teufelei? Er war doch zusammengezuckt, aber trotzdem stand er immernoch. Sie hatte doch getroffen. Oder war es nur ein Trugbild, gegen das sie kämpfte? Er wehrte sich auch gar nicht.
"He, du Hundesohn, wehr dich gefälligst. Du bist ein jämmerlicher Feigling."D Kelá spuckte aus.
Noch einmal sauste der schwere Schlächter auf den Gegner hernieder. Und wieder prallte das Schwert zurück, wurde ihr dabei durch die auftretenden Kräfte wie mit magischen Fingern aus der Hand gewunden, fast renkte sie sich das Handgelenk dabei aus. Einige Schritte hinter ihr traf es mit einem lauten Klirren, das noch im ganzen Gang widerhallte, auf den dämlichen Boden, der mit diesen Platten in Farben, die in den Augen schmerzten, belegt war. Weiß-schwarz, weiß-schwarz, weiß-scharz. Davon wurde man ganz wütend.
"Stinkender Sohn eines räudigen Molerats." D Kelá war ganz nahe an diese seltsame, federne, unsichtbare Wand herangetreten und sah dem kleinen dünnen Männchen unter ihr, das mit diesen lächerlichen langen Stoffstreifen behangen war, in die kleinen, schwarz funkelnden Augen.
"Ich weiß, du verstehst mich nicht, dazu reicht dein bisschen Hirn nicht aus." Sie tippte sich an den Schädel und lachte abfällig grunzend. Der stoffbehangene Wicht zuckte mit den Schultern. Sollte ihr das jetzt Angst machen? Was für ein unwürdiger Gegner.
"Du bist so erbärmlich, ich werde dich einfach mit meiner Faust zerquetschen, du taugst nichtmal als Opfer für Hosh'Dhar Khor, du bist nur stinkender Dreck unter meinen Stiefelspitzen. Ich zeig dir den Höllenschlund." Sie war zu nahe an die unsichtbare Wand gekommen und ihr Kinn berührte sie. Ein plötzliches Sirren erinnerte sie an die Existenz dieser feigen, komischen Wand. Knisternd leckten züngelnde Blitze an den Haarstoppeln und ließen sie verschmorzeln. Sie zuckte zurück und stieß einen Schrei aus, mehr aus Wut als aus Schmerz.
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| 21.06.2003 16:57 | #301 |
| Don-Esteban |
Der Ork brüllte schauerlich und hob sein Schwert noch einmal. Ziemlich dumm."Broar, Khat'Gulub, naragh kutarru. Korrugr mach'kul Phar'khat."Wieder prallte es von der magischen Wand ab. Diesmal wurde es ihm sogar aus der Hand geschleudert und kam mit einem Scheppern weit hinter ihm auf. Das Geräusch drang gedämpft durch den magischen Verschluß. Jetzt beugte er sich vor und sagte irgendwas.
"Dagh'krch okh Gurr'maruk. Muahr, kot gullub nerar, phragor kul'kullub nerar. Hrch-hrch-hrch-hrch." Es klang wie ein heiseres Lachen aus der Kehle eines Trolls. Dabei tippte sich der Ork mit einem Finger an die Stirn. Wollte er zeigen, daß es ihm hier zu blöd war? Oder daß er mehr im Kasten hätte, als mit dem Schwert auf die schimmernde magische Wand einzuschlagen? Don-Esteban verstand ihn nicht. Er zuckte gleichgültig mit den Schultern."Kurahg muror'kurat, mosch mur Kroh'gurok, nerar rukur'gorlug kur Hosh'Dhar Khor, fumar'mrkur kut Krusch'merar. Shormur'gir Khardokar."
Dann zuckte der Ork plötzlich zurück und stieß einen überraschenden Schrei aus. Die magische Wand hatte ihm sein Fell am Kinn verbrannt.
Ohne den Don noch eines Blickes zu würdigen, stapfte der Ork zurück und hob dabei sein im Gang liegendes Schwert auf, schob es in die Scheide und verschwand in der Dunkelheit des Kastells.
Was war hier los? Ein Orküberfall. Hatte nicht voreinigen Stunden jemand soetwas in die Bibliothek gerufen? Jetzt erst wurde ihm bewußt, wie ernst die Lage war. Deshalb hatte er also kein Buch zum gesuchten Thema gefunden. Etwas war anders. Die Dämonen hätten nie zugelassen, daß ein Angreifer das Kastell betreten konnte. sie waren weg. Aber wieso? Dämonen verschwanden nicht einfach, sie waren durch Magie an die Mauern des Kastells gebunden. Etwas Beunruhigendes mußte passiert sein. Vielleicht sollte Don-Esteban im Thronsaal nachdenken, vieleicht käme dort eine Inspiration, ein Gedanke zum Grund des Geschehens. doch was, wenn der Thronsaal schon längst in den Händen der Angreifer wäre? Den magischen Verschluß aufzuheben, wagte er nicht. Zu wertvoll war die Bibliothek. So blieb nur das Teleportieren auf das Pentagramm der Eingangshalle. Doch halt. Der Ork war ja den Gang zurückgelaufen, er kehrte also in die Eingangshalle zurück. Vielleicht lieber noch warten, bis sich die Lage verändert hätte oder die Chance, daß die Eingangshalle leer war, größer wurde. Auch, wenn man das von hier aus nicht nachprüfen konnte.
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| 21.06.2003 16:58 | #302 |
| Kruhm Kach |
"Was hast du herausgefunden?", fragte Kruhm Kach die herannahende D Kelá."Am Ende des Ganges befindet sich ein großer Saal mit vielen Büchern, nichts als Büchern. Die brennen bestimmt gut." Sie lachte ein kehliges Lachen. Einige der einfacher gestrickten Orks fielen mit ein, bis sie sich einen strengen Blick von Kruhm Kach einfingen. "Schnauze, weiter mit dem Bericht."
"Als ich in den Raum gehen wollte, tauchte plötzlich einer dieser Menschlinge auf. Ich wollte ihn umpusten, doch er zauberte irgendwas."
"Was zauberte er?"
"So eine dämliche unsichtbare Wand. Ich hieb ein paar mal mit meinem Schwert dagegen, doch sie war undurchdringlich. Aber er machte einen sehr verängstigten Eindruck. Wir werden leichtes Spiel mit den Moleratsöhnen hier drin haben."Ein paar Orks hämmerten zustimmend mit ihren Schwertern auf ihre Brustpanzer und grunzten dazu.
"Schweigt, ihr Narren!", donnerte Kruhm Kach.
"Sie haben also Magie. Die Menschenmagie ist anders als unsrige. Wir haben genug gesehen. Wir kehren zurück ins Lager und geben Bericht. Der Schamane soll uns mehr erzählen über die Magie der Menschen. Wenn jemand Bescheid weiß, dann er."Das Vorauskommando verließ das Kastell und kehrte zum Lager zurück. Man hatte vorerst genug erfahren. Bald würde der Angriff beginnen.
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| 21.06.2003 20:08 | #303 |
| Alei |
Alei hatte wacker im Refektorium gewartet und sich von den schweren Schritten der Orks draußen auf dem Gang nicht einschüchtern lassen. Letztendlich hatten sie Glück gehabt, die Schritte waren verhallt und kein Ork war im Refektorium aufgetaucht. Aber wo waren die Orks jetzt hin? Langsam ging Alei zum Torbogen, der das Refektorium mit dem gang zur Eingangshalle verband. Bis zur nächsten Biegung war nichts zu sehen und er konnte auch nichts hören. Hatten sich die Orks etwa zurückgezogen? Das wäre ja... fantastisch. Aber wenn sie jetzt weg waren, würden sie sicher zurückkommen. Wieso auch nicht? Sie waren sicher nicht auf großen Widerstand gestoßen.
Alei ging wieder zurück zu Zloin und Diego. "Wenn wir hier raus wollen, dann jetzt. Wenn die Orks zurückkommen, ist es zu spät." Alei schrieb noch schnell eine Notiz, in der stand, dass alle, die diese lasen, in den Aussenposten kommen sollten, um sie zu unterstützen, und legte sie auf den Tisch des Refektoriums. EIne wirkliche Gefahr bedeutete die Notiz nicht für sie, denn die Orks konnten die Menschensprache nicht lesen, und wenn doch, wäre ihnen Aleis Handschrift wie alte Hyroglyphen vorgekommen. "Lasst uns gehen", meinte Alei, und die drei gingen zum Eingangstor. Dieses war bös beschädigt worden und lag nun nach aussen gekippt im Dreck.
Vorsichtig ging Alei an den Rand des Tores und steckte den Kopf heraus. In einiger Entfernung erkannte er das Lager der Orks, konnte jedoch keine Wachen erkennen. Entweder waren die Orks sich ihres Sieges so sicher, dass sie keine Wachen aufgestellt hatten, oder ihre Wachen waren einfach so gut, dass sich ihr Aufenthaltsort dem menschlichen Auge entzog. So oder so, sie mußten es versuchen.
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| 21.06.2003 20:08 | #304 |
| Squall_L |
Squall konnte es nicht fassen er sah einen Ork den weg zur Bibliothek hinunter gehen. Er hatte sich ja schon einige vorgestellt aber diese Wesen übertraff seine Vorstellungen nicht weil es riesig war oder zu stark aussah. Nein, es konnte es nicht fassen das es so häßliche Wesen gab. Aber Squalll fing an zu überlegen was er tunj könne um den Ork aus den Weg zugehen.
Plötzlich sah er an sich vorbei einen Man gehen er ging auf den Ork zu und blieb vor ihm stehen. Er zog seine Waffe genau wie der Ork danach fasste der mann sich an seinen Gürtel und sprach einen Spruch. Squall dachte nun wird der Ork schon sein blaues Wunder erleben und sich nicht mehr so schnell zu den Menschen trauen. Aber nichts geschah Squall konnte es nicht glauben er hatte doch so viel über die große Magie der Schwarzmagier gelesen. Gut er war sich nicht sicher ob es wirklich ein Schwarzmagier war aber so wie er aussah stellte Squall sich numal einen Schwarzmagier vor.
Squall wurde aus seinen Gedanken gerissen als er plötzlich ein klirren hörte er sah das der Ork den Mann schlagen wollte aber das schwert des Orkes prallte an irgendetwas ab. Der Ork konnte es nicht fassen und versuchte es weiter, nach dem er bemerkte das es kein Sinn ergab drehte er sich um und ging den gang zurück zur Eingangshalle. Squall war er staunt der mann hatte sein Leben gerettet ohne groß etwas zu machen, er hatte eine Art unsichtbare Wand gezaubert und der Ork mit seinen kleinen Hirn fand kein Mittel dagegen. Squall starrte den Mann fasziniert an gerade eben dachte er noch alles was er über die Schwarzmagier gelsen hatte würde nicht auf Tatsachen beruhen aber nach dem der Mann den Ork so vorgeführt hatte erhielt er wieder neuen Mut.
Im ersten Moment wollte er zu dem mann stürmen und sich vorstellen aber dann dachte er daran das dieser wohl wichtigeres zu tun hätte als sich mit ihm zu unterhalten. So dachte er nach was er nun sinnvolles tun könne. Da viel ihn ein das er sich etwas mehr über seinen Feind informieren sollte, auch wenn er nicht gegen sie kämpfen könnte wäre es nicht schlecht etwas übe rihre stärken und Schwächen zu wissen. Er sprach das Wort Ork doch nichts passierte. Stattdessen kam der Schwarzmagier von eben auf ihn zu und meinte: "Die Magie des Kastells funktioniert nicht mehr richtig. Alle Dämonen sind weg und auch Bücher kommen nicht mehr auf Zuruf. Ich weiß nicht, warum, doch ich werde es herausfinden. Dort drüben, in diesem Regal findest du die Werke über die Orks."Dann sah er Squall genauer an. "Du bist neu hier, oder? Es wird am besten sein, wenn du ersteinmal hier in der bibliothek bleibst. Sie ist magisch versiegelt und auch, wenn am Eingang ein Ork auftauchen sollte, er wird nicht hineinkönnen."
Squall nickte und ging zu dem bezeichneten Regal, wo er sich einige bücher herausholte, um sie am nächsten Tisch zu lesen. Er sichte sich einen Platz und dann schlug er das erste Buch auf und fing sofort eifrig an zu lesen.
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| 21.06.2003 20:54 | #305 |
| The_Nameless |
Vollkommen regungslos saß Less, den Rücken an das kalte Holz des Schrankes gelehnt, in der finsteren Kammer und lauschte auf eventuelle Geräusche. Möglicherweise waren die Orks bereits damit beschäftigt die vielen, oft verzweigten, Gänge des Kastells nach dessen Bewohner zu durchsuchen, doch kein Ton klang an seine Ohren.
Es war an der Zeit, selbst zu handeln. Sollte er weiterhin tatenlos in diesem engen dunklen Raum auf eventuelle Zeichen der Orks oder der übrigen Bewohner warten, so wäre sein Ende mit Sicherheit schon besiegelt gewesen, niemals hätte er zwischen all den überfüllten Regalen eine Chance, einem Ork zu entkommen. Vorsichtig tastete er sich mit den flachen Händen vorbei an all den Truhen und Schränken bis zu der schemenhaft durch die Dunkelheit erkennbaren Tür vor. Nach einem leichten Druck auf die eiserne Klinke schwang sie, begleitet von einem kaum hörbaren Knarren, nach außen auf.
Mit dem Kopf leicht über den Rahmen herausschauen, blickte Less aufmerksam in den langen Gang.
Keine Regung, kein Ton, nichteinmal ein schwacher Windzug war von dort zu verspüren. Alles schien ruhig zu sein.
Mit zaghaften Schritten verließ er die schützende Schwärze der Vorratskammer, nur um wieder weiter durch die Finsternis des Kastells zu schleichen, um einen Ausweg aus dieser verzwickten Situation zu finden.
Die Eingangshalle war leer, doch der stinkende Geruch dieser widerlichen Orks lag noch immer in der Luft und verpestete die komplette Umgebung. Vor ihm lagen viele winzige Splitter aus dunklem Holz, und mit leichten Strahlen fiel der Glanz der Sonne durch den Bogen des eingebrochenen Einganstores, auf das rote Pentagramm in der Mitte der Halle. Zu gerne hätte er einen Blick auf den Außenbereich des Kastells geworfen, wo vermutlich noch immer einige der schrecklichen grünen Kreaturen herumstreunten, doch wusste er nur sehr gut, dass dies seinen sofortigen Tod bedeuten könnte ... und noch war es nicht an der Zeit zu sterben...
Während er sicherheitshalber wieder die völlig schutzlose Eingangshalle verließ, suchte er den Boden vor ihm nach möglichen Spuren der Orks ab, scheinbar waren sie noch nicht tief in das Innere des Kastells eingedrungen, denn Nichts deutete hier auf ihre Anwesenheit hin.
Less merkte, abgelenkt von dem Versuch, weiter nach Hinweisen zu suchen, nicht, wie er sich langsamen Schrittes immer weiter auf eine kalte steinerne Treppe zubewegte. Düsteres Licht drang von dort hinauf, und doch vermittelte es ihm ein Gefühl der Hoffnung, als er auf den schwachen Schimmer herabblickte. Unsicher sah er sich nach allen Seiten um, als tiefer in die Schwärze des Kellers eindrang.
Lediglich ein paar wenige Kerzen schenkten der Umgebung hier ein bisschen ihres geheimnisvollen
Glanzes. Keinerlei Fenster waren an den, wie auch in den übrigen Geschossen mit mystischen Gemälden verzierten Wänden, zu erkennen, einzig und alleine das leichte Flackern der Flammen stach aus der Dunkelheit heraus.Kalte ausdruckslose Marmorplatten schmückten den Boden, den Less, mit einem seltsamen Ausdruck in seinen dunklen Augen, langsam entlangschritt. Unbewusst berührte er kurz den goldenen Dolch, welcher fest an den Gürtel seiner Robe angebracht war. Ein kurzes Gefühl der Sicherheit durchströmte seinen Körper und gab ihm wieder neue Kraft.
Während er sich mit einer schwungvollen Bewegung den feuchten Schweiß von seiner Stirn abwischte, drang er immer tiefer in die geheimnisvollen Katakomben vor...
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| 21.06.2003 22:19 | #306 |
| HoraXeduS |
Den drei Magiern, die in der immergrünen Esche ausharrten, war die Abwesenheit der Orks nicht entgangen. Zwar konnten sie von ihren Verstecken in der Baumkrone aus nicht bis in die Eingangshalle blicken, doch war es deutlich zu spüren, dass die feindlcih gesinnten Geschöpfe die Mauern des Kastelle verlassen hatten. Es war, als atme das Gemäuer kurz auf.
"Das ist mir nicht geheuer." brummte Horaxedus und liess sich langsam den Baum hinunter auf den Boden des Innenhofes gleiten. Dann ging er zu Pforte, die den Innenhof vom Kastell trennte und betrachtete die in der späten Nacht noch errichtete Falle: Noch immer brannte das Öl über dem Tor, wenngleich die dunkle Flamme nur schwer zu erkennen war.
Der Schwarzmagier griff nach oben, um einen der beiden brennenden Töpfe von der Tür zu nehmen, doch verbrannte er sich augenblicklich einen Daumen. "Verdammt! Ist das heiss!"
Den Stoff seiner Robe als Topflappen verwendet, hatte er dann jedoch schnell beide Töpfe auf den Boden neben die Pforte gestellt. Unter Einsatz verschiedenster Techniken gelang es dem Glasmacher schliesslich auch, den Ölbrand zu löschen, ohne sich die Robe zu verbrennen.
Nun konnte man die Brandtöpfe noch benutzen und trotzdem erstmal durch die Pforte wieder das Kastell betreten, wovon Horaxedus auch sogleich Gebrauch machte.
Der Schwarzmagier stapfte schnurstracks in die Küche, wo er in der vergangenen Nacht bereits die Zutaten für die Öltöpfe besorgen konnte. Da lagen doch diese beiden Fässer, unordentlich hingeworfen, als ob die Dämonen sie gerade zu entsorgen gedachten, als sie ihren plötzlichen Aufbruch offenbar etwas überstürzt angetreten hatten. Horaxedus packte das grössere der beiden Fässer und rollte es gekantet aus der Küche, dann -einer holperigen Walze gleich- den Korridor entlang, bis er es schliesslich in seine Werkstatt kippte und direkt links hinter der Tür zum stehen brachte. Der Deckel liess sich öffnen. Mühselig prokelte Horaxedus mit Xions Degen ein weiteres Loch in die Wand des Fasses, dann schob er es hinter der Eingangstüre fest an die Mauer.
Der Glasmacher verliess seine Werkstatt, schloss die Tür hinter sich und ging weiter, den Korridor entlang, um zu schauen, ob hier, in den hinteren Winkeln des Kastells noch etwas zu erledigen sei.
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| 22.06.2003 00:45 | #307 |
| Arctus |
Löslich wie ein Schwall Wasser, erodierte der kastriert zu scheinende Typ vom Baum, kräuselte die hadernden Wolken des greuslich brennenden Beulentopfes, entledigte sich seiner Ärmel, den vor Hitze Keuschenden Griff zu fassen, diesen Blasenerzeuger samt Körper, mit Xardaischer Eleganz aus dem Hof im Inneren zu schaffen.
Des Jungen Ast drohte zu zerbarsten, unter den trübseeligen hasserfüllten Gedanken, weshalb das Schicksaal mit kalten Schweiß die Hände umglättete und den Besitzer zu Fall brachte. Auf hartem Gras landend, machten sich alte Verletzungen bemerkbar, schürften unangenehm unter der Haut und brachten einen Kratzanfall mit sich.
Dreckiger Regen schändete die Haut der Grünlinge außerhalb der dunklen Mauern, setze Schlamm am Boden ab und brachte Missgeburten zu Fall. Genau wie den kleinen Jungen.
Arctus schluckte, den Steine schienen ihm den Atem zu nehmen. Ein Weiterer fiel vom Baum, doch auf die Füße, mehr Eleganz mit sich bringend. „Alles in Ordnung Arctus“, es ihn verließe, worauf ein Nicken den Dialog schließe.
Aufgeschürfte Knie sich wieder in Kniehöhe befanden, zertrümmert anfühlende Köpfe, sich wieder in Kopfhöhe befanden und atmungsunfähige Rippen, sich auf Rippenhöhe vergnügten, machten die Hände ihre eigene Höhe klar, waren sie nicht gebunden an die Höhenvorschrift. Denn eine sich am Kopf den Weg durchs Haar kämpfend, die andere sich den schmerzenden Rücken haltend, befanden sie sich auf Mittel und Oberschicht. Wollten sie in die Unterste der Untersten schichten, hätte die Oberschicht nach Mittelschicht rücken müssen und die Mittel nach Unter, was beide nicht wollten und die vogelfreien Hände auch nicht.
„Mir geht’s gut!“, versuchte des Jungen Drang den Magus namens Shark zu beruhigen. „Lass uns nach dem Wirrkopf suchen gehen! Ist der immer so blöd?“ Blitzartige rote Äderchen gruben sich durch die weiße Augenhaut, gaben den Pupillen einen Ausdruck der Wahnsinnigkeit, welche sich in zittrige Laute übertrug, krasse raue Stimme, immer mehr vom Herzen hoch schießend, „das ist mein Freund“, kreischend. Wellen schwappten rückwärts, ließen sich aufpustende Adern wieder zurück pusten und legte einen Schein der Weisheit auf Gemüht und Antlitz.
„Egal ... lass ihn uns suchen gehen!“, lümmelte es hoch her ochsend aus garnfrischen Kehlen ...
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| 22.06.2003 02:02 | #308 |
| HoraXeduS |
Rot wie Blut, doch Prosa.
Nicht Früchte des reichen Bodens rund um Khorinis erleuchteten des Glasmachers Augen, gar seine Seele. Nicht toter, warmer Saft dahingeschiedener Kreaturen auf dem Feld der Ehre, nicht etwa bestellt von Onars Schergen, allenfalls von echten Kämpfern, der Ehre des Königs zugetan, verwelkt, verrottet im Kampfe stählerner Zungen. Doch längst nicht schlimmes, glutvereintes Feuer, nicht Tuch verehrt dem toten Stier. Nicht Untergang, nicht Sonne. Nichts weiter.
Weiss wie Schnee, doch Poesie.
Nicht Strahlen einer blutgeweihten Klinge, nicht Federn ausgezehrten Huhns. Nicht Wolle wonnig runder Schafe, nicht Schaum auf mittelblondem Grund. Kein Zucken laut vernomm'ner Lichter, kein Schädel und erst recht kein' Kund, längst glorreich fast verlor'ner Schlachten. Schon gar nicht erst der Jungfrau oberstädt'scher Trachten. Nichts dergleichen.
Schwarz wie Ebenholz, doch Erkenntnis.
Nicht Tod, genommen von den Hunden, schon überhaupt kein Dunkel einer ruhigen Nacht. Nicht Ränder eines Söldners Finger, nicht Gardengräber und längst schon überhaupt nicht gar die dunkle Seite einer fremden Macht.
Schneewittchen, wollt der Magier denken, doch trügte ihn der Scheine nicht, vermochte er es auch zu sehen, sein Auge galt dem blassen Wicht.
"Ach Du bist's, Arctus."
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| 22.06.2003 02:35 | #309 |
| Arctus |
Verschwommene Stille, kreiste sich in Worten des Ansprechens einer Person, dessen Inhalt klar auf menschlich flutschig- glibrig zu schätzen war. Lallend, nein, fast spuckend kündeten diese Worte von der feuchtfröhlichen Wahrheit der Gefragtheit an.
„Ach du bists Arctus“
Trollpatschig plumper Blässer des durchsichtigen, scheinbar verzerrenden Materials, das verschlingend das Licht in sich sog, um es anderweitig auszukotzen, in Tüftelfarben homoerecktus, klosig widerspenstig, verdammt bunt! Blauäugigkeit kann des Betrachters stark in die Seele steigen, wenn man zu lang dem Tiefenrausch erliegt, immer tiefer eindringen will und sich dann hinter einem die Lieder schließen und schrecklich schiefe Geigentöne von sich geben, den Eingeschlossenen zur Verzweiflung bringend, der am Kratzen der Augeninnenwände sich versucht, doch nur selbst von allen Seiten der Durchdringlichkeit eines Glases erliegt.
Arctus öffnete die Augen wieder.
Diese hinterließen den kalten Geist, der den Körper mit auf unter sechs und dreißig Grad zieht, somit Gänsehaut und Schütteleinlagen heraufbeschwört und dem Gegenüber klar macht, mir ist kalt! Wenn der Gegenüberliegende jedoch die Ursache all der Kälte zu seien vermag, nützen die Geesten des Leidens nicht, denn sie zaubern nur weitere Angriffe der Ausdrücke hervor, wie die sich wellende Haut, horizontal zum Boden verlaufend und schließlich Vertikal zu einem Lachen formend, spitze Blitze hervorbringt, die einem Regen der schuppenweißen Schneeflocken gleichen. Schlitzige Schlitze schlitzen sich schlitzartig in die zu Schlitz geformten Augen, brachten kleine funkelnde Sterne hervor, dem gegenüberliegenden ins Hirn pflanzend und sagend,
„Ja, ich bins“
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| 23.06.2003 01:57 | #310 |
| HoraXeduS |
Es wurde Horaxedus zu bunt mit diesem Jüngling. Der Freundlichkeiten waren genug ausgetauscht. Arctus wusste, worum es hier ging und wenn er es vorzog im Kastell umherzulaufen, dann tat er zumindest gut daran, es mit shark zu tun. Der Glasmacher verabschiedete sich mit einer flüchtigen Handbewegung von den beiden, er hatte noch zu tun.
Zügig huschte der Magier durch die Gänge des Kastells ins Refektorium. Auf einigen der Tische lag noch schmutziges Besteck, welches Horaxedus flink einsammelte.
Nun eilte der Schwarzmagier die Treppe hinauf in das Stockwerk, in dem sich sein Zimmer befand. Als er dieses erreichte, trat er ein und liess seinen Blick durch den Raum schweifen. Beim Anblick des alten Sekretärs schmunzelte er kurz, trat dann hinüber, zog eine Schublade nach der anderen auf und füllte sich die eingenähte Tasche mit Kreide, Kerze, Garn und einigem weiteren Kleinkram, den sonst niemand wirklich mit sich herumtragen würde, ausser vielleicht den Hohen Damen aus der Oberstadt, um ihre kleinen Handtäschchen damit zu füllen.
Alsdann kniete Horaxedus neben seinem Bett nieder und kroch unter die Matratze. Hier zückte er die Mitbringsel aus dem Refektorium und eins, zwei, drei, vier Fleischmesser wurden am Kopfende durch die Schlafunterlage getrieben. Der Magier schob die Klingen so tief durch die Matratze, dass sie oben durch das Laken wieder hervordrangen. Dann erst griff er zum grossen Tranchiermesser und bohrte es eine knappe Elle entfernt von unten nach oben, doch achtete er bei dieser Klinge darauf, dass sie das Laken nicht etwa durchbohrte, sondern hauchdünn darunter zu warten begann.
Horaxedus holte nun aus seinem Schrank Leinentücher und Bücher, beides stapelte er unter dem Bett, und zwar genau so hoch, dass die Messer fest abgestützt waren. Schliesslich rappelte er sich wieder hoch und schüttelte sein watteweiches Kopfkissen auf, welches er mit leichter Hand einladend auf den vier Klingen der Fleischmesser drapierte.
Endlich öffnete Horaxedus sein Fenster. Bezaubert sah er eine Weile den Fliegen zu, wie sie den halbzerstörten Moleratkadaver in Massen umkreisten. "Ihr kommt mal mit", freute sich der Magier mit verzückten Blick, als er den Tierleichnam samt Hunderten von summenden Begleitern in einem frischen Bettbezug versenkte, den wiederum sein Schrank parat gehalten hatte.
Den summenden Sack bereits auf dem Rücken, fiel der Blick des Glasmachers im Hinausgehen noch auf den großen Spiegel, mit dem er schon die eine oder andere eitle Schlacht gefochten hatte. "Nicht schlecht", brummte der Magier, als er nun sein stattliches Abbild zu Gesicht bekam. Dann packte er den mannshohen Blender vorsichtig am Rahmen und schleppte auch ihn mit aus dem Zimmer.
Ein letztes Mal die Treppe hinab schritt der Magier zügig in seine Werkstatt, wo er den Kadaverbeutel in seinen Ofen legte und diesen verschloss. Sogleich verliess der Glasmacher den Raum und ging die Korridore entlang bis er wieder im Innenhof angelangt war. Im hintersten, schattigen Winkel legte er den Spiegel mit der Rückseite nach oben auf die Erde, direkt an der Mauer des Kastells. Dann trat Horaxedus einige Schritte zurück. Es war gut: Wenn man nicht wusste, dass da etwas lag, dann lag dort auch nichts.
Nach getaner Arbeit schritt der Magier noch einmal entspannt in die Küche, nahm einen fast vollen Rotweinkrug vom Regal und wartete dann an der Pforte zum Innenhof, neben den Öltöpfen, auf shark. "Naja, meinetwegen auch auf Arctus" brummte der Schwarzmagier und nahm einen tiefen Schluck aus dem Krug.
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| 23.06.2003 04:44 | #311 |
| Hosh Dhar’Khor |
Die dumpfen Kriegstrommeln der Okrarmee begannen zu schlagen. Langsam und regelmäßig. Die Kämpfer waren aufgebrochen. Im Schutze der Dunkelheit marschierten sie, wenn nicht schweigend so doch immerhin recht ruhig zum Weg, der sich den Berg hoch zum Tor des Kastells schlängelte. Weit oben vor ihnen gähnte im dunkelgrau der Nacht, in der der schwarze Steinklotz des Kastells sich für die Augen der Orks heraushob noch einmal eine absolut schwarze Stelle: Das Loch, welches vordem vom nun zerstörten Tor zugedeckt worden war.Die Truppen nahmen ihre Aufstellung ein. Hier und da klirrte eine Waffe oder ein Rüstungsteil in der Dunkelheit. An anderer Stelle blinkte Eisen oder der geschliffene Stahl eines gezogenen Schwertes oder einer über die Schulter gelegten Stachelkeule. Neben jeder Einheit wehten die Kriegsbanner der Orks über den Kämpfern und blähten sich im Nachtwind. Der Stoff schlug hin und wieder gedämpft gegen die Stangen. Hosh Dhar'Khor schaute befriedigt über seine Einheit hinweg. Sie waren gut gerüstet für den Kampf. Eingentlich schon zu gut. Was hatte der Spähtrupp berichtet? Es gab fast gar niemanden in diesem Gebäude? Wozu machten sie sich dann die Mühe und belagerten es erst tagelang, ehe der Angriff begann? Der Krieger spuckte aus. Wenn es nach ihm gegangen wäre, wäre er einfach reingestürmt mit der gesamten Streitmacht und hätte alle Feinde Hordokh geopfert, derer er habhaft geworden wäre. Aus ihren Schädeln hätte er einen Altar errichtet zu seinen Ehren und ihr Blut hätte er seinen Kriegern zu trinken gegeben.
Doch halt. Dort waren ja keine Kämpfer. Auf das wässrige Blut dieser Schwächlinge da oben in diesem schwarzen, hässlichen Bau konnte er verzichten. Verächtlich verzog er seine Mundwinkel und spuckte in den Staub. Langsam wurden die Kämpfer ungeduldig. Doch noch schlugen die Orktrommeln hinter ihnen im Lager. Die Schamanen hatten noch nicht das Zeichen zum Angriff gegeben. Ungeduldig scharrte hier und da ein Ork mit dem gepanzerten Fuß im Staub. Waffen rasselten, Flüche klangen durch die Dunkelheit.
Da - die Trommeln setzten aus. Das war das Zeichen zum Angriff. Die Körper der Kämpfer strafften sich. Die Krieger aller Abteilungen erhoben ihre Köpfe und die gesamte Armee der Orks stieß ihren gräßlichen Kriegsschrei aus. Wie aus einer gewaltigen Kehle brandete der Ruf durch die Nacht, schäumte empor und brandete wie eine Sturmflut an die Mauern des Kastells.
Doch dies war nicht die Sturmflut. Die wirkliche Flut kam den Berg hinaufgerannt. In Gestalt vieler grünhäutiger Kämpfer, die mit weit ausholenden Schritten den Raum zwischen sich und dem Ziel sehr schnell verkürzten, mit hoch erhobenen Waffen jeden Gegner zu erschlagen gedachten und mit pochendem Herzen die Aufregung des kommenden Kampfes genossen, ja ihm entgegendürsteten.Dies war die Flut. Das Kriegsgeschrei war lediglich der erste Windstoß eines Sturmes gewesen, der nun über das Kastell, das verlassen und allein auf der steinigen Spitze des kahlen Berges stand, aufzog und sich in wenigen Augenblicken entladen würde. Verlassen war es, verlassen von dem Schutz durch die Dämonen Beliars, verlassen von der Aura der Unantastbarkeit. Doch nicht verlassen von ein paar unglücklichen Menschen, die nun hilflos der Sturmflut entgegensehen mußten, die bald über sie hinwegfegen würde und schlußendlich über ihnen zusammenschlagen würde. Danach würde sich alels wieder beruhigen und wenn das Orkheer abgezogen sein würde, würden nur noch einige verbrannte Mauerreste davon zeugen, daß hier einst ein Gebäude stand.
Schreiend rannten die Kämpfer nach vorne, den Berg hinauf. Die ersten waren am Gebäude angekommen. Doch da keinerlei Fenster oder Türen die Außenhaut des Baues durchdrang, waren sie alle auf den einen bekannten Eingang beschränkt. Unzählige Füße traten auf die Reste des Tores, das nun entgültig unter der Last der gepanzerten Kämpfer zerbrach. Krachend gab das Holz nach und zersplitterte geräuschvoll. Zornig drängten sich die Kämpfer alle durch den für diese Armee zu schmalen Gang ins Innere des Kastells. Wie riesige Ameisen fluteten sie in die Eingangshalle, sammelten sich auf dem Pentagramm, wurden von den nachrückenden Kriegern weiter geschoben und immer weiter nach vorne gedrängt. Es war ein seltsamer Angriff. Fast kam man sich vor, als ob es um eine dieser Verladeaktionen am Anfang eines Kriegszuges auf eine Galeere ging.Weiter ging es und immer weiter. In alle Gänge drängten die Orks und schon kam das erste Siegesgeheul auf. Kein Gegner hatte sie hier erwartet. Doch deswegen war es kein ehrenvoller Sieg. In die rufe mischten sich Wut und Enttäuschung. Kein Feind in Sicht.
"Diese räudigen Goblinhirne haben sich aus dem Staub gemacht. Feiglinge! Feiglinge!", hallte es durch die Gänge, flure und Hallen. Und immer mehr Orks nahmen die Rufe auf, so daß am Ende fast die gesamte Armee schreiend und lärmend durch das Kastell rannte.
Jetzt hatten die ersten einen großen Saal erreicht. Häßliche Bilder hingen an den Wänden. Sie wurden abgerissen und mit den Füßen getreten. Die Tische wurden umgekippt und zerhackt, die mit Schnitzwerk versehenen Stühle gegen die Wand geschleudert. Zerberstende Möbelstücke flogen den Orks um die Ohren. Holztrümmer segelten durch die Luft. Einer der Kämpfer war ganz weiß vom Staub der vielen Holzspäne. Mit einem gewaltigen Nieser befreite er sich von der Puderschicht.In der Küche rissen die Orks alles aus den Regalen, was sie fanden, die Regale gleich hinterher. Die Wut über die feigen Menschen, die sich nicht zeigten und nicht kämpften, war grenzenlos. Mehl wurde umhergestreut, Eimer miit erbsen und Linsen wurden umgeschüttet und Orks rutschten darauf aus. Andere trampelten darüber hinweg. Das Chaos war perfekt.
Die Armee war im Kastell angelangt.
"Der Saal wird das Hauptquartier." Hosh Dhar’Khor versuchte, Ordnung in die Masse aus durcheinander rennenden Orks zu bringen, sich der Energie der Zerstörung entgegenzustellen. Erfolglos.
Wütend zog er dem nächstbesten Krieger eins mit dem Schwert über - das Blut spritzte hoch - packte den nächsten an der Kehle, drückte zu – das leise Knacken des Adamsapfels war viel zu leise für den unglaublichen Lärm - und warf ihn in die Masse der durch die Tür des Saales brandenden Krieger. Dann brüllte er so laut, daß dem Unglücksraben neben ihm das Trommelfell platzte und holte mit seinem linken Arm weit aus. Und mit voller Wucht traf den nunmehr dritten Ork der gepanzerte Handrücken mitten ins Gesicht, daß durch die Stachelspitzen am Panzerhandschuh Hosh Dhar’Khors weit aufriß. Ein gräßlich anzuschauender Lappen klappte auf und gab den Blick auf die Kieferknochen des Getroffenen frei. Der woltle etwas sagen, doch dann holte ihn der Schmerz ein. Wild brüllte er auf, das herabhängende Fleisch aus seinem Gesicht verhedderte sich in seinen wild tastenden Fingern, wodurch der nur noch mehr in Panik geriet. Hosh Dhar’Khor hob das Schwert und lies es auf ihn niedersausen. Augenblicklich verstummten die Schmerzensschreie. Der restliche Lärm ließ trotzdem keine Ruhe aufkommen. Der Kopf des Orkes rollte von dannen und blieb zwischen den Trümemrn von Tischen, Bänken und Stühlen liegen. Der Körper sackte zusammen und fiel hart auf den Boden. Blut suppte in rauhen Mengen aus dem Stumpf des Halses und verwandelte den glatten Marmorboden entgültig in eine Rutschbahn.
"ICH SAGTE, HIER WIRD DAS HAUPTQUARTIER AUFGESCHLAGEN!"
Langsam bildete sich eine freie Stelle um Dhar’Khor.
"Den Müll in diese Ecke da!
Dort werden die Plätze für die Befehlshaber aufgebaut!
An die Tür Wachen!
An jede Tür Wachen!
Jeder Gang wird untersucht!
Verdächtige Bewegungen melden!
Die Treppen in der anderen Halle mit dem roten Zeichen auf dem Boden werden untersucht!
Ich will Berichte haben!"
Wie Peitschenhiebe kamen die Befehle.
"Spürt diese feigen Molerats auf. Tötet sie." Er hielt inne. Grimmig verzog der Schlächter sein Gesicht. "Nein, bringt sie mir lebend. Ich will ihnen selber das Herz rausreißen."
Er stieß noch einen Kriegsschrei aus. Die Angesprochenen erwiderten ihn und führten dann seine Befehle aus. Wenn die Schamanen kommen würden, sollten sie hier einen Platz vorfinden, der ihrer würdig war.
"Und reißt endlich diese frechen Schmierereien von den Wänden!" Die letzten Bilder der ehrwürdigen Magier wurden mit roher Gewalt abgerissen und auf einen Haufen geworfen.
"Verbrennt sie. Schlagt ein Loch in die Decke, damit der Rauch abziehen kann."Die ersten begannen, diesen Befehl in die Tat umzusetzen.
Die Orks hatten die Herrschaft über das Kastell angetreten. Jetzt bestimmten sie.
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| 23.06.2003 08:19 | #312 |
| The_Nameless |
Allmählich gewöhnten sich Less' Augen an die Dunkelheit, die ununterbrochen die dunklen Gänge der Katakomben beherrschte. Lediglich ein extrem schwacher Schein von weißem Licht durchzog einen Teil des Kellers, ohne einen erkennbaren Ursprung, er war einfach nur vorhanden um dem einsamen Menschen hier unten wenigstens ein bisschen ein Gefühl von Geborgenheit zu geben.Immer tiefer drang er in die Finsternis ein, alleine das Kratzen der Robe, die bei jedem seiner Schritte raschelnd über die kalten Marmorplatten schleifte, klang ganz leise in die weite Ferne.
Keinerlei Anzeichen von fremden Leben waren hier zu entdecken, Less schien völlig alleine in den unheimlichen und dennoch geheimnisvollen Gewölben des Kellers herumzuirren.
Nach einiger Zeit kam er entgültig vom richtigen Weg ab, ohne zu wissen, von wo er kam, und wohin er gelangen würde, folgte er weiter dem unnatürlichen schwachen Lichtschein.
Viele seltsame Türen fanden sich oftmals seitlich von ihm in den Wänden, einige ohne eine Klinke, ohne eine sichtbare Möglichkeit sie zu öffnen, wieder andere waren fest verschlossen, und jeder Versuch, ihre Schlösser zu durchbrechen scheiterte. Doch ein paar wenige von ihnen ließen sich ohne Probleme öffnen, häufig waren es grausame Kerkerräume, bei denen verrostete Ketten willenlos über dem Blutverschmierten Boden baumelten, in denen seltsame Tische und Bänke in den dunklen Ecken standen, überlagert mit scharfen und spitzen Werkzeugen, deren Verwendungszweck sich Less nicht einmal vorstellen wollte, noch war er nicht so weit...
Mit einem mulmigen Gefühl verließ er diese schrecklichen Folterkammern sofort wieder, und wenn es nur dazu diente, den, beim Anblick des eingetrockneten Blutes und den, in Tausende von Stücken zerbrochenen Knochen, aufkommenden Brechreiz zu unterdrücken. Immer wieder stellte sich ihm die Frage, was diese Opfer wohl getan hatten, weshalb sie auf solch grauenhafte Weise geschändet und gequält wurden, und mit der Zeit fand er langsam Gefallen an dem Gedanken an die vor Schmerzen schreienden Wesen, die verzweifelt nur noch um ihr mickriges wertloses Leben bettelten. Ein breites, dreckiges Grinsen erschien, begleitet von dem bekannten dunklen Glitzern seiner Augen, auf seinem Gesicht.Plötzlich drang ein ekelerregender Gestank an seine dünne Nase, der Lichtschein schien, obgleich ihn immer noch die undurchdringliche Schwärze umgab, allmählich stärker zu werden.
Eine Art Torbogen, ähnlich dem Eingang des Kastells selbst, jedoch von viel geringerer Größe, erschien vor seinen Augen. Er war nicht viel höher und breiter als die gewöhnlichen Türen des Gebäudes, doch bestand er aus massivem Stein, keinerlei Verzierung war daran zu erkennen, einzig und alleine die weißen Fugen, welche die dicken grauen Steine sicher aneinander befestigten, stachen ein wenig aus der Dunkelheit hervor.
Musternd betrachtete er das Bauwerk, den sonderbaren Gestank schon fast vergessend, tauchten seine Augen in der faszinierenden Finsternis dahinter ein.Kein Laut war von dort zu vernehmen, nur die schwache Anwesenheit des schimmernden Leuchtens schimmerte auch in diesem Gang an den Wänden.Mit langsamen Schritten drang er weiter in die unerforschte Tiefe der Katakomben ein...
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| 23.06.2003 09:30 | #313 |
| Squall_L |
Squall war gerade mit dem ersten Buch fertig als er wieder ein lautes Geschrei von mehreren Orks hörte. Er wollte sich schon die Ohren zu halten den er konnte diese grässlichen Stimmen nicht mehr ertragen. Zum Glück war er in Sicherheit und musste sich keine Sorgen machen ,denn in den Büchern fand er einige Textstellen die ihn nicht gefielen wie z.B. „Die Krieger und Schamanen der Orks sind meist in großen Gruppen oder Armeen zu finden, nur die schwächeren Späher sind manchmal allein anzutreffen.“ Also war für ihn klar, irgendwo alleine in den Gängen des Kastells würde er nicht gerne sein, denn wenn er dann immer gleich einer Gruppe Orks gegenüber stehen würde eine Flucht auch nicht viel helfen. Und da die Schreie sich gerade wieder wie ein Krieggeschrei anhörten war ihn klar das gerade nur ein kleiner Spähertrupp hier im Kastell war, aber nun wird wohl die komplette Streitmacht im Kastell sein.
Weiter ließ er das einige Ork die Menschen Sprache beherrschen da sie es in den Erzmienen im Mienental gelernt haben, als sie dort als Sklaven arbeiteten. Das verwunderte Squall vorher ließ er noch das sie dumm seien und nun erfährt er das einige die schwere Menschensprache gelernt haben, irgendwie konnten sie dann doch nicht so dumm sein ,denn Squall hatte in Khorinis einige Menschen getroffen die ganz erhebliche Schwierigkeiten mit der Sprache hatten. Squall ließ weiter in seinen Büchern und in einem Stand das es bei den Orks auch Ränge gibt und das sie nicht einfach kaotisch durcheinander lebten. Es gab die Kämpfer und die Schamanen. Die Kämpfer waren die jenigen die hervorragend mit Schwertern umgehen konnten und im Nahkampf stärker als die meisten Menschen waren. Die Schamanen waren die jenigen die das Sagen hatten sie befehligten die Truppen und entschiedne wann ein Angriff startete. Außerdem waren sie die einzigen die etwas von der Orkmagie verstunden und auch überragend in ihrer Ausführung waren.Plötzlich wurde er von Schreien aus dem Lesen gerissen er dachte nun wäre es um einen unvorsichtigen Menschen geschehen. Aber als er genauer hin hörte, hörte er das es Schreie von Orks waren. Er dachte daran das sich einige Schwarzmagier formatiert hatte und nun den Gegenangriff gegen die Orks starten würden. Squall dachte das wenn er in so kurzer Zeit 3 Schreie hörte dann würde es nicht mehr lange dauern und das Kastell wäre wieder frei von Orks und er könnte in Ruhe schlafen und die Bücher studieren. Squall wartete darauf einen weiteren schmerzverzehrten Schrei eines Orks zu hören aber er hörte keinen. Stattdessen hörte er einen wütend klingenden Schrei eines Orks es hörte sich so an als würde er von dort kommen wo die anderen Schreie auch herkamen.
Nun war er etwas verwirrt er hörte erst 3 Schmerzverzehrte Schreie und dann einen wütenden aber danach keine Geräusche eines Menschen oder eines Orks, das könnte doch nicht sein wenn dort die Schwarzmagier wären dann würde die Schlacht doch weiter gehen. Aber in den nächsten Minuten hörte er nichts mehr , dann viel ihn ein das er etwas darüber gelesen hatte das sich die Orks nur schwer unter Kontrolle habe und daher auch öfters mal einige ihrer Mitstreiter töten. Squall seine Hoffnung löste sich auf dann war es kein Gegenangriff sondern die hatten sich gegenseitig abgeschlachtet. Nun verstand Squall warum in den meisten Bücher steht sie sind dumm obwohl sie selbst Sprachen lernen können. Seine Idee das die Schwarzmagier einen Gegenangriff starteten kam ihm im nachhinein etwas zu sehr ein Wunschtraum vor ,denn wer würde sich schon einer Armee von diesen Biestern entgegenstellen wenn dann müsste man ausnutzen das man schlauer ist als sie und sich nicht auf ihr Niveau begeben und einfach nur unüberlegt in den Kampf ziehen. Squall merkte wie seine Augenlieder immer schwerer wurden aber er konnte doch jetzt nicht einschlafen also legte er erst mal die Bücher an die Seite und versuchte sich etwas mit offenen Augen auszuruhen.
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| 23.06.2003 13:25 | #314 |
| HoraXeduS |
Die dumpfen Trommeln der Orks waren als Vorboten durch das Kastell gedrungen, doch Horaxedus hatten sie keine Angst einjagen können, allenfalls eine nicht enden wollende Gäsehaut. Zu oft in seinem Leben hatten die Grünen bislang versucht, mit Ihrem Kriegsgetöse seine Knie aufzuweichen. Nurmehr längst verloren geglaubte Erinnerungen an die Orkkriege weckten sie heute noch in den emotionalen, längst auf Verdrängung bedachten Zentren des verhärteteten Glasmacher-Hirns. Heere unerfahrener Bauern. Mistforken gegen armierte Bestien. Blut. Tod.
In dem Bewusstsein, dass nur wenig Zeit verblieb bis zu einer Invasion, war Horaxedus noch ein letztes Mal ins Refektorium gerannt, um nach den beiden anderen zu suchen, shark und Arctus. Und tatsächlich, vor dem Speisesaal begegnete ihm shark, mit müdem, aber aufmerksamem Gesicht: "Sie kommen." "Wo ist Arctus?" "Ich weiss es nicht", antwortete shark, "er ist auf einmal losgerannt, den Korridor hinunter." Dass keine Zeit blieb, den Jungen zu suchen, war beiden Schwarzmagiern klar, hier half nur beten, sobald Zeit dafür war.
"Schnell!" rief Horaxedus, als er seinen Freund ins Refektorium zog. "Ein paar Stühle und Tischdecken!" shark fragte nicht, eilig griff er sich zwei Stühle und zog die Decken von einigen Tischen, Während Horaxedus die verbliebenen nicht ganz leeren Teller sowie einen Zinnbecher einsammelte. Mehr gab es nicht zu holen. Dann griff auch der Glasmacher sich einen Stuhl und beide rannten in den Innenhof des Kastells zurück, begleitet vom monotonen Klang der orkischen Trommeln.
"Die Stühle an den Brunnen." grinste Horaxedus und erfreute sich viel zu kurz am ungläubigen Gesicht seines Freundes, der jedoch einsah, dass nun wirklich nicht die Zeit für grossartige Erklärungen war. Und während shark die Stühle um den Brunnen verteilte, spannte Horaxedus die Tischtücher über den Brunnen, indem er die Teller und den Zinnbecher auf den Rand stellte. Hätte der Brunnen nicht so verdammt nach Brunnen ausgesehen, wäre das hier nun glatt als Esstisch im Freien durchgegangen.
Nur wenige Augenblicke später entzündeten die Magier die beiden Öltöpfe erneut und platzierten sie wieder auf der Pforte, die das Kastell vom Innenhof trennte. Das Tor liessen sie vorsichtshalber einen etwa Arctus-breiten und daher nur schmalen Spalt geöffnet.
Die Trommeln verstummten, als shark und Horaxedus einander gerade beim Aufstieg in die Krone der Esche helfen wollten. "Los jetzt." raunte shark, mit einem letzten Blick in Richtung Pforte.
Ein markerschütternder Aufschrei aus unzähligen Orkkehlen setzte von der anderen Seite des Kastells her an. Die Invasion hatte begonnen.
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| 23.06.2003 14:45 | #315 |
| TheRock |
Etwas seltsames war da vor sich gegangen, der Boden hatte gebebt und die Laute die zu vernehmen waren schienen hier nun wirklich fehl am Platze zu sein, gebrüll, schnaufen, getrampel und seltsame Worte, keines war dem Hohen Schwarzmagier bekannt...
Grünliches schimmerte zwischen den Bäumen hervor und bewegte sich hastig auf das Kastell zu, aus reiner Vorsicht hatte Rock sich von seinem Skelett auf einen robusten hohen Baum hiefen lassen und es dann selbst hinterhergezogen, einen kleinen Schutz musste er ja aben falls dort etwas gefährliches auf ihn zu kam.
Er hatte dort oben nicht lange gesessen, kurz nachdem er die Geräusche und die entfernten grünlichen Gestalten gesehen hatte war er sofort ins Kastell gestürmt um sich in seinem Zimmer zu rüsten, falls diese Gestalten nicht freundlich gesonnen sein sollten wollte er nicht Kampfunfähig dort stehen und sterben...Gerade als er in seinem Zimmer den Dolch, die Runen und sein Amulett angelegt hatte hörte er auch schon seltsame Stimmen und Laute, er glaubte sogar einen extremen Gestank wahr zu nehmen.
Er öffnete die Tür einen Spalt und sah dass einen kleine Kollonne Orks durch den Gang auf sein Zimmer zu kamen, wenn sie hier rein sähen und er dort sitzen bleiben würde wäre er gelifert...
Die Panik stieg in ihm hoch, was sollte er tun?
Bei einem flüchigen Blick aus seinem Fenster konnte er gerade noch Horaxedus und Shark erkennen die in der Esche saßen, wenn er dahin käme wäre er gerettet...Doch er befand sich hier nicht im Erdgeschoss... bis zur Wiese im Innenhof war es schon noch ein ganzes Stückchen...
Egal, besser halb Tot mit gebrochenen Knochen als ganz Tot mit ner Ork Axt im Kopf.
Die Schritte kamen immer näher und er spürte dass er bald Besuch bekommen würde.Er hatte so schnell er konnte einige Bettlaken aneinander gebunden um sich daran abzuseilen, als ihm eine Idee kam, wenn er einen Knochen oder Stein an das eine Ende binden könnte und das andere am Fenster befestigen würde könnte er von hier aus bis in den Baum hinabrutschen, oder sich hinabhangeln...Der Plan war schnell in die Tat umgesetzt und war bereit zur Ausführung.Ein neubeschworenes Skelett musste den Kopf lassen welcher als Gewicht für die Laken dienen sollte.
Mit aller Kraft und Konzentration warf Rock den Schädel in Richtung Baum, doch wärend dem Flug löste er sich und flog ohne die Tücher weiter.Mist!
Der Schädel flog... flog... Pock.
Oh mist
Das Flugobjekt war im Ziel angekommen, aber etwas zu genau.
Der Schädel traf Horaxedus genau am Kopf und ließ ihn fast rückwärts vom Baum fallen... nur mit größter Anstrengung blieb ihm dieses Desaster erspart.Ok, dann klettere ich also so hinab..
Das abseilen ging gut, doch was er vergaß, er kam sehr nahe an der etwas offenen Tür hinunter...
Das laute schnüffeln eines Orks hatte ihn daran erinnert..
So leise und schnell er konnte schob er sich in den Schatten in einer Kule neben der Tür, der Ork merkte wohl nichts und drehte sich wieder um... Zum Glück war der da drin und ich hier draußen...
Wie sind die hier rein gekommen??
Er rannte so schnell er konnte zu dem Baum hinüber, Shark und Horaxedus hatten ihm gewunken er solle sich beeilen und halfen ihm auf den Baum zu kommen.Er war in Sicherheit.
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| 23.06.2003 16:10 | #316 |
| HoraXeduS |
"Du Wahnsinniger!" flüsterte Horaxedus in scharfem Ton zu Rock, während er diesen gemeinsam mit shark hinauf in die Esche zog. Doch der Hohe Schwarzmagier grinste nur. Irgendwie böse sah das aus, was stimmte nur nicht mit ihm? Doch der Glasmacher kam nicht dazu, weiter darüber nachzudenken, denn Rock antwortete prompt: "Vom Ersten Stock aus konnte ich Euch sehen. Wir müssen ganz hinauf in die Spitze der Baumkrone."
Und dann geschah es. Noch während die Beine Rocks strampelnd aus dem Blätterkleid der Esche heraushingen, war zur Pforte des Innenhofes noch einmal der Ork zurückgekehrt, der soeben die Witterung des Hohen Schwarzmagiers aufgenommen hatte. Dieser war zwar des Schleichens noch nicht ganz mächtig, hatte dafür aber ein sprichwörtliches Schweineglück gehabt. Bis zu diesem Augenblick jedenfalls, in dem der stinkende grüne Krieger durch die Gitterstäbe der Pforte hindurch die Füsse des Verfolgten aus der Esche im Innenhof blitzen sah.
Sogleich hob der Ork seine Axt und setzte zu einem unglaublichen Gebrüll an, was zur Folge hatte, dass umgehend zwei weitere der durchaus riesig gebauten Kreaturen neben ihm auftauchten. Ohne innezuhalten, tobten die drei Krieger nunmehr auf den Innenhof zu, rannten und donnerten und stoben alsbald wie die Furien durch die Pforte...
Ein schier ohrenbetäubendes Geheul setzte an, als der Anführer der Gruppe versuchte, dass siedende Öl aus seinem Gesicht zu wischen. Doch das einzige, was er damit erreichte, war, dass die höllenheisse, brennende Flüssigkeit nur umso schneller seinen stellenweise fast schon aufkochenden Leib hinunterrinnen konnte. Wie besessen taumelte der quiekende, fast schon bedauernswerte Riese einige Schritte weiter in den Innenhof, eine seiner bereits rauchenden Hände immer noch in dem versenkt, was Sekunden zuvor noch sein Gesicht gewesen war, und begann mit der anderen Klaue seine riesige Waffe in immer stürmischeren Schwüngen um seinen sich stellenweise bereits aufzulösen scheinenden Körper zu wirbeln.
Der unauffälligste, hinterste aus der Dreier-Gruppe der Orks hatte keine wirkliche Chance gehabt, auch etwas von dem siedenden Öl abzubekommen, denn sein Anführer hatte offenbar alle herabstürzenden Töpfe bereits für sich beansprucht. Doch konnte er dafür umso besser verfolgen, wie dieser mit seiner wild um sich geschleuderten Axt blind vor Brand und Wut den zweiten Ork des Trupps zu Boden riss. Jener nämlich hatte entsetzt innegehalten, als das Feuer sich über den Vordersten ergoss und war sogleich darum bemüht, die weniger schwerwiegenden Verbrennungen, die für ihn selbst noch übrig geblieben waren, durch herzhaftes Abklopfen seines ganzen Leibes mit den eigenen Händen zu Ersticken. Doch wurden seine sorgsamen Bemühungen durch die Axt seines Anführer im Kopf nun abrupt und endgültig überflüssig.
Ein letzter, schmerzverzerrter Schrei und auch der Verbrannte sank schliesslich zu Boden und fand seinen Frieden. Der letzte der drei Orkkrieger aber, bis zu diesem Zeitpunkt völlig gelähmt und fasziniert von dem grausamen Schauspiel, das sich ihm soeben dargeboten hatte, wandte sich nunmehr dem Kadaver des Gruppenführers zu und riss ihm das Amulett vom Hals. Hiermit trommelte er zweimal kräftig auf seine Brust und stiess einen dumpfen, kurzen Schrei aus. Endlich aber trat der Ork zurück an die Pforte und tat, den Blick in Richtung Eingangshalle gerichtet, wozu er hier war: Er hielt Wache.
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| 23.06.2003 17:53 | #317 |
| Hosh Dhar’Khor |
"Was habt ihr über die Treppen herausgefunden?"
Hosh Dhar'Khor war ungeduldig. Die Sache mit dem Loch in der Decke machte ihm zu schaffen.
"Also es sind ganz normale Treppen.", meinte der Anführer des Trupps."Mit Stufen", fügte ein anderer Ork hinzu.
"Und Geländer", ließ sich ein dritter vernehmen.
"Ihr Idioten mit dem Auffassungsvermögen bon Bushabas. Ihr sollte rausfinden, wohin die Treppen führen. Das es Treppen sind, weiß ich auch."Dhar'Khors Faust traf auf einen stehengelassenen Tisch. Ein lauter Rums hallte durch den Saal, gefolgt von einem leiseren Knacken. Die schwere Tischplatte hatte wohl einen Knacks bekommen.
"Geht mir aus den Augen." Hosh Dhar'Khor war wütend. Ein Zustand, der bei ihm fast als normal zu bezeichnen war.
"Halt. Nochwas: Irgendwelche ungewöhnlichen Vorkommnisse?"
Der Anführer des Orktrupps blieb noch einmal stehen und drehte sich um. Vorhin... am Tor..."
"An welchem Tor?" Dhar'Khors Nüstern blähten sich auf, als er hörbar die Luft einsog.
"An dem Tor, das aus dem Kastell auf der anderen Seite wieder herausführt.""Es gibt dort noch ein Tor? Warum hat mir das keiner berichtet? Hinaus!"Die Patroullie machte, daß sie weg kam. Zurück zu den Treppen.
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| 23.06.2003 18:17 | #318 |
| Gush’Pak Lorak |
Unterwegs schloß sich ihnen Pak Lorak an.
"Wohin wollt ihr?"
"Die Treppen untersuchen."
"Gibts da Feinde?"
"Vielleicht?"
"Ich komme mit!"
Und er rannte mit donnernden Schritten hinter den Kriegern her, bis sie in der Eingangshalle angekommen waren.
"Wo sind denn die Feinde? Ich will ein paar erschlagen."
Der Krieger zeigte nach oben. "Da hinauf. Da oben sind sie und verstecken sich."Gush'Pak Lorak rannte los, die steinernen Stufen der Wendeltreppe hinauf. Bald war er aus dem Sichtfeld der anderen Orks verschwunden. Die Treppe endete. Ein Gang schloß sich an. Er war gar nicht lang. Am Ende war eine Tür mit mächtigen Verzierungen. Da mußte eine Schatzkammer sein. Der Krieger rannte los.Doch was war das. Der Gang war doch länger, als angenommen. Immer schneller rannte Pak Lorak, machte, einen gewaltigen Schritt nach dem anderen, doch er kam der Tür nicht näher. Er schaute kurz über die Schulter. Wieviel des Wegs hatte er denn schon zurückgelegt? Überrascht blieb er stehen. Die Treppe war ja noch ganz nah. Was war das für eine Teufelei? Nein, er mußte sich täuschen, er mußte nur schneller rennen, dann würde er auch die Tür erreichen. Ja, das war es. Das wäre doch gelacht, einen Gush'Pak Lorak machte soetwas nicht fertig. Die gewaltigen Lungen füllten sich erneut mit Luft und er nahm seinen Lauf wieder auf. War er nicht eben der Tür am Ende des Ganges chon etwas näher gekommen.Und so rannte er Weiter, macvhte Schritt um Schrit gut. Der Gang mußte eben doch länger sein, als angenommen. Aber irgendwann hatte er ein Ende. Und er würde es erreichen.
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| 23.06.2003 18:51 | #319 |
| shark1259 |
Verwundert und nun auch wieder geistig wenigstens annähernd wach sah shark zu den zwei Gefährten. Sie lebten tatsächlich noch, doch wie lange noch. Dieser eine Ork machte ihm sorgen, er war zurückgelangt und würde mit sicherheit Bericht erstatten. Und das war dann wahrscheinlich ihr Todesurteil. Doch diese Angst wollte shark nicht offen darlegen, obwohl er ahnte, nein eigentlich wusste er, dass sowohl Rock als auch Horax die gleichen Sorgen plagten. Anstatt hier jetzt Angst zu haben klopfte shark Horax aufmunternd auf die Schulter, und sprach ein Lobenswort. Der Einfall war wirklich gut durchdacht gewesen. Sogar ein kleines misslungenes Grinsen brachte er hervor.
"Wir kommen hier schon heil raus, macht euch keine Sorgen."
shark wusste nicht wieso, doch diese Worte waren vollkommen ernst gemeint gewesen. Er glaubte irgendwie daran, dass er hier noch lebend herauskommen würde. Er hatte schon so viel miterlebt und noch immer Stand er hier aufrecht und kämpfte. Kämpfte um das Leben seiner Freunde, um das seine und auch um das Kastell. Es war wie sein zu hause geworden. Nein, falsch. Es WAR sein zu hause. Nirgendwo anders konnte er so abschalten wie hier, nicht einmal mehr an dem Ort an dem er groß geworden war.
Irgendetwas tupfte shark auf die Schulter, dann auf die Nase, dann auf die Hand.
Einen kurzen Blick nach oben durch die unzähligen Blätter der Esche genügte und er sah den düstersten Himmel den er seit langen, langen Zeiten gesehen hatte. Überhaupt hatte erst einmal soetwas gesehen. Ob dies Zufall war?Und der Regen begann zu fallen.
Es würde kalt werden, sehr kalt. Wenn sie erst einmal nass waren und die Nacht kommen würde, würde es sehr sehr schwer werden hier draußen das Leben aufrecht zu erhalten.
Unruhig fuhr sich shark mit dem Finger über seine Robe und tastete nach dem auf seinem Brustkorb liegendem Amulett. Es hatte so eine beruhigende Wirkung und doch fuhr ihm ein Schauer über den Rücken als er es erfasst hatte. shark sah auf und blickte genau in fragende Augen. Es waren die seines Freundes Horax, welcher ihn wahrscheinlich schon seit ein paar Momenten angesehen hatte. Auf der Stelle zuckte shark mit der Hand zurück. Er wollte nicht, das jemand von dem Amulett erfuhr. Es war sein eigen und das sollte es auch bleiben und niemand sollte ihm neidisch werden, niemand sollte es erfahren. Niemand.
shark blickte weg, er konnte den Blick irgendwie nicht mehr standhalten. Schnell murmelte er etwas von Kratzen und Insekten stichen und wandte sich dann vollends mit dem Körper ab. Hoffentlich hatte er nicht verdacht geschöpft.
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| 23.06.2003 20:18 | #320 |
| Arctus |
Laute kratzende, schiebende Geräusche drangen aus dem Labor Oiliries. Arctus, der kleine Junge von Nebenan, hantierte in den endlos nach oben reichenden Regalen herum, eiligst auf der Suche seiend, nach einem bestimmten, wichtigen Behältnis, dass das Herz des Magiers Rock beinhaltete. Flureszierende Farben, eingefrorene Körperteile, lebendige Tiere, alles war zu finden, nur nicht der Glasbehälter mit dem verdammten Herz.
„Zur Hölle damit!“, puffte es aus Arctus heraus, der sich abwand und zur Tür hinaus gehen wollte.
Ein leises klacken von Metall, schwerer Atem und schweißige Luft näherten sich ihm, bogen um die nächste Ecke. Grün schimmernde Haut trat aus der Dunkelheit hervor, stach sich in die tiefblauen Augen des Jungen. „EIN ORK“, zischte er förmlich heraus und floh wieder ins Labor des Magiers.
Dreckige, leicht abgekaute Fingernägel kamen am Türrahmen zum Vorschein, brachten dicke fettig behaarte Finger mit sich und schließlich eine hässliche Orksfratze, dessen Mitte, die Nase, wohl der Ursprung aller Hässlichkeit zu seien schien. Nasenlöcher, so groß wie Mülleimer, so behaart wie Wargs und so ekelhaft bepopelt wie ... wie eine Orknase, waren des Ekels Namensgeber. Luft sog hinein, ließ die Härchen sich im Wind wiegen und einen tieferen Einblick in die tiefen der Nasenhöhle geben. Mit scharfen Blicke konnte man am Ende nahezu das schmale Hirn sehen, wie es waberte und irgendwelche Geruchseindrücke zu Informationen verarbeitete. Da gab es zahlreiche Dinge! Von Spinnen an den obersten Ecken, über vermoderte Harphyen, bis zu Menschenfleisch. Menschenfleisch?
Der Ork trat ein, langsam und vorsichtig, die Waffe im Anschlag tastete er sich Zentimeter für Zentimeter voran, versuchte die Dunkelheit zu durchblicken. Nur eine kleine Kerze erhellte den Raum, flackerte hin und her, durch den Atem des Orks, und schien Welten aus Schatten zu bewegen. Das Untier war mittlerweile um den Seziertisch geschlichen und verhaarte nun in Stille, um auch nur jegliche kleinste Geräusche zu erhaschen.
KRACH!
Ein Glas viel zu Boden, zersplitterte in tausende kleine Stückchen und breitet sich auf dem Boden aus.
Erschrocken vor der so in voller Konzentration seiende Ork herum, blickte hektisch von der einen zur anderen Ecke des Raumes, fand jedoch nichts. Nur das reflektierende Licht an den Splittern mochten seine Augen zu sehen. Knirschend setze er einen Fuß auf das Glas, das unter dem riesigen Gewicht nun vollends zu Staub zu zerfallen mochte. Ein letzter beunruhigender Aufblick, der noch einmal alles Musterte, dann eine Schulterzucken, unter dem die grässliche Achselbehaarung zum Vorschein kam. Unverständliche Laute folgten, dann wandte der Ork sich ab.
Wie vom Blitze getroffen hielt der Ork inne. Wieder diese Witterung. Fleisch! MENSCHENFLEISCH! „Direkt hinter mir!“ Sich umdrehend und hastig die Waffe emporhebend, sah er einen kleinen blasen Jungen, tränenübersät, Augen in tiefe Schatten gelegt, die Hände hinter dem Rücken verschränkt und bestialisch lachend.
Der Ork taumelte ein paar Schritte erschrocken zurück. Ein normaler Mensch würde seinen derzeitigen Herzrhythmus wohl nicht überleben. Schnell hob und sank der Brustkorb, überspannt mit grüner Haut, sich, durch den deutlich kräftige Schläge eines noch viel kräftigeren Muskels zu sehen waren. Schweiß perlte langsam über die Schwarzen buschigen Augenbrauen und geriet in die Augen, die wie gebannt auf das dämonische Abbild vor sich starrten.
Plötzlich brüllte es durch die Gänge, irgendetwas musste passiert sein. Der Ork wurde panisch, sah abwechselnd auf den Gang und den Jungen, in seiner zerfetzen Robe. Er musste handeln! Und zwar jetzt! Lebend sollte er die Menschen bringen, also würde er es auch tun.
Mit zwei gewaltigen Sätzen stand er vor dem Jungen, der sich noch immer nicht bewegte, nur starr und voller Bosheit auf das Ungetüm vor sich gierte. Die mit brechlich grauen Fingernägeln bespickte Hand des Orks nährte sich dem Kragen des Jungen, schnellte nach vorne und wurde, ehe sich der Ork versah, abgetrennt vom restlichen Körper.
Der Junge Magus hatte blitzschnell ein Seziermesser hervorgeholt und es walten lassen.
Gesichtsmuskeln spannten sich an, machten die hässliche Visage zu einem verkrüppelten Ball aus Fasern, das brechend Geräusche von sich gab. Gewaltige Backenzähne trafen aufeinander, lösten für sich, kleine Tektonische Prozesse aus und ließen Zähne zersplittern.
Der Junge hingegen zögerte keinen weiteren Augenblick, stieß das Messer tief in den Hals des Grünlings. Blut spritze hervor, besudelte alles im Umkreis von zwei Schritten. Röchelnd fuhr das Biest zu Boden, sah angsterfüllt in die Augen des Jungen.
Er sah nun wer er war! Der Junge, Vertreter des Gottes Beliar, herrschend über Tod und Leit.
Fanatisch glühten die blauen Augen ein weiteres mal auf, gaben dem Ork den letzten Stoß, nur ein wehleidiger Todesschrei entglitt ihm noch, der hallend durch alle Gemäuer fliehen musste. Arctus trat zu, der Orkkörper flog um und ließ die noch nicht einmal benutzte Waffe fallen.
Schmale Finger umfassten den Griff, zogen daran, merkten jedoch, dass diese Art des Kampfes nicht für sie geschaffen war. Die Orkwaffe war zu schwer, das Arctus sie hätte führen könne. Doch durch den nun am Boden entlanggleitenden Blich sah der Magus nun das, wonach er gesucht hatte. Rocks Herz schlummerte unter dem Seziertisch vor sich hin.
„Hab ich dich!“, sprach Arctus, nahm das Gefäß und stieg über den Ork.Noch bevor die entsetzten Freunde des Orks herbeieilten, war Arctus verschwunden.
Die Dunkelheit war sein Freund ...
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| 23.06.2003 20:58 | #321 |
| HoraXeduS |
Als dunkle Wolken über dem Kastell aufzogen und die ersten Tropfen kalten Regens auf die Esche und ihre Bewohner herabfielen, schaute Horaxedus nach oben, um ein Stück vom dunklen Himmel ausmachen zu können. Sonderbar. So lange er zurückdenken konnte, war es hier im Innenhof des Kastells immer mild und trocken, doch nun? Schwarze Wolken überschatteten das heimische Gemäuer, würden bald dem Baum, in dem die verbliebenen Bewohner des Kastells stumm verharrten, über Gebühr belasten und unter Sturm und Regen dann würde sich das Schicksal des Zirkels vollenden.
Nein! Horaxedus hatte genug von diesen weinerlichen Gedanken. Was war nur mit ihm los? Die Orks waren in der Übermacht, es gab keine ernstzunehmende Wahrscheinlichkeit, dass ein Häufchen Magier sie aus dem Kastell vertreiben konnte. Aber das war noch lange kein Grund, den grünen Hurensöhnen das Feld kampflos zu überlassen.
Der Glasmache wagte einen Blick durch das Blätterkleid der Esche hinaus zu der Orkwache, welche dort an de Pforte stand und nur darauf zu warten schien, dem nächsten vorbeikommenden Kameraden auf den Bauch zu binden, dass er von zweibeinigen Baumbewohnern wusste. Die Befürchtung, dass die Wache petzen würde, teilte Horaxedus also mit shark, und die Gelegenheit war günstig, etwas dagegen zu unternehmen. Die dunklen Wolken überschatteten den Innenhof am frühen Abend bereits dergestalt, dass die Sicht eines Menschen spürbar eingeschränkt war. Warum nicht auch die eines Orks?
Und so dauerte es nicht lange, bis eine tapfere, dicke aber untote Blutfliege über der Orkwache brummte und sogleich deren ungeteilte Aufmerksamkeit erhielt. Horaxedus konnte die Gedanken der Wache nicht lesen, doch er kannte Orks schon lange. Dieser hier wunderte sich offenbar darüber, dass sein neues Trainingsspeilzeug immer wieder und wieder unter dem Dach über dem runden Esstisch herflog. Ringsherum kreiste die Fliege und wieder hin und her, immer unter dem Dach des Esstischs her.
Der Ork war nicht dumm. Bevor er das bewegliche Tier ausschalten wollte, beobachtete er genau dessen Flugbahn und prägte sie sich ein. Nach einer kurzen aber scharfen Analyse hatte er sich folgendes gemerkt: Ringsherum kreiste die Fliege und wieder hin und her, immer unter dem Dach des Esstischs her. Und wieder. Und immer wieder.
Dann, ganz plötzlich, offenbar hatte das einfältige Orkgehirn seine Analyse erfolgreich beendet...
...sprang der Ork in den Brunnen und schlug erst tief unten auf.
"Schade um das schöne Tischtuch." murmelte Horaxedus, und seine Augen funkelten.
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| 23.06.2003 21:12 | #322 |
| The_Nameless |
Der Bereich des Kellers, der nun genau vor ihm lag, wurde beherrscht von einer seltsamen Atmosphäre, tiefe Bosheit und Gefahr lag in der Luft. Einige, auf Fackeln, die, obwohl sie mit ziemlicher Sicherheit niemand in vergangenen Zeiten entzunden oder gar ausgewechselt hatte, noch immer an den Wänden hangen, brannten leicht schwankend in der Dunkelheit vor sich hin. Ein düsteres Flackern warf viele sonderbare, und dennoch faszinierende Schatten auf die aus vielen aufeinandergesetzten unförmigen Steinen bestehenden grauen Wände, die an einigen Stellen wahrhaftig aussahen, als würden sie im nächsten Moment völlig in sich zusammenbrechen.
Wie gebannt blickte Less auf das wundersame Schauspiel, vergaß für einen Augenblick sogar, in welch verzwickter Situation er sich momentan befand, alleine in einem finsteren Gang, welcher quer durch ein größtenteils unerforschtes Gewölbe führte, ohne zu wissen, was ihn erwartete, ohne zu wissen was er tun sollte.
Kopfschüttelnd wandte er sich von den flimmernden Schatten ab, es schien, würden sie ihn weiterhin verfolgen, als wollten sie seine Augen für ewig gefangen halten.
Hastig griff er eine der Fackeln und hob sie mit ausgestreckten Armen weit vor sich, als ein langer schwarzer Schatten warf das Licht seinen Körper in den langen, bereits zurückgelegten Gang. Es war ein schauriges Bild, welches seine Figur auf dem schachbrettartigen Boden abgab, ein leichtes Zittern durchfuhr seinen Körper.
Die Häufigkeit der, vorher noch so oft zu beiden Seiten erschienen Türen, nahmen mit der Zeit, die er durch die Dunkelheit schritt, merklich ab. Nur noch selten bekam er einige der bereits morschen Türen zu sehen, und auch die Anzahl der Fackeln, die die ansonsten schmucklose Wand zierten, verringerte sich mit jedem weiteren Meter, den er mit gemächlichen Schritten zurücklegte. Einzig und alleine der ekelhafte Gestank, der wie eine giftige Wolke durch die Gänge zog, wurde allmählich immer stärker zu spüren, auf fast unerträgliche Weise...Noch im selben Moment drehte Less sich unerwartet um, Erstaunen und Schrecken sogleich war in seinen Augen zu lesen, seine Mund verzog sich langsam zu einer komisch verzerrten Grimasse, schnell blickte er in die Finsternis hinter sich.Nichts war in der Schwärze zu sehen, keine Schatten, keine Gestalten, nur die lauten wütenden Schreie schallten durch die langen weiten Gänge, hallten an den Wänden zurück und verstärkten sich zu einem riesigen lärmenden Getöse.Orks...
Reflexartig warf Less die Hände über seine Ohren, die Krieger waren mit sehr großer Wahrscheinlichkeit noch weit von ihm entfernt, vermutlich würde es auch noch einige Zeit dauern, bis sie seine Spür entdecken würden, er hatte noch etwas Zeit.
Vollkommen unbewusst erhöhte er langsam sein Schritttempo während er weiter in die Tiefe der Katakomben eindrang.
Die Steine, die noch immer die höchst unsicher anmutende Wand bildeten, erschienen immer sonderbarer, einige waren auf seltsame Art und Weise abgewetzt, manche wiesen sogar tiefe Rillen auf, fast sahen sie Kratzspuren ähnlich, doch konnte er sich kein Wesen vorstellen, dass seine Krallen in festen Stein bohren konnte. Dennoch von einem mehr als beängstigenden Gefühl beherrscht, schritt er, nun wieder mit langsamerem Gang, auf dem Weg voran, begleitet von den fürchterlichen Schreien der Orks, die abermals durch die Gemäuer schallten.Ein weiterer Torbogen, ähnlich dem, der ihn in diesen düsteren Gang geführt hatte, hob sich bedrohlich aus der Wand hervor. Die Fackel vor auf den Boden richtend, sank er langsam in die Knie und betrachtete interessiert die schmutzigen Marmorplatten vor seinen Augen.
Kleine Holzstücke waren auf dem kompletten Boden um ihn herum verteilt, einig übel riechende Haarbüschel waren an machen Stellen damit vermischt, und auch die seltsamen Kratzer an den Wänden waren hier zu sehen. Erstaunt griff er nach einigen der Haare, sie waren lang und glatt, mit leicht gräulich schimmernder Farbe, sie fühlten sich fast künstlich an.
Ein leises Knurren klang aus der dunklen Halle hinter dem Torbogen, trotz seiner geringen Lautstärke hörte es sich stark und mächtig an ... und gefährlich.Less Haare stellten sich aufrecht, mit einer schnellen Bewegung erhob er sich aus seiner vollkommen ungeschützten Position, seine schwarzen Augen blitzen suchend in die Dunkelheit.
Ein weiteres Knurren war von dort zu hören, lauter und noch viel mächtiger als das vorherige.
Er trat langsam nach hinten, stieß nach einigen Schritten an die kalten Steine der Mauer.
Mit einer unglaublich rasanten Drehung wandte er sich um und rannte den unheimlichen langen Gang zurück. Unbewusst warf er die hell brennende Fackel weit hinter sich, und spurtete nun im fast völligen Dunkel dem Ungewissen entgegen.
Ein lautes, schrilles Kratzten drang aus dem hinteren Teil des Weges zu ihm hervor, es schien immer näher zu kommen. Während sein Körper Unmengen von Adrenalin in seine Blutbahnen pumpte, rannte er regelrecht weiter um sein Leben.Lichtstrahlen vom ersten Torbogen, den er vor einiger Zeit durchschritten hatte, kamen am Ende des Ganges zu Vorschein, immer weiter näherte er sich ihnen, doch auch die grässlichen Kratzer kamen immer mehr an ihn heran.
Mit weit aufgerissenen Augen sprintete er durch das Tor, sein Herz klopfte mit einer unglaublichen Geschwindigkeit, mit einer schnellen Drehung sah er über seine Schulter. Der schreckliche Anblick, welcher sich ihm hier bot, ließ seinen Atem stocken, noch nie hatte er ein solches Wesen gesehen, dichtes graues Fell, spitze Zähne stachen blitzend aus dem riesig wirkenden Maul heraus. Es hatte erschreckende Ähnlichkeit mit einer ekelhaften Ratte, doch war es von solcher imposanter Größe und Statur, dass es sich unmöglich um eine solche handeln konnte.
Sprungartig kam sie auf ihn zu, die langen Zähne fletschend, Sabber rann von ihrer Zunge.
Endlich riss Less sich aus seinen Gedanken los, seine Beine schienen sich schon fast von alleine zu bewegen, schnell spurtete er weiter in einen der finsteren Gänge, ohne überhaupt zu wissen, wohin dieser ihn wohl führen würde.Die vertrauten hölzernen Türen erschienen nun wieder in den Wänden, einige wenige der krankhaften Bilder hingen teilweise schief an beiden Seiten.Alles um ihn herum unbeachtend rannte er durch die Gänge.
Mit einem Mal stoppte er, seine Augen weiteten sich, ein Schreien formte sich auf seinen Lippen, doch war es ihm unmöglich, seine Angst herauszubrüllen, wie gefesselt stand er auf den schwarz-weißen Marmorplatten.
Verzerrtes Gebrülle schlug wie eine Welle auf ihn ein, das unwirkliche Klirren gezogener Schwerter schallte durch die ganze Weite des Ganges.Die Ratte starrte mit ausdruckslosen Augen auf seinen, vielleicht noch dreißig Meter entfernten Körper.
Er bewegte sich nicht, blickte nur auf die grünen Kreaturen, die sich ihm nun von der anderen Seite näherten, Orks...
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| 23.06.2003 21:56 | #323 |
| olirie |
Das Pentagramm des Kastell fing an zu pulsieren. Es bildete sich eine Staubwolke, die sich allmählich verdichtete und eine menschliche Gestalt formte. Diese menschliche Gestalt nahl die Züge oliries an. Doch als die teleportation abgeschlossen war, roch olirie einen wiederlichen Gestank, der die reinste Beleidigung für die Nase war. Irgenwo her kannte er diesen Gestank, doch um nachzudenken blieb keine Zeit, denn schon spürte er einen starken Schmerz an seinem Hinterkopf und ihm wurde schwarz vor den Augen.
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| 23.06.2003 22:50 | #324 |
| Col'Ka |
Col'Ka hatte seine Rüstung gerade poliert und angelegt, da kam auch schon Tul'Pe. "Es ist soweit, wir müssen los, viel länger können wir nicht warten." Col'Ka nickte kurz und beeilte sich damit, seine frisch geschliffene und polierte Waffe zu holen. Dann trat der Kriegsherr aus seinem Zelt herraus uns sh sich kurz um. Tul'Pe und ein paar Elitekrieger standen dort vor dem Zelt und warteten. "Ok, los gehts", sagte Col'Ka an die wartenden gerichtet. Ein kleiner Trupp aus einem Dutzend Orks bewegte sich nun auf das Kastell zu. Unter ihnen waren Col'Ka, Tul'Pe und elf der besten Elitekrieger.
Als sie das Kastell erreicht hatten, fragten sie, wo das Hauptquartier sei. Ein Krieger führte sie durch verwüstete Gänge in einen großen Saal, in dem Hosh Dhar’Khor irgendetwas mit einem Ork besprach. "Was gibt es zu berichten?", fragte Col'Ka laut in den Raum hinein.
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| 23.06.2003 23:26 | #325 |
| Don-Esteban |
In der Bibliothek war der Lärm der anrückenden Armee wohl vernommen worden. Und kurze Zeit später tauchten auch einzelne Orks auf, um sich diese seltsame unsichtbare Wand anzusehen. Scheinbar wurde es zu einer Art Mutprobe, die magische Wand anzusehen und sie zu berühren, um sich von ihr ein paar fellhaare ankokeln zu lassen. Mit lautem Gegrunze in ihrer gutturalen Sprache zeigten sich die Orks dann gegenseitig ihre verbrennungen und drohten mit hoch erhobenen Fäusten in den leeren Raum.
Obwohl, leer war er ja nicht. Irgendwo in den Tiefen der Bibliothek befanden sich zwei der ursprünglichen Kastellbewohner. Einer, sitzend an einem Tisch, vertieft in ein paar Bücher über die Orks, der andere, rastlos durch die Gänge streifend und oberflächlich hier und dort ein Buch aus den Regalen ziehend und kurz darin blätternd. Man sah, daß ihn andere Gedanken beschäftigten."Jemand muß die Ursache für das Verschwinden der Dämonen herausfinden. Doch dazu muß ich ins Kastell, das wiederum voller Orks ist. Wenn ich doch nur auf das Pentagramm in der Eingangshalle käme."
Fahrig durchstreifte der Schwarzmagier weiterhin die von hohen Regalen voller verstaubter Bücher gesäumten Gänge. Die Gedanken ordneten sich nur schwer. Zu ungewöhnlich, ja geradezu unerhört waren die Ereignisse. Das Verschwinden der Dämonen, das Erlöschen der Magie der Bibliothek. Nein, soetwas gab es noch nie. Der Magier schüttelte den Kopf, während seine Schritte weiterhin durch die Bibliothek hallten. Wo war er hier? Stehenbleibend sah er sich verwundert um. Mittlerweile war er in Bereiche der Bibliothek vorgedrungen, die nur sehr selten von Menschen betreten wurden. Squall an seinem Tisch mußte er schon weit hinter sich gelassen haben. Hier waren die Bücher unberührt und leicht angestaubt. Die goldenen Einlagen der Buchrücken waren teilweise stumpf oder gar abgeblättert, das Leder brüchig. Die übervollen Regale bogen sich unter der Last der Bücher. Wie lange schon mochten sie das Gewicht des Wissens tragen? Was stand in ihnen drin? Eine merkwürdige, geheimnisvolle Ecke der Bibliothek war das hier. Jetzt erinnerte er sich auch an die alten Erzählungen, in denen es hieß, daß sich schon Magier in der Bibliothek verirrt hätten und dort bis heute verschollen wären. Und hing früher nicht eine Art Bildwand in der Nähe des Eingangs, auf der nach verschiedenen Vermissten gesucht wurde? Doch von den darauf Abgebildeten hatte der Magier nie jemanden gesehen.
As befand sich hinter der nächsten Ecke? Ein geheimer Leesesaal? Noch mit mumifizierten Magiern, die an morschen Tischen saßen und zu Staub zerfallene Bücher lasen? Das Kastell – ein Ort voller Geheimnisse und Gefahren. Bei dem Gedanken kam dem Magier eine Idee – was, wenn man das Kastell selber als Waffe gegen die Orks einsetzen würde? Auch ohne die allmächtigen Dämonen gab es doch genug Möglichkeiten. Man mußte sie nur nutzen!
"Ich muß es versuchen. Zumindest muß ich zur alten Runenkammer mit den Spruchrollen vordringen."
Und noch etwas anderes viel ihm ein. Die magischen Räume befanden sich alle im selben Trakt. Was, wenn er ein paar Orks dorthin locken könnte? Konfrontiert mit den hinter ansonsten tunlichst verschlossen gehaltenen Türen pulsierender Magie, von der selbst die Magier des Zirkels nicht allzuviel verstanden, würden sie sicherlich einige Verluste hinnehmen.
Doch wie unbemerkt auf das Pentagramm gelangen? Nach geraumer Zeit der Grübelei war klar, unbemerkt würde es nie funktionieren. Stattdessen müßte man den Vorteil der Überraschung ausnutzen. Reflexartig faßte der Magier an seinen Gürtel, an dem sich fein säuberlich aufgereiht die verschiedenen Runen der vier Kreise der Magie befanden. Der Feuerdämon. Er würde die Orks ablenken, sobald der Magier auf dem Teleportpentagramm der Eingangshalle erscheinen würde. Doch blieb keinerlei Zeit, um Atem zu holen. Konnte der Zauber schon während der Teleportzauber noch nicht vollständig ausgeführt war, ausgesprochen werden? Niemand wußte es. Und es gab auch keinen zweiten Versuch, falls der erste nicht funktionierte. Das Risiko war zu groß, beide Zauber zu verlieren, wenn man sie ineinander schachtelte. Die Gefahr, die entstand, wenn man sie hintereinander ausführte, schien dem Magier geringer.
Doch auch dann mußte es sofort beim ersten Mal funktionieren. Der Magier konzentrierte sich, die tief unter den weißen, buschigen Brauen liegenden Augen geschlossen haltend. Nur die leise gemurmelten Litaneien des Teleportspruches drangen zwischen den sich kaum bewegenden Lippen hindurch. Mit gesengtem Haupt ging er den Ablauf der von ihm geplanten Ereignisse durch.
Nach einer Weile hob sich der Kopf und die Augen öffneten sich. Die linke Hand glitt an die entsprechende Rune, die Rechte blieb frei. Wieder wurden die uralten, fast wie Gebete an Beliar klingenden Worte in der üblichen, fast schon liturgisch festgelegten Reihenfolge gemurmelt, doch diesmal, da die Hand an der Rune war, zuckten kleine zuerst bläuliche, dann immer mehr ins violettt-schwarze übergehende Entladungen aus den Fingern der freien Hand. Die magischen Linien, eintätowiert auf der Haut des Hohepriesters bündelten wie immer die Magie, die an den gewundenen Mustern entlangfuhr und sich an den Fingerspitzen entlud, diesmal ohne etwas zu treffen, denn worauf sollte man einen Teleportzauber auch richten?
Ein Flirren und Surren erhob sich, Wind, der von nirgendwoher kam brauste auf. Zuerst nur ein leichter Luftzug, der die Robe des Priesters etwas anhob und damit spielte, sich in ihr verfing, wurde er nach wenigen Augenblicken immer stärker, kletterte an den Regalen empor, blies Bücher aus den Regalen. Reihenweise stürzten sie auf den Boden. Offen fielen sie auf den Rücken, wild wurden die Seiten in Handumdrehen umgeblättert, wenn sie ein Windstoß traf. Die Robe bauschte sich auf, daß es aussah, als hätte der Magier Flügel. Dann zuckten Blitze umher, es roch nach verbranntem Staub. Die tastenden Lichtblitze fokussierten sich auf eine unsichtbare Kugel rund um den Hohepriester. Wie gegen eine unsichtbare Wand stießen sie, glitten darauf entlang und vereinten sich auf dieser Oberfläche. Ein heller Ball, gebildet aus den zuckenden Armen der blau-schwarzen Entladungen bildete sich und hüllte Don-Esteban vollständig ein.Mit einem Male war der Wind magischen Ursprungs verschwunden. Die Bibliothek lag wieder in alter Stille. Und mit dem für die Ordnung der Bücher so tödlichen Luftzug war auch der Magier verschwunden. Nur noch die liederlich durcheinander liegenden Bücher erinnerten an das, was eben hier passierte. Ein Buch, offengehalten durch den Druck des Windes, gab nun der Schwerkraft nach und schlug wieder zu. Ein paar Seiten raschelten noch etwas hilflos, dann war endgültig Ruhe und der Staub begann, sich wieder abzusetzen, hier in dieser merkwürdigen, geheimnisvollen und äußerst schlecht besuchten Ecke der Bibliothek.
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| 23.06.2003 23:27 | #326 |
| Kruhm Kach |
Ein paar Orks versuchten in der Eingangshalle, der großen Statue den Kopf abzuschlagen. Sie überboten sich dabei gegenseitig an Erfindungsreichtum, was den bestplaziertesten Schlag anging. Den dämlichen Teller, den diese hässliche Statue vorstreckte, hatten sie vorhin schon abgeschlagen. Derjenige, der es geschafft hatte, war nun auch eifrig mit dabei, den Kopf abzubekommen. Er galt dem Rest als Experte in Abbrucharbeiten. Doch bislang hatten seine eben erworbenen Fachkenntnisse noch nicht ausgereicht, auch den mit einer in kunstvollem Faltenwurf drapierten Kapuze bedeckten Kopf vom Rumpf zu trennen. Schon machte sich Ärger breit, die Orks schrien durcheinander und fuchtelten wild mit ihren Schwertern und Keulen umher. Einer kam gar mit einem langen Balken an, den er als besonders effektive Keule verwenden wollte. Die anderen zeigten ihm, was sie von dieser Idee hielten, in dem sie scih mit dem Finger an die Stirn tippten. Doch nun wurde der Wettkampf „Hol den Kopf“ plötzlich unterbrochen. In der Eingangshalle entstanden plötzlich Wirbel und Krümmungen, wo vorher nichts gewesen war. Ein paar der Orks, die weiterhin mit ihren Keulen versuchten, den Kopf von der Statue abzuschlagen und sich dabei selbst überboten in kraftvollen Schlägen, drehten sich um, als sie knisternde Entladungen aus dem Nichts trafen. Dann sahen sie, wie der Raum zerschnitten wurde und plötzlich wurde eine große Kugel hereingepresst. Das alles geschah in nur wenigen Augenblicken. Die Krieger wichen zurück, faßten ihre Waffen fester und trauten ihren Augen nicht.
Dann war die seltsame Kugel verschwunden. Ein paar Blitze leckten, Zungen gleich, über den Boden und grapschten nach den Stiefeln der Orks. Die sprangen unwillkürlich zurück. Dann war Ruhe. Doch auf diesem roten fünfeckigen Ding stand plötzlich jemand. Wo kam der denn her.
„Angriff!“ Der Wachhabende Offizier brüllte den Befehl und die Kämpfer, gewohnt, Befehle auszuführen, setzten sich in Bewegung. Es war nur ein kleiner, schwacher Mensch. Und er stand ganz ruhig da und murmelte nur irgendwas. Wahrscheinlich wimmerte er vor Angst, denn jetzt war der letzte Augenblick seines Lebens angebrochen.
Doch was war das. Ein helles Licht blendete die Krieger. Wie ein Riß in einer Stoffbahn, aus der helle, grellend helle Strahlen hervortraten. Doch mitten im Raum. Von nirgendwoher öffnete sich dieser Riß immer weiter und hervor kam eine Gestalt in Flammen,. Der Mensch schrie ihm irgendwas zu und das Flammenwesen drehte sich um. Entsetzt schauten die Orks auf den Dämon.
„Es ist ein Feuergeist, ein Feuergeist!“
Wild rannten sie durcheinander, rempelten sich gegenseitig um, alarmierten mit ihrem lauten Geschrei andere Krieger, die nun ebenfalls aus den umliegenden Gängen, wo sie mit den für Plünderer üblichen Handlungen beschäftigt gewesen waren, hervorgestürmt kamen und dann sofort jäh abbremsten, als sie sahen, was der Grund des Aufruhrs war. Wären sie doch lieber dort geblieben, wo sie eben noch so fleißig am Zerstören und Plündern waren. Die meisten Räume waren aufgebrochen und deren Inventar in alle Winde zerstreut, zertrampelt, besudelt, angezündet, zerbrochen und beschmiert. Wenn Türen sich nicht sogleich öffnen ließen, waren die nimmermüden Beutesammler der Meinung, daß sich hier etwas besonders wertvolles vor ihnen verbergen mußte. Und so wurden eiligst alle möglichen Gegenstände herangeschafft, die sich mal mehr, mal weniger zum aufbrechen von Türen eigneten. Als besonders geeignet erwiesen sich diese nutzlosen Schrotthaufen, die in zahllosen Wandnischen umherstanden. Ein paar von ihnen hatten eine längliche Form und ein zwei Griffe zum anpacken fanden sich immer an den aus vielerlei Teilen bestehenden Eisenmonstern. So hallte denn bis eben ein ständiges Hämmern und Pochen durch die Gänge des Kastells, das von den vielen kleinen Gruppen von Orks herrührte, die sich jede ihre eigene Beutetür ausgesucht hatten. Diejenigen, deren Türen und Rahmen die prächtigsten Verziehrungen aufwiesen, schätzten sich am glücklichsten, weil sie sich ausmalten, daß hinter solchen Türen die größten schärte liegen müßten. Efersüchtig wurde jede Tür von der jeweiligen Gruppe von Orks bewacht, nicht, daß ein anderer Trupp diese Tür wegnahm und selber aufbrach.Doch als der Schreckensschrei aus der Eingangshalle kam, stürzten diejenigen, die ihn hörten, ohne noch lange über den Verlust ihrer heißgeliebten Tür zur vermeintlichen Schatzkammer nachzudenken, an den Ursprung des Rufes und wurden nun des flammenden Feindes gewahr.
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| 23.06.2003 23:28 | #327 |
| Feuerdämon |
Der Feuerdämon ließ ein lautes Brüllen aus seiner Kehle erklingen. Der Flammenkamm auf seinem Rücken loderte empor, als er das Maul aufriß und seine Verachtung allen, die es hören konnten, entgegenspie. Er stürzte auf den erstbesten Gegner los, der ihm in den Weg lief, packte ihn und wirbelte ihn in die Masse der herbeigeeilten Orks. Mit gellendem schrei krachte er in die ansammlung und würfelte sie durcheinander. Der nächste Unvorsichtige wurde am Bein gepackt und über den Boden schleifend weggeschleudert. Er rutschte mit großer Geschwindigkeit in eine weitere Gruppe Kämpfer, die nun durcheinanderpurzelten wie von einer Kugel getroffene Kegel. Chaos brach aus. Wild schrien die Orks durcheinander, schwangen ihre Waffen und fügten im Wege Stehenden dabei Verletzungen zu. Überall Schreie, wildes Umhergerenne.Der Feuerdämon stapfte auf die nächste Gruppe zu, griff sich ein Opfer mitten raus, wehrte mit der anderen Pranke einen todesmutigen angreifer ab und riß den gewählten Ork dann aus der Gruppe heraus. Nun packte er ihn mit beiden Pranken und riß ihn auseinander, schleuderte die beiden Teile in unterschiedliche Richtungen und brüllte jedesmal ohrenbetäubend hinterher. Die Orks rannten um ihn herum, Ladungen von Steinen aus Orkschleudern trafen ihn, so daß er wütend brüllend die Pranke hob, um sie abzuwehren. Wieder griff er sich eienn der Orks und benutzte ihn als Keule gegen ein paar andere. Blut spritzte, verdampfte sofort, wenn es auf den Feuerdämonen niederregnete. Rauchschwaden zogen durch die Halle, stiegen zur in Dunkelheit liegenden Decke auf. Wieder griffen ein paar Orks an. In den Rücken des Dämons schlugen sie ihre Keulen und Schwerter, stießen ihren Kriegsschrei aus, ermutigten andere damit, auch vorzupreschen und im Handumdrehen hieben von allen Seiten große, grobe Orkwaffen auf den feurigen Dämonen ein.
Der drehte sich hin und her, versuchte seine Feinde zu fassen, erwischte zwei von ihnen und hob sie hoch empor. Die Klauen schlossen sich fest um die Köpfe der zappelnden und schreienden Orks, die sich vergeblich mühten, aus dem tödlichen Griff zu entkommen. Die Pranken des Dämons fuhren zusammen und die Köpfe der beiden Orks rasselten aneinander, platzten auf und verteilten ihren Inhalt über die Kämpfer und den Dämon.
Wieder ein neuer Angriff. Mittlerweile waren immer mehr in die Halle eingedrungen und schoben die Kämpfer immer enger zusammen. Der Dämon wurde wieder und wieder getroffen. Tiefe Wunden wurden in seine feurige Haut geschlagen, ließen ihn immer langsamer und fahriger werden. Reflexartig wehrte er sich nur noch, ohne Plan. Wenn ihm jemand irgendwo wehtat, drehte er sich dorthin und versuchte, den erstbesten Kämpfer zu packen. Währenddessen griff woanders wieder jemand an. Hin und her ging der Kampf, wogte eine Weile unentschieden, doch letztendlich konnte sich der einzelne Dämon nicht gegen diese Masse an Gegnern durchsetzen. Irgendwann fiel er und der Kreis der Kämpfer schloß sich fest um ihn. Erbarmungslos hieben die Orks auf ihn ein, bis er endgültig hinüber war. Nun füllten nur noch die Schreie und das Stöhnen der Verwundeten die Halle.
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| 23.06.2003 23:28 | #328 |
| Don-Esteban |
Don-Esteban hatte sich, nachdem er den Dämon beschworen hatte, in eine dunkle ecke gedrückt. Hier half die dunkle, fast schwarze Robe ungemein. An ihm vorbei sprinteten Orks, sie kamen aus allen Gängen, eilten hin zum Kampfplatz.Jetzt war es günstig. Schnell verschwand er in einem Gang. Doch schon nach einigen Metern hörte er schon wieder Schritte. Da, eine Tür. Schnell hinein. Hastig fuhr er die richtige Kombination von Linien ab, die kurz aufleuchteten und dann das Schloß freigaben. Mit einer schnellen Bewegung war die Tür geöffnet, der Magier hineingeschlüpft und dieTür hinter ihm wieder geschlossen. Für einen Moment atmete er auf. Wo war er hier? Ein unbenutzter Raum. Muffig roch es. Fast verwest. War das das Zimmer eines alten Magiers? War er im Bett gestorben und niemand hatte ihn gefunden? Vorsichtig, ja fast mit Widerstreben entzündete der Nekromant ein magisches Licht. Regale... nur Regale. Doch alle leer. Seltsam. Ein leerer Raum, der muffig roch. Hier war doch irgendwas faul. Und zwar nicht nur der Geruch.
Doch jetzt war dafür nicht die richtige Zeit, dies mußte warten. Er mußte weiter in den Trakt mit den magischen Räumen. Dort war er in seinem Territorium und die Orks waren unterlegen. Doch nun übermannte ihn doch eine kurze, jedoch heftige Müdigkeit. Er lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand und sank langsam an ihr hinunter. Nur einen Augenblick der Ruhe in all der Aufregung. So verharrte er.
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| 24.06.2003 03:22 | #329 |
| Hosh Dhar’Khor |
Hosh Dhar'Khor verneigte sich. Der Befehlshaber war eingetroffen."Diesen Saal hier habe ich als Hauptquartier für Euch ausgesucht. Er liegt zentral und ist leicht zu verteidigen, da er nur zwei Zugänge besitzt. Die ich natürlich beide bewachen lasse."
Hosh Dhar'Khor wies auf den erhöhten Thronsitz, den er hatte aufbauen lassen. "Hier ist Euer Platz, der Platz des Befehlshabers."
Dann straffte sich seine Gestalt. "Feinde wurden bisher noch keine gefunden. Außer einem. Vorhin tauchte ein Geist aus Feuer auf. Er tötete einige unserer Männer, doch dann wurde er bezwungen. Achja, und dann noch was." Er wurde nachdenklich.
"Es gibt eine Tür, da kommen wir nicht durch. Sie ist offen, das ist es nicht, aber es ist eine unsichtbare Wand davor, so daß wir nicht eindringen können.Ansonsten sind wir mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Der Bau wird gesäubert vom Unrat der Menschen!"
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| 24.06.2003 15:29 | #330 |
| Squall_L |
Squall hatte seine Augen gerade geschlossen als er plötzlich ein Pfeifen durch die Bibliothek gehen. Danach hörte er wie einige Bücher auf den Boden fielen , er schrak auf und schaute als erstes zu der magischen Wand aber dort ist kein Ork durchgekommen sonst würde er hier nicht mehr sitzen. Squall ahnte schlimmes , er dachte daran das die Orks bestimmt einen anderen Weg in die Bücherei gefunden hatte.
Dann auf einmal hörten die Geräusche auf, Squall griff zu seinen Dolch auch wenn er wusste das er damit wohl kaum etwas gegen Orks ausrichten konnte. Aber mit seinem Dolch fühlte er sich wenigstens nicht so hilflos. Er ging durch einige Gänge aber hörte keine Geräusche mehr, nun war Squall verwirrt er dachte daran das er es sich nur eingebildet hatte und noch halb am Schlafen war. Er machte sich wieder auf den Weg zurück zu seinem Tisch wo die Bücher lagen.Als er wieder an seinem Tisch saß viel ihm auf das der andere Mann weg war er rief einmal laut „Hallo“ aber es kam keine Antwort. Squall sagte „ Super nun bin ich hier auch noch alleine.“ Und schaute wieder in sein Buch. Er überlegte sich warum der Magier gegangen war und warum er ihn keine Nachricht oder so etwas hinterlassen hatte. Aber wichtiger empfand er wie er den hier raus gekommen war denn so wie er heraus gekommen war können die Orks ja höchst wahrscheinlich herein.
Da fiel ihm ein das er etwas über das Pentagramm in der Eingangshalle gelesen hatte irgendetwas mit einem Teleport, aber es wollte ihn einfach nicht einfallen. Plötzlich hörte Squall Geräusche, aber dieses mal kamen sie von der magischen Wand, Squall drehte sich um und sah einen Ork vor der Wand stehen. Squall schaute den Ork genau in die Augen, der Ork hieb seinen Arm und sagte irgendetwas zu Squall was er aber nicht verstand weil es wohl in der Orksprache war. Der Ork schaute sich nun noch einmal die Wand an und wollte sie gerade berühren als Squall plötzlich sagte „Du hässliches Vieh wenn du mit mir reden willst dann rede auch in meiner Sprache und nicht in deiner Grunzsprache. Der Ork schaute Squall an als hätte er verstanden was Squall gesagt hatte, Squall wurde etwas bange und er ging ein paar Schritte zurück.
Der Ork von seiner Wut gesteuert fasste sein Schwert und rannte gegen die magische Wand, er prallte ab fiel auf den Boden und verbrannte sich sein komplettes Gesicht. Squall konnte es sich nicht verkneifen und fing an zu lachen , er konnte es nicht fassen das der Ork das gemacht hatte anscheint muss ihn sein Wut überkommen haben dachte Squall .Der Ork stand auf und machte sich schreiend vor Schmerzen auf den Weg zurück in die Eingangshalle. Als Squall mit seinem Lachen fertig war konnte er nur noch sehen wie im Gang der Schatten des Orks verschwand.
Squall setzte sich wieder an seine Tisch und fing und wollte weiter lesen dieser kleine Lacher tat ihm richtig gut in dieser schweren Zeit. Doch auf einmal kam ein unglaublicher Gestank zu Squall er musste sich die Nase zuhalten , so einen Gestank hatte er vorher noch nie gerochen es war bestimmt der Geruch von verbrannten Ork. Squall zog sich sein sich etwas von seinem Gewand über die Nase und fing wieder an zu lesen.
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| 24.06.2003 15:56 | #331 |
| The_Nameless |
Resigniert schloss Less seine Augen, seine Knie schienen langsam zusammenzusacken, er machte sich bereit zu sterben, getötet durch die gierigen Zähne der Ratte, getroffen von den blutverschmierten Waffen der Orks. Vielleicht würde er nun endlich zurück zu seinem Bruder kehren können und alle Lasten und Qualen des Lebens von sich fallen lassen.
Begleitet von dem schrecklichen lauten Gebrüll der Orks, öffnete er seine Augen wieder, um noch ein letztes Mal die unendlich tiefe, und doch auf so seltsame Weise wunderschön wirkende Finsternis des Kastells zu erblicken, noch ein einziges Mal das Glitzern seiner dunklen Augen durch die ewigen Gänge gleiten zu lassen.
Abermals klang das schrille Kratzen der nahenden Ratte wie ein einsamer Windstoß über den glatten Marmorboden. Die Orks begannen ebenfalls, ihren Weg wieder fortzusetzen, die Situation schien vollkommen aussichtslos.
Verzweifelt versuchte Less seine Gedanken noch einmal zu sammeln, in letzter Sekunde doch noch einen Ausweg zu erkennen. Er sah in die bösartigen kleinen Augen der Ratte, die Zeit schien wahrhaftig stillzustehen, ausdruckslos blickte er auf die grimmigen, besessenen Gesichter der Orks, sein Herz pochte, warmer Schweiß rann über seinen ganzen Körper, und die stickige Luft gab ihm kaum eine Möglichkeit, nach frischem Atem zu schöpfen...
Mit einer völlig unerwarteten Bewegung riss er seinen Körper plötzlich herum, seine geschickten Hände fuhren mit unglaublicher Geschwindigkeit aus der im schwachen Lichtschein leicht glänzenden Robe, und griffen nach der eisig kalten eisernen Türklinke in seinem Rücken.
Er hatte nur diese eine Chance, war die Tür offen oder geschlossen ... offen oder geschlossen...
Sekundenbruchteile der Hoffnung begannen, Less schloss die Augen, ein leises Stoßgebet kam von seinen Lippen.
Der Tod näherte sich mit rasantem Tempo von beiden Seiten...Begleitet von einem Aufschrei der Erleichterung stieß die Tür mit einem lauten Knarren nach innen, Schwärze stieß in den ohnehin schon finsteren Gang.Es schien, als sei seine Zeit noch nicht gekommen, das Schicksal hatte anderes mit ihm vor. Laut Polternd fiel die Tür hinter seinem Körper zu, dann herrschte Stille, kein Ton war aus dem Gang zu vernehmen, wie gebannt blickte er auf den matten silbrigen Türgriff.
Qualvolle Momente des Wartens vergingen, während Less regungslos, von der Dunkelheit umgeben, auf dem kalten Boden saß.
Ein heller Schrei schlug ohne jegliche Vorwarnung, auf ihn ein, gefolgt von mehreren wut- und sogleich angsterfüllten Rufen.
Less Augen verzerrte sich, eine schmerzerfüllte Grimasse überzog sein ganzes Gesicht, ohne nachzudenken riss er seine Hände nach oben und presste sie gegen die Ohren, um den unerträglichen Lärm von sich abzuschirmen.Verzweifelt schüttelte er seinen Kopf hin und her, versuchte die grauenhaften Schmerzen abzuschütteln.
Dann trat die Stille ein, kein fürchterlicher Lärm drang mehr aus dem Gang in die dunkle Kammer, es war wie eine Erlösung...
Langsam öffnete Less seine Augen.
Ein einziges kaum hörbares, fast friedliches Stöhnen, war noch zu vernehmen. Nach weiteren Augenblicken des stillen Wartens erhob er sich endlich und schritt auf die nur schemenhaft erkennbare Tür zu.
Langsam griff er nach der Klinke...
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| 24.06.2003 22:37 | #332 |
| Die Orks |
Der Ork, welcher den komischen Kuttenträger, der plötzlich aus dem nichts erschien, niedergeschlagen hatte, schulterte diesen. Als die anderen Orks Protest einlegten, besänftigte er sie damit, dass er ihn niedergeschlagen hatte und ihn deswegen auch übergeben dürfe. Murrend ließen sie ihn machen, doch bevor der Ork den Menschen abliefern würde, so dachte er sich, würde er ihm noch ein paar Informationen entlocken können. Das würde vielleicht einen kleinen Bonus für ihn ergeben.
Der Ork schleppte seinen Gefangenen, der unterwegs zu erwachen schien in eienen Hof, in dessen Mitte eine eine Esche steht. Das war der perfekte Ort für ein Verhör, seltsamer Weise waren nirgends andere Orks zu sehen. Der Ork ließ seinen Gefangenen fallen und schnürrte ihn ersteinmal fest, damit er nicht rumzappeln konnte. Unterwegs hatte er ihn ja noch fest gehalten, doch nun brauchte er seine Arme. Er begann, ein Loch zu graben, in dem er gleich den Menschen etwas foltern wollte. Wie er die Informationen, die er bekam verstehen sollte, darüber dachte der Ork nicht nach.
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| 24.06.2003 22:54 | #333 |
| HoraXeduS |
Es war dunkel im Innenhof. Dunkel und still. Die drei Magier, die hoch oben in der Esche sassen, schienen nur auf diesen Augenblick gewartet zu haben. Einer nach dem anderen begann vorsichtig sich zu regen und Horaxedus gar, seine müden Knochen ein wenig auszuschütteln.
Die Nacht war ein Freund der Schwarzmagier. Und heute galt dies umso mehr, denn ungehindert würde der eine oder andere von ihnen seinen Platz im schützenden Baum verlassen können, um anderes zu tun, als abzuwarten. Und da die drei Orkwachen, die den Innenhof bis vor kurzem noch bewacht hatten, nunmehr ausgeschaltet und noch immer nicht durch grünen Nachschub ersetzt worden waren, bot sich den Magiern vielleicht die Chance, etwas zu unternehmen.
Doch was war das? Die Träume des Glasmachers platzten soeben. Ein Ork, grunzend und stampfend betrat den dunklen Innenhof des Kastells. Er trug etwas mit sich herum, legte es ab und begann, im Erdboden herumzuwühlen. Vielleicht irgendetwas wertvolles, was er in einem der Gemächer der Schwarzmagier geplündert hatte und vor seinen gierigen Kameraden zu verbergen suchte. Nun denn, Horaxedus würde sich das in den kommenden Tagen irgendwann mal ansehen, was es da zu verbergen galt. Wenn er denn jemals die Chance bekam, diesen Baum wieder zu verlassen.
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| 24.06.2003 23:10 | #334 |
| olirie |
Als olirie erwachte, sah er als erstes den Rücken eines Orks, der ihn anscheinen gerade verschleppte. Er konnte noch nicht wieder klar denken und sein Hinterkopf schmerzte ungemein, doch etwas bemerkte er und zwar den Gestank des Orks. Als sie an ihrem Ziel ankamen, konnte olirie schon etwas klarer denken und sah sich auch um, allerdings schmerzte diese Kopfbewegung. Er erkannte, dass er sich im Innenhof befand.
Als der Ork in dann letzten Endes zu Boden fallen ließ, wollte er sich gerade etwas strecken, doch schon begann das grüne ungetüm, ihn zusammen zu schnüren. Dabei bemerkte der Hohe Schwarzmagier, dass sein Schwert und sein Dolch beim Ork gelandet waren, allerdings waren die Runen noch alle vorhanden. Wie es aussah, konnte der Ork damit nicht viel anfangen und lies sich einfach unberührt. Als der Ork dann auch noch beagann, ein Loch zu buddeln, war olirie sich nicht sicher, ob es sein Grab oder etwas anderes sein sollte.
Er tastete die Runen ab, die er noch gerade so mit seinen Fingern erreichen konnte. Zufrieden lächelte er. Er ertastete sich eine Rune, die seiner Meinung nach brauchbar war und begann, den Zauber leise zu wirken. Kurz später erschien ein Steingolem, der sogleich den Befehl bekam, dem Ork den Schädel einzuschlagen, was er auch tat. Allerdeings war der Golem zu plump, um oliries Fesseln zu lösen, also bekam er einfach den Befehl, auf olirie aufzupassen, bis Hilfe kam.
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| 25.06.2003 15:07 | #335 |
| shark1259 |
Schwarzer Himmel. Immer noch war er überwältigt von Wolken und kein Sonnenstrahl drang durch. Zwischen drinnen regnete es wieder für Augenblicke. Dicke Tropfen waren es, als ob jemand weinte. Um das Kastell weinte. Das Feld schien verloren. Alles schien verloren. Die grünen Bestien hatten das Kastell eingenommen. Und mit ihm auch die Schwarzmagier in der Hand.
Nervös fuhr sich shark durch die Nassen Haare. Das was olirie ihnen erzählt hatte war nicht sonderlich anspurnend gewesen. Anscheinend waren viele Orks im Kastell. Wirklich Viele. Zu viel für die paar Schwarzmagier, auch wenn unter ihnen solche mächtigen wie olirie oder Don-Esteban waren. Es war fast aussichtslos.
Immer wieder glitt sein Blick in des noch leicht benommene Gesicht oliries. Nachdem sie ihn losgebunden hatte und sich etwas um seinen hinterkopf gesorgt hatten, wobei das Sorgen daraus bestand einen kühlen Fetzen darauf zu legen, hatte er ihnen erzählt was vorgefallen war. Und dabei waren die Gesichter seiner Schwarzmagischen Freunde immer mehr zusammengefallen. sharks Griff hatte sich immer wieder an seinem Schwert festgegrallt. Immer und immer wieder waren die Gedanken eines Angriffs in ihm vorgegangen. Doch jedesmal hatte die Stimme der vernunft gesiegt und ihn zurückgehalten. Doch ging auch ein Schmerz durch seine Brust. Naja, eigentlich war es nur auf der Oberfläche und jagte wie ein kleiner Blitz durch den ganzen Brustkorb. Es fühlte sich so an als würde "Beliar" eingeritz werden, doch wenn er dann nachsah, sah er nichts. Irgendwie eigenartig. shark verstand dieses ganze nicht.
Er war noch zu törricht um es zu wissen. Doch seine Zeit würde kommen. Bald...
"Und was machen wir nun, Horax? Ich hab wirklich keine Ahnung. Einen angriff schaffen wir nicht einfach so. Hast du eine Idee...?"
Er sah horax kurz aber dennoch tief in die Augen. Er sah verängstigung und dennoch Hoffnung.
Dann murmelte er wie zu sich selbst.
"Wie sollen wir nur gegen eine solche übermacht etwas ausrichten. Das geht doch alles nicht. So gehts einfach nicht."
Deprimiert setzte er sich wieder auf die Bank und sah in den schwarzen Himmel hinauf.
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| 25.06.2003 16:25 | #336 |
| TheRock |
Völlig durchnässt saßen vier dunkle Gestalten auf dem Baum, sie hatten den ganzen Innenhof im Blick und konnten eventuellen Gefahren dadurch möglicherweise vorbeugen...
Wie lange sie hier saßen konnte Rock nicht sagen, es war schon eine ganze Zeit lang... Dann hielt es der Hohe Schwarzmagier Rock nicht mehr aus, hier zu sitzen und zu warten bis der nächste Ork kam und vielleicht einen von ihnen töten würde?? Nein, das konnte man sich für später aufheben...
Er ergriff mit einer Hand fest sein Schwert und bechwor mit der anderen einen Skelettkrieger der ihm eine minimale Rückendeckung geben sollte. Dieser materiealisierte sich in einer kurz aufleuchtenden roten Wolke die immer dichter wurde und trotz des Windes nicht verflog, erst als er vollständig dort stand verschwand sie langsam.
Jetzt erst schwang Rock seine Beine von dem Ast auf dem er saß und ließ sich den ganzen Weg nach unten fallen um neben dem Skelett aufzuschlagen.Der Baum war anscheinend doch recht hoch, die Strecke die er fiehl war beträchtlich und demzufloge nicht schmerzlos am Ende.
Glücklicherwiese schmerzte nur Rocks Knöchel ein wenig und war nicht gebrochen.Hey, was mchst du da?!
Shark konnte anscheinend nicht fassen dass Rock einfach so vom Baum sprang und mitsammt Skelett etwas unternehmen wollte, auch Horaxedus war überrascht, doch sagte wie Olirie der anscheinend nichts mitbekam nichts.
Ich gehe nur ein paar Orks aufmischen... wir können doch nicht die ganze Zeit hier sitzen und nur gucken!
Moment, ich komme mit.
Shark kletterte die größte Strecke des Baumes hinab und sprang nur die letzten 2 Meter hinab.
Danke Shark, etwas Unterstützung ist nicht schlecht.
Rock war glücklich darüber dass ihn sein Freund begleitet, seid langem schon hatten sie nichts mehr zusammen unternommen.
Zusammen begaben sich die zwei mit dem Skelett zu dem Fenster aus dem Rock gestiegen war und wollten duch das Fenster das Kastell betreten.Die zwei Magier stiegen an den Tüchern empor zum Fenster und machten eine überraschende Entdeckung, dort in Rocks geheiligtem Reich, seinem Bett, lag so ein fetter übel riechender Ork und schnarchte vor sich hin.
Der schläft ja, meinst du den kriegen wir fertig?
Diese nicht so ganz ernst gemeinte Frage ließ sie beide grinsen, ein schlafender Ork ohne jeglichen Schutze am Hals war nun wirklich keine Hürde.Leise schlichen sie beide ins Zimmer und postierten sich um das Bett herum, um wirklich sicher zu gehen dass der Ork beim sterben kein Geräusch machen würde zogen sie beide ihre Schwerter und wollten gerade zum Schlag ausholen als sich eines der kleinen Augen öffnete.
Grimmig sah es sie an und versuchte die Gefahr zu erkennen...Rock, den das Auge dirkekt ansah, vergaß vollkommen zuzuschlagen sondern stand nur da und starrte den Ork an.
Shark jedoch hob direkt sein Schwert und schlug auf den Hals ein.Eine Sekunde zuvor hatte es der Ork aber noch geschafft einen Laut auszustoßen der wohl als Warnung zu verstehen war...
Rock ergriff eines der Kissen und stopfte es in das Gesicht des Orks, noch mehr Laute sollte er nicht von sich geben...
Rock, hinter die Tür, ich glaube wir kriegen gleich Gesellschaft!Er tat wie ihm geheißen, schnell trat er an die Posotion zu der die Tür aufschwang und somit einen Sichtschutz aufbaute, und tatsächlich... kurz darauf stürmten zwei Orks in das Zimmer und
entdeckten ihren Kollegen... Rocks Skelett war wärend der ganzen Aktion das Seil empor geklettert und stand nun kampfbereit mit gespreizten Beinen in dem Fenster, vor dem schwarzan Himmel der jetzt ab und zu mit Blitzen überzogen wurde, sah es ziemlich Furchteinflößend aus, hätte esAugen gehabt, sie hätten gefunkt vor lauter Kamfeslust.
Die beiden Freunde nahmen ihre Schwerter nun fester in die Hand und stießen die Tür zu, schnell schoss Rock noch eine schattenflamme auf den Kopf des einen Orks, dann griffen die drei die zwei Orks mit Schwertern an...
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| 25.06.2003 16:55 | #337 |
| shark1259 |
Das Feld. Das Mädchen. Der Tod.
Vor seinem inneren Auge fuhr der Traum an shark vorbei, wie er ihn schon einmal gehabt hatte. Doch war er nicht erschrocken. Er wurde vielmehr noch aufgestachelt. Pure Aggression ging in ihm vor. Seine Hand schmerzte, so fest umschlang sie den Griff des Schwertes. Sein Herz pulsierte, so sehr ersähnte er sich für den Tod eines dieser grauenhaften Kreaturen verantwortlich zu sein. Als das Schwert niederschlug war plötzlich wieder dieser Schmerz an der Brust zu vernehmen. Doch war er anders als die vorigen male. Er war... angenehm... Und er machte Lust auf mehr. Auf töten.
Rock machte ihn auf mehr Orks aufmerksam. Zwei Orks waren in das Zimmer gelangt und hatten sich auf sie gestürzt.
Nun hatte die Schlacht also begonnen.
Geschickt duckte sich shark unter einem Schwerthieb seines Gegners hinweg und stieß ihm seinerseits das Schwert auf den Bauch, der zwar geschütz war, aber trotzdem sehr schmerzen würde. Schon allein der Druck war riesig. Lansgam sackte der Ork etwas hin. shark schlängelte sich mit einer Drehung um ihn herum und stand nun genau vor seinem Rücken. Mit funkelnden Augen senkte er das Schwert. Blut spritze wild umher und besudelte das Zimmer Rocks. shark konnte nichts mehr hören und sah nur noch verschleiert etwas. Der Gewaltrausch hatte ihn gepackt.
Etwas traf ihn an der schulter. Es tat nicht einmal weh. Musste das ein Dummer und schwacher Ork sein, dachte shark noch bei sich. Er holte schon aus um zuzuschlagen. Langsam drehte er sich und sah in das ekelerregende Gesicht. Und er schlug zu.
schnell duckte sich Rock unter dem Hieb seines Freundes, der zum Glück nur fest und nicht sonderlich gut gezielt war.
"Bist du des wahnsinns? shark?"
Erschrocken sah shark ihn an. Rock war es gewesen, kein Ork. er hatte sich dieses Gesicht nur eingebildet. Eine kurze aber ehrliche Entschuldigung, ein kleines Kopfnicken seines Freundes und ein schütteln desselben von ihm selbst und es ging weiter.
"Lass uns das Stockwerk etwas untersuchen und alles töten was uns an Orks entgegenkommt. vielleicht finden wir Freunde, oder gar Arctus. "
Rock nickte und gab ihm das Zeichen vorrauszugehen. Am gang angekommen war wieder ein Ork der herumstand. Er schien nicht sonderlich schwach zu sein und shark schleuderte ihm direkt eine Schattenflamme hin. Seine Haut verbrannte unter der Hitzeü und begann zu stinken. Wütend rannte er auf die beiden zu.
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| 25.06.2003 17:32 | #338 |
| TheRock |
Shark hatte wirklich gut reagiert, aber der Ork schien noch recht gut in Form zu sein, trotz seiner Verbrennungen.
Rock rollte sich zur Seite ab, er war ein paar Schritte auf den Ork zugegenangen und stand somit ein paar Schritte vor Shark...
Der Ork war schon zu schnell und zu nah als dass er hätte bremsen können, er rannte in voller Geschwindigkeit an Rock vorbei und weiter auf Shark zu, wobei er sich einen Schnitt in der Seite einfing, Der Hohe Schwarzmagier hatte sein Schwert direkt nach der Rolle schräg gehalten und somit eine gute Wirkung erzielen können...
Wenn man mal von den Nebenwirkungen absah... er wurde als Folge dess Angriffs weit nach hinten geschleudert, denn die Masse des Orks war wohl etwas zu gealtig gewesen...
Er rannte jedoch durch seine Irritation einfach weiter und voll in Sharks nach vorne gerichtetes Schwert, mit beiden Händen stand Shark hinter seinem Schwert nach vorne gelehnt und wurde somit kaum nach hinten weg geschoben...Als der Ork dann dort vor Shark stand sprang Rock vo Boden auf und dem Angriefer in den Nacken, in einer Hand das Schwert, in der anderen den Dolch... mit beidem zerschlitzte er ihm den Nacken und ließ dann seinen Kopf zu boden fallen, die beiden Schwarzmagier sahen nun ganz und gar nicht mehr gut aus, von oben bis unten voll mit Blut befleckt und mit zerrissenen Roben...
Mit Rock auf den Schultern kippte der Leichnahm nach vorne über und begrub Shark fast unter sich...
Da sich dieser jedoch schnell sein Schwert aus dem Körper gezogen hatte und zur Seite gegangen war blieb er unverletzt.
Gut Shark, drei weniger..
Beide grinsten breit und wollten sich gerade daran machen weitere Orks zu metzeln als eine riesen Horde um eine Ecke bog...
Oh scheißeeeeee...
Laut brüllend rannte die Orkhorde auf die zwei zu, so schnell sie konnten zogen sie sich in Rocks Zimer zurück, die Tür würde nicht langehalten also schwangen sie sich aus dem Fenster und kletterten schnellstmöglich hinab...Mit einem lauten Aufschrei bog ein Ork die Tür auf und sah Rock wie er auf dem Weg war sich aus dem Fenster zu beugen.. Mit einerm so plötzlichen Auftauchen hatte er nicht gerechnet, der Ork ballte seine Faust und rammte sie dem Mann in den Bauch, worauf dieser mit einer irren Geschwindigkeit zur Esche flog und wirklich erst kurz vor ihr auf dem Boden aufschlug.. da er aber nicht der einzige war den die Truppe gesehen hatte lehnte sich einer aus dem Fenster, sah Shark hinabklettern und schlug kurzerhand das Seil durch.
Er war zum Glück nicht mehr weit vom Boden weg, so stürzte er nur ca. einen Meter und landeten ziemlich unsanft auf dem Boden.
schnell wieder auf den Baum!
So schnell Shark humpeln konnte liefen er zu Rock hin und stützte ihn, er war recht benebelt und nicht fähig alleiner zu laufen.. sie kehrten zu der Esche zurück und kletterten mit Horaxedus' Hilfe hinauf, es hatte kein Ork aus dem Fenster geschaut und gesehen wo sie hinliefen, was warscheinlich irh Glück war und eine eher ruhige Nacht versprach...
Das nächste mal würde Rock bestimmt nicht wieder den Baum runterspringen.. oder sich auf das Fensterbrett stellen wenn ein Ork hinter ihnen her war...
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| 25.06.2003 19:27 | #339 |
| Squall_L |
Nachdem Squall die meisten seiner Bücher durchgelesen hatte überkam ihn ein Hungergefühl. Er hob seinen Rucksack auf den Tisch und schaute nach was er noch Essbares finden konnte. Er fand noch etwas altes Fleisch was er aber auf keinem Fall essen wollte den es lag dort schon mindestens 2 Tage drinnen. So entschloss er sich es Lucky zu geben , der würde altes vielleicht schon etwas verschimmeltes Fleisch bestimmt besser vertragen als Squall. Als Squall es auf den Boden legte machte Lucky sich sofort drüber her. Den er hatte genau wie Squall schon einige Zeit nichts mehr gegessen, danach suchte Squall weiter nach etwas essbaren in seinem Rucksack.
Nach langer Suche fand er einen Beutel mit ein paar Pflanzen drinnen. Squall begutachtete die Pflanzen und fand das sie noch genießbar aussahen. So aß er sie und wurde nicht enttäuscht sie schmeckten wirklich , Squall genoss die Pflanzen richtig den er spürte richtig wie ein sättigendes Gefühl durch seinen Körper ging.
Squall lehnte sich in seinem Stuhl zurück und war im ersten Moment erleichtert , doch dann überkam ihn etwas Panik , was solle er nun machen er hatte nun nichts mehr zuessen und so weit er sah gab es hier keinen Ausgang außer dem der durch die magische Wand versperrt war.
Squall konnte es nicht fassen er war zwar sicher vor den Orks aber er würde hier wohl verhungern wenn nicht bald jemand irgendwie hier rein kommen würde und ihn etwas zuessen bringen würde.
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| 25.06.2003 19:35 | #340 |
| The_Nameless |
Unter dem leichten Druck von Less' Händen sank der eiserne Türgriff nach unten, begleitet von einem leisen Knarren öffnete sie sich und gab den Blick auf den schmalen Gang davor frei.
Entsetzt sah er auf das Bild, das sich ihm dort zeigte, unfähig die Augen abzuwenden sah er mit weit geöffnetem Mund auf den auf grauenhafte Weise verschmutzten Boden.
Wie ein schauriger Fluss des Todes rann das Blut der toten Wesen über den Boden, die Orks waren, tödlich getroffen übereinander zusammengesackt, weit verteilt lagen die riesigen Keulen und Äxte im Gang. Daneben der Kadaver des scheußlichen Rattenartigen Wesens, gezeichnet von unzähligen Wunden und Schnitten der Orkwaffen sah er lange nicht mehr so bedrohlich aus wie noch vor einigen Minuten.
Nur mit größter Anstrengung konnte er den unvermeidlich aufkommenden Brechreiz unterdrücken, doch kam er dennoch ins Taumeln, und musste sich mit beiden Händen an der Wand abstützen.
Sein Schädel sank erschöpft nach unten.
Einige Momente später wurden seine Gedanken wieder klarer, schwerfällig öffnete er die müden Augen.
Es waren vier Orkleichen, vielleicht auch fünf, doch das war in diesem regelrechten Blutbad nicht mehr eindeutig zu erkennen, dazu noch die Überreste der Ratte. Am schlimmsten jedoch war der unerträgliche Geruch des wahren Todes, der in kleinen ätzenden Zügen immer weiter in seine Nase zog. Auf Zehenspitzen, stets darauf bedacht, mit keinem Körperteil die rötlich schimmernde Blutlache zu berühren, schob er sich an der Wand entlang an dem schrecklichen Haufen voll Tod vorbei, und gelangte endlich wieder auf sauberen Boden.
Mit einem erstaunten Glitzern in den Augen musterte Less die Marmorplatten vor seinen Füßen, eine kleine dickflüssige, aber dennoch beständige Spur des roten Blutes zog sich durch den langen Gang und schien selbst in der weit entfernten Schwärze nicht zu enden, hatte einer der Orks überlebt?
Ohne darüber nachzudenken, begann er nun mit schnelleren Schritten der deutlichen Spur zu folgen, die Augen starr auf die Dunkelheit vor ihm gerichtet.Kurze Zeit später gelangte er an eine Stelle, an der sich der Weg in zwei Abzweigungen aufspaltete. Ihm war, als habe er diese Kreuzung schon einmal gesehen, vielleicht würde er doch schneller als erwartet aus diesen Katakomben herausfinden. Doch ersteinmal folgte er weiter den Blutflecken, vielleicht würden ihn diese auch an einen Ausgang führen.
Nach einigen Metern erklang abermals das leise qualvolle Stöhnen, welches auch schon in der dunklen Kammer zu hören war. Begleitet von leisen Geräuschen, wie von Füßen, die schwer über den Boden glitten, schallte es durch die langen Gänge.
Unbewusst ließ Less seine Hand an seine Hüfte fahren, mit festem Griff umfasste er das Heft seines Dolches.
Allmählich wurden seine Schritte schneller, und auch die Klänge vor ihm schienen näher zu kommen.
Im schwachen Lichtschein konnte er nun endlich die verschwommenen Umrisse des anscheinend stark verwundeten Wesens erkennen. Wie ein Schatten schleppte sich die Kreatur durch die Gänge, die Schultern weit gesenkt und das Gesicht auf den Boden gerichtet, Blut floss in dicken Strömen von seinen Beinen. Doch trotz aller Verunstaltungen, dies war eindeutig ein Ork...
Less' schwarze Augen blitzten gierig auf, seine Hand schloss sich fester um die Klinge an seinem Gürtel.
Damals hatten die Orks seinen hilflosen Bruder einfach grundlos ermordet ... und nun hatte er endlich eine Chance, diesen wenigstens ein kleines bisschen zu rächen.
Der Ork schien den Menschen nicht zu hören, der sich mit rasanter Geschwindigkeit seinem Rücken näherte, das schleifende Geräusch der Robe ging unter seinem elenden Gestöhne vollkommen unter.
Leise zog Less den Dolch aus dem Gürtel, ballte die wutgeladene Faust hart um den ledernen Griff.
Mit einer unglaublichen, ungebändigten Kraft, die ihm alleine der Hass auf diese Wesen gab, stieß er die Klinge tief in den Nacken der grünlichen Kreatur. Einzig und alleine das schmerzerfüllte Brüllen schallte durch die vielen Gänge des Kellers, bis auch dieses in der fast friedlich zu nennenden Stille versank.
Leise schlich sich Less an die unteren Stufen der Treppe heran, versuchte mit einem schnellen Blick nach oben ein Bild von der dortigen Situation zu bekommen, doch es war fast unmöglich in dieser Finsternis etwas zu erkennen. Einige weit entfernte Rufe, vermutlich orkischen Ursprungs waren das einzige, an dem er sich momentan orientieren konnte. Leicht geduckt näherte sich Less dem einzigen Aufgang in die übrigen Gemäuer des alten Kastells...
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| 26.06.2003 04:34 | #341 |
| Don-Esteban |
Der Magier schreckte hoch. Wo war er? Weshalb war es so dunkel? Was roch hier so muffig? Sein schmerzender Rücken holte ihn schnell wieder ins hier und jetzt zurück. Richtig, die Orks. Er wollte doch nur ein wenig zu Atem kommen, sich von der Anstrengung von zwei Zaubern in so kurzer Zeit hinereinander erholen. Don-Esteban faßte sich ans Auge und rieb sich die Müdigkeit weg. Wie lange er wohl weggenickt war? Das magische Licht, das er entzündet hatte, war schon seit langem verloschen.
Leise ächtzend richtete er sich auf, trat dann an die Tür und lauschte den Geräuschen, die gedämpft hindurchdrangen. Schwere Tritte klangen leise durch die dicke Tür. Es waren die Orks, die Patroullien ausgeschickt hatten. Wahrscheinlich liefen sie durch das gesamte Erdgeschoß. Es würde schwer werden, zum Runenraum zu gelangen. Seufzend entledigte sich der Magier seiner Stiefel. Mit den eisenbeschlagenen Sohlen würde er nur unnötigen Lärm verursachen. Die Fußlappen legte er gleich mit ab. Jetzt mußte nur noch ein geeigneter Zeitpunkt gefunden werden, zu dem die Orks möglichst weit weg waren. Nocheinmal ging er den Weg im Kopf durch. Aus der Tür, dann links, dann wieder rechts, am Ende des Ganges nach links und an der ersten Abzweigung wieder rechts. Dort die geheime Tür suchen und unbemerkt öffnen. Wieder hallten Schritte den Gang entlang. Der Magier begann, zu zählen. Die Geräusche der schweren, auf den Marmorboden knallenden Orkstiefel war längst verhallt, als sich wieder Trittgeräusche ankündigten.
"Die Zeit sollte reichen", murmelte der Hohepriester zu sich selbst. Als die nächsten Schritte verhallt waren, öffnete er, entschlossen dazu, den Gang zu durchqueren, die Tür und lugte hervor. Niemand zu sehen. Schnell, so schnell es mit der Würde eines Oberpriesters vereinbar war, lief er die Gänge entlang, um zur geheimen Runenkammer zu gelangen. Erste Biegung, zweite Biegung, Stop, da war eine Einmündung eines anderen Ganges. Mit rasselndem Atem presste er sich an die Wand und lugte dann vorsichtig um die Ecke. Ein wenig weiter weg, vielleicht zwanzig Schritte entfernt stand ein einzelner Ork, der dem Magier den Rücken zukehrte. Anscheinend hielt er es für wichtiger, wer von der anderen Seite in diesen Gang wollte. Gut für den Magier. Schnell führte ihn sein Weg weiter in die richtige Richtung, weg von dem im einmündenen Gang stehenden Ork. Hier kam jetzt bald sein Labor. Ob er den Räumlichkeiten einen Besuch abstatten sollte? Nun... dazu war vielleicht später Zeit. Zuerst der Runenraum mit den Schriftrollen. Plötzlich erscholl ein Ruf hinter ihm.
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| 26.06.2003 04:36 | #342 |
| Carost’D Kelá |
Carost’D Kelá hatte beschlossen, den Gang alleine weiter zu durchsuchen. Wozu sollte sie auf Verstärkung warten? Andere würden ihr nur die Beute abjagen wollen. Nicht, daß sie davor angst gehabt hätte. Ihre schnelklen dolche hatten bisher noch jeden Dummkopf von ihr ferngehalten. Aber es würde wieder Ärger geben, wnen Dhar’Khor davin erfuhr. Er war sowieso viel zu pflichtversessen. Der Tag, an dem er nicht andere rumkommandieren konnte, war für ihn ein verlorener Tag.
D Kelá drehte sich um. Hey, da lief doch einer dieser schmierigen Wiesel!„He du dreckiger Feigling. Ich krieg dich.“ Sie rannte los, kaum daß sie sich umgedreht hatte. Doch der Feigling vor ihr flüchtete. Das machte sie wütend. Ständig flohen die Feinde vor ihr. War ihr Ruf denn schon so weit vorgedrungen? Jetzt kam sie nichtmal mehr dazu, wenigstens einen Feind zu töten. Alle rannten weg.
Donnernden Schrittes stiefelte sie hinter dem Fliehenden her und belegte ihn dabei noch mit den üblichen Beleidigungen, die vor einem Kampf ausgetauscht wurden. Doch Moment mal, das war hier kein ehrenhafter Kampf. Also konnte sie sich den Atem sparen. So verstummte die denn, zog stattdessen ihr Schwert und hob es zum Schlag bereit über den Kopf. Jetzt war der kleine Mensch auch noch hinter einer Ecke verschwunden. Der konnte was erleben, wenn sie ihn erst hatte. Den würde Hosh Dhar’Khor nicht in seine blutgeilen Finger bekommen. Der gehörte allein ihr. Schade, wenn es ein echter Gegner gewesen wäre, hätte sie ihn ja eine weile zu ihrem Sklaven machen können, aber so... Sie wollte sich ja nicht dem Spott der anderen Orks aussetzen, wenn sie mit einem solchen Gefangenen ankam. Nein, er würde gleich sterben. Schnell und schmerzvoll. Naja, vielleicht nicht ganz so schnell. Ein wenig Spaß war nie verkehrt.
Die Kämpferin erreichte die Biegung des Ganges und kaum war sie herum um die Ecke, blieb sie stehen. Wo war dieser Moleratsohn jetzt hin? Da, ganz hinten da war doch eine dieser Türen offen. Ja, dort mußte er sein. Wieder setzte sie sich in Bewegung und lief mit großen Schritten in die Richtung der Tür, um zu sehen, was dort loswar. Links und rechts passierte sie mehrere Türen, teilweise aufgebrochen und Gruppen von Orks darin, die die Räume nach Wertvollem durchsuchten. Doch oft hörte sie im Vorüberlaufen nur enttäuschtes Gegrunze. Hier und da lagen Haufen volelr Gerümpel im Flur, ein Stück vor ihr flog ein halber Schrank aus einem Raum und kurz darauf ein ganzer Ork. Beide prallten mit voller Wucht gegen die gegenüberliegende Wand und dann auf den Boden. Dort bildeten die Einzelteile einen neuen Haufen aus Müll.
Carost D’Kela rannte weiter. Die offene Tür war schon ganz nahe. Warum hatte sie denn vorher noch keiner bemerkt. Dort schien noch kein Ork gewesen zu sein. Kein Unrat lag herum. Hier war es sowieso ruhiger. Nirgends Spuren von Verwüstung. Die Kämpferin frohlockte. Dann hätte sie alles hier für sich alleine. Und niemand würde ihr den Mensch wegnehmen, die könnte ihn ganz alleine töten. In wenigen Schritten würde die Tür erreicht sein. Hier mußte der Mensch hingerannt sein. Es roch schon so komisch, dieser Gestank konnte ja nur von ihm stammen.
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| 26.06.2003 04:37 | #343 |
| Don-Esteban |
Bei allen Dämonen, jemand hatte ihn gesehen! Jetzt war es vorbei mit der Würde. Barfuß und auf leisen Sohlen, die ihm nur jetzt nichts mehr nützten, floh er durch das Kastell, erreichte die Ecke und verschwand dahinter. Wohin jetzt? Fieberhaft arbeitete das Hirn. Er mußte den Verfolger loswerden. Eine Idee manifestierte sich. Sollte er wirklich...? Es war zu gefährlich... nein... doch! Es gab keine andere Möglichkeit. Die Kammer des temporalen Nullpunkts mußte geöffnet werden. Der Raum, an den sich bislang noch kein Magier getraut hatte, der nichtmal erwähnt worden war, weil keiner wollte, daß jemand auf die Idee kam, ihn zu benutzen. Doch Don-Esteban hatte darüber gelesen. Ja, er war nicht umsonst immer wieder in der Bibliothek gewesen, hatte dort Nächte über Nächte verbracht, mit... ja ok, mit schlafen aber vorher hatte er jedesmal stundenlang gelesen, bis ihm die augen zufielen.
Das Problem mit dem temporalen Nullpunkt war, daß keiner wußte, wie er wirklich funktionierte und zu was er gut war. Es wurden alle möglichen Vermutungen angestellt. Denn jeder, der darüber schrieb, hatte nur Theorien. Diese reichten von so abgehobenen Meinungen wie der, daß es sich hierbei um eine Brutstätte für Dämonen handelte bis hin zu der abstrusen Vermutung, es sei schlicht und ergreifend er Aufbewahrungsort für all die Ungereimtheiten bei der Entstehung der Welt, eingefroren in temporaler Stase. Was natürlich Humbug war. Aber eine Idee war dem Magier schon vor längerer Zeit gekommen. Wenn man die Kammer öffnete, so prophezeiten einige Autoren, würde ihr Inhalt ausfließen und alles vernichten, was es gab. Und diese Befürchtung machte die Gefährlichkeit des Raumes aus. Doch andere hatten energisch widersprochen und meinten, daß die Welt sich selbst schützen würde und daß ein beliebiger Mensch gar nicht die Macht besäße, mit der Öffnung einer Tür die Welt an sich zu vernichten, denn dann – und das war einleuchtend – bräuchte man auch keine Götter, zu denen man betete, daß sie die Sonne am nächsten Tag wieder aufgehen ließen. Denn dann läge das Schicksal aller in den Händen desjenigen Meschen, der über die Öffnung der Kammer entschied. Und das wäre doch zu einfach, um zu klappen.Je mehr Don-Esteban über diese Theorie nachdachte, desto fester glaubte er daran. Ja, es könnte klappen. Es mußte klappen! Hatte die Kammer nicht zwei Eingänge? Warum, wußte natürlich keiner – es wußte ja sowieso keiner etwas über ihren Zweck. Schnell die Vordertür aufsperren. Hastig bewegte er die Finger über die Tür, bekam gar nicht richtig mit, wie die silbernen Linien aufleuchteten, wie sie ihn leiteten, immer hin zum nächsten Griffpunkt, der bei Berührung konzentrische Kreise verbreitete, die sich widerum mit den Linien berührten, sie schnitten und sich mit ihnen verbanden, bis teile davon verblassten und der est stehenblieb. So entstand nach und nach ein Muster aus Linien, zu dem sich nach jeder Berührung ein neues Puzzlestück dazugesellte, bis die gesamte Tür davon bedeckt war. Warum ging das nicht schnelelr? Fieberhaft berührte der Magier einen Pukt nach dem anderen, bis ein Knirschen und Klacken das Aufspringen des Schlosses anzeigte und die Tür endlich aufsprang. Das alles war in Augenblicken geschehen und doch kam es ihm vor, als hätte er Stunden vor der Tür verbrachtJetzt schnell in den nächsten Raum und die zweite Tür geöffnet. Keinen Augenblick zu früh, schon ertönte erneut das Brüllen des Orks. Es war recht hoch für einen Ork, das fiel dem Magier erst jetzt auf. Gab es etwas auch weibliche Kämpfer? Nunja,... was wußte er schon über Orks. Auch die zweite Tür sprang auf. Zögernd öfnete er sie und schaute in den Raum.
Er war leer. Er war vollkommen leer. Entsetzt schaute Don-Esteban in den Raum, hindurch auf die gegenüberliegende Tür, die offenstand. Jeden Augenblick mußte der Feind dort auftauchen. Und doch war er, angesichts dieser Gefahr unfähig, wegzulaufen. Starr stand er im Türrahmen und verstand nicht wieso dieser gefährliche, ja einer der unkontrollierbarsten Räume des Kastells, wie es in so vielen Schriften geschildert wurde, leer war.
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| 26.06.2003 04:37 | #344 |
| Carost’D Kelá |
Jetzt hatte sie die Tür erreicht. Ha, da stand er, starrte sie an, Furcht sprach aus seinem Gesicht, naja, diese Gesichter der Menschen sahen alle furchtsam aus. Wahrscheinlich kannten sie nichts anderes. Hoch erhob Carost’D Kelá das schwert und schüttelte den Arm, stieß den Kriegsruf der Orks aus. Jetzt würde sie ihn schlachten, einfach abstechen und dem Lauf seines Blutes auf dem Boden zusehen und dabei Hordokh danken. D Kelá machte einen Schritt in den Raum. Es zog. Wie kalte Luft spürte sie es an ihrem Körper und je weiter sie kam, desto mehr spürte sie die Kälte des Luftzuges.
Doch was war das? Plötzlich ging alles so schnell, daß sie nichts mehr mit den Augen verfolgen konnte. Was war dies wieder für eine teuflische Zauberei? Ein zorniges Gebrüll entrang sich ihrer Kehle, sie hörte es jedoch kaum, es war, als sei sie stumm. Die Gestalt des Feindes war plötzlich verwischt, und dann war sie weg,. Es war so plötzlich, wie man es sich gar nicht vorstellen konnte, stockdunkel. Wütend wollte sie auf die Tür zuspringen, um der Dunkelheit zu entkommen, doch verlor sie dabei das Gleichgewicht, wurde angehoben, fiel hin, nein schwebte. Bar jedes Haltes ruderte sie mit Armen und Beinen. Was war hier los. Ultrakurze Lichtblitze – vielleicht waren es nur Irritationen der orkischen Netzhaut – leuchteten auf und vergingen im selben Augenblick. Nichts passierte sonst. Nichts mehr.
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| 26.06.2003 04:38 | #345 |
| Don-Esteban |
Don-Estebans Atem stockte. Da war der Ork, stand vor ihm, an der anderen Seite der Kammer, stürzte mit erhobenem Schwert auf ihn zu. Die schweren Rüstungsplatten an den Schultern glitzerten im Licht, das wie eine Art Stirnband um den Kopf gebundene rote Tuch flatterte im Wind. Im Wind? Der Ork sprang. Mit aufgerissenen Augen sah der Don den Feind auf sich zukommen, jetzt endlich wich er instinktiv aus, jetzt setzte das normale Verhalten wieder ein. Plötzlich hielt der Ork an. Ja, mitten in der Luft hielt er an. Und nun erklärte sich auch der Wind. Die Luft strömte in die Mitte des Raumes, warum, war nicht ersichtlich. Der Ork „stand“ noch immer in der Luft. Einfach so. Mitten im Sprung eingefroren. Eine seltsame Blase bildete sich, an ihrer Genzschicht war sie durchsichtig und doch wieder nicht. Die Oberfläche regflektierte Dinge, die sich gar nicht im Raum befanden, wilde Sachen, vollkommen durcheinander und doch konnte man noch hindurchsehen. Eine schwebende Kugel war entstanden, die den Raum fast ausfüllte. Man konnte drumherum gehen und sie von allen Seiten betrachten. Doch der Magier traute sich nicht, die zu berühren. Zu merkwürdig war, was er eben erlebt hatte. Der Ork war nun in dieser seltsamen späre aus Luft gefangen, befand sich imemrnoch unbeweglich wie im sprung, als ob er gleifh auf der anderen Seite des Raumes ankommen würde. Doch dort befand sich der Magier nicht mehr, staunend hatte er, langsam um sie herumschreitend, diese seltsame, kugelförmige Späre schon halb umrundet und hatte sich den darin gefangenen Ork von allen Seiten angesehen. Obwohl sich so viele Dinge darin spiegelten, sie so viele Bilder an ihre Außenhaut projizierte, der Don spiegelte sich nicht darin. Doch er sah den Ork hindurchschimmern. Wie er immernoch in der selben Haltung verharrte.
Plötzlich ein Summen, wie von einer Apparatur. Zuerst wußte der Magier nicht, was geschah, denn nichts veränderte sich. Unbemerkt gab der Boden des Raumes unter der Sphäre nach und schuf so Platz für die hin und her wabernde Oberfläche des Gebildes.
Don-Esteban hatte genug gesehen. Das also war die Kammer des temporalen Nullpunktes. Wenn das alles war, dann waren die meisten Theorien darüber lachhaft. Jetzt stellte sich nur noch die Frage – wie bekam man etwas aus der Kammer wieder heraus? Obwohl – wer wollte den Ork denn wieder herausbekommen? Sollte er ruhig eine Weile darinbleiben. Vielleicht bräuchte man ja mal einen lebenden Ork für irgendwas. Hier würde er warten, bis er abgeholt werden würde. Gab es da nicht einen alten Magier, der geschrieben hatte, die Kammer des temporalen Nullpunktes sei so etwas wie ein überdimensionaler Vorratsschrank? Wie recht er doch hatte. Don-Esteban mußte unbedingt dieses Buch wiederfinden, der Autor schien ihm einer der wenigen hellen Köpfe in der ansonsten mit den Werken aus den Federn der vielen Spinner, wirren Geister und fanatischen Scharfmacher angefüllten Bibliothek zu sein. Wie hieß er noch gleich? Schon längst wieder in Gedanken versunken, schloß der Magier die Türen der Kammer und ließ sie mit ihrem neuen Inhalt in der fensterlosen Schwärze zurück, aus der er sie vor einer Stunde geholt hatte. Wie ein riesiger Tropfen aus Luft hing darin die Blase, in der der Ork immernoch auf die andere Seite des Raumes sprang und bis in alle Ewigkeit springen würde.
Lächelnd ging der barfüßige Magier wieder durch den Gang, zurück zur Abzweigung, in der sich die geheime Runenkammer befand. Und wieder war ein weiterer der magischen Räume entdeckt und ausprobiert. Ein gutes Gefühl.
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| 26.06.2003 18:00 | #346 |
| TheRock |
Der ziemlich ledierte Nekromant Rock hatte bis Mitternacht eine Ruhige Zeit gehabt, seine Kollegen hatten auf den Hof aufgepasst und zum Glück keine ankommenden Orks melden müssen...
Die inaktivität der Orks im Innenhof war Olirie und Rock sehr gut gekommen, beiden ging es erheblich besser.
Was war los... bin ich vom Baum gefallen??
verschlafen und sichtlich verwirrt hob Rock seinen Kopf, er wusste nicht was er hier oben tat, geschweige denn warum er hier oben so verwundet lag...Keine Angst Rock, du bist hier in Sicherheit, Horaxedus und ich passen auf...
Sharks Worte hallten irgendwie noch lange nach, der Hohe Schwarzmagier musste sich auf einer ganz anderen Eben des Bewusstseins befinden, ihm schien alles so irreal und vollkommen unsinnig...
Als er seine Verwirrung einige Minuten später überwunden hatte schlief er direkt wieder ein und erholte sic einigermaßen, der Schlaf schank ihm neue Kraft und regenerierte ihn...
Er wäre bereit für einen weiteren Kampf.
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| 26.06.2003 18:54 | #347 |
| Zavalon |
Ein völlig zerstreuter Magier stieg aus seinem Bett, was einen inzwischen ziemlich eigenen Geruch hatte. Etwas war anders. Die weiße transparente Benetzung des Bettes war immer noch zu sehen, normalerweise wurde doch das Bettzeug gewechselt, während Zavalon noch schlief, diesmal war dem nicht so. "NEIN, die Dämonen sind weg!"
Er fühlte sich hilflos, wusste nicht was er machen sollte. Etwas schreckliches musste passiert sein. Plötzlich ein Schlag von der Tür. Zavalon striff sich seine Robe über, nahm seinen Kampfstab, hob den "magisches Verschließen" - Zauber auf und öffnete die Tür. Vor ihm stand ein sexy Orkweibchen. Jade Lippen Maskara transparent glänzend. Maße 210 180 412. Ein Anblick des Grauens. "Wööööh!" Zavalon knallte die Tür zu, verschloß diese wieder und rannte Richtung Fenster. Er öffnete es und sah nach unten, der Innenhof! Dort war nur ein Ork, der gerade durch die Tür gestapft kam. Unterhalb Zavalons Fenster war ein ziemlich weicher... Kopfsteinpflaster... Aber ihm blieb keine Wahl, so geschickt wie möglich kletterte Zavalon mit seinem Stab herunter und versteckte sich hinter einem Busch. Der Ork schien etwas zu riechen. Vielleicht hätte der Schwarzmagier nicht sein Hugo-Boss in Kombination mit Leevea-Deo nehmen sollen... Das grüne Wesen zuckte seine Axt und rannte auf den ensprechenden Busch zu. Ein lautes Klirren signalisierte den Aufprall der Axt auf den Stab. Adrenalin durchströmte Zavalon, erfüllte seine Arme und Beine. Voller Kampfeslust konterte Zavalon, schwung den Stab immer schneller und stoch Richtung Ork, welcher ein paar Schritte zurückwich, aber dann erneut zum Angriff überging. Was? Nein! Ein leicht blutender Schlitzer zierte Zavalons Gesicht. Rage! Oben, Unten, Stich... Der Ork ging grunzend zu Boden.
Was nun? Vor ihm lag ein toter Ork, und wenn dieser entdeckt worden wäre, wäre es aus mit dem Innenhofschutz. Mit Freude oder eher verzweifelt schliff Zavalon den Grünen in den Busch, wo er ihn liegen lies und sich Richtung Baum wand. Aber was sah er da? Da oben saßen sein Horadidi, shark und Rock, welche ihm erst auffielen, als er auf der Baumkrone gegen sie stieß. Vorsichtig lachte der Schwarzmagier...
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| 26.06.2003 21:29 | #348 |
| shark1259 |
shark versuchte ein aufmunterndes Lächeln zurückzuwerfen. Ob es ihm gelang oder nicht war im Grunde egal, es war schon wieder so finster, dass man es wohl kaum hätte sehen können, selbst wenn es ein richtiges gewesen wäre.
Das ganze machte shark sehr müde und ausgelaugt. Der Regen tropfte in Scharen zu Boden und andauernd war dieses Geräusch in der Luft, nie war vollkommene Stille.
shark spuckte zu Boden. Der bittere Geschmack von blut, so warm und ekelerregend. Ihm war schlecht. Die Kalte nacht blieb bestehen. Schon seit Tagen war keine einz'ger Sonnenstrahl zu Boden gekommen. Immer nur diese endlose Dunkelheit um sie herum. Und dann auch noch diese Stimme in seinem Kopf die nie versiegen wollte, ihn wieder und wieder dazu aufforderte sich den Orks zu stellen. Der Kampf der in ihm tobte. All dies machte ihn krank. Warum waren die Dämonen bloß weg gegangen. Das Kastell war so sicher gewesen. Nie hätte sich shark Sorgen gemacht, jemals von Orks überfallen werden zu können. Nie wäre ihm auch nur in den Sinn gekommen, hier, hier in seiner Heimat, in seinem zu Hause, in Gefahr zu kommen und schon gar nicht eine Gefahr von außen. Er hatte ja schon viele Kämpfe erlebt und viele Abenteuer bestanden und es war nicht einmal das schrecklichste, die Geschichte mit dem Vater Rocks. Sie schien nicht einmal so aussichtslos. Irgendwie würde man schon überleben, auch wenn man sich hier verchancen musste. Und der Beweis dass auch Zava noch lebte, sagte auch, dass wahrscheinlich auch noch andere Leben würden. Es war nur so überraschend gekommen. Auf einmal waren Orks dagewesen und die Dämonen weg. Man hätte es sich nie erwartet.
Oder hätte man sollen?
Erschrocken über den eigenen völlig absurden Gedanken den er jetzt gerade durch seinen Kopf gejagt hatte schlug er unsanft mit dem Kopf gegen einen dicken Ast. Ein dumpfes Geräusch erklang bei dem Aufprall und vom ganzen Baum tropften riesige Regentropfen gen boden. Unter ihnen entstand eine kleine Lache aus Wasser.
Scheiß halt auf die Gefahr, ich muss mich bewegen.
Nahezu ohne Laut, oder wenigstens versuchend keinen zu verursachen, glitt shark zu Boden. Er blieb in geduckter haltung und sah sich unsicher um. Gut, was konnte groß passieren. Wenn ein Ork kam würden sie schon damit fertig werden. Wenn mehrere kamen, dann konnte doch einfach immer einer dafür sorgen, dass die Orks beim eintreten in den Innenhof recht stark verwundet wurden und die restlichen konnten sich dann um das Ende kümmern.
doch nichts dergleichen würde geschehen, der Gang, der zu ihnen führte, schien lehrgefegt. Entweder man hatte davon erfahren, dass hier orks verschwanden und wollte sich etwas ausdenken, oder dieser Eben erlegte ork der nun bei dem Busch lag, war wirklich die einzige Wache gewesen. Das wäre wiederum sehr törricht gewesen.
shark ging ein paar mal um den Baum herum. Seine Haare waren vollkommen durchnässt, genau wie seine Kleidung. Immer wieder ließ er einen Nieser von sich hören. Er hatte sich verkühlt und das schon vor zwei Tagen. Die Tage waren kalt, doch die Nächte, sie waren noch viel kälter. Und in Nassen sachen war es schwer dies zu überstehen.
"Wir müssen etwas unternehmen, nur was? Hat denn niemand einen Einfall? Irgendwie sollten wir versuchen uns zuerst einmal irgendwo zu verchancen wo wir die Orks gut angreifen können, jedoch sie uns nicht sehen oder nur schlecht zu uns kommen."
Diese Worte waren hauptsächlich zu olirie gerichtet, der sich wohl im Kastell am meisten auskannte, zumindest von den anwesenden.
"Das was Rock und ich zuvor gemacht haben, war vielleicht törricht, jedoch hat es etwas gebracht. Es sind drei Orks weniger und ein paar werden unsicherer sein, wenn sie diese ermordet finden.
Wir können hier nicht so tatenlos zusehen. Wir müssen was für das Kastell tun."Den letzten Satz hatte er beinahe geschrieen und hinterher sagte er noch wie zu sich selbst und auch nur um seine Gedanken zu befriedigen, ohne wirklichen sinn oder Glauben.
Und für BELIAR...
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| 26.06.2003 21:58 | #349 |
| Squall_L |
Squall saß in der Bücherei und überlegte sich was er machen könnte um auf kurz oder lang nicht zu verhungern. Er dachte nach und er kam immer wieder auf den Gedanken das es bei den vielen Büchern doch bestimmt irgendein Buch gäben würde was ihn in seiner unglücklichen Situation behilflich sein könnte.Also stand er von seinem Tisch auf und machte sich auf den Weg, um durch die Gänge zu streifen und ein passendes Buch zu finden. Nachdem er fast 2 Stunden lang durch die Gänge gestreift war und nichts fand verlor er langsam seine Hoffnung das hier zu überleben.
Er setzte sich hin und lehnte sich an ein Regal, er war kurz davor vor Wut irgendetwas hier in dieser Bibliothek zu zerstören. Um sich wenigstens etwas abzureagieren schlug er einige male auf den Boden, Lucky kam auf ihn zu und versuchte ihn in dem er ihm im Gesicht leckte etwas aufzumuntern.Als er Lucky so ansah kam ihn der Gedanke das er bestimmt auch ein gut schmecken würde , den Gedanken strich er aber sofort wieder aus seinem Gedächtnis den, er brauchte eine Lösung die ihn längere Zeit am Leben halten könnte und nicht nur ein paar Tage. Den er wusste ja nicht wie lange das mit den Orks noch dauern würde wenn es überhaupt einmal Enden würde. Squall hatte großes Vertrauen in die Schwarzmagier , er dachte das sie bestimmt schon einen Gegenschlagsplan haben und das sie bald die Orks in das Loch zurückschicken würden wo sie her kamen.Er sah Lucky um die Ecke gehen und empfand es so als würde Lucky ihm irgendetwas zeigen wollen, erst wollte er sitzen bleiben doch aus irgendeinen Grund ging er hinter Lucky her. Nach dem er einige Regale hinter sich gelassen hatte bog Lucky um die Ecke. Als Squall ebenfalls um die Ecke bog sah er wie Lucky etwas im Mund hatte, es war eine kleine Tüte oder Tasche. Squall nahm die Tasche an sich und öffnete sie. Er dachte einen kurzen Moment daran das , dass nun seine Rettung seine könnte aber dann wurde er von der Realität eingeholt. Es waren nur vergammeltes Obst hier hatte wohl jemand seine Essenspaket abgelegt und es nicht wieder gefunden. Vor Wut über diesen Schund schmiss er das Esspaket gegen ein Regal.
Er traf ein Buch was am Ende des Regals stand und es fiel zu Boden, er wollte hingehen und es wieder zurückstellen, doch dann dachte er daran warum er es wieder zurück stellen sollte es würde sowieso niemanden interessierte und außerdem lagen hier genug Bücher herum. Squall drehte sich herum und bekam plötzlich einen Schlag vor den Hinterkopf , er drehte sich schreckartig um sah das Buch direkt hinter ihn liegen. Er konnte es nicht fassen es musst geflogen sein um ihn zu treffen , aber ein buch kann so etwas doch nicht . Er stoßt das Buch mit seinem Fuß an aber nicht geschah so nahm er es in die Hand und öffnete es. Als Buchtitel stand darauf „Magische ........“ weiter konnte er es nicht mehr entziffern es sah so aus als hätte es schon einiges mitgemacht. Er setzte sich wieder auf den Boden , öffnete das Buch und fing an zu lesen.
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| 26.06.2003 22:22 | #350 |
| The_Nameless |
Schnell versteckte sich Less hinter einer der vielen Säulen, die, wie ein undurchdringlicher Kreis die Einganshalle umgaben. Der Gestank von verbranntem Fleisch lag in der Luft und nahm ihm fast den Atem, unzählige Leichenteile der Orks waren durch den ganzen Raum verstreut, abermals kam die Übelkeit in ihm auf. Inmitten all dieser Kadaver konnte man dennoch das leichte Glühen des großen Pentagramms erkennen, welches die Halle in einen nur noch schwach erkennbaren Schein warf.
Grobe Stimmen waren von der dämonenförmigen Statue her zu hören, gesprochen in der unverständlichen Sprache der Orks. Less glaubte sogar einen Anflug von Furcht darin zu erkennen, wie es schien, waren die Magier des Kastells auch hier oben nicht untätig gewesen...
Vorsichtig lugte er um die Säule herum um einen Blick auf den Ursprung der Stimmen zu erhaschen, vier Orks standen inmitten der Überreste ihrer toten Brüder und schienen sich lauthals zu streiten. Während sie sich mit immer bösartiger klingenden Worten gegenseitig anbrüllten, fuhren auch ihre Hände langsam an ihre groben blutverschmierten Waffen, die Situation schien zu eskalieren.
Zwei der Orks wichen langsam auf die Seite, die vermutlichen Urheber des Streits standen sich mit wutverzerrten Gesichtern schweigend gegenüber, sahen sich regungslos in die blitzenden Augen.
Unbewusst lehnte sich Less etwas weiter hervor um mehr von dem interessanten Schauspiel zu sehen zu bekommen.
Verärgerte Rufe drangen gleichzeitig von den vertrockneten runzligen Lippen der beiden Kontrahenten, mit irrsinniger Schnelligkeit zogen beide ihre Waffen und gingen aufeinander los.
Es war ein seltsamer Anblick der sich da bot, chancenlos versuchte der größere der beiden Orks die wuchtigen Schläge des Anderen abzuwehren, doch immer wieder wurde er von dessen mächtiger Klinge getroffen, die ihn immer schwächer werden ließ.
Schnell zog Less seinen Schädel zurück, währen die Krieger nicht so sehr in ihren Kampf verwickelt gewesen, so hätten sie mit ziemlicher Sicherheit die neugierigen Augen, die hinter der Säule, auf die sie sich gerade zubewegten, hervorsahen, bemerkt. Mit klopfendem Herzen presste sich Less an die Rückseite der glatten Säule.
Die spannende Atmosphäre des ungerechten Kampfes war förmlich zu spüren, die wuchtigen Schritte der schweren Orkstiefel kamen immer näher...Durch die starken Hiebe des kleinen Orks immer weiter zurückgedrängt, stieß der chancenlose Große mit dem flachen Rücken gegen die kalte Oberfläche der Steinsäule, ein flehendes Grunzen erklang in der Halle.
Less Puls stieg weiter mit rasender Geschwindigkeit, er konnte den üblen Gestank der grünen Kreatur, die, nur durch etwas rundem Gestein von ihm getrennt, direkt hinter ihm stand, genau riechen, der ekelerregende Mundgeruch stieg ihm in die Nase und schien seine ganzen Sinne zu benebeln.
Ein triumphierendes Brüllen schallte, an allen Wänden widerhallend, durch den Raum. Mit einem lauten Krachen wurde der Kopf des Unterlegenen vom Rumpf abgetrennt. Mit einem dumpfen Pochen schlug der Schädel auf dem Boden auf, wo er dann langsam an Less Augen vorbeirollte und mit leisen Schlägen die Treppe zu den Katakomben herabstürzte.
Stille trat ein...
Genüsslich grunzend Schritt der siegreiche Ork wieder zu seinen beiden Kameraden, die das Schauspiel anscheinen mit makaberer Freude und Entzückung bewundert hatten.
Erleichtert sank Less in die Knie, wenigstens das Glück war an diesem finsteren Tag mit ihm.
Stumm sah er der glitzernden Blutspur des abgetrennten Orkschädels hinterher, die sich allmählich in der Dunkelheit der Kellergewölbe verlor, Orks waren schon sonderbare Wesen.
So leise wie möglich schlich sich Less durch den Schatten in die Richtung einer der vielen Ausgänge, die tiefe Schwärze seiner Robe leistete ihm dabei gute Dienste, nur der aufmerksamste Beobachter hätte die dunkle Gestalt, die sich hier hinter den steinernen Säulen bewegte, erkannt.
Die rauen Stimmen der Orkkrieger, die sich mittlerweile lautstark, vermutlich über den vorherigen Kampf, unterhielten, übertönten die schlurfenden Geräusche des dünnen Stoffs, der bei jedem Schritt mit kratzartigen Geräuschen über den Boden schleifte.
Durchgeschwitzt vor Aufregung erreichte er letztendlich einen unbewachten Gang, Schritte von sich entfernenden Personen war von dort zwar noch zu hören, dennoch konnte Less niemanden im schwachen Schimmer der Kerzen erblicken.Geschickt ging er mit schnellem Tempo den Gang entlang, und versuchte dabei, so lautlos wie möglich zu bleiben. Ein silbriger Lichtstreifen erschien am Ende des Weges, beruhigend erhellte er die dunklen Marmorplatten des Kastellbodens.Als er langsam näher kam, erkannte Less das große Tor, das sich langsam düster vor ihm aufbaute, hier war der Weg in den wunderschönen Innenhof, der Weg zur uralten Esche und ihren unendlichen Weisheiten und Geschichten.Vorsichtig spähte er durch den Türschlitz in das weiß glänzende Licht des Mondes. Niemand schien sich hier aufzuhalten, hier war ein Platz der Ruhe, vielleicht sogar ein Platz des Friedens, wenn es so etwas in einer solchen Situation wie der seinen überhaupt gab.
Geduckt näherte er sich den immergrünen Blättern des faszinierenden Baumes, der sanfte Wind ließ sie leicht in seiner Bahn schaukeln, sein leises Wispern vertrieb alle Angst aus Less Gedanken ... er fühlte sich hier sicher.Kaum hörbar trug die Brise ihre Stimme an seine Ohren, es war fast, als würde sie tatsächlich zu ihm sprechen...
Verwundert schüttelte er den Kopf, es waren echte Worte die hier kaum hörbar erklangen. Die schwarzen Augen sahen langsam zum dichten Geäst der Esche auf, undeutlich waren die Umrisse von mehreren Personen zu erkennen ... was war hier los?
Eine Hand kam aus der Dunkelheit hervor, zögernd griff Less danach und zog sich umständlich am dicken Stamm hinauf. Stumm sah er die übrigen Personen um ihn herum an, es waren neben ihm noch mehrere weitere Bewohner des Kastells in diesem Versteck, teilweise mit verbluteten und zerrissenen Roben sahen sie ihn aus tiefen Augen fragend an.
"Hallo, ich bin Less."
Regungslos gesellte er sich zu seinen Leidensgenossen und blickte durch das Dickicht der Blätter in den weiten verregneten Nachthimmel...
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| 27.06.2003 02:44 | #351 |
| Don-Esteban |
Der Weg führte um einige Biegungen. Orks waren hier, so weit hinte im Kastell nur vereinzelt zu sehen. Hin und wieder lag eine offene Tür im Weg, die es möglichst unbemerkt hinter sich zu lassen galt. Denn in den dazugehörigen räumen wüteten Orks. Die Disziplin der Grünhäute ließ scheinbar sehr zu wünschen übrig. Jeder suchte sich eine Ecke des Kastells aus, in der er seiner Meinung nach die meiste Beute machen würde. Gab es kein Kommando, keinen Stab, der die Armee im Griff hatte? Oder war dies die übliche Art, sich die Loyalität der Kämpfer zu sichern? Schlimm sah es aus in Teilen der Korridore. Dort lagen aufgetürmte Reste der Inneneinrichtung. Wild herausgerissen und in Einzelteile zerlegt, das Holz der Möbel gesplittert, die eisernen Kerzenleuchter, Kaminbestecke und Verzierungen verbogen und zerschlagen. Bücher, in Fetzen gerissen oder einfach nur achtlos hingeworfen auf den Boden. Tritte von schweren Stiefeln hatten das Übrige getan, um diese Haufen voller Unrat zui hrem jetzigen Aussehen zu bringen. Mit Schwertern achtlos zerschnittene Vorhänge und andere Stoffetzen komplettierten die Ansammlungen von Trümmern. Wo einst gepolsterte Möbel in den Zimmern standen, machten nun Knäuel der herausgerissenen Füllung darauf aufmerksam, daß die Sessel und Diwane nun nachhaltig entfernt worden waren.In einigen der Räume waren die Zerstörer noch am Werk, suchten die nimemrsatten Plünderer noch hoffnungsvoll nach Schätzen, gold und silber. Hatten sie denn immernochnicht gesehen, daß der Reichtum des Kastells nicht aus dem Glanz kostbarer Metalle bestand? Nein, anscheinend nicht. Das Wissen, zwischen zwei Buchdeckel gepresst ein viel größerer Reichtum sein konnte, ging ihnen nicht in den Kopf. Vorsichtig pirschte sich der Schwarzmagier an den offenen Türen vorbei, um sich der Aufmerksamkeit der dort teilweise noch wütenden Orks zu entziehen. Bald war er in einem Gang angelangt, der ihn zur Runenkammer führen würde. Hier herrschte Dunkelheit. Die Fackeln in den schmiedeeisernen, an den Wänden angebrachten oder in Nischen stehenden Leuchtern waren verloschen. Bisher brannten sie immer, mußten nie nachgefüllt werden. Der Schwarzmagier überlegte. Mußten sie das wirklich nicht? War es nicht vielleicht so, daß die Dämonen die erledigten? Die Dämonen, die nun verschwunden waren, das Kastell allesamt verlassen hatten.
Weiter ging der Weg, um die letzte Biegung. Nur noch ein Stück und die Runenkammer war erreicht. Hier lagerte auch noch ein Vorrat an Spruchrollen. Er wäre sicher nützlich für die anderen Magier. Wenn er sie nur finden würde. Ob sie den Orks entkommen waren? Was, wenn sie allesamt in deren Hände gefallen waren und er hier der letzte war? Nein, das konnte nicht sein. sie wußten sich zu wehren. An diesem Gedanken festhaltend, erreichte Don-Esteban die verborgene Tür zur Runenkammer. Lange hatte einst die Suche danach gedauert, bis er sie aus purem Zufall gefunden hatte.
"Runenkammer!"
Laut und in befehlendem Tonfall rief er das Wort – hoffentlich rief es keinen Ork herbei. Unheilvoll hallte das Echo nach und rollte verzerrt durch die Gänge, bis es sich endlich verlor. Vor ihm tauchten die Umrisse einer Tür auf. Die gewohnten Berührungen ihrer Oberfläche geschahen schnell und ohne nachzudenken. Der Öffnungsmechanismus war dem Magier in fleisch und Blut übergegangen. Hier und da glänzten Linien auf, bildeten Muster, verschnörkelte Runenbänder tauchten auf und verblassten wieder. Am ende ertönte ein Klicken, wie bei einem Uhrwerk und die Tür sprang ein wenig auf. Bald jedoch schloß sich die Tür wieder hinter ihm.
Der Runenraum: Regale bis unter die Decke, angefüllt mit Runenrohlingen, Schriftrollen und seltsamen Büchern, die aus verschiedenen Gründen nicht in der Bibliothek zu finden waren. Schnekll durchwühlte Don-Esteban die Regale, suchte nach den stärksten Zaubern, füllte sich alles in eine aus einem unterwegs aufgelesenen Vorhangfetzen gefertigte Tragetasche und verließ dann wieder die Kammer.
Hinter ihm schloß sich die Tür und verblasste. Übrig blieb eine ganz normale Wand. Doch der Magier achtete nicht auf dieses Schauspiel. Er war schon wieder auf dem Weg zurück. Jetzt kam der gefährliche Teil des Planes. Er mußte nocheinmal durch die Eingangshalle voller Orks. Auf leisen Sohlen, weil barfuß, schlich er sich wieder zurück durch all die Gänge, die er vor kurzem durchquert hatte, als er, auf der Flucht vor dem Ork, der ihn aufgespürt hatte, die Kammer des temporalen Nullpunkts gesucht hatte.
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| 27.06.2003 02:46 | #352 |
| Kruhm Kach |
"Ein Mensch! Da! Auf ihn!"
Die Orks in der Eingangshalle sprangen auf. Die Statue war mittlerweile in viele Steinsplitter zersprungen, die alle auf dem marmornem Boden ausgebreitet lagen. Jetzt langweilte sich die Orkwache in der großen Halle. Einige hatten versucht, den großen Kronleuchter, der von der Decke hing, zu erreichen, indem sie auf die schulter eines Kameraden stiegen, aber er hing zu hoch. Ein paar andere hatten noch nicht genug und schlugen gerade von den Treppensimsen, den Geländern und den Kapitellen der säulen allen figürlichen Schmuck ab, den sie erreichen konnte. Ab und an krachte es und ein splitterregen ergoß sich in die Halle. Doch nun herrschte helle Aufregung.
"Kreist ihn ein!"
Der Befehlshaber gab seine Kommandos, alle sprangen auf. Die ersten Kämpfer hatten den Magier schon erreicht. Laut brüllend hoben siei hre waffen und wollten sie auf den vermeintlichen Magier niederschmettern. Doch was war das? Ein Klirren und der Magier hatte mit einem Zweihänder ausgeholt und dem ersten Ork die Rübe abgeschlagen. Und dann holte er weit aus, ließ das schwere Schwert erneut niedersausen und es gegen die schnell zur Abwehr erhobenen Waffen von zwei Orks klirren. Dabei fiel auf einmal die Robe von ihm ab. Irgendwie sah er sehr mager aus. Sein Mund war zu einem breiten Grinsen verzogen und... man konnte durch den Brustkorb schauen.
"Ein Skelett – ein verdammtes Skelett, bei Hordokh! Was ist das für ein Zauber?"Wütend drangen die Orks auf den Gegner ein. Das skelett holte noch ein paar mal aus und ließ das Schwert in der Schar der Feinde tanzen, dann zerbarst der schädel unter einem Keulentreffer von hinten. Das kopflose Skelett rannte hierhin und dorthin, fuchtelte mit dem schweren Zweihänder herum. Die Orks sprangen nun alle rechtzzeitig zur Seite, stießen es von hinten an und machten ihre Späße damit. Zum Schluß stellte ihm einer ein Bein und der Knochenmann fiel der Länge nach hin. Jetzt hieb jeder, der in der Nähe stand, noch einmal darauf ein und bald waren nur noch kleine Knochensplitter, die sich mit den Splittern der abgeheuenen Figuren und der zerstörten Statue mischten, von dem Skelett übrig.
Die Orks kehrten wieder an ihre Posten zurück. Zwei ihrer Leute lagen in ihrem Blut. Einer kopflos – sein Haupt war weggerollt und lag einige Schritt neben ihm, der andere starrte mit glasigen Augen gen Decke. Sein aufgeschlitzter Bauch hatte ihn das Leben gekostet. Jemand griff nach dem einsamen Kopf, er war direkt zwischen die Füße der geschundenen Statue gerollt und packte ihn an den Haaren, die zum üblichen Kriegerknoten zusammengewunden worden waren. Achtlos warf er den Kopf neben die Leiche. Sie würde sicher bald abgeholt werden.Die restlichen Orks diskutierten, ob das nun ein Magier war, der sich in ein Skelett verwandelt hatte oder ob die Magier in diesem Gebäude sowieso nur aus Skeletten bestanden. Auf jeden Fall müßte Meldung gemacht werden.
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| 27.06.2003 02:47 | #353 |
| Don-Esteban |
Don-Esteban war vorbei an der Eingangshalle. Das Ablenkungsmanöver mit dem robenbehangenem Skelett hatte geklappt. Dumm nur, daß er nun nicht nur barfuß war, sondern auch noch sozusagen im Unterhemd. Nun... wichtiger war, daß er es geschafft hatte, den anderen Seitenflügel des Kastells zu erreichen. Hier herrschte die gleiche Unordnung wie in anderen Teilen des Gebäudes. Überall aufgebrochene Türen, zerstörte und herausgeworfene Einrichtung. Vorsichtig schlich er sich, so gut es eben ging, an den Türen vorbei, umging möglichst vermutete Ansammlungen von Orks. Aus einem Zimmer tönte ein lautes Schnarchen, hier hatte sich wohl einer beim Wühlen verausgabt. Immer weiter führte ihn sein Weg. Zuerst war es, nach dem Verlassen der Eingangshalle recht einfach, den leeren Gängen zu folgen, doch bald kamen die Gästezimmer, die einfach aufzubrechen waren und teilweise eine recht kostbare Ausstattung enthielten. Jedes von ihnen war mit Orks angefüllt, die sich entweder um das Inventar stritten, Wettbewerbe im Kleinhacken von Möbeln veranstalteten oder Zielwurf auf die Wandbilder übten. Und jedes mal stand die Tür entweder offen oder war sowieso schon längst zertrümmert. Ein schwieriger Parcours für jemanden, der es gewohnt war, so aufzutreten, daß ihn auch ja jeder bemerkte. Seufzend machte sich der barfüßige Magier ohne Robe auf den Weg zum Ende des Gebäudeflügels. Dort befand sich noch ein besonderer Raum, der einige Überraschungen für allzuneugierige Orks bereithalten würde...
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| 27.06.2003 17:21 | #354 |
| HoraXeduS |
Während die Strahlen der frühen Nachmittagssonne die Höhen und Täler von ganz Khorinis mit ihrer milden Energie erwärmten, lagen einzig hoch über dem Gemäuer, welches vormals als Kastell des ZuX galt, finstere, tiefschwarze Wolken, die ihren schweren, nassen Inhalt über die neue Wohnstatt der Orks ergossen.
Im dortigen Innenhof, auf den widerstandsfähigen Ästen eines wunderschönen Baumes kauernd, wurde dem Schwarzmagier Horaxedus soeben leer und finster zumute, als er die letzten Brotkrumen aus seinem Bündel unter seinen Kameraden verteilte. Die Vorräte waren zur Neige gegangen. Kein Wunder eigentlich angesichts der wundersamen Vermehrung der in der Esche Ansässigen Mitstreiter. Viel mehr Magier als ursprünglich befürchtet hatten den Ansturm der Orks überlebt und auf mehr oder weniger glückliche Weise den Weg in den Innenhof des Kastells gefunden. Der Gedanke daran, dass vielleicht noch mehr von ihnen irgendwo im Gemäuer umherirrten, liess das Herz des Glasmachers höher schlagen. Waren Zloin und seine Anhänger überhaupt zu dem Orte vorgestossen, den sie während ihrer hektischen Planung als ihren Aussenposten bezeichnet hatten? Und was war mit Arctus? Hatte er überlebt?
Wenn die Orks nur einen Funken Verstand in ihren deutlich überdimensionierten grünen Schädeln gehabt hätten, sie wären längst darauf gekommen, dass sie die Feinde, nach denen sie nunmehr seit Tagen fahndeten, fast wie überreife Äpfel von diesem stattlichen Baume hätten schütteln können. So aber bot sich den Schwarzmagiern neben ihrer Gehirngrösse noch ein weiterer Vorteil gegenüber den übermächtig scheinenden Gegnern: Durch die zaghafte Dezimierung der Orkreihen und das langsame, aber fortwährende Verschwinden ihrer Kameraden schienen die Invasoren etwas nervös zu werden. Oder sie waren immer so unkoordiniert, wie sie sich hier im Innenhof des Kastells präsentierten. Das jedoch konnte sich Horaxedus nicht vorstellen. Für gewöhnlich waren Orks durch ihre starken hierarchischen Strukturen sehr wohl organisiert. Lediglich die ihnen angeborene Gier machte dem hin und wieder einen Strich durch die Rechnung.
"Genug gegrübelt", murmelte Horaxedus leise und beschloss, dass es ihm egal sei, warum die Orks nicht schon weitere Wachen an die Pforte geschickt hatten. So musste er nur darauf achten, dass man ihn nicht durch eines der Fenster aus dem Gebäude heraus sah, während er sich erneut vom Baum entfernte. Nun endlich verstand der Glasmacher auch den kühnen Sprung, den Rock kürzlich getan hatte: Kletterte man am hellichten Tage gemütlich langsam aus der Esche, man verriete sämtliche ihrer Bewohner.
So tief wie möglich kletterte Horaxedus und liess sich schliesslich aus dem Blätterkleid des Baumes auf den Erdboden des Innenhofes fallen. Und sogleich warf ihm olirie wie verabredetet seinen Kampfstab hinterher. Der Schwarzmagier duckte sich zwar ein wenig, als er auf eine der Mauern des Kastells zulief, doch es war wichtiger, schnell zu laufen, als tief am Boden zu bleiben. Es galt nur, nicht von innerhalb des Gebäudes gesehen zu werden. Verdammt! Die Fenster im Ergeschoss des Kastellflügels, auf den Horaxedus zurannte, waren in einigen Fällen nicht nur klein, sondern auch zu hoch gelegen, um einfach in die dahinterliegenden Räumlichkeiten hindurch zu steigen. Der Glasmacher hielt inne und liess seinen Blick eilig durch den Innenhof schweifen. Die Stühle! Der Magier rannte zum Brunnen und griff sich einen der Stühle, die dort standen. Ein flüchtiger Blick tief in den Freiluft-Esstisch hinein offenbarte nichts als Schwärze. Auch recht.
Den Stuhl stellte Horaxedus nach einem erneuten kurzen Sprint unter eines der Fenster im Erdgeschoss und stieg auf die feuchte, etwas rutschige Sitzfläche. Dann folgte ein kurzer, trockener Schlag an der Verschlussstelle und das Fenster öffnete sich, ohne dass die kunstvoll eingefasste Verglasung Schaden nahm. Scherben bringen Glück. Jedoch nicht dem Glasmacher.
Ein kräftiger Satz und Horaxedus hockte in seiner Werkstatt. Hier sah es recht wild aus: Das leere Regal war aus seiner Verankerung gerissen, die einzelnen Böden, zum Teil geborsten, lagen im Raum verteilt. Die Arbeitsplatte einer der beiden Werkbänke war mittendurch geteilt. Horaxedus tippte auf den gewaltigen Hieb einer Orkaxt. Der massive Doppelofen jedoch hatte kaum einen Kratzer abbekommen. Schräg unter dem Fenster aber lag... die hölzerne Übungspuppe. Einer der wütenden Grünhäuter musste ihr den Schädel abgeschlagen haben und sie dabei umgerissen haben. Wie hatte er nur... Horaxedus richtete das hölzerne Männlein mühsam auf und betrachtete eingehend deren Rumpf. Natürlich, der Ork hatte von hinten zugeschlagen, da hatte die Puppe natürlich keine Chance gehabt.
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| 27.06.2003 18:29 | #355 |
| shark1259 |
'Nein. Geh weg. Lass mich, ich hab dir doch nichts getan. Warum willst du so grundlos töten? Du hast ja nichts davon, also geh weg. Bitte geh weg und komm nie wieder...' Der Ork grunste. Mit einem Lächeln auf dem Mund holte er weit aus. Seine schwere Axt war schon hinter seinem Rücken. Dann hieb er zu. Erbarmungslos. Nur von dem Drang zu töten aus getrieben, er wusste im Grunde gar nicht, was er da machte. Er wusste nicht genau was Tod hieß. Dann war es halt aus für ihn, aber er ahnte nicht, was es bedeutete Tod zu sein und in das Reich Beliars einzugehen. Dies war nur einer von vielen Namen den er einmal aufgeschnappt hatte.
Der Ast, besser gesagt das Ästchen, welches ihm entgegengehalten worden war, zerbarst mit einem lauten knacksen, so dass man das Fleisch des Menschen schon nicht mehr hören konnte. Nur das Blut spritze in diesem Raum, in diesem Endlosen Raum herum.
Schweißgebadet erwachet shark. Oder war es Regenwasser dass ihn so durchnässt gemach hatte? Was machte das für einen Unterschied? Nichts machte mehr einen Unterschied wenn sie hier auf ihren sicheren Tod warteten. shark stand auf und stieg vom Baum. Ein Gefühl der Übelkeit überkam ihn. Er musste sich übergeben, allerdings war er dazu in eine Ecke gegangen. Es war nicht viel da um sich davon übergeben zu können, das meiste davon war Speichel.
Wankend schritt er zum Baum zurück.
"Nein. Aus, fertig. Nicht mehr so. Ich gehe nun, wer mich begleiten will der kann das tun, dann hätten wir vielleicht eine Chance gegen diese riesenmasse an Orks. Wenn sie auch klein ist. Ansonsten aber gehe ich allein. Und sterbe allein."
Er wartete kurz, niemand gab ihm eine Antwort. Vielleicht waren sie nur etwas geschockt von ihm, vielleicht wollten sie aber auch nicht...
"Nun denn, gehabt euch wohl. Und passt mir wenigstens auf den Innenhof auf. Man sieht sich im unteren Reich."
Mit diesen Worten kehrte shark dem Rest der schwarzmagier hier den Rücken zu und wandte sich zum Kastell.
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| 27.06.2003 19:44 | #356 |
| The_Nameless |
Schweigend sah Less dem sonderbaren Magier hinterher, der sich ihm als Horaxedus vorgestellt hatte. Mit kräftigen Schritten nahm er schnell seinen Weg in die Richtung der Wände des Innenhofs, die diesen vom übrigen Teil des Kastells trennten. Leicht geduckt verschwand er mit seinem mächtigen Kampfstab in den Händen durch die seltsame Dunkelheit, erzeugt durch verregnete schwarze Wolken welche die lachenden Strahlen der gleißenden Sonne von den düsteren Gemäuern abhielten.
Abermals trat die Hoffnungslosigkeit verbreitende Stille über den dichten Ästen der sonst so wunderschön erstrahlenden Esche auf, keiner der übrigen Anwesenden sah es als notwendig an, den Gehenden zu begleiten, ihm ein kleines Mindestmaß an Unterstützung zu geben, auch nicht Less...
Die Müdigkeit, entstanden durch die langen ruhelosen Tage, die mittlerweile vergangen war, war deutlich in den immer kleiner erscheinenden Augen zu lesen, einzig und alleine das Fünkchen Zuversicht, das noch in ihnen zu brennen schien, hielt die schweren Lieder noch wie dünne Schlitze geöffnet. Hin und wieder verspürte er ein leichtes Erschüttern in seiner Magengegend, denn auch der unvermeidliche Hunger kam nun, während dieser kurzen aber nötigen Pause zum erklingen, und auch das winzige Stückchen Brot, das ihm gereicht wurde, konnte sein Verlangen nicht im geringsten stillen.
Ein leichtes Wackeln schaukelte die dicken Äste des Baumes leicht zu beiden Seiten, einer der Schwarzmagier hatte sich hektisch erhoben, aufgeschreckt, wahrscheinlich durch einen dieser üblen Träume, die unsere Gedanken in diesen Zeiten so häufig verfolgten und dem Körper jede Art von Erholung verweigerten. Mit langsamen Bewegungen stieg dieser vorsichtig vom schützenden dichten Grün des Baumes herab und verschwand ebenfalls in der tiefen Finsternis.Würgende Geräusche drangen von dort, getragen durch einen leichten Windstoß, zu den im Dickicht versteckten Magiern herauf. Less konnte es ihm nicht übel nehmen, zu oft war er selbst in ähnlichen Situationen gewesen, mitleidig sah er zu den schattenhaften Umrissen in der Ecke des Innenhofes.
Leicht taumelnd, sicherlich noch immer ein wenig benommen schritt der Schwarzmagier wieder auf dem dicken Baumstamm zu.
Stumm hörte Less seinen leisen Worten zu, doch verstand er nur das wenigste.Er sprach von einer Chance, und wenn sie auch nur klein war, sie war dennoch vorhanden.
Zielstrebig verließ der Magier, Shark, die anderen und ging, ohne sich weiter umzudrehen, auf die riesigen Holztore zum Inneren des Kastells zu.Lange dachte Less über seine Worte nach, suchte lange einen Sinn in diesem selbstmörderischen Versuch, sich den Orks entgegenzustellen, sogar den eigenen Tod in Kauf zu nehmen. War es nicht unsinnig hierfür sein Leben auf Spiel zu setzten.
Fragend blickte er in den düsteren Horizont, als ob sich dort eine Antwort finden lassen würde, doch nur der gleichmäßige Regen fiel unbeeindruckt von der ganzen Situation weiter ruhig vom Himmel herab.
Diese Antwort musste er selbst finden, es war seine Zukunft, er musste sich endlich entscheiden...
Entschlossen sprang er von den groben Ästen herab, landete hart auf dem Boden woraufhin er sofort in die Knie sank um dem Aufprall ein wenig seiner Wucht zu nehmen.
Er musste Kämpfen, er war es sich selbst, vielleicht sogar dem dunklen Meister schuldig.
Die Vernunft hatte momentan keine Bedeutung, alleine das Handeln war nun entscheidend, er würde nicht aufgeben, für Beliar ... und für die vielen Antworten auf seine ungeklärten Fragen weitermachen.
Die weite Robe zog langsam hinter seinem schnellen Körper her, während er sich Shark näherte und ihm leicht auf die Schulter klopfte.
„Du wirst nicht alleine sterben!“
Ausdruckslos nickte dieser ihm zu, verlangsamte seinen Schritt um am großen auf magische Weise verzierten Tor entgültig zu halten.
Gemeinsam blickten sie zu der riesigen alten Esche, die wie ein Fels in der Brandung dem stetigen Regen trotze.
Vielleicht würde ein weiterer Gefährte seine ganz eigene Entscheidung treffen ... und kämpfen...
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| 27.06.2003 23:51 | #357 |
| Don-Esteban |
Ein stechender Schmerz durchzuckte den Magier. Beinahe hätte er laut aufgeschrien. Verdammt! Er hätte besser aufpassen sollen, wo er hinlief. Jetzt war es zu spät. Die Scherben irgeindeines Glasgefäßes, zertrümmert auf dem Boden verteilt, hatten sich als gefährliche Falle erwiesen. Bei jedem Tritt durchfuhr ein hölischer Schmerz die Füße des Magiers. Die Sohlen fühlten sich glitschig an, kein Wunder, das viele Blut, das aus den Schnitten austrat, würde schöne Fußspuren hinterlassen. Leise stöhnend stützte sich der Schwarzmagier an einer eisernen Fackelhalterung ab und untersuchte seine Fuß. Vorsichtig entfernte er Glassplitter daraus, so gut er sie fand, in der Dunkelheit des mit erloschenen Fackeln gespickten Ganges. Nachdem er beide Füße gesäubert hatte, dabei ständig in Angst, daß irgendwelche Orks auftauchen könnten, riß er den Saum seines Untergewandes in lange, dünne Streifen und band sich den kühlen Stoff um die Füße. Die Seide war bald getränkt vom immer noch aus den Wunden laufendem Blut.Hinter ihm ertönten Schritte. Irgendwelche Orks! Schnell weiter. Mit schmerzenden Fußsohlen humpelte der Magier den Gang voran, verschwand hinter der nächsten Ecke. Die mittlerweile vollgesogenen Binden ließen rote Fußspuren auf dem Boden zurück, die immer dann, wenn er zufällig auf eine weiße Bodenfliese trat gut sichtbar waren, selbst in dem wenigen Licht, daß von irgendwo hierher drang. Don-Esteban versuchte, nur noch schwarze Bodenplatten zu erwischen, es wurde ein seltsames gehüpfe. Bei jedem Sprung betete er im stillen, daß das Auftreffen nicht so schmerzhaft sei, doch es war immer vergeblich. Mit einem vor Schmerz zur starren Maske verzerrtem Gesicht hüpfte er hier durch die gänge, von Orks verfolgt.
Doch vielleicht war das genau das, was er brauchte. Der antimagische Raum viel ihm ein.
"Oh Beliar, laß ein Buch dort liegen, ein offenes Buch."
Das Stoßgebet, ob es wahr wurde, wußte er nicht, kam ihm unwillkürlich über die Lippen. Früher hatte er nie zu Beliar gebetet. Wozu auch. Was Gefahr und Todesangst doch alles bewirkten...
Bitterkeit stieg in ihm auf. 'Wohl geprüft, Beliar', dachte er. 'Unsere Macht ist nichts, ohne deine Unterstützung. Ich weiß es, wir wissen es. Sag uns, was du willst, hilf uns. Auf das deine menschlichen Diener nicht von der Erde getilgt werden. Überlass unsere Aufgaben nicht ihnen, diesen groben Grünhäuten.'Weiter schleppte sich der Magier, immer zum Ende des Ganges. Hinter ihm wollten die Orks nicht verstummen. Sie hatten seine Fährte aufgenommen, seine Fußspuren gesehen, den Blutgeruch in den Nüstern. Wilde Schreie ausstoßend kamen sie ihm hinterher.
mit rasselndem Atem humpelte er, nun alle Vorsicht außer acht lassend weiter. Wozu noch vorsichtig sein? Sie hatten ihn ja sowieso entdeckt. Weit vor ihm lag das Ende des Ganges.
"Laß ein Buch dort sein."
Wieder dieser, einem Stoßgebet gleichenden Satz.
Endlich, nach einem Zeitraum, der dem Magier wie eine Ewigkeit erschien, erreichte er die Tür. Auch diese Tür war durch eine komplexe Abfolge von Berührungen, die nach und nach ein kompliziertes, aus ineinander verschlungenen Linien bestehendes Muster offenbarten. Nach ungezählten, hektischen, ja fast panischen Berührungen, nach einer schieren Ewigkeit sprang das Schloß auf und die Tür gab nach. Der Eingang in den antimagischen Raum war frei.Nur ein Augenblick der Ruhe, ein durchatmen, doch ach, es war ihm nicht vergönnt. Eiserne Pranken schlossen sich um seine Schultern und rissen ihn grob weg. Der Geruch der stinkenden Orks drang in seine Nase und ein grober Schrei in der ihm unbekannten Orksprache riß ihn in die Realität zurück. Eine Realität, in der ihn ein paar Orkkrieger gerade gefangen nahmen. Ohne Rücksicht wurden ihm die Hände auf dem Rücken zusammengezurrt, so heftig, daß sie fast auskugelten.
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| 28.06.2003 12:20 | #358 |
| Linky |
gestern Nachmittag...
Wiederholte, dumpfe Stöße dröhnten wie sanfte Schläge auf den Hinterkopf in Linkys Kopf. Aber dem war so nicht. Er hatte keinen Plan, ob es sich hier um Realität oder um Traumwelt handelte. Auch wiederholtes Zwicken in den Unterarm verschaffte ihm keine 100%ige Sicherheit. Schließlich entschieden sich die verschlafenen grauen Zellen für Realität. Die Tür wackelte jedenfalls sehr echt."Wer klopft denn da?", murmelte er verschlafen. Keine Antwort und kein Verstummen, des dumpfen und schrecklich nervtötenden Stoßens."Bist du es, HoraXedus?", bohrte er weiter nach, "oder irgendein aufgebrachter Magier? Was hab ich denn verbrochen?!"
Linky empfand dieses unerhörte und völlig nervenzerfetzende Pochen als persönliche Beleidigung und hätte das von den sonst so anständigen Schwarzmagiern nicht erwartet. Nun musste er halt den Spalt benutzen, um den unbekannten Klopfer zu identifizieren. Die feine englische Art war das zwar nicht, notwendig aber allemal. Ganz nah führte er seinen linken Augapfel an den hauchdünnen Spalt und lukte hindurch auf den Gang. Wie vom Blitz getroffen zuckte er schlagartig wieder zurück. Da standen doch tatsächlich drei Orks mit einem Baumstamm vor der Tür und wollten diese anscheinend eintreten. Kaffe und Kuchen wollten die bestimmt nicht trinken! Den Geschäftsmann überfiel eine hilfeschreiende Ratslosigkeit gekreuzt mit einer furchtumwobenen Heidenangst. Sollte er sich der Gefahr stellen und den windelpupsenden Dingern die Faust bieten oder war die Flucht die bessere Variante? Lange dauerten seine Überlegungen nicht, ganz im Gegenteil. Die Tatsache, dass diese drei Orks ohne große Anstanden ins Kastell gekommen sind, zeugte von ungeheurem Durchsetzungsvermögen. Und Leute mit solchem Durchsetzungsvermögen mochte er nicht sonderlich. Besonders wenn sie orkischer Herkunft entkamen.So kam es, dass der Söldner das Meisterwerk moderner Architektur, das Fenster, als inoffiziellen Ausgang benutzte. Jetzt konnte er der geldgierigen Statue zwar nicht mehr sagen, wie geldgierig sie war, aber irgendwann würde er das tun. Und damit das doch recht abenteuerliche Abenteuer im Kastell nicht in den abertausenden von Erinnerungen verschwinde, war Linky so frech und nahm sich diese fad flackernde Öllampe mit. Die Orks würden sie ja sowieso nur zerdeppern, war der ethische Hintergedanke bei dieser Tat.
Behende wie ein ungekührter Schleichweltmeister quetschte er sich aus dem engen Fenster hinaus. Eigentlich wollte er ja wieder umkehren, als er die immense Höhe vor sich sah, aber der Baumstamm im größten Gesäßmuskel veranlasste ihn, sich fallen zu lassen. Mit einem Geschrei, dem eines Scavengers gleichzusetzen flog Linky nun zum ersten Mal. Ok, es war ein kurzer Flug. fürs erste Mal aber nicht von schlechten Eltern. Nach einem Meter freiem Fall landete er unweich auf hartem Gestein.
"Das war mein Arschmuskel", murmelte Linky und blickte darauf flink nach oben. Von dort ertönte nämlich ein wildes, orkisches Kampfgeschrei, dem eines "Ugahtscaga" gleichend, und eine dumme Orkfresse schaute aus dem Fenster. Man konnte von Glück reden, dass der fette Ork samt Rüstung um einiges breiter war und so nicht durch das Fenster kam.
Linky hatte jetzt erstmal genug vom Kastell, doch so schnell wollte ihn der verzauberte Ort nicht loslassen. Es gab da nämlich ein Problem. Der zwei Hopser breite Felsvorsprung nahm nämlich, je näher er dem Ausweg nach "normal" Khorinis kam, ab und war am Schluss nur noch so breit wie eine quergestellte Scavengerpfote. Adanos meinte es heute nicht wirklich gut mit ihm. Aber was solls, wozu hat man diese Öllampe?! Linky nahm selbige und trat kräftig dagegen. Das beförderte die Lampe genau dahin, wo er hin wollte. Es half ihm nicht weiter, bewirkte aber einen großen Motivationsschub. Gab es da nicht dieses Sprichwort: "Was eine Öllampe tut, gibt dem Menschen viel Mut"? Jedenfalls begann nun eine gewagte Klettertour. Die ersten Meter waren harmlos und bedurften höchstens einem ausgeglichenen Cholesterinspiegel. Hier hätte auch Schmok langgepasst. Die letzten fünf Meter wurden aber, wie eindrucksvoll dargeboten, zu einem Höllentrip. Fuß für Fuß setzte der Söldner auf dem schmalen Felsspalt voran, die Hände umklammerten die hervorstehenden Spitzen neugothicscher Architektur. Leider war das mit den schweißgetränkten Händen kein leichtes. Linkys permanentes Zureden war da von höchster Priorität: "Du schaffst es, du schaffst es, du schaffst es, du schaffst es..."
Es kam ihm wie ein Gang durch die Hölle und wieder zurück vor.Umso größer war dann auch die Freude, als er endlich auf der anderen Seite angelangt war. Kein Stein, kein Felsbrocken, nein - etwas unbeschreiblich großes und schweres purzelte ihm da vom Herzen. So fröhlich, so voller Lebensenergie marschierte er nun endlich weg von diesem düsteren Ort, wo Orks und Schwarzmagier sich gute Nacht sagten...
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| 28.06.2003 12:34 | #359 |
| Squall_L |
Bevor Squall richtig begann zu lesen sprach er noch kurz ein Gebet zu Innos. Auch wenn er hier im Kastell der Schwarzmagier war dachte er daran das Innos ihn als sein treuer Diener helfen würde. Nachdem Gebet öffnete er hoffnungsvoll das Buch , er hoffte etwas darin zu finden was ihn helfen würde.Er las Minuten lang im Buch doch fand nichts was ihm auch nur ein wenig helfen könnte. Nun fand er auch heraus was das 2te Wort auf dem Buch bedeuten sollte. Nämlich „Magische Bücher“ dort stand nur etwas über Bücher das man sie magische verschließen kann und noch viel was Squall nicht wirklich interessierte. Er konnte es nicht fassen was hatte er getan das er hier jämmerlich verhungern sollte. Er fing an Innos zu zweifeln , warum sollte er an einen Gott glauben der ihn so in Stich lässt. Er nahm sein Gebetsbuch aus seiner Tasche und warf es aus dem Fenster nach draußen. Wenn er nicht sowieso schon in so einer blöden Situation wäre hätte er wohl Angst vor der Rache Innos gehabt, aber Innos hatte sich ja schon Tage nicht mehr um ihn gekümmert also würde er es nun auch nicht tun. Squall ließ sich zu Boden fallen und blieb erst einmal einfach nur liegen.Nachdem er einige Minuten einfach nur auf dem Boden lag und sich nicht regte kam ihn ein Gedanke. Er ist der einzige der hier eingesperrt ist und die anderen sind alle außerhalb , gut er wusste nicht ob sie noch lebten aber sie vegetierten nicht in einem riesigen Raum vor sich her. Also musste Squall etwas falsch gemacht haben , und das kann ja nur etwas wichtiges sein. Also dachte er daran das er wohl an den falschen Gott glaubte , den das kann ja sowieso alle so nicht mit rechten Dinge vorgehen. Im Kastell haben die Schwarzmagier Dämonen von Beliar bekommen und müssen somit nichts mehr selber machen. Und was ist im Kloster nicht , so wie er gehört hat gibt es dort keine Diener die Innos geschickt hatte. Er machte sich auf den Weg etwas mehr über den Gott Beliar zu erfahren , er fand natürlich schnell eine Menge Bücher in dieser riesigen Bücherei.
Nachdem er einige Stunden in den Büchern gelesen hatte , wurde ihm langsam klar das er seine Zeit vergoldet hatte . Das was in den ganzen Büchern stand überzeugte ihm sehr schnell das der einzig wahre Gott Beliar ist. Sein Glaube an Innos wurde sowieso von Woche zu Woche weniger da er merkte wie er sich veränderte und das er auf seine Fragen in Innos Büchern keine antworten drauf mehr fand. Und nun hatte er nur ein paar Stunden in den Büchern Beliars gelesen und schon wurden ihm einige Fragen beantwortet. Wie z.B. es nach dem Tot weiter geht und wo man hinkommt.
In einem Buch stand etwas von einem Don Esteban der die Unterwelt genau beschrieb:
„Don-Esteban sah eine lebende Höhle, der Fels bewegte sich, formte Blasen und bizarre Auswüchse als bestünde er aus einer dickflüssigen, teerartigen Materie. Die Wände, die Decke und der Boden war gepflastert mit Gesichtern, qualvolle, schmerzverzerrte Fratzen der Agonie. Ihre klagenden Schreie erfüllten die Höhle, wurden erstickt von flüssigem Fels, welcher immer und immer wieder über die "Wesen" quoll, sie einschloss, nur um dann, Sekunden später, wieder zu weichen und ihnen Zeit zu geben ihre Qual herauszuschreien. Die Stalaktiten, die von der Decke ragten, waren über und über mit Körpern bedeckt, mit Armen, Beinen, Rücken, wild durcheinander, übereinander, sich gegenseitig berührend, ein kompliziertes Puzzle vieler tausend Körper. Den von den in Dunkelheit liegenden Höhen der Decke herabragenden Säulen wuchsen vom Boden Stalagmiten entgegen, an deren Spitzen sich Arme erhoben zwischen gequälten Gesichtern, die ihrer ungestillten Sehnsucht nach Vereinigung mit ihrem Ebenbild Ausdruck gaben, das ihnen unendlich langsam entgegen kam.
Doch selbst, wo dies schon geschehen war und sich die, die Säulen bildenden geschundenen Körper vereinten, die Hände und Arme verknotet hatten und ein Stalagnat entstanden war, verstummten die Schmerzensschreie nicht. Sie wurden nur kurzzeitig erstickt von flüssigem Fels, welcher immer und immer wieder über die armen Seelen quoll, sie einschloss, nur um dann, Sekunden später, wieder zu weichen
In das ewige Dunkel zog sich Beliar nach dem Willen aller Götter zurück. Die Götter benutzten die Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft, Geist und Blut um das Tor zur Unterwelt dauerhaft zu versiegeln. Beliar konnte nicht mehr zurück in die Welt der Lebenden. Allerdings bleibt die Genugtuung, dass er am Ende siegt, immer, bis in alle Ewigkeit.
Unsere Welt teilt sich seither in die Welt der Lebenden und die Welt der Toten. Die Menschen fürchten den Tod, weil sie das Sterben fürchten. Dabei ist die Unterwelt genauso vielfältig wie die Welt der Lebenden.
Wenn du in der Unterwelt Gestorbene triffst, wirst du feststellen, sie sind nicht traurig. Das haben sie hinter sich gelassen, sie vermissen nichts mehr, alle Erinnerungen erlöschen nach und nach, jeder Schmerz vergeht. Ist das nicht erstrebenswert?“
So etwas hatte Squall noch nie über das Reich von Innos gelesen. In keinem Buch über Innos hatte er jemals nur ein Absatz über Inno’s Reich gelesen. Und das was Don Esteban geschrieben hatte überzeugte Squall sehr schnell. Warum sollte er den an etwas glauben worüber kaum jemand etwas genaues weiß und als er früher in einem Kloster war stellte er fest das die meisten hohen Innos Magier eingebildet alte Männer sind, die nicht einmal kleinen Kindern ihre Fragen beantworten. Und die Schwarzmagier waren so wie er sie kennen gelernt hat anders, einer hatte sein Leben gerettet obwohl er ihn nicht einmal kannte. Und außerdem darf sich jeder hier in der Bibliothek bilden was in den Bibliotheken der Kloster nicht so ist.
Squall holte sich noch ein paar Bücher über Beliar und fing an nun auch an die zu lesen.
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| 28.06.2003 17:00 | #360 |
| Don-Esteban |
Alles war aus. die Grünpelze hatten ihn entdeckt und gefesselt. Keine Chance, an die Runen am Gürtel zu gelangen, die Hände waren auf dem Rücken fest zusammengebunden. Was würde nun mit ihm geschehen, würden sie ihn in ihr Lager schleifen, foltern, töten?
Einer der Orks beschnüffelte ihn, verzog dann seine widerliche Fratze zu einer noch widerlicheren Fratze und wandte sich dann an einen anderen. Insgesamt vier Orks waren dem Magier gefolgt und hatten ihn nun in seiner Gewalt. Doch schleiften sie ihn nicht fort von hier, sondern wandten sich der Tür zu.'Ja, geht hinein', dachte der Magier. 'Ich hab euch die Tür geöffnet.'Und die Orks gingen hinein. Der erste stieß die Tür auf und ließ einen tiefen Grunzlaut hören. Vor ihm erstreckte sich eines der seltsamsten Zimmer des Kastells. Wie eine riesengroße Kugel war es gebaut. Von der nun offenen Tür führte ein langer Steg in den Mittelpunkt der Kugel. Die Kugelfläche indes war mit vielen metallenen Spitzen bedeckt, überzogen mit einer dünnen Schicht des magischen Erzes. Fein glitzerten die Linien, spiegelten das Licht, das durch die offene Tür in den Raum fiel, wider, schimmerten in den unterschiedlichsten Farben, wobei jedoch blau und grau überwog.
Die Spitzen jedoch, die die gesamte Fläche der runden Wände bedeckten, zeigten alle, wie auf Befehl ausgerichtet in den Mittelpunkt der Kugel. Hier endete der in den Raum hineinragende Steg, getragen von zwei Stützen, deren Pfosten hoch über der Lauffläche in einem anmutigen Bogen zusammenfanden, sich in einem kompliziert erscheinenden Muster aus feinem Rankenwerk vereinten und dann ins Nichts auflösten.
Vor dem Steg jedoch, unmittelbar im Anschluß daran, ragte ein Steinklotz in die Höhe. Vom im Halbdunkel liegenden Boden bis in Brusthöhe stand er unverrückbar in der Mitte des Raumes. Seine Oberfläche war glatt und dunkel. Sie schimmerte nicht, schien vielmehr das Licht aufzusaugen. Der Abschluß des schwarzen Blockes war wie ein Pult gearbeitet. Leicht angeschräft, so daß ein darauf gelegtes Buch bequem lesbar sein würde. Und genau dafür war das Pult gedacht. Für Bücher. Jedoch nicht für gewöhnliche Bücher. Diese konnte man in der Bibliothek lesen, Nein, hier wurden andere Bücher gelesen. Gefährliche Bücher, magische Bücher. Bücher, die den Leser aussogen, ihm seine Identität raubten, um dadurch zu wachsen. Die metallenen, erzüberzogenen Spitzen sollten die aus diesen Büchern austretende Magie fesseln, die an das Buch binden und verhindern, daß sie so Schaden anrichten konnte.
Viele der wichtigsten Bücher waren mit derartigen Zaubern vor dem Lesen durch Unbefugte geschützt, die sie so zu sich selbst verteidigenden Gegenständen machten. Niemand wußte, wieviele Menschen schon diesen Büchern zum Opfer gefallen waren, weil sie so dumm und neugierig waren, einen Blick hineinzuwerfen.
Auf dem Pult lag etwas, daß unter einem dicken, zu vielen Falten gekräuselten Tuch lag.
'Oh, lass es ein Buch sein, ein offenes Buch!'
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| 28.06.2003 19:18 | #361 |
| Morgat Tok’Por |
Die Augen der Orks wurden groß, als sie all die erzgeschmückten Spitzen sahen. Endlich hatten sie die Schatzkammer gefunden. Warum die seltsamen Menschen ihre Schätze in so komischer Art und Weise lagerten, war zwar seltsam, passte aber durchaus zu ihrem restlichen seltsamen Gebaren. Warum also wundern. Wichtiger war, wie man das Zeug hier rausbekam. Vergessen war der Gefangene. Er lag unbeachtet neben der Tür, die vier Orks waren alle auf den Steg getteten, der sie in die Mitte des Raumes führte. Zwischen ihnen stand Morgat Tok’Por, der sich vor allem für den Gegenstand unter dem Tuch interessierte. Mit wenigen Schritten hatte er das Ende des Steges erreicht, blieb zwischen den hochragenden Pfosten stehen und griff nach dem Tuch aus schwerem Stoff, um es wegzuziehen.Ein Buch kam zum Vorschein. Kostbar verzierte Inkunabeln leuchteten ihn an, während er mit einem abfälligen Laut über die Seite fuhr.
Nichts passierte. Dann blätterte er um. Ein leichter Wind fuhr durch den Raum, niemand wußte, wo er herkam. Wie gebannt starrte Morgat Tok’Por auf die Seiten. Sahen es die anderen nicht? Ein richter hatte sich gebildet, ein Wirbel, direkt aus dem Inneren des Buches hin zu seinen Augen, verbunden waren sie durch diesen hin und her schwankenden Wirbel aus... ja aus irgendetwas, aus Gedanken, aus Wissen, aus Gier. Der Wirbel wuchs und wurde kräftiger, riß das mittlerweile neben dem Buch liegende Tuch in die Höhe und ließ es furch den Raum flattern. Es landete irgendwo. Dann zog die Magie des Buches alle Register. Ein Sturmwind erhob sich, der lediglich aus Magie bestand und durch Magie hervorgerufen wurde. Viele, ja unzählige kleinere der magischen wirbel schossen überall aus dem Buch hervor, leckten gierig nach allem, was sie fanden und glitten unrihig hin und her zitternd über die Oberflächen, die sie erreichten.
Vor den erzüberzogenen Spitzen rings um sie zuckten sie zurück, wie ein Krake vor den giftstachelbewehrten Flossen eines Luna-Rotfeuerfisches. An den Spitzen hingegen sammelte sich die abgezogene Magie, die aus Wirbeln stammte, die ihnen zu nahe gekomemn waren, in kleinen lichtblitzen lief sie daran entlang und manchmal funkte es zwischen mehreren der in den raum hineinragendenPyramiden, wenn eine Ladung übersprang. Fast sah es aus wie ein lebendiges Wesen, das hin und her schlingerte, nach Halt suchte und nur Gefahren fand. Doch in den auf dem Steg zusammengedrängt stehenden Orks fand es vier dankbare Opfer, denn diese hatten der aus dem buch austretenden Magie nichts entgegenzusetzen. Tastens fuhren die wirbel über die Felle und Rüstungen der grünen Kämpfer, umfuhren das schwert eines der vier, das aus magischem Erz geschmiedet war. Es stieß sie ab und so wurde es verschont von der gierigen Berührung der saugenden Röhren, die schwankend, als ob sie Halt suchten, über alles hinwegleckten. Bis sie die Augen jedes einzelnen Orks gefunden hatten, vergingen nur Augenblicke, in Windeseile konzentrierten sich alle der seltsamen, aus dem offen daliegenden Buch austretenden Arme auf die Augenpaare der ahnungslosen Orks. Widerstand war zwecklos, die tumben Kämpfer hatten der Magie nichts entgegenzusetzen.Ein Beobachter hätte mit Grausen festgestellt, wie das Buch oder besser die ihm innewohnende Magie die Orks fest in seinem Griff hielt und sie gierig nach Nahrung einfach aussaugte. Die Krieger hatten keine Möglichkeit, eine geistige Barriere gegen diese sie überwältigende, nach fremden Gedanken hungrige Magie zu errichten. Richtig dünn wurden die vier wie festgewurzelt auf der in den Raum hineinragenden Brücke stehenden Orks, als ihre geistige Energie aus ihnen ausgesogen wurde. Nur kurz dauerte das grausige Schauspiel, dann sanken vier leere Hüllen, dünn wie ausgetrockente Mumien mit einem Poltern auf den Boden des Steges. Das Buch klappte mit einem lauten "Flopp" zu.
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| 28.06.2003 19:33 | #362 |
| shark1259 |
Tatsächlich war jemand neben ihn getreten. Er hatte shark in die Augen gesehen und ihm aufmunternd auf die Schulter geklopft. Auch hatte er irgendetwas leise gemurmelt. Er murmelte etwas von sterben. Er wollte ihn also wirklich begleiten und mit ihm den Tod teilen. Er wiederholte die Worte für sich selbst, die eben dieser Lehrling, wer war der nur schon wieder, von sich gegeben hatte. "Ich werde nicht alleine sterben. Wenigstens nicht alleine..."
Der Lehrling sah ihn verwundert an und nickte. "Nein, das werdet ihr nicht, shark."
Hatte dieser gerade eben seinen Namen genannt? sharks Blick wandte sich von den Fließen des kalten Kastell Bodens hinauf zu dem recht großen Kastellianer. Er war nicht schlecht gebaut und wahrscheinlich um ein paar Jahre älter als shark, obwohl dieser recht alt für das seinige Alter aussah.
"Ich kenne dich nicht... Bist du neu hier? Wer... Wer bist du?"Der andere stellte sich als neuer Lehrling namens Less vor. Er war noch nicht lange im Kastell. shark musterte ihn, die braunen, nicht allzulangen haare, dunkle Augen, wenn er es richtig sah und eine kräftige Statur. Er würde sicherlich einen guten Dämonenbeschwörer abgeben. Doch auch fügte er hinzu, sollten sie sich nicht lange mit irgendwelchen Floskeln beschäftigen, sie hatten wahrlich besseres zu tun, und damit hatte er natürlich vollkommen recht. So sahen sich die beiden noch einmal an und nickten sich gegenseitig zu. Ein schwacher wind kam ihnen entgegen, anscheinend hatte gerade jemand die Türe geöffnet oder ein Fenster war aufgegangen und nun drang ein Luftstoß durch die langen gänge des Kastells. Er brachte viel Gestank von Orks mit, ob von lebenden oder Toten. Auch viel unrat erroch shark darin, wo sollten die Orks auch hinmachen wenn nicht einfach auf den Boden?
Angewidert sah sich shark nocheinmal um. Der Lufthauch war vorbei, so nahm shark Less und ging mit ihm tiefer hinein.
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| 28.06.2003 20:00 | #363 |
| Don-Esteban |
Stille.
Mit einem energischen Schütteln des Kopfes entfernte Don-Esteban das Tuch vor seinen Augen. Mit leisem Rascheln fiel es zu Boden. Vor ihm lagen, hingesunken auf den Steg, der zum Pult führte, die dünnen, ausgemergelt aussehenden Körper der vier Orks, die ihn eben gefesselt hatten. Auf dem Pult selber lag ein Buch. Zugeschlagen. Mühsam robbte der Magier bis an den ihm zunächst liegenden grünfelligen Kämpfer, drehte sich dann so, daß er seine Fesseln an der schwertklinge des toten hin- und herschaben konnte. Nach einer ganzen Weile fielen die Stricke von seinen Handgelenken und er konnte die Arme wieder bewegen, die schmerzenden Schultern entlasten und die angeschwollenen Handgelenke massieren. Erst danach richtete er sich wieder auf, schate skeptisch in Richtung des Buches. Es war immernoch geschlossen. Doch das Schloß an seinem Einband war noch offen. Magische Bücher besaßen immer ein schloß zur Sicherheit, damit sie sich nicht selber aufklappten, wenn sie hungrig waren. Schnell trat er hinzu und griff nach der Schnalle. Eine unangenehme Kälte drang ihm entgegen, fast hätte er die Hände zurückgezogen. mit der Kälte fühlte er gleichzeitig eine starke Abscheu, das Buch zu berühren. Ja, das mochte die Orks angezogen haben. Diese Abscheu, die als Abschreckung für Menschen diente, konnte durchaus der Grund gewesen sein, warum die Orks sich dem Buch genähert hatten.Don-Esteban überwandt sich und führte die Hände bis an die Schnalle, umschloß sie dann mit großer Willenskraft und ließ sie einrasten. Mit sehr großer Erleichterung zog er seine eisigen Hände zurück und wollte sie in die Ärmel seiner Robe schieben. Doch die hatte er ja bei der letzten Durchquerung der Eingangshalle geopfert. Die nackten, nur mit blutigen, aus dem Untergewand gerissenen Stoffstreifen umwickelten Füße waren auch kalt. Die Marmorplatten des Bodens in den Fluren sogen jede Wärme in sich auf, ohne sie jemals wieder zurückzugeben.
Er betrachtete den Buchdeckel. Schmucklos war er. In verschnörkelten Buchstaben stand der Titel darauf.
"Occulta Nomina Beliari"
Nun, wahrscheinlich waren jetzt noch ein paar orkische Namen hinzugekommen. Wenn er ehrlich war, wollte er sie gar nicht wissen. die bekannten Namen des Schreckensherrschers reichten ihm aus. Wer wohl in diesem Buch gelesen hatte? Diesmal mußte man demjenigen für seine Unordentlichkeit dankbar sein. Ein offenes magisches Buch einfach hier liegenzulassen. Mit einem dünnen Lächeln breitete der Magier das schwere Tuch aus dickem, dunkelrotem Stoff wieder über das nun geschlossene Buch aus. Dann verließ er diesen seltsamen, fast geheimnisvollen Raum. Hinter ihm flackerten noch ein paar vereinzelte Entladungen der in den erzenen, in den Raum hineinragenden Stacheln gespeicherten Magie über die Oberfläche der Spitzen. Als sich die Tür hinter dem hinausgehumpelten Magier schloß, sorgten diese Reste des eben stattgefundenen, atemberaubenden Spektakels für ein leises Nachglühen in der Dunkelheit des fensterlosen Raumes.
Don Esteban wandte sich zum nächsten Raum, der Fenster, die zum Innenhof gingen, besaß. Seine aus einem alten Vorhang improvisierte Umhängetasche war voller Schriftrollen.
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| 29.06.2003 05:25 | #364 |
| Arctus |
Da lagen sie nun, Ork und Junge, in einer Lache aus Blut, Schweiß und Tränen, beide in die Augen des Anderen starrend ohne jegliche Regungen. Nur Schmerzversteinerte Gesichter. Vor kurzem noch hätte niemand gedacht sich in dieser Situation zu befinden.
Arctus huschte, samt Kopf in der Hand, durch die schattenüberfluteten Gänge. Schlich sich von einer Ecke zur Andren, den Puls im Anschlag, ja nicht von den Orks entdeckt zu werden. Nach einer Weile kroch ihm der Geruch frischem Blutes in die Nase. Erst war es nur eine wage Vermutung, dann Sicherheit und schließlich Verlangen nach der Quelle. Der Quelle des Übels, wie sich herausstellte.
Ein große Statue, symbolisch mit einer großen Lanze ausgerüstet, lag auf dem Boden. Doch nicht alleine! Unter ihr lag begraben einer dieser Grünhäuter, wimmerte vor Schmerz und Pein. Ein scheußliches Schicksaal hatte ihn ereilt, war er beim Wetteifer des Zerstörens zu eifrig losgegangen, hatte die Statue unterschätzt und wurde von ihr begraben und von seinen ‚Freunden’ im Stich gelassen. Nun völlig alleine schien er förmlich auf den Tod zu warten. Interessiert beobachteten die blauen Kindesaugen das Spektakel, in der Hoffnung neue Erfahrungen zu sammeln, Leid und Elend zu sehen ... nein viel viel besser:Jemandem beim sterben zu sehen!
In gehocktem Gang schlich sich der Magus vorwärst, blieb ein paar Schritte, unbemerkt, davor stehen. Ein herrlicher Ausblich ergoss sich vor ihm.Zu erst versuchte der Ork noch sich aufzubäumen, des Todes fesseln zu sprengen, jagte sich dadurch die Lanze jedoch immer mehr in die Brust. Die poröse grüne Kraterhaut verzerrte sich zu einem unmenschlichen Bild, dass nur Angst und Schrecken in einem hervor rief. Nicht bei Arctus; eher Faszination. Dieser Moment, so kurz vor dem Tode, in voller Ruhe verhaarend und nur abwartend, sich des unvermeidlichen bewusste seiend und in Frieden den Film noch einmal ansehend, legte sich wieder Ruhe auf die Visage, spiegelte sogar Fröhlichkeit. Er hatte seinen Frieden gefunden, eigentlich leider erst zu spät. Wieso findet man den Frieden erst kurz vor dem Tod?
Und wieso kann man sich, wenn dieser Frieden gestört wird, derartig aufraffen und sozusagen übermenschliche/orkische Kräfte entwickeln.
Wer weis, Arctus durfte es erfahren. Ein Trümmerstein zu viel geschuppst und quitschende Geräusche verursachtend, erwachte schließlich der Ork aus seiner Wolke sieben Starre und starrte auf den Jungen neben sich.
Freude entwich aus grazil geformten Unreinheiten der Haut und wie ein Schwamm sog das Gesicht abgrundtiefen Hass in sich. Arctus drückte drauf und aus allein Seiten drang dieser Hass, ergoss sich in Form von Kraft in diese Welt und ließ die schwere Statue wie ein Spielzeug davonfliegen. Zwei Meter lebendes Fleisch türmten sich vor schmalen ein Meter Fünfzig blassen Papieres auf. Krallenartige Pranken schossen nach vorn, ritzen eine tiefe Wunde in die blase Wange, saugten Blut hervor ... fuhren zurück ... holten wieder aus ... und trafen ins Leere. Magier, so dünn und schmächtig wie sie sind, können überraschend vorwärts stürmen, unter große ungelenkige Füße von Bestien und sie von unten stechen, mit Dolchen, die sie in einem Labor des Sezierens gefunden haben. So trat aus dem in dem Fall bösen Geschöpf ein Schrei aus und halte. Brachte nichts, denn im nächsten Moment, nach Magier Art, bohrte sich genau der selbe Dolch in den behaarten Rücken und schuf tiefe Kerbtäler, in dessen Tal Blut floss, rotgrün, dem Untergang geweiht.
Nach vorne Fallend packten die Krallen des Jungen Gelenk des Handes und brachten ihn ebenfalls zu Fall.
Nun lag der Ork da, glotzte aus den schwarzen Augen in des Jungen kaltblaue Augen und versuchte den Schmerz des Dolches, der ;mal wieder; an seiner Brust seinen Platz fand zu ignorieren.
Das kleine Kind, dessen Welt normalerweise im Kopfe regiert, sich nicht nach außen ablässt, nahm nun zu Wachs, versuchte neue Erfahrungen mit einzubeziehen, von Erniedrigung und Pein. Eigentlich weit hinten in seinem Hirn weggesperrt, die Sucht nach Tod, nach Macht, nach Allem. Doch nun war das Schloß offen, sprudelte, „öffne dein Herz, entspann dich, genieß es!“, hervor und nahm an Druck zu. Durchstrich Fleisch wie Rasierer Schafsfell, drang langsam bis zum Herzen vor und machte einen Stop. Schwappend, wie die Wellen des Meeres, sprudelte Blut aus dem Rachen in den Mund des Opfers, färbte Lippen in einem angenehmen rot und ließ das hässliche Grinsen sogar etwas symphatisch wirken. Grinsen wich, erstaunen kam. Doch kein Licht am Ende des Tunnels? Zu Spät, den die Lieder klappten zu, der Dolch entwich wieder und kranker Eifer wurde wieder in den tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus verschlossen.
Andere sagen es seie nicht gut so etwas zu tun. Andere! Mistkerle. Dringen in den Kopf desjenigen, versuchen ihn zu verändern und verlassen dann die Baustelle des Missglücks. Zurück bleiben, in ihren Augen, Außenseiter, nichts Sager, die jedoch die Welt verändern. Und zwar nach den Teilkrankheitsfantasien ihres Schaffers.
Will noch jemand was dazu beitragen? .. Klar komm, dringe ein, in den kopf, tobe dich aus, hinterlasse das Chaos und verschwinde wieder, in die heile Welt. Einen Platz, denn man ausnutzen kann und wieder wegschieben, wenn man ihn nicht braucht. Misstkerle.
Nun, wieder tiefverschlossen, wie ein Safe, lagern die Fantasien anderer.
Arctus’ ausdrucksloses Gesicht wanderte weg vom Opfer; Täter; oder was auch immer. Es war tot. Sein blasser Antlitz wanderte zur Glasscherbe, spiegelte sich darin. Das Abbild des schwachen schüchternen Jungen zeichnete sich ab. Projiziert die wahre Welt ab, die äußerliche, sichtbare.
Den Blick abwenden, betrachtete Arctus wieder den Ork. Armer Ork, konnte doch wirklich nichts dafür. So friedlich hätte er sterben können. Arctus fühlte sich schuldig. Er verursachte Tod, war Tod. Irgendwann einmal würde er der ewige Herrscher auf dem Thron seien. Das Böse befehligen und verbreiten, bis schließlich das letzte Fünkchen Inoos vertrieben seie. Leider erst irgendwann. Irgendwann ist zu lang.
Tränen kullerten aus des Jungen Augen, vermischten sich mit Blut. Er hatte es wirklich nicht gewollt. Wirklich ...
Nun war er alleine mit dieser Bürde, alleine in diesem mit Feinden übersäten Kastell. Ob es hier noch andere Magier gab? Wenn ja, wieso nicht bei ihm? Der Kopf sank wieder gen Boden. „Klar, wenn sie zu mir kommen, sterben sie.“, zitterte seine Stimme.
Leer lehnte er sich gegen eine Wand, rutschte hinunter in die Hocke und schloss die Augen ...
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| 29.06.2003 12:13 | #365 |
| TheRock |
Das erste was Rock wahrnehmen konnte nachdem er erwacht war war der Sprung, welcher wesentlich kürzer war als sein eigener, von Horaxedus und dessen Einstieg ins Kastell...
Hatte er gesagt was er dort machen wollte? Keine Ahnung.
Und wer waren die Leute um ihn herum? Ok seine Augen waren wie er selber noch nicht ganz wach, aber seine Freunde würde er doch erkennen... oder? So langsam regenerierte sich seine Sehschärfe und er erkannte dass es doch bekannte Personen waren, keine Fremden, außer der eine da hinten, wer war dass? hatte er sich schon vorgestellt?
Der Baum war ganz schön in Bewegung, manche verschwanden, so auch sein Freund Shark,er war doch tatsächlich einfach so ins Kastell gerannt, durch das große Tor... war er verrückt?
Und war das Einbildung oder rannte da jemand hinter ihm her?Fiehl Olirie eben von Baum??
Oooh man...
Er war noch nicht so ganz Wach, teilweise sah er Dinge die gar nicht da waren...Er rieb sich energisch die Augen, er musste doch klar sehen können, was sollte er sonst bei einem Angriff tun?
Doch halt, das war nun sicher keine Fatamorgana mehr, stand dort hinten an dem Fenster nicht Don-Esteban?
Was tat er im Kastell so mitten im Gang, wollte er sich umbringen lassen?
Obwohl, laut dem was er so gehört hatte musste der Don sehr mächtig sein, vielleicht sogar der mächtigste Magier unter ihnen?
Er sah dass er etwas bei sich trug, ein Tuch? war dies eine erweiterte Form seiner Robe? sollte dies als Schmuck dienen??
Nein, dafür war es viel zu sehr ausgebeult... hatte er ESSEN dabei??So langsam fing das Wasser in Rocks Mund an zusammen zu laufen, essen... er war recht hungrig und hatte sich selbst nichts mitgenommen.
Baumrinde war ja auch nicht so das ware, aber wenn der Don essen bringen würde, das wär ja fast eine Art Erlösung...
Hoffentlich würde er nicht auf großen Widerstand stoßen, das würde seine Ankunft hinauszögern...
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| 29.06.2003 13:44 | #366 |
| The_Nameless |
Den dunklen Schatten der Esche, die sich sachte im leichten Zug des Windes raschelnd zu allen Seiten wog, hinter sich lassen, traten die beiden abermals in die nun so unwirklich und gefahrenvoll wirkenden Gemäuer des alten Kastells. Noch immer lag der unverkennbare Gestank der schmutzigen und barbarischen Orkhorde in den engen, von Finsternis beherrschten Gänge. Und doch schien es fast, als wären sie alleine, kein Ton, nicht einmal das unzivilisierte Gebrüll der grünlichen Kreaturen, an das man sich in den letzten Stunden schon fast gewöhnt haben müsste, war aus der Ferne zu vernehmen. Alleine das leise Knirschen, entstanden durch sachte Schritte über die von Müll und Unrat überdeckten Marmorplatten, deren mattes Schimmern nur noch an vereinzelten Stellen durch die Trümmer hindurchschien, durchbrachen die seltsame friedlich wirkende Ruhe.
So leise wie es ihnen in ihrem Zustand, von den vergangenen Tagen sichtlich mitgenommen, auf körperliche sowie auch auf seelische Weise, möglich war, schlichen Shark und Less dicht aufeinander an den ehemals in solch wunderschöner Dunkelheit erstrahlten Wände entlang, immer darauf bedacht, die überall verstreuten Überreste der von den Orks zerstörten Gegenstände zu vermeiden, was im übrigen aber so gut wie unmöglich erschien.
Das düstere Flackern der auf sonderbare Art beruhigend wirkenden Kerzen war schon längst vergangen, alleine der sanfte Lichtschein, dessen Ursprung nirgendwo zu erkennen war spendete in diesen Zeiten den beiden schwer angeschlagenen Menschen etwas seines Lichts.
Völlig unerwartet stoppte Shark abrupt seinen Gang, mit all seiner unergründlichen und doch so verräterischen Schwärze seiner Augen sah Less musternd in dessen verzerrtes Gesicht, es war keine Angst oder Furcht, die dort zu lesen war, vielmehr war es eine Veränderung anderer Art, etwas musste die komplette Aufmerksamkeit seiner Sinne auf sich gezogen haben.Sekundenbruchteile später vernahm nun auch Less die polternden Geräusche aus der Tiefe des Ganges den sie soeben beschritten hatten ... schwerfällige Schritte, zu laut und unvorsichtig für die Gangart eines Magiers, der in dieser gefährlichen Situation nicht unvernünftig sein Leben aufs Spiel setzen wollte.Unbewusst ließ Less seine Hand abermals an seine Hüften fahren, suchte langsam vortastend das lederne Heft seines kleine aber dennoch sehr scharfen Dolches. Auch Shark führte seine Hände langsam zu seiner Waffe, bereit, im Notfall schnell zu Handeln um das sein Leben, und das Leben des Kastells bis in den Tod hinein zu verteidigen.
Schwer erkennbar erschienen die Umrisse eines zweibeinigen Wesens in der Dunkelheit des Ganges, die breiten Schultern sowie die mächtigen muskulösen Arme der Gestalt warfen einen langen bedrohlichen Schatten auf die verschmutzen Marmorplatten.
Mit festem Griff umfasste Less seine Klinge.
Die Gestalt kam näher, ekelerregender Gestank stach ätzend in seine Nasenhöhlen, mit hastigem Gang kam sie näher, das schmerzhafte Brüllen, das so typisch für diese hirnlosen, doch übermenschlich Starken Wesen war, dröhnte dumpf durch den Gang ... ein Ork.
Wie von alleine zog seine Hand am griffigen Heft des Dolches, selbst wenn er sich niemals damit wehren könnte, so gab er ihm dennoch ein kleines Bisschen das Gefühl von Sicherheit.
Regungslos starrte Less auf die immer schneller näherkommende Kreatur. Er war unfähig sich zu bewegen, unbewusst stoppte sein Atem, doch die unter der Robe versteckten Muskelstränge spannten sich langsam unter der neuen, durch Massen von Adrenalin verliehenen Kraft, bereit sich zu verteidigen...
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| 29.06.2003 14:44 | #367 |
| Col'Ka |
Col'Ka streifte durch die Gänge des Kastells und besah sich die aufgebrochenen Räume. Seinen Stab hatte er in dem großen Saal zurückgelassen. Er wollte mal seine Ruhe vor ihnen haben. Alle Zimmer, in die er sah, waren verwüstet, bis auf eins, das vor dem er gerade stand barg etwas zu schleckliches, zu grauenvolles in sich, dass die Orks nicht randalieren konnten. In der Mitte des Raumes stand eine skelettierte Orkleiche. Geschockt trat Col'Ka näher und besah sich den Fund. Für einen Ork war es ein grauenvoller Anblick.
Der Kriegsherr stoß wütend einen lauten Schrei aus, dann fragte er fast noch schreiend, "Wer hat einem Ork das angetan?" Die Orkkrieger vor der Tür zuckten mit den Achsel. Einer deutete auf sein Schild an der Tür des Raumes. Auf diesem war irgendetwas in der Schrift der Menschen geschrieben, was keiner der anwesenden entziffern konnte. Col'Ka dachte nach, dann sagte er, "Nehmt dieses Orkskelett und macht es bereit für ein Ehrenbegräbnis. Das hat dieser Ork, dessen Leiche so verschandelt und zur Schau gestellt wurde verdient."
Der Kriegsherr drehte sich um und erblickte ein weiteres Skelett, diesmal ein menschliches. Zu diesem kam ihm auch gleich ein Einfall. "Nehmt dieses Menschenskelett und spießt es auch einen angespitzten langen Pfahl, der aus seinem Mund rausragen soll. platziert es als Abschreckung vor den Toren des Gebäudes. Ich werde mich in der Zwischenzeit diesen Raumes annehmen. Col'Ka ging zu einem Regal und riß ein Bein davon ab. Das regal stürzte um und man konnte das zerbrechen von Glas hören. Mit dem Holzknüppel, den er jetzt in der Hand hielt, ließ er sich der Einrichtung des Raumes aus. Einen Metalltisch auf Rollen warf er gegen eine Wand, doch anscheinend war sie an dieser Stelle recht dünn, denn der Tisch riß ein Loch in die Wand. Der Kriegsherr sah verwundert auf das Loch und ging dann auch hin und sah hindurch. Doch in dem Raum dahinter war nichts, nur muffige Luft. Col'Ka verließ den Raum wieder und ging in den großen Saal.
In diesem reinigte er seine Rüstung und legte die Zeichen von Macht an, wie zum Beispiel ein Ulu Mulu. Auch seine Befehlshaber legten jeder ein Ulu Mulu an, nachdem Col'Ka sie informiert hatte, zu welchem Anlass es nun ging. Gemeinsam gingen sie jetzt vor das dunkle Gebäude und stellten sich zu einer Gruppe anderer Orks, die um ein Loch standen. Als alle Befehlshaber ihre Plätze eingenommen hatten, begann ein Schamane, eine Rede zu halten. Über die Tapferkeit und den Mut eines unbekannten Orks, der in die Hände der Menschen fiel und dessen Leiche grausam zugerichtet wurde.
Seine Rede beendete der Schamande mit einem Gebet. Als das letzte Wort dieses Gebetes gesprochen war, wurde das Orkskelett in das Lock eingelassen und mit Erde bedeckt. Neben dem Grab wurde das menschliche Skelett auf dem Pfahl aufgestellt. So kam es, dass ein Ork, der während des Überfalls auf das neue Lager wegen desertierung schnell hingerichtet wurde und später in oliries Hände viel und skelettiert wurde, ein orkisches Staatsbegräbnis mit allen Ehren bekam. Zwar wär er normalerweise eingeäschert worden, doch darauf wurde verzichtet, da der Ork ja sowieso nur noch aus Knochen bestand.
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| 29.06.2003 20:20 | #368 |
| shark1259 |
So viel glück gleich am Anfang zu haben und einem starken Orkkrieger in die Hände zu fallen, konnten auch wirklich nur less und shark haben. shark hatte in der einen Hand sein Schwert und in der anderen die Rune für eine Schattenflamme, denn alles andere wäre zu laut gewesen und hätte im verlauf des kampfes nur noch viel zu viel Lärm verursacht. Der Krieger hatte sie beide noch nicht gesehen, das war ihr vorteil. So leise wie es auch nur möglich war ging shark den Schritt zu Less und flüsterte ihm ins Ohr:
"Wenn er an uns vorbeigeht, rammst du ihn den Dolch von hinten hinein. Direkt in den Rücken. Ich hau in mit dem Schwert vors gesicht und geb ihm eine Schattenflamme."
"Ja so sollte es klappen", hörte er leise zurück. Mit immer schneller werdenden Schritten ging, nein lief ihnen der Ork nun vielmehr entgegen. Doch es machte nicht den Anschein dass er sie gesehen hätte.
Doch wie es so oft war, trügte der Anschein. Der Ork musste ziemlich intelligent sein, dass er sie so getäuscht hatte. Mit keinem Blick hatte er sie gewürdigt solange er gelaufen war. Er hatte ihn immer gerade gehalten um so zu tun als hätte er sie nicht erkannt. Doch er hatte es, er hatte immer gewusst wo sie waren. Es war der Geruchssinn, der ihm so viel verraten hatte. Und da shark von den beiden weiter vorne stand machte er sich auch gleich auf ihn. Mit gezogenem Schwert lief er auf ihn zu und stach es ihn in den Schnekel. Ein stechender Schmerz drang durch shark. Aus reiner Reaktion hatte er sein Schwert geschwungen, er hatte gar nicht gedacht dabei. So schlug er dem Ork in den Hals der sofort erschrocken das Schwert aus dem unteren schenkel sharks zog. Und hinknieen musste. Beliar sei dank machte Less das einzig richtige. Er stürzte sich sofort mit seinem Dolch auf den Ork, der nicht einmal mehr einen Schrei herausbekam.
shark versuchte aufzustehen und schaffte es sogar. Er improvisiert einen verband. Die schmerzen die er bei dem stich empfunden hatte waren unbeschreiblich. Doch den hass und die kampfeslust die er auch gespürt hatte waren es genauso. so biss er die Zähne zusammen und schaffte es sogar sich langsam, sehr langsam um genau zu sein, zu gehen.
Er sah zu less hinüber und nickte, es ging weiter.
Die Fließen waren kalt. Immer wieder musste sich shark kurz hinknieen um wieder zu kräften zu kommen. Die wunde blutete und blutete. In seinem Kopf gingen Gedanken von Hass revange und Tod vor. Auf seinem Brust glühte etwas und brannte sich mit unglaublicher Schmerzhaftigkeit in sein Herz hinein. Das Wort B E L I A R war es, dass es noch schneller zum schlagen vermochte. Er spürte es die ganze Zeit über. Es war das Amulett. Es brannte es hinein. shark spürte es. Es quälte ihn. Und gleichzeitig genoss shark es. Er wusste nicht warum, oder wie man dieses gefühl genießen konnte. Doch es gab ihm wieder Kraft. Oder glaubte er dies nur. Stellte er sich dies ganze nur in seinem Kopf vor. Hatte er das Amulett überhaupt an? Ein kurzer Griff und er war sich sicher.Verängstigt und doch sicher streifte er den Blick Less' welcher ihn verstört anstarrte. Schnell tat shark so als müsse er husten und klopfte sich auf die Brust. Dann stand er auf, ohne ein Wort zu sagen, und ging weiter. wenn man genau hinhörte konnte man ein leises Stöhnen vernehmen. Und ein schluchzen. Nur war das letzere nicht von shark gewesen.
Er spitze die Ohren. Wer war hier? Noch einmal dieses schluchzen. es kam shark sehr bekannt vor. Es erinnerte ihn an einen Wald. Einen geheimen Wald. Das Bächlein floss friedlich vor sich hin. Verzauberter Staub lag in der Luft und die Geräusche der Bäume waren überall. Immer diese wundersame musik, die sie erfreute. Eine kleine Höle war in diesem Wald, geheimnisvoll und tiefer als alles andere. Dort warteten zwei tiere auf shark und auf dieses schluchzende etwas vor ihm...
natürlich war es Arctus, sein Freund, der hier vor ihnen in einer stinkenden ecke saß. Etwas entfernt lag ein toter Ork. Der junge hatte doch nicht etwa ganz alleine? Nein das konnte nicht möglich sein... oder doch? Im Grunde traute shark ihm einiges zu, wenn nicht alles. Aber einen ausgewachsenen Ork?
"Wir können hier nicht bleiben. Komm mit uns arctus. Zusammen haben wir eine größere Chance."
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| 29.06.2003 22:04 | #369 |
| The_Nameless |
Aufmerksam blickte Less tief in die unendliche Weite der blauen Augen des jungen Magiers, der hier so alleine, umgeben von Trümmern und Überresten toter Orks auf dem kalten Boden saß. Unter normalen Umständen hätte er das Gesicht und die, von Jugendlichkeit und Kindheit durchzogenen Züge niemals wiedererkannt, doch war es fast unmöglich, die seltsame fesselnde Ewigkeit dieser Augen zu vergessen, dieser war es gewesen, der ihm vor scheinbar schon ewiger Zeit ein Zimmer in diesen Gemäuern zugeteilt hatte. Somit war auch er ein Teil der sonderbaren Veränderungen, die sich unwiderruflich in Less Gedanken vollzogen.Langsam erhob der Magier sich, lange erwiderte er den Blick der beiden Männer, auch Shark kannte diesen Jungen, flüsterte leise einige Worte in sein Ohr. Doch Less bekam von alledem nichts mit, gebannt starrte er noch immer in das grazile Gesicht der Magiers.
“Wir müssen weiter.“
Sharks Worte rissen ihn aus seinen Gedanken, fast erleichtert wandte er den Blick von dem faszinierenden Jungen ab.
Bestätigend nickte Less Shark zu, die Augen wieder in die Leere der Dunkelheit gerichtet. Stumm folgte er den Beiden, unruhig um sich blickend gingen tauchten sie abermals in die Finsternis der verzweigten Gänge ein, nur die vereinzelten Bluttropfen, die gleichmäßig aus dem Notdürftigen Verband an Sharks Oberschenkel rannen, begleiteten sie auf ihrem Weg.
Hin und wieder schallte ein leichtes Knarren durch die Schwärze, häufig überdeckt von den wütenden Schreien der Orks, die noch immer das Kastell nach dessen Bewohner absuchten.
Zu beiden Seiten lagen die einst so wunderschön verzierten Türen zu den verschiedensten Räumen in unzählige Stücke zersplittert auf dem Boden, dicker Schwefelgeruch lag an einigen Stellen schwer in der Luft und nahm den drei Männern fast den Atem.
Die düstere Atmosphäre, die hier, gezehrt von Hass und Zerstörung, in den Gängen herrschte, ließ Less Herz in rasenden Geschwindigkeiten schlagen, Schweiß rann von seiner Stirn, und hin und wieder flossen sie in dicken Perlen in das unwirkliche Schwarz seiner Augen und erfüllte diese mit einem schmerzhaften Brennen.
Ungeschickt stolperte er auf den schlanken Körper von Arctus, abgelenkt durch seine verwirrten Gedanken hatte er nicht bemerkt, wie die beiden Männer vor ihm ohne Warnung ihren Weg gestoppt hatten.
Hastig sprach Shark die beiden an, bemüht seine Stimme leise zu halten, wobei er allerdings nicht sehr erfolgreich war.
“Wartet mal, ich hab hier etwas entdeckt.“
Neugierig blickte Less über Arctus Schultern in den seltsamen Raum, eine Art Vorratskammer war dort zu sehen. Das weiße Schimmern, welcher der Dunkelheit in den vielen, riesigen Regalen drang, erregte seine Aufmerksamkeit.Shark sah die beiden abermals von Erleichterung gezeichnet an.“Unendlich viele Bettlaken, ich muss sofort meine Wunde verbinden.“Fast rennend betrat er den gewohnt finsteren Raum, mit leisen Schritten folgten Arctus und Less seinen Schritten...
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| 29.06.2003 22:40 | #370 |
| Arctus |
Fanatisch blitzen die Augen Arctus’ als Shark, mit einem Bettlagen in der Hand, von seinem Plan vollkündete, die Orks niederzuschmettern, zu verbrennen, sie von hier zu vertreiben. Wollust des Todes umgab den Junge, wie ein Blase, auf andere überschwappend. Der Plan war mörderisch genial!
Arctus bleckte die Zähne. „Lass uns losgehen und nicht weiter rumreden!“, schrie er förmlich. Sein Herz raste, Impulse schossen durch seinen Körper. Seichtes Adrenalin!
So kurz vor der Einganshalle angekommen hielt der Junge inne, hob die Hand, um die anderen ebenfalls zum stehen zu bringen. „wartet kurz! Am besten dort drüben!“
Was war mit ihm los. So bestimmerisch klang seine Stimme. Hass stieg auf, purer Hass. Sein Hass gehörte derzeit nur ihm und den Orks. Und sie sollten ihn spüren, vollen Leibes!
Arctus ließ Bettlaken fallen, lief zurück, zu umgekippten Statue. Nein, er hüpfte fröhlich im Hopserlauf, genoss die Flugphase, um dann voller Wucht zu landen, seinen Energie af den Boden zu übertragen.
Der Tote Ork lag noch immer da, seinen Dolch in der brust haben. „Mistveh“, schrie der aufgebrachte Junge, trat auf den Toten ein. Einen Moment später fuhr der Dolch aus der Brust, wanderte in der Hand des Jungen hin und her. Seine aufgeschnittenen Wange blutete immer noch bedrohlich. Die andere Hand fasste nach den schwarzen Haarbüscheln auf des Orkes Kopf, zog. Das Blut, Noch leicht frisch seiend, verlieh dem Ork eine leichte Rutschigkeit, weshalb Arctus nicht all zu viele Probleme mit diesem Körper hatte.
Er rannte, zog eine breite Blutspur hinter sich, auf dem Kachelboden her, stolperte über einen Läufer und vollzog sich eine Platzwunde am Kopf. Wieder rieselte frisches Blut von seiner Stirn.
Egal ,“ich muß weiter!“
Arctus, im Wahn des Todes, einen Ork im Gepäck, auf dem Weg ins Refektorium. An seinen Kollegen vorbei marschierend, direkt in die Eingangshalle. Die darin seiende Orks fuhren herum. Stille trat ein, als nun auch der letzte das Bild des Schreckens sah. Stieben, Gräueln, krächzen, doch keine Bewegung. Die Ruhe vor dem Sturm.
Arctus stand immer noch ruhig da, den blutigen Dolch in der einen Hand, den Kopf des toten Orks in der anderen, so dass dessen Körper leicht in der Luft hang. Frisches Blut gerann immer noch aus der Wunde am Kopf. Die blase Haut, die tiefblauen Augen, die schwarze Robe und das rote Blut, kontraste, Gegensätze, so groß wie Ork und Mensch.
Krachend polterte der Kopf des Orks auf den harten Marmorboden, „euer Freund!“, Arctus lachte.
Verunsichert sahen sich alle erst Gegenseitig an, dann erkannten sie die Schande, die der Junge über ihre Rasse brachte. Er war der Teufel, „hängen soll er“, grunzte einer, der Rest hinterher. Arctus rann ebenfalls. Bloß weg von der wütenden Horde der Orks.
Tief in die Gänge des Kastells hinein ...
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| 29.06.2003 22:57 | #371 |
| shark1259 |
Arctus musste ja vollkommen durchgedreht sein. Dass er dies machte hätet shark nun wirklich nicht erwartet, nicht einmal er.
Doch war dies ihre Chance. shark nahm die Fackel die er in der Hand hatte und den packen Bettlacken und die Flasche an Alkohol, die er zuerst in einem Regal in dem sonderbaren Vorratsraum gefunden hatte, es war ein Desinfikationsmittel für schwerere wunden, in der anderen hand und rannte los. Less war dicht neben ihm auch dicht bepackt. Es war eine der verrücktesten, nein, shark besserte sich in Gedanken aus DIE verrückteste Aktion die er je gemacht hatte. Er würde dabei draufgehen können. Fast sicher sogar. Doch hatte er wenigstens dabei das Kastell und seine Freunde versucht zu schützen.
Die Fackel flackerte langsam. sharks gesicht war im schein des Flamme recht furchterregend anzusehen. Sein Puls war erhört sein Atem schneller und unruhiger als normal. Von seiner Stirn tropften ein paar Tröpfchen Schweiß auf den Boden. Einige davon landeten auf seinem Fuß und verwischten das in Blut geseichte Laken, dass er sich notdürftig um seine Wunder gebunden hatte. Es hinterließ wieder Spuren auf dem Boden. Doch was machte dies nun für einen Unterschied? Es war ohnehin vorbei. entweder für die Orks oder eben für sie, wobei im Moment das zweitere noch um einiges wahrscheinlich war.
Nun standen sie vor der Masse der Orks im Refektorium. Sie starrten sie an. Verwundert waren sie alle mal, niemand griff sofort an. Erst ein paar Augenblicke später kamen ihnen ein paar bedrohliche Grunzer entgegen. sie erwiderten diese mit einem höllischen Lachen.
Und es begann. shark nahm die Fackel seiner Rechten und schmieß erst einmal die Bettlaken auf den Boden. dann nahm er die Flasche Alkohol. Ein paar Orks waren anscheinend wirklich nicht dumm. Sie erkannten was er tat und sahen ihn absolut entgeistern an. Wiederum anderen grunzten erstaunt über die sicherheit die der Schwarzmagier inne hatte. Er lachte immer noch vollkommen überzeugt. Dann steckte er symbolisch die Fackel etwas in die Alkoholflasche. Eine große Stichflamme kam sofort heraus aus dieser. Dann grinste er noch einmal, schmiss die Fakel neben sich auf den Boden und warf die Flasche Alkohol so weit er konnte, möglichst nahe an die Mitte des Raumes. dort gab es eine riesige Explosion und sofort fingen Tische, Stühle und überreste von Holz feuer und der ganze Raum war erhellt von den Flammen. so stellte sich shark die Hölle vor. Schreie überall schreie. So voller Qualen und verzweiflung. Und doch so hoffnungslos. einige wussten, dies war ihre Stunde zu sterben und sogar die Orks fürchteten sich davor. In dieser Sekunde zumindest, wenn auch nur für einen augenblick.
Während alle Orks abgelenkt gewesen waren, hatte Less alle Bettlacken in Öl getaucht, aus einer Öllampe die ebenfalls im Zimmer gewesen war. shark hatte sich derweil möglichst viel holz besorgt und legte damit sowas wie eine Spur. Nun war es an Less die Laken zu entzünden und somit den größten Brand des Kastells zu verursachen den es je gegeben hatte.
Die Laken brennten und das Holz fing feuer. Immer weiter verbreitete es sich und immer größer wurde die angst, die Angst zu sterben. shark schickte immer wieder Schattenflammen in die Halle und töten somit sogar auch einen Ork.Er lachte mit einem beliarischen unterton. Zufrieden sah er zu Less hinüber. auch er grinste. Ihr plan schien zu wirken. Einzelne Orks flüchteten bereits andere waren tot.
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| 30.06.2003 01:12 | #372 |
| Don-Esteban |
Endlich ein Fenster, das nicht an eine Verteidigungsöfnung einer burg erinenrte. Vielleicht waren Schwarzmagier ja im allgemeinen schlank, ja schlaksig, aber so dünn wie ein Faden waren sie dann doch nicht. Doch hier, beim dritten Versuch, hinter der dritten Tür hatte er endlich ein Fenster gefunden, dessen Bogen sich weit genug spannte, um einen Menschen hindurchzulassen. Gerade wollte der Magier die bunte Glasscheibe einschlagen und hatte schon einen schweren Kandelaber in der Hand, der ihm als Keulenersatz dienen sollte, als er mit einem Kopfschütteln den großen Kerzenständer wieder in seine Ecke stellte und das Fenster am Griff öffnete. Das Kastell hatte schon genug Zerstörungen hinnehmen müssen. Da mußten nicht noch die Schwarzmagier mithelfen.
Vorsichtig lugte er aus dem Fenster und stieß dabei den Fensterflügel so weit auf, daß er mit dem Kopf durch die Öffnung passte. Niemand zu sehen im Hof. Ob es wirklich eine gute Idee war, einfach so über den Innenhof zu spazieren? Aber was blieb ihm anders übrig? Noch einmal durch die Eingangshalle war zu riskant. Schon zweimal hatte er sich hindurchgewagt. Und jedesmal war er nur dank seiner Fähigkeiten und durch viel Glück hindurchgekommen. Nein, diesen Weg würde er nicht noch einmal wagen. Don-Esteban wischte die letzten Zweifel weg, presste die Lippen aufeinander und mit hartem, wie versteinert wirkendem Gesicht schwang er seine nur von dem zerrissenem Unterkleid bedeckten Beine über die glücklicherweise recht niedrige Brüstung des Fensters.
Ein Geräusch aus den Eingeweiden des Kastells ließ ihn innehalten. Es klang wie ein heller, spitzer Schrei. Arctus! Was machte der Junge denn im Kastell? Wußte er nicht, daß es angefüllt mit Orks war, daß sie zu Hauf in jedem Raum wüteten, den sie erreichen konnten? Voller Sorge ließ er sich wieder hinab von der Fensterleibung. Wenn dies wirklich Arctus war, dann konnte er ihn nicht im Stich lassen. Er hatte ihn als Schüler angenommen, das hieß, er hatte die Verantwortung für ihn. Jetzt hörte man auch die groben, grunzenden rufe der Orks. Orks, Orks, Orks, überall diese stinkenden Grünhäute mit ihren riesenhaften Waffen. Wann nahm dieser albtraum endlich ein ende? Wann nur? mit einem tiefen Seufzer glitt er endgültig von der fensterbank, schulterte noch einmal den schnell zusammengerafften und zum Umhängesack umfunktionierten Vorhang und eilte zurück zur tür, die in den Hauptgang führte. Sie war nur angelehnt. Nur deshalb hatte der Magier den schrei überhaupt gehört.An der tür stockte er nocheinmal für eine Sekunde. Soltle er wirklich? Wenn ihn die Orks diesmal erwischten... beim letzten mal hatte ihm das Buch im Antimagischen Raum geholfen. Was würde ihm hier helfen? Doch es ging nicht anders, er mußte seinem adlatus beistehen, egal, ob er von der Magie des Kastells selber Hilfe erwarten konnte, wie bisher oder nicht.Kurzentschlossen riß er die Tür auf, atmete tief durch und machte zwei schnelle Schritte auf den Gang. Tatsächlich, Arctus und hinter ihm eine Horde aufgebrachter Orks, die mit ihren Waffen rasselten, wilde Schreie ausstießen und ihn wohl bald eingeholt hatten.
"Schneller, mein Junge, du schaffst es!"
Es klang fast wie ein Befehl, dem man sich nicht zu widersetzen hatte.
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| 30.06.2003 01:37 | #373 |
| Arctus |
Die vor kurzem noch da gewesene Selbstsicherheit war entwichen. Nun regierte Angst und der Überlebensdrang in dem Jungen. Hatte er den beiden anderen Magiern geholfen?
Keine Zeit blieb ihm mehr, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Ein großer grüner Arm schoss von hinten nach vorn und zerrte ihm die Beine weg, so dass er auf den Boden flog und rutschte.
Ein Schrei ertönte, „du schaffst es“, Arctus blickte auf. Vor ihm war sein Lehrer und Mentor, neben einer Tür stehend, blickte gebannt auf ihn und das hinter ihm anrollende Unheil. Arctus blickte ebenfalls zurück, sah die nach Fleisch dürstenden Orks. Mit Händen und Füßen krabbelte er erst vorwärts, richtete sich langsam wieder auf und rann immer mehr der hoffentlichen Rettung entgegen.
Es waren nur ein paar Handgriffe, die sich binnen Sekunden abspielten. Don-Esteban ergriff den Junge, schleuderte ihn in den Raum, um kurz danach zu folgen und die Tür zu schließen. Physisch und Magisch, denn in Windeseile murmelte der hohe Priester eine Formel, die eine zauberhafte Wand hinter die Tür erschienen ließ. Orks würden da nicht mehr durchkommen.
„Was ist mit euren Füßen ..“ wollte Arctus gerade noch fragen, als ihn der Don wieder am Arm den Weg wies. „Das kleine Bodenfenster da!“
Arctus nickte, legte sich nieder und versuchte, mit den Füßen zuerst, sich durch die Gitter zu zwängen. Für den Jungen war dies kein Problem, so klein und schmächtig wie er ja war! Der Don hatte jedoch etwas größere Probleme, wobei ihm Arctus von draußen etwas zog, damit er durchkam. „Wir hätten das andere Zimmer nehmen sollen!“, fluchte der Don noch.
Letzen Endes hatten beide es geschafft und waren nun auf dem provisorischen Stützpunkt der Kasteller angekommen. Die anderen Magier, bis auf Shark und Less, warteten hier noch, aus Angst oder Ratlosigkeit ... konnte man sehen wie man wollte.
Don, sowie Arctus nahmen bei den Anderen am Baum platz, versuchten sich vor dem gerade erlebten Schock einigermaßen zu beruhigen, als plötzlich ein wütender Orkschrei ertönte und hinterher gleich Dutzende,
„Ob sie uns hier her verfolgen?“, fragte Arctus verlegen und erschöpft mit gesenktem Haupt. Wieder aufblickend setze er noch nach, „und was ist mit euren Füßen geschehen?“ ...
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| 30.06.2003 01:56 | #374 |
| Don-Esteban |
"Meine Füße? Was soll mit ihnen sein, sie sind am unteren Ende der Beine, wie man das so erwartet", meinte er nur unwirsch zu Arctus.
"Jedenfalls bis eben waren sie es noch."
Er kletterte weiter den Stamm der Esche hinauf, folgte Arctus, der sich dabei sehr viel behender anstellte, als der Hohepriester. Das Feld des Don waren mehr die glatten Marmorböden des Kastells, auf denen er mit seinen Gesprächspartnern schon so manches heiße Wortgefecht ausgetragen hatte. Ächtzend folgte er nun dem flink immer weiter nach oben kletterndem Jungen. Ein wütender Schrei aus mehrerern Orkkehlen erscholl hinter ihnen.
"Sie werden wohl die zweite Tür in den Raum gefunden haben. Hoffentlich führt sie das offene Fenster nicht auf unsere Spur."
Jeden Ast auf seine Tragfähigkeit abschätzend, kletterte er weiter."Sollen sie ruhig im Hof selber nach uns suchen, so lange sie nicht auf die Idee kommen, in die Esche zu klettern."
Dann sah er die anderen Magier, die sich hier versteckt hielten."Ihr seid auch alle hier? Das ist ja fabelhaft. Ich würde fast sagen, unsere Lage hat sich damit um einen ganzen Deut gebessert."
Dann holte er seinen Trage-Umhang hervor und griff hinein.
"Hier, ich habe jede Menge Schriftrollen mitgebracht. Orks mögen Schwerter haben, doch wir haben unsere Knochenkrieger, die für uns in den Krieg ziehen und noch weitaus mächtigeres."
Er verteilte sie an die Anwesenden, HoraXeduS, TheRock.
"Doch geht mit Bedacht mit ihnen um, der Vorrat ist begrenzt", warnte der Magier noch, während er die Schritrollen ausgab.
Dann erst bemerkte er, daß ihn die anderen anstarrten.
"Nunja, ich mußte meine Stiefel zurücklassen, und meine Robe. Das sind jedoch alles ersetzbare Dinge. Zum Glück konnte ich die Bibliothek noch verschließen, so daß sie bis auf weiteres vor den Orks geschützt ist."
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| 30.06.2003 02:16 | #375 |
| Arctus |
Erschöpft lehnte Arctus sich gegen den Stamm. Der Baum kam ihm so vertraut vor. Lag vielleicht daran, dass er schon einmal da oben war!
In Gedanken versunken sah er in die Gesichter der Anderen. Er wollte eigentlich erschrecken, als er die Augenhöhlen des einen Magiers sah, erinnerte sich davor jedoch an die unsichtbaren Augen. Diese Experimentierzeiten waren noch ruhig und still. Nicht so voller Unheil.
Plötzlich fiel es ihm wieder ein. Mit einem Ruck war ein Behälter aus seiner Robe herbeigeholt, in dessen Inneren sich ein glibriges Herz befand, immer noch leicht zuckend.
„Ich glaube das gehört dir!“, sprach er zu Rock und übergab ihn sein Herz. Vielleicht liegt ihm ja noch etwas daran.
Der verdutz dreinschauende Horaxedus stach Arctus geradezu in die Augen. Dieser eingebildete Kerl von einem Glasblässer, der nur mit heißen Töpfen rumspielt und nichts hinbekommt sah ihn so komisch an. Arctus hätte am liebsten seinen Dolch walten lassen, besann sich jedoch seiner Vernunft. Jeden Magier würden sie brauchen im Kampf gegen die Grüne Pest.
Müde lehnte er sich wieder zurück, spielte ein wenig mit dem Pergament, was er soeben erhalten hatte und bemerkte dabei gar nicht, wie ihm die Augen zufielen. Erst als sich jemand bewegt hatte und der Baum dadurch etwas schaukelte fuhr er wieder hoch und rieb sich die Augen. Was tun gegen Müdigkeit? Am besten Kämpfen.
Die Gelegenheit passte nur nicht sonderlich. Blieb als Alternative wohl nur das Reden. Doch nicht mit diesem Horaxedus. Der verstand bestimmt sowieso kein einziges Wort!
Arctus’ kleine Finger wanderten über die Schriftrolle, versuchten die sonderbaren Schriftzeichen zu fühlen und zu entziffern, fanden jedoch nur Ratlosigkeit.
Eine sonderbare Zeichnung war noch auf der Schriftrolle abgebildet. Ein Ball aus Schatten geformt.
Arctus beherrschte doch noch gar keinen Zauber. „ich glaube nicht, dass ich damit umgehen kann!“, wandte er sich an den Don und hielt ihm das Stück Papier wieder entgegen. Nicht mal Licht konnte er entstehen lassen. Das hatte vor einiger Zeit sogar der Hohe Priester erkannt.
Nun, er konnte ja nicht einmal etwas über diesen Zauber lesen, denn wie er erfuhr war die Bibliothek verschlossen. Arctus seufze. Wie hoffnungslos doch alles war ...
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| 30.06.2003 02:25 | #376 |
| Don-Esteban |
"Du mußt diesen Zauber nicht beherrschen, um ihn aussprechen zu können. Lies einfach, was auf der Schriftrolle steht. Halt nicht jetzt sofort"", fügte er hastig hinzu, als Arctus sogleich anfing, halblaut die Worte des Spruches vorzulesen.
"Erst, wenn du den Zauber anwenden willst!"
Er lehnte sich an den Stamm. Hier oben war die Rinde viel glatter, als unten, an der Bank. Müde schloß er die Augen und murmelte nur noch: "Und nun schlaf, wir alle brauchen Schlaf. Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich schon auf den Beinen bin..."
Und damit war der Magier auch schon weggedöst, schief und krumm in einer Astgabel hängend, die mit blutigen Stoffstreifen umwickelten Füße einfach herunterbaumeln lassend.
Ein überaus seltsamer Anblick. Ein Hohepriester, der barfuß in einem Baum saß und schlief.
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| 30.06.2003 14:53 | #377 |
| HoraXeduS |
Im Blätterkleid der Esche sass der Schwarzmagier Horaxedus und besah sich eingehend die Schriftrollen, die der ungewöhnliche Don-Esteban verteilt hatte. Grosse Macht schien er dem Häuflein Magier damit zu verleihen, welches ihn hier oben, in der nassen Krone des Baumes umgab. Einige der mächtigsten Magier, die der Glasmacher jemals kennen gelernt hatte, jeder für sich beseelt von dem Durst nach Rache an den Orks, hatten sich hier eingefunden. Und Arctus, der immerhin einen gewaltigen, klaffenden Schnitt in seinem Gesicht als Zeichen seiner Kampfkraft aufzuweisen hatte.
Horaxedus schüttelte sein Bündel aus und verstaute die Schriftrollen darin, dann warf er es sich über die Schulter und zurrte es fest, so dass es ihn nicht im Laufen behindern würde, er jedoch blind zu den enthaltenen Schriftstücken greifen konnte. Von einem Zweig neben seinem Kopf griff sich der Magier den Degen, der im Wind, der durch den Baumwipfel pfiff, hin und her geschaukelt war und der seinem alten Kampfgefährten Xion gehörte. Wie gewohnt, schnürte sich Horaxedus die Waffe einem Zweihandschwert gleich auf dem Rücken fest. Es folgte ein schneller Griff in die zur Tasche geformte, eingenähte Falte seiner Robe, um sich zu vergewisern, dass der Schwarzmagier im rechten Moment die richtige Rune in seiner linken Hand vorfinden würde.
So sass er da, der Glasmacher, balancierte seinen Kampfstab rollend auf den Schenkeln und rieb immer wieder angespannt mit den Handflächen darüber. Nicht mehr lange sollte es nun dauern und der Abend würde über das Kastell hereinbrechen, und mit ihm die Dunkelheit, die das dunkle Grau der Wolken über dem Innenhof noch einmal in den Schatten stellen würde.
Die Zeit der Vergeltung, sie rückte mit jedem Atemzuge näher.
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| 30.06.2003 15:11 | #378 |
| Squall_L |
Squall saß immer noch in dieser Bibliothek fest und lies in den Büchern über Beliar. Er spielte mit dem Gedanken seinen Glauben zu wechseln und von nun an Beliar zu dienen und ihn anzubeten. Doch obwohl Innos ihn in letzter Zeit ziemlich alleine mit seinen Problemen gelassen hatte, war es nicht einfach für ihn nun den Feind Innos anzubeten.
Squall war innerlich wie ihn 2 Hälften geteilt, der eine Teil der in seiner Kindheit so erzogen worden ist das Innos der Gott ist der für alles Gute und Glück verantwortlich ist und Beliar der , der für jeden Schmerz und jedes Leid verantwortlich ist.
Die andere Hälfte dachte wenn Beliar so schlecht wäre warum ginge es den Schwarzmagiern so gut und warum verdammt noch mal sitzt er hier fest wenn Innos den er anbetete immer nur gutes für seine Diener tut.
Squall wurde von diesen 2 Seiten in sich fast auseinander gerissen, das was er in den Büchern alles über Beliar erfahren hatte, fand er aufschlussreicher als was er bis jetzt in seinem Leben je über Innos erfahren hatte.Er wurde aus seinen Überlegungen gerissen als Lucky ihn plötzlich am Fuß anstupste. Squall schaute zu ihm runter und sah das Lucky wohl genauso hungrig wie er war. Ihm wurde klar das ihm seine ganzen Überlegungen nicht weiter helfen würden.
Er brauchte etwas zuessen und das schnell sonst würde er hier bald nur noch kriechen weil er keine Kraft mehr hätte. Er machte sich auf nun auf der anderen Seite der Bücherei nachzuschauen ob es nicht irgendein Anzeichen von etwas essbaren hier gäbe.
Squall ging mit schnellen Schritt durch die Gänge und suchte nachdem kleinsten Anzeichen von irgendetwas merkwürdigen. Nachdem er sich schon fast eine Stunde durch die Gänge ging fing er wieder an zu verzweifeln er konnte sich einfach nicht damit abfinden das dies hier sein Ende sein würde.
Eingesperrt in einem riesigen Raum voller Bücher, er überlegte auch was den hinter dieser magischen Wand passierte, denn er hatte schon seit einige Zeit keinen Ork mehr gesehen. Aber wenn die Orks vertrieben worden wären dann hätte bestimmt schon jemand die magische Wand entfernt und hätte ihn hier raus geholt. Obwohl woher sollte es jemand wissen das er hier festsitzt , was wäre wenn der Schwarzmagier tot wäre und es niemanden gesagt hatte .... Den Gedanken wollte Squall gar nicht zu Ende denken aber er vertraute auf diesen Schwarzmagier das er den Orküberfall überlebt und ihn hier befreien wird.
Squall ließ sich zu Boden fallen und lehnte sich an ein Regal dabei stieß er das Regal wohl etwas zu fest an und ein buch fiel hinunter , es traf ihn genau am. Squall fasste sich sofort an den Kopf und sah wie das Buch vor ihn auf den Boden fiel. Dieser Schmerz war fast unerträglich , das muss bestimmt aus Metall sein dachte Squall.
Er schaute es ich an und was stand drauf „Beliars Feinde (Teil 1 Innos)“ das war ja logisch ihn nicht helfen und dann fällt ihn auch noch ein Buch über ihn auf den Kopf. Squall konnte seine Wut nicht mehr inne halten und fing an zu schreien
„ Na gut Innos du willst es wohl auf die harte Tour ich bete dich an und was ist der Dank das. Weißt du was komm runter und wie klären das wie richtige Männer oder bist du alter Sack zu feige. Komm her ich werde dir dein Hirn aus deiner Breibirne schlagen. Aber was du kannst kann ich schon lange ich werde niemals mehr auch nur den Ansatz eines Gebetes über dich aussprechen“ Squall beruhigte sich wieder ein wenig und dachte darüber nach was er dort gerade gesagt hatte er hatte seinen Gott auf das übelste Beleidigt. Es war zwar nicht gerechtfertig aufgrund so eines Zufalls so einen Wutausbruch zu bekommen, aber wenn er das in der Stadt gesagt wäre er wohl wegen Gotteslästerung an der Galgen gekommen.
Squall stand auf und entfernte alles was mit Innos zutun hatte von seinem Körper den nach diesem Sachen die er gerade gesagt hatte könne er nie wieder zu Innos beten. Squall dachte nun darüber noch ob und wenn ja in welchen Maße er eine Strafe von Innos zu erwarten hatte. Aber schlimmeres als das vor sich her vegetieren hier kann wohl kaum etwas sein.
Er nahm das Buch über Innos und holte aus dabei rief er „Innos du kannst mir nichts antun ich werde nun zu Beliar beten und der wir mir helfen“. Er warf das Buch quer durch den Gang und traf die Wand, er hört ein hohles Geräusch und schrak auf. Dahinter muss etwas sein er nahm einen Stuhl der hinter ihm Stand und lief auf die Wand zu. Er schlug mit voller Wucht zu und die Wand gab nach er fiel mit den Stuhl in den kleinen Raum hinein.
Er war überrascht entweder hatte hier jemand schlechte Arbeit geleistet oder Beliar hat seine Macht schon eingesetzt um ihn zu helfen. Der 2te Gedanke gefiel ihn natürlich besser den durch diesen Gedanken fühlte er sich so das Beliar ihn schon jetzt mehr mögen würde als Innos es jemals getan hatte.Er stand auf und sah vor sich einen Schrank, er öffnete ihn und was er dort sah haute ihn fast um Essen im übermaß. Hier hatte wohl jemand gehortet ,es gab alles von Früchten über Gemüse bis zu Fleisch. Und nicht davon war verschimmelt der jenige der das Lager hier angelegt hatte wusste wohl wie man durch Magie Lebensmittel vor dem verschimmeln bewahren kann.
Squall rief Lucky zu sich und die 2 vielen über das Essen her, so gut hatte er seit dem verlassen seiner Mutter nicht mehr gegessen. Nachdem sie sich satt gegessen hatten hielt Squall noch ein Gebet zu Beliar seinem Retter. Danach legte er und Lucky sich hin und die beiden schliefen sorgenlos ein.
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| 30.06.2003 15:12 | #379 |
| The_Nameless |
Krankhafte Begeisterung beherrschte die auf fast grässliche Weise zu einem unendlich boshaften Grinsen verzerrten Züge in Less’ Gesicht, Besessenheit spiegelte sich in den dunklen zusammengezogenen Augen, gepaart mit dem feurigen roten Glanz der alles verzehrenden Flammen, welche alles Leben im Refektorium gnadenlos verschlangen. Stechend traf der ekelerregende Gestank verbrannten Fleisches drang in riesigen Rauchschwaden in seine Nase, voller Genugtuung zog er immer mehr der vom grauenhaften Geruch des Todes in sich auf, vergaß jegliche Ereignisse um sich herum, immer nur auf das schreckliche Elend vor seinen Augen konzentriert, dessen Anblick seine ganzen Gedanken auf sonderbare Weise befriedigte.
Unbeachtet gingen die qualvollen schmerzerfüllten Schreie der verbrennenden Orks im lauten Knistern der übermächtigen Kraft des Feuers unter, dessen alles erstickender Qualm seinen Opfern auch noch die letzte winzige Möglichkeit eines Entkommens nahm.
Von der sengenden Hitze der Flammen umgeben starrte Less noch immer voller Faszination in das grauenhafte Schauspiel das sich ihm hier bot, das kranke Lachen schallte tief dröhnend, voller Verachtung gegenüber den sterbenden Kreaturen, durch das weite Refektorium.
Eine schneller, fast schmerzhafter Schlag auf seine Schultern ließ seine Gedanken wieder zurück in die Realität abgleiten, erschrocken drehte er seinen , im Schein des Feuers schimmernden Körper, um zu sehen, wer es wagte, ihn beim betrachten dieses Bildes zu stören.
“Schnell Less, Komm!
Sharks Augen glühten in blutrotem Glanz, erstaunt erwiderte diese Less Blick, wich einen Schritt zurück, entsetzt über die manifestierte freudige Boshaftigkeit, die sich in Less Gesicht widerspiegelte. Schnell fasste sich der Magier wieder, erweckt aus seine Gedanken nahm Less Ausstrahlung wieder gewöhnlichere Züge an.
“Lass uns verschwinden!“
Mit einem langsamen Nicken bestätigte Less Sharks Vorschlag, es war besser, diesen toderfüllten Raum entgültig zu verlassen, das von unendlicher Wut besessene Brüllen der wenigen überlebenden Orks zog wie eine riesige Welle puren Hasses durch die Halle.
Mit schnellen Schritten verschwanden die Zwei durch das Tor zurück in die bekannte, ruhige Dunkelheit des Kastells.
Mit einer kräftigen Handbewegung schmiss Less die nun nutzlose Öllampe, mit deren Inhalt schon einige der brennenden Laken getränkt waren, zurück in das Inferno.
Begleitet vom tosenden Krachen der Explosion rannten Shark und Less durch die Finsternis des Ganges und ließen auch die letzten qualvollen Rufe der Todgeweihten hinter sich...
Die schweren Schritte der Orks, die ihnen, angetrieben von reiner Rachsucht, folgten, hallten schwer durch die stickige Luft der alten Gemäuer, selbst hier noch war der stechende Gestank von verbranntem zu riechen, es würde sicherlich sehr schwierig werden, diesen Geruch jemals restlos aus dem Gebäude zu entfernen.
Keuchend gingen Shark und Less in schnellem Tempo weiter, allmählich wurde das schwere Atmen wieder einfacher, ein sanfter Hauch, frischer, unverbrauchter Luft trocknete die winzigen Schweißperlen auf den feuchten Stirnen der beiden Männer.Das Poltern in ihrem Rücken wurde mit der Zeit immer leiser, wohlmöglich hatten sich die Orks in den oft verzweigten Gängen verirrt, der Gestank des Feuers nahm ihnen sicher jeglichen Geruchssinn.
Erleichtert verlangsamten die Zwei ihre mehr aus hektischem Stolpern bestehenden Schritte. Wieder etwas beruhigt dachte Less daran, wie es wohl Arctus ergangen war, ob er wohl noch lebte ... niemand der Beiden vermochte dies zu sagen.Stumm nebeneinander her schreitend gingen sie weiter, trotz allem, ihr Plan war erfolgreich gewesen...
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| 30.06.2003 15:21 | #380 |
| Zavalon |
Der Ork drehte sich um, da war doch irgendetwas gewesen. Ein Rauschen, als ob sich etwas materialisiert hätte, etwas komisches, fast fiktives. Er lauschte auf. Lange hatte er hier Wache gehalten, wenig geschlafen und seine Lieder senkten sich immer mehr unaufhaltsam. Es roß verwest... verwest? Den ganzen Tag hatte es nur nach Menschensachen gerochen, aber verwest? Das letzte was er hörte war das Sausen eines mächtigen Schwertes.
Zavalon begann zu lächeln, sein Skelett hatte gute Arbeit geleistet. Auch das untote Wesen lächelte, nicht das es bedingt durch eine gewisse leblosigkeit etwas Anderes tat, aber etwas war gemeiner...
Das Paar setzte seinen leisen Gang fort. Zavalon hatte schon vor einigen Stunden die Esche verlassen und war nun auf der Suche nach anderen Überlebenden, oder nach shark... *Grunz* Bruderherz! Dieser Gewissensflash war verursacht worden durch eine Erinnerung an den Bruder, der immer orkartige Laute von sich gegeben hatte um seine Nase zu leeren... Nein, diesmal war es wieder ein Ork. Welch Zufall, in diesem Kastell sind doch nur Magier. Das war ein weiterer Punkt den Zavalon an sich selbst hasste, der immerwährende Sarkassmus, den er, wenn auch nur zu sich selbst, äußerte. Aber was war das?
Der Magier zog seine Schattenflammen-Rune, seinen Stab und machte sich bereit, sprang um die Ecke bereit zu schießen...aber... Da saßen zwei keuchende Menschen! Endlich hatte jemanden gefunden! shark und Less, der neue Lehrling! Aber etwas stank... nach Ork nach brennendem Ork...
"Seid gegrüßt meine Mitüberlebenden! Haben sich die zurückgebliebenen Grünhäute selbst verbrannt oder was ist geschehen?" fragte er sie fast wissend. Zavalon konnte ihren schnellen Puls fast fühlen, so wie er die beiden ansah.
Blut tropfte auf den Boden. An sharks Bein hing an nasser roter Verband, eher provisorisch angelegt...
"Ich habe etwas Kamillenextrakt und einen Verband dabei, noch aus meinem Zimmer. Soll ich eure Wunde neu verbinden? Mir wurde von meditate die Kunst des Heilens gelehrt!"
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| 30.06.2003 22:30 | #381 |
| The_Nameless |
Die gewohnte Dunkelheit umgab die beiden im Kastell umhergehenden Magier, eines der wenigen Dinge, das sich seit dem überraschenden Angriff der Orks nicht verändert hatte. Still schweigend dachte Less über den Grund dieses Überfalls nach, wieso war es so weit gekommen, wieso waren sie diesen primitiven Kreaturen so schutzlos ausgeliefert, wo sie sich doch in solcher Sicherheit gewogen hatten? Aber wie sooft fand er keine Antwort, noch immer war die Ursache dieses Angriffs, dessen Sinn wohl niemand verstand, vollkommen ungeklärt. Der stechende Qualm, der mittlerweile über die meisten Gänge des Kastell verteilt hatte, brannte mit fürchterlich in seinen glasigen Augen, die, durch die starken Schmerzen verkrampft zusammengezogen, von einer unheimlichen Leere erfüllt in die Finsternis blickten.
Mit einer schnellen Handbewegung wischte sich Less den Schweiß von der Stirn ab, ob nun durch die Hitze im Refektorium oder einfach nur durch die verständliche Aufregung hervorgerufen bildeten sich aber immer wieder neue Perlen auf der glatten Haut.
Stumm schritten Shark und er weiter, vorsichtig darauf achtend, über möglichst wenig der überall verstreuten Bruchtücke zu gehen, um jegliche verräterischen Geräusche zu vermeiden, zwar waren sie selbst, die Magier, die eigentlichen und unbestreitbaren Herrscher des Kastell, doch war die Gefahr durch die Orks noch nicht entgültig gebannt. Mit ziemlicher Sicherheit hatten viele von ihnen bei dem wirkungsvollen, verheerenden Brand ihr mickriges Leben gelassen, und viele der Überlebenden waren voller Furcht geflüchtet, aber dennoch streunten einige der grünfelligen Wesen noch immer durch die verwinkelten Wege dieser uralten Gemäuer.
Ein leises Stöhnen drang von hinten an Less' Ohren, versunken in seinen tiefgründigen Gedanken war Less nicht aufgefallen, wie Shark allmählich zurückgefallen war, mit schmerzverzerrtem Gesicht hob beide Hände auf seine rötlich verschmierte Wunde, versuchte verzweifelt die Blutung zu stoppen, indem er mit all seiner Kraft gegen den Einschnitt presste.
Ohne zu zögern griff Less seinen scharfen Dolch und schnitt ein langes Stück Stoff aus seiner edlen, schwarz schimmernden Robe. Notdürftig zog er das breite Band um Sharks Oberschenkel um den Blutfluss in den betroffenen Adern zu unterbinden, durch einen festen Knoten schloss sich der Stoff eng um das Bein. Einige blaue Flecken erschienen sofort an den schmerzenden Stellen, über denen der Stoff verlief, doch war dies das weitaus geringere Übel, verglichen mit dem ansonsten möglicherweise eintretenden Tod.
Hilfsbereit nahm legte er seinen Arm über die geschwächten Schulten des Verletzten, versuchte ihn, so gut es nur möglich war, bei seinen schwerfälligen Schritten zu unterstützen, versuchte ihn, mit hoffnungsvollen Worten moralisch aufzubauen.
"Keine Angst, wir schaffen das!"
Doch war sich Less in diesem Falle selbst nicht über die Wahrheit seiner Worte im klaren, wohlmöglich versuchte er eher sich selbst als seinem verwundeten Kameraden Zuversicht zu geben.
Erschrocken ließ Less Sharks Körper sachte auf den Boden gleiten, hastig ergriff er das schmale Heft seines Dolches und starrte in die Dunkelheit ... Schritte. Erleichtert stieß Less einen langen Atemstoß aus, die schlanke Gestalt die sich ihnen vorsichtig und mindestens genauso Überrascht näherte war einer der ihren, ein weiterer Diener Beliars der in den Gängen nach Sicherheit suchte. Nach einigen kurzen Worten machte sich der Magier daran, Sharks übel aussehende Wunde zu verbinden, nach mehreren Geschickten Handgriffen war diese mit einem fachmännischen schmerzstillenden Verband umgeben. Erschöpft durchstreiften die drei Männer abermals durch die Tiefen des Kastells
Hastig pressten sich die drei Männer hinter eine der wenigen noch im Rahmen hängenden Türen in den Gängen des Kastells, der Raum in dem sie sich nun befanden, war komplett verwüstet, zerschlagene Holzteile, deren früherer Verwendungszweck unmöglich zu erkennen war verteilten sich, zusammen mit glitzernden Glassplittern und verbogenen Metallstücken auf dem ganzen Boden.Die laut polternden Schritte der schweren eisenbeschlagenen Orkstiefel näherten sich langsam dem Eingang zu ihrem Versteck, leise Stoßgebete an den einzig wahren Meister der Finsternis kamen über Less zerschundene Lippen, mit pochendem Herzen wartete er auf die weiteren Handlungen des Orks.
Der noch immer merklich zu riechende Gestank des Feuers verhinderte mit ziemlicher Sicherheit jeglichen Geruchssinn der brutalen Kreatur, doch was war, wenn er ihre Anwesenheit dennoch bemerken würde, niemals hätten sie auch nur den Hauch einer Chance gehabt.
Das Trampeln der behaarten Füße kam näher, wahrscheinlich lagen keine fünf Meter mehr zwischen den ungleichen Feinden...
Erfüllt von einer unbeschreiblichen Erleichterung verließen die Drei, nach mehreren vergangenen Minuten, die ihnen jedoch wie eine kleine Ewigkeit vorgekommen waren, das völlig zerstörte Zimmer.
Die Schritte des Orks hallten noch immer leise durch den verwüsteten Gang.
Die Arme noch immer hilfreich stützend um Sharks Schultern gelegt stießen Zavalon und Less mit schmerzenden Füßen gegen das schwere Tor zum Innenhof, sie waren dem Ziel nun so nahe, ein paar Schritte noch zur rettenden Esche. Mit einem lauten Knarren schwang die schwere Tür langsam auf.So schnell, wie es ihre letzten Kraftreserven noch zuließen bewegten sie sich auf das beruhigende Grün des alten weisen Baumes zu.
Helfende Hände wurden von den weit oben heruntergereicht, schnell hoben sie mit letzter Stärke den schweren Körper von Shark nach oben, wo sich die übrigen Magier sofort um diesen kümmerten. Letztendlich schwangen sich auch Zavalon und Less auf die schützenden Äste und verschwand im sanft raschelnden Dickicht der Esche...
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| 02.07.2003 15:52 | #382 |
| The_Nameless |
Erschöpft sank Less’ Körper auf die raue Rinde der alten Esche, deren dichtes Blätterkleid die Magier vor unerwünschten Blicken schütze, in kleinen Schwaden konnte man den letzten Rauch aus den Türen und Fenstern des Kastells in den düsteren wolkenbehangenen Himmel aufsteigen sehen, langsam zogen sie in die Dunkelheit der einbrechenden Nacht, wo sie letztendlich dennoch vom sanften Wind verweht wurden.
Mit erstaunten Blicken wurden Shark, Zavalon und Less von den übrigen Männern auf dem Baum begrüßt, ihre zerrissenen Kleidungsstücke, die blutverschmierten Gesichter und die vor Müdigkeit fast zufallenden Augen erzählten jedem Betrachter genug von den vergangenen Stunden.
Neugierig sah sich Less um, viele Gesichter hatte er schon einmal erblickt, und obwohl er keinen der hier Anwesenden genauer kannte, so fühlte er sofort eine Verbundenheit zwischen ihnen und ihm.
Mit einem völlig versteiften Körper versuchte er einem halbwegs annehmbaren Platz auf den dicken Ästen zu finden, total übermüdet glitt sein Körper auf die unbequeme Oberfläche wo er schließlich in einen tiefen erholsamen Schlaf verfiel...
Das leise Rascheln der grünen saftigen Blätter, getragen vom ruhigen Hauch des Windes weckte ihn vorsichtig aus seinem festen Schlaf, erfrischende Wasserperlen flossen langsam an Less’ matter Stirn herab, der gleichmäßige Regen fiel in vielen kleinen Tropfen vom noch immer verdunkelten Himmel. Doch es schien fast so, als hätte sich die Wolkendichte ein wenig gelockert, und hin und wieder wurde sie an einigen Stellen vom hellen Schein der Sonne sanft durchbrochen.Einige seltsame Blätter aus altem, an manchen Stellen schon längst brüchigem Pergament lagen ungeordnet auf seinem vor Hunger brummenden Bauch, beschriftet mit sonderbaren Zeichen einer fremden unbekannten Sprache, teilweise verziert mit magischen Zeichen und Runen, deren Zweck Less nicht einmal erahnen konnte. Alleine die unbestreitbare magische Kraft, die von ihnen ausging, verspürte er auf faszinierende Weise selbst in den tiefsten Bereichen seines Denkens.Irritiert blickte er in die Gesichter der übrigen Magier, niemand schien die Esche während seines höchstwahrscheinlich langen Schlafs verlassen zu haben, die meisten saßen noch an den selben Stellen, die sie schon am vergangenen Abend besetzt hatten.
Verständnisvoll erwiderte Arctus seinen fragenden Blick, einige erklärende Worte drangen leise über seine Lippen.
“Magie ... wenn du sie benutzen willst, dann ließ die Worte auf dem Papier.“ Interessiert begutachtete er die vergilbten Spruchrollen, verglich sie prüfend mit den seinen.
“Dies sind Zauber zur Beschwörung eines untoten Kriegers, eines Skeletts. Ein mächtiger Verbündeter, benutze sie weise...“
Mit einem undurchschaubaren Aufblitzen wandten sich die blauen Augen des jungen Magiers von ihm ab.
Voller Entzückung betrachtete Less die faszinierenden magischen Zeichen auf dem gelblichen Papier, dies war wahre Macht, eine Antwort auf eine der vielen Fragen, die noch immer seine düstere Gedankenwelt fesselten, dies war wahre Macht...
Ein finsteres Grinsen breitete sich auf dem, vom dichten Schatten des Baumes komplett verfinsterten Gesicht auf, einzig und alleine die glänzenden Augen blitzen mit kranker Besessenheit aus dem Dunkel hervor...
Mit geschickten Bewegungen stieg Less rasch von den dicken Ästen des Baumes herab und landete sicher auf dem harten Steinboden des Innenhofs. Viel zu laut rief er ins dichte Gestrüpp der Esche hinauf.
“Ich werde in die Gemäuer zurückkehren, und ich werde kämpfen!“Durch seine Verletzung, deren Heilung jedoch schon viel weiter fortgeschritten war, als sich Less erhofft hatte, wesentlich schwerfälliger kam Shark neben ihm zum stehen, gefolgt von zwei weitern, in ebenso dunkle Kleidung gehüllten Personen, Horaxedus und Arctus.
Mit ruhigen, und dennoch entschlossenen Worten kamen die drei auf ihn zu.“Warte, du sollst nicht alleine bleiben, wir begleiten dich auf deinem Weg“Nach einem kurzen dankbaren Zunicken wandte Less sich in die Richtung des großen Tores, und schnellen Schrittes gingen die vier leicht geduckt auf den finsteren Eingang zu.
Niemand war zu sehen, lediglich aus der Ferne erschallte ein gleichmäßiges Klopfen einiger schwere Orkstiefel kaum hörbar durch die dunklen Gemäuer.Vorsichtig um sich blickend betraten die Magier abermals die schwarzen Gänge des Kastells...
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| 02.07.2003 19:57 | #383 |
| Zavalon |
Zavalon wischte gerade seine blutigen Wunden, als sich die anderen schon aus dem Staub machen wollten. "Nänä hier, eher nich. Ich werde euch begleiten, wenigstens einer mit strategischem Denken sollte anwesend sein. Dies war ein Scherz... t'schuldigung..."Nach einem kurzen Augenblick packte Zavalon seine Sachen, oder das, was davon übrig war und folgte den anderen. Großer Mut machte sich in ihm breit, er war bereit das Kastell zu befreien, er würde es zurückerobern, den Orks den gar aus machen, sie eliminieren. Schmunzelnd spielte er mit den Spitzen seines Stabes, während er den anderen folgte. Der Magier blickte nach oben. Eine aufgerissene Decke, von welcher Wasser tropfte war zu sehen. So komisch still wirkte der vollends verwüstete Gang, anders, ungewohnt, traurig und nie dröhnte der Kopf aufgrund eines nahenden Dämons. Die Pracht des Kastells war mit einem Male verschwommen, getrübt durch die Schläge gründer Hände. Was wollten die hier? Alle möglichen Anführer und Schamanen waren hier. Das war keine bloße Plünderung, etwas anderes steckte dahinter, tiefgründigeres. Kontrolle? Wer konnte die Orks nach des Schläfers Tod eigentlich noch kontrollieren? Oder war der Schläfer nur einer von Tausenden Dämonen, die irgendwo tief in der Erde ihr unwesen trieben? Zavalon richtete sich wieder auf die derzeitige Situation.
Plötzlich machte sich ein ziemlich gewichtiger Ork durch das laute Trampeln bemerkbar. Ein metallener Ton... Hatten Ork nicht Stumpfe Äxte? Ja hatten sie auch, fast alle... "Ein Elite-Ork!" Der Stab glitt von Zavalons Rücken, gleichsam eine Rune...
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| 02.07.2003 20:31 | #384 |
| The_Nameless |
Ein schweres metallenes Krachen schallte laut scheppernd durch die engen Gänge, verfolgt von einer schier endlosen Anzahl von Echos. Für einen kurzen Moment kam Panik in Less Gedanken auf, ein Ansatz von Furcht blitze aus in seinen Augen. Doch so schnell wie sie erschienen war, verschwand die Angst auch wieder, Entschlossenheit drang in seine Augen ... nur ein weiterer Ork...Der Schwarzmagier, der vor einigen Stunden schon zu ihnen gestoßen war, Zavalon war sein Name, kam unter dem langen Schatten des riesigen Holztores, welches in den wunderschönen Innenhof führte, zum Vorschein. Mit erstaunten Augen gesellte er sich sofort zu der kleinen Gruppe.
Abwartend starrten die Augen aller Anwesenden in die tiefe Finsternis, aus welcher das tosende Klirren immer lauter zu hören war. Die Geräusche kamen näher, ein scheinbar riesiger Schatten war allmählich am Ende des Weges zu erkennen, der ekelerregende Gestank eines primitiven unzivilisierten Orks wurde von sanften Wind, der mit einem leisen Pfeifen über die gemusterten Marmorplatten wehte, direkt zu ihnen getragen. Ein Anfall von Übelkeit breitete sich in Less’ Magen aus, noch immer hatte er sich an diesen Geruch gewöhnt, nur mit sehr viel Anstrengung gelang es ihm den Brechreiz zu unterdrücken.Mit schnellen, fast rasenden Schritten näherte sich das grünfellige Wesen den fünf Menschen, die noch immer regungslos seine Bewegungen beobachteten.Im unheimlichen Lichtschimmer, welcher auf sonderbare Weise die Dunkelheit des Kastells durchbrach, wurde die Gestalt in voller Größe sichtbar. Es war ein furchtbringender Anblick, das laute Grunzen, begleitet von einem unüberhörbaren Gebrüll des Orks schallte durch die schwarzen Mauern des Kastell. Es war ohne Zweifel einer ihrer Angreifer, und doch war er anders, sein Körper von einer mächtigen dunklen Rüstung bedeckt, in den Händen eine riesige Klinge, unzählige eingetrocknete Blutflecken zierten ihre kalte Oberfläche.
Erschrocken ging Less einen Schritt zurück, sein Herzschlag schoss in sekundenschnelle in die Höhe, ein kurzzeitiger Schwindelanfall machte sich bemerkbar, er taumelt. Die Ohnmacht hielt nur wenige Sekunden lang an, dennoch sank sein Körper benommen auf den Boden...
Langsam wurde das verschwommene Schwarz vor seinen Augen wieder deutlicher, seine Gedanken sammelten sich so schnell wie möglich.
Doch das Brüllen von fast schmerzender Lautstärke war direkt über ihm. Reflexartig rollte sich Less schnell zur Seite, aber er war nicht schnell genug. Mit einem schrecklichen hellen Klirren traf die Klinge des Ork auf dem Boden auf...
Schmerzverzerrt presste Less seine rechte Hand gegen die beiden äußeren Finger der linken Hand, oder besser gegen die Stelle, wo diese einst gewesen waren. Blut floss an seinen Händen herab, tropfte in dicken Tropfen auf die schwarze schimmernde Robe.
Während er sich hinter seinen Kameraden in Sicherheit brachte, rollten die beiden Knochenstücke, die einmal seine Finger gewesen waren, langsam über den Marmorboden...
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| 02.07.2003 20:56 | #385 |
| Zavalon |
Eine kleine Blutlaache bildete sich in der Eingangshalle. Dieses mächtig stinkende, ääh, mächtige Wesen hatte unorkische Kräfte, pure Wut steuerte dessen Gedanken, Handeln und alles andere, was er tat. Zavalon musste etwas tun, oder alle waren verloren. Wegrennen? Nein so würde das mächtige Wesen einen nach dem anderen kriegen. Er musste, nein er wollte sich opfern. Er hatte nur geringe Chancen, aber das wusste er. Er hob die beiden Finger Less' auf, warf sie diesem zu und rief: "Lauft! Ich halte ihn auf!" Schon klirrte diese Riesenklinge auf den Stab Zavalons. Dieser drohte zu zerbersten unter dieser enormen Kraft.
Der Schwarzmagier trat ein paar Schritte zurück, nahm die Golembeschwörungsrune hervor und begann auf den immer näher kommenden Ork nicht achtend mit der Beschwörung. Ein lauter wütender Schrei entlglitt dem Monster. Doch zu spät. Schon blockte eine Hand aus Stein das Schwert, aber ein hohler Ton signalisierte schon, das selbst das Wesen aus purem Stein nicht viel ausrichten konnte. Zavalon sprintete schnell die Treppe hoch, doch durch den Schrei wurden schon die anderen Grünhäuter alamiert. Von überall her drangen Grunzer. Der Golem wurde schwächer, das konnte der Beschwörer fühlen, wenn auch nur allmählich. Selbst der eine übriggebliebende Kronleuchter zersprang. Dieser Ork war nicht normal. Nur Runen zeichneten diesen gigantischen Körper, die Augen leuchteten Rot und überhall schwere Panzerplatten. Aber etwas war komisch. Kein Ork griff in den Kampf ein, sie bewachten nur alle Ausgänge um eine mögliche Flucht zu verhindern.
Hin und wieder schaffte es Zavalon einen der Orks zu lähmen, diesen zu töten um dann wieder zuzusehen wie ein anderer Ork dessen Platz einnahm. Doch plötzlich krachten Steine auf den Boden und rammten tiefe Kerben in den Marmorboden. Der Golem war besiegt. Zavalon schluckte. Aber genauso wie von Angst war sein Körper auch mit Adrenalin gefüllt, wodurch er gar nicht dran dachte in dieser sowieso schon aussichtslosen Situation auch noch Fluchtpläne zu schmieden. Wiederum prallte das Schwert auf den Stab auf, aber diesmal beförderte der Druck Zavalon auf den Boden. Sein einziger Vorteil war die Agilität, die er besaß, aber was konnte er schon gegen so einen schier unverwundbaren Ork ausrichten?
Zavalon sah sich nach den anderen Magiern um, sie waren verschwunden. Gott sei Dank. Zavalons Kraft schwand mehr und mehr und immer mehr Wunden schwächten ihn. Wiederrum näherte sich das Schwert von der Seite, aber diesmal zu schnell als das sich der Magier hätte retten können. Er prallte gegen die Wand und rutschte blutverschmiert herunter. Vor seinen Augen erschienen zwei Gänge, aber immer wenn er einen begehen wollte wurde er wieder in die schmerzhafte Realität zurückgebracht. Langsam stapfte der Ork immer näher, hatte schon längst zum finalen Schlag ausgeholt. Zavalons Herz raste immer mehr. Seine Augen blickten ängstlich. Ein letzter Schrei hallte aus seiner Kehle, bevor auch diese von dem Schwert getroffen wurde. Nachdem sich der Ork umgedreht hatte strömten alle anderen Grünhäuter auf Zavalon zu und sammelten Trophäen, voller Blutlust verstümmelten sie die Leiche.
Zavalons Geist sah dem noch eine Weile zu, bevor er sich wieder den beiden Gängen widmete. Der eine war hell, voller Rosen und von dessen Ende strahlte ein gelbes Feuer hervor, Innos! Der andere Weg war dunkel, der Weg eine Brücke aus Knochen über einem Abgrund. Das Ende bildete eine lila Wolke, die immer wieder einen Totenkopf bildete. Welchen Weg sollte er nehmen? Qualen oder Freuden? Er wählte die Brücke, die untote Brücke Beliars...
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| 02.07.2003 21:39 | #386 |
| shark1259 |
Wie hatte er das nur machen können? Das war doch simpler Wahnsinn. Zavalon hatte sich für sie geopfert. Er war tot, das merkte shark. Etwas vom Kastell war mit ihm irgendwie "gestorben". Er war schon um einige Zeit länger hier als es shark war. Und nun war er so einfach gestorben, hatte sich aufgeopfert eben für dieses Kastell. In dem er schon lange lebte. Das zuhause für ihn.
shark rann eine einsame Träne an der Wange hinunter. Irgendwie war es traurig. Less zerrte ihn kurz an der Schulter und shark verstand schon. Man hörte schon von weiten wieder die Schritte der Orks, nach weiteren Opfern suchend. Sie würden nicht lange sicher sein. Doch sollten sie sich einfach wieder verkriechen? Sich wieder verstecken und irgendwann auftauchen um wieder einen ihrer Freunde zu verlieren?
Die Magier betraten den Innenhof. Und auch Less war seiner Meinung sie sollten etwas tun. So rief shark in den Baum hinauf:
"Zavalon ist tot. Er ist gestorben für das Kastell. Und für uns. Wir sollten ihn nicht einfach so sterben lassen. Ist es nicht genug dass er überhaupt hat sterben müssen? Nur weil wir uns die ganze Zeit haben verstecken müssen? Wir sollten ihn rächen. Kommt mit, und diesmal alle. Das Kastell muss wieder frei werden, so wie es immer war. Und der Himmel soll wieder wolkenlos sein, so wie früher. Ich will und kann so nicht einfach da sitzen und warten bis wir einem nach dem anderen Fallen. Auch wenn es nur an Hunger ist."
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| 02.07.2003 22:13 | #387 |
| Arctus |
Träumend lag der Junge im Baum, beobachtete das ganze Tralala um ihn herum nur aus der Ferne, ohne sich auch nur Ansatzweise darum zu kümmern. Das Blutverschmierte Gesichte lag so regungslos da, wie eben dieser, der so eben gestorben war.
Arctus verschloss sich wieder, kapselte sich ab von der Außenwelt, um die ganzen Gesichter um ihn herum zu verdrängen, diese Geräusche, vor so vielen dreckigen Dingen. Unverständlich Greul, die überall Hang und nicht aufhören wollte zu steigen!
‚Ihr könnt mich nicht kriegen’, dachte sich der verstörte Junge. Besser so leben, als die verängstigten Mitmenschen, voller Kummer seiend. War er das nicht selber?
Egal, für diesen Moment nicht!
Der Frosch, den er seziert hatte zuckte wieder fröhlich vor ihm, die Stinktiermutter, die Shark getötet hatte stupste ihre Kinder wieder fröhlich mit der Nase an. Dann der freundliche Templer im Tal der Bruderschaft und ... und dann kam das Unheil. Auch da hatten Orks das Lager zerstört! Wie schon so oft, setzten sie jedes Mittel ein um zu töten, schwangen die Mächtigen Äxte, zerspalteten wehrlose Novizen! Trotzdem blieben sie Standhaft! Voller Enthusiasmus an ihren Gott glauben und dafür den Tod und Qualen in Kauf nehmend.
Und hier war es einer gewesen der so dachte! EINER., der sich geopfert hat. Wirklich um die anderen Selbstmitleider zu retten?
Irgendetwas regte sich in dem Jungen. Seine Isolation schien zu zerfallen. Er schweifte ab von den schönen Gedanken, nahm sich die schlechten zu Hand und schöpfte daraus Kraft. Genug Kraft um sich aus seiner Starre zu lösen, die Augen zu öffnen und vom Baum zu springen, zu den Anderen.
„Lasst uns losgehen!“, brachte er nur noch hervor und sah selbstsicher in jedes einzelne Gesicht. Vielleicht übertrug sich die plötzlich auftauchende innere Kraft Arctus’ ja auch auf die Anderen! Die Hauptsache war jedoch, dass er sich gefasst hatte und bereit war alles ein zusetzten, was es einzusetzen galt ...
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| 02.07.2003 23:10 | #388 |
| shark1259 |
Ergab es eigentlich einen Sinn? Ihr Leben, hier auf dem angehäuften Land im Volksmund auch Erde genannt. Was hatten sich die Götter dabei gedacht. War es eine Belohnung? Der Geist der Menschen, sollte er etwas erleben können bevor er seiner richtigen Bestimmung nachgehen musste. War diese für sie recht lang erscheinende Zeit ihres Lebens auf Erden in wirklichkeit nur ein Bruchteil ihres bestehens. War es nur sowas wie ein Traum. Ein Traum den sie alle zusammen träumten um dann aufzuwachen und zu merken, dass sie etwas vollkommen anderes waren. Waren sie vielleicht nur ein winziger Bestandteil, ein kleines Spielchen der Götter um ihnen die Zeit zu vertreiben.
Oder waren sie der große Fehler. Der Fehler der alles kaputt gemacht hatte, mit dem keiner gerechnet hatte. Das einzig falsche, das ungleichgewichtige im göttlichen Meisterplan. Waren sie zu mächtig geworden für diesen kleinen Planeten. War es vielleicht gar nicht vorgesehen gewesen, dass sie hier stärker als alles andere geworden waren. Und sich sogar selbst zerstörten mit ihren Kriegen und streitereien.
shark hatte sich kurz hingesetz und hatte einen Tropfen beobachtet wie er sich seinen Fuß hinunterhangelte. Dann war er beim mittlerweile recht gut versorgtem Unterschenkel angekommen, der trotz der guten versorgung nicht aufgehört hatte zu bluten. shark hatte schon viel zu viel Blut verloren. Ihm war schon vor einiger Zeit schlecht geworden, auch wenn er sich eingeredet hatte, dies wäre wegen dem Hunger und dem durst gewesen, was auch möglich gewesen wäre. Er hatte schon lange nichts mehr getrunken, geschweige denn gegessen. Sein Körper war im Grunde am Ende, schon lange. Doch erst jetzt als er da so am Boden lag um ein paar augenblicke auszuruhen merkte er wie sein Körper seinen Tribut verlangte. Doch shark gewehrte ihn ihm nicht. Noch nicht. Er musste noch diese letzte schlacht schlagen, dann wäre es vorbei, ob so oder so. Es blieb sich gleich.
Er stach sein Schwert neben ihm schwer in den Rasen und zog sich daran hoch, rutschte jedoch im Nassen Gras aus und lag wieder da. Ein kurzes Keuchen war zu vernehmen, dann ein Husten. shark öffnete die Augen wieder und sah ihm eine hingestreckte hand. shark zog sich daran hoch und bedankte sich bei Arctus.
"Danke. Es zeigt Courage, dass du uns begleitest. Wo du doch auch nicht der stärkste bist. Genau wie ich... Ich wünsche dir viel Glück auf dem Weg. "
Er hatte einfach irgendetwas gesagt um seine Stimme wieder zu benützen. Arctus, so glaubte es shark wenigstens, würde es auch so genommen haben. Absolut ohne sinn. Trotzdem versuchte shark ein Grinsen aufzusetzen...
Der Regen viel weiter gen Boden. Der Rasen war schon mehr eine große Lache. Überall Schlamm und alles war rutschig. Es war ein trauriger Anblick.
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| 02.07.2003 23:44 | #389 |
| Arctus |
Ein kleines sarkastisches Juchzen folgte, „na dann ist ja alles prima!“ Arctus verdrehte die Augen, packte seine fünf Pergamentseiten und schritt voran, dem Tor entgegen.
„Ist das Leben immer so hart, oder nur wenn man Kind ist?“, wandte Arctus sich an den Don, der ebenfalls festentschlossen mit nach vorn gegangen ist.„Es ist immer so hart!“
Arctus senkte den Blick zu Boden, öffnete das versiegelte Stück Pergament und las in Gedanken die Sätze. Sie ergaben plötzlich Sinn, erzählten von geheimnisvollen Kräften.
Nun waren alle am Tor angekommen.
Die Ruhe vor dem Sturm folgte.
„Kannst dus hören?“, wandte sich der Junge an Shark, der nur den Kopf schüttelte.
„Es ist, als würde man den Kopf ins Gras legen und es wachsen hören. Du kannst die Insekten hören! Tz tz tz. Hast du das Königliche Orchester mal gehört?“„Kann ich nicht sagen“, antwortete Shark
„Ich spiel dir mal was vor!“, flüsterte Arctus, nahm das Stück Pergament vor seine Nase und Schritt durch das Eingangstor des Innenhofes. Langsam ertönten die unheimliche Worte des Jungen, hoben sich, in erschreckend hohen Tönen aus der Luft hervor und beschworen einen Ball, direkt neben ihm, der sich immer mehr aufblähte, Schatten in sich Sog, die wie Flammen zu allen Seiten zückten und ausschlugen, als würden sie die Luft kitzeln.
Ein Ork Schritt um die nächste Ecke, erschreckte, als er das beschwörerische Kind sah und blieb stehen. Sogleich löste sich der Ball aus der Ruhelage, schoss unaufhaltsam nach vorn, um sich im mörderischen Tempo in das Gesicht zu brennen, die Netzhaut zum Kochen zu bringen und den Inhalt des Kopfes an der dahinterliegenden Wand auszubreiten. Schreiend ging der Ork zu boden, griff noch kurz nach vorn, als wollte er sagen, „NEIN“.
Leider zu spät.
„Du hast also nie das Königliche Orchester gehört? Die einzigartigen Ouvertüren bringen meinen Säfte zum kochen. So voller Energie.
Aber nach der Ouvertüre hat es leider die Tendenz beschissen Öde zu werden.“ Arctus fing an zu grinsen, „Und darum höre ich’s nicht mehr!“Der Magus fuhr wieder hoch aus der hockenden Position. Seine Augen waren mit kleinen Äderchen durchsetzt, zeugten von der eben da gewesenen Anstrengung. Die Halle des Aufpralls verklangen langsam in den unendlichen Weiten des Kastells, riefen jedoch tiefes Grunzen und Gröhlen hervor. Kriegstrommeln donnerten wie aus dem Nichts. „Die Orks bereiten ihren letzten Angriff vor!“, brachte der Junge geistesabwesend hervor. Er war wieder irgend woanders in seinen Gedanken ...
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| 03.07.2003 12:32 | #390 |
| The_Nameless |
Schweigend stand Less vor der alten und weisen Esche, lauschte vielleicht ein letztes mal den leisen Worten des beschützenden Baumes, möglicherweise würde er nie mehr hier her zurückkehren können...
Die schwarze Robe, an vielen Stellen eingerissen und mit Blut getränkt, flatterte im starken Wind, der plötzlich auf unerklärliche Weise aus dem Nichts aufgekommen war, der peitschende Regen floss in großen Strömen über den rauen steinigen Boden.
Ausdruckslos starrte er in den verdunkelten Horizont, dicke schwarze Wolken hingen schwer über den finsteren Mauern des Kastells, ab und zu zuckten grelle Blitze über den apokalyptische wirkenden Himmel, bis sie letztendlich mit einem unheimlichen lauten Donnern unaufhaltsam in die Erde einschlugen. Kleine Wassertropfen rannen unkontrolliert über Less' finsteres Gesicht, liefen langsam an seinen Wangen herab, flossen über seine linke Hand, wo sie schließlich, vom rötlichen Blut sonderbar eingefärbt, auf den kalten Steinplatten des Innenhofs zersprangen.
Weiße Tücher und Verbände überdeckten die schreckliche Wunde, an deren Stelle einst seine beiden äußeren Finger gewesen waren, die grausamen Schmerzen waren längst vergangen, in seinen Gedanken gab es momentan keinen Platz dafür...Allmählich wandte sich Less zu den übrigen Magiern um, er war bereit, bereit zu kämpfen, zu siegen ... oder zu sterben...
Doch niemand war noch hinter ihm zu sehen, nur einige kaum hörbare Schritte drangen vom Eingang an seine Ohren.
Ein letzter Schatten war verschwommen durch den Regen zu sehen, begleitet vom bösartig anmutenden Knarren des riesigen Tores.
Mit schnellen, aber dennoch würdevollen Schritten machte er sich auf den Weg, den anderen zu folgen, ein letztes Mal peitschten erneut die mächtigen Tropfen durch sein zerzaustes Haar, dann betrat er die finsteren Gänge des Kastells.Alle Magier schienen anwesend zu sein, bereit zu sterben, bereit zu leben, für sich selbst, und für den einzigen wahren Meister ... für Beliar...Der leblose Körper eines toten Orks lag auf dem verschmutzen Boden, auf übelste Weise zugerichtet, nur die unidentifizierbaren blutverschmierten Körperteile, welche langsam an der Wand dahinter herabglitten, ließen erkennen, dass dieses grünhäutige Wesen einst einen Kopf besessen hatte.
Unweigerlich breitete sich ein langes ekelhaftes Grinsen auf Less Gesicht aus, ein entzücktes krankhaftes Leuchten nahm Besitz von seinen Augen, sichtlich erfreut genoss er den schrecklichen Anblick ... der Tod war ... schön...Das hallende Poltern riesiger Trommeln riss ihn aus seinen Gedanken, es würde nicht mehr lange dauern, die letzte Schlacht hatte endlich begonnen.Suchend tastete Less nach den vier sonderbaren Schriftrollen, sauber zusammengefaltet steckten sie sicher in seinem schwarzen Gürtel, jederzeit greifbar, sollte es die Situation erfordern.
So ausgerüstet begannen die Magier ihren langen Weg in die Tiefen der Gemäuer, immer nahem zusammen, entschlossen, füreinander zu kämpfen und zu sterben. Still schweigend drangen sie in die Finsternis ein, dies war ihr Kastell ... und so würde es auch bleiben...
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| 03.07.2003 16:45 | #391 |
| Don-Esteban |
Vor ihnen verschwamm der Verlauf des Ganges in Dunkelheit. Doch keiner wollte auch nur eine Winzigkeit an Magie für ein magisches Licht verschwenden. Sie kannten sich aus im Kastell, nun, zumindest das Erdgeschoß war jedem recht gut bekannt. Die darüber liegenden Geschosse, in denen suich ständig die Räume veränderten, Gänge die Richtung wechselten und Wände verschoben, waren eine andere Sache. Wer weiß, wieviele Orks dort oben noch umherirrten, auf der vergeblichen Suche nach einem Ausgang. Man würde das Kastell wohl nie mehr säubern können, irgendwo trieb sich immernoch ein Ork herum, der durch die Gänge tappen würde, um endlich eine Treppe oder einen Hauptgang zu erreichen.Hatte er eben wirklich in Gedanken vom "Säubern des Kastells von Orks" gesprochen? Was für eine irreale Hoffnung. Ein abfälliges Lachen entwich der Kehle des Magiers und die anderen schauten sich kurz mit befremdlichen Blick nach ihm um.
"Oh, schon gut, ich hatte nur einen rauhen Hals."
Nie würden sie das Kastell von diesen Bestien räumen können, es waren einfach zu viel. Ohne die Dämonen waren sie verloren. Was machten sie eigentlich hier? Wie das letzte Aufgebot matrschierten hier der letzte Rest der einst so stolzen Schwarzmagier durch ihr von Orkhorden verwüstetes Heim. Alles, was abreißbar war, war abgerissen, alles, was zerstörbar war, war zerstört, alles, was brennbar war, war verbrannt. Das Kastell - ein Vorhof der Hölle, ein Ort, wie er trostloser nicht hätte sein können. Ob er so Beliar besser gefiel?Voller düsterer Gedanken, die er jedoch - wie meistens - für sich behielt, durchmaß der Schwarzmagier an der Seite der anderen Magier die Flure des Kastells. Nein, es gab kein Entkommen, dies würde ihrer aller Schicksal werden, dies war also das Ende. Hatte es sich gelohnt, sich dem dunklen Gott zu verschreiben? Er wußte es nicht - wer konnte dies schon abwägen? Was wäre passiert, hätte er es damals in der Barriere nicht getan? Dann wäre es eben später geschehen. Don-Esteban wußte, es gab ein Schicksal und er konnte ihm nicht entkommen, er hatte die Aufzeichnungen des alten Magiers gefunden und aufmerksam gelesen. Er hatte seine Schlüsse daraus gezogen. Er war nur eine Spielfigur. Austauschbar, ersetzbar.
Düster lagen die kahlen Gänge vor der Gruppe, leer und abweisend gähnten die aufgebrochenen Türen zu den einzelnen Räumen in den langen Korridor. Hier und da hingen noch ein paar einsame Splitter der gesprengten Türen an den verbogenen Angeln. Kein Geräusch war zu hören, nur die Schritte der Magier. War das Kastell verlassen?
"Haltet ein." Der Hohepriester hob die Hand und blieb stehen. "Ich hab etwas gehört. Orks!"
Keinen Moment zu früh. Jetzt hörten auch die anderen das Trampeln von gepanzerten Füßen, das Klirren von Waffen. Und schon brach aus einem größeren Portal irgendwo seitlich des Ganges eine Gruppe bewaffneter Kämpfer hervor. Kurz hielten die ersten an, als sie der Schwarzmagier gewahr wurden. Dann erscholl ihr Kriegsruf. Schauerlich hallte er von den Wänden wider, verstärkte sich und raste die Mauern entlang. Einige der Orks schlugen ihre Waffen gegeneinander, brüllten nocheinmal laut auf und stürzten sich dann in den Kampf, um wenigstens etwas von dieser kleinen Gruppe mickriger Menschen zu haben.Don-Esteban sparte sich irgendwelche Anweisungen. Es wußte auch so jeder, was er zu tun hatte. Der Kampf mit den Orks begann.
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| 03.07.2003 21:08 | #392 |
| Squall_L |
Squall schreckte auf , er schaute sich um ,um zu sehen ob das mit dem Essen kein Traum war. Er war erleichtert es war kein Traum war immer noch da. Er verlor keine Zeit und packte sich seinen Rucksack voll mit dem ganzen Lebensmitteln. Danach machte er sich wieder auf den Weg zu seinem Tisch um nun gelassen auf seine Befreiung zu warten.
Er setzte sich an den Tisch und überlegte was er nun bis zu seine Befreiung so anstellen könnte , als erstes viel ihn natürlich sofort ein zu lesen doch das hatte er schon die ganzen letzten Tage gemacht und wenn er nun weiter lesen würde dann würde sein Kopf noch platzen.
Dann dachte er daran was wohl die anderen im Kastell wo gerade machten. Vielleicht lagen sie alle Tod verstreut im Kastell oder sie sind dabei einen Rückschlag zu planen. Doch das beste wäre wohl wenn sie schon beim Rückschlag wären, Squall hatte zwar nichts gegen Bücher aber so lange Zeit nur Bücher um sich herum zu haben ist auch nicht das wahre.
Er stellte sich vor wie es wohl im Kastell aussehen würde die verblödeten Orks haben bestimmt das ganze Kastell auseinander genommen. Bei dem Krach den er die ganzen Tage über gehört hatte würde es ihn nicht schocken wenn die das halbe Kastell bis zur Unbelebbarkeit zerstört hätten.
Wer solle das nur alles wieder aufräumen oder reparieren das müsste doch Jahre dauern, außer wenn vielleicht die Dämonen wieder kehren würden. Da Squall ja nun wieder genug Essen hatte konnte er mal wieder ein paar Gedanken für seine Zukunft machen. Er überlegte was er als nächstes tun sollte , hier bleiben und weiter die Bücher studieren wäre wohl nicht die Beste Idee den wer weiß wann er befreit wird, bis dahin hat er bestimmt schon mehr als er sich vorgenommen hatte gelesen. Danach kam ihn der Gedanke sich vielleicht sich in die Dienste Beliars zu stellen , er hatte ja schon einiges über die Schwarzmagier gelesen und war ja auch in die Kräfte die Beliar ihnen verleite sehr interessiert . Aber um sich noch besser über alles zu informieren nahm er sich wieder die Bücher über die Schwarzmagier die immer noch auf seinen Tisch lagen und beginn zu lesen.
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| 04.07.2003 14:50 | #393 |
| The_Nameless |
Unergründliche Dunkelheit herrschte in dem bedrückend engen Gang, den die Magier nun, in loser Formation und doch immer nah beieinander durchschritten. Less war nicht klaustrophobisch veranlagt, und doch war ihm die Platznot, in der sie sich momentan befanden, höchst unangenehm.
Doch ließ er sich nichts anmerken, lediglich das grimassenartige Verzerren seines Gesichtes, welches allerdings unbemerkt in der ewigen Finsternis unterging, ließ auf seine unangenehmen Gefühle schließen.
Gepaart mit einem Hauch von Furcht schritt er weiter hinter seinen Leidensgenossen her. Leichte Schmerzen durchzogen seinen Kopf, Fragen ohne Antworten, Fragen nach dem Sinn dieser ganzen Aktion. Die vermeintliche Entschlossenheit, welche er am Beginn dieses Gegenschlags an den Tag gelegt hatte, war schon längst aus seinen Gedanken gewichen, es war noch nicht an der zeit zu sterben, nicht für ihn. Es gab noch vieles zu erledigen, viele Antworten zu erfahren, er würde weitersuchen müssen, bis er letztendlich sich selbst finden würde...
Noch immer war er der festen Überzeugung, die Antworten eines Tages zu finden, geführt von der machtvollen Hand des Dunklen Meisters würde er sein Ziel, seine Bestimmung erreichen. Alleine aus diesem einen Grund ging er weiter, stellte sich der Prüfung seines Glaubens, er würde Kämpfen ... und er würde siegen...Gedankenverloren drang die kleine Gruppe tiefer ein in die unheimliche Schwärze, obwohl ihnen diese Gemäuer schon so sehr vertraut waren, so flößten sich dennoch jedem, der sie auch noch so furchtlos durchquerte ein kribbelndes Schaudern ein.Mit einem Mal stoppte die ungleiche Gesellschaft ihren Weg, das leise Knacksen von kleinen Holzsplittern, welche unter dem Gewicht ihrer Körper langsam zerbrachen, klang, begleitet von unzähligen, schaurigen Echos durch die Dunkelheit.
Ein leises Zittern, begleitet vom leichten Kitzeln der in ihm aufkommenden Gänsehaut, ließ Less’ Körper für den Bruchteil eines Momentes fast unmerklich erbeben.
Verzweifelt versuchte er einen Blick auf das Geschehen vor seinen Vordermännern zu erhaschen, doch, obgleich seiner überdurchschnittlichen Größe, gelang es ihm nicht, sich ein Bild der aktuellen Situation zu machen.
Vollkommen unerwartet stieß die unheimliche Kraft der tosenden orkischen Kriegsschreie gegen seine ungeschützten Ohren, ihm war, als wollte sein Trommelfeld mit riesigen Schmerzen zerbersten, reflexartig warf er beide Hände über sein Gehör. Dünne Blutgerinnsel tropften langsam von seiner Hand über die verdreckten Wangen, der ekelhafte Geschmack alten Blutes lief unangenehm über seine Lippen.
Ein kleiner Anflug von Furcht schien die Gruppe zu beherrschen, panisch versuchten einige, sich in den Schutz der Hinteren Reihen zu drängen, doch wurden sich sogleich wieder nach vorne gestoßen. Es gab nun kein Entkommen mehr, wer leben wollte, musste sein Leben riskieren. Erfasst von dieser grausamen Einsicht, kehrte die ursprüngliche Entschlossenheit zurück in die zeitweilig völlig ermüdeten Augen der Magier, ein letzter Funke Hoffnung gab ihnen die Kraft ihre Körper, und auch ihre Seele abermals bis an die Grenze ihrer Möglichkeiten, wenn nicht sogar darüber hinaus, zu bringen.
Niemals hatten die verwunderten Orks erwartet, einer solchen Überzeugung gegenüberzustehen, auch wenn sie letztendlich nur der Verzweiflung entsprang...
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| 04.07.2003 15:12 | #394 |
| Don-Esteban |
Grollend erklang das Gebrüll der Bestie. Die Orks blieben stehen. Erst einer, dann nach und nach immer mehr, bis die gesamte Gruppe still da stand, wie festgewurzelt und auf das Skelett des Schattenläufers starrte.Spitz ragte das Horn auf der knöchernen Schnauze nach oben, die Lefzen waren zu dem typischen ewigen Grisnen von Totenschädeln verzogen. selbst bei diesem Raubtierschädel war es noch zu erkennen. Hinter dem dicken Schädel ragte wie ein Berg, nein wie ein ganzes Gebirge das Rückgrat mit seinem gewaltigen Brustkasten auf. Rippe um Rippe umspannte den Bereich, der ehemals von einem schlagenden Herz, das dickflüssiges Blut durch pulsierende Adern pumpte und einer großen, sich mit Unmengen von Luft füllenden Lunge gefüllt war. Doch nun war er leer und zwischen den Rippen, an denen noch verweste Reste des Fleisches hingen, konte man hindurchsehen. Am höchsten Punkt, wo sich die einzelnen Rippenpaare vereinigten, an der Wirbelsäule ragten kleine Knochenpanzer auf, die dem Schattenläufer ein wenig einer Raubkatze gaben, die ihre Nackenhaare zum Angriff bereit aufgestellt hatte.
Und zum Angriff bereit war die Bestie. Das schnurrende Grollen ging in lautes Brüllen über. Wo es herkam, war für einen Zuschauer ebenso rätselhaft wie die Antwort auf die Frage, weshalb sich ein Skelett von allein bewegte. Nur wer ganz genau hinsah, bemerkte die dünne, fadenartige Verbindung zwischen der linken Hand des schwarzmagiers und dem Untier. Über diese Verbindung wurde die Bestie gesteuert. Dieser dünne Nebelfaden, in dem die Magie ihren Kanal gefunden hatte, den sie zum fluß benötigte, war alles, was den Meister und sein Wesen, seine Kreatur verband.
Ungeduldig scharrte der Schattenläufer mit seinen großen, scharfen Hornkrallen im Marmorboden. Der rote Teppich, mit dem die Flure und Gänge einst ausgelegt waren, war längst Opfer der orkischen Zerstörungswut geworden. Die Krallen kratzten über den Boden, ein schabendes Geräusch, daß in ein gräßliches Schaben und Quietschen überging, unterstrich das dumpfe Gebrüll des schattenläufers und bildete den Kontrapunkt in dieser einfachen Melodie von Hass udn Zerstörung.Und dann, ohne Vorwarnung, ohne sich zu ducken oder sonstwie zum Sprung bereit zu machen, sprang das Raubtier los. Fetzen von Fell, Reste von Sehnen und vergammelte Muskelfasern bewegten sich im Takt der Sprünge hin und her. Langsam ging der hohepriester hinter dem davon preschendem Ungeheur hinterher, um den magischen Kontakt nicht abreißen zu lassen.
Die Orks heulten auf, erhoben ihre Waffen und stürzten asich mit Gebrüll, daß das des Schattenläufers übertönte, in den Kampf. Wild hieben sie mit ihren groben Schwertern und Keulen auf den Gegner ein, doch das Skelett faßte sich unbeeindruckt einen der Kämpfer und schüttelte ihn, fest im Maul gepackt, hin und her. Schreiend versuchte der Ork, seine Waffe auf den Schädel des Schattenläufers niederprasseln zu lassen, doch durch die schnelle Hin- und Herbewegung verlor er die Orientierung, fuchtelte nur noch wild mit dem säbel umher und traf aus Versehen einen seiner Kameraden, der getroffen aufheulte und zu Boden ging. Der Schattenläufer trampelte über ihn hinweg. Seine Krallen bohrten sich trief in den ungepanzerten Unterleib.
Dann ertönte ein Knacken und der Ork im Maul fiel auf beiden Seiten heraus. Blut spritzte auf und die Lefzen des Raubtieres waren tiefrot gefärbt. Die restlichen Orks hämmerten weiter wie wild auf den Schattenläufer ein. Neben ihnen lag ein Verletzter mit aufgerissenem Unterlaib, aus dem weiße Gedärme hervorquollen. Wer sich über ihn gebeugt hätte, hätte beobachten können, wie dessen Augen immer glasiger wurden, bis sie erstarrten.
Doch darauf achtete keiner. Alle Orks waren dicht um den Schattenläufer gedrängt und versuchten, zum Schlage zu kommen. Die Bestie drehte sich im Kreis zwischen ihnen und versuchte, sich einen herauszugreifen, schnappte hierhin und dorthin, doch die Orks, auf der Hut, wichen ihm immer wieder aus, brüllten sich gegenseitig Kommandos zu und schlugen auf das Skelett ein.
Jetzt hatte es wieder einen unvorsichtigen erwischt. Oder war er zu tollkühn gewesen und hatte sich zu nahe in die Reichweite des furchtbaren Maules getraut? Mit einem Zuklappen des großen Maules war er seinen Waffenarm los. Wild schreiend rannte der Ork kopflos und blind vor Schmerz durch die Menge der Kämpfer und stieß mehrere weg, was zu einem kleinen Tumult führte. Laut rufend und durcheinander schreiend sprangen die Orks umher, wichen dem Schattenläufer aus und versuchten gleichzeitig, ihn zu treffen.
Endlich gelang es einem, mit einer riesigen Keule bewaffneten Ork, den linken Hinterlauf des Schattenläufers zu treffen. Knirschend barsten die Knochen, als er sie zerschmetterte. Splitter flogen umher. Das Skelett knickte ein und schleppte sich nun nur noch mit den Vorderläufen vorwärts. Nichtdestotrotz war es imemrnoch gefährlich. wieder schnappte es nach einem Ork, der nicht aufgepasst hatte und zerriß diesen mit seinen Krallen. Wild schüttelte es seinen kopf und der halbtote Ork wurde weiter zerfleischt, bis er in mehrere Teile auseinanderfiel und als blutiges Bündel liegenblieb. Die anderen drangen weiter auf den Schattenläufer ein. Jetzt hatten mehrere Keulenschläge den mächtigen Brustkasten getroffen und einige der Rippenpaare brachen ein. Doch solange das Rückgrat noch intakt war, waren gebrochene Rippen nur nebensächlich. Wieder erfasste die Tatze im Rundumschlag mehrere Orks und die langen, scharfen Krallen hinterließen tiefe Wunden bei den Getroffenen.
Schreie, Schweiß, Blut, abgetrennte Gliedmaßen, Knochensplitter, der Geruch von Exkrementen, die aus den Körpern der tötlich Verletzten, wenn sie ihre Muskeln nicht mehr unter Kontrolle hatten, austraten, der Hall vieler Schritte, das Kratzen der Krallen auf dem glatten Fußboden. Das alles vermischte sich zu einem unentwirrbaren Brei aus Gerüchen, Geräuschen und Bildern. Wild wogte der Kamf hin und her. Der Schattenläufer würde irgendwann zusammenbrechen, wenn er nur oft genug getroffen worden war, jedoch würde er bis dahin noch einige der Orks mit in den Tod reißen.
Langsam riß die dünne Linie, der Faden der Magie, derden Magier mit der knochigen Bestie verband. Die Zeit war abgelaufen. Die Beschwörung war in wenigen Augenblicken beendet und das Raubtier würde ohne neue Energie bald seinen Gegnern unterliegen, von ihnen zerhackt und zertrümmert werden.Doch noch besaß der Schattenläufer genug Kraft, um sich gegen die Schar der Angreifer zu wehren. Wieder und wieder drehte er sich um sich, daß kaputte Bein nachschleifend versuchte er, mit dem spitzen horn seine Gegner aufzuspießen, schnappte nach ihnen, hieb mit den Vorderpranken nach den Orks. Hin und wieder taumelte einer der Angreifer getroffen zurück. Wenn jedoch hinter ihm schon die nächste Reihe auf Ruhm begieriger Kämpfer stand, dann hatte er verloren und der Schattenläufer setzte nach, um ihn entgültig zu zerfleischen. Das wilde Geheul des dem Tode geweihten schien die anderen Orks nur noch mehr anzuspornen.Jetzt war der Kämpfer mit der riesigen Keule in der Nähe der Schnauze. Wild entschlossen hob er sein mächtiges Mordinstrument und ließ es auf den Schädel niederkrachen. Das horn brach ab und ein leises Knacken, daß jedoch im allgemeinen Lärm unterging, zeigte an, daß der Knochen gebrochen war. Ein letztes Mal schnappte der Schattenläufer zu und faßte nach dem Bein dessen, der ihn eben so schwer getroffen hatte. Tief gruben sich die Reißzähne in das Bein des Orks. Krachend splitterten die Knochen und spritzend färbte das hervorschießende Blut die Kiefern des Raubtieres aufs neue rot. Er riß den Ork von den Beinen und schleuderte ihn hin und her. Wild gestikulierend raste der Kämpfer, am Bein festgehalten umher, traf wie ebenn och seine Keule den Schatrenläufer, seine Kameraden und kegelte sie durcheinander. Sein lautes Geheul bildete die schauerliche Untermalung der Szene. Der Schattenläufer ließ den Ork in seinem Maul mit großer Kraft gegen eine Wand krachen, ließ aber nicht los. ein furchtbares Knacken ließ alle wissen, daß nun wenn nicht das Rückgrat, so doch der Brustkorb des Orks zertrümmert war. Weiße Knochenspitzen traten aus der aufgeplatzten Haut aus und Blut troff vom ganzen Körper, wurde jedoch durch die nächste schleuderbewegung im Raum verteilt und besudelte die Orks ringsum von oben bis unten. Immernoch schrie der Ork wie am Spieß. Der Rest seines Beines, das im Maul steckte, war schon längst abgefallen und war nur eins der vielen umherliegenden Teile der zerfleischten Orks. Wieder hob der Schattenläufer seinen Kopf, um den Ork mit voller Wucht auf den Boden prallen zu lassen. Ein Scheppern und Krachen, ausgelöst durch aufschlagende Rüstungsteile und zerplatzende Knochen, löste das erbärmliche Geschrei des nun toten Orks ab. Der Schattenläufer schaute wieder auf, hob das Maul. Da klappte sein Schädel der Länge nach auf und die eine Hälfte fiel herab. Still stand das Raubtier da, ihm gegenüber die Orks, die Waffen erhoben und zum Angriff entschlossen. Doch nur wenige Augenblicke nachdem dies geschehen war, brach auch der Schattenläufer zusammen und zerschellte wie Glas, das auf den Boden fällt. Eine Wolke staubfeiner Splitter regnete auf die Orks ringsum nieder. Der Schattenläufer war nicht mehr. Um ihn herum und unter ihm lagen die Reste vieler Gegner, Fleischklumpen, Blutlachen, zersplitterte Waffen, Köpfe, verschmierte Innereien, glitschige Flüssigkeiten, abgebissene Glieder. Leises Stöhnen einiger Schwerverletzter durchbrach die Stille nach dem Fall der Bestie.
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| 04.07.2003 17:25 | #395 |
| The_Nameless |
Gebannt besah Less das entzückende und zugleich unendlich grausame Schauspiel, dass sich hier vor seinen Augen darbot, voller Genuss weiteten sich die dunkeln Augen beim Anblick der schrecklichen Kreatur, die auf faszinierende Weise die, vergleichsweise schwach und mickrig anmutenden Körper der vor Wut schäumenden Orks zerfleischte. Doch auch das mächtige Wesen einer Art, wie es sie noch nie zuvor gesehen hatte, wurde, getroffen durch die schweren Hiebe der rasenden Orks, mit jedem Treffer schwächer.
Dennoch bewunderte Less dessen Willen, sofern die untote Kreatur über einen solchen verfügte, denn, obgleich sie von noch so festen Schlägen getroffen wurde, so kämpfte sie trotzdem mit unglaublicher Verbissenheit weiter.Schließlich sank das Skelett aber geschlagen zu Boden, aufgelöst in Millionen kleiner Staubpartikel ging es abermals ein in Beliars Reich. Die Anzahl der gefallen Orks war unzählbar, das grässliche Bild, das sich aus den vielen verschiedenen Überresten der zerstückelten Opfer ergab, ließ höchstens ein paar Vermutungen über die genaue Zahl der Toten zu. Und dennoch war es diese ekelerregende Darstellung, die den Funken Hoffnung in Less’ Gedanken wieder aufkommen ließ, noch waren die Magier nicht besiegt, ein jeder hatte die unglaubliche Macht, die ihnen der dunkle Herrscher gegeben hatte, mit eigenen Augen gesehen, nun lag es an ihnen, diese zu nutzen.Das laute Brüllen der Orks riss ihn wieder zurück in die Realität, abermals machten sich diese zu einem weiteren Angriff bereit, mit schnellen, von ewigem Hass auf die Mörder ihrer Brüder gesteuerten Schritten näherten sie sich rasant den finsteren Schwarzmagiern. Einige stolperten mit einem lauten Poltern über die, im kompletten Gang verteilten Körperteile der toten Krieger, doch wurden die Gestürzten von niemandem beachtet, rücksichtslos schritten die nachkommenden Kämpfer über ihre hilflosen Körper hinweg, das krachende Geräusch schmerzhaft brechender Knochen entwich ungehört in die Dunkelheit.
Wie besessen starrte Less den grünfelligen Kreaturen entgegen, Wut beherrschte seine Augen, feine Äderchen spannten sich über seinen Muskeln, eine fast unmenschliche Kraft begann langsam, von seinem Körper Besitz anzunehmen.Mit unnatürliche wirkenden Handbewegungen griff er an seinen Gürtel, die Schriftzeichen, welche das vergilbte Pergament in seinen Fingern überzogen, schienen auf seltsame Weise zu leuchten, die wundersamen Zeichnungen pulsierten in gleichmäßigem Takt.
Seine glühenden Augen sanken auf den magischen Text, blickten auf die unentzifferbaren Worte. Plötzlich erhob sich sein schwerer Schädel, mit starrem, ausdruckslosem Blick sah er verwunderten wütenden Orks entgegen, unbewusst öffneten sich seine Lippen, und wie von alleine begann er die unbekannten Sätze auszusprechen.
Dichter Nebel erschien über den blutverschmierten Marmorplatten des finsteren Ganges, die schaurige rote Färbung, die unkontrolliert die matten Schwaden durchzogen, veranlassten die anstürmenden Krieger dazu, ihren Gang für einen kurzen Moment zu unterbrechen. Welche Art von Magie würde sich ihnen nun in den Weg stellen...
Begleitet von sonderbaren, alles übertönenden Geräuschen, welche mit nichts was Less jemals zu vor gehört hatte, zu vergleichen waren, formte sich die unheimliche Gestalt eines dürren Wesens aus dem allmählich schwindenden Nebel. Ein schreckliches Grinsen breitete sich auf dem Schädel der, lediglich aus verwesten Knochen bestehenden Kreatur aus.
Mit einem leisen Klirren nahm das recht gebrechlich wirkende Skelett den von braunem Rost überzogenen Zweihänder in seine kräftigen Hände. Ohne auf irgendwelche Befehle zu warten, folgte es den deutlichen Gedanken seines Beschwörers. Mit krachenden Schritten rannte es den verdutzten Orks entgegen...
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| 04.07.2003 20:28 | #396 |
| Squall_L |
Als Squall eine Pause zwischen dem Lesen machte und aufstand bemerkte er wie, er sich kaum noch bewegen konnte. Dieses ständige sitzen konnte ja nicht gut für seinen Körper sein wenn er sich weiter hin nicht bewegen würde , dann würde es noch bleibende Schäden geben.
Er entschloss sich mal ein paar Ertüchtigungsübungen zu machen damit er wieder ein wenig in Form kommen würde. Er erinnerte sich wieder an die Übungen die er früher immer am Morgen mit seinem Bruder und seinem Onkel gemacht hatte. Die Bibliothek war ja immerhin groß genug für ein paar Runden zum joggen.Danach dachte er daran das sich schon einige in der Bücherei verlaufen hatten, also sollte er sich den Weg den er laufen wolle sorgfältig markieren. Er ging eine Strecke ab die er für abwechslungsreich fand wenn es so was in einer Bibliothek überhaupt für jemanden der joggen will gibt. An jeder Abbiegung legte er einen kleinen Haufen Bücher damit er wusste das er hier abbiegen müsse. Er machte ein paar Dehnübungen und beginn dann zu laufen ,Lucky sein treuer Begleiter wich ihn natürlich nicht von der Seite. Nach nicht einmal einer Runde musste Squall schon eine kleine Pause machen , er konnte es nicht fassen durch die age hier wo er sich kaum bewegte ist er ganz schön außer Form gekommen. Aber er wollte sich natürlich nicht unterkriegen lassen , er holte noch einmal tief Luft und rannte dann weiter.
Nachdem er sich bis zur Erschöpfung gelaufen hatte setzte er sich wieder an den Tisch und ruhte sich
ein wenig aus. Aber dabei überlegte er natürlich weiter wie er sich im Umgang mit seinem Dolch trainieren könnte, da kam ihn eine Idee, er könne doch auf ein egal klettern und an einen Balken oben in der Nähe der Decke könnte er etwas an einem Seil befestigen und es dann schwingen um es danach versuchen zu treffen. Doch was sollte er dort aufhängen ein Buch, nein er kann doch nicht einfach eins dieser mehr oder weniger Wertvollen Bücher zerstören.
Er nahm sich ein Stück Fleisch wovon er ja nun genug hatte und hang es an das Seil , immer hin konnte er das Fleisch danach immer noch Essen oder wenigstens Lucky. Nun begann er mit dem Training und schwenkte das Seil.
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| 04.07.2003 22:41 | #397 |
| Arctus |
Vergleichbar mit den anderen Magien bringt die Schwarze doch wohl wirklich die skurielsten und vorallem schönsten hervor! Wer sieht schon so einen wunderbar aufgebauten Körper aus dieser Sichtweise? Dies Eleganz, die in diesem Schattenläufer wohl einmal gesteckt hatte, war keines Falls verfallen wie die äußere Hülle. Nein, auch ohne diese wirken alle Bewegungen anmutig schön und wundersam kraftvoll, obwohl jegliche Muskelstränge fehlen.
Arctus stand nur mit offenem Mund da, beachtete die umherstreunenden Gegner gar nicht. Erst als ihn ein Magier zum Kämpfen anstieß zückte er ein Stück Pergament und las es vor. Langsame und verständliche Wort formten sich zu einer Einheit, die ein Tor zur anderen Ebene formten, in der Alle geschöpfte verweilte. Langsam öffnete sich ein Schlitz im Boden, weitete sich etwas, als eine knochige Hand heraustrat. Arctus blickte kurz von der Pergamentseite auf, beobachtete das schaurige Schauspiel vor sich und trat näher um in die hocke zu gehen, um alles mitverfolgen zu können. Die knochige Hand faste den Boden zog eine kräftige Schulter hoch, an der sich gleich noch ein Kopf anschloss. Ausdruckslos sah es zu seinem Erschaffer, der immer noch den Schwall der Worte in die Welt ließ. Schweiß trat auf die Stirn des Jungen, perlte hinunter auf die Nasenspitze und dann auf die Schriftrolle um schließlich das letzte Wort zu verwischen. Arctus geriet ins Stocken, wusste er keines Falls, was dieses Wort seien mag. Das Pergament zerbröselte in Tausend Stücke. Die Beschwörung schien abgebrochen zu sein, was man auch an der Verengung des Loches im Boden sehen konnte. Das Portal zerrte das Skelett wieder nach unten, das sich jedoch noch mit verzweifelter Kraft an das hier und jetzt klammerte. Arctus griff nach der anderen knochigen Hand, zog mit aller Kraft. „Komm zu mir!“ Eine Hüfte trat mit nach oben, gefolgt vom Steißbein. Schließlich stemmte sich ein Knie auf den Boden, zerrte die Füße unter sich noch mit Hoch und noch bevor sich das Portal schloss spuckte es einen langen Zweihänder aus. Der Sog ließ nach und Arctus kippte samt Skelett nach hinten um.
„Bei Beliar, bist du schön!“, lobte er das Skelett, als er den perfekt geformten Schädel betrachtete. Was es wohl früher mal war? Ein stolzer König? Eine Prinzessin?
Und jetzt gehorchte er dem Jungen?!
Arctus packte den knochigen Kollegen bei der Hand und zeigte ihm die Orks, die sich mit dem anderen Skelettkollegen abrackerten. Der Andere sah zwar Schattenläufermässig aus, aber das ist ja egal. Beide bestanden sie schließlich nur aus Knochen!
Arctus zeigte mit dem Zeigefinger auf einen der Grünhäuter und wollte dem schönsten Skelett auf Erden zeigen, was zu tun seie, doch dies schien es nicht zu verstehen. War die magische Verbindung etwas durch das Eine fehlende Wort abgebrochen? Der Junge rätselte ernsthaft.
Schließlich zückte er seinen Dolch, machte ein paar Bewegungen, die wohl Schlagkombinationen dar stellen sollten. Das Skelett versuchte sie nachzuahmen, bewegte die Gelenke. Einfach Wunderbar, wie sich Wirbel für Wirbel nach hinten Streckte, als das Skelett ausholte um den schweren Zweihänder über den kopf zu schwingen und zuzuschlagen. Dann entstand ein Katzenbuckel und knirschend ätzten die ganzen Knochen unter der Last und dem Schwung.
Arctus zeigte nun abermals auf die Orks und das Schattenläuferskelett. Schöni stampfte los, noch etwas unsicher, doch wie der Blitz lernend, den mit jedem Schritt wurde es sicherer, kräftiger, anmutiger. „Ja, genau so!“, schrie ihm Arctus hinterher, so überglücklich über seine erste Erschaffung. Das war die seine Magie! Keine Andere wollte er lernen!
Fleisch wich dem Stahl, teilte sich in der Mitte und ließ den Untermieter Blut hervorkommen und sich beschweren. Dieser ergoss sich voller Wut auf der Klinge, versuchte sie zu beißen und zu schlagen, traf jedoch nur auf eine kalte Wand aus Stahl.
Der Ork schrie auf. Er hatte gar nicht bemerkt, wie sich das Skelett flink an ihn geschlichen hatten und ihm das Schwert in die Schulter bohrte. Sofort waren zwei seiner Brüder zur Stelle, die auf den knöchernen Helden einschlugen. Schöni, drehte sich im letzten Moment, wich einer heransausenden Klinge aus und setze eine dreihundert und sechzig Grad Drehung nach, die die Gegner auf Distanz brachte.
Kurz darauf schlug die stumpfe Seite eines Orkbeils auf den Schädel Schönis, der sich zersplitternd im Raum verteilte, Augen aus den Höhlen riss. Der restliche Körper taumelte noch ein bisschen vorwärts, wurde jedoch von einem kräftigen Orktritt zu Boden gebracht und ebenfalls zerschmettert. Arctus schluckte. Gerade war irgendwas in ihm gestorben. Traurig senkte er den Kopf, betrachtete die Schwarz-Weißen Kacheln, die noch unter all dem Blut hervorlugten und dachte sich, „Scheiße!“
Im nächsten Moment brüllte ein Ork auf. Er hatte den Jungen bemerkt und schien auf ihn zu zeigen um den Kampfesfreunden zu zeigen, wo sie hinsollten. Arctus schluckte abermals.
Schnell wandte er sich um und rannte weg. Im Rennen kramte er einen weitere Spruchrolle hervor, stolperte jedoch, so dass all das Papier auf dem Boden umherflatterte.
Funken spritzen Neben ihm. Eine gigantische Orkwaffe hatte ihn knapp verfehlt. Sie hätte ihn zerbröselt, so heftig schlug sie auf. Panisch trat der Junge nach hinten, traf glücklicherweise die Weichteile des Ungetüms. Sich noch eine Spruchrolle schnappend rannte er weiter weg, den Gang entlang.Sackgasse.
Arctus hämmerte angsterschüttert gegen die harte Mauer. Als ob ein „Sesam öffne dich“ gerade in dem Augenblick geschehen würde! Nein, es geschah natürlich nichts. Die Mauer blieb Mauer und des Jungen Worte überschlugen sich fast. Die Spruchrolle würde ihn retten, ganz gewiss!
Drohend erhob sich die Orkfratze vor ihm, bäumte sich immer mehr auf und warf einen tiefschwarzen Schatten über ihn. Arctus blaue Augen, tränendurchsetzt wie sie waren, funkelten ängstlich, als er schließlich das letzte Wort aussprach. Die Dunkelheit wich. Es wurde Licht, wo einst Schatten herrschte. Eine Kugel, bestehend aus Helligkeit manifestierte sich vor ihm und schwebte glücklich vor sich dahin. Das war sein Ende!
„Wieso musste ich grade diese Schriftrolle erwischen!“, wimmerte er nur, während er sich über die Stirn wischte. Wie auf befehl hüpfte die Kugel nach vorn, in die einzige Öffnung, die gerade auf direktem Wege vor ihr lag. Das Orkmaul. Des Orkes Augen warfen sich an die Mauern, wie das Bild eines Projektors. Äderchen waren zu erkenne und vor allem die schwarze Pupille. Der Ork schrie. Die Lichtkugel in seinem Kopf schien seine Nerven wortwörtlich überzustrapazieren. Eine Freudenträne glitt an der blutigen Wange des Jungen herunter. Der Ork erblindete so eben, konnte ihm nur noch durch Glück etwas zu leide tun. Kreischend scharbte der Ork nun auf dem Fußboden herum. Sein Kopf musste sich wie kurz vor dem zerplatzen Anfühlen, doch Arctus lachte nur darüber. Es gab etwas Grausameres als den Tod! Licht im Kopf.So schnell ihn seine Beine trugen begab sich der Magus wieder zu der Gruppe, sammelte seine Schriftrollen wieder auf und versuchte mal hier, mal dort mit Rat und Tat zu helfen ...
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| 05.07.2003 01:08 | #398 |
| Mardok |
Endlich waren sie im Kastell angekommen, nun ja es war zwar das Kellergewölbe, aber es gehörte dennoch zum Kastell. Alle waren heilfroh die Sache lebend überstanen zu haben. Mardok nahm eine Fackel aus seiner LEdertasche und zündete sie an. Er kam aus dem Staunen nicht heraus, so schöne Wände und so viele Gänge hatte er in seinem Leben noch nie gesehen. " Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Fette Rhobar nicht einmal annähernd so schöne und so große Paläste besitzt wie diese hier!" sagte Mardok. Die Anderen begannen zu lachen und gingen getrost einen der unzähligen Gänge entlang. Sie waren schon einige Zeit lang unterwegs, als sich Hemfas bei einem Der Magier beklagte:" Ihr wohnt hier und kennt euch nicht einmal aus, pah was macht ihr denn wenn ihr im Kastell seit, etwa nur essen und schlafen?? oder macht ihr auch mal was anderes?? "
Zloin antwortete:" Sei kein Narr, du hast keine Ahnung wie groß das Kastell wirklich ist. Das was du hier siehst, ist erst ein Teil des Kellers, keiner oder fast keiner kennt sich hier im Keller perfeckt aus und nun lasst uns ein wenig ruhen, der heutige Tag war doch ziemlich anstrengend, und Morgen werden wir weitergehen!"
So legten sich alle Männer auf den kalten und harten Steinboden des Kastells und versuchten ein wenig Schlaf zu finden, doch das war nicht sher leicht, denn immerhin ist Stein kein Federbett auf dem man einfach schlafen konnte. Jedoch waren alle sichtlich zufrieen mit ihrem neuem Bett, denn die Anstrengungen der letzten Tage, die Gefahr von den Orks entdecklt zu werden und das Banen um das Leben hatte die Männer sichtlich mitgenommen. Mardok jedoch musste sich als Einiziger auf den Bauch legen um ein wenig Schlaf zu finden, denn seine Wunde ließ es einfach nicht zu eine anderen womöglich bequemere Liebeposition einzunehmen.
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| 05.07.2003 09:22 | #399 |
| The_Nameless |
Mit einem ohrenbetäubenden Krachen fiel Arctus Skelett in sich zusammen, aller Anmut, den dieser dürre Körper so wundersam geziert hatte, löste sich im Bruchteil einer Sekunde in Nichts auf. Doch hatte Less momentan keine Augen für alles Andere, und so bekam er nicht einmal mit, wie Arctus, völlig auf sich alleine gestellt, mit einem wütenden Ork im Rücken in die Dunkelheit flüchtete. Dicke Schweißperlen trieben in Less’ Gesicht, seine Wunde blutete noch immer, allerdings lange nicht mehr so stark wie vor einigen Stunden, er sollte dies überleben können. Angestrengt war er vollkommen damit beschäftigt, seinem untoten Diener die dennoch recht einfachen Befehle zu geben, die dieser für ein sinnvollen und nützliches Handeln benötigte.
Seite an Seite mit beschworenen Kreaturen der übrigen Magier. Doch es schien fast so, als würde für jeden Gefallenen Ork, ein neuer, noch stärkerer Kämpfer nachrücken. Dennoch kämpften die Skelettkrieger weiter, ohne Gefühle, ohne Emotionen, willenlose Wesen, die lediglich den einfachen Befehlen ihrer Meister folgten, selbst wenn sie durch diese in den sicheren Tod geführt werden würden. Mit einem Lauten Pfeifen fuhr der von rötlich braunem Rost überzogene Zweihänder von Less’ Skelett auf den nur schwach geschützten Körper eines Ork herab. Ein lautes Klirren schallten schrill in den Gang, während beide Krieger abermals zum Schlag ausholten.
Doch das untote Wesen war schneller, seine Erfahrung reichte bis in den Tod, und noch viel weiter darüber hinaus. In einer roten Fontäne schoss das Blut des Ork auf den Boden, wo es sich entgültig mit den schon vorhandenen Blutlachen vermischte, poltern sank der leblose grüne Körper auf die schrecklich verschmutzten Marmorplatten.
Den Kopf schüttelnd wandte sich Less von diesem Schauspiel des Todes ab, mit schnellen Blicken versuchte er, sich über die momentane Situation auf dem wahrhaft seltsamen Schlachtfeld, insofern man diesen engen Gang so nenne konnte, zu überschauen.
Mit leisen, und trotzdem deutlichen Worten gab er seinem Diener weitere Anweisungen, die dieser ohne Verzögerung und ohne jegliche Reaktionen ausführte.
Wieder rannte das dürre schutzlose Knochengerüst mitten in das Schlachtgetümmel hinein, mit unvorstellbarer Kraft schwang die riesenhafte Klinge durch die wütenden Reihen der Orks, angetrieben vom Hass seines Meisters, Less’ Hass...Unzählige gequälte Rufe schossen aus dem verwirrenden Chaos vor seinen Augen, viele der grünfelligen Kreaturen gingen getroffen zu Boden, wanden sich vor Schmerzen schreiend auf dem blutüberströmten Boden den sie um weiteres der lebenswichtigen roten Flüssigkeit bereicherten. Verzweifelt versuchten die Verletzten Schutz in hinter ihren noch unversehrten Kameraden zu finden, und doch wurden viel auf grausame Weise wieder nach vorne gestemmt, wo sie schließlich hilflos auf den Überresten ihrer verstorbenen Brüder auf ihr schreckliches Ende warteten.
Doch blieben ihre geschändeten Körper weiterhin unbeachtet, mit kräftigen verachteten Tritten wurden sie von ihren ehemaligen Gefährten zu Seite gestoßen, damit der Weg in den Kampf wieder einigermaßen passierbar war. Sogleich stürmten auch schon die nächsten kriegsbesessenen Orks gegen die Mauer der untoten Kämpfer. Das Klirren aufeinandertreffender Waffen klang hell durch die Dunkelheit, der Kampf schien sich noch lange nicht dem Ende zuzuneigen. Das auf ekelhafte Weise knackende Geräusch brechender Gelenke erschallte tief dröhnen in seinen Ohren, unzählige winzige Knochensplitter schossen mit irrer Geschwindigkeit durch den Gang, immer dann begleitet von erstaunten Aufschreien, als sie die unvorbereiteten Körper eines in der Flugbahn stehenden Wesens trafen. Getroffen sackte Less’ Skelettkrieger in sich zusammen, nachdem er sein linkes Bein verloren hatte, war es ihm unmöglich, weiter stehen zu bleiben, oder gar weiter zu kämpfen.
Mit einem dumpfen Knall zerschellte der knochige Körper über den dünnen Strömen orkischen Blutes, wo er sich letztendlich in der Unendlichkeit des finsteren Herrschers auf immer verlor...
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| 05.07.2003 18:16 | #400 |
| HoraXeduS |
In der Reihe aufopferungsvoll kämpfender Schwarzmagier hatte auch Horaxedus seinen Platz eingenommen, wobei er soeben mit ansah, wie ein stattlicher Skelettkrieger, den er mit Hilfe einer Spruchrolle in aller Eile beschworen hatte, an einer für den Untoten eher unglücklichen Stelle materialisierte. Inmitten einer kleinen Gruppe Orks, die im Begriff schien, sich vom blutigen Gemetzel hinfort etwas weiter in Richtung der Magier voranzuschieben, hatte der Glasmacher seinen untoten Kämpfer platziert, der nun mit geschickter Bewegung den ersten der drei Orks bereits mit seinem Schwert bearbeitete und ihn sogleich seiner schwertführenden Hand entledigt hatte. Gebannt starrte Horaxedus auf diese kleine, selbstinszenierte Überraschung und sah schliesslich den schwerverletzten grünen Riesen ein letztes Mal zu Boden gehen.
Doch bevor der Schwarzmagier sich besann, hatten dessen Kameraden sich des knochigen Feindes orientiert und ihn sich zurechtgestellt. Der Magier war unachtsam gewesen, und so war es auch seinem Skelettkrieger ergangen. In der Zange zwischen zwei kampfeslustigen Orks blieb diesem nichts anderes, als den Akt der Verzweiflung auszuführen, den zu vollziehen manch lebendem Kämpfer sicher einen Tod voller Ruhm und Ehre eingebracht hätte. Mit wildem, wirbelnden Schwertstreich vollzog das Skelett einen Tanz, wie ihn Horaxedus nie zuvor gesehen hatte. Wessen Seele auch immer zu Lebzeiten Herr in diesem Krieger gewesen war, er konnte kaum im Kampf Mann gegen Mann sein Heldenleben ausgehaucht haben. Das Skelett liess sich soeben blitzschnell auf die Knie fallen, um dem Axthieb seines seitlichen Angreifers zu entgehen. Doch zugleich zuckte erneut seine fatal schwere Klinge gegen den mit schwerem Leder gepanzerten Unterschenkel seines Gegnübers. Blut floss, ein markerschütternder Schrei des getroffenen Orkkriegers ging im Kampfgetöse unter.
Das Skelett wand sich um den seitwärtigen Angreifer herum und vollzog einen Schwertstreich in dessen Rücken. Dessen grobe Panzerung indes war der denkbar ungünstigste Angriffspunkt, krachend schlugen die Funken von der schweren Klinge und rissen den knöchernen Krieger beinahe erneut zu Boden. Sofort aber wähnte sich nun der andere Ork am Zug und führte seine eigenartige Klinge in gewaltigem Hieb auf das scheinbar taumelnde Skelett herab. Doch erneut vollzog der grandiose untote Krieger eine Drehung und -es geschah so schnell, dass selbst Horaxedus es kaum zu sehen bekam- schnitt mit seiner Klinge dem grobschlächtigen Angreifer erneut ins Bein. Blut sickerte aus der inzwischen klaffenden Wunde. Fasziniert betrachtete der Glasmacher das Schauspiel, das ihm der von eigener Zunge beschworene Kämpfer hier bot. Urplötzlich jedoch flog das Skelett zu Boden. Der axtführende Ork hatte seine Waffe nun seinerseits seinem Opponenten in den Rücken geschlagen und den bäuchlings auf die Erde fliegenden Körper unmittelbar in zwei Hälften gespalten. Doch im Fallen noch reckte der stolze Skelettkrieger sein Schwert, und während er bereits verdient in das Reich Beliars heimkehrte, blieb dem am Boden liegenden Ork nichts weiter übrig als laut jammernd den endgültigen Verlust seines Unterschenkels zu betrauern.
Der siegreiche Riese jedoch reckte seine Axt in die Luft und beschrie seinen wenig heldenhaften, aber effektiven und erfolgreichen Angriff. Dann spuckte er dem am Boden liegenden, schwer verletzten Kampfgefährten ins Gesicht und wandte sich wieder zu den Magiern um. Im Dunkel des Schlachtgetümmels machte er Horaxedus aus und schien ihn lächelnd anzustarren, während er breitbeinig dastand und wie ein Holzfäller seine schwere Axt in beiden Händen wog. Über eine Strecke von kaum mehr als einem Dutzend Schritte blickten sie sich in die Augen, Ork und Magier, und nichts schien sie aus der Ruhe zu bringen. Ein genauer Beobachter gar hätte ein kaum wahrnehmbares, beiderseitiges Nicken erfassen können, noch bevor Horaxedus mit einem schnellen Griff um seine Taille einen mittelgrossen Stoffbeutel aus seinem locker geschnürten Bündel hervorzog. Geschwind legte er ihn auf den Boden, um ihn zu öffnen. Es war richtig gewesen, wenigstens den schweren Kadaver im Innenhof zu lassen, dachte der Glasmacher noch, als der Ork soeben begann, mit ersten donnernden Schritten auf ihn zu zu laufen. Dann flog bereits der Beutel, kuschelweich, ein Bettbezug gar, doch längst nicht duftig leicht. Verdutzt fing der grüne Krieger den leichten Sack, den ihm der Magier in vollem Lauf entgegengewirbelt hatte. Und als er merkte, dass es nichts hartes oder spitzes mit dem weichen Stoff auf sich hatte, blieb er stehen und begann zu lachen.
Nur selten hatte Horaxedus Zeit seines Lebens einen Ork lachen hören, wenngleich er viele bei verzücktem Töten beobachten hatte müssen. Ein heiseres Prusten und dumpfes Kichern erschütterte den grünen Riesen, während er des Magiers Bettbezug übermütig als Trophäe über seinem Kopf herumwirbelte. Doch der Glasmacher stand nach wie vor still da. Als er nun die linke Hand hob, begann er zu lächeln. Und nur einen kurzen Augenblick später begann bereits eine stattliche untote Blutfliege ihren wenngleich chancenlosen, so doch wunderschönen Flug auf den Orkkrieger zu. Dieser hörte kurz auf zu lachen, führte einen gewandten und immens kräftigen Schlag mit seiner riesigen Axt aus, welcher gut gezielt und augenblicklich den Angriff beendete. Und ihn doch erst eröffnete. Denn noch bevor der Ork wieder zu lachen beginnen konnte, drangen die Fliegen aus dem offenen Bettbezug hervor, der mittlerweile zu Füßen des grünen Kriegers lag. Ein stattlicher Schwarm schwarzer, summender Einzelgänger, einige von ihnen hart und glänzend, andere wieder lang und behaart, wand sich in einer kitzelnden, benebelnden Wolke um den Körper des Riesen empor. Immer höher stiegen sie, bis sie schliesslich allesamt den stinkenden Kopf des vor Schreck fast erstarrten Orks erreicht hatten und diesen derart schwarz und wild umkreisten, dass Horaxedus keinen Funken grün mehr zwischen all den Fliegen ausmachen konnte. Als der Glasmacher loslief, war sein Gegner soeben vergeblich im Begriff, mit seiner leeren Hand die tosende dunkle Wolke, die seinen Schädel umnachtete, zu durchtrennen. "Es ist gut." murmelte Horaxedus und hob im Laufen seinen Stab. Das summende Heer begann sich zu lichten und dem Orkkrieger blieb gerade noch die Zeit, sich ein Bild davon zu machen, dass es Horaxedus war, der ihm nun brüllend das stumpfe Ende seines Kampfstabes in seinen hässlichen grünen Schädel rammte. "ZAVALOOOON!!..."
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| 06.07.2003 00:39 | #401 |
| shark1259 |
Hinter ihm ein Ork. Vor ihm genauso. shark konnte schon nur mehr humpeln und war kaum noch im stande sich zu währen. Das einzige Glück war, dass der Ork hinter ihm nicht mehr bewaffnet war. Dieser versuchte nur hin und wieder mit seiner Faust auf shark einzuschlagen. Jedoch gelang es ihm nur schlecht, da shark doch auch noch etwas an verstand hatte und sich immer möglichst aprupt seitwärts bewegte. Doch der Ork vor ihm machte ihn viel mehr zu schaffen. Er schlug, immer und immer wieder, mit seinem Zweihänder auf ihn ein. sharks hand schmerzte sehr und fühlte sich an wie kurz vor dem abfallen. Er würde es so lange nicht durchhalten.
Zum Glück gab es ja andere Magier auch, und er sah gerade wie eine Schattenflamme den Ork vor ihm traf. shark warf einen dankbaren Blick in Richtung der anderen und dabei streifte er oliries. Dieser hatte anscheinend die Schattenflamme befehligt.
shark drehte sich mit dem Blick um und stieß sein Schwert nach vorne. Es traf auf wiederstand, jedoch leider nicht auf Orkfleisch. Sondern auf eine Harte wand. So dumm war also der Ork auch nicht gewesen, was shark irgendwie verwunderte. Der Ork war auf die Seite gesprungen und stand nun direkt neben ihn. shark, unfähig sich zu bewegen, vernahm den Schmerz in der Hand fast gar nicht mehr, sie war nur Taub. Der nächste Schmerz den er spürte war eine Große Hand auf seinem Rücken. Eine sehr große.
Stöhnend kroch shark weg. Er hätte beinahe das Bewusstsein verloren, was sein Ende bedeutet hätte. Doch so konnte er sich irgendwie noch vor dem Ork retten und zu den anderen hinüber kriechen. Diese bildeten schon eine Art letzte Mauer. Immer wieder flogen Schattenflammen von ihnen zu den Orks. Doch für jeden getöteten schienen 3 weitere zu kommen. Die Situation schien schlichtweg aussichtslos.
"Danke für eure hilfe, meister olirie. Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich das leben überstehe. Es hat jedoch das ende nur hinausgezögert wie es aussieht. Trotzdem, habt dank..."
shark machte ein dankbares Gesicht. Viel hatte er mit seinem Lehrer noch nicht zu tun gehabt und hatte sich auch nie so sonderlich eng befreundet, nun bereute er das. Doch was machte es für einen unterschied?
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| 06.07.2003 01:21 | #402 |
| olirie |
Olirie fühlte sich sehr bedrängt von den Orks. Sie kamen immer näher und je näher sie kamen, desto stärker wurde der Gestank, bis er einen fast hätte betäuben können. Es wurde zwar immer einfacher einen Ork zu töten, da der nachfolgende Sturm der Orks den Grünlingen nicht viel Bewegungsfreiheit lies, doch wurden die getöteten Orks sogleich durch neue ersetzt. Auch wenn die Lage aussichtslos war, hatten einige noch einen Funken Hoffnung und andere wollten einfach so viele Orks mit sich nehmen, wie möglich.
In der rechten Hand hielt olirie sein Schwert und in der linken seine Rune für die Schattenflamme. Die Rune behinderte ihn glücklicher Weise nicht sonderlich beim Schwertkampf. Wenn man nicht grad den Zauber mit ihr wirkte, konnte olirie sie auch wunderbar benutzen, um auf einen Gegner einzuschlagen, schließlich war sie ja auch nicht gerade weich. Doch hauptsächlich wurde sie genutzt, wofür sie geschaffen wurde, um Schattenflammen auf Gegner zu jagen.
Ein Ork mit einem großen Hammer als Waffe, schlug auf oliries Kopf, welcher allerdings vorher ausweichen konnte und mit seinem Schwert einen Schnitt in den Arm des Orks tätigte. Dieser ließ natürlich gleich seine Waffe fallen und fiel kurz später, getroffen von einer Schattenflamme hinten über und warf dabei einen anderen Ork mit auf den Boden. Die nachrückende Orkmasse bemerkte das nicht und trampelte über ihn hinüber. Ein weiterer Ork versuchte, olirie hinterrücks aufzuspießen, doch glücklicherweise wich dieser grad dem Schlag eines anderen Orks aus, sodass er nicht getroffen wurde und einem der beiden Orks sein Schwert zwischen die Rippen schob und dem anderen eine Schattenflamme verpaßte. Doch ein Ork schaffte es, olirie einen Dolch in den Oberschenkel zu stecken, für den er sich natürlich gleich mit einer Schattenflamme bedankte. Um den Dolch rauszuziehen, blieb keine Zeit, olirie musste mit dem Stück Metall weiterkämpfen.
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| 06.07.2003 01:39 | #403 |
| shark1259 |
shark hörte in sich hinein. Er wollte wissen wie es sich anfühlte. Er wollte den Schmerz spüren. Verdient hatte er sichs ja... ganz langsam gab er sich der Dunkelheit preis. Er glitt hinunter. Hinunter in die riesigen weiten der Unterwelt. Er sah einen Fluss. Er war rot. Schreie, von überall schreie, solch qualvoll und verzweifelt, wie sie noch nie jemand vernahm. Dann war überall Musik. Doch nur ganz leise und sehr ruhig. Ruhig und traurig war sie und nahm sofort besitz der Seele des Schwarzen Magiers. Es klang, als würde Beliar selbst an einer Laute zupfen und mit diesen Tönen die seinigen zu sich herüberziehen.
Und plötzlich fühlte shark etwas. Etwas dass ihm vollkommen neu war, er konnte es zunächst überhaupt nicht einordnen. Und dann, ganz ohne Vorwarnung traf ihn die Wahrheit, wie schrecklich sie auch immer war. Dies war das Gefühl, wenn man wusste, es nicht nur ahnte, sondern es tief in sich wusste, dass man sterben würde. Und es war ein gefühl, dass irgendwie befreite. Natürlich war es schrecklich und fraß einen von innen auf, doch hatte man dann auch schon mit sich abgeschlossen. Aus Ende.
Und mit dieser Erkenntnis kam auch der Schmerz. Doch brachte er shark wieder in die Welt zurück. Er begann wieder, statt der Schwärze vor seinen Augen Orks zu materialisieren. So sah also sein baldiges Ende aus. Sie waren schon keine 4 Meter mehr von ihnen entfernt. Doch wurden sie langsamer. Sie wollten die Schwarzmagier quälen und ihnen lagnsam das leben aushauchen. Sie nicht einfach töten, das wäre viel zu nett gewesen.
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| 06.07.2003 02:07 | #404 |
| Die Orks |
Die Orkhorde drückte sich nach vorne, sie wollten die Menschen zerquetschen, ihnen Schmerzen bereiten, sie verstümmeln oder sie einfach nur töten. Doch sie überrannten sich teilweise selbst. Ohne irgend eine Ordnung schoben sie sich gegenseitig nach vorne, bis ihr Vordermann tot zu Boden sank und sie selbst in die Klinge des Gegners geschoben wurden, die ihnen das Leben aushauchte. Die Orks kämpften mit Hass gegen die Menschen und starben mit Hass.
Die meisen Orks konnten nicht rechnen und bemerkten daher erst viel zu spät, dass die Menschen mehr Orks töteten, als Orks Menschen töteten. Die, die es bemerkten, interessierte es nicht, sie konnten ja sehen, dass es genug Reserve für die Orks gab und die Menschen somit zwangsläufig unterlegen waren. Zwar kämpften diese Menschen ungewöhnlich gut und beherrschten anscheinend auch Magie, doch brachte ihnen das letztenendes gar nichts.
Es strömte weiter Verstärkung herbei, doch diesmal waren 2,5 Dutzend Elitekrieger dabei, die sich nun ihren Weg durch die enorme Masse an Orkkriegern bahnte.
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| 06.07.2003 06:25 | #405 |
| HoraXeduS |
Die Zeit der Tricks war längst vorbei. Ohne auch nur einen Funken Energie an kluge Gedanken unnützer Kriegslist zu verschwenden, warfen die Schwarzmagier alles, was sie hatten, den anstürmenden Orks entgegen. Und das war wahrlich nicht viel.
Die einzige Taktik, die sie sich leisteten, war die, nun dicht beieinander zu bleiben. Den Grund hierfür hätte man plausibler nicht ausdrücken können: Sie wollten nicht alleine sterben. Düstere Flammen zuckten dem Heer der Orks in dem schmalen Korridor entgegen und es erschienen untote Geschöpfe, deren wahren Ursprung mitunter nicht einmal ihre eigenen Beschwörer kannten, welche hektisch und heiser immer wieder die Formeln hervorzubringen wagten, welche ihre zur Neige gehenden Schriftrollen ihnen preisgaben.
So wogte der Kampf gegen die Übermacht der Orks eine Zeit lang auf der Kippe zwischen heiss und kalt. Einige der unerfahrenen unter den Magiern wagten es bereits, an der Seite ihrer erfahreneren Mitstreiter etwas wie Hoffnung aufkeimen zu lassen. Bis das Donnern begann.
Ein klirrender, grausamer Marsch näherte sich dem Kampfgeschehen, die Reihen selbst der gewaltigsten Orks zersprengend, diszipliniert und kraftvoll. Eine kurze Stille daraufhin verschaffte den ausgelaugten Magiern eine Pause, ihre Lungen nur ein weiteres Mal noch mit Luft zu füllen. Der Sturm der funkelnden Riesen, er stand unmittelbar bevor und die Menschen, die seine Opfer sein sollten, rückten nun unwillkürlich noch enger zusammen, aufrecht zwar, doch in völlig realistischer Einschätzung der sich ihnen darbietenden, fatalen neuen Situation.
"Wir müssen wirklich gut gewesen sein," lächelte Horaxedus kühl und erschöpft, den Blick starr auf die feindliche Übermacht geheftet, "sie schicken uns ihre stinkende Elite."
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| 06.07.2003 13:35 | #406 |
| Mardok |
Alle vier Männer wachten gleichzeitig auf. Der harte, feuchte Boden des Kastells, hatte ihnen keinen angenehmen und schon gar keinen erholsamen Schlaf erlaubt. Mit verzerrten Gesichtern und Nacken sowie Rückenschmerzen versuchten sie so gut es ging aufzustehen, bis auf Mardok, welcher anscheinend wie versteinert am Boden lag, und sich nicht bewegen konnte, musste mit der Hilfe seiner neu gewonnen Freunde aufgerichtet werden. Zloin sah dann zufälliger Weise Mardoks Wunde an dem unterem Schulterblatt und verzog das Gesicht.„Das sieht zwar nicht so schlimm aus, jedoch kann sich das schlagartig ändern und es könnte sich entzünden und böse enden. Wenn wir aus dem Keller herausgekommen sind, gehe zu einem Heiler, hier im Kastell verstehen einige Magier sowie Dämonen die Heilkunst und in der Bibliothek kannst du dich erkundigen wie man deine Wunde behandeln kann, denn diese Wunde ist nicht von einem lebenden Lebewesen verursacht worden! Jedoch weiss ich nicht ob die Bibliothek nun zugänglich ist, denn ich denke sie wird magisch verschlossen sein um diese vor den Orks zu beschützen. Die Bibliothek ist die größte der ganzen Welt. Sollte diese Bibliothek in die Hände der Orks fallen, würden diese Kreaturen das wertfollste Gut der alten Tage zerstören und das wäre ein nicht zu erholender Rückschlag.“
Mardok lauschte Zloins Worten als ob es momentan nichts Wichtigeres geben würde als diese Bücher. Er lächelte Zloin an und dankte ihm für diese Informationen, welche für Mardok wichtiger waren als seine Hütte, welche nun seit knapp zwei Wochen leer gewesen sein müsste, wenn nicht Uriel oder Gjaron in der Hütte waren oder sich noch in ihr befinden, denn er hatte ihnen je einen Schlüssel gegeben. Die vier Männer zündeten drei Fackeln an und ließen einen Lichtzauber entfachen, sodass der Raum hell erleuchtet war. Erst jetzt bemerkten sie, dass sie in einem großen leeren Raum übernachtet hatten. Der Raum war groß, jedoch total leer, keine Wandbekleidung, keine Bilder, keine Möbel, keine Fackelhalter, einfach gar nichts befand sich in dem leeren Raum außer der momentanen Lichtstrahlen. Mardok wunderte sich darüber, doch Zloins gestrige Aussage über den Keller des Kastells ließen seine Zweifel schon gleich wieder verfliegen. Die Männer waren nun schon einige Zeit lang unterwegs, und Hemfas wurde langsam ungeduldig. „Hier sieht alles gleich aus, ich habe diese Stelle schon mindestens drei mal gesehen und ich merke mir was ich sehe, ich denke wir gehen die ganze Zeit im Kreis denn ich habe noch keine Tür, oder so etwas Ähnliches gesehen, da waren mir die Orks draußen liebe., Da wusste ich wenigstens wo ich bin, doch hier weiss ich nur, dass wir diese Stelle schon einige Male passiert haben!“Alei, welcher bisher immer im Hintergrund gestanden war lenkte nun die Aufmerksamkeit der Männer durch eine Aussage auf sich.
„Im Kastell sieht einiges gleich aus, jedoch ist es im Keller wahrscheinlich so, dass alles gleich aussieht, nur einige Wenige kennen sich im Keller des Kastells aus, und ich gehöre bestimmt nicht zu diesen Personen, und will es auch gar nicht. Mir war der Keller noch nie geheuer und ich bin nur dann hier runter gekommen, wenn es erforderlich war und werde es auch in Zukunft nur tun, wenn es von Not ist.“
Die Männer lauschten gebannt Aleis Worten und Mardok erschrak als er seine Stimme hörte, denn Alei hatte seit Stunden wenn nicht sogar schon seit einigen Tagen etwas nichts von sich hören lassen. Als Alei fertig war grinste er die Anderen an und diese grinsten dämlich zurück. Dann machten sich die Männer wieder auf den Weg, an der Spitze Zloin, dann Alei, als Dritter ging Mardok und als Letzter ging Hemfas welcher es so wollte, denn er traute den Gemäuern nicht und wollte unbedingt den Rücken der Gruppe decken. Die anderen Männer waren damit einverstanden, denn immerhin hatte Hemfas ihnen schon einige Male mit gutem Rat beigestanden, wie zb bei dem Fallenbau, oder bei der Beseitigung des ersten Orkes. Hemfas war genau so wie jeder anderer der Gruppe, unersetzbar. Jeder, egal ob Hemfas oder auch einer der Magier leistete seinen Beitrag für das Gelingen dieser Mission.
Die Gruppe war schon einige Stunden unterwegs, als sie plötzlich unbekannt Laute wahrnahmen welche sich den Weg durch die Gänge des Kellers ihren Weg bahnten. Die Männer zuckten zusammen, als ob jemand hinter ihnen in ihr Ohr schreien würde.
„Was war denn das?? So etwas habe ich ja noch nie gehört. Verdammt, was war das??“ fragte Hemfas einen der Magier. Dieser schüttelte nur den Kopf und wusste keine Antwort, denn dieser hatte anscheinend noch nie so etwas Vergleichbares gehört. Die Geräusche wiederholten sich immer und immer wieder und bei jedem Male zuckten die Männer zusammen. Das Geräusch kam immer näher und näher. Die Männer saßen in der Falle, wenn sie nicht sofort in einen Nebenraum gehen würden, und sich still verhalten würden. Und dieses Monster, wenn man denn Monster sagen kann, würde sicherlich nicht mit sich verhandeln lassen sondern auf seine Art und Weiße die Fremden empfangen.
„Schnell, lasst uns einen kleinen Nebenraum aufsuchen und uns dort verstecken bis dieser Untier, oder was das auch immer sein mag, an uns vorbei gegangen oder vorbeigeflogen ist, denn ich möchte diesem Tier nicht unbedingt begegnen und nach euren Gesichtsausdrücken zu urteilen, wollt ihr das sicherlich auch nicht!“ sagte Mardok.
Die Männer nickten Mardok zu und schon rannten sie los um einen Nebenraum zu suchen ,welchen sie auch nach einigen Momenten gefunden hatten und in dem sie sich dann anschließend auch verschanzt hatten. Das Geräusch kam immer näher und näher und langsam konnte man schwere Tritte und laute Atemgeräusche von etwas Großem hören. Mardoks Herz begann immer schneller und schneller zu schlagen und er begann ebenfalls zu zittern. Er dachte darüber nach was das für ein Wesen sein könnte. Vielleicht war es ein rein magisches Wesen, oder vielleicht war es nur ein Dämon oder ein Untoter, welcher das Kellergewölbe oder den Geheimgang überwacht. Mardok war so in seine Gedanken vertieft, dass er nicht bemerkte, dass dieses Wesen vor ihrem Versteck stehen blieb und anfing herumzuschnüffeln.. Zloin, war zwar ein Magier Beliars, jedoch hatte er selber so etwas noch nie in seinem Leben gesehen, doch auch er konnte nichts gegen das Untier unternehmen außer zu warten. Mardok bekam es genau so wie die anderen mit der Angst Mardok umklammerte seinen Dolch so fest er nur konnte und zog ihn langsam aus seiner Halterung um schnell zustechen zu können, wenn es denn nötig war, jedoch wusste Mardok, dass er gegen dieses Ungetüm nur wenig Chancen haben würde, denn was kann ein ungeübter Kämpfer schon mit einem kleinem Dolch gegen ein magisches Wesen ausrichten. Doch plötzlich wurde das Geräusch immer leiser und leiser, anscheinend verschwand es wieder so schnell wie es gekommen war. Mardok atmete genau so wie die anderen Männer auf .
„Puh, da hatten wir noch einmal Glück. Es hätte auch anders Enden können!“ sagte Hemfas.
Die Männer rappelten sich schnell auf und machten sich sofort wieder auf den Weg. Doch dieses Mal gingen sie leiser, und langsamer als zuvor, denn so eine Überraschung wollten sie nicht noch einmal erleben. Sie waren nun wieder einige Zeit unterwegs, und langsam aber sicher wurden sie müde. Sie waren heute sicherlich mehr gegangen als je zuvor an einem Tag. Sie wussten nicht einmal ob es Tag oder ob es Nacht war, denn im Keller war es immer dunkel und die Augen gewöhnten sich langsam auch an die Dunkelheit und somit konnten die Männer auch ohne Licht ganz gut sehen.. Die Männer beschlossen nun hier in einem kleinen Raum, der wie gestern total leer und ungeschmückt war, ihr Lager aufzuschlagen um sich von den Strapazen des heutigen Tages ausruhen zu können. Ein Lagerfeuer wurde nicht gemacht, denn sie wollten das Wesen nicht noch einmal anlocken, jedoch aßen sie von ihrem Proviant den sie mitgenommen hatten, denn sie wollten den Orks ja nichts übrig lassen, außer den aufgestellten Fallen natürlich. „Gut, das wir noch alle Vorräte mitgenommen haben, die fetten Orks sollen sich doch selbst was jagen und ich hoffe dass sie während der Jagd von wilden Tieren getötet werden.“ sagte Hemfas und alle anderen lachten über diese kleine Bemerkung am Rande. Dann legten sie sich anschließend schlafen .Einige Stunden später, wurde Mardok von Zloin aufgeweckt, denn es ging weiter. Mardok wurde unsanft aus dem Schlaf gerissen und sagte :
„Ah verdammt, wieso weckst du mich!? Ich habe gerade einen wundervollen Traum gehabt. Ich war ein Magier wie ihr, der die Magie Beliars erlernt und diese auch erfolgreich anwenden konnte“!
Die anderen Mitglieder lachten über diese Aussage und Mardok grinste sie alle nur dämlich an. Sie wollten heute noch den Keller des Kastells verlassen um dann endlich wieder an der Oberfläche zu sein.
„Hmm ist euch eigentlich aufgefallen, dass es hier trocken ist, also der Boden ist zum Gegensatz zu gestern trocken, das heißt wir müssen uns vom See entfernt habe, und was wir weder noch abwärts noch aufwärts gingen, vermute ich, dass wir uns ganz in der Nähe des Kastells befinden müssen.“
Die anderen Männer schauten Mardok verwirrt an und begutachteten den dann die Wände sowie den Boden, und sie merkten, dass Mardok recht hatte. Der Boden sowie die Wände waren trocken und die Luft war etwas stickiger als gestern. Sofort gingen die Männer in einem schnellerem Tempo weiter und nach knapp einer Stunde gelangten sie zu einer Tür. Die Tür war aus massivem Eisen, welches keine einzige Roststelle aufwies und welche durch mehrere Gelenke gehalten wurde. „Diese Tür ist mir nicht bekannt, ich kenne sie nicht und ich habe sie noch nie gesehen!“ sagte Zloin.
Dann kam etwas was vor, was nur sehr selten vorkam, Alei sprach!„Ich schlage vor, wir durchschreiten die Tür einfach, dann werden wir schon sehen, was sich hinter der Türe befindet. Ob es Orks sind oder die Magier des Kastells, oder vielleicht sogar ganz was anderes, wir müssen hier durch. Wir haben keinen Proviant, und auch keine Zeit mehr“ sagte Alei.Die Männer durchschritten vorsichtig die Tür ich. Auf der anderen Seite angekommen hielten sich alle die Augen zu. Helles Licht erleuchtete den noch unerforschten Raum. Als die Männer sich dann an das Licht gewöhnt hatten, begutachteten diese den Raum. Der Raum war ausgefüllt mit Bildern und komischen Apparaten. Der Boden war mit weißen und schwarzen Marmorplatten bestückt und in der Mitte des Raumes wurden die Marmorplatten von einem dunkelroten Teppich bedeckt, welcher nach einigen Metern ums Eck weiterging. Dann sprang Alei aus seinem Schatten heraus und begann erneut zu reden.
„Diesen Raum kenne ich nicht, aber ich kann euch beruhigen, denn das Kastell ist im gleichem Stiel geschmückt wie dieser Raum hier, also sind wir im Kastell.“ sagte Alei.
Hemfas atmete tief durch und wisch sich über seine Haare. Jeder im Raum war überglücklich darüber, dass sie sich nun endlich aus dem Labyrinth befreien konnten und in das Kastell vorgerückt waren. Mardok begutachtete die Gemälde als Erstes. Er ging zu einem Bild hin und schaute es sich an, jedoch nicht allzu lange, denn sobald er seine Augen auf das Bild gerichtet hatte, begann sein Kopf zu schmerzen, zwar war der Schmerz nicht sonderlich groß, doch er hatte im Moment andere Schmerzen und auf die Kopfschmerzen könne er sehr gut verzichten, also wandte er sich vom Bild ab und widmete die Aufmerksamkeit auf den dunkelroten Teppich welcher mitten im Gang ausgebreitet lag und den Gang schmückte. Danach wandte er sich zu seinen Freunden. Diese waren schon losgegangen und Mardok musste kurz laufen, um diese einholen zu können, denn er wollte sich nicht schon wieder verlaufen. Langsam aber sicher gingen die vier Männer vorwärts, sie durchschritten Gang für Gang. Plötzlich hörten die Männer Schreie welche aus einem der Kastellgänge kamen.
"Orks, anscheinend findet in einem der Gänge ein Kampf statt. Wir müsssen versuchen ihnen zu helfen, meine Freune sind in großer Gefahr, also los, wir werden versuchen sie von hinten zu überraschen!" sagte Zloin.Die Anderen nickten ihm zu und schon gingen sie so schnell und so leise es ging vorwärts, um die Grünhäute von hinten überraschen zu können. Je näher sie sich dem Gang aus dem die Laute kamen, näherten, desto mehr nahm der Gestank des typischen Orkes zu. Als sie im Gang ankamen, sahen sie und rochen sie etwas Schreckliches. Orks umkreisten einige Personen, wahrscheinlich waren es die Magier des Kastells. Die Personen waren hilflos den Orks ausgeliefert, wenn nicht sofort Hilfe kommen würde. Die vier Männer schlichen so gut sie es halt konnten auf die Orks zu. Ein normaler Mensch hätte die Gruppe gehört, jedoch standen grunzende und schreiende Orks vor ihnen, also brauchten sie keine Angst zu haben erwischt zu werden, solange sich keiner der Grünhäute umdreht. Mardok und Hemfas zogen ihre Dolche heraus, die beiden Magier beschworen einige Blutfliegen, und die Orks hörten es nicht einmal. Dann sprachen die Magier einige Worte aus und schon war in jeder Hand eines Magiers eine Dunkle Flamme zu sehen. Dann nickten sich die Männer ein Letztes mal gegenseitig zu, bevor sie und die untoten Wesen in die Schlacht zogen. Schreiend rannten sie los, die Blutfliegen waren schon an den sichtlich überraschten Orks dran und stachen wie wild auf sie ein. Die Magier schossen ihre Flammen auf die Orks und die Männer rannten auf die verletzen Orks zu und gaben ihnen den Rest. Die anderen Orks waren ebenfalls sichtlich überrascht und mit der Situation völlig überfordert und wollten ihren sterbenden Kameraden zu Hilfe kommen, jedoch begannen die nun eingekreisten Magier ebenfalls loszulegen und nach kurzer Zeit waren die meißten Orks tot. Doch es half alles nichts, je mehr Orks getötet wurden, desto mehr kamen nach und nach kurzer Zeit waren nun die Magier und auch die vier Außenpostenmitglieder erneut eingekreist. Nun saßen alle in der Falle. Jede Sekunde könnten die Orks zum allesvernichtendem Schlag ansetzten und die Eingeschlossenen konnten nichts machen. Es waren einfach zu viele der Grünhäute da um einen erfolgreichen Ausbruch durchführen zu können.
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