|
|

|
Rollenspiel nach Fall der Barriere
Rund um Khorinis
Die Küstenebene # 1
| 13.01.2003 00:08 | #1 |
| Die Amazonen |
An der Küste
Zwei Amazonen auf Scavengern näherten sich dem Gebirgskamm an der Küste zum Fjord. Nicht lange war es her, dass sie das Amazonenlager verlassen hatten um im Minental nach dem Rechten zu sehen. Verdächtig ruhig war es dort geworden, kaum ein Fremder ließ sich in diesen Gebieten noch blicken, wo sie doch vor kurzem noch so zahlreich gewesen waren. Was mochte dort passiert sein?
Katryn, die große Blonde mit dem liebevoll verzierten Bogen auf dem Rücken, gab ihrer Schwester ein Handzeichen stehenzubleiben. Die beiden Scavenger kamen zum Halten.
Gerade neigte sich die Sonne dem Horizont entgegen, als die beiden Amazonen einen Blick über das weite Minental erhaschen konnten. Der Anblick ließ sie sprachlos werden.
Ausgestorben schien alles, keine Menschenseele war zu sehen oder zu hören. Stattdessen überall diese verdächtigen Zelte der Wilden, Orks, keine Zweifel. Überall hatten sie ihre Hütten aufgeschlagen, man konnte ihr zotteliges Fell schon bis hierher riechen und ihre Grunzelaute vom Wind davontragen hören.
"Bei Donnra und den gesamten Göttern von Myrtana, was ist denn hier passiert?!", Katryn stand das Entsetzten ins Gesicht geschrieben. Ihrer Schwester ging es ähnlich.
"Wir müssen zurück und Bericht erstatten! Das Tal muss dicht werden, wir müssen den Pass sperren! Die Königin muss unterrichtet werden!"
Sie gaben ihren Scavengern die Sporen und galoppierten in einer gewaltigen Staubwolke davon.
|
| 21.01.2003 01:07 | #2 |
| Die Amazonen |
Überall waren hier im Schnee Scavengerspuren zu sehen, aber da die Spur von Wuschel herauszufinden erwies sich als schlicht unmöglich.
Immer größere Kreise zogen sie. Bis dicht ans Gebirge und an den Strand, es war unmöglich. Nach eingehender Beratung beschlossen sie, wenigstens den zweiten Teil ihres Auftrages zu erfüllen und in Drakia Verbündete zu suchen. Sie ließen ihre Scavenger in einen schnellen Schritt fallen und erreichten am Abend die Siedlung Drakia.
|
| 04.02.2003 09:39 | #3 |
| Mykena |
Mykena und Shaela hatten endlich den Pass erreicht. Es hatte eine halbe Ewigkeit gedauert, bis sie sich zwischen den vielen Orkstätten hindurchgeschlängelt hatten, ohne von ihnen entdeckt zu werden. Erschwerend kam hinzu, dass sie immer nur nachts wandern konnten.
Doch nun standen die beiden Amazonen endlich mit den Scavengern auf dem zugigen schmalen Pass und schauten sich um.
Mykena schien äußerst nachdenklich. Ihre Augen wanderten suchend über die Umgebung, bis sie schließlich etwas passendes fand. Sie ging auf eine zerfallene Hütte zu, wohl früher mal ein Aussichtspunkt oder etwas ähnliches. Nun war es verrottet, aber ein paar Bretter schienen noch ganz in Ordnung zu sein.
"Wir werden noch mehr Holz holen müssen. Schließlich soll der Durchgang nicht permanent zu gemacht werden, eine kleine Tür soll uns noch bleiben", sie begutachtete die losen Bretter und überschlug im Kopf wieviel zusätzliches Holz sie noch brauchen würden.
Shaela nickte nur. Sie hatte damit zu kämpfen die gebeutelten Scavenger davon abzuhalten, sich auf den Boden zu legen und einzuschlafen.
"Los, wir müssen weiter! Wir sind bald zu hause."
Mykena drängte zur Eile. Sie folgten dem kleinen Pfad weiter und schon bald tauchte im Morgenrot das Amazonenlager vor ihnen auf.
|
| 04.02.2003 14:41 | #4 |
| blutfeuer |
vor ihr hob sich gegen den schnee eine kleine gruppe ab, die aus drei scavengern bestand, auf denen zwei amazonen saßen. bei donnra, das waren die königin und shaela. sie lebten und waren offensichtlich unversehrt.
blutfeuer ließ jede vorsicht fahren und rannte auf die beiden zu. die scheunden scavenger fasste sie am halfter und hüpfte begeistert vor den beiden im schnee.
"ich bin auf dem weg ins gebirge und versucht nicht, mich aufzuhalten. mein wuschelkopp ist unmittelbar nach unserer abreise verschwunden. ich vermute, er ist uns gefolgt und wollte nicht ohne mich in stall sein. jetzt irrt er sicher im gebirge umher und ruft nach mir.
ich beeile mich und melde mich hoffentlich bald zurück. schön jedenfalls euch wieder zu sehen."
den beiden amazonen blieb gar keine zeit, sich zu äußern, blutfeuer redete einfach zu schnell. und schon war sie wieder auf dem weg. winkte den beiden noch einmal zu und verschwand hinter den nächsten felsen.
|
| 13.02.2003 22:50 | #5 |
| blutfeuer |
ganz hoch oben im gebirge, an der stelle, an der der pass ins minetal seinen scheitelpunkt erreichte, schlängelte sich der pfad durch eine besonders schmale stelle. links und rechts reichten die felsen schroff und abweisend himmelwärts. genau an dieser stelle überquerte der pfad das gebirge und verlief von hier an in lieblich geschlungenen bögen hinab gen küste.
als blutfeuer mit den drei männern hier ankam, befand sich an der stelle des durchganges plötzlich ein tor - ein verriegeltes tor.
"na super, und was jetzt? wer hat denn den scheiß hier her gestellt?"
|
| 13.02.2003 23:07 | #6 |
| Sly |
Sly besah die Tür und schlug mit der Faust dagegen. " So dick ist sie auch nicht allerdings werde ich sie nicht alleine aufbrechen können." Dann kam Sly eine , im wahrsten sinne des Wortes, zündende Idee: " Wie wärs wenn wir das Ding abfackeln? Müste eigentlich gut brennen " Sly entrann ein diabolisches Lachen, und die anderen wichen beängstigt zurück. Dann sah er sie der Reihe nach an und sagte grinsend " Warum glaubt ihr wohl bin ich hier? Das Essenklauen war nicht die einzigste tat die ich verbrochen habe ".
Sly drehte sich wieder um und sagte dann gelangweilt " Oder wir machen es uninteressanter und schlagen die Tür mit unseren Waffen ein oder treten sie ein. Moment mal" Sly prüfte die Tür und drehte sich dann zufrieden zu den anderen " so schwer dürfte es nicht sein sie einzutreten, sie geht nach innen auf! "
|
| 13.02.2003 23:13 | #7 |
| Scatty |
Entnervt vergrub der Hohe Templer seinen Kopf in seinen Händen. Beim Schläfer, jetzt waren sie schon vor einem Drachen geflüchtet, hatten gegen Echsenmenschen gekämpft, waren durch eiskalte Flüsse geschwommen, und der Allmächtige hatte keine bessere Idee, ihnen ihr Leben zu versüssen, als da mitten in die Pampa so ein verdammtes Tor hinzustellen? Umspielt von einem lauen Nachtwind trat Scatty näher an das Bauwerk heran, dass dort nach seinen mathematischen Berechnungen unter Einbeziehung des Moosfaktors, des Bodenwellensinus und der Erdwurfparabel nicht länger als ein paar Tage stehen konnte.
"Tja, Blutfeuer, Schläferseidank ist das kein Scheiss, sonst würde es hier wohl etwas mehr stinken als es sonst schon tut."
Prüfend klopfte er das massive Eisentor ab, doch überall klang es gleich. Eisen, Eisen und nochmal Eisen. Kein Eis, keine Riesen, nur Eisen. Der Hohe Templer hatte jedoch schon eine Lösung parat: Er würde sich einfach einen Sumpfkrautstengel anzünden, sich lässig gegen die Stahlkonstruktion lehnen, und versuchen so auszusehen, als ob er denke. Der Letzte Teil sollte wohl der schwierigste sein, denn wenn Scatty ernsthaft dachte, sah er so aus, als wäre ihm gerade ein schwarzer Troll auf den Fuss getreten. Nunja, man konnte ja mal mit Schritt eins und zwei anfangen. Kurz verschwand seine Hand in der Tasche, und kam triumphierend wirblend wieder mit einem Krautstengel darin heraus. Gemächlich schob er ihn in seinen linken Mundwinkel, und verlagerte dann sein Gewicht auf den rechten Fuss, während er den linken nach innen klappte und hinter seinen rechten hakte, was erfahrungsgemäss nötig war. Der Stütze beraubt, neigte sich der durchtrainierte Körper des Hohen Templers gen Tor. Und sogleich fanden seine Finger halt auf dem harten St...hey! Die fanden ja gar keinen Halt! Besser gesagt, vier fanden ihn, und ein Finger schien aber höher hinaus beziehungsweise tiefer hinein in das Tor zu wollen. Und da fiel es dem Hohen Templer wie Käse vom Brot: Es war ein Loch in dem Tor.
Er fühlte sich bestätigt, als das Tor zustimmend knirschte, und ein grosser Riegel, von Staub und Dreck zuerst verdeckt, mit einem Klacken aufsprang. Hmm....ob das zusammenhing? Mühsam entfernte er den Finger wieder aus dem Loch, und sah sich das Tor genauer an. "Hey, kommt mal her, ich denke das ist interessant!" Das dunkelgraue Tor säumten in einer perfekten Reihe zehn übereinanderliegende Riegel, und daneben waren zehn Löcher in den Stahl gebohrt. Scatty kniff die Augen zusammen, kratzte sich am Kinn, und fuhr mit dem Zeigefinger in ein anderes Loch. Und siehe da, wieder ein Knirschen, zwei Riegel sprangen lautstark auf und schleuderten den darauf abgelagerten Staub und Dreck von sich, und der ursprünglich offene Riegel schnappte wieder zu. "Also, das hier scheint eine ziemlich komplizierte Konstruktion zu sein. Vielleicht eine Art Schutz gegen unerwünschte Gäste...denn Echsenmenschen oder Orks würden mit ihren Riesenpranken nie in die Löcher kommen, und für Tiere liegen die zu hoch. Tja, nun müssen wir wohl probieren!" Gesagt getan, die Gruppe ereiferte sich, Scatty´s Entdeckung nachzugehen, während dieser zurücktrat, und auf einem Stein platznahm. Schliesslich musste sich jemand im Kopf die Kombinationen merken, und wer sollte das besser können als...öh...wie hiess er noch? Ja, genau..Scatty. Ein seliges Grinsen huschte über die Züge des ....äh...er war...ach stimmmt, hoher Templer. Nunja, man konnte ja nicht alles behalten, viel wichtiger waren jetzt seine drei Begleiter, die fieberhaft testeten. Eigentlich nur eine Frage der Zeit...
|
| 13.02.2003 23:34 | #8 |
| blutfeuer |
das war ein lustiges spiel. mal blieb ein riegel offen, mal klackte einer zurück. also bei 10 riegeln konnte das ewig dauern. es musste ein einfaches system geben, wie man durchkam. aber was? immerhin sollte das ja wohl ein tor gegen die bestien aus dem minental sein und es konnte ja durchaus sein, dass man mal fliehen musste. da konnte man ja nicht erst stundenlang probieren. also welche reihenfolge?
10 löcher. es musste also eine einfache 10-stellige kette sein. eine, die schnell zu bedienen war aber trotzdem nicht zu einfach. was hatte 10 zahlen, buchstaben oder hatte was mit 10 zu tun? die finger. klar-
"nun überlegt doch mal mit. was einfaches aber trotzdem nicht blödes mit der zahl 10.
|
| 13.02.2003 23:39 | #9 |
| blutfeuer |
wer hatte das tor nur gebaut? doch sicher hummelchen. das waren 10 buchstaben. mal sehn, welche logik es hier gab.
die löcher für die finger sahen schon seltsam aus. es gab nach rechts abgeflachte und nach links abgeflachte. und auf einmal sah blutfeuer den schlüssel. sie steckte ihren finger in einer ganz bestimmten reihenfolge durch die öffnungen, es klackte hörbar und das tor war offen.
"na bitte! nichts wie weg!"
die jungs machten das tor wieder zu und der abstieg dauerte nun nicht mehr lange.
|
| 11.03.2003 23:59 | #10 |
| Bloodflowers |
Heute würden sie Drakia sicher nicht mehr erreichen. Denn sie befanden sich gerade in den allerletzten Ausläufern des Gebirges. Doch wenigstens waren sie jetzt halbwegs in Sicherheit.
Mittlerweile war es schon dunkel, man konnte nicht mehr viel erkennen. Darum wollte Blood eine Fackel anzünden, doch bei genauerem überlegen tat er dies dann doch nicht. In der Ebene wäre das Licht viel zu weit zu sehen. Mögliche Feinde würde die Fackel genauso anziehen wie Motten und anderes Getier. Also gingen sie im Dunkeln weiter, zur Not diente Samtpfote als eine Art Späher, der vor Gefahren warnte.
Vor ihnen befand sich eine Strasse, besser gesagt ein Trampelpfad. Der führte schnurstracks Richtung Meer, so die Vermutung der Gefährten."Ich denke wir nehmen den Pfad, besser als querfeld-ein zu laufen, dort lauern bestimmt Snapper und ähnliches!" meinte Blood und ging voran.Noch nie war er hier gewesen, aber das musste er ja seinen Mitstreitern nicht erzählen, wieso auch?
Seine eigene Unsicherheit überspielend, plauderte er leise mit den anderen:"Hmmmmmmm... seht ihr das? Das weite schneebedeckte Land! Herrlich, ich bin schon auf den Ausblick morgen gespannt. Der wird sicher sehenswert!" doch keiner der anderen erwiderte etwas, wahrscheinlich war die Anstrengung der letzten Stunden zuviel gewesen. Doch er wollte nicht nachlassen und für etwas Abwechslung und Unterhaltungen in dieser eintönigen Landschaft sorgen. Er lief neben Phönixfee und sagte:
"Und? Hat dir der Drachen gefallen?" ...
|
| 12.03.2003 08:05 | #11 |
| Phoenixfee |
Phoenixfee schaute Bloody an und meinte mit einem grinsen der Eisdrache war irgendwie Majestätischer als der vor ein Paar Tagen in Khorinis und das nicht alleine durch seine Größe.
Ja, finde ich auch. sagte Bloody dieser hier strahlte irgendwie mehr macht aus. Bloody und Phoenixfee unterhilten sich noch eine ganze weile, bis Tuan, der wieder die Gruppe anführte, stopte und sagte das hier ist ein guter platz für ein Nachtlager.
Das stimmte hier war eine Grössere Senke und wenn man aus dem Umkreis noch was Schnee anhäufte, konnte man auch gefahrlos ein Feuer machen ohne das man es von weitem sehen konnte, so lange einer Wache stand war man für die nacht sicher.Die Gruppe machte also das Nachtlager und Bloody suchte für ein Feuer genug Holz, als das Feuer brasselte briet Ceyx wieder einige Scavangerkeulen, die man sich schmecken lies.
Nach dem Abendessen legte sich Phoenixfee auf ihre Schlafmatte und bekam noch gerade mit wie die Männer die Reihenfolge ausknobelten, wer, wann Wache hatte, diesmal war Ceyx der als erstes Wache schob.
Dann fiel Sie vor Erschöpfung in einen sehr tiefen Schlaf.
|
| 12.03.2003 12:14 | #12 |
| Foxle |
Manald stand als erstes auf, er sah sich um konnte jedoch nicht und niemand erkenne. Weit und breit war niemand da, dann sah er das er wohl doch nich der erste war Samtpfote schnüffelte schon neugierig umher. Er setzte sich an das noch glühende feuer heran und wärmte sich ein wenig, sie morgensonne hatte noch nicht viel kraft und so schien es das der Tag sowieso nicht so sonnig werden würde. Eine Weile lang saß er fast gelungslos vor dem Feuer, ging dann aber in die Nähe eine Einzelnen baumes und Zückte seinen Bogen. Dann legte er denn Köcher neben sich und zog einen Pfeil heraus, langsam spannte er ihn. Der erste pfeil traf des Baum rechts ander Rinde. Manald zog einen Weiteren pfeil heraus und zielte nun etwas länger, er bewegte den Bogen etwas hin und her um die Richtige schussposition zu erhalten. Als er meinte das es gut Wäre lies er los, ein dumpfes Geräusch hallte durch die gegend. Fröhlich sprang er auf, er hatte tatsächlich die ungefähre mitte des Baumes getroffen. Nun war es genug mit dem Bogenschießen, fröhlich legte er den Bogen beiseite und zog sein Schwert. Er machte einige geschickte bewegungen und kombination, Unbedingt musste er besser werden. Er trainierte bis auch die anderen alle Aufgestanden waren.
|
| 12.03.2003 19:01 | #13 |
| Phoenixfee |
Als Phoenixfee am Morgen aufgewacht war hatte sie erst Manald einige zeit beobachtet wie er seine 1H Übungen machte.
Als den alle auf den beinen waren brach man das Lager ab und machte sich auf den weg.
Es war ein Schöner Tag, die Sonne schien und dadurch Klitzerte die Schneebedekte Ebene, aber Komisch war das schon, Sie waren jetzt so weit von dem Eisdrachen entfernt, und für diese Jahreszeit dürfte es doch garkein Schnee mehr geben.
Schon seit Stunden, zog die Gruppe durch die Ebene Richtung Süden.Phoenixfee schaute sich immer um, aber außer Schnee und Einzel stehende kahle Büsche und Bäume war nichts zu sehen, soweit das Auge reichte.Die Wanderung durch die Ebene verlief gefahrlos, einzelne Herden und Gruppen von Snappern wurden umgangen, da Bloody nicht mehr viele die Pfeile hatte, Manald hatte zwar noch, aber man wollte sich nicht extra einer Gefahr aussetzen.So erreichte die Gruppe. am Nachmittag den Fjord und Drakia.
|
| 13.03.2003 14:58 | #14 |
| Tuan |
Bloodflowers, der ja den Weg nun eigentlich kennen sollte, führte die kleine Gruppe an. Tuan und Ceyx gingen nebeneinander. Sie quatschten zusammen über die Dinge, die sie schon über das Amazonenlager gehört hatten. Noch in der Barriere hatten sie die ersten Gerüchte über die Amazonen erfahren. Am grossen Fest damals im Neuen Lager waren auch ein paar der Kämpferinnen aufgetaucht, aber Tuan war damals mit anderem beschäftigt gewesen. Er war ja für die Kämpfe zuständig gewesen. Und dann der plötzliche und unerwartete Angriff der Orks. Bei all der Aufregung hatte sich Tuan nicht um die waffenschwingenden Frauen gekümmert. Nun bereute er es ein bisschen. Aber anscheinend hatten sie nichts ernsthaftes zu befürchten. Es hiess, dass die Amazonen nicht mehr ganz so männerhassend waren wie früher. Wenn alle Amazonen so sind wie Myrthale, sind sie eigentlich ganz in Ordnung. dachte sich Tuan. Seine Schülerin war wirklich sehr nett und sah einfach hinreissend aus. Manchmal war sie aber auch etwas tollpatschig und erinnerte den Söldner an Bloodflowers.
Tuan musste den Sack, den er über der Schulter trug, auf die andere Seite wechseln. Die Vorräte und die neue Ausrüstung hatten ihr Gewicht. Aber Tuan war lieber gut vorbereitet und schleppte etwas mehr als dass er wegen schlechter Vorbereitung plötzlich vor einem Hindernis stand. Natürlich konnten immer noch Hindernisse auftauchen, aber einige waren schonmal beseitigt.Samtpfote, ihre wölfische Begleiterin, hetzte fröhlich über die Ebene und den darauf liegenden Schnee. Tuan lächelte. Obwohl es frisch war, war es doch ein wundervoller Tag. Und bald würden sie im Amazonenlager sein.
|
| 13.03.2003 15:30 | #15 |
| Bloodflowers |
Bloodflowers ging am Ende des Anfangs der Gruppe.
Er führte sie durch eine wunderbare weite Landschaft. Links von ihnen erhob sich dunkel und drohend das Gebirge. Und rechts von ihnen der weite Fjord.Das Wetter hatte sich deutlich gebessert. Der Schnee begann zu schmelzen und gab schon an einigen Stellen den Blick auf das Gras frei. Allerdings war dadurch der Boden relativ matschig, also kam es wie es eigentlich kommen musste. Ja man kann es sogar als eine Art Naturgesetz beschreiben. Bloodflowers lässt keine Pfütze aus!!! Oder so etwas in der Art.
"Uah..." Schlammspritzer flogen über die Ebene und der Bandit saß in einer Pfütze. Er erhob sich wieder und beachtete die spöttischen Gesichter der anderen garnicht.
"So elegant wie ich kann das keiner!" grummelte er. Phönixfee wollte gerade etwas erwidern da flogen schon wieder die kleinen braunen Wassertropfen umher. ...
|
| 13.03.2003 16:13 | #16 |
| Phoenixfee |
Das Wetter war das reinste Rätsel, die Ebene zwischen Gebirge und Drakia noch schneebedeckt und jetzt da sie weiter östlich kamen wurde es Wärmer und der Schnee war in Matsch übergegangen.
Die frisch gesäuberte Rüstung sah jetzt noch schlimmer aus als vor der Reinigung Heute Morgen, so wollte Phoenixfee eigentlich nicht ins Amazonenlager gehen, also musste sie wohl oder übel sich vor den Männern gleich noch Umziehen.Sie hatte ja noch Ihre Bürgerinnenkleider, aber Umziehen wollte sie sich erst, wenn es nicht mehr so schlammig war.
Die Gruppe passierte einen Kleinen Wald der zwischen Gebirge und Fjord lag, und an den Bäumen waren die Wetterkapriolen noch deutlicher zu sehen, die westlichen Bäume des kleinen Waldes waren noch ganz kahl und an den östlichen zeigte sich schon das erste zarte grün der sprießenden Blätter.
Nach dem Wald verbesserte sich auch die Beschaffenheit der Ebene und der Boden ging von einem Schmalligen in einen festen, mit dichtem Grass bewachsenen Boden über.
Wartet mal! Rief Phoenixfee auf einmal.
Was ist den? fragten Bloody und Tuan wie aus einem Mund.
Ja meint Ihr ich gehe so verdreckt in das Amazonenlager? Nein! Ich werd ich noch umziehen. Sagte Phoenixfee und kramte in Ihrem Beutel.
Sie holte eine der Decken heraus und eines der Kleider, die Decke drückte sie Tuan und Bloody in die Hand und sagte: So, nun haltet mir mal die Decke, das ich mich dahinter umziehen kann und nicht gucken.
Als die beiden die Decke als Sichtschutz hoch hielten zog sich Phoenixfee schnell um und machte notdürftig auch die Schuhe sauber.
Als sie fertig war rollte sie die Dreckige Rüstung in die decke ein und verstaute das Bündel wieder in ihrem Beutel und man ging das letzte Stück zum Amazonenlager.
Es dauerte nicht mehr lange und man sah eine Brücke die zu einer Insel führte und an dem Tor was auf der Brücke Stand, hielten 2 Frauen Wache, also musste das der Zugang zum Amazonenlager sein.
|
| 14.03.2003 22:48 | #17 |
| Bloodflowers |
Die Sonne war schon seit einer Weile untergegangen. Nur die Abendröte im Westen, brachte noch etwas Helligkeit. Langsam wurde es viel zu dunkel zum üben. Auch spürte der Bandit die Müdigkeit eines anstrengenden Übungstages.Er steckte den Herzensbrecher weg und schaute dann nach Westen, Wind kam auf und zerzauste das dunkle Haar ein wenig.
Einige Minuten verharrte Bloodflowers, einerseits um ein wenig zu Atem zu kommen. Andererseits war es schön anzuschauen wie sich das Gras wiegte, noch war es nicht so hoch gewachsen wie im Sommer, aber vom Wind wurde es allemal erfasst.
Dann drehte er sich nichtsahnend um und erspähte in der Ferne eine Gestalt. Sofort zog er wieder den Herzensbrecher und schaute erstmal genau wer da kam.Doch so genau war das nicht zu erkennen, auch die Entfernung in der sich die Gestalt befand war kaum einzuschätzen. Doch eins stand fest, die Gestalt kam näher.
Ob ich mich lieber schonmal schussbereit mache? überlegte er und fing dann aber an zu lächeln.
"TUAN!!!" rief er und ging seinem Freund ein paar Schritte entgegen. ...
|
| 14.03.2003 23:05 | #18 |
| Tuan |
Tuan erhöhte sein Tempo und kurze Zeit später stand er vor seinem Freund Bloodflowers. "Na mein Freund, hast du es auch nicht mehr im Lager ausgehalten?" fragte der Söldner. "Ja, ich musste dringend raus." erwiderte Blood. Dann herrschte für einen Moment Stille.
"Wir haben ziemlich Mist gebaut..." begannen sie plötzlich beide zusammen. Sie blickten sich an, ungewöhnlich ernst, dann nickten sie sich zu. Tuan sagte: "Ja, das haben wir wohl. Aber wir hatten Glück, dass wir nur mit ein paar blauen Flecken davonkamen." Obwohl, wenn Tuan Blood so ansah, hatte dieser mehr als nur ein paar blaue Flecken... "Auf jeden Fall können wir uns wahrscheinlich eine Zeit lang nicht mehr im Amazonenlager blicken lassen." Blood führte Tuan zu dem einzelnen Baum und sie setzten sich an dessen Stamm auf einige aus dem Boden ragende Wurzeln. Obwohl der Baum keine Blätter hatte, hatte er den Schnee ein bisschen abgehalten, sodass die beiden Männer auf dem Trockenen sitzen konnten.Tuan erzählte Blood, der ziemlich niedergeschlagen wirkte, was er noch mit Phoenixfee abgemacht hatte. Nun wollte der Söldner noch erfahren, was Bloodflowers geplant hatte.
|
| 14.03.2003 23:14 | #19 |
| Bloodflowers |
"Wir brauchen unbedingt die Phiolen für den Tran!" meinte Bloodflowers und kletterte nach oben zu der Astgabel wo sein Gepäck hing. Er holte es runter und nästelte ein wenig in dem Beutel rum. Er holte die vier Bierschläuche raus:"Also ich hab den Tran bei, müssen wir nur noch Phiolen kaufen und ihn abfüllen!" meinte er und steckte sich einen Traumruf an.
"Ins Amazonenlager können wir nicht, also bleibt nur Drakia, denn bis nach Khorinis geh ich jetzt nicht zurück!"
"Ich auch nicht!" bestätigte Tuan.
Also war es beschlossen. Bloody packte seine Sachen und gemeinsam ging es im Laufschritt über die Ebene. Denn nach Möglichkeit wollten sie noch heute alles einkaufen.
Nach dem es nun mittlerweile völlig dunkel war, erreichten die zwei Drakia in ziemlich schneller Zeit, allerdings auch ziemlich ausser Atem. ...
|
| 16.03.2003 03:02 | #20 |
| Phoenixfee |
Bloody und Tuan Trainierten, bei Phoenixfee's Ausruf war das fast zu einem Verhängnis Bloody's geworden, da Tuan in gerade angriff und Bloody durch Phoenixfee abgelenkt wurde, aber mit einer reflexartigen Bewegung die Bloody noch vor die heransurenden Klinge Tuan's in Deckung springen lies, lag Bloody vor Phoenixfee am Boden.
Ups, sorry wenn ich gestört hab, sagte Phoenixfee und fügte Grinsend hinzu, aber ein Kniefall musste ja nicht gerade machen.
Manald und Ceyx Lachten los, Tuan und Bloody schauten überrascht wegen der Aufmachung Phoenixfee's.
Bloody rappelte sich auf man, mit euch haben wir ja gar nicht mehr gerechnet. Wie siehst du den aus? Bist du jetzt bei den Amazonen? meinte Tuan, Bloody klopfte sich unterdessen den Staub von der Rüstung.
Ja ich bin jetzt Anwärterin, aber davon später mehr lass uns erst mal aufbrechen, oder habt ihr da was dagegen. sagte Phoenixfee. Manald, Ceyx und ich hatten schon was schlaf und können noch was gehen, und ich mein ihr habt es auch eilig. Außerdem ist eine Sternklare Nacht da brauchen wir noch nicht mal Fackeln und ich weis den Weg zum Pass.
Bloody und Tuan schauten sich sprachlos an, dann packten sie ihre Sachen und folgten Phoenixfee die mit Samtpfote der kleinen Gruppe voraus ging.
|
| 24.03.2003 00:00 | #21 |
| Emyar |
Verwundert sah Emyar seinen vorgesetzten an, als dieser sich von der Bank erhob, der Blick Kanos schweifte in die Ferne und schon kurze Zeit später bahnte sich ein leichtes Lächeln auf sein Gesicht.
Neugierig zog Emyar kurzzeitig die Ruder aus dem Wasser und wand sich danach dem Bug des Ruderbootes zu. Tatsächlich, in der Ferne tauchten schon die ersten Bäume auf, glücklicherweise hatte sich der Nebel mittlerweile verzogen und so konnten beide das Flussdelta bewundern.
Einige Momente später gab Kano auch schon der erwarteten Befehl an Land zu gehen. Emyar liess die Ruder weider zu Wasser und brache das Boot in eine kleine Bucht nahe dem Flussdelta. Hier war das Boot der Milizen sicher und so konnten sie unbekümmert das Land betreten.
Wie erwartet war der Boden feucht und weich, deshalb wurde kurzerhand eine nahe Höle von zwei Molerats befreit und nun als Nachtlager bestimmt.Ein flüchtig entzündetes Lagerfeuer wärmte die beiden Milizen und spendette Licht für den Wachenden. Abgemacht war, dass jeder die hälfte der Nacht wachen würde und der andere sich derweil ausruht. Gesagt getan und so wickelte sich Kano in eine Decke ein, während der Barde mit dem Bogen im Anschlag am Eingang der Höhle sass und in die dunkelheit starrte.
|
| 24.03.2003 14:14 | #22 |
| Kano |
Dicht auf den Boden gedrängt lag Kano auf einer kleinen Anhöhe, versteckt inmitten von dürrem Gras. Aufmerksam spähten seine Augen in die vor ihm liegende Ebene, ein schauriger Anblick, was sich da alles tummelte. Orks, Bluthunde, Golems, Wargs, alles mögliche. Dem Soldaten lief es kalt den Rücken hinunter. Langsam schob er rückwärts durch das Gras wieder den Hügel hinunter, bis er weit genug war um aufstehen zu können. Zügig ging er zurück zum Lager und beseitigte die Spur der Lagerstelle so gut es ging und hockte sich neben Emyar. Während er sich umsah rüttelte er den Waffenknecht wach und stand wieder auf.
"Wir gehen weiter, laut Karte ist es nicht mehr weit, wir lassen das Boot hier und gehen zu Fuß. So werden wir nicht schon von sonstwo gesehen, falls es da jemand nicht mag, wenn wir aufkreuzen."
Der Milizionär packte zusammen und auch Emyar brauchte nicht lange, dann war er bereit.
Zusammen pirschten sich die Zwei durch den Wald in Richtung Westen, langsam aber sicher wurde es sumpfig, weit konnte es wirklich nicht mehr sein...
Nach knapp einer Stunde Fußmarsch stoppte Kano dann und kniff die Augen zusammen.
"Siehst du das? Sieht fast aus wie ein Haus, eine Holzhütte vielleicht?"Er ging in die Hocke und rückte weiter vor, Emyar hinter ihm, bis er wieder stoppte.
"Ich denke wir sind da, wir werden uns vorsichtig nähern, aber nichts überstürzen, wer weiß, was uns da erwartet. Halt dich auf jeden Fall bereit..."Kano nahm seinen Bogen und legte einen Pfeil ein, leicht spannte er ihn und hielt ihn vor sich, dann langsam weiterschleichend...
|
| 24.03.2003 14:48 | #23 |
| Emyar |
Langsam bewegten sich die Milizen in Richtung der unbekannten Hütte. Bei jedem Schritt quoll etwas Wasser an der Auftrittsstelle aus dem Boden und umschloss die Stiefel der Bogenmeister fast völlig.
Obwohl um diese Zeit die Sonne hätte scheinen müssen, war es beängstigend dunkel, durch das dichte Blätterdacht drangen nur wenige Sonnenstrahlen und spiegelten sich auf den vereinzelten Pfützen wieder. Lianen hingen von den riesigen Bäumen, Sträucher und Büsche stellten sich in die Quere und die eine oder andere Blutfliege nahm Kurs auf die Beiden.
Fast hätte man denken könne, dass die Natur etwas gegen das Eindrigen der beiden hätte, doch aufgeben und umkehren wollte keiner von beiden, schon garnicht bei dem Gedanken an die gestrige Begegnung mit der Orkgaleere.
Komischerweise hielten sich hier, in diesem Dsungelartigen Gebiet, keine Orks auf, hatten sie etwa Angst, oder ignorierten sie das Blutfliegenmoor?Und wenn sie Angst hatten wovor?
Doch sich darüber Gedanken zu machen würde nur ablenken, deshalb konzentrierte sich Emyar auf die Umgebung, während Kanos Blick fast nie von der immer näher kommenden Behausung wich. War er etwa schonmal hier?
Surrend näherte sich eine der garstigen riesen Insekten und nahm direkten Kurs auf Emyar, welcher jedoch im Bruchteil eines Augenblickes den bereits aufgelegten Pfeil auf den Blutsauger schoss und somit aus der stickigen Luft holte.
Den Milizsoldaten vor Emyar schien das nicht wirklich zu interessieren, denn sein Blick wich immer noch nicht von der verwarlost aussehenden Hütte. Mittlerweile war die Entfernung auf wenige Meter geschrumpft und Kano gab Emyar ein Zeichen vorauszugehen.
Ohne Murren tat der Waffenknecht selbiges und schulterte derweil den Bogen. Mit einer schnellen Beweung zog er den schon oft bewährten Langdolch aus dessen Halfter und umfasste ihn Kraftvoll.
Endlich an der Hütte angekommen, mussten zuerst einige Lianen und Ranken durchtrennt werden, doch dann war der Weg zur Tür frei. Der Barde positionierte sich seitlich davor und drehte am Türknauf, doch nichts geschah. Abgeschlossen....
Der Milizsoldad gab den Befehl zum Aufbrechen und prompt entfernte sich Emyar nur wenige Zentimeter von der morschen Holztür. Ein kurzer und kräftiger Stoss öffnette wie erwartet den Eingang jedoch nicht ganz so, wie erwartet. Das Holz muss wohl verwittert gewesen sein, denn Emyar riss mit seinem Körpergewicht (was eigentlich nicht sehr viel ist..) die Scharniere aus der Verankerung und stürzte nun mit 'der Tür ins Haus hinen'. Als sich der aufgewirbelte Staub wieder gelegt hatte, konnte Kano endlich einen blick hinen werfen und auch der noch am Boden liegende Emyar richtete sein Augenmerk auf das Innere des kleinen Gebäudes.
|
| 24.03.2003 15:18 | #24 |
| Mykena |
Mykena schritt bedächtig durch das Unterholz. Irgendwie war ihr so, als raschelte da immer mal wieder was im Gebüsch. Erneut blieb die Amazone stehen und lauschte. Nichts. Hinterlistige Biester.
Mykena zog die Brauen zusammen und setzte sich wieder in Bewegung. Wie sollte sie jemals etwas fangen wenn der Wald sich vor ihr versteckte. Entweder hielten alle Mittagsschlaf oder sie wußten sich gut zu tarnen.
Die Amazone schritt weiter durch den dunklen Wald. So langsam sprossen die ersten Knospen hervor, kleine Blättchen zeigten sich bereits an vereinzelten Laubbäumen. Moos bildete sich langsam wieder am Boden, ragte zwischen altem vertrocknetem Laub des letzten Herbstes hervor. Hier und dort hüpfte ein Singvogel von Ast zu Ast und trällerte ein fröhliches Liedchen. Mykena beschloss mit einzustimmen.
Sie hatte keine Ahnung wie weit sie nun schon gelaufen war. Drakia mußte schon längst vorbei sein, sie hatte sich immer rechts an der Gebirgskette gehalten und steuerte nun wieder in Richtung Küste zu. Da sie keine üblichen Reisewege wählte, war die Gefahr auf Orks zu stoßen auch nicht wirklich groß. Die Amazone hatte sich eine frühe Blume gerupft, weiß mit blau und schwarzen Sprenkeln, und sie sich ins Haar gesteckt. Dann fiel ihr ein, dass sie bei ihrem Geträller sicher nie etwas fangen würde. Also verstummte sie und lauschte. In der Ferne schien Wasser zu sein, irgendwas plätscherte da fröhlich durch den Wald.
Mykena folgte dem Geräusch. Der Wald lichtete sich und schließlich erreichte sie einen fröhlichen Bachlauf. Das Gewässer stellte sich als recht breit heraus, dafür aber flach und klar.
Die Amazone trat sofort an den kleinen Fluß heran und schöpfte mit den Händen etwas Wasser. Gierig trank sie, der lange Marsch hatte durstig gemacht. Das Wasser schmeckte klar und rein, es schien direkt aus den Bergen zu kommen. Und zu Mykenas Freude wimmelte es in dem Gewässer nur so von kleinen zappeligen Fischen. Sofort meldete sich ihr Magen.
Ein Glück dass sie ihren Speer doch mitgenommen hatte. Mykena holte die Waffe von ihrem Rücken herunter und watete bis zur Mitte des flachen Baches. Flink stach sie zu, immer wieder. Ein paar Mal hatte sie ihre eigenen Füße haarscharf verfehlt, dann endlich reihten sich drei kleine Fische auf ihrer Speerspitze. Erfreut ging die Amazone wieder ans Ufer und zog die Fische ab. Schnell war ein kleines Feuerchen gemacht und ein passender Stock gefunden, um die Mahlzeit zuzubereiten. Mykena spießte ein Fisch nach dem anderen auf den Stock, dann legte sie sie ins Feuer und ließ sie braten.
Während die Fische garten, lehnte sich Mykena auf den Steinen des Bachufers zurück und ließ sich die Sonne ins Gesicht scheinen, als sie plötzlich ein knurren vernahm. Alarmiert öffnete sie die Augen wieder und blickte sich um. Wollte ihr da wer ihr Mittagessen streitig machen? Hatte der Duft der Fische etwa wilde Tiere angelockt?
Schließlich entdeckte Mykena den herankommenden Zeitgenossen. Ein Wolf näherte sich dem Ufer, den Kopf gesenkt und die linke Vorderpfote seltsam gekrümmt am Körper haltend. Er hinkte. Irgendwie wollte die Pfote nicht so recht auftreten, jedes mal zuckte sie schnell wieder zurück und ein Knurren drang aus der Kehle des Tieres.
Mykenas Hand glitt zu ihrem Schwert. Es schien nicht so als wolle der Wolf ihr etwas Böses, dennoch war er verletzt und gerade verletzte Tiere waren unberechenbar. Sie suchte mit den Augen die Umgebung ab. Normalerweise kam ein Wolf selten allein. Doch dieser schien ein Verstossener zu sein.
Langsam richtete sie sich auf und näherte sich dem Tier, welches sich inzwischen niedergelassen hatte. Die Pfote schien ziemlich zu schmerzen, so verkrümmt wie er sie in die Luft hielt. Mykena war inzwischen schon so nahe, dass sie das Tier berühren konnte.
"Ganz ruhig...du tust mir nichts, ich tu dir nichts...zeig mal her die Pfote...", Mykena sprach sanft auf das Tier ein, während sie die Hand nach der verletzten Pfote ausstreckte. Kein ungefährliches Unterfangen. Doch tatsächlich ließ der Wolf sie gewähren und die Pfote untersuchen. Er war wohl schon etwas betäubt vom Schmerz. Das Knurren ging in ein leises Jaulen über. "Nur verstaucht, das haben wir gleich wieder."
Die Amazone holte ein Fläschchen aus ihrer Tasche und träufelte ein paar Tropfen einer Flüssigkeit über die Wolfspfote. Es war das klare Wundermittelchen der Hohepriesterin, von dem Mykena immer ein Fläschchen bei sich hatte für alle Fälle. Die so versorgte Pfote stützte sie nun mit einem Stock und wickelte sie dann mit einem Stoffband von ihrer Rüstung schön fest. Schon bald hatte der Wolf eine perfekte Bandage.
Mykena schleppte das halb benommene Tier zu ihrer Feuerstelle und widmete sich dann wieder ihren Fischen. Sie waren inzwischen gegart und während der Wolf sich erholte, konnte sie endlich etwas essen. Vorsichtig holte sie einen Fisch vom Stock und klappte ihn auf. Nachdem sie die überflüssigen Innereien entfernt hatte, machte sie sich genüßlich an das weiche Fischfleisch.
|
| 24.03.2003 17:00 | #25 |
| Kano |
Die Beiden gingen in die Hütte, sie war klein und spärlich eingerichtet, außerdem roch es modrig, da war schon lange keiner mehr drin gewesen. Kano trat wieder nach draußen. Das gesamte Lager schien verlassen, aber dennoch war Vorsicht geboten.
"Nächste Hütte...versuchen wir es in der da, die sieht größer aus. Danach schauen wir uns mal die Scheune da an."
Den Bogen noch immer schussbereit ging der Milizionär zu dem Haus, Emyar folgte, nachdem er sich aufgerappelt hatte. Als sie um die Ecke traten, sahen sie die beiden Gräber, von denen Kano in dem Tagebuch gelesen hatte. Sie waren hier also wirklich richtig, das musste der Außenposten sein. Theoretisch müssten dann hier Unmengen Sumpfkraut lagern, andererseits würde alles geerntete auch vergammelt sein. Nur die Pflanzen könnten noch bestehen.
Aber das alles interessierte Kano weniger, er war hier wegen etwas ganz anderem. Zwar hatte Thurin in seinem Tagebuch davor gewarnt, aber die Verlockung war zu groß, viel zu groß. Fluch hin Fluch her, es hatte dem Krieger, diesem Hohen Templer, Ruhm und Stärke verschafft. Irgendwas hatte es mit dem Schwert also auf sich, vielleicht konnten ihm ja die Priester im Kloster weiterhelfen.
Ein merkwürdiges Röcheln war zu vernehmen, es schien aus dem Inneren der Hütte zu kommen, wurde zu einem Husten, dann ein Poltern. Kanos Kopf ruckte kurz herum zu Emyar, auch dieser hatte es vernommen. Beide rissen ihre Bögen hoch und zielten auf die Tür. Was immer dahinter war, es schien langsam über den Holzboden zu schleifen und näherte sich der Tür.
"Halt dich bereit!", flüsterte der Offizier seinem Begleiter zu. Dann prallte es gegen die Tür und es war wieder still. Verwundert sah Kano nochmal zu Emyar, was war das denn jetzt? Kurz überlegte der Soldat, dann entschloss er sich nachzusehen.
"Gib mir Deckung, ich geh rein."
Mit diesen Worten ging er langsam auf die Tür zu und blieb davor stehen. Ein letztes Mal atmete er durch, dann trat er hart gegen die Tür. Sie wurde aus dem Türstock gebrochen und flog in das Haus, sofort riss Kano seinen Bogen wieder hoch und zielte in die Hütte, aber was immer dahinter gewesen war, es war nicht mehr da, seltsam...
|
| 24.03.2003 17:25 | #26 |
| Emyar |
Bedacht auf Lautlosigkeit setzte der Barde seinen Fuss in die muffig riechende Hütte. Wahrlich niemand, oder bessergesagt nichts war da doch zeichnetten sich eindeutig Schleiffspuren auf dem Boden ab so, als wäre Irgendetwas dort vor kurzen lang gekrochen. Hatten die Spuren etwas was mit den seltsamen Geräuschen zu tun? Vorsichtig untersuchten beide die alte Behausung, jedoch war nichts aufälliges dort.
Dennoch fand Emyar etwas, was ihm sehr gelegen kam. Ein aus anscheinend sehr hochwertigem Leder gefertigter Köcher hing mit einigen Pfeilen gefüllt an einem Haken nahe der Tür. Vermutlich hatte vor langer, langer Zeit einmal ein Bogenschütze hier gehaust.
Unverzüglich ergriff der Waffenknecht das kunstvoll verzierte Stück und befand es für durchaus einsatztauglich. In das annährend schwarze Leder des Pfeilbehälters waren filigrane Schriftzeichen eingebrannt worden und gaben somit einem einfachen Behältniss ein erhabenes Aussehen.
Wenige male fuhr der Blick Emyars von dem optisch ansprechenden Köcher zu den Pfeilen, die an seine Rüstung gebunden waren. Kurze Zeit später entschloss sich der Schütze,dass das gute Stück hier nicht verwahrlosen sollte. Vorsichtig strich er mit der Handfläche über das immernoch weiche Leder und entfernte gleichzeitig den Staub, der überall in dieser Bruchbude vorhanden war.
Hastig wurde der schwarze Köcher übergeworfen und festgeschnallt. Passt einwandfrei. Ein fragender Blick begleitete das Umdrehen Kanos, der sich wunderte, was Emyar damit meinte.
Als der Milizsoldat mit der durchsuchung vertig war, hatte Emyar das 'neue, alte' Behältniss fest verzurrt und seine eigenen Pfeile mit den bereits vorhandenen vermischt.
Da in dieser Hütte anscheinend nicht das war, was Kano suchte machten sich die Beiden auf, die nächste Behausung zu untersuchen.
Aus dem bisher nur schlammigen Boden ist mittlerweile ein richtiger Sumpf geworden. Die eklig grüne Brühe war eigentlich nicht zu begehen, doch Stege ermöglichten das ansonsten schnell tötlich endende Unterfangen.Wenigstens mussten die Angehörigen der Garde sich nun nicht mehr durch's Gestrüpp schlagen, aber auf das Holz unter ihren Füssen achten, denn wenn das einbrechen würde..
|
| 24.03.2003 17:53 | #27 |
| Kano |
Es war nicht da gewesen, doch wo war es dann? Wo sollte es sein, wenn nicht in der Hütte seines Besitzers...hatte es schon jemand vor ihm gefunden? Zu dumm! Dann vernahm der Milizionär ein Rauschen, irgendwas war im Wasser, noch war es etwas entfernt aber schien sich zu nähern. Der morsche Steg etwa fünf Meter vor ihnen brach weg, Brett um Brett brach weg, was immer war war, es kam schnell näher, sehr schnell, erschreckend schnell.
"Zurück!"
Kano machte kehrt und rannte zurück zu der Hütte, die Stadt auf festem Grund, was immer da auf sie zukam würde sich also zeigen müssen. Dummerweise war sich der Soldat nicht mal sicher, ob er es überhaupt sehen wollte...Nur ein paar Sekunden brauchten die Beiden, dann hatten sie den Boden erreicht. Sogleich drehten sie sich wieder um und rissen ihre Waffen hoch.
Dem Offizier blieb fast das Herz stehen, als er sah was sich da im gleichen Moment vor ihm aufbäumte, sein schnabelartiges Maul aufriss und einen markerschütternden Schrei ausstieß. Gerade so ließ Kano den Pfeil loszischen, der sich in den relativ weichen Unterleib des Tieres bohrte, als sich auch schon der Kopf des Ungetüms wieder hinab senkte. Die Kämpfer sprangen zu den Seiten weg und der Sumpfhai stieß ins Leere, aber nur knapp, sehr knapp.
"Los, wir kreisen ihn ein...öhm...nehmen ihn in die Zange, mein ich. Aber pass auf, dass er nicht genau zwischen uns kommt, sonst treffen wir uns vielleicht noch gegenseitig."
Der Milizionär rappelte sich wieder auf und zog den nächsten Pfeil, legte an und Schoss. Durch die zähe Haut an der Seite kam der Pfeil nur spärlich, nichtmal Blut rann heraus, zu dumm, sie mussten das Biest am Bauch oder im Maul verwunden...
|
| 24.03.2003 18:15 | #28 |
| Emyar |
Erstaunt über die Grösse dieses Monstrums stand Emyar ein paar Augenblicke regungslos da und hatte noch nichtmal den bogen gespannt. Erst als der Schwanz des Ungetüms nach dem Barden schlug, besann er sich und wich dem wuchtigen Schlaginstrument duckend aus.
Anscheinend verärgert über den Fehlschlag drehte es sich unverzüglich um und bäumte sich vor dem Bogenschützen auf. Dieses Vieh war locker vier Meter lang und überragte Emyar somit ohne Probleme.
Schützend ging der frisch gebackene Bogenschützenmeister in die Knie und übte gleichzeitig so viel Kraft auf den einfachen Kurzbogen aus, wie ihm möglich war. Fast im neunzig Grad Winkel zielte er auf das Monster, jedoch schoss er nicht sofort. Einige Augenblicke verharrte er so, währen Kano gerade einen weiteren Pfeil auflegte.
verherend schlug dieser in den Rücken des Sumpfhais ein, woraufhin dieser einen markerschütternden Schrei von sich liess.
Das war Emyars Chance, gerade als sein Wiedersacher das Kopfende in die Höhe riss schoss er den Pfeil von unten in den alsbereich, oder dort hin, wo er diesen vermutete.
Ein verheerender Treffer, vom Schmerz überrannt wolte sich das Untier mit voller wucht auf den Schützen stürzen, welcher sich jedoch kurz vor dessen Auflag aus der Gefahrenzone Hechten konnte.
Kano erkannte die Gelegenheit, umrundette schleunigst das stark verwundette Tier und schoss ein weiteres gefiedertes Geschoss in das wütende Biest.Gerade als es nach dem noch immer auf dem Boden liegenden Barden schnappen wollte, schlug der Pfeil Kanos in die Kopfregion des Haies ein und tötete ihn somit auf der stelle.
Mit Hilfe von Kanos Hand gelang es Emyar ohne Probleme aufzustehen und den frischen Kadaver zu begutachten. Hoffentlich war das die einzige Begegnung dieser Art. Stummes Nicken kam von Kanso Seite und so zogen beide weiter.Ein recht weiter Sprung beförderte Emyar auf einen nahe liegenden Steg und dort erwartete er nun den Sprung seines Gefährten.
|
| 24.03.2003 19:03 | #29 |
| Kano |
Auch Kano sprang hinterher, dann ging es, wie zu Beginn zu der seltsamen Scheune, die wohl das Krautlager darstellte. Vielleicht war ja wenigstens da drin etwas finden, höchste Vorsicht war jetzt geboten, erst recht wo sie gerade erfahren mussten, dass sie alles andere als allein waren. Die Scheune war nicht mehr als ein Wrack, die maroden Bretterwände wiesen unzähle Ladierungen auf, teilweise waren ganze Teile durch den Wildwuchs herausgebrochen.
Vorsichtig näherten sich die beiden Soldaten dem, was mal der Eingang war, die Bögen noch immer im Anschlag, jeden Muskel des Körpers angespannt, bereit sich zu verteidigen. Kano ging als Erster rein, es sah wieder alles verlassen aus, aber dennoch lief es dem Krieger in dem Moment, in dem er durch das Brettertor trat, eiskalt den Rücken runter, gerade so, als hätte ihn der Hauch des Todes gestreift. Kano bekam eine Gänsehaut und konnte es sich nicht erklären, Furcht war es nicht, irgend etwas anderes belastete diesen Ort und er hatte nicht vor, herauszufinden was es war.
Gerade wollte er sich zu Emyar umdrehen, um diesem mitzuteilen, dass es hier nichts zu holen gab, als sein Blick auf etwas schwach Glänzendes inmitten des verrotteten Krautes fiel. Er ging langsam zu dem Haufen und schob das modernde Zeug beiseite, das war es, er hatte es gefunden! Das Schwert des Templers! Er hatte es gefunden! Endlich!
Doch in dem Moment, in dem der Soldat die Klinge in die Hände nahm und anhob löste sich eines der Bretter von dem Rest des Daches, krachend schlug es auf dem Boden auf, nur wenige Meter neben Kano, und zerbarst in tausende Splitter, es begann zu knarzen, die ganze Scheune schien in sich zusammenfallen zu wollen, aber den Milizionär hielt nichts mehr da drin. Er fuhr herum und rannte zum Ausgang, auch Emyar machte ein paar Sätze zurück, bevor schließlich das ganze Lager unter lautem Ächzen und Stöhnen in sich zusammen brach.Bei der Größe des Gebäudes war es wenig verwunderlich, dass sich die herabfallenden Teile nicht auf die kleine Insel beschränkten, auf der es errichtet worden war und so schlugen einige der Bretter in den schlammigen Sumpf.
Noch bevor Kano auch nur einen Fluch angesichts der bevorstehenden Misere ausstoßen konnte, wälzte sich dem beiden Soldaten schon die Schlammflut entgegen und deckte die Kämpfer ordentlich ein. Von oben bis unten vollgesaut standen sie regungslos da, der widerliche Sumpfbrühe lief an ihnen herunter und es stank wirklich fürchterlich...
"Wir sollten als erstes baden, wenn wir zurück sind."
Kano hatte sich noch immer nicht bewegt und starrte ziellos gerade aus, während er den Satz sprach. Dann hob er, begleitet von einem Schmatzen den Arm, wirklich widerlich.
"Verschwinden wir, hier ist mehr, als sich im Moment zeigt, ich denke wir werden beobachtet...und das mit der Scheune, das war sicher auch kein Zufall...ich sag dir was, auf dem Schwert soll angeblich ein Fluch liegen, zumindest soll es dem letzten Besitzer zwar Stärke und Ruhm aber genauso Unglück gebracht haben...bishin zum Tod."
Der Soldat sah zu seinem Gefährten, dann setzte er sich langsam in Bewegung in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Das schwere Schwert in seiner Scheide befestigte er auf dem Rücken, den Bogen hielt er wieder in der Hand. Trotzdem war ihm, als wäre es noch nicht vorbei...
|
| 24.03.2003 20:02 | #30 |
| Emyar |
Unruhig sprang Emyars Blick durch die Gegend, Flüche und so nen Zeugs waren ihm noch nie geheur. Ausserdem war die Sache mit der Scheune ja schon unheimlich genug, doch es würde wohl noch mehr kommen. Spannung lag in der stickigen Luft, ebenso wie auf den Sehnen der Bögen.
Während Kano vorausging, folge ihm Emyar rückwärts laufend.
Gerade wollte Emyar den Milizsoldaten fragen was es genau mit dem Schwert auf sich hatte, als ein seltsames Knacken und Platschen zu hören war. Vorsichtig setzte Emyar den Weg mit dem Rücken zuerst fort. Kanooooo......... ebenfalls von einem lauten Platschen begleitet schlug Emyar unverhofft auf des Wasseroberfläche auf, wobei man diese Brühe nicht mehr wasser nennen konnte. Anscheinend war der Steg zusammen gebrochen und Kano vorneweg hinengefallen.
Doch wo war sein ehemaliger Bogenlehrer? Dem Ausspcuken von etwas Schlamm folgen Rufe nach dem verschwundenen Milizen.
Kano?? Kaaaanoooo!? Immer lauter wurden die Rufe des Barden doch nirgens war ein Lebenszeichen von ihm auszumachen. Plötzlich umfasste eine Hand den Stiefel Emyars und schon wollte er erleichter aufathmen, doch als ihm die Beine weggezogen wurden verflog die aufkommende Erleichterung schneller als sie gekommen war.
Irgendetwas, oder irgend jemand hielt ihn dort unten fest und schien gefallen an dem Bein des Schützens zu finden.
Ein grausamer Schmerz fuhr in das Bein Emyars und als dieser das unbekannte Etwas mit einem geschickten Tritt von der Schmerzstelle entfernte um danach aufzutachen machte er auch seinen Gefährten wieder aus.
Kano! Was ist das? Schrie der Verwundette seinem wieder aufgetauchten Begleiter zu. Schulterzuckend Antwortete dieser und schoss gleichzeitig einen Pfeil in die dunkle Brühe direkt vor ihn.
Emyar war es jedoch nicht gegönnt das gleiche zu tun, sondern er wurde von kräftigen Händen an den Schulter gepackt und nach hinten gerissen. Im selben Moment flog ein Pfeil wenige Zentimeter am seinm Kopf vorbei und schlug in einen anderen ein. Als sich Emyar jedoch nach hinten drehte, um den Feind zu identifizieren gefror ihm das Blut in den Adern.
Hinter ihm sackte gerade ein Mensch zusammen, jedoch sah dieser kaum noch wie einer aus. Die Haut hatte sich bläulich gefärbt, so wie bei einem ertrunkenen und eine grosse wunde war am Halz zu erkennen, jedoch war das Blut dort schon lange geronnen. Nichts desto trotz hatte der perfekt platzierte Schuss Kanos dieses 'Etwas' ausser Gefecht gesetzt.
Noch ungefähr sieben weitere 'Untote' erhoben sich aus ihrem nassen Grab und wankten zielgerichtet auf die beiden zu.
Mit gespannten Bogen drehte sich Emyar Stück für Stück im Kreis und versuchte die oftmals schlecht sichtbaren Gestalten mit einem Schuss in die Kopfregion entgültig ins Grab zu schicken. Kano schien anscheinend das gleiche zu tun und so sank Zombie um zombie zurück ins Dunkel des Sumpfes.
Jetzt aber nichts wie weg hier! Kano stimte wiederspruchslos ein und versuchte sich schnellstmöglich einem der Stege zu nähern, jedoch bremste das fast brusthohe Geässer beide sehr stark aus und zehrte an ihren Kräften.
Einige kräftezährende Minuten Später hatten sie den vorhin teilweise zerstörten Steg wiede erreicht und verliessen die Region mit voll gesumpfter Kleidung im Laufschritt.
|
| 24.03.2003 20:37 | #31 |
| Kano |
Das Wasser wurde flacher und die Kämpfer kamen schneller voran. Kam ihm das nur so vor, oder war der Sumpf größer geworden, so lang hatten sie doch herzu nicht durch den Morast gebraucht?! Keuchend schoben sie sich weiter, die Waffen bereit, dann endlich, trockener Waldboden. Der Soldat ließ sich auf die Knie fallen und verschnaufte, Emyar tat es ihm ein paar Sekunden gleich."Was für ein Mist, hoffentlich ist uns nichts auf den Fersen..."Schnell sah er sich nach hinten um, nichts zu sehen. Zum Glück.
Auf den Bogen stützend hob sich Kano wieder hoch, wenigstens hatte er jetzt keine Rüstung, das Ding wäre sicher tierisch schwer, so voller Wasser. Aber da hatte er sich wohl zu früh gefreut, ein Krachen hallte durch den Wald und Kano kannte das Geräusch nur zu gut. Irgendwas Großes preschte da durchs Unterholz und auch noch genau auf sie zu.
"Los, weg hier, versteck dich!"
Rief er seinem Kameraden noch zu, dann wich er ein Stück zur Seite aus und ging in die Hocke.
Kurz darauf knickte ein kleinerer Baum um und ein Mordsbiest von einem Schattenläufer kam wild schnaufend genau zwischen den beiden Schützen zum stehen. Er konnte die Soldaten wittern, eindeutig, den Kopf hin und herwerfend versuchte er sie aufzuspüren, dann wand er sich in Kanos Richtung und walzte los.
"Oh oh..."
Der Milizionär sprang auf doch es war zu spät. Zwar war der Schattenläufer nicht wirklich schnell, aber sein Horn traf den Soldaten dennoch mitten auf die Brust. Das Tier stoppte im Moment des Treffers und sah zu, wie sein Opfer nach hinten fiel. Böse brüllte es auf, dass der Boden erbebte...
Kano verspürte nicht fiel, nur ein stechender Schmerz in der Brust, der so schnell verging, wie er eintrat. Es wurde schlagartig dunkel um den Kämpfer und er spürte nur schwach den Aufprall auf den Waldboden, über den er noch einige Zentimeter rutschte, bis er schließlich zu Erliegen kam...
|
| 24.03.2003 20:41 | #32 |
| Mykena |
Mykena hatte den letzten Fisch ausgenommen und verspiesen, als sich der Wolf wieder regte. Die Amazone blickte von ihrem Grätenhaufen auf. Jetzt würde sich zeigen wie der Wolf zu ihr stand.
Ganz langsam öffnete das Tier die Augen und blinzelte. Die Ohren wurden wachsam gespitzt, der Kopf hob sich. Sogleich bemerkte das Tier einen Fremdkörper an seiner Pfote und versuchte ihn abzustreifen. Aber der Verband saß fest, Mykena hatte schon geahnt dass so etwas kommen würde. Sie erhob sich.
"Komm schon, das Ding hilft dir deine Pfote zu heilen, lass es dran", sprach die Amazone beruhigend.
Der Wolf schien sie jetzt erst bemerkt zu haben. Starr blickte er sie an. Dann erhob er sich langsam und kam langsam auf noch etwas wackeligen Beinen näher. Die Pfote schien schon wieder schmerzfrei zu sein, Mykena konnte kein Hinken mehr erkennen. Dennoch wich sie etwas zurück. Was wollte der Wolf so nah bei ihr? Sicherheitshalber rutschte ihre Hand an ihren Schwertgriff..
Doch kaum hatte der Wolf sie in reichbarer Nähe, begann er plötzlich ihr Gesicht abzuschlecken. Die Amazone schaute ganz verdutzt drein. Das hatte sie ja nun gar nicht erwartet. Dem Wolf schien das Lecken zu gefallen, er wollte gar nicht mehr aufhören. Schließlich mußte Mykena lachen.
"Hey hör auf, das kitzelt!"
Sie versuchte sich der langen feuchten Schlabberzunge zu erwehren, was aber nicht ganz einfach war. Der nasse Lappen war einfach überall. Schließlich hatte der Wolf dann aber doch genug geschleckt und schaute sie schwanzwedelnd an. Mykena strich dem Tier über den Kopf. Das Tier hatte sich an sie erinnernt, sah nun seine Retterin in ihr. Es ging also keine Gefahr mehr für sie aus. Sie würde ihn mitnehmen und zum Rudel im Lager bringen, hoffentlich wurde er dort aufgenommen. Ein Plätzchen würde sich aber sicher für ihn finden.
"Na dann komm, ich muss weiter."
Mykena erhob sich und packte ihre Sachen zusammen. Der Wolf schaute ihr zu. "Wie heißt du? Sags mir", fragte die Amazone inzwischen das Tier aus.Der Wolf gab ein Schnaufen von sich.
"Louise?" unauffällig wagte die Amazone einen Blick zwischen die beharrten Hinterbeine. Ja, da baumelte was. "Tschuldigung, Louis also."Das Tier schüttelte heftig das Haupt dass sie Ohren klatschten."Oh, gefällt dir wohl nicht. Twix? Gut, ok, erinnert mich zwar immer an die Gebäckrollen von Hummelchen aber wenn du meinst... gut, Twix, schön dich kennenzulernen, auf gehts!"
Mykena packte ihre Sachen und marschierte von nun mit Begleitung weiter durch die Küstenebene.
|
| 24.03.2003 21:17 | #33 |
| Emyar |
Reflexartig zog Emyar seinen treuen Bogen und nahm einen Pfeil zur Hand. Dieses riesige Wesen holte mit der mächtigen Pranke gerade zum, sozusagen, finalen Schlag aus, doch dazu kam es nicht.
Laut schreiend kommentierte das Biest den soeben in die Pranke eingeschlagenen Pfeil Emyars.
Kanos Leben war somit vorerst gerettet, doch konnte der Bogenmeister mit dieser Waffe wirklich etwas gegen dieses Monstrum unternehmen? Auch wenn es nicht so war, an Flucht dachte der Waffenknecht keine Sekunde. Das Leben seines ehemaligen Bogenschiesslehrers Stand auf dem Spiel und ausserdem hatte er sich verpflichtet seinen Kameraden notfalls bis in den Tod beizustehen. Von der Wut über den Schmerz in der Pfote angestachelt wand sich der Schattenläufer dem Barden zun und näherte sich ihm mit grossen, fast sprungartigen Schritten.
Obwohl der Anblick des Rasenden Killers, der zu allem Überfluss auchnoch Emyar als Ziel hatte, sehr beängstigend war, zog der Schütze das nächste Geschoss aus dem reich verzierten Köcher und jagte selbiges dem Monster entgegen.
Obwohl der Schuss seinem Titel gerecht wurde, wurde die erhoffte Wirkung nicht mal annährend erreicht. Bis auf eine klaffende Wunde am Kopf, die sich nach hinten weg zug, hatte er nichts abbekommen. Ungläubig sah Emyar den imme näher kommenden Jäger an, versuchte dann aber ein weiteres mal sein Glück. Der nächste gefiederte Totbringer schmiegte sich an die Sehne des Bogen und verliess den selbigen mit, für einen Kurzbogen, überragender Kraft und Geschwindigkeit.
Dieser Pfeil jedoch bohrte sich tief in den Brustkorb des Schattenläufers und blieb dort auch stecken, das Ungetüm spürte den Schmerz deutlich und unterbrach seine Attacke einen Augenblick lang, doch setzte sie dann unbeirrt fort.
Fast hätte es dem Barden die Sprache verschlagen, wie konnte das Biest nur so einen Schuss überleben? Und dazu noch unbehelligt weiterennen? Sprung für Sprung kam das Biest immer näher und ein verzweifelter ausweichversuch wurde von Emyar gestartet, doch es war zu spät.
Mit voller wucht traf die riesige Pranke des Ungetüms den Schützen am Brustkorb und schleuderte den Mann dabei gute zwei Meter quer durch das Areal. Als wäre der Schlag nicht schlimm genug, bremste nun noch ein naher Baumstamm den Flug des Waffenknechts unsanft, fast schon ein wunder, dass sein Rückrat nicht zerborsten ist.
Die letzten Momente des Bewusstseins starrte Emyar mit kalten Blick auf die nahende Bestie mit langsamen Schritten kam dieses Vieh auf den hilflos daliegenden Bogenschützen zu. Als letzten versuch der Verteidigung wollte er nach seinem Bogen greiffen, doch dieser lag mehrere Meter von ihm entfernt .. in zwei Teilen..
Entmutigt sah der Barde dem ankommenden Jäger entgegen und schloss dann die Augen.
|
| 24.03.2003 21:33 | #34 |
| Mykena |
Mykena und Twix waren ein ganzes Stück Flussabwärts gewandert und hatten sich dann rechts zurück in den dichten Wald gewandt. Die Sonne neigte sich bereits dem Horizont zu, nicht lange und sie würde untergehen.
"Wir müssen uns eine Unterkunft für die Nacht suchen bevor es dunkel wird", sprach die Amazone zu ihrem neuen Gefährten, "nachts ist es eh zu dunkel um noch zu ja...huch?"
Sie hatte ein Geräusch gehört. Eindeutig kein Tier, es war ein menschlicher Schrei. Alarmiert zog die Amazone ihren Einhänder. Da war doch was im Gange. Und sie hatte man mal wieder nicht gerufen. Typisch Männer, wollten den ganzen Spaß für sich alleine haben.
Leise schlich Mykena weiter und erreichte schließlich eine kleine Lichtung. Ein Mann lehnte dort an einem Baumstamm, sichtlich geschwächt und die Augen angstverzerrt aufgerissen. Kannte sie den nicht? War das nicht einer von diesen Kerlen, die da nachts im Lager aufgetaucht waren? Aber sie hatte keine Zeit für solche Überlegungen, gerade schabte der Schattenläufer wütend mit den Vorderfüssen und setzte zu seinem tötlichen Sprung an. In seinem Rücken steckten bereits ein paar Pfeile, wohl eher als anregende Akkupunktur als Schwächung der Bestie.
"Waaaaaaaah!", Mykena schoß aus dem Gebüsch und rammte dem Schattenläufer ihren Einhänder in den Hals. Das Tier hatte sie nicht erwartet und wurde voll erwischt. Doch die Amazone ruhte sich nicht aus auf ihrem Treffer, schnell zog sie ihr Schwert wieder weg und ließ es erneut niedersausen. Der Schattenläufer brüllte auf und schlug mit seiner großen Pranke nach ihr. Doch an ihrer starken Rüstung rutschten die Krallen nur ab und so wurde die Amazone nur nach hinten an den nächsten Baum geschleudert. Schnell hatte sie sich wieder gefaßt und stellte sich erneut der Bestie. Der Schattenläufer war schon sichtlich geschwächt, Blut sickerte durch sein Fell und sammelte sich auf dem grünen Waldboden. Zwei Schläge später sank er dann endlich zusammen.
Mykena stieß die Luft aus und lehnte sich an einen Baum. Sie legte den Kopf zurück und schloß die Augen. Ganz schön knapp, das Viech hatte sie selbst leicht am Arm erwischt, eine leichte Schürfwunde. Ansonsten war sie heil. Aber sie mußte ja nach dem anderen Kerl da schaun. Schnell hob sie wieder den Kopf und blickte sich um.
|
| 24.03.2003 22:08 | #35 |
| Kano |
Alles war verschwommen und drehte sich, verzerrte Geräusche, nichts schien wirklich. Und die Brust schmerzte tierisch, schattenläuferisch regelrecht. Das Atmen fiel dem Soldaten so schwer, als läge er unter einem Felsen. Er legte den Kopf leicht links, dann rechts, es ging einfach nicht. Mühsam führte Kano die Hand zu seiner Brust, nichts zu spüren, nur feucht und klebrig...und etwas Hartes. Das Amulett? Es musste das Amulett sein...
Als der Milizionär seine Hand weiter anhob um sie anzusehen stellte er fest, dass sie voller Blut war, offenbar hatte das Horn des Ungetüms voll das Schutzamulett getroffen, welches dann in die Haut Kanos Brust gepresst wurde. Vermutlich war alles aufgerissen um das Metall, zum Glück konnte er es nicht sehen.
Ein schmerzuntermalenes Husten entrann der Kehle und der Mund füllte sich mit einem Blutgeschmack. Zwar wollte der Offizier aufstehen oder sich zumindest etwas aufrichten, aber es ging nicht, es war keine Kraft da und der verursachte Schmerz fast unerträglich. Also gab er es wieder auf, es war still geworden, ob Emyar gewonnen hatte? Er musste, sonst würden sie bald im Magen dieses Biestes enden...kein sonderlich schöner Tod für einen Soldaten. Und alles nur wegen diesem Schwert? Seit er es in die Hand genommen hatte, war alles schief gelaufen, vielleicht war doch etwas dran, an dem Fluch...aber offenbar auch an dem Schutzamulett...
|
| 24.03.2003 22:37 | #36 |
| Emyar |
Anstatt des erwarteten Todes passierte nichts. Ein schriller Schrei drang in die Gehörgänge Emyars ein, aber ansonsten nichts. Begleitet von schmerzhaften Husten öffnette er die Augen und sah stark verschwommen wenige Meter vor sich den massigen Kadaver des Schattenläufers. Das war schon das zweite mal innerhalb von wenigen Tagen, dass er dem Tod nur knapp entkommen konnte und jedesmal hatte ein und die selbe Amazone die Finger mit im Spiel.
Stück für Stück kam die alte Sehschärfe wieder zurück und Schehmenhafte Bilder zeichnetten sich langsam ab. Auch die Silhouette einer Frau war dabei. My...My...Mykena? Seine augen täuschten sich nicht, es war die amazonen Königin, doch was hatte die hier zu suchen? Und was war überhaupt mit Kano geschehen? Der Waffenknecht wollte sich ruckartig aufrichten doch ausser einem gedämpfdem Schmerzensschrei passierte nicht. Vorsichtig neigte er den Kopf nach unten und sah die Blutüberströhmte Hand, die auf der klaffenden Wunde ruhte. Selbst die Milizrüstung konnte fast nichts von der Kraft des Schattenläufers aufhalten, deshalb war sie auch völlig aufgerissen. Weder die Zähe Struktur noch die verwebten Metalleinlagen hatten die Krallen der Bestie aufhalten können und so hatten sie sich tief ins Fleisch des Barden geschnitten.
Das Blut verliess in ungesunder Menge die aufgerissenen Atherien Emyars und nur der Druck, den er mit nunmehr beiden Händen auf die Wunde ausübte stoppte die Blutung etwas.
Als der Blick Emyar's wieder durch die Umgebung zog, erkannte er auch Kano, der ebenfalls verletzt am Boden lag. Anscheinend war nur die Amazone annährend unverletzt und blickte nun ebenfalls in Kanos Richtung und schien besorgt. Wir können nicht hier bleiben .. wenn es noch mehr von den Biestern hier gibt...
Mit schmerzverzerrtem Gesicht schob er sich langsam am Baumstamm hoch und drückte derweil mit den Fetzen des Bauchteils der Rüstung auf die Wunde, um diese effektiver zu schützen.
Allein schon das Aufstehen war sehr Kräftezehrend und die wenigen Schritte, die er bis zur amazone brauchte, wurden nach vorn gebückt vollführt. In kleinen Rinnsälen floss das Blut Emyars an dessen rüstung nach unten und tropfte stellenweise auf den Boden.
Als dieser enlich den Baum, an den die amazone lehnte, erreichte hielt er kurz inne, aber brachte dann doch ein paar Worte heraus.
Da..Danke .. .. ..Doch was ist mit ... Kano..? Geschwächt durch die nicht zu übersehende Wunde sank er an den Baum gelehnt zu boden und erschrack kurz darauf.
Ein wolf hatte sich von hinten angeschlichen und schien sich nun für die Amazone und den verwundetten Waffenknecht zu interessieren.
|
| 24.03.2003 22:49 | #37 |
| Mykena |
Kano war auch da? Bisher hatte sie nur Emyar wahrgenommen. Der Milize sah wirklich schrecklich aus. Der Schattenläufer mußte ihn schon ein paar mal erwischt haben bevor sie angekommen war.
"Kein Problem, das Biest macht jetzt nichts mehr", sie entdeckte Kano weiter hinten. Herrje, das sah nicht gut aus. "Paß auf den Wolf auf, er ist harmlos. Bin gleich wieder da."
Sie stieg durch das Gras und trat an den Mann heran. Doch gut dass sie ihm das Schutzamulett gegeben hatte. Es hatte ihn hoffentlich vor dem Gröbsten bewahrt. Ansonsten wäre ihm auch nicht mehr zu helfen gewesen, kein Schutzamulett der Welt konnte Wunder verbringen. Nur ein paar ganz kleine.
Sie befühlte Kanos Puls und stellte fest dass er noch da war. Immerhin ein Zeichen.
"Hallo? Wie geht es dir? Kannst du mich hören?", fragte sie. Wieso war da nur soviel Blut..
|
| 24.03.2003 23:06 | #38 |
| Kano |
Wieder Stimmen, kaum verständlich, aber sie waren da. Vor ihm zeichneten sich die Konturen einer Person ab, Emyar? Er hatte es geschafft, immerhin, wäre schade um den Mann gewesen.
"Geht.....schon....."
Der Soldat kniff die Augen etwas zusammen, Emyar konnte das doch nicht sein, Haare fielen ihm entgegen. Eine Frau? Vermutlich, in dieser Gegend wohl eine Amazone.
"L......Luft......"
Noch immer lastete der Druck auf seinem Körper und er atmete flach und schnell um den Sauerstoffbedarf zu decken.
"Atmen....."
Wieder musste er husten und etwas Blut rann aus dem Mundwinkel, mühsam kämpfte der Soldat um Luft, jetzt konnte er sich vorstellen, wie es war zu ersticken, wenn sich langsam Panik im Körper ausbreitete, wenn die Luft eng wurde.Die rechte Hand, die noch immer auf der Brust lag, verkrampfte sich um das Amulett, in dem schmerzverzerrten Gesicht breitete sich zunehmend der Ausdruck von Leere aus, er musste durchhalten, weiter ringen....
|
| 25.03.2003 12:27 | #39 |
| Mykena |
Mykena schaute dem Ringen nach Luft kurz zu, dann faßte sie an ihren Knöchel und zog ihr Jagdmesser hervor. Eigentlich hatte sie ja damit ihre Beute häuten wollen, aber nun tat es ebenfalls seinen Zweck. Sie riß dem Milizen den unnötigen Stoff vom Oberkörper und legte ihn frei. Wieso rannte der auch ohne Rüstung hier herum? Das war doch wirklich purer Leichtsinn. So konnte er jetzt wenigstens etwas freier atmen. Inzwischen untersuchte die Amazone die Einschlagstelle des Schattenläuferhorns. Er hatte Glück gehabt, irgendwas hatte den Aufprall abgefangen und sich stattdessen in seine Haut gedrückt. Eine Quetschung, vielleicht ein paar Rippenbrüche, viel Blut, mehr nicht.
Der Mann keuchte immer noch, wenn auch weniger. Mykena verdrehte die Augen. Der tat ja gerade so als sei er am abnippeln. Diese Milizen hielten wirklich nicht viel aus. Und so wehleidig...
Die Amazone hievte Kanos Oberkörper in die Höhe und schaute ihn an."Hallo? Kannst du mich sehen? Du hast ein paar Rippenbrüche und Quetschungen, aber ansonsten scheint noch alles dran zu sein. Gut, überall hab ich nicht nachgeschaut", sie grinste frech, "aber das überlass ich dann doch lieber dir. So, und jetzt Mund auf!"
Sie zog den Unterkiefer des Mannes nach unten und träufelte fast die gesamten restlichen Tropfen von Thaleiias Mixtur auf seine Zunge. Dann schob sie den Unterkiefer wieder zu und ließ ihn zuklacken.
"So, schlucken", verordnete sie, "wirst sehn, gleich gehts dir wieder besser. Das Zeug hilft Wunder."
Sie richtete sich wieder auf und drehte sich zu dem anderen Mann um. "Geht es dir gut? Wie kommen zwei Spezialisten wie ihr eigentlich auf die Idee hier rumzugeistern, erstrecht ohne Rüstung?" Wirklich reiner Wahnsinn.
|
| 25.03.2003 13:36 | #40 |
| Emyar |
Langsam hob Emyar den Kopf und sah daraufhin zur Amazone. Geht schon .. irgendwie. Jedoch ist Kano im Moment wohl gefährdetter als ich... Ein flüchtiger Blick fiel rüber zum immer noch brav dasitztenden Fellknäuel. Fast schon erstaunt, dass der Wolf den immernoch blutenden Waffenknecht vollig unbehelligt liess fuhr er danach fort.
Ambesten fragst du das Kano, er hatte wohl ein starkes Verlangen nach einem neuem Schwert und deshalb sind wir auch hier her gekommen... Der Barde deutete flüchtig auf den am Boden liegenden Zweihänder, richtete sich dann aber auf. Ein vom Schmerz verzerrter Gesichtsausdruck begleitete das Aufrichten. Eine Hand nahm er kurzzeitig von der Wunde um sich die selbige genauer anzusehen. Es waren insgesamt drei tiefe Risse die quer über den Bauch verliefen und kurz unterhalb des Brustkobes endetten.
Es war wirklich kein sehr vertrauen erweckender Anblick, deshalb drückte der Bogenschütze den herausgerissenen Rüstungsfetzen auch schnell wieder darauf, sodass der Blutverlust möglichst gering gehalten wurde.
Einige Momente suchte Emyar die Umgebung ab, um sich zu versichern dass weder die garstigen Zombies noch andere Schattenläufer da waren. Als das Gebiet von den Blicken Emyars durchpflügt war, wand er sich wieder der Amazone zu. Ich glaube wir sollten hier schleunigst .. verschwinden. Noch so eine Begegnung .. wäre nicht wirklich gut für Kano und mich....
Da seine Ausrüstung sowiso nur aus Köcher, zerfetzter Rüstung und Dolch bestand, hatte Emyar nichts weiter zu tragen (noch nicht einmal seinen Bogen, den dieser hatte das Gewicht des Schattenläufers nicht überstanden).
Vorsichtig stiess er sich von dem Baun, an der er bis eben gelehnt hatte, ab und machte einige leicht wakelige Schritte in Richtung des Bootes, welches in einiger Entfernung mit Gestrüpp bedeckt lag.
|
| 25.03.2003 15:25 | #41 |
| Kano |
Rabiat zerrte ihn die Amazone hoch, verflucht, das zog durch den ganzen Körper. Kano biss die Zähne zusammen, kein Feingefühl hatte die Frau. Aber was immer sie ihm dann zu schlucken gab, es schien zu helfen. Zwar schmeckte es widerlich bitter und brannte sich den Hals hinunter. Es verursachte ein angenehm warmes Gefühl und nahm den Druck, das Atmen wurde einfacher, Luft, endlich wieder Luft.
Als die Kriegerin wieder aufstand, kippte der Soldat zurück ins Gras, aber das Mittel hatte den Schmerz in der Brust offenbar betäubt, jedenfalls spürte er kaum etwas. Langsam rollte er sich auf die Seite und raffte sich dann auch. Die Taubheit breitete sich in der ganzen Brust aus, sollte den Soldaten aber nicht stören, im Gegenteil. Benommen sah er an sich hinunter, alles blutverschmiert, Mist.
"D-Danke...ohne dich wären wir wohl....tot...."
Sprach Kano leise an Mykena gewand.
"Und Rüstung hab ich keine wegen einer deiner Amazonen..."
Ein grummeliger Blick traf die Retterin, dann nahm er das Schwert auf. Es würde ihm jetzt erstmal als Gehhilfe dienen müssen. Auch den Bogen sammelte er ein und folgte dann langsam Emyar, dem es besser zu gehen schien.
Neben Mykena blieb er nochmal stehen und sah sie eindringlich an, ihr die Hand gebend.
"Danke, du hast was gut..."
Dann schleppte er sich weiter, rudern würde er wohl nicht müssen.Jetzt musste er doch wieder ins Amazonenlager, dabei wollte er von hier doch direkt nach Khorinis zurück, zu dumm. Aber so wie sie von dem Biest zugerichtet worden waren, würden sie es kaum schaffen...
|
| 25.03.2003 15:36 | #42 |
| Mykena |
Mykena hatte starr dagestanden und alles mit sich machen lassen. Erst als die beiden zu dem Ruderboot zurückgingen, was sie eben erst entdeckt hatte, fand sie wieder zu sich.
"Ähm...halt! Moment! Ihr wollt mich doch nicht etwa jetzt hier stehen lassen."Aufgeregt beeilte sie sich den beiden Männern zu folgen. Erst rettet sie und dann wurde sie hier im Sumpf hocken gelassen.
"Ihr fahrt zurück ins Amazonenlager? Oder zumindest daran vorbei? Wäre wirklich freundlich wenn ihr mich mitnehmt. Ihr braucht mich auch nur dort rauszuwerfen. Ich rudere sogar, das könnt ihr in eurer Verfassung ja kaum noch."
Ohne eine Antwort abzuwarten sprang sie zu den beiden Männern ins Boot. Twix, der Wolf, humpelte ebenfalls hinterdrein und setzte sich neben die Ruderbank. Mykenas Sprung hatte das kleine Gefährt etwas schaukeln lassen und nun wankte die Amazone auf Emyar zu, stützte sich auf seiner Schulter ab, fiel zurück in Kanos Schoß und klammerte sich an seinen Hals.
"Huch ist das schaukelig!", sie grinste den Milizen entschuldigend an und erhob sich wieder. Dann endlich hatte sie die sicherer Ruderbank gefunden."So, alle an Bord?", sie nahm die Ruder in die Hand und wartete auf eine Antwort.
|
| 25.03.2003 15:46 | #43 |
| Kano |
Ein Knirschen entrann Kanos Mund, als er erneut die Zähne zusammen biss. Die fiel direkt auf ihn und klammerte sich an ihm fest, verflucht tat das weh, kaum auszuhalten. Starr saß der Soldat und rührte sich keinen Zentimeter, es würde alles nur schlimmer machen.
"Alle....an Bord...."
Zwang er heraus und legte sich die Hand auf die Brust. Dann ging es langsam los."Wir wollten eigentlich in die Stadt.....aber das würden wir nicht schaffen, ihr habt nicht zufällig einen Heiler im Lager? Eine Heilerin mein ich...?"
Der Milizionär versuchte es sich so bequem wie möglich zu machen, Schwert und Bogen legte er neben sich, dann strich er vorsichtig das Blut von seinem Amulett. Es war kaum beschädigt, war offenbar sehr gut gearbeitet."Siehst du das?"
Er hob den Kopf und sah zu Mykena, hielt dann aber im Reden inne. Wie sie da so ruderte, nett anzuschauen. Immerlich lächelte er kurz, er hatte die letzten Monate ganz vergessen, was es auf der Welt noch alles zu sehen gab, außer dem Abenteuer...
"Das hat mir das Leben gerettet...bevor du gekommen bist mein ich. Wenn wir uns nicht getroffen und so gut verstanden hätten wäre ich wohl tot...Du hast wirklich was gut. Wenn du jemals Hilfe bei irgendwas brauchst, lass es mich wissen."
Kano nickte leicht und lächelte kurz, dann wischte er weiter mit der zerfetzten Kleidung über das schöne Metall...
|
| 25.03.2003 16:38 | #44 |
| Emyar |
Was für ein Service, Lebensrettung und Fahrt zum Amazonenlager in einem. Erst jetzt sah Emyar ein, dass alles, was er bisher über die Amazonen gehört hatte, falsch gewesen war. Weder waren sie Männer mordende Bestien, noch introvertierte, zurückgezogen wohnende und misstrauische Furien. In wirklichkeit waren sie aufgeschlossen und ganz und garnicht männerfeindlich gesinnt. Immerhin hatte Emyar einer von ihnen sein Leben zu verdanken.Ich kann mich nur Kano anschliessen .. auch ich stehe in deiner Schuld .. wenn meine Person jemals gebraucht wird, werde ich da sein.
Der am Bug sitzende, fast schon liegende Waffenknecht lüftete ein weiteres mal den sehr provisorischen Verband und begutachtete die Wunde. Immernoch floss etwas Blut aus den tiefen Rissen heraus, doch hatte die blutung mittlerweile stark abgenommen. Zum Glück für Emyar. Er strich mit der Hand vorsichtig an seinem Bein entlang und merkte dann die Bissstelle des Untoten aus dem Sumpf, dessen Zähne hatten durch die Lederschicht eine Wunde ins Fleisch gerissen, doch das Zähe Leder verhindte schlimmeres.
Sogesehen war die ganze Expedition ein Reinfall. Kano hatte zwar das Schwert bekommen und Emyar einen hochwertigen und sehr gut aussehenden Köcher, dennoch wären beide fast dafür gestorben. Immerhin sind sie es nicht und ihre Andenken haben sie trotzdem.
Die Amazone fing an zu rudern und schlug eine recht beeindruckende Geschwindigkeit an, für eine Frau. Obwohl, gerade hatte Emyar die vorurteile gegenüber Amazonen abgelegt, also war die Kraft der Königin doch nicht so verwunderlich.
Während Mykena mit kräftigen Zügen das Boot vorantrieb, schnallte Emyar den Köcher ab und begutachtete die darin eingebrannten Schriftzeichen. eine meisterhafte arbeit, die Letter waren sehr fein und filigran geschrieben. Doch was war es für eine Sprache? Trotz des vielen Reisens und der Sprachen, die der Barde sprach, konnte er sich darauf keinen Reim machen. Sie waren mit nichts vergleichbar, was er kannte und gerade das faszinierte ihn. Vielleicht wussten die Magier im Kloster, was die Zeichen für eine Bedeutung hatten, jedoch konnte das vorerst warten. Die Reise nach Khorinis ielte nicht und ausserdem war weder er noch Kano im Stande, so weit zu rudern.
|
| 03.04.2003 20:57 | #45 |
| Mykena |
Unsanft wurde Mykena wachgerüttelt. Verschlafen brabbelte sie vor sich hin."Wie? Schon aufstehn? Bin doch grad erst ins Bett gegangen... welcher Depp...ach Mensch..."
Sie blinzelte und erkannte, dass sie immer noch vorn im Ruderboot lag und wohl eingeschlafen sein mußte. Ruckartig fuhr sie hoch.
"Was? Sind wir schon da?"
Sie hatte alles verschlafen. Wie unangenehm. Hoffentlich hatte der Milize nichts angestellt während ihrer geistigen Abwesenheit.
"Jaja, ich komm ja schon..."
Was drängelte der denn so. Umständlich erhob sich Mykena aus dem Gefährt und stieg in den Sand hinaus. Sie blickte sich um. Nichts als dichte Bäume, feuchter Untergrund, hohes Bodengewächs. Die Vorläufer zum Moor.
Plötzlich stupste sie etwas Feuchtes am Knie an. Die Amazone schaute hinunter."Huch, Twix du alter Gauner! Wie kommst du denn hierher?"
Der Wolf schien ziemlich außer Atem, er hechelte immer noch unruhig. War er etwa den ganzen Weg am Ufer mitgelaufen? Das war doch nicht möglich...Überrascht tätschelte Mykena den Wolf am Kopf.
|
| 03.04.2003 21:06 | #46 |
| Kano |
"Mist...es ist schon spät und dämmert...wir übernachten in der Höhle, in der ich auch mit Emyar Unterkunft fand. Ist sicherer, in der Dunkelheit sollten wir nicht durch die Gegend irren, schon gar nicht hier draußen."Der Soldat stapfte los, tiefe Abdrücke hinterließ er im Waldboden, unter der Lsat des Gepäcks und allem, was er bei sich hatte, das würde ein ordentlicher Marsch werden, morgen.
Mykena folgte mit ihrem Hündchen, wo war der eigentlich so plötzlich hergekommen...oder hatte sie überall ein paar Tierchen? War man ja nie einsam, hatte was.
Nicht allzu lange liefen sie, dann hatte Kano die Höhle ausgemacht. Einige Meter im Inneren legte er alles ab und machte dann ein Feuerchen mit Geäst, das um den Eingang herum verstreut lag und vom letzten Regen verschont worden war."Soo...mach's dir bequem...hier werden wir übernachten."
Ein kleines Flämmchen glimmte in dem Lagerfeuer auf und wuchs langsam aber sicher zu einem brauchbaren Feuer heran, welches die Drei die Nacht über wärmen würde.
"Etwas zu essen ist da im Rucksack, ist zwar eigentlich genug, aber wir sollten es für alle Fälle trotzdem einteilen...Reich mir mal bitte das Wasser da..."
|
| 03.04.2003 21:22 | #47 |
| Mykena |
Mykena stand etwas verloren in der Höhle herum. Kühl war es hier, aber das Feuerchen würde es sicher bald wärmen. Ein angenehmes Licht spendete es bereits, die Flämmchen flackerten an den Wänden und strahlten ihre Wärme ab. Sie würde aber auf jeden Fall ein Fell brauchen.
Gedankenverloren reichte sie Kano einen Schlauch mit Wasser und holte sich dann aus ihrem Rucksack ein Fell sowie einen Apfel. Sie wickelte sich das wärmende Fell um den Körper und kuschelte sich vor das Lagerfeuer.
"Ein schöner Ort den du uns da ausgesucht hast", sagte sie. Der Wolf kam herangetapst und ließ sich dicht neben ihr nieder. Jetzt würde ihr sicher nicht mehr kalt werden.
"Hoffentlich überraschen uns keine ungebetenen Gäste heute nacht", sie biss knacksend in den Apfel und fing an zu kauen.
|
| 03.04.2003 21:58 | #48 |
| Kano |
Auch Kano setzte sich und nahm einen Schluck, dann aß auch er etwas."Keine Sorge...ich werde Wache schieben."
Das Feuer brannte angenehm warm und ruhig vor sich hin, ja, das war das Leben eines Abenteurers, so wie er es gesucht hatte. Vor dem Eingang war es inzwischen windig geworden, der Soldat glaubte auch ein paar Regentropfen zu hören, aber da drinnen konnte es ihm egal sein.
Er lehnte sich an einen Stein und entspannte etwas, die Amazone hatte sich schon in ein Fell gepackt, kalt würde es der sicher nicht mehr werden.Kano starrte in die Flamme des Feuers, sah ihm bei ihrem Tanz zu. Morgen gab es viel zu tun, hoffentlich rannte ihn nicht gleich wieder irgendwas über den Haufen, zur Gewohnheit sollte das nicht werden...
|
| 03.04.2003 23:45 | #49 |
| Mykena |
Wunderbar. Dann hatten sie ja nur ein paar Schattenläufer zu befürchten...Mykena gähnte ausgiebig und blinzelte ins Feuer. Die ersten Scheite waren schon heruntergebrannt, aber Kano stellte immer wieder neue Äste dazu. Draußen war es nun endgültig dunkel, nicht mal der Mond fand noch in den dunklen Höhleneingang herein. Alles war still, nur das Feuer knisterte leise vor sich hin. Irgendwie romantisch.
Mykena seufzte unwillkürlich und lächelte den Milizen an. So übel war seine Gesellschaft ja gar nicht. Immer noch besser als alleine in dieser Höhle zu sitzen, wesentlich besser.
"Ich glaub ich werd mich mal hinlegen... sag bescheid wenn du abgelöst werden willst."
Sie legte sich zur Seite und kuschelte sich tiefer in ihr Fell. Den Kopf hatte sie halb an den Wolf gelegt, der kurz ein Auge öffnete und dann beruhigt weiterdöste.
|
| 04.04.2003 10:20 | #50 |
| Kano |
Regungslos saß Kano neben seiner Gefährtin und dem Wolf, den Blick starr auf den Ausgang gerichtet. In der Nacht war er für etwa drei, vielleicht vier Stunden eingenickt, was ihn dazu veranlasst hatte, die ganze Wache zu übernehmen. Sollte sie sich ausschlafen, sie würde die Kräfte brauchen.
Unvermittelt traf den Soldaten die Reflexion eines Sonnenstrahls und riss ihn aus der Starre. Langsam bewegte er sich und sah uz Mykena, die noch immer schlief. Der Wolf lag rhig neben ihr, war aber schon wach, nur konnte er nicht weg, sie wie sie sich an das wärmespendende Tier gedrückt hatte.
In den Knien knackte es leise, als sich Kano schließlich erhob, es wurde langsam Zeit. Er ging zum Ausgang und sah sich um, es war eine ruhige Nacht gewesen und auch jetzt war weit und breit nichts. Aber dafür schien die Sonne, ein guter Anfang. Vielleicht würde dieser Ausflug ja weniger schmerzhaft enden. Sein Blick fiel wieder auf die Königin, er sollte sie wecken.
Neben ihr hockte sich der Milizionär hin und sah sie an, eigentlich lag sie viel zu friedlich da, aber sie mussten weiter...
"Hey Majestät, Zeit zum Aufstehen..."
Er rüttelte sie ein wenig und drehte sie auf den Rücken.
"Na los Wauwau, leck sie mal wach..."
Der Wolf schien durchaus zu verstehen und jetzt, wo sie nicht mehr auf ihm lag, ließ er es sich nicht nehmen, seiner Herrin über das Gesicht zu lecken. Schien ihm sogar zu schmecken, Mist, vielleicht hätte es Kano selber machen sollen.Ein amüsiertes Grinsen breitete sich in seinem Gesicht aus, Frösiwitz zum Selberbasteln, eindeutig.
Aber wie auch immer, während sich das Wölfchen daran machte, Mykena zu wecken, packte Kano die Ausrüstung wieder zusammen und machte sich Marschbereit, essen konnten sie unterwegs...
|
| 04.04.2003 13:05 | #51 |
| Mykena |
Mykena träumte davon, dass sie in Khorinis durch die Gassen spazierte und den Markt leerkaufte. Es war einfach herrlich, überall schnupperte sie mal vorbei und kaufte dies und jenes. Ein goldenes Amulett, ein weiches kuscheliges Fell, ein neues Beistelltischchen für ihr Schlafgemach, Wundertränke für ihr Wohlbefinden...
Einfach herrlich. Und in all den Herrlichkeiten marschierte eine Reihe Milizen mit sauber polierten Rüstungen die Straße entlang. Alle grüßten sie die Amazone freundlich, einige hielten Lyren in den Händen oder spielten auf kleinen zierlichen Flöten wundervolle Melodien. Mykena schien es fast, als schwebten sie an ihr vorbei, so leichtfüßig und majestätisch schob sich die Reihe vorwärts. Doch dann, mit einem Mal, verstummten die Melodien und die Männer drehten sich ruckartig zu ihr um. Wie die Heuschrecken fielen sie plötzlich über sie her und fingen an sie abzuschlecken. Ihre feuchten Zungen wischten ihr durch das Gesicht, erreichten ihren Hals, leckten über ihre Nase...
"Aaaaaaaaah!"
Entsetzt fuhr Mykena in die Höhe und sah sich Aug in Aug mit einem paar dunkelbrauner Wolfsaugen.
"Du verrücktes Viech!"
Die Amazone begann sich dem Schlecken der Wolfszunge zu entwinden, doch Twix gab nicht nach. Immer wieder und wieder schleckte seine Zunge über das weiche Gesicht der jungen Frau. Mykena rollte mit dem Tier über den Boden, zappelte wild herum und schließlich gelang es ihr doch, sich der feuchten Zunge zu entziehen.
Der Wolf setzte sich zufrieden auf die Hinterläufer und schaute Kano an. Wollte der auch mal?
|
| 04.04.2003 16:24 | #52 |
| Kano |
"Bleib bloß weg, Wauwau!", raunte der Soldat dem Tier zu, als er dessen Blick sah.
"Aber hast du fein gemacht...", fügte er noch hinzu und sah dann zu Mykena."Na, gut geschlafen? Zeit zum Aufbrechen..."
Fertig bepackt stand er am Höhleneingang und sah zu der Amazone."Wir haben viel vor, ich hoffe du hast dich nochmal ordentlich ausgeschlafen. Beeil dich, ist schon genug Zeit verstrichen, immerhin soll es nicht schon wieder dunkel sein, wenn wir aufbrechen."
Er zwinkerte ihr verschmitzt zu und trat ein paar Schritte nach draussen, sich umsehend, während er auf die Kriegerin wartete...
|
| 05.04.2003 11:38 | #53 |
| Kano |
Knackend brach ein Zweig unter dem Kampfstiefel Kanos, Rascheln hallte leise durch den Wald, als er einen Anderen bei Seite schob. Inzwischen waren sie ein gutes Stück voran gekommen und es war zunehmend schwieriger auf trockenem Grund zu laufen. Hinzu kam die Last der Ausrüstung. Was musste er eigentlich das Schwert mitschleppen? Entfernt meinte sich der Soldat zu erinnern, er habe es mitgenommen, weil er es vielleicht brauchen würde, um dem Geheimnis um die Klinge auf die Spur zu kommen, aber mittlerweile fing er an, es zu bereuen. Die Waffe hatte ordentlich Gewicht und in Verbindung mit dem Rest drückte es ihn regelrecht in den Boden.
Bei dieser Gelegenheit viel ihm auf, dass er noch nichtmal einen neuen Einhänder hatte. Mist aber auch. Aber eventuell könnte er einen in dem einstigen Außenposten auftreiben, immerhin war da mal eine Einheit Templer stationiert gewesen, die hatten ja schließlich auch Waffen. Die Meisten zwar eher Zweihandschwerter, aber nun ja, möglicherweise war ihm das Schicksal wohlgesonnen. Wo der Tag doch schon so sonnig begonnen hatte, ohne jegliche Feindkontakte.
Hinter ihm liefen Mykena und ihr Wölfchen. Ein seltsames Tier, das Einzige, was daran ein Wolf war, war der Körper. Ansonsten war das ein Plüschwolf. Gerade wollte er sich umdrehen um nach den Beiden zu sehen, als er vor ihm wieder die Lagerhalle ausmachte. Sie waren also da. Unvermittelt blieb er stehen und kniete sich auf den feuchten Boden.
"Siehst du das...das Moor. Wir müssen vorsichtig sein, halte deine Waffe bereit. Das letzte Mal wurden wir hier von Untoten angegriffen, halbverweste Novizen. Keine gastfreundlichen Gesellen, wie wir feststellen mussten."
Der Offizier nahm seinen Bogen von der Schulter und legte einen Pfeil an."Ich habe zwar kein Schwert, aber ich geh trotzdem voran. Bleib dicht hinter mir und lass dich durch nichts von mir trennen, allein haben wir kaum Chancen, wenn wir auf irgendwas stoßen...Achja, ehe ich es vergesse, Sumpfhaie gibt's hier auch noch..."
Er blickte kurz zu seiner Gefährtin und grinste etwas.
"Und wenn es hart auf hart kommt, wirst du mich decken müssen, zwar kann ich mit einem Schwert gut umgehen, Nahkampf ist aber ohne nicht so mein Fall, wie du dir denken kannst...
Also dann, los geht's."
Langsam erhob sich der gepanzerte Körper wieder, leise knarzte die Sehne des Höllenbogen, als Kano diesen leicht spannte und zum Schuss bereit hielt. Dann watete er langsam und jeden Schritt prüfend durch das sumpfige Gelände auf das Lager zu. Das konnte ja lustig werden, aber wenigstens hatte er schlagkräftige Unterstützung dabei...
|
| 05.04.2003 15:27 | #54 |
| Mykena |
Mykena schaute sich neugierig um. Hier war also mal ein Außenposten gewesen. Da gab es doch sicher noch jede Menge Dinge zu holen.
"Das sieht doch alles recht groß aus hier", sagte sie zu Kano. Sie war dabei weniger vorsichtig, wenn hier irgendwo Untote waren dann würden sie das schon noch früh genug riechen. Oder der Wolf würde es bemerken. Im Moment jedoch tappste der vierbeinige Begleiter noch ruhig neben ihr her und fiepte nur ab und an mal auf, wenn er mal wieder daneben getreten war und in ein Sumpfloch platschte.
"Warum hat man es verlassen, weißt du das? Meines Wissens nach haben sie hier Sumpfkraut angepflanzt. Ist vielleicht der Boden zu trocken geworden?"Unvermittelt knickte sie um und stolperte mit dem linken Fuß ins Wasser."Hmm, ne, das kann nicht sein. Vielleicht wars ihnen zu weit? Ist ja schon recht aufwendig, so ein Außenposten."
Sie stieg weiter hinter Kano her, das Schwert im Anschlag.
|
| 05.04.2003 15:50 | #55 |
| Kano |
"Keine Ahnung, so wie ich das gelesen habe, wurde der Stützpunkt angegriffen, als die Barriere fiel...die wenigen Krieger konnten dem Ansturm kaum stand halten."
Leise plätscherte es, als sich die Beiden....Drei...dem Lager näherten, dann klackte es. Kano war auf den ersten Holzsteg getreten, was einmal der Eingang gewesen sein musste.
"Jetzt wird's trockener..."
Zielstrebig hielt er Soldat auf die Größte der Wohnhütten zu. Sie hatte dem Templer gehört und er war es gewesen, der die Kugel gehabt hatte. Die Tür stand noch immer offen, von Kanos letztem Besuch. Bis heute wusste er nicht, was damals dieses schleifende Geräusch verursacht hatte, aber er wollte es eigentlich auch nicht wissen. Er trat durch die Tür und blieb im ersten Raum, wohl der Wohnraum, stehen.
"So...wollen wir das Ding mal suchen, was? Sie soll etwa kopfgroß sein, sollte also nicht zu schwer werden, wenn sie sie nicht gerade zu sehr versteckt haben. Vielleicht finden wir sogar einen Hinweis, wie man das bedi..."
Der Milizionär hielt inne und fuhr herum. Ein Poltern war hinter einer der Türen zu hören gewesen, als wäre etwas umgefallen. Er spannte den Bogen und zielte auf die Tür, wieder vernahm er das Schleifen, diesmal aber nicht nur aus einer Richtung. Auch in dem Raum zu seiner Linken war etwas, ein Stöhnen, schon wieder Zombies?
Langsam ging er ein paar Schritte rückwärts, bis er an die Wand stieß, so konnte ihn wenigstens nichts von hinten.....
Noch bevor der Gedanke zu Ende gedacht war, krachte es hinter ihm und etwas brach durch die leicht modrige Hüttenwand, knapp neben seinem Kopf. Eine halb zerfallene Hand schlang sich um Kanos Hals und zerrte ihn dann ruckartig nach hinten gegen die Wand. Aus dem Reflex heraus rammte er dem Pfeil in seiner Rechten in den Arm des Angreifers...dummerweise störte den das wenig...
|
| 05.04.2003 16:01 | #56 |
| Mykena |
"Hey!"
Mykena war instinktiv nach vorn gesprungen und hatte ihren Einhänder geschwungen. Doch der Zombie wich geschickt aus, immer noch seinen modrigen Arm um den Hals des Milizen gelegt. Twix hatte auch bemerkt dass da irgendwas nicht stimmte. Kraftvoll schlug er seine Zähne in das rechte Bein der zotteligen Gestalt und zerrte daran. Mit einem Knirschen löste sich das modrige Bein vom Rest des Körpers ab. Der Wolf guckte verdutzt drein, als er nur noch mit dem Bein im Maul dastand. Angeekelt spuckte er das staubige Ding wieder aus. Was war das denn, die Dinger fielen doch sonst auch nicht auseinander...
Mykena hatte inzwischen versucht hinter den Zombie zu gelangen, weil dieser Kano wie ein Schutzschild vor sich herschob. Sie konnte unmöglich von hier aus zuschlagen, die Gefahr war zu groß den Milizen zu treffen.
Sie schaute sich schnell um und hob eine stabile Latte vom Boden auf, die sie Kano hinhielt.
"Da, nimm und hau's ihm über! Ich versuch von hinten zu kommen!"
|
| 05.04.2003 16:19 | #57 |
| Kano |
Verdammt viel Kraft hatten dieser Biester, das war dem Soldaten schon bei der letzten Begegnung aufgefallen, er wand sich hin und her, aber befreien konnte er sich nicht...und die Luft wurde langsam knapp. Außerdem stank es bestialisch. Eilig griff Kano nach der Latte, ruckte seinen Körper nach links und zog das Holz knapp an sich vorbei nach hinten. Dumpf knackend durchstieß es die Bauchdecke des Zombies, der dadurch kurzzeitig aus dem Konzept zu kommen schien. 'Verletzt' grummelte er irgendwas und der Griff lockerte sich ein wenig. Mit einem weiteren kräftigen Ruck, drehte sich das Paar ein Stück, das sollte Mykena die Gelegenheit geben, sich dem Zombie von hinten zu nähern.
Doch was die Beiden vergessen hatten...die beiden Türen. Die, welche den Wohnraum von der Küche trennte zerbarst plötzlich und Holzsplitter flogen in den Raum, ein Weiterer dieser unfreundlichen Gesellen schleifte sich in auf die junge Kriegerin zu. Auch die Tür zum Schlafzimmer wich einem dritten Zombie, welcher noch übler aussah, als seine beiden Verwandten.
"Das.....sieht....nicht......gut......aus."
Kano drehte sich um und brach die Latte an der Eintrittswunde ab, stieß sie von unten nach oben in den rechten Arm des Zombies und durchtrennte diesen. Endlich war er wieder frei, ein weiterer kräftiger Hieb trieb das Holz in den verfaulten Hals des Untoten, der zu einem widerlichen Haufen verrotteten Fleisches zusammenfiel....blieben nur noch Zwei...
|
| 05.04.2003 16:33 | #58 |
| Mykena |
Mykena rümpfte angewidert die Nase.
"Hättest du mir nicht vorher sagen können, dass wir auf einen Haufen stinkender Leichen stoßen? Dann hätte ich noch etwas Duftwässerchen mitgebracht..."Sie fuhr herum und rammte dem verwesten Kerl zu ihrer Rechten ihren Einhänder in die Mitte. Er zuckte ein bisschen, dann schlurfte er unbeirrt weiter auf sie zu. Krampfhaft versuchte die Amazone ihr Schwert wieder aus dem Zottelviech zu bekommen. Verdammt, das steckte fest. Panisch riß sie an dem Zombie herum, der schon gefährlich mit seinen Armen nach ihr schlug. Schließlich konnte Mykena nicht mehr ausweichen, ihr blieb nur die Flucht nach hinten. Nun mußte es wohl ohne Schwert weitergehen.
Hinter sich spürte sie bereits den stinkenden Atem des zweiten Zombies. Vor ihr näherte sich der Schwertschlucker. Hastig blickte die Amazone sich immer wieder um. Dann, im entscheidenen Moment, duckte sie sich und der harte Faustschlag des einen Zombies traf den hinter ihr mitten ins Gesicht. Sein Kopf rollte nach hinten und blieb irgendwo in eine Ecke liegen.
Der Getroffene schien nicht sehr begeistert und grunzte den Schläger wütend an. Mykena hoffte schon, die beiden würden nun aufeinander losgehen und sie vergessen, aber da hatte sie sich zu früh gefreut. Der Kopflose kam nun wieder auf sie zu, ebenso wie der andere mit dem Schwert in der Schulter. Eilig schaute sie sich nach einer Waffe um. Neben ihr lag ein Brett aus der zerbarsten Wand. Die Amazone hob es auf, schlug dem einen Zombie mit voller Wucht in den Bauch, machte eine halbe Körperdrehung und rammte dem zweiten ihren Fuß in die Brust. Hoffentlich würde Kano sich beeilen...
|
| 05.04.2003 17:14 | #59 |
| Kano |
...Dieser hatte dem Zombie, der ihn von hinten gepackt hatte, also gerade den Rest gegeben und die stinkenden Fleischfetzen von der Rüstung entfernt, als er wieder eine der Latten nahm. Aus der Bewegung heraus schlug er sie dem Kopflosen, der weiter auf Mykena zuhinkte, in die Bauchregion, dass dieser sich krümmte. Aber auch das schien diese Biester nicht so recht zu stören.
Ein Satz nach hinten beförderte den Milizionär zu seinem Bogen, eilig hob er ihn auf und legte einen Pfeil ein. Sekundenbruchteile später zwischte das erste Geschoss durch den Raum und schlug in das alte Fleisch des Zieles. Der Körper wurde nach hinten gedrückt, wenig später bohrte sich ein Zweiter hinein und warf den Zombie nach hinten um. Beim Aufprall auf den Bretterboden zerfiel der verfaulte Körper und fing an noch mehr zu stinken, als er es ohnehin schon tat. Blieb nur noch einer.
"Dein Speer! Nimm deinen Speer!", rief Kano der Kriegerin zu und schoss fast im gleichen Moment einen Pfeil in den matschigen Schädel des Zombies...
|
| 05.04.2003 18:44 | #60 |
| Mykena |
Oh, na sowas, einen Speer hatte sie ja auch noch. Dass sie nicht schon früher auf diese Idee gekommen war.
Eilig zog Mykena die lange Waffe von ihrem Rücken hervor und hielt sie vor sich. Der Zombie war so versessen darauf, sich auf sie zu stürzen, dass er den Speer zu spät bemerkte. Mit einem lauten Knirschen und Knacksen spießte sich der verweste Kerl in der Mitte auf und sank schließlich in sich zusammen. Hey, das war ja einfach.
Mykena zog ihren Speer wieder aus dem Leib und wischte ihn angeeckelt ab. Dasselbe tat sie mit ihrem Einhänder.
"Wäh, das ist ja wirklich kein schöner Ort mehr hier!"
|
| 05.04.2003 19:08 | #61 |
| Kano |
Kano nickte und sah sich um.
"Stimmt...ich frag mich sowieso schon die ganze Zeit, was die Sumpfler so an dem Kraut phasziniert hat, dass sie extra einen Stützpunkt im Nirgendwo errichten. Aber das soll nicht mehr unser Problem sein, sehen wir uns mal um. Aber vorsichtig...Nicht zu weit voneinander entfernen."
Nur eine Tür war in dem Haus noch heil, aber keine Geräusche mehr. Langsam ging Kano auf sie zu, zögerte kurz und öffnete dann. Eine kleine dunkle Kammer, kein Fenster. Eine Abstellkammer wie es schien.
Der Soldat entfachte eine Fackel und leuchtete in den kleinen Raum hinein, sah eher nach einer Waffenkammer aus. Der Templer schien einiges gelagert zu haben. Ein paar Schwerter, Rüstungsteile, und Schriftrollen. Kano klemmte die Fackel an die Wand und hockte sich vor das Gelagerte. Die Schriftrollen schienen magisch zu sein...oder es zumindest einmal gewesen. Die Feuchtigkeit hatte ihnen arg zugesetzt und unbrauchbar gemacht. Der Templer schien also nicht nur Krieger sondern auch Magier gewesen zu sein.
Doch viel größeres Interesse erweckte dann etwas anderes, eine kleine Reflexion des Fackelscheins erregte die Aufmerksamkeit Kanos. Das musste es sein, weswegen er hergekommen war. Die Kugel!
"Ich glaub ich hab sie..."
Meinte er beiläufig zu seiner Begleiterin, die aber selbst schon beschäftigt war, das Haus zu durchsuchen. Der Milizionär stand wieder auf und wollte gerade gehn, als ihm noch etwas Weiteres ins Auge stach. Ein Schwert, kein Normales, wie man es in der Stadt bekam, es war irgendwie anders gearbeitet und hatte eine dunkle Farbe. Sein schauriger Glanz flößte dem Offizier ein eigenartiges Gefühl ein, ließ es ihm kalt den Rücken hinunter laufen.
Hatte dieser seltsame Templer eine Vorliebe für derart mysteriöse Waffen?Aber da Kano sowieso ein neues Schwert brauchte, nahm er diese mystische Klinge in die Rechte und schwang sie ein wenig. Eine gute Waffe, ausbalanciert und sauber gearbeitet...sollte sie ihm von nun an im Nahkampf dienen...Ausgerüstet mit dem neuen Schwert und der Glaskugel trat er zurück in den Wohnraum.
"Mykena? Wo bist du?"
|
| 05.04.2003 19:26 | #62 |
| Mykena |
Mykena hatte sich zu einem Zimmer zu ihrer Linken gewandt. Vorsichtig öffnete sie die Holztür, die sich mit einem leisen Knarren aufschob. Ein Schlafgemach! Hier fand sich bestimmt so einiges..
Die Amazone ging leise weiter. Ihre Augen suchten den Raum ab, aber scheinbar waren alle Untoten weg.
Langsam ging sie durch den Raum und öffnete einen Schrank. Staub kam ihr entgegen, sodass sie erstmal kräftig husten mußte. Ein paar Motten flatterten ihr um den Kopf und suchten dann erfreut das Freie. Außer ein paar durchlöcherter Kleidungsstücke gab es in dem Schrank jedoch nicht viel zu holen.
Mykena ging weiter ans Bett. Sie war sich sicher, wenn sie sich draufsetzte würde sie erstmal in einer gewaltigen Staubwolke hocken. Also unterließ sie den Versuch und kniete sich neben das Nachtschränkchen. Hier gab es doch sicher was zu holen. Und tatsächlich, als sie die Schublade öffnete, strahlte ihr ein liebevoll verziertes Schmuckkästchen entgegen. Erfreut wischte Mykena ein paar Spinnweben weg und holte das Kästchen heraus. Die Schatulle ließ sich leicht öffnen und gab dann eine Reihe feiner Ketten und Armreifen frei. Die Augen der Amazonen begannen zu strahlen. Schnell schloß sie das Kästchen wieder und steckte es ein.
"Ich bin hier, im Schlafzimmer. Hast du gefunden was du suchst?"Sie erhob sich wieder und kam zurück in den Vorraum, wo ihr der verweste Zombiegeruch wieder in die Nase stieg. Unwillkürlich verzog sie das Gesicht.
|
| 05.04.2003 19:38 | #63 |
| Kano |
Die Amazone kam wieder aus dem Zimmer, ein seltsames Funkeln in den Augen, was hatte die plötzlich. Wer weiß, was sie da gefunden hatte, aber andererseits wollte er es lieber gar nicht wissen.
"Ja, hab ich, hier siehst du? Die Kugel. Sie sieht genauso aus, wie die in deinem Badezimmer, ich hab sie neulich gesehen als ich da drin war. Sehr seltsam...ein Zufall, dass sie beide gleich sind? Und das je einer der beiden eine hatte?..."
Kano gab ihr die Kugel und ging dann zum Ausgang. Draußen dämmerte es bereits wieder, das war natürlich dumm. Wo sollten sie jetzt übernachten? Eine Höhle würde es kaum geben, in der näheren Umgebung und mitten im Wald..."Was meinst du, wo suchen wir Unterschlupf für die Nacht? Zurückgehen können wir nicht...wir müssen morgen in die andere Richtung weiter, südwärts. Irgendeinen Vorschlag?"
Er drehte sich wieder zu ihr um, einen fragenden Ausdruck im Gesicht...
|
| 05.04.2003 19:56 | #64 |
| Mykena |
"Wie? Weiter? Was suchst du denn noch alles.."
Mykena schaute sich unruhig um. Sie hatte nicht das geringste Bedürfnis hier in diesem Lager zu übernachten. Der Wolf zu ihren Füssen fiepte auch schon leise vor sich hin.
"Vielleicht sollten wir doch ein Stück zurück gehen, vielleicht findet sich dort ein Unterschlupf. Hier möchte ich jedenfalls nicht bleiben!"Bestimmt drehte sie sich zu Kano um und wartete auf seine Reaktion.
|
| 05.04.2003 23:25 | #65 |
| Kano |
"Zurück? Nein, auf keinen Fall...wir müssen morgen südwärts, da können wir jetzt nicht wieder nach Nordosten. Gehen wir halt ein Stück in die Richtung, wird sich schon was finden...hoffe ich."
Kano nahm seine Sachen und trat aus der Hütte, dunkel war es schon geworden, aber ein Stück würden sie schon noch gehen können."
"Also los.."
Er sah kurz zu Mykena und ihrem Wölfchen, dann schritt er los, die Beiden folgten. Ihr war anzusehen gewesen, dass ihr das nicht so recht gefiel, aber zurück gehen, dass war keine Alternative.
"Es ist recht waldig in dem Gebiet..."
Im Gehen drehte er sich zu der Königin.
"Vielleicht finden wir da was, die Chancen stehen nicht viel schlechter, als in der anderen Richtung...bis zu der Höhle von letzter Nacht würden wir kaum kommen. Also Kopf hoch, wird schon..."
Der Milizionär sah wieder nach vorn und zog den Einhänder, um sich gegen plötzlich auftauchendes Feindgetier erwehren zu können...
|
| 06.04.2003 12:13 | #66 |
| Kano |
......
Ein Knacken hallte durch den Wald, ließ Kano aufschrecken. Regungslos hockte er auf dem weichen Waldboden, angestrengt suchten seine Augen die Umgebung ab. Mykena schlief noch, Twix hatte es allerdings ebenfalls bemerkt und die Ohren aufgestellt. Die Amazone etwas anstoßend versuchte er sie zu wecken, was immer da war, es schien näher zu kommen. Wieder knackte ein Ast und ein leises Grunzen war zu hören, selbst das Wölfchen schien zu ahnen, dass das nichts Gutes verheißen konnte. Er drückte sich an den Boden und fiepte leise, dann wurde er still.
Auch Kano bewegte sich ein kleines Stück rückwärts, bis er direkt neben der Königin war, da ging er hinter einem Busch in Deckung.
"Ich fürchte, gleich haben wir ein mächtiges Problem...", flüsterte er der Wachwerdenden zu und hielt den Bogen bereit zum Schuss. Wenn das mal nicht....noch bevor er zu Ende denken konnte, bestätigte sich seine Befürchtung. Ein hässlicher großer grüner Körper trat hinter einem der uralten Bäume hervor, danach ein Zweiter und Dritter.
Keinen Mucks gab der Soldat mehr von sich, drei Orks, das war eindeutig zu viel für ihn. Mykena könnte einen Orks zwar sicherlich besiegen, aber ob sie auch mit zweien gleichzeitig klar käme? Er beschloss, es nicht drauf ankommen zu lassen und auszuharren, vielleicht wurden sie von der Patrouille
übersehen...vielleicht, denn plötzlich stoppte der Forderste und hob die Nase. Er schien etwas zu wittern, immer wieder sog er die Luft ein, die Richtung wechselt und sich umsehend. Mist!
Was jetzt, vielleicht den Überraschungseffekt nutzen, solange sie ihn noch hatten? Wegrennen? Hier im Wald, wo sie sich noch dazu nicht auskannten, kämen sie wohl nicht weit...Dann fiel Kanos Blick zufällig auf den Wolf...ein Versuch war es wert, vielleicht konnte er sie ablenken und weglocken...bisher fraß er sich ja nur durch, sollte er auch mal den Helden spielen.
Kano sah zu Mykena und nickte dann in Richtung Twix, hoffentlich verstand sie, was er vor hatte und konnte es dem Wolf auch beibringen...
|
| 06.04.2003 12:34 | #67 |
| Mykena |
Mykena war erwacht und saß nun regungslos auf ihrem Fell. Was war da los? Dass Gefahr im Verzug war spürte sie, Kano hockte regungslos neben ihr in der kleinen Waldmulde, der Wolf hatte sich dicht an den Untergrund gedrückt. Die Amazone reckte den Kopf in die Höhe und versuchte etwas zu erkennen. Sogleich duckte sie sich wieder. Verdammt, Orks. Ihr Blick traf den von Kano. Was nun? Drei Orks waren eindeutig zuviele. Einer davon schien noch ein höherer Krieger zu sein. Das machte die Sache gleich doppelt schwer. Sie hatten keine Chance, nicht wirklich. Obwohl...
Einer der Orks schien sie gewittert zu haben. Durch die Blätter des Busches konnte Mykena erkennen, wie er immer näher kam, seine beiden Gefährten dicht auf seinen Fersen. Die Amazone schickte ein Stoßgebet zu Donnra hinauf. Dann fiel ihr Blick auf den Wolf. Ihre einzige Hoffnung.
Während die Orks immer näher kamen, schob Mykena langsam den Wolf durch die Büsche. Twix schaute erstaunt auf. Was wollte seine Herrin da von ihm? Er konnte bereits den Gestank der Orks wittern, keine gute Note in seiner Schnauze.
Schließlich stand der Wolf direkt vor den Orks. Drohend bleckte er die Zähne und knurrte die drei Gestalten an. Dann setzte er sich in Bewegung und rannte davon.
Die Orks hatten den Wolf erspäht und unverständlich miteinander gegrunzt. Sie schauten dem Tier nach, dass sich in die gegenüberliegenden Büsche flüchtete, und schienen beruhigt. Nur ein dämlicher Wolf, langweilig. Gegessen hatten sie gerade, was also sollten sie schon mit dem Viech anfangen.
Grunzend setzten sie ihren Weg fort, bis sie schließlich im Gestrüpp verschwunden waren.
Mykena fiel ein faustdicker Stein vom Herzen.
|
| 06.04.2003 13:04 | #68 |
| Kano |
Kano ließ den Kopf auf den Boden sinken und entspannte den Körper...puh, das war knapp. Nicht auszudenken, was die Drei mit ihnen gemacht hätten, wären sie entdeckt worden.
"Nichts wie weg hier, dein Wolf wird uns schon finden..."
Sich noch ein letztes Mal versichernd, dass die Orks auch weg waren, sah sich der Soldat schnell um und richtete sich dann auf. Er klopfte sich den Schmutz von der Rüstung und half der Königin auf, dann ging es weiter südwärts, allzu weit war es sicher nicht mehr, laut Tagebuch war die Höhle maximal einen Tagesmarsch vom Moor entfernt. So weit, wie sie aber schon gegangen waren, in der letzten Nacht, war es längst nicht so viel...
Zügig, aber nunmehr noch wachsamer, kämpften sich die Beiden durchs Unterholz, sicher war hier seit dem Templertrupp damals keiner mehr lang gekommen. Es war dicht gewachsen und immer wieder mal musste sich der Soldat den Weg mit dem Schwert frei schlagen.
"Wenn wir da sind, wird es erst noch richtig ungemütlich fürchte ich...zwar wurde die Höhle damals gesäubert, aber vermutlich gibt es inzwischen wieder irgendwas, was darin haust. Ich hoffe, du hast nichts gegen einen rasenden Puls, was? Wird sehr wahrscheinlich dazu kommen..."
Er grinste kurz und machte dann weiter, während sich die Sonne so langsam ihrem höchsten Punkt näherte...
|
| 06.04.2003 20:02 | #69 |
| Mykena |
"Hey, du machst einem ja richtig Mut", nörgelte die Amazone. Ihre Füsse taten weh und überhaupt sehnte sie sich nach einem frischen warmen Bad. Aber hier gab es ja weit und breit keine heißen Quellen oder feuergewärmte Badezuber. Mit genervtem Gesichtsausdruck dackelte sie hinter dem Milizen her, der abenteuerlustig schon einige Schritte voraus war.
"So ein Draufgänger...", murmelte sie kaum hörbar dem Wolf zu, der brav neben ihr hertapste. Das Tier schaute auf und warf ihr einen zustimmenden Blick zu. Wenn es nach ihm ginge würde er jetzt auch schon wieder faul in ihrem Bett liegen und dösen...
Mykena stapfte weiter durch das Unterholz.
"Sag mal was springt denn da jetzt überhaupt noch für mich raus? Ich weiß ja nicht mal was wir da unten in den Mooren suchen...", rief sie wieder laut nach vorn.
|
| 06.04.2003 20:03 | #70 |
| Kano |
Der Wald lichtete sich etwas und das Gehen wurde einfacher. Wie im Buch beschrieben, sie waren also kurz....Kano hielt inne, wenige Meter vor ihm tat sich eine dunkle Öffnung auf. Das musste die Höhle sein. Der Eingang war kaum verwachsen, kein gutes Zeichen, ob ihn jemand frei gehalten hatte? Das roch nach Ärger...
"Da sind wir...also los...gehen wir rein..."
Der Soldat blickte nochmal zurück, Wölfchen war inzwischen noch nicht wieder da, was brauchte der so lange...Aber was sollt's, da drinnen würde er vielleicht bald andere Sorgen haben...
Das Schwert in der Rechten und den Bogen umgehängt, ging der Milizionär voran. Den Eingang passierend entfachte er eine Fackel, schon nach wenigen Schritten wurde es die einzige Lichtquelle. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in Kanos Körper aus, am Liebsten würde er umkehren, aber dann würde er es bald bereuen, nicht versucht zu haben, dieses Mysterium zu lüften, welches das Schwert umgab. Und selbst wenn er hier den Tod finden sollte, er war eine Abenteurernatur und er musste es wissen...
Von fern hallten seltsame Geräusche heran, nicht genau definierbar, vielleicht Stimmen, vielleicht Gegrunze, vielleicht auch irgendwelche Tätigkeiten. Es würde sich zeigen, bald hatte Kano die Quelle des Lärms erreicht, die Amazone noch immer hinter ihm...
|
| 07.04.2003 14:19 | #71 |
| Kano |
Modrige Luft erfüllte den Tunnel, mit zunehmender Tiefe wurde es nicht nur kühler, sondern auch stickiger. Das Atmen wurde zu einer Tortur, was immer da vor ihnen lag, es war schwer am verrotten.
„Du hättest wirklich deine Duftessenzen mitnehmen sollen...“, raunte der Soldat Mykena zu.
Dann aber blieb er abrupt stehen. Das Ende des Ganges war in Sicht, vielleicht war es nur das Flackern der Flammen im Wind, vielleicht aber auch die Schatten mehr oder weniger freundlicher Zeitgenossen. Kano wusste es nicht, aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass es nicht die einfacherer Möglichkeit sein würde.
Ein kurzer Blick zur Königin, dann nahm er den Bogen zur Hand und schritt langsam weiter. Deutlich war zu spüren, dass der Boden feuchter wurde und einige Male war der Soldat einem Ausrutschen recht nahe....jetzt ein falscher Schritt und sie würden sich verraten. Die undeutlichen Geräusche wurden langsam klarer, Stimmen und reges Treiben. Etwas, was der Milizionär nun gar nicht erwartet hätte, fernab der besiedelten Regionen...
„Ey Pete, seie vorsichtig damite, das Zeug iste ein Vermögen wert!“„Lass mich in Ruhe, Carlo, iche mach schone nichts kapuud, eh?!“„Öh, wollt ihr wohl Schnauze hollten, olle Beide!“
„Si Arkan, scusi...“
„Wase regste du dich so auf, eh?“
„Öh, Schnauze hab ich gsogt! Sonst setzts wos!“
„Eie, binne ja schon still...“
„No also! Lädst du auf jetzt, orber hopp! Schaust die anderen, halten Maul und machen.“
Dann war nur noch das Arbeiten zu hören. Kano sah seine Gefährtin mit einem fragenden Blick an, aber die schien ebenso wenig wie er zu verstehen, was das sollte. So leise wie möglich gingen sie also weiter zum Ende des Tunnels hin, bis sich der Hohlraum vor ihnen abzeichnete. Er war nicht wirklich sehr groß, zehn mal zwanzig Meter schätzte Kano. Aber hielten sich da doch sieben oder acht Männer auf, die irgendwas auf Holzkarren verluden. Plünderer? Schnell waren die Drei ausgemacht, die sich wohl kurz zuvor gestritten hatten, ein etwas untersetzter Kerl, ein Abgemagerter und ein großgewachsener Muskelberg...zweifelsohne dieser Arkan, der sich vor ein paar Minuten gegenüber den anderen behauptet hatte...
„Was jetzt?“, flüsterte der Soldat der Amazone zu und sah kurz zu ihr.„Umkehren nicht, oder? Die sind ein paar mehr...aber die schaffen wir doch, oder nicht?
Ich muss wissen, was hier unten ist...aber allein kann ich dann doch nicht so viel machen...es liegt also an dir. Aber sieh es so, es gibt doch sicher auch für dich etwas zu holen...Und du hättest was gut bei mir.“
|
| 07.04.2003 16:29 | #72 |
| Mykena |
Mykena warf einen Blick zu den Männern und dann wieder zu Kano. "Ich werd dich dran erinnern...", raunte sie ihm zu und zog ihr Schwert etwas hervor, sodass sie es sofort griffbereit hatte.
"Schleich dich hinten rum, ich werd die derweil ablenken."
Mykena zwinkerte dem verdutzten Milizen zu.
"Na auf, was guckst du so? Geh schonmal los."
Sie grinste.
Mykena rückte ihre Rüstung noch ein Stück zurecht, dann trat sie ohne ein weiteres Wort hinter dem Felsen hervor.
"Guten Tag die Herren!"
Mit einem leichten Lächeln stellte sie sich vor die Banditen und erfreute sich an ihren überraschten Gesichtern. Besucher hatten sie wohl nicht erwartet, schon gar nicht eine Frau. Mykena stand ja auch vorteilhaft da, ihre Rüstung zeigte genug Haut um die Männer im Bann zu halten, damit Kano sich von hinten anschleichen konnte.
"Ich bin ganz zufällig hier vorbeigekommen und hab die Stimmen gehört. Freut mich ja richtig dass es in dieser Einöde noch mehr Menschen gibt."Hoffentlich nahmen sie ihr das naive Getue ab. Bisher jedenfalls schienen sie noch sprachlos. Kano sollte sich mal eilen...
|
| 07.04.2003 18:10 | #73 |
| Kano |
Kano sah ihr nach, Ideen hatte die Frau...
Aber er musste diesen Moment nutzen, solange er anhielt, diese Kerle würden sich ordentlich abgelenkt sein. Den Bogen schussbereit schob er sich an der Wand entlang, verborgen durch Schatten und Fels.
"Ey Carlo, sieh dire das ane, boah!"
"Maama miia! Hey Arkan, wire habene Besuch."
"Hältst du Maul. Pete, was guckst du?! Lädst du ein!
Na Frau, verlaufen? Suchst du Mann, brauchst du Arkan!"
"Ey Arkan, eheh, geh ran, Tiger."
"Hältst du Maul! Lädst du weiter!
Also, Frau, kommst du mit!"
Während er dem Gespräch mit einem Schmunzeln zugehört hatte, war es Kano gelungen, sich um die Schurken herumzubewegen. Hinter ihnen platziert, hockte er sich hinter einen kleinen Felsbrocken, steckte das Schwert neben sich in den sandigen Boden und legte den Bogen an. Ruhig hielt er den Pfeil abwechselnd auf einen der Drei, die scheinbar die Anführer waren. Dummerweise stellte sich der verdammte oberste Anführer so schräg vor Mykena, dass Kano sie treffen würde, sollte sich der Kerl unvermittelt bewegen.
Vielleicht konnte er den zweiten Schuss auf diesen platzieren. Der Schütze entschied sich also für den etwas Dicklichen, langsam schwenkte er den Bogen wieder zu diesem hin, zielte kurz und ließ los. Der Pfeil zischte durch den Hohlraum, der das Pfeifen noch etwas verstärkte. Dann brach es in einem knackend schleifenden Geräusch ab, als sich das Geschoss in Carlos Hals schob. Panisch gurgelnd sank der Bandit auf die Knie und kippte schließlich nach vorn um. Alle anderen sahen zu dem Gefallen und starrten auf dessen leblosen Körper, Kano legte einen zweiten Pfeil an. Jetzt lag es an Mykena, sich in eine etwas sichere Position zu bringen...
|
| 07.04.2003 18:44 | #74 |
| Mykena |
Mykena hatte dem Gespräch etwas abwesend gelauscht und dafür Kano umso intensiver im Augenwinkel beobachtet. Hoffentlich beeilte der sich mal, das Gelaber war ja wirklich unerträglich. Sie hatte so richtig Lust ihr Schwert zu schwingen...
Dann endlich hatte Kano eine gute Position eingenommen und einen Schuss losgelassen. Die 7 übrigen Banditen drehten sich ruckartig herum um den Angreifer auszumachen. Keiner mehr achtete auf die Frau. Mykena zog schnell ihren Einhänder und stieß dem vorlauten Arkan von hinten durch die Brust. Der Kerl brüllte auf und fiel leblos zu Boden. Sogleich drehten sich die Männer wieder zu der Amazone um.
"Na, euer Freund scheint ja eher ein gefallener Tiger zu sein. Macht ja schnell schlapp die Lusche!"
Mykena grinste böse, das Schwert immer noch im Anschlag. Auch die Banditen hatten inzwischen ihre Waffen gezogen, Knüppel, Dolche, Messer und kleinere Schwerter.
"Na kommt schon, ihr werdet doch nicht etwa vor einer Frau Angst haben, oder?"Darauf mußten sie anspringen. Und wie erwartet verfinsterten sich die Mienen der Kerle. Mykena ging unauffällig ein Stück zur Seite, sodass Kano eine freie Schussbahn hatte.
|
| 07.04.2003 19:03 | #75 |
| Kano |
Schon sprang der Erste los, Sekundenbruchteile später schlug der zweite Pfeil in seinen Brustkorb. Den Mann warf es nach vorn um und er landete vor Mykenas Füssen im Dreck. Die Banditen teilten sich auf, drei stürzten sich auf die vorlaute Amazone, Zwei stürmten auf den Schützen zu. Eilig zog Kano einen dritten Pfeil aus dem Köcher, legte an und schoss den Pfeil auf den direkt vor ihm Auftauchenden. Das Geschoss grub sich durch die Wucht und der geringen Entfernung soweit durch den Körper, dass er erst zum Stehen kam, als die Spitze bereits wieder aus dem Rücken ragte.
Sein Gefährte kam allerdings schon kurz darauf angesprungen und holte zum Schlag aus. Kano riss das Schwert neben ihm nach oben und blockte den Hieb notdürftig ab. Die Wucht des Schlages konnte er gerade so zur Seite ablenken, dann wich er nach hinten aus und richtete sich auf. Schon setzte sein Kontrahent nach, diesmal allerdings parierte der Schwertmeister besser und konterte mit einem seitlichen Hieb. Hart prallten die Klingen aufeinander, wieder und wieder.
Der Bandit holte erneut zum Schlag aus, hob die Klinge über den Kopf und wollte sie gerade niederrasen lassen, da machte der Milizionär einen Satz nach vorn und blockte den Schlag ab bevor er sich entfalten konnte. Noch im gleichen Moment zog er seinen Dolch und rammte ihn dem Räuber in den Bauch. Der Hass in dessen Augen wandelte sich in Todesangst, die bald darauf durch einen leeren Ausdruck verdrängt wurde. Dann sank der blutende Körper langsam an Kano herab und kippte dann auf den sandigen Boden, in welchem das Blut schnell versickerte.
Der Soldat wischte die Waffe ab und sah zu Mykena, ob diese eventuell Hilfe brauchte...
|
| 07.04.2003 19:41 | #76 |
| Mykena |
Mykena hatte sich gezwungenermaßen den anderen drei Banditen angenommen. NIcht leicht, drei Männer auf einmal in Schach zu halten. Schon spürte sie einen Schmerz an ihrem linken Unterarm, einer der Kerle hatte sie doch tatsächlich mit seinem Messer erwischt. Zum Dank rammte sie ihm ihr Schwert in den Magen und die Sache hatte sich erledigt.
Bliebennoch zwei übrig. Hektisch schaute Mykena von einem zum anderen. Schnell wich sie dem Schwerthieb links aus und trat dann mit dem rechten Fuß gegen den anderen Banditen. Sogleich machte sie eine Drehung und hatte den zweiten Mann erwischt. Dummerweise nutzte der dritte in der Zwischenzeit ihre Ablenkung und rammte ihr unsanft seinen Dolch in die Schulter. Mykena schrie auf. So ein Mist. Sie spürte bereits das Blut. Mit aller Kraft schaffte sie es noch, dem Angreifer den Dolch aus der Hand zu schleudern. Doch der Kerl begann nun, mit Fäusten und Tritten auf sie einzuschlagen. Die Amazone versuchte sich vergeblich zu wehren, aber die Schulter schmerzte immer mehr und ihr wurde bereits schummrig vor Augen...
|
| 07.04.2003 21:43 | #77 |
| Kano |
...Kano hatte gerade seinen Bogen aufgenommen, als die Amazone verletzt zu Boden sank und sich den Hieben des Banditen ausgesetzt sah. Der Schütze griff sich einen Pfeil aus seinem Köcher, legte ihn an die Sehne und zielte kurz auf den letzten Gegner. Der Pfeil schwirrte davon, zischte durch die Höhle. Nur Sekundenbruchteile später ruckte der Kopf des Halunken zu Seite weg, untermalt von einem Knacken. Augenblicklich stürzte der schocktote Körper zu Seite um und schlug dumpf auf dem Felsboden auf.
Der Milizionär rannte zu Mykena und hockte sich neben sie, eine Stichwunde in der Schulter und ein paar Prellungen von den Schlägen. Auch der Unterarm war verletzt, allerdings nur leicht.
„Nicht falsch verstehen, aber ich brauch dein Fläschchen…“
Kano zögerte kurz, dann suchte er an der Königin nach der heilenden Essenz, die sie mitgenommen hatte. Irgendwo musste das doch sein. Kurz bevor er hätte anfangen müssen, in der Rüstung zu suchen, fand er es jedoch und hob Mykenas Kopf etwas an und legte ihn auf seinem Bein ab.
„Hier, trink davon, es hat mir geholfen, es wird auch dir helfen.“
Vorsichtig, dass sie sich nicht verschluckte, gab er der Amazone etwas davon zu trinken und löste dann die Rüstung an der Schulter etwas, um die Wunde besser sehen zu können. Es blutete ziemlich und sie schien einiges verloren zu haben. Schnell riss er sich etwas Stoff vom Hemd unter seiner Rüstung hervor und legte der Kriegerin einen provisorischen Verband an, wie er es bei der Armee gelernt hatte. Das Meiste würde allerdings dennoch die Essenz machen müssen, konnte man nur hoffen, dass es noch nicht zu spät war, ihr Puls war schwach geworden und die Atmung flach…
|
| 08.04.2003 00:08 | #78 |
| Superluemmel |
Ein langgezogenes Heulen begrüßte das traurige Gesicht des Vollmondes, als er sich hinter den dunklen Wolkenfetzen hervorschob.
Blass schimmerte die Geröllhalde nahe den hoch aufragenden Gipfeln des Kranzes aus Gebirgskämmen, die das Minental einschlossen. Es kam nicht oft vor, dass dieser Teil des Landes Besucher empfing.
Und die wenigsten von diesen ohnehin schon spärlich vertretenen, ruhelosen Wanderern bewegten sich auf zwei Beinen fort. Wenn ein Schatten auf dieses Meer aus Steinen warf, dann waren es meist Bluthunde oder andere Jäger auf der Jagd nach Beute.
Menschen waren eine Rarität in diesen hochgelegenen Gefilden.Hier oben gab es nichts, was für die Zweibeiner von Interesse wäre. Dennoch konnte es keinen Zweifel geben, dass es ein Mensch war, der sich sicheren Schrittes über das tückische Geröll bewegte. Es war kaum mehr als ein dunkler Schemen zu erkennen, ein schwarzer Fleck der mit dem Schatten der vorbeiziehenden Wolken zu verschmelzen schien.
Und doch war seine Anwesenheit nicht zu leugnen.
Fast völlig lautlos setzten seine von vielen Meilen und noch mehr Kämpfen gezeichneten Stiefel auf dem losen Schotter auf. Mehr als ein leises Knirschen war nicht zu vernehmen. Es war die Nacht selbst, die sich in Form der düsteren Gestalt in die Steinwüste hinausschob.
Ja, er hatte gewonnen.
Allerdings war Frost nicht stolz auf sich. Früher hatte es einmal eine Zeit gegeben, in der ihn die Siege mit Genugtuung erfüllt hatten. Inzwischen konnten sie die Leere in seinem Herzen nicht mehr vertreiben. Es war ein Kampf gewesen.
Nicht mehr.
Nicht weniger.
Er war ein Krieger. Kämpfe gehörten zu seinem Leben wie das tägliche Brot. Sowie die Gewissheit, eines Tages zu sterben. Sei es in einem Kampf oder auf dem Sterbebett.
Machte es einen Unterschied?
Wohl kaum.
Vor Jahrzehnten hatte sich Frost für diesen Weg entschieden. Sich jetzt noch zu ändern glich einer Utopie. Einmal auf diesem Pfad gewandelt, gab es kein Zurück mehr. Er konnte nur noch weitergehen.
Was ihm blieb, war die Entscheidung wofür er kämpfte.
Das Denken, für eine edle Sache, für den König und das Wohl des Volkes in die Schlacht zu ziehen, hatte Frost schon lange abgelegt.
Diese Gedanken überließ er den Narren und den Priestern.
Sollten sie doch für ein höheres Ziel sterben. Für Frost waren es verschwendete Leben. Was brachte es, für etwas zu sterben, wenn man von dem Erreichten nichts mehr mitbekam, weil man als zerfetzter Kadaver auf dem "Feld der Ehre" lag und als Mahl für die Raben diente?
Nein, diese Mentalität war mitsamt seinem alten Leben gestorben.Seitdem er auf sich alleine gestellt war, galt nur noch das eigene Überleben. Redete er sich zumindest ein.
Wie jeder andere Mensch hatte auch er selbst seine Fehler. Einer seiner größten war sein Leichtsinn. Manche mochten es als selbstlos bezeichnen. In Wirklichkeit steckte sicherlich mehr dahinter. Niemand opferte einfach so sein Leben für andere. Dazu gehörte mehr.
Doch war es oftmals nicht leicht, in einer kritischen Situation nur nach dem eigenem Kopf zu handeln.
Der Alte hatte Recht gehabt.
Frost handelte wirklich zu sehr nach seinen Instinkten.
Ansonsten hätte er es wohl kaum geschafft, sich drei Mal umzubringen.In letzter Zeit hatte der Waffenmeister viel nachgedacht. Wenn er so weitermachte, würde er früher oder später untergehen. Mit jedem Schritt kam er dem Abgrund näher.
Deshalb hatte er sich entschlossen, dem Greis gegenüberzutreten.Sein Weg würde ihn über das Gebirge bis nach Drakia führen. Dort konnte er seine Überfahrt nach Gorthar sowie den Aufstieg in die eisige Umklammerung des Gletschers planen.
Doch dazu musste er zuerst diesen widerspenstigen Felsrücken überqueren. Um einer Entdeckung durch die unzähligen Orkpatrouillen zu entgehen, hatte sich Frost dazu entschlossen, abseits des Passes das Gebirge zu überqueren. Dieser Weg war zwar um ein Vielfaches kräftezehrender, jedoch auch sicherer. Zumindest, was die Orks anging.
Ein leiser Fluch entfloh Frosts Kehle, als sich ein einzelner Stein löste und klackend in der Dunkelheit unter ihm verschwand. Im nächsten Augenblick bemerkte er, dass er selbst auf einer massiven Steinplatte stand.
Noch während sein Gehirn den Gedanken vollends verarbeitete, glitt bereits der Eisbrecher lautlos zwischen Frosts Fingern hindurch ins Freie. Auf ein Knie herabgesunken beobachtete Frost die Umgebung.
Erneut suchte sich ein Steinchen seinen Weg über das Geröll in die Tiefe. Der Wolkenvorhang lichtete sich für wenige Herzschläge und entließ das blasse Mondlicht hinaus in die Nacht.
Im fahlen Schein des Wolfsaltar zeichneten sich schwach die Umrisse mehrerer Gestalten ab. Für Orks waren sie zu schmächtig. Es musste sich also um Menschen handeln. Ihre Rücken waren seltsam gekrümmt, als ob sie eine schwere Last tragen müssten. Leblos hingen ihre Arme an den Körpern herab.
Man musste kein Hellseher sein, um zu bemerken, dass hier etwas nicht stimmte.
|
| 08.04.2003 19:28 | #79 |
| Mykena |
Mykena war immer noch schummrig vor Augen. Sie mußte geschlafen haben oder zumindest gedöst. Sie konnte sich an nichts mehr erinnern. Das letzte was sie wußte, war der Kampf mit den Banditen. Dann war es schwarz vor ihren Augen geworden. Vielleicht war sie zwischendurch nochmal kurz aufgewacht, aber das hatte sie kaum mitbekommen. Sie glaubte sich nur noch schwach daran zu erinnern, dass ihr eine Flüssigkeit eingeflöst worden war, seitdem war alles dunkel.
Nun blinzelte die Amazone wieder. Sie versuchte sich halb aufzurichten, zuckte dann aber vor Schmerz auf.
"Autsch! Hmm, wo bin ich hier?"
Sie rieb sich den Kopf und befühlte ihre Schulter. Irgendwas schien mit ihr nicht in Ordnung zu sein. Sie lag irgendwo im Wald, überall Farn und Moos um sie herum. Und direkt vor ihr blickte sie in zwei besorgte blaue Augen."Was ist passiert?", fragte sie Kano weiter.
|
| 08.04.2003 19:45 | #80 |
| Kano |
"Na verehrte Königin, wieder unter den Lebenden?"
Kano hockte neben der Amazone und sah zu der Verletzten hinab. Nachdem die Halunken besiegt waren und der Schütze seiner Begleiterin ein paar Schlücke des Tranks gegeben hatte, war sie ohnmächtig geworden. Der Soldat hatte sie noch in ihre Fell gehüllt, dass ihr Körper nicht auskühlte, dann hatte er sich daran gemacht, sich in der Höhle umzusehen.
Die Banditen hatten einiges zusammengeholt, ein paar Kelche, Leuchter und andere wertvolle Stücke. Aber mehr noch hatte den Schützen das Buch interessiert, welches er auf einem steinernen Altar gefunden hatte. Es war alt und dick, versehen mit alten Ornamenten. Sicher würde er darin Antworten finden, den Buchdeckel zierte immerhin das Abbild eines Dämonen, laut den Zeichnungen Thorins, des Dämons, der einst die Klinge geführt hatte.
Aber das zu lesen war für später bestimmt, erstmal musste die Kriegerin versorgt werden. Nachdem die Nacht überstanden war, hatte sie der Milizionär hinauf in den Wald getragen, in der Höhle war es zunehmend stickiger geworden und die Leichen hätten sich auch bald angefangen, unangenehm zu dampfen...
"Bleib ruhig liegen, du bist verletzt worden und hast einiges an Blut verloren...Aber Respekt, du hast dich gut geschlagen da unten. Es braucht nur ein wenig, bis du wieder richtig einsatzfähig bist, also schone dich lieber, dann geht es schneller. Hier, trink etwas."
Kano hob vorsichtig ihren Kopf und hielt die Wasserflasche an den Mund."Aber nicht zu hastig...es ist genug da."
|
| 08.04.2003 20:48 | #81 |
| Mykena |
Mykena trank eilig und schob das Wasser dann wieder zur Seite. "Aaah, danke. Geht schon. Eine Amazone spürt keinen Schmerz, wir müssen weiter und außerdem will ich endlich zurück ins Lager."
Sie erhob sich langsam und unter Zähneknirschen, dann stützte sie sich auf ihren Speer und schaute sich um. Sie waren mitten im Wald, irgendwo am Ende der Welt."Hast du wenigstens gefunden was du gesucht hattest? Gab es noch andere Dinge zu holen bei den Banditen? Die haben doch sicher keine wertlosen Sachen geschmuggelt."
Die Amazone reckte sich leicht dass die Knochen knackten. Gleichzeitig verspürte sie jedoch wieder ihre Schulter und unterdrückte einen Schmerzensschrei. Twix kam an und leckte ihr mitleidig die Hand.
Mykena lächelte.
"Ja mein Süsser, bin schon wieder wohlauf. Brauchst dich nicht zu sorgen. Jetzt gehts heim, jetzt kann uns nichts mehr aufhalten. Oder?"
Ihr Kopf drehte sich zu Kano.
|
| 08.04.2003 20:58 | #82 |
| Kano |
Dieser zuckte mit den Schultern und nahm seine Ausrüstung auf...und die der Amazone, die sie nun nicht mehr tragen konnte.
"Bist du sicher das es geht?"
Kano konnte ihr die Schmerzen ansehen, aber sie riss sich zu sehr zusammen, als dass er ihr den Stolz jetzt nehmen würde. Der Milizionär ging zu ihr und stützte sie etwas ab, ob sie nun wollte oder nicht. Doch bevor es losging hielt er ihr noch die geschlossene Hand entgegen. Langsam drehte sich der Handrücken nach unten und die Faust öffnete sich.
"Das hier hab ich noch gefunden."
Unter den Fingern erschien eine Kette aus reinem Gold, verziert mit einem Anhänger, einem Robin so strahlend rot wie die untergehende Sonne, welche sich gerade hinter Horizont schob...
"Ich denke, das ist eher etwas für dich, oder? Das Mindeste, was ich dir für deine Hilfe geben kann...Außerdem steht es dir besser als mir, auch wenn es nur ein Tropfen im Meer deiner Schö..."
Er hielt inne und sah sie an, schaute dann aber schnell verlegen weg...
|
| 08.04.2003 21:49 | #83 |
| Mykena |
Mykenas Augen leuchteten erfreut auf. Die Kette funkelte sie rubinrot an, als wolle sie ihr sagen 'komm, leg mich an'. Irgendwas Geheimnisvolles umgab den Stein. Sein Leuchten war nicht nur einfach rot, es war blutrot. Als hätte es eine besondere Aura, irgendeine uralte Wirkung, die es noch zu entdecken galt. Sie würde die Hohepriesterin mal fragen, wenn sie zurück im Lager war. Vielleicht hatte es magische Kräfte, wer weiß.
"Oh, es ist wunderschön", Mykena strahlte förmlich. Selten hatte ihr jemand etwas geschenkt, und nun dieses funkelnde, leuchtende Schmuckstück. Unvermittelt zog sie Kano an sich und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
"Danke!"
Sie strahlte immer noch und ließ sich weiter vorwärtsziehen, zurück zum Fjord, wo ihr Boot lag.
|
| 08.04.2003 22:12 | #84 |
| Superluemmel |
Der Wind trug ein Stöhnen über die Felsen.
Eine der Gestalten wuchtete ihr Bein nach vorne und stakste ein paar Schritte nach vorne. Ihre Bewegungen kamen nur schleppend und wurden von einem leisen Schlurfen begleitet. Das zweite Bein der Gestalt wurde wie ein Sandsack hinterhergeschleift.
Wankend blieb sie stehen. Die Kinnlade hing kraftlos herunter, die Arme baumelten von einer Seite zur anderen. Wieder dieses schlurfende Geräusch.Gespannt wartete Frost weiter ab. Sein Atem ging flach, er selbst war zu einem reglosen, schwarzen Fleck mutiert. Jeder Atemzug wurde genau kontrolliert. Selbst eine noch so schwache Atemwolke konnte ihn verraten.
Schwaches Mondlicht spähte durch die Wolken hindurch und verwandelte das Geröllfeld in eine Wüste aus blassen Grautönen. Ruckhaft drehte sich eine der Gestalten zu Frost herum.
Dabei schob sie ihren aschfahlen, kahlen Schädel ins Licht. Und entblößte ein klaffendes Loch in ihrem Gesicht. Pergamentartige Hautfetzen hingen von den Rändern der Wunde herab, gewährten einen unappetitlichen Einblich auf das Innenleben des Kopfes. Glanzlose, gebrochene Augen starrten an dem Waffenmeister vorbei in die Unendlichkeit.
Frost schluckte krampfhaft.
Untote.
Als der Wind erneut auffrischte, konnte der Krieger auch den faulig süßlichen Gestank von verwesendem Fleisch riechen. Angewidert rümpfte er die Nase. Verdammte Kreaturen Beliars....
Allein schon der Anblick der halb verwesten Gesichter sorgte für Übelkeit. Frost hatte schon mit angesehen, wie gestandene Krieger angesichts einer Horde von Untoten in wilder Panik das Weite suchten.
Selbst ihm lief jedes Mal ein eisiger Schauer den Rücken hinunter, wenn er gegen diese Kreaturen des Todes antrat.
Momentan konnte er sechs der schwerfälligen Untoten ausmachen. Doch wer wusste schon, was sich hinter dem Schleier der Dunkelheit verbergen mochte....
|
| 08.04.2003 22:14 | #85 |
| Kano |
Völlig überwältigt hatte sich Kano küssen lassen und nicht im Geringsten gewehrt.
Allerdings machte es ihn umso verlegener...weshalb er dann auch mit der Amazone aufbrach. Er wollte mindestens am Boot sein, wenn es so richtig dunkel wurde. Es war ein recht beschwerlicher Weg, die Kriegerin stützen und die Ausrüstung tragen...aber was sollt's.
Längst war die Sonne untergegangen und Millionen und Abermillionen Sterne bedeckten den Himmel, als die Beiden und der Wolf das Boot erreichten. Vorsichtig hob der Soldat seine Begleiterhin ins Boot und schob Wölfchen hinterher. Auch die Ausrüstung lud er in das Wasserfahrzeug und schob es schließlich vom Ufer weg, sprang hinein und setzte sich auf die Ruderbank, wie immer...
Platschend tauchten die Ruder ins Wasser und trieben das Boot durch kräftige Züge voran. Diesmal hatte er die Königin am Heck platziert, dass der Bug nicht wieder so tief hing...außerdem konnte er sie so ansehen...
In gewisser Weise machte er sich Vorwürfe, sie mitgenommen zu haben, jetzt, wo sie verletzt war. Aber andererseits war sie eine gute Freundin und einer der wenigen Menschen, die er wirklich mochte, in dieser rauhen Welt...
|
| 09.04.2003 20:12 | #86 |
| Superluemmel |
Das Klacken eines losen Steins hallte durch die Nacht.
Noch bevor er ein weiteres Mal aufschlagen konnte, schnellte bereits ein Schatten über das unsichere Terrain. Sirrend zerschnitt ein silberner Schemen die kühle Luft, traf schmatzend auf fauliges Fleisch und bahnte sich unbarmherzig seinen Weg durch Knochen und Muskelfasern.
In einer stinkenden Wolke aus Körpersäften kam der Eisbrecher ins Freie, beschrieb einen perfekten Halbkreis und durchstach die Stirn eines weiteren Untoten.
Diese gesamte Gegend war verseucht von diesen Bestien!
Frost wusste nicht, wie es die beiden Zombies geschafft hatten, sich bis auf so wenige Schritt an ihn heranzuschleichen. Vielleicht hatte sie einfach Glück gehabt und ihre steifen Glieder unbewusst über sicheren Boden gelenkt. Oder... nein, das war unmöglich.
Ein kräftiger Ruck befreite die Ironiaklinge aus dem Kopf des zusammensackenden Zombies. Im selben Moment knickten die Beine des Kriegers ein, nur um ihn kurz darauf kraftvoll vom Boden in die Luft zu katapultieren.
Ein blitzschneller Salto in der Luft, begleitet von dem tödlichen Zucken von Stahl.
Stöhnend kippte ein weiterer Untoter zu Boden, seine Brust durch einen kraftvollen Hieb gespalten. In der Zwischenzeit waren noch mehr Zombies aus ihren düsteren Verstecken getreten und kamen mit stockenden Schritten auf den knieenden Waffenmeister zu.
Diese Kreaturen waren extremst träge und stellten für einen erfahrenen Kämpfer kaum eine Gefahr dar.
Zumindest, solange sie ihn nicht erwischten.
In den von Maden zerfressenen Armen lagen übermenschliche Kräfte verborgen, genug, um einem Mann mit einem einzigen Schlag die Rippen zu brechen. Und in dem halb zerfallenen Fleisch lauerten noch weitere Gefahren.
Krankheiten, entstanden durch die fortschreitende Verwesung der untoten Körper. So mancher tapfere Kämpfer entkam einem Kampf mit Zombies, nur um wenig später von einer mörderischen Seuche dahingerafft zu werden.
Alleine waren die langsamen Monster wenig gefährlich.
Wenn sie jedoch wie jetzt zu Dutzenden angriffen, stellten sie eine mehr als ernst zu nehmende Gefahr dar.
|
| 09.04.2003 23:19 | #87 |
| Superluemmel |
"Zurück zu Beliar, unheiliges Gezücht!"
Der Eisbrecher zuckte zornig nach auf einen der wandelnden Kadaver zu, schnitt schmatzend durch das tote Fleisch und hinterließ auf seinem Weg eine Schneise der Verwüstung.
Keuchend taumelte einer Zombies nach vorne, schwang gleichzeitig seinen Arm wie eine Keule nach Frosts Gesicht.
Zischend zerteilte das faulende Fleisch die Luft über Frosts Kopf, als sich der Waffenmeister rechtzeitig wegduckte.
Einen Augenblick später explodierte die lückenhafte Formation der Untoten in einem Schauer aus Leichenteilen. Die Langsamkeit der zu unheiligem Leben erwachten Leichname ausnutzend, schlängelte sich Frost zwischen den Gegnern hindurch und ließ seine Klinge frei fahren.
Die mehrfach gehärtete Klinge holte eine blutige Ernte ein. Knochen splitterten unter ihrem Aufprall wie morsches Holz. Sehnen wie Muskeln wurden gleichermaßen durchtrennt, ohne die Schneide sonderlich zu bremsen.
Doch so viele Zombies er auch endgültig zur Ruhe schickte, die Dunkelheit spie immer weitere aus. Ein wütender, beidhändig geführter Hieb schleuderte zwei der Modersäcke zu Boden und verschaffte Frost etwas Luft.
Die Zombies näherten sich in einem beständig enger werdenden Halbkreis. Nur zum Hang hin hatte der Waffenmeister noch etwas Freiraum.
Das Schwert fest umklammernd wich er vorsichtig vor der anrückenden Horde zurück. Ein Geräusch zu seiner Linken ließ Frosts Kopf herumrucken. Polternd purzelten einige Steine zur Seite und suchten sich ihren Weg den Hang hinab. Dann schoss eine von faltiger Haut überzogene Hand unter dem Geröll hervor und suchte sich festen Halt.
Kurz darauf fand eine zweite ihren Weg ins Freie. Auch an anderen Stellen des Geröllfeldes begannen sich kleine Hügel im Schutt zu bilden, weitere Zombies kämpften sich aus ihrem Grab frei.
Frost fluchte lauthals.
Das war keine Schutthalde, das war ein verdammter Friedhof!
Knackend brach der Schädelknochen eines Untoten unter Frosts Stiefelabsatz. So schnell es die im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Boden schießenden Zombies zuließen, hackte sich der Gildenlose einen Weg vom Haupttrupp der Toten fort den Hang hinauf.
Sein Herzschlag schoss in astronomische Höhen, als er herumfuhr und die Zombies erstmals in ihrer vollen Zahl erblickte.
Bei den Göttern, das waren mehrere Dutzend.
Und es wurden beständig mehr.
Eine kleine Armee gegen einen einzelnen Mann. Allein die bloße Zahl der Untoten war erdrückend. Selbst optimistisch betrachtet, standen Frosts Chancen diesen Kampf zu überleben denkbar schlecht.
|
| 12.04.2003 01:00 | #88 |
| Superluemmel |
Schmatzend bahnte sich der Eisbrecher seinen Weg durch untotes Gewebe, bis er inmitten eines Knochenschauers den Brustkorb des Zombies verließ.Die Schatten verschwammen für einen Augenblick, als Frost blitzschnell herumwirbelte. Ein vorschnellender Arm verschwand haltlos in der Dunkelheit und klatschte entfernt auf den Steinen auf, als sie durch einen schnellen Hieb vom Rest ihres Körpers getrennt wurde.
Von seinem eigenem Schwung nach vorne getragen, stürzte der Untote nach vorne, stolperte über seine eigenen, steifen Beine und fiel der Länge nach hin. Doch beinahe im selben Moment in dem er zu Boden ging, hinkten zwei weitere Zombies auf den Waffenmeister zu.
Der Eisbrecher beendete gerade seine Kreisbewegung im Hinterkopf des gestürzten Gegners. Für einen weiteren Schlag würde keine Zeit bleiben.Die Zeit schien stehenzubleiben.
Von einer Sekunde auf die andere bewegten sich die Zombies noch langsamer als zuvor fort. Geräusche drangen nur noch verzerrt und seltsam langgezogen an die Ohren des Kriegers. Sein eigener Herzschlag hämmerte wie das Wummern von Kriegstrommeln in seinen Ohren.
Wie in Zeitlupe wankten die Untoten auf ihn zu. Eine fette, aschfahle Made wand sich aus der Nase des einen und plumpste zu Boden. Die Zunge des anderen hing wie ein trockener Lappen halb aus dem offenstehenden Mund heraus und wippte bei jeder seiner Bewegung mit. Faulige Finger streckten sich nach dem Krieger aus, gelbliche Knochen schimmerten unter der aufgerissenen Haut hervor. Der süßliche Gestank der Verwesung brachte Frosts Magen zum Revoltieren. Er hatte keine Wahl.
Im selben Moment in dem sich seine Finger um den Griff der Flammenschneide legten, starben alle Hoffnungen, die Waffe nach Möglichkeit ruhen zu lassen.Es gab keinen anderen Ausweg mehr. Seit dem Duell mit Clay hatte Frost das Schwert nicht mehr gezogen, ja, soweit es ging nicht einmal mehr berührt. Jetzt fühlte er den aus Horn gefertigten Griff unter seiner Berührung erglühen. Liebevoll schmiegte sich die Waffe in die Umarmung seiner Hand.Sie war bereit, abermals Leid in die Welt außerhalb ihres ledernen Ruhebettes hinauszutragen.
Hell sirrend glitt die Klinge aus der Scheide. Kaum raste sie auf den ersten Zombie zu, da verwandelte sich das Sirren in ein schauerliches Heulen. Mit brutaler Wucht fraß sich die Flammenschneide durch Fleisch und Gebein.Die beiden Untoten erstarrten.
Für die Dauer eines Atemzuges blieben sie schwankend stehen, dann kippten sie um - Ober- und Unterkörper jeweils in verschiedene Richtungen.
Bevor der Schwung der aus ihrem Schlummer gerissenen Klinge ins Leere vergehen konnte, zwang Frost das Schwert herum. Blitzend schnitten seine beiden Schwerter durch die Luft, als er abermals auf dem Absatz herumfuhr und die Waffen fahren ließ.
Weitere Gegner krachten sandgefüllten Säcken gleich auf den harten Fels, rutschten haltlos auf dem Schotter den Hang hinab und rissen dabei noch mehr ihrer von Maden zerfressenen Kameraden zu Boden.
Noch einmal gab sich Frost dem Gesang seiner Klingen hin, verwandelte mit geschmeidigen Bewegungen das Geröllfeld in ein Schlachtfeld.
|
| 14.04.2003 23:48 | #89 |
| Superluemmel |
"Es..."
Der Eisbrecher hinterließ eine blutige Schneise im Brustkorb eines Zombies, schleuderte ihn zurück und grub sich tief in die Seite eines weiteren Angreifers.
"...sind..."
Die Flammenschneide kreuzte den Weg der Ironiaklinge, strich geradezu zärtlich über die Kehle eines Untoten. Gurgelnd kippte der Kopf nach hinten und kullerte zu Boden.
"...zu..."
In einer blitzartigen Rotation entlud Frost die kurz zuvor aufgebaute Körperspannung. Sein Bein schwang in einem weiten Halbkreis nach oben, zertrümmerte mit einem trockenen Knacken die Schläfe eines Gegners. Nur Augenblicke später komplettierte sein zweiter Stiefel die Bewegung, mimte seinen Vorgänger nach und schmetterte zwei weitere Zombies zu Boden."...viele!"
Ein Wirbel aus blitzenden Klingen zerschnitt mit der Gewalt einer Sense die Luft, fegte durch halb vermoderte Leiber und schleuderte ihr untotes Leben in die Nacht hinaus.
Bleiches Mondlicht ließ die Bewegungen seltsam abgehakt erscheinen. Das dumpfe Aufklatschen schwerer Körper begleitete den Waffenmeister auf seinem Weg des Leids. Eisblaue Augen funkelten kalt im schwachen Licht. Das schauerliche Heulen der Flammenschneide vermischte sich mit dem Stöhnen der Zombies zu einem unheilvollen Chorus.
"Ich verfluche euch alle!"
Brüllend gab sich Frost dem Gesang des Todes hin, trieb seine Klingen mit unbändigem Zorn durch untotes Fleisch.
Dann passierte es.
Zu spät bemerkte er den vorschnellenden Arm, zu langsam riss er das Schwert in die Höhe.
Von übermenschlicher Kraft getrieben hämmerte die geballte Faust in seine Seite. Knochen gaben knackend nach und splitterten unter dem nachrückenden Arm, als sie gegen den fast undurchdringlichen Hornpanzer des Waffenmeisters krachten.Mitten in der Angriffsbewegung wurde Frost herumgerissen. Seine Füße verloren Kontakt zum Boden. Unkontrolliert wurde er zur Seite geschleudert.Sein rechter Fuß striff über den Schotter, prasselnd ging ein Schauer von Steinchen auf die umstehenden Untoten nieder. Knurrend presste Frost die Kiefer zusammen, knickte den Fuß nach unten und versuchte seinen Sturz zu stabilisieren.
Plötzlich ging ein harter Ruck durch seinen Körper, als sich sein Stiefelabsatz in einer Felsspalte verhakte. Der Sturz des Kriegers verwandelte sich obgleich des abrupten Stops in einen Überschlag. Geistesgegenwärtig drehte Frost seinen Fuß herum und gab der ungewollten Bewegung einen kräftigen Seitwärtsdrall. Steine spritzten in Frosts Gesicht. Seine zwei Klingen zogen wenige Fingerbreit über den Boden ihre tödlichen Kreisbahnen. Beinknochen wurden glatt durchtrennt, Sehnen gaben widerstandslos nach.
Dann schlug er auf dem Geröll auf.
Scharrend und inmitten einer gewaltigen Staubwolke rutschte Frost haltlos über die nachgebenden Steine. Der faulige Gestank der Untoten nahm ihm den Atem, als sie einer Welle gleich über ihm zusammenschlugen.
Nein, es konnte nicht so enden.
Mit einem gellenden Schrei wirbelte Frost seine Schwerter herum, zog die Beine an den Körper und sprang in die Höhe. Noch einmal zwang er seine schmerzende Sprungmuskulatur, seinen Körper durch das Meer aus lebenden Leichen zu tragen. Noch einmal brachten seine Waffen den endgültigen Tod über die Gegnermassen.Bis er mit dem Rücken gegen kalten Fels stieß.
Gehetzt sah sich der Waffenmeister um. Von allen Seiten kamen die Untoten auf ihn zu, hievten ihre von Maden und Würmernzerfressenen Körper mit schlurfenden Schritten über den steinigen Untergrund. Einer von ihnen glitt auf dem Schotter aus und wurde kurz darauf von den nachfolgenden niedergetrampelt.Es gab keinen Ausweg. Er stand im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Rücken zur Wand.
Die einzige Möglichkeit zur Flucht stellte ein gut fünf Schritt hoher und nahezu senkrecht abfallender Felsen dar. Wie ein unförmiger Thron stand er mitten in dem Geröllfeld und blockierte die über ihm liegenden Steinmassen vom Weiterkommen. Feine Steinpartikel rieselten von seiner Spitze auf den in die Enge getriebenen Krieger herab.
Ein bösartiges Grinsen machte sich auf Frosts Gesicht breit, als er in die gebrochenen Augen der anrückenden Totenarmee blickte.
"Nein."
Der Krieger ging tief in die Knie. Seine Sehnen verhärteten sich zu Stahlseilen, Würmern gleich traten die Muskeln an seinen Armen hervor, als sich seine Hände um die Schwertgriffe verkrampften.
Er spürte die Waffen unter seinen Fingern vibrieren. Sie erwarteten mit grimmiger Entschlossenheit seinen letzten Zug.
"So leicht erwischt ihr mich nicht!"
Mit einem gellenden Schrei fuhr Frost herum. Seine Stiefel stemmten sich mit aller verbleibenden Macht in den Untergrund. Den Schwung der Drehung nutzend, wuchtete er seine Klingen über die gesenkte Schulter hinweg. Frosts Arme und Schultern explodierten gleichzeitig in brutalem Schmerz, als er die Schwerter in einem gewaltigen Hieb gegen den Fels donnerte. Im selben Moment in dem die Knie des Kriegers den Boden berührten, ging ein Knirschen durch den Fels.
Der Erdboden erzitterte.
Knackend klaffte ein haarfeiner Riss in dem Felsbrocken auf. Kleinere Steinbrocken lösten sich und kullerten den Hang hinab, als sich der Riss mit beachtlicher Geschwindigkeit über den gesamten Felsen ausbreitete.Dann wurde der Druck der abrutschenden Felsmassen zu groß. Donnernd löste sich die Lawine aus losem Schotter. Das Meer aus Steinen setzte sich abermals in Bewegung und zog in Begleitung einer gewaltigen Staubwolke gen Tal.Mit brachialer Gewalt prasselten die Felsen auf den noch immer regungslos knieenden Krieger nieder und rissen ihn mitsamt seines Bewusstseins mit sich.
|
| 17.04.2003 13:21 | #90 |
| Superluemmel |
Stille hatte sich mit der Schwere eines Leichentuch über das Geröllfeld gelegt.Das Meer aus Steinen war abermals zum Stillstand gekommen. Längst war die gewaltige Staubwolke, die vom Lawinenabgang gekündigt hatte, in der sternenklaren Nacht entschwunden.
Inzwischen stachen die ersten Lanzen der Morgensonne hinter dem wie abgeschnitten wirkenden Horizont des Fjordes hervor. Der stahlblaue Himmel kündigte von einem weiteren, siedendheißen Tag.
Das Klacken von Steinen zerriss die morgendliche Stille.
Ein paar kleinere Steinchen hatten sich von ihrem Platz gelöst und sprangen nun polternd und klackend den Berg hinab. Es dauerte nicht lange, da folgten weitere Kiesel dem Beispiel ihrer Vorgänger.
Schließlich fingen einige größere Brocken an, sich zu bewegen. Eine Hand schob sich unter den Felsen hervor, krallte sich zitternd im Schotter fest. Verkrustetes Blut bedeckte die Finger wie eine zweite Haut. Endlich bäumten sich die Felsbrocken weiter auf, dann stürzten sie krachend zur Seite und lösten kleinere Lawinen aus, die geräuschvoll ins Tal rasten.
Keuchend zog sich Frost ins Freie, kroch einen halben Schritt weit über das Geröll und blieb erschöpft liegen. Ein qualvolles Husten schüttelte seinen Körper, eine schmierige Blutspur zeichnete seinen Weg über die Felsen nach.Seine Hand tastete suchend über die Steine, bis er rauhes Leder unter seinen Fingern fühlte. Rasselnd sammelte Frost die Luft in seiner Lunge. Die Muskeln seiner blutüberströmten Arme spannten sich abermals an. Stöhnend versuchte sein geschundener Körper, sich erneut in die Höhe zu stemmen.
Mit Hilfe seiner beiden Schwerter schaffte es der Waffenmeister stockend, sich in eine knieende Position hochzuziehen. Bevor er es wagte, sich vollends aufzurichten, vergingen weitere Minuten.
Wankend wie ein vom Sturm gebeuteltes Schiff stand er inmitten des Feldes aus Steinen in der prallen Morgensonne.
Ein heiseres Lachen entrang sich seiner Kehle, wurde jedoch von blutigem Husten unterbrochen.
Da lagen sie nun, diese verdammten Zombies. Zerschmettert von Tonnen von Steinen. Dieses Mal für alle Ewigkeit begraben.
Torkelnd und schwer auf seine Schwerter gestützt schleppte sich Frost den Hang hinab. Ha, so schnell ließ er sich nicht unterkriegen.
Zwar konnte er die Schmerzen in seinem Körper kaum noch den jeweiligen Knochen und Gliedern zuordnen. Aber er konnte noch laufen. Jawohl, das konnte er....Dabei ließ er sich auch nicht von dem Umstand stören, dass sein gebrochenes rechtes Bein den Dienst verweigerte. Er hatte gesiegt, das war das Einzige das zählte.
Ebenso ignorierte er das seine Wange hinablaufende, warme Blut. Sein Brustkorb hatte sich schon längst in einen Käfig der Qual verwandelt. Doch solange er noch laufen konnte, war ja alles in Ordnung....
Ein vorstehender Felsen verwandelte Frosts schleppenden Gang in ein haltloses Taumeln. Strauchelnd ging der Krieger zu Boden, überschlug sich mehrmals und schlitterte ungebremst inmitten einer größer werdenden Staubwolke den Hang hinunter.
Reglos blieb er am Ende seiner Rutschpartie auf dem Rücken liegen. Irgendwo in dem Meer aus Blau über ihm kreiste ein schwarzer Schatten. Schwacher Wind blies dem Krieger einige staubverkrustete Haarsträhnen ins Gesicht."Scheisse...."
Selbst flüsternd hörte er sich kaum besser an als eine der Gebirgskrähen. Hatte er dieses Gemetzel nur überlebt, um nun mit zerschlagenen Knochen hier, auf einem von allen Göttern verlassenen Geröllfeld an der Küstenebene von Khorinis elendig zu verrecken?
Das Rauschen des nahen Fjordes drang an Frosts Ohren. Eine letzte Kraftanstrengung ließ seinen Kopf zur Seite kippen. Nur wenige Schritt unter ihm erstreckten sich die glitzernden Wogen des Fjordes. Ein schillerndes Meer aus funkelnden Kristallen....
Abermals peinigte ein Hustenanfall Frosts Körper, ließ jegliches Gefühl in seinem Brustkorb in Schmerzen vergehen und riss sein Bewusstsein fort in einen Ozean aus Schwärze.
|
| 18.04.2003 10:03 | #91 |
| Hummelchen |
Wirklich frische Kräuter sammelte man vor dem Sonnenaufgang. Und da Kresse, Lauch und Ampfer bereits ihre zarten Blättchen aus der Erde steckten, hatte sich Hummelchen mit einem Korb bewaffnet und war mit ihrem dank Thaleiia Hilfe besonders kopakt ausgestatten Vogel ein Stück die Künste entlanggeritten. Sie wusse, dass an der oberen Steilhängen Mulden mit sehr guter Erde waren. Dort wollte sie nach den Kräutern suchen.
als sie sich der Gegend näherte, bekam sie zunächst einen Schreck. Hier musste es einen Erdrutsch gegeben haben. die fruchtbaren terassen waren mit riesigen haufen fels verschüttet und men sah leider auch blutspuren.
Das bedeutete, hier war jemand zu Schaden gekommen. Hummelchen griff zu ihrem Messer, das eigentich nur zum Blättchenschneiden gedacht war und ging langsam Schritt für Schritt weiter. Dem Vogel hatte sie befohlen, sich ganz ruhig zu verhalten.
|
| 18.04.2003 13:42 | #92 |
| Superluemmel |
Warmer Sonnenschein kitzelte auf Frosts Haut, als sich der Mantel der Bewusstlosigkeit zögerlich von seinem Geist löste.
Seltsamerweise wollte sich sein linkes Auge nicht öffnen lassen. Etwas hinderte sein Augenlid, sich zu heben. Doch das war vorerst nebensächlich.Reglos blieb Frost liegen. Solange er sich nicht bewegte, konnte er die Schmerzen besser zuordnen. Mit ziemlicher Sicherheit war sein rechtes Bein gebrochen, ebenso mehrere Rippen.
Nur vorsichtig sog er die Morgenluft ein. Das Kratzen in seinem Hals konnte sich jederzeit in einen schmerzhaften Hustenreiz verwandeln. Dröhnender Kopfschmerz kündigte von einer Gehirnerschütterung. Die Schnittwunde an seinem linken Handballen war wieder aufgeplatzt. Seine gesamte Hand war von einer klebrigen Kruste aus getrocknetem Blut überzogen.
Blut....
Geistesgegenwärtig krochen Frosts Finger zu der neben ihm liegenden Flammenschneide. Momentan schien die Klinge gesättigt. Bei der Menge an vernichteten Zombies nicht allzu verwunderlich.
Doch sobald ihr Hunger wieder erwachte, war eine Katastrophe vorprogrammiert. Die gesamten Felsen waren blutverschmiert....
Mit zitternden Fingern schob Frost die Waffe über die Felsen auf ihre Scheide zu. Nach mehreren Minuten schaffte er es endlich, die Spitze etwas anzuheben und das Schwert in Sicherheit zu bringen.
Erschöpft ließ er sich zurücksinken. Über ihm erstreckte sich ein wundervoller, blauer Himmel. Eine seltsame Ruhe lag über der Szenerie. Nur ab und an rauschten die Wasser des Fjordes leise gegen die Felsen.
Frosts Rechte schloss sich um den Griff des Eisbrechers. Langsam zog er das Schwert näher an seinen Körper, bis er das vertraute Heft an seine Brust drücken konnte.
Dann schloß er die Augen. Allmählich beruhigte sich sein Atem. Wenigstens war ihm ein treuer Begleiter geblieben. Unzertrennlich, bis zum bitteren Ende....
|
| 18.04.2003 15:46 | #93 |
| Hummelchen |
Vorsichtig stieg Hummelchen über das Geröll, nachdem sie den Korb mit den Kräutern abgestellt hatte. Wenn hier Blut war, gab es sicher jemanden, der dieses Blut verloren hatte. Und einen Erdrutsch hatte es hier auf jeden Fall gegeben. Wer weiß, wer da unter den Steinen lag.
Behutsam, um keinen ebentuell Verschütteten zu verletzen, begann sie einige Steine beiseite zu räumen. Irgendwo lagen hier doch sicher Verletzte, Schließlich konnte ja nicht die Erde geblutet haben.
Dann sah sie ihn plötzlich. dort lag ein Krieger in Rüstung und starrte mit offenen Augen in den Himmel. sicher war er tot. Über seinen Beinen lagen gewaltige Felsbrocken und es war ein Wunder, dass sein Oberkörper aus dem Chaos herausragte.
"Hallo, lebt hier noch jemand?" Hummelchen hatte einen Kloß im Hals und näherte sich dem Toten langsam.
|
| 18.04.2003 16:00 | #94 |
| Superluemmel |
Aus weiter Ferne drang eine Stimme an Frosts Ohr.
War das Beliar oder Innos, der den Krieger zu sich rufen wollte?Zu seiner Verwunderung klang es nach einer Frauenstimme. Seltsam, aus irgendeinem Grund war er stets davon ausgegangen, dass die drei Götter männlich waren.
Das Klacken von Steinchen hallte dem Wummern von Kriegstrommeln gleich in Frosts Kopf wider. War er... nicht tot?
Vorsichtig öffnete der Krieger sein rechtes Auge. Die Kruste aus Blut verklebte noch immer sein zweites. Im festen Glauben sterben zu müssen, hatte er sich nicht die Mühe gemacht, die Blutkruste abzukratzen.
Mühsam wälzte er den Kopf auf die Seite. Goldene Lichtlanzen blendeten seine Sicht. Ein verschwommener Schatten zeichnete sich vor der grellen Sonne ab und bewegte sich auf ihn zu.
Ein Bote des Lichts, der gekommen war um ihn zu holen?
Seltsam, nach all dem Ärger mit den Paladinen hatte Frost nicht mehr damit gerechnet, in Innos Hallen einzugehen....
|
| 18.04.2003 16:12 | #95 |
| Hummelchen |
Der Kopf hatte sich bewegt. Der war gar nicht tot und jetzt blinzelte er sogar noch mit den Augen. donnra steh uns bei, der Mann steckte tief in den Steinberg und lebte noch. Noch konnte man hier ruhig sagen, denn bei den Steinlasten auf seinem Leib war es wohl nur eine Frage der zeit, bis Beliar ihn zu sich holte.
Schnell sank die Amazone in die Knie und holte ein Taschentuch aus der Tasche, mit dem sie ihm den Staub aus dem Gesicht wischte. Daraufhin hob er leicht die Hände, als wolle er die Berührung abwehren. Donnra sei Dank, seine Arme waren auch noch beweglich und lagen sogar frei. Nur wie sollte sie den Mann aus den Steinen herausbekommen? Sie war doch kein Baal. Die hätten das mit Teleport leicht geschafft. Sie musste unbedingt Hilfe holen.
"Hast du Schmerzen? Wie ist das denn passiert?"
|
| 18.04.2003 16:30 | #96 |
| Superluemmel |
Allmählich verschwanden die blutigen Schleier aus Frosts Sicht.Offensichtlich handelte es sich bei der Lichtgestalt um keinen Boten Innos' sondern um eine Amazone, die mit besorgtem Gesicht auf ihn herabblickte. Schmerzen... natürlich hatte er Schmerzen....
Niemand überlebte knapp eine Steinlawine und hüpfte daraufhin noch fröhlich durch die Gegend. Verdammter Sarkasmus....
Stöhnend grub Frost die Spitze des Eisbrechers in den Boden und stemmte sich leicht in die Höhe. Augenblicklich verwandelte sich sein Brustkorb in einen Brunnen aus Schmerzen. Pochender Schmerz zuckte durch sein gebrochenes Bein. Der Krieger schluckte schwer, versuchte mit gefühlloser Zunge seine ausgetrockneten Lippen zu befeuchten.
"Bein...gebrochen...", versuchte er der Amazone mit schwacher Stimme zu erklären.
"Rippen...ebenfalls...."
Frost rang keuchend nach Atem, bevor er seine brennenden Stimmbänder abermals zur Arbeit zwang.
"Das Geröllfeld...überall Untote...die...Lawine...alle erwischt...."Ein trockenes Lachen war zu hören, endete jedoch in einem keuchenden Husten. Kraftlos sank der Waffenmeister zurück auf die Felsen.
|
| 18.04.2003 18:24 | #97 |
| Hummelchen |
"Bleib ganz ruhig liegen, ich werde Hilfe holen und vor allem, versuch nicht, deinen Unterkörper allein unter den Felsbrocken hervorzuholen. Hier hab ich Schmerzenskraut. Kau das, es wird dir helfen, die Schmerzen zu ertragen."
Als der Mann den Kopf unwillig zur Seite drehte eminte Hummelchen
"Sei nicht albern. Es nutzt keinem was, wenn du vor SWchmerz ohnmächtig wirst. Wenn du ohnmächtig bist, kommen die wilden Tiere und werden sich über dich hermachen. So kannst du wenigstens schreien und deine Arme benutzen. Also nimm es oder lass es bleiben."
Sie legte die Blätter in seine Hände und stieg von dem Geröllberg wieder herunter. Schnell stieg sie auf ihren Scavenger und trabte so schnell es ging zum Lager zurück.
|
| 18.04.2003 18:38 | #98 |
| Superluemmel |
Lange Zeit blickte Frost der Amazone hinterher.
Selbst als sie längst aus seinem Blickfeld verschwunden war, wandte er den Blick nicht ab. Er war also wirklich nicht tot....
Das bittere Kraut zu kauen, kostete ihn einige Mühe. Doch immerhin vertrieb der Saft langsam die Schmerzen in seinen Gliedern. Und mit den abebbenden Schmerzen klärte sich auch sein Kopf.
Bald würde die Nacht hereinbrechen. Falls die Amazone zu lange brauchte, konnte er ernsthafte Probleme mit wilden Tieren bekommen. Der Wind trug den Geruch des Blutes sicherlich bis in die Wälder. Gerade die Bluthunde machten Frost Sorgen. In seiner derzeitigen Lage war er leichte Beute.
Mit einem grimmigen Grinsen fasste er das Heft des Eisbrechers fester. Sollten sie nur kommen....
Er hatte den Sturz des Berges überlebt. Die Zombies hatten ihn nicht umbringen können. So schnell gab er nicht auf. Falls sich diese Biester wirklich an ihn herantrauen sollten, würden sie zu spüren bekommen, dass selbst ein festsitzender Waffenmeister noch ein ernstzunehmender Gegner war. Jetzt wo die Schmerzen auf ein Gefühl der Taubheit zurückgegangen waren, traute sich Frost durchaus zu, den Eisbrecher erneut gegen seine Feinde zu schwingen. Gleichzeitig wusste er, dass dieses Gefühl täuschte. Aufstehen konnte er keineswegs, die durch seinen Sturz verursachte Lawine hatte ihren Tribut gefordert.
Dennoch, jedes Biest das sich zu nahe an ihn heranwagte, würde diesen Fehler teuer zu bezahlen haben. Beruhigt tätschelte der Krieger das Heft seines auf der Brust liegenden Schwertes.
Sollten sie nur kommen....
|
| 18.04.2003 18:49 | #99 |
| Hummelchen |
Der Tross war viel zu langsam. Die berittenen Amazonen versuchten so schnell wie möglich zu dem Verletzten zu kommen, immerhin konnte es ja sein, dass schon die wilden Tiere kamen. Bis er ausgebuddelt war, würden sie ihn verteidigen müssen.
Er lag zum Glück immer noch da und war nicht gefressen worden. Die Mädels freuten sich, dass seine Augen etwas wacher waren, als es ihnen Hummelchen geschildert hatte. Als der Tross kam, begannen die Amazonen rund um die Stelle Fackeln in die Erde zu rammen. Dann fingen sie an, behutsam die Steine abzutragen.
|
| 18.04.2003 19:21 | #100 |
| Superluemmel |
Ein Gefühl der Erleichterung machte sich in Frost breit, als das Trappeln der Scavenger über das Geröllfeld hallte.
Kurz darauf kamen auch schon die ersten Reiterinnen in Sicht. In rasendem Tempo gallopierten sie heran. Eine von ihnen stoppte dicht neben Frost und sprang leichtfüßig ab, während der Rest von ihnen abwehrbereit Aufstellung bezog. Zwei der Reiterinnen verließen auf einen Wink hin die Formation und sprengten mit gezogenen Waffen in die Dunkelheit davon.
Die abgestiegene Amazone sank neben dem Krieger auf die Knie."Der Rest des Trupps ist gleich hier. Bleibt einfach ruhig liegen, wir bringen euch hier raus."
Frost bemühte sich, seine Mundwinkel zu einem Lächeln zu zwingen."Danke...für eure...Hilfe...."
"Schont eure Kräfte."
Die Amazone wandte den Kopf. Aus der Ferne war das Poltern eines Karrens zu hören. In diesem Moment kam eine der beiden fortgerittenen Amazonen zurück."Bluthunde! Ein ganzes Rudel! Isindra versucht sie wegzulocken, doch ich glaube sie haben das Blut gewittert! Beeilt euch Schwestern, uns bleibt nicht viel Zeit!"
Na das konnte ja heiter werden. Doch Frosts Schwertarm war weiterhin stark und gewillt, jeden Angreifer mit einem gezielten Hieb niederzustrecken. Niemals sollte der Eisbrecher zur Ruhe kommen, bevor die Feinde gefallen waren. Er würde um sein Leben kämpfen, kostete es was es wolle.
|
| 18.04.2003 20:54 | #101 |
| Die Amazonen |
Auch Shiva kam vom Lager heran, doch wurde sogleich wieder nach oben geschickt, dies sei kein Spielplatz meinte eine der Reiterinnen. In einer nicht zu indentfizierenden Formation standen die Bogenschützinnen und schossen mit Pfeilen um sich, jede Amazone in ihrem eigenen Tempo. Es wirkte recht chaotisch für Shiva doch nach einer Weile erkannte sie, wie ausgereift das System war. Jede der Frauen konnte in ihrem Tempo schießen und musste nicht warten, bis der nächste Paukenschlag die nächste Salve anküdigte, so waren sie nicht an die langsamste gebunden. Das System durchbrach die Regel, eine Gruppe ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
|
| 18.04.2003 21:27 | #102 |
| Hummelchen |
Hummelchen dirigierte diejenigen, die sich mit dem Steine wegräumen beschäftigten. Sorgsam und behutsam musste das geschehen, um dem Krieger nicht noch zusätzliche Schmerzen zu bereiten. Rund um den Steinfall standen Bogenschützinnen und Kreigerinnen mit Schwertern. Andere jagten die Bluthunde auf den Scavengern und erledigten sie im Vorbeireiten mit ihren Schwertern. Berittene Bogenschützinnen sah man selten. Vielleicht würde sich daa ja änern, wenn man endlich einen Bogenbauer fände, der die richtigen Boden für den berittenen Kampf herstellen konnte.
Hummelchen hatte den Kopf von Frost (den Namen hatte er ihr inzwischen verraten) auf ihren Schoß genommen und schützte ihn mit ihrem kräftigen Körper vor dem sTeinstaub und Dreck.
|
| 18.04.2003 21:32 | #103 |
| Thaleiia |
Die Magierin hatte alles fertig. Sie reichte dem Verletzen einen Trank, der ihm die Schmerzen nahm und ihn einfach einschlafen ließ.
"Damit er nicht merkt, wie schmerzhaft die Operation gleich wird. Ich muss seine Beine richten und die Rippen verarzten. Ich werd ihn auf dem Karren stabilisieren und dann ab mit ihm in den Tempel."
Nachdem Frost eingeschlafen war, packten die Amazonen den nunmehr freigelegten Körper und schleppten ihm zum Karren.
Während die anderen sich noch um das Ungeziefer kümmerten, zog der Karren am Strand entlang Richtung Amazonenlager.
|
| 18.04.2003 21:54 | #104 |
| Eiswasser |
Eine letzte Bogenschützin ritt an Shiva vorbei, während diese einfach nur das saß und in Meer starrte. Wer würde soetwas jemals für sie tun? Erz, Neo und Kal hätten es getan. Hätte Rá das für sie getan? Es macht keinen Sinn der Vergangenheit nachzutrauern, sie waren tot allesamt, zumindest von Neo und Rá wusste sie das genau.
Sie vergaß dabei die Gegenwart völlig, sie würde hierbleiben, vorerst. Aber was dann? Sollte sie bis in alle Ewigkeit hier gefangen bleiben? Was war mit ihrem Jagdtrieb? Mit ihrem Ziel, das sie aus den Augen verlor ohne es zu merken?
|
| 21.04.2003 20:46 | #105 |
| Lebendes Dunkel |
Lange Zeit hing die Stille über der Geröllhalde.
Dann, ein Geräusch.
Kaum lauter als ein Atemzug drang es über das Feld aus Steinen. Zu leise, um es genauer definieren zu können.
Es vergingen mehrere Minuten, bis es abermals erscholl. Dieses Mal war es intensiver. Das scharrende Kratzen von Horn auf rauhem Fels.Ein paar Steine klackten leise und purzelten über ihre schweigenden Brüder den Hang hinab. Das Scharren vermischte sich mit einem lauten Knirschen, feine Steinpartikel rieselten zu Boden.
Etwas aschfahles schob sich zwischen den Felsen hervor und krallte sich fest. Von übermenschlicher Kraft bewegt, wurden die Felsen auseinandergetrieben, gaben schließlich den Blick auf einen in völliger Dunkelheit liegenden Spalt inmitten des Meeres aus Steinen frei.
Geschmeidig zog sie sich vollends aus dem Spalt und sog gierig die kalte Nachtluft in die Lungen. Jahrelang hatte sie in ihrem düsteren Grab gelegen. Vor Jahrezehnten, wenn nicht Jahrhunderten war sie das letzte Mal auf dieser Welt gewandelt.
Und all die Jahre der Einsamkeit hatten ihren Hunger geschürt.Der Duft von totem Fleisch stieg in ihre nach Witterung suchenden Nasenflügel. Mit traumwandlerischer Sicherheit folgte sie dem süßen Duft der Verwesung. Genüsslich sog sie den Geruch des Todes auf.
Bluthunde.... Es war ein ganzes Rudel Bluthunde, das hier von Pfeilen und Speerstößen zerfetzt auf den Felsen lag. Normalerweise bevorzugte sie warmes, lebendiges Fleisch. Doch die Jahre der Enthaltsamkeit hatten sie nicht wählerisch gemacht.
Von wilder Gier beseelt trieb sie ihre tödlichen Fänge in den Kadaver eines Bluthundes, schlang mit unglaublicher Geschwindigkeit das tote Fleisch herunter.Ihr Hunger war unstillbar.
Ein unmenschlich schriller Schrei hallte durch die Nacht.
Nachdem sie ihr grausiges Werk vollendet hatte, huschte sie in die Dunkelheit davon. Menschen waren in der Nähe. Viele Menschen.
Die Jägerin war wieder unterwegs.
|
| 19.05.2003 20:52 | #106 |
| Zloin |
Es donnerte und blitzte hinter ihm. Immer wiede schnellte das Licht in der dunkelheit des Minentals auf. Doch es regnete bei Zloin nicht. Er war nun schon im Grünen und hatte das Graue hinter sich gelassen.
Sein nächstes Ziel war das Amazonenlager. Er hatte alle seine Utensilien dabei. Dass Zloin schon lange herumwanderte sah man ihm sofort an. Seine Augen sprachen Müdigkeiten und seine Robe war mit der ganzen Wanderung bekleckert!
Zum Glück hatte er seinen, mittlerweilen schon sehr alten, Wanderstab dabei, der ihn in harten Zeiten immer stützte.
Auf einem unplanierten Weg marschierte der Magier Richtung Süden.Die Erde roch lebendig und das sah man der Landschaft auch an. Richtig kräftig waren die Bäume und die Blumen verzauberten das Land in ein wunderschönes Fläcklein Erde.
Doch Zloin war ganz alleine in diesem Stück Land. Ein paar Wegweiser hatte er schon angetroffen, auf denen u.a. auch das Amazonenlager beschrieben wird!
Zloin war mittlerweile schon so weit gewandert dass er das Meer auf der östlichen Seite der Insel sichten konnte! Es war blau und im Moment sehr ruhig. Doch bald würde das Gewitter, welches gerade im Minental für Unruhe stiftete, auch hier wüten!
|
| 20.05.2003 20:41 | #107 |
| Zloin |
Zloin merkte, wie ihn die Gewitterwolken bei seiner kleinen Pause schon eingehohlt hatten. Er musste sich beeilen, denn er wollte nicht, dass seine weissen Haare schon wieder so nass an der Stirne klebten. Das gefiel ihm nicht sonderlich, denn es war unangenehm!
Er hatte inzwischen einige kraftspendende Äpfel verdrückt. Sie waren saftig und wunderschön Rot gefärbt.
Der Schwarzmagier merkte, wie ihn die Kraft vorantrieb. Er hatte extremen Drang, endlich bei dem Volk der Amazonen an zu kommen. Er hatte nicht viel tolles in letzter Zeit erlebt. Der Don hatte ihn angemault, dass er eine viel bessere Lösung für die Wargbrücke gehabt hatte (Doch sie kamen ja an! Was hatte er nur für ein Problem?). Und dann noch dieser Malicant! Frech wie, wie, wie... Zloin konnte keinen Vergleich finden!
Der Lavaturm bewohner hatte überhaupt keinen Anstand und sagte jedem offen ins Gesicht, dass er ein Waschlappen sei. Auch schreckte er vor seinen Flausen nicht zurück! Den armen Zloin hatte er, als er bewusstlos war, mitten in die Abfallstonne gesteckt; igitt, igitt!
Zloin sah schon die Insel! Gleich war er da. Endlich, so erhoffte er es sich, angenehme Gesellschaft. Auch die Brücke erkannte er, die exponente Insel von der Hauptinsel trennte.
Er rannte, wie er nur konnte, denn der Wind kündigte den Regen hinter ihm an.Er überquerte die Brücke und betratt das Amazonenlager.
|
| 24.05.2003 09:33 | #108 |
| Zloin |
Das Amazonenlager lag bereits weit hinter ihm, als er plötzlich einen grossen Haufen voller Müll fand. Hier fand anscheinend einmal ein Raubüberfall statt. Ein grosser Wagen lag missstellt auf dem Boden. Die Holzräder lagen verbrochen am Boden. Glasscherben überall, Reis war am Boden verstreut, Pfeile waren im Wagen eingeschossen, ein Totenkopf lag ohne das restliche Skelett im Gras, ein Sack mit Stoff lag ausgeleert an der Küste.
Er war in einer trostlosen Ecke dieser Ebenen. Direkt bei der Küste! Sand, soweit das Auge reichte, mit vielen Grasbüscheln, die aber eher recht verdorrt aussahen.
Was war wohl hier geschehen? Zloin kombinierte das visuelle zu einer Geschichten: Ein Händler der aus dem Südland gekommen war, wollte seine teuere Ware bis nach Khorinis bringen. Doch er hatte überhaupt keine Ahnung, was ihn auf dieser Reise alles erwarten würde, denn würde er das, hätte er bestimmt das Schiff bis nach Khorinis genommen!
Als er fröhlich an der Küste mit seinen zwei Ziehtieren entlangreiste wurde er von Banditen überfallen. Sie stürzten sich auf den Mann und enthaupten ihn mit leiden Gejolle. Die Pferde waren anscheinend entkommen, das erkannte Zloin an den gerissenen Lederriemen, er nahm sie ab und verstaute sie in der Tasche. Die Banditen hatten die wertvollsten Gegenstände mitgenommen: Gold, Seide und Schwerter. Doch das wusste Zloin nicht genau, denn er fand nur noch von er Seide einige Reststücke.
Zloin durchsuchte den Haufen genauer. Er fand eine wunderschöne kleine Flasche. Sie war sie gross wie eine halbe Handfläche und hatte einen langen Hals mit einem Deckel. Der füllbare Bereich war rund wie eine Kugel und konnte nicht gut abgestellt werden.
Weiter fand er noch eine Flasche mit einer merkwürdigen Substanz. Sie stank nach Essig war aber so zähflüssig wie Öl. War es ein Balsam, wie man es braucht um einen töten Körper einzuölen, dass sein Körper nicht so schnell verwest? Zloin wunderte sich und nahm die Flüssigkeit mit. Er nannte sie: Amognar! Er hatte keine Ahnung, warum er dem Zeugs einen Namen gab, aber irgendwie wusste Zloin, dass es kostbar war und nicht einfach so gewonnen werden kann. Wahrscheinlich war es ein aufwändiges Rezept mit vielen Kräutern, die nicht einfach so schnell zu finden waren.
Auf die Weite entdeckte er denn Pass in das schwarze Minental. Er hatte seine neuen Sachen eingepackt: Amognar, die Lederriemen und die kleine runde Flasche.Auf dem Weg sah er einen kleinen Goblin. Er sah nicht sehr vertrauenserweckend aus. Seine Prügel hatte er über seinem Kopf in beiden Händen und schrei zum Angriff. Doch Zloin war schneller und warf sein Dolch dem kleinen Monster mitten in den Bauch.
Ihm tat das kleine Tier so leid, dass er den grünen Goblin mit sich nahm...
So ging er weiter in die Höhen des Minentales. Hier würde der Schreck wieder anfangen.
|
| 28.05.2003 16:47 | #109 |
| Redsonja |
Erst am morgen, nachdem sie sich gereckt und gestreckt hatte, fiel ihr ein, dass sie sich Slys Wunde vielleicht mal anschauen sollte. Deshalb nahm sie seine Hand und untersuchte sie genau. Der Biss war noch deutlich zu sehen, aber die Wunde war sauber. Redsonja entschuldigte sich nochmals – „nicht der Rede wert“ antwortete Sly knapp, damit war das Thema abgeschlossen.
Dann schauten sie sich das Meer an und die wunderbare Gegend an und Redsonja lief voran. Sly staunte nicht schlecht, als sie ihn sicher zum Amazonenlager führte. „Du warst zuvor schon einmal hier?“ – „Ja, ich bin mit Dreia hierher gekommen, nachdem wir auf dem Hof waren und es ihr dort gar nicht gefallen hat. Die Söldner waren ihr zu versoffen und ruppig und die ganze Atmosphäre bedrückte sie. Irgendwelche Erinnerungen schienen sie immer wieder heimzusuchen. Sie schlief sehr unruhig. Eine seltsame junge Frau, irgendwie so zerbrechlich und doch unglaublich hart und stark. Aber ich werde sie dir vorstellen, vorausgesetzt sie befindet sich im Amazonenlager.“
Dann hüpfte Redsonja noch etwas weiter voraus, bis sie beim Lager ankamen.
|
| 01.06.2003 20:13 | #110 |
| Longbow |
Long war völlig überrascht, als er das weite, öde Land sah, dass sich nun vor ihm ausbreitete. Außerdem hatte er ein mulmiges Gefühl soweit von seiner Heimat weg zu sein und dann auch noch in einem unbekannten Land:
"Oh man, Jabasch. in was hast mich da wieder reingebracht. Ich wollte nur einen kleinen Jagdausflug machen, dann kommst du daher: klar, ich komme mit, dann willst plötzlich ins Minental, wo wir uns auch prompt verlaufen und landen schließlich hier."
Jabasch lachte:"Tja, so bin ich halt. Ist halt ein kleines Abenteuer. Nun lass aber mal losgehen."
"Jo, wohin willst gehen?"
"Was schlägst du vor."
"Am besten wir gehen zur Küste im Osten. Mal sehen was da läuft."So machten sich beide auf durch die eintönige Landschaft, in der nichtmal ein Busch zu sehen war.
Plötzlich hörten die beiden lautes Fußetrammpel.
"Oh scheiße, was is das?"
"Keine Ahnung."
"Guck da drüben."
Einige hundert Meter entfernt sahen sie eine Gruppe von Orks von Norden nach Süden entlangmarschieren. Es waren nicht viele, etwa an die zwanzig, aber bei weitem zu viele für die beiden Gardisten.
"Wir müssen uns verstecken. Nicht das sie uns sehen."
"Na toll, wohin?"
"Hmm, keine Ahnung. Lass was suchen. Oder lass dir was einfallen."
|
| 01.06.2003 20:21 | #111 |
| Jabasch |
Geduckt entfernten sich die beiden von der Gruppe Orks und liefen in richtung Küste. Long machte immer schlechte Späße das die Orks hinter ihnen sein, wodurch Jabasch immer ein Schreck durch die Knoche fuhr.
Nachdem die beiden Abenteurer sich weit genug von den Orks entfernt hatten und Long es leid geworden war Jabasch zu ärgern kamen die 2 an eine Brücke, die zu der bewohnten Insel führte die die beiden in den Bergen gesehen hatten.Nachdem sie sich gegenseitig fragend ins Gesicht gesehen hatten machten sie sich auf den Weg über die Brücke...
|
| 04.06.2003 13:45 | #112 |
| Phoenixfee |
Tuan, Phoenixfee und Samtpfote, gingen die Küstenebene entlang, Richtung Drakia, da Fee dort noch etwas besorgen wollte.
Aber erst machten die Wanderer in dem Wald halt, der zwischen den Bergen die das Minental umgaben und dem Fjord lag.
Dieser Wald lag fast auf der Hälfte des Weges zwischen dem Amazonenlager und Drakia,
nicht Ganz der Wald lag etwas näher zu Lager der Amazonen.
So, hier dürften sich bestimmt einige Übungsgegner für dich finden lassen. Sagte Tuan und schaute Fee an, Du musst auch darauf Achten was du oder was Dich angreift.
Ein Goblin , Ork oder wenn du mit Menschen kämpfst benutzen Hieb und Stichwaffen, die Du Blocken kannst, eine Ratte, Molerat, Wolf oder andere Bestien benutzen Klauen, Krallen und Zähne.
Denen du besser immer Ausweichen musst.
Es kommt sich also auch auf die Situation und die Taktik an wie und mit wem du kämpfst.
Phoenixfee hörte Tuan aufmerksam zu, die „Trockenübungen“ die sie in den Letzten Tagen gemacht hatte hatten Ihr schon ein sehr gutes Gefühl für das Schwert gegeben, Ihre Bewegungen mit dem Schwert waren nicht mehr steif oder hölzern sie konnte es schon flüssig bewegen und auch hatte sie sich verschiedene Übungen und Situationen bei Ihren Schattenkämpfen immer vorgestellt und variierte nun die Bewegungen freizügiger.
Nach einigen Suchen, wobei Samtpfote wieder sehrgute Hilfe lieferte wurden ein paar Riesenratten gefunden die nach einiger Zeit von Phoenixfee besiegt wurden, diesmal hatte sie sich aber ein Paar schrammen zugezogen und auch Tuan musste eingreifen um alle Ratten zu besiegen.
Nachdem Fee die Verletzungen notdürftig mit der Salbe die sie vor einiger Zeit von Sagitta bekommen hatte versorgt hatte, gingen sie erst einmal nach Drakia, damit Fee Ihre Sachen besorgen konnte,
|
| 18.06.2003 13:00 | #113 |
| Kitiara |
kitiara verließ das amazonenlager und fand auch schon bald ein kleines wäldchen direkt an der küste. hier würde es doch sicher tiere geben, auf die es sich lohnte, zu jagen. leise ging sie weiter und spähte über büsche und um bäume herum, blieb jedoch erfolglos. dieser wald schien wie ausgestorben. da, ein ast knackte. kitiara blieb wie erstarrt stehen und drehte sich dann langsam um. vor ihr standen drei wölfe und knurrten sie an. die jägerin war plötzlich zur gejagten geworden.
langsam zog die erzamazone ihr schwert und versuchte gleichzeitig, die wölfe nicht zu reizen. doch kaum hatte sie die klinge gezogen, da sprangen die wölfe auch schon auf sie zu. knapp wich sie aus und schlug dem ersten wolf ihr schwert in die kehle, worauf dieser zu boden sackte und reglos liegen blieb. zwei fehlten noch. aber gegen zwei wölfe gleichzeitig im nahkampf, das war ihr zu gefährlich. aber es gab ja andere methoden.
kitiara rannte nun davon, so schien es. dies war eine alte taktik, mit der ein einzelner mensch auch gegen viele gegner gewinnen konnte. man rannte davon (oder tat so), wobei der gegner einen natürlich verfolgte. tat er dies, so rannten die gegner verschieden schnell und einer natürlich am schnellsten. nach einer weile drehte man sich einfach um, und konnte den gegner, der am schnellsten gerannt war, alleine bekämpfen und töten, bevor die anderen nachkamen. diesen trick wiederholte man einfach so lange, bis alle gegner tot waren.
genauso machte kitiara es jetzt auch hier, allerdings waren wiederholungen unnötig. als sie sich nach einer weile umdrehte, sprang sie einer der wölfe auch schon an und bekam ihr schwert in den unterleib gerammt. als sie ihr schwert gerade wieder befreit hatte, war auch schon der andere wolf heran und erlitt dasselbe schicksal. kitiara steckte das schwert wieder weg und wischte sich den schweiß von der stirn. dann zog sie ihren dolch und machte sich daran, die wölfe auszunehmen. vor allem die felle würden einen guten preis erzielen, obwohl sie noch überlegte, sie zu behalten.
|
| 18.06.2003 14:38 | #114 |
| Kitiara |
vorsichtig verstaute sie die felle, klauen, zähne und das fleisch in ihrer tasche. ja, das sollte erstmal genug für sie einbringen. fröhlich schloss sie die tasche wieder und trat den rückweg an. doch plötzlich stockte sie. was war das? "fiep! fiep!" kitiara sah sich vorsichtig um, konnte aber nichts entdecken. "fiep! fiep!" nein, das war keine einbildung. aber wo kamen diese geräusche nur her? "fiep! fiep!" kitiara folgte den geräuschen vorsichtig.
langsam kam sie der quelle des fiepens näher, konnte aber noch immer nicht sehen, wo es genau herkam. welche tiere gab es hier überhaupt, die solche geräusche machten? scavenger? nein, die klangen anders. aber was dann? langsam ging sie weiter und sah sich wieder vorsichtig um. da war es. es war ein... ein meerschweinchen! wie kam denn das hierher? kamen meerschweinchen hier überhaupt in freier natur vor? merkwürdig.
kitiara ging in die hocke und hielt dem kleinen tierchen die offene hand entgegen. dieses war zuerst zurückhaltend, lief aber schon bald zu ihr und begann zu schnüffeln. "fiep!" kitiara mußte lachen. "was ist? hast du hunger?" kitiara öffnete ihre tasche und suchte kurz, bevor sie etwas fand und es dem meerschweinchen hinhielt. dieses schnüffelte wieder kurz, knabberte daran und fiepte erneut. dann riss es das stück apfel förmlich aus ihrer hand. kitiara lächelte, als das Meerschweinchen sich über das Apfelstück hermachte, als hätte es tagelang nichts gegessen. vielleicht stimmte das ja sogar.
"so, ich muß jetzt weiter", sagte kitiara und erhob sich wieder. das meerschweinchen kam näher und fiepte wieder. "was? ich habe nichts mehr für dich, wirklich" das meerschweinchen kam jedoch noch näher und versuchte jetzt, am bein der amazone hinaufzuklettern. "du willst mitkommen? von mir aus" kitiara lachte und hob das meerschweinchen auf ihre schulter, bevor sie sich auf den heimweg machte. "dann muß ich mir aber noch einen namen für dich überlegen."
|
| 01.07.2003 20:54 | #115 |
| Satura |
Satura und Leon spazierten nebeneinander durch den hellen Wald, Hand in Hand die Natur genießend. "Wir müssen warten, bis es Nacht wird; wenn der volle Mond uns sein Gesicht zeigt, wird der Kronstöckel seine wahre Kraft offenbaren. Lass uns doch ein bisschen hier ruhen!"
Leon nickte, und die beiden ließen sich auf den weichen Waldboden fallen. Satura spielte sich mit einem kleinen Stöckchen. "Du hast gestern sehr gut gekämpft." begann sie, den Blick auf den Boden gerichtet. "Ich hatte nur zeitweise das Gefühl, du wolltest Lehna verletzen." Sie blickte auf und sah dem Dieb in die Augen. "Warum hast du solche Aggressionen gegen sie?" Was für eine Frage... sie wußte es. "Leon, wenn Lehna eine bessere Kämpferin wäre - womit ich nicht sagen will, dass sie schlecht ist - hätte dich genau das den Sieg - wenn nicht gar das Leben - gekostet. Wut und Haß sind keine guten Kampfbegleiter."
Plötzlich raschelte es im Gebüsch, und Lehna und Esteron traten hervor. "Seid gegrüßt! Was macht ihr denn hier? Wie geht es dir, Esteron?" Satura begrüßte die beiden herzlich, und lächelte Lehna an.
|
| 01.07.2003 21:39 | #116 |
| Lehna |
Etwas überrascht ging Lehna hinter Esteron her und begrüßte Satura sowie auch Leon. Obwohl sie äußerlich wesendlich ruhiger und sicherer wirkte als gestern, huschte ihr Blick doch ab und zu ein wenig nervös zu dem jungen Dieb. Den Kampf am gestigen Abend nahm sie ihm allerdings nicht übel - eher im Gegenteil. Immerhin hatte er ihr eine Schwachstelle aufgezeigt, die eines Tages noch ziemlich gefährlich für sie werden könnte, wenn sie nicht damit fertig wurde...Doch gleichzeitig hatte der Kampf auch einmal mehr Leons Eistellung ihr gegenüber offenbart. Aber die war ihr ohnehin nichts neues, wenigstens war er jetzt nicht mehr mal so und mal so...
Während sich Satura und Esteron ein wenig über die vergangenen Tage unterhielten, setzte sich Lehna auf einen umgestürzten Baum ein Stück entfernt von Leon und betrachtete ein klein wenig gelangweilt den Wald um sie herum...
|
| 01.07.2003 22:05 | #117 |
| manmouse |
Der Wanderer beäugte nebenher das sich Lehna etwas abseits auf einen Baumstumpf setzte, als mehr konnte man das Holzgekrüppel nun wirklich nicht bezeichnen, und wie die junge Frau ihren Blick durch die Gegend schweifen lies.Wieso in Beliars Namen setzte sich die junge Frau jetzt dahin? Jetzt wo sie auf Satura getroffen waren. Jetzt wo sie der Frau ihr Herz ausschütten konnte. Ihr und nicht ihm.
Der junge Mann schüttelte den Gedanken ab, als sich Satura nach seinem Wohl erkundigte.
“ Sei gegrüßt Satura, ich kann nicht klagen. Das Lager der Amazonen hat mir die nötige Kraft gegeben, die ich in Gorthar verloren habe. Wie ich sehe ist es euch beiden auch besser ergangen.“ Esteron wies mit seinem Kinn, in die Richtung des jungen Begleiters von Satura.
Dann zog er Satura freundschaftlich am Arm zur Seite, in dem er sich bei ihr einhakte und mit ihr etwas in das Dickicht des Waldes stapfte. Die beiden anderen würden sich schon zu beschäftigen wissen.
Nachdem die beiden aus den Blickwinkeln der anderen beiden gefallen waren, stoppte der Wanderer, und sah der Amazone in die Augen.
“ Ich brauche deine Hilfe Satura.“ Esteron blickte nach Worten suchend in die Baumwipfel..
“ Lehna braucht deine Hilfe. So wie es ausschaut sucht sie das Gespräch mit eine der euren. Ich scheine ihr leider keine Hilfe zu sein. Schlimmer noch. Ich scheine ihr im Weg zu sein.“, sprach Esteron mit gedämpfter Stimme.
|
| 01.07.2003 22:20 | #118 |
| Skeleon |
Der junge Dieb blickte auf, doch Satura sah noch immer vor ihnen zu Boden. Sie nahm es ihm also doch übel. Natürlich, er konnte es auch verstehen. Sie hatte ja nicht gesehen, wie Lehna gemordet hatte und -
Wenn man vom Teufel spricht. dachte Leon missgelaunt, als Lehna aus dem Gebüsch hervortrat, dicht gefolgt von dem jungen Wanderer aus Gorthar. Mit einem freundlichen Lächeln grüßte er Esteron und versuchte seine Miene auch bei Lehna noch aufrechtzuerhalten, was diesmal sogar einigermaßen gelang. Satura musterte den Wanderer eingehend und begutachtete seine Wunden, ehe er sie beisete zog, ein wenig abseits vom Pfad ins Dickicht.
Toll.
Ein Stück entfernt von ihm saß Lehna auf einem Baumstumpf und spähte missmutig in der Landschaft umher.
Eine Weile ignorierte der Dieb sie einfach, ehe er sich direkt an sie wandte: "Und, wie geht's dir und Esteron?"
Ein leises Zischen hatte sich unbeabsichtigt in seine Stimme gemischt. Um etwas von seiner Schärfe zurückzunehmen fügte er noch hinzu: "Ich hoffe, ich war gestern nicht zu rabiat. Satura meinte, ich solle mit allen Tricks arbeiten - wirkliche Feinde -" er betonte es etwas zweideutig "- würden auch keinen fairen Kampf führen."
Er warf ihr einen letzten, misstrauischen Blick zu, ehe er seinen Blick durch den Wald schweifen ließ. Allmählich wurde es düster im Schatten der Bäume rund um sie herum.
|
| 01.07.2003 22:22 | #119 |
| Satura |
Satura ließ sich von Esteron führen und hörte ihm aufmerksam zu. "Du meinst, sie will sich unserem Lager anschließen? Warum fragt sie mich nicht einfach? Ich würde mit ihr sofort zu Mykena gehen, und dann könnte sie... sie würde sicher aufgenommen werden."
Esteron sah sie fast schon verzweifelt an. "Sag mal, wie steht's eigentlich mit dem... nun, mit Lehnas Gast? Ich glaube, wir brauchen da unbedingt Hilfe..."
Die beiden blieben stehen, und Satura sah zum Himmel hinauf. Ein goldener Mond erleuchtete strahlend den Nachthimmel. "Sieh nur Esteron, siehst du den Vollmond? Ist er nicht herrlich? Wenn man seinem Licht folgt, findet man die besten Kräuter." Sie atmete tief die würzige Luft ein. "Riechst du ihren Atem? Herrlich..." Suchend wanderten die Augen der Amazone über den Waldboden, und tatsächlich, wenige Schritte entfernt öffnete sich die Blüte eines zarten Kronstöckels. Satura ging zu der Pflanze, kniete sich vor ihr auf den Boden und strich sanft über ihre zarten Blätter.
|
| 01.07.2003 22:36 | #120 |
| manmouse |
Der Wanderer verfolgte mit seinen Augen irritiert, wie sich Satura um die Pflanze bemühte. Lag das am Vollmond, oder hatte Esteron es einfach nur verlernt, das andere Geschlecht zu verstehen? Wie kam die Frau jetzt, von Höckchen auf Stöckchen?
“ Ja, ne schöne Pflanze.“ Der Wanderer bückte sich neben Satura und betrachtete das gute Stück.
“ Welcher Pflanzengattung gehört sie an?“ Der junge Mann kannte die Pflanze, und doch war all sein Wissen, was er früher als General hatte, versiegt. Ausgedörrt wie ein alter Brunnen.
“ Ich weiß nicht was mit “ihrem“ Gast ist. Ich weiß auch nicht warum sie nicht direkt auf dich losgeht, und dich auf die Aufnahme anspricht. Scheinbar weiß ich im Moment gar nichts.“, resignierend lies Esteron den Kopf nach unten auf sein Brustbein sinken.
|
| 01.07.2003 22:40 | #121 |
| Lehna |
Lehna sah Leon einen Moment lang in die Augen, doch als er ihren Blick erwiderte, wich sie aus und betrachtete stattdessen den Boden vor ihren Füßen, während sie ein wenig nervös mit einem kleinen Stöckchen herumspielte. Sie ließ das dünne Ästchen über ihre Finger wandern, es verschwand einen Augenblick unter ihrer Handfläche und tauchte dann auf der anderen Seite wieder auf, um seine Wanderung erneut zu beginnen.
"Mit Esteron ist alles in Ordnung...", antwortete sie schließlich etwas zögerlich, der Unterton der Frage war ihr nicht entgangen. Andererseits überraschte er sie auch nicht weiter.
"Und der Kampf war doch ganz gut. Immerhin lernt man nur so wirklich seine Schwächen kennen..."
Lehnas Blick wanderte zum Wald. Irgendwo etwas weiter weg mussten Satura und Esteron sein. Sonderbar, was sollten die beiden für Geheimnisse haben vor Leon und ihr? Obwohl... vielleicht nicht vor ihr, sondern vor ihm. Betrübt senkte sie den Kopf. Würde sie den Dämon überhaupt jemals loswerden können...?
|
| 01.07.2003 22:46 | #122 |
| Skeleon |
Wie sie wieder so da saß, bekam der junge Dieb fast Mitleid mit ihr. Sie schien so hilflos und verloren, so schutzsuchend. Wo steckte überhaupt ihr Esteron?Er stampfte fest auf - nein - und rief sich wieder in's Gedächtnis, was sie getan hatte. Unglaublich, zu was sie in der Lage war. Wie ein mitleiderregendes Kätzchen, nur darauf lauernd, ihre Krallen auszufahren und schwere Wunden zu schlagen erschien sie ihm. Sie erschien ihm falsch.
Leon sog scharf die Luft ein.
"Und wie geht es dir?" fragte er schließlich.
|
| 01.07.2003 22:48 | #123 |
| Satura |
Satura beobachtete fasziniert, wie das Licht des Mondes durch die zarten Blätter der Pflanze drang und die feinen Adern durchschimmerten. Als sie mit ihrem Finger über die Pflanze strich, konnte sie ihre Heilkraft beinahe schon körperlich fühlen. Esteron riß sie aus den Gedanken, und lächelnd sah sie ihn an. Der volle Mond spiegelte sich in seinen blauen Augen, und zum ersten Mal fiel ihr auf, das diese Augen nicht die eines jungen Mannes waren. Im Gegensatz zu seinem Aussehen wirkten seine Augen auf eine seltsame Art... alt. Satura schüttelte den Gedanken ab und lächelte ihn an. "Das ist Kronstöckel. Fühl mal." Esteron schien verwundert, streckte aber dann den Arm aus und berührte die dünnen Blätter vorsichtig.
"Und was Lehna angeht - ich werde sie trainieren, und mit ihr reden, wenn Zeit ist. Mach dir keine Sorgen." Sie zögerte kurz und sah Esteron ernst an. "Wie steht es mit dir; willst du, dass sie zu uns kommt?"
|
| 01.07.2003 22:54 | #124 |
| Lehna |
"Mir?"
Lehna hob kurz den Kopf, wobei das kleine Stöckchen ihr entglitt, sich ein paar Mal in der Luft überschlug und schließlich geräuschlos zwischen einigen trockenen Blättern landete.
"Nun ja... Ging mir schon schlechter."
Sie zögerte kurz, ihr Blick glitt scheinbar suchend über den Boden. Ein neues Stöckchen?
"Aber auch schon besser. Nun ja..."
|
| 01.07.2003 23:02 | #125 |
| Skeleon |
Der Junge nickte verstehend, obwohl er natürlich keine Ahnung hatte, was sie meinte.
Er nickte erneut, wie um das Gespräch zu einem Abschluss zu bringen und sah zu, wie sich die junge Frau vornüberbeugte, ein kleines Ästchen aufhob und von vorne begann mit ihrem nervösen Spielchen. Dann wandte er sich schweigend ab und spähte wieder in den Wald. Die Geräusche um sie herum wurden lauter, die Nachttiere erwachten zum Leben. Zirpen, Zwitschern, Gurren, Heulen ... all das mischte sich zu einer düsteren Synphonie.
Wo Satura und Esteron wohl blieben?
Hatte sie nicht etwas vom Kräutersammeln im Mondenschein gemeint? Er grinste unwillkürlich, doch das ließ sofort wieder nach.
Er saß mitten im Wald, allein, mit einem Monster, keine fünf Schritt entfernt vor sich und hatte keine Ahnung wo Satura steckte.
Wie zufällig fand seine Hand ihren Weg zum Heft seines Langschwertes und als er es bemerkte schob er sie in seine Tasche und suchte nach dem geschliffenen Erzbrocken.
Er zog ihn hervor und betrachtete ihn im schwach einfallenden Mondlicht - die blauen Adern leuchteten unnatürlich hell, fast, als wäre das Licht des Mondes strahlender als das Licht der Sonne.
Mit den Fingern fuhr er die Erzstruktur nach und spürte schwach das sanfte Pulsieren, das von dem magischen Metall ausging. Erleichtert atmete er aus und schloss für einen Augenblick die Augen.
|
| 01.07.2003 23:12 | #126 |
| manmouse |
“ Wenn es ihr Wille ist, werde ich es mit allen Mitteln unterstützen.“, erwiderte der junge Mann auf Ihre Frage.
“Und wenn nicht, bin ich auch nicht böse drum....“, fügte Esteron in Gedanken hinzu.
“ Ich denke sie ist bei dir in guten Händen. Kannst du mir denn garantieren, das es ihr gut bei euch ergehen wird? Lehna hat schon einiges durchgemacht. Und sie wird immer von den Leuten im ersten Moment falsch eingeschätzt. Sie ist nicht so –falsch- wie manch einer meint.“
Der Wanderer sank nun vollkommen auf die Knie und widmete sich der Pflanze. “Kronstöckel“, jetzt wo es Satura sagte erkannte Esteron die Pflanze. Jeder popelige Bauer, benutze sie, um aus ihr eine minder kostbare Essenz, zu gewinnen, mit der man, seinem Körper die Blähungen und Magenleiden lindern konnte..
Die Wirkliche Geheimnisse dieser Pflanze blieben vielen verwehrt. Auch Esteron erinnerte sich nur sehr schwach daran.
|
| 01.07.2003 23:14 | #127 |
| Satura |
Die Amazone lachte hell. "Natürlich wird es ihr bei uns gut gehen. Und das wichtigste: sie kann ihre Freiheit ausleben."
Vorsichtig zupfte sie die Blätter des Kronstöckels ab und steckte sie in einen ihrer Beutel. Während sie aufstand meinte sie: "Wir sollten langsam wieder zurückgehen. Die Beiden fragen sich sicher schon, wo wir bleiben."
Schnellen Schrittes gingen Esteron und Satura zurück zu der Lichtung, wo Leon und Lehna sich stumm ansahen. Leon hielt einen Erzbrocken in der Hand, und die Amazone sah ihn fragend an. Sie ging zu ihm und umarmte ihn zärtlich. "Die Kräuter sprießen nur so," flüsterte sie ihm ins Ohr.
|
| 01.07.2003 23:24 | #128 |
| Lehna |
Ein leises Rascheln im Gebüsch, Lehna hob den Kopf. Esteron? Oder nur irgend ein Tier? Nein, kein Tier, sie erkannte die Schritte. Wenig später tauchten die Umrisse der beiden Kräutersammler auch aus dem Dunkel auf, Esteron bog ein paar Zweige zur Seite und trat gefolgt von der Amazone auf die kleine Lichtung. Lehna stand von ihrem Baumstamm auf und ging zu dem jungen Wanderer, während Satura Leon umarmte. Noch einmal war Lehna einen kurzen, prüfenden Blick auf die beiden, bevor sie Esteron fast flehend in die blauen Augen sah."Warum wolltest du so plötzlich weg mit Satura?", fragte sie zögerlich und nahm seine Hände.
"Hat... hatte es etwas mit mir zu tun?"
Sie senkte den Kopf, irgendwie kam sie sich albern vor.
"Ach... ist egal. Ich..."
Sie schwieg und sah Esteron wieder in die Augen. Sie wusste nicht so recht was sie jetzt tun sollte. Die Situation war so seltsam...
|
| 01.07.2003 23:37 | #129 |
| Skeleon |
Der junge Dieb schob sie ein Stück von sich, um sie anblicken zu können und lächelte sie an. Seine düsteren Gedanken wegen Lehna waren mit einem Schlage beiseite gewischt.
Er zog sie an sich und gab ihr einen Kuss.
"Ich will gar nicht wissen, was ihr in dem Busch getrieben habt." griente er verschmitzt.
Dann warf er einen Blick durch das Loch im Blätterdach zum klaren Himmel. Der Mond stand beinahe im Zenit und strahlte voll, rund und hell."Es ist bald Mitternacht, nicht wahr? Na? Schlagen wir uns in die Büsche?"
|
| 01.07.2003 23:53 | #130 |
| Satura |
Die Amazone kicherte und meinte dann laut: "Klar, wir werden sicher genug Kräuter finden." Zu Esteron und Lehna gewandt meinte sie mit einem entschuldigenden Achselzucken: "Tut mir leid, aber ich muß den vollen Mond ausnützen. Jetzt wachsen die besten Kräuter... Und Lehna - wir treffen uns morgen am frühen abend am Strand, übe fleißig bis dorthin; morgen wirst du Leon besiegen." Sie zwinkerte dem jungen Mädchen fröhlich zu und wünschte den beiden noch einen schönen Abend.
Dann nahm sie Leons Hand und zog ihn hinter sich her durch das Dickicht. Es war eine laue, sternenklare Nacht, ungewöhnlich hell durch das strahlende Licht des Mondes.
"Sieh nur!" Satura lief auf einen umgestürzten Baum zu, dessen totes Holz neues Leben gespendet hatte: hier wuchs eine Menge Heilkräuter, Feuernesseln und Kronstöckel. Sie kam gar nicht mehr aus dem pflücken und rupfen heraus, bis ihr auffiel, dass Leon sich ruhig neben sie gesetzt hatte, und sie lächelnd beobachtete. Sie hielt inne in ihrem Rausch und ließ sich neben ihm nieder. "Eine wunderschöne Nacht, nicht? Und wie herrlich diese Kräuter duften... du wirst sehen, das werden tolle Salben, damit läßt sich etwas Gold verdienen." Sie ließ sich nach hinten in das weiche, duftende Moos fallen. "Sag mal, warum hast du noch immer solche Aggressionen gegen Lehna? Ihr wart so still..."
|
| 02.07.2003 00:04 | #131 |
| Skeleon |
Er lächelte fröhlich.
Wozu wollte sie noch Gold verdienen? Er hatte zwei Sack voll, das reichte doch ewig. So ist sie halt, dachte er schmunzelnd, immer fleißig ...Plötzlich verebbte sein Lächeln.
Lehna ...
Er schluckte einen schweren Kloß hinunter und antwortete dann: "Du erinnerst dich an die Banditen? Du hast nicht gesehen, wie sie die Kerle gemeuchelt hat. Es war ihr eine Lust, sie hat sie nicht einfach getötet sondern zu Tode gequält."
Ein Schauer lief dem Dieb den Rücken hinunter, als er an den Erblindeten dachte."Sie ist falsch wie eine Schlange."
Einen Augenblick lagen sie schweigend nebeneinander.
Dann setzte er sich wieder auf und zog Satura mit sanfter Gewalt mit sich. "Komm', sonst vergeht die Mondphase, ohne dass wir sie richtig genutzt haben. Ich glaube, da hinten habe ich noch ein bisschen Grün schimmern sehen."Er deutete zu einer Gruppe schlanker, junger Bäume. Als sie sich näherten erkannte Satura, was er gemeint hatte: Zwischen den verschlängelten Wurzeln wuchsen, gedüngt vom toten Laub des letzten Herbstes, die unterschiedlichsten Kräuter.
Leon konnte sie nicht zuordnen, aber Satura jauchzte still vor Freude. Mit einem Grinsen sah er zu, wie sie sich bückte und die Pflänzchen einsammelte. Er war froh, das Thema gewechselt zu haben, ließ sich neben ihr nieder und half ihr beim Ausrupfen.
"Was sind das überhaupt für Kräuter?" fragte er schließlich.
|
| 02.07.2003 19:47 | #132 |
| Satura |
Noch in der letzten Nacht...
Satura hatte ihm schweigend zugehört, und weiter ihr Kräuter gesammelt. "Ach, das sind alle möglichen Kräuter. Das hier - " sie deutete auf eine Pflanze mit großen, spitzen Blättern - "ist eine ganz normale Heilpflanze, während die hier, mit den kürzeren Blättern und den rosaroten Blütenständen eine Heilwurzel ist, die wesentlich stärker wirkt." Die Amazone zeigte dem Dieb verschiedenste Kräuter, unter anderem auch Kronstöckel und Snapperkraut.
Irgendwann ließ sie sich in dem duftenden Gras nieder und blickte zu den Sternen hinauf. "Leon, weißt du... du darfst nicht so streng sein mit Lehna." Der Dieb sah sie verwundert an. "Sie ist noch jung, und sie hat viel schreckliches erlebt, da bin ich mir sicher. Sie mordet nicht aus Lust, sondern weil es ein anerzogener Trieb ist. Sie ist nicht sie selbst, wenn sie mordet... und zur Zeit sowieso nicht."
|
| 02.07.2003 19:58 | #133 |
| Skeleon |
Satura sah ihm fest in die Augen, doch er blickte nur zweifelnd zurück. Sie glaubt der Schlange, dachte er betrübt.
Nach einem Augenblick wandte er den Blick ab und fuhr vorsichtig mit der Hand über die feingeäderten Blätter einer Heilpflanze.
"Ich weiß nicht, ob ich ihr glauben kann. Und ich weiß nicht, ob du das solltest. Sie war es, die dich vor dem Dämonen zu Fall gebracht hat. Vielleicht solltest du nochmal überdenken, ob du ihr vertrauen kannst."Er sog die Luft durch zusammengebissene Zähne ein und rupfte die Pflanze etwas ungestüm aus, inklusive der Wurzeln und einer Menge Erdreich."Nein, nein, nein, nein! Du darfst nur ihre Blätter abmachen, damit sie wieder Blüte tragen kann müssen ihre Wurzeln im Boden verankert bleiben!" tadelte Satura ihn mit einer Mischung aus Entsetzen und Schadenfreude über seine Ungeschicktheit.
Mit einem verlegenen Grinsen stopfte Leon die Pflanze zurück in die frische Kuhle, klopfte die aufgewühlte Erde fest und machte sich daran, die Blätter vorsichtig und einzeln auszureißen.
"Ich weiß nicht, was ich von ihr halten soll." griff der Junge das Thema 'Lehna' schulterzuckend wieder auf. "Sie erscheint mir gefährlich."
Erneut blickte er auf und in Satura's Augen - matt schimmerte der Mond in ihnen und gab ihnen einen Schein unergründlicher Tiefe.
"Ich werde ihr etwas freundlicher begegnen. Aber auch wachsamer." sagte er schließlich, ehe er Satura einen flüchtigen Kuss gab und sich wieder den Pflänzchen zuwandte.
|
| 02.07.2003 20:49 | #134 |
| Satura |
Sie schüttelte sanft ihren Kopf. "Leon, ich habe nicht gesagt, dass ich ihr vertraue. Das kann ich nicht, sie ist besessen, und ich weiß nicht, wann der Teil von ihr wieder die Oberhand gewinnt, der mich umbringen will. Aber ich glaube an sie. Sie bemüht sich, will sich ändern. Und je mehr du ihr mit Ablehnung begegnest, desto ängstlicher wird sie sein, und sie wird eher in ihre alten Muster zurückfallen, wenn sie denkt, dass niemand an sie glaubt. Und genau deshalb will ich sie unterrichten: weil sie kämpfen lernen muß. Vor allem muß sie lernen, mit sich selbst und um sich selbst zu kämpfen, und sie muß Selbstbewußtsein bekommen. Ich erwarte nicht, dass du sie mit Samthandschuhen anfaßt. Ich erwarte nur, dass du ihr gegenüber fair bist."
Satura atmete tief durch und stand schließlich auf. "Laß uns zurück ins Lager gehen... ich bin schon müde," sagte sie zwinkernd.
Sie nahm seine Hand und half ihm auf. Gemeinsam schlenderten sie den schmalen Trampelpfad zum Lager entlang.
"Sieh mal!" rief die Amazone plötzlich. "Was ist das?" Sie lief zu einem hellen Fleckchen abseits des Weges. Es ging von einer Pflanze aus, deren violettblaue Blüten sanft zu fluoreszieren schienen. "So eine Pflanze habe ich noch nie gesehn..." Sie strich vorsichtig über die Blätter der Pflanze und nahm dann einige Blätter und zwei Samenkapseln mit. "Der Mond läßt gar seltsame Pflanzen gedeihen..." Die Blätter fühlten sich samtig weich an der Unterseite an, und die feinen Fasern brannten leicht auf ihrer Haut. "Eine Nesselpflanze." murmelte sie. "Nun, vielleicht finde ich heraus, wozu sie gut ist."
Die Amazone nahm wieder die Hand des Diebes, und sie gingen weiter, zurück zum Lager. Sie sah Leon prüfend von der Seite her an; er war ruhig und schien nachdenklich zu sein. Sie küßte ihn zärtlich auf die Wange. "Was ist denn?" fragte sie.
|
| 04.07.2003 19:25 | #135 |
| Lehna |
Schweigend ging Lehna neben Esteron her, nachdem sie das Lager verlassen hatten. Die Ereignisse im Tempel gingen ihr nicht aus dem Kopf. Sie hätte beinahe Esteron verletzt... oder getötet...
Noch war es ihr irgendwie gelungen, im letzten Augenblick dem Dämon die Kontrolle zu entreißen. Noch. Aber wie lange würde sie sich dem Höllenwesen noch widersetzen können? Es wurde immer stärker, je länger er in ihr blieb, desto besser konnte er sie kontrollieren. Allzu lange würde sie ihm jedenfalls nicht mehr Widerstand leisten können, auch nicht in... Extremsituationen...„Es... es tut mir leid... das im Tempel.“, begann sie zögerlich, auch wenn sie wusste, dass Esteron es ihr wohl kaum übel nehmen würde. Trotzdem senkte sie betrübt den Kopf und starrte schuldbewusst auf den Boden – obwohl sie eigentlich überhaupt nichts dafür konnte. Aber der Dämon würde sich wohl kaum entschuldigen...
|
| 04.07.2003 20:40 | #136 |
| manmouse |
Der junge Mann lächelte nur. Er wusste, das nicht sie es war, die ihn töten wollte sondern –er-
Er wusste das er sie liebte. Und er wusste was er ihr geschworen hatte.Langsam und nicht mehr so hastig wie noch eben im Amazonenlager brachen die beiden durch die Büsche des Waldes. Die Feuchtigkeit des vergangen Regens, zog in leichten Nebelfaden nach oben. Der Boden war mehr als feucht.“ Mach dir keine Vorwürfe, mein Schatz. Das warst nicht du, die mich töten wollte. Das weißt du, genauso gut wie ich.“
Esteron griff sich die warme, weiche Hand von Lehna. Sie fühlte sich so gut an. Zierlich und doch stark. Alles würde gut werden. Sie hatten Gorthar getrotzt, also würden sie erst recht diese Situation meistern.
“ Weißt du Lehna. Was mich vielmehr beschäftigt, ist die Tatsache, wie wir an einen Edelstein kommen sollen, und wo in Beliars Namen sich diese Harpyien.“, der junge Mann legte seine Stirn in Falten. Das stellte die beiden vor ein Problem. Sie waren wohl zu überhastet aufgebrochen.
Die Sonne ging ebenfalls langsam unter. Jetzt würden sie auch noch bei der Dunkelheit reisen.
|
| 04.07.2003 21:46 | #137 |
| Lehna |
Lehna nickte nur ein wenig auf Esterons Antwort auf ihre Entschuldigung hin. Ja, sie wusste dass sie nichts dagegen tun konnte. Trotzdem fühlte sie sich schuldig. Sie war damals einfach allein und planlos in den Wald gerannt, wenn sie das nicht getan hätte, wäre sie nicht von den Dämonen angegriffen worden und hätte jetzt keines der Viecher in ihrem Geist...
Ach, was für ein Unsinn. Sie verdrängte die Gedanken, sie würden ohnehin zu nichts führen, und widmete sich wieder der aktuellen Situation. Die Dunkelheit senkte sich schneller über das Land, als es Esteron und ihr lieb war. Ihre freie Hand wanderte zum Griff ihres Schwertes, angestrengt spähte sie zwischen den Bäumen hindurch. Trotz allem hatte auch in Khorinis der Wald des Nachts etwas wenig einladendes an sich...
„Einen Edelstein bekommen wir sicherlich von den Amazonen.“, antwortete sie auf Esterons Frage hin.
„Notfalls müssen wir Saturas Gürtelschnalle zweckentfremden...“Sie grinste ein wenig, fast schon amüsiert, angesichts dieser Vorstellung. Dennoch, wirkliche Belustigung oder gar Fröhlichkeit wollte sich nicht einstellen. Wie schon so lange nicht mehr. Mal wieder wünschte sie sich zurück in das kleine Bergarbeiterdorf, bevor sie aufgebrochen waren, um die Inquisition zu beschatten.
„Und Harpyien... Soweit ich weiß bauen die ihre Nester am liebsten auf schwer erreichbaren, steilen Klippen.“
Sie sah Esteron fragend an.
„Ich kenne mich hier nicht aus... Weißt du keinen Ort an dem Harpyien brüten könnten?“
|
| 04.07.2003 22:38 | #138 |
| manmouse |
Gut das mit dem Edelstein schien geklärt zu sein. Die Blutsamen hatte Satura, rein zufälligerweise schon besorgt, fehlte nur noch die Feder aus dem Hintern einer neugeborenen Harpyie. Nichts leichter als das.
Auf die Frage von Lehna wusste Esteron keine Antwort. Er wusste ja nicht mal wie so ein Wesen aussah.
Der junge Mann stapfte immer tiefer mit Lehna in den Wald.
Die Berge. Wo waren in diesem Gottverdammten Land die Berge? Esteron versuchte sich zu erinnern. Das einzigste was er in diesem Land kannte waren, das Kastell. Den Wald, in den es ihn verschlagen hatte, bevor er den Auftrag bekommen hatte diese blöde Haube zu besorgen. Und was noch?
Esteron hörte in sich. Versuchte den General in ihn zu aktivieren. Er musste es doch wissen.
“ Sag mir wo dir Berge sind. Ich bitte dich, hilf mir. Hilf uns“, murmelte Esteron krächzend vor sich hin. Der junge Mann schien verzweifelt.Er musste es schaffen. Sie hatten nicht mehr viel Zeit. Der Dämon wurde immer stärker. Lange konnte Lehna ihm nicht mehr trotzen. Wieso kam der General nicht ausgerechnet jetzt zum Vorschein, jetzt wo ihn Esteron das erst mal wirklich gebrauchen konnte. Warum nicht.
“ Geht ins Minental. Nur dort werdet ihr sie finden.“ Esteron bemerkte nicht wie er die Worte murmelte. Er war zu Verzweifelt. Ängstlich. Wütend. Aufgelöst.Warum nur half ihm der General jetzt nicht..
|
| 04.07.2003 23:14 | #139 |
| Lehna |
Etwas verwundert sah Lehna Esteron an. Der junge Wanderer sah irgendwie verzweifelt aus, und wütend. Und er murmelte seltsame Dinge vor sich hin... ’Geht ins Minental. Nur dort werdet ihr sie finden.’
Warum zum Henker quatschte er, als würde er sich selbst anreden? Lehna kniff grübelnd die Augen zusammen und legte den Kopf ein wenig schief, bevor es ihr plötzlich einfiel. Mit sich selbst reden – warum nicht? Immerhin hatte Esteron auch einen kleinen Gefährten im Kopf...
Kleiner Gefährte. Einmal mehr musste sie humorlos lächeln, aber das interessierte jetzt auch nicht weiter. Wichtig war, dass wohl gerade der General einen kleinen Tipp gegeben hatte.
„Esteron?“
Der junge Wanderer wandte ihr den Kopf und sah sie ratlos an. Und auch ein wenig wütend, auf wen auch immer. Lehna gab ihm kurz einen Kuss auf den Mund, ohne wirklich einen Grund dafür zu haben.
„Er hat doch gerade gesagt, wir sollen ins Minental gehen.“, grinste sie. Doch wieder schien sie nicht wirklich belustigt zu sein.
Ins Minental.
In die tödlichste Gegend von Khorinis...
|
| 06.07.2003 19:03 | #140 |
| manmouse |
Sie hatten es geschafft. Mehr oder weniger. Dem Minental erfolgreich den Rücken gekehrt.
Esteron schmiss den Sack grob zu Boden, so das ein wimmern von dem Sackinhalt ausging. Dann lies der junge Mann Lehna langsam und sanft zu Boden gleiten. Gönnte der jungen Frau eine kleine Pause. Der Blick des jungen Mann ging zu dem notdürftigen Verband, der um den Arm der jungen Frau lag. Er war vollkommen durchgeblutet. Lehna lag bewusstlos am Boden. Gleich würde es ihr wieder besser gehen.
Esteron lies sich ebenfalls neben der Frau nieder und schloss die Augen. Sein Atem ging schwer. Nur einen Moment der Pause. Klitzeklein.
Aus den wenigen Momenten waren mindestens drei Stunden geworden. Das Harpyienjunge hatte immer wieder einen laut von sich gegeben, den Esteron mit einem Stiefeltritt gegen den Sack gestoppt hatte, doch auch diese war nach einer Zeit verstummt. Esteron blickte auf. Die Sonne wollte sich schon daran machen hinter den Bergen zu den Waldwipfeln zu verschwinden. Es wurde Zeit, das sie das Amazonenlager noch heute erreichtem.
Langsam stand der junge Wanderer auf, bückte sich zu Lehna herunter und umschloss mit einem Arm ihr Hüfte, mit der anderen suchte seine Hand den Griff des Sacks, und dann versuchte er sich mit einem ächzendem Stöhnen aufzurichten, wobei er beinahe aus dem Gleichgewicht geriet.
Mit langsamen vorsichtigen Schritten machte sich Esteron daran das kurze Waldstück zum Amazonenlager zu durchqueren.
|
| 07.07.2003 20:23 | #141 |
| Skeleon |
Der junge Dieb bog einen elastischen Ast beiseite, trat daran vorbei und ließ ihn zurückschnellen. Einen Moment sah er sich um. Was für ein wunderschöner Ort: das warme Sonnenlicht strahlte durch das dünne Blätterdach und der würzige und liebliche Geruch von Kräutern und wilden Blumen lag in der Luft. Hätte Satura ihn doch begleitet, er wüsste schönere Dinge an diesem Tag zu tun, als einer Horde Goblins ihr Beutegut zu stehlen.
Kopfschüttelnd, aber schmunzelnd verdrängte der Junge den Gedanken. Er hatte eine Aufgabe zu erledigen!
Zur Bestätigung nickte er sich selbst zu und machte sich dann daran, weiter durch den lichten Wald zu stapfen. Saturas Wegbeschreibung folgend war er nun schon eine Weile unterwegs. Das Waldgebiet mit den Gräsern und hüfthohen Büschen wich nun einer schroffen, auf ihre Weise, schönen Gebirgslandschaft. Vereinzelt standen noch Bäume umher, saftiges Gras und wild wuchernde Wiesen bedeckten den Großteil der hügeligen Landschaft, doch am meisten fielen die zahllosen Felsbrocken ins Auge, die sich hier an die fünf Meter auftürmten. Leon vermutete, dass die Steine mit einem Erdrutsch vor vielen Jahren von den südlichen Ausläufern der Berge rund um das Minental heruntergekommen und hier gelandet waren.
Er suchte sich seinen Weg nach Saturas Hinweisen, trat um eine seltsam aufrechtstehende Felsensäule herum und erklomm einen steilen Hügel. Als er nun auf dem Kamm stand sah er endlich sein Ziel: Vor ihm sank der Boden weg und stieg wenige Meter weiter wieder an. Die ganze Gegend erinnerte an einen Krater und der riesige Felsenklumpen, der auf dem staubigen Grund der Kuhle lag verstärkte diesen Eindruck noch. Wie Leon erkannte schloss der riesenhafte Granitblock nicht völlig mit dem Erdboden ab sondern bildete zusammen mit ihm eine flache, dunkle Höhle. Vor ihr lag ein grob aufgeschichteter Haufen schwarzer Steine und es dauerte einen Moment, bis der Junge begriff, dass es sich um ein altes Lagerfeuer handelte. Um es zu löschen hatte man es solange mit Steinen beworfen, bis die Flammen erstickt waren.
Aus der Richtung des Höhleneingangs ertönte ein seltsames, quäkiges Glucksen. Der junge Dieb zog scharrend seine Klinge und machte sich daran, hinab in die Kuhle zu steigen.
Was er so gehört hatte, waren Goblins kleine, grüne, schwache, fiese, schuppige Affen. Keine sehr große Bedrohung, aber man musste sich vor ihren Tricks in Acht nehmen.
Schritt um Schritt näherte sich Leon dem niedrigen Höhleneingang und Schritt um Schritt wurde das Gegrunze lauter bis - Stille.
Der Dieb blieb genauso abrupt stehen wie die Geräusche aufgehört hatten.Was war zu tun? War das eine Falle?
Ihm blieb nichts anderes übrig als es herauszufinden und so machte er einen vorsichtigen Schritt weiter voran. Der Sand knirschte unter seinen eisenbeschlagenen Schürferstiefeln. Ein weiterer Schritt. Und noch einer. Und - Und da war es mit der Stille vorbei, das Gekreisch und Gequieke wurde mit einem Mal lauter denn je und ehe der Dieb reagieren konnte flitzten vier kleine schwarze Schatten aus der Felsenspalte hervor und umzingelten ihn. Verwirrt blickte er zwischen ihnen hin und her. Sie waren klein. Sie wirkten schwach. Sie waren schuppig. Sie waren schwarz und hatten Augen von blutigem Rot, durchzogen von unmenschlichem Hass und dunklen Äderchen.
Der junge Dieb blickte hilflos von einem zum andren. Sie alle trugen schwere Holzknüppel in ihren kleinen, klauenartigen Händen und gaben unterdrückte Grunzer von sich. Sie schnüffelten und musterten ihn mit ihren bösen Augen von oben bis unten. Was sollte der Dieb tun? Konnte er einen direkten Angriff wagen? Sie waren zu viert aber so klein und -
Der Goblin der dem Jungen direkt gegenüberstand nahm ihm die Entscheidung ab, stürzte vor und verpasste ihm mit einem greinigen Quäken einen Hieb auf die linke Hüfte. Schmerzhaft wurde Leon an seine alte Verletzung erinnert und taumelte keuchend und ächzend ein Stück zurück, direkt der Kreatur hinter ihm in die Arme.
Flink und bösartig keifend schnellte sie in die Luft empor und krallte sich mit ihren Füßen in Leons Nacken fest. Drei oder vier Hiebe verpasste sie ihm auf den Hinterkopf, ehe der Junge sie abwerfen und grausam gegen den Felsblock schmettern konnte. Kläglich glucksend sank der Goblin in sich zusammen - Leon spürte frisches Blut seinen Nacken hinunterlaufen - er stürzte vor und versuchte einen Angriff auf den ersten Goblin - ließ dabei die anderen beiden zu seiner Rechten und Linken aus den Augen und wäre beinahe gestürzt, als sie ihm mit ihren Knüppeln gegen die Schienbeine trümmerten. Wäre er jetzt gefallen wären die Viecher wie Pirahnas über ihn hergefallen - laut aufschreiend sprang der Junge in die Luft und landetet direkt vor dem ersten Goblin, holte weit mit dem rechten Bein aus und trat das Viech einfach beiseite. Gebückt und humpelnd jagte er den Abhang zum Kamm des Kraters empor. Dort wandte er sich um, keuchte, stützte sich schwer auf seine Oberschenkel und sah an sich herunter.Er schüttelte wütend den Kopf, wischte sich das Blut aus dem Haar und massierte sich die Hüfte. Ächzend ließ er sich in das hohe Gras fallen und spähte zu der Höhle hinunter. Die drei Goblins hatten scheinbar nicht vor ihn zu verfolgen sondern machten sich stattdessen einen Spaß daraus sich gegenseitig mit verrußten Steinen zu bewerfen. Schließlich legten sie ihren Zwist bei, packten den noch immer benommenen vierten Goblin auf ihre schmalen, schuppigen Schultern und warfen ihn grob in das alte Lagerfeuer. Weiße Asche stieb in alle Richtungen davon, hustend und prustend kroch er aus dem Steinkreis hervor während die andren drei glucksend lachend in ihrer Höhle verschwanden. Was für seltsame Viecher, dachte der Junge. Wie sollte man etwas dermaßen Wirres bekämpfen?Der vierte Goblin, nun über und über weiß vor Asche, kroch hängenden Kopfes aus dem Krater empor und stapfte in ein nahegelegenes Waldstück davon. Das war die Gelegenheit, dachte der junge Dieb, um eines der Biester auszuschalten.
Schnell waren die Schmerzen vergessen, er sprang auf und humpelte hinter dem Viech her.
Nach nur kurzem Marsch vernahm der Dieb das sanfte Rauschen von Wasser. Mit jedem Schritt wurde das Plätschern lauter und bald erkannte er, dass sie sich einem reißenden Fluss näherten. Schien als hätte der Goblin eine Art Hygieneempfinden - dachte Leon, ehe er sah, wie sich das Vieh mit stinkendem Modder in einem abgelegenen, brackigen Seitenarm des Flusses 'säuberte'. Jetzt war der Moment, wo er angreifen musste, dachte Leon - und tat es.Blitzschnell stürzte er vor, seine Klinge durchschnitt hart und geschwind die Luft - der Goblin schrie und krächzte - das Wesen hob seinen Knüppel - dumpf schlug der Stahl auf das harte Holz und bohrte sich tief hinein. Fies grinsend blickte Leon zwischen den verhedderten Waffen und dem kleinen, matschigen Biest hin und her. Der Goblin entwickelte eine erstaunliche Kraft und riss und zerrte an seinem Knüppel herum, doch ehe er sich lösen konnte verpasste Leon ihm einen solchen Tritt, dass er den Knüppel kreischend losließ, über die Landzunge, die den Fluss von dem Seitenarm trennte davon flog und schließlich blubbernd und glucksend im reißenden Wasser des Flusses landete. Auf der Stelle wurde der schwarze Goblin mitgerissen.
Leon riss den Knüppel von seiner Klinge und sah zufrieden dem Flusslauf hinterher. Selbst wenn das Vieh irgendwo angespült würde und überlebte wäre es für den Augenblick ausgeschaltet.
Einer weg, drei übrig.
Schnellen Schrittes machte er sich auf den Rückweg zum Krater und blickte sich suchend um. Das Glucksen der verbliebenen Goblins dröhnte immer noch unbekümmert den Hügel hinauf.
Hier und da lagen große und kleine Felsabbrüche herum. Sonst gab es in großem Umkreis nichts nützliches.
Der Dieb seufzte. Irgendetwas musste er ja machen - und so bückte er sich, umfasste einen großen Felsblock mit beiden Händen und hievte ihn ein Stück empor, aus seiner erdigen Vertiefung, ehe er ihn stöhnend wieder absetzen musste.
Wäre der Felsbrocken erstmal in Bewegung würde er bei den Goblins garantiert für Verwirrung sorgen. Leons Blick fiel auf den Hang vor ihm - überall lagen kleiner Steine herum, es wäre also gut möglich, so einen kleinen Erdrutsch auszulösen!Seufzend besah er sich den Felsen und überlegte, wie er ihn ins Rutschen bringen könnte - und da fiel ihm der Knüppel des Goblins ein.
Schnell hatte er ihn am Flußufer ausgemacht, mitgebracht und unter den Felsen geklemmt. Jetzt hebelte er mit aller Kraft gegen ihn an, stöhnte und ächzte, ignorierte die neuen Schmerzen in seiner Hüfte und schließlich - zerbrach der Knüppel. Doch im selben Moment begann der Felsen zu rutschen, traf auf einen anderen Stein, überschlug sich und riss im Fall kleine und große Kiesel mit sich. Zufrieden beobachtete Leon die Kette von Ereignissen, die jetzt in Gang kam.
Das Rauschen von rutschendem Fels drang an die spitzen Ohren der Goblins - sofort jagten zwei von ihnen heraus, rannten wieder hinein, traten den dritten vor die Tür und schleiften die schwere eiserne Truhe durch den schmalen Durchgang.
Nur Augenblicke später jagten sie mit ihrem Schatz davon, doch die beiden, die die Truhe schleppten wurden schließlich von der Welle aus Gestein erreicht und überrollt.
Kreischend und Quiekend gingen sie unter dem Erdrutsch unter, die Kiste wurde überspült - und der letzte Goblin spähte zu Leon empor und erkannte in ihm den Auslöser dieser Tragödie. Wild kreischend wirbelte der Goblin seinen Knüppel durch die Luft und jagte den Hügel empor - wo Leon ihn mit gezogenem Schwert erwartete.
Schnell und genau war Leons Stich, die schuppige Haut des Goblins wurde durchdrungen und blubbernd und glucksend sank er in sich zusammen, die Krallenhände auf die Klinge gelegt, die in seinem Bauch steckte."Wut und Hass sind schlechte Kampfpartner." versuchte Leon dem schwer verwundeten Wesen klar zu machen, doch weder verstand es seine Sprache, noch war es in der Verfassung weisen Ratschlägen zu lauschen. Mit einem ekligen Geräusch befreite sich der Goblin von der Klinge und taumelte ein Stück weit, ehe es in sich zusammenbrach und schwer atmend liegen blieb.
Leon fragte sich, was in dem Goblin vor sich ging. Es waren keine so dummen Kreaturen, wie er wohl gedacht hatte.
Schließlich atmete der Dieb erleichtert aus und trottete hinüber zu der schweren Truhe, die nur noch halb aus der Kieslawine hervorlugte. Mit wilden Schaufelbewegungen brachte er das Schloss zum Vorschein, zuckte kurzerhand seinen Dolch und zertrümmerte das Schloß. Quietschend schwang der Truhendeckel zurück und gab die Sicht frei auf den mit rotem Samt ausgelegten Innenraum. Er war völlig leer, abgesehen von einer abgegriffenen Lederscheide, aus der ein schwarzer, seltsam verdellter Griff eines Schwertes herausragte. Es hatte kein Parierkreuz, keine Lederbespannung für besseren Halt, es schien einfach - alt.Mit zittrigen Fingern nahm es der Junge in die Hand und zog scharrend die Klinge heraus.
Auch sie war völlig schwarz, schartig, verbogen, mit Stahldrähten und Nieten ausgebessert und auf etwa der Hälfte des Schwertblattes war es mit einem Heft aus Gold abermals zusammengehalten. Dieses schwarze Metall kannte Leon aus seinem ersten Aufenthalt in Gorthar, in der Bergarbeitersiedlung. Wo immer die Klinge herkam, sie war aus dem Schwarzerz von Gorthar gefertig. Sie musste ur-, uralt sein. Vorsichtig fuhr der Junge an der Schneide entlang und schrie überrascht auf, als sich ein Schnitt in seiner Fingerkuppe auftat."Es ist noch scharf." murmelte er verunsichert.
Schließlich schob der Junge es zurück in die Lederscheide, band es sich an die rechte Hüfte und machte sich auf den Rückweg. Sein Blick fiel auf die Stelle, wo der letzte Goblin umgekommen war. Die Leiche war weg, eine dunkelrote, feine Blutspur zog sich durch das Gras, bis sie hinter dem Kamm des Hügels verschwand.Leon sog scharf die Luft ein. Dann stapfte er durch den Wald davon, zurück in Richtung Hauptpfad. Zurück zum Amazonenlager. Zurück zu Satura. Er lächelte.
|
| 08.07.2003 04:24 | #142 |
| manmouse |
Er lief. Schneller und schneller jagte er ins Dickicht. Immer weiter, immer tiefer in den dunklen Wald hinein. Lehna.
Lehna war tot. Die Hohe Priesterin hatte sie auf dem Gewissen. Der Dämon. Satura. ER.
“LEHNAAA““, schreiend warf sich Esteron zu Boden. Seine Hände griffen in die Nasse Erde. Seine Finger gruben sich kratzend in die Wurzeln, kleiner Ableger. Lehna...
Es war zu spät. Er hatte sie verloren. Sie war nicht mehr. Ihr Leben war ausgehaucht, sowie seines bald ausgehaucht sein würde. Unter heißen Tränen die ihm an den bärtigen Wangen hinunterliefen, richtete sich Esteron auf. Saß nun auf Knie in dem feuchten Waldboden.
“Lehna. Warum hast du mich allein gelassen? Ich brauche dich doch so sehr. Lehna.....“
Monoton wanderten seine Hände zu den Dolchen. Lehnas Dolchen.Seine mit nasser Erde verschmutzten Finger umschlossen die Griffe, er würde es hier beenden. Langsam zog er die Waffen aus seinen Stiefeln. Starr und verweint war sein Blick nach vorn gerichtet. Sie war nicht mehr, also wollte auch er nicht mehr sein. Er würde ihren Schwur, den sie sich an dem Abend, wo Lehna ihm ihr Herz geöffnet hatte, niemals brechen. Entschlossen führte er die Dolche nach oben. Gleich war es soweit.
Er hatte einen Menschen verloren. Den einzigsten den er jemals geliebt hatte. Was er für ein Geschenk gehalten hatte, war zu einem Fluch geworden. Das Gefühl des Verlustes war so stark in ihm, das er an einen körperlichen Schmerz grenzte. Sein Herz schlug wild in seiner jungen Brust. Seine Seele brannte, brannte wie Feuer. Lodernd züngelten die unsichtbaren Flammen jegliche Emotion hinfort. Hinterliesen nur noch eine vollkommende Leere.
Und er glaubte zu wissen warum.
Er war schuld an ihrem Tot. Nur er allein. Sie waren zu spät gekommen. Wenn Esteron in Gorthar bei der Gruppe geblieben wäre, könnte sie noch leben. Leben an seiner Seite. Sie wäre nicht von dem Dämon besessen gewesen. Und würde jetzt bei ihm sein.
Die Dolche waren jetzt bedrohliche nahe an die Kehle von Esteron herangekommen. Diese Waffen hatten schon viel Blut gekostet. Hatten schon viele Menschen getötet. Waren zischend durch die Luft gezogen. Geführt von ihrer ehemaligen Besitzerin. Präzise und sehr genau.
Langsam ritzte sich der scharfe Grad des Dolches in die Haut seiner Kehle. Ein feiner kaum sichtbarer Streifen Blut tat sich auf. Tropfen quollen aus der frische Wunde, und suchten sich unaufhaltsam den Weg den Hals herab.Gestern schon hatte er eine Waffe an seinem Hals gehabt. Die blaue Erzklinge, geführt von seiner Geliebten, die ihm das Leben nehmen wollte. Von Lehna, die jetzt selbst tot war.
“ Lehna. Ich folge dir. Warte auf mich. Empfange mich auf der anderen Seite, ich bitte dich.“ Der Wanderer wollte sein Werk vollenden. Endlich sterben, als sich plötzlich sein “-Gast-“, zu Wort meldete.
Bedenke, wenn du den Freitod wählst wird dich keiner missen. Keiner außer Lehna. Steh auf Esteron. Es ist noch nicht zu spät. Eile zurück in das Lager. Sie kann wiedergeboren werden, so wie wir einst wiedergeboren wurden.Esteron stöhnte auf. Wieso konnte er nicht zuende bringen, was er sich jetzt am sehnlichsten wünschte? Er wollte doch einfach nur bei Lehna sein. Ihr folgen. Folgen in den Tod.
“Lass mich. Ich will nicht mehr leben. Ich kann nicht sein ohne sie, versteh das doch.“, schluchzte der Wanderer vor sich hin. Wie immer verstand er nicht sofort was ihm der alte damit sagen wollte.
Es ist noch nicht zu spät. Noch kann sie von den Schwarzmagiern zurück ins Leben geholt werden. Wenn du sie wirklich liebst, musst du es versuchen.
Der Wanderer rief sich mit Gewalt zur Ordnung auf. Verstaute die Dolche wieder in seinen Stiefeln, und rieb sich mit den erdverkrusteten Händen die Tränen aus den Augen. Dunkle Ringe hatten sich unter ihnen gebildet. Er würde Lehna holen und zu den Schwarzmagiern bringen. Nur sie würden ihm helfen können, der Preis den Esteron dafür zahlen musste war ihm egal. Was zählte war das Lächeln von Lehna. Mehr nicht.
Langsam stand er auf, seine Beine hatten ihr Blut verloren, sie kribbelten, waren eingeschlafen. Der Wanderer keuchte auf, taumelte in den Wald hinein. Er musste zurück ins Amazonenlager. Er durfte keine Zeit verlieren.Diesmal durfte er nicht zu spät sein. Womöglich hatte er nur noch diese eine Chance.
Nach wenigen Fußweit verlor sich die Spur des jungen Mannes im dichten Gestrüpp des Waldes.
Was der Wanderer nicht wusste, war die Tatsache das Lehna das Ritual im Tempel der Donnra überlebt hatte.
|
| 10.07.2003 18:07 | #143 |
| manmouse |
In den Wald wollte sie also. Esteron nickte, atmete noch einmal tief durch und verließ dann mit Lehna das Gästehaus.
Die Luft war im Sonnenschein recht stickig heiß, gut das Lehna nicht in den Sinn gekommen war durch das Amazonenlager spazieren zu gehen.
Hand in Hand schritt das Pärchen an der Wiese vorbei und trat in den kühlen Schatten der Bäume. In der Ferne war das Gezwitscher eines Vogels zu hören. Und hier im Wald schien es friedlich zu sein. Keine Monster weit und breit.In dem Wanderer machte sich ein ungutes Gefühl breit. Hier hatte er sich vor zwei Tagen umbringen wollen. Oder war es drei Tage her? Auf jeden Fall wollte der junge Mann die Stelle meiden, an der er sein Leben beenden wollte und drängte Lehna in einen Ausläufer nach rechts.
Esteron dachte an die letzte Nacht. An die Ziele die er sich gesetzt hatte. Wo trieb sich eigentlich Gardiff rum.
“Sag mal Lehna. Als du damals auf Gardiff getroffen bist, hat es da auch solange gedauert bis er bereit war dich auszubilden? Ich meine die eine Lehrstunde die wir damals im Wald von Gorthar bekommen haben, war ja nicht gerade viel. Ich brenne geradezu darauf endlich die Kunst des Schwertkampfes zu meistern.“, Esteron lächelte bitter.
“Wenn ich dich schon nicht beschützen kann, weil deine Künste besser als meine sind. So möchte ich doch wenigstens mit dir an der Seite bestehen können.“
Mittlerweile hatten die beiden eine kleine Lichtung erreicht. Die Sonne bahnte sich schwach dn Weg durch das dicke Blattwerk der großen Bäume und tauchte den Platz in eine kleine Oase.
|
| 10.07.2003 18:51 | #144 |
| Lehna |
Lehna antwortete nicht sofort, ihr Blick war nachdenklich auf den von saftigem grünen Gras gedeckten Boden vor ihnen gerichtet.
„Weißt du, Beschützen hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, gut mit einer Waffe umgehen zu können.“
Sie sah Esteron an und lächelte ein wenig, während sie seine Hand ein wenig fester drückte. Egal wie gut oder schlecht er kämpfen konnte, bei ihm fühlte sie sich sicherer als bei irgendwem sonst.
„Du bist der einzige, der mich vor all den Dingen beschützen kann, die eben nicht mit dem Schwert zu bekämpfen sind.“
Lehna blieb stehen und sah ihren Geliebten ernst an, während der Wind mit ihren Haaren spielte.
„Ohne dich... hätte ich längst aufgegeben. Ich würde jetzt irgendwo als Futter für die Würmer dienen, weil ich mich selbst aufgeschlitzt hätte. Und diejenigen, die mich beerdigt hätten – falls das überhaupt jemand getan hätte – sie hätten wahrscheinlich nicht einmal meinen Namen gewusst. Du bist der einzige Grund, warum ich noch lebe. Also tu nicht so, als könntest du mich nicht beschützen...“Ein teils verbittertes, teils amüsiertes Lächeln huschte über ihr Gesicht. Der dumpfe, unterschwellige Schmerz an ihrem Hals war der beste Beleg dafür, wie ernst sie es mit ihren Worten meinte...
Sie legte Esteron die Arme um den Hals und küsste ihn zärtlich auf den Mund. Nein, es gab niemanden sonst, der ihr Sicherheit geben konnte auf dieser Welt, der ihr die Kraft geben konnte, immer wieder dem zu trotzen, was das Leben ihr an Steinen in den Weg warf, der ihr die Hoffnung geben konnte, dass eines Tages endlich alles überstanden sein würde. Allein hätte sie schon lange aufgegeben...Seufzend ließ sie sich auf den weichen Waldboden nieder, Esteron setzte sich neben sie. Eng an ihn gekuschelt lauschte sie dem Gesang der Vögel, dem Zirpen der Grillen und dem leisen Rauschen des Windes in den Kronen der Baume. Genoss die Ruhe und Abgeschiedenheit. Niemand war hier, der sie stören konnte, es gab nichts, was sie dringend zu erledigen hatten, und niemand wollte sie umbringen.Lehna lächelte ein wenig. Manchmal konnte man ja glatt auf die Idee kommen, das Leben wäre schön...
|
| 10.07.2003 19:31 | #145 |
| manmouse |
Versteh einer die Frauen. Es ging ihm nicht um den seelischen Beistand. Es ging ihm um was anderes. Womöglich unterschied sich Esteron nicht von anderen Männern. Es ging ihm auch nicht darum, das seine Geliebte stärker war als er. Er wollte alles geben. Was nutzte seelischer Beistand, wenn Lehna von hinten erstochen wurde? Nichts.
Der Wanderer drückte Lehna fester an sich, wollte sie nicht mehr loslassen. Nur noch hier liegen und mit ihr alleine sein. Sie spüren.
“Ich habe dir gestern abend nicht die Wahrheit gesagt, Lehna. Ich wollte dich nicht beunruhigen, nachdem was du durch gemacht hast. Doch über kurz oder lang hättest du sie eh angesprochen.“
Esterons Arm drückte Lehna noch etwas fester an den Oberkörper des jungen Mannes.
“Satura. Sie hat sich verändert, seit dem Ritual. Ich verstehe nicht was dort geschehen ist. Sie hat das geschafft, was andere vor ihr nicht geschafft haben.“, der Wanderer stockte. Legte eine kurze Pause ein, bevor er fortfuhr.“Selbst Leon scheint anders zu sein. Gestern war sein Gesicht...., in seinen Augen lag Sorge. Dann sagtest du etwas von einer Zweiten Kraft, die während des Rituals in deinen Körper eintraf, und mit dem Dämon verschwunden ist.“Die Augen von Esteron verfolgten ein einzelnes Blatt, das langsam aus dem Blätterdach der Bäume zu Boden segelte. Leicht wie eine Feder tanzte es im Wind, vollführte ein paar Drehungen zum Takt des Vogelgezwitschers, bevor es sanft den Boden erreichte.
“Wenn der Teil, der dich erreicht hat, von ihr war. Dann schätze ich fast, das sie nicht das ist, was sie vorzugeben scheint. Sie ist anders, in gewisser Weise.“
Der Wanderer war sich selbst uneins. Er war immer gerne in der nähe der schwarzhaarigen Amazone gewesen, sie hatte ihm bereits zweimal das Leben gerettet. War daraufhin aber immer auf Geheimnisvolle Weise verschwunden ohne sich zu verabschieden. Und nun das Ritual.
|
| 10.07.2003 19:46 | #146 |
| Lehna |
„Dieser... Teil... war vielleicht von ihr, aber es war nicht sie.“, antwortete Lehna leise und beobachtete nachdenklich die sich im Wind wiegende Krone eines Baumes. Die Äste bildeten immer wieder unterschiedliche Muster, durch die das Licht der Sonne auf den Boden fiel, doch diese Muster wiederholten sich in regelmäßigen Abständen. So ruhte in jedem Chaos doch Ordnung, und in jeder Ordnung das Chaos...
Lehna lächelte ein wenig amüsiert über die Ordnung – Chaos – Gedanken und verdrängte sie erst einmal, um sie vielleicht später einmal wieder hervorzukramen, wenn ihr langweilig war.
„Sie... ihr ist selbst irgend etwas passiert, dadurch, dass sie mir geholfen hat.“
Sie schwieg wieder. Was auch immer mit Satura los war, Lehna gab sich selbst die Schuld daran.
„Wir müssen ihr helfen, wenn wir das können. Das... sind wir ihr schuldig.“
|
| 10.07.2003 22:14 | #147 |
| manmouse |
“Ja wir sollten zusehen das wir etwas für Satura tun können. Nur was ist die Frage. Denn ich befürchte das wir beide da nicht gerade viel unternehmen werden können.“
Esteron küsste seiner Geliebten auf die Stirn, jetzt sollten sie aber erst mal nur an sich denken. Sie hatten solange warten müssen. Fordernd wanderte sein Mund zu ihren zarten rosigen Lippen. Wie lange hatte er sie vermisst. Er wollte sie spüren. Mit ihr zusammen sein, wie damals in Gorthar. Langsam wanderten seine Hände um die Hüfte von Lehna, wollten ihre Rüstung aufknöpfen. Zärtlich rieb sich sein bärtiges Kinn, an ihrer weichen Wange. Mit einem dumpfen Poltern glitt das Waffengehänge in den Waldboden. Alles was in der Vergangenheit wahr schien vergessen.
“Ich liebe dich, Lehna.“, säuselte er durch die Zähne. Lehna erwiderte seine Küsse. Ihre Hände gruben sich in seine Schulter, wanderten dann langsam über das Kettenhemd hinunter zu seinen Pobacken.
Langsam wurde das Licht das durch die dichten Bäume brach weniger. Die Stimmung der beiden sich Liebenden war kurz davor, sich von einem Knistern in ein Gewitter zu wandeln.
Außerhalb des Waldes schien der Tag Lebewohl sagen. Der Abend erhielt Einzug in das Land und mit ihm, wurden die Monster aktiv, die am Tage ihre Ruhe hielten.
Plötzlich wurde die romantische Stille von knackenden Ästen gestört. Esteron schreckte hoch. Sie waren nicht mehr allein. Da war etwas im dichten Gestrüpp, suchend glitten ihre Hände zu den Waffen. Der Wanderer sprang laut fluchend auf, versuchte den Gegner auszumachen der irgendwo da draußen auf sie lauerte. Fragend suchte er Blickkontakt mit Lehna.
Da ein Schnaufen im Busch.
Dann begann alles mit einem lauten Brüllen....
|
| 10.07.2003 22:50 | #148 |
| Lehna |
Na toll, ausgerechnet jetzt kam irgendein Vieh daher und meinte, durch die Gegend schnaufen zu müssen. Genau jetzt, wo sie ein solches Vieh am allerwenigsten gebrauchen konnte. Das war wohl der Unterschied zwischen einem kleinen Zimmer und einem Wald...
Lehna rappelte sich auf, ihre Linke schloss sich um ihren auf dem Boden herumliegenden Waffengurt. Schabend glitt die schmale Erzklinge aus der hölzernen Scheide, gefolgt von einem der Dolche, den sie anschließend in der linken Hand hielt. Etwas nervös wanderte ihr Blick zwischen dem Gebüsch, hinter dem das Tierchen hocken musste, und Esteron hin und her, während sie die noch verbleibende Zeit vor dem wahrscheinlich gleich stattfindenden Kampf nutze, um ihre halb geöffnete und teilweise etwas verrutschte Rüstung einigermaßen wieder zu ordnen...
Esteron warf noch einen kurzen Blick zu ihr, doch bevor sie diesen groß erwidern konnte, war
Es bereits soweit. Eine große, schwielige grüne Hand zerteilte das Unterholz, mit einem energischen Ruck bahnte sich der massive Körper seinen weg durch das Gestrüpp. Das schwache Licht der untergehenden Sonne spiegelte sich den im Vergleich zum Kopf kleinen gelben Augen, die prüfend zwischen Esteron und Lehna hin und her huschten...
Die beiden Angegriffenen gingen sofort auf Abstand zu dem Ork, der plötzlich auf der Lichtung aufgetaucht war. Lehnas Hände verkrampften sich fast um die Griffe ihrer Waffen, sie ignorierte die Schmerzen in ihrem Unterarm. Lähmende Angst stieg in ihr auf, kalter Schweiß stand auf ihrer Stirn. Sie sah gehetzt zu Esteron, der mit verbissenem Gesichtsausdruck auf den Ork starrte. Verflucht, er sollte wirklich mal besser lernen mit dem Schwert umzugehen...Gedanken rasten durch ihren Kopf, Gedanken, die ziemlich Fehl am Platze waren. Traurigkeit darüber, dass die Welt ihr und Esteron wohl niemals ein glückliches Leben gönnen würde. Sie würden verzweifelt kämpfen und früh sterben, wahrscheinlich in wenigen Augenblicken...
Sie atmete tief durch, versuchte diese Gedanken zu verdrängen und sich zu beruhigen. Sie musste sich auf den Kampf konzentrieren. Noch war nicht alles verloren. Der Ork mochte zwar eine brutale Kraft haben, aber wahrscheinlich war er langsamer und weniger Geschickt. Wenn sie Glück hatten, konnten sie es schaffen.
Wenn sie sehr viel Glück hatten...
Der grüne Muskelprotz knurrte drohend, wobei er seine schartige Axt, die eher einem Schlachtinstrument denn einer Kampfwaffe glich, locker durch die Luft schwang und langsam auf seine Gegner zukam...
|
| 10.07.2003 23:26 | #149 |
| Waldläufer |
Kaum hatte Gardiff die Brücke überquert al er sich auch schon in die Büsche schlug. Dem Gefühl, dem langsam zum vorscheinkommenden Mond und dem Wissen über die Gegend nach strebten die Füße des jungen Burschen nach Süden und leise und flink huschte die Gestalt dahin. Im immer geringer werdenden Licht musterte der Waldstreicher seine Umgebung genau. Alles war relativ ruhig, bis auf ein paar zwitschernde Vögel hier und da das Rascheln eines Tieres und schließlich und unerwartet das plötzliche Brüllen welches die Idylle zerschnitt. Der Barde kannte das Brüllen nur zu gut war er doch einpaar mal diesen Riesigen grünbraunen Haufen aus Muskeln und Fleisch begegnet, diesen Orks. Gedanken an frühere Erlebnisse mit den unfreundlichen Gesellen stiegen aus dem Unterbewusstsein Gardiffs auf Dinge die er psychisch schon lange gut verdaut hatte nur warnten sie ihn zur Vorsicht. Diese Kerle waren alles andere als Partner für einen Mondscheinspaziergang. Fast hatte der Junge schon seine Route geändert als ihm die Frage hoch kam warum der Grünhäuter eigentlich so einen Radau machte. Nur zum Spaß machten sie es nicht, zumindest wusste Gardiff nichts der gleichen und eigentlich kannte er das Brüllen nur von einer Handlung der Orks, Angriffen.
Mit langen Sätzen und immer sorgsam darauf achtend nicht zu laut zu sein schlängelte sich der junge Körper durch ein Gewirr aus Baumstämmen, Büschen, Sträuchern bis einen Lichtung in sich kam von der zweifelsohne die Laute kamen. Der Grüne war zusehen, groß, protzig und unzivilisiert ragte er aus dem Boden , rein in die Botanik. Gardiff verlangsamte sein Tempo und schlich vorsichtig näher. Was war da noch auf der Lichtung aus der dem Ork ?
Hatte er nicht etwas Blondes gesehen und ein mattes Blitzen von Stahl ? Die Hand des Einhandlehrmeisters fuhr zu seiner Waffe und mit leisem Surren zog er sie aus dem Gehänge. Er war sich sicher das Menschen auf der Lichtung waren nur wo das Gestrüpp hier war zu dicht und geschickt packte der Bursche einen niedrigen Ast und kletterte behände hinauf auf eine Höhe von der er die Lichtung gut über sehen konnte und was er sah war nicht gerade erfreulich. Lehna und Esteron, ausgerechnet die zwei mussten auf einen Ork stoßen und nach ihren Kleidern zuschließen hatte der Grüne sie bei etwas wichtigem gestört. Nach dem Eindruck den das Pärchen machte würden sie das Eindringen und Stören des Muskelbergs bei was auch immer mit ihren Waffen strafen nur würde das auch gut enden ?
Mit einem Knacken Hatte der Waldstreicher schon ein Stock abgebrochen und keinen Liedschlag darauf nach dem Kopf des Orks geschleudert. „He Dicker! Lass die zwei mal für sich und spiel lieber ne Runde mit mir !” Wieder ein Knacken und ein weiterer Stock der nach dem Ork flog.
Hoffentlich würden Esteron und Lehna die Ablenkung auch weise nutzen ...
|
| 10.07.2003 23:53 | #150 |
| manmouse |
Esteron wollte gerade auf das Monstrum loslaufen und Lehna die Chance zugeben wegzulaufen, als der Waldläufer plötzlich auftauchte. Der Typ schien wirklich irre zu sein. Dieser Satz traf es mal wieder passend. Während Gardiff mit dem Ork Stöckchen werfen spielte, zwinkerte Esteron Lehna zu. Angreifen oder davonlaufen?
Wer würde sich schon freiwillig auf einen Nahkampf mit dem Vieh einlassen? Esteron überlegte kurz, die Chancen das Vieh zu besiegen lagen besser wenn Gardiff und Lehna es angriffen, während er den Lockvogel spielte, denn seine Waffenkunst bestand grade mal aus der gewonnenen Meisterschaft im Zwiebelschälen. Mehr konnte Esteron nicht. Lehna hingegen war eine ausgebildete Schwertkämpferin und Gardiff gar Lehrmeister. Ausreichend Erfahrung hatten die beiden also zu bieten.
Der Wanderer gab Lehna ein Zeichen bückte sich, wobei er ein paar Steine und Äste einsammelte und folgte dem was er wirklich konnte. Nämlich davon laufen. Wie sagte Frost immer? Im Davonlaufen hast du Talent Esteron.
Esteron wartete den entscheidenden Moment ab und warf den ersten Stein der haltlos an der dicken Rüstung abprallte.
“ Hey du Vieh, komm lieber zu mir.“ Wieder flog Stein durch die Gegend. Wuchtig traf er den Ork am Kopf und dieser fuhr mit einer ruckartigen Bewegung herum. Noch ein Stein. Dann lief Esteron los.
Der Ork sah zu Gardiff, dann zu Lehna, und stürmte seinem leichteren Opfer mit einem Brüllen hinterher.
Der Wanderer lief. Das Brüllen kam näher. Esteron suchte einen Baum der stark genug war den ersten Angriffen eines Orks standzuhalten und zudem so gebaut war das er ihn schnell erklimmen konnte.
Der Ork kam näher. Lehna und Gardiff fragten sich wahrscheinlich immer noch, was diese wirklich bescheuerte Idee bewirken sollte. Hoffentlich nutzten sie die Chance, das Vieh anzugreifen, oder wenigstens Verstärkung zu holen.Noch wenige Meter dann erreichte der Wanderer einen Baum der geeignet schien, schnell flink wie gelernt erklomm er den Baum, hockte sich auf einen dicken Ast und wartete Baumstamm umklammernd auf den ersten Einschlag.
Wuchtig wurde der massive Baum erschüttert. Esteron hatte alle Mühe sich festzuklammern.
Das Brüllen des Orks wurde heftiger. Noch eine Erschütterung. Lange würde der Baum nicht mehr den Angriffen standhalten.
|
| 11.07.2003 00:27 | #151 |
| Lehna |
Zischend raste die schwere Axt durch die Luft und grub sich mit lautem Krachen in das Holz des Baumes, schleuderte Splitter und Rindestücken zur Seite. Der Baum erzitterte unter dem mächtigen Hieb. Mit einem kräftigen Ruck riss der Orks seine Axt wieder aus der Kerbe und holte erneut aus, wobei er einen flüchtigen Blick über die Schulter warf, bevor er sich wieder auf Esteron konzentrierte...Lehnas Blick huschte gehetzt zwischen den auf einem Baum sitzenden Esteron und dem von einem Baum herunterkommenden Gardiff hin und her.
„Wir... wir müssen ihm helfen!“, stammelte sie, auch wenn Gardiff das wahrscheinlich ohnehin schon kapiert hatte. Lehna zögerte noch einen Augenblick und sah den Waldstreicher flehend an, bevor sie losrannte. Wenn der Ork erst den Baum umgehackt hatte - nein, daran wollte sie lieber gar nicht erst denken...Kurz bevor sie den Grünhäuter erreicht hatte, sprang Lehna vom Boden ab und stieß ihr Schwert nach vorn. Der Ork brüllte auf, jedoch mehr vor Überraschung und Wut denn vor Schmerz, als sich die schlanke Erzklinge in seinen Rücken bohrte. Die Waffe schnitt durch Haut und Muskeln den Orks wie durch Butter, die Schmerzen in ihrem Unterarm ignorierend trieb Lehna ihr Schwert immer tiefer in den Körper ihres Feindes...
Mit einer Schnelligkeit, die man ihm anhand seines massigen Körperbaus nicht zugetraut hätte, wirbelte der Ork plötzlich auf dem Absatz herum und schlug mit der Faust nach seiner Gegnerin. Lehna wurde das Schwert aus der Hand gerissen, es blieb im Rücken des Orks stecken. Reflexartig warf sie sich zur Seite, doch nicht schnell genug...
Mit der Kraft eines Dampfhammers traf die Faust des Orks ihre Linke Schulter. Lehna schrie auf, heißer Schmerz fuhr ihren Arm herauf und ließ rote Ringe vor ihren Augen explodieren. Mühelos riss sie der Ork von den Füßen, einen Moment lang segelte sie haltlos durch die Luft, bevor sie unsanft auf dem Waldboden landete und mit der Stirn auf einen Felsbrocken prallte. Benommenheit wollte sie übermannen, ihr wurde Schwarz vor Augen, doch sie kämpfte dagegen an. Der Ork brüllte wütend auf, Lehna rollte sich zur Seite, einen Lidschlag später wirbelte die Axt des Orks Blätter und Erde auf, als sie sich neben ihr in den Waldboden grub...
Sie versuchte so gut es ging von dem Ork wegzukommen, panisch versuchte sie dabei ihren letzten Dolch zu ziehen. Doch ihr Waffengurt lag ein Stück weiter auf der Wiese herum.
Warmes Blut lief aus einer Platzwunde an ihrer Stirn, vermischte sich mit Schweiß und Schmutz. Dumpf pochende Schmerzen machten jede Bewegung, ja schon fast jeden Gedanken zur Qual. Verdammt, wo blieb Gardiff so lange...?
|
| 11.07.2003 01:01 | #152 |
| Waldläufer |
Mit einem gewaltigen Satz war Gardiff zwischen dem Ork und Lehna. Die herannahende Axt des Grünen konnte der Waldstreicher nicht mehr vollends wegblocken und so warf er sich mit alle Kraft und seiner Klinge gegen die Waffe des Orks um sie von ihrer todbringenden Bahn ab zubringen.
Dumpf schlug die Schneide des primitiven Schlachtgeräts in die lockere Erde und mit einem kehligen Knurren tat der Grünhäuter sein Missfallen kund welches der junge Vagabund mit seinem düsteren tierischen Laut, einem Tritt gegen den Wanst des Dicken und dem Herumreißen seines Schwerts kommentierte. Die scharfe , gutgepflegte Klinge Schnitt sauber und tief durch Bauch und Brust des Feindes und kläglich brabbelnd versuchte der Ork nach seiner Axt zulangen doch Gardiff lies ihm nicht die Zeit mit einem Ruck warf sich der Waldstreicher gegen den massigen Leib des Grünen und trieb ihm die Klinge durch die Brust wobei er mit der zweiten Hand stützen musste.
Beim Zurückspringen riss er sein Schwert wieder heraus und ging auf Abstand. Eigentlich musste das gereicht haben. Ein dumpfer Aufprall kündete vom einknicken der orkischen Knie und mit einem weiteren „RUMS“ schlug auch der Oberkörper auf dem Boden auf.
„Der ist hinüber ...“ grummelte Gardiff und wischte sich mit einem Hemdärmel die Stirn ab. Sein Körper begann jetzt erst richtig zu schwitzen.
|
| 11.07.2003 01:22 | #153 |
| manmouse |
Esteron sprang vom Baum herunter, eilte zu Lehna, warf sich auf die Knie und strich ihr zärtlich über den Kopf. Sie schien noch immer benommen zu sein. Ihre Wunde aus der Stirn blutete zwar nicht mehr so stark, sah aber immer noch gefährlich aus. Lehna schlug lächelnd die Augen auf.
“Lehna, wie geht es dir? Soviel zum Thema schützen., murmelte Esteron verbittert. Diese Situation hatte ihm noch deutlicher gemacht was er doch für ein Schlappschwanz war. Wütend ballte der junge Mann die Faust, während er den trockenen Kloß herunterschluckte, der ihm im Hals steckte.
Lehna schien sich langsam wieder zu fangen, trotz allem musste sie versorgt werden.
Langsam sammelte Esteron die Waffen ein. Die Erzklinge steckte noch immer im Rücken des Orks. Dann hob er Lehna sanft mit beiden Armen an und so machten sich die beiden mit Gardiff an ihrer Seite zurück auf den Weg zum Amazonenlager.“Ich danke dir mein Freund. Ohne dich wären wir wohl nicht mehr.“ Esteron lächelte bitter. Woher in Innos’ Namen war der Waldläufer nur her gekommen. Hatte er etwa auch schon die ganze Zeit im Busch gehangen?
|
| 11.07.2003 01:55 | #154 |
| Lehna |
Noch immer etwas benommen legte Lehna ihre Arme eher unbewusst um Esterons Hals, um sich festzuhalten, als er sie hochhob und durch den Wald trug. Eine seltsame Verwirrung hatte sich in ihr breit gemacht, die letzten Minuten erschienen ihr seltsam unwirklich...
Aber auch unwichtig. Sie hatten es überstanden. Schon wieder. Sie hatten eindeutig mehr Glück als Verstand...
Aber das interessierte Lehna jetzt nicht weiter. Hauptsache, sie war wieder mit Esteron zusammen, und zwar ohne irgendwelche Orks. Sie drückte sich etwas enger an den jungen Wanderer und lächelte ihn dankbar, wenn auch ein wenig abwesend an. So bekam sie kaum mit, wie das Amazonenlager zwischen den Bäumen auftauchte...
|
| 11.07.2003 02:16 | #155 |
| Waldläufer |
„Ist schon gut, ihr habt halt Glück gehabt das mir gerade mal danach war mich hier um zusehen. Das Brüllen des Orks war ja ein ganzes Stück weit zu hören.“ Gardiff hob einen tiefhängenden Ast an um Esteron das Weitergehen zu erleichtern und schritt dem Freund hinterher.
„Ich würde sagen dir würde es nicht schaden auch mal zu lernen mit einer Waffe um zu gehen. Bist ja eigentlich ein kräftiger Kerl nur die Technik ... aber schon gut darum kümmern wir uns heute nicht mehr.“ bemerkte der junge Einhandlehrmeister als er die leicht erschöpften Gesichter des Paars sah. Es war sicher nicht einfach für die zwei gewesen und der Barde war sicher sie wollten ins Bett. Zumindest sah Lehna sehr geschafft aus.
Die letzten Zweige zur Seite drückend traten die Drei auf den Pfad zum Amazonenlager. „Ich würde sagen wir beeilen uns etwas, Lehna sieht ziemlich fertig aus und auch du scheinst zumindest nach dem du Lehna das abgesetzt hast etwas entkräftet sein.“ der Bursche zwinkerte und legte einen Schritt zu. Das Tor des Amazonenlagers ragte immer größer vor ihnen ...
|
| 11.07.2003 19:58 | #156 |
| Lehna |
Ohne Eile stapften Lehna uns Sara nebeneinander durch den Wald, unterhielten sich über dies und das. Lehna erfuhr, dass Sara, wie viele andere Amazonen auch, zu Zeiten der Barriere als Sklavin für die ‚Erzbarone’ im Tausch gegen Erz hier hergekommen war. Irgendwann war ihr dann die Flucht aus der Sklaverei gelungen und sie kam ins Amazonenlager, wo sie seitdem ein recht glückliches Leben führte...
„Und da sind wir auch schon.“, grinste Sara nach einer etwa viertelstündigen Wanderung durch den Wald und deutete auf einen vor ihnen liegenden Hügel. Einige große Steinquader bildeten auf selbigem einen ungefähren Kreis, die Steine mochten einst glatt gemeißelt gewesen sein, doch die Witterung hatte ihnen im Laufe der Zeit zugesetzt und ihre Oberflächen rau und rissig werden lassen.Auf dem Hügel wuchsen mehrere kleine, unscheinbare Bäume. Die ebenso kleine, goldgelbe Früchte trugen.
Sara grinste.
„Denn mal ans Sammeln...“
|
| 11.07.2003 22:33 | #157 |
| everchar |
Die beiden fleißigen Amazonen pflückten eifrig die köstlichen Früchte von den dürren Bäumen, keine der beiden ahnte böses. Sicher, sie waren es gewöhnt vor Orks und Monster in dieser Welt auf der Hut sein zu müssen, aber sie rechneten nicht mit einem Mann, einem simplen Mann, ein Mensch wie du und ich, aber doch so anders.
Lucien stapfte gemächlich den Hügel hinauf, sah den beiden Frauen zu, wie sie sich nach den Früchten streckten, wie sie lächelten, wie der Schwarzhaarigen, welche in eine der Köstlichkeiten hineingebissen hatte, Fruchtsaft über die Mundwinkel hinabronn und vom Kinn auf ihren Busen tropfte, Lucien konnte alles genau sehen, er sog jeden Moment an denen die beiden noch Leben würden genüsslich ein, denn lange hielt dieser Zustand nichtmehr an.
Sara wischte sich gerade die schmutzigen Hände an ihrer Kleidung ab, als sie einen Umriss am Fuße des Hügels wahrnahm. Durch die untergehende Sonne, die sie blendete, konnt sie nicht erkennen wer es war, es sah nicht aus wie ein Monster, ein Ork könnte es sein, so groß war das Wesen zumindest. Aber für einen Ork bewegte es sich zu gerade und geschmeidig fort, die Amazone rief ihrer Begleiterin zu:
S: "Hey, kannst du erkennen wer da kommt ?"
Le: "Hmm, sieht aus wie ein Mann !"
S: "Du hast recht, jetzt erkenne ich es auch, aber die Rüstung ist mir fremd."
Le: "Scheint ein Gildenloser zu sein, ich denke...."
Ln: "Ich denke ihr liegt richtig."
Plötzlich stand der riesige Kerl vor Sara und blickte auf sie herab, sie wich zuerst ein wenig zurück, wie konnte das sein. Er war doch gerade erst da unten gewesen, wie konnte er...das Sonnenlicht musste ihr visuelles Urteilsvermögen beeinträchtigt haben. Der Typ sah seltsam aus, er hatte knallrote Haare, war so groß wie ein Ork und sein Gesicht, es war so....kallt. Die eisig blauen Augen starrten genau in die von Sara, sein Blick ließ die feinen Härchen auf Saras Haut aufbäumen. Er setzte zu einem Satz an, seine Stimme war tief, so reich an Klang und Unterstimmen. Es tat gut ihm zuzuhören:
Ln: "Ist dir kalt ?"
S: "Was geht dich das an ?"
Ln: "Ich bin um dich besorgt."
S: "Hä ? Du kennst mich doch gar nicht, wer bist du überhaupt ?"
Ln: "Mein Name ist Lucien."
S: "Und was willst du hier ?"
Ln: "Ich möchte euch zusehen, euch dabei betrachten wie ihr die Früchte pflückt."
S: "Sagmal, bist du noch ganz richtig im Kopf ?"
Ln: "Bitte, benutze nicht solche Wörter, sie passen nicht zu deiner lieblichen Figur, du bist so zierlich und schön, sage nichts, was du nicht sagen musst."
S: "Ok, pass auf du Spanner, ich weiß nicht wer in deinem Hirn herumgepfuscht hat, aber wenn du dich nicht sofort verziehst werden meine Freundin und ich das Vergnügen haben, mit unseren Schwertern deinen süßen Arsch vom Acker zu jagen, und selbst wenn uns das nicht gelingen würde, ein Schrei von uns genügt und die nahegelegen Amazonen-Patroullien kommen rascher herbei als dir lieb ist."
Sara wandte sich kurz von dem Fremden ab, sah zu Lehna und tippte sich mit dem Zeigefinger mehrmals an die Stirn, dabei verdrehte sie lustig die Augen udn streckte die Zunge heraus. Lehna fand das bis zu dem Zeitpunkt auch sehr witzig und musste kichern, doch als sie aufeinmal vor Sara eine Klinge aufblitzen sah wich jegliches Lächeln aus ihrem Gesicht.
Saras Lächeln verdünnisierte sich ebenfalls, sie wusste das etwas nicht stimmte, umdrehn, sie musste sich umdrehn, aber tief in ihrem inneren wusste sie bereits, dass das ihr letztes Lächeln war.
Eine Klinge schoss von Links auf ihren Hals zu und durchdrang ihre Halsschlagader sofort, Blut spritzte aus ihrem Körper und rann an ihrem Körper herab. Leblos sackte sie zusammen.
Ln: "Schrei doch."
Lächelnd betrachtete Lucien die Amazone und senkte seinen blutverschmierten Dolch wieder, doch kaum hatte die andere die Situation realisiert, holte sie tief Luft um einen Schrei auszustoßen, einen Schrei der noch weitere dieser Frauen angelockt hätte und auf einen Leichenhaufen hatte der Rotschopf wirklich keine Lust, sowas drückte die Stimmung immer gewalltig.
Genug Luft hatte sich bereits angesammelt, jetzt musste sie nur noch raus, doch bevor Lehna etwas vo sich geben konnte, packte sie plötzlich eine starke, prankenartige Hand am Hals und hob sie in die Luft. Sie strampelte verzweifelt, trat dem Hühnen in den Bauch und versuchte sich aus seiner Umklammerung zu lösen, doch sie schaffte es nicht. Die Tritte schienen absolut wirkungslos, als ob man gegen einen Baumstamm treten würde.
Ln: "Weißt du was, du hast Glück meine Kleine, ich begnüge mich heute mit einer, du wirst also am Leben bleiben.
Willst du laufen ? Willst du deine Freundinnen warnen, willst du ihnen alles erzählen ?"
Lucien stellte sie wieder auf den sicheren Erdboden und ließ ihren Hals los, die Amazone rang nach Luft, musste ihre Lungen wieder mit dem wichtigen Sauerstoff füllen, atmen, sie musste atmen. Während sie noch dahinröchelte, packte sie der Rotschopf bereits wieder fest am Arm und stieß sie zu dem Baum hin. Aus seiner Tasche holte er ein hauchdünnes, schwarzes Seil, es war so leicht wie eine Feder, aber so stabil wie eine Eisenkette. Ein Mitbringsel aus einem fernen Lande.
Mit diesem Seil band er das Mädchen an den dünnen Baum und stopfte ihr noch ein Tuch in den Mund.
Ln: "Wenn du es ausspuckst schlag ich dir deinen süßen, roten Mund so ein, dass du nie wieder reden wirst können meine Liebe !"
Mit diesen Worte wandte er sich von ihr ab. 30 Minuten später war alles vorbei und Lucia kam den Hügel hinauf
Ln: "Was willst du hier ?"
La: "Nichts besonderes, mir war langweilig, also hab ich dich gesucht. Wie immer lag ich richtig, wenn du mal abtauchst dann bist du immer da wo viele potenzielle Opfer sind."
Ln: "Das was ich hier mache geht dich nichts an !"
La: "Aber sagmal, was macht denn die da am Baum ?"
La: "Hehe, mein Bruder, tötet und verursacht psychische Schäden auf Lebenszeit, das erinnert mich an unsere Eltern."
Ln: "Was soll ich mit ihr machen ?"
Ln: "Gehn wir."
Mit diesen Worten spazierte das Pärchen von dannen und verschwand im Wald.
Das einzige was sie hinterließen war der Wunsch sie zu töten.
|
| 12.07.2003 00:36 | #158 |
| Lehna |
Ein kleiner Vogel sang sein monotones, sich ständig wiederholendes Lied, der Wind säuselte in den Kronen der Bäume. Etwas weiter entfernt stieß ein Käuzchen seinen klagenden Ruf aus, das silbrige Mondlicht brach zwischen der dünnen Wolkendecke hervor und tauchte den alten Steinkreis in seinen kalten, grauen Schein. Eine Grille zirpte einen Moment lang und verstummte wieder. Wieder ertönte der leise, traurige Ruf des Käuzchens, wie ein letzter Abschiedsgruß klang er...
Unterlegt wurde die Geräuschkulisse von einem verzweifelten Wimmern. Lehna hockte zusammengesunken auf dem Boden, ihre Hände waren noch immer an den Baum gefesselt. Sie schluchzte hilflos, versuchte irgendwie zu begreifen was da gerade geschehen war, doch sie konnte es einfach nicht fassen. Es musste ein Traum sein, nur konnte sie nicht aufwachen, warum konnte sie nicht aufwachen, damit alles vorbei war, damit Sara noch lebte.
Heiße Tränen liefen Lehnas Wangen hinunter, sie konnte es einfach nicht begreifen, sie wollte es nicht begreifen. Das durfte nicht sein... Es war ein Traum, ganz bestimmt, ein widerlicher Traum...
ABER WARUM WACHTE SIE DANN NICHT AUF?
Verzweifelt, flehend sah sie zum Mond auf, als könnte dieser ihr helfen. Doch sein Licht war silbern wie eh und je, sein kalkweißes Gesicht blieb rund und ausdruckslos. Lehna ließ den Kopf wieder sinken, während sie von Weinkrämpfen geschüttelt wurde. Immer wieder wanderte ihr Blick zu Saras Leiche, die reglos und blutverschmiert nur ein paar Meter weiter im Gras lag.
Er tötete Sara, ohne Grund, mit einem Lächeln im Gesicht war sie gestorben, da es zu schnell ging. Viel zu schnell."
Lehna krümmte sich zusammen und zerrte an ihren Fesseln, sie war kaum noch in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen. Sie hatte panische Angst, war hilflos und verzweifelt, schockiert, konnte es einfach nicht glauben. Wer tat so etwas? Welcher normale Mensch tat so etwas?
Warum konnte es nicht einfach aufhören, warum konnte sie nicht einfach aufwachen, feststellen, dass sie neben Esteron im sicheren Lager schlief und das alles nur eine Szene war, die ihr Gehirn aus irgendwelchen masochistischen Gründen hervorgebracht hatte? WARUM? Sie hasste die Frage nach dem Warum. Nie bekam sie eine Antwort darauf...
„Helft mir doch... bitte...“
Ihre Worte waren kaum mehr als ein unverständliches Flüstern, wer sollte sie hier draußen auch hören? Sie war allein... Schon wieder allein...Fast ohne es zu merken zerrte sie weiterhin an ihren Fesseln, aber diese ließen sich davon nicht beeindrucken. Wo war Esteron? Warum hatte sie nicht auf ihn gehört und sich einfach eine Pause gegönnt? Aber... Früchte sammeln... Was konnte da schon passieren...
Es konnte nicht wirklich sein. Wenn sie von ihrem Baum loskam und zu Sara ging, dann würde sich diese Sicher als Täuschung entpuppen, zerplatzen wie eine Seifenblase und nie existiert haben.
Erfüllt von neuer, verzweifelter Hoffung verrenkte sich Lehna ein wenig, bis sie einen ihrer Dolche zu fassen bekam. Ihr war vollkommen klar, dass Sara echt war – und doch wollte sie es nicht glauben. Sie musste herausfinden, dass es nicht stimmte...
Es war nicht einfach, doch letztendlich gelang es ihr, mit dem Dolch an ihren Fesseln zu schneiden. Diese wollten zuerst nicht nachgeben, doch Lehna ließ nicht locker. Sie musste diese Lüge enttarnen, denn es musste eine Lüge sein, es musste einfach eine Lüge sein...
Mit einem trockenen Knirschen riss das dünne Seil. Lehna brauchte einen Moment um zu realisieren, dass sie frei war, dann erhob sie sich langsam. Ihre Beine fühlten sich an als wären sie aus Pudding, sie drohte jeden Moment zu stürzen, während sie vorsichtig, fast ängstlich auf Sara zutappte.
Neben der toten Amazone angekommen, ließ sich Lehna kraftlos auf die Knie sinken. Zögerlich streckte sie ihre Hand nach der der toten Frau aus, hoffte, Sara würde ihre eigene Hand heben und Lehnas nehmen.
Doch ihre Hoffnung erfüllte sich nicht.
Sie zuckte fast zurück, als ihre Finger die kalte, nicht mehr durchblutete Haut ihrer Gefährtin berührten. Weder rührte sich Sara, noch zerplatze sie wie eine Seifenblase.
Sie war real. Es war wirklich. Es war alles wirklich...
Lehna vergrub ihr Gesicht in den Händen und weinte völlig geschockt und ratlos...
Die junge Frau wusste nicht, wie lange sie neben Saras Leiche gesessen und geweint hatte. Vielleicht waren es Minuten gewesen, vielleicht Stunden. Aber es hatte sich nichts geändert. Sara war tot, tot.
Lehna nahm die enge schwarze Lederrüstung zur Hand, die neben Saras Körper im Gras lag, und richtete die Tote in sitzende Position auf, begann sie anzuziehen. Sie durfte gar nicht tot sein...
Stumm vor sich hin weinend bekleidete Lehna die tote Amazone langsam wieder, achtete dabei darauf, dass alles richtig saß. Sie konnte nichts mehr für Sara tun, aber sie würde sie nicht allein lassen. Auf keinen Fall...Als sie der Amazone ihre Rüstung wieder angelegt hatte, hob Lehna sie hoch. Sara war nicht gerade leicht zu schleppen für sie, aber das war Lehna egal. Sie würde die junge Frau nicht so hier legen lassen. Einen Moment lang orientierte sie sich, dann schlug sie mit der Toten auf den Armen den Weg in Richtung Amazonenlager ein...
|
| 13.07.2003 16:45 | #159 |
| manmouse |
Und wieder passte Esteron die Entscheidung von Lehna gar nicht. Erst wollte sie in dem Zustand in dem sie sich jetzt befand Jagd auf den Rotschopf machen, und nun sollten sie auch noch von der Blechtrommel und seinem scheinbaren Freund begleitet werden. Na wahrscheinlich hatte auch diese Entscheidung ihren Grund.Esteron schluckte als die Gruppe in das Gestrüpp des Waldes drang. Milenas Ziel war klar. Sie suchten die Steinlichtung auf, an der das Unglück geschehen war. Die Spuren konnten noch nicht allzu verwischt sein. An dem einzelnem Baum hing noch das zerschnittene Seil mit dem Lehna an ihn gefesselt wurde. Einige Fuß weit daneben. Waren noch dunkle Blutspuren auszumachen. Dem Wanderer wurde speiübel, als er an den Vorfall dachte. Suchend glitt sein Blick zu Lehna, die mit verstarrter Miene die Lichtung absuchte.
Lange würde es die junge Frau nicht mehr aushalten. Alte Wunden die noch lange nicht versiegt waren rissen auf. Bohrend wendete sich die Schwertschneide in den offenen Wunden ihrer Seele. Doch Lehna konnte ihren Schmerz in diesem Moment wohl etwas besser verbergen.
Energisch deutete die junge Frau hinter auf den Pfad der in Unterholz geschlagen wurde.
“ In diese Richtung ist er verschwunden.“Lehna wollte gerade auf den Pfad zutreten, als die Gruppe plötzlich Geräusche im Gestrüpp ausmachen konnte. Razoren. Scheinbar waren die Viecher dem Duft des Blutes gefolgt, da sie hier aber nichts gefunden hatte, waren sie wohl noch in der Nähe geblieben.Plötzlich lugte ein Kopf aus dem Busch. Prüfend und gehässig. Seine Lüstern waren mit feuchtem Speichel bedeckt. Und sie bewegten sich unentwegt. Sie rochen ihre Opfer.
Milena drehte sich um, Und auch die Blechtrommel zog seine Waffe.“Vorsicht, sie umzingeln uns“, erwiderte die Amazone angespannt. Schon lugten ringsum, Köpfe aus den Büschen. Langsam lechzend kamen sie näher.
|
| 13.07.2003 17:23 | #160 |
| Carthos |
Nun stand er mitten im Wald, zusammen mit Isgaron, dieser Amazone und einem anderen Fremden den er noch nie gesehen hatte. So wie er aussah wollte sich der Lord im Ernstfall aber nicht auf ihn verlassen, da er dem Fremden in Sachen kampf nicht wirklich etwas zutraute.
Sie waren lange durch das Unterholz geschlichen und Carthos wurde schnell klar weshalb er hier draussen war. Zwar wusste er nicht was hier genau geschehen war, aber die Spuren hinterließen nur eine Schlussfolgerung. Plötzlich hörte er vor ihnen ein leises Knurren, welches schnell näher kam. Ein Razor spähte durch die Büsche und hatte offensichtlich noch ein paar Freunde mitgebracht. Carthos drehte sich um und erkannte einen weiteren, mit großen Zähnen versehenen Kopf. Der Paladin zog seinen Zweihänder und wartete auf die Reaktion der anderen. Sollten diese möchtegern Krieger doch einmal zeigen was die wirklich konnten.
|
| 13.07.2003 17:32 | #161 |
| Isgaron |
Isgaron stapfte wortlos hinter den anderen her. Was sollte das denn nun? Er sollte einen Mann suchen helfen? Gehörte das zu seinem Schleichtraining?Nachdenklich kratzte der Sumpfler sich am Kopf, während er weiter durch das dichte Unterholz stieg. Ab und zu blieb sein Umhang an einem Dornzweig hängen und er zog unwillig daran, damit das Gewächs sein geliebtes Stück wieder freigab. Der Stoff war zum Glück robust, sodass die Dornen nicht zu schnell Risse hervorrufen konnten.
Sein Blick wanderte verstohlen zu dem Lord. Wußte er was hier geschah? War er mit im Bunde? Oder war seine Seele genauso rein wie die von Isgaron? Der hohe Novize musste schmunzeln bei dieser gedachten Wortwahl. Ein Lord hatte sicher keine reine Seele, ebensowenig wie er selbst.
Die Augen des Diebes wanderten weiter. Was war das für ein Mann, der sie da begleitete? Er schien der Emanze nahe zu stehen, schaute immer wieder besorgt zu ihr hin.
Die Lehrmeisterin selbst hatte einen steinernen Blick in den Augen. Aber hatte sie das nicht immer? Zumindest dem Lord gegenüber, ihm ebenfalls. So richtige Wärme war Isgaron da noch nie aufgefallen.
Seine Gedanken wurden jäh von einem Schnauben unterbrochen. Isgaron schaute auf, seine Hand wanderte automatisch zu dem Einhänder, der versteckt am Gürtel unter seinem Umhang schlummerte. Schnaubende Monster, viele ihrer Zahl. Noch konnte man nicht alle sehen, aber dem Schnauben nach zu urteilen wurden es immer mehr. Aus allen Richtungen kam es, dieses widerwärtige Geräusch. Sie schienen überall zu sein.
Die kleine Gruppe stellte sich Rücken an Rücken, die Schwerter gezückt und die Augen angespannt aufgerissen. Da kamen sie auch schon langsam näher, Razor um Razor. Der Kreis wurde enger, immer dichter rückte die ungleiche Gruppe zusammen.
Isgaron umfaßte seinen Schwertgriff fester. Sein Schleichlehrgang hatte sich zu einem Überlebenstraining gewandelt. Jetzt würde sich zeigen wie gut er im Einhandunterricht aufgepasst hatte.
|
| 13.07.2003 17:52 | #162 |
| Lehna |
Lehnas Blick wanderte zu den rostroten Blutflecken im Gras zu einem der Razoren. Ihre Hände wanderten zu den Griffen ihrer Waffen, leise schabend glitt ihr Schwert aus der Scheide, gefolgt von einem ihrer Dolche.
„Carthos, wenn du hier gleich noch etwas lernen willst, dann zieh den Viechern nicht sofort dein Käsemesser über die Rüben sondern versuch ihnen erst ein wenig auszuweichen.“, meinte sie kühl und scheinbar völlig zusammhanglos. Wie sie jetzt darauf kam, weitere Lernanweisungen zu geben, wusste sie selbst nicht so recht – vielleicht nur, um sich selbst ein wenig abzulenken von dem, was ihr die ganze Zeit durch den Kopf schwirrte und sich wenigstens ein bischen auf den Kampf konzentrieren zu können...
Die sechs bildeten einen Kreis, um sich gegenseitig den Rücken freizuhalten, Milena stand mit erhobenem Schwert neben Nathalie, deren angespannte Körperhaltung darauf schließen ließ, dass sie wohl sofort zu Beginn des Kampfes beginnen würde, wie ein Flummi durch die Botanik zu hüpfen.
Nun, da war sie nicht die einzige...
Der Razor vor Lehna ließ ein tiefes Knurren ertönen und gab den Blick auf seine langen, scharfen Zähne frei, während er langsam auf die Amazone zukam. Dann, von einem Augenblick auf den nächsten, schnellte er ansatzlos nach vorn und ging zum Sprint über. Die muskulösen Kiefer öffneten sich, Lehna glitt förmlich zur Seite. Das Raubtier schnappte nur leere Luft, als es an der jungen Frau vorbeistürmte. Die rasiermesserscharfe Erzklinge stieß nach vorn, bohrte sich kurz unterhalb des Halses in den Körper der Bestie und zerschnitt die schuppige Haut wie Pergament, bevor sie keine Sekunde später wieder freikam.Der Razor fauchte vor Überraschung und Schmerz auf, sprang einen Schritt zurück und fixierte seine Gegnerin...
|
| 13.07.2003 18:00 | #163 |
| Carthos |
Carthos hatte die Anweisung der Amazone gehört, beachtete sie aber erst einmal nicht. Was sollte denn der Blödsinn ?
Hier standen ihnen ein paar hungrigr Razors gegenüber, da war seine Ausbildung das Letzte an das er denken würde.
Der Lord trat einen Schritt auf den ersten knurrenden Störenfried zu und hob dabei sein Schwert bis zu zur Hüfte, da er darauf spekulierte gleich angesprungen zu werden. Noch bevor der Paladin diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte schallte ein lautes Brüllen durch den Wald und der Razor griff blitzeschnell an. Die scharfe Klinge schoss nach vorne bohrte sich mit aller Gewalt in den Brustkorb des Angreifers. Carthos zog seinen Zweihänder aus dem verwundeten Tier, holte noch einmal aus und schlug dem Biest den Kopf ab, welcher in hohem Bogen gegen den nächsten Baum knallte. Nun begannen auch die Freunde des am Boden liegenden Razors damit, die Menschen zu attackieren.
|
| 13.07.2003 18:33 | #164 |
| manmouse |
Die Hände des Wanderers umschlossen fast zaghaft den Griff des Kurzschwertes. Auf die andere Weise freute er sich aber auch auf den Kampf, das war gleich die Gelegenheit die Anweisungen von seinem Lehrmeister auszuprobieren.Als der Rudelführer beschlossen hatte anzugreifen waren ihm –seine Untertanen- gefolgt.
Die Blechbüchse schien wohl besonders geübt im Umgang mit der Waffe zu sein. Denn er fällte den angreifenden Razoren wie einen Baum. Den Wanderer sollte das aber nicht weiter stören, sollte der mal ackern, so wie es aussah war er eh schuld das die Viecher auf sie aufmerksam geworden waren. So wie der mit seiner Rüstung während des Laufens geklimpert hatte.
Esteron bekam aber keine weitere Gelegenheit über die Art der Blechbüchse nachzudenken denn er wurde nun ebenfalls angegriffen. Sein Gegner war ein Jungtier. Nicht halb so stark wie die großen Biester, aber für den Wanderer stark genug.
Vollkommen verkrampft und ungeschickt stach der junge Mann mit seinem Kurzschwert nach dem Torso des Monsters und verfehlte es knapp. Keuchend rollte sich Esteron ab in dem er versuchte den restlich Schwung zu nutzen und entging knapp dem Angriff des Razoren. Weitaus geschickte als im Schwertkampf, sprang Esteron wieder auf die Füße und griff das Tier nun von hinten an, bevor es schnell herumwirbelte und ihn schnell von den Beinen holte. Nach Luft ringend landete Esteron auf seinen vier Buchstaben und sah das Vieh bedrohlich näher kommen.
|
| 13.07.2003 18:34 | #165 |
| Isgaron |
Isgaron verpaßte dem ersten Razor einen Schwerthieb mitten ins Maul und nahm zufrieden wahr, wie das Tier aufbrüllte und sich wütend herumwand. Blut sickerte aus seinem Maul, scheinbar hatte er die Zunge getroffen. Der sichere Tod stand ihm bevor, bald würde es soviel Saft verloren haben, dass ihm nicht mehr zu helfen war.
Ein zweiter Razor begann sich Isgarons Fersen zu nähern und wollte an seinem Umhang knabbern. Eilig fuhr der hohe Novize herum und verteilte ihm einen Hieb direkt zwischen die großen gelben Augen. Der Razor taumelte, schüttelte sich verwirrt und startete einen neuen Angriff. Inzwischen war ein dritter hinzugekommen. Gerade drehte sich Isgaron zu diesem hin, da flüchtete der zweite.
"Hey, bleibst du wohl hier!?", rief er dem flüchtenden Tier nach. Die anderen schienen weiter hinten beschäftigt zu sein, viel Hoffnung auf Hilfe blieb ihm also nicht. Da half nur noch eins. Isgaron nahm seinen Umhang in die Hände und begann dem flüchtenden Tier nachzurennen. Zwei andere Razors hafteten sich an seine Fersen, auf dem Weg ins Ungewisse.
|
| 13.07.2003 18:47 | #166 |
| Carthos |
So nach und nach versuchte Carthos nun doch einmal die Anweisungen von Lehna zu befolgen. Er stand nun wie ein Fels inmitten der stürmischen See und wartete darauf bis der Razor vor ihm Anstalten machte ihn anzugreifen. Als dies in Form eines gewalten Sprunges geschah, drehte sich der Paladin unter dem Angriff weg, wäre dabei, jedoch fast gestolpter und konnte sich gerade so abfangen.Jedoch war sein Gegner in der Zwischenzeit herangekommen. Blitzschnell griff der Lord nach seinem Dolch, welcher an seinem Gürtel prangerte, und stieß diesen dem Razor tief in die Kehle. Gurgelnd taumelte der Zweibeiner zurück, während Carthos seinen Zweihänder ergriff und dem Tier endgültig den Gnadenstoß versetzte. Er nahm seinen kostbaren Dolch wieder an sich und sah sich um. Gerade konnte er noch erkennen wie Isgaron einem weiteren Razor hinterher lief, jedoch widerrum mit zwei weiteren dieser Aasfresser im Schlepptau.
ISGARON, HALT ! Doch der hohe Novize war schon aussr hörweite, so das der Paladin die Beine in die Hand nahm und dem Sumpfler folgte. Die Treibjagd führte sie durch das tiefste Dickicht. Carthos hielt seinen Zweihänder krampfhaft in einer Hand, das Ding konnte bei einem Sprint mächtig schwer werden. Plötzlich hörte er einen Schrei ganz in der Nähe. Der Krieger Innos' nahm seine treue Klinge nun in beide Hände und kämpfte sich durch das Gestrüpp. Isgaron hatte den verfolgten Razor zwar erlegt, doch seine Verfolger hatten nun widerrum den Novizen in große Not gebracht. Alleine würde er das niemals schaffen. Carthos sprang aus dem Gebüsch und traf das erste Biest genau auf dessen Rücken. Krachend verabschiedete sich die Wirbelsäule des Tieres und es brach wie ein Pudding in sich zusammen. Just in diesem Moment blickte sein zweibeiniger Freund zu dem Lord hinüber, doch Isgaron nutzte die Gunst der Stunde und stach dem Tier sein Schwert in die Kehle.
Ich liebe Überraschungen. Carthos musste Grinsen, als er die beiden toten Tiere vor seinen Füßen liegen sah. Und dabei hatte er geglaubt hier unten wäre es totlangweilig.
|
| 13.07.2003 19:04 | #167 |
| Isgaron |
Isgaron ließ sich geradewegs wieder ins Moos fallen. Jetzt musste er sich schon von einem Lord retten lassen. Wie weit war es mit ihm gekommen."Danke, Mann." sagte er zu Carthos. Wäre er nicht gewesen, hätte man nun seine Stücke aufsammeln können.
Isgaron musterte einen kleinen Biss an seinem Bein, der aber nur wenig blutete. Er riß ein Blatt von einer nächstliegenden Pflanze ab, schaute dass sie nicht giftig war, und band sie sich notdürftig um das Bein. Das sollte erstmal halten.Vorsichtig richtete er sich wieder auf und schaute sich um.
"Wo sind wir hier?"
|
| 13.07.2003 19:16 | #168 |
| Carthos |
Carthos sah sich um und versuchte irgend einen Anhaltspunkt der ihm auf diese Frage eine Antwort geben könnte.
Bei dieser Hetzjagd habe ich nicht sonderlich darauf geachtet wohin ich renne. Aber wenn ich mir den Stand der Sonne so betrachte, muss dort Süden sein, und somit auch das Amazonenlager.
Isgaron rappelte sich auf und beide kämpfen sich erneut durch die Büsche und Streucher. Bald hatten sie den Wald verlassen und standen unweit vor den Toren des Lagers. Der Lord blickte zurück um vielleicht Lehna und diesen komischen Kerl zu erspähen, doch er sah sie nirgends.
Ich habe keine Ahnung wo die anderen beiden sind. Bevor wir nun durch den Wald irren würde ich vorschlagen das wir ins Lager zurück kehren.Der Sumpfler nickte und die beiden machten sich auf den Weg zu dem Tor des Lagers.
|
| 13.07.2003 20:22 | #169 |
| manmouse |
Das Jungtier das Esteron zu Fall gebracht hatte, schnaubte dem jungen Mann ins Gesicht, blickte kurz auf in dem es den Kopf abwägend zur Seite riss. Dann schnellte der Kopf wieder zurück, prüfend musterten die Augen den Wanderer kalt. In ihnen lag eine Spur von kalter Intelligenz. Das Monster überlegte es sich noch einmal anders und machte sich daran seinen Eltern in den Busch zu folgen.Mühsam rappelte sich Esteron auf. Die Blechbüchse und den anderen jungen Mann waren sie also los. Das würde ihr unternehmen einfacher gestalten.Der Wanderer blickte über die Steinlichtung, hier lagen drei Tierleichen und die Frauen schienen sich schon wieder den Aufbruch bereit zu machen.“Wir sollten zusehen das wir hier verschwinden, bevor die Viecher zurückkommen um ihre Artgenossen zu vertilgen.“ Nathalie und Lehna nickten nur und traten in die breite Schneise. Esteron blickte noch einmal zurück in die Richtung in die der junge Mann mit den Razoren und Blechtrommel verschwunden war.
“Keine Sorge, entweder sie überleben es oder auch nicht. Aber das soll nicht unser Problem sein.“ Milena schien ebenso erfreut zu sein wie Esteron das die beiden Männer nun fort waren.
“Komm nun Esteron, wir haben nicht mehr viel Zeit. “, der junge Mann nickte der Amazone freundlich zu und trat dann mit ihr in das Unterholz, um den Vorsprung der beiden anderen Frauen wieder aufzuholen.
|
| 13.07.2003 21:03 | #170 |
| Dragonia |
Unangefochten erreichten Phoenixfee, Dragonia und die Wölfin Samtpfote den Pass vom Minental zur Küstenebene und Dragonia atmete merklich auf als sie in der ferne den Fjord sehen konnte als die Frauen und die Wölfin vom Pass hinunter auf die Küstenebene gingen.
Nach einiger Zeit, schnellen Marsches sahen sie die Brücke die hinüber zur Insel des Amazonenlagers führte.
|
| 14.07.2003 01:09 | #171 |
| Dragonia |
Dragonia hatte ihr Gepäck erleichtert, Ihr altes Kurzschwert brauchte sie ja jetzt nicht mehr und so lies sie es in ihrem Zimmer und auch ihr Gold guthaben brauchte sie nicht immer mit sich herum zu schleppen und so lies sie einen Teil in ihrer Truhe, verschoss sie gut, kontrollierte Ihre Rüstung und den Sitz ihrer Waffen und verlies Ihr Zimmer.
Auf der Treppe lief sie Phoenixfee in die arme die in ihr Zimmer wollte wünschte der Amazonenschwester noch eine gute Nacht und verlies das Unterkunftshaus und machte sich auf dem weg zur Brücke, überquerte sie und Stand erst etwas ratlos auf dem Festland und wusste nicht in welche Richtung sie sich wenden sollte.
Nach einem Längeren Zögern wand sie sich schließlich Richtung westen und wanderte an der Küste entlang.
Jamira hatte etwas von einem Wald gesagt und nach einiger zeit erreichte sie einen Wald aber wie sollte sie hier Milena oder die anderen Finden??Ziemlich ratlos lehnte sie an einem der Bäume und Überlegte.
|
| 14.07.2003 01:34 | #172 |
| Lehna |
Nachdenklich betrachtete Lehna die blutbeschmierte Klinge ihres Schwertes, während sie langsam hinter Milena und Nathalie her durch das dichte Unterholz stapfte. Ein dunkel gefärbter Grashalm lag in der Blutrinne der Waffe, Saras getrockneter Lebenssaft mischte sich mit dem des Razors. Und hoffentlich bald mit dem ihres Mörders...
Lehna seufzte leise und steckte das Schwert in die Scheide zurück, tastete mit der linken Hand blind nach Esteron, ihr Blick war starr auf den Wald vor ihnen gerichtet. Der junge Wanderer ergriff sanft ihre Hand, fast ein wenig zu doll drückte Lehna zu, hielt sich an ihm fest wie eine Ertrinkende... Sie senkte den Kopf, ihre rechte wanderte in die kleine Tasche an ihrem Gürtel. Wenig später strichen ihre Finger über die glatte, kalte Oberfläche eines Edelsteins. Ein elektrisierendes Kribbeln erfasste ihre Fingerspitzen, unangenehm, aber gleichzeitig vertraut. Sie wollte die Hand zurückziehen und gleichzeitig noch näher an den Stein bringen, wurde erfüllt von Abscheu und doch auch angezogen von dem Kleinod.
Sie zögerte einen Moment, dann schloss sich ihre Hand um den Edelstein. Das seltsame Kribbeln breitete sich bis auf ihren Unterarm aus, ein Gefühl, das widerwärtig und doch gleichzeitig angenehm war, ein ihr bekanntes Gefühl, als wäre es ein Teil von ihr. Es beunruhigte sie – und gab ihr gleichzeitig Kraft...Auf ihrer Handfläche lag ein flacher, oval geformter Edelstein, der in etwa die Größe einer Münze hatte. Er war durchsichtig, wie aus Glas, doch in seiner Mitte befand sich ein kleiner Fleck undurchdringlicher Dunkelheit...Lehna hob den Stein auf Augenhöhe, sie spürte, wie etwas nach ihrem Geist tastete. Sie wusste, wer es war, doch er war schwach, viel zu schwach um irgend etwas zu bewirken.
Leise seufzend ließ sie den Edelstein, in den ihr Dämon eingekerkert war, wieder in ihrer Tasche verschwinden.
Vielleicht würde sie sich ja noch einmal der finsteren Wut und Mordlust hingeben...
|
| 14.07.2003 02:04 | #173 |
| Dragonia |
Dragonia streifte kreuz und quer durch den Wald.
Jamira hat ihr gesagt das hier einige ihrer Amazonenschwestern auf der Suche nach Sara’s Mörder waren, sie hatte ihr Namen gesagt aber der einzig bekannte war Milena, ihre Schleichlehrmeisterin.
Nach einiger Zeit meinte sie Stimmen gehört zu haben und sie näherte sich vorsichtig der Stelle und tatsächlich sie hörte die Stimmen immer deutlicher und sie kamen auf sie zu.
Leise bewegte sie sich vorwärts sie wusste ja nicht wer da auf sie zu kam, konnte ja auch der Mörder sein der noch Kumpane hatte und so wartete sie ab und lauschte.
Sie hörte eine Männerstimme aber auch die von Frauen und als sie dann endlich zu sehen waren sah sie das eine der Frauen Milena war und so machte sie sich bemerkbar und trat hinter dem dicken Baum hervor und sagt.
„Hallo Milena und Hallo an alle anderen“ und nickte den Frauen und dem Mann freundlich zu.
„Jamira hat mir gesagt das ihr hier irgendwo seit und ich möchte gerne Helfen“
|
| 14.07.2003 02:24 | #174 |
| Milena |
Milena hob überrascht die Augenbrauen, als Dragonia plötzlich aus dem Schatten auftauchte.
"Äh, hallo... Nun ja... helfen? Weißt du worum es geht?"
Die Amazone nickte.
"Jamira hat es mir erzählt."
"Gut, dann... öh... komm doch einfach mit. Aber es kann gefährlich werden."Milena kratzte sich etwas verwirrt am Kopf. Da kam also einfach so Dragonia daher und wollte 'mitmachen'. Nun ja, von Nachteil war es sicher nicht, noch eine Frau mehr dabei zu haben. Auch wenn das bedeutete, dass es im schlimmsten Fall eine tote mehr geben könnte...
"Gut. Ich denke wir sollten uns jetzt ein Lager für die Nacht suchen..."Die Schwertmeisterin registrierte den fast wütenden Blick Lehnas auf diese Worte hin und sah dem Mädchen ruhig in die braunen, aufgrund des Schlafmangels von dunklen Ringen untermalten Augen.
"Lehna... Du darfst dich jetzt nicht sinnlos in eine Art fanatisches Jagdfieber hineinsteigern..."
Fast im selben Augenblick bereute sie ihre worte auch schon. Sie selbst wusste nur, dass Sara tot war. Sicher, keine allzu glückliche tatsache - aber der Mord war ganz offensichtlich lange nicht alles gewesen. Langsam fragte sie sich, was Lehna hatte mit ansehen müssen...
"Du musst dich auch mal ausruhen.", fuhr sie schließlich fort, jetzt hatte sie schon begonnen, da gab es auch kein Zurück mehr.
"Und bei der Dunkelheit finden wir ohnehin keine Spuren mehr."Lehna senkte betrübt den kopf und murmelte irgend etwas unverständliches vor sich hin, was Milena dazu veranlasste, ein vielsagenden Blick zu Esteron zu werfen, bevor sie weiterging.
Kümmer dich gut um sie...
|
| 14.07.2003 09:20 | #175 |
| Dragonia |
Dragonia half in der Nacht noch das Nachtlager aufzuschlagen, nachdem sie sich mit Nathalie, Lehna und Esteron bekannt gemacht hatte.
Nach kurzer Zeit schliefen alle ein, aber es war nur eine relativ kurze Nacht, Früh am Morgen, wurden sie alle von Lehna geweckt und nach einem kleinen Frühstück, machte sich die Gruppe aus 4 Amazonen und einem Mann wieder auf Spurensuche.
Seit 2 Stunden streiften sie jetzt wieder durch den Wald, aber bis jetzt waren sie nicht fündig geworden.
|
| 15.07.2003 01:01 | #176 |
| Lehna |
Sie würden ihn nicht finden...
Diese Erkenntnis war Lehna schon lange gekommen, doch sie weigerte sich strikt, sie anzuerkennen. Fast trotzig stapfte sie weiter mit gezogenem Schwert in der Hand durch das Unterholz.
Die kleine Gruppe hatte einen weiteren Tagesmarsch hinter sich. Und keine es gab Spur. Nicht die geringste. Sie liefen nur noch ziellos durch den Wald, mal hier hin, mal dort hin...
Dennoch wollte Lehna es nicht einsehen, dass der Mörder entkommen war. Dieser perverse Wahnsinnige... Er durfte einfach nicht davonkommen...Es war schon längst zu spät, doch sie wollte es einfach nicht wahrhaben. Mit zitternden Händen bog sie einen tiefhängenden Ast zur Seite. Die Erschöpfung und der akute Schlafmangel der letzten Tage machten sich spätestens jetzt gnadenlos bemerkbar. Sie wagte es kaum noch, ein Auge zuzutun, weil sie wusste, dass sie dann alles noch einmal erleben würde...
Die Gruppe erreichte eine kleine Lichtung, auf deren Mitte Lehna plötzlich unvermittelt stehen blieb. Ihr Blick strich über die Silhouetten der Bäume, dunkel und undurchdringlich lagen sie vor ihnen, verschwiegen war der Wald und würde seine Geheimnisse nicht preisgeben.
Auch nicht den Aufenthaltsort des Verrückten.
Völlig am Ende brach Lehna in die Knie, stützte sich erschöpft auf ihr Schwert. Ihr Körper bebte, ein paar Tränen kullerten ihre Wangen hinunter, sie schluchzte leise. Wut, Enttäuschung, Angst... Von allem schien etwas über sie hereinzubrechen, um im nächsten Moment von gähnender Leere ersetzt zu werden. Sie fühlte sich ausgelaugt, als hätte sie einmal mehr in ihrem Leben sämtliche Hoffnung verloren.
„Er... Er ist weg... Wir finden ihn nicht mehr...“
|
| 15.07.2003 01:27 | #177 |
| manmouse |
Der Wanderer blieb nicht stehen. Er wollte zu Lehna eilen um ihr eine Stütze zu sein. Sie brauchten ihn, gerade jetzt in diesem Moment. Milena zog den jungen sanft aber bestimmend. Lehna musste alleine damit fertig werden. Hier und jetzt. Seufzend machte sich der Wanderer von der Amazone los, und machte einige Schritte zurück in die Richtung von der sie gekommen waren und setzte sich dort auf einen gefallenen Baum.
Lehna hockte noch immer an der gleichen Stelle, während Nathalie und Milena sich zu Esteron gesellten und mit wütenden fast niedergeschlagenen Blicken in den Wald sahen. Einzig und allein Dragonia machte sich daran, auf Lehna zu zugehen und ihr sanft die Hand auf die Schultern zu legen. Lehna schluchzte laut auf, und Esteron spürte ihren Schmerz, ihre Verzweiflung selbst in seiner Brust. Es war das erste Mal seitdem er die junge Frau kannte, das er ihr nicht helfend zur Seite stehen konnte.
Resignierend hatte der Wanderer diese bittere Erfahrung schon im Amazonenlager machen müssen. Und was er bei Lehna sah zeriss ihm das Herz. Er wollte fluchen. In den Wald stürmen, um Lehna das zu geben, was sie brauchte.Rache, Selbstfindung oder auch nur die Genugtuung den Tod von Sara einfach nur gerächt zu haben, damit ihr eine Last von den jungen zierlichen Schultern fiel. Doch der junge saß nur hilflos auf diesem Holzstamm.
|
| 15.07.2003 01:48 | #178 |
| Dragonia |
Dragonia ging zu Lehna, sie legte tröstend Ihre Hände auf die Schultern der jungen Frau.
Schweigend, da sie selbst, einen Klos im Hals hatte.
Sie war noch nicht lange bei den Amazonen, sie hatte Lehna erst letzte Nacht hier kennen gelernt und auch Sara hatte sie so noch nicht gekannt, aber ihr ging der Tod des Mädchens auch nahe.
Dragonia konnte Lehna’s, seelischen Schmerz fast Körperlich Spüren, nach ein paar Minuten die sie neben der Amazone gestanden hatte kniete sie sich neben sie.
Lehna drehte den Kopf zu ihr und Dragonia sah in die Feuchten Augen ihrer Amazonenschwester, stumm schauten sie sich in die Augen und auch Dragonia kullerte eine Träne die Wangen herab.
Dragonia überkam eine Welle der unterschiedlichten Gefühle, Mitgefühl, Traurigkeit, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Wut und auch Trotz.Mittlerweile war aus der einzelnen Träne, auf ihre Wange ein Rinnsal geworden und die beiden Frauen schauten sich immer noch Tief in die Augen.Die Zeit, völlig vergessend vielen sie sich in die arme und weinten nur noch drauf los.
„Irgendwann, ja irgendwann werden wir den Kerl bekommen und dann Gnade ihm Donnra.“ Sagte Dragonia mit halberstickter Stimme leise zu Lehna.
|
| 15.07.2003 19:37 | #179 |
| Lehna |
Langsam bahnte sich die kleine Truppe ihren Weg durch den Wald, zurück ins Amazonenlager. Lehna trottete, ein wenig unsicher auf den Beinen, neben Esteron her. Ihre Hand umklammerte fast schon krampfhaft die des jungen Wanderers, sie ging stets dich bei ihm, suchte Schutz in seiner Nähe – doch sie wagte es nicht, ihn anzusehen.
Diese ganze Aktion war doch von vorn herein Unsinn gewesen. Seit wann bekam man einen Verbrecher in die Finger, indem man zwei Tage nach der Tat den Tatort nach ihm absuchte? Die Suche hatte ihr doch ohnehin nur zu ihrer eigenen Beruhigung gedient. Von allein wäre Milena wahrscheinlich nicht so ziellos vorgegangen. Und überhaupt... Seit dem Ereignis belastete sie ihre ganze Umgebung damit. Vor allem Esteron. Ständig ließ sie ihn spüren, dass sie am Ende war, doch er konnte ihr nicht helfen. Sie konnte doch nicht ewig in Selbstmitleid versinken...Das Leben ging weiter, und auch wenn die Erinnerung wahrscheinlich niemals schwinden würde, sie durfte sich nicht ewig von der Vergangenheit gefangen halten lassen. Es gab noch andere Dinge. Zum Beispiel Esteron...„Es... Es tut mir Leid, dass ich dich so sehr mit meinen Problemen belastet habe in der letzten Zeit.“, begann sie zögerlich, stockend, noch immer sah sie den jungen Wanderer nicht an.
„Ich werde versuchen... darüber hinwegzukommen...“
Irgendwie hörte sich das bescheuert an. Lehna seufzte leise. Egal wie es sich anhörte, eine andere Wahl hatte sie ohnehin nicht...
|
| 15.07.2003 20:17 | #180 |
| manmouse |
Der junge schaute Lehna nur mitleidig in die Augen. Wann lernte Lehna endlich das es ihm egal war wenn sie ihn „belastete“, sie gehörten zusammen ob in freudigen Momenten oder solchen wie diesen.
Sanft zog Esteron die junge Frau zu sich herüber und gab ihr einen kurzen Kuss auf die nasse Stirn. Milena, Nathalie und Dragonia waren schon ein Stück weit vorangelaufen, und Esteron verlangsamte absichtlich sein Tempo, um mit Lehna einen Moment der Ruhe zu bekommen. Als nur noch das rascheln der Blätter, der voran eilenden Amazonen zu vernehmen war, hob Esteron seine Stimme.“Hör zu Lehna. Auch wenn ich dir jetzt nicht helfen konnte, auch wenn ich der Meinung bin das diese Aktion jetzt, keine Aussicht auf Erfolg hatte, so denke ich das es vollkommen normal für mich ist, dich zu begleiten. Egal bei was. Wir mögen diesen Bastard zwar nicht gefunden haben, aber du hast es versucht. Und das allein zählt.“, der junge lächelte ihr aufmunternd zu. Hoffentlich hatte sie es jetzt verstanden.
Lehna blickte ihn stumm aus ihren feuchten verheulten Augen an, und Esteron spürte es.
“Komm wir sollten zusehen, das wir die anderen einholen, ich habe keine Lust auf Orks heute. Und Gardiff ist nicht immer in der Nähe um uns unseren Arsch zu retten.“
|
| 15.07.2003 20:52 | #181 |
| Lehna |
Einen Augenblick lang wollte sie zurückzucken, als Esteron ihr einen sanften Kuss auf die Stirn gab, und es erschreckte sie. Fast schuldbewusst sah sie ihm in die Augen und drückte sich noch etwas fester an ihn, als wollte sie es wiedergutmachen.
"Es.. war trotzdem ein Fehler.", murmelte Lehna, während sie weitergingen, um festzustellen, dass sie schon wieder anfing, sich sinnloserweise für irgend etwas die Schuld zu geben. Sie seufzte leise. Wenn sie nicht langsam damit aufhörte, würde es eines Tages noch ungut enden...
Langsam bahnte sich die kleine Gruppe ihren Weg durch das Unterholz, Lehna ging schweigend neben Esteron her, bis die Tore des AmazonenLagers in Sichtweite kamen.
"Ich werde ihn irgendwann finden...", knurrte Lehna plötzlich, sie wusste selbst nicht genau warum.
|
| 17.07.2003 17:06 | #182 |
| Melyssa |
Die kleine Amazonengruppe kam schnell voran. Mayja erzählte unaufhörlich von ihren Erlebnissen mit den 'feschen Milizkerlen', wie sie sie nannte. Isabel summte immer wieder dieselbe Melodie vor sich hin, eine einfache Tonleiter mit einigen Sprüngen nach unten am Ende. Lea schwieg und schaute geschäftig drein, den Blick umherschweifend um Gefahren frühzeitig zu erkennen. Melyssa und Selenia schauten sich immer mal wieder verstohlen an und grinsten sich eins. Schon eine seltsame Truppe waren sie.
Den Wald hatten sie hinter sich gelassen, jetzt ging es an den Anstieg. Der Pfad machte einige Biegungen, schlängelte sich an der Felswand entlang. Sie konnten in der Ferne den Fjord erkennen, blau und ruhig lag er da. Sogar die Insel mit dem Lager sah man von hier aus. Wirklich ein herrlicher Anblick.Melyssa blieb kurz stehen und auch die anderen hielten inne. Isabel hörte sogar kurzzeitig auf zu pfeiffen.
"Schaut, dort unten ist unser Lager!", Selenia streckte den Arm aus und deutete auf die Insel.
"Wie klein doch alles aussieht von hier oben", bemerkte Mayja, "man denkt gar nicht was sich alles zwischen diesen Türmchen verbirgt."
"Ist auch besser so, dann wissen unsere Feinde nicht gleich was ihnen blüht. Die laufen dann alle nichtsahnend in die Falle!", erwiderte Melyssa grinsend. Alle lachten.
"Auf, gehen wir weiter", trieb sie Lea zur Eile an, "wir wollen vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück sein."
Isabel begann wieder zu pfeiffen und die Reise ging weiter.
Einige Zeit später hatten sie den höchsten Punkt erreicht. Der Grat war noch einige Meter weiter oben, doch der Weg war hier zuende. Ein großes Holztor, erbaut aus den stärksten Stämmen der Küstenregion, versperrte den Zugang zum Minental.
Die Amazonen hielten inne.
"Sieht doch ganz gut aus", bemerkte Selenia.
Lea, die unweigerlich die Führung des ganzen übernommen hatte, sagte nichts sondern ging näher an das Tor heran, um die Sperre auf irgendwelche Schwachstellen oder Abnutzungserscheinungen zu überprüfen.
"Hier ist etwas aufgebrochen worden", erwiderte sie trocken. Wortlos deutete sie auf einige Spuren der Gewaltanwendung. Das Holz war eingedrückt, deutlich sah man den Abdruck harter Metallgegenstände.
"Hmm...aufgehebelt. Da ist sicher was bei kaputt gegangen", murmelte Melyssa. "Schaun wir nach. Achtung, wir öffnen das Tor! Macht euch auf Angriffe gefasst." Lea gab ein Zeichen und stellte dann die richtige Kombination ein, die das Tor öffnen ließ. Die anderen hatten ihre Waffen gezückt, aber es war niemand dahinter. Sie blickten in eine leere Talschlucht, die hinab in das Minental führte.
"Keiner da, alle vor Angst weggelaufen!", flötete Mayja und machte sich mit einem Grinsen daran, das Schloss zu untersuchen. "Hier ist was abgebrochen, glaub ich."
Sie beugten sich alle hinüber und begutachteten den Bolzen. Eindeutig durchgebrochen.
Lea biss sich auf die Unterlippe und schaute nach hinten in die Küstenebene. "Mist. Wer auch immer das gemacht hat, er ist jetzt unten in der Ebene."Die Fröhlichkeit in den Gesichtern schwand.
"Orks meinst du?", fragte Isabel leise.
Die Blicke waren Antwort genug.
"Wir sollten einen neuen Bolzen reinmachen, besser aus Eisen damit er nicht wieder zerbrochen werden kann", fuhr Melyssa nach einer Weile fort, "ich kann ihn gleich heute noch machen, dann können morgen welche aufbrechen um das Tor zu reparieren."
Lea hatte ihren Blick in der Ferne fixiert, als erwartete sie jeden Augenblick, dass eine Horde Orks um die Ecke kam. Sie nickte.
"Ja, gute Idee. Bis dahin verrammeln wir es, eine andere Möglichkeit bleibt uns nicht. Wir dürfen nicht riskieren dass noch weitere Orks durchkommen."Sie machten sich daran, Holz zu suchen, um das beschädigte Tor notdürftig zu befestigen.
Kurz darauf war die beschädigte Stelle notdürftig mit Holz abgedeckt."Das sollte reichen", Isabel wischte sich über die Stirn, auf der sich feine Schweißperlen gebildet hatten.
Selenia warf die Axt weg. "Mehr hätte ich auch sicher nicht noch gehackt!""Mir tut der Arm weh!", jammerte Mayja.
Melyssa luschte stumm auf ihrem Finger herum, den sie sich an einem Holzsplitter aufrerissen hatte.
Lea seufzte.
"Machen wir uns auf den Rückweg. Seid achtsam, wir wissen nicht was sich dort unten verbirgt und lauert."
Langsam beging die Gruppe den Abstieg zurück ins Tal. Sie Sonne stand bereits schräg und warf einen samtenen Schein auf die glatte Wasserfläche des Fjords.
|
| 17.07.2003 17:38 | #183 |
| Satura |
Die beiden kämpften sich durch das teilweise recht dichte Unterholz, und Leon schien sich langsam wirklich zu fragen, wozu dieser Aufwand denn gut wäre, als die hohe Amazone plötzlich stehen blieb und auf eine Ansammlung von Pflanzen mit dünnen, fahlen Blättern deutete. "Dies sind Nachtschattengewächse, die eine äusserst schmackhafte Wurzel haben, die ausserdem schnell satt macht. Los, lass sie uns ausgraben!"
Leon sah sie zunächst ungläubig an, doch als die Amazone ihre Hände in die Erde grub und die ersten Knollen ausgrub, half er ihr. Bald hatten sie einen kleinen Beutel mit den prächtigen Wurzeln gefüllt, und Satura ließ ihre Augen wieder suchend durch den Wald wandern. "Dort vorne!" Sie deutete auf einen morschen Baumstumpf, an dem eine ganze Traube Dunkelpilze und das artverwandte, jedoch größere und weniger bitter schmeckende Buddlerfleisch.
|
| 17.07.2003 17:49 | #184 |
| Skeleon |
"Bah, von Pilzen kriege ich immer Magendrücken ..." grummelte der junge Dieb, als er Satura hinterhertrottete. Sie ließ sich gerade in die Hocke sinken, zückte einen kleinen Dolch und schnitt einen der Pilze großzügig ab, das untere Ende in der Erde belassend.
"Ach was, wenn du Hunger hast wirst du darüber ganz anders denken." griente sie, sah dann wieder zu den Pilzen und schnitt den nächsten ab.
"Die feinen Wurzeln sollte man ganz lassen - sie schmecken sowieso nicht, und wenn du sie im Boden lässt können sie neue Pilze hervorbringen."Wunderbar ... dachte Leon misslaunig, als er sich neben ihr auf die Knie sinken ließ und damit begann, mit einem langen Dolch Fruchtkörper von Wurzeln zu trennen. Satura füllte die Pilze in einen seperaten Beutel ab, erhob sich - Leon tat es ihr gleich - und sah sich um.
"Siehst du noch etwas?"
Der Dieb ließ seinen Blick einen Augenblick schweifen.
"Ja." meinte er schließlich, zog sirrend sein matt schimmerndes Langschwert hervor und stapfte ohne ein weiteres Wort in ein nahes Gebüsch hinein, in dem er etwas entdeckt zu haben schien. Gequieke und Grunzen folgte, ein markerschütterndes Kreischen, das plötzlich abbrach - unterbrochen von einem Knacken.
Nur Augenblicke später kam Leon wieder aus dem Gestrüpp hervorgebrochen, in der einen Hand seine Klinge, von der helles Blut perlte, mit der anderen zog er eine erlegte Molerat hinter sich her.
"Ich schlage vor, wir salzen das Viech ein - Pökelfleisch hält sich beinahe ewig. Von ein bisschen was könnten wir uns heute auch noch 'nen Kräuterbraten machen, oder?"
In freudiger Erwartung rieb sich der Junge über den Bauch. Moleratfleisch war immer noch besser als Ratte oder Warg - und vor allem, wenn Satura sie würzte ... er grinste sie vielsagend an.
|
| 18.07.2003 00:04 | #185 |
| Satura |
Satura lachte hell. "Nun gut, dann machen wir uns einen Kräuterbraten..." Während Leon das Tier zerlegte, machte Satura sich daran, ein knisterndes Feuer zu entzünden. Sie rieb zwei Fleischstücke mit den Blättern der Waldbeeren ein und sie brieten sie über dem Feuer, bis das Fett zischend heruntertropfte.Sie aßen und lachten und genossen diesen letzten Augenblick der Zweisamkeit, die ihnen so selten und absolut vergönnt war. Die hohe Amazone kuschelte sich an Leon, seine warme Stimme und seine Umarmung genießend, immer wieder seine Lippen suchend und voller Zärtlichkeit ihn küssend.
Als sie fertig gegessen hatten, war es schon dunkel geworden; Satura mahnte, dass sie heute noch aufbrechen wollten und zum Lager zurückkehren sollten.
|
| 18.07.2003 17:02 | #186 |
| Dragonia |
Schnell schritt Dragonia aus sie wollte so rasch es ging die Küstenebene und schließlich das Minental hinter sich lassen.
Sie ging den Pfad entlang der hinauf zum Pass führte und nach kurzer zeit Stieg, der Weg auch merklich an und ihre Schritte verlangsamte sich etwas.Die Sonne stand hoch am Himmel aber hier wehte ein kräftiges Lüftchen das die Salzhaltige Luft vom Fjord mitbrachte und eine gewisse Abkühlung, unangenehm war der Wind nicht und als Dragonia, auf dem kleinen Plateau, kurz unterhalb des Passes, eine kurze rast einlegte schaute sie hinab auf die Küstenebene.Es war von hier oben ein wundervoller Ausblick, die sonne brach sich glitzert in den wogen des Fjordes und dieser sah aus, als ob es ein großes Meer war was nur aus Saphiren bestand, in Allenmöglichen Blautönen glitzerte der Fjord dort unten und die Insel mit dem Amazonenlager war wie eine große Perle in diesem blauen Funkeln.
Nach ein paar Minuten Rast nahm sie das letzte Stück bis zum Pass in Angriff und als die letzte Anhöhe passiert hatte sah sie das Tor und ein Paar Amazonen die scheinbar daran arbeiteten.
Dragonia näherte sich den Schwestern und wünschte ihnen, einen schönen Tag.Sie kannte von den Frauen zwar ein paar vom sehen her aber hatte sich noch nicht mit ihnen unterhalten die einzige die sie von Namen her kannte war Mayja, sie war ein richtiges Plappermaul und sie musste einem Narren an den Milizsoldaten gefressen haben den sie schwärmte unaufhörlich immer von ihnen.Nachdem sich alle begrüßt hatten fragte Dragonia, „Was macht ihr hier? Ist das Tor kaputt?“
„Ja,“ antwortete ihr Mayja, „wir waren gestern mit Melyssa schon mal hier und haben gesehen das irgendwer das Tor aufgebrochen hatte und wir reparieren es jetzt.“
„Wir müssen den Bolzen hier einsetzen, den Melyssa geschmiedet hat aber das ist gar nicht so einfach, der Mechanismus des Schlosses ist nicht gerade simpel, eine wundervolle Arbeit die Hummelchen da gemacht hat.“ Sagte eine der anderen Amazonen die sich als Lea vorgestellt hatte.
„Könnt ich euch vielleicht helfen?“ fragte Dragonia und die fröhlich vor sich hin pfeifende Amazone die sich als Isabel vorgestellt hatte, zog ihre Nase aus dem Mechanismus, schaute Dragonia an und sagte,
„Nee, hab schon Hilfe genug.“ Sagte Isabel fröhlich schaute zu den beiden anderen Amazonen herüber und fuhr weiter fort, „wenn ich hier gleich fertig bin können die beiden Faulenzerinnen den Rest machen.“ Sprachs und fing wieder an zu pfeifen während sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Schloss widmete.„Na dann kann ich ja weiter. Tschüss, wir sehen uns.“ Sagte Dragonia winkte den Frauen noch einmal zu und verschwand dann in dem Tal was zum Minental führte.
|
| 21.07.2003 21:26 | #187 |
| Drake |
Gerade erst hatte Burrez das Amazonenlager verlassen, mit Spitzhacke, Wekzeug und so weiter. Nun kam er an die Küstenbene und schaute sich erstmal um. So beschloss er in Richtung des Waldes zu gehen, auß dem er kam, nur aber am Rande des besagten zu bleiben. Sein Schwert war für alle Fälle gegurtet, und so lief er pfeiffend los, seine Hand immer in der Nähe des Schwerts haltend. Nur das dies nun etwas unnötig war, da jetzt alles ruhig verlief...
Als er noch nicht sehr Weit vom Amazonenlager war, genaugenommen einen fünf-Minuten-Marsch davon entfernt war, erblickte er eine Hütte, deren Steinrne Wände von Flechten besiedelt wurden und deren Tür total vermoderte. Er trat interresiert näher, klopfte sogar mit seiner nicht-dominanten, linken Hand an die Tür, doch das einzige was geschah, war das die Türe aus der Verankerung fiel und zu Boden stürzte. So trat er hinein und bemerkte, das auf der anderen Seite des Hauses ein Loch war, welches das Haus schier unbewohnbar machte. Als sich plötzlich ein dunkles Geschöpf an ihn näherte...
... Das Geschöpf kam, wie gesagt von hinten, stürzte sich auf den Sumpfler und striff seine Schulter, doch sogleich zischte die gefürchtete Klinge des Höllenblitzes durch die Luft und trennte dem dunklen, fast unsichtbarem Gegner etwas ab. Blut sptizte und etwas fiel zu Boden, sodass der Sumpfbruder auflachte und zum Beisegten sah, der lediglich nur eine verirrte Fledermaus zu sein schien. Nun wie auch immer, Burrez packte nun die Spitzhacke und machte dies, was er am besten konnte: kaputt. So splitterte eine Spitzhacke gegen die Wand und einige Steine zersplitterten, andere jedoch fielen, wie geplant nur zu Boden. Burrez zerlegte das ganze Haus, und als er am Ende auf einem Parkett stand, von der Natur umzingelt und ausatmete wie ein Tier, fragte er sich nun, wie er all dies wegkriegen würde, als er von einer Idee durchschossen losrannte, den Fünf-Minuten-Marsch zurück in einen Zwei-Minuten-Spurt verwandelnd, als er keuchend das Lager erreichte...
|
| 21.07.2003 21:45 | #188 |
| Cynthia |
Zusammen gingen sie mit dem holpernden Wagen zu der alten Jagdhütte die Burrez ausfindig gemacht hatte. Wie man unschwer erkennen konnte hatte sich jemand daran vor kurzem erst sehr intensiv zu schaffen gemacht. Der Sumpfler hatte wohl alles auseinaner gehauen was man nur auseinander hauen konnte.Gemeinsam hoben der Templer und die Amazone Stein für Stein auf die Ladefläche. Zwar waren die meisten davon zerbröckelt und beschädigt, um sie aber als Fußboden zu benutzen reichten sie auf jedne Fall.
|
| 21.07.2003 21:49 | #189 |
| Drake |
Zerbrochen waren sie nicht alle, das stimmt nicht, aber die meisten. Jedoch gab es auch einige schöne, fast ungebrauchte Steine unter ihnen, die den geplanten Kamin nicht unschön ausehen ließen. Und als alles aufgeladen war, packten die beiden gemeinsam den Karren und setzten ihn mit knarrenden, quitschenden und holpernden Geräuschen in Bewegung, dafür aber in eine ziemlich langsame Bewegung, sodass sie um das dreifache zuzrück wie hierher brauchten...
|
| 22.07.2003 15:07 | #190 |
| Phoenixfee |
Einige Zeit beanspruchte der Weg durch das Minental da sie wieder einigen patrouillierenden Orks ausweichen musste, aber dank Pfote, die wieder den Weg erkundete wurde Phoenixfee immer rechzeitig durch die Wölfin gewarnt, den zum Kämpfen hatte sie heute nicht gerade allzu viel Lust.
Nachdem die Amazone und ihre Wölfin das Tor zur Küstenebene passiert hatten und es wieder ordnungsgemäß verschlossen hatten, war der restliche Weg hinunter zur Küstenebene und somit auch zum Amazonen Lager nicht mehr so Gefährlich und auch die Natur war hier nicht mehr so trostlos wie im Minental.
Der Duft wilder Blüten, die am Rang des Pfades blühten und das Gezwitscher einiger Vögel die in Büschen und Bäume saßen, oder in der Gegend herumflogen, lag in der Salzigen Luft, die vom Fjord, hierher hinauf wehte.Langsam schlenderte sie den Weg entlang hinunter zur Ebene und von dort in Richtung Amazonenlager, sie lies sich ein wenig mehr zeit als sonst und genoss einfach die eindrücke der Natur.
Als auf einmal die Brücke zur Lagerinsel zusehen war, stürmte Pfote los und lief in den Kleinen Wald, wo meist die zahmen Wölfe der anderen Amazonen den Tag verbrachten, Fee lies, die Wölfin laufen und ging Richtung Brücke.
|
| 27.07.2003 04:47 | #191 |
| Lehna |
Nicht nur ihre Gefährten, auch das Gebirge und das Minental hatten Esteron und Lehna schon lange hinter sich gelassen. Nachdenklich gingen sie nebeneinander her durch den Wald, hatten keine Augen für die düsteren, fast bedrohlichen Silhouetten der Bäume und hörten nicht das Zirpen der Grillen. Es war unwichtig...
Auf einer kleinen Lichtung blieb Lehna unvermittelt stehen und setzte sich einfach auf den Erdboden, unter einen dicken Baumstamm. Leise schabend glitt ihr Schwert aus der Scheide, beinahe fasziniert betrachtete sie die bläuliche Schneide im matten, weißen Licht des Mondes.
„Warum gibt es nicht auch eine Waffe, mit der man einfach.... Dämonen töten kann?“, murmelte sie nachdenklich vor sich hin, während sie den Edelstein hervorholte, in den ihr eigener ‚Gast’ eingekerkert worden war – um den Preis, dass nun Satura nicht mehr sie selbst war. Ein seltsames Gefühl der Taubheit breitete sich in ihrem Unterarm aus, das zwiespältige Emotionen in ihr hervorrief – zum einen empfand sie es als widerlich, zum anderen als angenehm. Es war bedrohlich und schützend zugleich.
Ein sonderbares, mattes Lächeln huschte kurz über ihr Gesicht. „Warum eigentlich nicht...“
Ihr Blick wanderte fragend zu Esteron.
„Meinst du nicht, da lässt sich... irgend etwas machen?“
|
| 28.07.2003 02:04 | #192 |
| manmouse |
Was war nur in die Amazone gefahren, und was trieb Leon gerade? Plötzlich wurde der junge Mann aus seinen Gedanken gerissen.
Der Wanderer sah Lehna fragend in die Augen. Woher sollte er das denn wissen? Er war doch dümmer als jeder popeliger Bauer hier in Khorinis. Jeder Drecksbauer war schlauer, als er!
“Ich weiß es nicht Lehna. Wir können uns versuchen höchstens irgendwo schlau zumachen. Nur wo ist die Frage.“
Grübelnd sah er Lehna in die wunderschönen klaren Augen. Die kleine sah echt verführerisch aus wenn sie nachdachte.
Der Wanderer nahm seine Geliebte in den Arm und drückte sich weich in das Gras, während der Mond auf sie hinabschien. Irgendein verkappter Kuttenträger sollte doch Bescheid wissen, sie schimpften sich doch immer so großkotzig -Gelehrte-. Sie horteten Bücher, anstatt sich den ordentlichen Dingen im Leben zu widmen. Und im Grunde war das auch die Lösung.
“Wir sollten in irgendeine Bibliothek einbrechen und ein paar Bücher klauen. Irgendwo muss doch über so etwas geschrieben worden sein“, fragend sah er in Lehnas Augen. In der Hoffnung das sie ihn verstehen würde.
|
| 28.07.2003 04:13 | #193 |
| Lehna |
Lehna legte ließ ihre Waffe sinken, legte das Schwert schließlich neben sich ins Gras und drückte sich ein wenig enger an Esteron. Ihr Blick wanderte ziellos über die düsteren, fast bedrohlichen Silhouetten der Bäume. Ein paar Grillen zirpten im hohen, trockenen Gras, während das silbrige Mondlicht düstere Schatten auf den durch die Hitze der letzten Tage ausgedörrten Boden warf.„Ja, eine Bibliothek... warum nicht...“, murmelte Lehna nachdenklich und sammelte mehr zufällig ein kleines Steinchen auf, dass sie anschließend fast schon unbewusst gegen einen dicken Baumstamm warf. Leise klackend prallte der Kiesel ab und fiel mit einem kaum vernehmbaren Aufprall auf die harte, ausgetrocknete Erde.
„Ich hoffe, wenigstens du kannst lesen?“, fragte sie plötzlich und grinste Esteron mit einer seltsamen Mischung aus Herausforderung und Unsicherheit an, bevor sie ihm einen kurzen Kuss auf den Mund gab, ehe er antworten konnte.Leise seufzend legte sie ihren Kopf auf die Schulter des Wanderers.„Wo... gibt es hier denn eine Bibliothek?“
|
| 28.07.2003 04:16 | #194 |
| manmouse |
Esteron überging die Frage von Lehna ob er lesen konnte einfach, das er lesen konnte war eine Tatsache die er nie verstanden hatte. Womöglich lag das an den alten General in ihm, denn er konnte sich nicht daran erinnern es jemals erlernt zu haben, und doch konnte er es.
“Ich weiß das bei den Schwarzmagiern im Kastell eine gibt. Die Hüterin hat mich damals dort hingeschickt, um die Antworten auf meine vielen Fragen zu finden die ich damals hatte, als die Schweine mich wiederbelebt haben.“ Esteron verabscheute die Schwarzmagier, auch wenn er einige von ihnen zu seinen Freunden zählte. Sie würden ihnen sicher helfen. Horaxedus, Zloin, Rock und Shark. Aber es bestand ebenso die Möglichkeit das er Maximus, Meditate, oder den anderen grimmigen Tötenbeschwörern in die Arme lief.
Angewidert und fast verzweifelt verzog der Wanderer das Gesicht. “Es muss auch in den anderen Magier-Festungen eine Bibliothek vorhanden sein. Du weißt schon diese Feuermagier.“ Der junge Mann schüttelte den Kopf. Wenn sie Pech hatten liefen sie da den verrückten Hexenjägern in die Arme.Kastell oder Feuermagier? Grübelnd strich sich der junge Mann über das Kinn.“ Lass es uns im Kloster probieren.“
|
| 28.07.2003 04:30 | #195 |
| Lehna |
Ins Kloster der Feuermagier. Zu einem Haufen verrückter Fanatiker. Lehna konnte nicht gerade behaupten, begeistert zu sein von diesem Gedanken. Dennoch – er gefiel auch ihr noch immer besser als die Aussicht auf ein paar durchgeknallte Beliarsjünger...
Sie tastete nach ihrem Schwert, dass noch immer neben ihr im Gras lag, und bekam selbiges bald zu fassen. Vorsichtig steckte sie die Waffe in die hölzerne Scheide zurück und sah Esteron noch einmal fragend an, dieser nickte nur.Ohne Eile erhoben sich die beiden wieder, wenig später waren sie dann auch schon wieder unterwegs, nur der Mond erhellte den vor ihnen liegenden Weg. Lediglich wenige Meter weit konnte man sehen, alles was dahinter lag, wurde von der undurchdringlichen Dunkelheit des nächtlichen Waldes verschluckt.Genau wie es auch im Leben war...
|
| 02.08.2003 00:40 | #196 |
| Waldläufer |
Wer eilt so spät durch Nacht und Wind ? ...
Ein kleines Stück lang folgte Gardiff dem Weg welcher vom Amazonenlager in Die Ebene führte um sich dann schließlich nach rechts in die Büsche zu schlagen um den Weg zum Minental abzukürzen.
Fast lautlos huschte der junge Gildenlose durch das Gestrüpp und Gewirr von Baumstämmen. Der Mond malte durch die Blätter immer neue Muster auf die Gestalt des Barden. Doch dieser kümmerte sich nicht darum, sondern eilte sich weiter zukommen. Wachsam spähten die eisblauen Augen in die Finsternis der Nacht, nach jeder noch so kleinen Anomalie in der nächtlichen Landschaft suchend. Die Ohren gespitzt um jeden noch so kleinen Laut wahr zunehmen.
Die Gegend wahr ja nicht ganz ungefährlich. Wer wusste schon ob hier und da nicht ein Orkspäher herum lungerte.
Doch unbehelligt stieß der Einhandlehrmeister nach einer Weile auf den Weg. Der Weg welcher über einen Pass ins Minental führte.
|
| 22.08.2003 16:13 | #197 |
| Dragonia |
An der kleinen Wegkreuzung blieb Dragonia, ein wenig unschlüssig stehen, wo sollte sie nun hin, wieder ins Minental und so wieder ins Inner der Insel Khorinis, oder sollte sie nach Drakia.
Einige Minuten überlegte sie so und kam zu dem Schluss, nach Drakia zu gehen und von da auch weiter zu Überlegen was sie machen sollte, so machte sie sich auf den Weg nach Drakia, den Weg entlang an der Küste.
Landschaftlich war das eine Schöne Gegend, schöner jedenfalls als das Minental, sie hörte das Rauschen des Meeres, der Wellen die sich an der Küste, nicht weit von ihr brachen, die Bäume der Wälder, oder das Hohe Gras der Steppe die es hier gab zwischen dem Fjord und dem Gebirgszug, der die Ebene mit dem Minental trennte.
Aufmerksam schaute sie sich um, vor Orks brauchte sie sich hier nicht großartig in acht zu nehmen aber auch so lauerten genug Gefahren auf der Küstenebene.In den Wäldern gab es Riesenratten, Molerats, Blutfliegen, Wölfe und Warge und im hohen Gras der Ebene lauerten Scavenger und Snapper auf Beute, aber Dragonia konnte sich wehren.
Am späten Nachmittag sah sie von weiten dann endlich den kleinen Höhenzug, der die Siedlung Drakia umgab und auf dessen Spitze ein Turm thronte.
|
| 31.08.2003 13:57 | #198 |
| Phoenixfee |
Die Gruppe erreichte das Tor, welches den Pass vom Minental zur Küstenebene abriegelte und so die Überwindung des Gebirgszuges den Orks erschweren sollte.Phoenixfee kannte die Kombination des Tores, sie öffnete es und lies die Gruppe passieren, nachdem alle hindurch waren verschloss sie das Schwere Tor wieder und ging zu Sly.
Wenn ihr wollt könnt ihr im Lager euren Proviant wieder aufstocken, oder möchtest du direkt weiter nach Drakia, dann treffen wir uns unten an der Kreuzung.
Sly überlegte, als er schließlich sagte.
Vorräte haben wir noch und die reichen auch noch bis Drakia, aber wenn du ins Lager möchtest wir können auch etwas an der Kreuzung warten. Hoffe das dauert nicht Tage lang, was du im Lager machen willst.
Nein, dürfte recht schnell gehen. sagte Fee.
Die Amazone beugte sich zu Samtpfote hinunter und nachdem sie ihr was zugeflüstert hatte, lief die Wölfin den Pfad hinunter und verschwand hinter ein Paar Büschen.
Sly sah der Wölfin hinterher und dann mit einem Fragenden Blick zu Fee, diese grinste als sie Sly so sah und sagte.
Pfote läuft schon mal vor bis zum Lager, sie ist schnell, aber nicht so schnell wie ich. Wir sehen uns später an der Kreuzung nach Drakia. Fee winkte noch mal und während sie noch gesprochen hatte sammelten sich kleine Leuchtpartikel um die Amazone, verdichteten sich immer mehr und einen Augenblick später hüllte ein helles bläuliches Leuchten die Frau ein.
Nachdem das Leuchten einen Moment später sich wieder verflüchtig hatte war die Amazone nicht mehr da, sie hatte sich zum Amazonenlager teleportiert.
|
| 31.08.2003 23:42 | #199 |
| fighting_faith |
Faith saß auf der Kreuzung wo sie und der Rest der Gruppe auf Fee warteten, die einen kurzen Zwischenstopp im Amazonenlager machen wollte. Mit einem langen Seufzer erhob Faith sich und betrachtete die Umgebung, alles war ruhig und dunkel. Der Schein einiger Fackeln erhellte das Umfeld. Faith’s Blicke schweiften hoch zu den Sternen, ihre Gedanken mit ihnen fort, dann spürte sie plötzlich eine Hand auf ihre Schulter. „Mensch Taeris du Depp…“, gab sie nach ihrem Schreck von sich und sah ihn wütend an. „Hey, nicht einschlafen, nicht dass einer von uns dich noch tragen muss…“ Faith streckte ihm die Zunge raus, dann begann sie sich mit ihm über die Geschehnisse der letzten Tage zu unterhalten, bis sie plötzlich verstummte. „Fee, sie ist wieder da!…“, rief sie freudig und alle machten sich aufbruchsbereit. „Alle wieder zusammen, dann auf nach Drakia.“, sagte Sly und der Trupp machte sich auf die Weiterreise.
|
| 12.09.2003 01:33 | #200 |
| Dark-Druid |
Zwei dunkle Gestalten schälen sich aus der Nacht, verdrängten die Monotonie des kahlen Steins, die hier vorherrschte. Ein rauher Wind schlug den beiden Wanderern entgegen, vertrieb durch seine Eisige Berührung die Müdigkeit aus ihren Knochen, spendete belebende Erholung. Die bewegten Lüfte, die eisige Faust Adanos', konnte Erholung bringen oder Schiffe antreiben, gleichsam aber auch Chaos und Leid über das Land bringen, wenn sie die Wellen zu haushohen Wänden auftürmte. Adanos erhielt oder zerstörte - er wahrte das Gleichgewicht, machte die Welt zu dem, was sie war: Keine Fessel, die jede Bewegung weg vom Pfade des Lichts verhinderte, doch auch nicht das allesumfassende Chaos...
Ruhig schritten Rascar und Druid dahin, schweigend, Seite an Seite. Die anfänglichen Meinungsunterschiede waren nicht mehr erkennbar... "Ich nehme an, Ihr kennt die geheime Kombination, die für das Tor zum Amazonenlager notwendig ist, Druid?"
"Was für ein Tor? Bisher bin ich nur auf dem Seeweg zum Amazonenlager gelangt..."
Verdutzt schaute der Bandit seinen Gefährten an...
"Nun, denn wird das Lager der Kriegerinnen wohl die falsche Adresse für uns sein... Die nächste Gelegenheit zur Überfahrt nach Gorthar bietet sich in Drakia. Das kennt Ihr aber doch, nicht wahr?"
"Ja, Drakia ist mir bekannt. Erst kürzlich war ich selber dort...""Also dann... auf nach Drakia. Doch seid Ihr sicher, dass wir noch heute Nacht in die Stadt gehen wollen? Mir behagt die Vorstellung in einem dieser modernen Gasthäuser zu übernachten nicht. Lieber bliebe ich draußen, vor den Toren der Stadt..."
"Wenn Ihr es wünscht... mir macht es nichts, mit Euch draußen zu bleiben...."
Etwas später kam die Siedlung, das Tagesziehl der Beiden, in Sichtweite. Etwa fünf Wegminuten vor der Stadtmauer, welche die bewohnten Häuser vor Angriffen schützen sollte, hielten Druid und Rascar an. In einer etwas größeren Kuhle fanden sie Schutz vor dem scharfen Seewind und breiteten ihr kleines Schlaflager aus. Mit einigen zusammengeklaubten Ästen wurde rasch ein Feuer entzündet. 2 kleine Moleratkeulen für jeden, über der Flamme gut durchgebraten, mussten als Abendessen herhalten. Nach einiger Zeit kehrte Ruhe ein, gleichmäßiges Atmen mischte sich mit dem Heulen des Windes, wurde davongetragen wie eine Daunenfeder... dann waren Druid und Rascar eingeschlafen...
|
| 23.09.2003 19:06 | #201 |
| Erzengel |
Vor dem Tor des Amazonenlagers
Shiva konnte es nicht ertragen, sie konnte einfach nicht. Bis eben hatte sie gedacht, die hätte keine Tränen mehr, keine Kraft. Doch jetzt liefen sie nur so in Strömen, voller Wut, Trauer und Hass auf sich selbst, wäre sie doch nur früher gekommen.
Was hätte sie schon machen können, sie war nur eine von vielen.Ihre Knie wurden weich.
Eine hohe Amazone, die nicht mal kämpfen konnte, das war alles.Sie sank zu Boden.
Wieder stiegen diese nicht zu beantwortenden Fragen in ihr hoch.Eine warme Hand legte sich auf ihre Schulter.
Verwundert starrte sie ihren alten Kameraden an, sie stand auf und stellte sich ihm gegenüber.
Kain.
Als er an der Brücke angekommen war, waren dort schon keine Wachen mehr, also war er dem Weg bis zum Haupthaus gefolgt, doch auch dort war niemand, erst am Strand erkannte er die Frauen. Der Streit zwischen ihnen war vergessen, zumindest für hier und jetzt.
Kurz sah sie ihn an und viel ihm dann in die Arme.
Er sagte kein Wort, aber das musste er auch nicht, es war schön, dass er einfach da war.
|
| 23.09.2003 19:12 | #202 |
| Aylen |
Vor dem Tor des Amazonenlagers
Aylen hatte der Zusammenkunft der Amazonen aus der Ferne zugeschaut. Ihre Hohepriesterin war gestern von ihnen gegangen, das hatte sie von einer tränenüberströmten Amazone noch erfahren können, bevor selbige in die Arme einer ihrer Schwestern gesunken war. Sie mussten viel von dieser Frau gehalten haben, diese Amazonen. Es war eine Art Verbindung zu ihrer Göttin gewesen, eine Priesterin, die ihre Lehren verkündete. Aylen hatte davon nicht viel Ahnung. Doch ihr Tod hatte das Lager schwer getroffen und lag wie ein dunkler Schleier über der Insel.
Die junge Schwarzmagierin wand sich von der Versammlung ab und schritt in der recht plötzlich eingefallenen Dämmerung auf den Strand der gegenüberliegenden Seite zu. Sie hatte diese Frau nicht gekannt und sie konnte auch sonst nicht viel mit dem Glauben der Amazonen anfangen, daher hielt sie es für besser sich heute abend zurückzuziehen und sich lieber anderen Dingen zuzuwenden. Heute morgen hatte sie einen Zettel von ihrem Lehrmeister gefunden, in dem er Anweisungen zum Fortgang ihres Einhandtrainings gegeben hatte. Diese wollte sie jetzt üben.
Als sie den Strand erreichte, packte sie ihr Übungsschwert aus und begann sich warmzuüben. Zuerst machte sie sich warm. Das Schwert legte sie vorerst beiseite und begann wild mit den Armen zu wedeln. Zum Glück war dieser Ort recht einsam, sodass sie keiner dabei beobachten konnte. Als die Arme genug gedehnt waren, kamen die Beine an die Reihe. Eigentlich hätte sie ein paar Runden um die Insel laufen müssen, doch darauf verzichtete sie lieber und drehte nur ein paar Kreise um ein kleines Waldstück nahe des Strandes. Als sie ihr Schwert endlich wieder erreichte, ließ sie sich hechelnd in den Sand fallen und war eigentlich schon fertig für heute. Dennoch wartete das eigentliche Schwerttraining auf sie. Schwerfällig quälte sie sich also wieder auf die Beine und nahm das Schwert in die Hände. Sie begann mit einigen einfachen Schlägen. Soviele hatte sie auch noch nicht gelernt. Ihre Schwertklinge glitt nach oben. Dann machte sie einen sauberen Schlag nach vorn, noch etwas langsam, aber dafür ohne Fehler. Als sie unten war mit der Klinge, machte sie einen Schritt zurück, hob das Schwert wieder hoch und legte es quer gegen einen unsichtbaren Angriff. Auch das Blocken war ihr gelungen. Sie machte das ganze noch ein paar mal, bis ihr die Bewegungen eindeutig klar waren und in sie übergegangen waren. Jetzt wagte sie sich auch schon wieder ein bisschen schneller zu werden. Es war nicht mehr ganz so leicht, ein paar mal geriet sie ins Stocken und musste überlegen wie der Schlag weiterging. Doch schon bald hatte sie den Trick raus und der Schlag ging fließend in die Abblockbewegung ein. Alleine konnte sie jetzt behaupten einen Schlag zu können und einen Blocker. Doch gegen einen wirklichen Gegner hatte sie bestimmt noch keine große Chance. Sie hing noch viel zu sehr an den korrekten Bewegungen und außerdem konnte man mit zwei Schlägen keine großen Leistungen vollbringen. Es wurde Zeit dass sie mehr dazulernte. Und dass sie das eben geübte an einem anderen ausprobierte.
Nachdem einige Stunden durch das Üben vergangen waren, machte sie sich auf die Suche nach Ali. Vielleicht hatte ihr Lernpartner Lust auf ein kleines Duell, dann konnte sie gleich ein bisschen die neuen Übungen anwenden.
|
| 23.09.2003 20:49 | #203 |
| Eiswasser |
Vor dem Tor des Amazonenlagers
Bis die Sonne vollständig im Meer versunken war, lag sie im Sand, den Kopf auf Kains Bauch gelegt. Sanft fuhr er ihr durchs schwarze Haar. Nun da auch die letzten Sonnenstrahlen verschwunden waren, zog ein frischer, kühler Wind auf, dennoch blieb das Meer ruhig.
Die Tränen waren getrocknet, aber das war auch schon alles, was sich verändert hatte. Niemand hatte ein Wort gesagt, Kain hatte ihr einen roten Kimono überreicht, den er extra für sie gemacht hatte, sie hatte ihn nur dankbar angesehen, aber auch dabei nichts gesagt.
Sie dachten nach, sie wusste nicht, worüber Kain nachdachte, aber sie wusste das er es tat, sie vermutete, vielleicht überlegte er, ob Adanos das Gleichgewicht wiederherstellen können. Dieser Gedanke brachte sie unweigerlich auf Kal, doch sie schon ihn einfach beiseite, zwar wollte sie auch darüber mit Kain reden, aber nicht jetzt, noch nicht. Jetzt wollte sie einfach nur daliegen und nachdenken. Über das Lager, ihre Schwestern und über sich, sprich sie machte sich Gedanken über die Zukunft, das vor ihr liegende. War das nicht schon ein Schritt nach vorn? Oder gar nur Ablenkung? Um die Trauer zumindest für einen Moment zu vergessen? War doch egal, sie wollte es einfach.
|
| 23.09.2003 21:39 | #204 |
| Lord_Salladin |
Vor dem Tor des Amazonenlagers
Ali war an das Gasthaus gelangt, er war fast durch gegangen, als er sich plötzlich noch mal umgewandt hatte. Er hatte er es erspäht. Er hatte doch die Schrift seines Lehrmeisters wieder erkannt. Er hatte den Zettel abgenommen und hatte halb stumm, halb laut vorgelesen:
An meine Schüler Aylen und Ali
Sorry wegen meinem Wutausbruch. War nicht gegen euch gerichtet. Hab einfach zu viel Stress. Trotzdem schäme ich mich für dieses Verhalten. Ich werd mich ein wenig absetzen und ausruhen. Da ihr wahrscheinlich eh sauer seid, teile ich euch euer Training in diesem Brief mit; Aylen. Solltest du weiter trainieren, lerne die Fähigkeit des Angriffes mit direkter Verteidigung. Kombiniert aus dem gelernten Schlag und dem Verteidigungsblock. Solltest du es nicht verstehen, Ali kann es dir zeigen. Ali, diese Fähigkeit habe ich dir bereits vorgeführt. Baue sie weiter aus und verbessere dich darin. Vor allem solltest du einen weiteren Schlag einbauen. Viel Glück und nochmals Entschuldigung.
Ich werde bald zurück sein
Fisk
Ali war bis jetzt total verwirrt, anderer seits, gestand er Fisk diesen Abstand zu und außerdem, könnte er auch gut eine Weile ohne ihn klar kommen. Gestern hatte er ihn wirklich sehr aufgeregt, er war total sauer und fies. Doch nun wollte Ali nicht mehr viel daran denken, er hatte sich ja immerhin entschuldigt und eine Anweisung hatte auch an Ali gestellt. Im Moment saß Ali jedoch noch auf einer Bank, er hatte schon ein paar sehr aufgebracht Amazonen herumrenne sehen... was war denn eigentlich los, Ali vermutete, dass ein hohe Amazonen gestorben sei, denn so etwas hatte er von einer aufschreienden Amazone, vernommen. Er saß also so da und hatte nicht Recht Lust zu trainieren. Er wollte nicht die einzelnen Stellungen und Aktionen üben, er wollte mal wieder richtig kämpfen, wie der überfall damals, als noch relativ junger Wegelagerer. Aber er hatte dennoch zu lernen wie man gut mit einer Waffe umgeht. Er überlegte eine Weile hin und her. Er sah hier und da ein paar Gestallten vorbei laufen, doch ihm war recht langweilig, Aylen hatte Fisks Zettel wohl auch bereits gelesen"...ob sie denn schon trainiert hat?..." Ali stand auf er wollte grade in Richtung Improviesierter-Trainingsplatz gehen, als plötzlich Ali, wie aus dem Nichts auftauchte. Ali dachte nur noch : "Oh Schwarzemagie... tja, die habens einfach drauf... " und ein Lächeln schob sich auf Alis gesicht Als Aylen schon zu reden begann:
|
| 23.09.2003 22:18 | #205 |
| Aylen |
Vor dem Tor des Amazonenlagers
Wie aus dem Nichts war Ali hinter ihr erschienen, dabei hatte sie doch gerade erst nach ihm gesucht. Er musste den Zettel ebenfalls gelesen haben, denn er fuchtelte mit einem Stück Papier vor ihrer Nase herum.
Aylen schob ihren schwarzen Umhang beiseite und holte das Schwert wieder hervor, mit welchem sie üben durfte. Es war kein Meisterstück und hatte auch schon etliche Dellen und Kerben in der Klinge. Doch zum Üben reichte es allemal und sie hatte schließlich auch Aussicht auf ein viel besseres Schwert, sobald sie die Prüfung bestanden hatte. Und genau das war ihr nächstes Ziel.
"Magst du mit mir üben?", fragte sie den Wegelagerer und bedachte ihn mit einem dunklen Blick aus ihren Augen.
Der Einhandschüler stimmte sofort zu. Bestimmt hatte ihm der Zettel von Fisk einen neuen Schub Motivation gegeben, so eifrig hatte sie ihn noch nie gesehen.
"Ich greife dich an und du blockst, dann machen wir es genau umgekehrt, einverstanden? Immer abwechselnd, dann üben wir von blocken auf angreifen zu wechseln."
Ali war einverstanden und sie begannen. Aylen stellte sich in die gelernte Grundposition und schaute ihren Gegenüber an. Auf einmal erfaßte sie eine Wut, Ärger über das was sie hier durchmachte. Sie wußte nicht woher die plötzliche Gefühlsregung kam, die so heftig in ihr aufstieg. Es musste wohl vom Üben vorhin noch herrühren, das Schlagen hatte einiges in ihr durcheinandergebracht. Es war ein eigenartiges Gefühl. Jedenfalls bewirkte es bei ihr, dass sie heftig auf Ali zuschlug und dieser große Schwierigkeiten hatte, den Schlag zu blocken. Dem nicht genug, begann sie weiterzuschlagen kaum dass er seinen Schlag ausgeführt hatte. Aylen war nicht mehr zu stoppen.
|
| 23.09.2003 22:24 | #206 |
| Dark-Druid |
Rauschend brachen sich schwarze Wassermassen mit weißen Schaumkronen am nächtlichen Sandstrand, Gischt spritzte auf, ging perlend auf den nassen, feinen Körnern nieder, oder wurde vom Winde ein wenig davongetragen um an weiter entfernten Stellen den Boden zu benetzen. Die Sonne hatte sich verabschiedet und mit ihr war auch die Wärme des Tages gewichen, machte Platz für die kühlen Nachtstunden.
Die sonst am Himmel zu sehende, fahle Mondscheibe wurde von dunklen Wolken verdeckt, die sich, grauen Riesen gleich, vom Wind über das schwarze Firmament peitschen ließen und jegliche Sicht auf die Sterne nahmen.
Kreischend ließen sich noch einige wenige Möwen von den Luftmassen treiben, nutzten Aufwinde aus, um sich in die Höhe tragen zu lassen, hin und wieder schlugen harte Muschelschalen auf den Felsen auf, brachen und gaben das weiche, saftige Fleisch frei, welches sich im Innern der Perlmuttgebilde befand. Die Seevögel, die die Meereslebewesen aus luftiger Höhe hinabgeworfen hatten, ließen sich nieder um ihre Mahlzeit einzunehmen.
In einem immer gleichen Takt türmten sich gewaltige Wassermengen zu Wellenbergen auf, stürzten tosend auf das Ufer nieder, höhlten Felsen aus oder lagerten Sand an den dadurch wachsenden Stränden ab.
Ein flackernder Feuerschein erhellte ein kleines Stückchen des in Dunkelheit getauchten Strand, gab den Blick auf eine geringe Fläche des Ufers frei. Eine schwarzgekleidete Gestalt saß alleine an dem winzigen Feuerchen, wärmte sich an der knisternden Glut und den züngelnden Flammen. Sanft leckten die Feuerzungen an den gestapelten Holzscheiten hoch, versengten das trockene Material mit ihren heißen Fingern, spendeten jedoch Wärme für den Sitzenden.
Eine Holzpfeife wies den Mantelträger, der seine Kapuze wie üblich hochgeschlagen hatte, als Dark-Druid aus, der sich ein wenig entspannte. Ein herzhafter Muskelkater plagte den Banditen und zahlreiche Blessuren und Prellungen trug er am Körper, hervorgerufen durch die Einschläge von Slys Steinen. Noch hatte er es nicht geschafft, unbeschadet über den wackeligen Baumstamm zu balancieren, während der Drachenjäger ihn mit harten Gesteinsbrocken bombadierte, doch war er sich ziemlich sicher, dass er es morgen oder übermorgen schaffen könnte. Er schaffte es immer wieder den schmerzhaften Geschossen auszuweichen und dabei nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Nicht zuletzt kam dies wohl davon, dass er sich selber von alleine auf den Balken stellte und bei allerlei hektischen Bewegungen versuchte, nicht aus der Balance zu geraten.
Man konnte also mit Fug und Recht behaupten, dass er Fortschritte machte.Langsam besserte sich auch seine läuferische Kondition. Zwar war es immer noch sehr anstrengend für den schweren, muskelbepackten Mann, seine Route zwei mal täglich abzulaufen, doch wollte er mit eisernem Willen unbedingt durchhalten und er war zuversichtlich, dass ihm das auch gelingen würde.
Irgendwann wäre er mal so gut, wie sein Meister - das schwor er sich.Irgendwann...
|
| 23.09.2003 22:29 | #207 |
| Fisk |
Vor dem Tor des Amazonenlagers
Außer Atem erreichte Fiskd as Lager. Keine Ruhe hatt er gefunden. Blutspritzer klebten in seinem Gesicht, offene Wunden hatten alle ungeschützten Stellen seines Körpers bedeckt. Doch es hatte sich gelohnt. Zwölf Orkdaumen hatte er nun, eine reiche Ausbeute. Außerdem hatte er es geschafft, mit dem stab weiterzutrainieren. Doch er war angeschlagen. Die meisten seiner Heilmittel waren in der Banditenburg, alle mit geschleppten waren aufgebraucht; Bis auf einen Heiltrank. Doch diese paar Kratzer sollten den Trank nicht in Anspruch nehmen. Fisk wischte sich das Blut von seiner Backe, dann schritt er voran und betrat den Innenhof des Lagers. Stille herrschte. Etwas schreckliches musste eingetreten sein. Trauer lag in der Luft und obgleich Fisk nicht wusste, worum es überhaupt ging, trauerte er einige Sekunden mit.
Dann jedoch ging er seinem eigentlichen Gesuchen nach; Obgleich er recht angekratzt war, wollte Fisk besser werden. Er schleifte sich mit tief angesetzten Schritten zum Trainingsplatz. Dort angekommen ließ er sich vorerst auf einer der Bänke nieder, um kurz zu ruhen. Lange jedoch hielt diese Ruhe nicht, Jamira hatte ihn mit hartem Training beauftragt; Und dieses sollte er leisten. Helm und Waffen hinterließ er auf der Bank, dann ging er zum Platz. Seine alte Stange war, wie jede, die er länger als einen Tag benutzte, total vzertrümmert.
Also ging er zum Wafffenschuppen und besorgte sich eine neue. Mit dieser Waffe gerüstet, ging der angeschlagene Drachenjäger zum Platz zurück und begab sich in Position.
Dieser Stichhieb war das letze, dass Jamira ihm gezeigt hatte. Und sie sollte zufrieden sein. Fisk wollte nicht aufhören, ehe seine Schüler nach ihm verlangten oder er bewusstlos zusammenbrach.
Also begann er. Ein letztes mal wischte er sich Blut und Schweiß aus dem Gesicht, dann bohrte er seinen vorderen Fuß tief in den kahlen Boden und setzte an.
Schlag für Schlag hämmerte auf das Brett ein, Fisks lange, ungeordnete Haare wurden vom Wind zur Seite gefegt. Immer schneller wurde er, obwohl er mit jedem Schlag ein stechenderes Drücken im Brustkoprb verspürte. Viele blaue Flecken hatte er in diesem Bereich.
Seine atemzüge wurden kurz, seine Arme schwer.
Doch er hörte nicht auf. Er blieb hart. Stets mit dem Gedanken vor Augen, dies sei ein übermächtiger Gegner.
Und so verstrich die Zeit...
|
| 24.09.2003 22:34 | #208 |
| Krieger-BP |
Das Quietschen des Wagens im Nacken haben, schritt Krieger an der Seite Blutfeuers voran. 'Irgendwie ein gutes Gefuehl', dachte sich der Hohe Templer, waehrend er in Ruhe seinen Sumpfstaengel rauchte.
"Willst du auch einen?", fragte er Blutfeuer und hielt ihr sogleich einen entgegen. Ohne einen Muchs von sich zu geben griff sie zu.
Der kleine Konvoi ratterte die Strasse herab, an dessen Seite sich hohe Baeume aufreihten. Der Wind spielte mit dem Laub, dass auf der Strasse lag, bildete kleine Wirbelstuerme, die nach wenigen Augenblicken wieder in sich fielen. So wie das Amazonenlager. Hummelchen, die Amazone auf dem Wagen, schien es nun entgueltig hinter sich zu lassen.
Ob sie froh darueber ist? Krieger hatte gehoert, dass sie einen geliebten auf dem Hof hatte. Eigentlich muesste sie sich doch freuen zu ihm zu kommen und wieso hatte sie das eigentlich nicht schon eher gemacht.
Egal.
Krieger sties Blutfeuer sanft in die Seite. "Hey, lach mal wieder!" ...
|
| 24.09.2003 22:39 | #209 |
| blutfeuer |
"du hast gut reden. mit thaleiia ist das amazonenlager gestorben. ich war zwar kein so häuslicher typ, aber es tut doch schon weh."
blutfeuer wischte sich die augen mit den fäusten aus und hatte dann auch alle hände voll zu tun. es ging jetzt die steile serpentine hoch ins gebirge. immer wieder rutschte der wagen den weg einige meter hinab und blutfeuer und krieger wechselten auch noch nach hinten, um zu verhindern, dass der wagen ins rutschen kam. die beiden reitscavenger hatten sie sicherheitshalber losgebunden, denn sowohl wuschel als auch rosinante empfanden den aufstieg an einer leine angebunden als zumutung. da blutfeuer wollte, dass jetzt ruhe war um keine harpyien und orks anzulocken, musste hummelchen sich intensiv um die kücken kümmern.
langsam näherte sich das gefährt dem gebirgskamm.
|
| 27.09.2003 20:04 | #210 |
| Lord_Salladin |
Ali hatte eine Prüfung vor sich. Er war komplett ausgerüstet, mit seinen Dolchen Schlagringen, aber am wichtigsten natürlich mit seiner Kriegskeule. Fisk und Alis Wege trennten sich nach einigen Metern, Ali blieb stehen und betrachtete seine Karte und Fisk verschwand hinter einem kleinen Wald, im Gebüsch. Ali zog die Karte heraus und dachte: "Da unten sind drei, im Süden, die sehen wir aber recht entfernt von einander aus... mh... aber die nördlichen drei Kreuze sehen aus als ob sie gut abzusuchen wären, im großen und ganzen sind sie doch aber gleich verstreut und ich wäre nur dumm wenn ich nicht entweder die drei nördlichen oder die drei südlichen Hohlen absuche... Naja mal sehen..." Er steckte die Karte unter seine Klamotten und macht sich auf den weg nach Süden. Es war ein kleines Hügelland, es gab hier und da ein paar Bäume und Streucher aber eigentlich auch nur Grasland vereinzelt grasten ein paar Scavenger auf ein paar Hügeln. Ali schaute noch mal auf die Karte: "eigentlich müsste doch hier links von mir eine Hohle sein... hier das ist der große Hügel und da die Steilwand... Aber Moment..." Ali sah umher. Er erkannte etwas Schwärzeres als die Felsen. Es war eine der drei Höhlen. Ali lehnte seinen recht schweren Rucksack an eine große Buche und zog seine Waffen: Er lockerte die Dolche und ließ seine Handknochen knacksen. Der Wegelagerer nahm die Keule und ging auf den Holen Eingang zu. Er stand davor und spähte in die Dunkelheit. Nichts doch was war das... ein Knurren. Ali war bereit, bereit zum Kampf, es war wohl ein Wolf, was er da schnauben hörte. Er tat einen Schritt weiter zur Höhle hin und da sprang etwas. Ein rotes Maul, weiße Zähne, Braunes Fell. Ein Wolf Dieser drückte Ali zu Boden. Doch der Wolf war wohl wirklich nur ein Wolf. er war direkt in Alis Keule gesprungen. Er war schon tot, bevor er ihn auch hur an lecken konnte. Ali stoß ihn schnell von sich ab und stand wieder auf. Er zündete nun doch lieber eine Fackel an. Als dies getan war ging er hinein in die Hohl doch schon hörte Ali wieder vermehrtes Knurren. Ali warf die Fackel zu Boden. Sie leuchtete noch weiter. Es waren 6 Wölfe, wie Ali zählte, Fisk hatte Recht. Es wimmelte hier nur do vor Wölfen. Alle Acht Wölfe standen nun um Ali herum. Seine Keule stets bereit einen Angriff abzuwehren. Schon sprang einer Ali an. Doch dieser holte kurz aus und schmetterte die Keule nur gegen seine dumme Fotze und kam erst an der Höhlen wand zu Fall die anderen Wölfe wurden nun wohl auch sauer. Sie sahen ihrem verstorbenen Kollegen nur kurz nach und griffen dann schließlich auch den stämmigen Wegelagerer an. Ali stieß einen Mit dem Fuß weg. Den anderen haute er mit einem Schlag seiner Keule von oben nach unten weg. sein Schlag ring half ihm auch die Biester zurück zu halten es waren nun nur noch 3 die ihn angriffen. Einer hatte sich in seiner Hose Verbissen, der zweite hatte Alis Keule kurz über dem Griff gepackt und Ali hob nun nicht nur die Keule sondern auch einen Wolf am rechten arm. Der dritte knurrte noch einwenig vor Ali und plötzlich sprang Ali an, doch der streckte seinen Schlagring mit Stacheln in die Höhe und spießte den Wolf sozusagen fast auf. Nun war der an der Keule dran. Der Wegelagerer packte ihn und wollte ihn weg ziehen, doch daraus wurde nichts, der plötzlich schmerzte sein Bein ein wenig " REUDIGER KÖTTER" Schrie Ali und haute seine Keule samt Wolf auf den Wolf der soeben Ali in Bein gebissen hatte. Somit waren zwei Probleme Beseitigt. So hatte er es geschafft. Er hatte 7 Wölfe erledigt und nur sein Bein blutete aus 2 Löchern. Es roch stark nach Kadawa und Ali, der Seine Fackel wieder auf gehoben hatte vernahm hier und da noch einen kurzen, leisen Heuler eines Wolfes. Ali musste nicht all zu lange suchen bis er Fisks Muschel fand. Sie lang in der gleichen Höhle wie die Wölfe. Er nahm sie an sich. ging hinaus zu seinem Rucksack und verstaute sie dort. Seine Wunde hatte auf gehört zu bluten und er legte nun eine kleine Rast ein und genehmigte sich ein Bier. "Die anderen Höhlen... naja ich werd mich wohl besser gleich nachher auf den Weg machen..." Ali genoss sein wohl verdientes Bier und suchte nach der nächsten höhle.
Er fand sie nicht weit weg von der anderen Höhle, sie war aber wohl einwenig kleiner. Wieder lies er seinen Rucksack stehen und machte sich kampfbereit. Er schritt einwenig hinein und schon hörte er eine hohe Stimme. ein Quieken. Goblins! Schon kam ein kleines Untier aus Ali zu, doch kein Problem, obwohl es Ali schon fast zwischen die Beine gehauen hätte. Er schleuderte die Keule mit aller wuchte von links unten nach rechts unten und der Goblin lag tot, rechts neben Ali. Ali Leuchtete weiter umher und sah plötzlich etwas funkeln. 3 Meter von Ali entfernt. Ja, es war die nächste Muschel. so leicht, er musste gar nicht tiefer in die Höhle hinein gehen. Er musste sie nur nehmen und wieder raus gehen. Dies tat er. Er nahm sie in die Hand. Doch als er sich umwendete, war er im Irrtum er hörte lautes Quieken hinter ihm, mehr Goblins... Ali wirbelte herum. Fünf an der Zahl standen vor Ali und schon stürmten sie an ihn zu. Ali lies seine Keule im Achter schwingen und hielt so 4 der Goblins zurück doch einer lag schon wieder am Boden. "Dumme Viecher..." murmelte Ali und schritt vor um sie anzugreifen. Er wendete einen Stich an und stach somit einen Goblin in die Brust, als er zurück zog um einen Holzast-Angriff zu blocken, sagte der Goblin zusammen. 3 Goblins wuselten noch um her einen hörte er hinter sich die anderen zwei noch vor sich. Ali schlug einmal von recht nach links und ein weiterer lag am Boden, doch der Goblin hinter ihm nutzte Alis Unachtsamkeit aus und sprang ihm auf den Rücken. Ali schlug mit seiner linken Faust nach ihm und schon lag er am Boden nun war nur noch ein kleiner übrig und Alis Dolch wollte auch etwas zu tun haben. Er warf kurze die Keule beiseite und zog blitzschnell seinen Dolch herbei. Ein kurzer Schlag und Der Kopf war am falschem platz. Ali verstaute wieder alle und ging mit der Muschel nach draußen. Er machte wieder eine kurze Pause.
Die dritte Höhle nicht nah. Sie war recht weit entfernt von der anderen Höhle es war schon fast im Wald. Die Höhle war schräg, ein wenig seltsam in einem Hügel, ein kleiner Busch verdeckte einen großen Teil der Höhle. Ali brauchte eine ganze Zeit, immer mit der Karte in der Hand, den Eingang zu finden. Er wusste die ganze Zeit: "Irgendwo hier muss die verdammte Höhle doch sein... Fisk hat mich doch nicht etwa an der Nase rumgeführt... " Doch als Ali sie dann doch entdeckte, verflüchtigten sich seine Vorurteile und Vermutungen. Wiederum schmiss er den Rucksack hin und machte sich zum Kampf bereit. Der Wegelagerer fragte sich was wohl diesmal wieder im Dunkeln laueren würde. Er nahm die Fackel in die linke Hand und die Keule in die rechte Hand. Er ging hinein. Ganzlangsam. Schritt für Schritt immer in der Angst ein Schattenläufer würde dort drinnen schlafen. Doch dieses Risiko hätte Fisk Ali wohl niemals eingeräumt. Er ging weiter hinein, es war ein langer enger Tunnel, bisher hat er nur Fels und Stein vorgefunden. Immer tiefer und immer dunkler wurde die Höhle. Der Tunnel vor ihm wurde plötzlich heller. Er ging weiter und es wurde wirklich immer heller. Mittlerweile musste er schon tief unter der erde sein, aber Das Licht seiner Fackel, verschwand Urplötzlich, als Ali um eine Ecke bog. Ein runder Ausgang, kündigte einen großen Beleuchteten Raum an. Er war die Fackel beiseite und stürmte hinein. Goblinkrieger! Drei kleine sogar gerüstete Goblin Krieger standen umher. Der große Raum wurde durch verschieden Fackeln an der Höhlenwand beleuchtet. Als die Goblin Krieger Ali sahen stürmten sie ohne Zögern los. Als sie fast an Ali angekommen waren. Ging dieser in Block-Stellung und schrie ohne Vorwarnung los wie wild: AAAAAHHHHH!!!!! Die Goblins bekamen es wohl einwenig mit der Angst zu tun und blieben stehen. Ideal für Salladin. Er holte weit aus. denn mittlerweile war einer der drei in reichweite Alis Keule. Und da war es um ihn geschehen. Ali hatte dem Goblin Krieger von der Seite einen kräftigen Schwung gegeben. Der Goblin Krieger war wohl tot, Doch schon stürmten die andern beiden wieder auf Ali los. Ali blockte die ersten beiden Attacken der rostigen, kleinen Schwerter. Blitzschnell baute Ali einen Oben-Unten-Schlag ein. ein Goblin Krieger war nun wohl ein wenig behämmert, aber seine Rüstung hatte wohl das meiste aus dem Schwung abgefangen. Ali blockt einen Stich des anderen mit einem Schwung nach oben. somit riss er dem Goblin das Schwert aus den Händen und ein Stich. Nein ein Stich in Alis Oberschenkel. Der andere Goblin hatte ihm ins Bein gestochen, doch nun reichte es. Ali sprang auf ihn schlug dreimal mit seinem Schlagring auf seinen kleinen Kopf und zermantschte ihn er war stock sauer. vielleicht war es der Schmerz, vielleicht nicht. Es war Raserei. Da anderen Goblin Wollte Ali ein überbraten Ali Packte ihn, noch im Liegen, stand mit ihm auf und warf ihn quer durch die Höhle und spurtete ihm hinter her um ihn endgültig zu erledigen. ein schneller Schlag mit der Keule von rechts oben, auf den Oberkörper des Goblin und aus. Ali war es genug für heute, er brauchte nun erstmal ruhe für sein Bein. So humpelte er noch zur Muschel, packte sie und ging den ganzen Weg wieder aus der Höhle zu seinem Rucksack wo sich eine schmerzlindernde Heilpflanze befand. Als er das recht bittere Zeug gegessen hatte, band er noch schnell sein Bein ab und humpelte wieder in Richtung Amazonenlager. Die untergehende Sonne im Rücken, mit einem guten, tryumphierendem Gfühl, das man auch in seinem Gesicht sehenn konnte. Da hatte er wieder wa, das er AntiSchill erzählen konnte...
|
| 27.09.2003 22:44 | #211 |
| Aylen |
Eine Weile gingen die beiden Einhandprüflinge ihren Weg gemeinsam, dann trennte sich der von Ali. Seine Höhlen waren weiter im Westen, er hatte ein ganzes Stück weiter zu laufen als sie. Ob Fisk diese Einteilung mit Absicht so vollzogen hatte? Aylen grinste in sich hinein. Auf jeden Fall würde sie eher wieder im Lager sein. Außer in den Höhlen erwartete sie eine wirklich unbezwingbare Herausforderung, doch das traute sie dem Meister nicht zu. Eine Prüfung musste schwer sein, natürlich. Doch sollte sie schaffbar bleiben. Aylen hoffte dass Fisk diese Regel auch beherzigte.
Ein schwacher Windhauch streifte ihr Gesicht. Das Meer lag ruhig und glatt zu ihrer Linken und wehte einen salzigen Geruch herüber. Die langen Nadeln der Kiefern bogen sich im lauen Lüftchen und pieksten die Schwarzmagierin bis durch die Robe. Sie hatte sich mitten durch das kleine Kiefernwäldchen geschlagen, weil sie sich eine Abkürzung erhoffte. Jetzt wußte sie jedoch warum der Weg um das Wäldchen herum führte und nicht mitten durch. Sie wäre auch besser beraten gewesen wenn sie die weitere Strecke auf sich genommen hätte. Doch jetzt war es zu spät.
Sehr zerstochen erreichte Aylen kurz darauf endlich den Ausgang des Wäldchens. Der Weg führte sie weiter in eine kleine Schlucht, beiderseits gespickt mit hohen Kiefern. Der Abend senkte sich bereits über die Küstenebene, doch die junge Frau in der dunklen Robe hatte noch eine Aufgabe zu erfüllen. Sie würde nicht eher ruhen bis sie diese erledigt hatte.
Sie blieb stehen und warf einen Blick auf die Karte. Die erste Höhle konnte nicht mehr weit sein. Laut Fisks Aufzeichnungen musste sie nur noch diesen einen Felsen umrunden und dann würde sie von selbst drauf stoßen. Sorgfältig packte sie die Karte wieder ein und marschierte los. Kaum hatte sie den besagten Fels umrundet, tat sich ein schwarzes Loch vor ihr auf. Der erste Teil ihrer Prüfung.
Aylen blieb stehen und lauschte. Aus dem Inneren der Höhle drangen komische Geräusche. Es war ein Knurren, gemischt mit einem Klopfen. Sie kannte es nicht, doch es mussten mehrere Wesen da drin sein.
Leise zog sie ihr Schwert und wagte sich langsam vorwärts. Dunkelheit umfing sie, bis der Schein eines Lagerfeuers die Höhle erhellte. Zwei kleine Gestalten standen um das Feuer herum und hämmerten mit ihren schweren Ästen auf dem Boden herum, wodurch dieses klopfende Geräusch entstand. Kaum hatten sie die Frau am Eingang erspäht, begannen sie drohend fester zu klopfen. Aylen hob ihr Schwert in die Ausgangsstellung und versuchte sich zu konzentrieren. Ihr Herz klopfte, ihr erster Kampf mit richtigen feindlichen Kreaturen. Zuvor hatte sie immer nur mit gutgesinnten Übungspartnern gekämpft. Diesmal durfte sie sich keinen Fehler leisten.
Der erste Goblin kam heran. Aylen hatte noch nie ein solches Wesen gesehen, umso überraschter war sie als die beiden nun um sie herumsprangen und sie Mühe hatte sie im Auge zu behalten. Da wurde man ganz wirr im Kopf. Schließlich faste sie einen von ihnen ins Auge und begann loszuschlagen. Das Schwert traf ihn am Bauch und nach einigen weiteren Schlägen sank er zu Boden. Inzwischen hatte sie höllisch aufpassen müssen, dass der andere sie nicht verletzte. Nun vollständig auf ihn konzentriert, war der zweite Goblin bald ebenso besiegt. Aylen atmete auf und steckte den Einhänder ein. Den ersten Teil hatte sie geschafft. Und es war gar nicht mal so schwer gewesen.
Erleichtert sammelte sie die Muschel ein, welche sie sofort am Feuer funkeln sah. Dann verließ sie Höhle Nummer eins wieder und machte sich auf den Weg zum zweiten Teil ihrer Prüfung.
Die Sonne war schon fast hinter dem Horizont verschwunden, doch es gab immer noch genug Licht um nicht gegen einen der vielen Bäume zu rennen. Wieder blieb sie stehen und suchte auf der Karte den Weg. Die zweite Höhle war nicht weit von der ersten entfernt. Bald schon erreichte sie den markant gezackten Felsen, zu deren Füssen ein schwarzes Loch klaffte. Aylen lauschte erneut. Erst hörte sie nichts. Doch dann vernahm sie ein Knurren, tiefer als das letzte Mal. Das Klopfen blieb aus. Was mochte sie diesmal erwarten?
Gespannt und auch ein wenig zaghaft trat sie mit gezogener Waffe in die Höhle. Angst verspürte sie gar nicht. Ihre Vergangenheit hatte sie gelehrt, hinderliche Gefühle wie Angst und Zweifel gar nicht erst aufkommen zu lassen.Mutig schritt sie also vorwärts, bis sie sich in einem Rudel aus drei Wölfen wiederfand. Es waren junge Wölfe, doch ihre gebleckten Zähne standen denen ihrer großen Brüder in nichts nach. Aylen begann zu schlagen.
Sie machte zwei einfache Schläge von links nach rechts und traf beide Male einen Wolf. Kaum hatte sie einen Schlag gemacht, vollführte sie einen weiteren und wieder jaulte ein Wolf zurück. Unterdessen biss der dritte Vierbeiner im Bunde kräftig in ihre Wade. Aylen knirschte tapfer mit den Zähnen und verpasste dem bissigen Tier einen kräftigen Schwerthieb, sodass es getroffen zusammensank. Blieben noch zwei übrig.
Schnell drehte sie sich auf der Ferse herum und stach auf einen Wolf ein. Ob ein Glückstreffer oder nicht, jedenfalls hatte sie genau die Brust erwischt und der Wolf sank zusammen. Nun war nur noch einer übrig. Es brauchte nicht viel, um den letzten seiner Sorte auch noch um die Ecke zu bringen. Drei Schläge und der junge Wolf war erledigt.
Aylen steckte das Schwert weg und schaute auf die drei Kadaver. Sie zitterte immer noch leicht, so konzentriert war sie den Kampf über gewesen. Nur langsam wurde ihr Herzschlag wieder normal, der Puls wieder ruhiger. Sie schaute sich um, fand jedoch keine Muscheln. Nervös begann sie im Sand zu schaben. Hatte sie sich in der Höhle geirrt? Das konnte doch nicht sein, die ganze Aufregung konnte doch nicht umsonst gewesen sein.
Doch dann fand sie das gesuchte Stück endlich und nahm es erleichtert an sich. Die zweite Muschel. Zweidrittel der Prüfung hatte sie bereits überstanden.
Wieder machte sich die junge Schwarzmagierin auf den Weg. Sie war gespannt was sie in der letzten Höhle erwartete. Bisher hatte sich alles gesteigert. Zwei Goblins, dann drei Wölfe. Was kam nun?
Ein Blick auf die Karte verriet ihr dass sie auf dem richtigen Weg war. Sie musste ein Stück den Berg hinauf klettern, doch schon bald hatte sie die Plattform erreicht, von der aus es zu der Höhle gehen sollte. Suchend wanderten ihre dunkelbraunen Augen über den abendlichen Abhang. Sie musste eine Weile suchen, bis sie endlich den Eingang versteckt hinter einem Felsvorsprung fand. Wieder blieb sie vorher kurz stehen und lauschte. Kein Knurren diesmal, dafür aber ein Quieken. Das kannte sie. Es waren Molerats.
An sich keine schwere Beute, doch fünf Stück waren doch eine ganze Menge. Sie konnte unmöglich einfach in die Höhle stürmen, bis sie alle getötet hatte war sie schon von allen Seiten gebissen worden. Sie musste sich eine andere Strategie ausdenken. Sie überlegte angestrengt, den Blick über das Tal unter sich schweifend. Das war es.
Ihr war eine fabelhafte Idee gekommen. Schließlich brauchte sie nur die Muschel, keiner hatte gesagt dass sie die Tiere mit ihrem eigenen Schwert töten sollte. Sie beugte sich nieder und untersuchte den Abhang. Direkt unter dem Absatz war eine kleine Felsmulde, die man mit etwas Glück erreichten konnte. Aylen hoffte dass dieses Glück mit ihr war.
Sie ließ ihr Schwert diesmal stecken und trat in den Höhleneingang. Sie musste nicht lange warten, da hatte bereits das erste Tier ihre Witterung aufgenommen. Quiekend kam es herangesprungen und seine Freunde hinterher. Aylen drehte sich um und rannte auf den Absatz zu. Dann sprang sie. Von oben sah es aus als wäre sie in die Tiefe gesprungen, doch in Wirklichkeit hatte sich Aylen herumgeschwungen und war unbeschadet in der Felsniesche gelandet. Über ihr sprang ein Molerat nach dem anderen blindlings in die tötliche Tiefe. Aylen biß sich vor Freude in die Lippe. Ihr Plan hatte funktioniert.
Als alle Molerats weg waren, kletterte Aylen wieder hinauf und holte sich die dritte Muschel aus der Höhle. Prüfung bestanden.
In freudiger Erwartung machte sie sich auf den Rückweg zum Lager der Amazonen.
|
| 28.09.2003 13:19 | #212 |
| Dark-Druid |
Klappernd fiel ein kleiner Geröllschub den Felsen herab, Steine splitterten, rissen andere mit sich und liefen langsam am Fuße der Wand aus. Ein ganz leichter Wind, wie er hier an der Küste immer herrschte, zerrte an den bizarren Steinformationen, die sich zu einem ganzen schlossen.
Eine große, schwielige Hand reckte sich empor, tastete die Kante ab, an der sie sich befand, fasste dann zu. Ein massiger Körper hiefte sich in die Höhe, unter Stöhnen fand auch der linke Fuß Halt in einer leinen Nische. Nach wenigen Sekunden streckte sich selbiges Bein wieder, die andere Hand packte einen grauen, steinernen Haken.
Plötzlich ging ein Ruck durch den Fels, dröhnend polterte der vermeindliche Halt zu Boden, traf dabei die Schulter des Kletternden.
Druid strauchelte, blickte nach oben und griff panisch in eine andere kleine Aussparung, die sich ihm bot. Sein Herzschlag beruhigte sich wieder, die weit aufgerissenen, vollständig schwarzen Augen nahmen wieder normale Größe an, der Ausdruck des Schreckens welcher eben noch in seinem Gesicht lag, war vergessen. Böse blickte er zu dem abgebrochenen Stück Stein herab, wandte sich schließlich wieder seinem Training zu.
Stück für Stück arbeitete er sich hoch, immer ein Ziel vor Augen. Er wollte die Oberkante ein weiteres Mal erreichen. Sicherlich sechs mal war er jetzt schon hinaufgeklettert, genau wie sein Lehrmeister es ihm vorgeschrieben hatte. Schweiß rann von der kraus geschlagenen Stirn des Banditen herab, brannte in seinen Augen, schmeckte salzig auf der Zunge, wenn die Flüssigkeit in den weit geöffneten, nach Luft schnappenden Mund lief.
Ein letzter Zug, zischend entwich die verbrauchte Luft durch zusammengebissene Zähne, sehnige, dicke Muskelstränge kontrahierten in einer letzten, unmenschlichen Anstrengung. Langsam, unendlich langsam streckten sich die Arme, das Gesicht unter der Belastung zusammengeniffen. Endlich hatten die Arme ihre vollendete Streckung erreicht, begleitet von einem Schrei wurden die müden Beine über die Kante geschwungen, knallten kraftlos auf das Steinplateau. Zitternd lag Druid auf dem Felsen, er hatte sein Ziel erreicht - ein weiteres Mal. Wirre Muskelzuckungen zeugten von absoluter überbelastung, schüttelten den geschundenen Körper immer wieder durch, bis sich der Bandit ächzend erhob.Klackend hallten die Schritte auf dem schweren, kalten Stein, Druid die Flache Seite des grauen Riesens herab.
Sanfte Rauchschwaden hoben sich in die Luft, wurden vom Wind zu bizarren, sich stetig verändernden Kunstwerken geformt. Knackend loderte das Feuer unter dem aufgespießten Scavengerkörper, duftend breitete sich der würzige Geruch des garenden Fleisches aus, stieg in die Nase des Banditen.
Abwesend blickte er auf die Klinge seines Schwertes. Trauerschatten hieß er es, in Gedenken an den Moment, in dem dieses Schwert ihn einmal getötet hatte. Das Blut des Tieres benetzte noch den schwarzen, kalten Stahl der Schneide, überzog ihn wie ein verbergender Schleier.
Langsam senkte sich des Menschen Kopf. Immer näher kam er der Waffe, verklärt war sein Blick, versunken in den Tiefen Trauerschattens. Behutsam strich seine rauhe Zunge über die Klinge, leckte genüsslich das Blut auf, noch ganz warm war es.
Dann hob er sein Haupt wieder empor, ein unmerkliches, befriedigtes Lächeln stand auf seinen Lippen...
|
| 02.10.2003 06:19 | #213 |
| Enzanie |
Doooom schüttelte den Kopf auf die Frage, bis ihm dann einfiel, weswegen er ja eigentlich hergekommen war, wegen seinen Studien. Allerdings merkte auch er, dass in diesem Lager zurzeit alles drunter und drüber ging und scheinbar nichts mehr so war, wie es nun einmal war, weswegen ein Schlafzauber auf einer Amazone zum jetzigen Zeitpunkt auch eher dumm gewesen wäre, oder besser gesagt, der Situation nicht angemessen.
Fatalis hingegen war mehr an einer anderen Frage interessiert, denn bevor sie das Lager wieder mit einem Boot verlassen wollten, fragte er sich doch, ob man dieses Lager auch irgendwie über einen Landweg erreichen konnte, doch da weder Doooom noch er selber darauf eine Antwort wussten, fragte er einfach eine Amazone danach, die scheinbar gelangweilt auf einer Bank saß. Sie bejahte die Frage und erklärte den beiden, dass es einen Pfad durchs Minental gab, womit er selber nicht viel anfangen konnte, das Wort Minental sagte ihm herzlich wenig und als er Doooom fragte, meinte dieser nur, dass er schon das ein oder andere Mal davon gehört hatte, aber noch nie dort war. Fatalis überlegte etwas und kam dann zu der Entscheidung, dass sie doch mal da vorbeischauen könnten, vielleicht würden sie sogar das ein oder andere "Monster" für Dooooms Schlafzauber Experimente finden, er konnte sich ja kaum vorstellen, dass man mit etwas Finger fuchteln jemanden bewusstlos machen konnte, doch wollte er das nicht gegenüber seinem Freund erwähnen, damit dieser nicht eingeschnappt war, aber er vertraute auf die Klinge, die er nun langsam und behutsam an Kämpfe heranführen musste, bis sie irgendwann einmal ein richtig gutes Team wurden.
Sie verließen das Amazonenlager durch das große Eingangstor und fragten dann nochmal nach, wo es denn zu diesem Minental ginge, doch als Antwort bekamen sie nur, dass sie am falschen Tor standen und nochmal Richtung Gästehaus gehn sollten.
Das hatte er wohl noch nicht gewusst, aber bis zum Gästehaus war er noch nie gekommen, aber er wusste, dass es etwas abseits gelegen in einem kleinen Wald lag. Sie gingen diesen Weg noch einmal und kamen dann auch dorthin, wo dieses Haus stehen sollte, alte Bäume wehten im Wind und ließen Blätter regnen, von denen ein dickes großes Blatt dem Baal direkt ins Gesicht flog, das war vielleicht ein Anblick, er hätte wohl am liebsten seinen Schlafzauber auf das Blatt angewand, doch es ging erst nach mehreren Sekunden wildem umher zappeln ab, lachen musste er zwar nicht, aber trotzdem war das wieder typisch.Als sie dann endlich auch in das Gästehaus kamen, sah es dort wie leer gefegt aus, scheinbar war niemand mehr da. Sie riefen zwar, aber leider kam niemand, aber gut, Doooom hatte schon etwas anderes ausgemacht, nämlich ein kleiner Pfad, den sie direkt entlang gingen, bis sie zu einer steinernen Brücke kamen, das ganze war ungewöhnlich neu, auch für ihn, denn hier war er tatsächlich noch nie gewesen und bald darauf kamen sie auch zu einem Tor, dieses hatte wohl die andere auch gemeint.
Doch es stand niemand mehr da, keine Wache oder anderem, es war so, als ob sie alle weg wären, langsam aber sicher verschwinden würden, denn es war sicher nicht normal, dass das Tor offen und niemand mehr dort war. Doch obwohl sie nicht wussten, wohin sie der Weg führte, entschieden sie sich durch das Tor zu gehen, denn so würde er mehr über diese Insel erfahren und vielleicht würden sie ja auf diesem Wege auch in dieses Minental kommen.
|
| 02.10.2003 21:25 | #214 |
| doooom |
Eigentlich wollte der Baal ja noch ein wenig im Amazonenlager bleiben, schließlich war er extra hier hergekommen um endlich mit seiner Schlafrune zu üben. Andererseits hatte er in einem Anflug von leichter Überheblichkeit Fatalis gegenüber behauptet, das er diesen Zauber schon längst beherrscht und deshalb wäre es wohl nicht das beste, wenn er in Anwesenheit seines Freundes plötzlich nicht in der Lage wäre eine einzelne Person einzuschläfern, obwohl er großspurig damit geprahlt hatte. Also was tun? Fatalis wegschicken um den Zauber erlernen zu können oder mit ihm mitgehen und das Training mit der Rune später fortsetzen? Eigentlich kam nur letzteres in Frage, schließlich war Doooom insgeheim froh seinen Mitbewohner wieder getroffen zu haben, auch wenn er dies nicht so deutlich zeigte wie normalerweise.
“Also eigentlich will ich nichts mehr hier machen, also können wir von mir aus wieder von hier weg. Du scheinst ja auch keinen Grund mehr zu haben, noch länger hier zu verweilen, also können wir das Lager hier auch wieder verlassen. Nur wo hin? Nach Gorthar wohl nicht, dort war ich erst vor wenigen Tagen und so schnell will ich da nicht wieder hin. Eigentlich können wir wieder zurück ins Pyramidental, da wollte ich mir eh noch ein Zimmer in der Pyramide herrichten.““Gut, dann nehmen wir das Boot mit dem du gekommen bist und rudern zurück.“Doch Fatalis Reaktion auf diese Worte waren anders, als er es erwartet hatte. Scheinbar hatte er keine Lust, das Lager per Boot zu verlassen und das obwohl das Rudern höchstwahrscheinlich eh wieder an Doooom hängengeblieben wäre, was den Baal dazu brachte, sich allmählich mit der Idee den Weg zum Sumpflager über Land zurückzulegen anfreunden konnte. Nur hatten beide ein Problem: Keiner wusste, wo sie überhaupt lang mussten und welche Region sie durchqueren würden. Doch nachdem Fatalis eine der komischerweise sehr wenigen Frauen, die hier noch anzutreffen waren danach gefragt hatte war zumindest klar wohin sie eigentlich wollten: Ins Minental. Jenes Tal, über das Doooom schon so einige Geschichte gehört hatte, über eine seltsame Magische Kuppel, welche die Bewohner dort gefangen hielt und somit auch die Neugierde des Sumpflers weckte. In dieses Tal musste er unbedingt selbst einmal.
Beide verließen das irgendwie verlassen wirkende Lager über eine große Brücke Richtung Norden und erreichten nur kurze Zeit später einen Pass, der in ein Tal hinab führte. Dies musste wohl das Minental sein.
|
| 02.10.2003 21:55 | #215 |
| Enzanie |
Fatalis war einverstanden, doch dann kam es ihm wie einen Blitz in den Sinn, er hatte etwas vergessen, sowas dummes aber auch, aber da führte kein Weg dran vorbei, sie mussten noch einmal zurück zum Amazonenlager, obwohl sie nun schon so weit waren, er wies den Baal an zu warten und erklärte ihm dann, dass er nochmal zurück musste, das war zwar dumm und stieß nicht gerade auf eine Welle der Begeisterung, aber was sollte es.
Sie kehrten noch einmal um und liefen zurück zum Amazonenlager, als sie ankamen war es sicher schon spät, doch das mussten sie in Kauf nehmen, Fatalis rannte zurück zum Haus von Avril und ging leise in sein Kämmerchen, dort war noch fast alles wie vor seiner Abreise, der Baal tat gut daran, nicht mit hinein zu kommen. Das Objekt der Begierde war das Paket mit den sechs Weinflaschen, die er teuer gekauft hatte, das wollte er nicht zurück lassen, da war ihm diese Zeitverzögerung schon recht, man konnte sie mit einkalkulieren.Danach verließ er die Hütte wieder, ebenfalls sehr leise, er wollte Avril nicht mehr stören, doch war er sehr berührt, als er noch mal zurückkehrte, vielleicht war es auch Schicksal, dass er sich erneut verabschieden sollte, doch wer weiß?Draussen wartete Doooom und fragte, ob sie noch aufbrechen sollten und das bejahte er, denn desto eher sie aufbrachen, desto eher würden sie ankommen, weitere Verzögerungen waren nicht eingeplant.
Also das ganze erneut, aber das machte ja nichts, die Weinkiste drückte er dem Baal in die Hand, er brauchte seine freien Hände um bei Gelegenheit schnell sein Schwert ziehen zu können, hoffentlich würde er die Dinger nicht fallen lassen, dazu waren sie zu teuer.
Auf dem Weg zurück erzählte er ihm gleich, was es damit auf sich hatte, um sich die Frage, die dem Freund sicher auf der Zunge brannte zu ersparen.
Du fragst dich sicher, wieso ich hier ne Kiste Wein mitschleppe, das ist ganz einfach, ich bin ein ganz passabler Weinkenner und habe damals noch selber Wein gesammelt, nun ist meine Sammlung zerstört, aber ich baue mir einfach eine neue auf, dazu brauch ich nur noch nen schönen tiefen Keller, aber da werde ich rund ums Sumpflager schon was finden, oder vielleicht sogar was woanders, wer weiß, wo wir in den nächsten Wochen noch hinkommen. Als ich ins Amazonenlager angekommen war und schon wieder weg wollte, traf ich die Winzerin und die hat mir die Flaschen verkauft, die waren sehr teuer und sollen von einem gräflichen Gut stammen, also lass sie ja nicht fallen und wehe du trinkst die Dinger, mache ich auch nicht, Wein ist eine Wertanlage, desto länger er lagert, desto wertvoller wird er, verstanden? Da lernste gleich noch was, über Wertanlagen, obwohl ich kaum glaube, dass du jetzt deine Goldanlagen in Wein machen wirst, dazu brauch man auch jahrelange Erfahrung, aber als Baal brauch man ja sowieso gar kein Gold, da lebt mal ja von den Gedanken zum Schläfer haahahaha. Nichts für ungut, wir sind wieder da, war doch nicht so lang wie ich dachte.-Tja, wir sind da, aber über uns ist der Mond, das heißt es ist düster geworden und jetzt?
-Wir gehen einfach weiter, wird schon schief gehen
|
| 05.10.2003 21:06 | #216 |
| Cole |
Sein Zeitgefühl hatte ihn in den letzen Wochen vollkommen verlassen. Nach etlichen Tagen auf dem Meer wie ihm schien, war er irgendwo an Land getrieben worden. Tagelang lag er im Fieberwahn an dem mit feinens Kieseln besetzen Strand und war vollkommen in Träumen versunken. Eines abends jedoch erwachte er aus seinen furchtbaren Träumen. Ihm war fürchterlich kalt aber er ignoriertes es weitesgehend, sofern nicht grad ein kalter Wind seine Kleidung unterwanderte. Von seiner ehemaligen rüstng war nicht viel ürbig. Der Kampf mit den Piraten hatte sie stark in mitleidenschaft gezogen und danach wurden die Fetzen die er noch am Leibe trug von der wogenden See hinfortgerissen. Nur eins war ihm geblieben. Sein Schwert das fest in der Scheide steckte die an seinem zähem ledernen Gürtel befestigt war. Es hätte es nur ungern verloren, so viele gute dienste hatte es ihm schon geleistet. Es war Nacht und am das Firmanent war voller Sterne, der Mond war nicht ganz rund, warf jedoch genug seines trüben Lichtes auf die Erde um grundlegende Orientierung möglich zu machen.Cole packte seinen Kopf mit den Händen als ob er dadurch den grausamen Schmerz aus seine, Kopf vertreiben könnte. Unter Aufbietung seiner gesamten Kraft erhob er sich, nur um gleich wieder stöhnend auf die Knie zu sinken. "Verdammt!" ächtze er als sein Puls rasend schnell in die Höhe schoss und seine Muskeln ihn mit einem qüalenden Schmerz auf ihre Müdigkeit aufmerksam machten. Es kostet ihn wertvolle Zeit. Nach einer schieren unendlichkeit unternahm er einen weiteren Versuch. Langsam machte er ein paar Schritte und blieb dann stehen um seine Muskeln zu lockern. Die Kälte fuhr wie Nadeln über seine Haut und ließ ihn jedesmal laut aufstöhnen wenn der Wind sich dazu entschloss seinen Pein zu vergrößern.
Dann entschieder sich das es an der Zeit war sich auf den Weg zu machen. Es war ein weiter Weg .. vorallen wenn man den Weg nicht kannte.
|
| 10.10.2003 22:36 | #217 |
| Dragonia |
Früh am Morgen hatte sie gesagt als sie gestern mit Ihrem Schüler noch zusammen gesessen hatten, aber doch nicht so Früh, Dragonia war ein wenig mürrisch aufgestanden.
Als sie aus dem Fenster des Gasthauses in Drakia gesehen hatte war es noch Dunkel gewesen.
“Wohl ein wenig übermotiviert der Junge.“ dachte sie bei sich als sie sich anzog und ihre Sachen packte, bei den neu erworbenen Sachen musste sie erst einmal grinsen.
“Ja die würde Ihr Schüler schleppen.“ dachte sie weiter “Der wird sich noch wünschen sie nicht so früh aus den Federn geholt zu haben.“
Als sie in ihrer Rüstung und mit all ihren Sachen in den Schankraum kam, wartete dort schon Kaligulas, sie beglichen die Rechnung und Dragonia Staffierte erst einmal ihren Schüler als Packesel aus.
Die Seile, Felle und das Fässchen mit dem gepökelten Fleisch, wurde ihm umgelegt umgebunden und in die Hand gedrückt.
Sie verließen das Gasthaus und füllten die Wasserschläuche noch am Brunnen auf und von den 2 schweren Wasserschläuchen bekam der Schürfer auch noch einen umgebunden, dann sprach Dragonia.
“Für einen Kämpfer ist es wichtig, das er eine starke Kondition hat, du solltest dich nicht darauf verlassen das ein Kampf immer nur kurz ist, du musst immer annehmen das es eine längerer Kampf ist und da ist Kondition gefragt, was nützt Kraft und Geschick, wenn du sie nicht einteilen kannst. Wir werden jetzt im Dauerlauf hinaus auf die Ebene und irgendwann am Heutigen Tage werden wir Am Herrenhaus des ehemaligen Amazonenlagers ankommen und ich verspreche dir dort wirst du ins Bett fallen und nicht mehr ans Saufen denken.“
Unter murren des Schürfers, weil er so schwer beladen war, trabten die Beiden los aus Drakia hinaus auf die Ebene, aber Dragonia lief nicht den Direkten Weg, an der Küste entlang zum Amazonenlager, sondern lief erst einmal Richtung Norden auf die Berge zu, dessen Schnee bedeckten Gipfel, in der Aufgehenden Sonne zu funkeln anfingen.
Lange liefen sie die Wege und Trampelpfade der Küstenebene endlang, immer von kurzen Pausen unterbrochen.
Gegen Mittag machten sie dann eine Längere Pause und aßen etwas, das Fleisch lieferte eine erlegte Molerat die den Beiden auf ihrem Weg durch Mannshohes Gras liefen.
Nach dem Essen, schlummerte Kaligulas, von den Anstrengungen ein, die Einzelgängerin besah sich erst einmal die Umgebung ihres Mittagslagers, sie kundschaftete ein Stück den weg aus und als sie wieder bei ihre Schüler war weckte sie ihn.
“Los weiter hast jetzt lange genug pause gemacht.“ murrend kam der Schürfer wieder auf die Beine belud sich wieder mit dem Gepäck und trabte hinter Dragonia her.
Nach einer Halben Stunde rann Kaligulas der Schweiß wieder in Strömen über das Gesicht.
“Nicht schlapp machen, würde ich dir raten den da hinten ist jemand auf uns aufmerksam geworden, und wenn du nicht als Scavengerfutter enden möchtest würde ich mal sagen das wir schneller Laufen.
Aber lass nicht von der Ausrüstung zurück.“
„Sca .... Scavenger? Ohhh, nein!“ keuchte der Schürfer mühsam, und fing an zu laufen.
“So ist gut immer schön Laufen.“ sagte Dragonia sie sagte nicht das sie die Tiere Extra auf sich aufmerksam gemacht hatte. Als Motivations- Schub für ihren Schüler.
Beide legten ein Zwischen Spurt ein, aber die Tiere waren Schneller und holten rasch auf.
Als sie in Gefährliche Nähe gekommen waren blieb Dragonia Stehen und zog Nadyanir.
“Lauf weiter gerade aus! Nicht weit und du Betritt einen Strand und bist aus dem Steppengras raus bleib da! Ich komm nach!“ Rief die Einzelgängerin ihrem Schüler nach, sah wie er weiter lief und sie kümmerte sich nun um die heran stürmenden Bestien.
Nach einem Kurzen schnellen Kampf hatte sie die beiden Tiere Besiegt sich Zwei der Keulen die sie vom restlichen Vogel trennte geschnappt und lief ihrem Schüler hinterher.
Diesen Fand sie tatsächlich an dem Stand liegend, er Lag platt auf dem Rücken, Schweiß überströmt und heftig Atmend.
“So nun hast du dir eine Längere Pause verdient, obwohl wir nicht mehr weit vom Lager der Amazonen entfernt sind, nur noch dort hinten durch das Wäldchen was zwischen den Bergen und dem Strand liegt und du kannst die Insel sehen auf der die Amazonen ihr Lager hatten.“ sagte sie als sie sich zu ihm gesetzt hatte.Einige Minuten später pennte ihr Schüler schon wieder. “Hatte sie ihn für den ersten Trainingstag zu hart heran genommen?“ überlegte sie, sie lies ihn erst einmal einige Zeit Schlafen und sie hielt Wache. Allzu weit war das Hohe Gras nicht weg und der Wald auch nicht und hier gab es genug Gefahren die sich unbemerkt anschleichen konnten.
Als es gegen Abend Dunkel wurde weckte sie ihren Schüler.
“Komm weiter, ich möchte heute noch das Lager erreichen, hier ist es nachts gefährlich dort hinten im Wald leben einige Schattenläufer die in der Nacht auf der Ebene auf Jagd gehen.“
Dragonia war schon wieder auf den Beinen und sah zu wie ihr Schüler sich aufrappelte.
|
| 10.10.2003 23:36 | #218 |
| Kaligulas |
Nachdem Kaligulas nach so viel Schlaf wieder hellwach war spornte der Gedanke endlich wieder für längere Zeit ruhig liegen zu können ihn an schneller und leichtfüßiger zu gehen. Die Gepäckstücke waren jedes für sich zwar relativ leicht aber alles in allem war das Gepäck doch ziemlch schwer wenn man es über eine längere Strecke tragen musste. Er hatte sich zwar die Ausbildung schwer vorgestellt aber nich doch mit einem solchen Training...naja nun musste er da durch und EGAL WIE er würde es schaffen. Dragonia ging mit ein paar Metern Vorsprung vor ihm her ,,Dragonia?Ihr habt nicht zufällig einen Traumruf übrig? oder?" ,,NEIN!" Herrschte sie ihn streng an, schüttelte den Kopf im weitergehen und murmelte etwas das sich anhörte wie:,,Irgeneinen laster braucht der Junge scheinbar..." danach deutete Sie auf eine unweit entfernte Hütte. ,,Wir sind bald da!" ,,Echt???SUPER!!! Bier!!!" Rief Kaligulas und lief los mit dem gesamten Gepäck...
|
| 14.10.2003 13:40 | #219 |
| Taurodir |
Die Stadt war nun hinter ihm, und all den anderen vor ihm, die mit auf diese Aufgabe wollten. Taurodir blieb einige Schritte hinter den anderen zurück, und blickte noch einmal zur Stadt hin, wer weiß, wann er hier wieder sein würde, sein Abenteuer hatte er überstanden, doch nun war er mittten in einem anderen. Gewappnet mit den Geschenken der Stadt, und ein Stück Brot, schritt er nun davon, rüber zu den anderen, die einige Meter nun ihm Vorraus wahren, und stolz übers Land liefen. Während er selbst rannte, wehte sein Umhang durch den Wind immer wieder hoch, doch erkannte er noch das Glänzen einiger Rüstungen, dort drüben waren sie.
Viel von Ereignisen, die stattgefunden hatten, bekam er selbst nicht mit, er hatte sich nachdem der Wirt ihn ansprach, in einer ruhigen Ecke, wie gewohnt, ausgeruht, so wusste er jetzt nicht, was wirklich das Ziel war, doch sprach er mit leiser Stimme Dann wollen wir doch unseren Freunden mit unserem Schwert dienen, bis zum Ende, oder zu einem neuen Anfang!"
Mit kräftigen Schritten rannte er hinterher, genügend Kraft hatte er, und vielleicht auch mehr durch den langen Kampf. Es dauerte nicht lange, bis der Paladin die anderen einholte, und so streifte er selbst am Ende des kleinen Zuges, seine eine Hand griffbereit an der Klinge von Aradrion, seiner neuen Waffe, die im Dunkeln ein wenig zu glühen schien. Taurodir selbst war ein wenig unwohl, als ahnte er etwas Schlimmes, doch sicher war er sich nicht dabei, doch immerhin wollte er bereit sein für einen Kampf, denn einiges hatte er dazu gelernt, und eines davon war, sei dir nie zu sicher...
Kühler Wind wehte ihm ins Gesicht, wodurch seine Haare, die ihm bis zu den Schultern hingen, immer wieder vors Gesicht streiften.
In der Gruppe befanden sich allerlei bekannte Gesichter, und eines von diesen Gesichtern wieder zu sehen, hatte ihn sehr erfreut, es war Clay, den er seit längerem nicht mehr begegnet war, nach dem Kampfe im Minental gegen einen großen Troll, einen Krieger hatten sie dort verloren, und wie man danach auch feststellte, einen alten Freund.
Der Krieger hoffte noch, dass er mit seinem Kamerad noch das eine Gespräch fühten könnte, denn viel Zeit war zwischen diesem Vorfall vergangen, und wahrscheinlich auch viele Probleme, oder sonstiges, von denen der Kommandant selbst nichts zu Ohren bekam.
Eine Dunkelheit herrschte auf ihrem Weg, was sein unwohles Gefühl immer mehr verstärkte, einzig der Mond und die Sterne schenkten ihnen ein wenig Licht, sodass die Rüstungen so schön, wie nie zuvor, glänzten, wodurch auch Taurodir von seinen Gedanken weggerissen wurde, und nun weiterhin als letzter Mann, weiterschritt..
|
| 14.10.2003 17:04 | #220 |
| Sir Iwein |
Die Gruppe zog in einfacher Reihe dahin, keiner der Krieger sprach ein Wort. Jabasch ging voraus und ein Paladin, dessen langer, schwarzer Umhang im Nachtwind wehte, bildete den Schluss. Die ganze Nacht hindurch waren sie gelaufen, ohne Rast und ohne ein Zeichen derer, die sie suchten. Als der Morgen graute und der Himmel im Osten rötlich von der aufgehenden Sonne gefärbt wurde, war der Wald endlich nicht mehr fern. Er sah nicht gerade einladend aus und Iwein hatte ein flaues Gefühl im Magen, als sie ihn betraten.
Wer konnte wissen, was ihnen in diesem Wald auflauern würde? Schon die Bäume kamen Iwein unheimlich vor. Sie schienen alt zu sein, sehr alt, von Efeu erdrosselt und von hässlichen Flechten behangen. Ihre Blätter waren schwarz verfärbt und wuchsen so dicht, dass kaum ein Lichtstrahl hindurch fiel. Das perfekte Versteck für Banditen. Niemand, der nicht lebensmüde war oder gerade nach Artefakten Innos' suchte, würde sich hier herein trauen. Der Pfad wurde nun schmaler und war bald nichts mehr, als ein hellbrauner, von Gras überwachsener Streifen. Nur selten fiel ein einzelner Sonnenstrahl, der das Glück hatte, durch das Blätterdach hoch oben zu dringen, ohne vom Gewirr des Astwerks oder dem verfilzten Verhau der Zweige aufgefangen zu werden, wie ein schimmernder Dolch vor ihnen auf den Boden.
Auch allerlei merkwürdige Geräusche schienen vor, hinter und neben ihnen aus dem Unterholz und den Büschen zu kommen. Grunzen, Scharren, Quieken, Rascheln - aber wovon die Geräusche herrührten, von Mensch oder Tier (oder was auch immer), konnte Iwein nicht feststellen.
Kaum einer in der Gruppe schenkte nun den Worten des Landstreichers, den Goefu ausgefragt hatte, noch viel Hoffnung oder Glauben. Vielleicht hatte der Kerl sie auch einfach nur ins sichere Verderben führen wollen? Doch genauso wenig wollten sie umkehren, und so trotteten sie weiter, um vielleicht irgendwann die Lichtung zu finden, von der Goefu gesprochen hatte.
Doch vielleicht waren die Banditen schon vorgewarnt worden und auf der Hut? Bei diesem Gedanken zitterte Iwein und fürchtete, jeden Moment könne ein giftiger Pfeil aus dem Dickicht zu beiden Seiten des Weges geflogen kommen und ihn niederstrecken.
|
| 14.10.2003 17:31 | #221 |
| Uncle-Bin |
Uncle-Bin lief etwas abseits der anderen, denn zu seiner neuen Rolle als Waffenknecht gehörte es nun mal, die Nachhut des Trupps zu bilden und so durch seinen schnellen Tod und vielleicht ein oder zwei Schreie den anderen eine Warnung zu sein. Sicherlich war seine Situation bei weitem nicht so schlimm wie er sich seit Stunden einredete, aber seit sie durch diesen verfluchten Wald stapften kam er ständig auf solche Gedanken. Missmutig schaute er noch einmal zu den anderen nach vorn. Allen Anschein nach ging es den feinen Herren dort auch nicht viel besser, denn sowohl Milizen als auch einige der Paladine zuckten bei jedem Geräusch zusammen. Zumindest vermutete er, dass es so war, denn einen anderen Grund konnte es ja nicht für ihre Bewegungen geben. Er überprüfte gerade noch mal die Sicherheit des Rückweges, als auch neben ihm ein lautes Knurren aus dem Gesträuch kam. In der Annahme, das sich das Tier gleich wieder verziehen würde, beachtete er es nicht weiter und rannte stattdessen nur ein paar Schritte nach vorn um wieder etwas näher an die anderen zu kommen. Doch noch einmal ertönte das knurrende Geräusch und diesmal war es fast noch lauter. Bitte, wenn du es so willst, dann hab ich bald wieder Proviant. Hehe... Er zog seine Klinge und ging in die Richtung ins Gehölz, wo er die Geräusche gehört hatte. Nach ein paar Tritten ins Gesträuch und angespannten Blicken in alle nur möglichen Richtungen wendete er sich wieder ab und hüpfte wieder auf den Weg. Der Rest der Truppe war gerade um eine Biegung verschwunden und so beeilte er sich um wieder zu ihnen aufzuschließen. Er rannte los und war fast bei der Kurve angekommen, als ihm von hinten etwas anfiel. Instinktiv krallte er sich sein Schwert und rammte es in Richtung des Knäuels, das sich in seiner Rüstung festgebissen hatte. Der eine Schlag hatte gereicht um das Tier zu töten und ihn zu befreien, doch die Panik die ihn ergriffen hatte ging trotzdem nicht wieder weg. Er nahm das Fellknäuel, dass er nur so nannte, weil er das Tier nicht kannte und rannte nun endgültig zu den anderen. Er würde sicher nicht länger die Nachhut spielen. Komme was wolle...
|
| 14.10.2003 17:47 | #222 |
| Taurodir |
Weiterhin schritt Taurodir hinten und bildete die letzte Reihe vom Trupp, wie er wusste, schien sich sonst keiner hinter ihm zu befinden.
Von Osten her waren die ersten Sonnenstrahlen zu erblicken, doch nur wenige Strahlen erreichten die Krieger selbst, da es nicht vielen von diesen gelang, durch all die Schichten der Bäume, hindurchzukommen. Dennoch, ein gewisses Gefühl der Wärme und Sicherheit war mit dem ersten Sonnenschein dieses frühen Morgen, zu erspüren.
Sie schritten nun schon eine ganze weile, wirklich oft machten sie keine Pause, und noch immer wollte der Paladin sich nicht nach vorne begeben, sondern sich die Ruhe hinten gönnen, doch daher hatte er auch ein gewisses Nachteil, denn auch im Moment wusste er nicht, was vor sich ging, außer, dass sie hier im Wald schritten, in einem sehr alten Wald, wenn man diesen genauer betrachtete, denn die Bäume ringsrum schauten zwar recht stark aus, doch sah man diesen an, dass sie viele Jahre schon hier standen, durch die Baumrinden, und für den Kommandant wirkten sie ein wenig müde, müde von etwas, was er nicht wusste oder erahnen konnte. Und in seinem ganzen Leben sollte er darauf nicht kommen..Doch was war das? Hörte er nicht Geräusche hinter sich? Schritte waren es, gewiss keine gruppe ihrer Art, doch wer es auch war, schritt in seine Richtung. "Wer wird das denn sein? Hab ich mich geirrt, und war mir zu sicher, dass ich der letzte Mann hier sein würde?"
Langsam drehte er sich um, seine rechte Hand hielt die Klinge von Aradrion schon feste, doch zog er diese noch nicht. Als er sich aber umsah, lockerte er den Griff. Auf seinem Gesicht war ein kleines Lächeln zu erkennen, wahrscheinlich ein Lächeln der Erleichterung. Derselbe Millizsoldat stand vor ihm, oder eher gesagt, Waffenknecht, der sich ein wenig zu viel vom Trank des Wirtes gegönnt hatte. Doch was hielt dieser dort um seine Schultern? Konzentriert blickte er hin, und nachdem der Mann ihm näher zuschritt, wusste er auch, was es war. Etwas unheimlich wirkte Taurodir dort, stehen, in seinem Umhang, den er nun ein wenig zu den Seiten schob, damit der Kerl nicht aus Panik noch davonrennen würde, eher er noch denken würde, dass dies ein Feind wäre.
"Grüß dich Krieger des Königs, eineraus dem Hause Innos. Was führt dich hierher? Ich dachte, ich würde die letzte Reihe unseres Trupps bilden. Und wie ich sehe, schleppst du auf deinen Schultern einen jungen Warg. Warst du auf der Jagd? Und was gedenkst du mit deinem Opfer nun zu machen?"
Er lächelte dem Manne zu, und wartete auf ihn geduldig, zwar entfernte sich die Gruppe ein wenig, doch da keine Kurven im Moment folgten, waren sie noch im Sichtfeld...
|
| 14.10.2003 18:09 | #223 |
| Uncle-Bin |
Uncle-Bin verlangsamte sein Tempo und hielt schließlich schnaufend neben dem Mann an. Dafür, dass er einer der Paladine war, war er ungewöhnlich freundlich zu Uncle-Bin. Er schaute dem Mann eine Weile ins Gesicht um nach Spott oder anderen Anzeichen gegen die Ehrlichkeit seiner Worte zu finden, doch anscheinend meinte er es ernst. Ein Warg also... aha... hm... die Viecher scheinen sich doch ziemlich zu verändern mit dem Alter... hab's nicht als solchen erkannt. Uncle-Bin mein Name. Anscheinend schien die Erwähnung seines Namens auch nicht sonderlich viel Erinnerungen im Geiste des Paladins zu wecken. Ich hatte Befehl... äh nein... die Ehre, die Nachhut zu bilden. Hat euch der Lord nichts davon gesagt? Sein Gegenüber schüttelte den Kopf und fing dann an am Fell des Warges zu zotteln. Ich möchte nicht unhöflich sein edler Paladin, aber ich kenne euren Namen immer noch nicht. Der Mann nahm seine Hand vom Fell des Wargs weg und lächelte ihn an. Taurodir ist mein Name und wenn du einen guten Jäger suchst, dann bist du bei mir an der richtigen Adresse. Ein wenig beschämt, da er nicht mehr als Fleisch abnehmen und später dann etwas kochen konnte ging er ohne Worte weiter. Dann brach er die bittere Stille und setzte zu einem Satz an, der ihm einige Überwindung kostete. Könnt ihr mir das Fell dieses Warges abziehen? Ich habe mich vor langer Zeit mal an einem alten Wolf probiert und bin nun ja... kläglich gescheitert. Taurodir grinste, aber reagierte vorerst nicht. Sie gingen ein Stück ohne Worte weiter und langsam begann Uncle-Bin zu glauben, dass der Paladin ihn doch zu verarschen schien. Doch dann räusperte sich sein Gegenüber und setzte zum nächsten Satz an...
|
| 14.10.2003 18:26 | #224 |
| Taurodir |
Schon als er ihn vom weiten her sah, wusste er, dass irgendwas doch komisch an diesem Kerl war, oder weshalb schleppte er auf seinen Schultern einfach einen jungen Warg? Aber irgendwie ahnte Taurodir es auch schon, und es war auch an der Zeit, dass er wieder jemanden in der Jagd ausbilden sollte. Er lächelte weiterhin, als würde die Sonne aus ihm strahlen, seinen Kommandantenwappen versuchte er mit Hilfe seines Umhangs zu verstecken, er wollte nicht zu viel Aufmerksamkeit darauf lenken, denn es war was anderes, was der Mann ihm gegenüber doch wollte.
"Ich soll dir das Fell dieses jungen Wargs abziehen? Dies könnte ich machen, und ich könnte dich auch ausbilden, falls dies dein Wunsch sein sollte, und die eigentliche Frage, die aus dich doch ausströmen wollt?" Dabei bereitete sich ein grinsen auf seinem Gesicht, was sich aber auch gleich wieder löste, nachdem er nach vorne zur Truppe blickte, gut, dass er es sah.
"Also gut, wie ich auch sehe, gönnt man den Männern vorne eine Pause vom Marschieren. Wurde auch allmählich Zeit, denn Zeit sollten wir doch im Moment haben, falls ich mich nicht irre, aber na gut, davon weiß ich im Moment noch nichts. Doch wenn wir schon über Zeit reden, dann lautet auch meine Antwort, dass wir genügend Zeit jetzt haben, um uns diesen jungen Warg hier, anzusehen. Ein Messer, eher gesagt, einen Dolch hab ich dabei.
Langsam griff er zu diesem und zog es raus. Den jungen warg legten sie beide sorgfältig auf den Boden. Dann begann die Arbeit. Mitten in den Rücken des Viehs stoch er hinein, und begann damit, das Fell abzuziehen, er hoffte, dass die Zeit reichen würde, denn langsam wollte er dies tuen, um Uncle Bin, der neben ihm stand, auch alles ordentlich zeigen zu können.
Doch was war das? Hörte er nicht das Knacken eines Astes, welches auf dem Boden lag? Ist irgendwer darüber geschritten? Oder war es die Gruppe, die wieder weitermarschierte? Zu hoffen wäre dies nicht, denn fände er diese Art von Pause dann zu kurz. Und so war es auch nicht, die Gruppe saß in Ruhe auf ihrem Rastplatz. Jedoch fragte sich der Paladin, wodann die Laute herkamen? Neugierig blickte er sich um..
|
| 15.10.2003 00:06 | #225 |
| CiferXIV |
Lange waren sie über die Ebene und durch den Wald geschritten, lange hatten sie die Augen nach einem Banditanlager offengehalten, schon lange fragten sie sich ob das sinnvoll war was sie hier taten. Aber Hinweise hatte es genug geben, vielleicht würde man das Versteck ja schon nach der nächsten Biegung sehen können. Und so zweifelte jeder für sich und schritt gleichzeitig fest entschlossen mit der Gruppe voran. Nur Sir Taurodir und einer der Milizsoldaten hatten irgendwas mit einem Warg zu schaffen. Cifer vertrieb mit einem Seufzen die Gedanken und Erinnerungen an seine Zeit als Lehrmeister der Jagd im Alten Lager. Zu lang war es doch her. Er hatte viel Zeit gehabt nachzudenken während sie gelaufen waren. Es fühlte sich seltsam an, als wenn dieses alte Gefühl, ein Abenteuer zu suchen, wieder in ihm aufflammte, lange hatte er es nicht mehr gespürt.
Reflexartig blieb der Paladin stehen. Binnen einer Sekunde waren alle anderen Gedanken vertrieben, er konzentrierte sich nur auf die Umgebung. Die Hand umfasste sogleich den Griff des Erz-Bastardschwertes und er nahm eine gebeugte Haltung ein. Dann ging er in die Knie und wies den Rest der Gruppe an inne zu halten. Die anderen blieben darauf hin auch stehen und suchten einen Busch oder Baum um sich zu tarnen und nicht blöd mitten im Wald zu stehen....wenn plötzlich ein Pfeil geflogen kam. Und dass sie jetzt in Gefahr zu sein schienen, wurde jedem klar. Es herrschte Totenstille, ein Uhu krächtzte und erhob sich aus den Baumwimpfeln, mehr war nicht zu hören.
Cifer fing einige ratlose Blicke ein. Hatte er sich da nun verhört oder lag er mit seiner Vermutung richtig? Seiner Intuition folgend schlich er sich aus dem Gebüsch und wagte einige Schritte zum nächsten Baum. Er horchte auf. War das ein Lachen? Und immer wieder ging es einige Meter weiter. Die Deckung behaltend. Und doch, er hatte sich nicht getäuscht. In der Ferne war ein Lagerfeuer zu erkennen. Der Rest der Gruppe war dicht bei ihm. Er wandte sich ihnen zu und flüsterte:
Ich denke wir haben sie gefunden. Ihr bleibt auf der Hut. Und möglichst nicht die Deckung verlassen. Soweit ich mich erinnern kann hat zumindest einer der Banditen eine Armbrust und einer einen Bogen. Die kennen sich hier besser aus als wir und man kann nie wissen ob sie Wachen aufgestellt haben die uns vielleicht gerade beobachten und ihren Bogen spannen. Ich will nicht dass hier jemand sein Leben aufs Spiel setzt, also keine Heldentaten. Die Artefakte sind nicht so wichtig dass wir einen Mann Innos' dafür verlieren! Cifer hielt inne. Jetzt war er mit seiner Moralpredigt fast schon zu laut geworden. Die anderen nickten ihm zustimmend zu und warteten auf einen Plan.Also, wir teilen uns jetzt auf. Es soll keiner der Banditen entkommen. Wenn sie versuchen zu fliehen, schießt...bevor sie noch anderes Gesindel alarmieren und wir hier in der Falle sitzen. Ansonsten werden möglichst nur Gefangene gemacht. Bringt euch in Position, keiner gibt einen Ton von sich oder greift an ohne mein Zeichen.
Dann teilte er ihnen schnell die Positionen zu von denen aus man am günstigsten angreifen konnte. Er hatte schon die Gardisten angeführt die die Neue Mine des Neuen Lagers damals erfolgreich gestürmt hatten, er war also damit vertraut und das merkte man auch bei der Sicherheit mit der er die Befehle gab. Dass der Plan funktionierte und man den Überraschungseffekt ausnutzen konnte setzte natürlich auch vorraus, dass man sich auf die anderen verlassen konnte, was noch seine größte Sorge war.
Langsam schlich sich der Paladin in die Nähe der Lichtung in deren Mitte ein Lagerfeuer brannte. Es waren einige Zelte aufgebaut und Gestelle mit aufgespannte Tierhäuten wie er sie früher im Alten Lager selbst hergestellt und verkauft hatte.Er zählte mindestens zwei schwerbewaffnete Männer, wieviel in den Zelten oder sonstwo waren konnte er nicht feststellen. Hier und da hörte man noch ein Rascheln, was die Diebe aber nicht mitbekamen.
|
| 15.10.2003 09:38 | #226 |
| Diego | R@PC |
Diego stapfte auf die Nachhut zu... die zu seiner Überraschung ziemlich weit vorne war.
Ich glaub es nicht! Da vorne haben wir die Banditen gesichtet und hier hinten streitet ihr euch über das Fell eines Wargs. Sir Taurodir, von euch hätte ich eigentlich mehr erwartet. Macht euch nach vorne und unterstützt die anderen! ......
Und wen haben wir denn da? Den Herrn Waffenknecht. Das du darin verwickelt bist hätte ich mir ja denken können! Das werde ich mir merken mein Freund. Und jetzt ab nach vorne! LOS DOCH!
Nachdem der Lord sich etwas beruhigt hatte ging auch er nach vorne und zog sein Schwert. Alle warteten nur auf das Kommando zum Angriff und sie würden den Tag der Diebe zu einem echten Scheißtag werden lassen.
|
| 15.10.2003 12:34 | #227 |
| Jabasch |
Jabasch war mit den anderen nach vorne geschlichen. Immer wieder schaute er zu Cifa der schnelle Bewegungen mit der Hand machte. Alle warteten gespannt auf ein Zeichen des Paladins, man konnte nichts von der Gruppe hören. Alle strengten sich an besonders leise zu sein, man konnte kaum den Atem der Innosler hören. Plötzlich machte Cifer eine ´schnelle Bewegung mit der Hand nach vorne und die Gruppe stürmte auf die Lichtung zu.
Die Banditen waren gerade dabei richtig aufzuwachen und die Wachen waren schon an ihren Waffen leicht eingeschlafen. Als dann plötzlich die Streiter Innos aus dem Wald auf die Lichtung stürmten wussten die meisten Wachen erst gar nicht wie ihnen Geschah, doch schon brüllte eine Laute stimme durchs Lager:"Die Milizen und Ritter kommen!!!!"
Aus dem Komma blitzschnell erwacht mussten sich die ersten Banditen erst aufraffen. Aber ihr Lager war im Moment gut stationiert.
"Verdammt" riefen einige "Wie konnten sie nur unser Lager finden" riefen andere. Die ersten kletterten auch mit ihren Bögen bewaffnet auf einige Bäume wo sie spezielle Verstecke erbaut hatten.
Blitzschnell hatten die Wachen das Ganze Lager erweckt, einige standen noch auf während die anderen noch mit Bauchknurren weil sie kein Frühstück hatten gegen die Innosler kämpften.
Jabasch hatte auch schon sein Schwert gezogen und rannte mit den andern Kämpfern hinunter auf die Banditen zu...
|
| 15.10.2003 13:28 | #228 |
| Taurodir |
Während der Lord noch zu ihnen sprach, war auch schon ein Gebrülle vor ihnen zu hören, ein Kampf schien begonnen zu haben.
"Gut, mein Lord, eure Worte sind nicht auf taube Ohren gestoßen, doch lasst uns nun zu unseren Kameraden eilen, denn wer weiß wie viel Zeit wir hier schon vergeudet haben, während wir hier sprachen!"
"Na dann los!"
Wirklich viel konnte er seinem neuen Schüler nicht zeigen, aber das Fell hatten sie dafür fast vom Körper getrennt, doch daran galt es nun keine Gedanken zu verschwenden, vor ihnen wurde es lauter. Klingen waren zu hören, Schmerzensschreie, Rüstungen, die den Boden zum Beben brachten. Die Streiter Innos kämpften, und wie sie es taten...
Alle drei rannten nun mit großer Eile rüber zu ihren Kameraden, der junge Kommandant zog während er lief Aradrion aus seiner Scheide, wie es ausschaute, sollte die Waffe schon heute noch zum Einsatz kommen. Feste hielt er sein Schwert in der Hand, blickte zum Geschehen, und stürmte dann mittenrein, was nun aus Uncle-Bin oder dem Lord wurde, wusste er nicht, jeden Kontakt während des Kampfes verlor er zu ihnen, doch versuchte er nicht die Orientierung zu verlieren, ehe eine Klinge tief in ihm stecken würde. Bandit stürmte gegen einen Streiter Innos, Klingen ließen ein lautes Metallzischen aus, doch im Geschehen erkannte er doch ein halbwegs bekanntes Gesicht, einen Paladin. Der junge Krieger versuchte durchs Getümmel zu ihm zu gelangen, vielleicht könnte er von dort aus besser mit seinem Schwert dienen...
|
| 15.10.2003 14:10 | #229 |
| Sir Iwein |
Iwein war völlig überrumpelt worden. Eben hatte er sich noch nach Uncle umgesehen, der wohl etwas zurückgefallen sein musste (man hätte ihn vor der Abreise aus Drakia noch einmal nach mitgeführten Bierflaschen untersuchen sollen, dachte sich Iwein), da waren die anderen plötzlich ganz still und wiesen ihn wild gestikulierend darauf hin, dass es besser sei, wenn er das gleiche täte. Das Banditennest hatten sie also gefunden. Iwein blickte vorsichtig durch das Dickicht, das vor ihnen lag, man konnte tatsächlich eine große Lichtung dahinter erkennen, mit mehreren Zelten und einem Lagerfeuer. Dann hatte sich die Gruppe immer weiter an das Lager herangeschlichen - so gut es jeder konnte. Iwein gelang es kaum, seinen Körper so unter Kontrolle zu halten, dass nicht irgendwo ein Ast unter seinen Schritten knackste. Doch die Banditen schienen beinahe auf ihren Wachtposten eingeschlafen zu sein, denn erst im letzten Moment, als Paladin Cifer bereits stumm das Zeichen zum Angriff gegeben hatte, hatten sie die Innoskrieger bemerkt. Doch auch sie waren flink, schnell war das gesamte Lager wachgebrüllt worden. Banditen kamen aus Zelten heraus gestürmt und rannten auf die Krieger zu, andere begaben sich mit ihren Bögen und Armbrüsten auf Schussposition.
Iwein befand sich bald in einem heftigen Kampf mit einem ziemlich großen, dunkelhäutigen Kerl. Er war stark wie ein Bär und immer wieder musste Iwein darauf achten, dass der ihm nicht seine Klinge aus der Hand schlug. Doch seinem Geschick im Umgang mit Schwertern verdankte es Iwein, dass er die Schläge des Kerls immer wieder parieren oder ihnen ausweichen konnte, auch wenn er dabei sichtlich an Kraft verlor. Der Kampf zog sich in die Länge, und bald kamen zu Iweins und der anderen Entsetzen Pfeile ins Kampfgetümmel geflogen - irgendwo aus den Bäumen. Die Banditen waren heimisch in diesem Wald, und tückisch waren ihre Methoden im Kampf. Ohne Rücksicht auf eigene Verluste feuerten sie ihre Bolzen und Pfeile ab - auch wenn keiner wirklich sein Ziel fand, sie dienten eher nur der Verwirrung und Einschüchterung der Innoskrieger. Und sie erfüllten ihren Zweck.
Iweins Gegner führte seine Klinge kräftig und immer wieder glitt sie auf Iweins schlankem Schwert ab. Bis dieser seinerseits in den Angriff überging. Ein Hagel von Schlägen prasselte auf den Banditen nieder, und mit seinem großen, schweren Schwert hatte der arge Probleme, diese abzuwehren. Bis er schließlich rücklings im Dreck landete. "Stiiiirb!!", brüllte Iwein, rannte auf ihn zu und bohrte im seine Klinge in den Bauch. Blut troff aus dem zuckenden Körper des Banditen und befleckte den moosigen Waldboden.
Flüchtig blickte der Milizsoldat durch das Lager. Die Paladine und seine Kameraden kämpften noch immer heftig, doch ständig flogen Pfeile dicht über ihre Köpfe hinweg. Ein Wunder, dass bisher noch keiner von ihnen sein Ziel getroffen hatte. Iweins Blick schweifte hinauf zu den Bäumen, aus derem dichten Laubwerk die Pfeile geflogen kamen. "So sieht´s aus. Na dann, macht euch auf was gefasst, ihr Halunken!"
Und damit rannte er zu den Bäumen hinüber und presste sogleich seinen Körper dicht an den mit Efeu und Flechten überwachsenen, feuchten Stamm. Wie kamen die Kerle bloß da hinauf? An dem Stamm würden selbst klettergewiefte Tiere abgleiten. Der Milizsoldat lief einmal um den dicken Baum herum, und auf der anderen Seite fand er endlich, was er suchte. "Ha! Eine Strickleiter!" Zügig griff er in die Sprossen und stieg hinauf, darauf aus, dabei nicht die Aufmerksamkeit der Banditen über ihm zu erregen. Dann erblickte er einige von den Kerlen. In der breiten Baumkrone standen einige der Halunken, es waren ihrer zwei an der Zahl, auf einigen Holzplanken, die sie zwischen die Äste gelegt hatten, ihre Konzentration ganz auf das Geschehen gerichtet. Mit Kurzbögen und leichten Armbrüsten schossen sie immer wieder einfach durch das Laub irgendwo ins Kampfgetümmel.
Eilig stieg Iwein die Leiter bis zum Ende hinauf, sein Schwert schon in der rechten Hand und stürmte dann auf die Banditen zu. Dem ersten rammte er sein Schwert bis zum Heft in den Rücken. Er war unvorbereitet und klappte sofort zusammen. Der andere drehte sich hastig und erschrocken um, und noch ehe er sein Schwert ziehen konnte, hatte Iwein ihn mit einem kräftigen Tritt vom Baum gestoßen - und der Sturz war lang. "SIE FLIEHEN! LASST NIEMANDEN ENTKOMMEN!", hörte er einen der Paladine im Lager brüllen und kletterte daraufhin hastig wieder die Leiter hinunter. Die Seite aus Jabasch´s Buch mussten sie um jeden Preis wiederfinden! Die Kerle durften auf keinen Fall damit entkommen.
|
| 15.10.2003 15:12 | #230 |
| Uncle-Bin |
Uncle-Bin war gleich nach Taurodir losgerannt und hatte sich ein paar spannende Schwertduelle mit einigen Banditen geleistet. Doch die Halunken hatte im Nahkampf meist nicht lange die Hosen an und reiten sich so oft schon nach kurzem Geplänkel in die lange Schlange der Toten an den Pforten der Hölle. Als er gerade einen weiteren Banditen mit einem schwungvollen Diagonalschlag den Kopf vom Leib getrennt hatte und ein roter Sprühregen auf ihn niederging, sah er auf der anderen Seite der Lichtung einige der Banditen verschwinden. Alarm! Die Halunken versuchen in die Wälder zu entkommen. Nach ein paar Rufen nach Unterstützung rannte er schließlich fast allein hinter der kleinen Flüchtlingsgruppe hinterher. Die anderen kämpften indes noch emsig mit den übrigen Ganoven oder waren sich einfach zu fein, Befehle von einem Waffenknecht entgegen zu nehmen. So sprintete er über die Lichtung in den Wald und holte schon nach wenigen Momenten einen der Banditen ein. Der arme Kerl war einer der letzten seiner Truppe, was offensichtlich an einer Pfeilwunde an seiner Schulter lag. Dennoch hatte der stämmige Mann noch genug Kraft um Uncle-Bin anzugreifen und ihn in eine gefährliche Defensive zu drängen. Mehrmals musste er so die Schläge parieren ohne auch nur den Hauch einer Blöße in der Schlagfolge seines Gegners zu finden. Doch mit jedem Schlag schwand die Kraft des Verwundeten, aber schwer entschlossenen Kämpfers und so gelang es Uncle-Bin letztendlich einen gezielten Stich in das Herz des Mannes zu landen. Der Kerl brach tot zusammen und machte Platz für eine weitere Verfolgung. Doch da Uncle-Bin immer noch allein war und sich schon etwas von der Lichtung entfernt hatte, beschloss er lieber wieder zurückzukehren um im Lager zu kämpfen. Allein, so dachte er es sich zumindest hätte er gegen die etwa fünf Mann sowieso keine Chance gehabt und tot würde er niemanden etwas nutzen...
|
| 15.10.2003 17:15 | #231 |
| Goetterfunken |
Goetterfunken hatte sich während des ganzen Kampfes weitgehend zurück gehalten. Er war kurz nach den anderen auf die Lichtung gestürmt, er war einfach noch nicht so stark und gut gerüstet wie die Milizen oder gar die Paladine. Als schon alle in Nahkämpfe verwickelt waren, hatte er versucht, möglichst einen Banditen zu finden, der abgelenkt war und den er listig erledigen konnte.
Das war ihm auch gelungen, ein Milizsoldat, in der Eile hatte Goefu gar nicht bemerkt, wer es gewesen war, hatte sich mit dem Räuber duelliert. Ruhig hatte er gewartet und dann, als der Bandit ihm den Rücken zugewandt hatte, war er hervorgeschnellt und hatte ihn mit einem Schlag auf den Oberkörper niedergestreckt und dann mit einem Stich in die Brust erledigt, der Bandit hätte keine Überlebenschance gehabt. Goefu hatte gar nicht begriffen, dass er so eben das erste Mal in seinem Leben getötet hatte. Danach hatte er aus den Augenwinkeln einen Banditen gesehen, der klein war und in panischer Angst weggerannt war.
Eilig hatte Goetterfunken sich umgewandt und war dem Halunken hinterhergespurtet. Der Bandit hatte ungefähr 25 Meter Vorsprung gehabt, schien allerdings nicht sehr fitt zu sein. Nach gut 150 Metern quer durch den Wald hatte der Rekrut der Miliz ihn eingeholt. Mit einem entsetzten Blick stellte der Räuber fest, dass er nicht mehr entkommen konnte. Anscheinend sah er seinen einzigen Ausweg im Kampf, denn er zog sein Schwert und drehte sich schnaufend um. Auch Goefu zog sein Schwert aus dem Gürtel und suchte festen Halt unter den Füßen. Langsam umkreisten die beiden Kämpfer sich. Beiden war bewußt, dass es möglicherweise ihr letzter Kampf sein würde. Der Räuber verlor als erster die Nerven. Ungestümt stürzte er auf Goetterfunken. Er war anscheinend kein guter Kämpfer, seine Schläge waren lange nicht so gut wie die eines durchtrainierten Milizsoldaten. Goetterfunken huschte schnell zur Seite und wehrte den Schlag zur Seite ab. Er riß die Klinge hoch und versuchte, einen Schlag auf den Kopf seines Gegner zu platzieren. Dieser war allerdings flinkt genug und parierte den Schlag. Goetterfunken sprang zurück.
Nun versuchte sein Gegner eine Kombination, er schlug er links zu, dann rechts und täuschte dann einen Überkopfschlag an, zog die Klinge dann aber über die rechte Seite auf Goefu's Brust. Allerdings stellte er sich so ungeschickt an, dass Goetterfunken zur Seite gehen konnte und selber zuschlug. Sein Schwert fuhr in den linken Arm des Banditen, der aufheulte und kurz in die Kniee ging. Diese Gelegenheit ließ sich Goetterfunken nicht entgehen und schlug mit dem Knauf des Schwertes in den Nacken seines Gegners, der kurz stöhnte und dann sein Bewusstsein verlor.
Erschöpft ließ sich der Rekrut auf den Boden fallen. Er war erschöpft. Jetzt hatte er das erste Mal Zeit, darüber nachzudenken, was er soeben getan hatte. Er hatte einen Mann getötet, zu einem weiteren Totschlag wäre er bereit gewesen. Und seine Gegner waren keine Orks, es waren Menschen, genauso von Innos´ geschaffen wie alle anderen auch - egal, wie sehr Beliar sie korrumpiert hatte.
Er schaffte es noch, sich zur Seite zu beugen, bevor er sich erbrechen musste. Sein ganzer Magen schien sich zu leeren. Erschöpft blieb er direkt neben seinem Erbrochenen liegen. Mit dem Magen hatte sich auch zeitgleich sein Gewissen geleert. Es war richtig gewesen, was er getan hatte. Diese Menschen hatten ihr Schicksal selber gewählt.
Plötzlich fühlte er ein Gewicht um sich und zwei Hände griffen um seinen Hals. Der Bandit!!! Er war wieder bei Bewusstsein, Goetterfunken hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Ein irrer Ausdruck lag in den Augen des Banditen, er mobilisierte seine letzten Kräfte. Goetterfunken versuchte, ihn abzuschütteln, es gelang ihm allerdings nicht, er war einfach zu schwach. Verzweifelt griffen seine Finger nach seinem Schwert, schafften es allerdings nicht, es zu fassen. Die Klinge lag ein paar Zentimeter zu weit weg. Goetterfunken merkte, wie es um ihn herum schwarz wurde....
Auf einen Schlag kam in ein Einfall, der ihm wohl sein Leben retten sollte. Er zog seinen Dolch aus Kindertagen, das einzige, was er aus seinem früheren Leben noch besaß, aus der kleinen Scheide am Gürtel. Mit der linken Hand rammte er ihn dem Banditen in den Hals. Die Augen des Banditen weiteten sich, er begriff, dass er tödlich verwundet war. Warmes Blut tropfte in Goetterfunken's Gesicht und der Griff um seinen Hals lockerte sich. Mit letzter Kraft riss Goefu die Hände des Banditen weg und warf ihn zur Seite. Der Halunken bewegte sich nicht mehr, unter seinem leblosen Körper bildete sich eine rote Laache.
Goetterfunken stand auf, er zitterte am ganzen Leib. Aber unter keine Umständen wollte er hier bleiben. Er durchsuchte schnell die Leiche des Banditen. Außer ein paar Goldstücken hatte er nichts bei sich. Goefu steckte sein Schwert wieder in den Gürtel und ging dann zittrig zurück zur Lichtung. Dabei fuhr er sich einmal mit den Fingern durch die Haare.
Nicht nur Blut war darin, sondern auch sein eigenes Erbrochenes...
|
| 15.10.2003 17:58 | #232 |
| Clay |
Die Lichtung war genommen. Blut tropfte von der Schneide des Paladins, als er seinen Einhänder gen Boden senkte und sich erschöpft auf der Lichtung umblickte. Die einzelnen Banditen waren lausige Kämpfer gewesen, aber in der Masse und mit ihren versteckten Schützen auf den Bäumen hatten sie den Soldaten des Königs einige Male gefährlich werden können. Doch wie so oft hatte Clay diese Schlacht gewonnen. Der Feind war tot oder verstreute sich fliehend in den Wäldern, während man selbst nach seinen Kameraden sah. Wie es schien, war keiner der Truppe umgekommen. Auch Zhao, der sich während es gesamten Kampfes zurückgehalten hatte und sich das Spektakel aus sicherer Entfernung angesehen hatte, kam wohlbehalten wieder aus dem dichten Wald zurück zu den anderen der Gruppe.
Aufmerksam begutachtete Clay das Werk der Truppen. Zu seinen Füßen lag noch immer die Leiche des Banditen, den er zuletzt erschlagen hatte. Der vormals Braune Waldboden glich nun eher einer einzigen riesen Blutlache. Solch ein Abschlachten von Menschen hatte der Krieger schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Das letzte Mal vermutlich bei dem fatalen Angriff der Söldner auf die Burg im Minental. Ein seltsames Gefühl überkam den Paladin, wie immer nach einer Schlacht überwiegte natürlich das Glücksgefühl überlebt zu haben aber der abschwächende Kampfrausch, der den Krieger während der Schlacht packte und antrieb war auch ein nicht zu verachtendes Gefühl.
Laut den Berichten einiger Waffenknechte waren etwa fünf Banditen im Wald entkommen und durch die Hände ihrer Schlächter geschlüpft. Während Clay sein Schwert flüchtig den Fetzen einer Banditenkluft abwischte und es danach wieder in der kunstvoll geschmiedeten Scheide verschwinden ließ, machten sich die übrigen Mitglieder der Gruppe bereits an das Suchen der Buchseite. Die Chance, dass einer der Banditen, die im Wald verschwunden waren, noch im Besitz der Seite war, war eher unwahrscheinlich, allerdings konnte man es nicht ausschließen. Zuert sollte jedoch geklärt werden ob sie nicht irgendwo im Lager der Wegelagerer zu finden war. Nach außen hin ließ sich der Steiter keine Gemütsbewegung anmerken, aber er hoffte inständig, dass sich diese verdammte Seite hier noch finden ließe. Noch mehrere Nächte im kalten Wald zu verbringen wäre ganz einfach zu viel für ihn. Schweigsam entspannte Clay langsam seine Muskeln und beobachtete die niederen Ränge beim Absuchen des Waldbodens. Oder eher der Blutlache...
|
| 15.10.2003 18:34 | #233 |
| CiferXIV |
Cifer schwitzte. Jedoch war nicht die Anstrengung der Grund sondern ihm war gerade bewusst geworden was sie hier angerichtet hatten. Er steckte den blutverschmieren Zweihänder in die Halterung auf dem Rücken und wischte sich die Schweißperlen aus dem Gesicht. Seine Hände zitterten. Mehrere der toten Banditen hatten mitt schweren Zeihandwaffen gekämpft. Es war also keine kleine Gruppe von Dieben sondern eine durchorganisierte Truppe von Verbrechern. Also auch nur Menschen die auf diese unehrliche Art und Weise ihr Leben arrangierten. Wahrscheinlich ehemalige Söldner aus der Gefängniskolonie. Er wollte nicht wissen wie sich die Stadtmilizen gefühlt haben mussten als sie kurz nach dem Fall der Barriere die fliehenden Sträflinge aufhalten mussten. Aber es muss ihnen ähnlich gegangen sein.
Cifer wollte nicht weiter darüber nachdenken. Und vor allem sollte niemand erfahren wessen Tat das war. Es wäre nicht zu verzeihen wenn bekannt wird dass Innos Streiter dieses Blutbad angerichtet hatten.
Räumt das hier zusammen und brennt das Lager nieder. sagte er mit zweifelhafter, verstummender Stimme, die seine Unsicherheit deutlich werden ließ. Noch nie hatte er sich so schuldig gefühlt Banditen getötet zu haben. Während die Milizen die Zelte durchsuchten und die Toten zusammentrugen, suchte er Jabsch auf um zu fragen, ob er wieder im Besitz seines Buches sei.
|
| 16.10.2003 21:04 | #234 |
| Goetterfunken |
Immernoch irrte Goetterfunken erschöpft und schwach durch den Wald. Seine Hände waren zittrig und seine Schritte nicht mehr als ein unkoordiniertes Stolpern.
Bevor mich die Paladine so sehen, muss ich mich irgendwie waschen. Und so zittrig darf ich auf keinen Fall sein, die halten mich doch für einen totalen Waschlappen.
Nervös blickte Goefu sich um. Zu seiner rechten sah er einen Moosbusch. Kurzentschlossen trat er darauf zu und riss ihn heraus. Dann strich er sich damit durch die Haare. Er schaute auf das Moos. Es hatte ein surreales Aussehen bekommen, wie ein Stück aus einer fremden Welt des Todes.
Entsetzt warf der Rekrut die Pflanze zur Seite und machte sich daran, die letzten Meter zu bewältigen.
|
| 16.10.2003 21:33 | #235 |
| Yale |
Der Kampf war vorüber und wieder hatten Innos' Streiter gesiegt. Doch dieses Mal ging es nicht gegen die Kreaturen Beliars, sondern gegen die eigene menschliche Rasse. Unvorbereitet traf der Angriff der Soldaten die Banditen wofür sie nun mit dem Leben bezahlt hatten. Die Rüstung des Paladins war großflächig mit Blut verschmiert, doch außer ein paar kleiner Dellen konnte er keine nennenswerten Schäden beklagen. Sein Herz raste, die Vielzahl und das Geschick seiner Gegner hatte ihn einiges an Anstrengung gekostet.
Der Kampf, der eher einem Gemetzel ähnelte, hatte seine Spuren im Waldboden hinterlassen. Überall sah man Blutlachen die nunmehr langsam in der Erde versickerten, die toten Körper stellten mancherorts einen abscheulichen Anblick dar. Der überraschende Tod stand vielen entsetzend ins Gesicht geschrieben, beinahe wehrlos waren manche in Beliars Reich eingekehrt.
Doch dem Paladin war nicht nach emotionalem Gerede zu Mute, die Männer hatten ihr Schicksal in dem Moment besiegelt als sie das Buch klauten. Yale zerschnitt die Fellrüstung eines Banditen, wischte mit einem Stück davon sein blutiges Schwert ab und steckte es in die Scheide an seinem Gürtel. Ein paar der Banditen waren gute Kämpfer gewesen, ihr Talent hätte man zu allerhand guten Taten nutzen können doch nun möge Innos ihren Seelen gnädig sein.
Die letzten Spuren an sich und seiner Rüstung hatte er gerade beseitigt, da gab Cifer bereits den Befehl zum Abbrennen des Lagers, vermutlich sollte keiner ein Zeugnis dieser Schlacht entdecken. Die Milizen trugen die leblosen Körper auf einen Haufen, warfen Zelte, Tierfelle und sonstige Gegenstände der Banditen mit darauf und warteten nun auf die Order zum Anzünden. Manche der niederrangigen Begleiter machten einen verstörten und erschreckten Eindruck, war dies doch für viele das erste Mal, dass sie Menschen töten mussten oder zumindest vielen beim Sterben zusahen.
Mit den Anzünden mussten sie zwangsweise so lange warten, bis Jabasch entweder die Buchseite gefunden hatte oder er mit Sicherheit sagen konnte, dass sie noch im Besitz der flüchtigen Verbrecher war. Auch Yale wurde nun langsam ungeduldig, denn je länger sie hier an diesem Ort verharrten, desto größer wurde die Gefahr, dass die Halunken mit anderen Kumpanen wieder hier auftauchten und die Krieger des Herrn diesmal ihr Leben lassen müssten....
|
| 17.10.2003 17:20 | #236 |
| Uncle-Bin |
Uncle-Bin war gerade ebend wieder auf dem Platz angekommen, als er schon feststellen musste, wie die grausamen Spuren des Gemetzels sich langsam in die Erde verdrückten. Die Suche nach dieser geheimnisvollen Seite, die Jabasch geklaut wurde, war nun im vollem Gange. Während einige wenige Milizen die toten Banditen zusammensammelten, natürlich ohne einige gründliche Leibesvisitation zu machen, hatte sich die anderen schon auf die Hütten verteilt und waren dort kräftig am kramen. So wie Uncle-Bin es erkennen konnte hatte niemand aus ihren Reihen ernsthaft Schaden genommen und so beeilte er sich umso mehr, denn wenn die Banditen Reichtümer besaßen, dann würde es nicht lange dauern, bis sich jeder seinen Anteil gesichert hätte. Mit dem Gedanken nicht leer auszugehen stürzte er sich auch sogleich auf den nächst besten Banditen und fing an seine Taschen zu durchstöbern. Doch bis auf ein wenig Trockenbrot und ungefähr 5 alte Münzen hatte der Geselle nichts zu bieten. Man man man... waren das arme Schweine. , murmelte er in seinen nunmehr 4 Monate alten Dreitagebart. Guten Tag Uncle. Hab dich ja ne Weile nicht mehr gesehen, seit du die Nachhut bilden durftest.. hehe... Uncle-Bin funkelte seinen Freund wütend an, machte dann aber eine etwas freundlichere Miene, als er erkannte, dass Iwein nur Spaß gemacht hatte. Moin Iwein. Oh nein besser... Herr Vorgesetzter Iwein... Nachdem er den letzten Teil des Satzes mit einer Stimmlage vorgetragen hatte, die nicht mal ein Sektenspinner nach einem Honigkuchengelage so gut hinbekommen hätte, konnte er sich sein Schmunzeln nicht verkneifen. Dann plötzlich passierte etwas, was alle in helle Aufregung zu versetzen schien. Jabasch kam laut rufend aus einer der Hütten und hielt einen lausigen Zettel in die Höhe. Bei Innos. Wir haben die verlorene Seite wieder! Nur ein paar Schritte neben Uncle trat einer der Paladine vor und schaute mit seinen starren Augen zu Lord Diego. Der nickte und wendete sich dann Jabasch zu. Na endlich... dann wollen wir denen mal Feuer unterm Arsch machen... hehehe...
|
| 17.10.2003 17:51 | #237 |
| Sir Iwein |
Gerade kramte Iwein noch in der Tasche eines toten Banditen herum und sah dann entsetzt auf, als er anstatt Goldmünzen nur Blut an den Fingern hatte, da kam plötzlich Jabasch laut rufend aus einem der Zelte gestürmt. "Bei Innos! Wir haben die verlorene Buchseite wieder!" Triumphierend hielt der Milizsoldat eine vergilbte Buchseite empor. Innos sei Dank, sie hatten die Seite wieder, die sie benötigten, um den Tempel zu finden. Die Milizsoldaten sahen erfreut auf und jubelten mit ihm, und auch den Paladinen konnte man ihre freudige Erregung ansehen, sie zuckten nur kurz auf und gaben gleich darauf mit grimmiger Mine den Befehl, das Lager abzubrennen. Doch noch bevor einer zu Zunder und Feuerstein greifen konnte, sah Iwein im Augenwinkel etwas aufblitzen. Eine große, blaue magische Kugel entstand in den Händen eines Paladins, wuchs immer weiter und raste dann auf die Leichen der Banditen zu, die einige Milizen zuvor auf einen Haufen geworfen und mit Fellen bedeckt hatten. Sofort fingen sie Flammen. Einen Moment sahen alle voll Verwunderung zu dem Paladin, dann griffen sich Iwein, Uncle und einige andere Milizsoldaten Fackeln, zündeten sie an und steckten damit die Zelte in Brand. Wenig später stiegen mehrere graue, dunkle Rauchsäulen von der Lichtung gen Himmel. Die Milizen und Paladine standen am Waldrand und sahen dabei zu, wie die Leichen der Menschen dort verbrannten. Schrecklich war es anzusehen, besonders für die jüngeren unter den Soldaten. Sie verkrafteten die Tatsache nicht, dass sie Menschen wie sie es waren zuhauf abgeschlachtet hatten wie die Tiere. Doch Iwein hatte in seinen zahlreichen Einsätzen bei der Miliz Erfahrung mit Banditen gemacht. Sie hatten ihr Schicksal selbst gewählt. Dies sollte jedem Bandit, der hierher kam, eine Warnung sein. Uncle, der einige Meter neben Iwein stand, schien all dies kalt zu lassen. Er zählte einige Goldmünzen, die er von den toten Banditen genommen hatte. "Sag mal, Uncle. Was hältst du von diesem Abenteuer? Ich für meinen Teil wäre jetzt lieber wieder in Khorinis am Freibierstand..." Missmutig starrte Iwein in die Flammen und wünschte sich weit fort aus dieser gefährlichen Wildnis.
|
| 17.10.2003 18:07 | #238 |
| Uncle-Bin |
Uncle-Bin schüttelte seinen Kopf. Hatte Iwein denn in all den Abenteuern so wenig über ihn gelernt? Wie auch immer, mit einem Ausdruck des Entsetzens im Gesicht beschloss er seinem Freund zu antworten. Was ich davon halte? Ha! Du bist gut... Bei Innos, wenn ich irgendeine Möglichkeit wüsste weiterhin hier Geld zu verdienen und meine Position, na ja das was davon übrig ist, zu halten, dann wäre ich bei meinem Biervorrat schon längst in Khorinis. Uncle-Bin lies sich kurz eine Szenerie durch den Kopf gehen, in der er mit mindestens fünf Krügen auf dem Tisch und zehn mal so viel Gold in der Tasche bei Kardif seinen Lebensabend bestritt. Dann setzte er sein seine ehrenlose Rede fort. Bei Innos, wenn es diese Möglichkeit geben würde, dann wäre ich schon weit weg. Ha! Aber so muss ich nun mal zurecht kommen und wenigstens hab ich mich mit diesem Taurodir mal genauer unterhalten. Er bringt mir in der nächsten zeit einige Grundlagen der Tierverwertung bei. Dann muss ich nicht mal mehr freiren, wenn unser Lord mich das nächste mal in ein Fass Wassers schmeißen lässt... hehe... Besonders die letzten Sätze schienen Iwein zu interessieren, denn er hatte nun eine Miene am Leibe, die auf eine kleine Erleuchtung in Iwein schließen lies. Ich warne dich! wenn du vor hast mir meinen Schnaps zu klauen während ich Tieren das Fell über die Ohren ziehe, dann gibt’s gehörig was aufs Maul.
|
| 17.10.2003 18:20 | #239 |
| Sir Iwein |
Iwein musste trotz allem, was um ihn herum geschah, lachen. Uncle war mit seinem Rangverlust noch immer ganz der Alte geblieben. Doch besonders bei den letzten Worten seines Freundes hatte Iwein aufgehorcht.
"Du sagst, du lernst die Tierverwertung? Du zerlegst also die toten Viecher und verkaufst die Trophäen?"
Uncle nickte. "Irgendwie muss ich ja an Geld kommen. Als Waffenknecht..." Uncle seufzte und sah sich vorsichtig um. "Ah, der Lord ist nicht da. Gut." Daraufhin holte er eine Flasche Schnaps hervor und spülte das Gebräu in einem Zug hinunter. "Ahh... das war eine der letzten Flaschen..."
Iwein indess dachte weiter über Uncles erste Worte nach. "Dieser Taurodir? Wer ist das? ... Hey, Uncle, stimmt was nicht?", fügte er besorgt hinzu, als er sah, wie sich die Pupillen des Kerls plötzlich weiteten und er mit einem Honigkuchengesicht schweigend auf Iwein starrte. Der Schnaps war wohl zu viel gewesen. Eine heftige Ohrfeige, so hoffte Iwein, würde ihn der Realität wieder näher bringen... war jedenfalls einen Versuch wert.
|
| 17.10.2003 18:39 | #240 |
| Uncle-Bin |
Uncle-Bin wurde schlagartig die Bedeutung seiner Worte klar. Langsam, fast flüsternd wiederholte er sie noch einmal... eine der letzten Flaschen... eine der letzten Flaschen? Es traf ihn wie ein Schlag ins Gesicht, als ihm klar wurde, das sein Vorrat bis auf weiteres besser gepflegt werden musste. Dann schlug es ihm noch mal ins Gesicht und er brauchte tatsächlich eine Weile, um festzustellen, dass es diesmal Iwein gewesen war. Au... bei Innos und dem heiligem Gebräu. Was sollte das Iwein? Doch Iwein druckste nur einen Moment vollkommen sinnloses Zeug vor sich hin und kassierte so direkt auch einen Schlag ins Biereinfüllzentrum. Dann begannen die Beiden zu Grinsen. Hehe... wie in alten Zeiten was Uncle? Uncle-Bin nickte und antwortete nun endlich auf Iweins Fragen. Taurodir steht da hinten bei den anderen Paladinen. Wenn du willst, dann werde ich ihn dir später vorstellen. Bähh... Uncle-Bin spuckte ein paar Mal auf den Boden und zog sich dann einen Lappen vor die Nase. Dieser Gestank ist ja widerlich... Lass uns etwas weiter weg gehen... Der Rauch vom brennenden Lager hatte sich nun entgültig in ihre Richtung gedreht und so waren Uncle-Bin und Iwein nicht die einzigen, die jetzt einen etwas größeren Abstand von der Lichtung nahmen...
|
| 17.10.2003 23:23 | #241 |
| Sir Iwein |
Gierig züngelten die Flammen an den Zelten und den Leichen der Banditen empor und sandten schwarze Rauchsäulen, die man bis weithin über die Eben sehen musste, gen Himmel, während sich allmählich Dunkelheit über das Land legte. Die Sonne verschwand hinter den Baumspitzen und tauchte irgendwo im Westen in das Meer ein. Noch lange standen die Innoskrieger schweigend da und blickten in das Feuer, bis Iwein das Wort ergriff und die Stille, nur durch das Knistern der Flammen begleitet, beendete. "Was nun, da die Buchseite wieder in unserem Besitz ist? Mich würde zunächst einmal interessieren, was auf dieser Seite zu lesen ist. Mein Vorschlag wäre es jedoch, bevor wir uns weiter in die Wildnis oder gar zum Tempel vorwagen, noch einmal in der Stadt unsere Ausrüstung auf Vordermann zu bringen..." Der Milizsoldat blickte an seiner geschundenen Rüstung herab. Noch immer hatte sie einige Risse von der Jagd im Minental und die Metallplatten rosteten stellenweise. "Außerdem sollten wir mehr über die Banditen herausfinden. Einige von ihnen sind entkommen und ich denke, wir haben es mit gefährlichen Halunken zu tun. Mittlerweile dürften auch sie wissen, wonach wir suchen und wo wir dies finden werden. Längst haben sie die Artefakte ins Visier genommen, ihre Gier nach den Schätzen im Innostempel ist grenzenlos. Lasst uns daher gut ausgerüstet in den Innostempel gehen, vorher aber noch einmal nach Drakia zurückzukehren. Doch säumen dürfen wir, weiß Innos, nicht zu lange."Wieder trat peinliche Stille ein, das Feuer wurde stiller und kleiner und Iwein begriff plötzlich, wie forsch und eingebildet er soeben vor seinen Vorgesetzten, den Paladinen aufgetreten war. Er blickte den Paladin an, den Uncle ihm vorher gezeigt hatte, Taurodir war sein Name. Er hielt sich im Hintergrund, doch Iwein schien es, als nicke er ihm zu und lächle. Er wollte ihn unbedingt später kennen lernen.
|
| 18.10.2003 03:31 | #242 |
| Kaligulas |
Wiedereinam an der Küstenebene stapften sie den Strand entlangdoch diesmal waren es drei statt auf dem Hinweg nur zwei es war ein Schüler hinzugekommen. Dragonia, die konditionell besser dran war als ihre beiden Scüler spornte beide immer wieder an schneller zu gehen damit beide auch schneller etwas zu Essen bekämen. Unter diesen Bedingungen war Kaligulas noch nie unterwegs gewesen aber es war ihm bewusst das das harte Training bei Dragonia ihm nicht geschadet hatte...ganz im Gegenteil er war kräftiger, schneller und koordinierter geworden. Kaligulas hoffte noch eine menge von Dragonia lernen zu können. Im Morgengrauen bot sich den dreien als sie grade einen kleinen Hügel erklommen hatten ein phantastischer Anblick ,,Ein schöner Sonnenaufgang" murmelte Kaligulas geistesabwesend wärend Dragonia und Billy noch dastanden um den Sonnenaufgang zu genießen.
|
| 19.10.2003 18:12 | #243 |
| Uncle-Bin |
Die Gruppe hatte sich nun wieder bis zu dem Waldweg zurück gezogen und da ein bescheidenes Lager aufgeschlagen. Uncle-bin versuchte gerade an seinem Warg herum zu schnippeln, als ihn Iwein von hinten über die Schulter linste. Was hast du? Bist du etwa immer noch hinter dem Schnaps her? Na warte du... Er sprang auf und klatschte auch so gleich wieder auf den Boden. Ein großes Stück Moss hatte sich unter seinen Beinen verschoben und ihn so an seinem Vorhaben gehindert. Nicht nur das ihm die letzten Stunden so lang wie Tage vorkamen, nun musste er sich auch schon wieder vor Iwein und den anderen blamieren. Nein... nein Uncle... ich wollte dir nur zuschauen, wie du dem Vieh das Fell abziehst. Eine herrlich schlechte Ausrede, befand uncle in diesem Moment, aber wenigstens hatte Iwein eine. Na dann lunger aber nicht hinter mir rum... setz dich dahin und guck zu! Er zeigte auf einen morschen Baumstumpf, der etwa 4 Meter von ihm entfernt stand und machte sich dann wieder daran, das olle Fell abzuziehen. Nach einigen ergebnislosen Schnitten warf er Iwein einen finsteren Blick zu. Wenn du das lernen willst, dann solltest du mit Taurodir reden. Iwein nickte, gaffte dann aber weiter auf das arme Tier, während Uncle noch ein paar ungeschickte Stiche austeilte. Ach Mist... nun guck nicht so wie ein Ochse, sondern komm lieber mit zum Meister. Schulter an Schulter und mit einem blutigen Warg in den Händen watschelten die beiden zu Taurodir, der sich wie immer etwas abseits der anderen gesetzt hatte...
|
| 19.10.2003 18:37 | #244 |
| Taurodir |
Der junge Kommandant saß in einer ruhigen Ecke, etwas abseits von den anderen, er hatte wieder einmal über einiges nachzudenken. Den Kampf hatten sie überstanden, und der Paladin selbst hatte sich kaum Wunden zugezogen, nur eine leichte Prellung an seiner linken Schulter, die in einigen Tagen erheilen sollte. Die Hoffnung, die vermisste Seite des Buches zu finden, hatte sich in die Tat umgesetzt, wodurch Jabasch wieder im Besitz davon war. Doch schwendete er seine Gedanken nicht an die momentane Situation, sondern viel mehr ein Person, die ihm über alles wichtig war. Nicht selten tat er dies, denn er sehten sich nach ihr, und schwer war ihm die Entscheidung in der Taverne gewesen, seine Kameraden hier zu begleiten. Da der Tag sich allmählich dem Ende zuneigte, wurde es auch immer mehr kühler, sodass er die Kapuze wieder um seinen Kopf zog, um sich vor den kalten Winden des Abends zu schützen. Der Befehl, eine Rast einzulegen, war mehr als gut, denn viele waren müde vom Kopf, und von der Säuberung der Leichen. Doch nicht nur müde, sondern auch hungrig, weshalb viele die Ruhe gut ausnutzten, jedoch wurde seine Ruhe von einer bekannten Stimme unterbrochen.
Sein neuer Schüler stand vor ihm, Uncle - Bin hieß er, allein war er nicht, denn schien er in Begleitung eines anderen Milizsoldaten zu sein, wessen Name er nicht kannte. Jedoch hatte er diesen schon öfters auf ihrer kurzen Reise gesehen...
Langsam zog er sich die Kapuze runter, und versuchte die Gedanken an die junge Amazone zu vergessen. Mit einem Lächeln auf seinem Gesicht, begrüßte er seinen Schüler, und dann den Fremden...
"Schönen Abend Uncle - Bin, und auch du seist begrüßt, dessen Namen ich nicht kenne, aber hoffentlich noch erfahren werde. Was führt euch beide zu mir her?"
|
| 19.10.2003 18:54 | #245 |
| Sir Iwein |
"Guten Abend, Herr Paladin, mein Name ist Iwein, Milizsoldat des Königs", erwiderte Iwein stockend auf die Worte des Kriegers, der etwas abseits der anderen auf dem moosigen Waldboden saß, und verbeugte sich knapp und musterte ihn flüchtig. Seine Rüstung war verdeckt von einem schwarzen Umhang, den der Paladin eng um den Leib geschlungen hatte. Seine schulterlangen, schwarzen Haare fielen ihm in Strähnen in die Stirn, sein Gesicht war schön anzusehen. Er schien noch recht jung zu sein, doch die Weisheit und die Erinnerung an Freude aber auch Leid war in seinen Augen zu erkennen.
Uncle stieß Iwein kurz an, woraufhin dieser hastig weitersprach. "Mein Freund Uncle erzählte mir von Euren... Fähigkeiten, Tiere auszunehmen. Ich habe ihm bei seiner Arbeit ein wenig zugesehen und dieses Fach des Jagens interessiert mich sehr. Ich bitte euch lediglich, mich ebenfalls ein wenig in dieser Kunst zu unterweisen, doch ich verlange es nicht. Ich habe nicht viel Geld bei mir, das ich euch dafür geben könnte. Doch Ihr habt mein Wort, dass ich Euch ein gelehriger Schüler sein werde."
Iwein machte eine Pause. So hatte er sich noch nie reden hören. Er war den rauhen Umgangston mit Uncle und den anderen Soldaten gewohnt, doch dieser Paladin war von solch edlem Aussehen, dass der Milizsoldat gar nicht anders konnte. Klang nicht schlecht, dachte Iwein, gar nicht so, wie von einem einstigen Bauernjungen. Nun blickte er dem Paladin in die tiefliegenden, von einzelnen Haaren verhangenen, Augen, auf seine Antwort wartend.
|
| 19.10.2003 19:07 | #246 |
| Taurodir |
Der junge Krieger Innos überlegte kurz, doch begann dann zu antworten."Ihr erwähntet, ihr seied nicht im Besitz von Gold, und ich sage euch, ihr seid es auch nicht nötig, nicht für diese Ausbildung. Denn bisher war es mir eher eine Freude, anderen das beizubringen, was sie lernen möchten. So soll es auch mir eine Freude sein, dir das Jagen, das Ausweiden von Tieren beizubringen, Iwein.
Er lächelte ihn kurz an, zog sich dann aber den Umhang enger um seinen Körper, da es allmählich noch kühler wurde. Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, sich von dieser ruhigen Lage mal kurz zu entfernen, um sich am Lagerfeuer zu erwärmen.
"Also, ihr habt mein Wort, genauso wie euer Freund. Ich werde euch die Jagd sogut es in solch einer Zeit möglich sein wird, versuchen, beizubringen. Gewiss ist es schwer, auf einer Reise solch ein Unternehmen zu beginnen, aber es ist möglich, denn bewies mir dies in früher Zeit die Kommandantin Drakias. Und auch bei euch beiden wird es möglich sein, und stehen sogar die Chancen dafür, was zu lernen, noch besser, denn wie ich sehe, seid ihr beiden gute Freunde, die sich gegenseitig helfen können."
Für einen Moment schwieg Taurodir, er blickte kurz in die Umgebung, doch es hatte sich noch nichts verändert. Doch dann bemerkte er doch, dass er noch immer auf dem Boden saß. Schnell stand er auf, und gab beiden seine Hand, um sie noch einmals zu begrüßen, denn so war es seine Art..
"Also, was gedenkt ihr nun zu tuen? Wollen wir an diesem Abend noch mit den Übungen beginnen, oder wollen wir uns nicht lieber am Lagerfeuer wärmen, denn kalt scheint es heute zu sein, nach solch blutigen Taten, leider." Bei seinen letzten Worten wurde der Paladin leiser und leiser, denn schwer fiel ihm jeder Gedanke daran.
|
| 19.10.2003 19:24 | #247 |
| Uncle-Bin |
Uncle-Bin schauderte bei Taurodirs Worten, denn es stimmte, wenn er von einer unangenehmen Kälte sprach. Ich denke wir sollten die Zeit nutzen, mein Herr. Wir werden nicht ewig rasten und nur Innos weiß, wann wir das nächste mal Zeit dafür haben. Oder siehst du das anders Iwein? Uncle-Bin räusperte sich um Iwein aus seiner starren Haltung zu befreien, dann nickte sein alter Freund endlich. Also ich wäre euch sehr dankbar, wenn sie mir das Abziehen eines Felles noch einmal genau erläutern, denn um ehrlich zu sein konnte ich durch das Gemetzel nicht viel behalten und weiß nun nicht mehr als vorher. Er hustete zweimal, denn diese seiner Meinung nach überflüssige Ausdrucksweise kam ihm nur schwer über die Lippen. Dann warf er Taurodir einen hoffnungsvollen Blick zu. Gut... dann wollen wir mal anfangen. Taurodir lächelte und streckte seinen Arm in Richtung des Wargs aus. Oh Verzeihung. Hier habt ihr das Mistvieh... äh... das Tier... Hastig warf er das Tier auf den Boden vor dem Paladin und schickte dabei innerlich ein Stoßgebet an Innos. Eine zweite Degradierung innerhalb von so kurzer Zeit wollte er sich nicht aufhalsen, vor allem wegen des Soldes, der dann auch seinen Bierkonsum streng eingrenzen würde. Dann warf er wieder einen verstohlenen Blick zu Taurodir und setzte sich schließlich mit erleichterter Mine hin. Der edle Krieger schien ihm nicht böse zu sein und so löste sich seine aufgebaute Angespanntheit langsam wieder auf...
|
| 19.10.2003 19:31 | #248 |
| Sir Iwein |
Iwein ließ seinen Blick über das kleine Lager, das sie in aller Eile aufgeschlagen hatten, schweifen. Die anderen Soldaten saßen ebenfalls leise miteinander tuschelnd oder schweigend beisammen, während sich Dunkelheit über den Wald legte. Der letzte rote Schimmer, den die Sonne, die nun im Dunst an den Küsten versank, verschwand bald hinter den Baumspitzen. Einige der anderen bemühten sich nun darum, ein kleines Feuer zustande zu bringen, denn sie gedachten nicht, an diesem Tage noch weiterzureisen, zumal sie sich in diesem Wald nicht gut auskannten und es gut passieren konnte, dass sie in der Dunkelheit den überwachsenen Pfad verlieren würden.
Taurodir, Iwein und Uncle widmeten sich nun dem erlegten Warg, der vor ihnen lag.
"Dieses Tier sieht nicht mehr sehr gut aus, so scheint mir", meinte Iwein mit einem scheuen Blick zu Taurodir. Dann sah er wieder den Warg an, dessen Fell Uncle an einigen Stellen bereits ziemlich geschunden hatte. "Mir wäre durchaus noch nach einer kleinen Jagd zumute", behauptete Iwein tapfer und wider der Wahrheit. "Ich schlage vor, wir bringen die erlegten Tiere anschließend ans Lagerfeuer und arbeiten dort", fügte er mit einem Seitenblick auf Uncle hinzu, der den Gedanke, nun noch im dunklen, kalten Wald Tiere zu zerpflücken, ebenfalls nicht sonderlich einladend zu finden schien. Ihm stand es mehr warscheinlich mehr, nach einem Saufgelage am Feuer, wie Iwein ihn kannte, doch erwiderte er nichts.
|
| 19.10.2003 21:31 | #249 |
| Taurodir |
Eine Jagd im wald? Um die Zeit? Wieso auch nicht, sicher, sie müssten ihre Augen und Ohren noch mehr anstrengen, da kaum was zu erkennen sein würde, aber es wäre noch zu machen. Und was gäbe es für ein besseres Gefühl, nach einer Jagd dann am Lagerfeuer zu sitzen? Der junge Paladin war damit einverstanden, irgendwie sehnte er sich auch danach, denn so könnte er sich immerhin ein wenig ablenken, von all seinen Qualen, die in seinem Kopf schwebten.
"Ok, dann lasst uns jagen gehen! Eure Waffen habt ihr bei euch, wie ich sehe, genauso wie meinerseits."
Dabei zog er seinen Umhang ein wenig zur Seite und deutete dabei auf Aradrion, seiner neuen Klinge.
"Den Warg hier brauchen wir nicht mehr wirklich, und ich denke, wir werden zunächst nur mit Wölfen beginnen. Sie dienen am besten dafür, um mit den Grundübungen zu beginnen, denn ihr Fell ist einfacher abzuziehen. Und natürlich sind sie auch nicht so zähe Burschen wie Wargs. Dann lasst uns mal los!" Also kam der Moment, wo sie sich kurz von der Truppe trennen musste, ein Glück, dass alle müde waren, und rasteten. Die drei Gestalten schritten allmählich tiefer und tiefer in den Wald hinein, und nach einer Weile waren nur noch drei winzige Schattenpunkte zu erkennen.
Taurodir hielt die rechte Hand fest am Griff seines Schwertes. Er fühlte sich abermals unsicher hier, im Wald, in der Dunkelheit. Eine Fackel trugen sie nicht mit sich, denn so würden sie nur jedes Tier erschrecken, und würden nie eines für die heutigen Übungen fangen. Alle spitzten die Ohren, doch bisher war nichts außer dem Rascheln der Bäume zu hören. Doch dann, ein leißes Getappe war zu hören, leichte Fußtritte. Der Jagdlehrmeister war sich nicht sicher, ob auch seine beiden neuen Schüler dies hören konnten, denn sehr leise war es."Ok, seid ganz leise, ich höre Schritte, ganz leichte. Wenn ihr beiden euch ganz konzentriert, wird auch ihr in der Lage sein, sie zu hören. Und wenn ich richtig vermute, stammt diese Getappe auch vom selben Tier, welches wir suchen. Es kann nur ein Wolf sein, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob es nur eines ist. Folgt mir, und versucht euch so leise wie möglich zu bewegen." Ihm selbst fiel dies schwer, doch versuchte er beide so gut es ging zu den Lauten zu führen. Allmählich wurde es lauter, und vom Gebäusch zu ihrer rechten Seite kam nun ein Getuschel, was jeder hörte. Dort müsste es sich befinden, vielleicht versteckte es sich auch. Taurodir zog Aradrion raus, jeden Moment würden sie die Biester angreifen, er hoffte nur, das dies auch das Ende der Sucherei sein würde..
|
| 19.10.2003 21:57 | #250 |
| Sir Iwein |
Iwein konnte nicht wirklich verstehen, was der Paladin da alles hörte. Er hörte nur seine eigenen, viel zu lauten Schritte auf dem Waldboden. Hin und wieder raschelte Laub unter seinen Schritten oder ein Ast knackste, doch von wilden Tieren war nichts zu hören, so schien ihm. Mittlerweile war der Mond aufgegangen und schenkte ihnen nun durch die recht kahlen Birkenzweige über ihnen, die sich sanft im kühlen Wind wiegten, ein trübes Licht.
Iwein fürchtete sich ein wenig, auch wenn er zwei starke Gefährten mit sich hatte. Mit seiner Hand hielt er den Schwertgriff umklammert, genau wie Uncle und Taurodir und starrte mit weiten Augen in die Dunkelheit. Außer ihren eigenen Schritten, dem Rascheln des Laubes und einem Eulenschrei hatte Iwein bisher nichts gehört, doch plötzlich blieb Taurodir vor ihm stehen. Er schien etwas vernommen zu haben, und Iwein und Uncle verharrten ebenfalls still und lauschten... Tatsächlich! Gar nicht weit entfernt in einem Gebüsch hörte man ein leises Tapsen auf dem Waldboden. Von welchem Tier es herrührte, konnte Iwein nicht sagen. Taurodir meinte flüsternd, es wären ein oder mehrere Wölfe, doch der Milizsoldat zweifelte. Es könnten genauso gut mehrere Warge sein, oder schlimmeres! Doch er hatte nicht mehr viel Zeit, um nachzudenken. Taurodir zog leise sein Schwert aus der Scheide und die beiden Milizen taten es ihm gleich. Doch nun regte sich erneut etwas in dem Gebüsch, nur wenige Meter von ihnen entfernt. Die Tiere mussten sie gewittert oder gehört haben. Sekunden später konnte Iwein zwei helle Augenpaare erkennen, die auf sie gerichtet waren. Ein Knurren war zu vernehmen. Doch ob Wolf oder Warg, wusste Iwein noch nicht. Aber hatten nicht Warge rote Augen?
Dann kamen die beiden Viecher auf sie zugerannt und setzten im letzten Moment zum Sprung an. Der blasse Mondschimmer fiel auf das Fell der Tiere. Es war grau.Im nächsten Moment hatte der Paladin neben ihm mit der Breitseite seines Schwertes auf den Kopf eines Wolfs geschlagen, der sofort zusammenbrach. Der andere Wolf war auf Iwein zugestürmt und hatte sich nun fest in dessen Bein verbissen, seine Unachtsamkeit ausnützend. Der Milizsoldat schrie, gepackt von dem stechenden Schmerz in seiner Wade auf, dann schlug er dem Wolf den Kopf ab, der Schmerz endete und der Körper der Bestie kippte zur Seite um. Dann war es still.
"Gut gemacht!", murmelte Taurodir. "Nun lasst uns schnell ins Lager zurückkehren, bevor wir noch anderen Tieren begegnen. Jeder von euch beiden nimmt einen Wolf auf den Rücken."
Stumm packten daraufhin die beiden Soldaten je einen Wolf an den Vorderpfoten, warfen sich die leblosen Körper der Hunde über den Rücken und trotteten dann dem Paladin hinterher, der in Richtung Lager voranstapfte. Iwein hoffte nur, dass der Jäger die Orientierung im tiefen Wald nicht verloren hatte...Ihr Rückweg war relativ sicher. Sie begegneten keinen Tieren mehr in dem dunklen Wald. Taurodir schien tatsächlich zu wissen, wohin er ging und bald sahen sie in der Ferne zwischen den mit Efeu bewachsenen, dunklen Stämmen der Bäume hindurch ein kleines Feuer fröhlich vor sich hin lodern. Die anderen hatten also schon für das Lagerfeuer gesorgt - gut, da würde sich das Ausnehmen der Mistviecher umso besser erlernen lassen. Und für eine fröhliche Stimmung war somit auch gesorgt. Die Schritte der drei wurden schneller und endlich erreichten sie ihre Kameraden, die bereits in einem Kreis um das Feuer saßen, das mit seinem lauten Knistern die Stille des Waldes durchbrach und schwatzten leise miteinander.Uncle, Taurodir und Iwein ließen sich ebenfalls nahe am Feuer nieder und legten die Wölfe auf den Boden...
|
| 20.10.2003 10:50 | #251 |
| Taurodir |
Während ihm seine beiden Schüler zuschauen, begann er mit seinem Dolch langsam das Fell abzuziehen, dafür stach er leicht ins Fell rein, und zog es dann nach und nach ab. Taurodir versuchte es, so langsam wie es nur ging, abzuziehen, damit Iwein und Uncle - Bin auch alles genau beobachten konnten. Währenddessen erläuterte der Paladin immer wieder einiges, doch bisher schienen sie ihm folgen zu können. Die Minuten verstrichen, das Feuer wärmte jede Stelle am Körper, ein schönes Gefühl war es, als der Jagdlehrmeister mit dem Vorführen dann auch fertig war. Einen Wolf hatten sie ausgeweidet, doch fehlte noch einer. Den nahmen sie sich gemeinsam vor, denn wahrscheinlich würden sie bald aufbrechen, zurück nach Drakia, wie er mitbekommen hatte.
Er lies seine beiden Schüler zusammen den einen Wolf ausweiden, gewiss klappte dies nicht ganz, doch sah man ihnen dennoch an, dass sie das ein oder andere begriffen hatten. Zwar war am Ende das Fell, welches sie vor ihm hinlegten, nichts Besonderes, aber auch nichts Schlechtes. Er war ganz zufrieden mit ihnen. Nun war die Arbeit getan, der erste Tag war vorüber für die beiden, und nun würden sie hoffentlich sogut es ging weiterüben können.
Sie saßen gemeinsam am Feuer, wärmten sich in dieser kalten Nacht, und sprachen noch miteinander. Doch nachdem die Zeit verstrich, verabschiedete sich der Krieger von allen am Lagerfeuer, zog sich zurück, und lehnte seinen Rücken an einen Baumstamm, feste in seinem Umhang umschlossen, sodass man ihn nur schwer in der Dunkelheit erkennen sollte.
Es war Zeit, dass er nun ruhen sollte, denn dies hatte er während der ganzen Rast nicht getan. Endlich schlossen sich seine Augen, und einen ruhigen Schlaf konnte er sich gönnen, als ihn nach drei Stunden auch schon die ersten Sonnenstrahlen begrüßten. Es war Morgen, die Truppe schien bereit zu sein, abzureisen.
|
| 22.10.2003 04:18 | #252 |
| elpede |
Nur langsam kam die Gruppe um Aeryn voran. Immer wieder legten sie Pausen ein. Es war bedeutend kälter geworden in den letzten Tagen, und das machte den Marsch nicht gerade leichter.
Sie wollten zur Siedlung Drakia, zumindest hielt Frodo es für sinnvoll, und da sich niemand in der Gegend auskannte, widersprach ihm auch keiner. Frodo wusste vom Hörensagen, dass die Siedlung irgendwo südwestlich, direkt am Meer gelegen war, auch wenn er nach eigenem Bekunden noch nie dort gewesen war. Inständig hoffte elpede, dass er wenigstens diesmal Recht behielt. Das "kleine Hindernis", wie Frodo das verschlossene Tor am Pass mittlerweile nannte, hatte ihm eigentlich gereicht. Es dürfte dem Banditen schwer fallen, das noch zu übertreffen, da war sich elpede sicher. Ohne Dragonia und ihre Schüler wäre die Geschichte sicher böse ausgegangen.
Das wäre eine bittere Ironie gewesen, wenn man bedachte, dass elpede jahrelang als Kundschafter stets in der Nähe der feindlichen Linien unterwegs gewesen war, ohne auch nur ein einziges Mal entdeckt worden zu sein. Das hatte er zum einen seiner guten Ausbildung zu verdanken, hinzu kamen sein Sinn für die Gefahr, und natürlich sein Wolf Arco, der ihm treu dabei half, den Gefahren aus dem Weg zu gehen, aber dennoch seine Aufgaben zu erfüllen.
Schweigsam waren sie geworden in den letzten Tage, allesamt. elpede vermochte nicht zu sagen, woran das lag. Frodo grinste auf seine Art wie eh und je, sprach dabei aber kaum. Aeryn wirkte ständig in Gedanken und man mochte sie gar nicht so recht ansprechen, weil man ihr das nie zugetraut hätte. Sharky war ebenfalls sehr schweigsam geworden, oft hörte er nicht, wenn er angesprochen wurde, oder er ignorierte es, elpede wusste es nicht. Er ließ Sharky weitestgehend in Ruhe, sich daran erinnernd, dass auch er eigentlich nicht der Redseligste war.
|
| 22.10.2003 19:40 | #253 |
| Dark-Druid |
Kühl wehte der Wind an der Küste, strich grausig pfeifend und heulend über die gottverlassenen, trostlosen Steine, die hier, nahe dem Wasser, lagen. Klatschend brachen sich die, von den Luftmassen aufgewiegelten, Wellen an den Felsen, trugen sie in jahrzehntelanger Kleinarbeit Stück für Stück ab, verflachten sie und höhlten sie aus.
Nach einem jeden Brecher rollten die Wassermassen weiter das Ufer hinauf, spülte über die Brocken und Blöcke, flossen blubbernd durch Zwischenräume und Fugen, zogen sich danach gleichmäßig zurück, hinterließen die benetzten, glitschigen Steine. Eine dicke, festgetrocknete Salzschicht lag schon über den Steinen.
Weiter landeinwärts war eine kleine, schwarze Silhouette zu erahnen, die an einer großen Steilklippe hing. Bei näherem Betrachten wurde deutlich, dass jene Silhouette ein schwarz bemantelter Mensch war, der sich bemühte, die Klippe zu erklettern.
Trotz der einbrechenden Dunkelheit waren die Griffe, die der Mann tat, sicher und fest, wahrscheinlich nicht zuletzt deshalb, dass er diese Klippe nun schon zum zweiten Mal an diesem Tage erklomm.
Mit einem leisen Ächzen hievte sich Druid wieder ein wenig höher, mit der Zeit wurde es anstrengend.
Der Bandit schaute nach oben; vielleicht noch fünf Meter, mehr nicht. Nach Halt suchend tastete sein rechter Stiefel über den Fels, eine kleinere Gesteinsspitze hielt dem Belastungstest nicht stand, polterte lautstark herab und zerschellte schließlich auf den Boden, der sicherlich gute 30 Meter unter dem Kletternden lag. Er musste vorsichtig sein, ein Sturz von dieser Höhe wäre wohl tödlich ausgegangen, zumal er nicht auf Gras und Erde, sondern harte Granitbrocken fallen würde.
Endlich hatte er eine Nische gefunden, in der er seinen Fuß aufstellen konnte, langsam streckte sich das Bein durch, hob ihn wieder ein Stück weiter in die Höhe.
Wenige Minuten später hatte Druid die Oberkante erreicht. Mit einer letzten Kraftanstrengung zog er sich nach oben, wie fette Würmer traten die Adern aus den großen Muskelpaketen des Kriegers hervor, dann war es geschafft. Erschöpft ließ er sich auf dem kühlen, harten Untergrund nieder, ruhte kurze Zeit aus, dann lief er das stark abschüssige Plateau hinunter, bis einer Stelle, von der aus er hinabspringen konnte. Er nutzte diese Gelegenheit noch einmal als Übung seiner Schraube.
Ansatzlos schnellte er in die Höhe, knickte den Oberkörper etwas ab, machte einen Salto. Schon beim Absprung hatte er seinem Körper soviel Rotation nach links mitgegeben, dass er sich in der Luft weiterhin drehte, schlussendlich ein mal ganz gewendet hatte, während er aus dem gestreckten Salto herauskam. Er knickte seine Knie ein, als er auf dem Boden aufkam, rollte sich über die Schulter nach vorne ab, um dem Aufprall aus recht großer Höhe seine Wucht zu nehmen, kniete schließlich auf dem mit einem Bein auf dem Boden, das andere angewinkelt vor seiner Brust.
Langsam schritt er hinunter zum Meer, setzte sich und blickte gedankenverloren über die Wellen, zur linken die unermessliche Weite des Meeres, vor sich die Küste Gorthars, die sich vom fast schwarzen Himmel abhob...
|
| 08.11.2003 01:36 | #254 |
| Longbow |
Die beiden Innosler durchstreiften die kahle Küstenebene. Weit und breit war nichts, absolut nichts außer Schwärze. Die Dunkelheit schien alles zu verschlingen. Erst als sie die ersten Ausläufer des Gebirges betraten und etwas in die Höhe liefen, erkannte Long das alte Amazonenlager. Voller Furcht erinnerte er sich an die Tage zurück, in denen er ganze zwei Tage dort am Baum hing und warten musste, bis eine Amazonen ankam und ihn runter holte, und das, obwohl Kano auch im Lager war und von der Sache wusste. Seit dem war er nicht mehr in dem Lager gewesen und hatte es auch nicht mehr vor. Höchstens noch mit der gesamten Garde im Rücken.
Doch das war wieder Illusion, unsinniges Denken. Nach vorne musste es gehen, möglichst schnell in die Burg.
|
| 11.11.2003 16:56 | #255 |
| Todesfürst |
Sie waren heute morgen früh aufgebrochen, hatten noch im Sonnenaufgang die Stadttore Drakias hinter sich gelassen und waren auf die Jagd gegangen, zum Glück hatte ihn der Wirt geweckt, wie Isabell allerdings so früh aufwachen konnte, das war ihm ein Rätsel, genau wie die Frage, was den Wirt bewegte so früh aufzustehen, und wie er das überhaupt steuerte, er meinte, es liegt in seinen Hühneraugen an den Füßen, daraufhin konnte er nur grinsen und ungläubig mit dem Kopf schütteln. Eine effektive Methode wäre es sicher gewesen das ganze auf den krähenden Hahn zu schieben, aber das konnte nicht die Lösung sein, denn der krähte erst, als sie schon am Stadttor standen, sie hatten noch gemeinsam in der Taverne ein kleines Frühstück zu sich genommen, danach ging es los. Isabell hatte ihre Rüstung an, von der sie gestern erzählt hatte und jetzt sah er es auch, sie hatte wirklich etwas dämonisches, er konnte nun verstehen, warum sie diese nicht mehr tragen wollte, doch jetzt sah sie wirklich aus, wie eine wahre Kriegerin, die nichts schrecken konnte, ob das so stimmte war dahin gestellt, doch wenigstens war es sein Eindruck. Auch er hatte sich fein herausgeputzt, aber um ehrlich zu sein hatte er nichts anderes getan als jeden Tag auch, doch hatte er morgends noch in seinem Zimmer lange auf sein Schwert gestarrt, es war ihm nicht ganz geheuer, doch andererseits wusste er natürlich, dass er sich darauf verlassen könnte, wenn es drauf ankam, doch war es wichtig für ihn, dass er sich auf alle seine Sachen perfekt verlassen konnte, denn da draußen lauerte eine Gefahr und das wussten sie.
Sie waren von Anfang an einen geraden Kurs gelaufen, er war immer Isabell nach, denn sie schien sich hier schon mehr als nur gut auszukennen, fast hätte er den Eindruck gehabt, sie kannte sich hier mehr als nur gut aus. Irgendwie war ihm das nicht geheuer, er hatte jetzt keine Angst vor ihrer Orts und Umgebungskenntnis, aber es ließ ihn stutzen, denn sie hatte doch mal gesagt, dass sie noch hier gewesen war oder hatte sie das vielleicht nur erfunden? Ach wahrscheinlich hatte er sich nur verhört, dennoch schwieg er eine lange Zeitspanne, weil er darüber nachdachte, bis seine Überlegungen abrupt gestoppt wurden.
Ein Schwertklirren hatte ihn aus den Gedanken gerießen, doch dieses kam nicht von ihm, sondern von Isabell, sie hatte ihre beiden Klingen gezogen und das schien soviel zu bedeuten wie das sie endlich ein Opfer gefunden hatten, er schüttelte sich und warf so die negativen Gedanken von Bord und konzentrierte sich wieder auf den Kampf, sie waren in einer felsigen Region, überall Steine und Felsen, einzelne Klippen, nun ja, was hatten wir denn da....er sah über die Anhöhe vor der sie standen, ein zerklüftetes Gebiet und doch machte sich in einem Krater eine saftige Wiese breit, ja gibts denn das, eine Wiese mitten in diesem Gebiet. Es sollte ihm egal sein.
Siehst du?
Was soll ich sehen?
Na unsere Jagdbeute, bist wohl immer noch nicht ganz wach was. Doch darüber können wir später reden, da vorne sind drei Molerats, diese klobigen Viecher bringen zwar nichts ein, aber ihr Fleisch ist verdammt lecker und auch reichlich vorhanden, ein so ein totes Tier gibt ne Menge Geld. Wir können aber nur zwei tragen.
Dann sollten wir zusehen, dass wir eines am Leben lassen, wozu verschwenden, wenn es auch anders geht, ich habs seit einiger Zeit nicht mehr so mit unnötigen Toten, was anderes wäre es, wenn du mir Orks vorsetzt, aber Molerats, sie können nichts für die Schlechtheit der Menschen. Ich nehme den Dicken und du den in der Mitte, das andere sollte dann hoffentlich abhauen, das ganze dürfte ein paar Sekunden dauern, bist du bereit.
Ja bin ich.
Gut dann los und pass auf dich auf in Ordnung...
Meerstern, das sind Molerats....
Jaja entschuldige....
Nun zog auch er seine Klinge, wie sie aus der prachtvollen Scheide aus edelsten Wargleder herauskam, war es fast eine Verschwendung, er müsste sie nur wieder reinigen, aber das konnte er nicht ändern, er würde nun zum ersten Mal seit langem wieder Blut sehen, hoffentlich ging alles gut, die Gier durfte nicht kommen, nicht vor Isabell. Dann rannten sie im Parallellauf zu dem Trio, das kurz vor ihrem Eintreffen aufschreckte, zuerst wollten sie aufgeregt fliehen, doch dann blieben sie stehen und zeigten ihre Zähne, wie sie hofften zu überleben, es war irgendwie süß, das sah seine Kriegerseite, seine Menschenseite sah die Angst in ihren Augen und er hasste sich dafür, dass er sie nun töten musste, aber ausnahmsweise gab es keine andere Wahl, sie mussten sie töten, wenn nicht sie andere Viecher und das war ja keine Lösung....
Isabell hatte einen kleinen Vorsprung am Ende, ihre beiden Klingen, die Rüstung, das alles passte nicht mehr zum Aussehen einer Frau, nur noch zu einer Kriegerin und er war wahrlich stolz, dass dieses mächtige Wesen noch auf Erden wandelte, er hätte eine engelsgleiche Person getötet, wenn er es denn getan hätte, obwohl er nicht mal wusste, ob Engel überhaupt existierten, nur das Wort wurde oft in Kapellen verwendet, der Wahrheitsgehalt war anzuzweifeln. Mit ihrer Beweglichkeit schaffte sie es ohne Mühen, das Vieh in ingesamt zwei Sekunden zu töten, das eine Schwert wurde lästig nach vorne gestreckt und von dem Maul des Molerat ohne Probleme abgewehrt, doch dadurch war es wehrlos und hatte dem Schlag ins Genick mit dem zweiten Krummsäbel nichts mehr entgegenzusetzen, ein wahrhaft perfekter Zug, nun war er dran, er ließ sich etwas mehr Zeit, da er nicht über diese Fähigkeiten verfügte, dafür aber durchaus seinen eigenen Stil hatte und das sollte man als Priorität aller Kämpfer ausrufen.
Er blieb stehen, einfach so blieb er stehen und ließ den Molerat drohen, dieser nutzte dies zu einem Angriff, aber da war er schon wieder schneller, daneben, doch die Chance war noch nicht da, zweites Mal, wieder schnappte er zu, diesmal jedoch gegen die Klinge, die kurz vibrierte, danach bekam das Ding einen Tritt gegen den Kopf und beim Lösen des Schwertes setzte er seinen Mund schonmal außer Gefecht, der schwer blutende Molerat war jetzt schon tot, doch auch wenn er ein grausamer Kämpfer war, so kannte er Gnade für Tier und Mensch, ein Schlag ins Genick war ebenso der Tod, wie schon bei Isabell. Der dritte wollte zwar noch instinktiv angreifen ließ es dann aber aus einer tiefen Vernunft und hüpfte, wenn man das so nennen konnte, von Dannen.
Wenn ich mir das Kompliment erlauben darf, ein ausgesprochen perfekter Kampf von ihnen.
|
| 11.11.2003 17:36 | #256 |
| Todesfürst |
Natürlich war das ganze nur ein sarkastischer Kommentar, sonst hätte er die Frau nie gesitzt, außerdem hatte er eine reichlich penible Art in seinem Ton, doch das was eher als Scherz gemeint war, traf im Wesentlichen schon zu, er hatte großen Respekt vor ihr, sie war eine ausgezeichnete Kämpferin und sicher auch im normalen Kampf ihm überlegen, er konnte sein ganzes Potenzial nur ausschöpfen, wenn es für ihn um etwas ging, eine wichtige Person, ein wichtiger Gegenstand oder aber seine Gedanken, wie bei Kryliyx, als er sie besiegt hatte, in einem ausgesprochen anstrengenden Kampf, doch dies hier war nichts, so konnte er auch nichts ausschöpfen, da war sie ganz anders, sie war immer gleich, immer gleich machtvoll, jeder ihrer Schläge schien hundert Mal einstudiert, sie schien das alles so oft geübt zu haben, alles war beinahe perfekt, als ob es nichts mehr zu verbessern gab, sie hatte auch einen besseren Überblick und schien das zu haben, was ein guter Jäger wie er es war eigentlich grundsätzlich haben sollte, eine Distanz zu den Opfern, allerdings hatte er dies nicht, vielleicht lag es an der Vergangenheit und er hätte diese Distanz haben können, doch vielleícht machte ihn das, gerade das zu keinem guten Jäger, doch diese Frage sollte lieber das Schicksal klären, das wollte er nicht hier und jetzt entscheiden und von diesem einen Kampf entscheiden. Nun hatten sie also zwei Kadaver von fetten Molerats, jetzt war nur die Frage, ob sein Sternchen damit etwas vor hatte oder ob er sie auseinander nehmen durfte, das schlimme war ja, dass diese fetten Moleratbacken* keine Krallen oder sonstwas hatten, nur Zähne aber das würde sich bei denen nicht lohnen, denn die waren nicht gefragt, da sie so gelb waren und stanken, tja, da konnten sie also nur Fleisch mitnehmen.
Hehe, Sie haben aber auch nicht schlecht gekämft.
Ein Kompliment, dass nicht stimmt, nimmt man doch gerne entgegen wenn es von jemanden wie ihnen gesprochen wird. Im Ernst, du bist ne schlechte Lügnerin, aber egal, sag mal, was sollen wir denn jetzt mit den Viechern machen?
Nun ja, erstmal sollten wir ihnen das Fell über den Ohren abziehen, dann die Panzerplatten entfernen und dann....ach dann könnten wir uns noch um die Innerein kümmern.
Boahhh, ne danke, da machen wir lieber was anderes und holen uns das Fleisch, das ist dann doch angenehmer als letzters.
In Ordnung, überredet, ich such uns mal zwei dicke Äste, du bleibst hier und bewachst unsere Beute.
Du weißt gar nicht, was für einen Gefallen du mir damit machst, ich muss nämlich noch mein Schwert putzen, soll ich deine auch mitputzen, ich meine, wenn ich einmal dabei bin...
Ja gute Idee, warum nicht. Aber pass auf, die sind verdammt scharf, hehe.
Während sie dann hinter der nächsten Anhöhe verschwand, bzw. sie herunterging und ihm durch die Anhöhe die Sicht verdeckt wurde, konnte er nur in den Himmel schauen, der wieder einwandfrei blau war, nichts zu sehen von Sonne oder Regen, eigentlich perfekt.
Dann nahm er sein Schwert und seinen Putzlappen, einen Wasserkrug und machte sich ans putzen, wie ein niederer Sklave, doch das machte ihm nichts, er würde niemals einer fremden Person sein Schwert anvertrauen, denn der Spruch "Lass niemals dein Schwert fallen, wenn, dann hast du verloren" galt auch gut für "Gibt niemals dein Schwert her, wenn, dann bist du wehrlos". Das Blut war frisch und so konnte es mit zwei mal rüberreiben entfernt werden, diesmal war es keine große Arbeit. Er steckte die Klinge wieder in sein Zuhause, wo sie schon sehnsüchtig erwartet wurde und nahm sich dann die beiden Krummsäbel von Isabell, doch bevor er sich reinigte sah er sie sich mal aus der Nähe an, sie waren wirklich genial, fast mochte man sagen perfekt, sie hatten eine ganz andere Beschaffenheit als die Klingen die er führte, gut, seine Klinge konnte da nicht mithalten, doch ihr Aussehen war zwar schlicht, doch sie war scharf wie die Schärfe beim Namen, das schafften sonst kaum Waffen. Die beiden Säbel glichen sich wirklich wie das eine dem anderen, er hätte nicht sagen können, welches was war, eine perfekte Zwilingsanfertigung, das zumindest war es. Dann aber machte er sich dran auch die zu reinigen, die eine hatte nur ein paar Blutspritzer und Speichelflecke, einmal drüber und das war's, die andere war ganz schön blutig, doch auch das bekam er leicht ab, danach noch etwas Wasser und gut war, alle Beiden strahlten wieder und funkelten ihn verführerisch an, doch so blöd war er nicht, die Waffen gehörten der rechtmäßigen Besitzerin und nicht ihm.
Diese kam alsbald auch wieder und hatte vier Stangen von fetten Holzästen dabei, er konnte sich schon denken, was jetzt kam.
Hier sind deine Waffen, blank gewienert und ohne Blut.
Ja danke, so jetzt kannste mir mal helfen, jeder nimmt sich einen Ast und steckt ihn durch das Tier, am vorderen Rücken rein, am hinteren Rücken wieder raus, das Hält und so isses leicht zu tragen, dann das ganze noch einmal auf der anderen Seite, dann haben wir es ganz einfach. Wenn wir das dann haben legen wir den zweiten auf den ersten und verbinden ihn noch mit den dünnen, tja und dann sind wir fertig.
Sie machten sich an die Arbeit die Stöcke anzuspitzen und dann durch das Fleisch am Rücken zu bohren, dann endlich konnten sie weiter, es ging alles recht zügig und das war auch gut so, dem einem Molerat tropfte noch Blut aus dem Mund, aber das ignorierten sie beide.
Er hatte sie also überstanden und bei dem Anblick von spritzenden Blut war er ruhig geblieben, war es endlich weg oder war es nur eine Ausnahme, hoffentlich war es ersteres. Drakia erwartete sie und sie sollten aucg bald dort eintreffen, noch eine Stunde vielleicht, vielleicht auch zwei, die Dinger waren ganz schön schwer, zwar teilten sie sich die Arbeit, aber das mussten trotzdem hundert Kilo insgesamt sein und dann noch die Rüstungen am Leib, da kam man schon mal ins Schwitzen.
|
| 11.11.2003 18:43 | #257 |
| Todesfürst |
Siehst du den Sonnenuntergang?
Ja, das Rot kommt, das blau geht und bald wird das schwarz herrschen. Doch bevor es herrschen darf muss immer dieser Feuerball über dem Himmel erscheinen, außer es ist schlechtes Wetter und der Himmel verdeckt die Sonne.
Warum bist du so schweigsam?
Ich denke nach. Du weißt doch, ich habe immer eine Menge Fragen, die ich nie beantwortet kriege, aber über Fragen muss man nachdenken, vorallem wenn sie einen so berühren, wie diese.
Über welche Fragen denkst du nach?
Weiß ich nicht. Vielleicht will ich es auch für mich behalten. Sagen wir mal, ich frage mich, was mir die Zukunft bringt, ich frage mich fast jeden Tag nach der Zukunft.
Wieso fragst du nicht mal nach der Vergangenheit?
Das mach ich auch, Vergangenheit führt mich doch erst zu der Zukunft, ich weiß nicht, ob meine Zukunft so aussieht, wie meine Vergangenheit. Und die Gegenwart, nun ja, sie ist nicht wirklich das, wonach man fragen kann, mal ist es so, mal wieder so, es wechselt ständig, vielleicht verstehst du das nicht, aber ich bin schwächer als du denkst, es gibt Probleme, die nicht mal ich lösen kann und ich frage mich warum, denn eigentlich müsste jemand wie ich das durchaus können, nur ist mein Versagen offensichtlich.
Hm....sag mal, wo hast du früher gewohnt, ich meine wo in Khorinis?
Nun, das war wohl im Oberen Viertel, bis....nun ja, ein schmerzhaftes Ereigniss alles aus den Fugen riss, vielleicht wäre ich heute anders, wenn dem so wäre, dann hätte ich vielleicht vieles anders machen können, hätte eine andere Aufgabe, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich zu der Miliz gegangen wäre und heute schon ein Paladin hätte sein können, doch dann kam eben alles anders.
Was ist passiert?
Sei mir nicht böse, aber darüber möchte ich nicht jetzt reden, vielleicht erzähl ich es dir irgendwann, wahrscheinlich mach ich das sogar, doch nicht jetzt.
Der Schmerz sitzt zu tief? Wirklich tief? Warum erinnert mich das nur an was....
Ich weiß es nicht...
Wie solltest du es auch wissen, soll ich dir mal was verraten? Ich bin auch auf der Suche, aber diese Suche ist eine komplett andere, ich weiß nicht, ob ich denjenigen, den ich suche, jemals wiederfinde, doch ich gebe nicht auf, es zu versuchen.
Sei froh, du kannst wenigstens noch suchen, ich habe schon alles verloren....
Alles?
Alles!
Sie gingen unabdingbar weiter, der eine vorne, der andere hinten, so konnten sie sich zwar nicht in die Augen schauen, doch das mussten sie auch nicht, obwohl sich die Themen nicht gerade sehr angenehm anhörten war doch Wärme in ihren Worten, die sie spüren ließ, dass sie dies auch ernst nahmen und doch irgendwie zusammen waren, so setzten sie ihren Weg immer weiter, manchmal schwiegen sie, manchmal redeten sie, es dauerte nicht lange, bis sie schon wieder in der Nähe der Stadt waren, von einem großen Hügel aus konnten sie sehen, dass die Stadt noch zwei Kilometer entfernt war, sie hatten es also fast geschafft und in der Abenddämmerung machten sie sich auf auch noch das letzte Stückchen zu schaffen, zu zweit wurden die Viecher wieder hochgehieft, man hatte sie zur Pause natürlich abgesetzt, und dann gings weiter.
Nur ein paar Minuten noch, in dieser schwarzen Nacht, die immer schwarzer wurde, je länger sie gingen, erst verschwanden die Farben, dann verschwanden die Umrisse, dann die Konturen und zuletzt konnte man auf einer gewißen Distanz gar nichts mehr sehen. Doch sie waren dafür da, dabei hatten sie zwar "nur" zwei Molerats für die sie weit gegangen waren, dafür aber waren es nicht nur Fleischkeulen, sondern sie kamen mit einem ganzen Molerat zurück, das konnte man ordentlich ausschlachten, die Reste noch als Restfutter oder aber auch für Suppen verwenden, das saftige Fleisch für Keulen und Mahlzeiten, dann das Speckige für Eintopf und dann gab es noch edle Teile für Geschnetzeltes und deftige Braten, ein guter Koch würde daraus sicher ne Menge machen können und er war gespannt, wieviel sie dafür bekamen, doch das sollte Isabell entscheiden, es lag nicht in seiner Absicht. Die Torwachen wirkten leicht abgelenkt und müde, doch trotzdem grüssten die beiden mit einem Lächeln und bekamen auch zwei müde Lächeln geschenkt, dass war hier anders als in Gorthar oder Khorinis, hier wurde man nicht mit einem "Halt" oder unfreundlichen Tönen begrüßt, es war einfach alles kleiner....
|
| 12.11.2003 15:23 | #258 |
| Todesfürst |
Sekunden, die zu Minuten wurden, Minuten wurden zu Stunden und diese verdoppelten sich, dann auch noch mal eine Verdoppelung der Verdoppelten, so kamen sie auf vier Stunden, irgendwie, zumindest war das irgendwie einleuchtend und doch war es total verwirrend, denn wieso sollten es jetzt genau vier Stunden gewesen sein? Er wusste es nicht, er dachte immer nur daran, dass es vielleicht so sein könnte, irgendwie musste er immer noch an das nachdenken, was ihn beschäftigte, doch eigentlich war das nichts und genau da lag der springende Punkt, er wusste einfach nicht, was er eigentlich machen sollte, er kam sich so nutzlos vor, so verdammt nutzlos, nur ein Objekt, dass in der Gegend herum lief, vielleicht wäre es besser geworden, wenn sie auf Beute getroffen werden, doch das war hier nicht der Fall, sie waren schon so lange am wandern und hatten noch nichts gefunden, das war wirklich grausam, wenigstens hatten sie die angespitzten Äste mit, damit sie ja nicht das Problem bekamen, die Viecher auch wegzutragen. Aber diesmal hatten sie einen anderen Weg eingeschlagen, eher nach links als geradeaus vom Stadttor aus gesehen, doch er war mal gespannt, ob sie was finden würden, aber eigentlich war er nicht mal das, es war ein Tag, der schöner hätte nicht sein können, denn es war grau und die Sonne schien nicht und kein Regen fiel hernieder, nur ein grau-blaues Gemisch des Himmels, das wirklich perfekt war, aber selbst das interessierte ihn heute nicht, obwohl er es doch war, der dies so schön empfand, während die meisten anderen Sonnentage dann doch vorzogen. Seine Augen lagen tief in ihren Höhlen, denn es gab keinen Grund scharf zu sehen, jedenfalls war er ausgeschlafen, daran lag es nicht. Ab und zu ging sein Kopf, der sonst die Steine am Boden studierte, nach oben und schaute in eine leere Welt, hier gab es nichts zu sehen und doch hatte er vor seinem Blick etwas, dass er als makellose Schönheit bezeichnen würde, doch auch Isabell sagte kein Wort, wahrscheinlich hatte er sie schon mit seiner schlechten Laune angesteckt, es war ihr nicht mal zu verübeln, so sehr hatte er es gewusst, er litt nicht nur für sich, sondern auch für sie, er hasste sich dafür, doch wusste er nicht, woran es lag, war es das Wetter, war er vielleicht einfach erschöpft? Er war so am Boden und schleifte sich nur noch durch das Gebiet, doch dann sollten sie nach sechs Stunden endlich ihre erste Beute gefunden haben, es war ein schmaler Streifen Ödland und es gab nichts tolles hier, dennoch, es war eine riesige Fläche in der man perfekt kämpfen konnte, wenn man es denn wollte, er war des Kampfes müde, er hatte seine Lust daran verloren, doch als er die Klinge ansah, da wechselten sich seine Gefühle, da wechselte seine Augenfarbe, langsam aber sicher stieg etwas in ihm auf, dieses etwas sehnte sich danach diese Klinge zu ergreifen und auch wenn es ihm lästig war, tat er es und als er den Griff der Klinge berührte, da ging es wieder in ihn über, diese Kraft, der Kampfeswille, der Mut und die Ehre, sein Gesicht ging vom Boden nach oben, seine Haare fielen tanzend zurück vor seine Haare, er spürte das Rauschen des Windes und erhob die Waffe, in der Luft schwebend fiel sie hinab, landete wieder in seinen Händen, drehte sich mit der Handfläche und wurde zu einem Schutzschild aus reinem Angriff, sein Geist war wie ausgetuascht und er lächelte, als er die Waffe in seinen Händen sah, Isabell hatte ihre beiden Waffen gezogen und sah das erste Mal seit vier Stunden zu ihm zurück, er sah ihr Antlitz und konnte sich nur ins Gedächtnis rufen, was er schon längst wusste, doch war es einfach wunderschön. Er grinste auf die Frage ob er bereit war, er war es leid sich Sorgen um die Frau zu machen, sie brauchte keine Ratschläge und auch wenn die Sorgen bei einem Kampf gegen Snapper berechtigter gewesen wären, als bei Molerats, er ließ es, er hatte seine Klinge inzwischen fest in der Hand, ruhig schwebte sie ein paar Zentimeter hin und her, bis sie von den Snappern angegriffen wurden, sie hatten sie bemerkt witterten Beute, dachten an ein Fressen, aber nicht an Jäger, hatten wohl nicht mal ein Bewusstsein dafür, dennoch war die Gruppe mit vier Echsen nicht von Pappe, doch waren sie zu zweit, sie mussten sich nur auf sich verlassen können, er nahm sein Schwert und lockte drei Echsen auf sich, nun sollte Isabell keine Probleme mehr haben, während er es mit drei Mäulern zu tun hatte, die ihn alle hätten töten können, doch er sah nur zu, dass er das verhinderte. Sein Schwert war ständig in Bewegung, gleichzeitig ging er rückwärts immer weiter nach hinten, so weit weg wie nur möglich. Kurz darauf hörte er ein Grollen, das ähnlich dem jetzigen Fauchen der Echsen war, er konnte sich schon denken, was es war, bestätigt wurde dies durch die Blitzattacke von Isabell, die einer seiner drei Verfolger die Klinge in die Seite rammte. Diesen überraschenden Augenblick nutzte er, um den Echsen einen Schlag auf den Kopf zu versetzen, allerdings mit der stumpfen Seite, denn er wollte sie nur wieder aufmerksam machen, das geling auch, denn sie waren so verwirrt, dass auch der zweite Hieb von seinem Sternchen ein voller Treffer war, doch sie hatten schon wieder viel zu viel getötet, doch nun war es zu spät, er konnte sie nicht mehr stoppen, auch den vierten zu töten, er wollte dies nicht sehen, brach den Kampf ab und steckte die Klinge augenblicklich weg, sie war nicht mit einem einzigen Tropfen Blut getränkt, das gegen vier Snapper, er wusste nicht, ob das wirklich ein Erfolg war, doch noch etwas anderes fühlte er, denn obwohl er nicht wirklich in den Kampf eingegriffen hatte und es auch keinen ersichtlichen Grund gab, sackte er langsam auf die Knie, seine Beine waren so wacklig wie frischer Käse und er war einfach zusammengebrochen, mit allen drum und dran am Boden, er war nah daran seine ganzen Sinne zu verlieren und auch den Oberkörper kippen zu lassen, doch er versuchte sich aufzuhalten, auch wenn er Ohnmächte genoss wollte er nicht jetzt seine Sinne verlieren, das wäre äußerst schlecht...
|
| 12.11.2003 17:42 | #259 |
| Todesfürst |
In seinem Kopf drehte sich alles und es war wirklich kein schönes Gefühl so zu leiden, denn wer hatte schon gerne diese Schwindelanfälle, auf jeden Fall war sein Kopf hochrot, zumindest fühlte sich das so an, als er mit der bloßen Hand an den Kopf fasste, es glühte regelrecht und er machte sich an diesem Punkt ehrlich gesagt Sorgen, obwohl das nicht so seine Art war. Schnell nahm er einen Krug Wasser vom Gürtel und trank einen Schluck, etwas auf die Stirn, das kühlte ungemein und auch der Wind tat sicherlich nicht schlecht, kurz darauf hatte auch Isabell gemerkt, dass etwas nicht stimmte und hatte die Snapper links liegen lassen.
Gehts dir nicht gut?
Nein, mir gehts bestens.
Gut, dann kannste mir ja beim präparieren helfen.
Lass mich das lieber machen...
Zwar war das eine glatte Lüge, aber was sollte er sonst sagen, sie hatte es wohl eh schon gemerkt, denn gesund sah er ganz sicher nicht aus, das Schlimme war ja erst, dass es keine physische Schwäche war, es war eine rein psychische und das schlimmste war, dass er eben genau das selber auch wusste, nur wollte er es all die Wochen nicht wahrhaben, immer weiter, immer weiter, niemals nach hinten schauen, aber auch nicht zur Seite? Konnte das gut sein? Nun bekam er die Quittung für all das, zwar noch relativ harmlos, doch es reichte ihm jetzt schon vollkommen. Es waren nicht die Strapazen, das konnte auch nicht sein, denn er war jung, kräftig und kerngesund, gut er war ein beinahe Magersüchtiger, doch das lag nicht an seiner Einstellung, eher an einer weiteren Schwäche von ihm nicht auf seinen Körper zu hören, außerdem war er von der Askese gewohnt zu fasten, also war das ganze nur eine reine Übungssache, daran lag es nicht....Doch was sollte diesen jungen Mann dann umgehauen haben, nun es war kein Fieber, es war kein Schwächeanfall, nicht so wie wir es kennen, es hatte tiefergreifende Gründe, sein ganzes komplexes Denkbild war dafür verantwortlich und auch die Überanstrengung mit zwei Seelen zu Leben, all das war eine starke Belastung, die sich nun zum ersten Mal entlud, doch das sollte ihn nicht stören, noch schmerzte es ihn, noch tat es ihm weh, noch versuchte er dagegen anzukämpfen, Erklärungen zu finden, dabei war es doch so nutzlos, er brauchte das doch gar nicht, er konnte doch einfach so weiterleben, was war schon ein bisschen Schmerz im Vergleich zu einer Macht, die keinen Schmerz kannte, nicht mal die Opfer dieser Macht kannten Schmerz, weil sie schon bevor sie ihn spüren konnten, tot waren. Doch davon wusste er nichts und so konnte er nur davon träumen diesen Schmerz loszuwerden, mit keinem fröhlichen Gesicht ging er dann zu den vier toten Snappern, er musste jetzt umschalten, einen Hebel umlegen, verdammt noch mal, die schlechte Laune und die Schmerzen werden jetzt verschwinden, sofort! Erstaunlicherweise klappte das sogar, zumindest mit der schlechten Laune, eigentlich waren solche Befehle ja sinnlos, doch dieses Mal funktionierten sie, er hatte auch nichts anderes erwartet.
So, die Dinger sehen tot viel besser aus als lebendig, findest du nicht?
Doch kann man schon sagen. Auf jeden Fall ruhiger.
Du hast sie prima besiegt, ich musste nichts machen. Aber jetzt wollen wir die Tiere mal ausnehmen, ich glaube kaum, dass der Wirt an ihren Zähnen und Krallen interessiert ist, außerdem kann man ihr Leder, bzw. ihre Hautschicht entfernen und zu guten Lederrüstungen verarbeiten. Aber heuten werde ich sie nicht, dazu fehlen mir die passenden Mittel, wo ich die Dinger hinhängen könnte, aber die Krallen und die Zähne sind mein. Wie wäre es, wenn du mir ein bisschen was darüber erzählst, was dich hier in Drakia hält, dann wäre es nicht so ruhig, denn das dauert jetzt.
Du kannst denen die Krallen und Zähne abnehmen.
Ja, ich bin Jäger, ich kann die Dinger erlegen und gleichzeitig auch ausnehmen, ist nicht gerade einfach, aber es geht, ich hatte einen guten Lehrmeister.
Und was soll der Sinn darin sein?
Der Sinn liegt in der Bezahlung, Krallen und Zähne sind verdammt gut zu verkaufen, zwar schwimmt man nicht darin, aber man kann sehr gut verdienen, besonders gefragt wirds, wenn die Viecher selten sind, wie zum Beispiel Schattenläufer, ein Horn und ein Fell und hat locker fünfhundert Goldstücke in der Tasche. Nur schade, dass ich diese Wesen nicht angreifen will.
Fünfhundert für ein Tier? Nicht schlecht, aber wieso willst du sie nicht angreifen?
Naja fünfhundert fürs Horn plus Fell, wenn man noch die Krallen, Zähne und das Fleisch einberechnet kommt man sicher auf siebenhundert bis tausend Goldstücke, aber ich töte sie nicht aus Überzeugung, ich hatte in der Höhle wo Kryliyx mich hinlockte eine nette Begegnung, zudem weiß ich einiges über diese Wesen und es wäre schön, wenn ich dir mal einen zeigen könnte, natürlich sind es Bestien und Killer, doch das sind die Menschen auch, da isses eben nur egal, weil wir ja töten müssen. Die Schattenläufergattung ist am aussterben, was auch daran liegt, dass es Einzelgänger sind, deswegen werde ich nie einen töten und noch was, von Pappe sind die auch nicht.
Ich weiß was Schattenläufer sind, nur hätte ich nie gedacht, dass die so ne Menge wert sind.
Tja, das denken sie alle, bis sie es von einem Jäger hören, das war bei mir nicht anders. Aber wolltest du mir nicht was Drakia erzählen, oder weichst du mir bewusst aus?
Nein, nein, es ist nur so....
...das du mir nicht alles erzählen willst...
Nein, nein...naja Ja....du hast Recht, tut mir leid, ich werde es dir erzählen, ganz sicher, versprochen, aber noch nicht jetzt.
Schon in Ordnung, du musst dich vor mir nicht rechtfertigen, wenn du mir etwas nicht erzählen willst, dann lässte es und damit hat sichs.
Das sie auswich, das verhärtete nur seinen Verdacht, auch ihre komische Ausrede da war mehr als nur improvisiert, irgendetwas stimmte da ganz und gar nicht und er würde schon noch herausbekommen, was sie ihm verheimlichte, er hoffte nur, dass es nichts schlimmes war, er befürchtete es jedoch fast....
Auf jeden Fall hatte er sein Rasiermesser genommen und scon eifrig angefangen zu arbeiten, zuerst waren die leichteren Krallen dran, von denen eine nach der anderen gut geschnitten fiel, seine leichtesten Übungen, die doch noch immer eine Herausforderung darstellten.
|
| 12.11.2003 19:28 | #260 |
| Todesfürst |
Inzwischen waren sie schon wieder auf dem Weg, die Zähne hatte er genau so schnell runter von den Viechern, wie auch die Krallen, insgesamt kamen bei jedem Snapper vier mal vier Krallen und ca. sechs Zähne runter, insgesamt hatte er dann fünfzig Krallen und zwanzig Zähne, wobei die schlechten schon aussortiert waren, die Snapper waren aufgeladen, allerdings nahmen sie nur drei mit, einen mussten sie beim besten Willen da lassen, denn schon bei drei hatten sie immense Probleme und machten viel Pause.
Die Nacht hatte sich auch schon über die Insel gesenkt und hatte sie in ein schönes Schwarz getaucht, außerdem wurde es noch extrem zügig, doch all das schreckte sie nicht, er versuchte eher durchzuhalten, denn im war immer noch nicht so gut, er wollte das Dorf schnell erreichen und sie hatte dies verstanden und akzeptiert, außerdem machte sie sich noch Vorwürfe, wegen ihrer Aussage, doch sie konnte es ihm jetzt noch nicht sagen, dafür war es noch viel zu früh...
Sie waren an einer Hügellandschaft und er war der Meinung, dass es schon ganz schön spät war, doch er hatte sein Zeitgefühl irgendwo zwischen sechs und halb acht verloren, von daher war es kein Wunder, dass er keine Ahnung mehr hatte, aber wenigstens schien Isabell den Weg zu kennen, hoffentlich verliefen sie sich nicht. Aber er wollte diesen Tag nicht so enden lassen, einfach raus gehen, sich kaum unterhalten, dann noch diesen Schwächeanfall und dann dieser Rückweg, das konnte es ja wohl nicht wirklich sein...war sein Leben wirklich so langweilig, das durfte ja wohl nicht wahr sein, da wäre er wirklich lieber ein Bauer gewesen, der hatte ja mehr Abwechslung in seinem Leben, doch wenigstens die Natur ließ ihn nicht hängen, sie war die letzte, die das machen würde, er wurde von den Sternen und dem Mond inspiriert und in der Ferne hörte er die Wellen in seinem Ohr rauschen. Dann zerschnitt etwas die Stille, die schärfe seiner Zunge war es, die nun etwas Leben in die Welt brachte, die ihnen den Heimweg versüssen sollte, die zum nachdenken anregte und sei es nur wegen ihres Klanges, gar nicht mal wegen ihrer Worte.
Und so war es, des Herzes der Herbste, die Winde, so zart und rein, mir gedenkt, es war vorteilhaft und besser. Wenn man sie sieht, im Mondeschein, die liebvollen Blätter in dem Baume ragen, edel und stolz, so kann ich es nicht ertragen. Erst wenn sie fallen, wie eine Vogelfeder der Träume, ich kann sie sehen, die Schönheit selbst, wie sie mich packt und durch die Luft wirbelt. Es sind die Winde, geschwind und labil, die durch des Himmels Kopf wehen und des Menschen Brüstchen verstoßen, doch sein sie noch so lüstern, können sie nicht verführen, nur als Bote fungieren und die Lust verbreiten. In dieser Herbstenacht, als wir sie bezeichnen wollen, da sehen wir die Wonne von ihr erst klar und rein, wenn unsere Körper spüren, dass ihre Botschaft im Winde liegt. Lass uns die Winde spüren, lass uns an ihrer Lust laben, sie soll uns stillen und satt machen, auf das wir niemals mehr speisen müssen, auf ewig im Herbst die Vollmundigkeit der Winde spüren, liebste Isabell, so fragt er dich, willst du es, bist du darauf erpicht, spürst du des Herbstes kalte Blicke, sehnst du dich nach der Symbiose der Gewalten, oder verstößt du ihn, gegen dein Herz, lässt dem Winter freien Lauf und ebenso des Frühlings Wärme, so gestehe ich dir, dass ich dies nicht teile, denn hier liegt meine Vollkommenheit, in diesem Tag, zu diesen reinen Stunden der Selbstlosigkeit und mögen sie noch so verschwendet, so lass sie uns für eine Zeit in unsere Gedanken aufnehmen, denn durch sie können wir des Menschens Lüste anheben und sie in Ekstase genießen. Nur der Herbste gar viele gehören und dies nicht alles sein kann, nur ein Teil, des Ganzen nur ein Bruchstück sein, so können wir es doch verbinden.
|
| 12.11.2003 20:23 | #261 |
| Todesfürst |
Und jetzt versuch du dich mal dran Kleine, du wirst das doch locker überbieten können oder?
Ach ich kann sowas nicht so gut...
Jaja, das sagen sie alle und dabei sind sie alle Genies die sich nur nicht trauen, ich glaube in dir steckt Talent für sowas, probiers, ich werd dir schon nicht den Kopf abbeißen.
In Ordnung, ich versuchs.
Drakia ist eine Quelle der Wonne
Hier scheint für mich oft die Sonne
Die Menschen sind freundlich und höflich dazu
Sie achten dich und lassen dich auf Wunsch in Ruh
Klein und Fein, aber trotzdem nicht schlecht
Genau das lieb ich, das ist mir Recht
Die raue Wildnis, direkt am Minental
Ist gefährlich, das allemal
Doch bietet sie auch ein Geheimnis für eine Person
Diese zu finden ist mein einziger Lohn
Ich denke, Drakia ist wunderbar aber einsam auch
Man muss die Ruhe schätzen, regeln ihren Verbrauch
Doch hier bin ich nun, ich einsame Suchende
Vielleicht findet die Suche ja hier das ersehnte Ende
Und, wie findest du's?....Schlecht oder, ich habs gewusst....so schlecht?....Ich...
sehr gut.
aber nicht gut genug....
wunderbar
aber nicht gut genug....
perfekt (?)
Heuchler....
Ich weiß echt nicht, was du hast, das ist doch wunderschön, ich meine du triffst die Worte und dazu hört sich das auch alles sehr schön an, es ist eine Hommage an wunderschöne Zeiten und doch habe ich sowohl in den Worten als auch in deiner Stimme tiefste Traurigkeit entdeckt, ich meine ich bin kein guter Kritiker und erst Recht kein guter Dichter, aber es ist eben meine Meinung, die meisten Menschen geben sich einfach keine Mühe, überhaupt in schönen Wörtern zu reden, für die kommt es nur drauf an mit ihrer Kartoffelsprache den Leuten erklären zu können, was sie wollen.
Wenn ich meine Harfe dazu noch hätte, dann würde es sicher schöner klingen, vorallem wenn du was vorträgst und dazu das Spiel einer Harfe, ach wäre das schön.
Du spielst Harfe, seit wann denn das?
Seit ich fünf Jahre alt bin, es ist eine wunderschöne Harfe, golden und mit einer schönen Holzfigur ebenfalls mit echtem Gold angemalt, sie klingt so schön, ich schlafe oft nach ihrem Spiel ein, doch sie wirkt so beruhigend, leider habe ich die schon lange nicht mehr, war wohl besser so, sonst hätte Kryliyx sie zerstört...
Heißt das, es gibt sie noch.
Ja...
Und wo ist das Problem, sie zu holen.
Ich kann sie erst holen, wenn ich das gefunden habe, das ich suche, es ist so ein Schwur, ich will sie nicht eher spielen, bevor ich finde, eine lange Geschichte.
Hm. Jedenfalls glaube ich, dass du dich gerne runteredest, du hast eine wundervoll, zarte Stimme, das steht außer Frage und wird hoffentlich auch nicht verleugnet, dazu kannst du gut reimen, nicht "Reim dich oder ich fress dich", sondern wirklich superb, fast mochte ich meinen, mir kommt da die ein oder andere Redewendung bekannt vor, doch dem war wohl nicht so und ich bin mir sicher, dass du noch viel besser Harfe spielst, ich würde es gerne mal hören, wenn du gefunden hast, was du suchst. Versprochen?
Versprochen.
In Ordnung. Weißt du eigentlich, was du alles an dir hast? Die Worte, die ich dir vor meiner letzten Kurzreise gab, sie waren ernstgemeint, daran hat sich nichts geändert und langsam frage ich mich, ob ich nicht doch Recht habe. Du kannst kämpfen wie ein Schattenläufer, du siehst aus wie eine Nixe und zudem kann man dir eine durchaus vorhandene hohe Intelligenz sowie die Gabe zu Werten wie Poesie nicht absprechen, wer bist du? Fast möchte man meinen eine Göttin in Menschengestalt oder aber das, was ich denke.
Machst du das absichtlich oder willst du das Pergamo, was soll ich jetzt darauf antworten, wenn mich jemand wie du es bist mit einer Göttin vergleicht.
Ich spreche nur das aus, was jeder denken muss, der keine Erblindung ertragen muss, ich meine zurecht behaupten zu können, dass du einer Göttin gleichkommst. Nur wüsste ich nicht, welche das sein könnte. Es gibt* ja noch das Amazonenlager, dort leben nur Frauen und gelegentlich Männer, die aber nicht zu dem Lager gehören, diese Frauen sind so ähnlich wie du, doch keine reicht an dich heran, hast du schon mal von ihnen gehört?
Jaja, ich kenne dieses Lager vom Hören Sagen, aber nichts genaues.
Nun ja, ist ja auch nicht so wichtig, auf jeden Fall fiel es mir gerade so ein. Schon seltsam...
Was denn?
Vor kurzem war ich noch total am Ende wegen dieses kleinen Schwindelanfalls, doch nach den Worten gehts mir wieder besser, ich glaube in ihnen kann ich gut meine Verbitterung lassen.
Du bist nicht verbittert, du redest es dir nur ein, du musst einfach versuchen morgends mit dem richtigen Bein aufzustehen, du wirst sehen, es klappt wirklich. Weißt du, ich habe auch fiel nachgedacht und da ist auch was rausgekommen.
Na das ist doch prima, zudem haben wir noch ordentlich Beute und wir sollten bald da sein, wenn mich nicht alles täuscht, dann ist da draußen das kleine Dorf in Sicht, wir sind gleich da, eine Viertelstunde, lass uns nach dem Tag noch was essen, wie gestern.
Können wir machen.
Und so gingen sie fröhlich munter auf das Dorf zu, dass sie schon sehnsüchtig erwartete und das beruhte auf Gegenseitigkeit, auch sie freuten sich.
* Der Fürst hat keine Ahnung von dem Fall der Amazonen
|
| 15.11.2003 15:46 | #262 |
| Todesfürst |
Sie waren nun schon fast eine Stunde da draußen, doch diesmal liefen sie nicht die ganze Zeit so weit wie möglich von der Stadt weg, sondern hielten sich immer in ihrer Nähe, sie liefen sozusagen einen Bogen um sie, da beide der Meinung waren nicht so fiel laufen zu wollen und wenn ihnen langweilig würde, bald zurück zu können, aber eigentlich war es wunderwar hier so zu sein. An einen Kampf dachten beide nicht, eher an etwas anderes, irgendwie war es so typisch normal und doch für ihn vollkommen ungewohnt, einfach mal nichts zu machen, eigentlich war es ja gewohnt nichts zu machen, denn einer regelmäßigen Arbeit war er noch nie nach gegangen, aber doch hatte er in der Vergangenheit immer wieder etwas zu tun gehabt. Außerdem musste er an vergangene Zeiten denken, wo er beinahe wahnsinnig geworden ist vor Streß, aber auch wegen anderen Dingen, es gab eigentlich immer was zu tun und immer war dies nicht mit angenehmen Seiten verbunden, die ganze Welt mochte man meinen seit verdorben, überall gab es nur Diebe, Banditen und Leuten die alles dafür taten um an dein Gold zu kommen, es ging immer nur ums Gold und selbst wenn er davon nicht so viel gehabt hätte, vielleicht sogar gar nichts, hätten sie keine Ruhe gegeben, denn dann hätten sie ihn wegen seiner Kleidung gejagt, wegen den verschiedensten Dingen. Aber nicht nur diese Banditen waren ihm ein Dorn seit jeher im Auge, auch solche Leute wie die, die sich Schwarzmagier nannten verachtete er zutiefst, er hatte es auf die sanfte Art probiert, niemand konnte ihm nachsagen, dass er nicht freundlich gewesen wäre, er hatte sogar versucht sie zu verstehen, ihre Meinung über Innos und ihr Denken über die Götter, hatte sich sogar darauf eingelassen, er war mal tolerant gewesen und was war der Dank, Pustekuchen, alles hatte sich bei diesen Zeitgenossen gegen ihn verschworen, er zog das Pech dabei magisch an, aber damit war jetzt Schluss, er war ja ein wirklich ruhiger Mitmensch, aber irgendwann war auch bei ihm mal der Faden gerißen, die Schwarzmagier konnten ihm gestohlen bleiben, ab sofort sah er sie wieder mit den Augen des Volkes, nur ein Toter ist ein Guter. Und was den Rest anging, der Sumpf war seit jeher sein Feind, diese verdammten Schläferabhängigen, die es tatsächlich gewagt hatten ihn rauszuschmeissen, sie sollten nie wieder was von ihm hören, das Lager war für ihn ebenso gestorben, wie auch der Rest, Alina hatte sich eh nicht mehr gemeldet, also schien ihr auch nicht sehr viel daran zu liegen und Khorûl, sein ehemaliger Lehrer, er war zu den Milizen gegangen und sonst kannte er nur noch diesen Dom oder wie der auch hieß und diesen komischen Kapuzenheini, der mal für ihn den Boten gespielt hatte, die beiden waren schon in Ordnung, aber er wusste nichts über sie. Tja, apropo Stadt, die Miliz war ein Haufen von korrupter Dreckskerle, die Innos genauso dienten wie er Beliar, von ihnen kannte er nur Long und eben Khorûl, Long war schon in Ordnung, nur leider hatte er nicht mehr die Zeit gehabt den Mann zu sehen, der sogar Hauptmann war, als er das letzte mal mit ihm gesprochen hatte, vielleicht hatte er es sogar zu den Paladinen geschafft, er zweifelte jedenfalls nicht daran, dass der Freund dazu fähig war. Tja, das war's auch schon, in jeder Befestigung gab es nur Lug und Trug und wenn man mal nicht da war lauerten einem die Banditen von Onar auf, die machten die ganzen Wälder unsicher, wenigstens hielt sich das ganze noch in Grenzen, im Gegensatz zu Drakia. Ja es war wirklich nicht mehr schön da gewesen, dagegen war Drakia wirklich der reinste Urlaub und das genoss er auch sichtlich, gutes Essen, reichlich, gesunde Luft, reichlich, genug Zeit, reichlich, alles hatte er, dazu noch eine äußerst attraktive junge Frau, von der er allerdings weniger begeistert war, weniger wegen ihr, sondern mehr wegen sich selbst, doch auch das konnte den Erholung nicht minder trüben.
|
| 15.11.2003 16:28 | #263 |
| Todesfürst |
Verträumt, fast schon meinend zu schlafen gingen sie weiter, dann endlich hatten sie Glück, sie trafen auf ein Rudel Wölfe, dass hier in dieser zerklüfteten Gegend spielte, zumindest sah es weder danach aus, dass sie irgendwas jagten, als dass sie hier rasteten, einfach nur herum tollen, so sah es zumindest für ihn aus, Isabell hatte das Rudel natürlich auch sofort gesehen und sofort ihre beiden Waffen gezogen, doch der Fürst sah nur fröhliche Tiere und es wäre wirklich eine Schande gewesen sie zu töten, verdammt noch mal es waren Wölfe, edle, intelligente Tiere, die man nur wegen ihrer Gaben töten sollte? Gut, die Argumente waren nicht schlecht, es waren viele, sie waren in der Nähe des Dorfes, sie hatten außerdem Zähne, Krallen und ein Fell, sprich der Preis wäre sicher immens hoch gewesen, aber dennoch, er konnte das nicht zulassen, er war Jäger, er tötete und er verwertete Tiere, dennoch hatte er ein Herz für diese Kreaturen, sofern sie sich noch nicht in Bestien verwandelt hatten und sie angriffen, er konnte nicht verantworten, das nur um des Goldes Willen diese glücklichen Tiere getötet wurden, schließlich wollten sie es ja nicht, da lag auch der entscheidende Unterschied zwischen ihm und den anderen, kein Jäger hätte hier wohl gezögert, aber er tat es. Isabell hatte ihn fragend angeschaut, zum Glück war sie noch nicht losgerannt, denn dann hätte es wohl nichts mehr gebracht sie zu stoppen, denn dann wären ja auch die Wölfe wild geworden, doch sie stand noch da, vielleicht konnte sie ja wieder sehen, was er dachte. Er nahm seine Hand und legte sie langsam auf den kalten Stahl einer der Krummsäbel, vorsichtig weil er sich nicht verletzen wollte, dann sah er zu den Wölfen hinüber und zog ein klitzekleines Lächeln, während er ihr erklärte, warum sie nicht angreifen sollten.
Schau sie dir an, diese Tiere, wie glücklich und wie zufrieden sie da herum tollen, sicher wir sind keine Tiere und wir brauchen auch kein schlechtes Gewissen haben sie zu töten, doch haben wir dann wirklich kein schlechtes Gewissen? Weißt du, ich sehe das gemischt, sicher sollte man nicht so viel töten, denn damit löscht man Leben aus und stell dir nur vor, wir wären jetzt diese Wölfe und die die Jäger. Andererseits gibt es auch berechtigte Gründe für ihren Tod, nur sehe ich das heute anders. Was ich damit sagen will, wir haben in letzter Zeit genug getötet, wir brauchen diese glücklichen Tiere nicht auch noch erlegen. Sicher werden wir auch bald mal wieder töten, nur nicht heute, das würde unsere Hände nur mit Blut beflecken, das muss nicht sein. Außerdem hab ich ein besonderes Verhältnis zu Wölfen, ich würde nicht sagen, dass ich nie mehr einen töten will, denn das ist nicht der Fall, aber ich mag sie und gerade diese da vorne sollen nicht sterben, nicht heute, verstehst du.
Natürlich verstehe ich das, außerdem habe ich da auch meine eigene Meinung, denn wenn man zuviel tötet, dann kommt irgendwann nichts mehr nach, ist mir auch ganz recht so, so muss ich wenigstens nicht meine Klinge putzen und wir ersparen uns einen anstregenden Rückweg.
Wir sollten wieder zurückgehen, findest du nicht?
In Ordnung, lass uns wieder Richtung Drakia laufen.
So machten sie kehrt und ließen die Wölfe zu frieden, zwar hatten sie so eine Menge Gold verpasst, doch trotzdem war er sich sicher, dass es die richtige Entscheidung war, er hatte seine Begegnung mit dem Wolf vor der Stadt nicht vergessen und auch nicht das Wettlaufen mit den zwei anderen, er hatte dabei fiel gelernt, denn auch wenn er seine Blutgier jetzt scheinbar unter Kontrolle hatte und nicht mehr austickte, hieß das für ihn nicht mehr, dass er alles töten konnte, was ihnen über den Weg lief, er achtete die Tiere wieder so, wie es sich für einen aufrichtigen Menschen gehörte, was ihn aber nicht zu einem absoluten Pazifisten machte, denn das sah man auch auf dem Rückweg.
Sie waren schon eine Weile gelaufen und hatten sich oft und intensiv in die Augen geschaut, dann wieder blitzartig weg und dann wieder lange Zeit in die Landschaft, die sich fast minütlich veränderte, doch als sie dann ein paar Kilometer vor dem Dorfeingang waren, fanden sie doch noch Beute, ein einfaches verirrtes Molerat, eigentlich hätten sie es auch leben lassen können, doch manchmal war die Welt grausam, auch zu ihm, denn hier spielte Geschmack eine Rolle und ihm gefielen diese Molerats gar nicht so, das war der einzige Grund, warum er es tötete, um Isabell und ihm Putzarbeit abzunehmen, erledigte er es mit einem gezielten Dolchwurf, er brauchte nur einen einzigen, er hatte ja auch nur zwei, doch so war wirklich am wenigstens Arbeit und auch ihre Klamotten blieben sauber, der Dolch war binnen Sekunden mit dem Tuch von dem flüssigen roten Saft befreit und Isabell hatte ihre Stöcke auch dabei, so konnten sie das dicke Tier schnell präparieren und dann ging es wirklich ohne Umwege zurück.
|
| 19.11.2003 15:06 | #264 |
| Todesfürst |
Lauf, nun komm schon, lauf, warum läufst du nicht, du verdammter Idiot, nun renn, komm schon renn, geh doch endlich, geh nun schnell, flieh nun mach doch, flieh um des guten Willens.
Nein, warum soll ich laufen, ich werde kämpfen, ich werde natürlich kämpfen, was sonst? Hältst du mich für feige Rexx, glaubst du, ich habe Angst vor einem Scavenger, willst du dich lächerlich machen, wieso bist du eigentlich wieder da, hatte ich dir nicht verboten mit mir zu sprechen?
Nur, wenn Personen in der Nähe sind, hier sind wir ganz allein. Aber schau doch genau hin, Fürst des Todes, schaut genau hin, ein Scavenger? Das ist kein Scavenger, das ist eines dieser Viecher, keine Ahnung wie ihr sie nennt, sie haben....
Es ist mir egal was sie haben, ich werde das schon gerade noch so hinbekommen.
Aber, es ist eine ganze Horde, seh genau hin.
Hm, na gut es sind mehrere, das macht das ganze doch nur interessant, ich muss meine Kraft abbauen, meine Energie die sich angesammelt hat, meine Muskeln schmerzen immer noch, aber jetzt von etwas anderem, dieser Frust, diese Schmach muss raus, ich werde mich rächen und zwar legal, ich bin Jäger, ich töte hier nicht aus....ach egal, ich mach's trotzdem, sieht gut hin durch deine kalten toten Augenhöhlen, da kannst du noch was lernen, meine Kampflust ist wieder da, ich muss unbedingt ein paar Dinge ausprobieren.
Kurz zuckte er zusammen, als er wieder ganz bei Sinnen war, sein Kopf schmerzte, doch damit kam er immer besser zurecht, diese Gedankenaustausche waren schon was feines, wenn er sie auch hasste, aber er konnte den Schädel schon verstehen, jetzt sah er wieder die Welt, jetzt hatte er wieder einen Körper, wenn er auch damit nichts anfangen konnte. Klar, jetzt wollte er auch reden, doch das hatte er ihm verboten, nicht reden, zumindest nicht bei Personen, die Menschen dachten ja sonstwas, wer hatte schon einen Menschenschädel auf seiner Brust, wenn der auch noch reden würde, nein, er musste ja nicht unbedingt bekannt werden, für das was er vor hatte, brauchte er die Anonymität der Masse.
Vor ihm waren also irgendwelche Viecher, die Scavenger ähnlich sahen, hm, egal, die würden schon ihr Fett abkriegen, er war Jäger, doch vor dem ausweiden kam das erlegen, die letzten Male war er oft lustlos daran gegangen, doch nun war er bereit, er war bereit für einen kleinen Test, nur ein ganz kleiner natürlich, ein Test, wie gut er jetzt ein paar Wochen nach der Meisterung wirklich war, sein Ziel musste es sein sich stetig zu verbessern, also konnte es nur durch Übung gehen, wie sagte man doch gerne im Volksmund, "Übung macht den Meister"
Diese ollen Kamellen, aber gut, manchmal hatten sie auch Recht. Seine Klinge kam schnell und leise aus der Warglederscheide und fühlte sich gut an, fühlte sich sehr gut an, er war heiß darauf damit wieder zu kämpfen, er war fast hysterisch. Die Klinge glitt wunderbar über seinen Arm, über seine Wangen, seine Stirn und seine Lippen, er war konzentriert, es sollte ein schnelles Ende geben, keinen langen Kampf.
Langsam aber sicher kam er den Viechern näher, mit kurzen und lautlosen Schritten schreckten dennoch alle auf, sie hatten ihn gespürt, ihn gerochen, ihn gesehen, doch anstatt zu laufen und ihr heil in einer sicher erfolgreichen Flucht zu suchen wollten sie ihn angreifen, nun wurden sie wild und malten sich schon das Mittagessen aus, doch das wollte er wohl verhindern.
Während die Viecher noch drohten war er stehengeblieben, hatte seinen Kopf gesenkt und die Haare waren tief ins Gesicht gefallen, er war bereit, er erwartete sie mit geschlossenen Augen, es war keine Mutprobe, bei Innos nein das hatte er nicht nötig, es war ein Test seiner Sinne, wie gut war er wirklich, bzw. konnte er es wirklich schaffen? Die Gebärden konnte er nicht sehen, aber das Gekreische, es war dem eines Scavenger ähnlich, klang aber bedrohlicher, nicht so lächerlich. Seine Finger umschlossen den Griff fester, er war bereit. Dann verstummte das Gegacker und er lauschte, die Tritte auf dem Boden, gut zu hören bei dem Untergrund aus Steinen und Geröll, dumpf war es, aber immer schabend, wie die Krallen eines Vogels auf Stein eben.
Dann ging sein Kopf blitzschnell nach oben, die Haare wurden alle nach oben geschleudert und die Augenlieder wurden weit aufgerießen, das Schwert fuhr nach links und erwischte den überraschten Gegner schwer, sofort hielt er die Klinge wieder vor sich, um den nächsten Angriff abzuwehren, man hatten diese Viecher fette Zähne, das waren niemals Scavenger, aber egal, macht nichts, sofort ging er auf die Knie und stach von unten durch die Lunge des Angreifers, der nun zum Opfer wurde, doch gleich näherte sich ein weiterer der komischen Vögel ihm, doch er hatte keine Angst durch den Anblick dieses Gebisses, er war in einem Rausch, ohne Blutgier, es war der reine Kampfesrausch, das Gebiss ging vor, die einzige Absicht war es zu töten, er hielt dagegen und umfasste den Griff des Einhänders mit ganzer Kraft, das die Knöchel schmerzten und hielt dagegen, reine Absicht war es auch hier zu töten, so prallten das Gebiss und die Klinge zusammen, erst passierte gar nichts, dann aber fiel der Gegner um, abolute Vernichtung, doch er hatte keine Zeit, sofort machte er einen Ausfallschritt, um den hinteren Angreifer zu verwirren, der wollte gerade das Gebiss in den Rücken bohren, jetzt bohrte er es in Luft, das Ergebniss war ein leichter Schlag in den Rücken, das war's, mehr als die vier kamen nicht, doch er suchte noch immer nach einem Gegner, vergeblich.
Sie waren ihm nicht würdig, so schnell hatte er es sich nicht gewünscht, da war sein Eifer wohl übereifrig, nun gut, er fühlte sich besser, der ganze Boden allerdings, gut fünf Quadratmeter war allerdings mit roten Flecken bestückt und die Dinger hatten noch lange nicht ausgeblutet, er liebte es seine Opfer durch einen Stoß in die Lunge zu töten, das war schneller und präziser als andere, nur blutete man da auch ganz schön, aber wie sah er eigentlich aus?
|
| 19.11.2003 16:44 | #265 |
| Todesfürst |
Tja, er sah wie immer aus, nun ja nicht ganz, ein paar Blutspritzer waren in seinem Haar und auch auf dem Gesicht, auf der Kleidung...jaja schon gut, er war wieder voller Blut, wir wollen ja nichts unterschlagen, aber das machte nichts, er hatte sowieso gestern Abend geplant zu baden, doch da hatte er an die heutige Jagd gedacht und es sich noch mal anders überlegt, zudem war er müde und auch geschafft, also hatte er sich das noch mal umüberlegt, doch das hieß ja nur, dass er das mal wieder perfekt geplant hatte, ja, so kümmerlich das war, es war ein Anfang, denn im Planen machte ihm niemand was vor, das hatte er schon als Kind so gut gekonnt, dass es ihm zahlreiche Titel einbrachte, vom Organisator des Monats bis hin zur goldenen Gabel, ja er war ein Ass, er konnte alles anschaffen, er konnte alles besorgen, nicht für Gold, nicht im Sinne eines Händlers, sondern mehr zu besonderen Anlässen, aber das war schon lange her, all die Titel, er musste sie zurücklassen, alle in seinem alten Haus, seinem Elternhaus, wo heute bestimmt ein reicher Vollidiot wohnte und alles weggeschmissen hatte, aber auch da war das letzte Wort noch nicht gesprochen, auch mit der Stadt und ihrem Richter wollte er noch einen Scavenger rupfen, das war so sicher wie die Klöße in der Kloßbrühe oder so ähnlich, nur weil er sich jetzt noch nicht bereit fühlte, hieß das nicht, dass er es vergessen hatte, sicher, zurzeit hatte er an zwei Eckpunkten zu feilen, der eine war Isabell, aber nicht nur die Versöhnung, die er unbedingt wollte, sie war ihm ganz sicher nicht egal, sondern auch das Problem, dass er weder wusste was sie dachte, noch wusste er, was er dachte, von daher war dies schwerer als es sich anhörte, dann wäre da noch die zweite Sache, die man langsam als Lebenswerk bezeichnen könnte, wogegen er sich aber strikt wehrte, das war die Suche nach den Sieben, diese war die erste und einzige Aufgabe die er in Innos Dienste machen würde, doch er hatte auch vor sie zu erfüllen, danach hatte er seinem Gott gezeigt, dass er ihn anerkannte, auch wenn dies nicht immer rüberkommen sollte, danach wollte er nichts mehr Innos dienliches machen, danach wollte er seinen Glauben ablegen und das machen, was er wollte, natürlich trotzdem noch derselbe bleiben, doch einfach auch Dinge tun, die ihm eigentlich verboten wären, es war für ihn sowas wie ein Handel, er kaufte sich den Eintritt in den Himmel, was er als Innos Reich ansah, auch wenn das nicht bewiesen war (wie auch....) und auch der Eintritt zu der Stelle, wo seine Eltern waren, er würde sie wiedersehen, doch das ging nur in Innos Reichen, sie fehlten ihm so, beide, es war so schmerzvoll, er wusste nicht mal mehr, wo ihr Grab lag, denn da war er schon in Barriere, verdammt, keine Stunde hatte mehr ihr Gesicht gesehen und doch sah er sie vor sich, jedesmal wenn er nur im Ansatz an sie dachte, kamen die beiden Gesichter hoch, er liebte sie beide, unermesslich. Doch noch war es nicht an der Zeit, noch hatte er die Aufgabe nicht erfüllt, noch hatte er keinen Frieden gefunden, noch hatte er nicht genug von dieser verdammten Welt, noch...
Die Waffe war gereinigt, sie war voller Blut, doch nach dem Einsatz einer Wasserflasche und dem dazugehörigen Putzlappen war es wieder in Ordnung, ja auch das so eine Marotte, niemals könnte er ein blutiges oder gar dreckiges Schwert in die Warglederscheide stecken, er konnte nicht, er würde sich nur grämen. Doch danach war erst mal das begutachten der Viecher angesagt, bevor es ans wesentliche ging.
Die Tiere sahen wirklich aus wie Scavenger, doch hatten sie einen etwas schmaleren Körper und vorallem ein großes Gebiss, alles andere war relativ schwach gebaut, Krallen konnte man nicht gebrauchen, also nur die Zähne, Fleisch, hm....er probierte einen zu heben, so schwer waren die gar nicht, wenn er zwei nehmen könnte wäre das schon gut, also gut, zwei Stück würde er probieren, dann fehlt nur noch die Zähne zu ziehen. Er zückte das Rasiermesser, das eigentlich Khorûl gehörte, er hatte es nie bezahlt, aber auch gleich bei seiner Ausbildung bekommen, war wohl dem Jagdlehrmeister wurscht, aber naja, ein neues würde er sich bald besorgen, man musste nur sehen, wann mal der richtige Zeitpunkt da war, man konnte ja nicht einfach mal nen Rasiermesser kaufen.
Insgesamt hatten die Viecher sieben Zähne im Maul, bedeutete also sieben mal vier, also achtundzwanzig Krallen, wovon aber acht noch ausgewechselt wurden, das machte dann zwanzig gute Zähne, die er für Berne hatte, kein großes Geschäft aber Felle hatten die Viecher auch nicht, aber so schlimm war das auch nicht. Beim abnehmen hatte er keine großen Probleme, Zähne ziehen war inzwischen keine große Sache mehr, man konnte fast sagen, dass es ihm Spaß machte, denn es war jedesmal eine neue Erfahrung für ihn gewesen, immer mehr lernte er, doch der Gestank war nur zu ertragen, wenn man durch den Mund atmete...
Danach ging es mit zwei Viechern, die er nicht kannte, zurück nach Drakia, er hatte extra die beiden unblutigsten genommen, diese sollten seinen Rücken nicht allzu sehr beschmutzen....
|
| 21.11.2003 23:47 | #266 |
| Squall_L |
Als Squall nach einigen Stunden aufwachte schliefen Finrod und Rhinoa noch. Er wolle schon einmal die Wege unterscuhen durch die sie als nächstes mussten.Er nahm nur seine Runen so wie sein Schwert mit, danach veschwand er im dunkeln der Gänge. Er verschaffte sich extra kein Licht den das letzte was er wollte war einen Ork in die Nähe seiner 2 schlafenden Begleiter zu bringen.
Nach mehreren Abzweigungen musste Squall sich schon anstrengen den Weg zurück zu behalten, denn in diesen Gängen sah ja alles gleich aus. Er hoffte das er bald endlich das Tageslicht wieder sehen würde doch die nächsten Abbiegungen enttäuscht ihn als er an die nächste kam wollte er erst wieder umdrehen doch dann entschloss er sich doch weiter zu gehen und es sollte sich lohnen. Denn er erkannte kleine Lichtstrahlen er rannte den Weg nach und dann war es soweit er stand wieder im Sonnenlicht.
Die Sonne stand hoch am Himmel das bedeutet das sie den ganzen Morgen verschlafen hatten. Aber als er dann geradeaus schaute konnte er nicht glauben was er sah eigentlich musste er das grosse nichts sehen aber das war es ganz und gar nicht er konnte das Meer sehen, wa sihn doch sehr verwirrte. Eigentlich sollte er in der Ferne Berge sehen und nicht das Meer, er wollte seine Karte rausholen doch dann bemerkte er das er sie gar nicht mitgenommen hatte also machte er sich wieder auf den Weg zurück.
Wieder bei Rhinoa und Finrod angekommen warteten sie schon auf ihn und machten sich sorgen. Doch als Squall ihn erzählte was er gerade gesehen hatte packte sie ihre Sachen und machten sich schnell mit ihm auf den Weg. Squall hatte in der Aufregug fast den Weg vergessen aber nach einigen überlegen erreichten sie doch den Ausgang und Squall schaute nun auf die Karte. Bei dem was er da sah wurde ihm etwas komisch denn sie mussten das Mienental verlassen haben, denn sowie es aussah waren sie nun neben dem Mienental in der Nähe der Küste.
Squall wollte am liebsten wieder umdrehen und den richtigen weg nehmen doch als er auf die Karte schaute sah er das sie nun nur abbiegen mussten und dann über die Berge. Dann wären sie schon so gut wie in Drakia. Nun konnte er entscheiden über einige Berge oder durch das Mienental mit den Orks. Er entschied sich für den Weg über die Berge wogegen keiner von seinen Mitreisenden hatte. Aber als er los wollten, wolle die 2 nicht sie wollen zum Meer gehen und sich dort etwas ausruhen und entspannen vor den langen Marsch über die Berge.Da es ja ein Kind und eine Frau war lies Squall sich erbarm,en und machte sich mit ihnen auf den Weg in Richtung des Meers.
An der Küste angekomemn gingen Finrod und Rhinoa ersteinmal schwimmen in der Zeit in der Squall ein Lager aufschlug und ein Feuer machte.Danach ruhten sie und sahen wie die Sonne über den Meer unterging, danach gingen sie schlafen denn ihnen war klar das dieser Weg über die Berge härter sein könnte als alles was sie bis jetzt gemacht hatte. Squall hoffte einfach das es nicht so schlimm werden würde doch als er sich die Berge in der Nacht ansah und sah das oben auf ihnen das Eis in der Nacht leuchtete, wurde ihn schon etwas anders. Zum Glück hatte er ein paar warme Sachen mit den er hatte es im Gefühl das er sie brauchen könnte, nur das er auf den Weg einen kleinen Junge trift daran hatte er nicht gedacht. Also war klar das es für ihn ein härter Wge werden würde als für die 2 denn er konnte den Jungen ja nicht mit so dünenn Anziehsachen losziehen lassen.Er hoffte das seine Robe ihn vor dem Gröbsten schützen wurde und schlief dann mit einem nicht gearde gutem Gefühl ein.
|
| 22.11.2003 11:54 | #267 |
| Squall_L |
Am nächsten Morgen wurde er durch einen plötzlich eintretenden Regenschauer auf, es begann richtig am zu regnen und sie hatte nicht um sich unterzustellen.Er weckte Rhinoa und Finrod dir noch schliefen was für ihn unvorstellbar bei diesem Regen war, dann packten sie alle Sachen zusammen die nun auch schon Recht nass und dadurch gleich nochmal schwerer waren.Dann brachen sie in Richtung der Berge auf.
Rhinoa und Finrod wollte an der Küste entlang gehen um diesen schönen Anblick des Meers zu behalten. Doch Squall wollte dies nicht denn er wollte nicht das sie hier nachher auf Piraten oder sonstige Diebe trafen die sich an der Küste aufhielten. Er machte sich wieder mit ihnen auf den Weg den sie gekommen waren etwas zurück zu gehen und sich dann auf die Berge zu zubewegen.
Während des ganzen Marsches regnete es und sie waren sehr schnell bis auf ihre Unterhosen nass, was Squall und Rhinoa gar nicht gefiel. Aber aus einen Grund den Squall nicht kannte schien Finrod Spaass an diesem Regen zu haben. Squall wunderte sich aber er wollte nicht Finrod fragen warum es so war denn es gab wichtigeres zu tun. Er musste irgendeinen Unterschlupf finden, denn mit nassen Sachen diesen berg hoch zu gehen wäre glatter Selbstmord, sie würden erfrieren ohne den Gipfel zu erreichen.
Squall ging im Gegensatz zu Finrod und Rhinoa immer einige Meter vorraus und verlies oft den Weg von den 2 um vielleicht etwas neben diesen Weg etwas zu finden. Und seine Sucherei hatte Erfolg er fand einen kleine von einer Felsklippe überdachten Teil. Es regnete zwar etwaws herein aber wenn die Anziehsachen gut hinhängen würde dann würden sie nicht nass werden und trocknen. Er rannte zurück zu den 2 und führte sie zu seiner Entdeckung.
Dort angekommen hingen sie erst einmal ihr Sachen auf und Squall machte ein Feuer.Doch Squall wollte sich nicht ausruhen er wollte Jagen gehen, denn nun wäre es ein perfekter Zeitpunkt ein paar Felle zu besorgen. Er ging wieder heraus in den Regen und suchte nach Wölfen, was bei diesem Wetter natürlich nicht sehr leicht war. Aber nach langer Suche konnte er einen Wolf in der Ferne erkennen, er wartete nicht lange und zauberte eine Schattenflamme die den Wolf genau am Gesicht traf. Nur was hatte er getan, er konnte froh sein das es regnete sonst wäre wohl der ganze Wolf in Flammen aufgegangen.
Er ging zu dem Wolf und gab ihn dann mit seinem Schwert noch den Gnadenstoss da er noch lebte.Danach wollte er sich daran machen ihn das Fell abzuziehen aber zu seinen erstaunen konnte er es nicht als er seinen ersten Schnitte setzte machte er alles falsch und das Fell war so gut wie kaputt. Aber da es ja nur etwas schützen sollte war es nicht so schlimm und er veruschte es noch einmal aber es klappte nicht mehr.Er wollte sich nicht geschlagen geben und versuchte sich an den Zähne und den Krallen aber auch das klappte einfach nicht. Er musste das Jagen verelrnt haben, es muss wohl bei dem Sturz in der Höhle gewesen sein, denn so wie ihn der Kopf danach dröhnte konnte es ja nur der Sturz gewesen sein.
Danach machte Squall sich auf den Weg zurück, nun hatte er wohl keine Wahl er müsste diesen Berg nur mit seiner Robe überqueren. Wieder am Lager angekommen erzählte er den 2 nichts davon er meinte einfach zu ihnen das er keinen Wolf gesehen hatte. Danach unterhielten sie sich etwas und warteten das dieser Regen endlich aufhörte damit sie weiter gehen könnten.
|
| 22.11.2003 14:36 | #268 |
| Squall_L |
Als es nach Stunden endlich auchgehört hatte zu regnen und die Anziehsachen auch wieder trocken waren machten sie sich weiter auf den Weg in Richtung Berge.Squall gab Finrod seine wärmeren Anziehsachen die er in seiner Tasche hatte, denn man merkte schon das etwas kälter geworden war und ihm war klar das es bald auf den Bergen noch kälter werden würde.Irgendwie fand Squall diese plötzlichen Wetterumschläge sehr komisch, vielleicht lag es an den Bergen oder daran das sie an der Küste waren, aber ihm viel die Zeit weiter darüber nachzudenken, denn es war nun wichtigeres zu tun.
Auf dem Weg überprüfte Squall die Vorräte an Essen denn da er ja nun nicht mehr Jagen konnten mussten sie so reichen und er war positiv überrrascht den wenn sie sich das alles gut einteilen würden, dann würde es sogar für die 3 reichen.Der Weg zu den Bergen kam Squall endlos vor sie waren schon einige Zeit am wandern aber irgendwie kamen die Berge nicht wirklich näher. Trotzdem war Squall aber sehr geschafft und wollte am liebsten stehen beliben und eine Pause machen. Da er aber sehen konnte das es seine 2 Mitreisenden nicht so ging wollte er nun nicht der jenigen sein wegen dem sie anhalten müssen.
Um so länger sie wanderten um so komsicher wurde Squall manchmal bekam er kleine Schwindelanfälle und konnte sich noch gerade so auf den Beinen halte, manchmal sah er auch alles verschwommen, aber da er hinten ging bemerkten die anderen es nicht und etwas sagen wollte Squall nicht. Was dann aber sein Fehler war den plötzlich wurde ihm schwarz vor Augen und er fiel zu Boden, Rhinoa und Finrod hörte das und drehten sich um und sahen Squall bewusstlos am Boden leigen. Sie rannten sofort los um ihn zu helfen.
Rhinoa wusste gar nicht was sie tun sollte den Squall lag dort Minuten lang und regte sich nicht. Sie dachte schon er würde nun sterben doch dann kam er plötzlich wieder zu sich. Das erstaunliche war er stand sofort auf und man hatte gar nicht den Anschein das er gerade noch bewusstlos war. Rhinoa versuchten ihn dazu zubringen das er sich etwas hinlegte doch er wollte weiter da sie wegen ihn schon genug Zeit verloren hatten. Squall aß und trank auf Rhinoa beten noch etwas und dann gingen sie weiter.
Squall fühlte sich anch diesem Zusammenbruch und dem Essen wieder richtig gut, doch einen Grund warum er zusammengebrochen war wusste er nicht.Nach einigen Stunden kamen die Berge dann doch immer näher und Squall atmete tief durch.Aber dieser Zusammenbruch gab ihn doch zu denken er hätte gerne irgendwie herasugefunden was passiert war aber er wusste nicht wie er das sollte.
Als sie die Berge erreicht hatten wurde Squall schon komisch als er dieses große Gebirge hoch schaute am liebsten wäre er wie schon so oft auf dieser Reise umgedreht doch leider konnte er es ja nicht. Finrod meinte Squall wurde durchgedreht sein wenn er glaube das sie das Gebirge überleben würden. Doch Squall antwortet ihn nur das die es ersten müssen und zweitens das wenn sie schon so viel überlebt hätten dann würden sie auch das schaffen.
|
| 23.11.2003 14:23 | #269 |
| Samantha |
Mit einem großen Satz sprang sie den letzten Fels hinab und hatte endlich den weichen Sandstrand erreicht. Die halbe Nacht hatte sie damit verbracht, das Gebirge zu durchkämmen und sich zur Küstenregion weiter südlich vorzuarbeiten, wo auch die Insel mit dem prachtvollen Herrenhaus lag, einstiger Sitz der Amazonen. Hier gab es keine Orks mehr, keine schnaufenden Kreaturen, die einem im Nacken saßen und ihre Äxte schwangen. Das einzige was ihr hier gefährlich werden konnte waren andere wilde Tiere, doch mit denen sollte sie noch relativ gut klarkommen.
Die Sonne strahlte unentwegt vom blauen Himmel herab und Samantha standen trotz der kühlen Luft Schweißperlen auf der Stirn. Das Klettern war anstrengend gewesen, erstrecht mit dem Hörnchen, das andauernd leichtfüßig vorgesprungen war und dann ungeduldig auf die schwerfällige Lady gewartet hatte. Selbst jetzt auf dem weichen Sand war es stets ein paar Schritte voraus und drehte sich immer wieder ungeduldig herum.
Samantha warf ihm einen langen Blick zu und genoß dann die Aussicht auf das blaue Meer. Die Herbststürme hatten es aufgewirbelt und feine weiße Schaumkronen zierten die Wellen, welche sachte herangerollt kamen und sich gleich darauf wieder zurückzogen.
Gerade wollte Samantha ihren Blick wieder abwenden und in dem tiefen Wäldchen verschwinden, als sie etwas in der Sonne aufblitzen sah. Neugierig beugte sie sich hinab und entdeckte eine Flasche, halb im Sand vergraben. Vorsichtig buddelte sie sie aus und hielt sie in die Höhe. Durch das matte Glas konnte man etwas darin erkennen, ein Stück Pergament oder etwas ähnliches. Voller Neugier machte sie sich daran den Verschluß zu öffnen und auch das Hörnchen kam mit gespitzten Ohren herangehüpft, um die Flasche zu beschnuppern."Was meinst du was das ist? Ein Brief? Eine alte Schatzkarte?", Samanthas Wangen wurden ganz rot vor Aufregung.
Das Hörnchen quiekte laut und begann mit den Zähnen ebenfalls am Verschluß zu nagen. Kurz darauf hatten sie ihn endlich überwunden und Samantha zog vorsichtig den Flascheninhalt heraus. Das Pergament entrollte sich auf dem warmen Sand und legte seinen Inhalt offen.
Es war das Bildnis eines stolzen Kriegers, der mit geschwungener Klinge auf seinem Pferd saß und auf den Betrachter zukam. Samantha hob erstaunt die Brauen."Ui, schau nur, wer das wohl sein mag?", sprach sie zu dem Hörnchen, welches schon wieder gelangweilt den Kopf abwand. Keine Nüsse. Nur ein altes dummes Bild.
Samantha jedoch musterte es hellauf begeistert. Wer es wohl gemalt haben mochte? Und warum versteckte jemand ein so schönes Bild in einer Flasche?Sie wußte keine Antworten auf diese Frage. Eins war jedoch sicher: wenn sie wieder zuhause war, würde sie diesen schnuckeligen Krieger über ihr Bett hängen, das war gewiß.
Leicht errötend rollte sie das Pergament wieder zusammen und steckte es ein. Was für ein interessantes Fundstück.
Vor sich hingrinsend machte sie sich auf den Weg durch das Wäldchen. Bald hatte sie auch schon wieder den Pass erreicht und betrat das Minental erneut, diesmal jedoch von Süden, wo die Gefahr der Orks geringer war.
|
| 24.11.2003 16:01 | #270 |
| Squall_L |
Als Rhinoa und Finrod sich noch den Berg anschauten rief Squall Lucky zu sich und lief dann mit ihm den Weg hoch zum Berg. Er wollte so gar nicht in das Zweifeln kommen ob es richtig war und diese Aktion hatte sogar noch etwas anderes gutes denn Rhinoa udn Finrod kamen ihn hinterher gelaufen. Nachdem Squall wieder normal ging holten ihn die 2 auch wieder ein und nun machten sich die 3 daran diesen Berg zu erklimmen.
Um so höher sie den Berg kamen um so kälter und unwohler wurde es den 3. Squall graute es schon als er sah das der mit Schnee bedeckte Gipfel immer näher kam, der einzigste der keine Anzeichen von Angst, Kälte oder etwas anderes machte war Lucky, er ging den 3 immer ein paar Schritte vorraus.Squall merkte das Lucky nun wusste das es hier um ihr Leben ging und das er nun auf ihn vertrauen konnte , das er nun aufpassen würde ob sich Feinde nähern würden.
Als sie den ersten Gipfel immer näher kamen verfluchte Squall den Sturz bei dem er das Jagen verlernt hatte, denn langsam wurde ihm klar das diese Robe nicht Schutz genug war. Da er sah das es Rhinoa und Finrod trotz der dickeren Anziehsachen auch nicht besser ging sagte er nichts davon das er fast erfror und machierte ohne Anzeichen zu machen weiter. Squall war kein guter Schauspieler und Rhinoa merkte es sehr schnell doch als sie ihn einen von ihren Umhängen zitternd geben wollte, lehnte er ab.
Als sie den Gipfel des ersten kleinen Berges errericht hatten waren sie alle geschafft und der nun langsam einsetzende Schneesturm machte es ihnen nicht leichter. Squall schaute hoch zu den anderen Gipfeln und sah das es noch ein langer Weg war bis sie über das Gebirge hinwegwaren. Da waren noch 3 niedrigere Gipfel bis sie endlich den letzten Gipfel erreichen würden. Squall versuchte irgndwom eine Höhle zu finden damit sie schutz vor dem Schneesturm hätten doch er fand keine, also musste sie noch weiter waandern und hoffen das sie bald eine finden würden.
Anch einigen wieteren quälenden Minuten fanden sie endlich ein Unterschlupf der ihnen Schutz bat und sie ruhten sich etwas aus. Squall holte seine Karte heraus und zeichnete ein wo sie nun genau waren und welchen Weg sie gehen würden.Danch ruhte er sich auch aus und sie warteten darauf das dieser Schneesturm ein Ende nahm.
|
| 24.11.2003 20:52 | #271 |
| Squall_L |
Die 3 warteten einige Stunden doch der Stum wollte nicht aufhören, also entschloss Squall sich mal zu testen ob man den weiter gehen könnte. Er verlies die Höhle und machte sich auf durch den nun schon bis über den Knöchel hohen Schnee. Er ging einige Meter weiter und merkte das man getrost weiter gehen könnte, also ging er zurück in die Höhle und holte Rhinoa und Finrod.
Die 2 waren zwar nicht erfreut aber machten sich dann mit ihm auf den Weg weiter. Nachdem sie einige Meter gegangen waren merkte Squall doch das es nicht gerade angenehmer wurde, langsam aber sicher fing er an seine Zehen nicht merh zu spüren, was ihn schon etwas verunsicherte. Finrod und Rhinoa sagten nichts zu Squall sie schauten ihn immer nur mit bösen Blicken an, denn er war Schuld das sie jetzt durch diesen Sturm laufen mussten.
Doch das Wetter hatte nach einiger Zeit erbarmen mit den 3 und der Sturm lies immer weiter nach, dann nach einigen Minuten hörte er ganz auf und die Sonne kam wieder zum vorschein. Squall hätte nicht erklären können wie gut das ihn nun tat, endlich mal wieder warme Sonnenstrahlen auf seiner haut.Nachdem der Schnee nun ja nicht mehr ständig anstieg wurde der Weg für sie leichter und sie kamen schneller vorran.
Nachdem sie dem Gipfel schon viel näher gekommen waren, konnte sie langsam sehen wie die Sonen hinter dem Gipfel unterging. Squall wusste das sie nun schnell einen Unterschlupf brauchten, denn nun könnte es hier sehr gefährlich und ungemütlich werden. Nach eifrigen ausschau halten konnte Squall nur einen kleinen geschützen Unterschlupf finden. Er würde zwar über die Nacht schutz spenden, aber es war keine Platz für sie alle, ausserdem war er mit einem Feuer sehr leicht für irgendwelche Tiere zu erkennen. Sie entschlossen sich dort zu bleiben, doch Squall wollte über Nacht die Wache übernehmen damit ihnen nichts passiert.
Squall nahm sich eine Decke und setzte sich dann so in den Unterschlupf dass er nah am Feuer saß, aber auch so das er so viel wie möglich sehen konnte. Mitten in der Nacht als Squall fast eingeschlafen war konnte er in nicht alzu weiter Entfernung das Jaulen eines Wolfes hören und dann sah er weiter unten am Berg einige Bewegungen, er löschte sofort das Feuer um blieb so still sitzen wie er nur konnte. Squall konnte sehen wie die Bewegungen immer näher kamen, er fasste schon einmal an seine Schattenflammen-Rune und konzentrierte sich. Doch er hatte Glück als sie gerade in der Nähe von Squall waren rannte sie verschreckt weg, nun bekam Squall ein noch schlechteres Gefühl denn wenn die Wölfe schon Angst hatten dann musste dort etwas schlimmes sein.
Squall begab sich etwas raus aus dem Unterschlupf doch er konnte nichts sehen als er wieder an seinem alten Pltz war hörte er einen gewaltigen Flügelschlag und sah einen gewaltigen Schatten am Boden, doch als er wieder aus dem Unterschlupf gekrochen war konnte er nicht am Himmel sehen. Nun bekam Squall langsam etwas Panik was war das für eine fleigendes Tier, der Schatten sah riesig aus und der Flügelschlag schallte auch durch das ganze Gebirge. Squall schloss nun die ganze Nacht lang nicht mehr seine Auge doch es geschah nichts merh, am nächsten Morgen brachen sie weider auf ohne das Squall ihnen etwas von den Ereignissen und den grossen Schatten erzählte.
|
| 25.11.2003 14:35 | #272 |
| Todesfürst |
Verdammt, das sind viel zu viele, Isabell, das kann nicht dein Ernst sein, das schaffen wir nie. Sie doch, ich zähle da, eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs....sechs Snapper, wer weiß was sich hinter der Anhöhe versteckt, da könnten noch sechs weitere sein, bei aller Liebe, du bist gut, ich verstehe es einigermaßen mit dem Schwert, aber sechs Snapper ohne Abdeckung nach hinten, bist du wirklich sicher, dass du das wagen willst?
Wenn wir sie geschickt weglocken sollte das machbar sein, sicher ist es schwierig, doch nicht unmöglich. Wenn du dir aber nicht sicher bist, dann lassen wir es, nur wären sie die idealen Beutetiere....
Jaja hör auf, ich sehe doch in deinen Augen, dass du heiß auf diesen Kampf bist und heute Morgen warst du kaum aus dem Bett zu kriegen, aber gut, wenn du so unvernünftig bist, dann will ich dir den Spaß gönnen und da mir ja kaum eine andere Wahl bleibt, werde ich wohl mitmachen, aber dann brauchen wir wirklich Glück, also pass auf, wir greifen von zwei Seiten an, ich kann zwei Snapper mit etwas Glück ohne Probleme direkt ausschalten, bleiben noch offensichtliche Vier, wenn du die in Schach hältst kann ich mich denen nähern, oder aber sie verteilen sich auf uns, was das ganze auch nicht einfacher macht, außerdem weiß ich immer noch nicht, was hinter diesem Hügel ist...verdammt, wenn das mal gut geht...
Vertrau mir, du wirst schon sehen, das klappt schon.
Isabell hatte gut reden, das klappt schon, ja sicher, er hatte ein ungutes Gefühl bei der Sache, sicher waren es schöne Jagdbeuten, doch er wollte auch nicht um alles in der Welt diese Snapper da töten, sicher hing sein Herz nicht an ihnen und er hatte keine Probleme damit sie zu töten, doch war das Risiko zu groß, er war sich fast sicher, dass da noch was war, sonst hatte er nie ein schlechtes Gefühl und das war nicht im Magen, denn das Frühstück war sehr bekömmlich gewesen. Wenn sich Isabell da mal nur nicht übernahm, sie war was das anging wirklich naiv, sicher war sie eine ausgezeichnete Kämpferin, das hatte er ja schon hundert Mal durchgekaut, aber sechs waren drei zu viel, aber gut, nun war es entschieden, der Angriff würde erfolgen, auch wenn er es nicht gut hieß, alleine ins Unglück rennen konnte er sie auch nicht und sich ihre traurige oder am Ende noch wütende Minne den ganzen Tag anschauen, nein danke, da tötete er lieber mal ein paar Snapper, war ja auch die einfachste Aufgabe der Welt, na klar, man machte nichts lieber....ja er war nervös und was machte er, wenn er nervös war? Richtig, er umklammerte seinen Schwertgriff und sah immer mal wieder zu Isabell, was ihn sehr beruhigte, dann ging es los, sie gab ein Zeichen und die beiden liefen auf die Snapperherde zu...langsam und bedacht, rennen und am Ende noch auf den Mund fallen, nein nein, langsam....
|
| 25.11.2003 15:07 | #273 |
| Todesfürst |
Die Tiere kamen immer näher, bzw. sie kamen ihnen immer näher, größer und größer wurden diese Viecher da vor ihnen und es war wirklich eine Schnapsidee sich gegen sechs von diesen Mistviechern anzulegen, aber nun war es passiert und sie hatten keine andere Wahl, hoffentlich hatten sie einen guten Tag erwischt, angefangen hatte er ja nicht schlecht, jetzt muss er nur noch gut enden....dann, einer der Snapper schaute hoch, dann sah er in ihre Richtung und sie waren stehengeblieben, jetzt ging es los, denn mit einem grimmigen Schnauben wurde auch die Aufmerksamkeit der anderen größer und sie sahen nun alle zu ihnen, kurz darauf setzte sich dieser gewaltige Konvoi in Bewegung und rannte, aber nicht um ihr Leben, um ihre Beute und die Zähne blitzten in der sehr matten Sonne hervor, diese Viecher waren blutrünstig und sie wollten sein Blut und auch das von Isabell.
Na da hast du uns ja was eingebrockt, bist du bereit?
Wieso denn, das wird sicher lustig, ja los jetzt.
Lustig, hatte er sich da gerade verhört oder empfand sie das als lustig? Verdammt das war kein Spiel, das war bitterer Ernst, sie musste wohl noch lernen, wie stark diese Tiere wirklich waren...bei ihrem Zeichen trennten sich die beiden, er ging nach links, sie nach rechts, jetzt aber rannten sie auch und das ganze war super, denn die Snapper waren nun so verwirrt, wem sie denn folgen sollten, dass sich ein Verhältnis von vier zu zwei bildete, diesmals hatte er Glück, zwei bei sich und vier bei Isabell, hoffentlich hielt sie das aus, sonst....nein nein, das würde sie schon, jetzt musste er erstmal aufpassen, denn die Snapper waren nah, gleich würden sie in Reich- oder sollte er eher Bissweite sagen sein.
Blitzschnell sank er in die Knie, holte die beiden Dolche aus den Lederscheiden und verstaute sie im Waffengürtel, dann umhüllte er sich mit seinem Umhang und verdunkelte sich so in absolute Finsternis, schade, dass jetzt nicht Nacht war, denn dann wäre es eine perfekte Tarnung gewesen, doch darum ging es ihm auch nicht, er sah die Snapper durch ein Auge kommen, doch er horchte wie ihre Schritte rasend schnell auf dem Boden trommelten, das Geräusch prägte sich ein und er nahm nun die Hand an den Schwertgriff, sie kamen...
Reflexartig hatte er sein Schwert gezogen, die Snapper gesehen, er hatte so lange abgewartet, wie es nur irgendwie ging und er konnte in ihr tiefes Maul schauen, er sah die Zähne auf ihn zuschnellen, er konnte sie wahrhaft bewundern, doch in der selben Sekunde schnellte sein Schwert aus der Scheide und wirbelte durch die Luft, sein Umhang wurde zur Seite gefetzt und wäre weggeflattert, wäre er nicht an seinen Schultern befestigt, der erste Snapper der etwas weiter vorne angriff, er war sofort tot, die Kehle blutete schnell und rasant und der zweite, der hatte nur einen Streifer abbekommen, doch war der Schatten nicht lange in der Pose des Versteinerten geblieben, nein er setzte nach und gab dem Snapper so den Rest, diesmal am Bauch eine tiefe Wunde, sein Schwert war fast durch den Körper geschlagen.
Seine Gegner hatte er, nur was war mit Isabell, er sah sie, sie hatte sich weit abdrängen lassen, mindestes hundert Meter von ihm entfernt auf einer kleinen Hügelkette und was er so sah, sah schrecklich aus, denn sie machte einen Schritt nach den anderen...nach hinten, sie schien nicht gegen die Snapper anzukommen, die mit ihren Mäulern nach vorne schnellten.
Er sah noch kurz zu den Besiegten und dann rannte er, so schnell es ging mit dem blutigen Schwert in der Hand, zum Glück hatte er so eine leichte Rüstung, doch so ganz ohne war auch das nicht, hoffentlich war es noch nicht zu spät, er hatte es gewusst, sie hatte diese Snapper unterschätzt, einfach nur hingenommen, jetzt spürte sie hoffentlich, dass es ein Fehler war....
Ein Zischen ging durch die Luft, danach, fast in der selben Luftzirkulation ein Zweites, ruhigeres, danach hörte man zwei Aufschreie, zwei Snapper fielen zu Boden, er hatte sich nicht lange bitten lassen und die beiden Dolche perfekt und präzise geworfen, irgendwo im Nacken, der andere hatte direkt im Hinterkopf einen Dolch stecken, egal, hauptsache tot, doch blieben da noch zwei, Isabell hatte ihn erst jetzt gesehen, konnte sich jedoch keine Ablenkung leisten und er war noch nicht in Schlagweite, doch jetzt rannte er wieder, nur noch wenige Meter, da sah er, wie sie für einen Moment unaufmerksam war und das nutzte einer der Snapper gnadenlos aus, zum Glück traf er nur das Schwert, doch dieses fiel zu Boden, jetzt hatte sie nur noch eins und das gegen zwei, außerdem war sie so überrascht, fast erschroken, dass sie dem zweiten Angriff nichts mehr hätte entgegen setzen können, sie war wehrlos, doch dann endlich erreichte er den Kampfschauplatz und noch im selben Moment wo der Snapper zum sicherlich schmerzhaften Biss ausholen wollte, rammte er ihm das Schwert in den Rücken, wobei er eine zwanzig Zentimeter lange Wunde hinterließ, das Vieh war sofort tot und im selben Augenblick sank auch der letzte der sechs zu Boden, diesmal hatte sie ihn erledigt. Endlich, Ruhe. Kein Gegrunze mehr, kein Kampfeslärm. Ruhe? Nein, sein Schnaufen ging über das Fleckchen und auch Isabell musste kurz durchatmen, aber nicht solange wie er, der Kampf war schnell doch sicher nicht leicht und dann noch dieser Spurt...er brauchte Luft, unter seiner Rüstung war es verdammt heiß...
|
| 25.11.2003 16:24 | #274 |
| Todesfürst |
Öhhhhh, puhhh, na, war es das...was du dir als so souverän vorgestellt hast? Puhhh....diese Snapper sind eben keine einfachen Gegner, vorallem wenn man sie von vorne hat, von hinten sind sie ein Kinderspiel, aber nein. Wie lange hättest du es noch ausgehalten? Ein paar Sekunden? Ein paar Minuten? Oder vielleicht war das ganze doch eine Schnapsidee und wir wären beinahe drauf gegangen, hätte mich nämlich genau so treffen können...ich will dir keine Vorwürfe machen, aber wir haben ziemlich Glück, dass wir noch leben, denn ich würde einen Kampf mit einer eingespielten Herde aus sechs Mitgliedern nie als einfach bezeichnen und schon gar nicht als lustig, das hätten auch Molerats sein können, oder Scavenger und trotzdem wären sie gefährlich...ach egal, wir leben noch und das ist alles was zählt, was meinst du, wieviele Tiere können wir mitnehmen?
Isabell hatte die ganze Zeit ihr Gesicht gen Boden gerichtet und sich diese Zurechtweisung anhören müssen, aber es war nun mal nicht "lustig", sicher war jetzt alles halb so wild, aber er hätte sonst was verwettet, dass der Scavenger ihr eine tiefe Fleischwunde an ihrem Arm zugefügt hätte, wenn er nicht rechtzeitig gekommen wäre und so genau kannte er die Beißkraft dieser Tiere auch nicht, vielleicht hätten sie auch noch mehr anrichten können, es war einfach nur dumm, der Kampf war ja in Ordnung, aber das was sie sagte war dumm und Innos sei Dank war nichts mehr hinter diesem Hügel, denn das hätte ihnen wirklich das Genick gebrochen. Er war ihr auch nicht böse und er wollte auch nicht in diese Rolle des fürsorglichen Aufpassers gesteckt werden, denn dafür war sie alt genug und auch erfahren genug, aber so ganz ungestraft konnte sie nicht davon kommen, es war ja nicht er, der die Probleme hatte, sie wäre fast verletzt worden nicht er, um sie machte er sich Sorgen, nicht um sich, so ging das einfach nicht, ein weiteres Mal würde er sicher keine sechs Snapper angreifen, zumindest nicht so. Doch nun war der erste Unmut verraucht und er konnte sich wieder wichtigen Dingen widmen.
Vier, vier Snapper können wir tragen. Und du hast Recht, es war wirklich dumm zu glauben, dass die so leicht zu besiegen wären.
Du hattest einfach einen schlechten Tag...aber vier...das ist ne Menge, letztes Mal hatten wir nur drei...
Letztes Mal waren wir aber nicht einen Kilometer von Drakia weg.
Woher willst du das wissen?
Nun, wir sind erst einen Kilometer raus und haben dann die Richtung gewechselt und sind auf einer geraden Fläche weitergelaufen.
In Ordnung, vier, besser einer mehr als andersrum, lass mich aber noch schnell die Krallen und Zähne entfernen, sind schließlich eine nette Nebeneinnahme, vier mal vier + circa sechs, mal eineinhalb, mal sechs....
Was rechnest du da?
Moment...sechzehn mal sechs, plus sechs mal sechs mal eineinhalb....also wenn mich nicht alles täuscht, dann sind das gute zweihundert Goldstücke die wir für die Überreste bekommen, plus fünfundsiebzig pro Tier, meine Güte...das sind ja...fünfhundert Goldstücke, Isabell, FÜNFHUNDERT!
Wahnsinn, dann hat sich unser Risiko ja wenigstens etwas gelohnt oder?
Hm...wahnsinn, so viel Gold, wirklich atemberaubend. So und jetzt werde ich mich mal den Krallen und den Zähnen widmen einverstanden?
Isabell nickte und er zog sich wieder langsam zurück, schließlich lagen zwei weitere Snapper hundert Meter entfernt...auf dem Weg dorthin reinigte er auch gleich die beiden Dolche, die er auch sogleich in die Stiefelscheiden zurücksteckte, sein Schwert hatte er bei Isabell gelassen, natürlich nur auf dem Boden, denn das bedurfte einer größeren Reinigung, ihm würde schon nichts passieren und außerdem war er per Dolch auch nicht schlecht. Aber das war zum Glück nicht mehr nötig, denn es ließ sich kein Vieh mehr blicken und er konnte in Ruhe die Zähne und Krallen herausziehen, es waren wirklich genau so viele, wie er es vorausgesagt hatte. Wie beim letzten Mal...dasselbe tat er dann auch bei den vier anderen und reinigte das Schwert, Isabell hatte die vier Snapper präpariert, sie konnten also zurück gehen, zurück nach Drakia....
|
| 26.11.2003 19:43 | #275 |
| Squall_L |
Nachdem sie den ganzen Tagen ohne Probleme durch gewandert waren erreichten sie durchgefroren den Gipfel des Berges und das was sie nun sahen entschädigte sie etwas für diesen ganzen Höllentrip. Sie konnten fast über das ganze Land schauen, sie sahen ihr Ziel Drakia in der Ferne sowie den grossen weiten Ozean. Sie ruhten sich nun etwas aus und genossen diesen Ausblick.
Als sie wieder bei ihren Kräften waren machten sie sich nun daran den Berg herabzusteigen. Als Squall daran dachte das er nun in dieser Kälte den ganzen Weg wieder hinunter gehen sollte, verlies ihn die Lust und wünschte sich ein paar Flügel damit er runter fliegen könnte. Als er sich das gerade vorstellte bekam er einen Schneball genau ins Gesicht, nachdem er wieder sehen konnte, sah er Rhinoa lachen und das konnte er nicht auf sich sitzen lassen er formte sich einen Schneeball und lief ihr hinerher.
Nach einigen Minuten Schneballschlacht der 3 beruihgten sie sich wieder und dann ging es wieder normal weiter. Diese kleine Schneeballschlacht brauchten sie nun wirklich, denn immer nur schlechte Laune zuhaben tut niemanden gut. Nun beim bergab gehen viel ihnen jeder Schritt leichter und Squall begann langsam sich an diese Kälte zu gewöhnen.
Nun ging die Sonne wieder unter sie konnten langsam nicht mehr erkennen wo sie als nächstes hintraten, also mussten sie wenn sie überleben wollten eine Pause und ruhen bis es wieder hell war, auch wenn sie alle noch genug Kraft hatten um noch weiter zu laufen. Da es in dieser Nacht fast Windstill waren suchten sie sich schnell einen etwas geschützen Platz im freien und schlugen dort ihr Lager auf.
Sie hatten Glück denn in dieser Nacht schlug das Wetter nicht mehr um und sie konnten eine ruhige Nacht unter den Sternen verbringen. Am nächsten Morgen wurde Squall als letztes wach denn er hatte ja auch in der letzten Nacht nicht geschlafen, als er wach wurde schaute er erst einmal nach pb noch alles da war und so war es auch. Irgendwie fande er das alles komisch, hier auf diesen Berg passierte nichts gefährliches, er wünschte sich zwar nicht das was passierte aber nachdem was alles im Mienental passiert war hatte er mehr erwartet.
Nachdem sie wieder einige Stunden Marsch hinter sich hatten, rannte Finrod aufeinmal einfach weg und rief nur sie sollten warten. Wären Squalls Füsse nicht so gefroren wäre er hinterher gelaufen.Finrod kam mit 2 komisch aussehenden Holzkonstruktionen wieder, erst dachte Squall sich wofür diese Dinger wohl gut waren und dann wollte er wissen wie er sie so schnell udn Ziel sicher gefunden hatte. Finrod erklärte ihm das er in Drakia wohnte und das sie öfters hier hoch kamen und etwas mit den Holzkonstruktionen den Abhang hinunter fuhren und wenn sie fertig waren versteckt sie, sie dann wieder hier oben. Squall wusste zwar noch nicht genau was sie damit sollten den sie hatten ja schon mehr als genug Gepäck. Aber Finrod zeigte ihm das man damit perfekt den Berg hinunter fahren konnte, der Vorteil daran wäre das sie schneller wären und das e snicht anstrengend war.
Squall und Rhinoa teilten sich eins dieser Dinger und Finrod fuhr auf den anderen mit dem Grossteil des Gepäcks. Finrod fuhr sich los und beherschte das Gefährt auch sehr gut doch Squall wollte nicht wirklich losfahren und hätte Rhinoa sie nicht angeschubst dann hätten sie daoben noch Stunden gestanden. Während der Fahrt wurde Squall klar das er lieber hätte laufen sollen, es war erstens nun richtig kalt und das Umfallen in den Schnee war auch nicht angenehm. Nach zahlreichen Stürzen bekam Squall das Gefährt unter Kontrolle und er fuhr nun richtig schnell den Berg hinab, da sie ja schwerer waren als Finrod überholten sie ihn dann auch. Squall konnte es nicht glauben oben auf dem Berg hatte er noch immer über das Ding geflucht und nun hatte er Spass wie ein kleines Kind, wenn es nach ihn gegangen wäre dann würden sie wieder hoch laufen und noch einmal hinunterfahren.
Als sie nicht mehr mit diesen Dingern weiter kamen hatten sie schon einen so grossen Weg hinter sich gebracht wofür sie zu Fuss wohl mehr als einen Tag gebraucht hätten. Nun zeigte Finrod ihnen wieder ein Versteck wo sie diese Brettkonstruktionen hineinpackten und dann ging es wieder weiter. Nun war der Schnee nicht merh tief und es war auch viel wärmer als noch oben auf dem Berg. Sie gingen bis zum Sonnuntergang weiter und erreichten den Fuss des Gipfels wo sie dann ihr Lager aufschlugen und bis zum nächsten Morgen ruhten.
|
| 26.11.2003 20:49 | #276 |
| Squall_L |
Squall, Rhinoa und Finrod machten sich nachdem sie gegessen hatte weiter auf den Weg nach Drakia. Nun brauchten sie sich keine Sorgen machen das Finrod hier aufgewachsen war konnte er ihnen den Weg zeigen und so kamen sie schnell vorran.
Endlich begann Squall wieder beim laufen seine Füsse zu spürenm, was aber nicht gerade besser, denn er muss gestern bei der Abfahrt sich wohl etwas verletzt haben denn bei jedem Schritt taaten sie ihm weh.Das schlimmste war das er nun wieder die ganzen warmen Sachen tragen mussten und sie kamen ihn vor als wären es Steine.
Die Stunden vergingen und Squall hatte immer mehr Schmerzen aber er ging immer weiter auch wenn er glaubte das er es nicht mehr lange aushalten könne. Als er nicht mehr konnte machten sie zur Mittagszeit eine Pause um gleich auch etwas zu essen und als Squall so in seine Tasche schaute sah er das es nun der richtige Zeitpunkt dafür war das sie bald wieder in einer Stadt waren, denn mit diesem Essen gigen die Vorräte zu ende und noch so eine Mahlzeit könnte sie wohl nicht mehr zu sich nehmen.
Als wieder weiter gegangen waren konnten sie in der Ferne die Stadt immer näher kommen und Finrods Schritte wurden immer schneller den er wollte schnell nach Hause. Squall und Rhinoa hatten es schwer mitzuhalten und nach einiger Zeit gaben sie es auf und liesen ihn vorlaufen.Um so näher die Stadt kam um so besser ging es Squall nach dieser anstrengenden Reise, er hoffte nur das sie Rhinoas Vater schnell finden würden und das nicht noch so eine Reise werden würde, denn er würde gerne mal wieder sich im Kastell ausruhen.
Nachdem Rhinoa und Squall sich etwas unterhalten hatten erreichten sie die Tore der Stadt und Squall wurde richtig warm ums Herz. Endlich wieder ein Bett, endlich wieder Wärme und endlich wieder unmengen und abwechslungsreiches Essen. Squall konnte gar nicht warten und stürmte Finrod hinterher in die Stadt.
|
| 13.01.2004 16:56 | #277 |
| Burath |
Knirschend schob sich die kleine Metallplatte durch die feinen Kiesel, zog einen bald schlaff in der Luft hängenden Körper mit sich und hielt, eingetaucht in den Sand, inne in ihrer Bewegung. Eine zeitlang geschah gar nichts. Lediglich das Tosen des Meeres und das Pfeifen des starken Windes war zu hören. Plötzlich bohrten sich zwei geballte Fäuste in das feine Kieselbett. Durch aufgewirbelte Steinchen, Sand und Staub starrte Burath hinauf auf die kompakte Wand aus grau die den Himmel verdeckte. Er hasste das Wetter, er hasste den Geruch des Meeres in der Nase und den salzigen Geschmack auf der Zunge. Mittlerweile war er wie ausgetrocknet, dabei schäumte und spritzte das anrauschende Wasser nur wenige Schrittlängen neben ihm. "Welch Ironie des Schicksals", fluchte er leise und bitter böse. Die letzte Nacht und den ganzen darauf folgenden Tag war Burath die Küste gen Osten entlanggewandert. All seine Muskeln brannten wie Feuer, das nach und nach Faser für Faser zerfraß. Mühsam und schwerfällig war jeder Schritt geworden. Noch schlimmer aber war die eisige Kälte, die wie tausend kleine Nadeln in seine ledrig gewordene Haut stach. Auch die quälende Leere in seinem Magen zerrte an ihm. Schon lange hielt er sich auf einem schmalen Pfad zwischen Hoffnung und der ewigen Dunkelheit. Doch mit jedem Schritt kam er dieser Leere immer näher.
Es waren einige wenige Baumspitzen, so unscheinbar in der Ferne liegend und verhüllt von hellen Schwaden, die seinen ermüdeten Blick benetzten. Aber sie schenkten neue Hoffnung. Mehr als das sogar. Unter seiner Haut spürte er leichte Regung. Etwas was nicht zu seiner Hülle aus Fleisch gehörte, aber dennoch ein Teil von ihm war. Es kräftigte ihn, zog seinen Körper nach oben und die Knie aus dem Kiesel. Je näher er den Bäumen kam, desto größer wurde das eisige Funkeln in seinen Augen. Es war eine Ansammlung von Bäumen, ja schon fast ein kleiner Wald umgeben von hohem Gestein. Wahrlich, es waren keine Riesen, aber im Vergleich zum flachliegenden Meer, welches er die ganze Wanderung über vor Augen hatte, wirkten sie geradezu gigantisch. Sie alle waren karg und blattlos. Ein Schlaf der wohl noch eine zeitlang andauern würde in diesen Monaten. Burath stellte sie sich üppig bewachsen vor, dazu eine Vielzahl von Sträuchern, Gräsern und Gewächsen die ihre farbigen Blüten in wohlig warme Luft hielten. Er lächelte bei diesen Gedanken und erfreute sich daran.
|
| 13.01.2004 22:35 | #278 |
| Burath |
Ein markdurchdringendes Knurren war es, welches ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ. Instinktiv ging er in eine leicht gebückte Haltung, stemmte die Füße in den Boden und fand mit der vor Erschöpfung zitternden Rechten den Weg zum Schwert. Leicht pfiff der Wind durch sein locker hinabhängendes Haar, dann war es eine grobe Änderung im Luftzug die ihn zur Bewegung zwang. Noch während er sich rücklings fallen ließ und dabei herumwirbelte erkannte er einen riesigen, dunklen Pelz vor seinen Augen, an der Spitze zwei funkelnde Augen. Von den Strapazen der letzten Tage gezeichnet schaffte Burath es nicht ganz dem Angriff zu entgehen. Wir glühend heißer Stahl fraßen sich mehrere Krallen in seine Seite und rissen dabei Haut, Fleisch und Stoff mit sich. Aber er hatte Glück. Nach einem erstickten Schrei beruhigte ihn ein kurzer Blick auf die linke Hüfte. Es waren 4 blutige Striemen die sich da auftaten. Nicht sonderlich tief und alles andere als tödlich. Dennoch bereiteten sie Burath höllische Schmerzen. Seine Zähnen knirschten und wo eben noch der Mund vor Überraschung offen stand, umspielte nun ein böses Grinsen seine Lippen. Der Wolf schnappte in einiger Entfernung nach ihm, fletschte die Zähne und stürzte sich erneut auf sein Opfer. Doch dieses Mal war Burath am Zug. Ruckartig ging er nach unten und berührte mit den Knien fast den Boden, wirbelte erneut herum und vollzog mit dem Schwert ein halbsichelförmige Bewegung die sich nach oben hin öffnete. Eine Gischt aus Fell und Blut erfüllte die Luft als sich die Klinge durch die Bauchdecke des Wolfes fraß und dessen Leben beendete. Doch diese Aktion forderte ihren Preis. Die angerostete und von Kerben übersähte Klinge brach und sprengte Burath noch im selben Moment bald den Arm aus den Schultern.
Röchelnd und stöhnend schob Burath mit verbleibender Kraft den leblosen Körper des Wolfes von sich hinunter. Tiefsitzender Schmerz schoss durch die rechte Schulter und verzog sein Gesicht zu einer schmerzverzerrtern Grimasse. Endlich wieder auf beiden Beinen stehend fand er Gelegenheit, seine Lunge mit klarer Luft zu füllen und sich den Schweiß vom Gesicht zu wischen. Er blickte zwischen den Stämmen der ringsum stehenden Bäume hindurch und versuchte einen weiteren Feind zu erspähen. Ein erleichterter Seufzer drang aus seiner Kehle, als er weder eine Regung noch dergleichen entdeckte. Aber etwas anderes fing sein Interesse. Burath glaubte die Umrisse eines Tores zu erkennen, wenn auch mehr schlecht als recht da sich die abendliche Dämmerung langsam über das Land legte. Aber wenn auch nur die Möglichkeit bestand, dass sich dahinter eine Siedlung, Ruinen oder gar eine versteckte Stadt verbarg, so musste er dem nachgehen, wollte er diese Nacht überleben. Auch wenn es wohlmöglich große Gefahr bedeutete. Sein Blick glitt hinunter zum Wolf. Eine Weile sah Burath ihn an und seufzte dann leise. Mehr ein Versuch, die bedrückende Stille zu brechen. Tote Äste knackten unter den Stiefeln des Mannes, der einen toten Wolf geschultert hatte und sich zielstrebig in die Richtung bewegte, wo er wohlmögliche Rettung vermutete. "Tut mir leid mein Freund, aber vielleicht wirst du mir das Leben retten"
|
| 21.01.2004 00:29 | #279 |
| Dark-Druid |
In schnellem Zuge schoben sich graue Wolkenberge vor der schmalen Sichel des Mondes her, immer mal wieder brach das fahle Licht durch den dichten Schleier, ließ den Schnee geheimnisvoll funkeln. Grauen Riesen gleich türmten sich die Wolken auf, schienen wie drohende Ungeheuer des Firmamentes, allzeit bereit wie eine vernichtende Woge auf die Welt herabzustürzen, alles Leben unter ihren dunklen Massen zu ersticken. Doch nichts, kein Schnee, kein Regen und kein Hagel ging nieder, nur der raue Wind der See strich über das Land.
In einiger Entfernung hörte man den Schnee, der die abgewetzten Steine der Küste unter sich begraben hatte, knirschen, zusammengedrückt von den Sohlen schwerer Stiefel, das gefrorene Wasser wurde für kurze Augenblicke wieder flüssig, wandelte sich blitzartig wieder zu Eis. Drei Männer schritten über die einsame Küstenebene, schweigend, jeder seinen eigenen Gedanken nachgehend. Heftig zerrte der pfeifende Wind an ihren Gestalten, lange Haarsträhnen flatterten in wildem Spiele umher, scheinbar verloren in den bewegten Luftmassen. Allgegenwärtig war das monotone Flappen eines schwarzen Mantels, der über den breiten Schultern der Person hing, die festen Schrittes voranging, die weite Kapuze tief in das zusammengekniffene Gesicht gezogen.
Sie näherten sich Drakia, einer kleinen, unbedeutenden Hafenstadt an den Ufern des Fjordes, der den schnellsten Seeweg von Khorinis nach Gorthar darstellte. Die Unterkünfte waren billig und um diese Jahreszeit waren Reisende rar, es sollte nicht das geringste Problem geben, einen geeigneten Schlafplatz zu finden.
Die dunkle Silhouette der Siedlung hob sich gegen den schwarzen Horizont ab, nur vereinzelt brannten noch Ölfunzeln in den Häusern, schickten einen seichten Schimmer durch die vereisten Fensterscheiben. Wenn es schon hier so kalt war, wie mochte es erst in der Heimat Druids, im höchsten Norden Myrtanas aussehen?
Schließlich erreichte die Dreiergruppe das kleine Stadttor, die Wachen hatten genug damit zu tun, in ihren dünnen Rüstungen nicht zu erfrieren, schenkten den späten Gästen keinerlei Aufmerksamkeit. Nicht einmal das obligatorische, gelangweilte Brummen war zu vernehmen, als ihre Stiefelsohlen klackend auf dem Kopfsteinpflaster aufschlugen...
|
| 03.02.2004 20:36 | #280 |
| blutfeuer |
es war schon eine menge gepäck, was hier durch die gegend zu schleppen waer.
"also wenn du schon diese wölfe zu menschentieren machst, könntest du ihnen auch beibringen, wie man gepäck trägt."
die amazonen konnte es nicht lassen, den wolfszüchter zu ärgern, obwohl ihr der weiße wolf doch ziemlich gut gefiel. er duckte sich nicht und er kroch auch nicht auf sein herrchen zu. es sah eher aus, wie eine wahlverwandschaft. der wolf lief fast die meiste zeit voraus und witterte immer wieder gen berge. dort war also etwas. möglicherweise orks. aber das würden sie schon noch morgen früh genug feststellen.
auf die frage von leila, warum sie eigentlich so weit latschen sollten, meinte blutfeuer nur
"das gehört einfach dazu. bogen und jagen sind eine einheit. ich werde euch auch zeigen, aus welcher position man wild am besten erlegt und wo die grenzen unserer möglichkeiten sind. das geht am besten in der wildnis. und nebenbei bemerkt. nur so macht es spaß. sonst könntest du ja auch in der stadt an einer beweglichen zielschiebe trainieren. da kommen lustige meisterschützen bei raus. die treffen in der freien wildbahn nicht mal einen waran. dabei lernt man nämlich nicht, sich blitschnell auf eine andere entfernung einzustellen. das tier bewegt sich ja nicht wie eine bewegliche zielscheibe. ein tier zeigt dir mal seine brust und dann seinen rücken, mal sein auge und ein anderes mal nur den schwanz. es gehört dazu, dass du erkennst, wann sich der schuss lohnt und wann du lieber deinen pfeil sparst.
außerdem lernen wir, tiere zu erlegen und nicht, sie aus spaß zu verletzen."
blutfeuer gestattete ihren schülern eine kurze pause und sie machten schnell ein kleines feuer, um sich ein heißes getränk zu gönnen.
"weiter gehts, ich will die nacht nicht hier im freien verbringen."
|
| 03.02.2004 22:16 | #281 |
| elpede |
"Klar, erwiderte elpede, während er mit dem Gedanken spielte, blutfeuer einen Pfeil in den Hintern zu jagen, den er aber wieder verwarf, als ihm einfiel, dass die Amazone sicher nachtragend war."Er kann tragen. Gib´ ihm deine Nahrungsvorräte, die trägt er sicher gerne." elpede fluchte leise vor sich hin. Er war mit viel Gepäck beladen und konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass das alles sein Kram sein sollte.
Dann machten sie (endlich) eine Pause, just in dem Moment, als elpede protestieren wollte. Er ließ sich einfach zu Boden fallen und rührte sich nicht mehr.
Langsam wurde es kälter, und ein starker Wind pfiff über die Köpfe der Reisenden hinweg. Das brachte elpede dazu, sich doch noch ein bischen zu bewegen, denn mit dem Wind kam auch die Kälte. Wenigstens war es trocken.
Aber die Pause währte nicht lange, blutfeuer trieb sie wieder zur Eile an. Hoffentlich war es nicht mehr weit.
|
| 13.02.2004 14:50 | #282 |
| blutfeuer |
völlig erschöpft kam die gruppe wieder in der ebene an. blutfeuer hatte sie imer wieder angetrieben, damit sie nicht kalt wurden. irgendwann hatten sie dann das kalte hochgebirge hinter sich und waren wieder in den wärmeren gebieten angelangt. so angenehm es hier auch war, aber damit stieg wieder die gefahr von unliebsamen begegnungen mit wargs, waranen, wölfen oder sogar versprengten orks. dafür kamen hier aber kaum noch harpyien herunter, die ehe die weiten des hochgebirges liebten.
elpede und leila drängten auf eine pause, aber blutfeuer trieb sie weiter.
"wir bleiben auf dem hof der amazonen für eine nacht. da könnt ihr euch ausruhen. es gehört einfach dazu, dass man nicht so schnell schlapp macht. atmet ruhig und versucht ein gelichmäßiges schrittempo zu finden. dabei kann man sich sogar erholen. und ladet eure kranische gleichmäßig auf beide schultern. das sieht zwar blöd aus, ist aber praktischer und kraftsparender.
immerhin wollen wir die vögel ja noch verwerten."
die beiden blickten sich verzeifelt an und liefen dann weiter hinter der fast munter wirkenden amazone hinterher.
|
|
|
|