Rollenspiel in Zeiten der Barriere
Amazonenlager
Amazonenlager # 9

24.05.2002 16:38#1
Samantha Das Amazonenlager #5
Weiter gehts...



24.05.2002 16:42#2
Leila Leila sah die beiden Amazonen auf den seltsamen Viechern sitzen und blieb stehen. Komische Leute, diese Amazonen. Ritten auf solch hässlichen Viechern, fiel man da nicht runter? Naja, nicht ihr Problem.
"Ich grüße euch, Königin der Amazonen. Ihr habt nach mir geschickt, hier bin ich wieder."



24.05.2002 16:47#3
Samantha Mylanaa stieg von ihrem Frafi und nahm das Viech an den Zügeln. "Hallo. Ich habe nach euch schicken lassen, weil ihr euer Bild jetzt beenden könnt. Gehen wir doch in den Thronsaal."
Sie setzte sich in Bewegung.



24.05.2002 16:51#4
Leila Leila ging extra auf der anderen Seite von Mylanaa, so weit wie möglich entfernt von diesem Monstrum.
"Ich bin mit dem einen Bild schon fertig, jetzt fehlt noch das prunkvolle für über euren Thron. Dafür zeigt ihr euch am besten in Rüstung, allerdings..." sie warf einen skeptischen Blick auf das durchnäßte Outfit "vielleicht solltet ihr die Haare nochmal zurechtmachen und die Rüstung etwas trocknen..." Sie erreichten den Thronsaal.



24.05.2002 18:23#5
Samantha Trocknen? Mylanaa schaute an sich herab. Oh, gute Idee. Sie war immer noch nass von Nellas verrückten Einfällen.
"Gut, baut ihr am besten schonmal alles auf, ich geh hoch und mach mich zurecht."
sie verschwand die Treppe hinauf. Oben kämmte sie sich die Haare durch und polierte die Rüstung trocken. Dann kam sie wieder hinunter und schritt mit stolzen Schritten auf den Thron zu.
"Soll ich mich hier drauf setzen?"



24.05.2002 18:35#6
Leila Leila hatte inzwischen ihre Sachen sortiert.
"Wunderbar, einfach so sitzenbleiben, den Kopf vielleicht noch ein Tick herrischer halten...genauso, ja, das ist es."
Ihr geschulter Blick wanderte wieder über den Körper der Königin und sie begann zu malen.



24.05.2002 19:59#7
Carthos während leila die amazone malte, sah sich der erzbaron in dem thronsaal um. er hätte nicht gedacht das ein häuflein entflohener frauen aus einem alten schuppen wie diesem etwas geschmackvolles machen können.
sein blick wanderte zur decke, doch im gleichen moment stieß er mit dem fuss gegen irgendwas. gerade noch rechtzeitig konnte er den kerzenständer festhalten, bevor er mit sicherheit lautstark auf dem boden aufgeschlagen wäre. hoppla, ist ja richtig gefährlich hier. was steht hier auch so viel mist im weg rum knurrte na drak und sah sich weiter um.



24.05.2002 20:09#8
Samantha Mylanaa beobachtete den Baron, der neugierig seine durchdringenden Blicke umherschweifen ließ und in seiner Tolpatschigkeit das Möbiliar umräumte. Sie schüttelte leicht den Kopf. Wieso war der Kerl bloß wieder mitgekommen? Hatten die kein Zuhause?
"Es wäre mir lieb wenn ihr die Einrichtung ganz laßt, so gefällt sie mir eigentlich ganz gut...", sprach sie vom Thron her zu ihm in einer kühlen Stimme.


24.05.2002 20:15#9
Carthos na drak drehte sich zu mylanaa um und schickte ihr ein grinsen in richtugn thron.
ich werde alles in meiner macht stehende tun um euren kostbaren ramsch zu schützen eure hoheit
sein blick richtete sich nun aus dem fenster. hier würde er nicht wohnen wollen, so ganz am ende der kolonie.
er trat nun in die mitte des thronsaals und drehte sich einmal um die eigene achse.
auch wenns mir schwerfällt, aber deine bude sieht gar nichtmal übel aus


24.05.2002 20:25#10
Samantha Ein Kompliment von einem Baron? Hatte sie richtig gehört? Und noch nicht mal ein ironischer Unterton, sehr merkwürdig.
Mylanaa musterte den Mann mißtrauisch.
"Danke, das weiß ich. Sonst wären wir ja auch nicht hierher umgezogen."


24.05.2002 20:28#11
Carthos der baron trat nun wieder hinter die künstlerin und betrachtete schweigend das kunstwerk. er wollte leila nciht weiter stören und wollte sich für die nächste zeit etwas im hintergrund halten.
sieht wie immer gut aus lächelte er die künstlerin an.



25.05.2002 17:09#12
Leila Viele Stunden waren vergangen, in denen Leila konzentriert den Blick auf die Staffelei gelegt hatte. Es war still geworden im Thronsaal, die Königin saß schweigend und starr auf dem Thron, Gor Na Drak wanderte immer wieder ein paar Schritte durch den Saal, nur um dann wieder stehenzubleiben und dann zurückzuwandern.

Mit einem Mal sprang Leila zurück, warf den Pinsel gekonnt in die Halterung und verschränkte mit einem zufriedenen Blick die Arme.
"Ich bin fertig. Wie findet ihr euch, Mylanaa?"



25.05.2002 17:43#13
Samantha Mylanaa zuckte aus ihrer Erstarrung. Wie? Sie war fertig? Ein Glück, noch eine Stunde in dieser Pose und sie hätte ihre Knochen einzeln einsammeln können. Langsam stand sie auf und ging noch etwas unbeholfen zur Staffelei. Ihr linker Fuß war eingeschlafen und sie mußte ihn erst wieder ins Leben zurückrufen. "Oh...", sie war um die Staffel herumgekommen und hatte das Bild betrachtet, "sehr schön, gefällt mir gut."
Man sah sie, perfekt getroffen, auf dem Thron sitzend und mit einem freundlich-bestimmten Gesichtsausdruck.



25.05.2002 17:58#14
Carthos na drak war beinahe im stehen eingeschlafen, als er leilas triumphierende stimme hörte. langsam trat er zu ihr und betrachtete das bild.
es war wie all ihre kunstwerke perfekt geworden.
seit wann guckt die den so freundlich ? grinste er breit um die stimmung etas aufzuheitern.



25.05.2002 18:29#15
Samantha Mylanaa warf einen bösen Blick auf den Baron. War ja wieder klar, dass so ein Kommentar kommen mußte.
Sie wandte sich an die Künstlerin.
"Das heißt ihr seid fertig? Können wir dann den Rest noch abhandeln, ich muss wieder an die Arbeit."
Sie grinste entschuldigend. Das Leben einer Königin war halt auch kein Zuckerschlecken.



25.05.2002 19:18#16
Leila Leila nickte.
"Gut, ich werde das für mich mitnehmen, das auf dem sofa. Und das andere werde ich euch hierlassen, das könnt ihr über den Thron hängen. Wird dem Raum eine ganz neue Note verleihen."
sie packte ihre Sachen zusammen und drückte sie dem Baron in die Hand, der untätig herumstand.
"Kannst du wieder nehmen, dann hab ich die Hände frei", sie zwinkerte ihm zu und sah dann wieder zu Mylanaa.
"so, wir werden dann gehen. Einen schönen Tag noch und viel Erfolg bei der Arbeit."
Sie lachte der Königin zu und verließ dann mit dem erzbaron erst den Thronsaal und dann das Amazonenlager.



26.05.2002 18:49#17
Elessar Der Gildenlose erreichte die Brücke, oder das Brücklein, wie man das Ding halt nennen wollte, das zum Amazonenlager führte. Die Amazonen schauten ihn etwas komisch an, überprüften ihn kurz mit ein paar Fragen und liessen ihn dann passieren...
Es war lange her, als er damals an die Feier im alten Amazonenlager gekommen war, doch er erinnerte sich noch gut. Damals hatte er hier andere Gildenlose getroffen, hm... wie hiess er noch? D... Don, ja Don... sie hatten miteinander getrunken und geredet...

Von einer auf die andere Sekunde war die Vergangenheit weggewischt und Elessar stand wieder im hier und jetzt. Langsam näherte er sich den Wachen vor dem eigentlichen Lager, gut bewacht war es, das konnte man sagen. Sie sahen bemerkenswert hübsch aus und blickten kalt auf die verwaschene Gestalt... Elessar stand nun vor ihnen, beugte sein Bein, senkte sein Haupt und erhob sich dann wieder.

Ich grüsse euch Wächterinnen der Amazonen, ich bin hierhin gewandert um die Kunstschmiedin aufzusuchen... Dürfte ich fragen wo sie sich gerade befindet?
Ohne Hast zog er den farblosen und doch leicht bläulich schimmernden Kristall hervor um den Amazonen das Anliegen etwas zu verdeutlichen...


26.05.2002 19:13#18
Die Amazonen Die beiden Amazonen musterten den Fremden, der da Einlass in das Lager wollte. "Ich muss euch enttäuschen, die Königin ist gerade nicht zu sprechen. Kommt nächste Woche wieder."
Damit schaute sie wieder in die Ferne, abwartend dass der Mann umkehrte und wieder ging.



26.05.2002 19:26#19
Elessar Elessar blickte in die Luft, starrte einfach vor sich hin, nickte kurz zu den Amazonen und blieb stehen. Die Wächterinnen schauten ihn komisch an, der Gildenlose wurde dessen nicht bewusst und wandte sich dann ab. Pech gehabt heute...
Langsam überquerte er die Brücke, grüsste die zwei Amazonen au^m Brückentor und verschwand in der steinigen Landschaft.
Der Weg ist das Ziel...



28.05.2002 13:58#20
Samantha Mylanaa stand vor dem neuen Marktplatz, auf dem in Zukunft die Händler ihre Waren tauschen konnten. Einerseits stellte es ein Sicherheitsrisiko dar, ein paar ausgewählte Händler auf die Insel zu lassen, aber andererseits mußte dann nicht jeder brav vor der Brücke warten. Hier, auf dem neuangelegten Platz zwischen Brücke und eigentlichem Lager, konnten sich die Händler tummeln und mit den anwesenden Amazonen handeln. Eine Kontrolle an der Brücke würde es jedoch trotzdem geben, außerdem mußte jeder Händler dort seine Waffen lassen.
"Sieht gut aus. Ist soweit alles fertig?", fragte die Königin eine umstehende Erzamazone.
"Aber sicher. Der Platz ist geebnet und mit Steinen ausgelegt, eine Hütte zum Lagern der Sachen ist auch fertig. Schaut es euch an."
Sie winkte Mylanaa zu einer mittelgroßen Hütte, in deren Inneren es dunkel war. "Hier können dann Amazonengebräu sowie andere Handelsgüter untergebracht werden."
Mylanaa nickte zufrieden. "Muß jetzt nur noch eingeteilt werden wer wann hier arbeitet."
Die Erzamazone stimmte zu. "Ich werde es sofort veranlassen."


28.05.2002 21:39#21
Ishido Ishido kam durch den Wald auf die Brücke zum Lager, schon fast gesprungen... Herrlich er blickte auf, die Sonne lies den Fjord glänzen ein wundervoller anblick. Auf der Brücke versammelten sich schon die Wachen, sie wollten den ronin anscheinend empfangen...
Ishido: "Konnichiha! Ich suche die joouheika der aikan."



28.05.2002 21:53#22
Samantha Die Wachen schauten etwas erstaunt. Die Sprache des Fremden war ihnen unbekannt, aber sein Anliegen schien dringlich zu sein. Sie beschlossen einfach mal die KÖnigin zu holen, die würde schon irgendwas aus seinem Kauderwelsch heraushören können. Wer sonst.

Mylanaa stand vor dem neuen Marktplatz und grübelte gerade, ob sie lieber Holz oder Stein für den ersten Stand nehmen sollten. Holz wäre wohl billiger... Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als eine Wachamazone mit einem Fremden herankam.
"Er wollte irgendwas, aber keiner konnte seine Sprache verstehen", berichtete die Amazone.
Mylanaa betrachtete den Fremden.
"Danke, geh wieder an die Brücke, ich mach das schon."
Die Amazone ging und Mylanaa wandte sich an den Mann.
"Seid gegrüßt. Was wollt ihr?"



28.05.2002 21:58#23
Ishido Ishido: "Du sein kuxiin von aikan?"
Mylanaa schaute ihn komisch an und dann bemerkte Ishido erst... Ishido: "Oh ich entschuldigen. Ich nicht sein von diese Land hier, kommen von weit her. Ich sprechen fremde sprache für euch.
Kuxiin heißen bei mir in zu Hause Königin.
Und aikan sagen das hier schöne Frauen. Du bist die Königin von Frauen? Ich suchen nämlich..."



28.05.2002 22:19#24
Samantha "Das bin ich. Was kann ich für euch tun?"
Wirklich ein sonderbarer Zeitgenosse. Mylanaa musterte ihn verstohlen weiter, während sie ihn freundlich anlächelte.



28.05.2002 22:23#25
Ishido Ishido: "Das sein sehr gut."
Ishido nahm aus seiner Tasche einen Brief und zog aus dem langen Köcher das eingepackte Schwert.
Ishido: "Ich wurden gesand von Nek, dem Erzbaron aus Altem Lager, er gesagt nicht können kommen hier. Ich geben euch Brief und Schwert, und Erz hier..." Ishido überreichte Mylanaa die dinge...



28.05.2002 22:30#26
Samantha Nek. Hmpf. Mylanaas Brauen zogen sich zusammen und aus ihrer freundlichen Miene wurde plötzlich ein verletzt ärgerlicher Blick.
"Dieser Baron hat euch also geschickt", elender Überläufer, ging es ihr durch den Kopf, "was steht in dem Brief?"
Sie nahm alles in Empfang und schaute dann den Fremdländischen skeptisch an.


28.05.2002 22:34#27
Ishido Mylanaa s Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig, jetzt erinnerte er sich. Nek wurde auch ganz anders als dieser über Mylanaa sprach.
Ishido: "Ich nicht wissen was stehen in Brief. Nur geben Erz, Brief und Schwert. Nek sagen das nicht können kommen hier her, sein unmöglich für ihn. Obwohl hätten gerne gesehen du. Bitte tun was in Brief steht sein sicherlich wichtig!"


28.05.2002 22:46#28
Samantha Mylanaa nickte bedächtig. Ihm unmöglich zu kommen, tat er auch gut dran. Sie riß den Brief auf.
"Gut, danke. Richtet ihm aus ich werde das Schwert bearbeiten und dann eine Botin ins Alte Lager schicken, wenn es fertig ist."



28.05.2002 22:52#29
Ishido Ishido: "Ich wirklich danken euch. Kakei von hier, ihr habt schönes Haus. Doch nun Ishido wird gehen. Es seien lange weg zurück in Altes Lager und gefährlich auch. Ihr haben Fackeln für mich übrig? Ich nicht gut ausgerüstet." Ishido sah die Königing bittend an...



28.05.2002 22:55#30
Samantha Mylanaa rief ein paar Amazonen herbei, die sofort Fakeln holten. Kurz darauf wurden dem Fremden welche gereicht.
Mylanaa klemmte das Schwert unter den Arm und hielt den Briefn in der anderen Hand. Ihr blick traf wieder den des Fremden.
"Eine gute Heimreise. Wie war noch euer Name?"



28.05.2002 22:56#31
Ishido Ishido: "Ich sein Ishido, stehen immer zu euren Diensten wenn brauchen. Danken euch für Fackeln. Ishido nun gehen. Auf bald..."

Und so machte sich Ishido auf den Weg zurück ins Alte Lager...


29.05.2002 10:48#32
Samantha Ishido, komischer Zeitgenosse. Mylanaa schaute dem Kerl nach und wandte sich dann langsam um zur Schmiede. Innen legte sie das Schwert ab und nahm den Brief nochmal aus dem Umschlag und las ihn ein weiteres Mal. Der Baron wollte eine Silberverzierung in Form eines Kobrakopfes, anbei lag auch eine genaue Zeichnung davon. Mylanaa versuchte sich auf die arbeit zu konzentrieren und nicht an den Auftraggeber zu denken. Das wäre sicherlich nur hinderlich gewesen. Sie nickte ein paarmal, lehnte dann die Zeichnung deutlich sichtbar an ein Regal und fing an Silber zu erwärmen.



29.05.2002 18:50#33
Brach Die Kutsche und die Wachen konnte man schon von weitem her sehen, die silbernen Rüstungen schimmerten in der Sonne, ebenso die Verzierungen an der Kutsche, bald schon waren sie beim Brückentor, die Scavenger kamen zur Ruhe und die Wachen blickten sich um nach potenziellen Gefahren für Brach, dieser blieb ganz ruhig in seiner Kutsche sitzen und sah aus den Fenster.



29.05.2002 19:04#34
Samantha Mylanaa, die gerade ihren abendlichen Spaziergang durch das kleine Wäldchen machte, erblickte etwas in der untergehenden Sonne glänzen dass ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein Kutsche. Welch ungewöhnlicher Anblick. Langsam kam sie näher und wartete ab was passieren würde.



29.05.2002 19:12#35
Brach Die Tür zu der Kutsche ging langsam auf, der Wind wehte und brachte die Umhänge der Wachen flatterten im Winde und die Spannung war den Männern ins Gesicht geschrieben.
Ein schwarzer Stiefel trat auf den Boden, einen Umhang konnt man bereits erkennen, die SPannung stieg bis ins Unermessliche, dieser Typ der da rauskommen würde musste reich sein, einflussreich, stark, mächtig, wahrlich eine strahlende Person.
Der zweite Fuß folgte, blieb an einem herausstehenden Nagel hängen, Brach verlor das Gleichgewicht und schlug der Länge nach auf den Boden auf. Die Wachen sanken zusammen und griffen sich alle gleichzeitig auf den Kopf. Was für ein Tollpatsch, schnell halfen sie dem Händler wieder auf die Beine und es konnte weitergehen, einige Amerzonen kicherten.
8 Wachen blieben zurück und 2 begleiteten Brach, dieser schritt geradewegs auf irgendeine Amazone zu die da gerade herumstand und fragte:
"Ich suche jem. der mir eine Filiale auf eurem neuen Marktplatz zusichern kann, kennt ihr solch eine Person ehrenwerte Amazone ?"



29.05.2002 19:48#36
Samantha Mylanaa hatte dem tolpatischen Händler zugeschaut und ein Grinsen unterdrückt. Jetzt trat sie an ihn heran, während sie versuchte das Grinsen mit sichtlichen Schwierigkeiten zu unterdrücken.
"Eine Filiale auf dem neuen Marktplatz? Ich glaube ich kann euch helfen. Ich habe von euch gehört, ihr seid ein rennomierter Händler. Wendet euch an die Amazonen, die dort arbeiten, sie werden euch ein freies Plätzchen zeigen."


29.05.2002 20:01#37
Brach Brach verbeugte sich und ging dann zu den arbeiteten Amazonen. Nach einem kleinen GEspräch sah sich Brach um und beguteugelte die Hütten, hmmmm..zu klein, zu schmal, zu länglich, zu unvollkommen, hmm..die..die ist doch perfekt.
Brach betrat die Hütte,die einen zweiten Stock hatte und einen Keller, und betrachtete das Bauwerk genau.
"Meine Hütte !" rief er aus und rannte auf einen Stuhl zu der so im Raum stand und umarmte ihn.
Schnell wurden Schilder geholt auf denen Stand:
Suche Mitarbeiterin die gerne den Posten als Filialleiter in dem neuen Geschäft von Brach übernehmen will. Bitte melden sie sich in den vierten Hütte von rechts.



29.05.2002 20:18#38
Kitiara Kitiara verließ das Lager und begab sich in Richtung Fjord, um sich etwas ans Wasser zu setzen. Zu tun hatte sie eh nichts und im Lager war es ihr langweilig zwischen den ganzen Amazonen, die immer nur mit dem Schwert trainierten. Ach, gäbe es doch nur etwas zu tun, dachte sie.
Sie kam an den neuen Marktplatz, wo reges Treiben herrschte. Ihr gefiel der neue Marktplatz, denn hier würde es vielleicht bald Arbeit für sie geben und allgemein brachte dieser etwas mehr leben ins Lager. Am liebsten hätte sie noch an diesem Tage angefangen, in einem der Läden zu arbeiten.
Wie gerufen kam da nur das Schild, das´sie in Gedanken versunken fast umgerannt hätte. Da suchte jemand eine Filialleiterin. Das wäre doch genau das richtige für die Amazone. Schnell lief sie zu der Hütte, die auf dem Schild angegeben worden war.
Die Hütte war groß, scheinbar war derjenige, der sie ausgewählt hatte, ein erfahrener Händler, denn ein anderer hätte wohl die erstbeste Hütte genommen und sich erst später geärgert, dass sie zu klein war.
Langsam trat die junge Frau durch die Tür und sah sich um. Noch war die Hütte recht leer, doch schon bald würde sie mit allen möglichen Gütern gefüllt sein. Sie konnte sich schon sehen, als Filialleiterin inmitten einer Unmenge von Verkaufsgegenständen.
Dann sah sie den Mann, der in der Hütte stand und sprach ihn an. "Mein Name ist Kitiara, ich würde mich gerne um den Posten der Filialleiterin bei euch bewerben, wenn ich nicht schon zu spät komme"



29.05.2002 20:30#39
Brach Brach blickte die Amazone erstaunt an, so schnell hatte er nicht mit Freiwilligen gerechnet, toll und die sah recht arbeitseifrig aus. Bis jetzt war noch keine hier, sie war die erste aber das lies sich Brach nicht anmerken. "Naja, es haben sich schon sehr viele gemeldet...dutzende...hunderte...also sag mir ein paar Gründe warum ich dich nehmen sollte !"



29.05.2002 20:35#40
Kitiara Kitiara sah sich um. "Hunderte? Ich sehe nicht eine... aber egal. Warum solltest du mir den Job geben? Ganz einfach: Ich werde meine Arbeit ordentlich und gewissenhaft erledigen. Außerdem bin ich wohl eine der wenigen hier, die dir nicht für ein falsches Wort die Kehle aufschlitzen würde..." Was sie sagte, klang hart, aber es war die Wahrheit. Sie hatte selbst erlebt, wie gerne die Amazonen Männer quälten. Auch mit Brach würden sie keine Ausnahme machen, wenn er ihnen einen Grund gab.
"Also, wie sieht es aus?" Sie sah ihn an und lächelte leicht, denn sie war sich sicher, dass sie den Job bekommen würde.



29.05.2002 20:45#41
Brach Brach machte große Augen, Frauen die Kehlen aufschlitzten ? Wo war er hier bloß hingeraten, Frauen sind doch einfühlsame nette Lebewesen, so zwart wie ein Frühlingshauch und so lieblich wie das singen der Vögel. Der Händler trat einen Schritt vor die Hütte und betrachtete die Umgebung. Frauen schlugen Frauen, sie trainierten mit riesigen Speeren und Schwertern, das waren...Bestien, Furien. Schnell verkroch er sich wieder in die Hütte, ging gazn nahe zu Kitiara und machte irgendwie einen ängstlichen Eindruck:
"Ja, ihr habt den Job..unter den 100 Amazonen seid ihr die beste, wenn ihr wollt könnt ihr gleich mitkommen ins alte Lager auf den Marktlpatz und Waren mitnehmen, Material für die Einrichtung und sonstiges...ist mir egal..hauptsache ich bin hier bald weg !"



29.05.2002 20:51#42
Kitiara Kitiara lächelte nun stärker. Hatte sie es doch gewußt.
"Nun gut, gehen wir ins Alte Lager, auch wenn ich nicht gerne dorthin gehe. Aber ohne Waren und Einrichtung werde ich hier wahrlich wenig zu tun haben." Sie wollte sich schon umdrehen und die Hütte verlassen, doch dann wand sie sich nochmal Brach zu.
"Aber bevor wir gehen, sollten wir noch über meinen Lohn sprechen" Sie grinste.



29.05.2002 21:03#43
Brach Brach ergriff Kitiaras Hand und sagte den Wachen sie sollen derweil hier bleiben. Diese fühlten sich gar nicht wohl bei diesem Gedanken. 2 Männer unter was weiß ich wieviel Frauen. Als der Händler und die neue Filialleiterin so durchs Lager gingen, Brach hilet sich fest an ihrer Hand an rotzte eine Amazone gerade mal so auf den Boden und eine andere lag schnarchend auf dem Boden. Brach war sehr angewiedert, von Männern war er das gewohnt aber von Frauen ? Nein soetwas hatte er noch nie gesehen.
Gott sei Dank waren sie bei der Kutsche angelangt, Kitiara sah etwas verwundert drein als Brach sie bat einzusteigen aber dies tat sie dann doch, Brach stieg ebenfalls eiligst ein.
Die Fahrt zurück ging los, weg von den Barbarinnen und zurück zu den üblichen Barbaren.
"Also ...dein Lohn wird relativ hoch sein als Filialleiter, brauchst dir keine Sorgen mchen ums Erz, du bekommst solange du bei mir arbeitest kostenlose Ausrüstung, also Waffen und Rüstungen und was weiß ich. Ist das gut so ?"


31.05.2002 13:20#44
Samantha Wie wild hüpfte Mylanaa umher, hier ein Schlag, dort ein Hieb, der Baum wollte einfach nicht weichen. Immer wieder bohrte sich die scharfe Speerspitze in die weiche Rinde, Saft spritzte und Stücke flogen umher.
"Komm her, wehr dich, los. Steh nicht so blöd rum, dich krieg ich auch noch klein", rief die Amazonenkönigin dem Baum zu, während sie weiter auf der Stelle hüpfte, sich drehte und schwierige Stoßkombinationen gegen den unschuldigen Baum ausführte. Was Krigga wohl dazu gesagt hätte wenn er das gesehen hätte. Aber er sah es ja nicht. Mylanaa grinste und hüpfte weiter.

Neben Mylanaa saß ein Wolf, den Kopf leicht gedreht, die Ohren gespitzt und die Augen wachsam auf das seltsame Geschehen gerichtet. Ab und zu drang ein leises Jaulen aus seiner behaarten Kehle. Was stellte das Frauchen da mit dem armen Baum an?
Krachend knallte die Speerspitze wieder in das weiche Holz, ein weiteres Stück Rinde flog in hohem Bogen über den Hof. Jaulend zog der Wolf den Kopf ein und versteckte die feuchte Schnauze unter einer Pfote. Das konnte ja keiner mit ansehen...



31.05.2002 14:15#45
Samantha Ratsch, schon wieder ein Schlag. Das konnte doch so nicht weitergehen, der arme Baum. Wehrlos wie er war, unschuldig hier hingepflanzt worden, ohne Beine die ihn aus der Gefahrenzone tragen könnten. Unfaßbar, diese rohe kaltherzige Amazone...
Todesmutig setzte der Wolf zum Sprung an. Seine Augen fixierten den Speer, schätzten die Entfernung ab und berechneten blitzschnell den Abstand der Zähne auf dem Griff. So mußte es gehen.
Selbstlos stürzte er vor, die Ohren flatterten im Flug und die Zunge hing schief aus dem Maul. Mit einem sicher berechneten Biss schnappte er sich den Speer, riß ihn der Amazone aus den Händen und stellte sich so zwischen den unschuldigen Baum und seiner Schänderin. Ein Knurren entwich seiner Kehle. Das Mordinstrument sicher zwischen den scharfen Zähen, landete er auf allen vier Pfoten. Er wußte, sie würde wütend sein. Sicherheitshalber fing er schonmal an zu spurten.
Mylanaa wußte gar nicht wie ihr geschah. Plötzlich kam etwas Felliges von links, entriß ihr den Speer und verschwand damit in einer Staubwolke. "Hey, du Mistvieh, komm zurück! Was fällt dir ein?! Für dich steht eine Woche Futter auf dem Spiel! Hey!!"
Aufgebracht fing die Amazone an dem frechen Tier hinterher zu rennen.
Immer wieder drehte sich der Wolf um. Oh, sie folgte. Wie spaßig. Diese Zweibeiner sahen immer so seltsam aus wenn sie rannten.
Kurz blieb er stehen und beobachtete das Schauspiel. Doch dann mußte er schon weiter, sie hatte ihn fast erreicht. Mit einem freudigen Quieken hüpfte er weiter, über Baumstämme, durch das Unterholz und immer weiter hin zum Meer.


31.05.2002 21:22#46
Frosty falscher Thread....



31.05.2002 21:46#47
Nellas Was für ein Tag, erst die Beisserställe, dann die Scavenger und zum Schluss noch Training mit den Schülerinnen im Lanzenkampf. Erschöpft und verschwitzt stand die Kriegerin im Hof und sah sich um, erstmal waschen, das musste jetzt sein. Zielstrebig schritt sie zum Brunnen und kurbelte und kurbelte und kurbelte... Als der Eimer schließlich oben war, war der Schweiss schon getrocknet, aber naja...
Sie tauchte die Hände ins Wasser und schwappte sich das Nass ins Gesicht und über den Oberkörper. Erfrischend, sehr erfrischend, das tat wirklich gut. Die Erzamazone entschloss sich, an diesem relativ warmen Tage, den Eimer gleich im Ganzen überzukippen. Ein Schock fuhr durch ihren Körper, wow, das war doch etwas zu kalt.
„Brrr, verdammt war das kalt!“
Sie schüttelte sich etwas und rückte die nasse Rüstung zurecht, dann stapfte sie Richtung Haupttor.

Ein amüsiertes Kichern erklang vom diesem her, als Nellas vom Brunnen her hinaus zum Strand wollte, neugierig kam sie näher und stieg hinauf. Die Wachen sahen erheitert hinüber zum Strand, die Königin schien zu joggen...zumindest auf den ersten Blick. Wenn man genauer hinsah, dann erkannte man, was sie da wirklich tat, jagte den Wolf, der ihr offenbar ihren Speer entwendet hatte. Und ihm schien es sichtlich Spass zu bereiten. Nellas sah sich das kurz an und schaute dann zu den Wachen.
„Nana, was gibt’s da zu lachen? Das ist die Königin, also bitte etwas mehr Respekt...auch wenn’s lustig aussieht...“
Die Amazonen unterdrückten ihre Freude etwas und Nellas stieg wieder hinunter, trat durch das Tor und ging langsam näher zum Strand, blieb dann aber stehen und sah weiter den Beiden bei der Jagd zu...



01.06.2002 12:23#48
Samantha Endlich, der Wolf war besiegt und in den Stall gesperrt. Strafe mußte sein. Mylanaa versuchte, das wimmernde Jaulen zu überhören, auch wenn es ihr im Herzen wehtat. So ein freches Viech, der Arrest würde ihm sicher gut tun. Die Amazonenkönigin schaute hinauf zum Himmel. Ein wundervoller Tag, die Sonne strahlte hernieder und erwärmte alles. Langsam schlenderte Mylanaa auf die Brücke zu. Ein kleiner Spaziergang, das wäre jetzt genau das richtige.
Gerade wollte sie zum Strand abbiegen, als ein Baum neben ihr zu leuchten anfing. Die Amazone blinzelte. Leuchten? Ein Baum?
"Hör zu!", hallte plötzlich eine dröhnende Stimme in Mylanaas Kopf, sodass sie vor Schmerz zusammenzuckte und die Hände an die Schläfen hielt. "Du wirst ins Alte Lager gehen."
Mylanaa schaute etwas verdutzt. Altes Lager? Sie? Was war das denn? "Ehrenwerte Donnra? Ich ergebe mich euch. Aber sagt mir, was soll ich dort im Alten Lager?"
Der Baum glühte immer noch und die Stimme ertöne erneut. "Traust du deiner Göttin nicht? Folge einfach meinen Weisungen. Du wirst schon finden was es zu finden gibt."
Damit erlosch das Glühen ebenso plötzlich wie es gekommen war. Mylanaa schaute sich schnell um. Da war keiner. Auch die amazonen an der Brücke schienen nichts bemerkt zu haben. Eigenartig. Ihr Blick fiel wieder auf den Baum. Eine Halluzination? Aber was wenn nicht? Sollte sie nicht lieber den Weisungen der Göttin folgen?
Sie mußte. Es gab keinen Ausweg. Der Speer klemmte noch sicher auf ihrem Rücken. Entschlossen schritt Mylanaa über die Brücke, ihr Ziel war das Alte Lager.


01.06.2002 14:06#49
Tak Tak und die 15 Söldner erreichten nach einer Reise, die ledinglich von zwei Scavengern unterbrochen worden war, das Amazonenlager. Es war alles wie sonst. Der Gildenlose ließ den Zug stpppen und blickte sich kurz um. Dort, kurz vor der Brücke... Jo, das war der geeignete Ort. Der Konvoi setzte sich wieder in Bewegung.
Als sie die Brücke fast erreicht hatten, zogen die Wachamazonen plötzlich ihre Waffen. "Alarm!" schrie eine auch noch, sofort kamen weitere Kriegerinnen herbei.
Tak drehte sich überrascht um, und stellte fest, das auch die Söldner ihre Waffen gezogen hatten. Flagg hielt seine schwere Zweihandaxt bereit, und Randall stand ruhig da, sein Sturmbogen war gespannt und er zielte genau auf den Kopf einer Amazone. Auch die restlichen Söldner waren kampfbereit... "Mist..." murmelte Tak, der als einziger seine Waffen stecken ließ. er ging ein paar Schritte auf die Amazonen zu, Speere wurden in seine Richtung gerückt, Bögen wurden auf den Gildenlosen gerichtet...
Als es Tak zu gefährlich schien, noch weiter zu gehen (diese Frauen waren nunmal sehr empfindlich), stellte er sich hin und fing an, laut und deutlich auf beide Parteien einzureden.
"Amazonen, wir sind nicht hier hergekommen, um einem Krieg zu beginnen oder sowas, sondern wir haben friedliche Absichten."
Die Amazonen beäugten ihn misstrauisch, ihr Speere ließen sie nicht sinken. "Waffen wegstecken!" wandte sich Tak an die Söldner. "Aber dann sind wir wehlos!" rief Flagg zurück. "Ich sagte: Waffen wegstecken, habt ihr das nicht gehört?" Wenn diese Söldner das nicht sofort taten, würde es noch ein Massaker geben... Aber sie taten es.
Murrend zwar, aber sie taten es.
"So, ich möchte nicht, das hier jemand zu Schaden kommt, okey? Ich bin in friedlicher Absicht hier hergekommen, ich will nicht einmal ins Lager..." wandte sich Tak wieder an die Amazonen. Etwas später ließen auch sie endlich die Waffen sinken...
Der Gildenlose ging wieder von der Brücke herunter, die Söldner guckten zumeist in Richtung der Amazonen. Sie hatten zwar ihre waffen weggesteckt, aber es waren immernoch sehr viel mehr Kriegerinnen am Tor als sonst üblich. Tak interessierte das nicht weiter. Er suchte einen geeigneten Platz und fand ihn ungefähr 50 Meter vor der Brücke.
"Pit, Ugly, Ulman, Holz holen..." hieß es anschließend. Die Arbeit begann.


01.06.2002 15:01#50
Kitiara Die Karren erreichten die Brücke und überquerten diese. Die Amazonen sahen sie zwar misstrauisch an, doch als sie Kitiara als eine der ihren identifizierten, ließen sie die Karren passieren. Vor der Hütte, die Brach ausgesucht hatte, blieben sie stehen und Kitiara sprang vom Karren. Die Männer sanken zu Boden und ruhten sich aus. Doch so ging es natürlich nicht. "Hey ihr Faulpelze! Los, bringt die Sachen in die Hütte. Wofür werdet ihr denn bezahlt!?!"
Die Männer erhoben sich wieder murrend und entluden die Karren, brachten die Schränke und Regale in die Hütte und brachten die Waren darin unter. Auch die Truhen fanden ihren Platz. Darin bewahrte sie die kleineren Dinge auf. Kitiara stand während dessen in der Hütte und gab Weisungen, wo was hinzukommen hatte, was jedes Mal mit einem Murren der Männer quitiert wurde. Ihr war das gleich, sie wollte sich nicht mit den Männern anfreunden und irgendwie machte es ihr nach einer Weile sogar Spass, sie Sachen an den falschen Platz stellen zu lassen, um sie direkt danach wieder umstellen zu lassen.

Ihr Hass auf Männer war nicht verschwunden, er hatte nur geschlafen und sich versteckt. Als die Männer endlich fertig waren, betonte Kitiara noch einmal, dass sie viel zu lange gebraucht hatten und entließ sie danach, woraufhin sie recht schnell mit den Karren wieder verschwunden waren. Sie selbst ging in den Laden und setzte sich auf einen Stuhl. Einen Laden habe ich jetzt, fehlen nur noch die Kunden, dachte sie sich.



01.06.2002 15:27#51
Tak Die Söldner hämmerten, sägten, buddelten. Balken für Balken näherte sich das zukünftige Gasthaus seiner Vollendung (bis dain würde es aber noch ewas dauern).
Die Amazonen schienen inzwischen nicht mehr ganz so ängstlich zu sein, jedenfalls waren einige der Wachen wieder ins Lager verschwunden. Tak gab ein paar Anweisungen, was wie gemacht werden sollte, Flagg beobachtete die Amazonen - nur für den Fall, das sie auf die Idee kommen sollten, irgendwie hier Quatsch zu machen - Randall kümmerte sich um die Beißer. Kurz: Es lief alles zufriedenstellend.
"Nein, der Balken kommt dort hin...!" rief Tak einem der Söldner zu, wärend er sich schon über den nächsten Schritt Gedanken machte.
Wer sollte das Gasthaus betreiben? Eine Amazone wäre ideal... Aber wo sollte er eine herbekommen?



01.06.2002 15:46#52
Nellas Nellas stand schon eine Weile auf dem Nordwestturm und beobachtete das Treiben der Söldner, dann kamen noch andere, ein Konvoi, schien aber diesmal Brachs Leute zu sein...was hier so alles los war, früher hätte es das nicht gegeben...Aber die Zeiten änderten sich, selbst sie hatte teilweise an Hass verloren, das Leben war schon seltsam.
Langsam stieg sie von dem Turm hinunter und schlenderte über den Hof. Gerade wollte sie ihre Rüstung ablegen und sich unter einem Baum niederlassen um sich zu sonnen, was tat man schließlich nicht alles für einen schönen Körper, als sie ihren Namen vernahm. Zumindest glaubte sie das, suchend sah sie sich um. „Nellas, hörst du schwer?!“
Drang es jetzt schon lauter an ihre Ohren und sie erblickte Thaleia, die gemächlich auf sie zukam.
„Mädel, du wirst doch nicht etwa alt?“
Die Hohepriesterin grinste die Erzamazone an und blieb vor ihr stehen. „Hör mal, meine Vorräte gehen zur Neige...ich brauche Blut, neues frisches Blut. Kräuter bekomm ich schon, da hab ich jemanden gefunden der mir das holt...nochmal schicke ich da keine Amazonen hin.“
Sie grinste noch breiter, als sie an den Templer dachte, der da wohl jetzt gerade um sein Leben rannte...
„Jedenfalls, Blut...genau...Schattenläuferblut um genau zu sein...Männerblut ist schwer zu beschaffen und sehr riskant, dir das anzuvertrauen hieße einen Krieg auszulösen, ich kenn dich doch.“

Nellas kratzte sich hinterm rechten Ohr und grinste ebenfalls etwas, ja, da hatte die Frau recht, das wäre sicher nicht klug...
„Ok, ich besorg dir das Blut, kein Problem...aber sag, woher bekommst du Männerblut? Wer besorgt dir das? Mylanaa? Die ist heut irgendwann weg...“ Thaleia dachte kurz nach und schüttelte dann den Kopf.
„Nein, Mylanaa nicht, keine Ahnung was dir wieder ausheckt. Aber ich hab da schon so eine Idee, woher ich das Blut bekomme...die Ausbeute wird wohl nicht so hoch wie üblig sein, aber immer hin Männerblut und kein Konflikt...ich hoffe nur, dass das so klappt wie ich mir das vorstelle...“

Innerlich schien sich die Priesterin die Hände zu reiben, Nellas hatte keine Ahnung, was die Frau vorhatte.
„Na ok, ich werde mich dann gleich mal auf den Weg machen, wieviel brauchst du? Reicht einer?“
Die Magierin dachte wieder kurz nach und nickte dann,
„Ja, könnte reichen, aber holt so viel wie möglich raus, dann müsst ihr nicht so schnell wieder los.“
Noch ein Handschlag zum Glückwünschen, dann ging Thaleia wieder zurück in ihre Räumlichkeiten. Nellas sah sich indessen um und überlegte, wen sie alles mitnehmen könnte.

Lena war sicher dabei, die war bei sowas immer dabei...Anapholia sicher auch...naja, da würden sich schon ein paar finden. Also machte sich die Erzamazone sofort daran ein paar anderen Kriegerinnen zusammenzusuchen, auch zwei Jägerinnen, die ihr Handwerk meisterhaft verstanden, durften nicht fehlen. Alle mussten natürlich wenigstens reiten können, einige weitere auch mit der Lanze umgehen können.

Nach einiger Zeit, vielleicht zwei Fuss, die der Schatten des großen Pfahls zurückgelegt hatte, was etwa eine Stunde sein mochte, hatte Nellas die Gruppe fertig und abmarschbereit.
Ein wenig mit Stolz erfüllte sie der Anblick der Reiterinnen, dann lächelte sie und sah von einer zur anderen.
„Also dann, ihr wisst worum es geht, packen wir’s an!“
Nellas gab ihrem Beisser, der auf den Namen Rudi hörte, die Sporen und ritt los, die anderen folgten. Zügig durchritten sie das Haupttor, dann das Brückentor. Nachdem die Brücke überquert war, ging es, noch immer im Trab, an den Söldnern vorbei und hinauf in die Berge in Richtung der Wälder...



01.06.2002 21:36#53
Bradwen TC kam angelaufen. Er sah eine Brücke und davor befand sich eine Baustelle. Dem Bauer zufolge sollte Tak dort sein. TC ging zur Baustelle. Er sprach einen Mann an, von dem er dachte das er Tak ist. "Seid ihr Tak?" fragte er. der mann nickte. "Ich grüße euch, ich würde mich gern eurem imperium anschließen"


01.06.2002 21:51#54
Tak Tak ließ seinen Krautstengel zu Boden fallen, wo er noch etwas weiterrauchte bevor er erlosch.
"Das willst bei uns mitmachen? gut. Dann kannst du gleich mal anfangen, beim Bau zu helfen."
Tak holte einen der Söldner heran, Randall um genau zu sein. "Dieser Bandit heir möchte uns helfen.Zeig ihm, was er so tun kann." Randall nickte und gebot dem Banditen mit einer leichen Kopfbewegung, das er ihm folgen solle. Zufrieden guckte Tak den beiden nach, und beobachtete, wie sich der Bandit auch fleißig an die Arbeit machte.



01.06.2002 22:08#55
Bradwen Ich danke euch Imperator sagte TC und deutete aus respektsgründen und nicht aus Unterwürfigkeit mit dem Kopf eine Verbeugung an. Dann folgte er dem söldner. Randall zeigte ihm seinen Arbeitsplatz. TC begann sofort zu Arbeiten. Er war handwerklich schon immer begabt und so konnte er schnell und auch relativ akkurat arbeiten. Es reichte in jedem Fall für dieses Gebäude aus.


01.06.2002 22:57#56
Tak Hm, der Bandit war wohl ein ganz guter Arbeiter, aber davon hatte Tak eigendlich genug...
"Hey, komm mal her!" rief er ihm zu. Als der Bandit dann auch gehorsam ankam, zog Tak plötzlich sein Schwert und hielt es ihm unter die Nase. Er wich erschrocken zurück und Tak grinste hinterlistig.
"Wie gut kannst du damit umgehen?" fragte er den Banditen.



01.06.2002 23:02#57
Bradwen TC lächelte. Findet es raus! sagte er und zog Drachenklinge. Er rückte seinen Crawlerpanzer zurecht und stellte sich in Kampfposition. Die linke Hand nach vorn das Schwert in der rechten Hand schräg vor das Gesicht haltend. Wie gut könnt IHR damit umgehen, Imperator?



01.06.2002 23:09#58
Tak "Finde es heraus..." Tak lächelte auf seine seltsame Art. Er hielt das Schwert locker in der Hand und beobachtete den Banditen genau. Tak wartete auf den Angriff... Und das musste er nicht lange tun.
TC attackierte, aber Tak konnte den Schlag ohne weiteres abwehren und ging nun zum Gegenangriff über.
Bald war das Gefecht in vollem Gange.



01.06.2002 23:23#59
Bradwen TC blockte einen schweren Hieb von der Seite ab und konterte mit einem Ausfall. Tak war TC körperlich überlegen aber TC war sehr behende und im Umgang mit der Klinge genauso bewandert wie der Imperator. TC setzte zu einem mächtigen Schlag auf Taks Schulter an. Drehte sich aber im letztem Moment und führte den Hieb auf Taks Bein. er wich aus. Ihr seid gut sagte TC. Tak griff wieder an. Der Schlag ließ TC stolpern und zu Boden gehen aber noch im Fallen drehte er sich und trat Tak die Beine weg.



01.06.2002 23:42#60
Tak Jetzt lagen sie also beide am Boden. Aber nicht lange... Sie hatten sich schnell wieder aufgerappelt und weiter gings.
Tak wehrte einen Schlag ab und grinste.
"Bisher hab ichs dir viel zu leicht gemacht..."
Tak griff wieder an, doch als TC abwehrte, packte der Gildenlose den Arm seines Gegners. Es gelang dem Banditen gerade noch rechtzeitig, sich wieder loszureißen, denn Tak hatte schon längst zum nächsten Hieb angesetzt. Als TC diesmal abwehrte, bekam er einen heftigen tritt in die Magengegend. Zwar verhinderte die Crawlerrüstung ernsthafte Schäden, aber der Bandit war ernsthaft aus dem Gleichgewicht gebracht...



02.06.2002 00:06#61
Bradwen TC stürzte nach hinten. Drehte sich aber rechtzeitig weg um Taks nächstem Schlag zu entgehen. Dann rollte er sich wieder auf die Beine. Er lächelte er wieder. Ich dachte ihr wolltet es mir jetzt schwerer machen Dann kämpften sie weiter. Jetzt war die Zeit gekommen etwas auszuprobieren. Er wartete Taks nächsten Angriff ab. Tak versuchte TC mit einem Rückhandhieb zu erwischen. Da ließ TC sein Schwert fallen. Und packte Taks Handgelenk. Dann drehte er sich unter dem Arm von Tak hindurch. Dabei verdrehte er den Arm so schnell das Tak leicht vom Boden abhob und wieder im Liegen nach Unten kam. TC wusste das diese Technik sehr schmerzhaft für den arm war, aber er wolte zeigen was er drauf hatte und er war sich sicher das Tak keine Schäden davon getragen hatte. Tak rappelte sich auf und TC hob sein Schwert auf.



02.06.2002 00:23#62
Tak Tak grinste hämisch, wärend er wieder aufstand.
"Pass bloß auf, du machst mich noch sauer..."
Dieser Bandit war wirklich gut. Jetzt war endgültig Schluß mit lustig... Als TC zuschlug, wich Tak zur Seite aus und schlug seinem Gegner die Beine weg. Der Bandit landete geräuschvoll auf dem Hinterteil. Mit Mühe gelang es ihm, Taks Schläge abzuwehren während er krampfhaft versuchte, wieder auf die Beine zu kommen. Irgendwann gelang es TC auch, wieder aufzustehen, aber Tak griff nun sehr schnell und unnachgiebig an. Er hatte den Banditen inzwischen voll in die Defensive gerängt.
TC wherte sich tapfer, aber so langsam sah es schlecht aus für ihn. Plötzlich warf sich Tak mit seinem gesamten Gewicht gegen seinen Gegner. ThunderCrash crashte auf den Boden, und zu allem Überfluss ließ er noch sein Schwert los.
"Du bist gut." meinte Tak und hielt ihm sein Katana an die Kehle. "Du hast Talent... Ja, Leute wie dich kann ich gebrauchen."
Flagg, der den Kampf beobachtet hatte, grinste.



02.06.2002 15:23#63
Bradwen TC hatte diesen Abend bei der Baustelle übernachtet. Der Kampf mit Tak hatte ihm gezeigt das er noch einiges Training nötig hatte. Als er gerade Pause hatte. Setzte er sich mit ein paar Söldner unter einen Baum und ließ sich alles nötige übers Imperium erzählen. Einige von ihnen kannte er schon aus dem Neuen Lager. Dann musste er wieder an die Arbeit. Es ging gut voran. Bald würde die Taverne fertig sein.



04.06.2002 11:23#64
Samantha Eilig kam Mylanaa ins Amazonenlager gesprungen, verschwitzt vom Rennen und außer Atem. Ohne Umschweife passierte sie die Brücke, ignorierte die verdutzten Blicke der Wachamazonen, befahl auf dem Hof einer Amazone eine Versammlung der höchsten Amazonen einzuberufen und verschwand im Thronsaal.
Außer Atem ließ sie sich auf den Thron fallen. Ihre Gedanken waren wirr, wie ein kleines Kind freute sie sich dass endlich mal wieder was los war. Nach und nach trudelten die Erzamazonen ein, die Gesichter von Neugier gezeichnet, was die Königin jetzt wieder ausheckte.
Als alle eingetroffen und an der langen Tafel Platz genommen hatten, stand Mylanaa auf, schritt an die Frontseite des Tisches und fing an zu sprechen: "Amazonen, unsere werte Göttin Donnra hat mich ins Alte Lager geschickt mit dem Wissen, dass dort etwas Aufregendes auf uns wartet. Wir können mal wieder unserem Ziel ein Stück näherkommen, dem Ziel, allen Frauen der Barriere die Freiheit zu ermöglichen."
Sie machte eine kunstvolle Pause und schaute in die gespannten Gesichter. "Ich habe eben im Alten Lager von einem Konvoi erfahren, der nächte Woche nach Drakia aufbrechen wird. Wir haben gute Chancen, es wird nur ein Erzbaron und einige Gardisten mitkommen. Wenn wir einen guten Plan aushecken, können wir den Zug überfallen und die Frau befreien."

Mylanaa schaute freudig in die Gesichter. Die Erzamazonen fingen an sich zu unterhalten, Aufregung erfüllte spürbar den Raum.
"Ich denke wir machen gleich mal ein paar Vorschläge, wo und wie wir einen Hinterhalt bilden können."
Mylanaa holte Papier und Tinte hervor und setzte sich ebenfalls an den Tisch.


04.06.2002 14:52#65
Tak "Wunderbar... Jetzt fehlt nur noch jemand der hier den Laden schmeißt." Tak besah sich zufrieden die Innenausstattung. Alles bestens. Es hatte ja auch lange genug gedauert, aber jetzt war das Gasthaus endlich fertig. Fehlten nur noch Wirt/in, Waren und Gäste.
Ein Söldner kam herein. "Randall is wieder da mit den Waren!" Tak grinste. Nur noch Wirt/in und Gäste. Der Gildenlose ging wieder nach draußen und zündete sich einen Traumruf an, während die Söldner Wein, Bier, Reisschnaps und das übrige Zeugs ins Gasthaus brachten.



05.06.2002 15:17#66
Tak quote:

FÜR DIESES GASTHAUS WIRD NOCH EINE BETREIBERIN GESUCHT! INTERESSENTINNEN BITTE BEIM SÖLDNER PIT MELDEN!



Tak betrachtete den Zettel. Die großen roten Buchstaben waren auch noch aus einiger Entfernung sichtbar.
Der Gildenlose befestigte ihn an der dem Amazonenlager zugewandten Seite des Gasthauses, so dass er jeder Amazone, die das Lager verließ, auffallen musste. Pit, ein ausgezeichneter Schwertkämpfer und guter Bogenschütze, stand daneben und nickte.
"Du weißt, falls sich eine Amazone meldet, schick einen Boten zu mir." wandte sich Tak an den Söldner, der daraufhin ein weiteres Mal nickte. "In Ordnung, gehen wir." Der Gildenlose machte sich nun mit 12 Söldnern und dem Banditen Thunder Crash wieder auf den Weg zurück zur Höhle. Pit hielt mit zwei weiteren Kriegern die Bude fest.



05.06.2002 18:20#67
Samantha Verstohlen klopfte es an der Tür zum Kaminzimmer. Mylanaa schaute von dem Pergament auf.
"Ja, herein?"
Eine Amazone trat ein und schloss sofort wieder die Tür hinter sich. "Oh, Selda, setz dich. Warst du erfolgreich?"
Die Amazone namens Selda nickte geheimnisvoll und setzte sich neben Mylanaa. Ohne ein weiteres Wort zog sie ein Päckchen aus der Tasche und beförderte ein Fläschchen mit einer durchsichtigen Flüssigkeit zutage.
"Oh, ist es das?"
"Ja, hochkonzentriert und sofort wirkend", sprach Selda zum ersten mal. Mylanaa untersuchte das Fläschchen eingehen. Schließlich öffnete sie es und roch daran.
"Man riecht ja gar nichts..."
Selda nickte nachdrücklich. "Stimmt, völlig spurlos. Einmal ins Blut gekommen und es lähmt sofort den gesamten Körper. Schnell und geräuschlos." Sie grinste hinterhältig.
"wunderbar, genau das was wir brauchen", murmelte Mylanaa.
"Am geschicktesten träufelt man etwas davon auf die Pfeilspitzen, dann wirkt es gleich beim Eindringen in den feindlichen Körper", fuhr die geheimnisvolle Amazone fort.
Mylanaa klopfte ihr anerkennend auf die Schulter. "Danke Selda, du erstaunst mich wirklich jedes mal von neuem. Wir bräuchten übrigens dann mal wieder eine Spionin im alten Lager..."
"Wird gemacht", meinte Selda sofort. Sie zwinkerte der Königin zu und verschwand dann genauso lautlos wie sie gekommen war.
Mylanaa saß noch eine Weile auf dem Sofa und starrte mit einem zufriedenen Grinsen das fläschchen an. Bis morgen war noch viel zutun, diese Flüssigkeit würde ihnen noch große Dienste leisten...



05.06.2002 18:43#68
hoRny aPe "Tach die Damen, nettes Outfit, obwohl ich eher auf hautenges Leder stehe...OH, äh, hehe, selten so einen meisterhaft geschmiedeten Speer gesehen, und noch dazu so scharf, ich kann mich fast drin spiegeln, öhm,.."

aPe räusperte sich verstohlen und bedachte die funkelnde Speerspitze auf das Grübchen zwischen seinen Augen gerichtet war mit nervösen Blicken. Normalerweise fand er Mädchen mit Spielzeug ja ganz niedlich, aber wenn es sich um einen meterlangen, rasiermesserscharfen Speer handelte und in den Augen der betreffenden holden Maid dieser gewisse Kiss-your-ass-goodbye-Blick aufflammte sah die Sache doch etwas anders aus. Der Affe rollte mit den Augen, legte seine Fingerspitze auf den Speer und schob ihn mit befriedendem Lächeln unter sanftem Druck langsam beiseite.

"Ähm, hier liegt ein Missverständniss vor, glaube ich. Mein Name ist aPe, hoRny aPe, bitte achtet auf die Schreibweise. Ich befinde mich derzeit in einer psychisch etwas segmentierten Verfassung um genauer zu sein bin ich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Zu diesem Zweck durchstreife ich ziellos die Kolonie, besuche alle möglichen Lokalitäten, plausche mit allen möglichen und unmöglichen Individuen, saufe alles mögliche an leberschädigendem Gesöff, entjung... errette alle möglichen Jungfrauen aus den Klauen gar gräulicher Fiesewichte, manövriere mich alle naselang in alle möglichen Fettnäppfchen und tick auch sonst nicht ganz richtig. Nun, öhm, ja. Würdet Ihr mit eventuell Zutritt zu Eurem schönen Lager gewähren? Ach übrigens, Euer Haar sitzt heute einfach zauberhaft."



05.06.2002 18:47#69
Die Amazonen Die Wachamazone mußte unweigerlich kichern, was ihr einen bösen Blick ihrer Kollegin einhandelte. Augenblicklich wurde sie wieder ernst, zwinkerte dem verrückten Affen aber unmerklich zu.
"Wir können euch nur mit einem guten Grund einlassen. Wollt ihr zur Königin?"


05.06.2002 18:51#70
hoRny aPe "Hmm, also wenn Ihr schon so fragt, dann, äh, jaja, ich will zur Königin, klar. Vielleicht hilft mir ihre Weisheit auf meinem langen Weg ins Ungewissen den ein oder anderen Meilenstein zu entdecken."
aPe räusperte sich und bedachte die beiden Emanzen mit einem erwartungsvollen Blick.
"Also darf ich jetzt rein? Ich bin auch ganz lieb und kann auf Kommando Männchen machen und mit Bällchen jonglieren. Achja, und feuerspucken!"


05.06.2002 19:00#71
Samantha Die Amazone mußte nochmal kichern, dann nickte sie.
"Ich werde euch zur Königin bringen."

Der Weg führte sie durch das kleine Wäldchen, vorbei am neuen Marktplatz, bis die beiden ungleichen Gestalten schließlich in das eigentliche Lager drangen und auf das Hauptgebäude zusteuerten.
Mylanaa war inzwischen schon wieder im Thronsaal und musterte den ausgebreiteten Angriffsplan. Als sich die Tür mit der Amazone und dem behaarten Besuch öffnete, rollte sie das Pergament schnell zusammen und verstaute es sicher an ihrem Gürtel.
"Oh, Besuch."
Sie kam neugierig auf den Affen zu.



05.06.2002 19:04#72
hoRny aPe "Salve, werte Königin der Amazonen. Soweit ich mich erinnern kann sind wir uns schonmal begegnet, damals im Krieg gegen die Untoten. Heißa, das war ein Fiasko was? Ich meine, dieser riesige Haufen von stinkendem, untoten Fleisch mit ihren Fratzen wie aus nem Pferdeapfel geritzt und ihrem ekelhaften Mundgeruch, bäh, das war ein richtig widerliches, ekelerregendes, grauenhaftes, brechreizerregendes und sauluschtiges Massaker! Ähmja. Warum bin ich eigentlich hier? Vorhin wusst ichs noch. Ihr seid nicht zufällig in Telepathie bewandert oder?"



05.06.2002 19:10#73
Samantha "Öhm...nein."
Mylanaa schaute etwas verwirrt aus ihrer prachtvollen Rüstung. Was war denn das für ein Witzbold? Achja natürlich, so dunkel erinnerte sie sich. Damals im Krieg war er ihr schonmal begegnet, wie hatte sie das nur vergessen können. Soeiner prägte sich doch ein...
"Aber ich erinnere mich an euch. aPe, nicht wahr? Der mit der komischen Schreibweise." Sie mußte lachen.
"Nunja, wenn du schonmal hier bist, setz dich doch."
Völlig unerwartet kam eine Amazone hereingeschlittert, in der Hand ein Tablett mit kunstvoll gestapelten Bananen. Mit einer Verbeugung kam sie vor dem Affen zum Stillstand und hielt ihm die verlockende spezialität unter die Nase.


05.06.2002 19:16#74
hoRny aPe aPe's Hände begannne in unheilvollem Rythmus zu zittern, seine Augen vibrierten dermaßen, dass man meinen könnte sie wollten aus den Höhlen springen. Seine Zunge presste sich von innen gegen die Backenwand, Schweißperlen rannen seine Stirn herunter und seine Nackenhaare richteten sich auf. Schließlich konnte er den Trieb nicht mehr zurückhalten, wie ein Berserker sprang er auf, stürzte sich auf die entsetzte Amazone, riss ihr das Tablett aus der Hand und schaufelte gierig alle Bananen auf einmal in seinen weit aufgerissenen Schlund.
Ein paar Sekunden später entfuhr dem Affen ein zufriedenes Rülpsen und ein gemütliches Lächlen legte sich auf seine Lippen. Dann rollte er etwas irritiert mit den Augen, richtete sich auf, blickte sich verlegen um und half der schnaubenden Amazone wieder auf die Beine.
"Ähm, 'tschuldigung. Es kam so über mich..."



05.06.2002 19:25#75
Samantha Hehe, die Bananen waren wohl zuviel des Guten.
Mylanaa beobachtete aus sicherer Entfernung amüsiert das Schauspiel. Wer hatte diesen Kerl eigentlich frei laufen lassen? Man sollte ihn in ein Gehege stecken und ihn ein bisschen erziehen...
"Nicht weiter schlimm, fühl dich wie zuhause.."
Zum glück hatte er die Schalen mitgefressen, nicht auszudenken wenn jetzt hier überall Rutschmienen liegen würden.
"Ist dir inzwischen eingefallen weswegen du hier bist?"



05.06.2002 20:12#76
hoRny aPe "Hmm, ich glaube es hatte irgendwas mit der Sinnkrise zu tun in der ich zurzeit stecke. Echt schlimm, ich weiß nimmer wohin mit mir. Ich hab das Gefühl ich stecke im falschen Körper, lebe in der falschen Welt..."

aPe nahm auf einer langen, ausgestreckten Couch Platz, legte sich hin und faltete die Hände. Mylanaa hatte sich auf einem Schemel daneben niedergelassen, Schrifttrolle und Feder zur Hand genommen und lauschte nun konzentriert den Ausführungen des Affen.

"Alles ist so verschwommen und unklar, nichts scheint einen Sinn zu haben, bin ich weil ich denke oder denke ich weil ich bin oder wie oder was ach ich weiß auch nicht. Es ist mir so viel Böses widerfahren in meinem kurzen Affenleben, ich wurde in die Barriere geschmissen, stolperte gleich ins erste Massaker mit den Untoten, meine Freundin verwandelte sich kurz darauf in einen Vampir weswegen ich ihr in der Hölle den Kopf abhacken musste, in dieser stickigen Schmiede Ironia wär ich fast an Klaustrophobie gestorben und jetzt hegt auch noch die gesamte Gardistenschaft Apathien gegen mich. Das ist alles so ungerecht, das ist nicht fair, alle wollen mir was..."

Der Affe zog mit trauriger Miene eine weitere Banane aus der Tasche und schob sie sich langsam in den Mund...



23.06.2002 14:09#77
Lord_Xardas - N -----------
Nach dem Crash
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Nek erreichte mit seinem kleinen Boot mit dem er vom Sumpflager den Fjord wieder aufwärts gefahren war das Amazonenlager. Die Amazonen kannten das Schiff und den Segler der sich darauf befand auch. Aber dennoch wurden zwei Amazonen an den Steg entsandt um ihn "Willkommen zu heißen".
Der Waldläufer machte sein Schiff fest und legte auch den Mast noch um bevor er endlich an Land gehen konnte um die Frauen zu treffen.
Nek: "Seid mir gegrüßt!"
Amazone: "Was willst du schon wieder hier?"
Nek: "Ich will zu Nienor. Und dann noch einer Erzamazone, ich habe wichtige oder interessante neueigkeiten."
Die Amazonen winkten Nek hinter sich her und führten ihn dann zu einer wichtigen Amazone...



23.06.2002 14:27#78
Die Amazonen Nek wurde ins Haupthaus in einen Raum geführt.
Lena, die führende Erzamazone, schaute von ihrer Arbeit auf. Schon wieder dieser Nek, waren Männer nicht eigentlich im Lager untersagt? Sie zog die Brauen etwas zusammen und stand dann auf. Wurde Zeit dass die Königin wiederkam. "Seid gegrüßt", ihr Tonfall war etwas zurückhaltend und klang rein geschäftlich. Aber der Ausdruck auf dem Gesicht des Waldläufers schien besorgt, also entschied sie ihn doch besser mal anzuhören.
"Was habt ihr wichtiges zu berichten?"



23.06.2002 14:32#79
Lord_Xardas - N Der Gildenlose setzte seine Kaputze ganz ab und schaute die Erzamazone an mit der er sich nun unterhielt...
Nek: "Es gibt ein Problem, ein größeres Problem."
Amazone: "Problem?"
Nek: "Achwas eigentlich ist das Problem so dick wie die Mauern der Kerkerwände des Alten Lagers."
Amazone: "Könntest du langsam mal auf den Punkt kommen?"
Nek: "Mylanaa ist in der Arena von den Erzbaronen verhauen worde, fast gestorben und hockt nun seid einigen Tagen im Kerker des Alten Lagers. Punkt genug?"


23.06.2002 14:42#80
Die Amazonen Die Erzamazone zog scharf die Luft ein.
"Du machst Scherze..."
Sie schluckte. Gefangen, die Königin. Im Alten Lager. Die beiden Amazonen, die an der Tür Wache standen, hielten ebenfalls hörbar den Atem ein. Bilder schossen an Lenas innerem Auge vorbei. Die Arena, nur zu gut in ihrem Gedächtnis. Der Kerker, die Erzbarone, die ganze Brutalität und der Hass. Und jetzt durch den Konvoi und die Kopfgeldsache war dieser Hass außer Kontrolle geraten. Es gab nur eine Lösung die sich in Lenas Hirn bildete. "Bei Donnra! Wir müssen sie da rausholen!"



23.06.2002 14:49#81
Lord_Xardas - N Der Waldläufer streckte sein Hand aus um die aufgebrachte und aufgeregte Erzamazone aufzuhalten...
Nek: "Stop! Lena wenn ich das noch richtig in erinnerung habe. Das ist doch dein Name? Wunderbar, also wenn ihr auf das Alte Lager zumaschiert kommt ihr alle wieder zu Gomez. Der wird sich freuen und wie... jede menge neue spielzeuge für sein Bett.
Hier du kannst den Brief lesen, da steht nichts weiter wichtiges drinnen. Der kommt von einem meiner leute im Alten Lager. Er berichtet mir regelmäßig was im Lager passiert und Mylanaa ist von Bullit ganz schön zugerichtet worden, fast sogar getötet worden. Aber es gibt ja anscheinend immernoch ein paar vernünftige Männer im Alten Lager auch wenn es nicht unbedingt so aussieht. Gor na Drak hat sie gerade noch gerettet."
Neks Hand fuhr wieder zurück unter den Umhang, dort näherte sie sich wieder seinem Schwert "Bamboo".



23.06.2002 15:09#82
Die Amazonen Lena riß entsetzt die Augen auf bei Neks Worten. Fast getötet worden! Gerade noch so gerettet! Von einem Erzbaron... sie schüttelte verwirrt den Kopf. Was sollte sie tun? Wenn doch bloß Nellas in der Nähe wäre, schließlich war ihr die Lagerleitung übertragen worden. Aber sie hatte die Rittmeisterin schon seit dem Morgen nicht gesehen, scheinbar war sie ausgeritten.

Die Erzamazone versuchte also sich zu beruhigen und dachte nach. Was für Möglichkeiten hatten sie? Ihr Blick fiel auf den Mann, der so alleswissend daherkam.
"Und du hast doch sicher auch schon eine Lösung dieses Problems auf Lager, oder etwa nicht?", ihr Blick durchbohrte ihn förmlich.



23.06.2002 15:26#83
Lord_Xardas - N Nek setzte sich auch wenn er nicht aufgefordert wurde sich zu setzen... Nek: "Ich hab Hunger wenn ich ehrlich sein soll.
Also na Drak hat sie für 20.000 Erz gekauft und das ist selbst für einen Erzbaron nicht die kleinste Summe. Das heißt er wird sie nicht so einfach töten lassen. Im moment da sie unter der Burg ist gibt es eigentlich keine möglichkeit sie da rauszuholen. Das packt nichtmal die komplette Armee des Neuen Lagers. Ich werde mich nachher nochmal mit Nienor treffen und dann wieder zurück ins Alte Gebiet fahren denke ich. Wir müssen erstmal abwarten was nun genau mit ihr geschehen soll. Außerdem gibts es noch einige leute die helfen würden sie rauszuholen.
Achso wie ich sehe ist Nellas nicht das, was ein Glück für euch. Ich glaube die hätte eine Amazonen Armee genommen wäre damit einfach mal in den Tod gerannt. Wie gesagt bleibt ruhig, wir müssen erstmal abwarten. Das Alte Lager ist groß... zu groß..."
Auf sein Essen wartend saß der Waldläufer nun auf dem bequemen Stuhl, dabei schoß ihm bilder von früher in den Kopf...



23.06.2002 16:13#84
Die Amazonen Die Amazonen warfen sich einen stummen Blick zu. Schließlich nickte Lena und eine Amazone eilte in die Küche um Nek etwas zu Essen zu holen. Mit einem mißmutigen Gesichtsausdruck knallte der Teller vor dem Mann auf den Tisch, Gastfreundschaft gegenüber Männern war schließlich ein Fremdwort. Lena grübelte währenddessen weiter. Der Kerl hatte recht, auch wenn er ein Mann war. Sie konnten nicht einfach ins Alte Lager dringen, die Königin wäre schneller tot als dass sie den ersten Gardisten aufgeschlitzt hatten. Und das wollten sie schließlich vermeiden. Vielleicht ein Spion? Irgendwer mußte sie über die Geschehnisse dort auf dem Laufenden halten. Das Problem war nur, jede Amazone die sich dem Alten Lager zur Zeit näherte, konnte sich gleich zu den fischen legen.
Ihre intelligenten Augen suchten wieder die von Nek, der sich gerade das Essen einverleibte.
"Ihr sagtet ihr habt einen Informanten im Alten Lager?"



24.06.2002 00:18#85
Alaerie Das Amazonenlager #5, Seite 6
ThunderCrash
Ich würde vorschlagen wir lassen die Höflichkeitsfloskeln weg sagte TC. Wir wissen beide das ihr dafür nicht dankt und das ich alles andere als ein Freund unseres Bündnisses bin. Das musste jetz einfach raus. Er fragte sich ohnehin warum überhaupt jemand dieses überflüssige Bündnis eingegangen ist. Aber ich habe einfach den Auftrag und das Bündnis besteht nunmal, also würde vorschlagen das wir die eine Woche lang das Beste draus machen. Ich komme euch nicht in die Quere und ihr lasst mich ebenfalls in frieden. Jetzt hatte TC all gesagt was er über die Situation dachte. Es war ihm egal ob er scld daran sein würde wenn das Bündnis aufgelöst wird. Er würde sich auf keinen Fall zum Affen machen lassen.
Mylanaa
Mylanaa musterte den Kerl ernst. Erstaunlich, diese Direktheit. Ihr Hirn fing an zu arbeiten. Welche Antwort war jetzt taktisch sinnvoll?
Sie räusperte sich und stand auf. Um Zeit zu gewinnen schritt sie durch den Saal, drehte an seinem Ende um und kam wieder langsam zurückgeschritten. "So ist das also. Nun, ich werde dir meine Meinung dazu auch nicht verhehlen. Wie ich schon sagte kann ich sehr gut auf mich selbst aufpassen, ich brauche keinen der an meinem Fersen klebt und den ich wie ein lästiges Insekt hinter mir herziehen muss. Schon gar nicht ein kleiner Bandit."
Sie blieb stehen und schaute TC an.
"Das soll sich aber keineswegs auf unser Bündnis auswirken." Sie ging zum Tisch und fing an etwas auf ein Stück Pergament zu kritzeln. Dann reichte sie den Brief TC.
"Gib das deinem Auftraggeber. Da steht drin dass ich dich nicht brauche, das sollte dir Schwierigkeiten ersparen. Ich bitte dich jetzt zu gehen, ich habe einiges zutun."

ThunderCrash
TC nahm den Brief entgegen. Ich danke euch sagte er. Jetzt hat wohl jeder was er will... TC drehte sich um und im hinausgehen sagte er: Hinaus finde ich allein... Wie üblich zog er die Kapuze tief ins Gesicht und ging enttäuscht über den nicht erfüllten Auftrag zurück nach Alagarus.

Mylanaa
Mylanaa schaute dem Bandit nach. Komischer Kauz, hatte der doch tatsächlich gedacht sie würde auf sowas eingehen. Aber sie traute ihm nicht, sie traute keinem Mann mehr. Erst recht nicht seit dieser Baron das Kopfgeld ausgesetz hatte. Wieso verdammt nochmal hatte der auch überlebt? Sie hätte fester zustoßen sollen. Aber irgendwas in ihr hatte sie daran gehindert.
Mylanaa konnte sich vorstellen was jetzt im Alten Lager los war. Sie hatten vier Gardisten getötet und einen Erzbaron schwer verletzt. Wer die Gardisten getötet hatte war wohl schwer auszumachen, entweder mußten sie alle Amazonen vernichten oder es sein lassen. Aber Mylanaa war gesehen worden, der Baron würde sich sicherlich an sie erinnern. Daher auch das Kopfgeld. So ein Mist aber auch. Erregt stand die Königin auf und schritt durch den Raum. Was sollte sie tun? Es würde nicht mehr lange dauern, dann tauchten hier massenhaft falsche Freunde auf, die nur auf das Erz auswaren. Ihre Anwesenheit war alles andere als förderlich zur Sicherheit des Lagers. Es gab nur einen Ausweg.
Schweren Herzens stieß Mylanaa die beiden Flügeltüren auf und ging hinauf in ihr Schlafgemach. Sie zog den Rucksack aus dem Schrank und beförderte das wichtigste hinein. Dann legte sie den Speer an und schaute sich nochmal im Zimmer um. Eine Träne rann ihre Wange hinunter. Würde sie das hier jemals wiedersehen? Sie schniefte einmal, wischte dann die Träne weg und legte wieder den unbestimmen Gesichtsausdurck auf. Mit schweren Schritten stieg sie die Treppe hinab und trat auf den Hof. Vor den Ställen entdeckte sie Nellas. Sie ging hin. "Nellas, ich werde das Lager auf unbestimmte Zeit verlassen. Es ist besser so, für alle. Ich möchte dass du in meiner Abwesenheit die Führung übernimmst." Sie sah Nellas erstaunten Blick.
"Keine sorge, ich werde schon heil wiederkommen."
Sie zwinkerte ihr zu.
Die Erzamazone schien gar nicht erfreut, aber sie wünschte ihrer Königin viel Glück.

Nachdem sich Mylanaa von ihr verabschiedet hatte, ging sie langsam über den Hof. Wie lange würde sie das alles hier nicht sehen? Hoffentlich nicht zu lange. Irgendwie würde Donnra die Dinge schon wieder ins Rechte bringen. Sich das einredend passierte Mylanaa das Tor und war jetzt auf dem kleinen Weg zur Brücke. Noch einmal drehte sie sich um, prägte sich die Silhouette der Residenz genaustens ein.
"Wuff!"
Die Königin blieb stehen und schaute hinunter zu ihren Füßen. Zwei große runde Augen blickten sie an, vorwurfsvolle Augen.
"Es tut mir leid, ich muss weg", Mylanaa bückte sich zu dem wolf hinunter und streichelte ihm über den Kopf.
Der Wolf legte den Kopf schief und schaute sie immernoch mit diesem erweichenden Blick an.
Mylanaa seufzte. "Wieso sollte ich dich denn mitnehmen? Es könnte gefährlich werden."
Das Tier fiepte.
Mylanaa wandt sich. Dann stand sie wieder auf und schritt weiter. "Hast ja gewonnen, komm schon."
Freudig sprang Izestra an ihr vorbei und lief ein Stück voraus. Wieso eigentlich nicht, rechtfertigte sich Mylanaa. Vielleicht war das Tier ja nochmal nützlich.
An der Brücke grüßte sie die Wachen und blieb dann unschlüssig auf dem Weg stehen. Es war nicht sehr schlau die gängigen Wege zu nehmen, überall lauerten Gefahren in Form von Reisenden, die sich schnelles Geld verdienen wollten. Abseits der Wege allerdings lauerten noch ganz andere Gefahren. Mylanaa beschloß das kleinere Übel zu nehmen und schlug sich in die Büsche. Von nun an reiste sie inkognito. Sie mußte grinsen.

Sie war noch nicht weit gekommen, als plötzlich der Wolf ein Geräusch von sich gab. Mylanaa blieb stehen und lauschte. Da war doch gar nichts. Sie wischte sich über das Gesicht, dass schon etwas verkratzt von den vielen Zweigen war. Der Wolf sprang davon.
"Hey, bleib hier!", Mylanaa eilte sich zu folgen. Immer weiter durch die Büsche ging es. Vorsichtshalber zog die Amazone schon mal den Speer. "Bleib stehen, wo willst du denn..."
Schlagartig erstarrte Mylanaa. Die Büsche waren plötzlich gewichen und sie kamen auf eine kleine Lichtung. Aber nicht die Lichtung war es, die Mylanaa zum Erstarren veranlaßte, sondern eher was sich auf dieser Lichtung befand. Kein anderer als Nek kniete da, vor ihm ein Feuerchen auf dem etwas brutzelte. Der Wolf hatte schon seinen früheren Freund erkannt und war schwanzwedelnd auf ihn zugesprungen. Jetzt steckte er die Schnauze neugierig in die Pfanne mit dem fisch...

Lord_Xardas - N
Nek horchte auf als Mylanaas stimme hörte, dann tat er allerdings wieder so als ob er nichts mitbekommen würde. Er wollte wissen wie sie reagieren würde. Ein „wuff“ hatte er auch vernommen. Hmmm ein Wolf war also auch dabei. Gerade als sich der Waldläufer umdrehen wollte rannte eine alte bekannte auf ihn zu... Und die Nase des Wolfs landete auch sofort beim Fisch. Neks Hand fuhr dem Tier durch das Fell, während seine anderen Hand immer noch am Schwert wartete. Er wüsste nicht wie Mylanaa jetzt reagieren würde, denn für sie war er immer noch ein Erzbaron...
Nek: „Na du, was machst du denn hier. Du hast wohl Hunger und hast den Fisch von deinem Alten Freund gerochen, was?“
Nek lächelte den Wolf an dessen Schnauze durch einen der Fische wühlte... Nek: „Komm doch näher Mylanaa. Ich hatte dich hier eigentlich nicht erwartet. Aber ich hoffe das unser jetziges zusammentreffen nicht so beginnt wie das letzte...“
Der Gildenlose erinnerte sich immer noch „zu gern“ an die schmerzhaften Streicheleinheiten.
Ohne seinen Blick zu verändern sprach er weiter...
Nek: „Hast du Hunger?“

Mylanaa
Mylanaa löste sich aus ihrer Erstarrung und steckte den Speer wieder ein. Mit zusammengekniffenen Augen kam sie näher.
"Darf ich fragen was du hier machst? Sollte dein Allerwertester nicht im Erzbaronenhaus des Alten Lagers ruhen, links und rechts eine versklavte Schönheit, die dir den Rücken massiert?", ihre stimme war äußerst kühl und dass der Wolf so angetan von Nek war verbesserte ihre Laune auch nicht sonderlich. Sie stand jetzt vor ihm.

Lord_Xardas - N
Nek: "Etwas Fisch?"
Nek reichte ihr den anderen Fisch der noch nicht vom Wolf angegriffen wurde. Nek: "Nein eigentlich muss ich garnicht da sein, vor allem nicht wenn mich Gomez hängen würde wenn ich dort auftauchen würde."
Der Waldläufer kratzte sich am Kopf und schaute Mylanaa dann mit einem lächeln an.
Nek: "Aber, ach was solls. Ich bin frei, frei wie ein Vogel und das ist gut so. Und wo wir grade von versklavten Schönheiten sprechen..."

Mylanaa
Jetzt verstand Mylanaa gar nichts mehr. Etwas in ihr wollte gleich wieder umkehren und gehen, aber natürlich siegte mal wieder die Neugier. Was hatte er da eben gesagt? Gomez würde ihn hängen wenn er wieder im Alten Lager auftauchte? Oha, was war denn da vorgefallen?
"Hab ich was verpasst?", sie zog die Brauen hoch.

Lord_Xardas - N
Nek: "Eigentlich, ja du verpasst andauernd was. Aber ist nicht so wichtig. Auf jeden Fall bin ich nicht mehr im Alten Lager beheimatet. Ich bin uch kein Erzbaron mehr sondern ein einfacher Waldläufer der sich gerade im Wald einen Fisch zubereitet. Und dafür würden mich einige Leute aus dem Alten Lager sicherlich gerne Hängen sehen. Glaub ich zumindest. Wie geht es eigentlich der nicht mehr versklavten Schönheit aus dem Alten Lager?“
Nek hielt Mylanaa immernoch den Fisch unter die Nase und wartete eigentlich darauf das sie sich etwas nahm bevor der Wolf auch noch den Teil beschlagnahmte... Dabei wedelte er mit dem Kopf von rechts nach links und von links nach rechts...

Mylanaa
Mylanaa zögerte lange. Interessante Neuigkeiten. War es auch die Wahrheit? Wieso sollte sie ihm trauen? Aber trotz allem was er getan hatte, angelogen hatte er sie eigentlich nie, soweit sie sich erinnern konnte.
Sie beschloß erstmal abzuwarten und zu beobachten. Zögerlich nahm sie den Fisch entgegen und aß ein Stück. Wirklich vorzüglich.
"Sie hat sich gut erholt", sie warf einen Seitenblick auf Nek, "wie ich sehe weißt du von der Sache?"

Lord_Xardas - N
Nek der gerade ein Stück gegessen hatte hustete stark und hätte fast den Fisch wieder ausgespuckt...
Nek: "Ähm naja... Ich erinnere mich sehr genau an na Draks Gesicht als du ihm deinen Speer in den Magen gerammt hast. Er war nicht sehr froh darüber. Und ich erinnere mich noch sehr genau an den Gardisten der meinen Bolzen in den Rücken bekam. Aber eines versteh ich bis jetzt immernoch nicht..." Mylanaas Augen wurden groß und sie schaute ihn nun direkt an...
Mylanaa
"oh...ähm...aha..", Mylanaa vergaß zu kauen und schaute nur. Er war dabei gewesen? Er hatte einen Bolzen auf einen Gardisten abgefeuert? Jetzt wurde es wirklich unheimlich.
"Moment mal...", Mylanaa versuchte ihre Gedanken zurechtzurücken, "du warst dabei? Und du hast auf unserer Seite gekämpft?"
Ihr Weltbild war gerade gehörig durcheinander geraten.

Lord_Xardas - N
Jetzt war Mylanaa die schluckende und Nek kaute gemütlich weiter. Nek: "So könnte man das eigentlich sagen, ja. Ihr habt mich ja alle nicht bemerkt das fand ich ganz klasse. Eigentlich wollte ich nach der Sache wieder weg und mir meine neuen klamoten holen. Aber dummerweise kam dann noch Gnat und hat ne kleine von euch gefunden. Den Erzbaron mitgenommen und auch die toten voller Wut und Rachegelüste... Er war nicht gut auf Frauen zu sprechen glaub ich. Wohl auch nicht verwunderlich... Warum verdammt nochmal bringt ihr die Männer um? Ich habe mit einem Bolzen geschossen dessen Ende abgerundet war und mit Gift versehen war, genauso wie eure Pfeile mit Gift versehen waren. Nur ihr stecht die kerle natürlich noch ab.“
Anscheinend hatte es Mylanaa jetzt ganz die Sprache verschlagen.... Nek erhob sich nun langsam, mit der Pfanne in der Hand und machte einen schritt auf die Königin zu...

Mylanaa
Mylanaa fuhr sich etwas verwirrt durch die Haare. Wollte sie nicht eigentlich flüchten? Stattdessen hockte sie jetzt hier und durfte sich Vorwürfe anhören. Sie stieß den Wolf zur Seite, der angefangen hatte an ihrem Fußzeh zu knabbern. "Was hätten wir denn sonst tun sollen?", erwiderte sie, "wenn wir die Typen am Leben gelassen hätten, könnten die gleich am nächsten Tag berichten wer sie überfallen hat und dann wäre unser Lager bereits dem Erdboden gleich. Außerdem waren es eh nur Gardisten. Und es war reines Pech dass der Baron überlebt hat." War es das? Wieder kam in ihr das Gefühl hoch dass sie hätte fester zustechen sollen.

Lord_Xardas - N
Nek: "Nicht ganz reines pech. Aber nungut. Die Garde... Ja ja das Alte Lager würde euch sicherlich angreifen. Und dabei riskieren das das Neue Lager sammt deren Verbündeten das Alte Lager nieder macht. Sie wollen nur dich haben. Als eine art trophähe für Gomez schlafzimmer. Die Erzbarone spielen... Sie haben ja sonst nichts besseres zu tun irgendwann wird das Leben langweilig. Im Endeffekt geht es garnicht im die Gardisten die gestorben sind. Ok vielleicht wenn na Drak gestorben wäre. Und eben weil die gespielin weg war. Ich habe es gehasst wenn ich mir Nachts das gestöhne anhören musste..."
Nek nahm noch ein Stück Fisch und warf ein weiteres stück zu dem Wolf der immernoch ungirg war...


rest fehlt



24.06.2002 15:08#86
Lord_Xardas - N *schmatz schmatz schmatz*
Fantastisch das Essen hier, hatte Nek irgendwie doch vermisst. Schmeckte fast wie bei Mami. Da gab es allerdings nur ein Problem, Nek konnte nicht wissen wie es bei Mami schmeckte da er sich nur schwach an seine Mutter erinnerte sie starb schließlich als er ganz klein war. War dennoch sehr gut... und nach kurzer Zeit war er fertig.
Nek: "Wunderbar, danke das hat mir schon richtig gefehlt..." Das mit dem fehlen nahm die Amazone wohl weniger als kompliment... vielleicht dachte sie auch noch an etwas anderes. Das war dem Waldläufer allerdings egal. Nek: "Also ich war mal Erzbaron. Ich habe meine Leute im Alten Lager. Und wenn irgendwas ist bekomme ich das mit. Wie sollte ich sonst an die Informationen heran kommen? Warum fragt ihr?"



24.06.2002 20:00#87
Die Amazonen Lena musterte den Mann mit wachsamen Augen. Es sah so aus als könnte er ihnen durchaus noch nützlich sein.
"Nun", sie lehnte sich zurück, "ihr habt gute Kontakte ins Alte Lager, wir haben eine gefangene Königin dort. Das ruft doch geradezu nach einem Pakt, oder nicht?"
Ihr Gesichtsausdruck war undurchschaubar.



24.06.2002 20:05#88
Lord_Xardas - N Pakt? Hatte die Amazone gerade Pakt gesagt? Interessant, vielleicht kommen die Fraulichen wesen endlich darauf das Nek ihnen nichts böses wollte. Aber bei dem Gesichtshausdruck... Das kam Nek ehr hinterhältig vor, nunja was solls denn schon...
Nek: "Pakt?"
Der Gildenlose erhob sich langsam und maschierte ein stück im Saal herum. Nek: "Meine informationen benötigen keinen Pakt ich gebe sie gerne an euch weiter, mir liegt auch etwas daran das die Königin aus dem Lager rauskommt. Aber wenn ihr mich dafür nicht immer mit 2 Wachen empfangt die mich am liebsten töten würden und wenn ihr vielleicht ein kleines bisschen netter sein könntet und nicht immer dieses "ICH TÖTE DICH" Gesicht macht, wäre ich durchaus zufrieden...
Außerdem ist das Essen hier fantastisch, aber das ist eine andere Geschichte..."


24.06.2002 20:13#89
Die Amazonen Die Erzamazone machte einen verdutzten Gesichtsausdruck. Stand ihr der Männerhass so ins Gesicht geschrieben? Unauffällig warf sie einen Blick in den Spiegel an der Wand. War doch ein äußerst reizvolles Gesicht, war ihr zumindest vor ihrer Zeit in der Barriere gesagt worden. Mochte sein, dass durch die Gefangenschaft bei Gomez ein paar sorgenfältchen hinzugekommen sind. Aber das sah man doch kaum.

Ihre Miene blieb unverändert.
"Gut, ihr werdet nur noch mit einer Amazone herbegleitet. Und wenn ihr es wünscht, wird euch diese Amazone vielleicht auch mal kurz zulächeln..", ..bevor sie euch den Speer zwischen die Rippen rammt, fügte Lena in Gedanken hinzu. "Sobald ihr also etwas von der Königin erfahrt, informiert mich bitte." Sie stand auf.



24.06.2002 20:20#90
Lord_Xardas - N Die hatte es wirklich nicht kapiert... War sie so dumm oder machte sie das extra? Mag ja sein das Gomez nett zu ihnen war aber das mussten sie nicht mit Morddrohungen an Nek auslassen. Ach was solls denn, er hatte sowieso nichts besseres zu tun. Also warum nicht...
Nek: "Eine Amazone die mich anlächelt... ja ja ich kanns mir bildlich vorstellen. Sobald ich neue informationen bekomme werde ich es auch sagen. Und dann noch eines. Falls hier ein kerl ankommen sollte den ihr nicht versteht weil er in einer anderen Sprache spricht, dann wäre ich euch dankbar wenn ihr ihn nicht umbringt und mir bescheid sagt. Das ist der informant, er berherrscht leider unsere Sprache nicht so wirklich. Aber er versteht jedes Wort das ihr sagt... Nur an der Aussprache mangelt es leider.
So und dann würde ich gerne mit Nienor weiter trainieren wenn ihr nichts dagegen habt..."
Nek drehte sich zu der Amazone um und lächelte kurz. Mit einem ja geh nur wäre er schon zufrieden bei ...



24.06.2002 20:32#91
Die Amazonen "Sonst noch was?", Lenas Stimme triefte geradezu von Sarkasmus, "schaut euch nur im Lager um, kein Problem. Bringt eure Freunde auch noch, veranstalten wir eine Massenparty.."
Sie verdrehte die Augen und rauschte an dem Gildenlosen vorbei zur Tür. Männer, brachten nur Chaos ins Lager. Blöderweise hatte dieses Exemplar hier einen Draht zur Königin. Wer weiß wie er den wieder erschlichen hatte. Jedenfalls konnte sie ihn nicht einfach rauswerfen, auch wenn sie im Moment nichts lieber getan hätte.

Bei der Wachamazone blieb Lena noch kurz stehen.
"Hab ein Auge auf den Kerl", raunte sie ihr zu. Die Wachamazone nickte.


24.06.2002 20:39#92
Lord_Xardas - N Die war dümmer als Gomez! Der kerl der die informationen lieferte machte ne Party im Lager. Am liebsten hätte Nek bei den Worten laut los gelacht, unterlies er dann aber doch. Wie diese Frau eine Erzamazone werden konnte verstand der Waldläufer nicht so ganz. Und er durfte sich im Lager umsehen, dass war auch klasse, wahrscheinlich kannte er es schon besser als einige dieser Frauen hier? Nagut nagut nicht aufregen und schon garnicht lachen...
Also schlenderte der Gildenlose langsam hinaus ins freie um dort Nienor zu treffen mit der er trainieren könnte.
Wobei ihm bis vor das Lagertor eine Amazone an den fersen hing. Klasse jetzt hatte er auch noch ne klette am Hals.

Nek stellte sich derweil vor der Zielscheibe auf nd begann mit der seiner Lehrerin zu trainieren. Sie konnte ihm sicherlich noch einiges beibringen... Und sie führte ihn langsam darauf ein bewegliche Ziele zu treffen was deutlich schwerer war als unbewegliche Ziele zu treffen.



28.06.2002 22:24#93
Nienor Tagelang hatten Nek, Nienor und einige andere amazonen an den Scheiben das Bogenschießen geübt. Nienor gab hinwerise und trainierte auch mit einzelnen gesondert. Nek unterdessen war schon zu einem ganz annehmbaren bogenschützen geworden. Manche der Frauen sahen ihn scheel an, doch konterte er ihre Bemerkungen entweder so gut, daß sie nichts zu erwidern wußten oder er wußte durch Liebenswürdigkeit zu überzeugen. Nienor mußte so manches Mal über Neks loses Mundwerk lächeln.

Am Ende der Woche rief sie den Gildenlosen zu sich und meinte nur zu ihm: "Ich denke, du hast genug geübt. Du kannst jetzt Bogenschießen. Zumindest unbewegliche Ziele triffst du gut. Aber über den Bogen und seine Pflege sollten wir nochmal miteinander reden. Nicht, daß dir deine Waffe unter den Händen im entscheidenden Kampf zerfällt." Nienor mußte ein bisschen Grinsen, beim Gedanken an den mit ratlosem Gesicht vor seinem auseinandergefallenen Bogen stehenden Nek.



28.06.2002 22:34#94
Lord_Xardas - N Sein Bogen würde ihm im Gefecht auseinander fallen? Ohje das war garnicht gut, Nek verzog sein Gesicht beim gedanken daran...
Nek: "Ich glaube nicht das das wirklich gut wäre wenn mein Bogen ... und ich ... einer steht vor mir ... nein das ist wirklich nicht gut.
Gut dann kannst du mir doch sicherlich beibringen was ich bezug auf die Bogenpflege zu beachten habe, oder?"
Natürlich konnte sie das, Nienor war Neks Lehrerin und sie wusste so eigentlich alles um den Bogen ...
Die paar Tage waren eigentlich klasse und lustig, es gab zwar immer wieder mal "ärger" mit einigen der Frauen doch im endeffekt endete vieles wieder in friedsamen ... nunja ... wie halt Frauen so sind...



28.06.2002 22:43#95
Nienor "Na vor allem mußt du auf deine Bogensehne achten. Bei feuchter Luft und erst recht bei Regen wird die schlaff. Und wnen du dann den Bogen nicht entspannst, also die Sehne herausnimmst, wird sich die Sehne verlängern und dann icht mehr so straff sitzen, wnen sie wieder trocken ist. Also immer den Bogen entspannen bei Regen." Sie keilte das eine Ende des Tränenbringers unter ihrem Fuß ein und drückte gegen das andere Ende, dann fiel die Sehne ab und in ihre Hand.
"Außerdem solltest du immer Ersatzsehnen dabei haben. Die besten Sehenn in der Barriere liefern die Hinterbeine von Razoren. Die Sehnen von ihren sprunggelenken sind einfach das Beste. Sie dehnen sich nicht so leicht, wie andere." Nienor legte die Sehne wieder ein. "Und eins noch. Wenn du einen guten Bogen hast, überspann ihn nicht. Manche Männer müssen immer mit ihrer Stärke protzen und auf einmal... knacks - ist der Bogen entzwei. Wäre schade um das gute Stück."



28.06.2002 22:49#96
Lord_Xardas - N Bogen entzweien? Naja soweit musste es nicht kommen...
Nek: "Wohl war, wobei ich es nicht nötig habe mit vorhandener oder nicht vorhandener Kraft zu protzen.
Sehnen... ja ich habe Sehen allerdings das mit den Razoren klingt gut, vielleicht sollte ich mal einen oder zwei davon erlegen das wäre sicherlich spaßig.
Und den Bogen trage ich normalerweise in einem Fell eingepackt in meinem Köcher auf dem Rücken oder eben am Gürtel falls es sein muss, er ist immer unter meinem Umhang, also ich denke er wird nicht so schnell nass, aber falls es mal wirklich schlimm regnen sollte werde ich deinen Rat natürlich befolgen und auf die Sehne acht nehmen, schließlich will ich mit dem Bogen noch ein paar ordentliche schüsse machen."
Wo Nek gerade dabei war... Er legte einen Pfeil an, zielte und lies ihn durch die Luft surren. Wobei er direkt irgendwo in richtung Wald flog... Das war wohl die falsche richtung, die Zielscheibe stand in der anderen. Nek: "Ich weiß ich weiß..."



28.06.2002 22:57#97
Nienor "Na, verschieß deine Pfeile ruhig, aber denk dran, im entscheidenden Augenblick könnte der Pfeil fehlen. also achte imemr auf einen halbwegs vollen Köcher. Und Pfeilspitzen kosten auch Erz. Schäfte wollen erstmal geschnitzt und Federn gespleißt werden. Vielleicht sollten wir anfangen, weiter zu üben, damit du auch auf anderes, als unbewegliche Ziele triffst?" Nienor sah Nek fragend an.


29.06.2002 20:58#98
Lord_Xardas - N Nek und Nienor übten noch einige Stunden weiter. Und die Amazone zeigte dem Waldläufer noch einige tricks bzw einfache dinge die beim schiesen auf bewegliche Ziele zu beachten waren. Insgesammt nicht schlecht, aber Nek brauchte noch übung darin, dass war viel schwieriger als des schießen auf normale unbewegliche Ziele...

...

Nach einer geruhsamen Nacht verabschiedete sich der Gildenlose von den Amazonen und machte sich auf den Weg in richtung Neues Lager, er spührte das etwas los war... Ging es los?



03.07.2002 20:48#99
Kitiara die königin betrat, begleitet von einer ihrer amazonen, das lager. sie und kitiara waren im alten lager gefangen gehalten worden und nur aufgrund eines schlimmen zwischenfalles wieder frei gelassen worden. nun waren sie wieder hier, bei ihren schwestern. kitiara lief voller freude über die brücke und an den überrascht dreinblickenden wachen vorbei direkt auf das haus zu. davor blieb sie stehen. sie konnte noch immer nicht glauben, dass sie den albtraum überstanden hatte, doch langsam realisierte sie, dass sie wieder daheim war. dies war das erste mal, dass sie das lager als ihr zuhause betrachtete, sonst hatte sie sich hier immer fremd gefühlt, doch nun hatte sich alles geändert. sie würde diesen gardisten schon noch zeigen, was eine richtige amazone war.



03.07.2002 21:07#100
Menaru Menaru stand an eine Wand gelehnt im Schatten und ließ das Schwert locker aus dem Handgelenk ein wenig kreisen. Die letzten Sonnenstrahlen bahnten sich noch einen erbitterten Kampf durch die heraufziehenden Wolken.
Nicht mehr lange und die Dunkelheit würde wieder über die Barriere hereinbrechen. Es war nicht viel los gewesen hier in diesem Lager und so hatte die Amazone sich mehr oder weniger intensiv mit dem Schwert beschäftigt. Zwei Gestalten zogen ihren Blick an. Menaru erkannte die Königin auf Anhieb, aber die andere junge Frau an ihrer Seite war ihr gänzlich unbekannt. Ein Lächeln huschte über die Lippen der jungen Frau beim Anblick Mylanaas. Die Königin war also nahezu unversehrt wieder in das Lager zurückgekehrt, allerdings sah sie nicht sehr gut aus. Die Kleidung war verschmutzt und teilweise auch lädiert. Menaru wollte sich lieber nicht die Details hierzu vorstellen. Aus dem Schatten heraus beobachtete sie weiter die beiden Frauen.


03.07.2002 21:19#101
Kitiara kitiara betrat neben der königin den hof des hauses, dann trennten sich ihre wege. nach den erlebnissen im alten lager wollte kitiara ihre fähigkeiten mit dem schwerte verbessern, um das nächste mal besser vorbereitet zu sein. sie wollte gerade zu den amazonen am anderen ende des hofes gehen, welche dort trainierten, doch diese trainierten mit dem speer. dafür fühlte kitiara sich noch nicht bereit, und so blieb sie unschlüssig stehen.
wo sollte sie anfangen? sie sah sich etwas um und nahm dann eine bewegung in einem schatten wahr. jetzt, wo sie dies gesehen hatte, wurde sie einer amazone gewahr, die dort stand und sie beobachtete. irgendwie war ihr diese frau unheimlich, denn sie war so lautlos gewesen, dass kitiara sie nicht gehört hatte, obwohl sie gerade einmal fünf meter entfernt war und selbst auch recht leise gewesen war. kitiara blickte sie einfach nur an, während ihr all diese gedanken durch den kopf gingen.



03.07.2002 21:33#102
Menaru Das Schwert reflektierte den Sonnenstrahl und lenkte ihn der fremden Amazone direkt ins Gesicht. Sie stand weiterhin nur da und kniff die Augen etwas zusammen.
Gerne hätte Menaru sie angesprochen, aber das ging nicht. Sie entschloß sich, die Amazone durch einen Wink zum Herüberschreiten zu bewegen. Langsam setzte sich Kitiara in Bewegung und blieb unmittelbar vor Menaru stehen. Noch immer glitt der musternde Blick der Einhandlehrmeisterin an der Unbekannten auf und ab. Auch sie hatte in der Gefangenschaft wohl leiden müssen, das war unverkennbar.
Menaru lächelte sie zaghaft an und ließ die Schwertspitze auf den Boden sinken. Nach und nach entstanden Buchstaben in dem feinen Sand auf den Hof: M-E-N-A-R-U.
Die Amazone deutete mit der Hand auf den Namen und dann auf sich. Kitiara schaute sie leicht irritiert an und Menaru konnte es ihr nicht verübeln. Menaru machte ihr durch Gesten verständlich, dass sie nicht sprechen konnte. Langsam schien es Kitiara klar zu werden.



03.07.2002 21:47#103
Kitiara ... und diese erkenntniss traf sie wie ein schlag. diese amazone war stumm. kitiara schaute sie kurz verwirrt an, doch dann verschwand diese verwirrtheit aus ihrem blick. sei es drum. was änderte es schon groß, außer, dass es schwieriger war, mit ihr zu kommunizieren? sie hob wieder den blick und lächelte. "mein name ist kitiara. ich freue mich, dich zu treffen, schwester. weißt du, wer mich den umgang mit dem schwerte lehren kann? nach meinen letzten erlebnissen habe ich den festen willen, es den gardisten nie mehr so leicht zu machen."



03.07.2002 21:53#104
Menaru Menaru lächelte erneut. Kitiara schien es nicht viel auszumachen, dass die stumme Amazone nie ein Wort mit ihr wechseln würde.
Wieder deutete Menaru auf sich und dann auf ihr Schwert. Sie stellte sich in Kampfposition hin und schaute auf Kitiara.
Mochte sie das verstanden haben?
Erwartungsvoll blieb der Blick der jungen Frau an dem Wesen ihr gegenüber haften. Kitiara begann zu Lächeln. Anscheinend hatte sie verstanden. Menaru ließ das Schwert sinken und lehnte sich wieder an die Wand. Diese Frau wollte also Einhand meistern. Da konnte Menaru ihr doch behilflich sein.


03.07.2002 22:11#105
Kitiara sie zog nun auch ihr schwert und hielt die klinge nach unten, während sie menaru mit einer auffordernden geste bedeutete, dass sie bereit war. als menaru nun in kampfposition ging, hob auch kitiara ihre waffe und wartete auf den angriff. sie hatte lange nicht mehr richtig gekämpft und würde erst einmal wieder ihre alte form finden, bevor sie besser werden konnte. aber sie sah auch schon an den bewegungen der amazone, dass diese ihr viel beibringen können würde. sie war schon sehr gespannt.



03.07.2002 22:18#106
Menaru Menaru nickte, umfaßte den Griff ihres Schwertes fest und wagte den ersten Angriff. Es war ein leichter Hieb, denn sie wollte ersmtmal sehen, was Kitiara überhaupt konnte.
Diese wehrte den Schlag leicht ab und so steigerte die Einhandlehrmeisterin deie Härte und Schwierigkeit der Schläge immer ein wenig. Hin und wieder stoppte sie und versuchte Kitiaras Haltung zu korrigieren oder ihr klarzumachen, was sie gerade falsch gemacht hatte.
Bald schon wurde der Hof von dem Geräusch aufeinandertreffendem Stahl erfüllt und die silbernen Klingen erstrahlten leicht rötlich in der untergehenden Sonne.
Menaru erklärte das Training für heute als beendet, nachdem sie der jungen Schülerin das Schwert aus der Hand geprellt hatte und diese sich nun danach bückte, um es aufzuheben. Der Hof wurde nun schon in lange dunkle Schatten gehüllt und bald würde kaum noch genug Licht zum Kämpfen vorhanden sein. Morgen war auch noch ein Tag und überstürzen sollten sie wirklich nichts. Mit dem Handrücken schwischte sich die Amazone die kleinen Schweißperlen von der Stirn und steckte ihr Schwert zurück in die Scheide.



03.07.2002 22:35#107
Kitiara kitiara atmete schwer und ihr körper war schweißbedeckt, als sie das training beendeten. menaru hatte noch nicht mit voller kraft gekämpft, das spürte sie, und trotzdem war sie schon so stark unterlegen. sie hatte noch viel zu tun. die amazone steckte das schwert in die scheide an ihrem gürtel zurück und verabschiedete sich von menaru mit einem lächeln, bevor sie sich zu den schlafplätzen für die amazonen begab. dort angekommen viel sie mehr ins bett, als das sie sich legte, und schlief schnell ein.



04.07.2002 14:42#108
Samantha Mylanaas erster Weg führte sie ins Badezimmer. Ohne Umschweife ließ sie die Rüstung auf den Steinboden fallen, schwappte das Brunnenwasser in die Wanne und stieg mit einem wohligen Seufzen hinein. Was hatte sie das vermißt! Bei Donnra, sie hatte sich wirklich kaum etwas sehnlicher gewünscht als ein Bad.
Scheinbar stundenlang verbrachte die Königin im Badezimmer. Ab und zu hörte man ein Plätschern, mal drang ein leises Summen durch die Türritzen und immer wieder mischten sich wohlige Seufzer dazwischen.
Etwa 30 Minuten später erhob sich Mylanaa aus der Wanne und rubbelte die Haare trocken. Mit einem umgewickelten Tuch ging sie hinüber in das Schlafgemach. Nach einigem Überlegen entschied sie sich für ein leichtes Kleid, zu lange hatte sie die Rüstung getragen und auch in ihr geschlafen.

Wieder sauber und sich wesentlich besser fühlend schritt die Königin hinunter in den Thronsaal. Die Realität hatte sie wieder eingeholt, wichtige Entscheidungen warteten. Schließlich mußte sie ihren Teil der Abmachung mit Gor Na Drak noch erfüllen.
"Oh Mylanaa, wie geht es dir? Nach solchen Erlebnissen...", die warme Stimme der Hohepriesterin drang vom Tisch her.
Mylanaa drehte den Kopf und lächelte.
"Danke, es geht schon. Nach dem Bad fühle ich mich schon fast wieder wie unter den Lebenden."
"Das ist gut. Aber du siehst trotzdem besorgt aus, was ist los?" Mylanaa trat an die lange Tafel und setzte sich Thaleia gegenüber. Sie seufzte erneut.
"Der Grund für meine Freilassung ist ziemlich ernst. Drakia wurde besetzt und die Besetzer drohen weiter vorzurücken. Unsere Hilfe ist gefragt." Das Alte Lager bat ihre Erzfeinde um Hilfe, Mylanaa mußte fast grinsen bei dieser absurden Vorstellung.
"Oh..", die Hand der Hohepriesterin mit dem Brot verharrte auf halbem Weg zum Mund.
"Genau", mylanaa biß herzhaft zu. Schon lange hatte sie nichts richtiges zu Essen mehr bekommen, "das heißt, wir müssen mal wieder ein paar gute Kriegerinnen zusammenstellen. Magierinnen natürlich auch..", fügte sie schnell hinzu, als sie Thaleias Blick sah.



04.07.2002 15:03#109
Nellas Rauschen, Summen, Heulen, das war alles was Nellas wahrnahm. Aber langsam, gaaaanz langsam kehrten die Sinne zurück und eine grelle decke strahlte ihr förmlich entgegen. Sofort schloss die Kriegerin die Augen wieder und öffnete sie vorsichtiger.
"Was ist passiert, wo bin ich?"
Eine der Amazonen, die sich in dem Raum aufhielten, kam sofort herbei und beugte sich über Nellas.
"Du bist auf der Krankenstation, du hattest einen unsanften Zusammenstoß mit einem Beisser."
"Einem Beisser?", das konnte nur Rudi sein...so langsam erinnerte sie sich, stures Viech.

Mühsam richtete sie sich auf und hielt sich den Kopf, das tat irgendwie noch weh.
"Wie lange war ich bewusstlos?"
"Oh, eine ganze Weile, mehrere Tage..."
"Achherje...was hab ich verpasst?"
"Naja, die Königin ist wieder da, sie war im Alten Lager gefangen..." Sofort sprang Nellas vom Bett und sah die Amazone ungläubig an. "WAS?!", sie zog eine finstere Miene und rannte aus dem Zimmer, knallte, noch immer leicht benommen, gegen die Wand gegenüber der Tür und kämpfte sich dann den Flur entlang bis zu ihrem Zimmer. Da angekommen legte sie sich, ziemlich unbeholfen, ihre Rüstung an, schnappte sich Speer und Schwert und rannte auf den Hof. Eilig wanderte ihr Blick über die Anlage und blieb auf dem Haupthaus haften. Dahin sollte sie erstmal gehen, die Königin war ja schließlich schon zurück, so hieß es.
Sie stürmte in die Halle und weiter zum Thronsaal.
"Mylanaa?!"
Die letzten Meter bis zur Königin stolperte sie und brach dann auf die Knie. "Meine Königin, verzeih das ich nichts unternommen habe, i-ich hatte einen dummen Unfall...und war bewusstlos..."



04.07.2002 15:10#110
Nienor Nienor trat ein. "Schön, daß Ihr wieder im Lager seid. Die Gründe Eurer Freilassung haben sich schon herumgesprochen. Und deswegen komme ich auch. Ich möchte vorschlagen, das Lager besser zu befestigen. Bisher kam von der Seeseite nie eine Gefahr. Und deswegen waren wir auch nicht geschützt gegen einen Angriff über den Fjord. Das könnte sich jetzt ändern. Und darum sollten wir uns auch gegen diese Möglichkeit des Angriffs schützen." Nienor machte eine Pause.
"Wir sollten rund um die Insel spitze Pfähle einrammen, die verhindern, daß Boote landen können. Mehrere Reihen dieser Pfähle, vielleicht drei oder vier, sollten genügen. Den Auftrag zur Beschaffung könnte ich übernehmen. Ich sammele mir ein paar Arbeiterinnen ein und wir holen uns das Holz dazu aus dem nahegelegenen Wald." Nienor hatte alles gut durchdacht. "Das Einrammen und Anspitzen wird zwar eine langwierige Arbeit, aber ich glaube, es lohnt sich. Immerhin könnte auch das Alte Lager darauf kommen, uns mit Schiffen anzugreifen."

"Eine Sache wäre da aber noch." Die Amazone strich sich etwas nervös eine Strähne aus dem Gesicht. "Mein Schwert, also ich brauch es doch, um die Arbeiterinnen zu beschützen. Es ist noch in Eurer Werkstatt. Zum verzieren." Sie hoffte, daß die Königin es bald fertigstellen würde, damit Nienor es wieder benutzen konnte. In der jetzigen unsicheren Lage war ein gutes Schwert wichtig.


04.07.2002 15:31#111
Samantha Mylanaa schaute erstaunt von der tolpatschigen Erzamazone auf dem Boden zu Nienor. Während des unaufhaltsamen Wortschwalls wanderte eine Augenbraue in die Höhe, sie lehnte sich zurück und konzentrierte sich darauf den Worten der Frau zu folgen. An sich keine schlechte Idee, da war was dran... Als Nienor geendet hatte, schien sie noch kurz zu überlegen, dann richtete sich die Königin wieder auf.
"Dein Vorschlag klingt gut durchdacht und auch durchaus durchführbar. Ich werde dir die Leitung darüber auferlegen, nimm dir ein paar Amazonen für die anfallende Arbeit. Aber es kann sein dass ich in naher Zukunft die besten Kriegerinnen des Lagers brauche, schon mir diese also bitte. Sie werden noch genug kraft brauchen, fürchte ich..."
Das Gesicht der Königin hatte sorgenvolle Fältchen bekommen. "Und wegen dem Schwert, ich werde mich drum kümmern."

Ihr Blick wanderte wieder zu Nellas.
"Ein Unfall? Doch hoffentlich nichts ernstes...", sie schob sich Brot in den Mund, "gibt es irgendwelche sonstigen Vorkommnisse im Lager, während ich weg war?"



04.07.2002 15:40#112
Nienor "Gut, Kriegerinnen werde ich nur zum Wachdienst während der Arbeiten einsetzen. Die Hauptarbeit wird von den Arbeiterinnen ausgeführt werden." Nienor trat weg und verließ den Saal, um zu den Unterkünften der Arbeiterinnen zu gehen. Dort rief sie einige von ihnen zusammen und erklärte ihnen die zukünftigen aufgaben. Mit Äxten bewaffnet verließen die kräftigsten von ihnen bald darauf das Lager, begleitet von einigen Kriegerinnen, die darauf aufpassen sollten, daß Gomez' Schergen nicht doch eine von ihnen wegfingen.



04.07.2002 18:05#113
Kitiara kitiara verließ die räume der amazonen und begab sich auf den hof, wo sie etwas mit dem schwert trainieren wollte. ein leises schaben erklang, als sie die klinge aus der scheide zog und sie durch die luft wirbelte. dann begann sie, nach imaginären feinden zu schlagen und wich den genauso eingebildeten schlägen dieser aus. so ging es eine ganze weile, bis sie die waffe sinken ließ. ihr atem ging rasselnd und stoßartig, ihr körper war schweißbedeckt. diesmal war es schon besser gewesen, als gestern, aber gestern war ihre gegnerin auch wirklich gewesen.

nach einer weile hob sie die klinge wieder und fuhr mit ihrem training fort. sie hatte noch viel zu lernen.



04.07.2002 18:15#114
Krigga Krigga, der den beiden Amazonen schon seit Gestern gefolgt ist landete auf einem Besenstiel der an einer Wand in der Nähe Kitiaras war.
Diesmal war Krigga als Singvogel unterwegs.
Er begann mit seinem Goldkehlchen hübsche Töne von sich zu geben und zwitscherte das eine oder andere Liedchen.



04.07.2002 19:14#115
Krigga Krigga war kein Singvogel und er war auch nicht im Amazonenlager. Er saß irgendwo am Arsch der Welt und war ein Mensch so wie jeder andere Trottel auch.



04.07.2002 19:30#116
Kitiara kitiara ließ das schwert wieder in die scheide gleiten. Fürs erste war ihr training beendet. vielleicht würde sie abends nochmal trainieren. doch jetzt war sie geschafft. ihr atem ging schwer, als sie sich umwand. sogar das komische bild, das der Vogel auf dem Besenstiel an der Wand abgab, beachtete sie nicht. sie ging quer über den hof und betrat die räume der amazonen, wo sie sich erschöpft auf ihr lager sinken ließ, um kurz auszuruhen.

eine unruhe überkam sie. oft hatte sie diese unruhe, dann mußte sie das lager verlassen und ein wenig umherstreifen. ihre mutter hatte früher immer gesagt, dies läge daran, dass sie ihren platz im leben noch nicht gefunden hatte, doch nun hatte sie ihn gefunden, und die unruhe war noch immer da. oder irrte sie sich? wie dem auch sei, sie packte noch schnell etwas zu essen, etwas wasser und eine flasche mit dem feuerlikör der amazonen ein, die sie im lager fand, dann verließ sie das lager mit ungewissem ziel.



04.07.2002 21:59#117
Kitiara kitiara betrat nachdenklich das amazonenlager. die informationen, die sie von der sphinx erhalten hatte, warfen ein völlig neues licht auf ihr leben hier bei den amazonen. sie würde also den weg der magie einschlagen, um ihren platz zu finden. sie nickte. auf dem hof angekommen sah sie sich unschlüssig um, dann ging sie weiter und betrat das hauptgebäude. nun würde sie sich erst einmal über die magie donnras informieren und gegebenenfalls ihre ausbildung in die wege leiten. sie hatte es leid, ziellos umher zu irren.



04.07.2002 22:19#118
Samantha Was ein Tag. Mylanaa wanderte ziellos aus dem Innehof und den schmalen Weg entlang. Endlich wieder Freiheit, frische Luft, Natur. Wie hatte sie das alles vermißt.
Ihr Weg führte sie zum Meer. Sanft rauschten die Wellen, während sich die untergehende Sonne darin spiegelte. Noch war Nienor wohl nicht bis hierher gedrungen mit ihren Dichtungsplänen.
Schon wieder überkam Mylanaa dieser Drang. Wasser, Sauberkeit. Waschen. Die Wochen ohne Körperpflege hatten ihr übrigens getan, sie würde sich wohl noch tagelang waschen...

Verstohlen schaute die Amazonenkönigin sich um. Kein Mensch war zu sehen. Schnell entledigte sie sich ihrem Kleid und rannte ins Meer. Angenehm kühl umgab sie das Wasser und sie plantschte weiter.



04.07.2002 22:25#119
Die Amazonen thaleia kam der amazone entgegen und wäre fast mit ihr zusammen gestoßen, als diese gedankenverloren um die ecke kam. "junge amazone. richte deinen blick immer auf die dinge, die vor dir liegen. im kampfe wie beim laufen" sie lächelte. doch die amazone blickte sie an, als hätte sie etwas gefunden, was sie gesucht hatte. "sagt mir, ihr seid doch die hohepriesterin donnras, oder?" thaleia nickte. "ja, mein kind, das bin ich. wie kann ich dir helfen?"
die beiden gingen in einen großen raum und ließen sich dort an einem tisch nieder. "du möchtest also mehr über die magie donnras erfahren. wieso?" kitiara suchte kurz nach den richtigen worten. "ich glaube... ich weiß, dass die magie mein weg sein wird." überzeugung lag in ihrer stimme, und die hohepriesterin registrierte dies auch. "dein weg. wenn du wirklich so denkst, dann werde ich dir erklären, was du wissen wilst." die amazone nickte. "also donnra gibt uns für unseren glauben und unsere dienste die blutmagie. sie besteht aus zwei stufen. die erste stufe sind die einfachen zauber, die aber trotz allem schon sehr effektiv sind. die zweite stufe enthält die wirklich mächtigen zauber. mit einem von ihnen kannst du zum beispiel dafür sorgen, dass dir ein mann einen ganzen tag bedingungslos gehorcht."

kitiara hörte ihr aufmerksam zu, während sie ihr von der blutmagie donnras erzählte. "doch, mein kind, du bist noch nicht bereit, in die blutmagie eingeführt zu werden. sammle erfahrung dort draußen in der welt. stärke deinen glauben und halte das feuer in deiner seele am leben. ich denke, es wird nicht mehr lange dauern, bis du bereit bist. komm zu mir, sobald du dich bereit fühlst, dann werde ich dich unterweisen." thaleia erhob sich, lächelte sie noch einmal an und verließ dann den raum, während kitiara nachdenklich sitzen blieb.
kitiara



04.07.2002 22:26#120
Krigga Irgendwo am Ufer saß Krigga und grübelte über dies und das, das Meer diente ihm als beruhigung, die kleinen Wellen bewegten sich ruhig und gleichmäßig dahin, die Sterne waren heute zur Vielzahl am Himmelszelt zu erennen, was für eine Nacht.
Doch die Nacht bestand nicht nur aus der Schönheit der Natur sondern auch aus der Schönheit einer Amazone die sich gerade ins Wasser begeben hatte. Krigga bekam doch aufeinmal Lust schwimmen zu gehen.
Schnell hatte er sich einen Sachen entledigt und ward ins doch kühle Nass gehüpft und schon war er auch schon hinter der Amazone die langsam dahinschwomm.
Leider konnte Krigga im dunkeln nicht erkennen wer das war, aberdies hinderte ihn nicht daran unterzutauchen und sie an den Füßen zu kitzeln, mal sehen wie sie reagieren würde.



04.07.2002 22:35#121
Samantha Erschrocken schrie Mylanaa auf und hätte sie festen Boden unter den Füßen gehabt, sie hätte sicher einen weltrekordverdächtigen Satz gemacht. Aber hier im Wasser ging das schlecht. Also beschränkte sie sich aufs Schreien und strampeln.
Blitzschnell entwand sie sich und drehte, um zu sehen wer der Angreifer war. Aber da war nichts. Das Ding mußte unter Wasser sein. Mißtrauisch wartete sie einen Augenblick und schwamm dann weiter.



04.07.2002 22:43#122
Krigga Als Naturbursche musste man lange die Luft anhalten können..und da Krigga ein absoluter Waldschrat war konnte er dies sogar sehr gut.
Viel erkannte er aber nicht von seinem Opfer, besonders nicht von hier unten, die Amazone strampelte umher und wollte wohl dem armen Krigga einen Tritt verpassen doch dieser war schneller.
Flux tauchte er unter Mylanaa durch und schoss hinter ihr aus dem Wasser, packte sie und taucht sie unter.
Jetzt musste sie mal Luft anhalten.
Kriggakonnte sie für eineige Momente unter Wasser halten, doch diese Frau war verdammt stark, so sicher war der Druide im Wasser auch wieder nicht. Sie konnte Kriggas Griff lockern und tauchte auf.....Krigga lachte laut auf und betrachtete das Mädel wie es sich die Haare aus dem Gesicht striff...doch das Lachen hörte sofort auf als er sah das er gerade die Amazonenkönigin persönlich mal eben untergetaucht hatte.
"öhm....ehm....ich bin gar nicht da..ich bin..bloß ein Traum..jaja..ich bin gar nicht Krigga...du...träumst nur von nem Kerl der so aussieht wie ich !" Krigga machte langsame, wellenartige Bewegungen mit den Armen damit alles etwas verzerrter, Traumhafter aussah.
Eine verzweifelte Reaktion auf eine etwas peinliche Lage.



04.07.2002 22:50#123
Samantha Mylanaa schaute den Waldschrat schief an. Das Wasser brannte immer noch in ihrer Nase, weil sie den Tunkversuch zu spät bemerkt hatte und etwas von diesem Element eingeatmet hatte. Bloß das falsche Element für ihre Lunge. Als ihr Hirn registriert hatte, welch verrückter Bursche sie angegriffen hatte, zog sie erzürnt die Brauen zusammen.
"Was fällt dir ein!", hallte ihre wütende Stimme über den Fjord.


04.07.2002 22:55#124
Krigga "öhm, ehm, öhm..."
ok, das mit dem Traum hatte sie ihm nicht abgekauft, was tun ? "Ja, also es war so...als ich dich untergetaucht habe ist eine gewaltiger Feuerstrahl aus..öhm..aus Norden gekommen, ich hab dich retten wollen und dich untergetaucht. Ja, echt, ohne mich wärst du jetzt tod...!"
Sekunden verstrichen...der Blick von Mylanaa hatte sich noch immer nicht verändert und Kriggas Blick wurde immer unterwürfiger.
Plötzlich kam seine Hand aus dem Wasser und in seiner Hand hilet er einen Apfel, weiß Gott von wo er den schon wieder her hatte.
"Willste nen Apfel ?"



04.07.2002 23:06#125
Samantha Mylanaa riß ihm den Apfel aus der Hand und beförderte ihn ins nasse Nirwana. "Achwas, ich glaub dir kein Wort. Was sollte diese Aktion? Willst du so dringend auf unserem Opfertisch landen? Ich glaube so eine Kopfwäsche würde dir mal ganz gut tun.."
Das ewige Strampeln auf der Stelle wurde ihr zu blöd. Energisch schwamm sie zum Ufer und wollte schon aus dem Wasser waten, als sich ihr ein neues Problem stellte. Ihr Kleid lag am Strand, einige Meter entfernt. Hier vom Wasser aus konnte man es schlecht erreichen. Und einfach raustapsen konnte sie wegen diesem Verrückten da auch nicht.
Fluchend blieb die Königin im Wasser stehen.



04.07.2002 23:19#126
Krigga Krigga schwamm der Königin nach.
"Jaja, entschuldigung, entschuldigung, entschuldigung, man du verstehst wohl auch keinen Spaß.
Jetzt darf man nichtmal mehr Frauen untertauchen ohne das einem gleich gedroht wird."
Mylanaa sah noch immer nicht freundlicher drein, sie sah irgendwie verzweifelt dauernd zu einem Kleid was einige Meter weiter entfernt dortlag. Warum holte sie es sich nicht ?
Krigga überlegte kurz, vielleicht war ihr ja so kalt und der Weg dorthin war zu lang, dem konnte abgeholfen werden.
Krigga sprang freudig aus dem Wasser und hüpfte zu dem Kleid, nahm es und ging zu Mylanaa die noch immer im Wasser war.
"Hier bitte, damit du nicht so weit laufen musst !"
Der Miene von Mylanaa verschlimmerte sich zunehmends, das lag höchstwahrscheinlich daran das Krigga nackt war.



04.07.2002 23:24#127
Samantha Mylanaa vermied es ihren Sehorganen den augenschädigenden Anblick anzutun. Stattdessen grapschte sie nach dem Stoffetzen, schaute Krigga böse an (den Kopf wohlgemerkt) und zog es sich langsam über, während sie Stück für Stück aus dem Wasser ging. Ein schwieriges Unterfangen. Aber schließlich landete sie wohlbehalten und gut betucht am Ufer.
"Wie wärs wenn du dir was anziehst?", zischte sie schroff, während ihre Augen eingehend einen Baum in der Nähe musterten.



04.07.2002 23:28#128
Krigga "Naja...öhm..tja"
Krigga kratzte sich am Kopf und blickte sich um. Wo war denn noch gleich seine Kleidung ? Irgendwo in den Gebüschen weit weg. Tja, da konnte man nichts machen.
"Ich hab keine da, jedenfalls nicht in der Nähe !"
Krigga blickte auf den Boden und fand einen Zweig der nur mehr ein Blatt trug. Der Druide hilet den Ast vor sein Gesicht und trat wieder in Mylanaas Blickfeld.
"Mehr find ich net, reicht das ?"



04.07.2002 23:42#129
Samantha Witzbold. Mylanaa beschloss das einfach mal zu ignorieren, viel abzugucken gab ja eh nicht..
Sie verschränkte die Arme und schaute den Kerl durch die Zweige an. "Also? Ich habe immer noch nicht gehört was du hier willst? Nur mich ärgern? Das kann üble folgen haben.."
Ihre Mine schien ungeduldig und ihr Ton ließ keine Ausreden mehr zu.


04.07.2002 23:48#130
Krigga "Jo, tja..ich hab dich schwimmen gesehen und wollt mit dir eigentlich im Wasser umhertollen, wusste ja net das das du bist, du, die Frau ohne Humor !" Krigga warf den Ast weg.
"Hat sowieso keinen Sinn, so, jetzt steh ich hier nackt im Amazonenlager und frage mich..was tun...die Nacht ist noch jung, was kann man hier so unternehmen ?
Als nackter Mann ?"



04.07.2002 23:55#131
Samantha Mylanaa schnappte nach Luft. Also jetzt ging es ja wohl entgültig zu weit. Ihr Gesicht lief leicht rötlich an, ihre Augen verengten sich und sie hätte sich zu gern ihren Speer herbeigewünscht.
"Jetzt hör mir mal gut zu", grummelte sie, "entweder verschwindest du hier auf der Stelle oder du ziehst dir was an und unterläßt diese Frechheiten...ähm...und verschwindest auch." Sie schaute kuzzeitig etwas verwirrt. "Hast du mich verstanden? ansonsten, in unserem Kerker ist noch viel Platz.."


05.07.2002 00:02#132
Krigga "Myla Myla Myla, ich bin enttäuscht, da verpflegt man dich wochenlang in einem finsteren, feuchten Kerker, haust dort um für dein Wohlergehen zu sorgen und was ist der Dank dafür ?
Man darf nichtmal nackt in eurem Lager sein.
Nein nein nein, ich bin wahrlich enttäuscht von dir, ich werd jetzt ganz ganz alleine wieder in meinen Wald zurückgehen und gaaanz gaaaanz alleine sein." Krigga drehte sich nach rechts um und marschierte los.
Mylanaa verdrehte die Augen, lautes Geschrei ertönte und Krigga kam schnell wieder her.
Rechts war das Lager.
Hoppala.
"...und werde gaaaanz gaaanz alleine sein !"
und Krigga marschierte nach links ins Wasser hinein und war weg !


07.07.2002 22:51#133
Nienor Nienor folgte irgendeiner inneren Unruhe, die sie selbst nicht vollkommen verstand, packte ihre Sachen, ging noch an der Schmiede Mylanaas vorbei, wo sie ihr Schwert und ihren Dolch nahm, legte dort 300 Erz nieder, alles was sie noch besaß und verließ dann das Lager für immer.



14.07.2002 20:08#134
Chani Vorsichtig befühlte Chani ihre höllisch schmerzende Stirn. Ihre Finger wurden feucht und heiß als sie über die pochende Stelle strich. Vorsichtig stützte sich die junge Amazone auf dem steinigen Boden ab und blinzelte verwirrt in die Dunkelheit. Tausende kleine Lichter tanzten wild über ihre Netzhaut und trieben ihr einen greißlichen Kopfschmerz in die Schläfen. Stöhnend presste Chani die Lider aufeinander und rieb sich die Augen. Nach einer Weile verflog die Qual und hinterließ ein merkwürdiges Kauderwelsch aus zerfetzten Erinnerungen und zerschnipselten Bildern. Wo war sie hier?

Langsam und behutsam rappelte sich die Kriegerin auf und kniff die Augen zusammen um ihre nähere Umgebung besser sondieren zu können. Einige Meter vor ihr schimmerte etwas im fahlen Licht des Vollmondes, der von weit oben seine silbrigen Strahlen auf die kalte Erde warf. Sie versuchte sich zu konzentrieren, reizte ihre Sinne so weit wie möglich aus und vertrieb die letzten komatösen Schleier aus ihrem Bewusstsein. Und dann begriff sie das Ausmaß ihrer Lage. Sie befand sich in einer Höhle, vermutlich in der Nähe des Amazonenlagers und vor ihr, in den undurchdringlichen Nebeln der Finsternis starrte sie ein ungewisses Etwas mit bläulich glühenden Augen an. Instinktiv schnellte ihre Hand an den Gürtel, wollte das Schwert aus der Scheide reißen und es in Abwehrhaltung bringen. Doch ihre Finger glitten nur durch kühle Luft, die Fingerkuppen striffen den abgerissenen Lederriemen.

Ein Knurren durchbrach die unheimliche Stille.

Alles was sie sah waren Zähne und Augen, entsetzlich scharfe Zähne und riesige, reißerisch blitzende Augen aus denen die Flammen des Todes loderten. Reflexartig schossen Chanis Arme nach vorne und packten den Angreifer an der Kehle um ihn von ihrem Körper fernzuhalten.

"HILFEEEEEEEEE!!", brüllte sie und hoffte, dass sich jemand in der Nähe befand....



14.07.2002 20:23#135
Menaru Menaru trainierte ein wenig mit dem Schwert, um nicht selber aus der Übung zu geraten, als sie einen Schrei hörte. Der Schrei stammte einduetig von einer Frau und klang arg verängstigt.
Menaru packte das Schwert fester und stürmte los. Sie hätte ja gerne gerufen, dass Hilfe unterwegs war, aber das konnte sie nicht. Sie hoffte nur, die Frau würde nochmals um Hilfe rufen, damit Menaru ihren Standort besser finden konnte.
Menaru blieb stehen und lauschte. Da, da war er wieder gewesen. Hastig wandte sich die Amazone nach rechts und lief auf dem sandigen Boden zu der vermeintlichen Stelle.
Schon von weitem sah sie die Amazone mit einem Wolf ringen. Nur leider war die Amazone unbewaffnet, denn sie hatte lediglich den Hals des Tieres gepackt um es auf Abstand zu halten.
Menaru sah sich um und fand einen Stein, nahm in die Hand und warf. In der Hoffnung, nicht die Frau zu treffen. Sie traf weder die Frau noch den Wolf, der Stein flog vorbei ins Gebüsch, aber der Wolf wandte schonmal seine Aufmerksamkeit von der Frau ab.
Menaru packte den nächsten Stein, warf und traf auch den Wolf, der sich nun ärgerlich der Einhandlehrmeisterin zuwandte.
Er ließ von Chani ab und sprang mit gewaltigen Sprüngen auf Menaru zu.


14.07.2002 20:32#136
Chani Chani brach das eilige Verfassen ihres geistigen Testamentes abrupt ab, als ein Stein an ihr und dem gefräßigen Tier vorbeizischte und die Aufmerksamkeit der Bestie von dem schutzlosen Mädchen ablenkte. Kam ihr da etwa jemand zu Hilfe? Tatsächlich, ein weiterer Stein kam heran gesaust und knallte dem Untier unsanft gegen die Schädeldecke. Zornig brüllte der Wolf auf, ließ von Chani ab uns stürmte auf den unbekannten Angreifer zu.

Hastig rappelte sich die Amazone auf und spähte in die Ferne. Schließlich entdeckte sie ihre Retterin und erkannte Menaru, die Einhandlehrerin. Soweit sie sich erinnern konnten hatte sie bereits das Vergnügen. Nun war es wohl an der Zeit die Bekanntschaft etwas aufzufrischen. Mit eiligen Bewegungen suchte Chani den Waldboden nach einer geeigneten Waffe ab, fand einen einige Zentimeter dicken Ast, gespickt mit mehreren scharfen Dornen, und preschte vor um Menaru zu Hilfe zu kommen.

Mit einem ungeschickten, aber nichtsdestotrotz kraftvollen Hieb, befreite Chani das jaulende Untier beherzt von seinem buschigen Schwanz...



14.07.2002 20:50#137
Menaru Menaru tänzelte derweil hin und her und wich den Hieben des Wolfes aus. Doch als Chani den Wolf verletzte, wandte dieser sich zu der Amazone um. Das war die Chance für Menaru. Beherzt stach sie mit ihrem Schwert zu und traf die Flanke des Tieres, dass darauf laut aufjaulte und sich wieder Menaru zuwandte. Diese zog das Schwert aus dem Fleisch und versenkte die bereits rotschimmernde Klinge abermals im Seitenbereich des Tieres. Der Wolf sank zu Boden und rühte sich nicht mehr.
Um absolut sicher zu gehen, schnitt Menaru dem Tier die Kehle durch und atmete dann auf. Von diesem Wolf ging keine Gefahr mehr aus, aber die beiden Amazonen sollten sich aus dem Staub machen, denn Wölfe sind Rudeltiere. Der Rest konnte also jeden Moment hier auftauchen. Menaru gab Chani ein Zeichen und die beiden stürzten Richtung Amazonenlager davon. Erst im Innenhof stoppten sie beide.


15.07.2002 13:54#138
Chani Keuchend kamen die beiden wie vom Scavenger angeknabberten Amazonen im Innehof zum Stillstand und präsentierten ächzend ihre lieblichen Zungen. Chani hatte zwar immer noch nicht den blassesten Schimmer wie sie in jene verzwickte Lage geraten war und warum diese greißlichen Löcher in ihrem Erinnerungsstrang klafften, trotzdem war sie im Moment nichts weiter als überglücklich. Immerhin war das junge Mädchen jüngst den fleischigen Pranken des Todes entronnen und das hatte sie nur Menaru zu verdanken.

"Ich danke Euch von ganzem Herzen, meine Teure. Sagt, benötigt Ihr irgendetwas? Kann ich etwas für Euch tun? Ihr rettetet mein junges Leben und beschütztet mich vor dem sicheren Untergang und nun sehe ich mich tief in Eurer Schuld. Was immer Ihr wünscht, es soll geschehen."



19.07.2002 18:42#139
Samantha Langsam schritt Mylanaa durch das hölzerne Eingangstor, das in geschlossenem Zustand die Residenz nach außen hin abriegelte. Jetzt aber war es wie jeden Tag offen, ließ die umherstreifenden Wachen und die geschäftigen Amazonen passieren, ebenso wie die Königin. Diese jedoch schien alle Zeit der Welt zu haben. Von dem Wuseln um sie herum nahm sie kaum Notiz, ihr Blick war auf etwas anderes gerichtet.

Pfahl für Pfahl bohrte sich an die Anlegefläche ins seichte Wasser. Rhythmisch schlugen die Hämmer, drängten die Holzpfeiler in den schlammigen Untergrund. Mylanaa lehnte sich an den Torbogen und beobachtete die Arbeiten eine Weile. Sollten diese Angreifer nur kommen, das Lager war gerüstet. Insgeheim hoffte sie dass dieser Fall nie eintreffen würde, sie hatten kaum eine Chance alleine gegen diese Übermacht. Aber wenigstens ein bisschen was sollten sie tun, wenn auch nur um das Gewissen zu beruhigen.
Der Blick der Amazone glitt hinauf zu den Türmen. Schemenhafte Gestalten verrieten, dass die Türme mit Bogenschützen besetzt waren. Mylanaa hatte die Anzahl extra noch aufstocken lassen.
Zufrieden stieß sie sich wieder vom Torbogen ab und trottete gemächlich auf den Hof.



19.07.2002 23:24#140
Bradwen TC betrat die Taverne in der Nähe des Amazonenlagers. Er sah sich aufmerksam um. Nur ein paar Gäste saßen an ihren Tischen. Kein großer Betrieb. TC ging zur Theke und kaufte sich ein Bier. Danach setzte er sich in die hinterste Ecke. Er trank einen Schluck von seinem Bier. Es war nicht das Beste Bier was es in der Barriere gab aber man konnte es trinken. TC wartete darauf das noch irgendetwas passierte aber er machte sich keine großen HOffnungen.



20.07.2002 12:18#141
Bradwen TC wachte wieder an seinem Tisch auf. Er hatte sich am Abend davor einfach hier auf den Tisch gelegt und war eingeschlafen. TC sah sich um. Er war nichtma der einzige in der Taverne. Ein paar andere hatten es ihm gleichgetan. Er stand auf, verließ die Taverne und trat hinaus in die Morgensonne. Es war angenehm warm draussen und so spazierte er gemütlich in Richtung neues Lager.


20.07.2002 12:23#142
Die Amazonen Keysha, die gerade mit einer anderen Schwester Wachdienst hatte, beobachtete skeptisch den Banditen, der die nahegelegene Taverne verließ. Dieser Schuppen war ihr shcon immer ein Dorn im Auge gewesen. Potentielle Gefahr, wieso hatte man erlaubt das Ding da zu errichten? Eines MOrgens würde das Haus noch in Schutt und Asche liegen, irgendein Gefühl sagte ihr das.
Aber bis dahin zog die hohe Amazone es vor, die Tür dieser Gefahrenquelle nicht mehr aus den Augen zu lassen, ebenso wie sie den Banditen nicht aus den Augen ließ, der sich in Richtung altes Gebiet entfernte.



20.07.2002 12:33#143
Bradwen TC beschloss das es sowieso im NL nichts zu tun gab also setzte er sich an einen Baum und faulenzte in der Sonne. Er sah zum Amazonenlager hinüber und sah eine Amazone die abwechselnd ihn und das Gasthaus musterte. Zumindest nahm er das an, denn er konnte das Gesicht sehr schlecht erkennen und nur aus den Kopfbewegungen schließen. Ein Lächeln schlich sich in sein Gesicht. Ihn amüsierte diese Misstrauischkeit der Amazonen. Was Misstrauen anging machte den Amazonen in der Barriere wirklich niemand was vor. Na, wie auch immer sagte er sich. Solange sie mich zufireden lässt... und damit lehnte er sich an den Stamm und schloss die Augen um etwas zu dösen.



20.07.2002 12:40#144
Die Amazonen Jetzt hockte sich der Depp auch noch hin. Der Blick von Keysha verharrte auf dem Banditen am Baum. Das durfte doch nicht wahr sein. jetzt starrte der noch so frech herüber.
Ihre Geduld riß.
"Da will einer Ärger", murmelte sie zu ihrer Schwester und zog den Bogen. Nur wenige Sekunden später zischte ein Pfeil durch die Luft und landete gekonnte wenige Zentimeter über dem Kopf des Banditen im Baumstamm.
Mit einem zufriedenen Lächeln lehnte sich Keysha wieder an den Brückenpfosten. Hoffentlich hatte der Kerl die Warnung verstanden. Das nächste Mal würde sie treffen.



20.07.2002 12:51#145
Bradwen TC schrak leicht auf als er das Geräusch des Pfeils hörte. Ich fass es nicht das das unsere Bündnispartner waren. grummelte er. Aber er war auch zu stur um jetzt abzuhauen. Auch wenn er eigentlich nur seine Ruhe wollte. Aber wenn dieses Weibsbild auf Streit aus war dann konnte sie ja testen wer die Klinge besser führen konnte. TC streckte zum Zeichen eines Standpunktes seinen rechten Arm hoch und winkte der Amazone mit seinem Mittelfinger. Dann setzte er sich an einen anderen Baum an dem ihn die Amazone nicht treffen konnte, weil die Schussbahn durch eine große Eiche blockiert wurde. Er hingegen brauchte sich nur leicht nach rechts oder links zu beugen um zu sehen ob die Amazone etwas unternahm. Als einige Zeit nichts passierte entspannte er sich ein wenig, blieb aber wachsam. Dieses Weibsbild keifte er. Was bildet sich die Alte eigentlich ein?. TC war ziemlich grantig geworden. Zumal er sich nichtmal etwas zu schulden kommen lassen hatte.



20.07.2002 13:18#146
Die Amazonen Scheinbar hatte der Bandit verstanden. Er wechselte den Baum und setzte sich an einen etwas entfernteren. Keysha steckte den Bogen wieder ein. "Meinst du er hats kapiert?", meinte sie mit einem Blick zu ihrer Wachgefährtin.
Diese rückte ihre Rüstung etwas zurecht und nickte. "Ich denke schon. aber wir sollten ihn im Auge behalten. Vielleicht ist er ein Späher." Keysha stimmte zu und ließ den Baum mit dem Banditen nicht aus den augen. Abwarten.



20.07.2002 13:27#147
Bradwen Gafferinnen murmelte TC als er die beiden Amazonen beobachtete. TC hätte ziemliche Lust gehabt seinerseits einen Pfeil abzuschießen, aber wollte auch nicht das ihm dann irgendetwas angehängt wurde. TC glaubte zwar nicht das noch etwas passieren würde aber dennoch rückte er sein Wehrgehänge mit den Wurfmessern zurecht und legte seine beiden Schwerter griffbereit. Den Amazonen traute er nicht unbedingt über den Weg. Wenn ein Bandit soetwas mit einer Amazone vor em Neuen Lager gemacht hätte, hätten die gleich wieder eine Fehde angezettelt. Wär vielleicht auch mal ne gute Idee grummelte TC bevor er sich erhob und seinen Weg fortsetzte.



20.07.2002 13:35#148
Die Amazonen Zufrieden beobachtete Keysha dass der Typ abzog. Hatte wohl doch eingesehen dass es so besser für ihn sei.
Routiniert schweifte ihr Blick wieder weiter über das Gelände.


20.07.2002 19:34#149
Kiina Die Amazone erreichte das Lager und trat durch das Tor. Die anderen Amazonen nickten ihr erfreut entgegen. Kiina lächelte, lange war sie nicht mehr hier gewesen. Bevor sie jedoch den eigentlichen Teil des Lagers betrat, blieb ihr Blick an etwas anderem hängen. Eilig winkte sie eine wachhabende Amazone heran und fragte sie über diesen Laden dort aus. Bereitwillig erklärte sie Kiina, dass dieser Laden eine Art Filiale sei und sie von einer gewissen Kitiara geleitet wurde.

Kiinas Blick verfinsterte sich. Ein Laden von einem Mann im Amazonelager? Der Gedanke gefiel der Haushofmeisterin ganz und gar nicht. Schnell gab sie der Amazone Anweisungen. Die Hütte sollte geräumt werden, alle Sachen sicher in der Vorratskammer verstaut werden. Danach würde Kiina das Gebäude in Brand stecken und der anderen Amazone Kitiara eine Nachricht zukommen lassen, aber zuvor wollte sie Thaleia aufsuchen.

Drei Amazonen begannen, dem Wunsch der Haushofmneisterin zu entsprechen, während Kiina selber sich auf den Weg zur Priesterin begab. Leise hallten die Schritte der hohen Amazone über die Gänge, bevor der Laut vor einer Tür verstummte. Kiina klopfte an und trat ein. Thaleia wandte den Kopf herum und begrüßte sie lächelnd. "Ich habe Euch bereits erwartet. Seid Ihr bereit, die uns von Donnra geschenkte Magie zu erlernen?" Kiina schloß die Tür leise, trat vor die Magierin und nickte mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck. Ja, Kiina wußte, was sie wollte.

Thaleia winkte sie heran und begann, der hohen Amazone einige Erklärungen zukommen zu lassen. Sie fing mit einfachen Angaben an. Um die Magie ausüben zu können, sei das Blut eines Schattenläufers vonnöten. Thaleia ging zu einem Regal und übergab Kiina ein kleines Glasgefäß mit etwas von dem wertvollen Blut. Dann schritt sie weiter zu einem Regal voller Bücher und nahm einen dicken Band heraus. "Hier findet Ihr sämtliche Sprüch der ersten Stufe. Lest es Euch gut durch und wenn Fragen sein sollten, so sucht mich auf. Ich werde Euch jederzeit das gewünschte erklären, da mir durchaus bekannt ist, wo Ihr verweilt und mit wem." in den letzten Worten schwengte etwas Unmut mit, aber davon ließ sich Kiina nicht beirren.

Sie wußte, warum sie an Gnats Seite verweilte und das reichte ihr. "Ich danke Euch, ehrwürdige Thaleia. Ich hoffe, ich werde Euch nicht enttäuschen und werde mir Mühe geben, sodass ihr stolz auf mich sein könnt. Aber ich muß jetzt leider wieder gehen, werde mich aber bald wieder melden." Kiina nahm lächelnd das Buch entgegen und verstaute es in einem Rucksack, den ihr Thaleia reichte. Auch das kleine Glasgefäß mit dem Blut ließ sie sachte in dem Lederrucksack nieder. Dann verließ sie die Magierin wieder und schritt schon bald wieder in die Sonne auf dem Hof.

Die beauftragten Amazonen hatten bereits ganze Arbeit geleistet. Die Hütte war leergeräumt und Kiina nickte zufrieden. Die höchste anwesende Amazone reichte ihr eine Fackel und die frischgebackene Blutmagieschülerin hielt sie an das morsche Holz. Es dauerte nicht lange und die Hütte brannte lichterloh. Schwarze Rauchwolken stiegen gen Himmel. Kiina wartete, bis wirklich nur noch Schutt und Asche übrig war und wandte sich dann wieder an die hohe Amazone "Richtet dieser Kitiara bitte etwas aus. Ich möchte, dass sie meine Gehilfin wird. Sie soll mich über den Zustand der Vorratskammern, des Hofes allgemein und allem anderen informieren. Es dürfte ja bereits bekant sein, dass ich meine Zeit in Drakia verbringe. Sobald etwas anliegt, soll sie mir eine Nachricht zukommen lassen, ich werde dann weitere Anweisungen erteilen. Zur Zeit bin ich jedoch auf der Flucht und nicht in Drakia anzutreffen. Allerdings hoffe ich, dass ich dort bald wieder einkehren kann.

Ich werde mir gleich einen Wolf mitnehmen, den ich in regelmässigen Abständen zu Euch senden werde. Sie soll dem Tier einfach ein Pergament um den Hals befestigen." Mit diesem Worten wandte sich Kiina um und schritt auf einige Wölfe zu, die in der Sonne lagen und wachsam das Lager beobachteten. Ihr Blick glitt über die schönen Tieren und blieb an einem relativ jungen Wolf hängen. Unbeholfen löste sich das Tier von der Gruppe und tappste auf die Amazone zu. Die dunklen Augen auf sie gerichtet, blieb die Wölfin vor Kiina stehen und ließ sich spielerisch in den Staub fallen.

Kiina kniete sich nieder und strich dem schönen Tier durch das dichte Fell. Es war schon ein niedlicher Anblick, wie sie so dalag und die noch viel zu großen Pfoten in die Luft reckte. Die Amazone stuppste die Wölfin an, die sogleich aufsprang und neugierig die feuchte Nase über die dargebotene Hand wandern ließ. Kiina hatte ihre Auswahl getroffen. Sie erhob sich und winkte die Wölfin hinter sich her. Freudig sprang das Tier an ihrer Seite auf und ab und brachte die Amazone fast mehrmals zu Fall. Lachend verließ sie das Lager.


20.07.2002 22:51#150
Samantha Eine schwarze Rauchwolke verdunkelte den Himmel. Schreie tönten durch das Lager, seltsamerweise überwiegend Freudesschreie. In den Ställen schlugen die Scavenger und Beisser mit den Krallen, kratzten beunruhigt an den Toren als sie den beißenden Brandgeruch vernahmen. Auf dem Hof heulten die Wölfe, schweiften unruhig umher und hielten schnuppernd die feuchten Schnauzen in die Höhe.
Mylanaa sprang im Thronsaal alamiert auf. Was war da los? Aufgeregt rannte sie nach draußen und schaute zum verdunkelten Himmel hinauf. Die Rauchsäule kam von außerhalb der Residenz, irgendwas auf dem Marktplatz mußte brennen. Eilig rannte die Amazonenkönigin zwischen den aufgeregt umherirrenden Amazonen durch das große Eingangstor.
Und da sah sie es. Da wo vorher Brachs Hütte gestanden hatte, war jetzt nur noch ein Häufchen rauchender Asche übrig. Um den Marktplatz herum standen gaffende Amazonen, lachende Gesichter, manche etwas besorgt, aber überwiegend schienen sie zufrieden zu sein.

"Was ist hier los?!", Mylanaa arbeitete sich nach vorne durch und starrte auf die Asche, "wer war das?" Durchdringend blickte sie nacheinander in die Augen der Amazonen. Doch diese schüttelten nur scheinbar unwissend die Köpfe, aber ein wissendes Leuchten in ihren Augen verriet Mylanaa dass hier alle unter einer Decke steckten.
"Das wird noch Folgen haben", verkündete sie ernst und wandte sich dann wieder ab.
Was die anderen Amazonen nicht sahen war das Grinsen auf ihrem Gesicht, als Mylanaa wieder zurück in den Hof schritt. Sie würde schon herausfinden wer der Brandstifter war, damit sie ihm auf die Schulter klopfen konnte...


21.07.2002 22:14#151
Chani Die rötlich glühenden Funken stoben aus der kleinen Flammenpfütze wie die satanischen Mächte aus einer exorzierten Seele. Einen Augenblick lang hielten sie in ihrer hastigen Bewegung inne, schienen in der frischen Nachtluft zu schweben, nur um nach einigen Sekundenbruchteilen auf die feuchte Erde zu sacken und dort zu verglühen. Die monströsen Wächter der Flora reckten ihre gigantischen Leiber majestätisch dem allmächtigen Regenten der Nacht entgegen und beugten sich den Gezeiten wie der Sklave dem Despoten.

Tief in Gedanken versunken, die ihren Geist mit sanfter Gewalt an einen unerreichbar fernen Ort versetzten, stocherte Chani mit einem dürren Ast in dem wärmespendenden Lagerfeuer. Zwar es in dieser gar wundervollen Sommernacht alles andere als unangenehm temperiert, trotzdem wollte die junge Amazone den heimeligen Schein der tanzenden Flammen nicht missen, vermochten sie doch die allgegenwärtige Angst aus ihrem Herzen zu verbannen. Zumindest für eine kurze Zeit.

Chani hatte spontan beschlossen, jene Nacht nicht in ihrer Hütte im Amazonenlager zu verbringen. Vielmehr zog sie eine Art innere Unruhe an die frische Luft, hinaus in die freie und vor allem nicht ungefährliche Wildnis, etwa 4 Kilometer vom Camp entfernt. Sie wusste natürlich in welche Gefahr sie sich mit dieser infantilen Aktion begab. Aber vielleicht war es gerade das, was sie jetzt am dringendsten brauchte. Gefahr. Das Gefühl, ständig auf der Hut sein zu müssen um gegen jeden möglicherweise tödlichen Hinterhalt gefeit zu sein. Die klirrende Kälte, die ihr wie eine lüsterne Schlange quälend langsam die Wirbelsäule entlangkroch und sich in ihrem Nacken festsetzte. Bei anderen Menschen verursachte dies in der Regel akute Panikattacken, bei Chani jedoch verursachte es eine seltsame Erregtheit, ja fast eine Art Extase. Halte deine Freunde nah bei dir, aber deine Feinde noch näher. Dieses Sprichwort war mitnichten eine Binsenweisheit, denn je mehr man sich bewusst der Gefahr hingab, desto mehr lernte man sie zu kontrollieren, mit ihr zu spielen. Die Gabe, eine Situation nicht eskalieren zu lassen, gehörte zu den vielerorts unterschätzen Fähigkeiten eines eherenhaften Kriegers. Beziehungsweise einer Kriegerin...


22.07.2002 22:23#152
Chani Der Akt des physischen Konfliktes muss vor dem geistigen Auge des Kriegers bereits beendet sein, bevor er in der Realität überhaupt begonnen hat.
Die schlabbernden Fettwülste des fetten Molerats wurden wie totes Fleisch hinter dem kartoffelähnlichen Körper hergeschleift, als das rosa Knubbelmonster gemächlich über den feuchten Erdboden dackelte. Die winzigen Schweinsäuglein glubschten, vor unvorsichtiger Naivität geradezu triefend, neugierig umher. Die kleinen, fleischigen Tatzen wühlten Gestrüpp und Morast auf, als sie sich bei jedem unbeholfenen Watschelschritt in den Waldboden gruben. Ein zufriedenes Grunzen räkelte sich aus der Kehle des Molerats dem majestätischen Sternenkleid am Firmament entgegen. Schließlich hatte das kleine Biest erst vor kurzem ein vorzügliches 3. Abendessen in Form einer schmackhaften Fleischwanzen Familie genossen.

Was für ein dummes Tier. Diese verfluchte Barriere raubte tausenden von Lebensformen ihre Freiheit. Eingesperrt wegen unzähliger, teils unvorstellbar grausamen, teils schlicht nichtigen Vergehen. Diese gigantische Kuppel aus vor tödlicher Macht kochender Energie schien für den Großteil der Gefangenen das schlimmste Schicksal zu sein, welches jemals ihren fiebrigen Alpträumen entsprungen war. Doch selbst hier, innerhalb des Urteils, war man vor dem allmächtigen Tribunal nicht sicher. Gab es doch ein Verbrechen, dessen man sich niemals schuldig machen sollte, erst recht nicht in einer lebensfeindlichen Umgebung wie der Kolonie. Dummheit. Und dieses grunzende Molerat war eindeutig schuldig im Sinne der Anklage.

Ein schrilles Quieken durchbrach die Stille der Nacht...



22.07.2002 22:58#153
Menaru Kitiara machte Fortschritte, unverkennbar. Menaru war schon recht zufrieden mit ihr. Nicht mehr allzu lange und sie würde die Amazone prüfen können. Die beiden Frauen kämpften im schwachen Schein der Fackeln. Für Außenstehende waren sie sicherlich graziös anzusehen, wie sie sich gegenseitig auswichen, flink und wendig.
Aber Menaru sah die Fehler, die Kitiara wieder und wieder begann. Schon seit einer geraumen Zeit durchbrach die Einhandlehrmeisterin hin und wieder die Verteidigung der Amazone ihr gegenüber.
Nicht zum ersten Mal landete das Schwert Kitiaras auf dem staubigen Boden. Beide Frauen atmeten hastig, der Schweiß rann ihnen über die Haut, die Wangen waren gerötet. Menaru beendete das Training, denn über ihnen funkelten schon die Sterne und Müdigkeit legte sich über die geplagten Körper.
Kitiara machte sich auch sogleich auf den Weg in ihr Nachtquatier, während Menaru noch ein wenig über den Hof wanderte. In einer stillen Ecke ließ sie sich nieder.
Etwas machte ihr zu schaffen. Sie fühlte sich schon seit einer geraumen Zeit unterfordert irgendwie. Gut, sie hatte nun mit Kitiara eine durchaus fähige Schülerin, aus der sicher einmal eine excellente Kriegerin werden würde, aber dennoch.
Ihr Blick glitt zu den Sternen empor. Sie sehnte sich. Sie sehnte sich nach Abenteuer, nach irgendetwas, dass sie fordern würde, ihr zeigen würde, wo die Grenzen der Amazone lagen.
Wie gerne würde sie etwas unternehmen, aber alleine war es wohl kaum möglich. Sollte ihr Leid geschehen, könnte sie sich nicht einmal richtig bemerkbar machen. Menaru kam resignierend zu dem Schluß, dass sie an das Lager gefesselt war.
Außerhalb des Anwesens hier, wäre sie eine Gefahr für sich selber. Gut, sie konnte besser mit dem Schwert kämpfen, als jede andere Amazone hier, aber dennoch. Menaru zog die Knie an den Körper und stützte das Kinn darauf.


26.07.2002 13:48#154
Samantha Schwer hallten die Schritten an den hohen Steinwänden, bis Mylanaa endlich die kleine Plattform erreicht hatte und ihr die hellen Sonnenstrahlen entgegenblinkten. Die beiden Bogenschützen, die auf dem südwestlichen Turm Wache hielten, grüßten die Königin freundlich.
"Na wie siehts aus?", fragte sie in die Runde.
Eine der Wachamazonen nickte hinüber in Richtung Drakia. "Viel erkennt man nicht, zu weit weg. Aber es scheint nichts in unsere Richtung zu kommen." "Sehr gut."
Mylanaa ging an die Mauer und schaute hinunter. Tief war das hier, zu tief ihrer Ansicht nach. Bloß nicht zu weit hinauslehnen...

Unten rauschten leise die Bäume im Wind. Vom Meer her wehte eine sanfte Brise. Eigentlich ein schöner Tag. Den hätte man auch anders nutzen können, zB am Strand liegen und Faulenzen. Aber wie sah das denn aus, die Königin verweilte am Strand während der Rest des Lagers sich abschuftete. Aber einen ordentlichen Freizeitwert hatte diese Insel allemal, vielleicht sollten sie mal über weitere Einnahmequellen nachdenken.
Mylanaa mußte grinsen. Einmal Erholungsurlaub für gestresste Gardisten mit anschließender Opferung. Zu blöd der Gedanke.
Schmunzelnd stieg sie die schmalen Stufen wieder hinab und trat auf den Hof.


26.07.2002 14:12#155
Nellas Nachdenklich stand Nellas auf dem Haupttor, den Speer in der Rechten, die Linke auf dem Schwertknauf, mit den Fingern tippend. Da draussen herrschte Krieg, ein fremder Feldherr hatte den Aussenposten des Alten Lagers angegriffen. An sich nichts Schlechtes, wenn man ausschließen könnte, das er nicht auch das Amazonenlager angreifen würde. Und da war ja auch noch dieses Abkommen, immer diese verdammten Abkommen mit dem Alten Lager, das wurde ja schon zur Gewohnheit. Kaum war Krieg, schon kamen sie an und wollten
Hilfe...tz...Männer...alles Schwächlinge!

Aber letztlich war es egal wer gewann, es würden Männer übrig bleiben...also lieber die Kerlchen, die man bereits kannte und die keine Gefahr darstellten, als irgendwelche Neuen, die dann vielleicht nicht so verweichlicht sein würden. Also doch wieder dem Alten Lager helfen, Mist!
Das würde wieder Blut kosten, auch das der Amazonen...und dieser Gedanke tat weh, Freundinnen...Schwestern verlieren, ihre toten Körper vom Schlachtfeld auflesen, nach einem Kampf für eine Sache, die sie vielleicht gar nichts anging...

Aber was sollt’s, sonst war eh nichts besonderes los und die Frauen würden sich mit der zeit auch langweilen. Die Barriere hatte sie zu Kriegerinnen gemacht, jetzt musste ihnen die Barriere auch etwas liefern, bei dem sie ihre Fähigkeiten einsetzen konnten. Einige dürstete es regelrecht nach Blut, der Hass auf die Männer machte sie zu Bestien, gnadenlosen Killerinnen, die sich nicht scheuen würden, für ihre Sache zu sterben...ohne zu zögern...so wie Nellas...


26.07.2002 14:28#156
Samantha Mit gleichmäßigen Schritten kam Mylanaa über den Hof und schaute sich suchend um. Was könnte noch anliegen? Eigentlich sah alles soweit vorbereitet aus, sollten die angreifer ruhig kommen. Oder die Nachricht, dass sie gebraucht wurden. In Kürze würde sie eine Gruppe starker Kriegerinnen bereit haben. Dem Alten Lager helfen...mal wieder...die konnten auch wirklich nicht auf sich selbst aufpassen. Männer eben. Hoffentlich war dieser Baron nicht dabei. Der käme dann noch auf dumme Gedanken und würde sie gleich wieder einbuchten...
Am Haupttor entdeckte sie Nellas. Die Erzamazone sah ziemlich grimmig aus, irgendwas beschäftigte sie. Kein Wunder bei diesen Zeiten. Das ganze Lager schien in Aufbruchstimmung.
Langsam trat Mylanaa an sie heran.
"Hallo. Du siehst nachdenklich aus, stimmt was nicht?"



26.07.2002 14:41#157
Nellas Die Kriegerin sah kurz zu Mylanaa und schaute dann wieder aufs Wasser hinaus. „Es sind die derzeitigen Zustände, sie gefallen mir nicht, ein unbekannter übermächtiger Gegner und ein Bündnis mit dem Erzfeind...Und der Gedanke an die Verluste....das betrübt, sie haben den Willen, fast alle, aber nur die Hochrangigen haben wirklich das Können und die Erfahrung. Wir wissen beide, dass das nicht sooo viele sind...“

Nellas sah wieder zu Mylanaa, die Lage war wirklich wieder mal verzwickt. Hier waren sie relativ sicher, aber nicht auf Dauer...würde das Alte Lager und die anderen verlieren, dann wären sie womöglich die Nächsten...Und überhaupt, warum kam von den Sumpflern noch nichts, abgeblich hatten die ja auch schon Kontakt, aber niemand hatte sich hier blicken lassen.
„Hast du irgendeine Nachricht von Radeck oder einem anderen Sumpfler? Immerhin sind die doch unsere Verbündeten...kein Verlass mehr auf die Kerle, schlimm ist das...



26.07.2002 15:10#158
Samantha Mylanaa schaute hinaus auf den Waldweg und das ruhige Meer dahinter. "Nein, ich habe noch nichts gehört. Weder von einem Sumpfler, noch von irgendwem sonst. Das Bündnis scheint mir sowieso recht fraglich, es ist ja nicht direkt mit dem Sumpf, sondern nur mit deren Außenposten. Was juckts die Baals in dem Sumpfloch wenn wir hier untergehen..."
Inzwischen traute sie fast keinem Mann mehr.
"Und das Zwangsbündnis mit dem Alten Lager kam auch nur als Bedingung zustande. Ohne meine Zusage hätten sie mich gar nicht rausgelassen aus diesem verdammten Kerker. Hoffentlich haben die wenigstens soviel Ehre dass sie ihr Versprechen hinterher auch halten. Nochmal werden sie es nicht so leicht haben." Grimmig dachte sie an die Begegnung mit Gnat in der Taverne. Gut, er hatte nur seinen Job getan. Aber trotzdem...er war damit zum Feind geworden. Wie sich die Zeiten doch änderten...

Der Schrei einer Möwe riß Mylanaa aus den Gedanken. Sie blinzelte kurz und schaute dann zu Nellas.
"Wir werden kämpfen müssen wenn sie uns rufen. Uns bleibt gar keine andere Wahl. Auch um unser eigenes Lager zu retten. Auch wenn dabei Schwestern umkommen würden..."



26.07.2002 15:25#159
Nellas „Ich weiss....ich weiss...“
Und es gefiel ihr ganz und gar nicht...
„Wenn du nichts dagegen hast, dann werde ich sehen, wie es sich mit den Templern verhält, vielleicht können wir uns durch das Bündnis eine günstigere Lage verschaffen.“
Nellas sah zur Königin und versuchte einen optimistischen Blick aufzulegen. „Möglicherweise bekommen wir Hilfe, wenn wir das Alte Lager unterstützen müssen...je mehr desto besser, auch für uns...Und wenn sie uns im Notfall bei der Verteidigung helfen würden...das wäre auch von Vorteil...“ So langsam fasste sie durch die eigenen Worte neuen Mut und die Idee schien gar nicht mal so schlecht.
„Was meinst du? Wollen wir mal bei denen vorbei schauen? Hier abwarten und nichts tun zehrt ziemlich an den Nerven...“



26.07.2002 15:34#160
Samantha Mylanaa faßte sich nachdenklich ans Kinn und nickte dann leicht. "Vorbeischaun schadet sicher nicht. Für uns wäre es ein guter Rückhalt wenn wir wissen wie das Sumpflager zu der Sache steht. Ich bin mir sicher dass das Alte Lager dort noch nicht angefragt hat, uns haben sie ja auch nur gefragt weil unser Lager in der Nähe liegt. Schaun wir mal im Sumpf vorbei und orten die Lage."
Sie stieß sich von der Mauer ab.
"Nehmen wir die Beisser?"



26.07.2002 15:57#161
Nellas Nellas nickte und die beiden gingen zu den Stallungen, die Oststallungen wohlgemerkt, denn in den westlichen hausten die deppischen Scavenger.() Nellas führte Rudi und Frafi heraus und gab Mylanaa die Zügel in die Hand. "Brechen wir auf, zuerst ins Moor denke ich, immerhin hatte Radeck den Pakt geschlossen, wer weiss ob der Kauz das mit dem Sumpf ausgemacht hatte..." Die Beiden Kriegerinnen stiegen auf die tapsenden und zischenden Beisser und ritten dann aus dem Lager, die lange steinerne Brücke entlang und beschleunigten nach deren passieren. Zügig fegten die Tiere den Strand entlang und wirbelten den Sand wild auf, es war ein gutes Stück, zumal sie ja auch Drakia noch umgehen mussten...



27.07.2002 12:54#162
Nellas Schon wieder stand Nellas auf dem Haupttor, die letzte Zeit hielt sie sich hier so ziemlich am Meisten auf, irgendwie wollt sie Wache halten, von früh bis spät und die ganze Nacht durch, ging nur leider nicht, die anderen schickten sie dann schon immer weg, damit sie sich mal ausschlafe, aber Nellas hatte keine Ruhe, die zeiten waren zu unsicher...
Und gestern, als sie mit der Königin unterwegs gewesen war, hatten sie einen kleinen Abstecher gemacht und sich die Situation um Drakia mal angesehen, aus sicherer Entfernung versteht sich. Es hatte ihr gar nicht gefallen...
Zum Glück konnte sie sicher sein, das die anderen Kriegerinnen bereit waren, die Reiterinnen waren in Topform, die Tiere fit und der Rest ebenso kampfbereit. Wenn der Feind anrücken sollte, sie würedn sich wehren, und das nicht schlecht. In dieser Befestigung konnten sie eine Weile Widerstand bieten, wenn nicht gerade dieses Ungetüm von Schiff auftauchen und sie beschiessen würde...Dieser Gedanke machte die fast schon wieder gute Laune zu nichte, verflucht aber auch...



28.07.2002 12:13#163
Samantha Mylanaa stand schweigsam vor dem hölzernen Tor und ließ ihren wachsamen Blick über die Landschaft schweifen. Neben ihr standen, ebenso schweigsam, die beiden Wachen, schwer bewaffnet und äußerst konzentriert. Jeder kleinste Laut drang in Mylanaas Ohren, wurde von ihrem Gehirn verarbeitet und für entweder harmlos oder beachtenswert eingestuft. Bisher jedoch waren alle Geräusche in die Kategorie 'Harmlos' gewandert, Schreie der Möwen, Melodien der Singvögel, Schnarchen der linken Wachamazone...Schnarchen?!

"Hey!", Mylanaa stieß die Schnarchnase energisch an.
"Ich verlange höchste Konzentration von den Wachhabenden, nicht auszudenken was passiert wenn ein Feind nicht rechtzeitig erkannt wird! Du gehst jetzt rein und schläfst dich aus, schick eine andere Amazone her als Ersatz. Und dass mir das nicht nochmal vorkommt!", wetterte die Königin.
Die Angesprochene war aufgeschreckt und schaute jetzt entgeistert drein. Dass ausgerechnet ihr das passieren mußte. Was eine Schande.
Die übrigen Amazonen in der Nähe hatten erstaunt innegehalten, solche Ausbrüche der Königin waren äußerst selten. Die Anspannung im Lager war ja auch unerträglich, daher wohl auch die harte Reaktion von Mylanaa. "Was stehst du da rum?! Rühr dich, hol Ersatz. Und wenn du ausgeschlafen bist, meld dich bei der Rittmeisterin und stell dich zum Stalldienst an!" Mylanaa schaute der Amazone nach, die sich schleunigst in den Nebenbau eilte. Ärgerlich stieß sie die Luft aus und nahm mit verschränkten Armen wieder ihre Position vor dem Holztor ein. Wenn man sich nicht um alles selbst kümmerte..


30.07.2002 02:16#164
Samantha Unruhig tapste Mylanaa auf und ab, von der linken Zimmerecke zur rechten und wieder zurück. Dort angekommen, machte sie eine halbe Drehung und steuerte die vordere Zimmerecke an. Dumpf trafen ihre nackten Füße immer wieder auf dem Holzboden auf, ließen die Balken knarren und die darunterhängenden Spinnen ihren Schlaf rauben.
"Ei bei Donnra, verdammt nochmal!", fluchen war sonst gar nicht ihre Art. Ihre Brauen tanzten im Gesicht herum, mal waren sie oben, mal unten, mal nur eine aufgerichtet und mal die andere gekrümmt. Nur Kreuzen stellte sich noch als etwas schwierig heraus. Aber mit etwas Übung...

Wieso konnte sie nicht schlafen? Was drängte sie so aus dem Bett und ließ sie sinnlos das Parkett abnutzen? Wieso konnte sie nicht den armen achtbeinigen Untermietern ihre wohlverdiente Ruhe gönnen, sie wurden schon tagsüber genug gejagd von eifrigen Putzkolonnen und Staubwedeln.
Mürrisch tapste Mylanaa weiter.



30.07.2002 13:17#165
Samantha Mylanaa stand wieder vor dem großen Holztor, den Blick nach vorn gerichtet auf den Weg zur Brücke. Die Vögel zwitscherten fröhlich an diesem warmen Sommertag, ein kleiner Windhauch spielte mit den Haaren der Amazone.
Irgendwo raschelte etwas und erregte Mylanaas Aufmerksamkeit. Wachsam trat sie einen Schritt vor, versuchte einen Blick in das Gebüsch zu erhaschen. Aber da war nichts. Nur dieses Rascheln. Sicher irgendein Viech.
Beruhigt nahm die Amazonenkönigin wieder ihren Posten ein. Schon seltsam dass sie die letzten Tage immer mal wieder hier verbracht hatte. Aber sie war angespannt, konnte nachts nicht schlafen und wurde tagsüber von so einer unglaublichen Unruhe erfaßt.
Irgendwas mußte bald geschehen.



30.07.2002 16:43#166
Radeck [ach mann...so ein Mist aber auch]

Langsam stapfte Nellas durch das Lager, den Speer fest in der Rechten, mit der Linken spielte sie wieder am Schwertknauf. Ja, es war eine trügerische Stille, der Feind war vielleicht näher als sie dachten, die Situation gefährlicher als angenommen. Aber sie würden ihre Frau stehen, so leicht nicht...sie hatten das Lager, sie hatten Donnra...

Am Haupttor traf sie auf Mylanaa, welche die letzte Zeit auch nicht besseres zu tun hatte, als da zu stehen und Wache zu schieben. Die Erzamazone stellte sich neben ihre Königin und sah zu ihr rüber.
„Hallo Mylanaa, na, wie sieht es aus, schon irgendwelche Männer gewittert? Wer weiss wann die Schwächlinge ankommen und Hilfe wollen, kann ja nicht mehr lange dauern...“



30.07.2002 16:51#167
Samantha Mylanaa war inzwischen schon etwas genervt von dem langweiligen herumstehen. Ein Glück dass sie nicht hauptberuflich Wache war, nicht auszuhalten. Da lobte sie sich doch ihre Freiheit und die netten Abende am Strand, vorm Kamin oder sonstwo..
Jemand sprach sie an. Mylanaa blinzelte zweimal, riß sich aus den Gedanken und schaute auf. Nellas. Die hatte sie eh noch sprechen wollen. "Gewittert? Nein, alles ruhig hier. Vielzu ruhig. Aber irgendwas sagt mir dass da bald was passiert. Die haben mich nicht umsonst aus dem Kerker gelassen, die werden schon noch zu uns kommen und um Hilfe betteln."
Sie stieß verächtlich die Luft aus. Ihr Blick glitt hinauf zum Himmel, wo sich bedrohlich Wolken zusammenballten, und dann wieder hinab zu der Rittmeisterin. "Übrigens, hat kürzlich eine Amazone bei dir gemeldet? Ich hatte eine zum Stalldienst geschickt.."



30.07.2002 16:58#168
Nellas „Eine Amazone wegen Stalldienst? Ja, richtig, sie meinte sie käme von dir und solle sich bei mir melden um beim Saubermachen zu helfen. War ziemlich fleissig die Gute, ich will lieber nicht wissen, warum du sie geschickt hast. Lass uns ein Stück gehen...“
Nellas setzte sich in Bewegung und schaute kurz zu Mylanaa um sich zu vergewissern, das diese folgte. Die Beiden gingen langsam in Richtung Wasser, da war es kühler.
„Sag mal, was meinst du, sollen wir uns wirklich in den Kampf einmischen? Die Idioten da drüben könnten wir genauso gut allein mit ihrem Problem fertig werden lassen...Sie behaupten doch ständig die Größten zu sein...“



30.07.2002 17:07#169
Samantha Mylanaa eilte sich der Erzamazone zu folgen, die mal wieder vielzu große Schritte machte. Flink wich sie einem Mistkäfer aus, die schmatzten immer so beim drauftreten. Dann passierte sie ebenfalls ohne große Probleme eine Schnecke, die unachtsam den Weg kreuzte. Wieso wimmelte das hier so von Viechzeug? Kopfschüttelnd erreichte sie Nellas und schritt jetzt gemächlich neben ihr her.

"Ich schlage vor wir warten ab was kommt. Aber wir sollten auf alles vorbereitet sein. Wenn sie nicht mehr ankommen und um Hilfe beten, dann lassen wir sie ihren Krieg alleine machen. Solang unser Lager unbeschadet bleibt. Kommen sie aber an, dann werden wir ihnen wohl helfen. Ich kann mir nämlich nicht denken dass irgendein Erzbaron uns freiwillig um Hilfe bittet. Wenn die das tun, dann muss es wirklich ernst sein. Und dann sollten wir auch unseren Stolz etwas zurückstecken und alles tun, was unserem Lager nützlich ist. Und dass das Alte Lager ausgelöscht wird und stattdessen was viel schlimmeres einherkommt, zählt bestimmt nicht dazu. Beim Alten Lager wissen wir wenigstens wer unsere Feinde sind. Das ist von Vorteil."
Von dem vielen Reden bekam man einen trockenen Mund, ging es Mylanaa durch den Kopf.



30.07.2002 17:14#170
Nellas „Hmm...naja...ok, dann helfen wir ihnen halt...können wir sie nachher wieder verspotten, umso besser. Irgendwann haben wir sie dann soweit, das sie die Clowns der Kolonie sind.“
Ein amüsiertes Kichern entrann Nellas, als sie sich das auch noch bildlich, mit roter Nase und...ach den hatten sie sowieso schon.
„Aber wir sollten es dann wieder wie beim letzten Mal machen, etwas zurückhalten, unsere Amazonen schonen und nicht so verheizen, wie es die Gardisten tun.“
Nellas stoppte am Rand des Grases und zog die schweren Kampfstiefel aus, dann stapfte sie in den Sand, der ziemlich heiss war, weshalb sie zügig weiter Richtung Wasser ging, da würde es wieder kühler...



02.08.2002 17:49#171
Nellas Was für ein Tag, erst durfte Nellas den Stall ausmisten...und zwar allein...alle beide...und jetzt sollte sie auch noch den Austausch einiger Wandteppiche, die der Königin auf einmal nicht mehr gefielen, überwachen. Was gab es da eigentlich zu überwachen? War ja nicht so, das hier Sträflinge arbeiteten...und wie missfielen sie ihr plötzlich...Frauen...die verstanden man halt nicht mal, wenn man selbst eine war.

Jetzt hatten sie schon die Hälfte der Teppiche ausgetauscht und waren mittlerweile beim Thron angekommen. Wie bei allen davor wurde der kostbare Stoff abgenommen und zusammengerollt, doch noch bevor der Nächste wieder aufgehangen wurde, zog ein schwacher Luftzug über die reich verzierte Fackel hinweg, die den Thron zur Rechten flankierte. Wäre wohl niemandem aufgefallen, wenn nicht Nellas wäre, die mehr als gelangweilt war und schon Fliegen zählte, die im Saal umherflogen.

Aber sie bemerkte es und sah auf das Feuer, wie es plötzlich zitterte und unruhig umhertanzte. Langsam trat sie näher, aber es hörte auf, als die anderen Amazonen den Teppich über die Wand hangen. Kurz rückten sie ihn noch mal hin und her, wieder flackerte das Feuer.
„Nehmt den noch mal ab!“
Die Kriegerin trat an die Wand und sah sie genau an. Seltsam da kam eindeutig ein Luftzug her, jetzt konnte man ihn, wenn man darauf achtete, auch spürte. „Und hol einer die Königin, sofort!“
Eine der Amazonen sah verwundert zu den anderen, folgte aber dann dem Befehl und machte sich auf den Weg, Mylanaa zu holen.



02.08.2002 18:01#172
Samantha Prüfend stand Mylanaa im großen Saal im ersten Stock. Ihre Augen schweiften über die Wände, über das Parkett, über den Schmuck und die Verzierungen an der Decke. Irgendwas störte sie. Irgendwas störte die Harmonie in diesem Raum. Mit durchdringenden Blicken stolzierte die Königin durch den Saal, rückte hier und dort was, nahm da einen Leuchter ab und dort ein Gemälde...
"Ihr werdet erwartet im Thronsaal. Die Rittmeisterin läßt euch rufen. Es scheint einen Zwischenfall gegeben zu haben", stieß eine schwer atmende Amazone hervor. Scheinbar hatte sie einen Spurt vom Thronsaal hier hinauf hingelegt und sich dabei fast völlig verausgabt.
Mylanaa drehte sich herum. Einen Zwischenfall? Konnten die denn nichts alleine machen? Sie hatte doch nur angeordnet die Wandteppiche auszutauschen... Seufzend nickte sie der Amazone zu und machte sich auf den Weg nach unten.
"Was gibts denn...", ließ sie unmutig verlauten, schon auf umgekippte Amazonen oder Kratzer in der langen Tafel gefaßt.



02.08.2002 18:09#173
Nellas Nellas sah zu Mylanaa und dann gleich wieder zur Wand.
„Hier stimmt was nicht...die Wand, sie ist nicht dicht...Luft kommt hier durch. Seht ihr die Fackel da?“
Die Kriegerin wies auf das Feuerchen neben dem Thron.
Dann hielt sie inne, ihr Blick haftete auf dem Boden...langsam ging sie in die Knie und strich mit dem Finger über die Fliesen. Kratzspuren...
Sie sprang wieder auf und sah Mylanaa an.
„Ich glaube wir haben gerade einen Geheimgang entdeckt!“
Brachte sie völlig aus dem Häuschen hervor, das war doch mal was, nicht immer diese Langweile.
„Wir sollten sehn das wir die Tür aufbekommen und ihn erkunden, was meint ihr? Vielleicht finden wir einen Schatz?! Oder etwas Gleichwertiges...oder gar ein Mittel die Männer zu vernichten!!“
Was für ein Gedanke, der spornte ungemein an...



02.08.2002 18:22#174
Samantha Mylanaa horchte auf. Wie? Geheimgang? War ihre Rittmeisterin noch ganz dicht? Verständnislos schaute sie die junge Frau an, wie sie ausgelassen herumhüpfte und dabei alle möglichen Theorien anstellt.
"Langsam langsam", beschwichtige sie, "ein Geheimgang meinst du? Da in der Wand?"
Skeptisch trat Mylanaa neben Nellas an die Wand und suchte die Steine mit den Augen ab. Sie registierte das Flackern der Fackel. Da mußte tatsächlich was sein. So langsam überkam sie auch die Abenteuerlust. Wer weiß was sich da hinter der Wand verbarg. Wenn sie nur wüßte wie man dahinterkam... "Da muss es irgendwo einen Mechanismus geben...irgendwo in den Steinen", ihre Finger glitten über das unebene Gestein und suchten die Ritzen ab. "Irgendwie muss es da ein..aaaaaaaaaaaahhhhhh..."
Urplötzlich ruckte ein hohes Stück Wand und ließ den Boden erzittern. Die Steine drehten sich und legten ein großes schwarzes Loch frei. Mylanaa, die sich an die Wand gelehnt hatte, war mit einem Schrei dort verschwunden und wurde von der Dunkelheit geschluckt.



02.08.2002 18:45#175
Nellas Nellas sah in das Loch, weg war sie...was war sie auch immer so stürmisch. „Du du und ihr zwei, mitkommen...Lena, du hast das Kommando.“ Die fünf Amazonen, unter denen sich auch Jericia befand, gingen langsam, mit Fackeln bestückt, in den Tunnel.
Die Wände waren glatt, noch war es gemauert, aber es ging nach unten und bald wurde es natürlicher Fels, der die Kriegerinnen umgab.
Feucht und kalt war es, man merkte das es eine Insel und das Wasser nah war.
„Mylanaa?“
Hallte es den Gang entlang, aber als Anwort gab es nur ein Bellen von hinten. Im gleichen Augenblick huschte einer der Wölfe an ihnen vorbei und versetzte den Amazonen einen Heidenschreck.
„Verdammt! Mach das ja nicht noch mal!“
Fluchte Nellas ihm nach und sah zu, das sie ihm folgte, er würde die Königin hier am ehesten finden...



02.08.2002 19:24#176
Samantha Irgendwas Feuchtes fuhr durch Mylanaas Gesicht und sabberte darin herum. Erschrocken fuhr die Amazone zusammen und stieß das Viech von sich. "Wäääh, was ist das?", sie richtete sich auf und klopfte sich den Staub von der Rüstung.
Der Wolf gab ein Fiepen von sich.
"Ach du bist das...sag das doch gleich..."
Der Wolf drehte den Kopf schief und zuckte mit der Schnauze. Menschen...was hatte sie denn gerade versucht?

Mylanaa schaute sich verwundert in der Dunkelheit um. Wo war sie? Doch dann kam auch schon Licht auf sie zu.
"Wir sind drin!", aufgeregt kam sie Nellas entgegen und nahm eine der Fackeln.


02.08.2002 19:46#177
Nellas Nellas blieb vor Mylanaa stehen und sah sich um.
„Bist du ok? War ja eine stürmische Aktion...wir sollten jetzt etwas vorsichtiger vorgehen, immerhin wissen wir nicht, was uns erwartet.“ Die anderen vier Amazonen verteilten sich etwas und sahen sich um. „Hier unten ist es richtig kalt, kein schöner Gedanke, was sich hier über einem befindet...“
Die Erzamazone stieß etwas mit der Speerspitze gegen die Höhlendecke und zog dann ein skeptisches Gesicht.
„Wir sollten weitergehen...mal sehen was es hier noch so gibt...“


02.08.2002 19:59#178
Samantha Mylanaa beäugte mißtrauisch die Erde, die von der Decke rieselte, nachdem Nellas ihren Speer drangehauen hatte. Die sollte lieber mal vorsichtig sein, so stabil sah das nicht aus... Aber dann fiel Mylanaa ein, dass das hier ja schon jahrelang gehalten haben mußte. Wieso also sollte ausgerechnet Nellas dem ein Ende bereite. Obwohl... wär mal wieder typisch...

Sie versuchte nicht weiter über die Gefahr nachzudenken und starrte wieder nach vorn in die Dunkelheit.
"Was meinst du wird uns erwarten?", zischte sie Nellas neben sich zu, während sie vorsichtig vorangingen. Trotz dass sie sich bemüte leise zu sprechen klang ihre Stimme gespenstisch hohl in dem schmalen Gang.



02.08.2002 20:07#179
Radeck [...Mist...]

Misstrauisch spähte die Angesprochene nach vorn, aber weit konnte man wirklich nicht sehen.
„Keine Ahnung...aber wir werden es herausfinden...“
Immer tiefer ging es in den Berg hinein, die Luft wurde feuchter und kühler...und irgendwie auch stickiger...aber das hielt die Frauen keineswegs davon ab, diese Entdeckung näher zu erkunden.
„Vielleicht wirklich einen Schatz oder so...oder einen Fluchttunnel...könnte auch sein...oder wi...“

Die Erzamazone hielt inne und stoppte, hatte sie da nicht gerade etwas gehört? Fragend sah sie zu den anderen, bekam aber keinen bestätigenden Blick. Nur der Wolf spitzte die Ohren und schien ebenfalls etwas vernommen zu haben...immerhin einer..
„Wir sollten vorsichtig sein, ich glaube da vorne erwartet uns irgendetwa...“ Wieder ein leises Klappern, seltsam...langsam ging Nellas weiter...


02.08.2002 21:57#180
Samantha Mylanaa umgriff ihren Speer fester. Ihre Augen starrten angestrengt in die Dunkelheit und ihre Ohren lauschten. Was war das? War hier unten etwa jemand? Oder etwas? Sie mochte gar nicht dran denken was jetzt alles hier auftauchen konnte, eingesperrt all die Jahre war es sicher nicht allzu freundlich. Izestra, der Wolf, ließ neben ihr ein leises Knurren durch die Kehle dringen. Die Amazonen zuckten fast gleichzeitig zusammen, als sich der Laut in dem düsteren Gang fortsetzte. Was auch immer sie erwartete, es war jetzt gewarnt. Mylanaa wurde mehr als unruhig. Diese Stille auf einmal, sehr verdächtig. Schritt für Schritt arbeiteten sich die Amazonen vorwärts...


02.08.2002 22:10#181
Jericia Jericia hatte ihren Bogen ebenfalls bereit, was immer da war, sie würde es mit ihren Pfeilen begrüßen. Obwohl das seltsame Klappern nichts Gutes verhieß...wenn es....wenn es Skelette waren, sie könnte nichts ausrichten...Deshalb hielt sie sich erst mal hinter den anderen, die waren eh bessere Kriegerinnen, sie war keine Kriegerin, sie war eher Magierin...und überhaupt, warum war sie eigentlich mitgegangen?! Aber jetzt war es eh zu spät...

Kurz stoppte Jericia, ging in die Hocke und leuchtete mit der Fackel auf den Boden. Da waren Spuren...seltsame Fussabdrücke...wie die von.. „Ich glaube wir haben es mit Skeletten zu tun...die Fussspuren deuten zumindest darauf hin.“
Flüsterte sie den anderen zu und schloss zu ihnen auf. Jetzt war ihr Bogen wirklich wirkungslos...blieb nur der Dolch...na wunderbar...


02.08.2002 22:58#182
Samantha Eine Spinnewebe zog sich durch Mylanaas Gesicht und ließ sie zusammenzucken. Ärgerlich wischte sie das Zeug weg. Phantasien huschten ihr durch den Kopf, Riesenspinnen, die ein Geflecht aus weißen klebrigen Fäden in diesem Schacht gesponnen hatten und nun auf Jagd nach unschuldigen kleinen Amazonen gingen...
Plötzlich huschte etwas aus der Dunkelheit. Das Klappern war direkt vor ihnen, es stammte von einer Gruppe zerfetzter Skelette, die ihre Knochenkörper postierten. Im Schein der Fackeln blitzten die scharfen Äxte in ihren knochigen Händen auf.
Mylanaa betrachtete ihren Speer. Na toll. Sie würde durch die Knochen durchstechen. Schnell wechselte sie die Waffe, zückte ihren Einhänder in letzter Sekunde. Zwar war sie nicht so gut wie mit dem Speer, aber Hauptsache Waffe...


03.08.2002 22:52#183
Kiina Kiina erreichte endlich das Amazonenlager. Zwischendurch hatte sie noch Rast gemacht und genächtigt, was zwar eine Spur gefährlich war da draußen alleine in der Wildnis, aber die Müdigkeit hatte sie so überkommen und es war ja auch nichts passiert.

Es war Zeit für die Prüfung. Sie hatte fleißig gelernt, fast nichts anderes getan. Meist war Gerald in den Genuß ihres Trainings gelangt. Kiina fragte sich, wie sie die Prüfung abzulegen hatte. Die Wachen am Tor nickten ihr zum Gruße zu und ließen die Amazone mitsamt Wolf eintreten.

Wenig später schon stand sie vor Thaleias Tür und klopfte an. Als das 'Herein' ertönte trat die Amazone ein und grüßte die Hohepriesterin der Amazonen freundlich und respektvoll. Kurz unterhielten sie sich über belanglose Dinge, bevor Thaleia zum Wesentlichen kam und sie auf die Fortschritte ansprach.
Kiina erzählte ihr wahrheitsgemäß von den anfänglichen Mißerfolgen bis hin zu den letzendlich gelungenen Zaubern. Thaleia schien zufrieden und erklärte, dass im Kerker gerade ein Mann einsitzen würde. Er wäre das ideale Prüfungsobjekt.
Gesagt getan, zusammen machten sie sich auf den Weg in den Kerker um dort die erlernten Fähigkeiten von Kiina auszuprobieren. Die Blutmagieschülerin war gespannt, was dort wohl für ein Mann einsaß. Vielleicht kannte sie ihn ja? Wahrscheinlich eher nicht.

Die Luft wurde feuchter, die Fackel warf gespenstische Schatten auf die nackten, modrigen Felsen. Laut hallten die Stiefel der beiden Frauen auf der Felsentreppe wieder. Immer tiefer drangen sie in die Erde, bis sie vor zwei schwer bewaffneten Amazonen hielten. Thaleia wechselte kurz leise ein Wort mit der Verantwortlichen, bevor diese einen riesigen Bund mit Schlüsseln vom Gürtel löste und die schwere Eisentüre aufschloß.

Ein ekelerregender Gestank wehte ihnen entgegen. Die Zelle war stockfinster. Kein Fenster war vorhanden und in einer Ecke saß ein Mann, der jetzt die Augen gegen die Helligkeit der Fackel abschirmte. Von der Kleidung her schien er keinem bestimmten Lager anzugehören. Und auch, als er endlich seine Arme sinken ließ und den Blick auf die beiden Frauen richtete, konnte sie keine Ähnlichkeit mit irgendwem feststellen.

Thaleia gab ihr das Zeichen zu beginnen und Kiina fing mit dem ersten Zauberspruch an. Fest umklammerte sie die Rune und richtete den Blick auf den Mann vor ihr auf dem Boden und es schien erst, als passierte nichts. Kiina stimmte einen Summton an. Dann geschah etwas. Der Boden begann kurz zu vibrieren, wie ein Donner. Allerdings ein Donner ohne Hall, denn kein Geräusch ließ sich vernehmen außer das Summen der Amazone.

Der Mann schaute sich einen Moment verwundert um, doch dann richtete sich sein Blick starr auf Kiina. Seine Augen begannen zu glänzen und der Ausdruck glich dem, als würde er etwas betrachten, was er verehrte. Flehendlich bat er Kiina um einen Befehl, es schien ihm nichts schöneres zu geben, als hier und jetzt einen Befehl der Frau auszuführen um ihr zu gefallen.

Kiina ließ ihn schlicht und einfach eine Verbeugung vor ihr tätigen. Nachdem er den Befehl ausgeführt hatte, erlosch der anbetungsvolle Ausdruck in seinen Augen und er schaute sich abermals verwundert um, denn anscheinend wußte er nicht, warum er stand.

Thaleia nickte zufrieden, das hatte sie fehlerfrei ausgeführt. Nun ging es daran, dem Mann sein Wunschbild vor Augen zu führen. Dieser Spruch hatte bei Gerald auf Anhieb funktioniert. Mal sehen, wie dieser Mann darauf reagiert. Im nu hatte sie die richtige rune zur Hand und murmelte ein paar Worte, als auch schon der Blick des Mannes abdriftete und er gebannt an die Wand starrte.
Kiina zog ihr Schwert und fuchtelte dem Mann damit vor der Nase herum. Er zuckte nicht einmal mit den Augen. Also hatte auch dieser Spruch wunderbar funktioniert. Jetzt blieb nur noch einer übrig, den sie hier unten an dem Mann ausüben konnte. Wieder wechselte die rune in Kiinas Hand.

Diesmal blieb alles still, nichts war zu vernehmen. Keine gemurmelten Laute, kein Donner ohne Hall und Summen. Kiina's Blick war fest auf den Mann vor ihre gerichtet und es schien wiederrum, als geschehe nichts. Richtete man jedoch das Augenmerk genauer auf den Mann, so ließen sich erste Schweißperlen auf dessen Stirn erkennen, die sachte im Schein der Fackel schimmerten. Der Mann strich sich mit der rückwärtigen Hand über die Stirn.

Sein Schritt wankte leicht, als er sich an der Wand in der Ecke niederließ. Kiina wandte sich Thaleia zu, die ihr aufmunternd zunickte. Da sie diese Sprüche beherrschte, waren sie hier unten fertig. Krachend fiel die schwere Eisentür wieder ins Schloß, als sie beiden Frauen schon die Treppe emporstiegen. Kiina hatte eine Lichtkugel gezaubert und Thaleia konnte die Fackel in einer Vorrichtung an der Wand zurücklassen.

Ein Tier bräuchte die Blutmagieschülerin heute nicht besänftigen. Die Hohepriesterin ging einfach davon aus, dass auch dieser Zauber nicht mißlingen würde und da er nicht lebensnotwendig wäre, auch ruhig außen vorgelassen werden könne. Kiina war zufrieden mit sich. Sie hatte die erste Stufe der Magie Donnras erklommen und schickte ein Dankesgebet an ihre Göttin.

Bevor die Amazone sich jedoch auf den Weg in das Gebirge machen konnte, hielt Thaleia sie auf und reichte ihr Untensilien für die zweite Stufe. Nun würde sie das Blut des Schattenläufers benötigen, ohne dieses wären die Zauber der zweiten Stufe nicht möglich. Sie solle sorgfältig in den Büchern nachschlagen, denn die Erlernung dieser Stufe würde mehr Zeit in anspruch nehmen, als die relativ einfachen der ersten. Kiina verspach, sich Mühe zu geben und dankte ehrfurchtsvoll für das Vertrauen in sie. Mit einem Lächeln verabschiedete sich Thaleia von ihr und Kiina wandte sich erneut dem Tor des Amazonenlagers zu.


03.08.2002 22:52#184
Kiina mist, doppelpost, sorry



07.08.2002 00:19#185
Nellas Skelette...so etwas hatte sie seit dem großen Krieg damals nicht mehr gesehen...aber nichts desto trotz wusste sie noch immer, wie man diese Biester fachgerecht zerlegte...Energisch fuhr der Speer herum, die scharfe Spitze schnitt sich durch die alten Knochen, brach sie entzwei. Den nächsten Knochenhaufen zertrümmerte der Schaft des Speeres, einen Dritten die gepanzerte Faust der Kriegerin. Diese verdammten Skelette waren nun wirklich keine Gegner, eines nach dem anderen fiel zerlegt zu Boden...

Dann war es plötzlich wieder still, Nellas lauschte in die Dunkelheit hinein. Nichts mehr, nur das Keuchen der Amazonen. Vorsichtig hob die Erzamazone die Fackel auf und leuchtete in den Hohlraum vor ihnen.
„Gehen wir weiter, aber vorsichtig, wer weiss was hier noch alles auf uns wartet. Ich gehe vor, besser als wenn es zuerst die Königin erwischt...“ Da kannte sie nichts, immerhin hatte die Kriegerin bei ihrem Leben geschworen Donnra und der Königin zu dienen und sie zu schützen, koste es was es wolle...
Langsam betrat sie die Höhle und ging ein paar Schritte, dann stoppte sie erneut und sah sich um. Nichts Verdächtiges zu sehen oder hören. Das Licht der Fackeln warf gespenstische Schatten auf die Felswand, wurde von Nischen verschluckt und feuchten Stellen reflektiert.
„Das könnte ja noch richtig interessant werden hier...“
Murmelte Nellas vor sich hin und nickte den anderen dann zu, das alles in Ordnung sei.

Von hier aus führten nun ausser dem Weg, den sie gekommen waren, noch 3 andere Tunnel weg...die Qual der Wahl...aber letztlich würden sie wohl alle erkunden...
„Welchen nehmen wir zuerst? Rechts, Mitte oder Links?“
Sie wandte sich um und sah Mylanaa fragend an, eigentlich war es egal, aber es sollte trotzdem System haben.
„Dierna, markier den Tunnel durch den wir gekommen sind, nicht das wir und hier noch verirren...“
Die Angesprochene nickte und schlug mit dem rostigen Schwert eines der Skelette ein paar Splitter aus dem Fels und ritzte etwas ein.
Nellas sah indessen wieder zu Mylanaa...



07.08.2002 00:27#186
Samantha Mylanaas Blick glitt immer noch über die mystisch wirkenden Felswände. Ob es hier noch mehr versteckte Überraschungen gab? Bei Gelegenheit mußten sie unbedingt nochmal herkommen und alles auf den Kopf stellen, schließlich führte der Gang von dieser Höhle direkt in ihren Thronsaal, nicht dass sie irgendwann überraschend Besuch bekam...

Ihr Blick blieb an Nellas hängen, die sie anschaute. Ach Mensch, mußte sie denn alles entscheiden?
Sie holte aus ihrer Tasche ein Stück getrocknetes Scavengerfleisch und riß es in drei gleich große Teile. Ein Pfiff folgte.
"Komm her. Hol dir den Schinken."
Der Wolf hatte erstaunt aufgehorcht und kam jetzt freudig herangetapst. Seine Schnauze irrte verwirrt in der Luft umher, gleich drei Leckerli zur Auswahl, herrje. Schließlich entschied sich die Wolfsschnauze für das linke Stück.
"Wir gehen links lang!", verkündete Mylanaa.



07.08.2002 13:36#187
Nellas Taktisch sehr komplexe Entscheidung, Nellas verstand das System dahinter jedenfalls nicht...aber deswegen war auch Mylanaa und nicht sie die Königin, war sie mehr noch als fast jede andere hier Frau und dachte wie eine solche. „Gut, gehen wir links...ich gehe wieder voran.“
Die Kriegerin packte wieder ihren Speer fest mit der Rechten und hielt die Fackel in der Linken, langsam ging es weiter vorwärts tiefer in die Erde hinein. Und es wurde kühler, immer kühler und feuchter. Wer weiss wie weit sie jetzt schon unten waren...

„Hier riecht es seltsam, so...muffig modrig vergammelt, riecht ihr es auch?“ Die anderen rümpften die Nasen und nickten dann zustimmend, ein wirklich seltsamer Geruch, als wäre hier irgendwas verschimmelt. Und es dauerte nicht allzu lang, dann sah Nellas warum. Mittlerweile war es wirklich widerlich, der Gestank fast unerträglich und dann der Anblick des verrotteten Obstes, das Fleisch...ein ekelhaft.

„Wuäh, verschwinden wir hier schleunigst, das ist ja wirklich nicht auszuhalten...“
Gerade wollte sie sich umwenden, als ihr Blick auf einer der Kisten an der Felswand hängen blieb...die Neugier wuchs, sie war stark und dann überwiegte sie doch den Gestank. Langsam tappte sie zu der Truhe und schlug das verrostete Schloss mit dem Speer ab, öffnete den Deckel und traute ihren Augen nicht. Gold, lauter Gold.
„My..My..Mylanaa...sieh dir das an...“



07.08.2002 14:16#188
Samantha Mylanaa hatte angeeckelt die Nase gerümpft und war schon wieder im Gehen. Sogar der Wolf hatte das Weite gesucht. Jetzt drehte sie aber doch nochmal um. Selten ließ Nellas etwas ins Stottern bringen.

"Was ist? Lass uns hier verschwinden, nehmen wir lieber einen von den anderen Gä...", mitten im Satz blieb ihr der Mund offen stehen. Langsam schritt sie vorwärts, blieb wie erstarrt neben Nellas gehen.
Die anderen Amazonen kamen ebenfalls herbei.
"Huiii..", Mylanaa stieß überwältigt die Luft aus. Sie streckte die Hand aus und griff in die Münzen aus purem Gold. Bei Donnra, was ein Schatz.


07.08.2002 16:01#189
Nellas „Wir sollten uns hier später genauer umsehen...aber jetzt erst mal die anderen Gänge erkunden um sicher zugehen, das wir keine böse Überraschung erleben.“ Nellas wandte sich von dem Schatz ab und ging aus der Höhle, jetzt erinnerte sie sich wieder an den Gestank und beschleunigte, war ja nicht auszuhalten... An der Höhle, welche die Kreuzung bildete, angekommen stoppte sie wieder und wartete auf die anderen. Ausserdem musste Mylanaa ja den nächsten Weg anordnen...



08.08.2002 14:24#190
Samantha Mylanaa blieb unentschlossen stehen. Schon wieder so eine Entscheidung. Sie schaute zu dem Wolf hinunter, der aus unerfindlichen Gründen plötzlich zu winseln begonnen hatte. Mißtrauisch lauschte Mylanaa in die Dunkelheit, aber da war nichts.
"Hör auf damit, seit wann fürchtest du dich vorm Dunkeln?"
Sie wandte sich an Nellas, Jericia, Menaru und den anderen beiden Amazonen, die mitgekommen waren.
"Wir gehen da entlang."

Ein kurzes Nicken war die Antwort und der kleine Trupp setzte sich wieder in Bewegung. Immer tiefer ging es ins Erdreich hinein, die Insel mußten sie schon längst verlassen haben. Was wohl über ihnen lag? Wald? Das Meer? Mylanaa wollte sich lieber nicht vorstellen was da alles sein könnte.

Einige Zeit gingen sie schweigend im Schein der Fakeln weiter. Immer wärmer wurde es, immer lauter winselte der Wolf. Mylanaa war schon nahe dran ihn zurückzuschicken, als sie plötzlich alle einen Ruck verspürten, der sie erfaßte und durch ihre Knochen ging.
Panisch stoppte die Amazonenkönigin.
"Was war das!?"



08.08.2002 14:46#191
Nellas Nellas schlug mit dem Kopf gegen die Höhlendecke...oder die Decke gegen ihren Kopf? Es war aber eigentlich auch egal, denn es bebte, die Erde bebte um sie herum. Wieso auf einmal? Dann ein Rauschen, erst weit weg, aber es wurde lauter, es wurde schnell lauter und kam näher.
"WASSER!!", stieß die Erzamazone hervor, "LAAUUFT!!!"
Augenblicklich wandten sich die Amazonen um und rannten was ihre Beine hergaben, das Rauschen wuchs zu einem ohrenbetäubenden Lärm an, es konnte nicht mehr weit sein...sie würden es wohl nicht schaffen, zu weit waren sie schon in dem Gang, da war kein Abzweig, keine Nische gewesen...sie waren verloren...
Nellas, die vorne weg rannte, stoppte und hielt die anderen auf, sah ihnen fest in die Augen. Diese verstanden, ihnen gingen ähnliche Gedanken durch den Kopf. "Meine Königin, es war mir die größte Ehre überhaupt Donnra unter euch zu dienen. Ihr seid eine weise und dennoch menschliche Königin und eine gute Freundin...möge Donnra sich eurer annehmen..."
Sie trat zu Mylanaa und umarmte sie einfach, die menschlichste Tat Nellas' seit Jahren...



08.08.2002 18:55#192
Samantha Mylanaa mußte kräftig schlucken. Sie hatte recht, es gab kein Entrinnen. Sie konnten noch so schnell rennen, der rettende Ausgang zum Thronsaal lag noch Meilen entfernt. Und Wasser war schnell, noch sah man nichts in der Dunkelheit, aber dafür hörte und roch man mehr...

Unten in den Erdtunneln klammerten sich die Amazonen aneinander. Sie wußten, jetzt war die Zeit gekommen. Donnra holte sie zu sich, schenkte ihnen ein besseres Leben. Der Tag der Abrechnung war gekommen.

Das Tosen kam immer näher. In der Dunkelheit meinte Mylanaa bereits das Wasser zu sehen. Sie schloß die Augen.
"Ihr wart mir gute Freunde. Wir waren eine gute Gemeinschaft. Jetzt wird uns Donnra etwas besseres schenken", murmelte sie schwach.
Kaum hatte sie diese Sätze ausgesprochen, als das Wasser auch schon kam. Unmengen des tötlichen Nass stürzten auf die Frauen ein, rissen sie mitsich durch die Dunkelheit in den sicheren Tod.
Mylanaa riß entsetzt die Augen auf, suchte Halt an den kantigen Felswänden, doch die Kraft des Wassers war zu stark. Ungebändigt stürzte es herein, der ganze Druck des Meeres lastete auf dem Höhlensystem, quetschte es zusammen uns ließ es zerbersten. Im Thronsaal schoß das Wasser aus der Wand, überflutete das Gebäude und ließ in Strömen über den Hof.
Mylanaa sah noch eine spitzige Felskante auf sich zukommen, spürte einen Ruck durch ihren Körper und dann nichts mehr...nur noch dieses weiße Licht... Neben ihr ging es Nellas, Menaru, Jericia und den anderen beiden Amazonen nicht anders...



08.08.2002 19:58#193
Krigga Der Todesengel kam auf seinem Weg beim Amazonenlager vorbei, einen kurzen Blick waagte er und das was er sah waren aufgeregte Amazonen die im Kreis herumrannten und nicht wussten was sie tun sollten.
Ein Seufzer entkam Krigga, so eine schreckliche Aufgabe hatte er noch nie erfüllen müssen, warum nur.....
Ein weiterer Karren, gezogen von 3 Wölfen folgte nun dem Druiden, weit war es nicht mehr bis zu den nächsten Opfern.
Da lagen sie, 6 Amazonen...wieder kannte er nicht alle.
Zuerst hob er die 2 ihm umbekannten Amazonen auf den Karren, dann die zwei dessen Namen er mal irgendwo aufgeschnappt hatte, Menaru und Jericia, sanft legte er sie auf einen der beiden Karren neben die anderen Leichen und sah dann herab zu Nellas.
Arme Nellas, Krigga hatte einmal das Glück einen tag mit ihr verbringen zu dürfen, sie war eine harte Frau, gezeichnet vom Leben doch auch ihr Herz war nicht ganz aus Stein.
Auch sie kam auf einen Karren und nun war da nur noch....Mylanaa. Krigga kniete sich nieder und streichelte sanft ihre Wange. Die Amazonenkönigin war tot, ein herber Verlust für ihr Volk..aber das interessierte den Krigga nicht.
Krigga mochte Mylanaa sehr, mehr als die meisten anderen in dieser Barriere und jetzt musste er sie beerdigen.
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren legte der Druide ihren leblosen Körper auf einen Karren und sein Weg konnte, musste weitergehen.



09.08.2002 16:20#194
Kitiara langsam zog sich das wasser wieder zurück und hinterließ verwüstung und chaos. als die amazonen aus ihren schutzbietenden unterschlüpfen wieder herauskamen, sahen sie gerade noch, wie eine gestalt die leblosen körper ihrer kriegerinnen auflud und wegfuhr. zu oberst lag der körper von mylanaa, ihrer königin. verzweiflung und tiefe trauer breitete sich bei diesem anblick in den herzen der amazonen aus, und sie erlagen diesen wogen von gefühlen, manche sanken zu boden, andere starrten bewegungslos geradeaus. keine von ihnen konnte begreifen, was passiert war.

doch dann stand eine von ihnen auf, und sprach mit festem blick zu ihnen. es war kitiara, welche durch ihre gefangenschaft im alten lager die königin kennengelernt hatte und somit wußte, was diese tun würde. "nun nehmt euch zusammen! denkt ihr, mylanaa hätte gewollt, dass ihr hier in selbstmitleid untergeht? nein, sie hätte gewollt, dass ihr weiterkämpft." manche der amazonen nickten, doch die meisten schienen gar nicht zugehört zu haben. kitiaras gesicht färbte sich langsam rot.

"was ist jetzt mit euch? steht auf, und helft mir, hier wieder ordnung zu schaffen. wenn ihr aufgeben wollt, dann macht das bitte woanders und steht uns nicht im wege!" kitiara drehte sich um und begann, umgeworfene körbe wieder aufzustellen und den verschütteten inhalt wieder einzufüllen. nach und nach machten sich die anderen amazonen daran, ihr zu helfen, bis zuletzt alle amazonen damit beschäftigt waren, das lager wieder aufzubauen.


21.08.2002 18:40#195
blutfeuer blutfeuer kam am späten abend in die ebene hinunter. schon von weitem war zu erkennen, dass irgendetwas mit dem amazonenlager nicht in ordnung war. die wehranlage am eingang war zerstört, auch den laden vor dem tor gab es nicht mehr. im hof waren viel weniger amazonen zu sehen als sich sonst hier herumgetrieben hatten.

als blutfeuer die brücke betrat, kamen ihr schon zwei der mädchen entgegen mit tränen in den augen. fassungslos ließ blutfeuer sich die schreckliche geschichte des überflutung des lagers nach einem erdbeben erklären. so viele tote? das konnte doch gar nicht sein!
mylanaa war ja nun nicht grad die beste freundin der jägerin gewesen, aber deshalb war sie doch bestürzt, wie schnell leute den tod fanden, die sie gut gekannt hatte. auch nellas war unter den toten gewesen? das war allerdings etwas verwunderlich, hatte dieser wadenbeißer es doch immer verstanden, sich sein plätzchen zu sichern. na egal, blutfeuer weinte ihr zwar keine träne nach, aber auch sie war ein stück ihrer geschichte, also sollte man ihrer auch irgendwie gedenken.

"und wer schmeißt jetzt hier den laden, wenn mylanaa nicht mehr da ist? irgendwer muss doch hier das kommando übernehmen!"

die amazonen erklärten ihr, dass das wohl jetzt kitiara war, jedenfalls war sie es, die in der ganzen aufregung einen kühlen kopf behalten hatte und jetzt für einen wiederaufbau sorgte.

kitiara? die kannte blutfeuer kaum. als sie das amazonen lager für immer verlassen hatte, war sie ein absoluter neuling gewesen. es hatte sich also ne ganze menge verändert.

"na wenn das so ist, dann helf ich einfach mal mit. eigentlich wollte ich nur eure schmiede in anspruch nehmen, aber wenn mylanaa nicht mehr da ist, dann ist eure schmiede ja sicher ohnehin verwaist."

die mädchen bestätigten das. das schmiedefeuer war erloschen und keiner hatte den geringsten antrieb, dieses wieder anzufachen.
"ich komm jetzt mal mit und werd euch erst mal helfen, das lager wieder aufzubauen. ich denke, ihr könnt auch die hand einer gildenlosen gebrauchen."
die mädchen freuten sich und gingen mit blutfeuer zusammen zu kitiara. diese mauerte mit einigen gerade am eingestürzten eingang des hauptgebäudes. sie hob den kopf und begrüßte blutfeuer freundlich. als diese ihr erklärte, dass sie mithelfen wolle, teilte kitiara sie ein, die ställe der scavenger wieder aufzubauen. diese wären vom wasser umgerissen worden und noch liefen die biester frei auf der insel umher. man müsse also die gatter wieder errichten und die freiheitsliebenden federviecher einfangen.

blutfeuer bot noch an, sich um die schmiede zu kümmern, wenn sie mit den ställen fertig war, was kitiara hocherfreut annahm.



21.08.2002 21:16#196
blutfeuer das war ja wirklich eine tierische schinderei. als blutfeuer am abend ihre schuhe von den füßen schmiss und sich aus ihrer rüstung schälte, war sie genauso müde wie nach dem abenteuer im bauch des unterweltmonsters. zum glück gab es schon wieder einen schlafraum und genügend trockene decken, um sich zu erholen. das aufräumen würde noch einige tage dauern und dann mussten erst noch die schönheitsarbeiten anfangen. die scavenger hatten zum glück alle überlebt, nur die beißer waren alle weggelaufen, wirklich alle. nicht einer hatte bei den amazonen bleiben wollen. vielleicht waren das ja doch nicht die richtigen reittiere für die amazonen. die schnellen laufvögel waren schon so domestiziert, dass sie die nähe der menschen nicht mehr missen wollten. sie wären auch nur eine leichte beute der jäger und wildtiere geworden, weil sie ihre fluchtreflexe nicht mehr wirklich besaßen.

es war schon eine seltsame situation hier im amazonenlager. jetzt wo die alte königin und ihr gefolge nicht mehr da waren, könnte es für blutfeuer ja vielleicht einen neuen anfang als amazone geben. das war ein gedanke, mit dem man sich doch mal beschäftigen musste.

und irgendwer musste doch jetzt hier auch das szepter übernehmen. blutfeuer fiel da auf anhieb nur ein geeigneter kandidat ein, nämlich sie selber.
irgendwie fand sie schon, dass sie unglaublich majestätisch wirkte und sie würde bestimmt auch sehr dekorativ auf mylanaas grusligem thron aus menschenknochen aussehen. scatty müsste dann natürlich hofbarbier werden und sie jeden tag auf königin stylen. stressi könnte den hofschneider abgeben und ihr weitere solche wahnsinnsmieder schneidern wie das, das sie grade trug. also alles in allem war der königinnengedanke sehr attraktiv.

andererseits musste sone königin auch so langweilige sachen machen wie empfänge geben und sich mit einer blöden göttin unterhalten. sie musste immer majestätisch sein und konnte sich nie wirklich gehen lassen. das war wieder nicht so toll.

auf jeden fall war das ne sache, über die sie wirklich nachdenken musste. und eine nacht darüber schlafen. mal sehn, vielleicht würde sich blutfeuer ja morgen einfach selbst zur königin machen. da würden die anderen aber ins grübeln kommen.

blutfeuer drehte sich in ihrem bett ein paar mal um sich selbst und schlief dann den schlaf der mit-sich-selbst-zufriedenen.



22.08.2002 00:52#197
Delyhaa Delyhaa schritt durch das Tor. Überall liefen Frauen herum. Es wurde aufgeräumt und geatbeitet. Warum waren bloß überall Frauen ? Kein Mann ? Das gefiel ihr jedenfalls. Könnte ein ruhiges Leben bedeuten. Sie ging zu einer der Frauen und stellte sich vor. "Ich grüße euch Delyhaa. Was hat euch zu uns geführt?" Delyhaa schien zu überlegen. "Der Zufall. Doch wie es aussieht habe ich genau das Richtige gefunden. Ich möchte bei euch mitmachen." Die Frau fing an zu erzählen was sie seien und was sie taten. Delyhaa war begeistert. Ihr neues Leben fing gut an. Nach einiger Zeit verabschiedete sie sich und ging zu den Unterkünften die ihr zugeteilt worden. Dort legte sie sich auf das kuschelweiche Bett. Doch sie konnte nicht schlafen.



22.08.2002 01:25#198
blutfeuer blutfeuer war aufgewacht, weil sich jemand sich zum nachbarbett durchgetastet hatte und dabei krach wie ein razor gemacht hatte.

"wer bist du denn? kannst du nicht leiser sein? hier schlafen schwerarbeiter!"


22.08.2002 01:29#199
Delyhaa Delyhaa fuhr zusammen. Wo kam denn die Stimme her ? Sie drehte sich im Bett um und blickte in das Gesicht einer Amaone. "Wer ich bin ? Ich bin heute erst angekommen und habe mich euch hier angeschlossen. Ich dachte das wäre das beste. Tut mir leid das ich so laut war." Sie hätte schwören können sehr leise gewesen zu sein, doch entweder besaß diese Frau ein außerordenliches Gehör oder sie war wiklich laut gewesen. Hoffentlich hatte sie sonst niemanden geweckt.


22.08.2002 01:35#200
blutfeuer ach mach dir nix draus. du bist also neu? na dann willkommen in der weibergilde. du kommst im richtigen augenblick. hier wird alles neu formiert. die alte königin ist tot und es gibt noch keine neue. und bevor hier die würfel fallen, kannst du dich noch einbringen.

aber schlaf jetzt. hier gibts noch ein paar harte tage bis wieder alles intakt ist. auf jeden fall ist es hier besser als in den anderen lagern. und außerhalb der lager wird das leben noch härter. bie gomez wärst du in seinem bett gelandet und im sumpf hättest du den baals die glatze streicheln müssen. hier hast du eine ganze portion freiheit mehr. das wird dir gefallen.



22.08.2002 01:41#201
Delyhaa Das hörte sich alles sehr vielversprechend an. Sie war sicher das ihre Zukunft in diesem Lager lag. "Danke. Ich werde mich morgen gleich mal umschauen. Es gibt sicher eine menge zu tun." Delyhaa dachte über das gehörte nach. Baals die Glatze streicheln oder bei Gomez, wer auch immer das war, im Bett liegen. Das entsprach nicht grade ihrer Vorstellung von leben. Es war wohl doch die richtige Entscheidung in die Barriere zu kommen. "Gute Nacht." sagte sie, drehte sich um und schlief schnell ein.



22.08.2002 08:02#202
blutfeuer blutfeuer linste gegen eine sonne, die ihr genau ins gesicht schien. zuerst wusste sie gar nicht wo sie war. im sumpf gab es nie eine sonne, die einen wecken konnte. dort sickerte das licht immer durch grüne blätter und war so immer eine wohltat für die augen. hier dagegen schien einen die sonne aus dem bett zu pieken mir ihren messerscharfen spitzen strahlen.

blutfeuer stand auf und gesellte sich nach einem schnellen bad im katen wasser zu den anderen, die grad für die arbeit eingeteilt wurden. kitiara machte das souverän und ruhig, so dass es keine diskussionen gab. sie kannte die frauen und wusste die stärken jeder einzelnen richtig einzuschätzen und für sie den richtigen platz anzuweisen. trotzdem wirkte sie sehr bestimmt, so dass es auch keine diskussionen gab. sogar die bemerkung von blutfeuer wegen der schmiede hatte sie nicht vergessen und teilte sie zusammen mit zwei schwestern zur wiederherstellung der schmiede ein.

mit feuereifer machten die drei sich daran, die völlig zerstörte schmiede wieder herzurichten. die flutwelle hatte hier ganze arbeit geleistet. die esse war durch das wasser geborsten, wahrscheinlich, weil zum zeitpunkt des wassereinbruchs das feuer nicht gelöscht war und das material den temperaturwechsel nicht verkraftet hatte.

beim anblick der zerstörung musste blutfeuer plötzlich an ihre brennenden steine denken. diese hatte sie bis auf einen winzigen teil im sumpflager gelassen. aber diese steine zum feuer anmachen in einer schmiede zu verwenden, war sicher eine gute sache. sie würde die restlichen steine in kürze holen. wenn kitiara sie machen ließ, was ihr in der letzten nacht in den kopf geschossen war.
wenn sie sich schon den amazonen anschloss, dann könnte sie doch ihre pfeilspitzen selbst schmieden. dem fachmann im sumpf hatte sie inzwischen so oft zugesehn und ihn auch immer ieder befragt, dass sie sich schon zutrauen würde, in der schmiede der frauen ihren mann zu stehn. sie brauchte eigentlich nur einen gehilfen, der den blasebalg bediente und ihr das metall hielt. dann würde sie nach einiger übung sicher einen guten schmied abgeben. die rüstungsteile der amazonen waren ohnehin zierlich und nicht so schwer herzustellen wie zum beispiel die rüstungen von gardisten und söldnern, ganz zu schweigen von den templerrüstungen.

beim aufräumen hatte blutfeuer plötzlich die skizzen von mylanaa in der hand, nach denen sie schmuckstücke und verzierungen hergestellt hatte. also in der beziehung hatte die alte echt was drauf gehabt. aber eigentlich gabs ja nichts, was sich blutfeuer nicht zutraute. und was sie nicht konnte, konnte sie immer noch lernen.



23.08.2002 06:57#203
blutfeuer die schmiede war am nächsten morgen so weit wieder hergestellt, dass blutfeuer zum ersten mal das schmiedefeuer anmachen konnte. mit einem der mädchen, kiki wurde sie gerufen, machte sie sich daran, ein erstes probestück glühend zu machen. die schweren schmiedezangen waren zwar nicht gerade etwas für ungeübte arme und hände, aber wenn blutfeuer daran dachte, wie ihre vorgängerin das gehandhabt hatte, war sie der festen überzeugung, das auch locker hinzubekommen. zumindest würde sie es in einigen tagen können.

die schwestern kamen alle nach und nach mal beim schmiedefeuer vorbei um zu gratulieren. war dieses neune feuer doch fast ein symbol für einen neuanfang.
bei diesen gesprächen hörte blutfeuer auch zum ersten mal eine bemerkung dahingehend, dass kitiara vorhatte, sich zur neuen königin zu machen. na das würde man doch erst mal sehen. die regeln des amazonenlagers schrieben vor, dass um den titel gekämpft werden musstte und der sieger zur königin erkoren würde. blutfeuer hatte vor, sich in solch einem kampf zu bewähren. und am besten wäre wohl, wenn sie ihren anspruch unverzüglich hinausposaunte. also verkündete sie den bersammelten schwestern, dass sie in sich durchaus königliches blut verspüre.

"mädels, vor euch steht eure zukünftige königin! hört nicht auf diese zarte kitiara. auf den platz gehört keine buchhalterin sondern eine jägerin! und wer ist die erfahrenste jägerin hier unter den weibern? das bin ja wohl ich. also erkläre ich mich mal kraft meiner wassersuppe selbst zur königin."
nun war es heraus. einige der mädchen kicherten und klatschten beifall, ander stahlen sich unauffällig davon, wohl um kitiara zu informieren. von weitem konnte man dann sehn, dass kitiara heftig den kopf schüttelte und mit der einteilung und beaufsichtigung der mädchen fortfuhr. blutfeuer konnte nur einen kurzen erstaunten blick in ihre richtung registrieren. mehr war der zweiten konigin die sache wohl nicht wert.

blutfeuer beeilte sich, packte ein paar sachen ein und verabschiedete sich.
"ich muss noch mal in den sumpf. ich habe da ein paar kleinigkeiten zu holen. ich denke ich bin morgen zum abend wieder da. dann werd ich dem schmiedefeuer mal feuer machen. und eine neue esse werde ich auch versuchen zu besorgen. immerhin haben die da nen ganz guten laden und einen cleveren ladenbesitzer. gehabt euch wohl."

blutfeuer wollte gerade über die brücke, als die anderen sie auf die möglichkeit hinwiesen, dass es mit einem boot schneller ginge. die kleinen boote waren alle noch da und hatten beim erdbeben keinen schaden genommen.

misstrauisch besah sich blutfeuer dieses fortbewegungsmittel. sie war noch nie ernsthaft boot gefahren und wenn, dann hatte jemand anderer gerudert. aber jedes mal gibts ein erstes mal. blutfeuer betrat also so ein schwankendes gefährt und begann ihre erste bootsreise ganz allein.



23.08.2002 14:20#204
Delyhaa als Delyhaa heute aufstand war es schon mittag. Müde stemmte sie sich hoch und blintzelte. Dann schwang sie ihre Beine aus dem Bett und zog die Kleiddung an die sie gestern bekommen hatte. Zuletzt schlüpfte sie mit ihren Füßen in die schwazen Lederstiefel und verließ das Schlafgemach. Sie hatte Stimmen von draußen gehört. Die Amazone mit der sie gestern geredet hatte hatte den anderen Mitgeteilt das sie die neue Königen sei. Delyhaa war jedoch immer noch zu müde um darüber nachzudenken. Ihr war es egal wer die neue Königen sein würde. Als sie draußen war schaute sie sich um. Es gab immer noch viel zu tun also machte sie sich gleich an die Arbeit. sie wollte ihre neuen Schwestern ja nicht entäuschen.



26.08.2002 11:40#205
blutfeuer Dem amazonenlager näherten sich über die in der sonne funkelnde wasseroberfläche zwei boote, die von leuten aus dem sumpflager gepaddelt wurden. in den booten befanden sich nicht nur extrem viele waren, sondern auch drei frauen.
die eine war hier bekannt, aber die beiden anderen waren noch nie hier gewesen. als die boote am steg anstießen, sprangen die männer aufs land und vertäuten sie.

"hallo mädels, hier ist eure neue königin, die euch gleich zwei neue mitglieder mitgebracht hat!"

blutfeuer stieg an land und half der etwas unbeholfenen hummelchen hinterher. dann gingen sie zum lager, in dem sie die amazonen schon fröhlich empfingen. hier sah es inzwischen schon richtig toll aus. der dreck war beseitigt und die bauschäden verschwunden. in wenigen tage würde man von der verwüstung nichts mehr sehen.

blutfeuer sah sich um. von kitiara war nichts zu sehn, also würde sie wohl in einem gebäude stecken.

sie zeigte den beiden neuen erst mal einen schlafsaal, der schon wieder hergerichtet war, damit sie dort fürs erste bleiben konnten. dann machte sie sich auf die suche nach kitiara. vielleicht wusste die ja wo sich die schätze der alten königin befinden.



26.08.2002 17:54#206
Hummelchen Hummelchen hatte für ihr Bett eigentlich keinen Blick übrig. Es war eben ein Bett in dem man schlafen konnte.
Aber wo war die Küche?
Sie packte ihre Messer und Gewürze und machte sich auf die Suche. Die Mädchen auf dem Hof zeigten ihr bereitwillig den Weg zum Wirtschaftshaus und in die Küche. Alle waren total begeistert als sie hörten, dass Blutfeuer eine Köchin für das Lager gewinnen konnte. Natürlich konnte jedes der Mädchen irgendwie kochen, aber wirklich konnte das keine. Dazu waren sie alle viel zu früh ihren Müttern entrissen worden.
Hummelchen freute sich wie ein kleines Kind über den Zuspruch und versicherte immer wieder, dass jede Lieblingsspeise mal dran käme. Ja, sie würde auch Brot backen und natürlich auch Kuchen.
Ja, sie würde große Braten und kleine feine Suppen kochen.
Ja, sie würde auch Konfitüren und Konfekt herstellen.
Hummelchen sah die Küche und blieb ehrfürchtig stehen. Ein riesiger Herd mit kuperner Esse nahm die Mitte des Raumes ein. Rundum lagen in Regalen und hingen an Haken alles, was der Koch sich nur träumen lassen kann.
Und das schönste war, alles war blitzblank und offensichtlich nicht viel benutzt.
die Küche war ein Traum. Der Herd hatte mehrere Kochplatten und auf jeder seiner vier Seiten einen Backofen.
An einer Seite der Küche befand sich der Spülstein und auf der anderen Seite lagen die Vorratskammern.
Wie die Mädchen erzählten gab es auch noch Vorratsräume unter der Erde, die die Waren lange kühl hielten.
Es war ein Küchenparadies. Hummelchen hatte sich sofort in die Küche verliebt und beschlossen, dass sie hier nie wieder weggehn würde.
Hummelchen hatte ihre Heimat gefunden - bei den Mädchen des Amazonenlagers.


26.08.2002 19:19#207
Shaela Nachdem die Anwärterin eine Mittagspause eingelegt hatte, die vom Vormittag bis zum Nachmittag gedauert hatte, wollte sie sich einmal im Lager umsehen. Links vom Schlafsaal befand sich der Stall, dessen Geruch ihren wohlverdienten Schlaf in der Mittagspause verhindert hatte. Scavenger und ein paar andere Tiere, die sie nicht kannte, gab es hier.
Rechts neben dem Schlafsaal war die Kaserne, zu ihr zog es sie am meisten hin, sie wollte wieder wie früher plündernd durch die Gegend ziehen, und alle Männer niedermetzeln, die sich ihnen entgegenstellten.
Drinnen fühlte sie sich richtig wohl. Schöne Zimmer, viele Waffen, und viele Kriegerinnen. Ein paar Amazonen sprachen sie an, die sich über ein neues Gesicht im Lager freuten. Lange blieb sie noch in der Kaserne, bis ihr wieder einfiel, dass sie bis Sonnenuntergang das ganze Lager erkunden wollte. Als sie die Kaserne verlies, fiel ihr auf, dass der Westhof von den Krieger als Trainingshof benutzt wurde. Unten ein Speerhieb, in der Mitte einer, ausholen, und ein starker Schlag von oben. Shaela hätte nur zu gern mitgemacht, doch als Anwärterin...
Nachdem sie noch eine ganze Weile dem Training zugeschaut hatte, lief sie in Richtung Königinnenpalast. Kein Eintritt für Anwärterinnen schnaubte ihr die Wache entgegen.
Mit der war wohl nicht zu spaßen, also ließ Shaela es lieber, mit ihr zu diskutieren, obwohl es ihr eine Menge Spaß gemacht hätte.
So lief sie weiter in Richtung Schmiede, anscheinend eine Kunstschmiede. Das meinte sie aber auch nur, weil es ihr eine Amazone erzählt hatte. Irgendwie roch es hier überall nicht sehr gut, und die Häuser waren auch nicht in einem top Zustand... komisch. Am besten würde sie eine rumstehende Amazone fragen. Diese erzählte ihr, dass eine große Flutwelle vor kurzem das gesamte Lager unter Wasser gesetzt hatte, und sie nun mit dem Wieder aufbau beschäftigt seien.
Neben der Schmiede gab es noch einmal einen Stall, wobei ein Teil davon auch Lagerhaus diente.
Nachdem sie dann auch noch das Hauptlager erkundete, meinte sie, das gesamte Amazonenlager innerhalb der Mauern erkundet zu haben.
Nur eins fehlte noch: die Wachtürme, auf die sie, zu ihrer Überraschung hinauf durfte. Wunderschön war es dort oben, den Sonnenuntergang zu besichtigen. Im Südosten konnte man noch schwach das Dorf Drakia sichten, in der entgegengesetzten Richtung die hohen Berge, auf die sie unbedingt einmal hoch wollte, aber eine Wache ihr davon abriet, denn Orks und andere Bestien hielten sich dort auf. Egal, das mit dem wandern konnte sie ja auch wann anders machen. Bis die Sonne am Horizont verschwunden war, hielt sie sich noch auf den Mauern auf und bewunderte das tolle Panorama.
Als sie in Richtung Schlafsaal schlenderte, erinnerte sie sich noch einmal an den Tag:
In einer stinkenden Taverne im Sumpflager aufgewacht, später wurde sie von der selbsternannten Amazonenkönigin Blutfeuer per Ruderboot zur Insel verfrachtet, und nach einer langen Mittagspause hatte sie das Lager erkundet. Alles in allem ein Tag, der sich in Schönheit immer weiter gesteigert hatte.


27.08.2002 00:32#208
Scatty Das war also das Amazonenlager. Imposant, imposant, auch wenn man noch sehr selten hier und da Spuren der Verwüstungen sah, über die Blutfeuer ihm berichtet hatte. Komisch, es schien so, als ob das Wasser den Barrierenbewohnern zürnte... Naja, solange keine Flutwelle aus dem Meer den Sumpf zerstörte, war das alles noch kein Problem.

Er schlenderte ein wenig umher, Blutfeuer hatte ihn ja so stehen lassen, aber er würde sie sicherlich noch treffen. Das Lager der Frauen war ja nicht gerade das grösste. Er wurde von allen Seiten mit mürrischen Blicken bedacht, und auf die Frage, ob er irgendwo helfen konnte, bekam er nur ein schroffes Nein Danke zu hören. Was hatte er sich denn auch gedacht? Das hier waren die Amazonen, beim Schläfer! Teilweise waren sie von dem alten Drecksack Gomez als sein persönliches Spielzeug benutzt worden, also war es doch klar, dass viele hier eine keine allzu hohe Meinung von dem männlichem Geschlecht haben mussten. Nur Blutfeuer war anders, sie war so... ja, wie sollte man sie beschreiben, sehr eigen, aber dennoch auch offenherzig. Und schön wie eine Pfirsichblüte am Morgen war sie auch, keine Frage. Der Traumruf unter allen schönen Frauen sozusagen.
Er glaubte, dass die Amazonen ihm nur noch keinen Speer in den Hintern gejagt hatten, weil sie sahen, wie er mit Blutfeuer angekommen war. Anscheinend respektierten sie sie sehr. Gedankenverloren liess sich Scatty an einem Baumstamm hinuntergleiten und griff nach links oben, während er mit der anderen Hand einen Krautstengel aus seiner Tasche fischte. Seine linke Hand griff ins Leere. Ach verdammt, wo waren denn hier bitte die Fackeln? Mannmannmann. Musste er wohl zur Schmiede gehen, was er auch tat, und sich dort den glühenden Span für seine Leidenschaft besorgte. Dann setzte er seinen Spaziergang fort und sah sich überall dort um, wo er hindurfte.



27.08.2002 07:23#209
blutfeuer irgendwann war blutfeuer auf kitiara getroffen und hatte ihr gesagt, dass sie nach den schätzen der alten königin suchen müsse, weil sie die wichtigsten sachen aus dem sumpf mitgebracht hatte.

daraufhin begannen beide alls truhen und schränke zu durchwühlen und mussten leider feststellen, dass die ausbeute ziemlich kläglich war. sie bekamen gerade noch 5000 erz zusammen und einige schmuckstücke, die die alte königin gefertigt hatte. über den wert der klunker konnte man nur spekulieren.
das war ein suchresultat, mit dem blutfeuer nicht gerechnet hatte. also würde sie wohl die restlichen 3000 erz erst mal vorstrecken müssen und sich den rest im laufe der zeit aus der lagerkasse zurückholen müssen. die novicen bekamen das geld und blutfeuer beschloss, mit den beiden zurückzurudern, um den großen sein erz zu übergeben. sie hatte ein bisschen angst vor shadow und vor der vorstellung bei ihm schulden zu haben.
scatty, der sich ein bisschen fürchtete bei der vorstellung allein auf der insel bei den frauen zu bleiben, beruhigte sie mit dem hinweis, dass sie ja wiederkommen würde.
sie übergab ihren freund den schützenden händen von kitiara und sprang dann ins boot, dass von den beiden novicen mit kraftvollen ruderschlägen in richtung sumpf davongetragen wurde.



27.08.2002 12:34#210
Hummelchen Hummelchen hatte gestern die Küche durchstöbert und eine lange Liste gemacht von Zutaten, die sie unbedingt brauchte. Vor allem die Fleischvorräte waren fast aufgebraucht, weil die Mädchen in den letzten Tagen immer nur schnell ein Stück Fleisch am Feuer gebraten hatten. Für richtiges Essen war keine Zeit gewesen. Aber immer nur Fleisch ist ungesund und so beschloss sie, mal einen richtigen Topf voll Milchreis zu machen. Zucker, Zimt und Butter fand sie ausreichend und jetzt quoll der Reis langsam vor sich hin, immer wieder sorgsam von ihr umgerührt. Alle Mädchen sind mehr oder weniger Süßschnäbel, die würden das schon essen. Vor der Tür des Speisesaals entdeckte sie den Sumpfler, den Blutfeuer mit hergebracht hatte und sie rief ihn herein. Der Junge ssah ein bisschen ausgehungert aus, also warf sie für ihn ein großes Steak in die Pfanne und servierte ihm das mit einem kleinen Plausch, in dem sie nicht vergaß, ihr Bärchen zu erwähnen.
Shaela, das Mädchen, das auch im Boot gesessen hatte, bekam die erst Portion von dem leckeren Milchreis und auch sie wurde mit Hinweisen auf Bärchen zugeschüttet.
Im Gespräch bejammerte sie den leeren Zustand der Vorratskammern und beide erklärten sich bereit, ihren Teil zum Auffüllen biezutragen.
"Aber ich hab noch gar kein Geld! Ich kann euch erst mal nur mit Essen bezahlen. Ich hoffe nur, dass ich das blad ändern kann. In einem der hinteren Räume hab ich große Kessel eines weinähnlichen Getränks entdeckt. Das sind solche Mengen, davon kann man doch sicher was verkaufen!"

Der Sumpfler erklärte ihr, dass es sich wohl um das Amazonengebräu handlen würde, das überall gern getrunken wurde.

"Na wunderbar, dann haben wir ja eine Einnahmequelle. Damit wird die Küche doch wohl wirtschaften können. Wer ist denn aber nun der Boss hier, der mir mal was verbindliches sagen kann. Ein bisschen von eurer komischen Währung brauch ich schon für die Küche."



27.08.2002 19:03#211
Kitiara kitiara stand eine ganze weile neben dem sumpfler, den blutfeuer bei ihr zurück gelassen hatte, und kämpfte gegen den wunsch an, ihn zu töten. zu schwer drückte noch immer die erinnerung an die greueltaten der gardisten im kerker des alten lagers, als dass sie gegenüber einem mann anders denken konnte. am liebsten wäre sie gegangen und hätte dafür gesorgt, dass sie den glatzkopf nicht länger sehen müßte, doch das konnte sie nicht tun. aber vielleicht konnte sie ihn dennoch loswerden. aber nein, nun erkannte sie erst, dass die zeit für hass im moment nicht war, sondern dass sie hilfe brauchen würden.

sie wand sich an den mann und unterdrückte ihre mordgedanken, um mit ihm zu sprechen. "sei mir gegrüßt, novize des sumpfes. sag, weißt du, ob die bruderschaft uns hilfe zukommen lassen würde, wenn wir danach fragen würden?" langsam stiegen diese bilder in ihr wieder auf, doch sie kämpfte sie nieder und begrub sie mit einer ordentlichen portion gesunden menschenverstandes. alleine würden sie es nicht schaffen. "du könntest mir den gefallen tun und in dein lager gehen, zu gucken, ob du dort unterstützung für uns findest. du siehst ja, wie es um das lager steht und wir können jede helfende hand gebrauchen."


27.08.2002 19:13#212
Scatty Scatty musterte Kitiara kurz. Beim Schläfer, so wie sie die Fäuste ballte und ihre Augen fast aus den Höhlen sprange sah man sofort, dass sie es hasste, mit ihm zu reden, ja, ihn sogar hier zu haben. Aber sie akzeptierte ihn wohl, da Blutfeuer ihn mitgebracht hatte. Das war wohl sein Glück.

"Oh, werte Amazone, sicher wird der Sumpf seine helfende Hand ausstrecken. Und selbst wenn nicht, ich als hoher Novize habe schon so einige Vollmachten, die es mir ermöglichen Novizen einzuziehen. Also, mach dir keine Sorgen, Kitiara, ich werde zurück in den Sumpf fahren und Verstärkung holen. Und passt auf, dass ihr euch nicht eure schönen Hände brecht, die sehen ja ganz grausam aus vom vielen Zusammendrücken."
Scatty machte einen knappen Diener und drehte sich dann um, um in Richtung Bootanlegeplatz zu gehen. Er konnte sich lebhaft vorstellen, wie ihm ein Blick, der töten konnte, hintergeworfen wurde. Aber er würde helfen, schliesslich hatte ihm hier niemand was getan. Und so bestieg er ein einsames Boot, rückte sich die Ruder zurecht, und mit gleichmässigen, kraftvollen Zügen entschwand er im sonderbarerweise vorherrschenden Nebel vor der Küste der Lagers.


27.08.2002 19:34#213
Scatty Gemütlich lag der Barbier im vordersten Boot und liess es sich bei einem Traumruf gut gehen, während die brabbelnden und murrenden Männer leicht durchgerüttelt wurden, als das Boot knirschend auf die strahlend weisse Sandbank lief, die die Anlegestelle umgab. Mühsam quälten sich die Gestalten aus den Booten, aber als Scatty sie plötzlich ein wenig anstachelte und ihnen Beine machte, ging das viel besser. In lockerer Formation trotteten sie hinter ihm her, auf Kitiara zu. Die Amazone bekam grosse Augen, offensichtlich hatte sie nicht erwartet, so viele Hilfskräfte zu bekommen. Scatty schaute sich nach seinen Männern um, einige waren schon am geifern und sabbern. Naja, sie würden schon arbeiten, die Amazonen haben da so ihre Mittel. Ein heiseres, in sich gekehrtes Lachen folgte, dann trat er zu der jungen Frau.

"So, werte Kitiara, hier sind wie versprochen einige Hilfkräfte. Ich hoffe, ihr könnt sie gebrauchen, ich habe extra einige der stärksten und kräftigsten herausgepickt. Damit ist meine Arbeit wohl getan, ich hoffe, ich habe dir und deinen Frauen geholfen. Falls du noch etwas brauchst, lass es mich wissen."
Hmm, diese junge Frau konnte ihre Gefühle noch nicht sehr gut unterdrücken, immer noch schlug ihm Hass entgegen, obwohl er doch etwas abgemildert war. Scatty jedoch setzte sich unter eine Linde und genoss die Reste seines Krautstengels.



27.08.2002 19:42#214
Kitiara was habe ich bloss getan, dachte sie sich, als sie die männer sah. noch mehr männer hier. das amazonenlager würde wohl nie mehr so sein wie früher, denn es würde mit der hilfe von männern aufgebaut werden. so etwas hatte es noch nicht gegeben. und doch war sie froh darüber. endlich würde dieses ewige versteckspiel aufhören und vielleicht würden sie es sogar schaffen, ein bündniss mit dem ein oder anderen abzuschließen. nur eines schwor sie sich schon in dem moment, als sie diesen gedanken dachte: mit dem alten lager würde sie nie frieden schließen. sie würden dafür büßen, was ihr angetan worden war.

sie nickte zu scatty und sprach: "ich danke dir, scatty. wir werden ihre hilfe gebrauchen können." diesmal fiel es ihr nicht mehr so schwer, die gegenwart der männer auszuhalten. vielleicht kam dies auch daher, dass sie wußte, dass diese ihr und ihren schwestern nur helfen wollten. kitiara gab knappe kommandos und die novizen gehorchten, als wären sie von donnras magie getroffen worden. die männer strengten sich auch so sehr an, als wäre es ihr eigenes lager, dass sie wiederaufbauten. all dies nahm kitiara wahr, und sie würde es sicher auch nicht so schnell wieder vergessen, so viel war sicher.

nun wand sie sich jedoch an scatty. "hab dank für deine hilfe. sag, wie kann ich dich entlohnen für deine bemühungen?"



27.08.2002 19:54#215
Scatty Der Hohe Novize blickte auf und lächelte.

"Ach, weisst du, Kitiara, Erz und dergleichen habe ich genug. Das einzige, was vielleicht ein netter Zug wäre, wäre wenn ich hier eine kleine Hütte oder so etwas in der Art bekommen könnte. Muss nichts grosses sein, mir würde auch ein Schuppen reichen, einfach, wo ich mal übernachten kann. Und dass ich vielleicht freien Zutritt zum Lager bekomme, wenn das nicht zuviel verlangt ist. Mir ist natürlich klar, dass du Männern nicht gerade freundlich gesonnen bist, und ich verstehe das. Ich hoffe, du glaubst mir, dass ich nichts böses im Schilde führe. Nur, mir gefälllt dieses Lager hier einfach. Aber wenn das nicht machbar ist, dann reicht mir die Hütte vollkommen."

Scatty zog ein letztes mal an seinem Traumruf, um dann der kurzen Existenz des Stengels durch seinen Stiefel ein Ende zu bereiten. Wann wohl Blutfeuer endlich wiederkommen würde...



27.08.2002 20:28#216
Kitiara "eine hütte kann ich dir nicht anbieten, aber du kannst jederzeit das lager besuchen. wir werden ein gästehaus bauen, in dem fremde einkehren können. aber ich weiß, wie ich dich belohnen kann." sie verschwand kurz im haus, dann kam sie wieder heraus. "hier. nimm dieses pergament. es ist eine von mir unterschriebene erlaubnis, das haus zu betreten. damit hast du zugang zum hof, der schmiede und der kunstschmiede, dem speisesaal und dem thronsaal. nur die unterkünfte, die stallungen und die lagerräume bleiben dir damit verwehrt." dann gab sie ihm das pergament.

"ich hoffe, das reicht dir als belohnung, denn mehr kann ich dir nicht geben."


27.08.2002 20:44#217
Hummelchen Hummelchen war entzückt, so viele starke Esser. Denen konnte sie natürlich nicht mit Milchreis kommen. Schnell hatte sie aus Kartoffeln, Gemüse, Speck und Würsten eine leckere Kartoffelsuppe gezaubert, die die Jungs schon sattkriegen sollte. Wenn es dunkel wird, wollte sie als Nachtmahl noch ein Molerat-Ferkel auf dem Spieß machen, dass sie in der Vorratskammer entdeckt hatte. Zwischendurch servierte sie den Jungs aus dem Sumpf in Schüsseln den Kartoffeltopf, den die mit großer Begeisterung gleich da wo sie sich vor Erschöpfung hatten sinken lassen, in sich hinein löffelten. Für jeden hatte Hummelchen ein freundliches Wort. Die einen wurden ermahnt langsamer und mit Bedacht zu essen, damit ihr Magen nicht schlapp mache, andere wurden aufgefordert, sich Nachschlag zu holen, weil sie viel zu dünn seien.
Als Hummelchen zum Schluss ihre Schüsseln wieder einsammelte, waren alle voll des Lobes über so ein leckeres Essen. Hummelchen war glücklich und fühlte sich ermutigt, eine Rede zu halten, in der sie auf ihr Seelenheil verwies, dass sie nur wiederfinden würde, wenn irgendwer ihr Bärchen fände und zu ihr zurück brächte.



27.08.2002 23:06#218
Scatty Dankbar nahm der Barbier die wertvolle Schriftrolle entgegen. So etwas hatte er zwar gehofft, aber nicht erwartet. Diese Kitiara schien doch verdammt nett zu sein. Vollen Zugang zum Hof, zur Schmiede, zur Kunstschmiede, zum Speisesaal, und zum Thronsaal, das war wirklich etwas grosses, das ihm da zum Geschenk gemacht wurde. Mal sehen, vielleicht würde er bei der Schmiede vorbeischauen
"Oh, ich danke dir, Kitiara. Ich bin vollkommen zufrieden mit diesem grosszügigen Geschenk. Sei dir sicher, dass ich dein Vertrauen und das deiner Schwestern nie missbrauchen werde."
Scatty fingerte noch einen Stengel aus seiner Tasche, und roch kurz daran. Sehr schön, noch fast frisch.
"Willst du auch einen Krautstengel? Hast du überhaupt schon mal einen probiert?"

Er selbst zündete sich seinen an, zog sanft aber bestimmt an der Köstlichkeit und blies dann eine kräftiggrüne Wolke aus seiner Nase, während er der jungen Amazone den Stengel hinhielt.



27.08.2002 23:23#219
Kitiara kitiara zögerte kurz, doch dann wollte sie lieber nicht unhöflich sein und nahm den krautstengel an. zögerlich zündete sie ihn an und sog vorsichtig. vom ersten rauchschwall begann sie stark zu husten, doch beim zweiten zug ging es schon besser. langsam atmete sie den grünen rauch aus und blies ihn in die luft, wo er kurz stand, dann langsam nach oben schwebte und im wind verschwand. als sie etwa die hälfte des stengels geraucht hatte, wurde ihr schwindelig und sie setzte sich schnell hin.

der gesamte hof drehte sich um sie. amazonen und novizen hingen abwechselnd an der decke, an den wänden und standen dann wieder auf dem boden. dann sah sie über sich das gesicht einer besorgten amazone, dass sich auch immer weiter im kreise drehte. leise hörte sie ihre worte "geht es euch nicht gut?", doch antworten konnte sie nicht. nun wurde es zu viel und sie schloß die augen. grelle farbblitze zuckten unter ihren liedern durch ihr blickfeld und stellten sich zu bizarren formen zusammen.

dann wichen die farben und machten einem klaren bild platz. es war ein scavenger, aber ein tier von solchen schönheit, wie sie es noch nie gesehen hatte. doch dann sah sie, dass der scavenger weinte. so etwas hatte sie noch nie gesehen. sie hatte nicht einmal gewußt, dass diese großen vögel überhaupt weinen konnten. doch um so herzzerreißender war für sie der anblick dieses scavengers, wie die tränen über sein gefieder liefen und zu boden fielen. so gab sie ihm den namen níniel, tränenmädchen in der sprache der gelehrten.

kurz darauf erwachte sie wieder und erhob sich. lächelnd sah sie scatty an. "euer sumpfkraut ist ganz schön stark"



27.08.2002 23:32#220
Scatty Scatty´s gerunzelte Stirn glättete sich in dem Moment wieder, als Kitiara die Augen aufschlug, und auch seine besorgte Miene verflüchtigte sich just. Beim Schläfer, wenn sie nicht mehr aufgewacht wäre... dann wäre Scatty wohl trotz des Schutzes von Blutfeuer sprichwörtlich den Bach runtergegangen. Nur dass der Bach in diesem Fall das Meer gewesen wäre. Oder er wäre an die Scavanger verfüttert worden, oder... nein, er mochte nicht daran denken. Ein Geräusch der Erleichterung ausstossend, antwortete er:

"Ja, da hast du wohl recht. Für mich, der ich daran gewöhnt bin, ist es nichts aufregendes mehr, aber der erste Stengel kann schon was bewirken. Aber du fühlst dich gut, oder?"

Zur Beruhigung nahm der Barbier lieber noch einen Zug von seinem eigenen Stengel, und trat den anderen, der Kitiara aus der Hand gefallen war und nun vor Schmutz starrte, aus.



27.08.2002 23:33#221
Delyhaa Vorsichtig tappte Delyhaa nach draußen auf den Hof. Sie hatte den ganzen Tag über gearbeitet, hatte sich dann hingelegt war nun aber wieder erwacht. Sie konnt einfach nicht schlafen. zu viele Gedanken gingen ihr durch den Kopf. Draußen atmete sie erst einmal frische Luft. Dann ging sie zu dem Steg und setze sich an den Rand. Ihr blick schweifte über das Wasser. Ein Fjord sollte das sein. Sie betrachtete das anderes Ufer. Was da wohl liegen mochte ? Irgendwann würde sie rüberfahren und es herausfinden. Doch nicht in absehbarer Zeit. Im moment war sie einfach zu schach. Sie konnte sich den Gefahren nicht stellen die draußen auf sie warteten. Es wäre sicher nicht verkehrt sich etwas ausbilden zu lassen. Um wenigstens nicht ganz wehrlos zu sein. Morgen würde sie jemanden Fragen was sie alles lernen konnte. Es gab sicher viele Möglichkeiten.


27.08.2002 23:53#222
Kitiara kitiara sah sich kurz um, atmete tief durch und besiegte so das schwindelgefühl vollkommen. dann sah sie scatty wieder an. "komm, ich muß dringend nach etwas suchen. du kannst mir helfen." noch bevor der novize antworten konnte, war sie losgelaufen und aus dem gebäude raus. nun rannte sie über die wiesen rund um die villa und zwischen den entlaufenen scavengern her, die auf diesen wiesen standen. alle schaute sie sich genau an, doch sie schien nie zu finden, was sie suchte.

dann, als sie schon fast einmal um die ganze insel herum war, rannte sie auf einen scavenger zu, der den kopf hängen ließ. "níniel!" rief sie. und tatsächlich war es der scavenger, den sie in ihrem tagtraum, oder schon fast vision, gesehen hatte. der scavenger war wohl der schönste von allen, doch er ließ den kopf hängen und wirkte traurig, auch wenn er nicht weinte, wie in ihrem traum. kitiara wußte nicht, warum der scavenger so traurig war, und sie überlegte lange.

níniel war früher das reittier mylanaas gewesen, und der scavenger hing so an seiner herrin, dass er über ihren Tod trauerte. doch das wußte kitiara nicht, und so kam sie zu keinem ergebnis. sie nahm den scavenger bei den zügeln und flüsterte ihm beruhigende worte ins ohr, bevor sie ihn langsam über die wiesen in richtung villa zurückführte.



28.08.2002 00:12#223
Scatty Etwas verblüfft und perplex stand der Barbier nun da. Sie war einfach so losgerannt, und er hatte nicht schnell genug reagieren können, um ihr zu folgen, kaum hatte er geblinzelt, war sie schon um die nächste Ecke gebogen. Flink war sie ja, das musste man ihr lassen. Scatty zuckte mit den Schultern, irgendwann würde sie ja zurückkommmen, und bei dem Tempo, das sie hinlegte, war an Verfolgen nicht zu denken. Also wanderte er eben noch ein bisschen umher, und besah sich das Lager genauer.

So langsam wurde es langweilig, immer nur die selben Krautsorten zu rauchen. Sicher, auch ein guter Traumruf hatte etwas, aber Innovation war nie verkehrt. Gerüchte besagten, dass es anscheinend einen neuen Krautmischer im Sumpf gab, der beschlossen hatte, mit neuen Sorten zu experimentieren. Das konnte Scatty nur gefallen, er würde sicher einer der ersten sein, der sie probierte.
Wie die Zeit so verging, kam Kitiara auch wieder, und an ledernen Zügeln führte sie einen Scavenger. Der Hohe Novize konnte nichts besonderes daran erkennen, aber daran, wie die junge Amazone den gezähmten Vogel umsorgte, schien doch etwas besonderes daran zu sein.
"Na, Kitiara, was bringst du denn da mit? Was hat es mit diesem Tier denn so besonderes auf sich?"



28.08.2002 00:21#224
Kitiara "das ist níniel, mein neuer scavenger. ich sah ihn in einer vision, als ich den stengel rauchte. in meiner vision hat er geweint, deswegen habe ich ihm diesen namen gegeben." der scavenger sah noch immer traurig drein, doch kitiara würde das arme tier schon wieder fröhlich gestimmt kriegen. "er hat so etwas majestätisches. so einen schönen scavenger habe ich zuvor noch nie gesehen..." sie brachte níniel in die stallungen und versorgte ihn erstmal ordentlich mit futter und wasser, kümmerte sich um sein gefieder und sorgte dafür, dass es dem vogel an nichts fehlte, dann kam sie wieder heraus.

sie stellte sich wieder zu scatty, dem gegenüber ihr argwohn, den sie sonst gegen jeden mann hegte, verschwunden war. "um ehrlich zu sein bin ich noch nie auf einem scavenger geritten. ich hoffe, ich lerne es noch von einer der amazonen... aber etwas anderes: du hast doch bestimmt hunger. lass uns etwas essen. wir haben vor kurzem eine neue amazone hinzugewonnen, deren kochkünste wirklich gut sind." sie machte eine einladende geste in richtung hauptgebäude, wo auch der speisesaal lag.



28.08.2002 00:32#225
Scatty "Níniel also, soso. Schau, sieht man mal wieder, wozu Sumpfkraut alles in der Lage ist." Während die junge Frau den Scavenger zu den Stallungen brachte um ihn zu versorgen, pfiff Scatty eines dieser schönen alten Trinklieder, die er noch von früher kannte, als er noch durch die Kneipen gezogen war, mit seinem Vater...als er noch lebte. Kurz überfiel den jungen Mann ein gewisser Gram, der jedoch schnell wieder verflogen war. Sein Vater war tot, es war eine verdammte Schande, aber es war nunmal geschehen. Scatty konnte sowieso nichts daran ändern.

Als Kitiara wiederkam, merkte er, dass der Hass und die bösen Blicke verschwunden waren, sie schein ihn nun als Freund zu betrachten. Na, wenn das mal kein Erfolg war, hatte er sich schon den ersten Freund unter den Amazonen gemacht."Ach, du wirst das schon schaffen, das sehe ich dir an. Wenn du an alles, was du tust, mit soviel Enthusiasmus herangehst, wie eben auf der Suche nach deinem Níniel, oder beim Aufbau des Lagers, kannst du noch viel erreichen. Aber du hast Recht, mein Magen knurrt wie ein wütender Wolf. Mal sehen, was die Köchin so gezaubert hat." Der Barbier nickte zu ihrer Geste, und gemeinsam gingen sie in Richtung Speisesaal.



28.08.2002 00:39#226
Kitiara sie betraten den speisesaal und setzten sich an die große tafel. schon kamen zwei amazonen mit zwei tellern und stellten diese vor sie. auf den tellern war suppe, die noch dampfte vor hitze. "kartoffelsuppe" meinte kitiara und die beiden begannen zu essen, ohne sich gedanken darüber zu machen, wo die köchin wohl die kartoffeln herhaben mochte, wo doch in der barriere gar keine wuchsen. das essen schmeckte ihnen wohl gut, denn beide nahmen noch einen zweiten teller und streckten danach gesättigt die waffen.

"nun erzähl mir, weshalb bist du eigentlich ins lager gekommen? früher wärst du dafür direkt auf dem altar gelandet... aber die zeiten haben sich geändert."


28.08.2002 00:55#227
Scatty "Nunja, warum? Also... eigentlich bin ich ins Lager gekommen, um mir das alles mal anzusehen. Bis jetzt war ich schon in jedem der fünf Lager, ausser eben an diesem schönen Ort. Und ich muss sagen, ich bereue es nicht, es ist wirklich wunderschön hier. Aber ein anderer Grund, dass ich hier her gekommen bin, war Blutfeuer. Ich weiss nicht, irgendwie scheint sie etwas...aussergewöhnlich anziehendes an sich zu haben... Naja, wie auch immer. Aber nun sag du mir, warum ich eben nicht auf dem Altar gelandet bin? Es liegt wohl auch daran, dass das Lager nunmal zerstört wurde, und ihr jede Hilfe gebrauchen konntet, aber irgendwas anderes muss doch auch noch dahinterstecken?"



28.08.2002 01:02#228
Kitiara "ja, du hast recht. das lager ist zerstört und wir brauchen hilfe. aber es liegt auch daran, dass ich gemerkt habe, dass wir unsere mission nicht durch kampf erfüllen können. gegen das sumpflager oder gar gegen das alte lager könnten wir im kampf nie bestehen. also will ich es einmal mit etwas diplomatie versuchen. du weißt sicher, welches unsere mission ist?" doch scatty sah sie ratlos an. er schien es nicht zu wissen.

"wir haben es uns zur aufgabe gemacht, alle gefangen gehaltenen frauen in der kolonie zu befreien. also die frauen, die gomez für sich schuften lässt in erster linie. aber auch die beiden frauen, die euren baals im tempel dienen." nun wollte sie seine reaktion abwarten.



28.08.2002 01:11#229
Scatty Scatty musste grinsen. Hoffentlich hielt sie ihn nicht für so verrückt, ein psychedelischer Baal zu werden. "Also, wenn du vielleicht darauf anspielst, das ich auch einmal ein Baal werden will... nein, bei weitem nicht. Ich will mich dem Weg des Kriegers widmen, also den Templern beitreten. Könnte ich entscheiden, würde ich die Frauen sowieso ihrer Wege gehen lassen, denn ich kann mir gut selbst Luft zu fächeln. Aber als Templer habe ich mit dem Tempel sowieso nicht so viel zu tun, ausser dass ich ihn schützen werde."

Scatty kramte schon wieder einen Stengel hervor, bot jedoch Kitiara keinen mehr an. Gerade weil es ihr erster Stengel war, sollte sie nicht sofort weitermachen, er wollte sie ja nicht zur Süchtigen machen.



28.08.2002 08:08#230
Hummelchen Hummelchen werkte seit dem frühen Morgen in der Küche. Zunächst hatte sie die Tische in dem hübschen Speisezimmer mit Tischdecken belegt und sogar eine Wiese mit Sommerblumen geplündert. Die streuten jetzt in alte Krüge gesteckt ihren Pollen über die Tischdecken und erfüllten die Luft mit ihrem Duft. Hummelchen hatte von einer Amazone, die im Wals gewesen war ein Körbchen voller Steinpilze geschenkt bekommen, die sie jetzt putzte, um den Mädchen und Jungs ein kräftiges Pilzrührei zum Frühstück zu servieren. Der Molerat-Speck wurde in der größten Pfanne, die sie fand knusprig gebraten und in dem Fett dann Schalotten glasig gedünstet und da rein kamen dann die kleingeschnittenen Pilze. Die großen Scavengereier und die kleinen Eier von Wachteln und Wildhühnern schlug sie kräftig auf und mischte sie dann unter die duftenden Pilte. Zum Schluss noch eine Handvoll würziger Petersilie drüber und schon standen ihre Kinder Schlange nach einer Portion.
Nach gemeinsamer Arbeit machte es keinen Unterschied mehr, ob ihre Gäste Mädchen oder Jungchen waren. Alle waren fleißig gewesen, hatten gut geschlafen und rüsteten sich dank Hummelchens Künsten für den Tag.



28.08.2002 11:11#231
Shaela An diesem Morgen war Shaela früh aufgestanden, sie wollte das Lager und die Umgebung an diesem Vormittag erkunden.
Zuerst ging sie an den Strand. Etwas schlammig war es, aber man konnte sich denken, wie schön es vor der Flut hier war. Die Möwen schrieen, die Wellen plätscherten ganz unschuldig, als ob sie nie was getan hätten. N-nh, so leicht kamen sie Shaela nicht davon, einfach so leise und behutsam um sie herumzuplätschern. Die wollten sich nur einschleimen.
Dadurch bekam sie eine solche Wut, dass sie mit ihrem verrosteten Äxtchen mit voller Wucht auf das Wasser einschlug.
Plitsch, platsch, in der Mitte durchgeschnitten, platsch, zack, ein Hieb in den Sand, und noch mal mitten durchgeschnitten. Doch der Feind wich immer aus. Immer. So schlug sie mit noch stärkerer Wucht zu, immer stärker. So ging das minutenlang weiter, bis sie sich vor Erschöpfung fallen ließ. Was hatte sie da eigentlich gemacht? Minutenlang auf das Wasser eingeschlagen. Und wie nannte man das? Gestört.
Nachdem sie länger Zeit in Gedanken durch die sinnlose Leere schweifte, auf der Suche nach einer Erklärung, beschloss die Annwärterin, einen Spaziergang durch die Wiesen vor jenseits der Steinbrücke zu machen.
Gerade in dem Moment fing es an zu regnen und zu donnern. Schnell kroch sie in ein Moleratloch, wo sie sich zunächst sicher fühlte. Zunächst. Denn ein paar Sekunden später meldete sich die Molerat zu Wort, der Shaela beim Eindringen in die Höhle ihren Hintern aus versehen in ihr Gesicht gedrückt hatte, in dem sie, von einem unfreundlichen Quieker begleitet, Shaela in den Hintern biss. Schrie auf, drehte sich um, sah mit wem sie es zu tun hatte und rannte fort. Es zeigte sich, dass es nicht nur eine Molerat war: Es waren 6. Was sollte sie nun tun? Auf den Baum klettern? Ja, das , so meinte sie, wäre eine gute Lösung. Schnell war Shaela oben, wo sie sich jetzt auch nicht mehr so sicher fühlte: Es gewitterte ja. Wo würde also am ehesten ein Blitz einschlagen? Im Baum.
Oh-Oh... Nun hieß es nur noch schnell von dem Teil runterspringen und wegkriechen.
Schnell war das getan, und ehe die Molerats versahen, schlug ein Blitz in dem Baum ein, der auch sie erwischte. Nur Shaela nicht, denn, so glaubte sie, Donnra hatte ihre schützende Hand über sie gehalten, und außerdem war sie ja auch relativ weit weg vom Baum gesprungen.
Der Baum war nun gespalten und brannte ein bisschen. Nicht gefährlich. Die Molerats waren nun leicht schwarzbraun überzogen, keine überlebte von ihnen. Nun war das eigentlich gebratenes Moleratfleisch, man musste es nur noch abmachen. Aber wie?
Am besten, sie würde zum Lager zurücklaufen und einen Karren holen. Später konnte sie ja das Fleisch noch von jemandem abmachen lassen, der es konnte. Nach einiger Zeit hatte sie den Karren geholt, die Molerats aufgeladen und ihn bis ins Lager gezogen.
Bald fand sich auch eine Amazone, die bereitwillig und gegen nur 5 Erz das Fleisch von den Molerats entfernte.
Nun wollte Shaela zu Hummelchen gehen, die konnte sowas gebrauchen, dachte sie sich.
Schon auf dem Hof vor der Küche kam ihr der Geruch von gutem Essen entgegen. Herrlich waren die Gerichte von Hummelchen, richtig gutes Essen hatte sie erst im Amazonenlager kennen gelernt, bisher hatte sie immer nur Brei gegessen. Hafer-, Wurzel-, Knospen-, und was es noch alles für Brei gab. In der Küche flitzte Hummelchen umher hier ein paar Gewürze schneiden, dort noch die Soße rein...
Als sie Shaela und das Moleratfleisch entdeckte, konnte man richtig ihre Freude im Gesicht sehen. Uiii, Moleratfleisch hast du mitgebracht! Das ist aber lieb von dir! Ich kann dir leider kein Erz geben, vorerst nur Essen. Tut mir leid! Achja, tu das Moleratfleisch dann mal schnell in den Keller, gleich links ist das Fleisch!
Bei diesem Redeschwall war Shaela gar nicht zu Wort gekommen, was sie nun auch nicht sonderlich störte, sie ihr hatte ja eigentlich nichts zu sagen, also brachte sie das Fleisch wortlos in den Vorratskeller.



29.08.2002 00:39#232
blutfeuer blutfeuer kam mehr tot als lebendig im amazonenlager an. es war schon weit nach mitternacht und bis auf die torwache schien alles zu schlafen.
die jägerin hatte sich entschlossen, das erz nicht gleich zu shadow zu schaffen, der konnte noch etwas warten. es war sicher nicht verkehrt in diesem völlig verarmten schloss ein bisschen flüssig zu sein.

sie hatte sich sehr abschleppen müssen mit den schweren sachen und fluchte innerlich, dass sie nicht mit dem boot gekommen war. der weg wäre kürzer und schneller gewesen. aber sie war kein wassermann. sie war jägerin. und die heimat des jägers ist der wald.

sie setzte sich auf einen stein, der mitten auf dem lagerplatz lag und schaute sich um. das amazonenlager war wirklich schön. die weißen gebäude wirkten filigran und kostbar, wie ihre bewohnerinnen. in der schmiede flackerte ein kleines feuer, in dem sicher ein paar ihrer flammenden steine glimmten. sie musste unbedingt mal nach den schwarzen dingern hier in der barriere suchen.
sollte sie wirklich hier bleiben? war das ne gute entscheidung? sie wusste es nicht. es war ihr bisher ganz gut gegangen. lediglich ihre trennung vom amazonenlager war ihr nicht so gut in erinnerung. und nun wollte sie hier leben?

blutfeuer war sich nicht sicher. seit langer zeit hatte sie das erst mal ein flaues gefühl in der magengegend.



29.08.2002 00:49#233
Scatty Scatty, der den ganzen Tag und die ganze Nacht ohne Schlaf zugebracht hatte, weil er mit einer rauhen Kohle und einem Pergament die Schönheit dieses Lagers festhalten wollte, sass gegen die Mauer des Speisesaals gelehnt, und genoss einen Traumruf. Irgendwie vermisste er das Zirpen der Grillen und das Quaken der Frösche, doch das sanfte Plätschern des Meeres war ein schöner, ruhiger Ausgleich. Er betrachtete die Urkunde, die sanft in seiner Hand lag. Freien Zugang zu den für ihn wichtigsten Gebäuden hier im Amazonenlager war schon was. Er fragte sich, wie Kitiara in Zukunft mit Männern, ausgenommen natürlich denen aus dem alten Lager, umgehen würde. Vielleicht hatte er ihr ein wenig Vertrauen wiedergegeben, das hoffte er zumindest.

Der Hohe Novize wurde durch einige leise Flüche und stöhnende Laute, die darauf hindeuteten, dass sich jemand anstrengte, aufgeschreckt. Er stand auf, um sich mal anzusehn, wer um diese Zeit noch schuftete. Und als er um die Ecke des Hauses ging, das von künstlerischer Hand erbaut worden war, erblickte er sie: Blutfeuer saß auf einem Stein und schien nachzudenken. Langsam ging er auf sie zu und sprach mit warmer Stimme: "Hallo Blutfeuer, schön, dass du wieder hier bist. Ich habe dich vermisst, sehr sogar..." Er setzte sich direkt neben sie auf den grossen Stein. "Warum so nachdenklich? Bedrückt dich irgendwas?" Sanft zog er an dem halb gerauchten Stengel und liess die Dämpfe in die klare, frische Luft steigen.



29.08.2002 01:04#234
blutfeuer "ach scatty, du hast mich jetzt aber erschreckt. gib mir doch bitte auch wa zum rauchen. ich muss nachdenken, aber meine gedanken sind wei
durcheinanderflatternde schmetterlinge. ich kann sie gar nicht ordnen. vielleicht hilft ja ein traumruf. das ist meine lieblingssorte.
ja ich hab probleme. du kennst mich ja schon eine weile. ich hab bisher ganz gut gelebt und immer gemacht, wonach mir gerade war. glaubt du wirklich, so ein lager wäre was für mich? ich krieg panik, wenn ich dran denke, hier immer sein zu müssen.

ich glaub, ich hau lieber wieder ab."

blutfeuer scharrte mit den füßen im sand und malte herzchen, die sie hinterher zornig verwischte.

"und dich hab ich hierher geschleppt und nun kümmere ich mich gar nicht um dich. du bist bestimmt auch sauer auf mich."



29.08.2002 01:21#235
Scatty "Ich wollte dich nicht erschrecken, bin ich denn so schrecklich?" Ein freches Grinsen wanderte über das Gesicht des Barbiers, und seine Hand griff in die immer bereite Tasche, gefüllt mit Krautstengeln. "Hier hast du einen extra schönen, dicken Traumruf, vielleicht hilft er dir, klarer zu werden.
Ohja, du bist immer deine eigene Spur gefahren und hast dir von niemandem was sagen lassen. Genau das schätze ich ja an dir. Und nun hast du Angst davor, dich jemand anderem beugen zu müssen, oder nicht mehr tun zu dürfen, was du willst. Also, lass dir gesagt sein, ich habe grösstenteils wegen dir eine Erlaubnis für den uneingeschränkten Besuch des Lagers erkämpft, weil ich dachte du wolltest dich hier niederlassen. Doch lass dir von dieser Tatsache nicht den Kopf vernebeln, du kannst selber am besten entscheiden,was du tun willst. Denk dran, beide Arten zu Leben haben ihre Vor- und Nachteile, du musst deinen Weg wählen. Ich werde dich aber immer unterstützen, egal was du tust."

Vorsichtig legte der Barbier seinen linken Arm um Schultern von Blutfeuer. "Nein, wie könnte ich sauer auf dich sein? Ein Lächeln von dir reicht aus, um mich wieder fröhlich zu stimmen. Du hast schliesslich auch deine Verpflichtungen, denen du nachgehen musst, dich trifft keine Schuld. Ich freue mich umso mehr, dass du wieder da bist."



29.08.2002 01:38#236
blutfeuer "und da musst du dich gleich mit deinem arm auf mich stützen? sieh dich bloß vor, alter freund. nur weil wir beide zusammen unter der dusche waren heißt das noch nicht, dass du dich an mich lehnen kannst.

das eben war eigentlich nur für mich selbst gedacht und bestimmt nicht für so einen glatzköpfigen sumpfschrat wie dich. du hast mich überlistet. ich war nur erschöpft von meiner marathonreise hierher und aus mir hat die erschöpfung gesprochen. ich werd mich hier niemandem unterordnen! ich werd die königin sein. dann kannst du mir die füße küssen und baden und die fußnägel schneiden. das ist alles was du darfst und nur dafür hast du den passierschein."
blutfeuers mund schuf die wörter eigentlich ohne dass sie selbst etwas dazu beitrug. im kopf dachte sie eigentlich anders. aber wer fragt schon nach kopfgeburten. sie sog heftig an ihrem traumruf und hielt erschrocken die luft an, weil der rauch ihre lungen allzusehr vernebelte.

"hilf mir lieber, die sachen in die schmiede zu bringen. ich muss dringend ins bett. sonst kann ich morgen nichts machen."



29.08.2002 01:43#237
Scatty Puhh, einen Moment lang hatte Scatty schon gedacht, seine Blutfeuer hätte sich mit einem Schlag geändert. Die giftigen Worte, die ihm jetzt entgegenschlugen entlockten dem Hohen Novizen nur ein kräftiges Lachen, da seine Freundin scheinbar endlich zu ihrem alten Gemütszustand zurückgefunden hatte. Und er wusste genau, dass sie es nicht so meinte, wie sie es sagte. Bei Blutfeuer war die Zunge oft schneller als der Verstand. Die Tränen standen ihm in den Augen, als sie mit ihren Ausführungen geendet hatten, und er lag rittlings auf dem Stein, sich freuend.

Als er sich wieder aufrichtete, funkelte ihn eine erboste Blutfeuer an, die ihn dazu abkommandierte, ihr sofort mit den Sachen zu helfen."
"Aber klar doch, nur zu gerne. Wo kann ich anpacken helfen?" Blutfeuer wies ihm einen grossen Teil der Last zu, und der Barbier musste keuchen, als er die schweren Waren schulterte. Aber das war egal, endlich hatte er seine Blutfeuer wieder, quirlig, vorlaut, und herzerfrischend süss.



29.08.2002 02:00#238
blutfeuer blutfeuer ging hinter dem barbier und überlegte, ob sie ihn mal ein bisschen schupsen sollte. er keuchte so niedlich. dabei hatte sie das ganze zeug über das gebirge geschleppt und hatte es auch ohne stöhnen geschafft. aber das lag wahrscheinlich an dem vielen sumpfkraut, dass die sumpfler nichts auf dem kasten hatten. das macht sicher kurzatmig.

in der schmiede legten sie die sachen ab und blufeuer fragte ihren lastesel, wo er denn schlafen würde.



29.08.2002 02:05#239
Scatty "Hm, wo ich schlafen werde? Tja, das könnte problematisch werden, aber ich denke, ich werde unter freiem Himmel schlafen... ausser natürlich du hast, und so wie ich dich kenne, denke ich doch dass du hast, eine andere Möglichkeit im Hinterkopf..."

Scatty besah sich, auf die Antwort wartend, die Schmiede einmal genauer. Ahja, sehr interessant, sie schienen hier alles zu haben, was man brauchte. Vielleicht würde er hier mal etwas anfertigen lassen. Sanftes Rauschen klang leise an sein Ohr, während der frische Rauch gen Decke stieg.



29.08.2002 02:14#240
blutfeuer "naja, ich hätte nen job für dich, bei dem so was wie ein bett rausspringt.
du könntest für das schmiedefeuer sorgen. ich will einfach nicht, dass es ausgeht. das ist so unendlich mühsam jeden morgen. dafür könntest du auch hier auf der bank neben dem schmiedefeuer schlafen. ich bring dir auch noch decken, damit du nicht frierst.

mit so einer wache in der schmiede würdest du dir und mir einen gefallen tun."
scatty ließ sich das nicht zwei mal sagen. er willigte erfreut ein und setzte sich gleich auf die bank. blutfeuer brachte ihm aus dem schlafraum noch eine decke und eine matraze und dann ging auch sie zu bett.



29.08.2002 07:20#241
blutfeuer blutfeuer erwachte nach einer viel zu kurzen nacht und ließ sich von den anderen erzählen, wie viel hilfe sie plötzlich aus dem sumpf erhalten hatten. das war ja sehr erfreulich, denn sie hatte irgendwie immer noch ein besonders enges band zum sumpflager.

außerdem erzählten ihre schwestern ihr von den kochkünsten der neuen und so ging blutfeuer gleich in den speisesaal um die sache anzutesten. dort trafen sich die mädchen morgens zum frühstück und zur arbeitseinteilung. kitiara machte das ganz gut. in ruhiger sachlicher diskussion ließ sie sich von den problemen der einzelnen gruppen erzählen und teile dann die arbeit ein. als blutfeuer erfuhr, dass sie sich um die schmiede kümmern solle, war ihr das recht. immerhin hatte sie schon einiges in diesen laden investiert. da wollte sie denn auch weitermachen.

nach einem reichhaltigen frühstück begab sie sich zur schmiede und weckte den noch tief und fest schlafenden scatty, indem sie ihn mal schnell von der bank kippte. das verdutzte gesicht ihres sumpffreundes brachte blutfeuer zum lachen. das würde ein schöner tag werden. das schmiedefeuer hatte dank der glut bis zum morgen seine hitze nicht verloren und würde einen weiteren tag unter der noch nicht vorhandenen esse tanzen.



29.08.2002 10:41#242
Hummelchen Hummelchen hatte gestern eine große Menge frisches Moleratfleisch bekommen, dass die kleine Shaela auf irgendeine mysteriöse Weise erbeutet hatte. Das frische Fleisch war von ihr in einem großen Kessel über dem Feuer mit allerlei Gewürzen geschmort worden und würde am Mittag die Kinder mit einem leckeren Schortopf erfreuen. Dazu würde sie Hirsebrei und köstlichen Rotkohl servieren, den sie mit vielen Äpfeln stundenlang hatte kochen lassen, bis man den Unterschied zwischen Kohlstücken und Apfelstücken nicht mehr erkennen konnte. Dann wurde das ganze mit etwas Nelkenpulver und scharfem Pfeffer verfeinert sowie mit Essig und Zucker abgeschmeckt.

Für die Molerat-Bratensoße, ließ sie in einer großen Pfanne Fett mit Zucker zerlaufen und ließ es so lange auf mittlerer Flamme rösten, bis eine tief dunkelrote Farbe entstanden war. Dann löschte sie diesen Zuckercouleur mit etwas Brühe ab und goß das ganze dann zu dem Schmortopf. Das würde ihren Gästen schmecken. Zum Nachtisch würde sie kleine Hefeküchlein verteilen, die sie jetzt begann vorzubereiten. diese würde sie ers kurz vor dem Servieren backen, denn sie sollten warm serviert werden.



30.08.2002 01:50#243
blutfeuer blutfeuer hatte kräftig in der schmiede aufgeräumt und die unbrauchbaren sachen weggeschmissen. jetzt lagen ihre neuen hämmer bereit und alle materialien waren ordenlich aufgereiht. scatty war eine große hilfe gewesen, er hatte immer die schweren sachen angepackt und in einer schmiede gibts ne menge schwerer sachen.
irgendwie schien der sumpffrosch sich hier wohl zu fühlen. vielleicht war er tief in seinem inneren ja auch eine amazone?

als es schon längst dunkel war, sah blutfeuer auf einmal , wie kitiara zur schmiede kam und sich ansah, wie weit sie wären.

"ich grüße dich, kitiara. du machst dich richtig gut als geschwaderkommandant für ein räumkommando. das solltest du zu deinem beruf machen."


30.08.2002 01:56#244
Kitiara kitiara sah blutfeuer irritiert an.

"was heißt hier geschwaderkommandant? ich bin die königin der amazonen. ich habe diese nachfolge rechtmäßig angetreten als höchstgestellte der überlebenden amazonen. wer sollte mir das streitig machen?"

gleichzeitig hatte sie aber auch schon dieses komische gefühl. blutfeuer schien wohl doch nicht aus reiner hilfsbereitschaft zu den amazonen zurückgekommen zu sein, sondern sie hatte höhere ziele verfolgt. aber daraus würde nichts werden.


30.08.2002 02:10#245
blutfeuer "tja, meine kleine königin. dann hast du jetzt ein problem! ich bin nämlich die neue königin. ich war schon amazone, als an dich noch nicht zu denken war.
aber ich würd vorschlagen, wir folgen den alten naturgesetzen. der stärkere siegt und der unterlegene wird sich fügen."

blutfeuer war sehr erstaunt. der kleinen kitiara hätte sie eine solche sche gar nicht zugetraut. dass die sich einblidete, sie könne königin werden.
blutfeuer sah das ganz emotionslos. das war ja vielleicht die entscheidende stunde, in der sich ihre zukunft zeigen würde, die entweder bei den amazonen lag oder eben nicht.

"ich fordere dich hiermit heraus. du wirst um den titel kämpfen müssen."


30.08.2002 02:24#246
Kitiara "du solltest wissen, wann es besser ist zu kämpfen, und wann es besser ist, sich zu beugen. aber in ordnung, lass uns kämpfen. das wird meinen anspruch nur bestärken. ich schlage vor, der kampf findet in vier tagen zur abenddämmerung statt. sei bereit."

kitiara wand sich ab und schritt siegessicher über den hof auf das hauptgebäude zu. vor dem tor jedoch bog sie ab und hielt auf eine verborgene ecke des hofes zu. dort zog sie ihr schwert und begann damit zu trainieren. sie würde dieser möchtegern königin schon zeigen, wer von ihnen zum regieren geboren war.


30.08.2002 02:31#247
blutfeuer blutfeuer sah ihr hinterher.

"so eine ..." ihr fehlten die worte. die kleine hatte sich ja ordentlich gemausert. da musste sich blutfeuer ja vorsehen. andererseits hatte sie schon gegen ganz andere gegner gekämpft. mit diesem weib würde sie schon fertig werden.

erinnerungen an ihren kampf mit mylanaa der verblichenen königin kamen auf. das waren noch zeiten gewesen. jetzt würde sie also in vier tagen mit der neuen königin kämpfen müssen.

naja, diesmal sollte die sache ja mal siegreich ausgehen.

sie setzte sich zu scatty, der ihr einen traumruf anbot und so rauchten die beiden schweigend und guckten ins schmiedefeuer. jeder hing seinen gedanken nach und nur die grillen mit ihrem unaufhörlichen gesang störte die stille nacht.
"ich geh dann mal schlafen. wir sehn uns morgen wieder, gute nacht, scatty."
damit verschwand die amazone im schlafhaus.



30.08.2002 07:51#248
Hummelchen Nach dem Molerat-Schmortopf vom Vortag sollte es heute eine besondere Delikatesse geben. Die besten Stücke von dem Molerat-Braten hatten in einer Dickmilchbeize die letzten Tage verbracht. Jetzt holte Hummelchen diese aus dem Keller, tupte sie trocken und salzte das Fleisch. Dann pfefferte sie es und band das ganze wie einen Schinken fest zusammen. Die Enden ließ sie zunächst offen. Durch diese Öffnungen füllte sie den künstlich zusammengerollte Schinken mit entsteinten Backpflaumen, so viel eben hineingingen. Danach wurden auch die Enden zugebunden.

Diesen Wickelbraten legte sie in den Backofen und briet ihn an, danach schmorte sie ihn eine Stunde. Vom Moleratspeck schnitt sie für jeden ihrer Gäste einen Hahnekamm und legte einige auf das Fleisch.Die anderen ließ sie schon anbraten, bis sie sich spreizten.

Während das Fleisch schmorte, höhlte sie ganze Äpfel aus und füllte diese mit Käse. Dann setzte sie die Äpfel neben den Braten in die Röhre und briet diese mit dem Fleisch weiter.

Später würde sie den Braten von seinem Bindeband befreien und ihn in dünne Scheiben schneiden. Dazu würde sie die Äpfel und Backpflaumen servieren, die bis dahin eine äußerst schmackhafte Soße ergeben würden.

Knödel waren dazu sicher die passende Ergänzung, an deren Herstellung sich Hummelchen jetzt machte.



30.08.2002 10:04#249
blutfeuer blutfeuer erwachte am morgen und sofort fiel ihr die verabredung ein, die sie für montag mit kitiara getroffen hatte.

welcher teufel hatte sie nur bei der angelegenheit geritten? sie grübelte seit tagen darüber nach, ob sie überhaupt hier im lager bleiben solle und nun würde sie sich um so einen posten schlagen?

einen posten, der sie daran hindern würde, frei und uneingeschränkt durch die barriere zu streifen wann immer es ihr gefiel?

königin war ein job, der einen auf dem komischen thron im thronsaal festnagelte und zwang, sich um staatsgeschäfte zu kümmern. königin war nicht mal ein job, bei dem es märchenhafte reichtümer gab. die alte königin hatte ja nicht mal einen bruchteil dessen besessen, was blutfeuer in die hosentasche stecken konnte.
außerdem gefiel ihr das schlafen in betten und räumen auf dauer auch nicht so richtig.

eigentlich war sie die klassische fehlbesetzung für den beruf königin. bloß wie sollte sie aus der verfahrenen kiste wieder rauskommen? wenn die sache mit kitiara in einem vertraulichen gespräch unter vier augen abgegangen wäre, dann hätte man ja noch was dran drehen können.

aber jetzt gab es zeugen. scatty hatte alles gehört, die beiden mädchen, die mit kitiara gestern ans schmiedefeuer gekommen waren. es gab kein zurück. sie musste in den ring steigen. sonst würde man noch denlen, blutfeuer würde kneifen. und das wollte sie auf keinen fall.

vielleicht konnte man aber noch was am ablauf vorbereiten. blutfeuer kam eine idee. schnell lief sie zu scatty und verabschiedete sich kurz, indem sie ihm wieder einmal die aufsicht über das schmiedefeuer übertrug.
kurze zeit später verließ sie das amazonenlager.



31.08.2002 01:30#250
Scatty Eine kurze Verabschiedung, schon war Blutfeuer wieder weg. Dieses Mädel, dauernd unterwegs. Er fragte sich, wo sie nun schon wieder hinwollte. Naja, hauptsache sie würde zurückkommen, und nach Vereinbarung dieses Duells, das bald zwischen Kitiara und Blutfeuer ausgetragen werden sollte, würde sie wiederkommen. Denn sie würde sicherlich nicht kneifen, dazu war sie zu stolz. Nachdenklich sann er über einige Dinge nach, gewärmt von den prasselnden Flammen des nahen Schmiedefeuers. Der grüne Rauch schien heute irgendwie ruhiger, sanfter hinaufzusteigen und zu zerfallen. Feuerbewacher war vielleicht nicht gerade die spannendste Beschäftigung, aber man hatte viel Zeit zum Nachdenken. Und richtig gegrübelt hatte Scatty schon lange nicht mehr. So dachte er über vieles nach, sein bisheriges Leben, seine Freundschaften, die er in der Barrriere geschlossen hatte, Blutfeuer...

Und während er so nachdachte, fielen ihm einige Zeilen eines Liedes ein. Er wusste nicht, wo er es gehört hatte, er wusste nicht wann, aber es war einfach in diesem Moment da. Und es passte zur Stimmung. Leise summend brachte er ein paar Bruchstücke zusammen.
...a year is gon, nuh year will com, fill it up...with positivityyyy, bring yuh higha luuuv, me friend, thru music...
Ein freudiges Lächeln wanderte über seine Lippen. Es war einfach nur schön, hier zu sein, dem entfernten Plätschern der Wellen zu lauschen, und die warme Geborgenheit des Feuers auf sich wirken zu lassen.



31.08.2002 21:23#251
~Silence~ Da war es endlich, das Amazonenlager. Silence überkam eine Erleichterung und sie steckte das Schwert weg, denn schließlich kam sie auf Obhut hoffend und nicht um sich gleich mit irgendwelchen Frauen anzulegen.
Die wachhabenden Frauen schauten sie erst skeptisch an, aber als sie näher heran war und sie den überaus rundlichen Bauch des Mädchens erblickten wurde eine von ihnen flink.
Silence war so müde, dass sie sich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Die Amazone griff ihr stützend unter den Arm.

"Ist das aufregend. Wann ist es denn soweit? Oh, verzeiht meine Unhöflichkeit. Ich bin Adine und das dort is Raina. Ihr seid sicher müde von der Reise. Seid Ihr aus dem alten Lager geflohen? Wie heißt Ihr?"
Das hörte ja gar nicht auf. Silence mußte schmunzeln, als Adine immer wieder entzückt auf ihren Bauch schaute und strahlte, gerade so, als würde sie das Kind erwarten.

"Seid mir gegrüßt. Man nennt mich Silence. Das ist nicht mein richtiger Name aber seit ich mich erinnern kann werde ich so gerufen, weil ich so schweigsam bin." Silence lächelte den beiden kurz zu und fuhr dann fort. "Oh, es dauert noch ein bißchen, bevor der kleine Plagegeist die Welt erblicken wird. Nein, ich bin nicht aus dem alten Lager geflohen, aber das ist eine sehr lange Geschichte, die ich Euch gerne ein anderes Mal erzählen würde."

Sie schaute entschuldigend, aber momentan sehnte sie sich wirklich schlicht nur nach sauren Gurken, einem Bad und einem Bett. Adine und Silence setzten sich langsam wieder in Bewegung und passierten das Tor. Der Redeschwall der jungen Amazone endetete noch immer nicht.
Sie erzählte Silence stolz vom Lager, wie schön es hier doch sei und dergleichen.
Silence ließ den Blick über den Innenhof wandern. Mehrere Amazonen arbeiteten hier eifrig, denn es schien so, als wäre vor kurzem erst ein Unglück über das Lager heringebrochen.

Adine zog sie in eines der Gebäude. "Ich denke ich werde Euch erstmal ein Gästezimmer geben. In diesem Zustand braucht ihr Ruhe und nicht das Geschnatter in den Schlafsäälen. Dort habt Ihr auch ein Bad und konnt Euch frischmachen. Nur fürchte ich leider, dass wir keine passenden Rüstungen für eine schwangere Frau vorrätig haben." Adine öffnete eine Tür und schob Silence in den Raum hinein. Er war schlicht eingerichtet. Ein einfaches, aber dennoch bequem aussehendes Bett, einen kleinen Schreibtisch und eine Komode. Eine Tür ging von dem Zimmer ab, da mußte wohl das Bad liegen.

"Wünscht Ihr noch etwas? Ansonsten würde ich jetzt loslaufen und die freudige Nachricht der Königin überbringen sowie die Heilerin kurz vorbeischicken, damit sie nachschauen kann, ob Ihr Euch nicht überanstrengt habt." Adine war wirklich äußerst eifrig.
"Habt Dank. Vielleicht könntet Ihr mir ein paar Saure Gurken vorbeibringen?" Silence mußte bei dem skeptischen Blick der Amazone schmunzeln, aber sie nickte und verließ nahezu fluchtartig das Gästezimmer.



01.09.2002 23:24#252
Scatty Das leise Plätschern der Wellen, und ein leises Summen, untermalt von leisem Gesang, waren die einzigen Geräusche die hier, in der Nähe der Anlegestelle des Amazonenlagers erklangen. Das Summen samt zugehörigem Gesang gehörte zu Scatty, dem Barbier des Sumpflagers, der die Küste entlangschritt.

Murdera, blood is on yuh shoulda, kill a today yuh cannot killa tummorrow, murdera, a on side ais i ano, yuh no afraid to take a life, liiife... So erklang es, kaum hörbar für Umstehende, falls es welche gegeben hätte, nur der Hohe Novize konnte dem Gesang lauschen. Und das war vielleicht auch gut so. Eine sonnengegerbte Hand, die einen Sumpfkrautstengel locker, aber dennoch fest genug umklammerte, wanderte in Richtung Mund von Scatty. Dort angekommen, zog er sanft an der in weisses Papier gehüllten grünen Köstlichkeit, und mit einem leichten Seufzer atmete er den dicken Qualm aus, der sich daraufhin schnell in den klaren, sternenbehangenen Nachthimmel aufmachte. Hachja, so konnte man leben. Und morgen würde ein grosser Tag in der Geschichte des Amazonenlagers werden, soviel war sicher. Zwei Frauen würden um die Krone kämpfen. Das würde sicherlich ein Spektakel werden. Hmm, ob Scatty etwas herumfragen sollte, ob die Frauen einen neuen Haarschnitt für diese Gelegenheit haben wollten?... Nein, lieber nicht, hier würde sich bestimmt keine Frau von einem Mann die Haare schneiden lassen. Ermattete und halb geschlossene Augen wanderten zum fahlen Erdtrabanten hinauf und beobachteten ihn in seiner köstlichen Schönheit. Das wäre doch auch ein schönes Motiv, jetzt wo Scatty wieder einmal angefangen hatte zu malen. Aber es war ja noch Zeit, die Nacht war jung, und Scatty nur ein klein wenig müde. Ausserdem musste er sowieso noch einmal zum Schmiedefeuer zurück, aufpassen dass es nicht ausging.



02.09.2002 07:30#253
Hummelchen Hummelchen hatte von den Mädchen erfahren, dass am Abend die neue Königing ausgewählt werden sollte. Sie war ganz erstaunt! Eine neue Königin? Die Kleine, die sie in dem Boot mit hierher gebracht hatte, hatte doch von sich erzählt, dass sie die neue Königin sei. Und nun wurde darum gekämpft? Das verstand Hummelchen nun überhaupt nicht. Eine Königin wurde doch als Königin geboren und hier sollte das ganz anders sein? Das hatte sie aber am Hofe des Königs nie gehört, dass man sich um die Königswürde schlug. Und jetzt sollten das auch noch zwei Frauen sein? Das war doch wirklich ganz und gar schrecklich. Frauen die sich gegenseitig mit einem Schwert verprügelten? Sich womöglich auch noch verletzten?
Hummelchen musste unbedingt etwas vorbereiten. Also würden die Amazonen wieder zu solch profanem Essen wie Molerat am Spieß über dem offenen Feuer gebraten greifen müssen.
Ein Helfer war schnell gefunden. Einer der Männer aus dem Sumpf erklärte sich bereit, sich um den Braten zu kümmern. So konnte Hummelchen die Vorbereitungen für das Turnier selbst in die Hand nehmen.
Zuerst wurde der Trainingshof gesäubert und gründlich gefegt. Dann wurde ein Areal mit Seilen abgesperrt und in sicherer Entfernung dazu einige Bänke aufgestellt, denn Zuschauer würde es sicher geben.
Im Eingang zur Wohnung der Arbeiterinnen gestaltete sie ein winziges Notlazarett und trieb sogar zwei Liegen auf, die sie dort hinstellte. Womöglich waren ja beide Kandidatinnen nach dem Kampf tödlich verwundet!
Dann ließ Hummelchen Wasser kalt stellen und begann auf großen Blechen Mais zusammen mit Zucker zu rösten. Sie hatte diese Möglichkeit einmal durch Zufall entdeckt, als sie mit Bonbons experimentierte. Der Mais hatte sich ab einer bestimmten Temperatur aufgeplustert und war in weiße Blumen aufgesprungen. Da das Zeug dabei einen charakteristischen Ton von sich gab, nannte Hummelchen das ganze "Popkorn".
Sie war sehr gespannt, wie ihre Mädels das aufnehmen würden. Um die ganze Sache ein bisschen fröhlichr zu gestalten, hängte Hummelchen noch Girlanden an die Wände des Trainingshofes und feuerte die Mädels und auch die Sumpfjungs zu schnellerer Arbeit an. Immerhin war es möglich, dass heute abend Gäste kamen.



02.09.2002 12:14#254
Shaela Sanft wurde Shaela von den warmen Sonnenstrahlen geweckt.
Langsam zog sie sich ihre zerrissenen Kleider an, und so langsam fing ihr Hirn auch wieder an, zu arbeiten, wobei ihr wieder einfiel, dass sie gestern Nacht einen Traum hatte.
Nur selten erinnerte sich an Träume, doch der Traum von gestern Nacht war ihr gut in Erinnerung: Sie war ins Gebirge gewandert, und einen verrückten Magier aus dem Sumpf getroffen, mit dem sie dann später sich von Harpyen floh, mit Goblins und Orks eine Beachparty feierte, und letztendlich auch noch auf seinem Dach schlief, in seinem Zimmer sah es aus wie in einem Moleratstall. Verrückter Traum. Doch irgendwie hatte er Shaela gefallen, besonders die Wanderung war schön gewesen.
Geräusche von Scavengern, Vögeln und das Trommeln von Orks hatte sie wahrgenommen, wohlbekannte Gerüche von Kräutern, Beeren und Orkkötteln hatte ihre Nase erfasst, alles in allem war es wunderschön gewesen. Da musste sie noch einmal hin, koste es was es wolle.
Nach einem ausführlichem Frühstück bestehend aus grünen Äpfeln, Butterbrot und einem Kelch voll Amazonengebräu machte sich Shaela auf und ging in die Wildnis. Zuvor hatte sie sich noch leckere Moleratkeulen, Knödel und noch ein paar Äpfel, nicht zu vergessen auch zwei Bocksbeutel mit Amazonengebräu aus der Lagerkammer geholt.
Einen Lederrucksack ließ sie auch noch mitgehen, denn irgendwo musste das ganze Essen ja auch hin.
Hoffentlich hatte sie niemand dabei beobachtet...




02.09.2002 18:01#255
Hummelchen Mitten in der Popkornherstellung erfuhr Hummelchen von einem der Mädchen, dass eine Neue gekommen wäre, die eindeutig schwanger sei und sogar nach sauren Gurken verlangt hatte.

"Und das erfahre ich erst jetzt? Das arme Kind. Wo ist sie denn? Ich muss sofort zu ihr."

Hummelchen verließ die kiechernde Gruppe, nicht ohne einer Naschkatze auf die Finger zu hauen und verzweifelt den Kopf zu schütteln über so viel Unverstand.
"Das Popcorn ist für unsere Gäste. Naschen schmälert nur die Vorfreude."
Dann betrat sie das Zimmer, in dem das Mädchen Obdach gefunden hatte. Sie schlief tief und fest und ihr Zustand war sogar durch die Bettdecke zu sehen. Hummelchen wollte sie nicht wecken und so setzte sie sich zu ihr auf einen Schemel und betrachtete das Kindchen.

Ganz eingefallen sah sie aus und ihre Hände fuhren im Schlaf immer wieder rastlos über die Bettdecke. Auch die geschlossenen Lider zuckten immer wieder. Was die Kleine nur durchgemacht hatte?

Hummelchen beschloss, sich der Kleinen und ihrem Nachwuchs mit besonderer Liebe anzunehmen. Immerhin hatte sie so viel davon, dass würde für ein ganzes Schulhaus von Kindern reichen.

Draußen gingen inzwischen die Vorbereitungen ihrem Ende entgegen. Alles war für die Gäste und das Tournier vorbereitet. Hoffentlich ging die Sache friedlich aus, so weit man den Begriff friedlich auf so einen Zweikampf mit dem Schwert anwenden konnte.

Norfalls würde Hummelchen dazwischen gehen und die beiden Kampfhähne in den Kochtopf stecken. Hummelchen würde auf jeden Fall keinesfalls zusehen, dass sich eins der beiden Mädchen ernsthaft verletzte. Solche Kindereien duldete Hummelchen nicht. Da war sie ganz prinzipiell.



02.09.2002 20:02#256
~Silence~ Silence erwachte aus dem Alptraum und sah sich im Zimmer um. Nein, sie war nicht in der dunklen Zelle sondern in einem freundlichen Zimmer.
Langsam fiel ihr wieder ein, wo genau sie war. Die junge Frau war freiwillig in die Barriere gegangen und hatte das Amazonenlager aufgesucht. Silence dachte an Hendrik und sie mußte schluchzen. Sie vermißte ihn. Silences blick wanderte im Zimmer umher und blieb an einer rundlichen, freundlich dreinblickenden Frau hängen.
War das die Königin um sich die Neue anzusehen?
Silence lächelte leicht und schüchtern und stellte sich vor. Ächzend setzte sie sich aufrecht hin, sehr lange konnte es wirklich nicht mehr dauern.


02.09.2002 21:49#257
Hummelchen Hummelchen war entzückt, das Mädchen wachte auf und sah sie aus großen Augen an. Andererseits rüsteten draußen die Leute zum Turnier, was sie sich keinesfalls entgehen lassen wollte.

Eigentlich war das viel zu spät für Hummelchen. Gute Köche gehen mit den Hühnern schlafen und stehen auch mit ihnen auf. Wie sollte sie sich nun entscheiden? Turnier oder dieses arme Mäuschen?

"Kindchen, ich muss raus und kann mich nicht mit dir unterhalten. Draußen passieren heut wichtige Sachen. Irgendwie wird die neue Königin heute erkoren. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Du kannst doch laufen oder bist du krank? Stütz dich ruhig auf mich. Wir gehen jetzt gemeinsam raus und werden mal sehn, wie es läuft."

Hummelchen bot der Kleinen ihren Arm und suchte ihr draußen ein schönes gemütliches und geschütztes Plätzchen. Sie selbst kümmerte sich um die Verteilung von Popkorn und Limonade. Ganz Hartnäckige bekamen sogar einen Krug mit Amazonengebräu. Allerdings hatte Hummelchen den Mädchen eingeschärft, sie sollten auf die Krüge achten. Töpferwaren sind teuer und selten. Da sollte man schon ein bisschen sorgsam mit den Sachen umgehn.

Zu Silence sagte sie noch:

"Ich komm morgen zu dir, wenn ich das Essen über dem Feuer hab. Dann unterhalten wir uns. Ist das in Ordnung?"



02.09.2002 22:01#258
blutfeuer es war schon dunkel, als drei gestalten über die ebene kamen und die brücke zum amazonenlager betraten.

"hallo mädels! na, ist meine herausforderin schon aufgestanden? oder hat sie sich vor mir verkrochen?

ich bring ein neues mädel mit, die sich sicher bei uns ganz wohlfühlen wird und einen zuschauer. das ist einer, der der auffassung ist, weiber gehören an den kochtopf. hübsch oder?

ich will ihm mal zeigen, wozu wir fähig sind. hinterher könnt ihr ihn immer noch verprügeln. er heißt übrigens yenai.

so, und nun werd ich mich mal meiner aufgabe stellen."

blutfeuer lief zu dem gut gefüllten turnierplatz hinüber und legte bei scatty, der sich rechtzeitig einen echten logenplatz gesichert hatte, ihren bogen und ihr gepäck ab.

"was auch passiert, pass auf den bogen auf. wenn dem was passiert, mach ich die sehnen für den nächsten aus deinen achillessehnen."

dabei zwinkerte sie dem novicen zu und gab ihm einen kräftigen klaps auf den rücken. dann betrat sie den ring und zog ihr schwert.



02.09.2002 22:23#259
Lord_Xardas - N Der Druide erblickte schon von weitem die Lichter im Amazonenlager. Doch er wusste auch das es nicht einfach war dort hinein zu gelangen. Die Wachen waren nicht immer so leicht zu überwinden. Doch auch dies sollte zu schaffen sein. Es war finstere Nacht und die Nacht war des Druiden trumpf!

Langsam schlich er durch das Unterholz bis zum Wasser des Fjords hin. Ebenso langsam kletterte er ins Wasser und tauchte immer wieder Stückchen bis zur Brücke hin. Die Wachen bemerkten bis dahin nichts waren sie doch zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt. Vielleicht weil auch ruhe eingekehrt war?
Es war Nek eigentlich egal, er wollte den Amazonen eine Überraschung bereiten, vielleicht sogar eine Prüfung. Oder wollte er sich selbst Prüfen? Das konnte auch sein.

Langsam und vorsichtig hangelte er sich im Dunkeln an der Brücke entlang, dies war nicht sehr einfach, die Strömung war an manchen stellen stärker... Doch auch dies konnte der Druide überwinden, und so erreichte er nach einiger Zeit die andere Seite. Hier nicht erkannt zu werden war wiederum schwierig. Die Wachamazonen hatten ihre Blicke überall auf die Insel gerichtet. Dies erforderte Schnelligkeit. Vielleicht wäre es sogar besser wenn Nek bei den Bäumen auf der anderen Seite der Insel an Land ginge?

Hmmm was war das, dort waren Stimmen zu Hören und Licht war zu erkennen. Auf dem Platz war eine Menschenmenge versammelt und niemand passte auf die Insel auf. Am liebsten hätte Nek seinen Kopf genommen und gegen einen Baum geworfen. Sowas dummes da strengt er sich so an und keiner passt auf.
Nun denn das nutzte der Druide und mit einen schwups war er an Land. Die Kapuze zog er wieder tief ins Gesicht und schlenderte dann in Richtung Licht. Dennoch hielt sich der Druide im hinterhalt denn er wollte nicht erkannt werden...



02.09.2002 22:29#260
Kitiara kitiara verließ das hauptgebäude und hielt auf die arena zu, wo bereits viele fackeln brannten. die sonne hatte sich bereits wieder hinter den horizont gesenkt und der mond stand als dünne sichel am himmel. ohne die fackeln würden sie kaum etwas sehen.

am rande der arena blieb sie kurz stehen und legte kleine lederbeutel und ihren dolch ab, denn in diesem kampf würden diese sie nur behindern.
dann betrat sie die arena und zog auch ihr schwert. die klinge blitze kurz im licht der fackeln auf, dann fixierte sie ihre gegnerin mit den augen.
"also, bist du bereit? dann sehen wir, wer von uns beiden zur königin berufen ist."

ihr schwert glitt langsam nach hinten, bis kitiara ihre kampfposition erreicht hatte. der kampf konnte beginnen.



02.09.2002 22:41#261
blutfeuer blutfeuer trat kitiara entgegen. alle fröhlichkeit war von ihr gewichen. vor den amazonen stand die jägerin blutfeuer, die jede bewegung ihrer jagdbeute verfolgte und auf den richtigen augenblick wartete.

kitiara schätzte sie ab und suchte nach ihren schwächen, das war offensichtlich. leider hatte blutfeuer ihre konkurrentin nie wirklich kämpfen gesehn, aber jetzt würde sich zeigen, wie sie kämpft.

blutfeuer hatte noch nicht sehr viel erfahrung im kampf gegen andere menschen. menschen waren nicht ihr wild und nicht ihre beute. hin und wieder ein großes tier, wenn sie ihm den gnadenstoß versetzen musste und auch schon mal einen ork und einen troll, aber menschen hatte sie noch nie bewusst verletzt. das kostete auf jeden fall erst mal überwindung.

blutfeuer schlenkerte ihr schwert vor dem leicht gekrümmten körper hin und her, als wolle sie erst mal das gewicht ihrer waffe oder ihrer arme feststellen. Kitiara folgte den bewegungen mit den augen. das war schon mal gut. wenn die augen auf dem schwert ruhten, dann konnte sie nicht sehen, was sich sonst so tat.

mit einem lauten schrei sprang blutfeuer plötzlich auf die möchtegern-königin zu und täuschte einen angriff vor, den kitiara natürlich abblockte. aber blutfeuer hatte den angriff nur als ablenkung geführt. gleichzeitig trat sie mit einem bein nach den füßen der amazone, die auf einmal gar nicht mehr standfest war.


02.09.2002 22:43#262
Lord_Xardas - N Ein Kampf wurde hier ausgetragen. Vorsichtig schlich sich der Druide näher an das geschehen heran. Von einigen wurde er bereits entdeckt und die Wachen warfen bereits eines ihrer zwei Augen auf ihn. Zumindest hat das auch nicht geklappt. Da kam Freude auf, machte nun aber auch nichts mehr. Vor ihm spielte sich etwas ab was der Nek genauer beobachten wollte und musste...

Irgendwo glaubte er eine alte bekannte zu sehen. Eine ehemalige Schülerin. Lange hatte der Druide sie aus den Augen verloren. Lange... Kälte... Blutfeuer musste hier mit unter den Frauen sein. Obwohl sie das letzte mal keine der Amazonen war.

Mitten im Ring stand sie nun, interessant, worum es hier ging war ihm nicht bekannt aber es war interessant. Mal sehen wie sie sich schlagen würde.
Mit weiten schritten umkreiste er den Ring und blickte wieder auf, unter seine Kapuze hindurch zu blutfeuer. Und ab und an auch zu den Wachen...


02.09.2002 22:51#263
Kitiara kitiara strauchelte und fiel zu boden, doch noch im fall hieb sie mit dem schwert nach den beinen ihrer gegnerin, so dass diese sich mit einem sprung zurück in sicherheit bringen mußte.

noch bevor blutfeuer wieder heran war war kitiara wieder auf den beinen und schlug mit dem schwert noch aus dem bewegung von unten her mit dem schwert in einem leichten bogen zu. die jägerin parrierte, doch ihre waffe wurde dabei zur seite geprellt und gab ihren körper schutzlos frei.

kitiara setzte einen stich an, doch blutfeuer drehte sich zur seite weg und entging so der klinge. was kitiara mit dem schwert gut machte, machte blutfeuer durch ihre bessere körperbeherrschung wieder wett. der kampf würde noch sehr interessant werden, dachte kitiara, während sie sich langsam der jägerin mit erhobener klinge näherte.



02.09.2002 23:00#264
blutfeuer blutfeuer nahm jetzt ihr schwert und hielt es wie die feinen herren beim florettfechten. dabei stieß sie das schwert in schneller folge immer wieder in gesichthöhe der amazone auf ihr gesicht zu. kitiara begann im rhytmus mit den augen zu blinzeln, was sie aber für sekundenbruchteile verletzlich machte. blutfeuer kannte diesen effekt und stieß mit einem schnellen ausfallschritt zu, führte dabei aber das schwert schnell nach unten. sie konnte ihrer schwester ja schlecht das gesicht aufschneiden. das war die ganze königinnensache nicht wert.

kitiara hatte trotzdem das schwert gesehen und es an ihrer klinge abgleiten lassen, so dass blutfeuers stoß ein bisschen ins leere ging. das war schon unangenehm, denn den schwung musste sie ins leere gleiten lassen. das machte sie selbst wiederum verletzbar. kitiara erkannte ihre chance natürlich sofort.


02.09.2002 23:06#265
Kitiara kitiara sah ihre chance und stach zu. kurz, bevor die klinge traf, riss die amazone sie noch herum und nach oben, so dass sie die jägerin nur ritzte, doch trotz allem eine schmerzende wunde hinterließ. nichts ernstes, aber ein zeichen.

kitiara entfernte sich etwas von blutfeuer und ließ die klinge leicht sinken. hoffentlich würde die jägerin erkennen, dass sie keine chance hatte und den kampf aufgeben. wirklich behindern würde sie die wunde jedoch nicht.
kitiara stand dort und fixierte blutfeuer fest mit ihrem blick. "gibst du auf, oder willst du es bis zum ende bringen?"



02.09.2002 23:18#266
blutfeuer alles in blutfeuer tobte. die schnalle hatte sie geritzt und stand jetzt höhnisch da und stellte dumme fragen. die würde sich noch wundern. blutfeuer rannte auf Kitiara zu mit erhobenem schwert, bereit es der amazone kräftig über die brust zu geben, oder zumindest die schulter zu verletzen. das hing von der bewegung des mädchens ab. blutfeuer stürmte also auf sie zu und sprang kurz vor dem boden hoch und rammte der amazone die füße vor die brust. darauf war sie nun mit sicherheit nicht gefasst und stürzte nach hinten. sie versuchte zwar noch, sich mit einigen ausfallschritten senkrecht zu halten, aber der versuch war hoffnungslos. kitiara flog in den dreck. das einzige, was sie noch machen konnte war, blutfeuer mit den füßen selbst daran zu hindern, dass sie wieder heil auf den füßen landete.

nun lagen sie beide und blutfeuer wollte sich gerade rückwärts aus der gefährlichen position heraushechten, da sah sie unter den zuschauern plötzlich ein gesicht. dieser anblick fuhr ihr sofort in die beine, die auf einmal ganz schwach wurden, einknickten und blutfeuer auf die knie fallen ließen.
das konnte doch nicht sein? sie wusste ganz genau, dass er tot war. es wurden schon die ersten lieder auf ihn gesungen. sie musste sich verguckt haben!
viel zu spät sah sie wieder zu ihrer konkurrentin. kitiara hatte den moment des ungläubigen erstaunens perfekt erkannt und sofort genutzt.



02.09.2002 23:21#267
Kitiara kitiara hatte sich beeilt, wieder auf die füße zu kommen, darauf gefasst, ihre konkurrentin auch wieder auf den beinen vorzufinden, doch dann stockte sie, als sie blutfeuer auf die knie gesunken vorfand.

dies war jedoch noch immer ein zweikampf, und die siegerin würde königin werden, also durfte sie sich keine nachsichtigkeit erlauben.

schnell hatte sie die distanz zwischen sich und blutfeuer überbrückt und stand nun über ihr, das schwert zum schlag erhoben, zum entscheidenden schlag.


02.09.2002 23:32#268
Hummelchen Jetzt reichte es aber. Hummelchen hatte die Pfanne noch in der hand mit der sie eben das Popkorn geröstet hatte. Diese packte sie jetzt mit festem Griff und stürmte in die Arena.

"Jetzt reicht es aber! Ich seh mir doch nicht an, wie hier eine die andere erschlägt! Habt ihr nicht schon genug angerichtet? Die ganze Gemeinschaft der Amazonen ist in zwei Lager gepalten. Anstatt zusammenzuhalten, wollt ihr euch hier ans Leben?"

Hummelchen nahm die Pfanne und schob damit das Schwert von Kitiara zur Seite. Mit der anderen Hand fasste sie nach Blutfeuer und zog sie auf die Füße.
"Ihr vertragt euch jetzt, aber schnell!
Gebt euch sofort die Hand und entschuldigt euch!
Ich warne euch, ich hab die Pfanne und da werdet ihr mit euren Messerchen nicht viel ausrichten!
Ich habe am Hofe des Königs noch ganz andere mit spitzen Messern kämpfen gesehen.
Manche Küchenjungen hatten da echt was drauf.
Aber ich sage euch, meine Pfanne ist jedes Mal dennoch Sieger geblieben! Also her mit den Händen!"

Hummelchen nahm von jedem der Mädchen eine Hand und legte diese aufeinander.
"Nun vertragt euch schon.
Ich würde vorschlagen, wer Königin wird, besprechen wir bei einer schönen heißen Tasse Tee und einem Stück warmen Apfelkuchen. Kommt einfach mal mit mir mit."


02.09.2002 23:39#269
Kitiara kitiara schaute nicht schlecht, als die köchin so pfannen-schwingend in die arena gestürzt kam. sie hatte schon einige gegner gegen sich gehabt, aber noch nie war einer mit einer pfanne dabei gewesen.

noch besser schaute sie dann, als die köchin ihr schwert einfach beiseite drükte und irgendwas vom königshof und küchenjungen anfing zu brabbeln. wirklich folgen konnte kitiara ihr nicht, aber das war auch egal. der kampf war wohl aus.
noch immer verwirrt steckte sie ihr schwert weg und ließ sich von hummelchen wegschleifen. tee, dachte sie. sollen wir über die königswürde jetzt bei einem tee-wetttrinken entscheiden?

aber kitiara sagte nichts, denn wer wollte schon eine wütende, mit einer pfanne schwer bewaffnete köchin gegen sich haben?



02.09.2002 23:54#270
blutfeuer das publikum hatte sich von seinen sitzen erhoben und klatschte heftig der köchin beifall. es prasselte von allen seiten popkorn und einige riefen schon nach der neuen königin, die unbedingt die köchin sein sollte. "köchin for queen" wurde vor allem von den begeisterten sumpflern im chor gebrüllt, aber hummelchen guckte nur einmal finster und hob leicht die pfanne. das führte dazu, dass die rufe in dröhnendem gelächter untergingen.

so einen kampf um die königswürde hatte es noch nie gegeben. der würde mit sicherheit in die annalen des amazonenlagers eingehen.

blutfeuer ärgerte sich tot. das durfte einer schwertkämpferin niemals passieren. sie hatte sich von einer erscheinung ablenken lassen. ablenkung bedeutete in den meisten fällen den sofortigen tod, wenn der gegner ein schwert in der hand hatte. kitiara hatte eindeutig gewonnen. da biss die maus keinen faden ab.
aber eigentlich war ihr das sowieso recht. blutfeuer war mit krone nur schlecht vorstellbar. womöglich musste sie sich dann auf diesen häßlichen thron setzen und würdig aussehen. sollte kitiara das doch machen. blutfeuer hatte wirklich andere pläne.

hummelchen führte sie in die küche und tischte ihnen noch warmen apfelkuchen auf. und während sie am herd das wasser für den tee aufsetzte, forderte sie die beiden kontrahentinnen auf, sich jetzt endlich zu vertragen.
blutfeuer saß kitiara gegenüber und druckste ein bisschen herum. eigentlich war es ja nicht ihre art so zu reden, aber dann holte sie tief luft und sagte:
"naja, ich denk mal, du kannst jetzt mit der krone glücklich werden. ich gratuliere dir. ich werd mich dann mal wieder verziehn in meine geliebten wälder."



02.09.2002 23:59#271
~Silence~ Silence war Hummelchen gefolgt und hatte es sich am rand der Arena gemütlich gemacht. Sie hatte der Frau nur lächelnd zugenickt und sich dann dem geschehen in der Arena gewidmet.
Silence wollte wohl nicht wirklich verstehen, warum die sich die Köpfe einhauen mußte. Sowas regelte man doch anders. Warum bestimmten sie nicht einfach die am erfahrenste Amazone, die das lager kannte zur Königin?
Für sie war das keine Frage eines Kampfes sondern eine Frage des Engagements der Mädchen. Wer sich um das Lager und um die Mädchen einzeln kümmern würde, hätte sie auf ihrer Seite, nicht die beste Kämpferin.
Als Hummelchen dazwischen gesprungen war und die beiden Streithähne auseinander gezerrt hatte, erhob sich Silence und hielt sich den Bauch während sie zurück zu dem Trakt des Herrenhauses ging, wo sich ihr ruhiges Zimmer befand. Es strengte immer mehr an mit dem Gewicht vorne durch die Gegend zu laufen und es strapazierte den Rücken ungemein.
Nach dem Umfang ihres Bauches zu urteilen würden da sicherlich Zwillinge bei herauskommen, zumindest wenn man den Bauch im Gegensatz zum restlichen schmächtigen Part sah. Liebevoll strich sie sich über den Bauch als sie sich auf das Bett gelegt hatte und verträumt an die Decke schaute.



03.09.2002 00:03#272
Kitiara kitiara nickte zuerst bei blutfeuers worten, doch dann schüttelte sie energisch den kopf.

"nein, bitte bleib hier bei uns. wir können frauen wie dich hier gebrauchen. ich gebe es zwar nicht gerne zu, aber ein paar mal hättest du mich fast gehabt. und hättest du nicht plötzlich im kampf inne gehalten, ich weiß nicht, ob ich gewonnen hätte."

sie nickte der frau aufmunternd zu.

"außerdem haben wir hier die beste köchin der ganzen kolonie" sie grinste und blickte zu hummelchen, die noch immer voll mit dem tee zu tun hatte.


03.09.2002 00:15#273
blutfeuer "naja, mich ab sofort als amazone zu bezeichnen kann ich ja machen. und wenn ich hier wohnen kann ist das ja auch nicht verkehrt. ich denk schon, dass ich mich nützlich machen kann. ich bin eine hervorragende bogenschützin und beherrsche die jagd sehr gut. ich kann da sicher einiges einbringen. außerdem interessiert mich auch die schmiede ein bisschen. der posten ist ja wohl frei, oder?
ach und sowieso. ich muss ja noch ne menge erz wieder in meine private tasche wirtschaften, wo ich immerhin 5000 erz für die amazonen von meinem eigenen vermögen ausgelegt habe.

also in ordnung. ich werde amazone. du solltest jetzt aber rausgehn und irgendeine großherzige rede halten, damit der kampf sein happyend findet.


03.09.2002 00:25#274
Kitiara kitiara nickte. "ich freue mich, dass du dich so entschieden hast."
dann erhob sie sich und verließ das gebäude wieder. hummelchen wirkte etwas unglücklich darüber, denn der tee war gerade fertig geworden, aber so mußte blutfeuer sich wohl erstmal allein über den tee hermachen.

"großherzige reden" waren eigentlich nicht ihr ding, aber irgendwas mußte sie ja schließlich sagen. und so sprach sie, als sie die arena wieder erreicht hatte, wo noch alle warteten.

"liebe amazonen... und sumpfler." sie warf einen flüchtigen blick zu scatty und den anderen novizen dort. "ich freue mich, euch sagen zu können, dass ich ab sofort die neue königin der amazonen bin. als erstes möchte ich diesen tag feiern und alle anwärterinnen unter euch zu töchtern erhöhen.
doch natürlich möchte ich den männern aus dem sumpf danken, dass sie uns beim wiederaufbau geholfen haben, obwohl sie wußten, dass sie hier nicht gerade mit einem roten teppich empfangen werden würden. eure hilfe wird sicher nicht so schnell vergessen werden."

eigentlich fand sie, dass ihre worte inkomplet, irgendwie nicht abgeschlossen wirkten, doch ihr fiel nichts mehr ein, und so verließ sie die arena nun wieder, welche sich auch nach und nach leerte, denn das spektakel war vorbei, und begab sich zurück ins gebäude, um noch eine tasse von hummelchens tee zu trinken und danach ins bett zu gehen, denn der kampf mit blutfeuer hatte sie viel kraft gekostet.



03.09.2002 00:43#275
Hummelchen Hummelchen schenkte den beiden Mädchen die Tassen voll und setzte sich dann zu ihnen.

"Da seht ihr mal. Man kann alles in Ruhe besprechen. Wir sind doch vernünftige Leute. Wenn ihr fertig seid, dann schlaft ne Nacht über der ganzen Angelegenheit und dann macht euch gemeinsam daran, den Laden hier auf Trab zu bringen.
Ich werd euch jedenfalls immer den Rücken frei halten. Ihr kümmert euch um die Königs- und sonstigen Geschäfte, ich werd dafür sorgen, dass dieses Haus ordentlich verwaltet wird und wenn die Königin gestattet, werde ich auch dafür sorgen, dass ein wenig Erz reinkommt. Das ist ja wirklich ein sehr armes Königreich. Wir werden das ändern. Ich bin eine sehr gute Hauhälterin. Das wird schon."

Hummelchen stand auf und verabschiedete die beiden Amazonen, die sich in ihre Nachtlager zurückzogen. Als die beiden verschwunden waren, brühte Hummelchen noch schnell eine Honigmilch und brachte sie der Schwangeren. Diese bedankte sich noch einmal mit Tränen in den Augen.

"ist gut Kindchen, wir kriegen das schon hin. Schlaf dich erst mal richtig gesund."

Damit zog Hummelchen die Tür hinter sich zu und verschwand in ihrem Zimmer.


03.09.2002 00:55#276
Yenai Eine Unverschämtheit! Schlichtweg eine Unverschämtheit! Diskriminierung von Minderheiten, so nannte man das und nicht anders. So etwas wäre bei ihnen im Alten Lager einfach unmöglich gewesen, aber bei diesen Frauenzimmern hatte man ja nichts anderes erwarten können. Er hatte es ja immer schon gesagt...
Der Grund für die Aufregung des Buddlers lag schlicht und einfach in der Tatsache, dass die zukünftige Königin ihn in ihrer Rede vergessen hatte. Einfach mal so vergessen! „Liebe Amazonen und Sumpfler“, hatte sie gesagt. Kein Wort von ihm. Da wo Yenai herkam, begrüßte man die Gäste. Da sah man es also: Nachdem sie diese lächerliche Zirkusnummer geboten hatten, waren diese Frauen also auch noch allen Anscheins nach unfähig, wenigstens die äußere Form zu wahren und Yenai mit zu erwähnen.

Naja, immerhin hatte Blutfeuer auch einmal ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Die schien sich ja für unbesiegbar gehalten zu haben. Er hatte ihr die Anspielungen und Sticheleien im „Schattenläufer“ immer noch nicht so richtig verziehen, doch nun tat sie ihm fast wieder leid, es würde ihrem Selbstvertrauen sicher einen ziemlichen Knacks geben, dass sie schon vorher herausposaunt hatte, dass sie die neue Königin sei und nun wieder angeschlichen kommen und ihren Übermut zugeben musste. Außerdem konnte er die neue Königin (aufgrund des vorher erwähnten Fauxpas) nicht besonders gut leiden, so dass er nicht recht wusste, wem er den Sieg mehr gegönnt hätte.

Am besten würde es jetzt wohl sein, die Situation etwas auszukosten und Blutfeuer mit ihrer Niederlage aufziehen. Das war wenigstens eine sinnvolle Beschäftigung in diesem aufsässigen Frauenlager. Wo steckte die nur?



03.09.2002 16:01#277
Delyhaa Delyhaa hatte gestern der Bekanttgebung aufmerksam gelauscht. Kitiara war also die neue Königen. Sie sah auch wie eine fähige Frau aus. Delyhaa hatte in den letzen Tagen viel gefaulenzt. Sie wusste nicht was sie arbeiten sollte. Da kam ihr die Idee eine ausbildung zu machen. Doch was für Möglichkeiten standen ihr offen ? Sie konnte weder den umgang mit dem Schwert noch mit dem Bogen. Und ehrlich gesagt wollte die auch gar nicht auf diese banale Art kämpfen, oder sicher verteidigen. Sie war keine Kriegerin. Aber in den letzen Tagen hatte sie etwas gehört für das sie sich interessierte. Magie. Blutmagie oder besser die Magie Donnras. Sie hatte viel davon gehört und aufmerksam gelauscht als eine Amazone davon erzählte. Sofort hatte sie sich entschlossen ebenfalls Magie zu erlernen. Doch bis dahin war noch ein weiter weg. Sie musste sich erst einmal hier einleben hatte man ihr gesagt. Magie dürfen nur höherrangige Amazonen lernen. Wieder wusste sie nicht was die tuen sollte. Irgendetwas musste sie machen sonst würde sie noch umkommen vor langeweile. Planlos lief sie im Lager um her und beobachtete einige Amazonen die mit Speeren trainierten. Nein das war nichts für sie. Doch etwas gab es schon. Sie konnte gut Schleichen und ihre Körperbescherschung war auch sehr ausgeprägt. Vieleicht konnte sie diese Fähigkeit noch etwas ausbauen. Ob es wohl Lerhmeister gab die ihr das beibringen konnten? Sie sprach willkürlich eine amazone auf dem Platz draußen an. "Hallo. Könnt ihr mir sagen ob ich irgendwo meine Schleichfertigkeit ausbilden kann? Ich würde sie gerne perfektionieren." Geduldig wartete sie auf eine Antwort.


03.09.2002 16:01#278
blutfeuer blutfeuer hatte in dieser nacht äußerst schlecht geschlafen. nicht dass ihr der verlorene kampf sonderlich zu schaffen gemacht hätte, aber dass sie mitten im kampf die vision des toten nek hatte, gab ihr doch zu denken. sie musste sich wohl doch wieder mal ein bisschen andere luft um die nase wehen lassen. wahrscheinlich kam das vom sumpfkrautkonsum, so als späte nachwirkung, oder sie hatte einfach zu viel stress in der letzten zeit gehabt. man könnte eigentlich mal wieder im alten lager nach dem rechten sehn. da war sie schon seit jahren nicht mehr gewesen. sie könnte zum beispiel mal nach ihrem alten feind bullit gucken.

blutfeuer stand jetzt in der schmiede und besah die aufräumarbeiten. alles sah jetzt sehr schön und geordnet aus. scatty hatte einfach ein bisschen weitergemacht in den tagen als sie nicht dagewesen war. scatty war wirklich ein ganz unbezahlbarer schatz wenn man mal von seinem frechen mundwerk absah.
blutfeuer griff sich eine der zangen und hielt ein stück metall in die flamme. dann griff sie sich einen der handlicheren hämmer und begann das stück sorgfältig in eine immer länger werdende form zu hämmern.

bei dem lärm hatte sie gar nicht gemerkt, dass jemand hinter ihr stand und sie schon eine zeitlang beobachtete.



03.09.2002 16:03#279
Hummelchen "Das was du da machst ist aber sehr schön: Ich hab bei uns am Hofe des Königs auch oft zugesehn, wie der Schmied arbeitet. Es ist ein bisschen wie Plätzchenbacken. Dort formt man ja auch den weichen Teig. Mein Freund, den ich mal hatte so im Alter von 14 Jahren ist bei dem Schmied in die Lehre gegangen. Vor allem hat er aber wunderschöne Verzierungen hergestellt. Und er hat auch besondere Schmuckgegenstände hergestellt. Kannst du das auch?"


03.09.2002 16:08#280
blutfeuer "ne, wieso? hier in der barriere geht’s ums nackte überleben. wer braucht denn da schon schmuck? der ist doch nur was für die feinen damen, die es hier nicht gibt und für die hohen herren, die sind hier in der barriere auch eher selten.
aber wenn du denkst, du kannst das, dann probier dich aus. hier ist der amboss, die werkzeuge liegen an der wand und das metall hier in den verschiedenen kisten. nur zu!"



03.09.2002 16:16#281
Hummelchen Hummelchen krempelte ihre Ärmel hoch und griff sich eine der schweren Lederschürzen, die ebenfalls an der Wand hingen. Dann stellte sie sich breitbeinig vor den Amboss und begann das Werkstück, dass ihr Blutfeuer hinhielt, weiter zu verformen.

Nach einer Weile intensivster Arbeit hatte sie eine kleine, in sich gerollte Schlange hergestellt. Dann nahm sie ein Stück Eisen von einem langen Band und formte daraus noch einen Reif, an dem sie die kleine Schlange befestigte.
"Na? zufrieden? Du siehst, ich kann nicht nur Brot backen. Auch Eisen."
Hummelchen strahlte über das ganze Gesicht.

"Sag mal, hast du das verwunden mit deiner Niederlage gestern? Ich war ein bisschen in Sorge. Ich kann dir nur sagen, dass es dir als Nichtkönigin mit Sicherheit besser gehen wird. Das ist doch ein mühseliger und blöder Job. Eine Königin hat so viele Pflichten und Verpflichtungen, da kommst du doch zu nichts mehr. Ich hab dich doch beobachtet. Du bist für ein Lagerleben doch überhaupt nicht geschaffen! Du kannst in einem Käfig nicht leben, auch wenn es ein goldener oder wie in unserem Falle ein zuckerweißer ist. Geh mit deinen Freunden, zieh durch die Lande und sammle die Mädchen für uns ein. Du bist viel zu freiheitsliebend, als dass du dich hier einsperren lassen kannst, auch wenn du da freiwillig tust.

Sieh mal, es ist doch schön, wenn man ein Zuhause hat und das hast du ja hier bei uns. Aber ich denke, dich wird es immer in die Ferne ziehen. Lass dich von diesem wunderschönen Schlösschen nicht fesseln, aber komm auch immer wieder zurück. Dann freust du dich umso mehr."

Hummelchen tätschelte Blutfeuer die Wange, drehte sich um und wollte wieder an ihre Töpfe.



03.09.2002 16:19#282
blutfeuer "wart doch mal! bleib stehen, ich muss dir noch was sagen. du bist eine sehr kluge frau. du hast das in mir erkannt, was ich erst mühsam rauskriegen musste. vielleicht ist mir mein alter freund nek ja nur deshalb aus dem jenseits erschienen, weil es nicht sein sollte, dass ich königin werde. irgendeinen sinn musst die erscheinung ja haben. du hast recht, ich bin überhaupt nicht zur königin geeignet. ich liebe es, wenn um mich herum nichts ist als die freie natur und über mir nur der himmel. und zu meiner lederrüstung hätte eine krone auch nicht gepasst. dann schon eher der hübsche halsreif, den du eben geschmiedet hast."

blutfeuer nahm hummelchen das stück aus der hand und legte es sich um. erstaunlich, was diese frau so drauf hatte. das amazonenlager hatte wohl einen richtigen glücksgriff getan.

"ich hoffe mal, du gehst nicht zurück in den sumpf und bleibst jetzt bei uns. ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das amazonenlager ohne dich auskommen sollte."



03.09.2002 16:21#283
Hummelchen "Nein, Kindchen. Ich bleibe. Ich wird hier auch wirklich dringend gebraucht. Weißt du, dass wir eine Frau hier haben, die gesegnet ist?"



03.09.2002 16:24#284
blutfeuer "du meinst, wir bekommen ein kind?" blutfeuer stockte der atem. das wär ja was. sie hatte ja schon von einem säugling im alten lager gehört, aber dass es hier auch noch so etwas geben sollte?



03.09.2002 16:25#285
Hummelchen "Ja, ein Mädchen ist von draußen gekommen. Ich werde ihr den Halsreif bringen und ihn vorher von der hohen Magierin mit einem Schutzzauber für die Geburt belegen lassen. Für dich werde ich ein anderes Schmuckstück anfertigen. Das hat noch Zeit."

Damit nahm Hummelchen das Schmuckstück wieder an sich und verließ mit einem freundlichen Lächeln auf ihrem runden Gesicht die Schmiede.



03.09.2002 16:41#286
blutfeuer blutfeuer war bei den letzten worten von hummelchen nachdenklich geworden. sie erinnerte sich an ihre zeit im kastell, in der sie eine unbekannte macht unbedingt zur magierin machen wollte. damals ging es schon um die seltsame blutmagie der amazonen. ob sie mal mit thaleia über diese ganze sache sprechen sollte?

entschlossen ging sie zum tempel, der völlig unbeeindruckt von der flutwelle auf seinem kleinen hügel thronte. sie fragte die wachhabenden amazonen nach thaleia und sie wurde nach kurzer zeit auch zu ihr geführt.

thaleia war in ein langes weißes gewand ohne naht und gürtel gekleidet. an den füßen trug sie sandalen und das haar hatte sie am hinterkopf zusammengebunden. freundlich sah sie blutfeuer an

ich hab dich schon erwartet, blutfeuer. ich warte schon lange auf dich.
"ihr wartet auf mich? ich bin noch nie hier gewesen und hab euch noch nie aufgesucht!"

meine sterne haben es mir schon vor sehr langer zeit gesagt, dass du zu uns kommen wirst. auch unsere göttin donnra hat mir befohlen, dich in der magie unseres heiligen blutes einzuweihen. ich weiß, dass du schon vieles weißt und ich weiß auch, dass du zwischenzeitlich andere aufgaben zu erfüllen hattest. trotzdem bist du dem ruf von donnra gefolgt. du bist hier!

"ja, aber nicht um hier so eine tempelpriesterin zu werden. ich wollte wissen, ob ich die magie unserer göttin auch so erlernen kann, ohne dass ich mich hier im tempel einmauern lassen."

wo du die interessen unserer göttin vertrittst ist völlig nebensächlich. überall, wo eine gläubige unserer muttergöttin ist, da ist auch unsere muttergöttin präsent. wenn du dich ihr verschreibst und ihre magie wirken lernst, dann kann das sein, wo immer du auch bist.

"dann geht die sache in ordnung. was muss ich machen um die magie zu beherrschen? ich war lange zeit im zux und hab schon unmengen gelesen. muss ich ne prüfung ablegen oder so was?"

für die prüfung wird sich der richtige moment finden. das mache nicht ich. unsere göttin wird dir einen boten schicken. du kannst ruhig unterwegs sein in der barriere. ihr bote findet dich überall. geh in dich, um dich vorzubereiten. reinige dich von den rudimenten anderer glaubensrichtungen und warte. sie wird dich im richtigen moment finden und am richtigen ort.

"das ist ja ein ding. das dachte ich, ich muss euch jetzt tierisch was erzählen und ihr wisst schon alles und habt auch die richtigen antworten. ich bin beeindruckt."

blutfeuer wandte sich zum gehen.

"ach noch eins, opfert ihr auch männer? und darf ich das dann in zukunft machen? das würde mir tierisch spaß machen. am liebsten würde ich hier einen ganz bestimmten schwarzmagier auf den opferstein legen."

die magierin lächelte

"wenn du den befehl von donnra bekommst, wirst du ihn ausführen. allerdings ist unsere göttin nicht blutdürstig. sie ist eine göttin der geburt, des werdens und gedeihens. keine göttin von tod und verderben. nicht umsonst ist blut unser magisches symbol. es ist die magische substanz, die nicht nur leben spendet sondern auch die magie unserer göttin.
das muss ja ein toller bursche sein, wenn er dir so am herzen liegt, dass du ihn deiner göttin opfern möchtest."

thaleia grinste wissend und verschwand dann hinter einem vorhang.
blutfeuer stand etwas verblüfft da. was die alles wusste?



03.09.2002 21:36#287
Lord_Xardas - N Oh Mädchen dachte sich der Druide da nur... Von blutfeuer hatte er auch schon bessere Kämpfe gesehen als den gestrigen. Komisch war nur das sie zu Boden ging als sie ihn sah. War Neks Aussehen so schlimm? Lange Haare und Bart waren ihm gewachsen aber mehr war da nicht, zumindest hatte er nichts weiter gemerkt.
...

Die Nacht wurde hinweg genommen, die Dunkelheit entfernt. Das was Nek Schutz gab lichtete sich langsam mit den ersten Sonnestrahlen die über der Insel aufgingen.
Der gestrige Abend war ein Kampf um die Krone, die Krone der Amazonen. Warum nur? Hatte sich Mylanaa als Königin abgesetzt? Auf jedenfall ward es Zeit einiges zu klären.

In der Dunkelheit der Nacht konnte sich der Druide mit dem restlichen Volk in das Amazonenlager hindurchstehlen und verweilte neben der Schmiede in dem Lager über den Stallungen. Das Lager der Frauen war ihm durchaus vertraut, hier verbrachte er einige der schönsten Wochen seines Lebens. Und bis jetzt wurde er nicht bemerkt.

Aber er hatte wahrgenommen das blutfeuer in der Schmiede war und sie wieder verlies. In den Tempel war das eindringen unmöglich, außerdem schätzte er die Göttin der Frauen, auch wenn der Druide es nicht so ganz wahrhaben wollte. Kam sie ihm dennoch einige Male zur Hilfe falls man das so bezeichnen konnte. Eigentlich hat sie ihm mehr schmerzhaft aber hilfreich in die ... Seite getreten.

Es wäre sicher sinnvoll auf Blutfeuer zu warten, vielleicht konnte sie dem Nek ja weiterhelfen?
So machte er sich auf und schlich wieder langsam durch das kleine Gebäude neben der Schmiede um den Hof zu beobachten...



03.09.2002 22:11#288
Die Amazonen Die Amazonen gingen wie jeden Abend mit beginnender Dunkelheit ihre Streife über die Insel. Der gestrige Tag hatte dem Lager ne Menge Besuch beschert, da konnte man nicht vorsichtig genug sein. Und richtig, da hatten sie auch schon eine verdächtige Person entdeckt, die sich hinter den Ecken herumdrückte.
"Stehen bleiben, wer seid ihr und was macht ihr hier noch?"



03.09.2002 22:13#289
Yenai Endlich hatte er sie gefunden. In der Schmiede trieb sie sich also herum. Die hatte ihn wohl einfach vergessen, so wie die Königin in ihrer Rede, aber so ließ er, Yenai, nicht mit sich umgehen. Er würde Blutfeuer ordentlich die Meinung sagen. Huch, was war denn das? An seinem Schuh klebte ein Scavengerköttel. Zum Putzen hatten diese Frauen wohl vor lauter Kampf nicht mehr. Während er missmutig auf einem Bein stehend seinen beschmutzten Schuh betrachtete, rempelte ihn jemand versehentlich an, was zur Folge hatte, dass der Buddler das Gleichgewicht verlor und voll in die restlichen Köttel platschte. Sie waren noch schön frisch und klebten deshalb prima, was Yenai allerdings gar nicht zu schätzen wusste, genauso wenig wie das Lachen der Umstehenden.
Innerlich kochend, rannte er zum Fluss und sprang hinein, um sich zu säubern. Da er nicht schwimmen konnte wurde aber aus dem Bad ein Tauchgang, das beinahe schlimm geendet hätte. Zum seinem Glück rettete ihn eine Amazone, die Mitleid mit dem gurgelnden und spuckenden Yenai bekommen hatte und ihn nun wieder aufrichtete. Zutiefst in seinem Stolz verletzt, hetzte er, von der lachenden Menge verfolgt, zur Schmiede zurück. Dort stand er dann, triefnass, und wusste gar nicht mehr, warum er eigentlich Blutfeuer beschimpfen wollte. Er hatte es in dem ganzen Trubel vergessen. Also wollte er ein ernstes Gesicht machen und sagen „Blutfeuer, nun heißt es Abschied nehmen. Ich muss heim ins Alte Lager, die Pflicht ruft. Weine nicht, wir werden uns wiedersehen, doch ich muss tun was ein Mann tun muss. Adieu.“ Doch stattdessen bekam er nur ein jämmerliches Gesicht hin und schluchzte: „Ich will hier weg, die sind alle so gemein zu mir!“



03.09.2002 22:15#290
Lord_Xardas - N Na das war doch erste klasse. Da waren einige Amazonen die das Lager durchsuchten und Nek aufgefunden hatten. In der Nacht wäre das nicht passiert das war sicher!

Nek: „Ich öhm, ich bewundere öhm diesen soliden Holzbalken hier vor mir. Ein sehr stabiler Balken! Eure Villa ist schon schön...“
Hoffentlich erkennen die Frauen mich nicht dachte sich der Druide und versuchte sein Gesicht zu verbergen. Was nicht so richtig klappte...



03.09.2002 22:19#291
Die Amazonen "Dich kenne ich doch!" rief auf einmal eine der Amazonen aus. "Du bist der Nek, der ehemalige Hausfreund unserer alten Königin!"

Jetzt juchzten auch die anderen auf. Klar war er das. Er war wieder da. Nek der Sänger und Schwertkämpfer, Nek der Leibwächter und Lieblingsfeind der ebenfalls verblichenen Nellas.

"Wo kommst du denn her? Über dich sind ja die abenteuerlichsten Geschichten in Umlauf. Alle dachten, du wärst schon lange tot!"



03.09.2002 22:27#292
Lord_Xardas - N Nun gut sie wussten es! Also musste der Nek wohl das beste daraus machen... Nek: „Äh Hallo! Ja ich bin es. Und Tod? Ich? Nein so schnell stirbt ein Nek nicht weg. Zumindest nicht ohne Grund!
Was ist mit ehemaligen Königin gemeint wenn ich fragen darf? Wo ist Mylanaa ich würde gerne mit ihr sprechen! Und Nellas ist verstorben? Warum das? Klärt mich mal lieber auf bevor ihr hier irgendwas erzählt.

Ich war lange... Ich war lange abwesend.“

Mit einem gezogenen und gestelltem lächeln sagte der Druide den letzten Satz. Wollte er doch nichts von seinem Schmerz preisgeben...



03.09.2002 22:37#293
Die Amazonen Auf einmal guckten die Amazonen ein bisschen verlegen. Schließlich hatten sie angenommen, dass Nek den Verlust der Liebe der Königin längst verwunden hatte. Nach seinen Worten zu urteilen, schien das aber doch nicht ganz der Fall zu sein.

"Einige der hohen Amazonen und die Königin hatten einen unterirdischen Stollen gefunden und waren tief unter der Erdoberfläche. Dann gab es einen Wassereinbruch. Das hat niemand überlebt. Und nun haben wir eine neue Königin und Blutfeuer ist wieder da. Aber das hast du gestern ja sicher gesehen. Komm ruhig ans Licht. Du musst dich nicht mehr verstecken. Die neue Königin hat Besuch erlaubt. Wir bauen sogar ein Gästehaus für männliche Besucher neben der Brücke. Du musst also keine Angst haben, dass du auf dem Altar landest."
Inzwischen waren immer mehr Amazonen herbeigeeilt und umringten Nek. Nicht wenige hatte bei ihm gelernt, das Schwert zu führen und eigentlich freuten sich alle, ihn wiederzusehen.



03.09.2002 22:53#294
Lord_Xardas - N Tod? Nein sie scherzten. Sie opfern auch keine Männer mehr. Das war wieder einer dieser Träume.
Nek: „Das ist nicht euer ernst? Und nein ich werde nicht ins Licht treten.“ Es waren schon zu viele dieser Frauen hier. Die anderen waren alle verstorben? Nein das war nicht möglich. Blutfeuer war hier? Das war schön zu hören denn ihr schien es gut zu gehen.

Nek: „Richtet Blutfeuer einen Gruß von mir aus. Sagt ihr, nicht alles geht seinen Weg wie es sich gehört. Es tut mir leid, ich muss... Auf bald!“

In Neks Kopf spielten sich tausend dinge ab. Freude und Leid vereinten sich. Alles kam wieder in seinen Kopf zurück was geschah. Ohne darauf zu achten was um ihn herum geschah. Der Kopf des Druiden senkte sich tief und er begann zu sprechen...

Worte die er nicht kannte und dennoch kannte. Worte die er sprach aber nicht sprechen konnte. Worte die er gehört hatte aber die er nicht zu verstehen wusste. Immer wieder stammelten seine Lippen die gleichen Worte, die sich so wunderschön anhörten...

Ein Traum, in Neks Unterbewusstsein spiegelte sich einer der Träume ab. Er wiederholte Worte die er gehört hatte in jenem Traum dessen Bedeutung er nicht verstand. Er nahm nicht war was er sagte, aber er sprach sie aus die Worte. Immer und immer wieder mit immer kräftigerer Stimme kamen die Worte immer schneller aus der Kehle des Druiden heraus.

So erhob er seinen Kopf zum Himmel hin, wobei die Kapuze herab rutschte und sein Gesicht und gar keinen ganzen Kopf preisgab.

Auf einen schritt folgte noch ein schritt und auf jenen wieder ein schritt. Wie von selbst raste der Druide durch das Amazonenlager ohne auf die anderen zu achten ohne auf die Wachen am Tor zu achten ohne auf irgendetwas zu achten. Schneller als je zuvor rannte er nun schon fast in kleinen Sprüngen über die Brücke hinweg bis tief in der Wald hinein...

Immer noch nicht konnte er realisieren was geschah, es war wie ein Traum, eine Illusion...

Seinen Verfolgern, auch wenn in guter Absicht war es nicht möglich ihm zu folgen, so war er fast doppelt so schnell unterwegs wie sie selbst. Vielleicht war Magie im Spiel?

Vielleicht ... [Elfenstiefel]



03.09.2002 23:03#295
Die Amazonen Verblüfft schauten die Amazonen dem Nek hinterher. Er sah jetzt ein bisschen vergammelt aus, war aber immer noch ein netter Anblick. Das gab ja wieder Gesprächsthemen.

Dann setzten die Amazonen ihre Patrouille fort.



03.09.2002 23:14#296
blutfeuer blutfeuer stand wieder in der schmiede und wartete auf irgendetwas von der göttin. würde sie sich im feuer zeigen oder in der sonne? das war schon eine seltsame aussage der priesterin.

plötzlich wurde sie von irgendetwas wie schluchzen aus ihren gedanken gerissen. da stand der buddler. aus irgendeinem grund war er triefend nass und sah so aus, als würde er gleich zu heulen anfangen. das war wirklich ein urkomischer anblick, aber blutfeuer war sich ihrer verantwortung als fast-königin-gewordene bewusst und trat zu yenai. sie legte ihren arm um seine schultern und führte ihn ans schmiedefeuer.

"sei nicht traurig. du hast angst, dass du den weg nicht findest oder? ich bring dich zurück in dein lager. ich wollte ohnehin mal wieder dort auftauchen und nach dem rechten sehn. wann willst du gehn?

Ach und übrigens, hab ich dich überzeugen können, dass amazonen sicher nicht so gut am herd aussehen wie ich hier am schmiedefeuer?"



03.09.2002 23:30#297
Yenai Yenai zwang sich unter äußerster Willensanstrengung, wieder ein männliches Gesicht zu machen und etwas Ruhe in seine Stimme zu bekommen. „Von mir aus gehen wir am besten gleich. Ich muss morgen um die Mittagszeit im Alten Lager sein und Clay wartet nicht gerne. Er ist nämlich Gardist, musst du wissen.“ Fügte er hinzu, in der Annahme, dass ihn die Amazone sicher um so einen hochrangigen Lehrmeister beneiden würde. Als sie sich jedoch unbeeindruckt gab, meinte er:„Ich bin übrigens weiterhin der Meinung, dass Frauen an den Herd gehören. Die einzigste Frau in diesem Lager, die das kapiert hat, verhinderte bei eurem Kämpchen da ein Blutvergießen. Und zum Reden halten taugen Frauen auch nichts, eure Königin hat mich in ihrer Ansprache vergessen! Stell dir das mal vor, so jemand ist bei euch Königin.“ Er war zufrieden mit sich. Das waren erstklassige Argumente, diesmal würde er aus dem Wortgefecht als Sieger herausgehen.


03.09.2002 23:41#298
Scatty In Gedanken fanden sich immer mehr Lieder zusammen, die in Kombination mit dem extraorbitanten Genuss von Sumpfkraut noch besser wirkten. Eines schwirrte ihm im Kopf herum...
ol´ papa noah sat down on a trunc, de first college of knowledge was founded that day...

...als er von einer männlichen Stimme und dem wohltönenden Organ von Blutfeuer aus seinen Gedanken gerissen wurde. Langsam und bedächtig schälte er sich hinter dem Schmiedeofen hervor, wo es angenehm warm und behaglich war. "Ah, Blutfeuer. Tut gut dich wieder mal näher zu sehen, und so ganz ohne Kampfeswut in den Augen. Und ihr, junger Mann, seid mir gegrüsst! Man nennt mich Scatty, Hoher Novize und Sumpfbarbier, und wie darf ich euch nennen? Übrigens, ich kam nicht umhin, eure Sicht der Dinge mitzuerleben. Aber mal ganz ehrlich: was würde so eine hübsche junge Dame wie Blutfeuer hinter dem Herd machen? Verkümmern! Wie sicher viele andere Frauen, die nicht zum Kochen und Putzen auserkoren sind vom Schläfer...oder anderen Gottheiten."



03.09.2002 23:52#299
blutfeuer blutfeuer freute sich, dass sie scatty endlich wiedersah, sie hatte ihn hinter dem schmiedefeuer gar nicht bemerkt.

"hey scatty, ich mach mich wieder mal auf wanderschaft. da die königin ja nun doch nicht blutfeuer heißt, kann ich genausogut auch wieder auf wanderschaft gehen.

aber scatty, sei mal ehrlich. die wirkliche siegerin war ja wohl ich oder? es war bloß so seltsam. mitten im kampf hatte ich eine erscheinung und die brachte mich etwas aus dem rhytmus. trotzdem hätte ich gewonnen, wenn hummelchen nicht dazwischen gegangen wäre.

die köchin interessiert sich inzwischen auch für die schmiede und so denk ich, das feuer wird mit sicherheit nicht ausgehen.

und dieser traurigen buddlergestalt hab ich versprochen, sie in´s alte lager zurück zu begleiten. aber du kannst natürlich gern mitkommen. danach will ich ohnehin in den sumpf kommen, weil mir shadow noch etwas schuldet. genug pfeilspitzen hab ich mir jetzt auch hergestellt, also was hält mich noch?"
blutfeuer stellte mitten auf den amboss einen beutel mit feuerlikör und schrieb für hummelchen einen zettel, den sie unter den beutel legte. dann raffte sie ihre sachen zusammen und ließ sich von scatty ihren kostbaren bogen wiedergeben.

"von mir aus können wir."



04.09.2002 00:08#300
Scatty Der Mann stellte sich Scatty vor. Er hiess Yenai und war Buddler aus dem alten Lager. Oha, einer der Rotröcke hier im Amazonenlager? Wenn dass die neue Königin sehen würde... Naja, es war nicht sein Problem. Gerade wollte er Blutfeuer antworten, als sich ein wallender Nebel vor seinen Augen auftürmte. Beim Schläfer! Konnte es wirklich sein? Empfing er eine Vision?

Plötzlich tauchte aus dem Nebel ein verzerrtes Geistbild auf, das eine Frau zeigte, die gerade einen Kuchen buk. Oh mein Gott, dieser Duft! Moment....er konnte riechen? Sehr komisch. Naja, jedenfalls war der Duft unbeschreiblich. Und sie schien irgendwo im Amazonenlager zu stehen, und sich zu beschweren, dass sie unbedingt eine eigene Backstube brauchen könnte. Plötzlich schien wie von Geisterhand ein Kuchenstück auf den weit geöffneten Mund des Scattys zuzuschweben, und verschwand erstaunlich schnell in dem weiten Rund. Bei allen Göttern der Bekannten welt, hold me, Jah, for dis Kuchen war einer der besten Gaumenkitzler, die er je geniessen durfte. Die absolut bombastische Füllung zergang auf der Zunge, und war trotzdem nicht zu weich, und aussen war er knusprig glasiert. Klassiche Musik ertönte, und eine Kette von freudigen Bildern durchfluteten den Geist des Hohen Novizen. Dann schien der Nebel immer rascher zu verblassen, der Barbier versuchte noch nach dem Kuchen zu greifen, aber vergebens. Als der Schleier sich gelüftet hatte, klang nur noch ein Name in seinem Kopf... Pronhilde....Pronhilde

Der hochgezogenen Augenbraue Blutfeuers konnte er entnehmen, dass sie auf eine Antwort wartete.

"Ja, klar, gerne."

Er wusste nicht, was er zugestimmt hatte, aber mit Blutfeuer würde er sowieso überall hingehen...aber dieser Kuchen...göttlich. Noch ganz verdattert musste Blutfeuer ihren Freund in Richtung Ausgang zerren. Kurz davor fing sich der Barbier wieder, und sie schritten gemeinsam Richtung Ausgang.


04.09.2002 00:36#301
blutfeuer im moment fühlten sich alle amazonen sehr wohl. das konnte man erkennen, wenn man das lager über die brücke verließ. die gebäude und wege waren wieder hergerichtet und an der brücke wurde kräftig am gästehaus gearbeitet. sumpfler und amazonen hand in hand und es ging allen gut dabei.

blutfeuer ließ sich von den beiden männern in die mitte nehmen und sie verließen das lager wieder über die brücke. die wächterinnen am tor winkten blutfeuer noch eine ganz weile hinterher, froh darüber, dass der kampf um die krone nicht in einem fiasco geendet hatte.

über den dreien leuchtete der mond und der himmel war übersäht von sternen. es war sogar noch einmal eine ziemlich warme nacht und da sie auch hell war, gab es keinen grund, nicht sofort aufzubrechen.

natürlich kam jetzt keine von blutfeuers "abkürzungen" in frage. sie gingen den inzwischen schon ziemlich gut erkennbaren weg von drakia über das gebirge zum alten lager. hier traf man selbst mitten in der nacht noch auf wanderer, die sich fröhlich begrüßten.



04.09.2002 11:31#302
Saphira[X] Saphira erwachte auf einer Wiese und versuchte sich zu erinnern, wie sie hierhergekommen war: Sie war mit ihren zwei Rettern hier aufgetaucht, ziemlich erschöpft von dem beschwerlichen Weg durch das Gebirge und erstaunt gewesen, wieviel fröhliches Leben sie in diesem Lager entdeckte. Auf einem Platz war geschäftig eine Art Kampfring aufgebaut worden, Blutfeuer war gleich weggerannt, also war Saphira einfach etwas umhergeschlendert um sich alles zu betrachten. Sie sah in der Menge einen Mann der sich versteckt hielt und wieder klamm diese Furcht in ihr hoch, diese panische Abscheu. Seltsam, dieses Gefühl hatte sie bei dem Buddler nicht verspürt. Sie fand in der Nähe einen Tisch, auf dem etwas Essbares lag und nahm sich ein wenig davon. Dann war sie Richtung Garten geschlendert, fand ein stilles Plätzchen, hatte sich hingesetzt und war wohl eingeschlafen...

Nun erhob sie sich und reckte den Schlaf aus ihren Gliedern, sie hatte Hunger und wollte sich das Lager und die Frauen hier mal genauer anschauen. Ihre Erinnerungen waren noch nicht wiedergekehrt, aber sie fühlte sich sicher und verspürte Entdeckungsgeist. Ihre Wunden schmerzten und erinnerten sie daran, dass sie dringend Heilkräuter oder eine Behandlung für ihren schmerzenden Oberarm benötigte, wo sich nun schon etwas Eiter bildete.

Sie schritt aus den Gartenanlagen heraus und auf die Häuser zu.


04.09.2002 11:43#303
Die Amazonen Der Trainingshof wurde jetzt wieder für das genutzt, für das er vorgesehen war. Die Amazonen hatten ihr altes Leben wieder aufgenommen. Der Schmuck zum Kampf um die Krone war beseitigt und den Hof erfüllten die heftigen Atemgeräusche der Kriegerinnen, die nur von den Befehlen der Hohen Amazonen unterbrochen wurden. Die Wachen hatten ihren Dienst an der Brücke wieder aufgenommen und hoch auf den beiden Türmen stand je eine Amazone, die bis auf das Meer hinausblickten. Es gab nur noch eine Baustelle, nämlich die neben der Brücke, an der aus Holz ein Gästehaus entstand.
Das Holz dafür hatten in den letzten Tagen die Sumpfler geschlagen und über das Wasser herangeflözt. Jetzt wurden die Baumstämme mit Keilen gespalten und übereinander befestigt. Bis zum Ende der Woche sollte der Rohbau wohl fertig sein.
Das Gästehaus würde sich durch seine wuchtige dunkle Struktur seltsam maskulin ausnehmen vor dem lichten Weiß des klassischen Herrenhauses.


04.09.2002 12:35#304
Hummelchen Früh am Morgen waren zwei Buddler mit zwei kleinen Fässern gekommen und hatten nach Blutfeuer gefragt, für die die beiden Fässer wären. Da Blutfeuer nicht mehr im Lager war, hatte man die beiden an Hummelchen verwiesen.
Die Männer sagten, sie hätten den Auftrag die Fässer hier abzuliefern, und müssten sich jetzt beeilen. Auf keinen Fall könnten sie auf die Amazone warten. Hummelchen beruhigte sie und versicherte den beiden, dass sie sich um alles kümmern würde. In verdächtiger Eile verschwanden dann die beiden.
Hummelchen stellte die Fässer in eine Vorratskammer und konnte der Versuchung nicht widerstehen, in eines der Fässer hineinzusehn.

Donnerwetter, das war aber ein wundervolles süßes und sehr hochprozentiges Wässerchen. Seltsam nur, dass aus einem der Fäßchen schon einiges zu fehlen schien. Die Buddler hatten auch keinen so ganz nüchternen Eindruck gemacht. Aber egal, die Fässer waren jetzt erst mal in Sicherheit. Schön wäre, wenn Blutfeuer ihr einiges davon überlassen könnte. Dieser süße Likör wäre sehr brauchbar bei diversen Süßspeisen.

Hummelchen hatte ihre Küche für den Tag fertig und hatte auch nach der werdenden Mutter gesehen. Der ging es gut und sie machte ausgedehnte Spaziergänge durch den Park. Da sie nicht mehr arbeiten sollte, hatte Hummelchen ihr ein Spinnrad besorgt und Wollrocken, die sie in einer Kammer entdeckt hatte. Nun konnte das Mädel sich Fäden spinnen und hinterher die ersten Sachen für ihr Kleines stricken.

Danach ging Hummelchen wieder zur Schmiede und durchsuchte die Vorräte. Das Schmieden machte mächtigen Spaß, es wurde nur Zeit, dass die versprochene Esse bald käme. Der Rauch behinderte die Arbeit erheblich.

Hummelchen fand Gold und Silber und feine Drähte. Blutfeuer hatte wirklich an alles gedacht. Aber Hummelchen wollte eigentlich etwas anderes machen. Sie wollte für Blutfeuer ein Schutzamulett herstellen. Dazu musste sie gießen. Schmieden war da eher nicht die richtige Wahl. Wachs hatte sie soeben auch entdeckt. Die großen Klumpen der Ausbeute hunderter Bienenstöcke lag unbeachtet in einer Kiste in der Schmiede. Hummelchen griff sich ein Stück und begann mit einem heißen Messer ihre Arbeit.



04.09.2002 15:47#305
Saphira[X] Saphira erfreute sich an dem frischen Morgen und lächelte einer sehr jungen schwangeren Frau mutig zu, die offensichtlich an den letzten Wochen einer Schwangerschaft zu tragen hatte. Das hieß, dass es hier auch Kinder gab? Sie hatte bisher noch keine gesehen ...

Sie wanderte ziellos weiter, sah ein wenig den Trainingskämpfen zu, verhielt sich aber noch still und zurückhaltend. Dass hier auch Frauen in Kämpfen ausgebildet wurden, war für sie völlig neu aber ihr durchaus willkommen. Das würde sie auch gerne mal versuchen ...

Dieser Gedanke brachte ihr ihr eigentliches Ziel in Erinnerung: sie musste etwas finden, wo sie - notfalls selbst - medizinische Hilfe für ihren Arm fand.
Aus einer naheliegenden Schmiede hörte sie ein leichtes Kratzen und Hämmern, trat hinein und schaute verwundert auf eine freundlich dreinblickende Frau, die dort gerade mit einigem Murmeln mit einem Messer herumhantierte.
"Guten Morgen. Entschuldige bitte, wenn ich störe. Ich heiße Saphira und kam vor kurzem hier an. Gibt es hier in Eurem Lager sowas wie einen Medicus oder ein Lazarett? Mein Arm, er eitert ...."



04.09.2002 16:05#306
Hummelchen Hummelchen sah auf.

"Oh mein Gott, du bist verletzt Kindchen? Zeig mal her, das sieht ja schrecklich aus. Komm mal mit."

Hummelchen nahm die Kleine in ihren Arm und führte sie über den Hof bis in das Wohnhaus der Arbeiterinnen, in dem es eine kleine Krankenstation gab. Dort holte sie aus einer Truhe Verbandsmaterial und lindernde Salben, die schnell heilen würden.

"du hättest aber schon eher zu mir kommen können. du bist doch schon ein paar Tage hier. Ich hab dich doch schon beim Essen gesehn. Mit solchen Wunden spaßt man doch nicht. Das kann sich doch böse entzünden. Das beste ist, du legst dich mal ein bisschen hin und ich bring dir eine schöne Tasse Brühe. Es gibt nämlich nichts, was eine schöne Hühnerbrühe nicht heilen könnte."

Sie strahlte den kleinen Engel mit ihren lieben Augen an und schloss dann die Tür leise hinter sich.



05.09.2002 07:30#307
Jamira Jamira kam mit den ersten Sonnenstrahlen im Amazonenlager an. sie war unglaublich erschöpft von der langen Wanderung, war aber selig, am Zeil ihrer Reise angekommen zu sein. Den herbeieilenden Amazonen drückte sie ihr kleines Mädchen in die Hand und bat um Obdach.

Die Amazonen führten sie in ein kleines Zimmer, in dem sie und Freya fürs erste bleiben sollten, bis Hummelchen, die inzwischen so etwas wie die Haushälterin des ganzen Lagers geworden war, ihr endgülig einen Platz zugewiesen haben würde.

Im Moment schien Hummelchen allerdings noch zu schlafen - was durchaus ungewöhnlich für den guten Geist der Amazonen war.

Jamira fiel in dem kleinen Zimmerchen ins Bett und war sofort eingeschlafen.


05.09.2002 11:25#308
Saphira[X] Saphira sah sich in dem kleinen Krankenzimmer um, nachdem die freundliche Frau wieder gegangen war.
Diese Salben waren gut, aber bevor sie sie auftrug, wollte sie erst ihre Wunden reinigen. Deshalb nahm sie sich ein Tuch und verlies das Zimmer noch einmal um zum Fluß zu gehen. An einer kleinen geschützten Stelle entledigte sie sich all ihrer zerissenen Kleider und begab sich in das Wasser.

Aaah, tat das gut. Diese frische Kühle am ganzen Körper zu verspüren, war eine Wohltat. Sie tauchte ihren verletzten Arm ab und riss vorsichtig ein paar lose hängende Krusten, unter denen sich Eiter bildete, ab und lies immer wieder frisches Wasser darüber laufen. Es schmerzte, aber sie wußte, dass diese Reinigung nötig war.

Nach einem ausgiebigen Bad ging sie ans Ufer zurück und schaute sich, während sie das Tuch zum Trocken nahm und um sich legte, etwas um. Sie entdeckte Boote an verschiedenen Stellen und erkannte, dass das Wasser sehr weit hinaus reichte. Das lockte sie, sie würde sich später ein Boot nehmen, um rauszufahren und Heilkräuter zu sammeln: Arnika, Spitzwegerich, Kamille vielleicht.
Aber erst einmal zurück zum Krankenzimmer, Salben auftragen, und dann anständige Kleidung besorgen. Sie liess ihr zerrissenes Kleid liegen und ging - in das Tuch gehüllt - erfrischt und zuversichtlich zum Wohnhaus zurück. Wo sie hoffte, sich was zum Anziehen besorgen zu können.



05.09.2002 12:37#309
Shaela Fröstelnd wachte Shaela auf, irgendeine Idiotin hatte die Türe offengelassen, was im Spätsommer eigentlich nicht besonders schlimm war, doch dieser Spätsommer war fast wie Spätherbst.
Mist, nun hatte sie einen Schnupfen. Es wäre vielleicht besser gewesen hier zu bleiben, aber das Verlangen nach Natur war stärker.
Heute wollte sie an den Strand gehen, sie hatte sich sagen lassen, dass es dort schön sei.
Zuerst ging sie am Inselstrand entlang, wo sie auch ein paar Muscheln sammelte. Heute Abend würde sie sich eine Kette daraus basteln.
Vom Amazonenlagerstrand aus ging die Tochter nun zum Strand, in dessen Nähe sich ein Wald befand....



05.09.2002 13:08#310
Hummelchen Hummelchen war an diesem Morgen schwer damit beschäftigt, die Küche schnell instand zu setzen. Sie hatte durchgesetzt, dass sie eine Hilfe bekam, die Amazonen hatten einen Küchendienst eingesetzt. jeden Tag würden ihr zwei Frauen in der Küche helfen.
Hummelchen wollte sich mit den beiden Müttern unterhalten, der werdenden und der schon erfahrenen und die beiden ein bisschen zusammenbringen. Außerdem wollte sie mit dem Mäuschen sprechen, dass ihr gestern aufgefallen war. Sie ging in die Arbeiterinnenunterkunft, in der alle drei Obdach gefunden hatten.



05.09.2002 13:54#311
Hummelchen Hummelchen fand jamira in ihrem Zimmer vor. Die Amazonen der Morgenwache hatten ihr von der jungen Frau erzählt, die mit einem Kind gekommen war und Hummelchen wollte das unbedingt sehen. Ein Kind! Hier bei den Amazonen! Das war wirklich wunderbar.
Sie begrüßte Jamira und die Kleine, die auf dem Fußboden mit einem Stoffscavenger spielte.
Hummelchen hatte ein bisschen Kuchen mitgebracht und eine große Kanne mit süßem Tee. Die stellte sie auf den Tisch und sagte:

"Hier Kindchen, ich hab euch erst mal was mitgebracht. Stärkt euch mal und dann wird umgezogen. Das Zimmer ist viel zu eng für deine kleine Familie. Ich hab da was besseres.
Du kannst dich überhaupt immer mit allen Fragen an mich wenden. hast du denn schon mal überlegt, wie du dich einbringen könntest? Ich glaube eher nicht, dass eine Mutter so eines kleinen Sonnenscheins mit dem Schwert oder dem Speer herumfuchteln sollte."



05.09.2002 13:57#312
Jamira "Ich freu mich, dass du uns helfen willst. Ich hätte schon eine Bitte. Mein Webstuhl ist noch in der Wohnung im alten Lager. Ich hätte den gern hier. Dann könnte ich Stoffe weben und wir könnten daraus Kleidung nähen. Das könnte doch wohl für alle nützlich sein."



05.09.2002 14:09#313
Hummelchen Hummelchen stand auf und klopfte Jamira freundlich auf die Hand.
"Das kriegen wir schon hin. Ich werde einen Transport orgenisieren. Einen Wagen hab ich schon gesehen und ein paar Scavenger werden es schon schaffen dein Zeug zu holen. Ich wollte dem Alten Lager soweiso ein Fass mit Amazonengebräu anbieten. Es muss dringend Geld in die Kasse. Der Wagen kann auf dem Rückweg deinen Webstuhl mitbringen.
Aber nun komm erst mal mit."

Hummelchen führte die junge Frau mit ihrem Töchterchen in einen anderen, wesentlich geräumigeren Raum und überließ ihr diesen als Wohnung. Dann verabschiedete sie sich und suchte Saphira auf um nach deren Verwundungen zu sehen und sie zu fragen, was sie denn so bräuchte.

Saphira saß auf ihrem Bett und verband gerade ihre Wunden neu.
"Das machst du aber geschickt. Hast du Erfahrung mit solchen Sachen? Ich hab dir etwas zum Anziehen mitgebracht. Probier mal die Sachen an. Ist zwar nichts besonderes, aber fürs erste wirds schon gehn."



05.09.2002 15:35#314
Saphira[X] Eine tiefe Welle der Sympathie für diese Frau durchlief Saphira, als sie die Kleidungsstücke entgegen nahm: eine weite leichte Hose, die ihre Wunden an den Beinen nicht berühren würde, für den Oberkörper ein lederartiges ärmelloses enges Hemd, vorne zum Zuschnüren, mit leichtem Ausschnitt. Ihr verletzter Arm blieb somit verschont. Sie legte die Kleidung an und erzählte:
"Ich weiß auch nicht genau, wie es kommt, aber ich kenne mich gut in Heilkunde aus. Ich weiß einfach mit Verletzungen umzugehen. Meine Erinnerungen werden wohl bald wieder kommen, denn ich fühle mich immer besser und sie werden bestimmt eine Erklärung dafür bringen.

Ich habe eine Idee, was ich gerne machen würde" ... dankbar nahm sie die Brühe entgegen und begann langsam zu trinken ... "als ich draußen am Wasser war, sah ich Boote. Und hier habe ich gesehen, dass so einiges an Heilmitteln verbraucht ist, ich kann neue Kräuter für Salben und Kompressen sammeln, sowas findet man leicht in ruhigen Gegenden in der Nähe vom Wasser.
Ob es wohl erlaubt wäre, mir ein Boot zu nehmen und etwas rauszufahren? Die frische Luft, Wind und Wasser würden meine Wunden auch schnell heilen lassen, ich fühle mich kräftig genug dafür, Schlaf brauche ich nun auch nicht mehr. Nur ein kleiner Vorrat an Nahrung wäre mir recht, und etwas, womit ich die Kräuter schneiden kann und mich auch bei Gefahr verteidigen könnte, also eine Art Dolch oder sowas. Ob ich wohl sowas von Euch haben kann? Und vielleicht noch ein Band oder Tuch, für meinen Kopf und meine Haare." ... sie schüttelte ihre wilde Mähne, die noch leicht nass war.

Nun zog Saphira noch die ihr gereichten leichten Stiefel an und richtete sich auf, lächelte und genoss den bewundernden Blick von Hummelchen.


05.09.2002 16:06#315
Hummelchen Hummelchen fasste sich an den Kopf

"Na klar bekommst du ein Tuch für den Kopf. Und ein Messer kannst du auch bekommen. Komm einfach mit in die Waffenkammer. ein Boot kannst du dir gern ausleihen. Aber sei ein bisschen vorsichtig. Die Gewässer hier sind tückisch und es gibt auch schnell wechselnde Winde. Also immer schön am Ufer bleiben. Vor allem, so lange du noch nicht wieder richtig bei Kräften bist."
Hummelchen ging mit Saphira zuerst zur Waffenkammer und reichte ihr einen schönen langen und scharfen Dolch. Dann besorgte sie ihr noch ein Tuch für die Haare und verabschiedete die Tochter mit den besten Wünschen für ihre Kräutersammlung.

"Es ist schön, wenn du dich auskennst mit Heilkräutern und der Behandlung von Wunden. Die Priesterinnen der Donnra freuen sich sicher, wenn sie Verstärkung bekommen. Eine Heilkundige mehr können wir wirklich gebrauchen. Dieser ständige Umgang mit scharfen und spitzen Gegenständen ist wirklich nicht sehr gesund."
Nachdem Saphira gegangen war suchte sich Hummelchen eine Gruppe von Amazonen für einen besonderen Auftrag.

"Ich würde euch gern mit einem Fass Amazonengebräu zu Sador schicken. Wie ich aus den Wirtschaftsbüchern erfahren habe, gibt es dort eine Schänke, die von uns regelmäßig Amazonengebräu bezogen hat. Dafür waren regelmäßige Termine vereinbart und die gedenke ich auch weiterhin einzuhalten. In den Büchern steht, dass der Wirt 500 Erz für ein großes Fass bezahlt hat. Das will ich auch weiterhin haben, besser wäre allerdings, wenn ihr den Preis etwas nach oben korrigieren könnten. Auf dem Rückweg könntet ihr versuchen einen Webstuhl mitzubringen, den unserer neue Schwester Jamira in ihrer Hütte im Alten Lager zu stehen hat. ich weiß aber nicht, wie ihr da rein kommt. Ich hab gehört, es gibt da so eine alte Feindschaft. Denkt euch was aus.

Ich denke, ihr könnt mit den Scavengern umgehen. Einen Wagen hab ich jedenfalls schon gesehen und das Fass liegt in Vorratsraum bereit. Und bringt das leere Fass vom Wirt mit. Wir wollen schließlich neues Gebräu herstellen.


06.09.2002 02:35#316
Saphira[X] Saphira ging mir ihrer neu erworbenen Waffe noch sehr vorsichtig um. Sie ging zum Wohnhaus zurück, um sich noch ein paar Dinge zu besorgen, die sie für ihre Bootstour benötigen würde, ein Tau, einige Beutel zum Aufbewahren der Kräuter, einen kleinen Tegel mit Mörser, um sich selbst eine frische Arnika-Kompresse machen zu können, eine Decke für alle Fälle, ein Tuch und einen Gürtel, in den sie den Dolch stecken konnte. Sie breitete das Tuch aus, und legte darin alles zusammen, die Nahrungsmittel nach oben, knotete es dann zusammen, dass sie es wir eine Tasche tragen konnte.

Mit der Decke unter dem Arm und ihrem "Beutel" verlies sie das Krankenzimmer und machte sich auf in Richtung Bootssteg.



06.09.2002 05:26#317
Hummelchen Hummelchen war mit den ersten flauen Sonnenstrahlen schon unterwegs zur Schmiede. Sie wollte unbedingt sehen, ob ihre erste künstlerische Arbeit erfolgreich gewesen war. Aus dem Bienenwachs hatte sie in den letzten Tagen ein allerliebstes winziges Einhorn geschnitzt. Immer wieder musste sie mit dem heißen Messer die Form neu bearbeiten. Es war mühevoll gewesen, aber irgendwann war das Einhörnchen so, wie sie es in ihrer Phantasie vorhergesehen hatte. Als nächsen Schritt hatte sie das kleine Hörnchen in Ton gehüllt und diesen Tonkloß im Backofen der Küche gebrannt. Jetzt kam es darauf an, keinen Fehler zu machen.
Hummelchen sägte mit ihrem feinsten Werkzeug den Tonkloß der Länge nach durch. Danach wurden die beiden Teile der Tonform in kochendem Wasser erhitzt. Nach kurzer Zeit schwamm das Wachs oben auf dem Wasser. In der Tonform befanden sich die beiden Hälften des Einhorns, jetzt als hohle Formen.
Hummelchen setzte dann die beiden Teile wieder zusammen und verschmierte sie, so das sie wieder fest aneinander hafteten. Vorher hatte sie allerdings einen schmalen Gang in das Material gefräst.
Dann ließ sie in einem Tiegel über dem Schmiedefeuer Silber flüssig werden und goß es in die schmale Öffnung. Wenn alles gut gegangen war, hatte sich der Hohlraum mit dem Silber gefüllt.

Dann hieß es abwarten und jetzt war die Zeit gekommen. Hummelchen schlug mit einem Hammer die völlig erkaltete Form auf.
Und dann hielt sie es in der Hand. Ein winziges silbernes Einhorn. Perfekt und makellos. Der erste Guss war gelungen.
Glücklich hielt sie das kleine Gebilde fest in den Händen und ging in ihre Küche. Heute würde sie einen besonders festlichen Braten servieren, denn heute war ihr etwas besonderes gelungen.



06.09.2002 06:29#318
Die Amazonen Kaum waren die Scavenger in den Ställen erwacht, machte sich eine Gruppe von vier Amazonen daran, ein großes Fass auf den Karren zu rollen. Hinterher wurden die Scavenger eingespannt, ebenfalls vier an der Zahl und schwer beladen setzte sich das Gespann in Bewegung. man wollte bis zum Abend in der Taverne zum Schattenläufer angekommen sein und das Fass heil hingebracht haben. Es würde ein ganzes Stück Arbeit werden, denn der Anstieg war steil und das Fass war schwer. Irgendwann musste sich eine andere Möglichkeit finden lassen. Vielleicht sollte man das Ganze ja eher über das Wasser tranportieren. Vom Schattenläufer zum Sumpflager war es kein so schwerer Weg und von da an konnte man ohne weiteres das Fass auf ein Boot laden.
Aber jetzt hieß es erst mal kräftig zupacken. Die Amazonen fassten in die Speichen des Karrens und eine trieb die Scavenger mit lautem Peitschenknall zu Höchstleistungen an.



06.09.2002 15:45#319
Delyhaa Delyhaa hatte wusste immer noch nicht was sie machen sollte. Sie hatte früher ein Leben in einsamkeit geführt. Viele jahre lang. Deswegen fand sie es schwer den Anschluss zu finden und sich mit den anderen Amazonen zu verständigen. Sie lief im Lager um her und überlegte was sie machen konnte. Gestern hatte sie kurz das Lager verlassen und war irgendeinem merlwürdigen Tier das wie ein Vogel aussah begegent. Diese Begegnung hatte er ihr gezeigt wie wehlos sie war. Sie musste etwas dagegen tun. Letzendendes hatte sie sich doch entschlossen eine Kampffähigkeit zu erlernen. Jedoch nicht diese banala Draufgehaue mit einem Schwert. Das wollte sie einfach nicht. Aber ein Bogen war schon was feines. Man konnte sein Opfer aus der distanz erledigen und musste sich nicht in Gefahr bringen die ein Nahkampf bot. Doch bei wem konnte die den Umgang mit dem bogen erlernen und wo konnte sie einen kaufen ? Und wovon ? Wahrscheinlich war das Vorhaben zum Scheitern verurteilt aber sie wollte es wenigstens versuchen. Sie lief ein wenig umher und schaute sich um. doch auf die schnelle entdeckte sie nichts. Vieleicht später.



06.09.2002 18:13#320
Shaela Heute hatte Shaela den ganzen Tag gefaulenzt, die Tochter hatte nur ein bisschen an ihrer Kette gebastelt.
Nun wurde es ihr doch zu langweilig, und sie verspürte den Drang irgendwas zu machen.
Am besten sie würde um die Insel joggen, da würde sie sich etwas bewegen und etwas für ihre Figur tun, und außerdem wäre das gut für die Figur.



07.09.2002 00:37#321
~Silence~ Silence Hände begannen plötzlich zu zittern und kleine schweißperlen traten ihr auf die Haut. Sie ließ eine Masche fallen und schließlich das gesamte Strickwerk.
Ihr Atem ging stoßweise und sie hielt sich den Bauch. Der Schmerz war mörderisch. Er zog sich durch ihren gesamten Rücken. Schwach erinnerte sie sich daran, wie ihre Großnutter sie gerade vor solchen Wehen gewarnt hatte. Diejenigen im Rücken seien die schlimmsten.
Aber so hatte sie sich das wahrlich nicht vorgestellt.

Er ließ so abrupt nach, wie er gekommen war. Silence atmete auf und beruhigte sich langsam. Ihre Hände zitterten noch immer und sie stieß beinahe den Becher mit Wasser um, der auf dem Tisch stand.
Hastig leerte sie ihn und ließ sich wieder zurück in die Kissen sinken. Von Erzählungen her wußte sie, dass sie nun etwas Zeit hatte, bevor die nächste Wehe einsetzen würde und sie wäre nicht mehr so unvorbereitet.

Silence bekam Angst. Was war, wenn es nun Komplikationen geben würde? Erschreckende Bilder taten sich vor ihrem inneren Auge auf. Silence dachte nach, während sie sich eine saure Gurke in den Mund schob. Vielleicht sollte sie schonmal jemandem Bescheid geben? Und dann würde es sich als falscher Alarm herausstellen, wie peinlich.
Sie nahm wieder ihr Strickzeug zur Hand und machte sich weiter daran, den Wollfäden die Gestalt kleiner Socken angedeihen zu lassen.



07.09.2002 09:29#322
Hummelchen Hummelchen hatte besorgt feststellen müssen, dass Saphira nicht wieder nach Hause gekommen war. Der Anlegeplatz des kleinen Bootes war die ganze Nacht leer geblieben. Immer wieder war Hummelchen an den Bootssteg gelaufen und hatte in die Nacht gestarrt. Als sich dann ein Unwetter zusammenbraute und sie noch immer kein Zeichen von Saphira hatte, begann sie zu jammern und die Hände zu ringen. Was würde mit der Kleinen wohl passieren, so ganz allein im Sturm?
Am Morgen rief sie noch vor dem Frühstück die Amazonen zusammen und man besprach eine Suchaktion. Die Mädchen holten alle Boote ins Wasser und machten sich entlang der Küste auf die Suche.



07.09.2002 14:31#323
Shaela Arme Saphira, hoffentlich war ihr nichts passiert.
Doch bei diesem stürmischen Wetter wäre es wohl nicht unwahrscheinlich. Die Wellen waren heute so hoch, wie Shaela sie hier im Fjord noch nie gesehen hatte, und es regnete auch kräftig.
Das Paddeln strengte die Kriegerin unglaublich an, anscheinend war ihre Krankheit noch nicht ganz weg.
Bald war sie erschöpft, und fragte eine der Amazonen, ob sie nicht umdrehen könnte, worauf diese mit einem mitleidigem Nein, tut mir leid, wir müssen Saphira finden. antwortete.
Shaela überlegte kurz, wie sie nun zurück zum Lager konnte, dann fiel ihr es ein: Einfach vom Boot springen.
Die Tochter informierte eine der Amazonen darüber, die zwar etwas verwundert war, aber trotzdem zustimmte.
Doch so langsam bekam Shaela Zweifel. Sollte sie sich wirklich in das eiskalte Wasser stürzen. Aber anscheinend hatte sie keine andre Wahl, denn die Suche würde wohl noch Stunden dauern, und das würde ihr sicher nicht gut tun. Also sprang sie schnell ins Wasser, schwamm zur Küste, und lief tropfend und schniefend ins Lager zurück.

[ot] sorry, sollte ins zwischen den Lagern[/ot]



07.09.2002 19:04#324
Shaela Heute Nachmittag hatte Shaela zuerst an ihrer Muschelkette gebastelt, wahrlich schön war sie geworden.
Danach hatte sie sich ein Lied ausgedacht, ein Lied, wie es Scatty, der Sumpfler, immer summte, aber kein Lied, in dem dieser Jah angehimmelt wurde, sondern Donnra.
Bisher hörte es sich ungefähr so an:


Here I be, yuh seee,
walkin down de streeeet,
and de sisteeers r happy
- Everythang’s so sweeeet!

Praise Donnra!
She makes it all so sweeeet!
Praise Donnra!
She gives us all we neeeed!

Here I am, yuh seee,
walkin thru’ de fields,
and de nana r happy
- Everythang’s so naaaa!

Praise Donnra!
She makes it all so sweeeet!
Praise Donnra!
She gives us all we neeeed!


Eigentlich ganz nettes Lied, man konnte es mitsingen, nur die na’s störten, aber es fiel ihr kein Wort dafür ein, daher würde es wohl vorerst na heißen. Doch schon den ganzen Nachmittag wunderte sie sich über den unglaublichen Gestank im Bett, übler als ein Goblinfurz. Was war das nur?



07.09.2002 21:55#325
Shaela Zuerst schaute sie sich im Schlafsaal um, doch irgendwie kam es von ihrem Bett. Komisch...
Vielleicht war ja was unterm Bett.
Dort war auch was – nämlich der Goblin, den Shaela gestern oder vorgestern unten ans Bett gefesselt hatte. Inzwischen saßen schon ein paar Ameisen und andere Insekte auf ihm, und holten sich lecker Goblinfleisch, und neben dem Gobbo lagen auch noch seine Hinterlassenschaften aus Lebzeiten.
Bei diesem Anblick wurde es der Tochter übel, sie wollte noch aus dem Saal rennen, doch zu spät: Sie übergab sich.
Schnell ergoss sich ihr gesamter Mageninhalt über den Boden...



07.09.2002 22:13#326
Shaela Nun ging es ans Aufputzen, Shaela’s Mageninhalt und des Gobbo’s Hinterlassenschaften,
den Gobbo selber würde sie den Aasfressern vor dem Lager überlassen. Nun, zuerst würde sie wohl einen Lappen brauchen, den sie auch bald im Lager fand.
Das Produkt ihrer Übergebung roch säuerlich, was Shaela fast nochmal dazu gebracht hätte, sich zu Übergeben.
Jedoch war bald die Schweinerei weg, und sie musste nur noch den stinkenden Goblin rausbringen.



07.09.2002 22:43#327
Shaela Inzwischen war Shaela richtig müde geworden, sie freute sich schon auf ihr warmes Bett, bis ihr einfiel, dass es dort immer noch grässlich stank. Diese Nacht wollte sie hier nicht verbringen, bei solch einem Gestank konnte man ja nicht einschlafen.
Also nahm die Tochter ihre Felle und lief zum Warenlager, wo sie es sich auf Strohsäcken gemütlich machte.
Es war zwar nicht bequem, stank aber auch nicht.



08.09.2002 00:03#328
Die Amazonen Die ersten amazonen waren schon lange zurückgekehrt und nur noch eins der Schiffchen war mit seiner Besatzung draußen. Am Ufer hatten andere Amazonen gesucht. Sogar Hummelchen hatte ihre Küche verlassen und lief jammernd auf dem bootssteg auf und ab. Sie machte sich die meisten vorwürfe. Immerhin hatte sie Saphira auf den Fjord fahren lassen.
Die Königin Kitiara ritt mit einer Gruppe Amazonen das gesamt Ufer bis Drakia ab.
Nun war es schon wieder Nacht und es gab noch immer kein Lebenszeichen von Saphira.



08.09.2002 00:40#329
Die Amazonen Als das Boot der Amazonen in Sichtweite des Ufers kam, ging ein Aufatmen durch die Reihen. Hummelchen sank völlig erschöpft auf einen Baumstumpf, und sprang sofort wieder auf, als sie sah, dass das erste Boot ein zweites im Schlepptau hatte,



08.09.2002 00:45#330
Hummelchen "Saphiraaaa!"

Hummelchen rannte den Steg entlang und warf sich ohne Rücksicht auf das schwankende Gefährt der jungen Amazone sofort an den Hals.

"bin ich froh, dass du wieder da bist. Und wie du aussiehst! Danz schmutzig und sicher hungrig und durstig. Komm sofort mit in die Küche."

Den anderen Mädels trug sie auf, sofort einen Bottich mit heißem Wasser zu bereiten. Das zweite was Saphira nach dem Essen brauchte war ein schönes heißes Bad.

"Erzähl mal, meine Kleine, wie es dir ergangen ist."



08.09.2002 00:57#331
Saphira[X] Verduzt schaute Saphira die freundliche Hummelchen an und kicherte: "Wie es mir ergangen ist? Ich weiß nicht, ich bin da ... Waaaas!! Ich bin wieder da, ja. Und ich habe was mitgebracht. Es liegt im Boot, ich brauche es unbedingt.

Hey du," rief sie einer der Amazonen zu, die mit in die Küche gekommen war, "in meinem Boot liegt ein Stoffbeutel und darin ist ein Schieferstein, so ein platter, den brauche ich dringend, könntest Du ihn mir holen gehen?"
Die Amazone eilte davon und Saphira suchte schwankend halt, was war nur mit ihr los. Sie setzte sich vorsichtig auf einen Stuhl und begann zu essen und zu erzählen:

"Ich kam wohl in einem Sturm und bin abgetrieben. Lange hat es gedauert, bis ich wieder an Land kam, aber das Land sah ganz anders aus als hier. Ganz rote Erde und eine Riesenstadt und viele große Schiffe, und Krieger und Menschen. Verdammt, ich bekomme nicht mehr alles zusammen, warten wir auf den Schiefer. Ich habe ein Gespräch belauscht und mir Notizen gemacht."

Sie aß erstmal weiter, genoß die warme Brühe und wartete auf die Rückkehr der Amazone.



08.09.2002 01:08#332
Hummelchen Zu den beiden hatte sich noch die Königin Kitiara gesetzt und lauschte gebannt den Worten der Tochter.
Eine Stadt? Schiffe, Krieger?
Ihr kamen unangenehme Erinnerungen an die Erzählungen der Amazonen, die vor einiger Zeit in Drakia eine Begegnung mit einem gewissen Kaszan Thoras hatten. konnte es sein, dass es da einen Zusammenhang gab?
Immerhin musste der sich ja irgendwohin zurück gezogen haben. Konnte es sein, dass die andere Seite des Fjords gar nicht so menschenleer war, wie sie nisher immer angenommen hatten?
Sie wartete gespannt auf Erklärungen.

Hummelchen hatte indes heißen, süßen Tee auf den Tisch gestellt, der die Lebensgeister von Saphira wieder wecken sollten.



08.09.2002 01:30#333
Saphira[X] Die Amazone kam herein und brachte Saphira ihren Stoffbeutel. Saphira entknotete ihn und entnahm ihm die Tafel. Ganz nervös war sie geworden, als die Königin sich zu ihnen gesellte, aber ihr war klar, dass das, was sie zu berichten hatte, von großer Wichtigkeit war.

Hoffentlich bekam sie alles zusammen, die kramte die Schiefertafel aus dem Bündel und las:

G. Kaszan
Luzkanzacken
Lee
Juvan
Gorren
Kriegsschiffe
Munition
Kolonie

"Nun, bei dem Gespräch wurde von einem General gesprochen, General Kaschan, der momentan woanders ist, um etwas zu suchen, der Ort muss dann wohl Luschkanzacken heißen. Dann war die Rede davon, dass diese Schiffe dort ausgerüstet werden, um die Kolonie zu überfallen, obwohl hier ein General Lee sein soll, der ihnen wohl Respekt einflößt.
Juvan, das war der Mann, der wohl dort in dieser fernen Stadt alles unter seinem Kommando hat. Gorren, das war einer der zwei Männer, die ich beim Gespräch belauscht habe.
Ich habe vor der großen Stadt gesehen, wie sie die Schiffe mit Munition beladen haben, ich denke sie wollen ausfahren und uns hier irgendwo überfallen. General Kaschan ist weg und Yuvan ist der Mann, der derzeit in dieser Stadt das Kommando hat."

Waah, das war fast zuviel, sie lallte ja schon. Sie war kaputt, schwindelig und da nutzte auch der süße Tee kaum was.



08.09.2002 01:42#334
Hummelchen Hummelchen waren diese ganzen Sachen völlig unbekannt. Das einzige, was ihr ein bisschen Furcht einflößte, waren die Hinweise auf Waffen oder einen Überfall. Die Königin hatte allerdings sehr aufmerksam gelauscht und saß jetzt da und schien zu überlegen. Dann schicke sie ihre Leibwachen aus, die die Gruppenführerin der Amazonen holen sollten.
Auch die anderen Amazonen hatten inzwischen von der Nachricht von Saphira gehört und sammelten sich im Speisesaal.
Die Königin musterte ihre Amazonen und Töchter und hielt dann eine Rede, in der sie von der Bedrohung für die Bewohner der Barriere sprach. Man müsse unverzüglich die anderen Lager benachrichtigen. Und das hätte auf keinen Fall bis zum Morgen Zeit. Die Mädles sollte sofort losreiten.
Sie setzte sich an den Tisch und schrieb jedem Lager eine Botschaft. Auch nach Drakia und ins Blutfliegenmoor sollten Amazonen reiten. Lediglich das Alte Lager sollte noch etwas warten. Dort wollte sie eine besondere Botschaft verfassen, die gleichzeitig eine neue Ära einléiten sollte. Wenn man mit dem Alten Lager schon keinen wirklichen Frieden schließen konnte, dann doch so etwas wie ein Stillstandsabkommen.
Außerdem würde sie in das Alte Lager ihre beste Botschafterin für friedliche Sachen schicken - das würde Hummelchen machen.

Kurze zeit später waren die Gruppen auf den schnellsten Scavengern unterwegs.


08.09.2002 03:13#335
Saphira[X] Nachdem Saphira alles berichtet hatte, begann ein regsames Treiben im Amazonenlager. Für sie gab es erstmal nichts mehr zu tun und sie war unendlich müde. Sie erhob sich, und nahm sich noch eine Brotschnitte mit auf den Weg nach draußen.

Draußen war Aufbruchstimmung, alle rannten hin und her. Das war Saphira nun recht gleichgültig, sie hatte nur noch eins im Kopf: Ein Bett. Sie schritt auf das Wohnhaus der Arbeiterinnen zu und begab sich in ihrer Zimmer. Dort liess sie sich einfach aufs Bett fallen und versank sofort in einen tiefen Schlaf.


08.09.2002 03:14#336
Superluemmel Das Tappen von Stiefeln auf nassen Gras erscholl aus der Dunkelheit vor den Toren des Amazonenlagers. Doch als die Wachamazone in die Nacht hinausspähte, konnte sie nichts außer dem strömenden Regenfall erkennen.
Dann verstummten die Schrittgeräusche.
Nur wenige Schritt vor der Amazone schälten sich die Umrisse eines Mannes aus dem Dunkel. Sofort richtete sie ihren Speer auf den scheinbar aus dem Erdboden gewachsenen Unbekannten.
Kalte blaue Augen musterten die Kriegerin.
"Ihr könnt eure Waffe senken, ich bin nicht hier um Blut zu vergießen. Ich will mit einer eurer Schwestern sprechen, ich glaube ihr Name war Saphira. War sie wirklich in Toras' Land?"



08.09.2002 03:21#337
Die Amazonen "Saphira schläft jetzt und wir werden sie nicht wecken. Du musst schon bis zum Morgen warten. Aber wir können dir leider kein richtiges Obdach anbieten. Du könnest nur in einen Raum mit den Novicen des Sumpfes, die uns hier beim Bauen helfen. Wenn du das willst, dann sei für die Nacht herzlich willkommen."


08.09.2002 03:25#338
Superluemmel Verdammt, da war er wohl etwas zu spät gekommen. Verfluchtes Wetter, ohne den Wind und den Regen wäre er sicher eher dagewesen.
"Nun gut, ich will die Ruhe eurer Schwester nicht stören. Macht euch wegen der Unterkunft keine Sorgen, ich bin es gewohnt auf dem Boden zu schlafen."


08.09.2002 11:50#339
Cole Da war er wieder. Als er das lette mal hiergewesen war war er noch im sumpf gewesen und ein Bruder. Jetzt sah die Sache anders aus, und nicht nur die. Das ganze Lager hatte sich von Grund auf verändert. Er kannte kaum eines der Gesichter wieder. Wo war denn diese verrückte Nellas und so ? Weg. Perfekt. Doch dafür war er nicht hier. Der Söldner stand nun auf mitten des großen platzes. Nicht besonders viel los hier. Vieleicht schliefen die ja noch. Frauen ...


08.09.2002 12:01#340
Superluemmel Der Eisbrecher wirbelte in Frosts Hand herum, verwandelte sich für Sekundenbruchteile in einen flirrenden Schemen der um seine Hand kreiste. Dann machte er einen Ausfallschritt, entlud die Energie des Schlages in einem mächtigen Schlag, drehte sich zum Ausgleichen des Schwungs um und stach direkt an seiner Seite vorbei zu.
Frost hob die Waffe wieder und tänzelte ein wenig umher, während er seine Schultern lockerte. Bald würde wieder eine Schlacht nach ihm rufen.... Der Blick des Kriegers fiel auf einen Mann, der auf dem Platz des Lagers stand und scheinbar jemanden suchte. Schien einer der Männer des Neuen Lagers zu sein....
Das war doch der Kerl der damals seinen Zettel eingesteckt hatte. Mit gewohnt leisen Schritten näherte sich Frost dem Angehörigen des Neues Lagers.
"Guten Morgen, Jünger des Lee. Ihr seht so aus als ob ihr jemanden sucht. Was bringt euch an einen Ort wie diesen?"



08.09.2002 12:05#341
Cole Charos fuht herum. Diese Stimme. Dann erblickte er ihn. Und erkannte ihn sofort. Er hatte sich nicht getäuscht als er den namen zum ersten mal gehört hatte. "Ja ihr seid es. Tatsächlich. Frost. Nie hätte ich geglaubt euch unter solchen Bedingungen zu treffen. Ich habe viel von euch gehört, damals als ich draußen gekämpft habe." Er sah ihn mit forschendem Blich an und sah das alles Stimmte was er von diesem Mann gehört hatte. Stolz ihm endlich gegenüber zu stehen reichte er ihm seine Hand. "Ich bin Charos. Anhänger von Lee und ehemaliger Soldat des Königs."



08.09.2002 12:12#342
Superluemmel Frosts Augenbraue begab sich für einen Moment auf Wanderschaft. Dieser Mann kannte ihn und reichte ihm trotzdem die Hand?
Frost griff mit der Rechten zu und erwiderte den kräftigen Händedruck Charos'. "Es kommt nicht oft vor, dass mich jemand kennt und sich freundlich mir gegenüber verhält. Nun, da ihr schon wisst wer ich bin, muss ich mich ja nicht mehr vorstellen. Und was auch immer ihr übr mich gehört habt, von den Gerüchten die ich kenne ist nicht einmal die Hälfte wahr."



08.09.2002 12:17#343
Cole "Ich weiß das. Ich habe genug von dieser .. ach lasst uns nicht darüber sprechen. Ich bin hier um zu erfahren wann wir den Schlag gegen Toras durchführen. Er bedoht unsere Freiheit und dieser Bastard hat mich hier gefangengehalten. Außerdem hat er viele gute Söldner von uns getötet. Dafür muss er bezahlen. Wann ziehen wir los und von wo ? Ich werde meine Männer dann dort versammeln. Es dürften einige zusammenkommen. Wenn sie sich die anderen Lager ebenfalls engaieren dann dürfte der General bald Geschichte sein. Er hat uns von anfang an unterschätzt. Einen Fehler den man nur einmal macht."


08.09.2002 12:18#344
Hummelchen Hummelchen war schon am frühen Morgen zur Königin gerufen worden und mit einer heiklen Mission betraut worden. Sie sollte die Nachricht von Kaszan Toras in das Alte Lager bringen und versuchen, die Beziehungen zum besagten Lager auf normale Füße zu stellen.
Da alle beteiligten des blutigen Überfalls von damals inzwischen tot waren, gab es eigentlich keinen Grund, dass Amazonen und Gardisten weiterhin einander nach dem Leben zu trachten hätten.
Nur war die Wut im Alten Lager nach wie vor sehr groß. Da bedurfte es einer geschickten Verhandlungsführung und das sollte Hummelchens Metier sein. Sie hatte erst immer wieder der Königin gesagt, dass sie zu so was nicht gemcht sein, nur eine einfache Köchin mit einem freidvollen Herz sei, aber Kitiara hatte darauf bestanden, dass Hummelchen die geeignete Person war. Schließlich hatte die Königin zugesichert, dass sie ansonsten im kommenden Feldzug auf die Dienste ihrer Köchin verzichten würde. Das hatte Hummelchen ausgesöhnt und so hatte sie zugestimmt.
Nun sollte sie aber sich auf einen der Scavenger setzten und das war schon wieder eine kaum lösbare Preoblematik.
Hummelchen war ein Schwergewicht und bei weitem nicht so schlank und leicht wie die anderen Amazonen. Welcher Scavenger kam für sie in Frage? Aufmerksam musterte sie die Federtiere.



08.09.2002 12:24#345
Superluemmel "Unterschätzen, überschätzen, wo ist der Unterschied? Im Endeffekt verliert man so oder so. Ich bin hier um mit der Amazone zu reden, die in Gorthar war. Wenn ich genaueres erfahren habe, werden wir losschlagen. Dazu versammeln wir uns im Sumpflager. Wenn ihr und eure Mannen uns unterstützen wollt, so nehme ich euer Angebot dankend an."



08.09.2002 12:28#346
Hummelchen Der allerletzte in der Reihe der Scavenger war ein weibliches Tier, das eigentlich schon nicht mehr zum Reiten genommen wurde. Aber sie war ein sehr gutes Muttertier und hatte den Amazonen schon viele schöne und kräftige Reittiere geboren. Sie war kräftiger und ein wenig größer als die anderen Tiere, aber eben auch erheblich langsamer.
Das war das richtige Tier für Hummelchen.

"Na du kleiner Zuckerschnabel? Werden wir uns vertragen?"

Den Namen hatte das Tier schon seit langem bekommen, weil Zuckerschnabel eine Vorliebe für Süßes hatte. Wenn im Wald ein Bienenest in der Nähe war, dann gehörte das sehr schnell Zuckerschnabel und keine Amazone der Welt konnte das Tier bremsen, bevor es nicht das Nest zerstört und den Honig gefressen hatte.
Unter Mithilfe einiger anderer Amazonen saß Hummelchen auch endlich auf dem guten Tier, die Schriftrolle für das Alte Lager fest in der Hand und so verließen die Amazonen das Lager.



08.09.2002 12:40#347
Cole "Ok ich werde mit meinen Männer da sein. Wie viele mitkommen kann ich jetzt nocht nicht sagen aber einige sicherlich. Bis heut abend. Ich muss jetzt noch etwas erledigen." Charos drehte sich um und verließ das amazonenlager wieder. Er wollte nocheinmal ins Kastell um herauszufinden warum das Mittel noch nicht eingetroffen war.



08.09.2002 13:22#348
Shaela Heute morgen war Shaela schon früh aufgewacht, ihr Schlafplatz war einfach zu unbequem gewesen.
Nach dem Frühstück war sie von einer Amazone angesprochen worden, die ihr sagte, dass Shaela zur Königin kommen sollte.
Eine große Ehre war das, sie wurde zur Königin gerufen.
Als sie durch den Palast lief, bewunderte sie den ganzen Prunk hier. Gut, bei den Erzbaronen sah es sicher edler aus, aber das hier hatte auch etwas. Bei der Königin angekommen, erzählte ihr diese von Kaszan Thoraz, und was nun geschehen sollte: die Sumpfler und alle kampfbereiten Amazonen sollten per Boot ins Sumpflager kommen, dort würden sich alle Bewohner der Barriere, die zum Wiederstand gewillt waren, treffen, und eine Armee bilden, die letztendlich Thoraz und seine Leute beseigen sollte.
Nun sollte Shaela die Überfahrt zum Sumpflager leiten, was im einzelnen hieß: Leute zusammentrommeln, alle verfügbare Boote nehmen, und zu den Sektenspinnern fahren.
So etwas hätte die Kriegerin nie erwartet, dass sie so ein Teil führen sollte. Was hatte sie denn so tolles gemacht, dass sie das leiten durfte? Vor lauter Selbstloben und Stolz vergaß sie fast, die ganze Sache auch mal anzufangen.
Also sagte sprach sie eine herumstehende Amazone an:
Kannst du mal im ganzen Lager kundtun, dass sich alle Sumpfler und alle Amazonen, bis auf die kranken, schwangeren und Amazonen mit Kindern am Bootssteg treffen sollen?
Ich lass mir doch nichts von einer Tochter befehlen, Kindchen antwortete diese. Aber ich hab den Auftrag von Kitiara gekriegt! Versuchte Shaela zu erklären. Mit einem genervten Nun gut, nun gut. Wird ja schon gemacht machte sich die Amazone auf den Weg.
Gut, dachte sich die Tochter, dann wäre das auch mal erledigt. Jetzt muss ich nur noch die Boote vorbeireiten.




08.09.2002 13:48#349
Shaela Also lief Shaela zum Bootssteg, wo sie sich dann überlegte, was noch zu tun war.
Am besten würde sie mal jemanden fragen, ob schon alle Boote hier seien, worauf sie erfuhr, dass nur noch eins fehlen würde, es sollte aber gleich wieder kommen.
Dieses Boot würde Shaela dann für die, die es zu spät mitgekriegt hatten hierlassen..
Ok, dann war ja eigentlich alles in Butter: Die ersten Amazonen und Sumpfler kamen zur Anlegestelle und stiegen auch schon ein.
Erst jetzt fiel ihr ein, dass sie ja noch Verpflegung brauchten. Schnell eilte sie in Begleitung von 10 Amazonen zum Vorratskeller und holten eine Menge an Wasserfässern und Fässern mit Schinken und Speck, massig Brot, und vieles mehr.
Als sie zurück bei den Booten waren, hatten sich soweit auch schon alle versammelt und waren bereit zur überfahrt.
Noch ein paar Amazonen eilten zurück ins Lager, um ihre Waffen und Rüstungen zu holen, und dann ging es los: Die stärksten Sumpfler und Amazonen gingen an die Ruder, und fuhren los.




08.09.2002 15:28#350
Hummelchen Hummelchen kam mit den Amazonen wieder im Lager an. sie eilte sofort zur Königin um ihr zu berichten, musste allerdings erfahren, dass diese bereits auf dem Weg in den Sumpf war, wie alle anderen kampfbereiten Amazonen auch.
Hummelchen sagte den Frauen, die mit ihr gekommen waren Bescheid, woraufhin diese sich noch auf den Weg nach Drakia machten. Dort sollte man schon auch Bescheid wissen. Außerdem gab es dort auch noch kräftige Gardisten und vor allem Boote.

Jetzt war es ganz still im Amazonenlager. Und endlich konnte sich Hummelchen mal um die Schwangere und um die junge Mutter kümmern.



09.09.2002 12:11#351
Saphira[X] Saphira wachte benommen aus einem langen tiefen Schlaf auf. Sie schüttelte ihre wilde Mähne zurück und stellte fest, dass ihr Kopf etwas brummte.
Irgendetwas war verändert an ihr, wilde Träume und Erinnerungen waren ihr im Schlaf begegnet. Sie hatte ihre Erinnerungen wieder gefunden. Umso froher war sie, sich an diesem sicheren Ort hier erwachend wiederzufinden.
Sicher ... sicher? Oh nein, da war nicht mehr unbedingt von auszugehen, sie hatte doch erfahren, dass die Kolonie in Gefahr war.

Sie beschloss, erst einmal ein Bad im Fluss zu nehmen und sich dann zu erkundigen, was seit ihrer Ankunft so alles passiert war. Sie griff sich ein Tuch und verliess das Zimmer.



10.09.2002 09:31#352
Hummelchen Hummelchen schlenderte durch das leere Lager. Am Vortag hatten zwei Novicen aus dem Sumpf die Esse für die Schmiede gebracht und hatten sie sogar noch montiert. Danach waren sie wieder hastig abgefahren und hatten irgendwas von Krieg gemurmelt.

Zum Glück kam der Krieg wohl nicht hier her.

Hummelchen ging in die Schmiede und begann alles für ein neues Kunstwerk vorzubereiten.



10.09.2002 22:43#353
~Silence~ die junge frau hatte eifrig weitergestrickt und mittlerweile ein kleines jäckchen, eine winzige hose und unmengen von süßen niedlichen socken fertig. der anfall vor ein paar tagen war falscher alarm gewesen und silence hatte sich recht schnell wieder entspannt. sie war froh, wenn das kind endlich da wäre und sie ihre alte figur zurück erhielte.
so ein bauch konnte wirklich schwer werden. sie spürte es immer deutlicher, wenn sie durch das lager ging um frische luft zu schnappen.

auch wurde sie ungeduldig. schon häufiger war ihr blick auf bögen haften geblieben. nur zu gerne würde sie selber wieder einen in die hand nehmen, aber nicht in diesem zustand.
silence stand nun am fenster, strich sich über den bauch, wo das kleine heftig am treten war. so etwas wie nachtruhe kannte das kind nicht, dass hatte silence schon längst herausgefunden.
es ärgerte seine mutter zu jeder tages- und nachtszeit. und nun erneut. lächelnd schaute sie auf ihren bauch, als ihr plötzlich die luft wegblieb und die farbe aus ihrem gesicht wich.

silence spürte sie schmerzen und die warme feuchtigkeit die ihre beine hinabrann. diesmal war es sicherlich kein falscher alarm, denn die fruchtblase platze nur einmal.
mit schmerzverzerrtem gesicht hielt sich das mädchen am schreibtisch fest und holte keuchend luft. dann ließ der schmerz so schnell nach, wie er gekommen war.
silence schleppte sich zum bett und legte sich darauf, ungeachtet dessen, dass das laken nun naß wurde. sie wartete die nächsten beiden wehen ab und dann begann sie zu schreien. die abstände wurden kürzer und der schmerz stärker.
silence hatte das gefühl als würde ihr unterleib zerrissen. schweiß rann ihr über die kalte bleiche haut und die angst stand in ihren augen geschrieben. was sollte sie tun, wenn sie keiner hörte? tausend gedanken schossen ihr durch den kopf. gedanken, an die sie lieber nicht dachte.
es war nun schon fast so schlimm, dass zwischen den einzelnen wehen nur wenige augenblicke zeit verblieben.
endlich steckte eine bleiche amazone den kopf zur türe hinein, die das schreien vernommen hatte und das schlimmste glaubte.

als die frau sah, was gerade geschah begann sie zu lächeln, ihre wangen wurden rot vor freude und sie eilte schnell von dannen um hilfe zu holen und die frohe botschaft im lager zu verkünden.
sie wollte thaleia holen, denn sie würde wissen, was zu tun wäre. silence hoffte das zumindest, denn sie selber hatte keinerlei ahnung, nur vom hören her. doch es selber durchstehen zu müssen war etwas ganz anderes. mittlerweile hatte silence ihre hände in das laken gekrallt und ihr gesicht war rot angelaufen vor anstrengung und dem versuch genügend luft zu holen.



10.09.2002 23:03#354
Kitiara "ja, so machen wir es", sagte kitiara gerade zu der hohepriesterin, als eine amazone in den raum gestürmt kam und keuchend vor ihnen zum stehen kam. zuerst wollte kitiara wütend auffahren, doch noch bevor sie gelegenheit dazu hatte, begann die amazone keuchend zu sprechen. "d...das ki...nd kommt!" man konnte sie zwar kaum verstehen, doch thaleia packte sofort einige sachen zusammen und wollte den raum verlassen. "was ist den los?", fragte kitiara. "silence bekommt ihr kind", antwortete die pristerin ihr und war schon durch die tür verschwunden. ein kind? silence? kitiara schüttelte den kopf und folgte ihr dann doch.

thaleia betrat als erste den raum, in dem silence auf dem bett lag, denn sie hatte eine schnelle gangart angeschlagen, schließlich wußte sie, worum es ging. sie lächelte kurz der schwester auf dem bett zu und breitete dann einige dinge auf dem tisch aus, bevor sie zu der schwester trat. "wie schnell kommen die wehen schon?"

kurz nach der priesterin kam kitiara herein. schon mit dem ersten blick erhielt sie alle antworten auf ihre fragen. silence schien die schwester zu sein, die sie noch nie gesehen hatte und nun mit einem ziemlich roten gesicht und einem ziemlich dicken bauch auf dem bett lag. und dieser runde bauch war auch schon die antwort auf die zweite frage. silence brachte ihr kind zur welt. da hatte kitiara nicht einmal die schwester selbst gekannt und würde gleich auch noch direkt ihr kind kennen lernen.

aber nun zog sich die königin in eine ecke zurück und sah still zu, denn sie hatte keine ahnung von geburten und wollte lieber nicht im wege stehen.


10.09.2002 23:28#355
~Silence~ endlich kam hilfe. silence hatte schon die hoffnung aufgegeben und dachte sie müsse das alleine schaffen.
thaleia lächelte sie nun gewohnt ruhig und gelassen an und bereitete einige dinge vor und schickte mehrere amazonen los um diverse sachen so schnell wie möglich herbeizuschaffen.
die amazonen liefen fort um einen eimer mit heißem wasser, etliche tücher und eine kleine menge an feuerlikör zu holen.

da der feuerlikör einen hohen anteil an alkohol besaß eignete er sich wunderbar zum desinfizieren.
dann begann die hohepriesterin vorsichtig den bauch der jungen frau abzutasten. silence fragte sich lieber nicht, wozu das gut wäre.
doch die antwort kam relativ schnell. das kind lag richtig. viel bekam silence nicht mehr mit. tränen liefen ihr über die wangen und ließen die umgebung verschwimmen, doch die schmerzen ließen nicht nach.
aus dem augenwinkel konnte das junge mädchen erkennen, wie hummelchen und saphira ins zimmer stürzten und sich sofort leise mit thaleia unterhielten. endlich kam auch das heiße wasser und die tücher an. hummelchen platzierte sogleich ein paar griffbereit zu silences angewinkelten beinen. eine amazone erhielt den befehl silence mit einem kalten feuchten lappen über die stirn zu wischen.
die stimmen klangen als kämen sie von weit her. silence hatte das gefühl, als sei sie all ihrer kräfte beraubt worden, als thaleia ihr ruhig befahl zu pressen.

wie sollte sie in diesem zustand denn noch pressen? weiter drangen in einer beruhigenden stimmlage anweisungen an ihr ohr, die silence zu befolgen versuchte. pressen, stoppen und luft holen und wieder pressen. auf wundersame weise schaffte sie es. der dadurch erneut aufflamende schmerz ließ sie schlagartig wieder klar werden und sie begann erneut zu schreien. wann wäre es endlich vorbei? es waren bis jetzt nur wenige augenblicke vergangen, aber silence hatte das gefühl, als läge sie hier seit stunden.
und dann endlich meinte thalei der kopf wäre zu sehen. doch sie müsse sich noch etwas anstrengen, denn die schultern seien das schlimmste. danach würde es wie von selber gehen.
silence schrie ungehindert weiter, während der feuchte kalte lappen ihr zaghaft über die stirn strich. sie glaubte nicht, dass sie es überleben würde. wie hatten andere frauen es überlebt?

dann endlich schienen auch die schultern des kindes endlich durch den engpaß zu sein und es ging wirklich leichter, bis sie ein gefühl der erleichterung verspürte.
am ende ihrer kräfte ließ sie die arme sinken und schloß die augen. es war vorbei. den schnitt durch die nabelschnur den thaleia mit dem im feuerlikör desinfiziertem messer tätigte spürte sie nicht. er war im gegensatz zu den vorigen schmerzen nichts.

dann begann wieder jemand zu schreien, aber es war nicht silence. es war das kind, welches nun vorsichtig mit dem heißen wasser und den tüchern gesäubert wurde.
thaleia trat schließlich an silence heran und legte neben ihr ein rotes kleines etwas, dass eingewickelt in dicke lagen tüchern war, nieder. "es ist ein mädchen." meinte sie stolz und zog sich ein wenig zurück.
silence schaute auf das kleine paket und erneut lief ihr eine träne über die wange, aber dieses mal war es keine vor schmerz, sondern vor freude. all die pein wurde in diesem moment um ein vielfaches entlohnt.



15.09.2002 16:57#356
Jamira Jamira saß untätig auf ihrem Zimmer, die kleine Freya in ihren Armen. Das Mädchen lächelte zu seiner Mutter hinauf, die kleinen Fingerchen schlossen sich um ihren Zeigefinger. Aber Jamira starrte nur gedankenverloren hinaus. Der Webstuhl. Das war es was ihr fehlte. Sie mußte ihn wiederhaben, koste es was es wolle.

"Komm meine Kleine, wir gehen zu Tante Akatha", sprach sie zu Freya und erhob sich mit ihr. Das Kind bemerkte den Aufbruch und schaute neugierig mit großen Augen umher.
Drüben im Nachbarzimmer saß die Amazone Akatha über ihrem Lieblingsspeer und polierte das gute Stück auf Hochglanz. Als sie Jamira mit dem Kind eintreten sah schaute sie erfreut auf.

"Akatha, ich muss deine Hilfe nochmal in Anspruch nehmen. Ich will ins Alte Lager, meinen Webstuhl holen. Ohne ihn komme ich mir hier so nutzlos vor. Könntest du die Kleine vielleicht nochmal beaufsichtigen?", die besorgte Mutter reichte der Amazone Freya.
Diese lächelte. "Aber sicher doch. Du weißt doch dass ich sie ins Herz geschlossen habe. Geh ruhig, bei mir ist sie in den besten Händen." Jamira lächelte erfreut und wandte sich dann zum Gehen. Sie hörte noch wie Akatha der Kleinen ihren Speer vorführte. "Schau mal, was haben wir denn da? Mein ganzer Stolz mußt du wissen.. nein nicht die Spitze anfassen, die ist scharf."...

Jamira trat hinaus in den Hof und sah sich um. Schließlich sprach sie zwei untätige Frauen an.
"Ihr beiden, könntet ihr mir beim Tragen helfen? Ich muss meinen Webstuhl aus dem Alten Lager holen, geht ganz schnell.."
Die beiden Amazonen schauten sich an. Das Wort 'Altes Lager' behagte ihnen zwar nicht so sehr, aber schließlich waren Amazonen untereinander immer hilfsbereite Geschöpfe und die beiden nickten. Kurz darauf verließen die drei das Lager und machten sich auf den Weg zu Gomez Residenz.



15.09.2002 17:20#357
Saphira[X] Saphira hielt das kleine schreiende Neugeborene vorsichtig ins Wasser, das ihr Thaleia eben gereicht hatte. Welche Spannung war in den letzten Minuten in diesem Raum zu spüren gewesen ...

Die Königin hatte Saphira erstaunt angesehen, als sie so locker das Baby angenommen hatte und sie lächelte ihr schüchtern entgegen. Wie hilfslos die Königin in einer solchen Situation wirkte, nun, auf diesem Gebiet waren nicht unbedingt Kampf- und Führungsstärke gefragt, eher Mitgefühl und Mut zur Hilfestellung. Frauen konnten so unterschiedlich sein ...

Sie wusch das Baby vorsichtig ab, wickelte es in ein sauberes Tuch und übergab das Bündel wieder an Thaleia, die es neben der jungen erschöpften Mutter ins Bett legte.



15.09.2002 19:46#358
Jamira Erschöpft erreichte die kleine Gruppe wieder das Amazonenlager. Der Karren holperte hinter ihnen auf dem unebenen Gelände. Als sie den Hof erreicht hatten, eilten sofort ein paar Schwestern herbei die halfen, den schweren Webstuhl aus dem Karren zu heben.
"Ich danke euch, Schwestern. Meint ihr wir schaffen es bis hinauf in mein Zimmerchen? Dort würde er am besten hinpassen", Jamira fuhr mit den Fingern über das weiche Holz.
"Aber sicher, ein Kinderspiel", erwiderte eine besonders kräftige Amazone, "und hopp!"

Erneut hoben sie den Stuhl an und begannen das Treppenhaus zu erklimmen. Jamira dirigierte links und rechts, damit das gute Stück nicht nochmal aneckte. Aber alles verlief glatt und schon kurz drauf stand das Arbeitsgerät in einer Ecke von Jamiras Zimmer.



15.09.2002 19:52#359
Kitiara kitiara sah saphira ruhig an. "kommt bitte nachher zu mir in den thronsaal, ich habe mit euch etwas zu besprechen" sie lächelte der schwester zu und verließ dann das zimmer in richtung thronsaal. nach allem, was sie gehört hatte, hatte sich saphira eine beförderung mehr als verdient.



15.09.2002 21:44#360
Saphira[X] Saphira blieb noch ein Weilchen bei der erschöpften Silence am Bett sitzen, um das kleine Baby zu bewundern. Sie sprach beruhigend auf Silence ein, die nun zwar glücklich aber auch ein wenig hilflos wirkte:
"Keine Angst, es ist alles nicht so schwer, du wirst schnell lernen und Deiner Tochter bestimmt eine gute Mutter sein. Die Liebe wird Dir den richtigen Weg zeigen. Und wenn Du Hilfe brauchst, wir sind immer für Dich da. Und wenn Du nacht einmal richtig Ruhe haben möchtest, dann sag einer von uns vorher Bescheid, dann nehmen wir die Kleine mal zu uns und sie bekommt dann mal eine Flasche statt Deiner Brust. Hast du dir schon einen Namen für sie ausgedacht? Lass Dir ruhig Zeit zum Überlegen. "

Saphira stand auf, um dem Ruf der neuen Amazonenkönigin in den Thronsaal zu folgen.

"Ich schaue später nochmal bei dir vorbei, Silence. Du hast ja noch etwas Gesellschaft hier" Sie nickte den Amazonen und Silence zu und verließ das Zimmer.

Die Königin wollte sie sprechen, was wohl der Grund dafür sein mochte? Da Saphira etwas Hunger verspürte, ging sie erst noch einmal zur Küche und nahm sich etwas zu Essen und trank ein Glas Milch.

Dann nahm sie allen Mut zusammen und ging zum Thronsaal, wo sie die Königin erwartete, die ihr gelassen entgegen blickte.

"Ihr wolltet mich sprechen, werte Königin. Was kann ich für Euch tun?" sagte sie, während sie eine leichte Verbeugung machte.



16.09.2002 12:39#361
Hummelchen Hummelchen hatte in den letzten Tagen die Küche perfektioniert und hatte sich einen genauen Überblick verschafft. Es mussten dringend Zutaten beschafft werden und die Amazonenbräu musste neu angesetzt werden. Die großen Fässer waren fast alle leer und Hummelchen musste erst lange suchen, bis sie das genaue Rezept fand.
Wo gab es Wein hier in der Barriere? Sie hatte keinen hier gesehen. Eine der älteren Amazonen erzählte ihr von dem früheren Lager und dass dort an den Hängen der Wein wuchs, den man für das Amazonengebräu verwendete.
Daraufhin beschloss Hummelchen, mit zwei der verbliebenen Arbeiterinnen in die alte Gegend zu fahren und dort Wein zu ernten. Denn die Zeit war da dafür. Außerdem wollte sie Reiser schneiden, damit der Wein auch an den Hängen der Küste angebaut werden konnte. Klimatisch würde das sicher gehn. War nur die Frage, ob auch der Boden hier was taugte.

Sie ging an der Schmiede vorbei und freute sich wieder über die neue Esse, die vor einigen Tagen von ein paar Sumpflern vorbeigebracht worden war. die Jungchen hatten sie sogar montiert, so dass jetzt alles wieder in Ordnung war. Erst durch den scharfen Zug, den die Esse ermöglichte, waren wirklich feine Arbeiten möglich.
Wenn sie wieder da war, würde sie sofort beginnen, feine Schwertscheiden oder Köcher oder Scheiden für Messer und Dolche zu fertigen. Wie die Schmuckherstellung funktinierte, hatte sie in den letzten Tagen immer wieder ausprobieren können.
Sie hoffte sehr, damit auf den Märkten in der Barriere und vor allem bei den anderen Schmieden gute Preise erzielen zu können.

Die Amazonen hatten inzwischen Scavenger vor einen Karren gespannt und warteten nur noch auf ihre Küchenfee.



16.09.2002 17:47#362
Jamira Jamira saß an ihrem Webstuhl und ließ mit geschickten Fingern die Fäden zusammenfinden. So langsam erkannte man schon das Muster des bereits gewebten Stückes, nicht mehr lange und ihre Arbeit würde fertig sein. Ein Glücksgefühl durchströmte Jamiras Körper und ließ ein sanftes Lächeln über ihre Lippen streichen. Endlich hatte sie ihren geliebten Webstuhl wieder, ihre Aufgabe. Sie fühlte sich nicht mehr so nutzlos und hilflos wie zuvor. Und zu guter Letzt hatte sie jetzt ein gesichertes Einkommen. Mit dem Verkauf der gewebten Stücke würde sich zwar nicht sonderlich viel Geld machen lassen, aber immerhin genug um zu überleben. Schließlich wollte sie ihrer Kleinen eine gesicherte Zukunft bieten.

Ihr Blick fiel zu dem Bündel in der Wiege. Mit großen Augen beobachtete die kleine Freya einen Schmetterling, der sich in das Zimmerchen verirrt hatte. Neugierig reckten sich die kleinen Händchen zu dem flattrigen Flugobjekt und unverständliche Laute drangen aus ihrer Kehle.
Jamira trat lächelnd zu ihr und nahm sie in den Arm.
"Na meine Kleine, das ist ein Schmetterling."
"S-smeting"
Jamira grinste. Naja, fast. Aber sie machte erstaunliche Fortschritte. Bald schon würde sie richtig gut sprechen können und ehe sie es sich versah war sie aus ihrer Wiege entwachsen. Jamira seufzte. Wie schnell die Zeit nur verging.
"Komm, wir machen einen kleinen Ausflug. Frische Luft wird dir guttun. Und du magst doch den Strand so sehr."
Sie nahm das Kind richtig auf den Arm und trug es hinaus auf den Burghof. Wenige Schritte nur, dann hatten sie das kleine Wäldchen durchquert und den feinen warmen Sand unter den Füßen.
Jamira setzte Freya ab und ließ sie ein Stückchen laufen, indem sie sie noch an den Händen festhielt. Von selbst konnte die Kleine noch nicht laufen, aber das würde sicher auch nicht mehr lange dauern.

Schließlich ließ sich Jamira mit ihrer Tochter im Sand nieder und zusammen genossen sie die frische Luft und den sich anbahnenden Sonnenuntergang.


17.09.2002 00:23#363
Jamira Die Nacht brach herein und Jamira kehrte mit ihrer kleinen Tochter zurück in den Burghof. Vor dem Nebengebäude traf sie auf zwei Schwestern, die genüßlich etwas Amazonengebräu süffelten und den klaren Nachthimmel genossen. Jamira gesellte sich zu ihnen und setzte die Kleine vor sich auf den Boden.
"Ein wahrlich herrlicher Anblick", bemerkte sie.
Die Bogenschützin nickte zustimmend. "Wenn man genau hinschaut sieht man die Barriere bläulich funkeln. Hier, möchtest du?" Sie hielt Jamira ihren Becher hin.
Diese lehnte dankend ab. "Danke, nein. Nicht so spät am abend, und schon gar nicht wenn ich noch die Kleine zu beaufsichtigen habe."
Die drei beobachteten Freya, die mit den Fingern ein paar Grashalme zupfte.
Einer der Wölfe kam herangetrottet und näherte sich neugierig dem kleinen Kind. Hier wimmelte es ja nur so von diesen Bälgern in letzter Zeit. Skeptisch blieb er vor Freya stehen und blickte sie mit großen dunklen Augen an. Freya schaute auf und blickte zurück. Plötzlich erschien ein Lächeln auf ihrem Gesicht. "Wuff!", machte sie und deutete auf das Tier.
Der Wolf zuckte zurück. Freya jedoch streckte unbekümmert die Hand aus und griff nach dem weichen Wolfsfell. Freudig streichelte sie darüber hinweg. Dem Wolf schien die Prozedur zu gefallen, er tapste wieder ein Stück näher und legte sich schließlich hin. Doch als er dann auch noch begann die Kleine abzuschlecken, wurde es Jamira zu bunt.

Sie ergriff das Kind und nahm es auf den Arm.
"Ich denke es ist Zeit ins Bett zu gehen", verkündete sie und verabschiedete sich von den beiden Schwestern.

Oben in ihrem Zimmer legte sie Freya sorgsam in ihr Bettchen und stieg schließlich in ihr eigenes. Es dauerte nicht lange bis sie friedlich eingeschlummert war. Nicht aber Freya...



17.09.2002 00:53#364
Freyaa Freyas Gedanken waren noch vielzu sehr bei dem weichen Wolfsfell, als dass sie friedlich einschlummern konnte. Sie mußte nochmal hinunter. Die Augen weit aufgerissen lag das kleine Mädchen in der Dunkelheit. Draußen im Hof hörte sie das Rudel heulen. Das war zuviel.

Freya wurde aktiv. Geräuschlos krabbelte sie in ihrem Bettchen umher und suchte einen Ausweg. Da, Jamira hatte in ihrer Müdigkeit vergessen einen der Gitterstäbe richtig zu befestigen. Ein bisschen Herumgeruckelt und schon plumpste Freya in ihrem Nachthemdchen auf den kalten Boden. Erfreut krabbelte sie in Richtung Tür, die einen Spalt weit offenstand.

Die nächste Hürde erstreckte sich in Form der Treppe vor ihr. Es war ein Wunder dass die Kleine nicht fiel und sich ernsthaft verletzte. Jedenfalls erreichte sie den untersten Treppenabsatz ohne Blessuren. Draußen heulten erneut die Wölfe. Eilig krabbelte Freya hinaus in den Hof.
Irgendwo schrie eine Eule. Neugierig spähte das kleine Mädchen in die Dunkelheit. Wo waren sie bloß? Eben hatte sie doch noch das Heulen gehört. Vielleicht dort drüben hinter der angelehnten Tür, hinter der noch ein Lichtschein schimmerte?

Abenteuerlustig steuerte Freya darauf zu. Die Tür war wirklich nur angelehnt und so war es ein Leichtes für sie in den Raum dahinter zu gelangen. Mit großen Augen starrte sie nach oben. Überall Bücher, alte Schriften, seltsame Zeichen. Sie kannte dieses Zimmer. Hier war das Reich von Tante Thaleia, die immer so schöne Gewänder trug. Erfreut quiekte sie auf.

Freya mochte diesen Raum. Immer gab es irgendwas Geheimnisvolles zu entdecken. Und die Hohepriesterin kannte immer spannende alte Geschichten. Ein großer Topf erregte Freyas Aufmerksamkeit, oder besser gesagt das leise 'blubb' dass er von Zeit zu Zeit von sich gab. Was war das? Neugierig krabbelte die Kleine zu dem neuen Spielzeug. Wenn sie doch bloß hineinsehen könnte! Der kleine Kopf reckte sich in die Höhe und suchte einen Weg nach oben. Ein Stapel Bücher tat gute Dienste, der Stuhl direkt daneben erleichterte den Aufstieg. Mit einem letzten Satz erklomm Freya den Tisch und thronte nun direkt über der grünlichen Suppe im Topf. Die Augen des Mädchens begannen zu leuchten.

Da, da war es wieder. Mit einem 'blubb' stieg eine große Blase aus dem Gebräu und ploppte auf der Oberfläche auf. Freya quäkte freudig. Ihre Händchen reckten sich nach vorne, sie wollte diese lustige Blase unbedingt anfassen. Immer weiter reckte sie sich, der Arm reichte nicht so ganz. Plötzlich, sie verlor das Gleichgewicht.
Es kam wie es kommen mußte. Mit einem lauten Platsch landete Freya im Kessel mit dem fremdartigen Gebräu.

Zuerst geschah gar nichts.
Doch dann, mit einem Mal, fing Freya an größer zu werden. Sie wußte selbst nicht wie ihr geschah, sie spürte nichts, sah nur Dunkelheit um sich herum und fiel in Ohnmacht. Immer größer wurde das Mädchen, je mehr sie von diesem Zeug schluckte, sie wuchs und wuchs und wollte gar nicht mehr aufhören. Sie war hoffnungslos ertränkt in dem Kessel, würde ersticken wenn nicht bald Hilfe kam...
Auf dem Hof hatten die Wachwölfe den Angstschrei der Kleinen mit ihrem feinen Gehör aufgefangen. Alamiert und Eindringlinge vermutend schlugen sie an, einige von Ihnen wagten sich sogar in Thaleias Kammer. Ihre Schnauzen schnupperten witternd in der Luft und nahmen die Spur der kleinen Freya auf. Einer von ihnen entdeckte schließlich die Spur direkt vor dem Kessel und ein merkwürdiges blubbern in selbigem machte ihn mißtrauisch. Ob aus tierischem Instinkt oder einfach aus Zufall, jedenfalls sprang er den Topf an bis dieser mit einem lauten Krachen umfiel und seinen Inhalt über dem wertvollen Vorleger ergoß. Winselnd zog das Tier das bewußtlose Kind ein Stückchen weg und blieb dann vor ihm sitzen.

Das Durcheinander hatte das Lager geweckt. Thaleia war die erste, die den Unfallort betrat. Entsetzt blieb sie auf der Türschwelle stehen und blickte zuerst auf ihren umgekippten Wachstumstrank und dann auf Freya, die um etliche Jahre gealtert war...
Sie stieß einen schrillen Schrei aus.



17.09.2002 08:25#365
Hummelchen Auch Hummelchen war von dem Lärm aufgewacht und war in das Labor von Thaleia gestürzt. Entsetzt sah sie die Bescherung. Die Wölfe ... der umgestürzte Kessel ... das Kind ... die unverschlossene Tür!

Schnell eilte sie zu dem fremden Mädchen und schloss es in ihre Arme. Die Kleine erwachte und fing an zu schluchzen.

"Ist ja gut, es ist nichts passiert. alles wird gleich wieder gut sein. Sag mir nur, wer du bist!"

Die Kleine konnte vor Schluchzen gar kein Wort herausbringen. Dem Aussehen nach dürfte sie so 3 bis 5 Jahre alt sein. Genau kannte sich Hummelchen nicht aus, denn dass sich die Kinder in der Küche des Schlosses getummelt hatten, die Zeit war lange vorbei. Irgendwann war das nach einem Unfall verboten worden, was man hier in Thaleias Giftküche auch mal ins Auge fassen sollte.
Als Thaleia hereinstürzte, schrie sie entsetzt auf, als sie mit einem Blick erkennen konnte, was hier passiert war.

"Das war ein Wachstumsmittel. Das ist das, was unsere Scavenger immer ins Futter bekommen, dass sie so groß und stark macht. Wenn das Kind davon etwas geschluckt hat, dann kann das sehr unangenehme Folgen haben."

Hummelchen sah die Magierin wütend an. Wenn die wusste, was sie hier zusammenbraute, dann würde sie ja wohl die Tür verschließen können!
Das Labor musste sofort aus dem Wohntrakt verschwinden. Hummelchen hatte die ausgedehnten Gewölbe unter dem Tempelchen schon lange entdeckt. Bis jetzt reiften dort nur die Fässer mit dem Amazonenbräu vor sich hin. Dort fand sich sicher ein Platz für ein Labor.

"Auch wenn ihr die größte Magierin der Welt seid, das geht so nicht weiter. Ich werde veranlassen, dass diese gefährlichen Sachen sofort aus dem Wohnbereich verschwinden. Noch heute werde ich das Labor ausräumen und die Sachen in euren Tempel schaffen lassen."

Hummelchen nahm das Mädchen auf den Arm und verließ mit dem fast nackten Kind in dem viel zu kleinen Nachthemd den Raum. Thaleia blieb zurück und versuchte verzweifelt, die Wölfe davon abzuhalten, das Zeug vom Boden aufzulecken. Überdimensionale Wölfe waren bestimmt nicht das, was sie jetzt brauchte.


17.09.2002 11:30#366
Freyaa Sie fühlte sich schrecklich. Ihr Magen schien Karussel zu fahren und alles wackelte und ruckelte. Bleich hob Freya den Kopf von Hummelchens Schulter. Was war geschehn? Sie konnte sich nur noch daran erinnern, dass sie unbedingt die Wölfe streicheln wollte. Dieses weiche warme Fell, diese großen runden braunen Augen, sie hatte sich seit dem ersten Zusammentreffen in diese Viecher verliebt.

Auf dem Innenhof waren inzwischen einige Schwestern versammelt. Alle starrten sie zu Freya herüber, sie wußte gar nicht was das sollte.
Freya begann zu husten und nach Luft zu ringen. Hummelchen hatte bemerkt dass die Kleine wieder bei Bewußtsein war und klopfte ihr sanft auf den Rücken. Dadurch drehte ihr Magen nur noch schneller.
"Mir ist übel", stieß Freya hervor und hielt gleichzeitig erschrocken inne. War sie das eben? Die Übelkeit war vergessen und sie starrte nur noch entsetzt in Hummelchens großes Gesicht.
Sie versuchte es nochmal.
"Mir ist...oh!"
Verwirrt blinzelte sie die Frau an.



17.09.2002 11:41#367
Hummelchen Hummelchen freute sich. Die Kleine redete. Nun war nur noch festzustellen, woher das Kind so plötzlich gekommen war. Hatte es jemand ausgesetzt? In die Barriere schmeißen schied ja wohl aus. Jedenfalls hatte sie noch nie davon gehört, dass Kinder zur Barriere verurteilt wurden.

Aber es konnte ja auch ein Unfall sein!

Vorsichtig setzte sie das Mädchen auf die Füße.

"Wo kommst du denn her, meine Kleine? Und wo ist deine Mama?"


17.09.2002 11:48#368
Freyaa Freya hatte sich von dem ersten Schock wieder erholt. Langsam schien ihr das Plappern sogar zu gefallen.
Mit großen Augen schaute sie zu Hummelchen hoch.

"Aber Tante Hummelchen, ich bins doch, Freya", schmollend schob sie die Unterlippe vor. Dass sich Erwachsene sowas nie merken konnten. Doch sogleich hüpfte sie wieder aufgeweckt von einem Bein aufs andere. Sie konnte laufen, schon seltsam. Aber in ihrem kindlichen Gemüt nahm sie das halt einfach mal als gegeben hin.
"Komm, wir gehen zu meiner Mama, die sucht mich bestimmt schon", ihr Ton ließ keine Widerrede zu und sie zog die Frau schon hinter sich her.


17.09.2002 11:52#369
Hummelchen "Das gibts doch nicht, Freya? Ich glaub, du willst mich verkohlen. Freya war gestern noch .............."

Völlig entsetzt blieb sie stehen. War das möglich? Das das kleine Mädchen durch diese Giftsuppe schon so groß war? Das würde ein Nachspiel haben. Da kannte Hummelchen nichts. Da wurde sie zum Albtraum aller Magierinnen und Hexen. Aber erst mal musste das Mädchen zu seiner Mutter. Die würde einen Anfall kriegen.


17.09.2002 14:00#370
Freyaa "Achwas, Tante Hummelchen, ich war doch schon immer Freya. Was starrst du denn so? Jetzt gehen wir erstmal zu meiner Mama, die wird dir schon sagen wer ich bin."
Diese Frau hatte wohl zuviel von ihren leckeren Gebäckstückchen probiert. Wer weiß was dort alles druntergemischt war.

Leichtfüßig hüpfte Freya die Treppe hinauf, Hummelchen mitsich ziehend. Oben angekommen, wandte sie sich nach links und trat in Jamiras Zimmer. "Mami, Tante Hummelchen spinnt!", erklärte sie ihrer Mutter nachdrücklich.


17.09.2002 14:23#371
Jamira Jamira war an diesem Morgen erwacht und wie üblich zu Freyas Bettchen gegangen. Welch ein Schock jedoch, als sie bemerkte, dass es leer war. Adrenalin schoß durch ihren Körper. Grausame Bilder entstanden in ihrem Kopf. Freya, ganz allein und verlassen irgendwo draußen im dunklen Wald. Vielleicht war sie ins Meer gefallen und ertrunken. Oder ein Wolfsrudel hatte sie als willkomene Mahlzeit erspäht und getötet. Oder sie wurde entführt, die Männer in den roten Röcken hatten ihre Kleine entführt um Nachwuchs für Gomez zu beschaffen. Am Ende lagerte sie jetzt dort und hatte das schlimmste Leben das man sich denken konnte vor sich...

Entsetzen machte sich in der besorgten Mutter breit. Erregt drehte sie sich herum.
"Mein Kind! Meine Freya! Sie ist entfüh...", erschrocken hielt sie inne. Was sich da an der Türschwelle zeigte, ließ sie die Augen aufreißen. Ein kleines Mädchen, vielleicht 4 oder 5, schaute unschuldig zu ihr hoch. Hinter ihr Hummelchen, ganz blaß um die Nase und sichtlich aufgewühlt. Sie kannte dieses Mädchen nicht, hatte es noch nie zuvor gesehen. Aber trotzdem fühlte sich Jamira so vertraut zu ihr, als wäre es ein Teil von ihr. Tief in ihrem Innersten wußte sie dass dieses Kind ihre Freya war. Ihre Tochter, ihr Fleisch und Blut. Aber sie sah doch so anders aus...

Es war zuviel. Jamira wollte sich noch an die Wand stützen, aber sie schaffte es nicht mehr. Noch bevor sie auch nur einen Schritt getan hatte, wurde es dunkel um sie herum und sie fiel...



17.09.2002 14:38#372
Hummelchen "Ach Gott Kindchen, jetzt auch das noch!"

Hummelchen eilte zu Jamira und sog sie zu sich hoch. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Und all das, nur weil Thaleia nicht aufgepasst hatte. Dieses Mädchen behauptete von sich Freya zu sein und die Magierin hatte von einem Wachstumselexier gesprochen. Langsam begann sich für Hummelchen alles zu einem Bild zu formen.

Diese schrecklichen Zauberinnen. Alles brachten sie aus dem Lot! jetzt war das kleine Mädchen schon den Windeln entwachsen - obwohl, war es das? Das wär doch wenigstens ein postiver Aspekt des Kesselsturzes gewesen.

Hummelchen tätschelte Jamira die Wangen. Dem Mädchen trug sie auf, Wasser und ein Tuch zu holen, damit man es der Mami auf die Stirn legen konnte.
Langsam schlug Jamira die Augen wieder auf. Hummelchen setzte sich zu ihr und begann ruhig auf sie einzureden und ihr ihre Sicht der Sache zu erklären.


17.09.2002 14:52#373
Freyaa Freya eilte um ein feuchtes Tuch zu holen und kam gleich darauf wieder angerannt. Sorgfältig legte sie die Abkühlung auf die Stirn ihrer Mutter.
"Aber Mami, nicht umfallen", was war denn nur los heute. Alle verhielten sich komisch.

Jamira stützte sich indessen vorsichtig auf die Arme und starrte ihre Tochter an. Sie schien sich schon wieder etwas gefangen zu haben, denn ihr Blick sprang vorwurfsvoll zu Hummelchen.
"Was habt ihr mit meiner Tochter angestellt? Ich sag euch, wenn ihr ihr auch nur ein Härchen gekrümmt habt..."



17.09.2002 15:03#374
Hummelchen Hummelchen versuchte ihr die neue Situation schmackhaft zu machen. Irgendwie hatte das ja auch was, wenn son Kind aus dem Gröbsten raus ist. Und wer weiß, vielleicht war sie durch den Trnk ja auch ganz stark geworden. Die Reit-Scavenger waren immerhin auch um ein Vielfaches stärker als die Normalen. Das wär für ein Mädchen in der Barriere doch wirklich nur zu begrüßen.
Hummelchen erhob sich

"Macht euch erst Mal miteinander vertraut. Ich hab den Eindruck, das Bad hat dem Kind nicht geschadet. Ich muss erst mal weg. Draußen wartet schon den ganzen Tag ein fertig gespannter Wagen auf mich. Wir müssen ernten, bevor der Regen uns die Ernte verdirbt. Ich kann dich doch jetzt allein lassen?"

Hummelchen strich den beiden liebevoll über den Kopf und beschloss, sich nach ihrer Rückkehr noch mal liebevoll der Sache anzunehmen. Dann verließ sie die beiden.



17.09.2002 15:14#375
Jamira Jamira schaute immer noch leicht verwirrt von ihrer gewachsenen Tochter zu Hummelchen.

"Ja, geh ruhig. Ich komme schon zurecht. Danke dass du die Kleine gebracht hast. Ich werde jetzt gleich mal rüber zu Thaleia gehen und ihr was erzählen. Unverantwortlich ist das!"

Aufgebracht erhob sie sich und stand wieder fest mit beiden Beinen im Leben.
"Ich kann mir nicht vorstellen dass so ein rasanter Wachstumsschub unbedenklich ist. Wer weiß was da alles hätte schiefgehen können!"

Sie schnappte sich ihre Tochter, die nun um einiges schwerer geworden war, klemmte sie unter den Arm und machte sich mit ihr auf den Weg zum Unfallort.


17.09.2002 15:25#376
Hummelchen Hummelchen und zwei Schwestern zogen nun nach langer Verspätung mit ihrem Karren los, um im alten Gebiet nach den Weintrauben zu sehen. Es würde eine lange Fahrt werden, denn der Weg war weit und führte wieder einmal über das Gebirge.
"Hoffentlich habe ich nicht wieder so eine unangenehme Begegnung mit einem dieser menschenverachtenden Erzbarone. Die letzte Begegnung hat mir wirklich gereicht."

Aber die trüben Gedanken verschwanden nach kurzer Zeit, denn die Sonne schien und es war ein schöner goldener Herbsttag.

Hummelchen, die schon immer eine begeisterte Sängerin war und mit ihren Liedern schon manchen ungebetenen Gast in die Flucht geschlagen hatte, fing lauthals an zu singen.

Die Schwestern machten gute Miene zum bösen Spiel und hofften insgeheim, dass der Gesang auch zur Abwehr von Raubzeug gut war, das sich hier im Gebirge tummelte.

An einem Bach, in einem tiefen Tale
da saß ein Mädchen an einem Wasserfalle,
die war so schön, so schön wie Milch und Blut,
von herzen war sie einem Räuber gut.

Du armes Mädchen, mich dauert deine Seele,
denn ich muss fort in meine Räuberhöhle,
wo wir dereinst so glücklich wollten sein,
jedoch es muss, es muss geschieden sein.

Nimm diesen Ring und sollte jemand fragen,
so sprich: ein Räuber habe ihn getragen,
der dich geliebt bei Tag und bei der nacht
und der schon viele Menschen umgebracht.

Und wenn ich endlich, endlich komm zum Sterben,
so sollst du alles, ja alles von mir erben.
Ich setze in mein Testament dich ein,
nur du allein sollst meine Erbin sein.

Hummelchen wischte sich eine Träne aus den Augenwinkeln, schnäuzte in ein großes Taschentuch und beschloss, die Augen lieber nicht mit Tränen zu füllen. Konnte immerhin sein, dass ihr Bärchen hier irgendwo herumirrte.



17.09.2002 17:55#377
Jamira Jamira schritt mit dem Kind im Arm über den Innenhof. Die Kleine fröstelte etwas, kein Wunder bei dem viel zu kurzen Nachthemdchen. Sie mußte unbedingt etwas neues zum Anziehen besorgen. Aber erstmal war Thaleia dran.
Zielstrebig trat Jamira in das Labor ein. Auf dem handgeknüpften Teppich konnte man noch die Spuren des Gebräus erkennen. Zwei Amazonen waren gerade dabei den Kessel wieder aufzurichten und Thaleia stand mit grübelnder Miene vor dem Chaos.
Jamira setzte Freya vorsichtig auf den Boden und trat mit ihr zur Hohepriesterin.
"Das war unverantwortlich! Wie kann man nur einen Topf mit gefährlicher Flüssigkeit offen herumstehen lassen? Überhaupt, wie konntest du die Tür nur angelehnt lassen?! Es hätte wer weiß was passieren können...", fuhr Jamira sie aufgebracht an.

Thaleia schaute bestürzt drein und warf einen Blick auf Freya. Immerhin, ihre neue Rezeptur hatte wunderbar gewirkt. Eigentlich sollte sie stolz sein... "Es tut mir schrecklich leid. Das Zeug verwende ich normal für junge und schwächliche Scavenger um sie zu stärken. Ich war gerade dabei eine neue Rezeptur zusammenzustellen, mir fehlte nur noch ein einziges Kraut. Weil ich es nicht auswendig wußte, ging ich rüber in den Nebenraum um die weisen Bücher um Rat zu fragen. Dort muss ich darüber eingenickt sein. Ich bedaure den Vorfall wirklich sehr, die Tür mußte noch offen gewesen sein weil ich die kühle Nachtluft genießen wollte. Ich konnte doch nicht ahnen dass die Kleine noch unterwegs ist..."
Sanft strich sie Freya über den Kopf.

Jamira war keineswegs zufrieden.
"Was hätte alles passieren können! Stell dir vor einer der Wölfe hätte das Zeug entdeckt. Dann müßten wir jetzt mit Riesenwölfen kämpfen. Und wer weiß, vielleicht hat meine Tochter ernsthaften Schaden genommen. Wer sagt denn dass ihr dieser Wachstumsschub bekommt?"

"Immer langsam", beruhigte Thaleia die besorgte Mutter, "Soweit ich das sehe geht es Freya prächtig. In Einzelfällen kann es bei solchen Schüben dazu kommen, dass nicht alle Organe mitwachsen und einige verkümmern."
Sie bemerkte das ängstliche Gesicht von Jamira.
"Aber keine Sorge", redete sie schnell weiter, "das scheint hier nicht der Fall zu sein. Sie ist wohlauf und der Trank scheint sogar eine stärkende Wirkung auf sie gehabt zu haben. Schau nur wie kräftig und gesund sie aussieht. Deine Tochter ist ein Prachtstück, aus ihr wird mal eine gute Kriegerin. Nicht wahr?" Sie lächelte die Kleine an und sofort wollte Freya an ihr hochklettern. "Erzählst du mir eine Geschichte, Tante Thaleia?", fragte das Kind unschuldig.
Jamira stürzte vor und entriß der Hohepriesterin ihre Tochter. Skeptisch warf sie der Magierin einen Blick zu.
Thaleia seufzte. Es würde wohl eine Weile dauern bis sich Jamira wieder beruhigt hatte. Wenn sie ihr jemals verzeihen würde.
"Die Königin ist bereits unterrichtet von dem Vorfall", fuhr sie fort, "ich werde mein schönes Labor hier aufgeben müssen und in die Gewölbe umziehen." Ein weiterer Seufzer. "Naja, wenigstens hab ich dort meine Ruhe und es können nicht noch mehr Unfälle passieren.
Entschuldige mich jetzt bitte, ich muss zur Königin."
Und ohne ein weiteres Wort schritt die Hohepriesterin hinaus.
Jamira nahm schnell wieder ihre Tochter auf den Arm und verließ mit ihr ebenfalls das Labor, obwohl die Kleine im Vorbeigehen immer wieder die Hände nach einzelnen Sachen reckte. Schließlich gelang es ihr einen kleinen geschnitzten Holzscavenger von einem Regal zu greifen und fest in die kleinen Finger zu schließen.
"jetzt besorgen wir dir erstmal etwas zum Anziehen", sprach Jamira zu ihr, als sie wieder ins Sonnenlicht traten.



18.09.2002 19:20#378
Kitiara "ah, saphira. ich habe dich erwartet. ich hörte, dass du große taten auf der anderen seite des fjords vollbracht hast. du hast dein leben riskiert, um deinen schwestern und unseren verbündeten wichtige informationen zu bringen. allein das schon reicht aus, um meine entscheidung zu begründen. aber das ist nicht alles. du hilfst im lager, wo du kannst."
eine kurze pause trat ein, in der kitiara sich erhob und auf die junge amazone zu ging.
"ich bin stolz, dir sagen zu können, dass du von nun an eine vollwertige amazonenkriegerin bist."
sie legte saphira kurz die hand auf die schulter und lächelte, bevor sie weiterging, um den raum zu verlassen. kurz bevor sie die tür durchschritt drehte sie sich noch einmal herum.
"ach ja, ich bräuchte eine begleiterin. ich will mich in den nächsten tagen zum sumpflager begeben, um dort verhandlungen mit den gurus zu führen. wenn du mich begleiten würdest, würde ich mich freuen. denke in ruhe darüber nach." nun wand sie sich entgültig um und begab sich in ihre gemächer.


18.09.2002 19:45#379
Freyaa Freya hatte endlich neue Sachen zum Anziehen bekommen und nun fror sie nicht mehr. Ihre Mutter hatte sich immer noch nicht ganz erholt, jetzt lag sie oben in ihrem Bett und ruhte sich erstmal aus nach der ganzen Aufregung. Freya selbst verstand nicht recht was das alles sollte. Sie konnte sich an nichts mehr erinnern, was da in der Nacht geschehen war. Es war als hätte sie einen Sprung gemacht, eben noch sah sie in die große Welt hinauf und mit einem Mal erschien ihr das alles gar nicht mehr so groß.

Aber Freya wollte sich nicht weiter Gedanken darüber machen. Ihr war langweilig und sie suchte einen Spielgefährten. Die kleine Fenja könnte sie mal wieder besuchen. Aber die schlief sicher.
Plötzlich kuschelte sich etwas weiches an Freyas nackte Beine. Das kleine Mädchen sprang erschrocken zur Seite, erkannte aber dann den treuherzigen Wolf, der sich leise von hinten angeschlichen hatte.
Erfreut streichelte sie das Tier. Hatte sie da einen neuen Freund gefunden? Es schien so.
"Komm Lassie", rief sie spontan und sprang die Treppen zum Haupthaus hinauf. Der Wolf tapste willig hinterher.

Leise schlich das kleine Mädchen und der Wolf, der ihr fast bis zur Hüfte reichte, durch die Eingangshalle. Keiner bemerkte sie und sogleich traten die beiden in den Thronsaal. Überwältigt blieb Freya stehen. Ihre Augen wurden größer und größer, je länger sie dort stand und den Blick wandern ließ. Besonders das Bild hinter dem Thron gefiel ihr. Eine Frau mit schönen langen braunen Haare posierte da. Wohl eine frühere Herrscherin.

Freya schloß den Mund wieder. Sie fing an zu hüpfen, quer durch den Saal, und stand schließlich vor dem prachtvollen Thron. Frech blickte sie sich um dass auch keiner da war, dann kletterte sie den Sessel hinauf und setzte sich. "Lassie, sitz!", befahl sie dem Wolf in herrischem Tonfall, machte eine ernste würdevolle Miene und kicherte gleich darauf. Der Wolf schaute sie gelangweilt an und schnaubte nur mal kurz.



19.09.2002 20:37#380
Hummelchen Spät am Abend kam die Gruppe aus dem alten Amazonenlager zurück.
Hummelchen stellte ihren Kater Bärchen allen Amazonen vor und schnappte sich dann die Reiser. Der Wein konnte bis morgen warten, aber die Reiser mussten in das vorbereitete Saatbett zum Bewurzeln.

Dann begab sich Hummelchen mit Bärchen zur Königin, von der sie hörte, dass sie nach ihr gefragt hatte,



20.09.2002 10:16#381
Hummelchen Hummelchen trat vor die Königin, die sie freundlich empfing. Sie eröffnete ihr, dass sie die Absicht habe, ihr das Amt der Haushofmeisterin zu übertragen. Damit wäre sie in allen Belangen des Amazonenlagers ihre Vertreterin. Außerdem sagte sie, dass sie erstaunt festgestellt habe, welche Fähigkeiten die Köchin am Schmiedefeuer gezeigt hätte, sie würde ihr auch noch die Schmiede übergeben, in der die Kunstwerke für die Barriere hergestellt wurden.

Hummelchen wurde knallrot vor so viel Lob und bedankte sich mit einem vollendeten Hofknicks.

Dann klemmte sie sich Bärchen unter den Arm und verließ den Thronsaal um sich erst einmal von den Strapazen des Trollkampfs zu erholen.



20.09.2002 13:31#382
Saphira[X] Saphira ging gemütlich durch das Lager und dachte darüber nach, was die Königin gesagt hatte. Sie war also nun eine echte Amazone. Komisch kam es ihr vor, alles war so schnell gegangen und soviel hatte sie doch nicht getan, es war doch alles nur ein Zufall gewesen.

Dann dachte sie daran, dass es vielleicht nun an der Zeit wäre, mal etwas mehr zu tun, ebenso vielleicht, sich auch mal zu Thaleia zu begeben und mit ihr über Heilung und Magie zu sprechen. Saphira war sich noch nicht im klaren darüber, wie sie das angehen sollte.

Mit der Königin oder für sie mal nach dem Sumpflager gehen, dazu hätte sie Lust, es wäre eine willkommene Abwechslung.

Sie schlenderte über das Gelände in Richtung Garten, in der Hoffnung, ein paar Amazonen zu treffen, mit denen sie etwas plaudern konnte um vielleicht das eine oder andere, was geschehen war, zu erfahren.



21.09.2002 20:53#383
XardasDiener XardasDiener rannte noch immer. Er war jung und hatte eine gute Kondition. Er dacht beim Laufen angestrengt nach. Wenn er Glück hatte, hatten die Gardisten sein Gesicht nicht sehen können wenn doch dann hatte er nicht mehr lange zu leben. Auf einmal sah er in der Ferne ein
Licht. Sollte es hier in der Wildniss etwa ein Haus geben? Seine klaffende Wunde musste dringend versorgt werden, er war hungrig und Müde. Er war zwar nicht gerne auf andere Menschen angewiesen aber in seinem Zustand hatte er keine andere Wahl. Er lief dem Licht entgegen.
"Vielleicht ein einsamer Jäger",dachte er."Wer lebt sonst schon so weit draußen". Er kam dem Licht immer näher. Plötzlich blieb er schlagartig stehen. Es war kein einsames Haus was isch hier befand. Es war ein Lager! Befand er sich etwa schon im Delierium?? War er schon tot?
Nein das konnte nicht sein. Aber von einem Lager so weit draußen hatte er noch nichts gehört. "Seis drum, ein Lager ist sogar noch besser als ein einziges Haus" ,dachte er bei sich."Aber was wenn es ein Außenposten der Gardisten ist". Es war ihm jedoch klar das er keine Wahl hatte. Langsam bewegte er sich auf das Lager zu. Es war nun komplett dunkel geworden. Nun war er an einer Steinernen Brücke angelangt. Vorsichtig versuchte er aus der Dunkelheit heraus jemanden zu erspähen



21.09.2002 22:07#384
blutfeuer mit einem leisen knirschen stieß das boot auf den sand und blutfeuer sprang an land. dann band sie das boot am steg fest und bat eine herbeigeeilte amazone auf das boot besonders zu achten und es sauber zu machen. es war ein boot des sumpflagers und sie wollte bei den leuten dort keinen schlechten eindruck hinterlassen.

dann ging sie durch das lager und begrüßte die hiergebliebenen. immer wieder musste sie erzählen, wie sich die amazonen dort drüben schlugen und wie es um den feldzug stand.

als sie an der brücke stand, die die insel mit dem festland verband bewunderte sie, wie weit der bau des gästehauses fortgeschritten war. dabei bemerkte sie den fremden, der sich aus dem wald langsam der insel näherte. unmerklich fuhr ihre hand an das schwert.

"heda, wer bist du, komm ins licht, dass wir dich sehen können."


21.09.2002 22:49#385
Saphira[X] Saphira hatte sich mit einigen Amazonen unterhalten und so einiges über den Krieg erfahren, nun konnte sie sich auch erklären, warum nur so wenige im Lager waren. Blutfeuer war auch im feindliche Land, hatte Saphira herausgefunden, was sie irgendwie bedauerte, sie hätte sie gerne mal wieder gesehen.
Nun war es Abend. Saphira hatte am Nachmittag etwas geschlafen und kam gerade aus der Küche, mit einem kleinen Imbiß in der Hand, schlenderte über den Hof in Richtung der Gästehaus-Baustelle, als sie plötzlich meinte, Blutfeuer zu sehen. Sie ging auf die Brücke zu und erkannte, dass es tatsächlich Blutfeuer war, die aber seltsamerweise eine gerade sehr kriegerische Miene aufgesetzt hatte und in Richtung Lagereingang sah.

Saphira schaute ebenfalls in diese richtung und erblickte eine Gestalt, die aus dem Schatten des Waldes trat. Offensichtlich handelte es sich um einen Mann und ebenso offensichtlich war dieser verletzt.

"Hallo Blutfeuer, was freue ich mich, Dich mal wiederzusehen." Sie ging auf Blutfeuer zu und berührte deren Arm. "Bleib ganz ruhig, ich weiß ja, du kommst aus dem Kampfgeschehen, aber hier droht uns wohl keine Gefahr, nicht von diesem Mann dort. Siehst du nicht, dass er verletzt ist und sich scheinbar verirrt hat?"



21.09.2002 23:06#386
blutfeuer "wart mal saphira, du kennst dich hier noch nicht so gut aus, aber ich weiß, dass eine verletzung eine gute tarnung sein kann. man öffnet sein herz und als nächstes kommt ein pfeil!

ich denk immer, zu viel vorsicht kann nicht schaden. ich bin eine jägerin und da schärfen sich die sinne. so wie ich regen rieche, so habe ich ein gefühl für gefahr. da stellen sich bei mir alle antennen auf. ich will mich erst überzeugen, dass keine gefahr droht."

die beiden riefen aus dem dunkel dem fremden zu, er möge ins licht der fackeln an der brücke treten, was er nach einem kurzen zögern auch tat.
jetzt war die verletzung deutlich zu erkennen, auch dass der mann völlig erschöpft war und offensichtlich unbewaffnet. nach einem kurzen moment des zögerns, eilten die beiden frauen auf den fremden zu und nahmen ihn in ihre mitte. da er kaum noch laufen konnte, stützten ihn die frauen und führte ihn direkt ins lager.



22.09.2002 00:16#387
Saphira[X] Saphira packte kräftig mit an und gemeinsam mit Blutfeuer schleppte sie den Mann in Richtung Wohnhaus der Arbeiterinnen, wo sich das Krankenlager befand.
Der Mann war jung und kräftig, aber total erschöpft. Er hatte eine böse Wunde, die dringend versorgt werden musste. Schon wieder musste Saphira dran denken, dass sie dringend bald Heilkräuter besorgen musste, aber für diesen Fall würden die Heilmittel im Lager noch ausreichen. Falls das alleine nicht genug sein sollte, würde sie Thaleia um ihre Hilfe bitten.

Saphira besah sich Blutfeuer, die wohl so einige Kämpfe hinter sich hatte, was sich durch ihre Blessuren zeigte. Wieder einmal erstaunte Saphira die Kraft und Entschlossenheit, die in dieser zierlichen Person wohnte, denn sie sah keinerlei Anzeichen von Erschöpfung in ihr.

Als sie beim Krankenlager ankamen, hievten sie den verletzten Mann auf das Bett, er stöhnte erleichtert dabei und half so gut er konnte. Saphira konnte ihn nun genau betrachten und bemerkte, dass ein leichter Schweißgeruch von ihm ausging, weshalb sie sich entschloss, ihm erst einmal etwas zur Stärkung zu gönnen und ihn danach erst einmal mit klarem Wassern den Körper, vor allem um die Wunde herum, zu waschen.

"Blutfeuer, könntest Du dem Mann etwas aus der Küche zum Essen besorgen, er sieht ja völlig entkräftet aus. Ich werde erstmal Wasser von Fluss holen und seinen Körper reinigen und erfrischen. Ich glaube schon, dass wir ihn einen Moment allein lassen können, der geht keinen Schritt mehr alleine. Er fiebert wohl auch etwas ..."

Damit nahm sie sich einen Lederbeutel, um mit ihm zum Fluss zu gehen, um Wasser zu holen.



22.09.2002 09:06#388
XardasDiener XardasDiener lag still auf seinem Bett. Die Augen starr an die Decke gerichtet. Wo war er hier? Die beiden Frauen waren freundlich gewesen, dass musste man sagen! Anscheinend war es kein Vorposten der Garnission. Von draußen hörte er Geräusche der Nacht. Eulen schuhten, Äste knackten und die Blätter wehten samft im Wind."Bis jetzt haben sie keine Fragen gestellt. Aber was wenn sie es doch tuen?",dachte er.
Wie sollte er ihnen erklären das er einen Gardisten getötet hatte und der Rest der Sippe hinter ihm her war. War er hier sicher? Vielleicht war es aber auch ganz anders. Vielleicht waren das hier Feinde der Gardisten. Ebenso wie er. Dann wäre er hier gut aufgehoben. Er fasste neuen Mut. Vielleicht hatten die Gardisten sein Gesicht wirklich nicht erkannt. Der einzige der ihn von nahen gesehen hatte war tot. Dann würden sie ihn nie finden.



22.09.2002 10:45#389
Hummelchen Hummelchen war noch in der Nacht von Saphira und Blutfeuer über den kranken Mann unterrichtet worden. Am Morgen schöpfte sie eine große Kelle Hühnersuppe ab, die immer auf dem Herd vor sich hin köchelte und begab sich zu dem Fremden.
"Guten Morgen? Na, gut geschlafen? Bei uns bist du erst mal in Sicherheit. Hier mein Kleiner, iss das erst mal. Eine gute Hühnersuppe heilt jede Krankheit. Und dann erzähl mal was dir zugestoßen ist.
Nein, bleib erst mal liegen. Saphira soll erst mal nach deinen Verletzungen sehen und wir werden tun, was wir für dich tun können.
Du fragst dich sicher, wo du hier bist? Das ist das Lager der freien Amazonen und ich bin Hummelchen, die Haushofmeisterin. Unsere Königin ist Kitiara. Bei uns wohnen nur Frauen. Wir bieten ihnen Schutz und eine starke Gemeinschaft. Wie du dir sicher denken kannst, haben es Frauen, die in die Barriere geraten nicht leicht. Dieses Lager gehört ihnen und gemeinsam sind wir eine starke Truppe. Viele unserer Schwestern befinden sich zur Zeit auf einem Feldzug gegen einen durchgeknallten General.
Aber das ist für dich erst mal nicht wichtig. Wir müssen erst mal gesund werden."

Hummelchen begann, den Verletzten mit einem Löffel zu füttern.


22.09.2002 10:55#390
XardasDiener Die Suppe schmeckte gut, und XardasDiener hatte seid Tagen nichts mehr gegessen."Ja du hast recht, für eine Frau muss es in der Barriere noch viel schwieriger sein als es für einen Mann ist". Sein zustand hatte sich enorm verbessert. Er war gewaschen, nicht mehr hungrig und die Wunde an seinem linken Arm schien anzufangen zu verheilen. Jetzt am Tag sah das Lager schon viel freundlicher aus. Ihm vielen ihre Worte ein:
"Wir kämpfen gegen einen durchgeknallten General". General? Das konnte ein hoher Gardist sein. Soviel XardasDiener wusste gab es im neuen Lager keinen Generäle. Und im Sumpflager? Wahrscheinlich auch nicht!
"Das passt anscheinend ja gut zusammen", dachte er."Kann ich mich hier vielleicht nützlich machen?", fragte er. Die Frau sah ihn verwundert an."Hab ich vielleicht was falsches gesagt?", dacht er.



22.09.2002 11:40#391
Saphira[X] Saphira stand am Morgen auf und wollte gleich nach dem Verletzten sehen.
Die Nacht zuvor hatte sie den Neuankömmling gewaschen, seiner Wunde eine Kompresse aus den restlichen Heilkräutern aufgelegt und ihm danach eine heilende Salbe darauf verabreicht. Blutfeuer hatte ihm hauptsächlich was zum Trinken gegeben, wohl durch das Fieber verlangte er fast nur nach Wasser. Saphira war noch bei ihm geblieben, bis er eingeschlafen war und war dann selbst zu Bett gegangen.

Nun betrat sie das Krankenzimmer und traf dort auf Hummelchen, die sich gerade mit dem Kranken unterhielt. Die Nacht hatte ihm gut getan, er fragte schon nach Arbeit.

"Nun, erstmal musst Du Dich kräftig genug fühlen, dann haben wir schon etwas für Dich zu tun." Saphira lächelte den Mann an und zwinkerte Hummelchen zu: "Wie wäre es denn, wenn er uns beim Bau des Gästehauses unterstützen würde, wie nötig wir das haben, sehen wir doch hier. Die Hilfe eines tatkräftigen Mannes würde uns da sehr weiterhelfen und Dir käme es auch zugute."



22.09.2002 11:53#392
Hummelchen "Das stimmt. Seit un die Sumpfler verlassen haben um in den Krieg zu ziehen ist es nicht recht weiter gegangen. Ich denke, unsere Bauleiterin wird da sicher für dich eine nützliche Beschäftigung finden. In der Zwischenzeit kannst du dich ja mal mit den Schwestern unterhalten, welche Lager und Gruppierungen es innerhalb der Barriere gibt. Dann kannst du dich entscheiden, wo du leben wirst. Bei uns kannst du nur für eine begrenzte Zeit als Gast bleiben. Dauerhaft wird bei uns kein Mann über 14 Jahren geduldet, versteh das bitte.
Und nun entschuldige mich, ich muss in die Küche. Saphira wird dir alles zeigen nehm ich mal an."

Hummelchen drückte dem Fremden noch einmal die Hand und verließ dann das Krankenzimmer.



22.09.2002 12:00#393
Saphira[X] "Dann komme ich mal schnell mit in die Küche und nehme mir was zu essen. In der Zeit kann sich der junge Mann in Ruhe vom Lager erheben und erstmal testen, ob er denn schon genug Kräfte hat, um aufzustehen. Lass Dir ruhig Zeit dabei, Xardas-Diener, ich komme gleich wieder zu Dir und dann sehen wir weiter."
Mit diesen Worten lächte Saphira dem Mann zu und folge Hummelchen nach draußen.


22.09.2002 12:25#394
XardasDiener XardasDiener erhob sich langsam. Vorsichtig glit er aus dem Bett. Das gehen war kein Problem mehr für ihn. Leise wankte er zum Fenster. Ein seltsamer Ort war das. Ein Lager nur für Frauen? Gut wenn sie es so wollten. Aber an einem solchen Lager war er eh nicht intressiert. Seit der Sache im Gerichtssaal interresierte er sich mehr für die Magie.
Sie musste stark in ihm veranlagt sein. Doch was war es für eine? Es war weder die Magie Innos noch die Magie des Sumpfes und auch nicht die Magie die die Wassermagier praktiezierten. Es war eine andere Magie. Eine wesentlich Schrecklichere und düstere Magie. Verträumt sah er aus dem Fenster. Er beobachtete viele Frauen. Einen anderen Mann konnte er jedoch nicht sehen.


22.09.2002 12:33#395
blutfeuer blutfeuer hatte es genossen, nach so langer zeit mal wieder in einem richtigen bett zu schlafen, was sie auch ausgiebig getan hatte.

nun musste sie zu hummelchens schmiede um mit ihr die anfertigung gewisser öfchen zu besprechen, in denen man auf dem eis feuer machen könnte. ohne ein solches hilfsmittel wollte sie nicht noch einmal eine gletscherbesteigung riskieren.

sie schlenderte in die küche, wo sie hummelchen auch schwer beschäftigt antraf. dann schilderte sie ihr, was sie unbedingt brauchte.

hummelchen tätschelte ihr den arm und bemerkte, dass sie sich schon was einfallen lassen würde. blutfeuer solle mal in ein paar tagen nachfragen. sie würde das als chefsache betrachten und sich gleich nach dem kochen an die arbeit machen.

blutfeuer nahm ein bisschen proviant zu sich und ließ sich von hummelchen ihre monatliche rate auszahlen. die jammerte zwar, dass die kasse des amazonenlagers so etwas eigentlich noch nicht hergäbe, kratzte dann aber die 300 erz zusammen.
mit dem geld ging blutfeuer dann zur anlegestelle und machte sich auf den weg ins sumpflager. von dort aus wollte sie dann ins neue lager zum alten general.


22.09.2002 22:52#396
Freyaa Freya hörte es donnern. Ängstlich drängte sich das kleine Mädchen an den Wolf, den sie gerade gestreichelt hatte, und schaute hinauf zum Himmel über dem Innenhof. Dunkle Wolken quollen bedrohlich auf, ließen die Nacht noch dunkler wirken. Freya erinnerte sich dass sie eigentlich schon längst hätte im Bett sein müssen. Ihre Mutter würde sie sicher schon suchen. Aber Freya wollte noch nicht ins Bett.

Dicke Regentropfen begannen vom Himmel zu fallen. Der Wolf entriß sich ihrem Griff und trottet eilig unter ein Vordach, wo er sich träge wieder hinfallen ließ. Freya spürte die Tropfen wie Nadelstiche auf ihrer Haut. Immer mehr wurden es, immer feuchter wurde ihre Kleidung.

Ein weiterer donner grollte über das Meer. Freya erwachte aus ihrer Erstarrung, stieß einen schrillen Schrei aus und rannte ins nächstliegende Gebäude, das Haupthaus. Die Augen ängstlich aufgerissen irrte sie umher, auf der Suche nach einer erwachsenen Schulter die ihr Schutz bieten könnte..



23.09.2002 00:47#397
Jamira Unruhig schritt Jamira in ihrem Zimmerchen auf und ab, immer wieder glitt ihr besorgter Blick aus dem Fenster hinaus in das Unwetter. Wo war sie bloß? Sie sollte bei Sonnenuntergang drinnen sein. Sanft strich ihre Hand über das leere Bettchen. Sicher war sie wieder unten bei den Wölfen, die Kleine schien Tag und Nacht dort zu verbringen.

Schnell stolperte Jamira nach unten und sie trat hinaus in den strömenden Regen. Schon nach kurzer Zeit war sie bis auf die Haut durchnäßt, aber es machte ihr nichts aus.
"Freyaaa?"
Durch den Regen klang ihre Stimme dumpf und hallte an den Hauswänden zurück. Nichts rührte sich. Keine der Frauen wagte sich bei diesem Wetter hinaus, wenn sie nicht gerade gezwungen wurde.
Ein weiterer Donner rollte heran, überschlug sich direkt über der durchnäßten Frau und ließ sie unwillkürlich zusammenzucken.

"Freyaaaaaa...!!"
Wo steckte das gewitzte Kind bloß? Jamiras Vermutung war das Haupthaus. Mit schnellen Schritten eilte sie darauf zu. Wieder zuckte ein Blitz auf.


23.09.2002 00:59#398
Freyaa Immer wieder drangen diese bedrohlichen Laute in ihre Ohren. Jedesmal wimmerte Freya erneut auf. Und keine Rettung in Sicht, die Erwachsenen schienen selbst unter ihre Bettdecken gekrochen zu sein.

Gespenstisch ragten die hohen Türen aus der Dunkelheit hervor. Jedesmal wenn ein neuer Blitz aufflammte, erkannte man für kurze Zeit die Schemen der Inneneinrichtung und das zuckende Licht ließ alles nur noch unheimlicher Wirken.
Freya begann zu weinen. Mit letzter Kraft verkroch sie sich unter dem Treppenabsatz und verharrte in dieser Niesche. Sie hielt den kleinen Holzscavenger fest in den Händen, dicht an sich gedrückt als könne er sie vor allen Übeln der Welt beschützen.



23.09.2002 01:11#399
Jamira Jamira betrat patschnaß das Haupthaus und schaute sich um. Still lag alles da, dunkel. Nur aus den oberen Räumen hörte man Schritte, die Königin wohl. "Freya?", rief Jamira leise.
Eine direkte Antwort bekam sie nicht, aber ein leises Wimmern ließ sie aufhorchen. Es schien von der Treppe zu kommen.
"Freya, bist du das?", langsam tastete sich Jamira vor.

Im Schein des nächsten Blitzes schließlich entdeckte sie die zusammengekauerte Gestalt unter der Treppe. Schnell ging sie hin und zog das wimmernde Kind hervor.
"Freya, meine Kleine. Nicht weinen, ist doch alles gut..", beruhigend nahm sie Freya auf den Arm und strich ihr die Tränen von der Wange.
"Komm, wir gehen jetzt ganz schnell hinüber in die warme Stube und bringen dich ins Bett. Nicht mehr weinen, es tut dir doch keiner was.."

Das Kind auf ihren Armen, rannte Jamira über den Hof und hinauf in ihr Zimmer. Freya hatte sich dicht an sie geklammert und aufgehört zu weinen. Oben angekommen, wurde sie ersteinmal von ihren nassen Sachen befreit und schließlich von Jamira ins Bett gesteckt. Draußen donnerte es immer noch, wenn auch schon leiser.
Jamira setzte sich neben das Bett und begann ein beruhigendes Schlaflied anzustimmen.



23.09.2002 11:42#400
Saphira[X] Saphira kam zurück ins Krankenlager und sah Xardas-Diener am Fenster stehen. Sie ging zu ihm und stellte sich daneben.

"Wir könnten Deine Hilfe gut gebrauchen, der Bau des Gästehauses müßte etwas schneller vorangetrieben werden. Da viele unserer Amazonen sich derzeit im Krieg befinden, und wir aus diesem Grunde auch aus den anderen Lagern kaum Unterstützung erhalten können, kannst Du uns gerne dabei helfen. Dort hinten siehst Du die Baustelle, geh einfach mal dorthin und schau, was zu tun ist." Saphira zeigte mir der Hand in die Richtung des Gästehaus-Baus.
"Du wirst bestimmt noch weitere Hilfe unserer anwesenden Amazonen finden, frag sie einfach, wenn Du etwas benötigst. Ich werde heute mal intensiver nach ein paar neuen Heilkräutern suchen, wir brauchen unbedingt wieder welche. Sobald das Donnerwetter vorbei ist, werde ich deshalb ein paar Stunden weg sein."
Saphira berührte leicht die Wunde an Xardas-Dieners Arm. "Aber achte bitte auf Deine Wunde, lass dort keinen Schmutz heran. Oder möchtest Du gerne zur Vorsorge einen Verband darum haben?"




Wir bedanken uns bei den Sponsoren der Preise.





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