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Aus der Fünfstern Teil 3

Sein Gegenüber kochte vor Wut. Nabius konnte es ihm nicht verdenken. Die Organisation hatte sämtliche Bewohner der Insel Anguriano auf dem Gewissen. Mehr noch, sie riskierte eine magische Störung der ganzen Welt, wenn sie versuchen würde, die Dimension der Götter zu öffnen. Die hoch gesteckten Ziel der Magier des Fünfsterns waren alles andere als ungefährlich. Deshalb benötigte dieses Vorhaben eine Menge Zeit, viel Geduld und große Fähigkeiten ihrer Mitglieder.
Nicht zuletzt Nabius, Ulgrad hatte ihm nicht ohne Grund diesen Auftrag gegeben. Klar, ein Teil dieser Mission bestand darin, die Essenz des Wassers zu besorgen: Eine Schuppe von einem Nachkömmling des Leviathans. Es handelte sich dabei um ein magisches Artefakt, das Nabius selbst benötigte, um seine magische Kräfte noch zu stärken und zu bündeln, wenn sie ihr Hauptziel in die Tat umsetzen wollten. Aber diese Mission hatte eigentlich einen völlig anderen Sinn... und dafür brauchte Ulgrad die Fähigkeiten von Nabius.

"Ich habe erwartet, dass du meine Bitte verweigers", meinte Nabius platt und erhob den Steinschlüssel.
Das unendliche Tor begann hell zu leuchten, sogar so hell, dass der Magier dazu gezwungen war, seinen Arm vor das grelle Licht zu halten. Als das Licht verschwand, blieb eine schimmernde Sphäre übrig, die in dem Steinbogen loderte. Das Tor war geöffnet worden. Jetzt rannte Rethus mit gezogenen Schwerter am Ufer des Sees entlang, um Nabius anzugreifen. Jetzt war es an der Zeit, es herauszuholen. Der Magier wartete noch lang genug, bis sich Rethus in der Nähe des Tores befand, dann konzentrierte Nabius seine gesamte Magie in die Tiefe des Sees und zog das Wesen wie eine Marionette aus dem Wasser.
Tentakeln schossen heraus. Wasser spritzte herum. Rethus schien überwältigt zu sein. Er musste anhalten und sich den Tentakeln zur Wehr setzen, die ihn direkt angriffen. Einem solchen Monstrum war der Glatzkopf aber nicht gewachsen, niemals - vor allem dann nicht, wenn es sich um das Kind des Leviathans handelte: Ein Riesenkraken.
Jetzt steckte das Monstrum seinen Kopf aus dem Gewässer, um seinem Widersacher Auge in Auge gegenüber zu treten. Nabius dagegen hatte alle Hände voll damit zu tun, die Kontrolle zu behalten. Der Kraken stand unter seinem Zauber und wurde von ihm gelenkt. Das Schwierigste an dieser Kontrolle war vor allem überhaupt die Kontrolle zu behalten. Er hatte es immerhin mit einem magischen Wesen zu tun, dass Nabius gewachsen war, den Zauiber schnell zu beenden. Da dieses Kind aber noch zu jung war, stand Nabius gerade noch so in der Übermacht.

Jetzt wurde es langsam Zeit, den Kampf zu beenden. Nachdem der Kraken Rethus noch einmal ordentlich zusetzte, ließ Nabius ein wenig mehr magische Kraft auf das Wesen einströmen, sodass dieses sogar aus dem Wasser herauskam, obwohl es kein Landtier war, um mit Rethus durch das Tor zu verschwinden. So schnell wie möglich eilte Nabius hinterher..